Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Thu, 18 Jul 2019 20:08:44 +0200 Thu, 18 Jul 2019 20:08:44 +0200 Bistum Trier news-102051 Thu, 18 Jul 2019 15:49:29 +0200 Die syrisch-aramäische Gemeinde: eine große offene Familie https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-syrisch-aramaeische-gemeinde-eine-grosse-offene-familie/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_190325i_001_f846ce7bc0.jpg" width="100" height="150" alt="" />Warum die muttersprachlichen Gemeinden als Angebot für Menschen aus dem Ausland so wichtig sind, wird bei einem Besuch der syrisch-aramäischen katholischen Gemeinde in Saarbrücken deutlich. Saarbrücken - Über 100 Menschen sind in der Kirche St. Jakob in Saarbrücken zusammengekommen. Ihre Herkunftsländer – unterschiedlich, ihre Glaubensrichtungen auch. Unter ihnen sind Katholiken, aber auch Orthodoxe. Was sie vereint: die arabische Sprache. „Die Messe mache ich auf Arabisch, nur die Wandlung ist auf Syrisch“, erklärt Pfarrer Carlo Yachouh. Der 40- Jährige ist für die syrisch-aramäische Gemeinde zuständig. Er hat die Aufgabe des 2017 verstorbenen  Pfarrers Joseph Alkhoury übernommen. Yachouh kommt aus dem Libanon, aus der Hauptstadt Beirut. Dort lebte und arbeitete er in einem Kloster. Dass er jetzt hier ist, bedeutet ihm viel – auch wenn er nie geglaubt hätte, einmal so weit weg von seiner Heimat zu sein.

„Mein Patriarch hat mich gefragt, ob ich nach Deutschland gehen möchte. Ich habe gesagt: Wenn du in mir jemanden siehst, der den Menschen in Deutschland dienen kann, bin ich bereit, das zu tun.“
 

Gemeindemitglieder aus vielen Nationen

Anfangs sei es für ihn hier schwierig gewesen. Zum einen kannte er die Sprache nicht, zum anderen war die Ausgangssituation besonders. „Vater Joseph hat mehr als zehn Jahre hier verbracht, und die Leute waren mit ihm verbunden. Es ist nicht leicht, wenn jemand stirbt, an seinen Platz zu treten. Einige akzeptieren dich, andere nicht.“ Doch Yachouh versucht, für alle da zu sein. Denn seine Gemeinde könnte unterschiedlicher nicht sein: Syrer, Iraker, Libanesen, Jordanier, Palästinenser. Er betreut sie in Messen in Trier, Koblenz, Saarlouis und Saarbrücken.

Die ersten Leute sind schon über eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes da. Im vorderen Teil der Kirche bereitet sich ein Chor vor, denn jede Messe wird durch Gesänge mitgestaltet. Daneben hat sich eine Gruppe Kinder zusammengefunden, die ein Lied proben – eine Überraschung für den Muttertag. Da es nur einmal im Monat eine Messe gibt, nutzen sie diese für ihre kleine Aufführung.

Im hinteren Teil der Kirche findet eine Art Katechese statt. Dima Mestrih erklärt den Kindern den Kreuzweg – auf Deutsch. „Nicht alle Kinder verstehen Arabisch. Manche verstehen es zwar, sprechen es aber nicht. Oft mache ich es zweisprachig auf Arabisch und Deutsch, damit alle Kinder zuhören können. Dann kommen ja auch noch dialektale Unterschiede hinzu, weil wir aus verschiedenen Ländern kommen. Wenn ich Deutsch spreche, ist das egal.“

Die 37-Jährige ist seit fünf Jahren in Deutschland, sie stammt aus Syrien. Wie alle in der Gemeinde Mitwirkenden macht sie ihre Aufgabe ehrenamtlich. „Es macht uns sehr viel Spaß, und wir machen es von ganzem Herzen. Denn es bedeutet uns viel, wir sind wie eine kleine Familie. Wenn man aus einem fremden Land kommt und man trifft jemanden aus dem gleichen Land, der die gleiche Sprache spricht, hat man eine Verbindung, selbst wenn man sich nicht kennt.“

Das Angebot einer muttersprachlichen Messe bedeutet den Menschen viel. Zum einen ermögliche es, die Kinder mit der Kultur der Herkunftsländer vertraut zu machen, erklärt Mestrih. Aber es sei auch ein anderes Glaubensgefühl. „Am Anfang konnten wir nicht gut Deutsch, aber wir wollten auch beten. Und wenn man in einer fremden Sprache betet, hat man nicht das gleiche Gefühl wie wenn man in der Muttersprache betet. Wir haben natürlich auch Deutsch gelernt, gehen regelmäßig dort zur Kirche wo wir wohnen. Aber die arabische Sprache, das hat auch was mit dem inneren Gefühl des Glaubens zu tun.“

Yachouh findet es wichtig, den Kindern noch etwas über Jesus zu erklären. Denn in Deutschland, so sagt er, lerne man in der Schule darüber nur wenig. Das geht einher mit einer anderen Wahrnehmung. „Die Leute sind Christen, aber sie wissen nichts von Jesus. Aber ohne ihn kann ich doch kein Christ sein.“

Das ist auch einer der Gründe, warum er unbedingt die deutsche Sprache lernen will.  „Ich möchte dieses Land, die Deutschen entdecken. Für mich ist es ein Geheimnis, wie sie denken. Das möchte ich herausfinden, denn ich habe viele Fragen. Und ich bin glücklich, wenn ich die Sprache gut genug kann, um diese Fragen zu stellen. Ich möchte ein Gespräch, das tief ist. Mit der Zeit wird das kommen.“ Der Kontakt mit anderen sei für ihn sehr wichtig, und der Schlüssel dazu sei die Sprache. „Den anderen verstehen, heißt ihn respektieren. Deshalb strenge ich mich wirklich an.“

Die Messe ist vom Ritus her der lateinischen ähnlich. Kleine Unterschiede gibt es aber trotzdem. Handkommunion sucht man hier vergebens und auch der Friedensgruß ist anders gestaltet „Bei uns gibt man sich nicht einfach die Hand.“  Der Priester gibt den Friedensgruß vom Altar an die Messdiener. Diese holen ihn dort quasi ab und bringen ihn zu den Besuchern in die Bänke. „Nicht einer dem anderen, sondern alle bekommen ihn vom Altar“.

Beim Vaterunser ertönen dann in der Kirche plötzlich auch vertraute Worte. Nach der arabischen Version wird es auf Deutsch gebetet. Nach und nach möchte Yachouh gerne weitere deutsche Texte integrieren. Warum er das tut? „Damit unsere Messe nicht nur für die Leute ist, die arabisch verstehen, sondern auch für alle anderen.“ Denn prinzipiell ist der Gottesdienst für alle Interessierten offen. Was man hier nicht will, ist eine Parallelgesellschaft. Auch wenn einige Menschen Probleme haben, sich zu integrieren, was Yachouh aber verstehen kann.
 

Den Menschen dienen statt sie zu verurteilen

„Natürlich habe ich hier auch Leute getroffen, die vergessen, dass es ein Bistum gibt, das ihnen einen ausländischen Priester zur Verfügung stellt. Aber diese Leute sind in einer speziellen Situation. Sie haben viel verloren, manche sich selbst.“ Er habe viele Häuser besucht, und in jedem gebe es eine Geschichte. Manche seien hier, obwohl sie es gar nicht wollten. „Aber wo sollen sie hingehen. In vielen ihrer Herkunftsländer  gibt es Bomben und Tod.“

Die Leute, die er begleite, seien in gewisser Hinsicht in ihrem Inneren verletzt, was für viele die Integration erschwere. „Wenn jemand dann Dinge sagt, die nicht gut sind, respektiere und verstehe ich das. Ich bin hier, um ihm zu dienen, nicht um ihn zu verurteilen.“

Doch natürlich sind es nicht nur traurige Situationen, auf die der Priester trifft. Er bereitet auch Taufen vor oder begleitet Paare vor der Eheschließung. Als er durch die Kirche geht, hüpft ihm ein kleines Mädchen lachend und winkend entgegen. Das sind die schönen Momente, die er erlebt. „Weißt du“, sagt er, „ich bin seit 14 Jahren Priester und seit etwa einem Jahr in Deutschland. Dieses eine Jahr bedeutet mir so viel, wie die 14 davor zusammen.“

(Sarah Schött/Paulinus)

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news-101841 Tue, 16 Jul 2019 08:34:00 +0200 Genau hingeschaut https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/genau-hingeschaut/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Synode_Birkenfeld_7cd142c506.jpg" width="150" height="113" alt="Dechant Clemens Kiefer (Zweiter v. links) und Dekanatsreferent Christian Pesch (Dritter v. links) hören den Teilnehmenden zu" title="Synode Birkenfeld" />Was genau und wo sind "Orte der Kirche" im Raum Birkenfeld? Darüber diskutierten Dechant Kiefer und Dekanatsreferent Pesch mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Birkenfeld – Was sind eigentlich „Orte von Kirche“ und wo sind sie in Birkenfeld zu finden? Dechant Clemens Kiefer und Dekanatsreferent Christian Pesch diskutierten mit Interessierten über die Umsetzung der Bistumssynode im Allgemeinen und nahmen sich den Fragen sowie Befürchtungen an.

Zum 1. Januar werden die Pfarreiengemeinschaften Birkenfeld, Idar-Rhaunen-Bundenbach, Kirn, Nahe-Heide-Westrich und Oberstein die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Idar-Oberstein bilden. Neben dieser neuen Zuordnung gibt es weitere Änderungen, die durch die Ergebnisse der Synode in Bewegung gesetzt werden. Ein Ziel ist es, dass ehrenamtliche Gruppen oder Institutionen in der neuen Pfarrei eine größere Bedeutung erlangen. Sie können sich als „Orte von Kirche“ bestätigen lassen. In der Synodalversammlung, einem neuen Gremium, erhalten sie eine eigene Gewichtung. Dadurch können Ehrenamtliche die Geschicke der Pfarrei mitbestimmen.

„Orte von Kirche“ können Gebetskreise, Krankenhäuser, Messdienergruppen oder Nachbarschaftshilfen sein. „Diese Orte dienen dem Aufbau der Gemeinde und sind missionarisch-diakonisch ausgerichtet“, erklärte Dechant Kiefer. Dazu zählen auch Kindertagesstätten. Dort wird der christliche Glauben unter anderem durch das Feiern von Ostern oder St. Martinsumzüge gelebt.

Der Jugend- und Kinderchor könne doch ein Ort von Kirche sein, schlug Manfred Graf aus Birkenfeld vor. „Hier engagieren sich viele Jugendliche“. Auch beim Pfarrfest gebe es viele Menschen, die helfen. Die Teilnehmenden ergänzten weitere Orte von Kirche: Frauentreff, Kleiderstube, Stammtisch mit dem Pfarrer nach dem Sonntagsgottesdienst, Kolping, Sternsinger-Gruppen und die Tafel. „Wir brauchen Orte, an denen wir über unseren Glauben reden können“, machte Kiefer deutlich.

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news-101975 Mon, 15 Jul 2019 14:52:58 +0200 Boliviensammlung im Bistum wieder erfolgreich https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/boliviensammlung-im-bistum-wieder-erfolgreich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Logo_Boliviensammlung_01_79c9a63a1f.jpg" width="150" height="62" alt="" />Bei den drei Kleidersammlungen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums kamen insgesamt 830 Tonnen Kleidung und Schuhe zusammen. Trier – 6.000 Helferinnen und Helfer haben die Frühjahrssammlung des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier wieder zu einem Erfolg werden lassen: Bei den drei Kleidersammlungen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums kamen insgesamt 830 Tonnen Kleidung und Schuhe zusammen. Damit verzeichnet der BDKJ nur einen leichten Rückgang von 43 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Mit den Erlösen aus dem Verkauf der gebrauchten Kleidung unterstützt der BDKJ seit vielen Jahren kontinuierlich die bolivianischen Partner vor Ort.

