Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Thu, 09 Feb 2023 06:54:26 +0100 Thu, 09 Feb 2023 06:54:26 +0100 Bistum Trier news-105302 Mon, 06 Feb 2023 11:55:38 +0100 Dekan im Leitungsteam Saarbrücken bittet Bischof um Entpflichtung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dekan-im-leitungsteam-saarbruecken-bittet-bischof-um-entpflichtung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_logo_gr_rgb_04_1e7b5a3711.jpg" width="150" height="121" alt="" />Dekan Clemens Grünebach wird ab März als Priester in der alt-katholischen Kirche wirken. Trier/Saarbrücken – Clemens Grünebach, Dekan im Leitungsteam des Pastoralen Raums Saarbrücken, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann darum gebeten, ihn von seinen Aufgaben und dem priesterlichen Dienst im Bistum Trier zu entbinden. Grünebach hat Bischof Ackermann in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er ab März als Priester in der alt-katholischen Kirche wirken möchte.

Als Beweggründe für den Wechsel nennt der 53-Jährige den „erloschenen Reformeifer im Bistum Trier“ und eine „spürbare Lähmung und Perspektivlosigkeit vieler Haupt- und Ehrenamtlicher“. Infolgedessen habe er sich zunehmend als „heimatlos“ empfunden. Konkret hätten der „Eingriff der römischen Kleruskongregation in die geplante Pfarreienreform im Bistum Trier“ und die „starken Beharrungskräfte auf allen kirchlichen Ebenen” zu seiner Entscheidung geführt. Gleichzeitig betont er, dass er der Kirche von Trier und ihren Verantwortlichen sehr viel verdanke, sich „mit Herzblut“ in seinen Aufgaben und vor allem in der Diözesansynode engagiert habe. Dem Entschluss, zur alt-katholischen Kirche zu wechseln, sei ein langes und schmerzliches Ringen vorausgegangen.

Bischof Ackermann hat der Bitte Grünebachs entsprochen und ihn mit Wirkung vom 6. Februar 2023 von seinem Amt als Dekan im Leitungsteam des Pastoralen Raums Saarbrücken entpflichtet und ihn zugleich vom priesterlichen Dienst suspendiert. In seinem Schreiben bedauert der Bischof den Schritt des scheidenden Dekans und dankt ihm für seinen 28-jährigen Dienst als Priester im Bistum Trier.

Die Gremien und Mitarbeitenden des Pastoralen Raums Saarbrücken sind über Grünebachs Entscheidung bereits informiert.

(JR)

 

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news-105298 Fri, 03 Feb 2023 08:00:00 +0100 Kirche als Vereinsheim?! https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-als-vereinsheim/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/3/csm_Kirchbauverein_Brey_jf_91a07cd660.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Kirchbauverein Brey jf" />Eine Küchenzeile neben dem Beichtstuhl, ein Kühlschrank mit Getränken unter der Empore? In der Filialkirche St. Margaretha Brey seit fast einem Jahr gelebte Normalität Brey - Eine Küchenzeile neben dem Beichtstuhl - für viele Besucherinnen und Besucher ein fremdartiges Bild. Doch in der Filialkirche St. Margaretha in Brey seit fast einem Jahr gelebte Normalität. Was aus einer Weinlaune heraus begann, hat sich zu einer ernsthaften Kirchen-Raum-Entwicklung gemausert.

Die Corona-Pandemie, die viele Projekte behinderte, war in diesem Fall sogar Initialzünder: Die Jahreshauptversammlung des Kirchbauvereins fand in St. Margaretha statt, da die Kirche aufgrund ihrer Größe einen höheren Schutz vor Ansteckung mit dem Virus bot. Als man in den Kirchenbänken saß, meinte Jonas Staudt, Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Rhens: „Jetzt so ein Glas Wein, das wäre nicht schlecht." Mit dieser Aussage hat er einiges ins Rollen gebracht. Hinzu kamen, in Anbetracht der sinkenden Anzahl an Gottesdienstteilnehmenden, die Fragen: „Wir kann man den Kirchenraum noch einmal neu und anders nutzen, zugleich beleben und andere Zielgruppen ansprechen?“ Ein paar Monate später gibt es einen Kühlschrank mit Getränken und Schränke mit Geschirr unter der Empore; 60 Stühle und 20 Holzwürfel bieten eine flexible Raumgestaltung für unterschiedlichste Formate von Gottesdiensten bis hin zu biblischen Weinproben oder Gruppenstunden mit Kita-Kindern. „Die Flexibilität und Mobilität ist ein riesen Gewinn", stellt Staudt fest.

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news-105283 Tue, 31 Jan 2023 08:00:00 +0100 Ein zweites Leben für Kleidung und Bildung für Jugendliche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-zweites-leben-fuer-kleidung-und-bildung-fuer-jugendliche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_2nd_Hemd_und_Hose_Innenraum_cb96319bf5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="2nd Hemd und Hose Innenraum" />Markenjeans, 80er Jahre Trainingsanzug, Brautkleider oder Sportklamotten: Der 2nd Hemd&Hose-Markt in der Jugendkirche „Crossport to heaven“ ist ein Paradies für Schnäppchenjäger Lautzenhausen – Vom kultigen 80er Jahre Trainingsanzug bis zur Markenjeans und sogar Brautkleider: Schnäppchenjäger und bewusste Konsumentinnen und Konsumenten sind beim 2nd Hemd&Hose-Markt in der Jugendkirche „Crossport to heaven“ am Flughafen Hahn (Einfahrt Tor „Mainz“) genau richtig. Der Erlös des Verkaufs von Freitag, 3. bis Sonntag, 5. Februar geht an Hilfsprojekte für Jugendliche in Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier. Neben originellen Vintage-Stücken bietet der Second-Hand-Markt aber auch alltagstaugliche Kinderbekleidung, Sportoutfits, Fanartikel, Pullis, Jacken und Lederwaren sowie Taschen.

Der Markt hat wie folgt geöffnet: Freitag, 3. Februar, 15 bis 21 Uhr; Samstag, 4. Februar, 10 bis 17 Uhr und Sonntag, 5. Februar, 10 bis 13 Uhr. Eine Modenschau ist für Samstag, 16 Uhr geplant.

Helferinnen und Helfer zur Vorbereitung des Marktes sind willkommen sowie eine Person, die einen Upcycling-Workshop anbieten möchte, so die Veranstalter. Auch Schulklassen könnten sich sowohl in der Organisation des Marktes und im Verkauf erproben; aber auch den Markt zum Anlass nehmen, sich mit dem Wert von Kleidung sowie den Herstellungs- und Recyclingkreisläufen zu befassen. Interessierte können sich per E-Mail an dekanat.simmern-jugend(at)t-online.de melden.  

Durchgeführt wird der Markt von der Katholischen Jugend im Hunsrück und findet zugunsten der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier statt.

Weitere Informationen gibt es auf www.crossporttoheaven.com oder telefonisch beim „crossport to heaven“ unter Tel.: 06543 507 773.

(red)

 

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news-105289 Mon, 30 Jan 2023 10:57:32 +0100 Ein bunter Blumenstrauß https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-bunter-blumenstrauss/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_Thomas-Becker_Foto-FBS_997e4ddce9.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Thomas Becker Foto FBS" />Inflation, Energiekrise und der Krieg in der Ukraine - der Alltag ist herausfordernd. Die Familienbildungsstätten bieten ein vielfältiges Angebot, um Menschen zu entlasten und einen Ausgleich zu bieten. In Neuwied übernimmt ein neuer Geschäftsführender Leiter die Verantwortung. Neuwied – „Die Menschen fühlen sich hier aufgehoben und herzlich angenommen, egal, wo sie her sind, wie alt sie sind, welchen Hintergrund oder welche Konfession sie haben“ –  das sei der Geist, den Thomas Becker als neuer Geschäftsführender Leiter der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) spüre und weiter fördern möchte. Seit vergangenen September ist der gebürtige Neuwieder neben den Familienbildungsstätten in Neuwied und Linz, mit ihrem jeweiligen „Haus der Familie“ auch für das  Mehrgenerationenhaus (MGH) Neuwied verantwortlich.

In seiner Arbeit möchte er vorerst zwei Schwerpunkte setzen: Zum einen gehe es ihm darum, das umfassende Angebot der FBS in Neuwied und Linz, sowie des MGH bekannter zu machen. Zum anderen sei es ihm wichtig, die Netzwerke zu (kommunalen) Kooperationspartnern zu stärken bzw. wieder aufzunehmen. „Unsere breite Angebotspalette funktioniert nur in Zusammenarbeit mit vielfältigen Akteuren“, betont er. Dazu zählen beispielsweise die Jugendämter von Stadt und Kreis Neuwied, die Stadt- und Kreisverwaltung sowie die Kommunen Linz und Unkel, aber auch die regionale Volks- und KreisVolkshochschule oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zu kirchlichen Institutionen, wie der Caritas und den Kirchengemeinden der Umgebung, bestehe ebenfalls eine gute Verbindung.

Unterstützung erfahren

Im Fokus der FBS liegen Kurse als Hilfe für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche, Bewegungs- und Entspannungsangebote für Erwachsene, Projekte für sozial Benachteiligte, Integrationsförderung und generationenübergreifende Arbeit. Vom bekannten Eltern-Kind-Angebot PEKiP über Näh-, Sprach- sowie Schwimm- und Malkursen bis hin zu Erlebnissen in der Natur oder Treffen für Trauernde haben Interessierte die Wahl – und das alles zu möglichst niedrigen Beiträgen. „Wir möchten nah bei den Menschen sein, und daher gestalten wir unsere Teilnahmegebühren so, dass das für die meisten Interessierten machbar ist", sagt Becker und räumt zugleich ein, dass dies natürlich bei den steigenden Energiekosten auch für seine Häuser eine Herausforderung sei. Doch der „bunte Blumenstrauß“ an Angeboten solle weiterhin niedrigschwellig sein. „Man kann hier Unterstützung erfahren.“ Und wenn seine Mitarbeitenden vielleicht einmal nicht bei speziellen Problemlagen weiterhelfen könnten, kennen sie Fachstellen, an die sie weitervermitteln können. Die FBS sei somit ein „Ort von Kirche“, wo Nächstenliebe gelebt wird – ohne dass man den Teilnehmenden den Katholizismus aufdrücken wolle, so Becker.

Sozialpädagoge und Kindheits- sowie Sozialwissenschaftler

Im Neuwieder Stadtteil Engers aufgewachsen, kenne er die Mentalität der Einwohnerinnen und Einwohner. „Das bunte Miteinander wird auch hier im Haus gelebt“, berichtet Becker (Jahrgang 1987), der nun in Bendorf-Stromberg wohnt.

Zuletzt war der Sozialpädagoge und Kindheits- sowie Sozialwissenschaftler Leiter einer Kindertagesstätte in Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz.

Weitere Informationen zur FBS Neuwied und eine Übersicht über das Programm gibt es auf www.fbs-neuwied.de und telefonisch unter Tel.: 02631-39070. (jf)

Die 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier sind selbständige Einrichtungen in Trägerschaft eines jeweils eigenen eingetragenen gemeinnützigen Vereins mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie werden vom Bistum ideell und materiell unterstützt. Zusätzlich erhalten sie Fördermittel von Bund und Land und in einigen Fällen von den Kommunen. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Arbeit der FBS mit Geldspenden zu unterstützen. Viele Kurse werden kostenlos oder gegen eine geringe Teilnahmegebühr angeboten.

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Flüchtlinge Information Jugend Personal Politik / Gesellschaft
news-105269 Tue, 24 Jan 2023 10:11:00 +0100 "Rosenkränzchen" startet ins neue Jahr https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/rosenkraenzchen-startet-ins-neue-jahr/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/b/csm_Rosenkranzchen_privat_95f0b1af49.jpg" width="150" height="113" alt="Ein grüner Garten ist zu sehen." />Wer gerne eigenes Gemüse oder Obst anbauen möchte, aber keinen Garten hat, ist beim Urban-Gardening-Projekt in Bad Neuenahr-Ahrweiler genau richtig. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die ersten Vorboten des nahenden Frühlings kündigen sich an. Das im vergangenen Jahr gestartete Urban-Gardening-Projekt „Rosenkränzchen“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler geht daher jetzt in die Planung des Gartenjahrs und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und zwar in Form eines eigenen kostenlosen Beets. Dieses kann nach Herzenslust angelegt, gepflegt und betreut werden.

Urban Gardening meint, dass auch in einer städtischen Umgebung blühende Pflanzen, Obst und Gemüse selbst angebaut und kultiviert werden können. Alles, was man dazu benötigt, ist eine kleine Anbaufläche, Lust selbst etwas zu pflanzen und ein wenig Kreativität. Die gute Nachricht: Das Projekt „Rosenkränzchen“ bietet Anbauflächen und zwar direkt neben der Rosenkranzkirche (Telegrafenstraße).

Die Idee zu einem solchen Projekt ist bei der Zukunftswerkstatt der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler nach der Flutkatastrophe entstanden. Begleitet wird das „Rosenkränzchen“ durch Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarrei, dem Missionarischen Team im Bistum Trier und dem Malteser Hilfsdienst.

