Bistum Trier - Redaktion Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Wed, 17 Oct 2018 17:27:19 +0200 Wed, 17 Oct 2018 17:27:19 +0200 Bistum Trier news-94158 Tue, 16 Oct 2018 15:48:25 +0200 Second-Hand-Shopping für Bolivien http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/second-hand-shopping-fuer-bolivien/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_hemdundhose_markt_saarburg-1_8a8ddbefa6.jpg" width="109" height="150" alt="" />Der "2nd Hemd und Hose"-Markt Anfang November im Jugendzentrum in Saarburg lockt mit einem bunten Rahmenprogramm. Trier/Saarburg – Am ersten Wochenende im November findet im Jugendzentrum am Bahnhof in Saarburg der „2nd Hemd und Hose“-Markt statt. Organisiert wird „der etwas andere Kleidermarkt“ vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier.

Am Samstag, den 3. November, lädt der Markt von 16 bis 23 Uhr zum Late-Night-Shopping ein. Der Sonntag, 4. November, beginnt mit einem Jugendgottesdienst um 10 Uhr mit anschließendem Früh-S(c)hoppen bis 16 Uhr.

Ausrangierte Kleidungsstücke wurden im Vorfeld der Aktion gesammelt und können dort zu günstigen Preisen erworben werden. Die Verkaufsaktion der BDKJ Trier setzt bewusst Akzente für einen zukunftsfähigen und nachhaltigen Umgang mit Gebrauchtkleidung. So kann man nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch den Müllberg reduzieren. Zwischen den sämtlich gut erhaltenen Kleidungsstücken stolpert man sogar über ausgefallenen Einzelstücke wie Brautkleider, Hüte oder Fastnachtskostüme, die Modebewusste sonst vergeblich suchen.

Als Ergänzung zur Bolivien-Kleidersammlung geht der gesamte Erlös an die zwei Partnerorganisationen des Bundes der Katholischen Jugend Deutschlands in Bolivien: Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterstützt über 30 Bildungsprojekte in ländlichen Regionen. Die Jugend- und Berufspastoral der Bolivianischen Bischofskonferenz koordiniert die jugendpastorale Arbeit in ganz Bolivien.

Das Hauptevent Kleidermarkt wird flankiert von einem bunten Rahmenprogramm mit Spielangeboten für Kinder bis hin zu Live-Musik. Die Besucherinnen und Besucher können sich mit süßen und herzhaften Snacks und Getränken stärken.

Weitere Informationen gibt es beim BDKJ, Diözesanstelle Trier, Referat für Bolivienpartnerschaft und Entwicklungspolitik, Weberbach 70, 54290 Trier, Tel.: 0651-9771-100, E-Mail: bolivienreferat(at)bdkj-trier.de oder online unter www.bdkj-trier.de und www.boliviensammlung.de.

(ih)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-94129 Mon, 15 Oct 2018 16:05:16 +0200 Neue Theologieprofessoren an Universität des Saarlandes http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-theologieprofessoren-an-universitaet-des-saarlandes/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Theologieprofessoren_526a0f0509.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zum Wintersemester 2018/19 nehmen die beiden Theologieprofessoren Udo Lehmann und Christoph Nebgen ihre Arbeit an der Universität des Saarlandes auf. Saarbrücken/Trier – Die beiden Theologieprofessoren Udo Lehmann und Christopher Nebgen nehmen zum Wintersemester 2018/19 ihre Arbeit an der Universität des Saarlandes auf. Zuvor waren sie zu Gast beim Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und legten vor ihm das Glaubensbekenntnis ab.

Professor Udo Lehmann studierte Katholische Theologie an den Universitäten Bonn und München sowie Sozialwissenschaften an der Universität Bochum. 2006 promovierte er im Bereich der Wirtschaftsethik zum Thema „Ethik und Struktur in internationalen Unternehmen“ an der Universität Bochum. Dort habilitierte er sich 2013 im Bereich der Gerechtigkeitsforschung. Lehrstuhlvertretungen und -aufträge führten ihn unter anderem an die Universitäten Münster, Erfurt, Duisburg-Essen, Bonn und Marburg. Außerdem forschte und lehrte er 2014 am Center for Ethics Education der Fordham University in New York City. Besondere Forschungsinteressen von Udo Lehmann liegen in der Wirtschafts- und Unternehmensethik sowie der politischen Ethik. An der Universität des Saarlandes hat Lehmann seit Juli 2018 den Lehrstuhl für Sozialethik und Praktische Theologie inne. Eine besondere Aufgabe der Lehre sieht er darin, die Wertgrundlagen einer freiheitlich-pluralen Demokratie wissenschaftlich zu vermitteln und zu diskutieren. 

Professor Christoph Nebgen wurde 1975 geboren und studierte von 1996 bis 2001 katholische Theologie, Geschichtswissenschaft und Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. 2001 legte er sein Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Mainz ab. Danach hatte er für zwölf Monate einen Forschungs- und Studienaufenthalt an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Von 2003 bis 2006 arbeitete er im DFG-Projekt „Jesuitenmissionar“ der Johannes Gutenberg Universität Mainz und forschte unter anderem in Spanien, Venezuela, Chile und Kolumbien. Seit 2007 war Nebgen wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und hatte Lehraufträge an der Universität des Saarlandes und der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. An der Universität des Saarlandes hat Nebgen nun den Lehrstuhl für Kirchen- und Theologiegeschichte inne. 

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news-94126 Mon, 15 Oct 2018 14:53:49 +0200 „Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fuer-eine-welt-in-der-wir-gut-und-gerne-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/4/csm_politischer__a63d95a8c5.jpg" width="134" height="150" alt="" title="Politischer " />Die am 26. Oktober in der Autobahnkirche in Wittlich beginnende Veranstaltungsreihe des Katholikenrates möchte Politiker und Ehrenamtliche ins Gespräch bringen. Trier – In welcher Welt möchten wir gerne leben? Was kann die Politik und was kann jeder einzelne tun, um sie angesichts vieler negativer Entwicklungen wie Kriegen, zunehmendem Rechtspopulismus, fortschreitendem Klimawandel und der ungleichen Verteilung von Macht und Reichtum ein Stück besser zu machen? Der Katholikenrat im Bistum Trier will dieser Frage mit einer Veranstaltungsreihe nachgehen und bringt unter dem Titel „Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben“ Politiker und Ehrenamtliche zusammen. Der Auftakt ist am Freitag, 26. Oktober um 18 Uhr in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul in Wittlich. Initiativen wie der Arbeitskreis „Eine Welt“ aus Wittlich, der Demeterhof in Breit, die Gruppe Pax Christi und die Initiative Foodsharing werden ihre Arbeit und ihre Visionen präsentieren und auf Politiker verschiedener Parteien treffen. Dieter Burgard, Beauftragter für Jüdisches Leben und Antisemitismus der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, MdB Patrick Schnieder von der CDU Bitburg, Jutta Blatzheim-Roegler, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im Landtag und Michael Frisch von der AfD Trier haben bereits zugesagt, mit den vorgestellten Gruppen und Projekten über deren Engagement ins Gespräch zu kommen und sich den Fragen des Publikums zu stellen.

Weitere Veranstaltungen der Reihe sind in Otzenhausen, Vallendar, Waxweiler und Waldbreitbach sowie Bernkastel-Kues geplant. Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle des Katholikenrates, Tel.: 0651-7105-591 oder -284, E-Mail: katholikenrat(at)bistum-trier.de

(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Kirchliche Räte Politik / Gesellschaft
news-94039 Fri, 12 Oct 2018 10:56:37 +0200 Wohin mit meiner alten Brille? http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wohin-mit-meiner-alten-brille/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_Brillenspende_Ackermann_d396e0aa85.jpg" width="150" height="100" alt="Ackermann spendet alte Brille" title="Ackermann spendet alte Brille" />Die alte Brille ist noch gut erhalten, verstaubt aber im Schrank? Bei der Aktion "Brillen weltweit" findet sie einen neuen Zweck. Bischof Ackermann ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Trier – Am Welttag des Sehens, dem 11. Oktober, ist eine Brillenspende-Box der Aktion „Brillen weltweit: Sehen – Handeln – Helfen“ in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) aufgestellt worden. Prominenter erster Spender war Bischof Stephan Ackermann.

Oft ist sie noch in passablem Zustand, wurde jahrelang gepflegt und hat sich als zuverlässiger Begleiter im Alltag bewährt, doch irgendwann kommt der Tag, an dem sie ausgedient hat: die Brille. Bei dem einen verändern sich die Dioptrienwerte, der andere sehnt sich schlicht nach modischer Veränderung. Aus welchem Grund auch immer das alte Modell dem neuen weichen muss, am Ende steht die Frage: Wohin mit meiner alten Brille? Darauf gibt Carlo Wagner, Augenoptikermeister aus Koblenz, gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann und Martin Ludwig, Leiter der Arbeitsstelle „Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier“, eine einfache Antwort: „Ab damit in die Spendenbox!“

Denn mit der Brillenspende kann man gleich dreierlei Gutes tun: In erster Linie wird denen geholfen, die sich keine Brille leisten können – und das in insgesamt 65 Ländern. Zweitens helfen die Brillenspender Menschen in Deutschland. Denn die Brillen müssen aufgearbeitet werden, bevor sie den Weg zu ihren neuen Besitzern finden. Das übernehmen momentan 32 Frauen und Männer in einem Integrationsunternehmen. Die Spende komme also nicht nur Bedürftigen in verschiedensten Ländern der Welt zugute, sondern unterstütze Menschen dabei, auf dem deutschen Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, erklärt Wagner. Der dritte Aspekt nütze allen, denn da die Brillen fachgerecht aufbereitet werden, reduziert sich der Müllberg. Und der ist gar nicht mal so klein, denn „97% aller Altbrillen landen im Restmüll“, verrät Wagner.

Fast zwei Drittel aller Deutschen tragen eine Brille, doch auch Menschen ohne Sehschwäche können die Aktion unter der Trägerschaft des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V. unterstützen, erläutert Wagner, der sich seit 33 Jahren ehrenamtlich für die Aktion engagiert: „Jeder kann Brillen sammeln und zur Sammelstelle nach Koblenz schicken.“ Auch könne man den Optiker vor Ort bitten, eine Spendenbox aufzustellen oder einfach Geld spenden, mit dem wichtige Anschaffungen wie Ultraschallgeräte zum Säubern der Brillen finanziert werden.

Im letzten Jahr konnten die ehrenamtlichen Helfer von „Brille weltweit“ 500.000 Sehhilfen an Bedürftige weiterleiten, für 2018 rechnet Wagner mit etwa 600.000. Fünf davon stammen von Bischof Ackermann, der schon seit Jahrzehnten seine alten Modelle sammelt und sich freut, dass sie nun nutzbringend weiter verwendet werden. Bei wem genau die Brillen des Bischofs letztlich ankommen, lässt sich kaum nachverfolgen. Sicher sei aber, dass sie den Empfängern zu neuer Lebensqualität verhelfen werden, so Wagner.

Die Spendenbox in der Cafeteria des BGV ist öffentlich zugänglich. Weitere Informationen zur Aktion und die Standorte der Spendenboxen gibt es unter www.brillenweltweit.de

(ih)

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news-94036 Fri, 12 Oct 2018 09:04:27 +0200 Weihbischof Gebert firmt Jugendliche in der Eifel http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-firmt-jugendliche-in-der-eifel/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/a/csm_Gebert-nah-Rechtetest_1a6c45eb85.jpg" width="150" height="105" alt="" />Im Rahmen seiner Firmreise durch das Dekanat Vulkaneifel wird Weihbischof Franz Josef Gebert rund 500 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden. Prüm – Rund 500 Jugendlichen im Dekanat Vulkaneifel wird Weihbischof Franz Josef Gebert Ende Oktober und Anfang November das Sakrament der Firmung spenden. Dabei sind folgende Termine geplant:

Samstag, 20. Oktober um 15.30 Uhr in St. Nikolaus, Daun; Sonntag, 21. Oktober um 10.30 Uhr in St. Martin, Hillesheim; am Samstag, 27. Oktober um 15.30 Uhr in St. Vincentius, Kelberg und am gleichen Tag um 18.30 Uhr in St. Dionysius, Lissendorf; am Sonntag, 28. Oktober um 10.30 Uhr in St. Josef, Stadtkyll; am Sonntag, 4. November um 10.30 Uhr in Maria Himmelfahrt, Üxheim; am Samstag, 17. November um 15.30 Uhr in St. Anna, Gerolstein und am gleichen Tag um 18.30 Uhr in Kreuzerhöhung, Darscheid sowie am Sonntag, 18. November um 10.30 Uhr in St. Andreas, Gillenfeld.

Im Dekanat Vulkaneifel leben derzeit rund 43.000 Katholiken in sieben Pfarreiengemeinschaften.

