Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Bistum Trier
Sonntag, 13. Mai 2018

Gute Gespräche über lebenwerte Arbeit

Bistum Trier beim Katholikentag in Münster

Münster/Trier – Beim Katholikentag in Münster vom 9. bis 13. Mai ist das Bistum Trier mit einem Stand auf der Kirchenmeile dabei gewesen und hat das Thema „LebensWertArbeit“ ins Gespräch gebracht. Am traditionell papierlosen Stand, den Bistum und Katholikenrat gemeinsam verantworten, hatten die Aktion Arbeit mit einer Ausstellung, die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands), die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und die Jugendkirchen im Bistum mit Aktionen zur Auseinandersetzung mit dem Thema eingeladen.

Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, sagte, viele Besucherinnen und Besucher seien angesichts der Standgestaltung etwa mit den Fotokacheln, die ehemals langzeitsarbeitlose Menschen in Beschäftigungsbetrieben und Aussagen über Arbeit zeigen, überrascht gewesen: „Sie haben dann nachgefragt, worum es geht und was die Aktion Arbeit macht – und daraus haben sich gute Gespräche entwicklt.“ So informierte sie über den Kampf gegen die Langzeitsarbeitslosigkeit, die Zusammenarbeit mit Beschäftigungsbetrieben, aber auch über das 2017 vorgestellte Konzept eines integrierten Arbeitsmarktes – mit positiven Reaktionen: „Die Leute finden es klasse, dass das Bistum sich für diesen Themen einsetzt“ - mit der Aktion Arbeit immerhin schon seit 35 Jahren.

Neben Wein und Brot war der Tisch mit den Gläsern mit buntem Sand ein Anziehungspunkt. „Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würden Sie Ihr Leben gestalten?“ fragte Petra Löwenbrück (kfd) die Besucherinnen und Besucher. Die mussten dann entscheiden, wieviel Zeit sie etwa der Erwerbsarbeit, dem Hobby, der Familienarbeit oder dem Ehrenamt einräumen würden. Während Menschen mittleren Alters meist eine recht klare Vorstellung gehabt hätten, seien gerade junge Menschen oft sehr ins Grübeln gekommen, sagte Löwenbrück. Auch die Fotobox der Jugendkirche war im Dauereinsatz. Hier konnte Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit Hilfe von Requisiten darstellen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. „Es geht weniger um die Berufswahl, sondern mehr um Lebensbilder“, erklärte Isabelle Augustat, pädagogische Referentin in der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral in Saarbrücken. „Wir wollen jungen Leute dazu anregen, sich über ihre Zukunft insgesamt Gedanken zu machen, nicht nur über die Arbeit.“ Sie lobte die Kooperation im Bistumsstand: „Die Zusammenarbeit war super.“

Das konnte Wolfgang Meyer, im Bistum Trier für Veranstaltungen zuständig, bestätigen: „Wir sind der glücklichste Stand auf der Kirchenmeile mit einer guten Truppe“, lachte er. „Milljuhnen Menschen“ hätten den Stand besucht, darunter auch viele aus dem Bistum Trier. „Wir hatten ein zugespitztes Thema, das war ja durchaus harte Kost“, resümierte er - „aber wir hatten das Interesse der Menschen.“ Auch Katholikenratsvorsitzender Manfred Thesing ist zufrieden. Er fand die Kooperationen mit Aktion Arbeit, den Verbänden und besonders den Jugendkirchen gelungen. Dass das Bistum im Jahr des 200. Geburtstags von Karl Marx die Frage nach guter und lebenswerter Arbeit und das immer noch aktuelle Problem der Langzeitsarbeitslosligkeit in den Fokus rückt, hält er für sehr wichtig: "Das Thema zieht, wir hatten viele gute Gespräche über die Aktion Arbeit und ihre Anliegen.“

Die Schwerpunktsetzung des Trierer Standes lobte auch Bischof Dr. Stephan Ackermann: „Ich bin froh über das Interesse an diesem so wichtigen Thema.“ Er besuchte ebenso wie die Weihbischöfe Robert Brahm und Jörg Michael Peters, die aus dem Bistum stammenden Bischöfe Bätzing (Limburg), Dieser (Aachen) und Genn (Münster), der frühere Trierer Bischof Reinhard Kardinal Marx (München-Freising), der apostolische Nuntius Erzbischof Nikola Eterović, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner und viele Menschen aus dem Bistum Trier und ganz Deutschland den Stand auf der Kirchenmeile vor dem Schloss. Nach Angaben der Veranstalter waren 838 Menschen aus dem Bistum Trier als Dauerteilnehmende beim Katholikentag in Münster.

Fotos sind auf der Facebook-Seite des Bistums zu finden. Auch der aktuelle Podcast "Kreuz & Quer" hat den Katholikentag zum Thema.

Stefan Weinert und O-Töne aus dem Bistums-Zelt in "Kreuz&Quer"