Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Fri, 06 Dec 2019 16:37:42 +0100 Fri, 06 Dec 2019 16:37:42 +0100 Bistum Trier news-103102 Thu, 05 Dec 2019 08:52:27 +0100 Langfristiges Ehrenamt wird gebraucht https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/langfristiges-ehrenamt-wird-gebraucht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_TS_Erdmannchen_3c75c19e74.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die fünf TelefonSeelsorge-Stellen im Bistum Trier suchen interessierte Ehrenamtliche, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Trier - Zum internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wirbt die TelefonSeelsorge Trier dafür, sich auch künftig für langfristige Ehrenämter zu bewerben und damit der Gesellschaft Stabilität und Konstanz zu geben. „Das Ehrenamt ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft enorm wichtig und für Viele ein Ausdruck praktizierter Nächstenliebe. Diesen Zusammenhalt brauchen wir heute genauso dringend, wie schon vor über 60 Jahren, als die TelefonSeelsorge gegründet wurde“, beschreibt Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der Telefonseelsorge Trier, die Situation.

Eine hohe Zahl an Ehrenamtlichen engagiert sich teilweise schon seit Jahrzehnten bei der TelefonSeelsorge. „Engagement über viele Jahre oder gar Jahrzehnte ist automatisch an eine tiefe Verbundenheit gekoppelt, die vielen unserer Ehrenamtlichen Halt und Kraft gibt“, erklärt Gabriella Kokott, hauptamtliche Psychologin in der TelefonSeelsorge Trier. Diese Treue führt sie auf die Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück: Diese zeige sich etwa an der intensiven Ausbildung und der durchgängigen Betreuung.

In der Telefonseelsorge Trier arbeiten 65 ehrenamtliche und drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam 860 Dienstjahre aufweisen. Die TelefonSeelsorge hat deutschlandweit 104 Stellen mit mehr als 7.500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Alle Stellen bilden aus und freuen sich über neue Bewerberinnen und Bewerber, die sich ein Ehrenamt bei der TelefonSeelsorge vorstellen können. In der Telefonseelsorge Trier hat derzeit ein einjähriger Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begonnen. Im Jahr 2020 beginnt ein weiterer Ausbildungskurs. „Die Telefonseelsorge Trier stellt sich ständig den neuen Herausforderungen“, sagt Stellenleiter Steinmetz. Psychologin Kokott ergänzt: „Neben 24 Stunden Telefonbereitschaft an sieben Tagen in der Woche und das über das ganze Jahr, also auch an Feier- und Ferientagen, vergeben wir bei persönlichen Krisen kurzfristig Vor-Ort Beratungstermine. In der Mailberatung im Internet erleben wir derzeit vorwiegend Anfragen junger Menschen, die jünger als 30 Jahre sind, und in einer ernsten Lebenskrise Suizidgedanken haben.“ Im Bistum Trier gibt es fünf teils ökumenisch getragene TelefonSeelsorge-Stellen.

Als eine der ersten Suizidpräventionsmaßnahmen in Deutschland wurde die TelefonSeelsorge 1956 gegründet. Um möglichst vielen Menschen den Kontakt zu ermöglichen, steht sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit. Die Seelsorge ist ideologisch, konfessionell und politisch wertneutral. Die Anrufe werden vertraulich behandelt.  Die TelefonSeelsorge ist dank der Unterstützung der Deutschen Telekom unter den Nummern 0800/1110111 und  0800/1110222 gebührenfrei erreichbar. Auch eine Chat oder Mailberatung ist möglich; Infos dazu sind unter www.telefonseelsorge.de zu finden. Bundesweit wurden 2018 wurden bundesweit 680.060 Telefonate, 45.167 Vor Ort- und 11.881 Chatgespräche geführt sowie 11.638 Mails geschrieben.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-103099 Wed, 04 Dec 2019 14:47:25 +0100 Diakonisches Engagement der Kirche vor Ort stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/diakonisches-engagement-der-kirche-vor-ort-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_VV_Bischof_c9c9e84b5e.jpg" width="150" height="113" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann war zu Gast bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes Trier. Trier - Das caritative Engagement und der Einsatz für Menschen in Not prägen das diakonische Gesicht der Kirche vor Ort: Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes am 30. November in Trier gesagt. Das von einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse entwickelte Dokument zur „diakonischen Kirchenentwicklung“ enthalte viele Vorschläge, wie Kirche vor Ort sich weiter entwickeln und ihr Engagement  für die Menschen verstärken kann. Die wichtigsten Elemente einer diakonischen Kirchenentwicklung? Mit Menschen in Not Dialog und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen. Durch die „Sozialraumorientierung“ könne sich die Hilfe stärker an den Bedarfen der Menschen ausrichten und im Lebensumfeld vorhandene Potenziale einbeziehen. An die Caritas richtete der Bischof die Bitte, sich vor Ort aktiv einzubringen und die Kirchenentwicklung vor Ort diakonisch zu inspirieren.

Dass es gemeinsame Projekte von Caritas und Seelsorge schon heute gibt, verdeutlichten drei Beispiele aus dem Bistum Trier. Rita Schneider-Zuche und Dr. Alexander Knauf vom Diözesan-Caritasverband moderierten eine Talkrunde, bei der die Initiatoren ihre Projekte und Initiativen vorstellten. Aus Mendig waren Klaudia Racke-Hackenbruch und Christian Hoffmann gekommen, um den barrierefreien Kreuzweg vorzustellen. Er wurde von Menschen mit Behinderung aus Einrichtungen der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe zusammen mit verschiedenen Akteuren in Mendig erstellt und lädt zu Meditation und Gebet ein. Patrick Jochum (Caritasverband Saarbrücken) und Diakon Wolfgang Schu (Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken cts) berichteten über das Projekt „Tante Anna“. Herzstück ist eine offene Begegnungsmöglichkeit im cts-Alten- und Pflegeheim St. Anna in Sulzbach. Inzwischen gibt es sogar einen Babyclub im Seniorenheim sowie weitere niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Familien aus dem Umfeld. Professor Dr. Martin Lörsch und Bernd Wienczierz stellten die „Generationenbrücke St. Josef“ vor, die von der Hildegard-Stiftung getragen wird: Ziel ist es, durch neue Wohnkonzepte im Alter und Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt das Leben im Quartier mit den Bürgern weiter auszubauen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Caritas / Soziales
news-103097 Wed, 04 Dec 2019 09:37:06 +0100 Hingehört: Was brauchen die Menschen? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hingehoert-was-brauchen-die-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Team_Neuwied_01_059c32946b.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Team Neuwied 01" />Die Synode hat viele Haupt- und Ehrenamtliche inspiriert, Neues zu wagen und Altbewährtes weiter zu entwickeln. Viele kirchliche Aktivitäten im Raum Neuwied sind ein gutes Beispiel hierfür Neuwied – Es gibt Gläubige im Bistum Trier, die das Gefühl haben, durch die von der Synode angestoßenen Veränderungen gehe viel verloren. Dass dem nicht so ist, sondern dass die Synode viele Haupt- und Ehrenamtliche inspiriert, ist im Raum Neuwied schon heute erlebbar.

Das Projekt „Die Kita als Ort von Kirche für Familien“ in Neustadt/Wied zählt dazu. „Wir wollen zum einen Kitas unterstützen und zum anderen Netzwerkpartnerschaften eingehen“, erklärt Gemeindereferentin Eva Dech. „Aber es können sich auch Familien mit ihren Bedürfnissen an uns wenden“. Dabei gebe es nicht vornehmlich ein religiöses Angebot, sondern eines, das der Lebenswirklichkeit der Menschen entspricht. Das Projekt verdeutlicht auch, dass nicht alles in Neuwied stattfindet. „Wir vergessen das Land nicht“, betont Eva Dech. Das kann auch Pfarrer Lothar Anhalt bestätigen. Rund 300 Frauen, Männer und Kinder konnte er in diesem Jahr mit einem anderen Gottesdienst im Linzer Pfarrhausgarten begeistern.

Wiederum im Herzen Neuwieds steht die Kirche St. Matthias. „ION“ hat hier vor rund einem Jahr für große Aufmerksamkeit gesorgt. Kunstinstallationen, kulturelle und geistliche Veranstaltungen fanden im leeren Kirchraum statt; und es geht weiter.

Doch es muss auch nicht immer alles ganz neu erfunden werden, dafür steht der Ehrenamtliche Manfred Wertgen aus Irlich. „Bei uns finden Gottesdienste außerhalb des Kirchenraums statt, aber nur wenn es eine Verbindung zwischen Ort und Anlass gibt“. So gibt es den klassischen Gottesdienst an Allerheiligen auf dem Friedhof. Zum Erntedank ging es mit mobilem Altar und Bierbänken auf den neuen Weinberg.

Neue Wege zu gehen, ist auch möglich, indem man anderen Personengruppen Verantwortung überlässt. So wurde die Friedensandacht in Irlich von den Messdienerinnen und Messdienern in Eigenregie organisiert.

Beate Zwick betont, dass es wichtig sei, den Spagat zwischen traditionellen und neuen Formen zu schaffen. Dazu passt auch das Projekt von Haupt- und Ehrenamtlichen mit dem Titel „Wortreich“. Dabei wird die Bibel unter heutigen Aspekten genau unter die Lupe genommen.

 „Wir haben festgestellt, dass wir Kirche weiterfassen müssen“, berichtet Beate Zwick, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Sie hat sich zusammen mit der Gemeindereferentin Anne Basten die Katholischen Öffentlichen Büchereien und die Kunden dort näher angeschaut. „Wir haben hier intensive Gespräche geführt“, betont Anne Basten. „Man hört erst einmal hin, was beschäftig die Menschen und dann wird geschaut, wie man es realisieren kann – das ist eine neue Arbeitsweise“, verdeutlicht Pastoralassistentin Madeleine Esch. Es gehe um ein ehrliches Interesse an den Menschen. „Sagt ihr uns, was ihr braucht!“, laute die neue Herangehensweise, erklärt Anhalt. Zu dieser neuen Vorgehensweise gehört viel Haltung, erklärt Pastoralreferentin Elisabeth Beiling. „Ich setzte mich den Menschen aus und lasse mich von ihnen verändern“. Und Pastoralreferent Christopher Hoffmann weiß: „So entstehen neue Formate“.

„Menschen suchen Sinn und eine Gemeinschaft, um sich darüber auszutauschen“, ist der Eindruck von Madeleine Esch. „Wir machen uns dafür stark, dass es solche Begegnungsmöglichkeiten gibt“. Sei es mit „AnsprechBar“ für junge Erwachsene oder der MusikkircheLive in Block, der Gedanke der Vergemeinschaftung auf unterschiedliche Weise, eine individuelle Vorgehensweise und die Frage nach den Bedürfnissen der Menschen eint alle Projekte und Angebote.

„Wer Ideen hat, kann sich einfach bei uns melden“, lädt Anne Basten ein. (jf)

 

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news-103096 Tue, 03 Dec 2019 16:12:36 +0100 Die Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-erfahrungen-aus-der-arbeit-der-letzten-jahre-einbringen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_UBMKS_NatRat_20191202_gruppenbild_web_466fa11b6d.jpg" width="150" height="89" alt="" title="UBMKS NatRat 20191202 gruppenbild web" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Berlin/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Zehn Jahre nach Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ hat sich der Rat auf Einladung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am 2. Dezember in Berlin konstituiert.

