Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Sat, 25 May 2019 06:05:19 +0200 Sat, 25 May 2019 06:05:19 +0200 Bistum Trier news-100580 Fri, 24 May 2019 19:14:36 +0200 Politische Teilhabe für Jugendliche fördern https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/politische-teilhabe-fuer-jugendliche-foerdern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_72h_Demokratiebaenke_ih_240519_200624b746.jpg" width="150" height="107" alt="Rheinland-Pfalz-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Jugendgruppe Tälchen stehen vor dem Banner der 72-Stunden-Aktion " title="Rheinland-Pfalz-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Jugendgruppe Tälchen " />Die Jugendgruppe Tälchen baut eine Demokratiebank – in 72 Stunden. Mit dabei war Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Trier/Niedermennig – Vor dem Jugendraum in Konz-Niedermennig fliegen die Späne. 15 Jugendliche aus der Jugendgruppe Tälchen sägen, fräsen und schleifen gemeinsam lange Holzbalken, denn sie sind Teil der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Ihr Auftrag? Baut eine Demokratiebank! Zu Gast waren am 24. Mai die Schirmherrin der Aktion in Rheinland-Pfalz, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber, und Ortsvorsteher Dieter Klever. Zeitgleich bauten drei weitere Gruppen in Konz-Könen, Temmels und Wasserliesch eine Demokratiebank.  

„Wir waren ganz schön überrascht und wussten zunächst nicht, was da auf uns zukommt“, gesteht die 14-jährige Sophia. „Doch nachdem wir uns zusammengesetzt und alles besprochen hatten, fanden wir die Idee super!“ Marius (16) sieht das ähnlich: „Wir hatten mit einem Auftrag gerechnet, bei dem man einfach etwas zusammenbaut, ein Klettergerüst zum Beispiel. Bei unserem Projekt muss man sich aber wirklich Gedanken machen: Was bedeutet Demokratie eigentlich und wie können wir unsere Ideen dazu umsetzen?“

Der entscheidende Impuls kam von dem künstlerischen Leiter der Aktion, Nuhan Alp aus Trier. „Es ging mir in erster Linie um Schrift und deren Wirkung. Ich wollte den Jugendlichen zeigen, wie unterschiedlich Handgeschriebenes wirkt und welche Rückschlüsse man daraus ziehen kann, welche Emotionen dabei ausgedrückt werden. Diesen Effekt wollte ich mit Gesetzestexten in Verbindung bringen.“ Die Jugendlichen kamen dann im Gespräch auf die Idee, die selbst gezimmerte Bank mit Artikeln aus dem Grundgesetz zu beschriften. Dabei verwenden sie verschiedene Schriftarten und drücken so aus, wie sie den jeweiligen Text selbst wahrnehmen. Gleichermaßen regen sie jene, die auf der Bank Platz nehmen, zum Nachdenken an. „Auf der Bank, die wir bauen, kann man sich einfach mal ausruhen und grübeln oder mit anderen über Demokratie ins Gespräch kommen“, erklärt Marius die Idee hinter dem Projekt.

Wie Minderjährige an der Gestaltung von lebendiger Demokratie teilhaben können und welche Themen ihnen wirklich wichtig sind, diskutierte die Tälchen-Jugend aus Krettnach, Ober- und Niedermennig mit Ministerpräsidentin Dreyer. „Politik bedeutet sich einmischen und mitentscheiden. Das geht schon in der Schule, z.B. in der Schülervertretung. Es geht darum, etwas zu verändern – im Großen wie im Kleinen“, so Dreyer. Marius würde gern noch einen Schritt weiter gehen: „Ab 16 wählen zu dürfen, fände ich gut. Leider werden wir in der Öffentlichkeit nicht als entscheidungsfähig angesehen. Es wäre aber wichtig, Themen, die uns beschäftigen, auch in der Politik unterzubringen. Eine eigene Abstimmung für 16- bis 18- Jährige wäre sinnvoll. Allein schon, um zu erfahren, wie sie denken und was ihnen wichtig ist.“

Dass die Meinung und der Einsatz eines jeden Einzelnen zählt, machte Dreyer an einem Beispiel deutlich: „Die Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert war vor 70 Jahren maßgeblich daran beteiligt, dass es den Artikel 3, Absatz 2 im Grundgesetz gibt: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. In dieser Zeit stieß sie damit nicht überall auf Zustimmung. Aber sie kämpfte dafür und mobilisierte auch viele andere Männer und Frauen“, sagte Dreyer und ergänzte: „Wie schlau die Mütter und Väter des Grundgesetzes waren, zeigt sich ja bereits am allerersten Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Die fertige Bank – ein Werkstück, das Kunst mit Politik verbindet und zugleich für jedermann zugänglich ist – wird ab Sonntagabend vor dem Jugendraum in Niedermennig zu bestaunen sein. Nähere Informationen zur 72-Stunden-Aktion des BDKJ, an der in diesem Jahr über 170.000 junge Frauen und Männer teilnehmen, gibt es unter: www.bdkj-trier.de und www.jugend-bistum-trier.de.

(ih)

 

 

 

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Jugend Jugendliche Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier 72Stunden-Aktion Jugend Politik / Gesellschaft
news-100574 Fri, 24 May 2019 15:47:55 +0200 Zehn Jahre intensive gemeinsame Wegstrecke https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zehn-jahre-intensive-gemeinsame-wegstrecke/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/d/csm_IMG_0568_ab213bb7ee.jpg" width="150" height="100" alt="" title="GoDi_BischofAckermann_10Jahre_190524" />Mit einem Gottesdienst hat Bischof Stephan Ackermann den zehnten Jahrestag seiner Amtseinführung gefeiert. Trier – Auf „zehn Jahre intensive gemeinsame Wegstrecke mit dem Bistum“ blicke er zurück: Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 24. Mai im Trierer Dom betont. Seit genau zehn Jahren ist er Bischof von Trier; nachdem Papst Benedikt XVI. ihn am 8. April 2009 zum Bischof von Trier ernannt hatte, fand am 24. Mai 2009 die Amtseinführung statt.

Frohe Momente und Feierlichkeiten, schmerzliche Wegstrecken, Abgründe und immer auch einen „Weg des gemeinsamen Ringens“ habe es gegeben – vor allem aber viele schöne Begegnungen mit den Menschen im Bistum, sagte der Bischof. „Die zehn Jahre waren nicht langweilig.“ Mit Blick auf das Bild vom Weinstock und den Reben, das Jesus gebrauche, sagte Ackermann, es habe einen „Weg des Zusammenwachsens zwischen Bistum und Bischof gegeben“ durch die gemeinsamen Erfahrungen und Entscheidungen etwa der Synode. Das Bistum nehme ihn „emotional und kräftemäßig in Beschlag“ gestand Ackermann ein. Gleichzeitig betonte er die Verbundenheit durch den Auftrag Jesu: „Liebt einander.“ Dieser Aufruf betreffe alle. Dabei gehe es „um eine Liebe, die bereit ist, sich zu investieren“; eine Liebe, die auch harte Arbeit sein könne. Wenn Jesus davon spreche, dass die Rebstöcke auch gereinigt werden müssten, verweise das auf die schmerzhaften Einschnitte, die die Kirche derzeit erlebe. Die Reinigung ermögliche jedoch auch neues Wachstum. Er sei sich sicher, dass der Herr seine Kirche nicht aufgegeben habe, „und auch wir dürfen sie nicht aufgeben“, ermutigte der Bischof die Gläubigen. „Im Ringen miteinander, in der Auseinandersetzung ist Lebendigkeit.“

Bischof Ackermann sagte, er wolle den Tag seines Dienstjubiläums nutzen, um allen Danke zu sagen, die ehren- und hauptamtlich etwa in den Gemeinden, in der Seelsorge oder der Verwaltung, bei der Caritas oder in den Verbänden, Gruppen und Vereinigungen tätig seien und auch manches auszuhalten hätten. Er erinnerte an das Wort aus dem Kolosser-Brief „Tut eure Arbeit gerne, als wäre sie für den Herrn und nicht für Menschen“. Die vielfältigen Dienste, die die Menschen im Bistum leisteten, stünden in diesem größeren Horizont. Dafür sage er „aufrichtig Danke“. Ackermann mahnte auch, die Gemeinschaft miteinander nicht aufzugeben getreu dem Jesus-Wort „Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch“. Dafür gelte es die Kräfte einzusetzen: die Verbindung mit dem Herrn immer wieder zu vertiefen – „sonst werden wir keine Frucht bringen“.

Stephan Ackermann ist am 20. März 1963 in Mayen (Eifel) geboren. Am 10. Oktober 1987 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Am 14. März 2006 ernannte Papst Benedikt XVI. ihn zum Weihbischof im Bistum Trier; am 14. Mai 2006 erfolgte die Bischofsweihe. Seit 24. Mai 2009 ist Ackermann Bischof von Trier. Sein Wahlspruch lautet „In lumine tuo Domine“ - eine Kurzfassung des Psalmwortes „Apud te, Domine, est fons vitae, et in lumine tuo videbimus lumen - Herr, bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht“ (Ps 36,10). Weitere Informationen sind unter https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/bischof/ zu finden.

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof
news-100546 Thu, 23 May 2019 17:39:16 +0200 Startschuss für die 72-Stunden-Aktion https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/startschuss-fuer-die-72-stunden-aktion/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/7/csm_72h_Do_Eroffnung_sb_651bafa99d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="72h Do Eroffnung sb" />3.700 junge Leute im Bistum Trier engagieren sich bis Sonntag in ganz unterschiedlichen Projekten für die gute Sache. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Die Spannung unter den Tausenden Kindern und Jugendlichen in ihren grünen T-Shirts auf dem Trierer Domfreihof, dem St. Johanner Markt in Saarbrücken und zahlreichen anderen Orten im Bistum steigt: kurzer Uhrenvergleich, Countdown herunterzählen, dann ist es 17:07 Uhr – Startschuss für die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) vom 23. bis 26. Mai. Bei der größten Sozialaktion in Deutschland engagieren sich bundesweit über 80.000 junge Menschen aus Jugendverbänden, Messdiener, katholische Jugendgruppen und auch Gruppen aus Caritaseinrichtungen oder von Jugendfeuerwehren. 3.700 junge Leute sind es allein im Bistum Trier.

Bei der Eröffnung der 72-Stunden-Aktion auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken begrüßte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zusammen mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der Leiterin des Landesjugendamtes Alexandra Heinen zahlreiche Kinder- und Jugendgruppen aus dem ganzen Saarland und dem Bistum Trier, die sich an der Aktion beteiligen. „Ihr werdet an diesem Wochenende Teil einer großen Bewegung; ihr seid junge Menschen, die etwas verändern wollen im Sinne des Gemeinwohls“, sagte Generalvikar von Plettenberg zu den Kindern und Jugendlichen. „Ich hoffe, dass ihr viel Unterstützung in euren Aufgaben bekommt!“ Ministerin Rehlinger bedankte sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Namen der gesamten saarländischen Landesregierung für ihr Engagement während der Aktion und darüber hinaus. „Ich hoffe, dass euch die Aktion Spaß macht, dass ihr viel für euch mitnehmen könnt und vor allem, dass die Solidarität und der Gemeinsinn weit über diese Tage hinaus wirken.“ Dechant Benedikt Welter erteilte den Kindern und Jugendlichen zum Abschluss noch den Segen für eine erfolgreiche 72-Stunden-Aktion.