„Der solidarische Einsatz der vielen Engagierten an den Sammeltagen ist immer wieder beeindruckend. Er ermöglicht konkrete Zukunftsperspektiven durch Bildung für Kinder und Jugendliche in Bolivien“, unterstreicht Matthias Pohlmann vom BDKJ-Bolivienreferat. Ein aktuelles Thema ist für den BDKJ die Krise auf dem Altkleidermarkt, die den Absatz der Sammelware erschwert und die Erlöse mindert. Hintergrund sind die durch „Fast-Fashion“ verursachten immer schneller werdenden Modetrends, die eine Schwemme von Altkleidern in minderer Qualität produzieren. Inzwischen werden in Deutschland eine Million Tonnen im Jahr in Sammlungen gegeben. Der Dachverband FairWertung analysiert und bewertet diese Marktentwicklungen sehr kritisch (www.fairwertung.de). Der BDKJ ruft deshalb zu einem bewussten Umgang mit Kleidung auf, sowohl beim Kauf und bei der Abgabe in die Sammlung.

Die Erlöse aus den Boliviensammlungen fließen an die Partnerorganisationen in Bolivien und gewährleisten die wichtige und unerlässliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Die Nationale und Jugend- und Berufungspastoral (PJV) koordiniert die Jugendpastoral in ganz Bolivien. Ein besonderer Erfolg der PJV war die 72-Stunden-Aktion 2019 mit rund 3.000 engagierten Jugendlichen. Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in den ländlichen Regionen des Erzbistums Sucre für ca. 2.000 Kinder und Jugendliche. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind die Ermöglichung von Schulbildung, die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels.

Ein Beispiel der konkreten Bildungsarbeit ist ein Projekt zur Prävention von häuslicher Gewalt gegen Kinder und der Gewalt an Schulen. 175 Kinder der Zentren zur sozialen Unterstützung haben in Workshops gelernt, wie Gewalt gegen Kinder und Gewalt in schulischem Kontext verhindert werden kann. Außerdem gab es Fortbildungsveranstaltungen für Eltern und Lehrer. Die Kinder und Schüler gründeten Streitschlichtungs-Teams, die für die anderen Schüler an ihren gelben Westen erkennbar sind. Das Projekt fördert sichtbar eine Kultur des guten Miteinanders und des Friedens bei Kindern, Eltern und in den Gemeinden insgesamt.

Weitere Informationen gibt es unter: www.boliviensammung.de

(red/sb)

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news-101896 Sun, 14 Jul 2019 11:14:00 +0200 Nützliche Kleinigkeiten und aufrüttelnde Informationen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nuetzliche-kleinigkeiten-und-aufruettelnde-informationen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_AktionArbeit_Aktionsbox_Steyven_070687511b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die ausleihbaren Aktionsboxen der Aktion Arbeit richten den Blick auf die Langzeitarbeitslosen. Sie sind gefüllt mit kleinen, nützlichen Dingen wie einem saarländischen Schwenker-Wender. Trier – Die Aktion Arbeit im Bistum Trier, eine Initiative zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen, bietet an verschiedenen Standorten Aktionsboxen zum Ausleihen an. Die Boxen sollen über die Situation von Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit informieren. Sie sind gefüllt mit kleinen, nützlichen Dingen, die gegen eine Spende zugunsten der Aktion Arbeit angeboten werden können, etwa bei Pfarrfesten oder anderen Veranstaltungen.

Wer sich schon immer gefragt hat, ob es beim Grillen eine gute Alternative zur Grillzange gibt, dem sei ein echter saarländischer Schwenker-Wender ans Herz gelegt. Diesen und weitere sinnvolle Dinge finden sich in den Aktionsboxen. Dazu gibt es fundierte Informationen über die Aktion Arbeit selbst. „Mit unseren Aktionsboxen wollen wir vor allem die Arbeit in den Beschäftigungsbetrieben in unserem Bistum ein wenig darstellen“, so die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven. In den Boxen finden sich in verschiedenen Fächern kleine Dinge, die in den Beschäftigungsbetrieben gefertigt oder verkauft werden. So etwa Flaschenöffner der Erwerbslosenselbsthilfe in Püttlingen oder auch Magnet-Engel der Jugendhilfe Don Bosco aus Welschbillig. Auch die Aktionsboxen selbst wurden in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Trier hergestellt, ebenso das zugehörige Inhaltsverzeichnis und der erklärende Flyer.

Derzeit sind zwei Aktionsboxen im Umlauf. Sie stehen bei der Aktion Arbeit in Trier und im Kleiderladen der CarMen gGmbH in Koblenz. An beiden Orten können sie ausgeliehen und bei Festen oder Veranstaltungen ausgestellt werden. Zusammen mit dem erklärenden Flyer sprechen sie für sich selbst. Die kleinen Dinge, die sich in den Kisten befinden, dürfen Interessierte mitnehmen – eine Spende zu Gunsten der Aktion Arbeit ist willkommen. Weitere sechs Aktionsboxen werden in den nächsten Wochen an unterschiedlichen Orten im Bistum Trier platziert und stehen dann auch für die Ausleihe bereit, unter anderem im Haus der Jugend Bitburg, in der Fachstelle Jugend Bad Kreuznach und im Dekanatsbüro Dillingen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Ausstellung einer Aktionsbox mit dem Einsatz eines Glücksrads zu kombinieren.

Die Boxen können gebucht werden über: Aktion Arbeit im Bistum Trier, Almedina Mujic, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Tel.: 0651-7105144, aktionarbeit(at)bgv-trier.de und im Kleiderladen in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes, Hohenzollernstr. 118-120, 56068 Koblenz, Tel.: 0261-13906600, kleiderladen(at)carmenggmbh.de.

Das Ziel der Aktion Arbeit ist seit 1983, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0651-7105-301 oder auf: www.aktionarbeit.bistum-trier.de

(tef)

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news-101877 Thu, 11 Jul 2019 16:21:43 +0200 Aufarbeitung mit und für Betroffene https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufarbeitung-mit-und-fuer-betroffene/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/b/csm_zitat-projektskizze-albertinum-4_0aa996e8c3.gif" width="150" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann beauftragt ein Projekt zur Aufarbeitung am bischöflichen Internat Albertinum in Gerolstein. Trier/Gerolstein – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat ein Projekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ in Auftrag gegeben. Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Bundschuh (Mönchengladbach) und die Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Bettina Janssen (Köln) werden die unabhängige Untersuchung durchführen.

Das Projekt startet mit einer Auftaktveranstaltung im Herbst und ist bis Sommer 2021 angelegt. In der Projektskizze heißt es, „sowohl sexuelle als auch psychische und physische Gewalt sollen Gegenstand des Projektes zur Aufarbeitung sein“. Anlass sind Rückmeldungen von ehemaligen Schülern des seit Anfang der 1980er Jahre geschlossenen Internats zu Gewalterfahrungen durch Mitarbeitende des Albertinums.

Zu den Bedingungen des jetzt geschlossenen Vertrags gehört, dass die beiden beauftragten Personen diesen Auftrag ohne Vorgaben durch das Bistum angehen und in eigener Verantwortung ein Konzept zur Aufarbeitung erstellen. Das Projekt folgt einem beteiligungsorientierten Ansatz und ist dementsprechend als Projekt gemeinsam mit Betroffenen angelegt. Die Interessen von Betroffenen und die Möglichkeiten und Grenzen des Projektträgers sollen gleichermaßen in die Feinkonzeption der einzelnen Projektbausteine einfließen. An der Auftaktveranstaltung teilnehmen können alle an der Aufarbeitung interessierten ehemaligen Schüler des Albertinums unabhängig von Opfererfahrungen, teilen Bundschuh und Janssen mit. Sie wollen transparent über die Ziele, Methoden, Beteiligungsmöglichkeiten und Maßnahmen informieren, um das Vertrauen von ehemaligen Schülern des Internats zu gewinnen und sie zu ermutigen, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. Unter www.albertinum-gerolstein.de informieren die Beauftragten fortlaufend über das Projekt. Auf dieser Seite kann die Projektskizze eingesehen werden, und dort wird am Ende auch der Abschlussbericht veröffentlicht.

Im September soll der Lenkungsausschuss mit Vertretungen von Betroffenen und des Auftraggebers sowie Fachleuten aus der Wissenschaft gebildet und die Auftaktveranstaltung terminiert werden. Die Einladung zu der Veranstaltung erfolgt unter anderem über die Presse.

(JR)

 

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news-101844 Wed, 10 Jul 2019 14:22:37 +0200 Ehrenamtlich mitentscheiden und Verantwortung tragen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrenamtlich-mitentscheiden-und-verantwortung-tragen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_SynDok_Handeln_Orientierung_Engagement_e32042f251.jpg" width="150" height="150" alt="" />Im Rahmen von drei Infoveranstaltungen wird das Bistum über die Arbeit im Leitungsteam der Pfarrei und im Rat der Pfarrei informieren. Trier/Vallendar/Illingen – Die Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier sollen künftig von Teams geleitet werden, die sich aus jeweils drei Hauptamtlichen und bis zu zwei ehrenamtlich Engagierten zusammensetzen. Gemeinsam mit dem Rat der Pfarrei, dem bis zu 22 Ehrenamtliche angehören können, tragen sie die Verantwortung für die pastorale Entwicklung in der Pfarrei, für das Personal und die Ressourcen. Unterstützt werden die Leitungsteams dabei von den Fachabteilungen des Bischöflichen Generalvikariates Trier.

Um einen Einblick in die Aufgaben und das Anforderungsprofil sowie in die generelle Arbeit der Leitungsteams und die Arbeit im Rat der Pfarrei zu bekommen, bietet das Bistum Trier in drei Informationsveranstaltungen an. Eingeladen sind alle interessierten Ehrenamtliche, die an der Umsetzung der Synode mitarbeiten möchten, das Rahmenleitbild der Pfarrei anerkennen, „mit Zuversicht und Offenheit Veränderungsprozesse gestalten und begleiten wollen“ und „aus einem emanzipierten Christsein heraus ihren Glauben bezeugen können“, schreibt Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg in seiner Einladung zu den Veranstaltungen.

Die Informationsveranstaltungen finden an folgenden Terminen statt:

am Freitag, 6. September, 15 bis 21 Uhr, im Forum Vinzenz Pallotti (Aula), Pallottistr. 3 in 56179 Vallendar;

am Freitag, 20. September, 15 bis 21 Uhr, im Kulturforum Illipse, Burgweg 4 in 66557 Illingen;

am Samstag, 21. September, 10 bis 16 Uhr im Tagungs- und Gästehaus der Barmherzigen Brüder Trier, Albertus-Magnus-Saal, Nordallee 1, 54292 Trier/Trier-Nord (Achtung, geänderter Ort!)

Um eine Anmeldung bis zum 23. August für Vallendar und bis zum 6. September für Illingen und Trier wird gebeten beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Tel.: 0651-7105-566 oder E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.ehrenamt.bistum-trier.de. Allgemeine Informationen zum Leitungsteam, dem Rat der Pfarrei und dem aktuellen Stand der Umsetzung der Synode sind unter www.bistum-trier.de/heraus-gerufen zu finden.

