Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Tue, 19 Oct 2021 08:13:51 +0200 Tue, 19 Oct 2021 08:13:51 +0200 Bistum Trier news-104383 Sat, 16 Oct 2021 08:53:00 +0200 Katholische Einrichtungen für Kita-Preis nominiert https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/katholische-einrichtungen-fuer-kita-preis-nominiert/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_Trophae1-1_a32ac1735a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Drei Kitas aus Gillenfeld, Sulzbach-Altenwald und Plaidt kämpfen um den Titel „Kita des Jahres 2022“. Den Erstplatzierten erwartet ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Trier/Gillenfeld/Plaidt/Sulzbach – Die Katholische FamilienKiTa Emmaus in Gillenfeld, die Kita St. Willibrord in Plaidt und die katholische Kita Pastor Hein in Sulzbach-Altenwald sind für den Deutschen KiTa–Preis 2022 nominiert. Sie befinden sich in Trägerschaft der katholischen KiTa gGmbHs Trier, Koblenz und Saarland. In der Kategorie „Kita des Jahres“ müssen sich die drei Einrichtungen in einem nächsten Schritt gegen 22 Mitbewerber durchsetzen. Den Erstplatzierten erwartet ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Bereits zum fünften Mal vergeben das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung zusammen mit weiteren Partnern den Deutschen Kita-Preis. In diesem Jahr haben sich bundesweit rund 1.200 Einrichtungen und Bündnisse um die Auszeichnung beworben. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie Fachleute der Internationalen Akademie Berlin (INA) haben aus den eingegangen Bewerbungen 25 Nominierte ausgewählt, die nun aufgefordert sind, in den kommenden Wochen weitere Unterlagen einzureichen. Die Preisverleihung findet in Berlin findet im Frühsommer 2022 statt.

Die katholische Kita St. Willibrord in Plaidt bietet Platz für 135 Kinder, die von 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. Neben Kooperationen mit anderen Einrichtungen, wie dem benachbarten Seniorenheim, zeichnet sich die Kita durch ihre kindzentrierte Haltung aus. Beim sogenannten Freispiel sollen die Kinder ihren Alltag selbst gestalten.

Das 17-köpfige Team der KiTa Emmaus in Gillenfeld betreut derzeit 97 Kinder. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit vor Ort steht das experimentelle Lernen durch alltägliche Erfahrungen. Ebenso bildet die altershomogene und altersheterogene Projektarbeit einen Schwerpunkt. Als katholische Einrichtung legt die Kita zudem großen Wert auf religiöse und interreligiöse Bildung.

In der katholischen Kita Pastor Hein in Sulzbach-Altenwald im Saarland kümmern sich elf pädagogische Fachkräfte und zwei Hauswirtschafts-Fachkräfte um insgesamt 61 Kinder. Das dortige Konzept mit teiloffenen Gruppen bietet den Kindern viele Anregungen zum Entdecken, Ausprobieren und Lernen. Im Kita-Garten übernehmen die Kinder spielerisch Verantwortung und freuen sich, wenn es etwas zu ernten gibt. 

Erst zu Beginn des Jahres hat es die Trierer Kita Maria Königin ins Finale um die Auszeichnung „Kita des Jahres 2021“ geschafft und bei der Preisverleihung im Juni schließlich den ELTERN-Sonderpreis gewinnen können. Mit knapp 37.000 Stimmen hat die Kita das Online-Voting für sich entschieden. Neben einer Trophäe hat sich die Einrichtung aus Pallien über neue Kinderbücher und ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen können.

Mit den Kitas aus Gillenfeld, Sulzbach und Plaidt haben es erneut katholische Einrichtungen in die engere Auswahl für den Deutschen Kita-Preis geschafft. Ob sie die Juroren von ihrer pädagogischen Arbeit und den Rahmenbedingungen vor Ort überzeugen können und schließlich ins Finale einziehen dürfen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

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news-104384 Sat, 16 Oct 2021 06:10:00 +0200 Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinschaft-teilhabe-und-sendung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_Perspektivwechsel_4_4e1d3b575d.jpg" width="150" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann lädt ein, sich am vorbereitenden Prozess für die Bischofssynode zu beteiligen. Trier –„Wir gehen einen Weg des gegenseitigen Zuhörens und des Hörens auf den Heiligen Geist, des Diskutierens und auch des Diskutierens mit dem Heiligen Geist, was eine Form des Betens ist.“ Das sagt Papst Franziskus zur Weltbischofssynode, die unter dem Thema „Synodaler Weg der Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ steht. Bischof Dr. Stephan Ackermann verbindet die synodalen Beratungen in Trier mit dem weltkirchlichen Weg. „Das, was wir hier machen, ist praktizierte Synodalität: sich der Realität stellen, Themen und Herausforderungen vergemeinschaften“, sagte er am 9. Oktober 2021 beim Treffen der diözesanen Gremien und Vertretungen aus Berufsgruppen, Diensten und Einrichtungen. Themen wie die Flutkatastrophe im Bistum Trier im Juli 2021 und der Prozess der Haushaltssicherung prägen die Realität im Bistum und waren Gegenstand der Diskussionen von rund 80 Teilnehmenden in St. Maximin und 70 im virtuellen Raum. Der Bischof lud während des Treffens ein, sich am vorbereitenden Prozess für die Bischofssynode einzubringen. „Ich bin froh, dass die Mitglieder dieser Versammlung dieses Angebot an synodaler Gestaltung unserer Ortskirche in der Weise angenommen haben. Es sind entscheidende Themen, bei deren Reflexion der Bischof nicht alleine stehen darf. Dazu brauche ich aber auch Menschen, die bereit sind, sich den komplexen Fragen zu stellen“, so Bischof Stephan im Anschluss an die Versammlung.

Synodalität als gemeinsames Unterwegssein im Glauben

Das Bistum könne vielfältige Erfahrung zum Thema Synodalität beitragen, sagte Ackermann. „Im Bistum Trier sind wir in den vergangenen acht Jahren einen intensiven Weg synodaler Beratungen gegangen. Am Anfang stand die Heilig-Rock-Wallfahrt des Jahres 2012, die nicht nur für die einzelnen Pilgerinnen und Pilger, die nach Trier kamen, ein geistliches Erlebnis waren, sondern auch zu einer Glaubenserfahrung und Identitätsstärkung des Bistums beigetragen hat. Hier wurde Synodalität im ursprünglichen Sinn des Wortes als gemeinsames Unterwegssein im Glauben erfahren.“ Auf der Grundlage dieser positiven Glaubenserfahrung und angesichts der epochalen Herausforderungen für den Glauben und das kirchliche Leben – verstärkt durch die Aufdeckung der Fälle sexuellen Missbrauchs seit 2010 – sei dann die Entscheidung zur Durchführung einer Diözesansynode gefallen, erläutert Bischof Ackermann in seinem Papier „Erfahrungen zu Synodalität aus der Diözese Trier – 15 Thesen“. Die Diözesansynode fand dann in den Jahren 2013 bis 2016 in sieben Vollversammlungen statt. „Synodalität fand hier ihren Ausdruck ‚in der gemeinsamen Suche dessen, was der Geist im gegenwärtigen Moment von der Teilkirche verlangt‘ (Zitat aus der Instruktion über die Diözesansynoden von 1997)“, heißt es in dem Papier.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-104375 Tue, 12 Oct 2021 14:58:55 +0200 Westafrikanische Friedenstifterin zu Gast im Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/westafrikanische-friedenstifterin-zu-gast-im-bistum-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_missio-Gast-Sr-Nenlidang-Gochin-und-Tomasz-Welke_ih_48567b12ba.jpg" width="150" height="100" alt="" />missio-Gast Schwester Nenlidang Gochin berichtete über das Miteinander von Christen und Muslimen in Nigeria. Trier/Jos – Für gewöhnlich schlichtet Schwester Nenlidang Gochin zwischen gewaltbereiten jungen Männern in ihrem Heimatland Nigeria – vergangene Woche war sie im Vorfeld des Weltmissionstages als missio-Gast im Bistum Trier unterwegs. Auf ihren Terminen vom 06. bis 11. Oktober wurde die Franziskanerin von den Mitarbeitenden der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier begleitet. Dort hat sie von ihrem friedlichen Kampf gegen religiös motivierte Gewaltexzesse zwischen christlich und muslimisch geprägten Gruppen berichtet und für den interreligiösen Dialog geworben.

Die 43-Jährige engagiert sich in der Friedensarbeit in Jos, einer besonders konfliktreichen Stadt Nigerias. Während ihres Besuchs im Bistum Trier hat sie sich mit verschiedenen kirchlichen Vertretern getroffen, Schulen und andere Einrichtungen besucht, die besonderen Fokus auf das Thema „interreligiöser Dialog“ legen möchten. Denn das ist, worauf ein Großteil ihrer Arbeit beruht: friedenstiftende Dialoge zwischen Christen und Muslimen herstellen. Das Zusammenleben beider Religionen in Nigeria ist von immer wieder aufflammenden Konflikten gezeichnet. Mit dem Ziel diese Konflikte zu lösen, setzt sich die Ordensfrau aktiv in der Damietta-Friedensinitiative ein, die sie von 2016 bis 2019 selbst als Landeskoordinatorin geleitet hat. Die Initiative wurde 2008 ins Leben gerufen und gründe auf dem Respekt vor der menschlichen Würde, so Schwester Nenlidang. Innerhalb von Damietta gibt es verschiedene Gruppen von Kindern, Jugendlichen, verwitweten Frauen aber auch gemischte Gruppen, die gemeinsam an Projekten arbeiten. Dazu zählen Trainings und Workshops, die den Dialog zwischen den Gruppen herstellen und fördern sollen. „Reden hilft dabei, die Angst voreinander zu verlieren“, erklärt Schwester Nenlidang. Um gegenseitiges Verständnis zu schaffen, werden zum Beispiel christliche und muslimische Feste zusammen gefeiert. Sich gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigen – für Schwester Nenlidang eine Selbstverständlichkeit. Dass die Franziskanerin selbst Katholikin ist, habe zwar immer schon zu Vorurteilen geführt, ändere aber nichts an ihrem Verständnis von Menschenwürde. „Ich differenziere nicht zwischen den Religionen, sondern versuche mit meiner Arbeit gemeinsame Werte zu betonen“, sagt sie. „Muslime und Christen sollen schließlich gleichermaßen von den Aktionen der Friedensinitiative profitieren.“

Ihr großes Engagement hat auch einen persönlichen Hintergrund: Schwester Nenlidang ist mit vielen muslimischen Freunden aufgewachsen. Mit der Zeit wurden die religiösen Unterschiede zwischen ihnen zu einer immer größeren Hürde. „Ich habe Angst gehabt, mich weiterhin mit meinen Freunden zu treffen.“ Und so trennten sich ihre Wege. „Wir haben viel verloren“, sagt sie. Umso stärker setzt sie sich heute für Frieden in ihrem Heimatland ein und stiftet Hoffnung für ein besseres Miteinander in Nigeria und weltweit.

Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Dieses Jahr findet er am 24. Oktober statt. Im Fokus der Aktion steht Nigeria. Weitere Informationen hierzu gibt es unter https://www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/sonntag-der-weltmission/.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-104373 Tue, 12 Oct 2021 08:06:10 +0200 Mehr Kirche sein im Sinne der Bistumssynode https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mehr-kirche-sein-im-sinne-der-bistumssynode/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Haushaltssicherung_Wortwolke_Okt2021_30eb38b93f.jpg" width="150" height="83" alt="" />Das Bistum Trier stößt seinen Haushaltssicherungsprozess an. Bis Juni 2022 soll ein Konzept erarbeitet sein. Trier/bistumsweit – „Notwendig“: Dieses Wort stand in der Mitte der „Wortwolke“, die die Teilnehmenden am Ende ihrer Beratungen über den Prozess der Haushaltssicherung entstehen ließen. Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg haben die Rahmenbedingungen dieses Prozesses beim Treffen mit den diözesanen Räten (Pastoral-, Katholiken-, Priester- und Kirchensteuerrat), Dechanten und Vertretungen von Berufsgruppen, Einrichtungen und Diensten in der ehemaligen Reichstabtei St. Maximin in Trier am 8. und 9. Oktober beraten.