Mit der Eröffnung am heutigen Donnerstag haben die meisten Gruppen voller Erwartung ihre Umschläge mit den Aufgaben für ihre Aktion erhalten: Wofür werden sie sich die nächsten 72 Stunden ehrenamtlich einsetzen und ihre Zeit, ihr Herzblut und viel Schweiß investieren? Viele der Gruppen hatten sich für die „Get-It-Variante“ entschieden, bei der die konkrete Aufgabe bis zuletzt streng geheim blieb. „Vom Insektenhotel über Recycling-Projekte, von einem Musizier-Marathon über die Renaturierung eines Fischteichs oder das Aufstellen von Demokratiebänken mit Bezug auf die Europawahlen ist alles mit dabei,“ verrät Rainer Schulze, Diözesanvorsitzender des BDKJ-Trier, der gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Susanne Kiefer im Leitungsteam seit Monaten die Aktion organisiert. „Die jungen Leute engagieren sich in ihren Projekten für Themen wie Ökologie, Inklusion, Demokratie oder das Zusammenleben der Generationen“, erklärt Kiefer. „Und mit diesem Engagement wollen sie die Welt ein Stückchen besser machen, indem sie sich für andere einsetzen, sich mit politischen Themen auseinandersetzen und gemeinsam Großes schaffen“.

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Trier bistum-trier 72Stunden-Aktion Bischof Caritas / Soziales Ehrenamt Jugend
news-100543 Thu, 23 May 2019 17:39:00 +0200 Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019 verliehen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/katholischer-kinder-und-jugendbuchpreis-2019-verliehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_csm_190523-93-000028-1_b2d22f44d8_3f1cae6c37.jpg" width="150" height="84" alt="v.l.n.r.: Weihbischof Robert Brahm; Uwe-Michael Gutzschhahn, Übersetzer und Preisträger; Steven Herrick, Autor und Preisträger; Bischof Dr. Gebhard Fürst sowie Weihbischof Horst Eberlein" title="Preisverleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2019 © Deutsche Bischofskonferenz/Ralf Niemzig" />Zum 30. Mal hat die Deutsche Bischofskonferenz am 23. Mai den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Hamburg / Trier - Bei einem Festakt im Gebäude der Elbphilharmonie Hamburg übergaben der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) und Weihbischof Robert Brahm (Trier), Vorsitzender der Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises, die Preisträgerstatuette an den australischen Autor Steven Herrick und den deutschen Übersetzer Dr. Uwe-Michael Gutzschhahn für ihrenJugendroman „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“. Steven Herrick erzählt darin die Geschichte des 14-jährigen Harry auf seinem Weg zum Erwachsenwerden, auf dem er auch mit dem frühen Tod der Mutter und einer guten Freundin konfrontiert wird.

Weihbischof Robert Brahm betonte als Vorsitzender der Jury in einem Statement anlässlich der Bekanntgabe der Preisträger: "Es sind die großen und kleinen Fragen, die sich auftun im Abenteuer des Erwachsenwerdens." Das Buch sei so geschrieben, dass man nicht jedes Kapitel nacheinander lesen müsse, sondern auch einzelne Kapitel auf sich wirken lassen könne, so Brahm. Dabei würden auch tiefgehende Fragen behandelt, erklärt der Weihbischof. „Warum lässt Gott das Leid zu?" Das Buch liefere "keine fertige Antwort auf die Theodizee-Frage". Aber, so Weihbischof Brahm: "Der Autor lässt uns als Lesende offen, wie wir dazu stehen, und lädt uns ein, uns selbst zu fragen: Was habe ich für ein Bild von Gott?“ Die Jury hatte das Buch aus insgesamt 190 Titeln ausgewählt, die von 60 Verlagen eingereicht wurden. Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz ist die Arbeitshilfe Nr. 304 „Preisbuch 2019 und empfohlene Bücher“ mit ausführlichen Rezensionen aller Titel erschienen.

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KÖB - Katholische Öffentliche Bücherei Redaktion Trier Referat Büchereiarbeit RSS Feeds bistum-trier Weihbischöfe in Trier
news-100498 Wed, 22 May 2019 10:38:05 +0200 „Hüter des Domschatzes“ verstorben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hueter-des-domschatzes-verstorben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/7/csm_ronig_c635f05459.jpg" width="100" height="150" alt="Prälat Professor Dr. Dr. Franz Ronig vor einem Bücherregal" title="Franz Ronig 2 2012 Roland Morgen" />Domkapitular em. Prof. DDr. Franz Ronig ist tot. Er starb am 21. Mai im Alter von 91 Jahren in Trier. Das Requiem wird am Mittwoch, 29. Mai 2019, um 14.30 Uhr im Trierer Dom gefeiert. Trier – Der langjährige Trierer Diözesankonservator und Kustos („Hüter“) des Domschatzes, Prälat Professor Dr. Dr. Franz Ronig, ist tot. Der emeritierte Domkapitular starb am 21. Mai im Alter von 91 Jahren in Trier. Das Requiem wird am Mittwoch, 29. Mai 2019, um 14.30 Uhr im Trierer Dom gefeiert; anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof im Domkreuzgang. In der Vesper im Dom am Sonntag, 26. Mai, um 18 Uhr wird für den Verstorbenen gebetet; ein weiteres Totengebet findet statt im Dom am Dienstag, 28. Mai, um 18 Uhr.

Dompropst Prälat Werner Rössel würdigte den emeritierten Domkapitular als Menschen, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht habe, „das, was Menschen in religiöser Architektur und Kunst geschaffen haben, zu erhalten“. Rössel erwähnte in diesem Zusammenhang besonders die Renovierung des Hohen Domes zu Trier, an der Ronig ab 1966 maßgeblich beteiligt war. „Ihm ging es darum, Freude an den Formen und Farben weiter zu geben als lebendige Sprache“, sagte Rössel. „Als Zeugen der Frohen Botschaft wollte er die ‚Stummheit‘ der Objekte auflösen und sie in den Dienst der Verehrung Gottes stellen.“

Ronig wurde am 11. September 1927 in Troisdorf geboren. Der damalige Trierer Bischof Dr. Matthias Wehr weihte ihn am 3. April 1954 in Trier zum Priester. Ronig war als Seelsorger in Saarbrücken und Eppelborn eingesetzt und später als Lehrer tätig an der Marschall-Ney-Schule in Saarbrücken und am Gymnasium der Franziskanerinnen auf Nonnenwerth. Ab 1963 studierte er in Bonn; zwischenzeitlich war er Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Saarbrücken. Im Januar 1966 wurde er zum „Dr. phil“ promoviert. Seit diesem Jahr lehrte er Geschichte der christlichen Kunst und kirchliche Denkmalpflege an der Theologischen Fakultät Trier; später war er auch Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Saarbrücken. 1989 wurde Ronig zum Honorarprofessor an der Universität Trier ernannt; die Theologische Fakultät Trier promovierte ihn 1990 zum Ehrendoktor.

Im Jahr 1966 begann auch sein langjähriger Dienst an den Kunst-, Bau- und Kultusobjekten der Trierer Kirche: Ronig wurde Bistumskonservator und Leiter der Abteilung „Bau und Kunst“ im Bischöflichen Generalvikariat. Ab 1971 bekleidetet er auch das Amt des Leiters der kirchlichen Denkmalpflege und wurde zum Kustos („Hüter“) des Domschatzes. In diesem Bereich übernahm er zahlreiche weitere Ämter, etwa als Mitglied im Landesbeirat für Denkmalpflege und der Arbeitsgemeinschaft Kirchlicher Museen und Schatzkammern.

Bereits 1978 war Ronig zum Päpstlichen Ehrenkaplan („Monsignore“) ernannt worden; ab 1994 war er Domkapitular an der Hohen Domkirche Trier, 2005 wurde er zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. Auch im weltlichen Bereich wurden Ronig Ehrungen zuteil: Er war Ehrenmitglied der Historischen Sektion des luxemburgischen Großherzoglichen Instituts, Träger des polnischen „Ordre du Mérite Cultural“, Träger des Ehrenbriefes der Stadt Trier. Im Mai 2005 wurde Ronig das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

(JR)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-100483 Wed, 22 May 2019 07:19:00 +0200 Gelebte Gemeinschaft ist eine tragende Säule https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gelebte-gemeinschaft-ist-eine-tragende-saeule/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_Diozesanvorstand-2019_6505fb596a.jpg" width="150" height="113" alt="" />Aktuelle Themen und die Wahl des Diözesanvorstands standen auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Trier. Bad Kreuznach – Rund 80 Delegierte des Kolpingwerks Diözesanverband Trier haben am 18. Mai aktuelle Themen besprochen und den Diözesanvorstand gewählt. Der Vorsitzende Dr. Bernd Geisen wurde für die kommenden vier Jahre im Amt bestätigt.

„Das Kolpingwerk ist für den laufenden Veränderungsprozess des Bistums Trier bestens aufgestellt. Der Sozialverband zeigt ein klares Profil mit gelebter Gemeinschaft und bewährt sich an der Basis als tragende Säule“, sagte Monsignore Dr. Michael Kneib, Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Bad-Kreuzbach. Der Kolping-Diözesanvorsitzende Geisen lobte das tatkräftige und glaubwürdige Engagement der Amtsträgerinnen und Amtsträger auf unterschiedlichen Ebenen des Verbandes und verdeutlichte, dass deren Engagement in Kirche und Gesellschaft unverzichtbar sei. Für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz ehrte er Hans-Heinrich Steigerwald, Kolpingsfamilie (KF) Engers, und Otto Gerhard, KF Kastellaun, mit dem Ehrenzeichen des Kolpingwerks Trier. „In einer Gesellschaft, in der grundlegende Werte immer mehr an Bedeutung verlieren und der Einzelne nur noch wenig Rücksicht auf sein Gegenüber nimmt, ist der positive Einfluss, den die Kolpinggemeinschaft auf die Gesellschaft hat, eine stabile, verbindliche Größe“, so Dr. Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach.

Thematisiert wurde auch der Einsatz des Kolpingwerks auf internationaler Ebene. In diesem Zusammenhang berichteten Mitglieder des Fachausschusses „Lebendige internationale Partnerschaft“ unter der Leitung von Martina Linden und Petra Heusler von der zurückliegenden Projektreise ins Partnerland Bolivien. Im vergangenen Jahr spendeten Kolpingmitglieder aus dem Diözesanverband Trier rund 80.000 Euro für die internationale Arbeit des Kolpingwerkes. Der mit 250 Euro dotierte Preis für soziale Projekte „Kolping – für die Menschen aktiv“ ging in diesem Jahr an die Kolpingsfamilien Bad Kreuznach, Dirmingen und Illingen. „Die Preisträger zeigen nur eine kleine Auswahl dessen, was die Kolpingsfamilien leisten“, erklärte Diözesangeschäftsführerin Julia Semmling.

