Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Saarbrücken Mon, 08 Aug 2022 12:50:12 +0200 Mon, 08 Aug 2022 12:50:12 +0200 Bistum Trier news-104976 Mon, 08 Aug 2022 07:39:00 +0200 Jugendlichen in Arbeit helfen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jugendlichen-in-arbeit-helfen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_Logo_Aktion_Arbeit_120dpi_RGB_f5a2002f31.jpg" width="150" height="137" alt="" />Die Aktion Arbeit im Bistum Trier bewilligt Zuschüsse für zehn Projekte. Trier – Mit gut 102.000 Euro wird die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch 2022/2023 Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Das hat der Vergabeausschuss der Initiative auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Unterstützt werden bistumsweit zehn Projekte. Es handelt sich dabei um Maßnahmen in Trier, im Dekanat Simmern-Kastellaun, in Neunkirchen, Saffig, bei der Caritas Rhein-Mosel, in Koblenz und Sohrschied. “Besonders freue ich mich, dass wir auch die Fortführung einiger Projekte aus unserer Initiative ‘TAFF - Talente flexibel fördern’ weiter unterstützen können und hier für Kontinuität und Verlässlichkeit sorgen”, betonte die scheidende Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven. 

Es zeige sich, dass sich ein Schwerpunkt der Förderung hin zur Unterstützung von Jugendlichen auf dem Weg ins Berufsleben - im besten Fall zu einer Ausbildung - bewege, “was auch der Kern der Initiative TAFF war”, betont Steyven. Mit der größten Einzelsumme wird etwa das Lernprojekt des Vereins Berufliches und Soziales Lernen Sohrschied gefördert. Für die Aktion Arbeit sei es wichtig, zum einen bei den einmal geförderten Projekten am Ball zu bleiben, aber auch neue, gute Ideen zu unterstützen. So zum Beispiel die Orientierungstage im Dekanat Kastellaun Simmern oder die Vorbereitung von Teilnehmenden für die Agentur für haushaltsnahe Arbeit in der Familienbildungsstätte in Neunkirchen.

Über die Zuteilung der Gelder entscheidet der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit, der je nach Finanzlage ein- bis zweimal im Jahr tagt. Dessen Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar für vier Jahre berufen. Aktuell sind dies Domkapitular Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit, Domkapitular Benedikt Welter, Vorsitzender des Diözesan Caritasverbandes, vertreten durch Dr. Martina Messan, Referentin für Grundsatzfragen und Arbeitsmarktpolitik, Susanne Kramer, Dekanatsreferentin in Merzig, Karl-Heinz Ney, Vorsitzender TINA e.V., und Andrea Steyven, als scheidende Geschäftsführerin der Aktion Arbeit.

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier. Spenden für den Solidaritätsfonds der Aktion Arbeit gehen ausschließlich in die Maßnahmenförderung.

Spenden für die Aktion Arbeit: IBAN: DE 13 3706 0193 3001 3990 11. Weitere Informationen unter: www.aktion-arbeit.de
(tef)

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news-104965 Wed, 03 Aug 2022 15:18:00 +0200 Bildung im Fokus der Bolivienpartnerschaft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bildung-im-fokus-der-bolivienpartnerschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/4/csm_Musikgruppe-Kinderheim-Sucre_jf_976a052451.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Musikgruppe Kinderheim Sucre jf" />In zwei Wochen lernte eine Delegation aus dem Bistum Trier das facettenreiche Bolivien kennen und vertiefte die Partnerschaft zum südamerikanischen Land und den Menschen vor Ort. Sucre/Trier – Fast zwei Wochen lang hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zusammen mit einer Delegation Bolivien bereist. Neben großartiger Natur lernte die Gruppe faszinierende und herzliche Menschen sowie beeindruckende Projekte kennen, welche durch die mehr als 60-jährige Partnerschaft mit dem südamerikanischen Land gefördert werden.

Die persönliche Begegnung nach fast drei Jahren Pandemie wieder zu erfahren und zu vertiefen, sei ein Ziel der Delegationsreise gewesen, sagte Bischof Ackermann zum Abschluss der Reise. „Die persönlichen, gewachsenen Kontakte sind der eigentliche Reichtum unserer Partnerschaft.“ Es sei eine gewisse Vertrautheit auf beiden Seiten zu spüren, trotz der Entfernung, der unterschiedlichen Kulturen und kontrastreichen Lebensbedingungen. Verbindend sei die Frohe Botschaft des Christentums. „Auf der einen Seite ist der katholische Glaube in Bolivien von einer spürbaren Volksfrömmigkeit geprägt. Andererseits haben wir erlebt, dass die Themen der Bischofssynode und des damit einhergehenden weltweiten synodalen Prozesses durchaus sehr präsent in den Bistümern sind“, berichtete Ackermann von seinen Eindrücken in Bezug auf die pastorale Situation vor Ort. Während des Aufenthalts hatte er auch die Gelegenheit, im Ständigen Rat der Bolivianischen Bischofskonferenz vom deutschen Synodalen Weg zu berichten und die spezielle Situation in Deutschland, die durch die MHG-Studie verstärkt ist, zu verdeutlichen. „Es war gut, dass wir so in einen Dialog treten konnten“, sagte Ackermann.

Partnerschaft unterstützt engagierte Menschen

Stärkung des Selbstwertgefühls der Bevölkerung und Bildung waren als Schlüsselelemente zur Verbesserung der herrschenden Lebensverhältnisse immer wieder Themen bei den unterschiedlichen Begegnungen, ob mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Kirchengemeinden, Hilfseinrichtungen und Caritas oder mit (Erz-) Bischöfen, Jugendlichen, Politikerinnen und Politiker sowie dem Deutschen Botschafter. „Seit der Regierungszeit des ehemaligen Präsidenten Evo Morales werden demokratische Institutionen geschwächt“, lautete der Eindruck von Bischof Ackermann. Und auch der Kirche würden immer wieder Steine in den Weg gelegt, bedauerten Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Daher seien für ihn die Treffen mit engagierten Menschen unterschiedlichster Herkunft und Alters ein hoffnungsvolles Zeichen gewesen. Besonders sei ihm in diesem Zusammenhang der Besuch bei der Fundacion Jubileo in La Paz in Erinnerung geblieben. Dabei handelt es sich um ein sozialwissenschaftliches Institut, das von der Bolivianischen Bischofskonferenz und den Diözesen Trier sowie Hildesheim getragen wird. Das Institut betreibt unabhängige Analysen, organisiert bildungspolitische Jugendprojekte und setzt sich zur Demokratieförderung ein. „Es ist gut zu sehen, dass es dieses kirchliche Engagement auf der Grundlage der katholischen Soziallehre gibt“, sagte Ackermann.

Verbesserung von Lebensverhältnissen durch Bildung

„Unser oberstes Ziel ist es, die Armut zu bekämpfen und die Lebensqualität mit Bildung zu verbessern“, betonte Schwester Maria Teresa Notario, Direktorin des Colegio San Juanillo in Sucre. Die Partnerschule der Bischöflichen Willi-Graf-Schulen in Saarbrücken war ebenfalls Ziel der Delegation (https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/armut-bekaempfen-und-lebensqualitaet-verbessern/). Ab dem Kindergarten erfahren Jungen und Mädchen aus zum Teil schwierigen Verhältnissen für ein sehr geringes Schulgeld eine umfassende Schulbildung.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Jugend Orden Politik / Gesellschaft Schule Weltkirche
news-104970 Wed, 03 Aug 2022 11:45:53 +0200 Einvernehmliches Verfahren für finanzielle Leistungen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/einvernehmliches-verfahren-fuer-finanzielle-leistungen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/6/csm_Albertinum_Blick-von-Nord-Osten-Sportplatzseite-_WernerBaulig_6a2030fd17.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die ehemaligen Schüler des Albertinums in Gerolstein erhalten eine finanzielle Leistung in Anerkennung ihres Leids. Trier – Betroffene von Gewalt am ehemaligen Bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein erhalten eine finanzielle Leistung in Anerkennung ihres Leids. Das hatte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 11. Februar den ehemaligen Schülern bei der Vorstellung des Abschlussberichts zum Aufarbeitungsprojekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ zugesagt. Nun ist eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Die betroffenen früheren Internatsschüler erhalten je nach individuellen Voraussetzungen zwischen 17.000 und 30.000 Euro. Die Auszahlung der materiellen Anerkennung hat bereits begonnen. Für die Anerkennung des Leids durch sexuellen Missbrauch gilt unabhängig davon die Verfahrensordnung der Deutschen Bischofskonferenz.

„Ich bin dankbar, dass wir in relativ kurzer Zeit und in gutem Einvernehmen mit ehemaligen Schülern und dem Betroffenenbeirat im Bistum Trier eine Lösung zur Anerkennung des Leids, das Schülern im ehemaligen Internat Albertinum in Gerolstein von Priestern und Lehrkräften des Hauses zugefügt wurde, finden konnten“, erklärte Bischof Ackermann. Die Leistungen sind ausschließlich bezogen auf ehemalige Schüler des Albertinums. Die jetzt gewählte einrichtungsspezifische Form ist in Rücksprache mit den betroffenen ehemaligen Schülern, dem Betroffenenbeirat sowie der Lenkungsgruppe des Aufarbeitungsprojekts erarbeitet worden. „Projektleitung und Lenkungsausschuss haben zum Thema Anerkennung des Leids klare Aussagen gemacht“, sagte Ackermann. Sie solle angemessen sein, alle Formen der Gewalt berücksichtigen und einem einfachen und transparenten Verfahren folgen. Im Gespräch mit dem Betroffenenbeirat habe sich gezeigt, dass ausgehend von einem Grundbetrag, der sich orientiert an Leistungen in Bezug auf andere geschlossene Systeme, zwei weitere Kriterien eine Rolle spielen sollen: der Alter des Eintritts ins Albertinum und die Aufenthaltsdauer.

Dieses Vorgehen hat Ackermann mit allen ehemaligen Schülern besprochen, die ein Gespräch mit ihm gewünscht haben. „Mein Eindruck war, dass alle Betroffene sich dem Vorgehen gut anschließen konnten.“ Auf weitere Plausibilitätsprüfungen habe man verzichten können, da die Männer beim Aufarbeitungsprojekt mitgearbeitet und ihre Erfahrungen in Form von Interviews zur Verfügung gestellt hatten. Die Anerkennung nimmt nunmehr psychische und physische Gewaltanwendung in den Blick.

Das Projekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ hatte am 11. Februar 2022 seinen Abschluss gefunden (siehe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/traumatische-erlebnisse-belasten-bis-heute/). Bischof Ackermann hatte nach der Vorstellung des Berichts festgehalten, die Geschichte des ehemaligen Internats sei eine im Bistum nach bisherigen Erkenntnissen einmalige „ununterbrochene Geschichte verschiedener Formen von Gewalt“. Er bat die ehemaligen Schüler um Verzeihung für „das, was Ihnen an Schmerz in einer Institution des Bistums zugefügt worden ist“. Zu den Konsequenzen, die Projektleitung und Lenkungsausschuss Bischof Ackermann und dem Bistum Trier ans Herz gelegt hatten, gehörte neben der Überprüfung von Standards und Strukturen zum Kinderschutz auch die Frage nach einer Anerkennung des Leids.

(JR)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Prävention
news-104952 Wed, 03 Aug 2022 08:15:00 +0200 Mit einem Koffer voller Erwartungen nach Stockholm https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-einem-koffer-voller-erwartungen-nach-stockholm/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_Amelie-Thewes-Bonifatiuswerk_0a804cfaef.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Amelie Thewes Bonifatiuswerk" />Amelie Thewes aus Schmelz nimmt am „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerks teil und geht für zehn Monate nach Stockholm. Schmelz/Paderborn – Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Lettland und Estland: das sind die Reiseziele für 22 junge Menschen aus 14 deutschen (Erz-)Bistümern in den kommenden Wochen. Mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken erfahren sie, was es heißt, in einer jungen, wachsenden aber materiell armen Kirche den Glauben als Minderheit zu leben und helfen einige Monate in kirchlichen Institutionen mit.

Mit dabei ist auch Amelie Thewes aus Schmelz. Die 18-Jährige wird ab Ende August für zehn Monate die katholische Gemeinde St. Eugenia in Stockholm unterstützen. Dort erwarten sie unterschiedliche Aufgaben, sei es in der Studentengruppe der Gemeinde, der Caritas oder der katholischen Buchhandlung, die in St. Eugenia angesiedelt ist. „Ich möchte gerne ein neues Land, dessen Sprache und Kultur kennenlernen sowie das Jahr nutzen, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Das ‚Praktikum im Norden‘ bietet vielfältige Möglichkeiten, sich in einer Kirchengemeinde zu engagieren, woran ich sehr interessiert bin, da ich mit meiner Gemeinde viele schöne Erinnerungen, nette Menschen und eine gute Gemeinschaft verbinde. Diese positive Glaubenserfahrung und die Haltung, dass jeder mit seiner Art willkommen ist, gebe ich gerne an Andere weiter“, erklärt die junge Frau, die diesen Sommer am Hochwald-Gymnasium in Wadern ihr Abitur abgelegt hat, ihre Beweggründe für ein Praktikum im Norden. Kirchliches Engagement ist für die 18-Jährige kein Fremdwort: Seit 2013 ist sie bei den Messdienern aktiv und hat dort schon viele Projekte organisiert. Im Jugendforum der Gemeinde hat sie bei der 72-Stunden-Aktion mitgearbeitet und als Betreuerin bei Ferienfreizeiten und Pfarrfesten geholfen. Mit jedem Tag steigt die Vorfreude auf den Auslandseinsatz: „Ich habe mich bei der Sprachlern-Plattform Babbel angemeldet und lerne nun fleißig Schwedisch“, sagt Amelie Thewes.

