Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Sat, 21 Sep 2019 03:25:18 +0200 Sat, 21 Sep 2019 03:25:18 +0200 Bistum Trier news-102957 Thu, 19 Sep 2019 14:36:29 +0200 Breites Medienangebot, neuste Technik und umfangreiche Beratung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/breites-medienangebot-neuste-technik-und-umfangreiche-beratung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_Medienladen_ih_170919_4731b07b0d.jpg" width="150" height="100" alt="" />Nach seinem Umzug ins Robert Schuman Haus ist der Medienladen in Trier wieder voll einsatzbereit. Trier – Der Medienladen Trier ist im vergangenen Frühsommer ins Robert Schuman Haus umgezogen. 320 Umzugskartons haben ihren Weg vom ehemaligen Standort Exzellenz-Haus im Trierer Norden auf die andere Moselseite gefunden – das Team um Marius Hött, Leiter und Projektkoordinator des Trierer Medienladens, ist wieder einsatzbereit. In einem Nebengebäude der ehemaligen Katholischen Akademie finden nun all jene, die in der Bildungsarbeit tätig sind, das gewohnt breite Angebot an Büchern zu religionspädagogischen Themen, Audio- und Videomedien und ein universelles Dienstleistungs- und Beratungsportfolio. Auch an neuster Technik mangelt es nicht. Dank der Kooperation verschiedener Träger vereint der Medienladen Trier ein mannigfaltiges Angebot unter einem Dach.

Die Digitalisierung ist schon längst im Medienladen angekommen: Kameras, Tablets, Stative, Geräte wie etwa Lego Robotics, mit denen Kinder und Jugendliche spielerisch programmieren lernen, und sogar Virtual-Reality-Brillen gibt es im Ausleih-Sortiment. Letztere etwa können den Unterricht bereichern und Inhalte erfahrbar machen. „Damit können sich Jugendliche zum Bespiel virtuell durch die Internationale Raumstation ISS bewegen und sich alles genau anschauen“, erklärt Harald Jacob, Leiter des dort angesiedelten Medienzentrums Trier. Insbesondere Fortbildungen für Lehrpersonal im Bereich der digitalen Bildung seien sehr nachgefragt.

Doch das Medienangebot gelte nicht nur für Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch für Pädagoginnen und Pädagogen in der außerschulischen Jugendarbeit, erklärt Annika Müller, Medienpädagogin beim Institut für Medien und Pädagogik e.V. (medien.rlp). „Jugendhilfeeinrichtungen oder Jugendgruppen können mit unserer Hilfe zum Beispiel Beteiligungsprojekte durchführen. Dabei lernen die Jugendlichen, wie sie Medien als Sprachrohr nutzen können und üben sich in politischer Mitbestimmung.“

Die Träger des Medienladens sind das Bistum Trier, das Institut für Medien und Pädagogik e.V. (medien.rlp) und das Medienzentrum Trier, das eine gemeinsame Einrichtung der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg ist. Das Bistum ist an zwei weiteren Medienläden mit Sitz in Saarbrücken und Koblenz beteiligt.

Weitere Informationen gibt es bei Marius Hött im Medienladen, Auf der Jüngt 1, Haupteingang Robert-Schuman-Haus, 54293 Trier, Tel: 0651-9921-7521, E-Mail: info(at)medienladen-trier.de oder auf www.medienladen-trier.de

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-102953 Wed, 18 Sep 2019 13:59:00 +0200 Weihbischof übernimmt Leitung des Priesterseminars https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/weihbischof-uebernimmt-leitung-des-priesterseminars/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm_michael-becker-wb-robert-brahm_d1ead55b80.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Robert Brahm wird Regens (Leiter) des Bischöflichen Priesterseminars. Er übernimmt das Amt zum Jahreswechsel zunächst kommissarisch von Msgr. Michael Becker. Trier – Weihbischof Robert Brahm wird Regens (Leiter) des Bischöflichen Priesterseminars in Trier. Er übernimmt das Amt zum Jahreswechsel zunächst kommissarisch von Msgr. Michael Becker, der zum 1. Januar 2020 in die Leitung der Pfarrei Bad Kreuznach wechselt. Becker hatte das Priesterseminar seit 2010 geleitet.

Robert Brahm, 1956 in Oberwesel geboren und 1984 zum Priester geweiht, war bereits von 1991 bis 2000 in der Priesterausbildung tätig, als Subregens (stellvertretender Leiter) im überdiözesanen Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Später war er Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat, dann auch Priesterreferent im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Seit 2003 ist Brahm Weihbischof im Bistum Trier und für den Visitationsbezirk Saarland zuständig. Er ist Mitglied der Kommission für geistliche Berufe und kirchliche Dienste sowie der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Gemeinsamen Konferenz von ZdK und DBK. Weitere Informationen zu seiner Person sind unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/personen-aemter/weihbischoefe/weihbischof-robert-brahm/ zu finden.

(JR)

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news-102952 Tue, 17 Sep 2019 17:23:35 +0200 Eckpunkte bis Ende 2019 https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eckpunkte-bis-ende-2019/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_Bischof-Ackermann-nah-HT_02_c4c6f7e0c6.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Bischof Ackermann nah HT 02" />Der Unabhängige Beauftragte Rörig und Bischof Ackermann haben die Gespräche über Aufarbeitung sexualisierter Gewalt fortgesetzt. Berlin/Trier – Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, hat am 16. September die Gespräche mit dem Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), fortgesetzt. Im Anschluss an die Veröffentlichung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) im September 2018 wurde eine enge Zusammenarbeit zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs vereinbart, wozu im Mai 2019 bereits ein erstes Treffen zwischen Vertretern der katholischen Kirche in Deutschland und der beim UBSKM eingerichteten Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ stattfand.

Rörig und Ackermann zeigten sich nach dem fortgesetzten Austausch erfreut, dass man seit Mai Fortschritte und bereits weitgehende Übereinstimmung etwa bei den Fragen der Betroffenenbeteiligung und den strukturellen Rahmenbedingungen einer unabhängigen Aufarbeitung im Bereich der katholischen Kirche erzielen konnte. Im Anschluss an die Gespräche äußerte sich Bischof Ackermann zufrieden: „Wir haben seit Mai gemeinsam mit dem UBSKM einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine gute Verabredung erreichen können, die zu einer unabhängigen und umfassenden Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche beitragen wird.“

„Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bereich der katholischen Kirche so transparent wie möglich und nach einheitlichen Kriterien und Standards erfolgt“, sagte Johannes-Wilhelm Rörig. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Kommissionen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs auf der Ebene der Diözesen und mit vergleichbarer Struktur eingerichtet werden. Die Mitgliedschaft von Betroffenen, unabhängigen Experten aus Wissenschaft und Fachpraxis sowie Verwaltung und Justiz soll uneingeschränkt sichergestellt werden.“ Die angestrebte Übereinkunft sei so bisher ohne Vorbild in Deutschland, so Bischof Ackermann und Johannes-Wilhelm Rörig. Ein weiteres Treffen sei noch für dieses Jahr vereinbart und man sei zuversichtlich, dass eine Einigung über Eckpunkte bis Ende 2019 erreicht werden könne.

Anfang Dezember 2018 hatte der Unabhängige Beauftragte Rörig gemeinsam mit Mitgliedern der Aufarbeitungskommission und des Betroffenenrates die Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ eingesetzt. Die Arbeitsgruppe hat Eckpunkte für eine umfassende Aufklärung und unabhängige Aufarbeitung entwickelt, die mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche weiterentwickelt werden. Zur AG gehören außerdem die drei Mitglieder der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Prof. Dr. Heiner Keupp und Matthias Katsch, Renate Bühn und Kerstin Claus, die Mitglieder im Betroffenenrat beim UBSKM sind, Manuela Stötzel, Leiterin des Arbeitsstabes des UBSKM sowie Kathrin Power, Leiterin des Büros der Kommission (i. V.).

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Politik / Gesellschaft
news-102950 Mon, 16 Sep 2019 16:15:30 +0200 Ein Raum für Gott inmitten des Alltags https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-raum-fuer-gott-inmitten-des-alltags/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_Basilika-St-Salvator-Prum-Einweihung_b6ad540d01.jpg" width="150" height="100" alt="Bischof Ackermann mit Messdienern und Kindern um den Altar versammelt" title="Basilika St Salvator Prum Einweihung" />Nach 20 Monaten Sanierungsarbeiten konnten die Prümer endlich mit Bischof Ackermann die Einweihung ihrer "neuen alten" Basilika feiern Prüm – 20 Monate lang waren die Türen der Sankt Salvator Basilika in Prüm wegen Sanierungsarbeiten vorwiegend geschlossen – jetzt haben die Prümer „ihre Kirche wieder in Besitz nehmen können“, wie Bischof Dr. Stephan Ackermann beim Festgottesdienst zur Einweihung am 15. September sagte. Der Trierer Bischof zelebrierte die Messe gemeinsam mit Weihbischof Franz Josef Gebert, der seit Februar 2018 Pfarrverwalter in Prüm ist, sowie mit Diakon Ingo Ruhe, Kooperator Pater Jineesh E. Manganthanath, und Ruhestandspfarrer Robert Lürtzener.

„Ein großes Kompliment an alle, die hier zusammengewirkt haben und dazu beigetragen haben, dass die Arbeiten auch ohne leitenden Pfarrer gestemmt werden konnten“, lobte Bischof Ackermann nach der Begrüßung durch den Verwaltungsratsvorsitzenden Wilhelm Husch. Die Kirche sei ein wahrer „Festraum, um die Gegenwart Gottes unter den Menschen zu feiern.“ Dass die Prümer diesen Festraum nun wieder nutzen können, sei auch dem unermüdlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer zu verdanken und der guten, sauberen und schnellen Ausführung aller Renovierungsarbeiten durch die beteiligten Firmen, hob der Vorsitzende des Förderkreises Basilikafreunde, Klaus Peters, nach dem Festgottesdienst hervor. Waren vor einigen Jahren schon die beiden Zwillingstürme und das Dach sowie die Fassade des Hauptschiffes saniert worden, so stand in den letzten 20 Monaten die Sanierung des Innenraums an. Dazu gehörten Putz- und Stuckarbeiten, ein kompletter Innenanstrich, und der Ausbau aller Kirchenfenster, deren Bleiverglasung erneuert und deren Scheiben aufgearbeitet wurden. Kirchenbänke wurden renoviert und mit Rollen versehen, außerdem wurden Stelen installiert, die Besucherinnen und Besucher über die Geschichte der ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert stammenden Basilika informieren.

In einer gemeinsamen Lichterprozession zogen der Bischof und viele der anwesenden Kinder durch die Kirche, um sie mit Weihwasser wieder einzuweihen. In seiner Predigt fragte Ackermann die Kinder, was sie am schönsten am Kirchenraum finden und warum man Gott überhaupt „Häuser aus Stein bauen müsse“, wo Gott es „doch gar nicht so mit Tempeln habe“, wie viele Passagen aus der Bibel ja zeigten. Schließlich sei Gott mit dem Volk Israel „in Zelten mitgewandert“ und auch die entscheidenden Begegnungen Jesu mit Kranken, Sündern und anderen Menschen hätten sich immer auf der Straße abgespielt. Gott sei vor allem in den Herzen und Köpfen der Menschen, aber auch in der Schöpfung, die uns umgibt, stellten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit Ackermann fest. „Gott will nicht eingesperrt werden und außerhalb der Menschen und ihrer Gemeinschaft leben“, betonte der Bischof. Auffällig an Kirchen sei ja, dass es sehr viel „leeren Raum gebe“. Genau der sei aber wichtig, damit Menschen hier einen Platz finden, wo sie sich innerhalb ihres oft hektischen und vollen Alltags mit Gott und sich selbst beschäftigen könnten. „Wir halten uns mitten in unserer Welt also einen Platz frei für Gott. Wenn man auf Prüm zufährt, sieht man die beiden Zwillingstürme wie ein Ausrufezeichen, die uns zurufen: Denkt an Gott! Es sind lebensnotwendige Orte, die uns daran erinnern und uns einladen, Gott zu suchen und zu finden“, sagte Ackermann. 

