Bistum Trier - Redaktion Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier - Redaktion Trier Wed, 21 Apr 2021 07:08:44 +0200 Wed, 21 Apr 2021 07:08:44 +0200 Bistum Trier news-104027 Mon, 19 Apr 2021 10:41:32 +0200 „Was uns eint, ist größer“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/was-uns-eint-ist-groesser/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_HRT_O-kumene_frontal_jf_3f39ab4e5b.jpg" width="150" height="84" alt="" />Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen hat bei den Heilig-Rock-Tagen einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Trier –  „Die Unterschiede zwischen uns sind groß, aber was uns eint, ist größer“ – das hat Pastor Rainer Burkart von der Mennonitengemeinde (Enkenbach) in seiner Predigt zum Ökumene-Gottesdienst am 17. April betont. Traditionell findet am ersten Samstag der Heilig-Rock-Tage in Trier ein ökumenischer Gottesdienst statt, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest in den Dom einlädt.

„Das Leben im Glauben kann stürmisch werden. Es ist keine gemütliche Bootsfahrt auf dem Laacher See“, sagte Pastor Burkart und bezog sich auf das Sonntagsevangelium. Das beschreibt die stürmische Fahrt der Jünger nach Kafarnaum, bei der Jesus ihnen über den See schreitend zur Hilfe kam (Johannes 6,16-21). Die Gläubigen müssten heute ganz schön daran arbeiten, „dass das Boot auf dem Kurs bleibt und das nicht nur in der Ökumene, sondern auch in unseren Gemeinden.“ Burkart stellte fest, dass sich in der ökumenischen Bewegung viel verändert habe; Versöhnungen seien geschehen. „Gott sei Dank!“. Aber er räumte auch ein, dass die verschiedenen christlichen Konfessionen noch lernen müssten, dass sie die gleiche Bibel eben anders lesen. Es gehe daher darum, voneinander zu lernen und nicht nur nebeneinanderher zu leben. Denn schließlich „sitzen wir alle in einem Boot. Wir kämpfen alle mit Wind und Wellen und tappen zum Beispiel oft im Dunkeln beim Umgang mit eigenen Fehlern“.

Bei der Begrüßung der kleinen Gottesdienstgemeinde im Dom und derer, die im Fernsehen die Übertragung im OK54 oder im Internet verfolgten, sprach sich Bischof Dr. Stephan Ackermann ebenfalls dafür aus, die Gemeinsamkeiten der christlichen Kirchen weiterhin zu entdecken. Aber auch er wisse, dass es trotz aller mühsamen und harten Arbeit immer wieder Rückschläge, Enttäuschungen und Missverständnisse gäbe. Doch der Gottesdienst sei eine Möglichkeit, die bestehende Verbundenheit untereinander zu bestärken. „Die Heilig-Rock-Tage laden ein, gemeinsam auf Gottes Wort zu hören“, so der Trierer Bischof.

Elemente aus den verschiedenen christlichen Kirchen wurden in der Liturgie aufgegriffen. So sprach Dagmar Hees vom Bund Freier evangelischer Gemeinden einleitende und erläuternde Worte zum Großen Glaubensbekenntnis aus dem Jahr 381, das die ganze Christenheit miteinander verbinde: „Darin bekennen wir über die bestehenden Konfessionsgrenzen hinweg unseren Glauben an den dreieinigen Gott, an die eine, heilige, katholische – das heißt allgemeine christliche und apostolische Kirche – und die eine Taufe, die uns allen gemeinsam ist.“ Pfarrer Thomas Mayer (Alt-Katholische Pfarrgemeinde an der Saar) trug die Lesung und einen Psalm vor. Den abschließenden Segen sprachen die Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe und Vorsitzende der ACK in der Region Südwest, Jutta Walber und Bischof Ackermann gemeinsam.

Den Gottesdienst vorbereitet hatten Anna Werle, Ökumenereferentin im Bischöflichen Generalvikariat Trier und stellvertretende Vorsitzende der ACK Südwest, gemeinsam mit Dagmar Hees und Jutta Walber. Weitere Vertreterinnen und Vertreter christlicher Kirchen und Verbände waren ferner involviert.

Alle Informationen rund um das Bistumsfest (16. bis 25. April) sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.
(jf)

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news-104026 Sun, 18 Apr 2021 14:24:05 +0200 Herausragendes Engagement für Kirche und Gesellschaft im Bistum gewürdigt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/herausragendes-engagement-fuer-kirche-und-gesellschaft-im-bistum-gewuerdigt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Bistumsmedaille_2021_ih_1b61738100.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann hat das herausragende ehrenamtliche Engagement von Beate Born und Hans-Georg Reuter mit der Bistumsmedaille gewürdigt. Trier/Prüm – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 18. April im Anschluss an das Pontifikalamt im Trierer Dom die Bistumsmedaille an Beate Born und Hans Georg Reuter verliehen. Mit der Medaille werden Christinnen und Christen gewürdigt, die durch ihr glaubhaftes Zeugnis und außerordentliches Engagement Bedeutsames in Kirche und Gesellschaft im Bistum Trier bewirkt haben.

Beate Born (66) aus Prüm erhielt die Medaille für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und im Katholikenrat. Bereits 1988 trat sie dem KDFB Prüm bei, dessen Vorsitzende sie von 1994 bis 2002 war. 1995 wurde sie Kassenwartin im KDFB-Diözesanverband, 1999 übernahm sie den stellvertretenden Vorsitz. 2003 wurde sie Diözesanvorsitzende der KDFB Trier und überführte den Verband 2017 in einen eingetragenen Verein. Von 2008 bis 2012 war sie Vorstandsmitglied im Trierer Katholikenrat, wo sie sich in unterschiedlichen Sachausschüssen und Gremien engagierte, darunter fünf Jahre im Sachausschuss „Geschlechtergerechtigkeit“. 2016 wurde sie Vertreterin des Katholikenrates im Gremium „Bischofsfonds für Frauen in Konfliktsituationen“. Von 2003 bis 2015 war Born Vizepräsidentin des KDFB-Bundesvorstandes und vertrat den Verband in diversen Funktionen, etwa bei der Europäischen Allianz katholischer Frauenverbände und der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates. „Dein überaus vielfältiges Engagement zeigt, dass du dich mit Leidenschaft, Herzblut und einer tiefen Solidarität gegenüber anderen Frauen all diesen Aufgaben mit einer hohen Verbindlichkeit und Verantwortungsbereitschaft gewidmet hast“, sagte Stefanie Peters in ihrer Laudatio.

Hans-Georg Reuter (78) aus Trier ist seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Bistum und die Hohe Domkirche aktiv. Als Regionalbeauftragter für den europäischen Kulturweg „St. Martin von Tours“ trug der pensionierte Religionslehrer maßgeblich dazu bei, dass der Pilgerweg durch das Bistum GPS-gestützt begehbar ist; für die Trierer Diözese arbeitete er im Vorstand der im Bistum Rottenburg-Stuttgart ansässigen Martinusgesellschaft und ist im Auftrag des Bistums Trier Ansprechpartner für offizielle Delegationen von Pilgergruppen auf dem Martinsweg. „Durch zahlreiche Publikationen und Vorträge lässt er Leben, Werk und Botschaft des Heiligen Martin und dessen Verbindung zum Bistum aufleben und wissenschaftlich fundiert ein facettenreiches Bild des Heiligen entstehen, das weit über das herkömmliche Wissen hinausgeht,“ so Horst Drach in seiner Laudatio. „Du brennst für die Dinge, die dir wichtig sind als Mensch und Christ in dieser Ortskirche von Trier.“ Außerdem ist Reuter Teil des ehrenamtlichen Unterstützerteams der Dominformation und engagiert sich im Lektorendienst der Hohen Domkirche.

Eigentlich hätte die Verleihung bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden. Die Ehrung im Dom fand im Rahmen der Heilig-Rock-Tage und unter Einhaltung des bistumsweiten Corona-Schutzkonzepts statt; die Organisation oblag dem Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat unter der Federführung von Arbeitsbereichsleiterin Michaela Tholl.

Weitere Informationen über Ehrenamt im Bistum Trier gibt es auf www.ehrenamt.bistum-trier.de.

(ih)

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news-104025 Fri, 16 Apr 2021 19:19:03 +0200 „Du bist meine Zuversicht“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/du-bist-meine-zuversicht-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_IMG_6370_HT_ae5f73d3d0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="HRT2021_Eröffnung_HRKapelle_Schrein1_HT" />Bischof Ackermann hat die Heilig-Rock-Tage 2021 eröffnet. Sie stehen unter dem Leitwort "Du bist meine Zuversicht". Trier – Mit einem live übertragenen Pontifikalamt hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 16. April die Heilig-Rock-Tage 2021 eröffnet. Das Fest der Diözese Trier findet vom 16. bis 25. April unter dem Leitwort „Du bist meine Zuversicht“ statt – Corona-bedingt mit Gottesdiensten, Gebetszeiten und digitalen Angeboten.

Das Leitwort aus Psalm 71 wolle „ein Wort der Stärkung und Ermutigung im ermüdenden Pandemie-Marathon sein“, sagte Ackermann in seiner Predigt. Dabei sei das Wort keine Durchhalteparole oder ein billiger Trost; es verschweige nicht, dass vieles nicht mehr so sein werde wie vorher. Das Wort „Zuversicht“ gehe auf das Tätigkeitswort „versehen“ zurück, erläuterte der Bischof. Es bedeute also „mit guter Ausrüstung, mit Proviant versehen, vorausschauend versorgt sein“. „Mit Gott kann ich mein Leben bestehen – er ist mir Ausrüstung und Kraft fürs Leben!“

Der Bischof erinnerte aber auch daran, dass das am 16. April gefeierte Heilig-Rock-Fest zurück unters Kreuz führe, in Jesu größte Ohnmacht: „Ihm war die Nähe des Vaters genommen.“ Wie oft Jesus wohl die Psalmworte gebetet habe, fragte Ackermann. „Ist das jetzt nicht mehr wahr?“ Auf Golgotha gebe Gott keine Antwort. „Von Ostern her aber wissen wir: Gott schweigt, aber er bleibt.“ Gott überspringe das Leid nicht, gebe keine vorschnellen Antworten, sondern solidarisiere sich. So sei auch das Leitwort der Heilig-Rock-Tage kein lauter Jubelruf, sondern ein „unaufgeregtes, stilles Bekenntnis voller Innerlichkeit“. Das sei passend auch für die heutige Zeit. „Wer Gott hat, der hat alles, der ist wohlversehen.“ So könne das Leitwort vielleicht zum „Grundwort unseres Lebens“ in aufgewühlten Zeiten werden.

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Trier bistum-trier Bischof Ehrenamt Heilig-Rock-Tage Seelsorge
news-104021 Fri, 16 Apr 2021 10:02:05 +0200 Bolivientag thematisiert Corona-Pandemie und Klimagerechtigkeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bolivientag-thematisiert-corona-pandemie-und-klimagerechtigkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_kopfbild-bolivienpartnerschaft_01_89b436e8bb.jpg" width="150" height="79" alt="" />Ein Gottesdienst mit Bischof Dr. Georg Bätzing wird den Bolivientag eröffnen. Weiter geplant sind zwei digitale Gesprächsrunden. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Der Bolivientag während der Heilig-Rock-Tage lädt am 24. April dazu ein, sich mit der langjährigen Partnerschaft und gemeinsamen Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Zukunft junger Menschen in beiden Ländern zu beschäftigen. Wie alle anderen Angebote der Heilig-Rock-Tage wird er unter den Corona-Schutzauflagen in etwas veränderter Form stattfinden: Um 14 Uhr wird ein Gottesdienst im Dom mit dem Bischof von Limburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, den Bolivientag eröffnen. Musikalisch wird er gestaltet mit der Misa de Solidaridad, einer Komposition für das Bistum Trier, die europäische und bolivianische Musik kombiniert. Zwei digitale Gesprächsrunden sind im Anschluss geplant: Um 15.30 Uhr spricht Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche unter anderem mit dem Leiter des Katholischen Krankenhauses in Santa Cruz, Hugo Valda, und Bischof Eugenio Coter aus dem Vikariat Pando über „Solidarität und gemeinsame Verantwortung angesichts Corona“. Um 16.30 Uhr geht es dann um die „Zukunft der jungen Generation und Klimagerechtigkeit – eine Herausforderung für die Bolivienpartnerschaft“. Die zweite Gesprächsrunde wird gemeinsam mit dem Jugendtag der Heilig-Rock-Tage organisiert und richtet sich besonders an junge interessierte und engagierte Menschen.

Informationen gibt es auf www.bolivien.bistum-trier.de. Zur Gottesdienstanmeldung geht es auf www.dominformation.de.