Auch die jüngeren Semester kamen zu Wort: Cecilia Schreiner und Alexander Mayer präsentierten die vielfältigen Aktionen der Kolpingjugend wie beispielsweise ein Zukunftswochenende, die „Demokratietage Nürnberg“ oder die Gruppenleiterschulung in Holland. Daneben informierten sie das Plenum über das Positionspapier „Liebe und Partnerschaft im Bistum Trier“ und den Beschluss zur „Gendergerechtigkeit in unserer Sprache“.

Der Diözesanvorstand für die kommenden vier Jahre stellt sich wie folgt zusammen: Dr. Bernd Geisen (Diözesanvorsitzender), Arnd Eisenhut und Michael Brahm (stellvertretende Diözesanvorsitzende), Thomas Gerber (Diözesanpräses), Elke Grün (geistliche Leiterin), Martina Linden (Beauftragte Internationale Partnerschaft), Werner Hammes (Seniorenarbeit-Seniorenpolitik), Harald Schmillen (Sozialpolitik und Selbstverwaltung) und Tomislav Talic (Finanzausschuss).

Das Kolpingwerk Trier zählt im Bistum Trier 6.000 Mitglieder in knapp 100 örtlichen Gemeinschaften, den Kolpingsfamilien. Weltweit engagieren sich im Kolpingwerk 420.000 Mitglieder in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Ihr gemeinsamer Wahlspruch lautet: „Verantwortlich leben – solidarisch handeln.“

Weitere Informationen gibt es per E-Mail an info(at)kolping-trier.de, auf der Homepage www.kolping-trier.de oder in der Geschäftsstelle Kolpingwerk Diözesanverband Trier, Dietrichstr. 42 in 54290 Trier, Tel.: 0651-9941042.

(red)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-100470 Tue, 21 May 2019 08:35:19 +0200 Neuer Subregens für St. Lambert https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/neuer-subregens-fuer-st-lambert/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Thomas-Porwol_3e53d99ef5.jpg" width="100" height="150" alt="" />Das überdiözesane Priesterseminar St. Lambert erhält im Herbst einen neuen Subregens. Lantershofen – Kaplan Thomas Porwol wird zum 1. September neuer Subregens des überdiözesanen Priesterseminars Studienhaus St. Lambert in Lantershofen. Er ist 41 Jahre alt und seit 2015 Priester der Diözese Aachen.

Vor dem Beginn seines Studiums war er in der Werbe- und Medienbranche tätig. Als Spätberufener studierte er ab 2008 selbst im Studienhaus St. Lambert. Derzeit leistet er seinen Dienst in der Propstei Sankt Vitus in Mönchengladbach und wird neben seiner Tätigkeit als Subregens in St. Lambert in seiner Stadt Mönchengladbach als Subsidiar tätig sein.

Das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen ist das deutschlandweit einzige Priesterseminar des Dritten Bildungsweges und eine Bildungseinrichtung speziell für „Spätberufene", die katholische Priester in einer Diözese oder einer Ordensgemeinschaft werden wollen, aber kein Abitur haben. Zurzeit bereiten sich 29 Seminaristen in St. Lambert auf den Priesterberuf vor.

Weitere Informationen zum Priesterseminar gibt es auf www.st-lambert.de

(red)

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news-100359 Fri, 17 May 2019 11:30:30 +0200 Ackermann seit zehn Jahren Bischof von Trier https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ackermann-seit-zehn-jahren-bischof-von-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_bischof_stephan_ackermann_d648426995.jpg" width="150" height="150" alt="" />Anlässlich des zehnten Jahrestags der Amtseinführung von Bischof Dr. Stephan Ackermann lädt das Bistum zu einem Dankgottesdienst ein. Trier – Vor zehn Jahren hat der damalige Papst Benedikt XVI Dr. Stephan Ackermann zum Bischof von Trier ernannt. Anlässlich des zehnten Jahrestags seiner Amtseinführung lädt das Bistum Trier zu einem Dankgottesdienst ein. Er findet statt am Freitag, 24. Mai, um 10 Uhr im Trierer Dom. Alle Gläubigen sind herzlich zur Mitfeier des Gottesdienstes eingeladen. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung bei einem Empfang im Bischöflichen Generalvikariat Trier.

Informationen zu Bischof Ackermann sind unter https://www.bistum-trier.de/bischof/ zu finden. (JR)

 

 

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news-100356 Fri, 17 May 2019 09:24:37 +0200 Gott trifft auf Festivalbesucher https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gott-trifft-auf-festivalbesucher/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/3/csm_Archivbild_GottamRing_Nurburg_801b146070.jpg" width="150" height="112" alt="" />Das Musikfestival "Rock am Ring" in der Eifel besuchen zehntausende von Menschen. Seit einigen Jahren ist auch die katholische Kirche dort vertreten. Nürburg – Eines der größten Musikfestivals Deutschlands und die katholische Kirche – wie passt das zusammen?

„Kirche soll da sein, wo Menschen sind und bei ‚Rock am Ring‘ sind Menschen“, lautet die simple Antwort des Gemeindereferenten Philipp Hein auf die Frage, warum er, fünf weitere Hauptamtliche und rund 20 Ehrenamtliche als Vertreter der katholischen Dekanate Vulkaneifel und Ahr-Eifel sowie der Pfarreiengemeinschaften Kelberg, Niederehe und Adenauer Land beim Rockfestival (7. bis 9. Juni) am Nürburgring dabei sind.

Und das Angebot wird rege genutzt: „Die Erfahrung aus den letzten Jahren hat gezeigt, dass es gut war, da zu sein: Für Menschen aus dem kirchlichen Milieu, die uns bewusst suchen, für Besucherinnen und Besucher, die im Kirchenzelt ihre erste oder eine ganz andere Erfahrung mit Kirche gemacht haben und für Festivalfans in mehr oder weniger großen Notlagen, die einfach mal reden oder auch nur in Ruhe durchatmen wollten.“
 

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Redaktion Koblenz Trier RSS Feeds bistum-trier Ehrenamt Jugend Pfarreien Seelsorge Synode: Umsetzung Vermischtes
news-100302 Wed, 15 May 2019 11:48:48 +0200 Pilger reisen auf den Spuren großer Heiliger nach Italien https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/pilger-reisen-auf-den-spuren-grosser-heiliger-nach-italien/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_Pilgerreise_Norditalien_2019_cl_3bf66ad449.jpg" width="150" height="100" alt="Teilnehmer einer Busreise nach Norditalien" title="Pilgerreise nach Norditalien" />50 Männer und Frauen brechen zur Pilgerreise des Bistums Trier auf. Weihbischof Jörg Michael Peters begleitet sie. Trier – 50 Pilgerinnen und Pilger sind am Mittwoch zu einer Pilgerreise nach Norditalien aufgebrochen. Die einwöchige Reise wird die Teilnehmer unter anderem nach Mailand und Padua führen. Das Ziel der Wallfahrt wurde aus Anlass der Heiligsprechung Pauls VI. durch Papst Franziskus im Herbst 2018 gewählt. Auch der Hl. Papst Johannes XXIII. stammt aus der Gegend. Das Motto der Pilgerreise („Auf den Spuren großer Heiliger“) bezieht sich zudem auf Ambrosius sowie Antonius von Padua. Zum Abschluss der Pilgerreise besuchen die Teilnehmer Brixen, wo Nikolaus von Kues als Bischof und Kardinal wirkte. Die geistliche Leitung der Pilgerreise liegt bei Weihbischof Jörg-Michael Peters und Pfarrer Joachim Waldorf.

Im Herbst veranstaltet das Bistum eine Bus- und Flugpilgerreise nach Lourdes. Weitere Informationen dazu unter www.wallfahrten.bistum-trier.de. Die Anmeldung läuft bis zum 31. Mai. Anmeldungen und organisatorische Fragen bearbeitet das Team von Arche Noah Reisen, Tel.: 0651-975550, E-Mail: info(at)arche-noah-reisen.de.

(cl)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-100270 Tue, 14 May 2019 08:59:02 +0200 72 Stunden für die gute Sache https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/72-stunden-fuer-die-gute-sache/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_72h_vorbericht_neuerburg_sb_8977610d34.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bald ist es soweit: Tausende Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich bei Deutschlands größter Sozialaktion vom 23. bis 26. Mai - auch im Bistum machen über 3.700 Leute mit. Neuerburg/Trier/Koblenz/Saarbrücken – Noch knapp zwei Wochen, dann ist es am 23. Mai so weit: Über 3.700 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Trier werden sich dann bei der deutschlandweit größten Sozialaktion ehrenamtlich engagieren: der 72-Stunden-Aktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Vom Insektenhotel über Recycling-Projekte, von einem Musizier-Marathon über die Renaturierung eines Fischteichs oder das Aufstellen von Demokratiebänken mit Bezug auf die Europawahlen: Die jungen Leute engagieren sich in ihren Projekten für Themen wie Ökologie, Inklusion, Demokratie oder das Zusammenleben der Generationen.

Die Spannung steigt

„Wir freuen uns sehr über den großen Tatendrang und die Motivation bei den angemeldeten Kindern und Jugendlichen in unserem Bistum. Die Spannung steigt, denn viele Gruppen werden erst am Donnerstag um 17.07 Uhr ihre Aufgabe erhalten, die es in 72 Stunden umzusetzen gilt“, sagt BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Rainer Schulze, der für das Saarland zuständig ist, organisiert Kiefer mit den Gruppenleitern vor Ort seit Monaten die Aktion. „Die jungen Leute möchten mit ihrem Engagement die Welt ein Stückchen besser machen, indem sie sich für andere einsetzen, sich mit politischen Themen auseinandersetzen und gemeinsam etwas Großes schaffen“, sagt Kiefer. Jugendverbände, Messdiener, katholische Jugendgruppen und auch Gruppen aus Caritaseinrichtungen oder von Jugendfeuerwehren werden sich beteiligen.

