Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Wed, 08 Feb 2023 01:57:07 +0100 Wed, 08 Feb 2023 01:57:07 +0100 Bistum Trier news-105302 Mon, 06 Feb 2023 11:55:38 +0100 Dekan im Leitungsteam Saarbrücken bittet Bischof um Entpflichtung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dekan-im-leitungsteam-saarbruecken-bittet-bischof-um-entpflichtung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_logo_gr_rgb_04_1e7b5a3711.jpg" width="150" height="121" alt="" />Dekan Clemens Grünebach wird ab März als Priester in der alt-katholischen Kirche wirken. Trier/Saarbrücken – Clemens Grünebach, Dekan im Leitungsteam des Pastoralen Raums Saarbrücken, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann darum gebeten, ihn von seinen Aufgaben und dem priesterlichen Dienst im Bistum Trier zu entbinden. Grünebach hat Bischof Ackermann in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er ab März als Priester in der alt-katholischen Kirche wirken möchte.

Als Beweggründe für den Wechsel nennt der 53-Jährige den „erloschenen Reformeifer im Bistum Trier“ und eine „spürbare Lähmung und Perspektivlosigkeit vieler Haupt- und Ehrenamtlicher“. Infolgedessen habe er sich zunehmend als „heimatlos“ empfunden. Konkret hätten der „Eingriff der römischen Kleruskongregation in die geplante Pfarreienreform im Bistum Trier“ und die „starken Beharrungskräfte auf allen kirchlichen Ebenen” zu seiner Entscheidung geführt. Gleichzeitig betont er, dass er der Kirche von Trier und ihren Verantwortlichen sehr viel verdanke, sich „mit Herzblut“ in seinen Aufgaben und vor allem in der Diözesansynode engagiert habe. Dem Entschluss, zur alt-katholischen Kirche zu wechseln, sei ein langes und schmerzliches Ringen vorausgegangen.

Bischof Ackermann hat der Bitte Grünebachs entsprochen und ihn mit Wirkung vom 6. Februar 2023 von seinem Amt als Dekan im Leitungsteam des Pastoralen Raums Saarbrücken entpflichtet und ihn zugleich vom priesterlichen Dienst suspendiert. In seinem Schreiben bedauert der Bischof den Schritt des scheidenden Dekans und dankt ihm für seinen 28-jährigen Dienst als Priester im Bistum Trier.

Die Gremien und Mitarbeitenden des Pastoralen Raums Saarbrücken sind über Grünebachs Entscheidung bereits informiert.

(JR)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge Synode Synode: Umsetzung
news-105300 Fri, 03 Feb 2023 18:21:23 +0100 Hier lebten Samuel, Sophie Ziboria, Martha, Thekla und Leo Meyer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hier-lebten-samuel-sophie-ziboria-martha-thekla-und-leo-meyer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_Stolpersteine-gro_6473abd82f.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Stolpersteine gro" />Gegen das Vergessen setzt sich die AG Gedenken im Pastoralen Raum Schweich ein. In der Ortsgemeinde Fell wurden jetzt die ersten Stolpersteine für eine jüdische Familie verlegt. Fell – Das kleine Einfamilienhaus an der Hauptstraße mitten im Ort Fell ist eher unscheinbar. Wand an Wand mit den anderen Häusern des alten Ortskerns, irgendwann mal renoviert, weiß, anthrazitfarbener Balkon. Ein Haus, wie es sie Tausendfach in deutschen Dörfern gibt, unauffällig, zum Dran-Vorbei-Laufen. An die Geschichte, die es erzählt, erinnert heute nichts mehr. Dabei ist sie eine zum Stolpern, zum Wachwerden, zum Weitererzählen. Weil es bald keine Menschen mehr gibt, die sie selbst erlebt haben und davon berichten können, klafft an diesem tristen Februarmorgen ein Loch im Bürgersteig in Fell. Ein paar Steine wurden herausgerissen. So wie Samuel und Sophie Meyer mit ihren Kindern Martha, Thekla und Leo, die hier vor über 80 Jahren aus ihrem Dorf, ihrem Leben gerissen wurden.

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Trier bistum-trier Bildung Information Politik / Gesellschaft
news-105299 Thu, 02 Feb 2023 15:26:17 +0100 Mariä Lichtmess im Trierer Dom https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mariae-lichtmess-im-trierer-dom/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_Blasiussegen_Gebert_2023_ffdf18e429.jpg" width="150" height="100" alt="" />40 Tage nach Weihnachten feiert die Kirche nicht nur die Darstellung des Herrn, sondern auch den Tag des geweihten Lebens. Trier – An Mariä Lichtmess, 2. Februar, sind zahlreiche Gläubige im Trierer Dom zusammengekommen, um mit Weihbischof Franz Josef Gebert den Abschluss der Weihnachtszeit zu feiern. Im Anschluss an das Pontifikalamt spendete der Weihbischof den Blasiussegen, der dem Brauchtum nach vor Halskrankheiten bewahren soll. 

Auf Initiative von Papst Johannes Paul II. begeht die Kirche seit 1997 zum Fest der Darstellung des Herrn (oder traditionell Mariä Lichtmess) zudem den “Tag des geweihten Lebens”. Er soll die Wertschätzung für Orden und andere Gemeinschaften geistlichen Lebens sowie solitäre geweihte Lebensformen fördern. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Leitwort „Ich sende meinen Boten”. „Wir sind froh, dass zu allen Zeiten Menschen in der Kirche ganz ausdrücklich ihr ganzes Leben Gott weihen und mit ihrem Alltag und ihrer Lebensform Zeugnis davon geben, dass Gott unter uns ist”, sagte Weihbischof Gebert in seiner Predigt.

Allein im Bistum Trier leben rund 1.400 Frauen und Männer ihre Christus-Nachfolge in verschiedenen Ordensgemeinschaften oder Säkularinstituten. Neben den Gemeinschaften in einem Kloster, Konvent oder einer Kommunität gehören zu den Formen des geweihten Lebens auch Eremiten, geweihte Jungfrauen und Gesellschaften des Apostolischen Lebens wie etwa die Pallottiner.

Am Ende des Gottesdienstes spendeten Gebert und andere Zelebranten, darunter Weihbischof Brahm, den Blasiussegen. Dabei hält der Segens-Spender den Gläubigen zwei gekreuzte Kerzen auf Höhe des Halses vor. Der Brauch geht auf eine volkstümliche Überlieferung über den heiligen Bischof Blasius von Sebaste zurück, der im dritten Jahrhundert lebte und den Märtyrertod für seinen Glauben starb. Er soll als Gefangener in einem römischen Gefängnis einen Jungen vor dem Erstickungstod durch eine Fischgräte gerettet haben. Sein Feiertag ist der 3. Februar.

Weitere Informationen gibt es auf: www.bistum-trier.de/ordensgemeinschaften.

ih/sb

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Trier bistum-trier
news-105292 Wed, 01 Feb 2023 14:45:51 +0100 Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/unterstuetzung-fuer-menschen-mit-geringem-einkommen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_230131_dasein_teaser_NEU_geldfresser-heizung_by_Friedbert_Simon_pfarrbriefservice_25634f8bbb.jpg" width="150" height="74" alt="" title="230131 dasein teaser NEU geldfresser heizung by Friedbert Simon pfarrbriefservice" />Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband stellen aus einem „Notfall-Energie-Fonds“ Hilfen für Menschen bereit, die durch die Energie-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind. Trier – Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband stellen aus einem „Notfall-Energie-Fonds“ Hilfen für Menschen bereit, die durch die Energie-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind. Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg: „Wir erleben in diesem Winter verstärkt, dass Menschen wegen der Energiekrise Unterstützung benötigen, um gut in den Frühling zu kommen und die zusätzlichen hohen Kosten für eine warme Wohnung begleichen können. Dabei wollen wir helfen.“ Dazu stehen bistumsweit für alle beteiligten Caritasgeschäftsstellen und den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) zunächst 2 Millionen Euro bereit. Diese Summe steht aus Kirchensteuer-Mehreinnahmen aus der vom Staat gewährten Energiepreispauschale zur Verfügung. „Der Fonds ist zur Unterstützung von Menschen mit geringem Einkommen gedacht, die bis jetzt über die Runden kamen, angesichts der Energiekrise aber jetzt nicht mehr wissen, wie sie ihre finanzielle Notlage bewältigen können“, erläutert der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Trier,
Domkapitular Benedikt Welter.

Bischof Dr. Stephan Ackermann hat den Diözesan-Caritasverband damit beauftragt, die Mittel zu verwalten und zu verteilen. Dies tun die zehn örtlichen Caritasverbände und die Ortsverbände des SkF in Koblenz, Saarbrücken und Trier. Die Beraterinnen und Berater dort besprechen mit den Menschen ihre Situation, stellen nach einer Prüfung der Voraussetzungen die Anträge an den Fonds und vermitteln bei Bedarf an weitere Dienste, wie zum Beispiel die Schuldnerberatung.

Mit dem Fonds können auch Projekte im Zusammenhang mit Energiesparen, wie zum Beispiel der Strom-Spar-Check, ausgebaut werden. Mit diesem Angebot beraten und unterstützen einige Caritasverbände Menschen im Sozialhilfebezug dabei, ihren Haushalt energiesparend zu führen. Durch den Fonds sollen außerdem Beratungsangebote erweitert werden, die Betroffene bei der Beantragung von ihnen zustehenden staatlichen Hilfen wie zum Beispiel Kinderzuschlag und Wohngeld helfen.

Darüber hinaus engagieren sich viele der örtlichen Caritasverbände und der Pfarreien im Bistum Trier in Form von Solidaritätsaktionen für Menschen: Wintertreffs, Wärmestuben, Tafeln und andere Angebote sprechen Menschen an, die in diesem Winter Hilfe brauchen, sei es durch eine warme Mahlzeit, durch dringend benötigte Lebensmittel oder durch das Erleben von Gemeinschaft. Offene Informationsangebote vor Ort wie Energiemessen oder Info-Stände ergänzen die Hilfeangebote.

Betroffene können sich im Bistum Trier an die örtlichen Caritasverbände und den Sozialdienst katholischer Frauen wenden: Adressen und weitere Informationen sind auf www.caritas-trier.de  und www.dasein.bistum-trier.de/energiekrise/ zu finden.

(red)

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news-105284 Wed, 25 Jan 2023 16:18:42 +0100 Gegen die Kälte https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gegen-die-kaelte/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Kerzenspenden-fur-die-Ukraine_e77c04b808.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Domrendantur in Trier sammelt Wachsreste für die Ukraine-Hilfe, um damit behelfsmäßige Wärmequellen zu gießen – zum Kochen und gegen die Kälte. Trier – Es ist ein ganz besonderes Recycling. Der Verein LIFE Cologne sammelt Kerzen- und Wachsreste als Spende für die Ukraine, um mit diesen Kerzenresten behelfsmäßige Wärmequellen zu gießen – zum Kochen und gegen die Kälte. Auch die Domrendantur in Trier unterstützt die Initiative und hat eine erste Lieferung zusammengestellt, die am Montag, 23. Januar, von den Kölnern abgeholt wurde.

„Wir haben schon vor Weihnachten hier in Trier eine Sammelstelle am Eingang des Domkreuzgang und in der Hohen Domkirche eingerichtet“, erzählt Domrendant Raimund Haubrich. Gerade nach den Weihnachtstagen kam einiges zusammen; rund 400 Kilogramm an Wachsresten konnten gesammelt werden. Haubrich ergänzt: „Wir sammeln aber weiter, jede Kerzenspende ist willkommen. Wir organisieren auch die Weitergabe.“

Der Verein LIFE Cologne ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation aus Köln und hilft und unterstützt die von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen in und aus der Ukraine. Mit Blick auf den Winter und auf weiterhin stattfindende Angriffe möchten sie die Menschen unterstützen, die ohne Licht, ohne Wärme, ohne Strom auskommen müssen. Aus den Wachsresten werden in der Ukraine vielerorts kleine Heizquellen in Form von „Büchsenlichtern“ gefertigt. Zwei Kilogramm Wachs ergeben etwa zehn Büchsenlichter. Ein Büchsenlicht brennt bis zu zwölf Stunden. Das ermöglicht eine größere Anzahl von warmen Mahlzeiten, heißen Suppen oder Tee.

Rückfragen und Rückmeldung www.life-cologne.de/

Das Bistum Trier ruft auch zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine auf und bittet, die umfangreiche Soforthilfe von Caritas international, des Osteuropahilfswerks Renovabis sowie des Malteser-Hilfsdiensts mit Spenden zu unterstützen. Spendenkonten:

Renovabis e.V.
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
Stichwort: Caritas Ukraina
www.renovabis.de

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
Stichwort: CY00050 Ukraine-Krieg
www.caritas-international.de

Malteser Hilfsdienst e. V.
IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12
Stichwort: Ukraine-Hilfe Trier
www.malteser.de

(tef)

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news-105273 Wed, 18 Jan 2023 11:41:48 +0100 “Bischof Stein kann nicht länger Namensgeber sein” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-stein-kann-nicht-laenger-namensgeber-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_stiftung-glauben-leben-2023__4C_df3e20a2d6.jpg" width="150" height="74" alt="" />Die Namensänderung in “Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier” wurde vom Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung beschlossen. Trier – Die Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier soll künftig unter dem Namen „Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier“ firmieren. Das Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung hat die Namensänderung in einer außerordentlichen Sitzung am 13. Januar auf Antrag des Vorstands beschlossen. Die Umbenennung wird wirksam mit der Zustimmung der Stiftungsaufsicht.

