Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Wed, 20 Jan 2021 05:34:41 +0100 Wed, 20 Jan 2021 05:34:41 +0100 Bistum Trier news-103832 Mon, 18 Jan 2021 10:55:32 +0100 Segenshaltestellen, Masken und Sternen-Gebäck https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/segenshaltestellen-masken-und-sternen-gebaeck/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/0/csm_Sternsin_21_HGS_019_0e3afb43ac.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Sternsin 21 HGS 019" />Da aufgrund der weltweiten Pandemie die Sternsingeraktion nicht wie üblich möglich war, haben sich die Sternsinger in Spiesen-Elversberg eine besondere Alternative überlegt. Spiesen-Elversberg – Linus Meyer und Henri Jung warten in der Elversberger Fichtenstraße an einer Haltestelle. Hier vor der Bäckerei Krämer stehen sie schon seit dem frühen Morgen. Sie warten nicht auf einen Bus. Die beiden Sternsinger aus der Pfarrei St. Ludwig-Herz Jesu haben hier zusammen mit Luca Hartmuth vom Pfarrgemeinderat, Kathrin Jung und Gemeindereferentin Ursula Zewe-Petry eine „Segenshaltestelle“ aufgebaut und warten auf Menschen, die vorbeikommen und sich für ihr Angebot interessieren. Ganz stolz zeigen die beiden Jungen die „Segenspakete“, die sie für alle bereithalten. Wer möchte kann sich hier den Segen der Sternsinger mit nach Hause nehmen. In den mit Sternen geschmückten Umschlägen verbergen sich Aufkleber mit der bekannten Segensbotschaft „Christus mansionem benedicat“ (Christus segnet dieses Haus) in der Formel „20*C+M+B 21“. Dazu Informationsmaterial zur diesjährigen Spendenaktion der Sternsinger für Kinder-Hilfsprojekte in aller Welt. Weil wegen der Corona-Pandemie die Sternsingerinnen und Sternsinger nicht von Haus zu Haus ziehen können um an den Türen der Häuser zu singen, hat Emily Klos ein Bild gemalt, das alle an die gewohnte Form der Aktion erinnern soll. Doch damit ist noch nicht Schluss. In jedem Segenspaket ist auch eine Mund-Nasen-Maske aus mit Sternen bedrucktem Stoff enthalten. Als ganz konkretes Segenszeichen für die aktuelle Pandemie, sagt Gemeindereferentin Zewe-Petry. Schneidermeisterin Sabine Recktenwald aus der Pfarrei habe über 600 dieser Masken genäht und damit dieses besondere Zeichen möglich gemacht, bedankt sich die Gemeindereferentin.

Segenspakete gibt es an diesem Tag aber nicht nur vor der Bäckerei Krämer. Auch vor dem Edeka-Markt Hoffmann in Spiesen sind die Sternsinger aktiv und auch hier können Passantinnen und Passanten den Segen der Sternsinger mit nach Hause nehmen und eine Spende für die Aktion leisten. Insgesamt 45 Kinder und Jugendliche zusammen mit 20 Erwachsenen sind an der Aktion beteiligt. Die meisten, darunter auch Marie und Lara, begleitet von Jessica Karst, sind an diesem 16. Januar - als Königinnen und Könige gekleidet -in den Straßen unterwegs um Segenspakete in Briefkästen zu werfen. Über 400 Familien hatten in den Wochen zuvor ein solches Paket bestellt. Unterwegs ist man in Dreiergruppen, unter strengster Beachtung der Pandemie-Vorschriften. Kontakte werden vermieden. Auch an den Haltestellen, an denen es den Sternsingersegen „to go“ gibt.
 

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news-103831 Sat, 16 Jan 2021 02:47:00 +0100 Seit 75 Jahren da für die Menschen vor Ort https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seit-75-jahren-da-fuer-die-menschen-vor-ort/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_hand-in-hand-_pflege-pixabay_d03a354085.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Caritasverband Westeifel feiert sein Jubiläum: Schon seit 75 Jahren kümmert er sich um die Menschen vor Ort. Bitburg/Prüm – Von der Fürsorge für Notleidende, Trauernde und Flüchtlinge in den Nachkriegsjahren bis hin zur Schwangerenberatung, ambulanten Pflege und Palliativversorgung, Sprachförderung für Migranten oder der Sozialberatung heute: Der Caritasverband (CV) Westeifel e.V. kümmert sich seit 75 Jahren um die Menschen vor Ort. Heute ist der Verband vor allem im Landkreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm tätig und bietet in den unterschiedlichsten Lebenslagen Hilfe, Beratung und Unterstützung an. Darüber hinaus gehört zum Einzugsgebiet der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung noch die Verbandsgemeinde Ulmen. Und der in Bitburg ansässige Caritas-Familienservice ist auch in der Stadt Trier und den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Cochem Zell für Familien mit Kindern mit Behinderung da und entlastet sie durch ambulante Betreuungsangebote.

Als im Nachkriegsjahr 1946 vielerorts der Alltag der Menschen von Not, Trauer und Flucht bestimmt wird, werden landesweit Caritas-Geschäftsstellen gegründet – eine davon in Prüm mit der Fürsorgerin Margarethe Heinelt. Der Ursprung des heutigen CV Westeifel. In den folgenden Jahren werden Sozialarbeiterstellen in Bitburg, Prüm und Daun eingerichtet. In den 1970er Jahren nehmen die ersten spezialisierten Beratungsstellen für Suchtkranke und Schwangere ihre Arbeit auf. In dieser Zeit werden auch Sozialstationen mit integrierter Familienpflege gegründet. 1986 werden die Geschäftsstellen in Prüm, Daun und Bitburg in dem Verein „CV für die Region Westeifel“ zusammengefasst, der schließlich 2006 in „Caritasverband Westeifel e.V.“ umbenannt wird. Als katholischer Wohlfahrtsverband ist er heute Arbeitgeber für rund 550 hauptamtlich Mitarbeitende. Wesentlich zur Verbandsarbeit der Caritas gehört das Ehrenamt, wie Caritasdirektor Winfried Wülferath unterstreicht. In einer Videobotschaft zum Jubiläum spricht er mit Stolz von mehr als 500 ehrenamtlich Engagierten, die sich gemeinsam für Menschen aller Altersstufen und in allen Lebenslagen einsetzen. Mehrere Tausend Menschen nehmen jährlich die vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangebote des CV Westeifel an.

Das Jubiläum feiere der Verband bedingt durch die Corona-Pandemie nun anders als geplant. Eine interne Arbeitsgruppe habe kreative Ideen umgesetzt und über das Jahr würden immer wieder verschiedene, vor allem digitale Formate über die Arbeit des Verbands informieren. „Einfach auf unserer Homepage, bei Facebook, Instagram oder Youtube vorbeischauen oder die Berichte in der regionalen Presse verfolgen. Sie können sich freuen auf Filme über die Geschichte und die aktuelle Arbeit des Caritasverbands, Interviews mit Mitarbeitenden, Patienten, Klienten, Gremienvertretern und Kooperationspartnern“, wirbt Andrea Ennen, stellvertretende Caritasdirektorin. Alle Aktionen werden auf einer Jubiläumsseite der Internetseite www.caritas-westeifel.de gesammelt.

Der Caritasverband Westeifel ist erreichbar: Alter Marktplatz 2, 54568 Gerolstein, Tel.: 06591-949200, E-Mail: caritas(at)caritas-westeifel.de, Internet: www.caritas-westeifel.de
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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung Caritas / Soziales
news-103828 Fri, 15 Jan 2021 09:58:23 +0100 „Jede Zeit hat eine Bedeutung“ – auch das Corona-Jahr 2020 https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jede-zeit-hat-eine-bedeutung-auch-das-corona-jahr-2020/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_FirmungNonnweiler_ddfadefdef.jpg" width="150" height="67" alt="" />Weihbischof Robert Brahm hat seine Firmreise durch das Dekanat St. Wendel gestartet. Sie dauert noch bis zum 26. März. Nonnweiler – Acht Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Nonnweiler haben am Dienstag, 12. Januar, von Weihbischof Robert Brahm in der Pfarrkirche St. Hubertus in Nonnweiler das Sakrament der Firmung empfangen. Der Gottesdienst war zugleich der Auftakt der Firmreise des Weihbischofs im Dekanat St. Wendel. Am gleichen Abend spendete er die Firmung 13 weiteren jungen Leuten in Türkismühle (Pfarreiengemeinschaft Bostalsee).

Das Thema „Zeit“ und unser Umgang mit ihr war Leitthema der Predigt des Weihbischofs, der damit auf das Motto der Firmvorbereitung „Meine Zeit“ einging. Er fragte die Jugendlichen, ob es wünschenswert sei, auf Zeitreise gehen zu können. „Natürlich wäre es genial, Jesus einmal live zu begegnen vor rund 2000 Jahren, oder einen ägyptischen Pharao oder einen römischen Kaiser“, sagte Brahm. Oder aber, um in der Vergangenheit gemachte Fehler zu korrigieren und so Weltkriege zu verhindern. Auch könne einen die Neugier packen, sein Leben in der Zukunft zu sehen. „Doch dürfen wir die Zeit überhaupt verändern, wenn wir es könnten?“, fragte Brahm, „ist es nicht so, wie der Prophet Kohelet es in der Bibel schreibt, dass „alles seine Stunde, seine Zeit hat“? Ist das nicht der Lauf der Geschichte, dass es Zeiten des Krieges und des Friedens gibt? Eine Zeit mit und eine Zeit ohne Corona?“

Christinnen und Christen seien aufgefordert, die Gegenwart als Geschenk Gottes zu betrachten und anzunehmen, denn „Keine Zeit ist sinnlos, jede hat Bedeutung, auch wenn du noch keinen Sinn siehst. Leg' sie in Gottes Hände und geh' mutig weiter!“, rief er den Jugendlichen zu. Auch die Zeit der Pandemie müsse so betrachtet werden. Er habe von vielen an Silvester gehört, dass sie froh seien, dass das Jahr 2020 vorbei sei, da die zahlreichen Corona-Beschränkungen Lebenszeit gestohlen hätten. „Was aber wäre, wenn uns diese Zeit, so wie sie 2020 war, dennoch geschenkt war als Erfahrungsraum?“, gab Brahm zu bedenken.

„Meine Zeit steht in deinen Händen…“, zitierte der Weihbischof aus dem Lied von Peter Strauch, in dem es auch heißt: „Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn“ und „Sorgen quälen und werden mir zu groß. Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?“ „Solche Momente kennen wir alle“, gestand der Weihbischof. Die Angst vor Gegenwart und Zukunft werde niemandem genommen. Aber gerade das Sakrament der Firmung mache deutlich: „Gott ist im Heiligen Geist bei uns. Seine guten Gedanken begleiten jede und jeden von uns. Das gibt uns die Möglichkeit, ruhig zu werden und Geborgenheit zu erfahren.

In ihrer Gratulation führte die Vorsitzende des Pfarreienrats, Katja Bock, den Gedanken weiter: „Erwachsener Christ zu sein, dazu braucht man Power. Diese bringt euch der Heilige Geist, den ihr heute empfangen habt.“ Darin liege auch ein Auftrag: Als Gefirmte sollen wir der Welt, der Kirche, der Gemeinde und den Mitmenschen guttun.

Die Firmreise des Weihbischofs dauert noch bis zum 26. März an. Zum jetzigen Zeitpunkt werden nur die Jugendlichen gefirmt, die diesen Firmtermin ausdrücklich befürworten. Gänzlich in den Herbst verschoben wurden die für kommende Woche geplanten Firmungen in den Pfarreiengemeinschaften Am Schaumberg, Marpingen und Freisen-Oberkirchen. Wie für alle Gottesdienste gelten die Hygienevorgaben des Bistums und des Landes.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103827 Thu, 14 Jan 2021 14:03:48 +0100 Seelsorge im Spannungsfeld zwischen Patient und Arzt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seelsorge-im-spannungsfeld-zwischen-patient-und-arzt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/0/csm_LatzMarion-uk_dc776b16df.jpg" width="150" height="148" alt="" title="LatzMarion uk" />Um Psychiatrieseelsorger bedarfsgenauer unterstützen zu können, haben die Bistümer Limburg und Trier gemeinsam mit der Uni Frankfurt ein Praxisforschungsprojekt gestartet. Eine Theologin aus Saarbrücken gibt Einblicke in ihren Berufsalltag. Saarbrücken – Psychosen, Depressionen, Angststörungen oder Burnout – die Krankheiten ihrer Ratsuchenden sind schwerwiegend und der Leidensweg oft bereits ein sehr langer, bis sie in die SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken – spezialisiert auf Psychiatrie, Neurologie und Geriatrie – gelangen. „Diese Krankheiten können jeden treffen, unabhängig von Alter und sozialem Status“, betont die Psychiatrieseelsorgerin Marion Latz und wehrt sich gegen eine Stigmatisierung: „Das sind Menschen wie Du und ich und nicht ,die anderen‘.“ Seit neun Jahren führt der Weg der Pastoralreferentin und ausgebildeten Gestaltberaterin auf den Sonnenberg. Insgesamt vier Psychiatrieseelsorgerinnen und Psychiatrieseelsorger – drei katholische und ein evangelischer – arbeiten dort. Mit Beziehungsproblemen, Sorgen um die Kinder, Zukunftsängsten und oft auch wegen finanzieller Nöte kommen die Patienten im Alter zwischen 17 und 65 Jahren zu ihr und wissen, dass alles vertraulich behandelt wird.

„Seelsorge in der Psychiatrie stellt ein anspruchsvolles, theologisch wie gesellschaftlich unverzichtbares Engagement der Kirche dar. Erkrankte Menschen zu begleiten, gehört seit jeher zu den Kernaufgaben der Kirche und wird im Evangelium ausdrücklich genannt und gefordert“, betont Esther Braun-Kinnen, zuständig für das Aufgabenfeld der Krankenhausseelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Rund 20 Seelsorgerinnen und Seelsorger im Bistum Trier sind aktuell in psychiatrischen Kliniken oder mit Teilaufträgen in der Seelsorge in psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern eingesetzt.

