Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Tue, 19 Oct 2021 07:18:18 +0200 Tue, 19 Oct 2021 07:18:18 +0200 Bistum Trier news-104376 Mon, 18 Oct 2021 08:00:00 +0200 „Die Not wird nicht geringer“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-not-wird-nicht-geringer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_kirchemobil-_BNAW_jf_8bc81c87f1.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Kirchemobil BNAW jf" />Zuhören, Auskunft geben, da sein - das Team von "Kirche:mobil" um Diakon Christoph Storb engagiert sich für die Menschen im Ahrtal Bad Neuenahr– Neben dem Verkaufswagen des Metzgers und vor der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr steht ein weißer Transporter. Die Markise ist ausgefahren, zwei Campingstühle stehen darunter und auf den Tischen stehen zwei volle Obstkörbe, den dritten hält gerade Christoph Storb in der Hand und geht auf eine ältere Dame zu: „Ich habe eine Stärkung für Sie“. Ein wenig unsicher greift die Frau zu einer Banane. „Einfach so?“, fragt sie. Ja, denn der Diakon aus dem Dekanat Völklingen und sein Team von „kirche:mobil!“ sind zwar von der katholischen Kirche, aber sie sind nicht hier, um Menschen im allgemeinen Verständnis zu missionieren. Sie haben ein offenes Ohr oder wünschen einfach einen guten Tag. 200 Passanten werden sie an diesem Tag so begegnen.

Oder sie helfen der älteren Dame weiter, die den Mosesparkplatz sucht. Eine junge Frau kommt gerade aus einer Arztpraxis mit einer Diagnose, die sie noch nicht richtig einzuordnen weiß. Martina Zimmer (Pastoralreferentin im Dekanat Losheim-Wandern), Hans-Josef Puch (Diakon mit Zivilberuf in der Pfarreiengemeinschaft Schweich) und eben Christoph Storb hören mitfühlend zu. Aus diesen kurzen Moment können sich durchaus längere Gespräche ergeben, wissen die Team-Mitglieder, die rund um Christoph Storb in wechselnder Besetzung dabei sind. „Es ist ganz anders als Seelsorge daheim“, sagt Storb. „Es ist drastischer und die Probleme existenzieller. Da gibt es die, die sich freuen, dass sie wieder Gas haben, aber dann haben sie keinen Installateur, der es einschließt.“ Das bedeutet im Umkehrschluss weiterhin kalt zu duschen.

„Viele ältere Menschen sind nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gezogen, weil zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten fußläufig zu erreichen waren. Jetzt funktionieren Aufzüge nicht, Geschäfte sind geschlossen und überall hört man Baulärm – alles ist zerstört“, gibt Martina Zimmer einige Gesprächsthemen wieder. „Als Kirche haben wir die besondere Pflicht auf die Menschen zu achten, die nicht so hinterher kommen, die beispielsweise kein Internet oder Smartphone haben“, so Storb. „Und immer wieder ist die Flutnacht Thema“, ergänzt Martina Zimmer. „Wenn die Menschen etwas Zeit haben, dann kommen die schmerzlichen Erinnerungen hoch“, spricht Puch von seinen Erfahrungen während vergangener Einsätze im Ahrtal.

Das Engagement wird in den nächsten, kälteren Wochen fortgesetzt. „Die Not wird nicht geringer“, weiß Storb. Im wöchentlichen Wechsel ist das Mobil an der Rosenkranzkirche (das nächste Mal am Montag, 25. Oktober) oder am Bahnhof in Ahrweiler (Freitag, 5. November) zu finden. Informationen rund um die Arbeit des Bistums Trier angesichts der Flutkatastrophe sind unter t1p.de/hochwasser-hilfe zu finden. 

Bei kirche:mobil! handelt es sich um ein Projekt der katholischen Kirche im Dekanat Völklingen, das finanziell durch das Bistum Trier und die Bischof-Stein-Stiftung gefördert wird. Im Saarland steht das Mobil seit Anfang 2020 unter anderem auf Wochenmärkten oder an Spielplätzen. Es ist ausgestattet mit einer Kaffeemaschine, gemütlichen Sitzmöbeln und auch Spielen sowie Impulsen. Bei den Einsätzen an der Ahr gibt es zusätzlich noch Informationskärtchen mit Angeboten der katholischen und evangelischen Kirche sowie Impulse.

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Flut-Katastrophe Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Diakonische Kirchenentwicklung Personal Seelsorge
news-104383 Sat, 16 Oct 2021 08:53:00 +0200 Katholische Einrichtungen für Kita-Preis nominiert https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/katholische-einrichtungen-fuer-kita-preis-nominiert/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_Trophae1-1_a32ac1735a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Drei Kitas aus Gillenfeld, Sulzbach-Altenwald und Plaidt kämpfen um den Titel „Kita des Jahres 2022“. Den Erstplatzierten erwartet ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Trier/Gillenfeld/Plaidt/Sulzbach – Die Katholische FamilienKiTa Emmaus in Gillenfeld, die Kita St. Willibrord in Plaidt und die katholische Kita Pastor Hein in Sulzbach-Altenwald sind für den Deutschen KiTa–Preis 2022 nominiert. Sie befinden sich in Trägerschaft der katholischen KiTa gGmbHs Trier, Koblenz und Saarland. In der Kategorie „Kita des Jahres“ müssen sich die drei Einrichtungen in einem nächsten Schritt gegen 22 Mitbewerber durchsetzen. Den Erstplatzierten erwartet ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Bereits zum fünften Mal vergeben das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung zusammen mit weiteren Partnern den Deutschen Kita-Preis. In diesem Jahr haben sich bundesweit rund 1.200 Einrichtungen und Bündnisse um die Auszeichnung beworben. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie Fachleute der Internationalen Akademie Berlin (INA) haben aus den eingegangen Bewerbungen 25 Nominierte ausgewählt, die nun aufgefordert sind, in den kommenden Wochen weitere Unterlagen einzureichen. Die Preisverleihung findet in Berlin findet im Frühsommer 2022 statt.

Die katholische Kita St. Willibrord in Plaidt bietet Platz für 135 Kinder, die von 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. Neben Kooperationen mit anderen Einrichtungen, wie dem benachbarten Seniorenheim, zeichnet sich die Kita durch ihre kindzentrierte Haltung aus. Beim sogenannten Freispiel sollen die Kinder ihren Alltag selbst gestalten.

Das 17-köpfige Team der KiTa Emmaus in Gillenfeld betreut derzeit 97 Kinder. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit vor Ort steht das experimentelle Lernen durch alltägliche Erfahrungen. Ebenso bildet die altershomogene und altersheterogene Projektarbeit einen Schwerpunkt. Als katholische Einrichtung legt die Kita zudem großen Wert auf religiöse und interreligiöse Bildung.

In der katholischen Kita Pastor Hein in Sulzbach-Altenwald im Saarland kümmern sich elf pädagogische Fachkräfte und zwei Hauswirtschafts-Fachkräfte um insgesamt 61 Kinder. Das dortige Konzept mit teiloffenen Gruppen bietet den Kindern viele Anregungen zum Entdecken, Ausprobieren und Lernen. Im Kita-Garten übernehmen die Kinder spielerisch Verantwortung und freuen sich, wenn es etwas zu ernten gibt. 

Erst zu Beginn des Jahres hat es die Trierer Kita Maria Königin ins Finale um die Auszeichnung „Kita des Jahres 2021“ geschafft und bei der Preisverleihung im Juni schließlich den ELTERN-Sonderpreis gewinnen können. Mit knapp 37.000 Stimmen hat die Kita das Online-Voting für sich entschieden. Neben einer Trophäe hat sich die Einrichtung aus Pallien über neue Kinderbücher und ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen können.

Mit den Kitas aus Gillenfeld, Sulzbach und Plaidt haben es erneut katholische Einrichtungen in die engere Auswahl für den Deutschen Kita-Preis geschafft. Ob sie die Juroren von ihrer pädagogischen Arbeit und den Rahmenbedingungen vor Ort überzeugen können und schließlich ins Finale einziehen dürfen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kindergarten
news-104384 Sat, 16 Oct 2021 06:10:00 +0200 Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinschaft-teilhabe-und-sendung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_Perspektivwechsel_4_4e1d3b575d.jpg" width="150" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann lädt ein, sich am vorbereitenden Prozess für die Bischofssynode zu beteiligen. Trier –„Wir gehen einen Weg des gegenseitigen Zuhörens und des Hörens auf den Heiligen Geist, des Diskutierens und auch des Diskutierens mit dem Heiligen Geist, was eine Form des Betens ist.“ Das sagt Papst Franziskus zur Weltbischofssynode, die unter dem Thema „Synodaler Weg der Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ steht. Bischof Dr. Stephan Ackermann verbindet die synodalen Beratungen in Trier mit dem weltkirchlichen Weg. „Das, was wir hier machen, ist praktizierte Synodalität: sich der Realität stellen, Themen und Herausforderungen vergemeinschaften“, sagte er am 9. Oktober 2021 beim Treffen der diözesanen Gremien und Vertretungen aus Berufsgruppen, Diensten und Einrichtungen. Themen wie die Flutkatastrophe im Bistum Trier im Juli 2021 und der Prozess der Haushaltssicherung prägen die Realität im Bistum und waren Gegenstand der Diskussionen von rund 80 Teilnehmenden in St. Maximin und 70 im virtuellen Raum. Der Bischof lud während des Treffens ein, sich am vorbereitenden Prozess für die Bischofssynode einzubringen. „Ich bin froh, dass die Mitglieder dieser Versammlung dieses Angebot an synodaler Gestaltung unserer Ortskirche in der Weise angenommen haben. Es sind entscheidende Themen, bei deren Reflexion der Bischof nicht alleine stehen darf. Dazu brauche ich aber auch Menschen, die bereit sind, sich den komplexen Fragen zu stellen“, so Bischof Stephan im Anschluss an die Versammlung.

Synodalität als gemeinsames Unterwegssein im Glauben

Das Bistum könne vielfältige Erfahrung zum Thema Synodalität beitragen, sagte Ackermann. „Im Bistum Trier sind wir in den vergangenen acht Jahren einen intensiven Weg synodaler Beratungen gegangen. Am Anfang stand die Heilig-Rock-Wallfahrt des Jahres 2012, die nicht nur für die einzelnen Pilgerinnen und Pilger, die nach Trier kamen, ein geistliches Erlebnis waren, sondern auch zu einer Glaubenserfahrung und Identitätsstärkung des Bistums beigetragen hat. Hier wurde Synodalität im ursprünglichen Sinn des Wortes als gemeinsames Unterwegssein im Glauben erfahren.“ Auf der Grundlage dieser positiven Glaubenserfahrung und angesichts der epochalen Herausforderungen für den Glauben und das kirchliche Leben – verstärkt durch die Aufdeckung der Fälle sexuellen Missbrauchs seit 2010 – sei dann die Entscheidung zur Durchführung einer Diözesansynode gefallen, erläutert Bischof Ackermann in seinem Papier „Erfahrungen zu Synodalität aus der Diözese Trier – 15 Thesen“. Die Diözesansynode fand dann in den Jahren 2013 bis 2016 in sieben Vollversammlungen statt. „Synodalität fand hier ihren Ausdruck ‚in der gemeinsamen Suche dessen, was der Geist im gegenwärtigen Moment von der Teilkirche verlangt‘ (Zitat aus der Instruktion über die Diözesansynoden von 1997)“, heißt es in dem Papier.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-104377 Thu, 14 Oct 2021 12:10:00 +0200 1.500 Stunden Seelsorge im Ahrtal https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/1500-stunden-seelsorge-im-ahrtal/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Seelsorge_Dernau_Friedhof_jf_01_550bdb9997.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Seelsorge Dernau Friedhof jf 01" />Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem gesamten Bistum Trier unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen im Flutgebiet. Die Organisation liegt beim Koordinierungsbüro Seelsorge Ahr. Bad Neuenahr-Ahrweiler/bistumsweit – Wer in diesen Tagen ins Ahrtal fährt, vernimmt an allen Ecken und Enden das Rattern von Bohrmaschinen, das Summen von Stromaggregaten und bemerkt den feuchten Geruch, der von den freigelegten Mauern ausströmt. Fast vier Monate nach der Flutkatastrophe ist weiterhin viel zu tun: Handwerker, Baumaterial und finanzielle Unterstützung sind gefragt, die Betroffenen benötigen aber auch ein offenes Ohr. Das Bistum Trier hat umgehend nach den Ereignissen ein Koordinierungsbüro eingerichtet, das weiterhin Seelsorge vor Ort gewährleistet.

Unmittelbar nach der Flutnacht Mitte Juli haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem gesamten Bistum Unterstützung angeboten. Rund 100 Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Diakone und Priester haben tage- oder wochenweise ihre Kolleginnen und Kollegen an der Ahr vielfältig unterstützt, dazu zählt unter anderem die aufsuchende Seelsorge und Präsenz in den Straßen oder an Fixpunkten wie das Hilfsdienste-Zelt am Moselparkplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler oder die Ausgabestelle von Spenden oder Mahlzeiten. Insbesondere in der Akutphase war die Begleitung von Hilfskräften ebenfalls ein wichtiger Teil der Arbeit. „Diese Einsätze werden durch das Koordinierungsbüro Seelsorge Ahr organisiert“, erklärt Sarah Engels. Sie ist die Geschäftsführerin des Büros; unterstützt wird sie von ihrem Stellvertreter Sebastian Leinenbach, Dekanatsreferent im Dekanat St. Wendel.