Wie wichtig den Prümern ihre Kirche sei, zeige auch die Spendenbereitschaft vieler Privatpersonen und Firmen, so Förderkreis-Vorsitzender Peters. Als 2018 klar wurde, dass auch die Orgel saniert werden müsse, seien innerhalb von drei Monaten 100.000 Euro an Spenden zusammengekommen. „Als man vor der Entscheidung stand, diese Maßnahmen ohne leitenden Pfarrer durchzuführen, waren erst einmal Bedenken da. Aber die gute Vernetzung zwischen Verwaltungsrat, Förderkreis, Pastoralteam und ausführenden Firmen hat dazu beigetragen, dass unsere Basilika wieder in diesem Glanz erstrahlen kann.“ Besonders sei das große Engagement des Verwaltungsratsvorsitzenden Wilhelm Husch zu nennen, der „morgens der Erste in der Kirche war, und abends der Letzte, der das Licht ausmachte.“ Diesen außergewöhnlichen Einsatz hob auch Weihbischof Gebert in seiner Dankesrede am Ende hervor. Husch sei wahrhaftig ein „hauptberuflicher Ehrenamtlicher“ und habe sich mit Kompetenz und großer Fachlichkeit eingesetzt. Dafür verlieh Bischof Ackermann Husch nach dem Gottesdienst die Bistumsmedaille für seine besonderen Verdienste. Husch wiederum dankte einem Team aus acht Ehrenamtlichen, die ihm zur Seite gestanden hätten, als es darum ging, die Böden zu schleifen, Inventar auszuräumen oder sämtliche Orgelpfeifen zu demontieren. Weihbischof Gebert dankte auch dem Pastoralteam und den Pfarrsekretärinnen, die in dieser schwierigen Zeit ohne leitenden Pfarrer die Seelsorge leisteten. Bischof Ackermann nahm die Bitte der Prümer, baldmöglich die Pfarrstelle zu besetzen, mit und sagte: „Wenn die Pfarrei der Zukunft Prüm installiert wird, hoffen wir, dass ein gutes Team für Prüm gefunden wird, das ja aus mehreren Haupt- und Ehrenamtlichen bestehen wird.“

Weitere Informationen gibt es unter www.pfarreiengemeinschaft-pruem.de.

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Trier bistum-trier Bischof Pfarreien
news-102946 Sun, 15 Sep 2019 08:19:00 +0200 „Osteuropa ist bunt und herzlich“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/osteuropa-ist-bunt-und-herzlich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/1/csm_SoFiA_Frauke-Weber_5fc6fa48b1.jpg" width="150" height="100" alt="" title="SoFiA Frauke Weber" />Ihr zweites Zuhause hat die 19-jährige Frauke Weber in der Ukraine gefunden - während ihres Freiwilligendienstes. Wleche Abenteuer sie dort erlebt hat, erzählt sie hier. Trier/Ivano-Frankiwsk – Vor einem Jahr hat sie den Sprung ins kalte Wasser gewagt: Frauke Weber aus Trier machte sich nach dem Abitur auf den Weg in die Ukraine, in ein ihr völlig unbekanntes Land, dessen Sprache sie nicht beherrschte. Bei den Maltesern und der Caritas in Ivano-Frankiwsk hat sie sich ein Jahr lang freiwillig engagiert und ist mit vielen kleinen und großen Abenteuern, neuen Freunden und bereichernden Erfahrungen im Gepäck als „eine andere“ zurückgekommen. Begleitet wurde Frauke dabei von SoFiA, den Sozialen Friedensdiensten im Ausland des Bistums Trier, die seit Jahrzehnten junge Freiwillige als Vermittlungsstelle bei ihrem Auslandsabenteuer begleiten. Seit rund drei Wochen ist die junge Frau wieder in Deutschland, zu Hause. Obwohl „Zuhause“ nun nicht mehr das gleiche für sie bedeutet wie zuvor.

Vor allem eines stellt die 19-Jährige gleich klar: „Osteuropa stellen sich viele irgendwie grau und trist vor. Aber es ist bunt und vielfältig, die Menschen sind total herzlich.“ Sie habe sich oft vor lauter Umarmungen nicht retten können und ihr Chef habe sie jeden Tag fürsorglich gefragt, ob sie etwas brauche, ob es in ihrer Wohnung warm sei, ob sie genug Essen eingekauft habe. In Ivano-Frankiwsk, einer Universitätsstadt in der Westukraine, war Frauke bei den Maltesern in diversen Projekten eingesetzt und arbeitete in der Armenküche und einer Tagesbetreuung für behinderte Menschen der Caritas mit. „Die Leute dort nehmen dich einfach als Mensch wahr, so wie du bist, und sind dankbar, dass du vor Ort bist. Sie werten dich nicht danach, was du schon alles geleistet hast oder was du alles für Fähigkeiten hast“, schwärmt Frauke.

Die Freude der Kinder zu sehen, war den Stress und die Arbeit vorher wert

Schon ein Jahr vor ihrem Abitur erfuhr sie auf einer Job- und Ausbildungsmesse von der Möglichkeit, bei den Sozialen Friedensdiensten im Ausland mitzumachen. „Mich haben das Konzept und die gute Begleitung im Vorfeld überzeugt“. Nach zwei Orientierungswochenenden und zahlreichen Vorbereitungsseminaren zu Themen wie der eigenen Persönlichkeitsentwicklung, zu Partnerschaft, Gesundheit oder Sicherheit, stieg sie im Sommer 2018 in einen Bus in Richtung Ukraine. Über 30 Stunden Fahrt lagen vor ihr. „Erst dann habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich mache. Für ein Jahr in ein Land aufzubrechen, wo ich erstmal kein Wort verstehen würde, und über das ich bis dato nur im Internet recherchiert hatte.“ Doch in ihrem neuen Zuhause angekommen, traf Frauke neben ihren neuen Kollegen auch auf ihre beiden Vorgänger, die sie mit wichtigen Tipps versorgten, und sie vor möglichen Fettnäpfchen warnten. „Ich hatte genug Zeit, mich erst einmal einzuleben, mir meine Aufgaben selbst mit auszusuchen, da die Malteser projektorientiert arbeiten“, erzählt sie. So stand für Frauke zunächst die Mithilfe im Büro und bei der jährlichen großen gemeinsamen Rettungsübung der Malteser-Hilfskräfte aus der Region an. Im Herbst war sie sehr eingespannt in der großen Nikolausaktion. „In der Ukraine bekommen die Kinder nicht an Weihnachten, sondern am Nikolaus-Tag Geschenke, der am 19. Dezember gefeiert wird. Jedes Jahr sammeln die Malteser Wunschzettel von ärmeren Kindern aus Internaten und Waisenheimen, die dann abgeholt werden können. Die Aktion ist besonders schön, weil jedes Kind von seinem persönlichen „Nikolaus“ sein ganz individuelles Geschenk bekommt“, berichtet Frauke. Teilweise arbeitete sie in dieser Zeit bis zu acht Stunden, kam müde nach Hause und fiel nach dem Kochen einfach ins Bett. 

Gemeinsam mit ihren Kollegen und anderen Helfern, die als Nikolaus und Engel verkleidet waren, juckelte sie dann im tiefsten Winter über die verschneiten ländlichen Pisten und lieferte die Päckchen aus. „Die Freude dieser Kinder zu sehen, war den ganzen Stress und die viele Arbeit im Vorfeld wert. Sowieso legen die Menschen dort, obwohl sie nicht so einen hohen Lebensstandard haben, viel mehr Dankbarkeit und Herzlichkeit an den Tag, als wir es hier oft tun“, sagt Frauke.

Alltägliches wird zum Abenteuer

Natürlich gab es auch kleine Hürden in ihrem neuen Alltag: „Vor allem die Sprachbarriere war anfangs da, und ich kann bis heute nicht gut Ukrainisch. Die banalsten Dinge waren ein Abenteuer, Einkaufen zum Beispiel. Ich konnte die Schrift ja nicht entziffern und habe die Produkte nach den Bildern gekauft und gehofft, dass mir an der Kasse niemand eine Nachfrage stellt“, lacht Frauke. Aber schon in ihren ersten Wochen, als sie nach einem zweiwöchigen Sprachkurs in Lviv mit dem Bus zurück nach Ivano-Frankiwsk reisen sollte, passierte ihr das, was sie an der Ukraine und ihren Menschen so schätzen lernte: Sie sprach einen jungen Mann an, ob er ihr eine Lautsprecherdurchsage übersetzen könne. „Er hat nicht nur übersetzt, sondern für mich nachgefragt, eine Stunde mit mir auf den Bus gewartet und sich beim Fahrer abgesichert, dass ich auch gut ankomme.“

Ihre Arbeit in der Caritas-Einrichtung für behinderte Menschen habe sie besonders erfüllt, sagt Frauke. „Die Menschen dort sprachen auch eher einfaches Ukrainisch – das kam mir entgegen. Oft haben wir uns nur mit Gesten verständigt, ich habe einfach ihre Hände gehalten oder sie umarmt.“ Frauke bastelte, spielte oder sang mit den dort betreuten Frauen und Männern, ging mit ihnen spazieren. Im Oktober half sie, einen großen Ball für körperlich und geistig behinderte Menschen zu organisieren – ebenfalls ein wichtiges Projekt der Malteser. „Die Ukraine ist für mich wirklich zu einem Zuhause geworden. An den Tagen vor meiner Abreise, beim Packen, habe ich oft weinen müssen, weil mir das alles wirklich ans Herz gewachsen ist. Ich war trauriger, als ich zurück nach Deutschland reisen musste, als umgekehrt.“ Nach ihrer Rückkehr wurde ihr bewusst: Für mich hat sich in diesem Jahr vieles verändert. Mir hat das Jahr die Chance geboten, auf dem Weg zu mir selbst meinem wahren Ich ein gutes Stück näher zu kommen. Man kehrt mit einer ganz neuen Perspektive zurück und muss sich auch erst mal wieder einleben.“ Eines ist sicher: Frauke will ihre Freunde und Kollegen bald besuchen. In Ivano-Frankiwsk, ihrem zweiten Zuhause. 

Wer sich für einen Freiwilligendienst interessiert, erfährt mehr bei den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier und auf den Orientierungswochenenden in Wallerfangen vom 13. bis 15. September und in Vallendar vom 20. bis 22. September. Bewerbungen für die Ausreise im August 2020 sind noch möglich: www.sofia-trier.de

(sb)

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Trier bistum-trier Ehrenamt Weltkirche
news-102934 Sat, 14 Sep 2019 08:28:00 +0200 Synergieeffekte nutzen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/synergieeffekte-nutzen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_LAG_kath-SchulenWBP_9f0d2b755a.jpg" width="150" height="113" alt="" />Welche Erfahrungen gibt es schon im Bereich "Digitalisierung"? Über diese Frage tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter katholischer Schulen in Koblenz aus. Koblenz – „Digitalisierung an katholischen Schulen“ lautete die Überschrift der Vollversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft Katholischer Schulen in freier Trägerschaft in Rheinland-Pfalz. „Ein spannendes Thema haben Sie sich ausgesucht“, sagte der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, der zusammen mit den gut 70 Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Schulformen zu Beginn der Tagung gemeinsam Eucharistie feierte. In diesem Jahr fand das Treffen in Koblenz statt. Die Digitalisierung bietet beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, doch bei aller künstlichen Intelligenz ist der Schutz der Privatsphäre und menschliche Zuwendung enorm wichtig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Versammlung tauschten sich über Probleme und Erfahrungen aus, die sie bereits mit dem Einsatz digitaler Medien im Schulalltag gemacht haben. „Hier lassen sich sicherlich Synergieeffekte nutzen“, erklärte der Vorsitzende Jürgen Gieraths. Weihbischof Peters wünschte sich, dass „wir als Menschen, menschlich bleiben in all den Strömungen des Zeitgeistes“ und rief in Erinnerung: „Die Nähe, die Jesus uns schenkt, ist bedingungslos. Es braucht dabei keinen Datenschutz oder Angst vor einem leeren Akku. Jesus urteilt nicht über uns in ein einer Art Algorithmus.“

(jf)

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Koblenz Trier bistum-trier Beratung Bildung Information Jugend Personal Politik / Gesellschaft Schule
news-102945 Fri, 13 Sep 2019 12:15:00 +0200 Helfer gesucht https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/helfer-gesucht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_besucherdienst_mst_842ec34bd2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Sich ehrenamtlich in einem großen Team engagieren und tatkräftig mit anpacken? Für die Heilig-Rock-Tage werden wieder Helferinnen und Helfer gesucht. Trier – Das Bistum Trier sucht wieder ehrenamtliche Helfer, die sich gerne in einer großen Gemeinschaft gemeinsam für die Heilig-Rock-Tage 2020 engagieren möchten. Ein Informationstreffen für alle Interessierten findet dazu in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariates statt am Freitag, 20. September, um 17 Uhr.

Das Bistumsfest wird im nächsten Jahr vom 24. April bis 3. Mai wieder mit vielen bunten Angeboten viele Besucherinnen und Besucher anziehen. Undenkbar wären die Heilig-Rock-Tage ohne die tatkräftige Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die teilweise seit Jahren im Team mitarbeiten. Sie begrüßen und begleiten die Besucherinnen und Besucher, sie unterstützen Veranstaltungen, interessante Projekte und helfen, das Bistumsfest zu organisieren. Dabei entscheiden die Ehrenamtlichen selbst, wie viel Zeit und Aufwand sie einbringen möchten.

Beim Informationstreffen stehen auch Ehrenamtliche des Besucherdienstes des Bistums Trier als Gesprächspartner zur Verfügung.

