Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Mon, 06 Jul 2020 19:25:11 +0200 Mon, 06 Jul 2020 19:25:11 +0200 Bistum Trier news-103461 Mon, 06 Jul 2020 15:49:59 +0200 Über 100 Bischöfe fordern: Ausbeutung durch Unternehmen stoppen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ueber-100-bischoefe-fordern-ausbeutung-durch-unternehmen-stoppen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Delegationsreise-Bolivien_fur-CIDSE_76582edb66.jpg" width="150" height="100" alt="Bischof Ackermann auf Delegationsreise" title="Bischof Ackermann auf Delegationsreise" />Gemeinsam mit Bischöfen und Kardinälen weltweit fordert Bischof Ackermann verbindliche Lieferkettengesetze, die Menschenrechte und Umweltschutz wahren. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Über 100 Bischöfe und Kardinäle aus aller Welt fordern in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung weltweit Staaten dazu auf, die Ausbeutung von Arbeitern durch Unternehmen zu verhindern und Lieferkettengesetze einzuführen, die die Menschenrechte und den Umweltschutz wahren. Die Erklärung der Dachorganisation mehrerer katholischer Hilfswerke CIDSE (Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité) spricht sich dabei für Wirtschaftssysteme aus, die den Grundsätzen von Würde und Gerechtigkeit folgen und einen respektvollen Umgang mit Menschen und Umwelt gewährleisten. Auch der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Erklärung unterzeichnet, die konkrete gesetzgebende Maßnahmen auf Ebene der EU und UN  anmahnt.

Damit gibt Ackermann auch den verschiedenen diözesanen und regionalen kirchlichen Verbänden und Einrichtungen Rückenwind, die gemeinsam mit Umwelt- und Sozialverbänden eine klare politische Ausrichtung an Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit bei der Bewältigung der Corona-Krise fordern. Im sogenannten „Mainzer Appell“ hatten sich Ende Mai der Katholikenrat, die Diözesanstelle Weltkirche und katholische Verbände bereits für ein Lieferkettengesetz ausgesprochen und die Ausrichtung auf eine ökologische und soziale Transformation in den aktuellen Konjunkturprogrammen gefordert.

Corona verschärft die Missstände

In der CIDSE-Erklärung heißt es, die Ausbeutung durch große Unternehmen habe sich durch die Corona-Krise weiter verschärft und Missstände noch stärker offengelegt, was insbesondere mit Blick auf die verwundbarsten Bevölkerungsgruppen deutlich werde, die keinen sozialen Schutz genießen. Einmal mehr seien Frauen von der Krise überproportional betroffen gewesen, und gleichzeitig habe die Pandemie die gegenseitige Abhängigkeit der globalen Lieferketten offengelegt. So berichten etwa die Partner des Hilfswerks Misereor seit Jahren von schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in Landwirtschaft, Bergbau und bei der Fertigung von Textilien oder Spielzeug. Kupfer- und Eisenerzminen verseuchen Flüsse und Trinkwasser und zerstören Existenzgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Gerade im Textilsektor wälzen einige westliche Unternehmen auch in der Corona-Krise ihre Verluste auf Zulieferer und deren Beschäftigte in Bangladesch, Myanmar oder Kambodscha ab.

Die Bischöfe rufen zu weltweiter Solidarität auf und erklären, dass internationale Unternehmen ohne klare Rechtsgrundlage nicht zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie Steuern hinterziehen, Menschenrechte missachten, das Arbeitsrecht verletzen und ganze Ökosysteme zerstören. Die Bischöfe argumentieren, dass Versuche zur Regulierung auf freiwilliger Ebene fehlgeschlagen seien. Begrüßt wird die Ankündigung der EU, im Rahmen des Wiederaufbauplans nach der COVID-19-Krise sowie des Beitrags zum europäischen „Green Deal“ obligatorische Rechtsvorschriften zur menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht für Unternehmen entwickeln zu wollen.

Die unterzeichnenden Bischöfe aus betroffenen Ländern wie Indien, Myanmar, Uganda und Kolumbien sowie aus Europa fordern die Staatsoberhäupter auf, solche Rechtsvorschriften auch auf Ebene der Vereinten Nationen voran zu bringen, indem sie sich in die Gestaltung eines bindenden UN-Vertrags über Menschenrechte einbringen. Mehr Informationen gibt es unter: www.cisde.org. Darüber hinaus kann jeder einzelne Bundesbürger über die Online-Petition von Misereor an die Bundesregierung unter www.misereor.de/informieren/unternehmens-verantwortung/initiative-lieferkettengesetz seine Stimme für mehr Solidarität und für ein nachprüfbares Lieferkettengesetz abgeben.

(red/sb)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Bolivienpartnerschaft Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-103457 Sat, 04 Jul 2020 10:03:00 +0200 „Längst nicht alles rund“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/laengst-nicht-alles-rund/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_wb_peters_01_47c110a205.jpg" width="150" height="105" alt="" />Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr eine ökumenische Video-Andacht zum DFB-Pokalfinale mit Weihbischof Jörg Michael Peters. Berlin/Trier – Aufgrund der Corona-Pandemie findet der ökumenische Gottesdienst, der normalerweise am Tag des Pokalfinales des Deutschen Fußballbundes (DFB) in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gefeiert wird, in diesem Jahr in einem veränderten Format statt. Unter dem Motto „Längst nicht alles rund“ wenden sich am 4. Juli Weihbischof Jörg Peters (Trier), Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, und DFB-Präsident Fritz Keller in einem gut 12-minütigen Videoclip mit geistlichen Impulsen, Gebeten und Musik an die Fußballfans.

Weihbischof Jörg Michael Peters: „Die Pandemie hat unser menschliches Miteinander, das Leben insgesamt, weltweit verändert. Die allernormalsten Dinge, die das Leben ausmachen, gehen momentan nicht oder sind nur eingeschränkt möglich“, so Weihbischof Peters im Video. Ohne weiteres könnten Menschen momentan nicht zusammenkommen. Umso tröstlicher sei für ihn ein Wort aus der Heiligen Schrift: „Er führte mich hinaus ins Weite.“ (Ps 18,20) Darin stecke für ihn die „wunderbare Perspektive“, dass er mit Gott im Rücken seinem Leben trauen könne und mit Mut Schritte in die Zukunft gehen dürfe. Alle Fans, die weltweit darauf hoffen würden, bald wieder live im Stadion sein zu können, unterstütze er mit seinem Gebet.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung betont, dass auch die Kirchen momentan großen Herausforderungen gegenüberstehen würden. So seien etwa Gottesdienste auch nur mit Einschränkungen möglich. „Wann werden wir wieder singen, wie die Fans auf den Tribünen? Wann können wir uns wieder unbefangen in die Arme nehmen?“, fragt Jung. Der Gottesdienst als Video im Netz sei ein sportlicher und geistlicher Gruß, der Mut machen soll. In der Krise stärkt der Glaube: „Trotzdem sind wir voller Hoffnung und Zuversicht, halten uns fest an Gott. Er schickt uns auf den Weg des Lebens. So wollen wir Menschen zusammenbringen – im Sport, in der Kirche, in unserer Gesellschaft, in dieser Welt.“

In seinem Video-Statement erklärt DFB-Präsident Fritz Keller: „Wir brauchen eine starke Gemeinschaft, um Krisen zu überstehen. Fußball ist eine Gemeinschaft.“ Das Miteinander auf dem Fußballplatz fehle jedoch sehr sowie die gemeinsame Freude und die geteilte Trauer, gerade an einem Tag wie heute, so Keller. Weiter sagt er: „Als DFB wissen wir um die große gesellschaftliche Verantwortung, die wir wahrnehmen wollen.“ Er wolle sich dafür einsetzen, dass der Fußball, die Gesellschaft und alle Menschen eine gute Zukunft hätten.

(JR/red)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103458 Fri, 03 Jul 2020 15:01:01 +0200 Gemeinsam einen tollen Sommer erleben trotz Corona https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsam-einen-tollen-sommer-erleben-trotz-corona/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/3/csm_Paulinus-Ausstellung-Kinder14_be5f63b9e2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Paulinus Ausstellung Kinder14" />Trotz Corona Gemeinschaft und Aktion erleben? Viele Pfarreien und Fachstellen Jugend haben kreative Alternativangebote auf die Beine gestellt. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Sommerferien hatten sich viele Familien wohl anders vorgestellt: Im vollgepackten Auto Richtung Alpen oder im Ferienflieger auf die Balearen. Doch die Corona-Pandemie hat die Urlaubspläne vieler durchkreuzt. Sie wirkt sich auch aus auf die zahlreichen Ferien-Programme und Angebote der katholischen Jugendarbeit vor Ort im Bistum Trier: „Segelfreizeiten, Gruppenreisen, Zeltlager: Das Corona-Virus hat den Haupt- und Ehrenamtlichen in der Jugendpastoral erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Benedikt Welter, Referent in der Abteilung Jugend im Bistum Trier. „Da es aber gerade nach der für Familien sehr belastenden Zeit des Shutdowns in den letzten Monaten umso wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche eine schöne Zeit zusammen erleben, Kontakte knüpfen können und auch die Eltern entlastet werden, haben wir von der Jugendabteilung dazu aufgerufen, alternative Angebote auf die Beine zu stellen.“

Für interessierte Haupt- und Ehrenamtliche hat die Abteilung Jugend einen digitalen Methodenkoffer (Padlet) mit Ideen und Impulsen für Ferienangeboten auch während der geltenden Kontaktbeschränkungen erstellt. Darin gibt es unter anderem Anregungen für Zauber- oder Zirkusworkshops, für Musicals oder einen Babysitting-Kurs, Ausflüge in die Natur, Bastel- Foto- oder Schreibwerkstätten. In vielen Dekanaten, Pfarreien und bei den Fachstellen Jugend gibt es schon ein großes Engagement und kreative Ideen, wie die Angebote unter veränderten Bedingungen doch stattfinden können“, freut sich Welter.   

So bietet etwa die FachstellePlus Koblenz in Kooperation mit dem Haus der offenen Tür Koblenz, der Pfarreiengemeinschaft Metternich und dem Bürgerzentrum Lützel die sogenannten „Chill Out Wochen“ für Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren über die gesamte Ferienzeit an – mit Tagesausflügen und Programm in Koblenz. https://www.fachstellejugendplus-koblenz.de/inhalte/chill-out-wochen-2020/. Im Hunsrück kooperieren das Jugendzentrum Sohren, die Jugendkirche „Crossport to Heaven“ und die evangelische Jugend und stellen ein Betreuungsangebot sowie verschiedene Tagesangebote auf die Beine, darunter Bastel- Foto- und Videoworkshops, Radtouren, Schnitzeljagden und Sportparcours. Mehr Informationen gibt es hier: www.crossporttoheaven.com 

In der Eifel bietet das Haus der Jugend Bitburg zwei Wochen lang ein Zirkusprojekt an, für Kinder unter sechs Jahren und für Kinder im Grundschulalter: www.hdj-bitburg.de. Im Jugendzentrum in Saarburg können Kinder und Jugendliche ebenfalls über die gesamten Sommerferien unterschiedliche Tagesangebote erleben – vom Mal-Workshop, über ein Fotoprojekt, bis hin zum „Mario-Kart“-Turnier: www.in-szene.net.

In Saarbrücken bieten die Evangelische Kirchengemeinde St. Johann in Kooperation mit dem Netzwerk „young caritas Saarbrücken“ und der Kirche der Jugend eli.ja ein Sommerprogramm für Kinder ab zehn Jahren an. Das „Sommercamp to go“ findet vom 13. bis 24. Juli, montags bis freitags, jeweils 8 bis 17 Uhr statt. Es beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm, unter anderem eine Wald-Rallye, einen Theatertag oder einen Workshop zum Filmen mit dem Smartphone. Informationen bei Jugendmitarbeiterin Marina Schulz, Tel. 0178-6712497, Mail: marina.schulz(at)ekir.de.

Außerdem bietet die Fachstelle Dillingen jeweils in Kooperation „Sommerferien in der Hüttenstadt Dillingen“ während der gesamten Ferien sowie Erlebnis- und Abenteuertage in Saarlouis im August. Informationen unter: www.fachstellejugend-dillingen.de.

Auch die Abteilung Jugend selbst bietet drei Angebote für junge Leute ab 14 Jahren:  „Stand Up Paddling spirituell“ in Koblenz am Dienstag, 11. August von 10 bis 17 Uhr. Per Fahrrad geht es auf einer Solidaritäts-Tour von Trier nach Echternach am Samstag, 18. Juli ab 9.45 Uhr. Zu Fuß können junge Leute pilgern auf dem hildegard-von-Bingen-Weg am Samstag, 15. August, von 9.30 bis 20.30 uhr von Bad-Kreuznach nach Spabrücken. Mehr Informationen gibt es unter: www.jugend-bistum-trier.de/angebote/aktionen-und-projekte.