Zur Vorbereitung gehörte auch ein Seminar beim Bonifatiuswerk in Paderborn gemeinsam mit den anderen Praktikantinnen und Praktikanten. Welche kulturellen Begebenheiten muss ich in meinem Praktikumsland beachten? Wer ist meine Ansprechperson vor Ort? Was muss ich wegen der Corona-Pandemie beachten? Antworten auf die Fragen der Freiwilligen lieferten die Verantwortlichen für das Programm, Marisa Grummich und die Projektkoordinatorin, Ricarda Clasen. Zusätzlich gab es die Möglichkeit, Tipps und Hinweise aus erster Hand, von den ehemaligen Freiwilligen, zu erhalten.

„Das Wagnis eingehen und ein neues Land in seiner ganzen Vielfalt entdecken: Mit unserem „Praktikum im Norden“ ermöglichen wir jedes Jahr jungen Freiwilligen die Chance, diesen Schritt zu gehen. Dort werden sie Menschen begegnen, die auf eindrucksvolle Weise ihren Glauben in einer Diaspora-Situation leben. Mit ihrem caritativen Engagement vor Ort werden die Freiwilligen Teil einer Gemeinschaft, die oftmals über das Praktikum hinweg trägt und prägende Spuren auf ihrem weiteren Lebensweg hinterlässt. Ebenso erleben sie wie wertvoll es ist, Weltkirche zu sein, gerade in diesen Zeiten der Verunsicherung bietet diese Erfahrung die Chance, unterschiedliche Nationalitäten zu verbinden, in den Dialog zu treten und Solidarität zu üben“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, über das Programm.

Das „Praktikum im Norden"

Mit dem „Praktikum im Norden" machen sich jährlich rund 20 junge Menschen auf den Weg nach Nordeuropa und ins Baltikum. Dort gewinnen sie unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman Institut im schwedischen Uppsala. Finanzielle Unterstützung erhält es auch vom Erzbistum Paderborn.

(red/uk)

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Saarbrücken bistum-trier Jugend Vermischtes
news-104964 Tue, 02 Aug 2022 10:17:31 +0200 Jungen Menschen in Bolivien eine Perspektive geben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jungen-menschen-in-bolivien-eine-perspektive-geben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_Bolivienreise_Centrum-Fortaleza1_e4a956a06d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bolivienreise Centrum Fortaleza1" />Die Bolivien-Kollekte am 1. und 2. Oktober unterstützt die Resozialisierung von straffälligen Jugendlichen. Santa Cruz/Trier – Miguel und Juan stehen inmitten eines kleinen Gärtchens in einem Vorort der größten Stadt Bolivien, Santa Cruz. Sie erklären den Teilnehmenden einer Delegationsreise aus dem Bistum Trier, darunter auch Bischof Dr. Stephan Ackermann, wie sie Bananen, Papaya und Gemüse anbauen. Hier handelt es sich allerdings nicht um ein gewöhnliches Gartenprojekt einiger Jugendlicher: Miguel und Javier sitzen im Centrum Fortaleza eine Jugendhaftstrafe ab. „Wir lernen durch die Gartenarbeit wieder auf die Beine und zurück zu unseren Familien zu kommen”, sagt Miguel.

Das Zentrum in katholischer Trägerschaft bietet 34 Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren die Chance, ihre Haftstrafe nicht in einem Jugendgefängnis abzusitzen, sondern in ihrer Haftzeit schulische, soziale und praktische, sowie spirituelle Bildung zu erfahren. „Unser Ziel ist die Wiedereingliederung der Jugendlichen in die Gesellschaft und die Versöhnung mit ihren Familien sowie ihren Opfern. Dies geschieht mit unterschiedlichen Dialogprogrammen”, berichtet der Direktor der Einrichtung, Mario Mazzoleni. Um dies zu erreichen, gibt es ein vielfältiges Betreuungsprogramm durch Sozialarbeiter, Pädagogen, Psychologen, Anwälten, wie auch verschiedenen Berufsexperten, etwa Elektrikern, die den Jugendlichen praktische Inhalte vermitteln. Auch den Schulabschluss können die Jungs hier nachholen. Durch Projekte wie das Gärtnern lernen sie Verantwortungsbewusstsein. „Die Produkte werden hier gegessen und zum Teil verkauft”, berichtet Mazzoleni. „Die Arbeit mit den Pflanzen erfordert Motivation und Geduld – wichtige Aspekte, die zu einer Resozialisierung führen.”

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Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft Jugend Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-104956 Tue, 02 Aug 2022 08:30:00 +0200 „Religionspädagogik ist meine Herzenssache“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/religionspaedagogik-ist-meine-herzenssache/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_DSC_0095-Silvia-Pfundstein-GR_38cb8cb5f1.jpg" width="150" height="100" alt="" title="DSC 0095 Silvia Pfundstein GR" />Silvia Pfundstein wird Anfang September als neue Gemeindereferentin beauftragt. Ihr Einsatzort ist die Pfarreiengemeinschaft Ottweiler-Fürth. Ottweiler – Für andere Menschen da sein und sie seelsorglich begleiten – diesen Wunsch hegte Silvia Pfundstein bereits während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester am Brüderkrankenhaus in Trier. Der Gedanke, Gemeindereferentin werden zu wollen, verstärkte sich während ihrer späteren Tätigkeit in einem Hospiz in St. Wendel. Doch zunächst stand für die heute 42-Jährige die Familiengründung an erster Stelle.

„Ich bin von klein auf katholisch sozialisiert und ehrenamtlich sehr aktiv in meiner Heimatpfarrei Herz Jesu in Rückweiler“, sagt Pfundstein. Ihre Erfahrung aus ihrem Engagement etwa als Wortgottesdienst-Leiterin, im Pfarrgemeinderat und vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit seien eine gute Vorbereitung für die neue Aufgabe gewesen. 2015 ist es so weit: Pfundstein beginnt im Würzburger Fernkurs Theologie und Religionspädagogik zu studieren. Diese Zeit wurde pastoral-praktisch und spirituell vom Bistum Trier begleitet. „Mit 35 lernt man anders als mit 20, aber man lernt auch bewusster und weiß genauer, was man erreichen möchte“, blickt sie auf die anspruchsvolle Studienzeit zurück. Am Beruf der Gemeindereferentin gefallen ihr besonders die Flexibilität und die großen Möglichkeiten, die das Einsatzgebiet böten. „Der Beruf übergreift alle Lebensbereiche des Menschen. Wo sonst gibt es so etwas?“

Nach abgeschlossenem Studium absolviert Silvia Pfundstein ab 2019 ihr berufspraktisches Jahr in der Pfarreiengemeinschaft Oberthal-Namborn, dem sich eine zweijährige Phase als Gemeindeassistentin in der Pfarreiengemeinschaft Ottweiler-Fürth anschließt. Hier wird sie auch nach der offiziellen Beauftragung bleiben. „Mir gefällt hier vor Ort die lebendige Ökumene. Diese ist mir auch sehr wichtig“, sagt die 42-Jährige, die sich darüber hinaus in der Pfarreiengemeinschaft vor allem um die Themen Kinder, Familie und Frauen kümmern wird. Für die Kommunion- und Firmvorbereitung ist sie verantwortlich. An der Gemeinschaftsschule Türkismühle gibt sie zudem Religionsunterricht. Da fügt es sich gut, dass sie während des Studiums ihre Leidenschaft für die Religionspädagogik entdeckt hat: „Das ist meine Herzenssache, dafür brenne ich. Ich mag es, religiöse Themen so aufzubereiten, dass Kinder sie verstehen und ihnen gleichzeitig nichts übergestülpt wird“, sagt sie. Ihr gehe es darum, die Kinder mit ihren Möglichkeiten, ihrem Wissens- und Entwicklungsstand einzubeziehen. „Dafür muss man sich auch mit der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen beschäftigen“, sagt Pfundstein. Das bedeute auch, sich mit digitalen Medien auszukennen und diese in die Jugendarbeit mit einzubeziehen.

Dass die Kirche aufgrund ihrer Skandale gesellschaftlich einen schwierigen Stand hat, erlebt auch Silvia Pfundstein in ihrem Alltag: „Natürlich werde ich mit der Thematik konfrontiert und werde gefragt: Warum machst Du das hauptberuflich?“. Für sie steht jedoch fest: „Kirche ist mehr als die Institution; es sind vor allem die Menschen, die die Botschaft weitertragen. Und wir haben eine Message, die einmalig ist. Wir haben Jesus als Vorbild und den Auftrag, ihm nachzufolgen.“ Es gelte die Werte, für die Jesus eingetreten ist, weiterzuführen: „Solidarität, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit, Integrität, die unbedingte Annahme des anderen“, zählt sie auf, „die Menschen stehen im Mittelpunkt, so wie sie sind. Das finde ich nirgendwo anders als im Christentum.“

Am 3. September wird sie gemeinsam mit drei weiteren Gemeindereferentinnen, einem Gemeindereferenten sowie einer Pastoralreferentin und einem Pastoralreferenten im Rahmen eines Gottesdiensts um 9 Uhr im Trierer Dom von Weihbischof Robert Brahm offiziell als Gemeindereferentin beauftragt.

Zur Zeit arbeiten 263 Gemeindereferentinnen und -referenten sowie 203 Pastoralreferentinnen und -referenten mit den Menschen in Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Dekanaten und Pastoralen Räumen des Bistums; sie engagieren sich für Kinder und Jugendliche, helfen Eltern bei der Weitergabe des Glaubens an die junge Generation, teilen sich weitere pastorale Aufgaben mit den Pfarrern und unterstützen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren verschiedenen Aufgaben.

Weitere Informationen gibt es unter www.bistum-trier.de/personal/ausbildung-pastoraler-berufe und beim Bistum Trier, Mustorstraße 2, 54290 Trier, Tel. 0651-7105518. E-Mail: steffen.stutz(at)bgv-trier.de

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Personal Seelsorge
news-104963 Mon, 01 Aug 2022 11:06:53 +0200 „Wir wünschen uns, dass aus Fremden Freunde werden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-wuenschen-uns-dass-aus-fremden-freunde-werden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_InterkulturelleBegegnung1-uk_6186bd7ceb.jpg" width="150" height="112" alt="" title="InterkulturelleBegegnung1 uk" />Am 30. Juli hatte der Pastorale Raum Völklingen und die Geflüchteteteninitiative der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach zur Interkulturellen Begegnung eingeladen. Püttlingen-Köllerbach – Wie schwer es ist, nach der Flucht in einem neuen Land mit einer anderen Kultur anzukommen, wissen Asma und Michel Tokatli nur zu gut. 2016 kam das Paar aus dem syrischen Damaskus ins saarländische Püttlingen – vor drei Jahren kam Sohn Jad zur Welt. „Jetzt wollen wir die Menschen aus der Ukraine kennenlernen“, sagt die 28 Jahre alte Asma. Daher ist die Familie am vergangenen Samstag, 30. Juli, zur „Interkulturellen Begegnung“ an die Köllerbacher Begegnungskirche gekommen. Eingeladen hatten der Pastorale Raum Völklingen und die Geflüchteteninitiative der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach. „Wir haben es erlebt und wünschen uns auch jetzt wieder, dass aus Fremden Freunde werden“, sagt Pastoralreferent Christoph Morgen in seiner Begrüßung.

In lockerer Atmosphäre, bei einem Kuchen- und Salatbuffet und Gegrilltem, entwickeln sich Gespräche. Immer wieder wird das Handy gezückt – dank Online-Übersetzungsprogrammen können so Sprachbarrieren überwunden werden. Einfacher geht der Austausch unter den Kindern: Beim gemeinsamen Spielen oder einem Trommelworkshop klappt die Verständigung auch ganz ohne moderne Technik.

Den Anstoß zur Begegnung zwischen Menschen, die seit 2015 aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kamen, und den Menschen aus der Ukraine, die seit Kriegsbeginn Ende Februar fliehen mussten, kam von Diana Müller aus Köllerbach. Drei Mal ist sie vom Saarland aus mit bis zu drei Bussen voller Hilfsgüter an die rumänisch-ukrainische Grenze gefahren und hat von dort Menschen bei der Flucht geholfen. „Ich habe nach Räumlichkeiten in Köllerbach für Treffen gesucht“, sagt Diana Müller. Fündig wurde sie bei der Begegnungskirche und den Helferinnen und Helfern der Geflüchteteninitiative. Daraus entstanden sind Kaffeenachmittage, die mit rund 50 Gästen einen hohen Zulauf haben. „Es ist uns allen ein wichtiges Anliegen, beide Gruppen zusammenzubringen“, sagt auch Christoph Morgen.

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Flüchtlinge Information Jugend Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104961 Fri, 29 Jul 2022 08:38:37 +0200 „Es ist gut, dass Du da bist“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/es-ist-gut-dass-du-da-bist/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/9/csm_20220723_Merkelbach_d58c00fad2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Militärpfarrer Marius Merkelbach begleitet die Bundeswehr im Auslandseinsatz in Mali. Gao/Trier – „Da wächst man rein“, sagt Marius Merkelbach auf die Frage, wie man sich auf einen Auslandseinsatz mit der Bundeswehr vorbereiten kann. Merkelbach ist Militärseelsorger und derzeit im Einsatz in Mali. Die Bundeswehr ist in dem westafrikanischen Binnenland an der UN-Friedensmission MINUSMA beteiligt.