Vielfältige Einsatzgebiete

Seit Juli haben diese Frauen und Männer 1.500 Stunden Seelsorge geleistet; hinzukommen die Stunden der lokalen Pastoralteams. „In Absprache mit den örtlichen Pastoralteams gestalten sie auch Andachten oder andere Gebetsmöglichkeiten“, benennt Sarah Engels weitere Einsatzgebiete. Generell sei der intensive Austausch mit den lokalen Teams sehr wichtig. „Wir haben die aktuellen Entwicklungen stets im Blick“, sagt Sarah Engels. Zeitgleich ist das Koordinierungsbüro ein Bindeglied zwischen lokaler und Bistumsebene.

In den ersten Wochen zählte vor allem das Planen der Bestattungen zu den Aufgaben. Die örtlichen Pastoralteams übernahmen den ersten Kontakt zu den Angehörigen. Die Bestattungen erfolgten anschließend mit der Unterstützung durch die Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bistum Trier. Die Tage sind für viele bewegend. „Daher werden die Seelsorgerinnen und Seelsorger abends von einem Feedback-Team angerufen, um eine niedrigschwellige und zeitnahe Begleitung zu gewährleisten“, erläutert Sarah Engels.

Das Koordinierungsbüro nimmt strategische Arbeiten wahr und denkt beispielsweise schon jetzt in Zusammenarbeit mit kommunalen Ansprechpersonen und weiteren Netzwerkpartnern wie Hilfswerken oder der evangelischen Kirche über mögliche Treffpunkte im Winter nach. Das Bistum will weiterhin für die Menschen in den Flutgebieten da sein und langfristig unterstützen. „Im September hat das Büro etwa fünf Personen pro Tag in den Einsatz geschickt, die zusätzlich zu den lokalen Pastoralteams vor Ort waren“, weiß Sarah Engels und in die Arbeit des Koordinierungsbüros gehen monatlich etwa 300 Arbeitsstunden.

Das Engagement soll noch lange nicht auslaufen. Aktuell wird auf der Ebene der Bistumsleitung und im Koordinierungsbüro eine Verstetigung der Seelsorge an der Ahr vorbereitet. Zudem wird künftig Peter Schuh als Beauftragter des Bistums Trier zusammen mit Johannes Kölling (ZB1 Pastoral und Gesellschaft) für die Koordinierung des Wiederaufbaus in den von der Flutkatastrophe betroffenen Kirchengemeinden in der Eifel und an der Ahr tätig sein. Er war bis 2019 Leiter der Immobilienabteilung im Bischöflichen Generalvikariat Trier.

Das Koordinierungsbüro Seelsorge Ahr ist zu erreichen unter Tel.: 0160-4750257 und per E-Mail an koordinierung.seelsorge-ahr(at)bistum-trier.de Weitere Informationen zur Hochwasserhilfe von Bistum Trier und Caritas und die Spendenkonten zur Unterstützung Betroffener der Hochwasserkatastrophe sind zu finden unter https://t1p.de/hochwasser-hilfe.

(jf)

 

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Flut-Katastrophe Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Pfarreien Seelsorge
news-104375 Tue, 12 Oct 2021 14:58:55 +0200 Westafrikanische Friedenstifterin zu Gast im Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/westafrikanische-friedenstifterin-zu-gast-im-bistum-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_missio-Gast-Sr-Nenlidang-Gochin-und-Tomasz-Welke_ih_48567b12ba.jpg" width="150" height="100" alt="" />missio-Gast Schwester Nenlidang Gochin berichtete über das Miteinander von Christen und Muslimen in Nigeria. Trier/Jos – Für gewöhnlich schlichtet Schwester Nenlidang Gochin zwischen gewaltbereiten jungen Männern in ihrem Heimatland Nigeria – vergangene Woche war sie im Vorfeld des Weltmissionstages als missio-Gast im Bistum Trier unterwegs. Auf ihren Terminen vom 06. bis 11. Oktober wurde die Franziskanerin von den Mitarbeitenden der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier begleitet. Dort hat sie von ihrem friedlichen Kampf gegen religiös motivierte Gewaltexzesse zwischen christlich und muslimisch geprägten Gruppen berichtet und für den interreligiösen Dialog geworben.

Die 43-Jährige engagiert sich in der Friedensarbeit in Jos, einer besonders konfliktreichen Stadt Nigerias. Während ihres Besuchs im Bistum Trier hat sie sich mit verschiedenen kirchlichen Vertretern getroffen, Schulen und andere Einrichtungen besucht, die besonderen Fokus auf das Thema „interreligiöser Dialog“ legen möchten. Denn das ist, worauf ein Großteil ihrer Arbeit beruht: friedenstiftende Dialoge zwischen Christen und Muslimen herstellen. Das Zusammenleben beider Religionen in Nigeria ist von immer wieder aufflammenden Konflikten gezeichnet. Mit dem Ziel diese Konflikte zu lösen, setzt sich die Ordensfrau aktiv in der Damietta-Friedensinitiative ein, die sie von 2016 bis 2019 selbst als Landeskoordinatorin geleitet hat. Die Initiative wurde 2008 ins Leben gerufen und gründe auf dem Respekt vor der menschlichen Würde, so Schwester Nenlidang. Innerhalb von Damietta gibt es verschiedene Gruppen von Kindern, Jugendlichen, verwitweten Frauen aber auch gemischte Gruppen, die gemeinsam an Projekten arbeiten. Dazu zählen Trainings und Workshops, die den Dialog zwischen den Gruppen herstellen und fördern sollen. „Reden hilft dabei, die Angst voreinander zu verlieren“, erklärt Schwester Nenlidang. Um gegenseitiges Verständnis zu schaffen, werden zum Beispiel christliche und muslimische Feste zusammen gefeiert. Sich gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigen – für Schwester Nenlidang eine Selbstverständlichkeit. Dass die Franziskanerin selbst Katholikin ist, habe zwar immer schon zu Vorurteilen geführt, ändere aber nichts an ihrem Verständnis von Menschenwürde. „Ich differenziere nicht zwischen den Religionen, sondern versuche mit meiner Arbeit gemeinsame Werte zu betonen“, sagt sie. „Muslime und Christen sollen schließlich gleichermaßen von den Aktionen der Friedensinitiative profitieren.“

Ihr großes Engagement hat auch einen persönlichen Hintergrund: Schwester Nenlidang ist mit vielen muslimischen Freunden aufgewachsen. Mit der Zeit wurden die religiösen Unterschiede zwischen ihnen zu einer immer größeren Hürde. „Ich habe Angst gehabt, mich weiterhin mit meinen Freunden zu treffen.“ Und so trennten sich ihre Wege. „Wir haben viel verloren“, sagt sie. Umso stärker setzt sie sich heute für Frieden in ihrem Heimatland ein und stiftet Hoffnung für ein besseres Miteinander in Nigeria und weltweit.

Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Dieses Jahr findet er am 24. Oktober statt. Im Fokus der Aktion steht Nigeria. Weitere Informationen hierzu gibt es unter https://www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/sonntag-der-weltmission/.

(ia)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-104373 Tue, 12 Oct 2021 08:06:10 +0200 Mehr Kirche sein im Sinne der Bistumssynode https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mehr-kirche-sein-im-sinne-der-bistumssynode/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Haushaltssicherung_Wortwolke_Okt2021_30eb38b93f.jpg" width="150" height="83" alt="" />Das Bistum Trier stößt seinen Haushaltssicherungsprozess an. Bis Juni 2022 soll ein Konzept erarbeitet sein. Trier/bistumsweit – „Notwendig“: Dieses Wort stand in der Mitte der „Wortwolke“, die die Teilnehmenden am Ende ihrer Beratungen über den Prozess der Haushaltssicherung entstehen ließen. Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg haben die Rahmenbedingungen dieses Prozesses beim Treffen mit den diözesanen Räten (Pastoral-, Katholiken-, Priester- und Kirchensteuerrat), Dechanten und Vertretungen von Berufsgruppen, Einrichtungen und Diensten in der ehemaligen Reichstabtei St. Maximin in Trier am 8. und 9. Oktober beraten.

„Die Zeichen der Zeit stehen auf grundlegender Veränderung“, betonte Generalvikar von Plettenberg. Dies sei getrieben durch Entwicklungen wie Klimawandel und Digitalisierung, Corona und Flutkatastrophe; „vielleicht am spürbarsten für uns alle und an unsere Existenz gehend sexueller Missbrauch von Kindern und Machtmissbrauch jeglicher Art; auf der anderen Seite aber auch als Konsequenz das Streben nach mehr Synodalität und einer zeitgemäß aufgestellten Kirche“. Er nannte auch die eindeutigen Prognosen bezüglich knapper werdenden finanziellen und personellen Ressourcen. Als Christen gelte es, Wege zu finden, die den Polarisierungen entgegenträten, die sich bei solchen Veränderungen häufig einstellten und „eine gesunde Mitte“ zu stärken. Von Plettenberg nannte dazu drei Haltungen: (1) Sich der Wirklichkeit stellen, wie sie ist, „Das heißt für mich: die Dinge mit dem Kopf wahrnehmen und sie dann auch ins Bewusstsein sacken zu lassen und sie zur Grundlage machen für das weitere Überlegen und Handeln.“ Dazu in den Dialog miteinander zu treten (2), sei unabdingbar für wirkliche Synodalität. Zudem brauche es klar kommunizierte Rahmenbedingungen, Beratung und Diskussion der Entscheidungsgrundlagen auf Augenhöhe und aus vielseitigen Perspektiven, eine Bewertung der Ergebnisse zur Entscheidungsfindung und Mut zu Entscheidungen. Und dann müsse man „ins Handeln kommen“. Denn: „In der Analyse sind wir gut, aber schwach, wenn es ans Handeln geht“, sagte er selbstkritisch. Die Entscheidungsprozesse offen und nachvollziehbar darstellen, sei ebenfalls wichtig. Er lud dazu ein, die Zukunft in Augenschein zu nehmen (3), nämlich die Vision einer glaubensstarken (missionarischen) und dienstbereiten (diakonischen) Kirche, die die Nähe zu den Menschen pflegt (lokal organisiert ist) und mit ihnen das gemeinschaftliche und kirchliche Leben gestaltet und verantwortet (synodal).

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Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Finanzen Haushaltssicherung
news-104370 Mon, 11 Oct 2021 14:57:00 +0200 Das synodale Prinzip weiter ausbauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-synodale-prinzip-weiter-ausbauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_3769_8d797dcf75.jpg" width="150" height="94" alt="" />Diözesane Gremien und Vertretungen beraten mit der Bistumsleitung über aktuelle Themen. Trier – Die Flutkatastrophe im Bistum Trier, die langfristige Sicherung des Bistums-Haushalts, der Entwurf für einen Diözesanrat und weitere Themen haben die diözesanen Räte (Pastoral-, Katholiken-, Priester- und Kirchensteuerrat), Dechanten und Vertretungen von Berufsgruppen, Einrichtungen und Diensten am 8. und 9. Oktober mit der Bistumsleitung beraten. Etwa 90 Personen nahmen in St. Maximin in Trier teil, etwa 70 Menschen waren virtuell zugeschaltet. Seit dem Ende der Diözesansynode gibt es diese Form der Versammlung.

Bischof Dr. Stephan Ackermann erinnerte an den von der Bistumssynode eingetragenen Perspektivwechsel 4, der eine bistumsweite Verankerung des synodalen Prinzips – also der Beratung und Beteiligung – auf allen Ebenen fordert. Es gebe Fragen, die nicht nur in einzelnen Gremien beraten werden könnten, sondern eine „größere synodale Befassung“ brauchen, gerade wenn es um Themen gehe, „die das ganze Bistum betreffen“. Die letzten Treffen dieser Art hatten im Juni und September 2020 stattgefunden und sich mit den veränderten Bedingungen für die Pfarreienreform befasst. Viele dieser Fragen seien bearbeitet und in der Umsetzung, sagte Ackermann. Bei diesem Treffen gehe es ebenfalls um die Frage „Wie ist eine Verlebendigung des kirchlichen Lebens unter veränderten Bedingungen möglich?“ – dieses Mal mit dem Fokus der materiellen Gesichtspunkte: „Das gehört zusammen.“ Entsprechend nahm die Verständigung über das Haushaltssicherungskonzept den größten Teil der Beratungen ein (eigener Bericht folgt).

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung Vermischtes
news-104371 Mon, 11 Oct 2021 14:27:33 +0200 "Ihr werdet gestärkt werden durch seinen Geist" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ihr-werdet-gestaerkt-werden-durch-seinen-geist/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_Firmung-Plaidt_Brahm_Wolfgang-Pape_77352e300a.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Firmung Plaidt Brahm Wolfgang Pape" />Im Dekanat Andernach-Bassenheim hat Weihbischof Brahm jungen Menschen das Sakrament der Firmung gespendet. Plaidt – 48 Firmbewerberinnen und Firmbewerber aus der Pfarreiengemeinschaft Plaidt haben am 10. Oktober durch Weihbischof Robert Brahm in der Pfarrkirche St. Willibrord Plaidt das Sakrament der Firmung empfangen. Coronabedingt wurden am Sonntagmorgen zwei Messen von Weihbischof Brahm und Pfarrer Alexander Kurp geleitet, um die Hygieneschutzmaßnahmen einhalten zu können.

