Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Fri, 14 Dec 2018 19:31:19 +0100 Fri, 14 Dec 2018 19:31:19 +0100 Bistum Trier news-95922 Fri, 14 Dec 2018 12:31:03 +0100 Sprache als Schlüssel zur Welt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sprache-als-schluessel-zur-welt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_kita_fruhstuck_9829df93e6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Sprach-Kitas" ist Caritas-Fachberaterin Janine Louis in Kindertageseinrichtungen unterwegs. Trier – „Wer bist du-u?“ Janine Louis wird von einem Paar Kinderaugen neugierig fixiert. „Ich bin die Janine und heute hier zu Besuch“, antwortet die Fachberaterin des Caritasverbands im Bistum Trier. Als das geklärt ist, bekommt sie von der kleinen Amelia gleich zwei aneinander geklebte Toilettenpapierrollen gereicht: „Ok, kannst du mir bitte meine Rakete ausmalen?“ Es ist halb neun in der katholischen Kindertagesstätte Maria Königin im Trierer Stadtteil Pallien. Dass Louis hier ist, scheint für die Kinder nach anfänglicher Neugier und ein paar zu ihrer Zufriedenheit beantworteten Nachfragen nicht mehr sonderlich spektakulär. Dass sie aber hier ist, ist doch nicht ganz alltäglich.

Die Erziehungswissenschaftlerin ist Sprach-Fachberaterin beim Diözesancaritasverband. Ihre Stelle und eine weitere Teilzeitstelle hat die Caritas im Rahmen des vom Bundesfamilienministeriums geförderten Programms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ geschaffen. Rund jede zehnte Kita in Deutschland ist mittlerweile eine „Sprach-Kita“, damit profitieren rund eine halbe Million Kinder und ihre Familien von dem Bildungsprogramm. Seit 2017 wird es auch im Bistum Trier umgesetzt und richtet sich vor allem an Kitas, die von überdurchschnittlich vielen Kinder mit einem erhöhten Sprachförderbedarf besucht werden. Louis und ein Kollege beraten insgesamt 33 Kindertageseinrichtungen von Hermeskeil, Saarburg über Konz bis Jünkerath in Themenbereichen wie der besseren Integration von Sprache in den Kita-Alltag, der Inklusion und der Zusammenarbeit mit den Familien. Ziel dieser Prozessbegleitung sei die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Einrichtungskonzepte, so Louis. Vier Jahre lang bezuschusst der Bund in den Einrichtungen eine halbe Stelle „Sprach-Fachkraft“ sowie die Fachberater bei Trägern wie der Caritas. Louis schult die Sprach-Fachkräfte und Kita-Leitungen zu den Schwerpunktthemen, so dass sie diese Inhalte in ihre Teams tragen können.

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news-95867 Thu, 13 Dec 2018 08:20:00 +0100 Ein Bolivianer in Saarbrücken http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-bolivianer-in-saarbruecken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_JhamirTicona_dh_cee7fa4db2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="JhamirTicona dh" />Jhamir Ticona aus Bolivien macht seit Januar einen Freiwilligendienst im Café Exodus in Saarbrücken. Trier/Saarbrücken – Mehr als 10.000 Kilometer liegen zwischen der bolivianischen Stadt La Paz und Saarbrücken. Der 27-jährige Jhamir Ticona aus Bolivien hat diesen Weg auf sich genommen, um für ein Jahr einen Freiwilligendienst in Deutschland über den Verein Soziale Friedensdienste im Ausland (SoFiA) e.V. des Bistums Trier zu machen. Seit Januar ist er hier und arbeitet im Café Exodus in Saarbrücken.

„Ich habe in Bolivien schon mit Jugendlichen in meiner Pfarrei gearbeitet“, erzählt der junge Bolivianer. Jhamir ist eigentlich Marketingberater. In Bolivien hat er Marketing studiert, Theologie sowie Soziale Kommunikation. Sein Kommunikationsstudium hat er für seinen Freiwilligen dienst unterbrochen. Nach dem Studium würde er am Liebsten alle seine Interessen verbinden und für die Kirche im Bereich Soziale Kommunikation oder Marketing arbeiten. „Am Besten auch noch mit Jugendlichen“, sagt er. Auf die Idee einen Freiwilligendienst in Deutschland zu machen kam eine gute Freundin von ihm, berichtet er. „Ich hatte überhaupt keine Vorstellung. Sie hat zu mir gesagt ‚WIR sollten uns dort bewerben‘.“ Leider bekam nur er eine Zusage. Seine Freundin wurde nicht genommen. „Das ist sehr traurig“, gesteht er. „Aber ich bin jetzt hier und sie freut sich für mich.“

„Ich wusste, dass Deutschland und Europa eine ganz andere Welt als Bolivien ist“, fasst er eine seine Vorstellung, was ihn erwarten würde, zusammen. „Ich hatte keine Ahnung, wie das Leben hier ist. Ich kannte Deutschland nur aus Filmen oder Erzählungen von anderen und dachte, Deutschland ist ein starkes Land, es gibt hier keine Armut, aber die Leute sind alle sehr kühl.“ Seine erste Zeit in Deutschland hat er in Trier bei einer Gastfamilie verbracht. Seine Vorstellungen, die er von dem Land und den Menschen hier hatte, haben sich sehr schnell verflüchtigt. „Es war toll! Meine Gastfamilie hat mich herzlich empfangen und wir waren spazieren. Sie haben kein Spanisch gesprochen und ich nur ganz wenig Deutsch. Trotzdem haben wir uns verstanden.“ Die Sprache beherrscht er mittlerweile sehr gut; doch die ersten Monate im Café Exodus waren schwierig für ihn. „Die Arbeit hier ist vor allem soziale Arbeit, sich mit den Jugendlichen, die hierher kommen zu unterhalten. Wenn sie Probleme haben, oder verliebt sind. Meine Aufgabe ist dann vor allem, mit ihnen zu reden.“ Gerade das war am Anfang nicht leicht für ihn. Doch die Arbeit bereitet ihm große Freude. Er kann auch sein Studium einbringen: Er hilft, Plakate zu gestalten und ist im Arbeitskreis „Film“ des Café Exodus aktiv. „Ich wusste nicht genau, was mich hier erwarten würde“, erzählt Jhamir. „Ich wollte vor allem alles kennen lernen: die Sprache, die Kultur und mich hier integrieren. Ich fühle mich sehr wohl hier und habe das Gefühl, dass die Jugendlichen mich akzeptieren. Deshalb kann ich sagen, dass ich mein Ziel erreicht habe.“

Im Januar ist sein Freiwilligendienst zu Ende. Dann fliegt er zurück in seine Heimat. Ob er lieber in Deutschland bleiben wolle? Nein. Jhamir will sein Studium zu beenden, sagt er. Vielleicht kommt er aber wieder, um einen Master hier zu machen. Solange genießt er noch die Zeit hier und sein erstes Weihnachten in Deutschland, das er mit seiner Gastfamilie und Freunden verbringen wird.

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Bolivienpartnerschaft Politik / Gesellschaft
news-95804 Mon, 10 Dec 2018 11:30:19 +0100 Das Haus bereiten für die Gemeinschaft der Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-haus-bereiten-fuer-die-gemeinschaft-der-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/1/csm_IMG_0187_64d7ed827f.jpg" width="150" height="92" alt="" />51 Frauen und Männer haben erfolgreich die Küster-Ausbildung absolviert und ihre Prüfungsurkunden bekommen. Trier – 51 Frauen und Männer haben im Jahr 2018 die beiden Grundkurse für Küsterinnen und Küster absolviert. Im Anschluss an das Pontifikalamt zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens (8. Dezember) überreichten Pfarrer Carsten Rupp, im Bischöflichen Generalvikariat Trier für Liturgie zuständig, und Kursleiter Achim Müller (Sakristan in Trier St. Martin) die Prüfungsurkunden.

Pfarrer Rupp erinnerte in seiner Begrüßung an Psalm 69, der ihn im Priesterseminar beim Küsterdienst begleitet hatte: „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.“ Das könne gut als „Motto“ für den Küsterdienst gelten, sagte er. Denn auf der einen Seite „zehre“ der Dienst, etwa an der Zeit und manchmal auch an den Nerven. Aber letztlich sei es ein „Eifer, der zur Freude führt“ – an der Freude, das „Haus, nämlich den Kirchenraum zu bereiten“ und dadurch mitzubauen an der Gemeinschaft der Kirche. Küsterinnen und Küster seien ganz nah dran am Geschehen, schon allein deswegen, weil sie den Schlüssel zur Sakristei und damit zu den Kunst- und Gebrauchsgegenständen für die Feier der Gottesdienste hätten. Viele der Küsterinnen und Küster hätten während der Ausbildung davon gesprochen, dass die Kirche, in der sie Dienst tun, auch ihr Zuhause sei: „Wie schön ist das!“ würdigte Rupp dieses Engagement. Mit der Überreichung der Zertifikate für die bestandenen Kurse hätten die Frauen und Männer das Ziel erreicht, künftig „mit Sicherheit Ihre Kirche gestalten zu können für die Menschen, die sich dort versammeln“.

Die Frauen und Männer, die die beiden Kurse 2018 absolviert haben, kommen aus dem gesamten Bistum Trier und sind künftig dazu berechtigt, den Dienst des Sakristans oder Sakristanin (so die offizielle Bezeichnung) auszuüben. Zu den Inhalten der Ausbildung gehören die Einführung in den Gottesdienst, liturgische Grundbegriffe, Abfolge des Kirchenjahres, Handhabung des liturgischen Kalenders, Einführung in die liturgischen Bücher, Einführung in die Theologie der Eucharistie, Umgang und Pflege liturgischer Geräte und liturgischer Gewänder sowie Unterweisungen zu rechtlichen Fragen und den Besonderheiten im kirchlichen Dienst. Im Bistum Trier gibt es an nahezu allen Kirchen und Kapellen Küsterinnen und Küster, die diesen Dienst in der Regel ehren- oder nebenamtlich leisten.

Der nächste Küstergrundkurs findet im Januar 2019 in St. Thomas statt. Anmeldungen sind bis zum 20. Dezember möglich unter https://www.bistum-trier.de/kuester-kurse/; dort finden sich auch weitere Informationen.

(JR)

 

 

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news-95694 Thu, 06 Dec 2018 16:22:01 +0100 „Uns schickt der Himmel“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/uns-schickt-der-himmel-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_72-Stunden_5839a6500c.jpg" width="150" height="91" alt="" title="72 Stunden" />Drei Tage lang Gutes tun in sozialen, ökologischen oder interkulturellen Projekten - 72-Stunden-Aktion im Mai 2019 Trier/Saarbrücken – Drei Tage lang etwas Gutes tun und soziale, ökologische oder interkulturelle Projekte umsetzen, und das zeitgleich mit Tausenden jungen Menschen in ganz Deutschland: Das ist die 72-Stunden-Aktion, die von Donnerstag, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai 2019, stattfinden wird. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ organisiert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seine Diözesan- und Mitgliedsverbände die Aktion. Mitmachen können nicht nur Gruppen aus der katholischen Jugendarbeit, sondern auch Schulklassen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion 2013 waren über 170.000 Kinder und Jugendliche in fast 4.000 Aktionsgruppen im Einsatz. Der Fokus soll 2019 besonders auf sozialen Projekten liegen – also auf nachhaltig erlebbaren Aktionen, die im besten Falle auch danach noch gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort anstoßen können.

