Bistum Trier - Redaktion Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Wed, 16 Jan 2019 14:47:03 +0100 Wed, 16 Jan 2019 14:47:03 +0100 Bistum Trier news-96888 Wed, 16 Jan 2019 12:37:14 +0100 100 Jugendliche aus dem Bistum beim Weltjugendtag http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/100-jugendliche-aus-dem-bistum-beim-weltjugendtag/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_wjt_gruppe_d29a5ba86e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mehr als 100 Jugendliche aus dem Bistum Trier nehmen derzeit am Weltjugendtag in Panama teil. Panama/Trier - Mehr als 100 Jugendliche aus dem Bistum Trier haben sich auf den Weg nach Panama zum Weltjugendtag gemacht. Derzeit lernen sie das Land, die Menschen und die Kultur in Panama während der Begegnungstage in Portobelo kennen. Dort wohnen die jungen Menschen bei Gastfamilien und feiern gemeinsam mit den Panamaern und anderen Jugendlichen aus aller Welt ihren Glauben. In der nächsten Woche werden sie in Panama-Stadt sein, wo auch der Papst hinkommen wird.

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(dh)

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news-96880 Wed, 16 Jan 2019 10:11:07 +0100 Heimat neu denken http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heimat-neu-denken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_PTHV_Nachbericht-1-Akademietag_Januar-2019_Foto_Fein_PTHV_04c6d3e055.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der erste Akademietag der Pallotiner in Vallendar am vergangenen Wochenende beschäftigte sich mit dem Thema Heimat. Vallendar - Heimat ist für viele Menschen heute ein wichtiges Thema: Zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung des Bistums Trier und ihren Verantwortlichen Thomas Berenz (Trier) sowie Daniel Steiger (Koblenz) startete die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) am 12. Januar die alljährlichen Akademietage damit, diesem vielfältigen Begriff nachzugehen. „Ein Buch mit vielen Erzählungen umher irrender Menschen“ nannte der Vallendarer Exeget Prof. Dr. Thomas Elßner das Alte Testament, beginnend mit der Vertreibung aus dem Paradies, dem Ruf Gottes an Abraham weg aus seiner Heimat, dem Auszug aus Ägypten bis hin zum sogenannten Babylonischen Exil. Kein Wort gebe es in der hebräischen Bibel für Heimat, in einem biblischen Glaubensbekenntnis drücke sich vielmehr das Selbstverständnis von Heimatlosigkeit aus.

Dass dem gegenüber heute viele Menschen nach Heimat suchen bis hin zur Errichtung einer neuen Abteilung des Innenministeriums – diesem Phänomen ging in einem zweiten Impuls der Philosoph und Hochschulrektor Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski nach. Es scheine auch in einer globalisieren Gesellschaft ein menschliches Grundbedürfnis zu sein, sich zu beheimaten. Die Vorstellung davon, wie dies gelingen könne, sei jedoch nicht einheitlich. Oft spielten verkitschte, idealisierte, emotional romantische Inhalte mit hinein. Was vor 20 Jahren als Heimat galt, habe sich unter modernen Bedingungen gewandelt. Prof. Zaborowski schloss mit dem Appell, doch auch in der „Heimat Europa“ nicht nur das Verkehrte und Schlechte, sondern die gemeinsame Geschichte und die damit verbundenen Orte als eine Chance zu sehen, Zukunft zu gestalten. Für viele Migranten sei jedenfalls Europa eine Perspektive der Hoffnung.

Daniel Steiger konnte danach auf dem Podium noch drei weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Kathrin Wehse und Paul Christian Heck, Studenten aus Mainz, waren gerade von einem kirchlich getragenen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt in Bolivien bzw. Malawi zurück gekommen; Albert Ahanda verließ seine Kameruner Heimat in den 1980er Jahren und ist seitdem Bürger von Vallendar. In ihren lebendigen Erzählungen wurde deutlich, was wichtig ist, um sich an anderen Orten heimisch zu fühlen: das Erlernen der Sprache (bis hin zu Akzenten und Dialekten), das Interesse für andere, oft nicht gleich verständliche Werte und für die Tradition eines Landes sowie das Sich-Einlassen auf Beziehungen. Der eigentliche „Kulturschock“ geschehe dann nicht so sehr in der Fremde, sondern bei der Rückkehr in die „alte Heimat“, wo vieles mit neuen Augen gesehen werde. Oft sei es gar nicht so einfach, die gemachten Erfahrungen denen mitzuteilen, die nicht dabei waren. Diese Erfahrungen bildeten jedoch einen nicht mehr weg zu denkenden Reichtum, der das ganze Leben präge und prägen werde.

Der nächste Akademietag am Samstag, 19. Januar 2019, um 14. Uhr, widmet sich dem Thema „Pflege – Familie – Beruf“. Referenten sind Prof. Dr. Frank Weidner, Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der PTHV, sowie Joachim Speicher, Abteilungsleiter im Mainzer Sozialministerium. Infos unter www.pthv.de bzw. 0261 6402-255.

(red)

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news-96700 Thu, 10 Jan 2019 10:36:11 +0100 Mit neuem Schwung das Evangelium leben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-neuem-schwung-das-evangelium-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_IMG_8719_26c750d977.jpg" width="150" height="113" alt="" />Das Bistum hat auf einer Pressekonferenz die 13 Pfarreien der Zukunft vorgestellt, die zum 1.1.2020 eingerichtet werden. Auch die neuen Pfarrorte wurden bekannt gegeben. Trier – Zum 1. Januar 2020 werden im Bistum Trier 13 Pfarreien der Zukunft errichtet, und mit ihnen zusammen die entsprechenden Kirchengemeinden der Zukunft. Das haben Bischof Dr. Stephan Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg am 10. Januar in Trier bekannt gegeben. Die weiteren 22 Pfarreien der Zukunft werden spätestens zum 1. Januar 2022 errichtet.

Mit dieser Entscheidung wolle er sein Versprechen einlösen, nicht „über Jahre hinweg über die Strukturen zu diskutieren“, sagte Ackermann: „Wir wollen mit neuem Schwung das Evangelium leben! Dazu ist die Synode angetreten. Das ist unsere Herausforderung.“ Die Pfarreien mit ihren Strukturen seien dazu eine wichtige Stütze, bildeten aber eben nur den Rahmen. „Wie wir diesen Rahmen mit Leben füllen, wie wir darin mit den Menschen unterwegs sind – das wird das Entscheidende sein. Mehr als bisher sollen in den neuen Pfarreien die verschiedenen Orte und Formen von Kirche miteinander vernetzt werden und soll sich der Blick über den kirchlichen Binnenraum hinaus auf das soziale Miteinander der Menschen richten.“

Der Bischof zeigte sich überzeugt davon, dass nicht alles im Vorhinein beschrieben und bestimmt werden könne. „Erst im konkreten Tun werden wir mehr Klarheit gewinnen, was geht, wie es geht und wo es weitere Präzisierungen und möglicherweise auch Nachjustierungen braucht. Die Perspektivwechsel der Synode brauchen eine Unterbrechung vieler traditioneller Strukturen und Muster unserer bisherigen territorialen Seelsorge; das ist in den Beratungen mit den Synodalen und in der Folge mit den diözesanen Räten deutlich geworden. Nun müssen wir damit Erfahrungen machen und eine neue Praxis beginnen.“

Kein Stillstand für die anderen 22 Pfarreien der Zukunft

Bischof wie Generalvikar betonten, für die Pfarreien der Zukunft, die in der zweiten Phase starten, bedeute das keinesfalls einen Stillstand. „Denn für das pastorale Handeln in allen Pfarreien gilt: Das, was jetzt schon klar und entschieden ist – Rahmenleitbild, eine stärker diakonische Ausrichtung, die Weiterentwicklung des ehrenamtlichen Engagements – ist schon jetzt soweit als möglich aufzunehmen“, sagte Ackermann. Er sei sicher, dass die Errichtung der ersten 13 Pfarreien eine Bewegung auslösen werde, „die auch den anderen hilft, intensiv auf die neue Form des pfarrlichen Lebens zuzugehen“. Auch von Plettenberg betonte, niemand müsse mit der inhaltlichen Synodenumsetzung warten. „Auf die Begleitung und Unterstützung der Pfarreien oder Pfarreiengemeinschaften im Übergang werden wir ein besonderes Augenmerk legen.“

Mit der gestuften Umsetzung trage das Bistum den administrativen und auch kommunikativen Herausforderungen der Umsetzung Rechnung. „Wir haben sehr ernsthaft geprüft und uns gefragt: Ist das der Weg für unser Bistum? Was ist realistisch zum 1.1.2020 machbar? Wann überfordern wir die Menschen vor Ort, aber auch die Verwaltung?“ erklärte der Bischof. Er erhoffe sich von diesem Verfahren erste konkrete Erfahrungen mit der Umsetzung der pfarrlichen Struktur. Außerdem gehe er davon aus, dass diese Erfahrungen dazu beitragen, vorhandene Ängste abzubauen und weitere Menschen für die Reform zu gewinnen. „Wir machen hier nicht einfach eine Strukturreform. Wir wollen eine Erneuerung des kirchlichen Lebens im Bistum Trier.“

Anhörung wird ab März 2019 starten

Generalvikar von Plettenberg erläuterte, die 13 Pfarreien in die erste Phase der Umsetzung der neuen Raumgliederung seien die, die von ihrem Territorium her deckungsgleich mit bisherigen Dekanaten sind (à Liste unten). Das habe den Vorteil, dass die Pfarreiengemeinschaften, die vorerst noch bestehen bleiben, in ihren Grenzen nicht davon berührt sind. „Zudem gibt es durch die Dekanate bereits vielfältige Vernetzungen, über die Grenzen von Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften hinaus gibt es pastorale Praxis und gemeinsame Erfahrungen.“ Für die Verwaltung, die dann eine Zeitlang „zweigleisig“ fahren müsse, sei das realisierbar. Jetzt gelte es, etwa eine Gremienstruktur für den Übergang zu erarbeiten oder was das für die Mitarbeitenden sowohl in der Pastoral wie in der Verwaltung bedeute. Der Generalvikar kündigte Informationsveranstaltungen sowohl in den drei Visitationsbezirken mit dem Bischof als auch in der Fläche des Bistums an.

„Die kirchenrechtlich vorgesehene Anhörung wird ab März 2019 starten“, erklärte der Generalvikar, und zwar für alle Pfarreien der Zukunft durchgeführt, nicht nur für die der ersten Umsetzungsphase. „Denn etwa die Raumgliederung berührt ja das gesamte Gebiet des Bistums.“ Gegenstand der Anhörung werde neben den zukünftigen Pfarrgrenzen auch der künftige organisatorische Aufbau der Pfarrei sein, die Gremienstruktur, die Rechtsnachfolge und die Pfarrorte. Eine Liste der Pfarrorte mit dem Sitz von Leitungsteam und Verwaltung legte von Plettenberg ebenfalls vor. Zudem erläuterte er, die Pfarreien würden grundsätzlich nach den Pfarrorten benannt. „Lediglich die Pfarreien Adenau-Gerolstein und Cochem-Zell tragen zwei Orte im Namen. Bei der Pfarrei der Zukunft Tholey nennen wir diese nach dem Namen der Gemeinde, in der der Ortsteil Theley liegt, den wir als Pfarrort vorsehen.“ Mit dieser Entscheidung sei das Bistum der Umsetzung der Synode und der Perspektivwechsel „ein gutes Stück näher“ gekommen. „Ich will nicht verhehlen, dass uns immer wieder neu bewusst wird, was für ein Mammut-Projekt wir hier begonnen haben. Aber es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bischof und Gläubigen, von Bistumsleitung und Mitarbeitenden, von Haupt- und Ehrenamtlichen“, betonte von Plettenberg.

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news-96653 Tue, 08 Jan 2019 16:04:44 +0100 365 Möglichkeiten http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/365-moeglichkeiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Shulha_Freiwilligendienst_Lebenshilfe_ffa16c9196.jpg" width="150" height="100" alt="Viktoriia Shulha arbeitet an einer Werkbank in der Trierer Lebenshilfe" title="Shulha Freiwilligendienst Lebenshilfe" />Die Ukrainerin Viktoriia Shulha arbeitet im Rahmen des SoFia-Freiwilligendienstes ein Jahr lang bei der Trierer Lebenshilfe. Trier – Zwischen knallbunten Kunstwerken an den Wänden und unzähligen Grünpflanzen sitzen 44 Frauen und Männer verschiedenen Alters und arbeiten konzentriert an ihren Werkbänken. Über ihren Köpfen ranken sich Schling- und Kletterpflanzen aus farbenfrohen Töpfen an langen Rohren entlang. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt, hin und wieder schallt fröhliches Gelächter durch den tageslichtdurchfluteten Raum. Der Anblick, der sich bietet, ist weit entfernt von dem Bild, das man im Kopf hat, wenn man sich eine Montagehalle für Autozubehör vorstellt.

