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Kirchliches Amtsblatt - Bistum Trier

Wenn Sie einen Artikel aus dem Kirchlichen Amtsblatt (KA) zitieren wollen, können Sie zur Quellenangabe nach diesem Muster verfahren: KA [Bistum Trier] Jahrgang (Jahreszahl) Artikel-Nummer, also z.B. für das Abschlussdokument der Bistumssynode die Quellenangabe: "veröffentlicht in: KA Bistum Trier, 160 Jg.(2016) Nr. 120".

Im Folgenden nennen wir über der Überschrift des jeweiligen Artikels neben diesen Angaben und dem Datum zur inhaltlichen Orientierung außerdem die Rubriken aus dem KA (z.B. "Akten", "Erlasse des Bischofs", "Verordnungen und Bekanntmachungen", "Kirchliche Mitteilungen" etc.)

Verordnungen und Bekanntmachungen - Mittwoch, 1. Juli 2020 - Jahrgang: 164 - Artikel: 127

Aufruf zur Mitwirkung im Betroffenenbeirat des Bistums Trier

Im Bistum Trier soll eine kontinuierliche und institutionalisierte Beteiligung von Betroffenen an der Arbeit des Bistums im Bereich von Intervention und Prävention von sexualisierter Gewalt erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Betroffenenbeirat eingerichtet.

Die angestrebte Zusammenarbeit erfolgt in dem Bewusstsein, dass auch im Bistum Trier viele Personen großes Leid und Unrecht durch Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche erfahren haben.

I. Struktur

Dem Betroffenenbeirat sollen fünf Mitglieder angehören. Die Mitarbeit im Betroffenenbeirat endet drei Jahre nach der Berufung.

Der Beirat tagt mehrmals, mindestens aber zweimal im Jahr in Trier. Sollte sich jenseits der vorgesehenen Sitzungsabfolge die Notwendigkeit einer Stellungnahme ergeben, kann der Beirat auch über die regulären Sitzungen hinaus zur Beratung einberufen werden.

Die Mitarbeit im Betroffenenbeirat ist ehrenamtlich.

Den Mitgliedern wird eine Aufwandsentschädigung für die Sitzungen gezahlt, die sich an der Praxis des Betroffenenrates beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM) orientiert.

1 Darüber hinaus erfolgt eine Erstattung der Fahrt kosten nach Maßgabe der Erstattung von Dienstreisekosten im Bistum Trier.

Der Beirat kann sich eine eigene Geschäftsordnung geben.

Der Betroffenenrat erhält auf Wunsch administrative Unterstützung bei der Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch das Bischöfliche Generalvikariat.

II. Aufgaben

Aufgabe des Betroffenenbeirates ist es, einen Beitrag zu leisten bei der Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt im Bistum Trier sowohl hinsichtlich der Maßnahmen der Prävention als auch im Bereich der Intervention.

Der Betroffenenbeirat als Expertengremium begleitet die Arbeit des Bistums Trier im Themenfeld der sexualisierten Gewalt aus Sicht der Betroffenen. Die Themen, mit denen sich der Betroffenenbeirat beschäftigt, ergeben sich sowohl aus den Anliegen der Betroffenen als auch aus den Fragestellungen des Bistums. Der Beirat ist Impulsgeber. Er wird gehört im Vorfeld geplanter Maßnahmen und gibt dazu Hinweise und Vorschläge. Er setzt sich kritisch mit den bereits vorliegenden Konzepten zum Umgang mit Fragen der sexualisierten Gewalt auseinander. Er steht im Austausch mit dem bischöflichen Beraterstab.2

III. Mitgliedschaft

Bei der Zusammensetzung des Betroffenenbeirats sollen unterschiedliche Kontexte berücksichtigt werden, in denen Menschen sexualisierte Gewalt erlitten haben. Dazu gehören institutionelle, geografische und zeitliche Faktoren.

Die Möglichkeit zur Interessenbekundung ist für alle Personen gegeben,

• an denen in ihrer Kindheit, als Jugendliche oder als Schutzbefohlene sexualisierte Gewalt von Vertreterinnen oder Vertretern der katholischen Kirche im Bistum Trier verübt wurde,

• die heute im Bistum Trier wohnen und an denen sexualisierte Gewalt durch Vertreterinnen oder Vertreter der katholischen Kirche verübt wurde.

Für die Mitarbeit im Betroffenenbeirat notwendig ist die Bereitschaft zu einem ehrenamtlichen Engagement im Rahmen des genannten Zeitraums, zur kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung mit der Arbeit des Bistums Trier und seiner Vertreterinnen und Vertreter sowie zur regelmäßigen Teilnahme an den Sitzungen in Trier.

Das Mindestalter für die Mitgliedschaft im Betroffenenbeirat liegt bei 18 Jahren.

IV. Auswahlverfahren

Die Auswahl erfolgt durch ein Gremium. Es setzt sich zusammen aus einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bischofs, einer Vertreterin oder einem Vertreter aus der Fachpraxis und einer Vertreterin oder einem Vertreter aus der Wissenschaft.