(sb)

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news-94020 Thu, 11 Oct 2018 14:48:09 +0200 Engagement ist ungebrochen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/engagement-ist-ungebrochen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_IMG_1959_7e3af5d8b2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mehr als 2.200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Bistum setzen sich beinahe täglich für die Bedürfnisse von geflüchteten Familien, jungen Erwachsenen und Kindern ein. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der ehrenamtliche Einsatz für Flüchtlinge im Bistum Trier ist ungebrochen: Mehr als 2.200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzen sich beinahe täglich für die Bedürfnisse von geflüchteten Familien, jungen Erwachsenen und Kindern ein. Alleine im Jahr 2017 fragten rund zwei Drittel dieser Ehrenamtlichen die Beratungsdienste des „Willkommens.netz“ an, um durch individuelle Gespräche Schwierigkeiten in ihrem Dienst zu lösen und zu verbessern. Das hat das vom Bistum Trier und dem Diözesan-Caritasverband getragene „Willkommens.netz“ jetzt in seinem Jahresbericht veröffentlicht.  

Das ehrenamtliche Engagement bestehe vielfach seit langer Zeit und zeichne sich durch hohe Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Geflüchteten und den Notwendigkeiten vor Ort aus. Seit 2016 hat sich die Unterstützung der Ehrenamtsarbeit durch professionelle Strukturen der Ehrenamtskoordinatoren verfestigt. So sei den meisten Ehrenamtlichen bewusst, dass sie sich bei Schwierigkeiten an Ansprechpartner vor Ort wenden könnten, die ihnen helfen, mit emotionalen Herausforderungen umzugehen. Die Ehrenamtlichen erlebten in ihrer Arbeit die täglichen Probleme der Geflüchteten mit – ob es um die Wohnungssuche, Krankheiten wie Depressionen, die Angst vor der Rückführung oder um Fragen der Familienzusammenführung gehe. Zudem seien sie oft Anfeindungen oder Unverständnis gegenüber ihrem ehrenamtlichen Dienst ausgesetzt. Diese Entwicklung habe sich in den vergangenen Monaten verstärkt.

Das „Willkommens.netz“ organisiert den regelmäßigen Austausch mit Beratungsdiensten und bietet Schulungen zum Umgang mit Geflüchteten aus unterschiedlichen Kulturen. Diese Angebote werden durch die Ehrenamtlichen gut angenommen, was die Kooperation zwischen den Beratungsdiensten der Caritas, den Ehrenamtskoordinatoren und den Ehrenamtlichen vor Ort stark verbessert hat. Erfreulich sei, dass sich inzwischen Geflüchtete selbst ehrenamtlich engagieren, um ihre guten Erfahrungen weiterzugeben. Im Jahr 2017 schulten die eingesetzten Ehrenamtskoordinatoren 250 Hauptamtliche, so etwa Mitarbeiter aus Jobcentern, Schulen, KiTas, Hebammen und Ärzte. Außerdem unterstützten die Ehrenamtskoordinatoren und das „Willkommens.netz“ 60 Informationsveranstaltungen und 40 Schulungen. Dabei ging es vor allem um die Bereiche Wohnen, Arbeit, Sprache, Familienzusammenführung, Führerschein und Ausbildung im Handwerk. Besonders die Arbeits- und Ausbildungszugänge bildeten einen neuen Schwerpunkt. Daran sei zu erkennen, dass sich die Aufgaben im „Willkommens.netz“ wandeln: Von der Erstversorgung (Wohnen, Kleidung) hin zu konkreten Hilfestellungen für eine dauerhafte Integration (Arbeit, Sprache, Alltagsorganisation in Schulen und Kindergärten). Stark im Fokus stehen 2018 die Themen „Abschied und Loslassen“ sowie die deutliche Positionierung gegen rechten Populismus.

Neben der vernetzenden Arbeit für die Ehrenamtlichen finanziert das Willkommensnetz auch elf Vollzeitstellen in der Flüchtlings- und Verfahrensberatung selbst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berieten 3.900 Geflüchtete, davon rund zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Die meisten von ihnen kamen aus Syrien (45 Prozent), gefolgt von Afghanistan und Eritrea (jeweils 10 Prozent). Insgesamt sei aber die Zahl der Geflüchteten aus Syrien im Vergleich zu 2016 um 74 Prozent gesunken. Der Großteil der beratenen Männer und Frauen war im erwerbsfähigen Alter, nur knapp ein Prozent war 65 Jahre und älter. Inhalt der Beratungen waren vor allem die Themen Asylverfahren, Familienzusammenführung und Gesundheit. Weiterhin bestehe ein hoher Beratungsbedarf, wobei die Themen immer komplexer werden und die individuellen Fragen eine zeitlich aufwendigere Beratung erfordern, wie der Jahresbericht erläutert. 

Das „Willkommens.netz“ lädt Hauptamtliche und Ehrenamtliche aus Kirche, Zivilgesellschaft und Politik sowie alle Interessierten am 17. November 2018 von 9.30 bis 16 Uhr zur sechsten Flüchtlingskonferenz in Trier ein. Im Mittelpunkt steht das Thema „Integration durch soziale Teilhabe“ und wie diese praktisch umgesetzt werden kann. Dazu wird es unter anderem eine Gesprächsrunde mit Miguel Vicente, dem Beauftragten für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz, Klaus Kunz, Stabstelle für Integration im Saarland, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sowie Anja Peters, Leitung der Abteilung Soziale Sicherung und Teilhabe im Caritasverband geben. Weitere Informationen finden sich unter: www.willkommensnetz.de.

(sb)

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news-94016 Thu, 11 Oct 2018 12:11:21 +0200 Königlicher Besuch im Trierer Dom http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/koeniglicher-besuch-im-trierer-dom-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_koenigspaar_dom_16c67d0221.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Rahmen ihres Besuches in Rheinland-Pfalz stand für das niederländische Königspaar auch ein Besuch im Trierer Dom und der Liebfrauenkirche auf dem Plan. Trier – Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima ist zu Besuch in Rheinland-Pfalz. In Trier stand unter anderem ein Besuch des Trierer Doms und der Liebfrauenkirche auf dem königlichen Reiseplan.

„Ich hatte den Eindruck, dass das Königspaar wirklich interessiert war“, berichtet der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann von der Begegnung. Er ging bei einer kurzen Führung durch die Mutterkirche des Bistums auf die Geschichte des Doms und seine Architektur ein. „Hier gibt es durchaus eine Verbindung zu Holland“, sagte der Bischof. Egbert von Trier war von 977 bis 993 Erzbischof von Trier und stammte aus Holland. Hauptwerke von ihm sind der auch als Egbert-Schrein bezeichnete Andreas-Tragaltar im Trierer Domschatz und ein Evangeliar, ein Buch mit Textabschnitten der Evangelien, welches für Egbert angefertigt wurde. Er schenkte es der Trierer Abtei St. Paulin in Trier. Mittlerweile ist der Codex Egberti in einer Dauerausstellung der Stadtbibliothek ausgestellt.

Für den König war es nicht der erste Besuch in Trier. Vor seiner Thronbesteigung war Willem-Alexander bereits zu Gast in Trier, antwortete der König auf die Frage des Bischofs.

Der Verwalter der Pfarrei Liebfrauen, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, führte das Paar anschließend durch die angrenzende Liebfrauenkirche.

„Wir konnten zeigen, dass Trier, der Dom und die Liebfrauenkirche einen Besuch wert sind“, so Bischof Ackermann.

Nach der Besichtigung der Kirchen folgte ein Besuch in Karl-Marx-Ausstellung im Landesmuseum.

(jf)

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news-93950 Mon, 08 Oct 2018 16:05:19 +0200 Früchte der Erde und der Freundschaft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fruechte-der-erde-und-der-freundschaft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/e/csm_gottesdienst_3_361b4a21f9.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Erntedankgottesdienst im Trierer Dom ist die Bolivien-Partnerschaftswoche zu Ende gegangen. Trier – Mit einem Pontifikalamt mit dem bolivianischen Kardinal Toribio Ticona Porco und Bischof Dr. Stephan Ackermann ist am 7. Oktober die diesjährige Bolivien-Partnerschaftswoche zu Ende gegangen. Im Gottesdienst am Erntedankfest im Dom ging es auch um die langjährige Partnerschaft und die Begegnung mit den bolivianischen Gästen, die seit dem 30. September an vielen Orten des Bistums zu Austausch und Begegnung zu Gast waren. Die Erntedank-Kollekte an diesem Tag kommt traditionell der Partnerkirche zugute, die diesmal Projekte rund um das Thema „Lebensgut Wasser" fördert.

„Ich danke Ihnen allen für die vielen Jahre der Partnerschaft, die Sie für Bolivien gewirkt haben“, sagte Kardinal Ticona Porco und hob die Jahrzehnte währende Solidarität der Trierer Kirche und der vielen Unterstützer hervor. So wie die Erde habe auch die Partnerschaft viele Früchte getragen, betonte der Kardinal mit Blick auf das Erntedankfest. „Die Welt braucht heute Zeichen wie diese Partnerschaft.“

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news-93949 Mon, 08 Oct 2018 15:36:35 +0200 Begegnung stärkt Partnerschaft zwischen Bistum und Bolivien http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/begegnung-staerkt-partnerschaft-zwischen-bistum-und-bolivien/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_Boliven-Partnerschaftstag_197e06fd59.jpg" width="150" height="113" alt="" />Unter Mitwirkung von Kardinal Toribio Ticona Porca und Bischof Dr. Stephan Ackermann fand in Trier ein Partnerschaftstag anlässlich der Bolivien-Partnerschaftswoche statt. Trier - Die Kirche im Bistum Trier ist untrennbar mit Bolivien verbunden. Das machte Bischof Dr. Stephan Ackermann am Samstag, 6. Oktober, vor über 70 Gästen aus beiden Ländern deutlich. Die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier hatte zum Ende der Partnerschaftswoche zu einem Partnerschaftstag mit Workshops, Diskussionen, gutem Essen und einer Andacht geladen. Als Ehrengast auf bolivianischer Seite war der erst am 28. Juni zum Kardinal ernannte Toribio Ticona Porca dabei.

Bei der von Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche, geleiteten Diskussion bekräftigten Ackermann und Ticona die Bedeutung der Partnerschaft für die beiden Kirchen. Wer im Bistum Trier aufwachse, wachse auch mit Bolivien auf, erklärte der Bischof zu Beginn und stellte fest, dass ihm der eigentlich fremde Kontinent Südamerika bei seinem ersten Besuch 2010 daher gar nicht so fremd vorgekommen sei.

Auch die Gäste aus Bolivien, die im Vorfeld des Partnerschaftstages eine Woche in Deutschland verbrachten, nehmen wertvolle Eindrücke mit in ihre Heimat. So zitierte Padre Damián Oyola aus Potosí den Besuch in den Westeifelwerken als besonders beeindruckend, „weil Menschen mit Behinderung dort einen Beitrag leisten können.“ In Bolivien hingegen ständen sie oft noch außerhalb der Gesellschaft.

Bischof Ackermann verwies mit Blick auf die päpstliche Enzyklika Laudato Si darauf, dass ökologische Fragen in Bolivien oft auch sozial-ökologische Fragen seien und betonte auf der anderen Seite die große Rolle der Bistümer bei der Umsetzung der von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossenen Handlungsempfehlungen.

Alle Teilnehmer der Diskussion, darunter auch Mitarbeiter der Weltkirche und Personen, die einen Freiwilligendienst in Bolivien absolviert hatten, betonten die Bedeutung des persönlichen Austausches für die Partnerschaft. Die Themen der Partnerschaftsvereinbarung seien ein Instrument, um die Partnerschaft durch den persönlichen Austausch zu stärken, sagte Ackermann zum Abschluss.

Der persönliche Austausch mit den bolivianischen Gästen war dann auch einer der Workshops, die am Vor- und Nachmittag stattfanden. Sportlich zu ging es hingegen bei den Grundschritten verschiedener bolivianischer Tänze. Viele Teilnehmer stellen interessierte Fragen zu den Vorträgen Fair-Trade-Kaffee oder nachhaltige Landwirtschaft. Neues Wissen vermittelten die Vorträge zu Basisgemeinden in Bolivien, missionarischer Kirche oder Fundraising. Zum Abschluss des Tages beteten die Teilnehmer gemeinsam eine Andacht auf Spanisch und Deutsch.

(cl)

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news-93779 Wed, 03 Oct 2018 09:00:00 +0200 Ein Weihnachtsgruß, der hilft zu helfen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-weihnachtsgruss-der-hilft-zu-helfen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_Cover_Weihnachtskarte_2018_DIN-A6_300dpi-002_dd9dd10e08.jpg" width="106" height="150" alt="" />2018 unterstützt der Paulinus-Verlag mit dem Erlös seiner Weihnachts-Karte die "Bischof-Stein-Stiftung" - die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Erziehungs- und Bildungsarbeit im Bistum zu fördern. Trier – Zum vierten Mal können Weihnachtsgrüße für einen guten Zweck versendet werden. In modernem, fröhlich-buntem Design bringt der Paulinus Verlag Trier eine weihnachtliche Grußkarte heraus, deren Erlös insbesondere Kindern und jungen Menschen im Bistum zu Gute kommt. Mit der Unterstützung von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg geht der diesjährige Spendenerlös an die „Bischof-Stein-Stiftung“, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Erziehungs- und Bildungsarbeit im Bistum zu fördern. Wie in den letzten Jahren erhofft sich der Paulinus Verlag wieder zahlreiche positive Rückmeldungen auf seine Weihnachtskartenaktion. 