Bereits bei der Anmeldung geben die Gruppen an, mit welcher  Aktionsvariante sie sich beteiligen möchten. Möglich ist die „Get-it“-Variante, bei der sie am Starttag der Aktion ein Überraschungsprojekt zugeteilt bekommen. Die Gruppe kann sich aber auch selbst ein Projekt überlegen und somit die „Do-it“-Variante wählen. Ergänzend zur jeweiligen Option  gibt es das sogenannte „Connect-it“. Dabei wird die Aktion zusammen mit einer anderen Gruppe oder Organisation durchgeführt. Im Bistum Trier besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit einer bolivianischen Jugendgruppe zusammen zu tun. Während der parallel laufenden Sozialaktionen tauschen sich die Partnergruppen über Skype aus. Die Zusammenarbeit setzt ein Zeichen der Solidarität und stärkt die Bolivien-Partnerschaft des Bistums. Deshalb sollten die Projekte möglichst im Zusammenhang mit dem Partnerland stehen. Im Vorfeld der Aktion besuchen Koordinationskreise (KoK) die einzelnen Gruppen. Sie sind Ansprechpartnerinnen und -partner wie Helfer und Helferinnen und unterstützen die Planungen, zum Beispiel wenn es darum geht, sich für die Aktion vom Unterricht befreien zu lassen. 

Die Schirmherrschaften für die 72-Stunden-Aktion haben die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans übernommen. Als offizielle Medienpartner begleiten und informieren der SR im Saarland und der SWR3 im Gebiet Rheinland-Pfalz die Aktion über den gesamten Zeitraum. Bei den Sendern können auch Hilfegesuche für Materialspenden, Musikwünsche oder Erfolgsmeldungen abgegeben werden.  

Anmeldeschluss für die Aktion auf www.72stunden.de ist Ende Februar 2019. Wer teilnehmen will, sollte sich schon bald anmelden.

(dk)
 

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news-95663 Wed, 05 Dec 2018 16:22:00 +0100 Auf den Spuren der Jesuiten in Trier http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-jesuiten-in-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Ignatiushaus_7efe905496.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst am kommenden Freitag wird Bischof Dr. Stephan Ackermann die Jesuiten aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden. Trier – Noch erscheint ein rotes Fähnchen im südwestlichen Teil der Deutschlandkarte auf der offiziellen Internetpräsenz der Gesellschaft Jesu (jesuiten.org) unter dem Menüpunkt „Wo wir sind“. Doch das wird sich bald ändern: Ende des Jahres werden die Jesuiten Trier verlassen – und das nicht zum ersten Mal. Mit einem  Gottesdienst am 7. Dezember wird Bischof Dr. Stephan Ackermann den Orden aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden.

Die Geschichte der Jesuiten in Trier ist eine lange und ereignisreiche – und hat unzählige Spuren in der Stadt sowie im ganzen Bistum hinterlassen. Manchmal sind sie offensichtlich: etwa in den Namen der Jesuitenkirche oder der Jesuitenapotheke. Häufiger braucht es einen zweiten Blick, um die Überreste jesuitischen Einflusses im heutigen Trier zu entdecken.

Ihr Wirken vor Ort begann im Jahre 1560, als der Trierer Erzbischof die Jesuiten „zur Festigung der Religion“ nach Trier rief. Die folgenden Jahre bis zur Zeit der Aufklärung zeichneten sich durch vorwiegend stabile Beziehungen zwischen der Ordensgemeinschaft und den Trierer Kurfürsten aus. Überliefert ist für diese Zeitspanne lediglich ein einziger Zwist: Während des Dreißigjährigen Krieges, im März 1635, sind die spanischen Truppen im Begriff, in Trier einzumarschieren. Deshalb weist der damalige Erzbischof die Jesuiten an, ihre Bildungsanstalten zu schließen. Die Ordensleute jedoch weigern sich, dem Befehl Folge zu leisten. Als Orden „päpstlichen Rechts“ konnten sie sich das herausnehmen.

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news-95653 Wed, 05 Dec 2018 11:39:50 +0100 Mit über 110.000 Euro Langzeitarbeitslose fördern http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-ueber-110000-euro-langzeitarbeitslose-foerdern/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/9/csm_PM-Vergabeausschuss-Aktion-Arbeit_f578583bde.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit im Bistum Trier wird auch 2019 wieder Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Trier - Mit über 110.000 Euro wird die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch im Jahr 2019 Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Das hat der Vergabeausschuss der Initiative auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Unterstützt werden 2019 bistumsweit 13 Projekten. Es handelt sich dabei um Maßnahmen sowohl für Jugendliche als auch für ältere Menschen, sowie zum Teil kombinierte Maßnahmen auch für Geflüchtete in Trier, Betzdorf, Treis-Karden, Neuwied‚ Bad Kreuznach, Birkenfeld, Andernach und Altenkirchen. Dabei sind auch Hilfen im Ordnen schwieriger Lebenssituationen, etwa um die Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme zur schaffen, niedrigschwellige Arbeitsangebote für sehr arbeitsmarktferne Personen, Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche oder Vorbereitungskurse.

Mit der größten Einzelsumme von 35.000 Euro werden in Trier beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Projekte der Bürgerservice gGmbH gefördert. Ein weiteres der geförderten Projekte ist der begleitende Erwerb eines Hauptschulabschlusses. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr führt seit mehreren Jahren sehr erfolgreich die Maßnahme „Fit für die Pflege“ durch. Hier werden Menschen, zum Teil mit Migrationshintergrund, auf eine Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege vorbereitet. Für die Aufnahme einer solchen Ausbildung wird der Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Bisher konnte der Abschluss parallel zur Maßnahme bei der VHS erworben werden. Dieser Bildungsgang wird dort kurzfristig nicht mehr angeboten, so dass für acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erfolg der Maßnahme „Fit für die Pflege“ in Frage gestellt war. Der Caritasverband hat nun einen Schulleiter gefunden, der den Unterricht organisiert und die Prüfungen abnimmt. Die Aktion Arbeit wird diesen Zusatzaufwand mit 8.000 Euro fördern, um damit acht Menschen die Chance auf eine Ausbildung zu ermöglichen.

Über die Zuteilung der Gelder entscheidet der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit, der je nach Finanzlage ein- bis zweimal im Jahr tagt. Dessen Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar für vier Jahre berufen. Aktuell sind dies Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit, Weihbischof Franz Josef Gebert, vertreten durch Dr. Martina Messan, Referentin für Grundsatzfragen und Arbeitsmarktpolitik, Susanne Kramer, Dekanatsreferentin in Merzig, Karl-Heinz Ney, Vorsitzender TINA e.V., und Andrea Steyven als Geschäftsführerin der Aktion Arbeit.

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier. Spenden für den Solidaritätsfonds der Aktion Arbeit gehen ausschließlich in die Maßnahmenförderung.

Spenden für die Aktion Arbeit: IBAN: DE 13 3706 0193 3001 3990 11. Weitere Information bei Aktion Arbeit, Tel. 0651-7105-301; www.aktionarbeit.bistum-trier.de

(tef)

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news-95599 Mon, 03 Dec 2018 15:57:42 +0100 Gut gerüstet für die Mitarbeit in der Seelsorge http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-geruestet-fuer-die-mitarbeit-in-der-seelsorge/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_uebergabe_zertfikate_37e9516f4a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert. Trier – 16 Frauen und ein Mann, die in Einrichtungen der Altenhilfe im Bistum Trier arbeiten, haben sich in einem einjährigen Kurs für die Mitarbeit in der Seelsorge ihrer Einrichtungen qualifiziert. Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert am 30. November und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert.

Der nun abgeschlossene zweite Ausbildungskurs ist Teil eines Modellprojektes von zunächst vier einjährigen Kursen, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen und pflegerischen Bereich für die Arbeit in der Seelsorge in ihren Einrichtungen qualifiziert werden. Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband, den Barmherzigen Brüdern (BBT-Gruppe), der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz  und der Marienhaus-Unternehmensgruppe.

Weihbischof Gebert sprach im Gottesdienst in der Trierer Marktkirche St. Gangolf am Gedenktag des Apostels Andreas über Berufung und Nachfolge und erläuterte den damit verbundenen Auftrag für Verkündigung und Seelsorge. „Wir sind Boten einer Botschaft, die wir selber empfangen haben und die wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes weiterschenken“, sagte er mit Blick auf die Aufgaben der zukünftigen Betreuerinnen und -betreuer in der Seelsorge. Dies dürfe, sagte der Weihbischof, „in selbstbewusster und gleichsam bescheidener Haltung geschehen“.

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news-95506 Fri, 30 Nov 2018 09:29:55 +0100 Frische Ideen und neue Konzepte gemeinsam erarbeiten http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frische-ideen-und-neue-konzepte-gemeinsam-erarbeiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_Gruppenbild_ministranten-arbeitskreis_67d1ca5556.jpg" width="150" height="113" alt="" />Erstmals hat ein bundesweites Vernetzungstreffen der ehrenamtlichen Arbeitskreise Ministrantenpastoral stattgefunden. Trier/Miltenberg – 22 Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Diözesen haben vom 23. bis 25. November in Miltenberg im Bistum Würzburg gemeinsam getagt. Ihr Ziel: Die bundesweite Vernetzung von Ministrantinnen und Ministranten.

„Solch ein Treffen hat es bisher noch nie gegeben“, erklärt Sebastian Volk, Referent der Fachstelle Ministrantenpastoral der Diözese Würzburg. „Dahinter steht die Überzeugung, dass man viel von den anderen Diözesen lernen kann, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblickt“, berichtet Volk, der gemeinsam mit seinen Kollegen Tobias Fraas (Offizialat Vechta) und Benedikt Welter (Diözese Trier) zur Zusammenkunft eingeladen hat.

Zu Beginn erläuterten Haupt- und Ehrenamtliche in ihrer jeweiligen Gesprächsgruppe, wie die Ministrantenpastoral in ihrer Diözese organisiert und strukturiert ist. Im Folgenden wurden einzelne Themen wie Schulungskonzepte oder ministrantenspezifische Spiritualität diskutiert. Dabei kristallisierte sich schnell heraus: Naturgemäß gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Diözesen, doch Vieles ist auch sehr ähnlich. Vom Austausch inspiriert, entstanden im Verlauf des Wochenendes zudem Ideen für verschiedene gemeinsame überdiözesane Projekte. „Dieses Treffen soll auf jeden Fall weiterhin stattfinden“, resümierte Fabian, Ehrenamtlicher aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, den allgemeinen Tenor des Treffens. Die nächste Zusammenkunft ist bereits geplant, nämlich für November 2019.

In jeder (Erz-)Diözese Deutschlands gibt es eine Fachstelle, die die Ministrantenpastoral des jeweiligen Bistums betreut und von theologisch qualifizierten, pastoralen Mitarbeitenden geleitet wird. Viele Bistümer haben darüber hinaus ein Team von erfahrenen Ehrenamtlichen aufgebaut, das die Hauptamtlichen unterstützt.

Weitere Informationen gibt es bei Benedikt Welter, Pädagogischer Referent in der Abteilung Jugend im Bistum Trier (b.welter(at)bgv-trier.de) und auf der Homepage www.Jugend-Bistum-Trier.de.

(ih)

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news-95478 Thu, 29 Nov 2018 11:15:54 +0100 Zeitgeschehen durch Botschaft der Bibel interpretieren http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeitgeschehen-durch-botschaft-der-bibel-interpretieren/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_Dok2_9af622f563.jpg" width="150" height="83" alt="" />Die ökumenisch getragene Internetplattform "Nachhaltig predigen" bietet ökumenische Predigtanregungen und Impulse. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Predigtanregungen zum Kirchenjahr 2018/2019 sind ab dem 26. November auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de zu finden. Bereits zum 14. Mal gibt es dieses ökumenische Angebot von 24 katholische Bistümern und evangelischen Landeskirchen. Seit 2016 ist auch die „Diocese in Europe“ der Anglikanischen Kirche beteiligt. Die Predigtanregungen zur Nachhaltigkeit behandeln Themen wie Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung. So werden beispielsweise die negativen Folgen des Klimawandels angesprochen, die inzwischen aber auch zu einem Wertewandel in der Gesellschaft führen: „Die Bewahrung der Schöpfung“ wird inzwischen als übergreifender Wert konsensfähig. Aufgabe der Predigt ist es, die christliche Botschaft und damit christliche Ethik aus der Bibel in die Zeitgeschichte hinein zu übertragen und jeweils aktuell zu interpretieren. Im neuen Kirchenjahr wird „Teilhabe“ als Schwerpunktthema behandelt – ein Thema, das von Armut in armen und reichen Ländern und von Bildung ebenso handelt wie von der Teilhabe an wirtschaftlicher Unterdrückung und an Verantwortung.