Einerseits macht der 58-jährige Priester aus Pelm bei Gerolstein das, was andere Pfarrer auch tun: Er feiert Gottesdienste, führt seelsorgliche Gespräche, hört die Beichte oder tauft. Andererseits sind es besondere Bedingungen, unter denen er arbeitet. Als Teil des 20. Deutschen Einsatzkontingents lebt er mit rund 1.100 deutschen und 600 internationalen Militärangehörigen auf etwa einem Quadratkilometer in einem Camp im Osten von Mali. Er hat ein kleines Büro zur Verfügung, das er ebenso wie den Schlafraum mit seinem Feldwebel teilt. Für Merkelbach, der seit der Priesterweihe 1992 bis 2008 in der Pfarrseelsorge gearbeitet hat, ist es der achte Auslandseinsatz als Militärseelsorger. Er war schon einmal in Mali, aber auch in Afghanistan, im Irak und in Litauen. „Bevor Du nicht dort bist, weißt Du nicht, wie sich der Einsatz zum Beispiel in einem Bürgerkriegsland anfühlt, in welche Situationen Du kommst, wem Du dort begegnest“, betont der Priester. Mit seiner Entscheidung, in die Militärseelsorge zu gehen, ist er nach wie vor sehr zufrieden. Nach der Kaplans- und Vikarszeit in Ensdorf und Geislautern war er Pfarrer in Hoppstädten-Weiersbach und Heimbach. 2008 sei für ihn der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gewesen. Weil er selbst Wehrdienst geleistet hat, reizte ihn das Arbeitsfeld Militärseelsorge. Seit 2008 ist Merkelbach in Saarlouis stationiert. Zur Vorbereitung auf dieses besondere Feld der Seelsorge gehörten eine Art Grundausbildung für Zivilisten als Einsatzvorbereitung, aber auch Module, in denen es um das Einsatzland und die Auseinandersetzung mit Tod und Verwundung geht.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Personal Seelsorge
news-104957 Thu, 28 Jul 2022 06:01:00 +0200 Armut bekämpfen und Lebensqualität verbessern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/armut-bekaempfen-und-lebensqualitaet-verbessern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/d/csm_Bolivienreise-2022_David-Muller-mit-Schulern_71c1105f37.jpg" width="150" height="100" alt="" />David Müller, Schülersprecher der Bischöflichen Willi-Graf-Schule in Saarbrücken besucht zusammen mit der Bistumsdelegation die Partnerschule in Sucre/Bolivien. Sucre/Saarbrücken – „Unser oberstes Ziel ist es, die Armut zu bekämpfen und die Lebensqualität mit Bildung zu verbessern“, betont die Direktorin des Colegio San Juanillo in Sucre/Bolivien beim Besuch einer Delegation aus dem Bistum Trier. Unter den Reisenden befindet sich auch der Schülersprecher der Bischöflichen Willi-Graf-Schule in Saarbrücken.

„Ich bin stolz, dass das unsere Partnerschule ist“, zeigt sich der 17-jährige David Müller bei seinem Besuch begeistert. „Ich denke, wir werden auch weiterhin viel voneinander lernen können.“ Seit vielen Jahren unterstützen die Willi-Graf-Schulen (Gymnasium und Realschule) das Colegio durch unterschiedliche Aktionen, wie zum Beispiel Spendenläufe, die seit 2015 stattfinden. Mit den Geldern werden kleinere Reparaturen in der Schule bezahlt oder Mädchen und Jungen finanziell unterstützt, die einen langen Schulweg haben.

2.100 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule in zwei Schichten: Die jüngeren Kinder, die die Grundschule und den angeschlossenen Kindergarten besuchen, sind schon früh morgens dort. Später folgen die älteren Schülerinnen und Schüler, die den gymnasialen Zweig besuchen. 100 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an dem Colegio, das sich mitten in der Stadt direkt neben dem Markt befindet. Die Mädchen und Jungen können ihr Abitur machen und gleichzeitig eine technische Ausbildung in den Bereichen Elektrik, Informatik, Schreinerei, Schneiderei, Friseur und klassische Musikausbildung absolvieren.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft Jugend Schule Weltkirche
news-104959 Wed, 27 Jul 2022 15:25:03 +0200 Wie Kirchen und Kommunen gemeinsam dem Leerstand trotzen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wie-kirchen-und-kommunen-gemeinsam-dem-leerstand-trotzen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_2022-07-27-Vors-Handlungsleitfaden-Dorfentwicklung-2_7ba3628381.jpg" width="150" height="112" alt="" title="2022 07 27 Vors Handlungsleitfaden Dorfentwicklung 2" />Kirchen im Saarland entwickeln mit dem Innenministerium in einem Handlungsleitfaden neue Ideen für den Erhalt und die Umnutzung kirchlicher Gebäude. Saarbrücken – Nicht mehr jedes Kirchengebäude oder jedes Pfarrzentrum wird in Zukunft noch für seinen ursprünglichen Zweck gebraucht. Wie kirchliche Gebäude erhalten und zum Wohle der Gemeinschaft umgenutzt werden können, zeigt der neue Handlungsleitfaden „Stärkung der Dorfgemeinschaft – ein Leitfaden für die zukünftige Erhaltung, Umnutzung und Integration von kirchlichen Gebäuden in die Dorfgemeinschaft“, den der saarländische Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost, am Mittwoch, 27. Juli, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche vorgestellt hat.

„Kirchliche Immobilien erfüllen als Begegnungs- und Versammlungsorte wichtige Aufgaben innerhalb von Ortschaften. Die Frage des Umgangs mit potenziell nicht mehr benötigten Immobilien ist daher von großer Bedeutung“, sagte Innenminister Reinhold Jost. „Der heute vorgestellte Leitfaden soll die handelnden Akteure vor Ort bei aufkommenden Problem- und Fragestellungen unterstützen und erste Antworten sowie mögliche Ansprechpartnerinnen und -partner liefern.“

Mit dem präsentierten Leitfaden legt die im Oktober 2019 im Rahmen von Spitzengesprächen der damaligen Landesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche eingesetzte Arbeitsgruppe die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. In den vergangenen 2,5 Jahren haben unter dem Vorsitz des Innenministeriums Vertreterinnen und Vertreter des Landes (Umweltministerium, Staatskanzlei und Landesdenkmalamt) und der beiden Kirchen die Thematik gemeinsam aufgearbeitet und Lösungsstrategien entwickelt.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Leitfadens liegt auf möglichen Um- und Nachnutzungsoptionen für kirchliche Gebäude sowie der Darstellung von notwendigen Prozessabläufen und der zu beteiligenden Akteure. Zudem sind eine Zusammenstellung möglicher Förderprogramme des Landes sowie deren Ansprechpartnerinnen und -partner aufgeführt.

„Um Leerstand und der Verödung von Ortskernen frühzeitig zu begegnen und gleichzeitig die Bedeutung der teilweise denkmalgeschützten Kirchengebäude zu bewahren, hat das Land ein großes Interesse daran, die Kirchenhäuser bei der Frage zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten der vom Leerstand bedrohten Immobilien zu unterstützen“, sagte der Minister weiter.

Der Superintendent des Kirchenkreises Saar-West, Christian Weyer, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Wenn die Kommunalgemeinde und die Kirchengemeinden zusammenarbeiten, stärkt das die gesamte Gemeinschaft. Die Evangelische Kirche im Saarland nimmt gern ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahr und möchte gemeinsam mit allen beteiligten Akteur*innen dazu beitragen, dass unsere Dörfer lebendig und lebenswert bleiben.“

Im Saarland gebe es eine Reihe von Beispielen, wie eine solche Zusammenarbeit in der Praxis gelingen könne, sagte der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, der stellvertretend für die Diözesen Trier und Speyer sprach: „Bereits in der Vergangenheit sind durch eine fruchtbare Zusammenarbeit unserer Kirchen und der saarländischen Kommunen innovative Gemeinschaftsprojekte entstanden, die künstlerisch und architektonisch stilbildend werden können. Dies zeigt sich etwa an der katholischen Christkönig-Kirche in Saarlouis-Roden oder der St. Bonifatius-Kirche in Dudweiler, die zu Kindertagesstätten umgestaltet wurden. Andernorts konnte durch unsere Zusammenarbeit das kulturelle Leben und die Vereinsvielfalt vor Ort gestärkt werden, etwa wenn aus einem Gemeindezentrum ein Multivereinshaus entsteht. Ich danke daher der Arbeitsgruppe, die als konkretes Ergebnis einer Vereinbarung aus dem Spitzengespräch der Katholischen Kirche mit der Landesregierung im Oktober 2019 entstanden ist, für die Erarbeitung des Handlungsleitfadens. Mit seinen Best-Practice-Beispielen kann er für weitere Kommunen und Kirchengemeinden richtungsweisend sein.“

Die Leiterin des Katholischen Büros Saarland, Ordinariatsdirektorin Katja Göbel, die selbst in der Arbeitsgruppe mitgearbeitet hat, sagte abschließend: „Um unsere Gemeinden lebendig, lebens- und liebenswert zu erhalten müssen wir sowohl kirchlich als auch kommunal gemeinsam handeln, um dem Gemeinschaftsleben vor Ort Raum zu geben. Ich freue mich, dass die beiden großen Kirchen im Saarland zusammen mit dem Land nach Lösungen suchen, damit mit mutigen Akteuren vor Ort dazu beigetragen werden kann, dass der ländliche Raum – auch im Hinblick auf Verbindung von Familie und Beruf – gestärkt wird.“

Der Handlungsleitfaden „Stärkung der Dorfgemeinschaft – ein Leitfaden für die zukünftige Erhaltung, Umnutzung und Integration von kirchlichen Gebäuden in die Dorfgemeinschaft“ ist unter https://www.saarland.de/mibs/DE/service/publikationen/publikationen_node.html abrufbar

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104951 Mon, 25 Jul 2022 14:03:42 +0200 Schülerinnen und Schüler sind mehr als ihr Zeugnis https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schuelerinnen-und-schueler-sind-mehr-als-ihr-zeugnis/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Schuleraktion_Wittlich_f162351070.jpg" width="150" height="100" alt="" />Eine Aktion der weiterführenden Schulen in Wittlich am letzten Schultag möchte Jugendlichen Mut machen. Trier/Wittlich – Kühle Getränke, ein Strohhalm aus Edelstahl und ein gelbes Rezeptheft – damit sind viele Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen in Wittlich am 22. Juli in die Sommerferien gestartet. „Lass dich nicht von deinen Noten aussaugen“ war die Botschaft der Aktion, die darauf aufmerksam machen soll, dass Schülerinnen und Schüler mehr sind als ihr Zeugnis.

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist am 22. Juli der letzte Schultag vor den Sommerferien zu Ende gegangen. Damit die Schülerinnen und Schüler gestärkt in die Ferien gehen, haben sich der Pastorale Raum Wittlich, die Kirche der Jugend Marienburg, die Suchtprävention des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., der Arbeitskreis Jugendschutz/Suchtprävention und die Schulsozialarbeit der Wittlicher Schulen gemeinsam mit einigen Jugendlichen etwas ganz besonderes überlegt: An drei Stationen verteilten sie nach Schulschluss Strohhalme aus Edelstahl und „Cocktail“-Rezepte. „Lass dich nicht von deinen Noten aussaugen“ war die Botschaft der Aktion #mehralsmeinzeugnis, die es seit etwa 10 Jahren an den weiterführenden Schulen in Wittlich gibt.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bildung Schule
news-104950 Mon, 25 Jul 2022 11:08:28 +0200 „Bücher sind mehr als aneinandergereihte Worte“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/buecher-sind-mehr-als-aneinandergereihte-worte/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/9/csm_KO-B-Saarwellingen1-uk_a870431676.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KO B Saarwellingen1 uk" />Am 23. Juli hat die Katholische Öffentliche Bücherei Saarwellingen ihren 75. Geburtstag sowie Neueröffnung in neuen Räumlichkeiten gefeiert. Saarwellingen – Noch sind die letzten Kisten nicht ausgepackt, aber die Ausleihe per Computer funktionierte am Tag der Eröffnung schon tadellos: Am Samstag, 23. Juli, hat die Katholische Öffentliche Bücherei Saarwellingen (KÖB) nicht nur ihren 75. Geburtstag gefeiert, sondern zugleich auch ihre Neueröffnung in den neuen Räumlichkeiten in der Engelstraße 3. „Die letzten vier Wochen waren eine echte Hausnummer“, sagt Bücherei-Leiterin Bianca Schendel. 4500 Medien mussten im ehemaligen Schwesternhaus eingepackt werden, 35 Meter Regale und weitere Möbel abgebaut und alles in die neuen Räume gebracht und wieder ausgepackt und aufgebaut werden. Ohne die zupackende Unterstützung der Familien des ehrenamtlichen Büchereiteams hätte dies nicht geklappt, dankt Schendel allen Beteiligten.

Neben dem Eingang wurde das Lesecafé aufgebaut. „Hier kann man sich einfach mal hinsetzen, einen Kaffee trinken und in den Büchern stöbern oder sich unterhalten, während die Kinder die Bücherei entdecken“, sagt Bianca Schendel und fügt an: „Bei uns herrscht immer ordentlich Lautstärke. Aber das soll auch so sein, wir nennen uns ganz bewusst: Treffpunkt Bücherei.“ Ein Treffpunkt für den ganzen Ort war die Feier anlässlich des 75-jährigen Bestehens: Viele Besucherinnen und Besucher kamen, um sich selbst einen Eindruck von der neuen Lage zu verschaffen, sich bei Kaffee und Kuchen im Innenhof auszutauschen und sich mit Losen bei der Tombola einzudecken. Kinder ließen sich schminken, bemalten Steine oder stellten ihr Wissen bei einem Bücherquiz unter Beweis.

