Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Mon, 24 Sep 2018 17:53:48 +0200 Mon, 24 Sep 2018 17:53:48 +0200 Bistum Trier news-93525 Mon, 24 Sep 2018 17:48:48 +0200 Den Menschen Hoffnung und Heimat geben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/den-menschen-hoffnung-und-heimat-geben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/2/csm_missio_Weltmission_Gast-Tesfaye-Petros_5bfefa1083.jpg" width="150" height="100" alt="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche" title="Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros mit Kollegen von der Diözesanstelle Weltkirche " />Im Monat der Weltmission steht Äthiopien im Mittelpunkt. Missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros ist im Bistum unterwegs, um von seiner Heimat zu erzählen. Trier/Bitburg – Das ostafrikanische Land Äthiopien ist in diesem Jahr Partnerland zum missio-Sonntag am 28. Oktober und steht im Blickpunkt des vorangehenden Monats der Weltmission. Das Land am Horn von Afrika ist eine der ältesten Kulturnationen, gilt als Wiege der modernen Menschheit und besitzt ein christliches Erbe, das bis ins 4. Jahrhundert zurückreicht. Trotz starken wirtschaftlichen Wachstums in den Städten ist es aber immer noch eines der ärmsten Länder der Erde – mit Hunger, ethnischen Konflikten und politischen Spannungen. Als missio-Gast reist der äthiopische Pfarrer Tesfaye Petros derzeit durch deutsche Bistümer. Am 23. September ist in Bitburg die diesjährige missio-Aktion im Bistum Trier mit einem Gottesdienst gestartet worden.

Pfarrer Thomas Weber und Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum begrüßten in St. Peter den Gast aus Äthiopien. Petros ist Generalvikar des Vikariats Gambella im Südwesten des Landes. Er bringe aus dem diesjährigen Schwerpunktland des Weltmissionsmonats die Erfahrungen der Kirche Äthiopiens zu uns, sagte Kuhn. Ganz konkret sei es das Zeugnis aus einer kleinen Diözese mit zehn Priestern, die in einer abgelegenen Region den Menschen die Botschaft Jesu bringe. In einem von Konflikten zwischen Volksgruppen, Armut, Gewalt und mangelhaftem Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung geprägten Landstrich sehen es Petros und seine Mitstreiter als ihre Mission an, den Menschen Hoffnung zu bringen. „Diese Menschen brauchen das Wort Gottes und unser Wort. Wir suchen nach etwas, was Hoffnung gibt, und müssen Zeugen sein“, sagte der Pfarrer in seiner Predigt und dankte den Menschen in Deutschland für ihre Unterstützung. Der 40-jährige Geistliche kümmert sich beispielsweise um viele Flüchtlinge, die aus dem benachbarten Südsudan auf äthiopischem Boden Schutz suchen, und versucht, ihnen Heimat zu geben. Das sei ein Schwerpunkt seiner Seelsorge. Mithilfe eines katechetischen Zentrums soll außerdem die pastorale Situation vor Ort verbessert werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst stand, bei original äthiopischem Kaffee, die persönliche Begegnung mit dem weltkirchlichen Gast im Mittelpunkt – wie auch bei verschiedenen weiteren Terminen im Bistum bis zum 28. September. In Begegnungen mit Pfarreien, Schulen, Projekten und Gremien wird der missio-Gast aus seinem Heimatland berichten und die pastorale und weltkirchliche Arbeit im Bistum kennenlernen.

In dem religiös überwiegend von orthodoxen Christen geprägten Äthiopien beträgt der Anteil der Katholiken weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Dennoch leistet die katholische Kirche dort einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Sie betreibt Schulen, Ausbildungsstätten und Kliniken, engagiert sich im interreligiösen Dialog, hilft Flüchtlingen und ist Anlaufstelle für Hilfesuchende. Der Weltmissionssonntag des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Jedes Jahr wird in rund 100 Ländern für ihre soziale und pastorale Arbeit in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt. Weitere Informationen und die Begegnungstermine im Bistum gibt es bei der Diözesanstelle Weltkirche unter www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/termine-mit-dem-missio-gast.

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Trier bistum-trier Information Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93521 Mon, 24 Sep 2018 17:02:54 +0200 Mehr als 100 Jugendliche unterwegs nach Panama http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mehr-als-100-jugendliche-unterwegs-nach-panama/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/f/csm_WJT_Vorbereitung2_a05c28c268.jpg" width="150" height="100" alt="" title="WJT Vorbereitung2" />Im Januar findet in Panama der Weltjugendtag mit Papst Franziskus statt. In Kyllburg haben sich Jugendliche aus dem Bistum Trier auf die Reise vorbereitet. Kyllburg – Mehr als 100 Jugendliche aus dem Bistum Trier haben sich am vergangen Wochenende zum ersten Vorbereitungstreffen für den Weltjugendtag 2019 in Panama getroffen. Von Freitag bis Sonntag kamen die jungen Menschen im Bildungszentrum auf dem Stiftsberg in Kyllburg zusammen, um sich kennen zu lernen und die ersten gemeinsamen Schritte auf dem Weg zum Weltjugendtag zu gehen.

„Seit klar ist, dass der Weltjugendtag in Panama ist, hab ich gesagt, da fahr ich mit!“, erzählt Jessica. Die 23-Jährige stammt aus Saarbrücken und studiert zurzeit studiert sie Spanisch und Philosophie/Ethik auf Lehramt. „Ich war bisher immer nur in Spanien, aber im Studium habe ich sehr viel über Lateinamerika gelernt. Noch ist das alles ganz weit weg, aber das will ich auf jeden Fall ändern!“ Für sie, wie für viele andere, ist der Weltjugendtag ein großes Abenteuer. Zusammen mit Jugendlichen aus Deutschland und der ganzen Welt, reisen sie in ein fremdes Land. „Ich hab von Freunden schon viel über Weltjugendtage gehört“, erzählt der 17-jährige Max aus Trier. „Ich will das auch miterleben; neue Leute kennen lernen.“ In Panama war er noch nie, aber er freut sich auf das unbekannte Land. „Die Exkursion in den Regenwald wird sicher spannend!“ Auf den Dschungel ist auch Mara gespannt. Sie ist 16 und kommt aus Niederfischbach, das in der sogenannten Trierer Insel liegt, einem Flecken, der zum Bistum Trier gehört, aber durch das Erzbistum Köln und das Bistum Limburg vom restlichen Territorium des Bistums Trier getrennt ist. „Ich finde den Weltjugendtag eine tolle Sache: Man lernt ein neues Land kennen und die Kultur, weil man mit den Menschen in Kontakt kommt. Es ist kein ganz normaler Urlaub“, sagt sie und fügt hinzu, „Außerdem treffen wir den Papst!“

