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Bistum Trier
Montag, 8. April 2019

Fünfte „Oase geschenkten Lebens“ eingeweiht

Ökumenischer Gottesdienst in der Wendelinusbasilika

St. Wendel – „Du sitzt da im Wartesaal und niemand klopft an, die Liste ist lang und selbst die Hoffnung stirbt irgendwann …“ Zwei Zeilen aus dem Lied „Herz zu verschenken“, gesungen vom Komponisten Markus Okuesa und der Band „OQmanSolo“ zu Beginn eines Ökumenischen Gottesdienstes zum Thema Organspende am 6. April in der Wendelinusbasilika in St. Wendel. Aus dem ganzen Saarland waren Menschen gekommen, um miteinander eine weitere „Oase geschenkten Lebens“ einzuweihen. Auch diese fünfte „Oase“ soll ein „Ort des Dankes und des ehrenden Gedenkens an alle saarländischen Organspender und Organspenderinnen und deren Angehörige“ sein, wie Ministerin Monika Bachmann in ihrer Einladung formulierte. Mit der Spende werde Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten Chance und Hoffnung auf ein neues Leben geschenkt.

„Wir sind beschenkte Menschen und haben uns nicht selber gemacht“, sagte der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zur Eröffnung des Gottesdienstes. Als Menschen verdankten wir uns dem Schöpfergott, der alles Leben bewirkt. Daraus wachse die Aufgabe, aus Dankbarkeit und „freien Herzens“ Leben weiter zu schenken, an Menschen, die bedürftig sind.

„Niemand hat größere Liebe, als der, der sein Leben lässt für seine Freunde“. Auch wer so große Liebe, wie in dem Wort Jesu beschrieben, nicht habe, könne Menschen sogar noch nach dem eigenen Tod helfen, sagte Pfarrer i. R Gerhard Diercks in seiner Predigt. Es müsse eine Selbstverständlichkeit sein, dass „jeder von uns einen Organspenderausweis bei sich hat, zu jeder Stunde“. Es gebe „ungeahnte Möglichkeiten zu schenken, selbst wenn wir schon gestorben sind“, lud Diercks ein das Liebesgebot Jesu zu erfüllen.

Nach dem Gottesdienst ging es zum Kugelbrunnen in der Mott wo die neue „Oase geschenkten Lebens“ mit einer symbolischen Baumpflanzung und der Enthüllung einer Stele eingeweiht wurde. Die Idee zu den Oasen stammt vom Selbsthilfeverein „Niere Saar e.V.“ Man wolle mit diesen Orten eine „Kultur des Dankens“ fördern um damit auch die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen sagte der Vereinsvorsitzende Klaus Schmitt zur Einweihung. In St. Wendel wurde die Einrichtung der neuen Gedenkstätte gefördert durch Bürgermeister Peter Klär und den örtlichen Rotary Club, der sich schon länger mit dem Thema Organspende beschäftigt und weiter Öffentlichkeitsarbeit für das Thema machen will, wie Präsident Wolfgang Jung betonte.

„In dankbarer Erinnerung an alle Organspenderinnen und Organspender, die ihren Mitmenschen Chance und Hoffnung auf ein neues Leben geschenkt haben“, mit diesem Text auf der Stele bedanken sich die Kreisstadt St. Wendel, die Ärztekammer des Saarlandes, der Verein „Niere Saar“, der Rotary Club St. Wendel, die Landesregierung und die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

(red)