Bistum Trier - Redaktion Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Sat, 21 Jul 2018 00:06:25 +0200 Sat, 21 Jul 2018 00:06:25 +0200 Bistum Trier news-91554 Tue, 17 Jul 2018 14:17:20 +0200 Spinnen, 100 Jahre Staub und wahre Schätze http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/spinnen-100-jahre-staub-und-wahre-schaetze/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_Berufeserie_Bistumsarchiv_Judith-Boswell_4zu3_23c3472465.jpg" width="150" height="112" alt="Frau steht zwischen Bücherregalen in Bistumsarchiv" />Judith Boswell und Marita Kohl sind als Archivarinnen im ganzen Bistum unterwegs, finden und sortieren Akten und Dokumente und bewahren damit die Identität von Pfarreien und Gemeinden. Trier/Langenfeld – „Ich befürchte immer, dass ich mal eine Truhe öffne und eine Leiche liegt drin.“ Das sei ihr schon einmal fast passiert, sagt Marita Kohl, damals kam ihr zum Glück nur eine Hand aus Wachs entgegen. Jetzt steht sie auf dem Dachboden des Pfarrhauses in Langenfeld, um sie herum alte Holzmöbel, mit Spinnweben überzogene graue Büroordner, Umzugskartons und ein Nachttopf. Kohl und ihre Kollegin Judith Boswell spähen in eine dunkle Nebenkammer. Auch hier liegt eine verschlossene Holzkiste unter abgebröckeltem Putz. Man müsse eben überall hineinschauen, das gehöre zum Job, sagt Boswell und greift nach der Taschenlampe. Schließlich müssen sie alles finden und überprüfen, ob es „würdig“ ist – würdig für das Bistumsarchiv. Denn „die Überlieferung, die Geschichte der Pfarrei hat nicht nur verwaltungstechnischen, sondern einen historischen Wert. Sie ist Identität.“ Boswell und Kohl helfen dabei, sie zu bewahren.
 

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news-91413 Thu, 12 Jul 2018 09:29:18 +0200 Sich mutig auf Neues einlassen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sich-mutig-auf-neues-einlassen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_mannesjugend_zeltlager_2_cf40da1aa8.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Mannesjugend zeltlager 2" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat erstmals ein Zeltlager der Schönstattmannesjugend besucht und mit den 60 Kindern und Gruppenleitern einen Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert. Großlittgen – Premiere in der Geschichte der Zeltlager der Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier: Auf Einladung von Standesleiter Pastor Lars Meiser hat Bischof Dr. Stephan Ackermann Ende Juni das Lager nahe der Abtei Himmerod besucht und mit den rund 60 Kindern und Gruppenleitern die Heilige Messe unter freiem Himmel gefeiert.

Den ganzen Samstag über hatten die Kinder mit ihren Gruppenleitern aus Steinen einen Altar gebaut und aus Holz Ambo (Lesepult), Priestersitz, Kreuz und den Rahmen für das Bildnis der Schönstatt-Gottesmutter gezimmert. Zu Beginn der Heilige Messe segnete der Bischof den Altar und den Ambo und erinnerte daran, dass die ganze Schöpfung Gottes Heiligtum sei, „der Ort, an dem wir ihm nahe sein können“. Bischof Ackermann ging auch auf das Motto des diesjährigen Zeltlagers „Entdeckt Südamerika“ ein und erklärte seinen jungen Zuhörern, dass es für jedes Abenteuer wesentlich Mut brauche: Mut, sich anzumelden; Mut, sich auf Neues und die Neuen einzulassen; Mut, Unbekanntes zu entdecken; und schließlich den Mut, Dinge zu tun, vor denen man ein bisschen Angst habe.

Informationen zur Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier sind unter https://www.smj-trier.de/ zu finden.

(red)

 

 

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news-91242 Fri, 06 Jul 2018 07:50:43 +0200 Hürden überwinden und Freundschaften aufbauen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/huerden-ueberwinden-und-freundschaften-aufbauen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/5/csm_FAmilienfreizeit-inklusiv2_a0995449ff.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit der „Familien-Meer-Freizeit“ des Dekanats Schweich-Welschbillig und der inklusiven Seelsorge des Bistums sind derzeit zwölf Familien an der Küste Zeelands unterwegs. Schweich/Zeeland – Gemeinsam Meeresluft schnuppern, am Strand spielen, im Freizeitpark Abenteuer erleben und abends gemeinsam essen: Das schweißt zusammen und lässt Freundschaften entstehen. Mit der „Familien-Meer-Freizeit“ des Dekanats Schweich-Welschbillig und der inklusiven Seelsorge des Bistums sind derzeit zwölf Familien an der Küste Zeelands in den Niederlanden unterwegs. Die Besonderheit: Die Freizeit ist inklusiv, sodass Familien ohne und mit Beeinträchtigung gemeinsam ihre Urlaubzeit verbringen. Unterstützt wird sie von der Bischof Stein Stiftung und der Stiftung Menschen in Not.

„Im Alltag gibt es oft klare Abgrenzungen, etwa in der Schule oder auch im Beruf. Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung sind unter sich weil eine barrierefreie Gesellschaft, die für alle gleichermaßen zugänglich sein soll, einfach noch nicht Wirklichkeit ist“, erklärt Pastoralreferent Roland Hinzmann, der die Freizeit gemeinsam mit Pia Tholl vom Arbeitsfeld Inklusion des Bistums Trier organisiert. „Die Solidarität und das Verständnis füreinander wollen wir in unserer Familienfreizeit fördern.“

Die Ferienanlage Broedershoek in Koudekerke sei mit behindertengerechten Ferienhäusern für sechs bis zehn Personen gut für die Gruppe geeignet. Auch ein Gemeinschaftsraum und eine Großküche seien vorhanden. Die Gruppe hatte sich im Frühjahr bei einem Vortreffen kennengelernt, bei dem die Familien ihre Erwartungen, Wünsche und Ideen einbringen konnten. In den Häusern sind laut Hinzmann die Familien teilweise zusammen untergebracht. Schon hier werde oft klar, dass die angeblichen Hürden im Miteinander oft nur Vorurteile seien, die schon in den ersten Gesprächen abgebaut würden. Während die Familien in ihren Häusern Frühstück und Freizeit selbst gestalten können, gibt es aber auch viele freiwillige gemeinsame Aktivitäten, wie Besuche der Stadt Middelburg oder eines nahe gelegenen Freizeitparks. Beim gemeinsamen Abendessen, das Karin Stoffels für die 50 Personen zubereitet, sind alle Familien zusammen. So könne jede Familie zu ihrem eigenen Urlaubs-Rhythmus finden und es herrsche ein offenes und entspanntes Klima.

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news-91070 Fri, 29 Jun 2018 13:17:50 +0200 DJK schreibt Ethikpreis für christliche Werte im Sport aus http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/djk-schreibt-ethikpreis-fuer-christliche-werte-im-sport-aus/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/a/csm_Ethikpreis_Plakat_f3afe4bb54.gif" width="106" height="150" alt="Plakat des Ethikpreises" title="Plakat des DJK Ethik-Preises" />Fairness, Toleranz, Solidarität, Respekt: Der DJK lobt seinen Ethikpreis für christliche Werte im Sport aus. Jetzt können sich Einzelpersonen und Vereine bewerben! Koblenz/Saarbrücken/Trier – Auch mit „kleinen“ Diensten „Großes“ bewirken – dafür vergibt der Diözesanverband des Katholischen Sportverbands in Deutschland (DJK) zum vierten Mal einen Ethikpreis im Bistum Trier. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis zeichnet Gruppen oder Einzelpersonen aus, die sich für ein christliches Menschenbild im und durch den Sport einsetzen. Bis zum Freitag, 31. August können sich engagierte Personen, Gruppen oder Vereine noch bewerben. Am 5. November wird Bischof Dr. Stephan Ackermann den Preis im Bischöflichen Priesterseminar in Trier vergeben.

Alle zwei Jahre lobt der DJK-Sportverband im Bistum Trier den Ethikpreis „Der Mensch im Sport“ aus. Er richtet sich an Personen, die sich im Sport dafür einsetzen, christliche Werte zu vermitteln und zu fördern. Dazu zählen Rücksichtnahme, Solidarität, Toleranz, Fairness oder die Achtung vor dem Gegner oder dem Mitspieler, den Trainierenden oder Unparteiischen. Gerade auch kleineren Projekten und Engagements will der DJK-Sportverband durch den Ethikpreis eine Plattform geben. Bei den vergangenen Verleihungen wurden unter anderem Angebote und der Einsatz für Inklusion und Integration, Behindertensport, Fair Play-Förderung oder die Interessenvertretung von Jugendlichen und Kindern ausgezeichnet.

Anmeldeschluss für den DJK-Ethikpreis ist Freitag, 31. August 2018. Bewerbungen können aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Bistums Trier kommen. Ausschreibungen sind erhältlich bei der DJK-Geschäftsstelle Trier, Herzogenbuscherstr. 56, 54292 Trier oder per E-Mail unter info(at)djk-dv-trier.de. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.djk-dv-trier.de .

Der 1920 gegründete DJK-Sportverband vertritt in ökumenischer Offenheit rund 500.000 Mitglieder in über 1.000 DJK-Vereinen in Deutschland. Er hat sich das Ziel gesetzt, die Gemeinschaft und die Orientierung an den Werten der christlichen Botschaft im Sport zu fördern. Der DJK-Sportverband im Bistum Trier erstreckt sich über alle Sportarten und umfasst 84 Vereine in Rheinland-Pfalz und im Saarland mit rund 28.500 Mitgliedern, 13.500 davon Kinder und Jugendliche.

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Redaktion Trier bistum-trier Bischof Ehrenamt Kirchliche Verbände
news-91003 Wed, 27 Jun 2018 10:43:53 +0200 Liturgie und Bibel http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/liturgie-und-bibel/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_SoAk_Logo_360x158_95c6692c53.jpg" width="150" height="66" alt="" title="Sommerakademie DLI Logo 360x158" />Die Sommerakademie des Deutschen Liturgischen Instituts lenkt den Blick auch auf die neue Einheitsübersetzung der Bibel. Trier – „Liturgie und Bibel“: Unter diesem Thema steht die 17. Trierer Sommerakademie des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI) vom 6. bis 9. August 2018. Noch sind Anmeldungen möglich für die Tagung, die in der Deutschen Richterakademie (Berliner Allee 7) in Trier stattfindet.

Wie geht die Liturgie mit der Heiligen Schrift um? Welche Zeichen und Riten begleiten die Verkündigung im Gottesdienst? Diesen Fragen wollen die Teilnehmenden nachgehen und dabei auch einen Schwerpunkt in den Blick nehmen: Welche Auswirkungen hat die Übernahme der neuen Übersetzungen für die Gottesdienste? Denn mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent werden sowohl in der katholischen wie in der evangelischen Kirche überarbeitete Bibelübersetzungen in den Gottesdienst eingeführt. Die 2016 erschienenen revidierten Ausgaben der Einheitsübersetzung und der Lutherübersetzung wollen den heutigen Erfordernissen an eine zeitgemäße Sprache der Verkündigung des Wortes Gottes in der Liturgie Rechnung tragen. „Ungewohnte Formulierungen lassen aufhorchen und laden dazu ein, sich neu auf den Text einzulassen“, heißt es in der Einladung zur Sommerakademie. Gleichzeitig biete sich die Chance, über den Umgang mit der Heiligen Schrift im Gottesdienst und den Stellenwert des Wortes Gottes in den verschiedenen liturgischen Formen nachzudenken.

Die Tagungsleitung hat der Leiter des DLI, Dr. Marius Linnenborn, gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Söding von der Ruhr-Universität Bochum. Der Institutsleiter sowie der Neutestamentler aus Bochum sind ebenso Referenten bei der Akademie wie Prof. Dr. Jochen Arnold vom Michaeliskloster in Hildesheim, Dr. Marco Benini von der Katholischen Universität Eichstätt, Prof. Dr. Michael Embach von der Stadtbibliothek Trier und Dipl.-Theologe Jörg Müller (Seelsorgeamt der Erzdiözese Freiburg). Workshops, Singrunden mit Gottesdienstvorbereitung und Exkursionen in den Trierer Dom und die Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier runden das Programm ab.

Die Anmeldung ist möglich beim Deutschen Liturgischen Institut, Ottilie Fußangel, Tel. 0651-94808-23 (Mo-Fr 8-12 Uhr), schriftlich per Mail an fussangel(at)liturgie.de oder per Fax 0651-94808-33. Informationen zum genauen Ablauf und den Tagungskosten sind unter https://dli.institute/wp/institut/liturgie-und-bibel/ zu finden.