Ruhe- und Begegnungsort

Neben dem Hegen und Pflegen der Beete steht der Ort auch immer wieder zum Austausch, für Treffen und zum Ruhefinden bereit. Einfach die Seele baumeln lassen, in einem grünen Fleckchen mitten im städtischen Umfeld, ein Gesprächs- und Begegnungsort – das ist hier für alle möglich. Jeder Mensch, egal welcher Konfession, Religion oder Weltanschauung sei hier willkommen, betont das Organisationsteam.

„Falls Sie Freude am Gärtnern haben, keinen eigenen Garten besitzen oder beides, melden Sie sich gerne und Ihnen werden kostenlos ein paar Quadratmeter zur freien Gestaltung zur Verfügung gestellt“, ermuntern die Organisatorinnen und Organisatoren.

Interessierte können sich bei Oliver Serwas per E-Mail an oliver.serwas(at)bgv-trier.de oder telefonisch unter Tel.: 0151 46738328 melden. Weitere Informationen zu unterschiedlichen Projekten in der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es auf www.pfarrei-bnaw.de und bei Facebook. (red)

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Flutkatastrophe Pfarreien Schöpfung
news-105273 Wed, 18 Jan 2023 11:41:48 +0100 “Bischof Stein kann nicht länger Namensgeber sein” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-stein-kann-nicht-laenger-namensgeber-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_stiftung-glauben-leben-2023__4C_df3e20a2d6.jpg" width="150" height="74" alt="" />Die Namensänderung in “Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier” wurde vom Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung beschlossen. Trier – Die Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier soll künftig unter dem Namen „Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier“ firmieren. Das Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung hat die Namensänderung in einer außerordentlichen Sitzung am 13. Januar auf Antrag des Vorstands beschlossen. Die Umbenennung wird wirksam mit der Zustimmung der Stiftungsaufsicht.

Hintergrund der Umbenennung ist der am 16. Dezember von Prof. Dr. Lutz Raphael und Dr. Lena Haase (Universität Trier) vorgestellte Zwischenbericht zur historischen Untersuchung „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946-2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier“, der die Amtszeit des Trierer Bischofs Dr. Bernhard Stein (1967-1981) untersucht. Das Projekt ist von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich des Bistums Trier (UAK) initiiert.

Der Bericht dokumentiert den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs, die in die Amtszeit Bischof Steins fallen und kommt zu dem Ergebnis, dass es in der Mehrzahl der Fälle keinen ordnungsgemäßen und vor allem keinen betroffenenorientierten Umgang mit den Fällen sexueller Gewalt gegeben hat. Die UAK hält in ihrer Stellungnahme zum Bericht fest, „dass Stein das damalige System gestützt hat. Von ihm sind der UAK keine Bemühungen bekannt, beim Umgang mit Missbrauchsfällen umzusteuern. Der Vorwurf der zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung trifft auch auf ihn zu“.

Diese Einschätzung teilen Vorstand und Kuratorium. „Das Kuratorium hat sich mit dem Bericht befasst. Die Mitglieder verurteilen den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt zur Amtszeit Bischofs Stein und vor allem die Tatsache, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu keiner Zeit im Blick waren. So kommt das Kuratorium zu dem Ergebnis, dass Bischof Stein nicht länger Namensgeber für eine Stiftung sein kann, die sich der Glaubensweitergabe und der Unterstützung von Bildungsangeboten vor allem für Kinder und junge Menschen verschrieben hat“, sagte Kuratoriumsvorsitzender Weihbischof Robert Brahm. Daher habe das Kuratorium einstimmig für die Umbenennung votiert. „Der neue Name stellt ‚Glauben‘ und ‚Leben‘ in den Mittelpunkt und zeigt damit auf den ersten Blick, welche Anliegen hier gefördert werden“, erläutert Brahm den neuen Namen.

Das Bistum Trier hatte im Januar 2008 die Bischof-Stein-Stiftung gegründet. Sie ist eine rechtlich selbstständige, kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Stiftung stellt den Glauben und die Sorge um die Zukunft der vielfältigen kirchlichen Dienste in den Mittelpunkt. Sie unterstützt die Erziehungs- und Bildungsarbeit in den kirchlichen Kindertagesstätten, Schulen, Fach- und Fachhochschulen sowie die Familien- und die Erwachsenenbildung. Darüber hinaus fördert sie die Jugendarbeit sowie kulturelle und pastorale Angebote im Bistum Trier. Die Bischof-Stein-Stiftung betreut derzeit 16 private und institutionelle Treuhandstiftungen. Seit Bestehen der Stiftung hat diese Gemeinschaft Fördermittel in Höhe von über 1,5 Mio. Euro vergeben. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl an großen und kleineren Initiativen, die sich darum bemühen, vor allem jungen Menschen Bildung, Halt und Orientierung zu geben.

Mehr Informationen gibt es unter www.stiftung-glauben-leben.de oder beim Zentrum für Stiftungen und Fundraising, Kochstraße 2, 54290 Trier, E-Mail: stiftungszentrum(at)bgv-trier.de, Tel.: 0651-1451957-0.

(JR)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales Stiftungen
news-105270 Mon, 16 Jan 2023 13:51:36 +0100 Der Hilfe ein Gesicht gegeben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-hilfe-ein-gesicht-gegeben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_Abschied_Schuh_tef_bearbeitet_5a158262b4.jpg" width="150" height="113" alt="Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg dankt Peter Schuh und Johannes Kölling (v. links) für ihre Arbeit für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Foto: Pressestelle / Schneider" title="Abschied Schuh tef bearbeitet" />Ein offenes Ohr für die Menschen in den Flutgebieten und Kontakte zur Bistumsverwaltung wie zu politischen Verantwortlichen: Peter Schuh und Johannes Kölling koordinierten den Wiederaufbau. Trier – „Ich danke Peter Schuh dafür, dass er als Bistumsbeauftragter die Koordination des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe 2021 übernommen hat.“ Im Rahmen des Neujahrsempfangs im Bischöflichen Generalvikariat in Trier hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg den Einsatz des scheidenden Fluthilfekoordinators gewürdigt. „Mit ihm hatte das Bistum jemand gewonnen, der die notwendigen Kenntnisse über die Bistumsverwaltung und vielfältige Erfahrungen im Umgang mit den betroffenen Gemeinden vor Ort und den politischen Behörden hat – er hat unserer Hilfe ein Gesicht gegeben.“

Peter Schuh war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2019 Leiter der Immobilienabteilung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Ab Oktober 2021 war er als Koordinator für den Wiederaufbau wesentlich im Katastrophengebiet unterwegs und konnte so die notwendigen Kontakte, insbesondere zwischen den Kirchengemeinden und der Bistumsverwaltung, aber auch zu politisch Verantwortlichen im Land, herstellen und begleiten. Daneben gehörte der Kontakt zu Seelsorgenden zu seinem Arbeitsfeld.

„Mit seinen vielen Besuchen und Gesprächen vor Ort hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Verantwortlichen einen kompetenten Ansprechpartner und Vermittler zur kommunalen und landespolitischen Ebene hatten“, sagte von Plettenberg. „Die Meisten, die ihm ihre Sorgen anvertraut haben, haben sich bei ihm nicht zuletzt auch aufgrund seines freundlichen und verbindlichen Wesens gut aufgehoben gefühlt.“ Als Ehrenamtlicher habe er viel Zeit und Kraft aufgewandt, Zuwendung und Hoffnung geschenkt. Mit ihm zusammen arbeitete Johannes Kölling, Geschäftsführer des Bereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im Generalvikariat, dem von Plettenberg gleichfalls für seinen Einsatz dankte. Kölling ist seit dem 1. Januar Mitglied des Leitungsteams des Pastoralen Raums Merzig.

Hintergrund: In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat die verheerende Flut im Ahrtal, in Teilen der Eifel und Trier mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder getötet, Überlebende und Angehörige traumatisiert sowie Existenzgrundlagen zerstört. Unmittelbar nach der Flutnacht haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem gesamten Bistum Unterstützung angeboten. Rund 100 Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Diakone und Priester haben tage- oder wochenweise ihre Kolleginnen und Kollegen an der Ahr vielfältig unterstützt, dazu zählten unter anderem die aufsuchende Seelsorge und Präsenz in den Straßen oder an Versorgungs- und Hilfspunkten.

(tef)

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Koblenz bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Flutkatastrophe Information Personal Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-105267 Sat, 14 Jan 2023 10:30:00 +0100 Erfolgreiches Modellprojekt geht weiter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erfolgreiches-modellprojekt-geht-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_family-g7cc9ab855_1920_dc2299f9f0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Family g7cc9ab855 1920" />Die Caritas-Familienbüros sind ein Erfolgsmodell, wie nun auch die wissenschaftliche Evaluation bestätigte. Und das Projekt wird weitergeführt - mit drei weiteren Familienbüros. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Modellprojekt „Familienbüros“ des Trierer Diözesan-Caritasverbandes ist nach zweijähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen worden – doch es wird mit den Familienbüros weitergehen. Gerade in prekären Lebenslagen wissen Familien oft nicht, welche Ansprüche sie geltend machen können. Familienbüros können da Abhilfe schaffen. Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat das Projekt evaluiert. Im Abschlussbericht wird die Annahme der Caritas bestätigt, dass viele Familien sozialpolitische Leistungen nicht abrufen, so die Leiterin der wissenschaftlichen Begleitung, Prof. Petra Mund: „Es hat sich deutlich gezeigt, dass die Caritas die Familien informiert, motiviert und unterstützt hat, die ihnen zustehenden und trotz materieller Not teilweise unbekannten familienpolitischen Leistungen in Anspruch zu nehmen.“ Unter solche Leistungen fallen etwa Eltern- und Kindergeld, Zuschüsse zu Bildung und Teilhabe, Wohngeld oder Renten. Gründe seien mangelnde Information, soziale Scham oder Überforderung bei der Antragstellung. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass Familienbüros familienpolitische Seismografen sind: Sie machten die Hürden bei der Bekämpfung von Armut deutlich und zeigten Lücken bei familienpolitischen Maßnahmen und im Hilfesystem auf. Petra Mund folgert daraus, dass das niedrigschwellige und bedarfsorientierte Angebot der Caritas-Familienbüros verstetigt werden sollte.

Und das wird der Caritasverband im Frühjahr 2023 an neuen Standorten im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums umsetzen: „Wir sind sehr dankbar, dass die „Caritas Stiftung Menschen in Not“ 2023 drei weitere Caritas-Familienbüros fördert. So können wir noch mehr Familien über ihre sozialrechtlichen Ansprüche aufklären. Gerade in der aktuellen Lage mit steigenden Energiekosten und Inflation ist das dringend notwendig“, so Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband Trier.

Caritas-Familienbüros gibt es bereits an den Standorten Andernach/Pellenz, Mayen, Emmelshausen (für den Rhein-Hunsrück-Kreis) und Sulzbach. Im Rahmen der Fluthilfe wurde ein weiteres Familienbüro im Ahrtal eröffnet. Die bestehenden Büros sollen ihre Arbeit weiterführen. Mehr Informationen gibt es auch auf www.caritas-trier.de.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales
news-105260 Fri, 06 Jan 2023 13:09:33 +0100 8.000 Euro für Hilfen in der Ukraine https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/8000-euro-fuer-hilfen-in-der-ukraine/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm_Spendenuebergabe_Weihnachtskarte_bbb1adcbed.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Spendenuebergabe Weihnachtskarte" />Weihnachtskarten verschicken und dabei etwas Gutes tun: Der Paulinus-Verlag und das Bistum Trier machen dies jedes Jahr möglich. 8.000 Euro gehen als Spende an die "Caritas Ukraine". Trier – 7.000 Weihnachtskarten, und damit mehr als im vergangenen Jahr, konnte der Paulinus-Verlag zum Jahresende 2022 verkaufen. Mit jeder der Karten war eine Spende für die Ukraine-Hilfe des Caritasverbandes für die Diözese Trier verbunden. Stolz konnte der Geschäftsführer des Verlages, Johannes Thielmann, jetzt eine Spende in Höhe von 8.000 Euro an Domkapitular Benedikt Welter, den Vorsitzenden des Vorstandes des Diözesan-Caritasverbandes, übergeben. „Die Caritas ist in der Ukraine sehr gut mit Partnern vernetzt – so können wir sicherstellen, dass das Geld wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird“, betonte Welter.

Seit dem ersten Tag des russischen Angriffskriegs sind die Mitarbeitenden der „Caritas Ukraine“ im Dauereinsatz. Schwerpunkte der Hilfseinsätze sind Nahrungsmittel- und Trinkwasserverteilung, aber auch Trauma-Arbeit und Flüchtlingshilfe. Jetzt im Winter werden kältefeste Unterkünfte und Heizmaterialien immer wichtiger. Die „Caritas Iwano-Frankiwsk“ ist dabei seit mehr als 30 Jahren mit dem Diözesan-Caritasverband Trier partnerschaftlich verbunden. Sie kümmern sich aktuell vor allem um die vielen Binnenflüchtlinge, die mit Beginn der Winterkälte in die Westukraine kommen. Konkret unterhält die Caritas dort unter anderem eine Armenküche, die auch mit Spenden finanziert wird, und die täglich rund 1.500 warme Mahlzeiten verteilt.

Seit 2015 bringt der Paulinus-Verlag Weihnachtskarten für einen guten Zweck heraus. Unterstützt wird die Spendenaktion dabei in jedem Jahr vom Bistum Trier.

