Bistum Trier - Redaktion Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Mon, 24 Sep 2018 18:01:01 +0200 Mon, 24 Sep 2018 18:01:01 +0200 Bistum Trier news-93525 Mon, 24 Sep 2018 17:48:48 +0200 Den Menschen Hoffnung und Heimat geben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-menschen-hoffnung-und-heimat-geben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_missio_Weltmission_Gast-Tesfaye-Petros_5bfefa1083.jpg" width="150" height="100" alt="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche" title="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche " />Im Monat der Weltmission steht Äthiopien im Mittelpunkt. Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros ist im Bistum unterwegs, um von seiner Heimat zu erzählen. Trier/Bitburg – Das ostafrikanische Land Äthiopien ist in diesem Jahr Partnerland zum missio-Sonntag am 28. Oktober und steht im Blickpunkt des vorangehenden Monats der Weltmission. Das Land am Horn von Afrika ist eine der ältesten Kulturnationen, gilt als Wiege der modernen Menschheit und besitzt ein christliches Erbe, das bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht. Trotz starken wirtschaftlichen Wachstums in den Städten ist es aber immer noch eines der ärmsten Länder der Erde – mit Hunger, ethnischen Konflikten und politischen Spannungen. Als missio-Gast reist der äthiopische Pfarrer Tesfaye Petros derzeit durch deutsche Bistümer. Am 23. September ist in Bitburg die diesjährige missio-Aktion im Bistum Trier mit einem Gottesdienst gestartet worden.

Pfarrer Thomas Weber und Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum begrüßten in St. Peter den Gast aus Äthiopien. Petros ist Generalvikar des Vikariats Gambella im Südwesten des Landes. Er bringe aus dem diesjährigen Schwerpunktland des Weltmissionsmonats die Erfahrungen der Kirche Äthiopiens zu uns, sagte Kuhn. Ganz konkret sei es das Zeugnis aus einer kleinen Diözese mit zehn Priestern, die in einer abgelegenen Region den Menschen die Botschaft Jesu bringe. In einem von Konflikten zwischen Volksgruppen, Armut, Gewalt und mangelhaftem Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung geprägten Landstrich sehen es Petros und seine Mitstreiter als ihre Mission an, den Menschen Hoffnung zu bringen. „Diese Menschen brauchen das Wort Gottes und unser Wort. Wir suchen nach etwas, was Hoffnung gibt, und müssen Zeugen sein“, sagte der Pfarrer in seiner Predigt und dankte den Menschen in Deutschland für ihre Unterstützung. Der 40-jährige Geistliche kümmert sich beispielsweise um viele Flüchtlinge, die aus dem benachbarten Südsudan auf äthiopischem Boden Schutz suchen, und versucht, ihnen Heimat zu geben. Das sei ein Schwerpunkt seiner Seelsorge. Mithilfe eines katechetischen Zentrums soll außerdem die pastorale Situation vor Ort verbessert werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst stand, bei original äthiopischem Kaffee, die persönliche Begegnung mit dem weltkirchlichen Gast im Mittelpunkt – wie auch bei verschiedenen weiteren Terminen im Bistum bis zum 28. September. In Begegnungen mit Pfarreien, Schulen, Projekten und Gremien wird der missio-Gast aus seinem Heimatland berichten und die pastorale und weltkirchliche Arbeit im Bistum kennenlernen.

In dem religiös überwiegend von orthodoxen Christen geprägten Äthiopien beträgt der Anteil der Katholiken weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Dennoch leistet die katholische Kirche dort einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Sie betreibt Schulen, Ausbildungsstätten und Kliniken, engagiert sich im interreligiösen Dialog, hilft Flüchtlingen und ist Anlaufstelle für Hilfesuchende. Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Weitere Informationen und die Begegnungstermine im Bistum gibt es bei der Diözesanstelle Weltkirche unter www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/termine-mit-dem-missio-gast.

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Trier bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93442 Fri, 21 Sep 2018 15:22:33 +0200 „Gut essen macht stark!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-essen-macht-stark/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Kita_Gut-essen-macht-stark_Klockner_40d9c00d49.jpg" width="150" height="100" alt="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" title="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" />Gesundes Essen zubereiten will gelernt sein: Bundesministerin Klöckner hat den Startschuss für ein bundesweites Projekt in der katholischen Kita St. Simeon gegeben. Trier – Startschuss für das Projekt „Gut essen macht stark“ in Kitas: Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat gemeinsam mit den Kindern der katholischen Kita St. Simeon in Trier-West den Startschuss für das bundesweite Projekt gegeben. Mit dabei waren die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die das Projekt federführend begleitet, sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

„Mir ist wichtig, dass alle Kinder, unabhängig von ihrem Elternhaus, ihrer Muttersprache oder ihrer Herkunft früh erfahren, was gesundes Essen ist und wie man sich gesund und lecker ernährt. Es ist leider Realität, dass in Deutschland 15 Prozent der drei- bis siebzehnjährigen Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder sogar adipös sind“, sagte Klöckner. „Gutes Essen will gelernt sein, nicht alles, was gut schmeckt, ist auch gesund. Deshalb wollen wir mit der Förderung des Projekts neue Impulse geben, das spielerisch mit den Kindern umzusetzen.“ Mit 550.000 Euro fördert Klöckners Ministerium das Projekt „Gut essen macht stark“, das sich an sozial benachteiligte Stadtteile richtet. Die Bundesministerin stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung plane, in die Ernährungsbildung noch mehr zu investieren. 

„Kinder müssen erleben, dass gesundes gut Essen schmeckt. In unseren Kindertageseinrichtungen machen sie die Erfahrung, dass es Spaß macht, etwas Gesundes und Leckeres zuzubereiten“, unterstrich Cordula Scheich, Geschäftsführerin der katholischen KiTa gGmbH Trier. In der letzten Stunde seien in den 151 Kitas in Trägerschaft der Kita gGmbH Trier rund 8.500 Mittagessen ausgegeben worden – die nach den Qualitäts-Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zubereitet werden. Bei den Kindern in Sankt Simeon gab es heute Gemüsesuppe. Kita-Leiterin Brigitte Wagner erklärte, dass ihre Einrichtung darauf achte, saisonal zu kochen: „Im Sommer gibt es Salatbüffets, im Winter auch mal mehr Eintöpfe und bei Früchten achten wir ebenso darauf. Und wir ernten mit den Kindern Äpfel, Nüsse und Johannisbeeren auf dem Außengelände.“ Auch wenn die Standards in den katholischen Kitas im Bistum schon hoch sind, findet Geschäftsführerin Scheich es wichtig, Kooperationen einzugehen und durch Projekte wie „Gut essen macht stark“ neue Impulse zu erhalten. Neben der Kita St. Simeon nimmt in Trier auch die katholische Kita Maria Königin aus Pallien am Projekt teil.

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Redaktion Trier bistum-trier Kindergarten Politik / Gesellschaft
news-92823 Mon, 17 Sep 2018 08:29:00 +0200 Wo die Lebensfreude der Menschen ansteckend ist http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wo-die-lebensfreude-der-menschen-ansteckend-ist/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_sofia_freiwillige_adrian-wirtz_0260fec4dd.jpg" width="150" height="100" alt="Adrian Wirtz aus Ralingen " title="Adrian Wirtz aus Ralingen " />Lebensfreude, neue Freundschaften, aber auch Erfahrungen von Armut: Adrian hat während seines Freiwilligendienstes eine Menge neuer Erfahrungen gesammelt. Ralingen – Nach dem Abitur erst einmal hinaus in die weite Welt, fremde Kulturen und Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und als anderer Mensch zurückkommen: Adrian Wirtz aus Ralingen hat sich diesen Wunsch mit einem Freiwilligendienst in Ruanda erfüllt. Begleitet wurde er dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) des Bistums Trier, die ihn in der Vorbereitung und auch während seines Einsatzes unterstützt haben.

Seit Mitte August ist der 20-Jährige nun wieder in der Heimat und obwohl ihm die hiesigen Temperaturen kalt erscheinen, freut er sich auch wieder auf „Jahreszeiten“, wie er erzählt. In Kigali, der Hauptstadt Ruandas arbeitete er 13 Monate lang in einem Don Bosco Schul- und Freizeitzentrum mit, unterstützte die Lehrer im Englisch-Unterricht, gab selbst Fußballtraining und organisierte andere sportliche und spielerische Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen. Die technische Sekundarschule besuchen 241 junge Menschen von 16 bis 28, die Berufe wie Elektriker, Schreiner, Maurer oder Installateur erlernen, außerdem gibt es ein Internat für junge Männer und nachmittags das Freizeitprogramm auch für jüngere Kinder, berichtet Adrian. „Man muss sich das vorstellen wie eine grüne Oase mitten in Kigali, dort wird Ackerbau betrieben, es gibt riesige Bananenplantagen.“ Adrians Ansprechpartner vor Ort waren die Priester des Salesianerordens, die das Zentrum leiten und zum anderen ein Mentor von außerhalb. „Wir waren am Esstisch immer eine Multikultitruppe, da die Priester nicht nur aus Ruanda, sondern auch aus Belgien, Uganda, Slowenien, Burundi und anderen Ländern kamen. Am weitesten kommt man mit Französisch, auch wenn man zunächst mal wegen der Dialekte trotz acht Jahre Schulfranzösisch wenig versteht.“ Die erste Begegnung mit den Schülern habe gleich für Belustigung gesorgt, als sie erfuhren, dass ihr neuer „Hilfslehrer“ selbst erst 19 Jahre alt war, erinnert sich Adrian.

Ein typischer Tag begann für ihn um 6.30 Uhr, nach einem Morgenimpuls für die ganze Schulgemeinschaft um 7.15 Uhr half er im Unterricht mit und nachmittags ging es dann im Jugendzentrum los: „unter der Woche kommen hier so zwischen 700 und 800, am Wochenende auch mal bis zu 1.500 Kinder aus den umliegenden Vierteln. Wir haben mit ihnen Tischtennisplatten gebaut, Fußball, Basketball, Volleyball gespielt, es wurden Kampfsportarten und Akrobatik angeboten. Anfangs habe ich auch mitgeturnt, bis ich Rückenprobleme bekam und aufhören musste“, erzählt Adrian. Beeindruckt habe ihn vor allem die Mentalität der Menschen: „Die Kinder haben teilweise umgerechnet nicht mal 50 Cent am Tag in der Tasche, aber verbringen ihren Tag mit einer unglaublichen Lebensfreude. Da kann man sich einiges abschauen, das ist wirklich beneidenswert. Die Ruander sind sehr freundlich, gehen offen auf einen zu, man klatscht sich mit den Kindern ab, unterhält sich, wenn man jemanden auf der Straße trifft.“ Aus diesen Begegnungen habe er sehr viel für sein eigenes Leben ziehen können: „Man gibt den Menschen sehr viel, aber man bekommt unheimlich viel zurück.“ Ein solches Beispiel: Adrian leistete bei einem Schüler Erste Hilfe, als dieser sich beim Fußball verletzte. „Ich habe seine Wunde versorgt und ihn in die Krankenstation gebracht. Zwei Wochen später kam er mit einer Einladung zur Hochzeit seiner Schwester in der Hand zu mir.“                                                                                                                           

Natürlich gab es auch prägende Erlebnisse, die ihm die Armut der Menschen vor Augen führten. Kigali täusche als Stadt über vieles hinweg, weil es sehr modern sei und eine Agenda verfolge, das „Singapur Afrikas“ zu werden, erzählt Adrian. Aber als die Akrobatiktruppe einen Auftritt hatte und er das Catering begleitete, stürzten sich die Kinder aus dem Viertel auf die schon leeren Töpfe und Schüsseln und versuchten, die Reste mit den Nägeln herauszukratzen. „Solche Dinge haben mein Bewusstsein geschärft, für das, was ich wirklich im Leben brauche.“ Jedes zweite Wochenende reiste er deshalb auch über das ländliche Ruanda, besuchte andere Freiwillige in deren Dörfern. „Dort gibt es in der Trockenzeit teilweise nicht mal fließendes Wasser.“

Als sich Adrian im Januar 2017 bei SoFiA bewarb, kannte er das Zentrum bereits, obwohl er nicht wusste, dass er auch dort eingesetzt werden würde. „Mein Vater engagiert sich in einer Partnerorganisation SoFiAs, bei „Handwerk hilft“, einer Schreinervereinigung aus dem Raum Trier, die sich für die handwerkliche Ausbildung im Don Bosco Zentrum engagiert. Dass es dann wirklich diese Einsatzstelle für mich wird, war natürlich super.“ Die Vorbereitung durch SoFiA erlebte Adrian als wichtigen Teil des gesamten Freiwilligendienstes: Neben Orientierungswochenenden gibt es Seminare zu gesundheits- und Sicherheitsaspekten, interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit Armut, und anderen Themen. „Wir haben sehr viel über uns selbst reflektiert, über eigene Ziele im Leben gesprochen. Es habe gut getan und eine tolle Gemeinschaft unter den Freiwilligen gegeben – dort im „Nirwana der Eifel ohne Handyempfang“, wie Adrian lacht. Der sei in Afrika übrigens viel besser gewesen.

Wer sich für einen Freiwilligendienst mit SoFiA interessiert, kann sich noch bis zum 26. September bewerben, das Orientierungswochenende findet im Herbst statt. Einsatzorte sind von Lateinamerika über Afrika und Asien bis Osteuropa. Anmeldung und weitere Informationen bei: SoFiA, Dietrichstr. 30 a, 54290 Trier, Tel: 0651-993796-301, E-Mail: sofia@soziale-lerndienste.de und unter: www.sofia-trier.de.

