Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Samstag, 25. April 2015

Sympathische Vorbilder

Weihbischof Dieser überreicht Dankesurkunde des Bistums an Ehrenamtliche

Trier – Elisabeth Neumann-Wagner (Dommershausen), Martina Plenz-Günster (Rheinböllen) und Klaus Recktenwald (Marpingen) haben die Dankesurkunde des Bistums Trier erhalten. Weihbischof Dr. Helmut Dieser überreichte die Urkunden für besonderes ehrenamtliches Engagement bei einer Feierstunde während der Heilig-Rock-Tage am 24. April in Trier.

Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft, sagte in seiner Begrüßung, Christsein erschöpfe sich nicht in Gebet und Gottesdienstbesuch, sondern „die persönlichen Fähigkeiten wollten „entdeckt, entfaltet und eingebracht werden“. Er betonte, es gebe ein „hunderttausendfaches ehrenamtliches Engagement“ auf rund 200 verschiedene Arten im Bistum Trier. Er dankte den Geehrten, weil sie anderen Menschen Mut machten, auch diesen Weg ehrenamtlichen Engagements zu gehen und sich einzubringen zum Wohle anderer.

Auf persönliche Weise ausdrücken, wie Christsein sich auswirkt

Weihbischof Dieser dankte den ehrenamtlich Engagierten im Namen von Bischof Stephan Ackermann. Er sagte, einerseits mache ihr Christsein sie zu den Personen, die sie seien – andererseits machten ihre Persönlichkeiten das Christsein „überzeugend und einmalig“. „Sie bringen auf persönliche Weise zum Ausdruck, wie Christsein sich auswirkt.“ Andere Menschen profitierten vom Engagement der drei Geehrten. Wir stellen heute Ihr Licht auf den Leuchter, weil Sie sympathische Vorbilder sind.“

Integratives und gestaltendes Wirken

Anna Werle, Pastoralreferentin im Dekanat Simmern-Kastellaun, würdigte Elisabeth Neumann-Wagner als eine „verlässliche, sehr integrative Ehrenamtliche“. Seit 1994 gehöre sie dem Pfarrgemeinderat Dommershausen an, führe mittlerweile den Vorsitz, und sei eine aktive Mitarbeiterin im Pfarreienrat. Beim Entstehen der Pfarreiengemeinschaft Kastellaun habe sie „integrierend und gestaltend“ gewirkt. Die Vermittlung des Glaubens sei ihr ein Herzensanliegen; daher habe sie sich als Lektorin und Kommunionhelferin beauftragen lassen, sei in der Leitung von Wortgottesfeiern ausgebildet und leite seit 2006 einen monatlichen Gebetskreis mit über 20 Personen. Außerdem engagiere Neumann-Wagner sich bei der Suche nach Katechetinnen und Katecheten und sei seit 2005 im Krankenhausbesuchsdienst tätig. „Für sie heißt Kirche sein, auf der Seite der Menschen zu stehen, insbesondere derer, die geschwächt sind und Krisen durchleben müssen“, sagte Werle.

Verbindliche und hilfreiche Gesprächspartnerin

Eine „verbindliche und hilfreiche Gesprächspartnerin“ nannte Pfarrer Günther Vogel, stellvertretender Dechant des Dekanates Simmern-Kastellaun, Martina Plenz-Günster. Neben Familie und beruflicher Selbstständigkeit leiste sie seit über 20 Jahren „Beachtliches“ für Pfarrei und Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen und die dort ansässige Puricelli’sche Stiftung. Seit 2000 sei Plenz-Günster Mitglied im Verwaltungsrat Rheinbölllen, seit Mai 2014 dessen Vorsitzende. Bei der Zusammenführung der Pfarreien Rayerschied, Rheinböllen und Schnorbach sei ihre „integrative Arbeit und sachkompetente Leistung sowohl in pastoraler als auch verwaltungstechnischer Hinsicht“ hervorzuheben, sagte Vogel. Sie habe mit Fingerspitzengefühl den Prozess begleitet. „Der Blick für das Ganze zeichnet sie aus.“ Seit 1994 sei Plenz-Günster Mitglied im Kuratorium der Puricelli’schen Stiftung, seit 2011 stellvertretende Vorsitzende in der Verbandsvertetung des Kirchengemeindeverbandes. Gemeinsam mit ihrem Mann sei sie zudem immer dabei, wenn es in irgendeiner Form anzupacken gelte, ob beim Pfarreienfest, Renovierungsaktionen oder der Pflege der Blumenanlagen. Vogel sagte, er verstehe die Auszeichnung auch stellvertretend für alle anderen ehrenamtlich Engagierten, ohne die das Leben in den Pfarreien nicht möglich wäre.

Ausdauer und Kreativität

Dass die Pfarrei Marpingen einer der ersten Pfarreien des Bistums mit digitaler Zugangsmöglichkeit war, sei Klaus Recktenwald zu verdanken, sagte Dechant Volker Teklik, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Marpingen. Nach den Ereignissen im Härtelwald 1999 seien die Anfragen an das Pfarrbüro nach Informationen und Gottesdienstzeiten stark angestiegen, so dass schnell die Idee einer eigener Homepage geboren sei. „Klaus Recktenwald nahm sich dieser Sache an und entwickelte den Internetauftritt.“ Über 15 Jahre habe Recktenwald „Woche um Woche“ die Seiten gepflegt, weiterentwickelt und stets aktuell gehalten. In Spitzenzeiten habe es bis zu 10.000 Seitenaufrufe im Monat gegeben. „Was heute selbstverständlich und mit Baukastensystemen leicht realisierbar ist, war vor 15 Jahren Neuland und sehr diffizil“, erinnerte sich Teklik. Klaus Recktenwald habe sich dieser Aufgabe gestellt und über viele Jahre „Ausdauer und Kreativität“ bewiesen. Von 1998 bis 2012 sei Recktenwald Mitglied im Verwaltungsrat gewesen. Sein „wahrnehmbarer Vollzug als Christ“ sei nicht zuletzt auch als Mitglied der Kolpingsfamilie und des katholischen Sportverbands DjK sichtbar.

Gastgeber der Feierstunde war der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von Charlotte Köster (Klavier und Violine) und Johanna Köster (Violine), Emily Schon (Klavier) und Georg Zerbe (Gesang), die Schüler der DomMusik Trier sind, sowie Domkapellmeister Thomas Kiefer.

Mit der Dankesurkunde können kirchlich Engagierte ausgezeichnet werden, die beispielhaft und mit erheblichem Einsatz und über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich in Kirche und Gesellschaft gewirkt haben oder in herausragenden Einzelfällen. Genaue Hinweise sind unter http://www.bistum-trier.de/ehrenamtsentwicklung/auszeichnungen-fuer-ehrenamtliche/ zu finden. Informationen zum Ehrenamt im Bistum Trier gibt es unter www.ehrenamt.bistum-trier.de und beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de

Bilder von der Ehrenamts-Ehrung