Seit Mai hatten sich 50 Jugendliche auf diesen Tag vorbereitet, krankheitsbedingt konnten zwei von ihnen leider nicht an der Firmung teilnehmen. Zur Vorbereitung engagierten sich die jungen Menschen unter anderem in Projekten für die Gemeinschaft und für die Welt.

„Es ist ein besonders guter Jahrgang“, attestierte Brahm den jungen Menschen. Denn sie gehörten zu einer Generation, die durch Corona ein so einschneidendes Erlebnis hatte, „wie kaum eine andere seit dem Zweiten Weltkrieg“. Als es im März 2020 losging, so Brahm, hatten viele eine „Angst vor etwas, das wir nicht sehen und nicht begreifen konnten“. Viele seien von der Angst gepackt gewesen, sich selbst und andere anzustecken. Und man „musste immer daheim bleiben“, hatte über Wochen Home-Schooling. „Das war schon eine Herausforderung.“

Der Trierer Weihbischof erinnerte in seiner Predigt an das Johannes-Evangelium: Drei Jahre war Jesus unterwegs – bis dann in Jerusalem „die Stimmung kippte“. Er wurde angezeigt und starb am Kreuz. Auch heute gebe es Christen, die verfolgt werden, sagte Brahm, z.B. in Belarus. „Allen, die für etwas Gutes kämpfen, geht es darum, dass sie gehört werden.“ Die Jünger im Johannes-Evangelium nahmen all ihre Kräfte zusammen, „die Freunde Jesu wollen raus zu den Menschen“. Und egal, welche Sprache sie sprechen, „die Botschaft Jesu kommt an“. Den Jugendlichen gab er mit: „Ihr werdet gestärkt durch seinen Geist.“

Dass sie während der Firmung mit Chrisam gesalbt werden, solle ihnen mitgeben: „Du bist ein wertvoller Mensch“, „Du gehörst zu Jesus, kannst ihm vertrauen“, „Du gehörst zu den Freunden Jesu“, so Brahm. Wenn die Erfahrungen der letzten Monate durch die Corona-Pandemie auch nicht erfreulich waren, so sollen die Gefirmten für sich mitnehmen, dass sie einzigartig sind und geliebt werden. Denn es zeigte sich bereits, so Weihbischof Brahm: „Selbst in unseren dunkelsten Stunden können wir ihm vertrauen. Der Heilige Geist rettet Leben und will, dass du in deinem Leben glücklich wirst.“

(red)

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Koblenz bistum-trier Jugend Pfarreien Vermischtes
news-104368 Sat, 09 Oct 2021 08:00:00 +0200 Stadtgeschichte und Glauben verbinden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/stadtgeschichte-und-glauben-verbinden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Pilgerweg-Moselwei-Petra-Gotthard-und-Tobias-Jacobs_jf_553d9c8282.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Pilgerweg Moselwei Petra Gotthard und Tobias Jacobs jf" />Pilgern vor der Haustüre: Ein neues Angebot gibt es dazu nun in Koblenz-Moselweiß - auf einem 3,6 Kilometer langen Rundweg erfahren Interessierte allerhand über ihren Stadtteil. Koblenz – Es muss nicht immer der berühmte Jakobsweg sein, pilgern geht auch vor der Haustüre. Ein neues Angebot gibt es dazu nun im Koblenzer Stadtteil Moselweiß. Während eines 3,6 Kilometer langen Rundweges erfahren Interessierte anhand von Audio-Aufnahmen allerhand über den Schutzpatron St. Laurentius, die Historie des Stadtteils, hören Passagen aus der Bibel oder auch Impulse, die zum Nachdenken anregen.

 Start und Ziel ist die Pfarrkirche St. Laurentius (Koblenzer Straße 16). Dort befindet sich, wie an den nachfolgenden zwölf Stationen, ein QR-Code, der mit dem Handy abgescannt wird. Über diesen Code gelangt man zu einer etwa fünfminütigen Audio-Datei, die sich mit dem jeweiligen Standort, einer Bibelstelle und einem religiösen Impuls befasst. Am Ende gibt es eine Wegbeschreibung zur nächsten Station, dazu zählen Kirmesplatz, der Bildstock des Heiligen Wendelinus und das ehemalige Kloster. Es handelt sich um Plätze, „an denen man öfter dran vorbeigeht, aber was dahintersteckt, weiß man meistens gar nicht – das bekommt man in unseren Audios erklärt“, berichtet Petra Gotthard vom Vorbereitungsteam. Das Team, dem neben Petra Gotthard noch Silke Schanz, Tobias Jacobs und Pastor Michael Frevel angehören, hat viel Liebe in diesen Pilgerweg gesteckt, unterstützt wurden sie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, der Stadt Koblenz und dem Bistum Trier.

Seit vier Wochen stehen die Hinweistafeln mit den QR-Codes nun im Ort. „Ein junges Pärchen, das neu zugezogen ist, hat mir berichtet, dass sie viel über Moselweiß erfahren haben, und ihnen gefielen die Impulse, die nah am Leben sind“, gibt Petra Gotthard eine Rückmeldung wieder. Des Weiteren hat sie von einer Frau erfahren, deren Mann schwer erkrankt ist. Der Pilgerweg habe ihr Kraft und Zeit zum Beten gegeben.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Bildung Ehrenamt Pfarreien
news-104367 Thu, 07 Oct 2021 12:11:37 +0200 Zukunftsängste, finanzieller Druck und soziale Ausgrenzung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zukunftsaengste-finanzieller-druck-und-soziale-ausgrenzung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/e/csm_KLB-Landpartie_jf_868b71b068.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KLB Landpartie jf" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat zwei landwirtschaftliche Betriebe in Lasserg bei Münstermaifeld und Mertloch besucht Münstermaifeld/Mertloch/Lasserg – „Mir ist es wichtig zu erfahren, vor welchen Herausforderungen stehen die Familien und wie können wir kirchlicherseits unterstützen“, das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann anlässlich seines Besuchs zweier landwirtschaftlicher Betriebe in Lasserg bei Münstermaifeld und Mertloch gesagt. Dabei erfuhr er von der komplexen Problemlage, der sich Bäuerinnen und Bauern stellen müssen. „Ich habe einen hohen Respekt davor, wie die Landwirte als Betriebe und als Familien das zu schultern versuchen.“

Auf dem Hof der Familie Rueben leben 550 Milchkühe. Das Ehepaar berichtet von vielen behördlichen Bestimmungen und steigenden Kosten, die das Arbeiten erschweren. „Die Auflagen in Deutschland sind sehr hoch“, weiß Hildegard Frey, Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Trier (KLB), „gleichzeitig haben wir die niedrigsten Lebensmittelpreise in der EU“. Das bestätigen auch Frank und Gisela Rueben: „Die Kosten laufen uns weg. Der Milchpreis ist sehr niedrig, und es ist nicht in Sicht, dass es besser wird“. Zu diesen finanziellen Sorgen kommen Vorurteile und soziale Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Chiara Fisch, Schülerin der Klassenstufe 13, kann dies bestätigen: „Es wird in den Schulen Mobbing betrieben, und Landwirte werden oft verachtet“. Sie selbst möchte Agrarwissenschaft studieren und wünscht sich mehr Wertschätzung für Bäuerinnen und Bauern. Diese würden beispielsweise als Klimasünder beschimpft. Jedoch benötigten sie ebenfalls für ihre Existenzgrundlage ein funktionierendes Ökosystem und hätten keinerlei Interesse daran, dieses zu schädigen. Die Landwirtschaft selbst leide nämlich mit am stärksten unter den Veränderungen des Klimas. Die Familie Rueben investiert schon seit Jahren in nachhaltige Technologie: So befindet sich auf den geeigneten Dachflächen eine 500-Kilowatt-starke Photovoltaik-Anlage und vor zwei Jahren haben sie eine Biogasanlage gebaut.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof Information Kirchliche Verbände Schöpfung
news-104362 Wed, 06 Oct 2021 10:55:00 +0200 "Ein unglaublicher Luxus" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-unglaublicher-luxus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_Jubilaum-Meiserich_Brigitte-Bettscheider_082ccf6f6d.jpg" width="150" height="100" alt="" />Seit 500 Jahren steht die kleine spätgotische Kirche St. Anna in Meiserich. Dieses Jubiläum wurde nun gefeiert. Meiserich – In dem zur Pfarreiengemeinschaft Ulmen und dem Dekanat Cochem gehörenden Dorf Meiserich ist am 3. Oktober die Einsegnung der Filialkirche St. Anna vor 500 Jahren gefeiert worden – mit von Bischof Dr. Stephan Ackermann zelebriertem Festgottesdienst sowie Begegnung auf dem Dorfplatz, Sternwallfahrt und Andacht.

Die kleine spätgotische Kirche, ein verputzter Bruchsteinbau mit dreigeschossigem Turm und einem Holzaltar aus dem 17. Jahrhundert als kunstgeschichtlichem Schmuckstück, steht am unteren Rand des Dorfes Meiserich. Und es gibt noch die originale Stiftungsurkunde über die Einsegnung durch den Kölner Weihbischof  vom 10. Oktober 1521. Das sei sicherlich vor 500 Jahren ein großes Fest gewesen, mutmaßen die Organisatoren des Jubiläums. Inzwischen sei an dem Gotteshaus viel geplant, gearbeitet und renoviert worden, und die nächste Außensanierung sei bereits ins Auge gefasst, heißt es außerdem in der Einladung zum Jubiläum.

„Mögen noch viele Menschen mit und nach uns sich an diesem Ort von Gottes Botschaft berühren lassen“, erklärte Bischof Ackermann am Ende des Festgottesdienstes. In seiner Predigt hatte er den Begriff „heilig“ beleuchtet und den Ursinn des Wortes als „herausgenommen aus dem alltäglichen Leben“ bezeichnet. Genau damit habe die Errichtung eines Kirchenraums wie diese Filialkirche zu tun, betonte Ackermann. Denn eine Kirche sei als ein Raum, der Gott gehöre, „ein starkes und wichtiges Bekenntnis zu etwas, das nicht unserer Logik von Kosten und Nutzen unterliegt, ein unglaublicher Luxus also“, sagte er. Ja, Christen sollten sich Kirchen leisten, denn es gebe mehr als Arbeit und Freizeit. So sprächen Kirchenräume neben der Verehrung Gottes auch von der Würde des Menschen und dem Sinn des Lebens. „Gottes Botschaft hängt aber nicht an Steinen“, räumte der Bischof ein. Erst wenn der Mensch Gott Raum gebe und ihn groß halte, werde das eigene Leben größer und weiter.

An dem Festgottesdienst wirkten neben Bischof Ackermann Diakon Wilfried Puth und Gemeindereferentin Sigrid Rick mit sowie – in der musikalischen Gestaltung –Organist Paulernst Lindner, Solist Helmut Schmitt und der Chor „Üßbachlerchen“. Kinder brachten Erntegaben zum Altar; der Bischof erteilte den Früchten der Gärten und Felder den Erntedanksegen.

Zur anschließenden geselligen Begegnung waren auf dem Dorfplatz Zelte aufgebaut. Zur Andacht am Nachmittag kamen die Gläubigen aus der Stadt Ulmen und den umliegenden Dörfern als Sternwallfahrer.

(red)

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Koblenz bistum-trier Bischof Pfarreien Vermischtes
news-104366 Tue, 05 Oct 2021 12:34:00 +0200 Eine sehr positive Grundstimmung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-sehr-positive-grundstimmung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/f/csm_knop_julia_Foto-Uni-Erfurt_8b3aeb3118.jpg" width="100" height="150" alt="" />Die zweite Synodalversammlung fand vor wenigen Tagen in Frankfurt statt. Prof. Dr. Julia Knop berichtete als Mitglied der Synodalversammlung Rahmen des Katholischen Forums in Koblenz von ihren Eindrücken. Koblenz – Gerade einmal zwei Tage nach dem Abschluss des zweiten Treffens der Mitglieder des Synodalen Weges hat Prof. Dr. Julia Knop am 4. Oktober beim Koblenzer Katholischen Forum über ihre Eindrücke berichtet. Die Theologin ist Mitglied in der Synodalversammlung und im Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“. Für viele Gläubige scheint dieser Reformdialog die letzte Chance für die katholische Kirche zu sein; die Erwartungen sind dementsprechend hoch. „Da stecken viel Zeit, Arbeit und Nerven drin“, berichtete Julia Knop und gab gleichzeitig ein positives Signal, „Ich bin sehr überzeugt davon, dass wir nicht scheitern.“

Sie gab zu, dass  es ein angespannter, anstrengender und bewegender Weg sei, den sie aber gehen möchte, da sie allen Beteiligten ein ernsthaftes Interesse abnehme. „Es gab konstruktive ehrliche Debatten und eine wertschätzende Atmosphäre, auch wenn sich nicht alle immer einig waren“, berichtete Knop und gab Einblicke in die Arbeit der Synodalversammlung. Die Mitglieder bearbeiteten und kommentierten in Frankfurt unter anderem Texte aus den vier Synodalforen („Macht“, „Sexualität“, „Frauen“, „Priester“). Exemplarisch nahm sie einen Abschnitt heraus, für den ein Bischof einen Änderungsantrag stellte, der allerdings nach einer Abstimmung unter den Synodalen abgelehnt wurde.

