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Bistum Trier
Donnerstag, 11. April 2019

Fast 100.000 Menschen finden hier ihr Angebot

Katholische Familienbildungsstätten im Bistum Trier bieten breites Spektrum

Bad Neuenahr-Ahrweiler – 207.115 Unterrichtsstunden haben die katholischen Familienbildungsstätten (FBS) im Bistum Trier 2017 angeboten. Schwerpunkte liegen im Bereich Sprachförderung und Integration sowie auf Eltern- und Kindkurse. Die Institutionen erreichten damit fast 100.000 Menschen.

In Rheinland-Pfalz gibt es elf FBS in katholischer Trägerschaft im Bereich des Bistums Trier, zwei im Bistum Speyer und je eine in den Diözesen Mainz und Limburg. Leiter dieser Einrichtungen und Vertreter der Träger treffen sich seit 1981 regelmäßig in einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG). „Die Idee war eine gemeinsame Stimme als katholische FBS in Rheinland-Pfalz auch gegenüber der Landesregierung zu haben“, erklärt der Vorsitzende Nils Zimmermann, Leiter der FBS Neuwied. Er wurde zum Nachfolger von Erika Heinen, Leiterin der FBS Bad Neuenahr-Ahrweiler, gewählt. Die Stätten im Bistum Trier sind selbstständige Einrichtungen in Trägerschaft eines Vereins. Sie finanzieren sich aus Teilnahmebeträgen, Zuschüssen der Diözese, aus Fördermitteln der Länder, der Kommunen und des Bundes.

Das Gremium arbeitet an politischen und inhaltlichen Themen. „Seit vielen Jahren ist die Finanzierung vom Land ein Brennpunkt. Die Bistümer als Träger sind die wichtigste Stütze für uns“, berichtet Zimmermann. In der LAG werden Informationen zu Fördermöglichkeiten besprochen und weitergegeben. „Wir reagieren aber auch auf andere politische Themen wie das Kita-Gesetz“, ergänzt Erika Heinen. Einen Blick auf das Nutzerverhalten werfen sie ebenfalls. „Durch Ganztagsschulen und dadurch, dass sich das Familienbild in der Gesellschaft verändert hat“, erklärt Zimmermann.

„Durch die LAG können wir vernetzt arbeiten und einfacher kooperieren“, erklärt er. Und das ist bei dem breiten Spektrum, von Sprachkursen, Ferienbetreuung, Elterntreff bis hin zur Gesundheitsvorsorge für Seniorinnen und Senioren wichtig. Die Familie als Ganzes sei Thema. „Von der Geburtsvorbereitung bis hin zur Pflege von Demenzkranken“, verdeutlicht Zimmermann. „Dabei setzen wir auf eine ‚Geh-Struktur‘. Wir gehen also dahin, wo Menschen sind und unsere Angebote brauchen“, erläutert Zimmermann. Dies geschieht auch durch Kooperationspartner wie Schulen, Kindertageseinrichtungen, Krankenhäuser und Jugendämter sowie durch die Arbeitsagentur.

Als neuer Vorsitzender koordiniert Zimmermann die Arbeit mit den Kolleginnen und Kollegen anderer FBS, die nicht unter katholischer Trägerschaft stehen, pflegt die Kontakte zu Einrichtungen in anderen Diözesen, führt Gespräche mit dem Katholischen Büro in Mainz und mit der Arbeitsgemeinschaft auf Bundesebene.

Beim Blick in die nahe Zukunft des Bistums Trier gehen beide auf die anstehenden pastoralen und strukturellen Veränderungen ein. „Wir sehen uns als Ort von Kirche, da wir sowohl über ein Netzwerk in den Kirchengemeinden haben, aber Kooperationen mit kommunalen Partnern eingehen“, erklärt Zimmermann. „In einigen unserer Kurse kommen mitunter spontan Themen wie Taufe oder kirchliche Hochzeiten auf“, fügt Erika Heinen hinzu, die selbst 22 Jahre einen Spielkreis leitete. „Solche Fragen haben bei uns einen Ort“, betont sie. „Hier erlebt man einen kirchlichen Ort anders, als viele ihn abgespeichert haben“, benennt Erika Heinen eine Chance.

Weitere Informationen zum Angebot der FBS im Bistum Trier gibt es hier https://www.katholische-familienbildungsstaetten.de/ oder unter Tel.: 0651-7105-403.

(jf)