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Kirchliches Amtsblatt - Bistum Trier

Wenn Sie einen Artikel aus dem Kirchlichen Amtsblatt (KA) zitieren wollen, können Sie zur Quellenangabe nach diesem Muster verfahren: KA [Bistum Trier] Jahrgang (Jahreszahl) Artikel-Nummer, also z.B. für das Abschlussdokument der Bistumssynode die Quellenangabe: "veröffentlicht in: KA Bistum Trier, 160 Jg.(2016) Nr. 120".

Im Folgenden nennen wir über der Überschrift des jeweiligen Artikels neben diesen Angaben und dem Datum zur inhaltlichen Orientierung außerdem die Rubriken aus dem KA (z.B. "Akten", "Erlasse des Bischofs", "Verordnungen und Bekanntmachungen", "Kirchliche Mitteilungen" etc.)

Verordnungen und Bekanntmachungen - Montag, 1. Juni 2020 - Jahrgang: 164 - Artikel: 107

Dienstanweisung des Bischöflichen Generalvikars für die Dienststellen des Bistums sowie für alle Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, -assistentinnen und -assistenten in der Pfarrseelsorge im Zusammenhang mit der Corona-

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

mit Schreiben vom 27. April 2020 hatte ich eine Dienstanweisung erlassen, mit der die bis dahin aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung und der Länder in den Pfarreien umgesetzt worden sind. Diese ist gültig bis zum 10. Mai 2020. Die aktuellen Entwicklungen erfordern eine gewisse Anpassung der Anweisung.

Die Gefahr einer Überlastung unseres Gesundheitssystems ist noch nicht gebannt. Es gibt ausdrücklich noch keine Entwarnung! Es wird ausdrücklich vor einer zweiten Infektionswelle gewarnt. Trotzdem wollen wir nach den Lockerungen im öffentlichen Leben, insbesondere im Bereich der Schulen, der Geschäfte und nun auch der Restaurants, uns auch im kirchlichen Bereich verantwortungsbewusst anschließen. Im Bereich der Gottesdienste haben wir mit dem Schutzkonzept „Schritt für Schritt“ eine Öffnung auf wieder mehr erlebbare Gemeinschaft erreicht. Im Bereich der Dienststellen und Arbeitsweisen wollen wir nun eine schrittweise Rückführung aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz vollziehen. Auch Sitzungen mit physischer Präsenz sollen allmählich möglich werden.

Mit der vorliegenden Dienstanweisung soll dem Umstand Rechnung getragen werden, bei aller Notwendigkeit, die Pandemie einzudämmen, die erforderlichen Arbeitsprozesse soweit wie möglich sicherzustellen. Zugleich wollen wir die Risikogruppen und Kolleginnen und Kollegen, die Sorge für Kinder oder zu pflegende Angehörige tragen, im Blick halten .

Somit gilt ab dem 10. Mai 2020 ohne Ausnahme, zunächst bis zum 2. Juni 2020, die folgende Dienstanweisung für alle Dienststellen des Bistums Trier sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pfarreiseelsorge 1 (Stand: 7. Mai 2020, 15 Uhr; Veränderungen bzw. Anpassungen sind kursivgesetzt und unterstrichen).

A. Dienstanweisung für die Dienststellen des Bistums

  1. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zum Homeoffice, insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen, die einer Risikogruppe 2  angehören, oder die mit einer Person einer Risikogruppe in einem Haushalt leben.
    Neben den Mitarbeitenden, deren Anwesenheit in der Dienststelle zwingend notwendig ist, weil ihre Aufgaben nicht im Homeoffice zu erledigen sind, können auch Andere in Absprache mit dem/der jeweiligen Vorgesetzten der Dienststellen, der Strategie- und Zentralbereiche, der Kanzlei und des Offizialates, der Stabsstellen und der Büros der Weihbischöfe an ihren Arbeitsplatz in der Dienststelle zurückkehren, wenn gewährleistet ist, dass:
    - eine Gefährdungsbeurteilung gemäß Anlage 1 vom fachlichen Vorgesetzten vorliegt;
    - die sich vertretenden Personen nicht zeitgleich am dienstlichen Arbeitsplatz sind;
    - jedes Büro nur durch eine Person belegt ist oder, sofern dies nicht möglich ist, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m eingehalten wird oder geeignete Schutzabtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen aufgestellt sind;
    - die Abstandregeln eingehalten werden, oder, sofern dies nicht möglich ist, Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden;
    - die Hygienemaßnahmen (Reinigung der Hände, regelmäßiges Lüften und Reinigen der Räume, insbesondere der Kontaktflächen) umgesetzt werden;
    - der Publikumsverkehr weiterhin ausgesetzt ist.

