Bistum Trier - Redaktion Koblenz http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Mon, 24 Sep 2018 20:35:20 +0200 Mon, 24 Sep 2018 20:35:20 +0200 Bistum Trier news-93234 Fri, 14 Sep 2018 14:25:24 +0200 Eichhörnchen und Erdmännchen suchen Ehrenamtliche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eichhoernchen-und-erdmaennchen-suchen-ehrenamtliche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_Telefonseelsorge-sucht-Mitarbeiter_39bcb61a01.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Telefonseelsorge sucht Mitarbeiter" />Die Telefonseelsorge Nahe-Hunsrück startet eine Kampagne, um neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Bad Kreuznach – Menschen in Krisensituationen anonym, kostenlos, niederschwellig und jederzeit helfen: Dafür steht die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück mit Sitz in Bad Kreuznach. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es dabei jedoch nicht. Rund 50 engagierte Menschen leisten für die Stadt und Region den Dienst am Telefon. Damit auch weiterhin eine umfassende Hilfe für Menschen in Not gewährleistet ist, sucht die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück für ihre nächste Schulung im Oktober neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird der Aufruf, der durch eine Plakat-Kampagne begleitet wird, von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer.

„Die Telefonseelsorge ist ein stiller und dennoch sehr wichtiger Dienst. Ich bin sehr froh, dass es dieses Angebot und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Stadt gibt und hoffe, dass wir durch die Kampagne möglichst viele Menschen erreichen“, sagt Kaster-Meurer. „Die Ehrenamtlichen erwartet am Telefon eine Bandbreite an Themen. Manche Gespräche können einen auch schon mal eine Zeit lang beschäftigen. Deshalb finden bei uns regelmäßig Supervisionen statt, um diese Fälle nach zu besprechen. Wir lassen die Ehrenamtlichen nicht mit ihren Sorgen alleine“, so die katholische Stellenleiterin Joanna Wyrchowy.

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news-92805 Wed, 12 Sep 2018 10:27:00 +0200 „Es war schön, dort ein anderes Leben zu leben“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/es-war-schoen-dort-ein-anderes-leben-zu-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_SoFiA_Madita_Jones_Neuwied_fea56a23b2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="SoFiA Madita Jones Neuwied jf" />Madita Jones aus Neuwied-Oberbieber hat einen Freiwilligendienst bei SoFiA absolviert. Ein Jahr lang hat sie in einem katholischen Kindergarten in Indien gearbeitet. Oberbieber – „Ich spare schon für meine nächste Reise nach Indien“, sagt Madita Jones aus dem Neuwieder Stadtteil Oberbieber. Dabei ist sie erst seit ein paar Wochen, nach einem einjährigen Aufenthalt in Indien, zurück in ihrer Heimat. Die 20-Jährige hat einen Freiwilligendienst bei SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland) absolviert. Der Verein in Trägerschaft des Bistums Trier organisiert und vermittelt Aufenthalte in der ganzen Welt.

Ein Jahr lang eine andere Kultur kennenlernen, in einem sozialen Projekt arbeiten und dabei den eigenen Horizont erweitern: Das alles bietet ein Freiwilligendienst im Ausland. Ein Orientierungswochenende, bei dem Ehemalige von ihren Diensten berichteten und das Rahmenprogramm sowie der Ansatz, dass der Dienst auf Begegnungen mit Menschen vor Ort setzt, haben Madita von SoFiA überzeugt.

Gearbeitet hat sie in einem Kindergarten, der von einem katholischen Orden geleitet wird. Zuerst habe sie sich gefragt, wie das Zusammenarbeiten und vor allem -leben mit Nonnen sein werde. „Es war eher wie in einer Wohngemeinschaft. Ich konnte mich in mein Zimmer zurückziehen, und wenn ich Gesellschaft suchte, war immer jemand da“, erklärt sie. Der Alltag mit vier Schwestern sei auch mit das Schönste an ihrem Jahr gewesen. Dazu zählt scheinbar Nebensächliches wie das Federballspielen mit den Nonnen. „Es war schön, dort ein anderes Leben zu leben, das vermisse ich auch am meisten“. Ihren Geburtstag hat sie in der Ferne gefeiert. „Die Kinder haben mir Karten gebastelt, und ich wurde mit Kuchen gefüttert, das ist eine Tradition, die schon mal schnell in eine wahre Tortenschlacht ausartet“, berichtet sie von einer ihrer emotionalsten Erinnerungen.

Ihre Aufgabe bestand vornehmlich darin, den rund 30 Kindern im Alter von etwa 1,5 bis sechs Jahren Englisch, die Amtssprache, beizubringen. „Mich hat es am Anfang gewundert, dass die Kinder schon richtig unterrichtet werden und auch Hausaufgaben machen müssen“. Es gäbe ein hohes Lernpensum. „Als mir dann erklärt wurde, dass Bildung hier sehr wichtig ist, da es eine Chance ist, den Aufstieg zu schaffen, habe ich es verstanden“, sagt sie. Eine Offenheit, Menschen aus anderen Kulturen oder Personen mit anderen Blickwinkeln zu begegnen, habe sich durch ihr Auslandsjahr definitiv verstärkt. Zudem habe sie gelernt, humorvoller mit Situationen umzugehen und gelassener zu reagieren, zum Beispiel wenn mal wieder der Strom ausfällt. „Da gewöhnt man sich wirklich schnell dran“, betont die Abiturientin. So kam Madita sofort mit der Schärfe des indischen Essen zurecht, die sie jetzt sogar vermisst. „Ich habe extra ganz viele Gewürze mitgebracht und versuche, diese daheim etwas einzuführen.“

Gefreut hat sie sich nach dem Jahr natürlich auf ihre Familie und ihre Freunde, doch sie war darüber hinaus auch froh, wieder ihre Jeans tragen zu können. „Ich habe mich der Kleidung angepasst. Da habe ich Tuniken mit Leggins darunter oder Pumphosen getragen; das hat auch gut zu den klimatischen Verhältnissen gepasst, und die Menschen hat es gefreut“, berichtet sie.

Nun steht für sie ein Vorbereitungskurs an. Ihr Ziel ist ein Kunst- und Psychologiestudium. „Vielleicht in Erfurt“, sagt sie. „Doch ich reise jetzt erst einmal ein bisschen durch Deutschland und schaue mir Unis an.“ Der Kontakt zu den Menschen in Indien bleibt aber bestehen, ist Madita sich sicher.

Wer auch Interesse an einem Freiwilligendienst hat, findet Informationen auf www.sofia-trier.de oder unter Tel.: 0651-993796-301. (jf)

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news-92995 Thu, 06 Sep 2018 11:47:25 +0200 Schöpfungszeit bereitet auf Erntedank vor http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schoepfungszeit-bereitet-auf-erntedank-vor/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_Motiv_OEkumenischer_Tag_der_Schoepfung_2018_5c1e2f27eb.jpg" width="109" height="150" alt="Äpgel an einem Baum" title="Motiv OEkumenischer Tag der Schoepfung 2018" />Die Kirchen feiern im September ökumenisch den Tag der Schöpfung mit vielfältigen Veranstaltungen zum Schutz der Natur und zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils. Trier/Koblenz – Eine Zeit für den Schutz der Schöpfung und für die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils: Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen bietet vom 1. September bis 4. Oktober 2018 ökumenische Veranstaltungen zur Schöpfungszeit an.

Diese Zeit soll auf das Erntedankfest vorbereiten, ähnlich wie die Fastenzeit vor Ostern oder der Advent vor Weihnachten, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. Diese Schöpfungszeit solle aber nicht nur genutzt werden, um für die Ernte zu danken: „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster wahrnehmen, bestaunen und dankbar dafür sein.“ So geht es bei den Veranstaltungen und Workshops zum Beispiel um Saatgut, die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018 (etwa Ingwer, Grasfrosch und Neptunschnecke), zukünftige Wirtschaftsmodelle oder das haltbar machen von Gemüse durch Fermentierung. Weitere Informationen sind hier zu finden.

„Gemeinwohl-Ökonomie: Wirtschaft neu denken!“ – Darum geht es am Donnerstag, 6. September an der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar. Hier werden Modelle ethischer Unternehmensführung, demokratisches Entscheiden und partizipative Mitarbeiterführung vorgestellt. Ein Workshop findet von 14 bis 18 Uhr statt, anschließend spricht Christian Felber ab 18.30 Uhr zu dem Thema in der Pallottistraße 3, Vallendar.

Am Freitag, 7. September wird in Prüm ein Gottesdienst zum ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Er findet um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche in der Hillstraße Prüm statt. Er steht unter dem Leitwort „Von meinen Früchten könnt ihr leben“.

„Schöpfung bewahren und Klima schützen – ein ausdrücklicher Auftrag für Christen“ heißt das Thema des Fort- und Weiterbildungstags für Ehrenamtliche und Interessierte am Samstag, 8. September. Das Angebot findet von 10 bis 17 Uhr im Kloster Himmerod statt.

Gleich vier Angebote gibt es am Freitag, 14. September:
Im Forstamt Trier geht es für Familien mit Kindern von 14 bis 17 Uhr um die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018. Zu den 31 Titelträgern des Jahres gehören unter anderem Apfelmoos, Knausbirne, Zwerglibelle und Grasfrosch. Genauere Informationen zu diesen Tieren und Pflanzen stellt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) auf seinerWebseite zur Verfügung.
Zur gleichen Zeit gibt es einen Workshop für Erwachsene zur Fermentierung von Gemüse. Beide Veranstaltungen finden in der Straße Am Rothenberg 10 in Trier-Quint statt. Dort wird um 17.30 Uhr auch ein Gottesdienst gefeiert.

In Wittlich-Lüxem wird eine Wanderung zum ökumenischen Schöpfungstag angeboten, die um 17 Uhr am Dorfplatz Lüxem-Mitte unterhalb der Kirche beginnt.

Bunte Tomaten“?! Darum soll es unter anderem bei einem Workshop zum Thema Saatgut und Sortenvielfalt am Dienstag, 18. September gehen. Die Besucher dürfen schmecken, entdecken und bewahren lernen. Annette Fehrholz wird den Kurs von 17 bis 20 Uhr in der Katholischen Erwachsenenbildung, Weberbach 17, Trier halten.

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news-92924 Thu, 06 Sep 2018 09:28:00 +0200 Sprung in ein Abenteuer http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sprung-in-ein-abenteuer/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_Jubilaeum-Haus-St-Josef_Gerhard-Kind_e48f076f9b.jpg" width="150" height="86" alt="" />Seit zehn Jahren befindet das Haus St. Josef der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in der Mühlenstraße in Bad Kreuznach - ein Grund zu feiern findet auch Weihbischof Gebert. Bad Kreuznach – Die Altenhilfeeinrichtung „Haus St. Josef“ gibt es in Bad Kreuznach bereits seit den 60er-Jahren: Am 19. Dezember 1964 fand der Spatenstich für das Haus in der Baumgartenstraße statt, das damals in Trägerschaft der Pfarrei Heilig Kreuz errichtet wurde. 1991 kam es dann zum ersten Trägerwechsel, als die Caritasträgergesellschaft Trier (CTT) das Haus St. Josef übernahm, bevor diese die Einrichtung dann im Jahr 2006 an die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz übergaben.

Da am alten Standort umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig wurden, hatte der neue Träger sich dazu entschlossen, in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses St. Marienwörth einen Ersatzbau zu errichten. Am 1. Juli 2007 fand die Grundsteinlegung des Neubaus statt und bereits am 23. August 2008 konnten die Bewohnerinnen und Bewohner von der Baumgartenstraße in die Mühlenstraße 43 umziehen.

Das „neue“ Haus St. Josef verfügt über 84 Plätze in 78 Einzel- und drei Doppelzimmern. Das Erdgeschoss ist speziell auf die Bedürfnisse von an Demenz erkrankten Menschen eingerichtet. Im ersten und zweiten Stock finden pflegebedürftige Bewohner die auf ihren Pflegegrad abgestimmte räumliche und pflegerische Infrastruktur vor. Im dritten Obergeschoss werden 18 Appartements für betreutes Wohnen bereitgestellt.

„Um sieben Uhr haben wir damals mit dem Umzug begonnen und um halb drei waren schon alle Bewohner auf ihren neuen Zimmern“, erinnert sich Einrichtungsleiter Michael Hartmann und dankt in diesem Zug auch nochmals den zahlreichen Einsatzkräften der Hilfsorganisationen für ihre Unterstützung beim Umzug. „Der Neustart am Standort in der Mühlenstraße war für uns ein Sprung in ein Abenteuer, weil sich nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich danach einiges getan hat.“ Denn mit dem modernen Gebäude änderte sich auch das Konzept der Einrichtung hin zu einem Hausgemeinschaftsmodell. Hier leben Bewohner in familienähnlichen Strukturen zusammen und neben den examinierten Pflegekräften sorgen Alltagsbegleiter für die Strukturierung der Tagesstruktur und sind feste Ansprechpartner für die Bewohner in der Gruppe.

„Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenpflege folgen einer ganz besonderen Berufung Gottes“, zeigte auch der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert in seiner Predigt während des Festgottesdienstes auf. „Diese Berufung bringt jeden Tag Früchte, indem Pflegekräfte mit Kopf und Herz und Hand für die Menschen da sind, die im Haus St. Josef leben.“

„Wir sind sehr glücklich, dass wir den Tag heute in dieser Form mit Weihbischof Franz Josef Gebert, unseren Mitarbeitern, Bewohnern und so vielen Gästen begehen können“, freut sich Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. „Das Haus St. Josef war eines der ersten, in dem wir das Hausgemeinschaftsmodell umgesetzt haben. Mittlerweile kommt dieses Konzept in all unseren Altenhilfeeinrichtungen zum Einsatz, da es in unseren Augen die bestmögliche Betreuungsform darstellt.“

(red)

 

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news-92970 Wed, 05 Sep 2018 15:23:54 +0200 „Lourdes ist immer eine Reise wert“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lourdes-ist-immer-eine-reise-wert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_Lourdes-Abfahrt2018_e08c6e2ed1.jpg" width="150" height="107" alt="Pilger sitzen im Bus" title="Lourdes Abfahrt2018" />380 Pilger freuen sich auf die Bistumswallfahrt im französischen Lourdes. Auch kranke und pflegebedürftige Menschen reisen in Begleitung der Malteser mit. Trier – Eine große Aluminiumkiste mit Rot-Kreuz-Aufklebern und gefüllt mit Medikamenten wird neben Koffern und Reisetaschen noch in den Bus verladen, die letzten Passagiere steigen ein, dann geht es los: Die ersten 200 Pilger sind am Morgen des 4. September zur Bistumswallfahrt nach Lourdes (Frankreich) aufgebrochen. Insgesamt reisen etwa 380 Pilger aus dem Bistum Trier mit Bus und Flugzeug in den Wallfahrtsort nahe der spanischen Grenze. Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Joachim Waldorf begleiten die Pilger als geistliche Leitung.

„Lourdes ist immer eine Reise wert“, sagt Adele Lösel aus Trier, die schon öfter dort war. „Diese Mutter Gottes hat so eine Anziehungskraft, da muss man einfach hinfahren.“ 1858 soll Maria, die Mutter Jesu, der jungen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes erschienen sein. Das Quellwasser, das in der Grotte entspringt, gilt als heilend. Um die Geschichte ihrer heiligen Namenspatronin vor Ort kennenzulernen und ihre Reliquie zu sehen, ist auch Bernadette Nigbur aus Gladbeck mit ihrer Mutter bei der Reise dabei. Beide sind auf ihre erste Pilgerreise gespannt. Nicht zuletzt, weil sie sich freut, dass es dort endlich mal ein Souvenir mit ihrem Namen darauf geben wird, erzählt Bernadette schmunzelnd.
Bei Bruder Jörg Recktenwald ist dagegen die Freude groß, „nach Hause zu kommen“. Schon seit 27 Jahren reist er jährlich nach Lourdes. Er freut sich darauf die Gruppe nicht nur praktisch, sondern auch geistlich zu begleiten: „Es steht nun eine Woche an, um gemeinsam den Glauben zu leben und zu feiern – beim Alltäglichen, wie den Mahlzeiten, und dem besonderen, wie den Gottesdiensten und Prozessionen.“ Auf diese ist auch Seminarist Christian Jager gespannt, der zum ersten Mal dabei ist. „Besonders auf die Lichterprozession mit den vielen Kerzen, wenn es abends schon dunkel ist und die Menschen dann alle in verschiedenen Sprachen singen, aber alle in dieses gemeinsame Ave einstimmen.“

Neben drei Priesteramtskandidaten und zwei Diakonen begleiten auch 14 Priester die Wallfahrt. Sie feiern die Gottesdienste mit, stehen zur Beichte zur Verfügung und spenden das Sakrament der Krankensalbung. Denn nach Lourdes fahren auch einige kranke und behinderte Menschen mit. 14 sind es in diesem Jahr, die speziell von den Maltesern betreut werden. Unterstützt werden die Malteser dabei von zehn Jugendlichen der St. Matthias-Schule in Bitburg im Rahmen ihres Sozialpraktikums. Die kranken Menschen würden sich immer sehr über die jungen Paten freuen, sagt Doris Fass, Koordinatorin der Bistumswallfahrten. Auch Thekla Arens aus Mehring ist als Krankenschwester zur Versorgung der Pflegebedürftigen dabei – zum ersten Mal. Da habe das Bauchgefühl gestimmt, sagt sie. „Ich bin in erster Linie dabei, um zu arbeiten und zu helfen, und die anderen Eindrücke muss ich dann mal auf mich zukommen lassen.“ Alois Hausen aus Zelf wird ihre Hilfe wohl nicht  brauchen; er fährt aus einem ganz besonderen Grund mit: „Vor zwei Jahren hatte ich eine schwere Operation und habe gesagt: Wenn alles gut verläuft und wieder heil wird, fahre ich  nach Lourdes. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein.“

dk

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-92923 Wed, 05 Sep 2018 08:44:00 +0200 Als Team zusammen gewachsen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/als-team-zusammen-gewachsen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_Peters_Bleul_Diensthunde_f08c4d3ce3.jpg" width="113" height="150" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters verschaffte sich einen Überblick über die Diensthundeschule der Bundeswehr in Ulmen. Die Einrichtung feierte ihren 60. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Ulmen – Seit 60 Jahren bildet die Bundeswehr Diensthundeteams aus. Dieses Jubiläum war Anlass und Grund genug, für diese in der Bundeswehr einzigartige und in Ulmen stationierte Bundeswehrschule, die Türen der Gräfin-von-Maltzan-Kaserne für die breite Öffentlichkeit zu öffnen und sich zu präsentieren. Auch der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters besuchte die Diensthundeschule, die er im vergangenen Jahr schon einmal zu einem Informationsbesuch besichtigt hatte, mischte sich unter die vielen Gäste und wurde vom Kommandeur und dessen Stellvertreter besonders herzlich begrüßt. Weihbischof Peters konnte sich erneut zahlreiche Eindrücke von der Welpenaufzucht, Hundeausbildung und auch der Arbeit in der Diensthundeklinik verschaffen.

Tausende Besucherinnen und Besucher aus fast allen Altersgruppen nahmen die Gelegenheit wahr, sich nicht nur über diese Schule, ihren Auftrag und deren Besonderheiten zu informieren, sondern insgesamt einen abwechslungsreichen Tag bei einem ansprechenden Programmangebot zu erleben.

Es standen unterschiedliche Vorführungen von Diensthundeteams und die Präsentation der schuleigenen Aufzuchtstation ebenso auf der Agenda wie auch ein ökumenischer Feldgottesdienst, der vom Evangelischen Standortpfarrer Koblenz II, Bernd Krause, und Pastoralreferent Burkhard Bleul von der Dienststelle des Katholischen Standortpfarrers Büchel geleitet wurde. Krause und Bleul sind für die Ulmener Diensthundeschule als Militärseelsorger zuständig.

(red)

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news-92795 Thu, 30 Aug 2018 11:24:38 +0200 Von der Mosel nach Malawi http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/von-der-mosel-nach-malawi/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm_SoFiA_Paul_Heck_Cochem_dceb30ba29.jpg" width="150" height="100" alt="" title="SoFiA Paul Heck Cochem" />Paul Heck hat ein Jahr als Freiwilliger in Malawi verbracht: „Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal nach Malawi komme. Jetzt bin ich total froh, dass es so gekommen ist!“ Greimersburg – Paul Christian Heck ist seit drei Wochen zurück in Greimersburg in der Verbandsgemeinde Cochem. Ein Jahr hat er in Malawi, einem Land im Süd-Osten Afrikas, als Freiwilligendienstleistender verbracht. Auf seiner Wunschliste hatten eigentlich Bolivien und Indien ganz oben gestanden. „Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal nach Malawi komme. Jetzt bin ich total froh, dass es so gekommen ist!“

Beim Verein SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland) in Trägerschaft des Bistums Trier können die Jugendlichen Wünsche abgeben, in welchem Land sie gerne ihre Arbeit leisten möchten; aber weitere Aspekte wie die Persönlichkeit des Bewerbers, der gewünschte Tätigkeitsbereich und die jeweilige Kultur werden dann in den Entscheidungsprozess miteinbezogen.

Dieses Konzept habe ihn von SoFiA überzeugt. „Ich konnte mich auf die Einschätzung von Experten verlassen, denn das Projekt wird speziell für einen rausgesucht“, erklärt er. Bei Paul entschieden die Verantwortlichen dann, dass es Malawi werden soll. „Ich wusste nichts über dieses Land“, gibt er offen zu. „Es ist ein unterschätztes Land. Allein der Natur wegen lohnt sich ein Besuch“, versichert Paul. „Ich habe es als sehr friedlich und sicher erlebt, daher entdecken auch immer mehr Rucksacktouristen dieses Stück Afrika für sich“. Doch auch viele weitere Freiwillige aus der Welt hat Paul während seines Aufenthalts kennengelernt.

„Mir hat es gefallen, dass die bewusste Erfahrung mit Menschen vor Ort im Mittelpunkt steht“, kommt Paul zurück auf das Leitbild von SoFiA. Paul fügt hinzu, dass ihn die Ideale überzeugten, für die die Organisation steht. „Die Botschaft der Nächstenliebe und dass alle Menschen gleich sind, haben bei meiner Entscheidung eine große Rolle gespielt." Dabei kam die Vorbereitung nicht zu kurz: Der 21-Jährige erlebte keinen Kulturschock: „Ich war gut auf das Land, die Kultur und die Situation vor Ort vorbereitet, insbesondere emotional“. Dazu hätten viele Treffen mit anderen und ehemaligen Freiwilligen und Experten von SoFiA geholfen; auch ein Tropenmediziner gab Informationen zum Auslandsaufenthalt.

Gearbeitet hat der junge Mann in einer Waisenschule. „Ich habe einfach überall mitgeholfen“, berichtet der Abiturient. Sein Schwerpunkt lag in der Unterrichts-Vor- und Nachbereitung. In einer Klasse waren etwa 50 Schülerinnen und Schüler; in der gesamten Schule 400. Die Schulbildung muss von den Eltern finanziert werden. „Das ist ein großes Problem“, weiß Paul. Schüler haben oft Sponsoren aus dem Ausland, die ihnen die Bildung ermöglichen.

Im Vorfeld seines Auslandsjahres sei der Beruf des Lehrers eine Option gewesen. „Aber ich habe Aspekte am Lehrer-Sein kennengelernt, die nicht zu meinem Charakter passen.“ Diese Erfahrung sei durchaus hilfreich für ihn gewesen. Ab Oktober studiert er Publizistik und katholische Religion im Beifach an der Universität in Mainz. Als Ehrenamtlicher möchte er sich aber weiterhin im sozialen Bereich bewegen, vielleicht als Betreuer von Ferienfreizeiten. Alleine und ohne Familie oder ohne den Rahmen einer Ferienfreizeit sei er früher nicht vereist, „das hat sich aber jetzt geändert. Ich habe eine lange Liste von Ländern, in die ich reisen möchte. Denn Malawi hat mir gezeigt, dass ich mich in anderen Kulturen zurechtfinde.“ Sein Fazit lautet: „Malawi hat mich reifen lassen“ und „Die Menschen sind überall gleich, nur haben sie andere Hautfarben“.

Wer auch Interesse an einem Freiwilligendienst hat, findet Informationen auf www.sofia-trier.de oder unter Tel.: 0651 993796-301.

(jf)

 

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news-92773 Wed, 29 Aug 2018 15:50:49 +0200 Kirche ist mehr als Sonntagsmesse http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-ist-mehr-als-sonntagsmesse/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_Pfarrer-Wolff-Anja-Erhardt_7893e867d2.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Pfarrer Wolff Anja Erhardt" />Mit einem Kooperationsvertrag möchten die FBS Koblenz und die Pfarrei Koblenz-Innenstadt Kirche als stützende Gemeinschaft erlebbar machen und Familien in ihrer Vielfalt ansprechen. Koblenz – Die Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Innenstadt Dreifaltigkeit und die Katholische Familienbildungsstätte Koblenz haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Im Juni trafen sich die Erste Vorsitzende der Katholischen Familienbildungsstätte, Anja Erhardt, und Pfarrer Stephan Wolff für die Pfarreiengemeinschaft zur Unterzeichnung. Damit tragen sie ihrem Anliegen Rechnung, Kirche als stützende Gemeinschaft erlebbar zu machen und Familien in ihrer Vielfalt anzusprechen.

Mit alltagsnahen Bildungsangeboten nimmt die Katholische Familienbildungsstätte Koblenz e.V. (FBS) mit ihrem Mehrgenerationenhaus die Vereinbarkeit von Familienleben, Erziehungsfragen und beruflichen An-/Herausforderungen in ihren Fokus. Die Veranstaltungen der FBS bieten die Möglichkeit, eigene Potenziale zu entdecken und auszubauen, partnerschaftlichen Beziehungen oder der eigenen Lebensphilosophie neue Orientierung zu geben und im Austausch mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern soziale Netze aufzubauen. Im Programm der katholischen Einrichtung finden sich zahlreiche Veranstaltungen für interessierte Menschen zu unterschiedlichsten Themen, darunter Koch- und Backkurse, orientalischer Tanz, das Trauercafé Lebensbrücke, religiöse Erzählkreise oder Workshops zu christlichen Festen für die ganze Familie. Damit erreicht die FBS viele unterschiedliche Zielgruppen.

Auch die Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Innenstadt Dreifaltigkeit hält neben den Gottesdiensten ein reichhaltiges Angebot für Interessierte bereit, zum Beispiel verschiedene Chöre, meditatives Tanzes, Theatergruppe, Pfadfinder und Messdiener.