(sb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft Heilig-Rock-Tage
news-104020 Thu, 15 Apr 2021 14:27:46 +0200 Virtuelle Mahlgemeinschaft im Zeichen der Zuversicht https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/virtuelle-mahlgemeinschaft-im-zeichen-der-zuversicht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_kfd-Zuversichtspostkarte_-Foto-Helene-Werner_678879c70f.jpg" width="119" height="150" alt="" />Unter dem Motto „Du bist meine Zuversicht“ verbindet die kfd Trier am Frauentag im Rahmen der Heilig-Rock-Tage rund 2.400 Menschen aus über 100 Orten. Bistumsweit/Trier – Trotz Corona in gemeinsamer Verbundenheit Mahlgemeinschaft feiern? Das ermöglicht der Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am 17. April, dem Frauentag im Rahmen der diesjährigen Heilig-Rock-Tage. Rund 2.400 Menschen aus über 100 Orten im Bistum Trier beteiligen sich an der Aktion unter dem Motto „Du bist meine Zuversicht“.

Statt einer zentralen Veranstaltung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 17. April virtuell verbunden sein, erklärt die Geschäftsführerin der kfd Trier, Petra Erbrath. „Wir möchten dadurch auch in der Pandemie Kontakt halten, Hoffnung und Zuversicht vermitteln.“ Im Vorfeld wurden Aktionspakete versandt, die den Ablaufplan, ein Gebetsheft und weitere Materialien für die Mahlgemeinschaft enthalten – darunter auch Postkarten, auf die die Teilnehmenden ihre persönlichen Zuversichtsbotschaften notieren können. „Wir sammeln alle Zusendungen und erstellen noch am selben Tag eine Wortwolke, die wir als Plakat an jede Gruppe zurückschicken und über unsere Social-Media-Kanäle teilen, um den Kreis zu schließen.“ An der Veranstaltung mit Gebet, Gespräch, Bewegungselementen und Musik können Einzelpersonen und Gruppen mitwirken, in Präsenz, „da, wo es unter den geltenden Corona-Hygienebestimmungen möglich ist“, oder vor dem Rechner: Von 14 bis 15.30 Uhr findet die Mahlgemeinschaft als Zoom-Meeting statt, in das man sich von zuhause aus einwählen kann.

Einige Ortsgruppen hätten sich bereits kreative Ideen einfallen lassen, um die Kontaktbeschränkungen einzuhalten und dennoch im Geiste und Gebet verbunden zu sein, verrät Erbrath. In der Wittlicher Markuskirche etwa wird die Postkarten-Aktion für die gesamte Dauer des Bistumsfests offen und begehbar gestaltet, sodass Einzelne sich kontaktlos beteiligen können. 

Die Teilnahme ist auch spontan möglich. Weitere Informationen sowie den Zoom-Link gibt es auf www.kfd-trier.de; Ansprechpartnerin ist Petra Erbrath, E-Mail: info(at)kfd-trier.de und Tel.: 0651-9948690. 
(ih)

 

 

 

 

 

 

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news-104013 Tue, 13 Apr 2021 13:55:14 +0200 Im „digitalen Wohnzimmer“ lokale Musiker erleben  https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-digitalen-wohnzimmer-lokale-musiker-erleben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_HRT_2021_Sittmann_ed924c8625.jpg" width="150" height="100" alt="" />Eine große musikalische Bandbreite bieten die "AufEineHalbeStunde Konzerte", die für das Kulturprogramm der Heilig-Rock-Tage aufgezeichnet wurden. Trier – Eine Gitarre erklingt in der meterhohen Halle der „Alten Färberei“ auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik Bobinet im Westen Triers. Barde und Gitarrist Rolf Mayer steht vor einer Wohnzimmer-Kulisse, vor ihm zwei Kameras; weiter hinten in der Halle hat die komplette Aufnahmetechnik Platz gefunden. Gerade schmettert Mayer die Liedzeile „Mensch dann tu doch was, steck den Kopf nicht in den Sand“ ins Mikrofon. Der Song, der dazu animieren soll, nicht in Selbstmitleid zu verfallen, passt nicht nur zur Gemütslage vieler Menschen während der Corona-Pandemie, sondern auch zum Anlass der zweitägigen Aufnahme-Session: Die Heilig-Rock-Tage, das große Fest des Bistums Trier, stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Du bist meine Zuversicht“. Vor allem digitale Angebote laden vom 16. bis 25 April dazu ein, mitzufeiern. So auch die „AufeinehalbeStunde Konzerte“, die jeden Abend von 19.30 bis 20 Uhr online auf: www.t1p.de/HRT-Konzerte und im OK54 Bürgerrundfunk übertragen werden.

Große musikalische Bandbreite

Der letzte Akkord von Mayers Lied verklingt. Dann – ein Geräusch, das wohl alle Kunstschaffenden seit Monaten am schmerzlichsten vermissen: Der Live-Applaus eines – wenn auch sehr kleinen – Publikums. Das besteht an diesem Tag aus den Technikern und Projektleitern des Veranstaltungs-Profis „Pro Musik“, dem Filmteam „VideoCrew Trier“, drei Mitarbeitenden des Bistums und Andreas Sittmann. Der bekannte Liedermacher, Bänkelsänger und Stadtführer ist auch aus dem Kulturprogramm der Heilig-Rock-Tage seit Jahren nicht wegzudenken. An diesem Tag fungiert er als Moderator für die verschiedenen Gruppen und Einzelkünstler, die er gemeinsam mit dem bischöflichen Beauftragten für die Heilig-Rock-Tage, Wolfgang Meyer, ausgewählt hat.

Sittmann macht Lust auf die halbstündigen Konzerte: „Wir haben versucht, eine große Bandbreite von Künstlerinnen und Künstlern einzuladen, die hier ein kleines Best-Of ihrer Programme bieten können. Instrumentale Gitarrenmusik von Groove Improve, Chansons des Duos Dorle und Florian Schausbreitner, bekannte Hits in sanfteren Singer-Songwriter Versionen von der jungen Künstlerin Isabell Krohn – das alles erwartet die Zuschauer an den Bildschirmen.“ Für ihn und die Kolleginnen und Kollegen aus der Branche bedeuten die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wirklich schwierige Zeiten. „Das Finanzielle ist natürlich ein Thema – ich lebe beispielsweise derzeit von meinen Reserven. Aber vor allem vermisst man die Kunst, das Publikum, den Kontakt.“ Umso mehr unterstützt Sittmann die Entscheidung des Bistums, das Kulturprogramm in veränderter Form auf die Beine zu stellen.               

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Heilig-Rock-Tage Kultur
news-104001 Fri, 09 Apr 2021 07:33:00 +0200 Hoffnung und Kraft schöpfen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/hoffnung-und-kraft-schoepfen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/5/csm_pilgrimage-church-4555392_1920_4f62933d30.jpg" width="150" height="99" alt="" />Das Bistum Trier bietet im September 2021 wieder Pilgerreisen nach Lourdes an. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Bistum Trier wird im September seine traditionelle Pilgerfahrt für gesunde und kranke Menschen nach Lourdes anbieten. Trotz der derzeit schwierigen Situation der Pandemie wolle man den Gläubigen eine Möglichkeit bieten, Gemeinschaft zu erfahren und aus der Erfahrung der Pilgerreise nach Lourdes Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Die Fahrten finden unter Vorbehalt und unter Einbeziehung der dann vorherrschenden Pandemie-Situation und mit entsprechenden Schutzkonzepten statt. Die geistliche Leitung übernehmen Bischof Dr. Stephan Ackermann und Pfarrer Joachim Waldorf. Es wird zwei Reise-Optionen geben: Eine Busreise mit verschiedenen zustiegsmöglichkeiten vom 7. bis 14 September zum Preis ab 720 Euro pro Person im Doppelzimmer, sowie eine Flugreise ab dem Flughafen Hahn vom 8. bis 12 September ab 799 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Informationen zu den Inhalten der Reise gibt es beim Bischöflichen Generalvikariat, Doris Fass, Tel.: 0651-7105-592, E-Mail: pilgerfahrten(at)bgv-trier.de, oder im Internet www.t1p.de/wallfahrten-trier.
Für organisatorische Fragen und Anmeldungen steht Christiane Ringer vom Bayerischen Pilgerbüro, Tel.: 089-545811-72, E-Mail: ringer(at)pilger.de zur Verfügung.
(sb)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-104000 Wed, 07 Apr 2021 07:01:00 +0200 Sexuelle Bildung und die Prävention sexualisierter Gewalt gehören zusammen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sexuelle-bildung-und-die-praevention-sexualisierter-gewalt-gehoeren-zusammen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_Logo_Pravention_Behr_dca99818b0.jpg" width="150" height="47" alt="" />Die Präventionsbeauftragten der Bistümer haben ein Positionspapier veröffentlicht. Münster/Trier –Zum wechselseitigen Verhältnis von Prävention sexualisierter Gewalt zu Sexualerziehung und -bildung hat die Bundeskonferenz der Präventionsbeauftragten der deutschen (Erz-)Bistümer zum ersten Mal ein Positionspapier erarbeitet und einstimmig am 20. Januar 2021 verabschiedet. Es wurde bereits intern dem Forum „Leben in gelingenden Beziehungen. Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ des Synodalen Weges vorgelegt und wird in dessen Beratungen einfließen.

Wie sich die Prävention sexualisierter Gewalt und sexuelle Bildung zueinander verhalten, beschäftigt seit Längerem sowohl die Wissenschaft als auch die Praktikerinnen und Praktiker beider Disziplinen. In die aktuellen Diskussionen möchte sich die Bundeskonferenz der Präventionsbeauftragten nun einbringen. Mit Blick auf die katholische Kirche wurde oft der Mangel an qualifizierter Sexualpädagogik in vielen ihrer Einrichtungen kritisiert. Fachleute bewerten dies als Risikofaktor für die Entstehung sexualisierter Gewalt. Ausgangspunkt ist für die Beauftragten die überarbeitete Rahmenordnung zur Prävention sexualisierter Gewalt, die die deutschen Bischöfe 2019 verabschiedet haben. Die Rahmenordnung sieht vor, dass alle pädagogischen Einrichtungen eine Sexualpädagogik vermitteln sollen, die Selbstbestimmung und Selbstschutz stärkt. Zudem wird sexuelle Bildung als wichtiges Schnittstellenthema beschrieben.

Inhaltlich formuliert das Positionspapier unter anderem zentrale Annahmen zu Sexualität, Gewalt und Macht, identifiziert gemeinsame Themen von Präventionsarbeit und sexueller Bildung und zieht daraus Konsequenzen für die Präventionsarbeit. „Wir haben die Schnittstelle von Prävention und sexueller Bildung herausgearbeitet“, sagt Ann-Kathrin Kahle vom Arbeitskreis der Bundeskonferenz Prävention, in dem das Positionspapier erarbeitet wurde. „Damit beschreiben wir das Zusammenspiel beider Fachbereiche, wovon wiederum beide profitieren sollen.“ Prävention könne nicht auf Elemente der sexuellen Bildung verzichten, wenn sie ihrem ganzheitlichen Anspruch genügen wolle: „Denn erfolgreiche Prävention muss das Recht auf Sexualität und auf Schutz vor sexualisierter Gewalt gleichermaßen beinhalten.“

Bischof Dr. Stephan Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, begrüßt das Anliegen, eine vertiefte Debatte zum Verhältnis von sexueller Bildung und Präventionsarbeit anzuregen: „Seit über zehn Jahren engagiert sich die katholische Kirche in Deutschland intensiv in der Prävention gegen sexuelle Gewalt. Ich bin froh, dass die Präventionsbeauftragten der Bistümer mit diesem Papier auf die wichtige Verbindung von Präventionsarbeit und sexueller Bildung hinweisen und erhoffe mir von der weiteren Beschäftigung mit dem Thema wichtige Erkenntnisse.“

Das Papier ist als pdf-Datei abrufbar unter https://www.praevention-kirche.de/praevention-in-den-bistuemern.

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-104002 Tue, 06 Apr 2021 08:58:00 +0200 „Du bist meine Zuversicht“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/du-bist-meine-zuversicht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_csm_FurbittOrt_HRT_fdeaf00cb2_a51132d05c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Heilig-Rock-Tage 2021 finden statt: Aufgrund der Corona-Pandemie bieten sie unterschiedliche Gottesdienste im Dom und zahlreiche Online-Angebote Trier – „Du bist meine Zuversicht“: Unter diesem Leitwort stehen die Heilig-Rock-Tage 2021 in Trier, die vom 16. bis 25. April stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen bieten sie in diesem Jahr unterschiedliche Gottesdienste im Dom und zahlreiche Online-Angebote. „Die wunderbaren Begegnungen vieler Menschen müssen aufgrund der Situation leider entfallen“, erklärt Wolfgang Meyer, Bischöflicher Beauftragter für die Heilig-Rock-Tage. Mit dem ausgearbeiteten Konzept unter den Bedingungen der Corona-Pandemie wolle das Bistum Trier aber „ein Signal der Hoffnung, der Zuversicht und der Solidarität setzen“. So wird unter anderem die Mariensäule in den zehn Tagen in einem hoffnungsfrohen Licht erstrahlen.

