Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Fri, 06 Dec 2019 16:10:55 +0100 Fri, 06 Dec 2019 16:10:55 +0100 Bistum Trier news-103104 Thu, 05 Dec 2019 14:15:13 +0100 Ein Moment des Gebets und des persönlichen Austauschs https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-moment-des-gebets-und-des-persoenlichen-austauschs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_1280px-20110906Landtag_Saarbruecken1_2bb923d6e9.jpg" width="150" height="111" alt="" title="1280px 20110906Landtag Saarbruecken1" />Im Saarländischen Landtag fand heute zum ersten Mal ein parlamentarisches Gebetsfrühstück statt. Saarbrücken – Auf Initiative der Abgeordneten Hermann-Josef Scharf (CDU) und Eugen Roth (SPD) hat Landtagspräsident Stephan Toscani zur Gründung eines Gebetskreises  verbunden mit einem Frühstück eingeladen. Der Gesprächskreis, der allen Abgeordneten offensteht, soll künftig regelmäßig im Landtag zusammenkommen.

„Wir wollen abseits des üblichen Parlamentsbetriebes Zeit und Ruhe finden, um innezuhalten. Ein regelmäßiger überkonfessioneller Gebetskreis gibt überdies die Möglichkeit, einander auch interfraktionell in vertraulichen Gesprächen näher zu kommen“, bilanziert Stephan Toscani die Ziele des Kreises.

„Ich freue mich sehr, dass viele Kolleginnen und Kollegen im Gebetskreis mitarbeiten werden. Das ist in unserer heutigen Zeit ein wichtiges Signal. Werte und auch Besinnung brauchen wir mehr denn je“, bewertet Initiator Hermann-Josef Scharf den Auftakt des Gebetskreises. Sein Kollege Eugen Roth ergänzt: „Es freut mich, dass der Landtag des Saarlandes mit dem Gebetsfrühstück ein Angebot einrichtet, das sich schon in vielen Landtagen bewährt hat. Als Abgeordnete müssen wir argumentieren, streiten, ringen, und diskutieren. Das Gebetsfrühstück aber gibt uns die Möglichkeit, sich zu besinnen und auf eine ganz andere Ebene einzulassen. In der Hektik des Alltags können auch wir einen solchen Ruhepol gut vertragen.“

Auch die Leiterin des Katholischen Büros im Saarland, Katja Göbel, und der Beauftragte der Evangelischen Kirchen im Saarland, Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann, begrüßten die Gründung und sagten ihre Unterstützung sowie eine regemäßige Begleitung zu. „Es ist toll, dass das Saarland als 10. Bundesland ein parlamentarisches Gebetsfrühstück ins Leben gerufen hat“, so Ordinariatsdirektorin Katja Göbel. „Gerade in der heutigen Zeit ist es ein besonderes wertvolles Zeichen und Statement, wenn sich die Politikerinnen und Politiker in unserem Land gemeinsam ein paar Minuten Zeit für ihren Glauben nehmen. Gebete können Kraft geben, sie können den Blick weiten und gleichzeitig bietet das Inne halten auch die Möglichkeit, sich auf wesentliche Dinge zu fokussieren. Besonders beeindruckend fand ich das große Vertrauen im Kreis, auch über persönliche Dinge zu sprechen.“

Landtagspräsident Stephan Toscani: „Ich freue mich, dass sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche unseren Gesprächskreis mit Impulsen bereichern wollen. Das zeigt auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit des Landtags mit den Religionsgemeinschaften.“

Der Gebetskreis trat erstmals am 5. Dezember um 8.30 Uhr zusammen. Danach sollen die Gebetskreise einmal pro Monat donnerstags in der Plenarwoche des Landtages stattfinden. Nach einem Impuls (einem Vers aus der Bibel, der Tageslosung oder einer Kurzgeschichte), der im Wechsel von einer Abgeordneten oder einem Abgeordneten gegeben wird, werden die Teilnehmer in einen vertraulichen Gedankenaustausch treten.

(red/dh)

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Saarbrücken bistum-trier Politik / Gesellschaft
news-103102 Thu, 05 Dec 2019 08:52:27 +0100 Langfristiges Ehrenamt wird gebraucht https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/langfristiges-ehrenamt-wird-gebraucht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_TS_Erdmannchen_3c75c19e74.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die fünf TelefonSeelsorge-Stellen im Bistum Trier suchen interessierte Ehrenamtliche, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Trier - Zum internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wirbt die TelefonSeelsorge Trier dafür, sich auch künftig für langfristige Ehrenämter zu bewerben und damit der Gesellschaft Stabilität und Konstanz zu geben. „Das Ehrenamt ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft enorm wichtig und für Viele ein Ausdruck praktizierter Nächstenliebe. Diesen Zusammenhalt brauchen wir heute genauso dringend, wie schon vor über 60 Jahren, als die TelefonSeelsorge gegründet wurde“, beschreibt Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der Telefonseelsorge Trier, die Situation.

Eine hohe Zahl an Ehrenamtlichen engagiert sich teilweise schon seit Jahrzehnten bei der TelefonSeelsorge. „Engagement über viele Jahre oder gar Jahrzehnte ist automatisch an eine tiefe Verbundenheit gekoppelt, die vielen unserer Ehrenamtlichen Halt und Kraft gibt“, erklärt Gabriella Kokott, hauptamtliche Psychologin in der TelefonSeelsorge Trier. Diese Treue führt sie auf die Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück: Diese zeige sich etwa an der intensiven Ausbildung und der durchgängigen Betreuung.

In der Telefonseelsorge Trier arbeiten 65 ehrenamtliche und drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam 860 Dienstjahre aufweisen. Die TelefonSeelsorge hat deutschlandweit 104 Stellen mit mehr als 7.500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Alle Stellen bilden aus und freuen sich über neue Bewerberinnen und Bewerber, die sich ein Ehrenamt bei der TelefonSeelsorge vorstellen können. In der Telefonseelsorge Trier hat derzeit ein einjähriger Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begonnen. Im Jahr 2020 beginnt ein weiterer Ausbildungskurs. „Die Telefonseelsorge Trier stellt sich ständig den neuen Herausforderungen“, sagt Stellenleiter Steinmetz. Psychologin Kokott ergänzt: „Neben 24 Stunden Telefonbereitschaft an sieben Tagen in der Woche und das über das ganze Jahr, also auch an Feier- und Ferientagen, vergeben wir bei persönlichen Krisen kurzfristig Vor-Ort Beratungstermine. In der Mailberatung im Internet erleben wir derzeit vorwiegend Anfragen junger Menschen, die jünger als 30 Jahre sind, und in einer ernsten Lebenskrise Suizidgedanken haben.“ Im Bistum Trier gibt es fünf teils ökumenisch getragene TelefonSeelsorge-Stellen.

Als eine der ersten Suizidpräventionsmaßnahmen in Deutschland wurde die TelefonSeelsorge 1956 gegründet. Um möglichst vielen Menschen den Kontakt zu ermöglichen, steht sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit. Die Seelsorge ist ideologisch, konfessionell und politisch wertneutral. Die Anrufe werden vertraulich behandelt.  Die TelefonSeelsorge ist dank der Unterstützung der Deutschen Telekom unter den Nummern 0800/1110111 und  0800/1110222 gebührenfrei erreichbar. Auch eine Chat oder Mailberatung ist möglich; Infos dazu sind unter www.telefonseelsorge.de zu finden. Bundesweit wurden 2018 wurden bundesweit 680.060 Telefonate, 45.167 Vor Ort- und 11.881 Chatgespräche geführt sowie 11.638 Mails geschrieben.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-103099 Wed, 04 Dec 2019 14:47:25 +0100 Diakonisches Engagement der Kirche vor Ort stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/diakonisches-engagement-der-kirche-vor-ort-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_VV_Bischof_c9c9e84b5e.jpg" width="150" height="113" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann war zu Gast bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes Trier. Trier - Das caritative Engagement und der Einsatz für Menschen in Not prägen das diakonische Gesicht der Kirche vor Ort: Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes am 30. November in Trier gesagt. Das von einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse entwickelte Dokument zur „diakonischen Kirchenentwicklung“ enthalte viele Vorschläge, wie Kirche vor Ort sich weiter entwickeln und ihr Engagement  für die Menschen verstärken kann. Die wichtigsten Elemente einer diakonischen Kirchenentwicklung? Mit Menschen in Not Dialog und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen. Durch die „Sozialraumorientierung“ könne sich die Hilfe stärker an den Bedarfen der Menschen ausrichten und im Lebensumfeld vorhandene Potenziale einbeziehen. An die Caritas richtete der Bischof die Bitte, sich vor Ort aktiv einzubringen und die Kirchenentwicklung vor Ort diakonisch zu inspirieren.

Dass es gemeinsame Projekte von Caritas und Seelsorge schon heute gibt, verdeutlichten drei Beispiele aus dem Bistum Trier. Rita Schneider-Zuche und Dr. Alexander Knauf vom Diözesan-Caritasverband moderierten eine Talkrunde, bei der die Initiatoren ihre Projekte und Initiativen vorstellten. Aus Mendig waren Klaudia Racke-Hackenbruch und Christian Hoffmann gekommen, um den barrierefreien Kreuzweg vorzustellen. Er wurde von Menschen mit Behinderung aus Einrichtungen der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe zusammen mit verschiedenen Akteuren in Mendig erstellt und lädt zu Meditation und Gebet ein. Patrick Jochum (Caritasverband Saarbrücken) und Diakon Wolfgang Schu (Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken cts) berichteten über das Projekt „Tante Anna“. Herzstück ist eine offene Begegnungsmöglichkeit im cts-Alten- und Pflegeheim St. Anna in Sulzbach. Inzwischen gibt es sogar einen Babyclub im Seniorenheim sowie weitere niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Familien aus dem Umfeld. Professor Dr. Martin Lörsch und Bernd Wienczierz stellten die „Generationenbrücke St. Josef“ vor, die von der Hildegard-Stiftung getragen wird: Ziel ist es, durch neue Wohnkonzepte im Alter und Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt das Leben im Quartier mit den Bürgern weiter auszubauen.

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news-103096 Tue, 03 Dec 2019 16:12:36 +0100 Die Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-erfahrungen-aus-der-arbeit-der-letzten-jahre-einbringen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_UBMKS_NatRat_20191202_gruppenbild_web_466fa11b6d.jpg" width="150" height="89" alt="" title="UBMKS NatRat 20191202 gruppenbild web" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Berlin/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Zehn Jahre nach Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ hat sich der Rat auf Einladung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am 2. Dezember in Berlin konstituiert.

Der Nationale Rat ist der Ort für den langfristig angelegten interdisziplinären Dialog auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen zur dauerhaften Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen. Dem Gremium gehören neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Fachpraxis auch Betroffene an. Der Rat soll bis Sommer 2021 eine Verständigung über konkrete Ziele und Umsetzungsschritte erarbeiten, um die Prävention, Intervention und Hilfen für betroffene Kinder und Jugendliche spürbar zu verbessern und die Forschung weiter voranzubringen. Ziel des Nationalen Rates soll sein, sich gemeinsam als Verantwortungsgemeinschaft über die nächsten konkreten Schritte im Kampf gegen sexuellen Missbrauch zu verständigen. Alle Verantwortungsträger sollen hierzu in ihrer Zuständigkeit einen Beitrag leisten.

„Ich bin froh, dass mit Schwester Dr. Katharina Kluitmann als Vorsitzender der Deutschen Ordensoberenkonferenz und mir Vertretungen aus der katholischen Kirche in den Rat berufen wurden sind“, sagt Bischof Ackermann. „Auf diese Weise können wir unsere Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen. Ich erhoffe mir von der Arbeit im Nationalen Rat eine größere Vernetzung über verschiedene Verantwortungsbereiche hinweg, und dass gesamtgesellschaftlich die Sensibilität für das Thema gestärkt wird.“

Nach seiner Konstituierung wird der Nationale Rat in thematischen Facharbeitsgruppen arbeiten und jeweils zweimal im Jahr 2020 sowie einmal im Jahr 2021 tagen zu den Themenbereichen Schutz und Hilfe, Kindgerechte Justiz, Ausbeutung und Internationale Kooperation, Forschung und Wissenschaft. Bis zum Sommer 2021 soll der Nationale Rat sich zu konkreten Zielen und Umsetzungsschritten verständigt haben.

Weitere Informationen sind unter www.beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/nationaler-rat zu finden.

(JR)                    

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news-103089 Sat, 30 Nov 2019 16:59:00 +0100 Der Auftrag der Synode steht nicht in Frage https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/der-auftrag-der-synode-steht-nicht-in-frage/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_CF004073_21x30_quer_8b9ec44b1b.jpg" width="150" height="105" alt="" />In einem Brief wendet sich Bischof Dr. Stephan Ackermann an die Gläubigen im Bistum Trier. Trier - Der Auftrag der Synode, sich „als Christinnen und Christen einzubringen, um als diakonische und missionarische Kirche das Evangelium in unserer Welt neu zum Leuchten zu bringen“, steht nicht in Frage. Das betont Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Brief an die Gläubigen im Bistum Trier, der in den Gottesdiensten am 1. Advent verlesen wird. „Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass der mit der Synode eingeschlagene Weg, den wir mit dem Umsetzungsgesetz konkretisiert haben, ein guter Weg in die Zukunft ist“, schreibt der Bischof. In diesem Sinn werde er auch gegenüber den römischen Behörden Stellung nehmen.