 

Weitere Informationen gibt es beim Arbeitsbereich Bistumsveranstaltungen, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Tel.: 0651-7105-568, E-Mail: besucherdienst(at)bistum-trier.de

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Trier bistum-trier Ehrenamt Heilig-Rock-Tage
news-102938 Fri, 13 Sep 2019 08:30:00 +0200 Zeit für eine neue Herausforderung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zeit-fuer-eine-neue-herausforderung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_Grewer_fe12b5c7ba.jpg" width="150" height="113" alt="" />Dr. Peter Grewer ist mit 66 Jahren der älteste Bundesfreiwillige im Bistum und leistet seinen Dienst bei der Klimainitiative im Bistum Trier. Trier – Im Büro der Klima-Initiative im Bischöflichen Generalvikariat herrscht eine wohlige Atmosphäre. Zwei Schreibtische sind so angeordnet, dass sie zum Austausch einladen – flankiert von mehreren Flipcharts mit bunten Pfeilschemata, auf denen sich die Arbeit der letzten Tage widerspiegelt. Gemeinsam mit Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums Trier, arbeitet Dr. Peter Grewer daran, den Klimaschutz im Bistum zu verbessern und so die Schöpfung zu bewahren, halbtags von montags bis freitags. Denn damit kennt sich der 66-Jährige aus: Er ist promovierter Kernphysiker, Softwareentwickler und Energieberater – allerdings im Ruhestand. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, sich für die Umwelt zu engagieren und einen einjährigen Bundesfreiwilligendienst („Bufdi“) zu leisten. Dank dem Programm Bufdi 27plus und den Sozialen Lerndiensten ist Grewer der älteste Bufdi im Bistum Trier. Auf die Idee, sich zu bewerben, kam er, als er den Newsletter der Lokalen Agenda 21 las, wo die Stelle ausgeschrieben war. „Es war einfach an der Zeit für eine neue Herausforderung!“

Von "Jung-Bufdis" und von "Senioren-Bufdis"

Grewers Arbeit ist vielseitig. Er unterstützt Kleinwächter bei ihren Aufgaben, „die alles umfassen, was mit Klimaschutz und Energiesparen im Bistum Trier zu tun hat“. Eine verantwortungsvolle Aufgabe im Hinblick auf fortschreitendes Artensterben, Luftverschmutzung und merkliche Wetterveränderungen wie Starkregen oder Dürreperioden. Ob es denn große Unterschiede gebe zwischen der Arbeit mit den „Frisch-von-der-Schule“-Bufdis und dem Senioren-Bufdi? Beides sei angenehm, so Kleinwächter. „Die Jung-Bufdis sind oft noch auf der Suche, weil sie entweder noch nicht genau wissen, was sie im Leben tun möchten oder sich vergewissern wollen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Das ist bei Dr. Grewer anders. Natürlich bringt er auch viel Fachwissen mit. Beim Energiebericht hat er mich gut unterstützen können, weil das für ihn kein Neuland war.“ Im Energiebericht wird alle zwei Jahre genau aufgeführt, wie viel Kohlendioxid-Ausstoß das Bistum verursacht. Zugleich sind dort auch konkrete Maßnahmen und Handlungsanweisungen aufgeführt, die den Ausstoß reduzieren. Hilfreich beim Schreiben des Berichts war sicherlich auch Grewers journalistische Ausbildung, die er jetzt anwenden kann, um Klima-Interessierte auf den neusten Stand zu bringen. „Ich schreibe Beiträge für den Klimaletter – den Newsletter der Klimainitiative, den jeder kostenfrei abonnieren kann“, berichtet er.

Bistum Trier engagiert im Klimaschutz 

In Sachen Energiesparen tue sich schon einiges in der ältesten Diözese Deutschlands, sagt Grewer. Zum Beispiel werden in Gebäuden, die dem Bistum gehören, Energiechecks durchgeführt. „Und das mit dem Ziel, Schwachstellen aufzuzeigen.“ Von konkreten Maßnahmen, die helfen, diese zu beseitigen, berichtet seine Bürogenossin: „Im vergangenen Jahr wurde das Museum am Dom gründlich durchleuchtet und ein Sanierungskonzept erarbeitet.“ Das Ergebnis ist unter anderem der geplante Umstieg auf eine Pellet-Heizung – „eine echte Klimaschutzentscheidung!“, so Kleinwächter. Außerdem geplant sind Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Bistumsschulen. Auch vermeintlich kleine Umstellungen können einen positiven Beitrag für die Klimabilanz des Bistums leisten: Seit vergangenem Jahr liegt auf den Schreibtischen der Bistumsverwaltung ausschließlich Recycling-Papier. „Das ist ein kleiner Beitrag, spart aber in der Summe 1,3 Tonnen CO2 pro Jahr“, so die Bistums-Klimamanagerin. Auch „in der Fläche“, also in den Kirchengemeinden und katholischen Einrichtungen, gebe es „Kümmerer vor Ort“, nämlich rund 100 ehrenamtliche Energiebeauftragte.

Warum Grewer eigentlich nicht in der Kernernergie-Forschung geblieben ist, nachdem er seine Doktorarbeit beendet hatte? „Damals, kurz nach dem Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl, war schon abzusehen, dass die Atomenergie in Deutschland wahrscheinlich keine Zukunft hat.“ Man dürfe sich nicht auf eine einzige Dimension fokussieren, sonst ziehe man mitunter falsche Schlüsse: „Mit Kernenergie kann man Strom erzeugen, ohne Kohlendioxid in die Atmosphäre zu blasen. Die Endlagerung des atomaren Mülls ist aber ein ganz großes Problem.“ Zu dieser Zeit war er in Mannheim in einer Energiewendegruppe aktiv. „Wir haben uns damals mit Leuten aus anderen Städten zusammengetan und Passanten an Ständen in der Stadt informiert, allerdings nur auf lokaler Ebene.“ Ganz im Gegensatz zur aktuellen Jugend-Protestbewegung Fridays for Future: „Jeden Freitag auf die Straße zu gehen, halte ich für wenig sinnig. Sehr gut aber finde ich den koordinierten Protest in vielen verschiedenen Ländern; dass sich Schülerinnen und Schüler weltweit zusammenschließen und so Aufmerksamkeit für ihre Forderungen generieren.“

Mobilität eine wichtige Frage beim Einsparen von CO2

Am besten wäre es, wenn man den Energieverbrauch durch Effizienz runterschrauben könne, zum Beispiel durch Wärmedämmung an Gebäuden oder Autos, die weniger Treibstoff verbrauchen, erklärt der 27plus-Bufdi. Aber: „Der Energiebedarf steigt stetig: Verkehr, Gebäudeheizung, Strom.“ Gerade in Gebieten, in denen der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut sei, müsse man sich zusammenschließen und Fahrgemeinschaften bilden. Sei das Auto immer optimal ausgelastet, könne man auf dem Weg zur Arbeit sogar CO2 einsparen im Vergleich zur Busfahrt. Elektroautos seien für kurze Distanzen in Städten, z.B. bei Paketboten und Handwerkern sinnvoll. „Man muss aber immer drauf schauen, was sich der Normalbürger leisten kann. Das E-Auto ist leider noch keine wirkliche Alternative“, lautet seine Einschätzung.

Weitere Informationen zum Klimaschutz im Bistum Trier gibt es auf www.energiebewusst.bistum-trier.de. Die Möglichkeit, sich über ein freiwilliges ökologisches Jahr und freie Stellen zu informieren, gibt es auf www.soziale-lerndienste.de.

(ih)

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FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Soziale Lerndienste
news-102943 Thu, 12 Sep 2019 14:51:59 +0200 Aufstehen für die Bewahrung der Schöpfung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufstehen-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_PlettenbergUlrich_April2018_HT_3d6c47f0f7.jpg" width="150" height="138" alt="Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg" />Das Bistum Trier unterstützt die Initiative „Fridays for future“, die für den 20. September weltweit Demonstrationen angekündigt hat. Trier - Das Bistum Trier unterstützt die Initiative „Fridays for future“, die für den 20. September weltweit Demonstrationen angekündigt hat. „Nehmen Sie an den regionalen Demonstrationen teil“, so der Aufruf des Trierer Generalvikars Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. „Denn die Bewahrung der Schöpfung ist für die Kirche ein ureigenes Anliegen.“ Weiter ruft von Plettenberg die Gemeinden im Bistum dazu auf, in den Gottesdiensten am 15. September eine „Klima-Fürbitte“ aufzunehmen und auch auf regionale Veranstaltungen hinzuweisen. „Nehmen Sie Kontakt mit den Organisatoren auf, um ein gemeinsames Vorgehen abzusprechen.“ Auch die Diözesankommission für Umweltfragen und die Diözesanstelle Weltkirche rufen für den 20. September dazu auf, zu einer Gebetszeit für den Klimaschutz zusammenzukommen und dazu mit dem Glockenläuten einzuladen.

Die „Fridays for Future“-Bewegung lädt dazu ein, am 20. September für gute Zukunftsbedingungen für die Menschheit und für die Begrenzung des menschengemachten Klimawandels zu demonstrieren. An diesem Tag tritt auch das Klimakabinett der Bundesregierung zusammen. Zudem beginnt am 23. September der UN-Klimagipfel in New York. „Die Proteste von ‚Fridays for Future‘ sind berechtigt – bereits heute vernichtet die Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen weltweit“, betont Generalvikar von Plettenberg. Die Klimakrise verschärfe bestehende Ungleichheiten und verletze Menschenrechte. „Als Christen sind wir aufgerufen, für die Bewahrung der Schöpfung aufzustehen.“

„Unser Bistum verspürt eine besondere Verantwortung, denn unser Partnerland Bolivien ist mit nur 0,51 Prozent am weltweiten Schadstoffausstoß beteiligt“, erklärt von Plettenberg. Gleichzeitig sei Bolivien eines der Länder mit der höchsten Verletzbarkeit: im Sozialen, in seiner Ökologie und Ökonomie, da es wenige Ressourcen habe, um aus eigener Kraft die Anpassung an den Klimawandel zu bewältigen, „einen Klimawandel, den in erster Linie die Industriestaaten, und damit auch wir, zu verantworten haben“.

Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen und einer Klimaschutzmanagerin. Die Diözesane Kommission für Umweltfragen unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays-for-Future“- Bewegung.

(tef)

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Trier bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Information Politik / Gesellschaft Schöpfung
news-102944 Thu, 12 Sep 2019 14:50:43 +0200 In der Wildnis Gott begegnen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/in-der-wildnis-gott-begegnen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Theo-Talk-Publikum_1311d7ac5c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Theo Talk Publikum" />Die Reihe Theo-Talk ist nun auch in Schweich an den Start gegangen. Den Auftakt machte Jan Frerichs mit einem Vortrag über moderne "Stadt-Eremiten" Schweich – In lockerer Atmosphäre über Gott und die Welt reden, an Orten, wo man sowieso gerne gesellig beieinander ist: Diese Idee steckt hinter der Reihe „Theo Talk“ der Katholischen Erwachsenenbildung Trier. Nach einigen Veranstaltungen in Trier ist der Theo Talk am 9. September auch in Schweich im Restaurant Mittler’s gestartet: Theologe und ZDF-Journalist Jan Frerichs, der Mitglied in einem franziskanischen Laienorden ist, beleuchtete in seinem Impulsvortrag das Leben als „moderner Stadt-Eremit“. Im Anschluss konnte das Publikum sich bei leckeren Speisen und Getränken mit dem charismatischen jungen Familienvater austauschen.

In seinem Vortrag „Gott dazwischen – Leben als Stadteremit“ gab Frerichs sehr persönliche Einblicke in sein Leben sowie in seine franziskanische Spiritualität und entwarf eine Idee von einem naturverbundenen Schöpfungsglauben. Nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisis, der auf Wanderschaft und in der freien Natur lebte, ist Frerichs Mitglied im so genannten 3. Orden der Franziskaner, einer Laiengemeinschaft, in der sowohl Frauen als auch Männer organisiert sind. Mit seiner Familie lebt er in Bingen und hat dort auch eine „franziskanische Lebensschule“ aufgebaut, die ganz passend den Namen „barfuß und wild“ trägt. Dort bietet er Auszeiten in der Natur, die 24 Stunden, aber auch vier Tage und vier Nächte dauern können und von Fasten begleitet sind. „Es geht mir im Kern darum, dass die Menschen oft keinerlei Kontakt mehr zur Wildnis haben. Wir sind dabei, jeden Zentimeter dieses Planeten zu zivilisieren, wir lassen dem Unbekannten, Wilden keinen Raum mehr.“ Dabei gehe es weder darum, sich selbst irgendetwas zu beweisen wie bei einem Survival-Training, noch darum, übernatürliche Erfahrungen zu machen. „Wenn man sich darauf einlässt, kann die Natur wie ein Spiegel sein und wir können in einen Dialog mit ihr treten. Wir gehen raus, um Gott zu begegnen und um uns selbst besser kennenzulernen.“

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Trier bistum-trier Bildung Information
news-102937 Wed, 11 Sep 2019 12:25:38 +0200 Bischof wirbt um Achtsamkeit und Dialog https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bischof-wirbt-um-achtsamkeit-und-dialog/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_WGE_2019_HGS_053x_ccfa5fdece.jpg" width="150" height="100" alt="" title="WilliGrafEmpfang20191_HGS" />Der Saarbrücker Willi-Graf-Empfang führt jedes Jahr Menschen aus Politik, Gesellschaft, Kirchen, Wirtschaft und Medien zusammen. Saarbrücken/Trier/Speyer –  Der achtsame Umgang miteinander und der Austausch untereinander haben im Mittelpunkt des Willi-Graf-Empfangs am 10. September gestanden, zu dem das Katholische Büro Saar alljährlich Menschen aus Politik, Gesellschaft, Kirchen, Wirtschaft und Medien einlädt. Das Katholische Büro im Saarland mit Sitz in Saarbrücken vertritt die Bistümer Trier und Speyer bei der Saarländischen Landesregierung, dem Parlament, Gewerkschaften, Verbänden und anderen Institutionen.

Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) warb in seinem Festvortrag „für eine Kultur der Achtsamkeit und des Dialogs in Kirche und Politik“. Inspiriert hatte ihn das aktuelle Buch des amerikanischen Politikwissenschaftlers Francis Fukuyama und dessen Thesen zu Würde und Identität. Vor allem anderen stehe die „Achtsamkeit für den anderen als Subjekt“, sagte Ackermann. Noch so viele politische oder soziale Lösungen würden Menschen nicht helfen, wenn sie sich nur als „Fall“ oder gar „Problem“ betrachtet fühlten. Dabei bedeute das Bemühen, den anderen zu verstehen, nicht automatisch Verständnis, etwa für die Positionen oder Haltungen. Empathie bedeute nicht, unkritisch zu sein. Sie schließe ein, das Gegenüber zum Argumentieren anzuhalten oder es auf problematische Folgen seiner Absicht hinzuweisen, wie etwa auch in der kürzlich veröffentlichten Arbeitshilfe der deutschen Bischöfe zum Populismus zu lesen sei.

 

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Information Kultur Politik / Gesellschaft Schule
news-102933 Mon, 09 Sep 2019 14:56:07 +0200 Doppel-Jubiläum für St. Nikolaus-Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/doppel-jubilaeum-fuer-st-nikolaus-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/7/csm_Daun_Kirchenjubilaum-mit-Bischof_285689d132.jpg" width="150" height="100" alt="Der Bischof und weitere Priester mit der Festgemeinde im Gottesdienst" />Bischof Dr. Stephan Ackermann feierte in Daun ein ganz besonderes Jubiläum Daun – Unter dem Motto „700&70“ haben die Gläubigen in Daun am 8. September gleich zwei Jubiläen ihrer Pfarrkirche St. Nikolaus gemeinsam mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann gefeiert.

An zwei besondere Ereignisse aus der 1000-jährigen Geschichte ihrer Kirche erinnerten die Dauner während des Jubiläumsfestes: Im Jahr 1316 wurde das Gotteshaus erstmals urkundlich als Pfarrkirche erwähnt, und am 21. August 1949 wurde die im Krieg durch Bomben schwer beschädigte Kirche wiedereröffnet und neu eingeweiht. Zudem hatte sie in den Jahren 2016 und 2017 ein neues Dach und einen neuen Außenanstrich erhalten, und es waren an der Fassade eine Reihe kleinerer Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten getätigt worden. 2019 hatten zwischen Januar und Mai hatten Gipser, Maler, Heizungsbauer und Elektriker im Innenraum gewirkt. Insgesamt wurden etwa zwei Millionen Euro investiert.

Den Festgottesdienst zum Doppeljubiläum und zur beendeten Renovierung leitete der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann; mit ihm zelebrierten die Priester Ludwig Hoffmann und Stanislaw Stepka. Ackermann beglückwünschte die Dauner zu dem Abschluss der Arbeiten und der langen Tradition in ihrer Gemeinde. Er bezeichnete die Dauner Pfarrkirche als „eine Gottesburg, die in das Gemeinwesen hineinleuchtet“. Er schwärmte von dem bergenden Charakter des Innenraums, besonders auch von dem markanten Gabelkreuz im Chorraum. Mit ihrem Engagement für die Renovierung hätten die Verantwortlichen und Pfarrangehörigen vor Ort deutlich gemacht, dass es ihnen nicht egal sei, wie ihre Kirche aussehe, betonte Bischof Ackermann. Mit Blick auf das häufig skizzierte Bild von Kirche, die ein „Problem habe oder nur Probleme mache“ appellierte er daran, sich umso mehr an dem gemeinsamen Ringen um die Kirche Jesu Christi und um ein erneuertes Miteinander zu beteiligen. „Wie schön, dass es zwischendurch auch Feste gibt“, meinte der Bischof – „und zwar nicht um uns abzulenken oder wegzuträumen, sondern um den Glauben zu weiten und das Leben heller zu machen.“

Auch der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hans-Georg Hoffmann schloss sich dem an: „Wir Dauner können stolz auf unsere Kirche sein. Sie ist ein besonderer, kostbarer Ort“, sagte er. Dem Gottesdienst einen besonders festlichen Charakter gaben die Klänge und Gesänge des Kirchenchors Daun, des Projektchors der Pfarreiengemeinschaft Daun und des Dekanatskantors und Organisten Hubert Blaum.

(sb)

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Trier bistum-trier Bischof Pfarreien
news-102920 Thu, 05 Sep 2019 14:26:11 +0200 Gottesdienste aktiv mitgestalten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gottesdienste-aktiv-mitgestalten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_IMG_0302_01_f8a2900575.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Herbst startet ein neuer Ausbildungskurs für Vorsänger und Kantorinnen. Interessenten können sich bis zum 7. Oktober anmelden. Bistumsweit/Trier – Die eigene Singstimme professionell schulen und sich zugleich ehrenamtlich in der Gottesdienstgestaltung einbringen? Dies ist ab dem 1. November wieder möglich, wenn der Startschuss für die Ausbildungskurse zum Kantoren- und Vorsängerdienst im Bistum Trier fällt. Die zweijährige Ausbildung, die in zwei Module unterteilt ist, beinhaltet neben regulären Seminartermine auch zwei Intensivwochenenden in Vallendar und zwei Stimmbildungstage in Trier. Außerdem wird Einzelunterricht im Fach Gesang angeboten. Die Ausbildung wird gemeinsam mit den Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat durchgeführt.

Die Intensivwochenenden finden vom 15. bis 17. November 2019 und vom 13. bis 15. November 2020 statt; der nächste Stimmbildungstag ist am 20. Juni 2020. Interessenten können sich über den zuständigen Regionalkantor bis zum 7. Oktober bei der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier, Tel.: 0651-7105-508 oder E-Mail: kirchenmusik@bistum-trier.de anmelden. Weitere Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/kirchenmusik.

(ih)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-102915 Wed, 04 Sep 2019 08:59:00 +0200 „Auf den Spuren der Menschenfischer“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-menschenfischer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_Plakat-KiBiTa-2019_a17fc8d17e.jpg" width="107" height="150" alt="" />Der Ökumenische Kinderbibeltag in Trier lädt ein, sich den Geschichten aus der Bibel kreativ und spielerisch anzunähern. Trier - Sich den Geschichten aus der Bibel kreativ und spielerisch annähern: Das können Kinder während des ökumenischen Kinderbibeltags in Trier. Organisiert wird die Veranstaltung, die sich vor allem an Kinder im Grundschulalter richtet, vom Dekanat Trier und der evangelischen Kirchengemeinde Trier in Kooperation mit der Grundschule am Dom.

Am Samstag, 21. September von 10 Uhr bis 16 Uhr sind die Kinder eingeladen, sich in der Grundschule am Dom auf die Spuren der „Menschenfischer“, also der Jünger Jesu Christi, zu begeben. So werden sie beispielsweise herausfinden, wie auf eine erfolglose nächtliche Bootsfahrt der Jünger ohne einen einzigen gefangenen Fisch und mit entsprechend schlechter Stimmung doch noch ein ganz besonderer Tag folgte, wie das Lukasevangelium erzählt. Gemeinsam wird das ökumenische Team mit den Kindern singen, malen, basteln, spielen und Gottesdienst feiern.

Während des Kinderbibeltages werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt und von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern durch das Programm begleitet. Für Getränke, Snacks und Mittagessen ist gesorgt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen und Anmeldung gibt es bei Theresa Heinz vom Dekanat Trier: Tel. 0651-9794192, E-Mail: Theresa.Heinz(at)Bistum-Trier.de

(sb)

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102916 Tue, 03 Sep 2019 15:14:34 +0200 „Mit Franz und Clara unterwegs“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-franz-und-clara-unterwegs-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/a/csm_PdZ-Schweich_Franz-und-Klara_Friedenskreuz_5f5f995c84.jpg" width="150" height="113" alt="" />Sich gemeinsam auf den Weg machen in die Pfarrei der Zukunft Schweich: Eine Projektgruppe organisiert dazu viele Veranstaltungen und schickt ein Friedenskreuz auf die Reise. Föhren – Sich gemeinsam auf den Weg machen in die Pfarrei der Zukunft Schweich: Dazu lädt das Projekt „Mit Franz und Clara unterwegs“ einer Gruppe aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig ein. Einmal im Monat organisieren die Haupt- und Ehrenamtlichen dazu ganz unterschiedliche Veranstaltungen – vom Kindermusical über Informationsabende bis hin zur meditativen Wanderung auf dem Moselsteig. Den Abschluss wird eine gemeinsame Pilgerreise nach Assisi in Italien in den Herbstferien 2021 bilden. Am 1. September, dem Tag der Pfarreiengemeinschaft Schweich, haben die Verantwortlichen nun ein Friedenskreuz auf die Reise geschickt. Es soll durch alle Kirchen, Gremien, Gruppen, Kitas, Schulen und Initiativen wandern, die in der neuen Pfarrei Schweich „Orte von Kirche“ sein möchten. Das Friedenskreuz wird begleitet von Materialien zu Themen wie Frieden, Klimawandel, Armut und christlicher Gemeinschaft. Es soll zum Austausch und zum Aktivwerden anregen und so die Gemeinschaft fördern.

Auf das Thema Frieden ging Dechant Dr. Ralph Hildesheim auch im Gottesdienst ein: Der 1. September markiere den Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall auf Polen vor 80 Jahren und gelte heute als Antikriegstag. Hildesheim dankte drei Frauen aus der Gemeinde, die ihre Erfahrungen von Flucht im Krieg schilderten, für ihre „eindrücklichen persönlichen Zeugnisse“. Christen sollten den Menschen zugewandt sein – das sei Auftrag und Versprechen zugleich. „Dies ist gerade in unseren Tagen wichtig, in denen gegen Geflüchtete polemisiert wird und die AfD Dinge verbreitet, die mit dem christlichen Glauben so rein gar nichts zu tun haben“, so der Pfarrer. Er ermutigte die Gläubigen: „Gehen auch wir die Wege Jesu, dann können wir sicher sein: Die Liebe ist mit uns“, bevor er das Friedenskreuz am Ende des Gottesdienstes segnete.

Wie Menschen gut miteinander leben können und wie Kirche ihnen dabei zur Seite stehen kann – auch darum gehe es bei „Mit Franz und Clara unterwegs“, erläutert Pastoralreferent Roland Hinzmann. „Das Projekt möchte einen Beitrag dazu leisten, Menschen zu inspirieren, zu bewegen und zu beflügeln, ihr Leben und Handeln im Licht des Evangeliums neu anzuschauen.“ Warum die Gruppe ausgerechnet Franz und Clara von Assisi als Vorbilder gewählt hat, die vor 800 Jahren lebten? Die Suche nach Frieden, nach einem guten Verhältnis zur Natur und einem respektvollen Umgang der Menschen untereinander, sei heute genauso aktuell wie damals. „Ihre Visionen von einer armen, ökologischen, ganzheitlichen und gerechten Kirche wirken auch heute noch“, so Hinzmann. Bei dem Projekt gehe es konkret darum, Netzwerke zu knüpfen, Themen und Ideen zu entdecken, die den Menschen vor Ort am Herzen liegen und im Sinne von Papst Franziskus „Verantwortung für das gemeinsame Haus“ zu übernehmen. Das Projekt "Unterwegs mit Franz und Clara" wird mit 1.000 Euro von der Bischof-Stein-Stiftung gefördert.