(JR)

 

 

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news-101807 Tue, 09 Jul 2019 09:48:41 +0200 Pierre Fourier als „Patron der Reform“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/pierre-fourier-als-patron-der-reform/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_Bischof_WallfahrtMattaincourt_ec00c4ba46.jpg" width="150" height="103" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann predigt bei der Wallfahrt der Diözese St.-Dié zum Grab des Heiligen, der 1589 in Trier geweiht worden ist. Mattaincourt/Trier – „In all den Veränderungen unserer Zeit in Politik, Gesellschaft und vor allem auch in unserer Kirche kann uns der heilige Pierre Fourier ein guter ‚Patron der Reform‘ sein.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 7. Juli, dem 430. Jahrestag der Priesterweihe des Heiligen, im Gottesdienst im französischen Mattaincourt betont. Ackermann nahm zusammen mit mehreren Domgeistlichen auf Einladung von Bischof Didier Berthet bei der jährlich am ersten Sonntag im Juli stattfindenden Wallfahrt der Diözese St. Dié (Vogesen) zum Grab des heiligen Pierre Fourier teil. Die Delegation hatte auch Épinal besucht, wo sich der Bischofssitz von Bischof Berthet befindet. Berthet hatte Trier zu den Heilig-Rock-Tagen besucht.

Fourier war 1589 in Trier geweiht worden. Heute lebe das Gedächtnis von Fourier vor allem in der Kirche weiter, die bis heute den volkstümlichen Namen der Kongregation von Pierre Fourier und Alix Le Clerc trägt, der „Welschnonnen“-Kirche, erläuterte Ackermann in seiner Predigt. In der Gestalt des „bon père de Mattaincourt“, wie Pierre Fourier schon zu Lebzeiten genannt worden sei, und im Besuch der Trierer Delegation an seinem Grab „leuchtet so die starke Beziehung auf, die uns seit Jahrhunderten miteinander verbindet“, betonte der Trierer Bischof. Mehr als 1.400 Jahre waren das Bistum Trier und die Diözesen Lothringens eng verbunden. „Und Dank der europäischen Einigung finden diese Räume heute wieder näher zueinander. So soll dieser Wallfahrtstag heute hier in Mattaincourt auch ein Zeichen dafür sein, dass diese gemeinsamen Lebensräume, die die heutigen nationalen Grenzen überschreiten, auch eine Frucht des christlichen Glaubens und des kirchlichen Lebens waren und wieder stärker werden sollen.“

Mit Blick auf das Wallfahrtsmotto, den Glauben an Jesus Christus öffentlich zu bezeugen und ihn weiterzugeben an andere („Aujourd`hui transmets ta foi!“) nannte Ackermann drängende Fragen der Zeit: Wie geht es weiter mit unserem Europa? Wie geht es weiter mit unserer Erde? Wie geht es weiter mit unserer Kirche? Christen seien dazu berufen, diese anstehenden Veränderungen, „auch wenn sie uns zuerst einmal Angst machen, mitzugestalten, damit aus ihnen etwas Fruchtbares für die Menschen erwachsen kann, damit so ein Stück mehr des Reiches Gottes im Heute erfahrbar wird“. Der Bischof ermutigte dazu, sich vom Beispiel des Heiligen Pierre Fourier anziehen zu lassen, der ein „glaubhafter Zeuge und missionarischer Bote“ gewesen sei.  Er sei zeitlebens bereit gewesen, sich selbst vom Evangelium her verwandeln zu lassen: „Er war offen für Gottes verwandelndes Wort und konnte sich so immer wieder auf Neues einlassen, auch abenteuerliche Wege beschreiten, um die Botschaft vom Reich Gottes zu den Menschen zu bringen.“ Als Seelsorger habe er ganz konkret gesehen, „was nottut, was die Anforderungen des Reiches Gottes im Hier und Jetzt waren: Bildung für die Kinder und spirituelle und wirtschaftliche Hilfen für die Familien und die Armen“. Fourier habe um die „Dynamik des Reiches Gottes“ gewusst: „Er hatte das Vertrauen, dass die zarten Pflänzchen, die er säen konnte, in der Lage sind, wirklich etwas zu bewirken. Sie können diese Welt verwandeln.“ 

(red/JR)

Die Predigt zum Nachlesen in deutsch / französisch.

 

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news-101251 Tue, 09 Jul 2019 08:37:00 +0200 Aus Azubis werden Tischler https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-azubis-werden-tischler/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_VBS_Sohrschied_Marlon_Karl_Magdi_ad577e9ba7.jpg" width="150" height="113" alt="Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) " title="VBS Sohrschied Marlon Karl Magdi" />Der VBS Sohrschied bietet Menschen eine Ausbildung oder Umschulung zum Tischler. Die Aktion Arbeit unterstützt den Verein in diesem Jahr mit 12.100 Euro. Sohrschied – „Man sieht am Ende, was man gearbeitet hat“, erklärt Magdi Gregis seine Begeisterung für den Beruf des Tischlers. Seit vier Jahren ist der Ägypter in Deutschland. Seine Ausbildung hat er in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied absolviert. Insgesamt vier junge Männer arbeiten momentan dort und fertigen hochwertige Möbel. Unterstützt wird der Verein von der Aktion Arbeit im Bistum Trier in diesem Jahr mit 12.100 Euro.

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, betont: „Eine Berufsausbildung ist die beste Prävention vor Familien- und Altersarmut.“ 72 Prozent der Betriebe, die Mitarbeitende suchen, suchen Menschen mit einer abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen, am Arbeitsmarkt und damit an der Gesellschaft teilzuhaben.

 Für Anna Werle ist der Verein ein guter Vernetzungspartner. „Wir arbeiten eng zusammen“, sagt die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun, zu deren Arbeitsfeldern unter anderem die interkulturelle Arbeit zählt. „Für Geflüchtete gibt es hier jede Form von Unterstützung“, betont sie bei einem Besuch in der Werkstatt. „Beim VBS bekommen Menschen eine Chance, die woanders untergehen würden. Die Unterstützung, wie sie hier stattfindet, wäre in anderen Unternehmen schwierig“, berichtet Anna Werle. Daher greift die Aktion Arbeit im Bistum Trier dem Verein seit Jahren finanziell unter die Arme. „Ohne dieses Geld würden wir das nicht schaffen“, gibt Sabine Bollhorst vom VBS-Team zu. Die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder gar keinen Schulabschluss. Die Betreuung ist zeitintensiv aber, wie man in der Bilanz sieht – seit 1984 wurden mehr als 150 Tischler ausgebildet – durchaus erfolgreich.

Ein kleines Zubrot ist das beliebte Tagungshaus, das vor allem von Gruppen genutzt wird. „Dort müssen unsere Azubis auch schon mal Möbel reparieren oder putzen“, berichtet der Ausbilder Martin Mersch-Bollhorst. Trotzdem ist die Initiative auf Spenden angewiesen.

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news-101257 Sat, 29 Jun 2019 10:21:00 +0200 Hauptbahnhof, Schmetterlingsgarten und Seilbahnstation https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hauptbahnhof-schmetterlingsgarten-und-seilbahnstation/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/c/csm_OrteWorte_Koblenz_0a64b0ac76.jpg" width="150" height="113" alt="" title="OrteWorte Koblenz" />Mit "12 Orte - 12 Worte" bietet das Dekanat Koblenz seit Anfang des Jahres jeweils am 12. Tag des Monats eine Einladung zu einem besonderen Ort verbunden mit einem besonderen Wort. Koblenz – Seit Anfang des Jahres gibt es jeden Monat eine Einladung zu einem besonderen Ort verbunden mit einem besonderen Wort. Die Idee des Dekanats Koblenz steht unter der Überschrift „12 Orte – 12 Worte“: Jeweils am zwölften Tag eines Monats findet eine Veranstaltung statt; der Ort wechselt, befindet sich aber immer in der neuen Pfarrei der Zukunft, zu der Koblenz ab dem 1.1.2020 gehört. So gibt es Begegnungen nicht nur in den Koblenzer Stadtteilen, sondern auch in Vallendar oder Bendorf.

„Ziel ist es, ein Kirchenjahr lang, also von Advent 2018 bis Advent 2019, auf unterschiedliche Weise ‚ein gutes Wort im öffentlichen Raum‘ zu sagen“, erklärt Monika Kilian von der Organisationsgruppe. „Besonders beliebt waren die gesegneten Palmzweige, die wir kurz vor Palmsonntag auf dem Hauptfriedhof in Koblenz verteilt haben“, erinnert sich die pastorale Mitarbeiterin im Dekanat. „Wir haben circa 40 Gespräche geführt. Darunter waren sehr anrührende Begegnungen“.

Dass kirchliche Vertreterinnen und Vertreter auf dem Friedhof anzutreffen sind, ist nicht außergewöhnlich. Da stechen die Locations Hauptbahnhof, der Schmetterlingsgarten und die Bergstation der Seilbahn in Koblenz mehr hervor. Dort verteilen fünf Ehrenamtliche und Pater Xavier Manickathan bunte Luftballons. „Am Bahnhof hatten wir mehr persönliche Gespräche über private Probleme“, blickt Brigitte Laschewsky zurück. „Hier ist mehr Urlaubsstimmung“. 100 Ballons mit guten Wünschen sind an diesem Nachmittag von der Festung aus gestartet. Darunter auch die vom internationalen Frauenfrühstück in Dietzenbach (Kreis Offenbach). Helga Giardino ist mit 24 Frauen, fast alle sind muslimischen Glaubens, für einen Ausflug nach Koblenz gekommen und zufällig auf die Aktion gestoßen. Gesundheit, Frieden und gute Wünsche nach Hause haben die Frauen auf ihre Luftballons geschrieben.

Die Aktionen sind immer auf den jeweiligen Ort abgestimmt. Am Hauptbahnhof haben die Organisatoren den Menschen gemeinsam mit der Bahnhofsmission eine gute Reise gewünscht. Eine kleine Chill-out-Lounge mit Strandliegen baute das Team im Treppenhaus des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses auf. Ärzte, Pfleger, Patienten und Angehörige nutzten das Angebot zum Durchatmen und Innehalten. „Es war berührend zu sehen, wie dankbar die Leute waren“, berichtet Monika Kilian. „Wir gehen an Orte, wo Menschen sind“. Die Grundidee ist, dort zu sein, wo Kirche sonst nicht anzutreffen ist oder nicht erwartet wird. Bei den Worten handelt es sich zumeist um Zitate aus der Bibel.

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news-101483 Thu, 27 Jun 2019 16:13:17 +0200 Dem Menschen Zuwendung schenken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/dem-menschen-zuwendung-schenken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_Einzug_1_03706223b2.jpg" width="150" height="107" alt="Einzug in den Dom mit den Vertreterinnen und Vertretern der Schornsteinfeger-Innung" title="Einzug" />Die BBT-Gruppe hat den 200. Geburtstag des Ordensgründers Peter Friedhofen gefeiert. Trier – Unter dem Motto „Entschieden für Menschen“ haben die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf und die BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier gGmbH) am Donnerstag, 27. Juni, den 200. Geburtstag ihres Ordensgründers Peter Fried-hofen gefeiert. Rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Einrichtungen der BBT-Gruppe in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem Saarland nahmen an den Festlichkeiten teil. Neben einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Trier unter der Mitwirkung des Generaloberen Peter Berg und dem BBT-Projektchor standen ein Fest der Begegnung in Sankt Maximin und eine Abschlussandacht in Sankt Paulin auf dem Programm.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Selige des Bistums (bzw. im Seligsprechungs-Prozess)
news-101453 Wed, 26 Jun 2019 15:04:34 +0200 Die Geschichte hinter dem Objekt erzählt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-geschichte-hinter-dem-objekt-erzaehlt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_ATT00001_43de5b9ded.jpg" width="111" height="150" alt="Zu sehen ist die Plastik Ayler Madonna mit Kind. " title="Die Ayler Madonna. Bildnachweis: Museum am Dom." />Das Museum am Dom präsentiert neue Veranstaltungsreihe. Den Auftakt gibt Kunsthistoriker Dr. Jürgen von Ahn mit einem Vortrag über die Ayler Madonna. Trier – Museen stecken voller spannender Geschichten – man muss nur wissen, wie sie zu lesen sind. Jedes Objekt kann mehr über seine Entstehungszeit und -umstände erzählen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Die neue Veranstaltungsreihe im Museum am Dom widmet sich in jeweils 60-minütigen Führungen oder Vorträgen der verborgenen „Geschichte hinter dem Objekt“, so der Titel der Reihe.