Mit dabei ist auch eine Gruppe aus Neuerburg in der Eifel, die den örtlichen Spielplatz ausbessern und farbenfroher gestalten will. Katrin Reißberg, die Verantwortliche vor Ort, findet besonders schön, dass sechs geflüchtete Jungen aus der von ihr geleiteten Caritas-Wohngruppe Marienheim gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr anpacken werden. „Von unseren zehn Jugendlichen haben sich sechs gemeldet, um hier in ihrer neuen Wahlheimat etwas auf den Weg zu bringen und sich mit ihrem Engagement in der Gesellschaft einzubringen.“ Für Reißberg auch ein deutliches Signal gegen die Negativ-Schlagzeilen und Vorurteile gegen Flüchtlinge. Der 17-jährige Ali Reza Shefahi, der vor drei Jahren nach Deutschland, beschreibt das Projekt: „Eigentlich ist es schön dort beim Spielplatz, da gibt es daneben auch einen Fußballplatz, aber oft sind gar keine Kinder da, weil es alles bisschen trist ist.“ Gemeinsam mit dem 19-jährigen Iraner Erfan Nezhadhaddad und den anderen aus der Projektgruppe „Neuerburg International - Bunt macht bunt“ haben sie sich deshalb einiges vorgenommen: Gerüste abschleifen und bunt streichen, die Bänke ausbessern, Grünanlagen auf Vordermann bringen und vielleicht sogar Palettenmöbel bauen. 30 Jugendliche zwischen zehn und 21 Jahren sind mit von der Partie. Die 72-Stunden-Aktion ist nicht das erste Mal, dass sich Ali und Erfan engagieren. Ali begleitete schon zwei Mal die inklusive Ferienfreizeit „Cari-Kids“ als Betreuer und Erfan ist vor einem Jahr zum Christentum konvertiert und hilft seitdem in der Kirche, singt im Kirchenchor und begleitet als Übersetzer einen anderen Flüchtling. „Ich fühle mich hier daheim, denn Heimat ist kein Ort, sondern ein Gefühl“, sagt er. Seine schönsten Erfahrungen seien die aus seiner Kindheit, als er mit Freunden jeden Tag draußen spielte. Das möchte er gerne auch den Kindern hier ermöglichen: „Gute Erfahrungen machen können, draußen auf dem Spielplatz, nicht am Handy oder vor dem Computer“, sagt er.     

Internationale Perspektive der Freundschaft

Nicht nur an solchen Projekten wird klar, dass die 72-Stunden-Aktion auch eine internationale Perspektive der Freundschaft aufzeige, erläutert Kiefer. Denn zeitgleich engagieren sich in Bolivien, dem Partnerland des Bistums, ebenfalls Tausende junge Menschen 72 Stunden lang. Geplant sei, dass einzelne Gruppen via Skype miteinander in Kontakt kommen und sich austauschen. Während die Neuerburger ihr „Do-it-Projekt“ schon kannten, werden die meisten Gruppen ihr „Get-it-Projekt“ erst am Donnerstag bei der Eröffnung der Aktion erhalten. In Saarbrücken findet diese statt am Donnerstag, 23. Mai ab 16 Uhr auf dem Sankt Johanner Markt mit Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Sozialministerin Monika Bachmann und dem Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums ist die Eröffnung auf dem Domfreihof in trier mit Bischof Dr. Stephan Ackermann ebenfalls ab 16 Uhr geplant.

Weitere Informationen und eine Liste mit allen Projekten sowie Kontaktpersonen vor Ort gibt es unter www.72stunden.de/bdkj/trier sowie bei Rainer Schulze: rainer.schulze(at)bdkj-trier.de und Susanne Kiefer: susanne.kiefer@bdkj-trier.de.

(sb)

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news-100250 Mon, 13 May 2019 15:10:01 +0200 Echtheitszertifikat und Gütesiegel für Gottes Liebe https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/echtheitszertifikat-und-guetesiegel-fuer-gottes-liebe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_IMG_2092_HT_16d362de2e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Am letzten Tag der Heilig-Rock-Tage spendete Weihbischof Franz Josef Gebert 25 Erwachsenen das Sakrament der Firmung. Trier – „Mit dem Chrisam-Kreuz auf der Stirn tragen Sie das Echtheitszertifikat und Gütesiegel, dass Sie die Liebe Gottes in die Welt tragen.“ So hat Weihbischof Franz Josef Gebert am 12. Mai den Kerninhalt der Firmung zusammengefasst. 25 Frauen und Männern spendete er am letzten Tag der Heilig-Rock-Tage im Trierer Dom das Sakrament.

Weil sie auf Klassenfahrt war, habe sie damals nicht an der Firmung in der Heimatgemeinde teilnehmen können, berichtet eine junge Frau im Vorgespräch mit dem Weihbischof. Andere Bewerber haben sich in der Jugend nicht firmen lassen, wollen jetzt aber ein Patenamt übernehmen, für das die Firmung Voraussetzung ist. Helen hatte lange Zweifel; wusste nicht so recht, wie sie glauben kann. „Jetzt habe ich die Zweifel abgelegt und möchte gefirmt werden“, sagt sie. Die Erfahrung, glauben zu wollen, aber nicht zu dürfen, hat Lida Schein gemacht. In Kasachstan, wo sie mit Eltern und Großeltern aufwuchs, durfte der christliche Glaube allenfalls zuhause im Geheimen praktiziert werden. „Meine Oma hat mir das Beten beigebracht“, erinnert sich die heute 44-jährige, die seit 1995 in Deutschland lebt. Hier habe sie immer wieder den Weg zum Glauben und zur Kirche zu finden versucht, sei aber aufgrund persönlicher Lebensumstände nie so richtig zum Ziel gekommen. Erst als ihr jüngster Sohn sich letztes Jahr auf die Erstkommunion vorbereitete, habe sie den Faden wieder aufnehmen und auch konsequent verfolgen können. „Ich möchte meinen Kindern ein gutes Bild eines gläubigen Menschen geben, ihnen Grundlagen für ihr Leben vermitteln und selber seelische Ruhe finden und ein besserer Mensch werden“, nennt Lida Schein ihre Gründe, sich firmen zu lassen.

Anlass zu Freude und Dankbarkeit sei die Entscheidung der 25 Frauen und Männer für den Empfang des Sakraments, sagte Weihbischof Gebert. Am vierten Sonntag in der Osterzeit zeichnet das Evangelium das Bild von Jesus als dem guten Hirten; ein Bild, das heute nostalgisch, vielfach sogar ganz fremd sei, zur Zeit Jesu aber im Alltag der Menschen fest verankert war. „Es geht darum, sich kennenzulernen, sich zu kennen und zuzuhören, und um die wichtige menschliche Erfahrung der vertrauten Stimme, die der Herde Sicherheit und Ruhe schenkt“, erläuterte der Weihbischof.

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news-100227 Sun, 12 May 2019 19:27:25 +0200 Schauen auf das, was uns geschenkt ist https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/schauen-auf-das-was-uns-geschenkt-ist/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_IMG_9916_HT_01_6b7894896a.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019_Eröffnung_HT" />Die 20. Heilig-Rock-Tage sind mit einer feierlichen Vesper im Trierer Dom zu Ende gegangen Trier – Mit einer feierlichen Vesper sind die 20. Heilig-Rock-Tage am 12. Mai zu Ende gegangen. Bischof Dr. Stephan Ackermann sagte, das Bistumsfest setze einen „wohltuenden ergänzenden und auch alternativen Akzent zu dem, was uns sonst im Alltag im Bistum umtreibt:  Wozu sind wir Kirche? Wo müssen wir uns ändern? Von was wollen wir uns verabschieden? Wofür wollen wir uns mehr einsetzen?“ Die Heilig-Rock-Tage schauten auf das, was ist: „was uns geschenkt und gegeben ist an Gutem und Bewährtem, und was Neues wächst im Glauben und durch die Gnade Gottes“.

Schon vor der Vesper hatte Ackermann mit Blick auf das Leitwort „HERAUSGERUFEN – Du schaffst unseren Schritten weiten Raum“ gesagt, es sei gut, dass das Leitwort wieder den Titel des Synodenabschlussdokumentes nenne, „denn wir sind herausgerufen und herausgefordert in dieser Zeit“. Der zweite Teil habe darauf hingewiesen, dass der weite Raum eine Chance zum Atemholen und zum Aufbruch sein könne, aber auch Befürchtung wecke, etwa sich im weiten Raum zu verlieren. Ackermann betonte, man habe das Leitwort keineswegs ideologisch verstehen wollen, sondern damit ermutigen wollen „größer zu denken“. Er selbst erlebe durch das Zusammentreffen mit so vielen Menschen beim Bistumsfest, dass der „weite Raum, den Gott uns schafft, ein Raum ist, in dem Begegnung stattfindet“.

„Wir können bei jedem Wetter feiern“

Bischof Ackermann würdigte das Zusammenkommen von unterschiedlichsten Gruppen, Generationen und Themen beim Bistumsfest. Die Heilig-Rock-Tage seien „Tage, die zusammenführen; die die Menschen in der Identität des Glaubens stärken“, sagte der Bischof. Und auch wenn er der Gastgeber sei, sei das zehntägige Fest nur auszurichten dank einer „Heerschar von Aktiven, die die Tage mitgestalten“. Ackermann nannte etwa den Besucherdienst des Bistums, die zahlreichen Mitwirkenden sowie die ehren- und hauptamtlich tätigen Frauen und Männer aus Verbänden, aus der Fläche des Bistums und den Fachabteilungen des Generalvikariates, die die Angebote geplant und durchgeführt hatten. „Das schweißt uns zusammen.“ Dass das Wetter nicht wirklich mitgespielt habe, trübe die Freude über das Fest nicht: „Wir können bei jedem Wetter feiern“ – nicht zuletzt weil die Heilig-Rock-Tage eine Veranstaltung sei, die mit hoher Professionalität durchgeführt werde. Schönes Wetter sei dann „eine Zugabe, aber die innere Freude speist sich aus anderen Quellen“.

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news-100241 Sun, 12 May 2019 18:30:00 +0200 „Gott ist bei uns im Leben“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gott-ist-bei-uns-im-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_HRT_Familiengottesdienst_ab4c0cfd14.jpg" width="150" height="100" alt="" />Beim Familientag standen gemeinsames Singen, Beten und Basteln auf dem Programm. Trier – „Ihr seid die wichtigen Personen hier“, sagte Weihbischof Jörg Michael Peters zu den Kindern im Trierer Dom. Er feierte gemeinsam mit Familien einen ökumenischen Wortgottesdienst und lud die kleinen Besucherinnen und Besucher spontan dazu ein, das Geschehen vom Altarraum aus zu verfolgen.

„Schön, dass ihr habt euch herausrufen lassen, um gemeinsam etwas zu erleben“, richtete der Weihbischof sein Wort an die Familien. Der Wortgottesdienst bildete den Abschluss des diesjährigen Familientages im Rahmen der Heilig-Rock-Tage. Einige Frauen, Männer und Kinder starteten pilgernd in den Tag. Am Nachmittag konnten die Familien aus einem vielfältigen Programm wählen. Neben einem Familienkonzert mit dem Liedermacher Reinhard Horn und einem Auftritt des Kinder- und Jugendchors „Young Singers“ aus Lehmen, wurden die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher in einem Trommelworkshop selbst musikalisch aktiv. Fingerspitzengefühl und Kreativität waren beim Auffädeln von Perlenketten und beim Bauen von Windrädchen gefragt.