Bischof Dr. Stephan Ackermann eröffnet die Heilig-Rock-Tage mit einem Gottesdienst am Freitag, 16. April um 17 Uhr im Trierer Dom. Der Gottesdienst wie auch das Abendlob um 21 Uhr werden live übertragen. Alle übertragenen Gottesdienste oder Veranstaltungen mit den jeweiligen Empfangsmöglichkeiten sind unter https://www.heilig-rock-tage.de/videos zu finden. Wer an einem der Gottesdienste oder einem Abendlob teilnehmen möchte, meldet sich bitte unter www.dominformation.de an.

Während der Heilig-Rock-Tage gibt es täglich das Ökumenische Mittagsgebet um 12 Uhr im Trierer Dom, Gottesdienste (Sonntags um 10 Uhr, werktags um 18 Uhr sowie zusätzliche Angebote), das musikalische Online-Angebot um 19.30 Uhr  „AufeinehalbeStundeKonzert“ sowie den Tagesabschluss mit dem Abendlob um 21 Uhr (16. bis 23. April). Die Heilig-Rock-Kapelle ist zum Gebet geöffnet. Der Fürbitt-Ort ist in diesem Jahr auch digital unter www.padlet.com/bistumtrier/fuerbitten erreichbar. Im Domkreuzgang lädt die Ausstellung „Mehr Leben entdecken“ dazu ein, sich interaktiv auf die Spuren von Pater Richard Henkes zu begeben. (Update: 7. April: Die Ausstellung kann leider nicht stattfinden.).

Dazu kommen Angebote für besondere Zielgruppen. So findet am Samstag, 17. April, um 10 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst (übertragen) im Dom statt, und der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung bietet einen digitalen Fachtag zum Thema „Partizipation“ an. Der Diözesan-Caritasverband Trier verbindet die „Woche für das Leben“ mit den Heilig-Rock-Tagen und diskutiert online über „Hospiz als Versprechen“ (übertragen). Die Auszeichnung mit der Bistumsmedaille erhalten Ehrenamtliche am Sonntag, 18. April, im Anschluss an das Hochamt (übertragen); am Nachmittag spricht der Trierer Universitäts-Präsident Prof. Dr. Michael Jäckel das „DomWort“ über „Corona und die Folgen“. Am gleichen Abend steht das Abendlob (übertragen) im Zeichen des Gedenkens an die Menschen, die infolge der Corona-Pandemie verstorben sind.

Während der Woche gestalten unterschiedliche Gruppen die Gebetszeiten und Gottesdienste mit und machen Online-Angebote etwa für Pfarrsekretärinnen oder die Kindertagesstätten, für Ehejubilare, Ordensgemeinschaften oder zu den Themenfelder Prävention oder Schöpfungsgerechtigkeit.

Der Jugendtag am Samstag, 24. April findet komplett digital statt, während die Engagierten in der Bolivienpartnerschaft zu einem Gottesdienst um 14 Uhr zusammenkommen. Einen etwas anderen Gottesdienst mit Pop-Musik kann man ab 18 Uhr mit der „MusikKircheLive“ erleben, entweder im Dom oder digital. Ebenfalls um 18 Uhr beginnt das bundesweite „24-Stunden-Gebet“ um geistliche Berufe in der Liebfrauenkirche und digital. Am Sonntag, 25. April, empfangen Erwachsene das Sakrament der Firmung, bevor die Heilig-Rock-Tage um 18 Uhr mit der Vesper (übertragen) abschließen.

Das komplette Programm mit allen Veranstaltungen, ob präsent oder digital, ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.
(JR)

 

 

 

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news-104006 Sun, 04 Apr 2021 10:30:00 +0200 Ein Ostern der verhalteneren Freude https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-ostern-der-verhalteneren-freude/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm_IMG_6086_HT_b7a2156609.jpg" width="150" height="100" alt="Geschmücktes Kreuz. Foto: Helmut Thewalt" title="Geschmücktes Kreuz. Foto: Helmut Thewalt" />Bischof Ackermann hat im Osterhochamt über unterschiedliche Ostererfahrungen gepredigt. Trier – Ostern 2021 ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann ein „Ostern der stilleren, der verhalteneren Freude – kein Ostern als Eruption mit Pauken und Trompeten, wie es so viele Bilder der abendländischen Kunst suggerieren“. Das hat der Bischof beim Osterhochamt am 4. April in seiner Predigt im Trierer Dom gesagt.

Dass die Osterbotschaft auch in diesem Jahr nicht laut besungen werden könne und die Gottesdienstgemeinde Hörende bleibe, sei einerseits dem Infektionsschutz geschuldet. Ackermann erinnerte daran, dass es für manche Menschen aber auch innere Gründe geben könne: Trauer, Sorge oder die schlichte Ermüdung durch den kräftezehrenden Pandemie-Marathon. Angesichts dieser Situation falle ihm auf, das auch das Johannes-Evangelium bei der Entdeckung des leeren Grabes von einer verhaltenden, tastenden Osterfreude spreche. Das Evangelium berichtet von einer geheimnisvollen Ordnung im leeren Grab: von den Leinenbinden, aber vor allem vom Schweißtuch, das „zusammengebunden an einer besonderen Stelle“ lag.

Neben der Interpretation, dass nicht Grabräuber den Leichnam gestohlen haben, zeige dieser Hinweis, dass der Leib des Auferstandenen – selbst mit seinen Wundmalen – eine Würde habe, die ihm nicht mehr genommen werden kann. Außerdem sei das zusammengefaltete Schweißtuch ein Zeichen der Ordnung und bedeute, dass „das, was die Jünger sehen – auch wenn es sie zuerst erschreckt -, so in Ordnung ist“, sagte Ackermann. „Dass das Grab leer ist, ist kein Zufall und kein Unfall, sondern: So ist es richtig. So entspricht es dem Weg Jesu.“ Das scheine dem Jünger, der zusammen mit Petrus ans Grab gelaufen ist, auch aufzugehen. Denn: „Er sah und glaubte.“ Diese verhaltene Erfahrung des Jüngers sei nicht so spektakulär wie die von Maria Magdalena, der ersten Osterzeugin. Sie sei eher eine Art des stillen Einverständnisses. Und sie gehöre zum Spektrum der Ostererfahrungen dazu, betonte Bischof Ackermann: „Da ist zunächst die schmerzliche Leere des Grabes. Aber die geheimnisvolle Ordnung, die in ihm herrscht, führt ihn zum Glauben. Denn sie sagt ihm: Alles ist gut.“

Vielleicht sei dies die Art von Ostererfahrung, die sich nicht nur besonders für die Coronazeit eigne, „sondern auch für das Ostern unseres Alltags; das heißt für die Zeit, in der wir nicht besonders hochgestimmt sind, sondern in der es darum geht, mit unangenehmen Überraschungen, mit Irritationen, Enttäuschungen, Verlusten und Ängsten umzugehen.“ Auch dafür biete Ostern eine Antwort. „Sie trifft uns vielleicht nicht direkt ins Herz. Sie braucht vielleicht ihre Zeit.“ Aber vielleicht wachse sie in den Menschen so, wie der Glaube des Johannes aufgekeimt ist im leeren Grab. „Wo dieser Glaube wächst und mit ihm die ruhige Überzeugung, dass Gott `bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt´ (Röm 8,28), da ist Ostern auch jenseits von Jubel und Festzeit.“

(JR)

Die Predigt zum Nachlesen finden Sie unter diesem Link.

 

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news-104005 Fri, 02 Apr 2021 16:03:22 +0200 "Raus aus den Gräbern unserer Einsamkeit" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/raus-aus-den-graebern-unserer-einsamkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/a/csm_Grablege-Sankt-Antonius_032d9b402a.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Grablege Sankt Antonius" />Es ist ein altes Brauchtum, das in Polen genau wie im Bistum Trier gefeiert wird: Die Grablege Jesu an Karfreitag. Die polnische Gemeinde hat dazu in der Fastenzeit ein Projekt umgesetzt.

In der Fastenzeit hat die polnische Pfarrei Trier das Projekt "Das Grab Jesu" mit einer Gruppe von Ehrenamtlichen der "Diakonie St. Hedwig" (eine polnisch-deutsche Zusammenarbeit zwischen der Innenstadtpfarrei Liebfrauen und der polnischen Gemeinde Trier) umgesetzt. Dazu sammelte die Gruppe unter der Leitung von Pfarrer Damian Widera und Pastoralreferentin Eva Steliga Ideen, wie das Grab, das am Ostersonntag leer steht und somit für die Auferstehung Jesu steht, auch unter Corona-Bedingungen für Karfreitag in der Kirche Sankt Antonius aufgebaut werden kann. Deutsche und polnische Kinder und Erwachsene beteiligten sich an dieser Tradition der "Grablegung", die es als Brauch auch im Bistum Trier gibt. Dabei wird eine symbolische Grablege in der Kirche errichtet. Während der Karfreitagsliturgie trägt der Priester das Kreuz zu diesem Grab und legt es dort nieder. Auch für die polnische Gemeinde gehört diese Tradition zu Ostern. Als zeitgemäßes Motto für die Zeiten der Corona-Pandemie wählte die Gruppe die Überschrift „Raus aus den Gräbern unserer Einsamkeit“. Für viele sei die derzeitige Situation nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im psychischen Sinne schwer, so Pfarrer Widera. "Daher wollen wir das Zeichen setzen, dass wir sie gemeinsam im Glauben verbunden leichter durchstehen können."

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Trier bistum-trier Fastenzeit Pfarreien
news-103997 Thu, 01 Apr 2021 14:26:37 +0200 Der Auftrag: Das große Fest Gottes mit den Menschen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-auftrag-das-grosse-fest-gottes-mit-den-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/4/csm_Grundonnerstag2021_JR_9d8798b6e0.jpg" width="150" height="111" alt="" title="Grundonnerstag2021 JR" />Bischof Dr. Stephan Ackermann predigt in der Gründonnerstagsliturgie über die Fußwaschung. Trier – „Damit wir uns immer wieder neu von Christus ergreifen lassen und dadurch immer tiefer begreifen, was er an uns getan hat und wie sehr er uns einlädt zur Hochzeit, die Gott und Menschen miteinander verbindet“: Das ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann der Grund, weshalb jedes Jahr das Geheimnis der drei österlichen Tage gefeiert wird. In der Gründonnerstagsliturgie (1. April) im Trierer Dom sagte er in seiner Predigt, nur wer wenigstens ahnungshaft begreife, um welches Geheimnis es gehe, „wird sich auf den Weg Jesu einlassen“.

Der Bischof zog die Verbindung zwischen der Erzählung der Hochzeit zu Kana und der Szene im Abendmahlssaal. Beide Male spielen Reinigung und Wasser eine Rolle. Bei der Hochzeit zu Kana lässt Jesus die Krüge füllen, die vorher für die Reinigung der Gäste benutzt worden waren, und rettet durch die Wandlung des Wassers zu Wein das Fest. Im Abendmahlssaal hingegen erteilt Jesus keine hoheitlichen Aufträge und das Wasser wird auch nicht wundersam zu Wein gewandelt. „Das Wasser bleibt Wasser. Mehr noch: Es wird zu Schmutzwasser, nachdem Jesus den Jüngern die Füße gewaschen hat“, betonte Ackermann. Der Vergleich zeige, dass Jesu Wirken in Kana nur eine Art Vorspiel gewesen sei: Jesus sei nicht gekommen, um Menschen „kurzfristig aus der Patsche zu helfen oder peinliche Situationen zu überbrücken“. „Sein Auftrag zielt auf das große Fest, dass Gott mit uns Menschen feiern will.“

Für dieses Fest „gibt Gott alles, investiert Jesus sein Leben, seine ganze Existenz“. Denn Jesus wolle nicht beeindrucken, „sondern er will uns bekehren“, so Ackermann, und nicht bloß Wasser in Wein, sondern „unsere Herzen verwandeln“. Eine solche Verwandlung geschehe nur durch den Erweis von Liebe. Deshalb mache sich Jesus zum Diener seiner Jünger, deshalb bleibe Wasser Wasser: „Es wird sogar zum Schmutzwasser und damit zum Symbol für all das, was im menschlichen Leben der Reinigung bedarf: unsere Egoismen, unsere Gier, unsere Ängste, unsere Rücksichtslosigkeiten…“ Im Abendmahlssaal nehme der Wein die Gestalt von Blut an: „Das Blut zeigt, was Gott sich die Freundschaft mit uns Menschen kosten lässt: das Blut seines Sohnes, das er für die Seinen vergießt.“

Die Gründonnerstagsliturgie wurde live auf www.bistum-trier.de und im Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunks übertragen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Vokalensemble der Trierer Dommusik unter Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle, von Josef Still an der Hauptorgel und Ulrich Krupp an der Chororgel. Auch der Gottesdienst an Karfreitag (2. April) um 15 Uhr wird aus dem Dom übertragen, ebenso die Osternacht am 3. April um 21.30 Uhr. Die Empfangsmöglichkeiten sowie weitere Angebote an den Kar- und Ostertagen sind unter https://www.t1p.de/medial-mitbeten zu finden. Die Predigt zum Nachlesen gibt es unter diesem Link.