Sich nicht entmutigen lassen

Einen weiteren Einblick gab sie in das Thema der Frauenordination. Die Mitglieder des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ forderten in ihrem Papier, dass die deutschen Bischöfe die Debatte über die Weihe von Frauen auf der Ebene der Weltkirche wieder eröffnen, die eigentlich offiziell durch Papst Johannes Paul II. beendet wurde. „Das finde ich eine kluge Argumentation, weil sie die Bischöfe zu Moderatoren macht, die die Anliegen ihrer Ortskirchen miteinbringen.“

Im Dezember 2019 ist der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland gestartet. Er wird getragen von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Der Reformdialog soll sich den Fragen nach systemischen Ursachen für sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche stellen, um daraus Konsequenzen für die Kirchenentwicklung in Deutschland und weltweit abzuleiten. Die Erfurter Professorin für Dogmatik benannte während ihres Vortags die tabu- und verbotslastige katholische Sexualmoral als ein Auslöser sexualisierter Gewalt wie auch die nondiversen exklusiven Gruppen, die sich innerhalb der Organisation Kirche bildeten.

Zum Schluss ermunterte sie die 50 Zuhörerinnen und Zuhörer im Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums und die rund 20 virtuell Teilnehmenden sich weiterhin für den Synodalen Weg zu interessieren und sich nicht entmutigen zu lassen. „Ich habe eine sehr positive Grundstimmung“, sagte sie.

Das Katholische Forum Koblenz will den Dialog zwischen Kirche, Kultur und Gesellschaft fördern. Veranstalter sind das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium, das Dekanat Koblenz, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar.

Das nächste Katholische Forum findet statt am Montag, 25. Oktober um 19 Uhr. Referent ist Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler (Zürich). Er wird zum Thema „Alles Materie – oder was? Zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube“ sprechen.  Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, Tel.: 0261-9635590 und auf www.keb-koblenz.de. Dorthin richten Interessierte auch ihre Anmeldung für den nächsten Termin.

Näheres zum Synodalen Weg gibt es hier www.bistum-trier.de/synodaler-weg.

(jf) 

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Koblenz bistum-trier Beratung Information Kirchliche Verbände Personal Pfarreien Vermischtes
news-104358 Sat, 02 Oct 2021 08:06:00 +0200 Gegen Rassismus und Antisemitismus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gegen-rassismus-und-antisemitismus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_Holocaust-U-berlebende-Henriette-Kretz-copyright-Bistum-Mainz_0df8c405aa.jpg" width="88" height="150" alt="" title="Holocaust U berlebende Henriette Kretz copyright Bistum Mainz" />Zu zwei digitalen Veranstaltungen mit den Themen „Rassismus“ und „Antisemitismus“ hatten die Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier und weitere ökumenische Initiativen aufgerufen Koblenz – Zu zwei digitalen Veranstaltungen mit den Themen „Rassismus“ und „Antisemitismus“ hatten die Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz, die ökumenische Initiative „AnsprechBar“ und das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar eingeladen.

Henriette Kretz, die den Holocaust überlebt hat, war live aus Antwerpen zugeschaltet. „Unsere Erde ist so klein geworden, wir können in wenigen Stunden auf der anderen Seite der Erde sein. Wie dumm ist es zu denken: Es ist unser Platz und es soll niemand kommen! Die Erde ist kein Besitz von Einzelnen. Man muss das Leben schätzen und lieben. Es ist ein Geschenk!“, so die 87-jährige Zeitzeugin, die sich auch gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus aussprach. Die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen und zeigten sich im Anschluss tief beeindruckt von der Begegnung.

An einem zweiten Abend berichtete Rebecca, eine Studentin aus Koblenz, von ihren beiden Hilfseinsätzen mit der katholischen Gemeinschaft Sant´ Egidio in griechischen Flüchtlingslagern. 2020 war sie in Moria, bevor das Lager abbrannte; in diesem Sommer besuchte sie das Lager Eleonas in Athen. Ihre Beschreibung der katastrophalen Zustände für Menschen auf der Flucht mitten in Europa schockierte die mehr als 25 Zuhörerinnen und Zuhörer.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Bildung Jugend
news-104359 Sat, 02 Oct 2021 05:47:00 +0200 Klimagerechter Wiederaufbau von kirchlichen Immobilien in den Flutgebieten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/klimagerechter-wiederaufbau-von-kirchlichen-immobilien-in-den-flutgebieten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Sankt-Laurentius_Ahrweiler_Bruder-Antonius-Joos_ca0d30a3e2.jpg" width="150" height="113" alt="" />In einer Online-Veranstaltung wird informiert, wie nach der Flut ein Aufbau kirchlicher Immobilien gelingen kann. Trier – Die katholischen (Erz-)Diözesen von Köln, Aachen, Trier und die Evangelische Kirche im Rheinland (EKIR), die von der Flut im Juli diesen Jahres schwer getroffen wurden, laden für den 7. Oktober von 18 Uhr an Vertreter und Vertreterinnen aus den Kirchengemeinden zu einer Online-Veranstaltung (Zoom) ein. In der Veranstaltung wird über Möglichkeiten informiert, wie nach der Flut ein ökologisch sinnvoller Aufbau kirchlicher Immobilien gelingen kann.

In der Veranstaltung, die für eineinhalb Stunden geplant ist, wird zunächst Sabine Jellinghaus vom Netzwerk Energie & Kirche über nachhaltige Heiztechniken sprechen. Dabei geht es um Fragen der Technik, der Rahmenbedingungen, aber auch um Fördermöglichkeiten und Übergangslösungen. Vorgesehen sind daran anschließend so genannte „Break-Out Sessions“ gemäß den Landeskirchen/Bistümern, in denen einzelne Fragestellungen oder bundeslandspezifische Regelungen intensiver besprochen werden können. Aus den Diözesen und der EKIR werden Expertinnen und Experten für Fragen zur Verfügung stehen.

Anmeldungen per E-Mail an: robert.schlief(at)ekir.de. Es wird darum gebeten, die Landeskirche bzw. das Bistum in der Anmeldung zu nennen. Der Zugangslink wird im Vorfeld der Veranstaltung verschickt. Den Flyer mit näheren Informationen finden Sie hier: https://www.umwelt.bistum-trier.de/
(tef)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-104357 Thu, 30 Sep 2021 11:37:43 +0200 „Räte dürfen Selbstbewusstsein haben!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/raete-duerfen-selbstbewusstsein-haben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_OnlineRateforum-uk_ce70912dc9.jpg" width="150" height="98" alt="" title="OnlineRateforum uk" />Über die anstehenden Wahlen zu den kirchlichen Räten und die Bistums-Entwicklung hat die Bistumsleitung mit 250 Ehrenamtlichen diskutiert. Trier – Wie müssen sich kirchliche Räte im Bistum Trier künftig aufstellen, um angesichts größer werdender Pfarreien das kirchliche Leben vor Ort in den neuen Pastoralen Räumen mitgestalten zu können? Welche Rolle spielen dabei die „Orte von Kirche“ und wie kann die Zusammenarbeit zwischen den gewählten Räten und den lokalen Teams von Engagierten gestaltet werden? Über diese und weitere Fragen haben am 28. September der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier (BGV), Mechthild Schabo, sowie der Referent für die kirchlichen Räte im BGV, Dr. Thomas Fößel, mit rund 250 Gläubigen in einem Online-Forum diskutiert. Eingeladen zu der Veranstaltung im Vorfeld der Gremienwahlen im Bistum Trier am 6. und 7. November hatte der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im BGV.

Dank und Respekt für das große Engagement

„Allen Mitstreitern in den Räten gebührt mein aufrichtiger Dank und Respekt für das große Engagement in den vergangenen Jahren“, sagte Ackermann. Dies sei in der Sondierungsphase, in der über die anstehenden Zusammenschlüsse von Pfarreien gesprochen wurde, nicht immer leicht gewesen. Die Pandemie habe die Situation zusätzlich erschwert. Er zeigte sich beeindruckt, dass auch in den Regionen des Bistums, die von der verheerenden Flutkatastrophe betroffen sind, über Veränderungen diskutiert werde, „obwohl existenzielle Fragen auf der Seele liegen“. Ackermann versprach: „Wir richten unsere Aufmerksamkeit und unseren Blick auf Sie.“ Ehrenamtliche Räte trügen eine hohe Verantwortung. „Ihr Engagement ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagte der Bischof, räumte aber auch ein: „Wir spüren auch, dass Gremien an Grenzen kommen und dass es schwieriger geworden ist, Menschen für die Arbeit in den Räten zu gewinnen.“

Mehr Gremien als anderswo Ratsmitglieder

Im Bistum Trier gebe es mehr Gremien als es in anderen Bistümern Ratsmitglieder, betonte Rätereferent Fößel. Tausende Katholikinnen und Katholiken zeigten durch ihre Kandidatur für die bevorstehenden Wahlen die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Sie sind der Kommunikator des christlichen Lebens vor Ort. Was Sie leisten und geleistet haben, ist großartig!“, dankte er. Auch die Gremienarbeit müsse sich entwickeln. Dieser Prozess habe in der Sondierungsphase an Dynamik gewonnen. Das zeige sich bei den anstehenden Wahlen. 30 Prozent der Pfarreien hätten sich für das Modell des PfarreienratDirekt entschieden, bei dem die Pfarreien keine klassischen Pfarrgemeinderäte mehr wählen, sondern Mitglieder direkt in den Pfarreienrat entsenden. 2015 hatten sich nur sechs Prozent der Pfarreien für dieses Wahlmodell entschieden. Das habe vielerorts nicht mit der Not bei der Kandidatensuche zu tun, sondern sei eine bewusste Entscheidung für die Zukunft mit Blick auf Zusammenschlüsse.

Kirchliches Leben an vielfältigen Orten

Immer mehr wachse bei den Gläubigen im Bistum die Überzeugung, dass kirchliches Leben an vielfältigen Orten präsent sein muss, sagte Mechthild Schabo. „Wir wollen auf das reagieren, was den Menschen dient, was sie suchen und zwar an verschiedenen Orten von Kirche“, sagte sie. Diese „Orte von Kirche“ seien eine Antwort auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Menschen. „Wo findet eine junge Familie bei Ihnen einen Ort, um Glaubenserfahrungen zu machen? Wo ist bei Ihnen der Ort für engagierte Frauen, um Kirche zu erleben oder zu gestalten?“, fragte sie. Nicht mehr allein die Pfarrei sei der vorrangige Ort für Seelsorge. Doch sei es wichtig, dass die verschiedenen Angebote konkurrenzfrei nebeneinanderstünden. „Sie können weiter vor Ort wie bisher Kirche leben“, nahm sie einem Teilnehmer die Sorge vor zu schnellen Veränderungen, „aber vielleicht gehen andere, die nicht die Angebote der Pfarrei nutzen, zu anderen Ort von Kirche.“ Im Bereich der bisherigen Pfarreien sollen sich sogenannte lokale Teams von Engagierten bilden, die ein kirchliches Angebot vor Ort anbieten.

Wie eine fusionierte Pfarrei zusammenwächst

Wie die Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinderat und den lokalen Teams funktionieren kann, berichteten Gabriele Pauly und Winfried Benda vom Pfarrgemeinderat (PGR) Heilige Edith Stein in Trier. Die Pfarrei ist 2012 aus ehemals vier unabhängigen Pfarreien entstanden. „Wir vergessen die einzelnen Pfarreien und ihre Traditionen nicht“, betonte die PGR-Vorsitzende Pauly. Anfangs habe jede Pfarrei die gleiche Anzahl Ratsmitglieder entsandt. „Niemand sollte untergebuttert werden“, so Pauly. Doch inzwischen sei die Pfarrei zusammengewachsen und die Parität aufgehoben. „Der neue gemeinsame Pfarrgemeinderat kann nicht die Arbeit der alten vier Pfarrgemeinderäte leisten und alle Prozessionen, Sternsinger-Aktionen und Martinsumzüge organisieren“, sagte Winfried Benda. Dies übernähmen nun Gemeindeteams vor Ort. „Das sind Menschen, die sich freiwillig gemeldet haben, und die das Bedürfnis haben, in ihrer Gemeinde etwas zu tun“, sagt Benda. Die Teams seien frei und erhielten vom PGR keine Vorgaben.