Die Halle gehört zum Stammwerk der Trierer Lebenshilfe und ist seit knapp einem Jahr der Arbeitsplatz von Viktoriia Shulha. Die 24-jährige Ukrainerin absolviert hier einen Freiwilligendienst, der über den Verein Soziale Friedensdienste (SoFia) e.V. des Bistums Trier organisiert wird. Der Verein ermöglicht jungen Menschen, ein Jahr lang im Ausland einen persönlichen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Shulhas Aufgaben sind ebenso vielfältig wie die Menschen, mit denen sie zusammenarbeitet – ein Großteil ihrer Kolleginnen und Kollegen hat eine Behinderung. Sie selbst packt nicht nur bei der Montagearbeit mit an, sondern hilft auch bei der Pflege der vorwiegend geistig behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder treibt mit ihnen Sport in der firmeneigenen Sporthalle. „Wenn es die Auftragslage zulässt“, schmunzelt sie, „basteln oder spielen wir auch einfach mal zusammen.“

Durch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei den Maltesern in ihrer Heimatstadt Iwano-Frankiwsk war ihr die Arbeit mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben, bereits vertraut. In der westukrainischen Stadt, die etwa doppelt so viele Einwohner hat wie Trier, studierte sie Soziologie und Psychologie. Mit den Maltesern hatte sie Trier bereits einige Male besucht, daher war es für sie klar, dass sie ihren Freiwilligendienst in der Moselmetropole leisten wollte. Auch ihre Ziele hatte sie bereits klar definiert: Die fremde Sprache verstehen lernen und selbstständiger werden.

Mit zwei Wochen Verspätung aufgrund ihrer Uni-Abschlussprüfung kam die junge Frau in Trier an – und das mitten in der Karnevalssaison. Ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter hatten zu dem Zeitpunkt schon 14 Tage Lernvorsprung im Deutschkurs. Anfangs gab es einige Dinge, die ihr seltsam vorkamen: „Nach einer gemeinsamen Stadtrallye mit den anderen Freiwilligen fragte mich eine Bekannte, ob ich ein ‚Fußpils‘ [Bier zum Mitnehmen, Anm. d. Red.] möchte für den Weg zur Party. Damit konnte ich gar nichts anfangen. Das hat sich aber schnell aufgeklärt“, erklärt sie augenzwinkernd. Noch wertvoller als der Deutschunterricht und Veranstaltungen sei für sie aber die tagtägliche Arbeit mit Menschen: „So lernt man viel schneller und es wird nie langweilig!“.

Nach der Eingewöhnungsphase bei einer Gastfamilie übernahm Shulha das Wohnheimzimmer ihrer Vorgängerin im Trierer Norden. Ostern und Weihnachten feierte sie aber im Hause ihrer Gasteltern, auf deren Rat und Hilfe sie sich stets verlassen könne. Gemeinsam mit ihnen feierte sie Weihnachten im Dezember – für Shulha, die der orthodoxen Gemeinde in der Ukraine angehört, ein paar Tage zu früh. In ihrer Heimat fällt der Heiligabend auf den 6. Januar, da sich russisch-orthodoxe Feiertage nach dem julianischen Kalender ausrichten, wohingegen katholische, evangelische und griechisch-orthodoxe Christen nach dem gregorianischen Kalender leben. Nach dem deutschen Weihnachtsfest, das ihr „wie im Film“ vorkam, feierte sie Weihnachten wie sie es kannte, ganz traditionell mit zwölf verschiedenen Speisen und neuen Freunden, aber ohne Geschenke. Die gibt es bei russisch-orthodox Gläubigen schon am Nikolaustag.

Vieles sei anders hier in Deutschland, sei es der fehlende Schnee im Winter, den Shulha so schmerzlich vermisst, oder deutsche Hang zu Ordnung und Organisation: „Einer meiner Lieblingsplätze auf der Arbeit ist der Lagerraum. Es ist alles so ordentlich und übersichtlich. Auch der deutsche Busverkehr funktioniert wie ein Uhrwerk, wenn nicht gerade gestreikt wird“, sagt sie und fügt hinzu: „aber wenn man nette Kollegen hat, die einem ein Fahrrad leihen, ist das nicht weiter problematisch.“ Auch sei in Deutschland alles auf Termine ausgerichtet, was oftmals hilfreich sei. Drei Monate auf einen Arzttermin zu warten sei dagegen unangenehm: „Was soll man in den drei Monaten machen? Nicht sterben!“, erklärt sie scherzhaft.

In wenigen Wochen endet ihr Einsatz mit SoFia und Viktoriia Shulha wird in ihre Heimatstadt zurückkehren. Im vergangenen Jahr hat sie einiges erlebt: „Ich habe so viel gesehen und konnte viele Ausflüge machen, z.B. nach Metz, Luxemburg, Mailand, Amsterdam und Brüssel. Das Europäische Parlament wollte ich mir unbedingt ansehen!“ Die Arbeit für die Lebenshilfe habe sie stärker und ausgeglichener gemacht – auch fühle sie sich nach einem Jahr Friedensdienst im Ausland erwachsener. Sie habe ihr „inneres Licht“ gefunden. Ob sie in Deutschland bleiben möchte? Nein, sagt sie, aber: „In diesem einen Jahr im Freiwilligendienst kann man so viele großartige Erfahrungen sammeln – mehr als andere Menschen vielleicht in ihrem ganzen Leben.“ Der Freiwilligendienst gebe einem die Möglichkeit, eine fremde Gesellschaft kennenzulernen – mit anderen Leuten und einer anderen Kultur. Gute Aspekte daran könne man mit nach Hause nehmen, in die Arbeit vor Ort integrieren und diese verbessern. Zuhause möchte sie weiter im sozialen Bereich tätig sein, vielleicht als Sozialarbeiterin.

Es stimme sie traurig, sich bald von den Menschen, die ihr in Trier und insbesondere in der Lebenshilfe ans Herz gewachsen sind, verabschieden zu müssen. „Es ist so schön, jetzt endlich die Geschichten verstehen zu können, die mir die Leute hier erzählen!“, versichert sie und fügt mit Blick auf ihr Team hinzu: „Das Jahr Freiwilligendienst bietet nicht nur eine, sondern 365 Möglichkeiten“.

Wer sich für einen Friedensdienst im Ausland mit SoFia e.V. interessiert, findet unter www.sofia-trier.de weitere Informationen.

(ih)

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Behinderung (Menschen mit...) Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-96600 Sun, 06 Jan 2019 17:13:00 +0100 „Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-welt-wird-heller-durch-den-stern-der-euch-begleitet/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/a/csm_Bundesprasident_ADL_7580_4943d188cb.jpg" width="150" height="100" alt="Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender begrüßen Sternsinger" title="Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender begrüßen Sternsinger" />Darleen, Maren und Selma sind Sternsinger-Profis, aber dieser Besuch war nicht alltäglich: Mit 36 anderen Sternsingern waren sie beim Bundespräsidenten im Schloss Bellevue. Berlin/Trier – „Lieber Herr Bundespräsident, die Sternsinger sind da! Wir bringen Ihnen den Segen für das neue Jahr.“ Mit diesen Worten hat die zehnjährige Selma Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt. Sie gehörte zu den 39 Sternsingern aus dem Bistum Trier, die am Sonntagvormittag am Sternsingerempfang des Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue teilnahmen. Dort vertraten sie die rund 300.000 Mädchen und Jungen, die um den Jahreswechsel von Tür zu Tür ziehen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln.

Die Sternsinger kamen aus den Pfarreien St. Antonius in Saarhölzbach, St. Hildegard in Emmelshausen, St. Johannes in Sirzenich und dem Pallotti-Haus in Neunkirchen. In Trier hatten Ende 2017 mehr als 2.600 Sternsinger die 60. Aktion Dreikönigssingen bundesweit eröffnet. Es ist das zweite Mal in seiner Amtszeit, dass Bundespräsident Steinmeier die Sternsinger empfing.

„Ihr bringt nicht nur Gottes Segen, ihr öffnet Türen. Und damit gelingt euch etwas ganz Besonderes: Menschen, die sich gar nicht kennen, öffnen sich, und sie kommen ins Gespräch miteinander. Es sind ganz verschiedene Menschen: junge und alte, gesunde und kranke, Frauen, Männer und Kinder. Es sind Menschen, die immer in Deutschland gelebt haben und andere, die zu uns gekommen sind. Es sind Christen und Nicht-Christen. So wie auch ihr, die Sternsinger, verschieden seid, so wie auch bei euch alle Kinder willkommen sind. Und das finden wir großartig!“, sagte Bundespräsident Steinmeier zu den Kindern, die sich um ihn im Großen Saal des Schlosses versammelt hatten. „Euch, die Sternsinger, und die Menschen, die euch die Tür aufmachen, verbindet etwas: Ihr seid offen für Neues. Und ihr wollt Kindern helfen, denen es nicht so gut geht. Kindern, die in armen Ländern leben oder in Ländern, in denen Krieg ist. Ihr schenkt also auch etwas, so wie damals die Könige, und ich finde, euer Geschenk ist das Schönste, das man sich vorstellen kann. Ihr setzt euch ein, um zu helfen. Und das ist leider überhaupt nicht selbstverständlich. Ihr könntet ja auch einfach zu Hause chillen. Ich möchte euch dafür ganz, ganz herzlich danken. Die Welt wird heller durch den Stern, der euch begleitet!“, so Bundespräsident Steinmeier.

 

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news-96542 Fri, 04 Jan 2019 12:54:30 +0100 „Christen in Israel: Herausforderungen und Möglichkeiten” http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christen-in-israel-herausforderungen-und-moeglichkeiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_ackermann_04_885005e85a.jpg" width="150" height="105" alt="" />Zusammen mit 13 anderen Vertretern nationaler Bischofskonferenzen wird Bischof Ackermann am Internationalen Bischofstreffen in Israel teilnehmen. Bonn/Trier - Das 19. Internationale Bischofstreffen im Heiligen Land findet vom 12. bis 17. Januar 2019 statt. 14 Bischöfe von zwölf europäischen und nordamerikanischen Bischofskonferenzen sowie aus Südafrika werden an dem Treffen teilnehmen. Die Deutsche Bischofskonferenz wird durch den Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), vertreten.

Die jährlich stattfindenden Bischofstreffen zielen darauf ab, die Verbundenheit der Weltkirche mit den Christen im Heiligen Land zum Ausdruck zu bringen und internationale Aufmerksamkeit für die Situation der Kirchen in der Region herzustellen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten der Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ausgelotet werden.

Das diesjährige Treffen setzt den Fokus auf die Situation in Israel; das Leitthema lautet: „Christen in Israel: Herausforderungen und Möglichkeiten“. Vor dem Hintergrund einer steten Abwanderung von arabischen Christen aus dem Heiligen Land und dem zeitgleichen Zuzug katholischer Migranten vor allem aus dem asiatischen Raum nach Israel sehen sich die christlichen Konfessionen erheblichen Veränderungen ausgesetzt. Besonders herausfordernd sind für die christliche Bevölkerung die politischen Entwicklungen in den Palästinensischen Gebieten und in Israel.

Das 19. Internationale Bischofstreffen beginnt in Jerusalem mit einem Gespräch mit dem Apostolischen Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa. Am Sonntag (13. Januar 2019) feiern die Bischöfe die Heilige Messe im palästinensischen Zababdeh und treffen dort mit der Pfarrgemeinde zusammen. Am Abend erreicht die Delegation die Hafenstadt Haifa, den diesjährigen Hauptort des Treffens. Mit Vertretern verschiedener Religionen wird die Bedeutung des christlichen Lebens in Israel in Koexistenz mit den anderen Religionen erörtert. Geplant ist eine Teilnahme von Vertretern des Judentums, des Islam, von Drusen und Angehörigen der Bahai-Religion. Professor Daniel Statman von der Universität Haifa wird zum Thema „Staat und Religion in Israel“ sprechen. Am Dienstag und Mittwoch sind Besuche der Delegation im Großraum Haifa vorgesehen, um sich ein Bild vom vielfältigen christlichen Leben zu machen, das auch Auswirkungen auf die Gesellschaft des Staates Israel hat. Dazu gehören Besuche im italienischen Krankenhaus und dem Haus Sacre Coeur für behinderte Kinder in Haifa sowie ein Treffen mit christlichen Bürgermeistern verschiedener Städte Nordisraels.

An der Konferenz werden neben Bischof Dr. Stephan Ackermann folgende Bischöfe teilnehmen: Erzbischof Stephen Brislin (Kapstadt, Südafrikanische Bischofskonferenz); Erzbischof Timothy Brogio (Militärseelsorge der Bischofskonferenz der USA), Bischof em. Pierre Bürcher (Rejkjavik, Skandinavische Bischofskonferenz); Bischof Rodolfo Cetoloni (Grosseto, Italienische Bischofskonferenz), Bischof em. Michel Dubost (Evry, Französische Bischofskonferenz), Bischof Lionel Gendron PSS (Saint Jean-Longueuil, Kanadische Bischofskonferenz); Weihbischof William Kenney CP (Birmingham, Bischofskonferenz von England und Wales); Bischof Declan Lang (Clifton, Bischofskonferenz von England und Wales); Bischof Alan McGuckian (Raphoe, Irische Bischofskonferenz); Bischof William Nolan (Galloway, Schottische Bischofskonferenz), Bischof Jose Ornelas Carvalho (Setubal, Portugiesische Bischofskonferenz), Bischof Noel Treanor (Down and Connor, Irische Bischofskonferenz) und Erzbischof Joan Enric Vives Sicilia (Urgell, Spanische Bischofskonferenz). Darüber hinaus werden Repräsentanten des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vertreten sein.