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Trier bistum-trier Ehrenamt Jugend Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93261 Sat, 15 Sep 2018 14:09:54 +0200 Christen vor Ort sind die Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christen-vor-ort-sind-die-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_SU_Erkundung_Waldrach1_JR_818e963626.jpg" width="150" height="99" alt="" title="SU Erkundung Waldrach1 JR" />Ein „Rendezvous im neuen Raum“ in Waldrach hat Interessierte zum Erkunden eingeladen Waldrach – „Wir wollen in der Erkundungsphase mit dafür sorgen, dass die Kirche im Dorf bleibt.“ So leitet Pfarrer Tim Sturm das „Rendezvous im neuen Raum“ am 13. September in Waldrach ein. Gemeinsam mit Pastoralreferentin Annika Frank ist er in der Pfarrei der Zukunft Trier unterwegs und will Themen, Orte und vor allem Menschen aufspüren, die für das kirchliche Leben in den künftigen Pfarreien wichtig sein werden. „Wir sind heute in Waldrach auch als Zeichen dafür, dass künftig sicher nicht alles zentralisiert in Trier stattfinden wird“, ergänzt Frank.

Rund 20 Frauen und Männer sind gekommen, um zu erfahren, wie Erkundung gehen kann. Die meisten sind ehrenamtlich engagiert als Lektorin oder Kommunionhelfer, im Chor oder einem der kirchlichen Räte. Auch hauptamtlich in der Kirche Tätige sind dabei, wie Pfarrer Engelbert Felten, der als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach arbeitet: „Ich finde die Idee der Erkundung spannend, denn als Hauptamtlicher habe ich auch manch ‚blinden Fleck‘, den ich aufhellen will, und dazu brauche ich Hilfestellung.“ Frank und Sturm erklären, dass die Pfarrei neu gedacht werden will und in Zukunft aufgrund der Größe eher Verwaltungs- und Organisationseinheit sein wird. Sie biete die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten über Ortsgrenzen hinaus – und zwar eben nicht nur bezogen auf Orte, sondern vor allem an Themen orientiert, wie Tim Sturm erklärt: „Sie können die Vernetzung mit denen suchen, die vielleicht schon an ‚Ihrem Thema‘ arbeiten.“ Derzeit würden die Rahmenbedingen geplant, arbeite etwa eine Gruppe daran, welche Gremien es künftig gibt und wie Mitbestimmung und Mitverantwortung gehen kann. Auch Kooperator Felten erklärt, dass keine Zentralisierung des kirchlichen Lebens vorgesehen ist. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger „lösen sich 2020 nicht auf“, betont er. Weiterhin werde es vor Ort Ansprechpersonen geben. Und außerdem: „Die Christen, die an einem Ort leben, sind die Kirche!“

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Trier bistum-trier Ehrenamt Pfarreien Synode: Umsetzung
news-93174 Thu, 13 Sep 2018 08:31:00 +0200 Neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-moeglichkeiten-fuer-die-taegliche-arbeit-entdecken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_GemRef_Jahrestagung2018_SE_89e0afbc3c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="GemRef Jahrestagung2018 SE" />Die Gemeindereferentinnen und –referenten im Bistum Trier haben sich zur Jahrestagung in Vallendar getroffen. Vallendar – Den persönlichen Kraft- und Motivationsquellen auf die Spur kommen, die eigenen Ressourcen erschließen und neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken: Das stand für 140 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Trier bei ihrer Jahrestagung vom 10. bis 12. September im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar auf dem Programm. Neben dieser Stärkung für die beruflichen und persönlichen Aufgaben stand auch ein Gespräch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann über aktuelle Themen der Berufsgruppe auf dem Programm.

Die Referentin Dr. Andrea Mohr, tätig unter anderem als Psychologin in der Lebensberatung des Bistums in Bitburg, stellte in Einzel- und Gruppenarbeit die Methode des sogenannten „Zürcher Ressourcen Modells“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den Tagungsteilnehmern. Das Modell zur Stärkung der Eigenkompetenzen befähigt und ermutigt, die eigenen Ressourcen zu entdecken und sich bewusst zu machen, was bereits an positiver Energie in jedem Einzelnen schlummert und als „Antreiber“ und Stütze im Alltag zur Verfügung steht.

Was jede und jeden Einzelnen „trägt und beschwingt, was beseelt, beflügelt und Kraft geben kann“, war dann auch eines der Themen, über die sich sechs Gruppen mit dem Bischof als Gesprächsgast austauschen konnten. Vielfach wurden bestimmte Aspekte aus der täglichen Arbeit als „Kraftquellen“ benannt – aber auch ganz andere, wie zum Beispiel das Salsa-Tanzen in der Freizeit. Während in der zweiten Gesprächsrunde zur Synodenumsetzung Fragen nach dem Erkundungsprozess, zu den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft oder zu den geplanten Geistlichen Zentren im Vordergrund standen, beleuchtete der Gesprächskreis zur „Entwicklung der Pastoral“ Fragen nach Nähe, Beziehung und Begleitung in der Zukunft. „Es wird weniger, aber verbindlichere Möglichkeiten der Nähe geben“, prophezeite der Bischof. Mit Blick auf die weiten pastoralen Räume betonte er das notwendige Nebeneinander von territorialen Substrukturen („die wird es weiterhin geben“) und einer themen-, projekt- und interessenorientierten Pastoral.

In zwei Runden richteten die Gemeindereferentinnen und ‑referenten Fragen zur möglichen Entwicklung ihres Berufsprofils sowie zu Aspekten von „Kirche in der Welt“ an den Bischof – geprägt auch von kritischen Anfragen nach der Glaubwürdigkeit oder dem Frauenbild in der Kirche.

(red)

 

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Trier bistum-trier Bischof Personal
news-93113 Mon, 10 Sep 2018 13:53:52 +0200 Seit 30 Jahren ein Aushängeschild des Bistums http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seit-30-jahren-ein-aushaengeschild-des-bistums/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_Museumsnacht-5_01_b79aa60a27.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Museumsnacht 5 01" />Am 8. September hat das Museum am Dom mit der 12. Museumsnacht sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Trier – Die Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Rahmen des Karl-Marx-Jubiläums hat in der zwölften Trierer Museumsnacht am 8. September zahlreiche Besucher ins Museum am Dom gelockt. Neben der Ausstellung hat das Museum auch Einblicke in die eigene Geschichte des Hauses am Bischof Stein-Platz gewährt: Kompetente Gesprächspartner lassen die Anfänge vor 30 Jahren noch einmal sehr lebendig werden, schauen auf die eindrucksvolle Entwicklung und wagen den Blick in die Zukunft. Rund 800 Gäste nutzen die Gelegenheit und feiern den Museums-Geburtstag an diesem Spätsommer-Abend.

„Ich hätte gedacht, dieses Haus sei als Museum gebaut worden“, staunt eine Besucherin des Dommuseums und folgt dem Rückblick von Architekt Alois Peitz, dass die Pläne Anfang der 1980er Jahre ursprünglich in ganz andere Richtungen liefen. Peitz, damals beim Bistum in Diensten, schildert die Geschichte der einstigen Kurie, die im frühen 19. Jahrhundert zur „Königlich-preußischen Haftanstalt“ umgebaut wurde. Mit kurzer Unterbrechung blieb das Gebäude in direkter Nachbarschaft des Doms bis 1977 Gefängnis. Das anschließend frei gewordene und noch in Landesbesitz befindliche Grundstück erweckte große Begehrlichkeiten in der Stadt. Schmunzelnd zeigt Alois Peitz einige der damaligen Vorschläge für die neue Nutzungen, darunter eine Hoch- und Tiefgarage, deren Einfahrt mit Blick auf den Dom sicher einzigartig gewesen wäre. Auch das Bistum, das durch Grundstückstausch in den Besitz kam, entwickelte einige Ideen, bevor 1982 die Entscheidung für den Museumsneubau fiel. Mit dessen Planung wurde Peitz beauftragt, der vor zahlreichen Zuhörern in der Museumsnacht seine Überlegungen für das Projekt skizziert, auch kritische Einträge aus seinem Bautagebuch zitiert und die am Ende glückliche Vollendung des Neubaus nachzeichnet.

Seit seiner Eröffnung am 10. Juli 1988 sei das Museum ein „Aushängeschild der Trierer Kirche“, betont der ehemalige Direktor, Professor Dr. Winfried Weber und zitiert das damals installierte Chronogramm: Die christliche Kunst in diesem Museum sei nicht verborgen. Eintretende werden aufgefordert, sie genau zu betrachten. „Möge das auch künftig so bleiben.“ Der jetzige Direktor Markus Groß-Morgen lud zu einer Reise „30 Jahre Museum in 30 Minuten“ ein und hob dabei vor allem den „qualitativen Quantensprung der Möglichkeiten“ hervor. Erst mit dem Neubau habe die rege Sammlungstätigkeit des Museums einsetzen können, die seit 1985 aktiv betrieben wird und sich besonders auf zeitgenössische Kunst bezieht. 85 Ausstellungen seien in den 30 Jahren präsentiert worden, und auch die Zahl der Publikationen, darunter 23 Ausstellungskataloge, könne sich sehen lassen. Besonders stolz sei man auf das neueste Werk: Drei Bände zur Domgrabung von Dr. Winfried Weber, die am 9. November um 18.30 Uhr im Museum vorgestellt werden. Ein wertvolles Geburtstagsgeschenk sei jüngst die Gründung des Freundeskreises gewesen, der sich besonders dem Dialog zwischen Kirche und Kunst widmen will. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg wird als 51. Mitglied aufgenommen, nachdem er die Ausstrahlungskraft des Museums über das Bistum hinaus gewürdigt und den Blick auf künftige Herausforderungen in der Museumsarbeit hingewiesen hat.

(red)

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Trier bistum-trier Aktion Arbeit Kultur Vermischtes
news-93030 Fri, 07 Sep 2018 14:03:36 +0200 Paarberatung ist mehr als ein verständnisvolles Gespräch http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/paarberatung-ist-mehr-als-ein-verstaendnisvolles-gespraech/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Absolventen-A-quivalenz-Diplom-04-09-2018_77219bc541.jpg" width="150" height="83" alt="Absolventen mit Diplom und Bischof Ackermann steht daneben" title="Absolventen A quivalenz Diplom 04 09 2018" />33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensberatung im Bistum Trier wurden nach einer Weiterbildung ausgezeichnet. Sie erzählen von ihrer Arbeit in der Paarberatung - zwischen Gelingen und Scheitern. Koblenz/Saarbrücken/Trier – Ältere Paare in der Krise, kulturverschiedene Partner, zerstrittene Eheleute, Scheidungen und Enttäuschungen, wenn etwa die Hochzeit als der schönste Tag im Leben zu stark idealisiert wurde. Die Paarberatung steht heute vor vielfältigen neuen Herausforderungen und bedeutet deshalb „mehr als ein verständnisvolles Gespräch. Da gehören noch viele andere fachliche Kompetenzen dazu“, sagt Dr. Bernd Steinmetz, Referent in der Beratungs- und Präventionsarbeit im Bistum Trier. Bundesweit soll deshalb die Fortbildungsordnung mit einheitlichen Standards in der katholischen Ehe- und Paarberatung erreicht werden.

Steinmetz und seine Kollegin Stephanie Schneider haben deshalb das „Trierer Modell“, ein Modulsystem zur Weiterbildung unterstützt. So können die Mitarbeiter der Lebensberatungen, die bereits in der Paarberatung tätig sind, überprüfen, welche Qualifikationen sie bereits haben. Für fehlende Bestandteile wurden Seminare angeboten, beispielsweise ein theologisches Seminar zum Verständnis des Ehesakraments. Auch die schriftliche Dokumentation eines Beratungsprozesses musste zur Prüfung erstellt werden. Mittlerweile bewege man sich in dem Modulsystem mit den Weiterbildungskriterien im Rahmen eines entsprechenden Masterstudiengangs, sagt Steinmetz. „Das ist für junge Leute durchaus attraktiv.“
33 Paarberater haben nun erstmals das Äquivalenz-Diplom der Bundesarbeitsgemeinschaft Beratung für Ehe-, Familien- und Lebensberatung erhalten. Eine Zertifizierung, die erst von wenigen Jahren entwickelt wurde. Der Festakt hierzu fand am 4. September 2018 im Rahmen der Jahrestagung der Beratungsdienste im Bistum Trier statt.

Der Tag war überschrieben mit dem Thema: „Paare auf ihrem Weg begleiten – zwischen Gelingen und Scheitern.“ Ein Aspekt, dem sich die Beraterinnen und Berater immer wieder stellen müssen. „Ich hab natürlich auch so eine romantische Vorstellung vom Happy End und davon muss man sich als Paarberater verabschieden, weil es das manchmal nicht gibt“, sagt Dr. Tobias Gschwendner von der Lebensberatung Trier. Das müsse man ganz realistisch von Anfang an in die Beratung mit einbeziehen. Ein mögliches Scheitern in Betracht zu ziehen, sei für viele dann sehr hilfreich.

