Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Sat, 23 Mar 2019 06:02:37 +0100 Sat, 23 Mar 2019 06:02:37 +0100 Bistum Trier news-98685 Fri, 22 Mar 2019 10:48:00 +0100 Flüchtlinge treffen Multiplikatoren beim Josefstag https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fluechtlinge-treffen-multiplikatoren-beim-josefstag/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_Josefstag_Sadiq_JMD-Mayen-1_21a7ee916f.jpg" width="150" height="112" alt="Sadiq (rechts) berichtet von seinem Leben in Deutschland. Neben ihm sitzt Sonja Lauterbach vom Jugendmigrationsdienst" title="Josefstag Sadiq JMD Mayen 1" />Anlässlich des Josefstages berichteten Jugendliche Flüchtlinge beim Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr Weihbischof Franz Josef Gebert von ihren Erfahrungen Mayen – „Hände reichen – Brücken bauen! Jugend braucht Perspektive in Europa“ lautet das Motto des Josefstags, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft auf junge Menschen treffen, die oftmals keinen leichten Start ins Leben haben. Beim Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr berichten Flüchtlinge unter anderem dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert von ihren Erfahrungen.

„Obwohl Fremdheit erst einmal Angst macht, gilt es diese zu überwinden und Brücken zu bauen“, fordert der Weihbischof und Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Gebert. Beim Blick auf die bevorstehende Europa-Wahl betont er: „Der Frieden ist nicht selbstverständlich, da muss man etwas für tun“.

Beim JMD werden junge Menschen im Alter von zwölf bis 26 Jahren aus 65 Ländern betreut. Sie erhalten kostenlose Beratung und Unterstützung beispielsweise in aufenthaltsrechtlichen Fragen, in Krisensituationen oder in der Sprachförderung. „Alle, die in unsere freiwillige Beratung kommen, haben feste Ziele, aber nicht alle haben die Möglichkeit, diese zu erreichen“, sagt Sonja Lauterbach vom JMD.

Drei junge Männer berichten in Mayen von ihren Erfahrungen mit Europa und seinen Grenzen. Sadiq kommt aus Somalia. Dort besuchte er zwölf Jahre lang das Gymnasium. Seit zwei Jahren ist er in Deutschland. Registriert wurde er zum ersten Mal in Dänemark; er ist ein sogenannter „Dublin-Fall". „Eigentlich müsste er dahin zurück, doch dort hat er sehr schlechte Erfahrungen gemacht“, erklärt Markus Göpfert, Fachdienstleiter im Bereich Migration im Caritasverband. Sadiq ist momentan auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Bereich Verkauf oder Automobil.

Einen Ausbildungsplatz hat der 18-jährige Ashakan schon; im August beginnt er eine Ausbildung zum Metallbauer. Zu seinen Eltern hat er seit der Flucht keinen Kontakt mehr: „Es gibt dort keinen Handyempfang“. Ein Teil seiner Familie lebt in Schweden, doch die darf er nicht besuchen, da er dafür nicht den richtigen Pass hat.

IT-Ausbildung statt Medizinstudium

Mohammed kommt aus der Nähe von Aleppo und ist 23 Jahre alt. Er ist seit drei Jahren in Deutschland. Sein Traum war es eigentlich Arzt zu werden. Einen Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Bonner Klinik hatte er, doch aufgrund seines Aufenthaltsstatus konnte er nicht einfach in dem Nachbarbundesland wohnen, erklärt Ania Sikkes vom JMD. Jetzt macht er eine Ausbildung im IT-Bereich an Bad Kreuznach. „Mir macht das Spaß“, erklärt der junge Mann lächelnd.

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news-98586 Wed, 20 Mar 2019 14:09:00 +0100 Aus der Oase ins Berufsleben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-der-oase-ins-berufsleben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_Mode_Oase_Treis-Karden_80ea26294c.jpg" width="150" height="113" alt="" />Langzeitarbeitsuchende beraten in der Mode-Oase des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück Kundinnen und Kunden. Für einige ist es ein Sprungbrett (zurück) in das Arbeitsleben. Treis-Karden – Jede Menge T-Shirts und Jeanshosen hängen auf den Stangen in der Bruttiger Straße 6 in Treis-Karden, aber auch glamouröse Abendkleider – für jeden Geschmack und Geldbeutel ist in der Mode-Oase etwas dabei. Im Sozialkaufhaus des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück werden die Kunden von Langzeitarbeitssuchenden beraten. Sie nehmen am Projekt „Caritas – Bildung und Arbeit“ teil. Das Ziel: Menschen beim (Wieder-)Einstieg ins Arbeitsleben zu unterstützen.

Nadine Behr und Marcel Hartleib waren bis vor kurzem Teil dieses Arbeitsmarktprojekts. Jetzt schauen sie in eine Zukunft als festangestellte Fachkraft im Gastgewerbe und als angehender Einzelhandelskaufmann.

Doch von Anfang an: Nadine Behr wurde vom Jobcenter die Arbeit in der Mode-Oase vorgeschlagen. „Ich war noch nie im Einzelhandel tätig, aber ich bin offen für Neues“, sagt die 31-Jährige. Ab September arbeitete sie im Lager, auf der Ladenfläche, zeichnete Preise aus und bediente die Kasse. Jetzt hat sie einen festen Job in einem Hotel in Treis-Karden. „Die geben mir als junge Mutter auch eine Chance“, freut sie sich.

Etwa drei Monate arbeitete Marcel Hartleib im Second-Hand-Laden. „Er hat sich in der Mode-Oase bewährt“, sagt Ulrike Jung-Ristic vom Caritasverband stolz. Darauf folgte ein Langzeitpraktikum bei einem Supermarkt und ab August eine Ausbildung. „Ich freue mich schon darauf“, kommentiert der 21-Jährige.  Im Sozialkaufhaus war er vornehmlich für die EDV samt dem Führen von Spendenlisten und Erstellen von Dienstplänen verantwortlich.

„Beim Arbeiten im Laden ist Organisationstalent gefragt, und Schlüsselkompetenzen für ein gelingendes Berufsleben werden hier gefördert“, weiß Fachanleiterin Stefanie Gietz, und betont: „Das macht unsere Teilnehmenden selbstbewusster.“ Ein wichtiger Punkt, um nach Jahren der Arbeitslosigkeit nicht zu verzagen und weiterhin motiviert auf Jobsuche zu gehen. Die Teilnehmenden erhalten Schulungseinheiten im Bereich Verkaufs- und Bewerbertraining oder Gesundheitsprävention. Zudem gibt es eine sozialpädagogische Begleitung bei der beruflichen (Neu-)Orientierung.

Das Projekt wird im Auftrag und mit Finanzierung des Jobcenters Cochem-Zell durchgeführt.Einen Zuschuss über 4000 Euro hat das Sozialkaufhaus zusätzlich von der Aktion Arbeit im Bistum Trier erhalten. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen. „Obwohl die Arbeitslosenquote im Kreis Cochem-Zell sehr niedrig ist, gibt es Personen, die Hilfe beim (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben benötigen“, weiß Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. Solche Projekte wie in Treis-Karden würden dies ermöglichen. „Wir unterstützen die Mode-Oase gerne, da wir sehen, dass die gute Arbeit von großem Erfolg gekrönt ist“, sagt die Geschäftsführerin beim Blick in die Runde.

Weitere Informationen zur Aktion Arbeit gibt es hier www.bistum-trier.de/aktionarbeit/. Näheres zur Mode Oase gibt es per E-Mail an mode-oase(at)caritas-cochem.de. Gerne werden Kleiderspenden außer Kinderbekleidung entgegengenommen.

(jf)

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news-98604 Tue, 19 Mar 2019 08:39:37 +0100 Deutliche Zeichen gegen Judenhass und für Versöhnung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/deutliche-zeichen-gegen-judenhass-und-fuer-versoehnung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_Leuchter-U-bergabe-2_98d002b6b0.jpg" width="150" height="108" alt="" />In der Woche der Brüderlichkeit übergibt die Pfarrei Liebfrauen zwei siebenarmige Leuchter aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde Trier. Trier – „Mensch, wo bist du? – Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ lautete das Leitwort der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit. Zum Abschluss fand am 17. März in der Trierer Synagoge eine jüdisch-christliche Gemeinschaftsfeier statt, in deren Mittelpunkt die feierliche Übergabe der siebenarmigen Leuchter aus der profanierten Pauluskirche in Trier an die jüdische Kultusgemeinde stand.

Das Ziel aller Veranstaltungen und somit auch der gemeinsamen Feier in der Synagoge sei es, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, die im Laufe ihrer Geschichte Tiefen und Höhen erlebt haben und doch so eng miteinander verbunden seien. Jeanna Bakal, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, brennt für diesen Austausch. In ihrer Ansprache an die „vielen bekannten und erfreulich vielen neuen Gesichter“ erinnerte sie an die "Stolpersteine" der Erinnerung an Juden in Trier; sie betonte aber gleichzeitig die große Hilfsbereitschaft und den Einsatz vieler Menschen, die sich nicht versteckt hätten bei der Frage „Mensch, wo bist du?“. Immer wieder passiere es, dass Antisemitismus aufflamme. „Aber es gibt die Menschen, die ihr Gesicht, ihren Mut und ihr Statement dagegen setzen.“ Und so sei die Übergabe der Menorot (Mehrzahl von Menora) aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde ein deutliches Zeichen von Hilfe und Freundschaft.

Bevor Thomas Schiffler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei Liebfrauen, zu der die im November 2017 profanierte (entweihte) Pauluskirche gehört, die Schenkungsurkunde verlas, schilderte Peter Bamler, Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Geschichte der Leuchter. Diese waren 1908 „zur feierlichen Ausschmückung“ der neu erbauten Pauluskirche gestiftet worden und zierten den Kirchenraum bis zu dessen Renovierung im Jahr 1967. Einer der siebenarmigen Leuchter wurde danach in einen Seitenraum gestellt, der andere verschwand. Erst Jahre später tauchte er auf der Marienburg auf und konnte dank einer Stiftungsinschrift zugeordnet und zurückgegeben werden.

Im Zuge der Profanierung der Kirche habe der Verwaltungsrat überlegt, wie mit den Menorot zu verfahren sei. „Insgeheim habe ich mir immer gewünscht, dass sie in der Synagoge ihren Platz finden“, gestand Peter Bamler. Umso erfreuter sei er, dass die Leuchter jetzt, „111 Jahre nach ihrer Stiftung an die Pauluskirche, eine neue Heimat an ihrem geistlichen Ursprung gefunden haben und zur Ehre des Herrn und zur Freude der Gemeinde den Eingangsbereich der Synagoge schmücken.“

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news-98582 Mon, 18 Mar 2019 11:56:14 +0100 AMG-Schülerinnen protestieren gegen Klimawandel https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/amg-schuelerinnen-protestieren-gegen-klimawandel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_Schulerinnen_AMG_ih_150319_f5a4696a24.jpg" width="150" height="113" alt="" />Auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG) nahmen am „fridays for future“-Protestzug durch die Innenstadt teil. Trier – Eigentlich müssten viele von ihnen gerade die Schulbank drücken. Dennoch haben sich nach Angaben der Veranstalter über 1000 Schülerinnen und Schüler am Freitag, 15. März, auf dem Domfreihof versammelt, um lauthals gegen den Klimawandel zu protestieren. Der „fridays for future“-Protestzug verlief durch die Innenstadt bis zum Rathaus. Zeitgleich fanden in über 110 Ländern auf der ganzen Welt von Schülern organisierte Demonstrationen statt. Mit dabei waren auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG).  

Obwohl sie heute frei haben, demonstrieren die Abiturientinnen Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn für wirksame Maßnahmen gegen Umweltschädigung und für ein Umdenken in der Klimapolitik. Seit sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, haben alle drei ihren Lebenswandel verändert. Werle etwa lebt seit einiger Zeit vegan und kauft lieber Second-Hand-Klamotten als „Fast Fashion“ (qualitativ minderwertige Mode aus ausbeuterischer Produktion), Weißhuhn fährt mit dem Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und verzichtet ebenfalls auf Fleisch. Unentschuldigte Fehltage müssen sie nicht befürchten – anders Marx‘ kleine Schwester, die die achte Klasse besucht. „Unsere Eltern unterstützen uns, denn es geht um unsere Zukunft. Wir reden auch innerhalb der Familie darüber, was wir konkret tun können, um die Umwelt zu schützen“, so Marx.

AMG-Direktor Dr. Mario Zeck und Dirk Johann, Leiter des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen im Bistum Trier, begrüßen generell das umwelt- und damit gesellschaftspolitische Engagement der Schülerinnen. Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen, gehöre zu den Erziehungszielen einer christlichen Schule, versichert der Schulleiter. Dies sei auch so im Rahmenleitbild verankert, ergänzt Johann. Anträge auf Unterrichtsbefreiung genehmigt Zeck aber nicht: „Die Aktion „fridays for future“ ist als Schulstreik deklariert. Die Genehmigung eines Streikes durch die bestreikte Institution erscheint mir widersinnig und würde ein völlig falsches Bild von Streik als probatem Instrument politischer Aktivität vermitteln. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht führt zu unentschuldigten Fehlstunden. Für ihre Handlungen sind die Schülerinnen selbst verantwortlich, und sie müssen für deren Konsequenzen einstehen. Auch diese Einsicht zu vermitteln, gehört zum Erziehungsauftrag von Schule.“

Jutta Albrecht, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion Trier, steht auf Seiten der Streikenden. Außergewöhnliche Situationen, sprich, die rasante Klimaerwärmung, erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. „Wenn die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Unterrichtszeit demonstrierten, würde es in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Ich finde das Engagement toll und unterstützenswert!“.

