Bistum Trier - Redaktion Koblenz http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Koblenz Sat, 15 Dec 2018 00:12:49 +0100 Sat, 15 Dec 2018 00:12:49 +0100 Bistum Trier news-95922 Fri, 14 Dec 2018 12:31:03 +0100 Sprache als Schlüssel zur Welt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sprache-als-schluessel-zur-welt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_kita_fruhstuck_9829df93e6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Sprach-Kitas" ist Caritas-Fachberaterin Janine Louis in Kindertageseinrichtungen unterwegs. Trier – „Wer bist du-u?“ Janine Louis wird von einem Paar Kinderaugen neugierig fixiert. „Ich bin die Janine und heute hier zu Besuch“, antwortet die Fachberaterin des Caritasverbands im Bistum Trier. Als das geklärt ist, bekommt sie von der kleinen Amelia gleich zwei aneinander geklebte Toilettenpapierrollen gereicht: „Ok, kannst du mir bitte meine Rakete ausmalen?“ Es ist halb neun in der katholischen Kindertagesstätte Maria Königin im Trierer Stadtteil Pallien. Dass Louis hier ist, scheint für die Kinder nach anfänglicher Neugier und ein paar zu ihrer Zufriedenheit beantworteten Nachfragen nicht mehr sonderlich spektakulär. Dass sie aber hier ist, ist doch nicht ganz alltäglich.

Die Erziehungswissenschaftlerin ist Sprach-Fachberaterin beim Diözesancaritasverband. Ihre Stelle und eine weitere Teilzeitstelle hat die Caritas im Rahmen des vom Bundesfamilienministeriums geförderten Programms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ geschaffen. Rund jede zehnte Kita in Deutschland ist mittlerweile eine „Sprach-Kita“, damit profitieren rund eine halbe Million Kinder und ihre Familien von dem Bildungsprogramm. Seit 2017 wird es auch im Bistum Trier umgesetzt und richtet sich vor allem an Kitas, die von überdurchschnittlich vielen Kinder mit einem erhöhten Sprachförderbedarf besucht werden. Louis und ein Kollege beraten insgesamt 33 Kindertageseinrichtungen von Hermeskeil, Saarburg über Konz bis Jünkerath in Themenbereichen wie der besseren Integration von Sprache in den Kita-Alltag, der Inklusion und der Zusammenarbeit mit den Familien. Ziel dieser Prozessbegleitung sei die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Einrichtungskonzepte, so Louis. Vier Jahre lang bezuschusst der Bund in den Einrichtungen eine halbe Stelle „Sprach-Fachkraft“ sowie die Fachberater bei Trägern wie der Caritas. Louis schult die Sprach-Fachkräfte und Kita-Leitungen zu den Schwerpunktthemen, so dass sie diese Inhalte in ihre Teams tragen können.

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news-95804 Mon, 10 Dec 2018 11:30:19 +0100 Das Haus bereiten für die Gemeinschaft der Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-haus-bereiten-fuer-die-gemeinschaft-der-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/1/csm_IMG_0187_64d7ed827f.jpg" width="150" height="92" alt="" />51 Frauen und Männer haben erfolgreich die Küster-Ausbildung absolviert und ihre Prüfungsurkunden bekommen. Trier – 51 Frauen und Männer haben im Jahr 2018 die beiden Grundkurse für Küsterinnen und Küster absolviert. Im Anschluss an das Pontifikalamt zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens (8. Dezember) überreichten Pfarrer Carsten Rupp, im Bischöflichen Generalvikariat Trier für Liturgie zuständig, und Kursleiter Achim Müller (Sakristan in Trier St. Martin) die Prüfungsurkunden.

Pfarrer Rupp erinnerte in seiner Begrüßung an Psalm 69, der ihn im Priesterseminar beim Küsterdienst begleitet hatte: „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.“ Das könne gut als „Motto“ für den Küsterdienst gelten, sagte er. Denn auf der einen Seite „zehre“ der Dienst, etwa an der Zeit und manchmal auch an den Nerven. Aber letztlich sei es ein „Eifer, der zur Freude führt“ – an der Freude, das „Haus, nämlich den Kirchenraum zu bereiten“ und dadurch mitzubauen an der Gemeinschaft der Kirche. Küsterinnen und Küster seien ganz nah dran am Geschehen, schon allein deswegen, weil sie den Schlüssel zur Sakristei und damit zu den Kunst- und Gebrauchsgegenständen für die Feier der Gottesdienste hätten. Viele der Küsterinnen und Küster hätten während der Ausbildung davon gesprochen, dass die Kirche, in der sie Dienst tun, auch ihr Zuhause sei: „Wie schön ist das!“ würdigte Rupp dieses Engagement. Mit der Überreichung der Zertifikate für die bestandenen Kurse hätten die Frauen und Männer das Ziel erreicht, künftig „mit Sicherheit Ihre Kirche gestalten zu können für die Menschen, die sich dort versammeln“.

Die Frauen und Männer, die die beiden Kurse 2018 absolviert haben, kommen aus dem gesamten Bistum Trier und sind künftig dazu berechtigt, den Dienst des Sakristans oder Sakristanin (so die offizielle Bezeichnung) auszuüben. Zu den Inhalten der Ausbildung gehören die Einführung in den Gottesdienst, liturgische Grundbegriffe, Abfolge des Kirchenjahres, Handhabung des liturgischen Kalenders, Einführung in die liturgischen Bücher, Einführung in die Theologie der Eucharistie, Umgang und Pflege liturgischer Geräte und liturgischer Gewänder sowie Unterweisungen zu rechtlichen Fragen und den Besonderheiten im kirchlichen Dienst. Im Bistum Trier gibt es an nahezu allen Kirchen und Kapellen Küsterinnen und Küster, die diesen Dienst in der Regel ehren- oder nebenamtlich leisten.

Der nächste Küstergrundkurs findet im Januar 2019 in St. Thomas statt. Anmeldungen sind bis zum 20. Dezember möglich unter https://www.bistum-trier.de/kuester-kurse/; dort finden sich auch weitere Informationen.

(JR)

 

 

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news-95694 Thu, 06 Dec 2018 16:22:01 +0100 „Uns schickt der Himmel“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/uns-schickt-der-himmel-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_72-Stunden_5839a6500c.jpg" width="150" height="91" alt="" title="72 Stunden" />Drei Tage lang Gutes tun in sozialen, ökologischen oder interkulturellen Projekten - 72-Stunden-Aktion im Mai 2019 Trier/Saarbrücken – Drei Tage lang etwas Gutes tun und soziale, ökologische oder interkulturelle Projekte umsetzen, und das zeitgleich mit Tausenden jungen Menschen in ganz Deutschland: Das ist die 72-Stunden-Aktion, die von Donnerstag, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai 2019, stattfinden wird. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ organisiert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seine Diözesan- und Mitgliedsverbände die Aktion. Mitmachen können nicht nur Gruppen aus der katholischen Jugendarbeit, sondern auch Schulklassen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion 2013 waren über 170.000 Kinder und Jugendliche in fast 4.000 Aktionsgruppen im Einsatz. Der Fokus soll 2019 besonders auf sozialen Projekten liegen – also auf nachhaltig erlebbaren Aktionen, die im besten Falle auch danach noch gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort anstoßen können.

Bereits bei der Anmeldung geben die Gruppen an, mit welcher  Aktionsvariante sie sich beteiligen möchten. Möglich ist die „Get-it“-Variante, bei der sie am Starttag der Aktion ein Überraschungsprojekt zugeteilt bekommen. Die Gruppe kann sich aber auch selbst ein Projekt überlegen und somit die „Do-it“-Variante wählen. Ergänzend zur jeweiligen Option  gibt es das sogenannte „Connect-it“. Dabei wird die Aktion zusammen mit einer anderen Gruppe oder Organisation durchgeführt. Im Bistum Trier besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit einer bolivianischen Jugendgruppe zusammen zu tun. Während der parallel laufenden Sozialaktionen tauschen sich die Partnergruppen über Skype aus. Die Zusammenarbeit setzt ein Zeichen der Solidarität und stärkt die Bolivien-Partnerschaft des Bistums. Deshalb sollten die Projekte möglichst im Zusammenhang mit dem Partnerland stehen. Im Vorfeld der Aktion besuchen Koordinationskreise (KoK) die einzelnen Gruppen. Sie sind Ansprechpartnerinnen und -partner wie Helfer und Helferinnen und unterstützen die Planungen, zum Beispiel wenn es darum geht, sich für die Aktion vom Unterricht befreien zu lassen. 

Die Schirmherrschaften für die 72-Stunden-Aktion haben die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans übernommen. Als offizielle Medienpartner begleiten und informieren der SR im Saarland und der SWR3 im Gebiet Rheinland-Pfalz die Aktion über den gesamten Zeitraum. Bei den Sendern können auch Hilfegesuche für Materialspenden, Musikwünsche oder Erfolgsmeldungen abgegeben werden.  

Anmeldeschluss für die Aktion auf www.72stunden.de ist Ende Februar 2019. Wer teilnehmen will, sollte sich schon bald anmelden.

(dk)
 

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news-95663 Wed, 05 Dec 2018 16:22:00 +0100 Auf den Spuren der Jesuiten in Trier http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-jesuiten-in-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Ignatiushaus_7efe905496.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst am kommenden Freitag wird Bischof Dr. Stephan Ackermann die Jesuiten aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden. Trier – Noch erscheint ein rotes Fähnchen im südwestlichen Teil der Deutschlandkarte auf der offiziellen Internetpräsenz der Gesellschaft Jesu (jesuiten.org) unter dem Menüpunkt „Wo wir sind“. Doch das wird sich bald ändern: Ende des Jahres werden die Jesuiten Trier verlassen – und das nicht zum ersten Mal. Mit einem  Gottesdienst am 7. Dezember wird Bischof Dr. Stephan Ackermann den Orden aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden.

Die Geschichte der Jesuiten in Trier ist eine lange und ereignisreiche – und hat unzählige Spuren in der Stadt sowie im ganzen Bistum hinterlassen. Manchmal sind sie offensichtlich: etwa in den Namen der Jesuitenkirche oder der Jesuitenapotheke. Häufiger braucht es einen zweiten Blick, um die Überreste jesuitischen Einflusses im heutigen Trier zu entdecken.

Ihr Wirken vor Ort begann im Jahre 1560, als der Trierer Erzbischof die Jesuiten „zur Festigung der Religion“ nach Trier rief. Die folgenden Jahre bis zur Zeit der Aufklärung zeichneten sich durch vorwiegend stabile Beziehungen zwischen der Ordensgemeinschaft und den Trierer Kurfürsten aus. Überliefert ist für diese Zeitspanne lediglich ein einziger Zwist: Während des Dreißigjährigen Krieges, im März 1635, sind die spanischen Truppen im Begriff, in Trier einzumarschieren. Deshalb weist der damalige Erzbischof die Jesuiten an, ihre Bildungsanstalten zu schließen. Die Ordensleute jedoch weigern sich, dem Befehl Folge zu leisten. Als Orden „päpstlichen Rechts“ konnten sie sich das herausnehmen.

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news-95664 Wed, 05 Dec 2018 16:16:22 +0100 „Wer es will, kann es auch schaffen!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wer-es-will-kann-es-auch-schaffen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_Caritas_Betzdorf_ac131dab7d.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Caritas Betzdorf" />Die Caritas in Betzdorf hilft Menschen, die sonst keine Chance am Arbeitsmarkt hätten. Dabei wird sie von der "Aktion Arbeit" unterstützt. Betzdorf – Mit mehr als 110.000 Euro wird die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch im kommenden Jahr Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Auch der Caritasverband Rhein-Wied-Sieg zählt zu den Einrichtungen, die von dem Geld profitieren und dadurch Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise helfen können.