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge Stiftungen Synode Synode: Umsetzung
news-102914 Tue, 03 Sep 2019 11:29:20 +0200 Gemeinsam mit den Menschen den Glauben leben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gemeinsam-mit-den-menschen-den-glauben-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/e/csm_Beauftragungsfeier_pastoral_und_gemeindereferenten_gruppe_af8bed1e25.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert hat im Dom zwei Gemeindereferentinnen und fünf Pastoralreferenten für ihren pastoralen Dienst beauftragt. Trier – „Leben und verkündigen Sie das Wort Gottes, damit sich seine Kraft in den Herzen und im Leben der Menschen auswirkt.“ Mit diesen Worten hat Weihbischof Franz Josef Gebert am 31. August zwei Gemeindereferentinnen und fünf Pastoralreferenten für ihren pastoralen Dienst im Bistum Trier beauftragt. Die Feier fand am Festtag des heiligen Paulinus im Hohen Dom zu Trier statt.

Der Gedenktag des spätantiken Bischofs sei ein wichtiger Tag für die Kirche von Trier, erläuterte Weihbischof Gebert schon in seiner Begrüßung. Der Märtyrer Paulinus sei in seinem Glauben stets standhaft geblieben im Streit darum, wer Jesus sei. Seine Gegner, die arianischen Bischöfe, wollten die Wesenseinheit von Vater und Sohn nicht anerkennen. Damit gehöre Paulinus mit seinem Zeugnis zum „Grundbestand lebendiger Kirche“ im Bistum, und das besonders in der heutigen Zeit, die sich durch die Suche nach dem Weg der Kirche in die Zukunft auszeichne.

Bischof Paulinus, so Franz Josef Gebert später in seiner Predigt, habe ganz deutlich gemacht, dass das Christentum nicht Weltanschauung, sondern vielmehr Bekenntnis sei. Es gehe darum, sich persönlich zu Jesus Christus zu bekennen und zu ihm zu stehen. „Dies ist der Schlüssel zur Gemeinschaft Gottes: Wer Christus als den Sohn Gottes er- und bekennt, der gehört zu dieser Gemeinschaft.“ So wie schon oft in der Geschichte werde auch heute innerkirchlich intensiv um den rechten Weg gerungen und „bisweilen sogar mit harten Bandagen gekämpft, wenn es um diesen Weg in die Zukunft geht“, führte der Weihbischof aus. Oft verfallen die Menschen dem Versuch, Christus mit ihren eigenen Maßstäben zu vereinfachen, „Gott und sein Geheimnis auf unsere Logik und unsere Grenzen zu reduzieren“. Da sei es schon Anspruch und Herausforderung, nicht einer Irrlehre zu verfallen. Ebenso wenig sei es Ziel und Sinn des Glaubens, ihn anderen „um die Ohren zu hauen“. Gottes- und Nächstenliebe, so betonte Weihbischof Gebert, müssten eine Einheit bilden. Auch bei noch so ernsthaften Auseinandersetzungen um die Suche nach dem Wahrheitsprozess dürfte beim Bekenntnis zu Gott das Bekenntnis zum Nächsten nicht außen vor bleiben.

An die künftigen Gemeinde- und Pastoralreferenten gewandt, ermutigte Gebert sie, diese Einheit unumstößlich zu leben, aus ihr den Alltag zu gestalten und die Aufträge des Evangeliums zu erfüllen. „Das geht nicht automatisch, sondern erfordert einiges an Anstrengung“, gestand der Weihbischof ein. Der heilige Paulinus aber könne starker Zeuge und auch Helfer sein, dieses Leben in der Einheit von Gottes Werk und dem eigenen Tun anzugehen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102913 Mon, 02 Sep 2019 16:15:58 +0200 Die Welt mit den Augen Gottes betrachten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-welt-mit-den-augen-gottes-betrachten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_gebert_firmung_e532a28e01.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zum Auftakt seiner Firmreise hat Weihbischof Franz Josef Gebert 54 Jugendlichen in Hermeskeil das Sakrament der Firmung gespendet. Hermeskeil – Zum Auftakt seiner Firmreise im Dekanat Hermeskeil-Waldrach hat Weihbischof Franz Josef Gebert am 30. August 54 jungen Menschen in der Pfarrkirche St. Martinus das Sakrament der Firmung gespendet. Bis Ende September werden an insgesamt sieben Terminen knapp 250 Jugendliche aus der Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil und den Pfarreiengemeinschaften Waldrach, Schillingen und Thalfang das Sakrament, das mit der Gabe des Heiligen Geistes bestärkt, empfangen.

Der Weihbischof bezeichnete im Firmgottesdienst den Heiligen Geist als die Kraft Gottes, die fähig mache, die Welt mit den Augen Gottes zu betrachten. Während in der Natur der „Kampf um den besten Platz“ vorherrsche, zeige Jesus mit seiner Botschaft, dass dies nicht alles sei. „‘Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘ – dieses Gebot will uns den Blick weiten und dazu einladen, die Mitmenschen mit Gottes Blick anzuschauen. Das weitet und bereichert das eigene Leben“, sagte Gebert. Das Geschenk des Heiligen Geistes ermögliche, dass die grundgelegten Talente eines jeden Einzelnen „zu einer Botschaft Gottes in meinem konkreten Leben werden können“. Er ermutigte die jungen Menschen, diesem Wirken des Heiligen Geistes, das nicht im „luftleeren Raum“ geschehe, im alltäglichen Leben Raum zu geben – wie dies auch schon im Zugehen auf die Firmung im vergangenen halben Jahr geschehen sei.

Die Firmvorbereitung, die die Jugendlichen dem Bischof vorstellten, sei in diesem Jahr nach einem neuen Konzept erfolgt, erklärte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Hermeskeil, Mirjam Minder: „Erstmalig hat die Vorbereitung gemeinsam in einem Firm-Team aus den Pfarreiengemeinschaften der künftigen Pfarrei der Zukunft Hermeskeil stattgefunden.“ Die Jugendlichen konnten aus vier Bausteinen mit einer Vielzahl von einzelnen Angeboten die für sie passenden Projekte auswählen. Das individuelle Firmangebot bestand dann aus einem „liturgischen“, einem „sozialen“, einem „Schöpfungs-“ und einem „kreativen“ Baustein.

Selina Becker aus Dampflos zum Beispiel hat sich für eine Andacht mit Rockmusik, das Mitgestalten eines Fronleichnamteppichs im Altenzentrum Hermeskeil, einen „Upcycling“-Workshop und für einen Nachmittag mit modernem Liedgut im Gottesdienst entschieden. Wie Selina ist auch Lars Neumann aus Gusenburg die Firmung wichtig, um Taufpate werden zu können. Er interessierte sich ebenfalls am meisten für die Rockandacht sowie – neben dem Besuch eines Bio-Bauernhofes und einem Trommel-Workshop – für einen Rundgang zu den Stolpersteinen in Trier, den er aus dem „sozialen“ Baustein-Angebot ausgewählt hatte.

Nach den ersten Terminen in Hermeskeil, Thalfang (31. August) und Heidenburg (1. September) sind die nächsten Firmgottesdiensten am 21. September um 15.30 Uhr in Waldrach, St. Laurentius, und am selben Tag um 18.30 Uhr in Osburg, St. Clemens sowie am Sonntag, 22. September, um 10.30 Uhr in Schöndorf, St. Andreas und am Samstag, 28. September, um 18.30 Uhr in Schillingen, St. Alban.

(red)

 

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102911 Mon, 02 Sep 2019 11:28:02 +0200 Wie geht Leben in der Nachfolge Jesu? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wie-geht-leben-in-der-nachfolge-jesu/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_5-Denver-Tag1-1_46d364b38c.jpg" width="150" height="105" alt="" title="USAReise2019_Berufungspastoral1" />Bei einer Reise in die USA hat Pfarrer Tim Sturm Einblicke in Berufungspastoral und Priesterausbildung in den USA erhalten. Trier – „Was können wir für unsere Berufungs- und Berufepastoral lernen von der US-amerikanischen Kirche, durch was uns inspirieren lassen, auch im Nachgang zur Jugendsynode 2018?“ Diese Frage hat für Pfarrer Tim Sturm im Mittelpunkt einer Reise in die USA gestanden. Sturm ist Leiter des Handlungsfeldes Berufepastoral im Bistum Trier und hatte als Teil einer kleinen Delegation der deutschen Bischofskonferenz an der einwöchigen Reise teilgenommen.

In mancher Hinsicht sei die Situation in den USA vergleichbar mit der deutschen, berichtet Sturm. Auch dort sei die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs ein dauerhaftes Thema; im gesellschaftlichen Bereich spielten ähnliche Faktoren wie die Frage nach dem Stellenwert der Religiosität, Individualisierung oder Pluralisierung eine Rolle. „Ich war neugierig: Was bedeutet Berufungspastoral in der US-amerikanischen Kirche, wie machen die das? Wie hat die Missbrauchsthematik zu Veränderungen etwa in der Priesterausbildung geführt?“ sagt Sturm. In New York, Minnesota, St. Louis und Denver hatte die Delegation die Möglichkeit, in die Gesamtkonzeption, Strukturen und Formate von Priesterausbildung und Berufungspastoral Einblicke zu nehmen. Geleitet wurde die Reise von Rose Sullivan, der nationalen Direktorin bei der US-Bischofskonferenz für die Berufungspastoral.

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Trier bistum-trier Information Jugend Personal Weltkirche
news-102909 Fri, 30 Aug 2019 11:23:56 +0200 Spirituelle und menschliche Bestärkung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/spirituelle-und-menschliche-bestaerkung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/d/csm_Priesterwallfahrt2019_Gruppe_ee0c9c3ab1.jpg" width="150" height="87" alt="" title="Priesterwallfahrt2019 Gruppe" />Eine Wallfahrt hat den Trierer Bischof und über 40 Priester nach Lothringen geführt. Trier/Metz/Nancy – 43 Priester im aktiven Dienst des Bistums Trier haben, einer Initiative des Priesterrats folgend, im August gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Mitgliedern des Priesterrates eine Wallfahrt ins französische Lothringen unternommen.In Metz und Umgebung besuchte die Pilgergruppe verschiedene christliche Stätten aus Vergangenheit und Gegenwart und traf mit Bischof Jean-Christophe Lagleize zusammen. Von Nancy aus machte sich die Gruppe auf den (Fuß)Weg zur spätgotischen Wallfahrtskirche in St Nicolas-de-Port, die dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht ist. „Es ist unserem Bischof wichtig, dass uns bei allen aktuellen Herausforderungen, wie sie etwa die Synodenumsetzung in unserem Bistum darstellt, deutlich bleibt, dass wir miteinander auf einem geistlichen Weg unterwegs sind“, erklärte der leitende Priesterreferent Dr. Markus Nicolay, der die Wallfahrt zusammen mit Pfr. Klaus Leist und Kaplan Johannes Kerwer vom Priesterrat vorbereitet hatte.

 

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge Wallfahrten/ Pilgern
news-102907 Thu, 29 Aug 2019 15:43:45 +0200 Schöpfung bewahren und so „Salz der Erde“ sein https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/schoepfung-bewahren-und-so-salz-der-erde-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/8/csm_csm_TdS_Motiv_41c2686d85_c79deee092.jpg" width="150" height="100" alt="Motiv Schöpfungstag 2019. Foto (c): jirkaejc/panthermedia.de" title="Motiv Schöpfungstag 2019. Foto (c): jirkaejc/panthermedia.de" />Die Erntedankzeit ist ein guter Zeitpunkt, über die Bewahrung der Schöpfung nachzudenken. Dazu lädt die ökumenische Initiative Schöpfungszeit ein Trier – Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) lädt auch 2019 wieder ein, die „Schöpfungszeit“ vom 1. September bis 4. Oktober ökumenisch zu feiern. Im Bistum Trier beteiligen sich verschiedene Partnern daran. Wie die Fastenzeit vor Ostern und der Advent vor Weihnachten, so könne die Schöpfungszeit auf das Erntedankfest vorbereiten und dessen Bedeutung vertiefen, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin mit Themenschwerpunkt Schöpfung im Bistum Trier.

Das diesjährige Motto „Salz der Erde“ will dafür sensibilisieren, dass der Mensch, der nicht ohne Salz leben kann, auch nicht losgelöst von der Erde leben kann. Es erinnert damit an die Aufgabe der Christen, sich als „Salz der Erde“ sich für die Schöpfung und einen sinnvollen Umgang mit ihren Ressourcen einzusetzen. Viele Kirchen in Deutschland und der Schweiz haben die Idee aufgegriffen, Schöpfungszeit zu feiern als eine „Zeit für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils“. Weitere Informationen gibt es unter www.schoepfung.bistum-trier.de.

In Bistum sind folgende Veranstaltungen im Rahmen der Schöpfungszeit geplant:

6. September, 18 Uhr, Gottesdienst „Salz der Erde“ in der Evangelischen Kirche Prüm, weitere Informationen unter: keb.westeifel(at)bistum-trier.de, Tel.: 06551/96556-40.

