Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Mon, 26 Oct 2020 20:19:53 +0100 Mon, 26 Oct 2020 20:19:53 +0100 Bistum Trier news-103666 Mon, 26 Oct 2020 15:51:21 +0100 Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/solidarisch-fuer-frieden-und-zusammenhalt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_PA250008_3b9f699743.jpg" width="150" height="96" alt="" title="Weltmissions-Sonntag mit Weihbischof Brahm" />Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm, live zugeschalteten Gästen aus Westafrika und bewegender Musik haben Jugendliche und Erwachsene in der Jugendkirche MIA in Weiskirchen-Rappweiler am 25. Oktober den Weltmissionssonntag gefeiert. Weiskirchen – Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm, live zugeschalteten Gästen aus Westafrika und bewegender Musik haben Jugendliche und Erwachsene in der Jugendkirche MIA in Weiskirchen-Rappweiler am 25. Oktober den Weltmissionssonntag gefeiert. Unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften – Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“ standen sowohl die Sorgen und Nöte von Menschen aus westafrikanischen Ländern als auch die Solidarität mit ihnen im Blickpunkt.

„Ein klares ‚No-Go‘ zur Gleichgültigkeit diesen Menschen gegenüber“ – so laute am Sonntag der Weltmission die erste Botschaft an uns, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Der Tag erinnere uns daran, dass wir das „Sprachrohr dieser Menschen“ seien. Den eigenen Radius zu weiten und den Nächsten zu lieben, das erfordere, sich selbst zu lieben, betonte Brahm: „Liebe Deine eigene Fremdheit in Dir. Je mehr Du das kannst, umso mehr weitet sich Dein Geist und Verstand, und umso mehr beginnst Du, Partnerin und Partner für andere zu sein.“

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Saarbrücken bistum-trier Jugend Kultur Politik / Gesellschaft Schöpfung Vermischtes Wallfahrten/ Pilgern
news-103659 Sat, 24 Oct 2020 03:53:00 +0200 Polen zeichnen Engagement deutscher Katholiken aus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/polen-zeichnen-engagement-deutscher-katholiken-aus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Christian-Hartl-mit-Auszeichnung-fur-Renovabis-Foto-Thomasz-Koryszko-Renovabis_9be78dc9b2.jpg" width="100" height="150" alt="" />Die katholische Solidaritätsaktion Renovabis erhält für ihren Einsatz für Dialog und Versöhnung in Mittel- und Osteuropa die Auszeichnung „Memoria Iustorum“ (lat. "Gedächtnis der Gerechten"). Trier/Koblenz/Saarbrücken – Christian Hartl, Renovabis-Hauptgeschäftsführer und ehemaliger Spiritual von St. Lambert in Lantershofen, bekommt eine Auszeichnung überreicht: Im polnischen Lublin erhielt Renovabis im Rahmen des VI. Kulturkongresses, veranstaltet von der Katholischen Universität Lublin, die Auszeichnung "Memoria Iustorum" (lat. „Gedächtnis der Gerechten“). Hartl nahm sie für die katholische Solidaritätsaktion entgegen. Damit wurde der vielfältige Einsatz von Renovabis für Dialog und Versöhnung in Mittel- und Osteuropa hervorgehoben.

Das ist auch im Bistum Trier ein Grund zum Feiern. Denn Hartl war vier Jahre – von 2012 bis 2016 – Spiritual im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Dort begleitetet er viele „Spätberufene“ – Männer, die vor ihrem Entschluss, Priester zu werden, einen anderen Beruf ausübten. Für die theologische Ausbildung und Begleitung kommen Spätberufene aus ganz Deutschland nach Lantershofen.

Außerdem gilt die Auszeichnung „Memoria Iustorum“ nicht nur Renovabis, sondern allen, die sich solidarisch zeigen mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa – so steht es auf der Urkunde und auch Hartl betonte bei der Überreichung: „Ich werde den Dank gerne weiter geben an die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland und allen, die sich in Ost und West für Solidarität einsetzen."

Der Lubliner Erzbischof Stanisław Budzik betonte in seiner Laudatio, dass die Solidarität und die treue Unterstützung seitens der Solidaritätsaktion Renovabis viele geistige und materielle Früchte in seiner Heimat mit sich gebracht hätten. So half Renovabis beim Aufbau von kirchlichen Strukturen und bei der Verständigung und Versöhnung unter den Völkern von Ost und West. Viele der Projekte seien nur durch die finanzielle Hilfe aus Deutschland möglich gewesen.

Der Preis zeigt – in Form einer Metallskulptur – die beiden Schutzpatrone Europas: den Heiligen Kyrill und den heiligen Method. Auf der Urkunde heißt es: „Renovabis war von Anfang an gedacht als eine Antwort auf den gesellschaftlichen und religiösen Neuanfang in den Staaten des ehemaligen Ostblocks nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme. Diese Anerkennung gilt allen Mitarbeitern von Renovabis, allen, die die Pfingstaktion unterstützen, der Deutschen Bischofskonferenz, der katholischen Kirche in Deutschland und allen Menschen guten Willens für so viele Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Ihre Großzügigkeit und Güte, ihr Verständnis und ihre Opferbereitschaft sind Bausteine aus denen die Einheit Europas in unserer bedrohten Welt gebaut wird."

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa und wurde 1993 gegründet. Weitere Informationen zu Renovabis und der Auszeichnung „Memoria Iustorum“ gibt es unter www.renovabis.de und Tel.: 08161-53090.

(red/aw)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103655 Thu, 22 Oct 2020 10:42:26 +0200 Bischof Ackermann ruft zu Mut statt Angst während der Corona-Pandemie auf https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-ackermann-ruft-zu-mut-statt-angst-waehrend-der-corona-pandemie-auf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_DOM_5484_f400eea78c.jpg" width="150" height="106" alt="" title="Wendelinuswallfahrt 2020 2" />Mit einem Appell für mehr Mut und Gottvertrauen in Zeiten der Corona-Pandemie hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Basilika St. Wendel die diesjährige Wendelinus-Wallfahrtswoche beendet. St. Wendel – Mit einem Appell für mehr Mut und Gottvertrauen in Zeiten der Corona-Pandemie hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Dienstag, 20. Oktober, in einem Pontifikalamt in der Basilika St. Wendel die diesjährige Wendelinus-Wallfahrtswoche beendet. „Gottvertrauen schenkt neues Selbstvertrauen“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Damit sei aber keine Tollkühnheit oder billiger Optimismus gemeint, der die Risiken ausblende. „Wir können unsere Ängste Gott anvertrauen. Das ist eine wichtige Haltung neben all den Vorsichtsmaßnahmen. Das, was ich nicht planen kann, darf ich Gott anvertrauen. Daraus wächst Selbstvertrauen“, sagte der Bischof weiter. „Es gibt viel Angst, auch berechtigte Angst“, sagte er. Dazu zählten die Sorge vor einem neuen Lockdown sowie die Angst um die Gesundheit von Angehörigen und Freunden. „Wir dürfen uns aber nicht von der Angst treiben lassen“, appellierte der Bischof an die Gläubigen in der Basilika und an den heimischen Bildschirmen, die das Pontifikalamt im Live-Stream vom Computer aus verfolgten.

In dem die Jünger auf Jesus vertrauten und dafür ihr bisheriges Leben aufgaben, hätten sie eine neue Freiheit und dadurch neues Selbstvertrauen gewonnen. „Sie bewiesen einen Mut, über den wir nur staunen können“, sagte Bischof Ackermann. Auch der heilige Wendelin, dessen Namenstag an diesem Tag gefeiert wurde, habe diesen Mut bewiesen. Er sei als Einsiedler aus seinem bisherigen Leben ausgebrochen. Dies sei jedoch nicht nur eine Einschränkung gewesen, sondern auch eine Chance, den Blick nach innen zu richten und Gott zu finden. So könne auch die Zeit der Corona-Pandemie nicht nur als Zeit der Beschränkung betrachtet werden, sondern auch die Chance bieten, sich auf eine Beziehung mit Gott einzulassen und so seinen Glauben neu zu erlernen.

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Pfarreien Vermischtes Wallfahrten/ Pilgern
news-103650 Tue, 20 Oct 2020 16:08:33 +0200 Zeichen der Verbundenheit zwischen Luxemburg und Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeichen-der-verbundenheit-zwischen-luxemburg-und-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_dsc03451-8bbca_3c7de3e16a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert ist zum Ehrendomherrn der Kathedrale von Luxemburg ernannt worden. Luxemburg/Trier – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert ist zum Ehrendomherrn der Kathedrale von Luxemburg ernannt worden. Luxemburgs Kardinal Jean-Claude Hollerich sprach die Ernennung bei einem Pontifikalamt am 18. Oktober aus, das als Danksagung für das 150-jährige Bestehen der Diözese Luxemburg und als Abschluss von der marianischen Woche gefeiert wurde. Kardinal Hollerich und Dompropst Georges Hellinghausen legten Weihbischof Gebert und drei weiteren neuen Domherren die Mozetta an und überreichten die Ernennungsurkunde.

Neben Weihbischof Gebert wurden auch Georges Hoffmann, Pfarrmoderator im Pastoralteam der Pfarrei „Steesel-Walfer Sainte-Trinité“, Joseph Roemen, Ehrendechant und Pfarrmoderator im Pastoralteam der Pfarrei „Clierf Saint-Benoît“ und Domkapitular Gregor Kauling, Pfarrer und Wallfahrtsrektor in Kevelaer zu Ehrendomherren ernannt. Die Ernennung zum Ehrendomherrn ist als Zeichen der Verbundenheit zwischen der Diözesen Luxemburg und Trier zu verstehen. So ist der emeritierte Luxemburger Erzbischof Fernand Franck auch Ehrendomkapitular am Hohen Dom zu Trier.

(red/JR)

 

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news-103649 Tue, 20 Oct 2020 12:27:13 +0200 Lohnt es sich weiterzukämpfen? https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lohnt-es-sich-weiterzukaempfen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_Gott-und-Welt-home-pexels_bongkarn-thanyakij_d7d63a76e8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bei der von der Jugendpastoral im Bistum veranstalteten Reihe „Gott und die Welt @home“ wurde über die Frauenfrage diskutiert. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Backen und schmücken für das Pfarrfest oder doch eine neue Art von Priesteramt für Frauen? Welche Position Frauen in der katholischen Kirche haben oder haben sollten, beschäftigt viele Hauptamtliche und Laien. Auch die Reihe „Gott und die Welt @home“ von der Jugendpastoral im Bistum Trier hat das kontroverse Thema aufgegriffen und am 14. Oktober zum digitalen Austausch eingeladen. Viele der rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer betraf das Thema persönlich. Denn der Einladung, ihre Erfahrungen, Wünsche und Meinungen zu teilen, folgten vorwiegend junge, in der Kirche engagierte Frauen. Sie diskutierten unter dem Motto: „Frauen in der Kirche und was Frauen in der Kirche hält. Wo haben Frauen (und queere Menschen) in der Kirche ihren Platz und warum sind sie Männern nicht geleichgestellt?“. Als besonderer Gast nahm Schwester Scholastika Jurt an dem Gespräch teil. Sie ist Generaloberin der Arenberger Dominikanerinnen und Delegierte im Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ des Synodalen Weges der Deutschen Bischofskonferenz.  