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news-95476 Thu, 29 Nov 2018 09:44:45 +0100 Weihnachtszeit versüßen – auch ohne Schokolade http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachtszeit-versuessen-auch-ohne-schokolade-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Adventskalender_d5aa432322.jpg" width="150" height="150" alt="" />Der "Klingende Adventskalender" für Blinde und Sehbehinderte ist wieder erhältlich. Er begleitet Menschen mit und ohne Behinderung durch die Adventszeit. Trier - Jeden Tag nur „Last Christmas“ im Radio hören? Eine abwechslungsreiche Alternative zu den alljährlichen Weihnachtshits bietet das Bistum Trier mit seinem „Klingenden Adventskalender 2018“.

Hinter den 24 akustischen Türchen verbergen sich Musik, Gedichte und Rezepte, kleine Geschichten, Gebete und ein Weihnachtshörspiel. Diese sollen Blinde, Sehbehinderte und alle, die sich sonst noch auf Weihnachten freuen, durch die besinnliche Adventszeit begleiten. Seit über 40 Jahren produzieren ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Trierischen Tonpost“ im Bistum Trier den Klingenden Adventskalender. 
Der Kalender ist als Daisy-MP3-CD oder auf vier Musik-CDs erhältlich. Blinde und sehbehinderte Menschen können den Kalender kostenlos bestellen, die Abonnenten des Hörmagazins „Trierische Tonpost“ bekommen ihn automatisch zugeschickt. Jeder, der den Klingenden Adventskalender selbst genießen oder verschenken möchte, kann ihn für 18 Euro bestellen, unter der E-Mail: tonpost(at)bistum-trier.de oder per Tel.: 0651-7105-430,www.bistum-trier.de/tonpost

(tef)

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news-95418 Wed, 28 Nov 2018 11:22:00 +0100 Weihbischof Gebert auf Firmreise im Dekanat Konz-Saarburg http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-auf-firmreise-im-dekanat-konz-saarburg/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert spendet seit dem 24. November vielen Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung. Konz/Saarburg – Weihbischof Franz Josef Gebert spendet vom 24. November bis 15. Dezember Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung.
Folgende Termine sind in den nächsten Wochen geplant: Am Freitag, 30. November um 18.30 Uhr in St. Martin, Nittel; am Samstag, 1. Dezember um 15.00 Uhr in St. Briktius, Oberemmel, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Martin, Wiltingen; am Sonntag, 2. Dezember um 10.30 Uhr in St. Peter, Wincheringen; am Freitag, 7. Dezember um 18.30 Uhr in St. Martin, Merzkirchen; am Samstag, 8. Dezember um 15.30 Uhr in St. Laurentius, Saarburg, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Marien, Saarburg-Beurig; am Freitag, 14. Dezember um 18.30 Uhr in St. Gervasius und Protasius, Irsch; am Samstag, 15. Dezember um 15.30 Uhr in St. Aper, Wasserliesch, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Peter und Paul, Tawern.
Im Dekanat Konz-Saarburg leben derzeit circa 42.970 Katholiken in sechs Pfarreiengemeinschaften.

(ih)

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news-95411 Tue, 27 Nov 2018 08:10:47 +0100 An den Pilgerstätten wird Gott begreifbar http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/an-den-pilgerstaetten-wird-gott-begreifbar/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Pilgermesse-3_edac2bfd10.jpg" width="150" height="123" alt="" />Zum Endes des Pilgerjahres feierte Weihbischof Robert Brahm zusammen mit vielen Pilgern einen festlichen Abschlussgottesdienst im Dom. Trier – Zusammen mit zahlreichen Pilgern hat Weihbischof Robert Brahm in einem festlichen Gottesdienst im Hohen Dom zu Trier den Abschluss des Pilgerjahres im Bistum gefeiert. Mit dem Ende des Pilgerjahres ging auch die Reise des Reliquienschreines der heiligen Bernadette durch Deutschland im Trierer Dom zu Ende.

Weihbischof Brahm machte deutlich: „Wallfahrtsorte wie Lourdes sind Stätten, an denen Gott sich begreifbar machen lässt.“ Es sei sehr bewegend, dass diese Reliquien nun im Dom angekommen seien. Lourdes lasse die Gegenwart Gottes und seiner Heilsmacht spüren. „Auch heute ist dies die alles bestimmende Macht, die Maria der jungen Bernadette vermittelt hat, und die Lourdes uns immer wieder vor Augen stellt.“ Die Begegnung mit dem Himmel verändere Menschen und die Maßstäbe der Welt, betonte Brahm. Für unzählige Menschen sei Lourdes Stätte der Begegnung geworden, ein Ort, an dem Gott erfahrbar werde. Brahm lud ein, sich so für die Herrlichkeit Gottes so zu öffnen, wie das Mädchen Bernadette Soubirous es vor 160 Jahren getan hatte.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten zahlreiche Gläubige die Gelegenheit und beteten am Reliquienschrein der heiligen Bernadette. Anschließend standen Begegnungen und Austausch von Erinnerungen an die gemeinsamen Pilgerreisen im Mittelpunkt. In der Cafeteria des Generalvikariats trafen sich alte und neue Bekannte und tauschten sich über ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei den Reisen nach Lourdes und Griechenland aus. An der Reise auf den Spuren des heiligen Paulus nach Griechenland hatten Maria und Matthias Brauns aus Daun-Boverath teilgenommen. „Es war die schönste, eindrucksvollste Pilgerreise, die wir bislang gemacht haben“, schwärmte Matthias Brauns und nannte als Beispiel die einzigartige Stimmung, als sie an den historischen Schauplätzen in Alt-Korinth Gottesdienst mit Weihbischof Brahm gefeiert und eine Passage aus einem Korintherbrief gehört hätten.

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news-95381 Mon, 26 Nov 2018 13:07:00 +0100 Unermüdlicher Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/unermuedlicher-anwalt-fuer-die-armen-und-kleinen-weltweit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_schwarz_ornat_7f21fcb2bf.jpg" width="100" height="150" alt="" />Der emeritierte Trierer Weihbischof Leo Schwarz ist tot. Bischof Ackermann würdigt ihn als unermüdlichen Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit. Requiem am 4. Dezember Trier – Das Bistum Trier trauert um Weihbischof Leo Schwarz. Der emeritierte Trierer Weihbischof starb am Morgen des 26. November in Trier. Bischof Stephan Ackermann würdigt den Verstorbenen: „Durch den Tod von Weihbischof Leo Schwarz verlieren wir einen kraftvollen Zeugen des Evangeliums und einen unermüdlichen Anwalt für die Armen und Kleinen weltweit. In unsere Trauer mischt sich zugleich die Dankbarkeit über ein erfülltes Leben im Dienst der Kirche.“ Noch bis zwei Tage vor seinem Tod habe Weihbischof Schwarz mit wachem Interesse und mit innerer Anteilnahme am Leben des Bistums und der Kirche insgesamt teilnehmen können, sagt Ackermann. „Nun hat sich sein weitgespannter Lebensbogen vollendet.“

Der Bischof bittet alle Bistumsangehörigen sowie alle, die dem Verstorbenen auf die ein oder andere Weise verbunden sind, um ihr Gebetsgedenken: „Christus, der Herr, möge Weihbischof Schwarz beschenken mit der Fülle des Lebens und ihm seinen Platz geben im Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens, das Weihbischof Schwarz über so viele Jahrzehnte in Wort und Tat verkündet hat.“

Requiem und Beisetzung am 4. Dezember

Das Requiem (Sterbeamt) feiern Bischof Stephan Ackermann und das Bistum am Dienstag, 4. Dezember, 10:00 Uhr im Hohen Dom zu Trier; anschließend wird der Verstorbene in der Paulus-Kapelle im Domkreuzgang zur letzten Ruhe gebettet. Das Totengebet wird gebetet am Sonntag und Montag, 2. und 3. Dezember, jeweils 18:00 Uhr, ebenfalls im Petrus-Dom. An beiden Tagen besteht in der Savigny-Kapelle die Möglichkeit, von Weihbischof Leo Abschied zu nehmen. Die Kapelle ist an beiden Tagen von 16 Uhr bis zum Totengebet geöffnet.

Leo Schwarz wurde 1931 in Braunweiler im Kreis Bad Kreuznach geboren und 1960 zum Priester geweiht. Von 1962 bis 1970 arbeitete er als Seelsorger in Bolivien. Von 1976 bis 1982 war er Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks „Misereor“. 1982 wurde er zum Weihbischof im Bistum Trier ernannt. Er baute das Hilfswerk „Renovabis“, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, mit auf und war zehn Jahre Vorsitzender der Deutschen Kommission der kirchlichen Friedensorganisation „Justitia et Pax“. 2005 wurde er Präsident der Europäischen Kommissionen „Justitia et Pax“. 2006 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Weihbischof Schwarz an. In seinem Ruhestand hat Weihbischof Schwarz weiterhin in der Seelsorge gearbeitet und war abwechselnd in Bolivien und im Bistum Trier tätig. Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/weihbischof-leo zu finden.

(JR)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge Weltkirche
news-95391 Mon, 26 Nov 2018 10:48:00 +0100 Bindungen in der Jugend sind „Tankstellen fürs Leben“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bindungen-in-der-jugend-sind-tankstellen-fuers-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Jugendhilfe_OrgaTeam_d82eed926b.jpg" width="150" height="103" alt="" />Vertreterinnen und Vertreter aus der Kinder- und Jugendhilfe diskutierten im Bistum Trier über Maßnahmen gegen Kinderarmut. Trier – Rund 120 Frauen und Männer aus der Kinder-und Jugendhilfe haben auf Einladung der Abteilung Jugend im Bistum Trier Maßnahmen gegen Kinderarmut diskutiert. Am fünften Diözesanen Tag der Kinder- und Jugendhilfe nahmen nicht nur kirchliche Mandatsträgerinnen und –träger teil, sondern auch Vertreterinnen und Vertreter aus kommunalen und regionalen Jugendhilfeinstitutionen. Gemeinsam tagten sie am 22. November im ERA Conference Centre.

Gastreferentin Gerda Holz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Frankfurter Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Lage: Nicht nur Erwerbslose, sondern auch Geringverdiener könnten sich einen angemessenen Lebensstandard oft nicht leisten. Die Folge von Armut in der Kindheit und Jugend liege auf der Hand: Sie schränkt die Entwicklungsmöglichkeiten eines jungen Menschen ein. Im gleichen Atemzug stellte die Wissenschaftlerin klar: „Armut zu bewältigen ist keine Entwicklungsaufgabe von Kindern und Jugendlichen!“ Eine der erschreckendsten Entwicklungen der letzten Jahre sei die Verfestigung von Armut. Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Tagungsgäste Holz‘ Ausführungen vor dem Hintergrund der Leitfrage „Was können Institutionen tun, um die Folgen von Kinderarmut abzufangen oder vorzubeugen?“. Die diplomierte Politikwissenschaftlerin lieferte dazu zwei grundlegende Hinweise. Erstens müssten Bedarfe erkannt werden und Betroffene sollten direkt angesprochen werden, zweitens müssten sich Jugendhilfeorganisationen vernetzen, denn „Prävention funktioniert nie allein; Kooperation und Koordination sind unumgänglich für Erfolge!“

Im Zuge dessen konnten auch Impulse aus den Workshops am Vormittag im Plenum verhandelt werden. „Wie kann man ein Kind resilient, also widerstandfähig, machen, damit es die Bedrohungen durch Armut besser bewältigen kann?“, fragte eine der Diskutantinnen. Es gebe Schutzfaktoren, die den Nachwuchs stark machten, wie ein gesundes Selbstbewusstsein und eine gute Selbstwahrnehmung. Mit am wichtigsten sei es für einen jungen Menschen, Vertrauen zu entwickeln. Dabei sei es gleich, zu welchem Erwachsenen eine Bindung hergestellt würde, solange sie Bestand habe und Kinder sich auf sie verlassen könnten. Bindung sei die „Tankstelle fürs Leben“, so Holz. Doch nicht nur die Förderung Einzelner spiele eine Rolle. Strukturelle Defizite, wie sie etwa im ländlichen Raum auftreten, könnten nur durch eine Stärkung der Jugendhilfe-Infrastruktur erreicht werden.