(JR)

 

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news-103994 Wed, 31 Mar 2021 15:35:22 +0200 Siegel der Liebe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/siegel-der-liebe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_Chrisammesse_bischof_34bfa2974a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann weihte während der Chrisammesse die Heiligen Öle. Gleichzeitig erneuerten die anwesenden Priester ihr Weiheversprechen. (mit Bildergalerie) Trier – „Unsere Würde als Christen hat ihren Ursprung in der Situation, in der Jesus am schwächsten ist. Unsere Stärke stammt aus seiner Schwäche und Hingabe.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in seiner Predigt in der Chrisammesse am 31. März im Trierer Dom betont. In diesem Gottesdienst werden die Heiligen Öle geweiht, die für die Sakramente von Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung eingesetzt werden.

Ackermann erläuterte, wenn Jesus am Kreuz mit der Lanze durchbohrt werde, sei das für die Kirche „mehr als ein technischer Vorgang: Jesus gibt sein Herz für uns Menschen auch im blutig-realistischen Sinn hin.“ Daher heiße es in der Liturgie, dass die Sakramente der Kirche „aus Jesu durchbohrtem Herzen entspringen“. Jesu Hingabe bleibe in den Sakramenten, für die die Heiligen Öle genutzt würden, „erfahrbar und wirksam“.

So lasse sich auch das „frohe Selbstbewusstsein“ von Christinnen und Christen erklären, das sich besonders in der Liturgie der Chrisammesse ausdrücke. Es sei „nicht etwas Geleistetes, sondern etwas Empfangenes: In der Salbung, die wir Getaufte empfangen haben, sind wir mit Christus, dem Gesalbten, verbunden“. Gerade weil dieses Selbstbewusstsein nicht eigener Kraft entspringe, sei es auch „fehlgeleitet, wenn wir uns groß machen auf Kosten anderer oder unsere eigenen Fehler übertünchen“, sagte der Bischof: „Gerade wir müssten mehr als andere den Mut haben, zu unseren Schwächen zu stehen.“ So seien die Heiligen Öle auch keine „billigen Kosmetika, die Unreinheiten übertünchen oder die Vergangenheit einbalsamieren – dem hat sich Jesus entzogen!“ Seine bleibenden Wunden sind „Siegel der Liebe und der Anfang des neuen Lebens“. In diesem Sinn sollten die Öle als sprechende Zeichen für Würde, Wahrhaftigkeit und die Chance auf Heilung in der Kraft des Auferstandenen verwendet werden.

Die anwesenden Priester erneuerten in der Chrisammesse ihr Weiheversprechen. Den liturgischen Dienst versahen die jungen Männer, die derzeit für das Bistum Trier im Priesterseminar sind. Die musikalische Gestaltung lag bei einem Vokalensemble der Trierer Dommusik. Auch Firmbewerberinnen und Firmbewerber aus dem Dekanat Wittlich hatten den Gottesdienst mitgefeiert. Im Anschluss daran konnten die Vertreterinnen und Vertreter aus den Dekanaten, Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften des Bistums die Heiligen Öle in mitgebrachte Gefäße abfüllen und mit nach Hause nehmen.

(JR)

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news-103990 Wed, 31 Mar 2021 12:39:42 +0200 Angebote der Seelsorge für und mit LSBTIQ-Menschen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/angebote-der-seelsorge-fuer-und-mit-lsbtiq-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/1/csm_Dokument1_95e1256244.jpg" width="150" height="74" alt="" />Ulrike Laux und Aloys Perling leiten künftig den Arbeitskreis „Sexuelle und geschlechtliche Identitäten in der Pastoral“. Trier – Ulrike Laux und Aloys Perling sind die neuen Ansprechpersonen für die Seelsorge für und mit LSBTIQ-Menschen im Bistum Trier. Die deutsche Abkürzung LSBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen. Laux und Perling leiten auch künftig den Arbeitskreis „Sexuelle und geschlechtliche Identitäten in der Pastoral“, der im Nachgang zur Bistumssynode Ende 2017 gegründet wurde und sich seit 2019 etwa viermal im Jahr trifft. Laux ist pädagogische Referentin für Prävention und sexuelle Bildung in der Jugendabteilung des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) Trier; Perling ist theologischer Referent in der Abteilung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste im BGV.

Perling hat von Anfang an im Arbeitskreis mitgearbeitet. Der regelmäßige Austausch und die Abstimmungen seien sehr hilfreich. Er hebt vor allem den solidarischen Umgang miteinander in der Gruppe hervor. Laux ist seit knapp zwei Jahren dabei. Sie erlebt alle Mitglieder als sehr motiviert: „Wir wollen Angebote und Maßnahmen in der Seelsorge für und mit LSBTIQ-Menschen voranbringen und kreativ sein“, beschreibt sie den Auftrag des Arbeitskreises.

Im Fokus stehe oft die Frage der Seelsorge für und mit der genannten Zielgruppe und ihrem Umfeld: „Wir wollen die seelsorglichen und liturgischen Angebote in Bezug auf Vielfalt in den Blick nehmen und weiterentwickeln“, so Perling. Durch die multiprofessionelle Zusammensetzung des Arbeitskreises gelingt es den Mitgliedern, die Themenfelder aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Man schaue natürlich auch auf die aktuellen Veröffentlichungen und Diskussionen zu dem Thema, betont Laux. Wichtig sei dem Arbeitskreis zudem die Vernetzung und der Austausch auf unterschiedlichen Ebenen: sowohl mit pastoralen Akteurinnen und Akteuren und weiteren Ansprechpersonen vor Ort, mit den Mitgliedern der früheren Teilprozessgruppe „Familie in all ihrer Vielfalt“ im Rahmen der Synodenumsetzung als auch mit Familien mit Transkindern. Wie bereits in den zurückliegenden Jahren stehe man zur Verfügung für Gespräche mit der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität.

Darüber hinaus sei es für die Mitglieder des Arbeitskreises von Bedeutung, im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit auf bereits bestehende Angebote hinzuweisen. Zudem sei es sinnvoll und notwendig, weitere Ansprechpersonen vor Ort zu finden, somit die Vernetzung auszuweiten und damit die Grundlage für weitere Angebote zu etablieren. Auch mit Inhalten wie z.B. der kirchlichen Grundordnung – und die daraus entstehenden Konsequenzen in Bezug auf Beschäftigungsverhältnisse zwischen der Kirche und Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften – befasst sich die Gruppe und regt unter anderem Qualifizierungen im Rahmen der pastoralen Ausbildung an.

Laux und Perling unterstützen Angebote vor Ort mit Impulsen und arbeiten vernetzt. Neben den pastoralen Angeboten für alle werden sie zusammen mit den Mitgliedern des Arbeitskreises auch Fortbildungen und Studientage in ihrem Themenfeld weiterentwickeln. Sie vertreten das Bistum Trier auch bei überdiözesanen Konferenzen.

Mitglieder des Arbeitskreises sind neben Ulrike Laux und Aloys Perling: Albrecht Adam, Klaus-Gerd Eich, Beate Heß, Pfarrer Matthias Holzapfel, Alexius Klein, Sabrina Koch, Vincent Maron, Pfarrer Ralf Schmitz, Pfarrer Lutz Schultz, Thomas Wagner und Karin Winter. Sie sind Mitarbeitende des Bistums oder Mitglieder der Initiativen Queere Christen Saar-Pfalz e.V., Queergottesdienst-Gemeinde in Saarbrücken, Team Queer@herzjesu in Trier, ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) oder des SCHMIT-Z e.V. Trier (queeres Zentrum in Trier) mit. Mehr Informationen sind unter www.t1p.de/Bistum-TR-queer zu finden.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103987 Tue, 30 Mar 2021 15:51:52 +0200 Die Situation vor Ort im Blick https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-situation-vor-ort-im-blick/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_Sondierungsphase-hans-peter-gauster-unsplash_ec537089b5.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Sondierungsphase hans peter gauster unsplash" />Wie gestaltet sich die personelle Situation in der Pfarrei? Können Ämter in Räten noch gut besetzt werden?- so lauten zwei Fragen, die für die Zukunft wichtig sind, daher werden sie während der Sondierungsphase explizit gestellt. Andernach/Daun/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Mayen – Es geht um die lokale Synodenumsetzung – beschreiben Pfarrer Eric Condé und Seelsorgerin Margit Ebbecke knapp und klar ihre Aufgabe als diözesane Sondierungsbeauftragte. Sie sind Teil der Sondierungsphase, bei der die individuelle Situation der Pfarreien vor Ort von diözesanen und lokalen Sondierungsbeauftragten in den Blick genommen wird. Condé ist dazu in Andernach und Daun unterwegs; Ebbecke in  Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mayen.

Die zwei Seelsorger aus dem Bistum Trier sind Mitglieder in Sondierungsteams. Die Diözesanbeauftragten sind meist in einem Zweier-Team organisiert und sind in zwei Pastoralen Räumen unterwegs. So bildet Eric Condé mit Gemeindereferentin Regine Wald ein diözesanes Team und Margit Ebbecke mit Rendant Marek Jost; meist drei lokale Beauftragte ergänzen mit ihrem Wissen aus den entsprechenden Orten.

Zu einer diakonisch-missionarischen Kirche

Bei der Sondierungsphase geht es insbesondere darum, die Bedingungen für mögliche Fusionen von Pfarreien detailliert und umfassend zu betrachten. Dafür wurden die Teams durch Bischof Dr. Stephan Ackermann beauftragt. Außerdem sollen Pastorale Räume gebildet werden, die in ihrem Zuschnitt den ursprünglich geplanten „Pfarreien der Zukunft“ entsprechen. Die neuen Räume sollen helfen, die Vision der Synode von einer diakonischen und missionarischen Kirche umzusetzen.

Erste (virtuelle) Treffen mit Hauptamtlichen und Gremienmitgliedern haben bereits stattgefunden. „Überall ist die Stimmung anders“, lautet die Erfahrung von Ebbecke. „Wir haben die Rolle der Zuhörenden“, erklärt sie, daher sind Gespräche mit den Akteuren vor Ort wichtig. Die Seelsorgerin betont zugleich: „Wir sind neutral und haben kein eigenes Interesse, welche Gemeinden fusionieren“. Ihre Aufgabe als diözesane Beauftragte sei, aufzunehmen, wie die Lage vor Ort ist. Wie gestaltet sich die personelle Situation in der Pfarrei? Können Ämter in ehrenamtlichen Räten noch gut besetzt werden?, lauten Fragen, die es zu stellen gilt. Doch auch der wirtschaftliche Rahmen, in dem sich die Kirchengemeinde (zukünftig) bewegen kann und natürlich die Frage nach einer Bereitschaft zum Zusammenschluss mit anderen Gemeinden sind Schwerpunkte der Treffen. Daher sind die kirchlichen Gremien, Verbandsvertretungen und Verantwortlichen in den Dekanaten sowie Pfarreien wichtige Ansprechpersonen. Hinzu kommen Kooperationspartner, „das können die Feuerwehr, der Schützenverein oder die Familienbildungsstätten sein“, nennt Condé einige Beispiele.

Im Gegenzug bieten die Beauftragten viele Hilfestellungen und Informationen, wie die neuen Strukturen im Bistum Trier geplant sind, wie Zusammenschlüsse von Pfarreien vorbereitet werden können, welche Voraussetzungen es bedarf. „Wir sind Botschafter der Synode, des Rahmenleitbildes und des Pastoralen Raums“, sagt Ebbecke. Condé räumt ein: „Doch bei manchen Sachen, wie die zukünftigen Gremienstrukturen, fehlen noch Entscheidungen – da kommen wir dann an Grenzen, aber das sind genau die Punkte, die die Menschen interessieren“.