In der Diskussion wurde der Unmut darüber deutlich, dass Frauen in der katholischen Kirche anders gesehen und behandelt werden als ihre männlichen Kollegen. So dürfen Theologinnen keine Weihe zur Diakonin oder zur Priesterin empfangen, auch wenn sie die gleichen Qualifikationen wie ihre männlichen Kollegen aufweisen. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer kritisierten, dass selbst im Ehrenamt Frauen zu wenig Verantwortung übertragen werde und sie auf Aufgaben wie Kochen, Putzen oder Schmücken reduziert würden. Schwester Scholastikas Überlegung „etwas ganz Neues zu denken, was Frauen und Queere in die Kirche besser integriert: eine neue Art von Priesteramt“ löste eine Debatte unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. Vor allem störte es einige aus der Gruppe, dass dadurch nur neue Unterschiede kreiert würden und es so nicht zu einer wirklichen Gleichberechtigung komme. Diese könne nur gelingen, wenn alle Rollen, Funktionen und Ämter unabhängig vom Geschlecht besetzt würden und nicht mehr Männer darüber entscheiden, welche Positionen Frauen in der katholischen Kirche innehaben dürfen. Trotz dieser Einschränkungen kommt für die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht in Frage, aus der katholischen Kirche auszutreten. Die Kirche sei mehr als nur die Institution und es lohne sich zu kämpfen und nicht aufzugeben, betonten die jungen Männer und Frauen. Diesen Ansatz unterstützte Schwester Scholastika mit dem Beispiel des Zweiten Vatikanischen Konzils: Dadurch habe sich Vieles in der Kirche geändert, auch wenn das am Anfang kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Das nächste digitale Treffen von „Gott und die Welt @home“ findet am Mittwoch, 4. November zum Thema Organspende statt. Die Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.jugend-bistum-trier.de/angebote/aktionen-und-projekte/gott-und-die-welt-home/, jugend(at)bistum-trier.de und Tel.: 0651-9771206.

(aw)

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news-103647 Mon, 19 Oct 2020 15:36:02 +0200 Ohne Angst sich selbst verschenken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ohne-angst-sich-selbst-verschenken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/b/csm_altarweihe_preischeid_gebert_01_32049c3461.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert hat in der Pfarrkirche in Preischeid einen neuen Altar, Ambo (Lesepult) und Osterkerzen-Ständer geweiht. Preischeid – In einem Festhochamt am 17. Oktober hat Weihbischof Franz Josef Gebert in der Pfarrkirche St. Petrus in Preischeid einen neuen Zelebrationsaltar sowie einen Ambo (Lesepult) und einen Osterkerzen-Ständer geweiht. Die Sandstein-Objekte in schlichter Form prägen nun den Altarraum der renovierten, barocken Kirche aus dem Jahr 1784.

In seiner Predigt sprach der Weihbischof mit Blick auf die neuen liturgischen Orte von „äußeren Symbolen“, die sich in ihrer Schönheit und nicht selten kostbaren Gestaltung aus dem Alltäglichen herausheben und eine Vorstellung davon geben würden, was sich in „ihrem Innern“ vollziehe. Auch wollten sie in ihrer Gestaltung eine Ahnung vom „übergroßen Reichtum Gottes“ vermitteln, der den Menschen nicht nur in Worten, sondern auch über die Sinne, über das Sehen, Spüren und Anfassen, erfahrbar werden möchte.

Das Leben durch Hingabe bereichern

Neben der Schönheit und Fülle stehe der Altar aber auch für die Hingabe, sagte Gebert mit Blick auf das Tagesevangelium nach Johannes mit dem Gleichnis vom Weizenkorn. „Wenn das Weizenkorn stirbt, wenn es sich hergibt, wenn es keine Angst hat, sich zu verschenken, dann bringt es reiche Frucht. Und weil Gott so ist und wir in ihn hineingenommen sind, dürfen wir die Zuversicht haben, dass das auch für uns gilt und unser Leben einen weiten Horizont bekommt und eine göttliche Bedeutung hat“, sagte Gebert. „Unser Leben wird dort am reichsten, wo wir uns selber, unser Menschsein, die Tiefe und die Mitte unserer Person hingeben“, betonte er mit Blick auf die vielfältigen menschlichen Beziehungen im Alltag. Der Weihbischof ermutigte dazu, nicht ein „egoistisches, in sich verschlossenes“ Leben zu führen, sondern sich zu öffnen und „nicht zu sparsam“ etwas „von sich wegzugeben“ – wie das Weizenkorn, das dadurch eine neue Fruchtbarkeit bringe. Dafür stünden auch der Altar als Ort der Eucharistie und Hingabe, der Ambo als die Stelle der Verkündigung von Gottes Wort und der Leuchter mit dem Osterlicht, die zusammen mit der Gemeinde eine lebendige Einheit bildeten.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103646 Mon, 19 Oct 2020 14:05:11 +0200 Doppelte Großherzigkeit für doppelte Katastrophe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/doppelte-grossherzigkeit-fuer-doppelte-katastrophe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_missio-hilft-weltmissionssonntag-2020-plakat-din-a4_42a26fd2bc.jpg" width="107" height="150" alt="" title="Missio hilft weltmissionssonntag 2020 plakat din a4" />Bischof Dr. Stephan Ackermann bittet um Spenden zum Sonntag der Weltmission. In diesem Jahr steht Westafrika beispielhaft im Vordergrund der Aktion. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft gemeinsam mit dem internationalen katholischen Hilfswerk missio zur Teilnahme an der weltweit größten katholischen Solidaritätsaktion, dem Sonntag der Weltmission, auf. Dazu wurde ein Schreiben des Bischofs in allen Gottesdiensten am 18. Oktober verlesen. Die Kollekte, die am Sonntag, 25. Oktober, gesammelt wird, ist für die Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt. Für die Menschen in den Partnerländern bedeutet die Pandemie großes Leid – sie haben kein Einkommen mehr und müssen hungern. Einen Sozialstaat, der sie auffängt, gibt es nicht. Die Kirche helfe medizinisch und seelsorglich, so gut sie könne.

Da bedingt durch die aktuelle Situation weniger Menschen in die Gottesdienste kommen können und dürfen, befürchtet missio in diesem Jahr einen drastischen Einbruch der Spenden. „Das wäre eine doppelte Katastrophe. Wir bitten deshalb im Namen unserer Partnerinnen und Partner die Gläubigen in Deutschland, darauf mit doppelter Großherzigkeit zu antworten“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.

In diesem Jahr steht Westafrika beispielhaft im Vordergrund der Aktion. „Selig, die Frieden stiften“ lautet das Bibelzitat zum diesjährigen Weltmissionssonntag. Wo früher verschiedene Religionen und Ethnien friedlich zusammen lebten, herrschen jetzt Terror und Gewalt. Um die Menschen gegeneinander aufzubringen, werden die Konflikte zum Teil religiös aufgeladen. Die Kirchen in Westafrika wollen das durch interreligiöse Zusammenarbeit und Friedensarbeit verhindern. Sie möchten die Konfliktparteien dazu bringen, wieder aufeinander zuzugehen. 

Weitere Informationen gibt es unter www.missio-hilft.de und unter www.weltkirche.bistum-trier.de.

(aw)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103639 Sat, 17 Oct 2020 10:00:00 +0200 Wie sich Saarbrücken während der Corona-Pandemie wandelt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wie-sich-saarbruecken-waehrend-der-corona-pandemie-wandelt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/b/csm_KAB-logo_50d28236d1.gif" width="88" height="150" alt="" title="KAB-logo.gif" />Am 20. Oktober ab18 Uhr diskutiert die KAB mit Kommunalpolitikern in einer digitalen Gesprächsrunde rund um die Frage " Wie verändert Corona Saarbrücken". Saarbrücken – „Wie verändert Corona Saarbrücken?“ – zu diesem Thema diskutiert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Saarbrücken am Dienstag, 20. Oktober, ab 18 Uhr in einer digitalen Gesprächsrunde. Bereits heute sind aus Sicht der KAB deutliche Spuren in der Landeshauptstadt zu spüren: Radfahren gewinnt an Attraktivität, doch die Busse werden leerer. Während Parks und Plätze an Bedeutung gewinnen, kämpfen die Kulturszene und Gastronomie ums Überleben. Mit dem Trend zu mehr Home-Office kehren verstärkt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Stadt den Rücken. Darüber hinaus spielen laut KAB soziale Aspekte eine wichtigere Rolle: So ist die Größe und Qualität einer Wohnung in Lockdown-Zeiten für Familien mit Kindern noch bedeutsamer. „Was bedeutet das für die Stadtentwicklung für Saarbrücken? Welche Prioritäten sind heute und in Zukunft zu setzen“, sind Fragestellungen, mit denen sich das Podium beschäftigen wird. Teilnehmer der Gesprächsreihe „KAB im welt:raum“ sind die Saarbrücker Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche (Grüne) sowie der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Regionalverbandsfraktion David Pasternak.

Das Gespräch erfolgt über das Videokonferenz-System Zoom. Anmeldung über saarland(at)kab-trier.de.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103644 Fri, 16 Oct 2020 10:41:45 +0200 Jungen Menschen eine Stimme geben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jungen-menschen-eine-stimme-geben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Achmed_ih_5d3a3ff967.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Theaterprojekt „I have a dream“ fördert ein friedliches Miteinander. Organisiert wird es vom Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritasverbandes und der Abteilung Jugend im Bistum. Trier – Die Bühne ist schwarz, nur ein schwaches Licht wirft seinen Schein auf die Silhouette einer jungen Frau, die reglos in der Mitte der Bühne steht. „Später möchte ich Ärztin werden und die Menschen versorgen, die kein Geld für eine Behandlung haben“, schallt eine durchdringende Stimme aus den Lautsprechern im Kleinen Saal der TUFA Trier – zuerst auf Französisch, mit westafrikanischem Akzent, dann in der deutschen Übersetzung. Die Figur tritt in den Hintergrund und macht die Bühne frei für vier weitere Jugendliche. „Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen friedlich miteinander leben“, heißt es da etwa, bevor die Darbietung rasant an Fahrt aufnimmt. Unterstützt durch audiovisuelle Effekte eröffnet sich den Zuschauern eine Traumlandschaft voll greller Farben, durchzogen von impulsiven Tanzelementen und Schattenspiel.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-103635 Wed, 14 Oct 2020 10:25:00 +0200 Tipps und Infos wie Erziehung liebevoller gelingen kann https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/tipps-und-infos-wie-erziehung-liebevoller-gelingen-kann/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_liebevoll-und-kompetent--Juliane-Liebermann-auf-unsplash_cc28b9008d.jpg" width="150" height="64" alt="" title="Liebevoll und kompetent Juliane Liebermann auf unsplash" />Wie sich Alltagsprobleme meistern lassen, können Eltern im Erziehungskurs "Liebevoll und Kompetent" erlernen. Erstmals bieten die Lebensberatungsstellen St. Wendel, Saarburg und Gerolstein den Kurs digital an. St. Wendel/Saarburg/Gerolstein – Hunger oder Durst, zu warm oder zu kalt: Wenn die siebenjährige Luisa abends ins Bett gehen soll, findet sie immer einen Grund, doch noch einmal aufzustehen und zu den Eltern ins Wohnzimmer zugehen oder solange zu rufen, bis einer bei ihr im Kinderzimmer vorbeischaut. Der Abend nimmt für ihre Eltern kein Ende, sie sind zunehmend genervt und vor allem ratlos, wie sie ihrer Tochter helfen können, einzuschlafen.

Wie Eltern lernen können, diese und andere Alltagsprobleme zu meistern, vermittelt der Elternkurs „Liebevoll und kompetent“, den die Lebensberatungsstellen des Bistums Trier seit rund zehn Jahren anbieten. Wegen der Coronakrise startet die nächste Kursreihe der Lebensberatungen St. Wendel, Saarburg und Gerolstein Ende Oktober erstmals digital (Termine siehe unten). Das Elterntraining richtet sich Paare und Alleinerziehende, die Kinder im Alter von zwei bis elf Jahren erziehen. Jeder der drei Kurse umfasst vier Termine zu je zwei Stunden.