Von einer Kooperation können beide Seiten profitieren: durch gemeinsame Projekt- und Kursentwicklung sowie deren Umsetzung, gegenseitige Vermittlung von Angeboten, Information über die Veranstaltungen der Partner und bessere Ausnutzung der Räumlichkeiten. (red)

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news-92606 Thu, 23 Aug 2018 19:26:46 +0200 Schnäppchenjagd für den guten Zweck http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schnaeppchenjagd-fuer-den-guten-zweck/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/f/csm_Ann-Kathrin_Carolin_jf_0ac78997c3.jpg" width="150" height="113" alt="" />Von Brautkleid über Karnevalskostüm bis zum Sportoutfit - Die "2nd Hemd- und Hosemärkte" haben viel zu bieten und unterstützen benachteiligte Kinder und Jugendliche in Bolivien. Mendig – „Fünf“, „Nein, zehn Euro“, „Aber schau dir das doch einmal an“, „Also ich würde es tragen“ – drei junge Mädchen beugen sich über ein hellblaues bodenlanges Abendkleid mit Glitzerapplikationen. Sicherlich wurde es vor ein paar Monaten oder Jahren für einen besonderen Anlass gekauft. Jetzt soll es Teil des „2nd Hemd-& Hosemarktes"  in Mendig werden. In der Laacher-See-Halle werden am Samstag, 25. und Sonntag, 26. August, gebrauchte Anziehsachen für den guten Zweck verkauft. Doch bis es soweit ist, muss erst einmal eine Tonne Bekleidung gesichtet, sortiert und mit einem Preis versehen werden.

„Die Kinder und Jugendlichen, die uns helfen, sollen ein Gefühl für Kleidung bekommen“, erklärt David Morgenstern, Pastoralreferent im Dekanat Mayen-Mendig, den pädagogischen Ansatz. Dazu gehöre auch die Entscheidung über den Preis der Ware. Diese können zwischen 50 Cent für einen Schal und 50 Euro für ein Brautkleid betragen. Die Jugendlichen urteilen nach Qualität, Material und Zustand.

An die 100 junge Menschen aus den Pfarreiengemeinschaften Mendig, Mayen, Langenfeld und Nachtsheim helfen beim Markt, dessen Erlös der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier zugutekommt, mit. „Uns geht es auch darum, dass die Jugendlichen die Scheu vor gebrauchten Klamotten verlieren und Kleidung im Allgemeinen bewusster konsumieren“, sagt Matthias Pohlmann, Bolivienreferent der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistums Trier. „Der Markt ist eine gute Ergänzung zur Bolivien-Kleidersammlung“, erklärt Pohlmann weiter. Die Einnahmen der Märkte, die im gesamten Bistum stattfinden, gehen an benachteiligte Kinder und Jugendlich im Partnerland. Zwischen 5000 und 10.000 Euro kommen pro Markt zusammen.

Aber auch für die Umwelt habe es Vorteile, getragene Kleidung zu erstehen: „8000 Liter Wasser werden für die Herstellung einer Jeans benötigt. 50.000 Kilometer legt diese zurück, bis sie auf dem Ladentisch landet“, nennt Pohlmann zwei Beispiel, die die Jungen und Mädchen ungläubig schauen lässt.

„Es ist einfach voll mein Ding“, sagt Ann-Kathrin Neumann aus Mayen. Die 18-Jährige hilft ehrenamtlich bei der Durchführung des Marktes. „Hier bekommt man gut erhaltene und schöne Sachen und man tut noch etwas Gutes“, erklärt die Schülerin ihr Engagement. Carolin Klein ist seit etwa einem halben Jahr mit den Vorbereitungen zu diesem Wochenende beschäftigt. „Es ist mein erstes Großprojekt, das ich organisiere“, erklärt die angehende Gemeindereferentin im Berufspraktischen Jahr. Die junge Frau aus Rheinböllen hat sich um Dienst- und Schichtpläne gekümmert und ist nun selbstverständlich auch beim Räumen, Aufbauen und Bestücken der Kleiderstangen mit Dirndln, Kinderbekleidung und Karnevalskostümen sowie Schätzchen aus vergangenen Jahrzehnten dabei.

Durchgeführt wird der Markt von der Katholischen Jugend im Dekanat Mayen-Mendig in Kooperation mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Andernach sowie dem Bolivienreferat des BDKJ im Bistum Trier.

Der Markt hat am 25. August von 10 bis 17 Uhr und am 26. August von 10 bis 16 Uhr in der Laacher-See-Halle (Marktplatz) in Mendig geöffnet. An beiden Tagen gibt es ein Rahmenprogram, welches unter anderem einen Upcycling-Workshop (Samstag, 13 bis 17 Uhr, Sonntag 12 bis 16 Uhr), eine Modenschau und Kinderbetreuung beinhaltet.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Ehrenamt Jugend Weltkirche
news-92564 Wed, 22 Aug 2018 14:23:11 +0200 „Wir haben gekämpft wie die Löwen“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-haben-gekaempft-wie-die-loewen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Falke_KEB_Koblenz_jf_ac3561ebd9.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Georg Falke KEB Koblenz jf" />Am 1. Oktober geht der Leiter der KEB Koblenz in den Ruhestand. Nach 36 Jahren im Dienst des Bistums Trier wirft er einen Blick zurück - und nach vorn Koblenz – Die Regale in der Koblenzer Florinspfaffengasse sind noch voller Aktenordner und Lektüren. „Einiges muss ich da noch ausräumen“, sagt Georg Falke mit Blick auf die bunten Einbände von theologischer Fachliteratur und Sachbüchern; nicht zu vergessen die vielen unterschiedlichen Bibelübersetzungen und biblischen Kommentare. Nach 36 Jahren im Dienst für das Bistum, davon 26 Jahre im Bereich der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB), geht der Pastoralreferent in den Ruhestand und verabschiedet sich gleichzeitig von etwa 300 Büchern.

„Für mich war es ganz klar, dass ich Theologie studiere. Ich war Messdiener, in der Jugendarbeit auf der Landesebene aktiv und jüngstes Mitglied im Pfarrgemeinderat“, erklärt er seinen Werdegang. Theologie hat er in Trier und Mainz studiert, wo er auch seine Frau Ingrid kennenlernte. Seine erste Stelle führte ihn in den damaligen Pfarrverband Remagen. In die Erwachsenenbildung ist er 1992 in der früheren Region Rhein-Wied-Sieg eingestiegen. Seit 2004 leitet der gebürtige Nordrhein-Westfale die KEB Koblenz.

Rückblickend kann Falke sagen, dass die Angebotspalette bei der KEB als staatlich anerkanntem Fortbildungsträger breiter geworden ist. „Dabei ist die Arbeit immer geprägt von unserem Glauben. Wir handeln nach dem Auftrag, soziale Verantwortung, das christliche Menschenbild und Gerechtigkeit zu thematisieren“, verdeutlicht er den Unterschied zu anderen Weiterbildungsanbietern. Dabei haben sich fünf Schlüsselbereiche herauskristallisiert: „Persönlichkeit entfalten“, „Religion, Bibel und Spiritualität“, „Welt und Gesellschaft gestalten“, „Gesund an der Seele, Geist und Körper“ und „Kultur“.

„In all den Jahren ist es uns immer gelungen, gute Referenten zu finden. Wir können nach wie vor auf ein großes Netzwerk von Kooperationspartnern, Haupt- und Ehrenamtlichen zurückgreifen.“ Ein Charakteristikum sei zudem, dass die KEB, die staatlich gefördert wird, zu den Menschen hinaus in die Fläche geht und dort ihr Angebot offeriert. „Hier sehe ich schon gute Ansatzpunkte für die Umsetzung der Synodenergebnisse“. Die KEB im Bistum ist also für die Zukunft gut aufgestellt.

Doch die Zukunft der Erwachsenenbildung stand 2010 aufgrund von Einsparmaßnahmen seitens des Bistums auf der Kippe. „Das war wohl das einschneidendste Erlebnis meiner beruflichen Laufbahn.“ Drei Aktenordner sind voller Reaktionen von Referenten, Politkern auf Landesebene und Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. „Es war ein wirklicher Schock!“ Zu dieser Zeit gab es sogar Demonstrationen vor dem Dom. „Die Bistumsleitung lenkte zum Glück ein“ und Falke wurde Teil einer Steuerungsgruppe, die ein Konzept zum Erhalt der Bildungseinrichtungen im Bistum erarbeitete. „Wir haben gekämpft wie die Löwen“, blickt der 65-Jährige zurück.

In den fast 40 Jahren habe er schon viele Strukturveränderungen und Sparmaßnahmen erlebt. „Doch diese Prozesse kamen von oben“, erläutert Falke den Unterschied zur aktuellen Umsetzung der Bistumssynode. „Es ist wichtig, bei allen Veränderungen wirklich die Menschen an der Basis mitzunehmen und ohne Scheuklappen mal etwas auszuprobieren“, betont er. „Ich glaube, bei der Umsetzung der Synodenergebnisse kann die KEB sich mit ihrer neuen Frische, ihrer Vielfalt und ihren Themen gut einbringen.“

Seit sechs Jahren ist Falke über seine Tätigkeit bei der Erwachsenenbildung Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks, das aus Laien und Theologen besteht und deutschlandweit etwa 20.000 Mitglieder hat. Diese Tätigkeit brachte Falke auch immer wieder auf Ideen für Ausstellungsprojekte, die er mit seinen Kolleginnen und Kollegen der Erwachsenenbildung auf Landesebene organisierte.

Am 1. Oktober beginnt sein Status als Rentner und eine fast zweiwöchige Reise zu den Kindern und Enkelkindern. Langeweile wird Falke sicherlich keine bekommen: Hauptamtlich ist er dann Opa und ehrenamtlich für das Bibelwerk, die Citykirche in Koblenz und weitere Projekte unterwegs.

Doch bis dahin gilt es noch einige Bücher zu sichten, zu sortieren und Platz für den Nachfolger Daniel Steiger zu schaffen. Steiger hat zuletzt mehr als sechs Jahre die Bundesstelle der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) geleitet.

Weitere Informationen zum Angebot der KEB Koblenz gibt es auf www.keb-koblenz.de/ und unter Tel.: 0261 963559

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news-92506 Tue, 21 Aug 2018 10:15:00 +0200 Hargesheimer nutzen Heimvorteil http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hargesheimer-nutzen-heimvorteil/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_Fu-ballturnier-Hargesheim_c34c4ad164.jpg" width="150" height="113" alt="" />Trotz frühem WM-Aus der Deutschen Nationalmannschaft ist die Fußballleidenschaft ungebrochen; zumindest beim Turnier der Bistumsschulen in Hargesheim. Koblenz/ Trier/ Saarbrücken – In der Sporthalle der Hargesheimer Alfred-Delp-Schule (ADS) hat das diesjährige Fußballturnier der Schulen im Bistum Trier stattgefunden. Ob es am Heimvorteil lag, ist nicht belegt, aber der Pokal ging an die Mannschaft aus Hargesheim – doch dies war eigentlich nur nebensächlich, denn die Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bistum standen wieder im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Gesamtschulleiter der ADS Günter Graus zeigte sich beeindruckt von der Spiellust der knapp 60 Damen und Herren, die sich eingefunden hatten, die besten Ballartisten in ihren Reihen ausfindig zu machen. Dabei dankte er insbesondere Dr. Hans-Gerd Wirtz, Pädagogischer Referent im Arbeitsbereich Kirchliche Schulen im Bischöflichen Generalvikariat, für die Ausrichtung dieses Turniers. „Ein solcher Wettkampf dient vor allem dazu, den Mitarbeitenden unserer Bistumsschulen eine Plattform zu bieten, auf der sie sich freundschaftlich begegnen können“, erklärte er die Idee des Turniers. In jedem Jahr findet der Wettkampf an einer anderen Schule statt. So könne das Fußballspiel dazu beitragen, ein Gemeinschaftsgefühlt unter den Angestellten zu fördern, das über die eigene Schule hinausgehe. „Es zeigt, wir sitzen alle in einem Boot“, verdeutlichte Wirtz.

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news-92502 Mon, 20 Aug 2018 14:26:00 +0200 "Ein Stück Himmel auf Erden" http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-stueck-himmel-auf-erden/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Morz_Nikolay_8202436c85.jpg" width="150" height="100" alt="" />Seit 700 Jahren besteht die Kirche in Mörz. Das barocke Gottesdiensthaus zieht viele Pilgerinnen und Pilger an. Zum Patronatsfest war auch Weibischof Peters vor Ort. Mörz - Mit einem Pontifikalamt am Patronatsfest Mariä Himmelfahrt hat Weihbischof Jörg Michael Peters die Festlichkeiten anlässlich des 700-jährigen Bestehens der Mörzer Wallfahrtskirche eröffnet.

Ganz in der Tradition noch immer bestehender Wallfahrten machten sich die Gläubigen zunächst auf den Weg von Buch nach Mörz. Aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft Kastellaun nahmen Gruppen mit ihren Bannern teil, viele Gläubige hatten bunte Blumen- und Kräutersträuße, den Krautwisch, dabei. Besonders in katholisch geprägten ländlichen Gegenden ist der Brauch des Krautwisch-Segnens noch lebendig.

Zum anschließenden Pontifikalamt war die barocke Wallfahrtskirche aus dem 14. Jahrhundert bis auf den letzten Platz besetzt; der Gottesdienst wurde mit Bild und Ton in den Außenbereich übertragen, wo weitere Pilgerinnen und Pilger ihren Platz fanden.

In seiner Predigt lud Weihbischof Peters dazu ein, Gott Dank zu sagen für seine Führung und sein Mitgehen durch die Zeiten. Er lobte die Schönheit der heutigen Filialkirche mit ihrer prächtigen Innenausstattung aus der Zeit des Barock, einer Epoche, in der die Menschen mit dem Kirchbau ein Stück Himmel auf Erden abbilden wollten. Peters griff das Bild von der Bundeslade Gottes auf, die ein Symbol sei für die Gegenwart Gottes. In der Bundeslade sehe die christliche Tradition auch ein Bild für die Gottesmutter, eine lebendige und konkrete Person, in der Gott wohnen wollte.