Der erste Termin ist am Freitag, 5. Juli, um 14.30 Uhr. Dr. Jürgen von Ahn, Kunsthistoriker an der Universität Trier, spricht über das Thema "Zwischen Götzenbild und Gnadenfigur. Der schmale Grat der Bildverehrung im Mittelalter". Als exemplarisches Beispiel dient die sogenannte Ayler Madonna – eine Holzfigur der thronenden Muttergottes, die wohl um 1000 entstanden ist und damit zu den frühesten noch erhaltenen vollplastischen Heiligenbildern zählt. Weshalb die Christen zunächst figürliche Heiligendarstellungen vermieden hatten und was sich um das Jahr 1000 an dieser Tradition änderte, wird unter anderem beleuchtet.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-101391 Tue, 25 Jun 2019 14:02:00 +0200 Eine Quelle für andere https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-quelle-fuer-andere/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Firmung_Lantershofen_c080591e45.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Firmreise im Dekanat Ahr-Eifel von Weihbischof Peters endete am Sonntag in Lantershofen. Hier empfingen 30 Jugendliche das Sakrament. Lantershofen – Zum Abschluss der Firmreise durch das Dekanat Ahr-Eifel hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters 30 Jugendlichen in Lantershofen das Sakrament der Firmung gespendet.

Gut ein halbes Jahr hatten sich die jungen Frauen und Männer auf diesen Tag vorbereitet. Die Gruppentreffen wurden durch ihre Ideen und Themen gestaltet. So standen die eigene Identität, der eigene Glaube und die Gemeinschaft im Mittelpunkt der monatlichen Begegnungen. „Sie haben ihren Glaubens- und Lebensweg geteilt und einen intensiven Austausch geführt“, berichtete die Gemeindeassistentin Sabine Dettinger, die gemeinsam mit Katechetinnen und Katecheten die Jugendlichen auf dem Weg zum Sakrament der Firmung begleitete.

Unter der Überschrift „Projekte der Hoffnung“ beschäftigten sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber mit unterschiedlichen Hilfsprojekten. Besonders am Herzen lag ihnen ein Projekt für sauberes Trinkwasser in Kambodscha, berichteten Jule und Christian in ihrer Begrüßung. Gemeinsame Aktivitäten und das Engagement bei sozialen Projekten stärkten den Zusammenhalt, erklärten die zwei vor der Gottesdienstgemeinde in der Pfarrkirche St. Lambertus.

„Eure Sozialprojekte waren so etwas wie das exemplarische Üben, offene Augen zu haben, wo Menschen uns brauchen“, erklärte Weihbischof Peters, „und das soll Christenmenschen ausmachen“. Denn die Würde ist dem Menschen von Gott gegeben. „Wir sind gleich in den Augen von Gott, obwohl wir nicht gleich sind“.

Er ermutigte die jungen Frauen und Männer in seiner Predigt: „Werdet durch euer eigenes Leben zur Quelle für andere und nicht zu einer Wüste“. Das Sakrament der Firmung solle die Jugendlichen zu solch einem Leben ermutigen. Die Firmlinge könnten sich einer Unterstützung von Gott gewiss sein: „Wenn ihr euch in eurem Leben an den Namen Jesus erinnert, dann ist euch Hilfe schon gewiss“.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bischof Jugend Pfarreien Seelsorge
news-101313 Sat, 22 Jun 2019 12:51:00 +0200 Entschieden für Menschen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/entschieden-fuer-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_Pontifikalamt_Saffig_90dc7ef606.jpg" width="150" height="100" alt="" />Ein buntes Sommer- und Familienfest sowie ein feierliches Pontifikalamt mit Weihbischof Peters bildeten den Höhepunkt der Feierlichkeiten zu "150 Jahre Barmherzige Brüder in Saffig". Saffig – Wer bunt ist, erkennt keinen Unterschied – So könnten die Feierlichkeiten und insbesondere das Farbfest der Barmherzigen Brüder Saffig zusammengefasst werden. Hierzu hatte die Einrichtung vor allem junge Menschen aus der Umgebung zu einem Fest ohne Alkohol, aber mit viel Musik und Farbe eingeladen. Ein Konzept das aufging. Unter dem Motto: „Mach dich bunt!“ kamen rund 400 Gäste am Freitag in den Schlosspark und warfen bei Bässen und Beats buntes Pulver in die Luft. In kürzester Zeit entstand ein Farbenspiel, das keine Vorbehalte kannte.

Mit einem Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Cäcilia Saffig und einem sich anschließenden Sommer- und Familienfest im Park der Barmherzigen Brüder, fand dann der Höhepunkt des Jubiläumsjahres statt.

Nicht zufällig wurde das Fest am Dreifaltigkeitssonntag gefeiert. Weihbischof Jörg Michael Peters hielt eine Festpredigt, die einerseits ein Dank an Klienten, Ordensbrüder, Mitarbeitende, Ehrenamtliche und die Kirchengemeinde war, andererseits eine Würdigung des dreifaltigen Gottes. Gott sei gelebte Inklusion. Sein Sohn Jesus Christus sei Gottes Entschiedenheit für Menschen. Eine Entschiedenheit die, beseelt durch den Heiligen Geist, in Saffig, im Wirken für Menschen zum Ausdruck kommt. Kein Mensch sei nur Gebender und kein Mensch nur Empfangender, sagte Peters.

Rund 200 Gottesdienstbesucher erlebten das Pontifikalamt in der festlich geschmückten Kirche mit. Eine aus Mitarbeitern der Einrichtung bestehende Schola sang im Wechsel mit Gemeindemitgliedern; begleitet von Orgel und Trompete. Klienten hielten die Fürbitten. Hausoberer Frank Mertes freute sich in seiner Begrüßungsansprache darüber, dass die Einrichtung in Saffig mit dem Bistum Trier eng verbunden sei. Er erinnerte an die kritischen Katholiken Heinrich Böll, der trotz aller heftigen Kritik an der Institution Kirche stets darauf verwies, welche Ausnahmengestalten diese Institution immer wieder hervorgebracht habe: unter anderem Peter Friedhofen, dessen 200. Geburtstag die Barmherzigen Brüder in diesem Jahr ebenfalls feiern und dessen Leitwort „Entschieden für Menschen“ das Jubiläumsjahr präge.

Zum Sommer- und Familienfest im Anschluss an den Gottesdienst strömten hunderte Besucher. Sie erlebten ein vielfältiges Programm in einer entspannten Atmosphäre. „Wir hatten den Eindruck, die ganze Region sei in Saffig, um mit uns zu feiern. Vielen Dank an alle Gäste und Mitwirkende. Es zeigt uns, dass wir fest in der Region verankert sind und unsere Klienten, Bewohner, Patienten und Beschäftigten einfach dazu gehören“, so der Hausobere.

„Im Grunde konnten wir so in abstrakter Weise zeigen, was für eine Vielfalt unsere Einrichtung vorhält und uns zudem als moderner Arbeitgeber präsentieren“, erklärte Pascal Nachtsheim, der als Leiter der Unternehmenskommunikation der Einrichtung die Koordination des Festwochenendes innehatte. „In kürzester Zeit kamen junge Menschen aus den umliegenden Gemeinden und unsere Klienten beim gemeinsamen Feiern in Kontakt. Schön zu sehen, was passiert, wenn alle bunt sind.“

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Orden Vermischtes
news-101253 Sat, 22 Jun 2019 12:00:00 +0200 Unkomplizierte Hilfe im „nahedran“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unkomplizierte-hilfe-im-nahedran/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm_lebensRGB_01_f8bbe04f1c.jpg" width="150" height="36" alt="" title="LebensRGB 01" />Der kürzlich erschiene Jahresbericht 2018 der Lebensberatungsstelle Betzdorf stellt neben Zahlen und Fakten auch das neue Begegnungszentrum in der Betzdorfer Fußgängerzone vor. Betzdorf – Insgesamt 881 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben 2018 Hilfe bei der Lebensberatung Betzdorf gesucht. Weitere 262 Menschen nahmen an Vorträgen und Weiterbildungen, teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2018 der Lebensberatungsstelle Betzdorf des Bistums Trier hervor.

Kinder und Jugendliche suchten die Beratungsstelle hauptsächlich wegen Sorgerechtsstreitigkeiten, Trennung, Scheidung und Partnerschaftskonflikten der Eltern sowie schulischen Problemen auf. 44  Prozent aller Kinder und Jugendlichen, die Kontakt zur Lebensberatung hatten, lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie.

Bei der Beratung von Frauen und Männern waren die Themen Belastung durch kritische Lebensereignisse, Depressionen, Bewältigung von Trennung sowie Kommunikationsprobleme und Überlastung relevant.

Ein weiteres Angebot des Lebensberatungsteams um Leiterin Joanna Geiling ist die niedrigschwellige Beratung im „nahdran“. Gemeinsam mit dem Dekanat Kirchen und der Caritas entsteht in der Betzdorfer Fußgängerzone dieses Projekt, das, so beschreibt es der Jahresbericht, „Kirche in ihrer ganzen Bandbreite von Caritas, Beratung und Pastoral mitten in der Stadt für die Menschen sichtbar werden lässt.“ Zu den Marktzeiten können Hilfesuchende hier bequem fachkundigen und gegebenenfalls auch kurzfristigen Rat einholen.

Durch die gemeinsame Trägerschaft des „nahedran“ bieten sich vielfältige Synergien an. So startet zeitgleich mit dem Beratungsangebot die „Kirche zur Marktzeit“: Passanten bekommen an einem Marktstand einen Kaffee angeboten und werden zu Gespräch und Begegnung eingeladen. Auch die Schuldnerberatung der Caritas und die allgemeine soziale Beratung planen Sprechstunden im „nahedran“. Schon jetzt trifft sich eine Elterngruppe in den neuen Räumen, in einem weiteren Projekt werden Menschen mit Handicap durch Einzelcoaching und Gruppenangebote für den Arbeitsmarkt fit gemacht. Die Verantwortlichen des „nahedran“ hoffen, dass das Projekt auch längerfristig in der Pfarrei der Zukunft auf gesicherter Ebene fortgeführt wird.

Die Lebensberatungsstelle Betzdorf wird zu 47,5 Prozent von ihrem Träger, dem Bistum Trier, finanziert, zu 33,2 Prozent vom Landkreis Altenkirchen und zu 19,3 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz.

Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenfrei. Die Lebensberatung hat ihren Sitz in der Bahnhofstraße 12 -16 in Betzdorf, Tel.: 02741-1060, E-Mail lb.betzdorf(at)t-online.de.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung
news-101305 Fri, 21 Jun 2019 08:54:06 +0200 "Das Frauenhaus ist ein Zukunftshaus" https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/das-frauenhaus-ist-ein-zukunftshaus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_Dieckmann-Nardmann_4a377c8680.jpg" width="150" height="113" alt="" />Es gibt zu wenige Schutzräume für Frauen, die von massiver Gewalt durch ihren Partner bedroht sind - darauf weist das Päpstliche Missionswerk der Frauen hin. Koblenz – Gerade einmal 351 Frauenhäuser gibt es in Deutschland. Darauf hat die Leiterin des „Frauenhauses Koblenz“, Alexandra Neisius, beim „Tag der Begegnung“ des Päpstlichen Missionswerkes der Frauen (PMF, Frauenmissionswerk) in Koblenz hingewiesen. Darüber hinaus fehlt es an Schutz- und Notfallwohnungen – auch in Koblenz selbst. Und das angesichts der Tatsache, dass im Durchschnitt jeden Tag ein Mann in Deutschland versucht, seine Partnerin zu töten.

Neisius und die früher im Koblenzer Frauenhaus ehrenamtlich engagierte Dr. Verena Hammes informierten über die Arbeit und Situation der Frauenhäuser. Das weltweit für Frauen und Mädchen engagierte Frauenmissionswerk hatte sich zum Ziel gesetzt, beim diesjährigen Begegnungstag über das Thema häusliche Gewalt aufzuklären und das gesamtgesellschaftliche Problem von Gewalt gegen Frauen in Deutschland zu enttabuisieren. „Wenn sich heute eine Frau entscheidet, ihren gewalttätigen Ehemann oder Partner zu verlassen und mit ihren Kindern im Frauenhaus Schutz zu suchen, müssen wir ihr in 99 Prozent der Fälle leider absagen“, berichtet Neisius. Sieben Plätze für Frauen mit Kindern gibt es im „Frauenhaus Koblenz“, dazu einen Raum für besondere Notfälle. Fast immer sind alle Plätze belegt. Auf das Problem weist die bundesweite Frauenhauskoordinierung die Bundesregierung bereits seit einigen Jahren hin.

Es mangelt nicht nur an Raum für von Gewalt betroffene und bisweilen mit dem Tod bedrohte Frauen. Auch die finanzielle Ausstattung der Frauenhäuser ist problematisch, erklärt Neisius. Gerade einmal 20 Prozent der benötigten Mittel kommen aus den öffentlichen Kassen von Stadt und Land. Der Rest wird im „Frauenhaus Koblenz“ vom gleichnamigen Förderverein und durch Spenden finanziert. Je nach Situation fehlt es den Frauen mitunter an allem, viele haben kein eigenes Geld. Manchmal werden Kinder direkt aus der Kita oder Schule abgeholt und mit der Mutter ins Frauenhaus gebracht. In solchen Fällen muss vom Bleistift und Schulheft bis zur Kleidung alles neu angeschafft werden.

Die fünf hauptamtlichen Mitarbeiterinnen – alle haben nur Teilzeitstellen – und die Ehrenamtlichen unterstützen die Frauen auch bei Behördengängen. Ziel ist es, dass die Frauen möglichst bald wieder ein selbstbestimmtes und sicheres Leben führen können. Dazu gehört auch, ihnen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung und einer Aus- oder Weiterbildung beziehungsweise einer Arbeitsstelle zu helfen. „Das Frauenhaus ist ein Zukunftshaus“, betont Neisius.

Deutlich wurde beim „Tag der Begegnung“ auch, dass es nicht reicht, nur die Frauen in den Blick zu nehmen. Auch für die Männer, die gewalttätig werden, müsste es mehr Hilfsangebote geben. Und vor allem muss die Arbeit früher einsetzen – nämlich in der Erziehung von Jungen und Mädchen, waren sich die Referentinnen und die Teilnehmerinnen einig.

 „Es gilt, Gewalt gegen Frauen zu verhindern durch eine Veränderung der Struktur, die das Gewaltpotenzial hervorruft. Das muss eine Aufgabe der Politik, Gesellschaft und Kirche sowie der Organisationen sein“, erklärt die Präsidentin, Margret Dieckmann-Nardmann. Gemeinsam mit anderen Frauenverbänden und Unterstützern solle bis zum internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen am 25. November ein entsprechendes Projekt initiiert werden.

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Ehrenamt Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-101202 Tue, 18 Jun 2019 13:40:00 +0200 Ein Mittagessen gespickt mit Tugenden und Werten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-mittagessen-gespickt-mit-tugenden-und-werten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_LunchLecture_Neuwied_fdacbea0d0.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Begriff "Werte" ist in der Arbeitswelt oder auch in der Politik in aller Munde. Doch der Rektor der PTHV schlägt vor, sich (wieder) mehr an Tugenden zu orientieren. Neuwied – „Ich halte nichts von Werten“, lautete der provozierende Einstieg von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski in seinem Impulsvortrag. „Werte“ sind heutzutage in aller Munde. Dass es sich dabei eher um einen Modebegriff handelt, der aus dem Bereich der Wirtschaft in das Alltags- und Berufsleben übertragen wird, verdeutlichte der Referent im Rahmen der „Lunch Lecture“ in Neuwied. Er sprach sich für die Rückbesinnung auf die „Tugenden“ aus.

Zaborowski ist Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar und dort Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Philosophie und philosophischen Ethik. Sein Impulsvortrag stand unter der Überschrift „Alles ‚Werte‘ – oder was? Zur Kritik der ‚Werte‘?“.

Der Begriff stammt aus der ökonomischen Theorie „und dort ist er auch sinnvoll“, erklärte Zaborowski. „Doch er passt nicht zu dem, was wir ausdrücken wollen – nämlich Haltungen. Wir sprechen oft von Werten, wo Haltungen und Tugenden gemeint sind“. Dabei ließen sich Werte leicht austauschen, seien subjektiv und von Kultur zu Kultur verschieden.

Tugenden seien hingegen Haltungen, die bestimmen, in welcher Art und Weise sich Menschen in bestimmten Situationen verhalten. Tugendhafte Menschen sind tapfer, gerecht, weise, besonnen und „sie verwirklichen damit mehr, was Menschen sein können, als andere“, beschrieb Zaborowski. So hätten die Geschwister Scholl beispielsweise beim Widerstand gegen den Nationalsozialismus Haltung gezeigt.

„Tugendhaftes Verhalten lernt man durch Vorbilder“, erklärte der Referent. Übertragen auf die Arbeitswelt sagte Zaborowski: „Ein Lehrer muss Gerechtigkeit vorleben, wenn er diese unter den Schülern erwartet.“

Wer Haltung zeigt, handelt nicht einfach nur wertorientiert. Denn Haltungen haben etwas mit der Person zu tun, damit, wie man lebt und wer man ist. Haltungen bieten Halt für andere. „Müssten wir nicht vielmehr Haltungen einüben, statt Werte zu vermitteln?“, fragte Zaborowski.

Im anschließenden Austausch stießen sich die rund 20 Teilnehmenden an der Unterscheidung der beiden Begrifflichkeiten. Ein Großteil der Zuhörerinnen und Zuhörer wollte am Begriff der Werte festhalten. „Wir können die Welt nicht auf die Zeit der Tugenden zurückbringen“, lautete ein Einwand. „Wir müssen die Werte mit Haltung vertreten“, so ein Kompromissvorschlag.

Ob nun Werte oder Tugenden – „Der Mensch ist das oberste Gut. Wir müssen uns für die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzen“, betonte Brigitte Ursula Scherrer abseits der Diskussion über die zwei Begriffe, die im Mittelpunkt dieses gemeinsamen Mittagessens standen.

Verena Völkel-Mütherich verfolgte insbesondere die Diskussion sehr interessiert. Ihr erster Besuch bei einer Lunch Lecture hat ihr gut gefallen. „Vieles war mir zwar aus meinem Studium bekannt, aber hier habe ich noch einmal eine Vertiefung und einen Ausblick erfahren“, sagte die pensionierte Lehrerin aus Bad Breisig.

„Wir gehen mit viel Material zum Nachdenken nach Hause“, fasste Michael Scheidgen, Vorsitzender der Diözesangruppe Koblenz des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) die zweite Lunch Lecture in Neuwied zusammen.

Die „Lunch Lecture“ richtet sich besonders an Unternehmerinnen und Unternehmer, an Selbstständige und Führungspersonen sowie an Akteure aus der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik. Organisiert wird die Veranstaltung vom Themenschwerpunkt Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier und BKU. Informationen gibt es per E-Mail an themenschwerpunkt-arbeit(at)bistum-tier.de, auf www.keb-arbeit.de oder bei Petra Gentgen unter Tel.: 0651-993727-10.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bildung Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-101232 Tue, 18 Jun 2019 12:56:35 +0200 „Alle sind aufgefordert, aufmerksam zu sein“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/alle-sind-aufgefordert-aufmerksam-zu-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_katholischesForum_Koblenz_Podium_6e3437fc02.jpg" width="150" height="112" alt="" />Rund 80 Interessierte besuchten das Katholische Forum in Koblenz. Das Thema dieses Abends war der Missbrauch innerhalb der Kirche. Koblenz – Was muss sich ändern, um Missbrauch zu verhindern? Diese Frage bewegt insbesondere durch die Veröffentlichung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (kurz „MHG-Studie“) viele Gläubige. Das Katholische Forum Koblenz nähert sich dem Thema durch unterschiedliche Gesprächspartner an.

Erika Kerstner beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Frage, wie Glaube nach Gewalterfahrungen aussehen kann. Dazu hat die Theologin eine ökumenische Initiative (www.gottes-suche.de) gegründet, in der Betroffene begleitet werden. Die ehemalige Grund- und Hauptschullehrerin betont: „Wir müssen an die Ränder gehen und Wunden heilen“.

Dr. Thomas Schnitzler ist selbst Betroffener sexuellen Missbrauchs und Mitglied der Opfer-Initiative „MissBiT“. Er fordert eine weltweit agierende Sonderkommission, die in diesem Bereich ermittelt und eine entschiedene Strafverfolgung gewährleistet. Beide Vertreter sprechen über Hürden bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen.

„Es kommt auf eine Umkehr von allen an“, erklärt Erika Kerstner, und bezieht sich auf die Hierarchiestruktur innerhalb der Kirche. Sie spricht sich für eine Kirche ohne Machtgefälle aus. „Wir sind gemeinsam Suchende, da gibt es kein oben und unten“.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Beratung Bildung Information Jugend Politik / Gesellschaft Prävention
news-101211 Mon, 17 Jun 2019 16:08:18 +0200 Von Weggefährten und Pilgerstäben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/von-weggefaehrten-und-pilgerstaeben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_Familienwallfahrt_MariaLaach_LennardGerdJakob_Zimmermann_6338a30d4d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Im Wechsel organisieren die Diözesen Aachen, Köln, Limburg und Trier die Familienwallfahrt. Im diesen Jahr fand sie auf dem Gelände des Benediktinerklosters in Maria Laach statt. Maria Laach – „Wir suchen nach anderen christlichen Familien, denn die sind nicht mehr in den Pfarreien anzutreffen“, berichtet Kathrin Schmidt aus Koblenz. Daher ist sie mit ihrem Mann Achim und den vier Kindern zur Familienwallfahrt in Maria Laach aufgebrochen. Seit vielen Jahrzehnten bieten die (Erz-)Bistümer Aachen, Köln, Limburg und Trier in Kooperation die Wallfahrt an.

„Es gefällt uns sehr gut. Die Abläufe und der ganze Tag sind super organisiert“, erzählen Pia und Thomas Paolazzi aus Koblenz. Die fünfjährige Clara und der dreieinhalbjährige Johannes ziehen an der Hand ihrer Mama weiter zur nächsten Aktion: Steine bemalen; während Johannes (eineinhalb Jahre) im Buggy ermattet schläft. „Das Wandern war schön“, fällt Clara noch schnell ein und dann geht es auch schon weiter.