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Saarbrücken bistum-trier Jugend Weltjugendtage
news-93519 Mon, 24 Sep 2018 16:20:38 +0200 „Der behinderte Gott“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-behinderte-gott/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Tanzensemble_Beweggrund_Behinderter-Gott_6abc5b5333.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Multimedia-Veranstaltung in der Trierer Dom-Information beleuchtete die berühmte Schrift von Nancy L. Eiesland in Wort, Bild, Tanz und Musik. Trier – Wort, Bild, Tanz, Musik: Die Multi-Media-Veranstaltung „Der behinderte Gott“ am 20. September in der Dom-Information Trier erlaubte, sich der gleichnamigen Schrift von Nancy L. Eiesland mit allen Sinnen anzunähern. Philosophieprofessor Werner Schüßler berichtete, in einer Predigt des heutigen Weihbischofs Franz Josef Gebert habe er erstmals den Namen der US-amerikanischen Theologin Nancy L. Eiesland gehört. Schüßler hat den Lehrstuhl für Philosophie II an der Theologischen Fakultät Trier inne und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema „Behinderung“. Die Lektüre von Eieslands Schrift „The Disabled God“ („Der behinderte Gott“), ein Klassiker theologischer Studien über Behinderung, brachte ihm viel: „Dank der Schrift ist man auf Dinge gestoßen, die man vorher nicht gesehen hat.“ Schüßler hat diese „Befreiungstheologie der Behinderung“ ins Deutsche übersetzt – „in der Hoffnung, dass die Schrift auch bei uns stärker rezipiert wird“.

Worum geht es in dem Buch der 2009 verstorbenen Theologin, die an einem angeborenen Knochendefekt litt? Laut Schüßler hat Eiesland auf Basis der biblischen Auferstehungserzählung im Gegensatz zu dem Bild eines vollkommenen, autarken Gottes das Symbol des „behinderten Gottes“ entwickelt. Eiesland erkenne im auferstandenen Christus mit seinen durch die Wundmale beeinträchtigten Hände und Füße, die er den zweifelnden Jüngern zeigt, den Erlöser als behinderten Gott. Es sei ein Symbol, das auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit eröffne, sich mit diesem Gott zu identifizieren und sich mit dem eigenen Körper und mit der Kirche als Leib Christi zu versöhnen. Ein Symbol der Solidarität also. Eiesland sei es darum gegangen, „Menschen mit Behinderung als Akteure wahrzunehmen, die Zugang zum sozial-symbolischen Leben der Kirche bekommen sollen und umgekehrt“.

Dr. Michael Thomas, Kulturreferent des Bistums, moderierte den Abend und las einige Kapitel aus dem 1994 erschienenen Buch vor. Er räumte ein, dass es bis heute auf viele Menschen provozierend wirke. „Jesus, Gott behindert?“ Viele Gläubige reagierten mit Unverständnis, ja Ärger. Davon konnte auch die Künstlerin Madeleine Dietz berichten. Die Mannheimerin, die in Landau lebt und arbeitet, hat im Jahr 2000 mit ihrer Collage „Madonna mit dem Kinde“ für Wirbel gesorgt. Sie hatte das Kinder-Foto einer befreundeten Frau mit Down-Syndrom in einer Collage anstelle des Jesuskindes auf den Schoß der Muttergottes platziert. Als Grundlage diente das Gemälde von Joos van Cleve aus dem Jahr 1520. „Ich wollte gar nicht provozieren, will nicht den Finger heben oder gar jemanden verletzen“, sagte Dietz. Aber: „Maria hätte ein behindertes Kind doch nicht nicht gewollt.“ Ihr sei es darum gegangen, dieses Kind der „Schutzmutter“ anzuvertrauen. Es gehe um Geborgenheit, Vertrauen, um „diese Liebe, die man zu diesem Kind entwickelt“. Micha Flesch, Kulturbeauftragter des Bistums, brachte es auf den Punkt: „Das Bild fordert uns auf, über unsere eigene Menschlichkeit nachzudenken. Damit haben wir schon genug zu tun.“ Das Finale der Gemeinschaftsveranstaltung des Arbeitsbereichs Kultur und Pastoral des Bistums Trier und der Theologischen Fakultät Trier war das eigens für „Der behinderte Gott“ konzipierte Stück „Divinus“ vom inklusiven Ensemble „BewegGrund Trier“. Riana Schüßler, Marina Idaczyk, Thomas Stoll und Gudrun Paulsen (gleichzeitig künstlerische Leitung des Stücks) tanzten ihre Sicht der Verbindung von Kunst und Göttlichem und ihre Version von Einheit und Vielheit.