Aber nicht nur in Trennungs- sondern auch in anderen wichtigen oder schwierigen Phasen muss man das Paar im Blick haben, egal ob mit oder ohne Kinder. „Denn die Ehe- und die Paarbeziehungen sind eigentlich  der wichtigste kleine Zellkern, in dem Beziehung sich gestaltet und das hat auch Wirkung nach außen“, sagt die Fortbildungsreferentin Schneider. Diese Auswirkung spürt auch Martina Grosch von der Lebensberatung Lebach, die schon seit 25 Jahren mit Paaren arbeitet. Oftmals werden die Kinder bei der Beratung angemeldet, doch bald darauf merke sie, dass das eigentliche Problem die Paarbeziehung sei. „Wenn die beiden in ihrer Beziehung dann was verändern können oder da Stütze und Hilfe erfahren, dann ändert sich das mit den Kindern fast automatisch“, sagt Grosch. Dass es manchmal auch nicht klappt, war für sie anfangs nicht einfach. „Ich bin ja nicht der liebe Gott. Aber wenn es mir gelingt, bin ich immer ein stückweit dankbar, dass ich gute Worte gefunden habe oder einen guten Impuls hatte und manchmal gar nicht wusste, wo dieser gute Gedanke jetzt gerade herkam.“

Bischof Stephan Ackermann war ebenfalls bei der Jahrestagung anwesend. Neben der Wertschätzung zur bisherigen Arbeit der Lebensberatungen in diesem Feld, sprach er auch die Pfarreien der Zukunft an: Wo können in Zukunft wechselseitige Unterstützungsprozesse entstehen zwischen fachlichen Beratungsstellen und Pastoral? Das ist auch das Herzensanliegen von Beate Dahmen von der Lebensberatung Simmern, die bereits 31 Jahre in der Paarberatung tätig ist. Sie wünscht sich präventive Angebote in den Kirchengemeinden, um die Paare nach der Eheschließung zu begleiten, ihnen zu helfen Partner zu werden und im Alltag anzukommen. „Ich halte die Paarberatung für ein Kernstück unserer Aufgabe und denke, dass das Ehesakrament ganz dringend Begleitung braucht. Dass wir als Kirche nicht nur fordern dürfen, dass man Treue und andere Werte hält, sondern auch Hilfestellung in den schwierigen Zeiten und davor geben.“

Das Paar fachlich und kirchlich nicht aus dem Blick zu verlieren, mit oder ohne Kinder, das ist ein wichtiges Credo der Jahrestagung der Beratungsdienste. Natascha Kuhlmann, die bei den Lebensberatungen Lebach und Hermeskeil arbeitet, kann dem nur zustimmen: „Es ist einfach ein schönes Arbeiten, weil es so vielfältig ist und jedes Paar einzigartig mit seiner Geschichte. Und es freut einen zu sehen, wenn auch langjährige Paare bereit sind, neue Wege zu gehen.“

dk

 

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Trier bistum-trier
news-92942 Thu, 06 Sep 2018 18:17:00 +0200 Frauenarbeit hat viele Gesichter http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frauenarbeit-hat-viele-gesichter/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_KDFB_Ausstellung_FrauenGesichter_tef_77add267ab.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KDFB Ausstellung FrauenGesichter tef" /> Der Deutsche Katholische Frauenbund Trier zeigt eine Ausstellung in der Trierer Jesuitenkirche Trier – „Die Arbeit an der Ausstellung hat mich politischer gemacht“, sagt Stefanie Peters, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Hillesheim und Vorstandsmitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Diözesanverband Trier, zur Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“. Die Ausstellung in der Jesuitenkirche in Trier steht im Kontext der Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Karl Marx.

„Der Philosoph und Sozialkritiker war ganz ein Mann seiner Zeit und sah Frauen eher in ihrer klassischen Rolle. Zu der arbeitenden Bevölkerung hielt er Distanz“, erläutert Margret Faß-Kunath, Mitinitiatorin der Ausstellung und Mitglied im Diözesanvorstand des KDFB. Gerade zu dieser Zeit aber seien Frauen aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verstärkt in die Erwerbsarbeit eingestiegen. „Aus diesem Grund entstand die Idee, den arbeitenden Frauen eine Ausstellung zu widmen.“ So dokumentiert die Ausstellung in 13 Stationen Frauenarbeit von der Zeit der Industrialisierung, Tätigkeiten von Frauen während des Krieges über unbezahlte Arbeit bis hin zur Frauenarbeit im Zeichen der Digitalisierung, der sogenannten Arbeitswelt 4.0.

„Bei der Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde uns sehr deutlich, dass man bei allen Fortschritten, die es in der Arbeitswelt bezogen auf Frauen in den zurückliegenden Jahrzehnten gegeben hat, doch noch nicht am Ziel ist“, stellen die Initiatorinnen fest. Die Forderungen nach gleicher Arbeit, gleichen Chancen und gleichem Lohn hätten nichts an Aktualität eingebüßt. „Wenn ich also sage, dass die Ausstellung mich politischer gemacht hat, dann sicher in dem Wissen, dass wir auch heute noch Dinge verändern können oder müssen“, resümiert Peters.

Ein wenig überrascht waren beide Initiatorinnen, dass ihrem Aufruf, für die Ausstellung Fotos von Frauen an ihrem Arbeitsplatz zuzusenden, vor allem Frauen in ungewöhnlichen Berufen folgten. So ergibt sich in der Ausstellung eine Spannung aus den Zahlen, Fakten und Hintergründen, nach denen Frauen noch immer oft in Berufen zu finden sind, die ohne größere Karrierechancen sind und die man klischeehaft als „Frauenberufe“ bezeichnen würde, und Bildern von Frauen, die „Karriere gemacht“ haben: in Kliniken, im Bildungswesen oder in der Politik. Wenn aus dieser Spannung heraus beim Betrachter der Impuls entstünde, dass „noch nicht alles gut ist und dass wir selbst aufgefordert sind, Dinge zu ändern und dies gemeinsam zu tun“, dann hätte die Ausstellung ihr Ziel erreicht, betont Faß-Kunath - ein Anliegen, das auch aus ihrer Tätigkeit als Religions- und Geschichtslehrerin erwachsen ist.

Die Ausstellung des KDFB ist vom 8. bis zum 15. September täglich von 9 bis 17 Uhr in der Jesuitenkirche in Trier zu sehen. Wer die Ausstellung schon am Freitag, 7. September sehen möchte, kann nach dem Vortrag von Professorin Ingrid Kurz-Scherf zu „Gender und Digitalisierung“ (Beginn 19 Uhr) an einer Vorab-Führung Die offizielle Eröffnung ist am Samstag, 8. September um 14 Uhr. Zwei Impulsvorträge sind für Donnerstag, 13. September geplant: Um 14 Uhr geht es um „Berufsalternative MINT – es muss nicht immer Büro oder Verkauf für uns Frauen sein“ und um 15.30 Uhr spricht Hanna Theresa Kunze, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit in Trier, über „Minijob – Chance oder Sackgasse“. Weitere Infos gibt es beim KDFB Trier, Tel.: 0651-47494, E-Mail: buero(at)frauenbund-trier.de, oder unter www.frauenbund-trier.de im Internet.

(tef)

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news-92995 Thu, 06 Sep 2018 11:47:25 +0200 Schöpfungszeit bereitet auf Erntedank vor http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schoepfungszeit-bereitet-auf-erntedank-vor/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_Motiv_OEkumenischer_Tag_der_Schoepfung_2018_5c1e2f27eb.jpg" width="109" height="150" alt="Äpgel an einem Baum" title="Motiv OEkumenischer Tag der Schoepfung 2018" />Die Kirchen feiern im September ökumenisch den Tag der Schöpfung mit vielfältigen Veranstaltungen zum Schutz der Natur und zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils. Trier/Koblenz – Eine Zeit für den Schutz der Schöpfung und für die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils: Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen bietet vom 1. September bis 4. Oktober 2018 ökumenische Veranstaltungen zur Schöpfungszeit an.

Diese Zeit soll auf das Erntedankfest vorbereiten, ähnlich wie die Fastenzeit vor Ostern oder der Advent vor Weihnachten, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. Diese Schöpfungszeit solle aber nicht nur genutzt werden, um für die Ernte zu danken: „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster wahrnehmen, bestaunen und dankbar dafür sein.“ So geht es bei den Veranstaltungen und Workshops zum Beispiel um Saatgut, die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018 (etwa Ingwer, Grasfrosch und Neptunschnecke), zukünftige Wirtschaftsmodelle oder das haltbar machen von Gemüse durch Fermentierung. Weitere Informationen sind hier zu finden.

„Gemeinwohl-Ökonomie: Wirtschaft neu denken!“ – Darum geht es am Donnerstag, 6. September an der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar. Hier werden Modelle ethischer Unternehmensführung, demokratisches Entscheiden und partizipative Mitarbeiterführung vorgestellt. Ein Workshop findet von 14 bis 18 Uhr statt, anschließend spricht Christian Felber ab 18.30 Uhr zu dem Thema in der Pallottistraße 3, Vallendar.

Am Freitag, 7. September wird in Prüm ein Gottesdienst zum ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Er findet um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche in der Hillstraße Prüm statt. Er steht unter dem Leitwort „Von meinen Früchten könnt ihr leben“.

„Schöpfung bewahren und Klima schützen – ein ausdrücklicher Auftrag für Christen“ heißt das Thema des Fort- und Weiterbildungstags für Ehrenamtliche und Interessierte am Samstag, 8. September. Das Angebot findet von 10 bis 17 Uhr im Kloster Himmerod statt.

Gleich vier Angebote gibt es am Freitag, 14. September:
Im Forstamt Trier geht es für Familien mit Kindern von 14 bis 17 Uhr um die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018. Zu den 31 Titelträgern des Jahres gehören unter anderem Apfelmoos, Knausbirne, Zwerglibelle und Grasfrosch. Genauere Informationen zu diesen Tieren und Pflanzen stellt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) auf seinerWebseite zur Verfügung.
Zur gleichen Zeit gibt es einen Workshop für Erwachsene zur Fermentierung von Gemüse. Beide Veranstaltungen finden in der Straße Am Rothenberg 10 in Trier-Quint statt. Dort wird um 17.30 Uhr auch ein Gottesdienst gefeiert.

In Wittlich-Lüxem wird eine Wanderung zum ökumenischen Schöpfungstag angeboten, die um 17 Uhr am Dorfplatz Lüxem-Mitte unterhalb der Kirche beginnt.

Bunte Tomaten“?! Darum soll es unter anderem bei einem Workshop zum Thema Saatgut und Sortenvielfalt am Dienstag, 18. September gehen. Die Besucher dürfen schmecken, entdecken und bewahren lernen. Annette Fehrholz wird den Kurs von 17 bis 20 Uhr in der Katholischen Erwachsenenbildung, Weberbach 17, Trier halten.

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news-92988 Thu, 06 Sep 2018 09:26:08 +0200 Hilfe schenken und Glaube stiften http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hilfe-schenken-und-glaube-stiften/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/8/csm_Stiftungszentrum_02_d6dae05458.jpg" width="150" height="73" alt="" title="10 Jahre Stiftungszentrum 2018" />Seit zehn Jahren gibt es das Stiftungszentrum des Bistums Trier, das in diesem relativ kurzen Zeitraum schon viel für die Menschen bewegt hat. Trier – Zehn Jahre sind im kirchlichen Umfeld üblicherweise kein Zeitraum, bei dem sich jemand Gedanken über Jubiläumsfeiern macht. Doch im Fall des Stiftungszentrums des Bistums Trier sei eine Ausnahme absolut angebracht, meinte Dr. Gundo Lames, Direktor im Strategiebereich Ziele und Entwicklung des Bischöflichen Generalvikariats. Denn hier sei in dem relativ kurzen Zeitraum schon viel für Menschen bewegt worden. Zusätzlich wurden die Grundlagen für ein dauerhaftes Engagement gelegt. Deshalb gab es ausreichend Anlass, zu einem Festakt in den Romanischen Saal am Trierer Dom einzuladen.

„Die Stiftungen sichern langfristig die kirchlichen Aufgaben von Liturgie über Verkündigung bis zur Diakonie“, fasste Weihbischof Robert Brahm zusammen. Brahm ist Vorsitzender des Kuratoriums der „Bischof-Stein-Stiftung“, die mit der „Caritasstiftung Menschen in Not“ zu den beiden Dachorganisationen im Stiftungszentrum zählt. An diese beiden Großen haben sich seit der Gründung 2008 inzwischen 51 weitere Stiftungen angegliedert. Häufig sind hier Privatpersonen aktiv geworden, die das Angebot einer professionellen Verwaltung für ihre Stiftung nutzen.

Was in den zehn Jahres alles geleistet wurde, verdeutlichte Dr. Josef Peter Mertes, Präsident a.D. der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz und Mitglied im Kuratorium von „Menschen in Not“. Sein jüngstes Beispiel stammte von der „Stiftung Prälat Scherschel“, die unter dem Dach der Caritasstiftung beheimatet ist: „Ein Zuschuss von 400 Euro wurde gewährt, damit eine Familie mit fünf Kindern in Trier ihre Stromschulden zurückzahlen kann. Das Kuratorium der Treuhandstiftung musste in diesem Fall sehr schnell entscheiden, denn zwei Tage später wäre der Strom abgestellt worden.“ Was sich zunächst nach kleinen Beträgen anhöre, bedeute für die Betroffenen häufig eine Frage der Existenz. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes notwendige Hilfe, die hier geleistet wird“, schloss sich Dr. Birgit Kugel, Diözesan-Caritasdirektorin und Vorstandsvorsitzende von „Menschen in Not“ dem Lob an.

Während sich die Caritasstiftung und ihre angegliederten Stiftungen der Unterstützung in Notlagen verschrieben haben, geht es bei den Stiftungen unter dem Dach der „Bischof-Stein-Stiftung“ um die Förderung von Bildung, Religion, Kultur und Jugendarbeit. Unterstützt wurden beispielsweise Freizeiten und Pilgerfahrten sowie ein Tanztheaterprojekt in Saarbrücken mit jungen Teilnehmern aus vielen europäischen Ländern. Alle Stifter verbindet nach Ansicht von Weihbischof Brahm der Wunsch „Hilfe zu schenken und Glaube zu stiften.“

Diesen Anliegen wurde in den vergangenen Jahren auch zunehmend finanziell Nachdruck verliehen. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase sind die Stiftungsvermögen deutlich vergrößert worden. „Menschen in Not“ ist von 2 Millionen Euro Kapital, bei Gründung 2004, zusammen mit den verwalteten Treuhandstiftungen auf rund 10 Millionen Euro gewachsen. Bei der vor zehn Jahren gegründeten „Bischof-Stein-Stiftung“ gab es einen Zuwachs von 1,9 Millionen auf 2,3 Millionen Euro plus Rücklagen.

Weitere Informationen zum Zentrum für Stiftung und Fundraising im Bistum Trier finden sich unter www.stiftungszentrum-trier.de im Internet.