]]>
Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Jugend Seelsorge
news-103455 Thu, 02 Jul 2020 14:33:26 +0200 Sofortmaßnahmen für den nächsten Haushalt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sofortmassnahmen-fuer-den-naechsten-haushalt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_euro-1557431_1280_ede03ed830.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bedingt durch die Corona-Pandemie erwartet auch das Bistum Trier einen Einnahmenrückgang bei den Kirchensteuermitteln. Trier – Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hat Kostensenkungsmaßnahmen für das Bistum Trier angekündigt. Nach einer Sitzung der Leitungskonferenz des Bistums sagte er am 2. Juli in Trier, die Haushaltsplanungen des Bistums Trier für das Jahr 2021 sähen eine Reduzierung des Zuschussbedarfs um 5 Prozent vor. Das entspricht etwa 15 Mio. Euro. „Grund für diese Sofortmaßnahme sind die erwarteten Einnahmenrückgänge in zweistelliger Millionenhöhe bei den Kirchensteuermitteln durch die Corona-Pandemie“, erläuterte der Verwaltungschef des Bistums.

Zwar ließen sich die Mindereinnahmen nicht exakt bemessen, sagte von Plettenberg, mit aktualisierten Zahlen rechne er im Herbst 2020 nach der erneuten Steuerschätzung des Bundes. Allein für 2020 aber plane das Bistum derzeit mit 10% weniger Einnahmen durch die Kirchensteuer. „Zudem weisen wir bekanntermaßen bereits seit einigen Jahren ein negatives Finanzergebnis aus und arbeiten ohnehin an einem Haushaltssicherungskonzept. Daher halten wir es für notwendig, als eine Art Sofortmaßnahme im kommenden Haushalt die Ausgaben zu reduzieren“, erklärte der Generalvikar. Jeder Bereich sei aufgefordert, die Planungen entsprechend anzupassen. „Mit einer Reduzierung von Sachkosten allein wird es nicht getan sein; wir werden auch Maßnahmen zurückstellen müssen und frei werdende Stellen nicht in jedem Fall wiederbesetzen können“, machte von Plettenberg den Ernst der Lage deutlich. Auch Zuschüsse an Dritte, z.B. die Kirchengemeinden, seien von der Kostensenkung betroffen. Die einzelnen Zuschuss-Empfänger werden gesondert informiert.

Er erinnerte an das sogenannte Raffelhüschen-Gutachten, das im letzten Jahr vorgestellt worden war und den Kirchen bis 2035 einen Rückgang der Einnahmen um ein Drittel prognostiziert hatte. Daher werde für einen zweiten, mittelfristigen Schritt eine Aufgabenkritik anstehen. „Wo wollen wir Schwerpunkte setzen, wovon müssen wir uns verabschieden? Was können wir uns noch leisten, was wollen wir noch leisten? Das sind die Fragestellungen, denen wir uns im Bistum zu stellen haben“, sagte der Generalvikar. Dabei müsse auch über eine Reduzierung des Personalbestands nachgedacht werden; jedoch nicht durch Kündigungen, sondern indem die Aufgaben von frei werdenden Stellen anders verteilt oder wegfallen würden. Eine sofortige Haushaltssperre ziehe er derzeit nicht in Betracht, sagte von Plettenberg. Er setze zunächst auf die vereinbarten Maßnahmen.

Generalvikar von Plettenberg erklärte, die Pläne seien bereits mit dem Kirchensteuerrat besprochen. Im Herbst gebe er bekannt, wie die kurzfristigen Kostensenkungen erreicht werden. Das langfristige Haushaltssicherungskonzept soll bis Anfang 2021 aufgestellt sein.

Informationen zur Finanzlage des Bistums Trier sind unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/unser-bistum/finanzen zu finden.

(JR)

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Finanzen
news-103449 Thu, 02 Jul 2020 08:52:00 +0200 Spielen auf Distanz https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/spielen-auf-distanz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/2/csm_Spieleseminar-Wittlich_2d8461646f.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Jugendleiter beim Spieleseminar" />Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus dem ganzen Bistum trafen sich auf der Wiese der Fachstelle Jugend in Wittlich, um Corona-taugliche Spiele auszuprobieren. Wittlich – Auf einer schattigen Wiese liegen zehn regungslose Körper, mit Tüchern bedeckt, unter denen nur ein Arm, ein Bein oder gar ein Finger hervorlugen. Wer hier liegt? Das müssen die „Detektive“ herausfinden. Zum Glück handelt es sich hier nicht um einen Kriminalfall, sondern um ein Spiele-Seminar für Jugendleiter des Bistums Trier, und die zehn jungen Männer und Frauen stehen kurz darauf wieder munter auf der Wiese. Um hier Neues kennenzulernen und auszuprobieren, fuhren die Teilnehmer teilweise bis zu 80 Kilometer nach Wittlich. Die Fachstelle Plus für Kinder- und Jugendpastoral Marienburg und Wittlich veranstaltete das Seminar am 25. Juni. Der Clou an den Spiele-Ideen für Kinder- und Jugendgruppen: Sie eignen sich für das Spielen im Freien und mit genügend Abstand – konform der Corona-Abstandsregeln.

„Wir brauchen kreative Ideen für unsere Ferienfreizeit, damit wir auch in Corona-Zeiten mit den Kindern unserer Jugendgruppe in Dörbach spielen können“, erzählt die 23-jährige Lea. Deshalb sei sie mit ihrer Co-Leiterin extra nach Wittlich zu dem Abendseminar gekommen. Auch die 17-jährige Micky ist mit der Frage gekommen, welche Spiele am besten dazu geeignet sind, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten, wenn sie die Kinder während der Ferienfreizeiten zwischen den Programmpunkten beschäftigen möchte.

Lorenz Müller von der Fachstelle fiel es schwerer als gedacht, geeignete Spiele zu finden: „Bei der Vorbereitung habe ich mit Freude festgestellt, dass unsere Spiele normalerweise viel Körperkontakt haben. Daher war es gar nicht so leicht, Corona-taugliche Spiele für dieses Seminar zu finden. Bei vielen Spielen mussten wir auch die Regeln anpassen, damit sie den Vorgaben entsprechen.“

]]>
Redaktion Trier bistum-trier Jugend Messdiener / Ministranten
news-103452 Wed, 01 Jul 2020 14:19:15 +0200 Radeln, laufen, Inline skaten – für junge Menschen in Bolivien https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/radeln-laufen-inline-skaten-fuer-junge-menschen-in-bolivien/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_csm_Villa_Flores_1_e9611c5f40_73a436cf50.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zur Unterstützung der Benefizaktion „Solidarität bewegt“ ruft der BDKJ und die Jugend im Bistum Trier auf. Trier/Koblenz/Saarbrücken – In den Sommerferien Radfahren, Laufen oder Inline-Skaten und sich damit solidarisch mit rund 2.000 Kindern und Jugendlichen in Bolivien zeigen: Zur Unterstützung der Benefizaktion „Solidarität bewegt“ ruft der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Jugend im Bistum Trier auf. Kinder, Jugendliche und ihre Familien sind eingeladen, sportlich aktiv zu werden und so Spenden für junge Menschen in dem südamerikanischen Partnerland des Bistums zu sammeln.

Während der Corona-Krise waren die traditionellen Bolivienkleidersammlungen im Bistum abgesagt worden, bei denen sich jährlich tausende Jugendliche und junge Erwachsene engagieren. Doch ohne die Spendengelder aus Trier können viele Projekte der bolivianischen Partnerorganisationen nicht finanziert werden´. Die Menschen in Bolivien sind also von der Corona-Pandemie doppelt betroffen: Zum einen durch die schlechten medizinischen Bedingungen im Land und zum anderen durch den Wegfall der Spendenerlöse für die laufenden Projekte.

Schon der im April gestartete Spendenaufruf ‚SOS Bolivien – 2.000 Kinder und Jugendliche hoffen auf Ihre Hilfe‘ sei auf großen Zuspruch gestoßen, wie Matthias Pohlmann vom BDKJ-Bolivienreferat berichtet. „Dabei ist bisher die stolze Summe von 25.000 Euro zusammengekommen. Sie zeigt, dass der solidarische Gedanke mit den benachteiligten Menschen in Bolivien im Bistum Trier nach wie vor präsent ist.“ Das habe die Initiatoren dazu motiviert, die Aktion auszuweiten und durch eine sportliche Variante für junge Menschen zu ergänzen. Unter dem Motto „Solidarität bewegt“ können Gruppen und auch Einzelpersonen mitmachen, indem sie eine selbst gewählte Strecke beispielsweise durch Radfahren, Laufen oder Inline Skating zurücklegen. Aber auch Kanufahren oder andere Arten von sportlicher Fortbewegung sind denkbar. Die so gesammelten Kilometer sollen durch Sponsoren finanziert werden. „Vielleicht werden wir mit allen gesammelten Kilometern gemeinsam eine Strecke bis nach Bolivien zurücklegen, das sind 10.300 Kilometer“, so Pohlmann. „Egal, ob wir dieses Ziel erreichen oder nicht, die Spenden werden in jedem Fall helfen, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Bolivien zu verbessern.“

Die Corona-Krise sei nicht nur Auslöser dieser ungewöhnlichen Aktion, sie bestimme auch die Vorgaben und schränke Begegnungen ein, erklärt Pohlmann. Virtuelle Angebote könnten diese zwar nicht vollständig ersetzen, „aber sie lassen die jungen Sportlerinnen und Sportler spüren, dass sie Teil einer großen Aktion sind.“ Medial unterstützt wird die Aktion durch die Homepage des BDKJ Trier. Dort können sich die Teilnehmenden informieren und anmelden; dort werden Startpunkte und Zwischenergebnisse markiert. Zu finden sind außerdem Informationen und Anregungen zur Bolivienpartnerschaft. Die Teilnehmenden sind zudem eingeladen, ihre Erfolgsmeldungen mit Bild oder Video unter dem Hashtag #solidaritätbewegt in den sozialen Medien („boliviensammlung“) zu veröffentlichen. Weitere Informationen gibt es unter www.boliviensammlung.de, unter https://t1p.de/solidaritaetbewegt oder beim BDKJ in 54290 Trier, Weberbach 70, Tel: 0651/9771-100.

(sb)

]]>
Trier bistum-trier Jugend Kirchliche Verbände
news-103451 Tue, 30 Jun 2020 16:10:29 +0200 Einander Helferinnen und Helfer sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/einander-helferinnen-und-helfer-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_PeterPaul_Gottesdienst_200629_JR_3b1f3c9077.jpg" width="150" height="106" alt="" />Beim Patronatsfest von Dom und Stadt wurde den Menschen aus den Heil- und Pflegeberufen gedankt, die eine besondere Verantwortung wahrnehmen. Trier – Nicht nur in Kirchen oder an kirchlichen Orten findet man Darstellungen dieses Heiligen: Der Apostel Petrus ist Schutzpatron des Trierer Doms, aber auch der Stadt Trier. Und so feiern den Gottesdienst zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni im Dom immer auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt mit; in diesem Jahr zusammen mit Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Sich einen Schutzpatron zu wählen bedeute, jemanden zu haben, der die Hände schützend etwa über ein Gemeinwesen hält, gerade auch in der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Begrüßung. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass „wir auch Hilfe von Menschen bekommen, die auf ihre Weise eine Schutzfunktion ausüben, die eine besondere Verantwortung wahrnehmen – sozusagen menschliche Patrone“. Gemeint waren Menschen aus Heil- und Pflegebereichen, etwa dem Klinikum Mutterhaus und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, die das Corona-Gemeinschaftskrankenhaus gebildet hatten; aus der Fieberambulanz, der Altenpflege, aber auch Vertretungen des Gesundheits- und des Ordnungsamtes. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Leibe hatte der Bischof entschieden, dem Hochfest in diesem Jahr der Corona-Pandemie eine besondere Gestalt zu geben; mit seiner Einladung wolle er diesen Menschen für ihr Engagement danken und „die Erleichterung über einen bislang glimpflichen Verlauf der Pandemie in unserer Stadt und Region, aber auch die Belastungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade im Gesundheitswesen, die Sorgen so vieler Menschen um ihre Gesundheit und ihre wirtschaftliche Existenz und die Trauer über den Tod von Menschen in die Feier des Patronatsfestes hineinnehmen“. Und so trete die Gottesdienstgemeinschaft „dankend und bittend vor den Herrn in einer Zeit, in der wir besonders des Segens bedürfen“, betonte Ackermann.

