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15 Pfarreien der Zukunft werden 2020 gegründet, 20 weitere ein Jahr später - am 1. Januar 2021

35 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier

Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg haben - nach ausführlichen Vorarbeiten, Beratungen und Rückmeldungen sowie Überarbeitungen des Entwurfs der Teilprozessgruppe - am 10. Januar 2019 bekanntgegeben, dass 13 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier zum 1. Januar 2020 errichtet werden - und dass die anderen 22 Pfarreien der Zukunft sich zunächst mehr auf die Umsetzung wichtiger Inhalte des Synodenbeschlusses "heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen" konzentrieren können, bevor sie in Phase II ebenfalls "an den Start gehen". Am 11. Februar 2019 berichteten Bischof und Generalvikar, dass zwei weitere Pfarreien der Zukunft das Kriterium "gleiche Fläche wie bisherige Dekanate" gemeinsam erfüllen und deswegen ebenfalls zum 1.1.2020 errichtet werden sollen: Mayen und Sinzig.

15 Pfarreien der Zukunft starten 2020

Es geht also jetzt um die Pfarreien Andernach - Bad Kreuznach - Betzdorf - Idar-Oberstein - Koblenz - Mayen - Neuwied - Ochtendung - Saarbrücken - Sinzig - St. Wendel - Tholey - Völklingen - Wadern - Wittlich.

Seit März 2017 war die künftige Raumgliederung  im Entwurf und mit Resonanz-Phasen immer weiter entwickelt worden, sodass Hinweise, Einwände und Vorschläge darin eingeflossen sind. Der Stand 2019 wurde in die Anhörungsphase eingebracht. Nachrichten zu den Entwicklungen der Raumgliederung finden Sie auch unter diesem Link.

20 Pfarreien der Zukunft starten 2021

Mit der In-Kraft-Setzung des ersten Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016 am 15. Oktober wurde auch bekannt gegeben, dass die verbleibenden 20 Pfarreien der Zukunft am 1. Januar 2021 errichtet werden, also genau ein Jahr nach dem Start der ersten Pfarreien. Es geht dabei um diese 20 Pfarreien: Adenau-Gerolstein - Bad Neuenahr-Ahrweiler - Bernkastel-Kues - Bitburg - Boppard - Cochem-Zell - Daun - Dillingen - Hermeskeil - Kaisersesch - Lebach - Merzig - Neuerburg - Neunkirchen - Prüm - Saarburg - Saarlouis - Schweich -  Simmern - Trier.

Pfarreien der Zukunft

Ein Pfarrer, zwei weitere Hauptamtliche und bis zu zwei Ehrenamtliche bilden das Leitungsteam in der Pfarrei der Zukunft. Die ersten Namen stehen nun fest: die der Haupamtlichen im Leitungsteam für die 15 Pfarreien, die 2020 starten.

Nähe ist möglich!

Warum ist die Vergrößerung der Räume wichtig? Wie kommt es zur Zahl 35 bei den Pfarreien der Zukunft? Wird das kirchliche Leben weiter zentralisiert? Was passiert mit dem Vermögen der bisherigen Pfarrei? Diese und andere Fragen, die sich um das Thema "Raumgliederung" drehen, haben wir auf dieser Seite beantwortet.

Es geht um eine inhaltliche Neuausrichtung

Der Begriff „Orte von Kirche“ ist ein Schlüssel für das Konzept der Pfarrei der Zukunft. Er macht den Unterschied deutlich zu den bisherigen Pfarreien, die unter der Verantwortung des Pfarrers und unterstützt von den Gremien das gesamte Leben der Pfarrei koordiniert haben. (mehr)

"Wenn die Perspektivwechsel wirklich tragen sollen, ist ein Abschied vom Kirchturmdenken, d. h. von einer zentralistischen Konzeption der Pfarrgemeinde erforderlich. Das kirchliche Leben und die Strukturen, die diesem Leben Raum geben und ihm dienen sollen, müssen in jeder Pfarrei neu entdeckt und ernst genommen werden.“

(Weihbischof Franz Josef Gebert)

Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (Mai 2018)

Pastorales Personal bleibt in der Fläche der Pfarreien präsent

  • Die 35 Pfarrorte werden endgültig erst nach dem formalen Anhörungsverfahren feststehen, also vermutlich Mitte des kommenden Jahres 2019. Wir sind dankbar über die vielen Rückmeldungen zu möglichen Pfarrorten, die uns die Gremien im Rahmen der Resonanzphase zugeschickt haben.

