Bistum Trier - Redaktion Koblenz https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Wed, 08 Apr 2020 20:50:32 +0200 Wed, 08 Apr 2020 20:50:32 +0200 Bistum Trier news-103295 Wed, 08 Apr 2020 08:38:00 +0200 Ostern in der Familie feiern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ostern-in-der-familie-feiern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/f/csm_Ostern_DekanatAhr-Eifel_Kinder_48a92e3b4c.jpg" width="150" height="148" alt="Theresia, Philippa und Samuel proben ihre Palmprozession. Foto: Markus Hartmann" />Ostern steht vor der Tür. Doch wie können Familien diese Zeit Daheim gestalten? Das Dekanat Ahr-Eifel hat ihre Tipps auf einer Website zusammengestellt. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ostern ohne gemeinsamen Gottesdienstbesuch ist für viele Menschen nicht denkbar – in diesem Jahr wird es allerdings aufgrund der Corona-Pandemie keine öffentlichen Gottesdienste geben. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann oder auch das Liturgiereferat des Bistums haben Empfehlungen gegeben, wie jeder Einzelne diese Tage gestalten kann. Aber wie können Familien ganz konkret die Kartage und das anschließende Osterfest gemeinsam begehen? Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Dekanat Ahr-Eifel haben dazu persönliche Tipps zusammengetragen und auf einer Homepage veröffentlicht.

Ein Team aus drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde dazu von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Die Seite www.verbundenanderahr.de veranschaulicht mit geistlichen Impulsen, wie Singles, Paare, aber eben auch Familien Gott in Zeiten von Corona einen Platz am „Küchentisch“ bereiten können.

Pastoralreferent Markus Hartmann nutzt die Empfehlungen auf der Homepage selbst, um die Kar- und Ostertage in seiner Familie zu feiern. „Und ich denke ganz persönlich, so schlimm die Zeiten von Corona sind, so sehr sind sie auch eine Chance, dass Menschen ihren Glauben neu entdecken. Vielleicht lernen sie einen eigenen, ganz persönlichen Glauben zu leben und zu gestalten“, lautet die Hoffnung des Pastoralreferenten, der im Dekanat unter anderem für die Familienpastoral und Kindertagesstätten zuständig ist. Die Pastoralassistentin Johanna Becker kann in diesem Jahr ihre Familie nicht besuchen und dort Ostern erleben. „Da heißt es, kreativ zu werden: Ich werde mir in meinem Wohnzimmer eine schöne Gebetsecke dazu einrichten und wahrscheinlich mit den Impulsen von unserer Homepage und auf jeden Fall mit viel Musik diese Feiern für mich gestalten.“

Kein theologischer Fernkurs

Für jeden der Kar- und Ostertage gibt es eine kurze Erklärung zur Bedeutung des Tages, einen möglichen Ablaufplan, einen Bibeltext und ein Gedicht sowie viele Links zu passenden Musikstücken oder auch zu Videoclips. „Wir haben keine Predigtversatzstücke oder Auslegungen, sondern wir verweisen auf Gottes Wort und seinen Zuspruch. Das kombinieren wir mit Ritualen, die die Sinne ansprechen“, erklärt Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel. Die Materialien auf der Homepage sind also kein theologischer Fernkurs.

„Uns war es wichtig, dass die Tipps den Familien genügend Raum für individuelle Gestaltung lassen“, erklärt Mitinitiator Hartmann. Für viele sei es ungewohnt, voreinander, mit- und füreinander zu beten, zu singen oder über Gott zu sprechen. Auch innerhalb der Familie sind Tod, Auferstehung, Himmel und Gott durchaus Tabuthemen. „Das möchten wir berücksichtigen. Deshalb sind unsere Anregungen eher offen gehalten“, sagt Johanna Becker. Die Familien könnten sich so langsam an diese Felder herantasten; die derzeitige Situation ist ja schon an sich sehr ungewohnt.

Ungewohnt sei es sicherlich auch, aus der „Zuschauerrolle“ herauszutreten und selbst Teil des Gottesdienstes zu werden. „Hier aber muss Jede und Jeder ein Stück von sich preisgeben“, wissen die Verantwortlichen. Das lohnt sich: „So geschieht Glaubensweitergabe und so wächst Hauskirche“.

Die Initiative ist auch bei Facebook (@verbundenanderahr) zu finden.

Weitere Informationen zu den Kar- und Ostertagen gibt es auf der Bistums-Homepage unter dem Kurzlink: https://t1p.de/medial-mitbeten-kar-und-ostertage

(jf)

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Koblenz bistum-trier Familienbildung Fastenzeit Vermischtes
news-103296 Tue, 07 Apr 2020 08:58:31 +0200 Überrascht von dem enormen Zuspruch https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ueberrascht-von-dem-enormen-zuspruch/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_printer-790396_1920_d038b1a995.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Printer 790396 1920" />Mittlerweile gibt es den Ausdruckservice in zehn Einrichtungen der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Trier. Trier – Die ursprüngliche Idee war durchaus eine Nummer kleiner gedacht, gesteht Jan Lehmann, Jugendpfarrer und Leiter der Kirche der Jugend Marienburg in Zell an der Mosel und FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral Marienburg und Zell: „Für die Besucher des Jugendzentrums in Saarburg sollten in der Zeit, da die Schule wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, die von Lehrern zugesendeten Arbeitsmaterialen ausgedruckt werden.“ Mittlerweile gibt es diesen Druckservice in zehn Einrichtungen der kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Trier. Allein Rund 300 Druckaufträge wurden auf der Marienburg und in Wittlich in den zurückliegenden Wochen bearbeitet. Anfragen kommen aus dem ganzen Bistum – sogar aus der Nähe von Köln und Mainz.

„Wir waren selbst überrascht von diesem enormen Zulauf“, erzählt Lehmann. Auch nachdem man zuvor mit Lehrerinnen und Lehrern gesprochen habe, sei dies so nicht erwartet worden. „Es ist ein sehr niederschwelliges Angebot.“ Oft sind es Schülerinnen und Schüler  aus Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern. „Bei vielen gibt es zwar einen Drucker im Haus. Der ist aber in der Regel nicht dafür gedacht, solche Mengen in so kurzer Zeit auszudrucken.“ Verschärft werde die Situation in den Haushalten dadurch, dass mancherorts offenbar keine Druckerpatronen mehr zu bekommen seien.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-103291 Mon, 06 Apr 2020 08:15:26 +0200 „Wir schenken ein Lächeln“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-schenken-ein-laecheln/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/7/csm_Josefstag_Sinzig_jf_Archiv_2a47ce03c0.jpg" width="150" height="100" alt="Das HoT ist stets kreativ unterwegs, wie hier beim Josefstag. Archivfoto" />Das HoT in Sinzig hat eine Oster-Aktion auf die Beine gestellt: Selbstgebastelte Karten sollen für Seniorinnen und Senioren ein Lichtblick in der Zeit der Corona-Pandemie darstellen. Sinzig – Das Osterfest wird in diesem Jahr für die meisten anders verlaufen als sonst: Kein gemeinsamer Gottesdienstbesuch, keine Ostereiersuche mit Oma und Opa, keine lange Kaffeetafel. Viele Familien können sich aufgrund der Corona-Pandemie nicht sehen, das schmerzt. Vor allem ältere Menschen leiden unter der Isolation. Für einen Lichtblick sorgt das Haus der offenen Tür (HoT) in Sinzig. Das HoT in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter hat die Aktion „Jugend hilft – Wir schenken ein Lächeln“ gestartet.

Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene basteln eine schöne Karte, schreiben eine Geschichte oder lassen sich sonst etwas anderes Kreatives einfallen. Das Ergebnis werfen sie beim HoT in den Briefkasten und das „Jugend hilft“-Team sorgt dafür, dass es bei Seniorinnen und Senioren im Raum Sinzig ankommt – so funktioniert die Aktion. „Auch wenn man sich nicht sehen kann: Einfach jemandem etwas Gutes tun und sich vielleicht auch fragen, was macht die Person, der ich mein Bild male oder die Geschichte schreibe.“ So beschreibt Carina Rolniczak vom HoT-Team die Idee dahinter.

Ihr Kollege Patrick Book hat derzeit telefonisch Kontakt zu vielen älteren Menschen im Raum Sinzig. Er bekommt mit, wie sehr sie unter der Einsamkeit leiden: „Wir merken, dass sie soziale Kontakte und normale Alltagsaktivitäten vermissen.“ Die Situation führe auch zu Unsicherheit und Verängstigung. Er ist davon überzeugt, dass eine Aktion wie „Wir schenken ein Lächeln“ eine nicht zu unterschätzende Wirkung hat: „Sie vermittelt das Gefühl, dass andere an mich denken.“

Aber auch für Kinder und ihre Eltern kann die Aktion eine Entlastung bringen, schließlich müssen auch sie derzeit meist zuhause bleiben und hocken eng aufeinander. „Die Kinder stürzen sich regelrecht auf die Bastelarbeiten“, berichtet Carina Rolniczak, „und für die Eltern bedeutet dies eine Abwechslung beispielsweise vom Home-Schooling.“ 

Erste Ergebnisse sind mittlerweile auch schon beim HoT eingegangen. Rolniczak berichtet von einer aufwendig gestalteten Karte einer Viertklässlerin mit beeindruckendem Text: „Wir dürfen die wundervollen Menschen nicht vergessen – und damit seid ihr gemeint.“ „Als ich das gelesen habe, musste ich direkt lächeln“, sagt Rolniczak, „es zeigt, dass Kinder einfach aus dem Herzen sprechen.“

Ähnliche Bastelarbeiten werden den Empfängern sicher auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Damit sie bis Ostern bei den Seniorinnen und Senioren ankommen, müssen sie bis kommenden Mittwoch, 8. April, im Briefkasten des HoT eingeworfen werden. Die Adresse: Barbarossastr. 43, 53489 Sinzig. Die Aktion wird aber auch nach Ostern fortgesetzt.

Neben „Wir schenken ein Lächeln“ umfasst das Projekt „Jugend hilft“ des HoT Sinzig mit seinen Kooperationspartnern noch viele weitere Aktionen. Eine Übersicht ist zu finden auf www.jugend-hilft.com.

(red)

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Familienbildung Jugend Pfarreien Politik / Gesellschaft
news-103285 Sun, 05 Apr 2020 14:04:00 +0200 Selbstverständlich 24/7 https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/selbstverstaendlich-247/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_Fries_PressestelleMilitarseelsorge_8915a635ff.jpg" width="107" height="150" alt="Roman Fries. Foto: Bundeswehr" />Pater Roman Fries ist Militärpfarrer im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz. Corona stellt insbesondere hier die Seelsorge auf den Kopf. Koblenz – Am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz bereiten sich Ärzte und Pfleger darauf vor, in den nächsten Wochen viele Menschen zu behandeln, die am Corona-Virus erkrankt sind. Der Katholische Militärpfarrer und Pallottiner Roman Fries kümmert sich seelsorgerlich um Patienten und Mitarbeitende. Dafür hat er ein neues Seelsorge-Konzept entwickelt.

Pater Fries, wie erleben Sie zurzeit die Lage am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz?

Roman Fries: Der größte sichtbare Einschnitt ist im Moment, dass ohne triftigen Grund niemand ins Bundeswehrkrankenhaus kommt. Dazu gehört auch, dass die Patienten keinen Besuch empfangen dürfen und alles nicht notwendige Personal draußen bleibt. Selbst die vor wenigen Tagen noch geltende eingeschränkte Besuchszeit gibt es in der Weise nicht mehr. Für öffentliche Besucher ist das Krankenhaus jetzt komplett gesperrt. Und das sind natürlich schon gravierende Einschnitte für die Patienten, die auf den Stationen liegen, auch wenn es ja letztendlich der eigenen Sicherheit dient.

Wie geht es den Patienten und den Mitarbeitenden damit?

Roman Fries: Im Moment ist die Situation im Haus zweigeteilt. Es werden auf der einen Seite noch Patienten behandelt, die aufgrund Ihres Gesundheitszustandes nicht entlassen werden konnten. Und auf der anderen Seite gibt es ganz viele Vorbereitungen, die darauf abzielen, eben eine möglicherweise stark aufkommende Anzahl von Infizierten mit dem Corona-Virus zu behandeln.

Und da spüre ich natürlich schon eine starke Verunsicherung bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bei Soldatinnen und Soldaten, weil es das ja in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht gegeben hat. Es ist für alle neu. Man weiß natürlich um die Situation in Italien oder Spanien und kennt die dramatischen Bilder aus dem Fernsehen, aber es ist immer noch etwas anderes, selber und unmittelbar damit konfrontiert zu werden. Die Anspannung ist da, denn es wird ja immer auch davon geredet, dass die Lage in Deutschland zeitversetzt ist. Wenn dem tatsächlich so ist, dann müssten in ein bis zwei Wochen die schweren Verläufe der Infektionen zunehmen.

Wie gestalten Sie denn die Seelsorge in Zeiten von Corona?