Beim Segen, so erläuterte der Bischof, gehe es jedoch nicht um „eine abstrakte Macht“: „Wo Segen sich ereignet, hat er ein Gesicht.“ Auch Jesus gehe es immer um die Beziehung zu den Menschen, zeigte er anhand der biblischen Texte des Tages auf. „Wir brauchen Nähe, die sichtbar, hörbar und spürbar ist“, sagte Bischof Ackermann. Das mache die Corona-Zeit klar: „Wir verstehen, dass es Sicherheitsabstand braucht – aber wir merken auch, wie sehr wir den persönlichen Kontakt und die physische Nähe brauchen.“ Deshalb dürfe man dankbar auf die Schutzpatrone schauen, „die in enger Beziehung zu Gott und selbst beziehungsstiftend waren“. Erneut dankte der Bischof allen, „die für unser Gemeinwesen arbeiten, die schützend und helfend ihre Hände ausstrecken, die uns zum Segen werden. Gott selbst steht uns zur Seite; aber er will auch, dass wir einander Helferinnen und Helfer werden“.

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103447 Sat, 27 Jun 2020 09:15:00 +0200 In der Corona-Krise ein offenes Ohr schenken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-der-corona-krise-ein-offenes-ohr-schenken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_Kupczik_Rohles_Offenes-Ohr_2669c06346.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kupczik Rohles Offenes Ohr" />Seelsorger/innen aus der Pfarreiengemeinschaft Waldrach wollten gerade in der Corona-Krise bei den Menschen vor Ort sein. Dazu haben sie das Projekt "Offenes Ohr" initiiert. Pluwig – Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt im Ortszentrum von Pluwig herrscht geschäftiges Treiben: Schnell ziehen sich einige Einkäufer vor Betreten des örtlichen Netto-Marktes noch die Mund-Nase-Masken über, eine Besucherin wartet auf Einlass ins benachbarte Altenheim, wieder andere führt ihr Weg in die Apotheke. Etwas abseits vor dem Komplex des Altenheims und des Ortsgemeinde-Büros leuchtet in fröhlichem knallgelb ein Sonnenschirm, darunter stehen zwei türkis-gelbe Holz-Klappstühle und ein kleines Schild „Wir haben ein offenes Ohr für Sie“. „Wir“ – das ist an diesem heißen Mittwochvormittag Gemeindereferentin Dorothea Kupczik, die im Schatten des Schirmes sitzt und gerade mit einer älteren Dame spricht, die offensichtlich erregt von ihrem Kummer um ihre über 90-jährige Mutter berichtet, einer Bewohnerin des Altenheims. Nur einmal in der Woche darf die Tochter ihre Mutter wegen der strikten Corona-Hygienemaßnahmen besuchen gehen – und darunter leiden beide. Es sind Sorgen und Nöte wie diese, denen Kupczik und ihre Teamkollegen aus der Pfarreiengemeinschaft Waldrach ein Ohr schenken – aber eben nicht nur:

„Wir möchten ein Angebot machen für Menschen, die hier wohnen, die hier einkaufen oder spazieren gehen, und zeigen: Kirche geht raus zu den Leuten und wartet nicht nur, dass die Menschen zu ihr kommen. Wir wollen für euch da sein, egal ob es um Alltagsthemen, Auskünfte oder um tiefergehende Probleme geht.“ Geboren wurde die Idee zu Beginn der Corona-Pandemie, als der shutdown zwischenmenschliche Begegnungen stark einschränkte, erzählt Kupczik. Als sie von einer Kollegin aus Koblenz von dem niedrigschwelligen Konzept hörte, war sie sofort begeistert und fand schnell Mitstreiter im Pastoralteam der Pfarreiengemeinschaft, die Ähnliches auf die Beine stellen wollten. „Ich habe ja selbst beim Einkaufen gemerkt, dass viele Leute, die ich traf, Redebedarf hatten und teils sogar unter Einsamkeit litten. Manchmal habe ich doppelt so lange gebaucht wie sonst, weil ich so oft stehen geblieben bin“, erinnert sich Kupczik. Gemeinsam teilten sich die sechs Kolleginnen und Kollegen verschiedener Berufsgruppen (Kaplan, Diakon, Gemeindereferentinnen und Pastoralassistentin) Wochentage und Orte untereinander auf: Vormittags von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 15 bis 17 Uhr montags in Farschweiler, dienstags in Osburg, mittwochs in Pluwig, donnerstags in Waldrach und freitags in Ruwer an – und das noch bis zu den Sommerferien.

„Zu Anfang des shutdowns haben wir natürlich auch telefonische Sprechzeiten angeboten, aber wir haben festgestellt, dass die Hemmschwelle da doch eher hoch ist, gezielt anzurufen. Das Gesprächsangebot unter freiem Himmel wird viel besser angenommen.“ Eine junge Frau habe etwa von ihrer schwierigen Lebenssituation nach einer Trennung erzählt, ein Mann habe ihr zunächst eine Frage gestellt, dann aber fast eine Stunde lang über sein Leben berichtet, bis die Antwort auf die Ausgangsfrage gar nicht mehr so wichtig erschien. „Wir wurden natürlich auch gefragt, ob und wann die Erstkommunion wieder stattfindet, oder haben Stellung genommen zu den Entwicklungen rund um den Einwand Roms zur Pfarreienreform. Manchmal sind wir natürlich auch ein bisschen Blitzableiter – aber auch das gehört dazu“, sagt Kupczik.

Günther Rohles, 74, der selbst jahrelang in der Pfarrei Pluwig engagiert war und zufällig gerade in der Apotheke war, bleibt auch auf einen kurzen Plausch mit Kupczik. Das Gespräch dreht sich um die Enkel und E-Bikes. „Ich finde die Idee wirklich wichtig und gut, weil viele Menschen durch die Corona-Krise doch sehr vereinsamen. Für die Bewohner in den Altenheimen und ihre Angehörigen ist es eine Katastrophe. Älteren fehlt es auch, nicht gemeinsam in den Gottesdienst gehen zu können. Da ist es gut, wenn Kirche sich so unter den Leuten zeigt.“ Kupczik und ihre Kollegen haben die Aktion zwar wegen der Corona-Krise ins Leben gerufen und werden sie mit den Sommerferien vorerst beenden. „Seit den Lockerungen merken wir, dass der Bedarf zurückgegangen ist, die Menschen haben einfach auch wieder weniger Zeit, weil sie wieder mobiler sind, wieder in ihrem Berufs- und Alltagsleben sind.“ Aber nach einem ersten Zwischenfazit sind sie sich einig, dass es künftig verstärkt solche Projekte geben sollte, bei denen die Seelsorgerinnen und Seelsorger offene Angebote machen und sich Kirche dort zeigt, wo die Menschen unterwegs sind.

 

(sb)

]]>
Trier bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Pfarreien
news-103445 Fri, 26 Jun 2020 16:30:00 +0200 Aktion Arbeit begrüßt Hilfsprogramm der Bundesregierung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aktion-arbeit-begruesst-hilfsprogramm-der-bundesregierung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_H-G-Ullrich_75a0827f54.jpg" width="100" height="150" alt="" title="H G Ullrich" />Die Aktion Arbeit begrüßt ein Programm der Bundesregierung zur Sicherung von Ausbildungsplätzen. Hierfür engagiert sich auch die Initiative TAFF im Bistum. Bistumsweit/Trier – Die Aktion Arbeit im Bistum Trier begrüßt die Inhalte des am Mittwoch, 24. Juni, vom Bundeskabinett verabschiedeten Bundesprogramms zur Sicherung von Ausbildungsplätzen. Mit „Ausbildungsplätze sichern“, so der Name des Programms, setzt die Bundesregierung eine wichtige Zusage aus dem 130-Milliarden schweren Konjunkturpaket um, dessen Ziel es ist, Arbeitsplätze während der Corona-Krise zu sichern und die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen. Kleine und mittlere Unternehmen werden mit insgesamt 500 Millionen Euro unterstützt, um drohende Ausbildungsabbrüche sowie Kurzarbeit für die Auszubildenden zu verhindern und das Ausbildungsangebot fortzuführen oder zu erweitern. Diese Maßnahmen dienen der Fachkräftesicherung und sollen jungen Menschen eine Perspektive bieten.

In diesem Zusammenhang verweist die Aktion Arbeit auf ihre Kampagne „TAFF – Talente flexibel fördern“, mit der insbesondere  Jugendliche und junge Erwachsene gefördert werden, die es auf ihrem Weg ins Berufsleben besonders schwer haben. Denn: „Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist die beste Prävention gegen Arbeitslosigkeit“, erklärt der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich.

Weitere Informationen zur TAFF-Kampagne gibt es hier: www.aktion-arbeit.de.

(red)

]]>
Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Aktion Arbeit
news-103441 Fri, 26 Jun 2020 12:32:00 +0200 „Den Weg der Veränderung weitergehen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-weg-der-veraenderung-weitergehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/9/csm_bistumA4topobrdA201011_3d3d38ca29.jpg" width="106" height="150" alt="Karte des Bistums Trier" title="Karte des Bistums Trier" />Die kirchliche Statistik zeigt sinkende Gläubigen-Zahlen und steigende Austrittszahlen. Umso mehr braucht es mutige Veränderungen, findet Generalvikar von Plettenberg. Trier – „Die aktuellen Zahlen zum kirchlichen Leben in Deutschland und unserem Bistum sind nicht schön zu reden. Sie machen für mich nur noch eindrücklicher deutlich, wie dringend wir Veränderungen brauchen und mutige Schritte wagen müssen.“ So kommentiert Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier, die am 26. Juni deutschlandweit veröffentlichte kirchliche Statistik. „Der seit vielen Jahren anhaltende Trend zurückgehender Katholikenzahlen und steigender Austrittszahlen zeigt uns schmerzlich, dass wir viele Menschen nicht mehr in ihren konkreten Lebenssituationen mit unseren Angeboten erreichen. Und wir geben offenbar bislang keine wirklich überzeugenden Antworten. Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass wir immer noch ein vielfältiges Spektrum kirchlichen Lebens in unserem Bistum haben, nicht zuletzt einen Schatz an rund 80.000 ehrenamtlich Engagierten.“

1,3 Millionen Katholikinnen und Katholiken leben im Bistumsgebiet

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 lebten 1.310.600 Katholikinnen und Katholiken auf dem Gebiet des Bistums Trier (2018: 1.337.800); das sind 53,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit hat die Zahl um 27.200 (rund 2 %) abgenommen. Es sank 2019 sowohl die Zahl der Taufen (davon 138 Erwachsene) auf 8.733, (2018: 9.057), als auch die der Erstkommunionen auf 9.279 (2018: 9.642). Zudem wurden rund 22 Prozent weniger Jugendliche gefirmt als noch 2018; die Zahl sank auf 6.122 (2018: 7.857). Die Zahl der kirchlichen Trauungen war mit 1.993 so niedrig wie nie zuvor (2018: 2.285). Katholisch bestattet wurden 16.594 Personen – auch diese Zahl liegt unter der von 2018 (17.418). Ausgetreten sind 13.850 Katholiken (2018: 10.096); es gab 273 Wiederaufnahmen (2018: 317) und 78 Eintritte von Menschen anderer christlicher Konfessionen (2018: 84). Die Teilnehmerzahl an Gottesdiensten ging ebenfalls um fast 4.000 zurück und liegt damit wie 2018 noch bei rund 7 Prozent. Die durchschnittliche Besucherzahl der Sonntagsgottesdienste lag bei 96.