    Um es klar zu sagen: Der Pfarrort ist nicht als Zentralort zu denken, also als der Ort, an dem sich das gesamte kirchliche Leben abspielt. Ganz im Gegenteil: Wir wollen das kirchliche Leben an vielen Orten stärken. Die Nähe zu den Menschen, örtlich-geografisch, thematisch und zu ihren Bedürfnissen, ist ja ein Hauptanliegen der Bistumssynode. Der Pfarrort wird also nach den bisherigen Überlegungen vor allem der Ort sein, an dem das Leitungsteam sitzt und die Verwaltung.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Priester werden künftig dezentral im gesamten Raum der Pfarreien der Zukunft angesiedelt sein. Die konkreten Orte und Aufgabenfelder werden sich erst nach Gründung der Pfarreien der Zukunft klären - abgesehen von den Priestern, die in Leitungsteams eingesetzt werden. Die Klärung wird abhängig sein von den pastoralen Schwerpunkten und Bedarfen in den neuen pastoralen Räumen.

    Es irritiert mich allerdings, dass oft nur nach den Priestern gefragt wird. Denn in den Pfarreien der Zukunft werden viele Seelsorgerinnen und Seelsorger präsent sein und arbeiten. Unser Ziel ist es, viele Ansprechpartnerinnen und –partner für die Gläubigen und freiwillig Engagierten in der Fläche zu haben.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Bereits heute wohnt schon nicht mehr in jeder der fast 900 Pfarrgemeinden des Bistums ein Priester am Ort. Wir bemühen uns trotzdem um einen flächendeckenden Einsatz der Priester, so dass für den priesterlichen Dienst vor Ort gesorgt ist.

    Auch in den Pfarreien der Zukunft wird dies so sein: Zum Leitenden Pfarrer im Leitungsteam kommen weitere Priester und hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger. Sie werden in der Fläche der Pfarreien mit unterschiedlichen Aufgaben und Schwerpunkten arbeiten.

    Es ist aber unbestreitbar, dass wir uns in der Kirche auf eine Situation einstellen müssen, in der es immer weniger Priester gibt und das kirchliche Leben immer mehr davon abhängen wird, was vor Ort von den Gläubigen gestaltet und gelebt wird. Die Einrichtung der Pfarreien der Zukunft soll dazu ja den Raum und die Möglichkeit bieten und so zu einer noch lebendigeren und vielfältigeren Kirche in unserem Bistum beitragen.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Auch in den Pfarreien der Zukunft wird es Räte oder synodale Gremien geben, die sich aber eben nicht auf den Pfarrort konzentrieren, sondern auf die ganze Pfarrei der Zukunft. An diesen Strukturen arbeitet derzeit die Teilprozessgruppe Synodale Gremien. Eine gute Gestaltung dieser neuen Strukturen ist sicherlich derzeit eine der meist herausfordernden Aufgaben.

    Es ist vollkommen klar, dass die Gremien auf Ebene der neuen Pfarreien anders arbeiten müssen als die bisherigen Räte. Sie werden übergeordnete Verantwortung haben und sich nicht mit einzelnen Vorgänge vor Ort beschäftigen. Ganz wichtig ist uns daher, dass es neben den gewählten Gremien viele weitere Möglichkeiten gibt, lokal und eigenverantwortlich das kirchliche Leben zu gestalten  – nicht nur, was die Vermögensverwaltung angeht, sondern auch die pastoralen, karitativen oder kulturellen Themen und Aktivitäten. Diese Möglichkeit gibt es ja auch heute schon – denken Sie etwa an die sogenannten Gemeindeteams in fusionierten Pfarreien.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Welche Pfarrhäuser / Pfarrheime / Kirchen wird das Bistum behalten -
    und welche schließen / verkaufen?