Roman Fries: Das ist eine große Herausforderung für uns. Wir hatten ja in der Vergangenheit oft solche Angebote, die darauf abzielten, Gemeinschaftserfahrungen im Glauben untereinander zu machen, das geht in der Weise jetzt nicht mehr, weil die Ansteckungsgefahr einfach zu groß ist. Viele Veranstaltungen, z. B. Standortgottesdienste und Andachten, können jetzt nur noch per Videoübertragung auf die Patientenzimmer und in die Aufenthaltsbereiche gesendet werden.

In der Vergangenheit haben wir zudem eine in weiten Bereichen aufsuchende Seelsorge praktiziert, das geht jetzt auch nicht mehr. Wir sind gerade dabei, andere Formen von seelsorgerlicher Begleitung zu entwickeln. Wenn Begegnung untereinander nicht stattfinden darf, dann müssen andere Wege gesucht werden. Das ist wiederum ganz spannend. Denn es zeigt mir selber, was noch alles möglich ist und wo wir vermutlich ohne die Corona-Pandemie nie dran gedacht hätten. Man wird sehen, wie unsere Seelsorgeangebote angenommen werden. Es ist für uns auch eine Herausforderung, denn man feiert ja normalerweise Gottesdienste mit Menschen, die sich im Gottesdienstraum versammeln.

Wie machen Sie das jetzt, wenn jemand einfach mal ein seelsorgerliches Gespräch braucht?

Roman Fries: Bei Patienten, die am Corona-Virus erkrankt sind, gibt es eine ganz klare Anweisung, dass wir zu diesen Patienten gegenwärtig keinen Zutritt haben. Ein Hintergrund dieser Entscheidung ist der, dass die Schutzausstattung verständlicherweise dem medizinischen Personal vorbehalten ist und da gibt es derzeit Engpässe. Seelsorgerliche Begleitung muss dann gegebenenfalls übers Telefon geschehen. In dieser Hinsicht müssen sich neben den Seelsorgenden auch Angehörige und Patienten umstellen. Auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen brauchen Seelsorge. Seit heute gibt es einen eigens dafür entwickelten Flyer, der genau darauf abzielt. Neben der Telefon-Hotline der Militärseelsorge beteiligt sich das Zentrum für Seelische Gesundheit und Palliative-Care an dem Angebot. Unter der Überschrift: „Egal was kommt, wir sind für Euch da!“ richtet sich dieses vom klinischen Ethik-Komitee erarbeitete Konzept an alle Hilfesuchenden am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz.

Wie ist das bei anderen Patienten, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind?

Roman Fries: Wir sind wie vorher auch zu den Präsenzzeiten erreichbar und können selbstverständlich 24/7 angerufen werden, wenn seelsorgerische Begleitung gewünscht wird. Ob dann auch ein Besuch im Patientenzimmer möglich ist, liegt in der Zuständigkeit des behandelnden Arztes.

Aus Italien wird berichtet, dass Ärzte über Leben und Tod entscheiden müssen, weil es nicht für alle Patienten Beatmungsgeräte gibt. Was würden Sie als Seelsorger Ärzten in solch einer Situation raten?

Roman Fries: Ratschläge zu erteilen ist immer ganz schlecht, dafür bin ich kein Mediziner. Meine Privatmeinung wäre in so einer Situation nicht hilfreich. Ich würde eher auf das klinische Ethik-Komitee verweisen, das es ja auch hier am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus gibt und in dem die Militärseelsorge Mitglied ist.

Die Angst ist da, dass man vielleicht nicht genügend Beatmungsplätze vorhalten kann für die Anzahl der Patienten, die kommen könnte. Und dann sind natürlich ethische Entscheidungen zu treffen, wer, um es ganz einfach zu sagen, den Beatmungsplatz bekommt und wer nicht. Deshalb versuchen wir hier gemeinsam im klinischen Ethik-Komitee mit anderen Fachdisziplinen, Empfehlungen zu entwickeln, die unabhängig voneinander aufgestellte Ärzteteams bei diesen Entscheidungen zu Rate ziehen können. Die Empfehlung will eine Hilfe sein, die Verantwortlichen mit Ihrer Entscheidung nicht alleine zu lassen. Im Einzelfall ist es immer möglich, das klinische Ethik-Komitee in eine Entscheidung einzubeziehen.

Wie gehen Sie persönlich mit der Angst um, dass Sie sich als Seelsorger entweder infizieren oder dass Sie andere infizieren könnten?

Roman Fries: Eine schwierige Frage. Also Angst habe ich in dem Sinne im Moment noch nicht. Ich weiß, wie wir alle, um die Schutzvorkehrungen, die ich treffen kann, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Das machen wir hier am Bundeswehr-Zentralkrankenhaus ja schon die ganze Zeit. Ich versuche, mich so weit zu schützen, wie es möglich ist. Doch letztendlich muss ich natürlich meinen Dienst für die Menschen tun, die als Patienten kommen oder eben als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier arbeiten. Ganz ausschließen kann ich das Risiko für mich natürlich nicht.

Was würden Sie Ihren Mitmenschen raten, wie man den Pflegern, den Ärzten und den Patienten jetzt helfen kann?

Roman Fries: Mir haben die Ansprachen der Bundeskanzlerin gefallen, sie hat es im Grunde auf den Punkt gebracht: Sie hat konkret die Dinge benannt, die man selber schon tun kann, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Infektion in der Bevölkerung zu verlangsamen. Abstand zu halten, scheint mir dabei das wichtigste zu sein. Im Krankenhaus selber ist es gut, sich über die Verhaltensweisen zu informieren, um sich und die anderen nicht unnötig zu gefährden. In begründeten Fällen nach Zustimmung des behandelnden Arztes sind Besuche in Ausnahmefällen ja noch möglich. Ganz wichtig ist es, sich neben dem begründeten Eigenschutz der Verantwortung für seine Mitmenschen bewusst zu sein. Das medizinische, pflegerische und unterstützende Fachpersonal im Sanitätsdienst der Bundeswehr und in Kooperation mit anderen tut alles, um Menschenleben zu erhalten. In dieser einzigartigen, herausforderungsvollen Situation brauchen wir alle Mut und Zusammenhalt, um mit dem Beistand Gottes diese Krise zu bewältigen.

Die Fragen stellte Barbara Dreiling. Das Interview wurde uns freundlicherweise vom Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des katholischen Militärbischofsamt zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.katholische-militaerseelsorge.de/

 

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Information Orden Personal Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-103287 Sat, 04 Apr 2020 07:27:00 +0200 Kar- und Ostertage medial mitfeiern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kar-und-ostertage-medial-mitfeiern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/7/csm_Fernsehgottesdienste_86330e28ed.jpg" width="150" height="64" alt="" />Auch an den Kar- und Ostertagen überträgt das Bistum Trier über die Medien Gottesdienste aus dem Dom. Bischof Dr. Stephan Ackermann wird diesen vorstehen. Trier – Weiterhin gibt es aufgrund der Corona-Epidemie keine öffentlich gefeierten Gottesdienste. Dennoch können die Gläubigen im Bistum Trier die Gottesdienste der Kar- und Ostertage über die Medien mitfeiern. Das Bistum Trier überträgt in Zusammenarbeit mit dem OK54 Bürgerrundfunk die Gottesdienste an Gründonnerstag, 9. April, um 19 Uhr, an Karfreitag, 10. April um 15 Uhr, die Feier der Osternacht am Karsamstag, 11. April um 21.30 Uhr, sowie die Gottesdienste an Ostersonntag, 12. April um 10 Uhr und am Weißen Sonntag, 19. April um 10 Uhr live aus dem Trierer Dom. Allen Gottesdiensten steht der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann vor. Mit Ausnahme des Weißen Sonntags werden die Gottesdienste auch in einem speziellen Internet-Stream mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache übertragen, außerdem gibt es für alle Gottesdienste einen Facebook-Stream mit automatisch erzeugter Untertitelung (siehe unten).

In Haushalten mit Kabelanschluss im Raum Trier-Eifel-Mosel-Saar-Ruwer können die Übertragungen im Fernsehprogramm des OK 54 Bürgerrundrundfunk verfolgt werden (Liste der Kabelnetze unter www.ok54.de/technik-produktion-empfang, untere Seitenhälfte).

In Haushalten mit Kabelanschluss in Bad Kreuznach und Idar-Oberstein sind die Übertragungen im Fernsehprogramm naheTV zu empfangen.

Da Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunk ist außerdem bundesweit über MagentaTV (ehemals Telekom Entertain TV) zu sehen.

Wer diese Möglichleiten nicht nutzen kann, kann die Gottesdienste über das Internet mitfeiern, sowohl über die Homepage des Bistums Trier unter t1p.de/bistum-tr-domstream als auch über den YouTube-Kanal des OK54 Bürgerrundfunk www.youtube.com/user/OK54mediathek.

Für Menschen mit Hörbehinderung gibt es ein Angebot mit Gebärdendolmetschern, der über www.ok54.de zu erreichen ist. Das Facebook-Video mit (automatisch erzeugten) Untertiteln findet sich auf www.facebook.com/OK54Buergerrundfunk/

Anhören kann man die Gottesdienste auch bei Studio Nahe, dem Lokalradio der Pfarrei Maria Geburt, Bretzenheim - regional auf UKW und DAB+, überall im Webradio von Studio Nahe (Empfangsmöglichkeiten unter www.studio-nahe.de).

Bei den Gottesdienstübertragungen wird das Bistum Trier unterstützt von der Trierer Firma Pro Musik. Finanziell gefördert werden die Übertragungen durch die Bischof-Stein-Stiftung.

Weitere Möglichkeiten, medial Gottesdienste mitzufeiern, sind unter https://t1p.de/medial-mitbeten zu finden. Auf den Seiten des Bistums Trier wie auf den Webseiten vieler Pfarreiengemeinschaften finden sich auch Vorschläge für Gottesdienste in der Hausgemeinschaft.         

Änderung am 8. April:
Palmsonntag wurde entfernt. Der Weiße Sonntag und Hinweis auf Untertitelung bei Facebook ergänzt.                

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Seelsorge
news-103288 Fri, 03 Apr 2020 13:34:00 +0200 Eine Fachfrau für die Bischöflichen Weingüter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-fachfrau-fuer-die-bischoeflichen-weingueter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_JuliaLubcke_FotoPrivat_5c922cbbaf.png" width="150" height="131" alt="" title="JuliaLubcke FotoPrivat" />Julia Lübcke, bisherige Geschäftsführerin des Karthäuserhofs, übernimmt als Interimsmanagerin die Geschäftsführung der Bischöflichen Weingüter Trier. Trier – Julia Lübcke übernimmt als Interimsmanagerin die Geschäftsführung der Bischöflichen Weingüter Trier. Das hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Weingüter am 3. April in Trier mitgeteilt. Die aus Wuppertal stammende Lübcke übernimmt die Leitung der Weingüter ab 1. Mai bis vorerst 31. Oktober 2020.

Von Plettenberg zeigte sich erfreut, dass mit Julia Lübcke eine Fachfrau aus der Region zunächst für die übergangsweise Leitung der Weingüter gefunden werden konnte. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Frau Lübcke und kann ihr ein gut aufgestelltes Weingut übergeben“, sagte der Generalvikar. Gleichzeitig dankte er dem stellvertretenden Geschäftsführer der Bischöflichen Weingüter, Udo Zimmer, der „mit bewundernswertem Einsatz und Verantwortungsbewusstsein“, unterstützt von den Mitarbeitenden der Weingüter, das Unternehmen in der Vakanz geleitet habe. Dass man sich mit Julia Lübcke zunächst auf eine befristete Übertragung der Leitung verständigt habe, hänge mit den derzeitigen Umständen durch die Corona-Krise zusammen: Die sonst in solchen Bewerbungsverfahren üblichen umfangreicheren Abläufe hätten nicht durchgeführt werden können, erläuterte der Generalvikar. Eine längerfristige Zusammenarbeit wird von beiden Seiten ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Die 50-jährige Lübcke hatte seit 2017 das VDP-Weingut Karthäuserhof in Trier-Eitelsbach als Geschäftsführerin geleitet. Sie hat Weinbau und Getränketechnologie an der Fachhochschule in Geisenheim studiert und bringt langjährige Erfahrung aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Geschäftsführung im Weinhandel und anderen Branchen mit.

Hintergrund: Die Bischöflichen Weingüter Trier sind aus dem Weinbergsbesitz des Bischöflichen Konvikts, des Bischöflichen Priesterseminars und der Hohen Domkirche hervorgegangen. Die jahrhundertealte Weinbautradition wird bis heute gepflegt. Selten sind Kultur, Tradition und Natur so eng verwoben wie in den Steilhängen an Mosel, Saar und Ruwer. Die Kreation unnachahmlicher Rieslingweine mit Finesse, Eleganz und Tiefgründigkeit sind das erklärte Ziel der Bischöflichen Weingüter Trier. Das dazu notwendige Kapital bildet eine unglaubliche Vielfalt an Herzstücken in legendären Steillagen auf insgesamt 98 Hektar Fläche. (Quelle: www.bischoeflicheweingueter.de)

Weitere Informationen sind unter www.bischoeflicheweingueter.de oder https://www.facebook.com/BischoeflicheWeingueterTrier  zu finden.