Wer frühzeitig bestellt, hat die Chance auf einen Gewinn. Unter allen Bestellungen bis zum 26. Oktober 2018 werden fünf Exemplare des Buches „Christ der Retter ist da“ von Ludwig Gschwind verlost.

Ab sofort können die Weihnachtskarten unter der Bestellnummer 1198 vorbestellt werden, unter der E-Mail: buchversand(at)paulinus-verlag.de, am Telefon unter 0651-4608-121 oder auf der Verlagswebseite www.paulinus-verlag.de.

Die Klappkarte mit Kuvert und Einleger hat normales Postkartenformat und kostet 1,90 Euro pro Stück (zzgl. Porto und Versand). Ab einer Bestellmenge von 50 Stück können individuelle Einleger für die Karte mitbestellt werden.

(ih)

 

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news-93664 Fri, 28 Sep 2018 19:22:49 +0200 Arbeit mit Engagement und Fachlichkeit http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/arbeit-mit-engagement-und-fachlichkeit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/0/csm_herausgerufen-wobimarke_5825c7812e.gif" width="150" height="64" alt="" title="heraus gerufen Wort-Bild-Marke Umsetzung Logo synodenumsetzung" />Die Mitglieder der Teilprozessgruppen zur Synodenumsetzung kritisieren die Aussagen der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort". Die Teilprozessgruppen zur Synodenumsetzung haben miteinander getagt und möchten auf Aussagen und Presseveröffentlichungen der Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ reagieren. In den elf TPGs arbeiten 120 Frauen und Männer aus dem ehren- und hauptamtlichen Bereich, die für ihre jeweiligen Themenfelder eine große fachliche Kompetenz mitbringen.

Sie halten dazu fest:

„Das, was die Initiative als entschieden und gesetzt verbreitet, ist noch nicht entschieden. Die Vorschläge, die die Teilprozessgruppen zur Pfarrei der Zukunft, zu ihrer Organisation und ihrem Aufbau, vorlegen, entsprechen in keiner Weise den Szenarien, die die Initiative vorlegt. Als Beispiele nennen wir die Themenfelder Ehrenamt, Zentralität sowie Gremien und Räte/Übernahme von Verantwortung/Mitspracherecht. Die 120 Teilprozessgruppen-Mitglieder fühlen sich in ihrem Engagement und ihrer Fachlichkeit durch die Initiative nicht ernstgenommen und sehen ihre Arbeit herabgesetzt. Wir begrüßen die kritische Auseinandersetzung mit unseren Vorschlägen und den Plänen des Bistums, nehmen aber nicht wahr, dass die Initiative ernsthaft die Auseinandersetzung mit den Plänen sucht.“

(JR)

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Trier bistum-trier Ehrenamt Synode: Umsetzung
news-93648 Fri, 28 Sep 2018 12:14:54 +0200 Den Wert des Menschen lehren http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-wert-des-menschen-lehren/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_Missio-Gast_Pfarrer_Petros_0cede03b2b.jpg" width="150" height="113" alt="Der Missio-Gast" title="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros" />"Bildung verdirbt Mädchen." Mit solchen Vorurteilen kämpft die katholische Kirche im südwest-äthiopischen Gambella. Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros berichtet aus der verarmten Region. Es ist eine kleine, aber interessierte Gruppe, die sich im Keller des Haus Fetzenreich eingefunden hat, um Pfarrer Tesfaye Petros aus Äthiopien zuzuhören. Viele von ihnen kommen aus Eritrea, das sich in den 90er Jahren von Äthiopien abspaltete. Zwischen den Ländern herrscht erst seit Juli dieses Jahres Frieden. Tesfaye begrüßt sie als seine Schwestern, spricht von „einem Volk in zwei Ländern“. Etwa eine dreiviertel Stunde erzählt er von seiner Arbeit in der Provinz Gambella im Südwesten Äthiopiens an der Grenze zum Südsudan. Petros berichtet als missio-Gast auf Einladung der Diözesanstelle Weltkirche im Monat der Weltmission von seiner Arbeit.

Auch wenn die Globalisierung Äthiopien inzwischen längst erreicht hat, leben die Menschen in den ländlichen Gebieten oft weiterhin unter der Armutsgrenze. Kulturelle Konflikte zwischen den mehr als 80 Volksstämmen erschweren eine dauerhafte friedliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nach Gambella versetzt zu werden, einem Dürre-Gebiet mit mehr Flüchtlingen als Einwohnern, Temperaturen von bis zu 49° C, in dem Malaria weit verbreitet ist, gilt als Strafe.

Nicht so für Tesfaye Petros. Er ging nach dem Priesterseminar freiwillig dorthin, um missionarisch zu wirken. Petros kommt aus der Gegend südlich der vergleichsweisen modernen Hauptstadt Addis Abeba. Doch selbst für ihn wird die 1000-km-Reise zu einem Kulturschock. So kämpft er zunächst mit der Skepsis der Einheimischen gegenüber den „Highlandern“, den Menschen aus den höher gelegenen Regionen im zentralen Äthiopien mit ihrer helleren Haut. Doch nach wenigen Treffen ließen ihn die Kinder meist schon nicht mehr los, erzählt er mit einem Lachen, bevor er weiter von den Problemen spricht.

„Ein menschliches Leben ist dort kaum etwas wert“, erklärt er. Das gilt vor allem für Mädchen, deren Wert nach der Mitgift berechnet wird, die die Familie bei der Heirat erhält. Auch Kinderehen sind hier keine Seltenheit. Daher sei eines der Hauptanliegen der katholischen Kirche die Bildung von Kindern, insbesondere Mädchen und Frauen. Zusätzlich lehrt sie, dass vor Gott jedes Leben gleich viel wert ist.

Für Petros ist die Kultur der Menschen in Gambella Fluch und Segen zugleich. Da ist einmal der Widerstand gegen Mädchenbildung, die Überzeugung die Kirche „verderbe“ die Mädchen, aber auf der anderen Seite eine sehr offene Kultur. Die Menschen teilen das Wenige, was sie besitzen. „Wenn man in Gambella jemanden beim Essen sieht, fragt man nicht, ob man sich dazu setzen darf, sondern tut es einfach.“ Auch am heutigen Abend haben seine „Schwestern“ aus der eritreisch-orthodoxen Gemeinde in Trier wie selbstverständlich Kaffee und Popcorn mitgebracht, das sie während des Vortrags auf der anderen Seite des Raums zubereiten und dann an alle Anwesenden verteilen.

Nach und nach gelinge es der katholischen Kirche mit ihrer pastoralen und sozialen Arbeit, die Kultur zu ändern. In den Dörfern etabliert sie Kindergärten – oft nicht mehr als ein Treffpunkt im Schatten eines großen Tamarindenbaums –, setzt sich für die Bildung von Mädchen und Frauen ein, unterstützt Frauen dabei, ein Einkommen zu erzielen, und organisiert wenigstens eine Mahlzeit für die Kinder in ihren Schulen. Für Petros is es daher kein Wunder, dass die katholische Kirche in Äthiopien trotz ihrer rein zahlenmäßig geringen Bedeutung (weniger als 1% der Äthiopier bekennen sich zur katholischen Kirche) für ihre caritative Arbeit ein hohes Ansehen genießt. Doch alleine könnten die 10 Priester in Gambella diese Aufgaben weder personell noch finanziell stemmen, erzählt Petros. Aktuell möchten sie beispielsweise zwei Kapellen im Jewi-Flüchtlingslager bauen, in dem rund 60.000 Menschen leben. Die Kapellen sollen Anlaufpunkt für die vielen Katholiken sein, ihnen ermöglichen, ihren Glauben auch im Flüchtlingslager zu leben und so in ihrer schwierigen Situation nicht die Hoffnung zu verlieren.

Im abschließenden Gespräch betont Petros auch, dass er eine gute Zukunft für die Kirche in Afrika sehe, denn „die Menschen wollen Gott!“ Ohne die Unterstützung von Organisationen wie missio sei seine Arbeit in Äthiopien jedoch nicht möglich, schließt Petros ab. „Ich bin den Menschen in Deutschland sehr dankbar für ihre Hilfe und bete immer für sie!“

(cl)

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Trier bistum-trier Seelsorge / Pastoral Flüchtlinge Seelsorge Weltkirche
news-93525 Mon, 24 Sep 2018 17:48:48 +0200 Den Menschen Hoffnung und Heimat geben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-menschen-hoffnung-und-heimat-geben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_missio_Weltmission_Gast-Tesfaye-Petros_5bfefa1083.jpg" width="150" height="100" alt="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche" title="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche " />Im Monat der Weltmission steht Äthiopien im Mittelpunkt. Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros ist im Bistum unterwegs, um von seiner Heimat zu erzählen. Trier/Bitburg – Das ostafrikanische Land Äthiopien ist in diesem Jahr Partnerland zum missio-Sonntag am 28. Oktober und steht im Blickpunkt des vorangehenden Monats der Weltmission. Das Land am Horn von Afrika ist eine der ältesten Kulturnationen, gilt als Wiege der modernen Menschheit und besitzt ein christliches Erbe, das bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht. Trotz starken wirtschaftlichen Wachstums in den Städten ist es aber immer noch eines der ärmsten Länder der Erde – mit Hunger, ethnischen Konflikten und politischen Spannungen. Als missio-Gast reist der äthiopische Pfarrer Tesfaye Petros derzeit durch deutsche Bistümer. Am 23. September ist in Bitburg die diesjährige missio-Aktion im Bistum Trier mit einem Gottesdienst gestartet worden.

Pfarrer Thomas Weber und Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum begrüßten in St. Peter den Gast aus Äthiopien. Petros ist Generalvikar des Vikariats Gambella im Südwesten des Landes. Er bringe aus dem diesjährigen Schwerpunktland des Weltmissionsmonats die Erfahrungen der Kirche Äthiopiens zu uns, sagte Kuhn. Ganz konkret sei es das Zeugnis aus einer kleinen Diözese mit zehn Priestern, die in einer abgelegenen Region den Menschen die Botschaft Jesu bringe. In einem von Konflikten zwischen Volksgruppen, Armut, Gewalt und mangelhaftem Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung geprägten Landstrich sehen es Petros und seine Mitstreiter als ihre Mission an, den Menschen Hoffnung zu bringen. „Diese Menschen brauchen das Wort Gottes und unser Wort. Wir suchen nach etwas, was Hoffnung gibt, und müssen Zeugen sein“, sagte der Pfarrer in seiner Predigt und dankte den Menschen in Deutschland für ihre Unterstützung. Der 40-jährige Geistliche kümmert sich beispielsweise um viele Flüchtlinge, die aus dem benachbarten Südsudan auf äthiopischem Boden Schutz suchen, und versucht, ihnen Heimat zu geben. Das sei ein Schwerpunkt seiner Seelsorge. Mithilfe eines katechetischen Zentrums soll außerdem die pastorale Situation vor Ort verbessert werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst stand, bei original äthiopischem Kaffee, die persönliche Begegnung mit dem weltkirchlichen Gast im Mittelpunkt – wie auch bei verschiedenen weiteren Terminen im Bistum bis zum 28. September. In Begegnungen mit Pfarreien, Schulen, Projekten und Gremien wird der missio-Gast aus seinem Heimatland berichten und die pastorale und weltkirchliche Arbeit im Bistum kennenlernen.

In dem religiös überwiegend von orthodoxen Christen geprägten Äthiopien beträgt der Anteil der Katholiken weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Dennoch leistet die katholische Kirche dort einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Sie betreibt Schulen, Ausbildungsstätten und Kliniken, engagiert sich im interreligiösen Dialog, hilft Flüchtlingen und ist Anlaufstelle für Hilfesuchende. Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Weitere Informationen und die Begegnungstermine im Bistum gibt es bei der Diözesanstelle Weltkirche unter www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/termine-mit-dem-missio-gast

(sb)

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Trier bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93442 Fri, 21 Sep 2018 15:22:33 +0200 „Gut essen macht stark!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-essen-macht-stark/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Kita_Gut-essen-macht-stark_Klockner_40d9c00d49.jpg" width="150" height="100" alt="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" title="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" />Gesundes Essen zubereiten will gelernt sein: Bundesministerin Klöckner hat den Startschuss für ein bundesweites Projekt in der katholischen Kita St. Simeon gegeben. Trier – Startschuss für das Projekt „Gut essen macht stark“ in Kitas: Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat gemeinsam mit den Kindern der katholischen Kita St. Simeon in Trier-West den Startschuss für das bundesweite Projekt gegeben. Mit dabei waren die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die das Projekt federführend begleitet, sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

„Mir ist wichtig, dass alle Kinder, unabhängig von ihrem Elternhaus, ihrer Muttersprache oder ihrer Herkunft früh erfahren, was gesundes Essen ist und wie man sich gesund und lecker ernährt. Es ist leider Realität, dass in Deutschland 15 Prozent der drei- bis siebzehnjährigen Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder sogar adipös sind“, sagte Klöckner. „Gutes Essen will gelernt sein, nicht alles, was gut schmeckt, ist auch gesund. Deshalb wollen wir mit der Förderung des Projekts neue Impulse geben, das spielerisch mit den Kindern umzusetzen.“ Mit 550.000 Euro fördert Klöckners Ministerium das Projekt „Gut essen macht stark“, das sich an sozial benachteiligte Stadtteile richtet. Die Bundesministerin stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung plane, in die Ernährungsbildung noch mehr zu investieren. 