„Die Zeichen der Zeit stehen auf grundlegender Veränderung“, betonte Generalvikar von Plettenberg. Dies sei getrieben durch Entwicklungen wie Klimawandel und Digitalisierung, Corona und Flutkatastrophe; „vielleicht am spürbarsten für uns alle und an unsere Existenz gehend sexueller Missbrauch von Kindern und Machtmissbrauch jeglicher Art; auf der anderen Seite aber auch als Konsequenz das Streben nach mehr Synodalität und einer zeitgemäß aufgestellten Kirche“. Er nannte auch die eindeutigen Prognosen bezüglich knapper werdenden finanziellen und personellen Ressourcen. Als Christen gelte es, Wege zu finden, die den Polarisierungen entgegenträten, die sich bei solchen Veränderungen häufig einstellten und „eine gesunde Mitte“ zu stärken. Von Plettenberg nannte dazu drei Haltungen: (1) Sich der Wirklichkeit stellen, wie sie ist, „Das heißt für mich: die Dinge mit dem Kopf wahrnehmen und sie dann auch ins Bewusstsein sacken zu lassen und sie zur Grundlage machen für das weitere Überlegen und Handeln.“ Dazu in den Dialog miteinander zu treten (2), sei unabdingbar für wirkliche Synodalität. Zudem brauche es klar kommunizierte Rahmenbedingungen, Beratung und Diskussion der Entscheidungsgrundlagen auf Augenhöhe und aus vielseitigen Perspektiven, eine Bewertung der Ergebnisse zur Entscheidungsfindung und Mut zu Entscheidungen. Und dann müsse man „ins Handeln kommen“. Denn: „In der Analyse sind wir gut, aber schwach, wenn es ans Handeln geht“, sagte er selbstkritisch. Die Entscheidungsprozesse offen und nachvollziehbar darstellen, sei ebenfalls wichtig. Er lud dazu ein, die Zukunft in Augenschein zu nehmen (3), nämlich die Vision einer glaubensstarken (missionarischen) und dienstbereiten (diakonischen) Kirche, die die Nähe zu den Menschen pflegt (lokal organisiert ist) und mit ihnen das gemeinschaftliche und kirchliche Leben gestaltet und verantwortet (synodal).

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Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Finanzen Haushaltssicherung
news-104370 Mon, 11 Oct 2021 14:57:00 +0200 Das synodale Prinzip weiter ausbauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-synodale-prinzip-weiter-ausbauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_3769_8d797dcf75.jpg" width="150" height="94" alt="" />Diözesane Gremien und Vertretungen beraten mit der Bistumsleitung über aktuelle Themen. Trier – Die Flutkatastrophe im Bistum Trier, die langfristige Sicherung des Bistums-Haushalts, der Entwurf für einen Diözesanrat und weitere Themen haben die diözesanen Räte (Pastoral-, Katholiken-, Priester- und Kirchensteuerrat), Dechanten und Vertretungen von Berufsgruppen, Einrichtungen und Diensten am 8. und 9. Oktober mit der Bistumsleitung beraten. Etwa 90 Personen nahmen in St. Maximin in Trier teil, etwa 70 Menschen waren virtuell zugeschaltet. Seit dem Ende der Diözesansynode gibt es diese Form der Versammlung.

Bischof Dr. Stephan Ackermann erinnerte an den von der Bistumssynode eingetragenen Perspektivwechsel 4, der eine bistumsweite Verankerung des synodalen Prinzips – also der Beratung und Beteiligung – auf allen Ebenen fordert. Es gebe Fragen, die nicht nur in einzelnen Gremien beraten werden könnten, sondern eine „größere synodale Befassung“ brauchen, gerade wenn es um Themen gehe, „die das ganze Bistum betreffen“. Die letzten Treffen dieser Art hatten im Juni und September 2020 stattgefunden und sich mit den veränderten Bedingungen für die Pfarreienreform befasst. Viele dieser Fragen seien bearbeitet und in der Umsetzung, sagte Ackermann. Bei diesem Treffen gehe es ebenfalls um die Frage „Wie ist eine Verlebendigung des kirchlichen Lebens unter veränderten Bedingungen möglich?“ – dieses Mal mit dem Fokus der materiellen Gesichtspunkte: „Das gehört zusammen.“ Entsprechend nahm die Verständigung über das Haushaltssicherungskonzept den größten Teil der Beratungen ein (eigener Bericht folgt).

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung Vermischtes
news-104359 Sat, 02 Oct 2021 05:47:00 +0200 Klimagerechter Wiederaufbau von kirchlichen Immobilien in den Flutgebieten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/klimagerechter-wiederaufbau-von-kirchlichen-immobilien-in-den-flutgebieten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Sankt-Laurentius_Ahrweiler_Bruder-Antonius-Joos_ca0d30a3e2.jpg" width="150" height="113" alt="" />In einer Online-Veranstaltung wird informiert, wie nach der Flut ein Aufbau kirchlicher Immobilien gelingen kann. Trier – Die katholischen (Erz-)Diözesen von Köln, Aachen, Trier und die Evangelische Kirche im Rheinland (EKIR), die von der Flut im Juli diesen Jahres schwer getroffen wurden, laden für den 7. Oktober von 18 Uhr an Vertreter und Vertreterinnen aus den Kirchengemeinden zu einer Online-Veranstaltung (Zoom) ein. In der Veranstaltung wird über Möglichkeiten informiert, wie nach der Flut ein ökologisch sinnvoller Aufbau kirchlicher Immobilien gelingen kann.

In der Veranstaltung, die für eineinhalb Stunden geplant ist, wird zunächst Sabine Jellinghaus vom Netzwerk Energie & Kirche über nachhaltige Heiztechniken sprechen. Dabei geht es um Fragen der Technik, der Rahmenbedingungen, aber auch um Fördermöglichkeiten und Übergangslösungen. Vorgesehen sind daran anschließend so genannte „Break-Out Sessions“ gemäß den Landeskirchen/Bistümern, in denen einzelne Fragestellungen oder bundeslandspezifische Regelungen intensiver besprochen werden können. Aus den Diözesen und der EKIR werden Expertinnen und Experten für Fragen zur Verfügung stehen.

Anmeldungen per E-Mail an: robert.schlief(at)ekir.de. Es wird darum gebeten, die Landeskirche bzw. das Bistum in der Anmeldung zu nennen. Der Zugangslink wird im Vorfeld der Veranstaltung verschickt. Den Flyer mit näheren Informationen finden Sie hier: https://www.umwelt.bistum-trier.de/
(tef)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-104357 Thu, 30 Sep 2021 11:37:43 +0200 „Räte dürfen Selbstbewusstsein haben!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/raete-duerfen-selbstbewusstsein-haben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_OnlineRateforum-uk_ce70912dc9.jpg" width="150" height="98" alt="" title="OnlineRateforum uk" />Über die anstehenden Wahlen zu den kirchlichen Räten und die Bistums-Entwicklung hat die Bistumsleitung mit 250 Ehrenamtlichen diskutiert. Trier – Wie müssen sich kirchliche Räte im Bistum Trier künftig aufstellen, um angesichts größer werdender Pfarreien das kirchliche Leben vor Ort in den neuen Pastoralen Räumen mitgestalten zu können? Welche Rolle spielen dabei die „Orte von Kirche“ und wie kann die Zusammenarbeit zwischen den gewählten Räten und den lokalen Teams von Engagierten gestaltet werden? Über diese und weitere Fragen haben am 28. September der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier (BGV), Mechthild Schabo, sowie der Referent für die kirchlichen Räte im BGV, Dr. Thomas Fößel, mit rund 250 Gläubigen in einem Online-Forum diskutiert. Eingeladen zu der Veranstaltung im Vorfeld der Gremienwahlen im Bistum Trier am 6. und 7. November hatte der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im BGV.

Dank und Respekt für das große Engagement

„Allen Mitstreitern in den Räten gebührt mein aufrichtiger Dank und Respekt für das große Engagement in den vergangenen Jahren“, sagte Ackermann. Dies sei in der Sondierungsphase, in der über die anstehenden Zusammenschlüsse von Pfarreien gesprochen wurde, nicht immer leicht gewesen. Die Pandemie habe die Situation zusätzlich erschwert. Er zeigte sich beeindruckt, dass auch in den Regionen des Bistums, die von der verheerenden Flutkatastrophe betroffen sind, über Veränderungen diskutiert werde, „obwohl existenzielle Fragen auf der Seele liegen“. Ackermann versprach: „Wir richten unsere Aufmerksamkeit und unseren Blick auf Sie.“ Ehrenamtliche Räte trügen eine hohe Verantwortung. „Ihr Engagement ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, sagte der Bischof, räumte aber auch ein: „Wir spüren auch, dass Gremien an Grenzen kommen und dass es schwieriger geworden ist, Menschen für die Arbeit in den Räten zu gewinnen.“

Mehr Gremien als anderswo Ratsmitglieder

Im Bistum Trier gebe es mehr Gremien als es in anderen Bistümern Ratsmitglieder, betonte Rätereferent Fößel. Tausende Katholikinnen und Katholiken zeigten durch ihre Kandidatur für die bevorstehenden Wahlen die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Sie sind der Kommunikator des christlichen Lebens vor Ort. Was Sie leisten und geleistet haben, ist großartig!“, dankte er. Auch die Gremienarbeit müsse sich entwickeln. Dieser Prozess habe in der Sondierungsphase an Dynamik gewonnen. Das zeige sich bei den anstehenden Wahlen. 30 Prozent der Pfarreien hätten sich für das Modell des PfarreienratDirekt entschieden, bei dem die Pfarreien keine klassischen Pfarrgemeinderäte mehr wählen, sondern Mitglieder direkt in den Pfarreienrat entsenden. 2015 hatten sich nur sechs Prozent der Pfarreien für dieses Wahlmodell entschieden. Das habe vielerorts nicht mit der Not bei der Kandidatensuche zu tun, sondern sei eine bewusste Entscheidung für die Zukunft mit Blick auf Zusammenschlüsse.

Kirchliches Leben an vielfältigen Orten

Immer mehr wachse bei den Gläubigen im Bistum die Überzeugung, dass kirchliches Leben an vielfältigen Orten präsent sein muss, sagte Mechthild Schabo. „Wir wollen auf das reagieren, was den Menschen dient, was sie suchen und zwar an verschiedenen Orten von Kirche“, sagte sie. Diese „Orte von Kirche“ seien eine Antwort auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Menschen. „Wo findet eine junge Familie bei Ihnen einen Ort, um Glaubenserfahrungen zu machen? Wo ist bei Ihnen der Ort für engagierte Frauen, um Kirche zu erleben oder zu gestalten?“, fragte sie. Nicht mehr allein die Pfarrei sei der vorrangige Ort für Seelsorge. Doch sei es wichtig, dass die verschiedenen Angebote konkurrenzfrei nebeneinanderstünden. „Sie können weiter vor Ort wie bisher Kirche leben“, nahm sie einem Teilnehmer die Sorge vor zu schnellen Veränderungen, „aber vielleicht gehen andere, die nicht die Angebote der Pfarrei nutzen, zu anderen Ort von Kirche.“ Im Bereich der bisherigen Pfarreien sollen sich sogenannte lokale Teams von Engagierten bilden, die ein kirchliches Angebot vor Ort anbieten.

Wie eine fusionierte Pfarrei zusammenwächst

Wie die Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinderat und den lokalen Teams funktionieren kann, berichteten Gabriele Pauly und Winfried Benda vom Pfarrgemeinderat (PGR) Heilige Edith Stein in Trier. Die Pfarrei ist 2012 aus ehemals vier unabhängigen Pfarreien entstanden. „Wir vergessen die einzelnen Pfarreien und ihre Traditionen nicht“, betonte die PGR-Vorsitzende Pauly. Anfangs habe jede Pfarrei die gleiche Anzahl Ratsmitglieder entsandt. „Niemand sollte untergebuttert werden“, so Pauly. Doch inzwischen sei die Pfarrei zusammengewachsen und die Parität aufgehoben. „Der neue gemeinsame Pfarrgemeinderat kann nicht die Arbeit der alten vier Pfarrgemeinderäte leisten und alle Prozessionen, Sternsinger-Aktionen und Martinsumzüge organisieren“, sagte Winfried Benda. Dies übernähmen nun Gemeindeteams vor Ort. „Das sind Menschen, die sich freiwillig gemeldet haben, und die das Bedürfnis haben, in ihrer Gemeinde etwas zu tun“, sagt Benda. Die Teams seien frei und erhielten vom PGR keine Vorgaben.

