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Bistum Trier
Mittwoch, 15. April 2015

Mehr als Geldbeschaffung

Bistum Trier: 17 Frauen und Männer schließen Fundraisingkurs ab

Trier – 17 Frauen und Männer aus dem Bistum Trier haben den ersten Zertifikatskurs „Systemisches Fundraising in Non-Profit-Organisationen – Aufbau und Implementierung im Bistum Trier“ abgeschlossen. Generalvikar Dr. Georg Bätzing überreichte ihnen am 14. April in Trier die entsprechenden Urkunden. Der Kurs war mit dem Aufbau einer Fundraisingstelle im Bistum einhergegangen.

Generalvikar Bätzing sagte, das Bistum Trier gehöre damit zu den zwölf deutschen Diözesen, die sich „auf einen Strukturwandel eingelassen haben und auf einem Lernweg sind“. Fundraising sei nämlich nicht als bloße Mittelakquise und Kapitalbeschaffung zu sehen, sondern vielmehr als Kultur: „Es geht um einen Perspektivenwechsel.“ Fundraising sei ein echtes Kommunikationsgeschehen und habe auch eine pastorale Dimension, denn die Kirche komme hier in Berührung mit Menschen, „die uns in unseren üblichen Angeboten nicht mehr begegnen“. In der aktuellen kirchlichen Situation zwischen Kostensenkungszwängen und hohen Kirchensteuereinnahmen, der demographischen Entwicklung und nachlassender Kirchenbindung „liegt es nahe, über neue Quellen, Ressourcen und Kommunikationsmöglichkeiten nachzudenken“, betonte Bätzing. Auch Kommunikationschef Dr. André Uzulis als verantwortlicher Direktor im Generalvikariat sagte, Fundraising sei mehr als Geldbeschaffung. Man habe sich bewusst für ein dezentrales Fundraising im Bistum entschieden, das die Information, Beratung, Unterstützung und Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen beinhalte.

Kursteilnehmer aus dem ganzen Bistum

Die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer kommen aus folgenden Bereichen oder Projekten: der Jugendkirche „Crossport to heaven“ (Flughafen Hahn), der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum in Kooperation mit der Pfarrei St. Josef Saarbrücken, der Evangelisch-katholischen Telefonseelsorge und Beratungsstelle Saar, der Lebensberatung im Bistum Trier, „Momentum – Kirche am Center“ Neunkirchen, der Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil, den Sozialen Lerndiensten/SoFiA e.V. im Bistum Trier und dem Strategiebereich „Ziele und Entwicklung“ im Generalvikariat Trier.

In einer von Susanne Reuter (Zentrum für Systemisches Fundraising Aachen) und Klaus Heil (Fundraisingbüro Bistum Hildesheim) moderierten Diskussion brachten neben Bätzing, Uzulis und Bistums-Fundraiser Thomas Theis auch der Direktor des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Generalvikariat Trier, Dr. Gundo Lames, und Christian Michels vom „Momentum“ ihr Erfahrungen ein. So erklärte Michels, die Vorbereitungen der Fundraisingmaßnahmen hätten eine größere Identifikation mit dem Projekt ermöglicht und neue Impulse gebracht, seien gleichzeitig aber auch eine Art Schwachstellenanalyse gewesen. Ein Veranstaltungsteilnehmer aus Neunkirchen ergänzte, das Projekt habe auch Erkenntnisse gebracht, wie die Gemeinde sich verstehe: „Wir haben uns als „Geh-hin-Kirche“ gezeigt.“ Somit könne Fundraising auch Gemeindeentwicklung sein.

Personeller und zeitlicher Aufwand

Das Team der Telefonseelsorge brachte den Aspekt der zusätzlichen Belastung durch das Fundraising ein. Gerade in einem kleinen Team sei der personelle und zeitliche Aufwand nicht einfach aufzufangen, der durch ein dezentral angelegtes Fundraising entstehe. Gemeinsam mit Michels äußerten sie den Wunsch, dass verschiedene Dienstleistungen zentral vom Bistum angeboten werden könnten.

Lames erklärte, im Zusammenhang mit Fundraising müsse nicht nur die Frage gestellt werden, was etwas wert sei, sondern auch wem was wieviel wert sei. Dies sei verbunden mit der Frage, wie Perspektivwechsel gelingen könnten. Lames sagte, er hoffe, dass in der Zukunft „das Bewusstsein entsteht, auf welche Fragen Fundraising die passende Antwort ist“.

Die Pilotphase des Fundraising im Bistum Trier wird begleitet vom Fundraisingbüro des Bistums Hildesheim und dem Zentrum für Systemisches Fundraising Aachen. Ob und in welcher Form das Fundraising im Bistum weitergeführt wird, entscheidet sich im Sommer.

Weitere Informationen gibt es bei Fundraiser Thomas Theis, Tel.: 0651-7105-564, E-Mail: fundraising(at)bistum-trier.de und unter www.fundraising.bistum-trier.de im Internet. Beim Fundraising werden systematisch freiwillige Geld-, Sach- oder Dienstleistungen für gemeinnützige Zwecke eingeworben. Das können etwa Spenden, Stiftungen, Vermächtnisse oder ehrenamtliches Engagement sein.

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