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Vom Bischof freigegeben für die Erkundungs-Phase und die formale Anhörung

Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier

Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz

Zwischen-Stand: Mai 2018

  • Die 35 Pfarrorte werden endgültig erst nach dem formalen Anhörungsverfahren feststehen, also vermutlich Mitte des kommenden Jahres 2019. Wir sind dankbar über die vielen Rückmeldungen zu möglichen Pfarrorten, die uns die Gremien im Rahmen der Resonanzphase zugeschickt haben.

    Um es klar zu sagen: Der Pfarrort ist nicht als Zentralort zu denken, also als der Ort, an dem sich das gesamte kirchliche Leben abspielt. Ganz im Gegenteil: Wir wollen das kirchliche Leben an vielen Orten stärken. Die Nähe zu den Menschen, örtlich-geografisch, thematisch und zu ihren Bedürfnissen, ist ja ein Hauptanliegen der Bistumssynode. Der Pfarrort wird also nach den bisherigen Überlegungen vor allem der Ort sein, an dem das Leitungsteam sitzt und die Verwaltung.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Priester werden künftig dezentral im gesamten Raum der Pfarreien der Zukunft angesiedelt sein. Die konkreten Orte und Aufgabenfelder werden sich erst nach Gründung der Pfarreien der Zukunft klären - abgesehen von den Priestern, die in Leitungsteams eingesetzt werden. Die Klärung wird abhängig sein von den pastoralen Schwerpunkten und Bedarfen in den neuen pastoralen Räumen.

    Es irritiert mich allerdings, dass oft nur nach den Priestern gefragt wird. Denn in den Pfarreien der Zukunft werden viele Seelsorgerinnen und Seelsorger präsent sein und arbeiten. Unser Ziel ist es, viele Ansprechpartnerinnen und –partner für die Gläubigen und freiwillig Engagierten in der Fläche zu haben.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Bereits heute wohnt schon nicht mehr in jeder der fast 900 Pfarrgemeinden des Bistums ein Priester am Ort. Wir bemühen uns trotzdem um einen flächendeckenden Einsatz der Priester, so dass für den priesterlichen Dienst vor Ort gesorgt ist.

    Auch in den Pfarreien der Zukunft wird dies so sein: Zum Leitenden Pfarrer im Leitungsteam kommen weitere Priester und hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger. Sie werden in der Fläche der Pfarreien mit unterschiedlichen Aufgaben und Schwerpunkten arbeiten.

    Es ist aber unbestreitbar, dass wir uns in der Kirche auf eine Situation einstellen müssen, in der es immer wenige Priester gibt und das kirchliche Leben immer mehr davon abhängen wird, was vor Ort von den Gläubigen gestaltet und gelebt wird. Die Einrichtung der Pfarreien der Zukunft soll dazu ja den Raum und die Möglichkeit bieten und so zu einer noch lebendigeren und vielfältigeren Kirche in unserem Bistum beitragen.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Auch in den Pfarreien der Zukunft wird es Räte oder synodale Gremien geben, die sich aber eben nicht auf den Pfarrort konzentrieren, sondern auf die ganze Pfarrei der Zukunft. An diesen Strukturen arbeitet derzeit die Teilprozessgruppe Synodale Gremien. Eine gute Gestaltung dieser neuen Strukturen ist sicherlich derzeit eine der meist herausfordernden Aufgaben.

    Es ist vollkommen klar, dass die Gremien auf Ebene der neuen Pfarreien anders arbeiten müssen als die bisherigen Räte. Sie werden übergeordnete Verantwortung haben und sich nicht mit einzelnen Vorgänge vor Ort beschäftigen. Ganz wichtig ist uns daher, dass es neben den gewählten Gremien viele weitere Möglichkeiten gibt, lokal und eigenverantwortlich das kirchliche Leben zu gestalten  – nicht nur, was die Vermögensverwaltung angeht, sondern auch die pastoralen, karitativen oder kulturellen Themen und Aktivitäten. Diese Möglichkeit gibt es ja auch heute schon – denken Sie etwa an die sogenannten Gemeindeteams in fusionierten Pfarreien.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Welche Pfarrhäuser / Pfarrheime / Kirchen wird das Bistum behalten -
    und welche schließen / verkaufen?