     
  2. Anwesenheitszeiten in der Dienststelle sind für den Fall einer Infektion am Dienstort für die Gesundheitsbehörde von den Leitungen sorgfältig zu dokumentieren und drei Wochen lang aufzubewahren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice, die sich mit Unterlagen versorgen müssen, die nur im Dienstgebäude vorhanden sind, können dies nur vor 7.00 Uhr und nach 16.30 Uhr machen. 
 

  1. Alle, die im Homeoffice tätig bleiben, werden dringlich gebeten, falls keine andere Möglichkeit gegeben, auch über den privaten PC oder Laptop in ihrem dienstlichen Mail-Account ihre Mails zu bearbeiten oder diesen für die dienstliche Arbeit zu nutzen.

Die interne Kommunikation über das Intranet und die Homepage des Bistums Trier ist mehrmals täglich aufzurufen, um sich über evtl. neu entstehende Sachlagen und Anweisungen zu informieren.

 

  1. Im Falle des andauernden Homeoffice ist das dienstliche Telefon– wo technisch möglich -auf die dienstliche Handynummer umzuleiten, um während der üblichen Dienstzeiten auch weiterhin telefonisch erreichbar zu sein. Wir bitten diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die kein Diensthandy haben, eindringlich um ihre Unterstützung dafür, dass ihr Diensttelefon auch auf ihre private Rufnummer weitergeleitet werden kann, um in dieser Situation telefonisch erreichbar zu bleiben.
    Wenn dies nicht möglich ist, muss das dienstliche Telefon auf die dienstliche Nummer eines Kollegen innerhalb der Abteilung oder des Arbeitsbereiches umgeleitet werden.
  1. Fast allen virtualisierten Arbeitsplätzen sind Fernzugänge zum Bistumsserver ermöglicht worden.
    Die Weiterleitung dienstlicher Dateien außerhalb des gesicherten Netzwerkes ist aus Gründen der Datensicherheit untersagt (siehe auch Datenschutzrechtliche Hinweise zum Homeoffice im Intranet 3).
    In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass am 28. April 2020 die Gesamt MAV und der Dienstgeber eine Dienstvereinbarung zur Einführung und Verwendung einer Cloud-Computing-Lösung (G Suite) abgeschlossen haben, die neue, virtuelle Formen der Zusammenarbeit fördert. Nähere Informationen zur G Suite als solcher sind unter www.cloud.bistum-trier.de  zu finden. Die Dienstvereinbarung, die Nutzungsbedingungen und das Antragsformular stellen wir im Portal zur Verfügung.
  1. a)Dienstgespräche und Sitzungen von internen Mitarbeitenden sollen generell als Telefon- oder Video-konferenz organisiert werden. In vom Vorgesetzten genehmigten Ausnahmen und bei Vorhandensein ausreichend großer Räumlichkeiten können sie unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln auch mit physischer Präsenz abgehalten werden. Sofern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht im Protokoll aufgeführt werden, muss eine Anwesenheitsliste geführt werden.
    In der Anlage 2 finden Sie vom Arbeitsbereich Arbeitsschutz erstellte Kriterien für eine Bewertung der zur Verfügung stehenden Besprechungsräume.
  1. Die nach den Statuten vorgesehenen zwingend notwendigen Sitzungen von Räten und Gremien sind nur mit einer schriftlich dokumentierten Gefährdungsbeurteilung (siehe Anlage 1) zulässig.
  2.  Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Übernachtungen sind bis einschließlich 2. Junizu verschieben, sofern sie nicht virtuell durchzuführen sind.
     