Interaktiv gestaltete Peters auch seine Predigt. Er stellte den Kindern Fragen, die diese eifrig beantworteten. Gemeinsam mit dem Weihbischof betrachteten sie das Kreuz. Dort habe er gelitten, obwohl Jesus „lieber Mensch war“, sagte ein Junge. An der Fassade der Heilig-Rock-Kapelle gewähren Engel einen Blick in den Himmel. „Wer hätte mal Lust, in den Himmel zu schauen?“, fragte der Weihbischof. Er selbst würde das auch gerne, „aber das geht nicht. Doch der Künstler versucht, den Himmel in seinem Kunstwerk darzustellen“.

„Gott ist bei uns im Leben, bei ihm dürfen wir uns anlehnen“, versicherte der Weihbischof, und er erklärte den Kindern: „Nach dem Tod wartet keine dunkle Wand, sondern der Himmel und Jesus begleitet uns dorthin“.

„Der Familiengottesdienst ist ein wunderbarer Schlusspunkt“, lautete Peters Fazit. „Es ist schön zu sehen, wie der Glaube an Jesus unseren Füßen weiten Raum gibt“, griff er das diesjährige Leitwort „HERAUSGERUFEN – Du schaffst unseren Schritten weiten Raum“ auf.

An diesem letzten Tag der Heilig-Rock-Tage 2019 empfingen zudem Erwachsene das Sakrament der Firmung.

Vom 3. bis 12. Mai fanden die 20. Heilig-Rock-Tage mit einem bunten und vielfältigen Programm statt. Alle Informationen, Berichte, Videos und Fotos sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(jf)

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news-100217 Sun, 12 May 2019 13:01:28 +0200 Aus eigener Ergriffenheit den Glauben begreifbar machen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-eigener-ergriffenheit-den-glauben-begreifbar-machen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/a/csm_IMG_1350_HT_3f17c9b701.jpg" width="150" height="100" alt="" title="missioCanonica(1)_HRT2019_HT" />Bischof Ackermann hat 105 Lehrerinnen und Lehrer zum Religionsunterricht beauftragt Trier – Ihren Schülerinnen und Schülern sollen die katholischen Religionslehrerinnen und -lehrer den Glauben begreifbar machen. Bevor das aber überzeugend gelingen könne, müssten sie selber sich ergreifen lassen von der Botschaft Jesu. So hat es Bischof Dr. Stephan Ackermann am 11. Mai im Pontifikalamt in der Liebfrauenbasilika zur Verleihung der „missio canonica“ während der Heilig-Rock-Tage betont. 105 Frauen und Männer beauftragte der Bischof zum katholischen Religionsunterricht in Schulen im Gebiet des Bistums Trier.

„Du hast Worte ewigen Lebens“

„Alternativlos“ sei eines der Unworte der vergangenen Jahre gewesen, erinnerte Bischof Ackermann in seiner Predigt und betonte, dass dieses Wort so gar nicht zum Beruf des Pädagogen passe. Vielmehr gehe es in jedem Fach und besonders eben im katholischen Religionsunterricht darum, eigenes, selbstständiges Denken der Schüler herauszubilden und zu fördern und stets um Alternativen zu ringen. Jesus selber habe als Lehrer die Diskussion gefördert. Im Evangelium des Gottesdienstes „fordert er die Menschen heraus, indem er sie auf seine Person hin zentriert“. Einige hätten es nicht ertragen können, dass in Jesus der Schöpfer lebendig geworden sei, und hätten den Kreis der Jünger verlassen. Auf Jesu Frage, ob auch die Apostel gehen wollten, habe Petrus geantwortet: „Zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“ Obwohl sie Alternativen zur Botschaft Jesu kannten, seien sie bei ihm geblieben.

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Trier bistum-trier Bildung Bischof Heilig-Rock-Tage Personal Schule
news-100192 Sun, 12 May 2019 08:00:00 +0200 „Lieber Gott…“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/lieber-gott/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/a/csm_fuerbittort_Hrt-2019_f1cd90fd06.jpg" width="150" height="100" alt="" />Wünsche, Hoffnungen, Gedanken, Gebete: der Fürbittort vor der hohen Domkirche ist eine seit vielen Jahren beliebte „Institution“ während der Heilig-Rock-Tage. Trier – Mina Havlova schlendert über den Domfreihof in Trier, dann fällt ihr Blick auf bunte Bänder, die wild im Wind tanzen. „Was bedeutet das?“, fragt sie. Nun, es ist der Fürbittort vor der hohen Domkirche, seit vielen Jahren beliebte „Institution“ während der Heilig-Rock-Tage. Wer will, kann hier zu Stoffband bringen, was ihn oder sie gerade bewegt: Wünsche, Hoffnungen, Gedanken, Gebete. Kaum ist ihre Frage beantwortet, kullern der Frau dicke Tränen übers Gesicht. Doch getröstet werden muss sie nicht. „Happyness. Glück“, erklärt die gebürtige Pragerin, die jetzt in Trier lebt. Es seien Tränen der Freude, dass es ihrer Familie gut gehe. Dann greift sie nach einem gelben Stoffstreifen, beschriftet ihn Millimeter um Millimeter mit guten Wünschen für ihre Familie. Fest verknotet flattert er nun neben den anderen. Viele Geschichten sind mittlerweile mit dem einfachen Absperrgitter verbunden, das sich dank der bunten Bänder in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt hat.

Doch nicht alle Geschichten erzählen vom Glück. Es braucht wenig Phantasie, um aus den kurzen Sätzen Schicksalsschläge herauszulesen. „Ich wünsche mir, dass mein Papa gesund wird“, heißt es da schwarz auf rot. Auf einem anderen Band stehen nur drei Worte: „Gesundheit für Peter*!“ Das nächste erzählt von verzweifelten Gebeten, „dass Katarina* von der Magersucht geheilt wird“ oder „dass das Baby von Eva* doch gesund sein wird“. Ein Kind hat seinen innigsten Wunsch so aufgeschrieben: „Lieber Gott, ich wünsche mir, dass es meine Oma bei dir im Himmel gut hat.“ Manche nutzen die Plattform, um Danke zu sagen: für 50 Ehejahre; für die Liebe; für unsere coole Band; für den tollen Weg von Euskirchen durch die Eifel. Der fünfjährige Ben* hat anderes im Blick: „Lieber Gott. Danke für die Tiere.“ Der „liebe Gott“ ist für viele Lebenslagen Ansprechpartner: Er soll „den Menschen die Achtsamkeit für sich selbst und die Natur“ geben; er soll „bitte immer auf alle aufpassen“; er soll „meine Kinder, meinen Mann und meine Freunde beschützen“; er soll „meinen beiden Töchtern Kraft und Stärke geben“ und er „soll mir die Kraft geben, meinen Kindern stets ein gutes Vorbild zu sein“.

Im Programmheft ist der Fürbittort als heilsamer Ort bezeichnet, an dem Menschen mit Gott und miteinander ins Gespräch kommen. Intention ist aber auch, dass Christen Flagge zeigen sollen und solidarisch für die einstehen, denen es nicht so gut geht. So ist Gerechtigkeit ein Thema, das immer wieder auftaucht. Genauso wie Armut und Arbeitslosigkeit. Im Fokus auch die bevorstehende Europawahl: „Ich wünsche mir, dass kein Streit mehr zwischen den Politikern ist“, ist zu lesen. Oder: „Wählt demokratisch.“ Doch sollte es ein Ranking geben, würde mit Sicherheit ein Thema auf Platz eins landen – das hat schon die kleine Stichprobe ergeben. Denn auf unzähligen Bändern steht dieser Satz: „Ich wünsche mir Frieden auf dieser Welt.“ Dieser Wunsch scheint grenzenlos, denn er ist in vielen Sprachen zu finden: Shalom, Frieden, Pax, Peace, Paix.

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news-100198 Sun, 12 May 2019 07:30:00 +0200 „Eine Auszeit, die Kraft bringt“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-auszeit-die-kraft-bringt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_HRT2019_CaritasPilgerLebach_GJ_13a2e8ecbc.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019 CaritasPilgerLebach GJ" />Während der Heilig-Rock-Tage sind Mitarbeitende der Caritaseinrichtungen Lebach von Quint zum Trierer Dom gepilgert Trier/Lebach –  In ihrem Alltag erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritaseinrichtungen in der Landesaufnahmestelle Lebach oft Belastendes: Sie erfahren zum Beispiel von schweren Flüchtlings-Schicksalen, versuchen zu helfen, zu beraten und Kindern und Jugendlichen Chancen zur Integration zu geben. Bei ihrem Pilgerweg am 10. Mai im Rahmen der Heilig-Rock-Tage konnten die Mitarbeiter selbst einmal spirituell „auftanken“. Der Pilgerweg nach Trier ist ein Programmpunkt des 60-Jahr-Jubiläums, das die Caritas-Einrichtungen dieses Jahr feiern.

Die 35-köpfige Gruppe war von Trier-Quint aus ein Stück auf dem Mosel-Camino gepilgert und traf am Nachmittag gut gelaunt auf dem Domfreihof ein. „Das war eine Auszeit, die Kraft bringt“, sagt Sylvia Leick, die Leiterin der Kita St. Nikolaus der Caritas-Einrichtungen. Sie findet es besonders schön, an diesem Tag im eigenen Rhythmus ohne Hektik unterwegs zu sein. Die Gemeinschaft, das Wandern bei herrlichem Frühlingswetter in der Natur, der Teamgeist und vor allem die meditativen Stationen unterwegs zu den Themen „Atemholen“, „Tiefer gehen“ und „Schöpfung bewahren“ haben den Tagespilgern aus dem Saarland sehr gut gefallen. Begleitet von Gemeindereferent Ralf Selzer aus Siersburg hatte der Tag eine spirituelle Prägung. Die Teilnahme am Pontifikalamt mit dem Bischof war ein weiterer Höhepunkt. „Wir haben heute sehr viel Gemeinschaft gespürt“, fasst Helmut Selzer, der Leiter der Caritas-Einrichtungen, die Erfahrungen des Tages zusammen.

Caritaseinrichtungen Lebach

Seit 1959 sind die Caritaseinrichtungen Anlaufstelle für viele Tausende Menschen geworden, zuerst vor allem für Flüchtlinge und Umsiedler aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, später in den 70-er und 80-er Jahren für Flüchtlinge aus Vietnam, Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und weitere Flüchtlinge aus den Krisenländern der Welt. Aktuell leben in der Landesaufnahmestelle rund 1.200 Menschen aus ca. 40 verschiedenen Herkunftsländern, viele aus den Bürgerkriegsländern Syrien und Afghanistan. Die Caritaseinrichtungen, deren Träger der Diözesan-Caritasverband in Trier ist, haben mit dem Migrationsdienst, der Kindertagesstätte St. Nikolaus und dem Kinderhort Francesca Cabrini drei „Standbeine“.