Um die Frauen und Männer in ihrem Aufgabengebiet weiter zu stärken, führt die Goethe-Universität Frankfurt gemeinsam mit den Bistümern Limburg und Trier ein Praxisforschungsprojekt zum Thema „Ethik in der Psychiatrieseelsorge“ durch. „Wir wollen unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger als ethische Berater ins Gespräch bringen“, erklärt Esther Braun-Kinnen. Sie weiß, dass die Frauen und Männer oft zwischen Patient und behandelndem Arzt stehen. „Sie kommen nicht umhin, zu ethischen Problembereichen in der Psychiatrie Stellung zu beziehen und sich für das Selbstbestimmungsrecht der Erkrankten einzusetzen“, berichtet sie.

Dieses Spannungsfeld erlebt auch Marion Latz, etwa wenn es um die Frage der Fixierung von Patienten geht oder um die Gabe von schweren Beruhigungsmitteln. „Das ist zum Teil sehr heftig und als Seelsorger schwer mit anzusehen“, sagt Latz. Gleichwohl weiß sie, dass eine Therapie oft erst möglich ist, wenn der Patient zur Ruhe gekommen und eine gewisse Stabilität erlangt hat. „Teilweise fühlen wir uns im Klinikalltag außen vor, dabei wären wir gerne Teil eines multiprofessionellen Teams und würden gerne unsere Perspektive einbringen“, sagt sie. Etwa bei Übergabekonferenzen, wo über den Zustand der einzelnen Patienten gesprochen werde. Dies sei bei kirchlichen Klinikträgern der Fall. Hier verbucht es Latz als Erfolg, dass sie im Dezember zum ersten Mal an einer solchen Teambesprechung teilnehmen durfte. „Es gilt von beiden Seiten – den Seelsorgenden und dem medizinischen Personal – Vorurteile abzubauen“, sagt Latz. Sie versteht ihre Arbeit als Ergänzung zu den anderen Gesprächs- und Therapieangeboten der Kliniken. In Gesprächsrunden bietet die Pastoralreferentin Entspannungstechniken, Achtsamkeitstraining und Meditationen an. Gerne geht sie mit der Gruppe dafür auch in den nahegelegenen Wald. Als Impulse bringt sie Texte mit, gerne auch biblische Psalme: „In ihnen findet sich von A bis Z – von Achtsamkeit bis Zorn – alles, auch Freude, Trauer und Hoffnung“, sagt Latz.

Die Pastoralreferentin und ihre Kollegin und Kollegen sind auch Ansprechpartner für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Angehörige der Patienten. Daraus ist vor rund zwei Jahren ein Gesprächskreis für Eltern psychisch kranker Kinder entstanden, den Marion Latz einmal im Monat anbietet. „Die Eltern sind geplagt von Schuldgefühlen und Ohnmacht“, sagt Latz. Mit einem Aufenthalt in der Psychiatrie sei die Krankheit nicht besiegt. „Manche kommen bereits eine Woche nach der Entlassung wieder zurück – da frage ich mich schon, warum diese Person entlassen wurde – zurück in das gleiche Chaos, aus dem sie kam“, sagt Latz. „Ich würde gerne so vieles mehr tun und erlebe hier auch meine eigene Ohnmacht, die ich aushalten muss. Ich frage mich: Wo ist das Rädchen, an dem ich mithelfen kann zu drehen, um den Betroffenen eine neue Lebensperspektive zu geben.“

Vom Frankfurter Praxisforschungsprojekt erhofft sich die Theologin neue Impulse. Ziel des auf drei Jahren angelegten Projektes ist es, bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildungsmodule zu entwickeln. „Ein solches Projekt und Qualifikationsvorhaben ist im deutschsprachigen Raum bislang einmalig“, sag Esther Braun-Kinnen. Die Ergebnisse sollen im Juni 2023 vorliegen. „Von diesen können dann Angestellte in anderen Seelsorgebereichen wie in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, aber auch in den Gemeinden, profitieren“, davon geht sie aus.

Weitere Informationen gibt es bei Esther Braun-Kinnen unter Tel. (0651) 7105388 oder per Mail an esther.braun-kinnen(at)bistum-trier.de

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Information Politik / Gesellschaft Prävention Seelsorge Vermischtes
news-103824 Wed, 13 Jan 2021 08:55:14 +0100 Fachstellen helfen, wenn im Homeschooling der Drucker fehlt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fachstellen-helfen-wenn-im-homeschooling-der-drucker-fehlt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Druckaktion_48d7bad82b.png" width="150" height="150" alt="" title="Druckaktion" />Schülerinnen und Schüler im Saarland, die während des Homeschoolings keine Möglichkeit haben, wichtige Unterlagen oder Hausaufgaben zu Hause auszudrucken, können sich per E-Mail an die Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral in Saarbrücken und Dillingen wenden. Dillingen/Saarbrücken – Schülerinnen und Schüler im Saarland, die während des Homeschoolings keine Möglichkeit haben, wichtige Unterlagen oder Hausaufgaben zu Hause auszudrucken, können sich per E-Mail an die Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral in Saarbrücken und Dillingen wenden. Die Mitarbeiter drucken dort kostenlos die Unterlagen aus und schicken sie von Montag bis Freitag per Post zu den Kindern und Jugendlichen nach Hause. Schülerinnen und Schüler aus den Kreisen Merzig-Wadern und Saarlouis wenden sich bitte per Mail an fachstellejugend.dillingen(at)bistum-trier.de; Für die Landkreise Neunkirchen, St. Wendel und den Regionalverband Saarbrücken ist die FachstellePlus in Saarbrücken zuständig unter fachstellejugendplus.saarbruecken(at)bgv-trier.de . Nach dem Ausdruck werden die Unterlagen gelöscht. Dokumente, die bis 12 Uhr eintreffen, werden noch am gleichen Tag zur Post gebracht. Die Druckeraktion geht zunächst bis zum 31. Januar mit Option zur Verlängerung.

Bereits während der Schulschließungen während des ersten Lockdowns hatten die Fachstellen die Druckeraktion angeboten – mit enormer Nachfrage. „Es ist für viele nicht mehr selbstverständlich, zu Hause einen Drucker zu haben“, sagt der Leiter der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral in Saarbrücken, Andreas Feid. Viele Familien besäßen auch keinen Computer mehr, die Schülerinnen und Schüler müssten die Hausaufgaben auf dem Smartphone öffnen. „Am Handy arbeiten und lernen ist jedoch sehr schwierig“, sagt Feid. Im Frühjahr seien viele Anfragen von Grundschülern sowie Berufsschülern gekommen, die sich auf Prüfungen vorbereiteten. Zwar richte sich die Aktion schwerpunktmäßig an Schülerinnen und Schüler aus dem Saarland, aber auch bei Anfragen aus Rheinland-Pfalz und bei Bitten, wichtige Unterlagen für die Korrespondenz mit einer Behörde auszudrucken, habe man geholfen, sagt Feid.

Auch bei der zweiten Auflage der Druckeraktion sei die Nachfrage enorm, sagt Jörg Ries, Leiter der Dillinger Fachstelle: „Bereits zu Dienstbeginn um 8 Uhr hatten wir 15 Anfragen.“ Obwohl die Aktion erst in dieser Woche starten sollte, habe sein Team bereits am Donnerstag und Freitag Ausdrucke verschickt. Lehrerinnen und Lehrer hätten versichert, dass es einen großen Bedarf gebe. „Nach den ersten Tagen kann ich das auf jeden Fall bestätigen“, sagt Ries.

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Information Jugend Politik / Gesellschaft Schule Vermischtes
news-103822 Mon, 11 Jan 2021 14:30:51 +0100 Familienbund kritisiert Corona-Politik https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familienbund-kritisiert-corona-politik/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Home-Office-Mutter-Kind_585e9624d9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Home Office Mutter Kind" />Vor langfristigen Kita- und Schulschließungen warnt der Familienbund im Bistum und mahnt Verbesserungen bei Hygiene- und Unterrichtskonzepten von Schulen und Kitas an. Berlin/Trier – Der Familienbund der Katholiken warnt im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor dem Entstehen einer „lost generation“ (verlorenen Generation) von Kindern und Jugendlichen aufgrund wiederholter oder langanhaltender Kita- und Schulschließungen sowie mangelnder persönlicher Beziehungen. Bei aller Anerkennung der nötigen Einschränkungen im Kampf gegen die Pandemie spricht sich der Präsident des Familienbunds, Ulrich Hoffmann, nachdrücklich für eine rasche Rückkehr von Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen aus. Zugleich mahnt er deutliche Verbesserungen bei Hygiene- und Unterrichtskonzepten sowie der technischen und räumlichen Ausstattung von Schulen und Kitas an.

„Eine Politik, die die Corona-Pandemie in den Griff bekommen will, ohne Kinder und Jugendliche angemessen zu beachten, gefährdet die Zukunftschancen einer ganzen Generation“, sagte Hoffmann heute in Berlin anlässlich der neuerlichen Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland. Bildungsökonomen wiesen bereits auf die fatalen Folgen von Bildungs- und Qualifikationseinbußen auf spätere Gehälter und Renten hin, bis hin zu einem größeren Anteil von Geringqualifizierten auf dem Arbeitsmarkt. Kitas und Schulen weiter zu schließen, bedeute, Kindern und Jugendlichen eine ihrer wichtigsten Entwicklungsgrundlagen zu nehmen. Ein menschenwürdiges Aufwachsen sei für Kinder und Jugendliche gleichbedeutend mit der Chance zu lernen, mit dem Recht auf Bildung und dem Leben sozialer Beziehungen. Wer Kitas und Schulen schließe, müsse auch klare und akzeptable Alternativen für Kinder, Jugendliche und Eltern formulieren und umsetzen. „Diese Antworten bleibt die Politik seit Beginn des ersten Lockdown vor nun fast einem Jahr schuldig. Bis heute fehlen sowohl der erkennbare politische Wille als auch die politische Phantasie, Kitas und Schulen in der Pandemie mit Expertenwissen digital, didaktisch und baulich so zu ertüchtigen, dass Kinder, Jugendliche und Eltern nicht zu den Verlierern der Krise werden – mit langfristigen gesellschaftlichen Folgen.“

Hoffmann erneuerte seine Forderung nach einem nationalen Familiengipfel, um im Jahr 2021 die Bekämpfung der Pandemie mit den Lebensbedingungen von Familien abzustimmen und für wirkungsvolle Hilfsangebote zu sorgen. Dazu könnten etwa eine Corona Elternzeit oder ein Corona-Elterngeld ebenso gehören wie bezahlter Urlaub für Eltern oder eine Betreuungsgarantie für Schüler und Kita-Kinder. Eine weitere Mehrfachbelastung von Eltern aus Homeoffice, Hausunterricht, Haushalt, Kochen und Erziehungsarbeit dürfe es nicht geben. Fragen würden auch die aktuellen technologischen Förderschwerpunkte hierzulande aufwerfen, so Hoffmann: „Während junge und innovative Start-up-Unternehmen mit Milliardenhilfen unterstützt werden, kämpfen Schulsekretariate in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer funktionierenden telefonischen Erreichbarkeit. Das ist Ausdruck einer verzerrten und skurrilen Schwerpunktsetzung auf dem Gebiet der Technologieförderung. Zukunftsinvestitionen dürfen aber gerade an Schulen nicht vorbeigehen.“ Die Corona-Pandemie offenbare die Schwächen der Infrastruktur in unserer Gesellschaft. Dazu gehöre auch die didaktische Fortbildung von Lehrern für digitales Unterrichten und eine zeitgemäße Pädagogik wie das Lernen in kleinen Gruppen.“

Mehr Informationen unter: www.familienbund.org.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-103821 Mon, 11 Jan 2021 09:59:23 +0100 Sternsingen macht Kindern auch kontaktlos Spaß https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sternsingen-macht-kindern-auch-kontaktlos-spass/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_Sternsinger-Wadgassen-uk_bbd5d66139.jpg" width="116" height="150" alt="" title="Sternsinger Wadgassen uk" />In diesem Jahr dürfen die Sternsinger aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt an den Haustüren klingeln, singen und den Segen „20*C+M+B+21“ hinterlassen. Deswegen machten sich in Hostenbach 4 Könige auf den Weg, um Segenspakete in den Briefkästen zu verteilen. Wadgassen-Hostenbach – Das Thermometer zeigt ein Grad Celsius um 10 Uhr morgens bei Sonnenschein. Da sind die kleinen Könige Max, Timo, Fynn und Königin Lina schon – dick eingepackt – eine Stunde lang im Wadgasser Ortsteil Hostenbach unterwegs und werfen Segenspakete in die Briefkästen ein. Darin sind der Segensaufkleber, ein Spendentütchen sowie ein Infobrief über die Aktion und das diesjährige Beispielland Ukraine. Denn in diesem Jahr dürfen die Sternsinger aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt an den Haustüren klingeln, singen und den Segen „20*C+M+B+21“ hinterlassen. „Das ist schon sehr schade, denn viele Leute haben sich auf unseren Besuch gefreut. Aber es geht halt nicht anders“, sagt der zwölfjährige Max, der wie sein Schulfreund Timo (13) bereits zum fünften Mal Sternsinger ist. Seine Geschwister Fynn und Lina (beide fünf) sind zum zweiten Mal dabei. „Wir haben in diesem Jahr neue Kronen bekommen, die wir mit Strasssteinchen beklebt haben“, erzählt Lina stolz. „Wir machen mit, weil Sternsingen Spaß macht und wir armen Kindern helfen können“, sagt Fynn.