(JR)

 

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Trier bistum-trier Bildung Seelsorge
news-90915 Sun, 24 Jun 2018 11:39:40 +0200 Mit Gottes Kraft zum Heil der Menschen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-gottes-kraft-zum-heil-der-menschen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_Diakonenweihe_Juni2018_Ruhe_Ackermann_Hoffmann_Wilbertz_HT_e92cc0dcd3.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Diakonenweihe Juni2018 Ruhe Ackermann Hoffmann Wilbertz HT" />Bischof Ackermann hat Jörg Hoffmann, Ingo Ruhe und Heinz-Peter Wilbertz zu ständigen Diakonen geweiht. Trier – Ihre Weihe haben sie unter das Petrus-Wort „…wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht“ gestellt. Mit der Kraft Gottes werden Jörg Hoffmann, Ingo Ruhe und Heinz-Peter Wilbertz künftig ihren Dienst als Ständige Diakone an den Menschen in ihren Gemeinden versehen. Bischof Stephan Ackermann hat sie am Gedenktag des Seligen Peter Friedhofen (23. Juni) im Trierer Dom geweiht.

Hätte er die Möglichkeit gehabt, wahrscheinlich wäre Peter Friedhofen Ständiger Diakon mit Zivilberuf geworden, vermutete Bischof Ackermann in seiner Predigt (Text zum Nachlesen). Das Amt, das die frühe Kirche bereits kannte, sei bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil eine „Durchgangsstation“ auf dem Weg zur Priesterweihe gewesen. Erst nach 1965 wurde der Ständige Diakonat wieder belebt, erläuterte der Bischof. Der 1819 in Weitersburg geborene Friedhofen sei als Kaminfeger nicht nur mit seinem handwerklichen Können den Menschen begegnet. Stets habe er sich besonders für ihre Nöte und spirituellen Bedürfnisse interessiert. „Er litt regelrecht darunter, wenn Menschen der Reichtum des Glaubens nicht zur Verfügung stand“, schilderte der Trierer Oberhirte und stellte dar, wie Friedhofen nach längerer Suche nach seiner Aufgabe die Gemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf gründete.

Nicht verwunderlich sei es, dass am Gedenktag des Seligen die Rede Jesu aus dem Matthäus-Evangelium gelesen werde. Jener Schlüsseltext für den diakonischen Einsatz gebe Antwort auf die Frage, was Kern und Kriterium für das Christsein ist, worauf es im Leben ankomme. „Auf die Frage, was am Ende über die Schwelle des Todes gerettet wird, sagt uns Jesus, dass es auf die Liebe ankommt, die wir anderen zuteilwerden lassen“, betonte Ackermann. Dass heiße aber nicht, dass es dann Kirche, Glauben, Lehre und Strukturen gar nicht brauche, oder Diakone und Weihen. „Im menschlichen Leben ist das Naheliegende oft das Schwerste, das, was wir nicht tun.“ Gerade für Situationen, in denen die Menschen die Liebe schuldig blieben, brauche es den Glauben und die Gemeinschaft. „In ihr erkennen wir unsere Grenzen und spüren, dass wir nicht alleine sind. Und so stehen die Diakone für die Zuwendung zum anderen und für die Zuwendung Jesu zu uns“, erklärte Ackermann und wünschte den Weihekandidaten „Gottes Kraft und Stärkung für Ihr Wirken zum Heil der Menschen“.

Ingo Ruhe, 46 Jahre alt und verheiratet, ist als Forstwirt tätig. Er wird in der Pfarreiengemeinschaft Prüm seine Diakonen-Tätigkeit ausüben und „die Liebe Gottes zu den Menschen bringen und erfahrbar machen“. Die Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück ist Einsatzort für Jörg Hoffmann. Der ebenfalls verheiratete 51-jährige arbeitet als Gärtnermeister in der Behinderten-Werkstatt der Barmherzigen Brüder in Saffig. „Das war mir aber nicht wirklich genug. Auch über den Beruf hinaus möchte ich die Menschen auf Christus und seine gute Botschaft aufmerksam machen.“ Als Krankenpfleger ist auch Heinz-Peter Wilbertz schon in seinem Hauptberuf diakonisch tätig. Für den 53-jährigen ist es bei seinem Einsatz in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Moselweiß besonders wichtig, „möglichst vieles von dem, was ich in meiner Gemeinde von Jesus Christus erfahren und erleben durfte, weiterzugeben und den Menschen zu dienen“.

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Trier bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Personal Pfarreien Seelsorge
news-90820 Thu, 21 Jun 2018 14:09:56 +0200 Pläne für Finanztransaktionssteuer sind zu schwach http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/plaene-fuer-finanztransaktionssteuer-sind-zu-schwach/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_Ackermann2_1812d395a5.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Ackermann2" />Die Deutsche Kommission Justitia et Pax sorgt sich um die Wirksamkeit der geplanten Finanztransaktionsteuer. Trier – Anlässlich des nächsten Treffens der EU- Finanzminister am 22. Juni 2018 drückt der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, seine Sorge um die Wirksamkeit einer abgeschwächten Finanztransaktionssteuer (FTT) aus, wie sie Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun in Aussicht stellt. „Zehn Jahre nach dem Skandal um Lehman Brothers setzen Banken den Hochfrequenzhandel mit Finanzprodukten und Derivaten unverändert und ungehindert fort. Ebenso leben immer noch um die 800 Millionen Menschen in extremer Armut mit weniger als 1,90 US-Dollar Einkommen am Tag. Die Folgen des Klimawandels sind in den letzten zehn Jahren immer deutlicher geworden“, beschreibt Ackermann die Situation, die die FTT nach wie vor notwendig mache.

In seiner Erklärung beurteilt er den neuen Vorschlag des Bundesministers als nicht effizient genug, da eine Besteuerung des Aktienhandels allein keine oder doch nur eine geringe Wirkung gegen ausufernde Spekulationen habe. Zudem werde viel weniger Geld eingenommen werden, da der Aktienmarkt nur einen Bruchteil des gesamten Marktes der Finanztransaktionen ausmacht. Darüber hinaus werde die Aushandlung einer Steuer unter den 27 Mitgliedsstaaten der EU die Einführung bedenklich verzögern. „Damit drohen die Bemühungen um eine Finanzmarktregulierung zu scheitern“, stellt Ackermann fest. Er plädiert daher dafür, den ursprünglichen Vorschlag der österreichischen Regierung von 2013 aufzugreifen, der eine umfassendere Besteuerung etwa auch von Derivaten vorsah, und das europäische Instrument der verstärkten Zusammenarbeit zu nutzen.

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax gehört zu den Erstunterzeichnern der Kampagne „Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer“, die von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis nach der Finanzkrise im Jahr 2008 die Besteuerung des Handels mit Finanzprodukten als ein wichtiges Instrument gefordert hatte, um den außer Kontrolle geratenen Finanzmarkt effektiv zu regulieren und die Menschen vor weiteren Finanz- und Wirtschaftskrisen zu schützen. Dabei war ein Hauptanliegen, die Einnahmen dieser Steuer zur Bekämpfung weltweiter Armut und der Folgen des Klimawandels einzusetzen.

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Politik / Gesellschaft
news-90812 Thu, 21 Jun 2018 10:03:16 +0200 Hilfe für vom Unwetter Betroffene http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-fuer-vom-unwetter-betroffene/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_34985013_10157020540440606_9150244476269101056_n_264af5d371.jpg" width="150" height="150" alt="" title="FBBeitrag_Unwetter_180611" />In den vergangenen Wochen waren Menschen im Bistum Trier von den Folgen der Unwetter betroffen. Diözesan-Caritasverband und Bistum Trier stellen eine Soforthilfe zur Verfügung. Trier. Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband stellen für Menschen, die von den schweren Unwettern im Bistum in den vergangenen Wochen betroffen waren, eine Soforthilfe von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Bistum und Caritas beteiligen sich mit je 25.000 Euro. „Die Bilder von Wassermassen in Häusern und das Ausmaß der Zerstörung machen betroffen. Wir wollen Menschen helfen, die nicht aus eigenen Mitteln oder mithilfe der vom Land zur Verfügung gestellten Mittel über die Schäden Herr werden“, erklärt Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel sagt: „Uns ist bewusst, dass dies nur ein kleiner Beitrag ist. Aber vielleicht kann er für manche die gröbste Not lindern.“ Betroffene können sich an den Allgemeinen Sozialdienst der Orts-Caritasverbände wenden. Dort werden die Einzelfälle geprüft und Gelder von bis zu 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Adressen der Ort-Caritasverbände sind unter www.caritas-trier.de/ueber-uns/ortscaritasverbaende/ zu finden.

 

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Trier bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales
news-90398 Thu, 07 Jun 2018 14:28:49 +0200 Ehrung für Kreative Schreibschule mit Kulturaustausch http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrung-fuer-kreative-schreibschule-mit-kulturaustausch/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_Ortheil02_a8f03bb7b7.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Ortheil02" />Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil erhält den diesjährigen Peter-Wust-Preis. Die Preisverleihung findet am 16. Juni statt. Trier – Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil wird in Trier mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Samstag, 16. Juni in der Promotionsaula des Trierer Priesterseminars in der Jesuitenstraße 13 statt.

Hanns-Josef Ortheil ist Direktor des „Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft“ der Universität Hildesheim. An der Universität gründete er bereits 1999 eine Kreative Schreibschule für Studentinnen und Studenten aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Dieser Kurs ermöglicht es den Studierenden Einblicke in ihre Herkunftsländer zu geben, diese zu veröffentlichen und im Gespräch mit anderen Studierenden das wechselseitige Verständnis zu fördern. Für dieses Engagement und sein umfangreiches literarisches Wirken wird Ortheil von der Peter-Wust-Gesellschaft und der Theologischen Fakultät Trier geehrt.  

Am Freitagnachmittag, 15. Juni ab 16 Uhr, findet ein Vorprogramm der Preisverleihung im Robert Schuman Haus, Auf der Jüngt 1 in Trier statt. Dr. Marc Röbel aus Stapelfeld, Dr. Wolfgang Meiers aus Saarlouis und Prof. Werner Schüßler aus Trier werden in einer Vortragsreihe darüber sprechen, wie ein Dialog zwischen dem Philosophen Peter Wust und Augustinus, Max Scheler und Karl Jaspers ausgesehen haben könnte. Nach einem Abendessen hält Hanns-Josef Ortheil um 20 Uhr eine Autorenlesung.

Das Streichorchester der Kreismusikschule mit Schülerinnen und Schülern des Peter-Wust-Gymnasiums Wittlich wird die Verleihung des Preises musikalisch begleiten.
Die Preisverleihung und die Autorenlesung sind öffentlich. Der Eintritt ist frei. Um namentliche Anmeldung bei der KEB Trier unter der Telefonnummer 0651-99372713 wird gebeten.

(dk)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-90331 Tue, 05 Jun 2018 08:55:51 +0200 Augenmerk auf das Wohl der Kinder http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/augenmerk-auf-das-wohl-der-kinder/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_Logo-Lebensberatung-im-Bistum-Trier-web_01_f913d1c8b6.jpg" width="150" height="113" alt="" />Nach dem Jahresbericht der Lebensberatung Trier haben 2017 rund 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene deren Leistungen in Anspruch genommen. Trier/Trier-Saarburg – 2017 haben rund 1.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Leistungen der Lebensberatung in Trier in Anspruch genommen.  Das geht aus dem Jahresbericht 2017 hervor. Dabei kamen etwa 60 Prozent der Ratsuchenden aus der Stadt Trier und fast 40 Prozent aus dem Kreis Trier-Saarburg. Etwa 100 Familien oder Einzelpersonen kamen jeweils aus den Verbandsgemeinden (VG) Schweich und Trier-Land.

An weiteren Angebote wie Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte, Fallberatung oder Elternkurse haben zusätzlich etwa 1.050 Personen teilgenommen. 22 Prozent der Lebensberatungsangebote sind präventiv, also vorbeugend, gestaltet.

Zugehende Beratungsangebote sollen als offene Sprechstunden einen Erstkontakt für Ratsuchende vereinfachen, um herauszufinden, ob eine konkrete Beratung gebraucht wird. Sie finden in Trier, Heiligkreuz, Schweich, Sirzenich, Langsur, Kordel und nach Bedarf in Trier-West statt. Auch online kann man sich anonym über die geschützte Internetplattform www.online.lebensberatung.info schriftlich beraten lassen.

Erwachsene kommen vor allem wegen Belastungen durch kritische Lebensereignisse zur Lebensberatung Trier. Auch die Bewältigung von Trennung und Partnerschaftsprobleme gehören zu den wichtigen Themen, ebenso Belastungen durch das familiäre Umfeld oder stimmungsbezogene Probleme wie Depression oder Selbstwertprobleme.

Beratungsanlässe bei Kindern sind vor allem Trennungs-, Scheidungs- und Sorgerechtsstreitigkeiten oder die Partnerschaftskonflikte der Eltern. Probleme im Erziehungsverhalten und Entwicklungsauffälligkeiten bei den Kindern und Jugendlichen sind ebenfalls wichtige Themen.