Die Ukraine-Hilfe der Caritas ist auch weiter auf Spenden angewiesen. Gespendet werden kann online über das Portal der Caritas bei der Pax-Bank oder auf das Spendenkonto der Caritas, Pax-Bank, IBAN: DE43 3706 0193 3000 6661 21; BIC: GENODED1PAX; Stichwort „Ukraine“. Weitere Informationen, auch zur Ukrainehilfe der Caritas, befinden sich auf: www.caritas-trier.de.

(tef)

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-105244 Thu, 05 Jan 2023 08:00:00 +0100 Bischof kommt nach Mülheim-Kärlich https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-kommt-nach-muelheim-kaerlich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Fusion_Benjamin-Davies_unsplash_6ae0ed75d7.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Fusion Benjamin Davies unsplash" />Zum 1. Januar sind neun ehemals eigenständige Pfarreien zur Pfarrei Heilig Geist fusioniert und feiern dies am 8. Januar mit einem Festgottesdienst und geselligen Austausch Mülheim-Kärlich – Mit einem festlichen Gottesdienst feiert die neue Pfarrei Mülheim-Kärlich Heilig Geist am Sonntag, 8. Januar um 18 Uhr ihre Gründung in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Mülheim (Pfarrer-Roedelstürtz-Straße 1). Zum 1. Januar waren die neun ehemals eigenständigen Pfarreien St. Martin (Bassenheim), St. Mauritius (Kärlich), St. Silvester (Kaltenengers), St. Bartholomäus (Kettig), Maria Himmelfahrt (Mülheim), St. Peter und Paul (Urmitz Bahnhof), St. Sebastian (St. Sebastian), St. Georg (Urmitz) und Hl. Dreifaltigkeit (Weißenthurm) zu der neuen Pfarrei Heilig Geist fusioniert. Im Anschluss an das Hochamt lädt die neue Pfarrei zum geselligen Austausch ein.

Bislang war jede Pfarrei und die jeweils dahinter stehende juristische Person der Kirchengemeinde eigenständig. Durch die Fusion ist aus den neun Pfarreien eine neue Pfarrei geworden, die vermögensrechtlich und juristisch eine Person ist.

Arbeiteten sie bislang auf pastoraler Ebene zusammen, bilden sie nun auch finanz- und verwaltungstechnisch eine Einheit: Bewegliches und unbewegliches Vermögen, Rechte, Pflichten, Verbindlichkeiten und Forderungen gehen vollständig auf die neue Pfarrei über. Zweckgebundenes Vermögen und Stifterwillen bleiben jedoch weiterhin für ihre Bestimmung erhalten. Das bedeutet, dass zum Beispiel Geld, das für die Renovierung einer Kirche angespart wurde, nicht für ein anderes Gotteshaus verwendet werden darf. Beim Personal – also Pfarrer, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Küsterinnen und Küster, Organistinnen und Organisten – ändert sich im Stellenumfang nichts.

Die Fusion hat Auswirkungen auf die Struktur der Gremien: Die bisherigen Räte in den Kirchengemeinden werden aufgelöst. In der neuen Pfarrei gibt es zwei Gremien: einen Pfarrgemeinderat, der den Verwaltungsrat wählt. Ergänzt werden die Räte durch lokale Teams etwa auf der Ebene der bisherigen Pfarreien.

Die Fusion erfolgt im Zuge der Trierer Bistumssynode. Bis 2026 sollen aus 887 Pfarreien des Bistums, die größtenteils heute schon vernetzt in Pfarreiengemeinschaften zusammenarbeiten, 172 Pfarreien entstehen.

Die Pfarrei Heilig Geist ist Teil des neuen Pastoralen Raums Andernach, der ebenfalls zum 1. Januar errichtet wurde. Der Pastorale Raum löst das bisherige Dekanat Andernach-Bassenheim ab.

Die Heilige Messe am 8. Januar wird musikalisch begleitet durch den Projektchor der Pfarrgemeinde Mülheim-Kärlich bestehend aus den Kirchenchören von Mülheim (Chorleiter: Dekanatskantor Markus-Johannes Lamprecht) und Kärlich (Chorleiterin: Dr. Ute Mittelberg) sowie weiteren Sängerinnen und Sängern aus Kirchenchören anderer Kirchorte in der Pfarrgemeinde. Der Chor singt die „Missa brevis“ in C und „Laudate Dominum“ von Robert Jones

Weitere Informationen zu den fusionierten Pfarreien und den Pastoralen Räumen gibt es in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „EinBlicke“ www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/was-bisher-geschah/zeitung-einblicke/einblicke-5-dezember-2022 und auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen 

(uk/jf)

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news-105241 Thu, 29 Dec 2022 08:00:00 +0100 „Zwangsverheirateten Mädchen muss geholfen werden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwangsverheirateten-maedchen-muss-geholfen-werden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_Traditionsbewusst_Afrikatag_Foto-Hartmut-Schwarzbach-missio_6e5bb8f602.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Traditionsbewusst Afrikatag Foto Hartmut Schwarzbach missio" />Die Kollekte der katholischen Gottesdienste im Bistum Trier geht am Sonntag, 8. Januar an das Hilfswerk missio Aachen. Sie ist für die Ausbildung von Seelsorgern in Afrika bestimmt. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Die Kollekte der katholischen Gottesdienste im Bistum Trier geht am Sonntag, 8. Januar an das Hilfswerk missio Aachen. Beim Afrikatag im vergangenen Jahr wurden im Bistum 39.811 Euro gesammelt. Die Spenden sind für die Ausbildung von Seelsorgerinnen und Seelsorgern in Afrika bestimmt. Schirmherrin des Afrikatages unter dem Leitwort „Damit sie das Leben haben“ ist ZDF-Journalistin Gundula Gause.

 Zum diesjährigen Afrikatag stellt missio Aachen die Arbeit der Ordensfrauen Schwester Rosaline und Schwester Therese Nbuku im Norden Kenias vor. Sie kümmern sich dort in der Region des Samburu-Nationalparkes um Mädchen, die von Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung bedroht und betroffen sind. Dafür haben sie ein Schutzzentrum aufgebaut, in dem seit 2002 rund 450 Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren Zuflucht gefunden haben. Die Mädchen werden von den Ordensfrauen versorgt, besuchen die Schule und erhalten therapeutische Hilfe. „In der Zeit, in der wir mit ihnen zusammenarbeiten, sie betreuen und beraten, fangen sie an sich zu entwickeln und werden zu selbstbewussten Mädchen“, berichtet Schwester Therese Nduku stolz. So verändert ihre Arbeit in einer Region die Gesellschaft, in der die Verheiratung junger Mädchen mit erwachsenen Männern Tradition ist. 

 „Mit der Kollekte am Afrikatag setzen wir ein Zeichen der Solidarität mit Frauen und Männern, die wie Schwester Therese in die Gesellschaft hineinwirken. Sie leisten Sozialarbeit, Gesundheitsfürsorge, Bildung und Seelsorge“, ruft der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann alle Gläubigen zu Spenden auf.

„Mädchen ein neues Zuhause geben“

„Auf einer missio-Reise konnte ich mir einen Eindruck über die Situation in Kenia verschaffen. Von daher weiß ich aus eigener Anschauung, wie intensiv und individuell sich missio dort für die Rechte von Mädchen und Frauen einsetzt. Als Mutter ist es eine schmerzhafte Vorstellung, dass nicht nur in Kenia, sondern in vielen afrikanischen Ländern beispielsweise elfjährige Mädchen beispielsweise mit 50-jährigen Männern zwangsverheiratet werden. Der letzte Ausweg ihrem Peiniger zu entfliehen, sind oft Hilfsmaßnahmen von Ordensfrauen. Jede Spende zum Afrikatag unterstützt sie dabei und ist ein großartiges Zeichen der Solidarität“, sagt Gundula Gause. Was der missio-Botschafterin ebenso wichtig ist: „Solidarität ist keine Einbahnstraße. Die Ordensfrauen ihrerseits inspirieren uns Christinnen und Christen hier in Deutschland, Frauen weiterhin und stärker gegen Gewalt zu schützen. Sie motivieren uns und schenken Mut und Hoffnung“, betont Gundula Gause.

 Die Kollekte zum Afrikatag ist die älteste Solidaritätsinitiative der Weltkirche. 1891 zur Bekämpfung der Sklaverei in Afrika eingeführt, unterstützt sie heute die Ausbildung von Ordensleuten, Priestern und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche, die sich ein Leben lang in den Dienst ihrer Mitschwestern stellen. Das Hilfswerk sammelt zum Afrikatag 2023 zwischen dem 1. und 16. Januar in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland Spenden.

Weitere Informationen gibt es auf www.afrikatag.de
(red)

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news-105243 Wed, 28 Dec 2022 08:00:00 +0100 „Waschbar“ bietet nicht nur saubere Kleidung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/waschbar-bietet-nicht-nur-saubere-kleidung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_Waschbar_Foto-Caritas-E-T-Muller_96f07f1893.jpg" width="150" height="94" alt="" title="Waschbar Foto Caritas E T Muller" />Neben der Rosenkranzkirche von Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde jetzt die „Waschbar“ eröffnet für die vielen, die auch nach eineinhalb Jahren noch keine Möglichkeit zum Wäschewaschen haben Bad Neuenahr-Ahrweiler – Relativ unauffällig stehen die Container neben der Rosenkranzkirche von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Genau dort wurde jetzt die „Waschbar“ für Bürgerinnen und Bürger aus dem Ahrtal eröffnet. Vier Waschmaschinen, vier Wäschetrockner und Waschmittel stehen kostenlos für jene bereit, die in ihren Wohnungen noch keine Waschmöglichkeiten haben – und das sind viele Menschen, obwohl die Flutkatastrophe schon eineinhalb Jahre zurückliegt.

Die Initiative ins Leben gerufen haben die Fluthilfen des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr und des Malteser Hilfsdienstes sowie die katholische Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für Priester Heiko Marquardsen ist es beruhigend, mit der Caritas und den Maltesern zwei kompetente Partner in Sachen Flutbewältigung an der Seite zu wissen: „Ich bin sehr froh, dass wir im letzten Jahr so gut gestartet sind und dass es weiterwächst. Da ist eine sehr positive Energie.“ Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl schließt sich dem gerne an: „Wir haben gut zusammengefunden.“ Und Wolfgang Heidinger, Projektleiter der Malteser-Fluthilfe dankte, dass die Malteser „so gut aufgenommen wurden und wir im Kontakt mit der Caritas Ideen entwickelt haben und langfristig, mindestens für zwei Jahre, zusammenarbeiten.“ Gemeinsam seien längere Aktivitäten und weitere Beratungsangebote geplant. So kann, während es in der Waschmaschine beim Schleudergang rundgeht, in der Container-Begegnungsstube bei einer heißen Tasse Tee ein Plausch mit anderen Wartenden oder ein Gespräch mit einer professionellen Mitarbeiterin gesucht werden. Und es darf über alles gesprochen werden. Ganz praktisch zeigen die Beraterinnen aber auch, wie die Maschinen zu bedienen sind und wo das Waschpulver steht.

Malteserorden-Plakette geht an Caritas-Fluthilfekoordinatorin

Zur Eröffnung der „Waschbar“ überreichte Heidinger der Caritas-Fluthilfekoordinatorin Silvia Plum die Malteserorden-Plakette für die gute Zusammenarbeit. Plum zeigte sich überrascht aber sehr erfreut über die Dankplakette und sagte: „Es ist mir immer eine Freude, mit so viel Leichtigkeit und kreativen Ideen gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team des Malteser Hilfsdienstes und im Besonderen mit Anke Sattler war von Beginn an freundschaftlich und von großem gegenseitigen Respekt geprägt. Damit ist eine gute Basis für weiteres gemeinsames Schaffen in der Zukunft gegeben.“ Ebenso dankte auch Stahl der Flutkoordinatorin und erinnerte an die ersten Stunden nach der Flut: „Was hätten wir gemacht, wenn nicht Silvia und mit ihr das gesamte Team in diese Aufgabe reingesprungen wäre? Herzlichen Dank auch den Maltesern. Wir haben gut zusammengefunden und gemeinsame Projekte ins Leben gerufen.“

Öffnungszeiten der „Waschbar“

Die „Waschbar“ gleich neben der Rosenkranzkirche von Bad Neuenahr in der Telegraphenstraße hat montags, mittwochs und donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag kann die „Waschbar“ nachmittags von 14 bis 19: Uhr besucht werden, und freitags haben Waschsalon und Begegnungsstube ganztags von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet, wobei auch alle jene die Begegnungsstube aufsuchen können, die nichts zu waschen haben.

Gefördert wird die Initiative von der Aktion Deutschland hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen.

(red)

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news-105242 Fri, 23 Dec 2022 08:02:00 +0100 Fachleute sprechen über sexualisierte Gewalt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fachleute-sprechen-ueber-sexualisierte-gewalt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_Einsamkeit_kristina-tripkovic-unsplash_01_4bf59f9e1d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Einsamkeit kristina tripkovic unsplash 01" />„Wie können wir sexualisierte Gewalt in unserer Arbeit vermeiden? Wie gefahrvoll ist die Realität?“ ist das Thema eines Informationsabends am 10. Januar in Plaidt Plaidt – Der Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche erschüttert Gläubige, Haupt- und Ehrenamtliche sowie die gesamte Gesellschaft. Der Thematik und der Frage „Wie können wir sexualisierte Gewalt in unserer Arbeit vermeiden? Wie gefahrvoll ist die Realität?“ widmet sich ein Informations- und Diskussionsabend am Dienstag, 10. Januar um 18 Uhr im Pfarrheim Plaidt (Mühlenstraße 10), zu dem eine Arbeitsgruppe der Pfarreiengemeinschaft Plaidt einlädt. Neben Fachpersonen des Bistums Trier werden auch Expertinnen und Experten der Polizei und des Kreisjugendamtes ihre Erfahrung zu dem Thema einbringen und anschließend Rede und Antwort stehen.