(G. Jacquemoth/DiCV)

 

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Trier bistum-trier Caritas / Soziales Heilig-Rock-Tage Wallfahrten/ Pilgern
news-100195 Sun, 12 May 2019 07:00:00 +0200 Kernelemente der Pfarrei werden sichtbar https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kernelemente-der-pfarrei-werden-sichtbar/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_IMG_0332_27d0f94c5e.jpg" width="150" height="100" alt="" title="StAntonius_ION_190506" />Während der Heilig-Rock-Tage konnte man in der Kirche St. Antonius einen „Ein Blick“ in die Pfarrei der Zukunft wagen und vielfältige „Orte von Kirche“ aufspüren Trier – Bewegte Bilder, Mut machende Video-Botschaften, geballte Information, bunte Plakatwände mit Blick auf besondere Orte der Kirche, eine Installation, die sofort ins Auge springt, und bequeme Sitzwürfel, die sich kinderleicht verschieben lassen: In der Trierer Antoniuskirche stehen während der Heilig-Rock-Tage alle äußeren Zeichen auf Interaktion und munteren Meinungsaustausch. Doch an diesem Tag müsste die Ausstellung statt „Ein Blick in die Pfarrei der Zukunft“ eher „kein Blick“ heißen.

Paul Claaßen und Raimund Anke jedenfalls sind alles andere als begeistert, dass sich während ihrer „Dienstzeit“ niemand in die Kirche „verirrt“ hat. Zu gern hätten die beiden ehrenamtlich Engagierten Besuchern die „wunderbare Geschichte“ erzählt, wie der Förderverein und weitere Mitstreiter es schafften, nach dem Verkauf des Missionshauses der Steyler Missionare in Wittlich deren Kirche weiter mit Leben zu füllen. Längst stehe die Autobahn- und Radwegekirche St. Paul für die bunte Vielfalt kirchlichen Lebens. Kindergottesdienste, kulturelle Veranstaltungen, künftig Kirche als Kino: „Wir haben es geschafft, ein niederschwelliges Angebot zu installieren, das hervorragend ankommt und angenommen wird. Auch bei Leuten, die der Kirche sonst nicht so nahestehen“, erzählt Claaßen. Er und Anke gehören zum Beirat des Fördervereins und haben gerne das Angebot des Bistums angenommen, ihr Beispiel, wie Pfarrei der Zukunft mitgestaltet werden kann, bei der Ausstellung zu präsentieren. „Die Antoniuskirche liegt schon weit weg vom Schuss. Rund um den Dom ist einfach mehr los“, sagt Anke.

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Trier bistum-trier Ehrenamt Heilig-Rock-Tage Information Pfarreien Synode: Umsetzung
news-100171 Sat, 11 May 2019 09:15:00 +0200 Ordenschristen zu Gast bei den Heilig-Rock-Tagen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ordenschristen-zu-gast-bei-den-heilig-rock-tagen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_britten_statio_bruder-Peter-berg_d344603494.jpg" width="150" height="100" alt="" />Ihr Leben gestalten sie im Dienst an Gott und den Menschen: Ordenschristen aus dem ganzen Bistum waren zu Gast bei den Heilig-Rock-Tagen Trier –  Sie tragen braunen oder schwarzen Habit (Tracht), Kreuze und Medaillons mit den Abbildungen der Muttergottes, einer Taube oder Weinreben: In Trier kamen am 10. Mai Ordensschwestern und  Ordensbrüder aus über 25 Gemeinschaften zusammen, um den Tag der Orden im Rahmen der Heilig-Rock-Tage zu feiern. Ob Borromäerinnen, Heiliggeistschwestern, Ursulinen, Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Dominikanerinnen, indische oder afrikanische Ordensschwestern: Fast 2.000 Frauen und Männer im Bistum Trier leben ihre Christus-Nachfolge in verschiedenen klösterlichen und Ordensgemeinschaften und Säkularinstituten. Je nach den Idealen der jeweiligen Gründer und Gründerinnen und den Ordensregeln leben sie eher zurückgezogen oder mehr „in der Welt“ und sind beispielsweise in kirchlichen, pflegerischen oder anderen zivilen Berufen tätig.

Zu Gast waren sie in diesem Jahr bei den Barmherzigen Brüdern von Maria Hilf, die das gesamte Jahr ein besonderes Jubiläum begehen: „Vor 200 Jahren wurde der Gründer unserer Gemeinschaft, der selige Peter Friedhofen, geboren. Deshalb ist 2019 für uns ein Jubiläumsjahr und wir freuen uns, dass so viele Ordenschristen gekommen sind, um miteinander hier zu feiern“, erklärte Gastgeber Bruder Peter Berg, Generaloberer der Barmherzigen Brüder. Das Jahr stehe unter dem Motto „Entschieden für Menschen“, da Peter Friedhofen seine Talente und Fähigkeiten in den Dienst der Menschen gestellt habe und zum Zeichen der Hoffnung für alte, kranke und behinderte Menschen geworden sei. „Das ist auch die Einladung an uns heute: Entschieden für Menschen einzutreten und zu wirken, dort wo wir sind, in dieser Zeit mit ihren Herausforderungen“, lud Berg zu einem offenen und achtsamen Miteinander ein.

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news-100157 Sat, 11 May 2019 08:30:00 +0200 Ein ernstes Thema https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-ernstes-thema/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_emma-stop_d815c6fe61.jpg" width="150" height="100" alt="Clown-Theater zum Thema „Kinder haben Rechte“ von der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz" />Die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz präsentiert im Rahmen der Heilig-Rock-Tage ein Clown-Theater zum Thema „Kinder haben Rechte“ Trier – „Das Schöne an meiner Arbeit ist für mich die direkte Belohnung – das spontane Lachen der Zuschauer!“ Auf dieses Lachen hoffen Clown Tomtom, mit bürgerlichem Namen Thomas Patri, und seine Kollegin Kiki Kokolores, wenn sie am Samstag zu zwei Auftritten zu den Heilig-Rock-Tagen nach Trier kommen. Ihre Auftritte sind Teil des Angebots der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz am Samstag auf dem Hauptmarkt. Die beiden Clowns werden dabei verschiedene Situationen durchspielen, die mit Nähe und Distanz zu tun haben. Die Frage dabei ist: Was kann ein Kind machen, um seine Rechte zu wahren.

Obwohl Kinder- und Jugendschutz ein ernstes Thema ist, darf man dabei lachen. „Es ist immer die Frage, worüber man lacht“, erklärt Patri. Lachen könne eine angespannte Situation entkrampfen und negativen Gefühlen den Druck wegnehmen. „Es gibt aber auch Humor, der für den andern nicht so gut ist, etwa Schadenfreude oder das Auslachen.“ In ihren Stücken spielen die beiden Clowns verschiedene Situationen durch, die zunehmend problematisch werden. „Manches davon kennt sicher jeder, etwa wenn ein Verwandter, immer ein ‚Bussi‘ geben möchte, was man aber vielleicht nicht so gerne mag.“ Wie kann ein Kind diese Situation für sich ins Positive drehen? Die Clowns schlüpfen in die Rolle des Kindes oder des ‚Anderen‘. Im Spiel wird dann ausprobiert, wie sich verschiedene Handlungen auswirken. „Dabei sind diese Szenen schon ernst, etwa wenn ein Erwachsener einem Kind auch körperlich näher kommt, aber in der Rahmenhandlung gibt es immer auch etwas zu lachen.“

Die Stücke bewegen sich dabei zwischen konkreten Vorgaben, die die Clowns vermitteln wollen – und einer gehörigen Portion Improvisation. „Es gibt Dinge, auf die wir hinauswollen. Etwa: Ein Nein ist ein Nein; oder: es gibt erlaubte und nicht erlaubte Geheimnisse. Das strukturiert die Szenen“, erzählt Patri. Und doch sind die Auftritte jedes Mal ein bisschen anders, und das Stück entwickelt sich dadurch auch immer weiter. „So kam einmal ein Kind mit dem Vorschlag, dass man auf einen versuchten Übergriff mit Beten reagieren könne. Wie soll man das darstellen?“ Sie hätten dies spielerisch so gelöst, „dass das ‚Kind‘ durch das Gebet die Kraft bekommt, um sich Hilfe zu suchen“. Wichtig sei es, dass die Kinder nach dem Spiel der Clowns auch jemanden haben, mit dem sie darüber sprechen können. „Auch wir Clowns gehen nicht sofort: Wenn wir sagen, dass wir jetzt aufräumen müssen, und dass die Kinder gerne dabei helfen können, dann geben wir ihnen die Möglichkeit, dem Clown noch etwas im zwangslosen Gespräch zu sagen“.

Thomas Patri ist seit 1996 Clown. „Ich wurde damals angesprochen, ob ich bei den damals neu gegründeten ‚Medi-Clowns‘ als Krankenhausclown mitmachen möchte. Ich dachte am Anfang: Das kann ich niemals.“ Es sei etwas anderes, wenn man als Schauspieler auf der Bühne stehe, oder wenn man als Clown direkt mit den Zuschauern im Kontakt ist. „Im Krankenhaus brauchen wir sehr viel Improvisation: Was eine Dreijährige anspricht, funktioniert nicht unbedingt bei einem älteren Kind in der Pubertät.“ Er habe den Schritt zum hauptberuflichen Clown nie bereut „und ich freue mich immer wieder auf das spontane Lachen der Zuschauer!“


Unter dem Thema „Kinder haben Rechte“ gestaltet die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz am Samstag, 11. Mai, von 10.30 bis 16 Uhr ein Angebot der Heilig-Rock-Tage auf dem Hauptmarkt in Trier. Die Stärkung der Kinderrechte ist grundlegend für einen gelingenden Kinderschutz und fester Bestandteil jedes institutionellen Schutzkonzeptes in den Einrichtungen des Bistums Trier. Im Vordergrund stehen an diesem Tag die Bildungs- und Spielangebote für Kinder: Geplant sind neben dem Clownstheater auch Attraktionen wie Kistenklettern, Kinderschminken, Glücksrad und viele weitere Angebote.

Qualifizierte Mitarbeiter stehen für Fragen rund um das Thema „Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen“ zur Verfügung.

Information und Kontakt: www.praevention.bistum-trier.de
(tef)

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news-100100 Thu, 09 May 2019 08:21:56 +0200 Pilgern um Danke zu sagen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/pilgern-um-danke-zu-sagen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_DOM_3344_af506ca784.jpg" width="150" height="100" alt="" />Rund 160 Menschen - darunter auch Vertreter der verschiedenen Beschäftigungsträger, beteiligten sich an der Fußwallfahrt der Aktion Arbeit. Trier – Rund 160 Menschen haben sich am Mittwoch am Pilgerweg der Aktion Arbeit im Rahmen der Heilig-Rock-Tage beteiligt. Die Pilger zogen nach einem Frühstück und einem kurzen Impuls in der Abteikirche St. Matthias zum Hauptmarkt in Trier, wo sie am Mittagsgebet teilnahmen.