Anders als viele Kirchengemeinden im Saarland, die in diesem Jahr das Dreikönigssingen ganz ohne Hilfe von Kindern durchführen, hat sich die Pfarreiengemeinschaft Wadgassen dazu entschieden, die Sternsinger dennoch durch die Straßen zu schicken, unter der Voraussetzung, dass es zu keinen Kontakten kommt. Die Kleingruppen bestehen aus Kindern, die ohnehin privat miteinander Kontakt haben. Sie werden von einem Erwachsenen begleitet, meistens einem Elternteil, der auf die Einhaltung der Hygieneregeln achtet. Auf diese Weise können die Sternsinger im Ort sichtbar sein und allen zeigen, dass die Aktion stattfindet. Etwa 100 Kinder – vor allem die Messdiener der Pfarreiengemeinschaft und ihre Geschwister – haben am Wochenende 9. und 10. Januar in alle 5000 Haushalte der Gemeinde die Segenspakete verteilt.

„Es wäre sehr schade gewesen, wenn es gar nicht stattgefunden hätte“, sagt Susanne Dreißig, die die Segenspakete sowie warme Getränke im Bollerwagen neben den Sternsingern zieht. Die Mutter begleitet die kleine Sternsingerschar und achtet darauf, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Im Voraus sei mitgeteilt worden, dass niemand den Sternsingern die Tür öffnen soll, doch offenbar sei diese Botschaft nicht bei allen angekommen. „Es kommt vor, dass die Menschen auf uns hinter ihren Fenstern warten und dann doch nach draußen kommen, und eine Spende machen oder die Kinder mit Süßigkeiten beschenken wollen“, sagt sie. Dann muss sie freundlich darauf bestehen, dass dies so nicht möglich ist.

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Saarbrücken bistum-trier Ehrenamt Jugend Messdiener / Ministranten Pfarreien Vermischtes
news-103820 Sun, 10 Jan 2021 05:47:00 +0100 Traumatisierten Menschen Kraft und Mut schenken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/traumatisierten-menschen-kraft-und-mut-schenken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_Afrikatag_Schwester-Maria-Vitalis_e80af8ee17.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft gemeinsam mit dem Hilfswerk missio zu Solidarität und Spenden am Afrikatag (10. Januar) auf. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Als die 37-Jährige Rebecca gerade ihren Mann im Krankenhaus von Michika im Nordosten Nigerias besucht, überfällt die islamistische Terror-Miliz Boko Haram ihr Dorf, wo sie ihre sieben Kinder bei einer Verwandten zurückgelassen hat. Zwei Wochen lang leiden Rebecca und ihr Mann Augustin unter der Angst, dass ihre Kinder tot sein könnten. Dann erfahren sie, dass es Augustins Vater nachts gelungen ist, sich in das Dorf zu schleichen und die Kinder aus dem Haus zu holen. Die Familie findet Zuflucht bei der Kirche in Yola und lebt dort nun in einem vom katholischen Hilfswerk missio erbauten Camp. So wie Rebecca ergeht es Tausenden Menschen im Norden Nigerias, die unter den Überfällen und Massakern von Boko Haram zu leiden haben. So auch Keviana, eine 46-jährige Witwe, die drei Söhne verloren hat. Die Miliz erschoss sie in ihrem eigenen Haus.

Missio errichtet in Yola Häuser mit je einem kleinen Stück Land für die vertriebenen Menschen. Viele von ihnen sind traumatisiert, leben in Angst vor neuen Angriffen der brutalen Terroristen. Vor Ort helfen ihnen Ordensschwestern wie Maria Vitalis Timtere. Die Ordensfrau, Hebamme und Krankenschwester hört den geflüchteten Frauen, Männern und Kindern zu, unterstützt sie mit Rat und Hilfe, schenkt Kraft und Mut. „Ich habe das Gefühl, wenn ich ihre Geschichten höre, hilft ihnen das herauszufinden, was in ihrem Inneren vorgeht und was sie bedrückt“, sagt sie. „Mir macht Hoffnung, dass die Menschen hier nach allem, was sie durchgemacht haben, noch immer lieben können. Manche nehmen Kinder auf, die ihre Eltern verloren haben, und sorgen für sie. Da ist die Frau, die ein Kind ruft. Wenn ich sie frage, wessen Kind das sei, sagt sie: ‚Oh, es ist das Kind meiner Nachbarin‘. Für mich ist das Liebe. Wenn die Flüchtlinge mit dieser Einstellung weitermachen, werden diese Kinder nicht voller Hass auf andere Menschen aufwachsen.“

Der Afrikatag 2021 rückt beispielhaft den Einsatz einheimischer Ordensfrauen in Nigeria in den Blickpunkt. Denn sie stehen für gelebte Nächstenliebe – dort, wo sie am meisten gebraucht werden. Die Kollekte in den Gottesdiensten am Afrikatag ist die älteste gesamtkirchliche Solidaritätsinitiative der Welt. Ursprünglich zur Bekämpfung der Sklaverei eingeführt, fördert die Kollekte heute die qualifizierte Ausbildung von Frauen und Männern vor Ort, die sich ihr Leben lang in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.

Zum Afrikatag im Bistum Trier am 10. Januar ruft Bischof Stephan Ackermann gemeinsam mit dem Hilfswerk missio unter dem Leitwort „damit sie das Leben haben“ zu Spenden für die Arbeit der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ländern Afrikas auf. „Sie stehen ihren Mitmenschen in den ärmsten, oft auch von Flucht, Gewalt und Krieg geprägten Regionen unermüdlich zur Seite“, so der Bischof. 2020 erbrachte die Kollekte rund 1 Million Euro. Gerade weil durch die Corona-Pandemie weniger Menschen die Gottesdienste besuchen, brechen die Spenden aus den Kollekten stark ein. Dehalb weist missio Aachen in diesem Jahr auch auf die Möglichkeit zur Online-Kollekte unter www.missio-hilft.de/kollekte-afrikatag hin.

Weitere Informationen zur Arbeit von missio gibt es unter: www.missio.de
(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103816 Tue, 05 Jan 2021 14:32:32 +0100 „Heller denn je – Die Welt braucht eine frohe Botschaft“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heller-denn-je-die-welt-braucht-eine-frohe-botschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Sternsinger_St_Matthias_sb_c0c1027187.jpg" width="150" height="100" alt="" />Kreativ, solidarisch und kontaktlos - die Sternsingeraktion findet in diesem Jahr anders statt mit vielen tollen Ideen, um armen Kindern weltweit zu helfen. Bistumsweit – Anfang Januar kündigt sich normalerweise an vielen Haustüren im Bistum königlicher Besuch an: In farbenprächtigen Gewändern, mit Krone und Stern ziehen dann die Sternsinger durch die Straßen, bringen den Segen und sammeln Spenden für Kinder in Not. Die Aktion Dreikönigssingen lebt von den Haustürbesuchen mit direktem Kontakt – in Pandemie-Zeiten jedoch keine gute Idee. Das Kindermissionswerk und der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) als Träger des Dreikönigssingens hatten deshalb kurz vor Weihnachten empfohlen, die Aktion solle in ihrem 63. Jahr neue Wege gehen und „kontaktlos“ stattfinden. Für die Gruppen bot das Kindermissionswerk zahlreiche Ideen und Tipps, wie die Aktion verantwortungsvoll und konform der Corona-Regeln ablaufen kann.

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news-103814 Thu, 31 Dec 2020 08:30:00 +0100 Jugendliche Häftlinge restaurieren Wegekreuz https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jugendliche-haeftlinge-restaurieren-wegekreuz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/2/csm_Stehkreuz1_d00b971b59.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Holzkreuz aus Morscholz in JVA Ottweiler restauriert" />Das 90 Jahre alte Holzkreuz von der "Bildchen Kapelle" in Wadern-Morscholz drohte zu kippen. Nun haben es jugendliche Häftlinge aus der JVA Ottweiler restauriert. Ottweiler/Wadern – Jugendliche Häftlinge der Justizvollzugsanstalt (JVA) Ottweiler haben unter Anleitung des Schreinermeisters Uli Kuhn in der Gefängnis-Werkstatt ein Holzkreuz aus dem Jahre 1930 saniert, das vor der Kapelle „Schmerzhafte Gottesmutter vom Bildchen“ (auch bekannt als „Bildchen Kapelle“) in Wadern-Morscholz stand. Das 90 Jahre alte Kreuz war teilweise verfault und drohte zu kippen. Auch die Halterung war verrostet. Wie der Gefängnisseelsorger, Pastoralreferent Hans-Jürgen Schneider, berichtet, hatte die Idee zur Restaurierung in der JVA der Morscholzer Ortsvorsteher Markus Wollscheid, der auch Personalrat der JVA Ottweiler ist.

Mit Schutzanzügen und Masken haben zwei jugendliche Häftlinge das Kreuz zunächst mit einem Spezialmittel abgebeizt. „Anschließend wurde das Kreuz geschliffen, Fugen von Dreck, Silikon und Mörtelresten befreit und anschließend komplett eingeölt“, erzählt Schneider. Ein kleines Stück des Fußes des 2,80 Meter großen Holzkreuzes musste wegen Verwitterung abgeschnitten werden, damit das Kreuz gerade stehen kann. Insgesamt 60 Arbeitsstunden steckten der Schreinermeister und die beiden Insassen im November und Dezember in das Projekt.

Zurück an die 1844 erbaute Kapelle, die seit 1894 dem Ort Morscholz gehört, wird das Kreuz jedoch nicht kehren können. „Das renovierte Holzkreuz eignet sich leider nicht mehr zur Aufstellung im Freien und muss nun in einem geschlossenen Raum aufgestellt werden“, bedauert Gefängnisseelsorger Hans-Jürgen Schneider, „in Absprache mit Vertretern der Kirchengemeinde wird es in Zukunft einen geeigneten Platz in Morscholz zur Ehre Gottes erhalten.“ Der 80 Zentimeter hohe Christuskorpus, der am Kreuz hing, wird nach Auskunft des Ortsvorstehers derzeit ebenfalls generalüberholt und soll an einem neuen Kreuz an der Kapelle angebracht werden.

(uk)

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news-103808 Tue, 29 Dec 2020 06:15:00 +0100 Aus der Liebe zu Büchern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aus-der-liebe-zu-buechern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_KO-B_Trier_Ehrang_Hennes_52179b7880.jpg" width="150" height="131" alt="" />Das Team der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) in Trier-Ehrang wurde für ihr vielfältiges Engagement gewürdigt. Trier-Ehrang – „Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel und wir sind stolz, dass wir diese bekommen haben – ist sie doch ein Zeichen dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit in der Bücherei wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, freut sich Pia Jäger, Leiterin der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) in Trier-Ehrang. Das Team wurde für ihr vielfältiges Engagement durch das Bistum Trier gewürdigt.

Sechs Ehrenamtliche sind im Einsatz in der Bücherei, die seit 1848 besteht. Pia Jäger und ihr Team kümmern sich um die unterschiedlichen Aufgaben, „weil wir unsere Liebe und Leidenschaft zu Büchern gerne weitergeben wollen. Die Gespräche mit unseren Lesern bereichern auch uns.“ Und sie ergänzt: „Wenn wir die Kinder mit unserer Leidenschaft für da Lesen begeistern können, haben wir viel erreicht.“ Diesen Aspekt hebt auch Dorothee Steuer von der Büchereiarbeit im Bischöflichen Generalvikariat Trier hervor. „Der Leseclub in der Bücherei bietet Kindern Hilfestellungen bei den Hausaufgaben und beim Lesenlernen. Die Ehrenamtlichen übernehmen eine wichtige Funktion in der Sprach- und Leseförderung“, betont Dorothee Steuer. Die Bücherei fungiere hier als außerschulischer Lernort und übernehme wichtige Funktionen durch die Arbeit im sozialen Brennpunkt. Zudem lobt Dorothee Steuer: „Die KöB zeichnet sich durch eine gute Vernetzung und Kooperation mit anderen katholischen Büchereien und der Stadtbücherei in Trier aus“.

Insgesamt werden in diesem Jahr fünf KöB im Bistum Trier geehrt „Diese Büchereien stehen exemplarisch und stellvertretend für die vielerorts sehr aktiven und engagierten Büchereiteams“, betont Dorothee Steuer. Die rund 150 KöB im gesamten Bistum ermöglichen Menschen, unabhängig von Alter und Konfession den freien Zugang zu Literatur und Medien in erreichbarer Nähe und tragen zum Miteinander der Generationen bei.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Büchereien 600.000 Ausleihen und mehr als 215.000 Besucherinnen und Besucher. Die 1.200 ehrenamtlichen Frauen, Männer und Jugendliche setzen sich für regelmäßige Leseangebote und Sprachförderung von Kindern ein; oft in enger Zusammenarbeit mit Kitas, Grundschulen und anderen Einrichtungen.

Rund 80.000 Menschen engagieren sich in über 180 verschiedenen Diensten und Bereichen ehrenamtlich im Bistum Trier. Um ihren Einsatz zu würdigen und ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen, zeichnet das Bistum jährlich stellvertretend Einzelpersonen und Initiativen aus. Meist geschieht dies im Rahmen der Heilig-Rock-Tage oder während eines Festakts in Trier: Großveranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie in dieser Form 2020 nicht stattfinden konnten. Stattdessen werden die Urkunden und Medaillen den Ausgezeichneten in diesem Jahr persönlich vor Ort überreicht.

Seit einigen Jahren würdigt der Bischof auch Initiativen und Projektideen, die beispielhaft Aspekte gelingenden Engagements zeigen und die durch die Würdigung einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden.