Der Nationale Rat ist der Ort für den langfristig angelegten interdisziplinären Dialog auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen zur dauerhaften Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen. Dem Gremium gehören neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Fachpraxis auch Betroffene an. Der Rat soll bis Sommer 2021 eine Verständigung über konkrete Ziele und Umsetzungsschritte erarbeiten, um die Prävention, Intervention und Hilfen für betroffene Kinder und Jugendliche spürbar zu verbessern und die Forschung weiter voranzubringen. Ziel des Nationalen Rates soll sein, sich gemeinsam als Verantwortungsgemeinschaft über die nächsten konkreten Schritte im Kampf gegen sexuellen Missbrauch zu verständigen. Alle Verantwortungsträger sollen hierzu in ihrer Zuständigkeit einen Beitrag leisten.

„Ich bin froh, dass mit Schwester Dr. Katharina Kluitmann als Vorsitzender der Deutschen Ordensoberenkonferenz und mir Vertretungen aus der katholischen Kirche in den Rat berufen wurden sind“, sagt Bischof Ackermann. „Auf diese Weise können wir unsere Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen. Ich erhoffe mir von der Arbeit im Nationalen Rat eine größere Vernetzung über verschiedene Verantwortungsbereiche hinweg, und dass gesamtgesellschaftlich die Sensibilität für das Thema gestärkt wird.“

Nach seiner Konstituierung wird der Nationale Rat in thematischen Facharbeitsgruppen arbeiten und jeweils zweimal im Jahr 2020 sowie einmal im Jahr 2021 tagen zu den Themenbereichen Schutz und Hilfe, Kindgerechte Justiz, Ausbeutung und Internationale Kooperation, Forschung und Wissenschaft. Bis zum Sommer 2021 soll der Nationale Rat sich zu konkreten Zielen und Umsetzungsschritten verständigt haben.

Weitere Informationen sind unter www.beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/nationaler-rat zu finden.

(JR)                    

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news-103089 Sat, 30 Nov 2019 16:59:00 +0100 Der Auftrag der Synode steht nicht in Frage https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/der-auftrag-der-synode-steht-nicht-in-frage/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_CF004073_21x30_quer_8b9ec44b1b.jpg" width="150" height="105" alt="" />In einem Brief wendet sich Bischof Dr. Stephan Ackermann an die Gläubigen im Bistum Trier. Trier - Der Auftrag der Synode, sich „als Christinnen und Christen einzubringen, um als diakonische und missionarische Kirche das Evangelium in unserer Welt neu zum Leuchten zu bringen“, steht nicht in Frage. Das betont Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Brief an die Gläubigen im Bistum Trier, der in den Gottesdiensten am 1. Advent verlesen wird. „Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass der mit der Synode eingeschlagene Weg, den wir mit dem Umsetzungsgesetz konkretisiert haben, ein guter Weg in die Zukunft ist“, schreibt der Bischof. In diesem Sinn werde er auch gegenüber den römischen Behörden Stellung nehmen.

Die römische Kleruskongregation, die für Fragen im Zusammenhang mit den Pfarreien und dem priesterlichen Dienst zuständig ist, hatte Ende November zusammen mit dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte den Vollzug des Umsetzungsgesetzes und damit den Start der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 ausgesetzt, um das Gesetz und die Einsprüche dagegen zu prüfen.

Der Bischof dankt allen, die sich in den letzten Jahren eingebracht haben mit dem Ziel, das kirchliche Leben in den Gemeinden des Bistums zu erneuern – „in der Überzeugung, dass die Erneuerung des kirchlichen Lebens auch eine neue Gestalt der Pfarreien braucht“. Er schreibt: „Das Engagement so vieler Menschen für unsere Kirche war und ist für mich ein ermutigendes und bestärkendes Zeichen, diesen Weg zu gehen.“ Gleichwohl sei ihm bewusst, dass es Menschen gebe, die sich „nicht mitgenommen“ fühlten, und die mit Sorgen und Vorbehalten auf die Entwicklungen im Bistum schauten. Dass eine Gruppe von Priestern wie auch Vertreter der „Initiative Kirchengemeinde vor Ort“ diese Sorge nun in zwei Beschwerden gegen das Umsetzungsgesetz in Rom vorgebracht hätten, sei rechtmäßig, erklärt der Bischof. „Dies dient einem ordentlichen Verfahren und hilft auch dabei, eine größere Rechtssicherheit zu gewinnen.“ Den offenen Ausgang der Prüfung gilt es abzuwarten.

Es gehe nun darum, gute Lösungen für die eingetretene Situation zu finden, damit die Seelsorge vor Ort in verlässlicher Weise gewährleistet bleibt und es angemessene Rahmenbedingungen für alle Haupt- und Ehrenamtliche gebe, die von der Aussetzung des Gesetzes betroffen seien. Der Bischof bittet „all jene, die durch die römische Entscheidung innerlich verärgert und enttäuscht sind, an ihrer Motivation festzuhalten und sich vor Ort weiter aktiv im Sinne der Synode einzubringen“. Diejenigen, die die römische Entscheidung begrüßten, bitte er ebenso „um einen konstruktiven Geist, einen gemeinsamen Weg zu finden zum Segen für die Menschen im Bistum Trier.“ Eine Polarisierung und ein „Gegeneinander verschiedener Parteiungen“ helfe niemandem. 

Bischof Ackermann bittet die Gläubigen um ihr Gebet, zum Beispiel mit diesem Gebet: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/gebet/gebet-fuer-das-bistum/

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Synode Synode: Umsetzung
news-103088 Fri, 29 Nov 2019 12:10:04 +0100 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/200-jahre-krippen-schnitzkunst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Krippe_Senoner_028e5db4c5.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ab dem 29. November stellt das Museum am Dom Krippen aus dem Grödnertal aus. Die Exponate können bis 26. Januar 2020 besichtigt werden. Trier – Das Museum am Dom zeigt ab Freitag, dem 29. November, 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst des Grödnertals. Die Krippen sind sowohl Leihgaben vom Museum Gherdëina in St. Ulrich sowie von Privatpersonen.

Einen ersten Aufschwung erlebte die Krippenschnitzkunst aus dem Grödnertal nach dem Verbot der öffentlichen Krippen durch Kaiser Josef II. im Jahr 1782. So entstanden in der Zeit des Biedermeier erstmals Krippen in großer Zahl für private Haushalte. Durch die im Jahr 1872 in St. Ulrich gegründete Schnitzschule gab es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder neue künstlerische Impulse. Neben den Figurenkrippen entstanden auch Reliefs und Blockkrippen.

In den vergangenen Jahren konnten im Museum am Dom unter anderem böhmische Landschaftskrippen, afrikanische Krippen, die Hallersche Papierkrippe und Weihnachtskrippen polnischer Holzschnitzer betrachtet werden.

Die Exponate können von Freitag, 29. November 2019, bis Sonntag, 26. Januar 2020, besichtigt werden, jeweils Dienstag bis Samstag um 9-17 Uhr und Sonn- und Feiertags um 13-17 Uhr. Die Eröffnung findet am Freitag, den 29. November um 18.30 Uhr im Museum am Dom statt. Neben verschiedenen Führungen gibt es auch einen Bastelworkshop für Kinder an den Samstagen 7. und 14. Dezember jeweils um 10-12 Uhr für 10 Euro pro Person.

Weitere Informationen gibt es unter 0651-7105-255 oder per E-Mail unter museum(at)bistum-trier.de.

(aw)

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news-103039 Wed, 27 Nov 2019 10:22:00 +0100 Firmvorbereitung in jugendlicher Hand https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/firmvorbereitung-in-jugendlicher-hand/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_AK_Firmung_Maifeld_c4f9cab46d.jpg" width="150" height="113" alt="" title="AK Firmung Maifeld" />Seit 2012 gibt es in der Pfarreiengemeinschaft Maifeld den Arbeitskreis Firmung: Junge Menschen unterstützen Jugendliche auf ihrem Weg zum Sakrament der Firmung Vallendar/Polch – Es ist wuselig, etwas Stille kehrt erst ein, als eine Feuerschale angezündet und ein Impuls vorgelesen wird. Fast 80 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Maifeld bereiten sich auf ihre Firmung vor. Das Besondere: Begleitet werden sie dabei in erster Linie von jungen Menschen.

„Es macht Spaß“, berichtet Manuel Lellmann. Der Polcher bereitet mit 25 anderen die vier Tage im Haus Wasserburg in Vallendar vor. Das Angebot dreht sich in erster Linie um das Leben der Firmbewerberinnen und Firmbewerber sowie um den eigenen Glauben. „Was sind ihre Wurzeln? Was wollen sie mal werden?“, lauten Fragen, die in das Programm miteinfließen, berichtet der 21-Jährige. „Die Firmung ist auch ein: Zu-sich-selbst-finden. Das zeigen wir hier“, erklärt er weiter. Wie diese Themen umgesetzt werden, da sind die Jugendlichen recht frei. „Ich möchte, dass die Betreuer und die Firmbewerber ihr eigenes Potenzial entdecken“, erklärt Renate Schmitt. Die Gemeindereferentin koordiniert als Hauptamtliche den Arbeitskreis Firmung, den es seit 2012 gibt.

Angela Pinger ist schon seit einigen Jahren im Arbeitskreis aktiv. Sie benennt einen Vorteil dieser Art der Firmvorbereitung: „Wir sind authentische Ansprechpartner im Glauben“. Es entstehen immer wieder persönliche Gespräche, weiß die 19-jährige Kathrin Blatt, die zum zweiten Mal das Wochenende organisiert. „Auf diese Weise kann Glaube in Zukunft auch weitergegeben werden“, ist sich Angela Pinger sicher. „Jeder ist hier angenommen – das ist für mich Glaube“, berichtet die 22-Jährige und bezieht sich dabei nicht nur auf die Vorbereitungsgruppe, sondern auch auf die Firmbewerberinnen und Firmbewerber.

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Firmung Jugendliche Junge Erwachsene Kinder- und Jugendpastoral Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-103084 Wed, 27 Nov 2019 08:53:47 +0100 Sieben Stationen für den Frieden quer durch Trier https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sieben-stationen-fuer-den-frieden-quer-durch-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_Kardinal_Barreto_Friedensweg_8afd917634.jpg" width="150" height="100" alt="Kardinal Barreto in La Oroya 2018 nach einem Gottesdienst. (Bildnachweis: Adveniat)" />Adveniat-Gast Kardinal Pedro Barreto aus Peru begleitet gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann den Friedensweg am 8. Dezember durch die Innenstadt. Trier – Zum Auftakt der diesjährigen Adveniat-Aktion lädt die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier am 8. Dezember zu einem Friedensweg quer durch die Bischofsstadt ein. Gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Kardinal Pedro Barreto aus Peru und Pater Michael Heinz, Geschäftsführer von Adveniat, erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sieben individuell gestaltete Stationen. Dort erwartet sie Gebet, Musik und Einblicke in die Arbeit von Adveniat aus erster Hand.