Hintergrund

Das Internationale Bischofstreffen verfolgt das Ziel, Christen und Kirchen im Heiligen Land in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Verständigung zwischen den Völkern und Religionsgemeinschaften zu stärken und die Verbindung der Weltkirche mit ihnen zu festigen. Die Bischöfe besuchen während ihres Treffens als Pilger die Heiligen Stätten im Land und feiern dort Gottesdienste. So sollen auch die Gläubigen in ihren Heimatländern zu Pilgerreisen ermutigt werden.

(red)

 

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news-96536 Fri, 04 Jan 2019 10:36:26 +0100 Neuer stellvertretender katholischer Landessenderbeauftragter für den SWR http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neuer-stellvertretender-katholischer-landessenderbeauftragter-fuer-den-swr/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/c/csm_hoffmann_christopher_51233d2b43.jpg" width="150" height="100" alt="" />Christopher Hoffmann hat die Aufgabe des stellvertretenden katholischen Landessenderbeauftragten für den SWR Rheinland-Pfalz übernommen. Er folgt auf Kalle Grundmann. Trier – Christopher Hoffmann (33) aus Koblenz hat am 1. Januar die Aufgabe des stellvertretenden katholischen Landessenderbeauftragten für den SWR Rheinland-Pfalz übernommen. Zusammen mit dem Landessenderbeauftragten Martin Wolf (Mainz) verantwortet er die katholischen Beiträge aus Rheinland-Pfalz in den Programmen des Südwestrundfunks.

Hoffmann stammt aus Buch im Hunsrück. Von 2005 bis 2011 hat er in Trier und Freiburg im Breisgau Katholische Theologie studiert. Nach Ausbildungsstellen in Bad Neuenahr-Ahrweiler und im Dekanat Remagen-Brohltal arbeitet er seit 2014 als Pastoralreferent im Dekanat Rhein-Wied. Seit 2015 gehört Hoffmann zum Autorenteam für die kirchlichen Beiträge in den Hörfunkprogrammen des SWR. In den Jahren 2017 und 2018 hat er eine berufsbegleitende journalistische Ausbildung am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) absolviert.

In der Aufgabe als stellvertretender Landessenderbeauftragter für den SWR Rheinland-Pfalz folgt Christopher Hoffmann auf Pastoralreferent Kalle Grundmann (Koblenz), der am 1. Januar ein Sabbatjahr begonnen hat.

(StW)

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news-96336 Sun, 30 Dec 2018 07:48:00 +0100 Langjähriges Engagement für Sport und Ehrenamt gewürdigt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/langjaehriges-engagement-fuer-sport-und-ehrenamt-gewuerdigt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/5/csm_DjK_Bundesverdienstkreuz_Monnerjahn_cbeb5aa2e0.jpg" width="150" height="100" alt="" />DJK-Ehrenpräsident Volker Monnerjahn hat das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Trier/Oberwesel – DJK-Ehrenpräsident Volker Monnerjahn hat das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande erhalten. Bei der Feier in Mainz am 17. Dezember würdigte der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, die Verdienste des langjährigen DJK-Präsidenten für den Sport und sein Engagement bei der DJK „Rheinwacht“ 1924 Oberwesel.

 „Volker Monnerjahns sportliche Heimat ist die DJK „Rheinwacht“ 1924 Oberwesel. Seit der Kindheit ist er dort als Sportler, aber insbesondere auch als Übungsleiter, Organisator und Ideengeber aktiv“, betonte der Minister. Es gebe kaum ein Amt im Verein, dass er nicht schon einmal ausgeführt oder mitgestaltet habe. Seit 40 Jahren sei er als Übungsleiter tätig, von 1986 bis 1996 sei er Vorsitzender gewesen. „In dieser Zeit haben sich die Mitgliederzahlen von 450 auf 1.150 mehr als verdoppelt“, sagte Lewentz.

Nach seiner Tätigkeit als Vorsitzender in Oberwesel führte Monnerjahn von 1997 bis 2005 die DJK im Bistum Trier. Von 1998 bis 2006 gehörte Volker Monnerjahn dem Präsidium des DJK-Landesverband Rheinland-Pfalz an, darunter von 1998 bis 2002 als Vizepräsident. „Auch auf Bundesebene hatte Volker Monnerjahn über 35 Jahre lang zahlreiche Funktionen inne. Hervorheben möchte ich die Zeit ab dem Jahr 2000 als Vizepräsident und von 2004 bis 2015 als Präsident des DJK-Bundesverbands“, betonte Lewentz. Stets sei Monnerjahn die Jugend- und Bildungsarbeit ein besonderes Anliegen gewesen.

DJK-Präsidentin Elsbeth Beha sagte: „Seine langjährige erfolgreiche Arbeit im Bereich des Sports zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, dass er dafür eintritt, funktionsfähige und demokratische Strukturen aufzubauen und zu bewahren und sich für die DJK als Brücke zwischen Kirche und Sport einzusetzen.“

„Ich bin sehr stolz und habe diese hohe Auszeichnung meiner Familie und all denen gewidmet, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Hier spielt auch der DJK-Sportverband eine wichtige Rolle“, erklärte Volker Monnerjahn.

„Sport und mehr...“ lautet die Devise des DJK-Sportverbandes, der als katholischer Sportverband in ökumenischer Offenheit rund 500.000 Mitglieder in über 1.000 DJK-Vereinen in Deutschland vertritt. Im Jahre 1920 in Würzburg gegründet, hat sich die DJK die Förderung des sachgerechten Sports, die Förderung der Gemeinschaft und die Orientierung an der christlichen Botschaft zu Leitmotiven gemacht. Der DJK-Sportverband im Bistum Trier betreut in 84 Vereinen im Saarland und Rheinland-Pfalz rund 28.500 Mitglieder, davon sind etwa 13.500 Kinder und Jugendliche. Sein Sportangebot erstreckt sich dabei über alle Sportarten und richtet sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Neben Breiten- und Leistungssport wird besonders der Gesundheits- und Seniorensport in den DJK-Vereinen gefördert.

(red)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände Seelsorge
news-96301 Thu, 27 Dec 2018 09:31:29 +0100 Große Verdienste um die Abtei Himmerod http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/grosse-verdienste-um-die-abtei-himmerod/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_densborn_ackermann_f431aa4074.jpg" width="150" height="100" alt="" />Für seine Verdienste um den Erhalt der Abtei Himmerod hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 23. Dezember Walter Densborn mit der Bistumsmedaille ausgezeichnet. Großlittgen/Himmerod – Für seine besonderen Verdienste um den Erhalt der Abtei Himmerod hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 23. Dezember den ehemaligen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Manderscheid, Walter Densborn, mit der Bistumsmedaille ausgezeichnet. Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat sich Densborn als Lokalpolitiker und Privatperson für zahlreiche wirtschaftliche, bauliche und kulturelle Belange und zuletzt entscheidend für den Fortbestand der Zisterzienserabtei im Salmtal eingesetzt.

Nach einer Pontifikalvesper mit dem Bischof am vierten Adventssonntag in der Abteikirche würdigte Professor Dr. Reinhold Bohlen im Refektorium der Abtei das Wirken von Walter Densborn für das traditionsreiche Kloster. „Ohne Übertreibung darf man behaupten, dass Herrn Densborn das wirtschaftliche Überleben des Klosters nach der drohenden Insolvenz im Jahr 2011 zu verdanken ist“, sagte Bohlen in seiner Laudatio. Er habe den Förderverein Abtei Himmerod ins Leben gerufen und in kürzester Zeit viele Hundert Mitglieder geworben. Für die Klosterfischerei konnte Densborn das DRK-Sozialwerk gewinnen und mit der Gründung der Altenhof GbR zum Erhalt der Landwirtschaft beitragen. „Beherzt und auf eigenes Risiko“, so Bohlen, habe er sich für den Fortbestand der Betriebe eingesetzt und schließlich selbst die Klostergaststätte und die Buch- und Kunsthandlung privat als Inhaber übernommen und wirtschaftlich wieder erfolgreich gemacht.

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news-96212 Tue, 25 Dec 2018 10:45:00 +0100 „Gott lässt die Welt nicht zugrunde gehen“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-laesst-die-welt-nicht-zugrunde-gehen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_Weihnachten2017_JR_89e6f6b64f.jpg" width="150" height="106" alt="" title="Weihnachten2017 JR" />Bischof Ackermann hat im Weihnachtshochamt zu „weihnachtlicher Endzeitstimmung“ ermutigt. Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat an Weihnachten Christinnen und Christen an ihre Verantwortung für die Schöpfung erinnert: „Wir haben nur das eine Leben und die eine Welt. Gott spielt nicht mit dieser Welt. Das zeigt er an Weihnachten, indem er sich unwiderruflich an diese Welt bindet. Auch wir sollen nicht mit dieser Erde spielen. Dafür ist sie zu kostbar.“ (Predigt im Wortlaut)

In diesen Tagen höre man immer wieder, die Zeichen stünden „auf Endzeit“, sagte der Bischof. Überkommene Vorstellungen, Institutionen, gesellschaftliche Systeme seien dabei, „vor unseren Augen“ zu zerbrechen. Ackermann nannte am 25. Dezember im Trierer Dom etwa den „brüchig gewordenen Gemeinschaftssinn“ in Europa, vor allem angesichts der Herausforderung von Flucht und Migration; die Verfallserscheinungen in der politischen und gesellschaftlichen Kultur in Deutschland; das „internationale Phänomen von Terroristen und Amokläufern, die aus Ideologie, aus Hass oder purem Frust unschuldige Menschen in den Tod reißen und damit das Leben unzähliger Familien schwer traumatisieren“. Ausdrücklich nannte der Bischof die katholische Kirche, „die aufgrund von Gewaltverbrechen und Machtmissbrauch durch Amtsträger in der jüngsten Vergangenheit massiv an Glaubwürdigkeit verloren hat und in der viele in ihrem bisherigen Kirchenbild erschüttert sind. Entfremdungstendenzen, die schon seit längerem sichtbar sind, werden dramatisch beschleunigt“.

Auch die biblischen Lesungen des Weihnachtsfestes sprechen von der „Endzeit“. Die ersten Christen sahen mit der Geburt Christi die Endzeit angebrochen. Gemeint sei aber keine „Untergangsstimmung“: Die Endzeit, von der das Neue Testament spricht, transportiere die Atmosphäre der Hoffnung und des Aufbruchs: „Endlich – Gott kommt. Endlich wird sein Handeln sichtbar.“ Endzeit weihnachtlich heiße: „Gott lässt die Welt nicht zugrunde gehen“, betonte Ackermann. „Er sucht nicht das Weite, geht nicht auf Abstand zu seiner Schöpfung, ist nicht Zuschauer des Untergangs, sondern im Gegenteil: Gott kommt auf die Welt zu, stärker als jemals zuvor.“

Seit Weihnachten gebe es von Gott her keine Vorläufigkeit mehr, sagte der Bischof: „Indem Gott selbst Mensch wird in Jesus von Nazaret, gibt er der Menschheit sein Ja, das er nie mehr zurücknehmen wird. Mitten in aller irdischen Vorläufigkeit, in aller Veränderung ist das Endgültige schon da. Die Weihnachtsbotschaft ist kein Programm mit befristeter Laufzeit.“ Darauf sei Verlass; das gebe denen, die die Botschaft hören und annehmen, neue Sicherheit und Gelassenheit. Christen seien also durchaus endzeitlich gestimmte Menschen, aber keine „Untergangspropheten“.

Die Weihnachtsbotschaft sei eben „kein plüschiges Märchen, sondern sie weiß um die harten Realitäten des Lebens: um Zweifel, Zukunftsangst, Armut, Ablehnung und Flucht“, erklärte Ackermann. Dieses Wissen um die Realität des menschlichen Lebens sei zugleich „getragen von einer großen Zuversicht, die nicht menschengemacht, sondern gottgeschenkt ist“. Er wünsche allen Gläubigen, dass sie sich in diesen weihnachtlichen Tagen „durch die Bilder, die Musik und die Texte neu vom heiteren Ernst der Botschaft von Bethlehem ergreifen lassen“.

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-96211 Mon, 24 Dec 2018 23:45:00 +0100 Sehnsucht nach der geheilten Schöpfung http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sehnsucht-nach-der-geheilten-schoepfung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/a/csm_krippe_dom_heyen_d5d558e206.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Krippe dom heyen" />Bischof Ackermann hat in der Christmette über das Weihnachtslied „Stille Nacht“ gesprochen und betont, die Weihnachtsbotschaft sei keine Nostalgie. Trier – Die Weihnachtsbotschaft ist keine Nostalgie. Sie träumt nicht von einer Rückkehr ins Paradies, in eine heile Welt, die es nicht mehr gibt, sondern sie spricht von der Sehnsucht nach der geheilten Schöpfung. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Christmette an Heiligabend (24. Dezember) im Trierer Dom betont. „Im Kind von Bethlehem kommt Gott in diese Welt, um sich noch enger als zuvor mit ihr zu verbinden und sie dadurch zu retten und zu heilen.“ (Die Predigt im Wortlaut hier)

Richtig verstanden wolle die weihnachtliche Botschaft nicht „einlullen und einschläfern“, sondern sei im Gegenteil „ein sehnsuchtsvolles Protestlied gegen die bestehenden Verhältnisse, gegen die zerstörerischen Kräfte, die die Schönheit der Schöpfung und die Würde des Menschen Tag für Tag in den Schmutz ziehen. Weihnachten fordert uns auf, uns damit nicht abzufinden“.