„Uns ist es wichtig, externe Fachleute zu dem Thema zu hören und mit ihnen über die Problematik der sexualisierten Gewalt zu sprechen“, erläutert Pfarrer Alexander Kurp. Im Zuge der Präventionsarbeit sind unter anderem Kirchengemeinden dazu aufgerufen, ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) zu erstellen. Das Ziel: Minderjährige und schutzbefohlene Erwachsene sollen an den verschiedenen Orten von Kirche ein sicheres Umfeld finden – und Menschen, die ihnen zuhören und helfen. In der Pfarreiengemeinschaft Plaidt hatte sich dazu eine Arbeitsgruppe gebildet, die ihren Entwurf zum ISK nun an die Pfarrgemeinderäte übergab, die das Schutzkonzept weiter beraten und beschließen werden. Auch wurde der Entwurf an die Bistumsleitung übergeben, die diesen prüfen wird. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit am 10. Januar über den Entwurf informiert und an der weiteren Bearbeitung beteiligt werden. „Wir wollen die Gemeinde für das Thema sensibilisieren, denn dort geschehen die Übergriffe“, so Kurp.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung im Pfarrbüro Plaidt bis Freitag, 6. Januar unter Tel: 02632-6300 gebeten.

Einen Überblick über die Arbeit des Bistums Trier im Bereich Aufarbeitung, Intervention und Prävention gibt es auf www.praevention.bistum-trier.de. Die unabhängigen Ansprechpersonen bei sexualisiertem Missbrauch sind im Bistum Trier Ursula Trappe, Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin, zu erreichen per E-Mail ursula.trappe(at)bistum-trier.de oder unter Tel.: 0151-50681592 und Markus van der Vorst, Diplom-Psychologe, per E-Mail an markus.vandervorst(at)bistum-trier.de oder unter Tel.: 0170-6093314.

(red)

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news-105240 Wed, 21 Dec 2022 10:51:03 +0100 Weihnachten als Brücke https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachten-als-bruecke/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_Weihnachtenanders_Foto_-Pfarrei-Bad-Neuenahr-Ahrweiler_4b8de81a90.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Weihnachtenanders Foto Pfarrei Bad Neuenahr Ahrweiler" />„Wir hatten keine Brücken – Wir haben eine Brücke“ – so lautet das Motto des diesjährigen Gottesdienstes „Weihnachten anders“ am Samstag, 24. Dezember in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Wir hatten keine Brücken – Wir haben eine Brücke“ – so lautet das Motto des diesjährigen Gottesdienstes „Weihnachten anders“ am Samstag, 24. Dezember um 18 Uhr an der Amseltalbrücke (Brücke am Peter-Joerres-Gymnasium) in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

„Diesen Ausspruch können viele im Ahrtal sehr gut nachvollziehen“, erläutert Nadine Kreuser vom Vorbereitungsteam den Schwerpunkt. „Erst mit der Flut wurde deutlich, was passiert, wenn unsere altbekannten Brücken fehlen. Welche Umwege wir fahren mussten, um auf die andere Seite der Ahr zu kommen.“ Man habe durch die Hochwasserkatastrophe erst gemerkt, wie viele Brücken im Ahrtal stehen und nun zum Teil wieder stehen. „Wie oft haben wir den altbekannten Weg zur schnellsten Brücke auf die andere Seite eingeschlagen, um erst dann zu merken, dass es diese gar nicht mehr gibt?“, blickt Nadine Kreuser auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurück. Dieses Gefühl hat sich die ökumenische Gruppe um Pfarrer Jörg Meyrer, Pfarrer Friedemann Bach, Andrea Klaus, Bärbel Knieps, Nadine Kreuser und Ulrike Phiesel als Ausgangspunkt für den etwas anderen Heiligabend-Gottesdienst genommen: „Wie war die Situation ohne Brücke(n)? Wie komme ich an eine andere Verbindung heran?“

Ausgehend von diesen Überlegungen wird es im Gottesdienst auch den Bericht eines Brückenbauers bzw. einer Brückenbauerin geben. Denn die Botschaft von Weihnachten vermittle auf vielfältige Weise das Bild einer Brücke.

Der Gottesdienst wird, wie im vergangenen Jahr, von der Musikvereinigung Ahrweiler begleitet. Neben klassischen Weihnachtsliedern wird es auch passende Musik zum Thema des Gottesdienstes geben.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Pfarrei (www.pfarrei-bnaw.de) oder im Pfarrbüro Tel.: 02641-34737. (red)

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news-105231 Sat, 17 Dec 2022 08:00:00 +0100 Heiligabend ohne Stall, Ochs und Esel? https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heiligabend-ohne-stall-ochs-und-esel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/2/csm_Simone-Paganini_Foto-Diana-Busalt-Hopfner_688b3a3a5c.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Simone Paganini Foto Diana Busalt Hopfner" />Die Weihnachtsgeschichte, wie sie die Allgemeinheit heute kennt, war Thema im Katholischen Forum Koblenz mit Prof. Simone Paganini Koblenz – Die Weihnachtsgeschichte, wie sie die Allgemeinheit heute kennt, war Thema im letzten Katholischen Forum Koblenz für dieses Jahr. „Fand Jesu Geburt, so wie wir sie seit Generationen feiern, tatsächlich statt? Wurde Jesus wirklich am 24. Dezember, in einem Stall in Bethlehem mit Engeln und Hirten und zwischen Ochs und Esel geboren?” Und: „Was von dem, was wir jedes Jahr feiern, ist tatsächlich passiert?“

Beantwortet wurden diese Fragen von Simone Paganini, Professor für Biblische Theologie an der RWTH Aachen Universität. Bereits im Vorfeld verriet er im Gespräch mit Daniel Steiger, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, seine Mission: „Ich freue mich nach Koblenz zu kommen und den Weihnachtsglauben ein wenig zu zerstören.“ So näherte sich der Referent mit Hilfe der modernen sprach- und literaturwissenschaftlichen Forschung sowie der Erkenntnisse von Archäologie und Geschichte einer Vielzahl an Fragen rund um Weihnachten. Dabei gab er – religiöse Befindlichkeiten ignorierend – Antworten, die zeigten, wie differenziert die bekannte Interpretation des damals Geschehenen zu betrachten sei.

Diskutiert wurde an diesem Abend im Bischöflichen Cusanus Gymnasium vor allem das Wann, Wie, Wo und Mit-wem. Weder Zeitpunkt noch Ort oder die erwähnten Personen können als Wahrheit belegt werden. Zudem stellte er Passagen aus der Bibel in einem neuen Licht dar: Zum Beispiel das abweisende Verhalten des Wirtes. Aus heutiger Sicht sei dies äußerst unwahrscheinlich. Die arabischen Länder seien seit jeher für ihre Gastfreundschaft bekannt. Ein Gast werde behandelt wie ein „König“ und da solle ausgerechnet eine schwangere Mutter abgewiesen worden sein? Dieses Verhalten ließe, nach Paganini, eher auf eine europäisch geprägte Interpretation der damaligen Situation schließen.

Bei all den begründeten und belegten Zweifeln an der Weihnachtsgeschichte betonte Professor Paganini ausdrücklich: Jesus hat gelebt! Und hierzu gab er einen ebenso kurios anmutenden wie pragmatischen Beleg: Vor allem der Tod Jesu werde von vielen Quellen aufgeführt und gelte somit als historisch gesetzt. Und es sei selbsterklärend, dass der, der gestorben ist, zuvor geboren wurde. Wer geboren werde, brauche dazu Mutter und Vater und einen Ort, an dem die Geburt stattfinde. Wo dieser Ort war, wie dieser am wahrscheinlichsten ausgesehen hat und noch viele weitere spannende Perspektiven, teilte Paganini mit dem Koblenzer Publikum. (red)

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news-105233 Fri, 16 Dec 2022 10:55:32 +0100 Bedrückende Erkenntnisse als Teil der Geschichte des Bistums annehmen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bedrueckende-erkenntnisse-als-teil-der-geschichte-des-bistums-annehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_IMG_1045_HT_04_53047011ee.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Zwischenbericht über den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt in der Amtszeit des Trierer Bischofs Stein (1967-1981) Trier – „Der Bericht dokumentiert von unabhängiger Seite das, was sich für uns heute Verantwortliche schon in der Befassung mit Fällen abzeichnete, die in die Amtszeit Bischof Steins fallen: Es hat in der Mehrzahl der Fälle keinen ordnungsgemäßen und vor allem keinen betroffenenorientierten Umgang mit den Fällen sexueller Gewalt gegeben.“ So kommentiert Bischof Dr. Stephan Ackermann den am 16. Dezember von Prof. Dr. Lutz Raphael und Dr. Lena Haase (Universität Trier) vorgestellten Zwischenbericht zur historischen Untersuchung „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946-2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier“. Das Projekt ist von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich des Bistums Trier (UAK) initiiert, die auch zu diesem Bericht, der die Amtszeit von Bischof Dr. Bernhard Stein (1967-1981) untersucht, Stellung genommen hat.

Ackermann sagte, die Studie bestätige im Blick auf die Zahlen und das Vorgehen der Bistumsverantwortlichen „das, was in den vergangenen Jahren im Zuge der verschiedenen Aufarbeitungsprojekte in den deutschen Bistümern zutage kam“. Für ihn persönlich als Bischof sei es bedrückend, „dies als Teil der Geschichte unseres Bistums anzunehmen und zu sehen, dass einer meiner Vorgänger zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern in dieser Weise gehandelt und damit Menschen schwer geschadet hat. Das schmerzt mich einmal mehr“. Auf das Bild des aufgeschlossenen und beliebten Bischofs falle „ein massiver Schatten“. Die UAK hält in ihrer Stellungnahme zum vorliegenden Bericht fest, „dass Stein das damalige System gestützt hat. Von ihm sind der UAK keine Bemühungen bekannt, beim Umgang mit Missbrauchsfällen umzusteuern. Der Vorwurf der zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung trifft auch auf ihn zu“.

Distanzierung von in Studie aufgezeigten Umgang mit Fällen sexueller Gewalt

Bischof Ackermann distanzierte sich „mit aller Entschiedenheit von dem in der Studie aufgezeigten praktizierten Umgang mit Fällen sexueller Gewalt im Bistum Trier: Wir werden weiter entschieden daran arbeiten, geschehenes Unrecht aufzuarbeiten, gemeldete Fälle so weit wie möglich aufzuklären und Missbrauch wirksam zu verhindern.“

In ihrem Ergebnis verstärke die Studie die Hinweise, die die UAK in ihrem ersten Zwischenbericht im August 2022 gegeben hatte. Mit Blick auf die dort gegebenen Empfehlungen kündigte Ackermann eine neue Ordnung zur Frage der wirksamen Aufsicht von Tätern an, die zum 1. Januar 2023 in Kraft tritt. Mit Blick auf das Anliegen der seelsorglichen Begleitung von Betroffenen sowie die Schaffung einer möglichen Ombudsstelle zur unabhängigen und längerfristigen Begleitung von Betroffenen sei bereits eine Arbeitsgruppe einberufen, die im kommenden Jahr einen Umsetzungsvorschlag vorlegen werde. Überdies erwachse aus den beiden vorliegenden Berichten auch „der Auftrag, unsere aktuellen Schutzkonzepte für Prävention und Intervention aufgrund der Ergebnisse zu prüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln“.

Die gesamte Stellungnahme von Bischof Ackermann ist unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/bischof/im-wortlaut/ zu finden.

Der Zwischenbericht der Universität Trier im Auftrag der UAK zur Amtszeit von Bischof Stein ist ebenso wie die Stellungnahme der UAK unter https://www.aufarbeitungskommission.bistum-trier.de/jahresberichte/2022/ eingestellt.

(JR)


Hinweise:

Die UAK informiert über die Website www.aufarbeitungskommission.bistum-trier.de. Zur Kontaktaufnahme hat die Kommission die Mailadresse ukms(at)posteo.de eingerichtet.

Ansprechpersonen des Bistums für Verdachtsfälle sind die Rechtsanwältin und Mediatorin Ursula Trappe (ursula.trappe@bistum-trier.de, 0151-50681592) und der Psychologe Markus van der Vorst (markus.vandervorst(at)bistum-trier.de, 0170-6093314).