Die römische Kleruskongregation, die für Fragen im Zusammenhang mit den Pfarreien und dem priesterlichen Dienst zuständig ist, hatte Ende November zusammen mit dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte den Vollzug des Umsetzungsgesetzes und damit den Start der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 ausgesetzt, um das Gesetz und die Einsprüche dagegen zu prüfen.

Der Bischof dankt allen, die sich in den letzten Jahren eingebracht haben mit dem Ziel, das kirchliche Leben in den Gemeinden des Bistums zu erneuern – „in der Überzeugung, dass die Erneuerung des kirchlichen Lebens auch eine neue Gestalt der Pfarreien braucht“. Er schreibt: „Das Engagement so vieler Menschen für unsere Kirche war und ist für mich ein ermutigendes und bestärkendes Zeichen, diesen Weg zu gehen.“ Gleichwohl sei ihm bewusst, dass es Menschen gebe, die sich „nicht mitgenommen“ fühlten, und die mit Sorgen und Vorbehalten auf die Entwicklungen im Bistum schauten. Dass eine Gruppe von Priestern wie auch Vertreter der „Initiative Kirchengemeinde vor Ort“ diese Sorge nun in zwei Beschwerden gegen das Umsetzungsgesetz in Rom vorgebracht hätten, sei rechtmäßig, erklärt der Bischof. „Dies dient einem ordentlichen Verfahren und hilft auch dabei, eine größere Rechtssicherheit zu gewinnen.“ Den offenen Ausgang der Prüfung gilt es abzuwarten.

Es gehe nun darum, gute Lösungen für die eingetretene Situation zu finden, damit die Seelsorge vor Ort in verlässlicher Weise gewährleistet bleibt und es angemessene Rahmenbedingungen für alle Haupt- und Ehrenamtliche gebe, die von der Aussetzung des Gesetzes betroffen seien. Der Bischof bittet „all jene, die durch die römische Entscheidung innerlich verärgert und enttäuscht sind, an ihrer Motivation festzuhalten und sich vor Ort weiter aktiv im Sinne der Synode einzubringen“. Diejenigen, die die römische Entscheidung begrüßten, bitte er ebenso „um einen konstruktiven Geist, einen gemeinsamen Weg zu finden zum Segen für die Menschen im Bistum Trier.“ Eine Polarisierung und ein „Gegeneinander verschiedener Parteiungen“ helfe niemandem. 

Bischof Ackermann bittet die Gläubigen um ihr Gebet, zum Beispiel mit diesem Gebet: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/gebet/gebet-fuer-das-bistum/

(JR)

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news-103088 Fri, 29 Nov 2019 12:10:04 +0100 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/200-jahre-krippen-schnitzkunst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Krippe_Senoner_028e5db4c5.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ab dem 29. November stellt das Museum am Dom Krippen aus dem Grödnertal aus. Die Exponate können bis 26. Januar 2020 besichtigt werden. Trier – Das Museum am Dom zeigt ab Freitag, dem 29. November, 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst des Grödnertals. Die Krippen sind sowohl Leihgaben vom Museum Gherdëina in St. Ulrich sowie von Privatpersonen.

Einen ersten Aufschwung erlebte die Krippenschnitzkunst aus dem Grödnertal nach dem Verbot der öffentlichen Krippen durch Kaiser Josef II. im Jahr 1782. So entstanden in der Zeit des Biedermeier erstmals Krippen in großer Zahl für private Haushalte. Durch die im Jahr 1872 in St. Ulrich gegründete Schnitzschule gab es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder neue künstlerische Impulse. Neben den Figurenkrippen entstanden auch Reliefs und Blockkrippen.

In den vergangenen Jahren konnten im Museum am Dom unter anderem böhmische Landschaftskrippen, afrikanische Krippen, die Hallersche Papierkrippe und Weihnachtskrippen polnischer Holzschnitzer betrachtet werden.

Die Exponate können von Freitag, 29. November 2019, bis Sonntag, 26. Januar 2020, besichtigt werden, jeweils Dienstag bis Samstag um 9-17 Uhr und Sonn- und Feiertags um 13-17 Uhr. Die Eröffnung findet am Freitag, den 29. November um 18.30 Uhr im Museum am Dom statt. Neben verschiedenen Führungen gibt es auch einen Bastelworkshop für Kinder an den Samstagen 7. und 14. Dezember jeweils um 10-12 Uhr für 10 Euro pro Person.

Weitere Informationen gibt es unter 0651-7105-255 oder per E-Mail unter museum(at)bistum-trier.de.

(aw)

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news-103087 Fri, 29 Nov 2019 08:33:39 +0100 Hilfe bei Ausbildung und Integration in Arbeitsmarkt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-bei-ausbildung-und-integration-in-arbeitsmarkt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_arbeitsmarkttagung_liga_saar_6039cc0b55.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Arbeitsmarkttagung liga saar" />Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar hat eine Fachtagung zu „Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten“ veranstaltet. Saarbrücken ­- Junge Geflüchtete brauchen eine flexiblere schulische und berufliche Förderung, damit sie einen Ausbildungs- oder dauerhaften Arbeitsplatz finden können. Diesen politischen Handlungsbedarf sieht die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar, die am  27. November in Saarbrücken eine Fachtagung zu „Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten“ veranstaltet hat. Grundlegend für einen erfolgreichen Weg in den Arbeitsmarkt sind zum Beispiel eine gute Beherrschung der deutschen Sprache, ein Schulabschluss, eine verlässliche sozialpädagogische Begleitung  oder eine gezielte Information über Berufswege. Bernward Hellmanns, der Vorsitzende der Liga Saar, forderte unter anderem eine gesetzlich verankerte Ausbildungsplatzgarantie für junge Flüchtlinge. Er bezeichnete Integration als einen langwierigen Weg, auf dem die Geflüchteten gut begleitet werden müssen. Dies umso mehr, da ein großer Teil der Geflüchteten im Saarland unter 35 Jahren alt ist. Viele von ihnen mussten kriegs- und fluchtbedingt ihre Schul- und Hochschulausbildung abbrechen, und viele sind ohne Berufsabschlüsse.

Ihre Forderungen äußerten die LIGA-Vertreter in einer Diskussionsrunde mit der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, die betonte: „Maßnahmen zur Verbesserung des Übergangs in eine Ausbildung oder den Arbeitsmarkt müssen für geflüchtete Menschen so konzipiert sein, dass verschiedene Hürden überwunden werden, sei es unterschiedliche Qualifikationsgrade, Sprachbarrieren oder der Bedarf an Stärkung sozialer oder kultureller Kompetenzen.“ Alle Ausbildungsmarktakteure im Saarland leisteten hierbei einen wichtigen Beitrag. Um die Potentiale für den Arbeitsmarkt nutzen zu können, müsse die Integration in Schule, Ausbildung und schließlich in Beschäftigung aktiv begleitet werden. „Von richtiger Weichenstellung profitiert am Ende die gesamte Gesellschaft“, so Rehlinger. Sie signalisierte Gesprächsbereitschaft für die von der LGA beschriebenen Handlungsbedarfe. Dr. Martina Messan, die Vorsitzende des LIGA-Fachausschusses Arbeit, fasste das politische Ziel der LIGA zusammen: „Wir treten dafür ein, eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration voranzutreiben. Dazu möchten wir eine politische Diskussion darüber einleiten, was es braucht, damit dies gelingen kann.“

Zuvor hatten Astrid Klein-Nalbach (Diakonisches Werk an der Saar) und Dr. Martina Messan Informationen aus der aktuellen Arbeit der Jugendberufshilfe im Saarland vermittelt. So gibt es für jugendliche Geflüchtete zwar gute Möglichkeiten, sich über die Berufsschule oder Förderprogramme zu qualifizieren. Allein am Saarländischen Landesprogramm „Ausbildung jetzt“ zur Vorbereitung und Begleitung während einer Ausbildung nehmen seit 2016 rund 330 Geflüchtete teil. Für junge Erwachsene, die bereits volljährig sind, ist es jedoch sehr schwierig  oder gar unmöglich, in Klassen zur Schulischen Berufsvorbereitung einzumünden, da sie nicht mehr berufsschulpflichtig sind.

Helmut Selzer, Leiter der Caritaseinrichtungen Lebach, stellte Beispiele vor, wie junge Geflüchtete in Projekten im Saarland gefördert werden. Neben den Jugendmigrationsdiensten bieten die Projekte „Pro Integra“ und „SABENE – Beratungsnetzwerk für Flüchtlinge im Saarland“ Chancen für geflüchtete Jugendliche. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz vermittelt das Projekt „FaiR – Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region“ junge Menschen in Ausbildung oder Job, wie Caritasmitarbeiter Gregor Bell darlegte.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Integration junger Geflüchtete stellten Bernd Holthusen (Deutsches Jugendinstitut) und Professor Dr. Ruth Enggruber (Hochschule Düsseldorf) vor. Dr. Enggruber wies insbesondere auf die Tatsache hin, dass junge Frauen stark unterrepräsentiert sind, was die berufliche Bildung betrifft.

(red)

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Saarbrücken caritas-trier Caritas / Soziales Flüchtlinge Politik / Gesellschaft
news-103084 Wed, 27 Nov 2019 08:53:47 +0100 Sieben Stationen für den Frieden quer durch Trier https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sieben-stationen-fuer-den-frieden-quer-durch-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_Kardinal_Barreto_Friedensweg_8afd917634.jpg" width="150" height="100" alt="Kardinal Barreto in La Oroya 2018 nach einem Gottesdienst. (Bildnachweis: Adveniat)" />Adveniat-Gast Kardinal Pedro Barreto aus Peru begleitet gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann den Friedensweg am 8. Dezember durch die Innenstadt. Trier – Zum Auftakt der diesjährigen Adveniat-Aktion lädt die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier am 8. Dezember zu einem Friedensweg quer durch die Bischofsstadt ein. Gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Kardinal Pedro Barreto aus Peru und Pater Michael Heinz, Geschäftsführer von Adveniat, erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sieben individuell gestaltete Stationen. Dort erwartet sie Gebet, Musik und Einblicke in die Arbeit von Adveniat aus erster Hand.

Der Friedensweg startet um 15 Uhr in der Kirche Christkönig in Trier-West, führt über das Benedikt-Labre-Haus und entlang der Mosel zur Synagoge und nach St. Antonius, verläuft über den Weihnachtsmarkt und endet mit einer Vesper im Trierer Dom. Im Anschluss ab 18.30 Uhr bietet sich Gelegenheit zur Begegnung im Romanischen Saal. Statt des gesamten Weges können Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einzelne Teilstrecken mitwandern.

Weitere Informationen gibt es auf www.weltkirche.bistum-trier.de,  E-Mail: weltkirche(at)bgv-trier.de und Tel.: 0651-7105-395.
(ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103081 Tue, 26 Nov 2019 15:36:11 +0100 Kein Start zum 1. Januar 2020 https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kein-start-zum-1-januar-2020/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Generalvikar_PK_6a19a2dce6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Bistum Trier gibt die Maßnahmen infolge der Aussetzung des Umsetzungsprozesses bekannt. Trier – Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hat am 26. November bekannt gegeben, dass Bischof Dr. Stephan Ackermann die Dekrete zur Aufhebung der bisherigen Pfarreien, Kirchengemeinden, Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbände sowie zur Errichtung der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 zurücknehmen wird. Dies geschieht aufgrund der Entscheidung der vatikanischen Kleruskongregation, das Umsetzungsgesetz auszusetzen und vom Päpstlichen Rat für Gesetzestexte prüfen zu lassen.

Derzeit werde geprüft, welche weiteren Konsequenzen die Aussetzung habe. Der Erneuerung des kirchlichen Lebens im Bistum Trier, wie im Abschlussdokument der Bistumssynode dokumentiert, wisse man sich weiterhin verpflichtet, sagte Generalvikar von Plettenberg.

Die Aufhebungs- und Errichtungsdekrete, die bereits versandt worden waren, werden vom Bischof per neuem Dekret zurückgenommen. Eine Beschwerde erübrige sich somit. Von der Errichtung der neuen Pfarreien zum 1. Januar 2020 werde abgesehen – für die derzeit amtierenden Pfarrgremien werde es ein Übergangsmandat geben. Die Anstellungsverhältnisse der Frauen und Männer in den geplanten Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft werden beibehalten.

Auf die Bitte von Rom, Stellung zu beziehen, werde Bischof Ackermann zeitnah eingehen, sagte von Plettenberg. Am Wochenende wird sich der Bischof auch mit einem geistlichen Wort an die Gläubigen in seinem Bistum richten.