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news-92970 Wed, 05 Sep 2018 15:23:54 +0200 „Lourdes ist immer eine Reise wert“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lourdes-ist-immer-eine-reise-wert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_Lourdes-Abfahrt2018_e08c6e2ed1.jpg" width="150" height="107" alt="Pilger sitzen im Bus" title="Lourdes Abfahrt2018" />380 Pilger freuen sich auf die Bistumswallfahrt im französischen Lourdes. Auch kranke und pflegebedürftige Menschen reisen in Begleitung der Malteser mit. Trier – Eine große Aluminiumkiste mit Rot-Kreuz-Aufklebern und gefüllt mit Medikamenten wird neben Koffern und Reisetaschen noch in den Bus verladen, die letzten Passagiere steigen ein, dann geht es los: Die ersten 200 Pilger sind am Morgen des 4. September zur Bistumswallfahrt nach Lourdes (Frankreich) aufgebrochen. Insgesamt reisen etwa 380 Pilger aus dem Bistum Trier mit Bus und Flugzeug in den Wallfahrtsort nahe der spanischen Grenze. Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Joachim Waldorf begleiten die Pilger als geistliche Leitung.

„Lourdes ist immer eine Reise wert“, sagt Adele Lösel aus Trier, die schon öfter dort war. „Diese Mutter Gottes hat so eine Anziehungskraft, da muss man einfach hinfahren.“ 1858 soll Maria, die Mutter Jesu, der jungen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes erschienen sein. Das Quellwasser, das in der Grotte entspringt, gilt als heilend. Um die Geschichte ihrer heiligen Namenspatronin vor Ort kennenzulernen und ihre Reliquie zu sehen, ist auch Bernadette Nigbur aus Gladbeck mit ihrer Mutter bei der Reise dabei. Beide sind auf ihre erste Pilgerreise gespannt. Nicht zuletzt, weil sie sich freut, dass es dort endlich mal ein Souvenir mit ihrem Namen darauf geben wird, erzählt Bernadette schmunzelnd.
Bei Bruder Jörg Recktenwald ist dagegen die Freude groß, „nach Hause zu kommen“. Schon seit 27 Jahren reist er jährlich nach Lourdes. Er freut sich darauf die Gruppe nicht nur praktisch, sondern auch geistlich zu begleiten: „Es steht nun eine Woche an, um gemeinsam den Glauben zu leben und zu feiern – beim Alltäglichen, wie den Mahlzeiten, und dem besonderen, wie den Gottesdiensten und Prozessionen.“ Auf diese ist auch Seminarist Christian Jager gespannt, der zum ersten Mal dabei ist. „Besonders auf die Lichterprozession mit den vielen Kerzen, wenn es abends schon dunkel ist und die Menschen dann alle in verschiedenen Sprachen singen, aber alle in dieses gemeinsame Ave einstimmen.“

Neben drei Priesteramtskandidaten und zwei Diakonen begleiten auch 14 Priester die Wallfahrt. Sie feiern die Gottesdienste mit, stehen zur Beichte zur Verfügung und spenden das Sakrament der Krankensalbung. Denn nach Lourdes fahren auch einige kranke und behinderte Menschen mit. 14 sind es in diesem Jahr, die speziell von den Maltesern betreut werden. Unterstützt werden die Malteser dabei von zehn Jugendlichen der St. Matthias-Schule in Bitburg im Rahmen ihres Sozialpraktikums. Die kranken Menschen würden sich immer sehr über die jungen Paten freuen, sagt Doris Fass, Koordinatorin der Bistumswallfahrten. Auch Thekla Arens aus Mehring ist als Krankenschwester zur Versorgung der Pflegebedürftigen dabei – zum ersten Mal. Da habe das Bauchgefühl gestimmt, sagt sie. „Ich bin in erster Linie dabei, um zu arbeiten und zu helfen, und die anderen Eindrücke muss ich dann mal auf mich zukommen lassen.“ Alois Hausen aus Zelf wird ihre Hilfe wohl nicht  brauchen; er fährt aus einem ganz besonderen Grund mit: „Vor zwei Jahren hatte ich eine schwere Operation und habe gesagt: Wenn alles gut verläuft und wieder heil wird, fahre ich  nach Lourdes. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein.“

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news-92941 Wed, 05 Sep 2018 08:03:00 +0200 Mit bewährtem Vorstandsteam in die Zukunft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-bewaehrtem-vorstandsteam-in-die-zukunft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_kfd_DiVers2018_TW_bbfdd87163.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kfd DiVers2018 TW" />Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Bistum Trier hat bei ihrer Diözesanversammlung den Vorstand bestätigt. Trier – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum hat ihr Vorstandsteam für vier Jahre im Amt bestätigt. Bei der Diözesanversammlung vom 30. August bis zum 1. September in Trier wurde das Gremium um Carla Brittner aus Pluwig ergänzt, deren Sitz zuvor vakant war. Dem neuen Diözesanvorstand gehören an: Margot Klein, Jünkerath (Vorsitzende); Ulrike Hoffmann,  Schmelz (Vorsitzende Diözesanverein); Klara Johanns-Mahlert, Rheinbrohl (geistliche Begleiterin); Pfarrer Andreas Paul, Hillesheim (geistlicher Begleiter); Rita Ney, Saarlouis; Gabriele Backendorf, Osburg; Roswitha Hillen, Kappel; Carla Brittner, Pluwig; Rita Monz, Wiesbach; Petra Löwenbrück, Trier; Marita Fitzke, Dernau.

Die 80 Delegierten sprachen unter anderem über die Initiative „Komm, bau ein Haus“, die 2007 vom damaligen Geistlichen Beirat Martin Lörsch angeregt worden war. Ziel ist die Umsetzung eines kfd-eigenen Wohnprojekts, das generationsübergreifend für Ehepaare, Familien, Alleinerziehende, Beeinträchtigte sowie sozial Schwache offen sein soll. Seit 2015 hat eine Projektgruppe in Vallendar am Modellvorhaben „Quartiersentwicklung St. Josef“ mitgearbeitet. In Trägerschaft der Hildegard-Stiftung sollen dort bei einem großangelegten Bauprojekt, das auch kirchliche und kommunale Einrichtungen umfasst, neue Wohn- und Versorgungsformen erprobt werden. Laut Lörsch, der das Vorhaben weiter begleitet, wurde Ende August die Baugenehmigung für das Projekt erteilt, an dem sich die kfd mit zwölf Wohnungen beteiligen könnte. „Die Idee finden alle gut, aber ohne Geld werden wir als Partner nicht ernstgenommen. Insofern müssen wir jetzt prüfen, ob wir dafür eine eigene Wohnbaugenossenschaft gründen wollen“, erklärte Diözesanvorsitzende Margot Klein.

Meike Nack von der „Stiftung der Freien Frau in Rojava“, die in Nordsyrien von der kfd unterstützte Hilfsprojekte betreibt, klärte die Delegierten über die aktuelle Lage vor Ort auf. Nach einer Evakuation in Folge der Invasion türkischer Truppen seien im Frühhar binnen kürzester Zeit drei Camps aufgebaut worden, die die gesundheitliche und schulische Versorgung der Flüchtlinge übernähmen. Angesichts dramatischer Rahmenbedingungen liege der Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen auf dem Aufbau von Waschstellen und Gesundheitszentren, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Seit 2015 hat die kfd die Arbeit der Stiftung mit gut 60.000 Euro aus Spendengeldern unterstützt. Bei der Tagung nahm Nack einen weiteren Scheck in Höhe von 15.000 Euro entgegen.

Die Delegierten beschlossen darüber hinaus die Qualifikation ehrenamtlicher geistlicher Begleiterinnen auf Ortsebene sowie eine bessere Anbindung der 105 Einzelmitglieder, die keiner Ortsgruppe angehören und eigene, vor allem spirituelle, Angebote organisieren. Eine Vertreterin soll 2019 mit Gaststatus an der nächsten Diözesanversammlung teilnehmen.

Die kfd ist mit rund 30 000 Mitgliedern der größte kirchliche Verband im Bistum Trier. Am 31. August hatte der Diözesanverband sein 90-jähriges Bestehen gefeiert.

(Paulinus/Wilhelm)

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Trier bistum-trier Ehrenamt Kirchliche Verbände
news-92902 Tue, 04 Sep 2018 08:30:00 +0200 Dank für Wirken über 90 Jahre http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dank-fuer-wirken-ueber-90-jahre/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/3/csm_kfd_90-Jahre_1_fc40ae888e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum feiert ihren 90. Geburtstag. In einem Gottesdienst würdigte Bischof Ackermann das Engagement der Frauen. Trier – „Frauen.Leben.Gemeinschaft“: Das Motto der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier hat sich beim 90. Geburtstag des Diözesanverbandes eindrücklich gezeigt. Rund 1.200 Frauen und einige Männer sind am 31. August in den Trierer Dom gekommen, um gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann die Feier mit einem Gottesdienst zu beginnen. Die „große und bunte Gemeinschaft“ passe zum Motto, fand der Bischof und dankte für „all das, was über 90 Jahre gelebt, gewirkt und manchmal auch erlitten wurde, und dafür, wie die kfd das Leben in unserem Bistum bereichert“.

„Wir wollen uns an diesem Tag neu senden lassen und stärken lassen für die Aufträge, die wir von Jesus Christus übernommen haben“, betonte Ackermann. Wie vielfältig das politische, diakonische oder seelsorgliche Engagement der kfd-Frauen ist, zeigte sich in Statements von Frauen zu Beginn der Eucharistiefeier. Vor allem die Verbundenheit mit Jesus Christus mache die kfd zu einem kirchlichen Verband, sagte Ackermann. In ihm „verwurzelt zu sein, sich bei ihm anlehnen zu dürfen und geborgen zu wissen – das gibt den langen Atem für das Engagement für die Kirche und die Welt“.

Die „unendliche Ausdauer“ der kfd-Frauen hob der Bischof auch bei der anschließenden Feier in der Europahalle hervor. „Ohne die Frauen, ohne die kfd wäre die Kirche arm“, hielt er fest. Das Jubiläum falle in eine Zeit der Krise für die Kirche; doch weder der Kirche noch der kfd seien Krisen fremd. „Die kfd hat die Kirche immer mitgestaltet und den Glauben weitergetragen.“ Angesichts der Diskussionen um Klerikalismus, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt sei „die Stimme der Frauen unerlässlich“. Für die Kirche gehe es um ein erneuertes geschwisterliches Miteinander. „Und es ist - gerade auch als Bischof - wichtig, starke Schwestern zu haben, die liebevoll und ehrlich sind, das offene Wort nicht scheuen und dennoch in der Verbundenheit des Glaubens bleiben.“ Er schätze an den kfd-Frauen die „enttäuschungserprobte Loyalität und Solidarität“ und wünsche sich, dass sie auch künftig „nicht alles wortlos ertragen und in Liebe ihre Stimme erheben“.

Das gelte auch bei der Synodenumsetzung. Der Verband arbeite schon heute lokal und vernetzt, und so würden Frauen in den Pfarreien der Zukunft weder heimatlos noch verlören ihre Ansprechpartnerinnen. Der Bischof bat die Frauen, denen Mut zu machen, die irritiert und voller Befürchtungen seien. „Ihre Unterstützung bei der Verwirklichung der Synodenbeschlüsse ist so hilfreich!“

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Frauen-Verbände kfd - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Kirchliche Verbände
news-92896 Mon, 03 Sep 2018 12:08:23 +0200 Im Vertrauen auf Gott http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-vertrauen-auf-gott/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/5/csm_Beauftragung_pastoralreferenten_45cd4fc816.jpg" width="150" height="101" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat 13 junge Frauen und Männer als Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten beauftragt. Trier – „Talente einsetzen – Wachstum ermöglichen“, unter dieses Leitwort haben 13 junge Frauen und Männer ihre Arbeit als Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten gestellt. Bischof Stephan Ackermann beauftragte sie am 1. September im Trierer Dom für ihre Dienste in Gemeinden des Bistums.

„Ist es eine gute Zeit, in den Dienst der Kirche zu treten?“ Bei dieser Einstiegsfrage des Trierer Bischofs in seine Predigt runzeln zahlreiche Zuhörer im Dom die Stirn. Bischof Ackermann findet deutliche Worte zu den Meldungen der jüngsten Tage über die „unappetitliche Brühe, bei der die Hauptakteure kirchliche Amtsträger sind“. So bestehe durchaus Anlass, den Mut der 13 Frauen und Männer zu bewundern, in den Dienst dieser Kirche zu treten, sich in ihrer Arbeit mit ihr identifizieren zu lassen.

Mit Blick auf die Schriftlesungen des Tages zitiert Ackermann die Aussage des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth: Nicht die eigenen Errungenschaften gelte es zu würdigen. Vielmehr solle, wer sich rühmen will, sich des Herrn rühmen. Und wer stolz sein wolle, solle stolz sein auf Jesus Christus, weil er mit seinem Leben eingestanden sei für das, was er sagte. „Dies ist die durch 2000 Jahre bewährte Botschaft. Jesus steht mit seinem Leben für sein Wort ein. Wenn etwas in der Kirche auch heute noch glaubwürdig ist, dann ist ER es“, betont Bischof Ackermann und bezeichnet im Hinblick auf das gehörte Mattäus-Evangelium über den Umgang mit den Talenten Jesus Christus als das Urtalent der Kirche. „Er gibt sich mit allem, was er hat, mit seinem Leben in die Hände seiner Diener.“

Menschen zu helfen, ihre Talente zu entdecken, sei eine Kernaufgabe der Seelsorger, wendet sich Ackermann besonders an die neuen Pastoral- und Gemeindereferenten. Dabei seien mit dem Begriff Talente durchaus menschliche Fähigkeiten gemeint. Vor allem gehe es aber darum, die „Gabe des Glaubens zu entdecken und zu entfalten, die im Herzen eines jeden Menschen schlummert." Ein jeder solle das leben, was er vom Evangelium begriffen habe. Es gelte den Menschen zu helfen, das zutage zu befördern.

Gerade heute gebe es vielfach "Heulen und Zähneknirschen", weil Menschen behalten wollen, was sie haben. „Wir müssen das Talent des Glaubens aber vermehren und damit wuchern. Ein Handbuch dafür ist das Evangelium selbst.“ Allen Menschen, besonders den neuen Pastoral- und Gemeindereferenten bringe Gott sein Vertrauen entgegen, dass sie das Vermögen in der Gestalt Jesu vermehren helfen. „Ehrfürchtig und beherzt zugleich dürfen Sie dieses Vertrauen annehmen und zum Heil der Menschen einsetzen“, ermutigt Ackermann die Frauen und Männer, bevor er sie einzeln feierlich zu ihrem Dienst beauftragt.

