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Bistum Trier
Montag, 17. März 2014

Quellen erschließen

Erster Fundraising-Kurs im Bistum Trier ist gestartet

Trier – „Freiwillige Geld-, Sach- und Dienstleistungen“ - oder etwas weniger bürokratisch „Quellen erschließen, Schätze heben“: Das ist das Ziel von Fundraising. Im Bistum Trier ist am 13. März ein Kurs gestartet, bei dem sich 17 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Diözese damit befassen, wie sie in ihren Bereichen Fundraising aufbauen können.

Dass es beim Fundraising um mehr geht als die bloße Geldbeschaffung, zeigte sich schon zu Beginn des Kurses. Klaus Heil vom Fundraisingbüro Bistum Hildesheim erläuterte die Grundlagen des systemischen Fundraisings als ein „Vorgehen, das sich aus einer bestimmten Haltung ergibt“. Das systemische Fundraising sei als komplementäres Vorgehen von systemischer Organisationsentwicklung und „Fundraising-Handwerk“ zu verstehen. Entscheidend sei der „personale Blick“ mit den Menschen im Zentrum. Und: „Es geht um gelingende Beziehung und Kommunikation.“

Zusammen mit Thomas Theis, der die Fundraisingstelle im Bistum Trier seit Anfang 2013 aufbaut, und den Kooperationspartnern, dem Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Flensburg, dem Zentrum für Systemisches Fundraising (Aachen) und dem Fundraisingbüro Bistum Hildesheim, wollen die Kursteilnehmer für sieben Projekte ein Fundraising etablieren. Der Kurs besteht aus drei Einheiten von jeweils drei Tagen, dazu kommen Starter-Workshops vor Ort und Einzelberatungen. Über systemische Fragen hinaus befassten sich die 17 Frauen und Männer auch mit der Kommunikation eines solchen Projekts und dem Instrument der Datenbank, erstellten einen Businessplan und sprachen über die ethischen Fragen, die mit Fundraising einhergehen. Am Ende der ersten Kurseinheit zog Organisator Theis ein positives Fazit: „Hier hat sich eine gute, aufgeschlossene Gruppe gefunden, die den Weg interessiert mitgeht. Das war ein gelungener Start.“

Die Kursteilnehmer zeigten sich ebenfalls zufrieden mit der Veranstaltung und gaben positive Rückmeldungen. Die ganzheitliche Dimension des Fundraisings sei deutlich geworden und Ängste abgebaut worden. „Ganz viele Tipps“ habe man bekommen, der Funke sei übergesprungen und die Lust, jetzt in der eigenen Organisation damit anzufangen, sei gestiegen. „Die eigene Begeisterung für das Projekt ist die Basis“, stellte eine Teilnehmerin fest. Einigkeit herrschte darüber, dass das Konzept des Fundraisings eine längerfristige Perspektive sei, die in einigen Fällen sogar Ausgangspunkt für eine Organisationsentwicklung sein könnte.

Für die Frauen und Männer stellt sich jetzt die Frage nach der Umsetzung vor Ort: „Es gibt noch viele Fragen, die nehmen wir mit.“ Dennoch waren die meisten zuversichtlich: „Es besteht eine realistische Erfolgsaussicht.“ In einem ersten Schritt sollen die Teilnehmer vor Ort nun einen Starter-Workshop vorbereiten und eine Arbeitsgruppe zusammenstellen. Das Musterprojekt soll bis 2015 entweder abgeschlossen oder in einer Phase sein, in der die Aussicht auf Abschluss besteht. Die Teilnehmenden werden dabei von der Fundraisingstelle und deren Kooperationspartnern begleitet.

Christoph Fleck ist für die Evangelisch-Katholische Telefonseelsorge Saarbrücken im Kurs. Natürlich gehe es in seiner Einrichtung auch um Spendenwerbung, doch das wichtigste Ziel seines Modellprojektes sei die „Zeitspende“, also die Ansprache und Gewinnung von Ehrenamtlichen. Seine Erwartungen an die erste Kurseinheit seien erfüllt worden, sagte Fleck. Er habe einen anderen Blickwinkel einnehmen können und hofft, damit „Stolperfallen zu umgehen, die man aus dem eigenen Dünkel heraus übersehen hätte“.

Esther Henning ist Mitarbeiterin der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Die Antriebsfeder für die Teilnahme an dem Kurs war eigentlich, dass die Bolivienkollekte des Bistums seit einigen Jahren rückläufig ist. Doch nun habe sie festgestellt, dass viel grundsätzlichere Überlegungen notwendig seien. „Hier tun sich viel mehr Chancen auf, als ich gedacht hätte.“

Markus Koch arbeitet ehrenamtlich am „Crossport to Heaven“, der Jugendkirche auf dem Flughafen Hahn, mit. Dieses Projekt läuft 2015 aus, die Organisatoren möchten eine Verlängerung erreichen, denn „es läuft sehr gut. Und wir brauchen so etwas auf dem Hunsrück.“ Ihr Ziel ist es, einen gewissen Beitrag zu Finanzierung des Projektes selbst zu leisten. Koch erklärte, er sei „ganz offen an den Kurs rangegangen“. Er lobte besonders die erste Einzelberatung als „sehr sinnvoll“ und ist sich jetzt schon sicher, dass sich etwa in der Organisationsstruktur des Projektes etwas ändern werde.

An den sieben Modellprojekten im Rahmen des Fundraising-Kurses im Bistum Trier beteiligen sich Crossport to Heaven am Flughafen Hahn, die Diözesanstelle Weltkirche, die Evangelisch-Katholische Telefonseelsorge Saarbrücken, die Lebensberatung im Bistum Trier, Momentum – Kirche am Center in Neunkirchen, die Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil und die Sozialen Lerndienste im Bistum Trier/SoFiA e.V.. Nähere Informationen zum Kurs und zum Fundraising im Bistum Trier gibt es bei Thomas Theis im Bischöflichen Generalvikariat, Tel.: 0651-7105-564, E-Mail: fundraising(at)bistum-trier.de; www.fundraising.bistum-trier.de

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