In der Diskussion bemängelten mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie die bei der Veranstaltung gezeigte Wertschätzung für das Ehrenamt im Alltag nicht immer spüren würden. Oftmals gebe es Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Generalvikariat, auf Antworten müsse man mitunter lange warten. „Wir brauchen Verbesserung in der Kommunikation“, räumte auch Bischof Ackermann ein. Die Bistumsleitung wolle innovative Projekte fördern. „Aber immer da, wo es etwas Innovatives gibt, braucht es Entscheidungsprozesse, die mitunter Zeit kosten“, bat er um Verständnis. Auch der Kritik an einem Klerikalismus, der Projekte vor Ort blockiere, stellte er sich. Die Satzungen gewährten den Gremien bestimmte Vollmachten: „Sie dürfen als Räte Selbstbewusstsein haben.“

(uk)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Bischof Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Information Kirchliche Räte Pfarreien Strukturreform Vermischtes
news-104355 Thu, 30 Sep 2021 08:26:00 +0200 Eine herausfordernde Zeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-herausfordernde-zeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_Gesellschafterversammlung-KiTa-gGmbH_jf-jpg_526ce116fb.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Gesellschafterversammlung KiTa gGmbH jf jpg" />Corona, die Flutkatastrophe, das neue Kita-Gesetz und der unberechtigte Vorwurf sexuellen Missbrauchs waren Schwerpunkte der Gesellschafterversammlung der „Katholische KiTa gGmbH Koblenz“ Maria Laach – Das Corona-Virus, die Flutkatastrophe an der Ahr, das neue Kita-Gesetz und die Ereignisse, die durch den unberechtigten Vorwurf sexuellen Missbrauchs im September 2020 ausgelöst wurden, waren Schwerpunkte der diesjährigen Gesellschafterversammlung der „Katholische KiTa gGmbH Koblenz“. Vertreterinnen und Vertreter aus den Kirchengemeinden, Aufsichtsrat, Geschäftsführung und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 160 Kitas trafen sich dazu in Maria Laach.

Als Vertreter des Bistums Trier und in Funktion als Hauptgesellschafter bedankte sich Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg bei allen Engagierten, die im Zusammenhang der Corona-Pandemie und auch jüngst aufgrund der Flutereignisse viel Flexibilität und Kompetenz bewiesen hatten. „Wie wichtig Kitas sind, haben beide Phänomene gezeigt“, sagte von Plettenberg. Er betonte, dass sich die KiTa gGmbH schnell auf die Herausforderungen eingestellt habe, „um kind- und familiengerechte Lösungen zu finden“. So wurden nur wenige Tage nach dem Unwetter im Ahrtal Notbetreuungen in den zwei nicht-betroffenen Einrichtungen in Adenau und Gimmingen eingerichtet und zusätzlich in der Kita St. Peter in Sinzig, die nicht zur Gesamteinrichtung Ahr-Eifel gehört.

In dieser Situation waren die Geschäftsführung, Mitarbeitende und Eltern mit unterschiedlichen Fragen konfrontiert. „Wir standen in der Herausforderung, Eltern in der Situation zu unterstützen und unseren betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine existentielle Sicherheit zu geben, aber auch die Freiheit, sich um ihre eigenen Familien zu kümmern“, erklärte Geschäftsführerin Sabine Theisen. Von den zwölf Kitas in der Gesamteinrichtung Ahr-Eifel sind fünf Gebäude stark zerstört. „Doch für diese wurden Übergangslösungen gefunden“, betonte sie. Die Kitas sind nun ausgelagert in ein Gemeindehaus, eine Grundschule, in das Kloster Calvarienberg oder in Container bzw. Modulbaulösungen. Die anderen sieben Kitas konnten alle in ihren Räumen den Betrieb wieder aufnehmen. Sabine Theisen bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den involvierten Stellen und für die große Solidarität. „So konnten wir die provisorischen Kitas gut mit den zahlreichen Sachspenden ausstatten“. Die Kinder könnten nun also wieder von ihren vertrauten Personen betreut werden. „Viele verarbeiten das Erlebte im Spiel ganz gut. Es gibt viel Gesprächsbedarf und einige haben auch Angst, wenn es anfängt zu regnen, berichten uns Erzieherinnen und Erzieher“, so Theisen.

Corona, Polizeischutz, Kita-Gesetz

Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 mussten die Einrichtungen komplett schließen, und nur noch ein Notbetrieb wurde aufrechterhalten. Darauf folgten vielfältige Arten der schrittweisen Öffnung, die viel Flexibilität von allen Beteiligten forderte. „Große Herausforderungen stellten die sich sehr kurzfristigen ändernden Vorschriften zu Öffnungszeiten, Gruppengrößen und Quarantäneregeln dar“, berichtete Geschäftsführer Willi Kaspari. Durch die Pandemie habe die Gesellschaft erkannt, wie wichtig der Kita-Bereich für die Betreuung und Erziehung ist.

 Mehr als 1000 Drohanrufe seien alleine in der Geschäftsstelle der Kita gGmbH in Mayen eingegangen, auch Sachbeschädigungen kamen hinzu, und die betreffende Kita musste zum Schutz einige Zeit geschlossen bleiben, gaben Sabine Theisen und Willi Kaspari nur einige Punkte wieder, die durch die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und einer daraus hervorgegangene Social-Media-Kampagne hervorgerufen wurden. Teilweise arbeiteten die Angestellten aufgrund akuter Gewaltandrohungen unter Polizeischutz und auch der Staatsschutz war phasenweise involviert.

Eine weitere Herausforderung war die Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes, das unter anderem eine durchgehende Sieben-Stunden-Betreuung, Beitragsfreiheit für alle Zweijährigen, zusätzliche Stunden für Praxisanleitung und ein Sozialraumbudget beinhaltet. Im vergangenen Jahr boten die 160 Kitas der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz 13.680 Plätze, davon waren 6014 Ganztagsplätze.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Kindergarten
news-104356 Wed, 29 Sep 2021 13:52:05 +0200 Zeugnisse jüdischen Lebens in Schweich entdecken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeugnisse-juedischen-lebens-in-schweich-entdecken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_judischer-Friedhof-Schweich-Bild-Judith-Schwickerath_1d59faece3.jpg" width="150" height="113" alt="" />Noch bis zum 8. Oktober präsentieren der Künstler Ralf Kotschka und Schüler der Meulenwaldschule dazu die Ausstellung „Makom tov“. Schweich – Den jüdischen Friedhof Schweich neu ins Bewusstsein der Menschen bringen: Das ist Ziel einer Initiative des Kunsthistorikers Ralf Kotschka aus Trier und des Dekanats Schweich. Dem Friedhof, der ein bedeutendes Zeugnis jüdischen Lebens in einer mehrheitlich christlichen Gesellschaft darstellt, wurde nun eine ganze Ausstellung gewidmet, an der auch Schüler der Meulenwaldschule mitgewirkt haben. Noch bis zum 8. Oktober ist sie in der ehemaligen Synagoge in Schweich (Richtstr. 42) zu sehen, und lädt die Besucher ein, sich mit der Frage eines gelingenden Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Zudem ist die Ausstellung „Makom tov“ (der gute Ort) ein Beitrag zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Die 88 noch vorhandenen Grabsteine gehören zu den wenigen verbliebenen Zeugnissen eines reichhaltigen jüdischen Lebens im Bereich der Verbandsgemeinde Schweich. Mit Hilfe künstlerischer Abbildungstechniken (Frottage, Abklatsch, Reliefierung, Fotografie) gibt Ralf Kotschka einen Einblick in die Zeugnisse jüdischer Begräbniskultur in der Moselstadt. Weitere Ausstellungstafeln informieren die Besucher über weitere Besonderheiten des jüdischen Friedhofs. Im zweiten Teil der Ausstellung greifen Schüler der Meulenwaldschule Schweich die Idee des gemeinschaftlichen Zusammenlebens auf und übertragen sie ins Heute. Angestoßen durch die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen im Zusammenhang mit der Pandemie, dem gewaltsamen Tod von George Floyd, der fridays-for-future-Bewegung und weiteren Themen haben sie sich mit der Frage auseinander gesetzt, wie wir als gesamte Menschheitsfamilie heute in aller Vielfalt zusammenleben können.

Täglich können Interessierte die Ausstellung von 15 bis 18 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei, es gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen). Eine Führung über den jüdischen Friedhof zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Schweich mit anschließendem Besuch der Ausstellung findet am Freitag, 1. Oktober statt. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr am Tor des Friedhofs. René Richtscheid, Geschäftsführer des Emil-Frank-Instituts in Wittlich, wird während der Führung auch über die Geschichte einzelner jüdischer Familien informieren und Einblicke in die jüdische Trauerkultur geben. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur (verpflichtenden) Anmeldung zur Führung gibt es beim Dekanatsbüro Schweich unter Tel.: 06502-9374510, E-Mail: dekanat.schweich-welschbillig(at)bistum-trier.de.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Dekanats Schweich-Welschbillig in Zusammenarbeit mit der Meulenwaldschule Schweich, dem Künstler Ralf Kotschka und der Stadt Schweich. Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziell unterstützt.
(sb)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-104353 Tue, 28 Sep 2021 09:22:00 +0200 Ein Weg der Umkehr und Erneuerung? https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-weg-der-umkehr-und-erneuerung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Synodaler-Weg_square_250x250_blau_75776a5f6b.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Synodaler Weg square 250x250 blau" />Vom 30. September bis 2. Oktober findet die zweite Synodalversammlung statt. Prof. Dr. Julia Knop wird am 4. Oktober von ihren Eindrücken im Rahmen des katholischen Forums analog, aber auch digital berichten. Koblenz – Ein „Weg der Umkehr und Erneuerung“ soll der Synodale Weg werden, den die katholische Kirche in Deutschland im Herbst 2019 eingeleitet hat. Dieser Diskussionsprozess dreht sich um die brisanten Themenfelder: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ sowie „Sexualität und Partnerschaft“. Die zweite Synodalversammlung findet vom 30. September bis 2. Oktober statt. Prof. Dr. Julia Knop ist Mitglied dieser Versammlung und wird gleich am Montag, 4. Oktober um 19 Uhr im Katholischen Forum in Koblenz von ihren Eindrücken berichten.

Die Erfurter Professorin für Dogmatik nahm vor zwei Jahren bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz kein Blatt vor den Mund, als es darum ging, den Bischöfen dringenden Reformbedarf ins Stammbuch zu schreiben: „Die Kirche in Deutschland hat jeden Kredit verspielt“, sagte sie. Die Theologin ist Mitglied im Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“ und gibt Zuhörerinnen und Zuhörern aus erster Hand Einblicke in den Stand der Diskussionen.

Anmeldungen für die Teilnahme im Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums erfolgen über www.anmelden-keb.de/56831 Eine Anmeldung ist in Corona-Zeiten erforderlich. Hinweis zu den Hygiene-Vorschriften: Alle Anwesenden müssen ein Impf- bzw. Genesenen-Zertifikat oder ein tagesaktuelles negatives Testergebnis mitbringen. Dies wird beim Einlass kontrolliert sowie die Kontaktdaten der Teilnehmenden erfasst. Masken sind bis zum Platz (freie Platzwahl) zu tragen, die Abstände von 1,50 Metern sind einzuhalten.

Online-Teilnahme über Zoom (Hybrid-Veranstaltung): Zum ersten Mal ermöglichen die Veranstalter zusätzlich zur Präsenz-Veranstaltung auch die Online-Teilnahme am Katholischen Forum Koblenz. Die Anmeldung muss über den Link: www.anmelden-keb.de/58865 erfolgen, darüber erhalten Teilnehmende auch die Zoom-Einwahldaten.

Das Katholische Forum Koblenz will den Dialog zwischen Kirche, Kultur und Gesellschaft fördern. Veranstalter sind das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium, das Dekanat Koblenz, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar.

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Koblenz bistum-trier Information Vermischtes
news-104351 Tue, 28 Sep 2021 07:16:00 +0200 Weihnachtsgrüße für einen guten Zweck https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachtsgruesse-fuer-einen-guten-zweck/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_Dummy_Weihnachtskarte-Paulinus_2021-1_2909268ad5.jpg" width="135" height="150" alt="" />Der Paulinus Verlag bringt wie in den Vorjahren eine Weihnachtskarte heraus, mit deren Erlös ein caritatives Projekt gefördert wird. Trier – Eine Karte zu Weihnachten als Unterstützung von Menschen in Not: In guter Tradition bringt der Paulinus Verlag eine Weihnachtskarte heraus, mit deren Erlös ein caritatives Projekt gefördert wird. Das Motiv ist in diesem Jahr ein weihnachtliches Kirchenfenster aus der Kirche St. Nikolaus in Bad Kreuznach. Der Paulinus-Verlag wird den erzielten Spendenerlös der Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“ zukommen lassen. Unterstützt wird die Hilfsaktion vom Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Im Jahr 2020 konnten 6.000 Weihnachtskarten verkauft werden - mit jeder Karte war eine Spende in Höhe von einem Euro verbunden.

Die Stiftung ist eine gemeinsame Gründung des Erzbistums Sucre/Bolivien und des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) Trier. Ihr Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Bildungsperspektive durch verschiedene Förderprogramme zu bieten. Mit dem Erlös der Weihnachtskarte soll die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Bolivien unterstützt und dabei geholfen werden, vor Ort die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu etablieren.

Die Klappkarte im Format 14,8 x 10,5 cm wird mit Kuvert und Einleger geliefert und kostet 1,90 Euro pro Stück. Ab sofort können die Karten vorbestellt werden unter: E-Mail buchversand(at)paulinus-verlag.de, telefonisch unter (0651) 4608-121 oder auf https://www.paulinus-verlag.de. Schnell bestellen lohnt sich: Unter allen Bestellungen, die bis zum 31. Oktober 2021 eingehen, verlost der Verlag zehn Buch-Pakete „Vom Zeitvertreib zum Zeitverbleib - Einfach Advent! 24 große Kleinigkeiten“ von Autorin Maria Gondolf. 