Ein akutes Problem aus der Praxis der Jugendhilfe trug Harald Herres (Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Trier der Caritas) vor: Seit Dezember 2017 werde in seinem Bereich keine Ehrenamtspauschale mehr ausgezahlt, was dazu führe, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagierten. Seine Bitte an die Bistumsleitung lautete folglich: „Bitte überdenken Sie diese Entscheidung nochmal!“ Abschließend resümierte Mechthild Schabo (Direktorin Zentralbereich Pastoral und Gesellschaft im Bistum Trier), die Veranstaltung habe gezeigt, dass kirchliche und weltliche Träger gut zusammenarbeiten können: „Die Bereitschaft zur Vernetzung ist bemerkenswert“. Dafür erhielt sie enthusiastischen Beifall. Weitere Informationen zur Jugendhilfe im Bistum Trier finden sich unter www.jugend-bistum-trier.de.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-95380 Mon, 26 Nov 2018 09:48:39 +0100 Neue Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt – aber befristet http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-zugangsmoeglichkeiten-zum-arbeitsmarkt-aber-befristet/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/8/csm_ullrich__hans_guenther_1_01_4d52556326.jpg" width="131" height="150" alt="" title="Ullrich hans guenther 1 01" />Die Aktion Arbeit zieht eine gemischte Bilanz zum neuen Teilhabechancengesetz. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht der erhoffte Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik. Trier – Die Aktion Arbeit im Bistum Trier begrüßt das am 6. November vom Deutschen Bundestag beschlossene Teilhabechancengesetz (THCG). „Das eröffnet für langzeitarbeitslose Menschen ab 2019 neue Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt“, sagt Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Er ist der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit im Bistum Trier. Gleichzeitig bedauert die Aktion Arbeit, dass die neuen Möglichkeiten bis 2024 befristet und mit weiteren Defiziten behaftet sind. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht der erhoffte Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik“.

Das neue Gesetz sieht vor, für Langzeitarbeitslose, die in Arbeit vermittelt werden, der Staat einen Teil des Gehaltes zahlt oder sogar die kompletten Lohnkosten übernimmt. Solche Förderungen gibt es zwar auch jetzt schon, doch sie sind an komplizierte Bedingungen geknüpft. Dieses Verfahren wird vereinfacht. Damit können Jobs von Menschen gefördert werden, die älter als 25 sind, wenn sie  mindestens sechs der letzten sieben Jahre Leistungen nach dem SGB II bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig erwerbstätig waren.

Es ist nicht nur die Befristung, die die Aktion Arbeit an dem neuen Gesetz bedauert. „Hier ist die Zielgruppe gleich auf einen kleinen Teil der Betroffenen begrenzt“, betont Ullrich. Auch sieht er ein Problem darin, dass nicht auf die Freiwilligkeit der Betroffenen gesetzt werde, sondern diese einem Einsatzort zugewiesen werden sollen. „Menschen, die über viele Jahre im Abseits waren, wird man jedoch nicht mit Druck integrieren können.“ Die Aktion Arbeit begrüße sehr, dass das Gesetz ein beschäftigungsbegleitendes Coaching vorsehe. „Noch vorteilhafter wäre es, das Coaching bereits vor der Arbeitsaufnahme anzusetzen, um bestehende Hemmnisse im Vorhinein anzugehen.“ Dass das Coaching durch die Jobcenter selbst durchgeführt werden kann, hält Ullrich nicht für sinnvoll: „Eine solche Begleitung setzt ein intensives Vertrauensverhältnis voraus, das man nicht erwarten kann, wenn dieselbe Institution zugleich als Instanz für die Verhängung von Sanktionen fungiert.“ Das Coaching sollte möglichst innerhalb des Arbeitgeberbetriebs stattfinden.

„Wir begrüßen ganz besonders, dass im Zuge des neuen Gesetzes nun erstmals der auch von uns seit Jahren geforderte Passiv-Aktiv-Transfer möglich wird, dass also in den Jobcentern Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert werden kann. Damit entstehen in den Bundesländern ganz neue Möglichkeiten, von denen wir uns viel versprechen. Gerne unterstützen wir entsprechende Programme wie etwa den saarländischen Beschäftigungspakt und sind gespannt auf die Wirkung dieser innovativen Maßnahme“, blickt Ullrich optimistisch in die Zukunft.

Die Aktion Arbeit als Initiative des Bistums Trier wurde 1983 vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Weitere Informationen zum Thema sind unter www.aktionarbeit.bistum-trier.de  

(tef)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit
news-95303 Sat, 24 Nov 2018 11:52:00 +0100 „Frauenhäuser ausbauen und Hilfetelefon stärken“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frauenhaeuser-ausbauen-und-hilfetelefon-staerken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Haeusliche_Gewalt_Flyer-1_d603af15fa.jpg" width="115" height="150" alt="" />Zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine bundesweit einheitliche Finanzierung und weitreichendere Angebote. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) den Vorstoß von Bundesfrauenministerin Franziska Giffey begrüßt, mit Blick auf die aktuelle Gewaltstatistik Hilfseinrichtungen für Frauen auszubauen und bis zum Jahr 2020 über 40 Millionen Euro Bundesmittel für Frauenhäuser einzusetzen.

„Die Finanzierung von Frauenhäusern muss endlich bundesweit einheitlich geregelt werden. Frauen werden immer wieder abgewiesen, weil die Übernahme der Kosten nicht geregelt ist. Das ist nicht nur angesichts der aktuellen erschreckenden Zahlen höchst verwerflich“, sagte Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende. Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2017 rund 139.000 Menschen in Deutschland von ihrem Partner oder Expartner misshandelt, gestalkt oder bedroht – Frauen machten mit rund 114.000 Personen einen Anteil von 82 Prozent aus.

Hier werde das förderale System in Deutschland zu einem Problem, so Heil: „Jedes Bundesland hat seinen eigenen Finanzierungplan. Und je nach Bundesland muss eine Frau, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen hat, ihren Aufenthalt selbst zahlen. Viele Frauen sehen sich dann gezwungen, in die Gewaltbeziehung zurückzukehren.“

Die kfd fordere dagegen, dass alle Frauen unabhängig von Herkunft, Einkommen und sozialem Status umgehend Zuflucht und professionelle Unterstützung finden müssen. Die Organisation der Unterkunft sei dabei nicht ausreichend, erklärte Heil: „Das kann nur der erste Schritt sein. Sich anschließende Maßnahmen wie die Wohnungsvermittlung müssen direkt mitgedacht, mitorganisiert und finanziert werden.“

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Schon seit den 1990er Jahren setzen sich kfd-Frauen vielerorts für die Gründung und den Ausbau von Frauenhäusern ein und unterstützen und begleiten diese durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Auch das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein wichtiges Angebot für Menschen, die von Gewalt betroffen sind. Für seine Einführung hatte die kfd sich ebenfalls stark gemacht. Das Hilfetelefon ist kostenlos und jederzeit in verschiedenen Sprachen erreichbar. Auch männliche Opfer von partnerschaftlicher Gewalt können dieses Angebot nutzen. Die Nummer lautet: 08000-116016, mehr Informationen gibt es online: http://hilfetelefon.de. Eine Themenseite der kfd zu Gewalt findet sich ebenfalls im Internet: www.kfd-bundesverband.de/themen/gewalt. Informationen zur kfd Trier gibt es auf: www.kfd-trier.de und per Tel.: 0651-9948690 und E-Mail: info(at)kfd-trier.de.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-95307 Fri, 23 Nov 2018 12:33:37 +0100 Leben ist mehr als Arbeit und Konsum http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/leben-ist-mehr-als-arbeit-und-konsum/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/a/csm_allianz_freier_sonntag_saarbruecken-docx_2d36894633.jpg" width="150" height="100" alt="" />Adventsaktion der "Allianz für den freien Sonntag": Jeden Sonntag erklärt eine Persönlichkeit aus dem Saarland, warum für sie der freie Sonntag wichtig ist. Saarbrücken - Den Sonntag als Tag der Ruhe und der Erholung erhalten und vor allem die Adventssonntage nicht zu reiner Konsumzeit werden lassen – das ist das Hauptanliegen der von den Kirchen mitgetragenen Allianz, das bei einem Pressegespräch vorgestellt wurde. An jedem Sonntag im Advent wird ein Statement einer Persönlichkeit aus dem Saarland im Internet veröffentlicht, in dem sie erklärt, warum für sie der freie Sonntag wichtig ist. Mit dabei sind der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz / Saarland, Eugen Roth, Martin Schedler, Weltmeisterschaftsdritter im Ultratrail-Langstreckenlauf und Bodo Busse, Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters.

Hans betonte in einer schriftlichen Stellungnahme, dass der  freie Sonntag Teil des christlichen Kulturerbes sei. Einen solchen Tag in der Woche benötige man zur Erholung. „Aber auch, um mit der Familie gemeinsam Zeit zu verbringen, sich mit Freunden oder Verwandten auszutauschen oder den Gottesdienst zu besuchen. Deshalb lehne ich eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen ab“, erklärte der Ministerpräsident.

Busse wies daneben auch auf die zunehmende Informationsflut und Hektik im Alltag hin. „Freie Tage können da zu Inseln der Reflexion werden, in deren Stillstand wir aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus auch unsere Zukunft besser in den Blick bekommen.“ So könne man körperlich und geistig gestärkt den Anforderungen des Alltags standhalten.

Für Schedler, der im vergangenen Jahr Vater wurde, war der familiäre Aspekt des Sonntags besonders wichtig. „Unter der Woche ist es mit Arbeit und Training sehr hektisch, da bleibt wenig Zeit für Frau und Kind. Da ist ein Sonntag natürlich ein wichtiger Tag.“

Roth verwies darauf, dass verkaufsoffene Sonntage keinen ökonomischen Nutzen hätten. „Unterm Strich wird kein Cent mehr verdient, es verlagert sich nur“, erklärte der Gewerkschafter. Weiter schade diese Art von extremen Kauftagen dem kleinen Einzelhandel.

Die Leiterin des Katholischen Büros Saarland, Katja Göbel, lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten. Es gelte, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wofür der Sonntag stehe. Es sei ein Tag, der im Grundgesetz als Erholungstag verankert sei, und in der Bibel als Tag des Herrn für die Christen stehe.

Der größte Erfolg der Allianz ist bisher der Erhalt der Regelung des saarländischen Ladenöffnungsgesetzes, wonach vier verkaufsoffene Sonntage gewährt werden. Zum Vergleich: In Zweibrücken sind es 12 Sonntage. Der Allianz gehören rund 30 Organisationen an, getragen wird sie vom „ver.di“-Landesbezirk Saar, dem Landesbezirk Saar der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt Kaiserslautern, dem DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sowie dem Katholischen und Evangelischen Büro Saarland.

Weitere Informationen über die Allianz für den freien Sonntag gibt es im Internet unter www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de.

