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Freitag, 30. Mai 2014

Landwirtschaft und Menschenrechte gehören zusammen

Regensburg – Bischof Stephan Ackermann hat sich im Rahmen der Podiumsdiskussion „ Es sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte“ auf dem Katholikentag in Regensburg  für eine bäuerliche Landwirtschaft ausgesprochen. Als Vertreter von Iustitia et Pax sprach er von einer Landwirtschaft, die die drei Säulen Menschenrechte, Entwicklung und Frieden im Blick behalten muss. „Diese drei Säulen müssen alle in den Blick genommen werden, ohne andere zu vernachlässigen“, erläuterte er. „Oft werden bei der Industriellen Entwicklung, die Menschenrechte mit Füßen getreten.“

Darauf kam die Frage im Publikum auf, was der Einzelne als Christ tun könne, um diese Situation zu ändern. Ackermann verwies darauf innerhalb der Politik und kirchlicher Verbände Einfluss zu nehmen oder sogar mitzuhelfen, Wertstoffe besser zu nutzen. Als Verbraucher könne durch den Kauf von Fair Trade Produkten ebenfalls Stellung bezogen werden.

Nicole Podlinski aus Bad Honnef forderte als Bundesvorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung eine Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe bei der Podiumsdiskussion in Regensburg. Es sei politisch nicht zu vertreten, dass Bauern nicht mehr von ihrer Arbeit leben können, weil sie Lebensmittel produzieren, sagte sie. Nachhaltigkeit, aber auch soziale und ökonomische Aspekte müssten künftig politisch mehr im Vordergrund stehen.

Dass die deutsche Wirtschaft mit einem  Exportüberschuss von über zwei Milliarden Euro, damit anderen Gebieten schade, sprach Prof.Dr.Dr. Klaus Töpler, Direktor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), an. Als Konsument solle man bedenken, dass günstige Preise immer nur zu Lasten anderer möglich sind. Bauern hätten vernünftige Preise für ihre Arbeit verdient, damit dauerhaft regionale Arbeitsplätze und Produktvielfalt gesichert werden könnten.

Bilder vom Bistums-Stand auf dem Katholikentag finden Sie hier.