Der Friedensweg startet um 15 Uhr in der Kirche Christkönig in Trier-West, führt über das Benedikt-Labre-Haus und entlang der Mosel zur Synagoge und nach St. Antonius, verläuft über den Weihnachtsmarkt und endet mit einer Vesper im Trierer Dom. Im Anschluss ab 18.30 Uhr bietet sich Gelegenheit zur Begegnung im Romanischen Saal. Statt des gesamten Weges können Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einzelne Teilstrecken mitwandern.

Weitere Informationen gibt es auf www.weltkirche.bistum-trier.de,  E-Mail: weltkirche(at)bgv-trier.de und Tel.: 0651-7105-395.
(ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103081 Tue, 26 Nov 2019 15:36:11 +0100 Kein Start zum 1. Januar 2020 https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kein-start-zum-1-januar-2020/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Generalvikar_PK_6a19a2dce6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Bistum Trier gibt die Maßnahmen infolge der Aussetzung des Umsetzungsprozesses bekannt. Trier – Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hat am 26. November bekannt gegeben, dass Bischof Dr. Stephan Ackermann die Dekrete zur Aufhebung der bisherigen Pfarreien, Kirchengemeinden, Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbände sowie zur Errichtung der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 zurücknehmen wird. Dies geschieht aufgrund der Entscheidung der vatikanischen Kleruskongregation, das Umsetzungsgesetz auszusetzen und vom Päpstlichen Rat für Gesetzestexte prüfen zu lassen.

Derzeit werde geprüft, welche weiteren Konsequenzen die Aussetzung habe. Der Erneuerung des kirchlichen Lebens im Bistum Trier, wie im Abschlussdokument der Bistumssynode dokumentiert, wisse man sich weiterhin verpflichtet, sagte Generalvikar von Plettenberg.

Die Aufhebungs- und Errichtungsdekrete, die bereits versandt worden waren, werden vom Bischof per neuem Dekret zurückgenommen. Eine Beschwerde erübrige sich somit. Von der Errichtung der neuen Pfarreien zum 1. Januar 2020 werde abgesehen – für die derzeit amtierenden Pfarrgremien werde es ein Übergangsmandat geben. Die Anstellungsverhältnisse der Frauen und Männer in den geplanten Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft werden beibehalten.

Auf die Bitte von Rom, Stellung zu beziehen, werde Bischof Ackermann zeitnah eingehen, sagte von Plettenberg. Am Wochenende wird sich der Bischof auch mit einem geistlichen Wort an die Gläubigen in seinem Bistum richten.

Weitere Informationen gibt es im angehängten PDF.  / Informationen zur Synodenumsetzung unter: www.bistum-trier.de/herausgerufen

(ih)                              

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103082 Tue, 26 Nov 2019 14:27:00 +0100 Ehrenamtliches Engagement, Emotion und Entlastung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrenamtliches-engagement-emotion-und-entlastung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_Burgermeister-Ochtendung-mik-25112019_660ea9d9d2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sprechen mit Bürgermeistern über die Synodenumsetzung. Ochtendung – Weihbischof Jörg Michael Peters, Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Koblenz, und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg haben sich mit mehr als 20 Bürgermeistern aus der Region am 25. November in Ochtendung getroffen. Sie hatten die Kommunalpolitiker eingeladen, um über die Umsetzung der Beschlüsse der Diözesansynode zu informieren und zu diskutieren.. Kurz vor dem Treffen war bekannt geworden, dass die römische Kleruskongregation das von Bischof Dr. Stephan Ackermann erlassene Gesetz zur Umsetzung der Diözesansynode ausgesetzt hatte, um kirchenrechtliche Prüfungen vorzunehmen, und damit die Errichtung der Pfarreien der Zukunft zunächst gestoppt hatte.

Weihbischof und Generalvikar nutzen die neue Ausgangslage, in der nun geklärt wird, welche Auswirkungen die Aussetzung auf konkrete Detailfragen hat, um erneut über die Hintergründe und Motive der Synodenumsetzung zu informieren. Dabei erinnerte Generalvikar von Plettenberg an die vier von der Synode beschlossenen Perspektivwechsel, um vom Einzelnen her denkend synodal und charismenorientiert in großen Räumen der Vernetzung zu handeln. „Die geplanten Pfarreien sind dafür der Organisationsrahmen. Das kirchliche Leben findet jedoch an vielfältigen Orten von Kirche statt, in den Gemeinden, in Gruppen und mit viel Engagement, gerade auch von Ehrenamtlichen“, sagte von Plettenberg. Das wolle man stärken.

Entlastung von kleinteiliger Verwaltungsarbeit, Freiräume für die Seelsorge

Wenn es künftig nur noch 35 Pfarreien als Organisationseinheiten im Bistum geben soll, dann sei damit auch eine Entlastung der vorhandenen Seelsorgerinnen und Seelsorger von bisherigen Verwaltungsaufgaben verbunden. Die damit gewonnenen Freiräume könnten dafür genutzt werden, Seelsorge nah bei den Menschen zu bieten: „Priester und Frauen und Männer aus den anderen pastoralen Berufsgruppen verschwinden ja nicht einfach, sondern bleiben vor Ort“, erklärte Weihbischof Peters zu vorgetragenen Sorgen, dass die Kirche sich aus der Fläche an zentrale Pfarrorte zurückziehen könnte.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103080 Tue, 26 Nov 2019 11:42:26 +0100 „Meine Welt DiVers“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/meine-welt-divers/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_Vorstand_DPSG_Trier_baaa418685.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Vorstand DPSG Trier" />Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich bei der Diözesanversammlung der DPSG Trier mit Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und Nachhaltigkeit beschäftigt. Marienburg (Zell) – Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt standen bei der 84. Diözesanversammlung (DiVers) der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) vom 23. bis 24. November im Mittelpunkt. Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder kamen unter dem Motto „m/w/d - meine Welt DiVers“ auf der Marienburg zusammen, um die Projekte des nächsten Jahres im Diözesanverband Trier zu planen und zu gestalten.

Die Bezirksvorstände und die Diözesanleitung beschlossen verschiedene Anträge zu Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und zur Zukunft des Verbandes und diskutierten diese Themen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch wurden sowohl neue als auch bewährte Mitglieder der Diözesanleitung, des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ernannt und gewählt. So wurden Katrin Rinke als Diözesanvorsitzende und Peter Zillgen als Diözesankurat wieder gewählt; Sebastian Kraus bleibt Diözesanvorsitzender.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart 72Stunden-Aktion Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Ehrenamt Inklusion Jugend Kirchliche Verbände
news-103077 Mon, 25 Nov 2019 16:12:20 +0100 Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/verbindung-zwischen-digitaler-und-analoger-welt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_ACK_HWK_3_ad8729fce1.jpg" width="150" height="126" alt="" title="ACK HWK 3" />Bischof Dr. Stephan Ackermann segnete das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier ein. Trier – Am vergangenen Freitag, 22. November, hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier (HWK) vor rund 150 Gästen eingesegnet. Anlass war die Sitzung der HWK-Vollversammlung, die zum ersten Mal in dem neuen Gebäude tagte.

In seiner Rede lobte der Bischof das Handwerk. Werte wie Verlässlichkeit, Unterstützung, Fürsorge und Wahrhaftigkeit würden dort eine große Rolle spielen. Das sei im digitalen Zeitalter, in dem viele hinter dem Bildschirm verschwinden, besonders wichtig. Das Handwerk würde die digitale Welt mit der analogen, wirklichen Welt verbinden. „Das Handwerk ist eine Garantie dafür, dass wir gut in unserer realen Welt leben können“, sagte der Bischof. Bei der Einsegnung las er eine Passage aus dem Matthäus-Evangelium und wünschte, dass "Gott seine schützende Hand über die Menschen halten möge, die in diesem Gebäude arbeiten und dort ein- und ausgehen".

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news-103076 Mon, 25 Nov 2019 14:50:39 +0100 Jugendliche im Glauben stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jugendliche-im-glauben-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_WB-Segnung-der-Firmkreuze_536dd98b60.jpg" width="150" height="112" alt="" title="WB Segnung der Firmkreuze" />In der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern spendete Weihbischof Franz Josef Gebert 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung Ochtendung – Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Freitag, 22. November, in der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Vor dem Firmgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin hatten sich die Firmlinge mit dem Weihbischof im Gemeindezentrum getroffen. Dort konnten die jungen Gläubigen Fragen stellen und kamen über Gott und die Welt ins Gespräch.

In seiner Predigt ging der Weihbischof unter anderem auf die letzten Tage des Kirchenjahres sowie auf das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen ein. Jene, die gerüstet und vorbereitet waren, nahmen Öl für ihre Lampe mit, als sie dem Bräutigam entgegen gingen. Die anderen fünf aber vergaßen das Öl. Jesus wolle die Gläubigen in dem Gleichnis aufmerksam machen, klug und wachsam zu sein, und an das zu denken, was wirklich zähle. „Gott umwirbt uns mit seiner Treue und seiner Verlässlichkeit“, so Gebert. Er freue sich, dass er das Sakrament der Firmung spenden und mit dem Öl im Namen der Kirche ein Kreuz auf die Stirn der Jugendlichen zeichnen dürfe. Es zeige, „dass Ihr euch auf Gott verlassen könnt. Es ist ein Echtheitszertifikat, ein Gütesiegel. Ihr sollt nie vergessen, dass Gott zu euch steht und dass ihr für ihn eine große Bedeutung habt.“

In der Firmvorbereitung den persönlichen Zugang zu Gott finden

Die Vorbereitungszeit auf ihre Firmung begann für die Firmlinge unter der Leitung von Gemeindereferentin Angela Kläs bereits Ende August mit einer Auftaktveranstaltung im Gemeindezentrum. In verschiedenen Projektgruppen machten sich die Jugendlichen auf den Weg, die christliche Nächsten- und Selbstliebe praktisch zu erleben und umzusetzen. Dabei wurden sie von neun Projektkatecheten begleitet. In den darauffolgenden Wochen gab es Zeit und Raum, einen persönlichen Zugang zu Jesus und Gott zu suchen und (wieder) zu finden. Am Firmwochenende selbst waren die Jugendlichen kreativ: Sie bastelten Engel aus einem alten Gotteslob und stellten „Samenkugeln" und Ringelblumensalbe her. Aus Holzkreuzrohlingen fertigten sie eigene Firmkreuze. Diese hingen im Chorraum und wurden vom Weihbischof gesegnet. Die Jugendlichen durften nach ihrer Firmung ihr persönliches Firmkreuz als Andenken mit nach Hause nehmen. Im Vorfeld der Firmung hatte es auch einen Jugendgottesdienst gegeben und eine Beichte, „in der die Jugendlichen mit sich und Gott in Berührung kommen und ihre persönliche Bereitschaft vertiefen konnten, wirklich als Christ leben zu wollen“, so Gemeindereferentin Angela Kläs. Glückwünsche an die Neugefirmten aus der Pfarreiengemeinschaft überbrachte der Pfarreienrat-Vorsitzende Holger Mack. 