Dem einzelnen Menschen, seinen Bedürfnissen und Themen zuwenden

Angesichts dieser Zahlen sei es umso wichtiger, den mit der Synode beschrittenen Weg weiterzugehen. Auch wenn das Gesetz zur Umsetzung der Synode nach den Gesprächen in Rom noch einmal überarbeitet werden müsse, bleibe die Richtung vorgezeichnet; und dazu gehörten neben strukturelle und organisatorische Veränderungen vor allem neue pastorale Konzepte, so von Plettenberg. „Mit einer diakonischen Kirchenentwicklung haben wir eine klare Zukunftsvision und Haltung für die Kirche im Bistum: Wir wollen uns noch stärker dem einzelnen Menschen und seinen Bedürfnissen und seinen Themen zuwenden. Wenn uns das gelingt, können wir als Kirche wieder glaubwürdig sein.“ Denn die Botschaft des Evangeliums sei angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen aktueller denn je; und sie sei im wahrsten Sinne des Wortes „katholisch“ eben „allumfassend“: „Wir wollen für die da sein, die schwach, krank, alt, oder sozial benachteiligt sind. Und wir sind an den Menschen interessiert, die sich auf der Suche nach Sinn und Werten an uns wenden. Oder die uns vielleicht auch nur bei ganz bestimmten Lebensereignissen brauchen“, sagt der Generalvikar. Er erinnert an die Angebote im Bereich der Glaubensvermittlung, der Katechese, oder an die vielen gottesdienstlichen Angebote; „daran, dass wir bei Lebenswenden wie der Geburt eines Kindes, der Taufe, der Firmung, Hochzeiten und im Todesfall da sind und Beistand und Unterstützung anzubieten haben“. Tagtäglich begleiteten Seelsorgerinnen und Seelsorger Menschen in ihren guten und schweren Lebensphasen. „Und wir stehen für vielfältige caritative Dienste, für unser Engagement in Kitas und Schulen, für den Einsatz unzähliger Ehrenamtlicher in Pfarreien und kirchlichen Verbänden für Geflüchtete, für Umwelt- und Klimaschutz oder für soziale Gerechtigkeit.“

Das Bistum Trier hat eine Gesamtfläche von 12.870 Quadratkilometer, gegliedert in derzeit noch 887 Pfarreien, die zu 172 Pfarreiengemeinschaften in 32 Dekanaten zusammengefasst sind. Es gibt insgesamt 527 Bistumspriester – davon 294 im aktiven Dienst und 233 im Ruhestand (Stand: 1. Januar 2020). Im Bistum arbeiten ebenfalls 92 Ordenspriester, 58 Priester aus anderen Diözesen, 37 Diakone im Hauptberuf und 95 Diakone mit Zivilberuf, 220 Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 254 Gemeindereferentinnen und -referenten. Rund 80.000 Menschen sind ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen tätig. Die Zahlen sind hier tabellarisch zu finden, die Zahlen sind grafisch aufbereitet im Statistikbistumsatlas.

(sb)

]]>
Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Information Pfarreien
news-103439 Thu, 25 Jun 2020 09:08:00 +0200 Patronatsfest für Dom und Stadt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/patronatsfest-fuer-dom-und-stadt-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_dom_aee845cb09.jpg" width="150" height="113" alt="Blick auf den Trierer Dom in der Morgensonne" />Dom und Stadt feiern gemeinsam ihr Patronatsfest. Deshalb lädt das Bistum Trier zum Gottesdienst ein. Trier – Am 29. Juni feiert die katholische Kirche das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus. Petrus ist zugleich Patron des Trierer Doms und der Stadt. Aus diesem Anlass lädt das Bistum am Montag, 29. Juni, zur Feier der Patronatsmesse mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und dem Trierer Domkapitel ein. Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr im Trierer Dom; eine Anmeldung über die Dom-Information ist nicht notwendig, sondern kann vor Ort erfolgen.

Informationen zum Hohen Dom St. Peter in Trier sind unter www.dominformation.de zu finden.

]]>
News Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-103428 Thu, 25 Jun 2020 07:43:00 +0200 Kabarett live auf Facebook https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kabarett-live-auf-facebook/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/3/csm_20161121_lars-reichow_218_foto_mario-andreya_166e33e1d5.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Musikkabarettist Lars Reichow tritt im Jugendzentrum Mergener Hof für den guten Zweck auf. Trier – Die Corona-Pandemie ist nicht nur das zentrale Thema des aktuellen Kabarett-Programms von Lars Reichow, ihretwegen benötigt das Jugendzentrum MJC Mergener Hof auch dringend Spenden, um seine bereits seit langem in Trier etablierte Jugendarbeit fortführen zu können. Um diese zu unterstützen, tritt der Musikkabarettist Lars Reichow am 30. Juni um 20.15 Uhr im MJC-Keller mit seinem Programm „Best of Corona“ auf. Aufgrund der Hygiene-Auflagen können die Zuschauer zwar nicht physisch anwesend sein, aber den Auftritt auf der Facebook-Seite des Mergener Hofs (www.facebook.com/mergenerhof) kostenlos im Livestream verfolgen. Während der Übertragung sammelt das Jugendzentrum Spenden.

Der Musikkabarettist, Moderator und Entertainer ist bekannt aus Formaten wie der Lars-Reichow Show im ZDF oder Reichows Welt im SWR. In seinen Programmen findet Lars Reichow klare Worte gegen Nationalismus und Rassismus und setzt ein Statement für weltoffenes Denken und Handeln.

Der Mergener Hof gehört zur Marianischen Jünglingskongregation – in Trier auch als „die Miez“ bekannt – und wurde bereits im 17. Jahrhundert gegründet, um Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten zusammen zu bringen. Der Verein beruft sich bis heute ausdrücklich auf die ursprüngliche Verbindung von Bildung und christlicher Orientierung, wie die Jesuiten sie angestrebt hatten. Ihre Idee eines Begegnungsortes für junge Menschen in Trier, an dem die Herkunft keine Rolle spielt, lebt durch die Jugendarbeit des Mergener Hofs weiter.

Mehr Informationen gibt es bei Kai Wichmann unter Tel.: 0651-9784825 und E-Mail.: kai.wichmann(at)mjctrier.de.

(aw)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-103438 Wed, 24 Jun 2020 15:15:46 +0200 Lena Kettel neue Diözesanvorsitzende des BDKJ Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lena-kettel-neue-dioezesanvorsitzende-des-bdkj-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_Susanne-Kiefer-und-Lena-Kettel_81dc46e046.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Susanne Kiefer und Lena Kettel" />Katholische Jugendverbandsarbeit geht digitale Wege: Statt traditionell auf der Marienburg hat die BDKJ-Diözesanversammlung erstmals online getagt. Trier – Die Diözesanversammlung des Bundes der deutschen katholischen Jugend im Bistum Trier (BDKJ) hat am 20. Juni zum ersten Mal digitaler Form getagt – bedingt durch die Corona-Pandemie trafen sich die 60 Delegierten und Gäste der Jugendverbände nicht traditionell in der Jugendbildungsstätte Marienburg, sondern online vor ihren Bildschirmen. Mithilfe neuer Technik setzten sich die jungen Männer und Frauen mit der Verbandsarbeit im vergangenen Jahr, inhaltlichen Themen, sowie aktuellen strukturell-politischen Herausforderungen auseinander und wählten eine neue Diözesanvorsitzende: Lena Kettel aus Wittlich löst Susanne Kiefer aus Altenkessel ab, die das Amt sechs Jahre lang bekleidet hatte.

Neue Vorsitzende für den BDKJ

Die 25-Jährige ist Mitglied der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) und hatte dort verschiedene Funktionen auch auf Diözesanebene inne. „Ich freue mich darauf, mit Euch zusammen die nächsten Jahre zu gestalten!“, sagte Lena Kettel den Delegierten nach ihrer Wahl am Samstagabend. Die scheidende Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer blickte auf ein bewegtes Jahr zurück, das von kirchen- und jugendpolitischen Diskussionen geprägt gewesen sei und die Jugendverbände sowie den Dachverband an vielen Fronten herausgefordert habe. Das den Verbänden eigene demokratische Selbstverständnis und die Bereitschaft, Kirche und Gesellschaft aktiv zu gestalten, seien bei der Arbeit in diesen Prozessen immer wieder deutlich geworden.

In der konkreten Arbeit vor Ort hätten die Jugendverbände und der BDKJ gerade in den letzten Monaten viel Kreativität bewiesen, beispielsweise durch verschiedene virtuelle, digitale Angebote oder auch durch kontaktlose, analoge Kommunikationsformen, etwa klassisch via Post. „Trotz vieler abgesagter Veranstaltungen wie beispielsweise den Boliviensammlungen, Ferienfreizeiten und Gruppenstunden vor Ort, ist es den Jugendverbänden gelungen, tolle alternative Aktionen wie etwa digitale Zeltlager und interkulturelle Begegnung mit Bolivien auf die Beine zu stellen“, berichtete Kiefer. „In den Sommerferien wird es mit der Aktion ‚Solidarität bewegt‘ eine weitere große Bolivien-Jugendaktion geben, bei der durch einen Spendenlauf Gelder für unsere Partnerschaftsarbeit gesammelt werden.“

Thema Prävention weiterhin Schwerpunkt

Die Diözesanversammlung beschloss unter anderem, dass die Jugendverbände sich weiterhin intensiv mit dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt auseinandersetzen wollen und richtete dazu eine Arbeitsgruppe ein. Mit dem Bistum sollen außerdem Gespräche über Zuschüsse zu einer nachhaltigen Verpflegung bei Veranstaltungen geführt werden. Am Ende ihrer 2. Amtszeit bedankte sich Susanne Kiefer bei den Jugendverbänden, Mitstreitern und Kollegen für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen während der letzten sechs Jahre.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist der Dachverband von 13 katholischen Jugendverbänden und -organisationen im Bistum Trier. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Politik und Gesellschaft. Die Diözesanversammlung des BDKJ ist das höchste beschlussfassende Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum Trier.

Mehr Informationen gibt es unter www.bdkj-trier.de

]]>
Redaktion Trier bistum-trier Jugend Kirchliche Verbände Personal
news-103436 Wed, 24 Jun 2020 10:20:00 +0200 „An unbekannte Orte wagen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/an-unbekannte-orte-wagen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_Erkundung_Wittlich_a2630926cb.jpg" width="150" height="100" alt="Gruppe Aktion letzter Schultag" title="Gruppe Aktion letzter Schultag" />Zwei Jahre lang haben sie sich auf Forschungsreise vor die eigene Haustür gewagt: die Erkunderinnen und Erkunder im Bistum. Jetzt sind die Berichte da. Trier/Wittlich – Eine Karte voll bunter Stecknadelköpfe, die unterschiedliche Plätze, Gebäude und Orte in der Stadt Wittlich markieren: Treffender könnte ein Bild die „Erkundungsphase“ wohl kaum darstellen, die sich an das Ende der Trierer Bistumssynode anschloss und Eindrücke von der vielfältigen Lebenswelt der Menschen im Bistum Trier eingefangen hat. Von 2018 bis 2020 dauerte dieser Prozess, bei dem „Erkunderteams“ des Bistums bestehend aus interessierten Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort das Gespräch mit den unterschiedlichsten Personen, Gruppen und Institutionen suchten und sich dabei auch mal an bis dato für die Kirche eher „unbekannte“ Orte wagten.

„Als es hieß, die Erkundung der geplanten Pfarreien der Zukunft steht an und ein Team kommt zu uns, dachten wir zuerst: Zu unserer normalen Arbeit jetzt noch ein Paket, das oben drauf kommt“, gibt Pastoralreferent Armin Surkus-Anzenhofer aus Wittlich unumwunden zu. Doch seine Meinung und die seiner Kollegin, Gemeindereferentin Heike Feldges, sollte sich bald ändern: „Es wurde schnell klar, dass die Erkunder ein interessantes Methodenpaket für uns im Rucksack hatten. Und dass es eine wichtige und gute Perspektive ist, den Raum mal genauer und unvoreingenommen unter die Lupe zu nehmen, in dem man selbst seit Jahren lebt und arbeitet.“ Genau um diesen Aspekt sollte es gehen, bestätigt auch Edith Ries, stellvertretende Leiterin des Synodenbüros, die mit weiteren Kollegen die Erkundung koordinierte. „Unserem Bischof war es wichtig, dass wir auf neue und unbefangene Art und Weise in die Räume des Bistums gehen und auch die kleinen und unscheinbaren Dinge in den Blick nehmen.“ Entgegen der Befürchtung vieler sei der Ansatz eben nicht gewesen, dass das Bistum klassische Visitationen zum Zustand und den Angebote der Pfarreien durchführt, erläutert Ries‘ Kollege, Dr. Alexander Knauf, Referent im Diözesancaritasverband (DiCV). „Das Erlebte sollte vielmehr exemplarisch in eine Art Erfahrungsbericht und Ideensammlung einfließen. Dafür wurde die Methode der Sozialraumerkundung gewählt.“

Das Bistum schulte 30 Erkunderinnen und Erkunder in zehn Teams, denen 25 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür zur Verfügung standen. Da es sich um ein gemeinsames Projekt des Bistums und des DiCV handelte, setzten sich die Teams jeweils aus einem Caritasmitarbeiter, einem pastoralen Bistumsmitarbeiter und einer weiteren Person zusammen. Eine der Caritas-Erkunderinnen war Karin Terhorst, die in Wittlich bei den ersten Treffen (Rendezvous im Raum) gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Johannes Eiswirth die Methode der Sozialraumerkundung vorstellte. „Dass man sich an den sozialen Gegebenheiten vor Ort orientiert – diesen Ansatz vertreten beispielsweise die Hauptamtlichen in der Jugendarbeit in Wittlich schon seit Jahren. Aber wir haben verschiedene Methoden vorgestellt, wie man den Blick darüber hinaus weiten kann“, berichtet Terhorst.