„Wir möchten Eltern befähigen, auf ihre eigenen Kompetenzen zu hören und reichern diese im Kurs mit fachlichem Wissen über die Eltern-Kind-Bindung an“, sagt die Leiterin der Lebensberatungsstelle St. Wendel, Theresia Wagner. Eine liebevolle Bindung zum Kind sei die Basis, auch schwierigere Zeiten zu meistern. „Bindungserfahrung beeinflusst unser ganzes Leben. Daher sprechen wir zu Beginn des Kurses auch darüber, was die Eltern in ihrem eigenen Leben an Bindung erfahren haben. Was wollen sie davon an ihre Kinder weitergeben – und was wollen sie anders machen als ihre eigenen Eltern?“, sagt Wagner. Bei bindungsorientierter Erziehung gehe es darum, den Kindern Sicherheit zu vermitteln, um so ihre Entwicklung zu fördern. „Kinder brauchen Wurzeln und Flügel. Sie brauchen keine Eltern, die zu allem ,Ja‘ und ‚Amen‘ sagen. Eltern müssen auch nicht der beste Freund ihres Kindes sein“, sagt die Diplom-Sozialarbeiterin.

Mit Übungen sollen die Eltern Erziehungsmethoden lernen, die dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen und sich in der langjährigen Erfahrung in der Erziehungsberatung bewährt haben. In den Vor-Ort-Kursen wird dies anhand von Rollenspielen eingeübt, das sei zunächst im Online-Kurs nicht vorgesehen, sagt Wagner, „Eltern können ihre Fragen einbringen und die Gruppe und die Beraterin um Rat fragen.“ In der Runde würden Lösungsideen gesammelt und von den betroffenen Eltern bewertet: Ist das bei uns umsetzbar? „Was bei dem einen gut klappt, funktioniert bei dem anderen nicht. Das ist ganz individuell“, weiß Wagner. Wichtig sei zudem, sich realistische Ziele zu stecken. Bis zum nächsten Kurstermin soll das Problem – etwa die Hilfe beim Einschlafen – ausprobiert werden. Viele Eltern hätten schon im Internet nach Lösungswegen gesucht. „Aber es ist etwas ganz anderes, darüber mit anderen direkt zu sprechen“, weiß Theresia Wagner aus Erfahrung.

Die Familienberaterin blickt auf mehrere Jahrzehnte Erziehungsberatung zurück. Die Fragen, mit denen die Eltern kommen, seien die gleichen geblieben. „Aber heute ist viel weniger Zeit, die Probleme zu lösen. Das Leben ist kürzer getaktet“, hat sie beobachtet. Da zunehmend beide Elternteile arbeiteten, gingen mehr Kinder in die Betreuung. „Das sage ich ganz wertfrei“, betont Wagner. „Eltern sind nicht liebloser als früher, sie haben aber einen anderen Druck im Hintergrund.“ Dieser Druck sei oft konträr zu dem, was Kinder brauchen: Einen Freiraum, in dem Fehler erlaubt sind. Kinder wüchsen auch seltener in einem Familienverband auf, in dem neben den eigenen Eltern noch andere Erwachsene als enge Bezugspersonen gebe.

Durch die Flut an Erziehungsratgebern seien Eltern heutzutage auch stärker verunsichert und geprägt von dem Gedanken: „Ich will nichts falsch machen!“. Diesen Druck möchten Wagner und die übrigen Erziehungsberatern den Eltern nehmen. „Man muss auch mal Fehler machen und wieder gut machen können“, sagt Theresia Wagner. Funktioniert der Online-Elternkurs gut, soll das digitale Angebot in das Regelangebot der Beratungsstellen aufgenommen werden. „Der große Vorteil ist, dass so die Fahrzeit für die Eltern wegfällt.“

 

Buchtipp: Liebevoll und kompetent. Die Erziehungsbasics für Eltern. Von Conrad-Ladwein, Annelie, Lappehsen-Lengler, Dorothee und Wagner, Theresia. ISBN: 9783451299322

Anmeldung:

Telefonisch oder per Mail bei dem Sekretariat der jeweiligen Lebensberatungsstelle. Der Wohnort spielt bei der Wahl des Kurses keine Rolle. Kosten pro Einzelperson oder Paar: 40 Euro. Voraussetzung für die Teilnahme sind ein Computer oder Laptop und eine stabile Internetverbindung. Der Kurs findet über die Online-Plattform Zoom statt.

Termine:

Lebensberatung St. Wendel: montags 17-19 Uhr, 19.10., 26.10. 2.11., 9.11.; Tel. 06851/4927. Mail: sekretariat.lb.st.wendel(at)bistum-trier.de.

Lebensberatung Saarburg: mittwochs, 19-21 Uhr, 28.10., 4.11., 18.11., 25.11.; Tel. 06581/2097; Mail: sekretariat.lb.saarburg(at)bistum-trier.de

Lebensberatung Gerolstein: donnerstags, 19-21 Uhr; 29.10., 5.11., 12.11., 19.11.; Tel. 06591/4153; Mail: sekretariat.lb.gerolstein(at)bistum-trier.de

Weitere Infos unter: https://www.lebensberatung.info/infomaterial/elternkurs-liebevoll-und-kompetent-digital/

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Familienbildung Information Vermischtes
news-103632 Tue, 13 Oct 2020 11:23:22 +0200 Willi-Graf-Glocke erinnert in Saarbrücken ab sofort täglich an Widerstandskämpfer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/willi-graf-glocke-erinnert-in-saarbruecken-ab-sofort-taeglich-an-widerstandskaempfer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_willi-graf-glocke_eea0df24e4.jpg" width="150" height="64" alt="" title="Willi graf glocke" />Am 12. Oktober, dem 77. Todestag des Widerstandskämpfers Willi Graf, ist in der Kirche der Jugend in Saarbrücken erstmals die Willi-Graf-Gedenkglocke geläutet worden. Sie soll nun täglich um 17 Uhr an das Mitglied der "Weißen Rose" und seine Mitstreiter erinnern. Saarbrücken – „Angelegenheit wird am 12. Oktober um 17 Uhr erledigt“ – ganze neun Worte benötigte der Oberstaatsanwalt im Herbst 1943, um mitzuteilen, dass der 25 Jahre alte Student Willi Graf hingerichtet werden soll. Anlässlich des 77. Todestages des Widerstandskämpfers und Mitglieds der „Weißen Rose“ ist am Montag in der Kirche der Jugend Elija in Saarbrücken im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes erstmals die neue Willi-Graf-Glocke durch den Präsidenten des saarländischen Landtags, Stephan Toscani, geläutet worden. An den Mut und die Zivilcourage Grafs soll die Glocke künftig jeden Tag von 17 Uhr bis 17.03 Uhr – den Todesminuten Willi Grafs – erinnern.

„Wir wollen mit der Glocke Willi Graf eine Stimme geben“, sagte Jugendpfarrer Christian Heinz. „Wir sollen von ihr auch gestört werden: Gestört werden von den Denkmustern, die wir in unserem Kopf haben, den Grenzen und Schranken und dem, was in unserem Land vielleicht noch einmal hoffähiger geworden ist, als es vor ein paar Jahren noch gewesen ist. Dass wir es wie die Glocke und Willi Graf tun und unsere Stimme erheben.“ Das Läuten solle zugleich sagen: „Nie wieder!“

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Saarbrücken bistum-trier Information Jugend Kultur Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103623 Thu, 08 Oct 2020 11:04:56 +0200 Kaufhof-Mitarbeiter leiden unter Jobverlust und respektloser Kundschaft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kaufhof-mitarbeiter-leiden-unter-jobverlust-und-respektloser-kundschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_KAB_20201007_16ccd5625d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="KAB 20201007" />Am Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober hat die KAB im Bistum Trier auf die Situation der Beschäftigten in der Kaufhof-Filiale in Neunkirchen aufmerksam gemacht. Die Angestellten verlieren zum Monatsende ihre Arbeit und leiden zusätzlich unter dem oft respektlosen Verhalten der Kundschaft. Neunkirchen– Rabatte wohin das Auge schaut: 50 Prozent, 60 Prozent, 70 Prozent. Die Tage der Filiale von Galeria Kaufhof in Neunkirchen sind gezählt. Am 17. Oktober öffnet das Warenhaus in der Kreisstadt ein letztes Mal. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Die Hoffnung, in letzter Minute doch noch gerettet zu werden, haben sie verloren. Was bleibt, ist der Schock. 

Angst, Trauer, Wut, Verzweiflung – alle Gefühle angesichts der ungewissen beruflichen Zukunft haben am 7. Oktober ihren Raum im öffentlichen Gottesdienst vor dem Kirchenladen „Momentum“ an der Bliespromenade inmitten der Neunkircher Innenstadt. Passend zum Welttag für menschenwürdige Arbeit hat die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Trier die Kaufhof-Mitarbeiter zur Andacht zum Thema „menschenwürdig arbeiten – Solidarität leben“ eingeladen.

Bereits am Nachmittag hatte die KAB einen Infostand eingerichtet, um mit Passanten über die Situation der Kaufhof-Mitarbeiter und ihre allgemeinen Forderungen nach einem höheren Mindestlohn ins Gespräch zu kommen.  Im „Momentum“ hängen seit dieser Woche bis Monatsende unter dem Titel „WERT:voll* - *60% auf Alles, aber nicht auf mich!“ Porträts von zehn Kaufhof-Mitarbeiterinnen. Fotografiert hat sie Franz Mees, der bis zu seinem Ruhestand in der Kaufhof-Filiale gearbeitet hat. Die Porträts geben einer abstrakten Zahl ein Gesicht. Eine der Porträtierten ist Concetta La Rizza, die mit ihren 41 Jahren bereits auf 26 Jahre bei Kaufhof kommt. „Wir sind hier mehr als Kollegen. Wir sind hier erwachsen geworden. Wir sind eine Familie, die jetzt zerbricht“, sagt La Rizza, die auch Betriebsratsvorsitzende ist. Viele ihrer Kollegen arbeiteten seit vielen Jahrzehnten in dem Warenhaus in der Hüttenstadt – manche sogar zwischen 30 und 40 Jahren. Die wenigsten hätten bereits eine neue Beschäftigung in Aussicht. Manche hofften auf den neuen Globus-Markt, doch dieser öffne frühestens Ende 2021.  Sie selbst wisse auch noch nicht, wie es bei ihr beruflich weitergeht. Nur wenige Kollegen hätten das Angebot, in die Transfergesellschaft zu wechseln angenommen, da dies den Verlust der Abfindung bedeutet hätte.

Nachdem Mitte Juni die Kaufhauskette angekündigt hat, dass von den drei Standorten im Saarland die Filialen in Saarbrücken erhalten bleiben, aber Neunkirchen schließt, hat der Betriebsrat den KAB-Diözesanseelsorger Markus Krastl mit ins Boot geholt. Der 45-Jährige ist seit vier Jahren Pfarrer der Neunkircher Ortsteile Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies.  Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien zu den bislang vier Gesprächsrunden gekommen, sagt der Geistliche. „Am Anfang waren es nur etwa zehn“, erinnert sich Krastl. Manche seien skeptisch gewesen: „Katholische Kirche? Will der jetzt mit uns beten?“, nennt er anfängliche Vorbehalte der Belegschaft. Doch mittlerweile sei eine Vertrauensbasis entstanden. „Trost kann man nicht auf Knopfdruck spenden. Aber Trost geht auch durch zuhören und einfach da sein“, sagt Krastl. Das bestätigt Concetta La Rizza: „Es tut uns unglaublich gut, dass er für uns da ist und uns zuhört. Er hat uns klar gemacht, dass wir uns in einem Trauerprozess befinden vergleichbar mit einem sterbenden Angehörigen. Wir versuchen, abzuschließen, aber das braucht Zeit“ Auf Wunsch bietet der Seelsorger auch Einzelgespräche an. Es sei wichtig, dass die Angestellten ihre Geschichte und ihr Leid einem Außenstehenden erzählen können. „Es nimmt jemand Anteil an ihrem Schicksal“, sagt Krastl, „ich bin gefühlt ein Trauerbegleiter, der auch Hoffnung geben will.“

In die Trauer um den Verlust ihres Arbeitsplatzes und finanzielle Sorgen mischt sich auch das Gefühl, von der Bevölkerung, selbst in Neunkirchen, nicht wahrgenommen zu werden. „Die Schließung des Warenhauses hat nicht den Skandal-Geruch der Schlecker-Frauen, die öffentlich stark wahrgenommen wurden. 50 gekündigte Mitarbeiter haben auch öffentlich nicht den Stellenwert wie 1000 Betroffene bei der Halberg Guss“, sagt Markus Krastl.