Die Postanschrift für beide Personen lautet:

Bischöfliches Generalvikariat

Ursula Trappe/Markus van der Vorst

- persönlich/vertraulich –

Postfach 1340

54203 Trier

Betroffene können sich auch wenden an die Beratungsstelle Phoenix der AWO (www.phoenix.awo-saarland.de); sie ist telefonisch unter 0681-7619685 oder per E-Mail an phoenix(at)lvsaarland.awo.org zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Aufarbeitung (Sex. Gewalt) Bischof
news-105230 Thu, 15 Dec 2022 10:57:33 +0100 Zukunftssichere Strukturen in unsicheren Zeiten schaffen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zukunftssichere-strukturen-in-unsicheren-zeiten-schaffen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_Haushalts-PK_2022_1d2aa5505b.jpg" width="150" height="113" alt="Man sieht ein Podium mit vier Personen, dahinter auf einer Leinwand den Anfang einer Präsentation " title="Präsentation der Haushaltszahlen" />Das Bistum Trier stellt seinen Geschäftsbericht 2022 und die Haushaltsplanung 2023 vor. Trier – „In einer von Unsicherheit geprägten Zeit schaffen wir stabile und zukunftssichere Strukturen, die es uns ermöglichen, die Botschaft der Hoffnung zu den Menschen zu tragen.” Das hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg bei der Vorstellung der Haushaltsplanung 2023 und des Geschäftsberichts 2022 am 15. Dezember in Trier gesagt. Zu den vielfältigen Krisen der vergangenen Jahre sei mit dem Krieg in der Ukraine eine weitere hinzugekommen. Auch die Folgen der verheerenden Flutkatastrophe 2021 seien noch lange nicht bewältigt. Zugleich seien Inflation und Energiepreise enorm gestiegen – und deren Entwicklung noch nicht abzusehen.

Trotz aller Unwägbarkeiten blickt der Generalvikar zuversichtlich auf das kommende Jahr: Denn mit der missionarisch-diakonischen Kirchenentwicklung habe die Kirche von Trier einen klaren inhaltlichen Fokus gesetzt. Mithilfe des im Oktober vorgestellten Konzepts der Haushaltssicherung – bis 2035 sollen 135 Mio. Euro eingespart werden – sollen die gesetzten inhaltlichen Impulse auch langfristig umgesetzt werden. „Für die Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation im Sinne der Frohen Botschaft Jesu da zu sein: Das sehe ich als originären Auftrag der Kirche von Trier”, betonte von Plettenberg. Angesichts der Flutkatastophe habe sich gezeigt, „wie die Menschen in unserem Bistum enger zusammenrücken und kirchliche, staatliche und gemeinwohlorientierte Akteure noch intensiver Hand in Hand arbeiten.” Beispiele für dieses Engagement sind im Geschäftsbericht aufgeführt. Im Geschäftsbericht sind außerdem die Jahresabschlüsse 2021 des Bischöflichen Stuhls, des Priesterseminars und der Hohen Domkirche veröffentlicht.

Erste Spareffekte und notwendige Investitionen

Anfang des kommenden Jahres nehmen die letzten 20 von insgesamt 35 Pastoralen Räumen ihre Arbeit auf. „Damit wahren wir die Eigenständigkeit der Pfarreien, erleichtern aber deren strukturelle Vernetzung und geben so mehr Raum für die inhaltliche Zusammenarbeit.” Dies erlaube, Expertise zu bündeln und ehrenamtliches Engagement vor Ort zu fördern. Der Haushaltsplan 2023 müsse im Gesamtkontext der Haushaltssicherung betrachtet werden: Zwar zeigten sich bereits erste Spareffekte. Zu erkennen seien aber auch notwendige Investitionen wie der Ausbau der digitalen Infrastruktur, sagte der Generalvikar. Zudem kündigte er die Veröffentlichung des bistumsweiten Immobilienkonzepts im Januar 2023 an, das zunächst in bis zu sechs Pfarreiengemeinschaften oder fusionierten Pfarreien angewendet werden soll. „Damit werden wir ein Verfahren haben, das bistumsseitig die Zuschüsse für Baumaßnahmen steuert und gleichzeitig den Kirchengemeinden eine Orientierungshilfe an die Hand gibt zum Erhalt oder zur Veräußerung von Immobilien”, umriss von Plettenberg das Konzept, das auch Klimaschutzziele einbeziehen soll.

Mit dem Controlling-Konzept entwickelt das Bistum derzeit ein Instrument, um auf unvorhergesehene Ereignisse flexibel reagieren zu können und die Kostensenkungsziele nachhaltig zu erreichen. In dieser Sache seien bereits erste Gespräche mit den Budgetverantwortlichen geführt und Maßnahmen-Pläne konkretisiert worden. „Bis zum Frühjahr 2023 sollen diese 5-Jahres-Pläne, die dann die Grundlage für das Controlling sein werden, stehen.”

Der Haushaltsplan für 2023, den Manfred Wagner, Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier vorstellte, sieht einen Verlust von 12,7 Mio. Euro vor. Operativen Erträgen in Höhe von 433,7 Mio. Euro stehen Aufwendungen von 457,4 Mio. Euro gegen. Diesem negativ geplanten Verwaltungsergebnis von minus 23,7 Mio. Euro stehen Finanzerträge von 12,9 Mio. Euro und Finanzaufwendungen von 3,6 Mio. Euro entgegen, so dass der Haushaltsplan insgesamt ein Defizit ausweist. Für das Jahr 2023 müsse man somit wie im Vorjahr ein negatives Verwaltungsergebnis planen.

Spagat zwischen Kostensenkungszielen und kundenorientierter Dienstleistung

Kirsten Straus, im Bischöflichen Generalvikariat als Leiterin des Zentralbereichs „Ressourcen” für die Finanzen zuständig, betonte die Notwendigkeit, die Verwaltung des Bistums trotz ständig wachsender Aufgaben „im Spagat zwischen Kostensenkungszielen und kundenorientierter Dienstleistung stabil und funktionsfähig zu halten”. Zwar habe das Jahr 2021 mit einem Verlust von 35,3 Mio. Euro, und damit mit einer Planungsabweichung von rund 14,5 Mio Euro nach oben, abgeschlossen. Die Abweichung sei allerdings gering: „Es handelt sich nicht um eine herausragende Planungssicherheit, denn auch das Bistum musste das Jahr 2021 unter dem Eindruck der Corona-Epidemie und ihrer vielfältigen, damals noch völlig unabsehbaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen planen. So willkommen auch ungeplante Ergebnisverbesserungen sind, es handelt sich dabei noch nicht um das Ergebnis gezielter Kostensenkung.”

Scheinbar paradox seien die Auswirkungen der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die relativ rasch zu einer Entlastung bei den erforderlichen Rückstellungen für die Versorgung führten. Das könnte, so Straus, „der irrigen Auffassung Vorschub leisten, der hauptsächliche finanzielle Druckpunkt des Bistums entspanne sich gerade, und die Härten der Haushaltssicherung ließen sich entschärfen”. Die zugrundeliegenden Inflationsraten würden jedoch auch die Personalkosten treiben, allerdings mit etwas Nachlauf. „Auch die Treiber der Inflation selbst sind wichtige Kostenfaktoren des Bistums.” Die Haushaltssicherung des Bistums befinde sich gerade an einer sensiblen Stelle, so Straus. „Das erarbeitete Budgetgerüst ist mit realisierbaren und dabei möglichst schonenden Maßnahmenprogrammen zur Kostensenkung zu unterlegen.”

2023: Ressourcen fließen überwiegend in Pfarreien und Pastorale Räume

Mit geplanten 335 Mio. Euro machen die Kirchensteuermittel den größten Teil der erwarteten Erträge (75%) aus. Dazu kommen Zuschüsse in Höhe von 64,5 Mio. Euro (14,5%), 20,4 Mio. Euro (4,6%) Staatsleistungen, Erträge aus Finanzanlagevermögen und Zinsen in Höhe von 12,9 Mio. Euro (2,9%) sowie Teilnehmerbeiträge, Mieten, Pacht (1,7%), Spenden und Kollekten (0,2%) und sonstige Erträge (1,1%). Die Aufwendungen setzen sich zusammen aus Zuschüssen an kirchliche Rechtsträger in Höhe von 193 Mio. Euro (41,9%), 198,2 Mio. Euro (43%) für Personalaufwendungen, Finanzaufwendungen von 3,6 Mio. Euro (0,8%) und Sachaufwendungen von 51,9 Mio. Euro (11,2%), Abschreibungen in Höhe von 7,7 Mio. Euro (1,7%) und 6,6 Mio. Euro (1,4%) für den Bauunterhalt. Baukostenzuschüsse gehen vor allem an Kirchen (55,5%), Kindertagesstätten (20,2%), Pfarrhäuser (9,7%), und Pfarrheime (8,1%). Betrachtet man die Aufwendungen nach den Funktionsbereichen, zeigt sich, dass der größte Teil (34%) mit 158,4 Mio. in die territoriale Seelsorge (Pfarreien und Pastorale Räume) fließt; mit 69,1 Mio. Euro sind 15% für katholische Schulen und den Religionsunterricht vorgesehen; 52,2 Mio. Euro (11%) für die Kindertagesstätten. Weitere Handlungsfelder sind unter anderem Caritas, Beratung und lebenslanges Lernen, Jugendseelsorge und die Bistumsverwaltung.

Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/haushalt zu finden.

(ih)

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news-105228 Wed, 14 Dec 2022 09:49:21 +0100 „In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-der-seelsorge-schlaegt-das-herz-der-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_DSC_0278_ca177a350b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Projekt „Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger'' qualifiziert 22 Mitarbeitende. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche”: Mit diesen Worten, zitiert aus einem Dokument der Deutschen Bischofskonferenz, hat Prof. Dr. Martin Lörsch von der Cusanus Trägergesellschaft Trier als Mitglied der Steuerungsgruppe das Projekt „Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger'' gewürdigt. Der nun abgeschlossene vierte Ausbildungskurs ist Teil eines seit 2017 laufenden Modellprojekts im Bistum Trier, mit dem Mitarbeitende aus dem sozialen, pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Bereich für die Arbeit in der Seelsorge in ihren Einrichtungen qualifiziert werden. Am 9. Dezember feierten 21 Frauen und ein Mann den Abschluss ihrer Weiterbildung mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert in der Trierer Liebfrauen-Basilika und einer feierlichen Zertifikatübergabe im Kolpinghaus Warsberger Hof.

Im Beisein ihrer Angehörigen, den Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen, den Mitgliedern der Steuerungsgruppe und der Projektleitung sowie den beiden Kursleitern Wolfgang Schu und Michaele Günter erhielten die Teilnehmenden ihre Zertifikate von Matthias Neff, stellvertretender Leiter der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat, der Abteilungsleiter Ulrich Maria Stinner und die Projektkoordinatorin Mariette Becker-Schuh vertrat.

Auf andere Art und Weise für die Bewohner da sein

„Sagt den Menschen, das Reich Gottes ist euch nahe”, trug Weihbischof Gebert den Kursabsolventinnen und -absolventen in seiner Predigt auf. „Seid den Alten und Kranken so nahe, dass sie diese Worte nicht nur hören, sondern spüren können.” Dieser Aufgabe widmen sich die neuen Mitarbeitenden der Seelsorge künftig mit bis zu 30 Prozent ihres Beschäftigungsumfangs. „Geplant ist, dass ich in meiner Einrichtung in regelmäßigen Abständen Wortgottesdienste halte. Die verbleibende Zeit ist zum Beispiel für Einzelgespräche gedacht”, erklärt Andrea Schneider, die im Helenenhaus der Vereinigten Hospitien in Trier tätig ist. Die seelsorgerische Arbeit sei für sie völliges Neuland gewesen. „Für mich, die nicht in der Betreuung, sondern im hauswirtschaftlichen Bereich tätig ist, wird die Herausforderung sein, mir diese Zeit wirklich freizuhalten – dass ich nicht von dem einen Aufgabenfeld ins andere springe, sondern auch einen Moment habe, um mich umzustellen”, merkt Schneider an. „In meiner Rolle im hauswirtschaftlichen Bereich geht es zwar auch immer um die Bewohner, aber zu mir kommen sie in der Regel mit anderen Dingen. Von daher freue ich mich darauf, sie im Seelsorgerischen noch einmal anders kennenzulernen und auf andere Art und Weise für sie da zu sein.”

Es seien gerade einmal 50 Jahre vergangen, seit die Kirche in Deutschland die Perspektive über den bischöflichen und priesterlichen Dienst des Seelsorgers geweitet habe, indem sie auch ständige Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten mit einer akademischen Ausbildung in den Seelsorgedienst berufen hat, erklärt Lörsch. „Und jetzt ein weiterer Schritt: Sie, die Sie beauftragt werden, mit anderen Kompetenzen hineingenommen werden in den Kreis und ihn damit um eine Gruppe von Menschen erweitern, die in einem besonderen Feld tätig sind – der Altenhilfe.” Die Besonderheit der Situation müsse er nicht weiter ausführen, so Lörsch. „Es sind Menschen im letzten Abschnitt ihres irdischen Lebens, in dem Sie herausgefordert sind, mit einem seelsorgerischen Dienst, der alles andere als harmlos und einfach ist. Es sind Menschen mit Sterbewünschen, mit Depressionen, mit demenzieller Veränderung. Es sind Menschen in schwierigen Situationen ihres familiären und sozialen Umfelds, in denen sie hineintreten in ein Haus, um dort einen Ort würdevoller Behandlung bis zum letzten Atemzug erleben und erfahren zu dürfen.”