Hintergrund der Umbenennung ist der am 16. Dezember von Prof. Dr. Lutz Raphael und Dr. Lena Haase (Universität Trier) vorgestellte Zwischenbericht zur historischen Untersuchung „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946-2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier“, der die Amtszeit des Trierer Bischofs Dr. Bernhard Stein (1967-1981) untersucht. Das Projekt ist von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich des Bistums Trier (UAK) initiiert.

Der Bericht dokumentiert den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs, die in die Amtszeit Bischof Steins fallen und kommt zu dem Ergebnis, dass es in der Mehrzahl der Fälle keinen ordnungsgemäßen und vor allem keinen betroffenenorientierten Umgang mit den Fällen sexueller Gewalt gegeben hat. Die UAK hält in ihrer Stellungnahme zum Bericht fest, „dass Stein das damalige System gestützt hat. Von ihm sind der UAK keine Bemühungen bekannt, beim Umgang mit Missbrauchsfällen umzusteuern. Der Vorwurf der zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung trifft auch auf ihn zu“.

Diese Einschätzung teilen Vorstand und Kuratorium. „Das Kuratorium hat sich mit dem Bericht befasst. Die Mitglieder verurteilen den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt zur Amtszeit Bischofs Stein und vor allem die Tatsache, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu keiner Zeit im Blick waren. So kommt das Kuratorium zu dem Ergebnis, dass Bischof Stein nicht länger Namensgeber für eine Stiftung sein kann, die sich der Glaubensweitergabe und der Unterstützung von Bildungsangeboten vor allem für Kinder und junge Menschen verschrieben hat“, sagte Kuratoriumsvorsitzender Weihbischof Robert Brahm. Daher habe das Kuratorium einstimmig für die Umbenennung votiert. „Der neue Name stellt ‚Glauben‘ und ‚Leben‘ in den Mittelpunkt und zeigt damit auf den ersten Blick, welche Anliegen hier gefördert werden“, erläutert Brahm den neuen Namen.

Das Bistum Trier hatte im Januar 2008 die Bischof-Stein-Stiftung gegründet. Sie ist eine rechtlich selbstständige, kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Stiftung stellt den Glauben und die Sorge um die Zukunft der vielfältigen kirchlichen Dienste in den Mittelpunkt. Sie unterstützt die Erziehungs- und Bildungsarbeit in den kirchlichen Kindertagesstätten, Schulen, Fach- und Fachhochschulen sowie die Familien- und die Erwachsenenbildung. Darüber hinaus fördert sie die Jugendarbeit sowie kulturelle und pastorale Angebote im Bistum Trier. Die Bischof-Stein-Stiftung betreut derzeit 16 private und institutionelle Treuhandstiftungen. Seit Bestehen der Stiftung hat diese Gemeinschaft Fördermittel in Höhe von über 1,5 Mio. Euro vergeben. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl an großen und kleineren Initiativen, die sich darum bemühen, vor allem jungen Menschen Bildung, Halt und Orientierung zu geben.

Mehr Informationen gibt es unter www.stiftung-glauben-leben.de oder beim Zentrum für Stiftungen und Fundraising, Kochstraße 2, 54290 Trier, E-Mail: stiftungszentrum(at)bgv-trier.de, Tel.: 0651-1451957-0.

(JR)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales Stiftungen
news-105267 Sat, 14 Jan 2023 10:30:00 +0100 Erfolgreiches Modellprojekt geht weiter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erfolgreiches-modellprojekt-geht-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_family-g7cc9ab855_1920_dc2299f9f0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Family g7cc9ab855 1920" />Die Caritas-Familienbüros sind ein Erfolgsmodell, wie nun auch die wissenschaftliche Evaluation bestätigte. Und das Projekt wird weitergeführt - mit drei weiteren Familienbüros. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Modellprojekt „Familienbüros“ des Trierer Diözesan-Caritasverbandes ist nach zweijähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen worden – doch es wird mit den Familienbüros weitergehen. Gerade in prekären Lebenslagen wissen Familien oft nicht, welche Ansprüche sie geltend machen können. Familienbüros können da Abhilfe schaffen. Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat das Projekt evaluiert. Im Abschlussbericht wird die Annahme der Caritas bestätigt, dass viele Familien sozialpolitische Leistungen nicht abrufen, so die Leiterin der wissenschaftlichen Begleitung, Prof. Petra Mund: „Es hat sich deutlich gezeigt, dass die Caritas die Familien informiert, motiviert und unterstützt hat, die ihnen zustehenden und trotz materieller Not teilweise unbekannten familienpolitischen Leistungen in Anspruch zu nehmen.“ Unter solche Leistungen fallen etwa Eltern- und Kindergeld, Zuschüsse zu Bildung und Teilhabe, Wohngeld oder Renten. Gründe seien mangelnde Information, soziale Scham oder Überforderung bei der Antragstellung. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass Familienbüros familienpolitische Seismografen sind: Sie machten die Hürden bei der Bekämpfung von Armut deutlich und zeigten Lücken bei familienpolitischen Maßnahmen und im Hilfesystem auf. Petra Mund folgert daraus, dass das niedrigschwellige und bedarfsorientierte Angebot der Caritas-Familienbüros verstetigt werden sollte.

Und das wird der Caritasverband im Frühjahr 2023 an neuen Standorten im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums umsetzen: „Wir sind sehr dankbar, dass die „Caritas Stiftung Menschen in Not“ 2023 drei weitere Caritas-Familienbüros fördert. So können wir noch mehr Familien über ihre sozialrechtlichen Ansprüche aufklären. Gerade in der aktuellen Lage mit steigenden Energiekosten und Inflation ist das dringend notwendig“, so Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband Trier.

Caritas-Familienbüros gibt es bereits an den Standorten Andernach/Pellenz, Mayen, Emmelshausen (für den Rhein-Hunsrück-Kreis) und Sulzbach. Im Rahmen der Fluthilfe wurde ein weiteres Familienbüro im Ahrtal eröffnet. Die bestehenden Büros sollen ihre Arbeit weiterführen. Mehr Informationen gibt es auch auf www.caritas-trier.de.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales
news-105265 Thu, 12 Jan 2023 11:05:53 +0100 Besucherdienst sucht freiwillige Helfer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/besucherdienst-sucht-freiwillige-helfer-3/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_besucherdienst_mst_0415c7a201.jpg" width="150" height="100" alt="Während der Heilig-Rock-Tage sind viele Ehrenamtliche im Einsatz." title="Während der Heilig-Rock-Tage sind viele Ehrenamtliche im Einsatz." />Das Team des Besucherdienstes im Bistum Trier sucht Verstärkung. Ein offenes Informationstreffen für Interessierte findet am 20. Januar im Bischöflichen Generalvikariat statt. Trier – Sie begleiten, organisieren und informieren – kurzum, die Freiwilligen des Besucherdienstes im Bistum Trier packen tatkräftig mit an. Das Team sucht nun Verstärkung: neue Helferinnen und Helfer, die Lust haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und bei der Organisation und Durchführung kirchlicher Veranstaltungen wie etwa den Heilig-Rock-Tagen 2023 mitzuwirken. Die Ehrenamtlichen entscheiden dabei selbst, in welchem Umfang sie sich einbringen, zu welchem Dienst sie sich melden und an welchem Angebot sie teilnehmen. Interessierte können sich am 20. Januar um 17 Uhr im Pressekonferenzraum im Gebäude G des Bischöflichen Generalvikariats informieren. Fragen werden gerne unter Tel. 0651 7105 568 oder per E-Mail an besucherdienst(at)bistum-trier.de beantwortet.

(red)

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Besucherdienst (Ehrenamtliche unterstützen Bistums-Veranstaltungen, Heilig-Rock-Tage etc) Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-105263 Thu, 12 Jan 2023 09:00:00 +0100 „Brich auf, mein Herz, und wandre!” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/brich-auf-mein-herz-und-wandre/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/9/csm_Die_Pilgergruppe_vor_der_Klosterkirche_-Bild__Harald_Weber-_-1_a568a933d6.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Die Pilgergruppe vor der Klosterkirche Bild Harald Weber 1" />Das grenzübergreifende Projekt "Hoffnungsschimmer" wurde am 6. Januar mit einer Pilgerwanderung beendet. Trier/Koblenz/Saarbrücken/Himmerod  – „Ich bin zu viel unterwegs – und das in einer Geschwindigkeit, die so gar nicht zum lauschenden, suchenden und findenden Pilger passt. Da ist der Hoffnungsschimmer die passgenaue Einladung zum Lauschen und zur Einkehr bei mir selbst”, meldet einer der rund 20 Teilnehmenden der Pilgerwanderung zum Abschluss des Projekts „Hoffnungsschimmer – unterwegs im Advent 2022” am 6. Januar rund um das Kloster Himmerod zurück. Initiiert wurde das inklusive und grenzübergreifende Projekt vom Arbeitsfeld Inklusion im Bischöflichen Generalvikariat Trier in Kooperation mit weiterblicken.com.

Mehr als 400 Menschen aus allen Regionen des Bistums Trier, aus Deutschland, Luxemburg, Holland, der Schweiz und Südtirol haben trotz räumlicher Trennung ihren persönlichen geistlichen Weg durch die Adventszeit mit „Hoffnungsschimmer” gemeinsam gestaltet, berichtet die Pastoralreferentin Judith Schwickerath, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Sandro Frank betreut hat: „Mit dabei waren Ehrenamtliche aller Altersklassen, Studierende, Mitarbeitende verschiedener Einrichtungen der Caritas, Bewohner*innen aus Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Schulen.”

Den inhaltlichen Faden für die nunmehr dritte Auflage des „Hoffnungsschimmers” bildete der Text „Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen” des Theologen Karl Rahner. Basierend auf der Grundidee der lebenslangen Pilgerschaft des Menschen lud das Projekt zu einer inneren Pilgerschaft durch den Advent ein. Dabei zeichnete es sich insbesondere durch seinen hybriden Charakter aus: Zunächst erreichte ein analoger Kalender die Teilnehmenden auf dem Postweg. Montagsabends gab es dann einen digitalen Gottesdienst via Videokonferenz zur Einstimmung auf den neuen Wochenimpuls.

Alle Interessierten sind eingeladen, an dem ähnlich gestalteten Parallelprojekt „#Lebenszeichen – Ostern entgegen” während der Fastenzeit teilzunehmen. Weitere Informationen gibt es bei Judith Schwickerath, E-Mail: judith.schwickerath@bistum-trier.de, Tel.: 0151-11124413, und Sandro Frank auf www.weiterblicken.com.

(red)

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Trier bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Information Inklusion Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-105264 Wed, 11 Jan 2023 14:14:36 +0100 Jesus Christus in die Mitte stellen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jesus-christus-in-die-mitte-stellen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/9/csm_Altarinsel_JR_2b9f0c99ca.jpg" width="150" height="100" alt="" title="RequiemB16_230110_Altarinsel_JR" />Bischof Ackermann feierte das Requiem für den verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. und gedachte des vor 16 Jahren verstorbenen früheren Trierer Bischofs Spital. Trier – „Das Wort Gottes braucht die gläubige Versammlung, braucht die Gemeinschaft der Kirche. Dieser Gemeinschaft ist Jesu Botschaft anvertraut. In dieser Gemeinschaft wird sie durch die Geschichte hindurch immer wieder gehört, gelebt und bezeugt – trotz all der Grenzen und der schrecklichen Verfehlungen, die sich in ihr auch finden. Ohne diese Gemeinschaft würde das Wort Gottes auf Dauer verhallen und vergessen.“ Das hat Bischof Dr. Stephan beim Requiem für den am 31. Dezember 2022 verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. betont und damit herausgehoben, wie wichtig dem verstorbenen Papst die Botschaft war, dass einerseits das Wort Gottes ganz persönlich gehört werden müsse, dies andererseits aber nicht allein getan werden könne (hier die Predigt im Wortlaut).

Weil es dem Theologen Joseph Ratzinger nicht erst als Papst immer wichtig gewesen sei, sich dem lebendigen Wort zu unterstellen und die Botschaft, die es enthält entgegenzunehmen, habe er auch die für den Tag vorgesehenen Schrifttexte belassen, sagte Ackermann, und keine Texte eigens für das Requiem ausgewählt. Sich dem Wort Gottes zu unterstellen, habe für Papst Benedikt auch bedeutet: „Das Wort wirken zu lassen in seiner ganzen Wucht, die dann zu Unterscheidung und Entscheidung drängt.“ So habe dieser häufig die Theologen und Schriftgelehrten kritisiert, die Gott und sein Wort wie ein Objekt betrachteten, es bildlich gesprochen auf den Seziertisch legten und es in Einzelteile auseinandernähmen und analysierten.