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news-92332 Wed, 15 Aug 2018 11:03:00 +0200 Zu den Menschen gehen, auch wenn sie uns fremd sind http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zu-den-menschen-gehen-auch-wenn-sie-uns-fremd-sind/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/d/csm_Prozession_Generalvikar_Kisselbach_e8ff4437a2.jpg" width="150" height="121" alt="" />Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg besuchte die Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen und nahm an der Lichterprozession in Kisselbach teil. Kisselbach –  Hoher Besuch hat sich zur traditionellen Lichterprozession zur Waldkapelle in Kisselbach am 13. August angekündigt: Der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Graf Ulrich von Plettenberg. Ein Generalvikar ist in der katholischen Kirche der Stellvertreter des Bischofs und zugleich oberster Verwaltungschef. Zusammen mit rund 250 Gläubigen feierte er zunächst die Heilige Messe in der St. Apollonia-Kirche in Kisselbach, danach pilgerte er in einer Prozession mit Kerzen und Gebeten zu der im Wald gelegenen kleinen Kapelle. Konzelebrant war der neuernannte Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen, Thomas Schneider.

In seiner Begrüßung erinnerte Plettenberg, dass die hiesige Region ihm nicht ganz unbekannt sei, übernahm er doch in seiner Zeit als Schulpfarrer der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim gelegentlich Dienste in der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen, insbesondere in Liebshausen und in der Stadt selbst.

In seiner Predigt bezog er sich insbesondere auf den Lesungstext aus dem Buch des Propheten Ezechiel: „Der Prophet Ezechiel war ein Exilsprophet. Zur damaligen Zeit war das Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft. Der Prophet hatte aber eine Vision, das Gott mit seinem Volk in die Fremde geht. Gott möchte Beziehung zum Volk, nicht zu toten Steinen“, legte der Generalvikar diesen Bibeltext aus. Weiter führte er an, dass dies auch durch Jesus Christus spürbar sei: „Gott geht in die Armut des Menschseins, in das Ungewisse. Auch Maria hat sich in den Dienst nehmen lassen, ohne zu wissen, was es heißt Mutter Gottes zu sein“, führte Ulrich von Plettenberg aus. Der Generalvikar nahm in seiner Predigt Bezug zur aktuellen Umsetzung der Bistumssynode. Auch er wisse noch nicht, wohin der Weg hinführt. Aber er hat Vertrauen, dass Gott dem Bistum Trier den Weg zeige. Er rief die Gläubigen auf, diesen Weg mitzugehen: „Wir sind herausgerufen aus der Selbstbezogenheit, um zu den Menschen an den Rändern zu gehen. Wir sind da für die Menschen und nicht zum Selbstzweck. Wenn Gott in die Fremde geht, sollten auch wir es tun, auch wenn viele Menschen außerhalb von Kirche uns fremdgeworden sind“.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst in der Kirche vom Singkreis Simmern unter der Leitung von Andrea Jansen und dem Organisten Mathias Henrich. Das Gebet an der Waldkapelle gestaltete der Kirchenchor „Cäcilia“ unter der Leitung von Heinz Vogel mit. Als Vorbeter fungierten Lucia Schorn und Simone Wald. Lesung und Fürbitten wurden vorgetragen von Katharina Galle.

Die kommende Lichterprozession am Donnerstag, 13. September beginnt um 18.30 Uhr mit einer Heiligen Messe mit Pfarrer Bernhard Fuchs aus Kobern-Gondorf. Weitere Infos gibt es bei Lucia Schorn unter Tel. 06766-408 und auf www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de.

(red)

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news-92038 Fri, 03 Aug 2018 08:34:04 +0200 Rom erleben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/rom-erleben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_ARD_Auslandsstudio_8958dde0fd.jpeg" width="150" height="113" alt="" title="ARD Auslandsstudio" />Berühmte Kunstwerke, Blicke hinter Klostermauern oder das ARD-Auslandsstudio: Beim Angebot RomPlus des Bistum Trier gab für rund 200 Messdienerinnen und Messdiener viel zu sehen. Rom/Trier/Mesenich/Dierdorf/Bernkastel-Kues – Jakob Luz y Graf aus Trier hat zusammen mit einer Gruppe von Ministranten die Vatikanischen Gärten besucht. „Es war sehr schön, obwohl es ziemlich heiß war. Zum Glück gab es viele Wasseranlagen“, berichtet der 22-Jährige von seinen Eindrücken. Auch Lea Seul, ebenfalls aus Trier, hat der Besuch sehr beindruckt: „Wir haben viel gesehen, sogar das Gebäude, wo sich Papst Benedikt womöglich aufhält.“ Ihr Fazit lautete: „Ich kann es jedem weiterempfehlen“. Jakob und Lea haben am RomPlus-Angebot des Bistums Trier im Rahmen der Ministranten-Romwallfahrt teilgenommen – so wie rund 200 Jugendliche. Darunter auch Benedikt Fuhrmann aus Mesenich im Dekanat Cochem. Er besuchte mit einer Gruppe das ARD-Auslandsstudio. „Eigentlich habe ich mir ein modernes Gebäude vorgestellt, aber es war nur eine Mietwohnung“, erklärt er. Beeindruckt ist er trotzdem: „Die haben eine tolle Aussicht“. Für Markus Diedrich aus Bernkastel-Kues waren die Einblicke in den Tagesablauf in der Redaktion interessant.

Erläuterungen zu berühmten Kunstwerken, Blicke hinter Klostermauern und Glaubensgemeinschaften während der Ministranten-Romwallfahrt: Rund 200 Ministrantinnen und Ministranten nutzten die Chance, sich mit bestimmten Themen und Fragen intensiver auseinanderzusetzen. Dabei wurden „Spitzenthemen“ mit „Spitzenorten“ in Verbindung gebracht und durch kompetente sowie erfahrene Gesprächspartner und Referenten begleitet. Verantwortlich für das Programm war Jugendpfarrer Jan Lehmann, Leiter der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral auf der Marienburg (Zell/Mosel).

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news-92005 Thu, 02 Aug 2018 08:25:38 +0200 Eine ganz besondere Erinnerung http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-ganz-besondere-erinnerung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_MiniWallfahrtRom18_Pileolus_Bad_Kreuznach_9c5468036c.jpg" width="113" height="150" alt="" title="MiniWallfahrtRom18 Pileolus Bad Kreuznach" />Andreas Nuber nutzte die Chance: Als der Papst während der Ministrantenwallfahrt an ihm vorbeifuhr reichte er ihm der Bad Kreuznacher ein kleines weißes Käppchen, den Pileolus. Rom / Bad Kreuznach – Andreas Nuber aus Bad Kreuznach hält ein kleines weißes Käppchen in der Hand und strahlt über das ganze Gesicht. Denn das Käppchen hat Papst Franziskus sich gerade noch auf seinen Kopf gesetzt und dem 25-Jährigen anschließend wiedergegeben. „Es ist jetzt quasi eine Berührungsreliquie“, erklärt Andreas lachend.

„Ich habe im Internet gesehen, dass der Papst ab und zu die charakteristische Kopfbedeckung, den Pileolus, die ihm Besucher entgegenstrecken, kurz aufsetzt und anschließend wieder zurückgibt“, berichtet der Bad Kreuznacher. „Dann habe ich mir vorgenommen, ich mache das auch mal.“ Kurzerhand hat er sich in Deutschland ein Pileolus bestellt und mit zur Ministrantenwallfahrt nach Rom gebracht. Als der Papst zu Beginn der Audienz an ihm vorbeigefahren ist, hat er die Chance genutzt. Selbstverständlich bekommt der Pileolus Zuhause einen Ehrenplatz: „Direkt auf das Regal, da habe ich diese Erinnerung immer gut im Blick“.

Bis zum 4. August findet die zwölfte internationale Ministrantenromwallfahrt mit mehr als 60.000 Kindern und Jugendlichen aus 19 Ländern statt. Begleitet wird die Trierer Gruppe von Weihbischof Jörg Michael Peters und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth. Ein Höhepunkt war die Papstaudienz am Dienstag, 31. Juli.

Aktuelle Bilder und Videos während der Romwallfahrt gibt es auf der Facebookseite @minis.bistumTrier und auf Instagram jugendbistumtrier.

(jf)

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Jugend Jugendliche Junge Erwachsene Papst Franziskus Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Messdiener / Ministranten Wallfahrten/ Pilgern
news-91991 Wed, 01 Aug 2018 16:08:18 +0200 „Die Freude am Herrn ist meine Stärke!” http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-freude-am-herrn-ist-meine-staerke/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_ApollinarisWallfahrt-2018-mit-Bischof-Genn_c7917d9c29.jpg" width="150" height="113" alt="" title="ApollinarisWallfahrt 2018 mit Bischof Genn" />Im Rahmen der Apollinariswallfahrt in Remagen feierte der frühere Trierer Weihbischof und jetzige Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, ein Pontifikalamt mit rund 700 Gläubigen. Remagen – Im Rahmen der diesjährigen Apollinariswallfahrt fand ein Pontifikalamt mit dem früheren Trierer Weihbischof und jetzigen Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, statt. Rund 700 Gläubige in und außerhalb der Apollinariskirche nahmen am Gottesdienst teil. In seiner Predigt wies der in Burgbrohl geborene Bischof darauf hin, wie wichtig für die Menschen eine Unterbrechung des alltäglichen Lebens sei, auch durch den Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes oder die Teilnahme an der Wallfahrt zum Hl. Apollinaris. Ebenso wichtig sei das Brot, besonders auch das Brot des auferstandenen Herrn in der Eucharistiefeier. In dieser Feier ließen sich die Menschen berühren und hielten ihren Kopf hin um durch das Haupt des Hl. Apollinaris gesegnet zu werden. „Den Kopf hinhalten für unseren Gott und unseren Glauben“, so beschrieb der Münsteraner Bischof diese ungewöhnliche Zeremonie. Dies alles führe zur „Freude am Herrn, der unsere Stärke“ ist, so Bischof Genn in Anlehnung an das Thema der diesjährigen Apollinariswallfahrt

Die Apollinariswallfahrt 2018 findet am Sonntag, 5. August mit einem Gottesdienst um 18 Uhr ihren Abschluss. (red)

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Gottesdienste Pilgerfahrten Pilgern Pilgern / Pilgerreisen / Pilger Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten Wallfahrtsorte
news-91957 Tue, 31 Jul 2018 14:41:35 +0200 Singen für den Papst http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/singen-fuer-den-papst/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_Chor_Neuwied_Benedikt_Lea_Lucia-Kopie_c0dbba476f.jpg" width="150" height="113" alt="Benedikt Lea und Lucia aus Neuwied" title="Benedikt Lea und Lucia aus Neuwied" />Es ist schon aufregend genug, beim Eröffnungsgottesdienst des Bistums bei der Minstrantenromwallfahrt zu singen. Aber erst vor dem Papst und 60.000 anderen Minis? Rom/ Neuwied – Während des Eröffnungsgottesdienstes des Bistums Triers zur Ministrantenromwallfahrt zu singen, sei schon eine Ehre gewesen, sagen Benedikt, Lucia und Lea. Doch was die Sänger des Jugendchors St. Matthias aus Neuwied am Nachmittag des 31. Juli erleben werden, toppt alles: Sie dürfen bei der Audienz in Rom vor dem Papst und vor rund 60.000 Ministrantinnen und Ministranten singen.

Drei Jugendliche durfte Regionalkantor und Chorleiter Thomas Sorger benennen, die diesen prominenten Platz im „Papstchor“ einnehmen dürfen.

Trotz der großen Aufregung ist es für die 18-jährige Lea aus Neuwied ein tolles Gefühl, dabei zu sein: „Ich freue mich einfach nur“. Ihre gleichaltrige Schwester Lucia ist auf den ganzen Ablauf und den Blick Hinter die Kulissen einer solchen Großveranstaltung gespannt. Benedikt aus Melsbach, ebenfalls 18 Jahre, ist schon etwas hibbelig, obwohl er den Papst vor vier Jahren schon aus nächster Nähe erleben durfte: „Damals war ich während des Gottesdienstes Messdiener.“ (jf)

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Koblenz bistum-trier Jugend Messdiener / Ministranten Wallfahrten/ Pilgern
news-91349 Tue, 10 Jul 2018 08:27:18 +0200 Zwischen Notaufnahme und Gottesdienst http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwischen-notaufnahme-und-gottesdienst/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_Heinz-Peter_Wilbertz_Koblenz_jf_06408b4e1a.jpg" width="150" height="112" alt="" />Seit Anfang Juli ist Heinz-Peter Wilbertz neuer Ständiger Diakon in Koblenz-Moselweiß. In seinem Hauptberuf ist er Krankenpfleger in der Notaufnahme. Koblenz – Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit, Kooperationsfähigkeit und einfühlsame Umgangsformen sowie Verantwortungsbereitschaft – lauten einige der Voraussetzungen, um Ständiger Diakon im Bistum Trier zu werden. Diese Eigenschaften bringt Heinz-Peter Wilbertz als gelernter Krankenpfleger sowieso schon mit. Seit Anfang Juli ist er neben seinem Dienst in der Notaufnahme des evangelischen Stift Krankenhauses St. Martin in Koblenz auch in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Moselweiß tätig.