„Wir kennen die Erfahrung, dass Arbeit erfüllen und zufrieden machen kann, wenn wir etwas Gutes und Sinnvolles geschaffen haben“, sagte Peter Nilles, Geschäftsführer der Sozialen Lerndienste, der den ersten Impuls des Pilgerwegs leitete. „Wir kennen aber auch die andere Seite: Arbeit kann eintönig, mühsam und zermürbend sein. Wir leben mehr oder weniger in der Spannung zwischen dem, wie wir uns Arbeit wünschen und dem, wie wir Arbeit bisweilen ertragen müssen.“ Die Herausforderung bestehe darin, in dieser Spannung zu leben und sie auszuhalten.

Am Pilgerweg nahmen zahlreiche Einrichtungen teil, die von der Aktion Arbeit unterstützt werden. Von den rund 70 Mitarbeitern der Erwerbslosenhilfe-Selbsthilfe in Püttlingen e.V. (ESH) kamen beispielsweise 37 nach Trier, um am Pilgerweg teilzunehmen. „Wir freuen uns, dass wir wieder daran teilnehmen dürfen“, sagte Alfred Steimer, Leiter der ESH. Die Einrichtung ist ein Bildungsträger, der sich derzeit um etwa 400 Menschen, darunter viele Langzeitarbeitslose kümmert. „Darüber hinaus bieten wir auch Qualifizierungsmaßnahmen für technische Berufe an“, so Steimer. Auch der Bürgerservice Trier nahm am Pilgerweg der Aktion Arbeit mit 30 Personen teil. „Bei uns sind Jugendliche in der Berufsvorbereitung und der Reha-Ausbildung und wir arbeiten auch viel mit Langzeitarbeitslosen zusammen“, sagte Christian Glessner, Werkstattleiter beim Bürgerservice Trier. „Der Pilgerweg ist eine tolle Sache, die auch von unseren Teilnehmern sehr gerne angenommen wird.“ In Sinzig unterstützt die Aktion Arbeit schon seit mehr als zehn Jahren das Haus der offenen Tür der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter Sinzig (HoT). Das HoT ist eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit, mit niedrigschwelligen Angeboten für Kinder und Jugendlichen. Das HoT kümmert sich um Jugendliche, die verschiedenste Probleme haben, wie Tatjana Francesconi erklärte. „Wohnungslosigkeit ist ein großes Thema, Schuldenproblematik, Jugendliche, die ihren Schulabschluss nochmal nachmachen wollen, oder Probleme haben, in Arbeit zu kommen.“ „Wir kümmern uns um Menschen, die durch alle Raster gefallen sind“, sagte Ulrike Michelt vom HoT Sinzig. „Wir kommen sehr gerne hier her“, sagte sie. „Heute sind wir mit zehn jungen Menschen hier. Einfach um denen zu zeigen, wo das Bistum ist, wer uns dort unterstützt und Danke zu sagen.“

Die Heilig-Rock-Tage dauern noch bis zum 12. Mai. Das gesamte Programm und unsere Bildergalerien sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(dh)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit Heilig-Rock-Tage
news-100080 Wed, 08 May 2019 14:21:11 +0200 Raum für Fragen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/raum-fuer-fragen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_DSC_0100_d82c71a665.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Synodenumsetzung stand im Mittelpunkt beim Treffen der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre im Rahmen der Heilig-Rock-Tage. Trier – Fast 200 Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre sind am 7. Mai zu den Heilig-Rock-Tagen gekommen. Thematisch stand im Mittelpunkt des Treffens die Synodenumsetzung. Im Wortgottesdienst in der Liebfrauenkirche sprach Monika Bauer-Stutz, geistliche Begleitung im Berufsverband der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre (BVPS) Trier, das Thema der weiten Räume aus dem Leitwort des Bistumsfestes „HERAUSGERUFEN – Du schaffst unseren Schritten weiten Raum“ an. Eigentlich seien weite Räume etwas, was man erkunden wolle und wo man sich frei fühle. Für viel Pfarrsekretärinnen und -sekretäre schwinge aber seit der Synode auch eine gewisse Angst mit, wenn es um die neuen weiten Räume der Pfarreien der Zukunft (PdZ) gehe.

Aktuell sei die Stimmung unter den Pfarrsekretärinnen und -sekretären von Verunsicherung geprägt. „Es fehlen manchmal konkrete Informationen, um eine Sicherheit zu entwickeln im Zugehen auf die Pfarreien der Zukunft“, erklärte Alexandra Schmitt, Vorsitzende des BVPS Trier und in der Pfarreiengemeinschaft Bous-Ensdorf tätig. Man habe zwar die Zusage, dass niemand entlassen werde, aber: „Wo man dann eingesetzt wird, das obliegt den Leitungsteams vor Ort. Sie entscheiden, wo Kirchenbüros sind, wer ins zentrale Pfarrbüro kommt.“ In der Kirche St. Antonius kamen die Pfarrsekretärinnen und -sekretäre deshalb mit Andrea Gerards, Direktorin des Bereichs Personalplanung und -entwicklung im Generalvikariat, und Christian Heckmann von der Stabsstelle Synodenumsetzung ins Gespräch. Heckmann informierte über den Stand der Synodenumsetzung, gab einen Ausblick auf den Verlauf der Anhörungsphase und fasste die zentralen Strukturen und Organe der zukünftigen Pfarreien sowie deren Funktion zusammen. Er erklärte: „Die Pfarrei der Zukunft tritt die Gesamtrechtsnachfolge der ehemaligen Pfarreien an. Das heißt die Kirchengemeinde der Zukunft tritt in allen Rechten und Pflichten der ehemaligen Pfarreien ein. Ihr Vertrag mit der Kirchengemeinde, den Sie jetzt haben, geht also nicht verloren, sondern die Pfarrei der Zukunft übernimmt ihn.“ Gerards bestätigte das: Es werde weiter Pfarrsekretärinnen geben, sowohl im Pfarramt als auch in kleineren Kirchenbüros vor Ort. „Die können verschiedene Formen haben. Das kann eine Pfarrsekretärin sein, die nach dem Gottesdienst für besondere Anliegen zur Verfügung steht; das kann aber auch ein Ort sein, so wie er heute als Ort fungiert.“

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news-100075 Wed, 08 May 2019 11:55:36 +0200 Kirche trifft Kommunalpolitik https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kirche-trifft-kommunalpolitik/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_IMG_4001_5817c38de7.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019_Landräte(1)_MiK" />Bei den Heilig-Rock-Tagen haben sich Bischof und Generalvikar mit Politikerinnen und Politikern zum Austausch getroffen Trier – Information über die Synodenumsetzung, aber auch der Austausch über die gemeinsamen Herausforderungen in Kirche, Politik und Gesellschaft haben im Mittelpunkt eine Treffens von Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg mit Kommunalpolitikerinnen und –politikern am 7. Mai gestanden. Schon zum zweiten Mal hatte der Bischof im Rahmen der Heilig-Rock-Tage Landrätinnen und Landräten sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz und im Saarland zu einem Gespräch eingeladen.

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Heilig-Rock-Tage Information Politik / Gesellschaft
news-100053 Tue, 07 May 2019 15:39:17 +0200 Gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gemeinsam-durch-hoehen-und-tiefen-gehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_HRT_Ehejubilare_Haende_ih_92919dec97.jpg" width="150" height="100" alt="Großaufnahme von zwei Händen, die sich festhalten. " title="Die Eheleute halten sich beim Segen an den Händen. " />Bischof Ackermann hat Paare getroffen, die in diesem Jahr ein Ehejubiläum feiern. Weihbischof Gebert spendete ihnen den Segen für die Jahre, die noch vor ihnen liegen. Trier – Das Kulturzelt auf dem Domfreihof war bis auf den letzten Platz gefüllt. Am 6. Mai haben sich dort Ehepaare aus dem Bistum Trier versammelt, die in diesem Jahr ein Jubiläum feiern. Gratulanten waren neben Bischof Dr. Stephan Ackermann auch die Weihbischöfe Robert Brahm und Weihbischof Jörg Michael Peters. In der anschließenden Eucharistiefeier spendete Weihbischof Franz Josef Gebert den Ehejubilaren den Segen für die kommenden Jahre.  

Auf viele Jahre gemeinsamen Lebens in der Ehe zurück­blicken zu dürfen, ist etwas sehr Kostbares und ein guter Anlass, in Dankbarkeit zurückzuschauen. Im Rahmen der diesjährigen Heilig-Rock-Tage hat das Bistum Trier Ehejubilare zu Begegnung und Austausch bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Pro Jahr unterschreibe er rund 1000 Glückwunsch-Urkunden für besondere Ehejubiläen, sagte Bischof Ackermann. Umso mehr freue er sich, den anwesenden Jubelpaaren persönlich gratulieren zu können. „Sie sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen und ich danke Ihnen von Herzen für das Zeugnis, das Sie geben.“ In vielen Gesprächen mit Ehejubilaren habe sich herausgestellt, dass der gemeinsame Glaube eine große Rolle spiele; gerade dann, wenn es darum ginge, sich immer wieder aufs Neue aufeinander einzulassen und den Weg gemeinsam zu gehen. „Die Ehe ist als Sakrament die Keimzelle der Familie. Und dies will auch gelebt werden.“

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Heilig-Rock-Tage
news-100015 Mon, 06 May 2019 15:03:11 +0200 Eine wahre Bereicherung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-wahre-bereicherung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_HRT_Ehrenamt_Gutweiler-Korlingen_6195e0fff2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Einen ganzen Tag standen ehrenamtlich Engagierte im Mittelpunkt der Heilig-Rock-Tage. Neben Auszeichnungen von Einzelpersonen und Initiativen gab es ein vielfältiges Programm. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „Wir wollen uns zu einer diakonischen Kirche entwickeln, die nah am Menschen ist“, erklärte Michaela Tholl während der Ehrung von Initiativen aus dem gesamten Bistum Trier. „Sie helfen mit, die Nähe zu den Menschen herzustellen“, betonte die Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat anlässlich des Tags des ehrenamtlichen Engagements im Zuge der Heilig-Rock-Tage. Ausgezeichnet wurden der Förderverein Gutweiler-Korlingen, der Besuchsdienst in Wittlich-Lüxem, die Malteser Hospizhelfer aus Trier-Saarburg und die Initiative „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“.

Der Förderverein Gutweiler-Korlingen entstand 1998 als Orgelbauverein. Heute kümmern sich die Mitglieder unter anderem um die St.-Valentin-Kapelle, die zu einer Kulturkapelle ernannt wurde. In diesem Jahr feiert das kleine Gotteshaus seinen 250. Geburtstag. Aus diesem Grund werden jeden Monat kulturelle Veranstaltungen angeboten; das reicht von Konzerten, über Vorträge, Filmvorführungen bis zur Kinderkirche mit anschließender Wanderung. „Wir sammeln schon Ideen für das nächste Jahr“, schaut Martin Marx aus dem Vorstand in die nahe Zukunft.