(red)

 

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Redaktion Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-95304 Fri, 23 Nov 2018 12:17:39 +0100 Sengelhoff folgt auf Stinner http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sengelhoff-folgt-auf-stinner/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_sengelhoff6_b44b269dc5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Sengelhoff6" />Walburga Sengelhoff, bisher Referentin von Weihbischof Brahm, wird neue Priester-Referentin; Ulrich Stinner übernimmt die Leitung der Abteilung "Pastorale Grundaufgaben". Trier – Walburga Sengelhoff wird Priester-Referentin im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Sie folgt auf den bisherigen stellvertretenden Priester-Referenten Ulrich Stinner, der zum 1. Dezember die Leitung der Abteilung „Pastorale Grundaufgaben“ innerhalb des Zentralbereichs „Pastoral und Gesellschaft“ übernimmt. Walburga Sengelhoff tritt ihre neue Aufgabe am 1. Januar 2019 an. Leitender Priester-Referent bleibt Domkapitular Dr. Markus Nicolay. Die stellvertretende Leitung der Abteilung „Seelsorge und pastorales Personal“, die ebenfalls Stinner innehatte, übernimmt Mariette Becker-Schuh, Referentin in dieser Abteilung.

Die Diplom-Religionspädagogin Walburga Sengelhoff (*1957) stammt aus Pluwig. Nach Abitur in Trier und Studium an der Katholischen Fachhochschule Mainz ist die verheiratete Mutter einer Tochter 1980 als Gemeindereferentin in den Dienst des Bistums Trier getreten. Ihr berufspraktisches Jahr leistete sie im Seelsorgebezirk Elkenroth-Rosenheim-Kausen. Ab September 1981 war sie als Gemeindereferentin in den Pfarreien Ochtendung und Lonnig und im Pfarrverband Maifeld sowie ab November 1998 zusätzlich in der Pfarrei Welling tätig. Ab Oktober 2009 gehörten auch die Pfarreien Kobern-Gondorf und Lehmen zu ihrem Einsatzbereich. Seit Januar 2011 arbeitet sie als Referentin des Weihbischofs für den Visitationsbezirk Saarbrücken, Robert Brahm.

Ulrich Stinner ist 1971 geboren und hat nach dem Theologiestudium in Bonn und Innsbruck ab 1999 die Ausbildung zum Pastoralreferenten absolviert. Nach Tätigkeiten in der Seelsorge und als Referent im Bereich Religionsunterricht und Schulpastoral war Stinner seit August 2008 in der Abteilung „Territoriale und Kategoriale Seelsorge“ (Zentralbereich „Pastoral und Gesellschaft“) die später in „Seelsorge und pastorales Personal“ umbenannt wurde, tätig. Seit November 2011 war Stinner stellvertretender Priester-Referent und stellvertretender Abteilungsleiter in der Abteilung „Seelsorge und pastorales Personal“.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bistumsleitung
news-95294 Fri, 23 Nov 2018 07:59:28 +0100 Vorfahrt für den Nikolaus http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vorfahrt-fuer-den-nikolaus-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_vorfahrt_nikolaus_d1e1d0ff08.jpg" width="106" height="150" alt="" />Der Bund der Katholischen Jugend Trier bietet auch 2018 Schokoladen-Nikoläuse an. „Vorfahrt für den Nikolaus“ macht Mut, den Bischof Nikolaus und dessen Tugenden wiederzuentdecken. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Mit fair gehandelten Schokoladen-Nikoläusen sendet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) seit fast einem Jahrzehnt  ein Signal für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen. Zugleich rückt die Aktion „Vorfahrt für den Nikolaus“, die in Zusammenarbeit mit dem BDKJ Speyer organisiert wird, die historische Figur und ihr Wirken in den Vordergrund.

Der heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Myra, das auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. Er soll sich vor allem durch seine Güte und Großzügigkeit ausgezeichnet haben. Der Legende nach ließ er einem Nachbarn heimlich drei goldene Kugeln zukommen, damit dieser die Mitgift seiner Töchter bezahlen konnte. Bis heute wird der Nikolaus deshalb oftmals mit drei Kugeln oder Äpfeln dargestellt. Am 6. Dezember feiern Gläubige seinen Gedenktag.

Mit der Vorweihnachtsaktion will der BDKJ Trier Menschen nicht nur an die Legende des „echten Nikolaus“ erinnern, sondern auch dazu anhalten, das eigene  Konsumverhalten kritisch zu reflektieren. Das Fairtrade-Siegel, das die Nikoläuse tragen, soll garantieren, dass den Kakao-Erzeugern angemessene Preise für ihre Ware gezahlt werden. Die Nachfrage nach dem fairen Naschwerk war im letzten Jahr enorm: Rund 29.000 Exemplare wurden verkauft.

Auf der Internetseite www.vorfahrt-fuer-den-nikolaus.de gibt es Informationen zum heiligen Nikolaus sowie Materialien, die für Gruppenstunden oder Gottesdienste zum Thema genutzt werden können. Auch die Schokoladen-Nikoläuse können hier bestellt werden, sei es für den Privatgebrauch oder zum Wiederverkauf. Jugendgruppen oder Pfarreien können mit dem Erlös etwa einen guten Zweck unterstützen oder eigene Gruppenprojekte finanzieren. Am 30. November sind die Schoko-Nikoläuse mit Bischofsstab und Mitra (Bischofsmütze) auch am Sozialstand des Trierer Weihnachtsmarkts erhältlich.

Weitere Informationen gibt es beim BDKJ Trier, Tel.: 0651-9771100, E-Mail: info@bdkj-trier.de

(ih)

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Abgeltungssteuer - Kirchensteuer Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-95230 Wed, 21 Nov 2018 11:34:05 +0100 Reliquienschrein der heiligen Bernadette zu Gast im Bistum http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/reliquienschrein-der-heiligen-bernadette-zu-gast-im-bistum/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_Reliquie-Hl-Bernadette_100af6133d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Anlässlich des 25jährigen Bestehens der Deutschen Hospitalité ist der Reliquienschrein der heiligen Bernadette zu Gast im Bistum. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Der Schrein der heiligen Bernadette ist auf Deutschlandreise. 13 Bistümer werden besucht – als letzte Haltepunkte stehen Orte im Bistum Trier auf dem Programm. Interessierte können am 20. November in Marpingen, am 21. November in Lebach, am 22. November in Eckfeld (Buchholz), am 23. November in Trier (St. Paulin) und am 24. November in Trier in der Liebfrauenkirche und im Hohen Dom zu Trier die Reliquien der Heiligen besuchen.

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat die Deutsche Hospitalité Notre Dame de Lourdes den Reliquienschrein der heiligen Bernadette zum deutschen Wallfahrtsort Kevelaer gebracht. Dort hatte der damalige Bischof von Lourdes vor 70 Jahren als erster Franzose nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges den Deutschen die Hand zur Versöhnung gereicht.

Vor 160 Jahren erschien in Lourdes der damals 14-jährigen Bernadette Soubirous nach eigener Aussage die Gottesmutter und rief sie zu Umkehr und Buße auf. Auf Geheiß der „Schönen Dame“ grub die junge Frau eine Quelle aus, die bis heute sprudelt. Seitdem finden zahlreiche gläubige Christen in dem Pyrenäenort Trost, Stärkung im Glauben und Linderung ihrer Leiden.

Viele Gläubige können die Pilgerreise zu dem französischen Wallfahrtsort jedoch nicht antreten. Ihnen wird nun „vor der Haustür“ die Möglichkeit geboten, sich am Reliquienschrein der heiligen Bernadette in Gebet und Meditation mit den Geschehnissen in Lourdes zu verbinden. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen laden die Malteser ein zu einer Diözesanwallfahrt mit Pontifikalamt im Hohen Dom zu Trier am 24. November, dem letzten Tag der Reise. Die Malteser haben die Reliquien seit Anfang September durch Deutschland begleitet.

Initiiert wurde die Pilgerfahrt von der Mitbegründerin der Deutschen Hospitalité Adelheid Freifrau von Gemmingen und von Präsidentin Antoinette Freifrau von Elverfeldt. Die Hospitalité ist ein Zusammenschluss aus Frauen und Männern, die sich verpflichten, einmal im Jahr für eine Woche nach Lourdes zu fahren und dort kranken und behinderten Pilgern zu helfen. Aus Anfangs nur sieben Personen ist die Vereinigung heute deutschlandweit auf über 400 Mitglieder angewachsen.

Weitere Informationen zu der Wallfahrt finden sich auf den Seiten der Deutschen Hospitalité: www.hospitalité.de oder denen der Malteser Trier: www.malteser-trier.de.

(ih)

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Pilgerfahrten Pilgern Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-95222 Wed, 21 Nov 2018 08:32:50 +0100 „Integration ist die Aufgabe der Stunde“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/integration-ist-die-aufgabe-der-stunde/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/7/csm_Fluchtlingskonferenz_1_01_1458ba817f.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Sechste Flüchtlingskonferenz des Bistums Trier stellte das Konzept "Soziale Teilhabe" vor. Trier – Integration als strategisches Schlüsselthema ganzheitlich in den Blick nehmen: Dieses Ziel hat sich die sechste Flüchtlingskonferenz im Bistum Trier gesetzt, die am 17. November Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit, Vertreter von Kirche und Politik in der Richterakademie in Trier zusammenführte. Gastgeber war das vom Diözesancaritasverband und dem Bistum getragene „willkommens-netz“, das ein neu entwickeltes Konzept mit dem Titel „Soziale Teilhabe“ vorstellte.

„Das Thema Integration – wie finden wir zu einem Zusammenhalt – ist die Aufgabe der Stunde“, betonte Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft im Bistum Trier, in seinem Impulsreferat. Ullrich führte weiter aus, mit dem Zugang zum Internet sei ein neues Kapitel aufgeschlagen worden, da alle Menschen weltweit in Echtzeit Zugang zu denselben Themen hätten. Das bedeute, dass Wohlstand und Notstand in Echtzeit für jedermann transparent würden. „Daraus folgt, dass wir Lösungen für das Zusammenwachsen der Gemeinschaft der Menschen weltweit brauchen. Das Betonen von Nationalen Grenzen kann momentan vielleicht Überforderungen abwehren, es ist aber keine Antwort auf die eigentlich gestellte Frage.“ Die Vision für die Kirche sei ein gutes Zusammenleben aller Menschen, auch derer die am Rande stehen, seien es Geflüchtete oder andere Teile der Bevölkerung. „Sie haben als Einzelne etwas beizutragen zum Ganzen, was unersetzlich ist.“ Das in vier Felder gegliederte Konzept „Soziale Teilhabe“ sei der Versuch, die Frage, was Integration wirklich bedeute, begrifflich konkret zu fassen. Seine Kollegin Sanaz Khoilar, Referentin für Flucht und Asyl, erklärte zum Entstehen des Konzepts, Integration sei oft mit Spracherwerb, Arbeit oder Aneignung von kulturellem Wissen verbunden, aber die Ebene „Beziehung und Mitwirkung“ komme oft zu kurz. „Das haben wir in unserem Konzept besonders hervorgehoben, dass die Beziehung zwischen den Menschen – das, was den Kitt der Gesellschaft ausmacht –ein wesentlicher Teil von Integration und sozialer Teilhabe ist.“
 

Was bedeutet Teilhabe konkret?

