͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌   ͏ ‌  
  
 
Menschen finden Schutz unter Schirmen  
 
P.I.A. Aktuell
 

Neues aus Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Bistum Trier

 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 

der diesmalige Newsletter hat drei Themenschwerpunkte. Zunächst liegt für den Bereich P.I.A. (Prävention-Intervention-Aufarbeitung) in unserem Bistum der Jahresbericht vor. Diese Art der Berichtslegung, die transparent macht, wie in unserem Bistum in den drei Bereichen gearbeitet wird, ist immer noch einmalig unter den Bistümern Deutschlands und wird vielleicht deshalb manchmal auch noch missverstanden. Hier geht es nicht um eine besondere Studie, hier geht es um das zunehmend alltägliche Handeln in den Einrichtungen und Diensten in unserem Bistum angesichts der Notwendigkeit mit sexualisierter Gewalt rechnen zu müssen und daher wirksam vorzubeugen bzw. zu intervenieren, sobald dies nötig wird.

Dann steht ab der zweiten Aprilwoche nicht nur das Bistumsfest des Hl.Rocks vor der Tür, sondern eine Ausstellung zu Prävention im Kreuzgang, die vom Center of Child Dignity der ukrainisch katholischen Universität entwickelt wurde. Zu sehen, dass in der Ukraine trotz des Krieges Prävention weitergeht und Kunst dafür kreativ eingesetzt wird, nötigt Respekt ab. Zugleich wird deutlich, dass Gewalt dort zum Thema werden muss, weil Brutalität unverhüllt zu Tage tritt.

Bei dem dritten Thema, zu dem es im Newsletter Einzelberichte gibt, ist das anders: in digitalen Medien versteckt sich Gewalt oft, mit KI-Unterstützung gibt es neue subtile Grooming-Strategien. Zugleich werden diese digitalen Systeme, die mittels Algorithmen eine Vielzahl an Informationen verarbeiten und dadurch Muster erkennen können, die probabilistische Einschätzungen ermöglichen, immer wichtiger als ein mögliches Tool der Prävention. Dies zeigt das Schwerpunktthema des diesjährigen Deutschen Präventionstages, dass der KI gewidmet ist. 

Wie so oft liegt also bei den Werken, die der menschliche Geist ersinnt, Licht und Schatten dicht beieinander. Verbleibt nur, aus dem Osterwunsch der Kolleg*innen des Center of Child Dignity zu zitieren: “May the light of the Risen Christ fill our hearts with a strength that no evil can overcome or subdue!” – Frohe Ostern! 

Mit herzlichen Grüßen

Angela Dieterich und Dr. Andreas Zimmer, Präventionsbeauftragte, mit dem Team der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt

 
 
PIA 2025
P.I.A. 2025
 

Am 30.03.2026 wurde der vierte P.I.A.-Bericht vorgestellt, in dem die Arbeit in den Bereichen Prävention – Intervention – Aufarbeitung aus dem Jahr 2025 vorgestellt wird. Der Bericht steht als PDF-Download zur Verfügung. 

 

» P.I.A. Bericht 2025 PDF-Datei

 
 
 
 
Ausstellung Uliana Krekhovets Ausstellung
 
Internationale Kunstausstellung "Erkennen. Reagieren." in Trier
 

Kinderschutzexperten aus sechs Ländern setzten sich mit dem Thema Missbrauch in Kirche und Gesellschaft auseinander. Daraus entstand, neben einem Onlinekurs zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt, eine beeindruckende Kunstausstellungen mit auf T-Shirts gedruckten Illustrationen von Uliana Krekhovets (Ukraine).

Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck, in dem Sie auf das unten verlinkte Video klicken.

Beeindruckender ist es die Ausstellung live während der Heilig Rock Tage (17.-26.04.2026) im Kreuzgang des Trierer Doms zu erleben.

"Wir glauben, dass Kunst keine Grenzen kennt und jeden anspricht. Sie kann viele Brücken bauen,“ sagt Khrystyna Shabat, Leiterin des Child Dignity Center in Lviv in der Ukraine.

Die Kunstinstallation wurde bereits in Lviv, Kyjiw, Warschau, Košice, Berlin und Prag präsentiert.  Jetzt ist sie live in Trier zu sehen und zu erleben.