In der Diskussion bemängelten mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie die bei der Veranstaltung gezeigte Wertschätzung für das Ehrenamt im Alltag nicht immer spüren würden. Oftmals gebe es Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Generalvikariat, auf Antworten müsse man mitunter lange warten. „Wir brauchen Verbesserung in der Kommunikation“, räumte auch Bischof Ackermann ein. Die Bistumsleitung wolle innovative Projekte fördern. „Aber immer da, wo es etwas Innovatives gibt, braucht es Entscheidungsprozesse, die mitunter Zeit kosten“, bat er um Verständnis. Auch der Kritik an einem Klerikalismus, der Projekte vor Ort blockiere, stellte er sich. Die Satzungen gewährten den Gremien bestimmte Vollmachten: „Sie dürfen als Räte Selbstbewusstsein haben.“

(uk)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Bischof Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Information Kirchliche Räte Pfarreien Strukturreform Vermischtes
news-104356 Wed, 29 Sep 2021 13:52:05 +0200 Zeugnisse jüdischen Lebens in Schweich entdecken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeugnisse-juedischen-lebens-in-schweich-entdecken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_judischer-Friedhof-Schweich-Bild-Judith-Schwickerath_1d59faece3.jpg" width="150" height="113" alt="" />Noch bis zum 8. Oktober präsentieren der Künstler Ralf Kotschka und Schüler der Meulenwaldschule dazu die Ausstellung „Makom tov“. Schweich – Den jüdischen Friedhof Schweich neu ins Bewusstsein der Menschen bringen: Das ist Ziel einer Initiative des Kunsthistorikers Ralf Kotschka aus Trier und des Dekanats Schweich. Dem Friedhof, der ein bedeutendes Zeugnis jüdischen Lebens in einer mehrheitlich christlichen Gesellschaft darstellt, wurde nun eine ganze Ausstellung gewidmet, an der auch Schüler der Meulenwaldschule mitgewirkt haben. Noch bis zum 8. Oktober ist sie in der ehemaligen Synagoge in Schweich (Richtstr. 42) zu sehen, und lädt die Besucher ein, sich mit der Frage eines gelingenden Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Zudem ist die Ausstellung „Makom tov“ (der gute Ort) ein Beitrag zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Die 88 noch vorhandenen Grabsteine gehören zu den wenigen verbliebenen Zeugnissen eines reichhaltigen jüdischen Lebens im Bereich der Verbandsgemeinde Schweich. Mit Hilfe künstlerischer Abbildungstechniken (Frottage, Abklatsch, Reliefierung, Fotografie) gibt Ralf Kotschka einen Einblick in die Zeugnisse jüdischer Begräbniskultur in der Moselstadt. Weitere Ausstellungstafeln informieren die Besucher über weitere Besonderheiten des jüdischen Friedhofs. Im zweiten Teil der Ausstellung greifen Schüler der Meulenwaldschule Schweich die Idee des gemeinschaftlichen Zusammenlebens auf und übertragen sie ins Heute. Angestoßen durch die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen im Zusammenhang mit der Pandemie, dem gewaltsamen Tod von George Floyd, der fridays-for-future-Bewegung und weiteren Themen haben sie sich mit der Frage auseinander gesetzt, wie wir als gesamte Menschheitsfamilie heute in aller Vielfalt zusammenleben können.

Täglich können Interessierte die Ausstellung von 15 bis 18 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr besuchen. Der Eintritt ist frei, es gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen). Eine Führung über den jüdischen Friedhof zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Schweich mit anschließendem Besuch der Ausstellung findet am Freitag, 1. Oktober statt. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr am Tor des Friedhofs. René Richtscheid, Geschäftsführer des Emil-Frank-Instituts in Wittlich, wird während der Führung auch über die Geschichte einzelner jüdischer Familien informieren und Einblicke in die jüdische Trauerkultur geben. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur (verpflichtenden) Anmeldung zur Führung gibt es beim Dekanatsbüro Schweich unter Tel.: 06502-9374510, E-Mail: dekanat.schweich-welschbillig(at)bistum-trier.de.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Dekanats Schweich-Welschbillig in Zusammenarbeit mit der Meulenwaldschule Schweich, dem Künstler Ralf Kotschka und der Stadt Schweich. Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziell unterstützt.
(sb)

 

 

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news-104351 Tue, 28 Sep 2021 07:16:00 +0200 Weihnachtsgrüße für einen guten Zweck https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachtsgruesse-fuer-einen-guten-zweck/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_Dummy_Weihnachtskarte-Paulinus_2021-1_2909268ad5.jpg" width="135" height="150" alt="" />Der Paulinus Verlag bringt wie in den Vorjahren eine Weihnachtskarte heraus, mit deren Erlös ein caritatives Projekt gefördert wird. Trier – Eine Karte zu Weihnachten als Unterstützung von Menschen in Not: In guter Tradition bringt der Paulinus Verlag eine Weihnachtskarte heraus, mit deren Erlös ein caritatives Projekt gefördert wird. Das Motiv ist in diesem Jahr ein weihnachtliches Kirchenfenster aus der Kirche St. Nikolaus in Bad Kreuznach. Der Paulinus-Verlag wird den erzielten Spendenerlös der Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“ zukommen lassen. Unterstützt wird die Hilfsaktion vom Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Im Jahr 2020 konnten 6.000 Weihnachtskarten verkauft werden - mit jeder Karte war eine Spende in Höhe von einem Euro verbunden.

Die Stiftung ist eine gemeinsame Gründung des Erzbistums Sucre/Bolivien und des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) Trier. Ihr Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Bildungsperspektive durch verschiedene Förderprogramme zu bieten. Mit dem Erlös der Weihnachtskarte soll die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Bolivien unterstützt und dabei geholfen werden, vor Ort die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu etablieren.

Die Klappkarte im Format 14,8 x 10,5 cm wird mit Kuvert und Einleger geliefert und kostet 1,90 Euro pro Stück. Ab sofort können die Karten vorbestellt werden unter: E-Mail buchversand(at)paulinus-verlag.de, telefonisch unter (0651) 4608-121 oder auf https://www.paulinus-verlag.de. Schnell bestellen lohnt sich: Unter allen Bestellungen, die bis zum 31. Oktober 2021 eingehen, verlost der Verlag zehn Buch-Pakete „Vom Zeitvertreib zum Zeitverbleib - Einfach Advent! 24 große Kleinigkeiten“ von Autorin Maria Gondolf. 

(tef)

 

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news-104352 Mon, 27 Sep 2021 15:42:05 +0200 „Markt der Möglichkeiten” und Nuntius-Besuch zum Jubiläum https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/markt-der-moeglichkeiten-und-nuntius-besuch-zum-jubilaeum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_PD-und-Vorschau-HP_TheoFak-2021_ih_fe3818cad1.jpg" width="150" height="84" alt="" />Die Theologische Fakultät feiert ihr 70-jähriges Bestehen und gedenkt gleichzeitig ihrem Fakultätspatron Hieronymus. Trier – Gleich zwei Jubiläen aus dem vergangenen Jahr hat die Theologische Fakultät Trier am 25. September gefeiert: ihr 70-jähriges Bestehen und das Gedenken an den Fakultätspatron Hieronymus, dessen Todestag sich zum 1600. Mal gejährt hatte. Beide Anlässe würdigten Bischof Dr. Stephan Ackermann, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, Rektor Prof. Johannes Brantl und Ehrengast Nikola Eterović, Erzbischof und Apostolischer Nuntius, gemeinsam mit der Fakultätsgemeinschaft bei einem Akademischen Forum im Bischöflichen Priesterseminar und einer Vesper in der Jesuitenkirche. Mit den Worten: „Es ist unser Verlangen, dass der Geschichte Eurer Fakultät eine von Gott gesegnete Zukunft folgen möge”, überbrachte der Gesandte des Papstes dessen Glückwünsche zum Fakultätsjubiläum.

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news-104348 Sun, 26 Sep 2021 12:56:55 +0200 Hieronymus-Jubiläum mit Apostolischem Nuntius https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hieronymus-jubilaeum-mit-apostolischem-nuntius/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm_Ackermann-und-Eterovic_ih_fcf787fd83.jpg" width="150" height="100" alt="Bischof Ackermann und der Apostolische Nuntius Eterovic (Foto: Inge Hülpes)" />Anlässlich des Hieronymus-Jubiläums hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, im Trierer Dom gepredigt. Trier – „Auch 1.600 Jahre nach dem Tod des heiligen Hieronymus leuchten noch immer seine Verdienste um die Verbreitung der Heiligen Schrift in die Sprache des Volkes“; das hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović in seiner Predigt am 26. September im Trierer Dom verdeutlicht. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Theologischen Fakultät Trier und des Gedenkens an den Fakultätspatron Hieronymus im vergangenen Jahr war Eterović zwei Tage in Trier zu Gast. Am Vortag hatte er dem Rektor der Fakultät, Prof. Johannes Brantl, Bischof Dr. Stephan Ackermann als Magnus Cancellarius und der gesamten Fakultätsgemeinschaft bereits die Glückwünsche des Papstes überbracht. Gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann und den kroatischen Gemeinden im Bistum Trier feierte er am Sonntagmorgen im coronakonform vollbesetzten Dom Eucharistie.  

„Ich freue mich, dass sie der Einladung, mit uns Eucharistie zu feiern, so zahlreich gefolgt sind“, sagte Bischof Ackermann zu den Mitgliedern der muttersprachlichen Gemeinden. Die Lesungen wurden zum Teil auf Kroatisch gehalten – und auch Eterović wechselte in seiner Predigt immer wieder zwischen Deutsch und seiner Muttersprache. Ackermann: „Ein Nuntius ist ja auch immer ein Weltbürger, doch es ist gut, sich auf seine Wurzeln zu besinnen, dort, wo man den Glauben gelernt hat.“

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news-104347 Fri, 24 Sep 2021 15:10:48 +0200 Sorge um das „gemeinsame Haus“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sorge-um-das-gemeinsame-haus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_Klimastreik_0921_tef_394aaa3741.jpg" width="150" height="113" alt="Bischof Dr. Stephan Ackermann und Superintendent Dr. Jörg Weber sowie Rosemarie Schiffer-Wagner von der Diözesanstelle Weltkirche nach der Andacht vor dem Dom, wo die Fridays-for-Future Demonstrationen am 24.9. stattfanden" title="Klimastreik 0921 tef" />„Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Trier „Wir müssen die ökologische und die soziale Frage zusammen sehen“, das betonten der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am 24. September im Trierer Dom. Beide riefen nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf. „Wir wissen um unsere Verantwortung: Wir blicken auf das Heute, wir blicken auf das Morgen und wir blicken auf unsere Verantwortung vor Gott“, so Bischof Ackermann.

„Es ermutigt mich – wie heute hier – ökumenisch für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten und mit Andacht und Demo dafür zu sorgen, dass Klage und Hoffnung, Auftrag und Herausforderung gehört und deutlich werden“, unterstrich Superintendent Weber. Dieser Sommer habe es unumkehrbar gezeigt: „Wir müssen handeln.“ Die Flut im Ahrtal, an der Sauer, der Kyll, hier in Ehrang, die Brände in Südeuropa – sie hätten deutlich vor Augen geführt: Es dürfe kein Zögern mehr geben. „Es muss gehandelt werden. Von jedem Einzelnen und auch gemeinsam. In der Politik, der ganzen Gesellschaft, in unseren Kirchen, überall. Denn: Klimaschutz ist Menschenschutz.“

Bischof Ackermann betonte, dass man in dieser Stunde zudem in weltkirchlicher Verbundenheit mit den Diözesen Hildesheim und den Diözesen in Bolivien für das Recht auf eine lebenswerte Welt und eine gesunde Schöpfung eintrete. „Der Klimawandel, der vor allem von den Industrieländern verursacht wird, verschlechtert täglich die Lebenschancen der kommenden Generationen.“ Der Einsatz für die Schöpfung sei deshalb auch eine Frage der Gerechtigkeit, sowohl der Generationengerechtigkeit als auch der internationalen Gerechtigkeit.

Mit der Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Unter www.umwelt.bistum-trier.de findet sich der gemeinsame ökumenische Aufruf für die Andacht und den Klimastreik, sowie der Aufruf der katholischen Bischöfe von Trier, Hildesheim und Bolivien.

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news-104346 Fri, 24 Sep 2021 14:38:21 +0200 Corona, Flutkatastrophe und neues Gesetz: Kitas meistern schwierige Zeiten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/corona-flutkatastrophe-und-neues-gesetz-kitas-meistern-schwierige-zeiten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_Gesellschafterversammlung-Kita-gGmbH-2021_Aufsichtsrat_e8985843e0.jpg" width="150" height="100" alt="Aufsichtsrat" title="Aufsichtsrat" />Bei der Gesellschafterversammlung kamen rund 100 Frauen und Männern aus den Kirchengemeinden zusammen und wurden über die neuen Entwicklungen der Kita gGmbH informiert Trier – Corona-Pandemie, Flutkatastrophe und die Herausforderungen des neuen Kita-Gesetzes in Rheinland-Pfalz: Es waren keine einfachen Zeiten für die katholische Kita gGmbH Trier, die mit 151 Einrichtungen und 13.310 Betreuungsplätzen der größte Träger von Kindertageseinrichtungen in der Region ist. Das betonte Geschäftsführer Konrad Berg bei der Gesellschafterversammlung am 22. September im Robert-Schuman-Haus, bei der rund 100 Frauen und Männer aus den Kirchengemeinden zusammenkamen.