(tef)

 

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news-104352 Mon, 27 Sep 2021 15:42:05 +0200 „Markt der Möglichkeiten” und Nuntius-Besuch zum Jubiläum https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/markt-der-moeglichkeiten-und-nuntius-besuch-zum-jubilaeum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_PD-und-Vorschau-HP_TheoFak-2021_ih_fe3818cad1.jpg" width="150" height="84" alt="" />Die Theologische Fakultät feiert ihr 70-jähriges Bestehen und gedenkt gleichzeitig ihrem Fakultätspatron Hieronymus. Trier – Gleich zwei Jubiläen aus dem vergangenen Jahr hat die Theologische Fakultät Trier am 25. September gefeiert: ihr 70-jähriges Bestehen und das Gedenken an den Fakultätspatron Hieronymus, dessen Todestag sich zum 1600. Mal gejährt hatte. Beide Anlässe würdigten Bischof Dr. Stephan Ackermann, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, Rektor Prof. Johannes Brantl und Ehrengast Nikola Eterović, Erzbischof und Apostolischer Nuntius, gemeinsam mit der Fakultätsgemeinschaft bei einem Akademischen Forum im Bischöflichen Priesterseminar und einer Vesper in der Jesuitenkirche. Mit den Worten: „Es ist unser Verlangen, dass der Geschichte Eurer Fakultät eine von Gott gesegnete Zukunft folgen möge”, überbrachte der Gesandte des Papstes dessen Glückwünsche zum Fakultätsjubiläum.

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news-104348 Sun, 26 Sep 2021 12:56:55 +0200 Hieronymus-Jubiläum mit Apostolischem Nuntius https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hieronymus-jubilaeum-mit-apostolischem-nuntius/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm_Ackermann-und-Eterovic_ih_fcf787fd83.jpg" width="150" height="100" alt="Bischof Ackermann und der Apostolische Nuntius Eterovic (Foto: Inge Hülpes)" />Anlässlich des Hieronymus-Jubiläums hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, im Trierer Dom gepredigt. Trier – „Auch 1.600 Jahre nach dem Tod des heiligen Hieronymus leuchten noch immer seine Verdienste um die Verbreitung der Heiligen Schrift in die Sprache des Volkes“; das hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović in seiner Predigt am 26. September im Trierer Dom verdeutlicht. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Theologischen Fakultät Trier und des Gedenkens an den Fakultätspatron Hieronymus im vergangenen Jahr war Eterović zwei Tage in Trier zu Gast. Am Vortag hatte er dem Rektor der Fakultät, Prof. Johannes Brantl, Bischof Dr. Stephan Ackermann als Magnus Cancellarius und der gesamten Fakultätsgemeinschaft bereits die Glückwünsche des Papstes überbracht. Gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann und den kroatischen Gemeinden im Bistum Trier feierte er am Sonntagmorgen im coronakonform vollbesetzten Dom Eucharistie.  

„Ich freue mich, dass sie der Einladung, mit uns Eucharistie zu feiern, so zahlreich gefolgt sind“, sagte Bischof Ackermann zu den Mitgliedern der muttersprachlichen Gemeinden. Die Lesungen wurden zum Teil auf Kroatisch gehalten – und auch Eterović wechselte in seiner Predigt immer wieder zwischen Deutsch und seiner Muttersprache. Ackermann: „Ein Nuntius ist ja auch immer ein Weltbürger, doch es ist gut, sich auf seine Wurzeln zu besinnen, dort, wo man den Glauben gelernt hat.“

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news-104347 Fri, 24 Sep 2021 15:10:48 +0200 Sorge um das „gemeinsame Haus“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sorge-um-das-gemeinsame-haus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Klimastreik_0921_tef_394aaa3741.jpg" width="150" height="113" alt="Bischof Dr. Stephan Ackermann und Superintendent Dr. Jörg Weber sowie Rosemarie Schiffer-Wagner von der Diözesanstelle Weltkirche nach der Andacht vor dem Dom, wo die Fridays-for-Future Demonstrationen am 24.9. stattfanden" title="Klimastreik 0921 tef" />„Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Trier „Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Beide riefen nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf. „Wir wissen um unsere Verantwortung: Wir blicken auf das Heute, wir blicken auf das Morgen und wir blicken auf unsere Verantwortung vor Gott“, so Bischof Ackermann.

„Es ermutigt mich – wie heute hier – ökumenisch für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten und mit Andacht und Demo dafür zu sorgen, dass Klage und Hoffnung, Auftrag und Herausforderung gehört und deutlich werden“, unterstrich Superintendent Weber. Dieser Sommer habe es unumkehrbar gezeigt: „Wir müssen handeln.“ Die Flut im Ahrtal, an der Sauer, der Kyll, hier in Ehrang, die Brände in Südeuropa – sie hätten deutlich vor Augen geführt: Es dürfe kein Zögern mehr geben. „Es muss gehandelt werden. Von jedem Einzelnen und auch gemeinsam. In der Politik, der ganzen Gesellschaft, in unseren Kirchen, überall. Denn: Klimaschutz ist Menschenschutz.“

Bischof Ackermann betonte, dass man in dieser Stunde zudem in weltkirchlicher Verbundenheit mit den Diözesen Hildesheim und den Diözesen in Bolivien für das Recht auf eine lebenswerte Welt und eine gesunde Schöpfung eintrete. „Der Klimawandel, der vor allem von den Industrieländern verursacht wird, verschlechtert täglich die Lebenschancen der kommenden Generationen.“ Der Einsatz für die Schöpfung sei deshalb auch eine Frage der Gerechtigkeit, sowohl der Generationengerechtigkeit als auch der internationalen Gerechtigkeit.

Mit der Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Unter www.umwelt.bistum-trier.de findet sich der gemeinsame ökumenische Aufruf für die Andacht und den Klimastreik, sowie der Aufruf der katholischen Bischöfe von Trier, Hildesheim und Bolivien.

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news-104344 Fri, 24 Sep 2021 11:54:37 +0200 Von der Jugend- zur Mehrgenerationenkirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/von-der-jugend-zur-mehrgenerationenkirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_csm_marienburg_96cd73e2e7_b2a82e9e1f.jpg" width="150" height="100" alt="" />Auf dem diesjährigen Burgfest wurden die neuen Pläne zur Zukunft der Kirche auf der Marienburg vorgestellt. Bullay/Zell/Trier – Nach heftigem Widerstand gegen die Pläne des Bistums, die Jugendbildungsstätte Marienburg komplett aufzugeben, ist nun eine Lösung für den Fortbestand der Kirche in Sicht. Es ist vorgesehen, sie als „Mehrgenerationenkirche“ weiterzuführen. Für den 21. November ist auch ein Austausch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann auf der Marienburg zu den Überlegungen geplant.

Diese Pläne seien „erste Antworten“ auf die Fragen nach einer Zukunft für den Ort, betonten Christian Kontermann und Ulla Schädler als Vertretung der „Interessengemeinschaft ProMarienburg“ sowie Markus Schlich für das Bistum beim Burgfest am 19. September. Das Bistum Trier hatte im März bekannt gegeben, in der ehemaligen Abtei Himmerod ein zentrales Jugendhaus für die Diözese anzusiedeln und zum Ende des Jahres 2023 die jugendpastoralen Einrichtungen auf der Marienburg bei Bullay und im Haus Sonnental in Wallerfangen aufzugeben.

Basierend auf den Ideen der Initiative und dem von ihr erarbeiteten Perspektivpapier, in dessen Zentrum die Vision einer generationenübergreifenden Kirche steht, habe man nun „Leitplanken“ erarbeitet, berichtete Schlich. Demnach soll die Kapelle erhalten und als Mehrgenerationenkirche zu einem Ort von Kirche im zukünftigen Pastoralen Raum Cochem-Zell werden. Der leitende Pfarrer der Pfarrei Cochem-Zell werde als Rektor für die Kirche zuständig sein. Der Pastorale Raum stelle eine zuständige Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter zur Begleitung und Unterstützung zur Verfügung, der beziehungsweise die gemeinsam mit den ehrenamtlich Engagierten die inhaltliche Arbeit verantworte. Das Bistum fördere, so die Zusage Schlichs, den Ort von Kirche mit einem jährlichen Betrag von bis zu 10.000 Euro für Miete und Nebenkosten. Für die anderen Gebäude werde ein Pächter verantwortlich sein, dem diese im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages überlassen würden. Ein Auswahlgremium mit Vertretern des Bistums, der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm, der Kommune, der IG ProMarienburg und des Fördervereins der Marienburg werde gemeinsam Vergabekriterien für die Gebäude-Ausschreibung festlegen und dann in einem zweistufigen Verfahren den geeignetsten Interessenten auswählen. Es würden dadurch die Nutzungsmöglichkeiten rund um die Kapelle eingegrenzt und es sei gewährleistet, dass der Ort öffentlich zugänglich bleibe.

Schädler skizzierte die Merkmale und die „Ressourcen“ der an der Marienburg aktiven Gemeinde, die schon seit langem als Kirche der Generationen ein „großes Pfund“ besitze, das es zu entwickeln und auszubauen gelte. Der Ort sei „eine Keimzelle einer lebendigen, zukunftsorientierten, wachsenden und dynamischen Kirche, die dazu prädestiniert ist, hier weiterzuarbeiten“. Dazu brauche es neben den ersten Zusagen aber weitere Unterstützung personeller, räumlicher und finanzieller Art. Für die weitere Planung auf dem Weg zur Mehrgenerationenkirche sind vier Arbeitsgruppen (AG), jeweils mit Vertretern des Bistums und von ProMarienburg, gebildet worden. Sie befassen sich eingehender mit den Fragen nach der Zukunft der gesamten Gebäude, der „Gemeinschaft“ der Marienburg, der bestehenden Projekte der Kirche der Jugend sowie der begleitenden Jugendarbeit im Zeller Hamm und im zukünftigen Pastoralen Raum Cochem-Zell.

Ein ausführlicher Bericht wird in der Bistumzeitung „Paulinus“ vom 3. Oktober 2021 erscheinen. Informationen zur „Interessengemeinschaft ProMarienburg“ und zu Beteiligungsmöglichkeiten gibt es im Internet unter https://pro-marienburg.de/wiki, den Kanälen der Sozialen Medien sowie unter www.jugend-marienburg.de.

(Gekürzte Fassung mit freundlicher Genehmigung des „Paulinus“)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-104339 Wed, 22 Sep 2021 11:04:48 +0200 Als Partner für Klimagerechtigkeit und die Zukunft der Jugend aufstehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/als-partner-fuer-klimagerechtigkeit-und-die-zukunft-der-jugend-aufstehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_Bolivienpartnerschaft_Reverse-Freiwillige_sb_f45fe1c4e5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bolivienpartnerschaft Reverse Freiwillige sb" />Klimapilgerwege, Demonstrationen, Projekte in Bolivien und dem Bistum: Die Bolivienpartnerschaftswoche 2021 thematisiert brennende aktuelle Fragen globaler Verantwortung Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Erde als Lebensraum schützen und erhalten: Diese gemeinsame Aufgabe steht 2021 im Mittelpunkt der Partnerschaftswoche vom 26. September bis 3. Oktober. Das Bistum Trier und das südamerikanische Land Bolivien trennen zwar über 10.000 Kilometer, doch die Kirchen sind seit über 60 Jahren durch eine Partnerschaft eng verbunden. Gelebte Solidarität, etwa durch die Bolivienkleidersammlung, das gemeinsame Eintreten für globale Gerechtigkeit und viele Begegnungen auf Augenhöhe machen das partnerschaftliche Engagement aus. Unter dem Motto „In Partnerschaft für das Gemeinsame Haus“ werden in diesem Jahr drei Schwerpunkte aufgegriffen: die politische Dimension des Umweltschutzes und Klimagerechtigkeit, konkrete Initiativen der Jugend zur Bewahrung der Schöpfung und alternative Ansätze zur Bewirtschaftung von Wäldern und Anbauflächen.

„Schon heute zerstören die Folgen des Klimawandels die Natur in ihrer Vielfalt und die Lebensperspektiven von Menschen“, sagt der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, Ludwig Kuhn. In Bolivien sei dies auf unterschiedliche Weise  schon zu spüren, besonders für die indigenen Gemeinschaften. So seien in den vergangenen Jahren bei Waldbränden etwa 5 Millionen Hektar Wald (ungefähr die Landesfläche Niedersachsens) vernichtet worden. Die Abholzung der Amazonas-Regenwälder auch in Bolivien wirke sich auf das Klima weltweit aus und damit auch in direkter Weise auf die Menschen hierzulande. Daher gelte es, an dieser großen Aufgabe gemeinsam zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Eine Online-Gesprächsrunde am 23. September um 19 Uhr dreht sich um das Thema Biodiversität und wie Agroforstsysteme eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft bieten können. Die Anmeldung erfolgt per Mail über weltkirche(at)bgv-trier.de. Am 30. September widmet sich die Online-Reihe der Sozialen Friedensdienste im Ausland SoFiA (Infos unter www.sofia-trier.de) dem Thema „Klimagerechtigkeit: Die weltweite Herausforderung schweißt zusammen“. Von 18.30 bis 20 Uhr gibt es Impulse  mit anschließender Diskussion.