Um sich insbesondere um das Wohl der Kinder kümmern zu können, arbeiten aktuell fünf speziell geschulte Kinderschutzfachkräfte bei der Lebensberatung Trier, heißt es im Jahresbericht. Sie würden beispielsweise helfen, wenn eine Erzieherin im Kindergarten eine Kindeswohlgefährdung vermutet. In 35 Fällen haben die Kinderschutzfachkräfte 2017 mitgewirkt. Sie strukturieren Beobachtungen und Informationen, verbessern durch den Blick von außen die Einschätzungsqualität einer Gefährdung und unterstützen die Erstellung von Schutzplänen für die Fachkräfte der Kindertagesstätten.

Die pädagogische Qualität der Arbeit dieser Mitarbeitenden in Kindertagesstätten soll auch weiter gesichert und entwickelt werden. Deshalb wurden bereits 2017 und nun 2018 zusätzliche Mittel für Beratungen von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg für die Lebensberatungsstellen Trier, Saarburg und Hermeskeil bereitgestellt.

Die Beratung ist kostenlos. Die Gesamtkosten von rund 330.000 Euro übernimmt zu 49,3 Prozent das Bistum Trier, 32,3 Prozent werden aus Kommunalmitteln finanziert (Stadt Trier, dem Kreis Trier-Saarburg, der VG Schweich und VG Trier-Land). 18,5 Prozent der Kosten trägt das Land Rheinland-Pfalz.

Die Lebensberatung Trier in der Kochstraße 2, 54290 Trier ist per Telefon zu erreichen unter 0651-75885, per E-Mail unter lb.trier(at)bistum-trier.de

(dk)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-80694 Tue, 29 May 2018 10:31:00 +0200 In die Pedale treten für den guten Zweck http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/in-die-pedale-treten-fuer-den-guten-zweck/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/d/csm_Rad-Rundkurs_2f93a51250.jpg" width="150" height="99" alt="" title="Radeln für Baumsetzlinge in Bolivien." />Radeln für den guten Zweck: Die Diözesanstelle Weltkirche lädt zu einem Rad-Rundkurs um den Dom ein. Die Sponsorengelder helfen, Bolivien grüner zu machen. Trier – Radeln rund um den Dom, für gutes Klima: Die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier lädt am Sonntag, 3. Juni, anlässlich des Starts des Trierer Stadtradelns 2018 zu einem Rad-Rundkurs um den Trierer Dom ein. Mit dieser Aktion der Bolivienpartnerschaft unterstützen Radfahrer und Sponsoren Baumpflanzprojekte in Bolivien. Nach dem Motto „Fünf für einen“ spenden die Radler selbst oder ihre Unterstützer idealerweise fünf Euro für fünf gefahrene Runden. Dafür gibt es einen Baumsetzling für den „Partnerschaftswald“ in der Kleinstadt Patacamaya auf dem Altiplano, der bolivianischen Hochebene. Der Wald soll das Risiko der Bodenerosion verringern und das Mikroklima verbessern. Als Mit-Radler zugesagt haben Weihbischof Jörg Michael Peters und der Umweltdezernent der Stadt Trier, Andreas Ludwig.

Teilnehmende treffen sich um 15.30 Uhr am Domstein vor dem Trierer Dom. Die Strecke führt vom Dom durch die Windstraße, vorbei an der Schellenmauer, der Mustorstraße, dann An der Meerkatz und durch die Liebfrauenstraße wieder zurück zum Dom. Rund einen Kilometer ist die Runde lang. Mitmachen kann jeder auf eigene Verantwortung, es gilt die Straßenverkehrsordnung.

Weitere Informationen gibt es im Internet www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de und bei der Diözesanstelle Weltkirche, Mustorstraße 2 in Trier, Tel.: 0651-7105-398, E-Mail: weltkirche(at)bistum-trier.de
 

 

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news-90110 Mon, 28 May 2018 17:05:20 +0200 Ein bisschen Himmel auf die Erde bringen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-bisschen-himmel-auf-die-erde-bringen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_GehorlosenFirmung_27-05-2018_Pressefoto_a4ea7c15e7.jpg" width="150" height="100" alt="1 Junge und zwei Mädchen stehen mit dem Rücken zum Fotografen und schauen auf den Weihbischof" title="GehorlosenFirmung 27 05 2018 Pressefoto" />Drei Jugendliche aus der Gehörlosengemeinde im Bistum Trier wurden gefirmt. Bereits in der Firmvorbereitung durften sie das Wirken des Heiligen Geistes wie an Pfingsten spüren. Trier –  „Die Firmvorbereitung ist jetzt zu Ende, aber heute geht es ja erst richtig los.“ Mit diesen Worten hat Weihbischof Franz Josef Gebert die drei Firmlinge in der Trierer Kirche Herz Jesu am 27. Mai begrüßt. Die Hälfte der Gemeinde heftet die Augen dabei allerdings neben ihn, auf die raschen Handbewegungen des Gebärdendolmetschers, der neben dem Altar steht. Denn an diesem Sonntag wird in der Katholischen Gehörlosengemeinde im Bistum Trier Firmung gefeiert. Die drei Jugendlichen aus Brasilien, Deutschland und Äthiopien und ihre Familien sind seit langem Mitglieder der Gemeinde. In der Herz Jesu Kirche haben sie auch ihre Erstkommunion empfangen.

Um eine Gemeinschaft, die wie eine Familie ist, ging es auch in der Predigt von Weihbischof Gebert: „Von Jesus haben wir gelernt, dass wir diesen großen Gott Vater nennen dürfen. Etwas ganz familiäres, denn wir gehören zu seiner Familie.“ Das bewirke der Heilige Geist, den die Jugendlichen durch die Firmung empfangen. Doch die Firmung bestätige nicht nur die Zugehörigkeit zur Familie Gottes, sondern bringe auch einen Auftrag mit sich, sagt Gebert. Denn die Gefirmten sollen auch die gute Botschaft von Jesus weitertragen: „Das Schöne, das wir heute feiern ist, dass in und durch euer Leben Menschen erkennen sollen, wer dieser Gott für sie ist und wer wir für ihn sind.“ So komme durch sie bereits ein bisschen Himmel auf die Erde. Der Heilige Geist habe zwar kein Gesicht, keine Stimme oder Leib. Das bedeute aber, „dass die Gefirmten, die von ihm erfüllt sind, sein Gesicht, seine Stimme, seine Füße und Hände in dieser Welt sind.“
 

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Trier bistum-trier Jugend Kultur
news-90032 Fri, 25 May 2018 14:52:31 +0200 10.000 Euro für Stromspar-Check http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/10000-euro-fuer-stromspar-check/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_Spendenuebergabe_Aktion_Arbeit_2ae162b0fe.jpg" width="150" height="100" alt="Scheck-Übergabe: Andrea Steyven mit Scheck vor vielen anderen Menschen" title="Scheck-Übergabe" />Die Aktion Arbeit fördert die Beschäftigung von Langzeit-Arbeitslosen in einem Projekt gegen Armut und für den Schutz des Klimas - mit dem Stromspar-Check in Trier. Trier – Mit 10.000 Euro fördert die Aktion Arbeit im Bistum Trier die Initiative „Stromspar-Check“, die es im Stadtgebiet Trier seit Juni 2015 gibt. Der Stromspar-Check hilft Menschen mit geringem Einkommen, Energiekosten direkt zu senken und Lösungen für Probleme der Energiearmut zu finden. Dazu besuchen geschulte Stromsparhelferinnen und -helfer die Haushalte und beraten individuell zu Wasser- und Energieverbrauch. Neben Ehrenamtlichen werden auch langzeitarbeitslose Menschen als Stromsparhelfer geschult und beschäftigt. Um sie in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern, Hilfestellung bei Problemen zu geben, sie zu schulen und sie wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, stellt die Aktion Arbeit aus ihrem Solidaritätsfonds 10.000 Euro zur Verfügung. Organisiert wird der Stromspar-Check vom Caritasverband Trier e.V. in Kooperation mit der Energieagentur Region Trier GmbH und mit Unterstützung durch das Jobcenter der Stadt Trier.

Die Stromsparhelfer erstellen „Energieprofile“ der Haushalte und werten sie in Kooperation mit der Energieagentur Region Trier aus. Je nach Haushaltsgröße werden kostenfreie Soforthilfen im Wert von bis zu 70 Euro zum Energiesparen eingebaut; damit können die jährliche Kosten oft schon um durchschnittlich 130 Euro gesenkt werden. Seit Juni 2015 wurden im Stadtgebiet Trier 570 Stromsparchecks durchgeführt.

„Uns ist es wichtig, diese wertvolle pädagogische Arbeit zu unterstützen“, sagte Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Rahmen der Scheck-Übergabe. „Durch den Stromspar-Check gelingt es zum einen, Menschen dem Arbeitsmarkt wieder näher zu bringen, zum anderen erhalten Menschen, die von Energiearmut betroffen sind, eine direkte Hilfestellung. Darüber hinaus schont dieses Projekt wertvolle Ressourcen und dient damit der Bewahrung der Schöpfung.“ Der Direktor des Caritasverbands Trier, Dr. Bernd Kettern, erläuterte, wie wichtig es auch in Zukunft sein wird, dem Thema der sozialen Spaltung mit konkreten Lösungsvorschlägen entgegenzutreten. „Wir müssen als Ansprechpartner stets zur Verfügung stehen und dort Hilfe leisten, wo sie benötigt wird“, so Kettern. Markus Leineweber, Vorsitzender des Caritasverbands Trier macht auf die Nachhaltigkeit des Stromspar-Checks aufmerksam. „Hier geht es um langfristige Perspektiven – für die Personen, die unseren Stromspar-Check in Anspruch nehmen, aber auch für die ehemals Arbeitslosen. Das hohe Engagement dieser Menschen kommt von ihnen selbst, weil ihnen die Arbeit etwas gibt.“ Julia Bennwitz-Heit, Leiterin des Trierer Stromspar-Checks, freute sich sehr über die große Unterstützung seitens der Aktion Arbeit. „Die hohe Anzahl der in Arbeit vermittelten Menschen zeigt, dass unser Projekt einen wichtigen Beitrag zur Integration der ehemals langzeitarbeitslosen Menschen leistet.“

Am 15. Juni präsentiert sich der Stromspar-Check mit seinem Angebot auf dem Trierer Kornmarkt im Rahmen des Aktionstages des Bündnisses „Aktiv gegen Ar-mut“. Mehr Informationen über die Initiative gibt es auf www.stromspar-check.de. (red)

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Aktion Arbeit Caritas-Verband Klimainitiative Energiebewusst Trier bistum-trier Aktion Arbeit Caritas / Soziales Umwelt
news-90022 Fri, 25 May 2018 10:07:40 +0200 Mit der Zeitmaschine in den Wilden Westen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-der-zeitmaschine-in-den-wilden-westen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_Malteser-Jugendzeltlager_33c44af881.jpg" width="150" height="100" alt="Malteser Diözesanpfingstzeltlager" title="Malteser Diözesanpfingstzeltlager" />Napoleon, Ötzi und Leonardo Da Vinci auf einmal treffen? Das konnten die 220 Kinder und Jugendlichen auf dem Diözesanpfingstzeltlager der Malteser. Pluwig – Über 220 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben sich gemeinsam auf eine „Verrückte Reise durch die Zeit“ gemacht – beim 25. Diözesanjugendzeltlager der Malteser Jugend Trier in Pluwig. Darunter war auch eine Gruppe aus dem westukrainischen Ivano-Frankivsk.

Zelte, ein Mast mit Banner, ein Lagerfeuer und mittendrin ein verrückter Professor, der seine Zeitmaschine ausprobieren möchte: Auf einmal steht Napoleon auf dem Platz. Neben ihm Ötzi, Jeanne d’Arc, Leonardo Da Vinci, Cäsar und Billy-the Kid. Dem Professor und den Kindern ist die Aufgabe klar. Die berühmten Persönlichkeiten müssen wieder zurück in ihre Zeit. So startete das Zeltlager der Malteser Jugend. „In diesem Jahr haben wir uns das Ziel gesetzt, unser Zeltlager mit einem praxisnahen Geschichtsunterricht zu verbinden“, erklärte Programmleiter Raphael Augustin. „Durch berühmte Persönlichkeiten versuchen wir, den Kindern die wesentlichen Merkmale ihrer Zeit zu vermitteln.“ Da die Kinder und Jugendlichen auch das Karl-May-Gelände in Pluwig besuchten, habe es sich angeboten, die Zeit von „Billy the kid“ im Wilden Westen nachzuempfinden.

Es sei eine Mammut-Aufgabe gewesen, in vier Tagen die Epochen von der Steinzeit bis heute erlebbar zu machen. Das Vorbereitungsteam begann schon vor Monaten mit der Planung. Für den organisatorischen Rahmen sorgten die Malteser aus Schöndorf, die Verpflegungseinheit der Malteser Waldrach bekochte die 220 hungrigen Zeitreisenden, und die Malteser aus Föhren leisteten die sanitätsdienstliche Absicherung der Veranstaltung.