In den Gesprächen gehe es nicht nur um den Verlust des Arbeitsplatzes und Zukunftssorgen, sondern auch um das respektlose Verhalten der Kundschaft, das ihnen schwer zu schaffen mache. „Tagtäglich werden sie beleidigt, angepöbelt, beschimpft, verletzt – quasi mit der ganzen Filiale ,geschlachtet‘“, weiß Pfarrer Krastl. So werde Ware vom Ständer gerissen und dann achtlos fallengelassen. Er zeigt Fotos von Wäschebergen in den Umkleidekabinen. Kartons würden absichtlich aufgerissen und anschließend an der Kasse noch ein zusätzlicher Rabatt auf die bereits reduzierte Ware verlangt. Für die Beratung der Kundschaft sei kein Personal mehr vorhanden. „Daraufhin müssen sich die Mitarbeiter anhören, dass es ja kein Wunder sei, dass der Laden geschlossen werde. Das tut den Betroffenen unglaublich weh“, sagt Krastl. „Bei der Katholischen Arbeitsnehmerbewegung sprechen wir oft darüber, wie die Wirtschaft den Menschen als Kapital, als Ware betrachtet, aber wir müssen uns auch fragen, wie die Kundschaft mit den Menschen im Dienstleistungssektor umgeht.“  Manche Mitarbeiterinnen hielten diese Belastung nicht aus

La Rizza und ihre Kollegen haben sich versprochen, auch künftig den Kontakt untereinander halten zu wollen. „Aber es wird nicht mehr so sein wie vorher“, sagt die 41-Jährige.

(uk)

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news-103618 Mon, 05 Oct 2020 15:02:02 +0200 Katholische Kita gGmbH gut durch Corona-Krise gekommen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/katholische-kita-ggmbh-gut-durch-corona-krise-gekommen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Kita-gGmbH_b493d6cff9.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Kita gGmbH" />Auch im Saarland hat die Kita gGmbH die Corona-Krise erfolgreich gemeistert. Das erfuhren die Gesellschafter auf ihrer jährlichen Versammlung von der Geschäftsführung Schwalbach – Ab dem 16. März waren Kitas und Schulen im Saarland nach einem Beschluss der Landesregierung geschlossen, Grenzschließungen zwischen Frankreich und dem Saarland machten es rund 200 französischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Katholischen Kita gGmbH unmöglich, zu ihrer Arbeit in einer der insgesamt 156 Kindertageseinrichtungen im Saarland zu kommen. Der Umgang mit der Corona-Pandemie war das Hauptthema bei der 21. Gesellschafterversammlung der Katholischen Kita gGmbH am Donnerstag, 1. Oktober, zu der Vertreter aus 64 Kirchengemeinden in Schwalbach zusammenkamen. Darüber hinaus diskutierte die Versammlung auch über die steigende Nachfrage nach Ganztagsbetreuung sowie die Auswirkungen des Gute-Kita-Gesetzes.

„Es war nicht vorstellbar, dass es im Jahr 2020 noch einmal zu Grenzschließungen kommt“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH, Rainer Borens. Seit dem 14. Juni sind die Grenzen wieder geöffnet und nach einer schrittweisen Öffnung der Einrichtungen läuft seit Ende der Sommerferien der „Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen“. Während der Krise sei deutlich geworden, wie systemrelevant Kindertageseinrichtungen sind, betonte Borens. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich mit „unglaublicher Kreativität und Flexibilität“ der Herausforderung gestellt und Kindern und Familien bedarfsgerechte Angebote unterbreitet. So sei Kindern mit Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen schnell eine regelmäßige Betreuung angeboten worden. Ein zu Beginn der Pandemie eingerichteter Krisenstab habe die Fachkräfte in den Einrichtungen über die aktuellen behördlichen Auflagen informiert. Wegen der „hervorragenden Arbeit“ und der sehr guten Zusammenarbeit aller Verantwortlichen sei die gemeinnützige Gesellschaft gut durch die Krise gekommen, sagte der pädagogische Geschäftsführer Thomas Schmitz. Auch die Aufsichtsratsvorsitzende Mechthild Schabo schloss sich dem Dank an und betonte, in der Krise habe sich die Trägerstruktur der Kita gGmbH bewährt. Die Fachkräfte hätten sich so auf die Umsetzung der im Rahmenleitbild festgeschriebenen Leitsätze und Zielsetzungen konzentrieren können.

Interesse an Ganztagsbetreuung steigt

Das Interesse an der Ganztagsbetreuung steige, so die Geschäftsführer weiter. Immer mehr Eltern fragten sowohl für den Krippenbereich (Kinder unter drei Jahren) als auch für den Regelbereich (Kinder drei bis sechs Jahren) nach dieser Betreuungsform. Inzwischen würden daher mehrheitlich ganztägige Betreuungsplätze angeboten. Durch die verstärkte Nachfrage nach Ganztagsbetreuung steige auch der Bedarf an Fachkräften. Neue Mitarbeiter zu finden, sei zunehmend eine Herausforderung. Hier seien die durch das Gute-Kita-Gesetz finanzierten Maßnahmen hilfreich, etwa durch die Bezuschussung der Fachkräfteoffensive „Praxisintegrierte Ausbildung“.  Dabei wird die Ausbildung durchgängig vergütet. Dies wertet die Gesellschafterversammlung als einen guten Ansatz, die Attraktivität des Ausbildungsberufs zu steigern und auch Quereinsteigern den Einstieg in das Arbeitsfeld zu ermöglichen. Leitungskräfte könnten sich zudem durch spezielle Zertifikatsstudiengänge weiterqualifizieren.

Insgesamt werden aktuell rund 13.000 Kinder im Saarland in den katholischen Kindertageseinrichtungen betreut. Insgesamt sind zirka 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Katholischen Kita gGmbH beschäftigt. Überwiegend seien Frauen als Fachkräfte eingestellt – die Quote an männlichen Erziehern lag im Jahr 2019 bei 8,6 Prozent.

Mehr Informationen gibt es unter: www.kita-saar.de

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Saarbrücken bistum-trier Kindergarten
news-103610 Fri, 02 Oct 2020 10:00:00 +0200 Pressestelle in Saarbrücken mit neuer Leiterin https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/pressestelle-in-saarbruecken-mit-neuer-leiterin/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_Ute-Kirch2_04f986f1ff.jpg" width="150" height="104" alt="Porträtfoto Ute Kirch" title="Ute Kirch" />Seit dem 01. Oktober ist Ute Kirch die neue Leiterin der Bischöflichen Pressestelle in Saarbrücken. Saarbrücken. – Die Bischöfliche Pressestelle in Saarbrücken hat zum 1. Oktober eine neue Leiterin bekommen. Ute Kirch, geboren 1985 in Rüsselsheim, studierte Geschichte, Deutsche Philologie und Publizistik in Mainz. Von 2010 bis 2012 absolvierte sie ein Volontariat bei der Saarbrücker Zeitung (SZ). Acht Jahre lang arbeitete sie dort weiterhin als Redakteurin mit dem Schwerpunkt Landespolitik. Für die SZ hat sie zudem die Trierer Bistumssynode begleitet. Parallel zu ihrem Studium hat Ute Kirch eine dreijährige, crossmediale Journalistenausbildung am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München absolviert. Sie folgt auf Dominik Holl, der seit 2017 die Redaktion in Saarbrücken geleitet hatte.

(tef)

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Saarbrücken bistum-trier Information Personal Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103611 Thu, 01 Oct 2020 15:04:42 +0200 KLB-Schutzpatron und Einsiedler https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/klb-schutzpatron-und-einsiedler/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/b/csm_Flue-Ausstellung_Foto-Sarah-Engels_626ad4e2b0.jpg" width="150" height="71" alt="" />Eine Ausstellung in der Wittlicher Pfarrkirche St. Markus beleuchtet das bewegte Leben des Nikolaus von Flüe. Wittlich – Auf dem Boden aufgeklebte Räder führen die Besucher der Pfarrkirche St. Markus in Wittlich zur „Klause“ des Nikolaus von Flüe (1417–1487), dem Schutzpatron der Katholischen Landvolkbewegung (KLB). Dort finden Interessierte noch bis zum 11. Oktober eine Ausstellung, die den Rückzugsort des Einsiedlers – ursprünglich in der Zentralschweiz gelegen – in Form eines begehbaren Kubus erfahrbar werden lässt. Daneben gibt es zahlreiche Informationen in Form von Text, Audio- und Filmmaterial, die das bewegte Leben des einst wohlhabenden Bauers, der Frau und Kinder verließ, um als Eremit zu leben, in seinen unterschiedlichen Facetten beleuchten. Zugleich gibt die Ausstellung anhand einer zentralen Frage Denkanstöße zu den stets aktuellen Themen Ausstieg, Partnerschaft und Frieden: Was haben uns Heilige heute noch zu sagen?

Die Ausstellung wurde von der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Freiburg konzipiert und produziert. Sie ist täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Führungen gibt es an den folgenden Tagen: Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr; Sonntag, 4. Oktober, um 17 Uhr (mit Abendlob) und Freitag, 9. Oktober, um 18 Uhr (mit Abendlob). Zum Abschluss am Sonntag, 11. Oktober gibt es um 18 Uhr eine Friedensandacht. Weitere Informationen zur Ausstellung in der Kirche St. Markus in Wittlich unter www.klb-trier.de/service/pressearbeit/bruder-klaus-ausstellung-2020/

(red)

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103609 Thu, 01 Oct 2020 10:32:09 +0200 Ohne Scheuklappen durchs Leben gehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ohne-scheuklappen-durchs-leben-gehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_Freiwillige-auf-Karte_c835898b55.jpg" width="150" height="100" alt="" />Es geht nach Rumänien, in die Ukraine, Litauen und Frankreich: Sieben junge Menschen haben ihren Freiwilligendienst bei SoFiA begonnen. Trier/Bistumsweit – Sieben junge Menschen setzen sich „über alle Grenzen hinweg“ und beginnen ihren Freiwilligendienst bei SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland), so verheißt es das Motto der diesjährigen Entsendefeier im Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium in Trier. Von den ursprünglich 28 Freiwilligen wurden am 27. September lediglich sieben – diesmal nicht in die Welt – sondern in verschiedene europäische Länder gesandt: Rumänien, Ukraine, Litauen und Frankreich. Wegen der Corona-Pandemie schickt die Organisation zurzeit niemanden nach Übersee, denn: „Wir fahren auf Sicht“, sagte Geschäftsführer Peter Nilles bei der Entsendefeier. Das bedeute regelmäßigen Austausch mit den Einsatzstellen und ständige Rückhol-Bereitschaft. Angst vor der Pandemie haben die Freiwilligen nicht. Die 19-jährige Arianna fühlt sich von SoFiA „begleitet und behütet“ für ihren Einsatz in Rumänien. Doch kleine Sorgen bleiben im Vorfeld der Reise: Heimweh zu bekommen, allein zu sein oder die neue Sprache nicht schnell genug zu lernen. Um ihnen Mut für die Reise zu machen, baten die Veranstalter der Entsendefeier um Gottes Segen für die Freiwilligen. Auch ihre Angehörigen sowie ehemalige Freiwillige gaben ihnen gute Wünsche mit auf den Weg.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-103605 Tue, 29 Sep 2020 11:36:54 +0200 Räume der Sehnsucht und Bestärkung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/raeume-der-sehnsucht-und-bestaerkung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_P9260100_8a5ee493bf.jpg" width="150" height="100" alt="" title="P9260100" />Mit einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Abt Mauritius Choriol ist die Abteikirche des Benediktinerklosters Tholey am 26. September wiedereröffnet worden. Tholey – Mit einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Abt Mauritius Choriol ist die Abteikirche des Benediktinerklosters Tholey am 26. September wiedereröffnet worden. Das Pontifikalamt war Teil einer Festwoche mit Gottesdiensten, Konzerten und weiteren Veranstaltungen, mit denen der Abschluss der zweijährigen Renovierungszeit gefeiert wird. Den Schlusspunkt setzen die Eröffnung des neuen Besucherzentrums mit Klosterladen und ein Familientag am 3. Oktober.