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Trier bistum-trier Bischof Weltkirche
news-105252 Mon, 02 Jan 2023 15:08:58 +0100 Ein Ort, an dem sich die Welt Gottes auftut https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-ort-an-dem-sich-die-welt-gottes-auftut/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_PC310010_2156e46075.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Filialkirche in Minden ist nach den großen Flutschäden im vergangenen Jahr mit einer Festmesse wiedereröffnet worden. Minden – Mit einem Gottesdienst am 31. Dezember haben Bischof Dr. Stephan Ackermann und zahlreiche Gläubige die Filialkirche St. Silvester in Minden an der Sauer feierlich wiedereröffnet. Sie war vom Hochwasser der in die Sauer mündenden Prüm im Juli 2021 stark beschädigt worden und wurde danach umfassend saniert. Das kleine romanische Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert in der Ortsmitte ist nun wieder Begegnungsort für die Gemeinde sowie für Touristen und Jakobuspilger.

Der Bischof beglückwünschte die Gemeinde für das „gelungene Werk“ und erinnerte am Patronatsfest an den namensgebenden Papst Silvester I. (314–335). Als „Mann der Schwelle“ stehe er sowohl für den Übergang zu einem neuen Jahr als auch für die Zeit des Wandels im 4. Jahrhundert, als das Christentum nicht länger verfolgt und mit dem Bau vieler Großkirchen, wie auch in Trier, begonnen wurde. Einen Raum für die Gegenwart Gottes unter den Menschen zu schaffen – das sei der „Ursprungsimpuls“ für die Errichtung von Gotteshäusern, Tempeln und Kultstätten gewesen, sagte der Bischof in seiner Predigt.

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Redaktion Trier bistum-trier Caritas / Soziales Flutkatastrophe
news-105248 Sun, 25 Dec 2022 12:56:00 +0100 Die Augen öffnen für die verborgenen Seiten der Wirklichkeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-augen-oeffnen-fuer-die-verborgenen-seiten-der-wirklichkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_Bischof_Predigt_Weihnachten2021_CopyrightHaraldTittel_30088bf38f.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Bischof Predigt Weihnachten2021 CopyrightHaraldTittel" />Bischof Ackermann hat daran erinnert, dass die Weihnachtstexte den Blick auf Gottes geheimnisvolle Werke lenken. Trier – Wenn es um die Wirklichkeit des Glaubens geht, greift die Beschreibung äußerer Fakten zu kurz und stößt „zum eigentlichen Geheimnis nicht vor: Deshalb brauchen wir Texte, die die Augen öffnen für die tiefer liegenden Schichten der Wirklichkeit; Texte, die ‚den Mund zu voll nehmen‘. Deshalb brauchen wir Prophetie und Poesie, brauchen den Überschwang der Musik, brauchen Symbolik und gottesdienstliche Feier“. Diese Botschaft hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den Gläubigen im Hochamt am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) im Trierer Dom mit auf den Weg gegeben. „Wenn wir offen sind für diese Dinge, dann öffnen sie uns die Augen für die verborgenen Seiten der Wirklichkeit – nicht nur in den Ereignissen, die uns die Bibel bezeugt, sondern auch in unserem eigenen Leben.“

Ackermann bezog sich in seiner Predigt auf die Lesung aus dem Buch Jesaja (52, 7-10), die meist im Schatten des „gewaltigen Johannesprologs“ stehe. Sie stimme ihn mehr als früher nachdenklich im Zusammenhang mit den Nachrichten und Bildern, die seit Monaten täglich aus der Ukraine kämen. Jesaja rufe: „Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Heil verheißt“. Eine solche Nachricht würde man ersehnen, sagte der Bischof: dass es endlich ein Einsehen des russischen Aggressors gäbe und Friedensverhandlungen beginnen könnten. Oder wenn es heiße: „Brecht in Jubel aus, jauchzt zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr hat sein Volk getröstet, er hat Jerusalem erlöst.“ Wie sehr würde man sich wünschen, dass die Trümmerstädte von Mariupol, von Cherson, von Odessa jauchzen könnten. „Aber dieser Wunsch bleibt Zukunftsvision, auf deren Verwirklichung wir für das Jahr 2023 hoffen.“

Doch bei Jesaja spiegele die Schilderung nur bedingt die Realität wider: Zwar kehren die Deportierten aus dem babylonischen Exil heim nach Jerusalem, der Tempel wird wieder aufgebaut. Aber tatsächlich sei die Rückkehr historisch gesehen eher glanzlos gewesen, der Wiederaufbau habe sich hingezogen, Schwierigkeiten und Widrigkeiten seien zu überwinden gewesen. „Jesaja bringt mit seinen prophetischen und poetischen Wünschen die leuchtende Innenseite dessen zum Ausdruck, was sich äußerlich viel bescheidener und nüchterner abgespielt hat“, deutete der Bischof die Lesung. Gott habe seine Macht gezeigt, jedoch anders als beim ersten Hören erwartet werde.

Die biblischen Weihnachtstexte begnügten sich nicht damit, die rein äußeren Geschehnisse zu beschreiben, die ärmlich und unspektakulär seien. „Für das, was Maria und Josef äußerlich gesehen durchmachen, finden sich bis heute ungezählte ähnliche Beispiele. Da ist nicht so viel Besonderes.“ Umso wichtiger sei es, dass die biblischen Texte nicht an der Oberfläche der Ereignisse blieben, sondern ihren inneren Gehalt in Worte fassen: „Die biblischen Erzählungen lenken unseren Blick auf die geheimnisvollen Tiefenschichten, in denen Gott am Werk ist.“

Die Predigt im Wortlaut finden Sie hier.

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-105247 Sat, 24 Dec 2022 12:42:23 +0100 Vertrauensübung für das Leben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vertrauensuebung-fuer-das-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_myriam-zilles-oPpmgFPSqAk-unsplash_a0558cdd23.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Myriam zilles oPpmgFPSqAk unsplash" />Bischof Ackermann hat an Heiligabend dazu eingeladen, an Weihnachten Kraft zu schöpfen für die Schwierigkeiten des Lebens. Trier – Weihnachten ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann „eine große Vertrauensübung für das Leben“. Das hat der Trierer Bischof an Heiligabend (24. Dezember) im Trierer Dom gesagt. „Weihnachten lädt uns dazu ein, das Schöne und Gute, das es in unserer Welt gibt, wahrzunehmen und ihm zu glauben, um daraus die Kraft zu ziehen, uns den Schwierigkeiten, den Auseinandersetzungen, den dunklen Seiten unseres Lebens zu stellen.“

Die ersten Meldungen in den Nachrichten seien in der Regel schlechte Nachrichten, sagte Ackermann. Das sei ihm bewusst geworden, als Anfang der Woche eine Nachrichtenmoderatorin eigens darauf hinwies, dass sie mit einer guten Nachricht beginne: dass bei der Weltnaturschutzkonferenz in Montreal ambitioniertere Vereinbarungen getroffen wurden, als es die Teilnehmenden erwartet hätten. Und tatsächlich seien schlechte Nachrichten an der Tagesordnung, „verschärft seit dem 24. Februar dieses Jahres, als genau heute vor zehn Monaten der ungerechte Krieg Russlands gegen die Ukraine begann mit all den schrecklichen und einschneidenden Folgen, die dieser Krieg für die Menschen in diesem Land und weltweit hat“.

Ackermann rief die Gläubigen dazu auf, sich faszinieren zu lassen von der weihnachtlichen Botschaft, denn der innere Kern sei nicht verloren gegangen: „Gott liebt das Leben. Deshalb hat er die Welt und den Menschen erschaffen. Und deshalb lässt er nicht von dieser Welt.“ Diese Welt und die Menschen lägen Gott so sehr am Herzen, dass er selbst Mensch werde, um das Leben mit den Menschen zu teilen. Trotzdem sei die Botschaft von Bethlehem nicht harmlos: „Sie enthält in sich schon die Botschaft vom Kreuz.“ Die harten unromantischen Realitäten – die Herbergssuche, die Flucht der jungen Familie, später das Unverständnis und die zunehmende Ablehnung, die der erwachsene Jesus erfährt – gehörten untrennbar zur Weihnachtsgeschichte dazu. „Die Advents- und die Weihnachtskerze blieben schöner Schein ohne das Licht der Osterkerze, das durch Verzweiflung und Tod hindurchgegangen ist.“ Im Wissen um dieses Licht dürfe man der Weihnachtsbotschaft glauben: „Sie blendet die schlechten Nachrichten nicht aus. Sie verschweigt nicht Konflikte, Schmerzen und Tod. Sie weiß, was den größten Teils unseres Lebens ausmacht.“ Deshalb sei die Geschichte von Bethlehem keine „Kalendergeschichte, bei dem einem ein wenig warm ums Herz“ werde. Die Botschaft sei wahr, und deshalb „schön und anziehend“.

Um das Vertrauen ins Leben einzuüben, könne es helfen, immer wieder einzelne Worte oder Zeilen aus der Weihnachtsbotschaft oder den Weihnachtslieder in sich nachklingen zu lassen; bewusst auf gute Nachrichten, wohltuende Erfahrungen und bestärkende Begegnungen zu schauen und vor allem auch „ganz bewusst für die guten Menschen danken, von denen wir umgeben sind“. Auf diese Weise könne man ohne schlechtes Gewissen in der Weihnachtsfreude schwelgen. „Denn dann ist sie nicht bloß eine willkommene Ablenkung vom Alltag, sondern öffnet uns die Augen für den guten, den schönen, den heiligen Kern des Lebens.“  

Die Predigt im Wortlaut finden Sie hier.

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-105233 Fri, 16 Dec 2022 10:55:32 +0100 Bedrückende Erkenntnisse als Teil der Geschichte des Bistums annehmen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bedrueckende-erkenntnisse-als-teil-der-geschichte-des-bistums-annehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_IMG_1045_HT_04_53047011ee.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Zwischenbericht über den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt in der Amtszeit des Trierer Bischofs Stein (1967-1981) Trier – „Der Bericht dokumentiert von unabhängiger Seite das, was sich für uns heute Verantwortliche schon in der Befassung mit Fällen abzeichnete, die in die Amtszeit Bischof Steins fallen: Es hat in der Mehrzahl der Fälle keinen ordnungsgemäßen und vor allem keinen betroffenenorientierten Umgang mit den Fällen sexueller Gewalt gegeben.“ So kommentiert Bischof Dr. Stephan Ackermann den am 16. Dezember von Prof. Dr. Lutz Raphael und Dr. Lena Haase (Universität Trier) vorgestellten Zwischenbericht zur historischen Untersuchung „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946-2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier“. Das Projekt ist von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich des Bistums Trier (UAK) initiiert, die auch zu diesem Bericht, der die Amtszeit von Bischof Dr. Bernhard Stein (1967-1981) untersucht, Stellung genommen hat.

Ackermann sagte, die Studie bestätige im Blick auf die Zahlen und das Vorgehen der Bistumsverantwortlichen „das, was in den vergangenen Jahren im Zuge der verschiedenen Aufarbeitungsprojekte in den deutschen Bistümern zutage kam“. Für ihn persönlich als Bischof sei es bedrückend, „dies als Teil der Geschichte unseres Bistums anzunehmen und zu sehen, dass einer meiner Vorgänger zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern in dieser Weise gehandelt und damit Menschen schwer geschadet hat. Das schmerzt mich einmal mehr“. Auf das Bild des aufgeschlossenen und beliebten Bischofs falle „ein massiver Schatten“. Die UAK hält in ihrer Stellungnahme zum vorliegenden Bericht fest, „dass Stein das damalige System gestützt hat. Von ihm sind der UAK keine Bemühungen bekannt, beim Umgang mit Missbrauchsfällen umzusteuern. Der Vorwurf der zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung trifft auch auf ihn zu“.

Distanzierung von in Studie aufgezeigten Umgang mit Fällen sexueller Gewalt

Bischof Ackermann distanzierte sich „mit aller Entschiedenheit von dem in der Studie aufgezeigten praktizierten Umgang mit Fällen sexueller Gewalt im Bistum Trier: Wir werden weiter entschieden daran arbeiten, geschehenes Unrecht aufzuarbeiten, gemeldete Fälle so weit wie möglich aufzuklären und Missbrauch wirksam zu verhindern.“

In ihrem Ergebnis verstärke die Studie die Hinweise, die die UAK in ihrem ersten Zwischenbericht im August 2022 gegeben hatte. Mit Blick auf die dort gegebenen Empfehlungen kündigte Ackermann eine neue Ordnung zur Frage der wirksamen Aufsicht von Tätern an, die zum 1. Januar 2023 in Kraft tritt. Mit Blick auf das Anliegen der seelsorglichen Begleitung von Betroffenen sowie die Schaffung einer möglichen Ombudsstelle zur unabhängigen und längerfristigen Begleitung von Betroffenen sei bereits eine Arbeitsgruppe einberufen, die im kommenden Jahr einen Umsetzungsvorschlag vorlegen werde. Überdies erwachse aus den beiden vorliegenden Berichten auch „der Auftrag, unsere aktuellen Schutzkonzepte für Prävention und Intervention aufgrund der Ergebnisse zu prüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln“.