  1.  Die Arbeitszeiterfassung im Homeoffice wie am dienstlichen Arbeitsplatz folgt den üblichen Regeln. Sofern nicht ausreichend Arbeit vorliegt, empfehle ich den Mitarbeitenden, vorhandene Mehrstunden abzubauen. Bei ausgeglichenem Arbeitszeitkonto kann auch bei Nichtauslastung die jeweilige tägliche Soll-Arbeitszeit zugrunde gelegt werden. Die persönliche Arbeitszeiterfassung gemäß § 7 Absatz 1 der Anlage 3 zur KAVO ist fortzuführen.
     
  2. Mitarbeitende im Bistumsdienst können bei Bedarf der Sicherheitsbehörden, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr oder anderer Hilfsorganisationen zur Eindämmung der Pandemie unter folgenden Bedingungen Arbeitsbefreiung erhalten:
    a) Für Mitarbeitende, die im oder zur Unterstützung des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr, oder der Sicherheitsbehörden der Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten nachkommen und bei denen die Arbeitsbefreiung gesetzlich vorgesehen ist, gilt § 36 Abs. 2 KAVO
    b) Mitarbeitende, die, ohne unter den Geltungsbereich des § 36 Abs. 2 KAVO zu fallen, insbesondere im seelsorgerischen Bereich von staatlichen Stellen, Katastrophenschutz, Feuerwehr oder Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge zur Mithilfe oder Mitwirkung angefordert werden, wobei diese angeforderte Tätigkeit ihrer beruflich ausgeübten Tätigkeit entspricht, können von ihrer für das Bistum ausgeübten Tätigkeit während der Arbeitszeit freigestellt werden, soweit keine dienstlichen oder betrieblichen Gründe entgegenstehen.
    c) Mitarbeitende, die sich freiwillig und ehrenamtlich, ohne unter eine der Kategorien nach a) oder b) zu fallen, dem Katastrophenschutz, der Feuerwehr, im Gesundheitswesen oder einer Hilfsorganisation zur Verfügung stellen, können dies regelmäßig nur außerhalb der Dienstzeit tun. Es handelt sich in diesem Fall um eine freiwillige, nicht um eine dienstliche Tätigkeit, d.h., dass die Tätigkeit privat geschieht und entsprechend nicht durch das Bistum bzw. die Berufsgenossenschaft versichert ist.
  1. Bereits beantragter und genehmigter Urlaub ist zu nehmen, es sei denn, der Dienst der betroffenen Person ist aufgrund der Situation zwingend erforderlich. In diesem Fall wird der/die Dienstvorgesetzte die entsprechenden Mitarbeitenden ansprechen.
    Eine Verlängerung der Frist zur Inanspruchnahme von Resturlaubstagen aus 2019 über den 30. Juni 2020 hinaus ist grundsätzlich nur unter den in §34 Absatz 2 Buchstabe a KAVO genannten Bedingungen möglich. „Dringende betriebliche Gründe“ werden dabei angesichts des verbleibenden Zeitraums zur Inanspruchnahme der Resturlaubstage aus 2019  nur im Ausnahmefall anerkannt.

     
  2. Dienstreisen und Dienstfahrten sind grundsätzlich eingestellt. Für Ausnahmen bedarf es unter Berücksichtigung der jeweils konkreten Situation der ausdrücklichen und zwingenden Absprache mit der/dem Dienstvorgesetzten.
  1. Betriebsausflüge und andere geplante Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 sind abzusagen. Eine Verschiebung in den Herbst kann in Aussicht gestellt werden.

