Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Mon, 27 Jun 2022 20:18:27 +0200 Mon, 27 Jun 2022 20:18:27 +0200 Bistum Trier news-104883 Mon, 27 Jun 2022 14:07:30 +0200 Trier lädt zum „Untergang“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/trier-laedt-zum-untergang/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_Untergang_Ausstellung_Landesmuseum_c2031c5cc6.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Untergang Ausstellung Landesmuseum" />Das Museum am Dom ist beim "Untergang" dabei: Drei Trierer Museen präsentieren die große Landesausstellung zum Untergang des römischen Reichs. Trier – Trier lädt ein, dem Untergang beizuwohnen: Nicht jenem der Stadt, sondern jenem des Römischen Reiches vor rund 1.500 Jahren. Seit dem 25. Juni hat die große Landesausstellung im Rheinischen Landesmuseum, im Museum am Dom und dem Stadtmuseum Simeonstift ihre Türen geöffnet. Bis zum 27. November warten die drei Museen mit 700 Exponaten aus 130 internationalen Museen und Sammlungen sowie 300 Begleitveranstaltungen auf, die den Besucherinnen und Besuchern den Untergang des einstigen Römischen Imperiums nahebringen. Dabei knüpfen die drei Museen an die Zusammenarbeit bei zwei vorhergehenden Ausstellungen zu Kaiser Konstantin und Nero an und haben ein Budget von insgesamt 5,7 Millionen Euro zur Verfügung. 

Die Landesausstellung sei „ein kulturelles Highlight in der deutschen Ausstellungslandschaft“, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz im Vorfeld der Eröffnung. Trier habe als „Zentrum der Antike“ deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. Zum ersten Mal widmeten sich gleich drei Museen Triers einer weniger beachteten, dafür umso entscheidenderen Epoche des Römischen Reichs: der Spätantike. Für die Region Trier erwarte man eine ähnliche Wertschöpfung wie schon durch die vergangenen gemeinsamen Ausstellungen von rund neun Millionen Euro. Die Ausstellung beleuchte die Frage, wie das riesige Reich der Römer sterben und blühende Metropolen verwaisen konnten, wie der hohe Standard der Gesellschaft in Medizin und Infrastruktur zurückgeworfen wurde, doch auch, welche Traditionen weiterlebten und was das Erbe Roms bis heute ausmache.

Rolle des Christentums und der Kirche im Museum am Dom beleuchtet

Auch der Verwaltungschef des Bistums Trier, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, hob die gute Tradition der vergangenen zwei Kooperationen der drei Museen hervor. „Ich bin stolz und froh, wieder in dieser Reihe sitzen zu können und herzlich zur Ausstellung ins Museum am Dom unter dem Titel ‚Im Zeichen des Kreuzes – eine Welt ordnet sich neu‘ einzuladen“, sagte er. Der Titel möge für manche vielleicht historisch behaftet etwas anstößig wirken, doch der Untergang Roms sei verbunden mit dem Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion. „Es war nicht nur ein Untergang, sondern ein Übergang mit Brüchen, aber auch Kontinuitäten. Wir richten dabei den Blick besonders auf die Rhein-Mosel-Region, also das damalige nördliche Gallien und vermitteln einen Einblick in die Entwicklung des Christentums bis ins 7. Jahrhundert.“ Museumsdirektor Markus Groß-Morgen ergänzte, es seien neueste Forschungen etwa zum spätantiken Gräberfeld unter der ehemaligen Abteikirche St. Maximin einbezogen worden. So würden etwa archäologische Funde aus den Gräbern wie Seidenstoffe, echter Purpur und kostbarer Schmuck präsentiert, die die christlichen Eliten im 4. und 5. Jahrhundert kennzeichneten. Weitere Schwerpunkte neuerer Forschung beträfen die Datierung des Schädels und Untersuchungen am Schrein des frühen Trierer Bischofs Paulinus sowie die Innenausstattung des Trierer Doms.

 

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news-104882 Mon, 27 Jun 2022 14:02:26 +0200 Auf Gottes Spuren im Moseltal und auf den Höhen des Hunsrücks https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-gottes-spuren-im-moseltal-und-auf-den-hoehen-des-hunsruecks/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_Eroffnung_PastRaum_Bernkastel_2_Endres_a13bc9b9f3.jpg" width="150" height="100" alt="" />Auf einem Stationenweg mit Abendlob ist der Pastorale Raum Bernkastel-Kues eröffnet worden. Bernkastel-Kues – Auf einem Stationenweg mit Abendlob hoch über der Mosel hat das Leitungsteam gemeinsam mit Weihbischof Franz Josef Gebert und zahlreiche Gläubigen den Pastoralen Raum Bernkastel-Kues eröffnet. Der Weihbischof verabschiedete bei der Freiluftveranstaltung am 24. Juni das ehemalige Dekanatsteam und sendete das neue Leitungsteam in seinen pastoralen Dienst aus. Bei einem anschließenden Empfang an der „Schönsten Weinsicht 2020“ oberhalb von Lieser stand die Begegnung im Mittelpunkt.

Vier Impuls-Stationen lagen auf dem ersten gemeinsamen Weg des Pastoralen Raums unter dem Leitwort „Gottes Weg mit uns …“ über das Kueser Plateau und seine Umgebung. An der Start-Station beim Moselparkhotel begrüßte Dekan Peter Klauer die zahlreichen Gäste – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus sozialen und pädagogischen Einrichtungen, kirchlichen Gruppen und Gremien sowie den Kommunen. An der zweiten Station am Kurgastzentrum gab Pater Dr. Ralf Huning einen Impuls zum Thema „Weg-Unterbrechungen“, die für den Klinikseelsorger und geistlichen Begleiter eine zentrale Erfahrung darstellen. Einen Ausblick über den „Lebensraum“ der Mosel-Hunsrück-Region bot sich der Weggemeinschaft an der dritten Station, an der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitskreises Spiritualität die Natur und die Schöpfung ins Zentrum ihrer Betrachtungen rückten.

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news-104878 Mon, 27 Jun 2022 10:16:43 +0200 Leben im Glauben nicht auf die lange Bank schieben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/leben-im-glauben-nicht-auf-die-lange-bank-schieben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_IMG_4700_HT_e9a1df6392.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat Dr. Veit Ulrich Leo Engst zum Ständigen Diakon geweiht. Bitburg/Trier - Nach zwei Jahren pandemiebedingt kleinem Rahmen für die Diakonenweihen hat sich am 25. Juni eine große Schar von Gläubigen zu einem „Fest des Glaubens“ im Trierer Dom versammelt. Wie in der Weiheliturgie an zwei Stellen vorgesehen, bezeugten die Gäste, dass Gott den Kandidaten Dr. Veit Ulrich Leo Engst aus Wißmannsdorf in der Eifel in seinen Dienst als Ständiger Diakon berufen hat. Dieses Handeln Gottes an dem Menschen stehe im Mittelpunkt der Feier zur Weihe, erklärte Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Beginn des Gottesdienstes.

Der Neurochirurg Dr. Veit Engst hatte sich für seine Weihe die Texte vom Sonntag aus dem Buch der Könige und dem Lukasevangelium ausgesucht, in denen es um die Nachfolge Jesu geht. Bischof Ackermann stellte in seiner Predigt dar, dass es sich dabei weniger um bestärkende, einladende, sondern viel eher „in ihrer Radikalität abschreckende Texte“ handelt. Wer Jesus nachfolgen wolle, so heißt es im Evangelium, müsse bereit sein, ein Wanderleben zu führen, solle „die Toten Tote begraben lassen“ und dürfe nicht einmal Abschied von seiner Familie nehmen.

Alles Forderungen, so betonte Ackermann, deren Erfüllung vom Weihekandidaten nicht verlangt werde. Worum es wirklich gehe, erläuterte der Bischof am Blick auf das „anstößigste Beispiel“ des jungen Mannes, der seinen Vater beerdigen wollte, bevor er Jesus folge. Die Begräbnisregel in Israel zur damaligen Zeit sah vor, dass ein Sohn seinen Vater bis zum Tod pflegte und dann erst wichtige Entscheidungen treffen konnte. „Es geht also nicht um ein paar Stunden, sondern die Gefahr, das Leben im Glauben auf die lange Bank zu schieben“, erklärte der Bischof und nannte Gründe, warum Menschen auch heute definitive Entscheidungen verschieben. Die Gefahr, von der Jesus spreche, betreffe schließlich nicht nur große Entscheidungen wie eine Diakonenweihe, sondern auch kleine Alltagsdinge wie das Gebet oder den Besuch bei einem Menschen, der darauf warte.

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news-104874 Sun, 26 Jun 2022 09:15:00 +0200 Kein gewöhnliches Jahr nach dem Abi https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kein-gewoehnliches-jahr-nach-dem-abi/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_Sina-Bayer_ih_f2af9162ae.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Sina Bayer ih" />Das Felixianum hat sich als Sprach- und Orientierungsjahr für junge Menschen etabliert. Was sagt eine, die es selbst ausprobiert hat und ein Jahr im Priesterseminar lebte? Trier/Pellingen – Nach dem Abi ein Jahr zusammen mit anderen jungen Leuten wohnen, austesten, wo man im Leben und Glauben steht und wie es beruflich weitergehen soll: Sina Bayer hat das ausprobiert und ein Jahr am Felixianum, dem Sprachen und Orientierungsjahr des Bistums für junge Menschen, teilgenommen. Sina ist 22 Jahre alt und kommt aus Pellingen, studiert Religionspädagogik und Soziale Arbeit im vierten Semester in Benediktbeuern. Seit März ist sie im Praxissemester in Trier und arbeitet in einem Wohnheim für wohnungslose Menschen (Haus Lukas).

Felixianum fördert Toleranz und intensive Auseinandersetzung mit eigenem Glauben

Heute blickt sie auf die Zeit von 2019 bis 2020 zurück, als sie im Trierer Priesterseminar lebte und das Felixianum besuchte: „Ich würde das auf jeden Fall wieder so machen. Meine Zeit dort hat langfristig etwas in mir bewirkt, etwas in mir angestoßen, mir die Gelegenheit gegeben, mich tiefer mit dem Glauben auseinanderzusetzen.” Das hatte auch Einfluss auf ihren Umgang mit anderen Menschen, erzählt die Studentin: „Ich hab‘ gemerkt, wie wichtig es ist, offen auf andere zuzugehen und tolerant zu sein. Auch wurde mir klar, dass nicht jeder meine Meinung teilen muss. Im Gegenteil: Es ist sehr bereichernd, wenn es verschiedene Meinungen zu einem Thema gibt oder auch verschiedenen Arten, den Glauben zu leben und zu hinterfragen. So bleibt er immer lebendig.”