„Ich begegne vielen an Kirche und Glauben sehr interessierten Menschen. Und es macht Spaß und Freude, Kirche als Lebensort bewusst und erfahrbar zu machen“, nennt Heiko Paluch seine Motivation, sich in den Dienst der Kirche zu stellen. Von klein auf habe er „das volle Programm“ von der Kinderkirche über Messdienerdienst bis eben jetzt zur Ausbildung zum Gemeindereferenten mitgemacht. Nach wie vor sei er überzeugt von Programm, Inhalt und Angebot der Kirche, was er in seiner Tätigkeit als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft St. Matthias in Trier auch weitergeben will.

Auch Yvonne Uebel wuchs mit Kirche auf. Ein Jahr Auslandsdienst in Bolivien nach dem Abitur bestärkte sie in dem Wunsch, beruflich für die Kirche zu arbeiten. Derzeit ist sie im Projekt „Momentum – Kirche am Center“ in Neunkirchen im Einsatz. Wunsch und Anliegen sei es ihr, so die Pastoralreferentin, „in der Kirche eine Sprache zu finden, die deutlich macht, dass die biblische Offenbarung uns heute noch so viel zu sagen hat und Kraft, Hoffnung und Zuversicht für unseren Alltag zu schenken vermag.“

Infos über die Ausbildung zu Pastoral- und Gemeindereferenten gibt es unter www.personal.bistum-trier.de.
Bilder und Kurz-Bios der Beauftragten

(red)

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news-92891 Mon, 03 Sep 2018 09:48:57 +0200 Mit dem Wissen aus der Gabe des Heiligen Geistes http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-dem-wissen-aus-der-gabe-des-heiligen-geistes/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Noch bis zum 23. September wird Weihbischof Franz Josef Gebert rund 380 jungen Menschen im Dekanat Schweich-Welschbillig das Sakrament der Firmung spenden. Welschbillig/Aach – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert wird bis zum 23. September rund 380 jungen Menschen im Dekanat Schweich-Welschbillig das Sakrament der Firmung spenden. Den Auftakt hat am 1. September ein Firmgottesdienst mit 90 Jugendlichen aus den Pfarreien Aach und Butzweiler-Newel in der Kirche des Aacher Jugendhilfezentrums „Haus auf dem Wehrborn“ gemacht.

Der Weihbischof sprach in seiner Predigt von einer besonderen Art von „Wissen“, das über das selbst Erlernte und Angeeignete hinaus gehe und von woanders herkomme. „Es ist ein Wissen davon, wer Gott für mich ist und wer ich selbst bin“. Vermittelt durch den Heiligen Geist sei diese Gewissheit wie eine Weisheit und eine Herzensbildung – und als Geistbegabung auch eine Vollmacht an jeden Firmling. „Ihr seid das Gesicht Gottes, seine Hände und Füße“, sagte Gebert und ermutigte die jungen Menschen, diese Geistesgabe im täglichen Leben zum Ausdruck zu bringen. „Ich freue mich, euch diesen Geist zu übertragen, damit ihr von ihm im Herzen erfüllt werdet.“

Claudia Dittmann wünschte stellvertretend für die beiden Pfarreien und als Mutter eines Firmlings den jungen Menschen, dass sie „den Geist Gottes mitnehmen auf dem Weg des Erwachsenwerdens und dabei die anstehenden Entscheidungen mit seiner Hilfe treffen können“. Ihre Tochter Inga und deren Freundin Hannah Schupp waren mit Gleichaltrigen als Vorbereitung eine Woche in der ökumenischen Gemeinschaft in Taizé. Andere haben eine „biblische Kanufahrt“ auf der Sauer unternommen oder die NS-Ordensburg Vogelsang besucht.

„Das Besondere ist, dass die Firmlinge selbst das Konzept für diese katechetischen Projekte gestaltet haben,“ verrät Pastoralassistent Michael Michels, der gemeinsam mit Pfarrer Mario Kaufmann für die Firmvorbereitung verantwortlich war. „Es war nicht nur interessant“, bekennen Inga und Hannah, „sondern wir haben auch was bei den Projekten gelernt“. 17 andere Jugendliche haben bei einem Fotoprojekt in der Trierer Innenstadt mit ausgewählten Bibelzitaten in der Hand versucht, „Jesus auf der Straße zu entdecken“, wie es Michels formuliert. Die drei „besten“ Aufnahmen, die auch Obdachlose zeigen, wurden als zusätzliches „Sozialprojekt“ im Anschluss an den Gottesdienst in Form von Postkarten zugunsten der Obdachlosenhilfe verkauft. Die Teilnehmer der Ordensburg-Exkursion besuchten eine Werkstatt der Lebenshilfe.

Außer in Aach spendete Weihbischof Gebert am 1. und 2. September auch in Orenhofen und in Welschbillig das Firmsakrament. Weitere fünf Termine werden im Dekanat Schweich-Welschbillig folgen. In seinen fünf Pfarreiengemeinschaften Welschbillig, Trierweiler, Zemmer, Schweich und Mehring leben derzeit etwa 37.700 Katholikinnen und Katholiken.

(red)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-92583 Thu, 23 Aug 2018 08:26:04 +0200 Weltweite Solidarität hat hohen Stellenwert http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weltweite-solidaritaet-hat-hohen-stellenwert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_csm_Misereor-2017-Eroffnungsgottesdienst-06_5eef702af8_5af7f0817e.jpg" width="150" height="109" alt="" title="Csm Misereor 2017 Eroffnungsgottesdienst 06 5eef702af8" />Erfreuliches Ergebnis der Misereor-Kollekte 2017: Im Bistum Trier steigt sie um 15 Prozent. Trier – Mit 705.000 Euro liegt die Kollekte 2017 im Bistum Trier für das Hilfswerk Misereor um knapp 15 Prozent über dem Ergebnis von 2016 (616.000 Euro). Das hat das Hilfswerk jetzt bekannt gegeben.
Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum zeigt sich erfreut über das gute Ergebnis: „Die gute Misereor-Kollekte 2017 zeigt, dass weltweite Solidarität einen hohen Stellenwert für die Gläubigen im Bistum hat.“ Er führt die hohe Summe auf die bundesweite Eröffnung der Misereor-Fastenaktion 2017 im Bistum Trier zurück: „Ich bin froh, dass mit den vielfachen Initiativen zur Eröffnung der Misereor-Aktion 2017 diese Solidarität ein noch stärkeres Gewicht dank des großen Engagements vieler ehrenamtlichen und hauptamtlichen Unterstützer erhalten hat.“ Das Leitwort der Aktion 2017 „Die Welt ist voller guter Ideen – Lass sie wachsen!“ mache Mut, die Initiativen der Misereor-Partner weltweit auch in Zukunft stark zu machen.
Kuhn erklärte, auch der Beitrag der Einzelspenden sei deutlich gestiegen, von 2.1 Millionen Euro 2016 auf 3.02 Millionen Euro im Jahr 2017. Hier seien Gründe der Steigerung in den erhöhten Spenden für die Bekämpfung der Dürre in Ostafrika und für die Flüchtlinge im Nahen Osten zu beobachten. Dazu komme ein bedeutender Nachlass. Sowohl bei der Kollekte als auch bei den Einzelspenden sei für das Bistum Trier eine überdurchschnittliche Steigerung im Vergleich zu anderen Diözesen festzustellen.

Informationen zur Arbeit des Hilfswerks Misereor gibt es unter www.misereor.de; die Diözesanstelle Weltkirche ist online unter www.weltkirche.bistum-trier.de zu finden.

 

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Trier bistum-trier Spenden Stiftungszentrum
news-92538 Tue, 21 Aug 2018 14:29:42 +0200 Zwei Wochen vielfältige Angebote in Hillesheim http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwei-wochen-vielfaeltige-angebote-in-hillesheim/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_PG_Hillesheim_Plakat_Veranstaltungsreihe_7b580e76c8.jpg" width="106" height="150" alt="" title="PG Hillesheim Plakat Veranstaltungsreihe" />Unter dem Motto „Ich – Du – Wir“ lädt die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land Sie ein, unterschiedliche Angebote zu erleben. Hillesheim – Die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land lädt zum fünften Mal zu einer Veranstaltungsreihe ein: In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Ich – Du – Wir“ und lädt vom 14. bis 30. September zu unterschiedlichen Angeboten ein, darunter Vorträgen, Filmabenden, oder gar einem fairen Candle-light-Dinner.

„Wir möchten schauen, was die Menschen in unserer Region bewegt, was sind Themen, wo gibt es Schnittstellen zwischen Kirche und Gesellschaft“, erklärt Pfarrer Andreas Paul die Idee hinter der zweiwöchigen Reihe. 2013 habe alles mit einem Impuls durch die Misereor-Ausstellung „Mensch.macht.Milch“ angefangen: „Milchviehhaltung spielt hier in unserer Pfarreiengemeinschaft eine große Rolle und wir wollten uns als Kirche mit einbringen in Fragen über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und globalen Ernährungsfragen.“ Die aktuelle Veranstaltungsreihe ‚Ich-Du-Wir‘ knüpfe thematisch an das Leitwort der Katholischen Erwachsenenbildung von 2017 „Beziehung.Macht.Mensch“ an. „Wir haben gespürt, dass gerade Fragen des Verhältnisses zu mir selbst und zum Nächsten den Nerv und das Interesse vieler Menschen treffen.“ Dabei sei den Organisatoren wichtig, nicht „allein“ etwas anzubieten, sondern auch zu zeigen, „dass wir als Kirche in einem Netzwerk arbeiten“, führt Paul aus. Die Veranstaltungen sollen verschiedene Zielgruppen ansprechen, ein breites Spektrum haben und möglichst kostenfrei sein.

Den Auftakt macht in diesem Jahr das Theaterstück „druck“, am Freitag, 14. September um 19 Uhr in der Sporthalle der Augustiner Realschule Hillesheim, das ein aktuelles Thema auf die Bühne bringt: Das Leben und Überleben in der digitalen Welt zwischen Selbstoptimierung, Smartphone- und Onlinesucht und Meinungsmache in sozialen Medien. Das Thema Fairtrade findet sich gleich in mehreren Veranstaltungen wieder: Am Donnerstag, 20. September auf dem „Fairen Marktplatz“ – mit Präsentationen, Liedern, Ständen und einem Carrot Mob. Ebenso bei der „Ma(h)lzeit für Gott“ am 21. September ab 16 Uhr im Pfarrheim, bei der Frauen eingeladen sind, sich mit Kritischem Konsum auseinanderzusetzen. Und schließlich können sich Romantiker beim „Fairen Candle-light-dinner“ am Freitag, 28. September ein Vier-Gänge-Menü aus nachhaltigen Produkten schmecken lassen. Um das Thema Integration geht es bei einer Diskussionsveranstaltung am 20. September um 19.30 im Pfarrheim. Am 27. September um 19.30 Uhr referiert Margot Klein vom Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zum Thema „Hilfe im privaten Haushalt: legal-egal?“. Vom 16. Bis 30. September wird in der Pfarrkirche zudem die Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“ des Diözesanverbands des Katholischen Deutschen Frauenbundes anlässlich des Karl-Marx-Jahres in Trier gezeigt. Bibel- und Filmabende, ein Angebot für Firmbewerber und Gottesdienste runden das Angebot ab.

Weitere Informationen und alle Termine finden sich unter: www.pfarreien-hillesheim.de.

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Pfarreien Trier bistum-trier
news-92533 Tue, 21 Aug 2018 14:13:11 +0200 Gottesdienstübertragung Trierer Dom am 9. September http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gottesdienstuebertragung-trierer-dom-am-9-september/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Westfassade1_887a724091.jpg" width="150" height="106" alt="" title="Trierer Dom" />Das Hochamt am 9. September im Trierer Dom wird live vom Kölner „domradio“ übertragen. Trier - Das Hochamt im Trierer Dom am Sonntag, dem 9. September um 10 Uhr wird vom Kölner „domradio“ live übertragen. Zelebrant ist Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Die musikalische Gestaltung mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy übernehmen der Kathedraljugendchor Trier unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer und Josef Still an der Hauptorgel.