(JR)

 

 

 

                                     

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Personal
news-103282 Fri, 03 Apr 2020 10:00:00 +0200 Einzigartig! https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/einzigartig/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/3/csm_JuGoAward_Einzigartig_Wolke_01_fc85b4c41d.jpg" width="150" height="93" alt="" title="JuGoAward Einzigartig Wolke 01" />Zum ersten Mal wird in Deutschland ein katholischer Jugendgottesdienstpreis verliehen Trotz Corona-Krise haben sich die Initiatoren entschieden die Bewerbungsphase nun zu starten. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Zum ersten Mal wird in Deutschland ein katholischer Jugendgottesdienstpreis verliehen und das zu einer Zeit, in der alle öffentlichen Gottesdienste vorerst bis zum 30. April ausgesetzt sind. Die Initiatoren haben sich trotzdem dazu entschieden die Bewerbungsphase, die sich bis zum 1. Oktober erstreckt, zu starten.

„Einzigartig – Der JugendGottesdienstAward im Bistum Trier“ unter dieser Überschrift steht der Wettbewerb. Insgesamt werden Preise im Wert von 8.000 Euro ausgeschüttet. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 27 Jahren, die im Gebiet des Bistums Triers wohnen oder sich dort ehrenamtlich engagieren.

Für Initiator Domvikar Tim Sturm hat der Preis gleich mehrere Ziele. „Die Jugendlichen werden darin geübt, über ihren Glauben zu sprechen. Zudem werden die jungen Menschen dadurch angeregt, selbst Gottesdienste zu planen. Und vielleicht können wir sogar das Interesse an Theologie, Liturgie und kirchlichen Berufen wecken“. Einen Preis für Gottesdienste auszuloben sei zwar ungewöhnlich, „aber aus der Realität wissen wir: Jeder, der zum Gottesdienst geht, trifft eine innere Bewertung: Was fand er oder sie gut am Gottesdienst? Was hat ihn oder sie gestört? Das ist eigentlich ein ganz natürlicher Vorgang“, erklärt Pfarrer Sturm. Abgestimmt haben sich die Verantwortlichen mit dem Liturgie-Referat des Bistums und dem Deutschen Liturgischen Institut. Dabei wurden unterschiedliche Bewertungskriterien herausgearbeitet. „Und auf dieser Grundlage kann man das gut verantworten und machen.“

An oberster Stelle steht Teamwork, denn „Kirche“ ist man nicht allein. „Dabei ist es egal, ob die Gruppe sich jetzt erst gefunden hat oder schon lange besteht. Hauptsache, ihr bereitet den Gottesdienst nicht alleine vor“, sagt Sturm. Vorerst könnten sich die Gruppenmitglieder ja digital für erste Überlegungen und Absprachen verabreden, schlägt er vor.

Im Vorfeld werden zwei „Gottesdienstworkshops“ angeboten. Hier erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Tipps zum Gestalten eines Gottesdienstes. Schirmherr ist der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Er freut sich sehr auf die Initiative und wünscht sich ganz persönlich, „dass viele junge Menschen in unserem Bistum diese Gelegenheit nutzen und mit Gott und untereinander ins Gespräch kommen. Bei allen Herausforderungen, in denen die Kirche aktuell steht, sollen sie eine positive Erfahrung mit Kirche machen und erfahren dürfen, dass sie selbst diese Kirche gestalten können.“

Eine achtköpfige Jury aus den Bereichen Liturgie, Theologie, Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit beurteilt die Einsendungen.

Die Bewerbungsfrist startet am 1. April und endet am 1. Oktober. Die Verleihung findet am 27. November in einem festlichen Rahmen in Trier statt.

Weitere Infos zur Teilnahme gibt es auf www.jugend-bistum-trier.de oder bei Instagram und Facebook (@jugendbistumtrier).

Einen Überblick über mediale Gottesdienstangebote während der Corona-Pandemie gibt es auf der Bistums-Homepage unter dem Kurzlink: t1p.de/medial-mitbeten . (jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Jugend Pfarreien
news-103284 Thu, 02 Apr 2020 12:13:04 +0200 „Der Freiwilligendienst ist vorbei, ihr müsst sofort nach Hause“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-freiwilligendienst-ist-vorbei-ihr-muesst-sofort-nach-hause/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_sofiaFOFT6110_16071f05d5.jpg" width="150" height="113" alt="Stephan Mertes, Bildungsreferent bei SoFiA, Niklas Graf (Saarwellingen), Lisa Arenz, Daphne Antoniadis (Koblenz)" />SoFiA, der Verein Soziale Friedensdienste im Ausland, holt junge Männer und Frauen aus elf Ländern zurück nach Deutschland. Trier/Chennai – Als Stephan Mertes am 9. März in Indien eintrifft, ahnt er noch nicht, dass dies keine normale Dienstreise werden soll. Der Endzwanziger ist Mitarbeiter des Vereins Soziale Friedensdienste im Ausland, kurz SoFiA, der vom Bistum Trier getragen wird und seit 1992 jungen Leuten Freiwilligendienste in der ganzen Welt vermittelt. Auch 2019 sind 27 junge Männer und Frauen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu ihrem Auslandsdienst nach Afrika, Südamerika, Europa oder Indien aufgebrochen. In den Partnerprojekten engagieren sie sich etwa für alte oder behinderte Menschen, benachteiligte Kinder und Jugendliche oder im Bildungsbereich. Zu den Standards des Vereins gehört auch, dass sich die Bildungsreferenten regelmäßig vor Ort von der Arbeit der Partner und Einsatzstellen überzeugen. In diesem Jahr steht für Mertes ein Besuch in Indien an, genauer im südöstlichen Bundesstaat Tamil Nadu.

Zunächst läuft alles wie geplant: Mertes beginnt seine Reise im Norden des 70 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaates und nutzt dabei die guten Fernbus-Verbindungen. „In Indien ist das Reisen mit Bus und Bahn wirklich bequem und dazu auch noch sehr günstig; die meisten Menschen nutzen hier öffentliche Verkehrsmittel“, erzählt er. Mertes besucht eine junge Frau in ihrem Projekt und bleibt zwei Tage dort. Zu diesem Zeitpunkt sind die deutschen Grenzen noch offen, es gibt bis auf wenige Ausnahmen keine Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Jedoch häufen sich auch hierzulande die Meldungen über mit Covid-19 infizierte Personen – 1.300 Fälle sollen es nach offiziellen Angaben sein. In Italien hingegen wird an diesem Tag, bedingt durch die exponentiell steigenden Fallzahlen, bereits eine Ausgangssperre verhängt. Noch ahnt in Deutschland niemand, dass nur acht Tage später eine weltweite Reisewarnung gelten wird.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-103279 Wed, 01 Apr 2020 10:37:59 +0200 Auf die positiven Kräfte schauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-die-positiven-kraefte-schauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Bischof-Ackermann-Debatte-2-HT_01_e2f6a7418e.jpg" width="150" height="106" alt="" />Im Interview mit der Bistumszeitung Paulinus äußert sich Bischof Dr. Stephan Ackermann zur aktuellen Situation. Trier – Als eine „ganz und gar außergewöhnliche Fastenzeit“ hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann die diesjährige Fastenzeit bezeichnet. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte Ackermann der Bistumszeitung „Paulinus“ am 1. April, jede Krise enthalte auch ihre Chancen, etwa zur Selbstbesinnung. „Ob Fastenzeit oder Krisenzeit: Beide laden dazu ein, aufmerksam zu sein auf das, was vorgeht in der Welt und in mir selbst.“

Ackermann nannte die derzeitigen Einschränkungen der Seelsorge durch die notwendigen Auflagen der staatlichen Behörden „schmerzlich“, etwa wenn er daran denke, dass man möglicherweise im Familienkreis auswählen müsse, wer an einer Beisetzung teilnehmen kann. „Wir verstehen alle den Sinn der Maßnahmen und tragen sie mit, aber das nimmt nicht den Schmerz.“ Gleichzeitig würdigte er den Einsatz in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften, der entwickelt werde, „um trotz allem einander nahe zu sein“. Der Bischof lenkte den Blick auch auf die vielen Menschen, die in pflegerischen und sozialen Berufen tätig sind und in dieser Zeit ganz besonders gefordert werden. „Auf einmal merken wir, dass nicht nur Banken für unsere Gesellschaft ‚systemrelevant‘ sind. Es ist das Miteinander von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Kräften, die unser gesellschaftliches System ausmachen. Ich will mich mit dafür einsetzen, dass die, die gerade jetzt oft bis zu Erschöpfung das System am Laufen halten, nach der Krisenzeit nicht wieder aus dem Blick geraten.“

Nach Ackermanns Einschätzung kommen in einer solchen Krise sowohl die positiven wie auch die negativen Kräfte in einer Gesellschaft zum Vorschein. Er betonte, es sei entscheidend, „dass wir auf die positiven Kräfte schauen und diese stärken. Dann besteht sogar die Chance, dass wir überrascht werden von dem Erfindungsreichtum und der positiven Widerstandskraft, die wir gegen die Corona-Pandemie entwickeln. Aber es ist klar: Das geht nur gemeinsam.“ Auch wenn die Krise überwunden sei, dürften Themen wie Verantwortung und Solidarität füreinander nicht aus dem Blick geraten, damit es nicht zu sozialen Verwerfungen im Land kommt. „Verantwortung und Solidarität wird es auch international verstärkt brauchen. Wir spüren ja ganz unmittelbar, wie sehr alles mit allem zusammenhängt und wie wir als Menschheit miteinander verflochten sind. Kein Mensch und kein Land ist eine Insel für sich. Deshalb bleibt auch die Frage nach einem Lebensstil, der nicht zulasten der Schwachen und der kommenden Generationen geht, auf der Agenda.“

An Ostern werde er sicher die Festlichkeit der Gottesdienste vermissen, sagte der Bischof. „Aber das Großartige an diesem Fest und der christlichen Botschaft insgesamt ist ja, dass sie nicht nur eine Botschaft für gute Zeiten ist.“ Die Gottesdienste im kleinsten Kreis – ob in der Hausgemeinschaft gefeiert und durch die Livestreams - könnten etwas von den Hausgemeinschaften der Urkirche an sich haben. „Das Osterhalleluja wird in unseren Kirchen in diesem Jahr verhaltener klingen, wird aber hoffentlich mehr als sonst zu Hause gesungen. Das wäre wunderbar!“

Das gesamte Interview ist auf www.paulinus.de zu finden und wird in der Osterausgabe der Bistumszeitung „Paulinus“ zu lesen sein.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103275 Mon, 30 Mar 2020 09:07:56 +0200 Gremien übernehmen auch in „Zwischenzeit“ Verantwortung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gremien-uebernehmen-auch-in-zwischenzeit-verantwortung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/0/csm_herausgerufen-wobimarke_5825c7812e.gif" width="150" height="64" alt="" />Erfreulich: Eine große Mehrzahl der amtierenden Ratsmitglieder nimmt ihr Übergangsmandat an. Im Bistum sind rund 10.000 Menschen ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien engagiert. Trier – Der überwiegende Teil der bisherigen Gremienmitglieder bleibt für eine Übergangszeit im Amt. Das hat die Abfrage aller Pfarreien-, Pfarrgemeinde- und Kirchengemeinderäte sowie der Verbandsvertretungen im Bistum Trier ergeben. Verwaltungsräte waren von dieser notwendigen Klärung nicht betroffen. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hatte die Frauen und Männer Ende 2019 in einem Brief gebeten, auch über die reguläre Amtszeit hinaus mit einem sogenannten Übergangsmandat weiter in der Verantwortung zu bleiben. Diese Bitte war infolge der Aussetzung des Umsetzungsgesetzes durch die römische Kleruskongregation notwendig geworden (siehe www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/einblicke/zeitung-einblicke-3-oktober-2019/einblicke-iii-6-pfarreiengemeinschaft-im-uebergang/). Im Bistum Trier sind rund 10.000 Menschen ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien engagiert.

Dr. Carola Fleck, im Bischöflichen Generalvikariat zuständig für die Räte, teilte im März mit, lediglich 10 Prozent aller amtierenden angeschriebenen Ratsmitglieder hätten ihr Mandat schriftlich zurückgegeben. „Dazu gehören sicher auch viele, die ohnehin geplant hatten, ihre Tätigkeit im Rat zu beenden“, schätzt die Referentin für die Räte. Gut 60 Prozent derer, die sich zurückgemeldet haben, hätten das Übergangsmandat durch die ausdrückliche schriftliche Annahme bekräftigt: „Das zeigt uns, dass auch in dieser Übergangszeit viele Frauen und Männer bereit sind, Verantwortung für das kirchliche Leben im Bistum zu übernehmen – das ist ein gutes Zeichen.“ Etwa ein Viertel der angeschriebenen amtieren Ratsmitglieder habe sich nicht zurückgemeldet; damit gilt das Übergangsmandat als angenommen. Auf dieses vereinfachte Verfahren zur Annahme der Mandate hatte der Generalvikar in seinem Schreiben ausdrücklich hingewiesen.