Weitere Informationen gibt es im angehängten PDF.  / Informationen zur Synodenumsetzung unter: www.bistum-trier.de/herausgerufen

(ih)                              

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103082 Tue, 26 Nov 2019 14:27:00 +0100 Ehrenamtliches Engagement, Emotion und Entlastung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrenamtliches-engagement-emotion-und-entlastung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_Burgermeister-Ochtendung-mik-25112019_660ea9d9d2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sprechen mit Bürgermeistern über die Synodenumsetzung. Ochtendung – Weihbischof Jörg Michael Peters, Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Koblenz, und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg haben sich mit mehr als 20 Bürgermeistern aus der Region am 25. November in Ochtendung getroffen. Sie hatten die Kommunalpolitiker eingeladen, um über die Umsetzung der Beschlüsse der Diözesansynode zu informieren und zu diskutieren.. Kurz vor dem Treffen war bekannt geworden, dass die römische Kleruskongregation das von Bischof Dr. Stephan Ackermann erlassene Gesetz zur Umsetzung der Diözesansynode ausgesetzt hatte, um kirchenrechtliche Prüfungen vorzunehmen, und damit die Errichtung der Pfarreien der Zukunft zunächst gestoppt hatte.

Weihbischof und Generalvikar nutzen die neue Ausgangslage, in der nun geklärt wird, welche Auswirkungen die Aussetzung auf konkrete Detailfragen hat, um erneut über die Hintergründe und Motive der Synodenumsetzung zu informieren. Dabei erinnerte Generalvikar von Plettenberg an die vier von der Synode beschlossenen Perspektivwechsel, um vom Einzelnen her denkend synodal und charismenorientiert in großen Räumen der Vernetzung zu handeln. „Die geplanten Pfarreien sind dafür der Organisationsrahmen. Das kirchliche Leben findet jedoch an vielfältigen Orten von Kirche statt, in den Gemeinden, in Gruppen und mit viel Engagement, gerade auch von Ehrenamtlichen“, sagte von Plettenberg. Das wolle man stärken.

Entlastung von kleinteiliger Verwaltungsarbeit, Freiräume für die Seelsorge

Wenn es künftig nur noch 35 Pfarreien als Organisationseinheiten im Bistum geben soll, dann sei damit auch eine Entlastung der vorhandenen Seelsorgerinnen und Seelsorger von bisherigen Verwaltungsaufgaben verbunden. Die damit gewonnenen Freiräume könnten dafür genutzt werden, Seelsorge nah bei den Menschen zu bieten: „Priester und Frauen und Männer aus den anderen pastoralen Berufsgruppen verschwinden ja nicht einfach, sondern bleiben vor Ort“, erklärte Weihbischof Peters zu vorgetragenen Sorgen, dass die Kirche sich aus der Fläche an zentrale Pfarrorte zurückziehen könnte.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103080 Tue, 26 Nov 2019 11:42:26 +0100 „Meine Welt DiVers“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/meine-welt-divers/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_Vorstand_DPSG_Trier_baaa418685.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Vorstand DPSG Trier" />Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich bei der Diözesanversammlung der DPSG Trier mit Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und Nachhaltigkeit beschäftigt. Marienburg (Zell) – Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt standen bei der 84. Diözesanversammlung (DiVers) der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) vom 23. bis 24. November im Mittelpunkt. Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder kamen unter dem Motto „m/w/d - meine Welt DiVers“ auf der Marienburg zusammen, um die Projekte des nächsten Jahres im Diözesanverband Trier zu planen und zu gestalten.

Die Bezirksvorstände und die Diözesanleitung beschlossen verschiedene Anträge zu Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und zur Zukunft des Verbandes und diskutierten diese Themen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch wurden sowohl neue als auch bewährte Mitglieder der Diözesanleitung, des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ernannt und gewählt. So wurden Katrin Rinke als Diözesanvorsitzende und Peter Zillgen als Diözesankurat wieder gewählt; Sebastian Kraus bleibt Diözesanvorsitzender.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart 72Stunden-Aktion Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Ehrenamt Inklusion Jugend Kirchliche Verbände
news-103077 Mon, 25 Nov 2019 16:12:20 +0100 Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/verbindung-zwischen-digitaler-und-analoger-welt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_ACK_HWK_3_ad8729fce1.jpg" width="150" height="126" alt="" title="ACK HWK 3" />Bischof Dr. Stephan Ackermann segnete das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier ein. Trier – Am vergangenen Freitag, 22. November, hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier (HWK) vor rund 150 Gästen eingesegnet. Anlass war die Sitzung der HWK-Vollversammlung, die zum ersten Mal in dem neuen Gebäude tagte.

In seiner Rede lobte der Bischof das Handwerk. Werte wie Verlässlichkeit, Unterstützung, Fürsorge und Wahrhaftigkeit würden dort eine große Rolle spielen. Das sei im digitalen Zeitalter, in dem viele hinter dem Bildschirm verschwinden, besonders wichtig. Das Handwerk würde die digitale Welt mit der analogen, wirklichen Welt verbinden. „Das Handwerk ist eine Garantie dafür, dass wir gut in unserer realen Welt leben können“, sagte der Bischof. Bei der Einsegnung las er eine Passage aus dem Matthäus-Evangelium und wünschte, dass "Gott seine schützende Hand über die Menschen halten möge, die in diesem Gebäude arbeiten und dort ein- und ausgehen".

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news-103076 Mon, 25 Nov 2019 14:50:39 +0100 Jugendliche im Glauben stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jugendliche-im-glauben-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_WB-Segnung-der-Firmkreuze_536dd98b60.jpg" width="150" height="112" alt="" title="WB Segnung der Firmkreuze" />In der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern spendete Weihbischof Franz Josef Gebert 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung Ochtendung – Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Freitag, 22. November, in der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Vor dem Firmgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin hatten sich die Firmlinge mit dem Weihbischof im Gemeindezentrum getroffen. Dort konnten die jungen Gläubigen Fragen stellen und kamen über Gott und die Welt ins Gespräch.

In seiner Predigt ging der Weihbischof unter anderem auf die letzten Tage des Kirchenjahres sowie auf das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen ein. Jene, die gerüstet und vorbereitet waren, nahmen Öl für ihre Lampe mit, als sie dem Bräutigam entgegen gingen. Die anderen fünf aber vergaßen das Öl. Jesus wolle die Gläubigen in dem Gleichnis aufmerksam machen, klug und wachsam zu sein, und an das zu denken, was wirklich zähle. „Gott umwirbt uns mit seiner Treue und seiner Verlässlichkeit“, so Gebert. Er freue sich, dass er das Sakrament der Firmung spenden und mit dem Öl im Namen der Kirche ein Kreuz auf die Stirn der Jugendlichen zeichnen dürfe. Es zeige, „dass Ihr euch auf Gott verlassen könnt. Es ist ein Echtheitszertifikat, ein Gütesiegel. Ihr sollt nie vergessen, dass Gott zu euch steht und dass ihr für ihn eine große Bedeutung habt.“

In der Firmvorbereitung den persönlichen Zugang zu Gott finden

Die Vorbereitungszeit auf ihre Firmung begann für die Firmlinge unter der Leitung von Gemeindereferentin Angela Kläs bereits Ende August mit einer Auftaktveranstaltung im Gemeindezentrum. In verschiedenen Projektgruppen machten sich die Jugendlichen auf den Weg, die christliche Nächsten- und Selbstliebe praktisch zu erleben und umzusetzen. Dabei wurden sie von neun Projektkatecheten begleitet. In den darauffolgenden Wochen gab es Zeit und Raum, einen persönlichen Zugang zu Jesus und Gott zu suchen und (wieder) zu finden. Am Firmwochenende selbst waren die Jugendlichen kreativ: Sie bastelten Engel aus einem alten Gotteslob und stellten „Samenkugeln" und Ringelblumensalbe her. Aus Holzkreuzrohlingen fertigten sie eigene Firmkreuze. Diese hingen im Chorraum und wurden vom Weihbischof gesegnet. Die Jugendlichen durften nach ihrer Firmung ihr persönliches Firmkreuz als Andenken mit nach Hause nehmen. Im Vorfeld der Firmung hatte es auch einen Jugendgottesdienst gegeben und eine Beichte, „in der die Jugendlichen mit sich und Gott in Berührung kommen und ihre persönliche Bereitschaft vertiefen konnten, wirklich als Christ leben zu wollen“, so Gemeindereferentin Angela Kläs. Glückwünsche an die Neugefirmten aus der Pfarreiengemeinschaft überbrachte der Pfarreienrat-Vorsitzende Holger Mack. 

Die Gestaltung des Firmgottesdienstes hatten die Jugendlichen im Rahmen des Firmwochenendes erarbeitet. Das Kyrie trugen Anna Uhl und Karina Meidt, die Begrüßung Franziska Gemmel, Gesa Etzkorn und Rica Zieger vor. Die Fürbitten lasen unter anderem Benedikt Racette und Celine Martin. Die Lesung übernahm die Firmbewerberin Franziska Gemmel. Die musikalische Gestaltung oblag dem Kirchenchor Cäcilia und den Young Voices sowie der Organistin Ulrike Schlich.

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103063 Wed, 20 Nov 2019 12:39:17 +0100 Gedenken an Weihbischof Leo Schwarz https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gedenken-an-weihbischof-leo-schwarz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_WBSchwarz2015_c0add9ba42.jpg" width="150" height="100" alt="" title="W B Schwarz2015" />Weihbischof Leo Schwarz verstarb vor einem Jahr. Mit Bischof Ackermann können Gläubige seiner mit einem Gottesdienst im Dom gedenken. Zum ersten Mal jährt sich Ende November der Todestag von Weihbischof Leo Schwarz. Mit einem Pontifikalamt feiert Bischof Stephan Ackermann am Dienstag, 26. November um 9 Uhr das Jahrgedächtnis für Schwarz.

Der beliebte Weihbischof arbeitete lange als Seelsorger in Bolivien und war Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor. Seit 1982 war er Weihbischof im Bistum Trier, baute die Solidaraktion mit Menschen in Mittel- und Osteuropa „Renovabis“ auf und war zehn Jahre lang Vorsitzender der Deutschen Kommission der kirchlichen Friedensorganisation „Justitia et Pax“. Auch in seinem Ruhestand hatte Schwarz weiterhin in der Seelsorge gearbeitet und war abwechselnd in Bolivien und im Bistum Trier tätig.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Vermischtes
news-103058 Tue, 19 Nov 2019 08:44:25 +0100 Hilfe für saarländische Kinder in Not https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-fuer-saarlaendische-kinder-in-not-3/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_Sternenregen-Eroffnung-2019-2-Stefan-Weinert_4f0f3f86c0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Sternenregen Eroffnung 2019 2 Stefan Weinert" />Seit 2004 haben die katholische und evangelische Kirche im Saarland gemeinsam mit Radio Salü 3,4 Millionen Euro Spenden gesammelt. Saarbrücken - „Es ist beeindruckend, welche kreativen Unterstützungsmöglichkeiten Sie bei ‚Radio Salü Sternenregen‘ entwickeln!“ Mit diesen Worten bedankte sich Anne Fennel, Geschäftsführerin der Diakonie Saar, bei den Machern, Unterstützern und Spendern der Spendenaktion „Radio Salü Sternenregen“ für 15 Jahre Hilfe „für saarländische Kinder in Not“. Seit 2004 haben die katholische und evangelische Kirche im Saarland gemeinsam mit Radio Salü durch die Aktion „Sternenregen“ 3,4 Millionen Euro Spenden gesammelt, die ohne Abzug an die Caritas und die Diakonie im Saarland weitergeleitet wurden, um damit saarländische Kinder und Familien in Not zu unterstützen. „Sternenregen“ sei „die erfolgreichste Spendenaktion im Saarland“, sagte Radio-Salü-Geschäftsführer Michael Mezödi bei der Eröffnung der diesjährigen Aktion am 15. November im Stadtteilbüro Malstatt der Diakonie Saar; es sei beeindruckend, wie groß die Bereitschaft sei, sich solidarisch zu zeigen. Und Sozialstaatssekretär Stephan Kolling ergänzte, die Spendenaktion mache deutlich, das Saarland sei „nicht nur ein schönes Land, sondern auch ein soziales Land.“ Kolling überbrachte auch Grüße von Ministerpräsident Tobias Hans, dem Schirmherrn von „Radio Salü Sternenregen“.

Neben Einzelspendern unterstützen Unternehmen, Vereine und andere Organisationen „Radio Salü Sternenregen“ mit zum Teil spektakulären Aktionen - vom Fußballturnier über die Aktivitäten einer Tanzschule und die Versteigerung der Motorhaube eines Rennwagens bis zum „IKK-Brot“ der saarländischen Bäckereien gemeinsam mit der IKK Südwest. Dass diese Hilfe nach wie vor dringend gebraucht wird, machte Pfarrer Wolfgang Glitt deutlich, Vorsitzender des „Sternenregen“-Trägervereins „Radio Salü - wir helfen e.V.“: Über 35 Prozent der Kinder in Saarbrücken gelten nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung als arm; das ist der dritthöchste Wert in Deutschland. In manchen anderen saarländischen Kommunen ist es ähnlich. Auch Diakonie-Geschäftsführerin Fennel berichtete von Lücken in den Unterstützungssystemen, die zu „sehr großer Not“ bei manchen Familien führen.