(red)

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Themenart Kultur
news-93442 Fri, 21 Sep 2018 15:22:33 +0200 „Gut essen macht stark!“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gut-essen-macht-stark/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Kita_Gut-essen-macht-stark_Klockner_40d9c00d49.jpg" width="150" height="100" alt="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" title="Julia Klöckner und Cordula Scheich mit Kita-Kindern" />Gesundes Essen zubereiten will gelernt sein: Bundesministerin Klöckner hat den Startschuss für ein bundesweites Projekt in der katholischen Kita St. Simeon gegeben. Trier – Startschuss für das Projekt „Gut essen macht stark“ in Kitas: Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat gemeinsam mit den Kindern der katholischen Kita St. Simeon in Trier-West den Startschuss für das bundesweite Projekt gegeben. Mit dabei waren die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die das Projekt federführend begleitet, sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

„Mir ist wichtig, dass alle Kinder, unabhängig von ihrem Elternhaus, ihrer Muttersprache oder ihrer Herkunft früh erfahren, was gesundes Essen ist und wie man sich gesund und lecker ernährt. Es ist leider Realität, dass in Deutschland 15 Prozent der drei- bis siebzehnjährigen Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder sogar adipös sind“, sagte Klöckner. „Gutes Essen will gelernt sein, nicht alles, was gut schmeckt, ist auch gesund. Deshalb wollen wir mit der Förderung des Projekts neue Impulse geben, das spielerisch mit den Kindern umzusetzen.“ Mit 550.000 Euro fördert Klöckners Ministerium das Projekt „Gut essen macht stark“, das sich an sozial benachteiligte Stadtteile richtet. Die Bundesministerin stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung plane, in die Ernährungsbildung noch mehr zu investieren. 

„Kinder müssen erleben, dass gesundes gut Essen schmeckt. In unseren Kindertageseinrichtungen machen sie die Erfahrung, dass es Spaß macht, etwas Gesundes und Leckeres zuzubereiten“, unterstrich Cordula Scheich, Geschäftsführerin der katholischen KiTa gGmbH Trier. In der letzten Stunde seien in den 151 Kitas in Trägerschaft der Kita gGmbH Trier rund 8.500 Mittagessen ausgegeben worden – die nach den Qualitäts-Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zubereitet werden. Bei den Kindern in Sankt Simeon gab es heute Gemüsesuppe. Kita-Leiterin Brigitte Wagner erklärte, dass ihre Einrichtung darauf achte, saisonal zu kochen: „Im Sommer gibt es Salatbüffets, im Winter auch mal mehr Eintöpfe und bei Früchten achten wir ebenso darauf. Und wir ernten mit den Kindern Äpfel, Nüsse und Johannisbeeren auf dem Außengelände.“ Auch wenn die Standards in den katholischen Kitas im Bistum schon hoch sind, findet Geschäftsführerin Scheich es wichtig, Kooperationen einzugehen und durch Projekte wie „Gut essen macht stark“ neue Impulse zu erhalten. Neben der Kita St. Simeon nimmt in Trier auch die katholische Kita Maria Königin aus Pallien am Projekt teil.

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Redaktion Trier bistum-trier Kindergarten Politik / Gesellschaft
news-93436 Fri, 21 Sep 2018 12:19:16 +0200 Kitas als wichtige Anlaufstellen für Familien http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kitas-als-wichtige-anlaufstellen-fuer-familien/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_Mechthild-Schabo-Kita-gGmbH-2018_bd64028988.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Mechthild Schabo Kita gGmbH 2018" />In der Stadthalle Dillingen fand am Donnerstag die Gesellschafterversammlung der Katholischen KiTa gGmbH Saarland statt. Dillingen – 157 Kitas im Saarland und mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das sind die aktuellen Zahlen der Katholischen KiTa gGmbH Saarland, die am Donnerstag, dem 20. September auf der Gesellschafterversammlung bekannt gegeben wurden.

Zu Beginn des Jahres 2017 hatte die Kita gGmbH mit 159 Kitas, deren Trägerschaft sie übernommen hatte, den Höchststand erreicht. 2018 gab es aber zwei Zusammenschlüsse von Kitas. Sorgen bereite dagegen insbesondere der Nachwuchs an Erzieherinnen und Erziehern, sagte Rainer Borens, kaufmännischer Geschäftsführer der Kita gGmbH: „Wir werden auch in den nächsten Jahren Probleme mit dem Fachkräftemangel haben. Ich bin sehr gespannt, was die Landesregierung hier machen will.“ Er hoffe, dass in Zukunft auch andere Berufsgruppen als Fachkräfte anerkannt werden. Er könne sich vorstellen, dass Menschen, die beispielsweise Musik, Sport oder Sprachen studiert hätten, als Fachkräfte in Kitas arbeiten könnten. Aktuell gelten nur Sozialpädagoginnen und -pädagogen oder staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher als Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen.

Von den 2.971 Mitarbeitern, die zum 1. Januar 2017 in den Kitas der KiTa gGmbH gearbeitet haben, war der größte Teil in Teilzeit beschäftigt. Der Fachkräftemangel sei aber nicht dadurch aufzufangen, diesen Menschen mehr Stunden zu geben, so Borens. „Wir sind mit einem hohen Anteil auf Frauen angewiesen, die sich bewusst für Teilzeit entscheiden.“ So haben diese Frauen beispielsweise selbst Kinder, oder pflegen Angehörige zu Hause. In Bezug auf die zusätzlichen Mittel, die der Bund und die Landesregierung den Kitas in den kommenden Jahren zur Verfügung stellen wird, hoffte Thomas Schmitz, pädagogischer Geschäftsführer der Katholischen KiTa gGmbH, dass diese nicht nur zur Entlastung der Elternbeiträge führen, „sondern auch zur Steigerung der Qualität in Kitas“, beispielsweise durch eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, d.h. kleinere Gruppengrößen als bisher.

Mechthild Schabo, Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Trier und Vorsitzende des Aufsichtsrats der KiTa gGmbH betonte die wichtige Rolle der Kitas im Zuge der Umsetzung der Beschlüsse der Bistumssynode: Die Kitas seien „wichtige und voller Chancen steckende Einrichtungen, um den pastoralen Auftrag unserer Kirche umzusetzen.“ Dabei meine 'pastoral' alles kirchliche Tun und Handeln. „Kirche ist dort, wo sie als Kirche handelt und wo erfahrbar ist, wozu sie da ist. Die einzelne Katholische Kindertageseinrichtung ist und bleibt ein wichtiges Gesicht von Kirche.“ Kitas sind schon jetzt ein wichtiger Anlaufort für Familien in deren Einzugsgebiet. „Die pädagogischen Fachkräfte kennen die Sorgen und Fragen, die Hoffnungen und Freuden der Kinder und Familien“, so die Direktorin. Wenn Familien Hilfe brauchen, dann seien die Fachkräfte oft erste Anlaufstelle. „Dieses aufmerksame Wahrnehmen und Annehmen der Fragen und Anliegen der Familien ist ein wichtiger Auftrag für uns als Kirche.“ Schabo dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kitas auch im Namen von Bischof Ackermann für ihr Engagement sowie den Gesellschaftern und Bauträgern der Kitas für ihre Kooperation und Unterstützung für den Erhalt der Einrichtungen.