Dass junge Menschen sich mit ihrem Glauben befassen, ist heutzutage gar nicht mehr so üblich. Wenn Sina erzählt, dass sie auch Religionspädagogik studiert, schaue sie immer mal wieder in irritierte Gesichter: „Ich werde schon oft gefragt, warum ich nicht einfach nur Soziale Arbeit studiere.” Doch gerade in einem Umfeld, in dem der Glaube kritisiert werde, sei es wichtig sich zu behaupten. „Es bringt nichts, dann einfach den Mund zu halten, nur damit man keine Diskussion hat. Es ist schon wichtig, dass man zu dem steht, was man glaubt, auch wenn das manchmal schwierig ist.” Wenn sie nach ihrem Glauben gefragt wird, steht sie gern Rede und Antwort. Aufdrängen möchte sie sich allerdings nicht, betont sie.

Keine gewöhnliche WG

Den ersten Kontakt zum Felixianum hatte Sina in der 11. Klasse im Religionsunterricht am Angela-Merici-Gymnasium in Trier. „Ich bin dann später einfach noch mal dorthin gegangen und habe mir alles angeschaut. Oliver Laufer-Schmitt (Regens des Priesterseminars Trier) hat mich herumgeführt und mir erklärt, welche Angebote es gibt: Oasentage, Sprachkurse in Griechisch und Latein, Glaubenskurs, Coaching. Man muss einfach mal hingehen und dann schauen, ob es zu einem passt oder nicht. So bekommt man am besten ein Gefühl dafür. Und man sieht, dass da eben ganz normale junge Leute leben.” Anders als in gewöhnlichen WGs ist der Glaube im Felixianum essentieller Bestandteil des Alltags: „So viele junge Leute zu treffen, die wie ich für den Glauben brennen, das war schon toll. Es war auch immer jemand da, mit dem man was unternehmen konnte. Am besten hat mir allerdings gefallen, dass so viel Freude in meinen Glauben kam. Die geistlichen Tage zum Beispiel waren richtig toll, da hab ich eine richtige Freude gespürt.” Ebenso wie ihre Freude am Glauben sind auch die Freundschaften, die damals entstanden sind, noch immer vital.

Das nächste Felixianum beginnt im Herbst, Anmeldeschluss ist der 31. August. Mehr Informationen gibt es unter: www.felixianum.de.

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news-104871 Sat, 25 Jun 2022 07:01:00 +0200 Offenes Ohr nicht nur für finanzielle Probleme https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/offenes-ohr-nicht-nur-fuer-finanzielle-probleme/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_Becker_Ausschnitt_4ba896869c.jpg" width="141" height="150" alt="" />Der Bankfachberater Rudi Becker arbeitet im Fluthilfe-Team der Caritas Westeifel mit. Irrel – Wenn man Rudi Becker fragt, was seine Aufgabe im Fluthilfe-Team des Caritasverbandes Westeifel ist, schmunzelt er und gibt eine unerwartete Antwort: „Alles, was alle anderen Kollegen im Fluthilfebüro auch machen: den Menschen zuhören.“ Unerwartet ist seine Antwort deshalb, weil Rudi Becker sich als Bankfachberater für das Fluthilfe-Team gemeldet hat. Dies ist auch die Hauptaufgabe des 65-jährigene Sparkassenbetriebswirtes, aber der menschliche Kontakt, das offene Ohr für die Erfahrungen der Flutnacht und die Vermittlung von Hilfen innerhalb des Caritas-Netzwerkes ergänzen die eigentliche finanzielle Beratung.

Becker agiert vor allem als ein Vermittler, der aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung auf Augenhöhe mit Bankleuten verhandeln kann: So gelang es ihm, in der ersten Zeit nach der Flut mit ortsansässigen Banken Kredit-Sonderkonditionen für Flut-Betroffene auszuhandeln. „Die Banken sind teils mit sehr wohlwollenden Konditionen für die Finanzierung von Flutschäden eingesprungen“, weiß Becker.

Knapp ein Jahr nach der Flut geht es jetzt vor allem um die Hilfestellung beim Ausfüllen der Anträge auf Wiederaufbauhilfen bei der Investitions- und Strukturbank (ISB). Rund 50 Familien betreut der Bankfachmann zurzeit. „Das ist für die Menschen vor Ort ziemlich schwierig, da die Anträge ausschließlich online ausgefüllt werden können und sie sehr komplex sind. Auch bei der Bewilligung stockt es häufig“, weiß Becker. Doch die Bewilligung eines an die ISB gestellten Antrages ist Voraussetzung dafür, dass Flut-Betroffene Unterstützung aus Caritas-Spendenmitteln bekommen können. Hier greift das sogenannte Prinzip der „Nachrangigkeit der Hilfen“ hinter Versicherungsleistungen und staatlicher Hilfe.

Über die Beratung in Finanzfragen kommt Becker mit den Betroffenen über andere Hilfebedarfe ins Gespräch. Viele müssen das Trauma der Flut und der Zerstörung ihres Wohnraums bewältigen. Unterstützung bekommt er dabei von seiner Frau Birgitta Bauer, die als Sozialarbeiterin und langjährige Caritasmitarbeiterin einen wertvollen Erfahrungsschatz mitbringt und sich ebenfalls beim Caritasverband um Betroffene der Flutkatastrophe kümmert. Beide haben im Caritashaus der Begegnung in Irrel regelmäßige wöchentliche Sprechstunden.

Oftmals sind es aber finanzielle Probleme, die Betroffene alleine gar nicht lösen können: Sie stehen vor einem Berg von finanziellen Verpflichtungen. Steigende Energie- oder Mietkosten und explodierende Kosten im Baugewerbe bringen viele Menschen an die Grenzen, so dass auch die Schuldnerberatung oft gefragt ist.

Die Fluthilfe der Caritas Westeifel ist vertreten an den Standorten Bitburg, Daun, Irrel und Prüm. Weitere Informationen zu den Unterstützungsangeboten gibt es hier: https://www.caritas-westeifel.de/sozialedienste/familieundfrauen/fluthilfe/

(red)

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news-104877 Fri, 24 Jun 2022 14:57:50 +0200 „Wir brauchen eine kämpferische Toleranz“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-brauchen-eine-kaempferische-toleranz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/d/csm_Gauck1_4dcdefac96.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Gauck1" />In Klausen gibt es seit zehn Jahren ein hochkarätiges Kulturprogramm, das jetzt um einen besonderen Gast reicher ist: Joachim Gauck war zu Gast und sprach über Toleranz. Klausen – Seit zehn Jahren gibt es die „Kultur in der Wallfahrtskirche Klausen“. Zu diesem Jubiläum konnte Pater Albert Seul OP am 23. Juni bei seiner Gesprächsreihe einen besonderen Gast begrüßen: Bundespräsident a. D. Joachim Gauck sprach mit Seul über das Thema „Toleranz“, dem er sich auch in seinem neuen Buch gewidmet hat. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Wallfahrtskirche erlebte einen ehemaligen Bundespräsidenten, der sich nahbar und persönlich zeigte, Anekdoten und Schlaglichter auf ihn prägende Ereignisse in seinem Leben warf und sich politisch klar positionierte. 

Auf Seuls Frage, ob wir in einer Gesellschaft lebten, in der der Konsens, das Verstehen des Gegenübers die oberste Maxime geworden sei, antwortete Gauck, ein friedliches und verstehendes Miteinander sei zunächst einmal positiv. Doch Toleranz könne nicht das Wegreden von Unterschieden oder das Anerkennen wirklich jeder Haltung sein. „Wir brauchen eine kämpferische Toleranz. Toleranz ist nicht Gleichgültigkeit, nicht Indifferenz, sondern eine Haltung, die gelernt und geübt werden will.“ Ein gutes Beispiel sei aktuell der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Hier gebe es das berühmte „Schwarz und Weiß“: „Es ist selten so eindeutig, wer der Aggressor und wer das Opfer ist.“ Im Kommunismus gebe es das Mantra, unbedingt an der Macht festhalten zu wollen, und dies werde mit allen Mitteln wie Einschränkung der Bürgerrechte, Ausschaltung freier Medien, einem Geheimapparat und der Bevorzugung derer, die sich Obrigkeitstreu verhielten, auch durchgesetzt, ob in Russland oder in China, oder früher in der DDR. Dies kleinzureden oder Verständnis für Putins Kriegshandlungen zu zeigen, halte er für eine „Verzerrung der Wirklichkeit und für eine falsche Toleranz“, so Gauck, der selbst in der DDR aufwuchs und als Jugendlicher in die Opposition zum SED-Regime ging. „Einen Feind, der sich selbst zum Feind erklärt hat, kann man nicht tolerieren.“ Auch an anderer Stelle gelte es, eine klare Haltung zu zeigen und auch „intolerant“ zu sein – nämlich immer da, wo Menschenrechte, die Würde und die Freiheit in Gefahr seien.

Plädoyer für eine „geregelte Streitkultur“

Deshalb sei auch in der Politik und der Gesellschaft eine geregelte Streitkultur äußerst wichtig – die Verrohung derselben habe ihn auch dazu bewogen, sein neues Buch zu schreiben, aus dem er am Ende des Gesprächs auch vorlas. Eigene Haltungen durchsetzen oder über politische Gegner siegen zu wollen, sei an sich nichts Verwerfliches. „Doch immer nach vorgegebenen Regeln des Rechts, die Würde des Gegners bewahrend und nicht mit dem Ziel der Zerstörung des Gegenübers oder der Demokratie“, unterstrich Gauck. Insofern müsse er die AfD zwar als gewählte Partei akzeptieren, er halte sie aber für „verzichtbar“ und suche selbstverständlich auch die Debatte bei Haltungen, die er nicht hinnehmen könne. Zugleich müsse man auch die Ängste der Menschen in einer zunehmend komplexeren Welt ernst nehmen und dürfe bei aller Kritik an den Wahlergebnissen in Ost-Bundesländern nicht vergessen, dass hier über zwei Generationen unter einer Diktatur lebten und Demokratieprozesse dort nicht über Jahrzehnte wie im Westen Deutschlands wachsen konnten.

 

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Trier bistum-trier Ehrenamt Information Kultur
news-104875 Fri, 24 Jun 2022 11:30:00 +0200 Solidarisch zusammenstehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/solidarisch-zusammenstehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_0767_HT_b10e03dc9b.jpg" width="150" height="100" alt="Porträtfoto Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg im Kreuzgang des Trierer Domes" title="Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg 2020" />Generalvikar von Plettenberg hat sich zur Entscheidung von FORD geäußert, das elektrische Focus-Nachfolgemodell nicht in Saarlouis bauen zu lassen. Trier/Saarlouis – Zur Entscheidung des Autobauers FORD, nach 2025 das elektrische Focus-Nachfolgemodell nicht in Saarlouis bauen zu lassen, erklärt der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, am 24. Juni 2022 in Trier:

„Die Entscheidung von FORD, seine neuen E-Automodelle nicht in Saarlouis, sondern in Valencia zu produzieren, ist ein harter Schlag für den traditionsreichen Standort Saarlouis und das Saarland insgesamt - und eine folgenschwere Entscheidung für die Menschen, die bei FORD beschäftigt sind, für ihre Familien, für die Zulieferer. Dass ein qualitativ so hochwertiger Standort seiner Zukunftsperspektive beraubt wird, empfinde ich als bitter.