In den nächsten Wochen wird Radio Salü durch Spots, Beiträge und Interviews in seinem Programm die Hörer wieder zu Spenden für „Sternenregen“ aufrufen. Auch das zu Radio Salü gehörende Classic Rock Radio werde sich beteiligen, versprach Programmdirektor Daniel Stupp: „Sternenregen rockt!“

Spenden für „Sternenregen“ können auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Saarbrücken eingezahlt werden (IBAN DE02 5905 0101 0090 0219 99). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.salue.de/helfen.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Information Ökumene Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103055 Mon, 18 Nov 2019 11:40:44 +0100 „Niemand soll Weihnachten alleine feiern müssen“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/niemand-soll-weihnachten-alleine-feiern-muessen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/c/csm_HeiligAbend2012_01_eb88bdd909.jpg" width="150" height="91" alt="" title="HeiligAbend2012 01" />Zum 50. Mal findet die Heilig-Abend-Aktion der Evangelischen und Katholischen Kirche im Saarbrücker E-Werk statt. Saarbrücken - Vor 50 Jahren, am 24. Dezember 1969 hat die erste Heilig-Abend-Aktion der Evangelischen und die Katholischen Kirche in Saarbrücken im Pfarrheim St. Michael stattgefunden. Sie wurde initiiert von der evangelischen und katholischen Jugend. Damals genügte noch der kleine Raum, damit alle 30 Besucherinnen und Besucher einen Platz fanden. 50 Jahre später kommen bis zu 800 Besucherinnen und Besucher zur Heilig-Abend-Aktion ins E-Werk auf den Saarterrassen in Saarbrücken-Burbach. Seit elf Jahren stellt die Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung der Stadt Saarbrücken die Halle kostenlos zur Verfügung.

Bei der weihnachtlichen Feier am 24. Dezember sind alle willkommen, die sich an diesem Festtag alleine fühlen oder obdachlos sind. Von 14 bis 19 Uhr wird ein kostenloses Programm angeboten mit Tee und Gebäck, Musik, Geschenken und einem Abendessen.

In einem Pressegespräch stellten Verantwortliche von beiden Kirchen die Aktion vor. „Am Heiligen Abend feiern wir die menschgewordene Liebe Gottes. Wir können uns nicht vorstellen, dass es Menschen geben soll, die an diesem Abend nichts von der Liebe Gottes erfahren und alleine feiern müssen“, erläuterte Pfarrer Joachim Wörner für den Evangelischen Kirchenkreis Saar-West. „Deshalb laden wir zur Heilig-Abend-Aktion ein.“

„Die Weihnachtsgeschichte erzählt davon, dass die Geburt des Gottessohnes mit Erfahrungen zu tun hat wie keine Herberge zu finden und in einem Stall am Rand der Welt geboren zu werden. Bilder, die heute brandaktuell sind“,  sagt Dechant Benedikt Welter vom Katholischen Dekanat Saarbrücken.

„Wir wollen durch die Heilig Abend Aktion deutlich machen, dass das Weihnachtsfest jeden Menschen in den Blick nimmt und besonders die, die sich selbst am Rande fühlen.

Vorbereitet wird die Heilig-Abend-Aktion von rund 150 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Sie schmücken die große Halle weihnachtlich und kümmern sich um die Gäste“, erläutert Diakon Horst-Peter Rauguth. Das Unterhaltungsprogramm in diesem Jahr gestalten unter anderem der Evangelische Posaunenchor Alt-Saarbrücken/ Malstatt, die Tanzschule Euschen-Gebhardt, der Chor Chorioses und der Gitarrist Hector Zamora. Für Kinder werde eine Kinderbetreuung mit eigener Bescherung angeboten, so Rauguth.

Zu Finanzierung der Heilig-Abend-Aktion sind rund 35.000 Euro notwendig, die ausschließlich aus Spenden stammen.  Wer noch mit einer Spende helfen will, ist herzlich dazu eingeladen: Spendenkonto bei der Sparkasse Saarbrücken (BLZ 590 501 01), IBAN DE57 5905 0101 0000 090175.

Weitere Infos beim Team der Heilig Abend Aktion: Telefon 0681 / 9068-161.

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Ökumene Politik / Gesellschaft
news-103053 Mon, 18 Nov 2019 10:34:34 +0100 „Libyen ist die Hölle für schwarze Menschen“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/libyen-ist-die-hoelle-fuer-schwarze-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_LorenzSchramm_SeaWatch3_HGS_1_c1810e4846.jpg" width="150" height="100" alt="" title="LorenzSchramm SeaWatch3 HGS 1" />Lorenz Schramm war bei fünf Missionen der "Sea-Watch" dabei. In Saarlouis hat er über den Alltag und die Probleme bei den Rettungsaktionen berichtet. Saarlouis – „Sea-Watch 3“, der Name dieses Schiffes steht seit dem Sommer für die privat organisierte  Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Dafür sorgte die tagelange mediale Berichterstattung über das Landeverbot für dieses Schiff und die Verhaftung der damaligen Kapitänin Carola Rackete bei der Landung in Lampedusa. Aber was geschieht eigentlich auf diesen Schiffen? Wie geht Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer? Lorenz Schramm aus Freiburg war bereits bei fünf Missionen der Sea-Watch dabei. Der 29-jährige Gesundheits- und Krankenpfleger war am 14. November auf Initiative des Willkommensnetzes, der Flüchtlingshilfe im Bistum Trier, in Saarlouis zu Gast um über den Alltag und die Probleme bei den Rettungsaktionen zu berichten. Rund 60 Interessierte waren der Einladung von Caritas und Dekanat gefolgt.

Meist dreieinhalb Wochen dauert eine Mission für die ehrenamtlichen Seenotretter bei Sea-Watch. Aus 20 Leuten besteht eine Crew, darunter auch bezahlte Seeleute, die für die Sicherheit des Schiffes notwendig sind und von den Seefahrtbehörden an Bord verlangt werden. 50 Meter lang ist das Schiff und neun Meter breit. In seinem früheren Leben diente es als Versorgungsschiff für Ölbohrplattformen. „Platz ist für 600 Gäste, dann ist das Boot wirklich mal voll“, erklärt Schramm in Anspielung auf einen fremdenfeindlichen Slogan. „Gäste“ nennt die Besatzung die aus Seenot geretteten Flüchtlinge, die an Bord auf zwei Decks Platz finden. Zur eigentlichen Rettung der Menschen aus ihren nicht seetauglichen Booten hat die Sea-Watch zwei Schnellboote an Bord. Es gibt eine „ganz gut ausgerüstete Krankenstation“, mit der man auch auf medizinische Notfälle vorbereitet ist. So habe man einmal einen Säugling gerettet, der auf einem der völlig überfüllten Gummiboote zur Welt kam. Alltäglich sind bei den Geretteten „Krätze“ wegen der „katastrophalen hygienischen Zustände“ in den „KZ-ähnlichen“ Lagern in Libyen, sagt Schramm. Dazu kommen Kopfschmerzen wegen der regelmäßigen Dehydrierung der Flüchtlinge. Zwei Ärztinnen oder Ärzte sind an Bord, dazu zwei ausgebildete Pflegepersonen, wie er selbst. In der Crew ist jeder zunächst für sein Fachgebiet zuständig, doch darüber hinaus gibt es jede Menge gemeinschaftliche Aufgaben. Die müssen vor jedem Einsatz auch gemeinsam trainiert werden. Da ist einmal das Rettungstraining. „Was können wir dafür tun, dass die Menschen in den Booten ruhig bleiben?“ „Wie bekommen wir sie in unsere Boote?“ „Wie benutzt man die Rettungsanzüge?“ „Wie löschen wir ein Feuer an Bord?“ Das sind wesentliche Trainingsaufgaben. Dazu kommen Übungen, wie man mit Bedrohungen von außen umgehen kann. Ganz vorne steht dabei der Umgang mit der libyschen Küstenwache, die die Retter oft mit Waffengewalt bedrohen.

Die Lage der Flüchtlinge in Libyen und die Rolle der Küstenwache treibt den Seenotretter Schramm besonders an. „Da passieren schlimme Dinge“, sagt er. Die Küstenwache werde von der EU trainiert, Boote zurück zu bringen. Es gebe zahlreiche Belege dafür, dass diese Leute „keine guten Rettungen durchführen.“ Zurück gebracht werden sollen die Flüchtlinge, die fast ausnahmslos schwarze Hautfarbe haben und aus Staaten südlich der Sahara stammen, nach Libyen, wo es einen starken Rassismus gegen diese Menschen gebe, kritisiert Schramm: „Man darf doch niemand an einen Ort bringen, wo systematische Verfolgung droht“. Die Flüchtlingsgefängnisse dort seien völlig überfüllt, Gefangene würden gefoltert, Flüchtlinge, die ihre Schlepper nicht bezahlen können würden gekidnappt um deren Familien noch mehr auszupressen, die Menschen müssten Hungern, es gebe trockene Makkaroni, aber keine Gelegenheit zu kochen, illustriert Schramm die Lage in Libyen. Dabei hätten die Flüchtlinge - mit dem Weg durch die Sahara - bis dorthin schon einen sehr gefährlichen Teil ihrer Flucht hinter sich. „Erste tödliche Grenze zu Europa“ nennt er die Wüste und die hier lauernden Gefahren. „Unfassbar, wie die Menschen dort ihr Leben verlieren: es gehen Autos kaputt und die Flüchtlinge sterben auf ihrem weiteren Weg zu Fuß oder sie geraten sofort in die Hände von Milizen.“ Was die Menschen, die wir retten alles erlebt haben, das reiche für viele Hollywoodfilme. „Aber die Flüchtlinge sind ja nicht weiß, also gibt es diese Filme nicht“, sagt Schramm sarkastisch.

Die Seenotretter wissen von ihren Gästen genau, welche Bedrohungen sie hinter sich haben, vom Hunger und Krieg in ihren Herkunftsländern über die Gefahren unterwegs bis zur Bedrohung auf dem offenen Meer. Das motiviert sie zum Einsatz. Der auch sehr belastend sein kann. Deshalb gibt es nach jeder Mission auch die Möglichkeit mit Fachdiensten diese Belastungen zu bearbeiten, zur Verfügung gestellt etwa von der Erzdiözese München.

Oft werde in Zweifel gezogen, dass die Flüchtlinge in Seenot gewesen seien. Schramm zeigt zu diesem Vorwurf Fotos von völlig überfüllten Booten und benennt einige der Kriterien, die für einen Seenotfall gelten. Dazu gehört etwa, dass es unwahrscheinlich erscheint, dass das Boot sein Ziel erreicht oder es nicht genug Lebensmittel und Wasser bis dahin an Bord hat. Oder, dass die Mittel fehlen, die nötig sind, die Menschen zu retten, wenn das Boot sinkt. „Damit ist jedes Flüchtlingsboot, das den libyschen Strand verlässt in Seenot“, sagt Schramm.

Um die Boote außerhalb einer 24-Meilen-Zone zu entdecken, helfen das Radar der Sea-Watch, oft ein zusätzlichen Flugzeug und vor allem der permanente Ausguck von der Brücke mit dem Fernglas. Sind die Gäste dann erst einmal an Bord, stelle sich die „spannende Frage“ wie die Stimmung unter ihnen ist. Meistens seien die Menschen „völlig platt“, müssten versorgt werden und litten an traumatischen Belastungsstörungen. Deshalb gelte es das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Doch der Aufbau von Vertrauen sei nicht so ganz leicht, weil viele bereits wüssten, dass es gar nicht so leicht werde nach Europa zu kommen. Schramm, an Bord auch zuständig „um die Stimmung zu checken“, wünscht sich bei allen „vorsichtigen Optimismus“. Große Gefahr könne an Bord entstehen, wenn sich Hoffnungslosigkeit durchsetze. „Leider sorgt die EU dafür, dass wir regelmäßig Momente haben, wo die Hoffnung stirbt“, sagt Schramm. Kritische Bemerkungen auch zu dem - zunächst gut gemeinten – Angebot bei Anlandungsverboten  - aus medizinischen Gründen - Kranke oder Kindern vom Schiff zu lassen. Dann überlegten die Menschen, was sie tun müssen, um dazu zu gehören. Ein wenig stolz ist er auf die Zeit des 17-tägigen Wartens vor der Anlandung in Lampedusa: „Da gab es nur einen kleineren Streit an Bord“. Die Crew versucht die Langeweile für die Gäste an Bord zu vertreiben, so gut es geht in dieser Enge. Es gibt Spiele und Musikinstrumente, auch erste Sprachkurse. Und sie hören den Flüchtlingen zu. Auch das stärkt die Motivation der Helferinnen und Helfer. Etwa wenn sie oft hören müssen „Libyen ist die Hölle für schwarze Menschen“.

Mehr über das Engagement von Sea-Watch im Internet: www.sea-watch.org

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Flüchtlinge
news-103047 Mon, 11 Nov 2019 12:45:00 +0100 Stellungnahme des Bistums Trier zu den Aussagen von Bischof Ackermann zu Entschädigungen für Missbrauchsopfer https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/stellungnahme-des-bistums-trier-zu-den-aussagen-von-bischof-ackermann-zu-entschaedigungen-fuer-missbra/ Zu den Aussagen von Bischof Ackermann am 10. November zu Entschädigungen für Missbrauchsopfer (vgl kna-Meldung vom 10. November 2019): Im Bistum Trier erfolgen die Entschädigungsleistungen ausschließlich aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls. Hier ist auch nicht an eine Änderung gedacht. Angesichts der angestrebten Neuregelung  - eine unabhängige Expertengruppe hat einen Vorschlag vorgelegt, der jetzt (auch im Hinblick auf die dort genannten Höhen) zu diskutieren ist - sieht es Bischof Ackermann allerdings als notwendig an, auch darüber zu sprechen, ob dazu Kirchensteuermittel genutzt werden können. Unstrittig ist, dass immer zuerst der Täter, sofern er noch lebt, auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden muss. Bei verstorbenen Tätern ist dies allerdings nicht mehr möglich.