Weitere Informationen zu den Schülerprotesten gibt es unter www.fridaysforfuture.com.

(ih)

 

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news-98579 Mon, 18 Mar 2019 10:44:31 +0100 Diskriminierung von Frauen beginnt schon in der Ausbildung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/diskriminierung-von-frauen-beginnt-schon-in-der-ausbildung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_EPD-Logo_614_x_800_de8840a1dd.jpg" width="115" height="150" alt="" />Anlässlich des heutigen „Equal Pay Day“ fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine bessere Bezahlung für Frauen in sogenannten SAHGE-Berufen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Berufe, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind, müssen besser bezahlt werden. Das fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier anlässlich des „Equal Pay Day“ am 18. März unter dem Motto „Wertsache Arbeit“.

Das Problem besteht darin, dass Frauen überdurchschnittlich häufig in sogenannten SAHGE-Berufen (Soziale Arbeit, Haushaltsbezogene Dienste, Gesundheit und Erziehung) tätig sind, in denen ein niedrigeres Lohnniveau herrsche als beispielsweise in technischen Berufen. „Diese Unterschiede tragen eine enorme Mitschuld daran, dass Frauen weniger Rente erwirtschaften als Männer und daher viel häufiger von Altersarmut betroffen sind. Gleichzeitig werden so wichtige Berufe unattraktiv gemacht, die für unsere alternde Gesellschaft aber lebensnotwendig sind“, so Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der kfd. Diskriminierung beginne bereits beim Taschengeld, denn Mädchen bekämen davon weniger als Jungen, so die Erfahrungen der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. Das setzt sich in der Ausbildung fort: Während Auszubildende in Handwerksberufen ein sozialversicherungspflichtiges Entgelt erhalten, findet etwa der erste Teil der Ausbildung zur Erzieherin an einer Fachschule statt. Angehende Erzieherinnen erhalten also keine Ausbildungsvergütung, zudem wird oft Schulgeld erhoben. Frauen verdienen knapp 22 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer und ihre Rente ist fast 60 Prozent niedriger.

Besonders hoch ist die Ungerechtigkeit bei der Sorgearbeit in privaten Haushalten. Nichtbezahlte Arbeit im Haushalt, in der Kindererziehung und Pflege von Angehörigen verrichten vorwiegend Frauen, die dafür täglich eineinhalb Stunden mehr Arbeitszeit aufwenden als Männer. Selbst bezahlte Dienstleistungen in Privathaushalten werden nach wie vor überwiegend von Frauen in irregulären, nicht sozialversicherten Beschäftigungsverhältnissen erbracht. Die kfd fordert daher seit Jahren die Einführung eines Gutscheinmodells, um Dienstleistungen im Haushalt aus der Schwarzarbeit zu holen und sie fair und legal zu machen. Um der Bedeutung der SAHGE-Berufe gerecht zu werden, müssen die sogenannten Frauenberufe neu bewertet werden. Auch eine Berücksichtigung der psychosozialen Belastungen muss dabei gewährleistet sein.

Der Equal Pay Day beschreibt symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen „umsonst“ arbeiten. 2018 erhielten Frauen im Vergleich zu Männern einen Prozent niedrigeren Stundenlohn. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen länger arbeiten müssen, um das gleiche Jahresgehalt zu haben wie Männer.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen zum Thema gibt’s hier: www.kfd-bundesverband.de/themen/erwerbsarbeit/ oder bei der kfd Trier unter Tel.: 0651-9948690 oder E-Mail: info(at)kfd-trier.de.
(red)

  

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news-98072 Mon, 18 Mar 2019 09:40:00 +0100 Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-in-die-pfarrei-der-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_PdZ_Mayen_2305f98c47.jpg" width="150" height="113" alt="" />Zum 1.1.2020 startet das Dekanat Mayen-Mendig als Pfarrei der Zukunft Mayen. Schon jetzt gibt es einige Projekte und Orte von Kirche, wie die Steuerungsgruppe beispielhaft aufzeigt. Mayen – „Die Pfarrei der Zukunft ist wie ein großer See, auf den wir hinausfahren im Vertrauen auf Gott“, sagt Dechant Matthias Veit in Hinblick auf die Umsetzung der Synodenergebnisse im Bistum Trier und auf dem Hintergrund des Evangeliums „Der wunderbare Fischfang und die ersten Jünger“. Dort sagt Jesus dem Fischer Simon: „Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!“. Simon zögert erst, da er schon die ganze Nacht draußen unterwegs war, doch er vertraut Jesus. Dieses Vertrauen wird mit einer großen Anzahl an Fischen belohnt. „Das Zugehen auf die neuen Pfarreien ist auch ein geistlicher Prozess, eine Herausforderung für den Glauben“, gibt Dechant Veit zu bedenken.

Zum 1. Januar 2020 wird die Pfarrei der Zukunft Mayen starten. Diese umschließt das derzeitige Dekanat Mayen-Mendig, hinzu kommt die Pfarrei Rieden. Neben strukturellen Fragen verändert sich auch die pastorale Arbeit. Orte von Kirche erlangen eine eigene Gewichtung. In der Pfarrei der Zukunft Mayen ist das z.B. jetzt schon eine Gruppe von Frauen und Männern sein, die nach der Eucharistiefeier Kaffee anbieten und „über die Liturgie hinaus zu Begegnungen einladen“, sagt Veit. Es sind Mitglieder der jetzigen Pfarrgemeinderäte Herz-Jesu und St. Clemens, die das Treffen einmal im Quartal organisieren. „In Herz-Jesu sind verstärkt auch Neuzugezogene als Zielgruppe mit im Blick“, weiß Dechant Veit.

Konkrete Orte von Kirche

„Solche und andere Orte der Begegnung  zu stärken, wird unsere Aufgabe als hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger sein“, erklärt Dekanatsreferentin Mechthild Meyer mit Blick in die Zukunft, „denn dort findet lebendiger Glauben statt“. Eine weitere Aufgabe sieht sie ebenfalls vor Ort: „Wir müssen den Menschen zeigen, dass es sich nicht um eine Zentralisierung handelt“. Ein gutes Beispiel sei schon jetzt die Arbeit in einer kleinen Grundschule in Herresbach. Dort werden Gottesdienste gefeiert – „in der Lebenswelt der Kinder“, erklärt die Pastoralreferentin Annika Frank. Weitere Orte von Kirche sind für das Team „Gott am Ring“ während des Musikfestivals „Rock am Ring“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-soll-da-sein-wo-menschen-sind) oder die Aktionen von „AnsprechBar“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ansprechbar-in-zeiten-von-vereinsamung). Dabei handelt es sich um eine Initiative von katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die neue Räume von Gemeinschafts- und Glaubenserfahrung für junge Menschen eröffnen.

Wie konkret die Perspektivwechsel der Bistumssynode bereits jetzt umgesetzt werden können, zeigt der Kriseninterventionsplan. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Unterstützungsmöglichkeiten und  Arbeitsmaterialien für Schulen und Kindertageseinrichtungen, mit deren Hilfe sie in tragischen Situationen handlungsfähig bleiben können - zum Beispiel bei einem plötzlichen Todesfall. „Hier wird vom Einzelnen her gedacht, wie es der erste Perspektivwechsel vorschlägt“, erklärt Pastoralreferentin Annika Frank. Zudem hat das Thema neue Kooperationspartner zusammengebracht. „Unsere Aufgabe in der Pfarrei der Zukunft kann darin bestehen, Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenzubringen“, formuliert Pastoralreferent Oliver Serwas. „Und Menschen zu befähigen, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, ergänzt Annika Frank.

„Es wird gehen“, zeigt sich Dechant Veit optimistisch in Anbetracht der Projekte, die schon laufen und der zukünftigen Ideen. „Wir nehmen aber auch berechtigte Bedenken, Widerstände und Ängste wahr, die wir ernst nehmen wollen.“

Weitere Informationsmöglichkeiten

Im Dekanat Mayen finden seit 2016 viele Treffen auf unterschiedlichen Ebenen unter anderem mit der Überschrift „Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft“ statt. Mehr als 70 Interessierte versammelten sich zu einem Informationsabend für Räte. Auch weitere Dialog- bzw. Infoveranstaltungen sind geplant. So findet am Samstag, 6. April um 18.30 Uhr in der Kirche St. Veit (Am St. Veit Park) in Mayen eine Veranstaltung des Pfarreienrates Mayen statt. Auf www.dekanat-mayen-mendig.de wird informiert und werden Fragen durch die Steuerungsgruppe beantwortet. Wenn Gruppen oder Einzelpersonen darüber hinaus konkrete Fragen haben, können sie sich an das Dekanat per E-Mail an dekanat.mayen-mendig(at)bistum-trier.de oder Tel.: 02651 70453-0 wenden.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Beratung Information Kirchliche Räte Personal Pfarreien Synode: Umsetzung
news-98501 Fri, 15 Mar 2019 14:41:47 +0100 Auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-heiligen-hildegard-von-bingen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_Pilgerwanderfuhrer_Bad-Kreuznach_166f919ba5.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Pilgerwanderfuhrer Bad Kreuznach" />Unter anderem eine Pilgerwanderung auf dem kompletten Hildegardweg mussten zwölf neuen Pilgerwanderführerinnen und -führer während ihrer Ausbildung absolvieren. Bad Kreuznach – Im September 2017 wurde der Hildegard von Bingen Pilgerweg offiziell eröffnet. Da es immer wieder Nachfragen von Pilgernden nach einer kundigen Begleitung auf dem Hildegardweg gibt, startete im vergangenen Jahr ein Lehrgang für Pilgerwanderführer, der nun abgeschlossen wurde.

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Rhein-Hunsrück-Nahe und das Scivias-Institut für Kunst und Spiritualität e. V. führten den Lehrgang durch. Zwölf Absolventinnen und Absolventen erhielten nun ihre Zertifikate im Bildungszentraum St. Hildegard in Bad Kreuznach.

Der gesamte Lehrgang umfasste fünf  Module und eine Pilgerwanderung auf dem gesamten Hildegardweg von Idar-Oberstein bis Eibingen bei Rüdesheim. 

Die Grundlage der Ausbildungsmodule war das von Dr. Annette Esser herausgegebene Pilgerbuch „Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg“.

Zu den Ausbildungsinhalten gehörte neben einer grundlegenden Einführung in die Pilgerbegleitung das Konzept des Weges einschließlich der 32 Informations- und 27 Meditationstafeln entlang der Route, die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Lebensstationen der Heiligen Hildegard, ihren Visionen, ihrer Frömmigkeit und Spiritualität sowie ihren Einfluss auf Gesellschaft, Papst, Bischöfe und Fürsten des Mittelalters.

Der 136 Kilometer lange Pilgerweg startet in Idar-Oberstein und verläuft entlang der historischen Orte zwischen Nahe und Rhein an denen Hildegard von Bingen gelebt hat.

Kooperationspartner des Kurses waren die Naheland-Touristik, das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

Die zertifizierten Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter stehen für Anfragen von Einzelpilgern und  Gruppen ab sofort zur Verfügung. Die Frauen und Männer planen zudem eigene Formate und Angebote wie das Pilgern von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Weitere Informationen gibt es bei der KEB unter Tel.: 0671-27989 oder per E-Mail an keb.rhein-hunsrueck-nahe(at)bistum-trier.de oder auf www.hildegardweg.eu.

 

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news-98498 Fri, 15 Mar 2019 12:52:52 +0100 Bolivien-Kleidersammlung am 30. März https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bolivien-kleidersammlung-am-30-maerz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Logo_Boliviensammlung_362b14d962.jpg" width="150" height="62" alt="" />Die Bolivienkleidersammlung des BDKJ steht wieder an. Am Samstag, den 30. März 2019 sind die Ehrenamtlichen in der Stadt Trier und anderen rheinland-pfälzischen Landkreisen unterwegs. Trier/Wittlich/Bitburg – Wenn sich wieder rund 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene an einem Tag ehrenamtlich für Projekte in Bolivien stark machen, kann das nur eines heißen: Die Bolivienkleidersammlung des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) steht wieder an. Am Samstag, den 30. März 2019 sind die Ehrenamtlichen in der Stadt Trier und in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel unterwegs. Es wird darum gebeten, die gut verpackten Kleidersäcke möglichst erst am Aktionstag bis 9 Uhr gut sichtbar an die Straße zu stellen. Gesammelt werden Kleidung, Schuhe (paarweise gebündelt) und Haushaltswäsche. Nicht in die Bolivien-Kleidersammlung gehören stark verschmutzte und stark beschädigte Kleidung sowie einzelne Schuhe. Da nicht in allen Pfarreien alle Straßen abgefahren werden können, haben einige Pfarreien Sammelstellen eingerichtet. Daher bittet der BDKJ darum, auf konkrete Informationen etwa in Pfarrbriefen und der lokalen Presse zu achten.