 

B. Dienstanweisung an alle Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferent/innen, –assistent/innen in der Pfarreiseelsorge

  1. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zum Homeoffice, insbesondere für die Kolleginnen und Kollegen, die einer Risikogruppe 4 angehören, oder die mit einer Person einer Risikogruppe in einem Haushalt leben.
    Neben den Mitarbeitenden, deren Anwesenheit in der Dienststelle zwingend notwendig ist, weil ihre Aufgaben nicht im Homeoffice zu erledigen sind, können auch Andere in Absprache mit dem/der jeweiligen Vorgesetzten der Dienststellen an ihren Arbeitsplatz in der Dienststelle zurückkehren, wenn gewährleistet ist, dass:
    - eine Gefährdungsbeurteilung gemäß Anlage 1 vom fachlichen Vorgesetzten vorliegt;
    - die sich vertretenden Personen nicht zeitgleich am dienstlichen Arbeitsplatz sind;
    - jedes Büro nur durch eine Person belegt ist oder, sofern dies nicht möglich ist, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m eingehalten wird oder geeignete Schutzabtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen aufgestellt sind;
    - die Abstandregeln eingehalten werden, oder, sofern dies nicht möglich ist, Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden;
    - die Hygienemaßnahmen (Reinigung der Hände, regelmäßiges Lüften und Reinigen der Räume, insbesondere der Kontaktflächen) umgesetzt werden;
    - der Publikumsverkehr weiterhin ausgesetzt ist.

     
  2. Alle sind verpflichtet, falls erforderlich auch über den privaten PC, ihre Dienstmails zu bearbeiten und diese mehrmals täglich abzurufen.
     
  3. Das dienstliche Telefon ist auf die dienstliche Handynummer (falls kein Diensthandy vorhanden auf die private Handy- oder Festnetznummer) umzuleiten, um auch weiterhin telefonisch erreichbar zu sein. Die Erreichbarkeit ist dauerhaft zu gewährleisten. Wer wann wie erreichbar ist, ist in ortüblicher Weise zu kommunizieren.
     
  4. Die interne Kommunikation im Intranet und auf der Homepage des Bistums Trier ist mehrmals täglich aufzurufen, um sich über evtl. neu entstehende Sachlagen und Anweisungen zu informieren.
     
  5. a)Dienstgespräche und Sitzungen von Pastoralteams und Hauptamtlichen sollen generell als Telefon- oder Videokonferenz organisiert werden. In Ausnahmen und bei Vorhandensein ausreichend großer Räumlichkeiten können sie unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln auch mit physischer Präsenz abgehalten werden. In diesem Falle muss eine Liste der Teilnehmenden geführt werden, damit evtl. Ansteckungswege nachverfolgt werden können. Dennoch ist möglichst zu vermeiden, dass ein vollständiges (Pastoral-)Team zusammenkommt, da ansonsten im Falle der Infektion eines Mitarbeiters die Ansteckung und/oder Quarantäne des gesamten Teams droht.
    Pastoralteams können zudem im Intranet Sharegruppen einrichten. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Dateien einzustellen, mit denen verschiedene Mitarbeiter/innen arbeiten müssen.

    b) In der Anlage 2 finden Sie vom Arbeitsbereich Arbeitsschutz erstellte Kriterien für eine Bewertung der zur Verfügung stehenden Besprechungsräume.

    c)Die nach den Statuten vorgesehenen Sitzungen von Räten und Gremien sind nur mit einer schriftlich dokumentierten Gefährdungsbeurteilung (siehe Anlage 1) zulässig.

    d) Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen mit Übernachtungen sind bis einschließlich 2. Juni zu verschieben, sofern sie nicht virtuell durchzuführen sind.

    e) In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass am 28. April 2020 die Gesamt-MAV und der Dienstgeber eine Dienstvereinbarung zur Einführung und Verwendung einer Cloud-Computing-Lösung (G Suite) abgeschlossen haben, die neue, virtuelle Formen der Zusammenarbeit fördert. Nähere Informationen zur G Suite als solcher sind unter www.cloud.bistum-trier.de zu finden. Die Dienstvereinbarung, die Nutzungsbedingungen und das Antragsformular stellen wir im Portal zur Verfügung.