Informationen rund um die Ehrenamtskultur und die Arbeit für und mit Ehrenamtlichen gibt es beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de und unter www.ehrenamt.bistum-trier.de.
(jf)

 

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news-103806 Mon, 28 Dec 2020 08:55:03 +0100 Ökumenische Vesper zum Jahresabschluss https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/oekumenische-vesper-zum-jahresabschluss/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_TV-Gottesdienst_Saarbrucken_eli-ja_9fbd1159b3.jpg" width="150" height="100" alt="" title="TV Gottesdienst Saarbrucken eli ja" />Die Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken bietet in diesem Jahr die Kulisse für eine ökumenische Vesper, die in der ARD zu sehen sein wird. Saarbrücken – Aus der Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken überträgt das Erste am Silvestertag (31. Dezember) um 16.10 Uhr eine Ökumenische Vesper zum Jahresabschluss. „ Wie jedes Jahr?“ fragen die evangelische Pfarrerin Sigrun Welke-Holtmann und der katholische Jugendpfarrer Christian Heinz im Blick auf ein Jahr, in dem alles anders war als sonst.

Die Pandemie wird auch im neuen Jahr 2021 viel von den Menschen fordern. Deshalb möchte die Vesper mit tröstenden und hoffnungsvollen Texten und Liedern Mut machen. Ein solches Hoffnungszeichen ist das Ehepaar, das sich entschlossen hatte, trotz starker Corona-Beschränkungen im November sein neugeborenes Kind taufen zu lassen. Warum sie das getan haben und was das für sie bedeutet, erzählen sie im Gottesdienst.

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news-103793 Mon, 28 Dec 2020 08:30:00 +0100 Seelenproviant für’s neue Jahr: Mit Online-Exerzitien gestärkt 2021 beginnen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seelenproviant-fuers-neue-jahr-mit-online-exerzitien-gestaerkt-2021-beginnen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/d/csm_Ausschreibung-Seelenproviant_cc80a7ccfb.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Ausschreibung Seelenproviant" />Mit Online-Exerzitien startet der welt:raum Saarbrücken mit Impulsen und Gesprächen vom 4. bis 24. Januar in das neue Jahr 2021. Jetzt sind Anmeldungen möglich. Saarbrücken – Unter dem Motto „Seelenproviant für’s neue Jahr“ startet der welt:raum in Saarbrücken mit Online-Alltagsexerzitien vom 4. bis 24. Januar in das neue Jahr 2021. Die Teilnehmer sprechen in den drei Wochen über die mit dem Jahreswechsel verbundenen Hoffnungen und Erwartungen an das neue Jahr sowie bevorstehende Herausforderungen. „Nach dem Ausnahmejahr 2020 wünschen wir uns wohl alle, dieses hinter uns zu lassen und in ein normaleres, besseres, gesünderes … neues Jahr starten zu können“, heißt es in der Einladung. Zwar könne man nicht alle Gegebenheiten beeinflussen, sehr wohl aber seine Haltung, wie man diesen begegne. Hierzu erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer täglich einen Impuls, montags und donnerstags finden um 19 Uhr digitale Treffen mit der Gruppe statt. Samstags gibt es um 10.30 Uhr zudem die Möglichkeit für Yogaübungen. Vorerfahrungen mit Exerzitien sind nicht notwendig.

„Unser Anliegen ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin zu unterstützten, zu Beginn des neuen, ja immer noch besonderen und damit besonders herausfordernden Jahres, einen guten Seelenproviant für sich zusammenzupacken. Daher bieten wir Haltungen als Themen an, von denen wir glauben, dass sie im neuen Jahr, aber auch grundsätzlich, helfen, das Leben gut zu meistern“, sagt Pastoralreferentin Martina Fries, die die Online-Alltagsexerzitien gemeinsam mit Katrin Altmaier und Pfarrer Clemens Grünebach organisiert.

Die Exerzitien – das sind Übungen – könnten Quellen der Kraft und des Trostes im Alltag sein in einer Zeit, die viel Verunsicherung auslöst, sagt Fries. Sie wollten dabei helfen, feinfühlig für die Gegenwart Gottes im eigenen Leben zu werden. „Inhaltlich ist es so, dass wir bei jedem Treffen ein Thema für die dann kommenden Tage bis zum nächsten Treffen anbieten und auch Ideen wie man dieses für sich bearbeiten kann. Die Vorschläge haben eine große Bandbreite und es gibt zu jedem Thema mehrere Ideen. Da sind Bibeltexte dabei, Texte aus den ignatianischen Exerzitien, Gedichte, Methoden aus Supervision, Geschichten und vieles mehr, sodass jede und jeder sich etwas für sich Passendes aussuchen kann“, erklärt Fries. Um an dem Angebot sinnvoll teilnehmen zu können, müsse man nicht Christ sein oder gläubig: „Wichtig ist nur, dass man für sich annimmt, dass es etwas Transzendentes im Leben gibt“, sagt die Pastoralreferentin.

Das Online-Angebot lasse sich gut in den Alltag integrieren, sagt Fries, daher habe das Organisations-Team die Exerzitien auch unabhängig von der Corona-Pandemie als digitales Angebot geplant. Die Erfahrungen bei den ersten Online-Exerzitien im September seien durchweg positiv gewesen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nicht nur aus Saarbrücken, sondern dem gesamten Saarland und anderen Bundesländern. 

Auf einen Blick:

Alltagsexerzitien online vom 4. bis 24. Januar 2021 mit Impulsen und digitalen Gruppentreffen jeweils montags und donnerstags, 19 Uhr. (Termine: 4., 7., 11., 14., 18., 21., Abschluss am 24.). Es besteht die Möglichkeit zu Einzelgesprächen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, an (möglichst) allen Gruppentreffen teilzunehmen und den Austausch vertraulich zu behandeln. Jeweils samstags kann von 10.30 bis 11 Uhr an  Yogaübungen teilgenommen werden. Der Tagesimpuls wird digital zur Verfügung gestellt. Alle Treffen werden als Videokonferenz abgehalten (keine Registrierung erforderlich).

Anmeldung unter: info(at)weltraum-saarbruecken.de

Weitere Infos unter: https://www.weltraum-saarbruecken.de/achtsamkeitsraum

 

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Bildung Information Politik / Gesellschaft Prävention Seelsorge Vermischtes welt:raum Saarbrücken
news-103804 Thu, 24 Dec 2020 15:25:06 +0100 Freude über Geschenketüten zu Weihnachten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/freude-ueber-geschenketueten-zu-weihnachten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_HAA_11a1f34498.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Heiligabendaktion 2020" />Weil aufgrund der Corona-Pandemie keine Weihnachtsfeier für Bedürftige stattfinden konnte, gab es bei der Heiligabendaktion in Saarbrücken stattdessen Geschenketüten mit Lebensmitteln. Saarbrücken – Die Heiligabendaktion in Saarbrücken ist eine große Veranstaltung für Menschen mit kleinem Geldbeutel. Bis zu 800 Menschen kommen jedes Jahr im Saarbrücker E-Werk zusammen, um bei Kaffee und Kuchen, einem warmen Essen sowie Geschenken und einem Bühnenprogramm an Heiligabend in Gesellschaft zu sein. Eine Feier dieser Größenordnung ist im Coronajahr 2020 undenkbar. Aber die Heiligabendaktion für Arme und Einsame im 51. Jahr ganz ausfallen lassen kam für die beiden großen Kirchen, die die Veranstaltung organisieren, nicht in Frage. Gemeinsam mit Ordnungsamt der Landeshauptstadt, der Unteren Bauaufsicht der Stadt Saarbrücken sowie der GIU als Verwalterin des E-Werks wurde organisiert, wie statt der gemeinsamen Feier coronagerecht Geschenketaschen verteilt werden können. Damit sich der Besucherandrang verteilt, wurden die Gäste dem Alter gestaffelt empfangen. Ein professioneller Sicherheitsdienst unterstützte die Ehrenamtlichen beim Schlangenmanagement. „Wir haben bereits um 11 Uhr statt wie geplant um 12 Uhr die Türen geöffnet, als draußen bereits zahlreiche Menschen standen und wir drinnen mit den Vorbereitungen fertig waren“, sagte Heiner Buchen, der vom Dekanat Saarbrücken an der Organisation beteiligt ist.

Bereits am Vortag haben rund 60 Helferinnen und Helfer 1000 Taschen mit Lebensmitteln im Wert von rund 25 Euro gepackt. Für Tierhalter gab es auf Wunsch Tierfutter, Kinder erhielten eine Extra-Geschenketüte mit einem Buch, Süßigkeiten und Spielsachen.

Für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhl oder Rollator gab es einen Extra-Eingang. Die anderen wurden durch das weihnachtlich geschmückte E-Werk gelotst, vorbei an einer geschnitzten Weihnachtskrippe. „Das war nicht ganz einfach, zu Weihnachten eine Krippe aufzutreiben“, so Buchen. Fündig wurden die Organisatoren in der Kirche St. Marien in Saarbrücken-Rußhütte, die derzeit geschlossen ist. Nach der Krippe kamen die Gabentische mit den Geschenketüten, die sich die Gäste kontaktlos nehmen können. „Da sind Sachen drin, die auch Obdachlose, die keine Möglichkeit zum Kochen haben, gut verzehren können, also etwa fertiger Kartoffelsalat, geschnittenes Brot und Aufschnitt“, erklärte Diakon Horst-Peter Rauguth. Die Heiligabendaktion der evangelischen und katholischen Kirche in Saarbrücken wird nicht über die Kirchensteuer, sondern ausschließlich über Spenden finanziert. Kosten auch in diesem Jahr – ohne warmem Essen und Bühnenprogramm – rund 30.000 Euro. Rauguth ist mit dem diesjährigen Spendenaufkommen zufrieden: „Sobald die Leute das Signal hatten, dass die Aktion stattfindet, kamen die Spenden“, sagte der Diakon. Das E-Werk wurde wie in den Vorjahren von der Gesellschaft für Innoation und Unternehmensförderung (GIU) mietfrei zur Verfügung gestellt.

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news-103802 Thu, 24 Dec 2020 13:03:00 +0100 Gott ist nah https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-ist-nah/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_1227_HT_11c05b4e93.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann richtet einen Weihnachtsgruß an die Gläubigen im Bistum Trier. Trier – „Gott liebt das Leben. Deshalb hat er die Welt und den Menschen erschaffen. Er will, dass sich dieses Leben entfaltet und Erfüllung findet. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, wird er selbst ein verletzlicher Mensch bis in die letzte Konsequenz. Wenn wir in unseren Anliegen zu Gott rufen, dann weiß er, wovon wir sprechen.“ Das sagt Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Weihnachtsgruß an die Gläubigen im Bistum Trier.

In der am Nachmittag des 24. Dezember veröffentlichten Videobotschaft erinnert Ackermann daran, dass die Verheißung des Namens „Immanuel – Gott ist mit uns“ gerade auch in den dunkelsten Stunden gelte. „Gott ist nah“, betont der Bischof. Gottes Sorge um die Menschheit werden oft sichtbar in anderen Menschen. Daher lud Ackermann ein, in den Weihnachtstagen besonders an die zu denken, die im Dienst für andere stehen und Verantwortung für das Gemeinwesen tragen, aber auch an Menschen, die sich über die Feiertage besonders einsam fühlen.

Der weihnachtliche Videogruß ist ab dem Nachmittag des 24. Dezember unter www.bistum-trier.de abrufbar sowie im YouTube-Kanal des Bistums.

(JR)

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news-103800 Wed, 23 Dec 2020 09:00:00 +0100 Kirche hilft Kunst: Wie Künstler die Messe verschönern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-hilft-kunst-wie-kuenstler-die-messe-verschoenern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_DOM_5640_2934544336.jpg" width="150" height="103" alt="" />Im Dekanat Neunkirchen können Pfarreien künftig Geld bekommen, um freiberufliche Künstler für die Gestaltung von Gottesdiensten zu engagieren. Spiesen-Elversberg/Neunkirchen – Die Gelegenheiten, öffentlich aufzutreten, sind für Sue Lehmann rar geworden. Die Coronakrise trifft die saarländische Sängerin sowie viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler hart: Auftritte und Konzerte sind abgesagt, die Einnahmen weggebrochen. „Zum Glück habe ich mit meiner Gesangsschule noch ein zweites Standbein und kann online unterrichten“, sagt die 50-Jährige. Sie kenne aber viele Kollegen, die nur von ihren Auftritten lebten und nun nicht mehr wüssten, wie sie ihre Kinder versorgen oder laufende Kosten für Miete und Versicherungen zahlen sollen.

Im Dekanat Neunkirchen können Pfarreien künftig Geld bekommen, um freiberufliche Künstler für die Gestaltung von Gottesdiensten zu engagieren. „Mit dem Projekt wollen wir Solidarität mit den von der Krise finanziell schwer gebeutelten Künstlerinnen und Künstlern zeigen. Die Idee ist, dass Sänger oder Instrumentalisten in unseren Gottesdiensten auftreten und dafür ein ihrem Aufwand angemessenes Honorar erhalten, das auch die Probenzeit und die Anfahrt umfasst“, erklärt Dechant Olaf Harig. Davon profitierten nicht nur die Künstler, sondern auch die Kirchengemeinden, ist er überzeugt. Denn ihnen fehlten bei der Gestaltung der Festgottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen aufgrund der Corona-Beschränkungen die Kirchenchöre und Musikgruppen.

Auch Sängerin Sue Lehmann, die am 26. Dezember um 10 Uhr in der Kirche St. Ludwig in Spiesen singen wird, freut sich über die Zusammenarbeit: "Es geht ja nicht nur um das Finanzielle, sondern auch um die Leidenschaft, seinen Beruf leben zu können und vor Leute aufzutreten", sagt sie.

Dass Auftritte von Solokünstlern zur Verschönerung der Gottesdienste beitragen, findet auch Kirchenmusiker Ralph Buchstäber, der die Sängerin auf der Orgel begleitet. Seitdem Gottesdienste wieder erlaubt sind, versuche er, die Messen musikalisch so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Dies werde durch das Verbot des Gemeindegesangs erschwert. „Kantor, Organist und Pastor singen abwechselnd die Strophen, mal vom Altar, mal von der Empore, so wird es nicht monoton“, sagt Buchstäber.