Das Konzept wirft die Frage auf, was Teilhabe konkret bedeutet, wenn eine Person mit all ihren seelischen, geistigen, materiellen und gesellschaftlichen Bedürfnissen wahrgenommen wird. In die vier Handlungsfelder „Beziehung“, „Kompetenzen“, „Eingliederung in gesellschaftliche Teilsysteme“ und „Mitwirkung“ gegliedert, soll es die Aufgaben systematisieren, die es bei der Integration von geflüchteten Menschen gibt. Ziele im Feld Beziehung seien etwa, neue soziale Bindungen einzugehen, eine Vertrautheit mit Kulturen und Gemeinschaften zu erreichen, und alte und neue Bezüge in Einklang zu bringen. Die Aufgabe der Kirche liege vor allem darin, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und den Dialog zu fördern. Die vielen Ehrenamtlichen, aber auch Hauptamtliche, könnten durch ihre persönlichen Beziehungen zu Geflüchteten den Weg ebnen für Integration und Teilhabe. Beim Feld „Eingliederung in gesellschaftliche Teilsysteme“ sei es die Aufgabe der Kirche und zivilgesellschaftlicher Institutionen und Verbände, gleichberechtigte Teilhabechancen für alle Menschen in Systemen wie Politik, Gesundheitswesen, Religion usw. einzufordern und durch gezielte Förderangebote zu unterstützen. Unter „Mitwirkung“, nennt das Willkommensnetz schließlich das Mitgestalten und „Sich-einbringen“ in Gesellschaft, etwa durch Vereine, oder Interessensvertretungen.                                                                      

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news-95221 Wed, 21 Nov 2018 07:38:12 +0100 „Erkundung“ vor dem Supermarkt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erkundung-vor-dem-supermarkt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_P1010004_f54c257cf2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen eines Erkundungsprojektes befragt ein Team Passanten in Kaisersesch auf dem Weg zum Einkauf. Kaisersesch – Fragen, hinhören und wahrnehmen, was die Menschen bewegt – das geht auch an Orten, an denen Frauen und Männer gerade geschäftig sind, weil sie fürs Wochenende einkaufen. Diese Erfahrung macht zurzeit ein Erkundungsteam der Pfarrei der Zukunft Kaisersesch, das vor mehreren Einkaufszentren die Passanten danach befragt, was für sie Lebensqualität bedeutet, was ihr Leben wertvoll macht oder was ihnen Halt gibt.

Es sind aber zunächst ganz einfache Fragen, die Herbert Tholl vom Erkundungsteam aus dem Bistum Trier und Karl-Heinz Gilles als ehrenamtlicher Miterkunder aus Illerich am 17. November vor dem Supermarkt in Kaisersesch an die Passanten richten. „Wohnen Sie in der Nähe?“ und „Gehen Sie gerne einkaufen?“ sind die Fragen, die die Menschen auf dem Weg ihrer samstäglichen Besorgungen unterbrechen und zu einem kleinen Gespräch einladen sollen. Auch wenn viele „keine Zeit“ haben, füllen sich nach und nach die Fragebögen und es kommen kurze oder längere Gespräche zustande. „Wenn wir mehr über die Leute wissen, erfahren wir mehr über unseren Auftrag als Kirche“, fasst Tholl ein wichtiges Ziel der Erkundungsaktionen zusammen, die derzeit vielerorts in den Pfarreien der Zukunft stattfinden. Dabei sind die exemplarischen Befragungen in drei ausgewählten Ortschaften im Raum Kaisersesch eines von vielen Erkundungsprojekten, die die hauptamtlichen Teams und ihre ehrenamtlichen Miterkunder als geeignet ausgewählt haben. „Zuhören, wirken lassen und sich einlassen, auch dort, wo ich bisher noch nicht war, und bei Menschen, die ich noch nicht kenne“, das bedeutet für Tholl „erkunden“.

„Es ist nicht immer einfach, Menschen direkt anzusprechen“, gesteht Miterkunder Gilles, der sich selbst zu denen zählt, „die sonst am liebsten einen Bogen um Befragungen machen“. Nun sei es aber eine interessante Erfahrung. Etwas leichter fällt das Ansprechen dem Diakon Hermann Hower, der zur gleichen Zeit im benachbarten Greimersburg im dortigen Dorfladen die Besucher um das kurze Interview bittet. „Die Leute sind sehr auskunftsfreudig“, sagt Hower nach zwei Stunden und 20 ausgefüllten Befragungsbogen. Fast alle zeigten sich überaus zufrieden mit den Bedingungen in der kleinen Ortschaft, die mit ihrem vereinsorganisierten Laden und bald auch einer genossenschaftlichen Seniorenpflege-Wohngemeinschaft ein engagiertes, zukunftsfähiges und „interessantes Dorf“ für die Erkunder sei. „Menschen hören, gute Beispiele von Kirche kennenlernen und bestehende Motivationen und Projekte fördern“ – das seien, so Tholl, die drei Schwerpunkte der Erkundung.

Für die Pfarreien der Zukunft Kaisersesch und Cochem-Zell sind neben der Befragungsaktion unter anderem die Dorfakademie Hambuch, das Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch, die Caritas-Werkstätten in Cochem-Brauheck oder eine Schülerbefragung an Cochemer Schulen weitere wichtige Erkundungsprojekte. Die Auswertungen aller Erkundungsinitiativen, zu denen auch Rückmeldungen zu Problemen gehören, münden in einer Abschlussdokumentation und bilden für die Arbeit der jeweiligen Pfarrei der Zukunft eine wichtige Grundlage.

Weitere Informationen gibt es unter www.erkundung.bistum-trier.de
(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Seelsorge
news-95209 Tue, 20 Nov 2018 18:25:57 +0100 In aller Munde: Charisma http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-aller-munde-charisma/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_SG_2018_-_voll_42d8025547.jpg" width="150" height="135" alt="Die SprecherInGruppe des bvpr" title="Foto: Martina Fries" />Charisma als Aufgabe? Diese Frage beschäftigte die PastoralreferentInnen und Bischof Ackermann bei der Jahrestagung in Trier - Neue Sprecher gewählt „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“: Das hat die Bistums-Synode der Kirche im Bistum Trier als zweiten Perspektiv-Wechsel mitgegeben – und damit manche Fragen offengelassen. Auch deswegen wollten die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten bei ihrer Jahrestagung 2018 an diesem Thema weiterarbeiten und damit auch ihre eigene Position in der Seelsorge im Bistum Trier weiterdenken.

Mit diesem Perspektivwechsel habe die Synode viel Mut gezeigt: Wer die Gaben des Heiligen Geistes zuerst in den Blick nimmt, muss damit rechnen, dass der Gottes-Geist weht, wo er will. Und das kann gelegentlich an unerwarteten Stellen geschehen; zudem wehe der Heilige Geist gelegentlich auch in erst einmal fremde Richtungen. So kommentierte Prof. Hans-Georg Gradl, Professor für Neues Testament an der Trierer Theologischen Fakultät, den Synoden-Beschluss.

Zugleich lud Gradl in seinem Referat dazu ein, die Charismen im Volk Gottes zu entdecken und in den Aufbau der Kirche vor Ort zu investieren. Charisma sei keine Extravaganz, mit der einzelne sich schmücken könnten: Gott schenkt seine Begabung immer, damit der oder die Einzelne sie für andere einsetzt. Damit können und sollen die Kirche und die Christenmenschen ihren Beitrag dazu leisten, dass Gottes Reich weiter wächst und Leben ermöglicht. „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“ wäre also zu ergänzen um die Einsicht, dass auch das Charisma selbst schon Gabe und Aufgabe zugleich ist.

Offenes und kritisch-konstruktives Gespräch mit dem Bischof

Im Gespräch der Berufsgruppe mit Bischof Stephan Ackermann kam die Frage, ob der Bischof auch der Formulierung „Aufbrüche vor (traditionellen) Aufgaben“ zustimmen könne. Ja, meinte Ackermann – allerdings wolle er möglichst "Neues und Bewährtes" miteinander sehen. Die Kirche dürfe gerade heute die Menschen und ihre traditionellen Erwartungen nicht allein lassen.

Einverstanden zeigte sich der Bischof mit einem Papier zur Selbstvergewisserung und Beschreibung der Berufsgruppe, die der Berufsverband im Sommer vorgelegt hatte: Das Bistum brauche auch weiterhin ausgebildete Theologinnen und Theologen, fähig zu Reflexion und konzeptioneller Arbeit. Er erwarte gerade auch von dieser pastoralen Berufsgruppe die Bereitschaft, Neues zu entdecken und auszuprobieren, manchmal auch neben dem "basalen" kirchlichen Leben – und sehe ihre Aufgaben mit noch mehr Blick auf die „Welt“. Auch in vielen Leitungsteams in den Pfarreien der Zukunft im Bistum sollten, so Bischof Stephan, Mitglieder der Berufsgruppe zu finden sein. Die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten gaben dem Bischof und dem Bistum die Zusage, weiterhin und verstärkt die Kirche von Trier auch in neuen Feldern und an neuen Orten lebendig zu machen.

„Vielfältige Leitung“ – Kirche gegen Rechts –
Neue Sprecher des Berufsverbandes

In der anschließenden Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten (bvpr) ging es unter anderem darum, wie die Mitglieder mit verschiedenen Formen von Leitungsaufgaben in der Pfarrei der Zukunft umgehen wollen. Der bvpr hat zudem beschlossen, als erste kirchliche Gruppe im Bistum Trier der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kirche und Rechtsextremismus“ beizutreten und damit ein Zeichen gegen alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) zu setzen. Ein neuer Arbeitskreis des bvpr wird sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt in der Kirche“ befassen; er soll unter anderem einen Gesprächsraum für Menschen anbieten, die direkt oder indirekt von solchen Verbrechen betroffen sind.

Da die Amtszeit von Thomas Ascher (Dillingen) und Roland Hinzmann (Schweich) in der Sprecherinnen- und Sprechergruppe (Vorstand) des bvpr abgelaufen war, wählte die Mitgliederversammlung Altfried G. Rempe (Redakteur von www.bistum-trier.de) und Rainer Stuhlträger (Dekanatsreferent in Losheim-Wadern), die mit den weiterhin amtierenden Benedikt Achtermann (Wadgassen) und Sandra Jungbluth (Merzig) zusammenarbeiten werden.

Der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Trier ist seit gut vierzig Jahren der freiwillige Zusammenschluss dieser Gruppe von Seelsorgerinnen und Seelsorgern; er hat zur Zeit 222 Mitglieder (von 234 PR im Bistums-Dienst); alle Informationen auf www.bvpr-trier.de   

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Seelsorge / Pastoral Bischof Kirchliche Verbände Personal Synode: Umsetzung
news-95069 Tue, 20 Nov 2018 09:26:00 +0100 "Eine bewegte Zeit" http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-bewegte-zeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_Grundmann_Studio_Koblenz_ff2c76c7ed.jpg" width="150" height="113" alt="" />Nach 30 Jahren verabschiedet sich der Pastoralreferent Kalle Grundmann aus dem aktiven Dienst. Der Koblenzer hat in den vergangenen Jahrzehnten viel erlebt und bewegt. Koblenz – Seit mehr als 30 Jahren ist Kalle Grundmann im Dienst für das Bistum Trier. Der Koblenzer Pastoralreferent hat in diesen Jahrzehnten viele Projekte angestoßen und durchgeführt. Jetzt wird er ein Sabbat-Jahr antreten und anschließend in den Ruhestand gehen.

1985 wurde er als Pastoralreferent beauftragt. Seine erste Stelle hatte er in Neuwied. „Da habe ich viel über Ökumene gelernt“, sagt Grundmann, der von sich selbst sagt, eher in einem katholischen Milieu aufgewachsen zu sein. Es war eine prägende Zeit für den jungen Koblenzer, die seinen weiteren Lebensweg beeinflusste. „Die Begegnung mit anderen christlichen Kirchen hat meinen Horizont erweitert“.

Vor seiner Studienzeit, er studierte neben Theologie auch Pädagogik in Trier, war er bereits ehrenamtlich in der Jugendarbeit aktiv. Der Kern seiner ersten Berufsjahre lag dann auch in diesem Bereich. „Ich bin guten Kaplänen und Priestern begegnet, daher kam mein Entschluss, Pastoralreferent zu werden“.

Ab den 90er Jahren verlagerten sich seine Arbeitsstätte und sein Lebensmittelpunkt in das heimatliche Koblenz. Während dieser Zeit rückte das Thema „Citypastoral“ in seinen Fokus. „Wie muss man kirchliches Leben in der Innenstadt gestalten?“, lautete hier die Fragestellung.

1998 startete für Grundmann die „Rundfunkgeschichte“, wie er sagt. Als Rundfunkbeauftragter des Bistums Trier beim SWR hat er zahlreiche Verkündigungsbeiträge geschrieben und gesprochen oder Beiträge von Kolleginnen und Kollegen redigiert.

