Bistum Trier - Redaktion Koblenz http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Fri, 22 Jun 2018 15:01:55 +0200 Fri, 22 Jun 2018 15:01:55 +0200 Bistum Trier news-90823 Thu, 21 Jun 2018 15:04:17 +0200 Christus empfängt uns mit offenen Armen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/christus-empfaengt-uns-mit-offenen-armen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_Inklusive_Wallfahrt_19a174d611.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Inklusive Wallfahrt" />Zu einer gemeinsamen Wallfahrt trafen sich Menschen mit Beeinträchtigung, die Lebenshilfe Obere Nahe sowie Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach Idar-Oberstein – Menschen mit Beeinträchtigung, Mitglieder und Mitarbeiter der Lebenshilfe Obere Nahe sowie Männer und Frauen aus der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach erlebten zum ersten Mal gemeinsam eine inklusive Wallfahrt.

Von Göttschied aus ging es zur ersten Station des Tages, dem Rochusberg in Bingen. In der Hauskapelle der Kreuzschwestern stimmten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Tag ein. „In einer kleinen Meditation überlegte jeder und jede für sich, was wichtig und wertvoll im eigenen Leben ist und schrieb das auf edelsteinverzierte Kärtchen“, erklärten die Veranstalter von der Lebenshilfe und der Pfarrgemeinde. Gesegnet und mit dem Wallfahrtsschal ausgestattet ging es anschließend zum Hildegard-Forum. Im Anschluss machte sich die Gruppe auf zum eigentlichen Ziel des Tages – zur Marienkirche des Vincenz-Stifts in Rüdesheim-Aulhausen. Die ehemalige Zisterzienserkirche wurde vor einigen Jahren von beeinträchtigten Menschen komplett neugestaltet. Behinderte Künstler gestalteten Entwürfe für Fenster und Innenausstattung. Zentrales Element der kleinen Kirche ist die stehende Christusfigur hinter dem Altar.

Unter dem Leitsatz „Christus empfängt uns mit offenen Armen“ gab Diakon Stefan Stürmer einige Erläuterungen und eine Einführung in den anschließenden Gottesdienst. „Nadine Prinz und Michael Eckhardt von der Lebenshilfe sorgten mit ihrem Gesang für berührende und meditative Momente“, berichten die Organisatoren. Für die musikalische Begleitung sorgten während des Tages Klaus und Jutta Gerhold, die auch das Lied „Gemeinsam bunt, gemeinsam stark“ mit den Teilnehmern sangen.

Im Klostercafé der Abtei St. Hildegard in Eibingen hatten die Wallfahrer die Möglichkeit zum Gespräch und konnten den Tag ausklingen lassen. „Ein gelungenes Experiment und ein schöner gemeinsamer Tag“, resümierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (red)

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Behinderung (Menschen mit...) Inklusion Pilgern Pilgern / Pilgerreisen / Pilger Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern Wallfahrten
news-90816 Thu, 21 Jun 2018 12:00:32 +0200 Nach dem Willen Gottes gelebt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nach-dem-willen-gottes-gelebt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_Apollinariskirche-mit-Reliquie_Jost_9421a88cf5.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Apollinariskirche mit Reliquie Jost" />Heiligen Besuch hatte die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen.  

Remagen – Heiligen Besuch hatte jetzt die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern Louis und Zélie Martin machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen. Es handelt sich dabei um die Eltern der Heiligen Thérèse von Lisieux, das Ehepaar wurde als erstes überhaupt in der Geschichte der katholischen Kirche am 18. Oktober 2015 auf dem Petersplatz in Rom von Papst Franziskus gemeinsam heiliggesprochen. Am Ende der damaligen Bischofssynode über Ehe und Familie in der heutigen Zeit hatte sie der Papst als Vorbild und Fürsprecher der Kirche geschenkt.

Pater Bartolomé erinnerte zu Beginn des Pontifikalamts mit Weihbischof Jörg Michael Peters daran, dass vor zehn Jahren bereits die Reliquie der Heiligen Thérèse von Lisieux in der Apollinariskirche zu Besuch gewesen sei, an dieses denkwürdige Ereignis erinnere man sich gerne zurück. Schließlich sei die Heilige Thérèse die Patronin der Missionare, zu denen auch die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe zähle. „Wir sehen uns als Missionare mit Ausstrahlung in die gesamte Region.“ Deshalb habe er alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auch die Reliquien ihrer Eltern in die Apollinariskirche zu holen.

Dass die Missionsarbeit nicht mit dem Ende des Lebens seinen Abschluss finde, beweise das Heilige Ehepaar immer wieder aufs Neue, so Weihbischof Jörg Michael Peters, der vor Beginn der Messe im Altarraum in stiller Kontemplation die Kraft der Reliquien auf sich hatte wirken lassen. Die Eheleute hätten es auch an diesem Tag wieder geschafft, dass zahlreiche Menschen als Pilger zu ihnen gekommen seien. „In der Taufe hat Gott jeden von uns zur Heiligkeit berufen, und die Heiligkeit ihres Lebens kann uns allen als Vorbild dienen.“

Peters gab zu, dass das Ehepaar ihm bis zu deren Seligsprechung fremd gewesen sei. Doch um ihnen nahe zu kommen, sei er auf Einladung eines französischen Amtskollegen selbst nach Lisieux gefahren.

Die Heiligen Eltern seien nicht deshalb heiliggesprochen worden, weil sie eine Heilige Tochter hatten, sondern weil sie selbst ein herausragendes christliches Leben geführt haben, sagte Peters in seiner Predigt in der vollbesetzten Kirche. Neun Kindern hätten die beiden das Leben geschenkt, von denen aber vier im zartesten Kindesalter verstorben seien. Das neunte Kind war die spätere Heilige Thérèse von Lisieux.

Als vorbildliche christliche Eltern hätten sie in allen ihren Kindern den Eifer für die Missionen geweckt, die Liebe zu den Armen und die Verehrung Marias.

„Sie können zeigen, wie eine Familie glücklich werden kann, wenn sie nach dem Willen Gottes und den Weisungen der Kirche lebt“, so Peters weiter. In einer Zeit, in der alle möglichen Formen des Zusammenlebens wichtiger erschienen als die Ehe selber, sei das Zeugnis dieser christlichen Familie von besonderer Bedeutung. Und dieses Zeugnis, das das Heilige Ehepaar abgelegt habe, solle an diesem Abend noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Die Familie sei zwar die kleinste Zelle für die Kirche, aber vielleicht die wichtigste. Denn hier werde die Grundlage geschaffen, etwa mit der Gebetsschule, was sich immer wieder bei den Firmungen bestätige. (red)

 

 

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Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-90642 Fri, 15 Jun 2018 15:06:06 +0200 "Persönliches Engagement und wirkliches Interesse" http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/persoenliches-engagement-und-wirkliches-interesse/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_Aktion_Arbeit_Sohrschied_7e2d971d83.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ein Verein im Hunsrück hat mehr als 150 Tischler erfolgreich ausgebildet, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht haben. Die Aktion Arbeit unterstützt die Arbeit mit 13.100 Euro. Sohrschied – „Eiche“ hat die einhellig Antwort auf die Frage nach dem derzeitigen Trend im Bereich Möbelbau gelautet. Sechs junge Männer arbeiten momentan in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied und fertigen hochfertige Vollholzstücke für Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen an. Mit 13.100 Euro unterstützt die Aktion Arbeit im Bistum Trier das Projekt, das ausschließlich durch Spenden finanziert wird.

Magdi aus Ägypten ist in seinem ersten Ausbildungsjahr und mag die Abwechslung zwischen der Berufsschule in Simmern und praktischem Arbeiten in der Werkstatt. Ahmadi ist mit mehr als 30 Jahren der älteste Azubi in der Truppe und erst seit zehn Monaten mit an Bord: „Für mich ist alles interessant.“ Arthur hat es dagegen bald schon geschafft, er steht gerade vor seinem Gesellenstück. Der Schrank mit eingelassener Steinplatte ist – fast schon obligatorisch – aus Eiche. Der 21-Jährige aus Simmern will nach seiner Ausbildung auf jeden Fall in dem Beruf bleiben, denn er liebt das Arbeiten mit Holz; diese Leidenschaft teilen auch die anderen, ob Praktikant, Lehrling oder Meister.

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, zeigt sich bei ihrem Besuch beeindruckt: „Es ist toll, dass solch ein kleiner Verein, Menschen, die sonst keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hätten, unterstützt“. Dadurch wäre es möglich, dass die jungen Menschen ein normales Leben bestreiten könnten. „Hier zeigt sich, dass persönliches Engagement und ein wirkliches Interesse an jeder einzelnen Person zum Erfolg führt.“

Seit der Gründung des Vereins 1984 wurden hier immerhin mehr als 150 Tischler ausgebildet. 35 Mitglieder zählt der Verein, „der sich aus ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammensetzt“, sagt Sabine Bollhorst . „Man kann sich mit seinen Kompetenzen einbringen.“ Dies könne auf ganz vielfältige Art und Weise geschehen. So geben Vereinsmitglieder Nachhilfe in Mathe oder Sozialkunde. „Uns geht es auch um eine gute Allgemeinbildung“, betont die engagierte Frau weiter. Darüber hinaus werden aber auch alltägliche Kompetenzen entwickelt. Astrid Becker kocht regelmäßig mit den jungen Menschen und hat mit ihnen die Weihnachtsfeier des Vereins organisiert. „Dazu zählte nicht nur das Zubereiten von Snacks, sondern auch das Einkaufen und Dekorieren des Festraumes.“ Die Jugendlichen werden sozialpädagogisch begleitet „und auch beim Theorie-Pauken fachlich unterstützt“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst, der seit 1991 als Schreinermeister angestellt ist und dem Vorstand des Vereins angehört. „Die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss“, ergänzt der Ausbilder.

„Und genau das ist ja das Ziel, dass die Aktion Arbeit verfolgt: Die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen“, erläutert Andrea Steyven. „Die Ausbildung von Jugendlichen mit Defiziten ist sehr kostenintensiv, daher haben diese oft keine Chance auf dem Arbeitsmarkt“, weiß Sabine Bollhorst.

Wer in der Ausbildungsstätte, die von der Handwerkskammer anerkannt ist, seine Lehre als Tischler beginnen möchte, muss sich in einem mehrwöchigen Praktikum beweisen, ein räumliches Vorstellungsvermögen und Disziplin mitbringen. „Schummeln und Lügen können wir hier nicht tolerieren“, sagt Mersch-Bollhorst. Denn das Team setzt auf eine familiäre Atmosphäre. Um finanziell auf stabileren Beinen zu stehen, ist in den 1988 Jahren, vier Jahre nach der Gründung des Vereins, ein Tagungshaus auf dem Gelände entstanden. Auf weitere Spenden ist der Verein trotzdem angewiesen.

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de und www.vbs-sohrschied.de.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Flüchtlinge Jugend Politik / Gesellschaft
news-90606 Thu, 14 Jun 2018 13:56:24 +0200 Heilende Liebe als Grundaufgabe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/heilende-liebe-als-grundaufgabe/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Scholastika_Dominikanerinnen_Koblenz-Arenberg_jf_b23dbcad11.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Scholastika Dominikanerinnen Koblenz Arenberg jf" />Am 24. Juni feiern die Dominikanerinnen Arenberg ihr 150-jähriges Bestehen. Generalpriorin Scholastika Jurt wirft einen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Ordens. Koblenz – Seit 150 Jahren gibt es die Kongregation der Dominikanerinnen im Koblenzer Stadtteil Arenberg. Aus diesem Anlass feiert der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Sonntag, 24. Juni im Kloster ein Pontifikalamt mit den Schwestern und Gläubigen. Dieses Jubiläum bietet Gelegenheit, einen Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu richten, findet Generalpriorin Schwester Scholastika Jurt.

„Unser Grundauftrag lautet ‚Heilende Liebe‘“, erklärt die gebürtige Schweizerin. „Uns geht es über die Gesundheit des Leibes hinaus, und wir möchten die Menschen dahin begleiten.“  Daher hat die Ordensgemeinschaft sich 2003 entschieden, ein Gästehaus zu eröffnen. „Wir sind aber kein Wellnesskloster, wie es so gerne heißt. Wir haben zwar unter anderem eine Sauna und unterschiedliche Bewegungsangebote wie Thai Chi, aber wir haben die Seelsorge unserer Gäste im Blick.“ Christliche Meditationen, Impulse und Bibelgespräche sowie Einzeltermine mit hausinternen Seelsorgerinnen und Seelsorgern werden angeboten. Die Auslastung von etwa 70 Prozent gibt den Schwestern und ihrer Idee Recht. „Wir bieten hier ganzheitliche Erholung.“

Neben all diesen Angeboten steht das Evangelium für die 52 Schwestern in Koblenz im Mittelpunkt. „Wir sind der Meinung, dass der Mensch das beste Zeugnis für Gottes Gegenwart ist.“ So ist das Klosterleben im Gästehaus spürbar. Die Novizinnen, die sich in Vorbereitung auf die zeitlichen Ordensgelübde befinden, leben Wand an Wand mit den Gästen; die Ordensschwestern wohnen allerdings im nahen Mutterhaus. Eine kleine Gruppe der Schwestern arbeitet im Gästehaus. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern etwas mitgeben.“ Der Orden könne ein Zeichen in der heutigen Kultur setzen, indem sie als Gemeinschaft zusammen am Tisch sitzen und Gespräche führen.

Wenn Schwester Scholastika zurückschaut, kann sie sagen, dass es in der heutigen Zeit im Orden eine geweitete Gastfreundschaft gibt und „nicht nur durch das Gästehaus“. Darüber hinaus habe sich das Gottesbild in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. „Der strafende Gott, Buße, Sünde und Schuld haben viel Raum eingenommen“, findet sie. Zwar tragen heute noch alle ihre Ordenskleidung (Habit), „aber jede kann ihren Schwer-punkt selbst legen. So arbeiten wir nicht mehr alle im gleichen Betrieb“, erklärt Schwester Scholastika, die im Alter von 25 Jahren in das Koblenzer Kloster eingetreten ist.