„In einer Periode voller Umbrüche und Verunsicherungen unternehmen wir den Versuch, Glauben neu zu verkünden“, sagte Abt Mauritius Choriol in seiner Begrüßung. Zu überlegen, wie die Orden heute in die Welt hineinwirken könnten, so wie es Papst Franziskus wünsche, sei zum Leitgedanken der Abtei geworden. Neben dem Stundengebet, der Liturgie, der Betreuung von Gästen und der Pastoral fänden nun auch Kunstinteressierte neben der historischen Bausubstanz Meisterwerke der Gegenwart wie die Fenster von Gerhard Richter und Mahbuba Maqsoodi. „Wir erkennen darin ein Beispiel dafür, wie Glaubende und Suchende in einen spannenden Austausch miteinander kommen können“, sagte der Abt mit Verweis auf die ungegenständlich gestalteten Richter-Fenster. Die Tholeyer Mönche hätten in den letzten Jahren einen langen Weg von einem „scheinbaren Ende“ bis zur heutigen Situation „voller Möglichkeiten“ absolviert, sagte der Vorsteher der heute wieder zwölfköpfigen Gemeinschaft. Er dankte Bischof Ackermann und dem Bistum, das den Konvent auch in schwierigen Zeiten nie aufgegeben und sich auch finanziell an der Sanierung beteiligt habe. Es sei eine gute Lösung für die Zukunft von Abtei und Pfarrstruktur geschaffen worden, und man wolle als Konvent weiterhin einen seelsorgerischen Beitrag für das Bistum leisten.

 

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Kultur Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103599 Mon, 28 Sep 2020 11:15:46 +0200 30 Jahre Einheit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/30-jahre-einheit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/a/csm_BasilikaStJohann_au-en_quadr_dh_93fcc2ec77.jpg" width="150" height="150" alt="" title="BasilikaStJohann au en quadr dh" />Am 04. Oktober erinnert die "RadioKirche" im SR2 Kulturradio an dreißig Jahre deutsche Einheit. Saarbrücken- „Ost und West erfüllst du mit Jubel“ (Ps 65,9) – dieser Psalmvers scheint extra für einen Gottesdienst zur Erinnerung an dreißig Jahre deutsche Einheit geschrieben worden zu sein. Die „RadioKirche“ am Sonntag, 04. Oktober in SR2 Kulturradio widmet sich ganz diesem Ereignis. Sie erinnert an den November 1989 und den Oktober 1990, als aus den zwei deutschen Ländern der Nachkriegszeit das Deutschland wurde, in dem wir heute leben und an dem wir heute noch arbeiten. Die „RadioKirche“ aus der Basilika St. Johann in Saarbrücken will die Geschehnisse einordnen in den großen Horizont der Geschichte Gottes mit den Menschen. Katharina Bihler, Widu Wittekindt und Wolfgang Drießen lesen die Texte. Bernhard Leonardy spielt die Orgel der Basilika St. Johann.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103596 Sat, 26 Sep 2020 05:50:00 +0200 Landwirte und Verbraucher sitzen im selben Boot https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/landwirte-und-verbraucher-sitzen-im-selben-boot/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/2/csm_KLB-Mohn-2_ih_72cb07b975.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Katholische Landvolkbewegung macht auf die Nöte und Sorgen der Bauern aufmerksam. Trier/Welschbillig – Dürre in drei aufeinanderfolgenden Jahren, Fleisch- und Milchpreise im Sinkflug und die kürzlich beschlossene Verschärfung von Düngemittelverordnungen: Die Situation der Landwirte in der Region ist kritisch, erklärt Hildegard Frey, Vorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung e.V. im Bistum Trier (KLB), beim Ortstermin am 24. September auf dem Schweinemast- und Zuchtbetrieb von Markus Hansen in Welschbillig. Mit dabei ist auch der Landsoziale Arbeitskreis (LsAK) der KLB, vertreten durch Raimund Fisch und Rudolf Leners.

„Wir als KLB sehen diverse Problemfelder, die den Landwirten im Bistum – und deutschlandweit – das Leben und Arbeiten massiv erschweren“, sagt Frey und meint damit den fortschreitenden Klimawandel, ökonomische Einbußen sowie die mangelnde gesellschaftliche Wertschätzung für die Arbeit im Agrarsektor. Landwirt Hansen nennt ein konkretes Beispiel: Im vergangenen Jahr hat er einen neuen Stall für seine 700 Mastschweine gebaut und die Fläche um 25 Prozent erweitert. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen 0,75 Quadratmeter gibt es nun einen Quadratmeter pro Schwein. In die sogenannten „Buchten“ fällt Tageslicht, die Tiere können sich auf zwei verschiedenen Bodenbelägen bewegen und interagieren; gegen die Langeweile gibt es Spielzeug und einen Kratzbaum zum Schubbern. Im offenen Besucherraum können Interessierte die Tiere durch eine Glasscheibe betrachten. Gerste und Weizen als Futtermittel produziert Hansen auf 125 Hektar selbst, lediglich Mineralien führt er zu. Außerdem vertreibt er das Fleisch zu 95 Prozent auf dem regionalen Markt; der Weg bis zur Schlachtung ist gerade mal 25 Kilometer weit. Das stößt wenig CO2 aus und verursacht weit weniger Stress für die Schweine als manch anderer Viehtransport, der aus Preisgründen Hunderte von Kilometern quer durch die EU zum Schlachthof zurücklegt. Doch jeder Schritt in Richtung Tierwohl kostet Geld. Das Problem dabei: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Preise für Schweinefleisch in den Keller gerutscht: Habe es vor einigen Monaten noch 1,70 Euro pro Kilo gegeben, seien es jetzt nur noch 1,27 Euro, berichtet Hansen. „Wir bräuchten aber deutlich mehr, um zumindest kostenneutral arbeiten zu können.“ Das müsse auch den Verbrauchern deutlich gemacht werden, bekräftigen Frey und Fisch mit Blick auf Dumpingpreise für Lebensmittel im Einzelhandel und in den Discountern. Im gleichen Zug räumen sie allerdings Verständnis für das Konsumverhalten von Geringverdienern ein.

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news-103592 Wed, 23 Sep 2020 12:06:56 +0200 Vereint in der Sorge um die Frohe Botschaft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vereint-in-der-sorge-um-die-frohe-botschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_IMG_1050_HT_01_8a2ace8ab2.jpg" width="150" height="100" alt="" />In einem Schreiben an die Gremien in den Pfarreien und Dekanaten informiert Bischof Dr. Stephan Ackermann über den aktuellen Stand der Synodenumsetzung. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat sich Mitte September mit einem Brief an die Gremien in den Pfarreien und Dekanaten im Bistum Trier gewandt und sie über den aktuellen Stand der Synodenumsetzung informiert. Innerkirchlich gehe es derzeit „turbulent“ zu, schreibt der Bischof. Alle Bistümer in Deutschland stünden in Veränderungsprozessen. „Das Ziel dabei ist immer, die Kirche als Ort gelebten Glaubens und als verlässliche Institution für die Menschen in ihren Lebenssituationen weiterzuentwickeln – eine Kirche, die für die Menschen da ist.“

Ackermann bekräftigt, dass auch nach der römischen Intervention die inhaltliche Grundausrichtung der Synode bleibe und es nun darum gehe, den weiteren Weg zu entwickeln. „Nach fast vier Jahren der Planung der künftigen Gestalt der Pfarreien höre ich von vielen Menschen den Wunsch nach Klarheit. Die Schwebesituation, in der wir uns aktuell befinden, lähmt so manches ehrenamtliche Engagement, gerade auch wenn es um den Mut zu Neuem geht“, schreibt der Bischof und betont: „Wir werden den Weg in die Zukunft aber nicht gehen können ohne Sie, das heißt ohne die Bereitschaft und die Vor-Ort-Kenntnis der gewählten Ratsmitglieder.“ Diese seien ihm „wichtig und kostbar“. Ackermann sichert den Gremienmitgliedern zu, dass er die ausgesprochenen „Übergangsmandate“, die längstens bis 31. Dezember 2021 gelten, auf keinen Fall verlängern würde. Er bitte die Ratsmitglieder aber herzlich, das Übergangsmandat wie beschrieben bis Ende 2021 wahrzunehmen. „Denn mit der Einrichtung dieses Mandates war beabsichtigt, die Arbeitsfähigkeit der Gremien ohne Neuwahlen bis zur Klärung der pfarrlichen Strukturen sicherzustellen.“ Auch sei die Gültigkeit der Verwaltungsratswahlen (Ende 2019/Anfang 2020) nicht infrage gestellt. Diese beiden Klarstellungen seien ihm wichtig: „Denn nach der Veröffentlichung der römischen Instruktion ‚Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche‘ war vielerorts eine deutliche Verunsicherung darüber zu spüren, ob die Gremien ‚noch gebraucht werden‘ und ihre Mitverantwortung noch erwünscht ist.“

Ackermann dankt den Frauen und Männern ausdrücklich, „dass Sie in diesen krisenhaften Zeiten Mitverantwortung übernommen haben. Die Corona-Krise mit ihrem zeitweiligen Versammlungsverbot hat das Handeln der Räte zusätzlich erschwert.“ Er versichert, dass „wir die Formen der Mitverantwortung und die Legitimation der Mandatsträger und Mandatsträgerinnen für die Zukunft deutlich im Blick haben“. Er danke für das Engagement, für die Ausdauer und Geduld, und dafür, „dass Sie die Unsicherheit aushalten, die mit der aktuellen Situation verbunden ist“. Er wisse sich mit den Gremienmitgliedern in einer gemeinsamen Verantwortung aufgehoben. „Uns eint die tiefe Sorge um unsere Glaubensgemeinschaft und die Relevanz der frohen Botschaft. Die Sorgen jener, die um die Umsetzung der Synode fürchten (und vielfach sehr enttäuscht, zum Teil sogar verletzt oder auch einfach ermüdet sind), und die Sorgen jener, die befürchten, dass Kirche vor Ort in den vertrauten Formen verlorengeht – beide „Richtungen“ verbinden sich in der einen Sorge um die Zukunft und die Lebendigkeit der Kirche vor Ort.“ Der Brief ist im Wortlaut unter https://t1p.de/Brief-Raete-September2020 zu finden.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Synode Synode: Umsetzung
news-103587 Mon, 21 Sep 2020 13:11:45 +0200 Schüler setzen sich kreativ mit Corona auseinander https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schueler-setzen-sich-kreativ-mit-corona-auseinander/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/b/csm_MKS-Art-Wettbewerb_63cebdfaa4.jpg" width="150" height="113" alt="" title="MKS Art Wettbewerb" />Die Maximilian-Kolbe-Schulen in Wiebelskirchen veranstalteten in diesem Jahr den "MKSArt-Wettbewerb" zum Thema "Schule, Sommer und Corona". Wiebelskirchen – Meeresrauschen oder heimisches Planschbecken? Treffen mit Familie und Freunden oder Alleinsein? Diese Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaftsschule angesichts der Corona-Pandemie vor den Sommerferien gestellt. Um kreative Antworten auf diese Fragen zu finden, gab es einen „MKSArt-Wettbewerb“. Zu „Schule, Sommer und Corona“ sind rund 50 Einsendungen bei der Jury gelandet. Nun sind die Siegerinnen des Kunstwettbewerbs ausgewählt und prämiert worden.