„Kinder müssen erleben, dass gesundes gut Essen schmeckt. In unseren Kindertageseinrichtungen machen sie die Erfahrung, dass es Spaß macht, etwas Gesundes und Leckeres zuzubereiten“, unterstrich Cordula Scheich, Geschäftsführerin der katholischen KiTa gGmbH Trier. In der letzten Stunde seien in den 151 Kitas in Trägerschaft der Kita gGmbH Trier rund 8.500 Mittagessen ausgegeben worden – die nach den Qualitäts-Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zubereitet werden. Bei den Kindern in Sankt Simeon gab es heute Gemüsesuppe. Kita-Leiterin Brigitte Wagner erklärte, dass ihre Einrichtung darauf achte, saisonal zu kochen: „Im Sommer gibt es Salatbüffets, im Winter auch mal mehr Eintöpfe und bei Früchten achten wir ebenso darauf. Und wir ernten mit den Kindern Äpfel, Nüsse und Johannisbeeren auf dem Außengelände.“ Auch wenn die Standards in den katholischen Kitas im Bistum schon hoch sind, findet Geschäftsführerin Scheich es wichtig, Kooperationen einzugehen und durch Projekte wie „Gut essen macht stark“ neue Impulse zu erhalten. Neben der Kita St. Simeon nimmt in Trier auch die katholische Kita Maria Königin aus Pallien am Projekt teil.

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Redaktion Trier bistum-trier Kindergarten Politik / Gesellschaft
news-92823 Mon, 17 Sep 2018 08:29:00 +0200 Wo die Lebensfreude der Menschen ansteckend ist http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wo-die-lebensfreude-der-menschen-ansteckend-ist/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_sofia_freiwillige_adrian-wirtz_0260fec4dd.jpg" width="150" height="100" alt="Adrian Wirtz aus Ralingen " title="Adrian Wirtz aus Ralingen " />Lebensfreude, neue Freundschaften, aber auch Erfahrungen von Armut: Adrian hat während seines Freiwilligendienstes eine Menge neuer Erfahrungen gesammelt. Ralingen – Nach dem Abitur erst einmal hinaus in die weite Welt, fremde Kulturen und Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und als anderer Mensch zurückkommen: Adrian Wirtz aus Ralingen hat sich diesen Wunsch mit einem Freiwilligendienst in Ruanda erfüllt. Begleitet wurde er dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) des Bistums Trier, die ihn in der Vorbereitung und auch während seines Einsatzes unterstützt haben.

Seit Mitte August ist der 20-Jährige nun wieder in der Heimat und obwohl ihm die hiesigen Temperaturen kalt erscheinen, freut er sich auch wieder auf „Jahreszeiten“, wie er erzählt. In Kigali, der Hauptstadt Ruandas arbeitete er 13 Monate lang in einem Don Bosco Schul- und Freizeitzentrum mit, unterstützte die Lehrer im Englisch-Unterricht, gab selbst Fußballtraining und organisierte andere sportliche und spielerische Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen. Die technische Sekundarschule besuchen 241 junge Menschen von 16 bis 28, die Berufe wie Elektriker, Schreiner, Maurer oder Installateur erlernen, außerdem gibt es ein Internat für junge Männer und nachmittags das Freizeitprogramm auch für jüngere Kinder, berichtet Adrian. „Man muss sich das vorstellen wie eine grüne Oase mitten in Kigali, dort wird Ackerbau betrieben, es gibt riesige Bananenplantagen.“ Adrians Ansprechpartner vor Ort waren die Priester des Salesianerordens, die das Zentrum leiten und zum anderen ein Mentor von außerhalb. „Wir waren am Esstisch immer eine Multikultitruppe, da die Priester nicht nur aus Ruanda, sondern auch aus Belgien, Uganda, Slowenien, Burundi und anderen Ländern kamen. Am weitesten kommt man mit Französisch, auch wenn man zunächst mal wegen der Dialekte trotz acht Jahre Schulfranzösisch wenig versteht.“ Die erste Begegnung mit den Schülern habe gleich für Belustigung gesorgt, als sie erfuhren, dass ihr neuer „Hilfslehrer“ selbst erst 19 Jahre alt war, erinnert sich Adrian.

Ein typischer Tag begann für ihn um 6.30 Uhr, nach einem Morgenimpuls für die ganze Schulgemeinschaft um 7.15 Uhr half er im Unterricht mit und nachmittags ging es dann im Jugendzentrum los: „unter der Woche kommen hier so zwischen 700 und 800, am Wochenende auch mal bis zu 1.500 Kinder aus den umliegenden Vierteln. Wir haben mit ihnen Tischtennisplatten gebaut, Fußball, Basketball, Volleyball gespielt, es wurden Kampfsportarten und Akrobatik angeboten. Anfangs habe ich auch mitgeturnt, bis ich Rückenprobleme bekam und aufhören musste“, erzählt Adrian. Beeindruckt habe ihn vor allem die Mentalität der Menschen: „Die Kinder haben teilweise umgerechnet nicht mal 50 Cent am Tag in der Tasche, aber verbringen ihren Tag mit einer unglaublichen Lebensfreude. Da kann man sich einiges abschauen, das ist wirklich beneidenswert. Die Ruander sind sehr freundlich, gehen offen auf einen zu, man klatscht sich mit den Kindern ab, unterhält sich, wenn man jemanden auf der Straße trifft.“ Aus diesen Begegnungen habe er sehr viel für sein eigenes Leben ziehen können: „Man gibt den Menschen sehr viel, aber man bekommt unheimlich viel zurück.“ Ein solches Beispiel: Adrian leistete bei einem Schüler Erste Hilfe, als dieser sich beim Fußball verletzte. „Ich habe seine Wunde versorgt und ihn in die Krankenstation gebracht. Zwei Wochen später kam er mit einer Einladung zur Hochzeit seiner Schwester in der Hand zu mir.“                                                                                                                           

Natürlich gab es auch prägende Erlebnisse, die ihm die Armut der Menschen vor Augen führten. Kigali täusche als Stadt über vieles hinweg, weil es sehr modern sei und eine Agenda verfolge, das „Singapur Afrikas“ zu werden, erzählt Adrian. Aber als die Akrobatiktruppe einen Auftritt hatte und er das Catering begleitete, stürzten sich die Kinder aus dem Viertel auf die schon leeren Töpfe und Schüsseln und versuchten, die Reste mit den Nägeln herauszukratzen. „Solche Dinge haben mein Bewusstsein geschärft, für das, was ich wirklich im Leben brauche.“ Jedes zweite Wochenende reiste er deshalb auch über das ländliche Ruanda, besuchte andere Freiwillige in deren Dörfern. „Dort gibt es in der Trockenzeit teilweise nicht mal fließendes Wasser.“

Als sich Adrian im Januar 2017 bei SoFiA bewarb, kannte er das Zentrum bereits, obwohl er nicht wusste, dass er auch dort eingesetzt werden würde. „Mein Vater engagiert sich in einer Partnerorganisation SoFiAs, bei „Handwerk hilft“, einer Schreinervereinigung aus dem Raum Trier, die sich für die handwerkliche Ausbildung im Don Bosco Zentrum engagiert. Dass es dann wirklich diese Einsatzstelle für mich wird, war natürlich super.“ Die Vorbereitung durch SoFiA erlebte Adrian als wichtigen Teil des gesamten Freiwilligendienstes: Neben Orientierungswochenenden gibt es Seminare zu gesundheits- und Sicherheitsaspekten, interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit Armut, und anderen Themen. „Wir haben sehr viel über uns selbst reflektiert, über eigene Ziele im Leben gesprochen. Es habe gut getan und eine tolle Gemeinschaft unter den Freiwilligen gegeben – dort im „Nirwana der Eifel ohne Handyempfang“, wie Adrian lacht. Der sei in Afrika übrigens viel besser gewesen.

Wer sich für einen Freiwilligendienst mit SoFiA interessiert, kann sich noch bis zum 26. September bewerben, das Orientierungswochenende findet im Herbst statt. Einsatzorte sind von Lateinamerika über Afrika und Asien bis Osteuropa. Anmeldung und weitere Informationen bei: SoFiA, Dietrichstr. 30 a, 54290 Trier, Tel: 0651-993796-301, E-Mail: sofia@soziale-lerndienste.de und unter: www.sofia-trier.de.

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Trier bistum-trier Ehrenamt Jugend Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93261 Sat, 15 Sep 2018 14:09:54 +0200 Christen vor Ort sind die Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christen-vor-ort-sind-die-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_SU_Erkundung_Waldrach1_JR_818e963626.jpg" width="150" height="99" alt="" title="SU Erkundung Waldrach1 JR" />Ein „Rendezvous im neuen Raum“ in Waldrach hat Interessierte zum Erkunden eingeladen Waldrach – „Wir wollen in der Erkundungsphase mit dafür sorgen, dass die Kirche im Dorf bleibt.“ So leitet Pfarrer Tim Sturm das „Rendezvous im neuen Raum“ am 13. September in Waldrach ein. Gemeinsam mit Pastoralreferentin Annika Frank ist er in der Pfarrei der Zukunft Trier unterwegs und will Themen, Orte und vor allem Menschen aufspüren, die für das kirchliche Leben in den künftigen Pfarreien wichtig sein werden. „Wir sind heute in Waldrach auch als Zeichen dafür, dass künftig sicher nicht alles zentralisiert in Trier stattfinden wird“, ergänzt Frank.

Rund 20 Frauen und Männer sind gekommen, um zu erfahren, wie Erkundung gehen kann. Die meisten sind ehrenamtlich engagiert als Lektorin oder Kommunionhelfer, im Chor oder einem der kirchlichen Räte. Auch hauptamtlich in der Kirche Tätige sind dabei, wie Pfarrer Engelbert Felten, der als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach arbeitet: „Ich finde die Idee der Erkundung spannend, denn als Hauptamtlicher habe ich auch manch ‚blinden Fleck‘, den ich aufhellen will, und dazu brauche ich Hilfestellung.“ Frank und Sturm erklären, dass die Pfarrei neu gedacht werden will und in Zukunft aufgrund der Größe eher Verwaltungs- und Organisationseinheit sein wird. Sie biete die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten über Ortsgrenzen hinaus – und zwar eben nicht nur bezogen auf Orte, sondern vor allem an Themen orientiert, wie Tim Sturm erklärt: „Sie können die Vernetzung mit denen suchen, die vielleicht schon an ‚Ihrem Thema‘ arbeiten.“ Derzeit würden die Rahmenbedingen geplant, arbeite etwa eine Gruppe daran, welche Gremien es künftig gibt und wie Mitbestimmung und Mitverantwortung gehen kann. Auch Kooperator Felten erklärt, dass keine Zentralisierung des kirchlichen Lebens vorgesehen ist. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger „lösen sich 2020 nicht auf“, betont er. Weiterhin werde es vor Ort Ansprechpersonen geben. Und außerdem: „Die Christen, die an einem Ort leben, sind die Kirche!“

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Trier bistum-trier Ehrenamt Pfarreien Synode: Umsetzung
news-93174 Thu, 13 Sep 2018 08:31:00 +0200 Neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-moeglichkeiten-fuer-die-taegliche-arbeit-entdecken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_GemRef_Jahrestagung2018_SE_89e0afbc3c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="GemRef Jahrestagung2018 SE" />Die Gemeindereferentinnen und –referenten im Bistum Trier haben sich zur Jahrestagung in Vallendar getroffen. Vallendar – Den persönlichen Kraft- und Motivationsquellen auf die Spur kommen, die eigenen Ressourcen erschließen und neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken: Das stand für 140 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Trier bei ihrer Jahrestagung vom 10. bis 12. September im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar auf dem Programm. Neben dieser Stärkung für die beruflichen und persönlichen Aufgaben stand auch ein Gespräch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann über aktuelle Themen der Berufsgruppe auf dem Programm.

