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Bistum Trier
Donnerstag, 20. November 2014

Übernahme von Verantwortung

Willi-Graf-Realschule als Fairtrade-Schule ausgezeichnet

Saarbrücken – Die Saarbrücker Willi-Graf-Realschule ist mit dem Titel „Fairtrade-Schule“ ausgezeichnet worden. Die Schule ist damit die erste Realschule im Saarland und die erste Schule in Trägerschaft des Bistums Trier, die für ihre Aktivitäten mit diesem Titel ausgezeichnet wurde.

„Die Willi-Graf-Realschule möchte dazu beitragen, dass die Mitverantwortung für eine gerechte Zukunft und besonders der Fairtrade-Gedanke breiten Zuspruch finden“, sagte Schulleiterin Dr. Helene Neis bei der Feierstunde zur Auszeichnung am 20. November. In der Schule habe man das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in den Fachkonferenzen eingeführt und Konsequenzen gezogen für die Lehrpläne unter dem Aspekt „Schöpfung bewahren – Nachhaltige Entwicklung“. Sowohl im Unterricht als auch in Projekten darüber hinaus hatten die Klassenstufen fünf bis zehn die Initiative aufgegriffen und mit Aktionen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich so mit Themen wie Energie sparen, dem umweltbewussten Umgang mit Handys oder der Wiederverwertbarkeit von Materialien. Schulleiterin Neis dankte der Mathematik-Lehrerin Gesine Zare, die sie als den Motor der Aktivitäten vorstellte. Wynnie Mbindyo Kangwana, Ingrid von Osterhausen und Peter Weichardt von der Fairtrade-Initiative Saarbrücken übergaben die Auszeichnung an die Schulgemeinschaft. Die Klassengemeinschaften der Realschule stellten ihre Aktionen und Initiativen vor, vom Projekttag für den fairen Handel mit Bananen über das Einsammeln von Handys und der Aufklärung über die Gewinnung von Handy-Rohstoffen bis zu Weben eines Teppichs aus alten T-Shirts. Weit über 20 verschiedene Aktionen wurden im letzten Jahr organisiert.

Die Schulsprecher Benedikt Storb und Johannes Birkenmeier benannten die Kriterien, die zur Auszeichnung als Fairtrade-Schule entscheidend waren. So wurden unter anderem ein Fairtrade-Team aus Schule, Lehrer, Eltern und weiteren Interessierten gegründet. Dazu gehörten auch der Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule und die Behandlung des Themas im Unterricht.

„Eine sensationelle Aktion! Klasse! Riesenkompliment an die Schule!“ freute sich Wolfgang Müller, Leiter der Schulabteilung im Bistum Trier. Es sei gut, wenn in einer Schule Unterricht und vieles mehr angeboten werde und gut, wenn in einer Schule „das drin ist, was außen drauf steht“. Außerdem sei es gut, wenn eine Schule ein Thema auflegt, das die Chance hat, ein „Lebensthema“ zu werden. Bildungsminister Ulrich Commercon lobte die Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement und ihre Anstrengungen das Leitmotiv von Willi-Graf zu verwirklichen: „Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung“. Auch Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Regionalverbandsdirektor Peter Gillo freuten sich mit den Schülerinnen und Schüler über die Auszeichnung. „Das könnt ihr mitnehmen in euer späteres Leben“, lobte Britz. Die Schülergemeinschaft sei mit ihren Aktionen eine Botschafterin einer anderen Ethik „ohne die ein menschliches Zusammenleben nicht möglicht ist“, sagte Gillo und lobte die jungen Leute für die Übernahme von Verantwortung.