Die Gestaltung des Firmgottesdienstes hatten die Jugendlichen im Rahmen des Firmwochenendes erarbeitet. Das Kyrie trugen Anna Uhl und Karina Meidt, die Begrüßung Franziska Gemmel, Gesa Etzkorn und Rica Zieger vor. Die Fürbitten lasen unter anderem Benedikt Racette und Celine Martin. Die Lesung übernahm die Firmbewerberin Franziska Gemmel. Die musikalische Gestaltung oblag dem Kirchenchor Cäcilia und den Young Voices sowie der Organistin Ulrike Schlich.

(red)

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news-103068 Thu, 21 Nov 2019 14:20:46 +0100 Wie geht es weiter? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wie-geht-es-weiter-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_Infoveranstaltung_Nicht-Pastorale_Ruber_Gerards_51bea9b972.jpg" width="150" height="113" alt="" />Beschäftigungsverhältnisse und Eingruppierungen werden eins zu eins von der Pfarrei der Zukunft übernommen - das erklärte Direktorin Andrea Gerards bei der Infoveranstaltung in Röber Rüber – Unterschiedliche Fragen bewegen die Angestellten der Kirchengemeinden im Bistum Trier in Anbetracht der Synodenumsetzung. In 14 dezentralen Infoveranstaltungen beantworten Christian Heckmann und Andrea Gerards diese und weitere Fragen.

In Rüber kamen Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammen: Pfarrsekretäre, Anlagepfleger, Kirchenmusiker oder Küster. Für diese Berufsgruppen ist ab dem 1. Januar das Leitungsteam der Pfarrei Maifeld-Untermosel verantwortlich.

Andrea Gerards, Direktorin des Bereichs Personalplanung und -entwicklung im Generalvikariat, konnte direkt ein paar Ängste nehmen: „Ihre Beschäftigungsverhältnisse, der Umfang Ihrer Arbeit, die Eingruppierung und Ihr Arbeitsort wird eins zu eins von der Pfarrei der Zukunft übernommen“. Doch sie gab auch zu bedenken, dass sich insbesondere der Arbeitsort in den nächsten Jahren verändern könnte. „Vielleicht werden Sie woanders eingesetzt, aber in einem zumutbaren Rahmen“, versicherte sie.

Am Pfarrort wird es ein Pfarramt geben – „wobei es sich hier noch um einen Arbeitstitel handelt“, betonte Andrea Gerards. Vier Sachbearbeiter bzw. Sachbearbeiterinnen werden dort beschäftigt sein. Diese Stellen werden zum Teil aus den Rendanturen besetzt, denn diese werden in absehbarer Zeit aufgelöst. „Doch das wird nicht ausreichen, wir benötigen weitere Kräfte“. Andrea Gerards rief dazu auf, dass sich insbesondere die bisherigen Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre auf diese Stellen bewerben. „Sie kennen sich vor Ort aus.“ Marco Sauerborn, Teil des zukünftigen Leitungsteams, stimmte ihr ausdrücklich zu: „Die Umstellung verlangt nach qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Welche Voraussetzungen gibt es? „Im Idealfall decken die Sachbearbeiter je zwei Fachgebiete ab, so dass man sich gegenseitig vertreten kann“, erklärte Andrea Gerards. Dazu zählen: Personal, Immobilien/Liegenschaften und Rechnungswesen. Wer Interesse an einer neuen Aufgabe habe, werde bei Fortbildungen und Weiterqualifizierungen unterstützt. Hinzu kommen drei Vollzeitstellen im „Pfarramt“ für das Sekretariat.

„Dinge, für die es einen persönlichen Kontakt braucht, das wird auch vor Ort gemacht“, stellte die Direktorin klar. Die Bistumsleitung sei sich einig, viel Selbstständigkeit zu ermöglichen. Übergeordnete Aufgaben werden von diözesanen Unterstützungszentren übernommen. Diese werden in Trier angesiedelt.

Zudem wird es unterschiedliche dezentrale Kirchenbüros in der Fläche geben. Messintentionen oder Erstkontakte im Trauerfall finden hier zum Beispiel ihren Platz; vergleichbar mit den heutigen Pfarrbüros.

Christian Heckmann gab als Leiter des Synodenbüros eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Bistumssynode und deren Umsetzung. Und er dankte den Anwesenden für deren Unterstützung: „Wir könnten ohne Ihr Engagement vor Ort die Breite des Bistums gar nicht erreichen“.

Im Zuge der vielfältigen Veränderungen haben Gabi Hansen und Peter Nickels für  Mitarbeitervertretungen (MAV) geworben, die es bislang im Dekanat Maifeld-Untermosel noch nicht gibt. „Eine MAV tritt für die Belange der Angestellten ein“, erklärten die Vertreter der Diözesanen Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen im Bistum. „Sie geben ihren Kolleginnen und Kollegen gegenüber dem Leitungsteam eine Stimme“, verdeutlichte Gabi Hansen. Den Perspektivwechsel „vom Einzelnen her denken“ könne man ebenfalls in einer Dienstgemeinschaft leben, sagten die beiden. „Eine MAV will gemeinsam mit dem Dienstgeber und der Mitarbeiterschaft zu einer guten Lösung kommen“, fasste es Gabi Hansen noch einmal zusammen. „Fassen Sie sich ein Herz“, ermutigte sie.

Auch für die pastoralen Mitarbeitenden finden Infoveranstaltungen dieser Art statt.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Bistumssynode gibt es hier www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/  (jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Synode des Bistums (2012 bis 2016) Synode Umsetzung Personal Synode Synode: Umsetzung Umsetzung Synode
news-103064 Wed, 20 Nov 2019 14:13:44 +0100 Zorn und Zärtlichkeit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zorn-und-zaertlichkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/0/csm_Begegnungsfest_Caritas_Neuwied_Torte_WBGebert_5515fefd99.jpg" width="150" height="113" alt="" />Seit 100 Jahren hat die Caritas in Neuwied ein Ohr für Menschen in Not. Bischof Ackermann und Weihbischof Gebert gratulierten zu diesem Ereignis. Neuwied – Ein offenes Ohr für Menschen in Not hat der Caritasverband Neuwied seit 100 Jahren. Mit diesem Jubiläum gingen einige Veranstaltungen einher. Den Abschluss bildeten ein Pontifikalamt mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Elisabeth-Tag mit einem Begegnungsfest.

Es gehört zur Aufgabe der Caritas, „die in den Blick zu nehmen, die am Rande der Gesellschaft sind, und für diese Menschen einzustehen“, sagte Bischof Ackermann in der Kirche St. Matthias. Da könne man auch zornig werden, „denn das bedeutet: leidenschaftlich für Menschen einzutreten. Lassen Sie sich den Zorn nicht nehmen“, richtete er sein Wort an die haupt- und ehrenamtlich Engagierten. „Aber es braucht auch das Andere – die Zärtlichkeit, die Behutsamkeit im Umgang miteinander“. Die Caritas lege den Finger in die Wunden dieser Zeit. „Jesus hat auch kein Blatt vor den Mund genommen vor den Mächtigen, doch er hatte auch den Blick auf den konkreten Menschen“, verdeutliche Ackermann in seiner Predigt und dankte den Frauen und Männern, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen. „Diese erfahren durch Sie Gottes Freundlichkeit“. Die menschliche Zuwendung beschreibe auch die Bistumssynode unter dem Begriff „Diakonisch Kirche sein“.

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Koblenz bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Ehrenamt Flüchtlinge Information Politik / Gesellschaft
news-103063 Wed, 20 Nov 2019 12:39:17 +0100 Gedenken an Weihbischof Leo Schwarz https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gedenken-an-weihbischof-leo-schwarz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_WBSchwarz2015_c0add9ba42.jpg" width="150" height="100" alt="" title="W B Schwarz2015" />Weihbischof Leo Schwarz verstarb vor einem Jahr. Mit Bischof Ackermann können Gläubige seiner mit einem Gottesdienst im Dom gedenken. Zum ersten Mal jährt sich Ende November der Todestag von Weihbischof Leo Schwarz. Mit einem Pontifikalamt feiert Bischof Stephan Ackermann am Dienstag, 26. November um 9 Uhr das Jahrgedächtnis für Schwarz.

Der beliebte Weihbischof arbeitete lange als Seelsorger in Bolivien und war Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor. Seit 1982 war er Weihbischof im Bistum Trier, baute die Solidaraktion mit Menschen in Mittel- und Osteuropa „Renovabis“ auf und war zehn Jahre lang Vorsitzender der Deutschen Kommission der kirchlichen Friedensorganisation „Justitia et Pax“. Auch in seinem Ruhestand hatte Schwarz weiterhin in der Seelsorge gearbeitet und war abwechselnd in Bolivien und im Bistum Trier tätig.

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news-103059 Tue, 19 Nov 2019 10:48:15 +0100 Sechs Worte https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sechs-worte/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_ClaudiaRoth_DanielSteiger_Koblenz_4965bcc2d1.jpg" width="150" height="113" alt="" title="ClaudiaRoth DanielSteiger Koblenz" />Es braucht mutige Stimmen, um die Grund- und Menschenrechte zu verteidigen - auch von Seiten der Kirche. Das sagte Claudia Roth anlässlich ihres Vortrages im katholischen Forum Koblenz Koblenz – Sie betritt den Raum und schon wird applaudiert: Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und langjährige Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, wird gleich herzlich von den Zuhörerinnen und Zuhörern des katholischen Forums in Koblenz begrüßt.

Sechs Worte seien ausreichend: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ zitiert Claudia Roth den ersten Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Gleichheit eines jeden Menschen sei nicht verhandelbar und universell gültig. „Kein Staat oder Religion darf sich da rausnehmen“. Und niemand müsse sich seine Menschenrechte erst verdienen. „Doch diese Würde wird tagtäglich verletzt“, weiß sie. „Weltweit sehen wir gezielte Angriffe auf die grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung“, bedauert sie. Sexismus, Rassismus und gruppenbezogene Unmenschlichkeit seien auf dem Vormarsch. Und auch in Deutschland gebe es Angriffe auf demokratische Instanzen. Dies veranschaulichte sie mit Beispielen aus ihrem (Berufs-)Alltag. „Der Naziterror war kein Vogelschiss der Geschichte“, sagt sie vehement bezugnehmend auf eine Aussage von Alexander Gauland, Bundessprecher der AfD – und erntet Zwischenapplaus vom generationsübergreifenden Publikum.

„Gerade in den Kirchengemeinden wird so viel für Menschen in Not getan“, weiß sie und ergänzt: „Empathie wird ausgelacht. Dabei ist Solidarität oder christliche Nächstenliebe doch nicht out, sondern mega in.“ Sie bedankt sich bei den Engagierten „für den Mut und die Hoffnung, die sie vielen Menschen geben. Sie sind für mich diejenigen, die die Demokratie stützen und tragen.“

Claudia Roth spricht auch über die jüngste Morddrohung gegen sie und ihren Kollegen Cem Özdemir: „Diese reiht sich ein, in eine lange Reihe von Einschüchterungen gegen Kommunalpolitiker, Homosexuelle, Journalisten, Jüdinnen und Juden“.

Daher sei es wichtig, die Grund- und Menschenrechte zu verteidigen, appellierte sie an die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer. Es brauche mutige und selbstbewusste Stimmen – auch von Seiten der Kirche. „Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem Mitmenschen Angst haben müssen“. Zum Abschied erhält sie wieder langen Applaus.

