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Montag, 23. November 2015

FAiR für Flüchtlinge

Caritasverband Koblenz stellt Integrationsprojekt mit Kooperationspartnern vor

Koblenz – Ein Modellprojekt zur Integration von Flüchtlingen startet der Caritasverband Koblenz mit vielen Kooperationspartnern: „Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region“, kurz „FAiR“, wird Asylsuchende bei ihrer beruflichen Orientierung begleiten und ihnen bei der Vermittlung in Schule, Studium, Ausbildung und Arbeit helfen. Dabei werden über eine Laufzeit von vier Jahren 2,6 Millionen Euro bereitgestellt. In der Geschäftsstelle des Caritasverbands wurde FAiR am 20. November vorgestellt.

„Die Hilfe und Fürsorge für Migranten und Asylsuchende ist eine der christlichen Grundaufgaben“, betonte Caritas-Direktorin Martina Best-Liesenfeld in ihrem Grußwort. Die Caritas blicke auf 40 Jahre Erfahrung in der Migrationsarbeit zurück. „Wir sind stolz, aus 390 Bewerberprojekten ausgewählt worden zu sein“. Als eines von 29 Modellprojekten in Deutschland wird FAiR zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und zu 40 Prozent aus Bundesmitteln gefördert. Die restlichen zehn Prozent finanzieren das Bistum Trier, der Diözesan-Caritasverband, das Land Rheinland-Pfalz, der Landkreis Mayen-Koblenz, die Stadt Koblenz und das Jobcenters des Landkreises.

Um Flüchtlinge und Asylsuchende bestmöglich bei ihren ersten Schritten in Richtung Ausbildung und Beruf zu unterstützen, sei ein Projektverbund gegründet worden, erklärte Gregor Hülpüsch, Projektleiter von FAiR. Dieser bestehe aus dem Caritasverband Koblenz, der Tochtergesellschaft CarMen, der Sprachschule Bénédict-Akademie Koblenz, der Stadt Koblenz, dem Landkreis Mayen-Koblenz, der Agentur für Arbeit in Koblenz und dem Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz. Darüber hinaus kooperiere das Projekt mit der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, diversen Arbeitgebern und der Carl-Benz-Schule. Durch Ehrenamtliche, das Ausländeramt, das Jobcenter oder Gespräche in Erstaufnahmestellen würden Kontakte zu Flüchtlingen hergestellt. Dann begleite FAiR die Projektteilnehmer rund neun Monate durch die verschiedenen Angebote des Netzwerks, erläuterte Hülpüsch. Sprachförderung, Qualifizierungsmaßnahmen, Praktika und Schulungen würden vermittelt und darüber hinaus auch interkulturelle Schulungen für Betriebe, öffentliche Institutionen und andere Einrichtungen geboten.

In ihren Grußworten beglückwünschten Staatssekretär David Langner, Landrat Dr. Alexander Saftig, Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein und Rita Schneider-Zuche als Vertreterin des Diözesan-Caritasverbands und des Bistums, den Caritasverband Koblenz zu der Auswahl als Modellprojekt. Langner lobte vor allem die „Welle der Hilfsbereitschaft“, die er vielerorts gegenüber Flüchtlingen erlebe, und dankte auch dem Caritasverband Koblenz: „Dass Sie aus so vielen Projekten ausgewählt wurden, zeigt: Das hat Hand und Fuß.“ Hammes-Rosenstein betonte, es sei wichtig, Flüchtlingen zu zeigen: „Wir heißen euch nicht nur willkommen, sondern geben euch eine langfristige Perspektive auf Teilhabe“. Saftig hob die gute Vernetzung der verschiedenen Akteure hervor und zollte den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe Respekt. Schneider-Zuche sagte: „Der Name Fair drückt eine Haltung aus: Wir sollten Flüchtlingen eine gerechte Chance geben. Wir sind eine Weltgemeinschaft und haben eine Mitverantwortung, die Welt global zu gestalten.“ Mehr Informationen zu FAiR gibt es unter Tel.: 0261-13906-520 oder per E-Mail: huelpuesch(at)caritas-koblenz.de.