     
  6. Es gilt weiterhin die Vertrauensarbeitszeit. Bereits beantragter und genehmigter Urlaub ist zu nehmen, es sei denn, der Dienst der betroffenen Person ist aufgrund der Situation zwingend erforderlich. Darüber entscheidet der unmittelbare Vorgesetzte. Eine Verlängerung der Frist zur Inanspruchnahme von Resturlaubstagen aus 2019 über den 30. Juni 2020 hinaus ist grundsätzlich nur unter den in §34 Absatz 2 Buchstabe a KAVO genannten Bedingungen möglich.
    Ausnahmeregelungen können z.B. in den Fällen mit dem Dienstvorgesetzten vereinbart werden, wo eine seelsorgliche Präsenz während der Zeit der Pandemie unabänderlich ist, z.B. in der Krankenhauspastoral oder Pastoral im Katastrophenschutz.

     
  7. Notwendige Dienstfahrten aus seelsorglichem Anlass innerhalb der Diözese werden auf die dringlichsten Anliegen beschränkt.
     
  8. Seelsorgerinnen und Seelsorger können bei Bedarf der Sicherheitsbehörden, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr oder anderer Hilfsorganisationen zur Eindämmung der Pandemie unter folgenden Bedingungen Arbeitsbefreiung erhalten:
     

a) Für Mitarbeitende, die im oder zur Unterstützung des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr, oder der Sicherheitsbehörden der Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten nachkommen und bei denen die Arbeitsbefreiung gesetzlich vorgesehen ist, gilt § 36 Abs. 2 KAVO
 

b) Mitarbeitende, die, ohne unter den Geltungsbereich des § 36 Abs. 2 KAVO zu fallen, insbesondere im seelsorgerischen Bereich von staatlichen Stellen, Katastrophenschutz, Feuerwehr oder Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge zur Mithilfe oder Mitwirkung angefordert werden, wobei diese angeforderte Tätigkeit ihrer beruflich ausgeübten Tätigkeit entspricht, können von ihrer für das Bistum ausgeübten Tätigkeit während der Arbeitszeit freigestellt werden, soweit keine dienstlichen oder betrieblichen Gründe entgegenstehen.
 

c) Mitarbeitende, die sich freiwillig und ehrenamtlich, ohne unter eine der Kategorien nach a) oder b) zu fallen, dem Katastrophenschutz, der Feuerwehr, im Gesundheitswesen oder einer Hilfsorganisation zur Verfügung stellen, können dies regelmäßig nur außerhalb der Dienstzeit tun. Es handelt sich in diesem Fall um eine freiwillige, nicht um eine dienstliche Tätigkeit, d.h., dass die Tätigkeit privat geschieht und entsprechend nicht durch das Bistum bzw. die Berufsgenossenschaft versichert ist.

 

  1. Bitte beachten Sie auch die Dienstanweisung des Generalvikars für die Dienststellen des Bistums und passen Sie diese in Abstimmung mit der örtlichen MAV auf Ihren Verantwortungsbereich an.

 

Mit den Dienstanweisungen wendet das Bistum Trier die staatlichen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie auf die eigenen Handlungsbereiche an. Durch die jeweiligen Dienstanweisungen sollen die Bemühungen des Staates zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt und durch das verantwortungsvolle Handeln der Kirche im Bistum Trier unterstützt werden. Die Dienstanweisungen dienen auch dazu, dass kirchliches Leben unter den derzeitigen Bedingungen gestaltet werden kann.

 

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, noch einmal danke ich für Ihre Bereitschaft, sich auf diese neue Arbeitssituation einzulassen. Es ist und bleibt als Christen unser ureigenes Anliegen, Leben zu schützen. Von daher ist die Einhaltung der genannten Einschränkungen nicht nur eine Notwendigkeit sondern auch Teil unseres Auftrags für die Menschen.

