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Dokumente der deutschen Bischöfe - Montag, 1. Dezember 2014 - Jahrgang: 158 - Artikel: 211

Messweinverordnung der Deutschen Bischofskonferenz

I. Messweinverordnung

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat am 23. Juni 2014 folgenden Beschluss gefasst:

Die Kirche ist seit jeher bestrebt, für die Feier der Eucharistie Brot und Wein in einer Qualität zu verwenden, die der Heiligkeit dieses Sakramentes angemessen ist. Die Grundordnung des Römischen Messbuches hebt (wie ähnlich bereits die Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch von 1975, Nr. 284) hervor: „Der Wein für die Eucharistiefeier muss vom Gewächs des Weinstockes (vgl. Lk 22,18) stammen und naturrein und unvermischt sein, das heißt ohne Beimischung von Fremdstoffen“ (Nr. 322; vgl. c. 924 § 3 CIC).

Aus diesem Grund hatten die deutschen Bischöfe im Jahre 1976 vor dem Hintergrund des damaligen Lebensmittelrechts die „Verordnung über den Gebrauch von Wein bei der Eucharistiefeier (Messwein)“ verabschiedet (für unsere Diözese abgedruckt in KA 1976 Nr. 97). Da inzwischen das weltliche Recht die Reinheit des Weines strikt normiert und die Beimischung von Fremdstoffen weitestgehend verbietet, ist die besagte kirchliche Verordnung hinfällig und wird hiermit aufgehoben. Einer Approbation einzelner Messweinlieferanten bedarf es daher künftig nicht mehr. Die Priester haben weiterhin gewissenhaft dafür Sorge zu tragen, dass bei der Feier der Eucharistie ein Wein verwendet wird, der mindestens den Anforderungen eines Qualitätsweines (nach deutschem Weinrecht) genügt und so der Würde des Sakramentes entspricht.

II. Inkrafttreten

Diese Messweinverordnung tritt im Bistum Trier mit Wirkung zum 01.12.2014 in Kraft. Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung wird die Verordnung über den Gebrauch von Wein bei der Eucharistiefeier (Messwein) für alle (Erz-) Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland vom 01.03.1976 (KA 1976 Nr. 97) aufgehoben.

Trier, den 20.11.2014

(Siegel)

Dr. Stephan Ackermann

Bischof von Trier

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