In dem Kurs aus mehreren Modulen, der im März dieses Jahr gestartet war, beschäftigten sich die Teilnehmenden mit seelsorglicher Gesprächsführung, Sterbebegleitung, Bibeltexten und eigenen Glaubenserfahrungen. Die Gestaltung von Wortgottesdiensten, religiösen Ritualen und Einheiten zur Krankenkommunion standen ebenfalls auf dem Programm. Als besonderen Höhepunkt empfanden viele Kursteilnehmende die Exerzitientage in St. Thomas. „Die hätten ruhig ein wenig länger sein können”, findet Judith Leineweber. Die gelernte Altenpflegerin sei zunächst skeptisch gewesen, ob sie der Aufgabe gewachsen sei. Aber die Unterstützung durch ihren Vorgesetzten im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder in Trier, ihre Kollegen und Familie haben sie bestärkt. „Nun freue ich mich auf die Arbeit. Es ist schön, zu wissen, dass ich eine Aufgabe habe, die wichtig für die Bewohner ist”, erklärt sie. So wie man sich in der Pflege schwerpunktmäßig um die körperlichen Bedürfnisse des Menschen kümmere, so habe man als Seelsorgerin die Zeit, sich den seelischen und spirituellen Bedürfnissen zu widmen. „Ein ebenso wichtiger Aspekt im Dienst am Menschen“, findet sie.

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news-105219 Sat, 10 Dec 2022 04:05:00 +0100 JuLeiCa-Update für Gruppenleiter*innen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/juleica-update-fuer-gruppenleiterinnen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_Kopie_von_JuLeiCa-Canva_60f508348f.png" width="150" height="150" alt="" />Die Kolpingjugend Trier und die Fachstelle Jugend Andernach bieten eine Schulung zum Thema „Prävention und Recht“ an. Andernach/Koblenz/Trier – Der Diözesanverband Kolpingjugend Trier und die Fachstelle Jugend Andernach bieten vom 20. bis 22. Januar 2023 ein JuLeiCa-Update zum Thema „Prävention und Recht“ an. Die Schulung findet im Waldjugendheim Kolbenstein bei Boppard statt. Die Teilnahme kostet 39 Euro, eine Anmeldung ist noch bis 20. Dezember 2022 möglich.

Inhaltlich geht es darum, welche Rechte und Pflichten Gruppenleiter*innen haben, insbesondere in Sachen Prävention sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus gibt die Veranstaltung Raum für Fragen und den Austausch von Erfahrungen aus der praktischen Arbeit als Gruppenleiter*in. Die Wochenendschulung von Kolpingjugend DV Trier und Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Andernach ist offen für Inhaber*innen einer JuLeiCa, die ein Update zur Verlängerung benötigen.

Die Teilnahme (inklusive Unterkunft und Verpflegung) kostet 39 Euro, für Kolpingmitglieder 35 Euro. Anmeldungen sind bis 20. Dezember 2022 möglich per Post oder E-Mail an info(at)kolpingjugend-trier.de. Rückfragen beantwortet Mathias Birsen, Jugendreferent, Kolpingjugend DV Trier, E-Mail: mathias.birsen(at)kolpingjugend-trier.de, Tel.: 0151-20072739. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier: www.kolpingjugend-trier.de/juleica/.

(red)

 

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news-105220 Fri, 09 Dec 2022 09:27:55 +0100 Mit Gott an der positiven Wende für die Welt mitzuwirken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-gott-an-der-positiven-wende-fuer-die-welt-mitzuwirken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_mariensaule_048a45a515.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann feiert einen Gottesdienst zum Hochfest Maria Immaculata. Trier – „Die Weihe an jemanden kann ein Weg sein, mit Gott an der positiven Wende für die Welt mitzuwirken.“ So hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria (8. Dezember) im Trierer Dom das Motiv von Erzbischof Karl Kasper von der Leyen gedeutet, das „Trierer Land“ der Gottesmutter zu weihen. Heute ist das Hochfest „Maria Immaculata“ das Patronatsfest des Bistums.

Im 17. Jahrhundert habe es eine regelrechte Welle von Marienweihen gegeben, rief  der Bischof der Gemeinde in Erinnerung. Nach dem 30-jährigen Krieg habe sich das Trierer Land von Truppen Ludwigs XIV. bedroht gesehen, zudem wütete die Pest. „Mit unserer Erfahrung von Krieg und Pandemie heute ist es nachvollziehbar, dass Menschen nach einer größeren Macht Ausschau halten“, sagte Ackermann. Doch warum habe der Erzbischof das Land nicht gleich Gott, dem Höchsten, geweiht, sondern einen „Umweg über Maria“ gemacht? Für den Bischof ist die Weihe an die Gottesmutter „Bitte und Gebet, aber auch Versprechen, sich von diesem Denken, Handeln und Stil prägen zu lassen“. Mit einer Weihe werfe man Gott „nicht einfach alles hin: Menschen lassen Gottes Macht in sich wirken und helfen, dass diese Macht zur Entfaltung kommt“.

An Maria sei in Reinkultur zu sehen, wie Gott in einem Leben zur Wirkung komme: „Maria hat Gott vorbehaltlos angenommen und so Jesus den Weg in die Welt gebahnt. Sie hat der Kraft Gottes kein Hindernis in den Weg gestellt.“ Ein solcher Mensch besitze revolutionäres Potenzial, habe den Mut, „auszuhalten, wo man nur wegrennen möchte“ und finde in der Kraft der Geistes „Menschen, mit denen sich die Welt verändern lässt“. Weil Maria dieser „heile Kern“ der Kirche sei, sei die Kirche - zusammen mit Christus als Haupt – auch immer wieder erneuerbar, betonte Ackermann: „Weil Maria in Offenheit und Transparenz ihren Glauben gelebt hat, dürfen wir immer an diese Quelle zurück kehren.“ So geschehe Erneuerung aus diesem „ursprünglichen Ja zwischen Gott und Mensch“.

An den Gottesdienst schloss sich die traditionelle Prozession in die benachbarte Liebfrauenkirche an, wo Bischof Ackermann zusammen mit der Gottesdienstgemeinde am Marienaltar betete und das Bistum und die darin lebenden Menschen mit all ihren Anliegen der Muttergottes empfahl.

Das Patronatsfest des Bistums Trier hat eine lange Tradition. Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen (1652–1676) hatte im 17. Jahrhundert das Trierer Land unter den Schutz der Gottesmutter gestellt. 1939 erneuerte Bischof Franz Rudolf Bornewasser die Weihe an die „Unbefleckte Empfängnis“ und erweiterte sie auf das ganze Bistum. Bischof Ackermann erneuerte die Weihe im ersten Jahr der Corona-Pandemie am 7. Dezember 2020 an der Trierer Mariensäule.

(JR)

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news-105217 Thu, 08 Dec 2022 15:10:25 +0100 „Gemeinsame Zukunft braucht gemeinsames Erinnern!” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsame-zukunft-braucht-gemeinsames-erinnern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/4/csm_3_ih_ee165008a8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Emil-Frank-Insitut feiert mit zahlreichen Gästen sein Silbernes Jubiläum. Wittlich – Mit einem Konzert des deutsch-israelischen Ensembles „Lebensmelodien” und zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft hat das Emil-Frank-Institut (EFI) am 7. Dezember in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge Wittlich sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. „Als feste zivilgesellschaftliche Größe in Wittlich und der Region Mosel-Eifel-Hunsrück leistet das Institut einen wesentlichen Beitrag, um antisemitischem Denken entgegenzuwirken”, erklärte der kommissarische Leiter Dr. Dennis Halft. Grußworte und Glückwünsche kamen von Dr. h.c. Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz, und Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich.

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news-105203 Tue, 06 Dec 2022 08:00:00 +0100 Umweltfreundliche Heizung in der Pfarrkirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/umweltfreundliche-heizung-in-der-pfarrkirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_Nachtsheim-links-Bierschbach-Foto-Elvira-Bell_126decbe10.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Nachtsheim links Bierschbach Foto Elvira Bell" />Als eine der ersten Kirchen im Bistum Trier erhält die Pfarrkirche St. Stephanus Nachtsheim eine Luft-Wasser-Wärmepumpen-Heizung und wird somit ohne Heizöl oder Gas betrieben. Nachtsheim - Als eine der ersten Kirchen im Bistum Trier erhält die 1971 durch Weihbischof Carl Schmitt eingeweihte Pfarrkirche St. Stephanus in Nachtsheim eine Luft-Wasser-Wärmepumpen-Heizung und wird somit ohne Heizöl oder Gas betrieben.

Aufgrund der einzigartigen Dachkonstruktion und der modernen Bauweise ist das Gotteshaus, schon von weitem erkennbar. Nicht nur der Baustil macht das Gebäude zu etwas ganz Besonderem, sondern auch die neue Heizung, von denen es im Bistum Trier, wie der örtliche Verwaltungsrat versichert, nur wenige gibt. 

„Unser Verwaltungsrat hat sich für diese umweltfreundliche Alternative entschieden, auch wenn die Anschaffungskosten höher sind, als die einer Ölheizung“, betont Verwaltungsratsmitglied Hans-Josef Gerharz. „Wir wollen nicht nur von CO2-Einsparung reden, sondern aktiv sein. So sind wir derzeit auch dabei, die Kirchenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel umzustellen.“ Gerharz und Gerd Bierschbach, ebenfalls Mitglied im Verwaltungsrat, berichten weiter: „Durch immer häufigeren Ausfall der Ölheizung in der Pfarrkirche stand eine Erneuerung der Brenneranlage an. Seitens des Bistums werden momentan jedoch keine Öl- und Gasheizungen mehr gefördert.“ In Absprache mit dem Bischöflichen Generalvikariat Trier sei dann eine Bestandsaufnahme der möglichen Energieträger erfolgt. Ein Ingenieurbüro hatte Öl, Flüssiggas und Luft-Wasser- sowie Sole-Wasserpumpenerzeuger gegenübergestellt.

„Nach einem Vergleich der Investitions- und den Betriebskosten entschied man sich aus Kosten- und Umweltgesichtspunkten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.“ Dieses Heizsystem eigne sich insbesondere, weil die Kirche und der direkt angrenzende Pfarrsaal über eine Fußbodenheizung verfügen. Zudem sind die Räumlichkeiten über ein Wärmeverbundsystem und eine Aufsparren-Dachdämmung energetisch saniert.

Derzeit wird in der Kirche die mehr als 50 Jahre alte und defekte Ölheizung samt dem Verteilersystem entfernt und die neue Heizung eingebaut. Der Testbetrieb läuft bereits.

Die Anschaffungskosten der neuen Heizungsanlage betragen rund 83.300 Euro. Zusätzlich fallen Kosten von circa 3.300 Euro für den Rückbau des Kellereinschweiß-Tanks und die Entsorgung der Restölschlämme an. Die Baumaßnahme wird gefördert durch das Bistum Trier und zusätzlich durch dessen Klimafonds, außerdem durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Der verbleibende Eigenanteil der Kirchengemeinde Nachtsheim beträgt voraussichtlich 17.000 Euro.

Mit dem Einbau der neuen Heizung ist der erste Schritt in Richtung CO2-Einsparung getan und die Pfarrei verfügt damit wieder über eine Winterkirche. (red) 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Pfarreien Umwelt
news-105207 Fri, 02 Dec 2022 10:49:22 +0100 Mit offenem Ohr und hörendem Herzen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-offenem-ohr-und-hoerendem-herzen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_Foto-1_88520cffaa.jpg" width="150" height="87" alt="" />Das Programm „Lebenswirklichkeiten“ ermöglichte Perspektivwechsel durch Begegnung von Mensch zu Mensch. Das im Juli gestartete Programm ist nun in Koblenz geendet. Koblenz –  Mit einem herzlichen Dank an die, „die bereit waren, ihre Lebenswirklichkeit zu öffnen und unverwechselbare Begegnungen ermöglichten“, ist am 25. November das Programm „Lebenswirklichkeiten“ im X-Ground - Kirche der Jugend in Koblenz geendet. Bischof Dr. Stephan Ackermann sagte: „Die Gastgeber waren die Experten, die Teilnehmenden die Lernenden.“

Anfang Juli war das Programm „Lebenswirklichkeiten in Koblenz“ gestartet: eine Kooperation des Bistums Trier, des Diözesan-Caritasverbandes Trier, des Caritasverbandes Koblenz sowie des Exposure- und Dialogprogramme e. V. (EDP) aus Bonn. Ziel war es, Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft Einblicke in Lebenswirklichkeiten von Menschen zu geben, mit denen sie im Alltag wenig verbindet oder keine Berührungspunkte haben.

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Koblenz bistum-trier Bischof Caritas / Soziales
news-105202 Fri, 02 Dec 2022 08:00:00 +0100 Projekte und Ideen warten auf Ehrenamtliche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/projekte-und-ideen-warten-auf-ehrenamtliche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_Zukunftswerkstatt_Methodenkoffer_jf_2da0dbfd7a.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Zukunftswerkstatt Methodenkoffer jf" />Die Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler hatte eine Zukunftswerkstatt organisiert, um herauszufinden, wie die Menschen vor Ort ihre Kirche mitgestalten können. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Zu wenige junge Menschen sind aktiv, die Gottesdienstbesuchenden werden immer weniger, ein Aufbruch von festgefahrenen Strukturen ist kaum zu spüren – die Liste an Klagen an die katholische Kirche ließe sich noch weiterführen. Doch der Eindruck von Resignation täuscht, dessen sind sich zumindest Engagierte aus der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler sicher. Obwohl die Region 2021 durch das Hochwasser dramatisch zerstört wurde und auch hier Corona Spuren hinterließ, lieferte eine Umfrage positive Ideen und Vorschläge für die Zukunft des katholischen Glaubens. „Es ist wirklich ein Zeichen gegen die allgemeine Kirchendepression“, freut sich Pfarrer Jörg Meyrer. Doch die Umsetzung stellt die Haupt- und Ehrenamtlichen vor große Herausforderungen

Im März hatte die Pfarrei eine Zukunftswerkstatt organisiert, um die Ergebnisse der digitalen und analogen Befragung zu verifizieren und gegebenenfalls zu ergänzen.  Diese war entworfen worden, um abzufragen, was die Menschen vor Ort brauchen, was sie schätzen, was sie verändern und wo sie Kirche konkret mitgestalten und mit aufbauen wollen. 200 Menschen hatten damals teilgenommen; 50 waren bei der Zukunftswerkstatt. Entstanden ist daraus ein 27 Seiten starkes Dokument. „Das ist eine gute Ideensammlung, die zeigt, was sich die Menschen wünschen, was ihre Bedarfe sind“, sagt Meyrer.