Dass es eine neue Regelung im Sinne eines opferorientierten und möglichst gerechten Systems für Entschädigungen geben soll, steht für Bischof Ackermann außer Frage.

Der Vergleich mit der Autobahn-Maut sollte zur Illustrierung der Funktionsweise einer Solidargemeinschaft dienen. Dazu sagt Bischof Ackermann: "Der Vergleich war zu salopp und unpassend. Den würde ich nicht wiederholen. Menschen, die sich dadurch verletzt fühlen, bitte ich um Entschuldigung."


Trier, 11. November 2019
Judith Rupp
Pressesprecherin Bistum Trier

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103042 Mon, 11 Nov 2019 09:32:52 +0100 Einladung zur Kettenreaktion https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/einladung-zur-kettenreaktion/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_Firmung_MIA_HGS_063x_06b36b810c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Firmung MIA HGS 063x" />Am 9. und 10. November hat Weihbischof Robert Brahm 192 jungen Christinnen und Christen im Dekanat Losheim-Wadern das Sakrament der Firmung gespendet Einladung zur Kettenreaktion

Weihbischof Robert Brahm firmt 192 junge Leute im Dekanat Losheim-Wadern

Rappweiler – 192 jungen Christinnen und Christen aus Losheim am See, Wadern und Weiskirchen hat Weihbischof Robert Brahm am 9. und 10. November in drei festlichen Gottesdiensten die Firmung gespendet. Rund die Hälfte der Firmbewerberinnen und Firmbewerber aus den Pfarreien im Dekanat Losheim-Wadern waren dazu in die Kirche der Jugend „MIA“ nach Rappweiler gekommen. Weitere Firmungen gab es in Wadern, Allerheiligen und Wahlen, St. Helena.

Unter dem Motto „Die Welt ist nicht genug“ hatte am 1. September für die jungen Leute die Vorbereitung auf die Firmung mit einem „Chillout-Gottesdienst“ begonnen. Zu Beginn des Firmgottesdienstes in Rappweiler gaben Franziska und Jule Weihbischof Brahm und der Gemeinde einen kleinen Einblick in diese Zeit. Die Jugendlichen waren eingeladen, sich in unterschiedlichsten Angeboten mit den Themen „Gottesdienst“, „Caritas“ und „Lebensthemen“ zu beschäftigen. Das reichte vom Besuch im KZ Hinzert über Taizé-Gebete, „Kirche im Kino“, ein Eine-Welt-Projekt, bis zum Gottesdienst am Noswendeler See, der Beteiligung an der Bolivienaktion oder Besuchen im Altersheim. Gemeinsam habe man im „aufregend anderen“ Firmkurs viel erlebt und gemeinsam und persönlich Antworten auf die Frage gesucht, welche Rolle Gott in unserem Leben spielt. Vorbereitet und geleitet wurde diese Zeit von Gemeindereferentin Barbara Jung, Pastoralreferent Karl-Josef Schmitt und Gemeindereferent Jörg Mang, gemeinsam mit 30 Ehrenamtlichen aus den Gemeinden des Dekanates.

In seiner Festpredigt lud Weihbischof Brahm die jungen Leute ein, sich an der weltweiten Kettenreaktion zu beteiligen, die Jesu vor 2000 Jahren ausgelöst habe. Jesus sei auf die Straße gegangen und habe andere Verhältnisse gefordert. Es sei ihm um Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit gegangen und die Änderung des Klimas unter den Menschen. Dabei sei Jesus auf alle zugegangen, die frei sein wollten, habe die Kranken geheilt und neu und anders von Gott erzählt um die Menschen von ihm zu begeistern. „Jetzt seid Ihr dran von der Sache Jesu weiter zu erzählen“, sagte Brahm. Er bat die jungen Leute, für das einzutreten, was sie für ihr Leben als wichtig erkannt haben und sich für andere einzusetzen. Das könne das Eintreten für Mitschüler sein, oder das Engagement für den Klimaschutz. Jeder habe eine Gabe, die anderen helfe und die Gemeinschaft nach vorne bringe. „Wenn wir so handeln, springt Gottes Geist auf uns über und es beginnt eine Kettenreaktion, die nicht aufzuhalten ist“, sagte Brahm: „Immer wenn wir Position beziehen, müssen wir mit Gegenwind rechnen. Aber der Sturm des Heiligen Geistes will alle Angst von uns nehmen, weil wir alle an einem Strang ziehen“.

Der Firmgottesdienst in Rappweiler mit Weihbischof Brahm, Dechant Hans-Jürgen Bier, Pfarrer Leo Koch (Weiskirchen) und Pfarrer Stefan Sänger (Wadern) wurde musikalisch gestaltet vom Chor „Sing and Pray“ unter der Leitung von Thomas Müller.

(hgs)

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Saarbrücken bistum-trier Information Jugend Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-103041 Mon, 11 Nov 2019 09:16:46 +0100 „Aktive und lebendige Fachrichtung“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aktive-und-lebendige-fachrichtung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Theo_SB_50J_HGS_043x_314023ac5f.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Theo SB 50J HGS 043x" />Am 7. November feierte das Institut für Katholische Theologie an der Universität des Saarlandes sein 50-jähriges Bestehen. Saarbrücken – „Kritik und Verantwortung“ unter dieser Überschrift hat das Institut für Katholische Theologie an der Universität des Saarlandes am 7. November sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Bischof Dr. Stephan Ackermann zählte ebenso zu den Festgästen und Gratulanten wie der Vizepräsident der Uni, Prof. Dr. Roland Brünken und der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Heinrich Schlange-Schöningen. Den Festvortag hielt der Münchener Theologe Prof. Dr. Konrad Hilpert, der lange Jahre am Institut für Katholische Theologie in Saarbrücken gelehrt hatte. Prof. Dr. Lucia Scherzberg und Dr. Irmgard Wilhelm-Schaffer ließen die Festgäste an ihrem erleben der Institutsarbeit teilhaben. Für die musikalische Gestaltung der von Prof. Dr. Udo Lehmann moderierten Festveranstaltung sorgte die „leibniz vocal group“ des Leibniz Gymnasiums St. Ingbert zusammen mit einem Streichensemble der Hochschule für Musik Saar unter der Leitung von Timo Uhrig.

Vizepräsident Brünken freute sich in seinem Grußwort, dass das Institut die “dürren Zeiten“ wegen der Finanzprobleme des Saarlandes überstanden habe. Es gebe einen „großen Bedarf“ an Religionslehrern, deshalb sei es eine „gute Idee“ Theologie zu studieren. Religionslehrerinnen und Religionslehrer leisteten einen „wesentlichen Beitrag zur ethisch-moralischen Sensibilisierung nachwachsender Generationen.“ Neben seinen vielfältigen Verpflichtungen in der Lehre sei das Institut auch in der Forschung breit aufgestellt und eine „aktive und lebendige Fachrichtung“.

Als „wissenschaftliches Nachdenkzentrum für Theologie“ stellte Dekan Schlange-Schöningen das zu seiner Fakultät gehörende Institut vor. Diese Einbindung bezeichnete er als „glücklich“ weil dadurch viele inhaltliche Impulse möglich würden. Als Impulse aus dem theologischen Institut benannte der Dekan unter anderen: die historisch kritische Exegese, die Ökumene, die Auseinandersetzung mit den Aufklärungen in Europa oder die Forschung zu den Frühzeiten des Islam. Es gehöre Wagemut dazu, diese wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen anzugehen. Die Geschichte des Instituts für Katholische Theologie zeuge von diesem Mut.

Bischof Ackermann stellte sich als „Nutznießer“ der Ausbildung am Institut vor. Die Religionslehrerinnen und Religionslehrer würden ja an den staatlichen und kirchlichen Schulen tätig. Insofern habe das Institut Verantwortung für das Bistum aber auch das Bistum gegenüber dem Institut. Bischof Ackermann wünschte sich vom Institut, das hier Theologie auf der Grundlage des Bekenntnisses zum christlichen Glauben getrieben werde, mit Mut für die existentiellen Fragen des Menschseins. Es sollten junge Menschen zu Bereitschaft und Fähigkeit zum Diskurs ausgebildet werden. Das sei „elementares Rüstzeug“, denn unsere Zeit brauche die „Kraft des Austauschs der Argumente.“ Junge Menschen seien dankbar für das bekennende Element, wenn die Lehrenden eigene Positionen und die eigene Person deutlich machten, in Respekt vor der Position der Anderen. Dem Institut für Katholische Theologie wünschte Bischof Ackermann für die Zukunft eine „gute Nachfrage nach dem Studienfach“. Und das nicht nur zahlenmäßig, sondern viele wache junge Leute, „die schon angesteckt sind von der Botschaft Jesu“ oder die sich auseinandersetzen wollen mit seiner Wirkungsgeschichte. Ackermann wünschte dem Institut weiterhin eine „menschlich gute Atmosphäre“.

Hilpert, bis 2001 als Hochschullehrer für Sozialethik und Praktische Theologie in Saarbrücken tätig, lobte in seinem Festvortrag die Möglichkeiten der „Theologie an kleinen Instituten“ wie sie in Saarbrücken stattfindet. Da nicht alle theologischen Fächer vertreten seien, lehre man hier Theologie in einem „generalistisch guten Sinne“. Studierende fragten schließlich auch „generalistisch“ zu dem was sie interessiert. In kleinen Instituten sei die Theologie zudem andauernd im Vergleich mit den Standards anderer Fächer. Lehrende und Studierende könnten ein „familienhaftes Ganzes“ bilden. Darüber hinaus ergebe sich die Chance zur Einbettung des Studiums auch in gemeinsame Feiern oder Studienreisen. Hilpert betonte in seinen Ausführungen die weitere Notwendigkeit der Theologie für die Universitäten, die Gesellschaft und die Kirche.

Professorin Scherzberg stellte das Saarbrücker Institut als „Biotop“ vor, das verschont sei von fundamentalistischen Einstellungen. Der Bischof sei „weit genug weg und auch nah genug dran“. Die Lehrenden hätten die Chance, die Fähigkeiten der Studierenden zu sehen und ihre Charismen zu fördern.

Wilhelm-Schaffner, ehemalige Studentin am Institut und aktuell Religionslehrerin am Neunkircher Gymnasium am Krebsberg, berichtete, wie sie „Kritik und leidenschaftliches Interesse an Religion“ in ihrem Studium am Institut miteinander verbinden konnte: „Ich wurde durch Lehrende und Studierende für meinen Lebensweg geprägt“.

(hgs)

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news-103037 Sat, 09 Nov 2019 19:27:00 +0100 „So leben, dass der Glaube überspringt“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/so-leben-dass-der-glaube-ueberspringt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_Banner_DA2019_1478x678_564f660788.jpg" width="150" height="69" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft die Menschen im Bistum dazu auf, die Diaspora-Aktion mit ihrer Spende und ihrem Gebet zu unterstützen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 10. November in allen Gottesdiensten zur Unterstützung durch Spenden und Gebete für den Diaspora-Sonntag am 17. November aufgerufen. Der diesjährige Diaspora- Sonntag steht unter dem Leitwort „Werde Glaubensstifter“. In der Diaspora leben heißt, dass die große Mehrheit anders- oder nichtgläubig ist. Gerade Gläubige in Ostdeutschland, Nordeuropa und im Baltikum können immer wieder spüren, wie es ist, den Glauben in einer Diaspora zu leben. Hier mangelt es oft an kirchlichen Begegnungsräumen und Kindergärten, an Material zur Glaubensweitergabe und an Fahrzeugen für die weiten Wege. Bischof Ackermann bittet in seinem Aufruf um die Unterstützung dieser Katholiken, damit sie „so leben können, dass der Funke überspringt, der in ihnen brennt.“ Dabei unterstützt sie das Bonifatiuswerk mit jährlich etwa 800 Projekten. Die Kollekten am Diaspora-Sonntag, dem 17. November, sind ausschließlich für das Bonifatiuswerk bestimmt.

(aw)

 

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news-103038 Fri, 08 Nov 2019 12:01:18 +0100 Frieden leben – Partner für die Eine Welt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/frieden-leben-partner-fuer-die-eine-welt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_weltkirche_556c8bb438.jpg" width="150" height="100" alt="" />Beim Treffen der Diözesankonferenz Weltkirche wurde der Start für die gemeinsame Jahresaktion „Frieden leben. Partner für die Eine Welt“ gegeben. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Beim Treffen der Diözesankonferenz Weltkirche am 7. November wurde der Start für die gemeinsame Jahresaktion „Frieden leben. Partner für die Eine Welt“ gegeben. Mit diesem Motto rücken bundesweit Adveniat, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Renovabis und Missio sowie die Diözesanstellen Weltkirche der 27 deutschen Diözesen das Themenfeld Frieden in den Fokus ihrer Arbeit im kommenden Kirchenjahr.