Als katholische Kirche stehen wir solidarisch an der Seite der Beschäftigten und zeigen uns solidarisch im Gebet, aber auch persönlich vor Ort: Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist bereits in engem Kontakt mit dem FORD-Betriebsrat und der IG Metall vor Ort. Beschäftigte und ihre Angehörigen, die sich um ihren Arbeitsplatz und Lebensunterhalt sorgen, können sich an die Seelsorgerinnen und Seelsorger der KAB und vor Ort wenden. Und auch die Lebensberatungsstellen des Bistums und die Dienste der Caritas stehen allen offen.       

Es ist eine schwere Zeit. Denn die Entscheidung von FORD bringt zu den aktuellen Belastungen von Corona und Ukraine-Krieg neue Verunsicherung. Umso wichtiger sind jetzt der soziale Zusammenhalt und Solidarität, um sich nicht entmutigen zu lassen. Wir als Kirche leisten dazu unseren Beitrag.“

(JR)

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Trier bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Politik / Gesellschaft
news-104872 Thu, 23 Jun 2022 06:27:00 +0200 Der Diakonat macht den Arztberuf rund https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-diakonat-macht-den-arztberuf-rund/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Veit_Engst_privat_9f63e9c86a.jpg" width="150" height="125" alt="" />Die Frage, wie denn ausgerechnet die Berufe Arzt und Ständiger Diakon zusammenpassen, hört Dr. Veit Engst nicht zum ersten Mal. Am kommenden Samstag wird er in Trier geweiht. Trier - Es sei schon seltsam, als einziger Kandidat für die Weihe zum Ständigen Diakon vor dem Bischof zu stehen. Dennoch hat sich Dr. Veit Engst für die Solo-Weihe entschieden, um „loslegen zu können“. Die Frage, wie denn ausgerechnet die Berufe Arzt und Ständiger Diakon zusammenpassen, hört Dr. Veit Engst nicht zum ersten Mal. Gerade sie ist es aber auch, die ihn nach etwa zehnjähriger „Bedenkzeit“ zur positiven Entscheidung und auf seinen Weg geführt hat, der am Samstag, 25. Juni, an einer wichtigen Station ankommt: Bischof Dr. Stephan Ackermann weiht den aus der Eifel stammenden, in Mertesdorf bei Trier aufgewachsenen Neurochirurgen zum Diakon (vgl. „Paulinus“ vom 19. Juni, Seite 8).

„Es gibt viele Fragen, die ich als Arzt ziemlich schnell beantworten kann. Aber was sage ich dem 30-jährigen Vater von zwei kleinen Kindern, der einen Hirntumor hat, den ich operieren werde, der aber fragt, was passiert, wenn er trotzdem stirbt?“ Solche Begegnungen aus seinem beruflichen Alltag hätten ihn nie wirklich losgelassen, seien im Gegenteil immer drängender geworden. Und sie fielen auf eine Basis, die im „gut katholischen Elternhaus“ grundgelegt, im Laufe der Jahre aber „eher verschütt gegangen“ waren. „Wir sind halt in die Messe gegangen“, beschreibt Ehefrau Jutta Engst das gemeinsame „Zwischenstadium“ nach Engagement in der Jugend als leidenschaftliche Messdiener.

1993 lernten sich der Arzt und die Krankenschwester aus Detzem im Trierer Brüderkrankenhaus kennen, heirateten, bekamen die Töchter Tabea und Eva – und machten sich vor allem in Zusammenhang mit deren Erziehung zunehmend Gedanken um ihren Glauben. 2004 wechselte Engst als Belegarzt ins Krankenhaus Bitburg und eröffnete das Neurozentrum Eifel, in dem er mittlerweile  mit einem Kollegen für elf Mitarbeiter zuständig ist. Drei Jahre später zog die Familie nach Wißmannsdorf. In der Pfarrei St. Matthias wurden aufgrund langer Vakanz zahlreiche Aufgaben von rührigen Ehrenamtlern übernommen. „Wir waren schnell aufgenommen und engagiert“, stimmen Jutta und Veit Engst schmunzelnd überein. Den „Dokter“, wie er in der Dorfgemeinschaft liebevoll genannt wird, trieb immer wieder die Frage um, wie er den Unterschied zwischen „helfen“ und „heilen“ besser bewältigen könnte, was er Patienten in schwierigen Situationen und mit ihren vielen Fragen anbieten könnte, statt sie alleinzulassen. „Als ich dann selber um die 50 war, sagte ich mir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Theologiestudium sei: wenn nicht jetzt, dann nie.“

Im Januar 2019 begann er 53-jährig den „Würzburger Fernkurs“. Zweieinhalb Jahre lang dauert dieses Studium, das dem Mediziner alles andere als leicht gefallen sei. „Es hat eine Zeit gedauert, bis ich gelernt habe, wie man geisteswissenschaftlich lernt“, gesteht Veit Engst. Und auch der zeitliche Faktor sei nicht wenig fordernd gewesen: aus dem OP zur spirituellen Begleitung übers Wochenende nach Springiersbach und dann wieder zurück in den Praxisalltag. „Es war aber deutlich spürbar, dass ihm das gut tut, wenn er nicht nur mit Medizin zu tun hat“, betont Jutta Engst.

Da sich in der Eifel (und nicht nur da) solche gravierenden Lebensentscheidungen nicht geheimhalten lassen, hörten der Arzt und seine Frau sehr bald erste Kommentare: Abgesehen davon, dass er schon mit „Herr Pastor“ angesprochen wurde, sei vor allem die Freude in der 11 000 Seelen-Gemeinde mit einem Pfarrer und einer Gemeindeassistentin über die nahende Verstärkung sehr groß gewesen. In der früheren Pfarreiengemeinschaft Rittersdorf – heute ist es die Pfarrei St. Matthias Südliche Eifel – habe es zudem noch nie einen Diakon gegeben.  Ein wenig Sorge hat Jutta Engst, dass es viel zu viel werden könnte für ihren zu Perfektionismus neigenden Mann.

Der gibt zu, beim Weihekurstreffen im Januar „mal ziemlich am Boden“ gewesen zu sein wegen  den Themen in Zusammenhang mit der kirchlichen Sexualmoral und Missbrauch. „Ich kann aber versuchen, es besser zu machen, ein authentisches Bild von Kirche zu geben. Schließlich geht es ja nicht um die Institution, sondern um Gott und sein Dasein für uns Menschen“, betont Engst, der darauf brennt, loslegen zu können – auch mit seinem Praxisprojekt nach Coronapausen: Mit neun Ehepaaren aus der Pfarrei gehe es nach dem Auszug der Kinder um Neuorientierung und Sinnfindung unter Einbeziehung von Gott.

(Christine Cüppers)

Der Weihegottesdienst findet am Samstag, 25. Juni ab 10 Uhr, im Trierer Dom statt und kann im Livestream mitverfolgt werden. 

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news-104873 Wed, 22 Jun 2022 14:58:45 +0200 Austausch zwischen Politik und Kirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/austausch-zwischen-politik-und-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/7/csm_Bischof_ParlamentarierBT_220621_ecdaba3d01.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Bischof ParlamentarierBT 220621" />Bischof Ackermann hat in Berlin Parlamentarier getroffen und sich mit ihnen zu Themen wie dem Ukraine-Krieg und Klimaschutz ausgetauscht. Berlin/Trier – „Was bringen wir als Kirche in die Gesellschaft ein?“ Wenn Politik und Kirche in den Austausch treten, geht es immer auch um diese Frage – so auch am 21. Juni, als Bischof Dr. Stephan Ackermann sich mit Bundestagsabgeordneten aus dem Bistum Trier getroffen hat. Ackermann hatte sich zum Treffen des Ständigen Rats der Deutschen Bischöfe in Berlin aufgehalten und die Gelegenheit genutzt, die Parlamentarier ins Katholische Büro Berlin zu einzuladen.

Bei dem Austausch ging es unter anderem um die Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg und Fragen des Klimaschutzes, aktuelle politische Themen, um die Situation der Kirche, speziell die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt, sowie die Pfarreienreform im Bistum Trier in Folge der Diözesansynode.
 

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news-104867 Mon, 20 Jun 2022 15:34:08 +0200 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/denn-wo-dein-schatz-ist-da-ist-auch-dein-herz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Firmung_WB_Gebert_Dom_873fa96655.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert spendet rund 80 Trierer Jugendlichen im Dom das Sakrament der Firmung. Trier – In drei Gottesdiensten am 17. und 18. Juni im Trierer Dom hat Weihbischof Franz Josef Gebert rund 80 jungen Menschen das Sakrament der Firmung gespendet. Sie kommen hauptsächlich aus der Pfarrei Heilige Edith Stein sowie den Pfarreiengemeinschaften Ehrang-Pfalzel-Biewer und Heiligkreuz.

Zusammen mit fünf weiteren Terminen seit dem 14. Mai fanden damit insgesamt acht Gottesdienste in Trier statt, in denen der Weihbischof über 200 Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren das Sakrament des Heiligen Geistes spendete. Die jungen Menschen aus den Trierer Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften hatten sich nach einem gemeinsamen, pfarreiübergreifenden Konzept auf ihre Firmung vorbereitet, wie der Gemeindereferent der Pfarrei Hl. Edith Stein, Maik Bierau, erläutert. Die Vorbereitung stand unter dem Leitwort „Begeistert sein, begeistert werden“ und bot in 30 verschiedenen Projekten die Gelegenheit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, „die in besonderer Weise von einer Sache ‚begeistert‘ sind und dies an die Firmbewerberinnen und -bewerber weitergeben“, sagt Bierau über das Konzept. In einem jeweiligen Vorgespräch gaben er und die Firmlinge dem Weihbischof einen Einblick in ihren Weg hin zur Firmung.

Die Firmung sei ein Zeitpunkt, sich „zu bekennen“ und zu fragen, was im Leben wirklich zähle, was wichtig sei und wofür man sich einsetzen möchte, sagte Gebert in seiner Predigt im Gottesdienst am 17. Juni. Die Dinge, die uns „reich“ machten, könne man nicht besitzen, sondern sie seien geschenkt. Dazu gehörten einerseits die anderen Menschen, die mit ihrem Beitrag das eigene Leben bereicherten. Darüber hinaus gebe es eine weitere, von Gott kommende Dimension, „die uns einen großen, weiten Horizont über das Irdische hinaus eröffnet“, sagte Gebert.

