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Bistum Trier
Mittwoch, 7. Mai 2014

Auf das unbekannte „X“ einlassen

Kirche der Jugend will unter neuem Namen „X-ground“ durchstarten

Koblenz – Vor der Kirche der Jugend St. Elisabeth wartet am Abend des 6. Mai eine gespannte Menge. Weihbischof Jörg Michael Peters erklimmt eine Leiter, packt den Zipfel des weißen Tuchs, das ein großes Banner verdeckt. Ein kurzer Ruck – und das Geheimnis ist gelüftet. Peters hat das neue Logo der Kirche der Jugend St. Elisabeth im Rauental enthüllt. Auf einem Banner von 5,30 auf 2,80m prangt jetzt gut sichtbar der neue Name an der roten Backsteinmauer: „X-ground“. Was sich hinter dem X und dem englischen Wort „ground“ für Grund verbirgt, erfuhren die rund 50 Gäste und Interessierten dann vom Team der Jugendkirche.

„Das X steht in der Mathematik für eine Unbekannte. Für viele Jugendliche sind heute Glaube und Kirche ebenfalls unbekannt. Wir möchten dazu einladen, die Kirche der Jugend zu entdecken, sich auf das Unbekannte einzulassen, es mit Inhalt zu füllen“, erklärte Gemeindereferent Ralf Schneider-Eichhorn. Seine Kollegin Claudia Liesenfeld-Gilles sagte, das „ground“ beziehe sich einerseits auf das Gelände, die Wiese zum Grillen, den Platz vor der Kirche und den Kirchenraum selbst. „Dann soll es aber auch zeigen: Wir fühlen uns im Rauental beheimatet, Kinder und Jugendliche sind hier willkommen und können hier ihren Ort finden.“ Der 26-jährige Michael Sieber, Theologie- und Geschichtsstudent an der Uni Koblenz, engagiert sich ehrenamtlich im Team von X-ground. Der englische Name sei ein Wunsch der Jugendlichen gewesen, die nachmittags in den offenen Treff kommen. „Nach langen Überlegungen fanden wir den Namen eine gute Mischung. X steht dabei für den griechischen Buchstaben „Chi“, also den Anfangsbuchstaben des griechischen Wortes für Christus. Wir wollten ja ausdrücken, dass hinter all dem der christliche Glaube steht, dass aber jeder ihn selbst entdecken kann.“

Weihbischof Peters segnete die Pfarrkirche, die seit rund drei Jahren auch Kirche der Jugend und jetzt eben das X-ground ist. „Als ehemaliger Mathematik-Leistungskursler weiß ich, dass man für das X immer nur eine bestimmte Zahl herausbekommen will. Hier geht es aber um Individualität: Die Jugendlichen können das X selbst füllen, Gott liebt jeden in seiner Einzigartigkeit. Ich würde mich freuen, wenn wir hier mitten in Koblenz einen Platz schaffen könnten, wo junge Leute auf die Suche nach Christus und seiner Botschaft gehen können.“ Jugendpfarrer Martin Laskewicz, der vor rund drei Jahren anfing, Kontakte zur Pfarrei, den Koblenzer Schulen und Verbänden zu knüpfen, will die Angebote des X-ground noch ausbauen. Neben dem Jugendtreff gebe es auch nach einer bekannten TV-Show das Format „Schlag das Team der Jugendkirche“ für Gruppen, hinzu kämen Jugendgottesdienste, Orientierungstage, ein Moses-Musical im Oktober und wie schon letztes Jahr einen „Second Hemd&Hose Markt“. Das X-ground kooperiere auch mit der Jugendkunstwerkstatt und der Musiker-Inititaive „Music Live“, die mit einer frisch gegründeten Band in den Räumen der Jugendkirche probt. Die jungen Bandmitglieder konnten während der anschließenden Feier nach der Logo-Enthüllung dem Publikum mit zwei ihrer Songs zeigen, dass sie Potenzial zur Rockband haben. Laskewicz sagte, bei der Nacht der offenen Kirchen sei das X-ground mit einer lateinamerikanischen Nacht vertreten. Im Sommer liege der Schwerpunkt auf der Fußball-WM. „Wir möchten hier neue kreative Ideen ausprobieren und experimentieren. Dazu laden wir alle Jugendlichen ein.“