Die kirchlichen Hilfswerke wollen damit ein Zeichen für Frieden, Versöhnung, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Weltoffenheit, interreligiösen Dialog und Klimagerechtigkeit setzen. „Gewaltsame Konflikte prägen das Leben der Menschen weltweit. Die internationalen kirchlichen Partner setzen sich in vielen Regionen der Welt für einen nachhaltigen und gerechten Frieden ein. Dazu gehört die gezielte Präventionsarbeit ebenso wie die Präsenz in Konfliktsituationen oder die Versöhnungsarbeit“, erläutert Ludwig Kuhn, der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche und zugleich Sprecher der Weltkirche-Verantwortlichen aller deutschen Bistümer.

Das Jahresthema wird am 1. Advent 2019 mit der Adveniat-Aktion eröffnet und endet mit dem Weltmissionssonntag im Oktober 2020. Die Pfarreien in allen deutschen Diözesen werden eingeladen, mit ihren Möglichkeiten das Motto aufzugreifen und die Aktionen der Hilfswerke bekannt zu machen.

Friedensweg durch Trier am 8. Dezember

Im Bistum Trier wird zur Eröffnung der Adveniat-Aktion zu einem Friedensweg durch Trier am Sonntag, 8. Dezember eingeladen, bei dem Kardinal Pedro Barreto, Peru und Bischof Dr. Stephan Ackermann mitwirken. Bei den Heilig-Rock-Tagen im April/Mai werden Veranstaltungen der Bolivienpartnerschaft und der kirchlichen Werke im Aktionszelt stattfinden.

Während des Aktionszeitraums berichten in den Pfarreien Projektpartner aus unterschiedlichsten Perspektiven über ihre vielfältige Friedensarbeit. Sie leben und arbeiten in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik, in Osteuropa und Ozeanien. Dort stehen sie an der Seite der Menschen, die den Folgen von Gewalt und Krieg, staatlicher Willkür, gesellschaftlichen Konflikten, dem politischen Missbrauch von Religion, sozialer Ungerechtigkeit oder den Folgen des Klimawandels und des Raubbaus an der Natur ausgesetzt sind.

Sichtbar begleitet wird das Jahresthema durch das „Friedenskreuz 2020“ des Eichstätter Bildhauers Raphael Graf. Dieses Kreuz wird die Auftaktveranstaltungen der Hilfswerke im Bistum Trier begleiten.

Weitere Informationen gibt es auf www.weltkirche.katholisch.de/Engagieren/Bildungsarbeit/Jahresthema-Frieden

Ansprechpartner im Bistum Trier ist Ludwig Kuhn, Diözesanstelle Weltkirche, per E-Mail an weltkirche(at)bistum-trier.de.

(jf)

 

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news-103032 Wed, 06 Nov 2019 09:03:19 +0100 Den Menschen zugewandt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-menschen-zugewandt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_Regentenwechsel_191104_JR_79212a8447.jpg" width="150" height="88" alt="" />Monsignore Michael Becker ist als Regens des Priesterseminars verabschiedet worden. Weihbischof Robert Brahm übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Amt. Trier – „Bewegte Jahre“ seien es gewesen, durch die Heilig-Rock-Wallfahrt und die Synode im Bistum, aber auch die kirchlichen Entwicklungen in Deutschland und der Welt, die Monsignore Michael Becker in den fast zehn Jahren seit seinem Amtsantritt als Regens (Leiter) des Priesterseminars in Trier erlebt habe. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 4. November bei der Verabschiedung von Becker betont. Becker übernimmt zum 1. Januar die Stelle als Pfarrer im Leitungsteam der Pfarrei Bad Kreuznach. Dann übernimmt Weihbischof Robert Brahm zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Amt.

Mit seiner „ruhigen, menschlich verbindlichen Art“ habe Becker nicht nur vielen neuen Mitarbeitenden geholfen, in ihre Aufgaben zu finden, sondern auch die inhaltlich-konzeptionellen Veränderungen im Priesterseminar gemeistert. Der Bischof nannte beispielhaft die Verlegung der Studienphase der Seminaristen nach St. Georgen; „eine sachlich-organisatorische Entscheidung“, die aber auch sehr emotional begleitet gewesen sei. Wichtig sei auch die Öffnung des Hauses für das Sprachen- und Orientierungsjahr „Felixianum“ gewesen - ein Angebot, „von dem junge Leute menschlich, intellektuell und spirituell profitieren“. Zudem habe Becker mit Blick auf die Gebäudesituation die begonnene Weiterentwicklung zum „Haus der pastoralen Berufe“ angestoßen. Ackermann dankte dem scheidenden Regens für seine Bereitschaft, eine neue Aufgabe in der Pastoral des Bistums zu übernehmen. Es brauche gute Leitungsteams und damit auch gute Priester in den Teams, die eine gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gestalteten.

Priesterausbildung bleibt in Bewegung

Dass der neue Regens, Weihbischof Robert Brahm, kommissarisch ernannt sei, zeige, dass es nicht „business as usual“ sei, betonte Bischof Ackermann. „Das Signal ist: Priesterausbildung bleibt in Bewegung.“ Und dass ein Weihbischof unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben dieses Amt übernehme, zeige die Wichtigkeit dieser Rolle und „dass der Bischof weiterhin nah dran bleibt an der Priesterausbildung“. So werde etwa die Qualitätssicherung für die Ausbildung künftig ein noch wichtigeres Thema sein, sagte Ackermann. Mit Blick auf die Synodenumsetzung betonte er: „Priester werden im Bistum Trier heißt, auf ein breiteres Priesterbild zuzugehen“, eines, das über das Bild des „klassischen Pastors“ hinausgehe und eine größere Vielfalt zulasse.

„Sie dürfen sich auf eine wunderbare Aufgabe freuen.“

Prof. Dr. Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät, dankte Becker für die gute Zusammenarbeit. Er wünschte Becker „eine glückliche Hand, Gelassenheit und Geduld“ für die neue Aufgabe sowie ein „großes gläubiges Vertrauen, dass Gott seine Kirche führt“ und hieß Weihbischof Brahm herzlich willkommen. Für die Mitarbeitenden im Pastoralkurs sprach Steffen Stutz vom Arbeitsbereich „Ausbildung pastoraler Berufe“ im Bischöflichen Generalvikariat. Er bescheinigte Becker mit seiner „menschlich zugewandten Art“ eine „vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ und erinnerte an die gemeinsame Entwicklung neuer Formate wie das „Theo-Wochenende“, an dem Theologie-Studierende von allen Standorten zusammenkommen. Engagiert in die Debatten in der Konferenz der Regenten der deutschen Priesterseminare habe Becker sich eingebracht, mit „menschlicher Wärme“ und unter Achtung der „Freiheit der Diskussion“, sagte Regens Hartmut Niehues (Münster) als Vorsitzender der Regentenkonferenz. „Deine Stimme hatte Gewicht; Du hast Verantwortung übernommen für das Gelingen der Konferenz“, betonte er. Niehues ermutigte zu einem „klaren Bekenntnis für den priesterlichen Dienst in unserer Kirche“ und hieß Weihbischof Brahm in der Konferenz und als Regens willkommen: „Sie dürfen sich auf eine wunderbare Aufgabe freuen.“

Menschlich, ehrlich, immer ansprechbar

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Priesterseminars, Peter Becker, ließ die Mitarbeitenden in einem kurzen Film zu Wort kommen. „Menschlich, ehrlich, immer ansprechbar“ waren nur einige der vielen sehr wertschätzenden Worte, die die Mitarbeitenden für ihren Chef fanden. Auch Carsten Meyer und Jonas Staudt für die Kommunität nannten Beckers Zugewandtheit und menschliche Art, während sie zusagten, sich mit dem neuen Regens Brahm „auf einen guten gemeinsamen Weg“ zu machen.

Der scheidende Regens bedankte sich herzlich für die guten Worte. Mit den Worten des verstorbenen Generalvikars des Bistums Würzburg, Karl Hillenbrand, sagte er, er sei heute wie vor zehn Jahren der Ansicht, dass in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt Priester gebraucht würden, „die geistliche Menschen und zugleich menschliche Geistliche“ seien. In den vergangenen zehn Jahren habe sich vieles im Bistum verändert. Wenn nun die Umsetzung der Synode anstehe mit all dem, was sie den Menschen an Veränderungen und vielleicht auch Zumutungen abverlange, nehme er sich selbst nicht aus. Er sei „sehr darauf gespannt, was ihn als Pfarrer im Leitungsteam der Pfarrei Bad Kreuznach“ erwarte. Die ersten Begegnungen hätten ihn hoffnungsvoll gestimmt. „Es gilt, finde ich, den Realitäten, so wie sie nun einmal sind, ins Auge zu schauen; und dabei weder in Ängstlichkeit oder Larmoyanz zu verfallen noch in Hektik oder übertriebenen Aktionismus.“ Das helfe alles nicht weiter. „Es gilt weiterhin, sich dabei in allem der guten Führung und Fügung Gottes anzuvertrauen und auf den Beistand seines guten Geistes zu setzen, der uns begleitet und antreibt, mit Phantasie und Kreativität das Gute zu tun.“

Neuer Regens zwischen „Kontinuität und Veränderung“

Der künftige Regens Weihbischof Brahm dankte Bischof Ackermann für das Vertrauen. An diesem Abend sei spürbar geworden, was es heiße, Regens im Trierer Seminar zu werden. Die „ausgestreckten Arme“ hätten ihm gut getan. Brahm sagte, er sehe seine Aufgabe „zwischen Kontinuität und Veränderung“ und nehme diese gerne an. Die Priesterausbildung sei ein wichtiges und zentrales Thema im Bistum.

Die Feier hatte mit einem Pontifikalamt begonnen, dem Bischof Ackermann vorstand. Am 4. November gedenkt die katholische Kirche des Heiligen Karl Borromäus (1538-1584). Er ist Patron des Priesterseminars, und die im Seminar tätigen Ordensfrauen gehören der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Karl Borromäus an. Den Gottesdienst hatten Johanna Becker, Vivian Lion, Patric Schützeichel und Bernd Schütz musikalisch gestaltet. Beim Festakt, durch den Subregens Oliver Laufer-Schmitt führte, sorgten Mandryka Müller, Petar Entchev, Ursula Heckmann vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier und Domorganist Josef Still für den guten Ton.

Informationen zum Trierer Priesterseminar sind unter www.ps-trier.de zu finden.

(JR)

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news-103030 Tue, 05 Nov 2019 14:09:42 +0100 „Nichts Besonderes“? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nichts-besonderes-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm__MG_1781_2fe219d90c.jpg" width="150" height="101" alt="" />Das ZDF ist zu Gast in der Pfarrkirche St. Laurentius in Bad Neuenahr-Ahrweiler und strahlte live den Fernsehgottesdienst vom 3. November aus. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Weihrauchduft liegt in der Luft, liturgische Gewänder hängen an den Wänden, Kelch und Hostienschale stehen bereit. Ein ganz normales Bild in der Sakristei von St. Laurentius in Ahrweiler. Aber etwas ist anders: Mitten im Raum stehen zwei riesige Bildschirme auf denen fünf Kamerabilder und das ZDF-Live-Programm zu sehen sind. Das ZDF ist zu Gast in der Pfarrkirche und strahlt live den Fernsehgottesdienst vom 3. November aus.

Nicht nur die Sakristei hat sich dafür verändert: Die Kirche erstrahlt durch unzählige Scheinwerfer, fünf Kameras und Glasfaserkabel belegen Teile des Kirchenraums und überall sieht man Menschen mit Headsets herumlaufen. Doch für die Gemeindemitglieder scheint das keine große Sache zu sein. Selbst die Lektoren und andere ehrenamtliche Akteure im Fernsehgottesdienst empfinden es zwar als Ehre, aber auch als „nichts Besonderes“. Natürlich sei man etwas aufgeregt, aber eine gewisse Anspannung solle ja bei keinem Gottesdienst fehlen. Für sie scheint der Fernsehgottesdienst auf einer Stufe mit den Oster- und Weihnachtsgottesdiensten zu stehen. Vielleicht sind sie aber auch schon einiges gewohnt, denn die Pfarrei St. Laurentius in Ahrweiler feiert ihr 750-jähriges Jubiläum in diesem Jahr. Auch die Kirche ist etwas Besonderes, denn sie ist die älteste gotische Hallenkirche im Rheinland. Doch „das eigentlich Besondere sind die Menschen der Pfarrei“, so Gerdrud Hermes aus dem Verwaltungsrat. Denn hier seien alle Generation engagiert und helfen wie selbstverständlich mit, wenn es etwas zu tun gibt. Daher sei es auch kein Problem gewesen, Mitwirkende für den Fernsehgottesdienst zu finden. Die Gemeinde in St. Laurentius sei zwar traditionsbewusst aber auch für Neues offen.