Phase läuft bis zum 30. Juni

Bis zum 30. Juni werden die Teams in Kirchengemeinden unterwegs sein, um Gespräche zu führen und zuzuhören. Die Ergebnisse der Sondierungsphase werden gesammelt und mit einer Empfehlung für das weitere Vorgehen dem Synodenbüro im Bischöflichen Generalvikariat übergeben. Dort wird ein Konzept erarbeitet, wie die jeweiligen Gemeinden sich auf einem guten Weg zusammenschließen können, wie viel Zeit und welche Unterstützung sie dafür benötigen. Steuerungsgruppen begleiten die Pfarreien dann auf ihrem weiteren Weg und sind ab Sommer für den Entwicklungsprozess hin zu Fusionen verantwortlich. „Diese Gruppen sind sehr gut vorbereitet und fit“, betont Ebbecke. „Vor Ort ist schon viel passiert“, lautet der Eindruck von Ebbecke. „Die Menschen sind froh, dass es nach dem Stopp aus Rom weitergeht und dass sich Perspektiven entwickeln“.

Allgemeine und umfassende Informationen zur Sondierungsphase im Bistum Trier gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/sondierungsphase/. (jf)

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Koblenz Trier bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Information Kirchliche Räte Kirchliche Verbände Personal Pfarreien Synode: Umsetzung
news-103985 Tue, 30 Mar 2021 15:30:00 +0200 Eine andere Art, Kirche zu sein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-andere-art-kirche-zu-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/2/csm_marienburg_7e08897121.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar von Plettenberg hat sich zum virtuellen Austausch mit auf der Marienburg Engagierten getroffen. Trier/Bullay – Es geht nicht nur, aber auch um die Immobilie. Vor allem aber geht es um die „Marienburg-Gemeinde als ein Ort von Kirche“. Dieses Fazit hat Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg nach einem virtuellen Austausch am 25. März mit rund 60 ehren- und hauptamtlich an der Marienburg engagierten Frauen und Männern gezogen. Nach der Bekanntgabe der Entscheidung, das Jugendhaus des Bistums Trier ab 2024 im Kloster Himmerod anzusiedeln und dafür die Marienburg bei Bullay und das Haus Sonnental in Wallerfangen aufzugeben, zeigt sich Widerstand vor allem bei den dort engagierten Menschen. So hat sich eine Initiative „Pro Marienburg“ gebildet, die sich mit verschiedenen Forderungen an das Bistum wendet.

Generalvikar von Plettenberg dankte den vorwiegend jungen Leuten für ihre Zeit und betonte, er nehme die „Wut, Trauer und Erschütterung“ der Menschen deutlich wahr. „Ich bedauere es sehr, dass der Bischof und ich Ihnen das zumuten müssen.“ Er wolle an diesem Abend darüber sprechen und sich den Fragen und Statements stellen. Konfrontiert mit dem Vorwurf, man habe die Betroffenen vor vollendete Tatsachen gestellt, sagte Plettenberg, es sei ein Fehler gewesen, gerade die Ehrenamtlichen nicht in die Kommunikation am 4. März einzubinden: „Dafür entschuldige ich mich aufrichtig.“

Eine Teilnehmerin kritisierte auch den Entscheidungsprozess und die aus ihrer Sicht fehlende Beteiligung: „Sie haben Angst vor der Auseinandersetzung. Die Kirche traut uns nicht zu, schwierige Entscheidungen zu verstehen.“ Von Plettenberg wies darauf hin, dass die Bistumsverantwortlichen „für solche schwierigen Prozesse nach der angemessenen Form der Beteiligung suchen“. Er müsse aber auch ehrlich sagen, dass der Spielraum im konkreten Fall sehr eng sei und echte Partizipation im Vorfeld schwer möglich gewesen sei. „Der Druck wird von Jahr zu Jahr höher. Wir müssen handeln, auswählen und entscheiden, konzentrieren und uns trennen. Dazu gibt es leider keine Alternative mehr.“ Die Entscheidung sei aber nicht nur von wirtschaftlichen Argumenten getrieben, betonte der Generalvikar. Es gehe darum, die Jugendpastoral zu erhalten und weiterzuentwickeln. Für ein solches Konzept sähen die Verantwortlichen in Himmerod das deutlich größere Potential, wenngleich eine funktionierende Jugendpastoral nicht nur von den Orten abhängig sei, an denen sie angeboten wird, sondern wesentlich von den engagierten Menschen.

Er verstehe nach dem Austausch besser, dass es den Frauen und Männern auch um eine andere Art gehe, Kirche zu sein und Glauben zu leben, sagte von Plettenberg. Deshalb sei er dankbar, dass trotz aller Kritik die Frauen und Männer bereit zum Gespräch seien und auch zur weiteren Mitarbeit. Es wurde vereinbart, dass die Interessierten Einblicke in die Unterlagen zu den Entscheidungsgrundlagen erhalten. Zudem soll konkret geklärt werden, welchen Spielraum es an welchen Stellen gibt und welche Befugnisse die angedachten Arbeitsgruppen rund um die Marienburg und die Konzeption für das Jugendhaus Himmerod haben. Angeregt wurde zudem eine Gruppe, die sich mit Fragen von Kommunikation und Partizipation in bevorstehenden kirchlichen Entscheidungsprozessen befasst, in der neben Verantwortlichen von Seiten des Bistums auch ehrenamtlich Engagierte von „Pro Marienburg“ mitarbeiten könnten.  

Auch die Frage, was mit der Kirche auf der Marienburg passiert, nahm der Generalvikar sehr ernst: „Das Bistum ist und bleibt in der Verantwortung, bis 2023 für die Marienburg eine gute Nachfolge zu finden.“ Er wolle und werde diese Verantwortung nicht auf die Kommunen abwälzen. „Wir bieten Ihnen und allen Interessierten aber an, zusammen mit uns zu erkunden, welche Ideen es gibt, die Kirche und die Gebäude der Marienburg nach 2023 zu nutzen und zu finanzieren. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Kirche auf der Marienburg auch nach 2023 als sakraler Ort erhalten bleibt.“ Die Entscheidung, welches Angebot den Zuschlag bekommt, werde sich nicht nur an finanziellen Kriterien festmachen.

Auch die Initiative „Pro Marienburg“ hat im Nachgang zu dem Austausch ein Resümee gezogen, das hier zu finden ist.

(JR)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                        

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Ehrenamt Information Jugend
news-103986 Tue, 30 Mar 2021 15:13:08 +0200 Bobbycar-Polizistin und Sandkuchen-Expertin https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bobbycar-polizistin-und-sandkuchen-expertin/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_Kleinkind-spielt_pixabay_78d54a5401.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kleinkind spielt pixabay" />Maria Iuhos wagt die berufliche Neuorientierung und macht mit 47 Jahren einen BFD in der Kindertagesstätte Haus Tobias in Trier-Feyen. Trier/Luxemburg – Sie hat schon im Sand nach „Edelsteinen“ gegraben, es zur Bobbycar-Polizistin gebracht und sich zur Sandkuchen-Expertin gemausert: Maria Iuhos erlebt so manches Abenteuer mit ihren kleinen Schützlingen aus der „Marienkäfergruppe“. Die 47-Jährige macht ihren Bundesfreiwilligendienst in der integrativen Kindertageseinrichtung Haus Tobias im Stadtteil Trier-Feyen und betreut unter Anleitung der pädagogischen Fachkräfte zehn Kleinkinder im Alter von eineinhalb bis drei Jahren.

Iuhos ist dabei das beste Beispiel dafür, dass der Bundesfreiwilligendienst Menschen aller Alters- und Berufsgruppen anspricht, die sich für das Allgemeinwohl engagieren möchten: Die gebürtige Rumänin arbeitete in ihrer Heimat Siebenbürgen als Assistentin im Internationalen Amt einer Universität und kam vor zwei Jahren mit ihrem Partner nach Luxemburg. „Ich wollte mich beruflich neu orientieren und habe dann vom Bundesfreiwilligendienst in Deutschland erfahren. Ich finde das wirklich toll, dass auch ältere Menschen hier die Chance bekommen, in etwas ganz Neues reinzuschnuppern und sich darin auszuprobieren. Und für Ausländer wie mich ist es die perfekte Gelegenheit, die Sprache zu üben.“ So hat Iuhos, die zweisprachig mit Ungarisch und Rumänisch aufwuchs und später Englisch und Französisch lernte, gemeinsam mit den Kindern ihr Deutsch verbessert. Inzwischen spricht sie nicht nur fast perfekt Deutsch, sondern versucht sich auch an Luxemburgisch, was ihr aber noch schwer falle, wie sie schmunzeln zugibt. Das kleine Nachbarland gefällt ihr gut – es erinnere sie an ihre Heimat Siebenbürgen, weil es nicht so dicht besiedelt und eher ländlich geprägt sei. Um zu ihrer Einsatzstelle zu gelangen, nimmt Iuhos täglich drei Stunden Fahrtzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf – das sei aber kein Problem, da sie den Bufdi als Teilzeit-Dienst ausübe, erklärt sie.

Viele kostbare Momente mit den Kindern

Die Möglichkeit eines Teilzeitdienstes von mindestens 20 Stunden pro Woche ist für Menschen über 27 möglich, wie Julia Gerz, Referentin bei den Sozialen Lerndiensten, erklärt. Diese vom Bistum Trier und dem Caritasverband getragene Einrichtung vermittelt und begleitet Freiwillige während ihres Engagements – so wie Maria Iohos. Sie schätze besonders die begleitenden theoretischen Seminare: „Da werden verschiedene Themen wie Körpersprache, Rhetorik, Kreativität, Religion aufgegriffen. Und man hat Zeit, über Probleme und Positives von den Einsatzstellen zu sprechen, sich auszutauschen.“ In der Kindertagesstätte fühlt sich Iuhos sehr wohl – sie sei von Anfang an gut aufgenommen worden. Es sei aber auch kein Problem, in eine andere Einsatzstelle zu wechseln, sollte es nicht passen. Bei ihrer Wahl habe ihr geholfen, dass sie zuvor zwei Tage im Haus Tobias hospitieren konnte. Natürlich frage sie sich, ob es ein guter Zeitpunkt war, den Freiwilligendienst mitten in einer Pandemie anzutreten. „Es gibt natürlich Einschränkungen – unsere Gruppen und Kollegen sind aufgeteilt, dürfen sich nicht untereinander mischen; die Kinder sollen nicht gemeinsam singen. Aber es überwiegen die vielen kleinen, schönen Momente mit den Kindern – Klettern, Rutschen, im Sand spielen, Händewaschen oder einfach nur für sie da sein, sie in den Arm nehmen und trösten. Ich fühle mich hier einfach nochmal mehr wie ein Kind, spüre, wie ich kreativer werde und mich an Dinge erinnere, die mir früher Spaß machten, die ich schon vergessen hatte.“

Die Komfortzone verlassen

Die eigene Komfortzone verlassen, etwas Neues probieren, soziale Kontakte knüpfen – dazu wolle sie auch andere in ihrem Alter ermutigen. „Wenn ich es als fast 50-jährige Ausländerin schaffe, dann können andere das auch. Der Bufdi ist ein bisschen wie eine Entdeckungsreise. Man hat ein Jahr Zeit, herauszufinden ‚Passt das zu mir‘? Wenn es klappt, ist es eine Win-Win-Situation für alle und wenn nicht, ist es kein Weltuntergang.“ Und was danach kommt? „Die Arbeit macht mir definitiv große Freude, aber ich will derzeit in der Pandemie-Situation noch nichts planen, was sich dann vielleicht nicht umsetzen lässt. Deshalb schaue ich auf die nächsten fünf Monate und freue mich auf meine verbleibende Zeit im Haus Tobias, die ich intensiv nutzen möchte.“

Mehr Informationen zum Bundesfreiwilligendienst und anderen Freiwilligendiensten gibt es bei den Sozialen Lerndiensten, Jesuitenstraße 13, 54290 Trier, Tel.: 0651-993796-300 oder online: www.soziale-lerndienste.de, www.facebook.com/soziale.lerndienste.

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Trier bistum-trier Kindergarten Politik / Gesellschaft
news-103977 Sat, 27 Mar 2021 06:31:00 +0100 Wissenschaft, Lehre und pastorale Praxis stärker verknüpfen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wissenschaft-lehre-und-pastorale-praxis-staerker-verknuepfen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_Marco-Benini_privat_608f61de53.jpg" width="150" height="146" alt="" />Marco Benini übernimmt den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier. Trier – Ab dem 1. April ist Prof. Dr. Marco Benini (38) neuer Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier. Damit übernimmt er zugleich die Leitung der wissenschaftlichen Abteilung des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI). In Trier möchte er Forschung, Lehre und pastorale Praxis verstärkt miteinander verknüpfen, die internationale Vernetzung vorantreiben und den Blick in andere Disziplinen wagen.