„Es ist offen, was wir morgen sein werden. Wir stellen uns die Frage, wie wir unsere Botschaft sozusagen ‚heutigen‘ können“, schaut Schwester Scholastika auch im Hinblick auf das Durchschnittsalter der Gemeinschaft von 81 Jahren in die Zukunft.

Gegründet wurde der Orden 1868 von Mutter M. Cherubine Willimann. Sie wurde 1842 in der Schweiz als Josefa Willimann geboren. 1864 trat sie in das Kloster der Dominikanerinnen St. Peter in Schwyz ein. Geprägt von den Monaten in Schwyz folgte sie – und mit ihr zwei Schwestern – der drängenden Bitte des Pfarrers von Arenberg, Johannes Babtist Kraus, nach Koblenz. Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für die Übernahme karitativer Aufgaben in der damals armen Pfarrgemeinde. 1868 erreichten die drei Frauen den Arenberg und bezogen das Klösterchen, in dem Josefa mit zwei weiteren Frauen das Noviziat begann und den Ordensnamen Cherubine erhielt.

Neben dem Gästehaus in Koblenz sind Orte des Wirkens der Schwestern in Berlin, Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen und Rickenbach/Schweiz. Seit 1963 gibt es eine Mission in Bolivien.

Weitere Informationen gibt es auf www.arenberger-dominikanerinnen.de. (jf)

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Exerzitien Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Orden
news-90605 Thu, 14 Jun 2018 12:38:32 +0200 „Ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-mitmachverein-ohne-mitgliederbeitraege/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_FBS_Qualifizierungszirkel_jf_1da43a8d64.jpg" width="150" height="112" alt="" title="FBS Qualifizierungszirkel jf" />Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter der regionalen Familienbildungsstätten, um in einem Qualitätszirkel über Angebote und aktuelle Themen zu sprechen Andernach – 127.487 Unterrichtsstunden mit 50.591 Teilnehmenden wurden 2017 von den Familienbildungsstätten (FBS) Andernach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Koblenz, Linz, Mayen, Neuwied und Simmern geleistet. Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter in einem regionalen Qualitätszirkel, um über ihre Angebote, aktuelle Themen wie Datenschutzrechtlinien oder über die Bistumssynode zu sprechen.

„Unsere Teilnehmer merken, hier ist etwas anders, aber sie können dieses Gefühl nicht konkretisieren. Sie sagen uns, dass sie sich hier angenommen fühlen“, verdeutlicht es Felicitas Flöthner, geschäftsführende Leiterin in Koblenz. „Wir leben das Christsein; da muss nicht vor jedem Angebot ‚katholisch‘ stehen“, fügt Ute Gilles-Adenauer von der FBS Linz hinzu. „Bei unseren Eltern-Kind-Gruppen wird auch schon mal ungezwungen über das Thema Taufe gesprochen. Ich denke, das unterscheidet uns unter anderem von der Volkshochschule“, berichtet Felicitas Flöthner aus ihrem Alltag.

Bei den FBS handelt es sich um eingetragene Vereine unter bischöflicher Aufsicht mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern. Zuschüsse erhalten die Einrichtungen vom Land Rheinland-Pfalz und vom Bistum; in einigen Fällen auch von den Kommunen. „Wir sind ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“, fasst es Erika Heinen (geschäftsführende Leiterin der FBS Bad Neuenahr-Ahrweiler) augenzwinkernd zusammen. „Durch diese Struktur haben wir eine gewisse Eigenständigkeit, können schnell reagieren und Angebote anpassen“, erklärt Ute Gilles-Adenauer. Jährliche Teilnehmerbefragungen sind ein Instrument, um die Zufriedenheit abzufragen, aber auch eine Möglichkeit herauszufinden, welche Angebote noch fehlen. „Jedes Jahr machen wir uns neu auf die Suche nach Themen“, sagt Felicitas Flöthner. „Dabei schauen wir immer, ob es zu unserem Leitbild passt“, betont Erika Heinen.

„Viele Eltern gehen schneller wieder arbeiten. Da fehlen uns nicht nur Kursteilnehmer, sondern auch Leiter; früher war eine Honorartätigkeit für Mütter bei der FBS durchaus interessant“, erklärt Emmerich, Leiterin der FBS Mayen, die Entwicklung. Angebote, die tagsüber stattfinden, werden seltener angenommen, weiß Nils Zimmermann, geschäftsführender Leiter der FBS Neuwied und Linz. „Viele Infos findet man nun im Internet“, sagt Zimmermann im Hinblick auf die Digitalisierung. „Wir verbinden unser bewährtes Koch-Angebot mit dem Erstellen eines digitalen Kochbuches“, erklärt Felicitas Flöthner wie sie in Koblenz mit dem Thema Digitalisierung umgehen. Die FBS Neuwied bietet Kurse zum Erstellen von YouTube-Channels und zur App-Programmierung an.

Iris Emmerich ist im Vorstand der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten und kümmert sich hier um die Belange der 15 FBS im Bistum Trier – dazu zählt auch die Umsetzung der Synode. „Was die Umsetzung der Ideen aus dem Synodendokument angeht, sind wir als FBS schon recht weit. Wir sind kommunal und innerkirchlich sehr gut vernetzt“, berichtet sie. „Wir sind zudem Orte des Glaubens – auch wenn das bei vielen noch nicht so präsent ist.“ Daran müssten sie nun gemeinsam arbeiten. „Charismen vor Aufgaben stellen“ wie es im Synodendokument heißt, würde in den FBS schon praktiziert. „Wir schauen bei den Ehrenamtlichen darauf, was ihre Herzenssache ist und danach gehen wir“, erklärt Stefanie Lange, Leiterin der FBS Andernach und Gastgeberin der Treffen des Qualitätszirkels.

Die FBS suchen noch Honorarkräften, die einen Kurs anbieten möchten. Weitere Infos gibt es bei den einzelnen Familienbildungsstätten in Andernach, Tel. 02632-250350, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. 02641-27039, Koblenz, Tel. 0261-9142199, Linz, Tel. 02644-4163, Mayen, Tel. 02651-6800, Neuwied, Tel. 02631-39070 und Simmern, Tel. 06761-95020.

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Familienbildungsstätten Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier
news-90575 Wed, 13 Jun 2018 16:21:48 +0200 „Nicht an die nukleare Abschreckung gewöhnen“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nicht-an-die-nukleare-abschreckung-gewoehnen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_CF004133_20x30_quer_02_f98cd5e707.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann äußert sich im Vorfeld des Aktionstags in Büchel und verweist auf Apelle an die Bundesregierung, sich stärker für die nukleare Abrüstung einzusetzen. Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat davor gewarnt, sich an die nukleare Abschreckung zu gewöhnen. „Es ist höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden“, betont der Trierer Oberhirte, der auch Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax ist, einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden. Die aktuellen Tendenzen zur Modernisierung der Atomwaffen würden die Unsicherheit erhöhen und seien „ausgesprochen bedrohlich“, so Bischof Ackermann im Vorfeld des kirchlichen Aktionstages am 7. Juli am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel.

Bischof Ackermann, der am Aktionstag selbst nicht teilnehmen kann, den Teilnehmern aber seine Grüße übermittelt, verweist auf die Appelle der Kommission Justitia et Pax an die Bundesregierung, wonach diese sich zukünftig stärker für die nukleare Abrüstung einsetzen soll. „Die Haltung der Bundesregierung in dieser Frage, zum Beispiel sich nicht an den Verhandlungen zum Atomwaffenverbotsabkommen zu beteiligen, war sehr unbefriedigend und ist ein falsches Signal“, sagt der Oberhirte. Und er ergänzte: „Wir wären gut beraten, auch alte politische Gepflogenheiten, wie die nukleare Teilhabe, auf den Prüfstand zu stellen.“ Ein „Weiter so“ in der Hoffnung, dass es schon gut gehen werde, wäre höchst fahrlässig und zudem angesichts der Kosten der nuklearen Rüstung nicht zu vertreten, macht Ackermann deutlich.

Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen auf zu einem Aktionstag am 7. Juli am deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel auf, wo US-amerikanische Atombomben gelagert sein sollen. Beim Aktionstag am 7. Juli soll um 11.58 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden, in dem unter anderem der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), die Predigt halten wird. Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen.

Infos im Internet unter: www.KirchenGegenAtomwaffen.wordpress.com

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof
news-90564 Wed, 13 Jun 2018 11:14:10 +0200 Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-herausforderung-fuer-die-kirche-im-bistum-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Klimawandel_Koblenz_388beea66a.jpg" width="150" height="100" alt="Im Gemeindezentrum St. Franziskus diskutierten die Teilnehmer über Klimawandel und Umweltschutz" title="Klimawandel Koblenz" />Verschiedene Initiativen haben zum Thema „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ in das Gemeindezentrum St. Franziskus Koblenz geladen. Koblenz – Unter dem Titel „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ hatten am 11. Juni die Pfarreiengemeinschaften Koblenz-Moselweiß und Untermosel-Hunsrück, die Dekanate Remagen-Brohltal und Andernach-Bassenheim in das Gemeindezentrum St. Franziskus im Koblenzer Stadtteil Goldgrube geladen. Und der Ort hätte kaum besser gewählt sein können, gilt der Heilige Franziskus doch bis heute als Vorbild in Fragen der Mensch-Natur-Beziehung.

Sigrid Heuer betreut an der Schönstätter Marienschule in Vallendar die Schulwald-AG, die bis heute mehr als 500 Bäume gepflanzt hat und 2017 mit dem Umweltpreis des Bistums Trier ausgezeichnet wurde. Kinder in der vielfach als schwierig wahrgenommenen Lebensphase der Pubertät lernen hier, wie wichtig die Bewahrung der Schöpfung ist und tragen ihr Wissen nach Hause. Bernhard Grunau bemüht sich als Geschäftsführer um den ökologischen Betrieb des Klosters Arenberg der Arenberger Dominikanerinnen, etwa durch die Nutzung von Sonnenenergie oder den Einbau von Dreifachverglasung. Nicht nur im Kloster, sondern in vielen kirchlichen Einrichtungen ist der Einsatz von LED-Beleuchtung, die Verwendung von Recyclingpapier und Kaffee aus fairem Handel mittlerweile weit verbreitet.

Die Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, verkündete das Ziel, die CO2-Emissionen von 2010 bis 2040 zu halbieren. Der Klimafonds stelle bistumsintern jährlich 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung.

Christian Heckmann von der Stabsstelle für die Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode stellte den Anwesenden die Aussagen der Synode zum Klima- und Umweltschutz vor. Die Kirche setze „auf die Würde und Verantwortung aller Getauften. Sie gibt Charismen Raum, die dem Aufbau des Reiches Gottes dienen, und sie lässt Platz für andere und für einen kreativen Dialog mit ihnen.“

Christoph Bals von Germanwatch e.V. beschäftigte sich beim Einsatz für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen üblicherweise mit der Politik, stellte diesmal allerdings die päpstliche Enzyklika „Laudato si’“ vor und arbeitete dabei besonders den Gedanken des gemeinsamen Ursprungs, wechselseitigen Zusammenhangs und der geteilten Zukunft allen Lebens auf der Erde heraus. Das Klima sei gemeinsames Gut.

In der anschließenden Diskussion kam mehrfach zur Sprache, wie schwierig es sei, andere Menschen für Projekte des Klima- und Umweltschutzes zu mobilisieren. Allzu häufig lägen Steine im Weg und nicht nur innerkirchlich gäbe es wenig Resonanz, weil andere Themen gerade wichtiger wären. Dennoch komme es darauf an, Dinge vor Ort umzusetzen. Kleine Alltagsentscheidungen sind zwar der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, doch Beharrlichkeit und Multiplikation verstärken eine Idee und verhelfen ihr zum Durchbruch. So bestand dann auch der Wunsch nach engerer Vernetzung unter den Aktiven und dass das Treffen an diesem Montagabend nicht das letzte bleiben möge. Am Ende verfassten die Teilnehmer eine Resolution in der es unter anderem heißt: „Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. […] Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.“ (jf)


Resolution 11.06.2018, Koblenz, Veranstaltung „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“

„Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

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Pfarreien Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Umwelt
news-90357 Wed, 06 Jun 2018 09:34:23 +0200 Ein Höchstmaß an Nächstenliebe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-hoechstmass-an-naechstenliebe-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/d/csm_Pater-Niederschlag_02_8669910145.jpg" width="113" height="150" alt="Pater Prof. Dr. Heribert Niederschlag" title="Pater Niederschlag 02" />Ein einziger Mensch kann das Leben von bis zu sieben anderen retten und zwar wenn er Organspender ist. Moraltheologe Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der PTH Vallendar benennt unterschiedliche Argumente. Vallendar/ Saarbrücken – Ein einziger Mensch kann das Leben von bis zu sieben anderen retten und zwar wenn er Organspender ist. Viele stehen dem Thema Organspende durchaus positiv gegenüber, doch nur etwa ein Drittel der Deutschen besitzt einen Organspendeausweis. Der bundesweite Organspendetag am 2. Juni, der diesem Jahr unter anderem mit einem ökumenischen Gottesdienst in Saarbrücken begangen wird, macht auf das sensible Thema aufmerksam. Moraltheologe und Pallottiner Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar benennt unterschiedliche Gründe für diese Zurückhaltung.

„Es kam 2012 zu einem intensiven Einbruch durch die Transplantationsskandale in einigen Kliniken und da ist das Vertrauen stark beschädigt worden“, erklärt Niederschlag. Ärzten wurde damals vorgeworfen, sie hätten ihre Patienten kranker dargestellt, damit sie auf der Warteliste für Transplantationen weiter nach oben rutschten. Mehr als 10.000 Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Etwa 1000 sterben im Verlauf eines Jahres, weil es keinen passenden Spender gibt.

