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Bistum Trier
Freitag, 17. Oktober 2014

„Sich im Verborgenen für den Nächsten einsetzen“

SkF Koblenz verleiht Susi-Hermans-Preis für ehrenamtliches Engagement

Koblenz – Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Koblenz hat am 16. Oktober erstmals den „Susi-Hermans-Preis“ für ehrenamtliches Engagement im Koblenzer Rathaus an Ina Krause aus Koblenz und Bernhard Peitz aus Andernach verliehen. Susanne Hermans, die im vergangenen Jahr im Alter von 94 Jahren starb, war eine der bedeutendsten  Sozialpolitikerinnen von Rheinland-Pfalz. Die Familie von Susanne Hermans hatte nach ihrem Tod entschieden, dass ihr Vermögen in eine Stiftung überführt wird, aus deren Erträgen künftig jedes Jahr der „Sui-Hermans-Preis“ finanziert werden soll. Der mit 500 Euro dotierte Preis ehrt Menschen, die sich ehrenamtlich über lange Zeit für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.

Der SkF Koblenz, der die Preisträger 2014 bestimmte, ehrte während einer Feierstunde im Rathaus die beiden Preisträger. Ina Krause ist seit langer Zeit der „gute Engel“ des Seniorenpflegeheims Bodelschwingh in Koblenz Lützel. „Sie besucht dort täglich die Bewohner, kümmert sich um Demenzkranke und geht  für die Senioren einkaufen“, betonte Daniela Veith, Geschäftsführerin des SkF Koblenz. Der Andernacher Bernhard Peitz wiederum hat sich in der Vergangenheit unter anderem zehn Jahre ehrenamtlich als Hausmeister in der Gemeinde St. Peter engagiert. Darüber hinaus gehört er seit drei Jahren ehrenamtlich zum Fahrdienst der Andernacher Tafel und engagiert sich in der Andernacher Flüchtlingshilfe, wie Daniela Veith in ihrer Laudatio hervorhob.

Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein unterstrich, dass das Engagement der Ehrenamtlichen in unserer Gesellschaft unverzichtbar sei. „Nicht nur mit Blick auf die knappen öffentlichen Kassen, den demografischen Wandel und die sich zuspitzende weltpolitische Lage, die wir auch durch einen verstärkten Zuwachs von Flüchtlingen spüren, brauchen wir Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren“, so die Koblenzer Bürgermeisterin. Der Preis sei zudem ganz im Sinne von Susi Hermans. „Für Susi Hermans war es ein persönlicher Auftrag, für andere da zu sein, und sich vor allem für die Belange der Schwachen, Kranken und Alten einzusetzen“, sagte die CDU-Politikerin. Auch Rudi Zenz, Beigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, unterstrich, dass die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Bürger ein wichtiger Bestandteil des deutschen Staates sei. „Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft grau wie das Wetter im November. Deshalb ist es sehr schön, dass durch diesen Preis derjenigen gedacht wird, die sich im Verborgenen für den Nächsten einsetzen“, so Zenz. Im Vorfeld der Preisvergabe hatte es in der Rhein-Zeitung eine Ausschreibung gegeben, wer den Preis erhalten solle, erklärte Margret Schneider, Vorsitzende des SkF Koblenz, in ihrer Ansprache. Der Findungskommission sei es nicht leicht gefallen, sich für zwei aus den 13 eigegangenen Bewerbungen zu entscheiden, so Schneider. Dass es in unserer Gesellschaft so viele ehrenamtlich aktive Bürger gibt, sei dabei ein gutes Zeichen. Die engagierte Sozialpolitikerin Susi Hermans hätte dies sicherlich gefreut.