Möglich werden die Auftritte der selbständigen Künstler durch finanzielle Rücklagen des Dekanats: „Wir haben in den letzten Jahren sorgsam gehaushaltet, sodass wir nun unseren vier Pfarreien und unserer Pfarreiengemeinschaft je einen Fonds von 1000 Euro zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste an Weihnachten, Silvester und darüber hinaus zur Verfügung stellen können“, sagt Dechant Olaf Harig. Aufmerksam auf diese Art der Hilfe für selbständige Künstler ist der Dechant durch die Aktion „Kunst-Kultur-Kirche!" des katholischen Stadtdekanats Frankfurt. Kontakt zu den Künstlern bekam er über die „Aktion Künstler-Kollekte“, einer Kooperation der Pfarrgemeinde Friedrichsthal, dem PopRat Saarland und dem Magazin PopScene. Bei diesem Anfang November gestarteten Projekt treten Künstler im Gottesdienst auf und erhalten dafür die Kollekte der Messe. „Die Musik muss nicht klassisch sein, darf gerne auch grooviger sein, aber sie muss schon ,gottesdienstkompatibel‘ sein“, meint Harig. Für Sue Lehmann, die ursprünglich aus der Klassik kommt und sich in Jazz- und Musicalgesang weitergebildet hat, kein Problem: „Ich liebe es, in Kirche zu singen. Die Akustik ist herrlich, ganz ohne Mikrophon trägt hier die Stimme.“ Fünf moderne Weihnachtslieder wird die Sopranistin am Zweiten Weihnachtsfeiertag in Spiesen singen, darunter etwa „Mary’s Boy Child“ und „Have yourself a merry little Christmas“.

Der Auftritt von Sue Lehmann in seiner Kirche soll keine Eintagsfliege sein, verspricht Pastor Harig: Auch der Radiogottesdienst, der am 17. Januar im Saarländischen Rundfunk übertragen wird, soll von einem Künstler gestaltet werden.

(uk)

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news-103794 Tue, 22 Dec 2020 11:00:00 +0100 Aufruf zu Zuversicht in der Pandemie https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aufruf-zu-zuversicht-in-der-pandemie/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_IMG_1374_HT_d0b721f3e0.jpg" width="150" height="100" alt="Weihbischof Robert Brahm " title="Weihbischof Robert Brahm 2020" />Mit einem Weihnachtsgruß per Video wendet sich Weihbischof Robert Brahm an die Seniorinnen und Senioren in saarländischen Alten- und Pflegeheimen. Er will ein Zeichen setzen, dass die Kirche die Bewohnerinnen und Bewohner auch während der Pandemie fest im Blick hat. Saarbrücken/Trier – Mit einem Weihnachtsgruß per Video wendet sich der für das Saarland zuständige Weihbischof Robert Brahm an die rund 13.000 Seniorinnen und Senioren in saarländischen Alten- und Pflegeheimen. Mit der Aktion möchte der Weihbischof ein Zeichen setzen, dass die Kirche und ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen, für die besonders strenge Schutzmaßnahmen und begrenzte Besuchszeiten gelten, fest im Blick haben.

„Ich möchte Ihnen die Botschaft zusagen: Gott ist Mensch geworden. Im kleinen Kind in der Krippe sieht er uns an und sagt uns: Fürchtet euch nicht. Ich bin mit euch!“, sagt Brahm in dem viereinhalbminütigen Video. Auch wenn der fehlende Besuch der Kinder und Enkel in der Adventszeit und zu Weihnachten besonders schmerze und auch gemeinsame Aktionen in den Häusern wie Singen und Plätzchenbacken nicht möglich seien, appelliert Brahm an die Zuversicht: „Ich möchte Sie ermutigen: Respekt vor der Größe der Aufgabe zulassen, Demut sowie Mut im Blick auf die eigenen Kräfte entwickeln und aufmerksam bleiben für das, was um mich herum geschieht.“ Der Weihbischof lädt die Seniorinnen und Senioren ein, für ihre Angehörigen zu beten und im Gebet ihre Sehnsucht nach Hoffnung, nach Kraft und auf ein Ende der Pandemie zum Ausdruck zu bringen.

Die Geburt des göttlichen Kindes biete jedem ein Stück Nestwärme und Heimat und berechtige auch in einer beschwerlichen Zeit zur Freude. „Mit dem Kind in der Krippe bringen wir in Gedanken das Leben, die Botschaft des Lebens zu den Menschen. Das kann unsere Aufgabe als Christen heute sein: Lasst uns Krippenträgerinnen und -träger in der Pandemie sein!“, sagte Brahm. Er versprach, die Seniorinnen und Senioren in seine Gebete einzuschließen. 

Der Weihnachtsgruß des Weihbischofs kann jederzeit auf Youtube abgerufen werden unter:

https://youtu.be/wyLllz4lRQs

(uk)

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news-103780 Tue, 22 Dec 2020 08:34:00 +0100 Die Bücherei - ein Ort von Kirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-buecherei-ein-ort-von-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_KOEB_Losheim_GeorgHennes_ae55c9a1f3.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KOEB Losheim GeorgHennes" />Das ehrenamtliche Team der katholischen öffentlichen Bücherei St. Peter und Paul (KöB) Losheim ist vom Bistum Trier für ihr vielfältiges Engagement gewürdigt worden. Losheim – Das ehrenamtliche Team der katholischen öffentlichen Bücherei St. Peter und Paul (KöB) Losheim ist vom Bistum Trier für ihr vielfältiges Engagement gewürdigt worden. „Die Bücherei ist ein gelungenes Beispiel für einen ‚Ort von Kirche‘“, begründet Dorothee Steuer von der Büchereiarbeit im Bischöflichen Generalvikariat Trier die Ehrung.

 

Die Bücherei sei beispielhaft für einen kirchlichen Ort, der als Treffpunkt und Begegnungsort genutzt wird. Die Leiterin Rita Lillig führt dazu folgendes Beispiel an: „Hier treffen sich am Sonntagvormittag oder Mittwochnachmittag Menschen, die nicht immer nur Bücher ausleihen wollen. Oft kommt es auch zu Gesprächen, die sowohl Alltagsfragen, aber auch ganz zentrale Lebensfragen betreffen. Wenn es also ein pastorales Anliegen ist, Menschen mit ihren Fragen, Freuden und Sorgen anzunehmen, so sind KöB Orte, an denen solche Seelsorge geschieht.“

 

Hinzukommt, dass die Bücherei ein wichtiger Bildungspartner für die Kita und die Schulen ist. Zwölf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und zwei junge ehrenamtliche Männer versorgen diese Einrichtungen regelmäßig mit Medien, geben Büchereiführungen oder organisieren Vorleseaktionen und Autorenlesungen.

 

„Die Tätigkeit in der Bücherei macht uns großen Spaß, weil wir Bücher und das Lesen lieben“, erklärt Leiterin Rita Lillig und ergänzt: „Wir haben Freude daran, Menschen zu begegnen und uns auszutauschen“. Das Team engagiert sich gerne für die Bücherei. „Der rege Besuch und die Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen zeigt uns regelmäßig, wie lohnenswert unser ehrenamtlicher Einsatz ist.“ Ihr persönliches Fazit lautet daher: „Büchereiarbeit macht große Freude!“

 

Das spürt auch Dorothee Steuer. Sie hebt die sehr aktive und seit vielen Jahren erfolgreiche Büchereiarbeit in Losheim hervor. „Die KöB zeichnet sich aus durch eine gute, jahrelange Vernetzung mit der Zivil- und der Kirchengemeinde. Beide haben schon seit vielen Jahren ihre Verantwortung für die Bücherei wahrgenommen und sie in vielen Anliegen und Innovationen unterstützt.“

 

Die katholische Bücherei besteht seit rund 170 Jahren und die jetzige Würdigung motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch einmal, sagt Rita Lillig: „Die Auszeichnung wird das Team und mich für unseren weiteren Einsatz stärken, denn sie ist eine große Ehre und zeigt mir, dass das ehrenamtliche Engagement allgemein einen hohen Stellenwert innehat und anerkannt wird“.

 

Insgesamt werden in diesem Jahr fünf KöB im Bistum Trier geehrt „Diese Büchereien stehen exemplarisch und stellvertretend für die vielerorts sehr aktiven und engagierten Büchereiteams“, betont Dorothee Steuer.

Die rund 150 KöB im gesamten Bistum ermöglichen Menschen, unabhängig von Alter und Konfession den freien Zugang zu Literatur und Medien in erreichbarer Nähe und tragen zum Miteinander der Generationen bei.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Büchereien 600.000 Ausleihen und mehr als 215.000 Besucherinnen und Besucher. Die 1.200 ehrenamtlichen Frauen, Männer und Jugendliche setzen sich für regelmäßige Leseangebote und Sprachförderung von Kindern ein; oft in enger Zusammenarbeit mit Kitas, Grundschulen und anderen Einrichtungen.

Hintergrund:

Rund 80.000 Menschen engagieren sich in über 180 verschiedenen Diensten und Bereichen ehrenamtlich im Bistum Trier. Um ihren Einsatz zu würdigen und ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen, zeichnet das Bistum jährlich stellvertretend Einzelpersonen und Initiativen aus. Meist geschieht dies im Rahmen der Heilig-Rock-Tage oder während eines Festakts in Trier: Großveranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie in dieser Form 2020 nicht stattfinden konnten. Stattdessen werden die Urkunden und Medaillen den Ausgezeichneten in diesem Jahr persönlich vor Ort überreicht.

Seit einigen Jahren würdigt der Bischof auch Initiativen und Projektideen, die beispielhaft Aspekte gelingenden Engagements zeigen und die durch die Würdigung einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden.

Informationen rund um die Ehrenamtskultur und die Arbeit für und mit Ehrenamtlichen gibt es beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de und unter www.ehrenamt.bistum-trier.de.

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news-103797 Mon, 21 Dec 2020 16:09:52 +0100 Die Welt heilen – mit Musik und Gemeinschaft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-welt-heilen-mit-musik-und-gemeinschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_Unbenannt-1_03_6ee3155389.jpg" width="150" height="83" alt="" />Ein Chor mit 150 Musikern aus der Region hat einen Song für Nächstenliebe und Solidarität produziert. Wittlich – Ein Zeichen der Hoffnung, Gemeinschaft und Nächstenliebe – auch über Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln hinweg: Über 150 Musikerinnen und Musiker aus der Region haben sich vor Weihnachten in einem großen virtuellen Chor zusammengetan und den berühmten Song „Heal the World“ von Michael Jackson gemeinsam aufgenommen und in einem Video veröffentlicht.

Die Idee zum Projekt kommt von der Band „at.tension“, jungen Musikerinnen und Musikern aus Wittlich und Umgebung, die sich auch als Gruppenleiterinnen in der Jugendarbeit der Pfarreiengemeinschaft engagieren. Schon 2019 initiierten sie ein ähnliches Großprojekt unter dem Titel #WILstaytogether, das für Toleranz und gegenseitige Achtung werben sollte und an dem sich damals 100 Musiker beteiligten. „Gerade jetzt, in diesen schweren Zeiten, sind es doch Werte wie Zusammenhalt und Nächstenliebe, die wir dringend benötigen!“, schrieb die Band in dem Aufruf, auch 2020 an den Aufnahmen zu „heal the world“ mitzuwirken. Denn das Jahr habe gezeigt, dass diese Botschaft nach wie vor genauso aktuell und wichtig sei wie vor einem Jahr. „Die Pandemie, anhaltender Rassismus, Terror und Krieg, Flüchtlingskrisen und Hunger sind nur einige Beispiele dafür, dass die Welt noch nicht so ist, wie wir sie uns wünschen“, so die jungen Bandmitglieder.

Am 18. Dezember war es so weit und das Musikvideo konnte online gehen – mit einer Beteiligung von über 150 Musikerinnen und Musikern übertraf es die Erwartungen des letzten Jahres. Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt habe man überlegt, ob es neben dem musikalischen Zeichen gelingen könne, die Welt mit dem Projekt wirklich ein Stück zu „heilen“, so die Band „at.tension“. Deshalb unterstütze der Projektchor mit dem Video die Aktion #CharityForPorta. Für jeden Click, den das YouTube-Video in den ersten 3 Wochen erhält, werden Sponsoren einen im Vorhinein genannten Betrag spenden. Das Geld werde dann direkt an #CharityForPorta gespendet und komme den Angehörigen der Opfer zugute.

Das Video ist unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=pWwVzwZ8KGk abrufbar.

(sb)

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news-103795 Mon, 21 Dec 2020 14:18:42 +0100 Seelsorgerisch, betend und liturgisch präsent sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seelsorgerisch-betend-und-liturgisch-praesent-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_dbk-logo_ba57743441.jpg" width="150" height="125" alt="" />Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Arbeitshilfe "Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen" veröffentlicht. Bonn/Trier – Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 21. Dezember 2020 eine Arbeitshilfe zum gottesdienstlichen Umgang der Kirche mit sogenannten Großschadensereignissen veröffentlicht. Sie dient als praktische Handreichung für die Planung und Durchführung von Trauerfeiern und Gottesdiensten.

