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Bistum Trier
Freitag, 3. Oktober 2014

Mit Gottvertrauen, Selbstbewusstsein, Neugier und Empathie

Dritte Vollversammlung der Trierer Bistumssynode in Saarbrücken eröffnet

Saarbrücken – Mit ihrer dritten Vollversammlung hat die Synode im Bistum Trier am 2. Oktober in Saarbrücken ihre Beratungen fortgesetzt. Zur Eröffnung der Versammlung im E-Werk begrüßte Bischof Dr. Stephan Ackermann die rund 280 Synodalen und eine große Zahl von Gästen, an der Spitze Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Weihbischof René Leigue aus Santa Cruz in Bolivien.

In der - vom Chor „saarvoir chanter“ und der Band der Saarbrücker Jugendkirche „eli.ja“ musikalisch gestalteten - Eröffnungsfeier lud Bischof Ackermann die Synodalen ein, mit Gottvertrauen, Selbstbewusstsein, Neugier und Empathie an die Arbeit zu gehen. Die Saarbrücker Vollversammlung solle allen Synodalen einen Überblick über die Beratungen in den zehn Sachkommissionen verschaffen, sagte Ackermann. Die Vollversammlung solle über die erfahrenen Zwischenstände beraten und die Grundlinien der Arbeiten aufeinander abstimmen. Bischof Ackermann dankte für die in den letzten Monaten mit „großem Engagement geleitete Arbeit“. Im Bistum und darüber hinaus sei die anfängliche Zurückhaltung der Synode gegenüber einem größeren Interesse gewichen. „Man schaut auf uns“, sagte Ackermann, das freue einen natürlich, über aber auch „einen gewissen Druck“ aus. Man solle sich jedoch nicht unter falschen Druck setzen lassen, etwa durch die Erwartung auf allumfassende Texte. In der Synode gehe es um eine erneuerte Praxis des Christseins, nicht um Texte, meinte Ackermann deshalb brauche man Optionen und Richtungsanzeigen.

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer lobte die Synode für die Auswahl des Tagungsortes in Saarbrücken. Mit der Versammlung im E-Werk - einem Funktionsbau der ehemaligen Burbacher Hütte - tage man nicht „hinter dicken Mauern“ sondern „mitten im prallen Leben“. Die Wahl des Veranstaltungsortes - einem Symbol für die Veränderungen im Saarland – sei ein Zeichen des Anspruches und des Selbstverständnisses der Synode. Es bedeute, dass sich das Bistum „mitten in den Strom stellt und sich von den Problemen konfrontieren lässt.“ Den Umgang mit den Veränderungen in der Demografie, die Solidarität mit den Flüchtlingen die aus den aktuellen Kriegsgebieten zu uns kommen, Engagement in der aktuellen Diskussion um die Sterbehilfe und eine Diskussion wie Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen „ins Gerüst der Kirche passen“, nannte die Ministerpräsidentin als ihre Anliegen. Oberbürgermeisterin Britz begrüßte die Synodalen „im Herz des Saarlandes“ in dem sie Urbanität erleben könnten. Die Stadt Saarbrücken arbeite eng mit den Kirchen zusammen. Gemeinsam wolle man eine „menschliche Welt“ erreichen, „da helfen sie uns mit ihren Einrichtungen sehr“, sagte Britz und begrüßte die Diskussion der Synode „um eine menschliche Gesellschaft“.

Ein Großteil des Eröffnungsabends der dritten Vollversammlung war dann dem Austausch der zehn Sachkommissionen gewidmet. Dazu wurde ein großer „Marktplatz“ eingerichtet auf dem sich die Synodalen über den Stand der Beratungen informieren konnten und auch Anregungen geben konnten.