Die gesamte Stellungnahme von Bischof Ackermann ist unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/bischof/im-wortlaut/ zu finden.

Der Zwischenbericht der Universität Trier im Auftrag der UAK zur Amtszeit von Bischof Stein ist ebenso wie die Stellungnahme der UAK unter https://www.aufarbeitungskommission.bistum-trier.de/jahresberichte/2022/ eingestellt.

(JR)


Hinweise:

Die UAK informiert über die Website www.aufarbeitungskommission.bistum-trier.de. Zur Kontaktaufnahme hat die Kommission die Mailadresse ukms(at)posteo.de eingerichtet.

Ansprechpersonen des Bistums für Verdachtsfälle sind die Rechtsanwältin und Mediatorin Ursula Trappe (ursula.trappe@bistum-trier.de, 0151-50681592) und der Psychologe Markus van der Vorst (markus.vandervorst(at)bistum-trier.de, 0170-6093314).

Die Postanschrift für beide Personen lautet:

Bischöfliches Generalvikariat

Ursula Trappe/Markus van der Vorst

- persönlich/vertraulich –

Postfach 1340

54203 Trier

Betroffene können sich auch wenden an die Beratungsstelle Phoenix der AWO (www.phoenix.awo-saarland.de); sie ist telefonisch unter 0681-7619685 oder per E-Mail an phoenix(at)lvsaarland.awo.org zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Aufarbeitung (Sex. Gewalt) Bischof
news-105230 Thu, 15 Dec 2022 10:57:33 +0100 Zukunftssichere Strukturen in unsicheren Zeiten schaffen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zukunftssichere-strukturen-in-unsicheren-zeiten-schaffen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_Haushalts-PK_2022_1d2aa5505b.jpg" width="150" height="113" alt="Man sieht ein Podium mit vier Personen, dahinter auf einer Leinwand den Anfang einer Präsentation " title="Präsentation der Haushaltszahlen" />Das Bistum Trier stellt seinen Geschäftsbericht 2022 und die Haushaltsplanung 2023 vor. Trier – „In einer von Unsicherheit geprägten Zeit schaffen wir stabile und zukunftssichere Strukturen, die es uns ermöglichen, die Botschaft der Hoffnung zu den Menschen zu tragen.” Das hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg bei der Vorstellung der Haushaltsplanung 2023 und des Geschäftsberichts 2022 am 15. Dezember in Trier gesagt. Zu den vielfältigen Krisen der vergangenen Jahre sei mit dem Krieg in der Ukraine eine weitere hinzugekommen. Auch die Folgen der verheerenden Flutkatastrophe 2021 seien noch lange nicht bewältigt. Zugleich seien Inflation und Energiepreise enorm gestiegen – und deren Entwicklung noch nicht abzusehen.

Trotz aller Unwägbarkeiten blickt der Generalvikar zuversichtlich auf das kommende Jahr: Denn mit der missionarisch-diakonischen Kirchenentwicklung habe die Kirche von Trier einen klaren inhaltlichen Fokus gesetzt. Mithilfe des im Oktober vorgestellten Konzepts der Haushaltssicherung – bis 2035 sollen 135 Mio. Euro eingespart werden – sollen die gesetzten inhaltlichen Impulse auch langfristig umgesetzt werden. „Für die Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation im Sinne der Frohen Botschaft Jesu da zu sein: Das sehe ich als originären Auftrag der Kirche von Trier”, betonte von Plettenberg. Angesichts der Flutkatastophe habe sich gezeigt, „wie die Menschen in unserem Bistum enger zusammenrücken und kirchliche, staatliche und gemeinwohlorientierte Akteure noch intensiver Hand in Hand arbeiten.” Beispiele für dieses Engagement sind im Geschäftsbericht aufgeführt. Im Geschäftsbericht sind außerdem die Jahresabschlüsse 2021 des Bischöflichen Stuhls, des Priesterseminars und der Hohen Domkirche veröffentlicht.

Erste Spareffekte und notwendige Investitionen

Anfang des kommenden Jahres nehmen die letzten 20 von insgesamt 35 Pastoralen Räumen ihre Arbeit auf. „Damit wahren wir die Eigenständigkeit der Pfarreien, erleichtern aber deren strukturelle Vernetzung und geben so mehr Raum für die inhaltliche Zusammenarbeit.” Dies erlaube, Expertise zu bündeln und ehrenamtliches Engagement vor Ort zu fördern. Der Haushaltsplan 2023 müsse im Gesamtkontext der Haushaltssicherung betrachtet werden: Zwar zeigten sich bereits erste Spareffekte. Zu erkennen seien aber auch notwendige Investitionen wie der Ausbau der digitalen Infrastruktur, sagte der Generalvikar. Zudem kündigte er die Veröffentlichung des bistumsweiten Immobilienkonzepts im Januar 2023 an, das zunächst in bis zu sechs Pfarreiengemeinschaften oder fusionierten Pfarreien angewendet werden soll. „Damit werden wir ein Verfahren haben, das bistumsseitig die Zuschüsse für Baumaßnahmen steuert und gleichzeitig den Kirchengemeinden eine Orientierungshilfe an die Hand gibt zum Erhalt oder zur Veräußerung von Immobilien”, umriss von Plettenberg das Konzept, das auch Klimaschutzziele einbeziehen soll.

Mit dem Controlling-Konzept entwickelt das Bistum derzeit ein Instrument, um auf unvorhergesehene Ereignisse flexibel reagieren zu können und die Kostensenkungsziele nachhaltig zu erreichen. In dieser Sache seien bereits erste Gespräche mit den Budgetverantwortlichen geführt und Maßnahmen-Pläne konkretisiert worden. „Bis zum Frühjahr 2023 sollen diese 5-Jahres-Pläne, die dann die Grundlage für das Controlling sein werden, stehen.”

Der Haushaltsplan für 2023, den Manfred Wagner, Leiter des Strategiebereichs „Ziele und Entwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat Trier vorstellte, sieht einen Verlust von 12,7 Mio. Euro vor. Operativen Erträgen in Höhe von 433,7 Mio. Euro stehen Aufwendungen von 457,4 Mio. Euro gegen. Diesem negativ geplanten Verwaltungsergebnis von minus 23,7 Mio. Euro stehen Finanzerträge von 12,9 Mio. Euro und Finanzaufwendungen von 3,6 Mio. Euro entgegen, so dass der Haushaltsplan insgesamt ein Defizit ausweist. Für das Jahr 2023 müsse man somit wie im Vorjahr ein negatives Verwaltungsergebnis planen.

Spagat zwischen Kostensenkungszielen und kundenorientierter Dienstleistung

Kirsten Straus, im Bischöflichen Generalvikariat als Leiterin des Zentralbereichs „Ressourcen” für die Finanzen zuständig, betonte die Notwendigkeit, die Verwaltung des Bistums trotz ständig wachsender Aufgaben „im Spagat zwischen Kostensenkungszielen und kundenorientierter Dienstleistung stabil und funktionsfähig zu halten”. Zwar habe das Jahr 2021 mit einem Verlust von 35,3 Mio. Euro, und damit mit einer Planungsabweichung von rund 14,5 Mio Euro nach oben, abgeschlossen. Die Abweichung sei allerdings gering: „Es handelt sich nicht um eine herausragende Planungssicherheit, denn auch das Bistum musste das Jahr 2021 unter dem Eindruck der Corona-Epidemie und ihrer vielfältigen, damals noch völlig unabsehbaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen planen. So willkommen auch ungeplante Ergebnisverbesserungen sind, es handelt sich dabei noch nicht um das Ergebnis gezielter Kostensenkung.”

Scheinbar paradox seien die Auswirkungen der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die relativ rasch zu einer Entlastung bei den erforderlichen Rückstellungen für die Versorgung führten. Das könnte, so Straus, „der irrigen Auffassung Vorschub leisten, der hauptsächliche finanzielle Druckpunkt des Bistums entspanne sich gerade, und die Härten der Haushaltssicherung ließen sich entschärfen”. Die zugrundeliegenden Inflationsraten würden jedoch auch die Personalkosten treiben, allerdings mit etwas Nachlauf. „Auch die Treiber der Inflation selbst sind wichtige Kostenfaktoren des Bistums.” Die Haushaltssicherung des Bistums befinde sich gerade an einer sensiblen Stelle, so Straus. „Das erarbeitete Budgetgerüst ist mit realisierbaren und dabei möglichst schonenden Maßnahmenprogrammen zur Kostensenkung zu unterlegen.”

2023: Ressourcen fließen überwiegend in Pfarreien und Pastorale Räume

Mit geplanten 335 Mio. Euro machen die Kirchensteuermittel den größten Teil der erwarteten Erträge (75%) aus. Dazu kommen Zuschüsse in Höhe von 64,5 Mio. Euro (14,5%), 20,4 Mio. Euro (4,6%) Staatsleistungen, Erträge aus Finanzanlagevermögen und Zinsen in Höhe von 12,9 Mio. Euro (2,9%) sowie Teilnehmerbeiträge, Mieten, Pacht (1,7%), Spenden und Kollekten (0,2%) und sonstige Erträge (1,1%). Die Aufwendungen setzen sich zusammen aus Zuschüssen an kirchliche Rechtsträger in Höhe von 193 Mio. Euro (41,9%), 198,2 Mio. Euro (43%) für Personalaufwendungen, Finanzaufwendungen von 3,6 Mio. Euro (0,8%) und Sachaufwendungen von 51,9 Mio. Euro (11,2%), Abschreibungen in Höhe von 7,7 Mio. Euro (1,7%) und 6,6 Mio. Euro (1,4%) für den Bauunterhalt. Baukostenzuschüsse gehen vor allem an Kirchen (55,5%), Kindertagesstätten (20,2%), Pfarrhäuser (9,7%), und Pfarrheime (8,1%). Betrachtet man die Aufwendungen nach den Funktionsbereichen, zeigt sich, dass der größte Teil (34%) mit 158,4 Mio. in die territoriale Seelsorge (Pfarreien und Pastorale Räume) fließt; mit 69,1 Mio. Euro sind 15% für katholische Schulen und den Religionsunterricht vorgesehen; 52,2 Mio. Euro (11%) für die Kindertagesstätten. Weitere Handlungsfelder sind unter anderem Caritas, Beratung und lebenslanges Lernen, Jugendseelsorge und die Bistumsverwaltung.

Weitere Informationen sind unter www.bistum-trier.de/haushalt zu finden.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Finanzen
news-105229 Wed, 14 Dec 2022 12:41:59 +0100 Lissabon 2023 kann kommen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lissabon-2023-kann-kommen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/0/csm_20220927_181337__1__1d021a3aa9.jpg" width="150" height="105" alt="Der Weltjugendtag 2023 in Lissabon rückt näher (Foto: Thomas Hufschmidt/Bistum Trier)" title="Der Weltjugendtag 2023 in Lissabon rückt näher (Foto: Thomas Hufschmidt/Bistum Trier)" />In Lissabon trifft sich im August 2023 auf Einladung des Papstes die Jugend der Welt. Auch aus dem Bistum Trier wird sich eine Gruppe auf den Weg nach Portugal machen. Wer dabei sein will, kann sich ab sofort anmelden. Trier/Koblenz/Saarbrücken – In Lissabon, der nostalgischen Hafenstadt am Tejo mit romantischen Gassen und südländischem Charme, trifft sich im August 2023 auf Einladung des Papstes die Jugend der Welt. Auch aus dem Bistum Trier wird sich eine ruppe auf den Weg nach Portugal machen. Wer dabei sein will, kann sich ab sofort anmelden.

Unter dem Motto ,,Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg” treffen sich vom 1. bis 6. August 2023 junge Menschen aus der ganzen Welt in der portugiesischen Hauptstadt, um gemeinsam ihren Glauben und ihre Freundschaft zu feiern. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 35 Jahren können sich ab sofort online unter www.weltjugendtag-bistum-trier.de/ für das einmalige Erlebnis anmelden. Die Teilnehmenden des Bistums erwarten neben einem Besichtigungsprogramm zahlreiche Events, Konzerte, Katechesen, Gottesdienste sowie Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt.

Interessierte Gruppen und Einzelpersonen können unter zwei Reise-Module wählen: Für diejenigen, die eine intensive Zeit mit anderen jungen Pilgern verbringen und ganz in die portugiesische Kultur eintauchen möchten, bietet das Bistum Trier eine 17-tägige Busreise vom 23. Juli bis zum 8. August mit einem Vorprogramm an der französischen Küste in Bayonne, den Tagen der Begegnung in der portugiesischen Diözese Aveiro und dem Weltjugendtag mit Papstbegegnung in Lissabon an. Wer weniger Zeit hat, kann mit dem zweiten Modul, einer 8-tägigen Flugreise vom 31. Juli bis zum 7. August am Weltjugendtagsprogramm in Lissabon teilnehmen. Die Kosten für beide Reisemodule belaufen sich bei 14 - bis 26-Jährigen auf 650€ und ab einem Alter von 27 Jahren auf 750€. Bei einer Anmeldung bis zum 31.12.2022 gibt es einen Rabatt von 100€.