So gibt es beispielsweise die Reihe „Messe anderes“, bei der die ehemalige Weinkönigin Theresa Appel die Moderation übernimmt und für Außenstehende die Elemente der Messe und die Besonderheiten der „Messe anders“ erklärt. Theresa Appel führt auch an diesem Sonntag durch den Fernsehgottesdienst. Das macht diesen Gottesdienst für den Fernsehsender und seine Zuschauer besonders. Denn jeder Programmpunkt mehr kann für die Zeiteinhaltung kritisch werden. So musste die Redaktion im Vorfeld genau kalkulieren und streichen, um exakt auf die 45 Minuten Gottesdienst zu kommen.

Inhaltlich geht es im Gottesdienst um den Zöllner Zachäus, bei dem Jesus zu Gast war und der sein Leben durch diese Begegnung änderte. Pfarrer Jörg Meyrer regt in seiner Predigt zum Nachdenken an über die Ausgegrenzten in der heutigen Zeit. Auch nimmt Meyrer die Begegnung zwischen Jesus und Zachäus als Anknüpfung für sein Gebet zur eigenen Veränderung: „Berühre mein Herz und gib mir Mut, dir ähnlicher zu werden! Allein kann ich das nicht.“

Für die Zuschauer gibt es beim Fernsehgottesdienst also besondere Momente aus einer besonderen Kirche. Die Mitwirkenden aber scheinen am Ende selbst schon „Fernsehprofis“ geworden zu sein: Zum Schluss ziehen die Messdiener ihre Gewänder in der zur „Redaktionszentrale“ umgebauten Sakristei aus, als sei das ganz selbstverständlich und gar nichts Besonderes.

(aw)

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news-103029 Tue, 05 Nov 2019 12:10:36 +0100 Für eine offene und Vielfalt zulassende Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-eine-offene-und-vielfalt-zulassende-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_Generalvikar-Plettenberg_f2c8e0a174.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und neun Amtskollegen begrüßen und unterstützen den Synodalen Weg, seine Themen und seine Zielsetzungen mit Nachdruck. Trier - „Wir begrüßen und unterstützen den Synodalen Weg, seine Themen und seine Zielsetzungen mit Nachdruck. Wir halten das damit verknüpfte Anliegen einer grundlegenden Reform der Kirche in Deutschland für dringend notwendig, ja für existenziell.“ Das haben zehn Generalvikare deutscher (Erz)-Bistümer, darunter Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als Generalvikar des Bistums Trier, jetzt in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und den Präsidenten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg, betont.

Die zehn Generalvikare hatten sich im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden kollegialen Beratung mit der derzeitigen Situation ihrer Bistümer und der Kirche in Deutschland befasst. Dabei war sich die Gruppe einig, dass der synodale Weg von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der deutschen Kirche werden kann. Aus diesem Grund entschlossen sie sich zu einem ausdrücklichen Signal der Unterstützung an Kardinal Marx und Professor Sternberg.  Generalvikare sind in den Bistümern die Vertreter der Bischöfe und leiten die Bischöflichen Verwaltungen.

In dem Schreiben äußern die Generalvikare die Auffassung, dass die katholische Kirche durch vielfaches, eigenes Verschulden an Glaubwürdigkeit verliere: „Im ‚Weiter so‘-Modus werden wir unserem Auftrag nicht mehr gerecht werden können.“ Stattdessen äußern die Generalvikare die Überzeugung, dass „uns Gottes Wille zu deutlichen Schritten der Veränderung“ ermutige. Dabei sei es wichtig, über notwendige Veränderungen angstfrei nachzudenken. Wörtlich heißt es in dem Schreiben weiter: „Unsere Erfahrung ermutigt uns in dem Vertrauen, dass Gottes Geist größer und weiter ist als das je eigene Denken und die je eigene Perspektive. Darum appellieren wir an alle Mitwirkenden und Beteiligten des Synodalen Weges, aber auch an alle verantwortlichen und engagierten Gläubigen in unserer Kirche, das Wirken des Geistes nicht voreilig einzugrenzen.“

Die Generalvikare hoffen auf einen ehrlichen und offenen Dialog, der von gegenseitigem Vertrauen und Respekt sowie der Bereitschaft zum gegenseitigen Verstehen geprägt sein sollte: „Wir bitten darum, auf gegenseitige Unterstellungen oder gar den Vorwurf mangelnder ‚Rechtgläubigkeit‘ zu verzichten.“ Wichtig sei die Haltung, voneinander und miteinander zu lernen und in dieser Haltung offen über die aktuellen Entwicklungen zu sprechen.  „Indem wir die Realität anerkennen und indem wir die Möglichkeiten und Grenzen, diese Wirklichkeit zu verändern, im Glauben an Gottes Wirken mutig und demütig nutzen, werden wir die verlorene Glaubwürdigkeit zurückgewinnen“, heißt es in dem Brief.

Die Generalvikare machen deutlich, dass sie sich eine Kirche wünschen, in der Pluralität und Diversität gewünscht und erlaubt seien. Nur eine offene und Vielfalt zulassende Kirche habe eine Chance, in der Gesellschaft wirksam präsent bleiben zu können. Daher hoffen sie am Ende des Synodalen Wegs auf „verbindliche Entscheidungen, die von allen mitgetragen werden und neue Spielräume für unsere Kirche eröffnen.“

(JR)

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news-103027 Mon, 04 Nov 2019 12:34:53 +0100 25 Jahre „HitStory“ auf Radio Salü https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/25-jahre-hitstory-auf-radio-salue/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Radio_3_2ab3c498dd.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Radio 3" />Seit 25 Jahren gibt es die gemeinsam von Radio Salü und der Rundfunkarbeit des Bistums Trier produzierte Sendereihe "HitStory". Saarbrücken - Ein rundes Jubiläum können Radio Salü und die Rundfunkarbeit des Bistums Trier im November feiern: Dann gibt es die gemeinsam produzierte Sendereihe „HitStory“ seit 25 Jahren. Am 11. November 1994 wurde der erste kirchliche Beitrag dieser Reihe - damals noch unter dem Titel „Lyrics“ - ausgestrahlt.

Jeden Mittwoch gegen 11.35 Uhr geht es in der „HitStory“ um einen „Song und seine ganz besondere Geschichte“. Es geht um religiöse Themen und Lebensfragen, die in den Songtexten eine Rolle spielen.

Radio Salü und Classic Rock Radio Geschäftsführer Michael Mezödi: „Die „HitStory“ ist seit mittlerweile einem viertel Jahrhundert fester Bestandteil in unserem Programm und wir freuen uns sehr über die langjährige erfolgreiche redaktionelle Zusammenarbeit mit dem Bistum Trier. Mit der Beitragsreihe vertiefen wir wichtige Zusammenhänge zwischen der Musik und den religiösen und sozialen Aspekten in unserer Gesellschaft.“

„Songs, die wirklich unter die Haut gehen. Weil sie eben nicht nur aus einer guten Melodie bestehen, sondern dank der Übersetzung des Textes einen echten „Aha-Effekt“ auslösen. Das ist der Grund, warum die „HitStory“ schon seit vielen Jahren eine echte Erfolgs-geschichte ist!“ ergänzt Radio Salü und Classic Rock Radio Programmdirektor Daniel Stupp.

„Spannend ist dabei oft ein Blick zwischen die Zeilen“, sagt Stefan Weinert, Beauftragter des Bistums Trier für den privaten Rundfunk. Viele Interpreten hätten in ihren Songs etwas zu sagen, über das Leben, über Gott und die Welt - ganz offen, in kurzen Andeutungen oder versteckt im Hintergrund. Jede „HitStory“ liefert deshalb Informationen rund um Interpret und Song, übersetzte Textauszüge und Hinweise, wo im Text Lebens- und Glaubensfragen angesprochen werden. „Wir graben sozusagen nach den Tiefendimensionen der Songs“, sagt Weinert. ABBA und Lady Gaga, Marius Müller-Westernhagen und Katy Perry - lang ist die Liste der Interpreten und Bands, denen sich die „HitStory“ in 25 Jahren gewidmet hat.

Nach den guten Erfahrungen mit der „HitStory“ startete im Jahr 2008 mit „Classic Rock und Glaube“ eine vergleichbare Reihe bei Classic Rock Radio, einem Tochterprogramm von Radio Salü. Bei „Classic Rock und Glaube“ ist auch die Evangelische Kirche beteiligt. Idee und Machart der Beiträge sind die gleiche wie bei der „HitStory“, wobei hier klassische Rocksongs vorgestellt werden.

Beide Beitragsreihen können auch im Internet angehört werden; die „HitStory“ unter www.salue.de/programm/hitstory, „Classic Rock und Glaube“ unter www.classicrock-radio.de/programm/crr-und-glaube.

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news-103023 Thu, 31 Oct 2019 15:58:31 +0100 Partnerschaft statt Entwicklungshilfe https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/partnerschaft-statt-entwicklungshilfe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_Puttlingen_291019_HGS_1_9c28f84be2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Puttlingen 291019 HGS 1" /> „Globale Weltwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit“ - unter diesem Motto fand im Geistlichen Zentrum in Püttlingen eine Podiumsdiskussion statt.  

Püttlingen – „Gemeinsam die Zukunft des Planeten schützen“, das ist die zentrale Herausforderung für die künftige kirchliche Entwicklungszusammenarbeit. Dieses Ziel sei ohne „Umkehr bei der Art wie wir wirtschaften und wie wir die Menschen des Südens beteiligen“ nicht zu erreichen, sagte Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und damit auch zuständig für die Partnerschaftsarbeit des Bistums mit Bolivien, am 29. Oktober in Püttlingen. Kuhn war einer der Experten, die auf Einladung der Union-Stiftung im Geistlichen Zentrum Püttlingen zum Thema „Globale Weltwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit“ diskutierten.

Mit im Podium war der Völklinger Kaplan Dr. Michael Meyer, der acht Jahre lang in Bolivien die Partnerschaftsarbeit der bolivianischen Kirche mit den Bistümern Trier und Hildesheim koordinierte, und Dr. Anton Markmiller aus Berlin, ehemaliger Bundesvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, Leiter der Vorbereitung beim Deutschen Entwicklungsdienst, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg und Leiter des Instituts für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschulverbandes. Moderatorin war Nelly Theobald vom Saarländischen Rundfunk. Die Podiumsdiskussion fand zum 25-jährigen Jubiläum der Püttlinger Kardinal-Maurer-Gesellschaft statt. Die finanziert und fördert das Siedlungswerk des - in Püttlingen geborenen - ehemaligen bolivianischen Kardinals Josef Maurer. Das Siedlungswerk baut kleine Einfamilienhäuser, die von bedürftigen kinderreichen Familien oder Alleinerziehenden mit Hilfe von zinslosen Darlehen erworben werden können.

Eine „bemerkenswerte Leistung“ nannte Markmiller die Arbeit des Siedlungswerkes. Er erinnerte aber auch daran, dass die bolivianischen Familien bei dieser Arbeit auch etwas leisten, indem sie die Kredite zurück zahlen. Der Bau der Häuser stärke die Identität der Bewohner, deren Status wachse. Die Rückzahlung der Darlehen ermögliche den Bau weiterer Häuser und damit die Unterstützung anderer Familien. So sei diese Arbeit ein Beispiel für die Änderungen in der internationalen Zusammenarbeit, die sich von der „Entwicklungshilfe“ zur „Entwicklungszusammenarbeit“ verändert habe. Heute sei eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ nötig. Es gelte gemeinsam festzustellen, wo die Bedürfnisse sind und danach die Partner auf die eigenen Beine zu stellen, damit die an ihren Aufgaben arbeiten.

Auch die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier arbeite nach diesem Prinzip, erklärte Kuhn. Es gelte, die Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Lebensnotwendigkeiten selbst zu klären. „Das Entscheidende ist die Initiative der Partner. Dann können wir helfen“, sagte Kuhn. In diesem Zusammenhang werde kirchliche Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger, betonte Kaplan und Bolivienkenner Meyer. Die Kirchen hätten große, international vernetzte Personalressourcen, die lokal großes Know-how mitbringen und einbringen können. Ohne Begegnung von Mensch zu Mensch gehe aber nichts in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein wesentlicher Bestandteil sei die Bildungsarbeit.

„Ohne Bildung geht überhaupt nichts“, bekräftige Markmiller und forderte dazu auf entsprechende Programme von Nichtregierungs-Organisationen zu unterstützen. Die seien an der Basis aktiv und unterstützten die Anliegen und Interessen der Menschen vor Ort. „Es ist zielführend, die einheimischen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu qualifizieren, damit die die Dinge vor Ort in die Hand nehmen können“, sagte Markmiller. Es entstünden so „kleine Maßnahmen, die große Wirkung haben“. Etwa wenn in afrikanischen Städten an jeder Straßenecke Handy-Reparaturen angeboten werden. Hier bei uns nenne man das „Start-ups“. Ludwig Kuhn informierte über die gut ausgebildeten jungen Leute in Kenia, die - mit wirtschaftlichem Erfolg - mittlerweile eine eigene IT-Szene bildeten. Damit zusammenhängend ermögliche ein handy-gestütztes Banksystem auch auf dem Land die bessere Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten durch die Bauern.