Das verlorene Vertrauen wieder aufzufangen sei schwer. „Man hat es dadurch versucht, dass die Krankenkassen im Zuge eines neuen Gesetzes daran gehalten sind, in bestimmten Zeitabständen über die Organspende zu informieren und eventuelle Ängste abzubauen“, berichtet Niederschlag. Zudem habe sich das Verfahren der Organvermittlung verändert: „In jedem Krankenhaus mit Intensivstation muss ein Transplantationsbeauftragter benannt werden, der die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) darüber informiert, dass unter Umständen eine Organtransplantation möglich wäre.“ Unabhängige Fachärzte untersuchen, ob Organe entnommen werden können. Die Ergebnisse werden anschließend an die europäische Organvermittlungsstelle Eurotransplant übermittelt, die ein Punktesystem aufgrund von Dringlichkeit und Erfolgsaussichten führen. Diese Punkte entscheiden über die Rangfolge. „Natürlich werden die, die in akuter Lebensgefahr schweben, bevorzugt.“ Es sei jedoch nicht gänzlich auszuschließen, dass es wieder zu Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe „durch das Konkurrenzdenken der einzelnen der 47 Transplantationszentren und den Ehrgeiz einiger Ärzte, möglichst viel zu transplantieren“ kommen könnte.

Einen weiteren Grund für die Zurückhaltung gegenüber Organtransplantationen sieht Niederschlag auch im sogenannten Hirntodkriterium. „Ein Spender soll tot sein, aber es werden lebende Organe benötigt“, dies sei schwierig nachzuvollziehen, „denn entweder ist man tot, dann sind die Organe auch tot oder man lebt.“ 1968 wurde der Hirntod als Todeszeitpunkt definiert. Doch diese Hirntodüberlegung sei in den vergangenen Jahren arg ins Wanken geraten. „Letztlich setzt sich doch durch, dass das Hirntodkriterium wohl nicht der Tod des Menschen ist. Das Sterben ist ein Prozess und niemand kennt den Endpunkt.“ Das Leben könne sich noch hin dehnen jenseits der Grenze, die von den Apparaturen erfasst wird. „Es ist nicht ausgeschlossen, aber man kann medizinisch doch mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass hier der Mensch nicht mehr zurückkommen wird, zu einem bewussten Leben oder auch zu einem Leben, das ohne die Apparaturen überhaupt noch überlebensfähig ist.“ Doch es bliebe eine gewisse Unsicherheit: „Wir können nicht erkennen, wann der Mensch endgültig tot ist, das liegt jenseits des Erforschbaren.“ Es müsse ein Höchstmaß an Sicherheit gegeben sein, dass jemand tatsächlich nicht mehr weiterlebt, betont Niederschlag.        

Für die Angehörigen sei es schwierig nachzuvollziehen, dass ein von ihnen geliebter Mensch tot sei, denn „wenn jemand an einer Herzlungenmaschine oder an Beatmungsgeräte angeschlossen ist, sieht er nicht wie tot aus. Das ist das Erschütternde.“ Manche hätten dann den Eindruck: Der lebt doch noch. „Ärzte aber sagen, die Daten sind hier eindeutig, er wird aufgrund der Apparate am Leben erhalten, aber das Leben ist inzwischen sozusagen aus dem Körper entwichen.“

Die kirchliche Sicht sei klar. „Papst Johannes Paul II. hat sich dazu mehrfach geäußert und die Organspende als ein Höchstmaß an Nächstenliebe beschrieben“, sagt Pater Niederschlag. Bei ihm selbst habe sich seine Grundhaltung zum Thema mit der Zeit entwickelt: „Selbst, wenn ich ein Sterbender sein sollte, der nur noch eine ganz kleine Zeitspanne zu leben hat, warum sollte ich nicht dann Organe zur Verfügung stellen, damit andere unter Umständen noch jahrelang aufleben und auch mit ihrer Familie weiterleben können?“

Weitere Informationen gibt es auf www.organspendetag.de

 

 

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Redaktion Koblenz bistum-trier Seelsorge / Pastoral
news-90313 Mon, 04 Jun 2018 14:59:15 +0200 Viel mehr als nur Versammlungsort für Gläubige: die Kirche http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/viel-mehr-als-nur-versammlungsort-fuer-glaeubige-die-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_Pontifikalamt_Klotten_f959c2f720.jpg" width="150" height="113" alt="Bischof Ackermann und Pfarrer Arndt" />Vor 150 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Maximin in Klotten um ein Mittelschiff erweitert. Bischof Ackermann feierte zum Anlass mit der Gemeinde Gottesdienst. Klotten – Es ist schon eine ganz besondere Geschichte, die die Pfarrkirche St. Maximin in Klotten bisher erlebt hat. Vor 150 Jahren wurde die Kirche um ein neugotisches Mittelschiff erweitert und feierlich eingeweiht. Das nehmen die Gläubigen zum Anlass, für zahlreiche Veranstaltungen rund um das Gotteshaus. Grund genug auch für den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Einladung der Pfarrgemeinde zu folgen und das Jubiläumsjahr mit einem Gottesdienst feierlich zu eröffnen.

Zu Recht kann man in Klotten stolz auf die Pfarrkirche sein: Hoch über der Mosel ragt das Gotteshaus weit sichtbar über den Ort und liegt doch mitten drin im Dorfgeschehen. „Die Kirche setzt so ein Zeichen“, sagt Bischof Ackermann. Wer schon einmal dort war, schätzt nicht nur den schönen Innenraum, sondern ist besonders davon angetan, dass man vom Altar aus bis ins Moseltal sehen kann. Ursprünglich gab es in Klotten zwei Kirchen. „Die alte gotische Kirche, dem Heiligen Petrus geweiht, sowie die Nikolauskapelle im Ortskern“, erklärt der Klottener Heimatforscher Heribert Steffens. Als St. Petrus vor 150 Jahren zu klein wurde, um alle Gläubigen zum Gottesdienst aufzunehmen, beschloss man anzubauen. Die alte Kirche wurde um das neugotische Mittelschiff erweitert. Die neue Kirche brauchte auch einen neuen Namen. In Klotten entschied man sich für den Heiligen Maximin. „Der Umbau erforderte von den Menschen viel Eigenleistung, schließlich musste das Kirchenschiff in den Fels gehauen werden“, sagt Steffens. Ein Grund mehr, warum die Klottener ihre Kirche lieben.

Unter dem Motto „Ein Haus voll Glorie schauet“ stand dann auch der Gottesdienst, der von den Firmlingen mitgestaltet wurde. Musikalisch unterstützt von der Schola und Dekanatskantorin Marion Oswald an der Orgel.

In der Predigt lenkt Bischof Ackermann in Anlehnung an die Liturgie des Tages den Blick auf den Sonntag. Den Tag, an dem der Alltag unterbrochen werden soll. „Wir feiern den Sonntag nicht nur deshalb, weil Gott am siebten Tag geruht hat, sondern vor allem als Tag der Befreiung“, sagt Ackermann. Das gelte bis heute; gerade in einer Zeit, in der der Sonntag immer mehr kommerzialisiert wird, sollten Christen sich darauf besinnen, der modernen Sklaverei aus Sachzwängen und Effektivitätsüberlegungen den Rücken zu kehren, damit der eigentliche Sinn des Sonntags nicht verloren geht. „Um das zu feiern, braucht es Räume wie die Pfarrkirche St. Maximin“, sagt der Bischof und ruft dazu auf, den Raum, der die Würde des Menschen symbolisiert, nicht nur zu den Gottesdiensten aufzusuchen, sondern auch im Alltag, um für kurze Zeit die Geschäftigkeit zu unterbrechen. „Die Unterbrechung des Alltags ist es, was Religion eigentlich meint“, sagt Ackermann.

Die Eröffnung des Jubiläumsjahrs zu Ehren der erweiterten Pfarrkirche ist in Klotten gelungen. Im Anschluss an das Pontifikalamt hatte der Pfarrgemeinderat die Kirchenbesucher vor der Kirche auf ein Glas Moselwein eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein sorgte der Klottener Musikverein für gute Unterhaltung. Außerdem konnten von Bischof Ackermann gesegnete Jubiläumskerzen erworben werden - der Erlös trägt bei zum Erhalt der Orgel.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof Kultur Pfarreien
news-90168 Wed, 30 May 2018 14:33:22 +0200 "Eine starke Frau geht – eine starke Schule bleibt" http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-starke-frau-geht-eine-starke-schule-bleibt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/f/csm_Verabschiedung_Schulleiterin_Boppard_jf_035ef38af2.jpg" width="150" height="113" alt="" />Eine ganze Verabschiedungswoche wurde der scheidenden Schulleiterin Magdalena Mohr-Quadt gewidmet. 24 Jahre war sie an der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard tätig. Boppard – 24 Jahre hat Magdalena Mohr-Quadt an der Bischöflichen Realschule Marienburg in Boppard gewirkt; zunächst als Konrektorin, dann als Schulleiterin. Jetzt verabschiedete Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bistum Trier, sie mit den Worten „Eine starke Frau geht – eine starke Schule bleibt" in den Ruhestand. Die Leitung der Schule übernimmt Kerstin Ollmann. Zurzeit ist sie Konrektorin an der Clemens-Brentano-/Overberg Realschule plus in Koblenz.

„Magdalena Mohr-Quadt ist eine hochengagierte Kümmererin und zwar in allen Belangen – auch in der Mitsorge für den langfristigen Bestand der Schule“, beschrieb Müller die gebürtige Koblenzerin, die nach ihrem Lehramtsstudium zehn Jahre bis 1994 Lehrerin an der Bischöflichen Realschule (heute St. Franziskus-Schule) in Koblenz war. Schwerpunkte ihrer Arbeit legte sie unter anderem in die Bereiche „Schöpfung bewahren“ und „bewegte Pause, bewegte Schule“. Zudem habe sie dazu beigetragen, dass das Rahmenleitbild für die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier mit dem Titel ‚Den ganzen Menschen bilden‘ auf dem Marienberg nicht nur optisch präsent ist, „sondern es bestimmt auch das Schulleben, besonders im Kerngeschäft – dem Unterricht“, freute sich Müller.

„Wir verabschieden heute eine Frau, die vieles bewegt hat. Doch sie brauchte auch ein Team, das sich bewegen lässt“, hob Abteilungsleiter Müller hervor, der in diesem Zusammenhang seinen Dank an die Lehrkräfte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an die Eltern richtete. Nicht zu vergessen seien wissbegierige, lebhafte, und aufgeweckte Schülerinnen und Schüler. „Eine Schule, die überzeugt, das ist eine Teamleistung.“

Mit Blick in die Zukunft sagte Müller: „Wichtige Weichen sind gestellt, damit die erfolgreiche Arbeit sich hier fortsetzen kann.“ Auch im Hinblick auf die Umsetzung der Bistumssynode kommt auf die katholischen Schulen eine wichtige Aufgabe zu. „Sie werden Orte von Kirche in den Pfarreien der Zukunft sein, denn sie nehmen an der pastoralen Sendung teil.“

In einer Bistumsschule gehöre es zum Feiern dazu, auch Gott „Danke“ zu sagen, erklärte Lehrerin Anja Dausner-Hammes. Für die Schulgemeinschaft lag es nahe, den Gottesdienst unter den Gedanken „Maria Magdalena – Die Frau, die die ersten Christen bewegte“ zu stellen – in Anlehnung an Mohr-Quadts Vornamen Magdalena. Schüler, Eltern und Lehrer hatten eine szenische Umsetzung des zentralen Auferstehungstextes aus dem Johannes-Evangelium in den Mittelpunkt des Festgottesdienstes gerückt. 130 geladene Gäste aus Kirche, Politik und Schule nahmen am Festgottesdienst und dem anschließenden Festakt teil.

Gleich eine ganze Verabschiedungswoche unter dem Motto „Frauen, die bewegen“ mit Projekttagen, Sponsorenlauf und Schulfest veranstaltete die Schule für ihre langjährige Schulleiterin, die sich noch bis zum 31. Juli im Dienst befindet.

Weitere Informationen gibt es auf www.marienberg-boppard.de.

(jf)

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Information Jugend Personal Schule Vermischtes
news-90096 Mon, 28 May 2018 11:33:03 +0200 Den Glauben als Geschenk verstehen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-glauben-als-geschenk-verstehen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/c/csm_firmung-bad-sobernheim-peters_9bc59964da.jpg" width="150" height="113" alt="Weihbischof Peters am Altar" title="Firmung bad sobernheim peters" />Weihbischof Jörg Michael Peters firmte in Bad Sobernheim fast 50 Jugendliche. Das Motto des Gottesdienstes lautete: "It’s a present – a wonderful present for you". Bad Sobernheim – Geschenke gibt es nicht nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten; das ist auch den 49 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern aus der Pfarreiengemeinschaft Bad Sobernheim bewusst gewesen, als sie das Sakrament der Firmung durch den Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters empfingen. Der feierliche Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Matthäus am 27. Mai unter dem Motto „It’s a present – a wonderful present for you“ („Es ist ein Geschenk – ein wundervolles Geschenk für dich“) bildete den Abschluss der Firmreise durch das Dekanat Bad Kreuznach.

Das Bild des Geschenkes griff Peters in seiner Predigt auf: „Den Glauben als ein Geschenk anzunehmen, haben wir verlernt. Er kommt voraussetzungslos, aber er hat eine Wirkung“. Gott sage den Menschen zu, ihnen nahe zu sein; aber im alltäglichen Leben bemerkten wir ihn oftmals gar nicht, bemerkte der Weihbischof. „Gott hält uns von oben, aber nicht wie eine Marionette, sondern wie ein Kind, das Laufen lernt.“ Gott habe versprochen, dazusein, alle Tage bis zum Ende der Welt, so Peters.