Immer wieder erschüttern Katastrophen die Gesellschaft. Naturkatastrophen und Ereignisse aufgrund menschlichen Versagens zählen dazu ebenso wie gezielte Angriffe auf Leib und Leben anderer, so zum Beispiel die Amokläufe von Erfurt (2002) und Winnenden (2009), die Tsunami-Katastrophen von 2004 und 2011, das Love-Parade-Unglück 2010 in Duisburg, der Germanwings-Absturz in den französischen Alpen 2015, der Amoklauf von München 2016, der Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz kurz vor Weihnachten 2016 oder die Amokfahrt in Trier am 1. Dezember 2020.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der auch Vorsitzender der Liturgiekommission der DBK ist, betont im Vorwort der Arbeitshilfe: „Angesichts solcher Taten und Geschehen ist es selbstverständlich und notwendig, dass die Kirche seelsorgerisch, aber auch betend und liturgisch präsent ist.“ Nach derart traumatisierenden Ereignissen komme daher auch den zentralen Gottesdiensten eine hohe gesamtöffentliche Bedeutung zu. „Durch das plurale Gepräge der Gesellschaft erübrigt sich kirchliches Handeln offensichtlich nicht“, hält Bischof Ackermann fest, „steht aber – ebenso offensichtlich – vor der Aufgabe, hierauf adäquat zu reagieren“. Hierzu gehöre auch die wachsende Erfordernis, bei Gedenk- und Trauerfeiern Angehörige anderer Religionen in geeigneter Weise einzubinden. „Dies alles bringt für uns als Kirche spezifische theologische und praktische Herausforderungen mit sich, für deren Bewältigung wir Bischöfe nun Orientierung geben wollen.“

Die Arbeitshilfe „Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen“ versteht sich als unmittelbar anwendungsbezogene Handreichung und richtet sich an alle kirchlichen Akteure und Entscheidungsträger, die – professionell oder im Akutfall – mit der Vorbereitung und Durchführung solcher Feiern befasst sind. Neben Fragen von Zeitpunkt und Form der Feier geht die Arbeitshilfe auch auf Fragen von Symbolik, Raum und Ritual sowie Angehörige, Notfalldienste und Opfer ein. Elemente einer Feier werden ebenso vorgestellt wie mögliche Räume für Trauergottesdienste. Außerdem werden Fragen der Medienarbeit behandelt. In einem Anhang bietet die Arbeitshilfe geeignete Bibelstellen für diese Form von Gottesdiensten und Bausteine für Trauerfeiern nach Katastrophen.

Die Arbeitshilfe „Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen“ erscheint in der vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen Reihe Arbeitshilfen (Nr. 317) und kann im Internet auf www.dbk.de unter Publikationen bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

(red)

 

 

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news-103787 Thu, 17 Dec 2020 14:05:45 +0100 Zwischen Guerilla, Drogenkrieg und Strandfeeling https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwischen-guerilla-drogenkrieg-und-strandfeeling/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Adveniat_Padre-Luis-Carlos_Sankt-Helena-Schule_725aad9ade.jpg" width="150" height="100" alt="" />Adveniat-Gast Padre Luis Carlos berichtet den Schülerinnen und Schülern der St. Helena-Schule von seiner Arbeit mit jungen Menschen in Kolumbien. Trier – Tropische Palmen, ein Strand wie aus dem Urlaubskatalog und eine junge Kolumbianerin mit im Wind flatternden bunten Tüchern, die ein Lied über gegenseitigen Respekt singt: Das Musikvideo, das an diesem tristen grauen Dezembertag über die Leinwand flimmert, bringt fast so etwas wie exotisches Flair in die Sankt-Helena-Schule in Trier. Die Schülerinnen und Schüler, die hier ihre Ausbildung zu Erziehern absolvieren, sitzen coronakonform mit Maske und in gebotenem Abstand in der Aula. Sie sind an diesem Vormittag hier, um von dem diesjährigen Gast des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Padre Luis Carlos Hinojosa Moreno, mehr über die Situation der Menschen in Kolumbien zu erfahren. Was in der Bildsprache des Videos daherkommt wie eine schöne Werbung für die nächste Reise in den bevölkerungsmäßig zweitgrößten Staat Südamerikas, erhält jedoch durch den spanischen Song-Text eine tiefergehende Botschaft, die zusammengefasst ungefähr lautet: Wir leben in einem wunderschönen Land, aber vieles liegt im Argen und wir sehnen uns nach Respekt, nach gutem Zusammenleben, nach Frieden und einer Zukunft für junge Menschen.

Leben zwischen Guerilla und Paramilitärs

All das sind Themen, für die sich Padre Luis Carlos seit Jahrzehnten als Priester in seinem Heimatland und durch Partnerschaften mit Hilfsorganisationen wie Adveniat überall auf der Welt einsetzt. In der Pazifikregion Kolumbiens leben rund 162 Millionen Menschen, davon rund zwei Drittel Afrokolumbianer und 15 Prozent Indigene, erzählt Luis Carlos. In seinem Bistum Quibdó im Bundesland Chocó prägen seit Jahrzehnten Krieg und Gewalt das Leben der Menschen. „Die jungen Leute bei uns haben oft nur die Wahl: Schließe ich mich der Guerilla an, oder den Paramilitärs? Letztere halten das Land im Namen des Militärs oder der Großgrundbesitzer besetzt.“ Hinzu komme der Drogenhandel, den die meisten Gruppen zur Finanzierung ihrer Ziele nutzten. Seit Jahrzehnten leide sein Heimatland unter bewaffneten Konflikten; das Interesse der Mächtigen im Land gelte häufig nur den Bodenschätzen und nicht der eigenen Bevölkerung. Auch nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der größten Rebellenbewegung des Landes, der FARC, 2016, sei kein Friede eingekehrt. Andere bewaffnete und kriminelle Gruppen hätten das Machtvakuum in der überwiegend schwer zugänglichen Pazifikregion im Nordwesten Kolumbiens übernommen. „Die Schönheit Kolumbiens ist in Gefahr – und das sehen auch viele junge Menschen so. Einmal kamen zehn junge Männer zu mir – sie sollten von Drogenhändlern rekrutiert werden – und wollten das nicht. ‚Wir möchten eine bessere Zukunft‘, haben sie gesagt. Deshalb haben sie mich um die Hilfe und den Beistand der Kirche gebeten“, erzählt Luis Carlos, der seit zehn Jahren der Leiter der Sozialpastoral (ähnlich der Caritas in Deutschland) seines Bistums ist. „Wenn jemand aussteigen will und zu viel weiß, ist sein Leben in Gefahr. Die jungen Leute haben die Gruppe Allianca Urbana gegründet; sie arbeiten an Schulen sowie auf den Straßen mit Jugendlichen und möchten ein Vorbild für andere junge Leute sein.“

Schlüssel zu einer besseren Zukunft

Gerade in der derzeitigen Situation der Corona-Pandemie litten die Menschen noch mehr. „Die Situation im Chocó ist einfach nur schrecklich“, sagt Padre Luis Carlos. Das Gesundheitssystem sei marode, die Kontaktsperren würden kaum akzeptiert. „Und wer nicht zum Arbeiten rausgeht, hat nichts zu essen“, fasst der 50-Jährige die schier ausweglose Situation zusammen. Daher sei die Unterstützung durch Hilfsprojekte wie die Adveniat-Aktion doppelt wichtig. Für Padre Luis Carlos ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für alle das gegenseitige Verständnis und Lernen. Deshalb setzt er sich auch in der „Interethnischen Wahrheitskommission in der Pazifikregion“ (CIVP) ein, die die Versöhnung zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen anstrebt. Auch das Ausbildungskonzept für die Priesteramtskandidaten im Bistum Quibdó habe er entsprechend angepasst: Während des Einführungsjahres leben die künftigen Studenten am Stadtrand, um die Lebensrealität und die pastorale Wirklichkeit in den armen Gemeinden unmittelbar zu erleben. „Ich habe als junger Mann Anthropologie studiert, weil ich mich sehr für verschiedene Kulturen interessiere. Eine Zeit habe ich als junger Priester in indigenen Gemeinden gelebt und sehr viel von ihnen gelernt – wie man würdevoll leben kann im Einklang mit dem Land, der Natur und mit Gott.“ Denn auch ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt sei für die Menschen in ganz Lateinamerika überlebenswichtig: Verschmutzung der Flüsse, Abholzung der Wälder – all das raube den Menschen zusätzlich die Lebensgrundlage.

Für Padre Luis Carlos, der nun für zwei Jahre in Deutschland im Partnerbistum Aachen mit Adveniat und anderen Organisationen an der Partnerschaft mit Lateinamerika arbeitet, sind der Austausch und das Voneinander-Lernen der Kulturen entscheidend. Das Motto der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion „ÜberLeben auf dem Land“ bedeute ganz konkret für jeden fünften Menschen in Lateinamerika und der Karibik, ausgeschlossen und abgehängt zu sein. Auf die Frage der jungen angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Sankt Helena-Schule, wie sie von hier konkret helfen können, hat er mehrere Vorschläge: „Informieren Sie sich über Kolumbien, über Lateinamerika und die Menschen dort, unterschreiben sie Petitionen an EU, UN oder an die Regierungen Lateinamerikas, die den Klimaschutz und die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen fordern. Helfen Sie durch Spenden für Projekte wie die von Adveniat oder anderen Organisationen.“ Padre Luis Carlos Ziel? Dass das Leben für die arme Bevölkerung seiner Heimat ein klein wenig mehr so wird wie in dem Musikvideo.

Weitere Informationen gibt es unter www.adveniat.de/engagieren/weihnachtsaktion.

(sb)

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news-103783 Wed, 16 Dec 2020 16:30:39 +0100 Heller denn je: Die Welt braucht frohe Botschaft der Sternsinger https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heller-denn-je-die-welt-braucht-frohe-botschaft-der-sternsinger/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/c/csm_Digitaler_Sternsinger-Besuch_052cb4053b.jpg" width="150" height="99" alt="" title="Digitaler Sternsinger Besuch" />Die Sternsingeraktion wird wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen in veränderter Form unter dem Motto „kontaktlos – solidarisch – kreativ!“ stattfinden. Auch der Zeitraum ist verlängert. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Solidarisch sein, sich für andere einsetzen, und anderen Menschen einen Lichtblick in tristen Zeiten bescheren: Gerade jetzt scheint die Botschaft der Sternsinger aktueller denn je. Doch auch die Sternsingeraktion wird wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen in veränderter Form unter dem Motto „kontaktlos – solidarisch – kreativ!“ stattfinden, wie das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Träger der Aktion nun angekündigt haben.

Konkret bedeutet dies, dass ein „von Haus zu Haus gehen“ während der ausgesetzten Schulpräsenzpflicht (Stand aktuell im Saarland bis zum 10. Januar, in Rheinland-Pfalz bis zum 16. Januar) nicht stattfinden soll – zum Schutz besonders älterer Menschen. „Wir empfehlen den Sternsingergruppen, in der jetzigen Situation auf einen Besuch der Menschen an den Haustüren zu verzichten“, erklärten Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, und Domvikar Stefan Ottersbach, Bundespräses des BDKJ. Stattdessen setze man gemeinsam mit den Sternsingern in den bundesweit rund 10.000 Pfarreien auf ein kontaktloses Sternsingen mit alternativen Aktionsformen: So können Segensbriefe und -pakete zugeschickt oder verteilt werden, die Segensbotschaft digital aufgenommen oder in Gottesdiensten und Sternsinger-Andachten der Segen ausgegeben werden, etwa in Form von Segensaufklebern oder gesegneter Kreide. Auf der Website www.sternsinger.de/corona gibt es weitere Tipps für die Gruppen, wie die Aktion in Corona-Zeiten organisiert werden kann. Auf der Seite besteht zudem die Möglichkeit, eine Spendenaktion für die eigene Pfarrei anzulegen.

„Die Welt braucht eine frohe Botschaft und die Kinder in den Ländern der Einen Welt brauchen unsere uneingeschränkte Solidarität, die nicht an Landesgrenzen endet. Das zeigen wir dieses Jahr auch beim Sternsingen“, erklärt Ottersbach. Die Corona-Pandemie habe dramatische Folgen insbesondere in den Ländern des globalen Südens. Um den Gruppen vor Ort die Möglichkeit zu bieten, die neuen Konzepte umzusetzen, wird die Aktion bis zum 2. Februar verlängert. Der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg sagte, für den Fall einer Lockerung des Lockdowns Mitte Januar könne eventuell individuell vor Ort entschieden werden, ob Kinder und Jugendliche zum Sternsingen in kleinen Gruppen von maximal drei Personen unter Einhaltung der AHA-Regeln doch noch ausgesandt werden. Ein wesentliches Kriterium müsse dann die Inzidenzrate vor Ort sein. Der bistumsweite Aussendungsgottesdienst am 30. Dezember im Trierer Dom wird nicht stattfinden.

Der BDKJ im Bistum Trier informiert derzeit die Sternsingergruppen vor Ort über die neuen Entwicklungen. In einem Methodenkoffer für Kinder- und Jugendarbeit hat der BDKJ unter dem Padlet-Link www.t1p.de/Methodenkoffer-Jugendarbeit weitere Informationen zur Aktion zusammengestellt. Alle kontaktlosen Aktionsformen können unter dem Hashtag #hellerdennje gepostet und so zusammengeführt werden. Die Themenseite des Bistums zum Fest „Dreikönig“ (Epiphanie) ist unter https://t1p.de/Sternsinger zu finden.

(sb)

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news-103779 Wed, 16 Dec 2020 09:00:00 +0100 Interreligiöses Friedensgebet in Corona-Zeiten: Gemeinsamer Film statt Gebetstag https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/interreligioeses-friedensgebet-in-corona-zeiten-gemeinsamer-film-statt-gebetstag/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_Int-Dialog_Collage_227f0082b1.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Int Dialog Collage" />Um ein Zeichen der Hoffnung in Zeiten der Corona-Pandemie zu senden, haben die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs in Saarbrücken erstmals einen gemeinsamen Kurzfilm unter dem Motto "Am seidenen Faden" gedreht. Saarbrücken – Um ein Zeichen der Hoffnung in Zeiten der Corona-Pandemie zu senden, haben die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs in Saarbrücken erstmals einen gemeinsamen Kurzfilm gedreht. „Da wir in diesem Jahr leider nicht wie gewohnt zu unserem ,Friedensgebet der Religionen‘ einladen konnten, haben wir nach einem neuen Format gesucht, unser Anliegen – nämlich gegenseitigen Respekt, Wertschätzung, Frieden und Zusammenhalt – auszudrücken“, sagt Pastoralreferent Heiner Buchen vom Dekanat Saarbrücken. „Am seidenen Faden“ heißt der Film, den junge Kreative von „fugeefilms“ produziert haben.