„Die Herausforderung dieser Tage besteht darin, die Menschen wieder für den Gottesdienst zu gewinnen und sie einzuladen, den Reichtum der Liturgie zu erfahren“, erklärt der 1982 in Ingolstadt geborene Benini. Theologie studierte er in Eichstätt und Rom; 2008 wurde er für das Bistum Eichstätt zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan und Jugendseelsorger in Neumarkt/Opf. Von 2012 bis 2018 verfasste er seine Dissertation über den „Osterfestkreis im Ingolstädter Pfarrbuch des Johannes Eck (1525)“ und seine Habilitationsschrift zur „Liturgischen Bibelhermeneutik“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt – beide Studien wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zeitgleich war er als Seelsorger und Domvikar tätig.

Internationale Vernetzung der Liturgieforschung fördern

Ab 2018 lehrte und forschte er fünf Semester lang als Visiting Professor an der Catholic University of America in Washington. Eine prägende Zeit, wie er betont: „Insbesondere in den Gesprächen mit Studierenden hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen die Bedeutung liturgischer Zeichen, der Eucharistie und der Sakramente, wieder näher zu bringen. Nur wer versteht, was sich dahinter verbirgt, weiß sie auch zu schätzen.“ Für die Feier der Gottesdienste nach der Pandemie hat er bereits konkrete Impulse: „In den USA werden die Gläubigen beispielsweise schon an der Kirchenpforte begrüßt. Dieses Zeichen der individuellen Wertschätzung ließe sich auch in Deutschland gut umsetzen, etwa durch jene, die derzeit die Hände an der Türe desinfizieren, oder Vertreterinnen und Vertreter des Pfarrgemeinderates.“

Es sei ihm ein besonderes Anliegen, die internationale Vernetzung der Trierer Liturgieforschung weiter zu fördern, sagt Benini, der in den vergangenen zwei Semestern die Professur für Liturgiewissenschaft an der Universität Augsburg vertrat. Dabei möchte er nicht nur mit ausländischen Liturgieforschern kooperieren, sondern auch andere Disziplinen miteinbeziehen. „Wenn wir über die Qualität von Gottesdiensten sprechen, können die Erkenntnisse empirisch arbeitender  Wissenschaften wie der Soziologie gewinnbringend sein.“ Trier biete ihm den einzigartigen Vorteil, Forschung und Praxis intensiv miteinander zu verbinden. „Das ist schon etwas Besonderes. Ich freue mich schon sehr auf meine neuen Aufgaben und vor allem auf viele Begegnungen an der Theologischen Fakultät und am Deutschen Liturgischen Institut.“

(ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bildung
news-103981 Fri, 26 Mar 2021 13:37:03 +0100 „Wir versprechen uns mehr Flexibilität und Kooperationen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-versprechen-uns-mehr-flexibilitaet-und-kooperationen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_heckmann_nicole_2020_privat_33aafe1ed3.jpg" width="113" height="150" alt="" />Die Sondierungsphase hat auch für den künftigen Pastoralen Raum Schweich begonnen. Bis Juni wird ein Team Gespräche mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten führen. Schweich – Bei seiner Reform der Pfarreienlandschaft und der Kirchenentwicklung setzt das Bistum Trier auf stärkere Vernetzung und engere Zusammenarbeit. 35 „Pastorale Räume“ sollen im Bistum errichtet werden, räumlich entsprechend den ursprünglich geplanten und von Rom gestoppten „Pfarreien der Zukunft“. Innerhalb dieser Pastoralen Räumen sollen sich die heutigen Pfarreien und Kirchengemeinden zu neuen größeren Pfarreien zusammenschließen. Um diese Reform nun gemeinsam mit den Menschen vor Ort auf den Weg zu bringen, ist kürzlich die so genannte Sondierungsphase auch in Schweich gestartet. Dabei treffen sich von Bischof Dr. Stephan Ackermann beauftragte Teams aus Sondierungsbeauftragten mit engagierten Menschen aus den Pfarreien und besprechen, welche gut etablierten Projekte und Angebote es schon vor Ort gibt, wo Prozesse bereits angelaufen sind, und wo es noch Unterstützung braucht.

Ein erstes Auftakttreffen – in digitaler Form – gab es am 24. März für den neuen Pastoralen Raum Schweich. Es gehe darum, gemeinsam auszuloten, wo die Pfarreien stünden, was für die nächste Zeit vereinbart und geleistet werden könne, begrüßte Dechant Dr. Ralph Hildesheim die rund 30 Interessierten. Dazu stellten die Sondierungsbeauftragten Susanne Münch-Kutscheid, Dekanatsreferentin im Dekanat Schweich, Pfarrer Clemens Grünebach und Nicole Heckmann ihre Pläne für die Sondierungsphase bis Ende Juni vor. Der Bischof habe in seinem Schreiben im Nachgang zu den Ergebnissen der Bistumssynode klargemacht, dass die Ziele der Synode nicht überholt seien. Im Bereich der Seelsorge stünde eine stärkere Vernetzung und Kooperation im Vordergrund, die gezielt auf die Bedürfnisse der Menschen in den Pfarreien eingehe und auch neue Angebote von Seelsorge schaffe. Drängend stehe aber auch die strukturelle Frage im Raum, wie bei schwindenden personellen und finanziellen Ressourcen das „Alltagsgeschäft“ aufrechterhalten werden könne.

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Trier bistum-trier Pfarreien Strukturreform Synode: Umsetzung
news-103980 Fri, 26 Mar 2021 10:40:26 +0100 Bistum Trier: Kar- und Ostertage wie geplant feiern https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistum-trier-kar-und-ostertage-wie-geplant-feiern/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_0767_HT_b10e03dc9b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg dankt allen, die durch eine sorgsame Planung und unter Beachtung des Schutzkonzeptes die Gottesdienste möglich machen. Trier – Nachdem die Bitte, Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen nur virtuell zu feiern, aus dem aktuellen Bund-Länder-Beschluss wieder entfernt wurde (vgl. Meldung vom 24. März), können die Gottesdienste wie geplant stattfinden. Das hat Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg am 26. März in Trier betont: „Es ist gut, dass wir die Kar- und Ostertage wie geplant feiern können.“

Der Generalvikar dankt allen, die durch eine sorgsame Planung und unter Beachtung des Schutzkonzeptes die Gottesdienste möglich machen: „Wir erleben seit Monaten, dass wir mit den Hygiene- und Infektionsschutzregeln, die unser Schutzkonzept vorgibt, unter guten und sicheren Bedingungen Gottesdienst feiern können.“

Gleichzeitig weist von Plettenberg darauf hin, dass viele Gemeinden auch Gottesdienste im Internet übertragen oder Telefongottesdienste anbieten. „Ich denke, jede und jeder kann in der passenden Form die Kar- und Ostertage begehen.“ Infos dazu sind unter www.t1p.de/medial-mitbeten zu finden. Außerdem gebe es an vielen Orten zahlreiche weitere gute Ideen, um gerade an den Kar- und Ostertagen mit den Menschen in Verbindung zu sein, auch dafür sei er dankbar.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bistumsleitung Seelsorge
news-103975 Thu, 25 Mar 2021 14:52:24 +0100 Online-Angebote für die Jugendarbeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/online-angebote-fuer-die-jugendarbeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/0/csm_Online_Angebote_dpsg_18d921be01.png" width="150" height="99" alt="" />Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum bietet verschiedene digitale Angebote an, die für alle Interessierten offen sind. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Unter der Corona-Pandemie leidet auch die Jugendarbeit, die normalerweise von Austausch und Begegnung lebt. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier hat digitale Alternativen gesucht und aus den kreativen Ideen einen Methodenkoffer unter https://t1p.de/dvbc zusammengestellt. Zusätzlich bieten aber auch Verbände wie die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Trier digitale Angebote an, die für alle Interessierten offen sind.

In seinen Videokonferenzräumen organisiert der Diözesanverband der DPSG Trier Austauschrunden, Workshops und Impulse. So lädt eine Austauschrunde unter dem Titel „Wenn das hier vorbei ist…“ am Freitag, 26. März dazu ein, über die Fortsetzung der Jugendarbeit nach dem Ende der Beschränkungen durch die Pandemie zu diskutieren. Am Karfreitag, 2. April, findet ein digitaler Jugendkreuzweg statt, und für den 7. April ist ein Seminar zu Finanzen und Zuschüssen in der Jugendarbeit geplant. Zusätzlich können sich alle Interessierten – auch wenn sie nicht in der Jugendarbeit tätig sind – für weitere Seminare anmelden. Die Termine vereinbaren die Kursleiter dann mit allen, die sich bis zum 15. April angemeldet haben.

Die DPSG Trier bietet Workshops zur „Leichten Sprache“ an, oder die Interessierten lernen, wie man mit kostenlosen Programmen Logos entwirft, Videos scheidet oder digitale Gruppenstunden organisiert. Zudem soll es Austauschrunden geben, um sich gegenseitig zu ermutigen oder Hilfestellungen und Ideen zu teilen. Auch über die Öffentlichkeitsarbeit oder wie man Gruppenleiterinnen und -leiter gewinnt, soll gesprochen werden. Zum Thema Verschwörungstheorien ist neben einer theoretischen Einheit auch ein praktisches Spiel zur Veranschaulichung geplant. Für neue Leiterinnen und Leiter oder andere Interessierte soll es zudem eine digitale Präventionsschulung geben.

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es auf online.dpsg-trier.de oder beim Diözesanverband der DPSG unter Tel.: 0651-9771180 oder E-Mail: info(at)dpsg-trier.de.
(aw)

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news-103972 Thu, 25 Mar 2021 10:16:47 +0100 Umkehr zu Wahrheit und Geschwisterlichkeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/umkehr-zu-wahrheit-und-geschwisterlichkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_San-Ignacio11_fb54393754.jpg" width="150" height="100" alt="" />Aus „großer Sorge“ wegen der aktuellen politischen Lage in Bolivien nach den Regionalwahlen schreibt Bischof Ackermann an den Vorsitzenden der bolivianischen Bischofskonferenz. Trier/La Paz – Aus „großer Sorge“ wegen der aktuellen politischen Lage in Bolivien nach den Regionalwahlen vom 7. März 2021 hat sich Bischof Dr. Stephan Ackermann an Erzbischof Ricardo Centellas, den Vorsitzenden der bolivianischen Bischofskonferenz, gewandt. „Verbunden in Partnerschaft und Freundschaft“ sage er den Bischöfen und den Gläubigen im Partnerland des Bistums Trier seine Unterstützung zu, „für eine Entwicklung des Landes in Frieden, Wahrheit und Versöhnung einzutreten“, heißt es in dem Schreiben.

Angesichts der Vorgänge um die Anschuldigungen gegen die ehemalige Interimspräsidentin Jeanine Anez sowie weitere Minister und hinsichtlich der Versuche, den Wahlbetrug von 2019, der zur Abdankung des Präsidenten führte, in einen Staatsstreich umzudeuten, hatten die bolivianischen Bischöfe die Botschaft „Die Demokratie verlangt den Respekt vor den Menschenrechten“ veröffentlicht. In der Botschaft heißt es: „Wir fordern die Verantwortlichen der politischen Macht auf, sich für den Fortschritt in Bolivien, für Gerechtigkeit, Wahrheit und Versöhnung unter allen Bolivianern einzusetzen.“ Die Politik der Rache und des Hasses und eine von der politischen Macht abhängige Justiz schafften kein Vertrauen bei den Menschen. „Wir rufen alle auf, sich zu besinnen und unserem Volk zu helfen, mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken, um ein Land der Versöhnung und des Friedens für alle Bolivianer zu erreichen, und wir fordern die Regierung des Plurinationalen Staates auf, von der totalen Kontrolle der Macht, von Rache und Verfolgung abzulassen“, so die bolivianischen Bischöfe weiter.

Bischof Ackermann erinnerte in dem Brief daran, dass der Misereor-Sonntag (21. März) das soziale und gesellschaftliche Wirken der bolivianischen Kirche in den Mittelpunkt gestellt hatte. Er wünsche, dass die Tage der Fastenzeit „die Umkehr zu Wahrheit und Geschwisterlichkeit stärken“.