„Es gibt das Motto: Bücher sind mehr als aneinandergereihte Worte. Das leben wir hier!“, sagt Bianca Schendel. Sie selbst ist seit 2016 Leserin der KÖB Saarwellingen, engagiert sich seit 2019 als Leiterin. In den letzten drei Jahren sei das ehrenamtliche KÖB-Team von drei auf zwölf Personen angewachsen. So verteile sich die Arbeit auf mehrere Köpfe und jeder habe maximal zwei Büchereidienste pro Monat. „In Saarwellingen gibt es fünf Kitas und eine Grundschule – die Nachfrage nach einer Bücherei ist riesig“, sagt Schendel. „Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder kommen und merken, was für ein Wissen in Büchern steckt!“ Die Bücherei arbeitet eng mit den Kitas und der Schule zusammen und bietet Bastel- und Vorlesenachmittage an. Neben Büchern können auch CDs, DVDs, Spiele und die besonders bei kleinen Kindern beliebten Tonies ausgeliehen werden.

Die steigenden Ausleihzahlen sind Belohnung für das Engagement: Gab es 2019 noch 2100 Ausleihen, waren es 2021 bereits 6300 Ausleihen – dem Lieferservice des Bücherei-Teams während des Lockdowns sei Dank. „Die Tendenz für dieses Jahr liegt bei rund 9800 Ausleihen“, sagt Schendel. Darin enthalten seien noch nicht die Zahlen für die „Onleihe“, bei der Nutzer von zu Hause aus digital die Medien auf ihren Computer laden können.

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Saarbrücken bistum-trier Büchereiarbeit Ehrenamt Information Jugend Kultur Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104942 Sat, 23 Jul 2022 09:00:00 +0200 Interkulturelle Begegnung in Köllerbach https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/interkulturelle-begegnung-in-koellerbach/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/c/csm_Sommerfest_2016_Schneider_1f849d2a5d.png" width="150" height="80" alt="" title="Sommerfest 2016 Schneider" />Viele Menschen aus der Ukraine, aber auch aus Syrien, Afghanistan und dem Irak haben nach ihrer Flucht im Köllertal eine zweite Heimat gefunden. Eine Möglichkeit der interkulturellen Begegnung gibt es am 30. Juli an der Begegnungskirche in Köllerbach. Köllerbach - Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges sind zahlreiche Familien und Menschen aus der Ukraine auch ins Saarland und ins Köllertal geflüchtet. Sie suchen Schutz und Sicherheit vor dem Krieg in ihrer Heimat und sind dankbar für Unterstützung und Begegnung. Ähnlich ergeht es seit vielen Jahren den Menschen aus Syrien, Afghanistan und Irak, die in der Region eine zweite Heimat gefunden haben. Auch sie freuen sich über eine Möglichkeit, sich und andere Menschen zu treffen. Diese Gelegenheit bietet die Interkulturelle Begegnung am Samstag, dem 30. Juli ab 16 Uhr an der Begegnungskirche in Köllerbach (Kirchstr. 11), zu der alle aus der Umgebung eingeladen sind. Veranstalter sind die Flüchtlingsinitiative der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach und der Pastorale Raum Völklingen in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung.


Für die Verpflegung sorgt ein buntes Salat- und Kuchenbuffet mit Speisen aus verschiedenen Ländern, zu dem alle einen Beitrag leisten können. Vom Grill werden Würstchen vom Rind und vom Huhn angeboten. Die Kinder können bei einem Trommelworkshop mitmachen oder Spielangebote nutzen. Auch das „kirche:mobil!“ des Pastoralen Raums Völklingen wird vor Ort sein und bietet frisch gemahlenen Kaffee an.

Für die Vorbereitung der Veranstaltung ist eine Anmeldung unter
christoph.morgen(at)bistum-trier.de hilfreich.

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Saarbrücken bistum-trier Flüchtlinge Vermischtes
news-104947 Fri, 22 Jul 2022 07:35:25 +0200 „Zauberflöte“ begeisterte Kinder und Eltern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zauberfloete-begeisterte-kinder-und-eltern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_220722_Zauberfoete2_uk_e37e8eaa8c.jpg" width="150" height="84" alt="" title="220722 Zauberfoete2 uk" />Die Concert Band der Bischöflichen Willi-Graf-Schulen in Saarbrücken hat Mozarts berühmte "Zauberflöte" aufgeführt. Der Kunst-Leistungskurs gestaltete das Bühnenbild. Saarbrücken – Dass eine Oper nicht nur etwas für das oft zitierte „grauweißhaarige Publikum“ ist, haben Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Willi-Graf-Schulen (WGS) in Saarbrücken unter Beweis gestellt: Am Mittwochabend, 20. Juli, hat die Concert Band, das Schulorchester der WGS, Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ vor einem überwiegend jungen und begeisterten Publikum aufgeführt.

„Seit Februar haben wir die Stücke aus der Oper geprobt, die Mozart 1791, also ein Jahr vor seinem Tod komponiert hat“, berichtet Musiklehrerin Julia Lichtenthal, die das Orchester leitet. Der „Zauberflöte“ komme im schulischen Kontext eine ganz besondere Bedeutung zu: Sie sei ein Werk, das allen Schülerinnen und Schülern mindestens einmal in ihrem Schulleben begegnet. Die Musik sei eingängig, griffig, brillant und von einer unübertrefflichen Perfektion. Auch die Geschichte sei spannend und zeitlos und berühre Schülerinnen und Schüler ganz unterschiedlicher Klassenstufen.

Aufgeführt wurde das Arrangement, das Gerhard Buchner speziell für die Hörgewohnheiten von Kindern geschrieben hat. Die Fassung ist eine gekürzte Version der Oper, aber die bekannten Melodien wie etwa das Lied des Vogelfängers Papageno oder die berühmte Rachearie der Königin der Nacht durften dabei nicht fehlen. Der künftige Schulpfarrer Bernd Schütz übernahm den Part des Erzählers.

Passend dazu hatten Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Bildende Kunst unter der Leitung von Lehrerin Eva Eid ein Papiertheater mit Figuren und Bühnenbild geschaffen. Dafür hatte der Kurs zunächst das Werk erarbeitet und überlegt, welche Szenen der Oper sie bildlich darstellen wollen. Sie bastelten dafür bewegliche Figuren aus Papier, die sie auf passenden Hintergründen arrangierten und abfotografierten. Daraus entstand eine Bilderfolge, die als Powerpoint-Präsentation passend zur Erzählung an die Leinwand projiziert wurde.

Die Aufführung fand als dezentrale Veranstaltung am Vorabend des saarländischen Tages der Schulmusik am 21. Juli statt.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Kultur Schule
news-104946 Thu, 21 Jul 2022 14:06:02 +0200 Bistum Trier unterstützt bolivianisches Krankenhaus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistum-trier-unterstuetzt-bolivianisches-krankenhaus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/9/csm_Bolivien_2022_BesuchKrankenhaus_18cdd1707d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Trierer Delegation hat das Hospital Catolico in Santa Cruz besucht. Mit Unterstützung des Bistums und weiterer Partner wurde dort eine neue COVID-19-Station eingerichtet. Santa Cruz/Trier – „Vielen Dank für Ihre Unterstützung!" So begrüßte Victor Hugo Valda, Direktor des Hospital Catolica in Santa Cruz in Bolivien, am 19. Juli die Frauen und Männer einer Delegationsreise aus Trier, an der auch Bischof Dr. Stephan Ackermann teilnimmt. Das ohnehin schlecht ausgestattete bolivianische Gesundheitssystem war landesweit schnell durch die Corona-Pandemie überlastet. Im Hospital Catolico der Erzdiözese Santa Cruz wurde mit Unterstützung des Bistums Trier und weiterer Partner eine neue COVID-19-Station eingerichtet und neue Ausstattung angeschafft. Die Besucherinnen und Besucher aus Deutschland machten sich nun einen Eindruck des katholischen Krankenhauses. 

„Mit der Hilfe Gottes, unseren Mitarbeitenden und Spenden aus Trier war es möglich, Menschenleben zu retten", berichtete Valda. Das Hospital Catolico hält mit 40 Beatmungsgeräten die größte COVID-Station des südamerikanischen Landes vor und war eine der ersten Kliniken, die Erkrankte aufnahm. „Unsere Mission ist es, die Gesundheit der Patientinnen und Patienten nach den Richtlinien des christlichen Glaubens wiederherzustellen. Wir haben den Auftrag, den Jesus uns mitgab", betonte Valda bei der Vorstellung des Klinikums. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bistum und dem kirchlichen Krankenhaus begann mit der Corona-Pandemie. „Man merkt, mit welcher Leidenschaft Sie und Ihr Team hier arbeiten. Wir freuen uns, wenn wir Sie bei dieser lebensnotwendigen Arbeit unterstützen können und wir werden schauen, wie und mit welchen Mitteln wir dies weiterhin tun können", sagte Bischof Ackermann im Rahmen des Besuchs. 

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news-104944 Thu, 21 Jul 2022 12:01:59 +0200 Ökumenischer Gottesdienst zum Jahrestag der Flut https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/oekumenischer-gottesdienst-zum-jahrestag-der-flut/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/8/csm_flutgedenkensinzig_5301097841.jpg" width="150" height="68" alt="" />Bei einem ökumenischen Gottesdienst in Sinzig haben 500 Menschen der Flutopfer gedacht. Sinzig/Bad Bodendorf – Direkt an der Ahr, dort wo vor einem Jahr die Wassermassen auch in Sinzig ein Bild der Zerstörung hinterlassen hatten, haben sich am 15 Juli beim ökumenischen Gedenkgottesdienst anlässlich des Jahrestages der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal über fünfhundert Menschen versammelt, um inne zu halten und der Opfer zu gedenken. Der Sinziger Pastor Frank Werner und der evangelische Pfarrer Stefan Bergner zelebrierten den Gottesdienst.

Tiefe psychische Wunden

„Warum? Warum musste mein Kind sterben? Warum die Behinderten im Lebenshilfehaus? Warum musste die Oma nochmal in den Keller gehen, obwohl das Wasser schon drin war? Auf diese Fragen gibt es keine Antwort“, sagte Pastor Werner. Gerade erst habe ihm die Mutter eines verstorbenen behinderten Jungen gesagt, sie könne nicht begreifen, dass seitdem schon ein ganzes Jahr vergangen sei. Ein Mann aus Bad Bodendorf habe ihm erzählt, dass er gerade erst beginne zu begreifen, wie nahe er dem Tod gewesen sei. Bei dem Gottesdienst wurde deutlich, wie tief die psychischen Wunden bei den Menschen sind, die Verluste erlitten haben oder verletzt wurden – und das dem auch Rechnung getragen werden muss.

15 Steine wurden vor dem Altar im Halbkreis ausgelegt. 14 für die Verstorbenen in Sinzig und einer stellvertretend für die insgesamt 134 Toten, die entlang der Ahr schmerzlich vermisst werden. Pfarrer Stefan Bergner, der nach der Flut ins Ahrtal kam, hat als eine seiner wichtigsten Erfahrungen mitgenommen, wie stark und wichtig der Zusammenhalt unter den Menschen nach der Flut war, die sich gegenseitig stützten, stärken und anrühren. „In den Versorgungszelten ging es nicht nur ums Essen – was gestärkt hat, war der Austausch mit anderen Menschen auch von ganz weit weg, die einfach da waren, die Hilfsbereitschaft und Respekt den Lebensgeschichten der Einzelnen erwiesen haben“, betonte der Pfarrer. Der Geistliche machte den Anwesenden Mut und forderte sie auf, sich Zeit zu nehmen, um Kraft zu tanken, um den Weg, der vor ihnen liegt, weitergehen zu können. Er regte zudem an, offen zu bleiben für Menschen, die noch keinen Anschluss gefunden haben. In den Lesungen wurde unter anderem für ein stärkeres Bewusstsein gegenüber der Zerbrechlichkeit der Schöpfung gebetet. Stille herrschte unter den Anwesenden, als der Ahr-Psalm von Monsignore Stephan Wahl verlesen wurde, der auch mit den Tiraden mancher Kritiker abrechnet, die mit erhobenem Zeigefinger die „Portion Sintflut als Strafe für unsere Vergehen, für unsere Verbrechen an der Natur“ bezeichnen.

Dank an die Feuerwehrleute

Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron nahm die Gelegenheit zum Anlass, den anwesenden Feuerwehrleuten dafür zu danken, dass sie in der Flutnacht ihr Leben eingesetzt haben. Pastor Frank Werner erinnerte sich daran, dass er jüngst in Bad Bodendorf ein Feuerwehrfahrzeug gesegnet hat, mit dem sechzig Menschen in Sinzigs größtem Stadtteil gerettet wurden. An diesem Abend sollte bei der Gedenkfeier im Bad Bodendorfer Kurpark ein weiteres Feuerwehrfahrzeug eingesegnet werden. Eines, das aus Spendengeldern finanziert wurde und das nun für die Drohnen-Gruppe der Feuerwehr zum Einsatz kommt. Wie bekannt wurde, musste vor einem Jahr die Drohne aus Bad Bodendorf, die mit Wärmebild-Infrarot-Kamera ausgestattet ist und aus dem Katastrophengebiet von Schuld angefordert worden war, mittels eines umgerüsteten DRK-PKW dorthin transportiert werden.

Im Kurpark von Bad Bodendorf konnten sich die Gäste anhand von Aufnahmen aus Tagen nach der Flut ein Bild von der damaligen Situation machen. Dies können sie allerdings nun auch mittels eines soeben vom Förderverein der Bad Bodendorfer Feuerwehr herausgegeben 72-Seiten starken Bildbands, der gegen eine Spende von mindestens fünf Euro beim Förderverein erhältlich ist.