Der Tag startete mit einer spirituell gestalteten Sternwallfahrt, die auf unterschiedlich langen Pilgerstrecken verlief; darunter rollstuhl- und kinderwagengerechte Wege. In Maria Laach (Start- und Zielort) freuten sich dann alle auf ein gemeinsames Mittagessen und familienbezogene Programmpunkte wie Konzerte, Offenes Singen, Trendsportarten, Bastelangebote und Workshops.

Lennard (sieben Jahre) und der ein Jahr ältere Jakob haben viel Spaß beim Schnitzen von Pilgerstäben. Familie Zimmermann aus der Nähe von Karlsruhe macht Urlaub auf dem Zeltplatz am See. Sie sind zufällig auf die Familienwallfahrt aufmerksam geworden.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Familienbildung Information Jugend Seelsorge Wallfahrten/ Pilgern
news-101103 Thu, 13 Jun 2019 14:33:28 +0200 Ein wesentlicher Faktor in den Pfarreien https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-wesentlicher-faktor-in-den-pfarreien/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_DiAG_ih_120619_7a5a5928d5.jpg" width="150" height="122" alt="" />Die Katholischen Familienbildungsstätten positionieren sich für die Zukunft und wählen auf ihrer Jahres-Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Bistumsweit/Trier – Die Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Katholische Familienbildungsstätten im Bistum Trier (DiAG) hat am 12. Juni einen neuen Vorstand gewählt. Weitere Themen auf der Jahres-Mitgliederversammlung waren die aktuelle Programmplanung, die Umsetzung der Bistumssynode, regionale Schwerpunktsetzungen sowie die Präsentation des neuen Corporate Design (Erscheinungsbild) der DiAG.

Iris Emmerich (FBS Mayen), Sprecherin der DiAG, wurde in ihrem Amt bestätigt und bildet ab sofort für die Dauer von vier Jahren gemeinsam mit ihren Kolleginnen Felicitas Flöthner (FBS Koblenz), Anne Schmidt (FBS Neunkirchen) und Brunhilde Steinmetz (FBS Remise Ehrang) sowie Pfarrer Michael Frevel (Geistlicher Beirat) den neuen DiAG-Vorstand.

Die Arbeit der 15 Katholischen Familienbildungsstätten (FBS) im Bistum Trier ist ebenso vielseitig wie die Sozialräume, in denen sie sich abspielt. Schwerpunkte sind Angebote an Schulen und Kitas, beispielsweise in Form von Sprachförderung, Hilfe bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Projekte für sozial Benachteiligte, Integrationsförderung und generationenübergreifende Arbeit wie das Projekt „Leihgroßeltern“ der FBS Saarbrücken. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den Pfarreien vor Ort. Die Familienbildungsstätten unterstützen beispielsweise bei der Trauerarbeit, bei der Förderung des interreligiösen Dialogs und bei der Sakramenten-Vorbereitung. Dort füllen sie mitunter wichtige Leerstellen – wenn es etwa darum geht, Paare vor der eigentlichen Taufvorbereitung zu beraten. Brunhilde Werner von der FBS Trier nennt ein konkretes Beispiel: „Wir bieten ein unverbindliches Gespräch mit Eltern v o r der Taufe. Da kann es schlicht darum gehen, ob die Eltern ihr Kind überhaupt taufen lassen möchte. Bei uns haben sie den Raum und die Möglichkeit, Fragen und Bedenken völlig ohne Druck zu besprechen.“

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Familienbildung
news-101098 Thu, 13 Jun 2019 12:13:57 +0200 Bischof weiht drei Männer zu Ständigen Diakonen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bischof-weiht-drei-maenner-zu-staendigen-diakonen-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/f/csm_diakone-2019-greiner-mahlmann-schlosser-von-links_77ae26a743.jpg" width="150" height="100" alt="" />Drei Männer wird Bischof Dr. Stephan Ackermann am Samstag, 22. Juni, im Trierer Dom zu Ständigen Diakonen weihen. Trier – Bischof Stephan Ackermann wird am Samstag, 22. Juni Dr. Markus Greiner, Sebastian Mählmann und Andreas Schlösser zu Ständigen Diakonen weihen. Der Gottesdienst findet um zehn Uhr im Trierer Dom statt.

Dr. Markus Greiner stammt Schwalbach-Hülzweiler, ist verheiratet und hat einen Sohn. Sein zukünftiger Einsatzort als Diakon ist die Pfarrei Schwalbach Heilig Kreuz. Sebastian Mählmann kommt aus Koblenz, ist verheiratet und hat zwei Söhne Er wird künftig in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz (Neuendorf) arbeiten. Andreas Schlösser stammt aus Schuld, ist ledig und übernimmt künftig pastorale Dienste in der Pfarreiengemeinschaft Andernach.

Im Bistum Trier gibt es momentan 178 Ständige Diakone. 90 von ihnen gehen einem Zivilberuf nach und leisten ihren Dienst gegen eine Aufwandsentschädigung in der Gemeinde. 36 Ständige Diakone sind hauptberuflich tätig. Die Mehrzahl ist verheiratet und hat Frau und Kinder, einige Ständige Diakone haben bei der Weihe den Zölibat als Lebensform gewählt. Weitere Informationen gibt es bei Axel Berger, Tel.: 0651-7105-130, E-Mail: axel.berger(at)bistum-trier.de, online www.diakonat.bistum-trier.de
(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Seelsorge
news-101073 Wed, 12 Jun 2019 12:07:44 +0200 Rat und Hilfe für 1817 Menschen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/rat-und-hilfe-fuer-1817-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_Teamfoto-LB-SIM-2018_5ed986223b.jpg" width="150" height="90" alt="Das Team um Leiterin Beate Dahmen" title="Teamfoto LB SIM 2018" />Hilfe bei Konflikten und kritischen Lebensereignissen: Die Lebensberatung Simmern hat ihren Jahresbericht 2018 vorgelegt. Simmern – 963 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr Unterstützung bei der Lebensberatung in Simmern gesucht. Weitere 854 Personen nahmen an Angeboten wie Elternkursen, offenenen Sprechstunden oder Weiterbildungen teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2018 der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier hervor.

Das Team um Leiterin Beate Dahmen erbrachte im Vorjahr insgesamt 474 Leistungen, die durchschnittliche Beratungsdauer pro abgeschlossenem Fall betrug 6,74 Stunden.

Kinder und Jugendliche suchten vor allem Hilfe bei Problemen nach Trennung der Eltern und neu zusammengesetzten Familien, auch die psychische Erkrankung eines Elternteils oder Gewalt und Vernachlässigung sowie Eltern-Kind-Konflikte waren relevante Themen. 46,6 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie.

Partnerschaftskonflikte, kritische Lebensereignisse, Trennungen, Überlastung und Unsicherheit im Erziehungsverhalten waren Gründe, weshalb Erwachsene Hilfe bei der Lebensberatung Simmern suchten.

Der Jahresbericht informiert außerdem darüber, wie das Denken von Kindern durch das Internet geprägt wird. Die Fachberater stellen zunehmend fest, dass sich ein digitales Paralleluniversum entwickelt hat, das für die junge Generation sowohl Bücher als auch Fernsehen oder Festnetztelefon überflüssig macht. Ein kompliziertes schulisches Mathe-Problem? Wird auf Youtube von einem genialen jungen Mann erklärt. Alle Fragen rund um Konsum, Trends oder Technik präsentieren sogenannte Influencer. Die Fähigkeit, herauszufinden, wie etwas schneller und leichter geht, ist allerdings ein Merkmal, das die Menschheit seit Urzeiten überleben ließ. Insofern rät der Jahresbericht Eltern und Erziehern, diese Reise ihrer Kinder ins digitale Zeitalter nicht nur mit Besorgnis, sondern auch neugierig-gespannt zu begleiten.

Die Gesamtkosten in 2018 von rund 400.000 Euro für die Lebensberatungsstelle trug das Bistum Trier als Träger zu 48,1 Prozent, zu 32,8 Prozent der Rhein-Hunsrück-Kreis und zu 19,1 Prozent das Land Rheinland-Pfalz. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenfrei.

Die Lebensberatung Simmern hat ihren Sitz in der Gerbereistraße 4 und ist telefonisch unter 06761-4344 zu erreichen.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung
news-101072 Wed, 12 Jun 2019 11:56:51 +0200 Auf die Liebe Gottes vertrauen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-die-liebe-gottes-vertrauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_WBP-Firmlinge-PolKath-Mission-2019_dbf2994473.jpg" width="150" height="100" alt="" title="WBP Firmlinge PolKath Mission 2019" />32 Menschen im Alter zwischen 14 und 40 Jahren empfingen kürzlich das Sakrament der Firmung durch Weihbischof Peters in der Polnischen Katholischen Mission in Koblenz-Lützel Koblenz – Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters war in der Polnischen Katholischen Mission in Koblenz-Lützel zu Gast, um 32 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern im Alter zwischen 14 und 40 Jahren das Sakrament der Firmung zu spenden. Auf dieses Glaubensereignis wurden die Firmlinge durch die Pfarrer Piotr Prończuk und Dr. Wojciech Styś vorbereitet.

Die Heilige Messe wurde in deutscher und polnischer Sprache zelebriert. In der Kirche St. Antonius hat Weihbischof Peters während seiner Predigt zuallererst den Firmlingen, aber auch den Familien der jungen Menschen sowie allen anwesenden Gläubigen für ihr lebhaftes Glaubenszeugnis gedankt. Der Weihbischof sprach davon, dass die Firmlinge sich den sieben Gaben des Heiligen Geistes im Sakrament der Firmung sicher sein können: Es sind die Gaben der Weisheit, Einsicht, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht sowie des Rates. Insbesondere in Bezug auf die heutige Zeit betonte der Weihbischof die Bedeutsamkeit dieser Gaben. In einer Zeit, in der das Christentum und die christlichen Werte in Europa immer mehr in Vergessenheit geraten, sei es umso wichtiger, dass gläubige Christen auf die Liebe und Unterstützung Gottes vertrauen können. Das Sakrament der Firmung ist Ausdruck eben dieser Liebe und Unterstützung, die Gott den Menschen zugesagt hat.

Die Polnische Katholische Mission in Koblenz ist in der Diözese Trier die größte muttersprachliche Mission. Ihre Aufgabe besteht darin, polnisch-sprachigen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Glauben in ihrer Muttersprache zu leben. Dabei sind nicht nur polnisch-sprachige Gläubige gemeint, die in Koblenz und Umgebung wohnen, sondern auch diejenigen, die beispielsweise als Saisonarbeiter nach Deutschland kommen. Die Gläubigen der Polnischen Katholischen Mission finden sich ebenfalls zu gemeinsamen Pilgerfahrten, Exerzitien, Wanderungen und anderen kulturellen Ereignissen zusammen.

(red)

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bistumsleitung Seelsorge Weihbischöfe in Trier Weltkirche
news-101049 Tue, 11 Jun 2019 15:03:04 +0200 Auf eigenen Wunsch https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-eigenen-wunsch-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_bwg_logo_11b65839e7.png" width="150" height="123" alt="" title="Bwg logo" />Güterdirektor Dr. Karsten Weyand verlässt die Bischöflichen Weingüter Trier Ende September 2019. Trier – Dr. Karsten Weyand, seit 2010 Geschäftsführer der Bischöflichen Weingüter Trier, wird den größten Weinbaubetrieb der Region Ende September 2019 auf eigenen Wunsch hin verlassen. Das hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bischöflichen Weingüter, am 11. Juni der Belegschaft der Weingüter bei einer Betriebsversammlung mitgeteilt.

Von Plettenberg äußerte sein Bedauern über den Weggang des Güterdirektors: „Dr. Weyand hat in den vergangenen neun Jahren als Güterdirektor hervorragende Arbeit geleistet und den Weinbaubetrieb in ‚sicheres Fahrwasser‘ gebracht. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Bischöfliche Wein in der Region und weit darüber hinaus einen guten Ruf erworben hat.“

Bis zum Ende seines Vertrages habe Weyand die Verantwortung für die Geschäftsführung inne und genieße dabei weiterhin das volle Vertrauen der Gesellschafter Hohe Domkirche, Bischöfliches Priesterseminar und Bischöfliches Konvikt, betonte von Plettenberg. Die Nachfolge von Dr. Weyand werde zeitnah geregelt.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Personal
news-101046 Tue, 11 Jun 2019 12:38:33 +0200 Starker Kaffee und offene Ohren https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/starker-kaffee-und-offene-ohren/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_GottamRing_2_3670e88774.jpg" width="150" height="112" alt="" />Seit einigen Jahren ist das ökumenische Kirchenzelt bei "Rock am Ring" Anlaufstelle für Festivalbesucher mit kleinen und großen Problem oder für Kaffeeliebhaber. Nürburg – „Aber wenn man mal ins Gespräch kommt, merken viele, dass wir einfach ganz offen und ganz normale Leute sind“, sagt Sonja Greten. Die Quiddelbacherin ist ehrenamtlich bei „Gott am Ring“ engagiert. Das Kirchenzelt bietet während des Festivals „Rock am Ring“ Hilfe in unterschiedlichen Lebenslagen: vom Kaffee-Entzug bis zum seelsorgerischen Gespräch. Über Gott kann auf dem Campingplatz am Nürburgring gesprochen werden – muss aber nicht. Das Team aus Ehren- und Hauptamtlichen ist offen für alle Themen.

Vanessa aus Löningen war bereits in den vergangenen Jahren in der schwarzen Jurte auf „A2“ zu Gast: „Hier wird man immer freundlich aufgenommen, egal ob man Durst auf Kaffee hat oder eine Unterkunft sucht, weil schlechtes Wetter ist.“ Nadine ist ebenfalls begeistert von dem Angebot: „Wir wurden hier mega nett empfangen“. Lukas aus Daun findet es auch ganz cool hier. Er hat sich extra auf den Weg ins Kirchenzelt gemacht, obwohl er gar nicht auf diesem Campingplatz übernachtet.

Matthias Beer ist Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land. Ein großer Teil der Besucherinnen und Besucher kommt ins Zelt, weil sie neugierig sind, was Kirche auf einem Festival macht, weiß er. „Teilweise kommen Leute aber auch mit konkreten Gesprächsanliegen: Die Freundin hat Schluss gemacht oder der Opa ist gestorben“, berichtet er von seinen Erfahrungen aus drei Mal „Gott am Ring“.

Einige kommen vorbei, weil sie Messdiener oder Pfadfinder waren oder weil ihre Eltern aktiv in der Kirche sind. Andere stolpern eher skeptisch herein. „Die sind dann überrascht, dass sie hier keine Meinung aufgedrückt bekommen, sondern einfach da sein können und es ein lockeres Gespräch gibt, wo die Meinungen auch einfach nebeneinander stehen dürfen“, erzählt Philipp Hein, Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Niederehe. Die Pastoralreferentin Sabrina Koch ist ebenfalls als Hauptamtliche dabei. Die Menschen genießen auch einfach die Ruhe außerhalb des Festivaltrubels, weiß sie. „Es sind Gespräche über Gott und die Welt“.

Mit Kritik an der Kirche und Vorurteilen werden sie teilweise konfrontiert. Doch die jungen Menschen gehen positiver aus dem Zelt, als sie reingekommen sind, berichten die Haupt- und Ehrenamtlichen. „Alle sind sehr dankbar“. Dankbar sind auch die Mitglieder des Teams. Denn die Musikfans spenden eifrig ihre ungenutzten Lebensmittel, die an die örtlichen Tafeln weitergeleitet werden. Auch Pfandflaschen und –dosen werfen die Festivalbesucher in bereitgestellte Einkaufswägen am Kirchenzelt. Das Geld kommt der kirchlichen Jugendarbeit in der Region zu Gute.

Einige Musikfans werden auch von der benachbarten Sanitätsstation an das Kirchenzelt verwiesen, wenn beispielsweise ein Freund gerade behandelt wird. Darüber hinaus gibt es auch viele Stammgäste. Dazu kommen Ordner, die sich insbesondere nachts aufwärmen.

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Redaktion Koblenz Trier RSS Feeds bistum-trier Ehrenamt Jugend Kultur Ökumene Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Synode: Umsetzung
news-100928 Thu, 06 Jun 2019 10:26:00 +0200 Viel Unterstützung und Zuspruch https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/viel-unterstuetzung-und-zuspruch/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_Rayerschied_bf79d65652.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Rayerschied" />Ein Angebot für Gläubige und Suchende, das Menschen mit verschiedenen Begabungen anspricht und von vielen Menschen getragen wird: Das Abendlob mit Taizé-Elementen in Rayerschied Rayerschied - Spätestens im Jahr 2022 wird das Bistum Trier aus 35 Pfarreien der Zukunft bestehen. Die Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen wollen sich den Herausforderungen stellen, die diese Veränderung mit sich bringt. Eins ihrer Projekte ist das Abendlob mit Taizé-Gebet-Elementen, das kürzlich in Rayerschied stattfand.

Das Abendlob wurde mit eingängigen Liedern gestaltet, die – wiederholt in verschiedenen Sprachen – zur Besinnung anregen sollten. Schriftlesungen, Fürbitten und eine Zeit der Stille gehörten ebenfalls zu dieser Gebetsform, die bereits zum zweiten Mal in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk stattfand.

„Eine Forderung der Bistumssynode ist es, dass nicht überall das gleiche Angebot für Gläubige, wie auch Suchende stattfindet. Wir werden daher das Taizé-Gebet schwerpunktmäßig in Rayerschied anbieten und erhoffen uns auch den Zuspruch von Menschen außerhalb der Kerngemeinde“, erklärte Pfarrer Thomas Schneider.
 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Synode
news-100838 Mon, 03 Jun 2019 09:55:04 +0200 Christen sind Menschen der Gegenwart und Zukunft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/christen-sind-menschen-der-gegenwart-und-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/a/csm_700JahreBalduinstein_BistumLimburg_5037688b1a.jpg" width="150" height="108" alt="" />Die Bischöfe Dr. Stephan Ackermann und Dr. Georg Bätzing feierten gemeinsam den Festgottesdienst anlässlich des 700. Jubiläums der Gemeinde Balduinstein. Balduinstein – Voller Stolz und Dankbarkeit blickt Balduinstein, eine kleine Gemeinde im unteren Lahntal zwischen Limburg und Bad Ems, auf ihre 700-jährige Geschichte zurück. Ein Jahr lang wird dieses besondere Jubiläum im Ort gefeiert. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr war der Festgottesdienst am 2. Juni mit dem Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing und Bischof Dr. Stephan Ackermann. Balduin - von ihm leitet sich der Name des Ortes ab - war Erzbischof von Trier und wirkte an der Lahn, als es das Bistum Limburg noch nicht gab. Die Diözese wurde 1827 neu gegründet und umfasst ehemalige Gebiete der Bistümer Trier und Mainz.

Einsatz für Frieden und Sicherheit

Bischof Ackermann war es eine sichtliche Freude, im Gottesdienst an das Wirken eines großen Trierer Erzbischofs erinnern zu können. Dabei sei er mit einem „mulmigen Gefühl“ von Trier nach Balduinstein aufgebrochen. „Balduin war Erzbischof. Er war Kurfürst und Landesvater. Alles Titel, die sich mit meinem heutigen Verständnis eines Bischofs nicht zusammenbringen lassen“, sagte Ackermann. Dennoch sei es wichtig und richtig, an den großen Namensgeber von Balduinstein zu erinnern. Er habe den Glauben in der Region gestärkt und die Botschaft des Evangeliums, die Menschen verbindet, verkündet und weitergegeben. Dies gelte es zu feiern und voll Stolz wertzuschätzen.

An die Persönlichkeit Balduins, der 50 Jahre Erzbischof von Trier war und in Balduinstein eine Burg baute, knüpfte auch Bischof Bätzing in seiner Predigt an. „Heute würden wir sagen, Balduin war ein ausgeprägter Europäer. Er dachte und agierte in großen Bezügen, sowohl territorial wie auch zeitlich“, sagte Bätzing. Er habe dabei die Auseinandersetzung mit Rittern und Landadeligen nicht gescheut, wenn es um die Sicherung seines politischen Einflusses ging. Und er baute eine solide Infrastruktur auf, um die Kommunikation im Großraum zu gewährleisten, um Waren und Informationen auszutauschen und Frieden zu sichern. „Das eigentliche Ziel seiner Politik, so sagen es die Historiker, war nicht Beherrschung, sondern Befriedung oder auch Beherrschung durch Befriedung. Balduin war mithin ein ‚moderner’ Fürst in seiner Zeit“, so der Limburger Bischof. Es sei Balduin also um Frieden und Sicherheit und um das Recht für seine Untertanen gegangen. Er sei nicht nur ein geschickter Stratege gewesen, sondern auch ein tiefgläubiger Mensch und ein gewissenhafter Priester und Bischof, der seine Aufgaben voll erfüllte. Auch deshalb nehme Balduin in der langen Reihe der Trierer Bischöfe einen herausragenden Platz ein.

Ein neues Sehen lernen

Drei Akzente sind es, die nach den Worten von Bätzing, mit Blick auf das Wirken von Erzbischof Balduin heute Bedeutung haben sollten: Glaube brauche Strukturen, die wichtigen Inhalten dienen müssten. „Ich sehe den Zusammenhang von Glaube und Strukturen in den derzeitigen Bemühungen unserer Bistümer, beides so aufeinander auszurichten, dass wir uns als Kirche unter den konkreten Bedingungen dieser Zeit bewegen können und dass wir als Kirche dem Glauben an das Evangelium Christi sowie den Menschen dienen“, sagte der Bischof. Es dürfe in der Kirche aber nicht nur um Strukturen gehen. Vielmehr gelte es „neu zu lernen, wozu wir als Kirche da sind“. Es solle nicht gefragt werden, was wohl aus der Kirche werde. „Wir wollen ein neues Sehen lernen, um zu entdecken, wo etwas wächst, wen wir mit unserem persönlichen Zeugnis vom Evangelium sprechen und Menschen damit in Kontakt bringen, die vielleicht lange schon abgeschlossen haben mit dem ‚Kapitel Kirche’ oder bisher gar nicht mit uns in Berührung waren“, so Bätzing. Es gehe nicht darum, Menschen zu nötigen oder gar zu „kriegen“, damit die Institution Kirche aufrechterhalten werden könne. Es sei entscheidender zu fragen, was Menschen heute brauchen, um ihr konkretes Leben mit dem Glauben an Gott in Verbindung zu bringen. Hier könne die Kirche ein hilfreicher Kooperationspartner sein.