    Zunächst einmal: In der Regel gehören die Immobilien nicht dem Bistum, sondern den Kirchengemeinden und werden somit in die Zuständigkeit der Kirchengemeinden der Zukunft übergehen. Dort wird dann – ausgehend von den Erkenntnissen des aktuellen Immobilienkonzeptes und den Schwerpunktsetzungen in der Pfarrei der Zukunft – gemeinsam beraten und entschieden, welche Kirchen, Pfarrhäuser oder sonstigen kirchlichen Immobilien künftig belebt und bewirtschaftet werden sollen und können.

    Wir werden als Bistum in dieser Frage beraten und unterstützen und helfen auch gerne bei der Erstellung von Kriterien.

    Generalvikar von Plettenberg im Interview der Rhein-Zeitung Koblenz (19. Mai 2018)

  • Rechtliches & Formales Verfahren Switch

    Bei Auflösung und Errichtung von Pfarreien sind laut Kirchenrecht in einem formalen Verfahren die Pfarreien und Kirchengemeinden zu verschiedenen Facetten wie Raumgrenzen, Vermögens-Verwaltung etc. anzuhören. Das Verfahren ist rechtlich vorgesehen – im Unterscheid zur nicht formalen Phase der Resonanz, die das Bistum sich selbst seit März 2017 verordnet hatte, in der Rückmeldungen aber freiwillig waren.

    Der Bischof ordnet das Anhörungsverfahren nach can 515 §2 CIC in Verbindung mit den Diözesanbestimmungen über die Gliederung des Bistums vom 15.1.2000 (Kirchliches Amstblatt 32/2000).

  • Formale Anhörung: 2019 Switch

    Das formale Anhörungsverfahren zum Gesetz fand im April/Mai 2019 statt. (mehr)

    Die Anhörung zu den Dekreten startete mit Veröffentlichung des Umsetzungsgesetzes.
     

  • Codex iuris canonici Switch

    "Can. 515 — § 1. Die Pfarrei ist eine bestimmte Gemeinschaft von Gläubigen, die in einer Teilkirche auf Dauer errichtet ist und deren Seelsorge unter der Autorität des Diözesanbischofs einem Pfarrer als ihrem eigenen Hirten anvertraut wird.
    § 2. Pfarreien zu errichten, aufzuheben oder sie zu verändern, ist allein Sache des Diözesanbischofs, der keine Pfarreien errichten oder aufheben oder nennenswert verändern darf, ohne den Priesterrat gehört zu haben.
    § 3. Die rechtmäßig errichtete Pfarrei besitzt von Rechts wegen Rechtspersönlichkeit."

  • Bistums-Bestimmungen Switch

    § 4 Errichtung, Aufhebung und Veränderung von Pfarreien

    (1) Die Errichtung, Aufhebung und Veränderung von Pfarreien fällt in die ausschließliche
    Zuständigkeit des Bischofs. Zuvor hört er gemäß can. 515 § 2 CIC den Diözesanpriesterrat.

    (2) Handelt es sich um Territorialpfarreien, so soll er desweiteren diejenigen anhören,
    die ein rechtliches Interesse an der Errichtung, Aufhebung oder Veränderung
    der Pfarrei haben, namentlich die betroffenen Pfarrer, Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte.

    (3) Die Entscheidung über die Errichtung, Aufhebung oder Veränderung von Pfarreien
    ergeht durch Urkunde.

    (4) Bei Errichtung, Aufhebung und Veränderung von Pfarreien werden die erforderlichen
    vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen in der Urkunde gemäß § 4 Abs. 3
    festgelegt. Bei Errichtung einer neuen Pfarrei ist sicher zu stellen, dass sowohl die
    Mutterpfarrei als auch die neue Pfarrei wirtschaftlich lebensfähig sind.

    (aus Handbuch des kirchlichen Rechts im Bistum Trier - N° 200.1 - Diözesanbestimmungen über die Gliederung des Bistums vom 15. Januar 2000 (KA 2000 Nr. 32) in der Fassung vom 29. Juni 2011 (KA 2011 Nr. 122))

Interview zur Pfarrei der Zukunft

In einem Doppelinterview haben sich Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Münchner Pastoraltheologe Andreas Wollbold im Juli 2018 zur "Pfarrei der Zukunft" geäußert. Mit freundlicher Genehmigung der Zeitung "Die Tagespost" dokumentieren wir das Interview und weisen gleichzeitig darauf hin, dass die Weiterverbreitung oder der Abdruck nicht gestattet sind.

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