Das „domradio“ ist im Bistum Trier zu empfangen als digitales Satellitenradio über den Astra-Satelliten sowie im Internet unter www.domradio.de. Außerdem übernimmt das „domradio Studio Nahe“ der Pfarrei Maria Geburt in Bretzenheim das Kölner „domradio“ als Mantelprogramm; „domradio Studio Nahe“ ist im Raum Bretzenheim auf UKW 87,9 MHz zu hören. ... und online hier

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Redaktion Trier bistum-trier Seelsorge / Pastoral
news-92511 Mon, 20 Aug 2018 17:20:40 +0200 Aufrüttelndes Schreiben, das zur Erneuerung aufruft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aufruettelndes-schreiben-das-zur-erneuerung-aufruft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_dbk_ed6da36563.png" width="150" height="68" alt="" title="02/2017-Arbeitsblatt" />Bischof Ackermann hat sich zum Brief von Papst Franziskus geäußert, der Stellung zum Thema sexueller Missbrauch bezieht. Papst Franziskus hat am 20. August 2018 einen „Brief an das Volk Gottes“ geschrieben, der im Vatikan veröffentlicht wurde. Darin bezieht der Papst Stellung zum Thema sexueller Missbrauch. Der Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, erklärt dazu:

Anlass des Papstschreibens ist der Bericht, der die Fälle von sexuellem Missbrauch in sechs Diözesen im US-amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania aus den vergangenen 70 Jahren beschreibt. Erneut bringt Papst Franziskus seine Scham und seine Trauer über diese Verbrechen zum Ausdruck. Mit seinem Schreiben will der Papst sicher auch ein eindeutiges Zeichen setzen, bevor er am kommenden Samstag zum Weltfamilientreffen nach Dublin aufbricht. Denn er wird dem Thema der sexuellen Gewalt in der Kirche auch dort wieder begegnen. Der Papst macht in seinem Schreiben unmissverständlich klar, dass er an der Seite der Opfer und ihrer Familien steht und er sich mit der ganzen Autorität seines Amtes dafür einsetzt, „dass sich solche Situationen nicht nur nicht wiederholen, sondern auch keinen Raum finden, wo sie versteckt überleben könnten.“

Der Papst hat in den vielen Stellungnahmen, die er in seiner fünfjährigen Amtszeit zu diesem Thema schon abgegeben hat, noch nie so deutlich ausgedrückt, dass der sexuelle Missbrauch durch Priester immer zugleich auch ein Macht- und ein Gewissensmissbrauch ist. Mehrfach nennt er in dem Schreiben diese drei Formen des Missbrauchs in einem Atemzug. Für ihn ist klar, dass man dem ganzen Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der Kirche nicht gerecht wird und es nicht bekämpfen kann, wenn man in ihm nur ein isoliertes Phänomen einzelner Täter sieht. Sexueller Missbrauch wird begünstigt und gedeckt durch die Haltung des Klerikalismus, die der Papst als eine „anomale Verständnisweise von Autorität in der Kirche“ brandmarkt und aufs Schärfste verurteilt: „Zum Missbrauch Nein zu sagen, heißt zu jeder Form von Klerikalismus mit Nachdruck Nein zu sagen.“

Deshalb mahnt der Papst in seinem Schreiben auch nicht nur verstärkte Präventionsbemühungen an, sondern sieht die Notwendigkeit einer „Umkehr des kirchlichen Handelns“ insgesamt. Aus diesem Grund ruft er das Volk Gottes auf zu Fasten, Buße und Gebet. Diese Elemente sollen dazu helfen „unsere Augen und unser Herz für das Leiden der anderen zu schärfen“, „unsere Ohren [zu] öffnen für den leisen Schmerz der Kinder, der Jugendlichen und der Behinderten“.

Sicher wird die Frage gestellt werden, warum der Papst dieses Schreiben an das ganze Volk Gottes richtet, wo doch die Schuld und Verantwortung in erster Linie bei den Priestern, den Bischöfen und Ordensoberen liegt. Spricht der Papst nicht allzu leicht in der Wir-Form und nimmt damit diejenigen in der Kirche mit in Haftung, die aufgrund des skandalösen Verhaltens von Priestern selbst eher zu den Leidtragenden gehören? Der Brief wird sich diese Frage gefallen lassen müssen. Zugleich lässt der Papst keinen Zweifel daran, dass er dem Klerus allein nicht die notwendige Kraft zur Erneuerung zutraut. Vielmehr setzt Franziskus dabei auf die Hilfe des ganzen Gottesvolkes auch in der Form, „all das anzuprangern, was die Unversehrtheit irgendeiner Person in Gefahr bringen könnte.“ Der Papst wünscht sich in der Kirche die Bereitschaft zu einer Solidarität, „die zum Kampf gegen jede Art von Korruption, insbesondere der spirituellen, aufruft“.

Mehrfach spricht Franziskus mit den Worten des Buches Exodus vom „Schrei des Volkes“, den Gott, der Herr gehört hat (Ex 3,7 ff), und er zitiert den Lobgesang der Maria, die darüber jubelt, dass Gott die zerstreut, „die im Herzen voll Hochmut sind“, dass er „die Mächtigen vom Thron stürzt und die Niedrigen erhöht“. Voller Scham bekennt der Papst, dass die Unterdrücker und Mächtigen allzu oft nicht außerhalb, sondern innerhalb der Kirche saßen und sitzen.

Insofern ist der Brief des Papstes ein wirklich aufrüttelndes Schreiben, das auch uns in Deutschland zur Gewissenserforschung und Erneuerung aufruft. Mit dem von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragten interdisziplinären Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ gehen wir einen solchen Schritt. Während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz werden die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes, an dem alle 27 (Erz-)Diözesen beteiligt sind, veröffentlicht.

Hinweis: Die deutsche Fassung des Briefes von Papst Franziskus ist als Aktuelle Meldung unter www.dbk.de sowie als pdf-Datei und auf der Themenseite „Sexueller Missbrauch“ verfügbar.

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Prävention Weltkirche
news-92429 Fri, 17 Aug 2018 14:17:18 +0200 Was bewegt die Menschen vor Ort? http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/was-bewegt-die-menschen-vor-ort/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_miterkunder_prum3_f7c32d2276.jpg" width="150" height="100" alt="Miterkunderinnen und Erkunder in Prüm" title="Miterkunderinnen und Erkunder in Prüm" />Karten erstellen, Statistiken erheben, Stadtteile begehen und Leute befragen: Nur einige Methoden, die rund 20 Interessierte beim Miterkundertreffen in Prüm kennengelernt haben. Prüm – Wo sind wichtige Punkte für die Menschen vor Ort, der Arzt, die Verwaltung, eine Schule oder ein Supermarkt, wo trifft sich die Jugend, welche religiösen Anbieter, Vereine, Gruppen gibt es noch? Bei der so genannten Erkundungsphase der Synodenumsetzung im Bistum Trier steht in den neuen Pfarreien der Zukunft erst einmal eine Bestandanalyse an, so auch in Prüm. Dort haben sich am 13. August in der Jugendherberge Prüm rund 20 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters getroffen, die Spaß und Interesse am „Miterkunden“ haben. „Wir sind sehr froh, dass so ein reges Interesse besteht und so viele Leute gekommen sind“, sagte Karen Alt, die zu einem der Erkundungsteams des Bistums gehört. Die potenziellen Miterkunder lernten erst einmal verschiedene Methoden kennen, wie sie den „Sozialraum“, also ihre Umgebung, analysieren können. Bei der Kartierung etwa können Plätze eingetragen werden, die für gewisse Zielgruppen relevant sind, so beispielsweise Schulen, Kitas, Spielplätze oder Jugendräume für Familien. Natürlich können auch statistische Daten helfen, ebenso wie Fragebogenaktionen. Eine bestimmte Form der Sozialraumerkundung konnten die Miterkunder dann gleich abends ausprobieren: Die Begehung, bei der ein Stadtteil, ein bestimmter Ort oder eine Veranstaltung unter die Lupe genommen wird. Es gehe darum, „den Menschen zu begegnen, ihnen zuzuhören“, führte Erkundungsteammitglied Hinzmann aus.
Während eine Gruppe sich mit Karen Alt auf zum „Hit“-Supermarkt machte, nahm sich eine andere gemeinsam mit Andreas Schäfer eine Straße unweit des Jugendgästehauses vor und eine dritte schlenderte mit Hinzmann in einem großen Rundgang bis zum Hahnplatz und zurück.

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Trier bistum-trier Pfarreien Politik / Gesellschaft Synode: Umsetzung
news-92388 Thu, 16 Aug 2018 09:06:49 +0200 Chorleiter oder Organist werden http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/chorleiter-oder-organist-werden/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_Orgelweihe_StLudwig_3_dh_7f8b7e6dd8.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Orgelweihe St. Ludwig Saarlouis 3" />Im Oktober beginnen die neuen Ausbildungsjahrgänge für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Trier – Musizieren, Chöre leiten oder Orgel spielen: Im Oktober beginnen die neuen Ausbildungsjahrgänge für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Menschen, die diese Tätigkeiten als Nebenberuf ausüben, würden  auch nach der Synodenumsetzung weiterhin dringend gesucht werden, teilt Matthias Balzer, Leiter der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier, mit. Die von der Kirchenmusik im Bistum Trier angebotene Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre. Überwiegend wird der Unterricht von den Regional- und Dekanatskantorinnen und -kantoren gestaltet. Er findet an den Standorten Koblenz, Trier und Saarbrücken statt, aber auch ortsnah in den Dekanaten. Unterteilt sind die sechs Ausbildungsgänge in die C-Ausbildung gesamt, Teilbereich Orgel oder Chor und in die D-Ausbildung Orgel, Chor und Kinderchor.

Die D-Ausbildung vermittelt Grundkenntnisse der Liedbegleitung an der Orgel und der Leitung eines Kinder- oder Erwachsenenchores. Sie beinhaltet Grundlagen der allgemeinen Musiklehre, Gehörbildung und die Gestaltung der Liturgie, ergänzt durch Praxisbegleitung und Instrumentenunterricht.

Die C-Ausbildung bietet die höchste Qualifikation unterhalb eines Studiums an. Neue geistliche Lieder, aber auch klassisches Liedgut, wie etwa einen gregorianischen Choral, singen und begleiten, einen Chor leiten oder Musikgeschichte: Das sind einige der Disziplinen, die sich die Kirchenmusizierenden aneignen. Für angehende Organisten kommen noch Orgelkunde und Orgelimprovisation hinzu.

Der Unterricht findet einzeln und an einigen Intensivwochenenden statt. Bei der C-Ausbildung kommen 14-tägig Seminarstunden und eine Kompaktwoche in den Herbstferien dazu. Beide Ausbildungen werden mit einer Prüfung abgeschlossen, die unter anderem zu einer höheren Besoldung führt.

Der Anmeldeschluss für die neuen Kurse ist für die C-Ausbildung am 1. September  und für die D-Ausbildung am 15. September 2018.

Anmeldeformulare und weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0651-7105-508, E-Mail: kirchenmusik(at)bgv-trier.de oder bei den Regionalkantoren und Dekanatskantoren persönlich. Beide Ausbildungen sind auf der Webseite www.bistum-trier.de/kirchenmusik/kirchenmusikalische-ausbildung/ beschrieben.  

(dk)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-92341 Tue, 14 Aug 2018 14:58:00 +0200 Wie ein rotes Sofa „Kirche vor Ort“ sein kann http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wie-ein-rotes-sofa-kirche-vor-ort-sein-kann/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_glaube-an-anderen-orten1_078f649840.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einer Aktion will die Initiative "Kirche in Trier" herausfinden, wie Glaube und Spiritualität heute funktionieren. Trier – Mitten in Trier unweit des Hauptmarktes steht ein rotes Sofa, daneben einige Sitzkissen, ein Tisch mit Getränken und darüber gespannt ein Pavillon: Nicht unbedingt das, was man im hektischen Einkaufsgetümmel in der Innenstadt erwarten würde. Aber genau damit will eine Arbeitsgruppe der Initiative „Kirche in Trier“ herausfinden, wie Glaube und Spiritualität heute funktionieren. „Wir wollen dahin gehen, wo die Menschen sind“, erklärt Elisabeth Lamberti und spricht damit schon ein großes Ziel der Synodenumsetzung an: Sehen, was die Menschen vor Ort brauchen, zuhören, beobachten.

Die Idee sei schon im letzten Jahr bei einer Veranstaltung des Dekanats unter dem Motto ‚Katholisch in Trier‘ entstanden. „Dort hatten sich Leute getroffen, die Interesse an der Kirche haben und waren eingeladen, nach Themen zu suchen, die für die Menschen relevant sind“, berichtet Gemeindereferent Maik Bierau, einer der Organisatoren der Aktion. Eine Gruppe, die sich zusammentat, habe sich mit dem Thema „Wie geht Glaube und Spiritualität heute“ beschäftigt und die Aktionsidee entwickelt. Das Ziel: In die Beobachtung gehen und Analyse betreiben. „Wir wollten wissen, ob Leute auf ein so relativ niedrigschwelliges Angebot ansprechen. Deshalb haben wir die Couch aufgestellt und Kaffee und Wasser verteilt.“ Als geistlicher Hintergrund sei ihnen der Spruch „Halt an, wo läufst du hin“ in den Sinn gekommen, erklärt Bierau weiter. Ziel sei nicht, möglichst viele Kaffeebecher zu verteilen, sondern zu schauen, wie Leute auf solch eine Unterbrechung reagierten.

Und diese Reaktionen müssen die sechs Haupt- und Ehrenamtlichen der Arbeitsgruppe erst einmal austesten an diesem Freitagnachmittag. „Am Anfang sind wir selbst eher hektisch herumgerannt und wollten möglichst viele Leute ansprechen, aber wir haben schnell gemerkt, dass die Haltung dann eher ablehnend ist. Also haben wir uns irgendwann hingesetzt und eine einladende Haltung angenommen“, erzählt Elisabeth Lamberti. Bierau ergänzt: „Wenn man quasi mit Blickkontakt auf die Leute zugeht, dann sind sie eher neugierig.“ Auch seine Kollegin Marie-Luise Burg findet es etwas schwierig, die Menschen im Laufen zu unterbrechen. „Wenn ich ihnen unseren Aufkleber gebe, wollen sie ihn nicht, aber wenn ich sage, es gibt eine Mitmachaktion im Internet, dann hören sie hin.“ Einige Passanten halten wirklich an, setzen sich, nehmen dankend die Getränke an. Für Lamberti sind es „schöne Gespräche“, die die Gruppe führt. Vor allem ein Erlebnis habe alle besonders beeindruckt: „Ein Pärchen ist bei uns gestrandet, das eigentlich auf Pilgerreise nach Santiago di Compostela war, diese aber wegen eines Bänderrisses der Frau abbrechen musste“, berichtet Lamberti. „Die beiden hatten kaum noch Geld, da sie die Arztkosten in Frankreich selbst vorstrecken musste und sie waren auf der Suche nach einem Quartier. Wir konnten dann mit Hilfe einiger Leute eine Unterkunft und Geld für die Zugfahrt besorgen. Die beiden waren so dankbar und ergriffen - das war wirklich ein richtig tolles Erlebnis. Selbst wenn wir nur dafür einige Stunden dort gestanden hätten, hätte es sich schon gelohnt.“ Das Fazit der Gruppe: Mit den Erkenntnissen aus der Aktion werden sie weitermachen und neue Formen von „Kirche vor Ort“ ausprobieren.

Auf der Seite www.haltan.de lädt das Dekanat alle Menschen dazu ein, selbst eine Nachricht zu hinterlassen.