„Als Caritas sind wir nicht gezwungen, Angebote für Arbeitssuchende vorzuhalten. Aber wir haben uns auf die Fahne geschrieben, Menschen in Arbeit zu bringen“, erklärt Olaf Hoffmann, Assistent der Geschäftsführung des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg. „Wir sehen nämlich die Bedeutung von Arbeit für Frauen und Männer und möchten daher weiter daran festhalten“. Die Caritas in Betzdorf habe eine lange Tradition bei der Schaffung von verschiedenen Angeboten für Menschen, die sonst keine Chance haben, sagt Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. „Den Menschen wird hier geholfen und damit kommen wir dem Auftrag der Kirche nach“, begründet sie das Engagement. „Arbeit ist wertvoll und wichtig für Menschen“, betont Andrea Steyven. „Die Aktion Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil, ohne sie wäre eine durchgängige Finanzierung oftmals nicht immer möglich“, berichtet Hoffmann und bedankt sich für die bereits jahrelange Hilfe.

Das Perspektivenbüro und CARi-AP (Caritas inklusives Aktivierungsprojekt) sind zwei Maßnahmen, die unter anderem durch die Aktion Arbeit gefördert werden. Dadurch werden Geflüchtete, Arbeitssuchende und Jugendliche an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt.

Die Teilnehmenden von CARi-AP arbeiten vormittags in einer Werkstatt der Caritas. Am Nachmittag haben sie beispielsweise Bewerbertrainings, Gesundheitscoachings oder Deutschkurse. Seit drei Monaten ist Nitisihit Fesahye im Programm. Die 24-Jährige aus Eritrea hat einen großen Wunsch: Sie will Friseurin werden. Die Verantwortlichen von CARi-AP können sie dabei unterstützen. Rehana Mohameds Traum ist eine Ausbildung zur Krankenschwester. Sie hat bereits im Rahmen von CARi-AP ein Praktikum bei einem Pflegedienst in Betzdorf absolviert. „Mir fehlt aber leider der Schulabschluss“, erzählt die Eritreerin. Mizgin Akyol ist in Deutschland geboren. Er hat vor Jahren eine Ausbildung zum Verkäufer begonnen, doch durch eine schwere Erkrankung konnte er diese nicht beenden. Seit eineinhalb Jahren ist er bei CARi-AP. „Ich habe schon viele Maßnahmen hinter mir, aber hier ist es ganz anders. Die Unterstützung ist individueller“, berichtet der 26-Jährige. Im nächsten Jahr wird er Fahrer der Möbeltransporte für die Möbelbörse der Caritas. „Doch eine Ausbildung abzuschließen, das habe ich noch nicht aus dem Auge verloren“, sagt er.

Einer der es geschafft hat, ist Yosof Faead. Vor zweieinhalb Jahren ist er nach Deutschland geflüchtet. Er war Teilnehmer von CARi-AP. Heute arbeitet er bei einem Betrieb für Autoteile in Morsbach. Er lebt mit seinem Cousin in einer eigenen Wohnung, lernt weiterhin Deutsch und hat mit dem Führerschein angefangen. Der gelernte Informatiker möchte aber noch mehr: „Ich strebe eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration an“. Sein Beispiel macht den anderen Mut und er sagt: „Wer es will, kann es auch schaffen!“.

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier.

Weitere Informationen gibt es auf www.caritas-betzdorf.de oder unter Tel.: 02741-936904. (jf)

 

 

 

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news-95660 Wed, 05 Dec 2018 14:27:21 +0100 Um Frieden ringen, sich angreifbar machen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/um-frieden-ringen-sich-angreifbar-machen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_Logo-Forum-Koblenz_01_d0469c170c.jpg" width="150" height="55" alt="" title="Logo Forum Koblenz 01" />Sein Leben war ein Balanceakt zwischen klösterlicher Stille und gewaltfreiem Protest in Zeiten des Vietnamkriegs: Der vor 50 Jahren verstorbene Mönch Thomas Merton war Thema im Katholischen Forum Koblenz Koblenz - Es war ein Vortrag unter Gleichgesinnten, den Prof. Dr. Hildegund Keul im Rahmen des Katholischen Forum Koblenz im Bischöflichen Cusanus Gymnasiums hielt. Vermutlich haben ihre Erzählungen deswegen vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern so gut getan und Mut gemacht.

Im Zentrum stand der Mönch und Aktivist Thomas Merton – genau 50 Jahre nach seinem Tod. Sein Leben war ein Balanceakt zwischen klösterlicher Stille und gewaltfreiem Protest in Zeiten des Vietnamkriegs. Wie brandaktuell auch heute noch diese Gratwanderung zu einer Faszination werden kann, machte Keul deutlich und ließ dabei immer wieder Merton selbst zu Wort kommen.

So entfaltete sich dem Publikum eine schillernde Person und mit ihr ein Konzept von Gewaltlosigkeit, das keineswegs abgehoben oder theoretisch blieb sondern durch und durch menschlich. Gerade als Eremit floh Merton nach eigenem Verständnis nicht vor der Welt sondern sah den Rückzug als Notwendigkeit, sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder mitten in die Welt zu katapultieren. Zur Durchsetzung politischer Ziele verfolgte er die Gewaltfreiheit als effektivstes Mittel. Denn während er den USA die „Herodes-Strategie“ attestierte – andere verwunden, um selbst nicht verwundet zu werden – sah er in der Gewaltlosigkeit die Antwort auf die Verwundbarkeit der anderen. Die einzige Chance zur Beendigung der Gewaltspirale – hochaktuell und zeitlos.

Das Katholische Forum Koblenz verabschiedete sich mit dieser gut besuchten Veranstaltung in die Winterpause. Das Vorbereitungsteam hat mit Veranstaltungshinweisen unter anderem zur Rolle der Frau in der katholischen Kirche sowie einem Abend mit Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth bereits spannende Veranstaltungen für das kommende Jahr angekündigt. Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, Tel.: 0261 9635590, E-Mail keb.koblenz(at)bistum-trier.de

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Schulen, kirchliche/katholische Schule Vermischtes
news-95653 Wed, 05 Dec 2018 11:39:50 +0100 Mit über 110.000 Euro Langzeitarbeitslose fördern http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-ueber-110000-euro-langzeitarbeitslose-foerdern/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/9/csm_PM-Vergabeausschuss-Aktion-Arbeit_f578583bde.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit im Bistum Trier wird auch 2019 wieder Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Trier - Mit über 110.000 Euro wird die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch im Jahr 2019 Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Das hat der Vergabeausschuss der Initiative auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Unterstützt werden 2019 bistumsweit 13 Projekten. Es handelt sich dabei um Maßnahmen sowohl für Jugendliche als auch für ältere Menschen, sowie zum Teil kombinierte Maßnahmen auch für Geflüchtete in Trier, Betzdorf, Treis-Karden, Neuwied‚ Bad Kreuznach, Birkenfeld, Andernach und Altenkirchen. Dabei sind auch Hilfen im Ordnen schwieriger Lebenssituationen, etwa um die Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme zur schaffen, niedrigschwellige Arbeitsangebote für sehr arbeitsmarktferne Personen, Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche oder Vorbereitungskurse.

Mit der größten Einzelsumme von 35.000 Euro werden in Trier beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Projekte der Bürgerservice gGmbH gefördert. Ein weiteres der geförderten Projekte ist der begleitende Erwerb eines Hauptschulabschlusses. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr führt seit mehreren Jahren sehr erfolgreich die Maßnahme „Fit für die Pflege“ durch. Hier werden Menschen, zum Teil mit Migrationshintergrund, auf eine Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege vorbereitet. Für die Aufnahme einer solchen Ausbildung wird der Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Bisher konnte der Abschluss parallel zur Maßnahme bei der VHS erworben werden. Dieser Bildungsgang wird dort kurzfristig nicht mehr angeboten, so dass für acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erfolg der Maßnahme „Fit für die Pflege“ in Frage gestellt war. Der Caritasverband hat nun einen Schulleiter gefunden, der den Unterricht organisiert und die Prüfungen abnimmt. Die Aktion Arbeit wird diesen Zusatzaufwand mit 8.000 Euro fördern, um damit acht Menschen die Chance auf eine Ausbildung zu ermöglichen.

Über die Zuteilung der Gelder entscheidet der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit, der je nach Finanzlage ein- bis zweimal im Jahr tagt. Dessen Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar für vier Jahre berufen. Aktuell sind dies Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit, Weihbischof Franz Josef Gebert, vertreten durch Dr. Martina Messan, Referentin für Grundsatzfragen und Arbeitsmarktpolitik, Susanne Kramer, Dekanatsreferentin in Merzig, Karl-Heinz Ney, Vorsitzender TINA e.V., und Andrea Steyven als Geschäftsführerin der Aktion Arbeit.

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier. Spenden für den Solidaritätsfonds der Aktion Arbeit gehen ausschließlich in die Maßnahmenförderung.

Spenden für die Aktion Arbeit: IBAN: DE 13 3706 0193 3001 3990 11. Weitere Information bei Aktion Arbeit, Tel. 0651-7105-301; www.aktionarbeit.bistum-trier.de

(tef)

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news-95624 Tue, 04 Dec 2018 12:57:09 +0100 Nah dran am Leben und den Menschen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nah-dran-am-leben-und-den-menschen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/c/csm_NahDran_Betzdorf_Gruppe_89c2bd71b1.jpg" width="150" height="112" alt="" />Dekanat, Lebensberatung und Caritasverband bieten in der Betzdorfer Fußgängerzone ein gemeinsames Projekt an - "nah dran - an Himmel und Erde". Betzdorf – Mitten hinein ins Leben der Menschen geht das Projekt des katholischen Dekanats Betzdorf, der Lebensberatung und des Caritasverbands. Schon die Lage der Räumlichkeiten in der Fußgängerzone von Betzdorf gegenüber dem Bahnhof verdeutlicht das Ziel des Projekts mit dem Titel „nah dran – an Himmel und Erde“.

„Wir sind nah an der Erde und kümmern uns um soziale Bedürfnisse, und durch pastorale Angebote sind wir nah am Himmel“, erklärt Caritasdirektor Eberhard Köhler. Es soll ein Ort von Kirche werden. „Wir greifen hier viele, von der Synode im Bistum gegebenen Impulse auf“, erklärt Dekanatsreferent Christian Ferdinand.

In der Nachbarschaft befinden sich die Sozialstation, der Weltladen und dienstags sowie donnerstags der Markt. Hierdurch können vielleicht weitere Synergieeffekte entstehen. „Wir schauen: wer kann was. Wir stellen Charismen vor Aufgaben, wie es im Abschlussdokument der Synode heißt“, erklärt Köhler das Vorgehen, das sich an den Gegebenheiten vor Ort, dem Sozialraum, orientiert. „Hier soll Kirche in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar und erfahrbar werden“, berichten die Verantwortlichen des gemeinschaftlichen Vorhabens.

Für die Betzdorfer ist die Präsenz der katholischen Kirche während des Marktes nicht neu. „Kirche zur Marktzeit“ hieß es damals. „Wir greifen die Idee wieder auf und beleben sie neu“, sagt Ferdinand. Es sei ein entscheidender Vorteil, dass die Gruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen nun einen witterungsunabhängigen Raum habe.

Bereits jetzt trifft sich eine Elterngruppe in der Bahnhofstraße 4, und für Menschen mit Handicap gibt es Einzelcoachings und Gruppenangebote zum Themenfeld „Arbeitsmarkt“. Die drei kleineren und zwei größeren Büroräume sowie eine Küche bilden „nah dran“. Alles ist barrierefrei.