Stand der Umsetzung

„Wir sind weiter mit der Bearbeitung der Ergebnisse beschäftigt“, berichtet Meyrer vom derzeitigen Stand. „Es geht jetzt darum, die Vorschläge und Anregungen strukturiert anzugehen und diese noch einmal in unseren unterschiedlichen Gremien ins Bewusstsein zu bringen“, fügt Ulrike Phiesel, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, hinzu. Doch es fehle an allen Ecken und Enden schlichtweg an Zeit, um in Ruhe zu sondieren, was kurz-, mittel-, oder langfristig umsetzbar wäre und welcher Pfarrbezirk sich dafür eigne. „Und natürlich die Frage: Wer ist bereit, sich für das jeweilige Projekt einzusetzen?“, damit benennt die Ehrenamtliche einen wichtigen Punkt. Zur Umsetzung werde Man- und Woman-Power benötigt. Allerdings seien viele Ehrenamtliche selbst von der Flut betroffen und privat stark eingespannt. Die Hauptamtlichen müssten sich um viele administrative Aufgaben kümmern. Daneben fehlen geeignete Räume. „Alles ist oft noch recht provisorisch, da Pläne für Räume und Gebäude noch nicht festgelegt sind“, weiß Phiesel.

Doch ein Projekt, das bereits umgesetzt ist, fällt beiden auf Anhieb ein: das Rosenkränzchen. Rund um die Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler finden unterschiedliche Veranstaltungen statt, darunter Urban Gardening und eine ruhige für alle zugängliche Grünfläche – beides Wünsche im Zusammenhang der Zukunftskonferenz.

Meyrer und Phiesel äußern beide noch zwei Herzensprojekte, für die sie Unterstützung in Form von Mitarbeit benötigen: Meyrer möchte gerne Flut-Geschichten sammeln. „Es kann gut tun, nach einem Jahr das Erlebte aufzuschreiben, das kann eine Form der Aufarbeitung sein.“ Hier könnte er sich vorstellen, dass Interessierte beim Sichten von eingegangenen Texte helfen wie auch beim Verfassen unterstützen. „Das wäre auch etwas für Menschen, die helfen wollen, aber nicht vor Ort bei uns sein können“, räumt Meyrer ein.

Das Thema „Jugend“ beschäftigt Phiesel. „Ich wünsche mir, dass das wieder mehr belebt wird. Denn in der Kinder- und Jugendarbeit wird oft der Grundstein für das weitere (Glaubens-)Leben gelegt.“

Wer Interesse hat, an diesen oder weiteren Projekten mitzuarbeiten, kann sich per E-Mail an info(at)pfarrei-bnaw.de wenden. Weitere Informationen zur Umfrage gibt es auf www.pfarrei-bnaw.de/flut-und-zukunft/. (jf)

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Ehrenamt Flutkatastrophe Pfarreien
news-105189 Thu, 01 Dec 2022 08:11:00 +0100 Haltepunkt für Trauernde https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/haltepunkt-fuer-trauernde/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_Trauer_Rose_Emmzett_Pfarrbriefservice-de_7809b08dad.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Trauer Rose Emmzett Pfarrbriefservice de" />Einladende Texte, Impulse, Lieder, Gelegenheit des persönlichen Gedenkens und ein offenes Ohr - das ist das Angebot von "Gedanken-Gedenken" im Pastoralen Raum Neuwied Neuwied/Dattenberg – Weihnachten ist die klassische Zeit, das Familienleben zu feiern: In der TV-Werbung und in Filmen sitzen alle Generationen glücklich versammelt an einem großen Tisch. Doch was ist, wenn einer fehlt, weil die Person verstorben ist? Für Trauernde ist diese Zeit besonders bedrückend und emotional. Daher hat die Arbeitsgemeinschaft Trauer im Pastoralen Raum Neuwied bereits zum zweiten Mal besondere Gedenkmöglichkeiten kurz vor dem Weihnachtsfest geplant und zwar im Kapitelsaal der Abtei Rommersdorf (16. Dezember) und in der Burg Dattenberg (18. Dezember).

„Uns ist es ein Anliegen, den Menschen gerade jetzt einen Zuspruch zu geben, einen Haltepunkt“, betont die Gemeindereferentin Petra Frey aus dem Team von „Gedanken-Gedenken“ (Pfarrei Neuwied St. Matthias). „Neben den anstehenden Feierlichkeiten, ist es auch die dunkle Jahreszeit und die Weltsituation, die die Menschen belastet.“, ergänzt Ursula Monter, Gemeindereferentin in der Pfarrei Linz an Rhein und Höhe St. Marien, „Wir wollen Hoffnungszeichen setzen, aber auch mit den Menschen die Trauer aushalten.“

Am Freitag, 16. Dezember um 16 Uhr, steht im Kapitelsaal der Abtei Rommersdorf (Stiftstraße 2) in Neuwied das Gedenken unter dem Motto „…was zerbrochen ist, möge heilen!“. Diakon Norbert Hendricks (Pfarrei Großmaischeid-Isenburg St. Maria Magdalena) bereitet diesen Gottesdienst mit vor und erklärt: „Wir erleben, dass durch den Tod etwas in ihnen zerbrochen ist“. Diese Erfahrung machte auch Petra Frey. „Und die Narben bleiben.“ Doch man könne damit umgehen. So hat sie von einer Technik in Japan gelesen, bei der zerbrochenes Porzellan wieder zusammengeklebt und die Fugen mit Gold bemalt werden.

Die Gedenkveranstaltung in der Abtei wird einen meditativen Charakter mit musikalischer Begleitung haben. „Die Menschen sollen Zeit und Raum haben, an ihre Verstorbenen zu denken“, sagt Frey.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Trauer
news-105191 Tue, 29 Nov 2022 08:09:00 +0100 Verlässlichkeit in Krisensituationen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/verlaesslichkeit-in-krisensituationen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Rufbereitschaft_Koblenz_jf_d179c06d29.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Rufbereitschaft Koblenz jf" />Tod und Unglück halten sich nicht an Bürozeiten. Daher gibt es in Koblenz seit drei Jahren eine ökumenische Rufbereitschaft in den fünf Krankenhäusern Koblenz – Tod und Unglück halten sich nicht an Bürozeiten. Daher haben die evangelischen und katholischen Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger in Koblenz vor etwa drei Jahren eine ökumenische Rufbereitschaft ins Leben gerufen. Somit ist eine verlässliche und verbindliche Begleitung bei Krisensituationen in den fünf Krankenhäusern rund um die Uhr an 365 Tagen gewährleistet.

Seit der Gründung hatten sie mehr als 420 Einsätze außerhalb von 8 bis 17 Uhr, wenn die jeweiligen Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger vor Ort die erste Ansprechperson sind.

„Meistens werden wir für die Spendung eines Segens gerufen, wenn das Lebensende näher rückt oder der Tod bereits eingetroffen ist. Oder wir führen Krisengespräche nach Suizidversuchen oder betreuen Angehörigen nach schweren Unfällen“, berichtet Felix Tölle, der als Klinikseelsorger im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (Standort Kemperhof) arbeitet.

In der Regel wenden sich Angehörige mit der Bitte um einen Segen oder eine Krankensalbung an das medizinische Personal, die dann die Rufbereitschaft verständigen. Das Sakrament der Krankensalbung war für die ökumenische Rufbereitschaft anfangs eine theologische Herausforderung. „Wir als evangelische Seelsorgende können diesem Wunsch nicht nachkommen“, berichtet Martin Pietsch, evangelischer Krankenhauspfarrer im Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur. Dies erkläre er den Angehörigen bzw. den Patientinnen und Patienten und biete Alternativen an oder verständige einen katholischen Kollegen. In den allermeisten Fällen zeige sich, dass es den Menschen um einen Segen gehe, ein gemeinsames Vaterunser und um ein Gespräch. „Es geht um die persönliche Begegnung und die Würde des Menschen und des Verstorbenen“, fasst Tölle zusammen. Die menschliche Zuwendung habe eine größere Bedeutung als die Konfession, zeigen die Erfahrungen aus drei Jahren ökumenischer Rufbereitschaft.

Heilsame Rituale

Oft werde man gerufen, weil die Oma das sicherlich so gewollt hätte, berichtet Peter Egenolf aus der Praxis. Doch der Klinikseelsorger am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur spüre immer wieder, dass eine Segnung und ein damit verbundenes Ritual für alle im Raum heilsam wäre und die Menschen berühre, obwohl sie vielleicht nicht mehr viel mit Kirche und Glaube verbänden. „Das Ritual ist auch eine Möglichkeit, etwas zu bewältigen, in einer Situation, in der man nichts mehr tun kann.“

Das Team aus sechs katholischen wie evangelischen Theologinnen und Theologen, darunter Pastoralreferenten, Pfarrern und einer Pfarrerin wird immer wieder von Kolleginnen und Kollegen in ihrer Arbeit unterstützt. So ist in jedem Fall immer jemand für das Klinikpersonal zu erreichen. „Uns begegnet eine große Dankbarkeit durch die Mitarbeitenden vor Ort und die Angehörigen“, sagt Egenolf.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Seelsorge Trauer
news-105195 Sat, 26 Nov 2022 06:55:00 +0100 „Gemeinsam stehen wir im Wind“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsam-stehen-wir-im-wind/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_Hees-Dagmar_4173f7f93b.jpg" width="150" height="150" alt="" />Dagmar Hees ist neu im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland (ACK Südwest). Trier – Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland (ACK Südwest) hat mit Dagmar Hees eine neue Assistenz für den Vorstand. In der ACK Südwest schließen sich seit 1975 Kirchen zusammen, die „ihrer Gemeinsamkeit im Glauben an den einen Herrn Jesus Christus, der Haupt der Kirche und Herr der Welt ist, in Zeugnis und Dienst gerecht werden wollen“. Ihr gehören zwölf Mitgliedskirchen an, auch die katholische Kirche, vertreten durch die Diözesen Speyer und Trier. Hees selbst kommt aus dem Bund Freier evangelischer Gemeinden, der viele Jahre lang einen Gaststatus bei der ACK Südwest hatte, seit 2014 Vollmitglied ist und dem 28 Gemeinden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland angehören.

„Nicht nur die großen Kirchen, auch die kleineren werden mit den großen Themen konfrontiert“, sagt Hees. Der Umgang mit den Fragen des sexuellen Missbrauchs, die Bewahrung der Schöpfung aber auch, im Angesicht des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Frage nach einer Friedensethik und da im speziellen der Umgang mit den orthodoxen Kirchen, das alles seien auch Themen für die ACK. Sie können dabei nicht beobachten, dass die eigentlichen Anliegen der ACK, die Fragen nach der Ökumene, darunter litten. „Gemeinsam stehen wir im Wind“, erklärt Hees. Man sei mit den Mitgliedskirchen auf einem gemeinsamen Weg und es sei wichtig, bei allen unterschiedlichen Vorstellungen miteinander im Gespräch zu bleiben.

Das Bistum Trier engagiert sich seit vielen Jahren für die Ökumene und ist mit der Ökumene-Referentin Anna Werle seit 2017 im Vorstand der ACK Südwest vertreten. So werden die größeren Veranstaltungen des Bistums, wie die jährlichen Heilig-Rock-Tage in Trier aber auch das Begehen von kirchlichen Festtagen immer bewusst in einer ökumenischen Perspektive angegangen.

Für Dagmar Hees, die ihren Dienst am 1. November angetreten hat, beginnt der Alltag mit der Vorbereitung der Vorstandsitzung im Dezember, bei der eine neue Geschäftsordnung verabschiedet werden soll und dann mit der nächsten Delegiertenversammlung im kommenden Frühjahr. „Ich komme aus einer kleineren Teilkirche“, betont Hess. „Da ist man immer ein bisschen in Gefahr, auf die großen Kirchen und ihre Probleme ein wenig von oben herabzusehen.“ Aber es sei wichtig zu verstehen, dass alle Kirchen vor den gleichen Herausforderungen ständen: In dieser mit Konflikten konfrontierten Welt Zeugnis für den christlichen Glauben abzulegen. An dieser Aufgabe werden sich Christen messen lassen müssen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ökumene
news-105194 Fri, 25 Nov 2022 10:55:58 +0100 „Wir kommen auf dem Weg zu einer Kirche ohne Angst erheblich weiter“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-kommen-auf-dem-weg-zu-einer-kirche-ohne-angst-erheblich-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_Batzing_kath-Forum_jf_30b44b2f4e.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Batzing kath Forum jf" />Beim Katholischen Forum Koblenz sprach Bischof Bätzing als Co-Präsident des Synodalen Weges offen und ehrlich über die aktuelle Entwicklung des Reformdialogs. Koblenz – Es war mehr oder weniger ein Heimspiel für Bischof Georg Bätzing. Vor etwa 30 Jahren war der heutige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof des Bistums Limburg Kaplan in Koblenz. Ein Grund mehr, als Co-Präsident des Synodalen Weges offen und ehrlich über die aktuelle Entwicklung des Reformdialogs zu sprechen. Unter „Der Synodale Weg ist kraftvoll und lebendig“ stand am 24. November sein Vortrag im Rahmen des Katholischen Forums.