Ackermann machte seine Deutung am Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ fest. Es wurde vor 200 Jahren zum ersten Mal gesungen und ist Weltkulturerbe. Der Bischof sagte, seiner Wahrnehmung nach liege die Faszination des Liedes für so viele Menschen darin, dass bei aller Zeitgebundenheit Melodie und Text etwas von der Weihnachtsbotschaft enthielten. Menschen fühlten sich durch das Lied an ihre Kindheit erinnert und damit an das „Gefühl einer ursprünglichen Geborgenheit, einem Aufgehoben sein, das nicht eigener Leistung entspringt, sondern pures Geschenk“ ist. Das sei eine urtümliche Form der Gotteserfahrung: „Denn der Gott, den uns Jesus verkündet, ist kein anderer als der, der uns die gesamte Schöpfung und unser eigenes Leben zum Geschenk gemacht hat und der beides in seinen Händen hält.“

Was Menschen möglicherweise ebenfalls an diesem Lied so berühre, sei das Moment der Einsamkeit der Eltern Jesu, das mit „Alles schläft, einsam wacht…“ besungen wird. Maria und Josef stünden stellvertretend für die Einsamkeit, die es im Leben jedes Menschen gebe. Damit sei nicht das niederdrückende und traurig machende „Allein sein“ gemeint, betonte der Bischof, und dankte all denen, die an Weihnachten Menschen Zeit und Gemeinschaft schenken. Er meine eine „weihnachtliche Einsamkeit, der wir nicht ausweichen sollten“: die Einsamkeit, die es braucht, um Abstand vom Alltag zu gewinnen; die Einsamkeit, die hilft, zur Ruhe zu kommen; die Einsamkeit, die „uns herausreißt aus der bleiernen Schläfrigkeit des Alltagstrotts“. Diese Einsamkeit lasse aufmerksam sein für die Stimme Gottes und bringe in die Unmittelbarkeit mit Gott. „Es ist die Einsamkeit, in der uns unsere unverwechselbare Personalität und Würde bewusst wird.“ Eine Gemeinschaft werde oberflächlich, wenn die einzelnen nicht bereit und in der Lage seien, „bei sich selbst einzukehren“.

Ackermann ermutigte die Gläubigen, sich durch Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ daran erinnern zu lassen, dass sie „in einem positiven Sinn einsam sind vor Gott, das heißt unverwechselbar, unvertretbar, persönlich berufen in seine Nähe“. Diese Nähe lasse aufatmen, still werden. „Sie heiligt uns. Sie hilft uns, wacher zu werden für die Welt und für uns selbst. Sie hilft uns, mehr Mensch zu werden nach Gottes Bild.“

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-96126 Fri, 21 Dec 2018 09:57:38 +0100 „Könige“ aus dem Bistum beim Bundespräsidenten http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/koenige-aus-dem-bistum-beim-bundespraesidenten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_sternsinger_vortreffen2_9801d0336f.jpg" width="150" height="100" alt="" />40 Sternsinger aus dem Bistum Trier bringen im Januar den Segen ins Schloss Bellevue und werden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Wenn Maren, Selma und Elias am 6. Januar an die Tür von Schloss Bellevue klopfen, dann wird kein Geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier öffnen. Dort, wo sonst in Berlin Staatsgäste empfangen werden, bringen 40 Kinder aus dem Bistum Trier dem Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender den Segen der Sternsinger.

Um elf Uhr wird der Segen an das große Portal geschrieben und anschließend sind die Kinder ins Schloss eingeladen. Sie vertreten dabei alle Mädchen und Jungen, die rund um den Jahreswechsel Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. Die Kinder und Jugendlichen kommen aus den Pfarreien St. Antonius in Saarhölzbach, St. Hildegard in Emmelshausen, St. Johannes in Sirzenich und dem Pestalozzi-Haus in Neunkirchen. In Trier hatten Ende 2017 mehr als 2.600 Sternsinger die 60. Aktion Dreikönigssingen bundesweit eröffnet.

Doch beim Bundespräsidenten stapft man natürlich nicht eben mal durch die Tür: Bei einem Vortreffen Anfang Dezember in Wittlich übten die Kinder gemeinsam mit Sebastian Ulbrich vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ aus Aachen schon einmal den Ablauf und das Protokoll, das es am 6. Januar einzuhalten gilt. „Wo steht wer genau beim Fototermin, welches Lied wird wann gesungen, wie stellen wir uns für die Vorstellung des Bistums auf und wie läuft das anschließend genau, wenn wir beim Bundespräsidenten eingeladen sind und uns mit ihm unterhalten dürfen?“ Die Kinder und Jugendlichen hatten viele Fragen an Ulbrich. Der arbeitete beim Einstudieren des eng getakteten Ablaufs mit hilfreichen Tipps und Tricks: „Jeder merkt sich jetzt mal seinen Nebenmann oder seine Nebenfrau und dann stellt ihr euch genau in dieser Reihenfolge nochmal auf“ – „das Mikrophon geht nur an, wenn man es richtig nahe an den Mund hält, wir üben das mal mit einer Wasserflasche“ – „morgens am besten gut frühstücken, damit ihr das lange Stehen gut durchhaltet.“ 

Nach dem Frühstück und einem Gottesdienst wird es am 6. Januar für die Sternsinger aus dem Bistum zum Bundespräsidialamt gehen, wo sie sich im Foyer aufstellen werden, dann geht es gemeinsam vor das Hauptportal des Schloss Bellevue auf die Treppe. Was dann kommt, findet so oder ähnlich um den Dreikönigstag in ganz Deutschland statt: Die Kinder werden anklopfen, ihnen wird geöffnet und sie werden den Segen C+M+B+19 an das Portal schreiben: „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Dann geht es in den großen Saal des Schlosses, wo die Kinder einen Gruß aus ihrem Heimatbistum mitbringen und die diesjährige Aktion und den Themenschwerpunkt vorstellen werden: Kinder mit Behinderung stehen im Fokus; Beispielland ist Peru.

Wer den Segensspruch sagt, wer die Spende des Bundespräsidenten entgegennimmt oder wer das Bistum vorstellt: Viele Kinder werden eine tragende Rolle an diesem besonderen Tag spielen. So auch die 10-jährige Selma aus Emmelshausen. Sie wird den Segensspruch an der Tür aufsagen und ist schon ziemlich aufgeregt. „Ich finde es spannend, dass wir ins Schloss Bellevue dürfen, wo sonst niemand rein darf.“                                                               

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-96092 Thu, 20 Dec 2018 09:04:01 +0100 Beratung ist ein „Investment in Gesellschaft“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/beratung-ist-ein-investment-in-gesellschaft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Logo-Lebensberatung-im-Bistum-Trier-web_01_f913d1c8b6.jpg" width="150" height="113" alt="" />Über 30.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind 2017 durch die Lebensberatungen im Bistum beraten worden oder haben Zusatzangebote wahrgenommen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Digitalisierung, Integration und der Fachkräftemangel im Bereich Beratung: Dies sind aktuell drei wichtige Themenbereiche, die die Lebensberatung im Bistum Trier beschäftigen, wie der Leiter des Bereichs Beratung und Prävention, Dr. Andreas Zimmer, in einem Interview erläutert. Wie viele Menschen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland von der Beratung der katholischen Kirche profitieren, zeigt ein Blick auf den Jahresbericht 2017: Über 30.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind 2017 durch die Lebensberatungen im Bistum Trier beraten worden oder haben Zusatzangebote wie Elternkurse oder offene Sprechstunden wahrgenommen.

Dabei beziehen sich die 8.953 erbrachten Beratungs-Leistungen in den 20 Dienststellen der Lebensberatung des Bistums von Bad Kreuznach über Gerolstein bis Saarlouis auf 20.037 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zusätzlich nahmen 10.225 Personen an weiteren Angeboten der Lebensberatungen wie Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen teil. Bezogen auf die Personen wurde die größte Anzahl an Leistungen für Kinder bis sechs Jahren erbracht. Auf Platz eins der wichtigsten Beratungsanlässe stehen bei Kindern und Jugendlichen die Trennung oder Scheidung der Eltern und der Umgang mit Sorgerechtsstreitigkeiten. Weitere Gründe für eine Beratung sind Partnerschaftskonflikte der Eltern, Probleme beim Erziehungsverhalten oder mit dem Erziehungsstil, die psychische Erkrankung eines Elternteils oder die Erschöpfung und Überbelastung der Kinder und Jugendlichen. Von den Kindern und Jugendlichen bis unter 18 Jahren lebten über die Hälfte nicht in ihrer Ursprungsfamilie.

Auch bei den Erwachsenen stehen die Partnerschaftsprobleme an erster Stelle der Beratungsthemen. Zudem führen kritische Lebensereignisse und persönliche Verluste, Depressionen oder Selbstwertprobleme, Belastung durch das familiäre Umfeld oder Überbelastung und Stress Frauen und Männer zur Lebensberatung. Laut Zimmer nimmt die Beratungsdauer pro Fall in den letzten Jahren tendenziell zu, über 50 Prozent der Beratungen dauerten vier bis zehn Stunden oder sogar länger als zehn Stunden. Die Kategorien blieben seit Jahren gleich, was sich aber nach Wahrnehmung der Beraterinnen und Berater vor Ort ändert, ist die Art und Weise, wie miteinander gesprochen oder gestritten wird, sagt Zimmer. „Es gibt schon eine Zunahme an angespannten, teils aggressiven Gesprächen. Zu uns kommen viele Menschen, die in einer sehr starken Konfliktsituation sind, wenn sie sich trennen, wo es nicht einvernehmlich zugeht. Laut Zimmer gibt es auch mehr Anfragen im Kontext von Kindeswohlgefährdung, was aber auch mit entsprechenden Vereinbarungen mit den Jugendämtern zu tun habe. „Wir sind Ansprechpartner für die Fachkräfte zum Beispiel aus Kindertagesstätten oder Schulen. Es gibt eine höhere Aufmerksamkeit und auch mehr Situationen, wo es für Kinder nicht so gut zugeht in ihrem Leben“, so Zimmer.

Es gilt das Allgemeinheitsprinzip

In den Lebensberatungen gilt das Allgemeinprinzip: „Jeder kann zu uns kommen und wir schauen weiter, wohin wir gegebenenfalls weiter verweisen können, etwa zu Therapieangeboten. Rheinland-Pfalz und das Saarland sind allerdings schlecht versorgt, vor allem was kinder- und jugendtherapeutische Leistungen angeht“, erläutert Zimmer.   

Doch gibt es auch Vorbehalte gegen die katholische Trägerschaft? Das erlebt Zimmer nicht. Es gebe sogar Hinweise, dass Personen anderen Glaubens sich damit wohl fühlten, wenn ein religiöser Träger dahinterstehe. Trotzdem würde er es begrüßen, wenn es noch mehr jüdische, muslimische und evangelische sowie weltanschaulich neutrale Beratungsangebote gebe, damit die Menschen eine größere Wahl hätten, betont Zimmer. Auf die Frage, warum die Kirche sich überhaupt mit rund 3,5 Millionen Euro in diesem Bereich engagiert, sagt Zimmer: „Wenn man die Mittel hat und der Bedarf besteht, ist es von unserer Ethik naheliegend, ein entsprechendes Angebot zu machen, Seelsorge und Beratung hat bei uns eine sehr alte Wurzel. Es gibt einen Ort, da kann ich hingehen, über meine Probleme reden, es gibt jemanden der mir zuhört. Das ist kirchlicher Selbstanspruch, den unsere Mitglieder, aber auch andere an uns haben.“ Dabei sei die Kirche auch nicht allein. „Wir können das Angebot ja nur tragen, da wir staatliche Zuschüsse bekommen, vernetzt sind und uns absprechen, wo Bedarfe gesehen werden.“ Das sei ein „ein Investment in Gesellschaft“, denn: „Aus Mitgliedsbeiträgen wie der Kirchensteuer wird werde den Menschen etwas zurückgegeben. Wenn wir es nicht machen würden, würde der Bedarf ja nicht wegfallen, aber der Staat müsste dann ganz anders subventionieren.“ Die Gesamtkosten der Lebensberatungsstellen in Rheinland-Pfalz und im Saarland beliefen sich 2017 auf über 6,8 Millionen Euro, davon übernahm das Bistum rund 3,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Landes- und Kommunalzuschüsse von insgesamt rund 3,37 Millionen Euro. Für jede einzelne Person, für die eine Beratungsleistung erbracht wurde, werden damit rund 342 Euro an Steuer- und Kirchensteuergeldern eingesetzt.