Lediglich sieben Pfarrgemeinde-, ein Kirchengemeinde- und ein Pfarreienrat in acht unterschiedlichen Dekanaten hätten ihre Ämter komplett niedergelegt. Hier greifen die gültigen Regelungen im Bistum, nach denen der Generalvikar anstelle des zurückgetretenden Kirchengemeinderates einen Verwalter beauftragt hat. Die zurückgetretenen Pfarrgemeinde- und Pfarreienräte werden derzeit nicht nachgewählt.

Fleck dankte allen Frauen und Männern, die sich auch weiterhin engagieren wollen, sowie den zuständigen Personen in den Dekanaten, die die Abfragen vor Ort übernommen hatten: „Gerade die Frauen und Männern in den Gremien sind wichtige ‚Gesichter der Kirche vor Ort‘. Dass sie durch die Annahme der Übergangsmandate zeigen, dass sie weitermachen, ist ein starkes Signal.“

Zwar können die Gremien aktuell wegen der Einschränkungen durch die Corona-Krise nicht tagen. Der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, bittet die gewählten Mandatsträgerinnen und –träger jedoch, gemeinsam mit den Seelsorgeteams auf andere Weise auch im diakonischen Bereich zu überlegen, wo gerade jetzt tatkräftige Hilfe nötig und möglich ist; etwa durch Nachbarschaftshilfe, Telefonkontakt zu Alleinstehenden oder Personen in Quarantäne.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Pfarreien Synode: Umsetzung
news-103270 Wed, 25 Mar 2020 15:46:11 +0100 Weiterhin an der Seite der Ratsuchenden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weiterhin-an-der-seite-der-ratsuchenden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Logo-Lebensberatung-im-Bistum-Trier-web_01_f913d1c8b6.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Lebensberatungsstellen im Bistum bauen in der momentanen Extremsituation ihre Telefon- und Onlineberatung aus. Bistumsweit – Das am Sonntag von Bund und Ländern beschlossene Kontaktverbot zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellt die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier vor neue Herausforderungen. Wo man sich bislang zum persönlichen Gespräch treffen konnte, müssen nun alternative Wege gefunden werden, damit Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht auf sich allein gestellt sind. Deshalb haben alle 20 Stellen im Bistum nun die Anzahl ihrer telefonischen Zugänge erhöht. Wer nicht telefonieren möchte, kann das Online-Beratungsangebot über das bereits bestehende sichere Portal nutzen. 

Die psychische Belastung der Bevölkerung sei in der momentanen Extremsituation erhöht, erklärt Dr. Andreas Zimmer, Leiter der Abteilung Beratungsstellen und Telefonseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Trier, mit Verweis auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). „Die Pandemie bringt viel Verunsicherung und Ängste mit sich. Im Moment sind zwar viele noch damit beschäftigt, die dringendsten Fragen des Alltags zu lösen. Aber schon jetzt nimmt ein Gefühl von Belastung und Sorge zu, das sich noch verstärken kann, wenn immer weniger soziale Kontakte möglich sind. Das ist ein normaler Effekt“, so Zimmer. Er betont, dass die Lebensberatungsstellen des Bistums weiterhin an der Seite von Ratsuchenden stehen. „Dabei wird das Angebot nach und nach für die Zeit der Pandemie in Telefon und Online-Beratung umgelenkt. Für viele Klientinnen und Klienten ist das zunächst ungewohnt. Manche denken, dass ihre Probleme noch nicht so schlimm seien und wollen die Termine lieber verschieben.“ Doch alles, was sonst im Alltag entlaste, von der Betreuung durch Kita und Schule bis hin zu den Möglichkeiten im Freizeitbereich, falle zurzeit weg. „Je länger das dauert, desto mehr zehrt das an den Nerven. Beratung kann da helfen, einen Weg zu finden.“

Die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier bieten Hilfe in Fragen der Erziehung sowie Ehe-, Familien- und Lebensberatung und unterliegen der Schweigepflicht. Die Teams stellen sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Heilpädagogik, Psychologie und Pädagogik zusammen; Grundlage ist eine anerkannte Beratungs- bzw. Therapieausbildung.

Auf www.lebensberatung.info gelangt man direkt zu dem Online-Angebot. Dort finden sich auch Links zu den integrierten örtlichen Beratungsstellen im Visitationsbereich Trier: Bitburg (Tel.: 06561-8987), Gerolstein (Tel.: 06591-4153), Hermeskeil (Tel.: 06503-6031 /-6032), Saarburg (Tel.: 06581-2097), Trier (Tel.: 0651-75885) und Wittlich (Tel.: 06571-4061); im Visitationsbereich Koblenz: Bad Kreuznach (Tel.: 0671-2459), Bad Neuenahr-Ahrweiler (Tel.: 02641-3222), Betzdorf (Tel.: 02741-1060), Cochem (Tel.: 02671-7735), Koblenz (0261-37531), Mayen (Tel.: 02651-48085), Neuwied (Tel.: 02631-22031), Simmern (Tel.: 06761-4344) und im Visitationsbereich Saarbrücken: Lebach (Tel.: 06881-4065), Merzig (Tel.: 06861-3549 /-74847), Neunkirchen (Tel.: 06821-21919), Saarbrücken (Tel.: 0681-66704), Saarlouis (Tel.: 06831-2577) St. Wendel (Tel.: 06851-4927).

Darüber hinaus gibt es auf der Homepage Informationen und Tipps zu Corona-spezifischen Fragen wie etwa „Wie mit Kindern über Corona reden?“ oder „Wie gehe ich am besten mit der Quarantäne und der sozialen Isolation um?“.
(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-103268 Wed, 25 Mar 2020 11:16:09 +0100 Auf anderen Wegen für MISEREOR spenden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-anderen-wegen-fuer-misereor-spenden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_CF004080_21x30_quer_01_7d53724267.jpg" width="150" height="105" alt="" />Das katholische Hilfswerk zeigt Alternativen zur Fastenkollekte. Bischof Dr. Stephan Ackermann bittet gemeinsam mit allen deutschen Bischöfen um Unterstützung. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Not jener Menschen lindern, deren Existenz vom Krieg bedroht ist: Das möchte das katholische Hilfswerk MISEREOR mit seiner Fastenaktion unter dem Leitwort „Gib Frieden!“. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat gemeinsam mit allen deutschen Bischöfen um Unterstützung für die Fastenaktion gebeten. In diesem Jahr liegt der Fokus der Aktion auf Syrien und den umliegenden Ländern.

Da im Zuge der Corona-Krise vorerst keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden, entfällt auch die Fastenkollekte für MISEREOR am 29. März – eine zentrale finanzielle Säule der MISEREOR-Projektarbeit. Aktuell laufen vielfältige Bemühungen, auf anderen Wegen Spenden für das Hilfswerk zu sammeln: Digitale Klingelbeutel, private Mailverteiler, Videobotschaften in den sozialen Netzwerken und Versandaktionen der „Gib Frieden!“-Plakate sind nur einige Beispiele.

„Der Krieg in Syrien hat bereits 500.000 Menschen das Leben gekostet. Auf der Suche nach Zuflucht haben mehr als 5,5 Millionen Syrer ihr Land verlassen, weitere 6,5 Millionen sind zu Vertriebenen im eigenen Land geworden“, schreibt der Trierer Bischof in seinem Spendenaufruf. Das Hilfswerk leiste in Syrien und den Nachbarländern wichtige Beiträge, ein friedliches Miteinander in der Region wieder aufzubauen. „Dafür sind Bildung, gesundheitliche Basisdienste und psychosoziale Begleitung wichtig“, so der Bischof. Viele traumatisierte Menschen müssen ihre Gewalterfahrung verarbeiten, um wieder Kraft zu schöpfen und den Blick in die Zukunft richten zu können. „Tragen Sie die Friedensbotschaft in Ihre Gemeinde! Unterstützen Sie die Opfer der Kriege mit Ihrem Gebet und unterstützen Sie die Friedensarbeit der Kirche mit einer großherzigen Spende!“, appelliert Ackermann an die Gläubigen.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, bittet die Gläubigen, dem Spendenaufruf Beachtung zu schenken. Möglich sei eine direkte Spende auf das MISEREOR-Konto: IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX, Pax-Bank Aachen. Auch seien in Kirchen Opferstöcke mit der Aufschrift „Spenden für MISEREOR“ aufgestellt und Spendentüten ausgelegt. Man habe auch die Möglichkeit, im Nachgang einen Briefumschlag entsprechend zu kennzeichnen und in einen Opferstock zu werfen.

MISEREOR wurde 1958 gegründet. Zurzeit fördert das Bischöfliche Hilfswerk rund 3.300 Projekte in rund 95 Ländern, vor allem in Asien, Ozeanien, Afrika und Lateinamerika. Weitere Informationen und Ideen zur Fastenaktion gibt es auf www.fastenaktion.misereor.de/fastenaktion-aktionen/kollekte und www.misereor.de

(ih)

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Weltkirche
news-103265 Mon, 23 Mar 2020 15:59:11 +0100 Telefonseelsorge hat offenes Ohr für Sorgen der Menschen – gerade jetzt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/telefonseelsorge-hat-offenes-ohr-fuer-sorgen-der-menschen-gerade-jetzt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_csm_TelefonSeelsorge_Telefon_dh_fec4f1a44a_bd7c6e6b4c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Telefonseelsorgestellen sind derzeit sehr gefragt: Die Zahl der Anfragen dort ist bundesweit um 50 Prozent gestiegen. Trier – Die Corona-Pandemie wirkt sich gravierend auf den Alltag in Deutschland aus. Die Kinderbetreuung muss organisiert werden, viele Branchen sind von Kurzarbeit betroffen, manchen Arbeitnehmern droht sogar die Kündigung. Hinzu kommt, dass (direkte) soziale Kontakte reduziert werden müssen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Für viele Menschen bedeuten diese Umstellungen zusätzliche Sorgen. Dies schlägt sich in den Statistiken der Telefonseelsorge nieder.

„Bundesweit gehen wir davon aus, dass aktuell 50 Prozent mehr Anfragen als im Vergleichsmonat Januar eingehen“ berichtet Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der Telefonseelsorge in Trier. Corona spiele zunehmend eine Rolle bei den Anrufen. Auch gibt er zu bedenken, dass bei den aktuell notwendigen Schutzmaßnahmen die psychische Belastung noch nicht genügend berücksichtigt werde. Denn „wir wissen“, so Steinmetz, „dass fehlender sozialer Austausch sich bei fast allen Menschen negativ auf das psychische Wohlbefinden und die seelische Gesundheit auswirkt.“ Ein Telefongespräch mit der Telefonseelsorge könne Entlastung bieten. Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, beraten die Haupt- und Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge Menschen, die sich in Lebenskrisen mit ihren Sorgen und Nöten an sie wenden. Die Telefonseelsorge Trier gehört zu den 47 Stellen im Bundesgebiet, die auf einer gesicherten Plattform auch die Beratung via E-Mail anbieten.

Umfangreiche Tipps, wie man in häuslicher Quarantäne zurechtkommt, gibt es auf der Homepage des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de, Tel.: 0228-99550-0, E-Mail: poststelle(at)bbk.bund.de.

Alle Angebote der Telefonseelsorge unter dem Motto „Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr.“ gibt es hier: www.telefonseelsorge.de/. Die Nummer der Telefonseelsorge ist bundesweit: 0800-111 0 111, 0800-111 0 222 oder 116 123. Der Anruf ist kostenfrei.

(ih)

 

 

 

 

 

 

 

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news-103264 Fri, 20 Mar 2020 15:14:50 +0100 „Lasst uns nicht in Panik und Egoismus verfallen!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lasst-uns-nicht-in-panik-und-egoismus-verfallen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_San-20Ignacio10_f49a6deac9.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bolivien, das Partnerland des Bistums Trier, reagiert mit einem Maßnahmenpaket auf die Corona-Krise. Trier/La Paz/Santa Cruz – Die Verbreitung des Corona-Virus zeigt gravierende Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Bolivien, Partnerland des Bistums Trier. In dem südamerikanischen Andenstaat gibt es bisher 12 bestätigte Fälle von Corona-Infektionen (Stand: 19. März). Die bolivianische Übergangsregierung hatte am Dienstag mit einem Maßnahmenpaket reagiert.

Bis Ende März gelte eine allgemeine Ausgangssperre für die Zeit zwischen 17 und 5 Uhr, die Arbeitszeit werde vorrübergehend auf fünf Stunden pro Tag verkürzt und gesellschaftliche Aktivitäten außerhalb der Hausgemeinschaft seien zurzeit verboten, meldete die argentinische Tageszeitung Clarín. Gestern ordnete die bolivianische Übergangsregierung an, die Landesgrenzen zu schließen und den internationalen Flugverkehr einzustellen, heißt es in einer Meldung der bolivianischen Tageszeitung El Deber.