Am Rande der Veranstaltung, bei der es auch Gelegenheit gab, seelsorgerliche oder den Wiederaufbau betreffende Gespräche zu führen, wurde immer wieder auch Kritik laut. „Bei der ersten Bürgerversammlung im Helenensaal nach der Katastrophe wurde ganz klar gesagt, dass die Gründe, warum sich das Wasser im Grünen Weg so stark angestaut hat, die B 9 und der Bahndamm sind; der Landesbetrieb Mobilität hat das zwar zur Kenntnis genommen, doch ändern wird sich hier wohl nichts“, stellte etwa Michael Lambert fest. „Die Menschen in Sinzig hätten nicht sterben müssen, es wurden Stunden vergeudet, weil nicht gewarnt wurde“, waren sich zwei Frauen in Bad Bodendorf einig. Pastor Stefan Bergner hatte deutlich gemacht, dass die Seelsorgenden und Helfenden auch weiterhin für die Flutbetroffenen im Ahrtal da sein werden: „Es geht nun ins zweite Jahr nach der Flut, rechnen Sie weiter mit Menschen, die sie stärken möchten.“

(red)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Flutkatastrophe
news-104943 Wed, 20 Jul 2022 14:21:13 +0200 Bistum Trier stellt Jugendarbeit für die Zukunft auf https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistum-trier-stellt-jugendarbeit-fuer-die-zukunft-auf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_young-people-3575167_1920_fde42555d8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Eine Veranstaltung informierte über die Reformen der Kinder- und Jugendschutzgesetze. Trier – Bis 2028 sollen alle Angebote der Kinder und Jugendhilfe im Bistum Trier vollkommen offen und inklusiv sein: Dieses Ziel wird die Diözese und ihre Jugendarbeit in den nächsten Jahren prägen. Dazu vernetzen sich alle beteiligten Abteilungen des Bistums und des Caritasverbands, wie zuletzt bei einer digitalen Informationsveranstaltung Mitte Juli zu den Gesetzesänderungen in der Kinder und Jugendhilfe. 130 Interessierte und Mitarbeitende des Bistums arbeiteten gemeinsam unter dem Titel: „Kinder und Jugendliche stärken mit dem neuen SGB VIII“. Eingeladen hatten die Abteilung Jugend und die Abteilung Beratung und Prävention des Bistums Trier zusammen mit dem Diözesancaritasverband.

Den Einstieg in die Veranstaltung markierte ein zweistündiger Vortrag von Prof. Reinhard Wiesner. Der Rechtswissenschaftler gilt als „Vater des SGB VIII“ und arbeitet seit über 30 Jahren im Kinder- und Jugendhilferecht sowie im Sozialleistungsrecht. Er gab einen Überblick und nannte viele Beispiele und mögliche Problempunkte aus dem Gesetzbuch und dessen Reform. Die Änderungen betreffen unter anderem die Bereiche Jugendhilfe und Schule, Prävention, Kinder- und Jugendschutz sowie Inklusion. Laut Wiesner führten verschiedene Punkte zu einer Reform des Sozialgesetzbuches VIII. So etwa die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes, die Forderung, sich mehr auf die Eingliederung von behinderten Kindern und Jugendlichen einzusetzen und der Wunsch nach einer Weiterentwicklung von Heimaufsicht, wo in den letzten Jahren immer wieder Fälle von Missbrauch oder Überforderung ans Licht gekommen waren. Ziele seien vor allem die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in Pflegefamilien oder Einrichtungen der Erziehungshilfe aufwachsen, Hilfen „aus einer Hand“ für Kinder mit und ohne Behinderung zu gewährleisten, mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien. So sollten bei Pflegeverhältnissen künftig Geschwisterbeziehungen stärker berücksichtigt werden, aber auch ein Rechtsanspruch der leiblichen Eltern auf Beratung und Unterstützung und eine gute Förderung der Beziehung zu ihrem Kind gefördert werden. Die Perspektiven müssten nicht nur am Anfang, sondern während des Prozesses immer wieder geklärt werden. Andere Vorschriften regelten den besseren Übergang von der Fürsorge durch das Jugendamt hinüber in andere Sozialleistungssysteme. Die inklusive Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen müsse weiterentwickelt werden und auch die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Angeboten in der Jugendarbeit für alle Kinder sichergestellt werden.

Für Kerstin Knopp, stellvertretende Leiterin der Abteilung Jugend, war die Veranstaltung ein Erfolg. Mit über 130 Anmeldungen sei ein breites Publikum erreicht und eine gemeinsame Basis für die Herausforderungen geebnet worden. Ende des Jahres seien bereits Folgeveranstaltungen geplant, dann nämlich kommen die Ausführungsbestimmungen des Gesetzes von den Landesregierungen. Anja Peters, Abteilungsleiterin Soziale Sicherung und Teilhabe des Diözesancaritasverbandes Trier und Dr. Andreas Zimmer, Leiter der Abteilung Beratung und Prävention, resümierten abschließend: „Gehen wir die Herausforderungen vernetzt an, um die Aufgaben mit der Verknüpfung der unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam bewältigen zu können.“
(sb)
 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-104941 Tue, 19 Jul 2022 14:48:14 +0200 Religionspädagogisch qualifiziert https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/religionspaedagogisch-qualifiziert/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_Zertifikate-Religionspadagogik_3ae75f712b.jpg" width="150" height="150" alt="" />21 Kita-Erzieherinnen aus dem Raum Trier, Saarbrücken und Koblenz haben ihre Zertifikate erhalten. Trier – 21 Kita-Mitarbeiterinnen aus dem Raum Trier, Saarbrücken und Koblenz haben den religionspädagogischen Qualifizierungskurs im Bistum Trier erfolgreich absolviert. Am 14. Juli erhielten die Erzieherinnen ihre Zertifikate von Angela Thelen, Leiterin der Abteilung Kindertageseinrichtungen im Diözesancaritasverband Trier, und Georg Binninger, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten und familienbezogenen Dienste im Bischöflichen Generalvikariat. Startschuss für die diesjährigen Absolventinnen war bereits vor drei Jahren; der Kurs beinhaltet insgesamt 15 Unterrichtstage. Ziel des Kurses ist es, religionspädagogisches Handeln zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Teilnehmerinnen bringen ihre eigene Persönlichkeit in den Kurs ein und tragen so dazu bei, das katholische Profil in den Kindertagesstätten zu schärfen.

Den religionspädagogischen Qualifizierungskurs gibt es seit 1999. Seit 2002 wird er alle zwei Jahre von der Lernstatt Zukunft des Diözesancaritasverbandes angeboten. Zum aktuellen Referentinnen- und Referententeam gehören die pastorale Begleiterin Gudrun Jocher und die pastoralen Begleiter Christan Pesch und Holger Sturm sowie Gabriele Kloep-Weber vom Leitungsteam des Pastoralen Raums Koblenz und Aloys Perling von der der Abteilung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste im Bischöflichen Generalvikariat. Der nächste (bereits ausgebuchte) Kurs beginnt im kommenden September.

Weitere Informationen dazu gibt es auf www.caritas-trier.de/bildung-arbeit/lernstatt-zukunft/lernstatt-zukunft sowie bei Aloys Perling, Tel. 0651-7105-512, E-Mail: aloys.perling(at)bgv-trier.de.

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kindergarten
news-104938 Mon, 18 Jul 2022 14:51:50 +0200 Neugierig auf die Menschen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neugierig-auf-die-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/c/csm_Start_SB1-uk_9781acccc6.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Start SB1 uk" />Unter dem Motto "Neugierig. Hungrig. Dankbar. Spritzig" haben Gläubige die Eröffnung des Pastoralen Raums Saarbrücken gefeiert. Saarbrücken – „Neugierig. Hungrig. Dankbar. Spritzig.“ – unter diesem Motto haben Gläubige am Freitag, 15. Juli, auf der Folsterhöhe die Eröffnung des Pastoralen Raums Saarbrücken gefeiert. Dieser hatte zum 1. Januar 2022 das bisherige Dekanat Saarbrücken abgelöst.

„Wir sind dankbar für unseren guten Start und dass am 14. Juli der Rat des Pastoralen Raums und unsere Verbandsversammlung gewählt werden konnten. Aber wir sind noch in der Phase des Findens“, sagte Klaus Becker, der gemeinsam mit Monika Urbatsch und Dekan Pastor Clemens Grünebach das Leitungsteam bildet. So war der offizielle Start des Pastoralen Raums auch eine Gelegenheit, sich – so Becker –  gemäß des Mottos „neugierig“ auf den Weg zu machen, Menschen zu begegnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Ort – das Quartier Folsterhöhe in Saarbrücken mit der erst 1996 geweihten Heilig-Kreuz-Kirche – waren dafür bewusst gewählt. So führten die Sozialarbeiterinnen Claudia Bickel und Elisabeth Lauf von der Caritas Gemeinwesenarbeit die Gruppe durch das Viertel, in dem viele benachteiligte Menschen leben und in das sich außer den Bewohnern nur wenige verirren. „Ein Viertel der rund 1650 Bewohner ist minderjährig. Von diesen Kindern haben 63 Prozent einen Migrationshintergrund, 67 Prozent leben von Hartz IV“, nannte Bickel Zahlen. Dennoch sei die Identifikation mit dem Viertel mit seinen vielen Hochhaussiedlungen hoch. „Die meisten sind hier sehr zufrieden. Es ist ein sehr gutes Quartier für Familien mit Kindern. Ihnen tut es weh, wenn das Quartier ein schlechtes Image hat.“

 

 

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Saarbrücken bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Synode: Umsetzung
news-104933 Sat, 16 Jul 2022 05:46:00 +0200 Die Trittenheimer Apotheke gibt es jetzt auch im Vatikan https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-trittenheimer-apotheke-gibt-es-jetzt-auch-im-vatikan/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_Weinauswahl1_6d1e1921bb.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Bischöflichen Weingüter Trier sind mit einer Auswahl im staatseigenen Supermarkt „Annona“ vertreten. Trier/Vatikanstadt – Romreisende aus dem Bistum Trier müssen künftig nicht mehr auf Riesling von den Bischöflichen Weingütern verzichten – denn ab sofort gibt es im Vatikan auch Wein von Mosel und Saar. „Wir sind sehr stolz, dass fünf unserer Weine nun im staatseigenen Supermarkt „Annona“ verkauft werden“, sagt Aurélie Botton-Schmaus, Marketingleiterin der Bischöflichen Weingüter Trier. Sie sei vor einiger Zeit auf die Verantwortlichen im Vatikan zugegangen. Im dortigen Supermarkt werden kaum ausländische Weine geführt, und Botton-Schmaus konnte die Verantwortlichen überzeugen, dass es gut ist, deutsche Rieslinge im Angebot zu haben. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir mit einer kleinen, feinen Auswahl unserer besten Weine nun auch im Vatikan vertreten sind“ betont die Marketingleiterin.

Ab sofort können Kundinnen und Kunden im Supermarkt „Annona“ die Rieslinge Ayler Kupp, Dhroner Hofberg, Scharzhofberger und Trittenheimer Apotheke sowie der DOM Rotwein kaufen. Natürlich können die Weine auch direkt bei den Bischöflichen Weingütern unter www.bischoeflicheweingueter.de bestellt werden.

(JR)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Vermischtes
news-104932 Fri, 15 Jul 2022 15:03:00 +0200 Auf dem Weg zu einer lebendigen Kirche im Volk https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-zu-einer-lebendigen-kirche-im-volk/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/3/csm_LuxemburgTrierKonveniat_220714_86be8c0608.jpg" width="150" height="113" alt="" title="LuxemburgTrierKonveniat 220714" />Einmal im Jahr treffen sich die Bistumsleitungen von Luxemburg und Trier - in diesem Jahr in Echternach. Echternach/Luxemburg/Trier – Das Thema Synodalität hat das jährlich stattfindende Treffen der Bistumsleitungen aus Trier und Luxemburg am 14. Juli geprägt. Erzbischof Jean Claude Kardinal Hollerich hatte nach Echternach eingeladen. Auch in der luxemburgischen Gemeinde waren noch Spuren des verheerenden Hochwasser vom 14. und 15. Juli 2021 zu sehen. Und so gehörte zum Austausch auch der Gedanke an die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen im Bistum Trier und darüber hinaus.

Kardinal Hollerich und Jean-Louis Zeien berichteten von den Rückmeldungen aus dem Erzbistum zur von Papst Franziskus ausgerufenen Synode „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“. Mehrere tausend Personen seien eingebunden gewesen, viele hätten positive und zukunftsgerichtete Impulse gegeben. Das Erzbistum habe seine Rückmeldung unter den Titel „Eine Volkskirche auf dem Weg zu einer lebendigen Kirche im Volk“ gestellt. Von den konkreten Erfahrungen der Umsetzung der Diözesansynode berichteten Triers Bischof Stephan Ackermann und Christian Heckmann. Einerseits würden durch die Pfarreifusionen viele organisatorische und strukturelle Fragen bearbeitet. Mit der Errichtung der Pastoralen Räume, den Impulse aus den Lernpartschaften als exemplarische Anregungen für die Umsetzung der Synode und „guten Bausteinen“ wie der Beerdigungsdienst durch Ehrenamtliche rückten nun auch zunehmen inhaltliche Themen in den Fokus. Neben dem Austausch über weitere aktuelle Entwicklungen in den beiden Diözesen wie etwa der Haushaltssicherung im Bistum Trier gehörten auch der Besuch des wieder eröffneten Abteimuseums und die Besichtigung der Ausgrabungen auf dem ehemaligen Echternacher Klosterhof zum Programm.