Digitalisierung ist ein großes Thema für die Zukunft

Ein großes Thema für die Zukunft ist für die Lebensberatung die Digitalisierung. „Wir gehören zu den Pionieren, was die Online-Beratung angeht“, erläutert Zimmer. Schon 2003 unter Bischof Marx wurde diese ins Leben gerufen, wobei es schon vorher Beratung per E-Mail gab. „Auch SSL-Verschlüsselung usw. machen wir seit Jahren. Aber es stellen sich für die Zukunft Fragen, ob man Inhalte noch schriftlich aufbereitet, etwa als Flyer, oder lieber gleich ein Youtube-Video produziert. Außerdem müssen wir unsere Kompetenzen in Bereichen wie Messenger-Diensten oder Videos weiterentwickeln und darauf reagieren, wo die Menschen heute in Beziehung miteinander treten, wo sie Kontakte pflegen, wo sie Konflikte austragen.“ Ein weiteres Entwicklungsfeld sind die Angebote für Geflüchtete, gerade im Blick auf Trauma-Stabilisierung, so Zimmer. Inzwischen gehe es stärker um das Thema Integration und Inklusion. „Wir möchten Menschen unterstützen, sich hier neu zu beheimaten und ihnen helfen, zu verstehen, welche Vorstellungen es hier gibt, etwa von Erziehung oder Partnerschaft. Dabei wollen wir Toleranz fördern und zum Austausch anregen.“ Problematisch sieht Zimmer hingegen den Fachkräftemangel bei Psychologen, Pädagogen, Sozialarbeitern und Theologen. „Wir müssen mehr deutlich machen, was die Arbeit in einer Beratungsstelle und bei einem kirchlichen Träger attraktiv macht.“ Laut Zimmer sind das zum Beispiel die vielfältigen Aufgabenfelder, die Fortbildungsmöglichkeiten, ein Verhaltenskodex, die Arbeit in einem Team und der gegebene Rahmen, der es ermöglicht, die tägliche Arbeit vor dem Hintergrund von Sinnfrage und persönlicher Ethik zu reflektieren.

Mehr Informationen und den Jahresbericht mit Beispielen gibt es unter www.lebensberatung.info

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-96073 Wed, 19 Dec 2018 14:51:38 +0100 Neue Geschäftsführerin in Trierer kirchlichen Stiftungen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-geschaeftsfuehrerin-in-trierer-kirchlichen-stiftungen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/4/csm_Michaela-Marx_Stiftungen_b7037e5f6b.jpg" width="99" height="150" alt="" />Michaela Marx ist neue Geschäftsführerin der Stiftung "Menschen in Not" und der Bischof-Stein-Stiftung. Trier – Kurz vor Weihnachten haben die Kuratorien der Caritas-Stiftung „Menschen in Not“ und der Bischof-Stein-Stiftung Michaela Marx zur neuen Geschäftsführerin ernannt. Marx entlastet damit den bisher geschäftsführenden Vorstand Thomas Theis, der Mitglied beider Vorstände bleibt. 

Die Stiftung „Menschen in Not“ und ihre Treuhandstiftungen sorgen sich um Menschen, die wegen körperlicher, geistiger oder finanzieller Benachteiligung auf Hilfe angewiesen sind. Die Bischof-Stein-Stiftung und deren Treuhandstiftungen stellen den Glauben und die Sorge um die Zukunft der vielfältigen kirchlichen Dienste in den Mittelpunkt. In ihrem Einsatz für Bildung, Erziehung und Pastoral folgen sie dem Anliegen ihres Namensgebers Bischof Bernhard Stein (1967–1980).

Auch im Vorstand der Stiftung „Menschen in Not“ gibt es einen personellen Wechsel. Diakon Stefan Stürmer wurde vom Kuratorium zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt und tritt damit die Nachfolge von Horst Drach an, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ebenfalls in den Ruhestand ging Wolfgang Müller, der bislang Mitglied des Kuratoriums der Bischof-Stein-Stiftung war. Seinen Platz nimmt Ernst Bugl, Vorsitzender der Sankt Lambertus-Stiftung Kirchdaun-Gimmigen, ein.

Das Zentrum für Stiftung und Fundraising des Bistums verwaltet zurzeit zwei rechtlich selbständige Stiftungen, 51 Treuhandstiftungen, elf Stiftungsfonds sowie 16 Stifterdarlehen. Für das Jahr 2017 waren Rekord-Ausschüttungen von über 336.000 Euro zu vermelden, die verschiedenen Projekten und Initiativen zu Gute kamen.

Weitere Informationen zu der Arbeit der Stiftungen gibt es bei Michaela Marx, Zentrum für Stiftungen und Fundraising, Kochstraße 2 in Trier, unter Tel.: 0651-14519573. Wer die beiden Stiftungen mit einer Spende unterstützen möchte, findet die Daten der Spendenkonten direkt unter www.stiftung-menschen-in-not.de und www.bischof-stein-stiftung.de.

(ih)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Stiftungen
news-96064 Wed, 19 Dec 2018 09:53:36 +0100 Frieden wächst aus den kleinen Dingen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frieden-waechst-aus-den-kleinen-dingen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/1/csm_Friedenslicht_2bf73276cf.jpg" width="150" height="95" alt="Trierer Pfadfinder übergeben das Friedenslicht an Bischof Stephan Ackermann" title="Übergabe des Friedenslichtes an den Bischof" />Pfadfinder haben dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das Friedenslicht aus Bethlehem überbracht. Trier – Eine Delegation von zwölf Pfadfinderinnen und Pfadfindern hat dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das Friedenslicht aus Bethlehem überbracht. Bereits zum 25. Mal wird das Licht aus dem Geburtsort Jesu als Zeichen für den Frieden in alle Welt getragen. Das Friedenslicht wird in der Hauskapelle des Bischofshofes in Trier brennen.

Angesichts des diesjährigen Mottos „Frieden braucht Vielfalt – Zusammen für eine tolerante Gesellschaft“ erinnerte die Delegation beim Bischof an eine Stelle aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom: „Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden“ (Röm 12,18). Für Frieden, so führten sie aus, brauche es Toleranz, Achtung, Rücksicht, Gesprächsbereitschaft und Vertrauen. Bischof Ackermann bedankte sich bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern und bekräftigte, dass Vielfalt kein Hindernis für den Frieden sei, sondern vielmehr gut und bereichernd. Die Erfahrung zeige, dass der Friede im Kleinen beginne, in den alltäglichen Dingen und Begegnungen, und dann aus den kleinen Dingen wachse. Er teilte mit der Gruppe die Erinnerung an einen Besuch bei Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Auf dem Weg nach Kabul flog das Friedenslicht gut sichtbar für alle in der Bundeswehrmaschine mit, um Licht zu jenen zu bringen, die dort über Weihnachten ihren Dienst verrichteten.

Die Trierer Pfadfinderinnen und Pfadfinder hatten das Friedenslicht zuvor in Österreich in Empfang genommen. Am Wochenende kam das Licht mit dem Flugzeug von Bethlehem nach Linz. Insgesamt rund 1500 Pfadfinder aus 19 Nationen entzündeten dort ihre Kerzen, um das Licht in ihre Heimat zu bringen.

Gottesdienste und Aussendungsfeiern des Friedenslichts können, soweit bekannt, unter www.friedenslicht.de abgerufen werden.

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Verbände / kirchliche Verbände
news-96059 Wed, 19 Dec 2018 07:58:10 +0100 Gott schenkt euch Perspektiven http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-schenkt-euch-perspektiven/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/1/csm_Firmung_Wasserliesch_62a1d9c4c3.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit der Firmung in Wasserliesch hat Weihbischof Franz Josef Gebert seine Firmreise durch das Dekanat Konz-Saarburg beendet. Wasserliesch – „Der Glauben ist eine euch geschenkte Perspektive“: Das hat Weihbischof Franz Josef Gebert den 25 Firmlingen aus Oberbillig und Wasserliesch mit auf den Weg gegeben, denen er am 16. Dezember das Sakrament der Firmung spendete. In der vollbesetzten Kirche Sankt Aper zelebrierte er gemeinsam mit Pfarrer Bernhard Bollig, Pfarrer Gerhard Kerber, Diakon Martin Nober den festlichen Firmgottesdienst, der musikalisch von Organist Bernd Uehlein und einer Musikkombo gestaltet wurde. „Ihr seid begleitet und getragen von einer Gemeinschaft – das wird heute hier in Sankt Aper deutlich“, betonte der Weihbischof. Mit den Gottesdiensten in Sankt Aper und abends in Sankt Peter und Paul in Tawern beendete der Trierer Weihbischof seine Firmreise durch das Dekanat Konz-Saarburg.

Bereits vor dem Gottesdienst tauschte sich Gebert in einem persönlichen Gespräch mit den 25 Jugendlichen über ihre Firmvorbereitung aus. So engagierten sich die jungen Leute etwa mit dem Sammeln von Lebensmitteln für die Konzer Tafel und besuchten alte Menschen, um ihnen ein wenig Zeit zu schenken. Das Eingangslied in den Gottesdienst „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ sei wohl eines der bekanntesten Adventslieder, erklärte Gebert in seiner Begrüßung. Das sollten die Firmlinge ruhig wörtlich nehmen: Die Firmung sei ein Bekenntnis zum Glauben, das nicht zwanghaft von außen geschehen könne, sondern nur, indem man die Herzen öffne und sich freiwillig dafür entscheide.“ In seiner Predigt vertiefte der Weihbischof das Tages-Evangelium, in dem die Menschen von Johannes dem Täufer aufgerufen werden: „freut euch!“. Diese Begrüßungsformel, der Aufruf zur Freude, seien keine leeren Worte, sondern das sei die Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch das Evangelium ziehe. „Bei allem Ärger, allen Sorgen und allen Einschränkungen zeigt er uns, dass unser Leben eine göttliche Bedeutung hat. Langeweile, Missmut, Banalitäten sollten wir nicht zum Maßstab machen, denn es gibt eine von Gott geschenkte Perspektive des Glaubens in eurem Leben“, sagte Gebert. Der Geist Gottes sei dabei eine grundlegende Haltung – „wenn ihr diesem Geist der Liebe und Gerechtigkeit einen Platz tief in euch drin gebt und ihr mit euch selbst gütig umgeht, könnt ihr das auch mit anderen. Glaube findet nicht nur während des Gottesdienstes statt, sondern in eurem Alltag, in vielen kleinen Gesten“, so der Weihbischof weiter. Das Sakrament der Firmung sei nicht nur irgendein Ritus oder ein magisches Geschehen, sondern ein „Wirken Gottes an uns, zu dem man aktiv ‚ja‘ sage“.

Im Anschluss an den Gottesdienst dankte Gebert Gemeindereferentin Linda Mensah und den in der Firmvorbereitung Engagierten, den Messdienern sowie den Pfarrsekretärinnen und Küster Stefan Peters. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Burg begrüßte die Firmlinge im Namen der Gläubigen: „Euer Glauben soll euch Standvermögen verleihen und ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. In gewissem Sinne ist die Firmung die Vollendung der Taufe und sie markiert den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenwerden.“

(sb)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-96039 Tue, 18 Dec 2018 14:00:52 +0100 Gefräßige Bären, Elefanten - die heilige Familie mittendrin http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gefraessige-baeren-elefanten-die-heilige-familie-mittendrin/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_Papierkrippe_Mannhardt_5872b0885b.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Papierkrippe Mannhardt" />Noch bis zum 27. Januar ist die Hallersche Papierkrippe im Museum am Dom zu bewundern. Trier – Inmitten einer lärmenden Karawane, zwischen exotischen Tieren und einer Ruine finden die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Weihnachten als barockes Welttheater – die Hallersche Papierkrippe“ die heilige Familie – eingebettet in eine Tiroler Bergwelt. Umrahmt wird die Geburt des Christuskindes von mehreren Genreszenen mit über 300 Einzelfiguren. „Es sind vor allem die Szenenvielfalt und der Detailreichtum, die den Reiz der Hallerschen Papierkrippe ausmachen“, sagt die Kuratorin der Ausstellung Kirstin Mannhardt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum am Dom (Bischof Stein-Platz 1).

Die Ausstellung zeigt anschaulich, wie die filigranen papierenen Figuren gefertigt wurden und welche Ideen und Geschichten sich hinter den dargestellten Szenen verbergen. Noch bis zum 27. Januar kann man die Ausstellung mit den Leihgaben des Diözesanmuseums Freising besichtigen; offene Führungen finden jeweils sonntags um 15 Uhr statt. Auch besteht die Möglichkeit, eine Führung durch die Ausstellung zum Preis von 37,50 Euro (zuzüglich Museumseintritt) unter Tel. 0651-7105-255 zu buchen.