 

Bleiben Sie behütet – ich wünsche uns allen die bleibende österliche Hoffnung auf Gott, dessen schöpferische Lebenskraft stärker ist als alles irdische Leiden und Sterben.

 

Trier, den 7. Mai 2020

 

Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

Bischöflicher Generalvikar

 

[1]Für die Seelsorgerinnen und Seelsorger in der kategorialen Seelsorge (Krankenhaus- und Klinikseelsorge, Gefängnisseelsorge, Polizeiseelsorge, Seelsorge in den Einrichtungen der Behindertenhilfe) gelten die Informationen und Absprachen mit dem ZB 1.1 Pastorale Grundaufgaben und die Anweisungen des Dienstgebers an den jeweiligen Einsatzstellen.
Für den Bereich der Bistumsschulen gelten an die gesonderten Verhältnisse angepasste Regelungen des ZB 1.4 Schule und Hochschule.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendeinrichtungen gelten die Informationen und Absprachen mit der Abteilung ZB 1.6 Jugend.

 

[2] Vgl. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html. Die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ist ggfs. durch ein Attest zu belegen

[3] Vgl. https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/informationen-fuer-mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter/

[4] Vgl. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html. Die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ist ggfs. durch ein Attest zu belegen

 

Anlage: 1

Gefährdungsbeurteilung (GFB)
als Grundlage für die Wiederaufnahme der Arbeit in den Räumen
des Bischöflichen Generalvikariates und den zugeordneten Dienststellen
sowie der Pfarreien

Stand 4. Mai 2020 (abgestimmt mit Berufsgenossenschaft)

Ob Mitarbeitende in der aktuellen Situation Ihre Tätigkeit wieder in den gewohnten Arbeitsstätten ausführen können, hängt maßgeblich davon ab, ob ein Ansteckungsrisiko für den Corona-Virus SARS-CoV-2 verhindert, bzw. auf ein vertretbares Maß reduziert werden kann.

Diese Vorlage dient den Verantwortungsträgern als Planungshilfe, um das Tätigwerden in den Arbeitsstätten hinsichtlich des Ansteckungsrisikos sicher und gesundheitsgerecht zu gestalten.

Grundlage für diese Beurteilung stellen die übliche Arbeitsumgebung, die Arbeitsorganisation und die Arbeitsabläufe dar. Auf dieser Grundlage ist wie folgt vorzugehen:

  1. Verabreden Sie in den Bereichen die Betrachtungseinheit. Dabei kann es sich um den ganzen Bereich, eine Abteilung, eine Dienststelle oder bei besonderen Fällen auch um einen konkreten Arbeitsplatz handeln.
  2. Überprüfen Sie kritisch, ob die jeweiligen Anforderungen an die Organisation eingehalten werden (JA) oder nicht (NEIN).
  3. Wenn Sie die Anforderung nicht einhalten können, überlegen Sie sich eine Maßnahme, die eine gleichartige Sicherheit gewährleistet. Dabei können Sie die Fachkraft für Arbeitssicherheit im ZB 2.5.3 (arbeitsschutz(at)bgv-trier.de) oder der Betriebsarzt unterstützen.
  4. Wenn Sie alle Kriterien der Organisation mit Ja beantworten können, ggf. mit abgeleiteten Maßnahmen, können die Mitarbeitenden ihre Tätigkeit am Arbeitsplatz wiederaufnehmen.
  5. Vor der Arbeitsaufnahme sind alle Mitarbeitenden über die Verhaltensregeln und die Maßnahmen zu unterweisen. Die Unterweisung ist zu dokumentieren.
  6. Bei Veränderungen der Arbeitsumgebung, der Arbeitsorganisation oder der Arbeitsabläufe müssen die Maßnahmen erneut geprüft und ggf. angepasst werden.