„Der Synodale Weg greift den Reformstau von Jahrzehnten auf“, sagte Bätzing. Seit seiner Kaplanszeit kenne er die Fragen nach Diakonat und Priestertum der Frau, Ehelosigkeit und Laienpredigt. „Aber seitdem hat sich wenig getan“, blickte er zurück. Der Synodale Weg sei ein Weg der Erneuerung, der aus der Missbrauchsstudie aus dem Jahr 2018 (die sogenannte MHG-Studie) hervorgegangen war.

Natürlich war auch die Reise der deutschen Bischöfe nach Rom vorherige Woche ein Thema, zu dem Bätzing persönliche Eindrücke lieferte. Die Gespräche seien hart gewesen. So sei für den Vatikan die Frage, ob Frauen Priesterin werden könnten, nicht verhandelbar. Doch auch wenn Rom diesen Punkt als geklärt sehe, sei es doch eine drängende Frage: "Sie wird gestellt und liegt damit auf dem Tisch“, sagte Bätzing vor dem Koblenzer Publikum im Cusanus-Gymnasium. „‘Frauen‘ ist das zentrale Zukunftsthema. Die Zugänge zum kirchlichen Amt müssen geebnet werden oder die Zukunft der Kirche in unserm Land ist schwer vorstellbar“, betonte der Bischof. „Wir müssen unsere Anliegen aus Deutschland kraftvoll verteidigen.“ Der römische Vorwurf, einen deutschen Sonderweg zu gehen, sei haltlos. „Prozesse ähnlicher Art gibt es weltweit und die Umfrage im Zuge der Weltsynode hat die gleichen Themen wie unser Synodaler Weg geliefert.“ Doch er nahm auch die Erwartung, dass am Ende der Zölibat aufgehoben würde und Frauen zum Weiheamt zugelassen würden. „Bei den weltkirchlichen Fragen können wir nur um Bearbeitung bitten“, stellte er klar, räumte aber gleich ein: „Wir tun das, was uns möglich ist“. Dabei verwies er auf die Änderung des Arbeitsrechts: So müssten Menschen, die der LGBTQ+-Gruppe angehörten oder etwa Geschiedene keine Sorge mehr haben, durch ihren katholischen Arbeitgeber entlassen zu werden. „Wir kommen auf dem Weg zu einer Kirche ohne Angst erheblich weiter.“ Zudem wurde auch die Beteiligung von Laien an der Wahl von Bischöfen vorbereitet, benannte Bätzing umgesetzte Fortschritte, die bereits aus dem Gesprächsprozess hervorgegangen sind.

Ein Wunsch des Bischofs

Am Ende des Abends formulierte der ehemalige Generalvikar des Bistums Trier noch eine Bitte an alle Katholikinnen und Katholiken, die den Synodalen Weg befürworten: „Sie würden uns unterstützen, wenn Sie dem Nuntius schreiben würden.“ Denn die Gegner seien oft gut vernetzt und sehr laut in ihrer Kritik. Ermutigende Worte erhielt er sogleich von einer 25-jährigen Theologiestudentin aus dem Plenum und weitere positive Stimmen folgten. Parallel gab es kritische Nachfragen zur den brennenden Fragen Zölibat, Frauenpriestertum und Aufklärung der Missbrauchsfälle.

Neben den rund 140 Personen im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium verfolgten 70 Menschen den Vortrag und den anschließenden Austausch digital über einen Livestream.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Aufarbeitung (Sex. Gewalt) Bischof Synode: Umsetzung
news-105192 Thu, 24 Nov 2022 14:26:28 +0100 Vielfältige Herausforderungen zu meistern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vielfaeltige-herausforderungen-zu-meistern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Gesellschafterversammlung_KiTagGmbH_jf_5efad7a2d7.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Gesellschafterversammlung KiTagGmbH jf" />Fachkräftemangel, das neue Kita-Gesetz und Corona waren die Themen der diesjährigen Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz in Maria Laach Glees – Fachkräftemangel, Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes und Corona – diese Spannungsfelder beschäftigen die Katholische KiTa gGmbH Koblenz und haben im Mittelpunkt der diesjährigen Gesellschafterversammlung in Maria Laach gestanden.

Eine große Herausforderung sei aktuell die vielfältige Belastungssituation. „Das Thema beschäftigt uns sehr, nicht nur in den Kitas, sondern auch in der gesamten Trägergesellschaft“, blickte Geschäftsführerin Sabine Theisen am 23. November auf die gegenwärtige Lage. Die Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes sei eine große Umstellung im Kita-Bereich in Rheinland-Pfalz, die noch dazu während einer Pandemie und eines Fachkräftenotstandes bewältigt werden müsse. „Es waren drei schwere Jahre. Daher möchte ich ein herzliches Dankeschön an all diejenigen sagen, die das mitgetragen haben. Solche Zeiten sind nur durch großen persönlichen Einsatz zu schaffen. Ich spreche Ihnen meinen hohen Respekt aus“, bedankte sich Theisen bei allen Mitarbeitenden. Hinzu komme die Haushaltssicherung des Bistums Trier. Die Auswirkungen des Konzeptes auf die zukünftige Arbeit der KiTa gGmbH erläuterte Georg Binninger. „Katholische Kitas sind wichtige Orte von Kirche“, betonte Binninger, der das Steuerungsbüro der drei Katholischen KiTa gGmbHs des Bistums zusammen mit Angela Thelen koordiniert. „Das Bistum will sich nicht von Betriebsträgerschaften trennen“, machte er deutlich. Daher strebe man eine angemessene Refinanzierung durch Länder und Kommunen an. Eine Reduzierung der Bauträgerschaften werde es weiterhin geben.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Kindergarten
news-105190 Thu, 24 Nov 2022 09:57:16 +0100 Gesundsein Fördern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gesundsein-foerdern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Adveniat_PK-Eroffnung_241122_2_61b2e3d669.jpg" width="150" height="113" alt="" />Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat eröffnet die bundesweite Weihnachtsaktion 2022 am ersten Advent im Bistum Trier. Trier - „Gesundsein Fördern – das ist mit eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche in Bolivien und ganz Lateinamerika.“ Das hat der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, am 24. November in Trier bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der bundesweiten Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat gesagt. Das Motto der diesjährigen Aktion „Gesundsein Fördern“ habe ihn auf seiner Reise im Sommer dieses Jahres in Bolivien stets begleitet. „Die Menschen haben mir in fast jedem Gespräch von schweren Corona-Infektionen und oft vom Tod von Angehörigen, Freunden und Nachbarn berichtet. Da ein gut ausgebautes Gesundheitssystem fehlt, hat die Pandemie die Menschen hart getroffen“, berichtete der Trier Bischof.

Beeindruckt zeigte sich Ackermann vom Einsatz der Pfarreien, Orden, kirchlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen: „Die Solidaritätsaktionen der Pfarreien in Stadtvierteln während des Lockdowns, Suppenküchen, das Verteilen von Schutzmasken und Lebensmitteln und der enorme Einsatz etwa des Hospital Católico mit dem Aufbau einer eigenen Covid-Abteilung für bis zu 30 schwer Infizierte – dieses Engagement vor Ort kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Möglich sei dies aber auch nur dank der großzügigen Unterstützung aus dem Bistum Trier und ganz Deutschland. Deshalb richtete Bischof Ackermann einen eindringlichen Appell an die Menschen hierzulande: „In diesem Jahr, in dem die Eröffnung der bundesweiten Weihnachtsaktion der Katholischen Kirche in Trier stattfindet, rufe ich die Pfarrgemeinden und alle Menschen zu tatkräftiger Solidarität und zur Spende für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat auf.“ Die Kollekte in den Weihnachtgottesdiensten am 24. und 25. Dezember in allen Pfarreien in Deutschland ist für Adveniat und damit für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt.

Allein in Guatemala ist die Hälfte aller Kinder unterernährt. Darauf wies die Adveniat-Partnerin und Leiterin der Familienhilfe des Hauptstadt-Bistums Santiago de Guatemala hin. „Strukturelle Ungleichheit ist die tieferliegende Ursache vieler unserer Übel. Und Korruption ist die tödliche Krankheit. In einem Land wie Guatemala sollte es keinen Platz für chronische Unterernährung, Krankheiten oder den Tod von Kindern geben“, kritisierte Schwester Geanni Ramos die ungleiche Verteilung der Ressourcen in ihrem Land.

Die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützte Kinderpastoral des Bistums ist die Antwort auf die Not der Familien und das Versagen der staatlichen Gesundheitsversorgung. Der Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Familien während der Schwangerschaft und bis zum sechsten Lebensjahr. Denn diese Hilfe wirkt sich ein Leben lang auf ihre Gesundheit und Persönlichkeit aus. „Jeder Zentimeter, den wir vorwärtsgehen, um die Grundrechte in der frühen Kindheit zu garantieren ist ein Fenster der Hoffnung für dieses Kind, seine Familie, seine Gemeinschaft und sein Land“, sagte Schwester Geanni Ramos.

„Die Covid-Pandemie hat die ganze Zerbrechlichkeit unseres Gesundheitssystems gezeigt“, erklärte Bischof Eugenio Coter. Der Bischof des Apostolischen Vikariats Pando im bolivianischen Amazonasgebiet berichtete eindrücklich, dass ihn insbesondere der Mangel an medizinischem Sauerstoff die Verzweiflung der Familien habe hautnah erleben lassen. Deutlich kritisierte er ein Gesundheitssystem, dass nur den Reichen offensteht und die Armen in eine Spirale der Verschuldung bringt: „Die horrenden Kosten für die Gesundheitsversorgung sind eine der Ursachen für die Armut unserer Bevölkerung. Im Krankheitsfall werden auf einen Schlag die Ersparnisse eines ganzen Lebens ausgegeben.“

Verheerend wirkt sich Bischof Coter zufolge auch der Krieg in der Ukraine aus: Die Spekulation mit Benzin und Getreide habe die Lebensmittelpreise in Lateinamerika sprunghaft ansteigen lassen. In dieser Notlage suchten die Armen Hilfe bei der Kirche, die mit der Unterstützung von Adveniat Gesundheitszentren und auch ein Krankenhaus-Schiff ins Leben gerufen habe. „Als Kirche wollen wir mit dem Staat zusammenarbeiten, um das Gesundheitssystem vorwärts zu bringen. Denn dort, wo dies geschieht, wurden ermutigende Ergebnisse erzielt“, so Bischof Coter.

Für den Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, zeigen die beiden Beispiele der Adveniat-Partner: „Wir sind bei den Menschen, die vergessen werden, die sich selbst überlassen werden, die bewusst ausgegrenzt werden.“ Er wies darauf hin, dass die skandalöse Mangelernährung bei Kindern gerade auch in den ländlichen Gegenden grassieren, wo Sojabohnen wachsen, die Kinder und Familien ernähren könnten, wenn sie nicht als Futtermittel für den weltweiten Fleischkonsum verschwendet würden. „Das ist nur ein Beispiel für die tödlichen Folgen einer globalen Wirtschaft, die die Gewinnmaximierung für Wenige über das Menschenrecht auf Gesundheit und Leben der Vielen stellt“, so Pater Maier.

Lateinamerika befinde sich infolge der Pandemie und des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges des Putin-Regimes in einer dramatischen humanitären Krise, vor der man nicht die Augen verschließen dürfe. „Lassen Sie uns alle gemeinsam die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut durchbrechen und Gesundsein fördern“, rief der Adveniat-Hauptgeschäftsführer die Menschen in Deutschland zur Solidarität mit den Armen in Lateinamerika und der Karibik auf. 


Adveniat-Weihnachtsaktion 2022: Gesundsein Fördern

Jedes zweite Kind in Guatemala ist unterernährt. In Bolivien lassen engagierte Gemeindemitglieder, Ordensleute und Priester den Armen medizinische Hilfe zukommen und retten nicht nur in der Corona-Pandemie Leben. Diese beiden Beispiele aus den Schwerpunktländern der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion machen deutlich: Lateinamerika befindet sich in einer dramatischen humanitären Krise. Mit seinen Projektpartnern vor Ort durchbricht das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut. Gesundheitshelfer werden von der Kirche ausgebildet, Gemeindeteams besuchen Kranke und Familien, kirchliche Krankenhäuser und Gesundheitsposten sind die Hoffnung der Armen. Unter dem Motto „Gesundsein fördern“ ruft die diesjährige bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche die Menschen in Deutschland zur Solidarität auf, damit Gesundheit für die Armen in Lateinamerika nicht länger ein unerreichbares Gut bleibt. Die Eröffnung der Adveniat-Weihnachtsaktion findet am 1. Advent, dem 27. November 2022, im Bistum Trier statt. Die Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Kirchen Deutschlands ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt. Spendenkonto bei der Bank im Bistum Essen, IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45 oder unter www.adveniat.de.
(red)

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