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Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in St. Thomas

Ora et labora - ein Exerzitien-Format für Familien

Seit fast dreißig Jahren (seit 1985) gehört das Format „Ora et Labora-Tage“ zum Leben der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum dazu. Ort des jährlichen Treffens in der Woche nach Ostern ist das Exerzitienhaus des Bistums Trier im romantisch gelegenen St. Thomas in der Eifel.

Die damals noch junge Berufsgruppe der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten griff mit der „Erfindung“ der Ora et Labora-Tage eine der großen Herausforderungen für Laienseelsorgerinnen und -seelsorger auf: die Frage, wie Seelsorgealltag und Familienverantwortung, Familienleben und geistliche Übungen zu vereinbaren sind. Weitere Motivation war die Suche nach einem Ort , an dem die Familien auf dem Hintergrund der individuellen  Glaubensüberzeugungen miteinander ins Gespräch kommen – informell, jenseits des beruflichen und familiären Alltags, generationenübergreifend, unkonventionell spirituell, den eigenen und gemeinsamen Lebens- und Glaubensgrundlagen in Kirche und Gesellschaft nachspürend…

Die benediktinische Lebensregel „Ora et Labora“ als Idee der Gründungsmütter und -väter erwies sich dafür als bis heute strukturgebend und tragfähig. Selbstorganisiert sind die Besinnungstage jeweils von einer Gruppe von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in Kooperation mit der Diözesanstelle Exerzitien, der Fortbildungsabteilung und dem Exerzitienhaus St. Thomas. In den jüngst vergangenen Jahren öffneten sie die Ora et Labora-Tage für die anderen pastoralen Berufsgruppen. Nun wurde aus dem berufsgruppen-internen Miteinander von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten und deren Familien ein Gespräch mehrerer pastoraler Berufsgruppen (Gemeindereferentinnen und -referenten und Diakone), was im Blick auf die Förderung der Zusammenarbeit in Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten ja auch nicht verkehrt ist. „Im Miteinander der beteiligten Familien kommt lebendige Kirche zum Vorschein wie sie sich viele der Teilnehmenden im Alltag wünschen, aber häufig ganz anders erleben“; so fasst eine Hausfrau und Mutter ihre Erfahrungen zusammen.

Die spirituellen Inhalte und Übungen bereiten jeweils ausgesuchte Referenten methodisch vor; sie begleiten die Erwachsenen und die Kinder und Jugendlichen, manchmal in gemeinsamen Zeiten, öfters auch in getrennten Einheiten. Daneben tragen Bauprojekte ganz wesentlich zum Gelingen der Woche bei. So hat die Gruppe im Exerzitienhaus St. Thomas im Lauf der Jahre in Haus und Garten immer wieder gebaut, gepflanzt, gepflegt oder renoviert. Als sehr bereichernd für den Kreis werden immer wieder diejenigen Ehepartnerinnen oder -partner erlebt, die ganz andere Berufe ausüben und dadurch sehr zur Vielfalt der Gruppe und der Gespräche beitragen.

Die Ora et Labora-Tage passen gut zum Berufsbild von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Gesellschaftliche Herausforderungen – etwa als Familien – aufgreifen, einem biblischen Urteil unterziehen und Handlungsansätze für den Alltag bedenken oder schon ausprobieren; „Multiperspektivität“ als Bereicherung erleben; Begegnung der Generationen aktiv ermöglichen; die Vielfalt von Lebens- und Glaubensthemen und -formen  aufnehmen und miteinander ins Gespräch bringen; eine Vielfalt von Deutungs-Möglichkeiten und Glaubensäußerungen, auch in kleinen einfachen Zeichen und Symbolen schätzen lernen…

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