Von der Flutkatastrophe seien mehrere Einrichtungen betroffen, einige mit weniger starken Schäden (Bitburg Bettingen, Ferschweiler, Prüm, Ürzig und Zell), einige mit massiven Schäden (Trier Ehrang St. Peter und Montessori Kinderhaus, Kordel St. Amandus und St. Martin in Wißmannsdorf). In Ehrang, Kordel und Wißmannsdorf hätten die Wassermassen das Inventar, die Heizungen, Böden und Wände sowie die Spielgeräte teilweise oder ganz zerstört, für die Kinder habe man in Ehrang und Kordel Ausweichmöglichkeiten gefunden. Überall sei die Zusammenarbeit und Kooperation mit den Kommunen gut gelaufen, allerdings suche man in Wißmannsdorf noch dringend nach Räumlichkeiten, um die Kinder unterzubringen. „Die uns entgegengebrachte Hilfsbereitschaft der Menschen war und ist enorm – das war ein wirklich tolles Zeichen der Solidarität in der heutigen Zeit“, unterstrich Berg.

Auch nach eineinhalb Jahren beschäftige die Einrichtungen zudem die Corona-Pandemie. Während im Lockdown im Frühjahr 2020 die Kitas komplett schließen mussten und nur noch der Notbetrieb aufrechterhalten wurde, seien die Besuchszahlen nach einem weiteren Einschnitt im Januar ungefähr seit März wieder auf Normalniveau. Die sich immer wieder ändernden Vorschriften zu Schutzmaßnahmen und Öffnungsmöglichkeiten sowie die Quarantäneregelungen und krankheitsbedingte Ausfälle hätten die Mitarbeitenden vor große Herausforderungen gestellt. „Wir standen da in einem Spannungsfeld zwischen unserem Anspruch, ein offenes, integratives Miteinander zu fördern und den Anforderungen der Jugendämter, die auf getrennte Betreuung bestanden“, so Berg. Insgesamt seien die Einrichtungen aber gut durch die Krise gekommen und die Infektionszahlen entgegen mancher Befürchtung gering geblieben.

Als dritte große Herausforderung nannte Berg die Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes in Rheinland-Pfalz mit dem nun gesetzlichen Anspruch auf sieben Stunde durchgehende Betreuung der Kinder mit einem warmen Mittagessen. In vielen Einrichtungen müssten dazu Umbaumaßnahmen erfolgen: Die Küchen seien zu klein oder verfügten nicht über entsprechende Kühlmöglichkeiten für die Versorgung von einer deutlich höheren Zahl von Kindern; das Gleiche gelte für Schlafmöglichkeiten. Zwar habe der Gesetzgeber jetzt schon den Anspruch festgelegt, aber für den Ausbau der Einrichtungen einen Zeitraum von sieben Jahren angelegt – das sei schwer vermittelbar. Das Gesetz gebe aber auch klare Schwerpunkte vor: Mehr Inklusion, eine starke Beteiligung der Eltern, Demokratie schon den Kleinen erfahrbar machen und Sprachförderung. Als großer Träger habe die Kita gGmbH hier die große Chance, Fachpersonal der Sprachförderung gezielt einrichtungsübergreifend einzusetzen.

Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bistum Trier und Vorsitzende des Aufsichtsrates, sprach ihren großen Dank an die Mitarbeitenden und die Geschäftsführung der Kita gGmbH aus. Die Geschäftsführer Konrad Berg und Cordula Scheich meisterten mit ihrer Mitarbeiterschaft in bemerkenswerter und souveräner Weise Zeiten, die alles andere als gewöhnlich seien, um den Kindern und ihren Familien ein qualitativ sehr gutes und sicheres Betreuungsangebot zu machen. Auch Hermann Sonnen als Vertreter der Kirchengemeinden im Aufsichtsrat stieg in das Lob mit ein: „Den Mitarbeitenden, vor allem auch den Gesamtleitungen, die viel Verantwortung tragen, gilt unser großer Dank. Sie haben keinen leichten Job.“

Mehr Informationen gibt es auf: www.kita-ggmbh-trier.de.

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Trier bistum-trier Kindergarten
news-104344 Fri, 24 Sep 2021 11:54:37 +0200 Von der Jugend- zur Mehrgenerationenkirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/von-der-jugend-zur-mehrgenerationenkirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_csm_marienburg_96cd73e2e7_b2a82e9e1f.jpg" width="150" height="100" alt="" />Auf dem diesjährigen Burgfest wurden die neuen Pläne zur Zukunft der Kirche auf der Marienburg vorgestellt. Bullay/Zell/Trier – Nach heftigem Widerstand gegen die Pläne des Bistums, die Jugendbildungsstätte Marienburg komplett aufzugeben, ist nun eine Lösung für den Fortbestand der Kirche in Sicht. Es ist vorgesehen, sie als „Mehrgenerationenkirche“ weiterzuführen. Für den 21. November ist auch ein Austausch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann auf der Marienburg zu den Überlegungen geplant.

Diese Pläne seien „erste Antworten“ auf die Fragen nach einer Zukunft für den Ort, betonten Christian Kontermann und Ulla Schädler als Vertretung der „Interessengemeinschaft ProMarienburg“ sowie Markus Schlich für das Bistum beim Burgfest am 19. September. Das Bistum Trier hatte im März bekannt gegeben, in der ehemaligen Abtei Himmerod ein zentrales Jugendhaus für die Diözese anzusiedeln und zum Ende des Jahres 2023 die jugendpastoralen Einrichtungen auf der Marienburg bei Bullay und im Haus Sonnental in Wallerfangen aufzugeben.

Basierend auf den Ideen der Initiative und dem von ihr erarbeiteten Perspektivpapier, in dessen Zentrum die Vision einer generationenübergreifenden Kirche steht, habe man nun „Leitplanken“ erarbeitet, berichtete Schlich. Demnach soll die Kapelle erhalten und als Mehrgenerationenkirche zu einem Ort von Kirche im zukünftigen Pastoralen Raum Cochem-Zell werden. Der leitende Pfarrer der Pfarrei Cochem-Zell werde als Rektor für die Kirche zuständig sein. Der Pastorale Raum stelle eine zuständige Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter zur Begleitung und Unterstützung zur Verfügung, der beziehungsweise die gemeinsam mit den ehrenamtlich Engagierten die inhaltliche Arbeit verantworte. Das Bistum fördere, so die Zusage Schlichs, den Ort von Kirche mit einem jährlichen Betrag von bis zu 10.000 Euro für Miete und Nebenkosten. Für die anderen Gebäude werde ein Pächter verantwortlich sein, dem diese im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages überlassen würden. Ein Auswahlgremium mit Vertretern des Bistums, der Pfarreiengemeinschaft Zeller Hamm, der Kommune, der IG ProMarienburg und des Fördervereins der Marienburg werde gemeinsam Vergabekriterien für die Gebäude-Ausschreibung festlegen und dann in einem zweistufigen Verfahren den geeignetsten Interessenten auswählen. Es würden dadurch die Nutzungsmöglichkeiten rund um die Kapelle eingegrenzt und es sei gewährleistet, dass der Ort öffentlich zugänglich bleibe.

Schädler skizzierte die Merkmale und die „Ressourcen“ der an der Marienburg aktiven Gemeinde, die schon seit langem als Kirche der Generationen ein „großes Pfund“ besitze, das es zu entwickeln und auszubauen gelte. Der Ort sei „eine Keimzelle einer lebendigen, zukunftsorientierten, wachsenden und dynamischen Kirche, die dazu prädestiniert ist, hier weiterzuarbeiten“. Dazu brauche es neben den ersten Zusagen aber weitere Unterstützung personeller, räumlicher und finanzieller Art. Für die weitere Planung auf dem Weg zur Mehrgenerationenkirche sind vier Arbeitsgruppen (AG), jeweils mit Vertretern des Bistums und von ProMarienburg, gebildet worden. Sie befassen sich eingehender mit den Fragen nach der Zukunft der gesamten Gebäude, der „Gemeinschaft“ der Marienburg, der bestehenden Projekte der Kirche der Jugend sowie der begleitenden Jugendarbeit im Zeller Hamm und im zukünftigen Pastoralen Raum Cochem-Zell.

Ein ausführlicher Bericht wird in der Bistumzeitung „Paulinus“ vom 3. Oktober 2021 erscheinen. Informationen zur „Interessengemeinschaft ProMarienburg“ und zu Beteiligungsmöglichkeiten gibt es im Internet unter https://pro-marienburg.de/wiki, den Kanälen der Sozialen Medien sowie unter www.jugend-marienburg.de.

(Gekürzte Fassung mit freundlicher Genehmigung des „Paulinus“)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-104340 Wed, 22 Sep 2021 12:14:34 +0200 Die Kümmerer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-kuemmerer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Fluthilfekoordination_Knauf_rif_7d0072c9c2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Fluthilfekoordination Knauf rif" />Wie der Caritasverband Westeifel e.V. den von der Flut Betroffenen hilft Bitburg – Sie waren sehr schnell am Start, die Mitarbeitenden des Caritasverbandes Westeifel. Am Freitag nach dem Flut-Donnerstag Mitte Juli kamen bereits die ersten Hilfegesuche aus der ganzen Region bei ihnen an, blickt Fluthilfe-Koordinator Dr. Alexander Knauf nach rund zwei Monaten zurück. „Wir haben an diesem Tag bereits Lebensmittel und Hygiene-Artikel verteilt, Sachspenden angenommen und verteilt – und auch das gesamte Wochenende über.“ 

„Die Menschen waren völlig hilflos und kamen mit ganz grundlegenden Fragen zu uns: Ich brauche Hilfe – das ist passiert – ich weiß nicht, wo ich übernachten soll“, ergänzt Mathilde Geimer aus dem Fluthilfe-Team. Übernachtungsmöglichkeiten zu finden war das Hauptproblem – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes konnten zwar das eigene große Netzwerk nutzen und starteten Anfragen bei Hotels und den Eigentümern von Ferienwohnungen. Letzten Endes liegt dieses Thema aber in der Verantwortung der einzelnen Kommunen, zu denen das Team ebenfalls unverzüglich Kontakt aufnahm. Im Anschluss erstellte dann beispielsweise die Verbandsgemeinde Südeifel eine Liste: „Wer hat welchen Wohnraum zur Verfügung? Wer benötigt Wohnraum?“ und organisierte die entsprechende Unterstützung.

Hilfe und Beratung durch mobile Teams

Parallel dazu wurden nach diesem ersten Wochenende nach der Flut die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialberatung ganz kurzfristig geschult, um in mobilen Teams Hilfe und Beratung anbieten zu können. „Wir haben Flyer und Infomappen erstellt und unser Team damit ausgestattet – wir waren dienstags bereits in Irrel unterwegs und haben die Leute besucht, um abzufragen, ob sie Hilfe brauchen und welche“, erzählt Geimer. „Wir vom Fluthilfe-Team haben dort so viel Verzweiflung erlebt – waren aber auch froh, Unterstützung anbieten zu können. Wir waren fassungslos angesichts des Ausmaßes der Zerstörung, zum Beispiel in Irrel, Prüm etc...“

„Ich persönlich war auch geschockt darüber, wie bestimmte Menschen und ihre Armut nach kurzer Zeit einfach nicht mehr gesehen wurden“, sagt Knauf. „Mal überspitzt gesagt: Sobald der Schlamm vor dem Haus weg war, wurden sie nicht mehr wahrgenommen. Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden.“ Viele Hilfsorganisationen – auch die Caritas – haben Soforthilfen ausgezahlt, sagt Knauf. „Da hat man dann von außen den Eindruck: Da läuft ja jetzt alles… Aber die Probleme fangen jetzt erst an.“ Er erzählt die Geschichte einer kleinen Familie, die keine Versicherung gegen die Schäden an ihrem Haus hat. Sie bekommen Gelder vom Bund – aber das löst ihre Probleme nicht: Das Haus schimmelt und es gibt einfach keine Bautrockner mehr, keine Handwerker, keine Heizung. „Das Geld ist hier gar nicht das Problem“, sagt Knauf. „Aber wie soll diese kleine Familie über den Winter kommen? Der Wohnungsmarkt ist leer!“ Der Caritasverband hat sein Netzwerk in Gang gesetzt: Ein Bankfachmann ist mit ihnen die Verträge durchgegangen und hat Kosten reduziert. Ein Bauingenieur hat das Haus angeschaut und sie beraten.