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Kindergarten Politik / Gesellschaft Synode: Umsetzung
news-93412 Thu, 20 Sep 2018 15:35:04 +0200 Berichte vom Schicksal der Menschen in Äthiopien http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/berichte-vom-schicksal-der-menschen-in-aethiopien/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_missio-hilft-wms-2018-plakat_df1ebe018a.jpg" width="106" height="150" alt="" />In diesem Jahr stellt der "Monat der Weltmission" das nordostafrikanische Land Äthiopien in den Blick. Der bistumsweite Auftakt findet mit einem Gottesdienst am 23. September in Bitburg statt. Trier/Saarbrücken/Koblenz – Die Wiege der Menschheit, Ursprungsland des Kaffees, Heimat der biblischen Königin von Saba, aber auch eines der ärmsten Länder der Erde: Äthiopien ist in diesem Jahr Schwerpunktland im „Monat der Weltmission“ unter dem Motto „Den Menschen Heimat geben“. Jedes Jahr nimmt das internationale katholische Hilfswerk missio ein anderes Land in den Fokus und lädt die Gläubigen ein, sich mit der Lebenssituation der Menschen vor Ort zu beschäftigen. Zudem unterstützt missio mit der Kollekte am Sonntag der Weltmission (28. Oktober) Ausbildung, Seelsorge und Infrastruktur in den rund 1.100 ärmsten Diözesen der Weltkirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Es ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit.

Äthiopien ist mit rund 100 Millionen Menschen nach Nigeria der bevölkerungsreichste Staat des afrikanischen Kontinents und zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Von der in den letzten Jahren wachsenden wirtschaftlichen Entwicklung ist ein Großteil der Bevölkerung abgeschnitten, die meisten Menschen sind bitterarm. Äthiopien kann dabei aber auf eine reiche Kulturgeschichte und auf ein 1.600 Jahre altes christliches Erbe zurückschauen. Wie das Leben der Menschen in dem Vielvölkerstaat aussieht, wird missio-Gast Pfarrer Tesfaye Petros bei verschiedenen Veranstaltungen im Bistum Trier berichten. Petros arbeitet als Generalvikar eines Apostolischen Vikariats in der Region Gambella, im Südwesten des Landes. Das Tiefland dort gehört zu einem der gefährlichsten Malariagebiete, zudem ist die Grenzregion Zufluchtsort für Tausende Flüchtlinge. Mädchen werden früh verheiratet, Frauen sind oft Gewalt ausgesetzt und viele Menschen haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung, sauberem Trinkwasser oder Schulbildung. Trotzdem sieht Pfarrer Petros Veränderungen, wenn man sich der Menschen annimmt. Von seinem Land und seiner Arbeit wird er bei verschiedenen Terminen berichten: 

Am Sonntag, 23. September um 10 Uhr wird Petros gemeinsam mit missio-Diözesandirektor Ludwig Kuhn den feierlichen diözesanen Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Peter in Bitburg feiern. Am Montag, 24. September berichtet er ab 17.30 Uhr im Haus Fetzenreich in Trier von seiner Arbeit, am Dienstag, 25. September um 19 Uhr im Weltladen Prüm. Im Saarland führt Petros in Klarenthal am Samstag, 22. September nach dem Gottesdienst um 18.30 Uhr auch eine typisch äthiopische Kaffeezeremonie durch, genau wie am Donnerstag, 27. September um 16 Uhr mit anschließendem Gottesdienst in Sankt Wendel.

Ausführliche Informationen zum Monat der Weltmission und zum Beispielland Äthiopien sind unter www.missio-hilft.de/de/aktion/monat-der-weltmission zu finden. Die Termine im Bistum Trier gibt es zum Nachlesen auf den Seiten der Diözesanstelle Weltkirche: www.weltkirche.bistum-trier.de/sonntag-der-weltmission/termine-mit-dem-missio-gast.

(sb)

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-93407 Thu, 20 Sep 2018 14:15:36 +0200 Gehen oder Bleiben? http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gehen-oder-bleiben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/8/csm_Momentum_Logo_www_537149b3f5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="02/2017-Arbeitsblatt" />Um den Kirchenaustritt und um gute Gründe, der Kirche treu zu bleiben, ging es bei einem Diskussionsabend im Momentum - Kirche am Center in Neunkirchen. Neunkirchen – „Gehen oder Bleiben – Was mir an der Kirche nicht passt“, unter diesem Motto hat das Dekanat Neunkirchen zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen einen Diskussionsabend im Momentum – Kirche am Center veranstaltet. Ziel der Diskussionsrunde war es, Hintergründe für Kirchenaustritte und Argumente zum Bleiben zu erörtern. Gesprächspartner waren die evangelische Pfarrerin Britt Goedeking, der katholische Pfarrer Michael Wilhelm sowie Charlotte Ebert, Mitarbeiterin im Momentum.