Die Mitglieder des Gremiums werden auf der Internetseite des Bistums veröffentlicht.

Entsprechend der Kriterien in Ziffer III. sichtet das Auswahlgremium die eingegangenen Interessenbekundungen und lädt Bewerberinnen und Bewerber zu einem Gespräch ein.

Die Auswahlgespräche werden in Trier geführt. Die Teil nehmenden erhalten vorher Informationen über die Personen, die das Gespräch führen werden.

Das Auswahlgremium schlägt im Anschluss an die Gespräche dem Bischof fünf Personen als Mitglieder des Betroffenenbeirats vor. Der Bischof beruft

die se für eine Amtszeit von drei Jahren.

V. Interessenbekundung

Interessenbekundungen für den Betroffenenbeirat können bis zum 31. August 2020 mit dem Bogen zur Erklärung der Bereitschaft zur Mitarbeit im Betroffenenbeirat im Bistum Trier postalisch oder per E-Mail geschickt werden an:

Bischöfliches Generalvikariat Trier, Büro des Generalvikars Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Postfach 1340, 54203 Trier, E-Mail: generalvikar(at)bgv-trier.de

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass nur der eingereichte Bogen zur Erklärung der Bereitschaft für das Auswahlverfahren berücksichtigt werden kann. Weitere Unterlagen werden nicht gesichtet.

Wenn Sie weitere Fragen zum Interessenbekundungsverfahren haben, schreiben Sie uns bitte unter den oben genannten Kontaktdaten oder wenden sich per E-Mail an die Präventionsbeauftragten im Bistum (praeventionsbeauftragte(at)bistum-trier.de ).

Nach Eingang der Unterlagen wird eine Eingangsbestätigung versandt. Mit der Interessenbekundung entsteht kein Anspruch auf Berufung in den Betroffenenbeirat.

 

Trier, den 16. Juni 2020

 

Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

Bischöflicher Generalvikar

 

1 https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/der-betroffenenrat/verwaltungsvorschrift-ab-01012020

2 https://www.bistum-trier.de/no_cache/bistum-bischof/bistumsverwaltung/amtsblatt/details/amtsblatt/wiederernennung-der-ansprechpersonen-und-der-mitgliederdes-beraterstabes/

 

Information zur Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß §§ 14, 15 KDG

Im Zusammenhang mit Ihrer Interessenbekundung für die Mitarbeit im Betroffenenbeirat übermitteln Sie uns personenbezogene Daten, bei denen es sich zum Teil um besonders sensible und damit in besonderer Weise zu schützende Daten handelt.

Gemäß §§ 14, 15 des Gesetzes über den Kirchlichen Datenschutz (KA 2018 Nr. 65) informieren wir über folgende Punkte:

1. Kontaktdaten des Verantwortlichen

Bischöfliches Generalvikariat Trier

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

Postfach 1340, 54203 Trier

Telefon (06 51) 71 05-2 10

E-Mail: generalvikar(at)bgv-trier.de

2. Kontaktdaten der betrieblichen Datenschutzbeauftragten

Bischöfliches Generalvikariat Trier

Stabsstelle Betrieblicher Datenschutz

Postfach 1340, 54203 Trier

Telefon (06 51) 71 05-4 68

E-Mail: datenschutz(at)bgv-trier.de

3. Zwecke und Rechtsgrundlagen für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten

Das Bistum Trier verarbeitet Ihre personenbezogenen Daten aufgrund Ihrer Einwilligung, die Sie uns mit Ihrer Erklärung der Bereitschaft zur Mitarbeit im Betroffenenbeirat im Bistum Trier gegeben haben (§ 11 Abs. 2 a) KDG).

Die Verarbeitung erfolgt nur in dem Maße, wie es zur Wahrnehmung der kirchlichen Aufgabe der Errichtung eines Betroffenenbeirates erforderlich ist. Dabei werden der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten und Ihrer Persönlichkeitsrechte sehr ernst genommen. Den Anforderungen des KDG und sonstiger datenschutzrechtlich relevanter Vorschriften wird sorgfältig Rechnung getragen.

Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich zu dem Zweck, anhand der persönlichen Einzelangaben sachgerecht über die eingehenden Anträge zur Mitarbeit im Betroffenenbeirat entscheiden zu können.

Sofern Sie Ihre Einwilligung erteilen, werden Ihre Daten ferner dazu verwendet, Sie auf dem präferierten Kontaktweg über Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz zum Zwecke der Betroffenenpartizipation zu informieren. Diese Daten werden spätestens nach drei Jahren gelöscht.

4.Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte

Ihre personenbezogenen Daten werden an das Auswahlgremium übermittelt, soweit dies für die Durchführung des Auswahlprozesses notwendig ist.

5. Speicherungsdauer der personenbezogenen Daten

Ihre Daten aus dem Ausschreibungsverfahren werden nach Abschluss des Verfahrens umgehend gelöscht, sofern Sie nicht einer weiteren Nutzung zur Kontaktaufnahme zugestimmt haben.