„Medizinische Sachen sind wichtig, aber das Mitfühlen und -leiden, gute Worte, die Hand, die man hält, sind für Menschen im Krankenhaus ebenso bedeutend“, erklärt Wilbertz, der dem Beruf des Krankenpflegers seit 1989 nachgeht. Ein kleines Büchlein zum Thema „Seelsorger in der Krankenpflege“, positive Erfahrungen in seiner Gemeinde St. Josef und ein Gespräch mit Pfarrer Stephan Wolff haben ihn auf die Idee gebracht, Diakon zu werden. „Zuvor habe ich mir die Idee viele Jahre durch den Kopf gehen lassen“, gibt der 53-Jährige zu. 2003 ist er nach einem Umbruch in den Koblenzer Stadtteil Oberwerth gezogen. „Ich wollte mich dann kirchlich engagieren. Ich bin einfach ins Pfarrbüro gegangen und habe gefragt, ob ich als Lektor anfangen könne“. Daraus entwickelte sich ein vielfältiges Engagement: Vom Lektor über Kommunionhelfer zum Mitglied im Pfarrgemeinderat.

Im Oktober 2013 hat er dann mit der dreijährigen Ausbildung (inklusive einem Orientierungsjahr) parallel zu seinem Beruf begonnen. Am 23. Juni wurden er und zwei weitere Männer von Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom geweiht. „Das war der größte Tag meines Lebens!“, betont Wilbertz, der als Hobby das Singen in Gemeinschaft angibt. Er ist Mitglied in einem Vokalensemble und in einem Kirchenchor, deren Auftritte in Zukunft mit seinem Dienstplan als Diakon wohl kollidieren, glaubt er. „Singen ist für mich das schönste Gebet“, daher wird er sicherlich weiterhin einen Weg finden, seiner Leidenschaft nachzugehen.

Seine Aufgaben

Die Kraft für seine neue Arbeit als Diakon nimmt er aus seiner Heimatpfarrei St. Josef: „In der Gemeinde habe ich die Liebe Christi erfahren, die ich jetzt als Diakon repräsentieren kann.“ Zu seinen neuen Aufgaben zählt unter anderem die Verkündigung des Evangeliums. „Das heißt, vorleben, anpacken, mitmachen und die dienende Liebe Jesu zu repräsentieren“. Während der Eucharistiefeier gehöre auch die Predigt dazu. Des Weiteren zählen die Liturgieassistenz während der Eucharistiefeier und die Leitung von Andachten sowie anderen Gottesdienstformen wie Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen dazu. Die dritte Säule sei die Diakonie: „Ich bin im Bereich der Krankenkommunion im Krankenhaus Kemperhof schon lange aktiv. Hier könnte ich mir auch einen Schwerpunkt für meine Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft Moselweiß vorstellen.“ Sein Tag sei zudem durch und durch diakonisch, lächelt der Wahlschängel, der seit 1992 in der Stadt am Deutschen Eck wohnt und in Mayen geboren wurde. Momentan befinde er sich noch auf einer Art Vorstellungstour durch die Pfarrei.

Sein ständiger Begleiter ist das Te Deum. Dieses Gebetsbüchlein nimmt er auch mit zum Dienst, denn da bleibe meist nicht viel Zeit für ein ausführliches Stundengebet. „Ich hebe dann und wann das Buch hoch und sage: ‚Ich gehe mal eine Rauchen‘.“ Seine Kolleginnen und Kollegen wissen dann Bescheid: Der Nichtraucher legt eine kleine Pause in der Krankenhauskapelle ein, um zu beten. „Generell ist mir von Seiten der anderen ein interessiertes Wohlwollen entgegengebracht worden. Mein Chef hat ebenfalls viel Verständnis für meinen ‚Zweit-Job‘.“ Ein Diakonenkreuz trägt er an seiner Krankenhauskleidung. Bisher wurde er noch nicht darauf angesprochen, aber das kann ja noch werden, denn er wird auch weiterhin den Menschen in der Notaufnahme versorgen.

Ständiger Diakon

Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) war das Diakonat ausschließlich eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Priesterweihe. Erst nach 1965 wurde das Ständige Diakonat wieder belebt. Zu den beruflichen Voraussetzungen gehören neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mehrjähriger Bewährung im Beruf unter anderem der erfolgreiche Abschluss des theologischen Studiums. Dieses absolvieren die Teilnehmer während ihrer Ausbildung. Das Mindestalter bei Verheirateten beträgt 35 Jahre; bei Ehelosen 25 Jahre. Weitere Informationen zum Diakonat gibt es auf www.bistum-trier.de/diakonat.

(jf)

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news-91064 Wed, 04 Jul 2018 11:15:00 +0200 "Gottes Zuversicht soll Sie begleiten" http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gottes-zuversicht-soll-sie-begleiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_vlnr_Pater-Roman-Gorincioi_WeihbischofPeters_PfarrerArndt_Cochem_e681953163.jpg" width="150" height="100" alt="" />Seit 65 Jahren kümmern sich die Marienschwestern in Cochem um Menschen aus der Stadt und der Umgebung indem sie ein Krankenhaus und ein Seniorenzentrum betreiben. Cochem – Mit einem feierlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters und einem Fest im Seniorenzentrum St. Hedwig haben die Marienschwestern das 65-jährige Wirken ihrer Kongregation in Cochem gefeiert. Die katholische Ordensgemeinschaft ist bereits seit 1953 in Cochem aktiv und betreibt dort das Marienkrankenhaus Cochem und das Seniorenzentrum St. Hedwig.

Weihbischof Peters dankte den Schwestern für ihre Arbeit und ihr stetes Durchhalten. „Gottes Zuversicht soll Sie in den kommenden Jahren begleiten“, sagte Peters. Die Generaloberin der Kongregation, Schwester Sibylla Kołtan, erinnerte an die Anfangsjahre der Marienschwestern in Cochem nach dem zweiten Weltkrieg und die damit verbundenen Herausforderungen: „Die Schwestern sahen die Armut und Not vieler Menschen und dies war ihnen wichtiger als ihr eigener Verlust. So sind sie in den vergangenen 65 Jahren zu einem wichtigen Element in der Nachkriegsgeschichte dieser Stadt geworden.“ Die Generaloberin wandte sich in ihrer Ansprache auch direkt an ihre Mitschwestern, um deren Arbeit zu würdigen: „Die Stadt Cochem braucht auch heute Ihr Zeugnis, Ihr Gebet, Ihren Glauben. Sie sind ein wichtiges Zeichen des Segens und der Gegenwart Gottes an diesem Ort.“ Verbandsbürgermeister Wolfgang Lambertz schloss sich den Worten an: „Sie machen etwas für uns, was wir nötig haben – Sie beten.“

Im Anschluss an den Gottesdienst und das gemeinsame Mittagessen fand im Hof des Seniorenzentrums St. Hedwig ein Fest für die Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen statt, denen der Dank für ihre Arbeit ebenso gilt.

Die ehemalige Westdeutsche Provinz der Marienschwestern, zu der auch der Standort Cochem gehört, wurde 1950 errichtet, zuvor waren mehr als 150 Marienschwestern in den Süden und Westen Deutschlands geflüchtet. Nachdem das Cochemer St. Franziskus-Krankenhaus 1945 zerstört worden war und der Krankenhausbetrieb vorübergehend im Kloster der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Ebernach stattfand, setzte sich die Generaloberin Mutter Roswitha Mix für den Wiederaufbau des Krankenhauses in Cochem ein. 1953 wurde dieses auf dem Klosterberg eingeweiht. Seit das Marienkrankenhaus 1993 an seinen neuen Standort in der Avallonstraße umziehen konnte, befindet sich auf dem Klosterberg das Seniorenzentrum St. Hedwig. Insgesamt besteht die Kongregation im St. Hedwig heute aus acht Marienschwestern, die zum Teil noch seelsorgerisch in den Einrichtungen tätig sind.

(red)

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news-90967 Tue, 03 Jul 2018 08:19:00 +0200 Barmherziger Bruder und Kellner http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/barmherziger-bruder-und-kellner/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/d/csm_Bruder_Martin_Grochowski_jf_73eb17f989.jpg" width="150" height="112" alt="" />Erst auf den zweiten Blick bemerken Gäste des Seehotels in Maria Laach, dass ihr Kellner ein Ordensbruder ist. Glees/Koblenz – Es ist Dienstag, kurz nach zehn Uhr. Die Gäste bedienen sich am reichhaltigen Frühstücksbuffet und setzen sich auf die Terrasse mit Blick auf den Laacher See. Im Hintergrund wirbelt schon Martin Grochowski durch den Raum und räumt die Tische ab, um im Anschluss für das Mittagessen einzudecken – ein ganz normaler Ablauf, wenn man Fachkraft im Gastgewerbe ist. Doch das Namensschild regt manche Gäste zum Rätseln an: Bruder Martin ist dort zu lesen. Er ist Ordensangehöriger der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf und geht gleichzeitig einem Beruf nach.

„Es gibt immer wieder Besucher, die mich fragen, was ich hier mache. Aber wir benötigen auch Geld zum Leben, wie jede andere Familie“, erklärt der 39-Jährige. „Jeder, der fit ist, arbeitet. Die meisten sind im Bereich Pflege oder Therapie angestellt, da wir ein Pflegeorden sind“. Er sei nicht der erste, der in der Gastronomie arbeitet, aber der einzige Ordensangehörige, der im Seehotel angestellt ist.

„Das Seehotel Maria Laach ist ein Wirtschaftsbetrieb der Abtei Maria Laach. Wir fühlen uns natürlich mit der Abtei sehr verbunden“, erklärt Hoteldirektor Steffen Melzow. So werden ausschließlich Werke von Künstlern aus der Abtei im Hotel ausgestellt wie Gemälde von Maler Bruder Lukas, Skulpturen von Bildhauer Bruder Joseph oder Keramik von Bruder Stephan. „Die tägliche Arbeit läuft aber völlig unabhängig von der Abtei“, berichtet Melzow.

Bevor Bruder Martin seine Ausbildung im Hildegard-Forum der Kreuzschwestern in Bingen absolvierte, machte er Praktika in einem medizinischen Labor, einer Apotheke und einer Röntgen-Abteilung. Er begann eine Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten. „Aber das sollte nicht mein Weg sein.“  Richtig Spaß hatte er an der Arbeit in der Küche und in der Cafeteria des Krankenhauses „Marienhof“ in Koblenz. „Das Bedienen von Gästen bereitet mir viel Freude.“

In der Berufsschule war er der Älteste. „Für meine Mitschüler war meine Ordenszugehörigkeit schon ein Thema.“ Es habe positive wie auch negative Reaktionen gegeben. In seiner derzeitigen Anstellung wird er von seinen Kolleginnen und Kollegen und Gästen auch schon mal um Rat im theologischen oder seelsorgerischen Bereich gefragt. „Ich habe hier schon viele gute Menschen getroffen, und es besteht ein großes Vertrauen von beiden Seiten.“

Seit gut einem Jahr arbeitet er an fünf Tagen im Restaurantbereich des Vier-Sterne-Seehotels – auch an Sonn- und Feiertagen. „Trotz meines Berufes finde ich noch genügend Zeit für die Gemeinschaft und das Gebet.“ Es sei alles eine Frage der Organisation. Bruder Martin geht auch schon mal vor der Arbeit in den Gottesdienst der Benediktinermönche in der Abtei Maria Laach. „Beten tue ich in der Pause, bei einem Spaziergang um den See oder in einer ruhigen Ecke.“ Und mit der Digitalisierung ist das Beten des Stundengebets ganz einfach: „Ich habe alles im Handy abgespeichert“, lacht Bruder Martin, der der Kongregation seit 2011 angehört und im Peter-Friedhofen-Haus in der Koblenzer Altstadt lebt.

„Arbeiten ist ein Teil meines Lebens, den ich gerne mache“, daran habe auch das gute Team einen großen Anteil,  meint Bruder Martin, der in Schlesien (Polen) geboren wurde und seit mehr als 15 Jahren in Deutschland lebt. „Ich habe ein Haus mit Seele und Geist gesucht und gefunden. Ich denke, dabei hat mir auch der Heilige Geist etwas geholfen.“

„Ich vergesse nie, dass ich Bruder bin, ob mit Hemd und Fliege wie im Hotel oder im Habit, unsrer Ordenstracht“, sagt er und räumt die letzten Teller vom Frühstücksbuffet und stellt das Mittagessen bereit. Alle Tische erstrahlen wieder und Bruder Martin notiert sich die nächsten Getränkebestellungen der Gäste.

(jf)

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news-91043 Fri, 29 Jun 2018 11:07:00 +0200 Gewalt kennt keine Gesellschaftsschicht http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gewalt-kennt-keine-gesellschaftsschicht/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_SkF_20Jahre_Frauenhaus_Koblenz_jf_e4a9833508.jpg" width="150" height="113" alt="" />Für Frauen und Kinder, die unter Gewalt in engen sozialen Beziehungen leiden, bietet das Frauenhaus in Koblenz seit mehr als 20 Jahren einen Zufluchtsort. Koblenz – Auf eine der ersten Fragen, wo das Frauenhaus in Koblenz stehe, gibt es keine Antwort. Die Anonymität und damit ein Stückweit Sicherheit wird so gewahrt. Seit 20 Jahren befindet sich die Einrichtung in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). In dieser Zeit wurden 1100 Frauen aufgenommen. Die sieben Betten sind stets belegt. Die Frauen und auch ihre Kinder haben meist jahrelang unter der Gewalt in einer engen sozialen Beziehung gelitten und erhalten im Frauenhaus einen Auftakt für ein neues, gewaltfreies Leben.