Gewonnen hat den Wettbewerb Katharina Schmidt aus der zehnten Klassen. Sie malte das Portrait einer Frau, die sich mit einer Maske vor dem Corona-Virus zu schützen versucht. Um sie herum schwirren grüne Viren und kleine Zeichnungen, die darstellen, welchen Einschränkungen das alltägliche Leben unterliegt. Nur eine Engel, mit übergroßen Flügeln genießt die Freiheit und trotzt dem Corona-Virus. Auf Platz zwei schaffte es Elisa Herrmann. Sie besucht die sechsten Klasse. Sie stellte in ihrer Arbeit die dunkle Corona-Zeit, die Menschen voneinander trennt, Schulbesuch verhindert und Reisen stark einschränkt, einer strahlend hellen Welt ohne das Corona-Virus gegenüber. Hier zeichnet sich der Alltag durch Liebe, Freude und Zusammensein aus. Auch in die sechste Klasse geht Sarah Kurz. Sie gewann den dritten Preis. Um möglichst viele Aspekte der Corona-Pandemie, wie die neuen Regeln, Homeschooling-Zeit und die Gefühle der Schülerin mit einfließen lassen zu können, wählte sie die Collage-Technik und drückte in verschiedenen bunten Mosaikteilchen aus, wie wichtig es in dieser besonderen Zeit ist, achtsam zu sein, an seine Mitmenschen zu denken und Rücksicht zu nehmen.

Die Werke sind im Schulhaus zu sehen. Weitere Infos zur Schule unter www.maximilian-kolbe-schule.de

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Jugend Schule Vermischtes
news-103585 Mon, 21 Sep 2020 08:35:22 +0200 60 Jahre Bolivienpartnerschaft im Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/60-jahre-bolivienpartnerschaft-im-bistum-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/4/csm_Pfarrgarten_88688b260d.jpg" width="114" height="150" alt="" title="Pfarrgarten" /> Im Rahmen der Partnerschaftswoche 2020 überträgt der Saarländische Rundfunk auf SR2 KulturRadio am Sonntag, dem 27. September ab 10:04 Uhr den Sonntagsgottesdienst aus der Pfarrkirche St. Eligius in Völklingen. Völklingen - Seit 60 Jahren sind Christen aus Bolivien mit den Christen aus dem Bistum Trier besonders eng verbunden: Ins Leben gerufen wurde die Bolivienpartnerschaft 1960 von dem damaligen Erzbischof von Sucre, Jose Clemente Maurer, der aus Püttlingen/Saar stammte und dem Trierer Bischof Matthias Wehr. Im Rahmen der Partnerschaftswoche 2020 überträgt der Saarländische Rundfunk auf SR2 KulturRadio am Sonntag, dem 27. September ab 10:04 Uhr den Sonntagsgottesdienst aus der Pfarrkirche St. Eligius in Völklingen. Zu Gast sind  Volunteers aus verschiedenen Diözesen Boliviens, die sich für ein Jahr im Sozialen Friedensdienst im Bistum Trier engagieren. Zelebrant des Gottesdienstes ist Pfarrer Thomas Weber. Die Predigt hält Kaplan Michael Meyer, der viele Jahre in Bolivien tätig war. Musikalisch gestaltet wird der Partnerschaftsgottesdienst von Stefan Klemm, Dekanatskantor in St. Wendel und seiner Familie. Stefan, Anna, Monika, Thomas und Christian Klemm singen und spielen die „Misa de Solidaridad“ von Thomas Gabriel. Die Messe wurde eigens für die Bolivienpartnerschaft komponiert.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bolivienpartnerschaft Vermischtes
news-103581 Thu, 17 Sep 2020 09:12:49 +0200 Im Gespräch bleiben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-gespraech-bleiben-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_IMG_9408_2b38acc4a9.jpg" width="150" height="79" alt="" title="Geistliche Gemeinschaften treffen sich mit Bischof" />Die Geistlichen Gemeinschaften im Bistum trafen sich mit Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Austausch. Trier – „Im Gespräch zu bleiben ist vielleicht das Wichtigste.“ Das hat Msgr. Helmut Gammel, Bischöflicher Beauftragter für die Neuen Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Trier, am 15. September betont. Anlass war ein Treffen des Arbeitskreises Geistlicher Gemeinschaften im Bistum mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Mechthild Schabo, die den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier leitet. Mit Mechthild Schabo stehe der Kreis in jährlichem Austausch, betonte Gammel, aber auch der persönliche Kontakt mit dem Bischof sei für den Arbeitskreis gut. Das Treffen fand im Park des Schönstattzentrums Trier statt, und Bischof Ackermann dankte Gastgeberin Schwester Anne-Meike für die „wohltuende Gastfreundschaft“.

Für den Bischof ist der Austausch „ein Stück Seismograph: Ich möchte gerne von Ihnen erfahren, wie Sie das kirchliche Leben und die Situation von Kirche und Welt wahrnehmen, denn Sie sind sowohl pfarrlich gebunden als auch in den Gemeinschaften aktiv“. Mechthild Schabo würdigte das Engagement des Arbeitskreise: „Ich nehme die Bemühungen des Arbeitskreises um gemeinsame Initiativen und Fortbildungen wahr; und sehe gleichzeitig die Anstrengungen, die es kostet, zusammenzuführen und zu motivieren.“ Sie dankte für die Möglichkeit, bei diesem Austausch die Eindrücke „offen und ungeschminkt“ zu hören.

Prägende Themen waren die Einschränkungen und Möglichkeiten von kirchlichem und geistlichem Leben angesichts der Corona-Pandemie. Die konkreten Erfahrungen und Beispiele öffneten den Blick aber auch weiter. So sagte eine Teilnehmerin: „Corona lehrt uns, mit Ungewissheiten umzugehen.“ Sie frage sich mit ihrer Gemeinschaft immer wieder: „Wo begegnet uns der Auferstandene im Alltag?“ Eine andere Gesprächsteilnehmerin treibt die Frage um, was zu tun sei, „damit sich Menschen willkommen geheißen fühlen in unserer Kirche“. Die Sorge um die Einheit der Kirche angesichts der Veränderungen im Bistum, aber auch auf der Ebene der Kirche in Deutschland und weltweit wurde geäußert. Immer wieder schwang auch die Synodenumsetzung im Bistum Trier mit, etwa wenn die Frage aufkam, wie sich Geistliche Gemeinschaften in den neuen pastoralen Räumen verstehen.

Bischof Ackermann dankte den Anwesenden für ihr Wirken ebenso wie für ihre Einschätzungen und Hinweise. Seinem Eindruck nach sei vieles in Bewegung, manches auch „abschüssig“; und durch die kirchliche Situation insgesamt gebe es eine Destabilisierung. Immer mehr erweise sich die Corona-Pandemie als Brennglas, das Dinge demaskiere und zur Ehrlichkeit zwinge. Er nehme die Kreativität wahr und den Wunsch nach Gemeinschaft, und gleichzeitig auch eine Besonnenheit, die der Situation angemessen ist. Den Frauen und Männern mit „ihren territorialen und pfarrlichen Erfahrungen, aber auch dem Standbein in der Gemeinschaft“ sprach er Mut zu als einen Impuls aus dem gelebten Glauben. Bei dem Treffen waren Vertreterinnen und Vertreter der Charismatischen Erneuerung, von Cursillo, der Fokolarbewegung, der Franziskanischen Gemeinschaft, der Gemeinschaften Charles des Foucault, der Gemeinschaft Christlichen Lebens, von Marriage Encounter, der Schönstattbewegung und der Vereinigung des Katholischen Apostolats UNIO dabei. Informationen zum Arbeitskreis Geistliche Gemeinschaften sowie Links zu den einzelnen Gemeinschaften sind unter www.gemeinschaften.bistum-trier.de/ zu finden.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103578 Tue, 15 Sep 2020 14:16:39 +0200 Ankommen und abreisen im Ausnahmezustand https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ankommen-und-abreisen-im-ausnahmezustand/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_Marie-Hagenbourger_ih_b9ccbea4ee.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Marie Hagenbourger ih" />Die 19-jährige Marie Hagenbourger verbrachte ihren Auslandsfreiwilligendienst in Bolivien. Durch die Pandemie musste sie früher als geplant nach Deutschland zurückreisen. Concepción/St. Wendel – Kurz vor Weihnachten macht es plötzlich „klick“ bei Marie Hagenbourger. Zwischen zwei Schulstunden steht die gebürtige Saarländerin im Lehrerzimmer der bolivianischen Schule „Guadalupe Fe Y Alegria“ und lacht über den Witz eines Kollegen. „Das war für mich das Zeichen, dass ich richtig angekommen bin und in die Sprache gefunden hab“, erzählt sie. Die Sprache, die Marie innerhalb weniger Monate gelernt hat, ist Spanisch – und zwar mit bolivianischem Akzent. Denn dort im Tiefland des Andenstaates, nicht weit entfernt von der Großstadt Santa Cruz, verbrachte die 19-Jährige ihren Auslandsfreiwilligendienst mit SoFiA Trier e.V. (Soziale Friedensdienste im Ausland).

Gerüstet mit ein paar Brocken Spanisch und ihrer Klarinette im Gepäck, kommt Marie im September vergangenen Jahres in der Kleinstadt Concepción an – und landet mitten im Ausnahmezustand: Bereits seit Wochen wüten in der Gegend verheerende Waldbrände. Die kirchliche Schule „Guadalupe Fe Y Alegria“, in der Marie assistieren soll, ist zum Feuerwehr-Stützpunkt umfunktioniert worden. Wo für gewöhnlich Kinder und Jugendliche Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, kampieren nun rund 200 Feuerwehrleute, die aus dem ganzen Land gekommen sind, um die Löscharbeiten vor Ort zu unterstützen. Und das ist auch bitter nötig, denn bereits Ende August sprachen Berichte von geschätzten 800.000 Hektar zerstörten Regenwaldes auf bolivianischem Staatsgebiet – eine Fläche, die mehr als dreimal so groß ist wie das Saarland. Also wird der Schulunterricht vorerst in die Turnhalle und auf den Pausenhof verlagert. Marie zögert nicht lange, krempelt die Ärmel hoch und packt überall dort mit an, wo eine helfende Hand gebraucht wird: in der Küche, der Apotheke und in der Kleidersortierstelle. „Das war anfangs schon eine beängstigende Situation, denn man weiß ja, um einen herum brennt es gerade. In der ersten Zeit habe ich keinen blauen Himmel sehen können, es war super heiß und dunkel, und man konnte den Rauch deutlich wahrnehmen.“ Wirkliche Angst, dass die Feuersbrunst Concepción erreichen könnte, hat sie jedoch nicht. „Nach einiger Zeit bin ich mit einem Bekannten weiter ins Land reingefahren und habe dort gesehen, was das Feuer angerichtet hat: verkohlte Baumstümpfe und überall abgebranntes Gras. Dieser Anblick hat mich schon traurig gemacht, denn die Natur braucht ewig, um sich zu regenerieren. Die ganze Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist nun für lange Zeit zerstört.“

Die universelle Sprache der Musik neu erfahren

Nach einiger Zeit kehrt erst mal wieder Ruhe ein. Marie findet nach und nach in den bolivianischen Alltag, knüpft immer festere Bindungen zu den Menschen vor Ort und lehrt und musiziert in der Musikschule „Padre Martin Schmitt“, wenn sie ihre Aufgaben am Vormittag erledigt hat. „Anfangs habe ich mir schon Sorgen gemacht, wie die Kommunikation mit den Kindern funktionieren soll“, gesteht Marie. „Aber Musik verbindet, denn sie ist eine universelle Sprache.“ Schnell war klar, dass die junge Frau das Orchester der Musikschule unterstützen sollte – und zwar als einzige Holzbläserin unter Streichern. So ungewöhnlich die Kombination, so fruchtbar das Ergebnis: Marie wird ein fester Bestandteil des Ensembles, spielt regelmäßig sonntags im Gottesdienst und auch bei größeren Festlichkeiten wie dem Patronatsfest. „Das Musizieren mit den Bolivianern war sehr lustig, weil es immer spontan und voller Improvisationen war. Ein Lied wurde nie zweimal gleich gespielt, sondern immer ein wenig variiert.“ Dass es außerdem keine Noten gab, irritierte Marie zunächst. „Doch nach und nach habe ich gemerkt, dass ich immer freier werde beim Spielen. Zum Schluss hat das ziemlich gut funktioniert.“