Knauf beschreibt Erkundung wie eine Forschungsreise– nur, dass es sich hierbei um den Lebensraum vor der eigenen Haustüre. „Es ist ja das Verführerische, zu sagen: Ich wohne schon lange in der Pfarrei, da gibt es nichts, was ich nicht schon kenne. Sondern ich tu jetzt mal so, als sei ich neu hier.“

]]>
Trier bistum-trier Ehrenamt Synode Synode: Umsetzung
news-103434 Mon, 22 Jun 2020 16:33:23 +0200 Entscheidende Grundlage für eine transparente Aufarbeitung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/entscheidende-grundlage-fuer-eine-transparente-aufarbeitung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/4/csm_DBK_GemErklarung_Juni2020_f62f8cb254.jpg" width="150" height="125" alt="" title="DBK GemErklarung Juni2020" />„Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ ist unterzeichnet. Trier – Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann, und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, haben am 22. Juni die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ unterzeichnet.

Mit der Erklärung, deren Unterzeichnung der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz Ende April 2020 beschlossen hatte, haben sich die Bischofskonferenz und der Unabhängige Beauftragte gemeinsam über verbindliche Kriterien und Strukturen für eine umfassende und unabhängige Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz unter Einbeziehung von Betroffenen verständigt.

Der Unabhängige Beauftragte Rörig betont: „Diese gemeinsame Erklärung ist die entscheidende Grundlage für eine transparente Aufarbeitung und beispielgebend für andere gesellschaftliche Akteure. Die Bischöfe haben mit Verabschiedung der Gemeinsamen Erklärung die unumkehrbare und verbindliche Entscheidung für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im katholischen Bereich getroffen. Dafür haben Betroffene lange gekämpft. Wir haben hier sehr konstruktiv mit Mitgliedern der Unabhängigen Aufarbeitungskommission und dem Betroffenenrat zusammengearbeitet. Die Aufarbeitung kann nun in allen Bistümern nach einheitlichen Standards und Kriterien stattfinden. Transparenz, Einheitlichkeit und Betroffenensensibilität werden jetzt verbindlich.“

Bischof Ackermann erklärt: „Die Aufarbeitungsprozesse, die mit dem heute unterzeichneten Text angestoßen werden, gehören zu der institutionellen Verantwortung, die die Bischöfe und Diözesen für begangenes Unrecht übernehmen. Es ist gut, dass in den einzurichtenden Aufarbeitungskommissionen Vertreter der Kirche, unabhängige Experten aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie Betroffene zusammenwirken. Zugleich ist sichergestellt, dass sämtliche bereits vorhandenen, zahlreichen diözesanen Anstrengungen zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs fortgesetzt und bereits gewonnene Erkenntnisse in den Prozess eingebracht werden können.“

(red)

Hintergrund

Die Gemeinsame Erklärung wurde vom Unabhängigen Beauftragten sowie der von ihm eingerichteten Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ und Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz erarbeitet. Mit der Erklärung setzen die Bischöfe den Kurs der Aufarbeitung des Missbrauchs fort, der durch zahlreiche regionale Aufarbeitungsprojekte sowie die interdisziplinäre Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) begonnen wurde. Der Text der Gemeinsamen Erklärung ist als pdf-Datei zum Herunterladen unter www.beauftragter-missbrauch.de und www.dbk.de verfügbar.

 

]]>
Trier bistum-trier Bischof Information
news-103432 Mon, 22 Jun 2020 11:51:37 +0200 Im Rundkurs um den Dom radeln https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-rundkurs-um-den-dom-radeln/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/1/csm_Domradeln_aad92b35f1.jpg" width="150" height="113" alt="Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer starten am Domstein zum Rundkurs um den Dom. " title="Rundkurs um den Dom" />Im Rahmen des 9. Trierer Stadtradelns sammelt die Bolivienpartnerschaft Spenden für ein Aufforstungsprojekt am Amazonas. Mit dabei sind Bischof Ackermann und Umweltdezernent Andreas Ludwig. Trier – Für den Regenwald in die Pedale treten: Im Rahmen des diesjährigen Trierer Stadtradelns laden die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und die Gruppe „a bicicleta – fahrt Rad! Trier plus Bolivien“ am Donnerstag, 25. Juni, zu einem Rad-Rundkurs um den Trierer Dom ein. Mit der Aktion der Bolivienpartnerschaft unterstützen die Teilnehmer und deren Sponsoren Baumpflanzprojekte im Amazonas-Tiefland. Im vergangenen Jahr waren dort große Urwald-Flächen verheerenden Bränden zum Opfer gefallen.   

Mit dabei sind in diesem Jahr Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Schirmherr der 9. Auflage des Trierer Stadtradelns, Umweltdezernent Andreas Ludwig. Interessierte treffen sich um 17 Uhr am Domstein. Eine Runde ist knapp einen Kilometer lang und führt vom Dom durch die Windstraße, vorbei an der Schellenmauer, der Mustorstraße, An der Meerkatz und durch die Liebfrauenstraße wieder zurück zum Dom. Im vergangenen Jahr haben 58 Radlerinnen und Radler insgesamt 164 Baumsetzlinge "erradelt". Mitmachen kann jeder auf eigene Verantwortung, es gilt die Straßenverkehrsordnung. Das Startgeld beträgt fünf Euro.

Die Radler-Karte sowie weitere Informationen zur Bolivienpartnerschaft und dem Aufforstungsprojekt gibt es hier: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de/mitmachen/aktionen/radrundkurs-um-den-dom/ und bei der Diözesanstelle Weltkirche, Mustorstraße 2 in Trier, Tel.: 0651-7105-398, E-Mail: weltkirche(at)bistum-trier.de.

(red)

]]>
Diözesanstelle Weltkirche Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103430 Mon, 22 Jun 2020 09:48:15 +0200 Corona-Soforthilfe für Textilarbeiterinnen in Bangladesch https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/corona-soforthilfe-fuer-textilarbeiterinnen-in-bangladesch/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_Bangladesch_Bildnachweis-NGWF_df258c40e0.gif" width="150" height="113" alt="Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Dhaka erhalten Lebensmittelpakete von FEMNET." title="Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Dhaka erhalten Lebensmittelpakete von FEMNET. " />Die Katholische Frauengemeinschaft im Bistum Trier hat über 6.000 Euro Corona-Soforthilfe für Textilarbeiterinnen in Bangladesch gespendet. Die Situation dort ist dramatisch. Dhaka/Trier/Koblenz/Saarbrücken – In Bangladesch führen aktuell Produktionseinbrüche und Massenentlassungen in der Bekleidungsindustrie dazu, dass Textilarbeiterinnen und -arbeiter ihr Einkommen verlieren. Betroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise sind vor allem Frauen. Ihnen drohen Hunger, Armut und der Verlust ihrer Unterkunft. Um schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten, hat der Verein FEMNET mit Sitz in Bonn einen Corona-Nothilfefonds eingerichtet. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier beteiligte sich jüngst mit einer ersten Spende in Höhe von 6.150 Euro.

Die Soforthilfe kommt Frauen wie der 18-jährigen Shefali zugute, die in einer Textilfabrik in der Hauptstadt Dhaka arbeitet und als Alleinverdienerin ihre gesamte Familie ernährt. Im März erhielt sie noch 60 Prozent ihres Gehaltes. Im April wurde die Fabrik, in der sie arbeitet, geschlossen. Seitdem erhält sie weder Lohnfortzahlungen, noch hat sie die Möglichkeit, eine andere Arbeitsstelle anzutreten. Dank der Spenden hat sie nun Nahrungsmittel erhalten – ein Tropfen auf den heißen Stein. Shefali ist dennoch zuversichtlich: „Ein paar Tage lang wird uns das weiterhelfen“.

Wie Shefali ergeht es zurzeit rund 1 Million Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilbranche. Laut FEMNET haben nur knapp die Hälfte von rund 4.000 Textilfabriken in Bangladesch ihre Arbeit wieder aufgenommen – dies allerdings unter teils unzureichenden Gesundheitsschutzmaßnahmen: Sicherheitsabstände werden oft nicht eingehalten, fließendes Wasser und Seife fehlen allerorten.

Das diözesane kfd-Spendenprojekt „Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch. kfd für Menschenrechte in der Modeindustrie“ ist auf die kommenden drei Jahre angelegt und setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, indem es Frauen in Bangladesch über ihre Rechte aufklärt, juristischen Beistand bereitstellt und den Arbeiterinnen dabei hilft, sich organisiert gegen menschenunwürdige Produktionsbedingungen zur Wehr zu setzen.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 25.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen gibt es hier: www.kfd-trier.de/projekte/bangladesch/ und hier: https://femnet.de/.  

(red)

 

 

 

]]>
kfd - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103426 Thu, 18 Jun 2020 10:35:00 +0200 Musik gegen Armut und Not https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/musik-gegen-armut-und-not/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_MusikkircheLive_bdba785579.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Musikkirche Live" />76 Künstler singen für den guten Zweck: Dieses Mal geht die MusikKircheLive aus Neuwied online und unterstützt damit die Tafel in Neuwied. Neuwied – Die MusikkircheLive (MKL) im katholischen Dekanat Rhein-Wied begeistert seit 2017 regelmäßig mit Rock und Popmusik in den Gottesdiensten. In der Kirche Heilige Familie in Neuwied-Block wird dabei Musik gespielt, die Menschen aus ihrem Alltag kennen und die ihren Glauben und ihr Leben thematisiert. Passend zur schwierigen Lebenslage vieler Menschen in den letzten Monaten möchte das Team der MusikKircheLive nun die Neuwieder Tafel unterstützen: Mit einem Online-Benefizevent am Sonntag, 28. Juni, um 18 Uhr.

„In unserer Stadt gibt es Menschen, denen es schon vor der Pandemie am Nötigsten fehlte und für die es finanziell nun richtig eng wird“, erklärt Margit Ebbecke vom Team der MK. „Diese Menschen möchten wir unterstützen und gleichzeitig auf die wichtige Arbeit der Neuwieder Tafel aufmerksam machen.“ In der aktuellen Corona-Krise sei die Tafel auf Spenden besonders angewiesen. „Die Armut ist groß hier, rund um Neuwied. Sie versteckt sich oft hinter schönen Fassaden und tut jetzt besonders weh“, berichtet Tafel-Mitarbeiter Markus Oehlschläger von der Caritas Neuwied. Die Tafel sammelt in den Supermärkten der Umgebung qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die nicht mehr verkauft werden können, und verteilt sie an rund 1.000 Haushalte mit 3.500 Menschen. Aktuell werden Spenden vor allem für den Kauf eines neuen Transportmittels benötigt, mit dem die Lebensmittel bei den Märkten abgeholt werden können. „Unseren 25 Jahre alten Wagen mussten wir aus dem Verkehr nehmen“, berichtet die Leiterin der Tafel, Elisabeth Adrian, „aber ohne geht es nicht, wir sind hier dringend auf Spenden angewiesen.“

Bei der digitalen Benefizveranstaltung werden Musikerinnen und Musiker aus dem Umland von Neuwied, aber auch aus der ganzen Bundesrepublik für die gute Sache musizieren – auf der Homepage der MusikkircheLive. Von Ohrenfeindt aus Hamburg und dem Beatboxer Mando aus Berlin, über die Koblenzer Formation „Johnny Left the Band“ mit Paulina, der Finalistin von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), bis zu regionalen Bands wie „Beasts of Bourbon“ und Klezfluentes ist für jeden Musikgeschmack etwas Passendes dabei. So werden „Birds out!“ und Jörg Lomberg aus Bendorf genauso zu hören sein, wie der Jugendchor „No Limits“ aus dem Hunsrück und die Saarbrücker Band der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik. Insgesamt beteiligen sich 76 Musikerinnen und Musiker mit ihrem Song für die Neuwieder Tafel.

Unterstützt wird das Benefizevent von Oberbürgermeister Jan Einig, der sich freut, dass Menschen in dieser besonderen Krise füreinander da sind. Zudem werden Mitarbeiter der Neuwieder Tafel Einblicke in die Arbeit vor Ort geben. Pastoralreferentin Elisabeth Beiling aus dem Dekanat Rhein-Wied und der Künstler Stephan Maria Glöckner aus Ahrweiler übernehmen die Moderation. Die Zuschauer können sich auch persönlich auf der Homepage oder per Telefon mit ihren Anliegen an dieser besonderen Online-Ausgabe der MKL beteiligen. Weitere Informationen und den Livestream gibt es auf www.musikkirchelive.de

Das Spendenkonto ist: Caritas, Sparkasse Neuwied, IBAN: DE76 5745 0120 0000 4204 89, BIC: MALADE51NWD, Stichwort: Neuwieder Tafel.