Weitere Informationen gibt es bei der Abteilung Jugend im Bistum Trier, Hinter dem Dom 6, 54290 Trier, Tel.: 0651- 9771 109, E-Mail: jugend(at)bistum-trier.de. Außerdem gibt es aktuelle Informationen und Wissenswertes rund um Portugal und die Weltjugendtage auf der Homepage: www.weltjugendtag-bistum-trier.de
(red)

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Trier bistum-trier Jugend Weltjugendtage
news-105228 Wed, 14 Dec 2022 09:49:21 +0100 „In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-der-seelsorge-schlaegt-das-herz-der-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_DSC_0278_ca177a350b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Projekt „Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger'' qualifiziert 22 Mitarbeitende. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „In der Seelsorge schlägt das Herz der Kirche”: Mit diesen Worten, zitiert aus einem Dokument der Deutschen Bischofskonferenz, hat Prof. Dr. Martin Lörsch von der Cusanus Trägergesellschaft Trier als Mitglied der Steuerungsgruppe das Projekt „Seelsorge in Einrichtungen der Altenhilfe katholischer Träger'' gewürdigt. Der nun abgeschlossene vierte Ausbildungskurs ist Teil eines seit 2017 laufenden Modellprojekts im Bistum Trier, mit dem Mitarbeitende aus dem sozialen, pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Bereich für die Arbeit in der Seelsorge in ihren Einrichtungen qualifiziert werden. Am 9. Dezember feierten 21 Frauen und ein Mann den Abschluss ihrer Weiterbildung mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert in der Trierer Liebfrauen-Basilika und einer feierlichen Zertifikatübergabe im Kolpinghaus Warsberger Hof.

Im Beisein ihrer Angehörigen, den Einrichtungs- und Pflegedienstleitungen, den Mitgliedern der Steuerungsgruppe und der Projektleitung sowie den beiden Kursleitern Wolfgang Schu und Michaele Günter erhielten die Teilnehmenden ihre Zertifikate von Matthias Neff, stellvertretender Leiter der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat, der Abteilungsleiter Ulrich Maria Stinner und die Projektkoordinatorin Mariette Becker-Schuh vertrat.

Auf andere Art und Weise für die Bewohner da sein

„Sagt den Menschen, das Reich Gottes ist euch nahe”, trug Weihbischof Gebert den Kursabsolventinnen und -absolventen in seiner Predigt auf. „Seid den Alten und Kranken so nahe, dass sie diese Worte nicht nur hören, sondern spüren können.” Dieser Aufgabe widmen sich die neuen Mitarbeitenden der Seelsorge künftig mit bis zu 30 Prozent ihres Beschäftigungsumfangs. „Geplant ist, dass ich in meiner Einrichtung in regelmäßigen Abständen Wortgottesdienste halte. Die verbleibende Zeit ist zum Beispiel für Einzelgespräche gedacht”, erklärt Andrea Schneider, die im Helenenhaus der Vereinigten Hospitien in Trier tätig ist. Die seelsorgerische Arbeit sei für sie völliges Neuland gewesen. „Für mich, die nicht in der Betreuung, sondern im hauswirtschaftlichen Bereich tätig ist, wird die Herausforderung sein, mir diese Zeit wirklich freizuhalten – dass ich nicht von dem einen Aufgabenfeld ins andere springe, sondern auch einen Moment habe, um mich umzustellen”, merkt Schneider an. „In meiner Rolle im hauswirtschaftlichen Bereich geht es zwar auch immer um die Bewohner, aber zu mir kommen sie in der Regel mit anderen Dingen. Von daher freue ich mich darauf, sie im Seelsorgerischen noch einmal anders kennenzulernen und auf andere Art und Weise für sie da zu sein.”

Es seien gerade einmal 50 Jahre vergangen, seit die Kirche in Deutschland die Perspektive über den bischöflichen und priesterlichen Dienst des Seelsorgers geweitet habe, indem sie auch ständige Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten mit einer akademischen Ausbildung in den Seelsorgedienst berufen hat, erklärt Lörsch. „Und jetzt ein weiterer Schritt: Sie, die Sie beauftragt werden, mit anderen Kompetenzen hineingenommen werden in den Kreis und ihn damit um eine Gruppe von Menschen erweitern, die in einem besonderen Feld tätig sind – der Altenhilfe.” Die Besonderheit der Situation müsse er nicht weiter ausführen, so Lörsch. „Es sind Menschen im letzten Abschnitt ihres irdischen Lebens, in dem Sie herausgefordert sind, mit einem seelsorgerischen Dienst, der alles andere als harmlos und einfach ist. Es sind Menschen mit Sterbewünschen, mit Depressionen, mit demenzieller Veränderung. Es sind Menschen in schwierigen Situationen ihres familiären und sozialen Umfelds, in denen sie hineintreten in ein Haus, um dort einen Ort würdevoller Behandlung bis zum letzten Atemzug erleben und erfahren zu dürfen.”

In dem Kurs aus mehreren Modulen, der im März dieses Jahr gestartet war, beschäftigten sich die Teilnehmenden mit seelsorglicher Gesprächsführung, Sterbebegleitung, Bibeltexten und eigenen Glaubenserfahrungen. Die Gestaltung von Wortgottesdiensten, religiösen Ritualen und Einheiten zur Krankenkommunion standen ebenfalls auf dem Programm. Als besonderen Höhepunkt empfanden viele Kursteilnehmende die Exerzitientage in St. Thomas. „Die hätten ruhig ein wenig länger sein können”, findet Judith Leineweber. Die gelernte Altenpflegerin sei zunächst skeptisch gewesen, ob sie der Aufgabe gewachsen sei. Aber die Unterstützung durch ihren Vorgesetzten im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder in Trier, ihre Kollegen und Familie haben sie bestärkt. „Nun freue ich mich auf die Arbeit. Es ist schön, zu wissen, dass ich eine Aufgabe habe, die wichtig für die Bewohner ist”, erklärt sie. So wie man sich in der Pflege schwerpunktmäßig um die körperlichen Bedürfnisse des Menschen kümmere, so habe man als Seelsorgerin die Zeit, sich den seelischen und spirituellen Bedürfnissen zu widmen. „Ein ebenso wichtiger Aspekt im Dienst am Menschen“, findet sie.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-105224 Mon, 12 Dec 2022 14:42:31 +0100 Eine Kerze als Zeichen der Hoffnung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-kerze-als-zeichen-der-hoffnung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/e/csm_Friedenslicht_Bischof_cl_a7c17899c4.jpg" width="150" height="113" alt="" />Das Friedenslicht erreicht das Bistum Trier. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Frieden beginnt mit dir“. Trier – Das Friedenslicht soll „euch erinnern, dass es ein Licht gibt, das die Dunkelheit besiegt hat. Es will uns Hoffnung und Mut schenken, gemeinsam in den Frieden zu ziehen.“ Mit diesen Worten begrüßte Holger Günter, Kurat der Wittlicher Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), die Gemeinde im Trierer Dom am 3. Adventssonntag. An diesem Tag wird traditionell das Friedenslicht in den deutschen Bistümern verteilt. Es wurde zuvor an einer Kerze in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und per Flugzeug nach Wien gebracht. 

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news-105219 Sat, 10 Dec 2022 04:05:00 +0100 JuLeiCa-Update für Gruppenleiter*innen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/juleica-update-fuer-gruppenleiterinnen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_Kopie_von_JuLeiCa-Canva_60f508348f.png" width="150" height="150" alt="" />Die Kolpingjugend Trier und die Fachstelle Jugend Andernach bieten eine Schulung zum Thema „Prävention und Recht“ an. Andernach/Koblenz/Trier – Der Diözesanverband Kolpingjugend Trier und die Fachstelle Jugend Andernach bieten vom 20. bis 22. Januar 2023 ein JuLeiCa-Update zum Thema „Prävention und Recht“ an. Die Schulung findet im Waldjugendheim Kolbenstein bei Boppard statt. Die Teilnahme kostet 39 Euro, eine Anmeldung ist noch bis 20. Dezember 2022 möglich.

Inhaltlich geht es darum, welche Rechte und Pflichten Gruppenleiter*innen haben, insbesondere in Sachen Prävention sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus gibt die Veranstaltung Raum für Fragen und den Austausch von Erfahrungen aus der praktischen Arbeit als Gruppenleiter*in. Die Wochenendschulung von Kolpingjugend DV Trier und Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Andernach ist offen für Inhaber*innen einer JuLeiCa, die ein Update zur Verlängerung benötigen.

Die Teilnahme (inklusive Unterkunft und Verpflegung) kostet 39 Euro, für Kolpingmitglieder 35 Euro. Anmeldungen sind bis 20. Dezember 2022 möglich per Post oder E-Mail an info(at)kolpingjugend-trier.de. Rückfragen beantwortet Mathias Birsen, Jugendreferent, Kolpingjugend DV Trier, E-Mail: mathias.birsen(at)kolpingjugend-trier.de, Tel.: 0151-20072739. Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier: www.kolpingjugend-trier.de/juleica/.

(red)

 

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news-105220 Fri, 09 Dec 2022 09:27:55 +0100 Mit Gott an der positiven Wende für die Welt mitzuwirken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-gott-an-der-positiven-wende-fuer-die-welt-mitzuwirken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_mariensaule_048a45a515.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann feiert einen Gottesdienst zum Hochfest Maria Immaculata. Trier – „Die Weihe an jemanden kann ein Weg sein, mit Gott an der positiven Wende für die Welt mitzuwirken.“ So hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria (8. Dezember) im Trierer Dom das Motiv von Erzbischof Karl Kasper von der Leyen gedeutet, das „Trierer Land“ der Gottesmutter zu weihen. Heute ist das Hochfest „Maria Immaculata“ das Patronatsfest des Bistums.

Im 17. Jahrhundert habe es eine regelrechte Welle von Marienweihen gegeben, rief  der Bischof der Gemeinde in Erinnerung. Nach dem 30-jährigen Krieg habe sich das Trierer Land von Truppen Ludwigs XIV. bedroht gesehen, zudem wütete die Pest. „Mit unserer Erfahrung von Krieg und Pandemie heute ist es nachvollziehbar, dass Menschen nach einer größeren Macht Ausschau halten“, sagte Ackermann. Doch warum habe der Erzbischof das Land nicht gleich Gott, dem Höchsten, geweiht, sondern einen „Umweg über Maria“ gemacht? Für den Bischof ist die Weihe an die Gottesmutter „Bitte und Gebet, aber auch Versprechen, sich von diesem Denken, Handeln und Stil prägen zu lassen“. Mit einer Weihe werfe man Gott „nicht einfach alles hin: Menschen lassen Gottes Macht in sich wirken und helfen, dass diese Macht zur Entfaltung kommt“.

An Maria sei in Reinkultur zu sehen, wie Gott in einem Leben zur Wirkung komme: „Maria hat Gott vorbehaltlos angenommen und so Jesus den Weg in die Welt gebahnt. Sie hat der Kraft Gottes kein Hindernis in den Weg gestellt.“ Ein solcher Mensch besitze revolutionäres Potenzial, habe den Mut, „auszuhalten, wo man nur wegrennen möchte“ und finde in der Kraft der Geistes „Menschen, mit denen sich die Welt verändern lässt“. Weil Maria dieser „heile Kern“ der Kirche sei, sei die Kirche - zusammen mit Christus als Haupt – auch immer wieder erneuerbar, betonte Ackermann: „Weil Maria in Offenheit und Transparenz ihren Glauben gelebt hat, dürfen wir immer an diese Quelle zurück kehren.“ So geschehe Erneuerung aus diesem „ursprünglichen Ja zwischen Gott und Mensch“.

An den Gottesdienst schloss sich die traditionelle Prozession in die benachbarte Liebfrauenkirche an, wo Bischof Ackermann zusammen mit der Gottesdienstgemeinde am Marienaltar betete und das Bistum und die darin lebenden Menschen mit all ihren Anliegen der Muttergottes empfahl.

Das Patronatsfest des Bistums Trier hat eine lange Tradition. Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen (1652–1676) hatte im 17. Jahrhundert das Trierer Land unter den Schutz der Gottesmutter gestellt. 1939 erneuerte Bischof Franz Rudolf Bornewasser die Weihe an die „Unbefleckte Empfängnis“ und erweiterte sie auf das ganze Bistum. Bischof Ackermann erneuerte die Weihe im ersten Jahr der Corona-Pandemie am 7. Dezember 2020 an der Trierer Mariensäule.

(JR)

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news-105217 Thu, 08 Dec 2022 15:10:25 +0100 „Gemeinsame Zukunft braucht gemeinsames Erinnern!” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsame-zukunft-braucht-gemeinsames-erinnern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/4/csm_3_ih_ee165008a8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Emil-Frank-Insitut feiert mit zahlreichen Gästen sein Silbernes Jubiläum. Wittlich – Mit einem Konzert des deutsch-israelischen Ensembles „Lebensmelodien” und zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft hat das Emil-Frank-Institut (EFI) am 7. Dezember in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge Wittlich sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. „Als feste zivilgesellschaftliche Größe in Wittlich und der Region Mosel-Eifel-Hunsrück leistet das Institut einen wesentlichen Beitrag, um antisemitischem Denken entgegenzuwirken”, erklärte der kommissarische Leiter Dr. Dennis Halft. Grußworte und Glückwünsche kamen von Dr. h.c. Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz, und Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich.