Das nächste katholische Forum findet statt am Montag, 9. Dezember um 19 Uhr  im Klangraum des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums (Zugang über Südallee, neben dem Parkhaus). Referent ist Prof. Dr. Rainer Schwindt von der Universität Koblenz-Landau. Der Titel seines Vortrages lautet „Zuviel göttliche Nähe in der Heiligen Nacht – Die Weihnachtsengel als Grenzschützer Gottes“. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Fachstelle Koblenz unter Tel.: 0261-9635590 oder per E-Mail an keb.koblenz(at)bistum-trier.de  (jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bildung Schule
news-103054 Mon, 18 Nov 2019 10:44:21 +0100 Den Menschen sehen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-menschen-sehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Welttag-der-Armen_Koblenz_Handy_eaf5cd4191.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Welttag der Armen Koblenz Handy" />Zum "Welttag der Armen" ruft die Caritas gemeinsam mit Weihbischof Gebert dazu auf, die einzelnen Menschen hinter den Statistiken zu sehen. Koblenz – Politische Maßnahmen gegen Armut seien sehr wichtig, aber die Personen dahinter dürften nicht unsichtbar bleiben, appellierte Weihbischof Franz Josef Gebert anlässlich des „Welttags der Armen“ während des Caritas-Forums in der Koblenzer Citykirche.

Durch Statistiken gerät oft aus dem Blick, „dass hinter jedem und jeder Armen ein Mensch mit einer Lebensgeschichte steht“, sagte Gebert in seiner Funktion als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier. Diese Menschen seien nicht nur eine politische Aufgabe, so wichtig das auch sei, sondern sie sollten als Personen und als Menschen wahrgenommen werden. Darum geht es auch bei der Caritas-Initiative „Hört ihnen wirklich zu“, unter der die Veranstaltung stand.

Der Journalist Carsten Tesch brachte den Zuhörerinnen und Zuhörern die Gesichter und Geschichten einiger Besucherinnen und Besucher des Wohnungslosencafés der Caritas in der Koblenzer Neustadt näher. Dazu nutzte er Bilder und Gesprächsnotizen. Jeder Einzelne, jede Einzelne wurde so für die Zuhörerinnen und Zuhörer des Forums zu einer individuellen Persönlichkeit. Weihbischof Gebert berichtete davon, dass sich viele arme Frauen und Männer unsichtbar in der Gesellschaft fühlen: „Das ist etwas, wo wir auch kirchlicherseits noch mal neu draufschauen und selber etwas tun müssen.“

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news-102995 Sun, 17 Nov 2019 08:08:00 +0100 Ein respektvoller Diskurs https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-respektvoller-diskurs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/b/csm_Initiative_Neuwied_bb5ef112b8.jpg" width="150" height="113" alt="" />Den Rahmen eines offenen Austauschs bietet eine Frauen-Initiative am 29. November in der Neuwieder Matthiaskirche. Neuwied – Sie haben die Energie, die von Maria 2.0 ausgegangen ist, aufgenommen. Doch neben den Themen Frauenpriestertum und der Geschlechtergerechtigkeit treibt sie die Frage um: „Wie können wir unseren Glaube in die nächste Generation weitergeben?“ Rund zehn Neuwieder Frauen haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen und laden am Freitag, 29. November, zu einem offenen Austauschforum in der Matthiaskirche ein.

Diesen Ort haben die Frauen aufgrund unterschiedlicher Gesichtspunkte gewählt: Die Kirche liegt direkt in der Stadt. Und in St. Matthias wurden durch das Projekt „ION“ im vergangenen Jahr bereits neue Wege gegangen, erklärt Stefanie Schmeink, die auch im Projektteam „ION“ ist.

„Mein Herz schlägt noch für die Kirche, die auch meine Heimat ist“, betont Petra Frey. Doch trotzdem sieht sie Veränderungsbedarf. Als Gemeindereferentin ist sie im Rahmen ihres Arbeitsfeldes Frauenpastoral in der Gruppe tätig – aber auch als Frau, hebt sie hervor. „Die Ämterfrage ist für mich zweitrangig. Wir möchten auf das schauen, was Jesus uns vorgelebt hat und uns an seiner Haltung den Menschen gegenüber orientieren“, sagt Petra Frey. „Wir möchten einen respektvollen Diskurs, weil uns viel am Glauben liegt“, fügt Catrina Schneider vom Team hinzu. Die Frauen wollen am Thema dran bleiben und es wachhalten.

Seit Mai trifft sich die Gruppe und tauscht sich über Frauen und Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche sowie über die Zukunft der Kirche aus; darunter fällt auch die Problematik des Machtmissbrauchs. Dabei war der Gedanke „Wie können wir auch heute noch die Kirche als Erfahrungsraum gelebter christlicher Spiritualität erhalten, gerade auch für junge Menschen?“ immer präsent.

Der 29. November soll auch zeigen, wie viele Menschen bewegt das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. „Wir wollen miteinander das tun, was Jesus immer wieder getan hat: Er hat sich mit Menschen um einen Tisch versammelt, gegessen, getrunken, mit ihnen auf Augenhöhe geredet, ist mit ihnen gegangen und hat sich für sie interessiert“, fasst Petra Frey zusammen. Die Initiatorinnen wollen mit ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung Alltag und Theologie zusammenbringen. „Eventuell können Ziele für das nächste Jahr miteinander entwickelt werden“, blickt sie auf den anstehenden Termin.

Wer die Initiatorinnen kennenlernen möchte, ist zu einer „Ma(h)lZeit … für offene Worte“ am Freitag, 29. November um 18.30 Uhr eingeladen. Die Besucherinnen und Besucher erwartet in der Neuwieder Matthiaskirche (Heddesdorfer Straße) moderierte Tischgespräche, Gebet, Musik und gemeinsames Essen; Anmeldung bis zum 20. November.

Weitere Infos gibt es bei der Gemeindereferentin Petra Frey, Tel.: 02631-73422 oder per E-Mail an p.frey(at)pfarreiengemeinschaft-neuwied.de.

(jf)

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Koblenz bistum-trier Information Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103046 Wed, 13 Nov 2019 09:21:00 +0100 Auszeichnung für Caritas-Projekt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auszeichnung-fuer-caritas-projekt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_DeutscherNachbarschaftspreis2019_Landessieger_Rheinland-Pfalz_Ausschnitt_e644030e48.jpg" width="150" height="120" alt="" />Immer mehr Menschen erreichen ein höheres Alter und wollen möglichst lange selbstständig zu Hause leben. "Älterwerden in der Grafschaft mitgestalten" unterstützt sie bei diesem Wunsch. Berlin/Grafschaft – Das Caritas-Projekt „Älterwerden in der Grafschaft mitgestalten“ erhält den Nachbarschaftspreis für Rheinland-Pfalz. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey überreichte der Projektleiterin Lena Janssen die Auszeichnung in Berlin.

 „Wir sind stolz wie Oskar“, sagte Lena Janssen. „Der Preis gibt noch mal extra Schwung und bestätigt uns darin, dass wir mit dem sozialraumorientierten Ansatz auf dem absolut richtigen Weg sind“, erklärte Richard Stahl, Geschäftsführer des Caritasverbands in Ahrweiler.

Er und Lena Janssen dankten den vielen Menschen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Neben den inzwischen mehr als 80 Ehrenamtlichen, die das Herz des Projekts bilden, seien die vielen engagierten Partner zu nennen: Allen voran die Gemeinde Grafschaft, die frühzeitig erkannt hat, wie wichtig Investitionen in die wachsende ältere Bevölkerung sind, erläutern die Verantwortlichen. Aber auch die Grafschafter Spielervereinigung, die Katholische Öffentliche Bücherei Leimersdorf, der Weisse Ring Ahrweiler, die Landfrauen und die vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Caritas in Ahrweiler hätten dazu beigetragen, dass dieses Projekt so durchstarten konnte.

„Wir freuen uns über die Anerkennung und kommen darüber in Gespräche mit vielen anderen spannenden Projekten, von denen wir lernen können; denn soziale Projekte brauchen eine starke Vernetzung, um von den Erfahrungen und dem Fachwissen gegenseitig profitieren zu können“, betonte Lena Janssen.

 Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Lena Janssen unter Tel.: 02641-759875 oder per E-Mail an janssen-l(at)caritas-ahrweiler.de

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Information Kultur Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-103045 Mon, 11 Nov 2019 15:39:07 +0100 Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/menschen-auf-ihrem-letzten-weg-begleiten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_Hospizbewegung_Andernach_Vorstand-Forderverein_98b71b6e3b.jpg" width="150" height="113" alt="" />Seit 20 Jahren setzen sich Mitglieder der Hospizbewegung in Andernach und der Pellenz dafür ein, dass sterbende Menschen in ihren letzten Wochen begleitet werden. Andernach – „Alles, was du auf Erden verschenkst, wird dich in den Himmel begleiten“, sagt Bernhard Ickenroth gerne, wenn er auf sein Engagement und das vieler Ehrenamtlicher beim Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz angesprochen wird. Seit 20 Jahren kümmern sich Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter um Schwerstkranke und informieren über das Thema „Sterben“.

Der Verein wurde von dem katholischen Pastor Günter Schmidt und dem evangelischen Pfarrer Helmut Cordes initiiert mit dem Ziel, körperliche und seelische Leiden am Lebensende zu lindern – unabhängig von Herkunft oder Religion. Dazu trägt ein Netz von ehrenamtlichen Hospizbegleitern, zwei hauptamtlichen Palliative-Care Schwestern, Ärzten, Seelsorgerinnen und Seelsorgern sowie die Stiftung Kirchliche Sozialstation bei. Für die Betroffenen entstehen

keinerlei Kosten, das ist den Mitgliedern des Fördervereins und den Andernachern und Pellenzern zu verdanken, „die sind sehr spendenfreudig“,  berichtet der Vorsitzende Bernhard Ickenroth. Jährlich fallen 20.000 bis 25.000 Euro Kosten an, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Als Hospizbegleiter engagieren sich rund 50 Frauen und „leider zu wenige Männer“, sagt Ickenroth. Sie gehen auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Patienten ein. Dazu zählt beispielsweise, wieder Kontakte zu den Kindern herzustellen und so eine Aussöhnung zu ermöglichen.

Ein Gewinn für beide Seiten

„Ich weiß es sehr zu schätzen, dass unsere Begleiter 1000ende Stunden ihrer Lebenszeit verschenken“, betont der 77-Jährige. „Es ist aber nicht nur ein Geben, sondern man kann auch viel lernen“, weiß Ickenroth. So berichtet er von einer Gegebenheit, bei der sich ein Schwerstkranker mit einem Hospizbegleiter zwei Stunden über das gemeinsame Hobby „Motorradfahren“ ausgetauscht hat. „Der Patient hat für diese Zeit seine Krankheit vergessen.“ Im Hinblick auf die unterschiedlichen, oftmals lebensbejahenden Gespräche sagt er: „Es lohnt sich, Zeit für Schwerstkranke und sterbende Menschen zu investieren“. Er spricht aus eigener Erfahrung, denn er und seine Frau sind seit 26 Jahren in der Hospizarbeit aktiv.