„Ich könnte zwar aus der Kirche austreten, aber nicht aus meinem Glauben!“, erklärt eine der Teilnehmerinnen an diesem Abend. Anfang der 90er Jahre war sie kurz davor, wirklich auszutreten: „Ich habe darüber nachgedacht, als die Ehe von Caroline von Monaco annulliert wurde“, erzählt sie. „Ich fand das absolut ungerecht, dass das überhaupt möglich ist in der Katholischen Kirche! Aber ich habe mich dagegen entschieden, weil man ja den eigenen Glauben nicht einfach aufgeben kann.“ Ein anderer Teilnehmer sieht vor allem die Kirchensteuer als die größte Ursache für Kirchenaustritte: „Viele sagen: ‚Den Laden finanziere ich nicht mit!‘ Mein Bruder zum Beispiel verdient sehr gut und wollte der Kirche nicht so viel von seinem Geld abgeben, deshalb ist er ausgetreten.“ „Ich zahle Geld, da erwarte ich auch Leistung von der Kirche“, so fasst Pfarrer Wilhelm die Haltung vieler Menschen in Bezug auf Kirche und Kirchensteuer heute zusammen. So erlebt er es oft, sagt er. „Dabei geht der Gedanke der Solidargesellschaft völlig verloren.“ Er hat festgestellt, dass Kirchenaustritte zwar oft durch konkrete Anlässe ausgelöst werden. „Aber davor steht meistens eine Kette der Entfremdung.“ Wenn jemand überlegt, ob er seine Kinder überhaupt noch Taufen lassen soll, weil er zwar getauft ist, aber mit der Kirche nichts mehr am Hut habe, dann sei die Frage, ob der- oder diejenige die Glaubensgemeinschaft noch spüre, so der Pfarrer. Es gehe vor allem um die Erfahrungen, die ein Mensch mit Kirche und Glauben gemacht hat. Wer von vorneherein keine Verknüpfung zu Religion mitbekommen habe, kann auch später keinen Bezug haben, stellt die evangelische Pfarrerin Goedeking fest. Ihr Opa habe ihr als Kind immer aus der Bibel vorgelesen, das sei für sie bis heute eine wichtige Verknüpfung, sagt sie. „Wichtig ist aber vor allem die Gemeinschaft – deswegen gibt es Kirche.“ Das sei wie in einer Firma, auch dort gehe es einem gut, wenn es ein Betriebsklima gibt, das einen trägt.

Wie schwierig es aber auch sein kann, in einer solchen Gemeinschaft anzukommen, berichtet ein anderer Teilnehmer. Er habe nach einem Umzug große Schwierigkeiten gehabt, in der neuen Gemeinde Anschluss zu finden, obwohl er sich aktiv einbringen wollte. Trotzdem hat er sich davon nicht abhalten lassen. „Die Gemeinschaft war mir immer wichtig.“ Das kann eine der Teilnehmerinnen bestätigen. „Ich bin über die Kommunionvorbereitung meines Sohnes erst richtig in die Gemeinde gekommen. Da kamen die ersten Kontakte, die sich bis heute gehalten haben.“ „Bei mir war es über die Pfadfinder“, ergänzt eine andere. „Ich hab mich am Anfang auch schwer getan, Anschluss zu finden, aber dann wurde es immer besser.“ „Die Gemeinschaft, das sich aufgehoben Wissen, das ist es, was mir an der Kirche so gut gefällt“, fasst Pfarrer Wilhelm seine eigene Motivation zu bleiben zusammen.

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Vermischtes
news-93402 Thu, 20 Sep 2018 11:44:01 +0200 Sternsinger sammeln Rekordsumme http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sternsinger-sammeln-rekordsumme/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/e/csm_Sternsinger_Rekordergebnis-2018_2_67062106c3.jpg" width="150" height="108" alt="" />2,5 Millionen Euro wurden bei der Aktion Dreikönigssingen im Bistum gesammelt. Bundesweit erzielte die Aktion mit 48,8 Millionen Euro das höchste Sammelergebnis ihrer Geschichte. Trier/Aachen – Rund 2,5 Millionen Euro haben die Sternsingerinnen und Sternsinger im Bistum Trier bei der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen im Bistum Trier gesammelt, wie das Kindermissionswerk am 20. September, dem Weltkindertag, bekannt gab. Bundesweit verzeichnet die Aktion das höchste Sammelergebnis ihrer Geschichte: 48,8 Millionen Euro und damit rund zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr haben die Kinder und Jugendlichen gesammelt. Auch im Bistum Trier spendeten die Menschen knapp 200.000 Euro mehr als 2017. Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ waren 773 Gruppen aus dem gesamten Bistum rund um den 6. Januar unterwegs und haben sich an der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder beteiligt. Die Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen hatte Ende 2017 in Trier stattgefunden – mit über 2.600 Kindern, Jugendlichen und über 800 Begleitpersonen.

Das Kindermissionswerk und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Träger der Aktion, dankten allen Sternsingerinnen und Sternsingern und den Begleiterinnen und Begleitern für dieses große Engagement. „Dieses großartige Ergebnis macht Mut, spornt an und spiegelt die große Wertschätzung für die Arbeit der Sternsinger wider“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Schön, dass diese Kinder und Jugendlichen uns allen die Möglichkeit geben zu zeigen, was gerade jetzt wichtig ist: die Solidarität mit all denen, die unserer Hilfe bedürfen“, so Bingener. Seit dem Start der Aktion Dreikönigssingen im Jahr 1959 haben die Sternsinger mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Rund 71.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa konnten damit unterstützt werden. Das Geld, das durch die Sternsinger gesammelt wird, kommt Kindern in Not in über 100 Ländern zu Gute. Vor allem in Bildungs- und Ausbildungsprojekten werden Mädchen und Jungen gefördert und betreut, aber auch Projekte im Gesundheits- und Ernährungsbereich und im Kindesschutz können von den Sternsingergeldern verwirklicht werden.

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news-93376 Wed, 19 Sep 2018 14:40:46 +0200 Sich durch die Leere inspirieren lassen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sich-durch-die-leere-inspirieren-lassen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/d/csm_Projekt-ION_Ackermann_f1f6680080.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Kunst-Projekt ION in Neuwied lässt Besucher die Pfarrkirche St. Matthias neu endecken und führt die unterschiedlichsten Formen von Kunst direkt in der Kirche zusammen. Neuwied – Ein ungewohntes Bild bietet sich dem Besucher in den letzten Wochen, wenn er die Sankt-Matthias Kirche in Neuwied betritt: 19.000 Quadratmeter leerer Kirchenraum, keine Bank, kein Stuhl. Dafür aber: Fünf Künstler, die den Raum mit ihren Ideen und ihrer Kreativität füllen, mit Malerei, Tanz, Performance, Wort und Klang. Seit dem 1. September beheimatet das Gotteshaus im Herzen von Neuwied das Projekt ION, das die unterschiedlichsten Formen von Kunst direkt in der Kirche zusammenführt.