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news-105206 Wed, 30 Nov 2022 16:40:15 +0100 Näher an den Sorgen der Menschen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/naeher-an-den-sorgen-der-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Leitung-Telefonseelsorge_9b3d72c384.jpg" width="150" height="133" alt="" />Trierer Telefonseelsorge mit neuer Leitung: Dr. Bernd Steinmetz geht in den Ruhestand und übergibt die Führung an Stephanie Schneider. Trier – An der Spitze der Telefonseelsorge Trier gibt es einen personellen Wechsel. Mit Dr. Bernd Steinmetz geht der aktuelle Leiter in den Ruhestand. Er übergibt die Führung an Stephanie Schneider. Sie war zuvor Beraterin in der Lebensberatung Trier, Referentin in der Onlineberatung und Ausbildungsleiterin für die modularisierte Qualifizierung zur Ehe-, Familien- und Lebensberaterin oder -berater.

Bernd Steinmetz kann auf einen vielfältigen, beruflichen Weg zurückblicken. Der studierte Pädagoge, mit einem Doktortitel der Philosophie, war von 1995 bis 2012 Dozent an der Katholische Akademie Trier und im Jahr 2002 deren kommissarischer Leiter. Nach der Schließung der Akademie leitete er vier Jahre lange die Lebensberatungsstelle in Gerolstein, 2016 übernahm er mit die Ausbildungsleitung für die modularisierte Qualifizierung zur Ehe-, Familien- und Lebensberaterin oder -berater. Seit Januar 2019 war er der Chef der Telefonseelsorge in Trier.

„In der Lebensberatung kommt man den Ratsuchenden sehr nahe“, sagte Steinmetz zum Abschied, „In der Telefonseelsorge aber kommt man ihnen noch näher.“ Die Ängste und die Krisen, die eine Gesellschaft mit sich tragen, sie zeigten sich hier direkt in den Anliegen der Anrufenden. Dabei sei es wichtig, dass die Telefonseelsorge von ausgebildeten Ehrenamtlichen getragen werde. „Hier begegnet sich immer zunächst ein Mensch, und das auf Augenhöhe.“

Seine Nachfolgerin Stephanie Schneider ist studierte Heilpädagogin und Systemische Supervisorin. Seit 1992 arbeitete sie als Beraterin in der Lebensberatung Cochem, von 2004 bis 2010 in der Lebensberatung Saarburg und dann bis 2022 als Beraterin in der Lebensberatung Trier. Sie ist überzeugt von dem Konzept ehrenamtlicher Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger. „Aber auch für die Ehrenamtlichen selbst ist es wichtig zu sehen, dass ihr Engagement etwas bewirkt.“ 70 Helferinnen und Helfer arbeiten in der Telefonseelsorge. Das Ansehen der Ausbildung sei sehr hoch und sei für viele, die nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit suchten, ein wichtiger Grund, sich zu melden.

Seit 1975 ist Trier eine von 105 Dienststellen der Telefonseelsorge Deutschland e.V. Die Telefonseelsorge berät Menschen jeder Nationalität, jedes Geschlechts, jeder Konfession und jedes Alters. Die Beratung ist fachlichen Qualitätsstandards und weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Alle Beratungsangebote sind anonym und kostenfrei. Dank der Unterstützung der Deutschen Telekom sind die Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 seit 1997 gebührenfrei. Mit der kostenlosen App „KrisenKompass“ bietet die Telefonseelsorge seit 2020 zusätzliche Hilfe bei depressiven Gefühlen und Suizidgedanken für Betroffene und Angehörige. Träger der Telefonseelsorge ist das Bistum. Ideelle und finanzielle Unterstützung gibt es durch einen Förderverein über Mitgliedschaft und Spenden.

So ganz wird aber auch Bernd Steinmetz die Thematik nicht hinter sich lassen. Nach der schrecklichen Amokfahrt in der Trierer Innenstadt am 1. Dezember 2020 waren es auch die Kolleginnen und Kollegen der Telefonseelsorge, die gemeinsam mit anderen, wie der Notfall-Seelsorge und den Lebensberatungsstellen und den Mitarbeitenden in den Kirchengemeinden, sich um die Betroffenen dieser Tat gekümmert haben. Noch immer gibt es eine organsierte Nachsorge für Menschen, die unter den Erinnerungen und Erlebnissen dieses Tages leiden. Dort wird auch Bernd Steinmetz weiter helfen - ehrenamtlich.

Im Internet ist die Telefonseelsorge zu finden unter: www.telefonseelsorge-trier.de

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news-105200 Tue, 29 Nov 2022 16:39:22 +0100 „Wichtige gemeinsame Aufgabe von Pastoral und Caritas“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wichtige-gemeinsame-aufgabe-von-pastoral-und-caritas/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_gruppe_hospiz_afa0b511c3.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Gruppe hospiz" />Caritas und Bistum Trier haben das Projekt „Hospiz- und Palliativkultur in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Bistum Trier“ abgeschlossen. Trier – Den Abschlussbericht des gemeinsamen Projektes von Caritas und Bistum Trier „Hospiz- und Palliativkultur in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Bistum Trier“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 28. November als „wichtiges Etappenziel“ gewertet. Auf dieser Basis solle in den Diensten und Einrichtungen die etablierte Hospiz- und Palliativkultur weiter entwickelt werden: „Was darf ein Mensch in dieser existenziellen Lebenssituation von katholischen Einrichtungen erwarten?“ sei die Kernfrage. Der Bischof zeigte sich dankbar für die durch das Projekt erarbeiteten Ergebnisse, die in einem praxis-orientierten Handlungsleitfaden zusammengefasst sind. Die Entwicklung dieser Hospiz- und Palliativkultur sieht Bischof Dr. Ackermann als wichtige gemeinsame Aufgabe von Pastoral und Caritas.

Das 2017 gestartete Projekt hat das Ziel, eine besondere „Kultur der Aufmerksamkeit und Achtsamkeit“ für Schwerstkranke und Sterbende und ihre Angehörigen zu entwickeln und in den Einrichtungen und Diensten, wie zum Beispiel Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Sozialstationen  und Hospizen, umzusetzen. „Die hospizliche Versorgung ist eine Netzwerkaufgabe“, betonte Projektleiterin Anja Hagel, Referentin für Hospiz im Diözesan-Caritasverband (DiCV) Trier. Daher haben in diesem Projekt Vertretungen der Einrichtungsträger bereichsübergreifend mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Ärztinnen und Ärzten und Pflegefachkräften zusammengearbeitet. Diese Kooperation soll in der weiteren Entwicklung verstärkt werden. Projektleiter Dr. Michael Schröder, Abteilungsleiter im DiCV Trier, sieht mit Bezug auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum assistierten Suizid vom Februar 2020 die Bedeutung und Relevanz dieses Projektes und einer erfahrbaren christlichen Hospiz- und Palliativkultur in den katholischen Einrichtungen nochmals verstärkt und bestätigt. Dies können die Einrichtungen vor allem angesichts der demografischen Herausforderungen nicht alleine schaffen: Es bedarf daher einer „Sorgegemeinschaft“ mit Ärzten, Krankenkassen, Pflegekammern und Seelsorgern.

Wie die Hospiz- und Palliativkultur und die im Projekt entwickelten Instrumente konkret im Sinne der Patienten und Angehörigen umgesetzt werden können, beschrieben eindrucksvoll und anschaulich die Vertreterinnen und Vertreter des Projektteams, Irmgard Layes (Leitende Ärztin der Klinik für Palliativmedizin im Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur), Paul Herrlein (Geschäftsführer des St. Jakobus Hospiz Saarbrücken), Andrea Riga (Pflegedienstleitung des Ambulanten Pflegediensts der Caritas in St. Wendel) und Lena Rieder (Qualitätsmanagerin im Klinikum Mutterhaus Trier). Die vorgestellten Ergebnisse sind in einem Ergebnisbericht zusammengefasst.

Einen Beitrag zum Thema assistierter Suizid aus ethisch-theologischer Sicht leistete das Mitglied des Deutschen Ethikrates und Geschäftsführer des Berliner Instituts für christliche Ethik und Politik Berlin, Professor Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, in einem Online-Vortrag. Am gleichen Tag nahm er als Sachverständiger an der Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages zu einer Neuregelung der Suizidhilfe/Sterbebegleitung teil. „Zwischen dem ‚Recht zur Selbsttötung‘ und dem ‚Gebot des Beistandes‘“ hatte er seinen Vortrag überschrieben und betrachtete die besondere Situation eines schwerstkranken oder sterbenden Menschen, der einen Todeswunsch äußert. Einerseits gelte der „unbedingte Respekt vor der Letztentscheidung des Betroffenen“, andererseits müssten ihm Menschen durch eine gute palliative, psycho-soziale und seelsorgliche Begleitung einen Blick auf das Leben offen halten. Menschen mit Suizidwunsch brauchten eine „einfühlende Aufmerksamkeit“.

Lob-Hüdepohl warnte davor, das Angebot des „assistierten Suizids“ als „normal“ zu bewerten oder gar als ein „Regelangebot der Suizidbeihilfe“ zu sehen. Bei allem Respekt vor dem letzten Ausdruck äußerster Freiheit des Menschen gebe es eine bleibende Tragik, wenn ein Mensch einen Suizidwunsch äußert.  Daher sei die Bereitstellung suizidpräventiver Angebote und Versorgungsstrukturen notwendig.  „Lassen wir Menschen doch gar nicht in diese Entscheidung kommen“, so Lob-Hüdepohl. Hier liege dann auch die Aufgabe der Hospiz- und Palliativkultur: Menschen in ihrer Verlorenheit Dialog und Zuhören anzubieten und einfach „da zu bleiben, oft auch im beredten Schweigen“. So stellte der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Trier, Domkapitular Benedikt Welter, entsprechend auch das Motiv des „Da-Seins“ in den  Mittelpunkt seines Abschluss-Impulses: „Wir dürfen nicht ins Urteilen über einen Menschen, sondern in das Da-Sein für ihn kommen. Christus gibt uns dazu die Kraft, nah am Menschen zu sein.“

(red)

 

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Trier bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Hospiz
news-105197 Tue, 29 Nov 2022 10:19:54 +0100 Adveniat-Eröffnung im Zeichen des weltkirchlichen Dialogs https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/adveniat-eroeffnung-im-zeichen-des-weltkirchlichen-dialogs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_IMG_8555_H-T_6cc24791dd.jpg" width="150" height="100" alt="" title="IMG 8555 H T" />Im Anschluss an den Gottesdienst zum Start der Adveniat-Weihnachtsaktion im Trierer Dom ist die Eröffnungsfeier in St. Maximin fortgesetzt worden. Trier – Im Anschluss an den Gottesdienst zum bundesweiten Start der Adveniat-Weihnachtsaktion am ersten Adventssonntag (27. November) im Trierer Dom ist die Eröffnungsfeier in der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin fortgesetzt worden. Unter der Überschrift „Dialog und Begegnung“ war die Gottesdienstgemeinde eingeladen, mit den Gästen aus Lateinamerika, politischen und gesellschaftlichen Repräsentanten sowie mit Engagierten in der Eine-Welt-Arbeit von Adveniat und aus dem Bistum ins Gespräch zu kommen.

An über 20 moderierten Tischgruppen standen Menschen aus Lateinamerika, der Partnerschaftsarbeit oder aus Kirche und Politik bereit, um sich mit den Tischgästen rund um das Adveniat-Motto „Gesundsein fördern“ auszutauschen. Nach einer bolivianischen Suppe und Musik der Gruppe Chuquiago unter Leitung von Carlos Branez standen Fragen rund um die Gesundheitsvorsorge – besonders in den Beispielländern Bolivien und Guatemala – auf dem Programm. In drei kurzen Talk-Runden mit jeweils drei Gästen auf der Bühne ging es vor diesem Hintergrund um „Herausforderungen und Handlungswege“.

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Trier bistum-trier Bischof Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Information Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-105195 Sat, 26 Nov 2022 06:55:00 +0100 „Gemeinsam stehen wir im Wind“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsam-stehen-wir-im-wind/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_Hees-Dagmar_4173f7f93b.jpg" width="150" height="150" alt="" />Dagmar Hees ist neu im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland (ACK Südwest). Trier – Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland (ACK Südwest) hat mit Dagmar Hees eine neue Assistenz für den Vorstand. In der ACK Südwest schließen sich seit 1975 Kirchen zusammen, die „ihrer Gemeinsamkeit im Glauben an den einen Herrn Jesus Christus, der Haupt der Kirche und Herr der Welt ist, in Zeugnis und Dienst gerecht werden wollen“. Ihr gehören zwölf Mitgliedskirchen an, auch die katholische Kirche, vertreten durch die Diözesen Speyer und Trier. Hees selbst kommt aus dem Bund Freier evangelischer Gemeinden, der viele Jahre lang einen Gaststatus bei der ACK Südwest hatte, seit 2014 Vollmitglied ist und dem 28 Gemeinden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland angehören.