Die Ausstellung wird betreut vom Child Dignity Center der Ukrainischen Katholischen Universität (Lviv/Ukraine). Das Hilfswerk Renovabis ist Kooperationspartner für Deutschland. Dank der Zusammenarbeit der Fachstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt und des Teams Weltkirche im Bistum Trier wird es möglich, die Ausstellung in Trier zu sehen. Kontaktdaten finden Sie unten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

» Video zur Ausstellung

 
 
 
Missbrauchsbeauftragte Kerstin Claus startet Ländertour: „Kinderschutz geschieht vor Ort!“
 

Berlin, 04.03.2026. Kinderschutz braucht starke Netzwerke – und die entstehen vor Ort. Deshalb geht die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM), Kerstin Claus, ab März 2026 auf Ländertour. Ziel ist es, den Austausch mit den Bundesländern zu intensivieren, gute Praxis sichtbar zu machen, gemeinsam Lücken beim Schutz von Kindern und Jugendlichen – auch in der digitalen Welt - zu identifizieren und Hilfe- und Unterstützungsangebote für Betroffene zu verbessern.

Ländertour startet in Rheinland-Pfalz

Die Tour startet in Rheinland-Pfalz (11. bis 13. März 2026). Weitere Stationen sind Nordrhein-Westfalen (21.–23. April 2026) und Baden-Württemberg (13.–15. Juli 2026). Bis zum dritten Quartal 2026 sollen Besuche in Thüringen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern folgen.

Pressemitteilung als PDF-Datei

 
 
 
Fachtag
 
Prävention geht uns alle an
 

Da uns immer wieder Anfragen dazu erreichen, wollen wir hier noch einmal darauf hinweisen: Natürlich können Präventionsschulungen, die vor Ort von unseren Multiplikator*innen und Schulungsreferent*innen durchgeführt werden, auch für andere Gruppen geöffnet werden. Ob Jugendfeuerwehr, Sportverein oder Chor: So können möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisiert und lokale Netzwerke gestärkt werden.

 
 
 
Neue Kindersicherung von ChatGPT
 

ChatGPT gehört weltweit zu den meistgenutzten Chatbot-Anwendungen. Laut der letzten JIM-Studie nutzen bereits 84 Prozent der befragten Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren den Chatbot der Firma OpenAI regelmäßig. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von ChatGPT liegt das Mindestalter bei 13 Jahren. Kinder unter 13 Jahren dürfen das Programm also nicht benutzen und auch keinen Account erstellen. Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren benötigen für die Nutzung die Zustimmung ihrer Eltern.

Hier wird erklärt, welche Einstellungsmöglichkeiten Eltern nun haben.

 

» Weiterlesen

 
 
 
Cyber-Mobbing Leichte Hilfe App
 

Klicksafe hat vor rund zwei Jahren gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Berlin e.V. die Cybermobbing Leichte Hilfe App veröffentlicht. Nun gibt es ein neues Informationsheft zur App, das Cybermobbing in Leichter Sprache verständlich macht – mit Beispielen und kurzen Übungen. Das Informationsheft richtet sich an Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen sowie Begleitende Dienste, Anleiter*innen und Vertrauenspersonen. Es steht als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 

» Material Info

 
 
 
Gefahren für Jugendliche durch Meinungsblasen und Extremismus auf TikTok
 

TikTok wird von vielen jungen Menschen genutzt, weil sie dort Unterhaltung, Informationen und Anschluss finden. Ein neuer Report von jugendschutz.net zeigt jedoch, wie leicht sie dabei in extreme oder populistische Echokammern geraten können. Ein Teil des Problems ist TikToks Vorschlagsalgorithmus, der Nutzer*innen immer weitere Inhalte gleicher Art anzeigt - darunter auch Extremismus, Desinformationen und Verschwörungstheorien. Ein ganzes Content-Creator-Netzwerk macht sich diese Plattform-Dynamiken zunutze, wie der Report zeigt. Das hat Auswirkungen auf junge TikTok-Nutzer*innen. Motiviert durch steigende Reichweite und positives Feedback aus extremistischen Communities posten sie selbst zunehmend radikale Inhalte auf TikTok.

 

» Weiterlesen

 
 
 
Ihre Anregungen und Beispiele zu PIA
 

Sie haben gute Erfahrungen in der Präventionsarbeit gemacht? Sie haben einen Themenvorschlag für den Newsletter? Sie wollen eine Rückmeldung geben? Das ist möglich per Mail an praevention@bistum-trier.de .