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Bistum Trier
Samstag, 5. September 2015

Lebendiger Austausch, kontroverse Diskussionen

Fünfte Vollversammlung der Bistumssynode beschließt Verlängerung bis Frühjahr 2016

Saarbrücken – Verlängerung bei der Trierer Diözesansynode: Die Mitglieder der Synode haben am Ende ihrer Vollversammlung vom 3. bis 5. September in Saarbrücken beschlossen, noch eine weitere Vollversammlung durchzuführen, und zwar im Frühjahr 2016. Nach dem ursprünglichen Fahrplan sollte im Dezember mit der dann sechsten Vollversammlung in Trier die Synode zu Ende gehen.

Er habe zwar immer betont, wenn das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) es in drei Jahren geschafft habe, müsste es die Trierer Diözesansynode doch in zwei Jahren schaffen, sagte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Pressekonferenz im Anschluss an die Vollversammlung. Aber es habe sich gezeigt, dass die Synode mehr Zeit brauche. Die zehn Sachkommissionen hatten zur Vollversammlung in Saarbrücken einen Katalog von über 100 Beschlussempfehlungen vorgelegt. In Saarbrücken seien aber jetzt die Vorschläge von lediglich vier Sachkommissionen - Diakonisch sein, Missionarisch sein, Zukunft der Pfarrei, Den Glauben an vielen Orten leben lernen - diskutiert worden. Jetzt sei man an einem „kritischen Punkt“ angekommen, denn „es geht um Entscheidungen“, sagte Ackermann und würdigte den „lebendigen Austausch und die kontroversen Diskussionen“ der Synode. Er habe aber auch klargemacht, dass ihm ein „Riesenstrauß an Vorschlägen“ so nicht weiterhelfe in der Frage, welchen Weg die Kirche im Bistum Trier in den nächsten Jahrzehnten einschlagen solle.

Um die Vorschläge zu bündeln und zu einer entscheidungsreifen Vorlage zu kommen, werde auf Beschluss der Synode eine Arbeitsgruppe eingesetzt, berichtete einer der vier Moderatoren der Synode, der Trierer Katholikenratsvorsitzende Manfred Thesing. Am Ende soll dann eine Redaktionskommission den Entwurf für ein Abschlussdokument erarbeiten. Dabei müsse die richtige Mischung zwischen Grundlinien und Konkretionen gefunden werden, erklärte Bischof Ackermann. Denn es sei auch klar, dass konkrete Entscheidungen auch Folgen für die begrenzten Ressourcen an Personal und Finanzen hätten: „Dann müssen Haushaltstitel umgeschichtet werden.“

Der Bischof räumte ein, dass ihn manche Ergebnisse der Probeabstimmungen über die in der Vollversammlung diskutierten Beschlussempfehlungen der vier Sachkommissionen erstaunt hätten. So habe die Synode mit großer Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt, dass es am Ende eines über mehrere Jahre angelegten Umsetzungsprozesses nur noch 60 Pfarreien geben solle. Andere Bereiche hätten bei den Probeabstimmungen weniger Zustimmung bekommen. Ackermann sagte, wenn er diese Voten ernst nehme, müsse er eigentlich Mittel umsteuern in Bereiche, die eine größere Zustimmung hätten. Denn klar sei auch, dass es nur möglich sei, neue Schwerpunkte zu setzen, wenn man sich von bisherigen trenne. Das führe zu der Frage, wie tiefgreifend die Veränderungen sein sollten, die vorgenommen werden sollten. Dem müsse sich die Synode stellen, und daher sei klar geworden, dass es in Saarbrücken noch zu früh gewesen sei für Schlussabstimmungen. Der Bischof würdigte zugleich die intensive Arbeit der Sachkommissionen, die auch zahlreiche kreative Vorschläge gemacht hätten, etwa den, dass Menschen in einem „freiwilligen missionarischen Jahr“ an Orte gehen sollten, wo Kirche bisher nicht präsent sei.

Gemäß dem Beschluss der Synodenvollversammlung sollen die Empfehlungen der weiteren sechs Sachkommissionen bei der nächsten Vollversammlung im Dezember diskutiert werden. Ein Termin für die letzte Vollversammlung im Frühjahr 2016 steht noch nicht fest.

Fotos vom dritten Tag der Saarbrücker Vollversammlung sind hier zu finden.

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