(red)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-92021 Thu, 02 Aug 2018 15:43:55 +0200 „Eine Arbeit, die mich mit Freude und Stolz erfüllt“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-arbeit-die-mich-mit-freude-und-stolz-erfuellt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_Gesamtgruppe_4683153750.jpg" width="150" height="100" alt="305 FSJler und BFDler starten ihren Dienst" title="305 FSJler und BFDler starten ihren Dienst" />Ob im Krankenhaus, in der Kita oder der Behindertenhilfe: Für 305 junge Leute beginnt ein spannendes jahr, in dem sie viele neue Erfahrungen in ihrem Freiwilligendienst machen. Trier – 306 junge Männer und Frauen sind am 1. August in ihren Freiwilligendienst gestartet und haben im Trierer Dom gemeinsam mit Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg den Entsendegottesdienst unter dem Motto „lebenswert“ gefeiert. 261 werden ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und 44 einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Kliniken, Alten- und Pflegeheimen oder der Behindertenhilfe in Rheinland-Pfalz und im Saarland absolvieren. Begleitet werden sie dabei von den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier.

„Ich lade euch dazu ein, euch in diesem Jahr eures Dienstes einmal selbst zu vergessen und einfach in aller Offenheit da zu sein, euch von neuen Begegnungen und Erfahrungen inspirieren zu lassen und so ganz neu zu lernen, was euch selbst ausmacht“, sagte von Plettenberg den Freiwilligen im vollbesetzten Dom. Nach der vertrauten Umgebung der Schule käme jetzt auf die jungen Leute eine Zeit voller Herausforderungen zu, die sie möglicherweise für ihr ganzes Leben prägen könne. „Denn in dieser Zeit stellt ihr eure alten Werte in Frage und neue gewinnen an Bedeutung“, erklärte der Generalvikar mit Blick auf das Motto des Gottesdienstes.

Das unterstrichen auch Peter Nilles, Leiter der Sozialen Lerndienste im Bistum Trier, und Hans-Josef Börsch, Leiter der Freiwilligendienste beim Träger Marienhaus Holding bei ihrer Begrüßung. „Für euch ist es jetzt so weit, den nächsten Schritt im Leben zu gehen, über euch hinaus zu wachsen und neue Horizonte zu entdecken. Auf eurem erlebnisreichen Weg werden wir euch nicht alleine lassen, deshalb feiern wir auch gemeinsam Gottesdienst, um diese Gemeinschaft auszudrücken“, betonte Börsch. Was das Leben lebenswert machen kann, zeigten Nilles und ein ehemaliger Freiwilliger spielerisch anhand einer Schatztruhe auf. Werte wie Geld, Macht, Berühmtheit und Schönheit setzten sie den Werten entgegen, die die Freiwilligen und ihre Verwandten vor dem Gottesdienst auf Zettel in die Truhe legen konnten: Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Gesundheit. Dass diese Werte für die jungen Leute eine viel größere Bedeutung hätten, zeige auch ihre Bereitschaft, sich ein Jahr lang sozial zu engagieren, betonte Nilles.Mit dem Abstand einiger Jahre könne er definitiv sagen, dass es kein „verplempertes Jahr“ gewesen sei, sagte der ehemalige Freiwillige Björn Butzen im Gottesdienst. Er sei damals häufig gefragt worden, warum er diesen anstrengenden Job fast ohne Entlohnung ausübe, aber die Erfahrung des Dienstes sei nicht in Geld auszudrücken. „Die Menschen haben mir so viel zurückgegeben, mein Job hat mich mit Freude und Stolz erfüllt. Und er hat mir Zeit gegeben, mich selbst zu finden, ein Stück im Leben weiterzukommen.“

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Trier bistum-trier Caritas / Soziales Jugend
news-92007 Thu, 02 Aug 2018 08:53:33 +0200 Schweich trifft München-Freising http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schweich-trifft-muenchen-freising/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_Blind_DateGruppenbild_Schweich_8bc4f01a82.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Blind DateGruppenbild Schweich" />Was sind deine Hobbies? Wie ist eure Jugendarbeit aufgebaut? Beim Blind Date in Rom stellten sich Messdiener aus Schweich und dem Erzbistum München-Freising gegenseitig Fragen. Rom – „Drei, zwei, eins: Suche Frieden!“ schallt es aus etwa 50 Kehlen auf einer Treppe vor dem Vatikanischen Museum in Rom. Anlässlich der zwölften internationalen Ministrantenwallfahrt hat am 1. August  ein „Blind Date“ zwischen den deutschen (Erz-)Diözesen und einigen weiteren Ländern stattgefunden; so traf die Pfarreiengemeinschaft Schweich auf das Erzbistum München-Freising.

Es treffen sich dabei zufällig zusammengebrachte Pilgergruppen an mehr als 300 Orten in Rom für Spiel und Austausch. Auf dem Programm standen gemeinsames Singen und Beten, das gegenseitige Ausfüllen von kurzen Fragebögen und der Austausch von selbstverfassten Friedenswünschen.

„Was sind deine Hobbies?“, fragt Tristan aus Schweich, um seinen bislang unbekannten Gesprächspartner besser kennenzulernen und trägt in die Lücke im Pilgerbuch „Fußball“ ein. „Spaß haben und die Zeit genießen“, hat sich Marie (16 Jahre) für das Blind Date vorgenommen. „Durch das Blind Date und den Austausch mit Ministranten aus anderen Bistümern merkt man, dass man zusammen in einem Boot sitzt, und man sieht, dass man oft die gleichen Probleme hat“, erklärt Korbinian aus dem Erzbistum München-Freising.

 „Wie groß ist eigentlich euer Dom?“, „Wie viele Gläubige sind bei euch sonntags im Gottesdienst?“ und „Wie sind eure Räte aufgebaut?“ lauten Fragen, die über den Platz schallen. Doch neben all den lockeren Unterhaltungen haben die jungen Menschen auch über ernste Themen gesprochen. Der 25-jährige Korbinian aus dem Erzbistum fragt Martin, wie die Jugendarbeit in Schweich aufgebaut ist und wie das Gemeindeleben im Bistum Trier aussieht. „Momentan läuft bei uns eine Art Umstrukturierung statt“, erklärt Martin und gibt Ideen des Abschlussdokuments der Bistumssynode wieder.

Bis zum 4. August findet die zwölfte internationale Ministranten-Romwallfahrt mit mehr als 60.000 Kindern und Jugendlichen aus 19 Ländern statt. Begleitet wird die Trierer Gruppe von Weihbischof Jörg Michael Peters und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth. Ein Höhepunkt war die Papstaudienz am Dienstag, 31. Juli.

Aktuelle Bilder und Videos während der Romwallfahrt gibt es auf der Facebookseite minis.bistumTrier und auf Instagram jugendbistumtrier.

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Jugend Jugendliche Junge Erwachsene Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Jugend Messdiener / Ministranten Wallfahrten/ Pilgern
news-91978 Wed, 01 Aug 2018 09:34:37 +0200 Ein Gänsehautmoment http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-gaensehautmoment/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/3/csm_minis-rom-2018-papstaudienz_-139_a3b91d4d81.jpg" width="150" height="100" alt="Papst Franziskus mit Tausenden Ministranten" title="Papst Franziskus mit Tausenden Ministranten" />Friedensbotschafter werden: Dazu hat Papst Franziskus die vielen Tausend Ministranten bei ihrer Romwallfahrt gestern aufgefordert. Ein Gänsehauterlebnis für die Kinder und Jugendlichen aus dem Bistum. Rom/Trier – „Wir sind vereint im Glauben an Jesus Christus“ hat Papst Franziskus den mehr als 60.000 Ministrantinnen und Ministranten auf dem Petersplatz zugerufen. 1.750 Kinder, Jugendliche und ihre Begleitpersonen aus dem Bistum Trier nehmen derzeit an der internationalen Ministrantenwallfahrt teil.

Beatrice (17 Jahre) aus der Pfarreiengemeinschaft Rechts und Links der Mosel war nach der Audienz total begeistert: „Ich fand es ziemlich cool, den Papst zu sehen. Er hat tatsächlich auch Leute umarmt und wirkte sehr freundlich“. Johanna aus Wittlich kam dem Papst sogar näher als viele der anderen Pilgerinnen und Pilgern. Sie bekam einen Platz wenige Meter vom Papst entfernt zugeteilt. „Es war beeindruckend: Wir hatten einen tollen Blick auf den gesamten Petersplatz und das war ein richtiger Gänsehautmoment.“ Der entschädigte dann auch für die Strapazen beim langen Anstehen vor den Sicherheitskontrollen in der Hitze Roms.

Getreu dem diesjährigen Motto der Wallfahrt „Suche Frieden und jage ihm nach!“ forderte der Papst die jungen Menschen auf: „Werdet Friedenssucher, lebt Frieden vor und bringt ihn, denn so werdet ihr ein Beweis, dass ihr Jünger Jesu seid. Setzt euch für die Benachteiligten in der Welt ein, die keine Stimme haben. Werdet laut, wenn Ungerechtigkeiten und Unfrieden herrschen. Wenn wir uns in Gottes Hände begeben, werden wir Instrumente des Friedens.“ Des Weiteren ermutigte er die Jungen und Mädchen, durch ihren Dienst am Altar weiterhin mit gutem Beispiel voranzugehen und somit andere junge Menschen zu erreichen.

Der Papst hat von drei Ministranten aus der Ukraine, den USA und Deutschland die Pilgerzeichen inklusive dem einzigen Pilgertuch in weiß überreicht bekommen. Anschließend nahm sich der Papst Zeit für einige Fragen der Ministranten mit Anliegen aus ganz verschiedenen Teilen Europas und der Welt.

Bereits am Nachmittag hatte ein musikalisches und festivalartiges Vorprogramm die große Vorfreude aller Minis aufgegriffen. Beiträge einzelner Länder wie zum Beispiel liturgische Tänze oder Filmclips, die Street-Art-Aktion „Spray and Pray“ ebenso wie die Begrüßung der Pilger durch den Präsidenten des Internationalen Ministrantenbundes CIM, Bischof Dr. Ladislav Nemet, sowie durch den deutschen Jugendbischof Dr. Stefan Oster stimmten auf die Begegnung mit Papst Franziskus ein.

Bis zum 4. August findet die zwölfte internationale Ministrantenromwallfahrt mit mehr als 60.000 Kindern und Jugendlichen aus 19 Ländern statt. Begleitet wird die Trierer Gruppe von Weihbischof Jörg Michael Peters und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth. Ein Höhepunkt war die Papstaudienz am Dienstag, 31. Juli.

Weitere Informationen gibt es auf www.mrw-trier.de. Aktuelle Bilder und Videos während der Romwallfahrt gibt es auf der Facebookseite @minis.bistumTrier und auf Instagram jugendbistumtrier.

(jf)

 

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Trier bistum-trier Jugend Messdiener / Ministranten Wallfahrten/ Pilgern
news-91945 Tue, 31 Jul 2018 10:08:34 +0200 Romwallfahrt der Ministranten gestartet http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/romwallfahrt-der-ministranten-gestartet/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_miniwallfahrt_montag_3_45596653b1.jpg" width="150" height="100" alt="Die Ministrantenromwallfahrt startet" title="Die Ministrantenromwallfahrt startet" />Gottesdienste, Sehenswürdigkeiten und der Austausch mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen stehen für die Ministranten auf dem Programm. Rom – 1750 Kinder, Jugendliche und Betreuerinnen und Betreuer sind in Rom angekommen und haben ihren ersten Gottesdienst während der internationalen Ministrantenromwallfahrt gefeiert. Der Eröffnungsgottesdienst des Bistums Trier am 30. Juli stand ganz unter dem Motto „Suche Frieden“.

Die Lebensgeschichte des Widerstandskämpfers gegen das Nazi-Regime Willi Graf, der selbst Ministrant im Bistum Trier war, solle die jungen Menschen ermutigen, den Gottesdienst draußen auf der Straße weiterzuleben, sagte Weihbischof Jörg Michael Peters den Ministrantinnen und Ministranten in der Kirche St. Paul vor den Mauern. „Der Gottesdienst endet nicht nach dem Amen, sondern er geht im Leben weiter.“ Als Impuls gab Peters den Wallfahrtsteilnehmenden mit auf den Weg: „Bringe dich ein und trag dazu bei, das Menschen aufrecht und im Frieden leben können!“  Dies bedeute hinzuschauen, wahrzunehmen und zu reflektieren. „Als Getaufte können wir nicht unpolitisch sein, denn dies würde bedeuten, Menschen im Stich zu lassen“, betonte Weihbischof Peters und bezog sich auch auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

Rebecca (20) und Jenny (16) aus dem Dekanat Vulkaneifel waren auch nach der langen Busanreise begeistert vom Eröffnungsgottesdienst. „Es war toll, mal eine Messe ohne Bänke aus einer anderen Perspektive zu erleben“, erklärten die beiden. Entspannt auf dem Boden zu sitzen, war auch für Franzi (16) aus der Pfarreiengemeinschaft Waldrach ein neues Erlebnis. Für die Betreuer Philipp und Roman aus der Pfarreiengemeinschaft Schweich war der Gottesdienst ein Ankommen in Rom. „Obwohl auch wir ziemlich müde waren“, gibt Philipp zu.

Musikalisch begleitet wurde der Eröffnungsgottesdienst vom Jugendchor St. Matthias aus Neuwied und der Band „Seek Peace“ unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Sorger. Die Vorbereitung des Gottesdienstes übernahmen Christian Heinz, Jugend- und Schulpfarrer und „Volontari“. Dabei handelt es sich um Jugendliche, die sich ehrenamtlich bei der Wallfahrt in unterschiedlichen Arbeitsgruppen engagieren.