„Der Glaube stellt uns in eine Spannung, denn er ist nicht beweisbar, obwohl Gott da ist“, stellte Peters fest und erklärte, wie die Jugendlichen sich diesen scheinbaren Widerspruch vorstellen könnten: Jeder Mensch lebe in Beziehungen; und in einer echten Freundschaft darf man sich ganz zeigen, „auch mit seinen Schattenseiten“, hob der Weihbischof hervor. So sei auch die Beziehung zu Gott zu verstehen. „Wir wollen den Anderen aber auch fortwährend besser kennenlernen, jedoch wird er uns immer ein Stück weit unbekannt bleiben. So ist es auch mit Gott“. Er könne den jungen Menschen aber versichern, dass der Heilige Geist sie bestärken und anrühren wolle, sagte der Weihbischof. „Dem Glauben verdanken wir eine wunderbare Perspektive für unser Leben, und er ist wahrlich ein Geschenk“, richtete Peters das Wort an die versammelten Gläubigen.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Jugend Pfarreien Vermischtes
news-89765 Wed, 16 May 2018 16:09:32 +0200 Gott bei Rock am Ring? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gott-bei-rock-am-ring/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_Gott_am_Ring_792b399566.jpg" width="150" height="113" alt="" />Vom 1. bis zum 3. Juni finden sich wieder tausende Rockfans am Nürburgring ein. Unter den vielen Besuchern von "Rock am Ring" gibt es auch einen Ort zum Durchatmen: das Kirchenzelt. Nürburg – „Kirche soll da sein, wo Menschen sind und bei ‚Rock am Ring‘ sind Menschen“, lautet die Antwort des Gemeindereferenten Philipp Hein auf die Frage, warum er, fünf weitere Hauptamtliche und rund 20 Ehrenamtliche als Vertreter der katholischen Dekanate Vulkaneifel und Ahr-Eifel beim Rockfestival (1. bis 3. Juni) am Nürburgring dabei sind.

Bereits am Montag (28. Mai) vor dem offiziellen Festivalstart ist das Zelt des Teams auf dem Parkplatz A2 rund um die Uhr geöffnet. „Wir bieten den Festivalbesuchern einen Gesprächsort an“, erklärt Hein. Es sei ein Platz relativer Ruhe auf dem Festivalgelände. „Eine Wand gibt mit dem Satzanfang ‚Bevor ich sterbe, …‘ den Anstoß, über das eigene Leben nachzudenken und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen“, beschreibt er ein Angebot. „Außerdem gibt es die Möglichkeit, Fürbitten oder persönliche Wünsche zu formulieren oder mit der Fotobox Selfies zu schießen und so das Kirchenzelt mitzugestalten.“

Wird das Angebot „Gott am Ring“ denn von den Musikfans überhaupt angenommen? „Die Erfahrung aus dem letzten Jahr hat gezeigt, dass es gut war, da zu sein: Für Menschen aus dem kirchlichen Milieu, die uns bewusst suchen, für Menschen, die im Kirchenzelt ihre ersten oder eine ganz andere Erfahrungen mit Kirche gemacht haben und für Menschen in mehr oder weniger großen Notlagen, die einfach mal reden oder auch nur in Ruhe durchatmen wollten.“

Weitere Infos zur Aktion gibt es auf der Facebookseite www.facebook.com/gottamring/ oder bei Philipp Hein unter Tel.: 02696-9319919

(jf)

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Jugend Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-89596 Fri, 11 May 2018 11:01:14 +0200 Dank für vertrauensvolle Zusammenarbeit http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/dank-fuer-vertrauensvolle-zusammenarbeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_080518kirche11-Sammer_3c02a45295.jpg" width="150" height="101" alt="" />Unter Leitung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer traf der rheinland-pfälzische Ministerrat die katholischen Bischöfe in Rheinland-Pfalz. Darunter auch Bischof Ackermann. Mainz/Trier - Unter Leitung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat der rheinland-pfälzische Ministerrat die katholischen Bischöfe in Rheinland-Pfalz getroffen: „Das Treffen mit den katholischen Bischöfen in Rheinland-Pfalz hat unsere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre noch einmal vertieft. Der Austausch und die Diskussion mit den Bischöfen ist für mich und die gesamte Landesregierung wertvoll für die Gestaltung unserer Politik“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf dankte der Landesregierung für die gute Zusammenarbeit und das kontinuierliche Miteinander, das sich unter anderem in den regelmäßigen Spitzentreffen zeige.

Bei der Begegnung tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung und der katholischen Kirche zu Beginn des Gesprächs über die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation aus. Die Ministerpräsidentin betonte die besondere Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der derzeit gefährdet sei. Es sei wichtig, so die Ministerpräsidentin, dass man sich klar gegen jede Form des Rechtspopulismus und der Radikalisierung wende. Dazu gehöre auch jede Form der Radikalisierung der Sprache. „Auch die jüngsten Herausforderungen dürfen nicht dazu führen, dass sich unsere Gesellschaft auseinander dividieren lässt, damit unsere offene und vielfältige Gesellschaft und unsere Demokratie so bleibt wie wir sie schätzen gelernt haben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Humanisierung von Veränderungsprozessen

Der Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann warb für eine „Humanisierung von Veränderungsprozessen. Die Menschen brauchen das Gefühl, dass sie mitgestalten können.“ Dies sei eine wichtige Aufgabe, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten. Dazu wolle die Kirche mit ihren Möglichkeiten gerne beitragen.

Armutsbekämpfung

Kirche und Landesregierung unterstrichen die Bedeutung der Armutsbekämpfung. In Rheinland-Pfalz ist jeder siebte Mensch von Armut bedroht. „Neben der Verbesserung der Einkommenssituation, der Unterstützung von Teilhabechancen, bei der wir als Land beispielsweise die Gemeinwesenarbeit in Stadtteilen und Quartieren mit besonderen Problemlagen unterstützen, setzen wir darauf, durch Präventionsarbeit zukünftige Armutsrisiken zu minimieren. Ich danke dabei sehr herzlich der katholischen Kirche für ihre Mitarbeit beim vom Sozialministerium gestarteten Beteiligungsprozess zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Am Ende des Beteiligungsprozesses wird ein Aktionsplan stehen, der konkrete und realisierbare Maßnahmen beinhalten wird“, versprach Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann begrüßte den Ansatz der Landesregierung, Armut durch praxisnahe Maßnahmen vor Ort zu begegnen und dankte für die Einbindung der Kirchen in einem Beirat. Angesprochen wurde ebenso das Thema verdeckte Armut im ländlichen Raum.

Engagement für Flüchtlinge

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hob das „nach wie vor ungebrochene Engagement für Flüchtlinge“ in den Pfarrgemeinden hervor. Es sei wichtig, für alle Flüchtlinge mit Bleiberecht durch gemeinsame Integrationsbemühungen Wege in die Gesellschaft zu finden. Als besonderes Anliegen betonte Woelki die Familienzusammenführung von Flüchtlingen, die einen wesentlichen Beitrag zu einer gelingenden Integration darstelle. Gemeinsam vereinbarten die Landesregierung und die katholische Kirche auch in Zukunft die Situation der Flüchtlinge im Land verbessern und die Integration voranbringen zu wollen. Erneuert wurde die Vereinbarung, dass auch in Zukunft bei Fällen von Kirchenasyl in jedem Stadium des Falles nach einvernehmlichen und konfliktfreien Lösungen gesucht werden solle.

Novellierung des Kindertagesstättengesetzes

Die Landesregierung informierte beim Treffen über den aktuellen Sachstand bei der Novellierung des Kindertagesstättengesetzes. Als Einrichtungsträger ist die katholische Kirche ein wichtiger Partner der Landesregierung. Die katholische Kirche wünscht sich bei der Novellierung Planungs- und Handlungssicherheit sowie eine Vereinfachung der Administration. Der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, betonte, „dass die katholische Kirche im Bereich Kindertagesstätten stark engagiert bleiben will. Die Arbeit dort ist ein wesentlicher Beitrag für Bildung, Erziehung und Wertevermittlung in der Gesellschaft.“ Er hob die große Bedeutung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung in den Einrichtungen hervor und wies auf die Notwendigkeit zur Unterstützung und Entlastung der Kita-Leitungen hin. Die Ministerpräsidentin betonte, dass es von besonderer Bedeutung für die Landesregierung sei, eine für alle Beteiligten gute Kita-Novellierung zu bewerkstelligen. „Dies sei eine besondere Herausforderung, da eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessen in Einklang zu bringen sei“, so die Ministerpräsidentin. Weitere Themen waren unter anderem die Entwicklung der Katholischen Hochschule (KH) in Mainz, die aktuelle bundespolitische Debatte um Paragraf 219a des Strafgesetzbuches und das Thema Ehrenamt.

Von Seiten der rheinland-pfälzischen Bistümer nahmen außerdem die Generalvikare Weihbischof Udo Markus Bentz (Mainz), Monsignore Markus Hofmann (Köln), Domkapitular Ulrich Graf von Plettenberg (Trier) und Domkapitular Wolfgang Rösch (Limburg) sowie der stellvertretende Generalvikar, Domkapitular Josef Damian Szuba (Speyer) und der Leiter des Katholischen Büros Mainz, Ordinariatsdirektor Dieter Skala, teil.

Von Seiten der Landesregierung nahmen am Gespräch Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Dr. Volker Wissing, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Roger Lewentz, Minister des Innern und für Sport, Doris Ahnen, Ministerin der Finanzen, Herbert Mertin, Minister der Justiz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung, Clemens Hoch, Chef der Staatskanzlei, Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten sowie Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, teil.

(red)

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news-89485 Mon, 07 May 2018 16:52:39 +0200 Ein Blick auf die Menschen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-blick-auf-die-menschen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_10_Jahre_Seligsprechung_Waldbreitbach_WB_jf_5e73b45705.jpg" width="150" height="113" alt="" />Mehr als 5000 Gläubige feierten vor zehn Jahren die Seligsprechung von Mutter Rosa, Ordensgründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Waldbreitbach – Vor zehn Jahren hat der damalige Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, als Delegat des Papstes Benedikt XVI. mit den Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Konzelebranten und tausenden Gläubigen die Seligsprechung der Ordensgründerin Mutter Rosa Flesch gefeiert. Am 4. Mai 2018 haben die Schwestern, Weihbischof Jörg Michael Peters und gut 300 Gäste diesem – für das Bistum bislang einmaligen – Tag mit einem Pontifikalamt unter dem Motto „Aufgebrochen für das Leben“ auf dem Waldbreitbacher Klosterberg gedacht.

Es sei lohnend, sich an dieses besondere Erlebnis vor einem Jahrzehnt zu erinnern, „aber wir dürfen dabei nicht stehen bleiben, sondern wir sollten einen Auftrag mitnehmen“, betonte Weihbischof Peters. Mutter Rosa sei ein mystischer Blick geschenkt worden, dieser verstellte ihr aber keineswegs den Blick auf die Menschen. „Sie hat mit wachen Augen gesehen, was in unserer Welt los war und Pflegebedürftigen hingebungsvoll geholfen.“ Dieser Großmut sei durch Jesus geprägt gewesen und Mutter Rosa lies diese Barmherzigkeit beim Dienst am Menschen durchscheinen. Die Goldene Regel laute, einen Perspektivwechsel mit Menschen in prekären Lebenssituationen zu vollziehen, erklärte Peters. „Unter anderem gilt es, seine Feinde zu lieben und gewaltlos zu reagieren, wo einem Gewalt entgegenschlägt.“ Einen Gedanken, wie das funktionieren könne, formulierte der Weihbischof. „Wir müssen uns darin üben, unsere Mitmenschen mit den Augen Gottes anzusehen“, schlug er vor. Dies sei auch der Weg der ersten Generaloberin gewesen. „Glauben Sie nicht auch, dass es für Mutter Rosa die höchste Freude wäre, wenn wir uns auf den Weg dahin machen würden?“, fragte Peters die Frauen und Männer im Forum Antoniuskirche, darunter 40 Verwandte der Ordensstifterin.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Orden Vermischtes
news-89360 Thu, 03 May 2018 16:02:59 +0200 Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/langzeitarbeitslos-in-zeiten-der-vollbeschaeftigung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_AktionArbeit-Steyven-Kohler_5b59198799.jpg" width="147" height="150" alt="" title="AktionArbeit Steyven Kohler" />„Vollbeschäftigung hilft Langzeitarbeitslosen nicht“. Dies betonte Caritasdirektor Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg in Betzdorf. Betzdorf – „Vollbeschäftigung hilft Langzeitarbeitslosen nicht“, hat Caritasdirektor Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg betont. Unter dem Thema „Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung“ wurden im Altenzentrum Betzdorf aus Sicht von Landespolitik, Jobcenter und Aktion Arbeit des Bistums Trier die Aspekte von Arbeitsmarktpolitik und Langzeitarbeitslosigkeit erörtert.

Die Vollbeschäftigung habe bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen keinen Effekt, der überwiegende Teil der Betroffenen werde auf subventionierte Maßnahmen angewiesen sein, lange Zeit oder für immer, befürchtete Köhler. Für ihn stellt Teilhabe etwas Wesentliches dar, und er knüpfte hier an das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt“ der Aktion Arbeit an. Köhler betonte aber auch, dass es wichtig sei, ein Netzwerk und unterschiedliche Partner zu haben, um etwas Gutes für Menschen zu tun: „Arbeit ist etwas ganz Natürliches, wir brauchen Arbeit und manche Menschen benötigen auch eine Zuverdienstarbeit.“

Vor 35 Jahren und bei mehr als zwei Millionen Arbeitslosen wurde die Aktion Arbeit vom Trierer Bischof Hermann Josef Spital initiiert. Man habe gedacht, es sei etwas Vorübergehendes, sagte Geschäftsführerin Andrea Steyven: „Dass ich heute noch hier stehe zeigt, dass die Arbeitslosenzahlen immer noch zu hoch sind.“ Die Sockelarbeitslosigkeit sei weiter unverändert. Für die Aktion Arbeit sei es ein Grundanliegen, beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen und sich bei der Arbeitsmarktpolitik mit Vorschlägen einzubringen. Sie umriss das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt – Ein Weg zur Auflösung der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit“ der Aktion Arbeit. Steyven sprach den Koalitionsvertrag der Großen Koalition an und zitierte die entsprechende Passage, wo es unter anderem heißt: „Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen wir die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben.“ Die Freude darüber sei getrübt worden, als man den Entwurf zur Umsetzung erhalten habe. Demnach soll es um diejenigen gehen, die acht und mehr Jahre arbeitslos seien. Für Andrea Steyven „ist das schier unmöglich“, diejenigen, die so lange nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, in einen Job zu bringen. Kein Arbeitgeber des freien Arbeitsmarktes werde diese Menschen einstellen, lautete ihre These.

Es müsse diskutiert werden, wie Langzeitarbeitslosigkeit bekämpft und vermieden werden könne, sagte Jeannette Mischnick, Leiterin der Abteilung Arbeit im Mainzer Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie. Die gute Arbeitsmarktlage dürfe nicht verleiten zu sagen: „Es sei alles prima“. Es gelinge nicht allen Menschen, davon zu profitieren; vielen drohe, dauerhaft ausgeschlossen zu sein.