Dennoch: Gerechte wirtschaftliche Beziehungen zwischen den reichen und armen Staaten vermissten alle Experten. Kuhn erinnerte an die Ausbeutung der Rohstoffe in der Geschichte Boliviens. Aktuell werde der Abbau von Lithium in großem Stil vorbereitet, von dem Bolivien mit die weltweit größten Vorräte besitze. Es gehe jetzt darum sicher zu stellen, dass bei diesem Abbau die Wertschöpfung zu großen Teilen in Bolivien bleibe und nicht so organisiert werde wie bisher immer. Markmiller benannte in diesem Zusammenhang die Produktion von Schnittblumen für den europäischen Markt in fruchtbaren Gebieten Kenias. Dadurch würden die bisherigen Bauern vertrieben, die Lebensmittel produziert hätten. Leider behinderte die internationale Politik bisher die Ansätze zu gerechten wirtschaftlichen Beziehungen. Kuhn und Markmiller betonten, dass „Gesellschaften im Aufbau“, wie in den Ländern des Südens, nicht ohne Schutz auskommen könnten. Wegen der internationalen Verflechtung der Märkte brauche es für diese Gesellschaften eine Regulierung, aber anders als bei den Industriestaaten, die mit ihren Formen der Regulierung ihre politische und wirtschaftliche Übermacht sicherten.

Was sind die Herausforderungen für die Zukunft der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit? Eine Antwort auf diese abschließende Frage der Moderatorin gab Anton Markmiller: „Lesen Sie die Enzyklika ‚Laudato si’ von Papst Franziskus. Da steht schon alles drin“.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-103018 Tue, 29 Oct 2019 16:09:43 +0100 Spitzengespräch zwischen Kirche und Landesregierung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/spitzengespraech-zwischen-kirche-und-landesregierung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Spitzengesprach-2019-1-dh_ea12851689.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Spitzengesprach 2019 1 dh" />Die Saarländische Landesregierung und die Spitzen der Bistümer Speyer und Trier haben sich zu ihrem traditionellen Meinungsaustausch getroffen. Saarbrücken ­- Die Saarländische Landesregierung und die Spitzen der Bistümer Speyer und Trier haben sich am Dienstag in der Staatskanzlei zu ihrem traditionellen Meinungsaustausch getroffen. Das Spitzengespräch der Landesregierung mit den Bischöfen Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Dr. Stephan Ackermann zeigte viele Übereinstimmungen in politischen und gesellschaftlichen Fragen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen neben sozialen Fragen auch der Klimaschutz und der wachsende Antisemitismus in Deutschland.

Klimaschutz

„Die Schöpfung zu bewahren, ist uns Christen und uns als Kirche nicht einfach als Gebet aufgetragen“, sagte Gundo Lames, Direktor für den Strategiebereich Ziele und Entwicklung im Bistum Trier. „Der Auftrag der Schöpfungsbewahrung in Verbindung mit den Fragen zur sozialen Gerechtigkeit und dem Frieden in Nah und Fern lässt uns nicht los. Die wissenschaftlich erhobenen Klima- und Umweltdaten sind nicht populistisch zu verdrängen oder zu leugnen.“ Die Kirche müsse ihre Prioritäten so setzen, dass ein entsprechendes Handeln zur Bewahrung der Schöpfung nach innen und außen wirksam und sichtbar werde. Dazu gehören u.a. eine umweltschonende Mobilität, CO2-Kompensation bis hin zur -Vermeidung als Rahmensetzung in den Bistümern; und zusammen mit Politik und Wirtschaft nachhaltige Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Klimagerechtigkeit durchzusetzen, um damit auch für die Würde des Menschen in der globalen Gesellschaft einzutreten.        
Generalvikar Andreas Sturm (Speyer) fügte hinzu: „Wir brauchen ein grundlegendes Umsteuern in Politik, Wirtschaft und Kirche. Uns muss wieder stärker bewusst werden: Die Erde ist uns anvertraut, aber nicht zur rücksichtslosen Ausbeutung, sondern zu einem sorgsamen Umgang. Es ist an der Zeit, einen klaren Kurswechsel zu vollziehen, hin zu einem Lebensstil, der ein gutes Leben für alle Menschen auf diesem Planeten ermöglicht.“

Der saarländische Regierungschef, Ministerpräsident Tobias Hans betonte: „Eine erfolgreiche Energiewende setzt voraus, die Aspekte Klimaschutz, Erhalt und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, sowie Sicherung einer bezahlbaren Energieversorgung miteinander in Einklang zu bringen. Dabei müssen Bund und Länder gemeinsam innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen, um klimaneutrale Zukunftstechnologien weiter zu fördern. Auch das Saarland setzt verstärkt auf Zukunftstechnologien insbesondere im Stahl- und Automobilbereich.“

Antisemitismus

Mit Blick auf die Problematik eines wachsenden Antisemitismus in Deutschland betonte Ministerpräsident Hans: „Antisemitismus betrifft uns alle, denn er richtet sich nicht alleine nur gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern gegen unsere gesamte freiheitlich demokratische Gesellschaft. Deshalb hat das Saarland ein Zeichen gesetzt und die Stelle eines Antisemitismusbeauftragten geschaffen. Damit setzen wir im Saarland ein klares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung.“ In der vom Antisemitismusbeauftragten eingesetzten Expertenkommission werden auch die beiden Bistümer in Person der Leiterin des Katholischen Büros, Ordinariatsdirektorin Katja Göbel, vertreten sein.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) sagte, dass sich auch die Katholische Kirche jeglichen antisemitischen Tendenzen entschieden entgegenstellen werden: „Wir wollen auch öffentlich Zeichen setzen, um deutlich zu zeigen, dass wir uns mit der jüdischen Gemeinde in Deutschland, mit Menschen jüdischen Glaubens solidarisieren.“

Stärkung von Dorfgemeinschaften

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass gerade im ländlichen Raum die Rahmenbedingungen für den Erhalt der Daseinsgrundversorgung verbessert werden müssen, um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Die Idee, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Landes, der Kommunen und der Katholischen und Evangelischen Kirche unter Federführung des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport einzurichten, die Vorschläge entwickeln soll, um die Dorfgemeinschaften zu stärken, wurde deshalb von allen Beteiligten begrüßt und soll zeitnah umgesetzt werden. 

Synodenumsetzung

Zum Stand der Synodenumsetzung im Bistum Trier erklärte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg (Trier): „Wir befinden uns auf der Schlussgeraden für die Vorbereitung der ersten 15 neuen Pfarreien.“ Am 15. Oktober ist das Errichtungsgesetz für die neuen Pfarreien in Kraft gesetzt worden. Im Saarland werden zum 1. Januar die Pfarreien der Zukunft Wadern, Tholey, St. Wendel, Völklingen und Saarbrücken starten. Die Leitungsteams der neuen Räume werden derzeit für ihre neuen Aufgaben qualifiziert. „Ich bin zuversichtlich, dass wir ab dem 1. Januar mit Schwung und Gottvertrauen das Neue angehen können. Die Pfarreien der Zukunft werden Gegenwart“, sagte von Plettenberg und betonte gleichzeitig, dass auch im neuen Jahr die seelsorgerischen Bedürfnisse der Menschen erfüllt werden sollen. Dazu trifft das pastorale Personal Absprachen, um auch weiterhin vor Ort bei den Menschen zu sein. Die Feier der Eucharistie, Taufen, Firmungen, Hochzeiten, aber auch Krankenkommunion und Beerdigungen werden weiterhin von den Priestern, Diakonen und hauptamtlichen Laien in den Dörfern und Stadtteilen gewährleistet.

„Das Ergebnis der Synodenumsetzung den Zugang zu Gottesdiensten weiterhin zu gewährleisten, begrüße ich sehr“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans. „Insbesondere Gottesdienste stiften Gemeinschaft und tragen – gerade auch im ländlichen Raum – zum Zusammenhalt bei.“   

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Bistumsleitung Politik / Gesellschaft Synode: Umsetzung
news-103016 Tue, 29 Oct 2019 11:18:03 +0100 Intensive Beratungen zur Synodenumsetzung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/intensive-beratungen-zur-synodenumsetzung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Katholikenrat-Gruppenfoto_02_2e2ef9ad01.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Katholikenrat im Bistum Trier befasste sich im Rahmen seiner Herbstvollversammlung mit aktuellen Themen. Trier – Die Synodenumsetzung in verschiedenen Facetten hat im Mittelpunkt der Herbstvollversammlung des Katholikenrats im Oktober 2019 gestanden. Die Mitglieder hörten einen Impuls der stellvertretenden Ratsvorsitzende Dr. Herta Brinkmann zu „Orte von Kirche“. Mit der Bischöflichen Beauftragten für den Katholikenrat, Mechthild Schabo (Direktorin Pastoral und Gesellschaft im Generalvikariat Trier), sprachen sie verschiedene Aspekte der Synodenumsetzung an. Dabei nahmen vor allem die sogenannten Querschnittsthemen der Synode einen breiten Raum ein: „Uns ist wichtig, dass die Themenfelder Ökumene, Ökologie, Weltkirche mit der Option für die Armen oder der Blick auf den ländlichen Raum immer wieder präsent sind“, sagte Vorsitzender Manfred Thesing. Diese Themen seien nicht in eigenen Arbeitsgruppen verortet worden, sondern sollten „mitlaufen“ bei den unterschiedlichen Überlegungen und Arbeitsaufträgen. Die Anfang Oktober veröffentlichten Umfrageergebnisse der Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ wies Thesing als „in vielen Punkten nicht aussagekräftig“ zurück. Thesing bemängelte sowohl „handwerkliche“ wie inhaltliche Fehler, etwa die Aussage „Die bisherigen Rätestrukturen werden vollständig abgeschafft“. Er verwies auf die neue Gremienstruktur mit dem Rat der Pfarrei mit Pastoral- und Finanzkammer, die nicht zuletzt aufgrund der Eingabe des Katholikenrats verändert wurde, sowie die geplante Urwahl. Auch das Bild, das von ehrenamtlichen Engagement gezeichnet werde, entspreche nicht der Realität.

Der Rat weitete den Blick auch über das Bistum hinaus: Die ZdK-Mitglieder Herbert Caspar und Dagmar Heib berichteten über den synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, den Bischöfe und Laien miteinander gehen. Der Sachausschuss Geschlechtergerechtigkeit informierte über die Aktion Maria 2.0 und die Planungen für den Tag der Diakonin 2020. In seinen aktuellen Einschätzungen hob Thesing das Thema Klimagerechtigkeit hervor. Er verwies auf die Haltungen und Maßnahmen des Bistums, wie sie der aktuelle Energiebericht aufzeigt, aber auch auf das Maßnahmenpaket der Bundesregierung und forderte „Mut zur Wahrheit“ von der Politik: „ Nachhaltige Maßnahmen zum Klimaschutz sind nicht zum Nulltarif zu haben.“ Mit Blick auf die türkische Invasion in Nordostsyrien bekräftigte der Vorsitzende die grundsätzliche Ablehnung von Waffenexporten. Er betonte die Notwendigkeit einer Genehmigungspraxis, die nicht nur auf dem Papier keinerlei Exporte in Krisen- und Kriegsregionen ermögliche sowie eine – auch finanzielle – Stärkung der zivilen Krisenprävention: „Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung sind das Gebot der Stunde und nicht eine Stärkung der ohnehin sehr starken Rüstungsindustrie.“

Die Amtszeit des Katholikenrats endet im Herbst 2020. Im kommenden Jahr will der Rat die 50-jährige Geschichte der Laiengremien im Bistum Trier feiern. Für die langjährige Geschäftsführerin des Katholikenrats, Monika Seidel, war es die letzte Vollversammlung des Gremium: Sie geht im Winter in den Ruhestand. Der Rat verabschiedete Seidel mit einem herzlichen Dank für ihr Engagement in der Begleitung des Katholikenrats. Alle Informationen sind auch unter www.katholikenrat.bistum-trier.de zu finden.

(JR)

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news-103015 Mon, 28 Oct 2019 15:36:42 +0100 Macht teilen – Missbrauch verhindern https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/macht-teilen-missbrauch-verhindern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_P_Studientage_Keul_Gesprachsrunde_66aca2232a.jpg" width="150" height="100" alt="" />„Macht haben, ohne sie zu missbrauchen“ so das Thema des Studientags in Wittlich, an dem 130 Frauen und Männer aus verschiedenen pastoralen Berufsgruppen teilnahmen. Wittlich/Trier – Rund 130 Frauen und Männer aus verschiedenen pastoralen Berufsgruppen des Bistums Trier haben sich zum gemeinsamen Studientag in Wittlich getroffen. „Macht haben, ohne sie zu missbrauchen“ lautete das diesjährige Thema. Unter den Teilnehmern war auch Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Zwei aktuelle Fragen haben die Priester, Diakone, Pastoral- sowie Gemeindereferentinnen und -referenten diskutiert: den Missbrauch von Macht, der zu sexuellen Übergriffen führen kann, und die Verteilung von Macht in der Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen in den Pfarreien der Zukunft. Impulse kamen dabei von Prof. Dr. Hildegund Keul, Leiterin des Forschungsprojekts „Vulnerabilität“ (Verwundbarkeit), Monika Oboth, Coach und Mediatorin, und Dr. Gundo Lames, Direktor des Bereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat.

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