(red/sb)

]]>
Koblenz Trier bistum-trier Caritas / Soziales Kultur
news-103424 Tue, 16 Jun 2020 11:11:16 +0200 Vom „kleinen Mauerfall“ zum großen Schulzentrum https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vom-kleinen-mauerfall-zum-grossen-schulzentrum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Schulleiter-Verabschiedung-St_Matthias-Bitburg_84b0c6f054.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Schulleiter Verabschiedung St Matthias Bitburg" />Adieu St. Matthias Schule Bitburg heißt es für die langjährigen Schulleiter Wallenfang und Glaser. Ihr Vermächtnis ist eines der größten bischöflichen Schulzentren im Bistum. Bitburg – Eigentlich hätte die Aula der „Mätthi“ an diesem besonderen Tag aus allen Nähten platzen müssen: Am 10. Juni wollte die Schulgemeinschaft der Kooperativen Gesamtschule Sankt Matthias in Bitburg ihre beiden langjährigen Schulleiter Werner Wallenfang und Robert Glaser mit einer großen Feier in den Ruhestand verabschieden. Doch die Corona-Pandemie verhinderte das, sodass sich an diesem Tag nur ein kleiner repräsentativer Querschnitt der Schulgemeinschaft in gebührendem Abstand eingefunden hat. So „ganz ohne“ habe man die beiden dann doch nicht ziehen lassen können, erklärten die Lehrer Joachim Schmitt und Martin Flesch in ihrer Ansprache.

Nicht nur ihre rheinländische Herkunft und ihr Geburtsjahr 1954 verbindet Gesamtschulleiter Wallenfang und RealschulePlus-Leiter Glaser miteinander, sondern auch der Einsatz für die katholische Privatschule Sankt Matthias in Trägerschaft des Bistums Trier. So sind die beiden für einen „kleinen Mauerfall“ verantwortlich, der symbolisch für ihr gemeinsames Großprojekt steht: Als die Mauer zwischen den Lehrerzimmern der ehemaligen Haupt- und Realschule eingerissen wurde, läutete das die Umstrukturierung der Schule zu einer Kooperativen Gesamtschule mit einem gymnasialen Zweig und im Verbund mit der Grundschule ein. Seit 2012 können nun Kinder je nach ihrer Begabung die unterschiedlichen Bildungszweige an der Sankt Matthiasschule besuchen.

Mit viel Herzblut das Leitbild der Bistumsschulen umgesetzt

Was die beiden besonders auszeichne, sei das Herzblut, mit dem sie Lehrer und später Schulleiter gewesen seien, betonte Albrecht Adam, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule als Vertreter des Schulträgers in seinem Grußwort. Auch im Namen des Bischofs und des Generalvikars danke er den beiden herzlich für ihr Engagement und ihre unermüdlichen Bemühungen, auch hinsichtlich des Ausbaus des Schulzentrums. Bei aller Unterschiedlichkeit in ihren Persönlichkeiten hätten die beiden sich in ihren Kompetenzen ergänzt und mit Zielstrebigkeit, Hartnäckigkeit und Eigeninitiative ihre Ziele verfolgt – und das immer und zuerst zum Wohl der Schüler und Mitarbeiter. „Auf das Ergebnis könnt ihr zurecht mit Zufriedenheit und Stolz blicken“, fasste Adam zusammen. Dabei seien sie dem spezifischen Erziehungs- und Bildungsauftrag, der katholischen Bistumsschulen nach dem Rahmenleitbild „Den ganzen Menschen bilden“ in all den Jahren immer gerecht geworden: Schüler zu selbstbewussten, mutigen, lebensfrohen und urteils- und kritikfähigen Personen zu entwickeln. Das könne nur, wer selbst Vorbild sei und eine eigene „Glaubenskompetenz“ lebe und reflektiere, so Adam. Beispielhaft stehe dafür etwa das Hilfsprojekt in Burundi, das ohne die Begeisterung und Überzeugungskraft Wallenfangs nie zustande gekommen wäre und den Schülern zeige, wie man Solidarität zeige und Verantwortung übernehme.

Robert Glaser sei „gefühlt schon immer“ an der St. Matthias-Schule gewesen, wie die Festredner von Elternbeirat, Mitarbeitervertretung und die beiden Schülervertreter Tobias Mayer und Celine Zwilling in ihren Grußworten betonten. Nach dem Studium an der Universität Bonn absolvierte Glaser zunächst sein Referendariat im Hochsauerlandkreis, bevor er als Lehrer für Mathematik und Physik 1983 an die „Mätthi“ nach Bitburg kam. Während seiner 37-jährigen Tätigkeit an der Schule habe Glaser sich durch sein Organisationstalent und seine Hilfsbereitschaft ausgezeichnet. Neben einer Vorliebe für Wandern und Radfahren schlägt Glasers Herz für die Musik: So leitete er verschiedene Chor- und Musik-AGs. Seit 1996 Konrektor der Schule, wurde Glaser 2015 Rektor der RealschulePlus. Der Familienvater hat drei erwachsene Kinder und engagiert sich privat in der Pfarrei Liebfrauen in Bitburg.

Werner Wallenfang verbrachte die Studien- und Referendarzeit ebenfalls in Bonn, bevor auch er eine neue Heimat in der Eifel fand: So war er ab 1985 zunächst Lehrer, dann Direktor am Bischöflichen Konvikt in Prüm. Es folgte eine kurze Zeit als Landesbeamter am staatlichen Regino-Gymnasium Prüm, wofür ihm auch eine Entlassungsurkunde durch die ADD überreicht wurde. 2004 kehrte er dann an eine bischöfliche Schule zurück und wurde Rektor der Realschule, ab 2013 dann Gesamtleiter der Kooperativen Gesamtschule St. Matthias. Der vierfache Vater, der Sport, Französisch und Religion unterrichtet, lebt mit seiner Familie in Prüm und ist in seiner Freizeit passionierter Segler.

]]>
Redaktion Trier bistum-trier Schule
news-103419 Fri, 12 Jun 2020 06:15:00 +0200 Grabsteine aus ausbeuterischer Herstellung verbieten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/grabsteine-aus-ausbeuterischer-herstellung-verbieten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_448-321-Leben-St-08-003_f9c558bfb6.jpg" width="150" height="116" alt="" />Anlässlich des Internationalen Tags gegen Kinderarbeit fordern die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums und der Bund für Umwelt und Naturschutz Maßnahmen gegen Kinderarbeit. Trier/Koblenz – Anlässlich des Internationalen Tags gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordern die Diözesanstelle Weltkirche (DWK) des Bistums Trier und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, auf ihren Friedhöfen Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten.

Nach Schätzungen gebe es weltweit über 150 Millionen Kinderarbeiter, berichtet Achim Trautmann vom BUND. Kinder graben im Kongo nach Coltan (Roherz, das zur Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht wird) für Handys, schuften auf Kakaoplantagen in Westafrika und knüpfen Teppiche in Afghanistan und Pakistan. Vor allem in Indien und China müssen Kinder auch gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeit in Steinbrüchen leisten, so Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche. Ursache sei, dass ihre Familien „in eine Art Schuldknechtschaft“ geraten, weil sie für Unterkunft und Lebensmittel an den Steinbruchbesitzer zahlen müssen. Die ganze Familie sei dann zur Arbeit gezwungen. Natursteine aus solchen Steinbrüchen würden auch in Deutschland als Grabsteine angeboten. Für Ludwig Kuhn ist es ein Widerspruch, „dass wir der Verstorbenen gedenken und dabei in Kauf nehmen, dass Grabsteine unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden“.

Faire Steine aus der Region sind ideal

Wer beim Steinmetz einen Grabstein in Auftrag gibt, kann nach der Herkunft fragen. „Ideal sind natürlich Steine aus der Region“, sagt Ludwig Kuhn; allerdings sind sie in der Regel auch teurer. Bei außereuropäischen Steinen bestätigen die Siegel „XertifiX“ und „Fair Stone“, dass sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Kommunen und Kirchengemeinden, die Träger von Friedhöfen sind, können über die Friedhofsatzung Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit ausschließen; im Saarland wurde das Bestattungssetz 2010 entsprechend geändert, im Dezember vergangenen Jahres auch in Rheinland-Pfalz. Steinmetzbetriebe müssen dann die Herkunft der Steine nachweisen. Bei außereuropäischen Steinen sei ein entsprechendes Siegel Voraussetzung, dass der Stein auf dem Friedhof gesetzt werden dürfe.

Zum Tag gegen Kinderarbeit fordern die Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier und der BUND Koblenz Kommunen und Kirchengemeinden auf, ihre Friedhofssatzungen entsprechend zu ändern. "Eine-Welt-Gruppen und Umweltgruppen wollen wir motivieren, auf ihre kommunalen Vertreter zuzugehen und eine Änderung der Friedhofssatzung anzustoßen“, so Ludwig Kuhn. Diözesanstelle Weltkirche und BUND haben die Arbeitsgemeinschaft „Faire Steine - keine Steine aus ausbeuterischer Kinderarbeit“ gegründet, die dabei beraten kann. Für die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es die Medienkiste „Faire Steine“. Weiterführende Informationen gibt es auf https://www.weltkirche.bistum-trier.de/mitmachen/faire-steine.

(StW)

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Schöpfung Weltkirche
news-103420 Thu, 11 Jun 2020 13:33:05 +0200 Mit dem Segen kommt die Botschaft Jesu „frei Haus“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-dem-segen-kommt-die-botschaft-jesu-frei-haus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_IMG_7697_f233ec5e17.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Fronleichnam2020_1_JR" />In diesem Jahr fiel zwar die Prozession aus. Stattdessen hat Bischof Ackermann an Fronleichnam den eucharistischen Segen von der Domgalerie aus gespendet. Trier – „Gottes Segen ist inklusiv, er will alle Menschen und die ganze Schöpfung erreichen.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann an Fronleichnam (11. Juni), dem „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, beim Festhochamt im Trierer Dom betont. In seiner Predigt erinnerte der Bischof an den Abend im März, an dem Papst Franziskus in der Hoch-Phase der Corona-Pandemie den eucharistischen Segen auf dem menschenleeren Petersplatz in Rom gespendet hatte.

Dieses Bild habe auch Menschen berührt, die sich mit der Eucharistie-Frömmigkeit nicht auskennen würden, sagte Ackermann. Denn der Papst habe als „Repräsentant des Menschen in seiner Einsamkeit, in der Ungewissheit, mit seinen Fragen unter dem dunklen Himmel“ dort gestanden als ein Mensch, der um den Segen bittet und doch stumm bleibe. Dies sei keine „leere Zeichenhandlung oder gar Magie“ gewesen, betonte der Bischof. Denn zu dieser außergewöhnlichen Geste hätten sich Menschen rund um den Globus zu einer Gebetswache versammelt. „Wir haben neu gelernt, dass trotz räumlicher Distanz innere Verbundenheit da ist.“

]]>
Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-103416 Tue, 09 Jun 2020 13:12:44 +0200 Dem Auftrag der Synode gerecht werden – Bedenken Rechnung tragen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dem-auftrag-der-synode-gerecht-werden-bedenken-rechnung-tragen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_GesprachRom-1-_Juni2020_845b5d917b.jpg" width="150" height="91" alt="" />Synodenumsetzung: Beratungen im Bistum Trier werden eng mit den zuständigen Dikasterien abgestimmt. Rom/Trier – Am 5. Juni 2020 sind der Präfekt der Kleruskongregation, Beniamino Kardinal Stella, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Erzbischof Filippo Iannone, sowie weitere Mitarbeiter dieser Dikasterien mit dem Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und dem Beauftragten für den Prozess der Synodenumsetzung, Christian Heckmann, in der Kongregation zusammengekommen. Gesprächsgegenstand waren die Beschwerden, die von Priestern der Priestergemeinschaft Unio apostolica sowie von einigen Gläubigen gegen die Reform der Pfarreien im Zuge der Realisierung der Beschlüsse der Trierer Diözesansynode 2013-2016 in Rom eingelegt worden sind.

Der Bischof machte im Gespräch deutlich, unter welchen Herausforderungen das Bistum Trier derzeit steht. Dazu gehören insbesondere: die seit Jahren abnehmende Bindung der Gläubigen an das kirchliche Leben, der Rückgang des kirchlichen Engagements sowie die durch die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker eingetretene Erschütterung im Volk Gottes. Zudem begrenzen der demografische Wandel, zurückgehende finanzielle Ressourcen und der Mangel an Priestern die pastoralen Möglichkeiten im Bistum.

Dennoch sah die Diözesansynode ihre Verantwortung darin, nicht nur Antworten zur Bewältigung der Krise zu geben und Vorhandenes zu bewahren, sondern einen neuen missionarischen und diakonischen Auftrag für die Kirche von Trier zu formulieren. Eine besondere Bedeutung auf dem Weg der Erneuerung kommt der künftigen Gestalt der Pfarreien zu. Sie soll dem kirchlichen Leben durch eine neue Struktur und ein erneuertes Miteinander einen verlässlichen Rahmen geben.

