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Es war an Pfingsten...

als die Marienburg bebte

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich viele am gleichen Ort, auf der Marienburg. Alfer, Bullayer, Pündericher und Zeller, Bewohner aus dem Alftal, junge Leute aus den Kreisen Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell waren zusammengekommen. Wochen zuvor noch kannten sie sich kaum, redeten wie in fremden Sprachen: Techniker waren dabei, Musikbegeisterte, Verspielte und Ernste, Träumer und Realisten, Event- und Kulturfreaks. Die einen konnten mit Worten umgehen, andere mit Computern, mit Licht und mit Ton, wieder andere mit ihren Händen, manche hatten Ideen, andere kannten unendlich viele Leute, wieder andere wussten um die angesagtesten Bands. Alle waren ganz unterschiedlich - wie es der Geist ihnen eingab.

Da kam plötzlich am Pfingstabend vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte den ganzen Ort, an dem sie waren. Das Treffen, das sie zusammengeführt hatte, ihr „Oben Air“ auf der Marienburg, drohte auseinanderzufallen...

Doch eine unglaubliche Kraft verteilte sich über alle, auf jeden von ihnen ließ sie sich nieder. Alle legten Hand an, trotzten Regen und Unwetter, retteten die Technik, erarbeiteten gemeinsam einen Notfallplan; und es ging weiter. Bands, deren Lautstärke für draußen gemacht ist, änderten ihre Pläne und spielten drinnen.

Viele, die gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen. Gestern noch redeten sie wie in fremden Sprachen, heute konnten sie sich verstehen und arbeiteten Hand in Hand. Und der Funke sprang über. Und das Fest ging weiter. Und man redete noch lange darüber, beim Bäcker im Dorf gegenüber und bei facebook im Internet. Auch beim Abbauen waren viele dabei, beim Aufräumen und Putzen; sogar Essen wurde gebracht und es reichte für alle. Das war, als der Pfingsttag gekommen war, es ist noch nicht lange her, an Pfingsten 2013 auf der Marienburg.

Die Chance unserer Berufsgruppe als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten liegt darin, solche Projekte zu initiieren, also Räume zu öffnen, Vernetzungen zu schaffen, Menschen zusammenzubringen mit ihren Talenten und Charismen, gerade in ihrer Unterschiedlichkeiten, Milieus verbindend. Und Pfingsten wird möglich, Neugeburt von Kirche.

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