Noch nie habe es so viele besetzte sowie so viele unbesetzte Stellen gegeben und trotzdem seien zahlreiche Menschen schon lange ohne Beschäftigung, verdeutlichte Heiner Kölzer, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Altenkirchen. Er befürworte ausdrücklich einen zweiten Arbeitsmarkt, der keine Konkurrenz für die Privatwirtschaft darstelle. (red)

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Aktion Arbeit Aktion Arbeit Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Aktion Arbeit
news-89104 Wed, 25 Apr 2018 11:53:00 +0200 „Viel Liebe und Respekt erfahren” http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/viel-liebe-und-respekt-erfahren/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_pd15_Cafeterra_Bufdi_Tanai_c0fe661233.jpg" width="150" height="100" alt="Ishaq Tanai im &quot;Caféterra&quot; Kastellaun" title="Pd15 Cafeterra Bufdi Tanai" />Mitten in der Kastellauner Altstadt befindet sich die Begegnungsstätte „Caféterra“. Hier arbeitet Ishaq Tanai aus Afghanistan seit März als sogenannter „Bufdi“ . Kastellaun – Mitten in der Kastellauner Altstadt befindet sich die Begegnungsstätte „Caféterra“. Hier arbeitet Ishaq Tanai seit März als sogenannter „Bufdi“ im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Der 27-Jährige kommt ursprünglich aus Afghanistan und liebt den Kontakt zu Menschen. „Deshalb mache ich das ja.”, erklärt er und lacht. Seine Aufgaben im „Caféterra“ sind einfach: Wenn er in dem Café ankommt, muss er zunächst alles vorbereiten, Tee und Kaffee kochen und auf die ersten Gäste warten. „Zwischen einem und zwanzig Besuchern am Tag ist da alles drin”, schätzt Anna Werle, die als Pastoralreferentin für die Arbeit der Ehrenamtlichen im Dekanat Simmern-Kastellaun zuständig ist. Betreut wird Ishaq Tanai bei seiner neuen Aufgabe in Kastellaun von Brigitte Giesen.

Der junge Afghane kam vor zwei Jahren nach Deutschland. „Ich habe hier in den vergangenen Jahren sehr viel Liebe und Respekt erfahren”, erzählt der junge Mann, der bereits gut Deutsch spricht. Allerdings machen ihm die vielen Formalitäten und die Bürokratie zu schaffen. Und trotz seiner guten Deutschkenntnisse benötigt er weitere Nachweise von Sprachkursen, um eine Beschäftigung zu finden. In seiner afghanischen Heimat hatte Ishaq ein Informatikstudium begonnen. „Ich würde in diesem Bereich gerne weitermachen“, sagt er, doch momentan wäre er auch für jede andere Ausbildungsstelle dankbar.

Was er hier am meisten vermisst? Seine Familie – natürlich, und seine Freunde, aber auch die Kultur, besonders die Feste, wie das Neujahrsfest, das in Afghanistan Ende März gefeiert wird. Sehr bestürzt war der junge Afghane, als er in den Nachrichten vom Selbstmordanschlag mit 31 Toten während der Festlichkeiten in der afghanischen Hauptstadt Kabul erfuhr. „Das macht mich sehr traurig.”

Vor dem Bundesfreiwilligendienst hat Ishaq als Dolmetscher für Menschen übersetzt, die sich keinen professionellen Übersetzer leisten können. Denn neben Englisch und Deutsch spricht er Farsi, Pashtu und Dari, die Amtssprachen Afghanistans und sogar Hindi. „Das habe ich durch Bollywood-Filme gelernt”, erklärt er mit einem Lachen.

Das „Caféterra“ besteht seit April 2015 und ist eins von sechs Begegnungscafés im Rhein-Hunsrück-Kreis. Das Café ist eine gemeinsame Initiative von Stadt, Verbandsgemeinde und den örtlichen Kirchengemeinden. Unterstützung erfährt das Projekt zusätzlich vom Bistum Trier, der Evangelischen Kirche im Rheinland und Spendern aus der Verbandsgemeinde Kastellaun. Die Einrichtung dient als Begegnungsstätte für Bürger der Stadt, Asylbewerber und Flüchtlinge.

Ishaq Tanai ist bereits der zweite Bufdi im „Caféterra“, aber der erste, der ursprünglich aus einem anderen Land stammt. Der Bundesfreiwilligendienst soll Menschen jeden Alters in den Arbeitsprozess eingliedern. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld von maximal 390 Euro im Monat und bei Beendigung des BFDs ein schriftliches Zeugnis.

Die Öffnungszeiten im „Caféterra“ in der Kirchstraße sind montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr, sowie freitags von 17 bis 20 Uhr. Alle Getränke im Café sind auf Spendenbasis erhältlich.

(red)

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Bundesfreiwilligendienst Flüchtlings-Arbeit Flüchtlingshilfe Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Flüchtlinge
news-89103 Wed, 25 Apr 2018 11:35:54 +0200 Bernd Butter aus Ochtendung führt die DJK im Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bernd-butter-aus-ochtendung-fuehrt-die-djk-im-bistum-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_BerndButter_DJK_e783c9fa2d.jpg" width="112" height="150" alt="Der neue DJK-Diözsesanvorsitzende Bernd Butter" title="BerndButter DJK" />Gemeinsam mit Lukas Monnerjahn von der DJK Rheinwacht Oberwesel, Carina Bappert (Oberwesel), Michael Wilbert (Ochtendung) und Michael Leyendecker (Wissen) ist der DJK-Vorstand somit wieder komplett Andernach – Auf dem 37. Diözesantag des katholischen Sportverbands DJK in Andernach wurde Bernd Butter aus Ochtendung einstimmig zum Diözesanvorsitzenden gewählt. Die Stelle war nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Vorsitzenden, Franz Dirr, vakant.

Der 46-jährige Bernd Butter kenne die DJK-Bewegung wie kaum ein anderer, erklärten die Verantwortlichen. Von Geburt an Mitglied in der DJK Ochtendung, wirkt er seit vielen Jahren an unterschiedlichen verantwortungsvollen Stellen auf Vereins-, Diözesan- und Bundesebene.

Butter kann auf ein eingespieltes Vorstandsteam zurückgreifen, das durch einige neue Gesichter ergänzt wird. Lukas Monnerjahn von der DJK Rheinwacht Oberwesel steht ihm als Sportwart zur Seite. Die DJK-Sportjugend, mit Carina Bappert (Oberwesel) und Michael Wilbert (Ochtendung), wagt einen Neustart in Sachen Jugendarbeit. Des Weiteren übernimmt Michael Leyendecker (Wissen) den Bereich „Bildung“.

Mit den erfahrenen Mitgliedern und den Mitarbeitenden der DJK-Geschäftsstelle, handle es sich um eine gute und perspektivische Mannschaft, lautete das Fazit.

Die Delegiertenversammlung wurde vom kommissarischen Diözesanvorsitzenden Aloysius Mester (Betzdorf) geleitet. Neben Berichten, Ausblicken und geringfügigen Satzungsänderungen war die Neuaufstellung des Vorstandes das zentrale Ereignis.

Abgeschlossen mit Ehrungen sendet der DJK-Diözesantag ein deutliches Signal für eine erfolgreiche Zukunft des Verbandes.

(red)

 

 

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DJK Sportverband Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier
news-89075 Tue, 24 Apr 2018 12:29:26 +0200 Kolumbarium, Kletter- oder Konzerthalle? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kolumbarium-kletter-oder-konzerthalle/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_kath-Forum_Falke_Bredenbeck_Koblenz_b27a29d466.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kath Forum Falke Bredenbeck Koblenz" />Was geschieht mit dem Kirchengebäude, wenn es für den Gottesdienst nicht mehr genutzt wird? Kunsthistoriker Dr. Bredenbeck zeigt vielfältige Perspektiven auf. Koblenz – Unter dem Titel „Kolumbarium, Vereinsheim, Kletter- oder Konzerthalle? Die Zukunft unserer Kirchen“ hatte das Katholische Forum Koblenz am 23. April in den Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums geladen. Dr. Martin Bredenbeck beleuchtete aus kunsthistorischer Sicht den Umgang mit ehemaligen Kirchengebäuden.

„Kirchenbauten sind neben ihrer Hauptfunktion auch wegen ihrer kulturellen Bedeutung, als kostbare Hülle für Kirchenschätze, als Frei- und Rückzugsräume für Menschen und auch als prägende Faktoren in Ortsbildern von immateriellem Wert“, erklärte Bredenbeck. Doch was, wenn die Kirche im Ort „weniger für lebendiges Leben als für betongewordene Depression“ stehe?

Für den Kunsthistoriker und Geschäftsführer des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ergeben sich daraus Chancen. Bredenbeck besichtigte 300 ehemalige Kirchen im Rheinland und in Westfalen. Darunter waren es vor allem die vergleichsweise jungen Bauten der 1950er bis 1970er Jahre, die von Schließungen betroffen waren. „Auch wenn diese Kirchen aufgrund ihrer Nüchternheit meist keine allzu große ästhetische Bedeutung zugemessen wird, so ergeben sich spätestens auf den zweiten Blick kunsthistorisch durchaus interessante Strukturen. Doch wie können die seinerzeit als Kunstwerk gedachten Bauwerke anders genutzt werden?“, fragte Bredenbeck.

„Aus einer Kirche kann man alles machen, doch was bleibt dabei von ihr übrig?“, warf Bredenbeck in den Raum und zeigte Bilder von Kirchen, die durch Integration etwa in Wohn- und Pflegeheime städtebaulich aus der Ansicht verschwanden oder durch Entfernung raumhoher Betonglasfenster ihrer besonderen Wirkung beraubt wurden.

Dass aus der Kirchenaufgabe auch etwas Neues im positiven Sinne entstehen kann, veranschaulichte Bredenbeck. Die mehr als 120 Jahre alte Martini-Kirche in Bielefeld wurde in ein Restaurant verwandelt. Hochwertige Gastronomie sei vergleichsweise häufig in den Mauern ehemaliger Kirchen anzutreffen, wobei insbesondere die Großzügigkeit des Raumvolumens inszeniert werde. Ferner beherbergen einige ehemalige Kirchen Büros, die im Titel des Vortrages erwähnte Kletterhalle, sind zur Lagerhalle oder einem Ausstellungsraum geworden.

Wenn der Tischkicker an der Stelle steht, an der sich früher der Altar befand, stoße dies manch einem vielleicht übel auf, „doch so kann ein Kirchenbau bewahrt werden, im Gegensatz zum Rückbau“, betonte der Kunsthistoriker die Vorteile der Umnutzungen. 

Bei guter Akustik des Kirchenschiffs eröffne sich eine weitere Möglichkeit: Die Immanuelskirche in Wuppertal wird von einem durch die Gemeindemitglieder gegründeten Trägerverein als Konzertkirche betrieben. Viele „zu groß gewordene Kirchen“ erlebten ihren zweiten Frühling als City-Kirchen mit abgegrenzten Räumen für Veranstaltungen und Begegnung. Nicht wenige Kirchen werden zu Kolumbarien (Urnenbegräbnisstätte) umgebaut. Einige blieben als Gotteshäuser erhalten, auch wenn die beheimatete Gemeinde ihre Nutzung beendet. Sie werden zu Kirchen orthodoxer Gemeinden, Missionsgemeinden, Freikirchen oder sie dienen fortan als Radweg- oder Autobahnkirchen. Zum Ende seines Vortrages zeigte Bredenbeck Nutzungen, die einen verschwindend geringen Prozentsatz ausmachten: der Umbau zur Synagoge wie etwa in Speyer oder zur Moschee, so geschehen in Hamburg.

Abschließend resümierte der Referent, dass es kein Patentrezept für die Nachnutzung einer Kirche gebe. „Jede Kirche ist ein Einzelfall“.

(red)

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news-89038 Mon, 23 Apr 2018 14:16:32 +0200 Ausnahmesituation: Flucht http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ausnahmesituation-flucht/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Missio-Truck-innen_f19fba026a.jpg" width="150" height="124" alt="" title="Missio Truck innen" />Wie ist es auf der Flucht zu sein? Einen kleinen Eindruck vermittelt die Ausstellung "Menschen auf der Flucht", die mit einem missio-Truck durch das Bistum reist. Ein Halt war Sinzig. Sinzig – „Fliehen müssen stellt das Leben auf den Kopf und zieht dir den Boden unter den Füßen weg.” Diese Erkenntnis vermittelte der missio-Truck zum Thema „Flucht“ jetzt auf dem Sinziger Kirchplatz. Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Krieg, Trockenheit, Perspektivlosigkeit und Hunger. Doch ihr Schicksal ist weit entfernt vom Alltag der meisten Jugendlichen in Deutschland, das zeigte sich auch beim Besuch der Sinziger Firmlinge in der multimedialen Ausstellung des katholischen Hilfsdienstes.

Genau wie fast 100 weitere Besucher wurden die Jugendlichen am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo für die „Ausnahmesituation Flucht“ sensibilisiert. Die Besucher lernten zudem Hilfsangebote kennen, die missio-Partner in den betroffenen Regionen leisten: Soforthilfe, Empowerment, Trauma-Arbeit und Eingliederung in die Gesellschaft.

Begleitet wurden die Sinziger Firmlinge im Alter von 14 und 15 Jahren von Gemeindereferentin Sabine Mombauer von der Pfarreiengemeinschaft Sinzig, die für die Firmung mit zuständig ist. Zunächst suchten sich die Jugendlichen spezielle Karten aus, mit deren Hilfe sie in die Rolle einer anderen Person schlüpfen konnten. Mit dem Einstieg in den Truck waren sie nämlich nicht mehr Schüler aus Sinzig, sondern beispielsweise ein 15-Jähriger Kongolese ohne Schulabschluss mit Fußballträumen oder ein 28-jähriger afrikanischer Taxifahrer, der kaum weiß, wie er seine Familie ernähren soll. In sieben verschiedenen Räumen erlebten sie, was es heißt, zur Flucht gezwungen zu werden und ein neues Zuhause in der Fremde zu suchen.