Die Referentin Dr. Andrea Mohr, tätig unter anderem als Psychologin in der Lebensberatung des Bistums in Bitburg, stellte in Einzel- und Gruppenarbeit die Methode des sogenannten „Zürcher Ressourcen Modells“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den Tagungsteilnehmern. Das Modell zur Stärkung der Eigenkompetenzen befähigt und ermutigt, die eigenen Ressourcen zu entdecken und sich bewusst zu machen, was bereits an positiver Energie in jedem Einzelnen schlummert und als „Antreiber“ und Stütze im Alltag zur Verfügung steht.

Was jede und jeden Einzelnen „trägt und beschwingt, was beseelt, beflügelt und Kraft geben kann“, war dann auch eines der Themen, über die sich sechs Gruppen mit dem Bischof als Gesprächsgast austauschen konnten. Vielfach wurden bestimmte Aspekte aus der täglichen Arbeit als „Kraftquellen“ benannt – aber auch ganz andere, wie zum Beispiel das Salsa-Tanzen in der Freizeit. Während in der zweiten Gesprächsrunde zur Synodenumsetzung Fragen nach dem Erkundungsprozess, zu den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft oder zu den geplanten Geistlichen Zentren im Vordergrund standen, beleuchtete der Gesprächskreis zur „Entwicklung der Pastoral“ Fragen nach Nähe, Beziehung und Begleitung in der Zukunft. „Es wird weniger, aber verbindlichere Möglichkeiten der Nähe geben“, prophezeite der Bischof. Mit Blick auf die weiten pastoralen Räume betonte er das notwendige Nebeneinander von territorialen Substrukturen („die wird es weiterhin geben“) und einer themen-, projekt- und interessenorientierten Pastoral.

In zwei Runden richteten die Gemeindereferentinnen und ‑referenten Fragen zur möglichen Entwicklung ihres Berufsprofils sowie zu Aspekten von „Kirche in der Welt“ an den Bischof – geprägt auch von kritischen Anfragen nach der Glaubwürdigkeit oder dem Frauenbild in der Kirche.

(red)

 

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Trier bistum-trier Bischof Personal
news-93113 Mon, 10 Sep 2018 13:53:52 +0200 Seit 30 Jahren ein Aushängeschild des Bistums http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seit-30-jahren-ein-aushaengeschild-des-bistums/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_Museumsnacht-5_01_b79aa60a27.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Museumsnacht 5 01" />Am 8. September hat das Museum am Dom mit der 12. Museumsnacht sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Trier – Die Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Rahmen des Karl-Marx-Jubiläums hat in der zwölften Trierer Museumsnacht am 8. September zahlreiche Besucher ins Museum am Dom gelockt. Neben der Ausstellung hat das Museum auch Einblicke in die eigene Geschichte des Hauses am Bischof Stein-Platz gewährt: Kompetente Gesprächspartner lassen die Anfänge vor 30 Jahren noch einmal sehr lebendig werden, schauen auf die eindrucksvolle Entwicklung und wagen den Blick in die Zukunft. Rund 800 Gäste nutzen die Gelegenheit und feiern den Museums-Geburtstag an diesem Spätsommer-Abend.

„Ich hätte gedacht, dieses Haus sei als Museum gebaut worden“, staunt eine Besucherin des Dommuseums und folgt dem Rückblick von Architekt Alois Peitz, dass die Pläne Anfang der 1980er Jahre ursprünglich in ganz andere Richtungen liefen. Peitz, damals beim Bistum in Diensten, schildert die Geschichte der einstigen Kurie, die im frühen 19. Jahrhundert zur „Königlich-preußischen Haftanstalt“ umgebaut wurde. Mit kurzer Unterbrechung blieb das Gebäude in direkter Nachbarschaft des Doms bis 1977 Gefängnis. Das anschließend frei gewordene und noch in Landesbesitz befindliche Grundstück erweckte große Begehrlichkeiten in der Stadt. Schmunzelnd zeigt Alois Peitz einige der damaligen Vorschläge für die neue Nutzungen, darunter eine Hoch- und Tiefgarage, deren Einfahrt mit Blick auf den Dom sicher einzigartig gewesen wäre. Auch das Bistum, das durch Grundstückstausch in den Besitz kam, entwickelte einige Ideen, bevor 1982 die Entscheidung für den Museumsneubau fiel. Mit dessen Planung wurde Peitz beauftragt, der vor zahlreichen Zuhörern in der Museumsnacht seine Überlegungen für das Projekt skizziert, auch kritische Einträge aus seinem Bautagebuch zitiert und die am Ende glückliche Vollendung des Neubaus nachzeichnet.

Seit seiner Eröffnung am 10. Juli 1988 sei das Museum ein „Aushängeschild der Trierer Kirche“, betont der ehemalige Direktor, Professor Dr. Winfried Weber und zitiert das damals installierte Chronogramm: Die christliche Kunst in diesem Museum sei nicht verborgen. Eintretende werden aufgefordert, sie genau zu betrachten. „Möge das auch künftig so bleiben.“ Der jetzige Direktor Markus Groß-Morgen lud zu einer Reise „30 Jahre Museum in 30 Minuten“ ein und hob dabei vor allem den „qualitativen Quantensprung der Möglichkeiten“ hervor. Erst mit dem Neubau habe die rege Sammlungstätigkeit des Museums einsetzen können, die seit 1985 aktiv betrieben wird und sich besonders auf zeitgenössische Kunst bezieht. 85 Ausstellungen seien in den 30 Jahren präsentiert worden, und auch die Zahl der Publikationen, darunter 23 Ausstellungskataloge, könne sich sehen lassen. Besonders stolz sei man auf das neueste Werk: Drei Bände zur Domgrabung von Dr. Winfried Weber, die am 9. November um 18.30 Uhr im Museum vorgestellt werden. Ein wertvolles Geburtstagsgeschenk sei jüngst die Gründung des Freundeskreises gewesen, der sich besonders dem Dialog zwischen Kirche und Kunst widmen will. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg wird als 51. Mitglied aufgenommen, nachdem er die Ausstrahlungskraft des Museums über das Bistum hinaus gewürdigt und den Blick auf künftige Herausforderungen in der Museumsarbeit hingewiesen hat.

(red)

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Trier bistum-trier Aktion Arbeit Kultur Vermischtes
news-93030 Fri, 07 Sep 2018 14:03:36 +0200 Paarberatung ist mehr als ein verständnisvolles Gespräch http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/paarberatung-ist-mehr-als-ein-verstaendnisvolles-gespraech/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Absolventen-A-quivalenz-Diplom-04-09-2018_77219bc541.jpg" width="150" height="83" alt="Absolventen mit Diplom und Bischof Ackermann steht daneben" title="Absolventen A quivalenz Diplom 04 09 2018" />33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensberatung im Bistum Trier wurden nach einer Weiterbildung ausgezeichnet. Sie erzählen von ihrer Arbeit in der Paarberatung - zwischen Gelingen und Scheitern. Koblenz/Saarbrücken/Trier – Ältere Paare in der Krise, kulturverschiedene Partner, zerstrittene Eheleute, Scheidungen und Enttäuschungen, wenn etwa die Hochzeit als der schönste Tag im Leben zu stark idealisiert wurde. Die Paarberatung steht heute vor vielfältigen neuen Herausforderungen und bedeutet deshalb „mehr als ein verständnisvolles Gespräch. Da gehören noch viele andere fachliche Kompetenzen dazu“, sagt Dr. Bernd Steinmetz, Referent in der Beratungs- und Präventionsarbeit im Bistum Trier. Bundesweit soll deshalb die Fortbildungsordnung mit einheitlichen Standards in der katholischen Ehe- und Paarberatung erreicht werden.

Steinmetz und seine Kollegin Stephanie Schneider haben deshalb das „Trierer Modell“, ein Modulsystem zur Weiterbildung unterstützt. So können die Mitarbeiter der Lebensberatungen, die bereits in der Paarberatung tätig sind, überprüfen, welche Qualifikationen sie bereits haben. Für fehlende Bestandteile wurden Seminare angeboten, beispielsweise ein theologisches Seminar zum Verständnis des Ehesakraments. Auch die schriftliche Dokumentation eines Beratungsprozesses musste zur Prüfung erstellt werden. Mittlerweile bewege man sich in dem Modulsystem mit den Weiterbildungskriterien im Rahmen eines entsprechenden Masterstudiengangs, sagt Steinmetz. „Das ist für junge Leute durchaus attraktiv.“
33 Paarberater haben nun erstmals das Äquivalenz-Diplom der Bundesarbeitsgemeinschaft Beratung für Ehe-, Familien- und Lebensberatung erhalten. Eine Zertifizierung, die erst von wenigen Jahren entwickelt wurde. Der Festakt hierzu fand am 4. September 2018 im Rahmen der Jahrestagung der Beratungsdienste im Bistum Trier statt.

Der Tag war überschrieben mit dem Thema: „Paare auf ihrem Weg begleiten – zwischen Gelingen und Scheitern.“ Ein Aspekt, dem sich die Beraterinnen und Berater immer wieder stellen müssen. „Ich hab natürlich auch so eine romantische Vorstellung vom Happy End und davon muss man sich als Paarberater verabschieden, weil es das manchmal nicht gibt“, sagt Dr. Tobias Gschwendner von der Lebensberatung Trier. Das müsse man ganz realistisch von Anfang an in die Beratung mit einbeziehen. Ein mögliches Scheitern in Betracht zu ziehen, sei für viele dann sehr hilfreich.

Aber nicht nur in Trennungs- sondern auch in anderen wichtigen oder schwierigen Phasen muss man das Paar im Blick haben, egal ob mit oder ohne Kinder. „Denn die Ehe- und die Paarbeziehungen sind eigentlich  der wichtigste kleine Zellkern, in dem Beziehung sich gestaltet und das hat auch Wirkung nach außen“, sagt die Fortbildungsreferentin Schneider. Diese Auswirkung spürt auch Martina Grosch von der Lebensberatung Lebach, die schon seit 25 Jahren mit Paaren arbeitet. Oftmals werden die Kinder bei der Beratung angemeldet, doch bald darauf merke sie, dass das eigentliche Problem die Paarbeziehung sei. „Wenn die beiden in ihrer Beziehung dann was verändern können oder da Stütze und Hilfe erfahren, dann ändert sich das mit den Kindern fast automatisch“, sagt Grosch. Dass es manchmal auch nicht klappt, war für sie anfangs nicht einfach. „Ich bin ja nicht der liebe Gott. Aber wenn es mir gelingt, bin ich immer ein stückweit dankbar, dass ich gute Worte gefunden habe oder einen guten Impuls hatte und manchmal gar nicht wusste, wo dieser gute Gedanke jetzt gerade herkam.“

Bischof Stephan Ackermann war ebenfalls bei der Jahrestagung anwesend. Neben der Wertschätzung zur bisherigen Arbeit der Lebensberatungen in diesem Feld, sprach er auch die Pfarreien der Zukunft an: Wo können in Zukunft wechselseitige Unterstützungsprozesse entstehen zwischen fachlichen Beratungsstellen und Pastoral? Das ist auch das Herzensanliegen von Beate Dahmen von der Lebensberatung Simmern, die bereits 31 Jahre in der Paarberatung tätig ist. Sie wünscht sich präventive Angebote in den Kirchengemeinden, um die Paare nach der Eheschließung zu begleiten, ihnen zu helfen Partner zu werden und im Alltag anzukommen. „Ich halte die Paarberatung für ein Kernstück unserer Aufgabe und denke, dass das Ehesakrament ganz dringend Begleitung braucht. Dass wir als Kirche nicht nur fordern dürfen, dass man Treue und andere Werte hält, sondern auch Hilfestellung in den schwierigen Zeiten und davor geben.“

Das Paar fachlich und kirchlich nicht aus dem Blick zu verlieren, mit oder ohne Kinder, das ist ein wichtiges Credo der Jahrestagung der Beratungsdienste. Natascha Kuhlmann, die bei den Lebensberatungen Lebach und Hermeskeil arbeitet, kann dem nur zustimmen: „Es ist einfach ein schönes Arbeiten, weil es so vielfältig ist und jedes Paar einzigartig mit seiner Geschichte. Und es freut einen zu sehen, wenn auch langjährige Paare bereit sind, neue Wege zu gehen.“

dk

 

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Trier bistum-trier
news-92942 Thu, 06 Sep 2018 18:17:00 +0200 Frauenarbeit hat viele Gesichter http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frauenarbeit-hat-viele-gesichter/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_KDFB_Ausstellung_FrauenGesichter_tef_77add267ab.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KDFB Ausstellung FrauenGesichter tef" /> Der Deutsche Katholische Frauenbund Trier zeigt eine Ausstellung in der Trierer Jesuitenkirche Trier – „Die Arbeit an der Ausstellung hat mich politischer gemacht“, sagt Stefanie Peters, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Hillesheim und Vorstandsmitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Diözesanverband Trier, zur Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“. Die Ausstellung in der Jesuitenkirche in Trier steht im Kontext der Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Karl Marx.

