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Bistum Trier
Samstag, 11. Mai 2019

Ein ernstes Thema

Clown-Theater zum Thema „Kinder haben Rechte“ von der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz

Trier – „Das Schöne an meiner Arbeit ist für mich die direkte Belohnung – das spontane Lachen der Zuschauer!“ Auf dieses Lachen hoffen Clown Tomtom, mit bürgerlichem Namen Thomas Patri, und seine Kollegin Kiki Kokolores, wenn sie am Samstag zu zwei Auftritten zu den Heilig-Rock-Tagen nach Trier kommen. Ihre Auftritte sind Teil des Angebots der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz am Samstag auf dem Hauptmarkt. Die beiden Clowns werden dabei verschiedene Situationen durchspielen, die mit Nähe und Distanz zu tun haben. Die Frage dabei ist: Was kann ein Kind machen, um seine Rechte zu wahren.

Obwohl Kinder- und Jugendschutz ein ernstes Thema ist, darf man dabei lachen. „Es ist immer die Frage, worüber man lacht“, erklärt Patri. Lachen könne eine angespannte Situation entkrampfen und negativen Gefühlen den Druck wegnehmen. „Es gibt aber auch Humor, der für den andern nicht so gut ist, etwa Schadenfreude oder das Auslachen.“ In ihren Stücken spielen die beiden Clowns verschiedene Situationen durch, die zunehmend problematisch werden. „Manches davon kennt sicher jeder, etwa wenn ein Verwandter, immer ein ‚Bussi‘ geben möchte, was man aber vielleicht nicht so gerne mag.“ Wie kann ein Kind diese Situation für sich ins Positive drehen? Die Clowns schlüpfen in die Rolle des Kindes oder des ‚Anderen‘. Im Spiel wird dann ausprobiert, wie sich verschiedene Handlungen auswirken. „Dabei sind diese Szenen schon ernst, etwa wenn ein Erwachsener einem Kind auch körperlich näher kommt, aber in der Rahmenhandlung gibt es immer auch etwas zu lachen.“

Die Stücke bewegen sich dabei zwischen konkreten Vorgaben, die die Clowns vermitteln wollen – und einer gehörigen Portion Improvisation. „Es gibt Dinge, auf die wir hinauswollen. Etwa: Ein Nein ist ein Nein; oder: es gibt erlaubte und nicht erlaubte Geheimnisse. Das strukturiert die Szenen“, erzählt Patri. Und doch sind die Auftritte jedes Mal ein bisschen anders, und das Stück entwickelt sich dadurch auch immer weiter. „So kam einmal ein Kind mit dem Vorschlag, dass man auf einen versuchten Übergriff mit Beten reagieren könne. Wie soll man das darstellen?“ Sie hätten dies spielerisch so gelöst, „dass das ‚Kind‘ durch das Gebet die Kraft bekommt, um sich Hilfe zu suchen“. Wichtig sei es, dass die Kinder nach dem Spiel der Clowns auch jemanden haben, mit dem sie darüber sprechen können. „Auch wir Clowns gehen nicht sofort: Wenn wir sagen, dass wir jetzt aufräumen müssen, und dass die Kinder gerne dabei helfen können, dann geben wir ihnen die Möglichkeit, dem Clown noch etwas im zwangslosen Gespräch zu sagen“.

Thomas Patri ist seit 1996 Clown. „Ich wurde damals angesprochen, ob ich bei den damals neu gegründeten ‚Medi-Clowns‘ als Krankenhausclown mitmachen möchte. Ich dachte am Anfang: Das kann ich niemals.“ Es sei etwas anderes, wenn man als Schauspieler auf der Bühne stehe, oder wenn man als Clown direkt mit den Zuschauern im Kontakt ist. „Im Krankenhaus brauchen wir sehr viel Improvisation: Was eine Dreijährige anspricht, funktioniert nicht unbedingt bei einem älteren Kind in der Pubertät.“ Er habe den Schritt zum hauptberuflichen Clown nie bereut „und ich freue mich immer wieder auf das spontane Lachen der Zuschauer!“


Unter dem Thema „Kinder haben Rechte“ gestaltet die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz am Samstag, 11. Mai, von 10.30 bis 16 Uhr ein Angebot der Heilig-Rock-Tage auf dem Hauptmarkt in Trier. Die Stärkung der Kinderrechte ist grundlegend für einen gelingenden Kinderschutz und fester Bestandteil jedes institutionellen Schutzkonzeptes in den Einrichtungen des Bistums Trier. Im Vordergrund stehen an diesem Tag die Bildungs- und Spielangebote für Kinder: Geplant sind neben dem Clownstheater auch Attraktionen wie Kistenklettern, Kinderschminken, Glücksrad und viele weitere Angebote.

Qualifizierte Mitarbeiter stehen für Fragen rund um das Thema „Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen“ zur Verfügung.

Information und Kontakt: www.praevention.bistum-trier.de
(tef)