Zunächst trifft man sich auf dem Marktplatz in einem afrikanischen Dorf, wo Marktstände mit Seife, Gewürzen und Früchten stehen. Damit beginnt in dem knapp 20 Meter langen und zwölf Tonnen schweren Truck die multimediale Ausstellung, es folgen sechs thematisch gestalteten Räumen.

Umgeben von knatternden Maschinengewehren und Granatanschlägen müssen Lars Heiner (15) und Jonas Gemein (14) zunächst in Windeseile entscheiden, was für die Flucht mitgenommen werden soll. Und das ist nicht einfach. Knapp bemessen ist der Platz im „Fluchtauto“, einem überladenen Laster, und die Situation wird auch nicht besser, als die Flüchtlinge bei Verwandten in der nächsten Großstadt unterkommen. Denn die besitzen selbst nicht viel. So schlägt man sich mit schlecht bezahlten Gelegenheitsarbeiten mehr schlecht als recht durch – dennoch für die meisten Flüchtlinge die einzige Überlebenschance. Eine Lebensperspektive oder gar die Möglichkeit, eine Familie zu versorgen, ist es allerdings nicht.

„Was man hier erfährt, ist schon ziemlich weit weg von meinem jetzigen Leben“, gibt Jonas Gemein zu. Doch man fange auf jeden Fall an, sich Gedanken zu machen über die Ursachen, und wie man sie für die Zukunft verhindern könne. Janina Bauer (14) hingegen fand die Situation sehr realistisch und bedrückend zugleich dargestellt, sie konnte sich gut in ihre Figur hineinversetzen. „Man sieht, dass eine Flucht richtig gefährlich ist und man nie vorhersehen kann, was passiert.“ Chiara Frenzel (15) hatte sich mit dem Thema „Flucht“ in der Schule schon in den Fächern Religion und Sozialkunde beschäftigt und war daher gut vorbereitet. Doch sich in eine flüchtende Person hineinzuversetzen, mache einem noch mehr bewusst, was es bedeute. „Man kann auf jeden Fall etwas für sich selbst mitnehmen und lernt vor allem, dass eigene wohlbehütete Leben wieder mehr zu schätzen.“

Weitere Informationen gibt es auf http://www.weltkirche.bistum-trier.de/mitmachen/missio-truck-menschen-auf-der-flucht/

(red)

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news-88688 Fri, 13 Apr 2018 13:31:00 +0200 Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-fuer-kinder-jugendliche-und-erwachsene/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_Lebensberatungssstelle-Ahrweiler_7c56e66147.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Lebensberatungssstelle Ahrweiler" />975 Menschen haben im vergangenen Jahr Rat und Hilfe bei der Lebensberatung des Bistums Trier in Ahrweiler gesucht. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2017 hervor. Bad Neuenahr-Ahrweiler – 975 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben 2017 Rat und Hilfe bei der Lebensberatung des Bistums Trier in  Ahrweiler gesucht. Weitere 262 Personen nahmen an zusätzlichen Angeboten wie offenen Sprechstunden, Elternabenden und Weiterbildungen teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2017 hervor.

Die Gründe für die Kontaktaufnahme mit der Lebensberatung sind vielfältig: Bei Kindern und Jugendlichen sind es laut Jahresstatistik zumeist Probleme bei Trennung und Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten der Eltern sowie mit deren inkonsequentem Erziehungsverhalten oder aufgrund der psychischen Erkrankung eines Elternteils. 37 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen leben nicht in ihren Ursprungsfamilien mit beiden Eltern oder Adoptiveltern. Bei Erwachsenen gab es die vordringlichsten Probleme im Bereich Kommunikation, Selbstwertproblematik, Verlusterlebnisse sowie Ängste, Zwänge oder Depressionen.

Ein weiteres Thema ist das Leiden unter „Cyber-Mobbing“, dem Schikanieren von Personen im Internet. Betroffene können zunächst anonyme Angebote wie die „Nummer gegen Kummer“ oder die Online-Beratung der Lebensberatung in Anspruch nehmen. Entwickelt sich auf diesem Wege ein Vertrauensverhältnis, kann ein Wechsel aus der anonymen digitalen Welt hin zu Beratungsgesprächen in der Lebensberatung stattfinden.

Ein zusätzliches Angebot – unter anderem auch für Cyber-Mobbing-Betroffene - ist das Selbstbehauptungs- und Selbstsicherheitstraining „Ich kann auch anders“ für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. In dem Projekt,  das die Lebensberatungsstelle zusammen mit der Präventionsfachstelle Trier seit 2017 regelmäßig anbietet, können Teilnehmer lernen, sich zu behaupten und neues Selbstwertgefühl aufzubauen. 

Regelmäßige Sprechstunden für Schüler und Eltern bietet die Beratungsstelle an der Philipp-von-Boeselager-Realschule Ahrweiler, am Peter-Joerres-Gymnasium Ahrweiler und – nach Bedarf - an der Ahrtalschule Realschule plus Altenahr an.

Zum Team der Lebensberatung Ahrweiler gehören acht Hauptamtliche, darunter Pädagogen, Sozialarbeiter und Psychologen. Finanziert wurden die Kosten der Lebensberatung Ahrweiler in Höhe von 475.280,22 Euro im Jahr 2017 zu 45,4 Prozent durch das Bistum Trier, zu 34,4 Prozent durch kommunale Mittel und zu 20,2 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz.

Die Lebensberatung Ahrweiler hat ihren Sitz in der Altenbaustraße 2, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sie ist telefonisch erreichbar unter Tel.: 02641-3222 oder per E-Mail unter lb.ahrweiler(at)bistum-trier.de.

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung
news-88450 Thu, 05 Apr 2018 14:03:51 +0200 Hilfe, Beratung und Weiterbildung http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-beratung-und-weiterbildung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Logo-Lebensberatung-im-Bistum-Trier-web_01_f913d1c8b6.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Logo Lebensberatung im Bistum Trier web 01" />1.545 Menschen haben im Jahr 2017 den Kontakt zum Fachteam der Lebensberatungsstelle in Koblenz gesucht. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervor. Koblenz – 961 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im Jahr 2017 den Kontakt zum Fachteam der Lebensberatung Koblenz gesucht. Zusätzlich nahmen 584 Personen an weiteren Angeboten wie Elternkursen, offenen Sprechstunden und Weiterbildungen teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2017 der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier hervor.

Die Gründe, weswegen sich Menschen an die Beratungsstelle wenden, sind vielfältig. Kinder und Jugendliche kommen vor allem wegen Problemen bei Trennung, Scheidung und Sorgerechtsstreitigkeiten sowie bei Partnerkonflikten oder sonstigen Problemlagen ihrer Eltern. 51,5 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen leben nicht mehr in ihrer Ursprungsfamilie mit beiden leiblichen Eltern oder Adoptiveltern. Frauen und Männer suchen vorwiegend Hilfe bei kritischen Lebensereignissen und Verlusterlebnissen, Kommunikationsproblemen, Depressionen sowie Überbelastung,  Stress und Belastungen durch das familiäre Umfeld.

Laut Fachteam gibt es eine wachsende Zahl von jungen Menschen zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr aus ganz unterschiedlichen Familienstrukturen, denen es an grundlegenden Fähigkeiten, den Alltag zu meistern sowie im Bereich der Selbstorganisation mangelt. Hier kann ein ambulantes Angebot der Beratungsstelle greifen, wenn existentielle Dinge des Lebens etwa durch Leistungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes geregelt sind. Beratungsarbeit mit jungen Menschen als Hilfe zur Selbsthilfe ist ein definierter Auftrag für die Lebensberatungsstelle. Der Jahresbericht zitiert aus der Dokumentation „Forschungsprojekt zur Wohnungslosigkeit in Rheinland-Pfalz“ der Hochschule Koblenz von 2014, laut der fast jeder 4. wohnungslose Mensch jünger ist als 25 Jahre.

Das Team der Lebensberatung bietet einmal im Monat eine offene Sprechstunde im Mehrgenerationenhaus an und arbeitet bei der zugehenden Beratung in verschiedenen Koblenzer Kindertagesstätten und Schulen mit der Stadtverwaltung Koblenz zusammen.

Die Gesamtkosten im Jahr 2017 wurden zu 52,1 Prozent vom Bistum Trier getragen, zu 29,2 Prozent vom Landkreis Mayen-Koblenz und den Städten Koblenz und Andernach und zu 18,7 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenfrei.

Die Lebensberatungsstelle Koblenz hat ihren Sitz in der Hohenzollernstraße 132, sie ist erreichbar unter Tel.: 0261-37531, E-Mail: lb.koblenz(at)bistum-trier.de oder online unter www.lebensberatung.info.

 

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Beratungsangebote Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier
news-88147 Mon, 26 Mar 2018 14:36:32 +0200 Jeder Beitrag ist wichtig http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jeder-beitrag-ist-wichtig/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Energiebeauftrager_Freund_jf_7795cbcdb5.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Energiebeauftrager Freund jf" />Durch die Schulung von Energiebeauftragten will die Klimaschutzinitiative des Bistums Energiekosten senken und CO² einsparen, um die Schöpfung zu bewahren. Pleizenhausen – Kurz vor den Gottesdiensten rund um das Osterfest fragen sich viele Gläubige, ist die Kirche gut geheizt oder sitzen wir im Kalten? Das Thema beschäftigt ebenso viele kirchliche Räte, denn hohe Energiekosten stellen eine Herausforderung dar. Das Bistum Trier nimmt sich im Rahmen ihrer Klimainitiative den Energieverbräuchen an.

„Wir möchten den Energiebedarf in kirchlichen Einrichtungen dauerhaft senken, um unseren Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, ein Stück näher zu kommen“, erläutert Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter. Seit September 2016 wurden bereits sechs Schulungen für Energieberater in Kirchengemeinden durchgeführt.

14 Teilnehmer und eine Teilnehmerin erfahren in Pleizenhausen bei Simmern durch die Klimaschutzmanagerin und durch den Referenten Stephan Zander von ARGE Solar wissenswertes über die Klimainitiative „Energiebewusst“, die Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch und über Heizungen. Sie lernen zudem Möglichkeiten zur Förderung durch den Klima-Fonds des Bistums kennen.

Eine gute Möglichkeit den Verbrauch der Liegenschaften der Kirchengemeinde im Blick zu behalten, sei die Dokumentation der Verbrauchswerte, rät Zander. „So sieht man schnell, ob etwas aus dem Ruder läuft und Erfolge, wie aufgrund des Einbaus von LEDs, werden sichtbar.“ Durch einen einfachen Zettel mit der Aufschrift „Bitte das Licht ausschalten und die Heizung zurückdrehen“ könnte ebenfalls viel bewirkt werden. „Diese Dinge werden, beispielweise nach einer Chorprobe, schnell vergessen“, berichtet Zander von unkomplizierten Energiesparmaßnahmen. Des Weiteren empfehle er eine Begehung der Gebäude. „Da kann man schon mal erkennen, ob die Dämmung richtig angebracht oder ob die Heizung sinnvoll eingestellt ist.“

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Bildung Ehrenamt Finanzen Information Kirchliche Räte Pfarreien Politik / Gesellschaft Schöpfung Vermischtes
news-88002 Wed, 21 Mar 2018 15:06:03 +0100 „Sie haben alles verloren, außer ihren Glauben“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sie-haben-alles-verloren-ausser-ihren-glauben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_Forum_Knapp_Koblenz_JF_9cc9e64a5e.jpg" width="150" height="113" alt="" title="kath.Forum Koblenz Br. Andreas Knapp JF" />Einen Einblick in die politische Lage im Nahen Osten und das Leid der dortigen Christen gab Bruder Andreas Knapp beim Katholischen Forum Koblenz Koblenz – Einen Einblick in die politische Lage im Nahen Osten und das Leid der dortigen Christen hat Bruder Andreas Knapp am 19. März während des Katholischen Forums im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz gegeben. Der Theologe, Priester und Dichter Knapp lernte in Leipzig Christen aus Mossul, einer Stadt im Norden des Iraks, kennen. „Sie waren meine Nachbarn und luden mich ein, mit ihnen Fotos ihrer alten Heimat zu schauen.“ Die vielen Bilder von Kirchen, die durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) zerstört wurden, berührten den Gefängnisseelsorger. „Die Wiege des christlichen Abendlandes steht im Nahen Osten, dort nahm das Christentum seinen Anfang“, erklärte Knapp. Bis in die Gegenwart lebten in Syrien und im Irak christliche Gemeinden, die die Muttersprache Jesu (aramäisch) sprachen.

Knapp reiste 2015 mit seinem Nachbar Yousif in den Nordirak. „Die Christen wurden als Verbündete der westlichen Staaten angesehen und vom IS diskriminiert, zu hohen Schutzgeldern gezwungen und ermordet.“ Ihnen blieb nur die Wahl zwischen Konvertieren oder Flucht. Viele verließen ihre alte Heimat in Richtung des autonomen Kurdengebiets und leben dort bis heute in Flüchtlingscamps. „Sie haben alles verloren, außer ihren Glauben!“ Knapp riet: „Wir müssen sie in unseren Kirchengemeinden aufnehmen, mit ihnen in Kontakt treten und Hilfe anbieten, auch wenn sie aus anderen christlichen Konfessionen stammen.“ Die Geflüchteten seien sehr interessiert an anderen Kulturen und Religionen. „Darüber hinaus bringen sie große Schätze, wie die Gewaltfreiheit, mit.“Knapp brachte den Zuhörerinnen und Zuhörern das Leid und das Schicksal der christlichen Flüchtlinge näher, welches seiner Meinung nach in den Medien zu kurz kam. Zusätzlich beleuchtete er die Vorgehensweisen des IS im Irak.

Dekanatskantor Joachim Aßmann begleitete die Veranstaltung musikalisch. An diesem Abend waren Mitglieder der syrisch-aramäisch katholischen Gemeinde St. Josef aus Koblenz vor Ort, die ebenfalls Fluchterfahrungen haben.

Das nächste Katholische Forum findet am Montag, 23. April um 19 Uhr im Klangraum des Cusanus-Gymnasiums statt. Der Kunsthistoriker und Geschäftsführer des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Dr. Martin Bredenbeck, spricht über das Thema „Kolumbarium, Vereinsleben, Kletter- oder Konzerthalle? Die Zukunft unserer Kirchen“.

Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Fachstelle Koblenz unter Tel.: 0261-9635590 oder per E-Mail an keb.koblenz(at)bistum-tier.de (jf)

 

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Asyl Erwachsenenbildung Flüchtlings-Arbeit Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Schulen, kirchliche/katholische Bildung Schule Weltkirche
news-87811 Thu, 15 Mar 2018 09:31:01 +0100 Mitten in der Burgstadt ist jeder willkommen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mitten-in-der-burgstadt-ist-jeder-willkommen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_O-Gerhard-V-Muller-Ensel-P-Kaiser-E-Breit-C-Keimer-W-Ketzer-II_861ac9f0cf.jpg" width="150" height="113" alt="" />In den neuen Räumlichkeiten des Second-Hand-Shops der Caritas in Kastellaun gibt es nun viel Platz zum Einkaufen und Stöbern. Kastellaun – Pünktlich zum Frühlingserwachen wurde „Caritas – der Laden“ in Kastellaun nach einem Umzug wiederöffnet. Ihr neues Zuhause hat die Second-Hand-Boutique des Caritasverbandes nun unter der Adresse „Marktplatz 10a“. Das neu eingerichtete Ladenlokal ist nicht nur überaus zentral gelegen. Es ist es auch um einiges größer als die bisherigen Räume, wie der ehrenamtliche Caritas-Vorstandsvorsitzende Paul Kaiser zur Eröffnung hervorhob.

Schon die Feierstunde zeigte, dass der zusätzliche Raum gut genutzt werden wird: Gemeinsam mit Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel begrüßte Kaiser eine Reihe geladener Gäste aus Kommunal- und Wohlfahrtswesen, aber auch zahlreiche Kunden.

Victoria Müller-Ensel nahm dies zum Anlass, für weitere Ladenbesuche zu werben. Auch jetzt, nach neun Jahren, werde noch oft gefragt, wer eigentlich im Caritas-Laden einkaufen darf, so Müller-Ensel. Ihre Antwort ist eindeutig: „Willkommen ist wirklich jeder – ganz gleich, ob er eine günstige Einkaufsmöglichkeit braucht oder beispielsweise aus ökologischem Interesse Second-Hand kauft!“ Möglich machen dies nahezu unzählige Spender. Denn: Textilien, Kinderausstattung oder kleinere Haushaltsgegenstände – das Sortiment des Caritas-Ladens stammt durchweg aus gut erhaltenen Sachspenden. Dieser „unbekannten Masse an großzügigen Mitmenschen“ dankte die  Caritas-Chefin ebenso herzlich wie den 25 Ehrenamtlichen, die Sortierung, Dekoration und Verkauf schultern. Hier pflichtete Christian Keimer vorbehaltlos bei. Durch die Second-Hand-Boutique, die an fünf Werktagen geöffnet ist, sieht der Kastellauner Bürgermeister eine Belebung im Mittelpunkt der Burgstadt. Klar ist für ihn, dass der Bedarf für einen solchen Laden da ist und dieser lasse sich gewiss nicht ohne das freiwillige Engagement decken.

Der örtliche Diakon Otto Gerhard stellte dann auch den Begriff der „Großzügigkeit“ in den Mittelpunkt seines geistlichen Impulses. So segnete er nicht nur die Räumlichkeiten feierlich ein. Allen, die dort wirken oder ein- und ausgehen, gab der Seelsorger seine Segenswünsche mit.

Weitere Informationen gibt es bei Elvira Breit unter Tel.: 06761-9196-84, per E-Mail an e.breit(at)caritas-rhn.de oder unterwww.caritas-rhn.de.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Caritas / Soziales Ehrenamt Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-87538 Tue, 06 Mar 2018 14:05:15 +0100 Kinder können wieder in die Schule gehen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kinder-koennen-wieder-in-die-schule-gehen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_Misereor_Gast_Mayen_Muller_Pangya_da2403b185.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Misereor Gast Mayen Muller Pangya" />In manchen Regionen in Indien hat es seit drei Jahren nicht geregnet. Das Hilfswerk Misereor unterstützt die Menschen vor Ort dabei, eigene Ideen zur Selbsthilfe zu verwirklichen. Mayen – „Ich möchte, dass die Menschen in Würde leben können“ – so eröffnete Melvin Edu Pangya aus Indien seinen Vortrag über Projekte der Caritas im westindischen Bundesstaat Maharashtra. Im Pfarrzentrum St. Clemens in Mayen lernten die Zuhörerinnen und Zuhörer das Projekt „JEEVAN – People-Led Empowerment (PLE)“ kennen, welches durch das das katholische Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit „Misereor“ finanziell unterstützt wird.

„In vielen Gebieten Indiens ist es für die Dorfbewohner sehr schwer, Frischwasser zu bekommen“, berichtete Pangya, der seit 2015 für die Caritas in Indien arbeitet. Drei Jahre habe es in manchen Regionen nicht geregnet, die Böden und Brunnen seien ausgetrocknet – dies führe zu vielfältigen Problemen: „Viele Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie Wasser holen müssen. Frauen und Männer können sich nicht mehr um ihre Landwirtschaft kümmern, da sie viele Stunden an den Brunnen oder offiziellen Wasserausgabestellen der Regierung warten müssen. Ihnen geht dadurch ihre Lebensgrundlage verloren“, erklärte der Familienvater Pangya.

Das Projekt PLE engagiere sich in solchen Dörfern, um den Menschen zu helfen. „Doch wir haben einen alternativen Ansatz im Gegensatz zu vielen anderen Hilfsorganisationen: Wir initiieren Treffen der Dorfbewohner. Hier sollen sie nach eigenen Lösungen suchen.“ Die Gruppe repräsentiere das Dorf und die Caritas-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter erhielten einen authentischen Einblick in die Strukturen und Probleme vor Ort. Da diese Strategie aber noch recht neu sei, muss er viel Überzeugungsarbeit leisten und zwar nicht nur bei den Dorfbewohnern, sondern auch bei den Partnerorganisationen, wie beispielsweise den Sozialstellen der Diözesen. Der Aufwand lohnt sich aber, wie das nachfolgende Beispiel zeigt:

In dem Dorf Barhanpur kamen die Menschen auf die Idee, 300 Meter lange und drei Meter tiefe Gräben zu ziehen. Bei Regen füllten sich diese Gräben und bewirkten, dass der Grundwasserspiegel stieg und die Brunnen wieder Wasser führten. „Die Gräben entstanden durch Spendengelder, den Arbeitseinsatz der Dorfbewohner und durch die Bereitstellung von Maschinen oder Land“, zählte Pangya auf.

„Die Kinder dieses Dorfes können nun wieder zur Schule gehen, die Eltern sich um die Landwirtschaft kümmern und sie haben mehr Zeit für ihre Kinder. Zudem wandern keine Familien mehr ab“, berichtete er von den vielen positiven Effekten. „Hinzu kommt, dass die Bewohner sehr stolz auf ihre Leistung sind und selbstbewusster auftreten.“ Es erfülle ihn mit Zufriedenheit, dass Menschen selbst Lösungen für ihre Probleme finden.

Organisiert wurde der Abend mit dem indischen Gast von Erich Mieden, der Mitglied im Pfarrgemeinderat ist. „Ich habe schon eine jahrelange Verbindung zu Misereor und im vergangenen Jahr hatten wir einen Gast aus dem Beispielland Burkina Faso hier“, sagte Mieden. „Ich muss das einfach unterstützen. Es ist wichtig, dass man sich begegnet.“

Weitere Informationen zu Hilfsprojekten von Misereor gibt es auf www.misereor.de.

(jf)

 

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news-87496 Mon, 05 Mar 2018 09:50:53 +0100 "Altersarmut schmeckt uns nicht!" http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/altersarmut-schmeckt-uns-nicht/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_Frauenbundnis-KH_Gruppenfoto-Grundungsversammlung-Rita-Schitt_46038eff0d.jpg" width="150" height="84" alt="" />"Altersarmut schmeckt uns nicht!" – Unter diesem Motto lädt das Frauenbündnis am 8. März nach Bad Kreuznach ein. Bad Kreuznach - Armut nimmt zu – insbesondere bei Frauen, insbesondere im Alter, auch im Landkreis Bad Kreuznach. Die Sozialstatistik des Landkreises beweist es ebenso wie die Statistik der örtlichen Banken zu Kreditverhalten und Überschuldung in der Bevölkerung. Laut DGB-Rentenreport Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2017 erhalten drei Viertel der rheinland-pfälzischen Frauen eine Altersrente unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle (die liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 996 Euro).

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach prangert diesen Missstand zum wiederholten Mal an. „Es ist 5 vor 12“, sind sich die Frauen im Bündnis einig. „Und ob der vorliegende Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU und SPD an diesen Stellschrauben entscheidend was ändern wird, daran darf gezweifelt werden“, erklären die Verantwortlichen des Frauenbündnisses. „Das Ende der Teilzeitfalle ist jedenfalls nicht in Sicht. Minijobs, die zu Minirenten führen, werden gestärkt und nicht abgebaut. Sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen, die insbesondere junge Frauen treffen, werden auch künftig einer soliden Lebens- und Familienplanung im Wege stehen“, heißt es weiter.

„Altersarmut schmeckt uns nicht!“ –  Unter diesem Motto lädt das Frauenbündnis am 8. März, dem Internationalen Frauentag, von 11.55 bis 14 Uhr zur Suppenküche in die Bad Kreuznacher Fußgängerzone (Mannheimer Straße, Ecke Hospitalgasse) ein.

„Die Suppenauswahl ist vielfältig und richtet sich gezielt an verschiedene Zielgruppen. So können gegen Vorlage eines Bezugsscheines Verantwortliche in der Politik eine klare Brühe erhalten, damit sie endlich klar verstehen und handeln. Für die gleiche Zielgruppe halten die Frauen des Bündnisses eine Buchstabensuppe bereit denn: Das Rentengesetz muss neu durchbuchstabiert werden. Und während den dicken Bossen ein mageres Süppchen angeboten wird, denn Umverteilung von oben nach unten ist endlich angesagt, erhalten Frauen zum Ausgleich eine Suppe mit fetten Gehältern, damit sie endlich das gleiche verdienen wie Männer oder eine Suppe mit Karrierevitaminen, damit sie verstärkt in Führungspositionen kommen. Nicht zu vergessen die Kraftbrühe für Frauen, die unter Doppel- und Dreifachbelastung leiden und dann zum Lohn im Alter eine Minirente erhalten“, erklärt die Pastoralreferentin Judith Schwickerath vom Bündnis.

Alle Besucherinnen und Besucher der Suppenküche sind außerdem eingeladen, Kritik und Lob an den derzeitigen politischen Verhältnissen im Rahmen der Aktion Denkzettel zu formulieren. Das Frauenbündnis wird die Denkzettel sammeln und an die betreffenden Adressen weiterleiten.

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach hat sich im Januar 2017 gegründet. Mitglieder sind neben der kfd im Dekanat Bad Kreuznach und dem Bistumsprojekt „inklusiv leben lernen“, auch die Frauengruppen von DGB, IG Metall, NGG und ver.di, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Bad Kreuznach, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach, die Evangelische Frauenhilfe im Kirchenkreis an Nahe und Glan und die Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreunzacher diakonie „Café BUNT“. Das Ziel des parteipolitisch neutralen Frauenbündnisses besteht darin, das Ausmaß der Armut von Frauen insbesondere im Alter in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dabei sollen die Bedingungen aufgezeigt werden, die zu Altersarmut insbesondere bei Frauen führen. Das Bündnis will vor allen Dingen deutlich machen, was in Gesellschaft und im Arbeitsleben geändert werden muss, um Altersarmut von Frauen in Zukunft zu verhindern.

(red)

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news-87494 Mon, 05 Mar 2018 09:18:47 +0100 Wenn eine Nussschale den Drucker blockiert http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wenn-eine-nussschale-den-drucker-blockiert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/3/csm_Repair-Cafe_Cochem_jf_decbd7aadf.jpg" width="150" height="112" alt="" />Der Papiereinzug des Druckers streikt und in der Jeanshose ist ein Loch - beide Gegenstände können zum Repair-Café in Cochem gebracht und oftmals auch repariert werden. Cochem – Staubsauger, Drucker, Fahrräder, aber auch Jeanshosen landen unter den fachkundigen Händen der Ehrenamtlichen des Repair-Cafés in Cochem. Ab dem 17. März ist es noch einfacher, Dinge des alltäglichen Lebens gemeinsam zu reparieren: Das Café zieht in die Berufsbildenden Schule in der Ravenestraße 19.

Bislang fanden die monatlichen Treffen in der Grund- und RealschulePlus statt. „Doch verkehrstechnisch war die Lage nicht sonderlich günstig“, begründet Paul Quirin Heck, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Mittelmosel und Mitglied des verantwortlichen Arbeitskreises „Seelsorge und Beratung“ im Dekanat Cochem.

Etwa 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer finden sich an jedem dritten Samstag von 10 bis 13 Uhr ein, um Menschen bei einer Reparatur mit Rat und Tat zur Seite zu stehen oder einen kleinen Plausch bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen zu halten. „Das Repair-Café ist auch eine soziale Kontaktbörse“, stellt Doris Blesius von der Lebensberatung in Cochem fest. Das Repair-Café habe ganz viele Facetten. „Auf der einen Seite ist es ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Auf der anderen Seite setzen wir uns mit dem Thema Armut auseinander.“ Viele Menschen hätten nicht das Geld für ein neues Gerät, eine Fehleranalyse oder ihnen fehle das Know-How für eine eigenständige Reparatur. „Des Weiteren bildet der Termin für einige Menschen eine Strukturierung des Alltags und sie können einer sinnstiftenden Aufgabe nachgehen“, erklärt die Diplompsychologin Doris Blesius weiter. Viele Ehrenamtliche seien Rentner, Heimwerker oder auch arbeitssuchende Menschen, für die solche Faktoren sehr wichtig seien. „So ist das Café nicht nur ein Gewinn für die Kunden, sondern auch für die Reparaturexperten“, ergänzt Rudolf Zavelberg, Pastoralreferent im Dekanat Cochem.