Dabei wurde das Gotteshaus in der Neuwieder Innenstadt zunächst bewusst eine Woche lang leer gelassen, während die Besucher nun den Künstlern beim Schaffensprozess über die Schulter schauen können, bevor in der letzten Septemberwoche die Ausstellung der fertigen Werke ansteht. Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann hat dem innovativen Projekt am 18. September einen Besuch abgestattet. Nach der Besichtigung diskutierte er mit rund 150 Männern und Frauen über Glaube und Religion und bezog auch Stellung zu den aktuellen Entwicklungen innerhalb der katholischen Kirche. „Den Raum auf diese Weise mit Leben zu füllen, ist eine gelungene Idee“, sagte Ackermann, der sich von Pastor Thomas Darscheid und Kaplan Oliver Seis zunächst das Projekt erklären ließ und die einzelnen Werke bewunderte. Bereits seit dem 9. September arbeiteten die Künstler daran, dem Kirchenraum unter anderem durch Malerei, Druckwerke und Klangarrangements Leben einzuhauchen. Ackermann zeigte sich beeindruckt und inspiriert von den teilweise meterhohen Installationen.

Entstanden war die Idee, ein Kunstprojekt in der St. Matthias Kirche zu initiieren, durch Zufall. So hatte die Neuwieder Künstlerin Stefanie Schmeint vor einiger Zeit ihre Werke in der Kirche präsentiert. Daraus entwickelte sich schließlich das Projekt: „Wir wollten etwas Neues machen, groß denken und religiöse sowie künstlerische Impulse setzen“, erklärt Pfarrer Thomas Darscheid. Dies sei bisher schon gut gelungen, denn die Kunstwerke – obgleich noch nicht fertiggestellt, schafften es, die Atmosphäre der Kirche gut einzufangen. Auch die Besucher meldeten das zurück und seien inspiriert von der neuen Perspektive des Raums. Nach einem Rundgang und einer Schilderung des ersten Eindrucks stand dann eine zweiteilige Gesprächsrunde mit Ackermann auf dem Programm. Kirchen- oder Glaubenskrise, die Art und Weise sich Gott zu nähern oder aktuelle Themen rund um Entwicklungen innerhalb der katholischen Kirche: Bischof Ackermann erklärte, bezog Stellung und rückte damit die Bedeutung von Gott und Glaube in den Mittelpunkt. „Wir müssen mit Gott in Berührung kommen“, sagte der Trierer Bischof. Sei es durch Reden, Schweigen oder einfach nur durch Staunen. Und damit schließe sich der Kreis, der das Kunstprojekt in der St. Matthias Kirche mit dem gemeinsamen Gespräch verbinde. Schließlich gehe es auch bei ION um das Miteinander, um den Austausch und die Kommunikation untereinander und um ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wie alle Veranstaltungen rund um das Kunstprojekt endete auch der Besuch des Bischofs mit einem sogenannten Nachklang, der auch dieses Mal aus einem geistlichen und künstlerischen Impuls bestand.

Weitere Informationen zum Projekt und das Programm finden sich im Internet unter https://projekt-ion.org/

(red)

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news-93348 Tue, 18 Sep 2018 15:43:47 +0200 „Wir brauchen euch“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-brauchen-euch/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/e/csm_Firmung_Peters_Mayen_6596311599.jpg" width="150" height="100" alt="" />Über 200 Jugendlichen spendete Weihbischof Jörg Michael Peters im Dekanat Mayen-Mendig das Sakrament der Firmung. Mayen – „Unser Glaube lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Gott ist die Liebe. Diese Liebe will in unserem Alltag lebendig werden. Dazu werden wir gestärkt, dazu sind wir gefirmt!“ – Das hat Weihbischof Jörg Michael Peters Jugendlichen während des Firmgottesdienstes in der Pfarrkirche Herz-Jesu am 16. September mit auf den Weg gegeben. Peters feierte dort den Abschlussgottesdienst seiner Firmreise durch das Dekanat Mayen-Mendig. Vom 2. bis 16. September spendete der Trierer Weihbischof in der Pfarreiengeschaft Mendig 62, in der Pfarreiengemeinschaft Langenfeld 30, in der Pfarreiengemeinschaft Nachtsheim 66 und in der Pfarreiengemeinschaft Mayen 120 jungen Katholiken das Sakrament der Firmung.

54 Katecheten hatten gemeinsam mit Diakon Thomas Thomiczny in der Mayener Pfarreiengemeinschaft ein Steuerungsteam gebildet und die Jugendlichen auf ihrem Weg hin zur Firmung begleitet. „Das ist ein Riesenstab gewesen“, lobte der Weihbischof die gute Vorbereitung, die regelmäßige Treffen und soziale Projekte beinhaltete. Nach dem Festgottesdienst wünschte er den Neugefirmten und ihren Familien Gottes Segen. „Feiert dieses einmalige Erlebnis im Leben eines jungen Menschen noch mit eurer Familie und Freunden gebührend weiter.“ Ein herzliches Dankeschön richtete der Weihbischof an die Haupt- und Ehrenamtlichen. „Sie haben die Eltern und Katecheten ins Gespräch gebracht. Das ist schon etwas ganz Besonderes.“ Wo er im Dekanat Mayen-Mendig auch hingekommen sei, mit Blick auf die Zukunft der Kirche im Bistum Trier sei ihm immer wieder gesagt worden: „Da können wir gut mitgehen. Uns ist vor dem, was das Neue bringen wird, nicht bange.“ Sein besonderer Dank galt auch den Messdienern unter den Neugefirmten. Sie ermutigte er, diesen wichtigen Dienst auch weiterhin auszuüben: „Ihr dürft weiterhin Messdiener bleiben. Das ist kein Rausschmeißsakrament – im Gegenteil!“ Der Weihbischof betonte, dass gerade das Engagement junger Christen, ihre Mitsprache und ihre Meinung sehr wichtig sei.