Die Erlöse aus der Verwertung der Kleiderspenden kommen benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderungen in Bolivien zugute. Konkret werden damit laut des Bolivienreferates des Bistums Trier zwei Organisationen unterstützt: Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in ländlichen Regionen für ca. 2.000 Kinder und Jugendliche. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind z.B. die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels. Der zweite Partner, die „Nationale Jugendpastoral“ Boliviens (PJV), fördert und koordiniert die katholische Jugendarbeit für ganz Bolivien.

Die Bolivien-Kleidersammlung wird nach den Standards von „FairWertung“ durchgeführt. Dieser Dachverband überwacht das Sammeln von Gebrauchtkleidung bis zur Vermarktung und Verwertung. Zu den überprüften Standards gehören neben der Gemeinnützigkeit auch die wahrheitsgemäße Information und eine umfassende Transparenz der Aktion, teilt der BDKJ mit. Auch bei Kleidersammlungen werde die nachlassende Qualität von Kleidung immer mehr zum Thema. Es gebe eine Ex- und Hopp-Mentalität beim Konsum von Kleidung und das große Angebot von Billigware habe bedenkliche Folgen, erklärt Matthias Pohlmann vom Bolivienreferat des BDKJ. „Deshalb sind wir umso dankbarer für die große Unterstützung und für die große Sorgfalt, mit der uns die meisten Kleiderspenden anvertraut werden.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.boliviensammlung.de, beim BDKJ in 54290 Trier, Weberbach 70, Tel: 0651/9771-100 und bei den jeweiligen Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral in Trier (Telefon: 0651/99475940), Bitburg (Telefon: 06561/8938) und Marienburg (Telefon: 06542/901353).

(sb)

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news-98474 Thu, 14 Mar 2019 16:18:55 +0100 Die Zukunft mitgestalten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-zukunft-mitgestalten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Infoveranstaltung_PdZ-Trier_Podium1_e5b063c95a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Gremienmitglieder in Trier informierten sich über die Schritte zur Pfarrei der Zukunft Trier. Trier – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien sowie Gundo Lames, Direktor für den Bereich Ziele und Entwicklung in Trier informiert. Die Informationsveranstaltung in der Europahalle am 12. März richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Trier. Diese wird das Gebiet des Dekanats Trier sowie Teile des Dekanats Schweich-Welschbillig und Hermeskeil-Waldrach umfassen. Die PdZ Trier wird allerdings nicht unter den 15 Pfarreien sein, die schon 2020 errichtet werden.

„Die Kirche im Bistum Trier gehört zu meinem Leben“: Diesen Satz könnten wohl viele der Anwesenden unterschreiben, sagte Judith Rupp in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung. Jeder habe dabei seine eigene Geschichte und dabei gute und vielleicht auch schmerzvolle Momente erlebt. Allen Anwesenden aber sei gemein, dass sie sich einbringen und sich um die Kirche sorgen – und dafür gelte der große Dank der gesamten Bistumsleitung und des Bischofs. Die Synode habe der Trierer Bischof einberufen, um sich im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Umstände beraten zu lassen. Ihr sei es um die Kernfrage gegangen, wie man die Botschaft des Evangeliums auch in der sich rasant verändernden heutigen Zeit weitertragen könne. Rupp stellte fest: „Wir brauchen eine Kirche, in der Macht und Verantwortung geteilt wird, kollegial miteinander gearbeitet wird, auf Augenhöhe, Frauen und Männer, Laien und Kleriker, eine Kirche, die nicht eingreift und bestimmt, sondern Freiraum gibt und Platz macht; eine Kirche, die nicht nur den ‚heiligen Rest‘ bedient, sondern anziehend wirkt auf ganz viele.“ Dazu werde im Bistum ein "durchaus auch mühsamer" Umbau begonnen, bei dem man die Schritte gemeinsam gehen wolle. Der erste Schritt dabei sei ein struktureller und organisatorischer: die Errichtung der Pfarreien der Zukunft, da es einen Rahmen für die Seelsorge brauche.

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news-98449 Wed, 13 Mar 2019 16:51:51 +0100 Wandel in der Weltanschauungsarbeit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wandel-in-der-weltanschauungsarbeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Hempelmann_Weltanschauung_ih_120319_eeddec5815.jpg" width="150" height="101" alt="" />20 Beauftragte katholischer (Erz-)Diözesen und entsprechender Institutionen beschäftigten sich mit dem Thema „Kontinuität und Wandel – Kirchliche Weltanschauungsarbeit heute“. Trier – Religion und Glaube, Spiritualität und Weltanschauungen stellen sich in der globalisierten und pluralen Gesellschaft zunehmend vielfältig dar. Folglich unterliegt auch die Arbeit zum Themenkomplex einer ständigen Veränderung. Wie darauf zu reagieren sei, haben rund 20 Beauftragte katholischer (Erz-)Diözesen und entsprechender Institutionen im Rahmen der Tagung „Kontinuität und Wandel – Kirchliche Weltanschauungsarbeit heute“ am Montag, 12. März, im Robert Schuman Haus diskutiert.

Seit dem vergangenen Jahr wird die Beschäftigung mit Sekten- und Weltanschauungsfragen nicht mehr durch ein eigenes Referat in der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) mit Sitz in Erfurt vertreten. Dies mache deutlich, dass „unsere Arbeit ständigem Wandel unterliegt“, so KAMP-Referent Dr. Martin Hochholzer; doch Weltanschauungsarbeit leiste unverzichtbare Beratungsarbeit für Kirche und Gesellschaft. Die Schwerpunkte hätten sich aufgrund von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen verlagert, schilderte Dr. Reinhard Hempelmann, Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW). „Inzwischen sind Sekten nur noch ein Phänomen unter vielen.“ Tendenzen wie die Sakralisierung von Weltlichem, Weltentsagung oder evangelikale Strömungen hätten an Einfluss gewonnen. Hempelmann, der auf  27 Jahre Erfahrung zum Themenkomplex zurückblickt, sprach in seinem Vortrag von merklichen Zäsuren innerhalb der vergangenen Jahrzehnte. Als Beispiele nannte er etwa den Neuen Atheismus oder Eintrittsbestrebungen der Neuapostolischen Kirchen in den ökumenischen Verband. Befassen müsse man sich aktuell mit der Zunahme weltanschaulicher Pluralisierungsprozesse. „Vor allem Religionsfreiheit, Globalisierung, Migration, Digitalisierung und Mission sind Motoren der Pluralisierung“, so Hempelmann. Um respektvoll miteinander umzugehen, brauche es „Differenzkompetenz“. Darunter verstehe er die Fähigkeit, Unterschiede zwischen der eigenen Anschauung und der fremden wahrzunehmen, sich mit dem eigenen Selbstverständnis und dem des Gegenübers auseinanderzusetzen und Begegnungen zu pflegen. „Das ist ein entscheidendes Moment unserer Arbeit“, versicherte er. Jürgen Lohmeyer, Weltanschauungsbeauftragter des Bistums Würzburg, ging in der Diskussion noch einen Schritt weiter: „Demokratie lebt von Differenzkompetenz. Daher ist ihr Erwerb eine genuine Aufgabe von (inter-)religiöser Bildung, denn sie ist ein Proprium [Merkmal] von Christ-Sein.“

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news-98445 Wed, 13 Mar 2019 14:47:57 +0100 Sexueller Missbrauch:Bischöfe zu Aufarbeitung und Prävention https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sexueller-missbrauchbischoefe-zu-aufarbeitung-und-praevention/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_dbk-logo_ba57743441.jpg" width="150" height="125" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann gibt bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen einen Überblick über den Stand der Arbeiten. Lingen/Trier – Bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der auch Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes ist, beim Pressegespräch „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention – Informationen zum aktuellen Stand“ am 13. März in Lingen über den Stand der Dinge informiert.

 „Die Vollversammlung hat sich ausführlich mit dem Thema sexueller Missbrauch befasst. Heute möchte ich einen Überblick geben über die Aufgaben, die für mich anstehen, das heißt zum aktuellen Stand der Arbeiten, die sich mit den konkreten Fragen der Aufklärung und Aufarbeitung ergeben, wie sie bei der Herbstvollversammlung 2018 in Fulda beschlossen worden sind. Kardinal Reinhard Marx wird auf der Pressekonferenz am Donnerstag über die weiteren Themen informieren, die damit zusammenhängen, also die übergreifenden Themen.

Die zurückliegenden Monate waren sehr intensiv

In meiner Funktion als Beauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes der Deutschen Bischofskonferenz kann ich sagen, dass die zurückliegenden Monate sehr intensiv waren. Nach der Veröffentlichung der MHG-Studie am 25. September 2018 in Fulda haben wir deutschen Bischöfe in unseren Beratungen einen Plan verabschiedet, wie das Thema weiter aufgearbeitet wird. In den zurückliegenden Monaten konnte ich notwendige Vorarbeiten machen und möchte in fünf Punkten über den aktuellen Stand der Arbeiten berichten.

Zunächst hebe ich das Teilprojekt „Unabhängige Aufarbeitung“ hervor: Ziel des Teilprojektes ist die Erarbeitung eines „Leitfadens“ für die unabhängige Aufarbeitung in den Diözesen. Dazu hat ein Gespräch mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung (UBSKM), Johannes Wilhelm Rörig, stattgefunden. Zur Erarbeitung von Kriterien und Standards für die Aufarbeitung ist eine Kooperation zwischen der Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ des UBSKM und der Bischofskonferenz geplant. Bis Ende Mai 2019 soll dazu ein Treffen stattfinden, bei dem das Arbeitsfeld ausgeleuchtet und erste Inhalte festgelegt werden sollen.

Zur Überprüfung und Weiterentwicklung des Verfahrens zu Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids soll auf Anregung des UBSKM ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, das die Praktikabilität des Verfahrens und die Akzeptanz bei Betroffenen und Diözesen prüft. Darüber hinaus wird Ende April/Anfang Mai ein Workshop mit fachkundigen Personen aus Kirche und Gesellschaft veranstaltet, bei dem Erfahrungen und erste Bewertungen zusammengetragen werden sollen. Ich darf noch einmal daran erinnern, dass wir das Verfahren zu Leistungen in Anerkennung des Leids im März 2011 etabliert haben. Es soll in Fällen, in denen z. B. wegen eingetretener Verjährung kein durchsetzbarer Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld besteht, auf möglichst unbürokratische Weise eine Anerkennung des erlittenen Leids in Form einer materiellen Leistung gewähren. Bisher sind rund 1.900 Anträge in der so genannten Zentralen Koordinierungsstelle (ZKS) eingegangen. Weil es in den vergangenen Wochen Debatten gab, möchte ich das noch einmal erläutern: Die betroffene Person stellt über die Diözese oder den Orden einen Antrag bei der ZKS. Diese spricht eine Empfehlung über die Höhe der Leistung aus. Die Auszahlung selbst erfolgt dann durch die entsprechende kirchliche Körperschaft, die für den Täter in Vorleistung tritt. Denn der Täter selbst soll, sofern er noch am Leben ist, die Leistung erbringen.

Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen

Im Blick auf die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen für Betroffene läuft eine Recherche zu nichtkirchlichen Beratungsangeboten, die möglicherweise als Kooperationspartner für eine niederschwellige, gegenüber der katholischen Kirche vertrauliche und gegebenenfalls auf Wunsch anonyme Beratung zur Verfügung stehen könnten. Die unabhängigen Anlaufstellen sollten ein gut auffindbares und außerkirchliches Angebot sein, das Betroffenen die Anzeigenerstattung erleichtert, damit diese möglichst frühzeitig erfolgt. Derzeit stehen wir dazu in Kontakt mit der Geschäftsstelle „Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF)“. Wir haben auch noch einmal die Unabhängigkeit der aktuell benannten Ansprechpersonen für sexuellen Missbrauch in den Bistümern überprüft. Das Ergebnis zeigt, dass eine weitgehende Unabhängigkeit der Missbrauchsbeauftragten mittlerweile gegeben ist. Allerdings gibt es auf den Homepages der Bistümer noch Verbesserungsbedarf bei der Erkennbarkeit der Unabhängigkeit.

Zu der angestrebten Standardisierung in der Führung der Personalakten der Kleriker findet aktuell in allen Diözesen eine Erhebung der zu ordnenden Akteninhalte und der bisher bevorzugten Aktenführung statt. Mithilfe der Erhebung sollen praxisorientierte Standards für die Personalakten der Kleriker entwickelt werden. Zentral bleibt dabei das Ziel, Standards zu entwickeln, die sicherstellen, dass Missbrauchsbeschuldigungen künftig in allen Diözesen verbindlich, einheitlich und transparent dokumentiert werden und es für die Personalverantwortlichen zu keinen Informationslücken kommt.