Cecilia Dörfelt, Geschäftsführerin der Partnerschaftskommission in La Paz, hält die Maßnahmen für zu zögerlich: „Diese Maßnahmen hätten schon viel früher ergriffen werden müssen.“ Des Weiteren weist sie darauf hin, dass gerade jene besonders von der Situation betroffen seien, die im informellen Sektor arbeiten. „Ihre Einkünfte fallen plötzlich weg.“

In mehreren Bistümern Boliviens wurden die Sonntagsmessen zunächst ausgesetzt. Die Bischöfe riefen zum einzelnen Gebet und zu Zusammenhalt auf: „Jetzt ist der Moment zusammenzustehen und den Kampf gegen das Virus oben anzustellen. Dazu ist es nötig, die Maßnahmen der Regierung zu befolgen. Jetzt ist der Moment für verantwortliches, herzliches und vorsichtiges Handeln. Lasst uns nicht in Panik und Egoismus verfallen“, so Sergio Gualberti, Erzbischof von Santa Cruz, in seiner Predigt am vergangenen Sonntag.

Die Bolivienpartnerschaft im Bistum Trier wurde vor 60 Jahren ins Leben gerufen. Weitere Informationen gibt es auf www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de/

(ih)

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft
news-103262 Fri, 20 Mar 2020 09:23:12 +0100 Geschlossen, aber erreichbar https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/geschlossen-aber-erreichbar/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_bgv-Pforte_95685cef2f.jpg" width="150" height="73" alt="" />Die Verwaltungszentrale des Bistums stellt in den kommenden Tagen seine Arbeitsweise um. Alle Abteilungen, Arbeitsbereiche und Stabsstellen sind aber auch weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Trier – Das Bischöfliche Generalvikariat (BGV), die Verwaltung des Bistums Trier, stellt in den kommenden Tagen angesichts der Corona-Krise seine Arbeitsweise um. Soweit es möglich ist, werden die Mitarbeitenden von zuhause aus arbeiten. Dies sei Dank des großen Engagements innerhalb der Verwaltung möglich geworden, sagte Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg am 20. März in Trier. In Abteilungen, in denen die Präsenz zwingend notwendig sei, werde abwechselnd gearbeitet. „Diese Maßnahmen dienen dazu, unsere Mitarbeitenden zu schützen, und reduzieren die Anzahl der Menschen, die sich täglich auf den Weg zur Arbeit machen müssen. So tragen wir hoffentlich auch dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“ Die Vorgabe gilt auch für die angeschlossenen Dienststellen und Einrichtungen.

Alle Abteilungen, Arbeitsbereiche und Stabsstellen des BGV sind auch weiterhin telefonisch und per Mail erreichbar. Für den Publikumsverkehr wird das Bischöfliche Generalvikariat geschlossen.

Der Generalvikar weist darauf hin, dass viele Arbeiten und Dienstleistungen heute zwar dank moderner Kommunikationstechnik möglich seien; die Abläufe dazu seien aber nicht in allen Bereichen erprobt und eingeübt. „Ich bitte daher um Geduld und Nachsicht, wenn wir ein wenig Zeit brauchen, uns auf diese für uns neue Arbeitsweise einzustellen.“

Information rund um die Maßnahmen des Bistums Trier in der Corona-Krise sind unter www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/ zu finden.
(JR)

 

 

 

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news-103257 Tue, 17 Mar 2020 16:19:43 +0100 Erweiterte Maßnahmen gegen Ausbreitung des Corona-Virus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erweiterte-massnahmen-gegen-ausbreitung-des-corona-virus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_logo_gr_rgb_fe991e479e.jpg" width="150" height="121" alt="" />Das Bistum hat auf die Leitlinien der Bundesregierung reagiert und erweiterte Maßnahmen getroffen. Damit werden die Handhabungen konkretisiert, die bereits eingeleitet wurden. Bistumsweit/Trier – Das Bistum Trier hat am 17. März erweiterte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus getroffen. Die Dienstanweisung, die die territoriale und kategoriale Seelsorge im Bistum betrifft, gelte „ab sofort und ohne Ausnahme“, heißt es in dem Schreiben von Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg an alle Pfarreien, Dekanate und kirchlichen Einrichtungen im Bistum Trier. Damit konkretisieren die Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat die Handhabungen, die bereits am 13. März eingeleitet wurden. Das Bistum orientiert sich dabei an den Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Leben, die Bundesregierung und Länder am 16. März verfügt hatten.

Zunächst bis mindestens 30. April entfallen somit alle gottesdienstlichen Zusammenkünfte, sowohl in geschlossenen Räumen wie auch im Freien. Dies betrifft auch die kommenden Kar- und Ostertage sowie alle Kasualgottesdienste (Taufen, Trauungen, Sterbeämter). Beisetzungen auf dem Friedhof dürfen nur „im allerengsten Familienkreis stattfinden“. Firmungen und Erstkommunionen sind vorerst bis Ende Mai abgesagt. Pfarrbüchereien, Pfarrheime und weitere kirchliche Orte der Begegnung bleiben geschlossen – die Kirchen als Ort für das persönliche Gebet bleiben jedoch weiterhin geöffnet.

Die Priester seien angehalten, weiterhin die Heilige Messe für die Gläubigen zu feiern, so von Plettenberg, und weist noch einmal darauf hin, dass die physische Präsenz von Gläubigen bei diesen Gottesdiensten nicht gestattet ist. Zugleich lädt er die Gläubigen ein, Gottesdienste, die über Fernsehen und Internet übertragen werden, zuhause mitzufeiern und verweist ausdrücklich auf die Möglichkeit der Geistlichen Kommunion. Die Seelsorge soll weiterhin gewährleistet bleiben, indem Seelsorgerinnen und Seelsorger telefonisch und digital erreichbar sind.

Ständig aktualisierte Informationen zu den Maßnahmen des Bistums Trier zum Umgang mit dem Corona-Virus/COVID-19 gibt es auf www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/. Digitale Angebote zur Glaubensausübung gibt es auf www.bistum-trier.de/glaube-spiritualitaet/gottesdienst/medial-mitfeiern/.

(ih)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103254 Tue, 17 Mar 2020 12:15:30 +0100 Der Einsamkeit entgegenwirken – vorübergehend per Telefon https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-einsamkeit-entgegenwirken-voruebergehend-per-telefon/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_Luxem_Walter-und-Wieser_ih_0371a4b8b6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Mitarbeiterinnen des Lüxemer Senioren-Besuchsdienstes getroffen. Lüxem/Flußbach/Wittlich – Am vergangenen Mittwoch war die Lage im ältesten deutschen Bistum noch eine völlig andere. Doch innerhalb weniger Tage ist einiges geschehen, zum Teil haben sich die Ereignisse überschlagen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie, die nun auch in Deutschland angekommen ist. Ein Termin wie der des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann bei den Frauen des Lüxemer Seniorenbesuchsdienstes in der Caritas-Geschäftsstelle Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. in Wittlich am 11. März ist in den kommenden Wochen undenkbar. Denn inzwischen hat das Bistum Trier öffentliche Veranstaltungen und Treffen bis mindestens Ende März ausgesetzt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und insbesondere Menschen, die einer Risikogruppe angehören, zu schützen.

Zu genau einer solchen Risikogruppe gehören die Seniorinnen und Senioren, die die neun Frauen aus der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Wittlich-Lüxem und der Filiale St. Servatius Flußbach regelmäßig besuchen. Viele der engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, wie Katharina Wieser und Matthia Walter, sind seit der ersten Stunde mit dabei. Vor genau sieben Jahren fand das erste Treffen statt. Beide hatten zuvor den damals bereits etablierten Seniorentreff mitorganisiert. „Anfangs sind wir immer zu zweit losgegangen, haben uns bei den Leuten vorgestellt und Karten verteilt, mit denen wir unseren Service bekannt machen wollten.“ Die Idee: Zu den älteren Menschen gehen, die wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit nicht mehr am regulären Gemeindeleben teilhaben konnten. Ihnen zuhören, Neuigkeiten aus den Pfarrgemeinden austauschen, schlicht für sie da sein und der Einsamkeit entgegenwirken. Das sei sehr gut angekommen. „Die Senioren sagten zu uns, als wir uns verabschiedeten: ‚Wann kommt ihr denn wieder? Vergesst uns nicht!‘ Das war sehr berührend“, erzählt Katharina Wieser.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Diakonische Kirchenentwicklung
news-103252 Sun, 15 Mar 2020 12:46:35 +0100 Hochamt im Trierer Dom wegen Corona-Prävention live übertragen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hochamt-im-trierer-dom-wegen-corona-praevention-live-uebertragen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_Hochamt_Liveuebertragung_ih_f4a6b07d39.jpg" width="150" height="100" alt="Corona-Prävention: Die Kirchenbänke im Trierer Dom mussten am dritten Fastensonntag leer bleiben. Dafür gab es eine Liveübertragung in Fernsehen und Internet. Zu sehen sind Kantorin Christina Elting, Diakon Johannes Schaffrath, Dompropst Werner Rössel, Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg (v.l.n.r.)." />Der Gottesdienst am dritten Fastensonntag wurde aufgrund von Corona-Prävention live aus dem Dom übertragen. Bischof Ackermann ermutigte die Gläubigen, nach Quellen der Kraft zu forschen. Bistumsweit/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am Sonntag, 15. März, den für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sonntagsgottesdienst im Dom gefeiert. Um den Gläubigen die Mitfeier zu ermöglichen, wurde das Hochamt in Zusammenarbeit mit der Trierer Firma ProMusik und „OK54 Bürgerrundfunk" live übertragen (hier als Video). Das Bistum Trier hatte am 13. März darauf hingewiesen, dass alle öffentlichen Veranstaltungen – zunächst bis Ende März – zum Schutz vor einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus abgesagt würden.

Mit Bezug auf die Lesungen aus dem Buch Exodus und dem Evangelium nach Johannes am dritten Fastensonntag regte Ackermann in der Predigt die Gläubigen vor den Bildschirmen an, sich zu fragen, aus welchen Quellen sie täglich Kraft schöpften. „Was ist mir im Alltag Lebenselixier? Ist der Glaube für mich eine dieser Quellen?“ Momentan komme das öffentliche Leben merklich zum Erliegen, soziale Kontakte seien zum Teil stark eingeschränkt. Zugleich intensivierten sich Kontakte, die man zuvor für selbstverständlich gehalten habe. Er ermunterte die Gläubigen zu kritischer Selbstreflexion und auch, dankbar zu sein, dass man Kräfte in sich trage, die man gerade jetzt zum Wohle der Mitmenschen einbringen könne. „Ich lade Sie ein: Nehmen Sie wahr, was in Ihnen vorgeht – ganz ohne vorzuverurteilen. Weder die anderen noch sich selbst.“ Auch wies er auf die digitalen Angebote aus dem gesamten Bistum hin, die es ermöglichen, am spirituellen Leben teilzunehmen.

Auch an den kommenden Sonntagen Liveübertragung aus dem Dom

Bis zur Aufhebung der Schutzmaßnahmen, mindestens jedoch bis Ende März, werden die Sonntagsmessen live aus dem Dom übertragen werden. Der Stream ist über die Bistums-Homepage www.bistum-trier.de zu sehen. Außerdem ist OK54 Bürgerrundfunk in den Fernseh-Kabelnetzen im Bereich Eifel, Mosel, Saar und Ruwer frei zu empfangen; ebenso unter bestimmten Voraussetzungen über Magenta-TV, Satellit und das digitale Antennenfernsehen DVB-T2. Alle Details zum Empfang sind unter https://ok54.de/technik-produktion-empfang (unten auf der Seite) zu finden. Zudem werden auf der Seite https://www.bistum-trier.de/glaube-spiritualitaet/gottesdienst/medial-mitfeiern/ digitale Angebote aus dem gesamten Bistum zur Verfügung gestellt. Alle Informationen zu den Maßnahmen des Bistums Trier zum Umgang mit dem Corona-Virus/COVID-19 sind unter https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/ zusammengefasst.

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news-103242 Wed, 11 Mar 2020 15:12:00 +0100 Gott um etwas bitten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-um-etwas-bitten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_kath-Forum_Bottigheimer_ece734ea34.jpg" width="150" height="100" alt="" />Nur lange genug darum beten, dann geht die Bitte auch in Erfüllung - funktionieren so Bittgebete an Gott? Dieser Frage widmete sich das Katholische Forum in Koblenz. Koblenz – In Anbetracht der derzeitigen Lage in der Welt – ist es überhaupt sinnvoll, Gott um etwas zu bitten? Würde er eingreifen? Diesen Fragen hat sich der Fundamentaltheologe Prof. Dr. Christoph Böttigheimer von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gewidmet. Er war Gast des Katholischen Forums im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium.

„Das bittende Gebet ist etwas zutiefst Menschliches“, sagte Schulleiter Carl Josef Reitz in seiner Begrüßung. So bitten Menschen beispielsweise darum, dass ihre Angehörigen wieder gesund werden. „Interveniert Gott, wenn wir nur genug darum beten? Ist das nicht naiv gedacht?“, fragte er in die Runde.