„Nicht nur die großen Kirchen, auch die kleineren werden mit den großen Themen konfrontiert“, sagt Hees. Der Umgang mit den Fragen des sexuellen Missbrauchs, die Bewahrung der Schöpfung aber auch, im Angesicht des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Frage nach einer Friedensethik und da im speziellen der Umgang mit den orthodoxen Kirchen, das alles seien auch Themen für die ACK. Sie können dabei nicht beobachten, dass die eigentlichen Anliegen der ACK, die Fragen nach der Ökumene, darunter litten. „Gemeinsam stehen wir im Wind“, erklärt Hees. Man sei mit den Mitgliedskirchen auf einem gemeinsamen Weg und es sei wichtig, bei allen unterschiedlichen Vorstellungen miteinander im Gespräch zu bleiben.

Das Bistum Trier engagiert sich seit vielen Jahren für die Ökumene und ist mit der Ökumene-Referentin Anna Werle seit 2017 im Vorstand der ACK Südwest vertreten. So werden die größeren Veranstaltungen des Bistums, wie die jährlichen Heilig-Rock-Tage in Trier aber auch das Begehen von kirchlichen Festtagen immer bewusst in einer ökumenischen Perspektive angegangen.

Für Dagmar Hees, die ihren Dienst am 1. November angetreten hat, beginnt der Alltag mit der Vorbereitung der Vorstandsitzung im Dezember, bei der eine neue Geschäftsordnung verabschiedet werden soll und dann mit der nächsten Delegiertenversammlung im kommenden Frühjahr. „Ich komme aus einer kleineren Teilkirche“, betont Hess. „Da ist man immer ein bisschen in Gefahr, auf die großen Kirchen und ihre Probleme ein wenig von oben herabzusehen.“ Aber es sei wichtig zu verstehen, dass alle Kirchen vor den gleichen Herausforderungen ständen: In dieser mit Konflikten konfrontierten Welt Zeugnis für den christlichen Glauben abzulegen. An dieser Aufgabe werden sich Christen messen lassen müssen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ökumene
news-105190 Thu, 24 Nov 2022 09:57:16 +0100 Gesundsein Fördern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gesundsein-foerdern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Adveniat_PK-Eroffnung_241122_2_61b2e3d669.jpg" width="150" height="113" alt="" />Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat eröffnet die bundesweite Weihnachtsaktion 2022 am ersten Advent im Bistum Trier. Trier - „Gesundsein Fördern – das ist mit eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche in Bolivien und ganz Lateinamerika.“ Das hat der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, am 24. November in Trier bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der bundesweiten Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat gesagt. Das Motto der diesjährigen Aktion „Gesundsein Fördern“ habe ihn auf seiner Reise im Sommer dieses Jahres in Bolivien stets begleitet. „Die Menschen haben mir in fast jedem Gespräch von schweren Corona-Infektionen und oft vom Tod von Angehörigen, Freunden und Nachbarn berichtet. Da ein gut ausgebautes Gesundheitssystem fehlt, hat die Pandemie die Menschen hart getroffen“, berichtete der Trier Bischof.

Beeindruckt zeigte sich Ackermann vom Einsatz der Pfarreien, Orden, kirchlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen: „Die Solidaritätsaktionen der Pfarreien in Stadtvierteln während des Lockdowns, Suppenküchen, das Verteilen von Schutzmasken und Lebensmitteln und der enorme Einsatz etwa des Hospital Católico mit dem Aufbau einer eigenen Covid-Abteilung für bis zu 30 schwer Infizierte – dieses Engagement vor Ort kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Möglich sei dies aber auch nur dank der großzügigen Unterstützung aus dem Bistum Trier und ganz Deutschland. Deshalb richtete Bischof Ackermann einen eindringlichen Appell an die Menschen hierzulande: „In diesem Jahr, in dem die Eröffnung der bundesweiten Weihnachtsaktion der Katholischen Kirche in Trier stattfindet, rufe ich die Pfarrgemeinden und alle Menschen zu tatkräftiger Solidarität und zur Spende für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat auf.“ Die Kollekte in den Weihnachtgottesdiensten am 24. und 25. Dezember in allen Pfarreien in Deutschland ist für Adveniat und damit für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt.

Allein in Guatemala ist die Hälfte aller Kinder unterernährt. Darauf wies die Adveniat-Partnerin und Leiterin der Familienhilfe des Hauptstadt-Bistums Santiago de Guatemala hin. „Strukturelle Ungleichheit ist die tieferliegende Ursache vieler unserer Übel. Und Korruption ist die tödliche Krankheit. In einem Land wie Guatemala sollte es keinen Platz für chronische Unterernährung, Krankheiten oder den Tod von Kindern geben“, kritisierte Schwester Geanni Ramos die ungleiche Verteilung der Ressourcen in ihrem Land.

Die vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützte Kinderpastoral des Bistums ist die Antwort auf die Not der Familien und das Versagen der staatlichen Gesundheitsversorgung. Der Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Familien während der Schwangerschaft und bis zum sechsten Lebensjahr. Denn diese Hilfe wirkt sich ein Leben lang auf ihre Gesundheit und Persönlichkeit aus. „Jeder Zentimeter, den wir vorwärtsgehen, um die Grundrechte in der frühen Kindheit zu garantieren ist ein Fenster der Hoffnung für dieses Kind, seine Familie, seine Gemeinschaft und sein Land“, sagte Schwester Geanni Ramos.

„Die Covid-Pandemie hat die ganze Zerbrechlichkeit unseres Gesundheitssystems gezeigt“, erklärte Bischof Eugenio Coter. Der Bischof des Apostolischen Vikariats Pando im bolivianischen Amazonasgebiet berichtete eindrücklich, dass ihn insbesondere der Mangel an medizinischem Sauerstoff die Verzweiflung der Familien habe hautnah erleben lassen. Deutlich kritisierte er ein Gesundheitssystem, dass nur den Reichen offensteht und die Armen in eine Spirale der Verschuldung bringt: „Die horrenden Kosten für die Gesundheitsversorgung sind eine der Ursachen für die Armut unserer Bevölkerung. Im Krankheitsfall werden auf einen Schlag die Ersparnisse eines ganzen Lebens ausgegeben.“

Verheerend wirkt sich Bischof Coter zufolge auch der Krieg in der Ukraine aus: Die Spekulation mit Benzin und Getreide habe die Lebensmittelpreise in Lateinamerika sprunghaft ansteigen lassen. In dieser Notlage suchten die Armen Hilfe bei der Kirche, die mit der Unterstützung von Adveniat Gesundheitszentren und auch ein Krankenhaus-Schiff ins Leben gerufen habe. „Als Kirche wollen wir mit dem Staat zusammenarbeiten, um das Gesundheitssystem vorwärts zu bringen. Denn dort, wo dies geschieht, wurden ermutigende Ergebnisse erzielt“, so Bischof Coter.

Für den Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Martin Maier, zeigen die beiden Beispiele der Adveniat-Partner: „Wir sind bei den Menschen, die vergessen werden, die sich selbst überlassen werden, die bewusst ausgegrenzt werden.“ Er wies darauf hin, dass die skandalöse Mangelernährung bei Kindern gerade auch in den ländlichen Gegenden grassieren, wo Sojabohnen wachsen, die Kinder und Familien ernähren könnten, wenn sie nicht als Futtermittel für den weltweiten Fleischkonsum verschwendet würden. „Das ist nur ein Beispiel für die tödlichen Folgen einer globalen Wirtschaft, die die Gewinnmaximierung für Wenige über das Menschenrecht auf Gesundheit und Leben der Vielen stellt“, so Pater Maier.

Lateinamerika befinde sich infolge der Pandemie und des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges des Putin-Regimes in einer dramatischen humanitären Krise, vor der man nicht die Augen verschließen dürfe. „Lassen Sie uns alle gemeinsam die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut durchbrechen und Gesundsein fördern“, rief der Adveniat-Hauptgeschäftsführer die Menschen in Deutschland zur Solidarität mit den Armen in Lateinamerika und der Karibik auf. 


Adveniat-Weihnachtsaktion 2022: Gesundsein Fördern

Jedes zweite Kind in Guatemala ist unterernährt. In Bolivien lassen engagierte Gemeindemitglieder, Ordensleute und Priester den Armen medizinische Hilfe zukommen und retten nicht nur in der Corona-Pandemie Leben. Diese beiden Beispiele aus den Schwerpunktländern der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion machen deutlich: Lateinamerika befindet sich in einer dramatischen humanitären Krise. Mit seinen Projektpartnern vor Ort durchbricht das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Spirale von mangelnder Gesundheitsversorgung, Hunger und Armut. Gesundheitshelfer werden von der Kirche ausgebildet, Gemeindeteams besuchen Kranke und Familien, kirchliche Krankenhäuser und Gesundheitsposten sind die Hoffnung der Armen. Unter dem Motto „Gesundsein fördern“ ruft die diesjährige bundesweite Weihnachtsaktion der katholischen Kirche die Menschen in Deutschland zur Solidarität auf, damit Gesundheit für die Armen in Lateinamerika nicht länger ein unerreichbares Gut bleibt. Die Eröffnung der Adveniat-Weihnachtsaktion findet am 1. Advent, dem 27. November 2022, im Bistum Trier statt. Die Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Kirchen Deutschlands ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt. Spendenkonto bei der Bank im Bistum Essen, IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45 oder unter www.adveniat.de.
(red)

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news-105187 Wed, 23 Nov 2022 12:21:00 +0100 Adveniat-Eröffnung im Livestream https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/adveniat-eroeffnung-im-livestream/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm_csm_medial-mitbeten_f73c7ce4df_01_092d75a744.jpg" width="150" height="119" alt="" />Am ersten Advent startet das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat im Bistum Trier die bundesweite Weihnachtsaktion der Katholischen Kirche. Trier - Unter dem Motto „Gesundsein Fördern“ startet das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat am ersten Advent, 27. November, im Bistum Trier die bundesweite Weihnachtsaktion der Katholischen Kirche. Dazu gehört der Eröffnungsgottesdienst um 10 Uhr im Trierer Dom mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bischof Eugenio Coter und Bischof Pascual Limachi aus Bolivien, Adveniat-Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Dr. Martin Maier SJ und weiteren Gästen aus Lateinamerika. Das Pontifikalamt wird live übertragen als Videostream, der auf www.domradio.de zu sehen ist; der Stream wird auch auf www.bistum-trier.de verlinkt. Für gehörlose Menschen wird die Übertragung in Gebärdensprache gedolmetscht.

Außerdem übernehmen die Fernsehsender Bibel TV (Satellit und Kabel, Infos zum Empfang unter www.bibeltv.de/empfang) und EWTN (Satellit, www.ewtn.de/empfang) den Stream.

Im Bereich des Bistums Trier ist die Übertragung auch zu sehen über die regionalen OK-TV-Sender OK54 (Kabelnetze im Raum Trier, Eifel, Mosel, Saar, Ruwer; Infos zum Empfang unter www.ok54.de/zuschauer) und naheTV (Kabelnetze im Raum Idar-Oberstein und Bad Kreuznach, www.ok-nahetv.de). Außerhalb des Bistums strahlen die OK-TV-Sender OK:TV Mainz, OK-TV Ludwigshafen, OKTV Südwestpfalz und OK Weinstraße die Übertragung in den jeweiligen regionalen Kabelnetzen aus.
(red)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Weltkirche
news-105184 Tue, 22 Nov 2022 15:24:19 +0100 Zeitgemäß und anspruchsvoll https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeitgemaess-und-anspruchsvoll/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_IMG_1050_HT_06_ec1b98a0c1.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann begrüßt die Verabschiedung der Neufassung der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“. Würzburg/Trier - Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hat am 22. November 2022 mit der erforderlichen Mehrheit eine Neufassung des Kirchlichen Arbeitsrechts in Form der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ als Empfehlung für die deutschen (Erz-)Bistümer beschlossen. Sie löst die Grundordnung vom 27. April 2015 ab, die nach einigen Jahren einer Evaluation unterzogen wurde. Die Artikel der Grundordnung bilden die rechtliche Grundlage der Arbeitsverfassung der katholischen Kirche in Deutschland. Sie gilt für die rund 800.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der katholischen Kirche und ihrer Caritas.

Bischof Dr. Stephan Ackermann begrüßte die Verabschiedung der Neufassung: „Ich bin froh über diese Entscheidung hin zu einem kirchlichen Arbeitsrecht, das sowohl zeitgemäß ist, also der Lebenswirklichkeit der Menschen gerecht wird, als auch den kirchlichen Auftrag ernst nimmt.“ Die Neufassung sei anspruchsvoll für Dienstgeber wie Dienstnehmer, „denn sie fordert uns alle, besonders aber die Führungskräfte, neu dazu heraus, uns darüber klarzuwerden und deutlich zu machen, worin die katholische Identität unseres Einsatzes besteht“. Ackermann kündigte an, die Neufassung der Grundordnung so schnell wie möglich für das Bistum Trier zu übernehmen.