Die Partnerkirchen haben für den 24. September zur Beteiligung an Demonstrationen der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ für Klimagerechtigkeit aufgerufen. In Trier gibt es von 11.30 Uhr an im Dom eine Ökumenische Andacht unter dem Titel „Prayers for Future - In Partnerschaft für das ‚gemeinsame Haus‘ – unsere Erde“ mit Superintendent Dr. Jörg Weber (Evangelischer Kirchenkreis Trier) und Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Klimapilgerwege im ganzen Bistum laden ein, ein Zeichen zu setzen

Darüber hinaus werden in allen Regionen des Bistums „Klimapilgerwege“ angeboten: am 26. September in der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach und im Dekanat Losheim-Wadern (Jugendkirche MIA), am 28. September in Neunkirchen; am 29. September im Dekanat Andernach mit Schwerpunkt Elektromobilität; am 30. September im Dekanat Remagen-Brohltal sowie im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ab der Nationalparkkirche Muhl; am 1. Oktober auf dem Schöpfungsweg der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier, sowie in Püttlingen ab der Pfarrkirche Liebfrauen; am 2. Oktober in der Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land. Am 3. Oktober gibt es Klimapilgerwege an gleich drei Orten: den Weg der Kolpingsfamilie ab dem Pfarrgarten St. Marien in Saarburg-Beurig; den Klimapilgerweg der Katholischen Erwachsenenbildung Westeifel mit Lamas in Schönecken, und den Fahrrad-Pilgerweg der Diözesanstelle Weltkirche ab dem Trierer Hauptmarkt.

Am Ende der Bolivienpartnerschaftswoche steht die Unterzeichnung einer neuen Partnerschaftsvereinbarung zwischen den Bistümern Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Kirche durch Bischof Dr. Stephan Ackermann während einer Vesper im Dom.

Mehr Informationen zu Projekten sowie Anregungen und Materialien zum Mitmachen gibt es auf: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de und unter Tel.: 0651-7105-398.

(sb)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Bolivienpartnerschaft Information Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-104332 Fri, 17 Sep 2021 13:23:38 +0200 Offen? Geht! https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/offen-geht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_Interkulturelle-Woche-Logo-Auge_ac1fa96ed3.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Interkulturelle Woche Logo Auge" />Eine offene und vielfältige Gesellschaft? Das geht - und dafür wirbt die Interkulturelle Woche 2021. Mit dabei sind auch viele kirchliche Angebote und Veranstaltungen. Trier/bistumsweit – In diesen Tagen starten verschiedene Veranstaltungen und Angebote zur diesjährigen „Interkulturellen Woche“ unter dem Motto „#offengeht“. Auch Bischof Georg Bätzing als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und der Trierer Bischof Stephan Ackermann werben für die Woche, die ein „klares Plädoyer für eine offene Gesellschaft, in der die universellen Menschenrechte geachtet werden“ ist.

Konz geht schon am 17. September mit verschiedenen Workshops, Lesungen, Theaterstücken und weiteren Angeboten an den Start. Mitwirkende der Interkulturellen Wochen möchten für ein breites zivilgesellschaftliches Engagement für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt werben. Neben einem Kindertheater der Stadtbibliothek Konz, einem Tag der offenen Moschee und einem interkulturellen Geocache des SozialRaum Konz ist auch der Caritasverband Trier vertreten mit einem Stadtrundgang und einer Online-Lesung am 23. September um 19.30 Uhr, in der Autor Bastian Berbner von „180 Grad – Geschichten gegen den Hass“ erzählt. Die Anmeldung erfolgt bei Thomas Zuche unter: zuche.thomas(at)caritas-region-trier.de. Im Haus der Jugend Konz können Jugendliche am selben Tag von 17 bis 21 Uhr „Kochen ohne Grenzen“ erproben. Anmeldung unter: www.hdj-konz.de oder Tel.: 06501-94050.

In Trier beginnen die Veranstaltungen am 24. September. Bei der Ehrenamtsagentur können sich Interessierte über eine Begleitung für Geflüchtete informieren und der Jugendmigrationsdienst bietet gleich am 25. September den Workshop „Geschafft“ im Café Bürgerhaus Trier Nord an. Eingeladen sind junge Migranten von 15 bis 27 Jahren, die gerne ihre persönliche Erfolgsgeschichte erzählen und dafür Fotos und Audiogeschichten anfertigen möchten. Ansprechpartnerin ist Linda Feger: feger.linda(at)caritas-region-trier.de und Christoph Jarosch: jarosch.christoph(at)caritas-region-trier.de. Am 26. September findet die bundesweite Aktion „Run for Rescue“, ein Spendenlauf für die Seenotrettung statt und abends um 18 Uhr laden dann das Dekanat trier und die Evangelische Kirchengemeinde Trier zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Konstantinbasilika ein. Das Programm der interkulturellen Woche bietet darüber hinaus Vorträge, Führungen in leichter Sprache, Koch-Workshops und Vieles mehr. Am 30. September laden die beiden christlichen Kirchen, die Jüdische Kulturgemeinde, der Al-Hussein Verein und die Bahai Gemeinde Trier zu einem interreligiösen Friedensgebet von 18 bis 19.30 Uhr am Engel der Kulturen (Ecke Brotstraße/Neustraße/Fahrstraße ein.

Auch in anderen Städten des Bistums wie Koblenz oder Saarbrücken wird die Interkulturelle Woche unter Beteiligung kirchlicher Partner gefeiert. Alle Veranstaltungen finden sich nach Städten sortiert in der Such-Datenbank der Interkulturellen Woche: www.interkulturellewoche.de/datenbank.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-104329 Thu, 16 Sep 2021 16:08:08 +0200 Die Zeit zu handeln ist jetzt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zeit-zu-handeln-ist-jetzt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_Christians_for_future_c39b0d1573.jpg" width="150" height="113" alt="Zwölf Forderung für eine klimagerechte Kirche überreicht von Louisa Kappes, Katholische Junge Gemeinde (KJG) Trier, Matthias Becker, BDKJ-Diözesanvorsitzende, Elisabeth Hoffmann-Fox, Bundesfreiwillige, Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums und Brigitte Karpstein an Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg (von links)" title="Christians for future" />Christians For Future übergeben zwölf Forderungen an den Generalvikar des Bistums Trier Trier/Koblenz/Saarbrücken. – Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung – dafür engagiert sich die Initiative Christians For Future. Ihre Forderungen haben sie an 39 katholische und evangelische Bistumsleitungen deutschlandweit überreicht – so auch an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Der betonte bei der Übergabe: „Es kann nicht angehen, der nächsten Generation das Ringen um eine bessere Klimapolitik zu überlassen. Auch wir, die wir schon älter sind, müssen vor der Zukunft bestehen.“ Insgesamt zwölf Forderungen sind es, die in Trier stellvertretend Brigitte Karpstein und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) an Plettenberg übereichten.

Christians For Future sind Teil der Fridays For Future-Bewegung. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Glaubensgemeinschaften innerhalb der Gesellschaft zu erreichen. So fordern sie, dass sich Kirchenleitungen solidarisch mit den Forderungen von Fridays For Future zeigen – durch Worte und Taten – und dass sie ihren Einfluss nutzen, um einen deutlicheren Wandel hin zu klimagerechter Politik zu fordern. Konkret sollen die Diözesen unter anderem bis 2030 ihre Klimaneutralität erreichen. Haushaltsplanungen und Investitionen seien an diesem Ziel auszurichten. Auch sollte pro 100.000 Kirchenmitgliedern eine Vollzeitstelle für den Umwelt- und Klimaschutz geschaffen werden. Die Kirchenleitungen sollten auch sicherstellen, dass das dringende Handeln zur Bewahrung der Schöpfung in der pastoralen Arbeit und Ausbildung grundgelegt ist.

„Der Klimaschutz hat bei uns schon einen hohen Rang“, betonte von Plettenberg und dankte für das Engagement von Christians For Future. Über viele der Forderungen, die Brigitte Karpstein konkret für das Bistum Trier formulierte, werde in den entsprechenden Gremien der Diözese gesprochen, etwa über Photovoltaikanlagen für kirchliche Gebäude oder die Frage, wie Klimagerechtigkeit zu einer Querschnittsaufgabe in den neuen Pastoralen Räumen werden könne. Von Plettenberg lud daher auch die Vertreter der Christians For Future und des BDKJ in die Diözesankommission für Umweltfragen des Bistums (DKU) ein, um dort gemeinsam mit ihm nach Lösungen und Wegen zu suchen.

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Zuletzt hat das Bistum mehrere kirchliche Schulen mit Photovoltaikanlagen und das Diözesanmuseum in Trier mit einer klimafreundlichen Pellet-Heizung ausgerüstet. Seit dem 1. September beschäftigt es eine festangestellte Klimaschutzmanagerin. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches For Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidaritätsbezeugung mit der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung.

Das weltweite Netzwerk ruft für den 24. September 2021 zu seinem nächsten globalen Klimastreik auf. Auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier Dr. Jörg Weber schließen sich dem Aufruf an. Zudem gibt es einen gemeinsamen Aufruf der Bischöfe in Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Bischöfe im Rahmen der Bolivienpartnerschaft.

Mehr zum Klimaengagement der Bistums auf: https://www.umwelt.bistum-trier.de. Auch Christians For Future haben eine eigene Internetseite mit ihren Forderungen: https://christians4future.org

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Schöpfung
news-104324 Mon, 13 Sep 2021 17:25:46 +0200 Familienpolitische Positionen auf dem Prüfstein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familienpolitische-positionen-auf-dem-pruefstein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Familie_pixabay_mabel-amber_03b2520225.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familie pixabay mabel amber" />Drei Politikerinnen hatten in einer Online-Diskussion des Familienbunds der Katholiken Gelegenheit, die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Familien stehen am 26. September vor der Wahl: Zur Bundestagswahl sprechen alle Parteien davon, Familien fördern zu wollen. Doch welche familienpolitischen Ziele verfolgen sie? Dieser Frage ging eine vom Familienbund der Katholiken im Bistum Trier organisierte Online-Diskussion nach. Verena Hubertz (SPD), Corinna Rüffel MdB (Grüne) und Nadine Schön MdB (CDU) stellten sich den Fragen der Teilnehmenden.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Hildegard Weber skizzierten die Politikerinnen ihr besonderes Interesse für familienpolitische Belange. Alle drei betonten, dass gerade Familien in der Corona-Pandemie einer äußerst hohen Belastung ausgesetzt gewesen seien – ob durch die Betreuung der Kinder oder das Homeschooling. „Familien haben leider zu lange eine untergeordnete Rolle gespielt und die Politik hat den Druck nicht ernst genug genommen“, so Nadine Schön. Der Bund habe einiges an Hilfen beschlossen und auf den Weg gebracht, aber das Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern habe nicht gut funktioniert – hier gebe es deutlichen Verbesserungsbedarf etwa beim Abrufen von Hilfsgeldern. Sie fordere daher andere Strukturen der Verwaltung und eine bessere Bündelung von Leistungen, sodass Familien nicht „von einem Amt zum nächsten“ laufen müssten. Verena Hubertz unterstrich: „Nicht noch einmal Lockdown!“ Sie wolle sich für einen schnelleren Einbau von Luftfiltern in Schulen und bessere Teststrategien einsetzen, solange es noch keinen Impfstoff für kleinere Kinder gebe. Auch Rüffer pflichtete bei, dass man Kinder nicht monatelang wegsperren könne. „Ohne Vorwürfe an das Feld der Mitbewerber auszuteilen, muss es da einfach eine gute Aufarbeitung geben. Auch der Punkt, wieso es uns nicht besser gelungen ist, alte Menschen in stationären Einrichtungen zu schützen, beschäftigt mich“, so die Grünen-Politikerin. Sie plädiere für eine Kindergrundsicherung, die die vielfältigen Leistungen besser bündele.

Auf die Frage, wie sie zu einer Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stünden, antworteten die Politikerinnen unterschiedlich. Rüffer und Hubertz forderten, dass staatliche Schulen wieder attraktiver werden müssten. Rüffer zeigte sich besorgt über den Trend hin zur Gründung von Privatschulen, die dann vermehrt von Akademiker-Kindern besucht würden. Hier fehle dann immer mehr die Durchmischung von Kindern aus allen sozioökonomischen Schichten. Hubertz sagte, während eines Auslandsjahrs in Australien habe sie einen Nachmittagsunterricht kennengelernt, der alles andere als eine „Verwahrung“ gewesen sei, sondern tolle Impulse und Aktivitäten geboten habe. Schule in Deutschland müsse „zeitgemäßer werden und bessere Angebote“ machen. Gerade inklusiv arbeitende Schulen könnten vorbildhaft auch für andere Schulen wirken, so Rüffer. Insgesamt bedürfe es mehr Autonomie für die Schulen, sodass Schwerpunktsetzungen möglich seien. Schön sprach sich für ein flexibel auf die Familienbedürfnisse zugeschnittenes Angebot aus, aber gegen verpflichtende Ganztagsschulen, für die Hubertz plädiere. Die Durchmischung der Kinder finde vor allem nachmittags in den Freizeitangeboten statt. Den Vorschlag eines Zuschauers, die Vereine in die Nachmittagsbetreuung der Kinder einzubinden, da diese sowieso Nachwuchsprobleme hätten, fand Schön daher positiv. Mehr Informationen zu den Forderungen und Positionen des Familienbunds der Katholiken gibt es unter www.familienbund-trier.org.