Durch Beratungsstellen, Arztpraxen oder die Polizei werden Frauen auf das Angebot aufmerksam „oder sie melden sich selbst“, berichtet die Leiterin der Einrichtung Alexandra Neisius. Aufgenommen werden Frauen, bei denen die Bedrohungslage hoch und der Unterstützungsbedarf durch viele Kinder oder ein fehlendes soziales Netzwerk stark sei. „Wir sind beratend und begleitend da, doch wir entmündigen die Frauen nicht“, erklärt Neisius die Situation im Haus. Das Frauenhaus sei kein Heim. „Alle versorgen sich und ihre Kinder selbst. Des Weiteren sind sie für die Hausgemeinschaft mitverantwortlich“, erklärt Alexandra Neisius. „Es geht uns darum, das Selbstwertgefühl der Frauen zu stärken, denn viele trauen sich nach Jahren der Unterdrückung und Gewalt nichts mehr zu. Da wird die Eröffnung eines eigenen Kontos schon einmal zu einer großen Hürde“, weiß die Sozialarbeiterin, die seit neun Jahren das Haus leitet; seit fast 20 Jahren arbeitet sie dort. Dr. Christiane Zakrzewski, die 25 Jahre lange die Geschäftsführung des Trägervereins SkF wahrnahm, verdeutlicht: „Wir vermitteln: Du bist eine wertvolle Frau. Du schaffst es mit uns gemeinsam.“ In ihre Amtszeit fiel auch die Übernahme des Koblenzer Frauenhauses, das bis dato von einem autonomen Verein geleitet wurde.

Was hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten geändert? Die Konfliktlage sei komplexer geworden, resümieren die Frauen. „Neben der Gewalterfahrung kommen weitere Probleme wie psychische Erkrankungen, Schulden und Erziehungsschwierigkeiten hinzu“, überblickt Alexandra Neisius die zurückliegende Zeit. „Doch die Frauen sind auch mutiger geworden sich von ihrem bisherigen Leben zu trennen“, beobachtet Christiane Zakrzewski. Zudem seien die Frauenrechte gestärkt worden und „Gewalt wird nicht mehr so tabuisiert wie früher, da war es eher Privatsache“, sagt Alexandra Neisius. Nach wie vor sei es jedoch ein großes Thema: „Jede vierte Frau in Deutschland wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt durch ihren Ehe- beziehungsweise Lebenspartner oder Freund“, weiß die Frauenhaus-Leiterin. Ihr ist es dabei wichtig zu betonen, dass es jede Frau treffen kann – „unabhängig von Alter, Gesellschaftsschicht, sozialer Herkunft oder Nationalität“.

Das Haus steht auf unterschiedlichen finanziellen Säulen. Die Finanzierung sei äußerst komplex, erklärt die derzeitige Geschäftsführerin des SkF Stefanie Coopmeiners:„Vereinfacht gesagt: Es gibt freiwillige Zuschüsse von Seiten der Stadt, des Landes Rheinland-Pfalz und das Bistum steuert Gelder bei“. „Der Bedarf nach mehr Plätzen ist da, aber wir können diese nicht finanzieren, daher müssen wir leider viele Frauen abweisen“, verdeutlicht sie das Problem. Der Förderverein nehme eine sehr wichtige Rolle ein, erklärt Christiane Zakrzewski. 20 Prozent des Budgets des Hauses werden durch Spendenmittel abgedeckt. „Der Verein kümmert sich zum einen um Freizeitangebote für die Frauen und ihre Kinder, die bei uns genauso im Fokus stehen wie die Mütter und zum anderen um eine Erstausstattung an Lebensmitteln oder Hygieneartikel. Oftmals leben die Frauen zunächst von Hartz IV und steigen mit der Zeit wieder oder zum ersten Mal in die Arbeitswelt ein“, beschreibt Alexandra Neisius die Bedeutung des Fördervereins.

Das Angebot des SkF in diesem Bereich steht auf drei Beinen: das Frauenhaus, der Beratungsladen für Frauen und die Interventionsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen und Stalking. Hier laufen die Zahnräder ineinander. „Der Aufenthalt im Frauenhaus ist ein Abschnitt eines langen Prozesses mit vielen Veränderungen – und jeder von uns weiß, wie schwierig Veränderungen sind“, sagt Stefanie Coopmeiners. Der SkF bietet viele Hilfsleistungen, um einen Übergang in einen „normalen“ Alltag zu schaffen. Trotz all dieser Angebote wird es auch in Zukunft Frauen in Not geben, sind die drei sich einig. „Jeder, der Leid verspürt, kann zu uns kommen. Wir beraten vertraulich und kostenfrei“, versichern die Frauen. Die Hilfe richtet sich nicht nach Konfessionen, das zu betonen ist ihnen wichtig. „Wir lassen uns vom christlichen Selbstverständnis leiten, und von diesem Gedanken aus können wir niemanden ausschließen“, fasst Stefanie Coopmeiners zusammen.

In Rheinland-Pfalz gibt es 17 Frauenhäuser in unterschiedlicher Trägerschaft. Städte und Landkreise sind nicht dazu verpflichtet Frauenhäuser vorzuhalten.

Weitere Informationen zum Frauenhaus Koblenz gibt es unter Tel.: 0261-9421020 oder per E-Mail an info(at)frauenhaus-koblenz.de

(jf)

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news-90948 Tue, 26 Jun 2018 14:21:00 +0200 Offene Ohren in der Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/offene-ohren-in-der-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_Offene_Kirche_Andernach_ffa79d9d41.jpg" width="150" height="117" alt="" />Während der Sommersaison treffen Touristen und Einheimische im Andernacher Mariendom auf offene Ohren. Andernach – „Wir haben nicht auf alles eine Antwort, aber stets ein offenes Ohr!“ ist auf einem großen Aufsteller im Andernacher Mariendom zu lesen. Diesem Motto haben sich mehr als 15 Frauen und Männer verschrieben. Seit Mai sind sie „einfach da“ in der Kirche und bieten Informationen und Gespräche an. „Ein solches Projekt gab es hier noch nie“, betonen die Organisatoren von „Offene Kirche“ aus der Pfarreiengemeinschaft Andernach stolz.

„Wir verfolgen von Anfang an einen seelsorgerischen Ansatz und sehen uns eher als Zeugen der Botschaft Jesu Christi im Rahmen eines außerliturgischen Angebotes und sind dabei keine Konkurrenz zu den Domführungen“, erklärt Diakon Peter Helmling. „Wir wollen dahin gehen, wo Menschen sind“, verdeutlicht er die diakonische Idee, „Der Aspekt einer aktiven Missionierung spielt keine Rolle.“ Das Angebot stütze sich vielmehr auf das Bibelwort: „Sag mir, was ich dir tun soll“ und zwar auf eine niedrigschwellige Art und Weise.

Bis zu 100 Personen besuchen den Dom pro Tag, so die Beobachtungen der Gruppe und einige von ihnen gehen auf die Ehrenamtlichen von „Offene Kirche“ zu. Zur Sprache käme ein buntes Spektrum an Themen. „Die Menschen kommen mit ihren Geschichten oder Fragen zu uns“, berichtet Paul Meyer. Und wenn mal keiner da ist? „Langweilig ist es nicht“, weiß Gemeindereferentin Luzia Waszewski. „Es macht auch etwas mit einem selbst, wenn man ganz alleine in der Kirche ist. Ich erlebe mich in dem Raum neu, obwohl ich seit 40 Jahren in Andernach lebe und schon sehr oft im Dom war“, sagt Meyer. Es sei für ihn selbst eine positive Zeit.

Vor etwa drei Jahren kam die Idee dieses offenen Gesprächsangebotes zu Stande. „Solche Orte des Zuhörens gibt es auch in großen Städten wie Stuttgart oder in Mailand“, weiß Meyer, der sich in der Projektleitung ehrenamtlich engagiert. „Wir haben uns dann gefragt, ob so etwas auch in kleineren Gemeinden möglich ist“, fügt Peter Helmling hinzu. Als Vorbild nahmen sich die Gemeindemitglieder die Citykirche in Koblenz. Das dortige Konzept habe sie motiviert.

Vom Mitbegründer der offenen Citykirche Koblenz, Hans-Peter Kuhnen und dessen ehemalige Kollegin, Monika Kilian, wurden die Interessierten ein halbes Jahr geschult. „Mit ihrem Know-How stehen die beiden uns auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite“, freut sich Luzia Waszewski. Finanzielle Unterstützung und unbürokratische Hilfe gebe es vom Bistum Trier. Pfarrer Stefan Dumont kümmert sich um ein einheitliches Erscheinungsbild durch Banner, Poster und sogar Namensschilder, „so haben wir direkt einen gewissen Wiedererkennungswert“, erläutert Meyer.

Drei Fragen sollen während des Projektverlaufes in der Sommersaison beantwortet werden: Mit welchen Absichten kommen Menschen in den Mariendom? Ist die Anwesenheit von uns notwendig und sinnvoll? Gibt es eine Nachfrage hinsichtlich eines Gesprächspartners innerhalb des Kirchenraumes? „Wir wollen mit den Ehrenamtlichen zusammen schauen, wie es nach diesem halben Jahr weitergeht“, erklärt Luzia Waszewski das offene Konzept, das sich stets weiterentwickelt.

Bis Oktober ist zu folgenden Zeiten immer ein Projektteilnehmer in der Kirche: Dienstag bis Freitag von 10.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie samstags 10.30 bis 12.30 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Pfarrbüro Maria Himmelfahrt unter Tel.: 02632-499875-0.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Ehrenamt Information Pfarreien Seelsorge
news-90823 Thu, 21 Jun 2018 15:04:17 +0200 Christus empfängt uns mit offenen Armen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christus-empfaengt-uns-mit-offenen-armen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_Inklusive_Wallfahrt_19a174d611.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Inklusive Wallfahrt" />Zu einer gemeinsamen Wallfahrt trafen sich Menschen mit Beeinträchtigung, die Lebenshilfe Obere Nahe sowie Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach Idar-Oberstein – Menschen mit Beeinträchtigung, Mitglieder und Mitarbeiter der Lebenshilfe Obere Nahe sowie Männer und Frauen aus der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach erlebten zum ersten Mal gemeinsam eine inklusive Wallfahrt.

Von Göttschied aus ging es zur ersten Station des Tages, dem Rochusberg in Bingen. In der Hauskapelle der Kreuzschwestern stimmten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Tag ein. „In einer kleinen Meditation überlegte jeder und jede für sich, was wichtig und wertvoll im eigenen Leben ist und schrieb das auf edelsteinverzierte Kärtchen“, erklärten die Veranstalter von der Lebenshilfe und der Pfarrgemeinde. Gesegnet und mit dem Wallfahrtsschal ausgestattet ging es anschließend zum Hildegard-Forum. Im Anschluss machte sich die Gruppe auf zum eigentlichen Ziel des Tages – zur Marienkirche des Vincenz-Stifts in Rüdesheim-Aulhausen. Die ehemalige Zisterzienserkirche wurde vor einigen Jahren von beeinträchtigten Menschen komplett neugestaltet. Behinderte Künstler gestalteten Entwürfe für Fenster und Innenausstattung. Zentrales Element der kleinen Kirche ist die stehende Christusfigur hinter dem Altar.

Unter dem Leitsatz „Christus empfängt uns mit offenen Armen“ gab Diakon Stefan Stürmer einige Erläuterungen und eine Einführung in den anschließenden Gottesdienst. „Nadine Prinz und Michael Eckhardt von der Lebenshilfe sorgten mit ihrem Gesang für berührende und meditative Momente“, berichten die Organisatoren. Für die musikalische Begleitung sorgten während des Tages Klaus und Jutta Gerhold, die auch das Lied „Gemeinsam bunt, gemeinsam stark“ mit den Teilnehmern sangen.

Im Klostercafé der Abtei St. Hildegard in Eibingen hatten die Wallfahrer die Möglichkeit zum Gespräch und konnten den Tag ausklingen lassen. „Ein gelungenes Experiment und ein schöner gemeinsamer Tag“, resümierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (red)

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Behinderung (Menschen mit...) Inklusion Pilgern Pilgern / Pilgerreisen / Pilger Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern Wallfahrten
news-90816 Thu, 21 Jun 2018 12:00:32 +0200 Nach dem Willen Gottes gelebt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nach-dem-willen-gottes-gelebt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_Apollinariskirche-mit-Reliquie_Jost_9421a88cf5.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Apollinariskirche mit Reliquie Jost" />Heiligen Besuch hatte die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen.  

Remagen – Heiligen Besuch hatte jetzt die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern Louis und Zélie Martin machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen. Es handelt sich dabei um die Eltern der Heiligen Thérèse von Lisieux, das Ehepaar wurde als erstes überhaupt in der Geschichte der katholischen Kirche am 18. Oktober 2015 auf dem Petersplatz in Rom von Papst Franziskus gemeinsam heiliggesprochen. Am Ende der damaligen Bischofssynode über Ehe und Familie in der heutigen Zeit hatte sie der Papst als Vorbild und Fürsprecher der Kirche geschenkt.

Pater Bartolomé erinnerte zu Beginn des Pontifikalamts mit Weihbischof Jörg Michael Peters daran, dass vor zehn Jahren bereits die Reliquie der Heiligen Thérèse von Lisieux in der Apollinariskirche zu Besuch gewesen sei, an dieses denkwürdige Ereignis erinnere man sich gerne zurück. Schließlich sei die Heilige Thérèse die Patronin der Missionare, zu denen auch die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe zähle. „Wir sehen uns als Missionare mit Ausstrahlung in die gesamte Region.“ Deshalb habe er alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auch die Reliquien ihrer Eltern in die Apollinariskirche zu holen.