Neben Erzbischof Hollerich und Bischof Ackermann nahmen an dem Treffen teil von die Weihbischöfe Leo Wagener (Luxemburg), Robert Brahm, Franz Josef Gebert und Jörg Michael Peters (Trier), die Generalvikare Patrik Muller (Luxemburg) und Ulrich Graf von Plettenberg (Trier), Dompropst Georges Hellinghausen (Luxemburg), die Bischofsvikare Jean Ehret und Tom Kerger (Luxemburg), Generalökonom Marc Wagener, Francis Erasmy (Rektor der Echternacher Basilika) und die Bischöflichen Beauftragten Marie-Christine Ries, Renée Schmit und Jean-Louis Zeien (Luxemburg) sowie aus dem Bistum Trier Christian Heckmann (Stabsstelle zur Umsetzung der Synodenergebnisse), Bischofskaplan Florian Dienhart, Judith Rupp (Bereich Kommunikation und Medien) und der Abteilungsleiter Jugend Domvikar Matthias Struth.

(JR)

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news-104927 Wed, 13 Jul 2022 14:30:20 +0200 Theologische Fakultät verleiht Ehrendoktorwürde https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/theologische-fakultaet-verleiht-ehrendoktorwuerde/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_IMG-20220708-WA0028_c6febff075.jpg" width="150" height="113" alt="" />Bereits 2020 waren die zwei Frauen und zwei Männer für ihre herausragenden humanitären, wissenschaftlichen, literarischen und theologischen Leistungen ausgezeichnet worden. Trier – Die Theologische Fakultät Trier hat am 8. Juli die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Michael Jäckel (Trier), Br. Andreas Knapp (Leipzig), Christel Neudeck (Troisdorf-Spich) und Sr. Mary Prema Prierick MC (Zaborów/Polen) mit einer akademischen Feier begangen. Diese waren bereits 2020 für ihre herausragenden humanitären, wissenschaftlichen, literarischen und theologischen Leistungen ausgezeichnet worden; der Festakt musste aufgrund der Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf dieses Jahr verschoben werden.

„Die hohe Wertschätzung der Theologie als Wissenschaft, der Glaube als eine intensive und lebenslange Suchbewegung, der radikale und vielfältige Einsatz für humanitäre Hilfe und für den interreligiösen Dialog sowie die Verkörperung christlicher Nächstenliebe – mit diesem Ihrem oft stillen und alltäglichen Tun geben Sie Antwort auf die Frage: ‚Was ist gelingendes christliches Leben‘?“, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann, der als Magnus Cancellarius (Großkanzler) der Theologischen Fakultät Trier die Urkunden überreichte. Zum Dank trug der Priester und Lyriker Knapp im Namen der vier Ehrenpromovierten zwei seiner Gedichte vor.

Die Sozialpädagogin Christel Neudeck ist zusammen mit ihrem verstorbenen Mann Rupert Neudeck Mitbegründerin des Vereins Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V., einer weltweit aktiven humanitären Hilfsorganisation, die sich heute im Besonderen für die weltweite medizinische Versorgung Hilfebedürftiger in Krisenherden, für die Weiterbildung des medizinischen Personals vor Ort sowie für Baumaßnahmen zur Instandsetzung medizinischer Einrichtungen und Schulen einsetzt. Neudeck engagiert sich außerdem für den Interreligiösen Dialog, der einen eigenen Schwerpunkt in Forschung und Lehre an der Theologischen Fakultät Trier bildet.

Sr. Mary Prema Pierick ist die Generaloberin der Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe und somit die zweite Nachfolgerin von Mutter Teresa. 1980 lernte Sr. Prema – damals noch unter ihrem bürgerlichen Namen Mechthild Pierick – Mutter Teresa auf dem Berliner Katholikentag kennen. Im Alter von 27 Jahren trat sie kurz darauf in Essen als Postulantin in die Ordensgemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe ein und nahm ihren Ordensnamen an. Zunächst war Sr. Prema in Rom, Neapel und Madrid tätig. Während der Aufenthalte von Mutter Teresa im Vatikan arbeitete sie als deren Übersetzerin. Mutter Teresa berief sie nach Kalkutta in das Mutterhaus des Ordens; seit 2005 gehört Sr. Prema dort dem Leitungskreis der Kongregation an, der aus vier Schwestern besteht. Am 25. März 2009 wurde sie von den 162 Teilnehmerinnen des Generalkapitels in Kalkutta zur Generaloberin der Kongregation gewählt.

Der Theologe und Priester Dr. Andreas Knapp leitete jahrelang das Priesterseminar in Freiburg, ehe er 2000 dem Orden der „Kleinen Brüder vom Evangelium“ beitrat, der sich an der Nachfolge von Charles de Foucault (1858–1916) ausrichtet. Knapp lebt heute mit drei Mitbrüdern in Leipzig, wo er sich in der Gefängnisseelsorge und in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Er ist Autor zahlreicher Bücher und gilt als einer der bekanntesten spirituellen Lyriker Deutschlands.

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news-104925 Wed, 13 Jul 2022 11:42:53 +0200 Junge Europäer geben tanzend Denkanstöße https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/junge-europaeer-geben-tanzend-denkanstoesse/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_PASSAGEN-IN-PORTBOU_1099_a946bdb510.jpg" width="150" height="100" alt="" title="PASSAGEN IN PORTBOU 1099" />Unter dem Titel „Fragil oder die Parabel vom Angelus Novus“ veranstaltet die Projektreihe „Passagen“ im Sommer 2022 in Frankreich das neunte Jugendtanzprojekt. Saarbrücken – Unter dem Titel „Fragil oder die Parabel vom Angelus Novus“ veranstaltet die Projektreihe „Passagen“ im Sommer 2022 in Frankreich das neunte Jugendtanzprojekt. Das Projekt findet in St. Chély d’Apcher/Frankreich statt. Im Zeitraum vom 24. Juli bis zum 7. August werden 60 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich, Rumänien, Spanien und Bosnien-Herzegowina dort zusammen leben und tanzen und diskutieren. Konnte das Tanzprojekt 2020 coronabedingt fast nur digital stattfinden, gab es im letzten Jahr eine hybride Ausgabe.

Die Projektreihe „Passagen“ wurde 2013 unter der Leitung von Pastoralreferent Heiner Buchen vom Pastoralen Raum Saarbrücken ins Leben gerufen. In zweiwöchigen Tanzcamps erhalten junge Menschen aus Europa in jeweils einem der Teilnehmerländer die Möglichkeit, unter Anleitung internationaler Choreograf:innen ein abendfüllendes Tanztheaterstück zu entwickeln. Auch das Organisationsteam ist multinational mit jungen Pädagog:innen, Medienschaffenden und einem Sound- und einem Visualdesigner besetzt.

Es gebe bewusst keinen öffentlichen Aufruf an die Jugendlichen, sich zu bewerben, betont Buchen: „Wir gehen in Berufs- und Gemeinschaftsschulen, Jugendzentren und Flüchtlingsinitiativen und machen dort auf das Projekt aufmerksam.“ Damit wolle man auch Jugendliche erreichen, die von selbst nie auf die Idee gekommen wären, sich zu bewerben und auch sonst keine Möglichkeit hätten, sich eine solche Reise ins Ausland zu leisten. Am Ende solle die Runde aus Menschen verschiedener sozialer Milieus bestehen. Gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe seien auch klare Ziele der Trierer Bistumssynode. „Diakonische Kirchenentwicklung heißt für uns, in die Situationen von Gesellschaft zu schauen. Die verschiedenen Viertel und Dörfer sozialräumlich zu analysieren und daraus Handlungsoptionen entwickeln für die Ausgegrenzten, Armen und Benachteiligten. Zu schauen: Wo sind Menschen, die über vieles nicht verfügen“, erklärt der Pastoralreferent.

Tanzerfahrungen werden nicht vorausgesetzt. „Aber es sollte die Bereitschaft bestehen, pro Tag drei bis fünf Stunden zu tanzen, sich an den inhaltlichen Workshops zu beteiligen und sich in die Gemeinschaft einzubringen“, sagt Heiner Buchen. Das sei aber noch nie ein Problem gewesen: „Die jungen Leute sind hochmotiviert!“ Die in den Projekten entstehenden Tanztheaterstücke sind jeweils eng mit der Geschichte ihrer Entstehungsorte verbunden und werden auch dort uraufgeführt. Erstaufführung ist dieses Jahr am 5. August in St. Chély d’Apcher. „Wir hoffen, dass wir wie in den Vorjahren das Stück im nächsten Jahr im Rahmen des französisch-deutschen Festivals Perspektives in Saarbrücken aufführen können“, sagt Heiner Buchen.

Wichtige Grundgedanken der Projektreihe sind es, einen Ort der interkulturellen Begegnung zu schaffen, der europäischen Vergangenheit zu gedenken, die Gegenwart kritisch zu reflektieren und für eine gemeinsame europäische Zukunft zu begeistern. Dabei dient urbaner Tanz als Medium und als universelle Sprache, die die Teilnehmenden über Ländergrenzen und sprachliche Barrieren hinweg verbindet. Diese Grundgedanken spiegeln sich auch im diesjährigen Motto wider. Die Fragilität der Erde und des menschlichen Zusammenlebens zeige sich aktuell deutlich in Kriegen, der Corona-Pandemie und der Klimakrise. Die Ölfarbzeichnung „Angelus Novus“ von Paul Klee und dem dazugehörigen Denkbild des Philosophen Walter Benjamin bilden die zweite inhaltliche Dimension. Benjamin entdeckte in diesem Bild die zerstörerische Kehrseite des Fortschritts und entwickelte daraus eine Kritik an unserer Art zu leben.

Neben dem Tanz werden sich die Jugendlichen in Workshops inhaltlich mit sechs Themen beschäftigen: Mit dem Zustand der Erde, dem Kapitalismus, mit zwischenmenschlichen Beziehungen, dem Angelus Novus, der Europäischen Dominanzkultur und dem Thema Nachhaltigkeit. Die Choreografie des entstehenden Tanztheaterstücks wird zum persönlichen Aufrichten der Jugendlichen, zur politischen Intervention und möglicherweise auch zum Widerstand gegen die eigene Ohnmacht in den aktuellen Zeiten der Krise.

Wegen fehlendem Geld sei noch keiner zu Hause geblieben, stellt Heiner Buchen klar. Wer die 190 Euro Eigenbeteiligung nicht aufbringen könne, werde durch Sponsorengelder unterstützt. Auch das Bistum Trier fördert das Tanzprojekt mit Mitteln aus der Bischof-Stein-Stiftung und aus dem Fonds für soziale Teilhabe. Darüber hinaus werden die „Passagen“ vom Regionalverband Saarbrücken, dem saarländischen Kultusministerium, Saartoto und verschiedenen bundesweiten Kulturstiftungen, vor allem der Egerland-Stiftung unterstützt.

Info: Bei dem Namen „Passagen“ handelt es sich um einen entliehenen Begriff des Philosophen Walter Benjamin. Für ihn bedeutete das Wort „Passage“, wenn sich jemand der eigenen kollektiven und individuellen Vergangenheit interessiert zuwendet und sich somit in einen Erfahrungsraum begibt, der Veränderung ermöglicht. Die Passage wird als Übergangsbereich gedacht, als Schwelle. In der Tanzprojektreihe verschwinden Grenzen – Ländergrenzen und Grenzen zwischen den Teilnehmenden, zwischen Vergangenheit und Gegenwart und stattdessen schafft die Projektreihe Zonen des Übergangs, der Begegnung und des Miteinanders für die Teilnehmenden.

(uk/red)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Diakonische Kirchenentwicklung Information Jugend Kultur Pfarreien Vermischtes
news-104923 Tue, 12 Jul 2022 11:50:09 +0200 Die Chance zum Glück liegt am Wegesrand https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-chance-zum-glueck-liegt-am-wegesrand/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Firmung_Urexweiler-HeribertSchmitt_1e2a351fcb.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Firmung Urexweiler HeribertSchmitt" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ist auf Firmreise im Dekanat St. Wendel unterwegs. Dekanat St.Wendel/Urexweiler – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am Samstagabend, 9. Juli, 19 Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft Marpingen in der Kirche St. Franziskus in Urexweiler das Sakrament der Firmung gespendet. Gemeinsam mit 43 weiteren Jugendlichen aus Marpingen, die am Sonntag in Maria Himmelfahrt gefirmt wurden, hatten sie sich seit März auf die Firmung vorbereitet. „Zu Beginn und zum Abschluss standen jeweils ein Stationengang in der Kirche, bei dem sich die Jugendlichen ihrem eigenen Leben und Glauben und der Rolle Gottes in ihrem Alltag auseinandergesetzt haben“, sagte Gemeindereferent Andreas Diegler. Sie feierten einen gemeinsamen Gottesdienst zum Thema „Ich bin bei euch alle Tage“. Verschiedene Workshops – darunter Kreativangebote wie Töpfern und ein Kletterworkshop sowie Einblicke in die Arbeit des Rettungsdienstes – rundeten die Vorbereitung ab. „Ich bin froh, dass wir uns dieses Mal – da Corona es zurzeit zulässt – wieder alle zusammen versammeln konnten“, sagte Diegler.