Die andere Hälfte seines Jobs füllte er weiterhin als Pastoralreferent in Koblenz aus. In den Innenstadtgemeinden Herz Jesu-Kastor-Liebfrauen hat er zusammen mit anderen Engagierten viel bewegt: Ein gemeinsamer Pfarrbrief, Mittagsmusik, „Nacht der offenen Kirchen“ und Adventsmeditationen gingen aus der Arbeit hervor und haben noch heute Bestand.

Kirche auf der BUGA

Ab 2009 war er zusammen mit seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Sven Dreiser für die Vorbereitung und Durchführung von „Kirche auf der BUGA 2011“ zuständig. Besonders freute ihn, dass 150 ehrenamtliche Frauen und Männer sich bei diesem ökumenischen Projekt engagierten. „Den Schritt habe ich nie bereut. Es war eine bewegte Zeit“, sagt er rückblickend. Bei „Kirche auf der BUGA“ haben sich viele seiner Schwerpunkte vereint. „Auch hier war die Frage ähnlich wie in der Citypastoral: Wie kann man Menschen en passant, im Vorbeigehen, ansprechen?“ Hinzu kamen die ökumenische Zusammenarbeit und die Liebe zu Koblenz. Insbesondere im Jahr der BUGA 2011 „war es anstrengend ohne Ende, aber ich war auch glücklich ohne Ende“. Zu dieser Zeit ist das Konzept des Koblenzer Evensongs (ökumenischer Abendgottesdienst mit Chormusik) entstanden, der auch noch heute stattfindet.

Nach diesen intensiven Jahren voller emotionaler Begegnungen hat sich Grundmann erst einmal nur auf die Arbeit im Rundfunk konzentriert. Bis er mit der Koordination des Evensongs und der Arbeit in der Festungskirche auf dem Ehrenbreitstein wieder in ein pastorales Projekt in Koblenz eingestiegen ist.

Zukünftig wird der ausgebildete Gästeführer weiterhin (biblische) Weinproben begleiten. „Vielleicht werde ich dann auch einmal bei der Traubenlese oder beim Schneiden selbst im Weinberg stehen“, überlegt Grundmann. „Aber mein Talent besteht sicherlich darin, Menschen Geschichten zu erzählen. Das werde ich auch künftig machen“. Doch nun will er erst einmal die Zeit nutzen, um über die Gestaltung „meiner letzten Lebensphase nachzudenken“. Dem 62-jährigen Ehemann, dreifachen Vater und zweifachen Opa wird sicherlich etwas einfallen.

Am Freitag, 23. November um 17 Uhr wird er in der Basilika St. Kastor mit einem Evensong verabschiedet.

(jf)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ökumene Seelsorge Vermischtes
news-95175 Mon, 19 Nov 2018 15:26:25 +0100 Katholische Landjugend tagt auf der Marienburg http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/katholische-landjugend-tagt-auf-der-marienburg/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_KLJB_e58cf21497.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) traf sich zu ihrer Diözesanversammlung auf der Marienburg bei Zell. Die Wahl zum Diözesanausschuss war ein Thema. Trier/Zell – Die Mitglieder der Trierer Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) haben sich vom 17. bis 18. November auf der Marienburg in Zell zu ihrer jährlichen Diözesanversammlung getroffen. Der Jugendverband im Bistum Trier hat rund 700 Mitglieder.

Mit dem Bericht über das vergangene Jahr in Form einer Vernissage leitete der Diözesanvorstand die Veranstaltung am Samstag ein. Der gemeinsame Gottesdienst wurde mit der Katholischen jungen Gemeinde zum Thema „Where is the love?“ gestaltet. Am Abend blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines französischen Abends auf das RENDEVOUS!-Treffen in Besançon im letzten Jahr zurück. Als deutsch-französisches Landjugendtreffen stellt RENDEZVOUS! die größte Begegnung Landjugendlicher aus der deutschen KLJB und dem französischen Mouvement Rural de la Jeunesse Chrétienne dar.

In den Wahlen am Sonntag wurden Nadine Wolf (Einzelmitglied), Jennifer Kreutz (KLJB Ochtendung) und Jonas Storck (KLJB Polch) in den Diözesanausschuss gewählt; Jan Lehmann (Jugendpfarrer Kirche der Jugend Marienburg) wurde im Amt der geistlichen Verbandsleitung bestätigt.

Abgerundet wurde das Programm mit einem gemeinsamen Studienteil zum Thema „Faire Schokolade“. Dort erfuhren die Jugendlichen von Annette Fehrholz (Lokale Agenda 21 e.V.) alles Wissenswerte zu fairem Anbau und Handel rund um das beliebte Produkt Schokolade. Im Anschluss an die Diözesanversammlung traf sich der Förderverein der KLJB Trier zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung.

Weitere Informationen zur KLJB Trier gibt es hier: www.kljb-trier.de.

(ih)

 

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news-95088 Fri, 16 Nov 2018 12:46:41 +0100 Steine erzählen von ihrer „unfairen“ Herkunft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/steine-erzaehlen-von-ihrer-unfairen-herkunft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_Medienkiste-Faire-Steine_75a076136c.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Medienkiste Faire Steine" />Fairen Handel gibt es nicht nur beim Kaffee, sondern auch bei Steinen. Darauf macht eine vom Bistum mitentwickelte Medienkiste aufmerksam. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Fairen Handel gibt es nicht nur bei Kaffee, sondern auch bei Steinen. Darauf macht die vom Bistum mitentwickelte Medienkiste „Faire Steine – keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ aufmerksam, die ab jetzt ausleihbar ist.

Noch viel zu häufig müssen Kinder in verschiedenen Ländern unter schlimmen Bedingungen in Steinbrüchen arbeiten. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, gibt es nun die Medienkiste „Faire Steine“. Sie enthält Anregungen und Materialien für die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Gedacht ist sie für die Altersgruppe der Acht- bis 15-Jährigen. Sie kann in der Kommunion- und Firmvorbereitung oder bei Pfarrfesten eingesetzt, aber auch für die Arbeit in der Erwachsenenbildung angepasst werden.

Unter anderem bietet die Kiste einen Lernparcours, bei dem die Teilnehmer vom Abbau über den Transport bis hin zur Nutzung für Grab- und Pflastersteine, Treppen oder Fensterbänke alles über den Weg der Steine erfahren. Weiterführende Ideen wie der Besuch eines Baumarktes, eines Steinmetzes, Steinbruchs oder Friedhofes gehören ebenfalls zu den Impulsen. Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen – sowohl über die Arbeitsbedingungen beim Abbau als auch über den Kauf hier vor Ort. Dazu gibt es Informationen zu den wichtigsten Siegeln für fair verarbeitete Steine, weiterführende Links und eine Unterrichtsreihe zum Thema.

Entwickelt wurde die Medienkiste von Pastoralreferent Werner Hufer-Kilian aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel, Achim Trautmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Koblenz (BUND) und Tomasz Welke von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Den Anstoß gab unter anderem das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, das die Aktion „Faire Steine“ unterstützt.

Weitere Informationen zur Medienkiste „Faire Steine“ gibt es bei der Diözesanstelle Weltkirche per E-Mail: weltkirche@bistum-trier.de, Tel.: 0651-7105398, oder beim Dekanat Maifeld-Untermosel unter Tel.: 02605-9627817.

(red)

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news-95085 Fri, 16 Nov 2018 12:13:17 +0100 Diakonenweihe in diesem Jahr in Niederfischbach http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/diakonenweihe-in-diesem-jahr-in-niederfischbach/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/f/csm_kuehn_a83f728ea1.jpg" width="100" height="150" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters wird Sebastian Kühn am 24. November in der Pfarrkirche in Niederfischbach zum Diakon weihen. Trier/Niederfischbach – Zum ersten Mal findet eine Diakonenweihe nicht im Hohen Dom zu Trier statt, sondern in einer Pfarreiengemeinschaft. Weihbischof Jörg Michael Peters wird den Seminaristen des Bischöflichen Priesterseminars Sebastian Kühn im Auftrag von Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Pfarrkirche St. Mauritius und Gefährten in Niederfischbach zum Diakon weihen. Dort ist die bisherige Praktikumsgemeinde des Pastoralpraktikanten. Damit verbunden ist die Möglichkeit, ein solches Ereignis erstmals konkret „vor Ort“ in einer Pfarreiengemeinschaft des Bistums zu erleben.   

Für die Dauer seines Diakonatspraktikums bis Mai 2019 wird Kühn, stammend aus Calmesweiher, weiterhin in seiner bisherigen Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach im Dekanat Kirchen auf der sogenannten „Trierischen Insel“ wirken. Politisch und kirchlich gehört das Dekanat zwar zum Bistum Trier, geographisch ist es allerdings vom Rest des Bistums getrennt und wird umgeben vom Erzbistum Köln, dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Limburg.

Die Weiheliturgie beginnt um 11 Uhr am Samstag, 24. November. Die Gläubigen des Bistums Trier sind herzlich eingeladen, den Weihekandidaten Kühn durch Mitfeier und Gebet zu stärken. Das Sakrament der Priesterweihe wird ihm Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann voraussichtlich am Samstag vor Pfingsten, 8. Juni 2019, im Trierer Dom spenden.

(ih)

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news-95018 Wed, 14 Nov 2018 14:49:24 +0100 „Achtsam miteinander!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/achtsam-miteinander/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_bergabe_Praventionsordner_55f67b1d1d.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Bergabe Praventionsordner" />Ein Präventions-Ordner für Schulen soll helfen, eine gelebte Kultur der Achtsamkeit und einen respektvollen Umgang miteinander zu gestalten; das Bistum stellt ihn vor. Trier – Der Schutz von Kindern und Jugendlichen an Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier ist oberstes Anliegen für die Abteilung Schule und Hochschule im Bistum Trier. Deshalb hat sie am 12. November einen Präventionsordner vorgelegt. Partizipativ mitgewirkt haben auch Eltern- und Schülervertretungen, Schulleitungen und Kollegien.

Die einheitliche Grundlage für den Ordner bilden die „Rahmenordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vom Oktober 2013 und das 2014 in Kraft gesetzte Rahmenleitbild „Den ganzen Menschen bilden“. Diese Basis gelte es zu konkretisieren und stetig weiterzuentwickeln, so Albrecht Adam, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bistum Trier.

Der Präventionsordner „Achtsam miteinander! Grenzen achten – vor Missbrauch schützen – sichere Orte schaffen“ soll am 23. November auf einer Fachtagung in Köln, an der auch Bischof Dr. Stephan Ackermann teilnimmt, vorgestellt werden. Für bischöfliche Schulen stelle er eine verbindliche Orientierung dar, die helfen soll, eine gelebte Kultur der Achtsamkeit und einen respektvollen Umgang miteinander zu gestalten. Wichtig sei vor allem, die Thematik „Prävention von sexuellem Missbrauch“ offen anzusprechen, bestehende Verunsicherungen wahrzunehmen und die Sensibilität für Grenzverletzungen sowie Formen sexualisierter Gewalt zu erhöhen, erklären Adam und Dr. Hans Georg Wirtz, Pädagogischer Referent im Arbeitsbereich Kirchliche Schulen, im Vorwort der Publikation.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bildung
news-94985 Tue, 13 Nov 2018 15:38:24 +0100 Übereinstimmung in Fragen aus Politik und Gesellschaft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/uebereinstimmung-in-fragen-aus-politik-und-gesellschaft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/7/csm_teilnehmer_spitzengesprach_landesregierung_saar-foto-staatskanzlei_b53ae6bd55.jpg" width="150" height="109" alt="" />Die saarländische Landesregierung und die Spitzen der Bistümer Speyer und Trier trafen sich in Tholey zu ihrem traditionellen Meinungsaustausch. Saarbrücken - Die Saarländische Landesregierung und die Spitzen der Bistümer Speyer und Trier haben sich am Dienstag in der Abtei in Tholey zu ihrem traditionellen Meinungsaustausch getroffen. Das sechste Gespräch der schwarz-roten Landesregierung mit den Bischöfen Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Dr. Stephan Ackermann zeigte viele Übereinstimmungen in politischen und gesellschaftlichen Fragen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen neben sozialen Fragen vor allem die Synodenumsetzung und die Aufarbeitung der Missbrauchsgeschichte in den Bistümern.