Kommunikation und Authentizität

Kirche brauche als zweiten Akzent mehr Kommunikation. Es müsse gelingen untereinander ins Gespräch zu kommen, und es brauche viel Verständigung mit Menschen außerhalb der Kirche. Angesichts der vielen Fragen und Herausforderungen für die Kirche, hänge ganz viel an einer Kommunikation, die sich nicht damit begnüge, in selbst bestätigenden Blasen zu bleiben. Und drittens brauche es heute eine gute Balance zwischen Innerlichkeit und äußerem Handeln, zwischen Glauben und Leben, Kontemplation und Aktion. „Offenbar ist Erzbischof Balduin dafür ein gelungenes Beispiel. Wir brauchen authentische Christinnen und Christen, denen man anmerkt, dass sie mit beiden Füßen im Leben stehen und doch ihre Wurzeln im Himmel haben, die anpacken und glauben“, so Bätzing. Das größte Hindernis auf dem Weg zueinander sei der Traum von der Vergangenheit. Überall, wo er Raum gewinne, lähme er viel stärker, als dass er Mut mache. „Die Zeit der Christinnen und Christen ist nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart und die Zukunft. Denn Christus kommt von vorne auf uns zu. In den Zeichen der Zeit spricht er uns an. Und diese Zeichen im Licht des Evangeliums zu deuten, das ist unsere Aufgabe“, sagte der Limburger Bischof.

(red)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-100836 Mon, 03 Jun 2019 08:54:08 +0200 Katholische Büchereien sind lebendige Orte von Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/katholische-buechereien-sind-lebendige-orte-von-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_IMG_6096_0e6ad3e4d0.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Trier bauen ihre Angebote aus und haben mehr Besucher. Das zeigt die jetzt veröffentlichte Jahresstatistik 2018 Trier/Koblenz/Saarbrücken – Ob spannender Schmöker, anspruchsvolles Hörbuch, Brettspiel oder digitale Medien: Für alle Zielgruppen halten die Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Trier das passende Angebot vor. Dass große und kleine Besucher das gut annehmen, beweist auch die jetzt veröffentlichte Jahresstatistik 2018: Mit 212.656 Besuchern und damit einer Steigerung von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeichnen sich die KÖB als wichtige Treffpunkte und Orte der Begegnung in den Pfarreien aus. Betreut werden die Büchereien bistumsweit von über 1.200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 2018 zusammen rund 113.000 Stunden im Einsatz waren und sich für die örtliche Literatur- und Leseförderung einsetzten.

„Die KÖB schaffen schon seit Jahren mit einer Vielzahl von Veranstaltungen eine besondere Kultur der Begegnung, bieten Räume für Austausch und Gespräch – so, wie es die Trierer Bistumssynode fordert“, erklärt Dorothee Steuer, Leiterin der Fachstelle Büchereiarbeit im Bistum Trier. Dort, wo Pfarreien sich in immer größer werdende Räume ausdehnten, wo die Sorge wachse, dass sich direkte menschliche Kontakte mehr und mehr verflüchtigen, seien verlässliche Fixpunkte mit regelmäßigen Öffnungszeiten wichtiger denn je. So gab es im vergangenen Jahr rund 2.900 unterschiedliche Angebote für unterschiedliche Zielgruppen – von Autorenlesungen, Medienausstellungen, Leseförderaktionen, Vorlesestunden bis hin zu Literaturgesprächskreisen. Das waren über 18 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen belegten eindrucksvoll, wie Katholische öffentliche Büchereien sich immer mehr zu wichtigen Treffpunkten und zu lebendigen Kommunikations- und Begegnungsorten in den Pfarreien entwickelten – zu ‚Orten von Kirche‘. Im Vordergrund des Engagements der Mitarbeitenden stünden dabei das Gespräch und die Begegnungen mit den Menschen. „Auf die Frage, ob die Bücherei ein ‚Kirchenort‘ sei, kann ich nur mit ja antworten“, bestätigt beispielsweise Rita Lillig, langjährige Leiterin der KÖB in Losheim. Am Sonntagvormittag oder Mittwochnachmittag treffen sich in ihrer KÖB Menschen, die nicht immer nur Bücher ausleihen wollen. Oft erzählten die Leute, was ihnen gefallen oder was sie verärgert habe, was sie interessiere und worüber sie gerne mehr lesen würden. Solche Gespräche berührten dann oft Alltagsfragen, aber auch zentrale Lebensfragen. „Wenn es also ein pastorales Anliegen ist, Menschen mit ihren Fragen, Freuden und Sorgen anzunehmen, so sind KÖBs Orte, an denen solche Seelsorge geschieht“, ist sich Lillig sicher.

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news-100719 Wed, 29 May 2019 14:59:57 +0200 Firmungen im Dekanat Wittlich https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/firmungen-im-dekanat-wittlich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Gebert_Firmung_Rheinbollen-1_846e63823f.jpg" width="150" height="113" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert wird ab dem 7. Juni über 300 Jugendlichen im Dekanat Wittlich das Sakrament der Firmung spenden. Wittlich – Über 300 Jugendlichen im Dekanat Wittlich wird der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert im Juni das Sakrament der Firmung spenden. Er beginnt seine Firmreise in Wittlich und beendet sie in Bausendorf. Die Termine sind wie folgt:

Am Freitag, 7. Juni, 18 Uhr in St. Bernhard, Wittlich; am Samstag, 8. Juni, 15 Uhr in St. Georg, Sehlem und um 18 Uhr in St. Andreas, Altrich; am Sonntag, 9. Juni, 10.30 Uhr in St. Martin, Salmrohr; am Samstag, 15. Juni, 15 Uhr in St. Rochus, Hasborn und um 18.30 Uhr in St. Remigius, Kröv; am Sonntag, 16. Juni, 10.30 Uhr in St. Nikolaus, Traben-Trarbach; am Freitag, 21. Juni, 18 Uhr in St. Gertrud, Landscheid; am Samstag, 22. Juni, 18.30 Uhr in St. Quirinus, Bengel; und am Sonntag, 23. Juni, 10.30 Uhr in St. Servatius, Bausendorf.

(sb)

 

 

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news-100709 Wed, 29 May 2019 11:21:39 +0200 „Mutig in die neue Zukunft gehen“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mutig-in-die-neue-zukunft-gehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_Infoveranstaltung_Kettig_1075a171ad.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Infoveranstaltung Kettig" />Die Pfarrei St. Bartholomäus Kettig wird zum 1.1.2020 zur PdZ Andernach gehören. In einer Infoveranstaltung wurde über zukünftige und bisherige "Orte von Kirche" diskutiert. Kettig – Mit „Orte von Kirche in Kettig“ war die Infoveranstaltung überschrieben. Zwar wurden am Ende des Abends noch keine konkreten Orte festgemacht, aber die Initiatoren konnten aufgrund eines regen Austauschs über diesen Begriff und die Trierer Bistumssynode einige Fragen beantworten und Anregungen aufnehmen.

Die Pfarrei St. Bartholomäus in Kettig wird zum 1.1.2020 zur Pfarrei der Zukunft (PdZ) Andernach gehören. Ein Schwerpunkt der neuen Pfarreien sind die „Orte von Kirche“. Dabei kann es sich um Kindergärten, Gebetskreise, Chöre, Krankenhäuser, Messdienergruppen oder Nachbarschaftshilfen handeln. „Es sind Gruppierungen von Christinnen und Christen, denen etwas am christlichen Leben wichtig ist. Sie sind interessiert an der Zusammenarbeit in Bezug auf bestimmte Personengruppen, Themen oder territoriale Orte“, erklärte Sebastian Mählmann. Der Diakon in Ausbildung führte gemeinsam mit Alexander Just, Dekanatsreferent im Dekanat Andernach-Bassenheim, durch die Veranstaltung.

„Wir wollen mutig in die neue Zukunft gehen“, sagte die Vorsitzende des Verwaltungsrates Petra Gies-Moskopp. Daher könne man auch bereits „Orte von Kirche“ identifizieren. „Wir können jetzt anfangen, man muss nicht warten bis das Leitungsteam feststeht“, ermutigte Mählmann.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-100663 Tue, 28 May 2019 14:37:00 +0200 Mit Gott on tour https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-gott-on-tour/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_Familienwallfahrt_a4df4d3bfc.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit Mama, Papa, Großeltern, Tanten, Onkel oder Geschwistern einen tollen Tag verbringen - dazu regt die Familienwallfahrt am 16. Juni an. Maria Laach – Einen schönen und erlebnisreichen Tag für Kinder und Erwachsene verspricht die Familienwallfahrt am Sonntag, 16. Juni in Maria Laach.

Das Programm besteht aus einer spirituell gestalteten Sternwallfahrt, die auf vier unterschiedlich langen Pilgerstrecken von etwa drei bis acht Kilometern verläuft; darunter befinden sich auch rollstuhl- und kinderwagengerechte Wege. Während der Wanderungen gibt es zwei bis drei geistliche Impulse durch spirituelle Begleiter.

In Maria Laach (Start- und Zielort) gibt es nach einem Mittagessen familienbezogene Programmpunkte, Konzerte und Offenes Singen, Vorstellung von Trendsportarten, Bastelangebote, Workshops sowie handwerkliche Angebote. Der Tag beginnt um 9.30 Uhr und endet nach dem Pontifikalamt (16 Uhr) mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann.

„Sie können gemeinsam mit ihrer Familie viele spannende, bereichernde und schöne Momente sowie Glaubenserfahrungen in der Gemeinschaft mit anderen Familien erleben“, richtet Georg Binninger, Leiter der Abteilung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste, das Wort an alle Interessierten.

„Die Idee der Familienwallfahrt ist ein generationenübergreifendes Angebot für Familien“, erklärt Binninger. Eltern, Kleinkinder, Jugendliche, Alleinerziehende und Großeltern sowie Paten sind dazu eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und dabei zu wandern, zu singen und zu beten und neue Erfahrungen miteinander zu machen, erklären die Veranstalter. Nicola Spitzley kann dies bestätigen: Die Mutter von drei Kindern nahm gemeinsam mit ihren Eltern 2011 an der Veranstaltung in Maria Laach teil. „Es war einfach ein toller Tag und man spürt, dass man in einer großen Glaubensgemeinschaft eingebunden ist“. Es sei nicht einfach nur eine Wanderung, erklärt Nicola Spitzley aus Kettig.

Elvira Stolte aus Volkesfeld wird an diesem Tag auch dabei sein, obwohl ihr Enkelkind weit weg wohnt. Sie möchte als ehrenamtliche Helferin den Teilnehmenden einen sicheren und schönen Tag ermöglichen. „Wir wollen etwas für andere tun“, erklärt sie. „Unser Glaube ist uns wichtig und wir freuen uns darauf Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen“, berichtet sie auch im Namen ihres Mannes.

„Der Tag ist auch eine wunderbare Möglichkeit mit den Kindern, die vor wenigen Monaten zur Kommunion gegangen sind, als einen gemeinsamen Tag zu verbringen“, schlägt Binninger vor.

Seit vielen Jahrzehnten bieten die (Erz-)Bistümer Aachen, Köln, Limburg und Trier in Kooperation die Wallfahrt in der Regel alle zwei Jahre an. Die diesjährige Familienwallfahrt steht unter dem Motto „Mit Gott on tour – Wegweiser im Leben“. „Familienmitglieder, Freunde, aber auch Gott können Wegweiser im Leben sein. Nicht zuletzt dürfen Familien auch auf die Zusage Gottes vertrauen“, erläutern die Verantwortlichen den Leitspruch. Mit rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rechnen die Organisatoren.

Weitere Informationen und Anmeldung bis 7. Juni auf www.familienwallfahrt.info oder unter Tel.: 0651-7105-163

(jf)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Ehrenamt Familienbildung Jugend Messdiener / Ministranten Schule Wallfahrten/ Pilgern