Dass die Kirche junge Menschen wie die Neugefirmten brauche, hatte zuvor auch Gerd Kohlhaas, Vorsitzender des Pfarreienrates, im Namen der gesamten Pfarreiengemeinschaft Mayen in seiner Ansprache betont. „Dieses Mal habt ihr selber ja gesagt, nicht wie bei der Taufe, als Eure Eltern und Paten das für Euch getan haben. Ja, wir wollen hier mitmachen. Wir wollen dazu gehören.“ Mit der Firmung seien sie nun mündige Christen geworden. „Wir brauchen Euer Nachdenken, Eure Ideen und Euer Engagement.“ Kohlhaas forderte die Neugefirmten auf: „Macht Euren Mund auf und habt den Mut das zu sagen, was Ihr Euch von unseren Gemeinden wünscht – und das, was Euch nicht gefällt.“ In der Vorbereitungszeit hätten sich die Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Mayen durch verschiedene Aktionen in ihrem Umfeld eingebracht – „auch da, wo kein Kreuz im Raum hing“.

(red)

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news-93341 Tue, 18 Sep 2018 11:16:12 +0200 Die Kirche soll aktiv im Dorf bleiben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-kirche-soll-aktiv-im-dorf-bleiben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/b/csm_IMG_4595_8aa970631f.jpg" width="150" height="113" alt="" />Mehr als 150 Menschen folgten der Einladung des Bistums nach Bitburg zu einem Forum zur Synodenumsetzung im ländlichen Raum. Bitburg – - „Zuversicht, Interesse, aber auch Fragen und Skepsis“: So hat Direktorin Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im Bistum Trier, am Ende des zweiten Forums „Die Kirche bleibt im Dorf“ beschrieben, was sie bei den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wahrgenommen hat. Das Bistum Trier hatte am 15. September 2018 nach Bitburg Ehren- und Hauptamtliche sowie Vertreter von Kommunen und Interessierte eingeladen, sich in Vorträgen und Workshops mit der Zukunft der Kirche im ländlichen Raum zu beschäftigen. Die Herausforderungen, die sich dabei ergeben, hatte Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Eingangsvortrag formuliert: „Wir stehen in der Kirche an der Schwelle zu einer neuen Epoche einer neuen Wahrhaftigkeit – und wir sind es, die diese Epoche mitgestalten können.“ Die Kirche auf dem Dorf gehöre für ihn bleibend zu dieser Epoche dazu.

Dreizehn Workshops standen auf dem Programm; zum Beispiel zu der künftigen Rolle des Ehrenamtes im ländlichen Raum, bei dem verschiedene Akteure über die sozial-karitativen Initiativen in der Pfarreiengemeinschaft Blankenrath berichteten. Weitere Themen waren die Bedeutung der Kommunen, der katholischen Verbände oder auch der Kindertagesstätten für die Kirchengemeinden. Es ging um die Details der Umsetzung der Pfarreien der Zukunft, etwa in Bezug auf ein Modell der zukünftigen kirchlichen Anlaufstellen, die lokale Vermögensverwaltung oder die Frage der Gebete und gottesdienstliche Feiern im ländlichen Raum. Immer bei den Workshops dabei, als Leitende, Teilnehmende und Zuhörende, waren Bischof Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Direktorin Schabo.

Eine Frage, die sich durch viele der Gesprächsrunden zog, war die nach den Ressourcen für die zukünftigen pastoralen Aufgaben, sowohl für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum, als auch für die Ehrenamtlichen. So berichtet eine Teilnehmerin im Workshop „Kirche für Familien: KiTa-Projekte im Netzwerk“, davon, dass die KiTa immer stärker zu kirchlichen Orten auch für die Eltern würden. „In der KiTa treten Menschen oft zum ersten Mal als Familien in die Öffentlichkeit.“ Die sich aus diesem Impuls ergebenden Gespräche seine wichtig, gleichzeitig aber auch sehr intensiv und herausfordernd für ein KiTa. „Da kommen alle Fragen des Lebens vor, denn wir sind der Spiegel des Sozialraums.“ Die Gespräche erforderten Ruhe und Zeit, was im Alltag einer KiTa manchmal schwer zu finden sei.

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-93322 Mon, 17 Sep 2018 16:27:36 +0200 „Wir stehen an der Seite der Betroffenen“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wir-stehen-an-der-seite-der-betroffenen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_marx-in-schonstatt-2_37d62d0e74.jpg" width="150" height="88" alt="" />Kardinal Reinhard Marx feierte aus Anlass des 50. Todestages von Pater Josef Kentenich einen Gottesdienst in Schönstatt. Vallendar – Mit dem Aufruf, vor den Leiden der Betroffenen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche nicht wegzuschauen, hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am 16. September einen Gottesdienst in Schönstatt gefeiert. Vor mehreren hundert Gläubigen sagte der frühere Bischof von Trier und heutige Erzbischof von München und Freising: „Tief bedrückt, erschüttert und beschämt sind wir von der Realität sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der katholischen Kirche.“ Marx hatte den Gottesdienst aus Anlass des 50. Todestages von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der Schönstatt-Bewegung, gefeiert.

Seit 2002, dann besonders ab 2010 und jetzt wieder, spüre die Kirche, dass die tiefe Wunde des Missbrauchs nicht verheile. „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Das ist unsere bleibende Verpflichtung. Es ist noch immer erschütternd, was Kindern und Jugendlichen, die sich Priestern anvertraut haben, durch dieses unvorstellbare Leid widerfahren ist. In den Betroffenen schaut Gott uns an, er leidet wie die Opfer unter dem, was Priester – Männer die Gott folgen wollten – Minderjährigen angetan haben. Gott leidet an dem, was wir übersehen, wo wir weggeschaut haben, was wir nicht wahrhaben wollten. Er schaut uns an in den Betroffenen, den Geschlagenen, den Verwundeten. Deshalb braucht es einen neuen Aufbruch in dieser Kirche, gegenüber den Betroffenen und Gott“, so Marx.