6. Rechte hinsichtlich personenbezogener Daten

Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten jederzeit zu widerrufen (§ 8 Abs. 6 KDG). Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Gemäß § 17 KDG haben Sie das Recht, Auskunft über die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zu erhalten. Gemäß § 18 KDG steht Ihnen das Recht auf Berichtigung zu, wenn unrichtige personenbezogene Daten über Sie verarbeitet werden sollten. Gemäß §§ 19, 20, 21, 22 und 23 KDG können Sie in den gesetzlich beschriebenen Fällen die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung verlangen, das Recht auf Datenübertragbarkeit wahrnehmen sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen. Diese Rechte können Sie bei dem Verantwortlichen (Ziffer 1) oder der betrieblichen Datenschutzbeauftragten (Ziffer 2) geltend machen.

Daneben haben Sie das Recht auf Beschwerde bei der Datenschutzaufsicht (Katholisches Datenschutzzentrum Frankfurt am Main, Domplatz 3, Haus am Dom, 60311 Frankfurt am Main, Telefon (0 69) 80 08 71 88 00, E-Mail: info(at)kdsz-ffm.de  unter den Voraussetzungen des § 48 KDG.

 

 

 

 

Erklärung der Bereitschaft zur Mitarbeit im Betroffenenbeirat im Bistum Trier

Hinweis: Die erbetenen Informationen sollen die Zusammenstellung eines möglichst vielfältigen Gremiums ermöglichen. Selbstverständlich können Sie Felder, zu denen Sie keine Angabe machen möchten, freilassen. Nicht von Ihnen mitgeteilte Informationen können bei der Entscheidung über Ihre Mitarbeit natürlich nicht berücksichtigt werden.

  1. Angaben zur Person

 

Name:                                                                                                                                 

 

Anschrift:                                                                                                                           

 

E-Mail:                                                                                                                                

 

Telefon:                                                                                                                             

 

Fax:                                                                                                                                    

 

Alter:                                                                                                                                   

 

Geschlecht:                                                                                                                       

 

 

Bevorzugter Kontaktweg:

Postalisch                      Telefon                               E-Mai

 

  1.  Hintergrund

 

  • Ich war unmittelbar von sexualisierter Gewalt betroffen.

In welchem Kontext der katholischen Kirche im Bistum Trier oder in einem anderen Bistum waren Sie von sexualisierter Gewalt betroffen (Schule, Pfarrei, kirchliche Jugendarbeit, Internat, Kindertagesstätte, Heim etc.)?

 
   

 

 

 

 
   

 

 

In welchem Zeitraum?

 
   

 

 

 

In welcher Region des Bistums Trier oder in welchem anderen Bistum?

 
   

 

 

Ich bin (bitte Zutreffendes ankreuzen)

  • bereit, ehrenamtlich tätig zu sein (Erstattung der Reise- und Übernachtungskosten sowie einer Aufwandsentschädigung)

 

  • bereit, regelmäßig an Sitzungen in Trier teilzunehmen
  • bereit zur kontinuierlichen Mitarbeit im Betroffenenbeirat
  • bereit, die Regelungen einer Geschäftsordnung anzuerkennen
  • bereit, namentlich genannt zu werden (keine notwendige Bedingung)
  1.  Motivation und Ziele

 

Was möchten Sie durch Ihre Mitarbeit im Betroffenenbeirat des Bistums Trier bewirken?

 
   

 

 

 

 
   

 

 

 
   

 

 

Was sehen Sie als vornehmliche Aufgabe des Betroffenenbeirats?

 
   

 

 

 

 
   

 

 

 
   

 

 

Was sind die zentralen Themen, die Sie bei Ihrer Mitarbeit im Betroffenenbeirat angehen wollen?

 
   

 

 

 

 
   

 

 

 
   

 

 

Haben Sie Erfahrung im ehrenamtlichen Engagement und/oder in der Gremienarbeit? Sind Sie in der Selbsthilfe für Betroffene sexuellen Missbrauchs oder einer Betroffeneninitiative aktiv?

 
   

 

 

 

 
   

 

 

Gibt es Weiteres, das Sie uns mitteilen möchten?

 
   

 

 

 

 
   


Einwilligung in die Datenverarbeitung

 

(Hinweis: Ohne diese Einwilligung kann Ihre Interessenbekundung nicht berücksichtigt werden.)

 

  • Mit der Übersendung der Interessenbekundung willige ich in die Datenverarbeitung zum Zwecke der Entscheidung über die Mitarbeit im Betroffenenbeirat im Bistum Trier ein. Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß des Gesetzes über den Kirchlichen Datenschutz (KDG) des Bistums Trier (Kirchliches Amtsblatt, KA 2018 Nr.65).

 

  • Ich willige ein, dass das Bistum Trier zukünftig zur Thematik der Betroffenenpartizipation Kontakt mit mir aufnehmen darf/ mich anschreiben darf. (Die hierzu notwendigen Kontaktdaten (z.B. Postanschrift, eMail-Adresse) dürfen für einen Zeitraum von drei Jahren aufbewahrt werden).

 

Datum:                                                                                 

 

 

Unterschrift:                                                                        

 

Weiteres:
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