Die Malteser Jugend im Bistum Trier ist die in Gruppen zusammengeschlossene Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Malteser Hilfsdienst e.V. Sie will den Leitsatz der Malteser „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ in jugendgemäßer Weise umsetzen und für die ihr anvertrauten Menschen erlebbar machen. Weitere Informationen sind erhältlich bei Astrid Leps, Diözesanjugendreferentin der Malteser unter 0651-1464820 oder per E-Mail: astrid.leps@malteser.org.

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Jugend Kirchliche Verbände
news-89987 Thu, 24 May 2018 08:09:23 +0200 Kinder aus Trennungsfamilien im Blickpunkt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kinder-aus-trennungsfamilien-im-blickpunkt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/b/csm_Team-Lebensberatung-Wittlich-2017-Einzelfotos_4b93c92f57.jpg" width="150" height="83" alt="" />Die Lebensberatung Wittlich hat ihren Jahresbericht veröffentlicht. Demnach suchten fast 1.200 Menschen Hilfe oder nahmen an Zusatzangeboten teil. Trier – Fast 1.200 Menschen suchten 2017 Hilfe bei der Lebensberatung in Wittlich. Außerdem nahmen rund 900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Zusatzangeboten wie offenen Sprechstunden, Elternkursen und Weiterbildungen teil. Das hat die Lebensberatung in ihrem Jahresbericht veröffentlicht. Etwa 77 Prozent der Leistungen fielen auf Personen unter 18 Jahre alt. Die fünf häufigsten Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche zur Lebensberatung kommen, sind die Trennung und Scheidung oder Partnerschaftskonflikte der Eltern, ebenso Sorgerechtsstreitigkeiten. Auch Probleme mit konsequentem Erziehungsverhalten und die Überlastung von Eltern gehören dazu. Die Hälfte der Kinder lebt nicht in der Ursprungsfamilie. Erwachsene sind vor allem von depressiven Verstimmungen und Depressionen und der Belastung durch kritische Lebensereignissen betroffen. Auch Probleme mit dem eigenen Selbstwert, die Bewältigung einer Trennung und die Belastung durch traumatische Erlebnisse sind wichtige Themen in der Erwachsenen-Lebensberatung. Im Durchschnitt wird ein Beratungsfall 7,1 Stunden betreut.

Die Lebensberatung Wittlich nimmt besonders Kinder aus Trennungsfamilien in den Blick. Beratungsanfragen zu diesem Thema steigen seit Jahren stetig an. Die Fälle würden sowohl im Umfang als auch in der Intensität der Streitigkeiten zunehmen, berichtet Ludger Brünnette, Leiter der Lebensberatungsstelle. Oft sind die Kinder die Leittragenden des Konfliktverhaltens der Eltern. Wie gut Kinder die Trennung bewältigen können, hängt stark davon ab, wie gut dies auch den Eltern gelingt. Daher ist es der Lebensberatung besonders wichtig, die Eltern in Trennungsfamilien mit zu unterstützen, um deren Kindern helfen zu können. Deshalb gibt es in Wittlich seit 2017 ein spezielles Gruppenangebot für Eltern in Trennungssituationen: „Kinder im Blick“ (KIB). Es geht um die Bedürfnisse und Sorgen der Kinder, aber auch darum, mit dem ehemaligen Partner effektiv zu kommunizieren und die eigene Selbstfürsorge und neue Lebensperspektiven in den Blick zu nehmen. Da Eltern aus der gleichen Familie nicht am gleichen Kurs teilnehmen können, werden ein Kurs im Frühjahr und einer im Herbst 2018 angeboten.

Für die Ratsuchenden sind die Angebote der Lebensberatung Wittlich kostenfrei. Finanziell wurde die Lebensberatung Wittlich 2017 mit knapp 147.000 Euro vom Bistum Trier getragen. Der Kreis Bernkastel-Wittlich beteiligte sich mit 100.000 Euro an der Finanzierung, das Land Rheinland-Pfalz mit 47.850 Euro.

(dk)

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news-89979 Wed, 23 May 2018 16:50:52 +0200 Probelauf einer inklusiven Route Echternach http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/probelauf-einer-inklusiven-route-echternach/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_IMG_2532_140f8a855f.jpg" width="150" height="150" alt="Hände zu lockeren Fäusten geballt, formen sich zu einem Kreis. Alle tragen ein Freundschaftsband, auf dem Route Echternach steht." title="Route echternach 2018-1" />Zum ersten Mal gab es eine "Route Echternach inklusiv" zur traditionellen Springprozession. Die Nachtwanderung der Pilger stand unter dem Motto "Ist da jemand". Trier/Echternach – Auf fünf Routen sind Jugendliche und junge Erwachsene in der Nacht von Pfingstmontag auf Pfingst-Dienstag, 22. April, nach Echternach zur Springprozession gepilgert. Die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Trier bot in diesem Jahr zum ersten Mal die „Route Echternach inklusiv“ an. Firmlinge aus Schweich und Trier waren mit zwei beeinträchtigten Jugendlichen und einigen Erwachsenen unterwegs. Begleitet wurden sie auch von zwei Pädagoginnen der Levana Förderschule in Schweich.

Mit dem Bus ging es am späten Montagabend von Trier aus nach Ferschweiler. Von dort aus führte die acht Kilometer lange Route nach Ernzen und durch Wiesen und Wald nach Echternach hinunter. Um Mitternacht gab es in Ferschweiler einen ersten Impuls. Unter dem Motto „Ist da jemand“ ging es in der Nacht an drei Stationen um die Beziehung zu anderen und zu Gott und darum, was man braucht und wer einen unterstützt.

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Trier bistum-trier Inklusion Jugend
news-89941 Tue, 22 May 2018 15:10:28 +0200 Mit Gottes Hilfe kann Versöhnung wachsen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-gottes-hilfe-kann-versoehnung-wachsen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_bischof-freisen-mai2018_f04d896ca9.jpg" width="150" height="102" alt="Pfarrer Schwan - Bischof - Pfarrer Schmitt" title="Bischof freisen mai2018" />Bischof Ackermann hat die Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen besucht, den Pfarrangehörigen Rede und Antwort gestanden und zur Versöhnung aufgerufen. Freisen/Oberkirchen – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat an Pfingstmontag (21. Mai) die Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen besucht. Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Hanno Schmitt und Kooperator Pfarrer Peter Schwan feierte er einen Gottesdienst in der Freisener Kirche St. Remigius und kam anschließend im Kolpinghaus mit den Pfarreiangehörigen ins Gespräch. Die Situation in der Pfarreiengemeinschaft ist seit Jahren belastet durch Auseinandersetzungen, die sich infolge eines Missbrauchsverdachts gegen den früheren Pfarrer von Freisen verschärft hatten. Da sich der Verdacht nach einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung des Bistums erhärtet hatte, ist derzeit gegen den früheren Freisener Pfarrer ein Strafverfahren am kirchlichen Gericht des Erzbistums Köln anhängig wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs.

Ackermann sagte bei der Begegnung im Kolpinghaus, zusammen mit seinen Mitarbeitern in Trier habe er die Bedeutung und Komplexität des Konflikts in der Pfarreiengemeinschaft geraume Zeit unterschätzt: „Ich bedaure, dass wir nicht schneller und klarer genug agiert haben.“ Er bezog sich dabei vor allem auf die die kritischen Hinweise gegenüber dem früheren Freisener Pfarrer und späteren Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft. Ackermann wiederholte das Eingeständnis, dass von Seiten des Bischofs und des Bistums mit dem bereits im Jahr 2006 gegenüber Pfarrer M. erhobenen Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs proaktiver und entschiedener hätte umgegangen werden müssen. Heute gebe es dazu strukturierte Verfahren. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es in solchen Verfahren immer auch gelte, die Persönlichkeitsrechte aller Betroffenen zu wahren. „Dazu gehört besonders die gebotene Diskretion, die in der Öffentlichkeit nicht selten als mangelnde Transparenz wahrgenommen wird.“

Dank an Pfarrer und Kooperator
für "treuen Dienst unter schwierigen Bedingungen"

Der Bischof betonte, ihm sei bewusst, wie sehr die lang andauernde kirchenrechtliche Voruntersuchung die Pfarreiengemeinschaft und besonders auch Pfarrer Dr. Schmitt belastet habe. Er wies das Gerücht zurück, M. habe die Pfarreiengemeinschaft verlassen müssen, weil Pfarrer Schmitt ihn „weggemobbt“ habe: „Vielmehr hat das Verhalten des früheren Freisener Pfarrers selbst zu der Situation von Beurlaubung, Ruhestand und schließlich auch zum Verbot der öffentlichen Ausübung des priesterlichen Dienstes geführt.“ Auch wenn das Ergebnis des kirchlichen Strafverfahrens gegen den Priester ausstehe, müsse er als Bischof schon heute „schmerzlich feststellen, dass er Menschen für seine persönlichen Zwecke eingespannt, ja instrumentalisiert hat: ein Verhalten, dass sich mit dem Ethos eines guten Seelsorgers nicht verträgt“. Ackermann betonte, dass es M. untersagt sei, sich in das pastorale Leben der Pfarrei einzumischen. Gleichzeitig verurteilte er aufs Schärfste, dass Pfarrer Schmitt und andere Personen bis heute durch anonyme Briefe verunglimpft werden; diese sei „feige und hinterhältig“. Er dankte Pfarrer Schmitt und Kooperator Schwan ausdrücklich „für ihren treuen Dienst unter diesen so schwierigen Bedingungen“.

Die Pfarrangehörigen bat der Bischof, Wege zueinander zu suchen: „Mit Gottes Hilfe kann Versöhnung wachsen.“ Er dankte allen, die sich dafür auch durch die Kraft des Gebets einsetzen, und den Mitgliedern der Gremien, die sich um Dialog und Verständigung mühten. „Gemeinschaft kann man nicht verordnen, auch nicht der Bischof durch ein vermeintliches ‚Machtwort‘. Vielmehr braucht es das vertrauensvolle offene Gespräch.“

In ihrer Begrüßung im Gottesdienst hatten auch die Vorsitzende des Pfarreienrates, Andrea Müller, und ihre Stellvertreterin Liane Bonenberger die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, der Besuch von Bischof Ackermann möge der Pfarreiengemeinschaft dabei helfen, weiter zusammenzuwachsen: „Wir wollen Instrumente des Friedens sein und Werkzeuge der Versöhnung“, zitierte Müller ein Wort von Kardinal Marx anlässlich des Katholikentags im Mai in Münster. Auch der Freisener Kirchengemeinderatsvorsitzende Burkhard Becker, der die Begegnung im Kolpinghaus geleitet hatte, ermutigte die Angehörigen der Pfarreiengemeinschaft, sich am Pfingsttag auf den Weg zu machen „wozu wir Christen gesandt sind: den Geist Jesu zu leben“. Der Bischof dankte ihnen, den Pfarrern Schmitt und Schwan sowie den pfarrlichen Gremien, die das Zusammentreffen möglich gemacht hatten.

Den Heiligen Geist als heilende Macht anrufen

Im Gottesdienst hatte Ackermann erklärt, er sei gerne gerade an Pfingstmontag in die Pfarreiengemeinschaft gekommen. „Wenn wir an Pfingsten auf den Ursprung der Kirche schauen, tut das gerade in Konfliktzeiten gut.“ Am Anfang stehe Gottes Geist, „seine schöpferische Kraft, aus der wir leben“. Wenn Christen an Pfingsten immer wieder „Komm, Heiliger Geist“ rufen, sei ihnen bewusst, dass sie Geist-begabt seien, aber auch Grenzen hätten. „Wir rufen den Geist an als heilende Macht“, sagte Ackermann – gegen den Ungeist von Konflikten, Streit, Terror und Unterdrückung, der das Leben von Menschen, ihre Beziehungen und die Schöpfung verschleiere. Gleichzeitig erinnerte Ackermann daran, dass diese Bitte bedeute, dafür offen zu sein, dass Dinge geschehen, mit denen man vielleicht nicht rechnen: „Sind wir bereit, mit den Wirkungen zu leben und ihnen zu folgen?“ Nicht zuletzt sei es „ein Ruf an uns selber: Komm, Heiliger Geist, tritt aus uns heraus und präge unser Denken, Fühlen und Handeln“. Wenn alle Christinnen und Christen auf der Erde, die in Taufe und Firmung mit dem Heiligen Geist beschenkt seien, diesem Geist nur für einen Tag Raum gäben, würde sich die Welt komplett verändert, betonte der Bischof: „Dann würde sich das Antlitz der Menschen und damit das Antlitz der Erde erneuern.“

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien
news-89850 Sat, 19 May 2018 16:25:21 +0200 „Du aber folge mir nach!“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/du-aber-folge-mir-nach/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_Priesterweihe2018_Schirra_Ackermann_Esser_Meyer_HT_02bd37df42.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Priesterweihe2018 Schirra Ackermann Esser Meyer HT" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat Rudolf Esser, Dr. Michael Meyer und Kevin Schirra im Trierer Dom zu Priestern geweiht. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 19. Mai Rudolf Esser, Dr. Michael Meyer und Kevin Schirra im Trierer Dom zu Priestern geweiht. Dankbar und freudig dürfe das Bistum Trier an der Schwelle zum Pfingstfest auf das besondere Wirken des Heiligen Geistes in diesen drei Menschen schauen, stellte der Bischof zu Beginn der Priesterweihe fest.