An den Dienstagen im Dezember bietet die Lebensberatung von 9 bis 11 Uhr kurzfristige Termine an. Geplant sind darüber hinaus Einzelveranstaltungen zu christlichen Themen oder auch Filmabende. Im Juni wird es eine Ausstellung mit dem Titel „Lebens.Kunst.Weisheit“ geben. Diese wird durch ein Rahmenprogramm der drei Initiatoren begleitet. „Uns geht es darum zu zeigen, dass Glauben etwas mit dem Leben zu tun hat und aktuell ist“, erklärt Pastoralreferentin Ulrike Ferdinand. „Wir merken, dass die Menschen auf der Suche nach etwas sind“, fügt sie hinzu „Auch unbequeme Gespräche haben hier ihren Raum“.

„Wir sind wie eine Bühne, die für Interessierte ein Forum bietet. Gleichzeitig arbeiten wir an einem eigenen Ensemble, das mit eigenen Stücken zu wichtigen Fragen und Themen der Zeit seinen Beitrag leisten möchte“, fasst Georg Krämer von der Lebensberatung in einem Bild zusammen.

Die Kosten teilen sich Dekanat und Caritas zu gleich Teilen. Darüber hinaus freut sich die Gruppe über Unterstützung und Spenden. Die drei Einrichtungen wollen, dass „nah dran“ ein Bistumsprojekt wird. Sie bringen eine Bewerbung hierzu auf den Weg. Das Bistum Trier fördert innovative und zukunftsgerichtete Projekte im Bereich der Pastoral.

Weitere Informationen gibt es unter anderem im Dekanatsbüro unter Tel.: 02741-93878-0 oder per E-Mail an dekanat.kirchen(at)bistum-trier.de.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Familienbildung Flüchtlinge Information Inklusion Kultur Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Synode: Umsetzung
news-95599 Mon, 03 Dec 2018 15:57:42 +0100 Gut gerüstet für die Mitarbeit in der Seelsorge http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-geruestet-fuer-die-mitarbeit-in-der-seelsorge/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_uebergabe_zertfikate_37e9516f4a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert. Trier – 16 Frauen und ein Mann, die in Einrichtungen der Altenhilfe im Bistum Trier arbeiten, haben sich in einem einjährigen Kurs für die Mitarbeit in der Seelsorge ihrer Einrichtungen qualifiziert. Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert am 30. November und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert.

Der nun abgeschlossene zweite Ausbildungskurs ist Teil eines Modellprojektes von zunächst vier einjährigen Kursen, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen und pflegerischen Bereich für die Arbeit in der Seelsorge in ihren Einrichtungen qualifiziert werden. Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband, den Barmherzigen Brüdern (BBT-Gruppe), der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz  und der Marienhaus-Unternehmensgruppe.

Weihbischof Gebert sprach im Gottesdienst in der Trierer Marktkirche St. Gangolf am Gedenktag des Apostels Andreas über Berufung und Nachfolge und erläuterte den damit verbundenen Auftrag für Verkündigung und Seelsorge. „Wir sind Boten einer Botschaft, die wir selber empfangen haben und die wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes weiterschenken“, sagte er mit Blick auf die Aufgaben der zukünftigen Betreuerinnen und -betreuer in der Seelsorge. Dies dürfe, sagte der Weihbischof, „in selbstbewusster und gleichsam bescheidener Haltung geschehen“.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Seelsorge
news-95481 Fri, 30 Nov 2018 12:27:00 +0100 Menschenwürdiges Wohnen ermöglichen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/menschenwuerdiges-wohnen-ermoeglichen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/c/csm_Spendenubergabe_Koblenz_9f4162aa6b.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Spendenubergabe Koblenz" />Zwei Hilfsprojekte für wohnungsloser Menschen in Koblenz werden von der Stiftung "Menschen in Not" des Bistums Trier mit 5500 Euro unterstützt Koblenz – Langsam wird es immer kälter und auch in Koblenz begegnen Passanten im Stadtbild Männern und Frauen, die sich mit Decken in der Fußgängerzone, in Hauseingängen oder in anderen Nischen ein Übernachtungslager bauen. Die Stiftung „Menschen in Not“ des Bistums Trier unterstützt die Hilfsangebote für wohnungslose Menschen in Koblenz mit 5500 Euro.

In der Fachberatungsstelle bündelt der Caritasverband Koblenz Projekte, deren Ziel es ist, Menschen ohne festen, eigenen Wohnsitz niedrigschwellig und nachhaltig unter die Arme zu greifen – dazu zählt die „Hilfe zur hygienischen und gesundheitlichen Versorgung“.

„Hier geht es darum, Menschen, die sich in den Räumen unseres Tagesaufenthaltes bewegen, im Sinne einer Gesundheitsförderung zu unterstützen“, erklärt die Ordensschwester Andrea Wagner. Die 77-Jährige und weitere ehrenamtliche Kräfte geben Duschcreme, Handtücher oder Unterwäsche heraus und bieten Hilfestellungen für eine gesunde Ernährung. Im Haus erhalten die Besucher ein Frühstück und weitere warme Malzeiten. „Ich verteile gerade in der Erkältungszeit viele Taschen- oder Desinfektionstücher“, benennt die gelernte Krankenschwester ein weiteres Beispiel für kleine, aber effiziente Maßnahmen. Das Angebot ist auf Spenden angewiesen und freut sich daher über 3.000 Euro aus dem Topf der Stiftung „Menschen in Not“.

Darüber hinaus gibt es das Kooperationsprojekt „Ambulante Nachbetreuung ehemals wohnungsloser Menschen“. Träger ist der Arbeitskreis „Menschen ohne Wohnung“. Darin haben sich der Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Koblenz-Stadt und der Verein „Die Schachtel“ zusammengeschlossen. Damit Bürgerinnen und Bürger ohne oder mit wenig Einkommen ein angemessenes Zuhause finden, akquiriert der Arbeitskreis Wohnungen auf dem freien Markt. „Es ist sehr schwierig, Wohnungen  zu finden, denn es gibt viele Vorurteile gegenüber obdachlosen Menschen“, weiß Markus Fröhlich, Sozialarbeiter in der Beratungsstelle. Seit 2011 wurden durch die Zusammenarbeit mit der Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft und privaten Vermietern 50 Männer und 16 Frauen in Wohnraum vermittelt. Sie werden durch das Projekt bis zu einem halben Jahr professionell begleitet. „Die Menschen können sich dadurch in ihrer Lebenssituation wieder stabilisieren“, erklärt Fröhlich. Auch dieses Projekt ist auf Spenden angewiesen. Es erhält 2.500 Euro durch die Bistumsstiftung.

Beide Projekte helfen Menschen, die oftmals durch einschneidende persönliche Lebensereignisse obdachlos geworden sind. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“, fordert Fröhlich. „Damit ein menschwürdiges Leben möglich ist“, ergänzt Achim Meis, Leiter Soziale Dienste im Caritasverband.

Weitere Infos zur Fachberatungsstelle (Neustadt 20) gibt es unter Tel.: 0261-9144078 und per E-Mail an mow(at)caritas-koblenz.de.

Durch die Stiftung „Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ können Projekte, Initiativen und Maßnahmen, die Lösungen für einen bezahlbaren Wohnraum entwickeln, die Betroffene unterstützen, die Menschen Chancen zur Teilhaben bieten, gefördert werden. Weitere Infos: Tel.: 0651-14519570 oder per E-Mail an stiftungszentrum(at)bistum-trier.de. (jf)

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news-95506 Fri, 30 Nov 2018 09:29:55 +0100 Frische Ideen und neue Konzepte gemeinsam erarbeiten http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frische-ideen-und-neue-konzepte-gemeinsam-erarbeiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_Gruppenbild_ministranten-arbeitskreis_67d1ca5556.jpg" width="150" height="113" alt="" />Erstmals hat ein bundesweites Vernetzungstreffen der ehrenamtlichen Arbeitskreise Ministrantenpastoral stattgefunden. Trier/Miltenberg – 22 Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Diözesen haben vom 23. bis 25. November in Miltenberg im Bistum Würzburg gemeinsam getagt. Ihr Ziel: Die bundesweite Vernetzung von Ministrantinnen und Ministranten.

„Solch ein Treffen hat es bisher noch nie gegeben“, erklärt Sebastian Volk, Referent der Fachstelle Ministrantenpastoral der Diözese Würzburg. „Dahinter steht die Überzeugung, dass man viel von den anderen Diözesen lernen kann, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblickt“, berichtet Volk, der gemeinsam mit seinen Kollegen Tobias Fraas (Offizialat Vechta) und Benedikt Welter (Diözese Trier) zur Zusammenkunft eingeladen hat.

Zu Beginn erläuterten Haupt- und Ehrenamtliche in ihrer jeweiligen Gesprächsgruppe, wie die Ministrantenpastoral in ihrer Diözese organisiert und strukturiert ist. Im Folgenden wurden einzelne Themen wie Schulungskonzepte oder ministrantenspezifische Spiritualität diskutiert. Dabei kristallisierte sich schnell heraus: Naturgemäß gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Diözesen, doch Vieles ist auch sehr ähnlich. Vom Austausch inspiriert, entstanden im Verlauf des Wochenendes zudem Ideen für verschiedene gemeinsame überdiözesane Projekte. „Dieses Treffen soll auf jeden Fall weiterhin stattfinden“, resümierte Fabian, Ehrenamtlicher aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, den allgemeinen Tenor des Treffens. Die nächste Zusammenkunft ist bereits geplant, nämlich für November 2019.

In jeder (Erz-)Diözese Deutschlands gibt es eine Fachstelle, die die Ministrantenpastoral des jeweiligen Bistums betreut und von theologisch qualifizierten, pastoralen Mitarbeitenden geleitet wird. Viele Bistümer haben darüber hinaus ein Team von erfahrenen Ehrenamtlichen aufgebaut, das die Hauptamtlichen unterstützt.

Weitere Informationen gibt es bei Benedikt Welter, Pädagogischer Referent in der Abteilung Jugend im Bistum Trier (b.welter(at)bgv-trier.de) und auf der Homepage www.Jugend-Bistum-Trier.de.

(ih)

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news-95478 Thu, 29 Nov 2018 11:15:54 +0100 Zeitgeschehen durch Botschaft der Bibel interpretieren http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeitgeschehen-durch-botschaft-der-bibel-interpretieren/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_Dok2_9af622f563.jpg" width="150" height="83" alt="" />Die ökumenisch getragene Internetplattform "Nachhaltig predigen" bietet ökumenische Predigtanregungen und Impulse. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Predigtanregungen zum Kirchenjahr 2018/2019 sind ab dem 26. November auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de zu finden. Bereits zum 14. Mal gibt es dieses ökumenische Angebot von 24 katholische Bistümern und evangelischen Landeskirchen. Seit 2016 ist auch die „Diocese in Europe“ der Anglikanischen Kirche beteiligt. Die Predigtanregungen zur Nachhaltigkeit behandeln Themen wie Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung. So werden beispielsweise die negativen Folgen des Klimawandels angesprochen, die inzwischen aber auch zu einem Wertewandel in der Gesellschaft führen: „Die Bewahrung der Schöpfung“ wird inzwischen als übergreifender Wert konsensfähig. Aufgabe der Predigt ist es, die christliche Botschaft und damit christliche Ethik aus der Bibel in die Zeitgeschichte hinein zu übertragen und jeweils aktuell zu interpretieren. Im neuen Kirchenjahr wird „Teilhabe“ als Schwerpunktthema behandelt – ein Thema, das von Armut in armen und reichen Ländern und von Bildung ebenso handelt wie von der Teilhabe an wirtschaftlicher Unterdrückung und an Verantwortung.

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news-95476 Thu, 29 Nov 2018 09:44:45 +0100 Weihnachtszeit versüßen – auch ohne Schokolade http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachtszeit-versuessen-auch-ohne-schokolade-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Adventskalender_d5aa432322.jpg" width="150" height="150" alt="" />Der "Klingende Adventskalender" für Blinde und Sehbehinderte ist wieder erhältlich. Er begleitet Menschen mit und ohne Behinderung durch die Adventszeit. Trier - Jeden Tag nur „Last Christmas“ im Radio hören? Eine abwechslungsreiche Alternative zu den alljährlichen Weihnachtshits bietet das Bistum Trier mit seinem „Klingenden Adventskalender 2018“.