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Trier bistum-trier Caritas / Soziales Seelsorge
news-104339 Wed, 22 Sep 2021 11:04:48 +0200 Als Partner für Klimagerechtigkeit und die Zukunft der Jugend aufstehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/als-partner-fuer-klimagerechtigkeit-und-die-zukunft-der-jugend-aufstehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/0/csm_Bolivienpartnerschaft_Reverse-Freiwillige_sb_f45fe1c4e5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bolivienpartnerschaft Reverse Freiwillige sb" />Klimapilgerwege, Demonstrationen, Projekte in Bolivien und dem Bistum: Die Bolivienpartnerschaftswoche 2021 thematisiert brennende aktuelle Fragen globaler Verantwortung Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die Erde als Lebensraum schützen und erhalten: Diese gemeinsame Aufgabe steht 2021 im Mittelpunkt der Partnerschaftswoche vom 26. September bis 3. Oktober. Das Bistum Trier und das südamerikanische Land Bolivien trennen zwar über 10.000 Kilometer, doch die Kirchen sind seit über 60 Jahren durch eine Partnerschaft eng verbunden. Gelebte Solidarität, etwa durch die Bolivienkleidersammlung, das gemeinsame Eintreten für globale Gerechtigkeit und viele Begegnungen auf Augenhöhe machen das partnerschaftliche Engagement aus. Unter dem Motto „In Partnerschaft für das Gemeinsame Haus“ werden in diesem Jahr drei Schwerpunkte aufgegriffen: die politische Dimension des Umweltschutzes und Klimagerechtigkeit, konkrete Initiativen der Jugend zur Bewahrung der Schöpfung und alternative Ansätze zur Bewirtschaftung von Wäldern und Anbauflächen.

„Schon heute zerstören die Folgen des Klimawandels die Natur in ihrer Vielfalt und die Lebensperspektiven von Menschen“, sagt der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier, Ludwig Kuhn. In Bolivien sei dies auf unterschiedliche Weise  schon zu spüren, besonders für die indigenen Gemeinschaften. So seien in den vergangenen Jahren bei Waldbränden etwa 5 Millionen Hektar Wald (ungefähr die Landesfläche Niedersachsens) vernichtet worden. Die Abholzung der Amazonas-Regenwälder auch in Bolivien wirke sich auf das Klima weltweit aus und damit auch in direkter Weise auf die Menschen hierzulande. Daher gelte es, an dieser großen Aufgabe gemeinsam zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Eine Online-Gesprächsrunde am 23. September um 19 Uhr dreht sich um das Thema Biodiversität und wie Agroforstsysteme eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft bieten können. Die Anmeldung erfolgt per Mail über weltkirche(at)bgv-trier.de. Am 30. September widmet sich die Online-Reihe der Sozialen Friedensdienste im Ausland SoFiA (Infos unter www.sofia-trier.de) dem Thema „Klimagerechtigkeit: Die weltweite Herausforderung schweißt zusammen“. Von 18.30 bis 20 Uhr gibt es Impulse  mit anschließender Diskussion.

Die Partnerkirchen haben für den 24. September zur Beteiligung an Demonstrationen der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ für Klimagerechtigkeit aufgerufen. In Trier gibt es von 11.30 Uhr an im Dom eine Ökumenische Andacht unter dem Titel „Prayers for Future - In Partnerschaft für das ‚gemeinsame Haus‘ – unsere Erde“ mit Superintendent Dr. Jörg Weber (Evangelischer Kirchenkreis Trier) und Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Klimapilgerwege im ganzen Bistum laden ein, ein Zeichen zu setzen

Darüber hinaus werden in allen Regionen des Bistums „Klimapilgerwege“ angeboten: am 26. September in der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach und im Dekanat Losheim-Wadern (Jugendkirche MIA), am 28. September in Neunkirchen; am 29. September im Dekanat Andernach mit Schwerpunkt Elektromobilität; am 30. September im Dekanat Remagen-Brohltal sowie im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ab der Nationalparkkirche Muhl; am 1. Oktober auf dem Schöpfungsweg der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier, sowie in Püttlingen ab der Pfarrkirche Liebfrauen; am 2. Oktober in der Pfarreiengemeinschaft Sponheimer Land. Am 3. Oktober gibt es Klimapilgerwege an gleich drei Orten: den Weg der Kolpingsfamilie ab dem Pfarrgarten St. Marien in Saarburg-Beurig; den Klimapilgerweg der Katholischen Erwachsenenbildung Westeifel mit Lamas in Schönecken, und den Fahrrad-Pilgerweg der Diözesanstelle Weltkirche ab dem Trierer Hauptmarkt.

Am Ende der Bolivienpartnerschaftswoche steht die Unterzeichnung einer neuen Partnerschaftsvereinbarung zwischen den Bistümern Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Kirche durch Bischof Dr. Stephan Ackermann während einer Vesper im Dom.

Mehr Informationen zu Projekten sowie Anregungen und Materialien zum Mitmachen gibt es auf: www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de und unter Tel.: 0651-7105-398.

(sb)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Bolivienpartnerschaft Information Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-104337 Tue, 21 Sep 2021 14:24:22 +0200 Gesandter des Papstes predigt in Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gesandter-des-papstes-predigt-in-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/6/csm_Nikola-Eterovic_Bildnachweis-Apostolische-Nuntiatur-Berlin_Dombrowski_44c331398d.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, besucht Trier. Trier – Am Sonntag, 26. September, wird der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, in Trier zu Gast sein. Mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und der kroatischen Gemeinde feiert er um 10 Uhr das Hochamt im Trierer Dom. Dort wird der Gesandte des Papstes in Deutschland auch predigen. Anlass seines Besuches ist das 1600-jährige Hieronymus-Jubiläum im vergangenen Jahr. Die Würdigung des heiligen Kirchenvaters Hieronymus (347-420), der der Fakultätspatron der Theologischen Fakultät Trier ist, musste aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Eucharistiefeier wird musikalisch von Mitgliedern der kroatischen Mission Koblenz mitgestaltet, die Lesung in kroatischer Sprache übernehmen Mitglieder der Missionen Trier und Saarbrücken.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist das Platzangebot im Dom begrenzt, die vorhandenen Plätze sind bereits vergeben. Weitere Informationen zu den kroatischen Gemeinden im Bistum Trier gibt es hier: www.bistum-trier.de/pfarreien-einrichtungen/dekanat-pfarrei/muttersprachliche-gemeinden/.

 (ih)

 

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Gemeinden (für Menschen mit anderen Muttersprachen) Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-104335 Mon, 20 Sep 2021 15:15:09 +0200 Triererinnen und Trierer gestalten Bundes-kfd mit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/triererinnen-und-trierer-gestalten-bundes-kfd-mit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_kfd_Bund_Doppelspitze_GokenHuismann_Paul_Sept2021_8225639986.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kfd Bund Doppelspitze GokenHuismann Paul Sept2021" />Das Bistum Trier ist an der Spitze der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) stark vertreten. Mainz/Düsseldorf/Hillesheim – Pfarrer Andreas Paul bildet zusammen mit Ulrike Göken-Huismann die neue Geistliche Doppelspitze des Bundesverbandes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Paul und Göken-Huismann wurden bei der Bundesversammlung des Frauenverbandes am 17. September gewählt.

Ulrike Göken-Huismann ist seit mehr als acht Jahren Geistliche Leiterin der kfd. Andreas Paul ist Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Hillesheim und als Referent beim katholischen Hilfswerk Misereor tätig. Zudem bleibt Paul weiterhin geistlicher Begleiter der kfd im Bistum Trier, gemeinsam mit Pastoralreferentin Klara Johanns-Mahlert.

Die aus dem kfd-Diözesanverband Bistum Trier kommende bisherige Bundesvorsitzende Mechthild Heil wurde bei der Bundesversammlung in Mainz zusammen mit dem geschäftsführenden Bundesvorstand im Amt bestätigt; die 94 Delegierten aus 20 Diözesanverbänden und dem Landesverband Oldenburg wählten Heil, Professorin Dr. Agnes Wuckelt und Monika von Palubicki für eine weitere Amtszeit von vier Jahren.

 Darüber hinaus gehören zwei in der kfd im Bistum Trier aktive Frauen dem erweiterten Bundesvorstand an: Margot Klein  als Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Hauswirtschaft und Verbraucherthemen“ und Petra Löwenbrück als Sprecherin des Ständigen Ausschusses „Frauen und Erwerbsarbeit“.

Informationen zur kfd sind unter www.kfd.de zu finden.

 

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Trier bistum-trier Ehrenamt Information Kirchliche Verbände Personal
news-104327 Sat, 18 Sep 2021 09:00:00 +0200 Corona und Flutkatastrophe: Caritas-Sonntag im Zeichen der Krise https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/corona-und-flutkatastrophe-caritas-sonntag-im-zeichen-der-krise/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_IMG_1219_HT_c8ed2665af.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bischof_ernst HT" />Gemeinsam mit den deutschen Bischöfen hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Kollekte am Caritas-Sonntag aufgerufen. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Der diesjährige Caritas-Sonntag am 19. September unter dem Motto #DasMachenWirGemeinsam steht im Zeichen der Krise: In ihrer aktuellen Kampagne setzt sich die Caritas mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinander und bittet zugleich darum, sich solidarisch mit den Betroffenen der Flutkatastrophe im vergangenen Juli zu zeigen. Gemeinsam mit den deutschen Bischöfen hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Kollekte am Caritas-Sonntag aufgerufen.

Die Kampagne wolle den Blick bewusst nach vorne richten, so Bischof Ackermann in dem Aufruf, der am 12. September in allen Gottesdiensten und in den Vorabendmessen verlesen wurde. Mit Blick auf die Corona-Krise und die damit einhergehenden Entbehrungen für den Einzelnen und die Gesellschaft unterstreicht er die Forderung der Caritas: „Niemand darf sozial abstürzen!“. Der Weg in eine neue Normalität könne zur Chance werden, das Zusammenleben verantwortlicher zu gestalten, etwa was Bildungschancen, Ökologie oder die Bedingungen in der Pflege angehe. „Tag für Tag setzen sich in unserer Kirche und ihrer Caritas Menschen vor Ort und weltweit für eine neue Normalität und ein besseres Zusammenleben ein, wie wir es vorher vielleicht gar nicht kannten. Bitte unterstützen Sie durch Ihre Gabe die Arbeit der Caritas!“, appelliert Ackermann.

Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert, Vorstandsvorsitzender des Caritas-Verbandes für die Diözese Trier e.V., erinnert an die Not der Opfer und Geschädigten der Flutkatastrophe in den Kreisen Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel und den besonders von Verheerung betroffenen Gebieten an der Ahr. Das Jahresmotto „Miteinander durch die Krise – #DasMachenWirGemeinsam rufe dazu auf, sich solidarisch zu zeigen. „Wir alle wollen dazu gemeinsam einen Beitrag leisten“, sagt der Weihbischof.

Die Kollekte des Caritas-Sonntags ist für die Anliegen der Caritas in den Pfarrgemeinden und der Diözese bestimmt. Bei den Caritas-Kollekten 2020 kamen insgesamt rund 100.900 Euro zusammen; die eine Hälfte des Betrags blieb in den Pfarreien, mit der anderen Hälfte wird die sozial-karitative Arbeit im gesamten Bistum unterstützt. Weitere Informationen gibt es auf https://www.caritas-trier.de/aktuelles-service/caritas-sonntag/caritas-sonntag.

(ih)

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Trier bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104332 Fri, 17 Sep 2021 13:23:38 +0200 Offen? Geht! https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/offen-geht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_Interkulturelle-Woche-Logo-Auge_ac1fa96ed3.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Interkulturelle Woche Logo Auge" />Eine offene und vielfältige Gesellschaft? Das geht - und dafür wirbt die Interkulturelle Woche 2021. Mit dabei sind auch viele kirchliche Angebote und Veranstaltungen. Trier/bistumsweit – In diesen Tagen starten verschiedene Veranstaltungen und Angebote zur diesjährigen „Interkulturellen Woche“ unter dem Motto „#offengeht“. Auch Bischof Georg Bätzing als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und der Trierer Bischof Stephan Ackermann werben für die Woche, die ein „klares Plädoyer für eine offene Gesellschaft, in der die universellen Menschenrechte geachtet werden“ ist.