Von Anfang an hatte Präventionsarbeit einen hohen Stellenwert

Die Arbeiten zum Monitoring für die Bereiche der Intervention und der Prävention haben wir in den letzten Monaten noch zurückgestellt, nicht zuletzt deshalb, weil wir erst im November des letzten Jahres katholischerseits eine große Fachtagung zum Thema Monitoring zusammen mit Kirchenverantwortlichen, Ordensoberen, Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten der Diözesen und Ordensgemeinschaften, mit dem UBSKM sowie der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs veranstaltet haben. Die Präventionsarbeit hatte für uns von Anfang an einen hohen Stellenwert. Zunächst 2010, dann 2013 aktualisiert und erweitert hat die Deutsche Bischofskonferenz neben den „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ eine „Rahmenordnung Prävention gegen sexualisierte Gewalt“ erlassen. Wir kommen mit dieser Rahmenordnung den diözesanen Ordnungen und Maßnahmen sowie den angepassten Schutzkonzepten für Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen unserer Verantwortung und Achtsamkeit nach, die wir Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen schulden.“

Weitere Informationen sind unter www.dbk.de zu finden.    

(red)

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news-98379 Tue, 12 Mar 2019 14:42:00 +0100 Mitte der Gesellschaft bei Flüchtlingsfrage mitnehmen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mitte-der-gesellschaft-bei-fluechtlingsfrage-mitnehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_Podium_Vallendar_5d103286c1.jpg" width="150" height="113" alt="" />"Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben" lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe des Katholikenrates im Bistum Trier. In Vallendar diskutierten Interessierte mit Politikern. Vallendar – „Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden.“ Der Moderator und Chefredakteur der Trierer Bistumszeitung Paulinus, Bruno Sonnen, stellte die bekannte Videobotschaft des deutschen Astronauten Alexander Gerst an den Anfang des politischen Abends des Katholikenrates in Vallendar.

Werner Huffer-Kilian von der Kreisgruppe Koblenz des Bundes für Umwelt- und Naturschutz zeigte Zusammenhänge zwischen Menschenrechten und Fluchtursachen auf. „Unsere lokale Gruppe engagiert sich in vielen öko-sozialen Projekten, etwa indem wir gegen Kinderarbeit protestieren“. Wer in Deutschland ankommt, solle wissen: die Flucht ist vorbei! Es gehe darum, das Innere, was die Flüchtlinge verloren haben mit Heimat zu füllen“.

Pater Jörg Gattwinkel (SAC) und das Ehepaar Christiane und Walter Groos stellten die Arbeit der Initiative „Willkommen in Vallendar“ vor. Einerseits freuten sie sich, dass viele Flüchtlinge in Privatwohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften untergekommen sind, andererseits wünschen sie sich, dass die angemieteten Wohnungen „menschenwürdig“ seien – also mit Telefon, Internetzugang, im Ort gelegen und ohne Schimmel, Flugameisen oder Rissen in den Wänden. Außerdem sollten amtliche Schreiben so verfasst werden, dass deren Sprache auch verständlich sei. Diese Forderung nach einer „leichten Sprache“ unterstützte Katja Büchner, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Andernach. Ihr Verein habe eine Broschüre herausgebracht, in der etwa Bräuche wie Karneval oder Halloween in leicht verständlicher Sprache erklärt würden. Außerdem präsentierte sie ein T-Shirt mit dem Logo „I love Andernach“, das unter anderem ein Herz mit zehn verschiedenen Sprachen zeigt.

Pater Wolfgang Jungheim (SSCC) von der Initiative Ordensleute für Kirchenasyl warb dafür, nahe an den Schicksalen der Flüchtlinge zu sein und sie auch in „Härtefällen“ nicht im Stich zu lassen: „Fehlentscheidungen müssen gemeldet und geprüft werden“.

„Kirchenasyl lehne ich ab“, entgegnete der Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster. Er sei „zwar Katholik, aber niemand steht über dem Gesetz, auch die Kirche nicht“. Der deutsche Rechtsstaat sei ein „hohes Gut“. Es gebe auch andere Methoden und Gremien gegen Abschiebentscheidungen vorzugehen.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Hedi Thelen forderte dazu auf Positionen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ernst zu nehmen. Vielen Menschen in Deutschland fühlten sich durch die Flüchtlingswelle „bedroht und bedrängt im eigenen Land.“ Viele Ostdeutsche seien nie in Gesamtdeutschland angekommen, der Klimawandel und unberechenbare Politiker wie Trump, Kim Jong-un oder Putin machten Angst. „Wir müssen diese Sorgen ernst nehmen und Antworten geben“. Sie kämpfe für ein starkes Europa, das sich (wieder) auf gemeinsame Werte besinne.

In Kleingruppen wurde heftig darüber diskutiert, ob Kirche als Gesprächspartner in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen überhaupt noch ernstgenommen wird, oder sie ihre Rolle wegen der Missbrauchsdiskussion nicht eingebüßt hat. Andere Teilnehmende trieb die Frage um, wie mit der AfD und ihrem menschenfeindlich-unchristlichen Weltbild umzugehen sei.

Die vom Katholikenrat im Bistum Trier veranstaltete politische Reihe „Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben“ wird fortgesetzt: am 19. März in Waxweiler (19.30 Uhr) und am 14. Juni (19 Uhr) in Waldbreitbach. Weitere Infos gibt es auf www.bistum-trier.de/katholikenrat/.

(red)

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news-98402 Tue, 12 Mar 2019 08:55:43 +0100 Aufarbeitung und Prävention als langfristige Aufgaben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufarbeitung-und-praevention-als-langfristige-aufgaben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_CF004133_20x30_quer_04_509dfa7173.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann traf sich mit dem diözesanen Beraterstab. Trier – Die Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch im Raum der Kirche ist eine langfristige und dauerhafte Aufgabe. Davon ist Bischof Dr. Stephan Ackermann überzeugt. Dabei blickt der „Beauftragte für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes“ der Deutschen Bischofskonferenz sowohl auf sein eigenes als auch auf alle deutschen Bistümer.

Durch den Kinderschutzgipfel im Februar 2019 in Rom sieht er diese Einschätzung bestätigt. „Um sexuelle Gewalt wirksam zu bekämpfen, müssen Fälle aufgedeckt und aufgearbeitet werden; genauso wichtig ist die Prävention. Zugleich brauchen wir eine durchgängige Haltung und Kultur, die zuallererst den Betroffenen Gehör schenkt und keine Vertuschung duldet.“ Die Vorschläge des vatikanischen Gipfels müssten nun in konkrete und verbindliche Weisungen des Papstes umgesetzt werden, sagt Ackermann. Notwendig sei dazu auch ein permanentes und weltweites Controlling.

„Manche Themen lassen sich sinnvoller im Verbund mit anderen Bistümern angehen sowie mit externen Partnern“, sagt der Bischof. Dazu gehöre etwa die Festlegung von Kriterien und Standards für „eine unabhängige Aufarbeitung, die vielleicht sogar Versöhnungsprozesse möglich macht“. Hier setzt der Trierer Bischof vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung. Auch die Überarbeitung und Vereinheitlichung der Aktenführung, die die Forscher der sogenannten MHG-Studie den Bischöfen empfehlen, sei eine Aufgabe, die im Verbund angegangen werden müsse.

Sensibilisierung für Machtfragen

Im eigenen Bistum legt Ackermann großen Wert darauf, dass die MHG-Studie und mögliche Konsequenzen daraus in den Räten und Gremien besprochen werden. Der Diözesanpastoralrat und der Priesterrat haben sich bereits mit der Studie befasst. „Ich bin überzeugt davon, dass die Themen Kinderschutz und Prävention, die Sensibilisierung für Machtfragen – denn darum geht es vor allem beim Thema Missbrauch – sowie ein  achtsamer und respektvoller Umgang miteinander sich nur gemeinsam einüben lassen, indem wir immer wieder darüber reden, diese Fragen miteinander reflektieren und uns so weiterentwickeln.“

Ackermann unterscheidet drei Säulen, wenn es um das Thema sexueller Missbrauch geht. Sollte es trotz aller präventiven Arbeit zu (Verdachts-)Fällen sexuellen Missbrauchs kommen, muss es verlässliche und transparente Interventionspläne geben. „Wir überprüfen unsere bisherigen Arbeitsweisen; klären, ob es Kooperationen mit bestehenden Stellen im außerkirchlichen Bereich geben kann.“ Wichtig sei, dass Betroffene schnell Unterstützung bekämen.

Aufklärung müsse sich strikt an staatlichen Regelungen und den kirchlichen Leitlinien orientieren. „Wir im Bistum Trier arbeiten seit Jahren eng mit den staatlichen Ermittlungsbehörden zusammen.“ So hatte es nach der MHG-Studie Gespräche mit den zuständigen Generalstaatsanwaltschaften gegeben; anschließend hatte das Bistum angeforderte Akten und Informationen zur Verfügung gestellt. Zu einer geregelten Intervention gehöre aber auch ein verlässliches Reporting- und Dokumentationssystem, sagt der Bischof.

Prävention im Bistum: gut aufgestellt - weiter zu entwickeln

In Sachen Prävention sei das Bistum dank der Vielen, die in diesem Bereich engagiert sind, seit Jahren gut aufgestellt, betont Ackermann. Dennoch müsse man dieses Feld stets weiterentwickeln. Gern sähe es der Bischof, wenn Menschen aus dem Bistum Trier den neuen Masterstudiengang „Kinderschutz“ an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom absolvierten. Für den gesamten Bereich der Präventionsarbeit hält er ein – wiederum bistumsübergreifendes – Monitoring für unabdingbar; damit sei zu gewährleisten, dass die Bistümer in ihren Bemühungen nicht nachlassen und dass alle stets auf dem neuesten Stand sind.  

Die Perspektive der von sexualisierter Gewalt Betroffenen

Mit seinem Beraterstab, dem neben Bistumsverantwortlichen und den Ansprechpersonen für sexuellen Missbrauch Experten aus der Beratungs- und Präventionsarbeit angehören, sprach der Bischof darüber, wie Betroffene stärker einbezogen werden können. „Seit ich die Aufgabe des Beauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs auf der Ebene der Bischofskonferenz übernommen habe, bin ich mit vielen Betroffenen persönlich in Kontakt. Das war und ist für mich der erste und wichtigste Aspekt mit Blick auf die Aufarbeitung“, erklärt er. Derzeit gehe es darum, die Perspektive der Betroffenen noch stärker in der regulären Arbeit von Aufklärung und Prävention zu verankern.

Der Beraterstab hat begonnen, zu überprüfen, wie bisher Fälle aus der Vergangenheit aufgeklärt wurden. Darüber hinaus will Bischof Ackermann Fälle in Einrichtungen von externen unabhängigen Experten untersuchen lassen. So stehe die Beauftragung einer unabhängigen Person kurz bevor, die die Fälle sexueller und körperlicher Gewalt im „Albertinum“ (einem Anfang der 1980er Jahre geschlossenen Internat in Trägerschaft des Bistums in Gerolstein) untersucht. „Nicht zuletzt müssen wir prüfen, ob es Versäumnisse oder gar Vertuschung von Fällen durch damals Verantwortliche gegeben hat. Die können wir Verantwortlichen von heute zwar nicht ‚wiedergutmachen‘;  aber wir können Fehler eingestehen und uns bemühen, aus diesen Fehlern zu lernen.“

(JR)

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news-98384 Mon, 11 Mar 2019 16:00:33 +0100 Jesu Botschaft bleibt immer glaubhaft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jesu-botschaft-bleibt-immer-glaubhaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_zulassungsfeier_erwachsenentaufe_bischof_769339f774.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann hat während eines Gottesdienstes 25 Frauen und Männer zur Erwachsenentaufe zugelassen. Um die Ostertage werden sie in ihren Heimatgemeinden die Sakramente erhalten. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 10. März, dem ersten Fastensonntag, 25 Erwachsene im Dom zur Taufe und Firmung zugelassen. Die Bewerberinnen und Bewerber aus verschiedenen Dekanaten des Bistums werden ihre Sakramente um die Ostertage in ihren Heimatpfarreien empfangen. Taufe, Kommunion und Firmung gehören zu den Sakramenten der katholischen Kirche. Sie stehen dafür, dass der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche ausgenommen wird und als Zeichen für die Liebe Gottes und die Gegenwart Jesu Christi.

Viele rückten heute vom Glauben ab, die Kirche erscheine ihnen unglaubwürdig und viel zu sehr in Schuld verstrickt, sagte Bischof Ackermann zu den Kandidatinnen und Kandidaten. „Sie gehen mit Ihrem Wunsch nach Aufnahme jedoch bewusst den umgekehrten Weg.“ Diese Entscheidung sei trotz aller Unvollkommenheit in der Kirche nicht naiv oder unverantwortlich. Sie dürfe sich nämlich gründen in dem, was durch ihre Geschichte hinweg immer glaubwürdig geblieben sei. „Wirklich glaubhaft an Kirche sind Jesus und seine Botschaft.“ Diese sei, trotz aller kirchlichen Verfehlungen, „nie widerlegt worden und bleibt als einzige immer glaubhaft und wahrhaftig“, sagte der Bischof. Sie sei ein haltgebendes Fundament und mit ihrer Nächstenliebe eine wirkliche Alternative für diese Welt.

Ackermann sprach auch vom Wert der Sakramente als einem „Schatz der Kirche“, in denen Christen Jesus unverstellt begegnen und seine Nähe finden können. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch alle Höhen und Tiefen dies immer wieder spüren“, sagte der Bischof zu den Bewerberinnen und Bewerbern, die er einzeln segnete. Die Feier im Dom, in der sie gemeinsam um die Zulassung zu den Sakramenten baten, ist Teil einer etwa halbjährigen Vorbereitung im Kreise verschiedener sogenannter Katechumenatsgruppen, die vor Ort von pastoralen Mitarbeitern begleitet werden.