(sb)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft
news-104313 Sun, 12 Sep 2021 08:49:00 +0200 Gesundheitsfürsorge für Menschen ohne Wohnung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gesundheitsfuersorge-fuer-menschen-ohne-wohnung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_Forderung-Stiftung-Menschen-in-Not_dc9dc2e2dc.jpg" width="150" height="93" alt="" title="Forderung Stiftung Menschen in Not" />Die Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes Koblenz wird von der „Stiftung Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ mit 5.000 Euro unterstützt. Koblenz - Bereits seit vielen Jahren unterstützt die „Stiftung Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ die Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes Koblenz. Die Anlaufstelle in der Koblenzer Neustadt 20 wird fast ausschließlich durch Eigenmittel und Spenden finanziert. Dank der regelmäßigen Förderung durch die Bistumsstiftung können den Menschen Jahr für Jahr wichtige gesundheitsfördernde Hilfen angeboten werden. So war die Freude groß, als Michaela Marx, Geschäftsführerin der Stiftung, sich persönlich über die Arbeit vor Ort informierte und einem symbolischen Spendenscheck über 5.000 Euro überreichte.

Trotz Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen war und ist die Fachberatungsstelle jederzeit für die Ratsuchenden erreichbar. Im Jahresschnitt finden 500 wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen Rat und Unterstützung. Neben der Fachberatung in Kombination mit der aufsuchenden Sozialarbeit gibt es einen Tagesaufenthalt, Sanitärbereiche für Frauen und Männer, eine Kleiderkammer, eine ärztliche Kontaktstelle in Kooperation mit MediNetz sowie eine Clearingstelle Krankenversicherung. Im Haus befinden sich darüber hinaus mehrere Wohneinheiten im Rahmen eines Wohnprojektes. Zurzeit sind in der Neustadt 20 insgesamt 120 Menschen postalisch gemeldet, die keinen vertraglich abgesicherten Wohnraum haben.

„Wir bedanken uns ganz herzlich für die erneut großzügige Unterstützung der Stiftung, ein Zeichen der Wertschätzung und Mitmenschlichkeit“, sagt Einrichtungsleiter Markus Fröhlich. „Täglich kommen ca. 40 Menschen, um Rat zu suchen, den Hygienebereich zu nutzen oder mit einer Mahlzeit zu stärken, was unter Einhaltung der Corona-Kontaktbeschränkungen eine große Herausforderung darstellt.“

Nachhaltige Hilfe für Menschen am Rande unserer Gesellschaft

Durch die intensive Zusammenarbeit mit MediNetz e. V. können ärztliche und pflegerische Angebote sichergestellt werden. Insbesondere die kalte Jahreszeit ist für Menschen, die auf der Straße oder in prekären Wohnverhältnissen leben, eine große Belastung mit schwerwiegenden gesundheitlichen, teils lebensbedrohlichen Risiken.

Die Übernahme von Rezeptgebühren oder der Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente, die kostenlose Ausgabe von Speisen und Getränken, Hygieneartikeln, winterfester Kleidung, Isomatten und Schlafsäcken sind wichtige Maßnahmen zur Gesundheitsfürsorge, die dank der Förderung durch die Bistumsstiftung direkt und unbürokratisch bei den Menschen ankommen.

„Wir möchten dort helfen, wo die Not am größten ist und wo andere Mittel nicht zur Verfügung stehen“, sagt Stiftungs-Geschäftsführerin Michaela Marx. „Die Mitarbeitenden der Caritas-Anlaufstelle leben christliche Nächstenliebe und unterstützen Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes am Rande unserer Gesellschaft leben.“

 Weitere Informationen telefonisch unter Tel.: 0261-9144078 oder per E-Mail an mow(at)caritas-koblenz.de.

(red)

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news-104318 Fri, 10 Sep 2021 11:33:48 +0200 Nach der Flut ist vor dem Wiederaufbau https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nach-der-flut-ist-vor-dem-wiederaufbau/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Seelsorge_Ehrang_3930d1d1d4.jpg" width="150" height="113" alt="Gemeindereferentin Gertrud Rosenzweig spricht sich oft per Videoanruf mit ihrer evangelischen Kollegin Maren Vanessa Kluge ab" title="Seelsorge Ehrang" />Katholische und evangelische Kirche in Trier-Ehrang blicken mit ökumenischem Gottesdienst nach vorne. Trier – „Aus Chaos wurde Alltag“, sagt Gertrud Rosenzweig, überlegt, zögert einen Moment und ergänzt: „Aber noch nicht so ganz.“ Sie ist Gemeindereferentin in der Trierer Pfarreiengemeinschaft Ehrang-Pfalzel-Biewer. Rosenzweigs Alltag und der ihrer Kollegin Maren Vanessa Kluge, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Ehrang, wurde für Wochen von der Flutkatastrophe und deren Folgen bestimmt: Auf gefluteten Straßen und in Notunterkünften unterwegs, in der Soforthilfe und dann in der Begleitung der Menschen, die Vieles verloren haben. Jetzt suchen sie den Perspektivwechsel. „Es wurde geräumt, abgeschlagen, weggeworfen – jetzt wollen wir auch ans Aufbauen denken“, sagt Kluge. Ein Baustein soll ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 12. September, um 18 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche St. Peter sein.

„Es hat sich schon Einiges verändert in den zurückliegenden Wochen“, erzählt Kluge. Die anfängliche Panik sei gewichen. „Man wird etwas gelassener, wenn etwas nicht sofort funktioniert oder nicht sofort erledigt wird.“ Und Rosenzweig ergänzt: „Für die Betroffenen ist aber die Unsicherheit immer noch sehr belastend.“ Die beiden Seelsorgerinnen eint die Furcht vor dem Winter, denn „nicht alle Geschädigten werden bis zum Kälteeinbruch eine Heizung in ihrer Wohnung oder ihrem Haus haben.“ Darüber, und auch über die weiteren Herausforderungen, tauschen sie sich regelmäßig aus – auch mal per Video-Konferenz.

Noch sei vor Ort daher nicht an normale Seelsorge zu denken. „Gesprächsanfragen kommen, und auch bei einem Erzählcafé gab es einen guten Austausch“, erzählt Rosenzweig. Viele der Betroffenen lebten gerade in zwei parallelen Welten: Der „heilen“ Welt der Arbeit und der Familie, sowie der Welt der zerstörten Keller, der Müdigkeit und der schwindenden Kraft. „Ich rechne damit, dass die Fragen des Verlustes und des Umgangs damit nochmal stärker an uns herangetragen werden, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wenn es auf Weihnachten zugeht“, vermutet Kluge. „Aber auch dann werden wir da sein; darauf bereiten wir uns jetzt vor.“ Als eine Art „trotzigen Mut, ein ‚Wir schaffen das!‘“ – so würden sie die Stimmung im Moment beschreiben.

Für sich habe sie akzeptiert, dass ein Teil des Chaos bleiben wird und zur Normalität dazu gehören wird, erzählt Kluge. „Die Flut wird uns auch dann noch beschäftigen, wenn der neue Estrich verlegt und die Wände frisch verputzt sind.“ Deswegen, betont Rosenzweig, dürfe man nicht bei der Klage, dem Schmerz und dem Schaden stehen bleiben, so berechtigt und wichtig das auch sei. „Wir müssen und dürfen auch wieder Freude zulassen“. Keiner dürfe ein schlechtes Gewissen haben, wenn es ihm wieder besser gehe. Deswegen auch das Motto des Gottesdienstes am Sonntag: „Bauen wir mit Hoffnungssteinen“.

Im Gottesdienst gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen. Verschiedene Unterstützungsangebote des Bistums Trier finden sich im Internet unter: https://www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser 

 

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news-104315 Fri, 10 Sep 2021 09:45:00 +0200 Brücke zurück ins Leben bauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bruecke-zurueck-ins-leben-bauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_telefonseelsorge_privat_73087db921.jpg" width="150" height="100" alt="Am Telefon" title="Am Telefon" />Nicht kleinreden oder weghören, wenn Freunde oder Verwandte suizidale Gedanken äußern: Darauf macht die Telefonseelsorge aufmerksam am Welttag der Suizidprävention Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Bevor Sie sich das Leben nehmen, rufen Sie mich an!“ – So reagierte ein englischer Pfarrer in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auf die steigenden Suizidzahlen in Großbritannien. In diesem Aufruf liegen auch die Wurzeln für die Arbeit der deutschen Telefonseelsorge, die seit vielen Jahren Menschen in unterschiedlichsten Krisen Hilfe und Unterstützung bietet. Das Thema Suizid ist heute genauso aktuell wir damals: So starben im Jahr 2019 in Deutschland über 9.000 Menschen durch Suizid – drei Mal mehr als durch Verkehrsunfälle. Darauf möchten die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge am 10. September, dem Welttag zur Suizidprävention, aufmerksam machen.

Eine von ihnen ist Inga Fischer-Morckel, stellvertretende Vorsitzende der Telefonseelsorge Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit zehn Jahren steht sie Menschen am Telefon bei, hört zu, vermittelt Hilfen und engagiert sich als erste Vorsitzende des Vereins auch in der Ausbildung der ehrenamtlichen Mitglieder. Das Thema Suizid in all seinen Ausprägungen – von Gedanken, Absichten oder tatsächlichen Suizidversuchen – betreffe Menschen aller Gesellschaftsschichten, auch wenn darüber öffentlich selten berichtet werde. Bei Anrufern, die suizidale Gedanken oder Absichten äußerten, sei es erst einmal wichtig, zuzuhören, sie ein wenig zu halten. „Wir begegnen den Menschen, die sich an uns wenden, immer mit Respekt, und möchten ihnen nichts kleinreden oder einreden. Ich versuche ganz gerne, gemeinsam mit der Person auf ihr Leben zu schauen, Emotionen auszulösen und Ressourcen zu finden, wo es ihr schon mal besser ging. Dass die Menschen ihre Gefühle anonym bei uns äußern können, ist ein wichtiger Punkt. Wir sind keine Berater, sondern nehmen die Leute eher bei der Hand“, erklärt Fischer-Morckel. Auf die Frage, ob eine Suizid-Prävention überhaupt funktionieren kann, sagt sie: „Es ist selten, dass jemand einen Suizid von der Idee bis zur Ausführung komplett für sich allein behält und gar nichts andeutet.“ Eine leider weit verbreitete irrige Meinung laute ‚wer viel darüber redet, macht es schon nicht‘. „Das stimmt aber nicht. Angehörige und Freunde sollten solche Äußerungen ernst nehmen und ansprechen. Wenn das schwer fällt oder zu sehr belastet, kann man auf Hilfsangebote wie die Telefonseelsorge oder andere Beratungsstellen verweisen. Das ist natürlich eine Gratwanderung, aber es kann helfen, Suizide zu verhindern.“ Es gebe inzwischen auch eine App namens „KrisenKompass“ mit Hilfe zur Selbsthilfe und für Angehörige.

Hoffnungslosigkeit nach Katastrophen wie dem verheerenden Hochwasser nehmen

Suizid ist nicht das Hauptgesprächsthema der Telefonseesorge – hier dominieren Einsamkeit, Krankheit, familiäre Probleme, psychische oder depressive Erkrankungen. Doch über sechs Prozent der Anrufenden äußert sich zu suizidalen Gedanken oder Absichten. Die Sorgen und Nöte der Leute sind nicht kleiner geworden: So verzeichneten Fischer-Morckel und ihr Team aus 70 Kollegen und Kolleginnen seit der Corona-Pandemie rund 20 Prozent mehr Anrufe. Dann kam die Flutkatastrophe, von der auch viele Ehrenamtliche an der Ahr selbst betroffen sind. „Etliche sind beurlaubt, denn wer selbst schlimme Erlebnisse mit der Flut hatte, kann nicht anderen das Ohr so schenken, wie es sein sollte. Das dient dann auch der Selbstfürsorge.“ Normalerweise hat das Team den Anspruch, rund um die Uhr für die Anrufenden da zu sein. Immerhin sei die Dienststelle in Bad-Neuenahr-Ahrweiler der Überschwemmung knapp entgangen, ist Fischer-Morckel erleichtert. Inzwischen sei auch wieder Strom und Wasser da, sodass die Arbeit fortgeführt werden könne. Die Seelsorgerin ist sich sicher, dass die Auswirkungen der Katastrophe sich in den kommenden Wochen und Monaten deutlich zeigen werden. „Gerade in der Adventszeit, in der viele Menschen lieb gewordene Erinnerungen mit ihrem Zuhause oder Gegenstände verknüpfen, die sie verloren haben, wird das hochkommen. Die Betroffenen funktionieren derzeit einfach; diese Welle ist noch nicht in der Seele angekommen. Darauf bereiten sich viele Psychologen, Ärzte und Seelsorgende aus dem Raum Ahr vor.“ Vor allem sei jetzt wichtig, die Hoffnungslosigkeit zu nehmen. In allen Lebenskrisen versuche die Telefonseelsorge zu den Ratsuchenden Vertrauen aufzubauen, ihre Probleme zu würdigen, aber keine falschen Hoffnungen zu schüren. „Wir versuchen, eine Brücke zu bauen und am Ende vielleicht auch ein kleines Licht zu finden.“

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter der 0800-1110111 oder 0800-1110222 zu erreichen. Mit der kostenlosen App „KrisenKompass“ bietet sie auch Hilfe zur Selbsthilfe bei depressiven Gefühlen und Suizidgedanken an.

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