(JR)

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news-103967 Mon, 22 Mar 2021 15:34:55 +0100 Gemeinsam für den Klimaschutz https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gemeinsam-fuer-den-klimaschutz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_kopfbild-umweltseiten-anthony-choren-hcvXH4Ss11A-unsplash_01_d2a9af665b.jpg" width="150" height="59" alt="" />Das Bistum Trier startet eine Vortragsreihe zum Thema „Klimawandel und wir“. Die Reihe möchte aufzeigen, wie Klimaschutz funktioniert und warum er so dringend ist. Trier/Birkenfeld – „Wenn wir vom Klima reden, denn reden wir vom Leben, von einem Leben, das uns von Gott geschenkt wurde“. Das hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg bei der Online-Konferenz „Impulse für den Weg in eine klimagerechte Zukunft“ betont. Die Veranstaltung am 19. März war Start der Reihe „Klimawandel und wir“ der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier zusammen mit dem Klimaschutzmanagement der Diözese. Weitere Partner sind die ‚Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien West‘ sowie das „Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel“. Zum Auftakt diskutierte Plettenberg mit Prof. Dr. Peter Heck, Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umweltcampus Birkenfeld der Hochschule Trier, mit Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin im Bistum Trier und mit Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier. Ziel war es, gemeinsame Perspektiven einer Kooperation von Hochschule und Bistum anzudenken.

„Unsere größten Handhandlungsfelder sind sicher die Liegenschaften“, führte Charlotte Kleinwächter aus. Wenn man die Kirchengemeinden miteinbeziehe, so spreche man von über 3000 Gebäude im Bistum Trier. „Von unseren CO2-Emmissionen entfallen rund 80 Prozent auf das Beheizen der Gebäude, rund 15 Prozent auf den Stromverbrauch und rund fünf Prozent auf die betriebliche Mobilität.“ Das größte Einsparpotential liege bei den Schulen und den Verwaltungsbauten: „Unsere Analysen zeigen, dass man 190 Tonnen CO2 pro Jahr sparen könnte, wenn man die Heizungssituation bei den Schulen optimiert.“ Auch das Thema Mobilität rücke zunehmend in den Mittelpunkt. So sei das Bistum seit diesem Jahr Mitglied des Netzwerks „Mobilität und Kirche“, gemeinsam mit acht evangelischen Landeskirchen und fünf katholischen Bistümern.

In der digitalen Diskussion wurden verschiedene Ideen entwickelt, wie das Bistum den nächsten Schritt zu mehr Klimaschutz gehen könnte und welche Rolle dabei die Hochschule Trier und im Speziellen der Umwelt-Campus in Birkenfeld (UCB)  spielen könnte. Vor 25 Jahren war der UCB gegründet worden und hat als erste Hochschule in Europa das Konzept „Null-Emissions-Campus“ etabliert. In Verbindung mit zahlreichen Forschungsprojekten am IfaS konnte das Thema kontinuierlich fortentwickelt werden. Dafür ist der Campus national und international ausgezeichnet worden – bereits zum vierten Mal als „grünste Hochschule Deutschlands“.

Prof. Heck brachte die Idee einer vom Bistum ausgegründeten GmbH zur energetischen Optimierung von Liegenschaften ins Spiel. „Oft gibt es das Problem, dass man auf der einen Seite energetisch sinnvoll erneuern muss, auf der anderen Seite das Budget fehlt oder zu knapp kalkuliert ist – und man deswegen nur die zweitbeste Lösung verwirklichen kann. In einer Energiegesellschaft könnte Know-how gebündelt werden.“

Weitere Themen waren die Förderung der E-Mobilität im Bistum und in den Kirchengemeinden sowie die Nutzung von Fördergeldern für die energetische Sanierung. Aber auch neue Impulse für ökologische Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten und Schulen wurden thematisiert, wie auch die Frage, wie regenerative Energiequellen mit dem Denkmalschutz vereinbar sein können. Eine Zusammenarbeit von Hochschule und Bistum wurde in verschiedenen Formen beschrieben, etwa in Patenschaften von Studierenden mit Kindertagesstätten oder in einer Kooperation des Bistums mit dem neuen Studiengang ‚Nonprofit und NGO-Management (B.A.)‘.

Sowohl Prof. Dorit Schumann als auch Generalvikar von Plettenberg betonten den Wunsch, in Bezug auf den Klimaschutz in Zukunft gemeinsam etwas bewegen zu wollen. „Wir sind froh, neue Felder für Kooperationen gefunden zu haben“, sagte von Plettenberg zum Abschluss der Diskussion.

Die Veranstaltungsreihe ‚Klimawandel und wir‘ umfasst rund 25 Vorträge und Seminare und geht bis Ende Juni. Die Reihe möchte aufzeigen, wie Klimaschutz funktioniert, warum er so dringend ist und möchte spirituelle Impulse setzen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhang ergründen. Weitere Informationen gibt es auf https://www.umwelt.bistum-trier.de/angebote/veranstaltungsreihe-klimawandel/

(tef)

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news-103963 Mon, 22 Mar 2021 12:21:28 +0100 Chrisam-Messe: Mitfeier im Dom möglich https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/chrisam-messe-mitfeier-im-dom-moeglich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_Chrisammesse2020_JR_224be06203.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Chrisammesse2020 JR" />Am 31. März wird Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom die Heiligen Öle weihen. Das Platzangebot in der Domkirche ist begrenzt, es stehen jedoch noch rund 50 Plätze zur Verfügung. Trier – Die Chrisam-Messe findet in diesem Jahr am 31. März, um 10 Uhr, im Hohen Dom statt. In dem Pontifikalamt weiht Bischof Dr. Stephan Ackermann die Heiligen Öle, die im gesamten Bistum Trier bei der Spendung der Sakramente wie Taufe oder Krankensalbung verwendet werden. Im Anschluss an die Liturgie werden die Heiligen Öle an die Vertreter der Dekanate im Bistum Trier verteilt. Aufgrund der Corona-Hygieneauflagen ist das Platzangebot in der Domkirche begrenzt, es stehen jedoch noch rund 50 Plätze zur Verfügung. Um eine vorherige Anmeldung bei der Dominformation wird gebeten. Sollten zu Beginn des Gottesdienstes noch freie Plätze vorhanden sein, werden diese vom Empfangsdienst vergeben; es wird empfohlen, einen Zettel mit den persönlichen Kontaktdaten mitzubringen.

Das Anmeldeformular für die Chrisam-Messe gibt es auf der Homepage der Dominformation Trier unter https://www.dominformation.de/aktuelles/anmeldung-zum-gottesdienst/. Weitere Informationen gibt es auch unter Tel.: 0651-979079-0 oder E-Mail: info(at)dominformation.de. Das Schutzkonzept des Bistums findet man auf: https://www.t1p.de/bistum-tr-schutzkonzept-corona.

(ih)

 

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news-103955 Sun, 21 Mar 2021 10:07:00 +0100 Das „sredna-Betphon“ feiert seinen ersten Geburtstag https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-sredna-betphon-feiert-seinen-ersten-geburtstag/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/f/csm_Betphon_ih_f3f0881099.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die sredna-Gemeinde im Trierer Süden hat mitten im Lockdown das „Betphon“ ins Leben gerufen. Aus dem Telefon-Gottesdienst ist nun eine digitale Gemeinde erwachsen. Trier – Mitten im ersten Lockdown hat die sredna-Gemeinde im Trierer Süden das „Betphon“ ins Leben gerufen. Am 21. März feiert es seinen ersten Geburtstag. Denn obwohl Gottesdienste inzwischen wieder in Präsenz stattfinden dürfen, treffen sich fünf bis zehn Gläubige in regelmäßigen Abständen morgens um 8 Uhr per Telefon, um eine Viertelstunde lang gemeinsam zu singen und zu beten. Auch bei der Sonntagsmesse in der Kirche Herz Jesu schalten sich im Schnitt 15 bis 25 Menschen zu.

„Als der Corona-Lockdown über uns hereinbrach und ein physisches Gottesdienst- und Gemeindeleben unmöglich machte, ging alles ganz schnell“, erinnert sich Ralf Schmitz, Dechant und Leiter des Kirchenprojekts „sredna-herzjesu“. Ein Lied, ein Psalm, die Schriftlesung des Tages, Fürbitten mit dem Laudato-si-Gebet, Vaterunser, Segen und ein Lied zum Schluss: Spontan wurde eine Telefonkonferenz eingerichtet und bekam den Namen „Betphon“. In kürzester Zeit wurden feste Gebetszeiten eingerichtet und auch Treffen des Leitungsteams und Gottesdienst-Vorbereitungen fanden fernmündlich statt. Der Vorteil? Das Telefon sei auch für Menschen, die nicht online sind, leicht zugänglich. So konnte die Gemeinde selbst die Kar- und Ostertage im vergangenen Jahr gemeinsam feiern. Ergänzt wurde die kontaktlose Zusammenkunft später mit der Videokonferenz-Plattform Zoom, die Raum bot für Vorabendmessen, die „Queere Kirchennacht“ und Vorträge sowie Filmgespräche. Zahlreiche weitere Veranstaltungen folgten im Laufe des Jahres, darunter Lektoren- und Kantorendienste, ein Online-Workshop zum Thema Fürbitten und das Online-Seminar „Brot, das die Hoffnung nährt“ zum Thema Eucharistie mit 30 Teilnehmern, ein Drittel davon Elternteile von Kommunionkindern.

Im Rückblick stellt Ralf Schmitz fest: „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal eine Telefon- und Video-Gemeinde leiten und begleiten würde. Sie ist aus der Not heraus entstanden, provisorisch und flüchtig. Die Herausforderungen, in die Gott uns gestellt hat, haben mich und meinen Dienst verändert. Die ‚Betphon-Gemeinde‘ lebt, weil viele ihre Talente und Bereitschaft zu unkonventionellen Lösungen einbringen.“ Mittlerweile ist die sredna-Gemeinde ein Netzwerk von Menschen geworden – mit den Knotenpunkten Herz-Jesu-Kirche, Telefon, Video und Homepage, mit 100 Vereinsmitgliedern, rund 200 Interessierten und 25 regelmäßigen Beterinnen und Betern in verschiedenen Gruppen.

Weitere Informationen zu den Angeboten der sredna-Gemeinde und Details zum „Betphon“ gibt es auf www.sredna-herzjesu.de.

(red/ih)

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news-103959 Sat, 20 Mar 2021 06:50:00 +0100 Diakonische und missionarische Kirche auch am Lebensende https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/diakonische-und-missionarische-kirche-auch-am-lebensende/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Rahmenkonzept_Bestattungsdienst_Titelseite_fd815f9d27.jpg" width="104" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann setzt das „Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst“ in Kraft. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat heute das „Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst im Bistum Trier“ in Kraft gesetzt. Das Konzept setzt den verbindlichen Rahmen, der auf der örtlichen Ebene je nach den lokalen Bedingungen und Erfordernissen ausgestaltet werden soll. Die 28 Seiten starke Broschüre wird an die Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und –referenten sowie Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum versandt und ist unter www.bistum-trier.de/bestattung abrufbar.

Die Verwirklichung des Rahmenkonzepts sei ihm ein wichtiges Anliegen, sagt Bischof Ackermann, weil es zu den im Synodenabschlussdokument beschriebenen Festlegungen gehöre. „Gerade in der Konfrontation mit dem Lebensende muss sichtbar und erfahrbar werden, was eine diakonische und missionarische Kirche ausmacht, die sich an den Perspektivwechseln orientiert“, so Ackermann. Dazu gehöre, dass der einzelne Mensch in seinen Lebensbezügen und Lebenswelten im Mittelpunkt der Zuwendung stehe. Auch würden die verschiedenen Dienste rund um das Begräbnis in einer größeren Vielfalt ermöglicht und eröffneten auch ehrenamtlich Engagierten ein Tätigkeitsfeld. Zudem stelle das Konzept die Kooperation aller an einem Begräbnis Beteiligten sicher und werde in der Praxis immer wieder anhand der Frage überprüft, „ob wir den Menschen mit unserem Tun gerecht werden“. Künftig werden sowohl Kleriker als auch haupt- und ehrenamtlichen Laien den Bestattungsdienst im Bistum übernehmen. Hier orientiere sich das Bistum auch an den guten Erfahrungen, die in anderen Bistümern bereits gemacht werden. Der Bischof zeigt sich überzeugt, dass „wir mit dem Rahmenkonzept einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der Synode gehen und so der zeitgemäßen Verkündigung der Frohen Botschaft dienen“.