Zu der Koblenzer Gruppe unter der Leitung von Pastoralreferentin Ulrike Kramer-Lautemann gehört Hava Dhoraj. Die junge Frau stammt aus Albanien und ist mit ihren zwei Söhnen seit vier Jahren in Deutschland. „Ich glaube an Gott“, sagt sie schlicht über ihren Hauptgrund, warum sie sich taufen lassen möchte. In Albanien habe sie dort, wo sie lebte, kaum eine Möglichkeit gehabt, Christin zu werden. Ebenfalls in Koblenz lebt Claas Rühl, der mit seiner Freundin gekommen ist. „Wir möchten bald heiraten, auch kirchlich“, sagt der junge Mann, dessen Familie aus Sachsen nach Westdeutschland kam. Außerdem bestärkt ihn sein geschichtliches Interesse am Christentum, das „als größte Hilfsorganisation der Welt“ aus seiner Sicht viel Gutes tut. Durch den Tod seines Großvaters sei er außerdem erstmals wirklich mit dem Glauben konfrontiert worden und der Frage, was nach dem Tod komme. Gemeinsam mit den anderen aus seiner Katechumenatsgruppe wird er am Ostersonntag in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche die Sakramente der Taufe, Firmung und Kommunion empfangen.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe und Firmung von Jugendlichen und Erwachsenen, dem sogenannten Katechumenat, gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de,  unter www.katholisch-werden.de oder telefonisch unter 0651 7105-509.
(red)

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news-98299 Fri, 08 Mar 2019 12:36:55 +0100 „Die Erneuerung kommt vom Lande“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-erneuerung-kommt-vom-lande/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_publikum_frauenwahlrecht_6301ff942c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth sprach bei der Ausstellungseröffnung "100 Jahre Frauenwahlrecht" in Bitburg Trier/Bitburg – Seit geraumer Zeit ist die Anzahl der Frauen in deutschen Parlamenten rückläufig. Was muss getan werden, um diesem Trend entgegenzuwirken? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Frauenwahlrecht und politische Beteiligung von Frauen haben Vertreterinnen regionaler Frauenverbände, Gleichstellungs-Beauftragte und die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gegeben. Zur Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ kam sie am Aschermittwoch, 6. März, ins Bitburger Beda-Haus. Das musisch-kulturelle Rahmenprogramm gestalteten der Chor Cantando Messerich sowie Judith Kriebel und Alexander Ourth vom Theater Trier.

Bereits in ihrer Begrüßungsrede rief Marita Singh die Gäste auf, dafür einzutreten, „dass der Zug nicht rückwärts fährt“. Veranstaltungen wie diese sollen ein Anstoß für Frauen sein, sich politisch zu engagieren, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Bitburg-Prüm. „Lasst nicht zu, dass Frauen auf Familienpolitik reduziert werden!“, forderte Rita Süssmuth, 1986 zur ersten Frauenministerin auf Bundesebene ernannt. Demokratie und Gleichberechtigung brauche starke Individuen, aber auch einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Kampf für Frauenrechte sei daher keine reine Frauenfrage, sondern eine „Gesellschafts-, eine Menschheitsfrage“. Der heutige „Frauen-Aschermittwoch“ sei daher für all jene relevant, die Unterdrückung erfahren.

In diesem Zusammenhang seien die Inhalte des Neuen Testaments faszinierend: „Das Christentum durchlebt zurzeit einen Tiefpunkt. Aber es sind Menschen unterwegs, die Gutes tun. Das Christentum wird nicht sterben, denn die Aussagen der Glaubensinhalte sind viel zu stark.“

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news-98297 Fri, 08 Mar 2019 12:27:02 +0100 Unterwegs bei Wind und Wetter https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unterwegs-bei-wind-und-wetter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/b/csm_Hungertuch_Heimbach-Weis_8cad8df905.jpg" width="150" height="113" alt="" />Fast 300 Kilometer bewältigen die Pilgerinnen und Pilger der Hungertuch-Wallfahrt. Auf dem Weg von Worms nach Köln machen sie auch Halt im Bistum Trier. Neuwied-Heimbach-Weis – Mit dicken Wanderstiefeln, stabilen Stöcken und gelben Warnwesten sitzen mehr als 30 Männer und Frauen um 21 Uhr in der St. Margaretha Kirche in Heimbach-Weis. Die eine Hälfte ruht sich von ihrem 17 Kilometer langen Weg von Koblenz aus und freut sich auf ihr Nachtquartier im Pfarrheim. Die anderen starten ihre Wanderung durch die Nacht bis Bad Hönningen. Immer dabei: das Hungertuch des Hilfswerks Misereor.

Sie tragen das Hungertuch in einer Art Staffellauf von Worms nach Köln. Dort wird am 10. März die 61. Misereor-Fastenaktion eröffnet; im Vorjahr fand diese in Worms statt. Auf ihrem Weg machen sie auch Station im Bistum Trier (Oberwesel, Bad Salzig, Rhens, Koblenz, Neuwied-Heimbach-Weis und Bad Hönningen).

In vier Gruppen mit je 15 Personen sind die Wallfahrerinnen und Wallfahrer unterwegs. Eine Gruppe trägt das Hungertuch, eine ruht, eine wirbt für die Anliegen des Hilfswerks und eine fährt zum nächsten Übergabeort, um das Tuch weiterzutragen.

Die erste Wallfahrt dieser Art fand 1986 statt. Matthias Hey nahm an dieser Aktion in seiner Heimatstadt Hannover teil. „Ich habe nur ein Jahr aussetzen müssen“, berichtet er stolz. „Es ist einfach ein schöner und mein persönlicher Auftakt in die Fastenzeit“, erklärt er seine Motivation und fügt hinzu: „Ich zeige mich dadurch ein Stück weit solidarisch mit den Ärmsten der Armen“. Es sei kalt, nass und man gehe an seine körperlichen Grenzen, „aber es ist auch schön, eine Woche lang mal etwas Verrücktes zu machen“.

Die Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers befasst sich schon seit vielen Jahren und durch unterschiedliche Projekte mit den Themen Eine-Welt und Fairer Handel, „daher hat es sehr gut gepasst, dass die Teilnehmenden hier bei uns einkehren“, erklärt die Gemeindereferentin Anne Basten.

Monika Zimmermann ist eine von drei Pilgerinnen aus dem Bistum Trier. Die Bad Kreuznacherin ist zum zweiten Mal mit von der Partie. „In unserer Gemeinde hat vor ein paar Jahren eine Hungertuch-Gruppe auf ihrem Weg Halt gemacht“, da sei sie auf den Geschmack gekommen. Hinzu kam: „Ich wollte schon immer Mal pilgern.“ Obwohl man total aus dem Schlaf-Tag-Rhythmus heraus sei und sie seit einigen Tagen auf einer ISO-Matte schlafen müsse, „macht es viel Spaß!“. Anne Basten sprach ihren Respekt aus: „Nicht jeder macht sich auf den Weg bei Widerständen wie dem Wetter oder Fußkrankheit.“ Der Besuch der Gruppe sei auch ein Ansporn für die Arbeit in der Gemeinde.

Dem Misereor-Hungertuch kommt eine zentrale Aufgabe während der Fastenaktion zu. In mehreren tausend Pfarrkirchen ist es während der Fastenzeit zu sehen; es soll das Anliegen der Aktion in die Gemeinden tragen.

Die Frauen und Männer wurden durch einen Segen von Pfarrer Heinz Christ auf die nächsten Kilometer oder ins Nachtlager verabschiedet. Begleitet wurden die Pilger auf dem nächtlichen Abschnitt des Martinswegs am Mittelrhein durch Gerd und Ingrid Hillen.

Weitere Informationen: https://www.misereor.de/mitmachen/veranstaltungen/hungertuchwallfahrt/.

(jf)

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news-98293 Fri, 08 Mar 2019 11:20:14 +0100 Kfd unterstützt den Deutschen Hebammenverband https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kfd-unterstuetzt-den-deutschen-hebammenverband/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_kfd_ea2d8e9e06.jpg" width="150" height="67" alt="" />Anlässlich des Internationalen Frauentages fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) bessere Bedingungen für Schwangere in Afrika und Europa. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Wie lässt sich die Geburtshilfe – hier in Europa und weltweit – verbessern? Diesem Thema widmet sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März.

Bereits seit vielen Jahren unterstützt die kfd Trier den Aufbau von Geburtshilfeeinrichtungen sowie die Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen in Afrika, aktuell in Südindien und Nordsyrien. Ziel ist eine gute Versorgung und Anlaufstelle für Mütter und Kinder sowie eine hygienische und menschenwürdige Umgebung bei der Geburt.

In Deutschland gibt es aufgrund verschärfter Arbeitsbedingungen immer weniger niedergelassene, freie Hebammen. Die Schließung von Geburtshilfeeinrichtungen und -stationen in Krankenhäusern sowie komplette Schließungen von Kliniken im ländlichen Bereich stellen Schwangere vor große Probleme. Teils betreut eine Hebamme fünf und mehr Gebärende gleichzeitig in einer Klinik, so die Erfahrungen des Hebammenverbandes. Deshalb unterstützt die kfd die „Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz im klinischen Bereich“ des Deutschen Hebammenverbandes und wird die weitere Entwicklung begleiten, u.a. am Weltgesundheitstag mit dem Start einer Babysöckchen-Strickaktion „Ein guter Start für kleine Füße“.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen gibt’s unter www.kfd-trier.de.

(ih)

 

 

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news-98236 Thu, 07 Mar 2019 11:42:00 +0100 „Mit Gott on Tour – Wegweiser im Leben“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-gott-on-tour-wegweiser-im-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_Familienwallfahrt_a4df4d3bfc.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familienwallfahrt" />Wer Helferdienst bei der Familienwallfahrt am 16. Juni in Maria Laach anbieten kann, ist zum Infotreffen am Freitag, 15. März von 18 bis 19.30 Uhr nach Maria Laach eingeladen. Maria Laach– Mit rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer rechnen die Verantwortlichen der Familienwallfahrt am 16. Juni in der Benediktinerabtei Maria Laach. Um Kindern mit ihren Eltern oder Großeltern einen schönen, erlebnisreichen und sicheren Tag zu garantieren, benötigen die Organisatoren des Bistums Trier Unterstützung. Interessierte an Helferdiensten sind zu einem Infotreffen am Freitag, 15. März von 18 bis 19.30 Uhr nach Maria Laach (Klosterforum) eingeladen.

„Machen Sie mit uns gemeinsam diesen Tag zu einem besonderen für alle Familien und erleben Sie für sich selbst viele spannende, bereichernde und schöne Momente“, richtet Georg Binninger, Leiter der Abteilung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste, das Wort an alle Interessierten.

Frauen und Männer sind eingeladen, sich in der Begleitung und Absicherung der Sternwallfahrten, als Besucherdienst auf dem Veranstaltungsgelände oder bei der Essenausgabe zu engagieren. Es werden keinerlei Vorkenntnisse benötigt, „außer eine Aufgeschlossenheit Menschen gegenüber“, erklärt Binninger.

„Sie können Ihren Einsatzort frei wählen“, erklärt Binninger. „Jeder kann nach seinem eigenen Zeitbudget mithelfen: Unterstützen Sie uns beispielsweise am Morgen oder am Nachmittag. So bleibt auch für Sie noch genügend Zeit, um das Gelände zu erkunden und am Programm teilzunehmen.“

Der Tag beginnt um 9.30 Uhr und endet um 17 Uhr nach einem Pontifikalamt mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Seit vielen Jahrzehnten bieten die (Erz-)Bistümer Aachen, Köln, Limburg und Trier in Kooperation die Wallfahrt in der Regel alle zwei Jahre an. Die diesjährige Familienwallfahrt steht unter dem Motto „Mit Gott on Tour – Wegweiser im Leben“.

Das Programm besteht aus einer spirituell gestalteten Sternwallfahrt, die auf vier unterschiedlich langen Pilgerstrecken (drei bis fünf Kilometer) verläuft. Am Zielort gibt es nach einem Mittagessen familienbezogene Programmpunkte, Konzerte und Offenes Singen, Vorstellung von Trendsportarten, Bastelangebote, Workshops sowie handwerkliche Angebote.

Weitere Informationen gibt es auf www.familienwallfahrt.info oder unter Tel.: 0651 7105-163

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news-98243 Wed, 06 Mar 2019 14:46:10 +0100 Machtvolle Worte https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/machtvolle-worte/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_Aschermittwoch_Koblenz_Balett_292b105934.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Aschermittwoch Koblenz Balett" />"Sprache kann spalten und zusammenführen" - Um die Macht der Worte ging es beim diesjährigen Aschermittwoch der Künstler in der Herz-Jesu-Kirche Koblenz Koblenz – Dass Balletttänzerinnen vor dem Altar auftreten, dass sich Jugendtheater und Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie sowie weitere Kultureinrichtungen an genau dieser Stelle präsentieren, hat eine lange Tradition in Koblenz. Der ökumenische Aschermittwochsgottesdienst vereint Kunst und Glaube in der Herz-Jesu-Kirche. In diesem Jahr stand der Aschermittwoch der Künstler unter dem Motto „SPRACHE MACHT – macht sprache“.