Weitere Informationen gibt es unter www.bistum-trier.de/museum

(ih)

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news-95922 Fri, 14 Dec 2018 12:31:03 +0100 Sprache als Schlüssel zur Welt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sprache-als-schluessel-zur-welt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/8/csm_kita_fruhstuck_9829df93e6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Sprach-Kitas" ist Caritas-Fachberaterin Janine Louis in Kindertageseinrichtungen unterwegs. Trier – „Wer bist du-u?“ Janine Louis wird von einem Paar Kinderaugen neugierig fixiert. „Ich bin die Janine und heute hier zu Besuch“, antwortet die Fachberaterin des Caritasverbands im Bistum Trier. Als das geklärt ist, bekommt sie von der kleinen Amelia gleich zwei aneinander geklebte Toilettenpapierrollen gereicht: „Ok, kannst du mir bitte meine Rakete ausmalen?“ Es ist halb neun in der katholischen Kindertagesstätte Maria Königin im Trierer Stadtteil Pallien. Dass Louis hier ist, scheint für die Kinder nach anfänglicher Neugier und ein paar zu ihrer Zufriedenheit beantworteten Nachfragen nicht mehr sonderlich spektakulär. Dass sie aber hier ist, ist doch nicht ganz alltäglich.

Die Erziehungswissenschaftlerin ist Sprach-Fachberaterin beim Diözesancaritasverband. Ihre Stelle und eine weitere Teilzeitstelle hat die Caritas im Rahmen des vom Bundesfamilienministeriums geförderten Programms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ geschaffen. Rund jede zehnte Kita in Deutschland ist mittlerweile eine „Sprach-Kita“, damit profitieren rund eine halbe Million Kinder und ihre Familien von dem Bildungsprogramm. Seit 2017 wird es auch im Bistum Trier umgesetzt und richtet sich vor allem an Kitas, die von überdurchschnittlich vielen Kinder mit einem erhöhten Sprachförderbedarf besucht werden. Louis und ihre Kollegin Judith Kost beraten insgesamt 33 Kindertageseinrichtungen von Hermeskeil, über Jünkerath bis Saarbrücken in Themenbereichen wie der besseren Integration von Sprache in den Kita-Alltag, der Inklusion und der Zusammenarbeit mit den Familien. Ziel dieser Prozessbegleitung sei die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Einrichtungskonzepte, so Louis. Vier Jahre lang bezuschusst der Bund in den Einrichtungen eine halbe Stelle „Sprach-Fachkraft“ sowie die Fachberater bei Trägern wie der Caritas. Louis schult die Sprach-Fachkräfte und Kita-Leitungen zu den Schwerpunktthemen, so dass sie diese Inhalte in ihre Teams tragen können.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Kindergarten
news-95812 Mon, 10 Dec 2018 15:55:08 +0100 Ein Abschied, der wehmütig stimmt http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-abschied-der-wehmuetig-stimmt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_Abschied-Jesuiten_f53fcc5aaa.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einer Eucharistiefeier verabschiedete Bischof Dr. Stephan Ackermann die Trierer Jesuiten-Kommunität. Trier – In einer Eucharistiefeier am vergangenen Freitagabend hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Trierer Jesuiten-Kommunität verabschiedet. Im anschließenden Festakt ließ Pater Klaus Schatz SJ die Geschichte der Gesellschaft Jesu in Trier Revue passieren.  

Das Trierer Ignatiushaus schließt Ende des Jahres aufgrund der personellen Situation seine Pforte – nur drei Jesuitenpatres lebten dort noch während der vergangenen Monate. Ihre Verabschiedung am Freitagabend, 7. Dezember, stand unter den Leitworten „Dank und Abschied“. Ersteren formulierte Bischof Ackermann „ganz ausdrücklich dafür, dass sie den Menschen geholfen haben, mit Gottes Hilfe den Weg des Glaubens zu gehen“. Das Wirken der Jesuiten in Trier, das sich durch den ignatianischen Grundgedanken „adiuvare animas“ (den Seelen helfen) ausgezeichnet habe, sei eingeschrieben in die Herzen und auch in die Biographien vieler Gläubiger. Der Abschied stimme ihn wehmütig, denn die Mission der Jesuiten vor Ort sei noch nicht vollbracht und ihre Präsenz wirke weiter. Der Anspruch, den Menschen bei ihrer freiheitlichen Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen zur Seite zu stehen, bleibe weiterhin wichtig.

Im darauffolgenden Festakt in der Promotionsaula des Priesterseminars lieferte Pater Klaus Schatz SJ, emeritierter Professor für Kirchengeschichte, einen informativen wie amüsanten historischen Abriss der zwei Wirkphasen der „Societas Jesu“ in Trier. Den Schwerpunkt legte er dabei auf die neuere Geschichte ab 1919. Zu diesem Zeitpunkt – zwei Jahre nach dem Fall des sogenannten „Jesuitengesetzes“, das deutsche Niederlassungen des Jesuitenordens innerhalb des Deutschen Kaiserreiches verboten hatte, – siedelten sich die Jesuiten zum zweiten Mal in der Moselstadt an. Fortan arbeiteten sie vorwiegend in der Beicht- und Krankenhaus-Seelsorge, der Bildungs- und Jugendarbeit sowie als Spirituale (geistliche Begleiter). „Es war eine Zeit mit Licht und Schatten, mit Leistungen und Versäumnissen, mit pastoralen Optionen, die jeweils ihre Vorzüge und Nachteile hatten, die jedoch immer aus dem Bestreben nach dem größeren Dienst Gottes und der tieferen Nachfolge Christi kamen“, resümierte Schatz seine Ausführungen.

Pater Johannes Siebner, Provinzial der deutschen Provinz der Jesuiten, formulierte in seinen abschließenden Worten folgenden Wunsch: „Die Verbindungen und die Freundschaften sollen bleiben.“ Zugleich kündigte er umfassende Umstrukturierungen des Ordens in ganz Europa an, die zur Verbesserung der „drei großen Bereiche Bildung und Erziehung, Spiritualität und Exerzitien sowie apostolische Pastoral“ beitragen sollen.

Weitere Informationen zur Gesellschaft Jesu gibt es hier: www.jesuiten.org.

(ih)

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news-95804 Mon, 10 Dec 2018 11:30:19 +0100 Das Haus bereiten für die Gemeinschaft der Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-haus-bereiten-fuer-die-gemeinschaft-der-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/1/csm_IMG_0187_64d7ed827f.jpg" width="150" height="92" alt="" />51 Frauen und Männer haben erfolgreich die Küster-Ausbildung absolviert und ihre Prüfungsurkunden bekommen. Trier – 51 Frauen und Männer haben im Jahr 2018 die beiden Grundkurse für Küsterinnen und Küster absolviert. Im Anschluss an das Pontifikalamt zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens (8. Dezember) überreichten Pfarrer Carsten Rupp, im Bischöflichen Generalvikariat Trier für Liturgie zuständig, und Kursleiter Achim Müller (Sakristan in Trier St. Martin) die Prüfungsurkunden.

Pfarrer Rupp erinnerte in seiner Begrüßung an Psalm 69, der ihn im Priesterseminar beim Küsterdienst begleitet hatte: „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.“ Das könne gut als „Motto“ für den Küsterdienst gelten, sagte er. Denn auf der einen Seite „zehre“ der Dienst, etwa an der Zeit und manchmal auch an den Nerven. Aber letztlich sei es ein „Eifer, der zur Freude führt“ – an der Freude, das „Haus, nämlich den Kirchenraum zu bereiten“ und dadurch mitzubauen an der Gemeinschaft der Kirche. Küsterinnen und Küster seien ganz nah dran am Geschehen, schon allein deswegen, weil sie den Schlüssel zur Sakristei und damit zu den Kunst- und Gebrauchsgegenständen für die Feier der Gottesdienste hätten. Viele der Küsterinnen und Küster hätten während der Ausbildung davon gesprochen, dass die Kirche, in der sie Dienst tun, auch ihr Zuhause sei: „Wie schön ist das!“ würdigte Rupp dieses Engagement. Mit der Überreichung der Zertifikate für die bestandenen Kurse hätten die Frauen und Männer das Ziel erreicht, künftig „mit Sicherheit Ihre Kirche gestalten zu können für die Menschen, die sich dort versammeln“.

Die Frauen und Männer, die die beiden Kurse 2018 absolviert haben, kommen aus dem gesamten Bistum Trier und sind künftig dazu berechtigt, den Dienst des Sakristans oder Sakristanin (so die offizielle Bezeichnung) auszuüben. Zu den Inhalten der Ausbildung gehören die Einführung in den Gottesdienst, liturgische Grundbegriffe, Abfolge des Kirchenjahres, Handhabung des liturgischen Kalenders, Einführung in die liturgischen Bücher, Einführung in die Theologie der Eucharistie, Umgang und Pflege liturgischer Geräte und liturgischer Gewänder sowie Unterweisungen zu rechtlichen Fragen und den Besonderheiten im kirchlichen Dienst. Im Bistum Trier gibt es an nahezu allen Kirchen und Kapellen Küsterinnen und Küster, die diesen Dienst in der Regel ehren- oder nebenamtlich leisten.

Der nächste Küstergrundkurs findet im Januar 2019 in St. Thomas statt. Anmeldungen sind bis zum 20. Dezember möglich unter https://www.bistum-trier.de/kuester-kurse/; dort finden sich auch weitere Informationen.

(JR)

 

 

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news-95746 Sat, 08 Dec 2018 11:56:48 +0100 Selbstbewusst den Auftrag Gottes annehmen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/selbstbewusst-den-auftrag-gottes-annehmen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_IMG_0183_da4b2be273.jpg" width="150" height="100" alt="" title="MariaImmaculata2018_Liebfrauenkirche_JR" />Wach zu sein für Zeichen, Willen und Botschaft Gottes sollte die normale Haltung jeder Christin und jedes Christen sein. Das hat Bischof Ackermann am Hochfest Maria Immaculata gesagt. Trier – Vom Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria geht die Ermutigung aus: „Ich habe Verantwortung, die ich aus meiner persönlichen Berufung heraus wahrnehmen soll.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann beim Pontifikalamt zum Fest Maria Immaculata am 8. Dezember im Trierer Dom betont. Gleichzeitig dürften die Gläubigen darauf vertrauen, dass der Herr selbst wirkt: „Gott setzt immer neue Anfänge – es hängt nicht bloß an unseren Kräften.“ Die Gläubigen sollten Maria als Urbild des Glaubens darum bitten, „dass sie uns hilft mit ihrer Wachheit und ihrer Bereitschaft und ihrem Selbstbewusstsein, den Auftrag Gottes anzunehmen.“

Bischof Ackermann sagte in seiner Predigt, wenn Maria dem Engel entgegne „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort“, werde das oft als Inbegriff einer Haltung der Demut verstanden. Es könne aber auch ein Ausdruck des Selbstbewusstseins und der Größe sein. Maria stelle sich mit der Bezeichnung als „Magd“ in die Nachfolge des „Knechtes Gottes“. So wird Israel im Alten Testament bezeichnet als Ausdruck der Erwählung des Volkes, das seinen Auftrag und seine Würde von Gott selbst hat. Mit der Erwählung Marias setze Gott einen neuen Anfang gerade nicht im Tempel, bei den Männern oder den religiös gebildeten Schriftgelehrten, sondern bei einer jungen Frau aus Nazareth. Marias „Ja“ sei ein Ausdruck von Würde; davon, dass sie verstanden habe, was Gottes Auftrag ist und dass sie ihn für das ganze Volk annehme. Dieser Auftrag, nämlich Gottes Sohn zur Welt zu bringen, sei „unvergleichlich“. Und trotzdem werde Maria bei aller Exklusivität auch als Urbild des Glaubens bezeichnet. Ihre Haltung, „wach zu sein für die Zeichen und den Willen und die Botschaft Gottes“ sollte die normale Haltung jeder Christin und jedes Christen sein, ermutigte Ackermann die Gottesdienstbesucher.

Das sei auch für das Bistum Trier eine gute Botschaft in Zeiten der Verwirklichung der Synodenbeschlüsse. „Wir wollen stärker auf den Einzelnen, auf seine Würde und den Auftrag schauen.“ Und gleichzeitig gebe es Verunsicherungen, weil Menschen sich fragten, ob sie künftig noch einen Platz haben werden in der Kirche und ob ihr Engagement gewollt sei. „Dazu sagt uns dieses Fest: Keine und keiner muss darauf warten, eine Erlaubnis zu erhalten. Als Getaufte dürfen und sollen wir uns einbringen.“

Im Anschluss an das Pontifikalamt zog die Gottesdienstgemeinde, zu der an diesem Morgen auch rund 50 Frauen und Männer, die die Küsterausbildung absolviert haben, Interessenten für den Priesterberuf sowie Mitglieder des Besucherdienstes des Bistums gehörten, in die benachbarte Liebfrauenbasilika. Dort erneuerte der Bischof die Weihe des Bistums an die Gottesmutter. Das Patronatsfest des Bistums Trier hat eine lange Tradition. Schon Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen (1652-1676) hatte im 17. Jahrhundert das Trierer Land unter den Schutz der Gottesmutter gestellt. 1939 erneuerte Bischof Franz Rudolf Bornewasser die Weihe an die „Unbefleckte Empfängnis“ und erweiterte sie auf das ganze Bistum.