Auch Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sieht im Rahmenkonzept „ein Beispiel, wie wesentliche Themen und Anliegen der Synode in einem bedeutsamen pastoralen Handlungsfeld aufgenommen und sichtbar gemacht werden können“. Denn neben den strukturellen und organisatorischen Fragen zur Gestalt von Pfarrei und Pastoralem Raum sollten nun mehr und mehr die inhaltlichen Themen der Synode in den Vordergrund treten. Schabo lädt die Verantwortlichen vor Ort ein, das Rahmenkonzept in der Weise aufzugreifen, wie es aktuell möglich sei und „in einer den örtlichen Gegebenheiten angepassten Weise mit Schritten in die im Rahmenkonzept vorgegebene Richtung zu beginnen“. Die im Rahmenkonzept beschriebene Qualität solle dort, wo es sie gibt, gewahrt werden; wo Weiterentwicklung notwendig ist, sollen die nötigen Schritte gegangen werden. „In diesem prozesshaften Verständnis ist auch das Rahmenkonzept selbst angelegt. Es versteht Qualität im Bestattungsdienst als ein verbindliches Zielbild, auf das wir beständig hinarbeiten.“

Das Rahmenkonzept geht im ersten Kapitel auf die Grundorientierungen ein, nimmt im zweiten Kapitel das Thema Qualität in den Blick und beleuchtet im dritten Kapitel die Aufgaben und Rollen auf diözesaner und lokaler Ebene. Es wurde im Auftrag der Bistumsleitung von einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Dabei haben Menschen mit entsprechender pastoraler Praxis mitgearbeitet und, ähnlich wie es Resonanzphasen bei den Teilprozessgruppen zur Synodenumsetzung gab, aus unterschiedlichen Perspektiven beraten. Das jetzt vorgelegte Konzept wurde auch im Diözesanpastoralrat und im Priesterrat beraten und fand dort breite Zustimmung.
(JR)

 

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news-103962 Fri, 19 Mar 2021 17:18:21 +0100 Die Zeit drängt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zeit-draengt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_GVundWeber_3353adb8a3.jpg" width="150" height="113" alt="" />Bei einer Ökumenischen Andacht rufen Generalvikar von Plettenberg und Superintendent Weber zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf. Trier – Im Rahmen einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am heutigen Freitag im Trierer Dom haben der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe, „auf die wir uns als globale Gesellschaft zubewegen und die bereits spürbar begonnen hat“, aufgerufen.

„Die Zeit drängt“, betonte von Plettenberg, und verwies auf die biblische Losung für diesen Tag: „Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der Herr, der euch heiligt.“ Dabei gelte es, diese Satzungen eben auch durch konkrete Taten zu halten und vor allem umzusetzen: „Wenn es heißt – Bewahrt die Schöpfung – dann müssen wir alles dransetzen, dies auch in die Tat umzusetzen, wir müssen unser Menschenmögliches tun und Maßnahmen ergreifen, damit der Klimawandel gestoppt werden kann.“ Alles Tun aber, so der Generalvikar, werde dabei getragen durch die Hoffnung auf Gott, „der unser Tun zum Guten führen kann und wird“.

Es ginge darum, „wirklich ernst zu machen mit der Wertschätzung und der Feinfühligkeit, die Gottes Schöpfung in unserem alltäglichen Handeln verdient“, betonte auch Weber. „Wenn wir immer weiter die Folgen der Klimaveränderung ignorieren, bauen wir auf Sand“, so der Superintendent. Es sei dringend an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen: „Alle von uns aber können etwas tun, um im klugen Sinne die Umwelt zu schützen.“

Alle können etwas tun – angefangen bei der eigenen täglichen Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit dem Auto über Maßnahmen wie dem Klimaschutz-Förderprogramm im Evangelischen Kirchenkreis Trier, mit dem seit 2019 in Kirchengemeinden zum Beispiel der Bau von Photovoltaikanlagen bezuschusst werden kann, oder auch dem Einbau einer Pellet-Heizung für das Museum am Dom im Bistum Trier, bis hin zum Ökumenischen Netzwerk Mobilität und Kirche – jetzt gilt es, einzutreten „für unsere Umwelt, die ein Geschenk Gottes ist, damit sie Lebenswelt bleibt für uns alle“.

Und nicht zuletzt mit der heutigen Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Mit einem gemeinsamen Aufruf hatten von Plettenberg und Weber zum Gebet sowie auch zur Teilnahme an der nachfolgenden Klimastreik-Demonstration „#NoMoreEmptyPromises“ des Netzwerkes „Fridays for Future“ auf dem Trierer Domfreihof, unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln, aufgerufen: „Als Kirchen insgesamt und auch als einzelne Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung einzustehen.“ Unter www.umwelt.bistum-trier.de findet sich der gemeinsame ökumenische Aufruf. 
(red/tef)

 

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news-103950 Tue, 16 Mar 2021 16:26:49 +0100 Respektvoller Umgang mit Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/respektvoller-umgang-mit-menschen-in-gleichgeschlechtlichen-partnerschaften/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_IMG_0771_HT_ee1c377384.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg äußert sich zu römischer Klarstellung vom 15. März. Trier – „Im Synodenabschlussdokument heißt es: ‚Die Kirche von Trier geht respektvoll und wertschätzend mit Menschen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften um.‘ Vor diesem Hintergrund habe ich keinerlei Verständnis für die römische Klarstellung.“ Das hat der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg mit Blick auf die am 15. März 2021 in Rom veröffentlichten Note „Responsum ad dubium“ der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts gesagt. Dieses Unverständnis bis hin zum Entsetzen teile er mit vielen anderen Gläubigen; der Schaden, der mit dieser neuerlichen römischen Intervention verursacht werde, sei enorm.

„Ich kann allerlei Dinge segnen - aber zwei Menschen, die sich in Liebe und Treue verbunden wissen, die die Höhen und Tiefen eines gemeinsamen Lebens miteinander teilen wollen, soll ich nicht segnen können?“, sagte von Plettenberg am 16. März in Trier. Es gehe ihm ausdrücklich nicht um Gleichmacherei, aber „um Respekt Menschen gegenüber, die sich nach bestem Wissen und Gewissen für diese Lebensform entschieden haben und sie aus dem christlichen Glauben heraus gestalten und leben wollen“. Er sehe den grundlegenden Auftrag aller in der Kirche darin, sich der Bedürfnisse und Themen der Menschen im jeweiligen Umfeld - ganz unabhängig von ihrer konkreten Lebenssituation - anzunehmen, und mit den seelsorglichen und gottesdienstlichen Angeboten ihnen Hilfen zur Lebensgestaltung zu geben.

Im Bistum Trier gibt es seit Februar 2019 den Arbeitskreis „Sexuelle und geschlechtliche Identitäten in der Pastoral“. Ihm gehören Seelsorger und Seelsorgerinnen, Mitarbeitende des Bischöflichen Generalvikariates sowie Personen und Initiativen wie Queere Christen Saar-Pfalz, die AG Homosexuelle und Kirche (HuK) oder das SCHMIT-Z (Schwul-lesbisches Zentrum Trier e.V.) an, die sich in diesem Bereich engagieren. Anlass für die Bildung der Gruppe war das Abschlussdokument der Trierer Diözesansynode. Es regt einen kontinuierlichen Dialog und Zusammenarbeit mit gleichgeschlechtlich orientierten Menschen und ihren Verbänden an sowie die Entwicklung von seelsorglichen Angeboten für gleichgeschlechtlich orientierte Menschen, deren Kinder und das gesamte familiäre Umfeld (vgl. „heraus gerufen“, Seite 55, Empfehlung 2.36). Ziel ist es, den Dialog zu pflegen und pastorale Angebote zu entwickeln oder etwa Mitarbeitende in der Pastoral oder den Kitas für das Thema zu sensibilisieren und sprachfähig zu machen.

(JR)

 

 

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news-103949 Tue, 16 Mar 2021 14:52:08 +0100 Palmsonntag auf dem Hauptmarkt und im Hohen Dom https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/palmsonntag-auf-dem-hauptmarkt-und-im-hohen-dom/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_Palmsonntag_dsc0031_by_Christine-Limmer-auf-Pfarrbriefservice-de_c6b280f88d.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zur Mitfeier des Hochamtes in der Hohen Domkirche ist eine Anmeldung erforderlich. Trier – Sieben Tage vor Ostern läuten Christen mit der Feier des Palmsonntags die Karwoche ein. In diesem Jahr finden die Eröffnung, die traditionelle Segnung der Palmzweige und die Lesung des Evangeliums vom Einzug Jesu Christi in Jerusalem am 28. März, um 10 Uhr, auf dem Trierer Hauptmarkt statt. Im Anschluss gibt es eine Prozession zum Trierer Dom, wo sich die Gläubigen zum Hochamt zusammenfinden. Zur Mitfeier in der Hohen Domkirche ist eine Anmeldung erforderlich.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind angehalten, die geltenden Abstandsregeln auf dem Hauptmarkt einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen; im Dom gelten die aktuellen Schutzkonzept-Hygieneregeln des Bistums. Um einen reibungslosen Einlass in den Dom zu gewährleisten, werden die Mitfeiernden gebeten, ihre Anmeldebestätigung zu Hause auszudrucken und nach der Prozession beim Einzug in den Dom bei den Mitarbeitenden des Empfangsdienstes abzugeben. Wer keine Möglichkeit hat, sich selbst zu Hause online anzumelden, kann dies vorab in der Dominformation tun; dort erhält man dann die ausgedruckte Online-Bestätigung. Eine Zusendung per Post oder das Hinterlegen der Eintrittskarte(n) beim Empfangsdienst ist nicht möglich. Da maximal 100 Plätze zur Verfügung stehen, wird eine vorherige Anmeldung dringend empfohlen.

Gottesdienstteilnehmer ohne Voranmeldung und ausgedruckte Bestätigung müssen sich beim Einzug in den Dom am Tisch der Neu-Anmeldungen mit ihren Kontaktdaten registrieren und warten, bis ihnen ein Rest-Platz zugewiesen wird.

Das Anmeldeformular für das Hochamt gibt es auf der Homepage der Dominformation Trier unter https://www.dominformation.de/aktuelles/anmeldung-zum-gottesdienst/. Weitere Informationen gibt es auch unter Tel.: 0651-979079-0 oder E-Mail: info(at)dominformation.de. Das Schutzkonzept des Bistums findet man auf: https://www.t1p.de/bistum-tr-schutzkonzept-corona.

(ih)

 

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news-103945 Mon, 15 Mar 2021 15:07:54 +0100 Wegwerfmode beutet Textilarbeiterinnen in Bangladesch aus https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wegwerfmode-beutet-textilarbeiterinnen-in-bangladesch-aus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/7/csm_Textilarbeiterin-in-Bangladesch_-Fotocredit-FEMNET-e-V_ef9dfd766a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die kfd und die Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. kooperieren bei einem Spendenprojekt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Trier/Dhaka – Das sonnige Frühlingswetter steigert die Kauflust der Deutschen. Nachdem der Einzelhandel monatelang coronabedingt geschlossen war, drängen Shopping-Begeisterte wieder in die Innenstädte. Ganz oben auf der Liste steht neue Kleidung. Doch wie werden T-Shirts, Jeans und Jacken produziert, die hierzulande zu günstigen Preisen angeboten werden? Das gemeinsame Projekt „Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch. kfd für Menschenrechte in der Modeindustrie“ des kfd-Diözesanverbandes Trier und der Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V. setzt den Fokus auf die Herkunft und Produktionsbedingungen sogenannter „Fast Fashion“ („Wegwerf-Mode“). Mit einer virtuellen Ausstellung und einem auf drei Jahre angelegten Spendenprojekt informieren sie über die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen in Bangladesch – und regen an, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen.

„Man sollte sich bewusst machen: Wir haben viel zu viel Kleidung auf dem Markt. In den Jahren von 2000 bis 2015 hat sich die Kleidungsproduktion insgesamt weltweit verdoppelt – die Preise hingegen sind gefallen“, erklärt die FEMNET-Vorstandsvorsitzende Dr. Gisela Burckhardt. Dies hat massive Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der rund 4 Millionen Textilarbeitenden in dem südasiatischen Staat, darunter 70 bis 80 Prozent Frauen. Ein Beispiel: Damit Jeanshosen schon im Geschäft einen modisch ausgewaschen Look haben, braucht es gesundheitsgefährdende Chemikalien. Schutzkleidung und Atemschutzmasken sind jedoch Mangelware in den Produktionsstätten. Zumeist seien die Arbeiterinnen den giftigen Substanzen ungeschützt ausgeliefert, berichtet die kfd-Diözesanvorsitzende Petra Erbrath. Informationen aus erster Hand über die Zustände in den Fabriken erhält sie von FEMNET; der Verein steht in regem Kontakt zu den Arbeiterinnen sowie zu Nicht-Regierungsorganisationen vor Ort wie dem Bangladesh Center for Workers Solidarity. Außerdem reisen Mitarbeiterinnen des Vereins regelmäßig selbst zu den Produktionsstätten. Auch in Deutschland zeigt sich der Effekt von Fast Fashion: Da die günstige Kleidung oft von minderwertiger Qualität ist, landet sie schneller im Abfalleimer – der Müllberg aus Kunstfasern wächst stetig an. Für die Arbeit und Themensetzung der kfd seien beide Aspekte, der soziale wie der ökologische, in Verbindung mit der Thematik „Gewalt an Frauen“ von großem Interesse, erläutert Erbrath die Kooperation mit FEMNET. 

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