Die Ansprache verpackte die Pfarrerin Katrin Berger aus Hamm in einen Predigt-Slam, der mit Worten gleich im doppelten Sinne spielte. Zum einen verpackte sie ihre Worte melodisch-dichterisch und zum anderen kam das „Wort“ als Person zur Sprache. Katrin Berger berichtete von einem Dialog zwischen Gott und dem „Wort“. „Die Herz-Hirn-Verbindung der Menschen ist zu einseitig. Die Menschen sind unsicher, bauen Mauern, wo Gott Brücken bauen will“, richtete die Slammerin als Wort ihre Gedanken an Gott. Das Gehirn schicke nur Panik und äußere Verlustängste bei Veränderungen. „Dabei wünschen sich die Menschen zu teilen, Liebe zu geben, den Klimawandel zu stoppen und sie möchten faire Löhne für alle, doch mehr bezahlen, wollen sie nicht“, erklärte das „Wort“ die gestörte Verbindung zwischen Herz und Hirn. Doch Gott ist sich, als er das „Wort“ wieder in die Welt der Menschen verabschiedet, sicher: Sein Wort wird mit Erfolg zu ihm zurückkehren.

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news-98204 Tue, 05 Mar 2019 09:43:44 +0100 Ein unvergleichlicher Ort https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-unvergleichlicher-ort/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_BFD_Wasserburg_780e6df57b.jpg" width="150" height="113" alt="" />Mehr als 200 Kilometer liegen zwischen Fulda und Vallendar. Trotzdem absolviert Maja einen Bundesfreiwilligendienst in "Haus Wasserburg" bei den Pallottinern. Vallendar – „Haus Wasserburg“ in Vallendar bedeutet für Maja-Lina Lauer Geborgenheit und Sicherheit. „Ich kenne keinen Ort, der sich hiermit vergleichen ließe“, sagt die 18-Jährige. Daher hat sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst bei den Pallottinern und einen Umzug aus Fulda an den Mittelrhein entschieden.

Im vergangenen Jahr hat sie ihr Abitur bestanden. „Ich wollte dann erst einmal eine Pause vom Lernen und mich sozial engagieren“. Das Jugendbildungshaus kennt sie schon ihr ganzes Leben. Ein Verwandter ist Pallottiner. Hier werden Orientierungstage für Schulklassen oder (Firm-)Gruppen angeboten. Die Palette an Möglichkeiten ist so bunt und vielfältig wie das Leben selbst: Bildung, Beratung und Begleitung, Gebet und Gottesdienste, Musik und Kultur. Jeder ist unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung willkommen. „Doch es handelt sich nicht um eine Jugendherberge“, betont Maja.

„Ich finde die Atmosphäre gut“, diese spiegelt sich auch während ihrer Arbeit wider. „Der Zusammenhalt im Haus ist hoch, obwohl immer viel zu tun ist“. Es herrsche eine große Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit den Mitmenschen gegenüber.

Maja ist zuständig für die Anmeldung und dort Ansprechpartnerin für Gäste und Mitarbeitende. „Ich tausche auch Handtuchrollen oder bereite Kursräume vor“, berichtet sie. Durch ihren etwa sechsmonatigen Dienst konnte sie Einblicke in die Strukturen erlangen, „also alles, was man als Gast nicht mitbekommt“. In „Haus Wasserburg“ gibt es insgesamt zwei Stellen für Freiwilligendienstleistende im Empfangsbereich und eine Stelle im Bereich Hausmeistertätigkeiten.

Durch ihre Zeit als Bundesfreiwilligendienstleistende sei sie viel selbstständiger geworden, resümiert sie die vergangenen Monate. Begleitet wurde sie durch die Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier in Form von Bildungstagen. Zusätzlich nahm sie an einem Seminar des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben teil.

Jetzt zieht es die junge Frau wieder zurück in ihre Heimat. Dort wird der Studiengang „Interkulturelle Beziehungen“ angeboten, den sie ab dem Wintersemester belegt. Vielleicht kann sie dabei schon ihren Berufsweg zur Journalistin ebnen. Was aber sicher ist, dass sie dem Haus weiterhin die Treue hält.

Die Sozialen Lerndienste, eingerichtet vom Bistum Trier und dem Caritasverband, koordinieren die Freiwilligendienste im Bistum. Die Arbeitsstelle bietet beispielsweise Einsatzstellen in Kindergärten, Krankenhäusern, Sozialstationen oder Jugendcafés. Weitere Informationen gibt es bei den Sozialen Lerndiensten unter Tel.: 0651-993796-300, per E-Mail info(at)soziale-lerndienste.de und im Internet www.soziale-lerndienste.de.

(jf)

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news-98102 Sat, 02 Mar 2019 08:24:00 +0100 Hier werden Barmherzigkeit und Nächstenliebe sichtbar https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hier-werden-barmherzigkeit-und-naechstenliebe-sichtbar/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_Besuch-des-Generalvikars-29-01-2019_1_76f92190f7.jpg" width="150" height="135" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg besuchte kürzlich den "Treff Rückenwind" - eine Anlaufstelle für Angehörige von Inhaftierten in Wittlich. Trier – Eine Zeit im Gefängnis verändert nicht nur das Leben des Inhaftierten, sondern auch das der Partner, Kinder, Verwandten und Freunde. Für sie bietet die Kontaktstelle „Rückenwind“ des SKM Diözesanvereins Trier eine Anlaufstelle ganz nahe der Justizvollzugsanstalt und Jugendstrafanstalt Wittlich. Dort wird auf die Bedürfnisse Angehöriger eingegangen, sie können sich hier treffen oder beraten lassen. Der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg hat kürzlich den „Treff Rückenwind“ in Wittlich besucht.

Im „Treff Rückenwind“, dem Aufenthaltsraum für Besucher der Justizvollzugsanstalten, in dem vor zwei Jahren auch Bischof Dr. Stefan Ackermann zu Gast war, hörte er den Ausführungen der Projektverantwortlichen Hans Peter Pesch und Melanie Begon aufmerksam zu. Vor allem die Situation von Partnerinnen, Eltern und Kindern von Strafgefangenen stand im Mittelpunkt ihres Vortrages. Zitate von Kindern, wie zum Beispiel „Warum gibt es auf der neuen Arbeit von Papa so viele Gitterstäbe?“ stimmten von Plettenberg nachdenklich. In welcher Notlage sich die Angehörigen oft befinden, sei auch für ihn sehr eindrücklich gewesen. Mit Dank nahm er das Kinderbuch „Besuch bei Papa“ entgegen und zeigte besonderes Interesse für das Unterstützungsangebot und die Zusammenarbeit zwischen Rückenwind und der Katholischen Gefängnisseelsorge. Der Generalvikar stimmte Diözesanreferentin Stefanie Löwen zu, die Rückenwind im Sinne der Synodenumsetzung als einen „Ort von Kirche“ bezeichnete. Das Hilfsangebot sei geprägt von Nächstenliebe und Barmherzigkeit sowie dem großen Engagement der Ehrenamtlichen, erklärte von Plettenberg. Sein Lob fasste er mit den Worten: „Mich haben Sie überzeugt!“ zusammen. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des SKM Diözesanverein Trier, Bernd Walter, bezeichnete er Rückenwind als „unbedingt zu unterstützende Anlaufstelle für Angehörige von Strafgefangenen“.

Weitere Informationen zu Rückenwind gibt es auf: www.rueckenwind-wittlich.de

(red)

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news-98101 Fri, 01 Mar 2019 10:06:22 +0100 „Mit Franz und Clara unterwegs“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-franz-und-clara-unterwegs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_csm_logo-unterwegsmitfranzundclara-v2-clean_39c1d3dd99_da4c874a9e.jpg" width="150" height="106" alt="" />Projektgruppe aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig lädt ein zu einer Veranstaltungsreihe mit den berühmten Heiligen Franz und Clara von Assisi. Schweich – Wozu wollen wir in Zukunft Kirche sein? Dieser Frage hat sich in der Zeit weitreichender Umbrüche im Bistum Trier eine Projektgruppe aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig gestellt. „Mit Franz und Clara unterwegs 2019“ nennen sie ihr Projekt, das alle Menschen dazu einlädt auf den Spuren der beiden berühmten Heiligen Franz und Clara von Assisi neue Wege zu gehen.

Einmal im Monat lädt die aus Haupt- und Ehrenamtlichen bestehende Projektgruppe zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen ein – vom Kindermusical über einen Informationsabend zu Plastikfasten bis hin zur meditativen Wanderung auf dem Moselsteig. Den Abschluss wird eine gemeinsame Pilgerreise nach Assisi in Italien bilden. Diese findet vom 27. September bis 5. Oktober statt und bietet die Möglichkeit, in einer Fußpilgergruppe oder einer Buspilgergruppe den Franziskusweg zu gehen und die Umgebung von Assisi zu erkunden.

„Das Projekt möchte Menschen inspirieren, bewegen und beflügeln, ihr Leben und Handeln im Licht des Evangeliums neu anzuschauen“, erklärt Pastoralreferent Roland Hinzmann, einer der Hauptamtlichen der Projektgruppe. Warum die Gruppe ausgerechnet Franz und Clara von Assisi als Vorbilder gewählt hat? „Die beiden waren immer auf der Suche, sie haben die Kirche auch hinterfragt, haben versucht, ihren Platz zu finden und Visionen für eine zukünftige Kirche zu entwickeln“, erläutert Hinzmann. In diesen Persönlichkeiten liege der Schlüssel für eine zukünftige Kirche, die nur über die Berufung des einzelnen Gläubigen“ gehen könne. Dabei hätten Franz und Clara von Assisi durchaus provoziert, seien angeeckt und seien doch nie außerhalb der Kirche unterwegs gewesen. „Ihre Visionen von einer armen, ökologischen, ganzheitlichen und gerechten Kirche wirken auch heute noch“, so Hinzmann.

„Wir erleben auch, dass die Synodenumsetzung und besonders die Strukturdebatte alles überlagert und dass es schwierig ist, netzwerkartig die neue Pfarrei der Zukunft anzugehen. „Mit Franz und Clara unterwegs“ möchte aber Erfahrungen des gemeinsamen thematischen Tuns und Erleben anbieten, um neue Kirchenbilder zu entwickeln“, so Hinzmann weiter. Bei dem Projekt gehe es konkret darum, Netzwerke zu knüpfen, die Themen und Ideen zu entdecken, die den Menschen vor Ort am Herzen liegen, und im Sinne von Papst Franziskus „Verantwortung für das gemeinsame Haus“ zu übernehmen.

In den nächsten Wochen bietet das Projekt folgende Veranstaltungen: Eine meditative einstündige Wanderung in Riol am Freitag, 8. März um 17 Uhr als Teil des „Ewigen Gebets“; ein Vortragsabend am Montag, 18. März um 18 Uhr in der ehemaligen Synagoge Schweich zum Thema „Enzyklika Laudato si – Wie uns ein Heiliger und der Papst zu einem besseren Leben herausfordern“ von Professor Ingo Proft von der Hochschule Vallendar. Am Samstag, 18. Mai geht es hinauf auf den Moselsteig von Leiwen nach Neumagen-Dhron zur meditativen Wanderung von 9.30 bis 16 Uhr – um Anmeldung wird bis zum 9. Mai gebeten.

Weitere Informationen gibt es unter www.dekanat-schweich-welschbillig.de.

(sb)

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news-98075 Thu, 28 Feb 2019 10:59:54 +0100 Ein Licht für Menschen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-licht-fuer-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/3/csm_Friedhofen_Koblenz_9d80173023.jpg" width="150" height="112" alt="" />Eine erfolgreiche Ordensgründung war ihm eigentlich nicht in die Wiege gelegt. Doch Peter Friedhofen, der vor 200 Jahren geboren wurde, hat diesen Schritt gewagt, um Menschen zu helfen. Koblenz – Er ist in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen, arbeitete als Schornsteinfeger, bis er im Alter von 30 Jahren den Orden der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf gründete. Den Geburtstag von Peter Friedhofen vor 200 Jahren haben der Orden und die BBT-Gruppe gemeinsam mit dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert bei einem Festakt in Koblenz gefeiert.

„Er hat Elend gesehen, mitgelitten, sich mitbetreffen lassen und den Drang verspürt dies zu ändern“, sagte Weihbischof Gebert in seiner Predigt. Mit der Ordensgründung sei er ein Risiko eingegangen. „Auch wir müssen Wagnisse eingehen, obwohl wir nicht sicher sein können, dass jeder Schritt zum Erfolg führt“, forderte Gebert in der Liebfrauenkirche. Er erinnerte auch daran, dass Gott keine eigene Stimme, Hände oder Füße hat. „Wir sind selber die Stimme, Füße und Hände in dieser Welt für ihn“.