Konz geht schon am 17. September mit verschiedenen Workshops, Lesungen, Theaterstücken und weiteren Angeboten an den Start. Mitwirkende der Interkulturellen Wochen möchten für ein breites zivilgesellschaftliches Engagement für ein gutes Zusammenleben in Vielfalt werben. Neben einem Kindertheater der Stadtbibliothek Konz, einem Tag der offenen Moschee und einem interkulturellen Geocache des SozialRaum Konz ist auch der Caritasverband Trier vertreten mit einem Stadtrundgang und einer Online-Lesung am 23. September um 19.30 Uhr, in der Autor Bastian Berbner von „180 Grad – Geschichten gegen den Hass“ erzählt. Die Anmeldung erfolgt bei Thomas Zuche unter: zuche.thomas(at)caritas-region-trier.de. Im Haus der Jugend Konz können Jugendliche am selben Tag von 17 bis 21 Uhr „Kochen ohne Grenzen“ erproben. Anmeldung unter: www.hdj-konz.de oder Tel.: 06501-94050.

In Trier beginnen die Veranstaltungen am 24. September. Bei der Ehrenamtsagentur können sich Interessierte über eine Begleitung für Geflüchtete informieren und der Jugendmigrationsdienst bietet gleich am 25. September den Workshop „Geschafft“ im Café Bürgerhaus Trier Nord an. Eingeladen sind junge Migranten von 15 bis 27 Jahren, die gerne ihre persönliche Erfolgsgeschichte erzählen und dafür Fotos und Audiogeschichten anfertigen möchten. Ansprechpartnerin ist Linda Feger: feger.linda(at)caritas-region-trier.de und Christoph Jarosch: jarosch.christoph(at)caritas-region-trier.de. Am 26. September findet die bundesweite Aktion „Run for Rescue“, ein Spendenlauf für die Seenotrettung statt und abends um 18 Uhr laden dann das Dekanat trier und die Evangelische Kirchengemeinde Trier zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Konstantinbasilika ein. Das Programm der interkulturellen Woche bietet darüber hinaus Vorträge, Führungen in leichter Sprache, Koch-Workshops und Vieles mehr. Am 30. September laden die beiden christlichen Kirchen, die Jüdische Kulturgemeinde, der Al-Hussein Verein und die Bahai Gemeinde Trier zu einem interreligiösen Friedensgebet von 18 bis 19.30 Uhr am Engel der Kulturen (Ecke Brotstraße/Neustraße/Fahrstraße ein.

Auch in anderen Städten des Bistums wie Koblenz oder Saarbrücken wird die Interkulturelle Woche unter Beteiligung kirchlicher Partner gefeiert. Alle Veranstaltungen finden sich nach Städten sortiert in der Such-Datenbank der Interkulturellen Woche: www.interkulturellewoche.de/datenbank.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-104330 Fri, 17 Sep 2021 13:00:00 +0200 „Wir wollen langfristig helfen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-wollen-langfristig-helfen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/f/csm_IMG_3303_b08b7a8cca.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Hochwasser_Ahr_Kinnen" />Wie läuft die Vergabe der Spenden für die Menschen, die von der Hochwasser-Katastrophe betroffen sind? Dazu informiert der Diözesan-Caritasverband. Trier – Rund 1,6 Millionen Euro sind bis Anfang September auf dem gemeinsamen Spendenkonto von Bistum Trier und Diözesan-Caritasverband (DiCV) Trier für die Betroffenen der Flutkatastrophe im Juli eingegangen. Das hat Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel am 17. September in Trier mitgeteilt. Der DiCV verwaltet für das Bistum die Spendenmittel.

Kugel bedankte sich für diese große Spendenbereitschaft: „Es ist wirklich schön zu sehen, wie viele Menschen helfen wollen. Neben der tätigen Hilfe ist die Spendenbereitschaft eine wichtige Unterstützung.“ Gerade weil so viele Menschen sich so großzügig zeigen, sei es Bistum und DiCV ein Anliegen, regelmäßig über die Verwendung der Spenden zu informieren, sagte Kugel. „Kurz gesagt ist unser Ansatz: Wir wollen langfristig helfen.“

Sozialarbeit und Wiederaufbau müssen miteinander verknüpft werden

Die Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Trier und Westeifel in den betroffenen Flutgebieten verfolgen in der Fluthilfe das Konzept der längerfristig angelegten Hilfen. „Dazu zählen neben finanzieller Unterstützung für die Betroffenen insbesondere die psycho-soziale Begleitung, die soziale Beratung und die konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zum Erhalt von Hilfen“, erklärte Kugel. Dieses Konzept habe sich bewährt und werde vom Bistum unterstützt: „Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nachhaltig helfen zu können.“ Aus diesem Grund haben die Caritasverbände Ahrweiler, Trier und Westeifel in den letzten Wochen mobile Anlaufstellen vor Ort eingerichtet und suchen Betroffene teilweise auch persönlich auf, um ihnen Hilfeangebote zu machen.

Als erste finanzielle Soforthilfen sind unmittelbar nach der Flut insgesamt bereits rund 730.000 Euro ausgezahlt worden. „Hierfür wurden 85.000 Euro aus den vom Bistum, DiCV und der Stiftung Menschen in Not (50.000 Euro) sowie aus den aus dem Bistum Mainz gegebenen Mitteln (35.000 Euro) bereitgestellt“, informierte die Caritasdirektorin. Weiterhin seien Spenden der Orts-Caritasverbände sowie von Caritas International eingesetzt worden.

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Trier bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales Finanzen Information Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-104329 Thu, 16 Sep 2021 16:08:08 +0200 Die Zeit zu handeln ist jetzt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zeit-zu-handeln-ist-jetzt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_Christians_for_future_c39b0d1573.jpg" width="150" height="113" alt="Zwölf Forderung für eine klimagerechte Kirche überreicht von Louisa Kappes, Katholische Junge Gemeinde (KJG) Trier, Matthias Becker, BDKJ-Diözesanvorsitzende, Elisabeth Hoffmann-Fox, Bundesfreiwillige, Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums und Brigitte Karpstein an Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg (von links)" title="Christians for future" />Christians For Future übergeben zwölf Forderungen an den Generalvikar des Bistums Trier Trier/Koblenz/Saarbrücken. – Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung – dafür engagiert sich die Initiative Christians For Future. Ihre Forderungen haben sie an 39 katholische und evangelische Bistumsleitungen deutschlandweit überreicht – so auch an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Der betonte bei der Übergabe: „Es kann nicht angehen, der nächsten Generation das Ringen um eine bessere Klimapolitik zu überlassen. Auch wir, die wir schon älter sind, müssen vor der Zukunft bestehen.“ Insgesamt zwölf Forderungen sind es, die in Trier stellvertretend Brigitte Karpstein und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) an Plettenberg übereichten.

Christians For Future sind Teil der Fridays For Future-Bewegung. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Glaubensgemeinschaften innerhalb der Gesellschaft zu erreichen. So fordern sie, dass sich Kirchenleitungen solidarisch mit den Forderungen von Fridays For Future zeigen – durch Worte und Taten – und dass sie ihren Einfluss nutzen, um einen deutlicheren Wandel hin zu klimagerechter Politik zu fordern. Konkret sollen die Diözesen unter anderem bis 2030 ihre Klimaneutralität erreichen. Haushaltsplanungen und Investitionen seien an diesem Ziel auszurichten. Auch sollte pro 100.000 Kirchenmitgliedern eine Vollzeitstelle für den Umwelt- und Klimaschutz geschaffen werden. Die Kirchenleitungen sollten auch sicherstellen, dass das dringende Handeln zur Bewahrung der Schöpfung in der pastoralen Arbeit und Ausbildung grundgelegt ist.

„Der Klimaschutz hat bei uns schon einen hohen Rang“, betonte von Plettenberg und dankte für das Engagement von Christians For Future. Über viele der Forderungen, die Brigitte Karpstein konkret für das Bistum Trier formulierte, werde in den entsprechenden Gremien der Diözese gesprochen, etwa über Photovoltaikanlagen für kirchliche Gebäude oder die Frage, wie Klimagerechtigkeit zu einer Querschnittsaufgabe in den neuen Pastoralen Räumen werden könne. Von Plettenberg lud daher auch die Vertreter der Christians For Future und des BDKJ in die Diözesankommission für Umweltfragen des Bistums (DKU) ein, um dort gemeinsam mit ihm nach Lösungen und Wegen zu suchen.

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Zuletzt hat das Bistum mehrere kirchliche Schulen mit Photovoltaikanlagen und das Diözesanmuseum in Trier mit einer klimafreundlichen Pellet-Heizung ausgerüstet. Seit dem 1. September beschäftigt es eine festangestellte Klimaschutzmanagerin. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches For Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidaritätsbezeugung mit der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung.

Das weltweite Netzwerk ruft für den 24. September 2021 zu seinem nächsten globalen Klimastreik auf. Auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier Dr. Jörg Weber schließen sich dem Aufruf an. Zudem gibt es einen gemeinsamen Aufruf der Bischöfe in Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Bischöfe im Rahmen der Bolivienpartnerschaft.

Mehr zum Klimaengagement der Bistums auf: https://www.umwelt.bistum-trier.de. Auch Christians For Future haben eine eigene Internetseite mit ihren Forderungen: https://christians4future.org

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Schöpfung
news-104324 Mon, 13 Sep 2021 17:25:46 +0200 Familienpolitische Positionen auf dem Prüfstein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familienpolitische-positionen-auf-dem-pruefstein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Familie_pixabay_mabel-amber_03b2520225.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familie pixabay mabel amber" />Drei Politikerinnen hatten in einer Online-Diskussion des Familienbunds der Katholiken Gelegenheit, die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Familien stehen am 26. September vor der Wahl: Zur Bundestagswahl sprechen alle Parteien davon, Familien fördern zu wollen. Doch welche familienpolitischen Ziele verfolgen sie? Dieser Frage ging eine vom Familienbund der Katholiken im Bistum Trier organisierte Online-Diskussion nach. Verena Hubertz (SPD), Corinna Rüffel MdB (Grüne) und Nadine Schön MdB (CDU) stellten sich den Fragen der Teilnehmenden.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Hildegard Weber skizzierten die Politikerinnen ihr besonderes Interesse für familienpolitische Belange. Alle drei betonten, dass gerade Familien in der Corona-Pandemie einer äußerst hohen Belastung ausgesetzt gewesen seien – ob durch die Betreuung der Kinder oder das Homeschooling. „Familien haben leider zu lange eine untergeordnete Rolle gespielt und die Politik hat den Druck nicht ernst genug genommen“, so Nadine Schön. Der Bund habe einiges an Hilfen beschlossen und auf den Weg gebracht, aber das Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern habe nicht gut funktioniert – hier gebe es deutlichen Verbesserungsbedarf etwa beim Abrufen von Hilfsgeldern. Sie fordere daher andere Strukturen der Verwaltung und eine bessere Bündelung von Leistungen, sodass Familien nicht „von einem Amt zum nächsten“ laufen müssten. Verena Hubertz unterstrich: „Nicht noch einmal Lockdown!“ Sie wolle sich für einen schnelleren Einbau von Luftfiltern in Schulen und bessere Teststrategien einsetzen, solange es noch keinen Impfstoff für kleinere Kinder gebe. Auch Rüffer pflichtete bei, dass man Kinder nicht monatelang wegsperren könne. „Ohne Vorwürfe an das Feld der Mitbewerber auszuteilen, muss es da einfach eine gute Aufarbeitung geben. Auch der Punkt, wieso es uns nicht besser gelungen ist, alte Menschen in stationären Einrichtungen zu schützen, beschäftigt mich“, so die Grünen-Politikerin. Sie plädiere für eine Kindergrundsicherung, die die vielfältigen Leistungen besser bündele.