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news-104864 Fri, 17 Jun 2022 10:51:36 +0200 Vorbilder für Fairness im Sport gesucht https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/vorbilder-fuer-fairness-im-sport-gesucht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/d/csm_plakat_a4_hoch_8a60a6ec47.jpg" width="150" height="91" alt="" />Der DJK-Sportverband im Bistum Trier verleiht am 2. September den mit 2.500 Euro dotierten Ethikpreis. Trier – Zum sechsten Mal lobt der katholische DJK-Sportverband im Bistum Trier den Ethikpreis „Der Mensch im Sport“ aus. Mit diesem besonderen Preis möchte der DJK auf Menschen aufmerksam machen, die sich für ein christliches Menschenbild im Sport und durch den Sport einsetzen. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Bistum, Sport, Förderern und DJK befindet über die Bewerbungen. Die Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Preis ist am 2. September im Park der Generationen in Ochtendung und wird vom Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters vorgenommen. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2022

Es sind oft die kleinen Verdienste, die Großes bewirken und die durch den DJK-Ethikpreis besonders herausgestellt werden sollen. Der Preis richtet sich daher an Menschen oder Gruppen, die sich durch besonderes Vorbild, durch besondere Förderung sportlich fairen Verhaltens, der Integration und Inklusion durch Sport oder durch Aussagen und Arbeiten in der christlich orientierten Sportethik ausgezeichnet haben. Insbesondere denken die Initiatoren in der aktuellen Lage an die Integration ukrainischer Flüchtlinge oder auch an die Hilfe im Rahmen der Flutkatastrophe an der Ahr und der Eifel. Bewerbungen können aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Bistums Trier kommen.

„Sport und mehr“, so lautet die Devise des DJK-Sportverbandes, der als katholischer Sportverband in ökumenischer Offenheit bundesweit rund 500.000 Mitglieder in über 1.000 DJK-Vereinen vertritt. Im Jahre 1920 in Würzburg gegründet, hat sich die DJK die Förderung des sachgerechten Sports, die Förderung der Gemeinschaft und die Orientierung an der christlichen Botschaft zu Leitmotiven gemacht. Der DJK-Sportverband im Bistum Trier betreut in 84 Vereinen im Saarland und Rheinland-Pfalz insgesamt 27.000 Mitglieder, davon sind etwa 13.000 Kinder und Jugendliche. Der DJK-Sportverband ist eine anerkannte gemeinnützige Organisation zur Förderung des Sportes.

Alle Materialen zum DJK-Ethikpreis stehen auch auf: https://djk-dv-trier.de/de/werte-leben/djk-ethikpreis-im-bistum-trier/
(tef)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bildung Caritas / Soziales
news-104863 Fri, 17 Jun 2022 09:44:30 +0200 Sterbende begleiten und Angehörigen Trost aus dem Glauben spenden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sterbende-begleiten-und-angehoerigen-trost-aus-dem-glauben-spenden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/image/Sterberituale1-uk.jpg" width="4448" height="3336" alt="" />Das Bistum Trier stellt die stark erweiterte Neuauflage seines „Sterberituale“ vor. Diese enthält auch Anregungen für Segens- und Gebetsfeiern nach dem Versterben. Trier – Um sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Begleitung, Trost und Hoffnung aus dem Glauben geben zu können, hat das Bistum Trier eine stark erweiterte Neuauflage seines Buches für gottesdienstliche Feiern am Sterbebett herausgegeben. Bietet die 2014 erschienene und inzwischen fast vergriffene Erstauflage des sogenannten „Rituale“ Vorlagen zur Gestaltung der Sterbestunde, enthält die Neuauflage auch Anregungen für Segens- und Gebetsfeiern nach dem Versterben. Eine weitere Neuerung sind die Feier von Abschied und Segen für ein verstorbenes Kind sowie Kinder, die tot zur Welt kommen. Die Gestaltungsvorlagen enthalten ausgewählte Bibeltexte sowie Texte in Anlehnung an die Heilige Schrift. Für Personen ohne starke religiöse Bindung gibt es ebenfalls Vorlagen für die Gestaltung einer Segensfeier unter anderem mit Gedichten.

„Menschen angesichts des bevorstehenden Todes zu begleiten durch Gebet und Zuspruch aus dem Glauben ist seit jeher eine zutiefst christliche Aufgabe“, sagt Stefan Nober, in der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat Trier zuständig für die Trauerpastoral. Nicht mehr jedes Krankenhaus habe einen eigenen Krankenhauspfarrer, der in der Sterbestunde per Rufbereitschaft verfügbar ist. Die Vorlagen eigneten sich für Feiern, die jeder Christ leiten könne. Das von Bischof Dr. Stephan Ackermann autorisierte „Rituale“ mache deutlich, dass die Kirche auch weiterhin Sterbenden beistehen wolle und biete mit dem Buch eine verbindliche Form an. „Die Frage nach dem seelsorglichen Beistand, wie man das Leid auffängt und Hoffnung aussprechen kann, ist nicht an einen Priester gebunden“, sagt Nober, betont aber auch, dass das „Rituale“ nicht als Ersatz für die Krankensalbung gedacht seien, sondern als Ergänzung.

An der Neuauflage mitgeschrieben haben die saarländischen Krankenhausseelsorgerinnen Martina Paulus (Marienhausklinik St. Josef Kohlhof) und Andrea Michely (Knappschaftsklinikum Sulzbach). Michely wurde 2006 vom Bistum beauftragt, alternative Formen der Segens- und Gebetsfeiern zu entwickeln. Dies mündete 2010 in eine vom Bistum eingerichtete Arbeitsgruppe, die sich unter anderem auf ihre Erfahrungen stützte. Zu den Feiern gehören Rituale wie das Anzünden einer Kerze, das Berühren des Sterbenden oder des Verstorbenen oder ihn – auf Wunsch – mit Weihwasser zu segnen und gemeinsam das Vaterunser zu sprechen. „Diese zeichenhaften Handlungen zeigen Wirkung in einem Moment, wo Worte schon fast zu viel sind“, sagt Michely. „Neben Andrea Michely, Martina Paulus und Stefan Nober gehörten Dr. Christoph Zimmermann-Wolf, Klinikseelsorger in Neuwied, und Dr. Andreas Poschmann vom Deutschen Liturgischen Institut Trier zum Redaktionsteam des Buches.“

Die Neuauflage bietet nun auch Gestaltungsvorschläge für eine Abschiedsfeier nach dem der Mensch verstorben ist. „In unserem Abschiedsraum wird der Verstorbene aufgebahrt und die Angehörigen können im Kreise der Familie Abschied nehmen“, sagt Martina Paulus, die federführend an den Vorlagen für Segensfeiern für verstorbene Kinder mitarbeitete. Dies sei auch für Pflegekräfte eine gute Gelegenheit, Abschied zu nehmen: „Viele Kinder sind über Monate bei uns auf der neuropädiatrischen Station und den Pflegerinnen und Pflegern ans Herz gewachsen. Auch ihnen tut der feste Rahmen gut“, sagt Paulus.

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news-104860 Wed, 15 Jun 2022 16:23:03 +0200 Immer mehr Handlungsfelder für die Familienbildungsstätten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/immer-mehr-handlungsfelder-fuer-die-familienbildungsstaetten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/8/csm_Mitglieder-der-DiAG_ih_1cdb4b2d8e.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Diözesane Arbeitsgemeinschaft benennt im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung die aktuellen Herausforderungen. Bistumsweit/Trier – „Der Zulauf in den 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier steigt kontinuierlich.” Das berichtet Iris Emmerich, Vorstandssprecherin der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Familienbildungsstätten (FBS) im Bistum Trier bei ihrer Mitgliederversammlung am 15. Juni.

In den vergangenen zwei Jahren seien stetig neue Zielgruppen hinzugekommen wie etwa Kinder und Jugendliche, deren Alltag durch die Corona-Beschränkungen aus den Fugen geraten sei, oder Geflüchtete aus der Ukraine. „Die Felder, in denen wir uns engagieren, werden immer zahlreicher”, erklärt Emmerich. Zurzeit gebe es von Bund und Land zahlreiche Förderungen, daher stünden momentan viele gebührenfreie Kurse für Familien auf dem Programm. Auf Dauer werden man dies aber nur schwerlich beibehalten können. „Spätestens, wenn in ein, zwei Jahren die Förderungen auslaufen, wird das schwierig”, sagt Vorstandsmitglied Felicitas Flöthner (FBS Koblenz). „Viele Familien werden dann abwägen müssen, ob sie außerschulische Bildungsangebote weiterhin wahrnehmen möchten – oder ob sie das finanziell überhaupt stemmen können. Wir müssen nun überlegen, wie wir perspektivisch damit umgehen. Das ist für uns natürlich eine große Herausforderung.”  Für die Familien seien die FBS weit mehr als nur Kurse und Bildungsangebot: „Die FBS sind Netzwerke, in denen wir die Resilienz der Familien stärken wollen, damit sie sich besser auf aktuelle und künftige Herausforderungen wie beispielsweise die Inflation einstellen können. Und da sehen wir uns klar als Anwältinnen der Familien”, betont Flöthner.

Begegnung ist großer Mehrwert der FBS

Während Corona habe man zügig auf die Pandemie-Bedingungen eingestellt, etwa Eltern-Kind-Formate, die musikalische Früherziehung sowie Bewegungsangebote online durchgeführt, eine Beratungsplattform entwickelt und eine Seniorenpost eingerichtet. „ Wir haben sehr darauf geachtet, dass der Kontakt zu den Menschen nicht abreißt”, berichtet Emmerich. „Das wussten gerade ältere Menschen, aber auch unsere Kooperationspartner zu schätzen”. Manche Formate werden digital bleiben, die meisten können inzwischen aber wieder in Präsenz stattfinden. „Alle wollen wieder kommen”, freut sich Emmerich. Denn gerade die Begegnung sei ein nicht zu unterschätzender Mehrwert der FBS. „Familienbildungsstätten sind Lernorte für das Bistum, und damit Zukunftsorte von Kirche.”

Hintergrund

Die Arbeit der 15 Katholischen Familienbildungsstätten (FBS) im Bistum Trier ist ebenso vielseitig wie die Sozialräume, in denen sie sich abspielt. Schwerpunkte sind Angebote an Schulen und Kitas, beispielsweise in Form von Sprachförderung, Hilfe bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Projekte für sozial Benachteiligte, Integrationsförderung und generationenübergreifende Arbeit. Ein wichtiger Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden vor Ort. Weitere Informationen gibt es aufwww.katholische-familienbildungsstaetten.de.
(ih)

 

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news-104857 Tue, 14 Jun 2022 12:28:30 +0200 Immer mehr Menschen suchen Hilfe bei der TelefonSeelsorge https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/immer-mehr-menschen-suchen-hilfe-bei-der-telefonseelsorge/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/0/csm_Beklebter-Bus-Telefonseelsorge-hinten_4c74a4d502.jpg" width="150" height="150" alt="" />Die TelefonSeelsorge steht an 365 Tagen rund um die Uhr für Ratsuchende zur Verfügung. In der Trierer Dienststelle wurden 2021 circa 12.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche geführt. Trier – Der jüngst veröffentlichte Jahresbericht 2021 „Die Menschen hören – Krisentelefon in Krisenzeiten“ der TelefonSeelsorge Trier zeigt, wie sehr die Corona-Pandemie viele Menschen zusätzlich belastet, beeinträchtigt und verunsichert hat. 1956 als eine der ersten Einrichtungen zur Suizidprävention gegründet, steht die TelefonSeelsorge an 365 Tagen rund um die Uhr für Ratsuchende zur Verfügung. In der Trierer Dienststelle führten im vergangenen Jahr 73 geschulte Ehrenamtliche und 2 hauptberuflich Tätige rund 12.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche am Telefon – ein Anstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und um 14 Prozent im Vergleich zu 2019. Zugleich stieg die durchschnittliche Gesprächsdauer in den vergangenen drei Jahren um vier Minuten.

Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen

Rund 7.000 der Beratungs- und Seelsorgegespräche wurden zwischen 8 und 20 Uhr geführt, rund 5.000 in den Abend- und Nachtstunden zwischen 20 und 6 Uhr. Zwei von drei Personen wählen mehr als einmal die Nummer der TelefonSeelsorge, obwohl sie bereits professionell therapeutisch begleitet werden, spezifische Medikamente einnehmen oder Angehörige ins Vertrauen gezogen haben – ein deutliches Anzeichen dafür, dass diese Maßnahmen aus Sicht der Betroffenen nicht ausreichen, erklärt Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der TelefonSeelsorge Trier. „Den Menschen zuhören be­deutet, sich in Ängste und Sorgen derjenigen einzufühlen, die trotz unseres weitverbreiteten Wohlstands ein Grundvertrauen in Gott und die Welt in Frage stellen. Als Seismographen ge­sellschaftlicher Entwicklungen erfahren wir in der TelefonSeelsorge, wie viele Menschen mit ihren Kräften schon lange am Ende sind oder sich erneut am Ende fühlen, keine Entwicklungs- und Lö­sungsmöglichkeiten mehr sehen und sich trotz eines gewachsenen Unterstützungsangebotes mit ihren Sorgen allein fühlen.“ Ein einzelnes Gespräch löst nicht alle Probleme, könne jedoch entlasten und neue Perspektiven aufzeigen.

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news-104856 Mon, 13 Jun 2022 15:55:58 +0200 Wer glaubt, ist nie allein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wer-glaubt-ist-nie-allein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/d/csm_Firmung_Gebert_himmerod_4a3b85cd25.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert spendet im ehemaligen Kloster Himmerod 13 jungen Menschen das Sakrament der Firmung. Großlittgen – Erstmals hat Weihbischof Franz Josef Gebert im ehemaligen Kloster Himmerod Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Am Ort des zukünftigen zentralen Jugendhauses des Bistums empfingen am 11. Juni in der ehemaligen Abteikirche 13 junge Menschen das bestärkende Sakrament des Heiligen Geistes.

In einem Vorgespräch im Pfortenhaus begegneten sich der Weihbischof und die Firmlinge, die aus den Pfarreiengemeinschaften Landscheid und Manderscheid kommen und sich gemeinsam in der Firmgruppe „Rund um Himmerod“ vorbereitet hatten. Jugendpfarrer Peter Zillgen begleitete sie während dieser Zeit. Dabei standen Themen wie „Mein Leben und ich“, „Die Frage nach Gott“ und „Meine Entscheidung“ im Mittelpunkt. Daneben engagierten sich die 14- und 15-Jährigen in sozialen Projekten.

Das Leitwort der Vorbereitung „Wer glaubt, ist nie allein“ griff Weihbischof Gebert in seiner Predigt in der ehemaligen Klosterkirche auf. Es stehe nicht nur mit der Firmung in Verbindung, sondern auch mit dem Hochfest der Dreifaltigkeit am zweiten Sonntag nach Pfingsten. Das Leitwort verweise auf einen Gott, der Gemeinschaft sei in Vater, Sohn und Heiligem Geist. „Der Heilige Geist schafft die Beziehung zwischen Gott und Welt und zwischen ihm und uns“, sagte Gebert. Darüber hinaus sei der Heilige Geist wie eine „göttliche DNA“ in unserem Innern. „Vom Geist erfüllt zu sein, heißt der Ort zu sein, in dem Gott in uns wirkt.“ Dieser „Ort“ seien oft die ganz persönlichen Begabungen. „Der Nachweis dieser göttlichen DNA in jeder und jedem ist die Liebe“. Sie zeige sich darin, wie man sein Leben gestalte und mit anderen umgehe, denn „dort sind wir Gott am meisten verwandt“, sagte Gebert.

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news-104853 Mon, 13 Jun 2022 11:22:20 +0200 Liturgie bleibt stets im Wandel https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/liturgie-bleibt-stets-im-wandel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_Jubilaum_DLI_Bischof_Linnenborn_4c6da1e17c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Deutsche Liturgische Institut (DLI) hat sein 75-jähriges Jubiläum in Trier gefeiert. Trier - Das Deutsche Liturgische Institut (DLI) hat am 12. Juni 2022 sein 75-jähriges Jubiläum in Trier gefeiert. 1947 gegründet, prägte das DLI mit Sitz in Trier unter anderem die liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils mit und nimmt bis heute wichtige Aufgaben zur Förderung der Liturgie im deutschen Sprachgebiet wahr.

„Besonders in der Zeit vor und nach dem Konzil gingen von Trier weitreichende Impulse für die Erneuerung des Gottesdienstes aus, die das Liturgische Institut zu einer ‚Marke‘ werden ließen, die bis heute in der Fachwelt einen klangvollen Namen hat“, betonte Pfarrer Dr. Marius Linnenborn, Leiter des DLI, bei der Vorstellung der Festschrift Für die Förderung und Erneuerung der Liturgie. 75 Jahre Deutsches Liturgisches Institut 1947–2022. Die Aufgaben des Instituts gingen nicht aus: „So wie die Kirche sich immer erneuert, ist auch die Liturgie nie ein für alle Mal fertig“, so Pfarrer Linnenborn.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-104852 Mon, 13 Jun 2022 10:35:00 +0200 Markt der Erinnerungen im Kloster Himmerod https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/markt-der-erinnerungen-im-kloster-himmerod/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm_IMG_6573_c284e10ce9.jpg" width="150" height="100" alt="" />Antik- und Flohmarktbegeisterte sollten sich am Wochenende einen Termin in Himmerod vormerken: Beim Markt der Erinnerungen stehen Möbel, Porzellan, Devotionalien und Raritäten zum Verkauf. Himmerod – Ob großer Holzesstisch, Standuhr, Porzellan, Gläser oder Raritäten: Der Markt der Erinnerungen am Wochenende nach Fronleichnam im ehemaligen Kloster Himmerod lässt die Herzen Antik- und Flohmarktbegeisterter höherschlagen. Derzeit laufen in der früheren Zisterzienserabtei die Vorbereitungen zur Umwandlung des früheren Konventgebäudes in das zentrale Jugendhaus des Bistums Trier. Die Räumung des gesamten Gebäudes, einschließlich der weitläufigen Dachböden und Kellerräume, ist nahezu abgeschlossen. Inventarisierte Kunstobjekte wurden eingelagert, um sie während der zweijährigen Umbauphase zu sichern. Ausgewählte repräsentative Möbelstücke aus den Zimmern des ehemaligen Gästetrakts wurden an die „Klosterherberge“ ausgeliehen, um die dortigen Räume aufzuwerten. Weiteres Mobiliar, vor allem Betten und Kleiderschränke, aber auch Hausrat, Porzellan und Besteck, hat der Kloster Himmerod o.cist. e.V., der Träger des Klosters, zur Einrichtung von Wohnungen für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Doch viele schöne Erinnerungsstücke warten noch auf ihre weitere Verwendung: Daher veranstaltet der Trägerverein am Samstag und Sonntag, 18./19. Juni, einen großen Markt im spätgotischen Kreuzgang des Klosters.

Möbelstücke und weitere Einrichtungsgegenstände, auch große Esstische, Standuhren, Porzellan, Gläser, Besteck und diverse Raritäten werden sicher ihre Liebhaber finden. Eine besondere Sammlung bietet eine große Auswahl von Kruzifixen, Heiligenbildern und -statuen sowie andere Devotionalien. Während der Öffnungszeiten am Samstag von 10-16 Uhr und am Sonntag von 11.15 bis 13 Uhr werden im Innenhof des Kreuzgangs auch Getränke und hausgemachte Kuchen angeboten. Der Erlös des „Marktes der Erinnerungen“ kommt in voller Höhe dem Projekt „Jugendhaus“ zugute.
(sb)

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Trier bistum-trier Kultur Orden Vermischtes
news-104851 Fri, 10 Jun 2022 12:19:30 +0200 Philosophin, Frauenrechtlerin und Heilige: Gedenken an Edith Stein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/philosophin-frauenrechtlerin-und-heilige-gedenken-an-edith-stein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_Sankt-Augustinus_Pfarrei-Hl-Edith-Stein_50c811a4b7.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Sankt Augustinus Pfarrei Hl Edith Stein" />Zum 80. Mal jährt sich der Todestag der hl. Edith Stein. Philosophin, Frauenrechtlerin, zum Christentum konvertierte Jüdin - durch die Nazis ermordet. Die Pfarrei Hl. Edith Stein gedenkt ihrer Patronin. Trier – Zum 80. Mal jährt sich 2022 der Todestag der Heiligen Edith Stein – einer deutschen Philosophin und Frauenrechtlerin, die 1942 von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. 1998 sprach Papst Johannes Paul II. sie heilig. Für die nach der Hl. Edith Stein benannte Pfarrgemeinde in Trier ist das Anlass, Leben und Wirken der Pfarrpatronin mit einer Veranstaltungsreihe in Erinnerung zu rufen. „Edith Stein hat in ihrem Leben zahlreiche Brücken geschlagen: zum Judentum, ihrer Herkunftsreligion, zur Wissenschaft, in der sie sich als Philosophin einen Namen gemacht hat, und auch zur Rolle der Frau in der Gesellschaft, für die sie sich als Vorkämpferin eingesetzt hat. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir wieder wachsenden Antisemitismus sehen, kann sie Vorbild für eben solche Brücken zwischen den Menschen sein“, erklärt Pfarrer Dr. Michael Bollig.
 

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Trier bistum-trier Bildung Information Pfarreien
news-104847 Thu, 09 Jun 2022 11:58:06 +0200 Die Kirche mit anderen Augen sehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-kirche-mit-anderen-augen-sehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_Sehbehindertensonntag_DBSV-Friese_99d2204db4.jpg" width="150" height="100" alt="Frau mit Lupe in Kirchenbank" title="Frau mit Lupe in Kirchenbank" />Das Thema "Sehbehinderung" auch in der Kirche mehr in den Fokus zu rücken ist Ziel eines Aktionsmonats. Dazu gibt es spannende Ideen und Materialien für Kirchengemeinden. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen Augen sehen – dazu lädt der „Sehbehindertensonntag“ ein. Der bundesweite Aktionsmonat findet im Juni statt. Ein Bündnis aus Kirchen und Selbsthilfe hat dafür eine ganze Reihe von Aktionsideen rund um das Thema „Kirche und Sehbehinderung“ veröffentlicht.