„Der Philosoph und Sozialkritiker war ganz ein Mann seiner Zeit und sah Frauen eher in ihrer klassischen Rolle. Zu der arbeitenden Bevölkerung hielt er Distanz“, erläutert Margret Faß-Kunath, Mitinitiatorin der Ausstellung und Mitglied im Diözesanvorstand des KDFB. Gerade zu dieser Zeit aber seien Frauen aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verstärkt in die Erwerbsarbeit eingestiegen. „Aus diesem Grund entstand die Idee, den arbeitenden Frauen eine Ausstellung zu widmen.“ So dokumentiert die Ausstellung in 13 Stationen Frauenarbeit von der Zeit der Industrialisierung, Tätigkeiten von Frauen während des Krieges über unbezahlte Arbeit bis hin zur Frauenarbeit im Zeichen der Digitalisierung, der sogenannten Arbeitswelt 4.0.

„Bei der Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde uns sehr deutlich, dass man bei allen Fortschritten, die es in der Arbeitswelt bezogen auf Frauen in den zurückliegenden Jahrzehnten gegeben hat, doch noch nicht am Ziel ist“, stellen die Initiatorinnen fest. Die Forderungen nach gleicher Arbeit, gleichen Chancen und gleichem Lohn hätten nichts an Aktualität eingebüßt. „Wenn ich also sage, dass die Ausstellung mich politischer gemacht hat, dann sicher in dem Wissen, dass wir auch heute noch Dinge verändern können oder müssen“, resümiert Peters.

Ein wenig überrascht waren beide Initiatorinnen, dass ihrem Aufruf, für die Ausstellung Fotos von Frauen an ihrem Arbeitsplatz zuzusenden, vor allem Frauen in ungewöhnlichen Berufen folgten. So ergibt sich in der Ausstellung eine Spannung aus den Zahlen, Fakten und Hintergründen, nach denen Frauen noch immer oft in Berufen zu finden sind, die ohne größere Karrierechancen sind und die man klischeehaft als „Frauenberufe“ bezeichnen würde, und Bildern von Frauen, die „Karriere gemacht“ haben: in Kliniken, im Bildungswesen oder in der Politik. Wenn aus dieser Spannung heraus beim Betrachter der Impuls entstünde, dass „noch nicht alles gut ist und dass wir selbst aufgefordert sind, Dinge zu ändern und dies gemeinsam zu tun“, dann hätte die Ausstellung ihr Ziel erreicht, betont Faß-Kunath - ein Anliegen, das auch aus ihrer Tätigkeit als Religions- und Geschichtslehrerin erwachsen ist.

Die Ausstellung des KDFB ist vom 8. bis zum 15. September täglich von 9 bis 17 Uhr in der Jesuitenkirche in Trier zu sehen. Wer die Ausstellung schon am Freitag, 7. September sehen möchte, kann nach dem Vortrag von Professorin Ingrid Kurz-Scherf zu „Gender und Digitalisierung“ (Beginn 19 Uhr) an einer Vorab-Führung Die offizielle Eröffnung ist am Samstag, 8. September um 14 Uhr. Zwei Impulsvorträge sind für Donnerstag, 13. September geplant: Um 14 Uhr geht es um „Berufsalternative MINT – es muss nicht immer Büro oder Verkauf für uns Frauen sein“ und um 15.30 Uhr spricht Hanna Theresa Kunze, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit in Trier, über „Minijob – Chance oder Sackgasse“. Weitere Infos gibt es beim KDFB Trier, Tel.: 0651-47494, E-Mail: buero(at)frauenbund-trier.de, oder unter www.frauenbund-trier.de im Internet.

(tef)

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news-92995 Thu, 06 Sep 2018 11:47:25 +0200 Schöpfungszeit bereitet auf Erntedank vor http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schoepfungszeit-bereitet-auf-erntedank-vor/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_Motiv_OEkumenischer_Tag_der_Schoepfung_2018_5c1e2f27eb.jpg" width="109" height="150" alt="Äpgel an einem Baum" title="Motiv OEkumenischer Tag der Schoepfung 2018" />Die Kirchen feiern im September ökumenisch den Tag der Schöpfung mit vielfältigen Veranstaltungen zum Schutz der Natur und zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils. Trier/Koblenz – Eine Zeit für den Schutz der Schöpfung und für die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils: Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen bietet vom 1. September bis 4. Oktober 2018 ökumenische Veranstaltungen zur Schöpfungszeit an.

Diese Zeit soll auf das Erntedankfest vorbereiten, ähnlich wie die Fastenzeit vor Ostern oder der Advent vor Weihnachten, erklärt Barbara Schartz, Bildungsreferentin im Bistum Trier mit Themenschwerpunkt Schöpfung. Diese Schöpfungszeit solle aber nicht nur genutzt werden, um für die Ernte zu danken: „Auch die Natur, die wir nicht als Nahrung nutzen, können wir in dieser Zeit bewusster wahrnehmen, bestaunen und dankbar dafür sein.“ So geht es bei den Veranstaltungen und Workshops zum Beispiel um Saatgut, die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018 (etwa Ingwer, Grasfrosch und Neptunschnecke), zukünftige Wirtschaftsmodelle oder das haltbar machen von Gemüse durch Fermentierung. Weitere Informationen sind hier zu finden.

„Gemeinwohl-Ökonomie: Wirtschaft neu denken!“ – Darum geht es am Donnerstag, 6. September an der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar. Hier werden Modelle ethischer Unternehmensführung, demokratisches Entscheiden und partizipative Mitarbeiterführung vorgestellt. Ein Workshop findet von 14 bis 18 Uhr statt, anschließend spricht Christian Felber ab 18.30 Uhr zu dem Thema in der Pallottistraße 3, Vallendar.

Am Freitag, 7. September wird in Prüm ein Gottesdienst zum ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Er findet um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche in der Hillstraße Prüm statt. Er steht unter dem Leitwort „Von meinen Früchten könnt ihr leben“.

„Schöpfung bewahren und Klima schützen – ein ausdrücklicher Auftrag für Christen“ heißt das Thema des Fort- und Weiterbildungstags für Ehrenamtliche und Interessierte am Samstag, 8. September. Das Angebot findet von 10 bis 17 Uhr im Kloster Himmerod statt.

Gleich vier Angebote gibt es am Freitag, 14. September:
Im Forstamt Trier geht es für Familien mit Kindern von 14 bis 17 Uhr um die Tiere und Pflanzen des Jahres 2018. Zu den 31 Titelträgern des Jahres gehören unter anderem Apfelmoos, Knausbirne, Zwerglibelle und Grasfrosch. Genauere Informationen zu diesen Tieren und Pflanzen stellt der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) auf seinerWebseite zur Verfügung.
Zur gleichen Zeit gibt es einen Workshop für Erwachsene zur Fermentierung von Gemüse. Beide Veranstaltungen finden in der Straße Am Rothenberg 10 in Trier-Quint statt. Dort wird um 17.30 Uhr auch ein Gottesdienst gefeiert.

In Wittlich-Lüxem wird eine Wanderung zum ökumenischen Schöpfungstag angeboten, die um 17 Uhr am Dorfplatz Lüxem-Mitte unterhalb der Kirche beginnt.

Bunte Tomaten“?! Darum soll es unter anderem bei einem Workshop zum Thema Saatgut und Sortenvielfalt am Dienstag, 18. September gehen. Die Besucher dürfen schmecken, entdecken und bewahren lernen. Annette Fehrholz wird den Kurs von 17 bis 20 Uhr in der Katholischen Erwachsenenbildung, Weberbach 17, Trier halten.

dk

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news-92988 Thu, 06 Sep 2018 09:26:08 +0200 Hilfe schenken und Glaube stiften http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hilfe-schenken-und-glaube-stiften/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/8/csm_Stiftungszentrum_02_d6dae05458.jpg" width="150" height="73" alt="" title="10 Jahre Stiftungszentrum 2018" />Seit zehn Jahren gibt es das Stiftungszentrum des Bistums Trier, das in diesem relativ kurzen Zeitraum schon viel für die Menschen bewegt hat. Trier – Zehn Jahre sind im kirchlichen Umfeld üblicherweise kein Zeitraum, bei dem sich jemand Gedanken über Jubiläumsfeiern macht. Doch im Fall des Stiftungszentrums des Bistums Trier sei eine Ausnahme absolut angebracht, meinte Dr. Gundo Lames, Direktor im Strategiebereich Ziele und Entwicklung des Bischöflichen Generalvikariats. Denn hier sei in dem relativ kurzen Zeitraum schon viel für Menschen bewegt worden. Zusätzlich wurden die Grundlagen für ein dauerhaftes Engagement gelegt. Deshalb gab es ausreichend Anlass, zu einem Festakt in den Romanischen Saal am Trierer Dom einzuladen.

„Die Stiftungen sichern langfristig die kirchlichen Aufgaben von Liturgie über Verkündigung bis zur Diakonie“, fasste Weihbischof Robert Brahm zusammen. Brahm ist Vorsitzender des Kuratoriums der „Bischof-Stein-Stiftung“, die mit der „Caritasstiftung Menschen in Not“ zu den beiden Dachorganisationen im Stiftungszentrum zählt. An diese beiden Großen haben sich seit der Gründung 2008 inzwischen 51 weitere Stiftungen angegliedert. Häufig sind hier Privatpersonen aktiv geworden, die das Angebot einer professionellen Verwaltung für ihre Stiftung nutzen.

Was in den zehn Jahres alles geleistet wurde, verdeutlichte Dr. Josef Peter Mertes, Präsident a.D. der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz und Mitglied im Kuratorium von „Menschen in Not“. Sein jüngstes Beispiel stammte von der „Stiftung Prälat Scherschel“, die unter dem Dach der Caritasstiftung beheimatet ist: „Ein Zuschuss von 400 Euro wurde gewährt, damit eine Familie mit fünf Kindern in Trier ihre Stromschulden zurückzahlen kann. Das Kuratorium der Treuhandstiftung musste in diesem Fall sehr schnell entscheiden, denn zwei Tage später wäre der Strom abgestellt worden.“ Was sich zunächst nach kleinen Beträgen anhöre, bedeute für die Betroffenen häufig eine Frage der Existenz. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes notwendige Hilfe, die hier geleistet wird“, schloss sich Dr. Birgit Kugel, Diözesan-Caritasdirektorin und Vorstandsvorsitzende von „Menschen in Not“ dem Lob an.

Während sich die Caritasstiftung und ihre angegliederten Stiftungen der Unterstützung in Notlagen verschrieben haben, geht es bei den Stiftungen unter dem Dach der „Bischof-Stein-Stiftung“ um die Förderung von Bildung, Religion, Kultur und Jugendarbeit. Unterstützt wurden beispielsweise Freizeiten und Pilgerfahrten sowie ein Tanztheaterprojekt in Saarbrücken mit jungen Teilnehmern aus vielen europäischen Ländern. Alle Stifter verbindet nach Ansicht von Weihbischof Brahm der Wunsch „Hilfe zu schenken und Glaube zu stiften.“

Diesen Anliegen wurde in den vergangenen Jahren auch zunehmend finanziell Nachdruck verliehen. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase sind die Stiftungsvermögen deutlich vergrößert worden. „Menschen in Not“ ist von 2 Millionen Euro Kapital, bei Gründung 2004, zusammen mit den verwalteten Treuhandstiftungen auf rund 10 Millionen Euro gewachsen. Bei der vor zehn Jahren gegründeten „Bischof-Stein-Stiftung“ gab es einen Zuwachs von 1,9 Millionen auf 2,3 Millionen Euro plus Rücklagen.

Weitere Informationen zum Zentrum für Stiftung und Fundraising im Bistum Trier finden sich unter www.stiftungszentrum-trier.de im Internet.

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news-92970 Wed, 05 Sep 2018 15:23:54 +0200 „Lourdes ist immer eine Reise wert“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lourdes-ist-immer-eine-reise-wert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_Lourdes-Abfahrt2018_e08c6e2ed1.jpg" width="150" height="107" alt="Pilger sitzen im Bus" title="Lourdes Abfahrt2018" />380 Pilger freuen sich auf die Bistumswallfahrt im französischen Lourdes. Auch kranke und pflegebedürftige Menschen reisen in Begleitung der Malteser mit. Trier – Eine große Aluminiumkiste mit Rot-Kreuz-Aufklebern und gefüllt mit Medikamenten wird neben Koffern und Reisetaschen noch in den Bus verladen, die letzten Passagiere steigen ein, dann geht es los: Die ersten 200 Pilger sind am Morgen des 4. September zur Bistumswallfahrt nach Lourdes (Frankreich) aufgebrochen. Insgesamt reisen etwa 380 Pilger aus dem Bistum Trier mit Bus und Flugzeug in den Wallfahrtsort nahe der spanischen Grenze. Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Joachim Waldorf begleiten die Pilger als geistliche Leitung.