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103415 Tue, 09 Jun 2020 09:30:25 +0200 „Das gute Gewissen des Sports“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-gute-gewissen-des-sports/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_Vorstand_DJK_2018_64e340f3c9.jpg" width="150" height="98" alt="" />Der katholische Sportverband DJK feiert sein 100-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsmotto „sein Bestes geben“ bezieht sich dabei nicht nur auf die sportliche Leistung. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Sport und Kirche – passt das zusammen? Für den deutschen Sportbischof und Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters ist die Antwort eindeutig: „Der Sport gehört zur Kirche und die Kirche zum Sport“. Seit 100 Jahren zeigt das auch der katholische Sportverband DJK. Das Jubiläumsmotto „sein Bestes geben“ bezieht sich dabei nicht nur auf die sportliche Leistung. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Leistung. Wegen unserer christlichen Ausrichtung sind wir sozusagen per Satzung das gute Gewissen des Sports“, sagt Bernd Butter, Vorsitzender der DJK im Bistum Trier. So seien Inklusion und Integration, genauso wie Kinderrechte, Fairplay und Anti-Doping-Kampagnen grundlegende Bestandteile der Arbeit des Verbandes. Darin sieht auch Sportbischof Peters ein großes Potenzial: „Gerade der Sport bietet für die Inklusion wunderbare Möglichkeiten. Und wo es auf sprachlicher Ebene schwierig ist, kann er zum Brückenschlag bei der Integration werden.“

Besonders die Jugendarbeit liegt der DJK am Herzen, denn gegründet wurde sie 1920 ursprünglich als Jugendverband unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft“. Von den Nationalsozialisten verboten, wurde sie nach ihrer Neugründung 1947 zum Dachverband des katholischen Sports. Jugendleiterin Carina Bappert fasst zusammen, was die Verbandsarbeit mit Kindern und Jugendlichen ausmacht: „Die Kinder lernen hier, andere zu respektieren, werden in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und denken über sich selbst und die Gesellschaft nach.“ Das „katholische Element“ des Sportverbandes zeigt sich beispielsweise an Angeboten wie Sport-Exerzitien, Wallfahrten, Impulsen und Gottesdiensten. Da die DJK vor allem in der Fläche vertreten sei, hätten Kooperationen mit Pfarrgemeinden eine besondere Bedeutung für das gesellschaftliche Klima und den Zusammenhalt in einem Ort, sagt DJK Jugend- und Bildungsreferent Rainald Kauer. Auch außerhalb ihres Verbandes wollen die DJKler christliche Grundwerte im Sport fördern. Dazu lobt der Verband seit einigen Jahren den Ethikpreis „Der Mensch im Sport“ aus, um auf Menschen aufmerksam zu machen, die sich hier besonders auszeichnen.

]]>
Redaktion Koblenz Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103414 Mon, 08 Jun 2020 12:29:09 +0200 Fronleichnamsfest im Dom: Schutz der Gemeinde geht vor https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fronleichnamsfest-im-dom-schutz-der-gemeinde-geht-vor/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/a/csm_fronleichnam-ruwer__2018-05-27_weinert_886ccbdf82.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die traditionelle Prozession fällt in diesem Jahr aus. Statt dessen wird es einen eucharistischen Segen auf dem Domfreihof geben. Trier – Statt einer Prozession, bei der die katholische Gemeinde am 60. Tag nach Ostern traditionell den Leib Christi durch die Innenstadt trägt, wird es in diesem Jahr an Fronleichnam einen eucharistischen Segen auf dem Domfreihof geben. Grund dafür ist der Schutz der Gemeindemitglieder vor einer möglichen Ansteckung mit dem gefährlichen SARS-CoV-2-Erreger. Im Anschluss an das Pontifikalamt im Hohen Dom am 11. Juni, um 10 Uhr, sind die Gläubigen um 11 Uhr eingeladen, auf dem Domfreihof den Segen von Bischof Dr. Stephan Ackermann zu empfangen. Auch im Freien sollen die Abstandsregelungen beachtet werden.

Für den Gottesdienst an Fronleichnam gelten die aktuellen Hygienebestimmungen des Bistums. Sie besagen, dass Gottesdienstteilnehmer sich vorab anmelden und einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Außerdem wird empfohlen, ein eigenes Gotteslob mitzubringen, da die im Dom vorhandenen zurzeit nicht verwendet werden dürfen. Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus im Kirchraum zu minimieren, ist die Anzahl der Mitfeiernden auf 200 Personen beschränkt. Es ist daher ratsam, zunächst die Möglichkeit der Teilnahme an der Heiligen Messe in den Heimatpfarreien zu prüfen.

Anmeldungen für alle Gottesdienste im Trierer Dom und weitere Informationen gibt bei der Dominformation zu den folgenden Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9.30 bis 13 Uhr sowie von 13.30 bis 16.45 Uhr, unter Tel.: 0651-979079-0 sowie per E-Mail an: info(at)dominformation.de. Auf der Internetseite findet sich zudem ein Anmelde-Formular zum Download: www.dominformation.de.

(ih)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103412 Sat, 06 Jun 2020 08:13:32 +0200 Über die Pfarreienreform gesprochen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ueber-die-pfarreienreform-gesprochen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_herausgerufen_c9fdd84b2c.gif" width="150" height="48" alt="" title="Herausgerufen" />Das erbetene Gespräch in Rom über die Synodenumsetzung hat stattgefunden. Rom/Trier – Am 5. Juni 2020 sind der Präfekt der Kleruskongregation, Beniamino Kardinal Stella,  Erzbischof Filippo Iannone O. Carm, Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, und weitere Mitarbeiter dieser Dikasterien mit dem Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und dem Beauftragten für den Prozess der Synodenumsetzung, Christian Heckmann, in der Kleruskongregation in Rom zusammengekommen, um über die Pfarreienreform im Zuge der Synodenumsetzung im Bistum Trier zu sprechen.

Zu dem Gespräch, das laut der Trierer Delegation in guter Atmosphäre stattgefunden habe, wird es im Laufe der kommenden Woche nähere Informationen geben.

Informationen rund um die Trierer Diözesansynode (2013-2016) und die im vergangenen November erfolgte Aussetzung der Umsetzung sind hier zu finden.

(JR)

]]>
Trier bistum-trier Synode Umsetzung Bischof Seelsorge Synode: Umsetzung
news-103408 Sat, 06 Jun 2020 07:39:00 +0200 Ausdruck der Nächstenliebe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ausdruck-der-naechstenliebe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_BischofAckermann_Organspendeausweis1_c5e3162148.jpg" width="150" height="113" alt="" />Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann unterstützt die Organspende und hat seinen Ausweis unterschrieben. Trier – Seine Unterstützung für die Organspende hat Bischof Dr. Stephan Ackermann mit der Unterschrift auf seinem Organspende-Ausweis dokumentiert. „Durch die Diskussion über den Gesetzentwurf zur Organspende vor einiger Zeit habe ich mich erneut eingehend mit dem Thema befasst“, berichtet er. Unter anderem bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gebe es umfassende Möglichkeiten, sich zu informieren.

„Wir wissen um die schwierige Situation, dass es zu wenige Spenderorgane gibt und Menschen verzweifelt darauf warten.“ Dabei bezieht er sich auf aktuelle Zahlen: Mehr als 9.500 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. 2018 gab es bundesweit allerdings nur knapp 1.000 Frauen und Männer, die ihre Organe nach ihrem Tod gespendet haben. Obwohl laut Ärzteblatt rund 80 Prozent der Bevölkerung einer Spende positiv gegenüberstehen, haben nur etwa 30 Prozent einen Organspende-Ausweis. Ackermann: „Ich habe mich entschlossen, Organspender zu sein und den Ausweis ausgefüllt. Für mich ist das auch ein Ausdruck der Nächstenliebe.“

Organspende ist freiwillig – verantwortliche Entscheidung soll getroffen werden

Mitte Januar hatte der Deutsche Bundestag mit deutlicher Mehrheit die sogenannte erweiterte Zustimmungslösung beschlossen. Darin ist geregelt, dass eine Organentnahme nur möglich ist, wenn der Spender zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat. Die Spende ist also freiwillig, Bürgerinnen und Bürger sollen aber künftig mindestens alle zehn Jahre auf ihre Bereitschaft zur Organspende angesprochen werden, beispielsweise wenn sie einen Personalausweis beantragen oder einen Arzt aufsuchen. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema soll eine eigenverantwortliche Entscheidung für oder gegen die Organspende getroffen werden. Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte diese Regelung.

Weitere Informationen zur Organspende gibt es auf www.bzga.de. Einen Ausweis kann man auf www.organspende-info.de kostenfrei bestellen oder sofort ausfüllen und ausdrucken.
(ih)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103407 Thu, 04 Jun 2020 14:47:14 +0200 Bewerbungsfrist für Umweltpreis verlängert https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bewerbungsfrist-fuer-umweltpreis-verlaengert/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_Banner__7c903b66e0.png" width="150" height="75" alt="" />Das Bistum vergibt einen Umweltpreis für ökologische Initiativen oder Projekte. Pfarreien, Kindergärten, Schulen und sonstige kirchliche Einrichtungen können sich noch bis zum Jahresende bewerben. Bistumweit/Trier - Das Bistum Trier hat die Bewerbungsfrist für den Diözesanen Umweltpreis bis zum Jahresende 2020 verlängert. Damit will man Institutionen, die sich für den Preis bewerben möchten, zurzeit aber aufgrund der Corona-Pandemie unter großem Druck stehen, die Gelegenheit geben, ihre Bewerbung in Ruhe abzuschließen. Verliehen wird der Umweltpreis des Bistums von der Diözesankommission für Umweltfragen (DKU). Sie verleiht diese Auszeichnung seit 1996.

Die DKU fördert mit dem Preis das Engagement einzelner Initiativen innerhalb des Bistums für Umweltfragen und macht es sichtbar. Der Veränderungswille für neue, umweltgerechtere Wege soll angeregt werden. Viele junge Menschen beschäftigen sich mit Umweltfragen und engagieren sich für den Klimaschutz. Das Bistum Trier möchte dazu ermutigen, dieses Engagement fortzusetzen und zu verstärken. Daher richtet sich der Umweltpreis 2020 speziell an junge Menschen im Bistum.

Bewerben können sich unter anderem katholische Kinder- und Jugendgruppen sowie Jugendverbände, Kitas und Horte sowie Schulen in katholischer Trägerschaft, Jugendhilfeeinrichtungen, offene Einrichtungen, Mehrgenerationenhäuser und Familienbildungsstätten des Bistums und der Caritas. Bewerben kann man sich mit Initiativen oder Projekten, die zur Bewahrung der Schöpfung, zur Schonung von Ressourcen, zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils und zum Klimaschutz beitragen.

Der Umweltpreis ist mit maximal 7.000 Euro dotiert. Davon entfallen 3.000 Euro auf den Hauptpreis, weitere Anerkennungspreise werden an die übrigen Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. Die Verleihung des Umweltpreises erfolgt 2021. Der genaue Termin und der Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben. Alle Infos und einen Online-Bewerbungsbogen finden sich auch unter www.umwelt.bistum-trier.de.

(tef)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Schöpfung
news-103405 Wed, 03 Jun 2020 16:02:20 +0200 Die aktuelle Situation gestalten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-aktuelle-situation-gestalten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/4/csm_CF004192_20x30_quer_x_01_4599d25685.jpg" width="150" height="105" alt="" title="CF004192 20x30 quer x 01" />Interview mit Weihbischof Jörg Michael Peters zur Seelsorge in Corona-Zeiten Trier – Mit den Lockerungen von staatlicher Seite macht auch das kirchliche Leben wieder Schritte Richtung Normalität. Paulinus-Chefredakteur Bruno Sonnen hat bei Weihbischof Jörg Michael Peters nachgefragt, der den „Pastoralen Krisenstab“ des Bistums Trier leitet.

Herr Weihbischof Peters, wird es jetzt wieder „normal“ im kirchlichen Leben?

JMP: Ich würde noch nicht von einer Normalität sprechen. Wir machen gerade Erfahrungen, wie wir die Seelsorge gestalten können und wie wir miteinander Gottesdienst feiern können unter den Auflagen, die notwendig sind, um die Corona-Pandemie möglichst „in Schach“ zu halten. Das Einhalten der  Abstandregeln will vermeiden helfen, dass viele Menschen auf zu engem Raum zusammen kommen. Aber gerade jetzt im Sommer besteht ja die Möglichkeit, sich draußen zu treffen – und damit meine ich nicht nur, Gottesdienste im Freien zu feiern!