„Durch unterschiedliche Aktionen werden Menschen über den Gottesdienst hinaus zusammengeführt“, berichtete Pfarrer Ralf Matthias Wilmes, der den Verein vorstellte. „Die Menschen können zur Ruhe kommen und sich neu ausrichten“, fasste der Pfarrer aus der Pfarreiengemeinschaft Waldrach zusammen. „Ich bin dankbar für diesen Einsatz“. Den Dankesworten schloss sich auch Weihbischof Robert Brahm an und er lobte, dass die Mitglieder des Vereins hinhören, was sich die Menschen vor Ort wünschen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Heilig-Rock-Tage Hospiz Kirchliche Verbände Pfarreien Politik / Gesellschaft Schöpfung Seelsorge Stiftungen Synode: Umsetzung
news-100000 Mon, 06 May 2019 09:14:20 +0200 Zuhören, wahrnehmen, erstnehmen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zuhoeren-wahrnehmen-erstnehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Messan_Weihbischof_Ministerin_446d0d3896.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das 20. Betzdorfer Forum zum Tag der Arbeit widmete sich dem Thema "Armut." Betzdorf – „Zuhören heißt, wahr- und ernstnehmen und das ist etwas sehr wichtiges im Leben“, betont der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert anlässlich des 20. „Betzdorfer Forums zum Tag der Arbeit“ am 3. Mai. Der Vormittag war Teil der Initiative „Hört ihnen wirklich zu“, welche vom Caritasverband für die Diözese Trier initiiert wurde.

„Trotz aller guten Konjunkturentwicklungen: Die Zahl der Langzeitarbeitssuchenden hat sich kaum verändert“, berichtet Weihbischof Gebert, der gleichzeitig Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes ist. Dabei liegt hier oft die Ursache von Armut. Die Kirche sieht er als Partner, um diesen Menschen zu helfen. Hier setzt auch die Aktion Arbeit im Bistum Trier an. Ziel der Initiative ist es unter anderem, Menschen beim (Wieder-)Einstieg in die Erwerbsfähigkeit zu helfen.

Die Aktion Arbeit wie auch andere Akteure unterstützen Projekte des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg. „Ohne diese Initiativen hätten wir schon oft aufgeben müssen“, bedankt sich Caritasdirektor Eberhard Köhler.

Um die Ursachen zu bekämpfen, helfen keine Parolen, sondern konkrete Lösungen, betont der Weihbischof und er weiß: „Vorurteile entstehen dort, wo keine Begegnung, kein Kennenlernen stattfindet“.

Die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler skizziert ihre Idee eines Aktionsplanes: „Vieles kann im Land bewegt, in der Region und vor Ort positiv beeinflusst werden“. Es gehe darum, mit und nicht über die Menschen zu sprechen und sie somit einzubeziehen. „Wir müssen deren konkret verbessern und zwar mit den sozialen Akteuren vor Ort“, fordert sie. Diesem Gedanken schließt sich auch der Weihbischof an. „Wir müssen die Empfänger zu Mitspielern machen und zu einem gemeinsamen Weg aus der prekären Situation kommen“.

Getreu dem ersten Perspektivwechsel aus der Trierer Bistumssynode „Vom Einzelnen her denken“, rückte der Journalist Carsten Tesch unterschiedliche Schicksale in den Blick der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft. In Form eines Storystellings gab er einen ehrlichen und eindrücklichen Einblick in die Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CarMen gGmbH (Caritas für Menschen in Beschäftigung) in Koblenz.

Gebert dankt allen Ehren- und Hauptamtlichen, „die mit Leib, Herz und Seele dabei sind“ für ihre Beharrlichkeit und forderte auf zur gegenseitigen Unterstützung, „damit wir nicht mutlos werden“.

Das Forum bildete den Auftakt zum Jubiläumsjahr des Caritasverbands. Den Höhepunkt des 100-jährigen Bestehens der Geschäftsstelle Neuwied bildet der Elisabeth-Tag im November. Veranstaltet wurde der Tag von: Caritasverband Rhein-Wied-Sieg, Geschäftsstelle Betzdorf und Caritas Dienste und Arbeit gGmbH, Caritasverband für die Diözese Trier e. V., Aktion Arbeit im Bistum Trier, Katholischen Erwachsenenbildung Dekanat Kirchen.

Weitere Informationen zum Caritasverband gibt es unter Tel.: 02741-9760-21. Näheres zur Aktion Arbeit gibt es auf www.bistum-trier.de/aktionarbeit/

(jf)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Seelsorge
news-99985 Sun, 05 May 2019 16:41:21 +0200 Ausdruck der französisch-deutschen Freundschaft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ausdruck-der-franzoesisch-deutschen-freundschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_IMG_2556_10a7cf34aa.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019_BischofBerthet_JR" />Grenzüberschreitendes Miteinander: Bischof Berthet aus den Vogesen war zu Gast bei den Heilig-Rock-Tagen Trier – Als „Ausdruck der französisch-deutschen Freundschaft und gutes Zeichen im Zugehen auf die Europawahl“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den Besuch von Bischof Didier Berthet am 5. Mai bei den Heilig-Rock-Tagen bezeichnet. Der Bischof der französischen Diözese St. Dié in den Vogesen feierte gemeinsam mit dem Trierer Bischof den Gottesdienst zu Beginn des Pilgertages, der ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements stand. Ackermann erinnerte an den Brief, den er gemeinsam mit Bischöfen aus Luxemburg, Frankreich und Belgien am 29. April veröffentlicht hatte, in dem sie zur Teilnahme an den Wahlen werben. „Wir wissen, was es heißt, grenzüberschreitend unterwegs zu sein“, betonte er und rief dazu auf, sich für ein gutes Miteinander in Europa einzusetzen.

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Trier bistum-trier Bischof Heilig-Rock-Tage Politik / Gesellschaft
news-99978 Sun, 05 May 2019 12:42:36 +0200 An der Begegnung mit dem Anderen wachsen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/an-der-begegnung-mit-dem-anderen-wachsen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/8/csm_Gruppenbild_01_6d1cd204e0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019_Erzählcafé_Gruppenbild_ih" />Wie schon im letzten Jahr hat sich Bischof Ackermann mit konfessionsverbindenden Ehepaaren getroffen Trier – Bei den Heilig-Rock-Tagen hat sich Bischof Dr. Stephan Ackermann zum „Erzählcafé für konfessionsverbindende Ehepaare“ mit acht Paaren getroffen, bei denen ein Partner katholisch und der andere evangelisch ist. Gemeinsam mit der Ökumene-Referentin des Bistums Trier, Anna Werle, diskutierten sie am 4. Mai über ihren Alltag und Unterschiede im Eucharistieverständnis.

Wie können Ehepaare, bei denen die Partner unterschiedlichen Konfessionen angehören, ihren Glauben gemeinsam leben? Welche Schwierigkeiten müssen sie gemeinsam bewältigen und können sich daraus gar Vorteile ergeben? „Früher hat man uns viele Steine in den Weg gelegt. Heute ist die Situation gottseidank anders“, meldete ein Teilnehmerin der Runde gleich zu Beginn der Veranstaltung zurück und erhielt damit von allen Seiten Zustimmung. „Seit wir verheiratet sind, haben wir oft über unsere Konfessionen ‚gestritten‘“, sagte Birgit Wagner, die mit ihrem Mann Gerd in Buch im Hunsrück wohnt. Sie war zwölf Jahre im katholischen Pfarrgemeinderat, er ist in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. „Das war aber immer konstruktiv. Wir versuchen, beides zu leben“, fügte sie hinzu.

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Trier bistum-trier Bischof Heilig-Rock-Tage Ökumene Seelsorge
news-99975 Sun, 05 May 2019 12:22:55 +0200 „Jesus geht immer mit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jesus-geht-immer-mit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/8/csm_DSC00060_4b429d306a.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019_Begegnungstag_MmB_GJ" />Menschen mit und ohne Behinderung haben beim Bistumsfest einen Begegnungstag gefeiert Trier – Sie sind kleine und große Schritte gegangen, oft miteinander, und haben ihre Fußspuren auf einem großen weißen Banner hinterlassen: Menschen mit Behinderung und ihre Begleitungen haben sich vom Leitwort der Heilig-Rock-Tage „Herausgerufen – Du schaffst unseren Schritten weiten Raum!“  mitreißen lassen. Zum Begegnungstag am 4. Mai sind rund 350 Menschen aus caritativen Einrichtungen der Behindertenhilfe nach Trier gekommen. Sie fanden in St. Maximin eine Fülle von Angeboten vor, eingerichtet von den Veranstaltern, der Diakonischen Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat und dem Referat Behindertenhilfe des Diözesan-Caritasverbandes Trier.

An verschiedenen Stationen erkundeten die Gäste den buchstäblich „weiten Raum“ der großen ehemaligen Reichsabtei. Einige balancierten konzentriert in einem aufgemalten Labyrinth; andere zeigten, wie man kreativ und ideenreich Schuhe zu kleinen Kunstwerken umgestaltet. Besondere Erfahrungen machten diejenigen, die sich auf die einzelnen Stationen des Barfußpfades begaben, den eine Gruppe des Caritas-Förderzentrums Paul Josef-Nardini eigens aus Zweibrücken nach Trier gebracht hatte: Ohne Strümpfe und Schuhe konnten die Menschen direkt erspüren, was es heißt, auf Steinen, Holzstückchen oder im Schaum zu gehen.

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Trier bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Heilig-Rock-Tage Seelsorge
news-99949 Sat, 04 May 2019 14:35:30 +0200 „Die Einheit unserer Kirchen im Herzen ist unübersehbar“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-einheit-unserer-kirchen-im-herzen-ist-unuebersehbar/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_HRT2019_O-kGoDi_924864caf4.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2019 O kGoDi" />Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen hat bei den Heilig-Rock-Tagen einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert Trier – Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest haben am 4. Mai mit vielen gläubigen Christen unterschiedlicher Konfessionen einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Die gemeinsame Feier im Trierer Dom stand unter dem Motto der Heilig-Rock-Tage „HERAUSGERUFEN – Du schaffst unseren Schritten freien Raum.“ Das Bistumsfest feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum.   

Er freue sich, dass der Heilige Rock, die im Trierer Dom aufbewahrte Tunika Christi, die Christen zusammenführe, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann. Die Reliquie sei als „Zeichen der Einheit Zuspruch und Mahnung zugleich“. Es sei wichtig, nicht innerhalb der Konfessionsgrenzen zu bleiben. Ackermann verwies auf das Leitwort der Heilig-Rock-Tage: Es sei Verheißung und gleichzeitig Anspruch, die Grenzen der Konfessionen zu überschreiten und im Schulterschluss miteinander noch überzeugter Zeugnis für Jesus Christus abzulegen. Stellvertretend für die Mitglieder der ACK begrüßte er deren Vorsitzenden in der Region Südwest, Dr. Jochen Wagner, und den koptischen Bischof Anba Damian, Bischof der Diözese der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Norddeutschland. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im ersten christlichen Jahrhundert von dem heiligen Evangelisten und Apostel Markus gegründet wurde. Den Gottesdienst feierten auch Kolpingsfamilie aus dem Bistum mit, deutlich erkennbar durch die Bannerträger.

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Trier bistum-trier Bischof Heilig-Rock-Tage Ökumene