Dass die Missionsarbeit nicht mit dem Ende des Lebens seinen Abschluss finde, beweise das Heilige Ehepaar immer wieder aufs Neue, so Weihbischof Jörg Michael Peters, der vor Beginn der Messe im Altarraum in stiller Kontemplation die Kraft der Reliquien auf sich hatte wirken lassen. Die Eheleute hätten es auch an diesem Tag wieder geschafft, dass zahlreiche Menschen als Pilger zu ihnen gekommen seien. „In der Taufe hat Gott jeden von uns zur Heiligkeit berufen, und die Heiligkeit ihres Lebens kann uns allen als Vorbild dienen.“

Peters gab zu, dass das Ehepaar ihm bis zu deren Seligsprechung fremd gewesen sei. Doch um ihnen nahe zu kommen, sei er auf Einladung eines französischen Amtskollegen selbst nach Lisieux gefahren.

Die Heiligen Eltern seien nicht deshalb heiliggesprochen worden, weil sie eine Heilige Tochter hatten, sondern weil sie selbst ein herausragendes christliches Leben geführt haben, sagte Peters in seiner Predigt in der vollbesetzten Kirche. Neun Kindern hätten die beiden das Leben geschenkt, von denen aber vier im zartesten Kindesalter verstorben seien. Das neunte Kind war die spätere Heilige Thérèse von Lisieux.

Als vorbildliche christliche Eltern hätten sie in allen ihren Kindern den Eifer für die Missionen geweckt, die Liebe zu den Armen und die Verehrung Marias.

„Sie können zeigen, wie eine Familie glücklich werden kann, wenn sie nach dem Willen Gottes und den Weisungen der Kirche lebt“, so Peters weiter. In einer Zeit, in der alle möglichen Formen des Zusammenlebens wichtiger erschienen als die Ehe selber, sei das Zeugnis dieser christlichen Familie von besonderer Bedeutung. Und dieses Zeugnis, das das Heilige Ehepaar abgelegt habe, solle an diesem Abend noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Die Familie sei zwar die kleinste Zelle für die Kirche, aber vielleicht die wichtigste. Denn hier werde die Grundlage geschaffen, etwa mit der Gebetsschule, was sich immer wieder bei den Firmungen bestätige. (red)

 

 

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Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-90642 Fri, 15 Jun 2018 15:06:06 +0200 "Persönliches Engagement und wirkliches Interesse" http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/persoenliches-engagement-und-wirkliches-interesse/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_Aktion_Arbeit_Sohrschied_7e2d971d83.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ein Verein im Hunsrück hat mehr als 150 Tischler erfolgreich ausgebildet, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht haben. Die Aktion Arbeit unterstützt die Arbeit mit 13.100 Euro. Sohrschied – „Eiche“ hat die einhellig Antwort auf die Frage nach dem derzeitigen Trend im Bereich Möbelbau gelautet. Sechs junge Männer arbeiten momentan in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied und fertigen hochfertige Vollholzstücke für Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen an. Mit 13.100 Euro unterstützt die Aktion Arbeit im Bistum Trier das Projekt, das ausschließlich durch Spenden finanziert wird.

Magdi aus Ägypten ist in seinem ersten Ausbildungsjahr und mag die Abwechslung zwischen der Berufsschule in Simmern und praktischem Arbeiten in der Werkstatt. Ahmadi ist mit mehr als 30 Jahren der älteste Azubi in der Truppe und erst seit zehn Monaten mit an Bord: „Für mich ist alles interessant.“ Arthur hat es dagegen bald schon geschafft, er steht gerade vor seinem Gesellenstück. Der Schrank mit eingelassener Steinplatte ist – fast schon obligatorisch – aus Eiche. Der 21-Jährige aus Simmern will nach seiner Ausbildung auf jeden Fall in dem Beruf bleiben, denn er liebt das Arbeiten mit Holz; diese Leidenschaft teilen auch die anderen, ob Praktikant, Lehrling oder Meister.

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, zeigt sich bei ihrem Besuch beeindruckt: „Es ist toll, dass solch ein kleiner Verein, Menschen, die sonst keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hätten, unterstützt“. Dadurch wäre es möglich, dass die jungen Menschen ein normales Leben bestreiten könnten. „Hier zeigt sich, dass persönliches Engagement und ein wirkliches Interesse an jeder einzelnen Person zum Erfolg führt.“

Seit der Gründung des Vereins 1984 wurden hier immerhin mehr als 150 Tischler ausgebildet. 35 Mitglieder zählt der Verein, „der sich aus ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammensetzt“, sagt Sabine Bollhorst . „Man kann sich mit seinen Kompetenzen einbringen.“ Dies könne auf ganz vielfältige Art und Weise geschehen. So geben Vereinsmitglieder Nachhilfe in Mathe oder Sozialkunde. „Uns geht es auch um eine gute Allgemeinbildung“, betont die engagierte Frau weiter. Darüber hinaus werden aber auch alltägliche Kompetenzen entwickelt. Astrid Becker kocht regelmäßig mit den jungen Menschen und hat mit ihnen die Weihnachtsfeier des Vereins organisiert. „Dazu zählte nicht nur das Zubereiten von Snacks, sondern auch das Einkaufen und Dekorieren des Festraumes.“ Die Jugendlichen werden sozialpädagogisch begleitet „und auch beim Theorie-Pauken fachlich unterstützt“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst, der seit 1991 als Schreinermeister angestellt ist und dem Vorstand des Vereins angehört. „Die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss“, ergänzt der Ausbilder.

„Und genau das ist ja das Ziel, dass die Aktion Arbeit verfolgt: Die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen“, erläutert Andrea Steyven. „Die Ausbildung von Jugendlichen mit Defiziten ist sehr kostenintensiv, daher haben diese oft keine Chance auf dem Arbeitsmarkt“, weiß Sabine Bollhorst.

Wer in der Ausbildungsstätte, die von der Handwerkskammer anerkannt ist, seine Lehre als Tischler beginnen möchte, muss sich in einem mehrwöchigen Praktikum beweisen, ein räumliches Vorstellungsvermögen und Disziplin mitbringen. „Schummeln und Lügen können wir hier nicht tolerieren“, sagt Mersch-Bollhorst. Denn das Team setzt auf eine familiäre Atmosphäre. Um finanziell auf stabileren Beinen zu stehen, ist in den 1988 Jahren, vier Jahre nach der Gründung des Vereins, ein Tagungshaus auf dem Gelände entstanden. Auf weitere Spenden ist der Verein trotzdem angewiesen.

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de und www.vbs-sohrschied.de.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Flüchtlinge Jugend Politik / Gesellschaft
news-90606 Thu, 14 Jun 2018 13:56:24 +0200 Heilende Liebe als Grundaufgabe http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heilende-liebe-als-grundaufgabe/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Scholastika_Dominikanerinnen_Koblenz-Arenberg_jf_b23dbcad11.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Scholastika Dominikanerinnen Koblenz Arenberg jf" />Am 24. Juni feiern die Dominikanerinnen Arenberg ihr 150-jähriges Bestehen. Generalpriorin Scholastika Jurt wirft einen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Ordens. Koblenz – Seit 150 Jahren gibt es die Kongregation der Dominikanerinnen im Koblenzer Stadtteil Arenberg. Aus diesem Anlass feiert der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Sonntag, 24. Juni im Kloster ein Pontifikalamt mit den Schwestern und Gläubigen. Dieses Jubiläum bietet Gelegenheit, einen Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu richten, findet Generalpriorin Schwester Scholastika Jurt.

„Unser Grundauftrag lautet ‚Heilende Liebe‘“, erklärt die gebürtige Schweizerin. „Uns geht es über die Gesundheit des Leibes hinaus, und wir möchten die Menschen dahin begleiten.“  Daher hat die Ordensgemeinschaft sich 2003 entschieden, ein Gästehaus zu eröffnen. „Wir sind aber kein Wellnesskloster, wie es so gerne heißt. Wir haben zwar unter anderem eine Sauna und unterschiedliche Bewegungsangebote wie Thai Chi, aber wir haben die Seelsorge unserer Gäste im Blick.“ Christliche Meditationen, Impulse und Bibelgespräche sowie Einzeltermine mit hausinternen Seelsorgerinnen und Seelsorgern werden angeboten. Die Auslastung von etwa 70 Prozent gibt den Schwestern und ihrer Idee Recht. „Wir bieten hier ganzheitliche Erholung.“

Neben all diesen Angeboten steht das Evangelium für die 52 Schwestern in Koblenz im Mittelpunkt. „Wir sind der Meinung, dass der Mensch das beste Zeugnis für Gottes Gegenwart ist.“ So ist das Klosterleben im Gästehaus spürbar. Die Novizinnen, die sich in Vorbereitung auf die zeitlichen Ordensgelübde befinden, leben Wand an Wand mit den Gästen; die Ordensschwestern wohnen allerdings im nahen Mutterhaus. Eine kleine Gruppe der Schwestern arbeitet im Gästehaus. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern etwas mitgeben.“ Der Orden könne ein Zeichen in der heutigen Kultur setzen, indem sie als Gemeinschaft zusammen am Tisch sitzen und Gespräche führen.

Wenn Schwester Scholastika zurückschaut, kann sie sagen, dass es in der heutigen Zeit im Orden eine geweitete Gastfreundschaft gibt und „nicht nur durch das Gästehaus“. Darüber hinaus habe sich das Gottesbild in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. „Der strafende Gott, Buße, Sünde und Schuld haben viel Raum eingenommen“, findet sie. Zwar tragen heute noch alle ihre Ordenskleidung (Habit), „aber jede kann ihren Schwer-punkt selbst legen. So arbeiten wir nicht mehr alle im gleichen Betrieb“, erklärt Schwester Scholastika, die im Alter von 25 Jahren in das Koblenzer Kloster eingetreten ist.

„Es ist offen, was wir morgen sein werden. Wir stellen uns die Frage, wie wir unsere Botschaft sozusagen ‚heutigen‘ können“, schaut Schwester Scholastika auch im Hinblick auf das Durchschnittsalter der Gemeinschaft von 81 Jahren in die Zukunft.

Gegründet wurde der Orden 1868 von Mutter M. Cherubine Willimann. Sie wurde 1842 in der Schweiz als Josefa Willimann geboren. 1864 trat sie in das Kloster der Dominikanerinnen St. Peter in Schwyz ein. Geprägt von den Monaten in Schwyz folgte sie – und mit ihr zwei Schwestern – der drängenden Bitte des Pfarrers von Arenberg, Johannes Babtist Kraus, nach Koblenz. Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für die Übernahme karitativer Aufgaben in der damals armen Pfarrgemeinde. 1868 erreichten die drei Frauen den Arenberg und bezogen das Klösterchen, in dem Josefa mit zwei weiteren Frauen das Noviziat begann und den Ordensnamen Cherubine erhielt.

Neben dem Gästehaus in Koblenz sind Orte des Wirkens der Schwestern in Berlin, Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen und Rickenbach/Schweiz. Seit 1963 gibt es eine Mission in Bolivien.

Weitere Informationen gibt es auf www.arenberger-dominikanerinnen.de. (jf)

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Exerzitien Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Orden
news-90605 Thu, 14 Jun 2018 12:38:32 +0200 „Ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-mitmachverein-ohne-mitgliederbeitraege/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_FBS_Qualifizierungszirkel_jf_1da43a8d64.jpg" width="150" height="112" alt="" title="FBS Qualifizierungszirkel jf" />Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter der regionalen Familienbildungsstätten, um in einem Qualitätszirkel über Angebote und aktuelle Themen zu sprechen Andernach – 127.487 Unterrichtsstunden mit 50.591 Teilnehmenden wurden 2017 von den Familienbildungsstätten (FBS) Andernach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Koblenz, Linz, Mayen, Neuwied und Simmern geleistet. Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter in einem regionalen Qualitätszirkel, um über ihre Angebote, aktuelle Themen wie Datenschutzrechtlinien oder über die Bistumssynode zu sprechen.

„Unsere Teilnehmer merken, hier ist etwas anders, aber sie können dieses Gefühl nicht konkretisieren. Sie sagen uns, dass sie sich hier angenommen fühlen“, verdeutlicht es Felicitas Flöthner, geschäftsführende Leiterin in Koblenz. „Wir leben das Christsein; da muss nicht vor jedem Angebot ‚katholisch‘ stehen“, fügt Ute Gilles-Adenauer von der FBS Linz hinzu. „Bei unseren Eltern-Kind-Gruppen wird auch schon mal ungezwungen über das Thema Taufe gesprochen. Ich denke, das unterscheidet uns unter anderem von der Volkshochschule“, berichtet Felicitas Flöthner aus ihrem Alltag.

Bei den FBS handelt es sich um eingetragene Vereine unter bischöflicher Aufsicht mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern. Zuschüsse erhalten die Einrichtungen vom Land Rheinland-Pfalz und vom Bistum; in einigen Fällen auch von den Kommunen. „Wir sind ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“, fasst es Erika Heinen (geschäftsführende Leiterin der FBS Bad Neuenahr-Ahrweiler) augenzwinkernd zusammen. „Durch diese Struktur haben wir eine gewisse Eigenständigkeit, können schnell reagieren und Angebote anpassen“, erklärt Ute Gilles-Adenauer. Jährliche Teilnehmerbefragungen sind ein Instrument, um die Zufriedenheit abzufragen, aber auch eine Möglichkeit herauszufinden, welche Angebote noch fehlen. „Jedes Jahr machen wir uns neu auf die Suche nach Themen“, sagt Felicitas Flöthner. „Dabei schauen wir immer, ob es zu unserem Leitbild passt“, betont Erika Heinen.