Der Verein sieht eine weitere Aufgabe darin, über die Hospizbewegung zu informieren. So gibt es Projektwochen für Grundschulklassen. „Dort gibt es dann schon mal Vorbehalte der Eltern, die sich fragen: ‚Kann ich meinen Kindern das zumuten?‘“ Doch am Ende seien Eltern und Kinder von der Woche sehr berührt. „Auf diese Weise lernen uns auch junge Familien kennen“, weist Ickenroth auf einen weiteren positiven Aspekt hin. Diese Zielgruppe würden sie ansonsten selten erreichen. Bei den jährlichen Friedhofsbegehungen wären beispielsweise doch eher ältere Menschen anwesend; davon dann aber gleich 40 bis 50 Personen. Hier informiert der Verein oftmals zusammen mit einem Vertreter der Stadt über die fast 20 unterschiedlichen Bestattungsformen. „Hierbei kann man sich zwanglos und in Ruhe überlegen, wie man beerdigt werden will.“

Für die Zukunft wünscht sich der Vorsitzende, dass noch mehr Männer Hospizbegleiter werden. Und dass es von staatlicher Seite eine höhere Unterstützung der Ehrenamtlichen gibt.

Zum 20-jährigen Bestehen feiert Weihbischof Jörg Michael Peters und Superintendent Rolf Stahl mit der Gemeinde am Dienstag, 12. November, um 18 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Andernacher Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (Kirchstraße 11).

Weitere Informationen zum Förderverein gibt es unter Tel.: 02632-42499 oder per E-Mail an info(at)foerderverein-hospizbewegung-andernach-pellenz.de.

(jf)

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Familienbildung Hospiz Information Ökumene Politik / Gesellschaft Schule Seelsorge
news-103047 Mon, 11 Nov 2019 12:45:00 +0100 Stellungnahme des Bistums Trier zu den Aussagen von Bischof Ackermann zu Entschädigungen für Missbrauchsopfer https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/stellungnahme-des-bistums-trier-zu-den-aussagen-von-bischof-ackermann-zu-entschaedigungen-fuer-missbra/ Zu den Aussagen von Bischof Ackermann am 10. November zu Entschädigungen für Missbrauchsopfer (vgl kna-Meldung vom 10. November 2019): Im Bistum Trier erfolgen die Entschädigungsleistungen ausschließlich aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls. Hier ist auch nicht an eine Änderung gedacht. Angesichts der angestrebten Neuregelung  - eine unabhängige Expertengruppe hat einen Vorschlag vorgelegt, der jetzt (auch im Hinblick auf die dort genannten Höhen) zu diskutieren ist - sieht es Bischof Ackermann allerdings als notwendig an, auch darüber zu sprechen, ob dazu Kirchensteuermittel genutzt werden können. Unstrittig ist, dass immer zuerst der Täter, sofern er noch lebt, auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden muss. Bei verstorbenen Tätern ist dies allerdings nicht mehr möglich.

Dass es eine neue Regelung im Sinne eines opferorientierten und möglichst gerechten Systems für Entschädigungen geben soll, steht für Bischof Ackermann außer Frage.

Der Vergleich mit der Autobahn-Maut sollte zur Illustrierung der Funktionsweise einer Solidargemeinschaft dienen. Dazu sagt Bischof Ackermann: "Der Vergleich war zu salopp und unpassend. Den würde ich nicht wiederholen. Menschen, die sich dadurch verletzt fühlen, bitte ich um Entschuldigung."


Trier, 11. November 2019
Judith Rupp
Pressesprecherin Bistum Trier

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news-103034 Sun, 10 Nov 2019 08:20:00 +0100 Die Beliebtheit wächst https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-beliebtheit-waechst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Buchsonntag_3c13509420.jpg" width="150" height="100" alt="Die katholischen Büchereien erfreuen sich wachsender Beliebtheit" title="Buchsonntag" />Trotz vielfältiger Unterhaltungsmöglichkeiten verzeichnen die KÖBs steigende Besucherzahlen. Koblenz/Trier/Saarbrücken – Trotz einer Vielfalt von Unterhaltungsmöglichkeiten wächst die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer der 150 Katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB). 212.656 Menschen verzeichneten sie im vergangenen Jahr; ein Plus von 7,5 Prozent. Darauf weist Dorothee Steuer, die im Bistum für die Büchereiarbeit zuständig ist, anlässlich des Buchsonntags am 10. November hin.

Das liegt nicht nur an der wachsenden Zahl von ausleihbaren Medien, sondern auch an den unterschiedlichen Veranstaltungen in den Einrichtungen. Im Vorjahr wurden fast 3000 unterschiedliche Angebote von Autorenlesungen, Medienausstellungen, Leseförderaktionen, dem rheinland-pfälzischen Lesesommer, Vorlesestunden wie in Kitas bis hin zu Literaturgesprächskreisen in erster Linie von Ehrenamtlichen in den KÖBs organisiert. „Und das waren 18 Prozent mehr als 2017“, betont Dorothee Steuer. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie unsere Büchereien sich immer mehr zu wichtigen Treffpunkten und zu lebendigen Kommunikations- und Begegnungsorten in den Pfarreien entwickeln“, erklärt Dorothee Steuer.

Die Diplom-Bibliothekarin sieht in den Büchereien auch einen wichtigen Anlaufpunkt in den zukünftigen Pfarreien der Zukunft, die mit der Umsetzung der Bistumssynode einhergehen. Auch Rita Lillig, langjährige Leiterin der KÖB in Losheim, sieht diese Bedeutung: „Auf die Frage, ob die Bücherei ein ‚Ort von Kirche‘ sei, kann ich nur mit ja antworten“. Oft entstehen Gespräche, die auch zentrale Lebensfragen behandeln. „Wenn es also ein pastorales Anliegen ist, Menschen mit ihren Fragen, Freuden und Sorgen anzunehmen, so sind KÖBs Orte, an denen solche Seelsorge geschieht“, betont sie.

Eine Säule des Erfolgs sei in dem überwiegend ländlich strukturierten Bistum sicherlich auch die Zusammenarbeit der einzelnen Bibliotheken. Für die Mitarbeiterinnen der Büchereifachstelle liegen die Vorteile klar auf der Hand: In der Kooperation sehen sie die Bücherei-Teams besser für die gesellschaftlichen, aber auch für die politischen und strukturellen Veränderungen in der Zukunft aufgestellt. Dies geschieht durch den Austausch von Tipps, gemeinsame Anschaffung von Medien, Unterstützung bei Veranstaltungen und beim Erstellen von Werbeflyern.

Ein Beispiel hierfür ist die Kooperation von vier Büchereien im Dekanat Maifeld-Untermosel. Hier arbeiten die Einrichtungen in Kobern-Gondorf, Münstermaifeld, Ochtendung und Polch eng zusammen. „Wir tauschen uns bezüglich Organisation, Statistik, Werbung und finanzieller Lage aus“, erklären die Ehrenamtlichen. Dabei entstand auch die Idee, Medienpakete im Ringtausch untereinander auszuleihen – so können die Nutzerinnen und Nutzer auf ein vielfältigeres Angebot zurückgreifen.

„Es entstehen neue Ideen und der Gedankenaustausch bereichert uns alle“, berichtet Ulrike Hofmann aus Ochtendung. „Genau das ist das Ziel unserer Bestrebungen, die Kooperationen unter den Büchereien anzustoßen und zu unterstützen“, freut sich Mechthild Dederichs von der Fachstelle für Büchereiarbeit.

Die KÖB im Bistum Trier bieten rund 485.000 Medien zur Ausleihe an; auch zur elektronischen Ausleihe (Onleihe). Neben Büchern können auch Hörbücher, DVDs, CDs und Brettspiele ausgeliehen werden. Betreut werden die Büchereien bistumsweit von mehr als 1200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mit dem Buchsonntag – dem ersten Sonntag nach dem Fest des heiligen Karl Borromäus – soll deutschlandweit auf die Arbeit der Katholischen öffentlichen Büchereien aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/buechereiarbeit.   (jf)

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Büchereiarbeit KÖB - Katholische Öffentliche Bücherei Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Ehrenamt
news-103037 Sat, 09 Nov 2019 19:27:00 +0100 „So leben, dass der Glaube überspringt“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/so-leben-dass-der-glaube-ueberspringt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_Banner_DA2019_1478x678_564f660788.jpg" width="150" height="69" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft die Menschen im Bistum dazu auf, die Diaspora-Aktion mit ihrer Spende und ihrem Gebet zu unterstützen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 10. November in allen Gottesdiensten zur Unterstützung durch Spenden und Gebete für den Diaspora-Sonntag am 17. November aufgerufen. Der diesjährige Diaspora- Sonntag steht unter dem Leitwort „Werde Glaubensstifter“. In der Diaspora leben heißt, dass die große Mehrheit anders- oder nichtgläubig ist. Gerade Gläubige in Ostdeutschland, Nordeuropa und im Baltikum können immer wieder spüren, wie es ist, den Glauben in einer Diaspora zu leben. Hier mangelt es oft an kirchlichen Begegnungsräumen und Kindergärten, an Material zur Glaubensweitergabe und an Fahrzeugen für die weiten Wege. Bischof Ackermann bittet in seinem Aufruf um die Unterstützung dieser Katholiken, damit sie „so leben können, dass der Funke überspringt, der in ihnen brennt.“ Dabei unterstützt sie das Bonifatiuswerk mit jährlich etwa 800 Projekten. Die Kollekten am Diaspora-Sonntag, dem 17. November, sind ausschließlich für das Bonifatiuswerk bestimmt.

(aw)

 

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news-103038 Fri, 08 Nov 2019 12:01:18 +0100 Frieden leben – Partner für die Eine Welt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/frieden-leben-partner-fuer-die-eine-welt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_weltkirche_556c8bb438.jpg" width="150" height="100" alt="" />Beim Treffen der Diözesankonferenz Weltkirche wurde der Start für die gemeinsame Jahresaktion „Frieden leben. Partner für die Eine Welt“ gegeben. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Beim Treffen der Diözesankonferenz Weltkirche am 7. November wurde der Start für die gemeinsame Jahresaktion „Frieden leben. Partner für die Eine Welt“ gegeben. Mit diesem Motto rücken bundesweit Adveniat, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Renovabis und Missio sowie die Diözesanstellen Weltkirche der 27 deutschen Diözesen das Themenfeld Frieden in den Fokus ihrer Arbeit im kommenden Kirchenjahr.

Die kirchlichen Hilfswerke wollen damit ein Zeichen für Frieden, Versöhnung, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Weltoffenheit, interreligiösen Dialog und Klimagerechtigkeit setzen. „Gewaltsame Konflikte prägen das Leben der Menschen weltweit. Die internationalen kirchlichen Partner setzen sich in vielen Regionen der Welt für einen nachhaltigen und gerechten Frieden ein. Dazu gehört die gezielte Präventionsarbeit ebenso wie die Präsenz in Konfliktsituationen oder die Versöhnungsarbeit“, erläutert Ludwig Kuhn, der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche und zugleich Sprecher der Weltkirche-Verantwortlichen aller deutschen Bistümer.