    Zunächst einmal: In der Regel gehören die Immobilien nicht dem Bistum, sondern den Kirchengemeinden und werden somit in die Zuständigkeit der Kirchengemeinden der Zukunft übergehen. Dort wird dann – ausgehend von den Erkenntnissen des aktuellen Immobilienkonzeptes und den Schwerpunktsetzungen in der Pfarrei der Zukunft – gemeinsam beraten und entschieden, welche Kirchen, Pfarrhäuser oder sonstigen kirchlichen Immobilien künftig belebt und bewirtschaftet werden sollen und können.

    Wir werden als Bistum in dieser Frage beraten und unterstützen und helfen auch gerne bei der Erstellung von Kriterien.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

Newsletter: 35 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Raumgliederung des Bistums Trier nun als Vorlage für die formale Anhörung freigegeben. Nach der offenen Rückmeldephase von März bis November 2017 und einer abschließenden Beratung mit den diözesanen Räten sowie Vertretungen von Gruppierungen und Einrichtungen im Bistum hatte der Bischof sich eine Bedenkzeit genommen, um den Vorschlag genau zu prüfen und die Rückmeldungen aus dem Bistum zu studieren. Die Verantwortung für so eine große Reform liege letztlich beim Bischof. Dabei habe er auch viel erfahren „von den Erwartungen und Sorgen, die die Gläubigen vor Ort mit den Pfarreien der Zukunft verbinden“, sagt Ackermann in einem Interview in dem Newsletter, mit dem die Karte am 16. Februar veröffentlicht wurde.

Im Vergleich zur am 24. November 2017 veröffentlichten Karte hat Bischof Ackermann einige Änderung vorgenommen: die bisherige Pfarrei Sevenich möchte er der Pfarrei der Zukunft (PdZ) Oberwesel zuordnen; die Pfarrei Faid mit ihrer Filiale Dohr wird künftig zur PdZ Cochem/Zell gehören; die Pfarrei Binsfeld wird der PdZ Bitburg zugeordnet und die Pfarreien Waxweiler und Lambertsberg zur PdZ Prüm. Eine weitere Änderung betrifft die bisherige Pfarreiengemeinschaft Mittlere Mosel, die der Pfarrei der Zukunft Wittlich zugeordnet wird. „Das entspricht dem deutlichen Votum der örtlichen Räte“, betont Ackermann. Noch nicht entschieden ist die Frage der künftigen Verwaltungssitze der Pfarreien, der sogenannten Pfarrorte.

Nach Resonanz: zweiter Entwurf

In vielen Aussagen sind die Unsicherheiten und Sorgen der Gläubigen spürbar geworden, wie eine Seelsorge vor Ort in den weiten pastoralen Räumen der Pfarreien der Zukunft gut gestaltet werden kann. Diese Hinweise nehmen die Verantwortlichen für die Synoden-Umsetzung sehr ernst. Den Teilprozessgruppen, etwa zum Rahmenleitbild der Pfarrei der Zukunft oder zu den synodalen Gremien, geben die Auswertungen der Stellungnahmen und Fragebögen wichtige Impulse.

Die Teilprozessgruppe Raumgliederung hat alle Rückmeldungen ausgewertet, die sich auf die konkreten Zuschnitte der Pfarreien der Zukunft bezogen; dabei musste sie eigene Vorgaben und gelegentlich widersprüchliche Aussagen aus den Rückmeldungen erwägen und miteinander abgleichen. Daraus ist ein zweiter Entwurf zur Raumgliederung entstanden, der in eine weitere kurze Resonanz-Schleife gestellt wurde.

Das Ergebnis der kurzen Resonanzphase liegt zum 24. November vor...

24. November 2017

Viele Rückmeldungen zum zweiten Entwurf einer Raumgliederung des Bistums Trier (in 33 Pfarreien der Zukunft)  waren bis zum 10. November 2017 eingegangen; die TPG Raumgliederung hat sie für das Treffen am 24. November aufbereitet. Sie flossen mit in die Beratungen der Räte und der weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein.

Pfarrer Clemens Grünebach zur Arbeit der Teilprozessgruppe und zum überarbeiteten Entwurf.

Am 24. November 2017 sind die diözesanen Räte und die Dechanten sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von Berufsgruppen und Einrichtungen des Bistums zusammengekommen, um abschließend über den nun vorliegenden Entwurf zur Raumgliederung zu beraten. Bischof Stephan Ackermann hat das Beratungsergebnis entgegengenommen und bis zum 16. Februar 2018 die aktuelle Fassung erarbeitet und entschieden, die dann in die Erkundung und in die rechtlichen Anhörungs-Verfahren gehen wird.

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