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Diakonische Kirchenentwicklung Information Jugend Pfarreien Vermischtes
news-104921 Tue, 12 Jul 2022 08:22:56 +0200 Von der Saarschleife an den Malawi-See https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/von-der-saarschleife-an-den-malawi-see/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_HelenaDobrich-uk_04a00cb5dc.jpg" width="150" height="113" alt="" title="HelenaDobrich uk" />Am 15. August wird die Helena Döbrich nach Malawi im Osten Afrikas reisen, um dort ein Jahr lang an einer Schule einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Mettlach-Orscholz – Der Countdown läuft und die Vorfreude bei Helena Döbrich steigt von Tag zu Tag: Am 15. August wird die 19-Jährige Orscholzerin nach Malawi im Osten Afrikas reisen, um dort ein Jahr lang an einer Schule einen Freiwilligendienst zu absolvieren. „Ich wollte schon immer ein Jahr ins Ausland und finde es schön, andere Kulturen kennenzulernen. Und dass ich mich dabei noch für andere engagieren kann, ist einfach mega“, sagt die junge Frau, die diesen Sommer am Gymnasium am Stefansberg in Merzig ihr Abitur bestanden hat. Begleitet wird sie während des Freiwilligendienstes von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA), einem Verein in Trägerschaft des Bistums Trier und des Diözesan-Caritasverbands, der seit über 30 Jahren jungen Leuten Aufenthalte inner- und außerhalb Europas ermöglicht.

In der Schule in Makawa, direkt am Malawi-See, wird sie die Schülerinnen und Schüler bis zur achten Klasse bei den Hausaufgaben betreuen und mit ihnen die Freizeit gestalten. Zeit, die Landessprache Chidewa zu lernen, sei ihr parallel zu den Abi-Vorbereitungen nicht geblieben. „Aber die Schule in Makawa beginnt erst im Oktober“, sagt Helena – Zeit genug für einen Sprachkurs vorher. „Aber die Landessprache ist auch Englisch, ein Erbe aus der Kolonialzeit“, weiß die junge Saarländerin. Sie selbst wird in einem Haus mit anderen Freiwilligen aus verschiedenen Ländern wohnen. „Neben meiner Familie wird mir bestimmt das Hosentragen fehlen. Mädchen und Frauen sollen an der Schule Röcke und Kleider tragen“, sagt Helena Döbrich.

Über Auslandserfahrung verfügt sie bereits. „Meine Eltern sind vor 20 Jahren in die Ukraine ausgewandert und unterstützen dort ein Hilfsprojekt“, erzählt sie. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Zentral-Ukraine spricht Helena Döbrich Ukrainisch und Russisch. Nach dem Hauptschulabschluss an der ukrainischen Schule zog sie vor vier Jahren zu ihrer Schwester nach Orscholz, um in Deutschland das Abitur zu machen. „Mein Vater ist gelernter Krankenpfleger und war eine Zeit lang in Ruanda. Aufgrund seiner Erzählungen war ich interessiert daran, in ein afrikanisches Land zu gehen“, sagt sie. Sie freut sich auf die vielen Erfahrungen und Eindrücke, die sie in Malawi gewinnen wird. Konkrete berufliche Pläne für die Zeit nach dem Auslandsjahr hat Helena Döbrich noch keine. „Es soll auf jeden Fall etwas im sozialen Bereich mit Menschen sein. Nach einem Jahr in Malawi weiß ich bestimmt, ob ich mir die Arbeit mit Kindern dauerhaft vorstellen kann“, sagt sie.

Bei SoFiA stehen Austausch und Begegnung auf Augenhöhe zwischen den Freiwilligen und Gastgebern an erster Stelle. Es geht um Verständnis, Frieden und Versöhnung zwischen Ländern und Kulturen. Bolivien, Rumänien, Indien, Uganda: Die Einsatzorte der Freiwilligen sind dabei so vielfältig wie die Arbeit vor Ort in den Bereichen Jugend, Bildung, Menschen mit Behinderungen sowie anderen zivilgesellschaftlichen Projekten.

Bewerbungen für einen Freiwilligendienst ab August 2023 sind ab sofort möglich (Online-Bewerbung unter www.sofia-trier.de). Vom 23. Bis 25. September findet zudem ein Orientierungswochenende in Wallerfangen statt, bei dem Interessierte sich über die Einsatzländer und die Aufgaben informieren können.  

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Caritas / Soziales Information Jugend Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104920 Tue, 12 Jul 2022 08:04:38 +0200 Hoffnungszeichen und Frustration https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hoffnungszeichen-und-frustration/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_Flut-Ahrweiler_am_15072021_Foto_TelefonSeelsorge-Bad-Neuenahr-Ahrweiler_privat_f93105402a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Ein Jahr nach der verheerenden Katastrophe blickt das Bistum Trier auf die Lage in den Flutgebieten. Trier/Eifel/Ahrtal – „Obwohl ein Jahr vergangen ist, sind viele Häuser, viele Immobilien noch nicht wieder aufgebaut“, sagt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Er könne die Frustration der Menschen in den Flutgebieten in der Eifel-Mosel-Region, an Sauer und Kyll und im Ahrtal nachvollziehen, weil (Spenden-)Gelder nur langsam fließen, der Aufbau nicht so schnell voran geht wie erhofft, und an einigen Orten noch Entscheidungen ausstehen.

„Stunden, Tage und Wochen haben Mitglieder der ‚Blaulichtfamilie‘, Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger,  Haupt- und Ehrenamtliche der Wohlfahrtsverbände und Kirchengemeinden sowie Helferinnen und Helfer von nah und fern schier unermüdliche Arbeitet geleistet“, so Ackermann. Rund 100 Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Diakone und Priester aus dem gesamten Bistum hatten tage- oder wochenweise ihre Kolleginnen und Kollegen an der Ahr vielfältig unterstützt; dazu zählte Präsenz in den Straßen oder an Fixpunkten wie den Versorgungszelten. Insbesondere in der Akutphase war die Begleitung von Hilfskräften ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Mehr als 1.500 Stunden Seelsorge haben diese Frauen und Männer geleistet; hinzukommen die Stunden der örtlichen Pastoralteams. Die Einsätze wurden von einem eigens eingerichteten Koordinierungsbüro geplant, das sich nun um den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten kümmert.

Nachhaltige Hilfe gewährleisten

„Mein Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, ob haupt- oder ehrenamtlich, die in der Akutphase vor Ort waren und auch nach einem Jahr noch Ausdauer beweisen und die Menschen unterstützen“, betont Bischof Ackermann. Es gelte, die Unterstützung nachhaltig und langfristig zu gewährleisten und zu verstetigen. Dafür werde auch ein Teil der eingegangen Geldspenden genutzt.

Die katholische Kirche im Bistum Trier ist -, vor allem über die Caritas, aber auch mit den Beratungsdiensten sowie den Fachkräften aus Jugendpastoral, in Schulen und Kitas - in vielfältiger Weise in der Hilfe für Betroffene tätig. Gelder von Caritas International und Gelder, die auf das gemeinsame Spendenkonto von Bistum und Caritas eingezahlt wurden, gehen an die Orts-Caritasverbände der betroffenen Regionen. Mit diesen Hilfen wurden bis jetzt mehr als 2.000 Haushalte durch Zahlungen von Soforthilfen sowie Haushalts- und Härtefallhilfen erreicht. Darüber hinaus haben die Verbände vor Ort insgesamt neun Fluthilfebüros eingerichtet, in denen sich Ratsuchende informieren können. Der Schwerpunkt der Fluthilfe liegt auf psycho-soziale Hilfen für traumatisierte und psychisch belastete Anwohnerinnen und Anwohner. Aus Spendenmitteln werden zudem gezielte Programme abhängig der örtlichen Bedarfe finanziert, wie Begegnungsangebote, Mahlzeitendienste für ältere Menschen und Angebote für Familien und Kinder. Mit diesen Sonderprogrammen wurden bisher rund 6.800 Menschen erreicht. Auch die Stiftungsgemeinschaft im Bistum Trier hilft den Opfern der Flutkatastrophe. Die Stiftungen engagieren sich beim Einsatz der Spendenmittel ebenfalls im Bereich der langfristigen Hilfen. „Neue Begegnungsangebote und Projekte werden in den Dörfern geschaffen, die die Gemeinschaft stärken“, dies seien kleine Hoffnungszeichen inmitten der anhaltenden Aufbauarbeiten, so Bischof Ackermann.

Immobiliensituation in betroffenen Gebieten

59 kirchliche Gebäude im Bistum Trier sind vom Hochwasser betroffen. Die Sanierungsarbeiten an den kirchlichen Immobilien verliefen schleppend, bestätigt Thomas von der Stein aus der Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats Trier. Das liege an ganz unterschiedlichen Punkten: „Architekten und Ingenieure sind ausgelastet. Handwerker sind in einem größeren Umkreis um die Ahr kaum zu bekommen.“ Die momentane Baustoffknappheit führe zusätzlich zu einer nur langsamen Beseitigung der Schäden. Zu dieser angespannten Situation kämen weitere Hürden hinzu. „Viele kirchliche Gremien waren direkt nach der Flut nicht handlungsfähig, konnten keine Versammlungen einberufen und Entscheidungen fällen, weil die Ehrenamtlichen oft selbst von der Katastrophe betroffen waren und immer noch sind.“ Gremienmitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinden müssten sich in eine Vielzahl von komplexen Sachverhalten wie in das Antragsverfahren auf Aufbauhilfe der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) einarbeiten.

Weitere Entscheidungen stehen noch aus, etwa jene zur Zukunft der Pfarrkirche St. Pius in Bad Neuenahr-Ahrweiler oder über eine mögliche Nutzung des Geländes rund um die Filialkirche St. Andreas in Ahrbrück, die zu einem noch nicht festgelegten Termin profaniert (entweiht) wird. Ob weitere Gebäude aufgegeben werden müssen, klärt sich im engen Zusammenwirken mit den betroffenen Kirchengemeinden als Eigentümern und den örtlichen kirchlichen Gremien; genauso wie ein möglicher (veränderter) Wiederaufbau von Objekten. 

Gedenkveranstaltungen rund um den Jahrestag

Anlässlich des Jahrestags gibt es vielfältige Veranstaltungen wie Gottesdienste, Gesprächs- und Informationsabende der Lebensberatungsstellen und der Orts-Caritasverbände oder Kreativangebote von Pfarreien, um das Erlebte zu verarbeiten, darüber ins Gespräch zu kommen und den Verstorbenen zu gedenken. So ist der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters am 14. Juli Teil der ökumenischen Seelsorge-Teams, die in unterschiedlichen Kirchen, Kapellen und weiteren Orten zu Gesprächen und Gebeten bereitstehen. Ein ökumenischer Gottesdienst in Ehrang (Marktplatz) mit Weihbischof Franz Josef Gebert findet am 15. Juli statt. Am selben Tag werden in Ahrbrück unter anderem Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Bischof Ackermann einem weiteren ökumenischen Gottesdienst vorstehen.

Weitere Informationen zur Flut und einen Überblick über Veranstaltungen rund um den Jahrestag gibt es auf t1p.de/hochwasser-hilfe .

(jf/sb)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Flutkatastrophe
news-104918 Mon, 11 Jul 2022 09:37:11 +0200 Engagierter Vermittler zwischen Kirche und Landespolitik https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/engagierter-vermittler-zwischen-kirche-und-landespolitik/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_Bartmann_HGSchneider_ae762766fb.jpg" width="150" height="121" alt="" title="Bartmann HGSchneider" />Der frühere Leiter des Katholischen Büros Saarland, Prälat Warnfried Bartmann, ist am 6. Juli im Alter von 88 Jahren gestorben. Trier/Dillingen – Für den „treuen Dienst in der Trierer Kirche“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann dem verstorbenen Ruhestandspfarrer Prälat Warnfried Bartmann gedankt. Der frühere Leiter des Katholischen Büros Saarland ist am 6. Juli im Alter von 88 Jahren gestorben. Prälat Bartmann hatte vom 25. September 1997 bis 8. Oktober 2008 die Leitung des Katholischen Büros Saarland inne. Das Katholische Büro Saarland ist das Kommissariat der Bischöfe von Speyer und Trier. „In diesen 11 Jahren war Warnfried Bartmann ein engagierter Vermittler zwischen der katholischen Kirche und der Landespolitik im Saarland“, betonte Ackermann. Der Speyrer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann sagte, als Repräsentant der Bischöfe von Trier und Speyer habe Bartmann in engem Austausch mit dem Evangelischen Büro Saarland gestanden und so ein gutes ökumenisches Miteinander gelebt. „Seine zuvorkommende, verlässliche und lebensfrohe Art werden uns in guter Erinnerung bleiben“, erklärten die beiden Bischöfe.

Auch die heutige Leiterin des Katholischen Büros, Ordinariatsdirektorin Katja Göbel, würdigte ihren Vor-Vorgänger. Sie erinnerte daran, dass in der Amtszeit Bartmanns drei Bischöfe - Reinhard Marx 2002, Karl-Heinz Wiesemann 2008 und Stephan Ackermann 2009 - den Amtseid in der Staatskanzlei des Saarlandes ablegten. Unter Bartmanns Leitung seien die Gespräche der Diözesen Trier und Speyer mit der Saarländischen Landesregierung verstetigt worden. Auch der Willi-Graf-Empfang, der erstmals 2003 stattfand, geht auf seine Initiative zurück. „Für das Katholische Büro Saarland war Prälat Bartmann ein wertvoller Wegbereiter auf allen Ebenen und sorgte damit für ein gutes und zukunftsfähiges Miteinander“, sagte Göbel.