Auf die Frage, wie sie zu einer Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stünden, antworteten die Politikerinnen unterschiedlich. Rüffer und Hubertz forderten, dass staatliche Schulen wieder attraktiver werden müssten. Rüffer zeigte sich besorgt über den Trend hin zur Gründung von Privatschulen, die dann vermehrt von Akademiker-Kindern besucht würden. Hier fehle dann immer mehr die Durchmischung von Kindern aus allen sozioökonomischen Schichten. Hubertz sagte, während eines Auslandsjahrs in Australien habe sie einen Nachmittagsunterricht kennengelernt, der alles andere als eine „Verwahrung“ gewesen sei, sondern tolle Impulse und Aktivitäten geboten habe. Schule in Deutschland müsse „zeitgemäßer werden und bessere Angebote“ machen. Gerade inklusiv arbeitende Schulen könnten vorbildhaft auch für andere Schulen wirken, so Rüffer. Insgesamt bedürfe es mehr Autonomie für die Schulen, sodass Schwerpunktsetzungen möglich seien. Schön sprach sich für ein flexibel auf die Familienbedürfnisse zugeschnittenes Angebot aus, aber gegen verpflichtende Ganztagsschulen, für die Hubertz plädiere. Die Durchmischung der Kinder finde vor allem nachmittags in den Freizeitangeboten statt. Den Vorschlag eines Zuschauers, die Vereine in die Nachmittagsbetreuung der Kinder einzubinden, da diese sowieso Nachwuchsprobleme hätten, fand Schön daher positiv. Mehr Informationen zu den Forderungen und Positionen des Familienbunds der Katholiken gibt es unter www.familienbund-trier.org.

(sb)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft
news-104320 Sat, 11 Sep 2021 09:58:00 +0200 Kreativ werden für die Demokratie https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kreativ-werden-fuer-die-demokratie/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_DemokratieWaehlen_Eroffnung_fbcc2fe712.jpg" width="150" height="100" alt="Anna, Susanna und Desire stellen ihr Plakat vor" title="Anna, Susanna und Desire stellen ihr Plakat vor" />Was Jugendlichen in einer Demokratie wichtig ist und welche Forderungen sie haben zeigt jetzt eine Ausstellung der Plakataktion #DemokratieWählen in der Stadtbücherei Trier Trier – „Wahlrecht ab 16 – jetzt!“ und „Individualität statt Uniformität“: Solche Slogans stehen auf den von Kindern und Jugendlichen gestalteten Plakaten zur Aktion #DemokratieWählen. Vom 10. bis 30. September werden die Original-Plakate der 160 jungen Künstlerinnen und Künstler aus der Region Trier zwischen Sachbüchern, Romanen, Kinderbüchern und Sitzecken in der Stadtbücherei Trier ausgestellt.

Zur Ausstellungseröffnung am 9. September hatten sich rund 30 Jugendliche und Erwachsene in der Stadtbücherei getroffen und zum Thema Demokratie ausgetauscht. Als Diskussions-Anregungen dienten neben den Plakaten auch ein Theaterimpuls der Initiative Kulturelle Diakonie sowie Statements von Politikern und Anwesenden.

Die Abteilung Jugend im Bistum Trier hatte die Aktion „#DemokratieWählen“ im Wahljahr 2021 ins Leben gerufen, um angesichts von Verschwörungserzählungen und populistischen Tendenzen ein Zeichen für die Demokratie und eine offene und menschenfreundliche Gesellschaft zu setzen. Eine der Initiativen ist die Plakatwand-Aktion der Fachstelle für Kinder und Jugendpastoral Trier. Über den Sommer hatten sich Kinder und Jugendliche mit der anstehenden Bundestagswahl beschäftigt und ihre Wünsche und Forderungen kreativ zu Papier gebracht. In der Region Trier und Saarburg beteiligten sich viele unterschiedliche Jugendgruppen, darunter etwa Jugendliche von Schweicher Schulen, vom Jugendzentrum am Weidengraben in Trier, vom Caritas-Bauspielplatz Trier-West, von der Katholischen Landjugendbewegung, von der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) oder vom Turnverein Hermeskeil.

Die Plakate der Aktion sind auch außerhalb der Stadtbücherei vom 10. bis 20. September auf großen Werbeflächen in Trier, dem Kreis Trier-Saarburg, Traben-Trabach, Wittlich, Bernkastel-Kues, Cochem, Morbach, Andernach, Mayen und Ahrweiler zu sehen. Zudem sollen Bilder unter dem Hashtag #DemokratieWählen in sozialen Netzwerken gepostet werden. Mehr Informationen zur Plakatwand-Aktion gibt es unter anderem auf: www.fachstellejugend-trier.de.

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Trier bistum-trier Jugend Kirchliche Verbände Kultur Politik / Gesellschaft
news-104318 Fri, 10 Sep 2021 11:33:48 +0200 Nach der Flut ist vor dem Wiederaufbau https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nach-der-flut-ist-vor-dem-wiederaufbau/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Seelsorge_Ehrang_3930d1d1d4.jpg" width="150" height="113" alt="Gemeindereferentin Gertrud Rosenzweig spricht sich oft per Videoanruf mit ihrer evangelischen Kollegin Maren Vanessa Kluge ab" title="Seelsorge Ehrang" />Katholische und evangelische Kirche in Trier-Ehrang blicken mit ökumenischem Gottesdienst nach vorne. Trier – „Aus Chaos wurde Alltag“, sagt Gertrud Rosenzweig, überlegt, zögert einen Moment und ergänzt: „Aber noch nicht so ganz.“ Sie ist Gemeindereferentin in der Trierer Pfarreiengemeinschaft Ehrang-Pfalzel-Biewer. Rosenzweigs Alltag und der ihrer Kollegin Maren Vanessa Kluge, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Ehrang, wurde für Wochen von der Flutkatastrophe und deren Folgen bestimmt: Auf gefluteten Straßen und in Notunterkünften unterwegs, in der Soforthilfe und dann in der Begleitung der Menschen, die Vieles verloren haben. Jetzt suchen sie den Perspektivwechsel. „Es wurde geräumt, abgeschlagen, weggeworfen – jetzt wollen wir auch ans Aufbauen denken“, sagt Kluge. Ein Baustein soll ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 12. September, um 18 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche St. Peter sein.

„Es hat sich schon Einiges verändert in den zurückliegenden Wochen“, erzählt Kluge. Die anfängliche Panik sei gewichen. „Man wird etwas gelassener, wenn etwas nicht sofort funktioniert oder nicht sofort erledigt wird.“ Und Rosenzweig ergänzt: „Für die Betroffenen ist aber die Unsicherheit immer noch sehr belastend.“ Die beiden Seelsorgerinnen eint die Furcht vor dem Winter, denn „nicht alle Geschädigten werden bis zum Kälteeinbruch eine Heizung in ihrer Wohnung oder ihrem Haus haben.“ Darüber, und auch über die weiteren Herausforderungen, tauschen sie sich regelmäßig aus – auch mal per Video-Konferenz.

Noch sei vor Ort daher nicht an normale Seelsorge zu denken. „Gesprächsanfragen kommen, und auch bei einem Erzählcafé gab es einen guten Austausch“, erzählt Rosenzweig. Viele der Betroffenen lebten gerade in zwei parallelen Welten: Der „heilen“ Welt der Arbeit und der Familie, sowie der Welt der zerstörten Keller, der Müdigkeit und der schwindenden Kraft. „Ich rechne damit, dass die Fragen des Verlustes und des Umgangs damit nochmal stärker an uns herangetragen werden, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wenn es auf Weihnachten zugeht“, vermutet Kluge. „Aber auch dann werden wir da sein; darauf bereiten wir uns jetzt vor.“ Als eine Art „trotzigen Mut, ein ‚Wir schaffen das!‘“ – so würden sie die Stimmung im Moment beschreiben.

Für sich habe sie akzeptiert, dass ein Teil des Chaos bleiben wird und zur Normalität dazu gehören wird, erzählt Kluge. „Die Flut wird uns auch dann noch beschäftigen, wenn der neue Estrich verlegt und die Wände frisch verputzt sind.“ Deswegen, betont Rosenzweig, dürfe man nicht bei der Klage, dem Schmerz und dem Schaden stehen bleiben, so berechtigt und wichtig das auch sei. „Wir müssen und dürfen auch wieder Freude zulassen“. Keiner dürfe ein schlechtes Gewissen haben, wenn es ihm wieder besser gehe. Deswegen auch das Motto des Gottesdienstes am Sonntag: „Bauen wir mit Hoffnungssteinen“.

Im Gottesdienst gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen. Verschiedene Unterstützungsangebote des Bistums Trier finden sich im Internet unter: https://www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-104317 Fri, 10 Sep 2021 09:30:19 +0200 „Zehn sehr bewegte Jahre“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zehn-sehr-bewegte-jahre/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/e/csm_Dillenburg_Ackermann_Nicolay_210903_JR_1c147ed585.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Dillenburg Ackermann Nicolay 210903 JR" />Markus Nicolay ist als Leitender Priesterreferent und Abteilungsleiter im Generalvikariat verabschiedet worden. Trier – Mit einem herzlichen Dank „für den treuen Dienst und Einsatz“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 3. September Dr. Markus Nicolay als Leitenden Priesterreferenten und Leiter der Abteilung „Seelsorge und Pastorales Personal“ im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier verabschiedet. „Zehn sehr bewegte Jahre“ seien es gewesen, in der Nicolay „kontinuierlich und stark die Perspektive der Priester“ eingebracht oder in ihrem Sinne interveniert habe. Und so dankte der Bischof auch für den „Dienst am Presbyterium (Gesamtheit der Priester eines Bistums)“.

Dass die Dienstzeit von der Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs geprägt war, habe zu einer „emotionalen Belastung und Erschütterung des eigenen Priesterbildes“ bei Nicolay geführt, sagte der Bischof. Doch diese Arbeit „gehört zum täglichen Dienst“. Als herausragende Ereignisse nannte Ackermann die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 und die Bistumssynode 2013-2016 mit der Umsetzung, an der Nicolay vor allem mit Blick auf die Pfarreien und das Zusammenspiel der pastoralen Mitarbeitenden beteiligt war. Auch den mehrjährigen Unterstützungskurs für Priester, den Nicolay maßgeblich mit konzipiert hatte, und die Verantwortlichkeit für die Priester aus der Weltkirche hob Ackermann würdigend hervor. Im Herzen sei Nicolay „immer Pastor geblieben“ und habe in seiner Zeit im Generalvikariat immer wieder exemplarisch in der Pastoral gewirkt, etwa in der Erstkommunionvorbereitung. Wenn Nicolay jetzt Pfarrer der Trierer Innenstadtpfarrei Liebfrauen werde, hätten sich die Rahmenbedingungen zwar sehr geändert; dennoch gehe damit sein Wunsch in Erfüllung.

„Wach und präsent“ sei Nicolay für die Belange der Mitbrüder eingetreten, erklärte Pfarrer Hans-Georg Müller (Schwalbach) als Moderator des Priesterrates im Bistum Trier. Angesichts der Vielfalt im Presbyterium sei dies eine durchaus schwierige Aufgabe. In den Dank schloss Müller ausdrücklich alle Mitarbeitenden der Abteilung „Seelsorge und Pastorales Personal“ ein. Mit dem Wechsel dürfe er „die Dinge mit einem anderen Blick betrachten, dem des Pastors“. Müller wünschte Nicolay eine gute Hand für die Menschen und „Freude am Glauben, den Du verkünden darfst“.

"Wieder in de Pastoral einsteigen und das Überlegte ausprobieren"

Seine Bilanz falle vielschichtig aus, sagte Markus Nicolay. Da sei einerseits die nüchterne und oft ernüchternde Wahrnehmung von Rissen und Abgründen, wenn er an die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs denke – dies habe ihn „sehr gefordert“. Er danke allen, die an der Professionalisierung dieser Thematik mit ihm gearbeitet hätten. Andererseits habe er unter einem „mutigen Bischof und drei mutigen Generalvikaren“ arbeiten dürfen. „Wir erleben, wie die Kirche sich den Herausforderungen stellt und versucht, darauf zu antworten.“ Neben den Erfahrungen durch den Einsatz von Priestern aus der Weltkirche, vor allem aus Indien, nannte Nicolay hier die Bistumssynode und die Umsetzung. „Es ist uns gelungen, entscheidende Weichen zu stellen“, zeigte er sich überzeugt. Er sei dankbar und auch etwas stolz, dass das Presbyterium diesen Prozess in unterschiedlicher Weise begleitet habe. Für alle guten Worte, die er auf all seine „Mitstreiterinnen und Mitstreiter“ beziehe, dankte er herzlich. Stellvertretend für die vielen Gremien und Konferenzen, in denen er mitgearbeitet hat, nannte Nicolay neben der Personalkommission auch die Abteilungsleiterkonferenz des Zentralbereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im BGV unter Leitung von Mechthild Schabo, die er als „Think Tank“ erlebt habe. Er sei froh, jetzt „am Übergang mitwirken, wieder in die Pastoral einsteigen und das Überlegte ausprobieren“ zu können, sagte Nicolay, der am 1. Januar seinen Dienst in der Pfarrei Liebfrauen beginnt.