„Du aber folge mir nach!“ – Diesen Vers aus dem Johannes-Evangelium haben die drei Kandidaten als Weihespruch ausgewählt. Die im Gottesdienst gehörten letzten Verse des Evangeliums von Johannes, sagte Bischof Ackermann in seiner Predigt, gehen zurück an den Anfang des Wirkens Jesu, an den See von Tiberias. Zweimal fordere er Petrus im Gespräch zur Nachfolge auf. „Damit ist dieser Satz Klammer und Schlüsselwort für die christliche Existenz“, so der Bischof. Es sei gut, dass Jesus die Wiederholung gebraucht. Auch aus Sicht der Weihekandidaten sei es wichtig gewesen, das Wort und den Ruf Jesu immer wieder zu hören. Ihre Entscheidung für den priesterlichen Dienst habe nur wachsen können, indem Jesus ihnen wiederholt zu Herzen geredet habe.

Die Frohe Botschaft zu den Menschen bringen in der Nachfolge Jesu

„Warum aber wählen sie dieses Wort als Weihespruch? Geht es jetzt nicht darum, Jesus zu den Menschen zu bringen?“, fragte der Trierer Oberhirte und deutete die Entscheidung so: Natürlich gelte es, die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen. Aber das geschehe eben nicht im Vorausgehen, sondern in der Nachfolge Jesu. „Auch nach 30 Jahren als Priester entdecke ich immer neue Aspekte und Tiefen im Evangelium Christi. Er bleibt mir mit seinem Wort immer voraus“, stellte Bischof Ackermann seine persönliche Erfahrung dar. Den drei Kandidaten machte er Mut, sich auch künftig zu hinterfragen und beunruhigen zu lassen vom Wort Jesu. Dadurch erwachse das Bekenntnis, dass Jesus lebt. „Von einem Toten kann ich höchstens Ideen aufgreifen. Nachfolge ist aber nur bei einem Lebendigen möglich.“ Und so seien die Priester gefordert, Christus nachzugehen dorthin, wohin er unterwegs ist, also zu den Menschen in den Gemeinden, zu denen, die über Jesus sprechen und seinen Namen tragen. Aber der Weg Jesu führe auch zu den Leidenden, den Armen und Ausgegrenzten, zu Menschen, die auf der Verliererseite stehen oder am Leben verzweifeln.

An Rudolf Esser, Michael Meyer und Kevin Schirra gewandt betonte Ackermann, dass der Tag der Priesterweihe zwar das Ende der Ausbildung bedeute. „Im letzten Versprechen der Weiheliturgie aber wird deutlich, dass Sie sich Tag für Tag enger mit Christus dem Herrn verbinden wollen.“ Damit bezeichne der Weihetag den Beginn der Nachfolge, in der die Priester immer glaubwürdigere Zeugen der Botschaft Christi werden. Auch wenn es in der Realität des Alltags vielleicht mühsamer werde, diesem Weg zu folgen, sagte Bischof Ackermann abschließend: „Das macht nichts. Hauptsache, wir bleiben in seiner Spur!“

Neue Priester stammen aus Jünkerath-Glaad, Landsweiler und Marpingen

Rudolf Esser, geboren in Gerolstein, stammt aus Jünkerath-Glaad in der Pfarreiengemeinschaft Obere Kyll. Nach seinem Diakonat in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach wird er ab August als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Wied tätig sein. Aus Lebach-Landsweiler stammt Michael Meyer, dessen theologische Studien ihn unter anderem über Freiburg, Granada, Bolivien und Aachen führten. Als Kaplan wird er in der Pfarreiengemeinschaft Völklingen bleiben. Zusätzlich ist er Erkunder und Mitglied in der Teilprozessgruppe „Missionarische Teams/Freiwilliges missionarisches Jahr“ im Rahmen der Synodenumsetzung. Kevin Schirra aus Marpingen studierte Theologie in Trier, Freiburg und München und absolvierte sein Diakonat in der Pfarreiengemeinschaft Mayen. Als Kaplan wird er ab August in der Pfarreiengemeinschaft Losheim am See eingesetzt. Mehr Informationen über die Neupriester sind hier zu finden.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag bei Domorganist Josef Still, dem Kirchenchor Maria Himmelfahrt Marpingen unter der Leitung von Regionalkantor Sebastian Benetello und der Schola des Bischöflichen Priesterseminars mit Kantor Cedric Latz.

Fotos sind auch auf der Facbook-Seite des Bistums zu finden.

(red)

 

 

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Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien Seelsorge
news-89837 Sat, 19 May 2018 12:15:00 +0200 „Gelebte Vielfalt im Miteinander und in Einmütigkeit“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gelebte-vielfalt-im-miteinander-und-in-einmuetigkeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/d/csm_CF004169_20x30_quer_01_54736df746.jpg" width="150" height="105" alt="" title="CF004169 20x30 quer 01" />Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Berlin/Trier – Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben am 19. Mai 2018 vor dem DFB-Pokalfinale gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Fußballbundes (DFB), Fans und freiwilligen Helfern in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin unter dem Leitthema „Und eine Sprache haben sie alle …“ (Gen 11,6) einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert.

Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Volker Jung (Darmstadt), warb darum, mitten im sportlichen Wettbewerb „als Menschen in all unserer Vielfalt zu einem guten und friedlichen Miteinander zu finden“. Er erinnerte im Gottesdienst zum DFB-Finale auch daran, wie „brüchig das Leben sein kann“. Der Ort des Fußball-Gottesdienstes sei „ein Mahnmal für die Zerstörung durch den Krieg, der eine Folge nationalen Wahns war“. Dort sei auch der Anschlag an Weihnachten vor anderthalb Jahren präsent, bei dem auf dem Breitscheidplatz in unmittelbarer Nähe der Gedächtniskirche zwölf Menschen ihr Leben verloren.

Nach Worten Jungs, der auch Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist, sei es wichtig, Siege und Niederlagen in ein „großes Ganzes einzuordnen“. Menschen dürften auf Gott als „großen Rückhalt im Leben“ vertrauen. Sie könnten dann auch erleben, „wie wunderbar es ist, wenn Leben nicht durch Gewalt zerstört wird – wenn Menschen in Frieden miteinander leben und gegeneinander Fußball spielen können“, so Jung.

In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, an die verbindende Kraft, die der Sport haben kann. „Dass ein Gelingen gelebter Vielfalt im Miteinander und in Einmütigkeit keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt uns der realistische Blick ins Weltgeschehen. Viele Menschen brechen aus ihrer Heimat aus – weil sie vor Krieg und Armut flüchten, weil sie woanders, viele von ihnen auch hier bei uns, eine Perspektive suchen – Ruhe, Arbeit, ein Leben ohne Verfolgung und Angst“, betonte Weihbischof Peters angesichts der weltweiten Migrations- und Fluchtbewegungen. Vor diesem Hintergrund kann der Sport – namentlich der Fußball – zur Brücke werden: „Wenn auch die Sprache trennt oder anfangs unverständlich ist – die Regeln des Fußballs sind bekannt. Auch wenn die Sprache nicht verständlich ist, so ist die Verständigung auf dem Platz doch einfach. Man begreift ohne Sprache die Laufwege seiner Mitspieler, weiß, wie sie am besten angespielt werden sollen. Auch wer eine Sprache nicht ganz gut versteht, ist Teil des Teams, verfolgt das gleiche Ziel… Sport hat in diesem Sinne eine ungeheure integrierende Kraft.“

Der Einladung der beiden Kirchen zum Gottesdienst folgten neben DFB-Präsident Reinhard Grindel auch DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Fan-Vertreter von Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München, Vertreter der freiwilligen Helfer und der Polizei sowie zahlreiche Fußballfans.

Die Einführung von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und die Predigt von Weihbischof Jörg Michael Peters sind unter www.dbk.de und www.ekd.de verfügbar.

(red)

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Trier bistum-trier Bistumsleitung Ehrenamt Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-89731 Tue, 15 May 2018 11:20:14 +0200 „Und eine Sprache haben sie alle …“ (Gen 11,6) http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/und-eine-sprache-haben-sie-alle-gen-116/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/8/csm_CF004192_20x30_quer_x_a1bdba62f7.jpg" width="150" height="105" alt="" />Eine gute Tradition: Vor dem DFB-Pokalfinale feiern Weihbischof Peters als Sportbischof der DBK und der Sportbeauftragte der EKD, Kirchenpräsident Jung, einen ökumenischen Gottesdienst. Trier/Berlin - Wie in den vergangenen Jahren laden die evangelische und katholische Kirche in Deutschland am Tag des DFB-Pokalfinales zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin ein. Der Gottesdienst steht unter dem Leitthema „Und eine Sprache haben sie alle …“ (Gen 11,6) – ein Motto, das sich auf die Sprachbarrieren überwindende Kraft des Fußballs bezieht.

Der ökumenische Gottesdienst findet statt am Samstag, 19. Mai 2018, um 12.00 Uhrin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (Breitscheidplatz) in Berlin.

Die Predigt wird Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, halten. Dr. Dr. h. c. Volker Jung, Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, führt in den Gottesdienst ein, an dem auch der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer (Berlin), mitwirkt.

Am Gottesdienst beteiligen sich außerdem: DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Fan-Vertreter, Schiedsrichter sowie Vertreter der freiwilligen Helfer.

(red)

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-89667 Sun, 13 May 2018 10:57:16 +0200 Gute Gespräche über lebenwerte Arbeit http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gute-gespraeche-ueber-lebenwerte-arbeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/e/csm_IMG_0639_83f86e809c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="IMG 0639" />"Milljuhnen Menschen" haben den Trierer Stand beim Katholikentag besucht und sich bei Wein und Brot über lebenswerte Arbeit ausgestauscht. Münster/Trier – Beim Katholikentag in Münster vom 9. bis 13. Mai ist das Bistum Trier mit einem Stand auf der Kirchenmeile dabei gewesen und hat das Thema „LebensWertArbeit“ ins Gespräch gebracht. Am traditionell papierlosen Stand, den Bistum und Katholikenrat gemeinsam verantworten, hatten die Aktion Arbeit mit einer Ausstellung, die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands), die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und die Jugendkirchen im Bistum mit Aktionen zur Auseinandersetzung mit dem Thema eingeladen.

Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, sagte, viele Besucherinnen und Besucher seien angesichts der Standgestaltung etwa mit den Fotokacheln, die ehemals langzeitsarbeitlose Menschen in Beschäftigungsbetrieben und Aussagen über Arbeit zeigen, überrascht gewesen: „Sie haben dann nachgefragt, worum es geht und was die Aktion Arbeit macht – und daraus haben sich gute Gespräche entwicklt.“ So informierte sie über den Kampf gegen die Langzeitsarbeitslosigkeit, die Zusammenarbeit mit Beschäftigungsbetrieben, aber auch über das 2017 vorgestellte Konzept eines integrierten Arbeitsmarktes – mit positiven Reaktionen: „Die Leute finden es klasse, dass das Bistum sich für diesen Themen einsetzt“ - mit der Aktion Arbeit immerhin schon seit 35 Jahren.

Neben Wein und Brot war der Tisch mit den Gläsern mit buntem Sand ein Anziehungspunkt. „Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würden Sie Ihr Leben gestalten?“ fragte Petra Löwenbrück (kfd) die Besucherinnen und Besucher. Die mussten dann entscheiden, wieviel Zeit sie etwa der Erwerbsarbeit, dem Hobby, der Familienarbeit oder dem Ehrenamt einräumen würden. Während Menschen mittleren Alters meist eine recht klare Vorstellung gehabt hätten, seien gerade junge Menschen oft sehr ins Grübeln gekommen, sagte Löwenbrück. Auch die Fotobox der Jugendkirche war im Dauereinsatz. Hier konnte Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit Hilfe von Requisiten darstellen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. „Es geht weniger um die Berufswahl, sondern mehr um Lebensbilder“, erklärte Isabelle Augustat, pädagogische Referentin in der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral in Saarbrücken. „Wir wollen jungen Leute dazu anregen, sich über ihre Zukunft insgesamt Gedanken zu machen, nicht nur über die Arbeit.“ Sie lobte die Kooperation im Bistumsstand: „Die Zusammenarbeit war super.“

Das konnte Wolfgang Meyer, im Bistum Trier für Veranstaltungen zuständig, bestätigen: „Wir sind der glücklichste Stand auf der Kirchenmeile mit einer guten Truppe“, lachte er. „Milljuhnen Menschen“ hätten den Stand besucht, darunter auch viele aus dem Bistum Trier. „Wir hatten ein zugespitztes Thema, das war ja durchaus harte Kost“, resümierte er - „aber wir hatten das Interesse der Menschen.“ Auch Katholikenratsvorsitzender Manfred Thesing ist zufrieden. Er fand die Kooperationen mit Aktion Arbeit, den Verbänden und besonders den Jugendkirchen gelungen. Dass das Bistum im Jahr des 200. Geburtstags von Karl Marx die Frage nach guter und lebenswerter Arbeit und das immer noch aktuelle Problem der Langzeitsarbeitslosligkeit in den Fokus rückt, hält er für sehr wichtig: "Das Thema zieht, wir hatten viele gute Gespräche über die Aktion Arbeit und ihre Anliegen.“

Die Schwerpunktsetzung des Trierer Standes lobte auch Bischof Dr. Stephan Ackermann: „Ich bin froh über das Interesse an diesem so wichtigen Thema.“ Er besuchte ebenso wie die Weihbischöfe Robert Brahm und Jörg Michael Peters, die aus dem Bistum stammenden Bischöfe Bätzing (Limburg), Dieser (Aachen) und Genn (Münster), der frühere Trierer Bischof Reinhard Kardinal Marx (München-Freising), der apostolische Nuntius Erzbischof Nikola Eterović, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner und viele Menschen aus dem Bistum Trier und ganz Deutschland den Stand auf der Kirchenmeile vor dem Schloss. Nach Angaben der Veranstalter waren 838 Menschen aus dem Bistum Trier als Dauerteilnehmende beim Katholikentag in Münster.

Fotos sind auf der Facebook-Seite des Bistums zu finden. Auch der aktuelle Podcast "Kreuz & Quer" hat den Katholikentag zum Thema.

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news-89326 Wed, 02 May 2018 15:44:09 +0200 Sternsinger aus dem Bistum dürfen zum Bundespräsidenten http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sternsinger-aus-dem-bistum-duerfen-zum-bundespraesidenten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_Postkarte-Aktion_VS_neu2_38cb677859.jpg" width="150" height="107" alt="" />Videowettbewerb ausgeschrieben: Gesucht werden drei Sternsingergruppen. Der Gewinner fährt zum Bundespräsidenten nach Berlin. Trier/Berlin – 40 Sternsinger aus dem Bistum Trier dürfen am Sonntag, 6. Januar 2019 zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Berlin reisen. Mit einem Videowettbewerb möchte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Trier und die Abteilung Jugend des Bistums Trier drei Gruppen ermitteln, die den Segen ins Schloss Bellevue bringen. Jedes Jahr empfängt der Bundespräsident rund um den Dreikönigstag am 6. Januar Sternsinger aus einer deutschen Diözese. Im Januar 2019 sind erstmalig Kinder aus dem Bistum Trier eingeladen.

Gesucht werden drei Sternsingergruppen mit je 13 Sternsingerinnen und Sternsingern unter 18 Jahren und zwei Betreuern. Gruppen können sich ab sofort bis Freitag, 22. Juni, mit einem Video (maximal 90 Sekunden) bewerben. In der Videobotschaft sollen die Sternsinger zeigen, warum gerade sie den Segen zum Bundespräsidenten bringen sollten.

Die Trierer Gruppe fährt gemeinsam von Donnerstag, 3. Januar, bis Sonntag, 6. Januar, nach Berlin. Für die Reise wird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro erhoben. Die übrigen Kosten für Zugfahrt, Unterbringung und Verpflegung werden übernommen.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen gibt es unter www.bdkj-trier.de und bei Evelyn Zimmer, Tel: 0651-9771111, E-Mail: sternsinger(at)bdkj-trier.de.

(lb)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-89176 Fri, 27 Apr 2018 13:22:21 +0200 Zum Rendezvous mit 60 Leuten http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zum-rendezvous-mit-60-leuten/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_rendezvous_prum3_2f759500d5.jpg" width="150" height="100" alt="Roland Hinzmann mit den Teilnehmern" title="Roland Hinzmann mit den Teilnehmern" />Aufregung, Ungewissheit, Skepsis: Ein erstes Rendezvous hat immer etwas Spannendes. In Prüm hat das Erkundungsteam für die Pfarrei der Zukunft dazu eingeladen. Prüm – Ein bisschen Aufregung, Spannung, Ungewissheit und die Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen: Es ist ein bisschen wie bei einem echten ersten „Rendezvous“, als die rund 60 Männer und Frauen sich im Kongresszentrum des Jugendgästehauses in Prüm treffen, um das „Erkundungsteam“ des Bistums Trier für die neue Pfarrei der Zukunft Prüm kennenzulernen. Es ist eines von zehn Dreierteams, die das Bistum auf dem Weg der Umsetzung der Synode in die pastoralen Räume entsendet, um gemeinsam mit den Menschen vor Ort die regionalen Gegebenheiten zu „erkunden“. Was das genau bedeuten soll, stellte das Team in Prüm bei der Veranstaltung „Rendezvous im Raum“ am 25. April vor.

„Wir sind nicht hier, um Ihnen irgendetwas von oben vorzugeben und überzustülpen oder für den Bischof zu spionieren, sondern im Gegenteil, wir wollen vor Ort mit den Menschen gemeinsam schauen, welche Wünsche und Anregungen es gibt“, stellte Teammitglied Roland Hinzmann gleich zu Anfang klar. Der Pastoralreferent aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig ist gemeinsam mit dem Theologen und Pädagogen Andreas Schäfer vom Caritasverband Trier und der Erzieherin und Elternbegleiterin Karen Alt aus dem Hochwald als „Erkunder“ für drei Pfarreien der Zukunft zuständig, darunter auch Prüm. Die Teams bestehen immer aus zwei Hauptamtlichen des Bistums und einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Caritas. Erkunden bedeute, den Sozialraum zu analysieren und herauszufinden, wo die Menschen leben, arbeiten, zur Schule gehen, einkaufen oder ihre Freizeit verbringen. „Wir wollen wir uns mit Ihnen auf den Weg machen und herausfinden, was die Leute brauchen, damit es ihnen besser geht und wie wir als Kirche dazu beitragen können“, führte Teamkollege Schäfer aus. „Sie können uns sagen, wo wir genauer hinschauen sollen – ob das ein sozialer Brennpunkt ist, ob das eine Initiative von Alleinerziehenden ist, ob es das Dorf mit vielen alleinstehenden alten Menschen ist, aktive Vereine oder andere christliche Gemeinschaften: Wir möchten exemplarisch Projekte, Menschen, Initiativen kennenlernen und die Vielfalt vor Ort entdecken.“ Das könne das Team aber nur mit den Menschen vor Ort gemeinsam, dazu brauche es ihre Unterstützung, motivierte auch Karen Alt die Frauen und Männer, die an diesem Abend aus Prüm, Bleialf, Schwirzach oder Schönecken gekommen waren.

Unter ihnen waren an diesem Abend viele, die der Erkundung zunächst skeptisch oder zögerlich gegenüberstanden, wie eine erste Übung auf der Bühne des Saals zeigte, bei der sich alle von „motiviert/positiv“ über „neutral/abwartend“ bis zu  „skeptisch“ aufstellen sollen. Einige, darunter die Vertreter der Initiative „Kirche vor Ort“ wünschten sich in ersten Rückmeldungen „mehr Konkretes“ und bemängeln, dass es zu wenig um Strukturen oder die Vermögensfrage gehe. Eine Teilnehmerin fragte, was denn nach den zwei Jahren der Erkundung komme, wenn alles „dokumentiert sei“. Hinzmann bestätigte, dass das Erkundungsteam nicht da sei, um Strukturfragen zu klären. Die Erkundung, so versicherte er der Eifelerin, höre nicht auf nach zwei Jahren. „Das ist eine Haltung für die Zukunft. Sie zeigt ja gerade, dass sich das Bistum für die Menschen interessiert, ihnen zuhören will und ihnen Möglichkeiten eröffnen möchte, eigene Projekte und Ideen umzusetzen.“

Bei zwei Übungen in Kleingruppen fragte das Erkundungsteam zunächst wie angekündigt nach dem „Sozialraum“, in dem sich die Eifeler in der neuen Pfarrei der Zukunft Prüm bewegen: Mit Stecknadeln konnten die Rendezvous-Gäste abstecken, wo sie wohnen, leben und arbeiten. Das Ergebnis zeigte anschließend wenig Überraschendes: Vieles bündelt sich um die größeren Orte wie Prüm oder Schönecken. Bei der zweiten Übung waren dann konkrete Ideen- und Themenvorschläge gefragt, welche Orte und Initiativen sich das Erkundungsteam anschauen und mit welchen Personen es konkret in Kontakt treten soll. Beim Ausfüllen der Plakatwände nutzten viele der bereits schon in Kirchenchören, Gemeinderäten oder anderen kirchlichen verbänden engagierten Interessierten, um auch miteinander in Kontakt zu kommen. „Genau das ist es eigentlich, was ich mir unter Erkundung vorstelle“, sagte Werner Wallenfang, Schulleiter an der Sankt Matthias Schule Bitburg. Über den Tellerrand meines Dorfs hinausschauen und andere Dörfer, andere Menschen kennenlernen – mich vernetzen, das finde ich wichtig. Auch die Stadtbürgermeisterin von Prüm, Mathilde Weinandy, ist zum Rendezvous gekommen. Ihr sei es eine „Herzensangelegenheit, dass die Gemeinschaft der Kirche nicht auseinanderfällt“, sagte sie. „Ich erhoffe mir, dass das christliche Leben in unseren Gemeinden hier in der Eifel gestärkt wird“. Das wollen auch die drei Erkunder und werben am Schluss des Rendezvous, sich aktiv an der Erkundung zu beteiligen: „Sie können sich vielfältig engagieren, als Miterkunder, die mit uns exemplarisch auf Ortsbesuche gehen, als Koordinator eines eigenen lokalen Erkundungsteams oder als Türöffner, die uns interessante Kontakte vermitteln“, fasste Alt zusammen. Trotz anfänglicher Skepsis stehen am Ende viele Namen auf den drei Plakatwänden, was das Erkundungsteam natürlich freut. Sich erst einmal beschnuppern und sich dann auf ein zweites Treffen einlassen und etwas Neues wagen: Ein typisches Rendezvous eben.

Weitere Informationen gibt es auf: www.erkundung.bistum-trier.de.  

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news-89030 Mon, 23 Apr 2018 11:21:36 +0200 Berufen, jungen Menschen den Glauben zu erschließen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/berufen-jungen-menschen-den-glauben-zu-erschliessen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_IMG_3190_HT_b79198bb8d.jpg" width="150" height="100" alt="" />90 Religionslehrerinnen und -lehrer haben während der Heilig-Rock-Tage ihre kirchliche Lehrerlaubnis erhalten. Weihbischof Robert Brahm verlieh sie bei einem festlichen Gottesdienst. Trier – Einen „Festtag des Glaubens und des Zeugnis-Gebens“: So hat Weihbischof Robert Brahm die Verleihung der missio canonica, der bischöfliche Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht, an 90 jungen Frauen und Männer am 21. April bei den Heilig-Rock-Tagen bezeichnet.

„Sie sind berufen und haben Ja dazu gesagt, jungen Menschen den christlichen Glauben zu erschließen“, stellte Weihbischof Brahm im Gottesdienst in der Liebfrauen-Basilika fest. Er dankt den neuen Religionslehrerinnen und -lehrern im Namen des ganzen Bistums für diese Bereitschaft, ein wichtiges Anliegen der Kirche umzusetzen. Denn gerade im Religionsunterricht werde Kindern und Jugendlichen Wertvolles für ihr ganzes weiteres Leben mitgegeben. Nach Auffassung des Kirchenlehrers Thomas von Aquin schaffe Gott die grundsätzlichen Bedingungen für Lernen und Erkenntnis, erläuterte der Weihbischof in seiner Predigt. Der Mensch trage die Verantwortung, diese Bedingungen zu nutzen und zu lernen. „Wenn Sie sich heute zum katholischen Religionsunterricht beauftragen lassen, bekennen Sie sich zu dieser Lehre. Sie wissen darum, nicht alles selber machen zu können, sondern auf Gottes Wirken und das Mittun der Schüler zu vertrauen.“ Gottes Geist schenke Wachstum und Heilung und ermögliche dadurch neues Leben. Immer wieder sei aber auch Anstoß nötig, um etwas in Gang zu bringen. So wie Jesus sich den Fragen seiner Jünger gestellt und ihnen wiederholt die größeren Zusammenhänge erläutert habe, brauche es auch im Unterricht Wiederholung und Übung. „Auch Sie als Lehrer brauchen immer wieder Anregungen, damit Sie in Bewegung bleiben und die Kinder lehren können, sich und die Welt zu lieben“, betonte Brahm.

Vor dem Festgottesdienst hatten sich die 90 Kandidaten auf Einladung der Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats in der Grundschule am Dom getroffen, wo Abteilungsleiter Wolfgang Müller sie zu einem „Festtag des Religionsunterrichts und seiner Lehrer“ begrüßte. In einem Impulsvortrag befasste sich Professor Dr. Rainer Bucher, Pastoraltheologe an der Universität Graz, mit der Frage, inwieweit der Religionsunterricht heute noch kirchlicher Ort ist. Die Situation der Kirche heute sei geprägt von gewandelten Gesellschaftsordnungen und ständigen Veränderungen. Da stehe besonders der Religionsunterricht vor der Frage, wie Erfahrungen von Glauben noch ermöglicht und vermittelt werden könnten. Aufgabe der Lehrer sei es, „jungen Menschen etwas fürs Leben mitzugeben, ihnen zu helfen, über die Enge und eigenen Grenzen hinauszugehen und dem eigenen Leben größere Horizonte zu geben“. Denn nicht zuletzt der Erfahrungsschatz des Glaubens sei es wert, präsentiert zu werden.

Herausforderungen, die Kristina Wilhelm aus Neuwied und Simone Schmitt aus Weitersburg am Unterricht im Fach Religion schon zu schätzen wissen. „Als Religionslehrer bin ich sehr nah an den Kindern und ihren Gefühlen. Es ist ein sehr intimes Fach, in dem wir über Probleme sprechen und christliche Werte vermitteln“, erläutert Grundschullehrerin Wilhelm. Berufsschullehrerin Simone Schmitt ergänzt, dass vor allem das Lernen und Einüben gegenseitigen Respekts und Wertschätzung untereinander im heutigen Schulalltag einen hohen Stellenwert haben müssen.

„Kinder brauchen unbedingt Räume, um ohne Druck über sich selber und ihre Probleme nachdenken zu können“, sagt Katharina Kuchenmeister, Religionslehrerin an der Integrierten Gesamtschule in Emmelshausen. In ihrem Unterricht an der Realschule Plus in Bendorf weiß auch Elisabeth Räk um die Bedeutung der Wertevermittlung. „Der Religionsunterricht gehört unbedingt in den Schulalltag. Ganz anders als im Fachunterricht haben wir Lehrer dort die Möglichkeit, den Schülern Einblick in die christlichen Grundwerte zu geben, Anregungen zu geben, über sich selber nachzudenken, und ihnen Möglichkeiten für neue Erfahrungen zu schaffen.“ 

(red)

 

 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof Heilig-Rock-Tage Schule
news-89014 Sun, 22 Apr 2018 19:30:11 +0200 Sehr erfüllte Tage http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sehr-erfuellte-tage/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_IMG_3227_HT_72f2ceb77d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="IMG 3227 HT" />Mit einer Vesper im Dom sind die 19. Heilig-Rock-Tage unter dem Leitwort "HERAUSGERUFEN - Du hast mehr verdient!" zu Ende gegangen. Trier – „Es liegen wundervolle Tage hinter uns, mit den vielen Veranstaltungen, aber auch unterstützt durch das wunderbare Wetter – das gibt dem Ganzen eine entspannte Atmosphäre.“ Bischof Dr. Stephan Ackermann blickt dankbar auf die Heilig-Rock-Tage 2018 zurück. 10 Tage lang, vom 13. bis 22. April, hat das Bistumsfest in Trier rund 35.000 Menschen zusammengeführt: „Ich schaue auf sehr erfüllte Tage zurück.“

Die Heilig-Rock-Tage standen unter dem Leitwort „HERAUSGERUFEN – Du hast mehr verdient!“ – ein Motto, das viele Programmanbieter aufgegriffen haben: „Es ist schnell deutlich geworden, sowohl in der persönlichen Beschäftigung mit dem Leitwort, aber auch in dem, was ich gehört habe, dass es um das ‚Mehr‘ im menschlichen Leben geht, das über den Alltag hinaus weist“, resümierte der Bischof. Der Glaube spreche ja immer wieder vom „Mehr“, das Gott selbst den Menschen schenke. „Insofern hat das Leitwort mit der Würde des Menschen zu tun – da wo Menschen zu wenig gegeben wird an Zuwendung oder Gerechtigkeit -, und das ist in den verschiedenen Veranstaltungen wirklich sehr gut zum Tragen gekommen.“ Ackermann dankte allen, die zusammen mit Cheforganisator Wolfgang Meyer beim Bistumsfest ehren- oder hauptamtlich mitgearbeitet haben. Ein solches Fest könne nur mit vereinten Kräften bewerkstelligt werden und es sei eine unglaublich große Zahl an Menschen, die sich engagierten. Dabei sei das Schöne, dass dadurch auch unter den Beteiligten die Gemeinschaft und Freude wachse: „Ich will von Herzen Danke sagen – wenn so viele sich einbringen, können ein Bischof und ein Bistum leicht gute Gastgeber sein.“

Ein Geschenk für das Bistum

In der Abschlussvesper im Dom erinnerte der Bischof in Anlehnung an das Wort „Das ist der Tag, den der Herr gemacht“ daran, dass die Heilig-Rock-Tage „an diesem Geheimnis teilnehmen“. Denn die Heilig-Rock-Tage seien dem Bistum geschenkt: „Ihr Ursprung kommt uns aus der Glaubensgeschichte des Bistums entgegen mit dem Fest des Heiligen Rocks.“ In den Heilig-Rock-Tagen blitze etwas davon auf, „wie wir Kirche sein und woraus wir leben wollen“, sagte Ackermann: eine einladende Gemeinschaft, die offen auch für die ist, die sich einfach dazugesellen wollen. Dabei gehe es nicht darum, durch die Feier die Realität zu vergessen oder zu überdecken. Das hätten etwa die Eröffnung der Woche für das Leben oder die Angebote der Aktion Arbeit auf dem Hauptmarkt gezeigt sowie die „Fürbitten vom Fürbitt-Ort, in denen die Welt mit ihren Brüchen zu Wort kommt“. Eine Kirche, die nicht zum Glauben nötigt, aber sich freut, wenn Menschen vom Glauben angezogen werden durch das Zeugnis der Menschen, die das Bistumsfest feierten – das sei ein wunderbares Bild, auch über die Heilig-Rock-Tage hinaus.

Viele Komplimente für das Programm

Rund 1.000 ehren- und hauptamtlich Mitwirkende und Programmverantwortliche aus dem Bischöflichen Generalvikariat Trier, den Verbänden und dem gesamten Bistum hatten in den zehn Tagen etwa 130 Gottesdienste und Veranstaltungen sowie Aktionstage und Einzelangebote möglich gemacht. In der Durchführung wurden sie unterstützt von den knapp 160 Frauen und Männer des Besucherdienstes des Bistums. Auch Wolfgang Meyer zieht ein positives Fazit: „Gesegnete Rahmenbedingungen – entspannte Menschen – volles Haus!“ Er freut sich, dass etwa 3.000 Menschen mehr als im vergangenen Jahr am Bistumsfest teilgenommen haben. Nach einem starken Eröffnungswochenende seien auch die Teilnahmezahlen an den Werktagen, etwa in den Gottesdiensten, den Konzerten im Kulturzelt oder dem Abendlob, gut gewesen. „Wir kriegen viele Komplimente für unser Programm, haben viele gute Gespräche geführt“, sagt er. Er lobt die Mischung aus Bewährtem – so haben sich etwa der Tag des Ehrenamtes etabliert - und Neuem: „Mit dem Erzählcafé für konfessionsverbindende Ehen oder dem Pilgerweg der Arbeit haben wir wichtige Zeichen gesetzt.“ Auch er ist mit der Umsetzung des Leitwortes sehr zufrieden; im Trierer Karl-Marx-Jahr sei die Frage nach lebenswerter und menschenwürdiger Arbeit vertieft worden.

Die nächsten Heilig-Rock-Tage finden vom 3. bis 12. Mai 2019 statt. Alle Berichte, Videos und Fotos vom Bistumsfest 2018 sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden und auf den Social-Media-Kanälen (https://www.facebook.com/bistumtrier - https://twitter.com/bistum_trier - https://www.instagram.com/bistum_trier/ - https://www.youtube.com/user/bistumtrier) des Bistums.  

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Ehrenamt Heilig-Rock-Tage Kirchliche Verbände Kultur Politik / Gesellschaft
news-88932 Fri, 20 Apr 2018 12:04:57 +0200 Auf der Suche nach Frieden http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-der-suche-nach-frieden/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_IMG_3672_907696bf52.jpg" width="150" height="100" alt="Gemeinsamer Gottesdienst" title="IMG 3672" />300 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten nahmen an der Wallfahrt der Militärseelsorge teil und wurden dabei vom Musikkorps aus Siegburg begleitet. Trier – Messdiener in Militäruniform – das gibt es nur beim Soldatengottesdienst der Heilig-Rock-Tage. 300 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten haben an der Wallfahrt der Militärseelsorge am 19. April 2018 teilgenommen. Mit ihren Seelsorgerinnen, Seelsorgern und Angehörigen kamen sie aus Koblenz, Mayen, Gerolstein, Daun, Büchel, Idar-Oberstein und Merzig zu einem Pilger- und Begegnungstag nach Trier. Die Verbindung zum Bistumsfest war schnell geschaffen mit dem Evangeliumstext über die Soldaten, die unter dem Kreuz Jesu auslosten, wer sein Gewand bekommen sollte – den Heiligen Rock.  

Nach einem Pilgermarsch von St. Martin zur Liebfrauen-Basilika stand der Gottesdienst dort unter einem Wort des Weltfriedentags 2018: „Migranten und Flüchtlinge – Menschen auf der Suche nach Frieden“. Für ihren Einsatz zur  Stabilisierung des Friedens, dankte Weihbischof Jörg Michael Peters den Soldatinnen und Soldaten. Ihre Arbeit sei wichtig, „damit mittelfristig ein Verbleib in der krisengeschüttelten Heimat unter menschenwürdigen Bedingungen und langfristig die Rückkehr für Flüchtlinge ermöglicht wird.“ Aber auch allen anderen, die in der Nachfolge Jesu stehen, seien mitverantwortlich, den Migranten und Flüchtlingen bei der Suche nach Frieden beizustehen. Keine immer leichte Aufgabe in einer Zeit, in der das Misstrauen wieder auf dem Vormarsch sei und Menschen sich oft schwer tun zu vertrauen. Dabei helfe der Glauben, eine neue Sicht zu gewinnen: „Glauben heißt den Schritt – die Kehrtwende – vom Misstrauen zum Vertrauen zu machen“ - und dabei immer wieder neu den Blick auf Gott auszurichten. Denn „unser Gott ist hinabgestiegen in den Keller menschlicher Schuld und Not“, so wie ein Helfer, der Menschen in einem Schutzkeller warnen will, dass über ihnen das Haus in Flammen steht. „Er ist als Mensch in seinem Sohn Jesus zu uns vorgedrungen auf mühsamem Weg, um uns herauszuführen.“ Es sei an jedem und jeder einzelnen, sich immer wieder zu entscheiden, mutig zu vertrauen.

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Redaktion Trier bistum-trier Heilig-Rock-Tage
news-88926 Fri, 20 Apr 2018 09:06:11 +0200 Besinnliche Momente in der Alltagshektik http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/besinnliche-momente-in-der-alltagshektik/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_mittagsgebet_01_2c2c28442f.jpg" width="150" height="113" alt="Bruder Peter Berg (Barmherzige Brüder)" title="Br. Peter Berg beim Mittagsgebet" />Das Ökumenische Mittagsgebet gehört seit vielen Jahren zum Trierer Bistumsfest; auch 2018 wieder mitten in der Stadt. Mehr Bilder in einer Galerie

Trier – Die Szenerie hat etwas Faszinierendes, wenn nicht sogar Skurriles: Touristen schauen sich staunend die baulichen Schätze in Triers guter Stube an; Einheimische und Besucher Triers sitzen vor den Cafés und Restaurants in der Sonne oder hasten mit prall gefüllten Einkaufstüten eiligen Schrittes über den Hauptmarkt, ohne Marktkreuz oder Brunnen zu beachten. Und mitten im „normalen“ Alltagstrubel versammeln sich plötzlich Menschen auf dem beliebten Platz. An diesem Tag sind auch viele Ordensschwestern dabei. In froher Erwartungshaltung – so jedenfalls sieht es aus. Und richtig: Denn es ist kurz vor 12.15 Uhr. Die hier Versammelten sind zum Bistumsfest nach Trier gekommen und wissen: Zu dieser Uhrzeit steht während der Heilig-Rock-Tage das Ökumenische Mittagsgebet an.