Betrachtungseinheit (z.B. Bereich, Abteilung, Arbeitsstätte, Einrichtung)

 

Organisation

Ja

Nein

Maßnahme/ Kommentar/ Unterstützungsbedarf

Personen  mit ärztlich ungeklärten Symptomen einer Atemwegserkrankung oder Fieber ist das Betreten der Arbeitsstätten untersagt.
(Aushang im Eingangsbereich)

 

 

 

Für jeden Mitarbeitenden steht ein während seiner Anwesenheit nur von ihm genutzter Büroraum zur Verfügung.  Arbeitsmittel (insbesondere Tastatur, Maus, Telefon) werden personenbezogen verwendet.

 

 

 

Aufgrund einer Anwesenheitsliste ist dokumentiert, welche Personen wann in den Arbeitsstätten anwesend waren.

 

 

 

Die Belegungsdichte des Gebäudes und die Verkehrsführung im Gebäude ist so geregelt, dass auch auf Fluren, Treppen, in Aufzügen, Gemeinschaftseinrichtungen wie Kaffeeküchen, Besprechungsräumen, Kopierräumen, Lagerräumen und Sanitäranlagen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

 

 

 

Zur Händehygiene stehen Flüssigseife und Handtuchspender (Einwegpapierhandtuch) oder geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung, inkl. Anleitung zur Durchführung.

 

 

 

Nach Kontakt von gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen und Gegenständen wird eine Händehygiene nach den Vorgaben durchgeführt.

 

 

 

Besprechungen werden, sofern sie nicht als Telefonkonferenz durchgeführt werden können, nur in gut durchlüfteten Räumen durchgeführt, in denen der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann. Besprechungen werden möglichst kurz gehalten.

 

 

 

Für die Arbeitsstätte ist ein an die besondere Infektionsgefahr durch SARS CoV 2 angepasster Reinigungsplan durch die zuständige Hausverwaltung erstellt (z.B. verkürztes Reinigungsintervall, Reinigung von Kontaktflächen wie Handläufe, Bedienelemente von Türen, Aufzügen, Touchscreans…)

 

 

 

Es ist sichergestellt, dass keine betriebsfremden Personen die Gebäude/ Arbeitsstätte betreten (Lieferdienste, Besucher). Falls dies doch erforderlich ist (Kundendienst, Reparatur) wird dies durch den Verantwortlichen koordiniert und kommuniziert.

 

 

 

Dienstfahrzeuge sind mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion und mit Papiertüchern und Müllbeutel ausgerüstet. Innenräume der Fahrzeuge werden regelmäßig, insbesondere bei Nutzung durch wechselnde Personen gereinigt.

 

 

 

 

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden zu Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen unterwiesen und über die Schutzmaßnahmen informiert.

 

 

 

 

Die Gefährdungsbeurteilung wurde erstellt am   _____________    von

 

__________________________________________________________

Name und Funktion

 

_______________________                                                                        ___________________________

Ort, Datum                                                                                                                    Unterschrift

 

 

Anlage 2:

Kriterien für die Nutzung von Besprechungsräumen unter Beachtung der Schutzmaßnahmen

Stand 6. Mai 2020

  • Die Bestuhlung muss einen Rundumabstand zwischen den Besprechungs-Teilnehmenden von 2 Metern gewährleisten.
     
  • Der Bestuhlungsplan ergibt die mögliche Belegungszahl.
     
  • Die Wegeführung im Besprechungsraum muss den Mindestabstand absichern.
     
  • Beim Ein- und Austritt in den Besprechungsraum muss der Mindestabstand gewährleistet sein. Ein zeitversetztes Verlassen des Raums ist sinnvoll.
     
  • Der Besprechungsraum muss vor der Sitzung und in regelmäßigen Abständen regelmäßig gelüftet werden. Die Fenster sollten komplett geöffnet werden können (Querlüftung).
     
  • Die Lage der Sanitäreinrichtungen ist bekannt. Sie sind unmittelbar zu erreichen (auf demselben Flur) und für die notwendige Händehygiene ausgestattet.
     
  • Der Reinigungsplan muss den Schutzmaßnahmen angepasst werden.
    Zwischen Besprechungsterminen müssen gemeinschaftlich genutzte Materialien und der Besprechungsraum gereinigt werden.
Weiteres:
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