Privatsphäre mit Familienanschluss

Zwar bewohnte Marie ein eigenes Zimmer im Vikariat, doch musste sie nicht auf Familienanschluss verzichten: „Martha, eine Lehrerin, hat mich wie ihre dritte Tochter adoptiert, sie war für mich 24 Stunden am Tag ansprechbar und schon fast wie eine Mutter.“ Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine stille Vereinbarung zwischen Marie und ihrer Mentorin, die die junge Deutsche gleich mit „hija“ (Tochter) ansprach. „Am Wochenende bin ich immer durch den Ort spaziert, habe Freunde getroffen und bin danach bei ihr zum Abendessen eingekehrt. Das hatten wir nie so vereinbart. Es war unausgesprochen klar und wurde schnell zum Ritual“, berichtet Marie. „Das ist wirklich eines der schönsten Erlebnisse im Freiwilligendienst, dass man in so kurzer Zeit so herzliche Begegnungen macht und im Herzen seiner Mitmenschen einen Platz finden kann. Auch wenn man nicht mehr vor Ort präsent ist, lebt die Freundschaft weiter.“

Heute, knapp ein halbes Jahr nach dem Corona-bedingt frühzeitigen Ende des Freiwilligendienstes, ist Marie schon wieder auf dem Sprung: Im Wintersemester studiert sie Physik an der Deutsch-Französischen Hochschule Saarbrücken; im ersten Semester allerdings im französischen Nancy. „Die beste Möglichkeit, Naturwissenschaft und Sprachen zu verbinden“, sagt sie, während sie sich einerseits auf den neuen Lebensabschnitt freut, dem alten in Bolivien aber doch noch wehmütig hinterhertrauert. Als sie im März 2020 die Nachricht bekam, dass sie schnellstmöglich wegen der Pandemie nach Deutschland zurückreisen müsse, hatte sie gerade ihren Verlängerungsvertrag unterschrieben. Sechs zusätzliche Monate, also insgesamt anderthalb Jahre, wollte Marie bei ihren neuen Freunden in Conceptión bleiben.

„Ich habe so viele schöne Erfahrungen gemacht, das kann man gar nicht in drei Sätzen zusammenfassen“, schwärmt sie. Diese Erfahrungen könne man zuhause weitergeben. Bewusst entschied sie sich dafür, nicht durch ganz Bolivien zu reisen, sondern in das echte bolivianische Alltagsleben einzutauchen. „Das ist völlig anders, als wenn man als Tourist dort ist. Jetzt weiß ich, dass Bolivien ganz anders ist, als die clichéhafte Vorstellung, die man als oft Europäer hat.“ Vor allem diese Erfahrung wirke später nach: „Nach dem Dienst ist ja nicht alles schlagartig vorbei, im Gegenteil. Die Zeit im Ausland gibt den Impuls, und der Freiwilligendienst arbeitet im Kopf nach.“ Und eins ist klar: „Ich kann gar nicht so viel zurückgeben, wie ich von meinen Mitmenschen dort bekommen habe.“

SoFiA e.V. Trier realisiert seit 1992 internationale Freiwilligendienste und bringt so junge Menschen aus vier Kontinenten miteinander in Kontakt – und das auf Augenhöhe. Die Bewerbung auf www.sofia-trier.de steht jeder und jedem Interessierten offen, unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit. Die Dienste von SoFiA e.V. sind kirchlich und staatlich gefördert; die Freiwilligen bemühen sich um den Aufbau eines Solidaritätskreises, sodass für die Freiwilligen selbst keine Kosten anfallen. Die nächsten Begegnungstreffen zum Reinschnuppern und Kennenlernen sind vom 13. bis 15. November 2020 in Vallendar und vom 29. bis 31. Januar 2021 auf der Marienburg in Bullay.

(ih)

 

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Information Jugend Vermischtes
news-103572 Mon, 14 Sep 2020 14:53:00 +0200 „Wunderbares und ausdruckstarkes Zeichen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wunderbares-und-ausdruckstarkes-zeichen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Kreuzerhohung20_048xx_HGS_d84896b27d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kreuzerhohung20 048xx HGS" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat den neu errichteten „Corona-Altar“ am Püttlinger Kloster Heilig Kreuz eingesegnet. Püttlingen – „Ein gelungenes, wunderbares und ausdrucksstarkes Zeichen“: Das ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann der „Corona-Altar“, der am Püttlinger Kloster Heilig Kreuz direkt vor dem Griesenbrock-Kreuz neu errichtet worden ist. Am 13. September ist Bischof Ackermann nach Püttlingen gekommen, um zum Fest Kreuzerhöhung, dem Namenstag des Klosters, den Altar zu segnen und zusammen mit rund 120 Gottesdienstbesuchern die Eucharistie zu feiern.

Schwester Mercy, Oberin des Klosterkonvents der Nazarethschwestern, konnte zum Festtag auch die Dechanten Pfr. Franz-Josef Werle (Dekanat Völklingen) und Pfr. Hans-Georg Müller (Dekanat Saarlouis) und weitere Geistliche begrüßen. Der Gottesdienst zwischen Kloster und Kreuzkapelle war bei schönstem Spätsommerwetter der feierliche Abschluss umfangreicher Renovierungsarbeiten rund um die Klostergebäude im 60. Jahr nach deren Fertigstellung. Die von Mitgliedern des Kirchenchores St. Sebastian unter Leitung von Claus Bär musikalisch gestaltete Feier fand statt unter strenger Beachtung der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und des Schutzkonzeptes des Bistums Trier.

Kreuz und Altar seien ein Ort, an dem „wir Menschen zugeben können, dass wir verwundbar sind“, sagte Bischof Ackermann; aber auch eine Gelegenheit zu danken, für den medizinischen Fortschritt, für kluge Politik und das Verständnis und Verhalten der allermeisten Menschen. Aber man dürfe auch klagen an diesem Ort. „Wir sind nicht Gott, wir bleiben verletzlich. Aber wir dürfen zu Gott kommen, der sich uns in Jesus Christus zuneigt. Alle, die hierher kommen, sollen sich daran erinnern und Trost empfangen“, sagte der Bischof in seiner Begrüßung zum Gottesdienst.

In seiner Predigt ging Bischof Ackermann auf die Geschichte der Errichtung von Altären ein. Immer schon hätten Menschen an Altären die Nähe zur Gottheit gesucht. Dort hätten sie für die Erhörung ihrer Gebete mit der Opferung von kostbaren Gaben gedankt. Wenn aber eine christliche Gemeinschaft einen Altar errichte, dann komme sie zu diesem Altar zwar auch mit ihren Bitten, aber mit leeren Händen. „Eigentlich legen wir nichts auf den Altar“, sagte Ackermann. Hier komme das Kreuz ins Spiel: „Gott kommt uns mit seiner Gabe zuvor. Gott selber kommt und gibt seine Nähe, ergibt sein Leben.“ Das Kreuz bedeute die völlige Umdeutung dessen, was Menschen sonst mit Altären verbinden. „Das Kreuz hilft uns zu verstehen, was wir hier tun. Nicht Gott bestechen mit Gaben: Nein, Gott gibt sich selber, der Altar wird zum Tisch der Freundschaft“, sagte Ackermann. Das Kreuz spende auch Kraft, die schwierigen Situationen anzuschauen, wo Menschen oft wegsehen. Es öffne die Augen für die Not von Menschen und ganzen Völkern.

Bischof Ackermann dankte allen, die mitgeholfen haben, das Griesenbrock-Kreuz zwischen Kloster und Kapelle zu renovieren und den Altar neu zu errichten. Der für den Abschlussgottesdienst des Katholikentags 2006 in Saarbrücken erbaute Altar passe in seiner Monumentalität gut zu dem Kreuz. Dass Kreuz und Altar im Freien stehen, mache deutlich: „Gott ist offen für alle“. Kreuz und Altar stünden aber auch mitten in der Natur; das sei verbunden mit der „wichtigen Botschaft“, die „Schöpfung als gute Gabe Gottes zu bewahren“.

Als Rector Ecclesiae (zuständiger „Leiter der Kirche“) der Klosterkirche dankte Dechant Müller allen, die in den letzten Wochen bei den umfangreichen Renovierungsarbeiten im und um das Kloster mitgeholfen haben; von der Püttlinger Bürgermeisterin Denise Klein und Mitarbeitenden der Stadt über die Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) Püttlingen, der Aktion Arbeit des Bistums Trier, THW bis zum Freundeskreis des Klosters Heilig Kreuz. Müller kündigte an, dass demnächst eine Chronik zum 60-jährigen Bestehen des Klosters vorgestellt werde.

Das unterhalb der Klostergebäude 1964 errichtete Kreuz wurde vom deutsch-niederländischen Künstler Frans Griesenbrock (1916-2010) geschaffen. Ursprünglich hing dieses Kruzifix über dem Altar der 1960 fertig gestellten Klosterkirche. Wegen der zu großen Belastung für die Statik der Kirche wurde das rund 30 Zentner schwere Kreuz 1964 an seinem jetzigen Ort unterhalb des Klosters errichtet. Von Griesenbrock stammen zahllose Kirchenfenster in mehr als 120 Kirchen in aller Welt, unter anderem auch in der Synagoge von New York.                                    

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Saarbrücken RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103565 Sat, 12 Sep 2020 10:00:00 +0200 Helfende Engel im Dekanat Saarbrücken fliegen weiter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/helfende-engel-im-dekanat-saarbruecken-fliegen-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_Wir-sagen-danke-Start_f5ec3ec18c.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Schmuckanhänger &quot;Helfende Engel&quot;" />Das Dekanat Saarbrücken verkauft die Restexemplare der "Helfende Engel" für den guten Zweck. Saarbrücken -  Ein sichtbares Dankeschön für all jene, die Stadt und Land während der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen am Laufen gehalten haben: Kassierer, Apotheker, Bäcker, Mitarbeiter im Gesundheitsamt. Das war die Idee, die das Dekanat Saarbrücken jetzt in Form von schicken Schmuckstücken umgesetzt hat. 2.000 Anhänger in Engelsform hat der Corona-Krisenstab des Dekanats bei dem Saarbrücker Schmucklabel „GEM SESSIONS” bestellt und zum Einkaufspreis erwerben können. Geschäftsführer Gregor Theado war sofort angetan von der Idee: „Wir sind ein Unternehmen, dem Nachhaltigkeit und regionales Engagement wichtig sind. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir die Aktion unterstützen.” Danach ging es Hand in Hand weiter: „GEM SESSIONS” und das Dekanat organisierten gemeinsam die Verpackung der individuellen Engel-Anhänger, die aus gespielten Schlagzeugbecken und dadurch mit jeweils einzigartiger Oberfläche hergestellt wurden. Zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche brachten die Schmuckanhänger dann persönlich bei den „Helfenden Engeln” vorbei. Begleitet wurde die Aktion im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte August über Facebook und Instagram. „Mit dieser großen Resonanz haben wir nicht gerechnet, das hat uns umgehauen”, freut sich Pfarrer Clemens Grünebach, der die Aktion mitorganisiert hat: Die 25 Beiträge in den sozialen Medien erreichten über 40.000 Menschen, rund 3.000 Klicks gab es für die Links und Fotos. Die Pfarreiengemeinschaft St. Jakob in Saarbrücken hat daraufhin einen Schwerpunkt zur Aktion auf ihrer Webseite realisiert. „So haben wir uns das gewünscht: Wir wollten einen Impuls setzen und sind froh, dass viele die ‚Helfenden Engel‘ für sich entdeckt haben”, so Grünebach weiter.