„Lourdes ist immer eine Reise wert“, sagt Adele Lösel aus Trier, die schon öfter dort war. „Diese Mutter Gottes hat so eine Anziehungskraft, da muss man einfach hinfahren.“ 1858 soll Maria, die Mutter Jesu, der jungen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes erschienen sein. Das Quellwasser, das in der Grotte entspringt, gilt als heilend. Um die Geschichte ihrer heiligen Namenspatronin vor Ort kennenzulernen und ihre Reliquie zu sehen, ist auch Bernadette Nigbur aus Gladbeck mit ihrer Mutter bei der Reise dabei. Beide sind auf ihre erste Pilgerreise gespannt. Nicht zuletzt, weil sie sich freut, dass es dort endlich mal ein Souvenir mit ihrem Namen darauf geben wird, erzählt Bernadette schmunzelnd.
Bei Bruder Jörg Recktenwald ist dagegen die Freude groß, „nach Hause zu kommen“. Schon seit 27 Jahren reist er jährlich nach Lourdes. Er freut sich darauf die Gruppe nicht nur praktisch, sondern auch geistlich zu begleiten: „Es steht nun eine Woche an, um gemeinsam den Glauben zu leben und zu feiern – beim Alltäglichen, wie den Mahlzeiten, und dem besonderen, wie den Gottesdiensten und Prozessionen.“ Auf diese ist auch Seminarist Christian Jager gespannt, der zum ersten Mal dabei ist. „Besonders auf die Lichterprozession mit den vielen Kerzen, wenn es abends schon dunkel ist und die Menschen dann alle in verschiedenen Sprachen singen, aber alle in dieses gemeinsame Ave einstimmen.“

Neben drei Priesteramtskandidaten und zwei Diakonen begleiten auch 14 Priester die Wallfahrt. Sie feiern die Gottesdienste mit, stehen zur Beichte zur Verfügung und spenden das Sakrament der Krankensalbung. Denn nach Lourdes fahren auch einige kranke und behinderte Menschen mit. 14 sind es in diesem Jahr, die speziell von den Maltesern betreut werden. Unterstützt werden die Malteser dabei von zehn Jugendlichen der St. Matthias-Schule in Bitburg im Rahmen ihres Sozialpraktikums. Die kranken Menschen würden sich immer sehr über die jungen Paten freuen, sagt Doris Fass, Koordinatorin der Bistumswallfahrten. Auch Thekla Arens aus Mehring ist als Krankenschwester zur Versorgung der Pflegebedürftigen dabei – zum ersten Mal. Da habe das Bauchgefühl gestimmt, sagt sie. „Ich bin in erster Linie dabei, um zu arbeiten und zu helfen, und die anderen Eindrücke muss ich dann mal auf mich zukommen lassen.“ Alois Hausen aus Zelf wird ihre Hilfe wohl nicht  brauchen; er fährt aus einem ganz besonderen Grund mit: „Vor zwei Jahren hatte ich eine schwere Operation und habe gesagt: Wenn alles gut verläuft und wieder heil wird, fahre ich  nach Lourdes. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein.“

dk

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-92941 Wed, 05 Sep 2018 08:03:00 +0200 Mit bewährtem Vorstandsteam in die Zukunft http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-bewaehrtem-vorstandsteam-in-die-zukunft/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_kfd_DiVers2018_TW_bbfdd87163.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kfd DiVers2018 TW" />Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Bistum Trier hat bei ihrer Diözesanversammlung den Vorstand bestätigt. Trier – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum hat ihr Vorstandsteam für vier Jahre im Amt bestätigt. Bei der Diözesanversammlung vom 30. August bis zum 1. September in Trier wurde das Gremium um Carla Brittner aus Pluwig ergänzt, deren Sitz zuvor vakant war. Dem neuen Diözesanvorstand gehören an: Margot Klein, Jünkerath (Vorsitzende); Ulrike Hoffmann,  Schmelz (Vorsitzende Diözesanverein); Klara Johanns-Mahlert, Rheinbrohl (geistliche Begleiterin); Pfarrer Andreas Paul, Hillesheim (geistlicher Begleiter); Rita Ney, Saarlouis; Gabriele Backendorf, Osburg; Roswitha Hillen, Kappel; Carla Brittner, Pluwig; Rita Monz, Wiesbach; Petra Löwenbrück, Trier; Marita Fitzke, Dernau.

Die 80 Delegierten sprachen unter anderem über die Initiative „Komm, bau ein Haus“, die 2007 vom damaligen Geistlichen Beirat Martin Lörsch angeregt worden war. Ziel ist die Umsetzung eines kfd-eigenen Wohnprojekts, das generationsübergreifend für Ehepaare, Familien, Alleinerziehende, Beeinträchtigte sowie sozial Schwache offen sein soll. Seit 2015 hat eine Projektgruppe in Vallendar am Modellvorhaben „Quartiersentwicklung St. Josef“ mitgearbeitet. In Trägerschaft der Hildegard-Stiftung sollen dort bei einem großangelegten Bauprojekt, das auch kirchliche und kommunale Einrichtungen umfasst, neue Wohn- und Versorgungsformen erprobt werden. Laut Lörsch, der das Vorhaben weiter begleitet, wurde Ende August die Baugenehmigung für das Projekt erteilt, an dem sich die kfd mit zwölf Wohnungen beteiligen könnte. „Die Idee finden alle gut, aber ohne Geld werden wir als Partner nicht ernstgenommen. Insofern müssen wir jetzt prüfen, ob wir dafür eine eigene Wohnbaugenossenschaft gründen wollen“, erklärte Diözesanvorsitzende Margot Klein.

Meike Nack von der „Stiftung der Freien Frau in Rojava“, die in Nordsyrien von der kfd unterstützte Hilfsprojekte betreibt, klärte die Delegierten über die aktuelle Lage vor Ort auf. Nach einer Evakuation in Folge der Invasion türkischer Truppen seien im Frühhar binnen kürzester Zeit drei Camps aufgebaut worden, die die gesundheitliche und schulische Versorgung der Flüchtlinge übernähmen. Angesichts dramatischer Rahmenbedingungen liege der Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen auf dem Aufbau von Waschstellen und Gesundheitszentren, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Seit 2015 hat die kfd die Arbeit der Stiftung mit gut 60.000 Euro aus Spendengeldern unterstützt. Bei der Tagung nahm Nack einen weiteren Scheck in Höhe von 15.000 Euro entgegen.

Die Delegierten beschlossen darüber hinaus die Qualifikation ehrenamtlicher geistlicher Begleiterinnen auf Ortsebene sowie eine bessere Anbindung der 105 Einzelmitglieder, die keiner Ortsgruppe angehören und eigene, vor allem spirituelle, Angebote organisieren. Eine Vertreterin soll 2019 mit Gaststatus an der nächsten Diözesanversammlung teilnehmen.

Die kfd ist mit rund 30 000 Mitgliedern der größte kirchliche Verband im Bistum Trier. Am 31. August hatte der Diözesanverband sein 90-jähriges Bestehen gefeiert.

(Paulinus/Wilhelm)

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Trier bistum-trier Ehrenamt Kirchliche Verbände
news-92902 Tue, 04 Sep 2018 08:30:00 +0200 Dank für Wirken über 90 Jahre http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dank-fuer-wirken-ueber-90-jahre/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/3/csm_kfd_90-Jahre_1_fc40ae888e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum feiert ihren 90. Geburtstag. In einem Gottesdienst würdigte Bischof Ackermann das Engagement der Frauen. Trier – „Frauen.Leben.Gemeinschaft“: Das Motto der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier hat sich beim 90. Geburtstag des Diözesanverbandes eindrücklich gezeigt. Rund 1.200 Frauen und einige Männer sind am 31. August in den Trierer Dom gekommen, um gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann die Feier mit einem Gottesdienst zu beginnen. Die „große und bunte Gemeinschaft“ passe zum Motto, fand der Bischof und dankte für „all das, was über 90 Jahre gelebt, gewirkt und manchmal auch erlitten wurde, und dafür, wie die kfd das Leben in unserem Bistum bereichert“.

„Wir wollen uns an diesem Tag neu senden lassen und stärken lassen für die Aufträge, die wir von Jesus Christus übernommen haben“, betonte Ackermann. Wie vielfältig das politische, diakonische oder seelsorgliche Engagement der kfd-Frauen ist, zeigte sich in Statements von Frauen zu Beginn der Eucharistiefeier. Vor allem die Verbundenheit mit Jesus Christus mache die kfd zu einem kirchlichen Verband, sagte Ackermann. In ihm „verwurzelt zu sein, sich bei ihm anlehnen zu dürfen und geborgen zu wissen – das gibt den langen Atem für das Engagement für die Kirche und die Welt“.

Die „unendliche Ausdauer“ der kfd-Frauen hob der Bischof auch bei der anschließenden Feier in der Europahalle hervor. „Ohne die Frauen, ohne die kfd wäre die Kirche arm“, hielt er fest. Das Jubiläum falle in eine Zeit der Krise für die Kirche; doch weder der Kirche noch der kfd seien Krisen fremd. „Die kfd hat die Kirche immer mitgestaltet und den Glauben weitergetragen.“ Angesichts der Diskussionen um Klerikalismus, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt sei „die Stimme der Frauen unerlässlich“. Für die Kirche gehe es um ein erneuertes geschwisterliches Miteinander. „Und es ist - gerade auch als Bischof - wichtig, starke Schwestern zu haben, die liebevoll und ehrlich sind, das offene Wort nicht scheuen und dennoch in der Verbundenheit des Glaubens bleiben.“ Er schätze an den kfd-Frauen die „enttäuschungserprobte Loyalität und Solidarität“ und wünsche sich, dass sie auch künftig „nicht alles wortlos ertragen und in Liebe ihre Stimme erheben“.

Das gelte auch bei der Synodenumsetzung. Der Verband arbeite schon heute lokal und vernetzt, und so würden Frauen in den Pfarreien der Zukunft weder heimatlos noch verlören ihre Ansprechpartnerinnen. Der Bischof bat die Frauen, denen Mut zu machen, die irritiert und voller Befürchtungen seien. „Ihre Unterstützung bei der Verwirklichung der Synodenbeschlüsse ist so hilfreich!“

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Frauen-Verbände kfd - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Ehrenamt Kirchliche Verbände
news-92896 Mon, 03 Sep 2018 12:08:23 +0200 Im Vertrauen auf Gott http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-vertrauen-auf-gott/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/5/csm_Beauftragung_pastoralreferenten_45cd4fc816.jpg" width="150" height="101" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat 13 junge Frauen und Männer als Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten beauftragt. Trier – „Talente einsetzen – Wachstum ermöglichen“, unter dieses Leitwort haben 13 junge Frauen und Männer ihre Arbeit als Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten gestellt. Bischof Stephan Ackermann beauftragte sie am 1. September im Trierer Dom für ihre Dienste in Gemeinden des Bistums.

„Ist es eine gute Zeit, in den Dienst der Kirche zu treten?“ Bei dieser Einstiegsfrage des Trierer Bischofs in seine Predigt runzeln zahlreiche Zuhörer im Dom die Stirn. Bischof Ackermann findet deutliche Worte zu den Meldungen der jüngsten Tage über die „unappetitliche Brühe, bei der die Hauptakteure kirchliche Amtsträger sind“. So bestehe durchaus Anlass, den Mut der 13 Frauen und Männer zu bewundern, in den Dienst dieser Kirche zu treten, sich in ihrer Arbeit mit ihr identifizieren zu lassen.

Mit Blick auf die Schriftlesungen des Tages zitiert Ackermann die Aussage des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth: Nicht die eigenen Errungenschaften gelte es zu würdigen. Vielmehr solle, wer sich rühmen will, sich des Herrn rühmen. Und wer stolz sein wolle, solle stolz sein auf Jesus Christus, weil er mit seinem Leben eingestanden sei für das, was er sagte. „Dies ist die durch 2000 Jahre bewährte Botschaft. Jesus steht mit seinem Leben für sein Wort ein. Wenn etwas in der Kirche auch heute noch glaubwürdig ist, dann ist ER es“, betont Bischof Ackermann und bezeichnet im Hinblick auf das gehörte Mattäus-Evangelium über den Umgang mit den Talenten Jesus Christus als das Urtalent der Kirche. „Er gibt sich mit allem, was er hat, mit seinem Leben in die Hände seiner Diener.“

Menschen zu helfen, ihre Talente zu entdecken, sei eine Kernaufgabe der Seelsorger, wendet sich Ackermann besonders an die neuen Pastoral- und Gemeindereferenten. Dabei seien mit dem Begriff Talente durchaus menschliche Fähigkeiten gemeint. Vor allem gehe es aber darum, die „Gabe des Glaubens zu entdecken und zu entfalten, die im Herzen eines jeden Menschen schlummert." Ein jeder solle das leben, was er vom Evangelium begriffen habe. Es gelte den Menschen zu helfen, das zutage zu befördern.