Ein Beispiel ist die Begehung von Kirchen mit speziellen Brillen, die den Seheindruck eines sehbehinderten Menschen simulieren. Außerdem finden sich in der umfangreichen Broschüre Bausteine für einen speziellen Gottesdienst, für die Gruppenarbeit mit Kommunionskindern und Firmlingen, oder Projektideen zur Erstellung von Audiokirchenführern für sehbehinderte Menschen. Aber auch im übertragenen Sinn wird angeregt, die Perspektive sehbehinderter Menschen einzunehmen, etwa bei einer Informationsveranstaltung mit Filmvorführung. Die Broschüre setzt auf gemeinsame Aktivitäten sehbehinderter und sehender Menschen aller Altersgruppen. Ergänzt werden die vorgeschlagenen Aktionen durch Hintergrundinformationen und Tipps für mehr Barrierefreiheit und Inklusion in den Kirchengemeinden – auch über den Aktionsmonat hinaus.

Im Bistum Trier stehen die Belange sehbehinderter Menschen schon lange auf der Agenda: Hier gibt es eine Arbeitsstelle für Blinde und Sehbehinderte Menschen, die monatlich das von Ehrenamtlichen gelesene Format „Trierische Tonpost“ und zum Advent einen „klingenden Adventskalender“ herausbringt. Arbeitsstellenleiterin nadja Merz wirbt für den Aktionsmonat: „Ich hoffe, dass sich viele Kirchengemeinden beteiligen, denn das Thema Sehbehinderung trifft doch viele Menschen in den Gemeinden. Und die Kirche im Bistum hat sich ja auf die Fahnen geschrieben, für alle Menschen in ihren Lebensrealitäten da sein zu wollen. Dazu gehören auch Blinde und Sehbehinderte. Deshalb würden wir uns freuen, möglichst viele Haupt- und Ehrenamtliche in unseren Kirchengemeinden zu Projekten auch über den Monat heraus gewinnen zu können.“

Die Broschüre steht gedruckt im DIN-A4-Format, als Audiodatei und als barrierefreies PDF-Dokument zur Verfügung. Die Aktionen werden mit kostenlosen Materialien wie Lesezeichenlupen und Brillen zur Simulation einer Sehbehinderung unterstützt. Bestellt werden können die Materialien unter: www.sehbehindertensonntag.de oder per Tel.: 030-285387171. Weitere Informationen gibt es auch auf www.tonpost.de.

Initiatoren des Aktionsmonats sind der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Dachverband der evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge (DeBeSS) und das Deutsche Katholische Blindenwerk (DKBW). Der „Sehbehindertensonntag“ wird gefördert durch die Aktion Mensch.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Inklusion
news-104846 Wed, 08 Jun 2022 16:12:36 +0200 Runde für Runde ein Baum https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/runde-fuer-runde-ein-baum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Stadtradel2quer_d795a2570c.jpg" width="150" height="90" alt="Radfahrer vor dem Trierer Dom" title="Stadtradel2quer" />Beim Domradeln am 7. Juni kamen Spenden für 72 Baumsetzlinge für ein Aufforstungsprojekt in Bolivien zusammen. Trier – Radeln für Bäume. Für insgesamt 72 Baumsetzlinge in einem Aufforstungsprojekt in Bolivien haben 24 Teilnehmende des Bistums Trier beim diesjährigen „Domradeln“ am 7. Juni Spenden gesammelt. Das Domradeln ist eine Aktion des Bistums im Rahmen des „Stadtradelns“, einer Initiative verschiedener Kommunen, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Beim Domradeln legen die Teilnehmenden zuvor einen Spendenbetrag für eine gewisse Strecke fest. Mit den Radrunden um den Dom werden Baumpflanzprojekte in Bolivien unterstützt. Mit 5 Euro kann die Pflege eines Setzlings ermöglicht werden.

„Wir haben über 361 Kilometer zusammenbekommen – ein tolles Ergebnis“, sagt Katharina Nilles, Bolivien-Referentin bei der Diözesanstelle Weltkirche. Im vergangenen Jahr kamen trotz Corona-Einschränkungen sogar rund 600 Spendenkilometer zusammen. Damit konnten 120 Baumsetzlinge finanziert werden, mit denen Flächen im Amazonas-Regenwald wieder aufgeforstet wurden, die den Waldbränden der Jahre 2019 und 2020 zum Opfer gefallen waren.

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft Weltkirche
news-104845 Wed, 08 Jun 2022 09:15:00 +0200 Jugend im Bistum springt für den Frieden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jugend-im-bistum-springt-fuer-den-frieden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_Trierer_Gruppe_beim_Springen1_0fb5af509a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Rund 80 Jugendliche und junge Erwachsene sind mit der Abteilung Jugend im Bistum Trier über Nacht zur Echternacher Springprozession gepilgert. Trier/Echternach – Es ist schon ein ungewöhnlicher Anblick: Früh morgens um halb sechs füllt sich am 7. Juni die Basilika Sankt Willibrord im luxemburgischen Echternach mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die kurz darauf vom Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters zum Jugendgottesdienst begrüßt werden. Schon am Vorabend, also am Pfingstmontag, sind sie aufgebrochen, um mehrere Kilometer durch die Nacht zu pilgern – niemand hat bisher auch nur ein kurzes Nickerchen gemacht. Denn für vier Pilgergruppen hat die Abteilung Jugend im Bistum Trier im Bischöflichen Generalvikariat die Nachtwallfahrt „Route Echternach“ organisiert, die nach zwei Jahren coronabedingter Pause nun endlich wieder stattfinden kann.

Auf verschiedenen Routen zwischen acht und 16 Kilometern Wegstrecke wanderten die rund 80 Jugendlichen zur Echternacher Springprozession. Die traditionsreiche Prozession, an der 37 Gruppen aus verschiedenen Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen teilnehmen, gilt als Zeichen der Verbundenheit. So freute sich auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann in der feierlichen Eröffungsandacht am Montag, darüber, dass die Tradition wieder aufleben kann: „Das Band der Verbundenheit zwischen den Bistümern Luxemburg und Trier ist in der Corona-Zeit nicht abgerissen, wenn es auch notgedrungen etwas schmäler war. Fest geblieben ist es dennoch.“ (Predigt im Wortlaut)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-104843 Tue, 07 Jun 2022 13:36:00 +0200 Gott rockt mit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-rockt-mit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_Gott-am-Ring_Grupp_sb_616adcd164.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Gott am Ring Grupp sb" />Kirche soll dahin gehen, wo Menschen sind. An Pfingsten ist das auch eines der größten Rock-Festivals Deutschlands. Das ökumenische Angebot hat sich dort gut etabliert. Nürburg – Eine leere Bierdose landet mit lautem „Klonk“ in dem Einkaufswagen am Zaun direkt an der Straße zum Festivalgelände von „Rock am Ring“ in der Eifel. „Danke!“ schallt es vielstimmig von der Gruppe vor einem großen Zelt hinter dem Zaun. Auf gemütlichen Campingstühlen sitzen junge Leute, die sich hier haupt- und ehrenamtlich engagieren. Sie unterhalten sich gut gelaunt, versuchen sich an Zaubertricks, andere versorgen eine sichtlich angeschlagene Festivalbesucherin mit Mineralwasser. Die Dosen und Flaschen aus dem Einkaufswagen sammeln sie zwischendurch immer wieder ein und spenden den Pfand-Erlös nach dem Festival an die Tafel in Daun und an den „Markt für Leib und Seele“ in Adenau. „Gott am Ring“ steht in fetten Lettern auf der schwarzen Jurte.

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Trier bistum-trier Jugend Vermischtes
news-104844 Tue, 07 Jun 2022 12:36:00 +0200 Miteinander von Pastoralen Räumen und Verwaltung im Fokus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/miteinander-von-pastoralen-raeumen-und-verwaltung-im-fokus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm__MG_2663_a_339752a74f.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bistumskonferenz_Juni2022_Plenum_JR" />Die Leitungen der Dekanate und Pastoralen Räume sind mit der Bistumsleitung zum Austausch zusammengekommen. Trier – Die Strukturen im Bistum Trier verändert sich – das zeigt sich auch bei den Konferenzen: Zum ersten Mal sind die Leitungsteams aus den zum 1. Januar 2022 errichteten Pastoralen Räume (PastR) mit der Bistumsleitung zum Austausch zusammengekommen. Auch die Leitungen der 18 Dekanate, die zum 1. Januar 2023 zugunsten der Errichtung von 20 weiteren Pastoralen Räumen aufgehoben werden, waren bei dem Treffen am 1. und 2. Juni im Trierer Robert-Schuman-Haus dabei.

Bischof Dr. Stephan Ackermann begrüßte die rund 100 Teilnehmenden. Es sei gut, wieder physisch beieinander sein zu können, gerade auch wegen der „Zwischenzeiten zum Netzwerken“. Christian Heckmann, Leiter des Umsetzungsprozesses der Synodenergebnisse, wies darauf hin, dass sich Bischöfliche Verwaltung und die Leitungen der Pastoralen Räume derzeit in einer „Situation der Stabilisierung, der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einer intensiven Lernerfahrung“ befänden. Für die Errichtung der 20 weiteren Pastoralen Räume 2023 liefen derzeit die Anhörungen der Gremien. Er rechne damit, dass die Dekrete im August veröffentlicht werden. Ab dem Spätsommer erfolge die Qualifizierung der neuen Leitungsteams.

Miteinander zwischen Pastoralen Räumen und Verwaltung im Fokus

Auf der Konferenz wurden verschiedene Themen diskutiert, die das Miteinander und die Zusammenarbeit zwischen den Leitungsteams in den Pastoralen Räumen und der Bischöflichen Verwaltung thematisierten. Neben der Frage des Erscheinungsbildes der Pastoralen Räume und der gemeinsamen „Marke“ ging es etwa um die künftige Gestalt der bischöflichen Visitation. Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg beschrieb die vorgelegte Idee so: „Es geht um Verbindlichkeit und Wirksamkeit.“ Die Leitungen der PastR betonten unter anderem, neben der Verwaltungs-Visitation müsse es auch darum gehen, was die Gemeinden und die Ehrenamtlichen brauchten. Ein konstruktiv-kritisches Zu- und Hinhören und Wahrnehmen der Bedürfnisse sei wichtig. In diesem Zusammenhang kündigte der Generalvikar an, dass sich die Zuschnitt der Visitationsbezirke ändern: Ab 2023werden die PastR Hermeskeil und Idar-Oberstein zum Visitationsbezirk Saarbrücken gehören und der PastR Cochem-Zell zum Visitationsbezirk Trier. Auch die Zuständigkeiten ändern sich: Als Bischofsvikare für die Visitationsbezirke ist künftig Weihbischof Robert Brahm für Koblenz, Weihbischof Franz-Josef Gebert für das Saarland und Weihbischof Jörg Michael Peters für Trier zuständig.

Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat (BGV), sprach über die Engagement-Entwicklung. „Ehrenamt gehört zum Wesen der Kirche dazu“, betonte sie, und so wolle sich das Bistum im Sinne einer Engagement-freundlichen Organisation weiterentwickeln. Sogenannte Engagement-Entwicklerinnen und –Entwickler könnten „Motor und Anwaltschaft“ für das Thema sein. Michaela Tholl, Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im BGV, berichtete, dass es bereits einen ersten Kurs für Interessierte gegeben habe und stellte das angedachte Profil vor. Denn „strategische Engagement-Entwicklung ist Kirchenentwicklung“, betonte Dr. Valentin Dessoy von der Beratungsfirma kairos, der das Themenfeld begleitet.                    

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Inklusion Personal Pfarreien Seelsorge
news-104841 Mon, 06 Jun 2022 15:16:54 +0200 Aufbrechen für Berufungen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aufbrechen-fuer-berufungen-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_SternwallfahrtKlausen_Unterwegs_Juni2022_JR_a8d6cf91de.jpg" width="150" height="113" alt="" />Eine Priesterweihe gab es in diesem Jahr im Bistum nicht - dafür eine Sternwallfahrt nach Klausen. Trier – Es ist der Samstag vor Pfingsten (4. Mai), kurz vor halb neun: In den Vorjahren war an diesem Tag um diese Uhrzeit reger Betrieb im Trierer Dom, denn die Priesterweihe stand an. In diesem Jahr gibt es im Bistum Trier keine jungen Männer, die die Priesterweihe empfangen. Eine Zäsur für die Diözese – und für die Verantwortlichen im Priesterseminar und der Berufepastoral ein Grund, den Tag anders zu gestalten und zu einem Gebetstag um geistliche Berufe einzuladen.

„Aufbrechen“ steht auf dem Heft, das Pfarrer Andreas Kern (Pfarrei St. Matthias Rechts und Links der Mosel) den Frauen, Männern und Kindern in die Hand drückt, die sich in Osann eingefunden haben, um nach Klausen zu pilgern. Auch Bischof  Stephan Ackermann ist dabei. Natürlich sei es traurig, dass es in diesem Jahr keine Priesterweihe gebe, sagt der Regens (Leiter) des Priesterseminar, Oliver Laufer-Schmitt. Aber das zeige, „dass es eben keine Selbstverständlichkeit und kein Automatismus sind, dass zumindest zwei bis drei Kandidaten pro Jahr zum Priester geweiht wurden. Um darauf hinzuweisen, sollte der reguläre jährliche Termin für die Priesterweihe nicht einfach aus dem Kalender gestrichen werden, sondern anders gestaltet werden, um darauf aufmerksam zu machen“.

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Trier bistum-trier Bischof Ehrenamt Personal Seelsorge
news-104835 Fri, 03 Jun 2022 13:55:00 +0200 Bistum Trier bietet Kurse in liturgischer Bildung   https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistum-trier-bietet-kurse-in-liturgischer-bildung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Gotteslob_katholisch-20220223-107-edit_by_Markus_Weinlaender_pfarrbriefservice_b1fe323b94.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Gotteslob katholisch 20220223 107 edit by Markus Weinlaender pfarrbriefservice" />Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein reichhaltiges Kursangebot für Menschen in liturgischen Diensten. Trier – Auch in diesem Jahr bietet das Bistum Trier zahlreiche Kurse in liturgischer Bildung. Diese richten sich an Menschen, die eine Wort-Gottes-Feier leiten, die Kommunion austeilen oder im Küsterdienst tätig sein möchten.

Grundkurs zur Leitung sonn- und feiertäglicher Wort-Gottes-Feiern

Wort-Gottes-Feiern sind eine Gottesdienstform, die die Gemeinden selbstständig leiten und feiern können. Der diözesane Grundkurs vermittelt das liturgische Grundwissen, um einen solchen Gottesdienst zu leiten. Die Teilnahme ist Voraussetzung für die bischöfliche Beauftragung zur Leitung der Wort-Gottes-Feiern.

Termine: 15. bis 16. Juli, Exerzitienhaus St. Thomas; 7. bis 8. Oktober, Tagungshaus St. Moriah, Vallendar/Simmern.
Die Kurse beginnen am ersten Tag um 16.30 Uhr und enden am Folgetag um 18 Uhr.

Grundkurs für Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer

Kommunionhelfer helfen bei der Austeilung der Kommunion in Eucharistiefeiern oder bringen Kranken die Kommunion nach Hause. Der Grundkurs vermittelt die dazu erforderlichen Kenntnisse und ist Voraussetzung für die bischöfliche Beauftragung.

Termine: Visitationsbezirk Koblenz: 8. Oktober, 9.30 bis 18 Uhr, Forum Vinzenz Palotti in Vallendar; Visitationsbezirk Saarbrücken: 8. Oktober, 9.30 bis 18 Uhr, Geistliches Zentrum Püttlingen; Visitationsbezirk Trier: 25. Juni und 24. September, 9.30 bis 17 Uhr, St. Josefstift Trier

Grundkurs für Küsterinnen und Küster

Der Grundkurs vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Ausübung des Dienstes. In den praktischen Übungen können die Teilnehmenden wesentliche Abläufe einüben, in den theoretischen Einheiten wird das Wissen zur Feier der Liturgie vertieft. Der Kurs bereitet auf die Küsterprüfung vor; die bestandene Prüfung ermöglicht eine Einstufung in eine höhere Entgeltgruppe. Auch für Menschen, die den Küsterdienst bereits ausüben, ist der Kurs bestens geeignet, um Kenntnisse zu vertiefen und Sicherheit in der Praxis zu gewinnen.

Termine Kurs: 26. September (Beginn: 10 Uhr) bis 30. September (Ende: 14 Uhr), Exerzitienhaus St. Thomas
Termine Prüfung: Gruppe I: 14. November (17 Uhr) bis 15. November (16 Uhr); Gruppe II: 15. November (17 Uhr) bis 16. November (16 Uhr)

Fortbildungskurse für Küsterinnen und Küster

Zwei Fortbildungskurse mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten vertiefen die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse.

Kurs 1: Pflege und Herstellung von Paramenten mit Werkstattbesuch, Pflege der sakralen Gegenstände, Kirche und Architektur, Arbeitssicherheit und Führung in Schönstatt: 11. Juli (10 Uhr) bis 14. Juli (16 Uhr), Tagungshaus Berg Moriah, Simmern;
Kurs 2: Theologie der Advent-/Weihnachtszeit und Brauchtum, Blumenschmuck, Arbeitsschutz mit praktischen Übungen, Klimaschutz, Kerzenpflege: 28. November (10 Uhr) bis 1. Dezember (16 Uhr), Exerzitienhaus St. Thomas.
Die Kosten betragen jeweils 40 Euro pro Kurs und werden von den Teilnehmenden selbst getragen.

Alle Informationen zum gesamten Kursangebot gibt es auf www.bistum-trier.de/liturgie. Anmeldung via E-Mail an liturgie(at)bgv-trier.de, via Post an Bischöfliches Generalvikariat, ZB 1.1.3 Liturgie, Mustorstraße 2, 54290 Trier oder via Fax an 0651-7105-422.

(red)

 

 

 

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-104837 Fri, 03 Jun 2022 12:56:53 +0200 Erfahrungen einer Ortskirche mit dem „Wagnis Synode“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erfahrungen-einer-ortskirche-mit-dem-wagnis-synode/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/a/csm_Weltsynode_452eba7a62.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Weltsynode" />Der Beitrag des Bistums Trier zur Weltbischofssynode ist an die Bischofskonferenz versandt und öffentlich einsehbar. Trier – „Synodaler Weg der Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ – so ist die Weltbischofssynode überschrieben, die Papst Franziskus im Oktober 2021 eröffnet hat und die drei Jahre andauern soll. Zur ersten Phase dieses weltweiten synodalen Prozesses gehört auch, dass alle Bistümer Beiträge und Hinweise einbringen können. „Den Beitrag des Bistums Trier habe ich im Mai der Deutschen Bischofskonferenz zugeleitet“, informiert Christian Heckmann, Beauftragter des Bistums für die Weltbischofssynode am 3. Juni 2022 in Trier. Bischof Dr. Stephan Ackermann biete mit Thesen und dem durch sie angestoßenen synodalen Diskurs „die Erfahrung einer Ortskirche an, die das Wagnis, eine Diözesansynode zu feiern, eingegangen ist“.

„Wir hatten im Bistum von 2013 bis 2016 eine Synode, die bereits in vielerlei Hinsicht rezipiert ist und in deren Umsetzung wir stehen. Vor diesem Hintergrund hat unser Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Beginn der diözesanen Beratungsphase des weltsynodalen Vorgangs im letzten Herbst 15 Thesen angeboten, zu denen Gruppen, Gremien und Einzelpersonen Rückmeldung geben konnten“, erläutert Heckmann das Verfahren. Nach der intensiven Zeit der Synode im Bistum Trier sei es nicht angezeigt, einen weiteren großangelegten Prozess zum Thema Synodalität anzugehen. „Für uns hat sich der Weg der Reflexion der synodalen Erfahrungen einer Ortskirche nahegelegt, um den Auftrag des Papstes zur Vorbereitung der Weltbischofssynode aufzugreifen.“ Die Vorstellung der Thesen und eine erste Befassung fanden im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung aller diözesanen Räte (Priesterrat, Diözesanpastoralrat, Katholikenrat, Kirchensteuerrat) mit Vertretungen von Einrichtungen und Berufsgruppen bereits im Oktober statt. Zudem hätten sich danach rund 100 Personen einzeln oder in Gruppen mit den Thesen befasst, berichtet Heckmann. „Durch die Rückmeldungen haben sich die Zuspitzung und die Gliederung der Thesen verändert.“

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Trier bistum-trier Bischof Inklusion Synode
news-104836 Thu, 02 Jun 2022 14:30:01 +0200 Gott rockt wieder am Ring https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-rockt-wieder-am-ring/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_GottamRing_jf_45b9d71615.jpg" width="150" height="112" alt="" title="GottamRing jf" />Kirche soll dorthin gehen, wo die Menschen sind. Und das ist an diesem Wochenende beispielsweise das Festivalgelände von Rock am Ring in der Eifel... Nürburgring/Eifel – Wieder die dröhnenden Bässe in den Ohren, Matsch unter den Füßen und Tausende um einen herum, die das gleiche Feeling spüren: Frühsommer ist Festival-Zeit. In der Eifel steigt am Nürburgring traditionell wieder das vielleicht bekannteste Rock-Festival Deutschlands, Rock am Ring. Und mit dabei ist abermals ein ganz besonderes Angebot der evangelischen und katholischen Kirche. Die Kirche am Ring? Richtig gelesen: „Gott am Ring“ nennt sich das offene und niedrigschwellige Angebot in einer Zeltjurte auf Parkplatz A2. Ein Ort zum Innehalten im Festivaltrubel, zum Quatschen, wo es immer eine warme Tasse Kaffee und ein trockenes Plätzchen gibt.