Seinem Nachfolger, Msgr. Ottmar Dillenburg, der im Rahmen der Verabschiedung begrüßt wurde, sagte Nicolay zu, dass „die Menschen, die mich begleitet haben, auch an Deiner Seite stehen werden, im aktiven Tun und im Gebet“. Bischof Ackermann dankte dem bisherigen Kolping-Generalpräses für dessen Bereitschaft, die Aufgaben zu übernehmen. Die Erfahrungen in der Leitung des Internationalen Kolpingwerkes würden Dillenburg „helfen bei diesem Dienst“, sagte Ackermann. Außerdem stehe Dillenburg in seinen Aufgaben nicht allein. Für den Priesterrat wünschte Pfarrer Müller dem neuen Priesterreferenten „ein hörendes Herz“ für die Mitbrüder in ihrer Unterschiedlichkeit.

Ottmar Dillenburg dankte dem Bischof für das „Zutrauen“ in seine Person sowie für alle Gratulationen und Segenswünsche. In seiner Arbeit, die er am 1. Oktober antritt, werde stets die Frage „Was willst du, dass ich für Dich tun soll“ mitschwingen. Diejenigen, die ihm begegnen werden, bat er um Ehrlichkeit, die er selbst auch zusage, sowie um „Begleitung und Gebet“.

Dr. Markus Nicolay (*1966 in Neunkirchen) wurde 1994 zum Priester geweiht. Nach der Kaplans- und Vikarszeit in St. Wendel und Saarlouis-Fraulautern wurde er 1998 Subregens (stellvertretender Leiter) des Trierer Priesterseminars. Ab 2007 war Nicolay Pfarrer in Trier-Ehrang. Seit 2011 ist er Leiter der Abteilung Seelsorge und pastorales Personal und Priesterreferent im Bischöflichen Generalvikariat. Am 1. Dezember 2016 ernannte Bischof Ackermann ihn zum Domkapitular an der Hohen Domkirche Trier. Dieses Amt wird Nicolay auch weiterhin bekleiden.

Ottmar Dillenburg (*1961 in Alf) wurde 1989 zum Priester geweiht. Nach Stationen als Kaplan in St. Wendel (1989 bis 1991) und Vikar in Andernach wurde er 1994 Diözesanjugendseelsorger des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und als Diözesanjugendpfarrer Geistlicher Beirat der Abteilung Jugend im BGV. Ab 1997 war Dillenburg Pfarrer in Dillingen/Saar. 1999 wurde er zum Diözesanpräses des Kolpingwerkes im Bistum Trier gewählt, seit November 2004 war er auch stellvertretender Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland. 2009 wechselte er als Schulpfarrer an das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium Koblenz. Am 1. November 2008 übernahm Dillenburg das Amt des Bundespräses des Kolpingwerks Deutschland; am 27. November 2011 wurde er zum Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes gewählt.

(JR)

 

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Personal Pfarreien Seelsorge
news-104314 Wed, 08 Sep 2021 15:58:48 +0200 Familien vor der Wahl https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familien-vor-der-wahl/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Familie_pixabay_mabel-amber_03b2520225.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familie pixabay mabel amber" />Auch Familien stehen am 26. September vor der Wahl: Wie sehen die familienpolitischen Positionen der Parteien aus? Das checkt der Familienbund der Katholiken in einer Online-Diskussion mit Politikerinnen der Grünen, SPD und CDU/CSU. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Welche Politiker und Politikerinnen vertreten welche familienpolitische Positionen? Unter dem Motto „Familien stehen vor der Wahl“ lädt der Familienbund der Katholiken zu einer Online-Diskussionsveranstaltung via ZOOM am 9. September 2021 von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr mit Bundestagskandidatinnen aus dem Bistum Trier ein.

„Der Wahlkampf ist die Zeit der großen politischen Versprechen. Unter den Politikfeldern, denen die Parteien jetzt besonders viel Aufmerksamkeit schenken, gehört auch die Familienpolitik. Grund genug für uns als Familienbund, genauer nachzufragen“, sagt Michael Korden, Geschäftsführer des Familienbundes der Katholiken im Diözesanverband Trier.  

Als Gesprächspartnerinnen haben zugesagt: Nadine Schön (CDU), seit 2009 Mitglied des Bundestages, stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vertreterin des Wahlkreises St. Wendel in Berlin; Corinna Rüffer (Grüne), Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, seit 2013 Mitglied des Bundestages, kandidiert im Wahlkreis Trier; Verena Hubertz (SPD), kandidiert erstmals als Direktkandidatin im Wahlkreis Trier für den Deutschen Bundestag.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail michael.korden(at)t-online.de. Alle Teilnehmenden erhalten dann per E-Mail einen Zugangslink zur Veranstaltung.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Politik / Gesellschaft
news-104311 Tue, 07 Sep 2021 08:00:00 +0200 Mehr Mensch, mehr Dienst, mehr Nähe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mehr-mensch-mehr-dienst-mehr-naehe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_Priestertag2021_Bischof_JR_1e1d2541f9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Priestertag2021 Bischof JR" />Über 100 Priester aus dem Bistum haben sich zu Begegnung und Austausch mit dem Bischof und untereinander getroffen. Trier – Nach einer Pandemie-bedingten Pause im vergangenen Jahr haben sich Priester des Bistums Trier am 3. September zu Begegnung und Austausch getroffen. Über 100 Priester im aktiven Dienst, aber auch Ruhestandsgeistliche, kamen mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in der ehemaligen Reichstabtei St. Maximin in Trier zusammen. Das „Update“ als Treffen unter den geltenden Corona-Regeln sei möglich und nötig, sagte der Bischof. Bei einem solchen „unverzweckten“ Treffen gehe es weniger um operative Dinge, sondern um Fragen der priesterlichen Existenz und darum, „den größeren Horizont in den Blick zu nehmen“.

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Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-104300 Mon, 06 Sep 2021 15:30:00 +0200 Junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg begleiten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/junge-menschen-ein-stueck-auf-ihrem-weg-begleiten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_Maria-Koob_sb_d1ee4ac920.jpg" width="150" height="100" alt="Maria Koob" title="Maria Koob" />Maria Koob ist neue Leiterin des Orientierungs- und Sprachenjahrs „Felixianum“ und übernimmt die Aufgabe von Oliver Laufer-Schmitt, der nun Regens des Priesterseminars ist. Trier – Maria Koob ist neue Leiterin des Orientierungs- und Sprachenjahrs „Felixianum“ des Bistums Trier. Die 37-jährige Pastoralreferentin arbeitet bereits seit drei Jahren mit im Leitungsteam und übernimmt die Aufgabe von Oliver Laufer-Schmitt, der seit dem 1. September Regens des Priesterseminars Trier ist.

Maria Koob wurde 1984 in Koblenz geboren und studierte in Bonn und Trier Katholische Theologie. Ihre praktische pastorale Ausbildung absolvierte sie in der Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil (2012-2013) und im Dekanat Trier (2013-2015). Anschließend war sie im Dekanat Schweich-Welschbillig zuständig für die Jugend- und Schulpastoral und Glaubenskommunikation. 2018 begann ihre Mitarbeit im Felixianum-Leitungsteam; seit Beginn des Jahres 2021 arbeitet die Pastoralreferentin dort mit vollem Stellenumfang.

„Für mich ist es eine wunderbare Aufgabe, junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt Koob über ihre Motivation für die anstehende Aufgabe. Das Orientierungsjahr „Felixianum“ bietet jungen Leuten nach dem Schulabschluss die Möglichkeit, gemeinsam in einer Wohngemeinschaft mitten in Trier zu leben, Sprachen zu lernen, dabei christliche Spiritualität zu erleben, sich während eines Sozialpraktikums zu engagieren und sich grundlegend mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen. „Das Felixianum möchte junge Menschen erleben lassen, dass sie wichtig sind, dass Gott ihren Weg mitgeht. Dazu bieten wir den Raum, um wichtigen Fragen nachzugehen: Wer bin ich? Wer will ich sein? Was entdecke ich als meine Berufung?“

In Zukunft wolle sie das Konzept dieses christlichen Orientierungsjahres weiterentwickeln, sodass es weiterhin zu den Bedürfnissen junger Menschen passe. „Das tun wir ab September in einem neu aufgestellten Team. Ich übernehme die Leitung und damit auch gerne mehr Verantwortung fürs Felixanum. Oliver Laufer-Schmitt bleibt als Regens mit im Boot, da ja das Propädeutikum der angehenden Priester mit dem Felixianum verbunden ist. Als Verstärkung kommt in gewissem Umfang auch der neue Bischofskaplan Florian Dienhart dazu. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im neuen Team.“ 

Mehr Informationen zum Felixianum und dem Team gibt es auf: www.felixianum.de und unter Tel.: 0651-9484-118
(sb)

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news-104309 Mon, 06 Sep 2021 14:40:31 +0200 Das Evangelium als Grundperspektive fürs Leben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-evangelium-als-grundperspektive-fuers-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_Jaegen_GoDi_210902_Cuppers_38a418c1de.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Jaegen GoDi 210902 Cuppers" />Bischof Ackermann hat einen Gottesdienst im Gedenken an den Trierer Hieronymus Jaegen gefeiert. Trier – Er gilt längst als „Triers heimlicher Heiliger“, obwohl die Seligsprechung von Hieronymus Jaegen noch nicht erfolgt ist. Wenige Tage nach dem 180. Geburtstag des engagierten Christen (23. August) hat Bischof Dr. Stephan Ackermann mit zahlreichen Gläubigen am 2. September einen Gedenkgottesdienst in der Trierer Liebfrauenkirche gefeiert.

Rund um seine Grabstätte, der vierten für den renommierten Trierer, wird gebaut. Deshalb konnte die Messe im Gedenken an den Bankier, Maschinenbauer, Abgeordneten im Preußischen Landtag und tiefgläubigen Christen nicht in St. Gangolf stattfinden. Eingeladen hatte der „Hieronymus-Jaegen-Bund“, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an den Trierer wachzuhalten und seine Seligsprechung voranzubringen. Hieronymus Jaegen könne auch und gerade heute ein Vorbild für ein Leben aus christlicher Überzeugung sein, sagte Markus Leineweber, Vorsitzender des Jaegen-Bundes, in seiner Begrüßung. So wie Jaegen aus christlichem Grundverständnis die Welt geprägt habe, seien alle Laien berufen, auf Basis dieser Werte das Miteinander und das Gesicht der Welt mitzugestalten.

Die Feier der Eucharistie sei für Hieronymus Jaegen „wie das tägliche Brot gewesen“, sagte Bischof Ackermann. So sei er dankbar, zusammen mit vielen Triererinnen und Trierern zum Andenken an den vom Papst Benedikt XVI. zum „Ehrwürdiger Diener Gottes“ ernannten Mannes die Heilige Messe feiern zu können. Wie seine Zeitgenossen Josefine Gräfin von Schaffgotsch, Rosa Flesch, Cherubine Willimann und Peter Friedhofen habe der Bankier und Politiker für die Erneuerung der Kirche gestanden. Anders als die Gründer der Ordensgemeinschaften der Josefsschwestern, der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, der Dominikanerinnen Arenberg und der Barmherzigen Brüder sei Jaegen ein Beispiel für eine Einzelberufung. Ähnlich wie die französische Mystikerin Madeleine Delbrel und der schwedische Friedensnobelpreisträger Dag Hammarsjköld sei der Trierer Jaegen ein Mensch gewesen, „der aus tiefstem Glauben lebte, der den Blick auf das Evangelium als Grundperspektive für sein Leben gewählt hat“. Während die Sprache von Delbrel und Hammarskjöld für die heutigen Menschen verständlicher sei als die des gut 40 Jahre vorher geborenen Jaegen, spreche dieser nach wie vor durch die Breite seiner Persönlichkeit an. Besonders als „Mann aus unserer Heimat“ führe er vor Augen, „dass ein radikales christliches Leben nicht nur in Paris und New York möglich ist, sondern eben hier bei uns in Trier“, erklärte Bischof Ackermann. Als der für den Seligsprechungsprozess verantwortliche Bischof bedauere er, dass das dafür erforderliche und noch ausstehende Wunder stark auf den medizinischen Bereich eingeengt sei. „Wäre Hieronymus Jaegen nicht jemand, „den man sich in auswegloser politischer Situation, bei der Lösung materieller Not und für technische Probleme im Gebet zu Hilfe nimmt?“, fragte der Bischof. Das Wunder lasse sich nicht „bestellen“. Die Erinnerung an den im Glauben und Handeln vorbildlichen Mann aber könne und müsse wachgehalten werden. Und so betete Bischof Stephan Ackermann mit den Gläubigen in den Anliegen der Seligsprechung zu dem Trierer Vorbild. 

(red)

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