Wenn die Experten selbst mal nicht weiterwissen, nutzen sie das Internet und schauen sich Tutorials an. Doch manchmal muss das Gerät trotzdem entsorgt werden. „Die Kunden können es dann guten Gewissens entsorgen“, berichtet Karl Dumont, Leiter der Cochemer Caritas-Geschäftsstelle. Dumont versichert, dass insbesondere im elektronischen Bereich die Ehrenamtlichen sehr verantwortungsvoll arbeiten.

Oftmals könne man das Problem aber beheben, bestätigen die Akteure des Arbeitskreises. „Manchmal ist nur eine Reinigung nötig“, weiß Diakon Wilfried Puth von der Pfarreiengemeinschaft Ulmen. In einem Fall blockierte einfach nur eine Nussschale den Papiereinzug des Druckers, so eine Anekdote der Gruppe. „Es geht hier vor allem darum, dass die Leute angeleitet werden, Dinge selbst zu reparieren“, sagt Heck.

Die Reparaturen sind kostenlos. Die Ehrenamtlichen freuen sich aber über eine kleine Spende, um die Zukunft des Repair-Cafés zu sichern. Unterstützt wird das Repair-Café durch die Kreisverwaltung Cochem-Zell, in der Startphase zudem durch den Kaisersescher Verein „Durchblick“. Besonders dankbar sind die Akteure der Grund- und RealschulePlus für die bisherige Bereitstellung der Werkräume.

Der Arbeitskreis des Repair-Cafés freut sich über weitere engagierte Ehrenamtliche, die sich im Bereich Elektronik auskennen.

Weitere Informationen gibt es bei der KEB unter Tel.: 02673-961947-20 oder per E-Mail an info(at)keb-mittelmosel.de.

(jf)

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news-87328 Tue, 27 Feb 2018 13:35:48 +0100 Gott, Augustinus und der Brexit http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gott-augustinus-und-der-brexit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_Katholisches_Forum_Koblenz_jf_671819f5b6.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Katholisches Forum Koblenz jf" />Was haben Gott, Augustinus und der Brexit gemein? Schüler des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums in Koblenz haben diesen Themen ihre Facharbeiten gewidmet. Koblenz – „Wir haben hier heute wahre Spezialisten vor Ort“, begrüßte Carl Josef Reitz, Schulleiter des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums, am 26. Februar die Gäste des katholischen Forums. An diesem Abend stellten drei Schüler im Klangraum der Schule ihre Facharbeiten einem breiten Publikum vor.

Valerie Reppert setzte sich im Fach Latein mit dem intensiven Ringen des heiligen Aurelius Augustinus um die Wahrheit in seiner Schrift „De vera religione“ auseinander. „Augustinus wollte auf alle fleischlichen und seelischen Genüsse verzichten“, berichtete Valerie und stellte einen Zusammenhang zur Fastenzeit her. „Der spätere Priester und Bischof von Hippo Regius wollte dadurch näher an Gott sein.“ Valerie erklärte, dass sie ihre Übersetzungsarbeit auch persönlich weitergebracht habe: „Durch diesen ‚vernünftigen‘ Glauben von Augustinus konnte ich selbst zu meinem Glauben zurückkommen.“

Rebecca Goliasch beschäftigte sich anhand von Texten der Theologinnen Dorothee Sölle und Elisabeth Moltmann-Wendel mit der „weiblichen Seite Gottes“. Die gewonnenen Erkenntnisse bezog sie auf Entwicklungen in der modernen Gesellschaft. Ihr Lehrer und Betreuer der Arbeit, Schulpfarrer Joachim Keil, erklärte, dass in einem Religionsleistungskurs, der zu 80 Prozent aus Frauen bestehe, die Frage nach der Weiblichkeit Gottes eine existenzielle sei. „Für viele Menschen ist Gott männlich, obwohl es in der Bibel keine Hinweise dafür gibt“, erläuterte Rebecca. „Vielleicht haben wir uns geirrt und es heißt ‚die‘ Gott?“, fragte die Schülerin. Rebecca kam zu dem Schluss, dass Gott kein Mensch ist und daher auch keinem der beiden Geschlechter zugeordnet werden könne. Doch der Mensch neige dazu, seine Welt zu kategorisieren und auf diese Weise zu vereinfachen. „Doch durch die kulturelle Emanzipation verändert sich auch der Blick auf die Bibel“, war sie sich sicher.

Einem irdischen Thema widmete sich Johannes Fritz. Er analysierte in seiner Englisch-Facharbeit Gründe und Hintergründe des „Brexit“-Votums und fand dabei auch positive Aspekte einer Post-Brexit-Zukunft. Johannes besuchte für ein Jahr die Partnerschule des Cusanus-Gymnasiums in England und lernte dort das Selbstbild der Britten kennen. „Für mich war der Ausgang des Referendums keine wirkliche Überraschung. Großbritannien möchte seine Souveränität wieder herstellen“, sagte er. Der junge Mann klärte die Zuhörerinnen und Zuhörer über die Faktoren für die Entscheidung gegen die EU auf und skizzierte den beginnenden Rückzugsprozess aus der europäischen Gemeinschaft.

Lukas Klemmer, ebenfalls Schüler des Gymnasiums, war für die musikalische Umrahmung des Abends verantwortlich. Im Anschluss an die Frage- und Diskussionsrunde luden die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu einem kleinen Imbiss ein.

Das nächste katholische Forum findet am 19. März um 19 Uhr im Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums statt. An diesem Abend referiert Bruder Andreas Knapp aus Leipzig über das Thema „Die letzten Christen. Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten“.

Das katholische Forum Koblenz wurde 1987 als Plattform für Information und Austausch gegründet. Es bietet die Gelegenheit, sich mit Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Kirche und Politik und ihren Positionen auseinander zu setzen. Seit drei Jahren stellen auch Schülerinnen und Schüler ihre Facharbeiten in diesem Rahmen vor.

Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Fachstelle Koblenz unter Tel.: 0261-9635590 oder per E-Mail an keb.koblenz(at)bistum-tier.de

(jf)

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news-87298 Mon, 26 Feb 2018 13:34:28 +0100 Was ist fair? http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/was-ist-fair/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_Konsumkritischer_Stadtrundgang_Koblenz_jf_419c0dd9d7.jpg" width="150" height="112" alt="" />Worauf sollte man beim Einkauf achten? Der konsumkritische Stadtrundgang durch Koblenz bietet darauf Antworten und zeigt gleichzeitig faire Alternativen auf. Koblenz – Die Fastenzeit nutzen viele Menschen, um über ihre Gewohnheiten nachzudenken. Eine Möglichkeit sein Kaufverhalten zu reflektieren, bietet ein konsumkritischer Stadtrundgang. Katholische Erwachsenenbildung, Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Koblenz, Weltladen und Regioverein beleuchten dabei die Themen: Natursteine, Handymarkt, Start-Ups zur Nachhaltigkeit, Ernährung, fair gehandelte Textilien und Produkte sowie das Regiogeld. Bei dem Stadtrundgang durch Koblenz geht es nicht nur um die ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekte von Konsum und Globalisierung, sondern auch um Alternativen vor Ort.

„Ich würde mich freuen, wenn Sie die eine oder andere Inspiration mitnehmen können“, begrüßt Achim Trautmann vom BUND die 20-köpfige Gruppe vor der Stadtbibliothek in Koblenz.

An mehreren Stationen erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ihr Einkaufsverhalten mit sozialen und ökologischen Missständen in anderen Regionen der Welt zusammenhängt und wie Konsumenten durch ihr Verhalten Einfluss darauf nehmen. 

Erstaunlich finden die Teilnehmer, dass jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 60 Kleidungsstücke kauft. Diese liege auch an der sogenannten „Fast-Fashion“. „Modeunternehmen bringen ständig neue Kollektionen raus und wecken dadurch Begehrlichkeiten“, berichtet Trautmann.

„Ich überlege sehr genau, ob ich neue Klamotten benötige und wenn kaufe ich Secondhand-Bekleidung“, erklärt Mirjam Winter, die in Koblenz Soziale Arbeit studiert und sich im Weltladen engagiert. Zudem versucht sie Nahrungsmittel aus dem regionalen Anbau zu kaufen: „Im Winter brauche ich keine Tomaten.“

„Ich finde das Thema sehr interessant und versuche schon auf Nachhaltigkeit zu achten. Ich habe zum Beispiel immer meinen Rucksack beim Einkaufen dabei, daher benötige ich keine Plastiktüten – aber man macht immer noch zu wenig“, ist Mechthild Neis aus Koblenz sich sicher.

„Anstatt die Sehenswürdigkeiten von Koblenz zu erkunden, werden Dinge beleuchtet, die sonst eher im Verborgenen bleiben“, erklären die Veranstalter. „Es geht darum, unser Bewusstsein für weltweite Zusammenhänge, Gerechtigkeit und Verantwortung zu erweitern.“

Die Grundidee für diese Stadtrundgänge, die es auch an anderen Orten gibt, hatten die BUND Jugend und die Weltläden. Das Bistum Trier unterstützt diese Art von Stadtrundgängen. „Wir wollen dazu anregen, seinen eigenen Konsum zu überdenken und seine Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen“, erklärt Barbara Schartz vom Zentralbereich Erwachsenenbildung mit dem Themenschwerpunkt Schöpfung. Die Referentin wird oft mit dem Vorurteil konfrontiert, dass solche Aktionen lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein seien. „Doch wir brauchen das Engagement auf allen Ebenen. Wir Verbraucher können Signale setzen und somit einen Einfluss auf die Politik nehmen“, hält sie dem entgegen.

Weitere Informationen zu den Stadtrundgängen gibt es auf www.weltbewusst.org oder beim Themenschwerpunkt Schöpfung der Katholischen Erwachsenenbildung, Tel.: 0651-993727-21, schoepfung(at)bistum-trier.de.

(jf)

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news-87115 Tue, 20 Feb 2018 10:37:56 +0100 Mittagspause bei den Mönchen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mittagspause-bei-den-moenchen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_FSJ_Philipp_Johannes_quer_jf_7981637282.jpg" width="150" height="113" alt="" />Johannes absolviert ein freiwilliges soziales Jahr in Maria Laach. Als erster FSJ-ler in der Benediktinerabtei erhält der 20-Jährige mehr als nur einen Blick hinter die Klostermauern. Glees – Johannes schaut über das verschneite Gelände der Benediktinerabtei Maria Laach. Auf dem Turm der Klosterkirche weht der Wind eisig über die Giebeldächer. „Dort ist die Gärtnerei, hier die Schmiede, da hinten die Klosterbücherei und links ist der Friedhof zu sehen.“ An vielen dieser Orte hat Johannes Heuft während seines freiwilligen sozialen Jahrs (FSJ) schon gearbeitet. Der 20-Jährige aus Kottenheim ist der erste FSJler bei den Mönchen.

Die Idee, einen FSJler einzusetzen, habe es schon länger gegeben, so Pater Philipp, der Johannes betreut. Bei einer Feierlichkeit in der Nachbargemeinde hat der Pater von dem Vorhaben erzählt; Johannes war von diesem Angebot direkt begeistert. „Ich dachte, die Chance bekommst du nie wieder, so hinter die Kulissen zu schauen“, sagt der Abiturient über die Entscheidung für das FSJ in der Benediktinerabtei.

Er kennt das Kloster schon seit seiner Kindheit, doch nun hat er einen ganz anderen Einblick in das Leben der Mönche. „Viele Dinge habe ich vorher gar nicht so gekannt oder gesehen. Der Hase läuft hier schon anders und ich bin froh, dass ich das hier so mitbekommen darf.“

Sein Tagesablauf hängt davon ab, in welchen Bereichen er eingeteilt ist. In der Elektrowerkstatt, in der kleinen Schreinerei von Bruder Jakobus, im Veranstaltungsbereich „Klosterforum“, an der Klosterpforte oder bei der Pflege des Mönchsfriedhofs hat er schon geholfen. In der Elektrowerkstatt macht er die Inventur oder repariert Lampen auf dem Gelände. Kurz vor dem Mittagessen kann Johannes am Mittagsgebet mit den Brüdern teilnehmen; oder er geht gleich ins Refektorium. Dort isst er zusammen mit den Mönchen. „Das ist eine sehr gute Erfahrung – Tag für Tag. Ich finde es klasse, dass ich da mitessen darf.“ Nachmittags geht es dann zum Beispiel an die Pforte, wo er sich um das Telefon oder Besucher an der Tür kümmert.

Viele seiner Freunde zeigen sich begeistert von Johannes' FSJ-Stelle und möchten sich von ihm durch die Abtei führen lassen. „Das ist schon etwas Besonderes hier“, zieht er nach der Hälfte seiner FSJ-Zeit Bilanz. Wie es für ihn nach dem 31. August weitergeht, steht noch nicht ganz fest, doch es sollte etwas Musikalisches sein. „Entweder Klavierbauer; oder ich studiere Musikjournalismus oder Komposition.“

Für September suchen die Patres wieder einen FSJler. „Wir erwarten eine gewisse Offenheit. So etwas wie Pfortendienst klingt vielleicht langweilig; aber ich glaube, Johannes hat da eine Menge zu tun, was eine gewisse Sensibilität oder Geduld verlangt.“ Das Besondere sei, dass die Brüder die Verbundenheit zwischen dem Kloster, seinen Betrieben und der Welt vor den Klostermauern mitgeben können. „Und man kann ein Stück weit der Gemeinschaft angehören. Da ist auch eine große Sympathie und Offenheit der Brüder Johannes gegenüber, und sie freuen sich, dass er bei uns ist.“

Der Freiwilligendienst kann als fachpraktischer Teil der Fachhochschulreife anerkannt werden. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen, der Kindergeldanspruch bleibt bestehen. Bewerbungen für ein FSJ oder einen BFD (Bundesfreiwilligendienst) sollten unbedingt frühzeitig erfolgen an: Soziale Lerndienste, Dietrichstraße 30a, 54290 Trier oder online. Weitere Informationen unter:www.soziale-lerndienste.de  und www.facebook.com/soziale.lerndienste sowie Telefon 0651 993796-302.

(jf)

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