Natürlich ist es ungewohnt, mit einer Mund-Nase-Bedeckung in die Kirche zu kommen. Und was mir persönlich sehr schwer fällt, ist auf den Gesang zu verzichten. Selbst leises Mitsummen können ist nur möglich, wenn eine sogenannte Alltagsmaske getragen wird. Aber ich will nochmal sagen: Es geht darum, als Kirche unseren Beitrag zu leisten, dass das Virus nicht uns im Griff hat, sondern wir das Virus. Deshalb muss und darf jeder Einzelne, aber auch jedes Seelsorgeteam, jedes Gremium sich fragen, was unter den jetzigen Bedingungen gemäß ihrem Auftrag nötig, möglich und machbar ist. Ich bin schon sehr gespannt, was mir da jetzt alles begegnen wird an guten Aktionen oder kreativen Ideen etwa in der Sakramentenkatechese oder in der Arbeit mit Gruppen.

Kann man denn unter diesen Bedingungen würdig Gottesdienst feiern?

JMP: Ich höre von vielen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, dass es gut möglich ist, auch mit diesen Auflagen würdig und froh miteinander Gottesdienste verschiedener Formen zu feiern. Selbst der Kommunionempfang ist gut möglich in der von uns vorgegebenen Form. Aus meiner Sicht braucht es beim Kommunionempfang weder Zange noch Plexiglasscheibe. Gleichzeitig sehen wir auch, dass es für viele Pfarreien nicht leicht ist, alle Bedingungen zu erfüllen. So gehören viele unserer Ehrenamtlichen den Risikogruppen an und können dann beispielsweise am Empfangsdienst nicht mitwirken. Den braucht es aber, um die Einhaltung des Schutzkonzeptes zu gewährleisten. Gleichzeitig darf es nicht so sein, dass dann Gottesdienste nicht stattfinden können, weil sich nicht genügend Personen finden. Dieses Problem wollen wir weiter im Blick behalten und beraten.

Erstkommunionen mussten ausfallen, Trauungen werden verschoben – wie sieht es in diesem Bereich aus?

JMP: Schon sehr bald nachdem wieder öffentliche Gottesdienste möglich waren, kam die Frage, wie denn die Feier der Erstkommunion oder die Firmspendung möglich werden kann. Da geht es ja auch um Fragen von Katechese. Wir ermutigen, neue kreative Formen zu entwickeln, die virtuelle Formate und Online-Materialen mit realen Begegnungsmöglichkeiten verbinden. Und da sind etliche Seelsorgerinnen und Seelsorger schon auf dem Weg. Es ist ganz wichtig, dass jetzt, wo trotz Kontaktbeschränkungen Einzelgespräche wieder möglich sind, die Seelsorge im direkten Kontakt wieder aufgenommen wird. Ich denke an die Krankenkommunion, die für viele so wichtig ist. Oder warum nicht statt eines Gesprächs im Konferenzraum eine Besprechung unter freiem Himmel führen? Ich bin sehr dankbar, dass etwa unsere Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung „Pastorale Grundaufgaben“ viele Hinweise, Links oder Praxistipps zur Verfügung stellen - ob es nun um Erstkommunion, der Trauerpastoral oder das jetzt anstehende Fronleichnamsfest geht. Auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Pfarreien entwickeln dazu Pläne.

Und es geht ja nicht nur um Gottesdienste: Viele Menschen hatten während der sehr strengen Beschränkungen bisweilen das Gefühl, Kirche sei „abgetaucht“. Danke sage ich all denen, die in dieser Zeit anders gearbeitet haben, vielleicht unsichtbarer, aber nicht weniger wirkungsvoll und hilfreich. Allein wenn ich an den Jugendbereich denke: So sehr dieses Feld davon betroffen ist, dass nicht wie gewohnt in den Ferien Freizeiten stattfinden können, so kreativ gehen die Verantwortlichen ihre Aufgaben an.

Wenn Sie von neuen, kreativen Formaten sprechen, heißt das auch: nicht einfach wieder zum Alten zurückkehren?

JMP: Genau. Mein Anliegen ist es, dass wir diese Corona-Krise auch ganz im Sinne unserer Synode zum Anlass nehmen zu überprüfen: Auf was konnten wir ganz gut verzichten, aber auch: Was hat uns gefehlt? Was will ich auch künftig lieber in der „neuen Form“ anbieten? Ich glaube, dass da viele – auch wir auf Bistumsebene - zu durchaus überraschenden Ergebnissen kommen werden. Wir sollten nicht darauf warten, dass die Vergangenheit zurückkommt, sondern die aktuelle Situation gestalten. Dazu gehört auch der Blick auf die Menschen, die durch die Krise in echte materielle Nöte geraten sind. Deshalb wünsche ich mir, dass, so schwer diese Zeit für viele auch ist, wir mit neuen Ideen und neuem Mut in eine „neue Normalität“ auch von Kirche-Sein zurückkehren.


Hintergrund:

Mit Geltung ab dem 2. Juni  hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg neue Dienstanweisungen erlassen. Sie sehen etwa die schrittweise Rückkehr der Mitarbeitenden aus der Heimarbeit an die Arbeitsplätze in den Pfarreien und der Bischöflichen Verwaltung und ihrer Dienststellen vor. Somit ist wieder Publikumsverkehr im Generalvikariat oder den Pfarrbüros möglich. Auch sind wieder Gremiensitzungen möglich, natürlich unter Wahrung der Abstandregeln und des Infektionsschutzes, ebenso wie Fortbildungen oder kleinere Veranstaltungen. Größere oder mehrtägige Veranstaltungen müssen weiterhin unterbleiben; für die Arbeit in den Chören wird bald ein entsprechendes Hygiene-und Schutzkonzept vorgelegt. Trauungen, Taufen und die Feier der Erstkommunion sind wieder möglich. Firmungen können ab dem 31. August wieder terminiert werden.

Die geltenden Dienstanweisungen, das Schutzkonzept „Schritt für Schritt“ mit Ergänzungen für die Feier von Trauung, Taufe und Erstkommunion sowie Checklisten zur Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsplätzen sind unter https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/ zu finden.

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103403 Wed, 03 Jun 2020 11:35:51 +0200 Doppeljubiläum für Liturgie im Fernkurs https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/doppeljubilaeum-fuer-liturgie-im-fernkurs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_Teilnehmer_Liturgie-im-Fernkurs_8bf996b54a.jpg" width="150" height="85" alt="" />Bereits seit 35 Jahren gibt es über einen Fernkurs die Möglichkeit, eine Aus- und Weiterbildung in der Liturgie zu absolvieren. Trier – Gleich zwei Gründe zu feiern hat das Deutsche Liturgische Institut mit seinem Angebot „Liturgie im Fernkurs“: Passend zum 35. Jubiläum des Kurses meldete sich im Frühjahr der 5.000 Teilnehmer an. Die deutschen Bischöfe riefen vor 35 Jahren einen Fernkurs ins Leben, um allen Interessierten eine Aus- und Weiterbildung in der Liturgie zu ermöglichen. Als Liturgie werden verschiedene Gottesdienst-Formen bezeichnet. Das können sowohl Sonntags-Messen sein, als auch Taufen, Hochzeiten, Andachten oder Wort-Gottes-Feiern. In „Liturgie im Fernkurs“ lernen die Teilnehmer beispielsweise, wie und warum Gottesdienste gefeiert werden, wie dabei das Vortragen der Lesung gut gelingen kann, welche Lieder an welcher Stelle passen, oder welche liturgischen Gegenstände in einem Kirchenraum wo zu finden sind und wie er mit Blumen, Tüchern und Kerzen geschmückt werden kann.

Das Liturgische Institut in Trier organisiert den von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht der Länder der Bundesrepublik Deutschlands zertifizierten Kurs. Diplom Theologin Iris Maria Blecker-Guczki steht als Ansprechperson den Teilnehmern zur Seite, von denen rund 90 Prozent den Kurs als private Fortbildung nutzen. Die meisten Teilnehmer seien kirchlich engagiert und wollten mit dem Kurs den Hintergründen der verschiedenen liturgischen Formen näher kommen, sagt Blecker-Guczki. Außerdem sei ein Ziel des Kurses, „dass die Teilnehmer das Beziehungsgeschehen zwischen Gott und Mensch in der Liturgie besser verstehen und so den anderen Feierenden diese Beziehung eröffnen.“ Dabei helfen ihnen zwölf Lehrbriefe, begleitende Medien wie Videos und CDs sowie Studienwochenenden. In der Praxis werden sie von einem Mentor begleitet, der auch – wenn gewünscht – am Ende die Prüfung abnimmt. Über die Dauer ihres Studiums könnten die Teilnehmenden selbst entscheiden; in der Regel dauere er aber rund 18 Monate, sagt Blecker-Guczki. „Nach dem Kurs stehen viele Teilnehmer ihren Seelsorgern bei den Gottesdiensten beratend zur Seite oder leiten auch selbst Andachten oder Wort-Gottes-Feiern.“

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103400 Tue, 02 Jun 2020 09:02:00 +0200 Kein Steuergeld ohne Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kein-steuergeld-ohne-nachhaltigkeit-und-gerechtigkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_Feld_273db2c76e.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Feld" />Verbände und Organisationen fordern bei den geplanten Konjunkturprogrammen den Klimaschutz und das soziale Wirtschaften nicht zu vergessen. Trier/Koblenz/Mainz – In einem gemeinsamen Appell fordern mehr als 40 Verbände und Organisationen von der rheinland-pfälzischen Landesregierung tiefgreifende ökosoziale Maßnahmen – insbesondere bei staatlichen Stützungs- und Konjunkturprogrammen im Zuge der Corona-Krise. Den „Mainzer Appell“ haben auch zahlreiche kirchliche Gruppen unterzeichnet. Aus dem Bistum Trier sind das Vertreter des Katholikenrates, der Diözesanstelle „Weltkirche“ und der Schöpfungsinitiative Koblenz. Die Diözesankommission für Umweltfragen und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) begrüßen den Appell ebenfalls.

„Corona hat uns zu einem Stopp gezwungen. Wir sollten das als Chance nutzen, zukunftsfähiger und aufmerksamer gegenüber Ungerechtigkeiten zu werden“, betont Manfred Thesing als Vorsitzender des Katholikenrates im Bistum Trier. Der Mainzer Appell zeichne für existentielle Bereiche – Ökologie, Arbeitswelt, Wirtschaft und weltweites Miteinander – notwendige Strukturen auf, begründet Thesing seine Unterzeichnung.

Auf die globalen Auswirkungen von Krisen macht Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle „Weltkirche“ im Bistum, aufmerksam. Er betont die globale Mitverantwortung für faire und gerechte Arbeit sowie die Bedeutung von Partnerschaften und Zusammenarbeit mit Ländern des Südens. „Darum muss die Sorge um den Planeten Erde, die Sorge um das gemeinsame Haus, wie es Papst Franziskus sagt, ein roter Faden in den Anstrengungen nach der Corona-Krise sein“.

In dem Schreiben heißt es: „Im Bewusstsein, dass unsere Erde begrenzt und verletzlich ist, müssen wir unsere Wirtschaftsweise grundlegend überdenken. Der Wandel muss die biologische Vielfalt schützen und damit die Lebensgrundlagen des Menschen“. Das unterstreicht auch Günter Leisch von der Schöpfungsgruppe Koblenz: „Wirtschaftliches und soziales Handeln hängen miteinander zusammen und können nicht unabhängig voneinander gedacht werden“. Neue Konjunkturprogramme sollten diese Punkte beachten und der ökologischen sowie sozialen Zukunftssicherung höchste Priorität einräumen. „Ein ‚weiter so‘ nach der Corona-Krise, die eine gewisse Pause im wirtschaftlichen Treiben gebracht hat, kann es nicht geben“, so Leisch.

Die Verbände fordern deshalb, dass die Entscheidungen die Klimaziele des Paris-Abkommens beachten. Dies soll unter anderem durch den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs geschehen. Der Schutz der Biodiversität könne durch die Stärkung des Ökolandbaus gewährleistet werden. Zusätzlich soll eine zukunftssichere, soziale und globale Arbeitswelt und Wirtschaftsweise insbesondere durch Tarifverträge, transparente Lieferketten und Partnerschaftsprojekten aufgebaut werden.  

Zu den Erstunterzeichnern zählen Verbände und Gruppen aus dem ökologischen, Eine-Welt-, landwirtschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Bereich sowie Einzelpersonen.

Weitere Informationen gibt es auf www.bund-rlp.de/wirtschaft/mainzer-appell

(jf/red)

]]>
Koblenz Trier bistum-trier Autofasten Caritas / Soziales Finanzen Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft Schöpfung Vermischtes Weltkirche