10. September, 15.30 Uhr, „Lebensquelle Wasser“, Besuch des Wasserwerks Wittlich und Wanderung an der renaturierten Lieser; Lieser-Terrassen Wittlich. Informationen unter: christiane.friedrich(at)bistum-trier.de; Tel.: 06571-146940

11. September, 18 - 21.30 Uhr, „Eine gute Zukunft für alle! – Herausforderung für die Kirche. Initiativen stellen sich vor“, Vortrag und Diskussion, Informationen bei: keb.koblenz(at)bistum-trier.de, Tel.: 0261-963556-0

13. September, 9 - 12 Uhr, „Was passiert mit meinem Müll?“, Exkursion, Entsorgungs- und Verwertungszentrum Mertesdorf, Informationen bei: region.trier(at)nabu-trier.de, Tel.: 0651-1708819

14. September, 10 – 17 Uhr, „Der eigene ökologische Fußabdruck - Wie wir mit kleinen Schritten Natur und Klima schützen können“, Fort- und Weiterbildungstag, Bürgerhaus, Kirchstraße 22, 54422 Muhl, Informationen bei: bettina.nicodemus(at)nationalparkkirche.de, Tel.: 06781-567990

18. September, 15 Uhr, „Dem Wald auf der Spur“, Geführte Waldwanderung mit Förster Max Merrem, Pfarrkirche St. Bernhard, 54516 Wittlich, Anmeldung bitte bis zum 16. September bei Bianca Anzenhofer, bianca.anzenhofer(at)bistum-trier.de, 06571-14694-17

21. September, 15.30 - 18 Uhr, „Abenteuer Wald, Wiesen, Wir – Familien feiern ökumenische Schöpfungszeit, Überraschungskirche: Aktion, Gottesdienst und Picknick mit mitgebrachtem Proviant, Forstamt Trier, Am Rothenberg 10, 54293 Trier-Quint, Informationen beim Dekanat Schweich, Klosterstr. 1B, 54338 Schweich, Tel.: 06502-9374510

21. September, 10.30 – 16 Uhr, „Schöpfung bewahren - durch Kauf-Verhalten die Welt fair-ändern“, Veranstalter: Kath. Deutscher Frauenbund, Diözesanverband Trier; Informationen bei: buero(at)frauenbund-trier.de, Tel. 0651-47494

4. Oktober, 19.30 Uhr, „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes" - Film und Filmvorführung in der Reihe "Agendakino", Broadway Filmtheater, Paulinstraße 18, Trier.

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Trier bistum-trier Information Ökumene Politik / Gesellschaft Schöpfung
news-102904 Thu, 29 Aug 2019 08:39:00 +0200 „Ultreia e suseia, Deus adiuva nos!“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ultreia-e-suseia-deus-adiuva-nos/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_369_d29148501f.jpg" width="131" height="150" alt="" />Nach der dritten Jahresetappe über 650 Kilometer haben 26 Fahrradpilger aus Trier ihre Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela beendet. Trier/Santiago des Compostela -  „Ultreia e suseia, Deus adiuva nos! -Vorwärts und aufwärts, Gott möge uns helfen!“: Unter diesem Motto haben Radpilger aus der Pfarreiengemeinschaft Trier-Heiligkreuz in drei Jahren den Weg von Trier nach Santiago de Compostela, zum Grab des Heiligen Jakobus, zurückgelegt. Insgesamt zweieinhalbtausend Kilometer legten die Frauen und Männer auf den drei Etappen 2017 von Trier bis Bordeaux, 2018 von Bordeaux ins spanische Sahagún und 2019 auf dem sogenannten Camino bis Santiago zurück.

Pfarrer Theo Welsch berichtet, die 26-köpfige Gruppe habe sich auf dem Weg auch Zeit für den Besuch mancher Sehenswürdigkeiten auf dem Weg genommen, etwa für die Kathedrale und die Sankt-Isidor-Kirche in León, für die Kathedrale in Astorga oder die Tempelritterburg Ponferrada. Auch sportliche Hürden galt es zu bewältigen: „Zum Beispiel das ‚Cruz de Ferro‘ (Eisenkreuz): Auf 1.500 m Meereshöhe ist das das „Dach des Camino“, erklärt Welsch. „Symbolisch für die Last des Lebens legt jeder Pilger hier traditionell einen von zuhause mitgebrachten Stein auf den Kreuzeshügel ab, verbunden mit der Bitte, Gott möge ihm auf seinem Weg nach Santiago und auf seinem weiteren Lebensweg helfen.“

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102901 Wed, 28 Aug 2019 11:11:38 +0200 Schlüsselanhänger erinnern an Verantwortung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/schluesselanhaenger-erinnern-an-verantwortung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/9/csm_Muhlstein_Schlusselanhanger_ih_130819_0427d0029e.jpg" width="150" height="107" alt="" />Das Bistum Trier unterstützt die Mühlstein-Aktion und wird die Schlüsselanhänger bei gemeinsamen Studientagen verteilen. Trier – Den „Mahnenden Mühlstein“ der Initiative gegen Gewalt und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V. gibt es inzwischen als Schlüsselanhänger-Miniatur. Darauf befinden sich ein Zitat aus dem Evangelium nach Matthäus sowie die Kontaktdaten der Initiative. Der Vorsitzende des Vereins, Johannes Heibel, hat  nun 620 Exemplare an Dr. Andreas Zimmer, Präventionsbeauftragter und Leiter der Abteilung Beratung und Prävention im Bistum Trier, und Birgit Wald, Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier, übergeben. Bei den gemeinsamen Studientagen aller pastoralen Berufsgruppen im Bistum Trier im kommenden Oktober sollen die Anhänger an Priester, Diakone sowie Pastoral- und Gemeindereferentinnen und –referenten, die in der Kinder- und Jugendpastoral arbeiten, verteilt werden.

Die Schlüsselanhänger sind dem steinernen Mahnmal in Form eines Mühlsteins nachgebildet, das bereits seit 2008 an verschiedenen öffentlichen Plätzen in bislang 30 deutschen Städten für die Dauer von einigen Wochen aufgestellt wurden. Zurzeit befindet er sich in Würzburg. Die Kunstaktion soll Passanten für das Thema Missbrauch sensibilisieren und Erwachsene an ihre große Verantwortung gegenüber ihnen anvertrauten Kindern erinnern. Auch an drei Orten im Bistum Trier – 2011 in Koblenz sowie im Folgejahr in Saarlouis und Trier – wurde der knapp anderthalb Tonnen schwere Stein gezeigt. Die Aktion fand damals bereits Unterstützung durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Von den ursprünglich 5000 Schlüsselanhängern, die vor rund fünf Jahren von einem Vereinsmitglied gespendet wurden, ist schon die Hälfte verteilt worden, und zwar „an ganz unterschiedliche Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen“, sagte Heibel. „Das Thema, die Verantwortung der Erwachsenen und die Last, die auf den Opfern liegt,“ solle dem Einzelnen durch die unmittelbare Begegnung mit dem Gegenstand bewusst werden und ihn daran erinnern, achtsam zu sein, so der Diplom-Sozialpädagoge. Dies sei ein entscheidender Überschneidungspunkt, sagte Wald, denn „der Aspekt der Achtsamkeit ist ein maßgeblicher Faktor für die Rahmenordnung zur Prävention gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Bistum Trier. Heibel ergänzte, dass es ihm wichtig sei zu betonen, dass niemand, dem ein Schlüsselanhänger von der Initiative überreicht wird, unter Generalverdacht gestellt werde. „Das ist keinesfalls unser Anliegen“, so Heibel.

Weitere Informationen zur Aktion gibt es bei der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V., Johannes Heibel, Tel.: 02623-6839 oder auf www.initiative-gegen-gewalt.de.

(ih)

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Prävention
news-102898 Tue, 27 Aug 2019 09:31:20 +0200 Weihbischof Gebert auf Firmreise https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-auf-firmreise-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im August und September ist Weihbischof Franz Josef Gebert auf Firmreise im Dekanat Hermeskeil-Waldrach. Hermeskeil/Waldrach – Über 250 Jugendlichen im Dekanat Hermeskeil-Waldrach wird Weihbischof Franz Josef Gebert im August und September das Sakrament der Firmung spenden. Folgende Termine sind in den nächsten Wochen geplant:

Freitag, 30. August, um 18 Uhr in Hermeskeil, St. Franziskus; am Samstag, 31. August, um 18.30 Uhr in Thalfang, St. Matthäus; am Sonntag, 1. September, um 10.30 Uhr in Heidenburg, St. Michael; am 21. September, um 15.30 Uhr in Waldrach, St. Laurentius, und am selben Tag um 18.30 Uhr in Osburg, St. Clemens; am Sonntag, 22. September, um 10.30 Uhr in Schöndorf, St. Andreas; am Samstag, 28. September, um 18.30 Uhr in Schillingen, St. Alban.

(sb)

 

 

 

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102891 Fri, 23 Aug 2019 14:29:25 +0200 Zukunftsfähige und nachhaltige Projekte in Bolivien https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zukunftsfaehige-und-nachhaltige-projekte-in-bolivien/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Bolivienpartnerschaft_Stiftung_9d61ff759e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Eine Delegation des BDKJ hat sich in Bolivien mit Partner getroffen und ausgetauscht. 2.000 Kinder profitieren von den Projekten der Partnerstiftung. Trier/Sucre – Eine enorme Landflucht und rapides Städtewachstum, Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Das waren nur einige der Themen, die auf der Agenda der Projektreise einer Delegation des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Trier (BDKJ) nach Bolivien stand. Seit Jahrzehnten besteht die enge Partnerschaft des südamerikanischen Landes mit dem Bistum Trier und dem BDKJ. Anfang August fand in der bolivianischen Hauptstadt Sucre die Jahresversammlung der Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier“ statt, deren Stiftungspartner der BDKJ Trier und das Erzbistum Sucre sind. Susanne Kiefer, Diözesanvorsitzende des BDKJ, und Bildungsreferentin Irene Jötten, nahmen an der Jahresversammlung als Stimmberechtigte teil.

Zuvor gab es bei einem Studientag für alle Stiftungsparteien und das Direktorium die Gelegenheit, sich auszutauschen und die Zukunft der Stiftung in den Blick zu nehmen. Ziel war es, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Bolivien zu erfassen und zu analysieren und eine zukunftsfähige Strategie für die Stiftung zu entwickeln. Wie Jötten berichtet, ist Bolivien aktuell von einer enormen Landflucht geprägt, die zu einem rapiden Städtewachstum führt. Demzufolge sinke die Zahl der Schüler und Schülerinnen in den Internaten der Stiftung. Solche und viele weitere Erkenntnisse flossen in die sich anschließende Stifterversammlung ein. Es ergaben sich personelle Veränderungen beim Direktorium und das Profil der Stiftung wurde den oben erwähnten Herausforderungen angepasst. BDKJ-Diözesanvorsitzende Kiefer zeigt sich zuversichtlich: „Wir wollen, dass die Stiftung mit dem, was wir an Unterstützung bieten können, den gesellschaftlichen Bedürfnissen entsprechend benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Chuquisaca fördert und insgesamt eine zukunftsfähige und nachhaltige Arbeit leistet.“

In der zweiten Augustwoche brachen die beiden BDKJ-Vertreterinnen dann zu einer Projektreise aufs Land auf, um sich von den Erfolgen der Arbeit in den verschiedenen Einrichtungen der Stiftung zu überzeugen. Es sei beeindruckend gewesen, wie selbstbewusst die Sprecher der kommunalen Behinderten-Vereinigung bei den Empfängen der Delegationen auftraten. Ebenso erhielten die deutschen Gäste Einblicke, wie sehr sich die Selbstversorgung der Internate durch den Ausbau der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse oder die Fischzucht verbessert hat. „Alle Kinder und Jugendlichen packen hier kräftig mit an. Auch im Bereich des Umweltschutzes sind Fortschritte erzielt worden, in zahlreichen Internaten sowie bei einzelnen Familien gibt es Trockentoiletten. Diese sparen beispielsweise ca. 2.000 l Wasser/Woche in einer Grundschule ein“, informiert Jötten. Die beiden Delegierten erfuhren auch viel über die Gruppenleiterschulungen der Jugendlichen auf dem Land. Vorrangige Themen, mit denen sich die jungen Menschen auseinandersetzen, seien die Geschlechtersituation, Gewalt gegen Frauen und Drogen.

Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier“ unterhält ca. 23 Einrichtungen und kann damit 2.000 benachteiligte Kinder und Jugendliche im Departement Chuquisaca (Erzdiözese Sucre) erreichen. Die Projekte der Stiftung werden im Wesentlichen aus den Erlösen der Kleidersammlung für Bolivien gefördert. Mehr Informationen gibt es auf: www.bdkj-trier.de/bolivienpartnerschaft

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Trier bistum-trier Bolivienpartnerschaft Weltkirche
news-102890 Thu, 22 Aug 2019 07:34:00 +0200 „Gottesdienst soll begeistern“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gottesdienst-soll-begeistern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Abendgesprach4_6966891ac3.jpg" width="150" height="89" alt="" />Die diesjährige Sommerakademie des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier thematisiert das Thema Gottesdienstformen in neuen Lebensräumen Trier – Die Seelsorgeräume vergrößern sich, und das nicht allein im Bistum Trier. Neben der Eucharistiefeier – für die meisten Gläubigen noch immer das Herzstück aller Gottesdienste – haben sich in den deutschen Bistümern vielfältige Feierformen entwickelt, die das Glaubensleben vor Ort weiterhin lebendig halten, etwa Wort-Gottes-Feiern und Andachten. Neue Formen, neue Orte und neue Akteure – wie kann die Pastoral darauf reagieren, aktiv gestalten und zugleich die Qualität der Gottesdienste sichern? Ideen, Forschungsergebnisse und konkrete Beispiele haben rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 18. Sommerakademie des Deutschen Liturgischen Instituts mit dem Titel „Liturgie und Lebensraum“ vergangene Woche in Trier ausgetauscht. Eine Entwicklung fällt dabei besonders ins Auge: Immer mehr Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung bei der liturgischen Gestaltung.

„Gottesdienst soll begeistern“, erklärte Manuel Uder vom Deutschen Liturgischen Institut (DLI) Trier im Abendgespräch, bei dem er mit Dr. Michael Dörnemann (Bistum Essen) und Pfarrer Carsten Rupp (Bistum Trier) über „Liturgie im Lebensraum“ diskutierte. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. Nicole Stockhoff, die die Fachstelle Gottesdienst und das Referat für Liturgie im Bistum Münster leitet, und Dr. Marius Linnenborn, Leiter des DLI. „Der Bezug zum aktuellen Lebensraum eines jeden Einzelnen im Gottesdienst ist ein unabdingbarer Faktor für dessen Gelingen“, sagte Uder mit Blick auf die Ergebnisse der Teilprozessgruppe Liturgie im Bistum Trier, die im Mai ihren Abschlussbericht veröffentlicht hat. Es komme darauf an, die unterschiedlichen Lebenswege und -räume der Menschen im Blick zu haben und sie auf ihrem jeweiligen Weg zu stärken, so Dörnemann, der gleich ein konkretes Beispiel lieferte: Unabhängig von der Taufe bietet die Ruhrdiözese Segensfeiern für Babys und werdende Eltern an. So komme man auch mit denjenigen in Kontakt, die unsicher seien, ob sie ihren Nachwuchs überhaupt taufen lassen möchten. Dabei sei vor allem wichtig, „die Freiheit der Menschen zu achten“. Das Angebot, das auf die spezifische Lebenssituation des Paares eingeht, habe sich bereits mehrfach bewährt.

Es gelte, die Vielfalt der Gottesdienste zu entdecken und zugleich die Qualität der Liturgie zu sichern, erklärte Stockhoff. Ebenso wichtig sei es, die Qualität des Sonntagsgottesdienstes in den Blick zu nehmen, ergänzte Linnenborn. „Beides ist wichtig. Aus der Spannung, die zwischen der Bedeutung der zentralen Eucharistiefeier und den speziellen Gottesdienstformen vor Ort entsteht, Energie zu schöpfen, ist eine aktuelle Herausforderung.“

So strukturell verschieden die Diözesen, so unterschiedlich sind auch die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen im Hinblick auf sinkende Mitgliederzahlen und gesellschaftliche Wandlungsprozesse. Im Ruhrbistum etwa identifizieren sich die Menschen stark mit den Ortsteilen, in denen sie leben, so Dörnemann. Die Herausforderung, vor der die Pastoral in Essen stehe, sei, mit der Diskrepanz zwischen ärmeren und reicheren Stadt- und Ortsteilen umzugehen. In Ersteren seien sozial-pastorale Formen besonders nachgefragt, in Letzteren legten die Gläubigen eher Wert auf „ganz traditionelle Formen“. Im Bistum Trier erlebt Pfarrer Rupp eher eine Kluft zwischen ländlichen und städtischen Räumen. Gerade auf dem Land beschäftige die Gläubigen die Frage nach der regelmäßigen Durchführung von Gottesdiensten in immer größeren pastoralen Räumen. „Daran sieht man allerdings, dass das primäre Erkennungsmerkmal für die Katholische Kirche in Deutschland immer noch der Gottesdienst ist.“

Einige liturgische Dienste, die früher Priestern und Diakonen vorbehalten waren, werden inzwischen von ehrenamtlichen Laien geleistet. Ein Beispiel: Seit 2015 haben sich im Bistum Essen 45 Ehrenamtliche dafür qualifiziert, Begräbnisse zu leiten. Dies entlaste nicht nur die Hauptamtlichen, sondern zeige auch, dass der Begräbnisdienst eine ureigene Aufgabe der Gemeinde ist, schreibt das Bistum Essen in einer Pressemeldung vom Mai 2019. „Bislang haben wir zahlreiche positive Rückmeldungen dazu bekommen“, berichtet der Pastoraldezernent des Ruhrbistums Dörnemann. Auch im Bistum Trier sollen Ehrenamtliche bald Beerdigungen durchführen dürfen, so steht es im Synodenabschlussdokument von 2016. Ein Pilotprojekt im Dekanat Neunkirchen hat die Arbeit im März 2019 aufgenommen.

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news-102889 Wed, 21 Aug 2019 15:01:52 +0200 Jugendliche „TAFF“ machen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jugendliche-taff-machen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_TAFF_Gruppe_0e91741ae1.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Aktion Arbeit im Bistum Trier startet zusammen mit sechs Partnern die Unterstützungskampagne "TAFF - Talente flexibel fördern". Trier – „Die beste Vorsorge gegen Arbeitslosigkeit ist eine abgeschlossene Berufsausbildung“, betonte Bischof Dr. Stephan Ackermann beim offiziellen Start der Kampagne „TAFF – Talente flexibel fördern“ im Rahmen der AKTION ARBEIT im Bistum Trier. Ihr Ziel ist es, junge Menschen mit speziellem Förderungsbedarf auf dem Weg von der Schule über die Ausbildung in eine feste Anstellung zu unterstützen. Ein Jahr lang wird die Aktion Arbeit innovative Projekte ihrer Kooperationspartner unterstützen. Diese sollen mit insgesamt rund 150.000 Euro aus Spendenmitteln gefördert werden. Bischof Ackermann sagte zu, die Summe der Spenden, die bis zum Ausbildungsstart 2020 für TAFF gesammelt werden, aus den Mittel des Bischöflichen Stuhls zu verdoppeln.

„Berufliche Qualifikation ist im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden, um einen sicheren Arbeitsplatz zu finden und zu behalten“, sagte Bischof Ackermann. „Personen ohne Ausbildungsabschluss werden rund dreimal so häufig arbeitslos wie Personen mit einer beruflichen Ausbildung.“ Außerdem gebe es immer mehr Jugendliche, die aufgrund unterschiedlicher Problemlagen ohne Unterstützung nicht in der Lage seien, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Viele dieser jungen Frauen und Männer landeten in standardisierte Maßnahmen der Agentur für Arbeit, die nicht auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Einzelnen eingehen können. „Und genau hier wollen wir mit unserer Kampagne ‚TAFF‘ ansetzen“, so Bischof Ackermann. „Als Kirche sehen wir uns besonders jenen verpflichtet, die in der öffentlichen Wahrnehmung eher am Rande stehen.“

„Nach Angaben der Agentur für Arbeit gibt es – obwohl es genügend Lehrstellen gibt – in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 8.000 Bewerber, die nicht vermittelt werden konnten“, sagte Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit. Gefährdet seien Jugendliche ohne oder mit schlechtem Schulabschluss, oft mit persönlichen oder sozialen Problemen, Sprachdefiziten und Lernschwierigkeiten oder Behinderungen, manchmal gekoppelt mit Suchtproblematiken. „Außer schwachen Schulleistungen zeigen sich häufig Defizite in dem, was Personalverantwortliche ‚Basiskompetenzen‘ nennen“, so Ullrich. Schon die Bewältigung von Alltagsaufgaben falle häufig schwer. „Es gibt drei kritische Situationen, an denen der Sprung in eine Beschäftigung oft scheitert: Der Übergang von der Schule zur Ausbildung, die Ausbildung selbst und der Schritt aus der Ausbildung in eine stabile sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die sechs Kampagnenpartner aus allen Teilen des Bistums legen ihren Fokus genau auf diese sensiblen Phasen, um dort zu unterstützen, wo externe Hilfe dringend gebraucht werde und präventiv wirken könne, so Ullrich.

„Es geht hier nicht um Menschen, die ‚keinen Bock‘ haben, sondern um die, die es aufgrund der Umstände, in denen sie leben, nicht besser können. Jeder junge Mensch hat Talente. Oft sind sie verborgen und müssen daher gefunden und gefördert werden“, erklärte Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. Die sechs Kampagnenpartner sind Unternehmen und Einrichtungen, mit denen die AKTION ARBEIT zum großen Teil schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet. „Unsere Partner bringen einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit der Zielgruppe ein“ betonte Steyven. Es handele sich bei den Partnern sowohl um kirchlich als auch um nichtkirchlich organisierte Träger. „Denn die Hilfe darf nicht an eine Konfession gebunden sein.“

Mit folgenden Initiativen kooperiert die AKTION ARBEIT für die Kampagne TAFF: Das Ausbildungspatenschaftsprojekt an der Realschule Plus in Traben-Trarbach ist ein gemeinsames Projekt des Dekanats Wittlich und des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück. Dort begleiten ehramtliche Helfer Jugendliche von der Entscheidungsfindung bis zum Ausbildungsplatz. Zudem beteiligt sind der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr, Andernach mit einer Initiative zur Ausbildungsbegleitung in der Alten- und Krankenpflege. Die Barmherzigen Brüder Saffig engagieren sich in der Platzierung von ausgebildeten Fachpraktikern im Arbeitsleben mit einer fachlichen und sozialen Begleitung nach dem Abschluss der Ausbildung. Der Bürgerservice gGmbH in Trier wird im Rahmen von TAFF eine Psychologenstelle als Unterstützungsangebot einrichten. Bei der fünften Initiative handelt es sich um den Verein für Berufliches und Soziales Lernen, Sohrschied und seine Bildungs- und Berufsvorbereitungsmaßnahmen sowie die Begleitung während der Ausbildung. Ebenfalls gefördert wird die Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen e.V.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit
news-102887 Wed, 21 Aug 2019 14:17:23 +0200 Nachbesserungen gefordert trotz positiver Ansätze im Gesetzentwurf https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nachbesserungen-gefordert-trotz-positiver-ansaetze-im-gesetzentwurf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_kita_christi-himmelfahrt_01_c8e4662e27.jpg" width="149" height="150" alt="" />Die Kirchen und LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz äußern sich zum KiTa-Zukunftsgesetz. Mainz/Trier –  Die Kirchen und die LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e.V. begrüßen, dass der jetzt vorliegende Gesetzentwurf zum KiTa-Zukunftsgesetz deutliche inhaltliche und finanzielle Verbesserungen gegenüber dem ersten Referentenentwurf aufweist. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Evangelischen Landeskirchen und der Katholischen (Erz-)Diözesen in Rheinland-Pfalz und der LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e. V. anlässlich der Beratung des KiTa-Zukunftsgesetzes im Landtag am 21. August hervor.

„Wir sehen uns darin bestätigt, dass unsere Anliegen teilweise aufgegriffen wurden. Es besteht aber weiterhin deutlicher Nachbesserungsbedarf“, heißt es in der Meldung.

Beschäftigte und Träger arbeiteten gemeinsam mit hohem Engagement an der wichtigen staatlichen Pflichtaufgabe der Einrichtung und des Betriebs von Kindertageseinrichtungen und seien für die reibungslose Zusammenarbeit auf einen vom Land zu erlassenden gesetzlichen Ordnungsrahmen angewiesen. Daher appellieren Kirchen und Wohlfahrtsverbände nochmals an das Parlament, in den weiteren Beratungen die folgenden Forderungen zu berücksichtigen:

  • Die Kostenarten (Personal-, Sach-, Bau- und Investitions- sowie Overheadkosten) müssen schon aus rechtlichen Gründen im Gesetz geregelt und dürfen nicht in eine Rahmenvereinbarung verschoben werden. Auch die Inhalte des Sozialraumbudgets müssen im Gesetz geregelt werden. Zudem ist dieses zwingend an die Tarifentwicklung anzupassen. Mit dem neuen Gesetz muss eine höhere Planungs- und Regelungssicherheit für Träger, Eltern, Kinder und Beschäftigte erreicht werden.
  • Betreuung von Kindern in Kitas erfordert gut ausgebildetes, motiviertes Personal und gute Arbeitsbedingungen. Mit den im Gesetz angedachten Personalaufwüchsen ist ein erster Schritt getan. Es ist wichtig, dass die Personalbemessung sich an wissenschaftlichen Standards orientiert.
  • Schon durch den jetzigen Gesetzentwurf sind erhebliche Mehrkosten zu erwarten. Die Kostenträger dürfen bei der Finanzierung nicht allein gelassen werden. Es ist dringend erforderlich, dass das Gesetz so gestaltet wird, dass die Kosten für die frei-gemeinnützigen Träger deutlich sinken.