Nun geht die Aktion „Helfende Engel” in Phase 2: Gemeinsam mit den vier Saarbrücker Lions-Clubs wird nun der Verkauf der Restexemplare organisiert, wobei der Reinerlös der saarländischen Veranstaltungswirtschaft zugutekommt. „Das sind diejenigen, die die Corona-Pandemie besonders hart getroffen hat. Es waren die ersten, die ihre Locations schließen mussten und sie werden die letzten sein, die wieder öffnen dürfen”, weiß Theado, der in der saarländischen Kreativwirtschaft gut vernetzt ist.

Sandra Behrend, Präsidentin des Lions-Clubs „Am Schloss” in Saarbrücken, ist froh, dass die Kooperation zustande gekommen ist: „So helfen wir gleich dreifach: Erstens wurde der Schmuck lokal aus alten Schlagzeugbecken in Handarbeit hergestellt und damit nachhaltig in der Region produziert. Zweitens kann sich jedes Lions-Club-Mitglied bei seinem persönlichen helfenden Engel bedanken und drittens wird das durch den Verkauf eingenommene Geld zugunsten der Branche der Veranstaltungswirtschaft gespendet.”

Die Aktion läuft bis zum Beginn der saarländischen Herbstferien am 12. Oktober. Bis dahin können auch alle, die die Aktion unterstützen möchten, einen Engel im „welt:raum” am St. Johanner Markt zu den regulären Öffnungszeiten oder per Mail an info@weltraum-saarbruecken.de erwerben.                                                                                                   

Weitere Infos zur Aktion gibt es bei Facebook und Instagram über dem Hashtag „#HelfendeEngel” oder auf der Webseite der Pfarreiengemeinschaft St. Jakob: www.sanktjakob.de/.

(se)

 

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103570 Sat, 12 Sep 2020 06:06:00 +0200 Wallfahrt in Barweiler trotzt Corona https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wallfahrt-in-barweiler-trotzt-corona/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/3/csm_Barweiler_Wallfahrt_Brahm_Foto_Froder_e848db3b4d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Auch wenn es in diesem Jahr eine andere Wallfahrt war - sie fand aber statt: Weihbischof Robert Brahm feiert ein Pontifikalamt zum Fest Mariä Geburt. Barweiler – In die Hocheifelgemeinde Barweiler pilgern seit dem 18. Jahrhundert Menschen, um beim Gnadenbild „Unserer Lieben Frau mit der Lilie, der Königin des Friedens“ um Heilung von Krankheiten und um Hilfe in anderen Lebenslagen zu bitten. Der Trierer Weihbischof Robert Brahm hat zum Fest Mariä Geburt (8. September) gemeinsam mit Gläubigen ein Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche St. Gertrud gefeiert.

„Trotz Corona haben wir uns entschieden, die Wallfahrtszeit nicht ausfallen zu lassen“, erklärte Pfarrer Dr. Rainer Justen. Der Gottesdienst fand unter den bereits bekannten Maßnahmen zum Infektionsschutz statt. So mussten sich die Gläubigen im Vorfeld anmelden und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. „Die geltenden staatlichen Verordnungen und das Schutzkonzept des Bistums Trier geben die Rahmenbedingungen vor“, erklärte Justen. Daher sei die Wallfahrt in diesem Jahr anders, aber sie könne stattfinden. „Durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher ist das möglich“, sprach Justen gleich zu Beginn des Gottesdienstes seinen Dank und seine Anerkennung für die Frauen und Männer aus, die unterschiedliche Dienste übernahmen.

„Von denjenigen, die in guter Tradition nach Barweiler pilgern, wird in diesem Jahr nur ein kleiner Teil in der gewohnten Weise dabei sein“, vermutete der Pfarrer. Doch er und Weihbischof Brahm ermunterten dazu, für diejenigen zu beten, die nicht dabei sein konnten. „Indem Pilgerinnen und Pilger aneinander denken und füreinander beten, kann ein Netz der Verbundenheit miteinander und mit der Wallfahrt geknüpft werden“, schrieb Justen im aktuellen Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land dazu.

Weibischof Brahm zeichnete in seiner Predigt das Leben der Gottesmutter und somit auch ein Stück weit das Leben ihres Sohns Jesus in Form von Filmszenen nach. „Maria spielt eine zentrale Rolle, weil sie ganz und gar auf Jesus bezogen ist“. In diesem Sinne sei auch die Kirche immer eine Kirche für andere. „Das ist leichter gesagt als getan“, gab Brahm zu. „Wir wissen, dass die Kirche nicht immer so mütterlich ist, wie sie sein sollte. Aber dennoch haben Menschen in der Kirche dieses Mütterliche in Form von einer sorgenden, tröstenden und kümmernden Gemeinschaft erfahren.“

Die Wallfahrt in Barweiler geht auf eine Begebenheit im Jahre 1726 zurück: Im Sommer schmückten Mädchen aus dem Ort ihre Pfarrkirche mit Blumen und gaben der Statue der Muttergottes eine Lilie in die rechte Hand. Sie welkte und verdorrte schließlich. Doch um das Fest Mariä Geburt begann der Stängel wieder zu grünen. Dieses sogenannte Lilienwunder wiederholte sich in den darauffolgenden zwei Jahren. Bis heute pilgern insbesondere von Anfang September bis Anfang Oktober zahlreiche Menschen zur Holzskulptur der Muttergottes.

Die Spenden der Pilgerinnen und Pilger werden in diesem Jahr in großen Teilen für die Restaurierung der historischen Klais-Orgel der Pfarr- und Wallfahrtskirche genutzt. Darüber hinaus wird ein sozial-caritatives Projekt unterstützt.

Die Konzelebranten des Gottesdienstes waren Kooperator P. Mathew Kureekattil und Pfarrer Michael Schaefer. Organist war Dekanatskantor und Diakon Werner Steines.

Weitere Informationen gibt es auf www.pfarreiengemeinschaft-adenauer-land.de oder unter Tel.: 02691-9357510.
(jf)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103561 Mon, 07 Sep 2020 15:10:05 +0200 Plätze für Mitfeier der Chrisam-Messe im Hohen Dom frei https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/plaetze-fuer-mitfeier-der-chrisam-messe-im-hohen-dom-frei/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_Chrisammesse-2_e20a08a44d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Am 12. September wird Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom die Heiligen Öle weihen. Trier – In diesem Jahr findet die Chrisam-Messe am 12. September um 10 Uhr im Hohen Dom statt. Aufgrund der Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie konnten die Heiligen Öle, die im gesamten Bistum Trier bei der Spendung der Sakramente wie Taufe oder Krankensalbung verwendet werden, nicht wie gewohnt in der Karwoche geweiht werden. Im Anschluss an die Liturgie werden die Heiligen Öle an die Vertreter der Dekanate im Bistum Trier verteilt. Aufgrund der Corona-Hygieneauflagen ist das Platzangebot in der Domkirche begrenzt, es stehen jedoch rund 120 Plätze zur Verfügung, die über die Dominformation reserviert werden können und nach der Reihenfolge der Eingänge vergeben werden. Dabei ist zu beachten, dass eine Mitfeier nur nach vorheriger Bestätigung durch die Dominformation möglich ist. Anmeldungen können erfolgen per E-Mail an info(at)dominformation.de sowie per Telefon von Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 17.15 Uhr und Freitag von 9.30 bis 16.30 Uhr, Tel.: 0651-979079-0. Weitere Informationen – auch zu den geltenden Hygienebestimmungen – gibt es auf www.dominformation.de.

 (ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103558 Mon, 07 Sep 2020 09:20:47 +0200 Attraktive Alternative zum Status Quo https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/attraktive-alternative-zum-status-quo/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_IMG_9171_01_aa63892b4b.jpg" width="150" height="93" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann berät sich erneut mit den Gremien über den Weg der Synodenumsetzung. Die Mehrheit trägt die Überlegungen der Bistumsleitung mit. Trier – „In welche Richtung sollen wir den Weg vorantreiben?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Ende eines Treffens mit rund 170 Frauen und Männern aus dem ganzen Bistum am 5. September gestellt. Sie waren teils vor Ort in Trier St. Maximin zusammengekommen, teils online zugeschaltet, um die weiteren Schritte der Synodenumsetzung zu beraten. Der überwiegende Teil der Frauen und Männer aus Räten, Berufsgruppen und Einrichtungen signalisierten dem Bischof, dass sie die Überlegungen der Bistumsleitung (siehe https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020) mittragen.

„Raum der Nähe – Raum der Weite“

„Mit der Pfarrei haben wir einen Raum der Nähe, mit dem Pastoralen Raum einen Raum der Weite“: So beschrieb Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, die überarbeitete Planung. Die Pfarrei stelle für die Gläubigen ein erreichbares und überschaubares Territorium dar, mit allen Rechten, Pflichten und Aufgaben, die eine Pfarrei ausmachten. Mechthild Schabo zeigte zwei Varianten als Startpunkt auf: Eine Möglichkeit sei, die derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien zu fusionieren – das bedeute einen strukturellen Impuls für die Kirchenentwicklung und reduziere etwa die Anzahl der Gremien, bedürfe aber eines starken Eingriffs des Bischofs. Die zweite Variante sei, die bisherigen Dekanate und Pfarreiengemeinschaften aufzulösen und mit den bestehenden 887 Pfarreien zu starten, die dann auf freiwilliger Basis fusionieren könnten (siehe auch https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020, Folien 14-31). Hierzu gab die Versammlung kein eindeutiges Stimmungsbild; insgesamt zeichnete sich aber Zustimmung zu einem Weg mit mehr Gestaltungsspielraum vor Ort und einem weniger straffen Zeitplan ab.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103589 Mon, 07 Sep 2020 09:20:47 +0200 Attraktive Alternative zum Status Quo anbieten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/attraktive-alternative-zum-status-quo-anbieten-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_IMG_9171_01_aa63892b4b.jpg" width="150" height="93" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann berät sich erneut mit den Gremien über den Weg der Synodenumsetzung. Die Mehrheit trägt die Überlegungen der Bistumsleitung mit. Trier – „In welche Richtung sollen wir den Weg vorantreiben?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Ende eines Treffens mit rund 170 Frauen und Männern aus dem ganzen Bistum am 5. September gestellt. Sie waren teils vor Ort in Trier St. Maximin zusammengekommen, teils online zugeschaltet, um die weiteren Schritte der Synodenumsetzung zu beraten. Der überwiegende Teil der Frauen und Männer aus Räten, Berufsgruppen und Einrichtungen signalisierten dem Bischof, dass sie die Überlegungen der Bistumsleitung (siehe https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020) mittragen.

„Raum der Nähe – Raum der Weite“

„Mit der Pfarrei haben wir einen Raum der Nähe, mit dem Pastoralen Raum einen Raum der Weite“: So beschrieb Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, die überarbeitete Planung. Die Pfarrei stelle für die Gläubigen ein erreichbares und überschaubares Territorium dar, mit allen Rechten, Pflichten und Aufgaben, die eine Pfarrei ausmachten. Mechthild Schabo zeigte zwei Varianten als Startpunkt auf: Eine Möglichkeit sei, die derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien zu fusionieren – das bedeute einen strukturellen Impuls für die Kirchenentwicklung und reduziere etwa die Anzahl der Gremien, bedürfe aber eines starken Eingriffs des Bischofs. Die zweite Variante sei, die bisherigen Dekanate und Pfarreiengemeinschaften aufzulösen und mit den bestehenden 887 Pfarreien zu starten, die dann auf freiwilliger Basis fusionieren könnten (siehe auch https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020, Folien 14-31). Hierzu gab die Versammlung kein eindeutiges Stimmungsbild; insgesamt zeichnete sich aber Zustimmung zu einem Weg mit mehr Gestaltungsspielraum vor Ort und einem weniger straffen Zeitplan ab.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung