Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Sat, 23 Jan 2021 12:05:01 +0100 Sat, 23 Jan 2021 12:05:01 +0100 Bistum Trier news-103843 Fri, 22 Jan 2021 12:06:49 +0100 Hanebüchen! Verschwörungstheorien auf dem Vormarsch https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hanebuechen-verschwoerungstheorien-auf-dem-vormarsch/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_csm_matthias_neff_3e9162e94a_e64c963e16.jpg" width="150" height="150" alt="" />Der Experte für Weltanschauungsfragen im Bistum, Matthias Neff, erklärt wieso und was man dagegen tun kann. Trier – „Man will uns über die Corona-Impfung Mikrochips einpflanzen, um unsere Gehirne zu kontrollieren, und die jüdische Elite hält unterirdisch Kinder gefangen, um deren Blut zu trinken“, – so oder so ähnlich klingen die Verschwörungstheorien von Corona-Leugnern und Antisemiten, die tagtäglich millionenfach über Messenger-Programme wie Telegram verbreitet werden – eine regelrechte Fake-News-Pandemie in Zeiten von COVID-19. Verschwörungstheoretiker nehmen aktuelle Geschehnisse zum Anlass, ihre demokratiefeindlichen Parolen zu verbreiten. Die meist antisemitischen Grundmuster, die hinter der gezielten Desinformationskampagne stecken, haben allerdings eine lange Tradition. Auch christliche Milieus bleiben davon nicht verschont. Matthias Neff, Beauftragter für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen im Bistum Trier, beobachtet derzeit einen Boom in der Szene. 

Das Internet macht’s möglich: Innerhalb kürzester Zeit verschmelzen einzelne Falschmeldungen zu aberwitzigen Verschwörungserzählungen, die hetzerische und populistische Sichtweisen verstärken. Das könne zur Folge haben, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt bröckelt und der friedliche Austausch immer schwieriger wird. „Dass Verschwörungstheorien eine so große Rolle spielen wie heute, habe ich noch nie erlebt – nicht mal bei 9/11 oder der Bankenkrise 2008“, sagt Matthias Neff, der auf rund 20 Jahre Arbeit im Themenfeld Weltanschauung zurückblickt. Doch wie kommt es überhaupt dazu? „Verschwörungstheorien sind Versuche, die Welt zu erklären“, so Neff. „Sie tauchen auf in Zeiten von Umbrüchen, in schwierigen Situationen, wenn das Leben der Menschen in großem Umfang verändert wird. So wie jetzt – in der Pandemie.“ Im Gegensatz zu Religionen, die ebenfalls Deutungsangebote liefern, seien Verschwörungstheorien davon geprägt, dass sie komplexe Zusammenhänge stark vereinfachten. Hinzu komme, dass ihre Anhänger, wie zum Beispiel die rechtsextreme QAnon-Bewegung, ein tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen hegten, etwa weil diese einer anderen Ethnie angehören oder anderer Meinung sind. Bedrohlich werde es dann, wenn der Wunsch, sich abzugrenzen und überlegen zu fühlen, in Aggression und haltlose Verdächtigungen münde. Ein Beispiel dafür ist die Fama von einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung. Doch: Was tun, wenn Bekannte, Freunde oder gar Familienmitglieder in den Sog der Parallelwelt geraten?

Bei menschenverachtenden Ansichten ist Schluss

„Es kommt darauf an, wie weit sich jemand schon in diese Welt zurückgezogen hat“, erklärt Neff. Anfangs helfe es noch, haltlose Behauptungen mit Fakten zu entkräften. Hilfestellung bieten dabei seriöse, unabhängige Organisationen wie die Deutsche Presse Agentur (dpa). Sie überprüfen Behauptungen und machen ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich. „Jede rationale, faktenbasierte Diskussion ist wichtig, denn wir befinden uns zurzeit in einer für uns alle belastenden Lage.“ Könne dieser Umstand nicht mehr kontrovers diskutiert werden, wäre das ein schlechtes Zeichen für eine Demokratie, gibt Neff zu bedenken. Zweifeln und kritischen Fragen müsse stets Raum gelassen werden. Hilfreich sei es, nicht aus den Augen zu verlieren, was einen trotz der Differenzen mit dem Gesprächspartner verbinde – und das besonders in hitzigen Diskussionen. Auch dürfe die persönliche Situation der Gesprächspartner nicht außer Acht gelassen werden. „Man muss die Probleme der Menschen und die daraus resultierenden Ängste ernst nehmen, wenn jemand beispielsweise aufgrund der Pandemie arbeitslos wird und um seine Existenz bangt“, betont der Sektenbeauftragte. Der Versuch, die Kontrolle zurückzugewinnen, endet bei vielen jedoch im Scheuklappenmodus – Fakten werden schlicht ausgeblendet. Der Nebeneffekt: Angehörige und Freunde wenden sich ab, die Rückkehr in die echte Welt wird immer unwahrscheinlicher. Oft behaupten Verschwörungstheoretiker, „endlich die Wahrheit entdeckt zu haben“. Ein gefährlicher Trugschluss, wie Neff erläutert: „Wenn jemand schon so weit abgedriftet ist und nicht mehr davor zurückschreckt, menschenverachtende Inhalte zu verbreiten, wird es gefährlich. An dem Punkt endet dann auch mein Verständnis.“

„Verschwörungstheorien aus den eigenen Reihen sind schwer erträglich“

Besonders prekär ist es für gläubige Christen, wenn Verschwörungstheorien, die mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar sind, aus den eigenen Reihen kommen. Neff nennt als Beispiel den antijüdischen Anderl-Kult, dem eine Legende aus dem späten Mittelalter zugrunde liegt. Der angebliche Ritualmord an dem Nordtiroler Knaben Anderl von Rinn durch Juden ist eine Verschwörungserzählung, die dem katholischen Milieu entsprang. Erst im vergangenen Jahrhundert wurde die Verehrung des Kindes vom Vatikan untersagt, doch noch bis 1994 fanden offizielle jährliche Wallfahrten zu der Pfarrkirche in Rinn statt, in der die Gebeine des Jungen bis 1985 beigesetzt waren. Die „Judenstein-Sage“ findet sich auch in dem Band „Deutsche Sagen“ der Gebrüder Grimm. Juden, die nach dem Blut von Christenkindern lechzen: ein Motiv, das bis heute Konjunktur hat, wie der QAnon-Mythos von den unterirdisch eingekerkerten Kindern zeigt. Äußerten dann – wie im Mai vergangenen Jahres geschehen – hochrangige Kleriker wie der ehemalige Leiter der römischen Glaubenskongregation und emeritierte Bischof von Regensburg Gerhard Kardinal Müller abwegige Andeutungen, „ist das natürlich schwer erträglich“, so Neff. Der Kardinal und andere namhafte Geistliche verlautbarten damals, die Corona-Pandemie werde genutzt, um eine neue Weltregierung zu schaffen. „Beruhigend fand ich, dass das bei vielen im kirchlichen Bereich auf Empörung und Ablehnung gestoßen ist. Es ist wichtig, alles zu tun, damit diese Vorstellungen uns nicht auseinandertreiben und wir uns nicht gegenseitig aufgeben.“

Es ist nicht immer leicht, menschenverachtende Verschwörungstheorien direkt zu entlarven und populistischen Aussagen Paroli zu bieten. Rüstzeug dafür erhält man in den kostenlosen Online-Veranstaltungen des Bistums Trier, wie dem Seminar „Widersprechen Sie!“ unter der Leitung von Jürgen Schlicher (Trainer für Diversity Management, Nichtdiskriminierung, Interkulturalisierung) am 13. Februar, 10 bis 15 Uhr. Interessierte können sich anmelden bei der Abteilung Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat unter Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de. Weitere Infos dazu gibt es hier: www.ehrenamt.bistum-trier.de/. Bereits am 26. Januar, 18 Uhr, gibt es das Online-Seminar „Antisemitismus in der Coronaleugner- und Rechtsextremisten-Szene im Raum Trier“, organisiert vom Dekanat Trier unter der Leitung von Pastoralreferent Thomas Kupczik, Anmeldung via E-Mail an thomas.kupczik(at)bistum-trier.de, weitere Infos auf www.dekanat-trier.de.

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news-103842 Thu, 21 Jan 2021 14:30:00 +0100 Auswahlgespräche stehen bevor https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/auswahlgespraeche-stehen-bevor/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/e/csm_logo-bistum-trier-mit-weissem-rahmen_1d3d758b41.gif" width="150" height="84" alt="" title="Logo bistum trier mit weissem rahmen" />Das Auswahlgremium für den Betroffenenbeirat im Bistum Trier hat einen Einblick in seine Arbeit gegeben. Trier – Das Auswahlgremium für den Betroffenenbeirat im Bistum Trier hat einen Einblick in seine Arbeit gegeben. „Die Kriterien für die Auswahl sind festgelegt und die Bewerbungen sind gesichtet“, erläuterte Dorothee Lappehsen-Lengler, die in dem von Bischof Ackermann berufenen Gremium mitarbeitet, am 21. Januar. Die Kriterien sind hier veröffentlicht.

Mit der Diplom-Psychologin zusammen werden der Diplom-Sozialwissenschaftler Johannes Norpoth, der als Betroffener sexualisierter Gewalt Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz ist, und der psychologische Psychotherapeut Udo Weber, langjähriger Leiter der AWO-Beratungsstelle PHOENIX, die Auswahlgespräche führen. Zunächst hatten von September bis Dezember 2020 die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Bundschuh und der  Sozialpädagoge Karl Haucke zusammen mit Lappehsen-Lengler und Weber die Kriterien für die Auswahl erarbeitet. Bundschuh und Haucke erklärten sich allerdings nach Einsicht in die Bewerberliste als befangen entsprechend der vorab festgelegten, an allgemeingültigen Verfahren orientierten Befangenheitsregeln und schieden aus der Gruppe aus. „Es ist nicht ganz einfach, Personen zu finden, die in diesem Bereich eine Expertise haben, aber nicht schon in anderen Prozessen mitwirken oder beispielsweise mit den sich bewerbenden Betroffenen arbeiten und somit befangen sind“, betonte Lappehsen-Lengler, die die Hotline der Deutschen Bischofskonferenz für Opfer sexuellen Missbrauchs fachlich geleitet hatte. Sie ist froh, dass mit Norpoth und Weber ausgewiesene Fachleute im Bereich der sexuellen Gewalt an der Auswahl der Personen für den Betroffenenbeirat mitwirken.

Die Kriterien für die Auswahl stellt das Gremium in einem siebenseitigen Dokument detailliert dar. „Uns ist es wichtig, eine gute Verteilung der Geschlechter abzubilden. Aber auch das Alter bei der Gewalterfahrung oder etwa die psychische Belastbarkeit spielen eine Rolle“, erklärte Udo Weber. Auch zum Prozess gibt das Dokument Auskunft: „Wir prüfen derzeit, ob und wie die ja sehr sensiblen Auswahlgespräche auch per Video geführt werden könnten“, so Weber. Sobald die Gespräche geführt sind und die Auswahl erfolgt ist, kann der Betroffenenbeirat seine Arbeit aufnehmen.

Erste Aufgabe des konstituierten Gremiums wird es sein, zwei Personen zu bestimmen, die in der Unabhängigen Aufarbeitungskommission des Bistums mitarbeiten. Darüber hinaus soll das Gremium einen Beitrag leisten zur Weiterentwicklung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt im Bistum Trier sowohl hinsichtlich der diözesanen Aufarbeitung, der Maßnahmen der Prävention als auch im Bereich der Intervention. Als Expertengremium begleitet es die Arbeit des Bistums Trier im Themenfeld der sexualisierten Gewalt aus Sicht der Betroffenen. Die Themen, mit denen sich der Betroffenenbeirat beschäftigt, ergeben sich sowohl aus den Anliegen der Betroffenen als auch aus den Fragestellungen des Bistums. Der Beirat ist Impulsgeber. Er wird gehört im Vorfeld geplanter Maßnahmen und gibt dazu Hinweise und Vorschläge. Er setzt sich kritisch mit den bereits vorliegenden Konzepten zum Umgang mit Fragen der sexualisierten Gewalt auseinander. Er steht im Austausch mit dem bischöflichen Beraterstab.

(JR)

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Trier bistum-trier Sexueller Missbrauch (Aufarbeitung) Information
news-103831 Sat, 16 Jan 2021 02:47:00 +0100 Seit 75 Jahren da für die Menschen vor Ort https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seit-75-jahren-da-fuer-die-menschen-vor-ort/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_hand-in-hand-_pflege-pixabay_d03a354085.jpg" width="150" height="100" alt="" />Der Caritasverband Westeifel feiert sein Jubiläum: Schon seit 75 Jahren kümmert er sich um die Menschen vor Ort. Bitburg/Prüm – Von der Fürsorge für Notleidende, Trauernde und Flüchtlinge in den Nachkriegsjahren bis hin zur Schwangerenberatung, ambulanten Pflege und Palliativversorgung, Sprachförderung für Migranten oder der Sozialberatung heute: Der Caritasverband (CV) Westeifel e.V. kümmert sich seit 75 Jahren um die Menschen vor Ort. Heute ist der Verband vor allem im Landkreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm tätig und bietet in den unterschiedlichsten Lebenslagen Hilfe, Beratung und Unterstützung an. Darüber hinaus gehört zum Einzugsgebiet der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung noch die Verbandsgemeinde Ulmen. Und der in Bitburg ansässige Caritas-Familienservice ist auch in der Stadt Trier und den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Cochem Zell für Familien mit Kindern mit Behinderung da und entlastet sie durch ambulante Betreuungsangebote.

Als im Nachkriegsjahr 1946 vielerorts der Alltag der Menschen von Not, Trauer und Flucht bestimmt wird, werden landesweit Caritas-Geschäftsstellen gegründet – eine davon in Prüm mit der Fürsorgerin Margarethe Heinelt. Der Ursprung des heutigen CV Westeifel. In den folgenden Jahren werden Sozialarbeiterstellen in Bitburg, Prüm und Daun eingerichtet. In den 1970er Jahren nehmen die ersten spezialisierten Beratungsstellen für Suchtkranke und Schwangere ihre Arbeit auf. In dieser Zeit werden auch Sozialstationen mit integrierter Familienpflege gegründet. 1986 werden die Geschäftsstellen in Prüm, Daun und Bitburg in dem Verein „CV für die Region Westeifel“ zusammengefasst, der schließlich 2006 in „Caritasverband Westeifel e.V.“ umbenannt wird. Als katholischer Wohlfahrtsverband ist er heute Arbeitgeber für rund 550 hauptamtlich Mitarbeitende. Wesentlich zur Verbandsarbeit der Caritas gehört das Ehrenamt, wie Caritasdirektor Winfried Wülferath unterstreicht. In einer Videobotschaft zum Jubiläum spricht er mit Stolz von mehr als 500 ehrenamtlich Engagierten, die sich gemeinsam für Menschen aller Altersstufen und in allen Lebenslagen einsetzen. Mehrere Tausend Menschen nehmen jährlich die vielfältigen Hilfs- und Unterstützungsangebote des CV Westeifel an.

Das Jubiläum feiere der Verband bedingt durch die Corona-Pandemie nun anders als geplant. Eine interne Arbeitsgruppe habe kreative Ideen umgesetzt und über das Jahr würden immer wieder verschiedene, vor allem digitale Formate über die Arbeit des Verbands informieren. „Einfach auf unserer Homepage, bei Facebook, Instagram oder Youtube vorbeischauen oder die Berichte in der regionalen Presse verfolgen. Sie können sich freuen auf Filme über die Geschichte und die aktuelle Arbeit des Caritasverbands, Interviews mit Mitarbeitenden, Patienten, Klienten, Gremienvertretern und Kooperationspartnern“, wirbt Andrea Ennen, stellvertretende Caritasdirektorin. Alle Aktionen werden auf einer Jubiläumsseite der Internetseite www.caritas-westeifel.de gesammelt.

Der Caritasverband Westeifel ist erreichbar: Alter Marktplatz 2, 54568 Gerolstein, Tel.: 06591-949200, E-Mail: caritas(at)caritas-westeifel.de, Internet: www.caritas-westeifel.de
(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung Caritas / Soziales
news-103828 Fri, 15 Jan 2021 09:58:23 +0100 „Jede Zeit hat eine Bedeutung“ – auch das Corona-Jahr 2020 https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jede-zeit-hat-eine-bedeutung-auch-das-corona-jahr-2020/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_FirmungNonnweiler_ddfadefdef.jpg" width="150" height="67" alt="" />Weihbischof Robert Brahm hat seine Firmreise durch das Dekanat St. Wendel gestartet. Sie dauert noch bis zum 26. März. Nonnweiler – Acht Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Nonnweiler haben am Dienstag, 12. Januar, von Weihbischof Robert Brahm in der Pfarrkirche St. Hubertus in Nonnweiler das Sakrament der Firmung empfangen. Der Gottesdienst war zugleich der Auftakt der Firmreise des Weihbischofs im Dekanat St. Wendel. Am gleichen Abend spendete er die Firmung 13 weiteren jungen Leuten in Türkismühle (Pfarreiengemeinschaft Bostalsee).

Das Thema „Zeit“ und unser Umgang mit ihr war Leitthema der Predigt des Weihbischofs, der damit auf das Motto der Firmvorbereitung „Meine Zeit“ einging. Er fragte die Jugendlichen, ob es wünschenswert sei, auf Zeitreise gehen zu können. „Natürlich wäre es genial, Jesus einmal live zu begegnen vor rund 2000 Jahren, oder einen ägyptischen Pharao oder einen römischen Kaiser“, sagte Brahm. Oder aber, um in der Vergangenheit gemachte Fehler zu korrigieren und so Weltkriege zu verhindern. Auch könne einen die Neugier packen, sein Leben in der Zukunft zu sehen. „Doch dürfen wir die Zeit überhaupt verändern, wenn wir es könnten?“, fragte Brahm, „ist es nicht so, wie der Prophet Kohelet es in der Bibel schreibt, dass „alles seine Stunde, seine Zeit hat“? Ist das nicht der Lauf der Geschichte, dass es Zeiten des Krieges und des Friedens gibt? Eine Zeit mit und eine Zeit ohne Corona?“

Christinnen und Christen seien aufgefordert, die Gegenwart als Geschenk Gottes zu betrachten und anzunehmen, denn „Keine Zeit ist sinnlos, jede hat Bedeutung, auch wenn du noch keinen Sinn siehst. Leg' sie in Gottes Hände und geh' mutig weiter!“, rief er den Jugendlichen zu. Auch die Zeit der Pandemie müsse so betrachtet werden. Er habe von vielen an Silvester gehört, dass sie froh seien, dass das Jahr 2020 vorbei sei, da die zahlreichen Corona-Beschränkungen Lebenszeit gestohlen hätten. „Was aber wäre, wenn uns diese Zeit, so wie sie 2020 war, dennoch geschenkt war als Erfahrungsraum?“, gab Brahm zu bedenken.

„Meine Zeit steht in deinen Händen…“, zitierte der Weihbischof aus dem Lied von Peter Strauch, in dem es auch heißt: „Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn“ und „Sorgen quälen und werden mir zu groß. Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?“ „Solche Momente kennen wir alle“, gestand der Weihbischof. Die Angst vor Gegenwart und Zukunft werde niemandem genommen. Aber gerade das Sakrament der Firmung mache deutlich: „Gott ist im Heiligen Geist bei uns. Seine guten Gedanken begleiten jede und jeden von uns. Das gibt uns die Möglichkeit, ruhig zu werden und Geborgenheit zu erfahren.

In ihrer Gratulation führte die Vorsitzende des Pfarreienrats, Katja Bock, den Gedanken weiter: „Erwachsener Christ zu sein, dazu braucht man Power. Diese bringt euch der Heilige Geist, den ihr heute empfangen habt.“ Darin liege auch ein Auftrag: Als Gefirmte sollen wir der Welt, der Kirche, der Gemeinde und den Mitmenschen guttun.

Die Firmreise des Weihbischofs dauert noch bis zum 26. März an. Zum jetzigen Zeitpunkt werden nur die Jugendlichen gefirmt, die diesen Firmtermin ausdrücklich befürworten. Gänzlich in den Herbst verschoben wurden die für kommende Woche geplanten Firmungen in den Pfarreiengemeinschaften Am Schaumberg, Marpingen und Freisen-Oberkirchen. Wie für alle Gottesdienste gelten die Hygienevorgaben des Bistums und des Landes.

(uk)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103822 Mon, 11 Jan 2021 14:30:51 +0100 Familienbund kritisiert Corona-Politik https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familienbund-kritisiert-corona-politik/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_Home-Office-Mutter-Kind_585e9624d9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Home Office Mutter Kind" />Vor langfristigen Kita- und Schulschließungen warnt der Familienbund im Bistum und mahnt Verbesserungen bei Hygiene- und Unterrichtskonzepten von Schulen und Kitas an. Berlin/Trier – Der Familienbund der Katholiken warnt im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor dem Entstehen einer „lost generation“ (verlorenen Generation) von Kindern und Jugendlichen aufgrund wiederholter oder langanhaltender Kita- und Schulschließungen sowie mangelnder persönlicher Beziehungen. Bei aller Anerkennung der nötigen Einschränkungen im Kampf gegen die Pandemie spricht sich der Präsident des Familienbunds, Ulrich Hoffmann, nachdrücklich für eine rasche Rückkehr von Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen aus. Zugleich mahnt er deutliche Verbesserungen bei Hygiene- und Unterrichtskonzepten sowie der technischen und räumlichen Ausstattung von Schulen und Kitas an.

„Eine Politik, die die Corona-Pandemie in den Griff bekommen will, ohne Kinder und Jugendliche angemessen zu beachten, gefährdet die Zukunftschancen einer ganzen Generation“, sagte Hoffmann heute in Berlin anlässlich der neuerlichen Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland. Bildungsökonomen wiesen bereits auf die fatalen Folgen von Bildungs- und Qualifikationseinbußen auf spätere Gehälter und Renten hin, bis hin zu einem größeren Anteil von Geringqualifizierten auf dem Arbeitsmarkt. Kitas und Schulen weiter zu schließen, bedeute, Kindern und Jugendlichen eine ihrer wichtigsten Entwicklungsgrundlagen zu nehmen. Ein menschenwürdiges Aufwachsen sei für Kinder und Jugendliche gleichbedeutend mit der Chance zu lernen, mit dem Recht auf Bildung und dem Leben sozialer Beziehungen. Wer Kitas und Schulen schließe, müsse auch klare und akzeptable Alternativen für Kinder, Jugendliche und Eltern formulieren und umsetzen. „Diese Antworten bleibt die Politik seit Beginn des ersten Lockdown vor nun fast einem Jahr schuldig. Bis heute fehlen sowohl der erkennbare politische Wille als auch die politische Phantasie, Kitas und Schulen in der Pandemie mit Expertenwissen digital, didaktisch und baulich so zu ertüchtigen, dass Kinder, Jugendliche und Eltern nicht zu den Verlierern der Krise werden – mit langfristigen gesellschaftlichen Folgen.“

Hoffmann erneuerte seine Forderung nach einem nationalen Familiengipfel, um im Jahr 2021 die Bekämpfung der Pandemie mit den Lebensbedingungen von Familien abzustimmen und für wirkungsvolle Hilfsangebote zu sorgen. Dazu könnten etwa eine Corona Elternzeit oder ein Corona-Elterngeld ebenso gehören wie bezahlter Urlaub für Eltern oder eine Betreuungsgarantie für Schüler und Kita-Kinder. Eine weitere Mehrfachbelastung von Eltern aus Homeoffice, Hausunterricht, Haushalt, Kochen und Erziehungsarbeit dürfe es nicht geben. Fragen würden auch die aktuellen technologischen Förderschwerpunkte hierzulande aufwerfen, so Hoffmann: „Während junge und innovative Start-up-Unternehmen mit Milliardenhilfen unterstützt werden, kämpfen Schulsekretariate in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer funktionierenden telefonischen Erreichbarkeit. Das ist Ausdruck einer verzerrten und skurrilen Schwerpunktsetzung auf dem Gebiet der Technologieförderung. Zukunftsinvestitionen dürfen aber gerade an Schulen nicht vorbeigehen.“ Die Corona-Pandemie offenbare die Schwächen der Infrastruktur in unserer Gesellschaft. Dazu gehöre auch die didaktische Fortbildung von Lehrern für digitales Unterrichten und eine zeitgemäße Pädagogik wie das Lernen in kleinen Gruppen.“

Mehr Informationen unter: www.familienbund.org.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Verbände
news-103820 Sun, 10 Jan 2021 05:47:00 +0100 Traumatisierten Menschen Kraft und Mut schenken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/traumatisierten-menschen-kraft-und-mut-schenken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_Afrikatag_Schwester-Maria-Vitalis_e80af8ee17.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft gemeinsam mit dem Hilfswerk missio zu Solidarität und Spenden am Afrikatag (10. Januar) auf. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Als die 37-Jährige Rebecca gerade ihren Mann im Krankenhaus von Michika im Nordosten Nigerias besucht, überfällt die islamistische Terror-Miliz Boko Haram ihr Dorf, wo sie ihre sieben Kinder bei einer Verwandten zurückgelassen hat. Zwei Wochen lang leiden Rebecca und ihr Mann Augustin unter der Angst, dass ihre Kinder tot sein könnten. Dann erfahren sie, dass es Augustins Vater nachts gelungen ist, sich in das Dorf zu schleichen und die Kinder aus dem Haus zu holen. Die Familie findet Zuflucht bei der Kirche in Yola und lebt dort nun in einem vom katholischen Hilfswerk missio erbauten Camp. So wie Rebecca ergeht es Tausenden Menschen im Norden Nigerias, die unter den Überfällen und Massakern von Boko Haram zu leiden haben. So auch Keviana, eine 46-jährige Witwe, die drei Söhne verloren hat. Die Miliz erschoss sie in ihrem eigenen Haus.

Missio errichtet in Yola Häuser mit je einem kleinen Stück Land für die vertriebenen Menschen. Viele von ihnen sind traumatisiert, leben in Angst vor neuen Angriffen der brutalen Terroristen. Vor Ort helfen ihnen Ordensschwestern wie Maria Vitalis Timtere. Die Ordensfrau, Hebamme und Krankenschwester hört den geflüchteten Frauen, Männern und Kindern zu, unterstützt sie mit Rat und Hilfe, schenkt Kraft und Mut. „Ich habe das Gefühl, wenn ich ihre Geschichten höre, hilft ihnen das herauszufinden, was in ihrem Inneren vorgeht und was sie bedrückt“, sagt sie. „Mir macht Hoffnung, dass die Menschen hier nach allem, was sie durchgemacht haben, noch immer lieben können. Manche nehmen Kinder auf, die ihre Eltern verloren haben, und sorgen für sie. Da ist die Frau, die ein Kind ruft. Wenn ich sie frage, wessen Kind das sei, sagt sie: ‚Oh, es ist das Kind meiner Nachbarin‘. Für mich ist das Liebe. Wenn die Flüchtlinge mit dieser Einstellung weitermachen, werden diese Kinder nicht voller Hass auf andere Menschen aufwachsen.“

Der Afrikatag 2021 rückt beispielhaft den Einsatz einheimischer Ordensfrauen in Nigeria in den Blickpunkt. Denn sie stehen für gelebte Nächstenliebe – dort, wo sie am meisten gebraucht werden. Die Kollekte in den Gottesdiensten am Afrikatag ist die älteste gesamtkirchliche Solidaritätsinitiative der Welt. Ursprünglich zur Bekämpfung der Sklaverei eingeführt, fördert die Kollekte heute die qualifizierte Ausbildung von Frauen und Männern vor Ort, die sich ihr Leben lang in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.

Zum Afrikatag im Bistum Trier am 10. Januar ruft Bischof Stephan Ackermann gemeinsam mit dem Hilfswerk missio unter dem Leitwort „damit sie das Leben haben“ zu Spenden für die Arbeit der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ländern Afrikas auf. „Sie stehen ihren Mitmenschen in den ärmsten, oft auch von Flucht, Gewalt und Krieg geprägten Regionen unermüdlich zur Seite“, so der Bischof. 2020 erbrachte die Kollekte rund 1 Million Euro. Gerade weil durch die Corona-Pandemie weniger Menschen die Gottesdienste besuchen, brechen die Spenden aus den Kollekten stark ein. Dehalb weist missio Aachen in diesem Jahr auch auf die Möglichkeit zur Online-Kollekte unter www.missio-hilft.de/kollekte-afrikatag hin.

Weitere Informationen zur Arbeit von missio gibt es unter: www.missio.de
(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103816 Tue, 05 Jan 2021 14:32:32 +0100 „Heller denn je – Die Welt braucht eine frohe Botschaft“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heller-denn-je-die-welt-braucht-eine-frohe-botschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Sternsinger_St_Matthias_sb_c0c1027187.jpg" width="150" height="100" alt="" />Kreativ, solidarisch und kontaktlos - die Sternsingeraktion findet in diesem Jahr anders statt mit vielen tollen Ideen, um armen Kindern weltweit zu helfen. Bistumsweit – Anfang Januar kündigt sich normalerweise an vielen Haustüren im Bistum königlicher Besuch an: In farbenprächtigen Gewändern, mit Krone und Stern ziehen dann die Sternsinger durch die Straßen, bringen den Segen und sammeln Spenden für Kinder in Not. Die Aktion Dreikönigssingen lebt von den Haustürbesuchen mit direktem Kontakt – in Pandemie-Zeiten jedoch keine gute Idee. Das Kindermissionswerk und der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) als Träger des Dreikönigssingens hatten deshalb kurz vor Weihnachten empfohlen, die Aktion solle in ihrem 63. Jahr neue Wege gehen und „kontaktlos“ stattfinden. Für die Gruppen bot das Kindermissionswerk zahlreiche Ideen und Tipps, wie die Aktion verantwortungsvoll und konform der Corona-Regeln ablaufen kann.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103809 Tue, 29 Dec 2020 12:14:08 +0100 Bischofskonferenz: Unabhängige Kommission nimmt Arbeit auf https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischofskonferenz-unabhaengige-kommission-nimmt-arbeit-auf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_dbk_4294aec0e9.jpg" width="150" height="55" alt="" title="Dbk" />Das weiterentwickelte Verfahren zur Anerkennung des Leids für Betroffene sexuellen Missbrauchs startet zum Jahreswechsel. Bonn/Trier – Am 1. Januar 2021 tritt die neue Ordnung für das Verfahren zur Anerkennung des Leids für Betroffene sexuellen MIssbrauchs im kirchlichen Kontext in Kraft. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hatte am 24. November 2020 die neue Verfahrensordnung beschlossen. Diese neue Verfahrensordnung löst das bisherige, seit 2011 praktizierte Verfahren zur materiellen Anerkennung erlittenen Leids ab. Mit Beginn der neuen Verfahrensordnung sind die entsprechenden Antragsformulare zunächst auf der Internetseite der DBK abrufbar.

Die Entscheidung zur Leistungshöhe wird künftig durch die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) getroffen. Die sieben Mitglieder handeln weisungsunabhängig und sind keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der katholischen Kirche. Die Expertinnen und Experten der UKA kommen aus den Bereichen Recht, Medizin und Psychologie. Sie wurden für ihre Aufgabe vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, ernannt und haben sich bereits zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Die UKA besteht aus folgenden Mitgliedern: Dr. Brigitte Bosse, Ärztliche Psychotherapeutin, Leiterin des Trauma Instituts Mainz; Prof. Dr. Ernst Hauck, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht a. D.; Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin, 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation; Peter Lehndorfer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Vizepräsident der Bundespsychotherapeutenkammer bis 2019; Dr. Muna Nabhan, Rechtspsychologin; Margarete Reske, Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Köln a. D.; Ulrich Weber, Rechtsanwalt.

Die UKA wird bei ihrer Arbeit durch eine eigene Geschäftsstelle unterstützt. Ansprechpartnerin ist Sylke Schruff. Sie ist ab dem 7. Januar 2021 unter der Postadresse Geschäftsstelle der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen, Postfach 2962, 53019 Bonn, Tel.: 0228-103-121, E-Mail: info(at)anerkennung-kirche.de erreichbar. In den kommenden Wochen wird die Geschäftsstelle auch über eine eigene und unabhängige Internetseite verfügen. Die neue Verfahrensordnung sowie weitere Informationen sind unter www.dbk.de auf der Themenseite Sexueller Missbrauch zu finden. Die Formulare für das neue Verfahren stehen ab dem 1. Januar 2021 ebenfalls dort bereit.

(red)

 

Hintergrund:
Das neue Verfahren zur Anerkennung des Leids gliedert sich in fünf Schritte:
1. Personen, die als minderjährige oder erwachsene Schutzbefohlene sexuellen Missbrauch erlebt haben, wenden sich an die unabhängigen Ansprechpersonen einer (Erz-)Diözese.
2. Die unabhängigen Ansprechpersonen führen ein Gespräch und können beim Ausfüllen des Antragsformulars unterstützen.
3. Der Antrag wird von der Ansprechperson oder der Diözese an die UKA weitergeleitet.
4. Die UKA legt eine Leistungshöhe fest und weist die Auszahlung an Betroffene an.
5. Die Geschäftsstelle der UKA informiert die betroffene Person sowie die zuständige Diözese und zahlt die festgelegte Summe direkt aus.

 

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Trier bistum-trier Sexueller Missbrauch (Aufarbeitung) Information
news-103808 Tue, 29 Dec 2020 06:15:00 +0100 Aus der Liebe zu Büchern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aus-der-liebe-zu-buechern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_KO-B_Trier_Ehrang_Hennes_52179b7880.jpg" width="150" height="131" alt="" />Das Team der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) in Trier-Ehrang wurde für ihr vielfältiges Engagement gewürdigt. Trier-Ehrang – „Die Auszeichnung bedeutet uns sehr viel und wir sind stolz, dass wir diese bekommen haben – ist sie doch ein Zeichen dafür, dass die ehrenamtliche Arbeit in der Bücherei wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, freut sich Pia Jäger, Leiterin der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) in Trier-Ehrang. Das Team wurde für ihr vielfältiges Engagement durch das Bistum Trier gewürdigt.

Sechs Ehrenamtliche sind im Einsatz in der Bücherei, die seit 1848 besteht. Pia Jäger und ihr Team kümmern sich um die unterschiedlichen Aufgaben, „weil wir unsere Liebe und Leidenschaft zu Büchern gerne weitergeben wollen. Die Gespräche mit unseren Lesern bereichern auch uns.“ Und sie ergänzt: „Wenn wir die Kinder mit unserer Leidenschaft für da Lesen begeistern können, haben wir viel erreicht.“ Diesen Aspekt hebt auch Dorothee Steuer von der Büchereiarbeit im Bischöflichen Generalvikariat Trier hervor. „Der Leseclub in der Bücherei bietet Kindern Hilfestellungen bei den Hausaufgaben und beim Lesenlernen. Die Ehrenamtlichen übernehmen eine wichtige Funktion in der Sprach- und Leseförderung“, betont Dorothee Steuer. Die Bücherei fungiere hier als außerschulischer Lernort und übernehme wichtige Funktionen durch die Arbeit im sozialen Brennpunkt. Zudem lobt Dorothee Steuer: „Die KöB zeichnet sich durch eine gute Vernetzung und Kooperation mit anderen katholischen Büchereien und der Stadtbücherei in Trier aus“.

Insgesamt werden in diesem Jahr fünf KöB im Bistum Trier geehrt „Diese Büchereien stehen exemplarisch und stellvertretend für die vielerorts sehr aktiven und engagierten Büchereiteams“, betont Dorothee Steuer. Die rund 150 KöB im gesamten Bistum ermöglichen Menschen, unabhängig von Alter und Konfession den freien Zugang zu Literatur und Medien in erreichbarer Nähe und tragen zum Miteinander der Generationen bei.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Büchereien 600.000 Ausleihen und mehr als 215.000 Besucherinnen und Besucher. Die 1.200 ehrenamtlichen Frauen, Männer und Jugendliche setzen sich für regelmäßige Leseangebote und Sprachförderung von Kindern ein; oft in enger Zusammenarbeit mit Kitas, Grundschulen und anderen Einrichtungen.

Rund 80.000 Menschen engagieren sich in über 180 verschiedenen Diensten und Bereichen ehrenamtlich im Bistum Trier. Um ihren Einsatz zu würdigen und ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen, zeichnet das Bistum jährlich stellvertretend Einzelpersonen und Initiativen aus. Meist geschieht dies im Rahmen der Heilig-Rock-Tage oder während eines Festakts in Trier: Großveranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie in dieser Form 2020 nicht stattfinden konnten. Stattdessen werden die Urkunden und Medaillen den Ausgezeichneten in diesem Jahr persönlich vor Ort überreicht.

Seit einigen Jahren würdigt der Bischof auch Initiativen und Projektideen, die beispielhaft Aspekte gelingenden Engagements zeigen und die durch die Würdigung einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden.

Informationen rund um die Ehrenamtskultur und die Arbeit für und mit Ehrenamtlichen gibt es beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel.: 0651-7105-566, E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de und unter www.ehrenamt.bistum-trier.de.
(jf)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ehrenamt
news-103805 Fri, 25 Dec 2020 11:21:41 +0100 Wie die Krise helfen kann, Weihnachten besser zu verstehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wie-die-krise-helfen-kann-weihnachten-besser-zu-verstehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_Weihnachten2017_JR_89e6f6b64f.jpg" width="150" height="106" alt="" title="Weihnachten2017 JR" />Bischof Ackermann predigt im Weihnachtshochamt im Trierer Dom über die Weihnachtsbotschaft im Kontext der Corona-Krise. Trier – „Wenn wir in der Zeit der Corona-Pandemie mit wachem Herzen Weihnachten feiern, kann uns diese Krise helfen, das Fest tiefer zu verstehen. Die Krise kann helfen, besser zu verstehen, wie Heilung an Leib und Seele in dieser Welt geschieht: indem wir die Ansteckung dessen meiden, was uns schadet, und uns den Kräften des Guten öffnen.“ Diese Botschaft hat Bischof Dr. Stephan Ackermann den Gottesdienstbesuchern im Weihnachtshochamt am 25. Dezember mitgegeben. (Predigt im Volltext zum Nachlesen)

Die Weihnachtsbotschaft könne nicht losgelöst von der jeweiligen Zeit verkündet werden, denn sie bleibe auch nach 2000 Jahren immer Gottes Botschaft für die jeweilige Zeit. „Deshalb kann die Situation der Pandemie, die bis in die Feier unserer Gottesdienste hineinschneidet, nicht außen vor bleiben.“ Und so dürfe die Botschaft nicht nur als „Gegenbotschaft“ angesichts der beunruhigenden Nachrichten des Alltags gesehen werden. Man dürfe auch fragen, welche Seiten und Dimensionen der Weihnachtsbotschaft die Corona-Krise neu entdecken helfe. Ackermann nannte den Aspekt der Botschaft des Engels als „Rettung“ und „Erlösung“. Er könne sich an keine Situation der letzten Jahrzehnte erinnern, in der die gesamte Gesellschaft sich so sehr gemeinsam nach einer Sache gesehnt habe: „Befreit, erlöst zu werden von der Plage dieses Virus.“ So unterschiedlich sonst die Erwartungen der Menschen seien, gebe es derzeit die Gemeinsamkeit: „Wir lernen neu, was eine Sehnsucht ist, die verbindet.“

So sei die Zulassung eines Impfstoffs wie eine Rettungsbotschaft erwartet worden. Doch der Impfstoff werde nicht sofort dazu führen, dass die Pandemie einfach wie ein böser Spuk verfliegt „und wir zu einem bestimmten Datum den Sieg über das Virus feiern können“ – auch wenn es diese stille Hoffnung gebe. So sei es vermutlich auch den Menschen damals gegangen, die durch die Ankunft des Messias auf die rasche Befreiung von der römischen Herrschaft hofften. „Doch der Messias kommt unscheinbar, als Kind.“ Er verstreue die Kraft, die in seiner Botschaft steckt, nicht mit einem Schlag überall gleichzeitig, sondern streue sie nach und nach aus wie kleine Samenkörner. „Er wird darauf setzen, dass die Botschaft Zug um Zug Kreise zieht und an Boden gewinnt.“

(JR)

 

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-103803 Thu, 24 Dec 2020 23:30:00 +0100 „Fürchtet euch nicht!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fuerchtet-euch-nicht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/a/csm_krippe_dom_heyen_d5d558e206.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Krippe dom heyen" />Die Weihnachtsbotschaft als Mutmacher: Darüber hat Bischof Ackermann in der Christmette gepredigt. Trier – Die Verbindung von Himmel und Erde, von Göttlichem und Menschlichem in der Weihnachtsbotschaft hat das Potential, die Angst zu vertreiben: „Das macht sie so einzigartig und so glaubwürdig und so tröstlich, gerade auch für schwere Zeiten.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Christmette an Heiligabend (24. Dezember) im Trierer Dom betont. (Predigt im Volltext zum Nachlesen)

Er erinnerte an das erste Wort in der Nacht von Bethlehem, das der Engel an die Hirten richtet: „Fürchtet euch nicht!“ Gerade in einer „Zeit gesteigerter Ängste“, in der Menschen Angst haben, krank zu werden, andere anzustecken, sich falsch zu verhalten, um ihre Existenz bangen oder wie nach der Amokfahrt in Trier trauern und verunsichert sind, sei dies eine wichtige Gegenbotschaft. Allerdings habe ein Mut machendes Wort nur dann eine positive Wirkung, wenn es auch Gründe anzugeben weiß, betonte Ackermann.

Für den Bischof wird die Weihnachtsbotschaft aus zwei Gründen vertrauenswürdig und damit zu einem Wort der Ermutigung. Das eigentliche Zeichen sei keine „himmlische Erscheinung“, sondern eine „sehr geerdete Botschaft“: ein neugeborenes Kind. Einerseits etwas ganz alltägliches – und doch ein Wunder. „Die biblische Botschaft sagt: Dieses Leben kommt von Gott. Es ist sein Geschenk. Gott liebt das Leben. Gott ist ein Freund des Lebens.“

Dieses Leben liebe Gott so sehr, dass „er selbst Mensch wird und in dieses Leben hineingeht – mit all den Schönheiten und Abgründen, die das menschliche Leben bereithält“. Damit verändere sich die Situation vollständig, führte Ackermann aus. „Jemand, der weiß, wie wir fühlen und empfinden, aber selbst nicht mächtiger ist als wir es sind, wäre zu wenig.“ Auch jemand, dessen Macht alle menschlichen Möglichkeiten übersteige, der aber bloß aus sicherer Ferne ruft, dass am Ende alles gut werde, wäre zu wenig. Die Weihnachtsbotschaft aber sagt: „Der Urheber des Lebens ist nun mitten im Spiel mit seiner göttlichen Macht und zugleich in menschlicher Verletzlichkeit.“

(JR)

 

 

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Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-103802 Thu, 24 Dec 2020 13:03:00 +0100 Gott ist nah https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-ist-nah/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_1227_HT_11c05b4e93.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann richtet einen Weihnachtsgruß an die Gläubigen im Bistum Trier. Trier – „Gott liebt das Leben. Deshalb hat er die Welt und den Menschen erschaffen. Er will, dass sich dieses Leben entfaltet und Erfüllung findet. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, wird er selbst ein verletzlicher Mensch bis in die letzte Konsequenz. Wenn wir in unseren Anliegen zu Gott rufen, dann weiß er, wovon wir sprechen.“ Das sagt Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Weihnachtsgruß an die Gläubigen im Bistum Trier.

In der am Nachmittag des 24. Dezember veröffentlichten Videobotschaft erinnert Ackermann daran, dass die Verheißung des Namens „Immanuel – Gott ist mit uns“ gerade auch in den dunkelsten Stunden gelte. „Gott ist nah“, betont der Bischof. Gottes Sorge um die Menschheit werden oft sichtbar in anderen Menschen. Daher lud Ackermann ein, in den Weihnachtstagen besonders an die zu denken, die im Dienst für andere stehen und Verantwortung für das Gemeinwesen tragen, aber auch an Menschen, die sich über die Feiertage besonders einsam fühlen.

Der weihnachtliche Videogruß ist ab dem Nachmittag des 24. Dezember unter www.bistum-trier.de abrufbar sowie im YouTube-Kanal des Bistums.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103797 Mon, 21 Dec 2020 16:09:52 +0100 Die Welt heilen – mit Musik und Gemeinschaft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-welt-heilen-mit-musik-und-gemeinschaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_Unbenannt-1_03_6ee3155389.jpg" width="150" height="83" alt="" />Ein Chor mit 150 Musikern aus der Region hat einen Song für Nächstenliebe und Solidarität produziert. Wittlich – Ein Zeichen der Hoffnung, Gemeinschaft und Nächstenliebe – auch über Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln hinweg: Über 150 Musikerinnen und Musiker aus der Region haben sich vor Weihnachten in einem großen virtuellen Chor zusammengetan und den berühmten Song „Heal the World“ von Michael Jackson gemeinsam aufgenommen und in einem Video veröffentlicht.

Die Idee zum Projekt kommt von der Band „at.tension“, jungen Musikerinnen und Musikern aus Wittlich und Umgebung, die sich auch als Gruppenleiterinnen in der Jugendarbeit der Pfarreiengemeinschaft engagieren. Schon 2019 initiierten sie ein ähnliches Großprojekt unter dem Titel #WILstaytogether, das für Toleranz und gegenseitige Achtung werben sollte und an dem sich damals 100 Musiker beteiligten. „Gerade jetzt, in diesen schweren Zeiten, sind es doch Werte wie Zusammenhalt und Nächstenliebe, die wir dringend benötigen!“, schrieb die Band in dem Aufruf, auch 2020 an den Aufnahmen zu „heal the world“ mitzuwirken. Denn das Jahr habe gezeigt, dass diese Botschaft nach wie vor genauso aktuell und wichtig sei wie vor einem Jahr. „Die Pandemie, anhaltender Rassismus, Terror und Krieg, Flüchtlingskrisen und Hunger sind nur einige Beispiele dafür, dass die Welt noch nicht so ist, wie wir sie uns wünschen“, so die jungen Bandmitglieder.

Am 18. Dezember war es so weit und das Musikvideo konnte online gehen – mit einer Beteiligung von über 150 Musikerinnen und Musikern übertraf es die Erwartungen des letzten Jahres. Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt habe man überlegt, ob es neben dem musikalischen Zeichen gelingen könne, die Welt mit dem Projekt wirklich ein Stück zu „heilen“, so die Band „at.tension“. Deshalb unterstütze der Projektchor mit dem Video die Aktion #CharityForPorta. Für jeden Click, den das YouTube-Video in den ersten 3 Wochen erhält, werden Sponsoren einen im Vorhinein genannten Betrag spenden. Das Geld werde dann direkt an #CharityForPorta gespendet und komme den Angehörigen der Opfer zugute.

Das Video ist unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=pWwVzwZ8KGk abrufbar.

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-103795 Mon, 21 Dec 2020 14:18:42 +0100 Seelsorgerisch, betend und liturgisch präsent sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seelsorgerisch-betend-und-liturgisch-praesent-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_dbk-logo_ba57743441.jpg" width="150" height="125" alt="" />Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine Arbeitshilfe "Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen" veröffentlicht. Bonn/Trier – Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 21. Dezember 2020 eine Arbeitshilfe zum gottesdienstlichen Umgang der Kirche mit sogenannten Großschadensereignissen veröffentlicht. Sie dient als praktische Handreichung für die Planung und Durchführung von Trauerfeiern und Gottesdiensten.

Immer wieder erschüttern Katastrophen die Gesellschaft. Naturkatastrophen und Ereignisse aufgrund menschlichen Versagens zählen dazu ebenso wie gezielte Angriffe auf Leib und Leben anderer, so zum Beispiel die Amokläufe von Erfurt (2002) und Winnenden (2009), die Tsunami-Katastrophen von 2004 und 2011, das Love-Parade-Unglück 2010 in Duisburg, der Germanwings-Absturz in den französischen Alpen 2015, der Amoklauf von München 2016, der Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz kurz vor Weihnachten 2016 oder die Amokfahrt in Trier am 1. Dezember 2020.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der auch Vorsitzender der Liturgiekommission der DBK ist, betont im Vorwort der Arbeitshilfe: „Angesichts solcher Taten und Geschehen ist es selbstverständlich und notwendig, dass die Kirche seelsorgerisch, aber auch betend und liturgisch präsent ist.“ Nach derart traumatisierenden Ereignissen komme daher auch den zentralen Gottesdiensten eine hohe gesamtöffentliche Bedeutung zu. „Durch das plurale Gepräge der Gesellschaft erübrigt sich kirchliches Handeln offensichtlich nicht“, hält Bischof Ackermann fest, „steht aber – ebenso offensichtlich – vor der Aufgabe, hierauf adäquat zu reagieren“. Hierzu gehöre auch die wachsende Erfordernis, bei Gedenk- und Trauerfeiern Angehörige anderer Religionen in geeigneter Weise einzubinden. „Dies alles bringt für uns als Kirche spezifische theologische und praktische Herausforderungen mit sich, für deren Bewältigung wir Bischöfe nun Orientierung geben wollen.“

Die Arbeitshilfe „Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen“ versteht sich als unmittelbar anwendungsbezogene Handreichung und richtet sich an alle kirchlichen Akteure und Entscheidungsträger, die – professionell oder im Akutfall – mit der Vorbereitung und Durchführung solcher Feiern befasst sind. Neben Fragen von Zeitpunkt und Form der Feier geht die Arbeitshilfe auch auf Fragen von Symbolik, Raum und Ritual sowie Angehörige, Notfalldienste und Opfer ein. Elemente einer Feier werden ebenso vorgestellt wie mögliche Räume für Trauergottesdienste. Außerdem werden Fragen der Medienarbeit behandelt. In einem Anhang bietet die Arbeitshilfe geeignete Bibelstellen für diese Form von Gottesdiensten und Bausteine für Trauerfeiern nach Katastrophen.

Die Arbeitshilfe „Trauerfeiern und Gottesdienste nach Katastrophen“ erscheint in der vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen Reihe Arbeitshilfen (Nr. 317) und kann im Internet auf www.dbk.de unter Publikationen bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

(red)

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103787 Thu, 17 Dec 2020 14:05:45 +0100 Zwischen Guerilla, Drogenkrieg und Strandfeeling https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwischen-guerilla-drogenkrieg-und-strandfeeling/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/c/csm_Adveniat_Padre-Luis-Carlos_Sankt-Helena-Schule_725aad9ade.jpg" width="150" height="100" alt="" />Adveniat-Gast Padre Luis Carlos berichtet den Schülerinnen und Schülern der St. Helena-Schule von seiner Arbeit mit jungen Menschen in Kolumbien. Trier – Tropische Palmen, ein Strand wie aus dem Urlaubskatalog und eine junge Kolumbianerin mit im Wind flatternden bunten Tüchern, die ein Lied über gegenseitigen Respekt singt: Das Musikvideo, das an diesem tristen grauen Dezembertag über die Leinwand flimmert, bringt fast so etwas wie exotisches Flair in die Sankt-Helena-Schule in Trier. Die Schülerinnen und Schüler, die hier ihre Ausbildung zu Erziehern absolvieren, sitzen coronakonform mit Maske und in gebotenem Abstand in der Aula. Sie sind an diesem Vormittag hier, um von dem diesjährigen Gast des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Padre Luis Carlos Hinojosa Moreno, mehr über die Situation der Menschen in Kolumbien zu erfahren. Was in der Bildsprache des Videos daherkommt wie eine schöne Werbung für die nächste Reise in den bevölkerungsmäßig zweitgrößten Staat Südamerikas, erhält jedoch durch den spanischen Song-Text eine tiefergehende Botschaft, die zusammengefasst ungefähr lautet: Wir leben in einem wunderschönen Land, aber vieles liegt im Argen und wir sehnen uns nach Respekt, nach gutem Zusammenleben, nach Frieden und einer Zukunft für junge Menschen.

Leben zwischen Guerilla und Paramilitärs

All das sind Themen, für die sich Padre Luis Carlos seit Jahrzehnten als Priester in seinem Heimatland und durch Partnerschaften mit Hilfsorganisationen wie Adveniat überall auf der Welt einsetzt. In der Pazifikregion Kolumbiens leben rund 162 Millionen Menschen, davon rund zwei Drittel Afrokolumbianer und 15 Prozent Indigene, erzählt Luis Carlos. In seinem Bistum Quibdó im Bundesland Chocó prägen seit Jahrzehnten Krieg und Gewalt das Leben der Menschen. „Die jungen Leute bei uns haben oft nur die Wahl: Schließe ich mich der Guerilla an, oder den Paramilitärs? Letztere halten das Land im Namen des Militärs oder der Großgrundbesitzer besetzt.“ Hinzu komme der Drogenhandel, den die meisten Gruppen zur Finanzierung ihrer Ziele nutzten. Seit Jahrzehnten leide sein Heimatland unter bewaffneten Konflikten; das Interesse der Mächtigen im Land gelte häufig nur den Bodenschätzen und nicht der eigenen Bevölkerung. Auch nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der größten Rebellenbewegung des Landes, der FARC, 2016, sei kein Friede eingekehrt. Andere bewaffnete und kriminelle Gruppen hätten das Machtvakuum in der überwiegend schwer zugänglichen Pazifikregion im Nordwesten Kolumbiens übernommen. „Die Schönheit Kolumbiens ist in Gefahr – und das sehen auch viele junge Menschen so. Einmal kamen zehn junge Männer zu mir – sie sollten von Drogenhändlern rekrutiert werden – und wollten das nicht. ‚Wir möchten eine bessere Zukunft‘, haben sie gesagt. Deshalb haben sie mich um die Hilfe und den Beistand der Kirche gebeten“, erzählt Luis Carlos, der seit zehn Jahren der Leiter der Sozialpastoral (ähnlich der Caritas in Deutschland) seines Bistums ist. „Wenn jemand aussteigen will und zu viel weiß, ist sein Leben in Gefahr. Die jungen Leute haben die Gruppe Allianca Urbana gegründet; sie arbeiten an Schulen sowie auf den Straßen mit Jugendlichen und möchten ein Vorbild für andere junge Leute sein.“

Schlüssel zu einer besseren Zukunft

Gerade in der derzeitigen Situation der Corona-Pandemie litten die Menschen noch mehr. „Die Situation im Chocó ist einfach nur schrecklich“, sagt Padre Luis Carlos. Das Gesundheitssystem sei marode, die Kontaktsperren würden kaum akzeptiert. „Und wer nicht zum Arbeiten rausgeht, hat nichts zu essen“, fasst der 50-Jährige die schier ausweglose Situation zusammen. Daher sei die Unterstützung durch Hilfsprojekte wie die Adveniat-Aktion doppelt wichtig. Für Padre Luis Carlos ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für alle das gegenseitige Verständnis und Lernen. Deshalb setzt er sich auch in der „Interethnischen Wahrheitskommission in der Pazifikregion“ (CIVP) ein, die die Versöhnung zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen anstrebt. Auch das Ausbildungskonzept für die Priesteramtskandidaten im Bistum Quibdó habe er entsprechend angepasst: Während des Einführungsjahres leben die künftigen Studenten am Stadtrand, um die Lebensrealität und die pastorale Wirklichkeit in den armen Gemeinden unmittelbar zu erleben. „Ich habe als junger Mann Anthropologie studiert, weil ich mich sehr für verschiedene Kulturen interessiere. Eine Zeit habe ich als junger Priester in indigenen Gemeinden gelebt und sehr viel von ihnen gelernt – wie man würdevoll leben kann im Einklang mit dem Land, der Natur und mit Gott.“ Denn auch ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt sei für die Menschen in ganz Lateinamerika überlebenswichtig: Verschmutzung der Flüsse, Abholzung der Wälder – all das raube den Menschen zusätzlich die Lebensgrundlage.

Für Padre Luis Carlos, der nun für zwei Jahre in Deutschland im Partnerbistum Aachen mit Adveniat und anderen Organisationen an der Partnerschaft mit Lateinamerika arbeitet, sind der Austausch und das Voneinander-Lernen der Kulturen entscheidend. Das Motto der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion „ÜberLeben auf dem Land“ bedeute ganz konkret für jeden fünften Menschen in Lateinamerika und der Karibik, ausgeschlossen und abgehängt zu sein. Auf die Frage der jungen angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Sankt Helena-Schule, wie sie von hier konkret helfen können, hat er mehrere Vorschläge: „Informieren Sie sich über Kolumbien, über Lateinamerika und die Menschen dort, unterschreiben sie Petitionen an EU, UN oder an die Regierungen Lateinamerikas, die den Klimaschutz und die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen fordern. Helfen Sie durch Spenden für Projekte wie die von Adveniat oder anderen Organisationen.“ Padre Luis Carlos Ziel? Dass das Leben für die arme Bevölkerung seiner Heimat ein klein wenig mehr so wird wie in dem Musikvideo.

Weitere Informationen gibt es unter www.adveniat.de/engagieren/weihnachtsaktion.

(sb)

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news-103783 Wed, 16 Dec 2020 16:30:39 +0100 Heller denn je: Die Welt braucht frohe Botschaft der Sternsinger https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heller-denn-je-die-welt-braucht-frohe-botschaft-der-sternsinger/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/c/csm_Digitaler_Sternsinger-Besuch_052cb4053b.jpg" width="150" height="99" alt="" title="Digitaler Sternsinger Besuch" />Die Sternsingeraktion wird wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen in veränderter Form unter dem Motto „kontaktlos – solidarisch – kreativ!“ stattfinden. Auch der Zeitraum ist verlängert. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Solidarisch sein, sich für andere einsetzen, und anderen Menschen einen Lichtblick in tristen Zeiten bescheren: Gerade jetzt scheint die Botschaft der Sternsinger aktueller denn je. Doch auch die Sternsingeraktion wird wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen in veränderter Form unter dem Motto „kontaktlos – solidarisch – kreativ!“ stattfinden, wie das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Träger der Aktion nun angekündigt haben.

Konkret bedeutet dies, dass ein „von Haus zu Haus gehen“ während der ausgesetzten Schulpräsenzpflicht (Stand aktuell im Saarland bis zum 10. Januar, in Rheinland-Pfalz bis zum 16. Januar) nicht stattfinden soll – zum Schutz besonders älterer Menschen. „Wir empfehlen den Sternsingergruppen, in der jetzigen Situation auf einen Besuch der Menschen an den Haustüren zu verzichten“, erklärten Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, und Domvikar Stefan Ottersbach, Bundespräses des BDKJ. Stattdessen setze man gemeinsam mit den Sternsingern in den bundesweit rund 10.000 Pfarreien auf ein kontaktloses Sternsingen mit alternativen Aktionsformen: So können Segensbriefe und -pakete zugeschickt oder verteilt werden, die Segensbotschaft digital aufgenommen oder in Gottesdiensten und Sternsinger-Andachten der Segen ausgegeben werden, etwa in Form von Segensaufklebern oder gesegneter Kreide. Auf der Website www.sternsinger.de/corona gibt es weitere Tipps für die Gruppen, wie die Aktion in Corona-Zeiten organisiert werden kann. Auf der Seite besteht zudem die Möglichkeit, eine Spendenaktion für die eigene Pfarrei anzulegen.

„Die Welt braucht eine frohe Botschaft und die Kinder in den Ländern der Einen Welt brauchen unsere uneingeschränkte Solidarität, die nicht an Landesgrenzen endet. Das zeigen wir dieses Jahr auch beim Sternsingen“, erklärt Ottersbach. Die Corona-Pandemie habe dramatische Folgen insbesondere in den Ländern des globalen Südens. Um den Gruppen vor Ort die Möglichkeit zu bieten, die neuen Konzepte umzusetzen, wird die Aktion bis zum 2. Februar verlängert. Der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg sagte, für den Fall einer Lockerung des Lockdowns Mitte Januar könne eventuell individuell vor Ort entschieden werden, ob Kinder und Jugendliche zum Sternsingen in kleinen Gruppen von maximal drei Personen unter Einhaltung der AHA-Regeln doch noch ausgesandt werden. Ein wesentliches Kriterium müsse dann die Inzidenzrate vor Ort sein. Der bistumsweite Aussendungsgottesdienst am 30. Dezember im Trierer Dom wird nicht stattfinden.

Der BDKJ im Bistum Trier informiert derzeit die Sternsingergruppen vor Ort über die neuen Entwicklungen. In einem Methodenkoffer für Kinder- und Jugendarbeit hat der BDKJ unter dem Padlet-Link www.t1p.de/Methodenkoffer-Jugendarbeit weitere Informationen zur Aktion zusammengestellt. Alle kontaktlosen Aktionsformen können unter dem Hashtag #hellerdennje gepostet und so zusammengeführt werden. Die Themenseite des Bistums zum Fest „Dreikönig“ (Epiphanie) ist unter https://t1p.de/Sternsinger zu finden.

(sb)

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news-103776 Tue, 15 Dec 2020 07:57:04 +0100 „Ihr könnt aus dem geschriebenen Wort etwas Lebendiges machen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ihr-koennt-aus-dem-geschriebenen-wort-etwas-lebendiges-machen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_Firmung_Leiwen_Gebert_sb_c4a83bd843.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zum Abschluss seiner Firmreise durch das Dekanat Schweich-Welschbillig firmte Weihbischof Franz Josef Gebert in der Pfarreiengemeinschaft Mehring. Leiwen – Über 200 Jugendlichen aus dem Dekanat Schweich-Welschbillig hat Weihbischof Franz Josef Gebert von Ende November bis Mitte Dezember das Sakrament der Firmung gespendet. Den Abschluss fand die Firmreise des Trierer Weihbischofs am 13. Dezember, dem dritten Advent, in der Pfarrkirche St. Stephanus in Leiwen, wo 15 junge Leuten aus der Pfarreiengemeinschaft Mehring gefirmt wurden.

In seiner Predigt sagte Gebert, die Firmung der Jugendlichen falle in eine schwierige Zeit, die für viele Menschen wirtschaftliche und persönliche Einschränkungen bedeute. In den letzten Monaten habe es wenig Grund zur Freude gegeben – gerade die Region um Trier stehe noch unter dem Schock der Amokfahrt, bei der fünf Menschen starben und viele verletzt wurden. Daneben beschäftige die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen die Menschen. Das Covid19-Virus sei letztlich nichts anderes als eine Lebensform, die wie alle anderen in der Natur versuche, sich durchzusetzen. Im Kampf um den besten Platz versuchten alle Spezies, sich eine Nische zu erobern, woraus am Ende eine Art Gleichgewicht in der Natur entstehe. Daneben gebe es aber eben auch ein Gleichgewicht und einen Frieden, der aus einer anderen Quelle komme: aus Gott. Oft stelle sich die Frage, wie Gott so viel Leid auf der Welt zulassen könne, wo denn der göttliche Beistand bleibe. Doch Gott sei eben kein Zauberer, der auf einen Knopf drücke und von außen die Welt verbessere. „Vielmehr gibt es im Inneren unserer Person einen göttlichen Funken, mit dem wir von uns aus in die Welt hinein wirken können. Der Geist Gottes bestärkt euch in euren Talenten und Fähigkeiten“, ermutigte Gebert die Jugendlichen. Die Firmung sei die Bestätigung, dass der Geist Gottes die jungen Menschen auf ihrem Weg begleite. „Gott hat einen Blick für all diejenigen, die nicht auf dem Siegertreppchen im Leben stehen und er braucht eure Begabungen und Fähigkeiten, die dann zu Werkzeugen werden und aus dem geschriebenen Wort des Evangeliums etwas Lebendiges machen. Das ist unsere Hoffnung und Zuversicht, dass das geschundene Gesicht der der Erde sich verwandeln kann durch gutes und richtiges Handeln.“

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news-103771 Sat, 12 Dec 2020 16:47:00 +0100 Menschenleben retten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/menschenleben-retten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_GH-2020-120x100-02-4c_42069caa2a.jpg" width="150" height="125" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft zur diesjährigen ADVENIAT-Weihnachtsaktion auf. Sie steht unter dem Motto „ÜberLeben auf dem Land“. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „Selten war die Weihnachtskollekte von ADVENIAT so wichtig wie in diesem Jahr!“, schreibt Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Aufruf zur diesjährigen ADVENIAT-Weihnachtsaktion unter dem Motto „ÜberLeben auf dem Land“. Denn die kirchlichen Partner vor Ort seien oft die Einzigen, die den Armen in Lateinamerika noch beistehen. Zusätzlich erschwert seit Monaten die Pandemie erheblich den täglichen Kampf ums Überleben. Adveniat hat in diesem Jahr besonders die arme Landbevölkerung Lateinamerikas und der Karibik in den Fokus seiner Weihnachtsaktion gerückt. Denn die Gesundheitsstationen in ländlichen Regionen sind oft miserabel ausgestattet. Es gibt dort kaum Diagnosemöglichkeiten, Medikamente und Fachpersonal. Durch das Zusammenleben in engen Hütten können die meisten Menschen keinen Abstand einhalten. Auch sauberes Wasser zum Trinken und Waschen fehlt oft. Zudem leiden Hunderttausende Hunger, weil sie wegen der Pandemie weniger oder gar keine Einkünfte mehr haben, erklärt Bischof Ackermann in seinem Aufruf. Dieser wurde am dritten Adventswochenende in allen Gottesdiensten verlesen. Darin bittet Bischof Ackermann um großzügige Spenden bei den Kollekten an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag, deren Erlöse der ADVENIAT-Weihnachtsaktion zu Gute kommen. Weitere Informationen gibt es unter www.adveniat.de und unter www.weltkirche.bistum-trier.de  
(aw)

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news-103773 Fri, 11 Dec 2020 14:53:00 +0100 Anziehend und glaubwürdig Kirche sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/anziehend-und-glaubwuerdig-kirche-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_IMG_1159_HT_41577fe7ed.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bischof Dr. Stephan Ackermann" />Bischof Dr. Stephan Ackermann blickt im Bistums-Podcast „Kreuz & Quer“ auf den bisherigen Verlauf der Synodenumsetzung. Trier – Lebendig, anziehend und glaubwürdig Kirche zu sein: „Darum geht es!“ Das sagt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann im Bistums-Podcast „Kreuz & Quer“, der ab 12. Dezember online ist unter www.bistum-trier.de, auf audioboom.com und beim Streaming-Dienst Deezer. Im Gespräch mit Stefan Weinert von der Rundfunkarbeit des Bistums Trier blickt er auf den bisherigen Verlauf der Synodenumsetzung, die neuen Pläne nach der römischen Intervention und die anstehenden Herausforderungen.

Nach den Diskussionen um die Pfarreienreform erwartet der Bischof auch Debatten etwa zu Fragen, die die Weitergabe des Glaubens oder das gottesdienstliche Leben betreffen – aus seiner Sicht die „spannenderen und wichtigeren Diskussionen“, bei denen es um zentrale Themen des Glaubensverständnisses gehe. Ackermann setzt künftig auf ein gutes und fruchtbares Zusammenspiel von Pfarreien und Pastoralem Raum: Die Pfarrei sei der Raum, in dem kirchliche Vollzüge gesichert seien – sie dürfe aber nicht „selbstgenügsam“ sein, sondern „beständig, im positiven Sinne zäh, aber auch flexibel“. Den Pastoralen Raum sieht der Bischof  als „Treiber“: Auf dieser Ebene sollen „im Respekt vor den Pfarreien“ die von der Diözesansynode vorgeschlagenen pastoralen Entwicklungen „befeuert und vorangetrieben“ werden. Ackermann nennt ausdrücklich das Konzept der vielfältigen „Orte von Kirche“, das für viele „eine Attraktivität“ habe und „Anklang gefunden“ habe: „Das trägt und bleibt!“

Auch wenn manches nicht in der ursprünglich geplanten Geschwindigkeit umgesetzt werden könne, blieben mit den nach der römischen Intervention veränderten Plänen die wesentlichen Anliegen der Synode nach wie vor gültig, sagt Ackermann: „eine Kirche, die sich für die Menschen einsetzt und die sich nicht im Binnenraum selber genügt“, die missionarisch sei und „mit einem bescheidenen Selbstbewusstsein die Frohe Botschaft in Wort und Tat verkündet“. Dass die Synode und ihre Umsetzung ein „Marathonprojekt, das langen Atem braucht“, sei, habe er schon früh gesagt, erinnert sich der Bischof – das Programm reiche für die gesamte Dauer seiner Amtszeit.

Seit Dezember 2013 produziert ein Autorenteam aus dem Bistum Trier unter dem Titel „Kreuz & Quer – der Podcast aus dem Bistum Trier“ jede Woche einen Audio-Beitrag zu aktuellen Themen aus christlicher Sicht. Die Beiträge werden jeweils samstags auf www.bistum-trier.de veröffentlicht. Zum aktuellen Podcast sind die Hörerinnen und Hörer eingeladen, an podcast(at)bistum-trier.de Rückmeldung zu geben, ob sie künftig regelmäßig einen Podcast mit Bischof Ackermann hören möchten und zu welchen Themen sie sich Beiträge wünschen.

(JR)

 

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news-103772 Fri, 11 Dec 2020 09:23:40 +0100 30 Jahre Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/30-jahre-teilhabe-am-arbeitsleben-fuer-menschen-mit-behinderung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_2020_Beratung_01_622ac58296.jpg" width="150" height="100" alt="" />Seit 30 Jahren unterstützt der Integrationsfachdienst des Caritasverbandes Menschen mit Einschränkungen beim Thema Arbeit. Trier – Menschen mit Behinderung treffen oft auf viele Hürden und Einschränkungen, die es ihnen schwerer machen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch gerade die Teilhabe am Arbeitsleben ist besonders wichtig, da sie eine gesellschaftlich integrierende Funktion hat. Hier setzt der Integrationsfachdienst (IFD) an: Seit nunmehr 30 Jahren unterstützt er Menschen mit Einschränkungen beim Thema Arbeit.

Eine von ihnen ist Anna S. Die 32-Jährige leidet unter sozialen Ängsten und arbeitet deshalb vornehmlich ohne Kundenkontakt in einem Unternehmen. Als sich das nach einer Versetzung ändert, meidet Anna fast alle Kontakte, schläft nicht mehr und grübelt nur noch vor sich hin. Schließlich wird sie krankgeschrieben. Als ihr Arbeitgeber sie nach zwei Monaten zu einem Gespräch einlädt, reagiert sie mit Panikattacken und Verzweiflung. Dann gibt ihr behandelnder Psychiater den Tipp, sich an den Integrationsfachdienst (IFD) zu wenden. Anna ist nur ein Beispiel unter vielen. Die Probleme und Hürden, die sich für behinderte Menschen bei der Arbeit oder auf dem Weg zu einem passenden Arbeitsplatz ergeben können, seien ebenso vielfältig wie Art und Grad ihrer Beeinträchtigungen, erklärt Reinhold Bittner, zuständiger Abteilungsleiter beim Caritasverband Trier. Um effektiv helfen zu können, seien Fachwissen, Flexibilität, Einfühlungsvermögen und eine gute und verlässliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gefragt. Die Anfänge des IFS reichen dabei zurück in die 1990er Jahre, als das Land Rheinland-Pfalz flächendeckend Psychosoziale Dienste einrichtete. Der Caritasverband Trier, der Katholische Verein für soziale Dienste (SKM Trier) und 2014 dann die Bürgerservice gGmbH als dritter Träger entwickelten daraus im Lauf der Jahre den IFD, der seit dem Jahr 2.000 bundesweit gesetzlich verankert ist. Der Caritasverband bietet als einziger Fachdienst im Arbeitsagenturbezirk Trier seine Angebote zudem auch für hörspracheingeschränkte Menschen an.

Hilfe in drei Schwerpunkt-Bereichen

Heute umfasst der IFD drei Schwerpunkte: Im Bereich „Übergang Schule-Beruf“ betreut der IFD Schulabgänger von Förder- und Schwerpunktschulen. „Früher führte der nachschulische Weg vieler Jugendlicher häufig direkt in die Werkstatt für behinderte Menschen“, berichtet Jacqueline Schneider, Leiterin des IFD Trier. „Wir helfen den jungen Leuten dabei, über die Analyse ihrer Talente und Neigungen geeignete Praktika und schließlich einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu finden.“ Der zweite Bereich ist die „Inklusionsinitiative“. Sie vermittelt Menschen mit Einschränkungen in Arbeit. Die Beraterinnen und Berater entwickeln je nach Neigungen und Fähigkeiten der Klienten gemeinsam mit ihnen Perspektiven, helfen bei Bewerbungen und können auch den Kontakt zum Betrieb herstellen. Menschen mit Behinderung, die bereits einen Arbeitsplatz haben, werden vom „Berufsbegleitenden Dienst“ (BBD) unterstützt – so etwa bei Konflikten im Betrieb, Leistungsproblemen, Rückkehr nach längerer Erkrankung oder drohender Kündigung. Zudem ist der Dienst ein wichtiger Ansprechpartner für Arbeitgeber bei Fragen zur Beschäftigung von behinderten Menschen.

Beim BBD findet auch Anna S. Hilfe: In der kostenlosen und vertraulichen Beratung erfährt sie Verständnis und gemeinsam werden Lösungen entwickelt. Die Beraterin begleitet Anna S. zum Gespräch mit dem Arbeitgeber und nach einer stufenweisen Wiedereingliederung in ihren alten Arbeitsbereich und mehrmonatiger Begleitung durch den BBD fühlt sich die junge Frau ihrer Arbeit wieder gewachsen und ist froh, weiterhin Teil des Unternehmens zu sein. „Natürlich können wir einen Erfolg nicht bei jedem individuellen Fall garantieren“, sagt Schneider. „Aber es ist immer wieder erstaunlich und erfreulich, wie viel geht, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Bei Fragen und Anliegen können sich Betroffene und Arbeitgeber an die Verbundkoordination beim Caritasverband Trier wenden unter Telefon 0651-2096-250.

(red/sb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-103767 Wed, 09 Dec 2020 12:13:18 +0100 Angst, Wut und Ohnmacht Raum geben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/angst-wut-und-ohnmacht-raum-geben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_OekAndacht_Gruppenbild_cl_102de532bc.jpg" width="150" height="74" alt="" />Polizeibeamte gedenken in ökumenischer Andacht mit Weihbischof Jörg Michael Peters der Opfer der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt vom 1. Dezember. Trier – “Mein Wohnzimmer ist kaputt.” Diese Beschreibung hat Polizeiseelsorger Hubertus Kesselheim vom Bistum Trier in der vergangenen Woche mehrfach gehört. Sie zeigt das innige Verhältnis vieler Trierer und Triererinnen zu „ihrer“ Innenstadt, wo ein Amokfahrer vor einer Woche fünf Menschen tötete und viele weitere verletzte. Auch für die Polizeibeamten ist dieser Einsatz nicht leicht zu verdauen. Eine Woche später haben sich am 8. Dezember daher rund 100 Polizistinnen und Polizisten zu einer ökumenischen Andacht in St. Maximin versammelt. Daran nahmen auch der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Polizeipräsident Rudolf Berg sowie der Landespolizeipräsident des Saarlandes, Norbert Rupp, teil, die somit ihre Wertschätzung und ihren Respekt für die Arbeit der Polizei ausdrücken wollten.

Die Andacht sollte Raum geben für “Not, Wut, Ohnmacht, Schmerz, Zweifel, Angst”, aber auch “für die Dankbarkeit, dass wir noch leben”, fasste Reinhard Behnke, Landespfarrer für Polizeiseelsorge der evangelischen Kirche im Rheinland, das Anliegen zusammen. In den Worten von Liedermacher Wolf Biermann stand die Frage im Raum: “Wie soll das gehen, uns nicht verhärten zu lassen in dieser harten Zeit?”
Lösungen und Antworten könne es an diesem Tag noch nicht geben, so Behnke – “aber sie werden sich einstellen, da bin ich gewiss.” Er schloss seine Ansprache mit dem tröstenden Gedanken: “Wir gehören zusammen. Die Last, die wir tragen, verbindet uns. Darin liegt die Chance, nicht zu verhärten.”

In Fürbitten gedachten die Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen der Opfer und beteten für die Ersthelfer und Augenzeugen sowie besonders für ihre Kolleginnen und Kollegen und die Rettungskräfte, die nach der Tat schwierige Entscheidungen treffen mussten und sich in den Ermittlungsarbeiten nach wie vor mit den Ereignissen konfrontiert sehen. Weihbischof Peters sprach zum Abschluss ein Gebet und bat Gott um seinen Segen für die Polizisten und Polizistinnen.

(cl)

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Trier bistum-trier Seelsorge
news-103765 Wed, 09 Dec 2020 10:33:56 +0100 Stellungnahme zur Suizidhilfe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/stellungnahme-zur-suizidhilfe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_Ethikrat_Bistum_2019_7ff9eae497.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der Ethikrat katholischer Träger beschäftigte sich mit der christlichen Kultur des Sterbens, medizinischer Behandlung und Suizidprävention, Suizidhilfe und der Palliativ-Versorgung. Vallendar – Der Ethikrat katholischer Träger im Bistum Trier (EKT) hat über seine Geschäftsstelle, das Ethik-Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), eine Stellungnahme zur Suizidhilfe herausgegeben. Diese trägt den Titel: „Suizidhilfe. Eine ethische Orientierung nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.2.2020 zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“. Darin beschäftigt sich der Ethikrat mit Aspekten wie der christlichen Kultur des Sterbens, medizinischer Behandlung und Suizidprävention, der Palliativ-Versorgung und natürlich den Problematiken geschäftsmäßiger Suizidhilfe, die nach der Empfehlung des Rates auch künftig in kirchlichen Einrichtungen nicht gestattet werden soll.

Die gesamte Stellungnahme ist über das Ethik-Institut online unter t1p.de/ethikrat-suizidhilfe sowie über den Buchhandel (ISBN 978-3-00-067345-0) erhältlich.

Der Ethikrat im Bistum Trier bearbeitet konkrete ethische Fragen von übergeordneter Bedeutung für seine Trägergesellschaften. Seine Geschäftsstelle ist das im Oktober 2006 an der PTHV gegründete Ethik-Institut Vallendar-Trier, dessen Arbeitsschwerpunkte auf der Medizin- und der Pflegeethik liegen.

Kontakt zum Ethikinstitut an der PTHV gibt es unter Tel.: 0261-6402-603 oder per E-Mail: i.proft(at)pthv.de
(red/sb)

 

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news-103764 Tue, 08 Dec 2020 15:59:06 +0100 „EinKlick frei“ bei TAFF-Benefizkonzert Classic meets Rock https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/einklick-frei-bei-taff-benefizkonzert-classic-meets-rock/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Einklickkarte_sb_a44aaba1cf.jpg" width="150" height="100" alt="" />Albert-Einstein-Gymnasium, eli.ja und Aktion Arbeit sammeln Spenden für benachteiligte Jugendliche. Bischof Ackermann verdoppelt alle Spenden, die bis Jahresende eingehen. Völklingen/Saarbrücken/Trier – Fundierte Bildung und Förderangebote, engagierte Eltern und eine Schulgemeinschaft, die fest zusammensteht: Darauf kann nicht jeder junge Mensch zurückgreifen. Um sich mit denen zu solidarisieren, die weniger gute Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben haben, veranstaltet das Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen in Kooperation mit der Jugendkirche eli.ja Saarbrücken das Benefizkonzert „Classic meets Rock“ für TAFF – eine Kampagne der Aktion Arbeit im Bistum Trier. Via Youtube-Link kann man das professionell vorproduzierte Event am 16. Dezember um 18.30 Uhr mitverfolgen und spenden. TAFF-Schirmherr Bischof Dr. Stephan Ackermann verdoppelt alle Spenden, die bis Jahresende für die Kampagne eingehen. 

Bekannter Entertainer rockt mit jungen Musikern aus Kirche und Schulgemeinschaft

Musikalisch kommen Klassikgenießer wie Rockfans bei dem rund einstündigen Konzert gleichermaßen auf ihre Kosten: Am Flügel performt der bekannte saarländische Musiker und Entertainer Andreas Nagel seinen brandneuen Song „Hunderttausend Wünsche“, härtere Klänge kommen von der Rockband des Albert-Einstein-Gymnasiums. An der einzigartigen Walcker-Orgel des Gymnasiums spielen und singen Musikerinnen und Musiker der Jugendkirche eli.ja sowie Studierende und Absolventinnen der Musikhochschule Saar. Mitbeteiligt sind außerdem ehemalige Absolventen des Gymnasiums. Die Moderation übernehmen die Siebtklässlerin Alisha Schmidt und ihr Klassenkamerad Kerem Ece. Grußworte kommen unter anderen von Bischof Ackermann und der saarländischen Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot. Insgesamt sind rund 30 Personen an der Organisation und Durchführung des Events beteiligt.

Bischof lobt großes Engagement

Bereits im Vorfeld des Events zeigte sich der Trierer Bischof beeindruckt von dem großen Engagement der jungen Künstlerinnen und Künstler, der Schulleiterin Dr. Doris Simon sowie allen Beteiligten. „Bei TAFF geht es darum, jungen Leuten zu helfen, die Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben haben.“ Umso schöner sei es, dass die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten einen Blick für ihre Altersgenossen hätten, denen ein unproblematischer Start ins Arbeitsleben verwehrt sei. Gerne sei er selbst vor Ort gewesen, um sich das Konzert anzuschauen, das ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant war. „Vielleicht gibt es aber nun noch mehr Hörer und Zuschauer, die in den Genuss dieses außergewöhnlichen Konzerts kommen“, hofft er. Weil ihm die TAFF-Kampagne ein „persönliches Anliegen“ sei, werde er alle Spenden verdoppeln, die bis zum 31. Dezember eingehen.

Das Konzert ist ab dem 16. Dezember, 18.30 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Jugendkirche eli.ja https://youtu.be/AqDaaHy6NIc freigeschaltet und kann bis zum 6. Januar 2021 aufgerufen werden. Die Kampagne TAFF (Talente flexibel fördern) der Aktion Arbeit im Bistum Trier fördert unterschiedliche Projekte, deren Ziel es ist, Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf eine gute Ausbildung zu ermöglichen und ihnen in schwierigen Übergangsphasen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weitere Informationen gibt es auf www.aktion-arbeit.de. Weitere Infos zur Jugendkirche gibt es auf www.eli-ja.de.

(ih)

 

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news-103760 Mon, 07 Dec 2020 17:43:00 +0100 Mariensäule als fester Orientierungspunkt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mariensaeule-als-fester-orientierungspunkt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/a/csm_mariensaeule_1_2016_RitaHeyen_01_8d0e97c5f7.jpg" width="100" height="150" alt="" />Bischof Ackermann hat die Weihe des Bistums an die Gottesmutter Maria erneuert. Dazu pilgerte er am Vorabend des Hochfestes Maria Immaculata zur Trierer Mariensäule. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 7. Dezember die Weihe des Bistums an die Gottesmutter Maria erneuert. Dazu pilgerte er am Vorabend des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter (Maria Immaculata) zur Trierer Mariensäule. Begleitet wurde er von einer kleinen Gruppe junger Frauen und Männer, die derzeit das Sprachen- und Orientierungsjahr „Felixianum“ im Trierer Priesterseminar absolvieren.

Im Gebet vertraute der Bischof der Gottesmutter die unter dem Corona-Virus leidende Welt an; und er betete für alle, die von der schrecklichen Amokfahrt in Trier am
1. Dezember betroffen sind. Auch die Situation des Bistums nahm der Bischof ins Gebet. „Als wir vor vier Jahren das 150-jährige Jubiläum der Mariensäule begangen haben, ist mir deutlich geworden, dass vielen Menschen in Trier die Mariensäule, hoch über der Stadt, ein fester Orientierungspunkt ist, der auch Heimat vermittelt“, sagte Bischof Ackermann im Blick darauf, was er mit der sogenannten Marienweihe zum Ausdruck bringen möchte. Gerade in diesen Tagen, in denen nicht nur die unmittelbar Betroffenen die grausamen Folgen der Gewalttat der letzten Woche zu verarbeiten haben, könne der bewusste Aufblick zu Maria eine Hilfe sein. „Sie ist das Urbild der Glaubenden. Sie hat als Mensch ihr Leben in allen Höhen und Tiefen Gott anvertraut. Deshalb ist es gut, wenn wir uns ihr anvertrauen.“

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news-103759 Mon, 07 Dec 2020 10:58:29 +0100 Strategien gegen die Angst https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/strategien-gegen-die-angst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/2/csm_Domwort_BischofAckermann-4_0766db03a3.jpg" width="150" height="84" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann spricht im "DomWort" von biblischen Erfahrungen gegen die Angst und erinnert daran, dass er den Vortrag halte unter dem Eindruck der Amokfahrt am 1. Dezember. Trier – Der Angst nicht ausweichen, sondern sich ihr stellen; sich nicht von der Angst beherrschen lassen, sondern ihr einen Platz im Leben zuzuweisen; Vertrauen gewinnen durch das Gebet und die Verbindung zu Gott; die Angst überwinden durch Hoffnung auf Sinn: Diese vier „Strategien“ gegen die Angst findet der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Bibel. Ackermann sprach unter dem Titel „Wie kann der Glaube helfen, unsere Ängste zu überwinden? Biblische Erfahrungen gegen die Angst“ bei der dritten Veranstaltung der Reihe „DomWort – Corona und die Folgen“ am 4. Dezember im Trierer Dom. Die Veranstaltung wurde aufgrund der Pandemiesituation aufgezeichnet und als Video zur Verfügung gestellt.

Der Bischof erinnerte daran, dass er den Vortrag halte unter dem Eindruck der schrecklichen Amokfahrt am 1. Dezember in Trier, bei dem fünf Menschen getötet und viele Menschen teils schwer verletzt wurden. Dadurch seien die Fragen nach der Pandemie für eine kurze Zeit in den Hintergrund gerückt. Er empfinde Corona inzwischen als „Hintergrundfolie unseres Alltags“, sagte Ackermann. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine Herausforderung gegeben, die die globale Gemeinschaft so in Atem halte wie die Pandemie.

Gott viel zutrauen

Bei der Frage nach der Rolle von Glaube und Kirche in dieser Krise dürfe man sich die Frage stellen: „Wird genug deutlich, dass gläubige Menschen nicht nur auf die menschlichen Fähigkeiten setzen, sondern in allem auch auf Gott vertrauen, weil sie ihm viel zutrauen?“ Ackermann nannte zahlreiche Beispiele aus der Bibel, die menschliche Ängste im Angesicht von Gefahr, aber auch von Ohnmacht und Versagen thematisieren. „Diese Glaubenserfahrungen haben einen beispielhaften Charakter für den Weg von Glaubenden aller Zeiten.“

Und so lehrten etwa die Erzählungen der Israeliten auf dem Weg aus der ägyptischen Sklaverei, die Erfahrungen der Jünger im Sturm auf dem See Gennesaret oder die Emmaus-Geschichte, der Gefahr nicht entfliehen zu wollen, sondern bewusst stehen zu bleiben und ihr ins Auge zu sehen. Wer sich frage, was genau ihn eigentlich verunsichere, könne leichter eine Strategie finden, die beim Umgang mit der Angst helfe. Immer wieder sage Jesus den Menschen zu: „Da ist einer, der ist stärker als Deine Angst. Deshalb ist Dein Leben mehr als die Angst. Deshalb bist Du mehr als Deine Angst.“ Der Angst einen Platz zuzuweisen, helfe dabei, nicht „kopflos zu werden, sondern die Vernunft zu bewahren, die wir in schwierigen Situationen dringend brauchen, um Lösungswege zu finden.“

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news-103738 Sat, 05 Dec 2020 16:06:00 +0100 15 Jahre Stiftung Lebensberatung: Wichtiger Stützpfeiler für Beratungsstellen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/15-jahre-stiftung-lebensberatung-wichtiger-stuetzpfeiler-fuer-beratungsstellen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/e/csm_Lebensberatung-Cochem_a0245a835b.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Lebensberatung Cochem" />Mit den Geldern der Stiftung Lebensberatung konnten die 20 Beratungsstellen des Bistums Trier ihr Angebot erweitern. Trier/Saarbrücken/Cochem – Konflikte mit dem Partner oder gar eine belastende Trennung, Streit innerhalb der Familie oder Schwierigkeiten bei der Kindererziehung – bei der Bewältigung all dieser Probleme sind die Beraterinnen und Berater der 20 Lebensberatungsstellen im Bistum Trier Ansprechpartner für Ratsuchende. Seit 15 Jahren unterstützt die Stiftung Lebensberatung dieses Angebot finanziell. Mit den Geldern wurden unter anderem die Ausstattung der Spielzimmer verbessert, technische Geräte angeschafft oder auch Fortbildungen der Mitarbeiter ermöglicht.

Das Bistum Trier hat die Stiftung Lebensberatung zum 1. Oktober 2005 als gemeinnützige Stiftung in der Treuhandverwaltung der Stiftung „Menschen in Not“ gegründet. Gestartet mit einem Startkapital von 100.000 Euro – von dem bereits fast die Hälfte von Privatpersonen eingebracht wurde– hat die Stiftung in den 15 Jahren insgesamt über 865.000 Euro an Zustiftungen erhalten. „Von Anfang an prägten kleine Beträge vieler Unterstützerinnen und Unterstützer die Entwicklung der Stiftung“, sagt Dr. Andreas Zimmer, Leiter des Bereichs der Beratungs- und Telefonseelsorgestellen im Bistum Trier. Auf Wunsch des Stifters werde das Geld einer konkreten Beratungsstelle zugerechnet, sodass die Möglichkeit besteht, eine bestimmte Einrichtung gezielt zu fördern.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Familienbildung Information Prävention Stiftungen Vermischtes
news-103755 Sat, 05 Dec 2020 06:39:00 +0100 BDKJ im Bistum Trier wählt Becker in Leitungsduo https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bdkj-im-bistum-trier-waehlt-becker-in-leitungsduo/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/5/csm_IMG_7259_c511b16fdb.jpg" width="150" height="131" alt="" />Rund 60 Delegierte der Jugendverbände im Bistum Trier wählen den 25-jährigen Matthias Becker zum Co-Diözesanvorsitzenden. Trier/Wittlich – In einer außerordentlichen Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) am 29. November haben rund 60 Delegierte der Jugendverbände im Bistum Trier den 25-jährigen Matthias Becker zum Co-Diözesanvorsitzenden gewählt. Die politische Leitung des Dachverbandes der katholischen Jugendverbände im Bistum Trier ist somit wieder vollbesetzt. Die Sitzung fand in digitaler Form statt. 

Herausforderungen in stürmischen Zeiten gemeinsam angehen

Becker, gebürtig aus Wittlich, ist seit Kindheitstagen Verbandsmitglied der Katholischen jungen Gemeinde (KjG). Von 2015 bis 2020 war er auf Diözesanebene in diversen Gremien tätig – zuletzt auch in der Diözesanleitung; in den vergangenen Jahren unterstützte er den BDKJ in dieser Funktion. Bei seiner Vorstellung betonte der gelernte Bankkaufmann, dass er sich „den Herausforderungen in diesen stürmischen Zeiten“ gemeinsam mit der amtierenden Diözesanvorsitzenden Lena Kettel und den Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsverbände stellen wolle.  Als Beispiele nannte er die synodalen Prozesse, Sparmaßnahmen, Covid-19 und die Zukunft der Boliviensammlung.  

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist der Dachverband von 13  katholischen Jugendverbänden und -organisationen im Bistum Trier. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Politik und Gesellschaft. Die Diözesanversammlung des BDKJ ist das höchste beschlussfassende Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum Trier.

Weitere Informationen gibt es bei Lena Kettel, Diözesanvorsitzende BDKJ Trier, Weberbach 70, 54290 Trier, Tel.: 0651-9771100 und auf www.bdkj-trier.de.

(red)

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news-103758 Fri, 04 Dec 2020 10:11:00 +0100 Synode umsetzen, statt sie aufzugeben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/synode-umsetzen-statt-sie-aufzugeben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/9/csm_f3408896_414eda0691.gif" width="110" height="150" alt="" />Der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten tagte online. Trier – Der Berufsverband der Pastoralreferentinnen und -referenten hat auf seiner jüngsten Sitzung Mitglieder seines Sprecherkreises neu gewählt. Weiter im Amt bleibt Sandra Baltes aus dem Dekanat Merzig. Neugewählt wurden Annette Bollig aus dem Dekanat Bernkastel und Niklas Hirtz aus dem Dekanat Kirchen. Altfried G. Rempe wurde für den Sprecherkreis wiedergewählt. Inhaltlich setzte sich der Berufsverband mit der Umsetzung der Bistumssynode, der Einrichtung eines Betroffenenbeirats und der Situation in Bolivien, dem Partnerland des Bistums, auseinander. Die Versammlung des Berufsverbandes, dem rund 220 Seelsorgerinnen und Seelsorger angehören, fand als Online-Konferenz statt.

Anders als teils in der Öffentlichkeit dargestellt, bestimme die Bistumssynode auch weiterhin den Weg der Kirche im Bistum Trier, betont der Berufsverband. Diakonisch-missionarisch für die Menschen da zu sein, sei der Auftrag an das Gottesvolk. Welche Struktur das Bistum sich, seinen Pfarreien und den anderen Orten von Kirche gebe, bleibe daneben aber auch wichtig. Die von der Bistumsleitung vorgelegten Pläne und Skizzen halten die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten des Bistums für nachvollziehbar und ausbaufähig.

Besonders wichtig findet der Berufsverband die Vorgabe, dass Pfarreien und Pastorale Räume sich so entwickeln sollen, wie es vor Ort möglich erscheint: verbindlich, aber ohne starre gesetzliche Regelungen. Die konkrete inhaltliche Neuaufstellung der Pastoral in den Pfarreien und anderen Orten von Kirche habe vielerorts schon begonnen und müsse endlich mit allen Kräften angegangen werden. Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten seien bereit und in der Lage, die Menschen und die Gruppen intensiv zu unterstützen.

Mit Blick auf Menschen, die selbst oder in ihrem Umkreis sexualisierte Gewalt in der Kirche erfahren haben, erwartet der Berufsverband gemeinsam mit dem Berufsverband der Gemeindereferentinnen und -referenten, dass der Betroffenenbeirat im Bistum Trier schnellstmöglich eingesetzt und arbeitsfähig werden soll. Er wäre eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die angekündigte Aufarbeitungs-Kommission zur intensiven Aufarbeitung der Verbrechen und des Umgangs der Verantwortlichen mit Tätern im Raum der Kirche bestellt wird und die Arbeit aufnehmen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen war Bolivien. Das Partnerland des Bistums Trier leidet mehrfach unter der weltweiten Corona-Pandemie. So sind im Bistum im Jahr 2020 fast alle Kleidersammlungen ausgefallen. Der Berufsverband wird daher 50 Prozent seiner Mitgliedsbeiträge aus diesem Jahr an die Bolivienhilfe des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier spenden, als kleinen Beitrag zum Ausgleich für die entgangenen Erlöse.

(agr/Tef)

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news-103751 Thu, 03 Dec 2020 12:09:00 +0100 Pfadfinderinnen und Pfadfinder rüsten sich für die Zukunft https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/pfadfinderinnen-und-pfadfinder-ruesten-sich-fuer-die-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_Sonja-Runge_Vorbereitung-auf-digitale-DiVers-mit-Care-Paket_01_32be9f96a1.jpg" width="150" height="108" alt="" title="Sonja Runge Vorbereitung auf digitale DiVers mit Care Paket 01" />Bei einer digitalen Diözesanversammlung wählten die beiden Pfadfinderverbände ihre neuen Referenten. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Digitale Abstimmungen, virtuelle Begegnungen, eine neue Website und ein verbesserter Auftritt in den sozialen Netzwerken: Vieles hat sich im letzten Jahr bei den Sankt Georgs-Pfadfinderinnen und -Pfadfindern geändert. Darüber und über weitere Themen tauschten sich die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und der Pfadfinderinnenschaft Stankt Georg (PSG) auf ihren Diözesanversammlungen am 21. November aus. Auch die Veranstaltungen selbst setzten mit Videokonferenzen, digitalen Abstimmungsmöglichkeiten und virtuellen Pausenspielen auf die neuen Medien. Viele Aktionen und Treffen der beiden Pfadfinderverbände mussten wegen der Pandemie 2020 online stattfinden. Allerdings hatte die Diözesanleitung der DPSG schon vor der Pandemie digitale Verbesserungen geplant: Die Website www.dpsg-trier.de wurde Anfang des Jahres neu gestaltet. Außerdem kam ein Instagram-Konto hinzu und der Facebook-Auftritt wurde verbessert.

Bei ihren Versammlungen verabschiedete die Diözesanleitung der DPSG Trier ihren Diözesanvorsitzenden Sebastian Kraus, und ernannte eine neue Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Angelika Witczak. Die PSG wählte sieben neue Referentinnen: Antonia Gerharz und Nicole Heintz für die Vertretungsarbeit beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Saskia Winkler und Sabrina Werb für Social Media, Nicole Bootz und Eva Weber für Aus- und Weiterbildungen und Jennifer Schmitt für Spirituelles. „Um für die Zukunft in stürmischen Zeiten gut aufgestellt zu sein, ist es ein großer Erfolg, dass sieben Referentinnen an die Spitze der PSG Trier in die Diözesanleitung gewählt wurden“, schreibt die Bildungsreferentin der PSG Trier, Monika Neumann.

Die neue BDKJ-Trier-Vorsitzende, Lena Kettel, besuchte beide Diözesanversammlungen im Videochat. Sie erzählte von der Arbeit des Dachverbands der katholischen Jugendverbände und umriss aktuelle Entscheidungen und Herausforderungen. So sei beispielsweise durch die Pandemie der Markt für gebrauchte Kleider zusammengebrochen. Daher können bis mindestens Mai 2021 keine Bolivien-Kleidersammlungen stattfinden. Gerade die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Bistum Trier trifft das sehr. „Die Kleidersammlungen waren immer ein besonderes Event“, erzählt Katrin Rinke, Diözesanvorsitzende der DPSG Trier. Denn bei der Aktion hätten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder nicht nur das Partnerland Bolivien unterstützen, sondern auch ihre Gemeinschaft untereinander stärken können.

Weitere Informationen zur DPSG im Bistum Trier gibt es auf www.dpsg-trier.de, per Telefon: 0651-9771180 und E-Mail: info(at)dpsg-trier.de, auf Facebook: www.facebook.com/dpsgtrier und Instagram: dpsg_dv_trier; und zur PSG auf www.psg-trier.de, oder bei Monika Neumann Tel.: 0651-9771161 und E-Mail: monika.neumann(at)psg-trier.de

(aw)

 

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news-103737 Mon, 30 Nov 2020 14:10:00 +0100 Jugendgottesdienste ausgezeichnet https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jugendgottesdienste-ausgezeichnet/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_JugendGottesdienstAward_Gottesdienst_StefanWeinert-png_290bdae81c.jpg" width="150" height="112" alt="" />Zum ersten Mal wurde im Bistum Trier der JugendGottesdienstAward verliehen. Gruppen aus Vallendar, Sinzig und Rappweiler haben gewonnen. Trier/Saarbrücken/Koblenz – „Einzigartig!“ unter dieser Überschrift hat der JugendGottesdienstAward im Bistum Trier gestanden, der nun im Rahmen einer digitalen Preisverleihung und eines Gottesdienstes vergeben wurde. Gesucht war der beste Jugendgottesdienst, der von Kindern und Jugendlichen im Alter bis 27 Jahren konzipiert wurde. Den ersten Preis hat eine Gruppe der Schönstatt-Bewegung aus Vallendar erhalten. Sie haben einen Online-Gottesdienst zur Nacht des Heiligtums eingereicht. Die Gruppe „Young Spirit“ aus Sinzig hat mit einer Open-Air-Eucharistiefeier den zweiten Platz belegt. Eine Gottesdienstreihe vom Team der Jugendkirche MIA aus Rappweiler, die sich mit Hollywood-Filmen befasst, landete auf dem dritten Platz. Das Preisgeld belief sich insgesamt auf 2300 Euro.

16 Gottesdienste wurden eingereicht; insgesamt beteiligten sich so mehr als 180 junge Christinnen und Christen an dem ungewöhnlichen Wettbewerb. Eingereicht wurden Jugendgottesdienste aus dem gesamten Bistum Trier; vom nördlichen Betzdorf, Rhens, Sohren und Ochtendung bis Merchweiler, Rehlingen und Saarbrücken und auch Trier war vertreten. Zum ersten Mal wurde solch ein Wettbewerb in der katholischen Kirche in Deutschland ausgeschrieben.

Für Initiator Domvikar Tim Sturm hatte der Preis gleich mehrere Ziele. „Die Jugendlichen wurden darin geübt, über ihren Glauben zu sprechen. Zudem wurden die jungen Menschen dadurch angeregt, selbst Gottesdienste zu planen. Und vielleicht konnten wir sogar das Interesse an Theologie, Liturgie und kirchlichen Berufen wecken“. Einen Preis für Gottesdienste auszuloben sei zwar ungewöhnlich, „aber aus der Realität wissen wir: Jeder, der zum Gottesdienst geht, trifft eine innere Bewertung: Was fand er oder sie gut am Gottesdienst? Was hat ihn oder sie gestört?“, erklärt Pfarrer Sturm. Abgestimmt haben sich die die Verantwortlichen mit dem Liturgie-Referat des Bistums und dem Deutschen Liturgischen Institut. Dabei wurden unterschiedliche Bewertungskriterien herausgearbeitet, nach denen eine acht-köpfige Jury ihre Punktevergabe vornahm. „Und auf dieser Grundlage konnten wir das gut verantworten und machen“, betont Sturm:

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Preisverleihung und der Gottesdienst aus der Trierer Kirche St. Paulus in einer Videokonferenz gestreamt. „Auch wenn wir räumlich getrennt sind, sind wir verbunden“, sagte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der auch Schirmherr der Aktion war. „Als Bischof bin ich besonders berührt, mit wie viel Engagement und Herzblut ihr euren Glauben teilt und lebt“, dankte Ackermann. Das Bistum Trier sei der eigentliche Gewinner des Awards, „denn wir wurden beschenkt durch den Reichtum an Gottesdienstkonzepten und persönlichen Glaubenszeugnissen, die ihr eingereicht habt“.

 

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