Der Repräsentant der Evangelischen Kirche würdigte den verstorbenen Bartmann ebenfalls: Elf Jahre lang habe dieser vertrauensvoll auf der Landesebene mit Kirchenrat Joachim Brandt und ihm selbst zusammengearbeitet, teilte Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann mit: „In den meisten relevanten gesellschaftspolitischen Fragen gab es enge Abstimmung und gemeinsame Stellungnahmen den staatlichen Institutionen gegenüber.“ Als besonders wichtig hob Hofmann die enge Kooperation in der Ökumenischen Arbeitsgruppe anlässlich der Bergbaukrise 2008 hervor.

Warnfried Bartmann wurde am 9. Dezember 1933 in Gerolstein geboren und am 4. August 1957 zum Priester geweiht. Nach der Kaplanszeit in Betzdorf St. Ignatius war er tätig als Religionslehrer und Studienrat am Neusprachlichen Gymnasium in Neuwied, als Pfarrer in Neuwied Heilig Kreuz und Pfarrverwalter in Neuwied (Block) Hl. Familie sowie als Dechant und Gebietspfarrer des Dekanates/Pfarrverbandes Neuwied und als Stellvertretender Regionaldekan der Region Rhein-Wied-Sieg. Später wirkte er als Pfarrer in Dillingen Hl. Sakrament, Dillingen St. Johannes und als Pfarrverwalter in Dillingen Maria Trost sowie als Dechant/Gebietspfarrer des Dekanates/Pfarrverbandes Dillingen, als Stellvertretender Regionaldekan der Region Saar-Hochwald und als Kooperator in Lebach Dreifaltigkeit und St. Marien, Lebach (Landsweiler) St. Donatus und Lebach (Falscheid) St. Josef. Von 1997 bis 2008 war er Leiter des Katholischen Büros Saarland.  

Das Sterbeamt findet statt am Dienstag, 12. Juli 2022, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Hl. Sakrament in Dillingen; anschließend ist die Beerdigung auf dem Friedhof Dillingen St. Johann.

(JR)

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news-104915 Fri, 08 Jul 2022 11:41:59 +0200 Den Weg gemeinsam gehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-weg-gemeinsam-gehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_Angela-Hubner_jf_d45ef261d6.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Angela Hubner jf" />Mit einem Abendlob ist der Pastorale Raum Maifeld-Untermosel eröffnet worden. Ochtendung – „Der Weg sorgt für dich“, diese Worte hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg dem Leitungsteam des Pastoralen Raums Maifeld-Untermosel im Rahmen eines Abendlobs mitgegeben. Dekan Carsten Scher, Angela Hübner und Marco Sauerborn haben sich am 7. Juli im Park des Gemeindezentrums in Ochtendung Interessierten vorgestellt.

Plettenberg berichtete in seiner Ansprache von persönlichen Erfahrungen und Ängsten als Pilger auf dem Jakobsweg. „Ein junger Student, der ungetauft war, gab mir die Worte mit, dass der Weg für mich sorgen würde. Das hat mich begleitet und sich als wahr herausgestellt.“ Daher wolle er diese Ermutigung auch dem neuen Team zusprechen. Es sei nur menschlich, sich auf alle Eventualitäten und möglichen Überraschungen vorzubereiten, Pläne zu schmieden, vorbereitet zu sein. Der Generalvikar schließe sich da nicht aus. Auch er habe für seine Strecke auf dem Jakobsweg viel zu schweres Gepäck auf seine Schultern geladen. „Vielleicht ist das vergleichbar mit dem Start des Pastoralen Raums: Auch das Leitungsteam hat sich durch Fortbildungen vorbereitet, es gibt ein Rahmenleitbild und ein Statut zur Orientierung.“ Doch letztendlich schildere das Evangelium, dass Jesus die Menschen dazu auffordere, einfach sie selbst zu sein und sich aufzumachen, wie man eben sei und so die Frohe Botschaft zu verkünden.

Diese Worte verdeutlichten ihm zudem, „offen zu bleiben für junge Menschen und solche, die nach offizieller Form nicht der Kirche angehören. Sie haben uns etwas zu sagen. Kreisen wir nicht um uns selbst, sondern öffnen wir uns für die Anregungen und Sorgen aller Menschen.“

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news-104913 Thu, 07 Jul 2022 15:03:40 +0200 Zugesagte Abschlüsse sind öffentlich https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zugesagte-abschluesse-sind-oeffentlich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/8/csm_calculator-1680905_1920_d9e3340061.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischöflicher Stuhl, Priesterseminar, Hohe Domkirche und Domkapitel legen ihre Bilanz offen. Trier – Bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2021 und der Haushaltsplanung 2022 lagen sie noch nicht vor: Jetzt hat das Bistum die zugesagten Abschlüsse des Bischöflichen Stuhls, des Priesterseminars, der Hohen Domkirche und des Trierer Domkapitels für das Rechnungsjahr 2020 öffentlich zugänglich gemacht. Beim Bischöflichen Stuhl, dem Priesterseminar, der Hohen Domkirche und dem Domkapitel handelt es sich um Körperschaften des Öffentlichen Rechts gemäß der Landesverfassung von Rheinland-Pfalz. Sie sind rechtlich unabhängig vom Bistum Trier.

Der Bischöfliche Stuhl wird vertreten und verwaltet vom Bischof, der mit der Wahrnehmung der damit verbundenen Aufgaben auch andere betrauen kann. In der Regel vertritt der Bischöfliche Generalvikar den Bischof. Der jeweilige Finanzdirektor oder die Finanzdirektorin des Bistums ist Ökonom des Bischöflichen Stuhls. Mittel des Bischöflichen Stuhls werden etwa für die finanzielle Leistungen zur Anerkennung des Leids von Betroffenen sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier verwendet. 

Das Bischöfliche Priesterseminar ist die Ausbildungsstätte des Bistums für Priesteramtskandidaten, die keinem Orden angehören. Es unterliegt der Vertretung und Verwaltung durch den Regens und eines Verwaltungsrates. Der Ökonom nimmt die laufenden Geschäfte im Rahmen der Verwaltung wahr.

Das Domkapitel ist ein Kollegium von Diözesangeistlichen, dessen wesentliche Aufgaben die Feier der Gottesdienste in der Domkirche, die Wahl des Diözesanbischofs und die Verwaltung des Vermögens der Hohen Domkirche und des Domkapitels sind. Beide Körperschaften, die Domkirche und das Domkapitel, werden in einem Jahresabschluss zusammengefasst dargestellt. Der Dompropst ist Vorsitzender des Domkapitels und vertritt es nach außen. Er ist auch verantwortlich für die Durchführung der Beschlüsse des Domkapitels und nimmt die laufenden Geschäfte wahr.

Das Vermögen von Bischöflichem Stuhl, Priesterseminar, Hoher Domkirche und Domkapitel besteht aus Immobilien, Kapitalanlagen, Darlehensforderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Bischöflicher Stuhl, Domkirche und Domkapitel betreiben über die Vermögensverwaltung hinaus kein operatives Geschäft, sie sind ausschließlich mit der Verwaltung ihres Vermögens betraut. Die Erträge der Vermögensverwaltung des Priesterseminars dienen zur Erfüllung seiner Aufgaben.

Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/bistum-bischof/unser-bistum/finanzen/haushalt-2022-und-geschaeftsbericht-2021 zu finden.
(tef)

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news-104907 Thu, 07 Jul 2022 08:15:00 +0200 „Aus gemeinsamer Not ist große Solidarität entstanden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aus-gemeinsamer-not-ist-grosse-solidaritaet-entstanden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/1/csm_kirchemobil-_BNAW_jf_8bc81c87f1.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Kirchemobil BNAW jf" />Ein offenes Ohr für alle, die nach der Flutkatastrophe reden wollen oder Trost suchen - das war das Angebot des Teams des kirche:mobil aus Völklingen um Diakon Christoph Storb für die Menschen im Ahrtal. Nach zehn Monaten und 5000 Gesprächen zieht die Gruppe nun Bilanz. Völklingen/Bad Neuenahr – Seit einem Jahr ist im Ahrtal nichts mehr, wie es war. Die Flut in der Nacht auf den 15. Juli 2021 hat Menschen getötet, Gebäude zerstört und Orte dem Erdboden gleich gemacht. Neben finanzieller Unterstützung und praktischer Hilfe beim Wiederaufbau ist es für die Betroffenen genauso wichtig, Traumata zu bewältigen. Regelmäßig sind daher Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Pastoralen Raum Völklingen mit dem kirche:mobil – einem umgebauten Kastenwagen – ins Ahrtal gefahren, um den Menschen ein Gesprächsangebot zu machen. Nach 25 Besuchen in zehn Monaten und geschätzt 5000 Gesprächen ziehen die Gruppe nun Bilanz.

„Die Idee war, Zeit für die Menschen mitzubringen, ein offenes Ohr für alle zu haben, die reden wollen oder Trost suchen“, sagt Diakon Christoph Storb. Ausgestattet mit Körben voller Obst und einem kleinen Geschenk haben sich immer zwei Leute aus dem achtköpfigen ökumenischen Team immer montags anfangs abwechselnd am Bahnhof in Ahrweiler und vor der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr gestellt. Seit Oktober war der Alte Markt in Bad Neuenahr fester Anlaufpunkt.

„Ich habe als Seelsorger viele Trauergespräche geführt, darunter waren auch viele schlimme Schicksalsschläge, aber die Gespräche im Ahrtal hatten eine andere, noch dramatischere Qualität“, blickt Storb zurück, „viele waren und sind noch immer traumatisiert. Menschen hören noch heute die Schreie des Nachbarn, der auf seinem Dach sitzt und um Hilfe ruft.“ Neben Gesprächen vermittelte das kirche:mobil auch den Kontakt zu örtlichen Seelsorgern, Notanlaufstellen und weiteren Hilfsangeboten. „Kirche muss da sein. Wenn Kirche nicht im Ahrtal vor Ort ist, braucht man diese Kirche nicht.“

Einsatz beendet, der Kontakt bleibt

Am 16. Mai sollte die letzte Fahrt des kirche:mobil ins Flutgebiet sein. „Doch an diesem Tag hat es im Ahrtal so heftig gegossen, dass man dachte: Die Flut kommt wieder“, erinnert sich Storb, der an diesem Tag mit dem evangelischen Pfarrer Hans-Lothar Hölscher ins Ahrtal gefahren ist. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz und pumpte Keller aus. „Wir haben gespürt, dass die ganze Angst auf einen Schlag wieder da war und wussten: Das kann heute kein Abschied sein“, blickt der Diakon zurück. Daher seien sie am 27. Juni ein weiteres Mal gefahren. Rund 200 Gespräche pro Tag hat das Team geführt, mit der Zeit hat sich ein fester Stamm von etwa 50 Leuten herausgebildet, die regelmäßig ans Mobil kamen. Doch der Abschluss soll kein Ende sein: Mit vielen „Stammkunden“ sind Nummern getauscht, der Kontakt besteht per WhatsApp oder auch per Brief fort.

Die Sorgen, mit denen die Menschen kamen, hätten sich im Laufe der Zeit geändert. „Anfangs ging es natürlich vor allem um die Flutnacht. Diese hat das Leben der Menschen völlig umgekrempelt, viele haben alles verloren und nur mit Mühe und Not ihr Leben gerettet. Jeder kennt jemanden, der gestorben ist“, berichtet Storb. Nach Angst und Panik kamen die Zukunftssorgen. „Trauen wir uns zu, hier zu bleiben angesichts der Angst, dass die Flut wiederkommt? Ziehen wir weg? Ist unser Haus verloren oder kann es doch noch gerettet werden?“, nennt der Diakon einige Fragen. Hinzu sei der Ärger mit den Versicherungen und die schleppenden Zahlungen der öffentlichen Hand gekommen. Neben Trauer, Verzweiflung und Panik erlebe er auch Wut. Wut auf Fehler von Behörden und Verantwortlichen – sowohl durch zu späte Alarmierungen in der Flutnacht, als auch danach, weil Gelder nicht wie versprochen schnell und unbürokratisch ausgezahlt würden. „Die Wut ist immer noch da. Das ist auch nicht wieder gutzumachen.“

Kraft aus der Gemeinschaft schöpfen

Dem Diakon fallen viele besondere Begegnungen ein. „Aus gemeinsamer Not ist große Solidarität entstanden“, zeigt er sich vom Gemeinsinn beeindruckt. Besonders ein Obdachloser sei ihm ans Herz gewachsen, der auf dem Alten Markt in Bad Neuenahr lebt. „Er ist technisch begabt, hat in seinem Fahrradkorb viele Werkzeuge und hat vielen geholfen und war für sie da.“ Oder ein Schwerbehinderter, der jede Woche am kirche:mobil Halt machte und schließlich begann, auch Gespräche mit den Menschen zu führen. „Hier ist eine Gemeinschaft gewachsen, aus der alle Kraft geschöpft haben. Ich hoffe, dass die Gemeinschaft weiter besteht – dafür braucht es ja nicht mich dazu.“

Hinter der Aktion des kirche:mobil stehe die gesamte Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt in Völklingen, die im Hintergrund tatkräftig unterstützt habe. So wurden etwas an Weihnachten 450 Päckchen für die Bewohner im Ahrtal gepackt.

Storb habe erlebt, wie der Glaube Menschen angesichts der Katastrophe Halt gegeben hat. Genauso aber auch die Frage, wie Gott eine solche Katastrophe zulassen könne. „Es ist ein Gott, mit dem man hadern darf. Er hält das aus, wenn man ihn auch mal anschreit“, sagt Storb und ergänzt: „Zu einem guten Glauben gehört für mich der Zweifel. Eine gute Antwort darauf, warum Gott das zulässt, wo er doch Noah versprochen hat, dass eine solche Flut nicht mehr kommt, gibt es nicht. Da ist die Frage erlaubt: Wo bist Du, Gott?“

(uk)

 

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