(JR)

 

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news-95694 Thu, 06 Dec 2018 16:22:01 +0100 „Uns schickt der Himmel“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/uns-schickt-der-himmel-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_72-Stunden_5839a6500c.jpg" width="150" height="91" alt="" title="72 Stunden" />Drei Tage lang Gutes tun in sozialen, ökologischen oder interkulturellen Projekten - 72-Stunden-Aktion im Mai 2019 Trier/Saarbrücken – Drei Tage lang etwas Gutes tun und soziale, ökologische oder interkulturelle Projekte umsetzen, und das zeitgleich mit Tausenden jungen Menschen in ganz Deutschland: Das ist die 72-Stunden-Aktion, die von Donnerstag, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai 2019, stattfinden wird. Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ organisiert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seine Diözesan- und Mitgliedsverbände die Aktion. Mitmachen können nicht nur Gruppen aus der katholischen Jugendarbeit, sondern auch Schulklassen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion 2013 waren über 170.000 Kinder und Jugendliche in fast 4.000 Aktionsgruppen im Einsatz. Der Fokus soll 2019 besonders auf sozialen Projekten liegen – also auf nachhaltig erlebbaren Aktionen, die im besten Falle auch danach noch gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort anstoßen können.

Bereits bei der Anmeldung geben die Gruppen an, mit welcher  Aktionsvariante sie sich beteiligen möchten. Möglich ist die „Get-it“-Variante, bei der sie am Starttag der Aktion ein Überraschungsprojekt zugeteilt bekommen. Die Gruppe kann sich aber auch selbst ein Projekt überlegen und somit die „Do-it“-Variante wählen. Ergänzend zur jeweiligen Option  gibt es das sogenannte „Connect-it“. Dabei wird die Aktion zusammen mit einer anderen Gruppe oder Organisation durchgeführt. Im Bistum Trier besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit einer bolivianischen Jugendgruppe zusammen zu tun. Während der parallel laufenden Sozialaktionen tauschen sich die Partnergruppen über Skype aus. Die Zusammenarbeit setzt ein Zeichen der Solidarität und stärkt die Bolivien-Partnerschaft des Bistums. Deshalb sollten die Projekte möglichst im Zusammenhang mit dem Partnerland stehen. Im Vorfeld der Aktion besuchen Koordinationskreise (KoK) die einzelnen Gruppen. Sie sind Ansprechpartnerinnen und -partner wie Helfer und Helferinnen und unterstützen die Planungen, zum Beispiel wenn es darum geht, sich für die Aktion vom Unterricht befreien zu lassen. 

Die Schirmherrschaften für die 72-Stunden-Aktion haben die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans übernommen. Als offizielle Medienpartner begleiten und informieren der SR im Saarland und der SWR3 im Gebiet Rheinland-Pfalz die Aktion über den gesamten Zeitraum. Bei den Sendern können auch Hilfegesuche für Materialspenden, Musikwünsche oder Erfolgsmeldungen abgegeben werden.  

Anmeldeschluss für die Aktion auf www.72stunden.de ist Ende Februar 2019. Wer teilnehmen will, sollte sich schon bald anmelden.

(dk)
 

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news-95663 Wed, 05 Dec 2018 16:22:00 +0100 Auf den Spuren der Jesuiten in Trier http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-jesuiten-in-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Ignatiushaus_7efe905496.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst am kommenden Freitag wird Bischof Dr. Stephan Ackermann die Jesuiten aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden. Trier – Noch erscheint ein rotes Fähnchen im südwestlichen Teil der Deutschlandkarte auf der offiziellen Internetpräsenz der Gesellschaft Jesu (jesuiten.org) unter dem Menüpunkt „Wo wir sind“. Doch das wird sich bald ändern: Ende des Jahres werden die Jesuiten Trier verlassen – und das nicht zum ersten Mal. Mit einem  Gottesdienst am 7. Dezember wird Bischof Dr. Stephan Ackermann den Orden aus der Stadt und aus dem Bistum verabschieden.

Die Geschichte der Jesuiten in Trier ist eine lange und ereignisreiche – und hat unzählige Spuren in der Stadt sowie im ganzen Bistum hinterlassen. Manchmal sind sie offensichtlich: etwa in den Namen der Jesuitenkirche oder der Jesuitenapotheke. Häufiger braucht es einen zweiten Blick, um die Überreste jesuitischen Einflusses im heutigen Trier zu entdecken.

Ihr Wirken vor Ort begann im Jahre 1560, als der Trierer Erzbischof die Jesuiten „zur Festigung der Religion“ nach Trier rief. Die folgenden Jahre bis zur Zeit der Aufklärung zeichneten sich durch vorwiegend stabile Beziehungen zwischen der Ordensgemeinschaft und den Trierer Kurfürsten aus. Überliefert ist für diese Zeitspanne lediglich ein einziger Zwist: Während des Dreißigjährigen Krieges, im März 1635, sind die spanischen Truppen im Begriff, in Trier einzumarschieren. Deshalb weist der damalige Erzbischof die Jesuiten an, ihre Bildungsanstalten zu schließen. Die Ordensleute jedoch weigern sich, dem Befehl Folge zu leisten. Als Orden „päpstlichen Rechts“ konnten sie sich das herausnehmen.

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news-95653 Wed, 05 Dec 2018 11:39:50 +0100 Mit über 110.000 Euro Langzeitarbeitslose fördern http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-ueber-110000-euro-langzeitarbeitslose-foerdern/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/9/csm_PM-Vergabeausschuss-Aktion-Arbeit_f578583bde.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit im Bistum Trier wird auch 2019 wieder Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Trier - Mit über 110.000 Euro wird die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch im Jahr 2019 Projekte zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen unterstützen. Das hat der Vergabeausschuss der Initiative auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Unterstützt werden 2019 bistumsweit 13 Projekten. Es handelt sich dabei um Maßnahmen sowohl für Jugendliche als auch für ältere Menschen, sowie zum Teil kombinierte Maßnahmen auch für Geflüchtete in Trier, Betzdorf, Treis-Karden, Neuwied‚ Bad Kreuznach, Birkenfeld, Andernach und Altenkirchen. Dabei sind auch Hilfen im Ordnen schwieriger Lebenssituationen, etwa um die Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme zur schaffen, niedrigschwellige Arbeitsangebote für sehr arbeitsmarktferne Personen, Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche oder Vorbereitungskurse.

Mit der größten Einzelsumme von 35.000 Euro werden in Trier beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitische Projekte der Bürgerservice gGmbH gefördert. Ein weiteres der geförderten Projekte ist der begleitende Erwerb eines Hauptschulabschlusses. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr führt seit mehreren Jahren sehr erfolgreich die Maßnahme „Fit für die Pflege“ durch. Hier werden Menschen, zum Teil mit Migrationshintergrund, auf eine Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege vorbereitet. Für die Aufnahme einer solchen Ausbildung wird der Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Bisher konnte der Abschluss parallel zur Maßnahme bei der VHS erworben werden. Dieser Bildungsgang wird dort kurzfristig nicht mehr angeboten, so dass für acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erfolg der Maßnahme „Fit für die Pflege“ in Frage gestellt war. Der Caritasverband hat nun einen Schulleiter gefunden, der den Unterricht organisiert und die Prüfungen abnimmt. Die Aktion Arbeit wird diesen Zusatzaufwand mit 8.000 Euro fördern, um damit acht Menschen die Chance auf eine Ausbildung zu ermöglichen.

Über die Zuteilung der Gelder entscheidet der Vergabeausschuss der Aktion Arbeit, der je nach Finanzlage ein- bis zweimal im Jahr tagt. Dessen Mitglieder werden vom Bischöflichen Generalvikar für vier Jahre berufen. Aktuell sind dies Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit, Weihbischof Franz Josef Gebert, vertreten durch Dr. Martina Messan, Referentin für Grundsatzfragen und Arbeitsmarktpolitik, Susanne Kramer, Dekanatsreferentin in Merzig, Karl-Heinz Ney, Vorsitzender TINA e.V., und Andrea Steyven als Geschäftsführerin der Aktion Arbeit.

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier. Spenden für den Solidaritätsfonds der Aktion Arbeit gehen ausschließlich in die Maßnahmenförderung.

Spenden für die Aktion Arbeit: IBAN: DE 13 3706 0193 3001 3990 11. Weitere Information bei Aktion Arbeit, Tel. 0651-7105-301; www.aktionarbeit.bistum-trier.de

(tef)

 

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news-95599 Mon, 03 Dec 2018 15:57:42 +0100 Gut gerüstet für die Mitarbeit in der Seelsorge http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-geruestet-fuer-die-mitarbeit-in-der-seelsorge/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_uebergabe_zertfikate_37e9516f4a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Gottesdienst und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert. Trier – 16 Frauen und ein Mann, die in Einrichtungen der Altenhilfe im Bistum Trier arbeiten, haben sich in einem einjährigen Kurs für die Mitarbeit in der Seelsorge ihrer Einrichtungen qualifiziert. Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert am 30. November und der Übergabe der Zertifikate haben die zukünftigen Seelsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter das Ende ihrer Ausbildung gefeiert.

Der nun abgeschlossene zweite Ausbildungskurs ist Teil eines Modellprojektes von zunächst vier einjährigen Kursen, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen und pflegerischen Bereich für die Arbeit in der Seelsorge in ihren Einrichtungen qualifiziert werden. Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband, den Barmherzigen Brüdern (BBT-Gruppe), der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz  und der Marienhaus-Unternehmensgruppe.

Weihbischof Gebert sprach im Gottesdienst in der Trierer Marktkirche St. Gangolf am Gedenktag des Apostels Andreas über Berufung und Nachfolge und erläuterte den damit verbundenen Auftrag für Verkündigung und Seelsorge. „Wir sind Boten einer Botschaft, die wir selber empfangen haben und die wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes weiterschenken“, sagte er mit Blick auf die Aufgaben der zukünftigen Betreuerinnen und -betreuer in der Seelsorge. Dies dürfe, sagte der Weihbischof, „in selbstbewusster und gleichsam bescheidener Haltung geschehen“.

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news-95506 Fri, 30 Nov 2018 09:29:55 +0100 Frische Ideen und neue Konzepte gemeinsam erarbeiten http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frische-ideen-und-neue-konzepte-gemeinsam-erarbeiten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_Gruppenbild_ministranten-arbeitskreis_67d1ca5556.jpg" width="150" height="113" alt="" />Erstmals hat ein bundesweites Vernetzungstreffen der ehrenamtlichen Arbeitskreise Ministrantenpastoral stattgefunden. Trier/Miltenberg – 22 Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Diözesen haben vom 23. bis 25. November in Miltenberg im Bistum Würzburg gemeinsam getagt. Ihr Ziel: Die bundesweite Vernetzung von Ministrantinnen und Ministranten.

„Solch ein Treffen hat es bisher noch nie gegeben“, erklärt Sebastian Volk, Referent der Fachstelle Ministrantenpastoral der Diözese Würzburg. „Dahinter steht die Überzeugung, dass man viel von den anderen Diözesen lernen kann, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblickt“, berichtet Volk, der gemeinsam mit seinen Kollegen Tobias Fraas (Offizialat Vechta) und Benedikt Welter (Diözese Trier) zur Zusammenkunft eingeladen hat.

Zu Beginn erläuterten Haupt- und Ehrenamtliche in ihrer jeweiligen Gesprächsgruppe, wie die Ministrantenpastoral in ihrer Diözese organisiert und strukturiert ist. Im Folgenden wurden einzelne Themen wie Schulungskonzepte oder ministrantenspezifische Spiritualität diskutiert. Dabei kristallisierte sich schnell heraus: Naturgemäß gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Diözesen, doch Vieles ist auch sehr ähnlich. Vom Austausch inspiriert, entstanden im Verlauf des Wochenendes zudem Ideen für verschiedene gemeinsame überdiözesane Projekte. „Dieses Treffen soll auf jeden Fall weiterhin stattfinden“, resümierte Fabian, Ehrenamtlicher aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, den allgemeinen Tenor des Treffens. Die nächste Zusammenkunft ist bereits geplant, nämlich für November 2019.

In jeder (Erz-)Diözese Deutschlands gibt es eine Fachstelle, die die Ministrantenpastoral des jeweiligen Bistums betreut und von theologisch qualifizierten, pastoralen Mitarbeitenden geleitet wird. Viele Bistümer haben darüber hinaus ein Team von erfahrenen Ehrenamtlichen aufgebaut, das die Hauptamtlichen unterstützt.

Weitere Informationen gibt es bei Benedikt Welter, Pädagogischer Referent in der Abteilung Jugend im Bistum Trier (b.welter(at)bgv-trier.de) und auf der Homepage www.Jugend-Bistum-Trier.de.

(ih)

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news-95478 Thu, 29 Nov 2018 11:15:54 +0100 Zeitgeschehen durch Botschaft der Bibel interpretieren http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zeitgeschehen-durch-botschaft-der-bibel-interpretieren/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_Dok2_9af622f563.jpg" width="150" height="83" alt="" />Die ökumenisch getragene Internetplattform "Nachhaltig predigen" bietet ökumenische Predigtanregungen und Impulse. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Predigtanregungen zum Kirchenjahr 2018/2019 sind ab dem 26. November auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de zu finden. Bereits zum 14. Mal gibt es dieses ökumenische Angebot von 24 katholische Bistümern und evangelischen Landeskirchen. Seit 2016 ist auch die „Diocese in Europe“ der Anglikanischen Kirche beteiligt. Die Predigtanregungen zur Nachhaltigkeit behandeln Themen wie Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung. So werden beispielsweise die negativen Folgen des Klimawandels angesprochen, die inzwischen aber auch zu einem Wertewandel in der Gesellschaft führen: „Die Bewahrung der Schöpfung“ wird inzwischen als übergreifender Wert konsensfähig. Aufgabe der Predigt ist es, die christliche Botschaft und damit christliche Ethik aus der Bibel in die Zeitgeschichte hinein zu übertragen und jeweils aktuell zu interpretieren. Im neuen Kirchenjahr wird „Teilhabe“ als Schwerpunktthema behandelt – ein Thema, das von Armut in armen und reichen Ländern und von Bildung ebenso handelt wie von der Teilhabe an wirtschaftlicher Unterdrückung und an Verantwortung.