Aus unterschiedlichen Perspektiven thematisiert der Film die bedrängenden Situationen, in die die Pandemie die Menschen und das gesamte öffentliche Leben hineingezogen hat. „Was hängt für mich zur Zeit am seidenen Faden?“ Diese Frage beantworten die Vertreter der Religionen zu Beginn des Films aus ihrer jeweiligen Perspektive unterlegt von Geigenmusik – gespielt von der Saarbrücker Musikstudentin Irem Atalay. „Am seidenen Faden hängt das Leben von vielen Menschen zum Beispiel von vielen Muslimen, die versuchen, irgendwohin von Krieg zu fliehen. Sie stoßen auf geographische, politische Grenzen, die von Politikern oft hergestellt wurden“, sagt Riad Katta von der Islamischen Gemeinde Saarland. Ferah Aksoy-Burkert von der Bahá’í Gemeinde Saarbrücken sorgt sich um den Zustand der Erde und der Menschheit: „Corona, Flüchtlingskrise, Wirtschaftskrise, Rassismus, Klimawandel und vieles mehr: Die Welt ist aus den Fugen geraten. Mich beschäftigt das. Und ich frage mich, wie wir gemeinsam diese Themen lösen können. Ist es nicht notwendig, wieder zum Wesentlichsten zurückzukehren?“ Optimistischere Töne kommen vom Saarbrücker Dechanten Benedikt Welter: „Leben am seidenen Faden? Für mich eher: Leben auf einem tragenden Grund. Denn was verletzlich und gefährdet ist im Leben, das hat für mich etwas zu tun mit dem Kreuz, von Gott ist es getragen. Auch wenn es wackelt auf der Erde und es eng wird: Da Gibt es eine Weite, die mich durchatmen lässt.“

Den Gedanken folgen Ausschnitte aus den heiligen Schriften sowie ein Wunsch. So bittet etwa Elif Yarar von der türkisch-islamischen Ditib Saarbrücken: „Oh Barmherziger! Heile uns und die Menschen von Krankheit, Schütze die Schwachen und Kranken. Gib uns Kraft, diese schwierige Zeit zu überwinden.“ Rudolf Alexander vom evangelischen Kirchenkreis Saar-West bittet: „Gütiger Gott, wir gehen durch eine Welt voll Zwielicht und Schatten. Lass dein Licht in unseren Herzen auferstrahlen und führe uns durch das Dunkel dieses Lebens in deine unvergängliche Klarheit.“

Zum Abschluss des Films tragen die Studierenden Julie Makumbi Pontes Zola aus Brasilien und Johannes Müller gemeinsam das Gebet der Vereinten Nationen vor, in dem es heißt: „Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden. Nicht von Hunger und Furcht gequält. Nicht zerrissen in Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und die Voraussicht schon heute mit diesem Werk zu beginnen. Damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen ,Mensch‘ tragen.“

Hintergrund:

Der Film wurde gefördert von der Partnerschaft für Demokratie im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ sowie der Landeshauptstadt Saarbrücken und Saartoto. Dem Interreligiösen Dialog gehören an: Synagogengemeinde Saar, Katholisches Dekanat Saarbrücken, Evangelischer Kirchenkreis Saar-West, Islamische Gemeinde Saarland, Türkisch-Islamische Gemeinde DITIB Saarbrücken, Alevitische Gemeinde Saarland, Bahá’í Gemeinde Saarbrücken, Islamisches Kulturzentrum Saarbrücken, AISA (Association Internationale Sufi Alawiya) Saar-Lor-Lux, Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft, das Forum für interkulturelle Begegnungen Ramesch sowie das Zuwanderungs- und Integrationsbüro Saarbrücken. 

Eine Kurzversion des Films „Am seidenen Faden“ steht online unter:

https://youtu.be/tFTwOHJyTnA

(uk)

 

 

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Saarbrücken bistum-trier Seelsorge / Pastoral Information Kultur Ökumene Politik / Gesellschaft Prävention Schöpfung
news-103778 Tue, 15 Dec 2020 11:42:38 +0100 Weihbischof Brahm plant Videobotschaft zu Weihnachten für Heimbewohner https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-brahm-plant-videobotschaft-zu-weihnachten-fuer-heimbewohner/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_Gesprach-Monika-Bachmann_Seelsorge-in-Altenheimen_d2e4c4c593.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Gesprach Monika Bachmann Seelsorge in Altenheimen" />Wie kann der Spagat zwischen dem Gesundheitsschutz der Heimbewohner und den für sie notwendigen sozialen Kontakten gelingen? Welche Rolle spielt dabei die Seelsorge? Darüber sprachen Vertreter beider Kirchen mit der saarländischen Ministerin für Gesundheit und Soziales Monika Bachmann (CDU). Saarbrücken – Wie kann Seelsorge an Weihnachten in Zeiten der Corona-Pandemie für die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflege- und Altenheimen im Saarland gestaltet werden? Diese Frage war Thema eines informellen Austauschs von Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, darunter Weihbischof Robert Brahm, mit der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Donnerstag, 10. Dezember, in Saarbrücken.

Es sei eine permanente Herausforderung, zwischen dem Gesundheitsschutz und der für das emotionale Wohlbefinden notwendigen sozialen Kontakte abzuwägen, waren sich alle Beteiligten einig. „Es geht nicht nur um die Gesundheitssorge, sondern immer auch um die Sorge für die Seele der Bewohnerinnen und Bewohner“, sagte Weihbischof Robert Brahm. Er kündigte an, für die Heimbewohner eine Weihnachtsbotschaft per Video aufzuzeichnen, die den Alten- und Pflegeheimen zugeschickt werden soll. Denn aufgrund der nach wie vor besorgniserregenden Infektionslage werde es über Weihnachten in den Einrichtungen bedauerlicherweise weiterhin Einschränkungen geben, sagte Ministerin Bachmann und betonte: „Auch über die Weihnachtfeiertage wollen wir einen genauen Blick auf das Lebensgefühl und die Lebensbedingungen der vulnerablen Gruppen im Saarland werfen. Gerade in solch fordernden Zeiten ist es wichtig gezielte Maßnahmen zur Förderung des Wohlbefindens der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Pflege- und Altenheime zu erarbeiten.“

Pfarrer Clemens Grünebach vom Dekanat Saarbrücken wies auf viele kreative Lösungen hin, die seit Beginn der Pandemie in vielen Kirchengemeinden gemeinsam mit den Trägern der Altenheime gefunden worden seien, um in Kontakt mit den Bewohnern zu bleiben. Dazu zählen etwa Telefongottesdienste oder Gottesdienste im Freien, bei denen die Bewohnerinnen und Bewohner am Fenster mitfeiern können. Die Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Sulzbach, Anneliese Maas, berichtete von ihren Besuchen bei Trauernden, die während des ersten Lockdowns im Frühjahr schwer darunter gelitten hätten, wenn Besuche bei den Angehörigen wegen der Corona-Beschränkungen nur selten oder gar nicht hätten stattfinden können. „Die Menschen hungern nach Kontakt und Spiritualität“, sagte Diakon Wolfang Schu von der Caritas Trägergesellschaft (cts), der auch selbst als Seelsorger in diversen Altenheimen tätig ist.

„Wir wollen allen Saarländerinnen und Saarländern trotz dieser aktuellen, überwältigenden Lage ein weitgehend besinnliches Weihnachten ermöglichen“, sagte Bachmann. Dafür stehe ihr Haus in ständigem Austausch mit den Heimleitungen und den Kirchen. „Für diese Unterstützung, sowie für die bedeutende Arbeit möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken“, so die Ministerin. Weihbischof Brahm dankte Bachmann wiederum für die Gesprächsbereitschaft: „Wir als Kirchen stehen in der Sorge um die Menschen in den Altenheimen an Ihrer Seite!“ Es wurde vereinbart, sich künftig zweimal im Jahr zu einem informellen Austausch zu treffen.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Information Ökumene Politik / Gesellschaft Prävention Seelsorge Vermischtes
news-103777 Tue, 15 Dec 2020 09:11:15 +0100 50 Jahre Kirchenrechner: Bistum zeichnet Manfred Stegmann aus Perl aus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/50-jahre-kirchenrechner-bistum-zeichnet-manfred-stegmann-aus-perl-aus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_Stegmann-Kirchenrechner-014_8f5a71e573.jpg" width="150" height="93" alt="" title="Manfred Stegmann Kirchenrechner 014" />Als Kirchenrechner hat Manfred Stegmann (75) die Pfarrei in Tettingen-Butzdorf wieder auf finanziell stabile Füße gestellt. Darüber hinaus engagiert er sich vielfältig für die Kirchengemeinde - das Bistum sagt: Danke. Perl – Für sein herausragendes Engagement seit fünf Jahrzehnten für die Pfarreiengemeinschaft Perl, insbesondere in der Kirchengemeinde St. Remigius Tettingen-Butzdorf dankt das Bistum Trier Manfred Stegmann mit der Verleihung der Bistumsurkunde. Am Sonntag, 13. Dezember, hat die Leiterin der Abteilung Ehrenamtsentwicklung des Bistums, Michaela Tholl, im Auftrag von Bischof Stephan Ackermann dem 75-Jährigen die Auszeichnung übergeben. „An einem Tag wie heute gilt es Dir, lieber Manfred, Danke zu sagen für all die Leistungen zum Wohle unserer Kirchengemeinden, Danke zu sagen für die unzähligen Stunden und Dein persönliches Engagement, dass unvergessen bleiben wird und seines Gleichen sucht. Danke zu sagen für Deinen Dienst, der Teil Deines Lebens wurde und zum Segen für unsere Pfarrgemeinden“, würdigte auch Pfarrer Uwe Janssen den Geehrten. Im Namen der Gemeinde schenkte er Stegmann ein Gemälde, von ihm persönlich gab es eine Ikone. 

„Seit der Kindheit steckt mir die Sache mit der Kirche im Blut. Meine Motivation zu helfen, liegt in meinem Glauben“, sagt Stegmann. Die Auszeichnung betrachte er als „Abschluss meines Lebenswerks“. Seit seinem zehnten Lebensjahr ist der aus Klotten (bei Cochem) stammende Vater einer Tochter in der Kirche ehrenamtlich engagiert. Er baute die Jugendarbeit seines Heimatortes auf und gründete die Pfadfindergruppe. Im Juni 1970 zog der gelernte Bankkaufmann der Liebe wegen nach Tettingen-Butzdorf. Drei Monate später rief der damalige Pastor Rose aus Not bei seiner Verwandten an: Stegmann möge doch bitte schnell vorbeikommen. „Da bekam ich eine Kiste mit Kirchenrechnungen in die Hand gedrückt, ich möge mich derer annehmen“, erinnert sich der Geehrte lachend. Seitdem – also nun bereits 50 Jahre – hat er das Amt des Kirchenrechners inne. „Mit sehr viel Fleiß und Energie und ebenso durch sein qualifiziertes Fachwissen“ sei es Stegmann gelungen, die Finanzen der einzelnen Pfarrgemeinden auf eine solide Grundlage zu stellen und zu sanieren, sagte Pfarrer Janssen.

Seit 1969 sitzt Manfred Stegmann im Pfarrgemeinderat, seit 2009 ist er der Vorsitzende. Seit zehn Jahren ist er zudem Vorsitzender im Pfarreienrat Perl und hat dort unter anderem die Pfarrbriefverwaltung aufgebaut, die Pflege der Außenanlagen im Kirchengemeindeverband und die Kirchenreinigung neu geordnet. Er initiierte zudem das Begrüßungsgeschenk für die Täuflinge. Zudem ist Stegmann Datenschutzbeauftragter für die gesamte Pfarreiengemeinschaft Perl. Über 20 Jahre lang war er Kommunionhelfer, saß zwei Wahlperioden im Dekanatsrat, engagierte sich im Helferdienst des Bistums.

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Saarbrücken bistum-trier Ehrenamt Kirchliche Räte Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103768 Mon, 14 Dec 2020 08:00:00 +0100 Kochmarathon im Pfarrhaus: Saar-Pastor kocht bei „Das perfekte Dinner“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kochmarathon-im-pfarrhaus-saar-pastor-kocht-bei-das-perfekte-dinner/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_B746_3_Foto-Lars-1_e0b7e7aab6.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Pastor Lars Meiser" />Pastor Lars Meiser aus Saarbrücken-Altenkessel stellt in der Woche vom 14. bis 18. Dezember bei der TV-Show "Das perfekte Dinner" seine Kochkünste unter Beweis. Saarbrücken – Wasser zu Wein machen kann Pastor Lars Meiser aus Saarbrücken-Altenkessel freilich nicht, dafür aber seine Kochkünste bei der Fernseh-Show „Das perfekte Dinner“ unter Beweis stellen. Ob der 37-Jährige seine vier Konkurrenten mit seinem Menü überzeugen konnte, können Fernsehzuschauer von Montag, 14. Dezember, bis Freitag, 18. Dezember, um 19 Uhr auf VOX verfolgen. Am Mittwoch ist Meiser der Gastgeber und lädt unter dem Motto „Himmlische Genüsse im goldenen Herbst“ ins Pfarrhaus ein.

