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Verordnungen und Bekanntmachungen - Freitag, 1. November 2019 - Jahrgang: 163 - Artikel: 194

Das Wohnen der Pfarrer und Kooperatoren in der territorialen Seelsorge ab 2020

Die bisherige Regelung sieht als Regelfall vor, dass neben den Pfarrern auch die Kooperatoren eine Dienstwohnung in einem Pfarrhaus bewohnen. In Ausnahmefällen (die aber inzwischen eher die Regel sind) kann die Kirchengemeinde bzw. der Kirchengemeindeverband den Antrag stellen, stattdessen eine Dienstwohnung für den Kooperator anzumieten.

Nach der Umfrage der „Plattform p“ sind 63 Prozent der Priester, die sich an der Umfrage beteiligt haben (N=220) der Meinung, dass die Kooperatoren in einem Pfarrhaus wohnen sollen.

Ab 1. Januar 2020 gilt daher folgende Regelung:

a) An der Residenzpflicht (= Wohnen auf dem Territorium der PdZ) wird für alle Priester in der territorialen Seelsorge festgehalten, es sei denn, sie weisen ein „höherwertiges Interesse“ (z. B. vita communis) nach.

b) Die Kirchengemeinden werden verpflichtet, für jeweils 50 Prozent der Priester, die laut dem jeweils geltenden Orientierungsrahmen in der territorialen Seelsorge eingesetzt werden, Dienstwohnungen in Pfarrhäusern vorzuhalten. Durch diese Regelung entsteht Planungssicherheit für die Kirchengemeinden und das Bistum.

c) Für 50 Prozent der Stellen für Priester in der territorialen Seelsorge werden ab dem nächsten Stellenwechsel keine Dienstwohnungen (weder in einem Pfarrhaus noch durch die Kirchengemeinde angemietet) mehr vor gehalten. Diese Priester erhalten, wie derzeit schon die Priester in der kategorialen Seelsorge, Gehalt der Gruppe II und können sich damit unter Beachtung der Residenzpflicht eine private Wohnung an mieten.

d) Der Pfarrer wohnt in der Regel in einem Pfarrhaus (can. 533 § 1 CIC). Dies wird häufig nicht das Pfarrhaus des Pfarrortes sein können, weil die dortige Dienstwohnung noch belegt ist und/oder dieses Pfarrhaus zum zentralen Verwaltungssitz hergerichtet wird.

e) Alle Priester haben, wie die übrigen pastoralen Mitarbeiter, Anspruch auf ein Dienstzimmer. Dies kann im Fall der dienstwohnungsberechtigten Priester in der Dienstwohnung (Studierzimmer) liegen, in den übrigen Fällen muss die Kirchengemeinde entsprechende Räume vorhalten oder anmieten.

f) Bereits bei der Stellenausschreibung wird klar kommuniziert, ob zu dieser Stelle eine Dienstwohnung in einem Pfarrhaus gehört oder ob der Priester privat wohnen wird. Die jeweilige Option ist für den Bewerber bindend.

g) Längerfristige (> 1 Jahr) Leerstände von Dienstwohnungen in Pfarrhäusern durch Vakanzen werden durch das Bistum getragen.

h) Zur Förderung innovativer Wohnformen (insbesondere der vita communis) erhöht das Bistum seinen Regelzuschuss bei Baumaßnahmen für solche Projekte auf 80 Prozent. Für die übrigen Dienstwohnungen von Priestern wird der Zuschuss auf 60 Prozent gesenkt.

Trier, den 18. September 2019

Das Bischöfliche Generalvikariat

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