Kirchen und Wohlfahrtsverbände wünschen sich eine weitere positive Entwicklung „auf dem Weg zu einem am Ende guten KiTa-Zukunftsgesetz, das von allen Beteiligten getragen und mit hohem Engagement umgesetzt werden kann“. Die notwendige Evaluation der Gesetzesauswirkungen müsse umgehend beginnen.

(red)

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news-102886 Wed, 21 Aug 2019 11:56:00 +0200 Religionsfreiheit festigen und fördern https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/religionsfreiheit-festigen-und-foerdern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_Bischof-Ackermann-nah-HT_02_c4c6f7e0c6.jpg" width="150" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann begrüßt den von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens“. Bonn/Trier – Erstmals begeht die Weltgemeinschaft am 22. August den von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens“. Mit dem Gedenktag soll die Aufmerksamkeit auf die wachsende Zahl der Menschen gerichtet werden, die unter religiöser Verfolgung leiden. Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßt die Ausrufung des neuen internationalen Gedenktages. Nach den Worten des Vorsitzenden der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), ist der Tag „ein wichtiges Zeichen gegen Hass, Gewalt und Terror, denen gläubige Menschen vonseiten Nichtgläubiger oder Andersgläubiger ausgesetzt sind. Er ruft ins Gedächtnis: Jede Form von Gewalt, Verfolgung oder Beeinträchtigung aus Gründen der Religion ist zu verurteilen und muss mit aller Kraft unterbunden werden. Die Staaten stehen hier in besonderer Weise in der Pflicht. Aber auch die Religionen selbst müssen auf ein geistiges Klima hinwirken, in dem extremistische Haltungen und Feindseligkeit gegen Gläubige anderer Religionen gar nicht erst entstehen.“ Nach Einschätzung von Erzbischof Schick haben auch die vielfältigen Aktivitäten der Kirchen in Deutschland und Europa dazu beigetragen, dass die in manchen Weltgegenden wachsende Bedrohung der Religionsfreiheit inzwischen auf nationaler und internationaler politischer Ebene stärker wahrgenommen werde. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Gedenktag sei ein Ausdruck dieser Entwicklung.

Auch der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, begrüßt die Ausrufung des Gedenktages: „Die Religionsfreiheit ist in vielen Teilen der Welt bedroht. Ein Charakteristikum unserer Zeit ist die oftmals angstbesetzte Suche nach der kulturellen Identität der eigenen Gruppe; das führt vielerorts zu Abgrenzung und Intoleranz. Daneben gibt es aber auch Bestrebungen säkularer Kräfte, Religion als solche zurückzudrängen, da man sie pauschal für Unfrieden und kulturellen Rückschritt verantwortlich macht. Auch dadurch entsteht ein Klima, das dem Menschenrecht der Religionsfreiheit abträglich ist.“ Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Gedenktag sei in dieser Situation ein „Gegensignal gegen alle Aktivitäten und Tendenzen, die die religiöse Freiheit unterminieren“, so Bischof Ackermann. Schick und Ackermann sprechen sich für eine aktive Rolle der christlichen Kirchen bei der Entwicklung toleranter und religionsfreundlicher Gesellschaften weltweit aus. So stellten die Förderung religiöser Bildung und der ernsthafte und kontinuierliche interreligiöse Dialog notwendige Heilmittel gegen jede Form von religiösem Fanatismus dar – sie seien damit Beiträge zum gesellschaftlichen Frieden.


Hintergrund

Auf dem Wege einer Resolution ihrer Vollversammlung haben die Vereinten Nationen den 22. August als „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion und des Glaubens“ ausgerufen. Er wird 2019 erstmals begangen. Mit dem Gedenktag sollen die Opfer religionsfeindlicher Gewalt gewürdigt werden und auf die große Zahl von Menschen, die aktuell unter religiöser Verfolgung leiden, aufmerksam gemacht werden.

 Die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Kommission Justitia et Pax legen in ihrer Arbeit seit Jahren einen Schwerpunkt auf die Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit. In diesem Zusammenhang steht u. a. die jährliche Initiative der Deutschen Bischofskonferenz „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, deren neues Schwerpunktthema (ab 27. November 2019) die nordafrikanische Sahelzone sein wird. In unregelmäßigem Abstand veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz darüber hinaus zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland den „Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“ (zuletzt Oktober 2017), der einen fundierten Überblick über die Situation verfolgter und bedrängter Christen in verschiedenen Ländern der Erde gibt.

(red)

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news-102881 Mon, 19 Aug 2019 12:33:00 +0200 „Wir liegen richtig mit der Umsetzung der Synode“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wir-liegen-richtig-mit-der-umsetzung-der-synode/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Anhorung_Pressegesprach_1acf342d27.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Anhorung Pressegesprach" />Die Ergebnisse der Anhörung liegen vor. Am Samstag hat die Bistumsleitung vorgestellt, welche Schlüsse sie daraus zieht. Trier – 12 Prozent „sehr positiv“, 20 Prozent „positiv“, 14 Prozent „eher negativ“, 23 Prozent „sehr negativ“ und 31 Prozent „neutral“: So bewerten die befragten Pfarrgemeinde-, Pfarreien-, Verwaltungs-, Kirchengemeinde- und Dekanatsräte sowie Pfarrer und Dechanten die Pläne zur Umsetzung der Bistumssynode. Dieses Ergebnis aus der kirchenrechtlich vorgesehenen Anhörung hat Dr. Martin Messingschlager vom PRAGMA Institut Reutlingen am 17. August den diözesanen Räten und Vertretungen der Berufsgruppen im Bistum Trier vorgestellt. Mit 1.794 Stellungnahmen und einer rund 95-prozentigen Beteiligung der Räte spreche man „statistisch gesehen von einer Vollerhebung“, sagte Messingschlager. Das erhöhe die Aussagekraft. Die Trends, die er im Juni vorgestellt hatte, hätten sich „nachhaltig bestätigt“.

Eine massive Ablehnung liege bei etwa 20 Prozent der Befragten vor. In der Gruppe der Pfarrer und Verwaltungsräte sei die Quote höher als etwa bei Pfarr- und Kirchengemeinderäten. Kritisch benannt würden etwa mögliche weite Wege in der Seelsorge oder der drohende Verlust von Identität. Fragen zur Arbeitsweise der Gremien oder dem Zusammenspiel der verschiedenen Organe wurden ebenso formuliert wie an manchen Stellen Unzufriedenheit mit dem Raumzuschnitt oder der geplanten Vermögensverwaltung. Auch die Angst der Überforderung von Ehrenamtlichen oder eine Distanz zwischen Leitungsteam und Pfarrei zeigte sich in den Stellungnahmen. Ein sehr offensichtlich und oft genannter Kritikpunkt war das geplante Einkammersystem für den Rat der Pfarrei. Positiv ist hervorzuheben, dass 82 Prozent der Stellungnahmen sich in unterschiedlicher Weise auf Orte von Kirche beziehen. Auch sei der Blick auf das Thema „Ehrenamt“ sehr stark wahrnehmbar, erläuterte Messingschlager.

Beteiligung übertrifft Erwartungen

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zeigte sich sehr erfreut über die hohe Beteiligung an der Anhörung, sie „übertrifft meine Erwartungen“. Die Anhörung sei keineswegs nur ein formal notwendiger Akt gewesen, betonte er. Bischof und Bistumsleitung nähmen die Ergebnisse sehr ernst. Es gebe drei Möglichkeiten, mit den genannten Kritikpunkten und Themen umzugehen: Zum einen gelte es die Punkte zu identifizieren, bei denen aufgrund der Rückmeldungen eine Veränderung sinnvoll erscheint. Hier nannte Plettenberg vor allem das Rätesystem. Zweitens gebe es zahlreiche Themen, zu denen verstärkt Kommunikation notwendig sei: etwa was die Aufgaben und Anforderungen an die Ehrenamtlichen im Rat der Pfarrei, im Leitungsteam, den Verwaltungsteams oder in den Orten von Kirche angehe; oder zu den Übergangsregelungen. Plettenberg kündigte an, dass die dazu nötigen Wahl- und Geschäftsordnungen zeitnah fertiggestellt werden; für die Verwaltungsteams werde es eine Auflistung von möglichen Aufgaben geben. Andere Festlegungen wolle die Bistumsleitung nicht aufgeben, etwa die Freiheitsgrade bei den Orten von Kirche. Hier gelte es, die Kritik auszuhalten und gemeinsam im Tun zu lernen. Aufgrund der Stellungnahme des Katholikenrats und den Rückmeldungen aus der Anhörung schlage die Bistumsleitung ein verändertes Rätesystem vor, erläuterte der Generalvikar. Zwar soll es weiterhin einen Rat der Pfarrei geben, jedoch mit zwei eigenständigen Kammern. Pastoral- und Vermögenskammer könnten so themenspezifischer arbeiten; gleichzeitig gebe es jedoch gemeinsame Aufgaben für den Rat wie die Schwerpunktsetzung für das seelsorgliche und kirchliche Handeln in der Pfarrei, Haushaltsplanung und übergeordnete Vermögensverwaltung oder die Wahl der ehrenamtlichen Mitglieder im Leitungsteam. Der Vorsitz in der Pastoralkammer ist bei einem Laien, der Vorsitz der Vermögenskammer beim Pfarrer im Leitungsteam angesiedelt. Den Ratsvorsitz soll der/die Vorsitzende der Pastoralkammer führen.

Diözesane Gremien stimmen zu und geben weitere Beratungspunkte mit

Die diözesanen Gremien und Vertretungen der Berufsgruppen votierten mit großer Mehrheit bei einigen Ablehnungen und Enthaltungen dafür, dass die Bistumsleitung wie vorgeschlagen weiterarbeitet. Diskutiert wurden vor allem die Frage der Urwahl, ob der Pfarrer zwingend den Vorsitz in der Vermögenskammer führen muss, die Größe der beiden Kammern sowie die Verortung von bindenden Beschlüssen. Die Vertretungen der diözesanen Gremien zeigten sich am Ende der Beratungen zufrieden. Manfred Thesing (Katholikenrat) sagte, es sei „eine Menge in Bewegung gekommen“. Er sei froh, dass die Bistumsleitung den Vorschlag zum Rätesystem verändert habe. Weil durch das System der zwei Kammern ein spezifischeres Arbeiten möglich sei, sei er zuversichtlich, dass sich viele Ehrenamtliche für diese Aufgaben gewinnen ließen. Rita Schneider-Zuche (Pastoralrat) nannte die im Zuge der Anhörung erfolgte Auseinandersetzung mit dem Konzept der „Orte von Kirche“ sehr ermutigend. Durch die formale Anhörung sei es zu einer inhaltlichen Diskussion gekommen, die zwischen Chance und Furcht pendele: der Freude an neuen pastoralen Konzepten vor Ort und der Furcht vor zu wenig oder zu viel Regulierung. Pfarrer Thomas Darscheid (Priesterrat) wertete die etwas höhere negative Einschätzung durch die Pfarrer als hohe Aufmerksamkeit für die Themen der Synodenumsetzung. Für die Priester bedeute die Umsetzung viel Veränderung, etwa was ihre Rolle und Aufgaben angehe. Auch sei die Frage der Beheimatung durchaus virulent (vgl. Positionspapier der Plattform P). Er gab der Bistumsleitung vor allem die Frage nach dem Pfarrer als Vorsitzendem der Vermögenskammer als Diskussionspunkt mit auf den Weg.

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Trier bistum-trier Beratung Bischof Bistumsleitung Kirchliche Räte Pfarreien Synode: Umsetzung
news-102882 Mon, 19 Aug 2019 12:04:00 +0200 Mannschaft der St. Matthias Schulen Bitburg siegt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mannschaft-der-st-matthias-schulen-bitburg-siegt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_Fussbalturnier_Bistumsschulen_2606be264c.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Fussbalturnier Bistumsschulen" />Sportlichen Ehrgeiz stellten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulangestellte beim Fußballturnier der Bistumsschulen in Bitburg unter Beweis. Trier - Am vergangenen Freitag spielten in Bitburg sechs Schulen in Trägerschaft der Diözese Trier im traditionellen Fußballturnier der Bistumsschulen um den Pokal. In diesem Jahr haben die Gastgeber, die Mannschaft der St. Matthias Schulen Bitburg (Foto), den ersten Platz errungen. Rund 80 Spielerinnen und Spieler sowie Fans der Mannschaften der Willi-Graf-Schulen Saarbrücken, der Marienschule Saarbrücken, des Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, der Nikolaus-Groß-Schulen Lebach und der Edith-Stein-Schule feierten den Zusammenhalt der Bistumsschulen und nutzen den Wettkampf zum Austausch mit altbekannten und neuen Kolleginnen und Kollegen.

(red)

 

 

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