Das Jahresthema wird am 1. Advent 2019 mit der Adveniat-Aktion eröffnet und endet mit dem Weltmissionssonntag im Oktober 2020. Die Pfarreien in allen deutschen Diözesen werden eingeladen, mit ihren Möglichkeiten das Motto aufzugreifen und die Aktionen der Hilfswerke bekannt zu machen.

Friedensweg durch Trier am 8. Dezember

Im Bistum Trier wird zur Eröffnung der Adveniat-Aktion zu einem Friedensweg durch Trier am Sonntag, 8. Dezember eingeladen, bei dem Kardinal Pedro Barreto, Peru und Bischof Dr. Stephan Ackermann mitwirken. Bei den Heilig-Rock-Tagen im April/Mai werden Veranstaltungen der Bolivienpartnerschaft und der kirchlichen Werke im Aktionszelt stattfinden.

Während des Aktionszeitraums berichten in den Pfarreien Projektpartner aus unterschiedlichsten Perspektiven über ihre vielfältige Friedensarbeit. Sie leben und arbeiten in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik, in Osteuropa und Ozeanien. Dort stehen sie an der Seite der Menschen, die den Folgen von Gewalt und Krieg, staatlicher Willkür, gesellschaftlichen Konflikten, dem politischen Missbrauch von Religion, sozialer Ungerechtigkeit oder den Folgen des Klimawandels und des Raubbaus an der Natur ausgesetzt sind.

Sichtbar begleitet wird das Jahresthema durch das „Friedenskreuz 2020“ des Eichstätter Bildhauers Raphael Graf. Dieses Kreuz wird die Auftaktveranstaltungen der Hilfswerke im Bistum Trier begleiten.

Weitere Informationen gibt es auf www.weltkirche.katholisch.de/Engagieren/Bildungsarbeit/Jahresthema-Frieden

Ansprechpartner im Bistum Trier ist Ludwig Kuhn, Diözesanstelle Weltkirche, per E-Mail an weltkirche(at)bistum-trier.de.

(jf)

 

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news-103032 Wed, 06 Nov 2019 09:03:19 +0100 Den Menschen zugewandt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-menschen-zugewandt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_Regentenwechsel_191104_JR_79212a8447.jpg" width="150" height="88" alt="" />Monsignore Michael Becker ist als Regens des Priesterseminars verabschiedet worden. Weihbischof Robert Brahm übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Amt. Trier – „Bewegte Jahre“ seien es gewesen, durch die Heilig-Rock-Wallfahrt und die Synode im Bistum, aber auch die kirchlichen Entwicklungen in Deutschland und der Welt, die Monsignore Michael Becker in den fast zehn Jahren seit seinem Amtsantritt als Regens (Leiter) des Priesterseminars in Trier erlebt habe. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 4. November bei der Verabschiedung von Becker betont. Becker übernimmt zum 1. Januar die Stelle als Pfarrer im Leitungsteam der Pfarrei Bad Kreuznach. Dann übernimmt Weihbischof Robert Brahm zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Amt.

Mit seiner „ruhigen, menschlich verbindlichen Art“ habe Becker nicht nur vielen neuen Mitarbeitenden geholfen, in ihre Aufgaben zu finden, sondern auch die inhaltlich-konzeptionellen Veränderungen im Priesterseminar gemeistert. Der Bischof nannte beispielhaft die Verlegung der Studienphase der Seminaristen nach St. Georgen; „eine sachlich-organisatorische Entscheidung“, die aber auch sehr emotional begleitet gewesen sei. Wichtig sei auch die Öffnung des Hauses für das Sprachen- und Orientierungsjahr „Felixianum“ gewesen - ein Angebot, „von dem junge Leute menschlich, intellektuell und spirituell profitieren“. Zudem habe Becker mit Blick auf die Gebäudesituation die begonnene Weiterentwicklung zum „Haus der pastoralen Berufe“ angestoßen. Ackermann dankte dem scheidenden Regens für seine Bereitschaft, eine neue Aufgabe in der Pastoral des Bistums zu übernehmen. Es brauche gute Leitungsteams und damit auch gute Priester in den Teams, die eine gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gestalteten.

Priesterausbildung bleibt in Bewegung

Dass der neue Regens, Weihbischof Robert Brahm, kommissarisch ernannt sei, zeige, dass es nicht „business as usual“ sei, betonte Bischof Ackermann. „Das Signal ist: Priesterausbildung bleibt in Bewegung.“ Und dass ein Weihbischof unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben dieses Amt übernehme, zeige die Wichtigkeit dieser Rolle und „dass der Bischof weiterhin nah dran bleibt an der Priesterausbildung“. So werde etwa die Qualitätssicherung für die Ausbildung künftig ein noch wichtigeres Thema sein, sagte Ackermann. Mit Blick auf die Synodenumsetzung betonte er: „Priester werden im Bistum Trier heißt, auf ein breiteres Priesterbild zuzugehen“, eines, das über das Bild des „klassischen Pastors“ hinausgehe und eine größere Vielfalt zulasse.

„Sie dürfen sich auf eine wunderbare Aufgabe freuen.“

Prof. Dr. Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät, dankte Becker für die gute Zusammenarbeit. Er wünschte Becker „eine glückliche Hand, Gelassenheit und Geduld“ für die neue Aufgabe sowie ein „großes gläubiges Vertrauen, dass Gott seine Kirche führt“ und hieß Weihbischof Brahm herzlich willkommen. Für die Mitarbeitenden im Pastoralkurs sprach Steffen Stutz vom Arbeitsbereich „Ausbildung pastoraler Berufe“ im Bischöflichen Generalvikariat. Er bescheinigte Becker mit seiner „menschlich zugewandten Art“ eine „vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ und erinnerte an die gemeinsame Entwicklung neuer Formate wie das „Theo-Wochenende“, an dem Theologie-Studierende von allen Standorten zusammenkommen. Engagiert in die Debatten in der Konferenz der Regenten der deutschen Priesterseminare habe Becker sich eingebracht, mit „menschlicher Wärme“ und unter Achtung der „Freiheit der Diskussion“, sagte Regens Hartmut Niehues (Münster) als Vorsitzender der Regentenkonferenz. „Deine Stimme hatte Gewicht; Du hast Verantwortung übernommen für das Gelingen der Konferenz“, betonte er. Niehues ermutigte zu einem „klaren Bekenntnis für den priesterlichen Dienst in unserer Kirche“ und hieß Weihbischof Brahm in der Konferenz und als Regens willkommen: „Sie dürfen sich auf eine wunderbare Aufgabe freuen.“

Menschlich, ehrlich, immer ansprechbar

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Priesterseminars, Peter Becker, ließ die Mitarbeitenden in einem kurzen Film zu Wort kommen. „Menschlich, ehrlich, immer ansprechbar“ waren nur einige der vielen sehr wertschätzenden Worte, die die Mitarbeitenden für ihren Chef fanden. Auch Carsten Meyer und Jonas Staudt für die Kommunität nannten Beckers Zugewandtheit und menschliche Art, während sie zusagten, sich mit dem neuen Regens Brahm „auf einen guten gemeinsamen Weg“ zu machen.

Der scheidende Regens bedankte sich herzlich für die guten Worte. Mit den Worten des verstorbenen Generalvikars des Bistums Würzburg, Karl Hillenbrand, sagte er, er sei heute wie vor zehn Jahren der Ansicht, dass in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt Priester gebraucht würden, „die geistliche Menschen und zugleich menschliche Geistliche“ seien. In den vergangenen zehn Jahren habe sich vieles im Bistum verändert. Wenn nun die Umsetzung der Synode anstehe mit all dem, was sie den Menschen an Veränderungen und vielleicht auch Zumutungen abverlange, nehme er sich selbst nicht aus. Er sei „sehr darauf gespannt, was ihn als Pfarrer im Leitungsteam der Pfarrei Bad Kreuznach“ erwarte. Die ersten Begegnungen hätten ihn hoffnungsvoll gestimmt. „Es gilt, finde ich, den Realitäten, so wie sie nun einmal sind, ins Auge zu schauen; und dabei weder in Ängstlichkeit oder Larmoyanz zu verfallen noch in Hektik oder übertriebenen Aktionismus.“ Das helfe alles nicht weiter. „Es gilt weiterhin, sich dabei in allem der guten Führung und Fügung Gottes anzuvertrauen und auf den Beistand seines guten Geistes zu setzen, der uns begleitet und antreibt, mit Phantasie und Kreativität das Gute zu tun.“

Neuer Regens zwischen „Kontinuität und Veränderung“

Der künftige Regens Weihbischof Brahm dankte Bischof Ackermann für das Vertrauen. An diesem Abend sei spürbar geworden, was es heiße, Regens im Trierer Seminar zu werden. Die „ausgestreckten Arme“ hätten ihm gut getan. Brahm sagte, er sehe seine Aufgabe „zwischen Kontinuität und Veränderung“ und nehme diese gerne an. Die Priesterausbildung sei ein wichtiges und zentrales Thema im Bistum.

Die Feier hatte mit einem Pontifikalamt begonnen, dem Bischof Ackermann vorstand. Am 4. November gedenkt die katholische Kirche des Heiligen Karl Borromäus (1538-1584). Er ist Patron des Priesterseminars, und die im Seminar tätigen Ordensfrauen gehören der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Karl Borromäus an. Den Gottesdienst hatten Johanna Becker, Vivian Lion, Patric Schützeichel und Bernd Schütz musikalisch gestaltet. Beim Festakt, durch den Subregens Oliver Laufer-Schmitt führte, sorgten Mandryka Müller, Petar Entchev, Ursula Heckmann vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier und Domorganist Josef Still für den guten Ton.

Informationen zum Trierer Priesterseminar sind unter www.ps-trier.de zu finden.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103030 Tue, 05 Nov 2019 14:09:42 +0100 „Nichts Besonderes“? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nichts-besonderes-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm__MG_1781_2fe219d90c.jpg" width="150" height="101" alt="" />Das ZDF ist zu Gast in der Pfarrkirche St. Laurentius in Bad Neuenahr-Ahrweiler und strahlte live den Fernsehgottesdienst vom 3. November aus. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Weihrauchduft liegt in der Luft, liturgische Gewänder hängen an den Wänden, Kelch und Hostienschale stehen bereit. Ein ganz normales Bild in der Sakristei von St. Laurentius in Ahrweiler. Aber etwas ist anders: Mitten im Raum stehen zwei riesige Bildschirme auf denen fünf Kamerabilder und das ZDF-Live-Programm zu sehen sind. Das ZDF ist zu Gast in der Pfarrkirche und strahlt live den Fernsehgottesdienst vom 3. November aus.