Ein Freund habe ihn ohne sein Wissen bei der TV-Show angemeldet, erzählt Lars Meiser. „Als ich Ende Juli eine Mail von der Produktionsfirma im Postfach hatte, dachte ich noch: Nee, die machen doch nur Kuppelshows, was wollen die von mir?“, erinnert sich der Pastor – und klickte auf „löschen“. Doch dann nahm die Bewerbung ihren Lauf: Fragebögen, Telefonate, Bewerbungsvideo. „Da habe ich wohl auch mit meinem Gitarrenspiel in unserer Kirche Johannes Baptista punkten können“, meint Meiser. Wohl aber auch mit seinen Kochkünsten, die ihm seine Uroma in die Wiege gelegt hat. „Alles wurde bei ihr selbst gemacht und ich durfte ihr bei allem helfen“, sagt der 37-Jährige. Als Jugendlicher habe er bereits eigene Menüs entworfen. Hauptberuflich Koch zu werden, habe jedoch nie zur Debatte gestanden, meint Meiser, der aus Freisen stammt und 2011 zum Priester geweiht wurde: „Bereits mit fünf Jahren stand für mich fest, dass ich Priester werden will.“ Seine Kochkünste kommen ihm dabei gut zupass: „Ich lebe alleine, da muss ich mich selbst versorgen können.“ Beim Kochen könne er Stress abbauen und zur Ruhe kommen. Essen ist für den passionierten Hobbykoch weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme: „Essen hält Leib und Seele zusammen. Essen ist auch in der Bibel ein Ereignis, bei dem viel passiert: Jesus setzt sich zu Leuten– etwa Zachäus –  an den Tisch und spricht mit ihnen, da kommt es auch zu Streitgesprächen. Ganz zentral ist natürlich das letzte Abendmahl“, sagt der Theologe. In der Gemeinschaft nehme man sich beim Essen Zeit füreinander und höre zu.

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Saarbrücken bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-103771 Sat, 12 Dec 2020 16:47:00 +0100 Menschenleben retten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/menschenleben-retten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_GH-2020-120x100-02-4c_42069caa2a.jpg" width="150" height="125" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft zur diesjährigen ADVENIAT-Weihnachtsaktion auf. Sie steht unter dem Motto „ÜberLeben auf dem Land“. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „Selten war die Weihnachtskollekte von ADVENIAT so wichtig wie in diesem Jahr!“, schreibt Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Aufruf zur diesjährigen ADVENIAT-Weihnachtsaktion unter dem Motto „ÜberLeben auf dem Land“. Denn die kirchlichen Partner vor Ort seien oft die Einzigen, die den Armen in Lateinamerika noch beistehen. Zusätzlich erschwert seit Monaten die Pandemie erheblich den täglichen Kampf ums Überleben. Adveniat hat in diesem Jahr besonders die arme Landbevölkerung Lateinamerikas und der Karibik in den Fokus seiner Weihnachtsaktion gerückt. Denn die Gesundheitsstationen in ländlichen Regionen sind oft miserabel ausgestattet. Es gibt dort kaum Diagnosemöglichkeiten, Medikamente und Fachpersonal. Durch das Zusammenleben in engen Hütten können die meisten Menschen keinen Abstand einhalten. Auch sauberes Wasser zum Trinken und Waschen fehlt oft. Zudem leiden Hunderttausende Hunger, weil sie wegen der Pandemie weniger oder gar keine Einkünfte mehr haben, erklärt Bischof Ackermann in seinem Aufruf. Dieser wurde am dritten Adventswochenende in allen Gottesdiensten verlesen. Darin bittet Bischof Ackermann um großzügige Spenden bei den Kollekten an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag, deren Erlöse der ADVENIAT-Weihnachtsaktion zu Gute kommen. Weitere Informationen gibt es unter www.adveniat.de und unter www.weltkirche.bistum-trier.de  
(aw)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103773 Fri, 11 Dec 2020 14:53:00 +0100 Anziehend und glaubwürdig Kirche sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/anziehend-und-glaubwuerdig-kirche-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_IMG_1159_HT_41577fe7ed.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bischof Dr. Stephan Ackermann" />Bischof Dr. Stephan Ackermann blickt im Bistums-Podcast „Kreuz & Quer“ auf den bisherigen Verlauf der Synodenumsetzung. Trier – Lebendig, anziehend und glaubwürdig Kirche zu sein: „Darum geht es!“ Das sagt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann im Bistums-Podcast „Kreuz & Quer“, der ab 12. Dezember online ist unter www.bistum-trier.de, auf audioboom.com und beim Streaming-Dienst Deezer. Im Gespräch mit Stefan Weinert von der Rundfunkarbeit des Bistums Trier blickt er auf den bisherigen Verlauf der Synodenumsetzung, die neuen Pläne nach der römischen Intervention und die anstehenden Herausforderungen.

Nach den Diskussionen um die Pfarreienreform erwartet der Bischof auch Debatten etwa zu Fragen, die die Weitergabe des Glaubens oder das gottesdienstliche Leben betreffen – aus seiner Sicht die „spannenderen und wichtigeren Diskussionen“, bei denen es um zentrale Themen des Glaubensverständnisses gehe. Ackermann setzt künftig auf ein gutes und fruchtbares Zusammenspiel von Pfarreien und Pastoralem Raum: Die Pfarrei sei der Raum, in dem kirchliche Vollzüge gesichert seien – sie dürfe aber nicht „selbstgenügsam“ sein, sondern „beständig, im positiven Sinne zäh, aber auch flexibel“. Den Pastoralen Raum sieht der Bischof  als „Treiber“: Auf dieser Ebene sollen „im Respekt vor den Pfarreien“ die von der Diözesansynode vorgeschlagenen pastoralen Entwicklungen „befeuert und vorangetrieben“ werden. Ackermann nennt ausdrücklich das Konzept der vielfältigen „Orte von Kirche“, das für viele „eine Attraktivität“ habe und „Anklang gefunden“ habe: „Das trägt und bleibt!“

Auch wenn manches nicht in der ursprünglich geplanten Geschwindigkeit umgesetzt werden könne, blieben mit den nach der römischen Intervention veränderten Plänen die wesentlichen Anliegen der Synode nach wie vor gültig, sagt Ackermann: „eine Kirche, die sich für die Menschen einsetzt und die sich nicht im Binnenraum selber genügt“, die missionarisch sei und „mit einem bescheidenen Selbstbewusstsein die Frohe Botschaft in Wort und Tat verkündet“. Dass die Synode und ihre Umsetzung ein „Marathonprojekt, das langen Atem braucht“, sei, habe er schon früh gesagt, erinnert sich der Bischof – das Programm reiche für die gesamte Dauer seiner Amtszeit.

Seit Dezember 2013 produziert ein Autorenteam aus dem Bistum Trier unter dem Titel „Kreuz & Quer – der Podcast aus dem Bistum Trier“ jede Woche einen Audio-Beitrag zu aktuellen Themen aus christlicher Sicht. Die Beiträge werden jeweils samstags auf www.bistum-trier.de veröffentlicht. Zum aktuellen Podcast sind die Hörerinnen und Hörer eingeladen, an podcast(at)bistum-trier.de Rückmeldung zu geben, ob sie künftig regelmäßig einen Podcast mit Bischof Ackermann hören möchten und zu welchen Themen sie sich Beiträge wünschen.

(JR)

 

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news-103772 Fri, 11 Dec 2020 09:23:40 +0100 30 Jahre Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/30-jahre-teilhabe-am-arbeitsleben-fuer-menschen-mit-behinderung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_2020_Beratung_01_622ac58296.jpg" width="150" height="100" alt="" />Seit 30 Jahren unterstützt der Integrationsfachdienst des Caritasverbandes Menschen mit Einschränkungen beim Thema Arbeit. Trier – Menschen mit Behinderung treffen oft auf viele Hürden und Einschränkungen, die es ihnen schwerer machen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch gerade die Teilhabe am Arbeitsleben ist besonders wichtig, da sie eine gesellschaftlich integrierende Funktion hat. Hier setzt der Integrationsfachdienst (IFD) an: Seit nunmehr 30 Jahren unterstützt er Menschen mit Einschränkungen beim Thema Arbeit.

Eine von ihnen ist Anna S. Die 32-Jährige leidet unter sozialen Ängsten und arbeitet deshalb vornehmlich ohne Kundenkontakt in einem Unternehmen. Als sich das nach einer Versetzung ändert, meidet Anna fast alle Kontakte, schläft nicht mehr und grübelt nur noch vor sich hin. Schließlich wird sie krankgeschrieben. Als ihr Arbeitgeber sie nach zwei Monaten zu einem Gespräch einlädt, reagiert sie mit Panikattacken und Verzweiflung. Dann gibt ihr behandelnder Psychiater den Tipp, sich an den Integrationsfachdienst (IFD) zu wenden. Anna ist nur ein Beispiel unter vielen. Die Probleme und Hürden, die sich für behinderte Menschen bei der Arbeit oder auf dem Weg zu einem passenden Arbeitsplatz ergeben können, seien ebenso vielfältig wie Art und Grad ihrer Beeinträchtigungen, erklärt Reinhold Bittner, zuständiger Abteilungsleiter beim Caritasverband Trier. Um effektiv helfen zu können, seien Fachwissen, Flexibilität, Einfühlungsvermögen und eine gute und verlässliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gefragt. Die Anfänge des IFS reichen dabei zurück in die 1990er Jahre, als das Land Rheinland-Pfalz flächendeckend Psychosoziale Dienste einrichtete. Der Caritasverband Trier, der Katholische Verein für soziale Dienste (SKM Trier) und 2014 dann die Bürgerservice gGmbH als dritter Träger entwickelten daraus im Lauf der Jahre den IFD, der seit dem Jahr 2.000 bundesweit gesetzlich verankert ist. Der Caritasverband bietet als einziger Fachdienst im Arbeitsagenturbezirk Trier seine Angebote zudem auch für hörspracheingeschränkte Menschen an.

Hilfe in drei Schwerpunkt-Bereichen

Heute umfasst der IFD drei Schwerpunkte: Im Bereich „Übergang Schule-Beruf“ betreut der IFD Schulabgänger von Förder- und Schwerpunktschulen. „Früher führte der nachschulische Weg vieler Jugendlicher häufig direkt in die Werkstatt für behinderte Menschen“, berichtet Jacqueline Schneider, Leiterin des IFD Trier. „Wir helfen den jungen Leuten dabei, über die Analyse ihrer Talente und Neigungen geeignete Praktika und schließlich einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu finden.“ Der zweite Bereich ist die „Inklusionsinitiative“. Sie vermittelt Menschen mit Einschränkungen in Arbeit. Die Beraterinnen und Berater entwickeln je nach Neigungen und Fähigkeiten der Klienten gemeinsam mit ihnen Perspektiven, helfen bei Bewerbungen und können auch den Kontakt zum Betrieb herstellen. Menschen mit Behinderung, die bereits einen Arbeitsplatz haben, werden vom „Berufsbegleitenden Dienst“ (BBD) unterstützt – so etwa bei Konflikten im Betrieb, Leistungsproblemen, Rückkehr nach längerer Erkrankung oder drohender Kündigung. Zudem ist der Dienst ein wichtiger Ansprechpartner für Arbeitgeber bei Fragen zur Beschäftigung von behinderten Menschen.

Beim BBD findet auch Anna S. Hilfe: In der kostenlosen und vertraulichen Beratung erfährt sie Verständnis und gemeinsam werden Lösungen entwickelt. Die Beraterin begleitet Anna S. zum Gespräch mit dem Arbeitgeber und nach einer stufenweisen Wiedereingliederung in ihren alten Arbeitsbereich und mehrmonatiger Begleitung durch den BBD fühlt sich die junge Frau ihrer Arbeit wieder gewachsen und ist froh, weiterhin Teil des Unternehmens zu sein. „Natürlich können wir einen Erfolg nicht bei jedem individuellen Fall garantieren“, sagt Schneider. „Aber es ist immer wieder erstaunlich und erfreulich, wie viel geht, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Bei Fragen und Anliegen können sich Betroffene und Arbeitgeber an die Verbundkoordination beim Caritasverband Trier wenden unter Telefon 0651-2096-250.

(red/sb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-103765 Wed, 09 Dec 2020 10:33:56 +0100 Stellungnahme zur Suizidhilfe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/stellungnahme-zur-suizidhilfe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_Ethikrat_Bistum_2019_7ff9eae497.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Ethikrat katholischer Träger beschäftigte sich mit der christlichen Kultur des Sterbens, medizinischer Behandlung und Suizidprävention, Suizidhilfe und der Palliativ-Versorgung. Vallendar – Der Ethikrat katholischer Träger im Bistum Trier (EKT) hat über seine Geschäftsstelle, das Ethik-Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), eine Stellungnahme zur Suizidhilfe herausgegeben. Diese trägt den Titel: „Suizidhilfe. Eine ethische Orientierung nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“. Darin beschäftigt sich der Ethikrat mit Aspekten wie der christlichen Kultur des Sterbens, medizinischer Behandlung und Suizidprävention, der Palliativ-Versorgung und natürlich den Problematiken geschäftsmäßiger Suizidhilfe, die nach der Empfehlung des Rates auch künftig in kirchlichen Einrichtungen nicht gestattet werden soll.

Die gesamte Stellungnahme ist über das Ethik-Institut online unter t1p.de/ethikrat-suizidhilfe sowie über den Buchhandel (ISBN 978-3-00-067345-0) erhältlich.

Der Ethikrat im Bistum Trier bearbeitet konkrete ethische Fragen von übergeordneter Bedeutung für seine Trägergesellschaften. Seine Geschäftsstelle ist das im Oktober 2006 an der PTHV gegründete Ethik-Institut Vallendar-Trier, dessen Arbeitsschwerpunkte auf der Medizin- und der Pflegeethik liegen.

Kontakt zum Ethikinstitut an der PTHV gibt es unter Tel.: 0261-6402-603 oder per E-Mail: i.proft(at)pthv.de
(red/sb)

 

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