Das wird nicht etwa in der Hohen Domkirche oder der prachtvollen Liebfrauenbasilika gebetet, also nicht „im geschützten Raum“, sondern da, wo das Alltagsleben pulsiert. „Wir lassen uns herausrufen und gehen auf den Hauptmarkt. Es ist wichtig, dass wir draußen stehen und uns zu Wort melden“, hat Anna Werle, Referentin im Arbeitsbereich „Ökumene und Verkündigung“ des Bistums Trier, im Vorfeld der diesjährigen Heilig-Rock-Tage erklärt. An diesem Tag sind es nicht bloß „Insider“, die stehen bleiben. Zur Einstimmung auf das Gebet spielen die Blechbläser des Auguste-Viktoria-Gymnasiums Trier unter der Leitung der Lehrerin Sigrun Spies-Werle. Das hört sich so gut an, dass viele Menschen innehalten und wissen wollen, wer denn da auf dem Hauptmarkt den Ton angibt. Matthias Neff, Geschäftsführer der Ökumenekommission des Bistums Trier und stellvertretender Leiter der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat, erklärt: „Unter der Überschrift ‚Herausgerufen – du hast mehr verdient‘ gestaltet jeden Tag ein anderer das ökumenische Mittagsgebet.“ Er und Anna Werle hätten dazu Menschen angefragt, die sich ökumenisch engagieren. Und wie es sich für die Ökumene „auf dem gemeinsamen Weg der Kirchen zur einen Kirche“ gehöre, sind Liturgen unterschiedlicher Glaubensrichtungen vertreten, ganz gleich ob nun evangelisch, katholisch oder griechisch-orthodox. An diesem Tag ist es Bruder Peter Berg, Generaloberer der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf, der an ungewohnter Stätte ans Mikrofon tritt und das „Du hast mehr verdient“ aufgreift. „Gottes uneingeschränktes Ja zu jedem Menschen, seine Lebenszusage macht uns wertvoll“, sagt Peter Berg. „So liegt in uns selbst die Kraft und die Chance, unsere Möglichkeiten ins Leuchten zu bringen.“ Sein Appell: „Du bist einmalig. Verstecke dich nicht. Zeige deine Talente und Fähigkeiten. Lebe nicht unter deinem Niveau. Niemand kann alles, und niemand kann nichts.“ Dann singen alle gemeinsam das „Lobe den Herren“ und beten das „Vater unser“.

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ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) Trier bistum-trier Themenart Heilig-Rock-Tage Ökumene
news-88890 Thu, 19 Apr 2018 09:56:13 +0200 Arbeit als Ausdruck menschlicher Würde http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/arbeit-als-ausdruck-menschlicher-wuerde/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/4/csm_IMG_3900_9228419635.jpg" width="150" height="113" alt="" />Vertreter der verschiedenen Beschäftigungsträger, aber auch Menschen, die über diese wieder in Lohn und Brot gekommen sind, beteiligten sich an der Fußwallfahrt der Aktion Arbeit. Trier – Keine „Demo“, aber schon auch eine Demonstration dessen, was die Kirche im Bistum Trier zum Thema Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit zu sagen hat: Das ist Ziel der Fußwallfahrt der Aktion Arbeit im Bistum Trier am 18. April von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt gewesen. „Arbeit ist ein Ausdruck menschlicher Würde - das darf man nicht übergehen, auch nicht aus pragmatischen Gründen“, sagt der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Mit der Wallfahrt und dem Zelt auf dem Hauptmarkt, mit dem die Aktion Arbeit während der ganzen Heilig-Rock-Tage vertreten ist, wolle man zeigen, wie Kirche sich bei diesem Thema positioniert und für Menschen ohne Arbeit engagiert.

Gut 130 Teilnehmer hatten sich an diesem Morgen in der Abtei St. Matthias zusammengefunden: Vertreter der verschiedenen Beschäftigungsträger, aber auch viele Menschen, die über diese wieder in Lohn und Brot gekommen sind. Denn ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen. Dafür kooperiert die Aktion mit 16 Beschäftigungsträgern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Der Weg in die Innenstadt wurde unterbrochen mit einer Statio, gestaltet von Pfarrer Peter Mörbel, Leiter der evangelischen Akademie im Rheinland. Mörbel ging auf das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg ein. „Wir leben davon“, so der evangelische Pfarrer, „dass Gott uns eine Chance gibt.“ Er gebe das „Startkapital“ und wir seien aufgefordert, unser Talent zu nutzen. „Dabei ist die Pointe des Gleichnisses, dass es das Spiel vom Ersten und vom Letzten umdreht“ – wer für uns Menschen an letzter Stelle stehe, könne bei Gott an erster Stelle stehen.

„Für uns ist dieser Tag sicher ein Rauskommen aus dem beruflichen Alltag, aber auch ein Besinnen auf unsere christlichen Wurzeln“, erzählt Hermann-Josef Trapp. Trapp ist Geschäftsführer der CarMen (Caritas für Menschen in Beschäftigung) gemeinnützige GmbH in Koblenz. CarMen wurde 2003 als Tochterunternehmen des Caritasverbandes Koblenz gegründet. Das Unternehmen ist seit Jahren ein Kooperationspartner der Aktion Arbeit. Trapp und seine Kollegen sind an diesem Tag nicht nur bei der Wallfahrt mit dabei, sondern zeigen auch am Stand der Aktion Arbeit auf dem Trierer Hauptmarkt, wie sie Beschäftigung schaffen. „Die Aktion ist für uns sehr wichtig. Wir und unsere Mitarbeiter erfahren hier eine enorme Wertschätzung – auch in der Öffentlichkeit.“

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news-88870 Wed, 18 Apr 2018 16:10:27 +0200 Ich sehe was, was Du nicht siehst http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_Praventionsspiel_web_f3d9204f68.jpg" width="150" height="96" alt="" />Die Fachstelle für Kinder- und Jugendschutz hat ein Präventionsspiel vorgestellt. Trier – „Ein Spiel für alle“ soll es sein – das Brettspiel „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, das sich mit dem Thema Prävention von sexualisierter Gewalt befasst. Auch wenn sich das Spiel vor allem etwa an Erzieherinnen, Lehrer, Katechetinnen oder in der Jugendarbeit tätige Menschen richtet, ist Birgit Wald, Leiterin der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz im Bistum Trier, bei der Vorstellung des Spiels am 17. April optimistisch, dass das Spiel auch andere begeistert. Der erste Unterstützer ist schnell gefunden: Bischof Dr. Stephan Ackermann, der das Spiel mit denen anspielt, die es mit konzipiert haben - Studierende der Fachrichtung Kommunikationsdesign an der Hochschule Trier.

Ackermann ist sehr davon angetan, wie es mit dem Spiel gelingt, das schwierige Thema der sexualisierten Gewalt in der Präventionsarbeit „unter die Leute zu bringen“. „Die Fachleute sagen uns: Ihr müsst das Interesse wecken, damit man sich mit diesem ‚Schmuddel-Thema‘ beschäftigt“, erklärt Ackermann, der auch Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Kinder- und Jugendschutz ist. Er nehme immer noch Abwehr gegen die Präventionsarbeit wahr. Ziel sei es, die Achtsamkeit zu schulen und zu erhöhen: „Kriege ich es mit, wenn Kinder und Jugendliche Signale geben?“ Deshalb sei das Spiel eine „tolle Sache, die spielerisch daherkommt und doch anspruchsvoll ist“. Er dankte der Fachstelle mit Leiterin Wald, den Studierenden der Hochschule um Professor Babak Mossa Asbagholmodjahedin und den „Test-Spielerinnen“ der St. Helena-Schule Trier.

Den Studierenden dankt auch Birgit Wald. Die Zusammenarbeit seit Winter 2016 habe viel „Kooperation und Absprachen“ erfordert. Auch die Bereitschaft der angehendenden Erzieherinnen von der Helena-Schule, die umgesetzten Ideen auf ihre Spielbarkeit hin zu testen, sei für die Reflektion sehr hilfreich gewesen. „Wir möchten, dass durch das Spiel ein schwieriges Thema in Worte gefasst und diskutiert wird“, erklärt Wald. Die Spielerinnen und Spieler könnten miteinander lernen, genauer hinzusehen, nicht locker zu lassen, Kritik angemessen zu üben - und herauszufinden, wo man Hilfe bekommen kann. „Wir wollen mit dem Spiel dazu ermutigen, der eigenen Wahrnehmung zu trauen.“

Bis zu vier Teams mit jeweils mindestens zwei Personen können gemeinsam spielen, erklären Johannes Grewer, Sarah Heitz, Florian Leible und Sofiya Usach dem Bischof. Es gibt Aktionskarten mit Fallbeispielen und Übungen zur Achtsamkeit; andere  Karten sensibilisieren für die eigenen Gefühle und die der Mitspieler. Bildkarten schulen die visuelle Wahrnehmung und schließlich fordern weitere Karten die Teams auf, sich über Interventionen und Konfrontationen in verschiedenen Situationen Gedanken zu machen. Durch das Spiel leitet ein buntes Brett mit einfachen Spielfiguren und Würfel.

Das Spiel soll in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erscheinen. Interessierte können sich bei der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz melden, die erreichbar ist unter Telefon 0651 8105-233, E-Mail: kinderundjugendschutz(at)bistum-trier.de und im Internet unter www.praevention.bistum-trier.de/.

(JR)

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news-88863 Wed, 18 Apr 2018 12:28:57 +0200 Bereitschaft zum Mitgehen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bereitschaft-zum-mitgehen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/5/csm_Pfarrsekretaerinnen-in-Jesuitenkirche_0d7611fc5b.jpg" width="150" height="113" alt="" />Informationen und geistliche Impulse, Begegnung und Austausch über die Synodenumsetzung beim Begegnungstag der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre Trier - Rund 170 Pfarrsekretärinnen und -sekretäre sind am 17. April zu den Heilig-Rock-Tagen nach Trier gekommen. Information, geistliche Impulse und Begegnung standen ebenso auf dem Programm wie der Austausch über die Synodenumsetzung.

„Es ist eine gute Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, mit denen man sonst nicht zusammentrifft“, sagte Alexandra Schmitt. Sie ist Pfarrsekretärin in der Pfarreiengemeinschaft Bous-Ensdorf und Vorsitzende des Berufsverbands der Pfarrsekretärinnen und -sekretäre (BVPS) im Bistum Trier. Anlass für kollegialen Austausch gebe es mit der anstehenden Umsetzung der Beschlüsse der Diözesansynode zur Genüge. „Es gibt viele, die mit großer Offenheit dem Thema begegnen und die Chance dieses Prozesses sehen, und auch wir als Berufsverband stehen hinter den Beschlüssen“, so Schmitt. Auf der anderen Seite gebe es aber auch Kolleginnen und Kollegen, bei denen Befürchtungen und Unsicherheiten überwiegen.

„Was ändert sich an meinem Arbeitsplatz? Mit wem arbeite ich zukünftig zusammen?“ Das seien Fragen, die für viele von großer Bedeutung seien. Hinzu komme, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Pfarrbüros in diesem Prozess mehrere Rollen einnähmen, betonte Schmitt. Die Pfarrbüros seien zum einen oft die ersten Anlaufstellen für die Menschen in den Gemeinden, wenn es Fragen und Kritik zur Synode gebe. Zum anderen seien sie aber auch selbst stark von den anstehenden Veränderungen betroffen. „Wir hoffen, dass bald Pflöcke eingerammt werden“, sagte Schmitt. Mehr Klarheit sei jetzt sehr wichtig.

Diese Fragen und Themen sprachen die Frauen und Männer auch die Themen beim Austausch mit Andreas Gerards, Direktorin für „Personalplanung und Personalentwicklung“ im Bischöflichen Generalvikariat,  Dr. Gundo Lames, Direktor des Bereiches „Ziele und Entwicklung“, und dem Leiter des Synodenbüros, Christian Heckmann. Heckmann bat um Geduld und Verständnis: „Wir wissen, dass wir den Zustand des ‚Nichts sagen Könnens‘ bald beenden müssen und das wollen wir auch.“ Er führte aus, in welchen Gremien zurzeit die verschiedenen Fragen zur Umsetzung der Synode behandelt würden. „Das alles gut aufeinander abzustimmen braucht Zeit.“ Er gehe aber davon aus, dass im Sommer die einzelnen Themen konkreter würden.

Um Geduld bat auch Andrea Gerards. „Mit Blick auf die Pfarrsekretärinnen und -sekretäre sind es die Fragen nach dem Übergang der Arbeitsverhältnisse hin zu den Pfarreien der Zukunft und auch die Frage, wer danach der Anstellungsträger sein wird.“ An diesen Fragen werde mit Hochdruck gearbeitet. Gerards betonte, dass mit Blick auf die Berufsgruppe keine Personalreduzierung geplant sei. „Im Gegenteil: Sie sind das Kontinuum. Wir brauchen Ihrer Arbeitskraft!“ Gerards wie Lames machten deutlich, welche Herausforderungen auf die Pfarrsekretariate zukommen. „Alte Routinen werden in den Pfarreien der Zukunft nicht funktionieren“, sagte Lames. Er sei sich bewusst, dass diese Veränderung viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit auch die Kolleginnen und Kollegen in den Pfarrsekretariaten herausfordern werde. Gerards ergänzte: „Wir brauchen jetzt von Ihnen die dafür notwendige Bereitschaft zum Mitgehen und die Flexibilität.“

Die Heilig-Rock-Tage dauern noch bis zum 22. April. Das gesamte Programm und unsere Bildergalerie ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(tef)

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