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Bistum Trier
Mittwoch, 10. September 2014

Weggefährte der Menschen und des Bischofs

Remagener Dechant Meyer in den Ruhestand verabschiedet

Remagen – Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Jörg Michael Peters ist der Dechant des Dekanates Remagen-Brohltal, Pfarrer Dr. Johannes Georg Meyer, aus seinem Amt als Leiter des Dekanates verabschiedet worden. Meyer, der im August sein 70. Lebensjahr vollendet hat, geht in den Ruhestand.

Meyer war 1984 zum Priester geweiht worden. Seit 1999 war er Pfarrer in Remagen und Kripp, seit 2001 Dechant im Dekanat Remagen (ab 2004 Remagen-Brohltal). Weihbischof Peters würdigte den scheidenden Dechanten als „Weggefährten der Menschen und des Bischofs“, der nie „abgehoben, sondern immer an der Seite der Menschen“ geblieben sei. Er habe sein Amt „in großer Treue“ ausgeübt und auch zusätzliche Verantwortung wie Pfarrverwaltungen nie gescheut. Peters hob besonders das Interesse Meyers an der religionspädagogischen Arbeit, der Ökumene und der Notfallseelsorge hervor. Meyer habe auch Verantwortung für die Verwaltung der Ressourcen getragen durch seine Bereitschaft zur Mitarbeit im Kirchensteuerrat. All dies habe Meyer getan, „um den Menschen zu helfen, dass die Sendung der Kirche erfahrbar wird“, sagte Peters.

Die Kirche biete einen Kompass, dessen Nadel „die Richtung zeigt, in die wir gehen“. Dabei sei es entlastend zu wissen: „Wir tragen nicht die Letztverantwortung. Gott ist die Zukunft seiner Kirche, für uns ist gut gesorgt.“ Daher sei es wichtig, sich immer wieder nach ihm auszurichten, „uns von ihm anrühren zu lassen“. Es gelte, „nach Kräften unseren Dienst zu tun, ohne zu sehr auf den Erfolg zu schielen“, und dabei dankbar wahrzunehmen, „was ich empfangen habe, was mein Leben bereichert“. Mit Blick auf den Umzug von Dechant Meyer ins Bistum Aachen sagte Peters: „Dieser Gott, den du hier verkündet und gefeiert hast, wartet auch an deinem neuen Ort auf dich.“

Pfarrer Michael Schankweiler dankte im Namen der ökumenischen Seelsorgekonferenz im Dekanat und der evangelischen Gemeinden mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern und Presbyterien für Meyers „Menschenfreundlichkeit und Verlässlichkeit“. Für Meyer sei die Ökumene ein „Pflichtfach“ gewesen. Er habe „eine große Weite und die Bereitschaft, sich verändern zu lassen“. Von ihm habe man lernen können „zu hören und Brücken zu bauen“.  Der Vorsitzende des Dekanatsrats Gotthard Oppenhäuser sagte, Meyer habe geholfen „Dinge zu verstehen und die richtigen Schlüsse für das Dekanat daraus zu ziehen“. Besonders sein Einsatz gegen rechte und antidemokratische Kräfte habe ihn zum Vorbild werden lassen.

Dekanatsreferent Wolfgang Henn für die Seelsorgerinnen und Seelsorger und das Dekanatsteam betonte, das Dekanat sei eine „wichtige pastorale Ebene“ für Meyer gewesen, der sich für die Verzahnung von Dekanat und Pfarreien eingesetzt habe. Meyer sei ein Priester, der vom Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt die Talente in den Gemeinden suchen und fördern wolle. Seine ruhige und sachliche Art und seine Verlässlichkeit gegenüber den Mitarbeitenden habe man sehr geschätzt. Als Zeichen des Dankes überreichte er Meyer eine "Festschrift, wie sie einem Doktor der Theologie gebührt". Die Festschrift enthält auf 77 Seiten Beiträge von Mitarbeitenden und Freunden.

Am Ende des Gottesdienstes verlas Weihbischof Peters die Erkennungsurkunde von  Pfarrer Achim Thieser (Sinzig) zum neuen Dechanten und dankte dem bisherigen stellvertretenden Dechanten für die Bereitschaft, das Amt zu übernehmen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Projektchor unter der Leitung von Dekanatskantor Werner Steines und Dekanatskantor Gerd Pitzen an der Orgel.