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news-103226 Wed, 11 Mar 2020 13:44:00 +0100 „Bistumsschulen sind schon etwas anderes“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistumsschulen-sind-schon-etwas-anderes/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/3/csm_Bongers_Koblenz_9275978874.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die St. Franziskus-Schule in Koblenz begrüßt nun offiziell ihren neuen Schulleiter Daniel Bongers. Koblenz – „Der Einzelne steht hier im Mittelpunkt“, unabhängig davon, ob er Lehrer, Schüler oder Angestellter ist – das ist dem neuen Leiter der Koblenzer St. Franziskus-Schule direkt aufgefallen. Daniel Bongers wird am 13. März offiziell in sein neues Amt an der Realschule Plus und Fachoberschule in Trägerschaft des Bistums Trier eingeführt.

Die Stadt an Rhein und Mosel kennt er bereits aus seiner eigenen Schulzeit: Am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium hat er sein Abitur abgelegt. Daher sind ihm die Abläufe an einer kirchlichen Schule durchaus vertraut, doch nach 14 Jahren als Leiter einer staatlichen Realschule Plus mit Fachoberschule in Hachenburg war es trotzdem eine Umstellung. „Bistumsschulen sind schon etwas anderes“, gibt er schmunzelnd zu. Ein Unterschied sei, dass Dienstgespräche mit einem geistlichen Impuls starten. „So bekommt die Sitzung einen ganz anderen Charakter“, merkt Bongers positiv an. Insbesondere die gerade beendete Anmeldephase sei ein Erlebnis gewesen. „In die Aufnahmegespräche wird viel Energie gesteckt“. Rein vom Unterricht sei die bischöfliche Schule wie eine staatliche, „aber der Geist, die Identifikation ist ganz anders“, betont er. Zudem spürte er von Anfang an einen offenen, netten und freundlichen Umgang innerhalb des Kollegiums. „Und die Schülerinnen und Schüler sind sehr höflich und freundlich“. Bongers unterrichtet neben seinen administrativen Aufgaben noch Mathe und Physik. „Man findet mehr Menschen, die mit Herz an der Schule hängen“, berichtet er von einem weiteren Merkmal seiner neuen Schule.

Privat hängt sein Herz an Fußball. Im Besonderen verfolgt er die Spiele von Schalke 04. Der Vater dreier Söhne engagiert darüber hinaus sich als Trainer einer Jugendmannschaft, spielt Tennis und ist mit dem Rad unterwegs. Er lebt in Dierdorf, dort ist seine Frau ebenfalls Lehrerin.

Auf die Frage hin, was er verändern möchte, antwortet der erfahrene Schulleiter: „Ich denke, es ist grundsätzlich gut, sich erst einmal alles anzuschauen.“ Ansatzpunkte bietet sicherlich die Umfrage „Wofür steht die St. Franziskus-Schule?“ unter den Eltern und dem Kollegium. Die Ergebnisse spiegeln auch seine Eindrücke wider: „An manchen Punkten können wir nachjustieren“. Ihm ist es wichtig, das „Wohlfühlen“ an der Schule zu erhalten oder sogar auszubauen beispielsweise durch Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag. Seinen Wechsel hat er noch nicht bereut, lautet sein Fazit nach den ersten acht Monaten.

Sein Vorgänger, Dirk Johann, wechselte 2019 nach elf Jahren in die Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats in Trier.

(jf)

 

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news-103240 Tue, 10 Mar 2020 14:35:00 +0100 Provisorium hat ein Ende https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/provisorium-hat-ein-ende/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_Tabernakel_Sponheim_WB_69ce328e16.jpg" width="150" height="113" alt="" />Seit 16 Jahren ist Jörg Michael Peters schon Weihbischof im Visitationsbezirk Koblenz, aber in Sponheim feierte er jetzt trotzdem eine Premiere. Sponheim – Viele Jahre haben sie darauf hingearbeitet – nun hat die Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land einen neuen Tabernakel. Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters hat das Sakramentshaus in der Klosterkirche St. Martin nun gesegnet.

In den 60ziger Jahren wurde der Tabernakel zugunsten eines Volksaltars zurückgebaut. Während der Innenrenovierung in der vergangenen Zeit stand ein Provisorium in der Seitenapsis. Diese Situation ist nun beendet: Der neue Tabernakel befindet sich in der Apsis, links neben dem Altar. Hier war auch sein ursprünglicher Platz in der ehemaligen Benediktiner-Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert. „Uns ist es wichtig, dass er wieder an diese historische Stelle gekommen ist“, erklärte die Künstlerin Stefanie Weskott. Sie gestaltete zusammen mit Werner Huppertz-Weskott aus dem nordrhein-westfälischen Herzogenrath nicht nur den Tabernakel. Das Duo ist auch schon für das Hängekreuz über dem Altar verantwortlich.

Der neue Reliquienschrein besteht aus Stahl und Alabaster. „Der Stahl steht für das Alltäglich und ist ein Symbol für Beständigkeit“, erklärte Pfarrer Carsten Peil. Der weiße mineralische Stein veredele das dunkle Metall „und drückt eine gewisse Wertigkeit aus“. Die Ausführung sei durchaus modern, gab die Künstlerin zu. „Aber jede Zeit hat seine Gestaltung, das dürfen wir nach außen zeigen“. Weihbischof Peters äußerte sich positiv zur Gestaltung. „Der Alabaster lässt Licht hindurch. So wie wir ebenfalls transparent für Gottes Licht sind.“

Peters erklärte, dass das lateinische Wort „Tabernakel“ übersetzt „Zelt“ bedeutet: „Gott will sein Zelt unter uns aufschlagen“, erklärte der Weihbischof hoffnungsvoll; auch in Angesicht vieler derzeitiger Katastrophen. „Wir leben in einem Inferno, wie ich es noch nicht erlebt habe“, lauteten seine persönlichen Worte während der Predigt. „Wo ist Gott in diesem Augenblick? Überlässt Gott die Erde und seine Schöpfung dem Spiel der Kräfte? Hat er kein Mitgefühl oder ist das eine Strafe für unsere Sünden?“ Durch die zahlreichen Meldungen zum Corona-Virus würden viele andere Nachrichten verdrängt. So würde das Leid der vielen geflüchteten Menschen aus dem Blick fallen. „Sind wir zu kurzsichtig?“, fragte Peters die Gottesdienstgemeinschaft.

Er gab zu bedenken, dass „eine Bleibe zu haben wichtig für uns ist. Denn damit verbinden wir ein Gefühl der Geborgenheit“. Und hier schloss er den Kreis zur Segnung des neuen Tabernakels: „Gott ist bei uns in der Welt. Der Gott, dem wir unser Leben verdanken, würde uns nie vergessen“.

Die Kosten für den Schrein betrugen 19.000 Euro. Allein die katholische Frauengemeinschaft Sponheim spendete 10.000 Euro, die sie bei unterschiedlichen Aktionen sammeln konnte. Hinzu kamen ein Zuschuss vom Bistum Trier in Höhe von 2.600 Euro und zahlreiche Einzelspenden. Weihbischof Peters dankte allen Beteiligten ausdrücklich für ihr Engagement. „Die Investitionen zeigen, dass die Kirche nicht vor dem Aussterben steht. Wir sprechen dem Raum eine Zukunft zu“, sagte Pfarrer Peil abschließend.

(jf)

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news-103236 Sun, 08 Mar 2020 07:11:00 +0100 Barrierefrei zu Unterstützungsangeboten im Alter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/barrierefrei-zu-unterstuetzungsangeboten-im-alter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/0/csm_Garbes_b3fb70a64c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Vereinigte Hospitien weihen neue Räume der Gerontologischen Beratungsstelle ein. Trier – Die Vereinigten Hospitien Trier haben am 5. März die neuen barrierefreien Räumlichkeiten der Gerontologischen Beratungsstelle eingeweiht und das Leistungsspektrum ihrer Beratung vorgestellt. Durch ihren Umzug ist die Altenhilfeeinrichtung der Vereinigten Hospitien leichter erreichbar für Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende, aber auch für Bürgerinnen und Bürger, die mit Fragen zum Altern psychologischen Rat suchen.

Nachdem Stiftungsdirektorin Dr. Yvonne Russell die Gäste begrüßt hatte, sprach die Trierer Bürgermeisterin Elvira Garbes, die auch Vorsitzende des Verwaltungsrates der Vereinigten Hospitien ist, über kritische Lebensereignisse, die im Prozess des Alterns auftreten können. Sie dankte, „dass die Bewohner, die Pflegekräfte und die Angehörigen bei all diesen herausfordernden Erlebnissen nicht alleine gelassen werden“. Dass die Nachfrage nach Unterstützungsangeboten für ältere Menschen und deren Angehörige aufgrund des demografischen Wandels zunehme, betonte die Leiterin der Gerontologischen Beratungsstelle, Psychologin Eva Christin Hähn. Die Beratungsstelle leiste einen wichtigen Beitrag zum psychischen Wohlbefinden der Menschen, die mit den Herausforderungen des Alterns konfrontiert seien. So etwa, wenn Frauen und Männer sich nach einer geeigneten Wohnform im Alter erkundigen wollen und Unterstützung während der Einzugsphase benötigen. Zudem ergänzen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle die therapeutische Betreuung der Patienten der Geriatrischen Rehabilitationsklinik St. Irminen. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur kognitiven Aktivierung, das Vermitteln von Entspannungstechniken oder eine Gesprächsgruppe. Außerdem können Mitarbeitende der Pflege und Betreuung der Vereinigten Hospitien sowie Ehrenamtliche Beratung, Supervision und Fortbildungsangebote durch die Beratungsstelle wahrnehmen. Darüber hinaus ist die Gerontologische Beratungsstelle Kooperationspartner des Netzwerks Demenz Trier/Saarburg.

Gespräche in der Beratungsstelle sind kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht. Ratsuchende können sich Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 17 Uhr und Freitag von 8.30 bis 16 Uhr unter Tel.: 0651-945-1446 oder -1447 mit der Beratungsstelle in Verbindung setzen oder auch persönlich vorbei kommen.

(red)

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-103237 Sat, 07 Mar 2020 07:00:00 +0100 „Ein absoluter Mehrwert für das Team!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-absoluter-mehrwert-fuer-das-team/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Reusch_raffael-im-Gesprach_ih-2_27edefe127.jpg" width="150" height="100" alt="" />Psychologe Uwe Reusch fördert Jugendliche im Bürgerservice Trier. Wenn ihm ein Problem zugetragen wird, ist er sofort zur Stelle. Trier – Seit rund einem halben Jahr ist der Diplom-Psychologe Uwe Reusch Mitglied im Team des Bürgerservice Trier. Dort steht er rund 25 Jugendlichen, die eine Berufsausbildung absolvieren oder sich noch darauf vorbereiten, mit Rat und Tat zur Seite. Möglich macht das die Initiative TAFF – Talente flexibel fördern – der Aktion Arbeit im Bistum Trier.

Bei seiner Tätigkeit wird Reusch mit einer Vielzahl von Problemstellungen und psychischen Krankheitsbildern konfrontiert, erzählt er. Wenn ihm ein Problem zugetragen wird, ist er sofort zu Stelle. „Entweder kommen die Jugendlichen von sich aus zu mir oder ich werde von meinen Kollegen, den Anleitern in den Werkstätten, darauf aufmerksam gemacht, dass etwas nicht richtig rund läuft. Viele der Jugendlichen hier sind traumatisiert von Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit. Das hinterlässt Spuren.“ Christian Glessner, Werkstattleiter der Qualifizierungswerkstätten im BÜS, berichtet: „Die psychischen Probleme, die unsere Teilnehmer mitbringen, werden von Jahr zu Jahr größer. Das können wir als Anleiter inzwischen nicht mehr allein auffangen. Wir sind ja in erster Linie für die fachliche Ausbildung zuständig.“

Gewalterfahrungen in der Kindheit machen normalen Alltag unmöglich

In einzelnen Gruppen ist es üblich, dass bis zu Dreiviertel der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits Psychiatrieerfahrung haben. „Sie sind zum Teil massiv traumatisiert, wollen aber eine Ausbildung absolvieren oder sollen innerhalb eines Jahres darauf vorbereitet werden. Das klappt nicht ohne Hilfe. Und das kommt nicht daher, dass sie etwa faul wären oder keinen Bock haben, sondern weil sie durch die vorhandenen Traumata und Depressionen keine Energie für den Alltag aufbringen können. Es fehlt ihnen einfach die Kraft“, stellt Uwe Reusch klar. Oft sei bereits im Elternhaus oder in der Schule einiges schief gelaufen. Die Auslöser der Traumata können unterschiedlichster Natur sein, zum Beispiel der Tod eines Elternteils oder häusliche Gewalt. „Viele der betroffenen Jugendlichen haben Eltern, die selbst Gewalt in der Kindheit erlebt haben.“ Diese Erfahrung werde oft von Generation zu Generation weitergeben.

Diese Einschätzung teilt auch Simone Ebner, Psychologin beim Caritasverband Trier und Mitarbeiterin im Psychosozialen Zentrum: „Die Erfahrung häuslicher Gewalt am eigenen Leib ist sehr häufig ein auslösender Faktor für eine Wiederholung der erlebten Gewalt in der Folgegeneration. Die Weitergabe der Traumata erfolgt hierbei unbewusst und oftmals über mehrere Generationen hinweg. Ressourcenorientierte therapeutische und psychosoziale Konzepte und das Erarbeiten eines traumasensiblen Verständnisses für die eigene Biografie können ein ermächtigendes Instrument zur Durchbrechung generationenübergreifender Gewaltspiralen sein.“

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit Caritas / Soziales
news-103235 Fri, 06 Mar 2020 09:16:13 +0100 Aus fünf Ländern zum Freiwilligendienst nach Deutschland https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aus-fuenf-laendern-zum-freiwilligendienst-nach-deutschland/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_IMG-20200227-WA0007_eb8102ece1.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ruanda, Bolivien, Burkina Faso, Rumänien und die Ukraine: Aus diesen Ländern kommen die neuen SoFiA-Freiwilligen. Trier – Für 12 junge Leute aus fünf verschiedenen Ländern beginnt ein spannendes Jahr: Sie absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr in Einrichtungen des Bistums Trier. Begleitet werden sie dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) im Bistum Trier. Die jungen Männer und Frauen aus Ruanda, der Ukraine, Bolivien, Burkina Faso und Rumänien werden unter anderem in einem Seniorenzentrum, Werkstätten für behinderte Menschen, in jugendpastoralen Einrichtungen oder in einer integrativen Kindertagesstätte arbeiten. Am 29. Februar sind die Freiwilligen mit einem Gottesdienst in der Domkrypta und anschließender Feier ausgesandt worden.

Die Freiwilligen sind (vlnr.):

(Vorne): Julie Cifuentes (Referentin Reverse-Dienste von SoFiA e.V.), Nina Paré aus Burkina Faso, die in der Integrativen Kita St. Josef in Stadtkyll eingesetzt ist; Csilla Szász aus Rumänien, die bei der Lebenshilfe-Trier e.V. ihr Jahr verbringt; Mayra Quispe aus Bolivien wird im Mergener Hof Trier arbeiten; Emmy Lima-Lobo aus Bolivien macht ihren Dienst beim Café Exodus in Saarbrücken; Susana Medina aus Bolivien, wird in der Lebenshilfe-Werke Hofgut Serrig eingesetzt.

(Mitte): Tomasz Welke (Weltkirchliche Bildung, Entwicklung und Pastoral International missio-Diözesanreferent); Olha Rudenko aus der Ukraine, ehrenamtliche Mitarbeiterin von SoFiA e.V.; Francine Mugwaneza aus Ruanda macht ihren Dienst im Haus Wasserburg in Vallendar; Carla Menacho aus Bolivien ist in der Altenpflege in der Villa Ausonius in Oberfell eingesetzt; Gabriela Arciénega, ebenfalls aus Bolivien, wird in der Caritas Werkstatt St. Johannes in Mayen arbeiten.

(Hinten): George Rukundo aus Ruanda wird in der Fahrradwerkstatt von der Caritas in Koblenz arbeiten; Ludwig Kuhn (Leiter Diözesanstelle Weltkirche), Maksym Andrusiak, beide aus der Ukraine werden in der integrativen Wohngemeinschaft SMiLE und in der Werkstatt der Lebenshilfe-Werke Trier tätig sein; Pablo Rocha aus Bolivien macht seinen Dienst in der HOT Koblenz; Katharina Nilles (Referentin Bolivienpartnerschaft)

Weitere Informationen zu den Sozialen Friedensdiensten im Ausland gibt es unter: www.sofia-trier.de.
(ih)

 

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news-103234 Thu, 05 Mar 2020 15:14:33 +0100 „Den ganzen Menschen bilden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-ganzen-menschen-bilden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_Bischof_besucht_AMG_1858aa4922.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bischof besucht AMG" />Die Bistums-Schulen geben mit ihrem Zweijahresbericht Einblick in ihre Arbeit. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „Den ganzen Menschen bilden“ - Das ist Anspruch und Leitbild der Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier. Mit ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht über die beiden vergangenen Schuljahre geben sie Einblicke in ihre Arbeit.

Zahlen und Fakten

58,4 Millionen Euro fielen für den Betrieb der 20 Bistumsschulen im Schuljahr 2018/2019 Euro an, von denen das Bistum 14,5 Millionen Euro bezuschusste. Bei den Bistumsschulen in den rheinland-pfälzischen und saarländischen Teilen des Bistums handelt es sich um Grundschulen, Gymnasien, Berufsbildende Schulen, Kooperative Gesamtschulen, Förderschulen, Realschulen, Realschulen plus und Gemeinschaftsschulen. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. 9.600 Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfessionen besuchen die verschiedenen Schultypen, drei Viertel von ihnen sind katholisch. Laut Jahresbericht belegten die gleichbleibend hohen Anmeldezahlen die Attraktivität der Schulen: Von rund 2.700 Anmeldungen konnten 2018 rund 1.600 aufgenommen werden, dabei sind rund 60 Prozent weiblich, rund 40 Prozent männlich.

Engagement

Die Schulen pflegen weltweit Kontakte durch Schüleraustausche mit Partnerschulen in Frankreich, England, Spanien, Belgien, Polen, Rumänien und Israel. Zudem engagieren sich die Schulgemeinschaften sozial für vielfältige Projekte, unter anderem in Burundi mit dem Schulbauprojekt „Bildung for Future“. Zudem nehmen die Schülerinnen und Schüler regelmäßig an Wettbewerben in Bereichen wie Mathematik, Naturwissenschaften, Literatur, Sport, Kunst und Gesellschaft teil. So belegte Marie Hendel von der Marienschule in Saarbrücken mit ihrer Violine den ersten Platz bei „Jugend musiziert“ und auch die Schülerzeitung der St. Matthias-Schule in Bitburg belegte den ersten Platz beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder mit ihrer Zeitung „der Mätthi“.

Qualitätsmanagement

Damit die Schulen ihren Anforderungen gerecht bleiben können, beteiligten sie sich am Projekt „Datenbasierte Qualitätsentwicklung an Katholischen Schulen“. Zudem gehört auf Grundlage des von Bischof Ackermann 2014 in Kraft gesetzten Rahmenleitbilds für die Bistumsschulen auch die Prävention sexualisierter Gewalt fest zum Qualitätsmanagement. Das Schutzkonzept beinhaltet Maßnahmen zur Prävention wie etwa einen Verhaltenskodex, Selbstverpflichtungserklärungen, Präventionsschulungen für Lehrkräfte und Nicht-Pädagogische Mitarbeiter.

Welche wichtige Rolle die Schulen im Bistum einnehmen, unterstreicht auch Bischof Dr. Stephan Ackermann durch regelmäßige Besuche. „Wir haben verschiedene Knotenpunkte kirchlichen Lebens in den Pfarreien der Zukunft und die Schulen spielen dabei eine wichtige Rolle“. Sie seien „Orte von Kirche“, an denen es ein vielfältiges Engagement auch über den Unterricht hinaus gebe. Er stelle eine hohe Identifikation mit den Schulen fest. Ackermann kündigte an, die Standorte weiter zu entwickeln und zu profilieren. Da ihm die Meinung der Schülerinnen und Schüler wichtig sei, plane er eine Art Forum, bei dem Schülervertretungen der 20 Bistums-Schulen einmal jährlich mit ihm zusammen kommen und sich austauschen können.

(aw)

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news-103210 Thu, 05 Mar 2020 12:30:00 +0100 Wege zu Chancengleichheit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wege-zu-chancengleichheit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_Gruppenfoto_Caritas_Diakonie_2767634b04.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Caritasverband und das Diakonische Werk im Kreis Birkenfeld arbeitet eng zusammen. Ihr Ziel: Niemand darf abgehängt werden. Birkenfeld – Die Beratungsstellen von Diakonischem Werk (DW) und Caritasverband im Kreis Birkenfeld arbeiten seit jeher eng zusammen. Denn Arbeitslosigkeit, Schulden, Sucht, finanzielle Not oder sprachliche Barrieren betreffen viele Ratsuchende in der Region. Die Verbindung zwischen dem katholischen und dem evangelischen Träger ist eng, weil ihr Tun ausdrücklich auf einem christlichen Menschenbild beruht.

Einen Tag lang widmeten sich Beratende und Verwaltungskräfte der Frage „Wo und wie hängt die Gesellschaft Menschen ab?“ Beide Kirchen sehen eine Aufgabe darin, soziale Teilhabe zu ermöglichen. Durchgängig ließ sich die Wechselwirkung von (fehlender) sozialer Teilhabe und dem Selbstwertgefühl nachzeichnen. „Wir erleben, dass geringe finanzielle Mittel, geringes Bildungsniveau oder Arbeitslosigkeit gravierende Auswirkungen nicht zuletzt auf die psychische Gesundheit haben“, fasst DW-Geschäftsführerin Ilona Schlegel zusammen. „Und wer erst einmal an den Rand der Gesellschaft gerät, der hat es ungleich schwerer, sein Potential zu entfalten“, ergänzt Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel.

Der gemeinsame Besinnungstag sollte Wege zu gleichwertigen Lebensverhältnissen aufzeigen, damit möglichst niemand „abgehängt“ wird. „Dabei bedeutet ‚gleichwertig‘ keineswegs, dass überall identische Lebensverhältnisse herrschen müssen“, wie Ilona Schlegel betonte. „Sehr wohl braucht es aber faire Chancen und gerechte Zugangsmöglichkeiten.“

Gemeinsam Problemen begegnen

Um Ansätze für solche gleichwertigen Lebensverhältnisse zu finden, nahmen 23 Frauen und Männer aus Diakonie und Caritas eine ungewohnte Perspektive ein: Sie versuchten, die Not ihrer Klienten nachzuspüren – nicht als „Fachleute“ für soziale Belange, sondern mit dem Erfahrungswissen aus der täglichen Arbeit. Der Tag lieferte Denkanstöße und wichtige Fingerzeige, wo es an notwendigen Voraussetzungen noch fehlt, wie Victoria Müller-Ensel erläuterte: „Unser Anliegen war es, vor diesem Hintergrund dann grundsätzliche sozialpolitische Positionen zu formulieren.“

Bei aller Unterschiedlichkeit der individuellen Notlagen von Klienten zeigen sich wiederkehrende Einflussfaktoren. Ein grundlegender Aspekt für Zuwanderer und Einheimische gleichermaßen ist die Frage der Mobilität.

Caritas und Diakonie plädieren dafür, die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Institutionen und freien Trägern weiter auszubauen. „Auch dies hat unser Klausurtag deutlich gemacht: Nur, indem wir alle unsere jeweiligen Kompetenzen und Ressourcen in die Waagschale werfen, lässt sich den komplexen Problemstellungen in unserer meist ländlich geprägten Region wirksam begegnen“, so die beiden Verbandsleiterinnen abschließend.

Weitere Infos zum Thema gibt es bei Ilona Schlegel (Diakonisches Werk; Ilona.Schlegel(at)obere-nahe.de) oder Victoria Müller-Ensel (Caritasverband; V.Mueller-Ensel(at)caritas-rhn.de).

(red)

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Familienbildung Information Ökumene Personal Politik / Gesellschaft
news-103233 Thu, 05 Mar 2020 09:11:56 +0100 Gemeinsame Abteilungsleitung bei Beratung und Prävention https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsame-abteilungsleitung-bei-beratung-und-praevention/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/4/csm_schabo_zimmer_dieterich_027c3e83be.jpg" width="150" height="100" alt="" />Angela Dieterich wird künftig gemeinsam mit dem bisherigen Leiter, Dr. Andreas Zimmer, im Team zusammenarbeiten. Trier – Die Diplom-Psychologin Angela Dieterich wird neue Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier und übernimmt zugleich Führungsverantwortung in der Abteilung 1.7 Beratung und Prävention. Damit wird sie künftig im Team gemeinsam mit dem bisherigen Abteilungsleiter, Dr. Andreas Zimmer, als weitere Abteilungsleiterin arbeiten. Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat, sagte bei der Einführung Dieterichs, dass sie sich freue und dankbar dafür sei, dass Dieterich mit ihrer „großen Fachkompetenz und ihrem bemerkenswerten Erfahrungsschatz in der Beratungs- und Präventionsarbeit diese Aufgabe übernehme“. Sie sei der Überzeugung, dass die einzelnen Bereiche der Abteilung von den unterschiedlichen Berufen der Leitungskräfte (Andreas Zimmer ist Diplom-Theologe und –Pädagoge) und der gemeinsamen Führung durch eine Frau und einen Mann profitieren würden, so Schabo, die das Modell der gemeinsamen Führungsverantwortung als Ergänzung zu bisher praktizierten Leitungsmodellen von Abteilungen im Generalvikariat hervorhob. Das Modell gemeinsamer Leitung befürworte der Generalvikar, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg ausdrücklich.

Dieterich nehme ihre Aufgabe im Arbeitsbereich Prävention zusammen mit dem Team der Fachstelle, der Fachgruppe Prävention und mit den vielen Verantwortlichen für Prävention in den katholischen Einrichtungen, Gruppierungen, Verbänden und Diensten, Dekanaten und Pfarreien wahr. „Ich wünsche allen Beteiligten ein wirksames und erfolgreiches Miteinander, das unserem gemeinsamen Ziel dient, Kinder und Jugendliche vor jeglichen Übergriffen zu schützen“, unterstrich Schabo. 

Seit 1990 arbeitete Angela Dieterich in der Lebensberatungsstelle Bitburg, von 2010 bis 2019 als Stellenleiterin. Die 54-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bereits von 2005 bis 2010 arbeitete sie in der gleichen Abteilung im Bischöflichen Generalvikariat als Fachreferentin und war ab 2010 Mitglied der Fachgruppe Prävention, die unter anderem für die Etablierung der Hotline für von Missbrauch Betroffene verantwortlich zeichnete. Sie möchte sich dafür einsetzen, dass das Thema Prävention sich weiterentwickelt und Schutzbefohlene „sichere Räume haben. Das Thema wird uns zukünftig auch verstärkt in den Pfarreien beschäftigen.“ Sie sei zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit Zimmer fruchtbar sein werde, schließlich arbeiteten sie auf anderer Ebene bereits seit zwanzig Jahren erfolgreich zusammen. Auch Zimmer, der weiterhin für den Arbeitsbereich 1.7.1 „Beratungsstellen und Telefonseelsorge“ zuständig bleibt, schloss sich dem an: „Wir haben damit auch die Erreichbarkeit der Leitung durch das neue Modell erhöht. Ich empfinde das als sehr bereichernd und freue mich darauf, dass es konstruktiv weitergeht.“

(sb)

 

 

 

 

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news-103207 Wed, 04 Mar 2020 16:03:00 +0100 Kein Gegeneinander von Altem und Neuem https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kein-gegeneinander-von-altem-und-neuem/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_GOTTesdienst-anders-logo_593df5ac1a.png" width="150" height="91" alt="" title="GOTTesdienst anders logo" />Bereits seit 2011 gibt es eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die in Bad Breisig andere Gottesdienste gestalten. Bad Breisig – Bequeme Liegestühle, ein kleines Schwimmbecken und Fruchtcocktails im Pfarrgarten von Maria Himmelfahrt in Bad Breisig – auch so kann ein Gottesdienst aussehen und zwar unter der Überschrift „GOTTesdienst anders“.

„Unsere Idee ist es, religiöse Fragen in den Alltag zu holen“, verrät Carmen Scheuren vom Organisationsteam. Und der Gottesdienst soll sich in den Alltag der Leute integrieren. „Man sollte es nicht als Verpflichtung oder als Berieselung sehen – das ist ein Balanceakt“, weiß Alexandra Heer.

Die Gruppe besteht ausschließlich aus Ehrenamtlichen. Das sei auch der größte Unterschied zu anderen Gottesdiensten, meint Alexandra Heer. Von hauptamtlicher Seite gibt es Unterstützung, „die wir auch manchmal annehmen oder wir nehmen sie mit ins Boot“, sagt sie. Etwa zehn Personen im Alter von 20 bis 50 Jahren mit Lebenserfahrung, einer Wortgottesdienstleiterin, Lektoren oder Quereinsteigerinnen kommen hier zusammen. „Wir sind offen für Jeden, der mitmachen möchte“, ermuntert Alexandra Heer. Carmen Scheuren ist Kirchenmusikerin und auch Alexandra Heer ist durch die Musik auf den „GOTTesdienst anders“ aufmerksam geworden. Aus dem Engagement ist sogar ein Bandprojekt entstanden: „Seelengrund“.

In der Regel findet der Gottesdienst alle zwei Monate freitags statt. Die nächsten beiden Termine von „GOTTesdienst anders“ orientieren sich allerdings am Kirchenjahr. „Das was gut ist und Unterstützung braucht, begleiten wir gerne“, sagt Alexandra Heer und bezieht sich dabei auf den nächsten Termin im März während des „Ewigen Gebets“ und den ökumenischen Kreuzweg. „Es ist kein Gegeneinander von Altem und Neuem. Man kann sich auch gegenseitig bereichern“, verdeutlicht Carmen Scheuren, „Wir sind keine Konkurrenz.“

Für manche Themen oder Umsetzungen bekommen sie mitunter auch negative Rückmeldung über das Internet. „Wir wollen schon etwas provozieren. Aber entweder machen wir das mit der Location wie dem Pfarrgarten oder mit dem Thema – nie beides“, erklärt Carmen Scheuren, die seit Anfang an (2011) mit dabei ist.

Oft können die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher neben Impulsen auch haptisch etwas mitnehmen wie eine Rose oder ein kleines Jesuskind. Eine Weinprobe gab es auch schon einmal. Doch was immer gleich bleibt: Am Ende wird das Vaterunser gebetet und es gibt einen geistlichen Text. „Bei uns liegt der Fokus auf  Inhalt und Thema“, fügt Alexandra Heer hinzu, trotz der mitunter wechselnden Orte in und um die Pfarrkirche, wo die Gruppe beheimatet ist.

Die diesjährigen Themen stehen noch nicht alle fest, aber Hiob soll dabei sein. „Der beschäftigt uns schon seit längerem“, gibt Alexandra Heer zu.

Der nächste „GOTTesdienst anders“ findet in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (Koblenzer Straße/Bachstraße) am Samstag, 7. März, um 19 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es bei Facebook @andersGottesdienstBadBreisig oder per E-Mail an alexandra.heer(at)gmx.net .

(jf)

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Koblenz bistum-trier Ehrenamt Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Synode: Umsetzung Vermischtes
news-103224 Sat, 29 Feb 2020 16:48:00 +0100 Gemeinschaft, die den Menschen dient https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinschaft-die-den-menschen-dient/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_CF004080_21x30_quer_02_4fbc3dafeb.jpg" width="150" height="105" alt="" />In seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief stellt Bischof Dr. Stephan Ackermann das diakonische Engagement in den Fokus. Trier - Das diakonische Engagement, den Dienst am Menschen, stellt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in den Mittelpunkt seines Hirtenwortes zur Österlichen Bußzeit 2020. Er ruft dazu auf, in der diesjährigen Fastenzeit die Werke der Nächstenliebe neben dem Fasten und Beten besonders in den Blick zu nehmen. In der vierzigtägigen Vorbereitungszeit auf Ostern gehörten sie „unverzichtbar mit dazu:  Denn so wichtig und hilfreich Vorsätze zum Fasten sind, so sehr stehen sie für sich allein genommen in der Gefahr, dass die Person, die fastet, dabei doch um sich selbst kreist, weil sie die Konzentration vor allem auf sich selbst richtet.“ Das sei Fasten als Selbstoptimierung, das den eigentlichen Sinn ins Gegenteil verkehre: „Denn der freiwillige Verzicht soll dazu helfen, freier zu werden von sich selbst und sensibler für die Anderen, das heißt für Gott und die Menschen.“

Wenn die Bistumssynode von einer „diakonische Kirchenentwicklung“ spreche, gehe es darum, „bewusster und mehr als bisher den diakonischen Auftrag, den wir als Kirche haben, zu leben“, schreibt Ackermann in dem Wort, das in allen Gottesdiensten im Bistum Trier am 1. Fastensonntag (1. März) und den Vorabendgottesdiensten verlesen wird.  „Diakonische Kirchenentwicklung heißt also auch: Wir werden selbst mehr und wahrhaftiger Kirche Jesu Christi, wenn wir uns als eine Gemeinschaft verstehen, die den Menschen dient, anstatt ängstlich um uns selbst zu kreisen und nach Wegen zu suchen, wie wir uns selbst erhalten können.“

Der Bischof würdigt den vielfältigen diakonischen und sozialen Einsatz der ehren- wie hauptamtlich Engagierten im Bistum: „Wie viele Menschen engagieren sich ganz selbstverständlich für andere, ohne dass es ihnen besonders gedankt würde oder sie damit ein großes Vermögen verdienen könnten, etwa in der Pflege oder Betreuung von Menschen, die diese Unterstützung brauchen.“ Immer wieder beeindruckten ihn „die Hingabe und die Kreativität, mit der in unseren Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen Hilfe geleistet wird“. Gleichzeitig regt er an, das helfende Engagement nicht nur bestimmten spezialisierten Akteuren zu überlassen, und erinnert an das „schöne Gefühl, wenn jemand anderes sich ehrlich für mich interessiert“.

Die Synode verstehe das Diakonische nicht bloß als einen bestimmten Teilbereich der Kirche, sondern „als eine Grundhaltung, die alle Getauften in ihrem Handeln prägen soll“. Bischof Ackermann ermutigt dazu, als einzelne und als Gemeinden in der diesjährigen Fastenzeit die diakonische Sensibilität und das diakonisches Engagement zu stärken: etwa indem eine Gruppe der Gemeinde eine Einrichtung der Caritas oder der Zivilgemeinde besucht, in der Menschen sind, die besondere Schwierigkeiten zu bewältigen haben oder im „toten Winkel“ der Gesellschaft leben.

Ergänzend zum Hirtenbrief gibt es ein Faltblatt mit Impulsen, das in den Kirchen ausgelegt wird und unter www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/diakonische-kirchenentwicklung/ zu finden ist. Dort gibt es auch den Hirtenbrief des Bischofs im Wortlaut und als Video.

(JR)

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news-103225 Fri, 28 Feb 2020 13:50:47 +0100 Geht‘s auch ohne? https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gehts-auch-ohne/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_Autofasten_Koblenz_e2ffa091dc.jpg" width="150" height="112" alt="" />Den Alltag mit weniger Autofahren zu planen, fällt vielen Menschen schwer - vielleicht bietet die Aktion "Autofasten" einen Anstoß, über seine Mobilitätsgewohnheiten nachzudenken. Koblenz – Mehr frische Luft und Bewegung, keinen Stress im Stau oder bei der Parkplatzsuche – es gibt viele Vorteile die eigenen Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken. Dazu laden katholische Bistümer und die evangelische Landeskirche schon zum 23. Mal mit ihrer Aktion „Autofasten“ ein. Die Klimaschutzaktion der Kirchen findet in diesem Jahr vom 4. März bis zum 4. April statt.

„Vielleicht schaffen wir es, Menschen davon zu überzeugen, öfter ihr Auto stehen zu lassen“, sagt Ute Letter, Geschäftsführerin der Aktion Autofasten. „Die Aktion ist auch ein Zeichen dafür, dass wir viele sind“, erklärt sie im Hinblick auf die mehr als 70 Teilnehmenden aus dem Einzugsgebiet des VRM im Vorjahr.

„Die Aktion kann dazu motivieren, kurze Strecken zu Fuß zu bewältigen, Fahrgemeinschaften zu bilden und den öffentlichen Nahverkehr zu entdecken“, ergänzt Ute Letter und fügt hinzu: „Man kann erfahren, dass ein Leben mit weniger oder ganz ohne Auto möglich, ja sogar erstrebenswert ist, man viel CO2 einspart“. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, Rolf Stahl gibt zu: „Das Autofasten war für mich ein Impuls, notorischer Radfahrer zu werden“.

Die Verantwortlichen der Aktion sind der Meinung, dass der Verzicht auf das Auto nicht nur eine positive Auswirkung auf die Umwelt hat, sondern auch der Stressvermeidung dient. Zudem sei das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ insbesondere durch die Enzyklika „Laudato si'“ von Papst Franziskus in den Fokus gerückt. „Die Schöpfung ist ein Geschenk Gottes, mit dem wir verantwortungsvoll umgehen sollten“, betont Pastoralreferent Günter Leisch aus dem Dekanat Andernach-Bassenheim

Beim Verkehrsverbund Rhein Mosel (VRM) und dem Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) gibt es wieder das bekannte Fasten-Ticket. Dieses hat eine Gültigkeit von vier Wochen, ist übertragbar und kostet 62,50 Euro. Im Ticket enthalten ist auch das Angebot „Anruf-Linien-Fahrt“ (ALF). In diesem Jahr besteht auch wieder die Möglichkeit, sich als Gruppe zum Beispiel als Lehrerkollegium oder Pfarreienrat zu beteiligen.

Stephan Pauly, Geschäftsführer VRM, ist von dem Konzept überzeugt: „Für diesen unschlagbaren Preis können Sie mit dem Auto in der Region nicht unterwegs sein.“

Um den öffentlichen Nahverkehr besser kennenzulernen, bietet der VRM zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz eine Mobilitätsschulung am Mittwoch, 11. März, in der Geschäftsstelle (Schloßstraße 18-20) an. Informationen hierzu gibt es per E-Mail an ticket-schulung(at)vrminfo.de oder Tel.: 0261-3035527.

Das Umweltnetzwerk Kirche und der Themenschwerpunkt Schöpfung im Bistum Trier geben im Rahmen der Aktion „Autofasten“ ein kostenloses Spirtspar-Training am Samstag, 28. März, in Mertloch. Anmeldungen nimmt Rüdiger Kape unter Tel.: 0261-108420 entgegen.

Eine Übersicht zur Aktion „Autofasten“, gibt es auf www.autofasten.de. Dort ist die Anmeldung möglich. Die Tickets gibt es beim VRM auch online www.vrminfo.de/autofasten/.

(jf)

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