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news-95476 Thu, 29 Nov 2018 09:44:45 +0100 Weihnachtszeit versüßen – auch ohne Schokolade http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihnachtszeit-versuessen-auch-ohne-schokolade-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Adventskalender_d5aa432322.jpg" width="150" height="150" alt="" />Der "Klingende Adventskalender" für Blinde und Sehbehinderte ist wieder erhältlich. Er begleitet Menschen mit und ohne Behinderung durch die Adventszeit. Trier - Jeden Tag nur „Last Christmas“ im Radio hören? Eine abwechslungsreiche Alternative zu den alljährlichen Weihnachtshits bietet das Bistum Trier mit seinem „Klingenden Adventskalender 2018“.

Hinter den 24 akustischen Türchen verbergen sich Musik, Gedichte und Rezepte, kleine Geschichten, Gebete und ein Weihnachtshörspiel. Diese sollen Blinde, Sehbehinderte und alle, die sich sonst noch auf Weihnachten freuen, durch die besinnliche Adventszeit begleiten. Seit über 40 Jahren produzieren ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Trierischen Tonpost“ im Bistum Trier den Klingenden Adventskalender. 
Der Kalender ist als Daisy-MP3-CD oder auf vier Musik-CDs erhältlich. Blinde und sehbehinderte Menschen können den Kalender kostenlos bestellen, die Abonnenten des Hörmagazins „Trierische Tonpost“ bekommen ihn automatisch zugeschickt. Jeder, der den Klingenden Adventskalender selbst genießen oder verschenken möchte, kann ihn für 18 Euro bestellen, unter der E-Mail: tonpost(at)bistum-trier.de oder per Tel.: 0651-7105-430,www.bistum-trier.de/tonpost

(tef)

 

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news-95418 Wed, 28 Nov 2018 11:22:00 +0100 Weihbischof Gebert auf Firmreise im Dekanat Konz-Saarburg http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-auf-firmreise-im-dekanat-konz-saarburg/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Franz Josef Gebert spendet seit dem 24. November vielen Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung. Konz/Saarburg – Weihbischof Franz Josef Gebert spendet vom 24. November bis 15. Dezember Jugendlichen im Dekanat Konz-Saarburg das Sakrament der Firmung.
Folgende Termine sind in den nächsten Wochen geplant: Am Freitag, 30. November um 18.30 Uhr in St. Martin, Nittel; am Samstag, 1. Dezember um 15.00 Uhr in St. Briktius, Oberemmel, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Martin, Wiltingen; am Sonntag, 2. Dezember um 10.30 Uhr in St. Peter, Wincheringen; am Freitag, 7. Dezember um 18.30 Uhr in St. Martin, Merzkirchen; am Samstag, 8. Dezember um 15.30 Uhr in St. Laurentius, Saarburg, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Marien, Saarburg-Beurig; am Freitag, 14. Dezember um 18.30 Uhr in St. Gervasius und Protasius, Irsch; am Samstag, 15. Dezember um 15.30 Uhr in St. Aper, Wasserliesch, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Peter und Paul, Tawern.
Im Dekanat Konz-Saarburg leben derzeit circa 42.970 Katholiken in sechs Pfarreiengemeinschaften.

(ih)

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news-95426 Tue, 27 Nov 2018 13:36:57 +0100 „Gottes Wort in neuem Klang“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gottes-wort-in-neuem-klang/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/7/csm_Lektionar_III_Foto_Christoph-Neuert-C-_2018-LITURGIE-DE_530a6da2ce.jpg" width="112" height="150" alt="Das neue Lektionar für das Lesejahr C" title="Das neue Lektionar für das Lesejahr C" />Ab dem ersten Advent wird das neue Lektionar für das beginnende Lesejahr C eingeführt. Wer jetzt ein großes Fragezeichen vor Augen hat, sollte unser Experten-Interview mit Dr. Marius Linnenborn lesen. Trier – Ab dem ersten Advent 2018 wird im deutschen Sprachraum ein neues „Lektionar“ eingeführt, das die neue Einheitsübersetzung der Bibel von 2016 verwendet. Der erste überarbeitete Band wird der für das dann beginnende Lesejahr C der Sonn- und Festtagslesungen in den Gottesdiensten sein. Aber mal ehrlich: Lektionar? Lesejahr? Für viele Menschen steht hinter diesen Begriffen erst einmal ein Fragezeichen. Deshalb haben wir bei Pfarrer Dr. Marius Linnenborn, dem Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI) mit Sitz in Trier, nachgefragt, was es damit überhaupt auf sich hat. 

Was ist überhaupt ein Lektionar und was ist zum Beispiel der Unterschied zu einem Evangeliar?

Das Lektionar ist das Buch, das die Texte aus der Heiligen Schrift enthält, die für die Liturgie in der Messe oder in der Wort-Gottes-Feier gebraucht werden. Das Lektionar enthält die Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, die Antwortpsalmen, die Rufe vor dem Evangelium und das Evangelium selbst. Das Evangeliar enthält nur die Evangelien, ist häufig ein größeres und reicher geschmücktes Buch.

(Anm. d. Red.): Früher las man direkt aus der Bibel, ab dem 5. Jahrhundert sammelte man dann die so genannten „Perikopen“, also die Abschnitte aus der Bibel, die für die Lesungen gedacht sind und ordnete sie dem Kirchenjahr zu.

Was hat es mit den Lesejahren A, B und C auf sich?

Bei der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den 1960er Jahren sind diese Lesejahre eingeführt worden, um eine größere Bandbreite des Wort Gottes zu Gehör zu bringen. Vorher wurden einfach viel weniger Anteile der Bibel vorgelesen. A, B und C ist an den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas ausgerichtet und das Johannesevangelium wird an einigen Sonntagen zusätzlich eingefügt. Die übrigen fünf Bände des Lektionars enthalten die biblischen Texte für die sogenannten geprägten Zeiten (Weihnachts- und Osterfestkreis), für die gewöhnlichen Wochentage und die Heiligenfeste, für die Feier der Sakramente, Sakramentalien sowie von Begräbnissen und schließlich für die verschiedenen Votivmessen. Das liturgische Jahr der katholischen Kirche beginnt jeweils am ersten Adventssonntag und endet mit dem Christkönigssonntag.

Es geht also darum, mehr Texte aus der Bibel zu hören?

Ja, genau. Außerdem ist es auch eine schöne Vorstellung: Diese Leseordnung verbindet uns mit allen Katholiken weltweit. Egal wo wir einen Gottesdienst mitfeiern, wissen wir, was uns erwartet. Das neue Lektionar kann für uns auch Anlass sein, über die in Deutschland vielerorts geübte Praxis nachzudenken, nur eine Lesung statt der zwei vorgesehenen Lesungen auszuwählen: Das wird so nur im deutschsprachigen Raum praktiziert. Zwei Lesungen vorzutragen bietet aber einen größeren Reichtum. Man meint oft, es ist zu viel, was den Menschen zugemutet wird. Aber wer will entscheiden, welches Wort der Heiligen Schrift weggelassen werden kann?

Das Lektionar hat auch äußerlich ein neues Erscheinungsbild: Wie wurde es gestaltet?

Der Einband wurde durch einen Textilkünstler aus Wien, Christof Cremer, gestaltet. Das Buch schimmert goldfarben und drückt damit eine Wertigkeit aus, darauf sind rote geschwungene Linien zu erkennen. Alles deutet auf Bewegung und Dynamik hin: Da kommt etwas ins Schwingen, das Wort drängt hinaus, könnte man sagen. Mein Gedanke war: Das Wort Gottes, das hinausgesandt wird und wieder zurückkehrt auf verschiedenen Wegen. Neu ist auch, dass der Buchschnitt nun farbig ist, rot bei den Bänden für die Sonn- und Festtage. Format und Schriftart der vorzutragenden Texte haben sich übrigens nicht geändert. Aber dennoch ist der Gesamteindruck frischer geworden.

Aber nun zum Inhalt: Warum gab es überhaupt eine neue Einheitsübersetzung der Bibel und was hat sich mit ihr geändert?

Sprache verändert sich, es gibt neue Erkenntnisse in der Bibelwissenschaft. Man wollte näher heran an die Ursprungssprachen Hebräisch für das Alte Testament und Griechisch für das Neue Testament. Das ist übrigens bei der neuen evangelischen Lutherübersetzung auch der Fall. Wenn man sich stärker am Ursprungstext orientiert, ergeben sich für das Verkündigen, Vortragen und das Hören Herausforderungen, weil Formulierungen auftreten, die erst einmal ungewohnt sind und zum Nachfragen reizen. Es gibt manche Formulierungen, die für heutige Ohren etwas altertümlich klingen mögen. Im Lukasevangelium heißt es zum Beispiel häufig „Und es geschah, dass Jesus ...“ oder „Siehe…“ So spricht man heute nicht mehr, und in der letzten Einheitsübersetzung war dies eliminiert, weil man es nicht für zeitgemäß hielt. Damit ist nun manches wiederentdeckt worden, was den Text näher an das Eigentümliche der biblischen Sprache heranbringt und auch bildreicher werden lässt.

Bildreich – können Sie dafür ein Beispiel geben?

Es heißt zum Beispiel nicht mehr „Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer“, sondern „an die Gemeinde in Rom“ – weil Paulus sich ja nicht an alle Bewohner von Rom gewandt hat, sondern an die christliche Gemeinde in Rom. Vor dem geistigen Auge kann das Bild entstehen, wie eine Schar von Christen in einem Haus zusammensitzt, dann die Schriftrolle enthüllt wird und der Brief des Apostels vorgetragen wird.

Welche Veränderung wird den Gläubigen noch auffallen?

Der Gottesname „Jahwe“ kommt als solcher nicht mehr vor. Die Juden haben diesen Namen nicht ausgesprochen, dementsprechend heißt es heute auch bei uns „HERR“ oder „GOTT“ – jeweils in Kapitälchen geschrieben. Die Herausforderung für die Vortragenden ist natürlich nun, dass sie dieses aus dem Schriftbild hervorstechende Wort nicht besonders betonen. Ein Kritikpunkt, der dazu geäußert wird, ist allerdings, dass damit auch das männliche Gottesbild betont wird. Dem gegenüber hat man an anderer Stelle versucht, gleichberechtigter zu formulieren: Die Anrede „Liebe Brüder“ ist durch „Liebe Schwestern und Brüder“ oder „Liebe Brüder und Schwestern“ ersetzt worden. Und als „Service“ für die Vorlesenden könnte man vielleicht bezeichnen, dass nun immer die Schlussakklamation „Wort des lebendigen Gottes“ nach der Lesung steht, was vorher nicht der Fall war.

Wie lange wird es dauern, bis alle acht Bände erschienen sein werden?

Es wird voraussichtlich vier Jahre dauern, bis alle erschienen sind. Man fragt sich vielleicht: Die Bibel ist doch fertig – was dauert daran so lange? Aber jeder Abschnitt (Perikope) muss einzeln angeschaut und angepasst werden. Die Einleitungen müssen individuell eingeleitet formuliert werden: Wenn es zum Beispiel in der Bibel aus dem Zusammenhang gerissen heißt: „Und danach ging er“, heißt es im Lektionar: „In jener Zeit ging Jesus ...“, damit man weiß, von wem gesprochen wird. In unserem Institut sind fünf Mitarbeiter in unterschiedlichem Umfang mit dem neuen Lektionar befasst. Der letzte Band soll 2022 erscheinen.

Und was passiert nun mit den alten Bänden des Lektionars?

Wir empfehlen, das Buch erstmal in der Sakristei, dem Archiv oder der Bibliothek zu lassen. Es ist ein Buch, das lange in Benutzung war, vielleicht will man da nochmal hineinschauen, vielleicht braucht man es auch einmal für einen bestimmten Anlass. Es ist keinesfalls wertlos oder ungültig.

Was würden Sie Lektoren und Gemeinden empfehlen, wie das neue Lektionar eingeführt werden kann?

Für die Einführung haben wir Empfehlungen bzw. Vorschläge auf unserer Website www.liturgie.de eingestellt: Für eine Eucharistiefeier, eine Wort-Gottes-Feier oder diözesane Übergabefeiern. Das neue Lektionar lädt ein, sich neu mit den Texten der Bibel zu beschäftigen, noch einmal genauer hinzuschauen und hinzuhören. Wir sind gespannt, wie der neue Klang des Wortes Gottes aufgenommen wird.

 

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Redaktion Trier bistum-trier Information