Gerade heute gebe es vielfach "Heulen und Zähneknirschen", weil Menschen behalten wollen, was sie haben. „Wir müssen das Talent des Glaubens aber vermehren und damit wuchern. Ein Handbuch dafür ist das Evangelium selbst.“ Allen Menschen, besonders den neuen Pastoral- und Gemeindereferenten bringe Gott sein Vertrauen entgegen, dass sie das Vermögen in der Gestalt Jesu vermehren helfen. „Ehrfürchtig und beherzt zugleich dürfen Sie dieses Vertrauen annehmen und zum Heil der Menschen einsetzen“, ermutigt Ackermann die Frauen und Männer, bevor er sie einzeln feierlich zu ihrem Dienst beauftragt.

„Ich begegne vielen an Kirche und Glauben sehr interessierten Menschen. Und es macht Spaß und Freude, Kirche als Lebensort bewusst und erfahrbar zu machen“, nennt Heiko Paluch seine Motivation, sich in den Dienst der Kirche zu stellen. Von klein auf habe er „das volle Programm“ von der Kinderkirche über Messdienerdienst bis eben jetzt zur Ausbildung zum Gemeindereferenten mitgemacht. Nach wie vor sei er überzeugt von Programm, Inhalt und Angebot der Kirche, was er in seiner Tätigkeit als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft St. Matthias in Trier auch weitergeben will.

Auch Yvonne Uebel wuchs mit Kirche auf. Ein Jahr Auslandsdienst in Bolivien nach dem Abitur bestärkte sie in dem Wunsch, beruflich für die Kirche zu arbeiten. Derzeit ist sie im Projekt „Momentum – Kirche am Center“ in Neunkirchen im Einsatz. Wunsch und Anliegen sei es ihr, so die Pastoralreferentin, „in der Kirche eine Sprache zu finden, die deutlich macht, dass die biblische Offenbarung uns heute noch so viel zu sagen hat und Kraft, Hoffnung und Zuversicht für unseren Alltag zu schenken vermag.“

Infos über die Ausbildung zu Pastoral- und Gemeindereferenten gibt es unter www.personal.bistum-trier.de.
Bilder und Kurz-Bios der Beauftragten

(red)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-92891 Mon, 03 Sep 2018 09:48:57 +0200 Mit dem Wissen aus der Gabe des Heiligen Geistes http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-dem-wissen-aus-der-gabe-des-heiligen-geistes/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_firmung_aach_gebert_firmling_76821fb54b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Noch bis zum 23. September wird Weihbischof Franz Josef Gebert rund 380 jungen Menschen im Dekanat Schweich-Welschbillig das Sakrament der Firmung spenden. Welschbillig/Aach – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert wird bis zum 23. September rund 380 jungen Menschen im Dekanat Schweich-Welschbillig das Sakrament der Firmung spenden. Den Auftakt hat am 1. September ein Firmgottesdienst mit 90 Jugendlichen aus den Pfarreien Aach und Butzweiler-Newel in der Kirche des Aacher Jugendhilfezentrums „Haus auf dem Wehrborn“ gemacht.

Der Weihbischof sprach in seiner Predigt von einer besonderen Art von „Wissen“, das über das selbst Erlernte und Angeeignete hinaus gehe und von woanders herkomme. „Es ist ein Wissen davon, wer Gott für mich ist und wer ich selbst bin“. Vermittelt durch den Heiligen Geist sei diese Gewissheit wie eine Weisheit und eine Herzensbildung – und als Geistbegabung auch eine Vollmacht an jeden Firmling. „Ihr seid das Gesicht Gottes, seine Hände und Füße“, sagte Gebert und ermutigte die jungen Menschen, diese Geistesgabe im täglichen Leben zum Ausdruck zu bringen. „Ich freue mich, euch diesen Geist zu übertragen, damit ihr von ihm im Herzen erfüllt werdet.“

Claudia Dittmann wünschte stellvertretend für die beiden Pfarreien und als Mutter eines Firmlings den jungen Menschen, dass sie „den Geist Gottes mitnehmen auf dem Weg des Erwachsenwerdens und dabei die anstehenden Entscheidungen mit seiner Hilfe treffen können“. Ihre Tochter Inga und deren Freundin Hannah Schupp waren mit Gleichaltrigen als Vorbereitung eine Woche in der ökumenischen Gemeinschaft in Taizé. Andere haben eine „biblische Kanufahrt“ auf der Sauer unternommen oder die NS-Ordensburg Vogelsang besucht.

„Das Besondere ist, dass die Firmlinge selbst das Konzept für diese katechetischen Projekte gestaltet haben,“ verrät Pastoralassistent Michael Michels, der gemeinsam mit Pfarrer Mario Kaufmann für die Firmvorbereitung verantwortlich war. „Es war nicht nur interessant“, bekennen Inga und Hannah, „sondern wir haben auch was bei den Projekten gelernt“. 17 andere Jugendliche haben bei einem Fotoprojekt in der Trierer Innenstadt mit ausgewählten Bibelzitaten in der Hand versucht, „Jesus auf der Straße zu entdecken“, wie es Michels formuliert. Die drei „besten“ Aufnahmen, die auch Obdachlose zeigen, wurden als zusätzliches „Sozialprojekt“ im Anschluss an den Gottesdienst in Form von Postkarten zugunsten der Obdachlosenhilfe verkauft. Die Teilnehmer der Ordensburg-Exkursion besuchten eine Werkstatt der Lebenshilfe.

Außer in Aach spendete Weihbischof Gebert am 1. und 2. September auch in Orenhofen und in Welschbillig das Firmsakrament. Weitere fünf Termine werden im Dekanat Schweich-Welschbillig folgen. In seinen fünf Pfarreiengemeinschaften Welschbillig, Trierweiler, Zemmer, Schweich und Mehring leben derzeit etwa 37.700 Katholikinnen und Katholiken.

(red)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-92583 Thu, 23 Aug 2018 08:26:04 +0200 Weltweite Solidarität hat hohen Stellenwert http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weltweite-solidaritaet-hat-hohen-stellenwert/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_csm_Misereor-2017-Eroffnungsgottesdienst-06_5eef702af8_5af7f0817e.jpg" width="150" height="109" alt="" title="Csm Misereor 2017 Eroffnungsgottesdienst 06 5eef702af8" />Erfreuliches Ergebnis der Misereor-Kollekte 2017: Im Bistum Trier steigt sie um 15 Prozent. Trier – Mit 705.000 Euro liegt die Kollekte 2017 im Bistum Trier für das Hilfswerk Misereor um knapp 15 Prozent über dem Ergebnis von 2016 (616.000 Euro). Das hat das Hilfswerk jetzt bekannt gegeben.
Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum zeigt sich erfreut über das gute Ergebnis: „Die gute Misereor-Kollekte 2017 zeigt, dass weltweite Solidarität einen hohen Stellenwert für die Gläubigen im Bistum hat.“ Er führt die hohe Summe auf die bundesweite Eröffnung der Misereor-Fastenaktion 2017 im Bistum Trier zurück: „Ich bin froh, dass mit den vielfachen Initiativen zur Eröffnung der Misereor-Aktion 2017 diese Solidarität ein noch stärkeres Gewicht dank des großen Engagements vieler ehrenamtlichen und hauptamtlichen Unterstützer erhalten hat.“ Das Leitwort der Aktion 2017 „Die Welt ist voller guter Ideen – Lass sie wachsen!“ mache Mut, die Initiativen der Misereor-Partner weltweit auch in Zukunft stark zu machen.
Kuhn erklärte, auch der Beitrag der Einzelspenden sei deutlich gestiegen, von 2.1 Millionen Euro 2016 auf 3.02 Millionen Euro im Jahr 2017. Hier seien Gründe der Steigerung in den erhöhten Spenden für die Bekämpfung der Dürre in Ostafrika und für die Flüchtlinge im Nahen Osten zu beobachten. Dazu komme ein bedeutender Nachlass. Sowohl bei der Kollekte als auch bei den Einzelspenden sei für das Bistum Trier eine überdurchschnittliche Steigerung im Vergleich zu anderen Diözesen festzustellen.

Informationen zur Arbeit des Hilfswerks Misereor gibt es unter www.misereor.de; die Diözesanstelle Weltkirche ist online unter www.weltkirche.bistum-trier.de zu finden.

 

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news-92538 Tue, 21 Aug 2018 14:29:42 +0200 Zwei Wochen vielfältige Angebote in Hillesheim http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zwei-wochen-vielfaeltige-angebote-in-hillesheim/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/7/csm_PG_Hillesheim_Plakat_Veranstaltungsreihe_7b580e76c8.jpg" width="106" height="150" alt="" title="PG Hillesheim Plakat Veranstaltungsreihe" />Unter dem Motto „Ich – Du – Wir“ lädt die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land Sie ein, unterschiedliche Angebote zu erleben. Hillesheim – Die Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land lädt zum fünften Mal zu einer Veranstaltungsreihe ein: In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Ich – Du – Wir“ und lädt vom 14. bis 30. September zu unterschiedlichen Angeboten ein, darunter Vorträgen, Filmabenden, oder gar einem fairen Candle-light-Dinner.

„Wir möchten schauen, was die Menschen in unserer Region bewegt, was sind Themen, wo gibt es Schnittstellen zwischen Kirche und Gesellschaft“, erklärt Pfarrer Andreas Paul die Idee hinter der zweiwöchigen Reihe. 2013 habe alles mit einem Impuls durch die Misereor-Ausstellung „Mensch.macht.Milch“ angefangen: „Milchviehhaltung spielt hier in unserer Pfarreiengemeinschaft eine große Rolle und wir wollten uns als Kirche mit einbringen in Fragen über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und globalen Ernährungsfragen.“ Die aktuelle Veranstaltungsreihe ‚Ich-Du-Wir‘ knüpfe thematisch an das Leitwort der Katholischen Erwachsenenbildung von 2017 „Beziehung.Macht.Mensch“ an. „Wir haben gespürt, dass gerade Fragen des Verhältnisses zu mir selbst und zum Nächsten den Nerv und das Interesse vieler Menschen treffen.“ Dabei sei den Organisatoren wichtig, nicht „allein“ etwas anzubieten, sondern auch zu zeigen, „dass wir als Kirche in einem Netzwerk arbeiten“, führt Paul aus. Die Veranstaltungen sollen verschiedene Zielgruppen ansprechen, ein breites Spektrum haben und möglichst kostenfrei sein.

Den Auftakt macht in diesem Jahr das Theaterstück „druck“, am Freitag, 14. September um 19 Uhr in der Sporthalle der Augustiner Realschule Hillesheim, das ein aktuelles Thema auf die Bühne bringt: Das Leben und Überleben in der digitalen Welt zwischen Selbstoptimierung, Smartphone- und Onlinesucht und Meinungsmache in sozialen Medien. Das Thema Fairtrade findet sich gleich in mehreren Veranstaltungen wieder: Am Donnerstag, 20. September auf dem „Fairen Marktplatz“ – mit Präsentationen, Liedern, Ständen und einem Carrot Mob. Ebenso bei der „Ma(h)lzeit für Gott“ am 21. September ab 16 Uhr im Pfarrheim, bei der Frauen eingeladen sind, sich mit Kritischem Konsum auseinanderzusetzen. Und schließlich können sich Romantiker beim „Fairen Candle-light-dinner“ am Freitag, 28. September ein Vier-Gänge-Menü aus nachhaltigen Produkten schmecken lassen. Um das Thema Integration geht es bei einer Diskussionsveranstaltung am 20. September um 19.30 im Pfarrheim. Am 27. September um 19.30 Uhr referiert Margot Klein vom Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zum Thema „Hilfe im privaten Haushalt: legal-egal?“. Vom 16. Bis 30. September wird in der Pfarrkirche zudem die Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“ des Diözesanverbands des Katholischen Deutschen Frauenbundes anlässlich des Karl-Marx-Jahres in Trier gezeigt. Bibel- und Filmabende, ein Angebot für Firmbewerber und Gottesdienste runden das Angebot ab.

Weitere Informationen und alle Termine finden sich unter: www.pfarreien-hillesheim.de.

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Pfarreien Trier bistum-trier
news-92533 Tue, 21 Aug 2018 14:13:11 +0200 Gottesdienstübertragung Trierer Dom am 9. September http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gottesdienstuebertragung-trierer-dom-am-9-september/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Westfassade1_887a724091.jpg" width="150" height="106" alt="" title="Trierer Dom" />Das Hochamt am 9. September im Trierer Dom wird live vom Kölner „domradio“ übertragen. Trier - Das Hochamt im Trierer Dom am Sonntag, dem 9. September um 10 Uhr wird vom Kölner „domradio“ live übertragen. Zelebrant ist Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Die musikalische Gestaltung mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy übernehmen der Kathedraljugendchor Trier unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer und Josef Still an der Hauptorgel.

Das „domradio“ ist im Bistum Trier zu empfangen als digitales Satellitenradio über den Astra-Satelliten sowie im Internet unter www.domradio.de. Außerdem übernimmt das „domradio Studio Nahe“ der Pfarrei Maria Geburt in Bretzenheim das Kölner „domradio“ als Mantelprogramm; „domradio Studio Nahe“ ist im Raum Bretzenheim auf UKW 87,9 MHz zu hören. ... und online hier

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Redaktion Trier bistum-trier Seelsorge / Pastoral