Weihbischof Gebert ermunterte dazu, es Peter Friedhofen gleichzutun, dessen Wirkungsort Koblenz war. „Unser Leben mit Erfolgen und Scheitern ist der Raum, in dem Gott seine Weisheit zeigt und sein Werk tut; mitten im Alltag. Er gibt uns eine große Weisheit und einen weiten Horizont über unsere Grenzen hinaus.“

Im 19. Jahrhundert sei die Welt voller Widersprüche gewesen. „Die Industrie bekam einen Aufschwung. Die Kehrseite war große Armut“, berichtete Dr. Albert-Peter Rethmann als Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe während des Festaktes. Peter Friedhofen war das sechste von sieben Kindern einer Bauernfamilie in Weitersburg (Westerwald). In seinem neunten Lebensjahr wurde er zur Vollwaise und suchte doch nach Wegen, wie er helfen konnte.

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news-98073 Thu, 28 Feb 2019 10:00:28 +0100 Spannende Bibelexegese und das Zerschlagen von Mythen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/spannende-bibelexegese-und-das-zerschlagen-von-mythen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_Ritter_Mayer2_ih_270219_088fdff210.jpg" width="150" height="104" alt="" />Die Studierenden Miriam Ritter und Kevin Mayer berichten vom neuen Doppelstudium an der Katholischen Hochschule in Mainz Trier/Mainz/Theley/Schloßböckelheim – Das erste Semester ist geschafft – die Prüfungen sind geschrieben. Doch anstatt die Füße hochzulegen, berichten zwei Studis aus dem Bistum Trier – Miriam Ritter (20) aus Theley und Kevin Mayer (19) aus Schloßböckelheim bei Bad-Kreuznach – von ihren Erfahrungen als „Erstis“ im Doppelstudium. Welche Eindrücke haben sie gesammelt und wie gehen sie mit der hohen Arbeitsbelastung um, die ein solches Studium mit sich bringen kann?

Seit dem vergangenen Wintersemester können Studieninteressierte das Fach Soziale Arbeit mit dem der Praktischen Theologie (PT) kombinieren. Mit der Einführung des Doppelstudiums hat die Katholische Hochschule Mainz (KHMZ) auf Veränderungen und neue Bedarfe in der pastoralen und sozialen Arbeit reagiert. Das Studium, das mit zwei vollwertigen Bachelorabschlüssen endet, dauert zehn Semester und qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen insbesondere für Berufsfelder, in denen sich Sozialarbeit und Seelsorge überschneiden. Auch die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/-pädagoge ist Bestandteil des Abschlusses.

Anfangs keine konkreten Erwartungen

Konkrete Erwartungen hatte Kevin Mayer anfangs nicht, „ich wollte das Studium einfach mal auf mich zukommen lassen. Natürlich erwartete ich, beide Felder kennen- und kombinieren zu lernen, damit ich später einen Job finde, der bestenfalls beide Bereiche miteinander verbindet“, sagt er. Wie seine Kommilitonin Miriam ist der junge Student bereits seit Jahren in der heimatlichen Pfarrgemeinde als Messdiener aktiv und begleitet Kinderfreizeiten. Bevor er anfing zu studieren, machte er eine Ausbildung zum Sozialassistenten im Kindergarten und erlangte so das Fachabitur.

Miriam Ritter ist „von klein auf“ mit der Kirche aufgewachsen und leistete nach dem Abitur zunächst ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in einem Schullandheim. Dass sie Theologie studieren möchte, war ihr schon lange klar. Aus ganz pragmatischen Gründen hielt sie aber Ausschau nach einer Ergänzung, die ihr im Ernstfall ein zweites Standbein sein würde. „Danach habe ich intensiv gesucht und bin zum Tag der Offenen Tür an der KHMZ gegangen. Da merkte ich recht schnell: Das ist das Richtige für mich.“

Praktische Theologie und Soziale Arbeit miteinander verknüpft

Besonders gut gefällt beiden, dass die zwei Bereiche Praktische Theologie und Soziale Arbeit miteinander verknüpft sind und sich dennoch voneinander abheben: „Während wir in der PT recht familiär mit um die 20 Kommilitonen zusammen lernen, sitzen wir in Vorlesungen zur Sozialen Arbeit mit rund 160 Leuten in einem riesigen Hörsaal. In der PT kennt man sich untereinander und macht auch mal Scherze. Das ist eine ganz andere Atmosphäre und auch eine andere Art der Wissensvermittlung“, so Mayer. Ritter ergänzt: „Als Studi im Doppelstudium fällt man schon auf, z.B. wenn Kommilitonen von Kursen erzählen, die sie gerade belegen und die bei uns erst in einem höheren Semester auf dem Plan stehen. Dadurch kommt man aber schnell miteinander ins Gespräch.“

Nach den ersten aufregenden Tagen, in denen es „ein wenig chaotisch zuging“, schmunzelt Ritter, liefen die ersten Lehrveranstaltungen entspannt an. Auch der Arbeitsaufwand sei dank der Struktur des Doppelstudienganges überschaubar, verrät Mayer. Einige Freizeitaktivitäten können beide weiterhin wahrnehmen. Prioritäten müssen allerdings gesetzt werden, so zum Beispiel während der Klausurphase: „Die Betreuung der Jugendfreizeit meiner Pfarrei werde ich dieses Jahr leider nicht mehr machen können“, bedauert Kevin Mayer. Auch Miriam Ritter muss Abstriche machen: „Ich war lange Zeit Messdienerin, schaffe das aber jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr zuhause wohne.“ Die diesjährige „72-Stunden-Aktion“ des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) wollen sich allerdings beide nicht entgehen lassen.

Schon viel gelernt im ersten Semester

Neben den Lehrveranstaltungen und einem sechswöchiges Praktikum an einer Schule sieht der Ablaufplan ein Praxissemester in einer sozialen Einrichtung wie beispielsweise einer Tagesstätte vor. Angeboten werden auch Arbeitsgruppen wie etwa die Hebräisch-AG. Denn „alte Sprachen“ wie Griechisch oder Latein müssen die beiden im Gegensatz zu den „normalen“ Theologiestudenten nicht lernen, können es aber, wenn sie möchten.

Gelernt haben sie im Laufe des ersten Semesters schon einiges: „[Das Fach] Kirchengeschichte hat einige Mythen zerstört“, gesteht Mayer und grinst dabei. „Wir haben zum Beispiel darüber gesprochen, dass Martin von Tours, den wir von Martinsumzügen als Sankt Martin stets auf einem Pferd reitend kennen, aus historischer Sicht gar kein Ross haben konnte. Denn damals hatte ein Soldat seines Ranges kein Pferd.“ Miriam Ritter ist vor allem von den Übungen zur Bibelexegese beeindruckt. „Viele Bibeltexte kennt man ja schon, z.B. aus der Kirche. Aber so intensiv mit den Texten zu arbeiten, ist sehr spannend. Da wird einem bewusst, wie wichtig einzelne Wörter sind, über die man zuvor einfach drüber gelesen hat ohne zu ahnen, wieviel Sinn man aus ihnen herausfiltern kann.“

Bei der Frage, für wen das Studium geeignet sei, sind die zwei sich einig: Man solle an beiden Fächern ernsthaft interessiert sein, auch wenn man gezielt einen Schwerpunkt setzt. Man solle Flexibilität und Spontaneität mitbringen, da sich der Seminarplan gerade in den ersten Wochen noch umstellen könne. „Anfangs gab es ein wenig Durcheinander, aber wir sind ja auch die ersten überhaupt gewesen, die sich für das neue Doppelstudium eingeschrieben haben“, sagt Mayer. „Einfach die Nerven behalten, dann klappt‘s auch“, rät seine Kommilitonin.

Weitere Informationen zum Doppelstudium Praktische Theologie und Soziale Arbeit gibt’s auf der Homepage der Katholischen Hochschule Mainz unter www.kh-mz.de.

(ih)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Seelsorge
news-98050 Wed, 27 Feb 2019 14:33:30 +0100 Eine der ersten Adressen für den Dienst am Menschen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-der-ersten-adressen-fuer-den-dienst-am-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_Foto-Schnabel-Russell-Reiland_782de8a481.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Direktor der Vereinigten Hospitien, Dr. Hubert Schnabel, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Dr. Yvonne Russell und Tobias Reiland sind die Nachfolger. Trier – Mit einem Festakt haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirche am 27. Februar Dr. Hubert Schnabel als Direktor der Vereinigten Hospitien in den Ruhestand verabschiedet.

28 Jahre stand Schnabel an der Spitze der Stiftung. „In dieser Zeit hat er maßgeblich die Stiftung geprägt und weiterentwickelt“, würdigte Oberbürgermeister Wolfram Leibe als Vorsitzender des Verwaltungsrates den scheidenden Direktor. Früh habe Schnabel die Zeichen der Zeit erkannt. So habe er das vielen Trierern noch bekannte Bürgerhospital St. Irminen von einem Krankenhaus in eine Geriatrische Rehabilitationsklinik umgebaut. „Damit hat er frühzeitig auf eine der großen Herausforderungen der Zeit reagiert“, betonte Leibe. Ebenso habe Schnabel die stationären Altenhilfeeinrichtungen St. Irminen und Helenenhaus komplett saniert und modernisiert. „Hubert Schnabel ist es aber auch zu verdanken, dass bei den Vereinigten Hospitien neue Versorgungs- und Betreuungsformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Notsituationen geschaffen worden sind“, sagte Leibe weiter, ebenso sei eine Krisenintervention und eine Gerontologische Beratungsstelle auf seine Initiative hin geschaffen worden und auch das stiftungseigene Weingut sei gestärkt und zukunftsfähig gemacht worden. „Mit all ihrem Engagement haben sie die Vereinigten Hospitien zu dem gemacht, was sie heute sind: Eine der ersten Adressen in der ganzen Region, wenn es um den ganzheitlichen Dienst am Menschen geht“, dankte der Oberbürgermeister, „sie hinterlassen eine grundsolide und gut aufgestellte Stiftung.“

Ein Fundament, auf dem Dr. Yvonne Russell (45) als Stiftungsdirektorin und Tobias Reiland (33) als Kaufmännischer Direktor aufbauen wollen: Die neue Doppelspitze will die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor allem im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen des Fachkräftemangels und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Stiftungen in der heutigen Zeit legen. „Uns ist es ein Anliegen, dass die Vereinigten Hospitien mit ihrer caritativen Arbeit an den Menschen sowie als attraktiver Arbeitgeber stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden“, sagte Russell. Überdies sei die Umsetzung des Stiftungszwecks, die sozialen Einrichtungen und Angebote für alte, kranke, behinderte und pflegebedürftige Menschen kontinuierlich den aktuellen Bedarfen der Menschen in Trier und Umgebung anzupassen. Der großen Entwicklungsaufgaben, die für die Stiftung anstehen, ist sich Reiland bewusst. Die aktive Bewirtschaftung des Stiftungsvermögens ist einer der Wege, die wir gehen werden, damit die Stiftung auch in Zukunft der Bedeutung für die Stadt und die Menschen gerecht werden kann“, sagte Reiland. Zum Stiftungsvermögen der Vereinigten Hospitien gehören neben dem Weingut mit Sitz am Trierer Krahnenufer und rund 25 Hektar Rebfläche an Mosel und Saar auch ein Forstbetrieb mit vielen Wäldern rund um Trier sowie zahlreiche Liegenschaften. Erlöse aus der Verpachtung, Vermietung sowie der direkten Vermarktung von Land- und Forstwirtschaftsflächen, Rebflächen, Gewerbeflächen und Immobilien dienen der Erfüllung des Stiftungszwecks der Vereinigten Hospitien.

Die Vereinigten Hospitien in Trier sind eine gemeinnützige Stiftung des öffentlichen Rechts, deren Einrichtung auf Dekrete Napoleons aus den Jahren 1804 bis 1806 zurückgeht. Napoleon verfügte die Zusammenfassung vieler bis dahin in Trier und Vororten bestehender katholischer Hospitäler sowie sozialer, gesundheits- und krankenpflegerischer Anstalten unter eine gemeinsame Verwaltung. Diese Einrichtungen wurden im ehemaligen Kloster St. Irminen und dessen direkter Umgebung untergebracht. Dort befinden sich die Vereinigten Hospitien noch heute.

Weitere Informationen und Kontakt: Dr. Yvonne Russell und Tobias Reiland; Krahnenufer 19, 54290 Trier, Tel.: 0651-945-0, y.russell(at)vereinigtehospitien.de und r.reiland(at)vereinigtehospitien.de Web: www.vereinigtehospitien.de
(red)

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news-97854 Wed, 27 Feb 2019 08:30:00 +0100 Geht es auch ohne eigenes Auto? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/geht-es-auch-ohne-eigenes-auto/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/3/csm_Autofasten2019_Koblenz_a255df3dc5.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Autofasten2019 Koblenz" />Katholische Bistümer und die evangelische Landeskirche laden zum 22. Mal zur Klimaschutzaktion „Autofasten“ ein. In diesem Jahr findet sie statt vom 6. März bis zum 20. April. Koblenz – Mehr frische Luft und Bewegung, keinen Stress im Stau oder bei der Parkplatzsuche – es gibt viele Vorteile die eigenen Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken. Dazu laden katholische Bistümer und die evangelische Landeskirche schon zum 22. Mal mit ihrer Aktion „Autofasten“ ein. Die Klimaschutzaktion der Kirchen findet in diesem Jahr vom 6. März bis zum 20. April statt.