Breit angelegtes Beteiligungsverfahren

Die dazu eingerichtete bischöfliche Arbeitsgruppe „Arbeitsrecht“ hatte den Auftrag, den institutionen-orientierten Ansatz für das kirchliche Arbeitsrecht weiterzuentwickeln. Anfang Mai dieses Jahres hat sie erste Entwürfe für einen Norm- und einen Begleittext zur Novellierung der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ vorgelegt. In ein breit angelegtes Beteiligungsverfahren wurden viele relevante Akteure des kirchlichen Dienstes einbezogen – so die Bundesarbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen, der Arbeitsrechtsausschuss der Zentral-KODA, die Personalwesenkommission des VDD, die Deutsche Ordensobernkonferenz, der Deutsche Caritasverband und die Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen. Da auf dem Synodalen Weg in erster Lesung bereits ein Handlungstext zur Grundordnung beraten worden war, der mittlerweile in zweiter Lesung verabschiedet worden ist, wurde auch eines der Synodalforen um Rückmeldung gebeten. Darüber hinaus gingen bis Ende August 2022 über 100 Rückmeldungen von Gremien, Institutionen und Interessenverbänden ein. Die Resonanz auf den Entwurf fiel insgesamt positiv aus. Dabei wurde neben der Beteiligungsmöglichkeit inhaltlich insbesondere der neue institutionenorientierte Ansatz begrüßt.

Normtext und „Bischöfliche Erläuterungen“

Die jetzt verabschiedete Neuordnung umfasst zwei Dokumente: den Normtext zur „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ und die zugehörigen „Bischöflichen Erläuterungen zum kirchlichen Dienst“. Wesentliche Inhalte und Neuerungen beider Texte sind: Die Grundordnung ist als „Verfassung des kirchlichen Dienstes“ konzipiert. Der Normtext enthält nicht nur spezifisch arbeits- oder dienstrechtliche Regelungen, sondern insbesondere auch zentrale Aussagen zu den Strukturmerkmalen und Grundprinzipien des kirchlichen Dienstes und wesentlicher Kennzeichen katholischer Identität.

In ihrer Neufassung gilt die Grundordnung für alle Handlungsfelder des kirchlichen Dienstes und alle Beschäftigtengruppen, unabhängig von ihrem rechtlichen Status. Sie entfaltet Wirkung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Kirchenbeamte, Kleriker und Kandidaten für das Weiheamt, Ordensangehörige, Personen im Noviziat und Postulat, Führungskräfte, die aufgrund eines Organdienstverhältnisses tätig sind (z. B. Geschäftsführende oder Vorstände), Auszubildende und ehrenamtlich Tätige, die Organmitglieder sind, wobei besondere kirchliche Anforderungen an Kleriker und Ordensleute weiterhin gelten. 

Neu ist auch der institutionenorientierte Ansatz. Beim bisherigen überwiegend personenbezogenen Ansatz stand der einzelne Mitarbeitende und dessen persönliche Lebensführung im Fokus. Nach dem institutionenorientierten Ansatz tragen der Dienstgeber und seine Führungskräfte zuerst Verantwortung für den Schutz und die Stärkung des kirchlichen Charakters der Einrichtung. Die katholische Identität einer Einrichtung soll durch Leitbilder, eine christliche Organisations- und Führungskultur und durch Vermittlung christlicher Werte und Haltungen gestaltet werden.

Private Lebensgestaltung entzieht sich dem Zugriff des Dienstgebers

Damit einher geht eine weitere wichtige Botschaft der neuen Grundordnung: Der Kernbereich privater Lebensgestaltung unterliegt keinen rechtlichen Bewertungen und entzieht sich dem Zugriff des Dienstgebers. Diese rechtlich unantastbare Zone erfasst insbesondere das Beziehungsleben und die Intimsphäre. Abgesehen von Ausnahmefällen bleibt der Austritt aus der katholischen Kirche wie in der bisherigen Fassung der Grundordnung ein Einstellungshindernis bzw. Kündigungsgrund. Auch eine kirchenfeindliche Betätigung steht einer Einstellung bzw. Weiterbeschäftigung entgegen.

Die Religionszugehörigkeit ist nach neuem Recht nur dann ein Kriterium bei der Einstellung, wenn sie für die jeweilige Position erforderlich ist. Das gilt zum einen für pastorale und katechetische Dienste und zum anderen für diejenigen Tätigkeiten, die das katholische Profil der Einrichtung inhaltlich prägen, mitverantworten und nach außen repräsentieren. Von allen Mitarbeitenden wird im Rahmen ihrer Tätigkeit die Identifikation mit den Zielen und Werten der katholischen Einrichtung erwartet.

Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen ist Bereicherung

Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt. Alle Mitarbeitenden können unabhängig von ihren konkreten Aufgaben, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrem Alter, ihrer Behinderung, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Identität und ihrer Lebensform Repräsentantinnen und Repräsentanten der unbedingten Liebe Gottes und damit einer den Menschen dienenden Kirche sein, solange sie eine positive Grundhaltung und Offenheit gegenüber der Botschaft des Evangeliums mitbringen, den christlichen Charakter der Einrichtung achten und dazu beitragen, ihn im eigenen Aufgabenfeld zur Geltung zu bringen.

Der heutige Beschluss der Vollversammlung des VDD hat empfehlenden Charakter; um Rechtswirksamkeit zu entfalten, muss er in den einzelnen (Erz-)Bistümern in diözesanes Recht umgesetzt werden.

Die beiden jetzt verabschiedeten Texte „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ und die „Bischöflichen Erläuterungen zum kirchlichen Dienst“ vom 22. November 2022 sind im Internet unter www.dbk.de im Downloadbereich des VDD zu finden.

(red/JR)

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news-105183 Tue, 22 Nov 2022 14:53:28 +0100 Krippen aus der Region und weihnachtliche Buchkunst https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/krippen-aus-der-region-und-weihnachtliche-buchkunst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Krippe-Stephan-Schmitz_Foto-Bibliothek-Priesterseminar-Trier-1_e77158a2f9.jpg" width="150" height="91" alt="" title="Krippe Stephan Schmitz Foto Bibliothek Priesterseminar Trier 1" />Die Bibliothek des Priesterseminars lädt auch in diesem Jahr zu ihrer traditionellen Weihnachtsausstellung ein. Trier – Wie in den vergangenen Jahren lädt die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier auch in diesem Jahr zu ihrer traditionellen Weihnachtsausstellung ein. Im Mittelpunkt stehen wieder individuell gestaltete Weihnachtskrippen von Krippenbauern aus der Region. In der Buchausstellung geht es um das Thema Weihnachten in der Buchkunst. Gezeigt werden historische Drucke und Handschriften-Faksimiles mit Motiven aus der Weihnachtsgeschichte.

Die Ausstellung dauert vom 21. November bis zum 21. Dezember 2022 und kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek: Montag bis Donnerstag, 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr, und Freitag, 8.30 bis 15.30 Uhr, besucht werden.

Die Ausstellung ist für Interessierte aller Altersgruppen geeignet. Weitere Informationen gibt es via E-Mail an ausleihe(at)bps-trier.de oder Tel.: 0651-9484-167 oder 0651-9484-143.

(red)

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news-105181 Mon, 21 Nov 2022 15:57:52 +0100 Die Nikoläuse machen sich wieder auf https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-nikolaeuse-machen-sich-wieder-auf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_Theologie-Studenten_cd33fb27c8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Trierer Theologie-Studierende besuchen auch in diesem Jahr als Nikolaus verkleidet Familien in der Stadt und in umliegenden Dörfern und sammeln dabei Spenden für einen guten Zweck. Trier – Es geht um aktive Nächstenliebe in zweierlei Hinsicht: Trierer Theologie-Studierende besuchen auch in diesem Jahr als Nikolaus verkleidet Familien in der Stadt und in umliegenden Dörfern, sammeln dabei Spenden für einen guten Zweck. Jonas Reinhardt ist einer der Studierenden, die am 5. und 6. Dezember dabei sind: „Ich mache das gerne, weil ich die soziale Komponente des Nikolauses wieder lebendig werden lassen möchte – direkt bei den Familien zu Hause.“

Die Nikolausaktion sei zunächst ein Projekt des Priesterseminars gewesen, weiß Reinhardt. Seit 1999 obliegen Organisation und Durchführung nun schon den Laientheologen des Trierer Mentorats, der kirchlichen Studienbegleitung. In erster Linie sind es Studierende der Theologie, die daran mitwirken, mittlerweile sind aber auch andere Leute dabei, Ehemalige oder solche, die die Aktion einfach gut finden, erklärt er. Sie bringen die Botschaft des Nikolausbrauchtums in die Familien, Schulen und sozialen Einrichtungen. Zwischen 80 und 100 Familien besuchen die Nikoläuse am 5. und 6. Dezember von 16.30 bis 20.30 Uhr. Da komme es immer mal wieder zu ganz bewegenden Begegnungen, erzählt Jannik Kiesgen. Der 26-Jährige studiert Theologie im neunten Semester und ist schon seit Beginn seines Studiums an der Aktion beteiligt. „Vorletztes Jahr habe ich eine Familie besucht; dort wurde ich ganz herzlich empfangen“, erinnert er sich. Der Vater sei seit Kurzem Witwer gewesen und habe seinen beiden Kindern eine Freude machen wollen. „Ich habe gespürt, dass es für sie etwas ganz Besonderes ist. Das hat mich sehr berührt.“ Am Ende habe der Mann zwanzig Euro gespendet. „Ich wusste, dass das für die Familie viel Geld sein musste.“

Für ihre Besuche bei den Familien werden die Nikoläuse extra geschult. „Es geht darum, wie ein Besuch abläuft“, erklärt Reinhardt. „Wir bekommen alle nochmal eine historische Einführung zur Person des heiligen Nikolaus. Dann behandeln wir zwei der drei Nikolausgeschichten und werden auch auf die fünf beliebtesten Fragen von Kindern vorbereitet“, sagt der 24-Jährige. „Was ist zu beachten und was ist zu vermeiden? Den Knecht Ruprecht sollte man zum Beispiel zu Hause lassen.“ So sollen die Eltern für den Besuch eine Notiz verfassen, die neben Tadel vor allem Lob für die Kinder enthält. Den Zettel bekommen die Nikoläuse an der Haustür zusammen mit den Geschenken ausgehändigt, die sie überreichen sollen. „Da muss man spontan sein. Aber das ist ja kein Hexenwerk. So viel Improvisationstalent sollte man als Theologe schon mitbringen“, sagt Kiesgen und lacht. „Sonst sieht es später schlecht aus im Beruf.“

Im Idealfall wird jeder der etwa zehn Nikoläuse bei seinem Besuch von einem Engel begleitet. Auch sie werden für ihren Einsatz geschult. „Wir sind immer sehr dankbar für die weibliche Unterstützung der Engel. Der Nikolaus hat dann verschiedene Möglichkeiten, mit dem Engel zu interagieren, zu scherzen und die Stimmung aufzulockern, wenn er als Autorität zu groß erscheint“, erklärt Reinhardt. Helene Schmidt war im vergangenen Jahr als Engel dabei und kann bestätigen, wie wichtig ihre Rolle sein kann: „Manche Kinder, gerade die Jüngeren, finden Engel viel besser. Oft haben sie mir die Sachen in die Hand gedrückt, die sie eigentlich dem Nikolaus geben wollten. Ich habe aber auch schon so profane Aufgaben gehabt, wie eine Lampe zu halten, sodass der Nikolaus vorlesen kann, oder ihm das ‚goldene Buch‘ zu reichen“, erinnert sich die 21-Jährige. „Es geht nicht primär darum, eine helfende Hand dabei zu haben, sondern auch darum, einen Ausgleich zu schaffen. Mein Gesicht sieht man, ich kann die Kinder anlächeln und damit so manche Situation etwas entschärfen.“ Die Theologie-Studentin mache aber noch aus einem anderen Grund mit: „Ich liebe es, den Kindern meinen Glauben näher zu bringen. Mir macht die Säkularisierung von Weihnachten ein bisschen zu schaffen, deswegen bin ich froh, dass es noch Familien gibt, die sich für das authentische Nikolaus-Bild, die traditionelle Variante entscheiden und nicht für den Coca-Cola-Weihnachtsmann.“

Wer Nikolaus und Engel am 5. oder 6. Dezember zu sich nach Hause einladen möchte, kann beim Studierenden-Mentorat telefonisch einen Termin vereinbaren. Für soziale Einrichtungen sind nach Absprache auch Sondertermine möglich. Das „Nikolausbüro“ ist am 24. und 25. November von 16 bis 20 Uhr sowie am 26. November von 10 bis 14 Uhr unter Tel.: 01573-1654523 zu erreichen. Die Aktion ist kostenlos, die Organisatoren bitten jedoch um eine Spende zu Gunsten eines Kinderhilfsprojekts. Auf diesem Weg sind im vergangenen Jahr knapp 2.500 Euro für die Lebenshilfe Afrika e.V. und die Flutkatastrophe Sinzig zusammengekommen.

Am 3. und 4. Dezember kann der Nikolaus auch ohne Terminabsprache von je 13 bis 16 Uhr in der Trierer Liebfrauenkirche besucht werden. Weitere Informationen zur Nikolausaktion 2022 gibt es auf www.mentorat-trier.de/nikolausaktion
(ia)

 

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