Seit Rock am Ring für einige Jahre in Mendig gastierte, gibt es auch „Gott am Ring“. Einer, der schon seit einigen Jahren im Seelsorge-Team mitarbeitet, ist Gemeindereferent Philipp Hein, inzwischen Mitglied des Leitungsteams des Pastoralen Raums Adenau-Gerolstein. Obwohl die Zusage vom Veranstalter recht spät gekommen sei, habe sich wieder ein bunt durchmischtes Team von über 20 Ehrenamtlichen und rund fünf Hauptamtlichen gefunden, darunter beispielsweise eine Erzieherin, eine Förderschullehrerin, eine Krankenschwester, eine Ergotherapeutin, ein Diakon und Pastoral- und Gemeindereferenten. Zwei Notfallseelsorger seien auch mit von der Partie. „Wir sind offen für alle, die so in unser Zelt stolpern, ob sie nun ein warmes Getränk benötigen und sich ein bisschen aufwärmen möchten, ob sie ihr Zelt nicht wiederfinden, oder ob sie Bedarf nach einem seelsorglichen Gespräch haben weil ihnen etwas auf der Seele liegt“, sagt Hein. Auch das komme durchaus vor. Etwa, als einmal ein junger Mann vom Tod eines engen Verwandten erfuhr und erstmal nicht wusste, wohin. Oder als eine junge Frau verzweifelt war, nachdem ihr Freund mit einer Verletzung ins Krankenhaus musste. „In solchen Situationen ist es einfach gut, dass es inmitten des Trubels auch einen Ort wie unsere Jurte gibt“, sagt Hein. Noch bis Pfingstmontag ist „Gott am Ring“ am Start, und zwar rund um die Uhr. Samstags und sonntags sammelt das Team auf den Parkplätzen auch noch Getränke und Lebensmittel ein, die nicht mehr benötigt werden: Die Spenden gehen dann an die Tafeln im Umkreis.

Weitere Infos zur Aktion gibt es auf der Facebookseite www.facebook.com/gottamring oder bei Philipp Hein unter Tel.: 02691-9357518.

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Koblenz Trier bistum-trier Jugend Ökumene Vermischtes
news-104830 Tue, 31 May 2022 14:06:09 +0200 „Sie bringt unser Menschsein zum Schwingen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sie-bringt-unser-menschsein-zum-schwingen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/7/csm_IMG_9451_31190f2e18.jpg" width="150" height="100" alt="Weihbischof Gebert bei der Glockenweihe" title="Weihbischof Gebert bei der Glockenweihe" />Sie ist ein uraltes Instrument, ihr Klang ruft die Menschen zusammen, ob zu fröhlichen oder traurigen Anlässen: Die Kirchenglocke. Eine der heute eher seltenen Glockenweihen wurde in Beuren gefeiert. Kirf-Beuren – Ihr weit hörbarer Klang ruft seit Jahrhunderten Menschen zusammen, er kann alarmieren oder von freudigen Ereignissen künden: Kirchenglocken haben ihren festen Platz in der christlichen Kultur. Die Weihe einer Kirchenglocke ist heute ein eher seltenes Ereignis, das die Gläubigen in Beuren/Saargau am 29. Mai gemeinsam mit Weihbischof Franz Josef Gebert gefeiert haben.

Applaus brandet in der kleinen Filialkirche St. Apollonia im Kirfer Ortsteil Beuren auf, als die Kommunionkinder der Pfarrei zum ersten Mal die neue Kirchenglocke „Apollonia“ anschlagen und ihr heller freundlicher Klang den Kirchenraum durchdringt. „Die Botschaft der Glocke ist einladend und sie ist seit Jahrhunderten gleich. Sie ruft uns zu: Kommt! Lasst Jesus und seine Botschaft in unseren Alltag, in all unsere Lebenssituationen, in die Dorfgemeinschaft“, sagte Weihbischof Gebert in seiner Predigt. Dabei klinge der Glockenton anlassbezogen ganz unterschiedlich in den Ohren der Menschen: „Freudig, bei Taufen oder einer Hochzeit, voller Trauer, wenn wir liebe Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten, hoffnungsvoll, mal gelassen, mal drängend. Vielleicht macht gerade die Vielzahl der mitschwingenden Töne ihren Charme aus. Deshalb behandeln wir sie auch ganz besonders“, so Gebert. „Ihr Klang ist eine Art Gebet. Sie möchte uns selbst, unser Menschsein zum Schwingen bringen.“

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Trier bistum-trier
news-104829 Tue, 31 May 2022 10:46:34 +0200 Christliche Vorbilder dem Vergessen entreißen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christliche-vorbilder-dem-vergessen-entreissen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_IMG_6361_a241aa6aa3.jpg" width="150" height="112" alt="" title="Prälat Helmut Moll (Foto: Michael Fischer) " />Prälat Helmut Moll spricht zum Auftakt der Reihe „Kultur in der Kirche" über Märtyrer mit Verbindung zum Eifelkreis Bitburg-Prüm. Waxweiler – Zum Auftakt der neuen Reihe „Kultur in der Kirche“ des Bildungswerks Waxweiler der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Westeifel hat der Kölner Prälat Prof. Dr. Helmut Moll über christliche Märtyrer berichtet, die einen Bezug zum Eifelkreis Bitburg-Prüm haben. Am 17. Mai sprach der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts vor 30 Personen in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer über die Schicksale der verfolgten Glaubenszeugen.

Moll bezog sich dabei auf Biografien aus dem von ihm herausgegebenen Buch „Zeugen für Christus“ und legte dabei den Fokus auf Märtyrer mit Verbindung zum Eifelkreis Bitburg-Prüm, die in Zeiten des Nationalsozialismus, des Kommunismus und der Mission gewaltsam zu Tode kamen. Papst Johannes Paul II. sei es gewesen, der 1994 die Dokumentation des Martyrologiums beauftragte, so Moll. Das Ziel sei gewesen herauszuarbeiten, inwiefern die Glaubenszeugen von damals als Vorbilder für heute gelten könnten. So entstand ein Buch, das mittlerweile in der siebten Auflage vorliegt. 900 katholische Märtyrerinnen und Märtyrer umfasst das Werk, zusammengetragen von 160 Fachleuten.

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Trier RSS Feeds bistum-trier
news-104826 Mon, 30 May 2022 14:21:01 +0200 Unterwegs auf dem Firm-Hike https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/unterwegs-auf-dem-firm-hike/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_Firm-Hike_1a3b76c83d.jpg" width="150" height="100" alt="Gruppe im Regen" title="Gruppe im Regen" />Die Lernpartnerschaften des Bistums unterstützen neue Ansätze und Projekte - so wie den "Firm-Hike" von Echternach nach Trier. Wer da unterwegs war, lesen Sie hier. Echternach/Trier – Mit ihren neongelben, roten oder lila Regenjacken und Capes wirken sie wie bunte Tupfen auf den weiten Getreidefeldern über dem kleinen Ort Newel bei Trier. Marlene, Miriam und die anderen Mitglieder der kleinen Wandergruppe haben ihre schweren Rucksäcke schon seit zwei Tagen gebuckelt und sind unterwegs von Echternach in Luxemburg nach Trier. Es ist eine Art spirituelle Wanderung, für die sich die vier jungen Pfadfinderinnen aus allen Teilen des Bistums Trier entschieden haben. „Firm-Hike“ nennt sich die Tour, die eine neue Art der Firmvorbereitung anbietet und dazu einlädt, unterwegs über Gott und die Welt und auch den eigenen Glauben zu sprechen.

Auch über Glaubenszweifel sprechen können

„Viele von meinen Freunden haben sich entweder firmen lassen, weil ‚man es eben so macht‘, oder weil sie wirklich richtig fest glauben. Ich steh so dazwischen. Ich hab‘ schon eine Verbindung zur Kirche, war mir aber nicht so sicher. Da war der Hike was Neues und viel spannender“, erklärt Marlene Neef aus Koblenz ihre Motivation, mitzuwandern. „Hier ist ein intensiverer Austausch möglich, auch über Zweifel im Glauben, und am Ende kann man sich entscheiden, ob man sich firmen lassen möchte oder nicht.“ Das Angebot zur Firmung mit Weihbischof Franz Josef Gebert am letzten Tag ihrer kleinen Pilgerreise steht den Teilnehmerinnen frei – letztlich wird sich nur eine von ihnen dazu entschieden haben – die 17-jährige Miriam Christ aus Bad Kreuznach. „Durch Corona haben sich die Termine in der Pfarrei oft verschoben und da fand ich dieses Angebot hier ganz verlockend, sich in einer kleinen Gruppe auf den Weg zu machen“, sagt sie.

Firm-Hike ist ein Projekt der Lernpartnerschaften des Bistums

Immer wieder gibt es zwischendurch kleine Impulse – etwa zum Thema Natur, die auch das große Thema in der Enzyklika Laudato Sì von Papst Franziskus ist. Begleitet werden die vier Mädels von Jugendpfarrer Peter Zillgen, Lisa Alm, Bildungsreferentin bei der DPSG, und Niklas Hirtz, Katechese-Referent des Bistums. Der erklärt den Zusammenhang mit der Bistumssynode: „Die Ergebnisse der Synode sollen ja in die Praxis umgesetzt werden – also neue Wege gehen, sich näher an der Lebenswelt der Menschen orientieren. Daraus haben sich Lernpartnerschaften entwickelt und dieser Firm-Hike ist eines der Projekte aus dem Themenfeld Katechese. Wir überlegen, wie Firmvorbereitung in Jugendverbänden wie der DPSG aussehen kann, einfach damit es dichter an dem Leben und der Freizeit der Jugendlichen ist. Wir fragen danach, wie Christ-Sein und Glaube für Pfadfinder aussehen können. Das wollen auch die 16-jährige Lena Collet und das Nesthäkchen der Gruppe, die 14-jährige Svenja Bauer aus Neunkirchen, für sich entdecken. Die beiden finden die Erfahrungen auf dem Weg und ihre Übernachtungs-Herbergen spannend. Eine Nacht im Pfarrheim in Welschbillig oder eine Nacht im Jugendhilfezentrum Haus auf dem Wehrborn bringen ganz eigene Begegnungen für die Gruppe mit sich.

„Mir imponieren die Teilnehmerinnen, weil sie teils auch physisch an ihre Grenzen stoßen, sich aber immer wieder gegenseitig motivieren und am Abend dann dankbar und gelöst sind“, sagt Jugendpfarrer Zillgen. „Ich erlebe das als eine auch mich im Glauben bestärkende Pilgertour, weil die vier ganz freimütig über ihre Fragen und Zweifel sprechen und sich im Gehen ganz viel klärt oder einfach Raum hat. Glaube als Unterwegs-Sein kann ich nur jedem empfehlen.“

Mehr Informationen zu den Lernpartnerschaften des Bistums Trier gibt es in einer Broschüre unter: www.t1p.de/lernpartnerschaft. Dort können Projekte angemeldet werden, die begleitet und unterstützt werden.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Jugend Seelsorge Synode: Umsetzung Wallfahrten/ Pilgern