Aufarbeitung sexueller Missbrauch / MHG-Studie

Mit Blick auf die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Raum der Kirche sagte Bischof Ackermann: „Die Studie hat uns das Ausmaß des Verbrechens im Raum der katholischen Kirche erneut vor Augen gestellt, auch wenn wir davon ausgehen müssen, dass die Dunkelziffer der Betroffenen höher ist. Die Bischöfe wollten die Studie auch deshalb, um Auskunft zu bekommen über 'katholische Spezifika', die Missbrauch begünstigen. Die Forscher haben Empfehlungen gegeben, aus denen die Bischöfe einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zusammengestellt haben. Beim nächsten Treffen der Bischöfe wird weiter darüber beraten.“

Wichtig sei: Die Studie selbst ist keine Aufarbeitung. Aufarbeitung müsse mit unabhängigen Partnern und Experten geschehen, unter Einbeziehung von Betroffenen. „Mit der Landesregierung haben wir Möglichkeiten der Kooperation besprochen. Auch die Zusammenarbeit mit den staatlichen Ermittlungsbehörden ist für uns ein wichtiger Baustein. In den Leitlinien der Bischofskonferenz ist diese verbindlich geregelt. Wir sichern volle Kooperation zu“, ergänzte Bischof Wiesemann.

Ministerpräsident Tobias Hans sagte dazu: „Die Landesregierung greift die Kooperationsbitte des Bistums Trier gerne auf. Die Landesregierung hat dazu die Möglichkeit geschaffen, dass sich Missbrauchsopfer, die sich nicht an kirchliche Stellen wenden wollen, bei einer staatliche Stelle melden können.“

Synodenumsetzung im Bistum Trier

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg (Trier) erklärte: „Wir stehen im herausfordernden Prozess der Synodenumsetzung, was die Gründung der neuen Pfarreien angeht. Das führt zu Verunsicherung und Angst. Viele Menschen fragen, ob die Kirche im Dorf bleibt. Das können wir klar bejahen!“ Die neuen Strukturen sollten lokales Engagement ermöglichen, Menschen könnten sich weiterhin vor Ort für ihre Themen einbringen. „Gleichzeitig soll Raum für Neues entstehen, Seelsorgerinnen und Seelsorger sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.“ Natürlich werde es auch weiterhin Gremien und Gruppen geben, in denen sich Menschen organisieren und engagieren können – und sich auch mandatiert einbringen können. „Und uns ist wichtig, dass es ein verlässliches Seelsorge-Angebot gibt, mit Gottesdiensten und Sakramentenspendung.“

Ministerpräsident Tobias Hans sagte dazu: „Grundsätzlich erwarten die Menschen im Saarland eine sichere und nachhaltige Form spiritueller Angebote in ihrer Gemeinde durch die Katholische Kirche. Für die Landespolitik ist das auch eine Frage der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Zu dieser Grundversorgung gehört ein funktionierendes kirchliches Gemeindeleben. Insbesondere Gottesdienste stiften Gemeinschaft und tragen – gerade auch im ländlichen Raum – zum Zusammenhalt bei. Für das praktische Gemeindeleben ebenso bedeutend sind die Möglichkeiten, das kirchliche Leben vor Ort in den Dörfern und Gemeinden selbst zu gestalten und mit Leben zu füllen. Gerade im ländlichen Raum spielt ehrenamtliches Engagement, das an kirchlichen Strukturen anknüpft, nach wie vor eine wichtige Rolle. Ohne lokale Verwurzelung droht die große Gefahr, dass Ehrenämter nicht mehr übernommen und bestehende Ehrenämter niedergelegt werden. Die Kirchen sind in den meisten saarländischen Dörfern nach wie vor das Zentrum des Ortes. Und die kirchliche Bindung der Menschen eine der Hauptquellen für ehrenamtliches Engagement auch im kulturellen und sozialen Bereich. Eine Auflösung dieser zivilgesellschaftlichen Qualität würde den Zusammenhalt und die Lebensfähigkeit unserer Dörfer deutlich schwächen."

"Aber," so der Ministerpräsident: "Die Pläne sind durchaus vereinbar mit dem Wunsch der Menschen nach Nähe, wenn Seelsorgerinnen und Seelsorger von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und wieder mehr Zeit für die Menschen finden, die Rat suchen.“

Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit

Mit Blick auf die Problematik von Populismus und Fremdenfeindlichkeit betonte Generalvikar Andreas Sturm (Speyer): „Christ-Sein und Fremdenfeindlichkeit passen nicht zusammen. Wir dürfen nicht zu diesem Thema schweigen.“ Den Kirchen komme an dieser Stelle der Auftrag zu, das Thema anzunehmen und durch Veranstaltungen und differenzierte Informationen gegenzusteuern.

„Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit entstehen da, wo Menschen verunsichert sind durch falsche Informationen und 'gefühlte' Wahrheiten“, sagte Sturm. Die Kirche in den beiden Bistümern wolle dem entgegensteuern. Sturm nannte das hohe Engagement in der Arbeit mit Geflüchteten, die Bearbeitung des Themas durch Jugendverbände oder Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog oder „Trainings gegen Stammtischparolen“. Er wies auch darauf hin, dass die Bischofskonferenz einen Preis gegen Rassismus ausgelobt habe. Bischof Ackermann kündigte eine Arbeitshilfe der Bischöfe an mit dem Titel „Dem Populismus widerstehen“; sie soll helfen, das Thema etwa in Gemeinden oder im Bereich der Erwachsenenbildung ins Gespräch zu bringen.

Ministerpräsident Tobias Hans sagte dazu: „Wachsende Fremdenfeindlichkeit hat auch etwas mit wachsenden Disparitäten als Nährboden zu tun. Wir müssen als Politik Antworten auf ungelöste Probleme finden, sowohl in der Migrationspolitik als auch im Hinblick auf ungleiche Lebensverhältnisse.“

Seligsprechung von Willi Graf

Ministerpräsident Tobias Hans sagte dazu: „Wir begrüßen dieses Verfahren – weil er außergewöhnliches geleistet hat und für uns alle heute ein Vorbild ist. Für Willi Graf war klar: ,Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung.‘ Ob im Büro, im Verein, in der Kirchengemeinde oder im Parlament, auf der Straße oder in der Schule: Im Geiste von Willi Graf stehen wir alle heute in der Verantwortung, für eine offene, humane Gesellschaft einzutreten und allen rechtsextremistischen, antisemitischen, rassistischen oder antimuslimischen Äußerungen und Aktivitäten entgegenzutreten. Wenn wir unseren persönlichen Beitrag leisten für eine starke Zivilgesellschaft, in der menschenfeindliche Haltungen keinen Platz haben; wenn wir eintreten für eine menschenwürdige Gesellschaft; wenn wir mutig Stellung beziehen gegen Gewalt und Unrecht, dann stellen wir uns in die Tradition von Willi Graf.“

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Bistumsleitung Politik / Gesellschaft
news-94973 Tue, 13 Nov 2018 09:51:34 +0100 Leuchtturmstunde für kirchliches Ehrenamt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/leuchtturmstunde-fuer-kirchliches-ehrenamt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_Festakt-Ehrenamt-Saarbrucken-Holytones_25d2707d38.jpg" width="150" height="100" alt="Gruppenfoto mit Ehrenamts-Kerze und Generalvikar" />Sie engagieren sich in Räten, schenken anderen ihre Zeit und ihre Arbeit: Ehrenamtliche im Bistum Trier. Am 9. November wurden sie mit einem Festakt gewürdigt. Trier – Es war eine „Leuchtturmstunde“ für das Ehrenamt im Bistum Trier. So griff Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg das Lied von Peter Maffay auf, das die Band gerade gespielt hatte. Vier Initiativen und drei Einzelpersonen hat das Bistum Trier am 9. November für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Sie zeigen beispielhaft, wie vielfältig kirchliches Leben ist, wie die Kooperation mit anderen Partnern und Kirchen gelingen kann - aber auch, wie immer neue Wege gefunden werden können, anderen Menschen zu dienen.

Zwei Mal im Jahr ehrt der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier in einer Feierstunde verdiente Einzelpersonen und würdigt beispielhafte Initiativen. „Es ist mir ein Anliegen, dem Ehrenamt die Ehre und Wertschätzung zu geben, die es verdient“, erklärte Generalvikar von Plettenberg zu Beginn der Veranstaltung im Robert Schuman-Haus. Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft beim Bistum Trier, erklärte in seinem geistlichen Impuls zum Evangelium von der Brotvermehrung: „Wenn wir von unserem eigenen Lebensunterhalt etwas geben, dann reicht es für alle, weil der Segen Gottes darauf liegt.“

Dass die über zwei Stunden dauernde Ehrung kurzweilig war, lag auch an der musikalischen Gestaltung durch die Band The Holytones aus Winterbach (Saarland); die wurde ebenfalls geehrt. Mit ihren Coverversionen aktueller Hits sowie mitreißenden Eigenkompositionen begeisterte die junge Gruppe das Publikum, das zum Abschluss nach einer Zugabe verlangte und sie auch bekam.

Die drei geehrten Einzelpersonen kommen aus der Trierer Innenstadtpfarrei Liebfrauen. Als „Langstreckenläufer“ bezeichnete Dr. Hans Günther Ullrich sie angesichts ihres inzwischen jahrzehntelangen Engagements. Ullrich war als Pfarrverwalter von Liebfrauen und Abteilungs-Leiter in doppelter Funktion vor Ort. Generalvikar von Plettenberg überreichte den drei Geehrten die von Bischof Stephan Ackermann unterzeichnete Dankesurkunde des Bistums Trier.

Bereits seit 1967 engagiert sich Ricarda Kuhner in der Gemeinde Liebfrauen. Dabei übernahm sie verschiedenste Aufgaben, zum Beispiel als Firmkatechetin, Kommunionhelferin oder Lektorin. Sie gehörte zunächst dem Pfarrgemeinderat an, bevor sie seit 1982 im Verwaltungsrat Liebfrauen mitwirkte, dessen Vorsitzende sie seit 2017 ist. Dort betreut sie das Ressort Personal. Ullrich erklärte in seiner Würdigung, es sei ihm leicht gefallen, auf den Vorsitz im Verwaltungsrat zu verzichten, weil es Menschen wie Ricarda Kuhner gebe, die diese Aufgabe professionell und mit Herz angingen.

Hansjosef Raltschitsch ist seit 1972 durchgängig Mitglied im Pfarrgemeinderat Liebfrauen. Ullrich hob außerdem sein Engagement im Vorbereitungsteam der Fronleichnamsprozession und sein handwerkliches Geschick hervor, das er immer wieder für Feste einbringe. Raltschitsch ist zudem Mitinitiator der Klausenwallfahrt. Ein Herz für bedürfte Menschen zeigt er jedes Jahr bei der „Weihnacht der offenen Tür“ im Kolpinghaus.

Für den dritten Geehrten, Heinz Valerius, ging es 1975 "von Null auf Hundert": Gerade erst zugezogen, kandidierte er für den Pfarrgemeinderat und erhielt gleich den Vorsitz, den er bis 2000 innehatte. Nach einigen Jahren als "einfaches" Pfarrgemeinderats-Mitglied hat er den Vorsitz seit 2015 erneut inne. Er ist als Lektor tätig und organisiert den Neujahrsempfang. Besonders hervorzuheben ist allerdings seine Tätigkeit als Organisator des Besucherdienstes der Liebfrauenkirche. Dort koordiniert er über 40 Ehrenamtliche, die in 2-Stunden-Schichten den Besuchern von Liebfrauen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dank seines Engagements ist dieses Team auch über den Dienst hinaus freundschaftlich verbunden.

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