Hinter den 24 akustischen Türchen verbergen sich Musik, Gedichte und Rezepte, kleine Geschichten, Gebete und ein Weihnachtshörspiel. Diese sollen Blinde, Sehbehinderte und alle, die sich sonst noch auf Weihnachten freuen, durch die besinnliche Adventszeit begleiten. Seit über 40 Jahren produzieren ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Trierischen Tonpost“ im Bistum Trier den Klingenden Adventskalender. 
Der Kalender ist als Daisy-MP3-CD oder auf vier Musik-CDs erhältlich. Blinde und sehbehinderte Menschen können den Kalender kostenlos bestellen, die Abonnenten des Hörmagazins „Trierische Tonpost“ bekommen ihn automatisch zugeschickt. Jeder, der den Klingenden Adventskalender selbst genießen oder verschenken möchte, kann ihn für 18 Euro bestellen, unter der E-Mail: tonpost(at)bistum-trier.de oder per Tel.: 0651-7105-430,www.bistum-trier.de/tonpost

(tef)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Seelsorge
news-95456 Wed, 28 Nov 2018 14:58:43 +0100 Zukunftsforum öffnet Räume http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zukunftsforum-oeffnet-raeume/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/e/csm_Zukunftsforum_Bad-Kreuznach_1d7d611ea0.jpg" width="150" height="113" alt="" />Wie kann das Lernen in Zukunft aussehen?, fragten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BarCamps der Initiative "Inklusiv leben lernen" in Bad Kreuznach. Bad Kreuznach – „Wir wünschen uns, dass wir ernstgenommen werden“; „Wir wollen eine Schule, wo wir einzigartig sein können“ – die Jungen und Mädchen der Grundschule Gau-Odernheim wissen ganz genau, was sie wollen. Wie können ihre Wünsche umgesetzt werden? Diesen und weiteren Fragen hat sich das Zukunftsforum in Bad Kreuznach gestellt. Mehr als 80 Personen haben sich im Rahmen eines BarCamps dazu ausgetauscht.

Bei einem BarCamp kann jeder Teilnehmende mit seinem Thema eine sogenannte Session erstellen und sich mit anderen austauschen. Der Ablauf eines BarCamps wird spontan vor Ort strukturiert. In Bad Kreuznach kamen mehr als 20 unterschiedliche Punkte rund um den Schwerpunkt „Bildung“ auf dem Stundenplan zusammen.

Organisiert hatte die Veranstaltung das Projekt „inklusiv leben lernen in und um Bad Kreuznach“. Gabriele Kloep-Weber und Sonja Welp übernahmen die Hauptverantwortung und erarbeiteten die Idee. „Ich mache gerade persönlich die Erfahrung, dass meine zehnjährige Tochter nicht gerne zur Schule geht“, erklärt Sonja Welp schmunzelnd. Zudem beschäftigt sich das Projekt mit der umfassenden Teilhabe aller Menschen – dazu zählt auch der Bereich „Lernen“.

„Wir alle haben das Recht und viele haben auch den Wunsch, sich lebenslang zu bilden“, erklären die zwei Frauen. „Wir brauchen lebensdienliche Bildung, die über reines Faktenwissen hinausgeht, Fähigkeiten und Werte vermittelt und zu vorausschauendem Denken anregt“, verdeutlicht Sonja Welp ihre Motivation, sich mit der Thematik auf vielfältige Weise auseinanderzusetzen. „Mit dem Zukunftsforum möchten wir Raum für aktuelle Fragen eröffnen und einen Rahmen bieten, in dem Austausch stattfindet und in dem über Bildung in ihrer Praxis, in ihrer Entwicklung und als Chance für die Zukunft diskutiert werden kann“, berichtet die Pastoralreferentin Gabriele Kloep-Weber.

Dass dieses Thema hoch aktuell ist, belegen die Besucherzahlen: 140 Menschen kamen zur Podiumsdiskussion mit Staatsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler tags zuvor und 80 zum BarCamp. Darunter viele Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher.

Unterstützung fanden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „inklusiv leben lernen“ bei gut 30 Kooperationspartnern, darunter die Lebensberatung Bad Kreuznach, die Katholische Erwachsenenbildung Rhein-Hunsrück-Nahe und das Land Rheinland-Pfalz.

Ein weiteres Netzwerktreffen findet am 21. Januar ab 15 Uhr in den Räumen der Katholischen Erwachsenenbildung (Bahnstraße 26) in Bad Kreuznach statt.

Das Projekt „inklusiv leben lernen“ begleitet Menschen, Institutionen und Unternehmen auf dem Weg zu einer umfassenden Teilhabe. Kooperationspartner sind das Bistum Trier, die Caritas Rhein-Hunsrück-Nahe, das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Bad Kreuznach und die Stiftung Kreuznacher Diakonie. Finanziert wird das Projekt über drei Jahre durch die Aktion Mensch. Die Schirmherrin des Projektes ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Weitere Informationen gibt es hier www.inklusiv-leben-lernen.de oder unter Tel.: 0671-9212072.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Beratung Bildung Caritas / Soziales Familienbildung Information Inklusion Jugend Politik / Gesellschaft Schule
news-95418 Wed, 28 Nov 2018 11:22:00 +0100 Weihbischof Gebert auf Firmreise im Dekanat Konz-Saarburg http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-auf-firmreise-im-dekanat-konz-saarburg/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert spendet seit dem 24. November vielen Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung. Konz/Saarburg – Weihbischof Franz Josef Gebert spendet vom 24. November bis 15. Dezember Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung.
Folgende Termine sind in den nächsten Wochen geplant: Am Freitag, 30. November um 18.30 Uhr in St. Martin, Nittel; am Samstag, 1. Dezember um 15.00 Uhr in St. Briktius, Oberemmel, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Martin, Wiltingen; am Sonntag, 2. Dezember um 10.30 Uhr in St. Peter, Wincheringen; am Freitag, 7. Dezember um 18.30 Uhr in St. Martin, Merzkirchen; am Samstag, 8. Dezember um 15.30 Uhr in St. Laurentius, Saarburg, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Marien, Saarburg-Beurig; am Freitag, 14. Dezember um 18.30 Uhr in St. Gervasius und Protasius, Irsch; am Samstag, 15. Dezember um 15.30 Uhr in St. Aper, Wasserliesch, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Peter und Paul, Tawern.
Im Dekanat Konz-Saarburg leben derzeit circa 42.970 Katholiken in sechs Pfarreiengemeinschaften.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-95414 Tue, 27 Nov 2018 08:56:44 +0100 Ein Erlebnis für Sinne und Seele http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-erlebnis-fuer-sinne-und-seele/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_NdoK_Bad-Kreuznach_ec876b4840.jpg" width="113" height="150" alt="" />Alle zwei Jahre findet die "Nacht der offenen Kirchen" in Bad Kreuznach statt. Auch beim sechsten Mal gab es ein vielfältiges Programm in den Gotteshäusern und zum ersten Mal im "NaheRaum". Bad Kreuznach – Das Netzwerk „Schulen & Gemeinde im katholischen Dekanat und evangelischen Kirchenkreis“ stellte zum sechsten Mal die „Nacht der offenen Kirchen“ in Bad Kreuznach auf die Beine.

Der zentrale Auftaktgottesdienst fand um 18 Uhr in der Pauluskapelle statt. Anschließend startete in insgesamt sechs Kirchen und Kapellen der Innenstadt und in dem vom Projekt Citypastoral gegründeten „NaheRaum“ das vielseitige Programm. Es wurde von Schülern, Lehrern, Chorleitern, Ehren- und Hauptamtlichen gestaltet und umfasste auch Ausstellungen. Die Themen Frieden, Demokratie, Taizé und Ökumene sowie Wertevorstellungen ragten dabei heraus.

Erstmalig beteiligt war das Team im „NaheRaum“, das ganz im Sinne der Synode im Bistum Trier den Perspektivwechsel „Vom Einzelnen her denken“ agierte. Ziel des Teams war es, bei den Menschen zu sein, um zu erfahren, was ihr Leben lebenswerter macht. So war dort zum Beispiel ein Parcours zur eigenen Berufung „mit „großartigen Impulsen aufgebaut“, sagte Katharina aus Bad Kreuznach spürbar begeistert. Sehr beliebt war auch wieder „More than a song“ der Band „Heavenly Tones“ aus der Pfarreiengemeinschaft Wallhausen unter der Leitung von Johannes Hautz. Ein weiteres Highlight war „You’ll never walk alone“ mit der Band „Mission of christ“.

Zum Abschluss wurden die Besucherinnen und Besucher der jeweiligen Angebote durch eine Lichterprozession mit Kerzen, begleitet von Liedern aus Taizé –gespielt von einer Blaskapelle – von sämtlichen Gottesdienstorten abgeholt, um gemeinsam in der Kirche Heilig Kreuz den Abend zu beschließen.

Auch in diesem Jahr bot sich wieder eine vielfältige Kombination aus klassischer Musik, Neuem Geistlichen Liedgut, (Impuls-)Texten und atmosphärischer Lichtgestaltung. Besonders hervorzuheben sei die fried- und stimmungsvolle Atmosphäre in der Stadt während der Nacht, waren sie die Teilnehmenden einig.

„Besonders erfreulich ist, dass die Schulen sich sehr intensiv einbringen“, berichtet das Planungsteam. Die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und den Schulen sei nicht selbstverständlich.

Die „Nacht der offenen Kirchen“ findet in Bad Kreuznach alle zwei Jahre statt.

Weitere Informationen gibt es auf https://www.dekanat-bad-kreuznach.de/unser-engagement/nacht-der-offenen-kirchen/.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Jugend Kultur Pfarreien Schule Seelsorge Synode: Umsetzung
news-95411 Tue, 27 Nov 2018 08:10:47 +0100 An den Pilgerstätten wird Gott begreifbar http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/an-den-pilgerstaetten-wird-gott-begreifbar/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Pilgermesse-3_edac2bfd10.jpg" width="150" height="123" alt="" />Zum Endes des Pilgerjahres feierte Weihbischof Robert Brahm zusammen mit vielen Pilgern einen festlichen Abschlussgottesdienst im Dom. Trier – Zusammen mit zahlreichen Pilgern hat Weihbischof Robert Brahm in einem festlichen Gottesdienst im Hohen Dom zu Trier den Abschluss des Pilgerjahres im Bistum gefeiert. Mit dem Ende des Pilgerjahres ging auch die Reise des Reliquienschreines der heiligen Bernadette durch Deutschland im Trierer Dom zu Ende.

Weihbischof Brahm machte deutlich: „Wallfahrtsorte wie Lourdes sind Stätten, an denen Gott sich begreifbar machen lässt.“ Es sei sehr bewegend, dass diese Reliquien nun im Dom angekommen seien. Lourdes lasse die Gegenwart Gottes und seiner Heilsmacht spüren. „Auch heute ist dies die alles bestimmende Macht, die Maria der jungen Bernadette vermittelt hat, und die Lourdes uns immer wieder vor Augen stellt.“ Die Begegnung mit dem Himmel verändere Menschen und die Maßstäbe der Welt, betonte Brahm. Für unzählige Menschen sei Lourdes Stätte der Begegnung geworden, ein Ort, an dem Gott erfahrbar werde. Brahm lud ein, sich so für die Herrlichkeit Gottes so zu öffnen, wie das Mädchen Bernadette Soubirous es vor 160 Jahren getan hatte.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten zahlreiche Gläubige die Gelegenheit und beteten am Reliquienschrein der heiligen Bernadette. Anschließend standen Begegnungen und Austausch von Erinnerungen an die gemeinsamen Pilgerreisen im Mittelpunkt. In der Cafeteria des Generalvikariats trafen sich alte und neue Bekannte und tauschten sich über ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei den Reisen nach Lourdes und Griechenland aus. An der Reise auf den Spuren des heiligen Paulus nach Griechenland hatten Maria und Matthias Brauns aus Daun-Boverath teilgenommen. „Es war die schönste, eindrucksvollste Pilgerreise, die wir bislang gemacht haben“, schwärmte Matthias Brauns und nannte als Beispiel die einzigartige Stimmung, als sie an den historischen Schauplätzen in Alt-Korinth Gottesdienst mit Weihbischof Brahm gefeiert und eine Passage aus einem Korintherbrief gehört hätten.

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news-95381 Mon, 26 Nov 2018 13:07:00 +0100 Unermüdlicher Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/unermuedlicher-anwalt-fuer-die-armen-und-kleinen-weltweit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_schwarz_ornat_7f21fcb2bf.jpg" width="100" height="150" alt="" />Der emeritierte Trierer Weihbischof Leo Schwarz ist tot. Bischof Ackermann würdigt ihn als unermüdlichen Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit. Requiem am 4. Dezember Trier – Das Bistum Trier trauert um Weihbischof Leo Schwarz. Der emeritierte Trierer Weihbischof starb am Morgen des 26. November in Trier. Bischof Stephan Ackermann würdigt den Verstorbenen: „Durch den Tod von Weihbischof Leo Schwarz verlieren wir einen kraftvollen Zeugen des Evangeliums und einen unermüdlichen Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit. In unsere Trauer mischt sich zugleich die Dankbarkeit über ein erfülltes Leben im Dienst der Kirche.“ Noch bis zwei Tage vor seinem Tod habe Weihbischof Schwarz mit wachem Interesse und mit innerer Anteilnahme am Leben des Bistums und der Kirche insgesamt teilnehmen können, sagt Ackermann. „Nun hat sich sein weitgespannter Lebensbogen vollendet.“

Der Bischof bittet alle Bistumsangehörigen sowie alle, die dem Verstorbenen auf die ein oder andere Weise verbunden sind, um ihr Gebetsgedenken: „Christus, der Herr, möge Weihbischof Schwarz beschenken mit der Fülle des Lebens und ihm seinen Platz geben im Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens, das Weihbischof Schwarz über so viele Jahrzehnte in Wort und Tat verkündet hat.“

Requiem und Beisetzung am 4. Dezember

Das Requiem (Sterbeamt) feiern Bischof Stephan Ackermann und das Bistum am Dienstag, 4. Dezember, 10:00 Uhr im Hohen Dom zu Trier; anschließend wird der Verstorbene in der Paulus-Kapelle im Domkreuzgang zur letzten Ruhe gebettet. Das Totengebet wird gebetet am Sonntag und Montag, 2. und 3. Dezember, jeweils 18:00 Uhr, ebenfalls im Petrus-Dom. An beiden Tagen besteht in der Savigny-Kapelle die Möglichkeit, von Weihbischof Leo Abschied zu nehmen. Die Kapelle ist an beiden Tagen von 16 Uhr bis zum Totengebet geöffnet.

Leo Schwarz wurde 1931 in Braunweiler im Kreis Bad Kreuznach geboren und 1960 zum Priester geweiht. Von 1962 bis 1970 arbeitete er als Seelsorger in Bolivien. Von 1976 bis 1982 war er Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks „Misereor“. 1982 wurde er zum Weihbischof im Bistum Trier ernannt. Er baute das Hilfswerk „Renovabis“, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, mit auf und war zehn Jahre Vorsitzender der Deutschen Kommission der kirchlichen Friedensorganisation „Justitia et Pax“. 2005 wurde er Präsident der Europäischen Kommissionen „Justitia et Pax“. 2006 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Weihbischof Schwarz an. In seinem Ruhestand hat Weihbischof Schwarz weiterhin in der Seelsorge gearbeitet und war abwechselnd in Bolivien und im Bistum Trier tätig. Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/weihbischof-leo zu finden.

(JR)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge Weltkirche
news-95391 Mon, 26 Nov 2018 10:48:00 +0100 Bindungen in der Jugend sind „Tankstellen fürs Leben“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bindungen-in-der-jugend-sind-tankstellen-fuers-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Jugendhilfe_OrgaTeam_d82eed926b.jpg" width="150" height="103" alt="" />Vertreterinnen und Vertreter aus der Kinder- und Jugendhilfe diskutierten im Bistum Trier über Maßnahmen gegen Kinderarmut. Trier – Rund 120 Frauen und Männer aus der Kinder-und Jugendhilfe haben auf Einladung der Abteilung Jugend im Bistum Trier Maßnahmen gegen Kinderarmut diskutiert. Am fünften Diözesanen Tag der Kinder- und Jugendhilfe nahmen nicht nur kirchliche Mandatsträgerinnen und –träger teil, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter aus kommunalen und regionalen Jugendhilfeinstitutionen. Gemeinsam tagten sie am 22. November im ERA Conference Centre.

Gastreferentin Gerda Holz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Lage: Nicht nur Erwerbslose, sondern auch Geringverdiener könnten sich einen angemessenen Lebensstandard oft nicht leisten. Die Folge von Armut in der Kindheit und Jugend liege auf der Hand: Sie schränkt die Entwicklungsmöglichkeiten eines jungen Menschen ein. Im gleichen Atemzug stellte die Wissenschaftlerin klar: „Armut zu bewältigen ist keine Entwicklungsaufgabe von Kindern und Jugendlichen!“ Eine der erschreckendsten Entwicklungen der letzten Jahre sei die Verfestigung von Armut. Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Tagungsgäste Holz‘ Ausführungen vor dem Hintergrund der Leitfrage „Was können Institutionen tun, um die Folgen von Kinderarmut abzufangen oder vorzubeugen?“. Die diplomierte Politikwissenschaftlerin lieferte dazu zwei grundlegende Hinweise. Erstens müssten Bedarfe erkannt werden und Betroffene sollten direkt angesprochen werden, zweitens müssten sich Jugendhilfeorganisationen vernetzen, denn „Prävention funktioniert nie allein; Kooperation und Koordination sind unumgänglich für Erfolge!“

Im Zuge dessen konnten auch Impulse aus den Workshops am Vormittag im Plenum verhandelt werden. „Wie kann man ein Kind resilient, also widerstandfähig, machen, damit es die Bedrohungen durch Armut besser bewältigen kann?“, fragte eine der Diskutantinnen. Es gebe Schutzfaktoren, die den Nachwuchs stark machten, wie ein gesundes Selbstbewusstsein und eine gute Selbstwahrnehmung. Mit am wichtigsten sei es für einen jungen Menschen, Vertrauen zu entwickeln. Dabei sei es gleich, zu welchem Erwachsenen eine Bindung hergestellt würde, solange sie Bestand habe und Kinder sich auf sie verlassen könnten. Bindung sei die „Tankstelle fürs Leben“, so Holz. Doch nicht nur die Förderung Einzelner spiele eine Rolle. Strukturelle Defizite, wie sie etwa im ländlichen Raum auftreten, könnten nur durch eine Stärkung der Jugendhilfe-Infrastruktur erreicht werden.

Ein akutes Problem aus der Praxis der Jugendhilfe trug Harald Herres (Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Trier der Caritas) vor: Seit Dezember 2017 werde in seinem Bereich keine Ehrenamtspauschale mehr ausgezahlt, was dazu führe, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagierten. Seine Bitte an die Bistumsleitung lautete folglich: „Bitte überdenken Sie diese Entscheidung nochmal!“ Abschließend resümierte Mechthild Schabo (Direktorin Zentralbereich Pastoral und Gesellschaft im Bistum Trier), die Veranstaltung habe gezeigt, dass kirchliche und weltliche Träger gut zusammenarbeiten können: „Die Bereitschaft zur Vernetzung ist bemerkenswert“. Dafür erhielt sie enthusiastischen Beifall. Weitere Informationen zur Jugendhilfe im Bistum Trier finden sich unter www.jugend-bistum-trier.de.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-95388 Mon, 26 Nov 2018 10:00:00 +0100 Ein Abschied für die Zukunft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-abschied-fuer-die-zukunft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_St-Albert_Andernach_ec4f8d1d36.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Andernacher haben sich von ihrer Pfarrkirche St. Albert verabschiedet. Das Gotteshaus wurde profaniert. Die St. Michaelkapelle wird die neue Heimat der Gemeindemitglieder. Andernach – 64 Jahre lang kamen hier Menschen zum Gebet, zu Gottesdiensten, Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern oder Konzerten zusammen. Doch die Bänke in der großen St. Albert-Kirche in Andernach blieben immer öfter leer. Daher haben sich der Verwaltungs- und der Pfarrgemeinderat entschieden, in die nahe St. Michaelskapelle umzuziehen. Die Profanierung der bisherigen Pfarrkirche hat am 25. November stattgefunden. Sie ist damit entweiht.

„Die Entscheidung des Kopfes und das Empfinden des Herzens zusammenzubringen, ist nicht ganz einfach“, sagte Weihbischof Jörg Michael Peters, der die letzte Eucharistie mit der Pfarrfamilie feierte. Auch der Abschied müsse gefeiert werden. „Es bedarf eines Rituals, denn es ist keine Formsache“, erklärte Peters. „Es geht darum, noch einmal alles in den Blick zu nehmen und Ihre Erinnerungen, Sehnsüchte und vielleicht auch das Nichtverstehen vor Gott zu bringen, der immer bei uns sein wird“.

1954 wurde die St. Albert-Kirche geweiht. In den vergangenen Jahren wirkte die Kirche überdimensioniert. Bis zu 1000 Menschen hatten darin Platz. „Wir haben uns als Gemeinde darin verloren“, sagt Pfarrer Stefan Dumont. „Wenn der Mantel zu groß geworden ist, dann müssen wir ihn anpassen. Auch wenn das kein leichter Schritt ist“, betonte Peters. „Dieser Tag fällt uns schwer, aber unsere Perspektive geht nach vorne. Das spendet Trost und Vorfreude“, richtete Dumont sein Wort an die Menschen in der vollbesetzten Kirche.

Die Zukunft liegt in der 800 Jahre alten Kapelle auf dem Pausenhof der umliegenden Schulen. Sie befindet sich in Sichtweite zur bisherigen Pfarrkirche. Die mittelalterliche Michaelskapelle mitsamt ihrem Gottesdienstraum wurde restauriert. Unterstützung erhielt die Pfarrei als Eigentümerin des Gebäudes durch die Landesdenkmalpflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und durch das Bistum. Etwa 50 bis 60 Personen finden in der Kapelle Platz. Der neue Altar wird aus dem Basalt des Altares von St. Albert gestaltet – eine symbolträchtige Verbindung zwischen den beiden Kirchen.

Zum letzten Mal sang der Kirchenchor Albertus-Magnus in "seiner" Kirche. Der Chor feierte just an diesem Tag sein 85-jähriges Bestehen. Die Sängerinnen und Sänger finden ihre neue Heimat im Andernacher Mariendom.

Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde das bischöfliche Dekret verlesen, mit dem die Kirche profaniert ist. In einer Prozession wurden unter anderem Kerzen, die Bronzebüste des Heiligen Albert, liturgische Bücher und Kreuzwegstationen aus der Kirche getragen. Im Anschluss kamen viele Gemeindemitglieder im Thomas-Becket-Haus zusammen.

Der Verwaltungsrat sucht derzeit nach einem Käufer für die bisherige Pfarrkirche.

Der Offene Kanal hat den Gottesdienst aufgezeichnet. Weitere Informationen dazu gibt es auf www.ok4.tv/andernach/.

Die Einweihung der Kapelle St. Michael mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann findet am 9. Dezember um 10.30 Uhr statt.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bischof Kirchliche Räte Pfarreien Seelsorge
news-95380 Mon, 26 Nov 2018 09:48:39 +0100 Neue Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt – aber befristet http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-zugangsmoeglichkeiten-zum-arbeitsmarkt-aber-befristet/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/8/csm_ullrich__hans_guenther_1_01_4d52556326.jpg" width="131" height="150" alt="" title="Ullrich hans guenther 1 01" />Die Aktion Arbeit zieht eine gemischte Bilanz zum neuen Teilhabechancengesetz. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht der erhoffte Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik. Trier – Die Aktion Arbeit im Bistum Trier begrüßt das am 6. November vom Deutschen Bundestag beschlossene Teilhabechancengesetz (THCG). „Das eröffnet für langzeitarbeitslose Menschen ab 2019 neue Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt“, sagt Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Er ist der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit im Bistum Trier. Gleichzeitig bedauert die Aktion Arbeit, dass die neuen Möglichkeiten bis 2024 befristet und mit weiteren Defiziten behaftet sind. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht der erhoffte Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik“.

Das neue Gesetz sieht vor, für Langzeitarbeitslose, die in Arbeit vermittelt werden, der Staat einen Teil des Gehaltes zahlt oder sogar die kompletten Lohnkosten übernimmt. Solche Förderungen gibt es zwar auch jetzt schon, doch sie sind an komplizierte Bedingungen geknüpft. Dieses Verfahren wird vereinfacht. Damit können Jobs von Menschen gefördert werden, die älter als 25 sind, wenn sie  mindestens sechs der letzten sieben Jahre Leistungen nach dem SGB II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig erwerbstätig waren.

Es ist nicht nur die Befristung, die die Aktion Arbeit an dem neuen Gesetz bedauert. „Hier ist die Zielgruppe gleich auf einen kleinen Teil der Betroffenen begrenzt“, betont Ullrich. Auch sieht er ein Problem darin, dass nicht auf die Freiwilligkeit der Betroffenen gesetzt werde, sondern diese einem Einsatzort zugewiesen werden sollen. „Menschen, die über viele Jahre im Abseits waren, wird man jedoch nicht mit Druck integrieren können.“ Die Aktion Arbeit begrüße sehr, dass das Gesetz ein beschäftigungsbegleitendes Coaching vorsehe. „Noch vorteilhafter wäre es, das Coaching bereits vor der Arbeitsaufnahme anzusetzen, um bestehende Hemmnisse im Vorhinein anzugehen.“ Dass das Coaching durch die Jobcenter selbst durchgeführt werden kann, hält Ullrich nicht für sinnvoll: „Eine solche Begleitung setzt ein intensives Vertrauensverhältnis voraus, das man nicht erwarten kann, wenn dieselbe Institution zugleich als Instanz für die Verhängung von Sanktionen fungiert.“ Das Coaching sollte möglichst innerhalb des Arbeitgeberbetriebs stattfinden.

„Wir begrüßen ganz besonders, dass im Zuge des neuen Gesetzes nun erstmals der auch von uns seit Jahren geforderte Passiv-Aktiv-Transfer möglich wird, dass also in den Jobcentern Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert werden kann. Damit entstehen in den Bundesländern ganz neue Möglichkeiten, von denen wir uns viel versprechen. Gerne unterstützen wir entsprechende Programme wie etwa den saarländischen Beschäftigungspakt und sind gespannt auf die Wirkung dieser innovativen Maßnahme“, blickt Ullrich optimistisch in die Zukunft.

Die Aktion Arbeit als Initiative des Bistums Trier wurde 1983 vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Weitere Informationen zum Thema sind unter www.aktionarbeit.bistum-trier.de  

(tef)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit
news-95303 Sat, 24 Nov 2018 11:52:00 +0100 „Frauenhäuser ausbauen und Hilfetelefon stärken“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frauenhaeuser-ausbauen-und-hilfetelefon-staerken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Haeusliche_Gewalt_Flyer-1_d603af15fa.jpg" width="115" height="150" alt="" />Zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine bundesweit einheitliche Finanzierung und weitreichendere Angebote. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) den Vorstoß von Bundesfrauenministerin Franziska Giffey begrüßt, mit Blick auf die aktuelle Gewaltstatistik Hilfseinrichtungen für Frauen auszubauen und bis zum Jahr 2020 über 40 Millionen Euro Bundesmittel für Frauenhäuser einzusetzen.

„Die Finanzierung von Frauenhäusern muss endlich bundesweit einheitlich geregelt werden. Frauen werden immer wieder abgewiesen, weil die Übernahme der Kosten nicht geregelt ist. Das ist nicht nur angesichts der aktuellen erschreckenden Zahlen höchst verwerflich“, sagte Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende. Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2017 rund 139.000 Menschen in Deutschland von ihrem Partner oder Expartner misshandelt, gestalkt oder bedroht – Frauen machten mit rund 114.000 Personen einen Anteil von 82 Prozent aus.

Hier werde das förderale System in Deutschland zu einem Problem, so Heil: „Jedes Bundesland hat seinen eigenen Finanzierungplan. Und je nach Bundesland muss eine Frau, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen hat, ihren Aufenthalt selbst zahlen. Viele Frauen sehen sich dann gezwungen, in die Gewaltbeziehung zurückzukehren.“

Die kfd fordere dagegen, dass alle Frauen unabhängig von Herkunft, Einkommen und sozialem Status umgehend Zuflucht und professionelle Unterstützung finden müssen. Die Organisation der Unterkunft sei dabei nicht ausreichend, erklärte Heil: „Das kann nur der erste Schritt sein. Sich anschließende Maßnahmen wie die Wohnungsvermittlung müssen direkt mitgedacht, mitorganisiert und finanziert werden.“

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Schon seit den 1990er Jahren setzen sich kfd-Frauen vielerorts für die Gründung und den Ausbau von Frauenhäusern ein und unterstützen und begleiten diese durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Auch das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein wichtiges Angebot für Menschen, die von Gewalt betroffen sind. Für seine Einführung hatte die kfd sich ebenfalls stark gemacht. Das Hilfetelefon ist kostenlos und jederzeit in verschiedenen Sprachen erreichbar. Auch männliche Opfer von partnerschaftlicher Gewalt können dieses Angebot nutzen. Die Nummer lautet: 08000-116016, mehr Informationen gibt es online: http://hilfetelefon.de. Eine Themenseite der kfd zu Gewalt findet sich ebenfalls im Internet: www.kfd-bundesverband.de/themen/gewalt. Informationen zur kfd Trier gibt es auf: www.kfd-trier.de und per Tel.: 0651-9948690 und E-Mail: info(at)kfd-trier.de.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-95304 Fri, 23 Nov 2018 12:17:39 +0100 Sengelhoff folgt auf Stinner http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sengelhoff-folgt-auf-stinner/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_sengelhoff6_b44b269dc5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Sengelhoff6" />Walburga Sengelhoff, bisher Referentin von Weihbischof Brahm, wird neue Priester-Referentin; Ulrich Stinner übernimmt die Leitung der Abteilung "Pastorale Grundaufgaben". Trier – Walburga Sengelhoff wird Priester-Referentin im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Sie folgt auf den bisherigen stellvertretenden Priester-Referenten Ulrich Stinner, der zum 1. Dezember die Leitung der Abteilung „Pastorale Grundaufgaben“ innerhalb des Zentralbereichs „Pastoral und Gesellschaft“ übernimmt. Walburga Sengelhoff tritt ihre neue Aufgabe am 1. Januar 2019 an. Leitender Priester-Referent bleibt Domkapitular Dr. Markus Nicolay. Die stellvertretende Leitung der Abteilung „Seelsorge und pastorales Personal“, die ebenfalls Stinner innehatte, übernimmt Mariette Becker-Schuh, Referentin in dieser Abteilung.

Die Diplom-Religionspädagogin Walburga Sengelhoff (*1957) stammt aus Pluwig. Nach Abitur in Trier und Studium an der Katholischen Fachhochschule Mainz ist die verheiratete Mutter einer Tochter 1980 als Gemeindereferentin in den Dienst des Bistums Trier getreten. Ihr berufspraktisches Jahr leistete sie im Seelsorgebezirk Elkenroth-Rosenheim-Kausen. Ab September 1981 war sie als Gemeindereferentin in den Pfarreien Ochtendung und Lonnig und im Pfarrverband Maifeld sowie ab November 1998 zusätzlich in der Pfarrei Welling tätig. Ab Oktober 2009 gehörten auch die Pfarreien Kobern-Gondorf und Lehmen zu ihrem Einsatzbereich. Seit Januar 2011 arbeitet sie als Referentin des Weihbischofs für den Visitationsbezirk Saarbrücken, Robert Brahm.

Ulrich Stinner ist 1971 geboren und hat nach dem Theologiestudium in Bonn und Innsbruck ab 1999 die Ausbildung zum Pastoralreferenten absolviert. Nach Tätigkeiten in der Seelsorge und als Referent im Bereich Religionsunterricht und Schulpastoral war Stinner seit August 2008 in der Abteilung „Territoriale und Kategoriale Seelsorge“ (Zentralbereich „Pastoral und Gesellschaft“) die später in „Seelsorge und pastorales Personal“ umbenannt wurde, tätig. Seit November 2011 war Stinner stellvertretender Priester-Referent und stellvertretender Abteilungsleiter in der Abteilung „Seelsorge und pastorales Personal“.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bistumsleitung
news-95294 Fri, 23 Nov 2018 07:59:28 +0100 Vorfahrt für den Nikolaus http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vorfahrt-fuer-den-nikolaus-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_vorfahrt_nikolaus_d1e1d0ff08.jpg" width="106" height="150" alt="" />Der Bund der Katholischen Jugend Trier bietet auch 2018 Schokoladen-Nikoläuse an. „Vorfahrt für den Nikolaus“ macht Mut, den Bischof Nikolaus und dessen Tugenden wiederzuentdecken. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Mit fair gehandelten Schokoladen-Nikoläusen sendet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) seit fast einem Jahrzehnt  ein Signal für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen. Zugleich rückt die Aktion „Vorfahrt für den Nikolaus“, die in Zusammenarbeit mit dem BDKJ Speyer organisiert wird, die historische Figur und ihr Wirken in den Vordergrund.

Der heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Myra, das auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. Er soll sich vor allem durch seine Güte und Großzügigkeit ausgezeichnet haben. Der Legende nach ließ er einem Nachbarn heimlich drei goldene Kugeln zukommen, damit dieser die Mitgift seiner Töchter bezahlen konnte. Bis heute wird der Nikolaus deshalb oftmals mit drei Kugeln oder Äpfeln dargestellt. Am 6. Dezember feiern Gläubige seinen Gedenktag.

Mit der Vorweihnachtsaktion will der BDKJ Trier Menschen nicht nur an die Legende des „echten Nikolaus“ erinnern, sondern auch dazu anhalten, das eigene  Konsumverhalten kritisch zu reflektieren. Das Fairtrade-Siegel, das die Nikoläuse tragen, soll garantieren, dass den Kakao-Erzeugern angemessene Preise für ihre Ware gezahlt werden. Die Nachfrage nach dem fairen Naschwerk war im letzten Jahr enorm: Rund 29.000 Exemplare wurden verkauft.

Auf der Internetseite www.vorfahrt-fuer-den-nikolaus.de gibt es Informationen zum heiligen Nikolaus sowie Materialien, die für Gruppenstunden oder Gottesdienste zum Thema genutzt werden können. Auch die Schokoladen-Nikoläuse können hier bestellt werden, sei es für den Privatgebrauch oder zum Wiederverkauf. Jugendgruppen oder Pfarreien können mit dem Erlös etwa einen guten Zweck unterstützen oder eigene Gruppenprojekte finanzieren. Am 30. November sind die Schoko-Nikoläuse mit Bischofsstab und Mitra (Bischofsmütze) auch am Sozialstand des Trierer Weihnachtsmarkts erhältlich.

Weitere Informationen gibt es beim BDKJ Trier, Tel.: 0651-9771100, E-Mail: info@bdkj-trier.de

(ih)

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Abgeltungssteuer - Kirchensteuer Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-95231 Thu, 22 Nov 2018 12:15:00 +0100 Hilfe bei Obdachlosigkeit http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hilfe-bei-obdachlosigkeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_Roden_Elisabeth-Tag_Neuwied_7ce4a73a49.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Roden Elisabeth Tag Neuwied" />"Wie kann Männern und Frauen ohne Dach über dem Kopf geholfen werden?" Um diese Frage ging es beim diesjährigen "Elisabeth-Tag" in Neuwied. Neuwied – „Wir lösen das Problem der Obdachlosigkeit nicht, indem wir Bauzäune aufstellen“, hat Werner Hammes während des Elisabeth-Tages in Neuwied gesagt. Der Vorsitzende des Vorstandes des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg bezog sich damit auf die derzeitige Situation an der St. Matthias-Kirche. Dort steht eine Absperrung, damit Wohnungslose hier nicht campieren. Doch wie kann den Männern und Frauen ohne Dach über dem Kopf geholfen werden?

Um diese Frage zu diskutieren, luden die Veranstalter des Nachmittags, der Caritasverband Rhein-Wied-Sieg und die Fachverbände Kreuzbund, Malteser Hilfsdienst sowie der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer Neuwied, Gerhard Roden ein. Er ist Fachbereichsleiter der Wohnungslosenhilfe beim Caritasverband der Stadt Bonn. Sein Vortrag war der Frage „Was treibt uns an im Einsatz für Menschen in Wohnungsnot?“ und somit der Caritas-Jahreskampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ gewidmet. Der Sozialarbeiter betreut gemeinsam mit seinem Team 1400 Menschen. „Sie befinden sich in einer existenzbedrohenden Lebenslage“, sagte Roden und räumte gleichzeitig mit dem Vorurteil auf, dass Wohnungslosigkeit ein Phänomen von Großstädten sei.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-95230 Wed, 21 Nov 2018 11:34:05 +0100 Reliquienschrein der heiligen Bernadette zu Gast im Bistum http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/reliquienschrein-der-heiligen-bernadette-zu-gast-im-bistum/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_Reliquie-Hl-Bernadette_100af6133d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Anlässlich des 25jährigen Bestehens der Deutschen Hospitalité ist der Reliquienschrein der heiligen Bernadette zu Gast im Bistum. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Der Schrein der heiligen Bernadette ist auf Deutschlandreise. 13 Bistümer werden besucht – als letzte Haltepunkte stehen Orte im Bistum Trier auf dem Programm. Interessierte können am 20. November in Marpingen, am 21. November in Lebach, am 22. November in Eckfeld (Buchholz), am 23. November in Trier (St. Paulin) und am 24. November in Trier in der Liebfrauenkirche und im Hohen Dom zu Trier die Reliquien der Heiligen besuchen.

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat die Deutsche Hospitalité Notre Dame de Lourdes den Reliquienschrein der heiligen Bernadette zum deutschen Wallfahrtsort Kevelaer gebracht. Dort hatte der damalige Bischof von Lourdes vor 70 Jahren als erster Franzose nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges den Deutschen die Hand zur Versöhnung gereicht.

Vor 160 Jahren erschien in Lourdes der damals 14-jährigen Bernadette Soubirous nach eigener Aussage die Gottesmutter und rief sie zu Umkehr und Buße auf. Auf Geheiß der „Schönen Dame“ grub die junge Frau eine Quelle aus, die bis heute sprudelt. Seitdem finden zahlreiche gläubige Christen in dem Pyrenäenort Trost, Stärkung im Glauben und Linderung ihrer Leiden.

Viele Gläubige können die Pilgerreise zu dem französischen Wallfahrtsort jedoch nicht antreten. Ihnen wird nun „vor der Haustür“ die Möglichkeit geboten, sich am Reliquienschrein der heiligen Bernadette in Gebet und Meditation mit den Geschehnissen in Lourdes zu verbinden. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen laden die Malteser ein zu einer Diözesanwallfahrt mit Pontifikalamt im Hohen Dom zu Trier am 24. November, dem letzten Tag der Reise. Die Malteser haben die Reliquien seit Anfang September durch Deutschland begleitet.

Initiiert wurde die Pilgerfahrt von der Mitbegründerin der Deutschen Hospitalité Adelheid Freifrau von Gemmingen und von Präsidentin Antoinette Freifrau von Elverfeldt. Die Hospitalité ist ein Zusammenschluss aus Frauen und Männern, die sich verpflichten, einmal im Jahr für eine Woche nach Lourdes zu fahren und dort kranken und behinderten Pilgern zu helfen. Aus Anfangs nur sieben Personen ist die Vereinigung heute deutschlandweit auf über 400 Mitglieder angewachsen.

Weitere Informationen zu der Wallfahrt finden sich auf den Seiten der Deutschen Hospitalité: www.hospitalité.de oder denen der Malteser Trier: www.malteser-trier.de.

(ih)

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Pilgerfahrten Pilgern Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-95222 Wed, 21 Nov 2018 08:32:50 +0100 „Integration ist die Aufgabe der Stunde“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/integration-ist-die-aufgabe-der-stunde/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/7/csm_Fluchtlingskonferenz_1_01_1458ba817f.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Sechste Flüchtlingskonferenz des Bistums Trier stellte das Konzept "Soziale Teilhabe" vor. Trier – Integration als strategisches Schlüsselthema ganzheitlich in den Blick nehmen: Dieses Ziel hat sich die sechste Flüchtlingskonferenz im Bistum Trier gesetzt, die am 17. November Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit, Vertreter von Kirche und Politik in der Richterakademie in Trier zusammenführte. Gastgeber war das vom Diözesancaritasverband und dem Bistum getragene „willkommens-netz“, das ein neu entwickeltes Konzept mit dem Titel „Soziale Teilhabe“ vorstellte.

„Das Thema Integration – wie finden wir zu einem Zusammenhalt – ist die Aufgabe der Stunde“, betonte Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft im Bistum Trier, in seinem Impulsreferat. Ullrich führte weiter aus, mit dem Zugang zum Internet sei ein neues Kapitel aufgeschlagen worden, da alle Menschen weltweit in Echtzeit Zugang zu denselben Themen hätten. Das bedeute, dass Wohlstand und Notstand in Echtzeit für jedermann transparent würden. „Daraus folgt, dass wir Lösungen für das Zusammenwachsen der Gemeinschaft der Menschen weltweit brauchen. Das Betonen von Nationalen Grenzen kann momentan vielleicht Überforderungen abwehren, es ist aber keine Antwort auf die eigentlich gestellte Frage.“ Die Vision für die Kirche sei ein gutes Zusammenleben aller Menschen, auch derer die am Rande stehen, seien es Geflüchtete oder andere Teile der Bevölkerung. „Sie haben als Einzelne etwas beizutragen zum Ganzen, was unersetzlich ist.“ Das in vier Felder gegliederte Konzept „Soziale Teilhabe“ sei der Versuch, die Frage, was Integration wirklich bedeute, begrifflich konkret zu fassen. Seine Kollegin Sanaz Khoilar, Referentin für Flucht und Asyl, erklärte zum Entstehen des Konzepts, Integration sei oft mit Spracherwerb, Arbeit oder Aneignung von kulturellem Wissen verbunden, aber die Ebene „Beziehung und Mitwirkung“ komme oft zu kurz. „Das haben wir in unserem Konzept besonders hervorgehoben, dass die Beziehung zwischen den Menschen – das, was den Kitt der Gesellschaft ausmacht –ein wesentlicher Teil von Integration und sozialer Teilhabe ist.“
 

Was bedeutet Teilhabe konkret?

Das Konzept wirft die Frage auf, was Teilhabe konkret bedeutet, wenn eine Person mit all ihren seelischen, geistigen, materiellen und gesellschaftlichen Bedürfnissen wahrgenommen wird. In die vier Handlungsfelder „Beziehung“, „Kompetenzen“, „Eingliederung in gesellschaftliche Teilsysteme“ und „Mitwirkung“ gegliedert, soll es die Aufgaben systematisieren, die es bei der Integration von geflüchteten Menschen gibt. Ziele im Feld Beziehung seien etwa, neue soziale Bindungen einzugehen, eine Vertrautheit mit Kulturen und Gemeinschaften zu erreichen, und alte und neue Bezüge in Einklang zu bringen. Die Aufgabe der Kirche liege vor allem darin, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und den Dialog zu fördern. Die vielen Ehrenamtlichen, aber auch Hauptamtliche, könnten durch ihre persönlichen Beziehungen zu Geflüchteten den Weg ebnen für Integration und Teilhabe. Beim Feld „Eingliederung in gesellschaftliche Teilsysteme“ sei es die Aufgabe der Kirche und zivilgesellschaftlicher Institutionen und Verbände, gleichberechtigte Teilhabechancen für alle Menschen in Systemen wie Politik, Gesundheitswesen, Religion usw. einzufordern und durch gezielte Förderangebote zu unterstützen. Unter „Mitwirkung“, nennt das Willkommensnetz schließlich das Mitgestalten und „Sich-einbringen“ in Gesellschaft, etwa durch Vereine, oder Interessensvertretungen.                                                                      

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-95221 Wed, 21 Nov 2018 07:38:12 +0100 „Erkundung“ vor dem Supermarkt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erkundung-vor-dem-supermarkt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_P1010004_f54c257cf2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen eines Erkundungsprojektes befragt ein Team Passanten in Kaisersesch auf dem Weg zum Einkauf. Kaisersesch – Fragen, hinhören und wahrnehmen, was die Menschen bewegt – das geht auch an Orten, an denen Frauen und Männer gerade geschäftig sind, weil sie fürs Wochenende einkaufen. Diese Erfahrung macht zurzeit ein Erkundungsteam der Pfarrei der Zukunft Kaisersesch, das vor mehreren Einkaufszentren die Passanten danach befragt, was für sie Lebensqualität bedeutet, was ihr Leben wertvoll macht oder was ihnen Halt gibt.

Es sind aber zunächst ganz einfache Fragen, die Herbert Tholl vom Erkundungsteam aus dem Bistum Trier und Karl-Heinz Gilles als ehrenamtlicher Miterkunder aus Illerich am 17. November vor dem Supermarkt in Kaisersesch an die Passanten richten. „Wohnen Sie in der Nähe?“ und „Gehen Sie gerne einkaufen?“ sind die Fragen, die die Menschen auf dem Weg ihrer samstäglichen Besorgungen unterbrechen und zu einem kleinen Gespräch einladen sollen. Auch wenn viele „keine Zeit“ haben, füllen sich nach und nach die Fragebögen und es kommen kurze oder längere Gespräche zustande. „Wenn wir mehr über die Leute wissen, erfahren wir mehr über unseren Auftrag als Kirche“, fasst Tholl ein wichtiges Ziel der Erkundungsaktionen zusammen, die derzeit vielerorts in den Pfarreien der Zukunft stattfinden. Dabei sind die exemplarischen Befragungen in drei ausgewählten Ortschaften im Raum Kaisersesch eines von vielen Erkundungsprojekten, die die hauptamtlichen Teams und ihre ehrenamtlichen Miterkunder als geeignet ausgewählt haben. „Zuhören, wirken lassen und sich einlassen, auch dort, wo ich bisher noch nicht war, und bei Menschen, die ich noch nicht kenne“, das bedeutet für Tholl „erkunden“.

„Es ist nicht immer einfach, Menschen direkt anzusprechen“, gesteht Miterkunder Gilles, der sich selbst zu denen zählt, „die sonst am liebsten einen Bogen um Befragungen machen“. Nun sei es aber eine interessante Erfahrung. Etwas leichter fällt das Ansprechen dem Diakon Hermann Hower, der zur gleichen Zeit im benachbarten Greimersburg im dortigen Dorfladen die Besucher um das kurze Interview bittet. „Die Leute sind sehr auskunftsfreudig“, sagt Hower nach zwei Stunden und 20 ausgefüllten Befragungsbogen. Fast alle zeigten sich überaus zufrieden mit den Bedingungen in der kleinen Ortschaft, die mit ihrem vereinsorganisierten Laden und bald auch einer genossenschaftlichen Seniorenpflege-Wohngemeinschaft ein engagiertes, zukunftsfähiges und „interessantes Dorf“ für die Erkunder sei. „Menschen hören, gute Beispiele von Kirche kennenlernen und bestehende Motivationen und Projekte fördern“ – das seien, so Tholl, die drei Schwerpunkte der Erkundung.

Für die Pfarreien der Zukunft Kaisersesch und Cochem-Zell sind neben der Befragungsaktion unter anderem die Dorfakademie Hambuch, das Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch, die Caritas-Werkstätten in Cochem-Brauheck oder eine Schülerbefragung an Cochemer Schulen weitere wichtige Erkundungsprojekte. Die Auswertungen aller Erkundungsinitiativen, zu denen auch Rückmeldungen zu Problemen gehören, münden in einer Abschlussdokumentation und bilden für die Arbeit der jeweiligen Pfarrei der Zukunft eine wichtige Grundlage.

Weitere Informationen gibt es unter www.erkundung.bistum-trier.de
(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Seelsorge
news-95209 Tue, 20 Nov 2018 18:25:57 +0100 In aller Munde: Charisma http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-aller-munde-charisma/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_SG_2018_-_voll_42d8025547.jpg" width="150" height="135" alt="Die SprecherInGruppe des bvpr" title="Foto: Martina Fries" />Charisma als Aufgabe? Diese Frage beschäftigte die PastoralreferentInnen und Bischof Ackermann bei der Jahrestagung in Trier - Neue Sprecher gewählt „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“: Das hat die Bistums-Synode der Kirche im Bistum Trier als zweiten Perspektiv-Wechsel mitgegeben – und damit manche Fragen offengelassen. Auch deswegen wollten die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten bei ihrer Jahrestagung 2018 an diesem Thema weiterarbeiten und damit auch ihre eigene Position in der Seelsorge im Bistum Trier weiterdenken.

Mit diesem Perspektivwechsel habe die Synode viel Mut gezeigt: Wer die Gaben des Heiligen Geistes zuerst in den Blick nimmt, muss damit rechnen, dass der Gottes-Geist weht, wo er will. Und das kann gelegentlich an unerwarteten Stellen geschehen; zudem wehe der Heilige Geist gelegentlich auch in erst einmal fremde Richtungen. So kommentierte Prof. Hans-Georg Gradl, Professor für Neues Testament an der Trierer Theologischen Fakultät, den Synoden-Beschluss.

Zugleich lud Gradl in seinem Referat dazu ein, die Charismen im Volk Gottes zu entdecken und in den Aufbau der Kirche vor Ort zu investieren. Charisma sei keine Extravaganz, mit der einzelne sich schmücken könnten: Gott schenkt seine Begabung immer, damit der oder die Einzelne sie für andere einsetzt. Damit können und sollen die Kirche und die Christenmenschen ihren Beitrag dazu leisten, dass Gottes Reich weiter wächst und Leben ermöglicht. „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“ wäre also zu ergänzen um die Einsicht, dass auch das Charisma selbst schon Gabe und Aufgabe zugleich ist.

Offenes und kritisch-konstruktives Gespräch mit dem Bischof

Im Gespräch der Berufsgruppe mit Bischof Stephan Ackermann kam die Frage, ob der Bischof auch der Formulierung „Aufbrüche vor (traditionellen) Aufgaben“ zustimmen könne. Ja, meinte Ackermann – allerdings wolle er möglichst "Neues und Bewährtes" miteinander sehen. Die Kirche dürfe gerade heute die Menschen und ihre traditionellen Erwartungen nicht allein lassen.

Einverstanden zeigte sich der Bischof mit einem Papier zur Selbstvergewisserung und Beschreibung der Berufsgruppe, die der Berufsverband im Sommer vorgelegt hatte: Das Bistum brauche auch weiterhin ausgebildete Theologinnen und Theologen, fähig zu Reflexion und konzeptioneller Arbeit. Er erwarte gerade auch von dieser pastoralen Berufsgruppe die Bereitschaft, Neues zu entdecken und auszuprobieren, manchmal auch neben dem "basalen" kirchlichen Leben – und sehe ihre Aufgaben mit noch mehr Blick auf die „Welt“. Auch in vielen Leitungsteams in den Pfarreien der Zukunft im Bistum sollten, so Bischof Stephan, Mitglieder der Berufsgruppe zu finden sein. Die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten gaben dem Bischof und dem Bistum die Zusage, weiterhin und verstärkt die Kirche von Trier auch in neuen Feldern und an neuen Orten lebendig zu machen.

„Vielfältige Leitung“ – Kirche gegen Rechts –
Neue Sprecher des Berufsverbandes

In der anschließenden Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten (bvpr) ging es unter anderem darum, wie die Mitglieder mit verschiedenen Formen von Leitungsaufgaben in der Pfarrei der Zukunft umgehen wollen. Der bvpr hat zudem beschlossen, als erste kirchliche Gruppe im Bistum Trier der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kirche und Rechtsextremismus“ beizutreten und damit ein Zeichen gegen alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) zu setzen. Ein neuer Arbeitskreis des bvpr wird sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt in der Kirche“ befassen; er soll unter anderem einen Gesprächsraum für Menschen anbieten, die direkt oder indirekt von solchen Verbrechen betroffen sind.

Da die Amtszeit von Thomas Ascher (Dillingen) und Roland Hinzmann (Schweich) in der Sprecherinnen- und Sprechergruppe (Vorstand) des bvpr abgelaufen war, wählte die Mitgliederversammlung Altfried G. Rempe (Redakteur von www.bistum-trier.de) und Rainer Stuhlträger (Dekanatsreferent in Losheim-Wadern), die mit den weiterhin amtierenden Benedikt Achtermann (Wadgassen) und Sandra Jungbluth (Merzig) zusammenarbeiten werden.

Der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier ist seit gut vierzig Jahren der freiwillige Zusammenschluss dieser Gruppe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern; er hat zur Zeit 222 Mitglieder (von 234 PR im Bistums-Dienst); alle Informationen auf www.bvpr-trier.de   

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Seelsorge / Pastoral Bischof Kirchliche Verbände Personal Synode: Umsetzung
news-95069 Tue, 20 Nov 2018 09:26:00 +0100 "Eine bewegte Zeit" http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-bewegte-zeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_Grundmann_Studio_Koblenz_ff2c76c7ed.jpg" width="150" height="113" alt="" />Nach 30 Jahren verabschiedet sich der Pastoralreferent Kalle Grundmann aus dem aktiven Dienst. Der Koblenzer hat in den vergangenen Jahrzehnten viel erlebt und bewegt. Koblenz – Seit mehr als 30 Jahren ist Kalle Grundmann im Dienst für das Bistum Trier. Der Koblenzer Pastoralreferent hat in diesen Jahrzehnten viele Projekte angestoßen und durchgeführt. Jetzt wird er ein Sabbat-Jahr antreten und anschließend in den Ruhestand gehen.

1985 wurde er als Pastoralreferent beauftragt. Seine erste Stelle hatte er in Neuwied. „Da habe ich viel über Ökumene gelernt“, sagt Grundmann, der von sich selbst sagt, eher in einem katholischen Milieu aufgewachsen zu sein. Es war eine prägende Zeit für den jungen Koblenzer, die seinen weiteren Lebensweg beeinflusste. „Die Begegnung mit anderen christlichen Kirchen hat meinen Horizont erweitert“.

Vor seiner Studienzeit, er studierte neben Theologie auch Pädagogik in Trier, war er bereits ehrenamtlich in der Jugendarbeit aktiv. Der Kern seiner ersten Berufsjahre lag dann auch in diesem Bereich. „Ich bin guten Kaplänen und Priestern begegnet, daher kam mein Entschluss, Pastoralreferent zu werden“.

Ab den 90er Jahren verlagerten sich seine Arbeitsstätte und sein Lebensmittelpunkt in das heimatliche Koblenz. Während dieser Zeit rückte das Thema „Citypastoral“ in seinen Fokus. „Wie muss man kirchliches Leben in der Innenstadt gestalten?“, lautete hier die Fragestellung.

1998 startete für Grundmann die „Rundfunkgeschichte“, wie er sagt. Als Rundfunkbeauftragter des Bistums Trier beim SWR hat er zahlreiche Verkündigungsbeiträge geschrieben und gesprochen oder Beiträge von Kolleginnen und Kollegen redigiert.

Die andere Hälfte seines Jobs füllte er weiterhin als Pastoralreferent in Koblenz aus. In den Innenstadtgemeinden Herz Jesu-Kastor-Liebfrauen hat er zusammen mit anderen Engagierten viel bewegt: Ein gemeinsamer Pfarrbrief, Mittagsmusik, „Nacht der offenen Kirchen“ und Adventsmeditationen gingen aus der Arbeit hervor und haben noch heute Bestand.

Kirche auf der BUGA

Ab 2009 war er zusammen mit seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Sven Dreiser für die Vorbereitung und Durchführung von „Kirche auf der BUGA 2011“ zuständig. Besonders freute ihn, dass 150 ehrenamtliche Frauen und Männer sich bei diesem ökumenischen Projekt engagierten. „Den Schritt habe ich nie bereut. Es war eine bewegte Zeit“, sagt er rückblickend. Bei „Kirche auf der BUGA“ haben sich viele seiner Schwerpunkte vereint. „Auch hier war die Frage ähnlich wie in der Citypastoral: Wie kann man Menschen en passant, im Vorbeigehen, ansprechen?“ Hinzu kamen die ökumenische Zusammenarbeit und die Liebe zu Koblenz. Insbesondere im Jahr der BUGA 2011 „war es anstrengend ohne Ende, aber ich war auch glücklich ohne Ende“. Zu dieser Zeit ist das Konzept des Koblenzer Evensongs (ökumenischer Abendgottesdienst mit Chormusik) entstanden, der auch noch heute stattfindet.

Nach diesen intensiven Jahren voller emotionaler Begegnungen hat sich Grundmann erst einmal nur auf die Arbeit im Rundfunk konzentriert. Bis er mit der Koordination des Evensongs und der Arbeit in der Festungskirche auf dem Ehrenbreitstein wieder in ein pastorales Projekt in Koblenz eingestiegen ist.

Zukünftig wird der ausgebildete Gästeführer weiterhin (biblische) Weinproben begleiten. „Vielleicht werde ich dann auch einmal bei der Traubenlese oder beim Schneiden selbst im Weinberg stehen“, überlegt Grundmann. „Aber mein Talent besteht sicherlich darin, Menschen Geschichten zu erzählen. Das werde ich auch künftig machen“. Doch nun will er erst einmal die Zeit nutzen, um über die Gestaltung „meiner letzten Lebensphase nachzudenken“. Dem 62-jährigen Ehemann, dreifachen Vater und zweifachen Opa wird sicherlich etwas einfallen.

Am Freitag, 23. November um 17 Uhr wird er in der Basilika St. Kastor mit einem Evensong verabschiedet.

(jf)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ökumene Seelsorge Vermischtes