Schmelzende Gletscher, sich ausbreitende Wüsten, Überschwemmungen und Wirbelstürme: Die Folgen des Klimawandels sind vielerorts bereits spürbar. Die an der Aktion „Autofasten“ beteiligten Partner laden dazu ein, mit einem kleinen persönlichen Beitrag das Klima zu schützen und auszuprobieren, wie oft Autofahren wirklich nötig ist.

„Das Autofasten war für mich ein Impuls, notorischer Radfahrer zu werden“, erklärt der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, Rolf Stahl. Michaela Lukas, Geschäftsführerin von „Autofasten“, ist der Meinung, dass der Verzicht auf das Auto nicht nur eine positive Auswirkung auf die Umwelt hat, sondern auch der Stressvermeidung dient. Zudem sei das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ insbesondere durch die Enzyklika „Laudato si'“ von Papst Franziskus in den Fokus gerückt. „Und es ist auch ein Schwerpunkt der Synodenumsetzung im Bistum Trier“, berichtet Pastoralreferent Günter Leisch aus dem Dekanat Andernach-Bassenheim. Im Abschlussdokument heißt es: „Die Schöpfung ist ein Geschenk Gottes, mit dem verantwortungsvoll umzugehen ist.“

In diesem Jahr besteht auch erstmalig die Möglichkeit, sich als Gruppe am Fasten zu beteiligen. „Vielleicht tut sich ja ein Lehrerkollegium oder ein Pfarreienrat zusammen und geht so mit einem guten Beispiel voran“, schlägt Michaela Lukas vor.

Beim Verkehrsverbund Rhein Mosel (VRM) und dem Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) gibt es wieder das Autofasten-Ticket – Monatskarten zum Vorzugspreis von 60 Euro. Weitere Informationen zu Vergünstigungen, Bedingungen und Preisen befinden sich online. Stephan Pauly, Geschäftsführer VRM, ist von dem Konzept überzeugt: „Für diesen unschlagbaren Preis können Sie mit dem Auto in der Region nicht unterwegs sein.“ Im Vergleich zum Vorjahr sei der Leistungsumfang zudem gewachsen; so sei der Landkreis Altenkirchen hinzugekommen. Im Fasten-Ticket enthalten ist auch das Angebot „Anruf-Linien-Fahrt“ (ALF).

Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle „Autofasten“, Tel.: 0651-7105-600, Mail: autofasten(at)bistum-trier.de und unter www.autofasten.de. Dort ist auch die Anmeldung möglich. Die Tickets gibt es beim VRM erstmalig auch online auf www.vrminfo.de/autofasten/.

(jf)

 

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news-98020 Tue, 26 Feb 2019 15:44:17 +0100 Hochfest zu Ehren des Heiligen Matthias https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hochfest-zu-ehren-des-heiligen-matthias/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/d/csm_franz-josef-gebert-predigt-in-st-matthias-am-24-02-2019_506bfb5d9a.jpg" width="150" height="110" alt="" />Am 24. Februar feierten viele Gläubige zusammen mit Weihbischof Franz Josef Gebert das Hochfest des Apostels und Patrons in der St. Matthias-Basilika. Trier – Zahlreiche Gläubige haben sich am Sonntag, 24. Februar, in der Benediktinerabtei St. Matthias versammelt, um gemeinsam mit Weihbischof Franz Josef Gebert, Abt Ignatius Maaß und Vertretern der Matthiasbruderschaften das Hochfest des Apostels zu feiern.

Er erinnere sich noch gut daran, dass er 1977 während seiner Predigtausbildung an Christi Himmelfahrt in St. Matthias habe predigen dürfen, sagte Weihbischof Gebert zu Beginn seiner Predigt. Damals habe er über die neue Epoche des Christentums, die mit dem Ereignis der Himmelfahrt verbunden war, gepredigt – und auch über die Unwägbarkeiten, die die Apostel und ihre Nachfolger zu bewältigen hatten. Ihrem Vorbild folgend solle man sich auf die eigenen Aufgaben besinnen, wenn man sich in einer Krise ratlos fühle. Denn „es ist die Herausforderung, die wir annehmen müssen, um Zeugen der Auferstehung zu sein.“

„Ihr seid meine Freunde“ – mit diesem Schriftzug über dem Portal der Matthiasbasilika empfange der Apostel, der zugleich der Patron des Bistums Trier ist, Besucher und Pilgerschaft. Zum Grab des Heiligen Matthias, der dort seit Mitte des 12. Jahrhunderts verehrt wird, pilgern jährlich tausende Gläubige.

Weitere Informationen zur Benediktinerabtei St. Matthias in Trier gibt es auf www.abteistmatthias.de.

(red)

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news-97993 Mon, 25 Feb 2019 15:59:18 +0100 Dem Wettrüsten entgegenwirken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/dem-wettruesten-entgegenwirken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_CF004133_20x30_quer_03_75a63597b7.jpg" width="150" height="100" alt="" title="CF004133 20x30 quer 03" />Bischof Dr. Stephan Ackermann äußert sich als Vorsitzender von Justitia et Pax zum Ausstieg aus dem Atomabkommen. Trier – Die deutsche Kommission Justitia et Pax hat kritisiert, dass die USA und Russland bilaterale Verträge zur Abrüstung von Nuklearwaffen aufkündigen wollen, und hat zugleich vor einem neuen atomaren Wettrüsten gewarnt. Der Vorsitzende von Justitia et Pax, Bischof Dr. Stephan Ackermann, forderte die Bundesregierung und ihre europäischen Partner dazu auf, alles daran zu setzen, die USA und Russland umzustimmen, die Verträge beizubehalten.

Bei den INF-Verträgen handelt es sich um ein zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion 1987 unterzeichneten INF Verträge über das Abrüsten von nuklearen Mittelstreckensystemen. Ackermann sagte, die Öffentlichkeit werde beherrscht von der Sorge eines neuen atomaren Wettrüstens, nachdem die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind und die nukleare Aufrüstung Nordkoreas ebenfalls den Konflikt verschärft. Nun komme auch noch die Erklärung der USA und Russlands hinzu, nach einer Bedenkzeit bzw. Kündigungsfrist von sechs Monaten den INF-Vertrag verlassen zu wollen. „Damit würde nach dem ABM-Vertrag die zweite Säule der atomaren Abrüstungsarchitektur wegfallen. Es wäre zudem fraglich, ob die dritte und wichtigste Säule, der Atomwaffensperrvertrag, der in nur drei Jahren zur Verlängerung ansteht, diese offenkundige Krise der Abrüstungspolitik überdauern wird“, so Ackermann. Auch wenn die Zeichen auf einen erneuten Rüstungswettlauf hindeuteten, sei es nicht zu spät, diese gefährliche Entwicklung abzuwenden, wenn der nötige politische Wille vorhanden sei. „In der gegenwärtigen Situation sind vor allem neue vertrauensbildende Maßnahmen zwischen den Atommächten, vor allem den USA und Russland, nötig. Die zu Zeiten des kalten Krieges bestehende Bipolarität ist allerdings längst einer multipolaren, auch nuklearen Aufrüstung gewichen. Daher muss auch nach Formaten gesucht werden, wie weitere Mächte wie China, Iran und Nordkorea in Verhandlungen zur Begrenzung der Nuklearrüstung einbezogen werden können. Es ist jetzt höchste Zeit für profunde Rüstungskontroll-initiativen und nicht für neue Aufrüstung“, so der Vorsitzende von Justitia et Pax.

(red)

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news-97910 Fri, 22 Feb 2019 09:26:38 +0100 Klarheit und Wahrheit für die Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/klarheit-und-wahrheit-fuer-die-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/7/csm_Hausforum_Lantershofen_6b7f145abe.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Stephan informiert im Studienhaus St. Lambert über die Ergebnisse der MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. Lantershofen - Über die Ergebnisse der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ hat sich der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann mit den Studenten und der Seminarleitung des Studienhauses St. Lambert in Lantershofen ausgetauscht. Beim „Hausforum“ stellte der Bischof zunächst Entstehung, Aufbau und wesentliche Ergebnisse der nach den Arbeitsorten der Forscher Mannheim, Heidelberg und Gießen genannten MHG-Studie vor  (eine Zusammenfassung findet sich hier: www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-Endbericht-Zusammenfassung.pdf).

Es ist Bischof Ackermann ein Anliegen, dass sich möglichst viele Gremien, Räte und Gruppen mit den Ergebnissen der Studie befassen. Sie bringe in Bezug auf die Verbrechen des sexuellen Missbrauchs mehr „Klarheit und Wahrheit für die Kirche“. Die Studie sei eine gute Grundlage, um die bisherigen Maßnahmen zu überprüfen und Prozesse der Aufarbeitung anzugehen.

Der Austausch mit der Hausgemeinschaft drehte sich vor allem um die Themen, die die Priesterausbildung berühren. Mit Blick auf die Ergebnisse der Studie wies der Bischof auch auf die Bedeutung von fachlicher Begleitung und persönlichem Austausch im späteren priesterlichen Dienst hin. Regens Dr. Volker Malburg dankte dem Bischof für seine Teilnahme am „Hausforum“ und betonte, der Austausch habe die Sensibilität der Hausgemeinschaft für dieses Thema geschärft und wichtige Anregungen gegeben, um das Thema des sexuellen Missbrauchs weiter im Kontext der Priesterausbildung zu bearbeiten.

(red)

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news-97863 Wed, 20 Feb 2019 15:00:00 +0100 Was ist Heimat? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/was-ist-heimat/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/7/csm_kath-Forum_Koblenz_01_3bb0d63373.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Kath Forum Koblenz 01" />Dr. Joachim Klose sprach im Katholischen Forum Koblenz im Rahmen der Abiturienten-Akademie des Koblenzer Cusanus- und des Lahnsteiner Johannes-Gymnasiums zum Begriff "Heimat" Koblenz – Die Saison des katholischen Forums hat mit einem Vortrag von Dr. Joachim Klose vom Politischen Bildungsforum Sachsen begonnen. Im Klangraum des bischöflichen Cusanus-Gymnasiums in Koblenz drehte sich alles um „Heimat“. Handelt es sich dabei lediglich um einen Ort - oder spielen hier auch Familie, Glaube und Kultur eine Rolle?

Der Begriff „Heimat“ ist in der Gesellschaft und in den Medien wieder präsent. „Er wird oft missbraucht oder verpönt“, berichtet Schulleiter Carl Josef Reitz. „Migration ist zudem ein großes Thema dieser Zeit, obwohl diese Bewegungen Europa schon immer geprägt haben“, sagt Reitz und stellte dar, dass Flucht und Heimatverlust auch Themen in der Bibel waren.

Globalisierung und Digitalisierung lassen heute Entfernungen zusammenschmelzen und die Menschen näher zusammenrücken. Damit werden aber auch Unsicherheiten durch die „Fremde“ ausgelöst und „Heimat“ gewinnt wieder an Bedeutung. „Sie verheißt Stabilität, gewohnte Ordnung und Orientierung“, betont Klose.

In dem Begriff „Heimat“ stecken unterschiedliche Bedeutungen, erklärt Klose. So gebe es einen Ortsbegriff, der beispielsweise den Wohnort meint; hinzukommen Narrative. „Hierbei handelt es sich um Erzählungen und Märchen, aber auch Gottesbilder sowie Religion zählen hierzu“. So sei es nicht verwunderlich, dass Schulgebäude und Kirchen von Bedeutung für ein Heimatgefühl sind und Orientierung geben. Migranten könnten allerdings oftmals nur ihre Religion mit in die Fremde nehmen. „Wir können ihnen daher nicht ihre Religion wegnehmen“.

Der Vortrag fand im Rahmen der Abiturienten-Akademie des Koblenzer Cusanus- und des Lahnsteiner Johannes-Gymnasiums statt. Das Projekt gibt Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 13 die Möglichkeit, sich über zwei Tage bei Vorträgen und in Seminaren einem gesellschaftlich relevanten Thema aus religiöser, philosophischer und oft auch naturwissenschaftlicher Perspektive anzunähern. In diesem Jahr lautet das Thema „Heimat und Migration – Perspektiven aus Literatur, Theologie, Philosophie und Sozialwissenschaften“.

Das Jahresthema der katholischen Erwachsenenbildung, Mitveranstalter des katholischen Forums, dreht sich ebenfalls die Thematik.  Unter dem Motto „L(i)ebenswert Heimat" finden weitere Veranstaltungen statt. Nähere Informationen hierzu gibt es auf www.keb-koblenz.de.

Das nächste katholische Forum steht am Donnerstag, 7. März, 19 Uhr an. Dann stellen Schülerinnen und Schüler im „Forum spezial“ ihre Facharbeiten vor. Christina Schrader verarbeitet ihre Untersuchungen über das Frauenbild im Alten Rom. Einen Blick in die nahe Zukunft im Bistum Trier wagt Luca Schwarz mit Bezug auf seine Heimatgemeinde, die Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern. Um die Frage, welche Ethik die Arbeitswelt 4.0 benötigt, geht es im Referat von Anna-Lena Pabst. Die Veranstaltung findet im Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums (Hohenzollernstraße 13-17) in Koblenz statt.

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