Nicht nur die Sakristei hat sich dafür verändert: Die Kirche erstrahlt durch unzählige Scheinwerfer, fünf Kameras und Glasfaserkabel belegen Teile des Kirchenraums und überall sieht man Menschen mit Headsets herumlaufen. Doch für die Gemeindemitglieder scheint das keine große Sache zu sein. Selbst die Lektoren und andere ehrenamtliche Akteure im Fernsehgottesdienst empfinden es zwar als Ehre, aber auch als „nichts Besonderes“. Natürlich sei man etwas aufgeregt, aber eine gewisse Anspannung solle ja bei keinem Gottesdienst fehlen. Für sie scheint der Fernsehgottesdienst auf einer Stufe mit den Oster- und Weihnachtsgottesdiensten zu stehen. Vielleicht sind sie aber auch schon einiges gewohnt, denn die Pfarrei St. Laurentius in Ahrweiler feiert ihr 750-jähriges Jubiläum in diesem Jahr. Auch die Kirche ist etwas Besonderes, denn sie ist die älteste gotische Hallenkirche im Rheinland. Doch „das eigentlich Besondere sind die Menschen der Pfarrei“, so Gerdrud Hermes aus dem Verwaltungsrat. Denn hier seien alle Generation engagiert und helfen wie selbstverständlich mit, wenn es etwas zu tun gibt. Daher sei es auch kein Problem gewesen, Mitwirkende für den Fernsehgottesdienst zu finden. Die Gemeinde in St. Laurentius sei zwar traditionsbewusst aber auch für Neues offen.

So gibt es beispielsweise die Reihe „Messe anderes“, bei der die ehemalige Weinkönigin Theresa Appel die Moderation übernimmt und für Außenstehende die Elemente der Messe und die Besonderheiten der „Messe anders“ erklärt. Theresa Appel führt auch an diesem Sonntag durch den Fernsehgottesdienst. Das macht diesen Gottesdienst für den Fernsehsender und seine Zuschauer besonders. Denn jeder Programmpunkt mehr kann für die Zeiteinhaltung kritisch werden. So musste die Redaktion im Vorfeld genau kalkulieren und streichen, um exakt auf die 45 Minuten Gottesdienst zu kommen.

Inhaltlich geht es im Gottesdienst um den Zöllner Zachäus, bei dem Jesus zu Gast war und der sein Leben durch diese Begegnung änderte. Pfarrer Jörg Meyrer regt in seiner Predigt zum Nachdenken an über die Ausgegrenzten in der heutigen Zeit. Auch nimmt Meyrer die Begegnung zwischen Jesus und Zachäus als Anknüpfung für sein Gebet zur eigenen Veränderung: „Berühre mein Herz und gib mir Mut, dir ähnlicher zu werden! Allein kann ich das nicht.“

Für die Zuschauer gibt es beim Fernsehgottesdienst also besondere Momente aus einer besonderen Kirche. Die Mitwirkenden aber scheinen am Ende selbst schon „Fernsehprofis“ geworden zu sein: Zum Schluss ziehen die Messdiener ihre Gewänder in der zur „Redaktionszentrale“ umgebauten Sakristei aus, als sei das ganz selbstverständlich und gar nichts Besonderes.

(aw)

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news-103029 Tue, 05 Nov 2019 12:10:36 +0100 Für eine offene und Vielfalt zulassende Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-eine-offene-und-vielfalt-zulassende-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_Generalvikar-Plettenberg_f2c8e0a174.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und neun Amtskollegen begrüßen und unterstützen den Synodalen Weg, seine Themen und seine Zielsetzungen mit Nachdruck. Trier - „Wir begrüßen und unterstützen den Synodalen Weg, seine Themen und seine Zielsetzungen mit Nachdruck. Wir halten das damit verknüpfte Anliegen einer grundlegenden Reform der Kirche in Deutschland für dringend notwendig, ja für existenziell.“ Das haben zehn Generalvikare deutscher (Erz)-Bistümer, darunter Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als Generalvikar des Bistums Trier, jetzt in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und den Präsidenten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg, betont.

Die zehn Generalvikare hatten sich im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden kollegialen Beratung mit der derzeitigen Situation ihrer Bistümer und der Kirche in Deutschland befasst. Dabei war sich die Gruppe einig, dass der synodale Weg von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der deutschen Kirche werden kann. Aus diesem Grund entschlossen sie sich zu einem ausdrücklichen Signal der Unterstützung an Kardinal Marx und Professor Sternberg.  Generalvikare sind in den Bistümern die Vertreter der Bischöfe und leiten die Bischöflichen Verwaltungen.

In dem Schreiben äußern die Generalvikare die Auffassung, dass die katholische Kirche durch vielfaches, eigenes Verschulden an Glaubwürdigkeit verliere: „Im ‚Weiter so‘-Modus werden wir unserem Auftrag nicht mehr gerecht werden können.“ Stattdessen äußern die Generalvikare die Überzeugung, dass „uns Gottes Wille zu deutlichen Schritten der Veränderung“ ermutige. Dabei sei es wichtig, über notwendige Veränderungen angstfrei nachzudenken. Wörtlich heißt es in dem Schreiben weiter: „Unsere Erfahrung ermutigt uns in dem Vertrauen, dass Gottes Geist größer und weiter ist als das je eigene Denken und die je eigene Perspektive. Darum appellieren wir an alle Mitwirkenden und Beteiligten des Synodalen Weges, aber auch an alle verantwortlichen und engagierten Gläubigen in unserer Kirche, das Wirken des Geistes nicht voreilig einzugrenzen.“

Die Generalvikare hoffen auf einen ehrlichen und offenen Dialog, der von gegenseitigem Vertrauen und Respekt sowie der Bereitschaft zum gegenseitigen Verstehen geprägt sein sollte: „Wir bitten darum, auf gegenseitige Unterstellungen oder gar den Vorwurf mangelnder ‚Rechtgläubigkeit‘ zu verzichten.“ Wichtig sei die Haltung, voneinander und miteinander zu lernen und in dieser Haltung offen über die aktuellen Entwicklungen zu sprechen.  „Indem wir die Realität anerkennen und indem wir die Möglichkeiten und Grenzen, diese Wirklichkeit zu verändern, im Glauben an Gottes Wirken mutig und demütig nutzen, werden wir die verlorene Glaubwürdigkeit zurückgewinnen“, heißt es in dem Brief.

Die Generalvikare machen deutlich, dass sie sich eine Kirche wünschen, in der Pluralität und Diversität gewünscht und erlaubt seien. Nur eine offene und Vielfalt zulassende Kirche habe eine Chance, in der Gesellschaft wirksam präsent bleiben zu können. Daher hoffen sie am Ende des Synodalen Wegs auf „verbindliche Entscheidungen, die von allen mitgetragen werden und neue Spielräume für unsere Kirche eröffnen.“

(JR)

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Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synodaler Weg (in Deutschland)
news-103026 Tue, 05 Nov 2019 11:02:00 +0100 Vom Iran nach Güls https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/vom-iran-nach-guels/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/7/csm_FAiR_Rasti_c4a983980d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Projektverbund FAiR unterstützt Geflüchtete bei Behördengängen, beim Verfassen von Bewerbungen oder bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsberuf. Koblenz – Iran, Dortmund, Trier, Speyer, Dieblich, Rhens – bevor Pourya Rasti nun im Koblenzer Stadtteil Güls sesshaft wurde, hat er schon viele Umzüge hinter sich gebracht. Doch hier möchte er jetzt erst einmal bleiben. Das liegt an seinem Ausbildungsplatz.

„Es macht mir viel Spaß und alle sind sehr nett“, sagt der 25-Jährige über seinen Arbeitgeber „Energienetze Mittelrhein“. Seit September macht er eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. In seinem Heimatland hat er bereits einige Semester in diesem Bereich studiert. Seinen Abschluss konnte Rasti aufgrund der politischen Lage im Iran jedoch nicht machen.

Die Berufsschule besucht er momentan einmal pro Woche. „Ich habe nur gute Noten. In Deutsch habe ich sogar eine drei!“, sagt Rasti zu recht mit Stolz. Seit vier Jahren ist er in Deutschland. „Er braucht keine Nachhilfe“, erklärt Anika Verkoyen vom Projektverbund FAiR (Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region) des Caritasverbandes Koblenz. Sie unterstützt den jungen Mann seit März 2017.

Kennengelernt haben sie sich in Dieblich. Dort gibt es eine kleine Sammelunterkunft für Geflüchtete und Anika Verkoyen kümmert sich darum, die Menschen in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu vermitteln. „Frau Verkoyen hat mir viel geholfen“, sagt Rasti. „Wir haben zusammen geschaut, welche Ausbildungsberufe gibt es im Elektrobereich und dann Bewerbungen geschrieben“, erklärt sie ihre Arbeit. Sie kümmerte sich um Absprachen zwischen Jobcenter, weiteren Behörden, Arbeitgeber und Ehrenamtlichen.

Im Jahr 2015 startete FAiR. Innerhalb von drei Jahren konnten 1007 Personen in Arbeit, Ausbildung, Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Schulausbildung und weitere Angebote vermittelt werden.

Die Ausbildung von Pourya Rasti endet im Februar 2023. Er hofft, dass er dann übernommen wird.

Weitere Infos zu FAiR gibt es auf www.fair-caritas-koblenz.de/ und bei Projektleiter Gregor Bell unter Tel.: 0261-13906-520

(jf)

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Flüchtlinge Information Politik / Gesellschaft
news-103019 Fri, 01 Nov 2019 08:31:00 +0100 Hilfe für Jugendliche im Kreis Ahrweiler https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-fuer-jugendliche-im-kreis-ahrweiler/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_JHV_Ahrweiler_Steyven_3e3ca85b8d.jpg" width="150" height="112" alt="" />Der Jugend-Hilfe-Verein in Ahrweiler begleitet seit 35 Jahren junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben. Die Aktion Arbeit im Bistum Trier unterstützt den Verein. Ahrweiler – Seit 35 Jahren kümmert sich der Jugend-Hilfe-Verein für den Kreis Ahrweiler um junge Menschen. Dazu zählen Projekte zur Berufsorientierung, sozialpädagogische Einzelfallhilfe, Beratung bei Problemen familiärer, finanzieller und beruflicher Art. Unterstützt wird der Verein unter anderem von der Aktion Arbeit im Bistum Trier.

„Als der Jugend-Hilfe-Verein von weitsichtigen Menschen – unter anderem Jugendpfarrer Johannes Stein – gegründet wurde, war die Situation am Ausbildungsmarkt etwas anders als heute“, berichtete Andrea Steyven in ihrem Grußwort. Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit nannte dazu aktuelle Zahlen: 157.200 Ausbildungsstellen sind unbesetzt, dem gegenüber stehen 87.000 Bewerberinnen und Bewerber. „Da denkt man: Es könnte alles so einfach sein – Man braucht doch nur die Unversorgten auf die freien Plätze zu vermitteln. Aber so einfach ist das nicht!“, weiß Andrea Steyven aus ihrer Arbeit. „Viele Jugendliche wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, in denen die Kompetenzvermittlung in allen möglichen Lebensbereichen schwierig ist. In den standardisierten Maßnahmen können die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmenden nicht bearbeitet werden“, erklärte die Geschäftsführerin.

Die Hilfe, die der Verein leiste, sei eine höchst christliche Aufgabe, betonte Andrea Steyven. Sie erinnerte auch an die „Fit für den Job“-Maßnahme für Geflüchtete, diese wurde von der Aktion Arbeit finanziell unterstützt. Und sicherte zu: „Wo es uns möglich ist, sagen wir gerne unsere Unterstützung zu“.

Die Aktion Arbeit als Initiative des Bistums Trier wurde 1983 vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen.

Weitere Informationen zur Aktion Arbeit gibt es hier www.aktion-arbeit.de.

(red/jf)

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Information Jugend Personal Politik / Gesellschaft Schule Vermischtes