„Viele Eltern gehen schneller wieder arbeiten. Da fehlen uns nicht nur Kursteilnehmer, sondern auch Leiter; früher war eine Honorartätigkeit für Mütter bei der FBS durchaus interessant“, erklärt Emmerich, Leiterin der FBS Mayen, die Entwicklung. Angebote, die tagsüber stattfinden, werden seltener angenommen, weiß Nils Zimmermann, geschäftsführender Leiter der FBS Neuwied und Linz. „Viele Infos findet man nun im Internet“, sagt Zimmermann im Hinblick auf die Digitalisierung. „Wir verbinden unser bewährtes Koch-Angebot mit dem Erstellen eines digitalen Kochbuches“, erklärt Felicitas Flöthner wie sie in Koblenz mit dem Thema Digitalisierung umgehen. Die FBS Neuwied bietet Kurse zum Erstellen von YouTube-Channels und zur App-Programmierung an.

Iris Emmerich ist im Vorstand der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten und kümmert sich hier um die Belange der 15 FBS im Bistum Trier – dazu zählt auch die Umsetzung der Synode. „Was die Umsetzung der Ideen aus dem Synodendokument angeht, sind wir als FBS schon recht weit. Wir sind kommunal und innerkirchlich sehr gut vernetzt“, berichtet sie. „Wir sind zudem Orte des Glaubens – auch wenn das bei vielen noch nicht so präsent ist.“ Daran müssten sie nun gemeinsam arbeiten. „Charismen vor Aufgaben stellen“ wie es im Synodendokument heißt, würde in den FBS schon praktiziert. „Wir schauen bei den Ehrenamtlichen darauf, was ihre Herzenssache ist und danach gehen wir“, erklärt Stefanie Lange, Leiterin der FBS Andernach und Gastgeberin der Treffen des Qualitätszirkels.

Die FBS suchen noch Honorarkräften, die einen Kurs anbieten möchten. Weitere Infos gibt es bei den einzelnen Familienbildungsstätten in Andernach, Tel. 02632-250350, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. 02641-27039, Koblenz, Tel. 0261-9142199, Linz, Tel. 02644-4163, Mayen, Tel. 02651-6800, Neuwied, Tel. 02631-39070 und Simmern, Tel. 06761-95020.

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Familienbildungsstätten Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier
news-90575 Wed, 13 Jun 2018 16:21:48 +0200 „Nicht an die nukleare Abschreckung gewöhnen“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nicht-an-die-nukleare-abschreckung-gewoehnen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_CF004133_20x30_quer_02_f98cd5e707.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann äußert sich im Vorfeld des Aktionstags in Büchel und verweist auf Apelle an die Bundesregierung, sich stärker für die nukleare Abrüstung einzusetzen. Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat davor gewarnt, sich an die nukleare Abschreckung zu gewöhnen. „Es ist höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden“, betont der Trierer Oberhirte, der auch Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax ist, einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden. Die aktuellen Tendenzen zur Modernisierung der Atomwaffen würden die Unsicherheit erhöhen und seien „ausgesprochen bedrohlich“, so Bischof Ackermann im Vorfeld des kirchlichen Aktionstages am 7. Juli am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel.

Bischof Ackermann, der am Aktionstag selbst nicht teilnehmen kann, den Teilnehmern aber seine Grüße übermittelt, verweist auf die Appelle der Kommission Justitia et Pax an die Bundesregierung, wonach diese sich zukünftig stärker für die nukleare Abrüstung einsetzen soll. „Die Haltung der Bundesregierung in dieser Frage, zum Beispiel sich nicht an den Verhandlungen zum Atomwaffenverbotsabkommen zu beteiligen, war sehr unbefriedigend und ist ein falsches Signal“, sagt der Oberhirte. Und er ergänzte: „Wir wären gut beraten, auch alte politische Gepflogenheiten, wie die nukleare Teilhabe, auf den Prüfstand zu stellen.“ Ein „Weiter so“ in der Hoffnung, dass es schon gut gehen werde, wäre höchst fahrlässig und zudem angesichts der Kosten der nuklearen Rüstung nicht zu vertreten, macht Ackermann deutlich.

Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen auf zu einem Aktionstag am 7. Juli am deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel auf, wo US-amerikanische Atombomben gelagert sein sollen. Beim Aktionstag am 7. Juli soll um 11.58 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden, in dem unter anderem der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), die Predigt halten wird. Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen.

Infos im Internet unter: www.KirchenGegenAtomwaffen.wordpress.com

(red)

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news-90564 Wed, 13 Jun 2018 11:14:10 +0200 Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-herausforderung-fuer-die-kirche-im-bistum-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Klimawandel_Koblenz_388beea66a.jpg" width="150" height="100" alt="Im Gemeindezentrum St. Franziskus diskutierten die Teilnehmer über Klimawandel und Umweltschutz" title="Klimawandel Koblenz" />Verschiedene Initiativen haben zum Thema „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ in das Gemeindezentrum St. Franziskus Koblenz geladen. Koblenz – Unter dem Titel „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ hatten am 11. Juni die Pfarreiengemeinschaften Koblenz-Moselweiß und Untermosel-Hunsrück, die Dekanate Remagen-Brohltal und Andernach-Bassenheim in das Gemeindezentrum St. Franziskus im Koblenzer Stadtteil Goldgrube geladen. Und der Ort hätte kaum besser gewählt sein können, gilt der Heilige Franziskus doch bis heute als Vorbild in Fragen der Mensch-Natur-Beziehung.

Sigrid Heuer betreut an der Schönstätter Marienschule in Vallendar die Schulwald-AG, die bis heute mehr als 500 Bäume gepflanzt hat und 2017 mit dem Umweltpreis des Bistums Trier ausgezeichnet wurde. Kinder in der vielfach als schwierig wahrgenommenen Lebensphase der Pubertät lernen hier, wie wichtig die Bewahrung der Schöpfung ist und tragen ihr Wissen nach Hause. Bernhard Grunau bemüht sich als Geschäftsführer um den ökologischen Betrieb des Klosters Arenberg der Arenberger Dominikanerinnen, etwa durch die Nutzung von Sonnenenergie oder den Einbau von Dreifachverglasung. Nicht nur im Kloster, sondern in vielen kirchlichen Einrichtungen ist der Einsatz von LED-Beleuchtung, die Verwendung von Recyclingpapier und Kaffee aus fairem Handel mittlerweile weit verbreitet.

Die Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, verkündete das Ziel, die CO2-Emissionen von 2010 bis 2040 zu halbieren. Der Klimafonds stelle bistumsintern jährlich 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung.

Christian Heckmann von der Stabsstelle für die Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode stellte den Anwesenden die Aussagen der Synode zum Klima- und Umweltschutz vor. Die Kirche setze „auf die Würde und Verantwortung aller Getauften. Sie gibt Charismen Raum, die dem Aufbau des Reiches Gottes dienen, und sie lässt Platz für andere und für einen kreativen Dialog mit ihnen.“

Christoph Bals von Germanwatch e.V. beschäftigte sich beim Einsatz für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen üblicherweise mit der Politik, stellte diesmal allerdings die päpstliche Enzyklika „Laudato si’“ vor und arbeitete dabei besonders den Gedanken des gemeinsamen Ursprungs, wechselseitigen Zusammenhangs und der geteilten Zukunft allen Lebens auf der Erde heraus. Das Klima sei gemeinsames Gut.

In der anschließenden Diskussion kam mehrfach zur Sprache, wie schwierig es sei, andere Menschen für Projekte des Klima- und Umweltschutzes zu mobilisieren. Allzu häufig lägen Steine im Weg und nicht nur innerkirchlich gäbe es wenig Resonanz, weil andere Themen gerade wichtiger wären. Dennoch komme es darauf an, Dinge vor Ort umzusetzen. Kleine Alltagsentscheidungen sind zwar der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, doch Beharrlichkeit und Multiplikation verstärken eine Idee und verhelfen ihr zum Durchbruch. So bestand dann auch der Wunsch nach engerer Vernetzung unter den Aktiven und dass das Treffen an diesem Montagabend nicht das letzte bleiben möge. Am Ende verfassten die Teilnehmer eine Resolution in der es unter anderem heißt: „Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. […] Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.“ (jf)


Resolution 11.06.2018, Koblenz, Veranstaltung „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“

„Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

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news-90357 Wed, 06 Jun 2018 09:34:23 +0200 Ein Höchstmaß an Nächstenliebe http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-hoechstmass-an-naechstenliebe-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/d/csm_Pater-Niederschlag_02_8669910145.jpg" width="113" height="150" alt="Pater Prof. Dr. Heribert Niederschlag" title="Pater Niederschlag 02" />Ein einziger Mensch kann das Leben von bis zu sieben anderen retten und zwar wenn er Organspender ist. Moraltheologe Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der PTH Vallendar benennt unterschiedliche Argumente. Vallendar/ Saarbrücken – Ein einziger Mensch kann das Leben von bis zu sieben anderen retten und zwar wenn er Organspender ist. Viele stehen dem Thema Organspende durchaus positiv gegenüber, doch nur etwa ein Drittel der Deutschen besitzt einen Organspendeausweis. Der bundesweite Organspendetag am 2. Juni, der diesem Jahr unter anderem mit einem ökumenischen Gottesdienst in Saarbrücken begangen wird, macht auf das sensible Thema aufmerksam. Moraltheologe und Pallottiner Prof. Dr. Heribert Niederschlag von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar benennt unterschiedliche Gründe für diese Zurückhaltung.

„Es kam 2012 zu einem intensiven Einbruch durch die Transplantationsskandale in einigen Kliniken und da ist das Vertrauen stark beschädigt worden“, erklärt Niederschlag. Ärzten wurde damals vorgeworfen, sie hätten ihre Patienten kranker dargestellt, damit sie auf der Warteliste für Transplantationen weiter nach oben rutschten. Mehr als 10.000 Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Etwa 1000 sterben im Verlauf eines Jahres, weil es keinen passenden Spender gibt.

Das verlorene Vertrauen wieder aufzufangen sei schwer. „Man hat es dadurch versucht, dass die Krankenkassen im Zuge eines neuen Gesetzes daran gehalten sind, in bestimmten Zeitabständen über die Organspende zu informieren und eventuelle Ängste abzubauen“, berichtet Niederschlag. Zudem habe sich das Verfahren der Organvermittlung verändert: „In jedem Krankenhaus mit Intensivstation muss ein Transplantationsbeauftragter benannt werden, der die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) darüber informiert, dass unter Umständen eine Organtransplantation möglich wäre.“ Unabhängige Fachärzte untersuchen, ob Organe entnommen werden können. Die Ergebnisse werden anschließend an die europäische Organvermittlungsstelle Eurotransplant übermittelt, die ein Punktesystem aufgrund von Dringlichkeit und Erfolgsaussichten führen. Diese Punkte entscheiden über die Rangfolge. „Natürlich werden die, die in akuter Lebensgefahr schweben, bevorzugt.“ Es sei jedoch nicht gänzlich auszuschließen, dass es wieder zu Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe „durch das Konkurrenzdenken der einzelnen der 47 Transplantationszentren und den Ehrgeiz einiger Ärzte, möglichst viel zu transplantieren“ kommen könnte.

Einen weiteren Grund für die Zurückhaltung gegenüber Organtransplantationen sieht Niederschlag auch im sogenannten Hirntodkriterium. „Ein Spender soll tot sein, aber es werden lebende Organe benötigt“, dies sei schwierig nachzuvollziehen, „denn entweder ist man tot, dann sind die Organe auch tot oder man lebt.“ 1968 wurde der Hirntod als Todeszeitpunkt definiert. Doch diese Hirntodüberlegung sei in den vergangenen Jahren arg ins Wanken geraten. „Letztlich setzt sich doch durch, dass das Hirntodkriterium wohl nicht der Tod des Menschen ist. Das Sterben ist ein Prozess und niemand kennt den Endpunkt.“ Das Leben könne sich noch hin dehnen jenseits der Grenze, die von den Apparaturen erfasst wird. „Es ist nicht ausgeschlossen, aber man kann medizinisch doch mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass hier der Mensch nicht mehr zurückkommen wird, zu einem bewussten Leben oder auch zu einem Leben, das ohne die Apparaturen überhaupt noch überlebensfähig ist.“ Doch es bliebe eine gewisse Unsicherheit: „Wir können nicht erkennen, wann der Mensch endgültig tot ist, das liegt jenseits des Erforschbaren.“ Es müsse ein Höchstmaß an Sicherheit gegeben sein, dass jemand tatsächlich nicht mehr weiterlebt, betont Niederschlag.        

Für die Angehörigen sei es schwierig nachzuvollziehen, dass ein von ihnen geliebter Mensch tot sei, denn „wenn jemand an einer Herzlungenmaschine oder an Beatmungsgeräte angeschlossen ist, sieht er nicht wie tot aus. Das ist das Erschütternde.“ Manche hätten dann den Eindruck: Der lebt doch noch. „Ärzte aber sagen, die Daten sind hier eindeutig, er wird aufgrund der Apparate am Leben erhalten, aber das Leben ist inzwischen sozusagen aus dem Körper entwichen.“

Die kirchliche Sicht sei klar. „Papst Johannes Paul II. hat sich dazu mehrfach geäußert und die Organspende als ein Höchstmaß an Nächstenliebe beschrieben“, sagt Pater Niederschlag. Bei ihm selbst habe sich seine Grundhaltung zum Thema mit der Zeit entwickelt: „Selbst, wenn ich ein Sterbender sein sollte, der nur noch eine ganz kleine Zeitspanne zu leben hat, warum sollte ich nicht dann Organe zur Verfügung stellen, damit andere unter Umständen noch jahrelang aufleben und auch mit ihrer Familie weiterleben können?“

Weitere Informationen gibt es auf www.organspendetag.de

 

 

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Redaktion Koblenz bistum-trier Seelsorge / Pastoral