Zur Auftaktpressekonferenz wünschte sich Bischof Dr. Ladislav Nemet, Präsident des  Internationalen  Ministrantenbundes, eine farbenfrohe Wallfahrt für alle Teilnehmenden, „die wirklich bereichernd sein wird.“ Alexander Bothe von der Arbeitsstelle Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz ergänzte: „Die Ministranten sollen erleben, dass die Kirche jung ist und sie mit ihrem Dienst die Botschaft des Friedens über die Kirchtürme hinaus und über alle Grenzen hinweg trägt.“ Das Motto sei passend für eine Zeit, „in der sich so viele Menschen nach Frieden sehnen, in der aber zugleich so viele Gefährdungen für den  Frieden am Horizont erscheinen“, erklärte Bischof Dr. Stefan Oster, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Bis zum 4. August findet die zwölfte internationale Ministrantenromwallfahrt mit mehr als 60.000 Kindern und Jugendlichen aus 19 Ländern statt. Das diesjährige Motto lautet „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Begleitet wird die Trierer Gruppe von Weihbischof Jörg Michael Peters und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth. Ein Höhepunkt wird die Papstaudienz am Dienstag, 31. Juli sein.

Weitere Informationen gibt es auf www.mrw-trier.de. Aktuelle Bilder und Videos während der Romwallfahrt gibt es auf der Facebookseite @minis.bistumTrier und auf Instagram jugendbistumtrier.

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Trier bistum-trier Jugend Wallfahrten/ Pilgern
news-91851 Sat, 28 Jul 2018 08:47:00 +0200 Lehrende aus ganz Europa treffen sich in Trier http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lehrende-aus-ganz-europa-treffen-sich-in-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_SIESC_Jahrestagung_8d0d8a6a84.jpg" width="150" height="88" alt="Gruppenbild der Lehrerinnen und Lehrer mit der Europa-Flagge" title="SIESC Jahrestagung" />Rund 60 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Europa haben sich in Trier zum Austausch der SIESC getroffen: Dabei bringt jeder seine eigenen Erfahrungen und Geschichten aus der Heimat mit. Trier – 60 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Europa haben sich in Trier zur Jahrestagung der „Europäischen Föderation Christlicher Lehrerinnen und Lehrer“ (SIESC) getroffen. Verschiedene Vorträge beleuchteten das Tagungsthema „Gesetz – Freiheit – Verantwortung“ aus pädagogischer, theologischer und politischer Perspektive und luden die Teilnehmenden zu Diskussion und Austausch ein. Die Organisatoren, Gisela Gerhardt und der amtierender SIESC-Präsident Wolfgang Rank, konnten Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Fächer und Schultypen aus der Ukraine, Polen, Rumänien, Albanien, Frankreich, Luxemburg, Italien, Deutschland, Österreich und Slowenien begrüßen. Die 1954 gegründete Föderation war zunächst ein internationales Sekretariat katholischer Sekundarstufen und hat sich heute zu einer Begegnungsplattform für Lehrende christlichen Glaubens aus ganz Europa entwickelt.

Austausch mit Kollegen – das ist auch, was die 30-jährige Maryna Bilonoha aus der Ukraine zu dem Jahrestreffen nach Trier geführt hat. Sie ist seit fünf Jahren Lehrerin an einer Berufsschule im Westen der Ukraine und ist zum zweiten Mal bei einem Jahrestreffen der SIESC dabei. „Ich finde es wichtig, mich mit Kollegen auszutauschen, die ähnliche Werte vertreten, aber ihre ganz eigene Sicht mit einbringen“, erklärt die junge Mutter von zwei eigenen und einem adoptierten Kind. „Für mich ist der Glaube sehr wichtig, er gibt meinem Leben Sinn und Orientierung. Ich denke, jeder sollte in seinem eigenen Umfeld und seinem Platz im Leben das tun, was er für moralisch richtig hält. Für meine Schüler versuche ich einfach ein positives Vorbild zu sein.“ Der Glaube der griechisch-orthodoxen Mehrheit in ihrem Heimaltland sei eher traditionell und sehr von Ritualen geprägt: „Es werden zum Beispiel Kreuze geküsst und lange Gottesdienste gefeiert, aber was manchmal etwas fehlt, ist die persönliche Beziehung zum Glauben, dass man sich auch wirklich mit den Botschaften auseinandersetzt.“ In ihrem Unterricht will sie die Jugendlichen dazu anregen, kritisch zu denken, Dinge zu hinterfragen und die eigene Meinung auszudrücken. „Wir haben nicht diese demokratische Tradition wie in anderen europäischen Ländern, da fällt das vielen Kindern und Jugendlichen schwer. Auch die Korruption sei noch ein weit verbreitetes Problem in der Ukraine und fange oft schon an den Schulen an.

Den aus Luxemburg stammenden Gymnasiallehrer André Grosbusch bewegen indessen die Vorgänge in seinem Heimatland. 2016 hat der Staat den Religionsunterricht abgeschafft und durch das Fach „Leben und Gesellschaft“ ersetzt. Ein Fehler, findet Grosbusch. „Ich habe mich damals mit vielen Lehrern und Eltern engagiert, dass die Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und Ethik bestehen bleibt. Trotz einer Petition mit 26.000 Unterschriften sei es nicht gelungen, das Fach zu erhalten, obwohl 70 bis 80 Prozent der Eltern von Grundschülern ihre Kinder regelmäßig im Religionsunterricht einschrieben. Vieles an Wissensvermittlung und Tradition falle damit weg – in Zukunft müssten sich die Eltern überlegen, ob sie den Kindern Glaubensinhalte zu Hause vermitteln oder sie in die neue Katechese bringen – die aber in der Freizeit stattfindet. Grosbusch unterrichtet selbst Geschichte und Bürgerkunde und versucht, den Schülern gewisse Werte durch seinen Unterricht zu vermitteln. „Ich versuche nicht, meine Schüler zu missionieren, aber ich möchte eine Haltung rüberbringen, die eben auf christlichen Werten wir Toleranz, Humanität, Solidarität fußt.“ Den Austausch auf der Jahrestagung findet er wichtig, „um verständnisvoller für die jeweiligen Befindlichkeiten der anderen Europäer zu werden.“

Die strikte Trennung von Kirche und Staat ist in Frankreich schon lange Status Quo. Für die 51-jährige Französin Catherine Le Coz, die in Grenoble Italienisch unterrichtet, ist es klar, dass sie mit den Schülern nicht über ihren Glauben redet, außer, sie sprechen sie privat darauf an. Auch deshalb sei es für sie schön, auf die internationalen Tagungen zu fahren und sich dort mit christlichen Lehrern aus anderen Ländern auszutauschen. Schon seit 2008 ist sie regelmäßig dabei und inzwischen treffe sie oft die gleichen Leute, mit denen schon Freundschaften entstanden seien. „Meinen Glauben lebe ich durch gewisse Werte – mir ist jeder Schüler als Persönlichkeit wichtig und ich versuche, jeden so anzunehmen wie er ist und zu überlegen, wie ich ihm helfen kann.“

Auch das polnische Ehepaar Alexsandra (47) und Marcin (53) Sawicka widmet sich der sehr persönlichen Förderung und Entfaltung ihrer Schüler: Die beiden haben eine Stiftung gegründet, die inzwischen insgesamt sechs Montessori-Schulen in Polen unterstützt. Sieben weitere Schulgründungen sind geplant. Eigentlich würden diese Privatschulen Geld kosten, aber durch Projekte und die Stiftung seien sie für die Familien kostenlos. Das Paar war so begeistert, als sie das Montessori-Konzept im Studium auch in Deutschland nach dem Ende der Sowjetunion kennenlernten, dass sie diese Schulform auch etablieren wollten. „Es gibt Lehrern größere Freiheiten, individuell auf Schüler einzugehen und es lässt den Kindern viel Raum für eigene Entscheidung und Erfahrung. Wir sprechen da aus Erfahrung, denn wir haben selbst sieben Kinder.“

Wie seine Kolleginnen und Kollegen bringt auch Alin Tat aus dem rumänischen Cluj seine persönliche Geschichte und seine Sicht auf den Glauben und auf Europa mit. Der nächste Präsident des SIESC ist Familienvater und unterrichtet an der griechisch-orthodoxen Fakultät seiner Universität in Transsylvanien Philosophie. In seinem Land leben seit langem verschiedene ethnische Gruppen nebeneinander und auch verschiedene Glaubensgruppen, vor allem römisch-katholische und griechisch-orthodoxe Christen. In Osteuropa habe Glaube und Religion einen höheren Stellenwert als im westlichen Europa, viele Menschen dort erachteten den Glauben als wichtig, berichtet er. „Deshalb ist es auch so, dass wir gerne zu Europa gehören wollen und die Werte der EU teilen, aber die neue Strömung und Tendenz, dass Religion und Glauben immer mehr verschwinden und an Bedeutung verlieren, das lehnen viele Rumänen ab – da ist der Großteil der Bevölkerung eher konservativ.“

Über das Thema der Tagung, den Gegensatz zwischen Gesetz und persönlichen (auch religiösen) Freiheiten kamen die Lehrerinnen und Lehrer immer wieder auch in Diskussionsgruppen nach den Impulsvorträgen von Dr. hans-Gerhard Neugebauer von der Universität Köln, von Professor Georg Rubel von der Luxembourg School of Religion and Society und vom Pädagogen Wolfgang Oelsner ins Gespräch.

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Trier bistum-trier Bildung Ökumene Weltkirche
news-91751 Tue, 24 Jul 2018 09:44:35 +0200 Weihbischof Gebert auf Firmreise http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-auf-firmreise/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_Gebert-nah-Rechtetest_1a6c45eb85.jpg" width="150" height="105" alt="Weihbischof Franz Josef Gebert" title="Weihbischof Franz Josef Gebert" />Rund 380 Jugendlichen aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig wird der Trierer Weihbischof das Sakrament der Firmung spenden. Schweich/Welschbillig – Rund 380 Jugendlichen im Dekanat Schweich-Welschbillig wird Weihbischof Franz Josef Gebert vom 1. bis 23. September das Sakrament der Firmung spenden. Die Firmreise umfasst sechs Termine:

Am Samstag, 1. September um 15.30 Uhr im Haus auf dem Wehrborn, Welschbillig, und am selben Tag um 18.30 Uhr in St. Rochus, Orenhofen; am Sonntag, 2. September um 10.30 Uhr in St. Petrus, Welschbillig; am Freitag, 14. September um 18 Uhr in St. Dionysius, Trierweiler; am Sonntag, 16. September um 10.30 Uhr in St. Medard, Mehring; am Samstag, 22. September um 15.30 Uhr in St. Martin, Schweich und am selben Tag um 18.30 Uhr in Rosenkranzkönigin, Klüsserath sowie am Sonntag, 23. September um 10.30 Uhr in St. Martin, Schweich.

Im Dekanat Schweich-Welschbillig leben derzeit mehr als 37.700 Katholiken in fünf Pfarreiengemeinschaften.

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Trier bistum-trier Bischof Jugend Pfarreien
news-91554 Tue, 17 Jul 2018 14:17:20 +0200 Spinnen, 100 Jahre Staub und wahre Schätze http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/spinnen-100-jahre-staub-und-wahre-schaetze/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_Berufeserie_Bistumsarchiv_Judith-Boswell_4zu3_23c3472465.jpg" width="150" height="112" alt="Frau steht zwischen Bücherregalen in Bistumsarchiv" />Judith Boswell und Marita Kohl sind als Archivarinnen im ganzen Bistum unterwegs, finden und sortieren Akten und Dokumente und bewahren damit die Identität von Pfarreien und Gemeinden. Trier/Langenfeld – „Ich befürchte immer, dass ich mal eine Truhe öffne und eine Leiche liegt drin.“ Das sei ihr schon einmal fast passiert, sagt Marita Kohl, damals kam ihr zum Glück nur eine Hand aus Wachs entgegen. Jetzt steht sie auf dem Dachboden des Pfarrhauses in Langenfeld, um sie herum alte Holzmöbel, mit Spinnweben überzogene graue Büroordner, Umzugskartons und ein Nachttopf. Kohl und ihre Kollegin Judith Boswell spähen in eine dunkle Nebenkammer. Auch hier liegt eine verschlossene Holzkiste unter abgebröckeltem Putz. Man müsse eben überall hineinschauen, das gehöre zum Job, sagt Boswell und greift nach der Taschenlampe. Schließlich müssen sie alles finden und überprüfen, ob es „würdig“ ist – würdig für das Bistumsarchiv. Denn „die Überlieferung, die Geschichte der Pfarrei hat nicht nur verwaltungstechnischen, sondern einen historischen Wert. Sie ist Identität.“ Boswell und Kohl helfen dabei, sie zu bewahren.
 

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Trier bistum-trier
news-91413 Thu, 12 Jul 2018 09:29:18 +0200 Sich mutig auf Neues einlassen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sich-mutig-auf-neues-einlassen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_mannesjugend_zeltlager_2_cf40da1aa8.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Mannesjugend zeltlager 2" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat erstmals ein Zeltlager der Schönstattmannesjugend besucht und mit den 60 Kindern und Gruppenleitern einen Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert. Großlittgen – Premiere in der Geschichte der Zeltlager der Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier: Auf Einladung von Standesleiter Pastor Lars Meiser hat Bischof Dr. Stephan Ackermann Ende Juni das Lager nahe der Abtei Himmerod besucht und mit den rund 60 Kindern und Gruppenleitern die Heilige Messe unter freiem Himmel gefeiert.

Den ganzen Samstag über hatten die Kinder mit ihren Gruppenleitern aus Steinen einen Altar gebaut und aus Holz Ambo (Lesepult), Priestersitz, Kreuz und den Rahmen für das Bildnis der Schönstatt-Gottesmutter gezimmert. Zu Beginn der Heilige Messe segnete der Bischof den Altar und den Ambo und erinnerte daran, dass die ganze Schöpfung Gottes Heiligtum sei, „der Ort, an dem wir ihm nahe sein können“. Bischof Ackermann ging auch auf das Motto des diesjährigen Zeltlagers „Entdeckt Südamerika“ ein und erklärte seinen jungen Zuhörern, dass es für jedes Abenteuer wesentlich Mut brauche: Mut, sich anzumelden; Mut, sich auf Neues und die Neuen einzulassen; Mut, Unbekanntes zu entdecken; und schließlich den Mut, Dinge zu tun, vor denen man ein bisschen Angst habe.

Informationen zur Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier sind unter https://www.smj-trier.de/ zu finden.

(red)

 

 

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