Mit Blick auf Pater Kentenich, der vor 50 Jahren in Schönstatt in der gerade fertig gestellten Anbetungskirche starb, würdigte Marx unter anderem den „Gründergeist“, der den 1885 in Gymnich bei Köln geborenen Geistlichen ausgezeichnet habe. „Es ist ein Geist, der immer wieder Ausschau hielt nach dem Neuen, was uns Gott auf die Tagesordnung gelegt hat.“ Das müsse auch heute der Auftrag sein: die Zeichen der Zeit zu erkennen und den Blick auf das Neue zu wagen. Schönstatt mit seiner Gnadenkapelle sei ein Ort, der inspiriere und ermutige, an dem man hören könne, was der Geist zu sagen habe. „Was will Gott uns in dieser Zeit sagen, welchen Auftrag hat er für uns? Das können wir uns nicht ausdenken, sondern brauchen Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, gerade um das zu erkennen, was passiert, auch das Negative. Wir dürfen nicht wegschauen“, rief Kardinal Marx den Gläubigen zu. Das gelte auch für die Verantwortlichen in der Kirche.

Kentenich habe unter anderem ein neues Verhältnis zwischen Laien und Priestern angeregt. Als Spiritual war Kentenich 1912 an das Studienkolleg der Pallottiner nach Vallendar gekommen und hatte gemeinsam mit Theologiestudenten 1914 in einer Kapelle das „Liebesbündnis mit Maria“ gestiftet – die Geburtsstunde der Schönstatt-Bewegung. Gleichzeitig sei Kentenich ein Mensch gewesen, der die Traditionen geschätzt und treu zur Kirche gestanden habe, auch wenn es Auseinandersetzungen gab. 1951 hatte der Vatikan nach dem Besuch eines päpstlichen Visitators in Schönstatt Pater Kentenich auferlegt, Europa zu verlassen und in der USA als Seelsorger tätig zu sein. Erst 1965 kehrte Pater Kentenich nach Vallendar zurück.

„Ich empfinde die Gnadenkapelle immer wieder als Quelle der Ermutigung und der Kraft. Der Schönstatt-Bewegung sage ich Dank für den Dienst des Gebetes, des Aufbruchs und der geistigen Erneuerung in der Kirche, die durch die Gründergestalt Pater Kentenichs ihren Weg genommen hat“, erklärte Kardinal Marx.

(red)

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news-93319 Mon, 17 Sep 2018 15:03:54 +0200 Stütze und Anlaufpunkt für junge Familien http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/stuetze-und-anlaufpunkt-fuer-junge-familien/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_FBS-Wechsel-Leitung-2-dh_3a986136cb.jpg" width="150" height="100" alt="" title="FBS Wechsel Leitung 2 dh" />Die Katholische Familienbildungsstätte Saarbrücken hat eine neue Leiterin: Nina Andres wird zum 1. Oktober die Leitung von Beate Feichtner übernehmen, die in den Ruhestand treten wird. Saarbrücken – Die Katholische Familienbildungsstätte (FBS) Saarbrücken hat eine neue Leiterin: Nina Andres wird zum 1. Oktober die Leitung von Beate Feichtner übernehmen, die in den Ruhestand treten wird. „Nach 14 Jahren der Begegnung mit interessanten und liebenswerten Menschen ist es an der Zeit, das Steuer an eine jüngere Generation abzugeben“, sagte Feichtner im Rahmen ihrer Verabschiedung vor geladenen Gästen im Johannesfoyer.

Dechant Benedikt Welter verabschiedete Feichtner im Namen des Johannesfoyers und des Dekanats Saarbrücken und lobte die Arbeit der FBS. „Es ist immer schön, wenn Kinder lachen; dieses Haus wird aus dem Erdgeschoss her mit diesem Lachen erfüllt. Wir geben Eltern und Kindern hier einen Raum, und die FBS vermittelt uns, dass wir nie satt sein, sondern alle Sinne stets gefüttert werden sollen“, sagte der Dechant. Im Erdgeschoss des Johannesfoyers bietet die Familienbildungsstätte zahlreiche Kurse für Eltern und Kinder an, darunter „Erste Hilfe am Kind“, Geburtsvorbereitungs-, Sprachkurse oder Fort- und Weiterbildungen.

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Saarbrücken bistum-trier Familienbildung
news-93315 Mon, 17 Sep 2018 13:58:43 +0200 Jesus Christ, you are my life http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jesus-christ-you-are-my-life/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/4/csm_Pueri-Tag-3-Jesus-Christ-you-are-my-life-ist-das-Motto-des-Tages_782c60a04f.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Pueri Tag 3 Jesus Christ you are my life ist das Motto des Tages" />Sie heißen „Kirchenengel“, „Kreuz und quer Kids“, „Das Chörchen“ oder „Con Spirito“. Über 500 Kinder und Jugendliche nahmen am Kinderchortag teil. Trier – Ein Tag voller Musik und Freude, Gemeinschaft untereinander und mit Jesus: So lässt sich der Kinderchortag des Chorverbandes „Pueri Cantores“ im Bistum Trier zusammenfassen. Zu dem Fest sind am 15. September rund 520 Kinder und Jugendliche aus 29 Chören mit ihren Chorleitungen und Betreuern in die Bischofsstadt gekommen.

Sie heißen „Kirchenengel“ oder „Kreuz und quer Kids“, „Das Chörchen“ oder „Con Spirito“. Sie tragen leuchtend bunte T-Shirts oder orange Schals, um als Gruppe erkennbar zu sein und im Getümmel nicht verloren zu gehen. Und obwohl es für einen Samstagmorgen noch recht früh ist, sind sie schon erstaunlich munter und fröhlich. Erst recht, wenn es ums Singen geht. Denn das ist die große Leidenschaft, die an diesem sonnigen Tag alle verbindet. „Ich freue mich, viel Zeit mit Freunden zu verbringen“, antwortet der zehnjährige Julian aus Bekond auf die Frage, warum er nach St. Maximin gekommen ist. Zusammen mit den anderen Sängerinnen und Sängern macht er mit beim fetzigen „Aufwach-Song“, mit dem Peter Uhl, Vorsitzender der Pueri Cantores im Bistum Trier, und die Musiker Volker Krebs am Keyboard, Cordula Hamacher mit dem Saxophon, Tanja Silcher mit dem Bass und Klaus Berlingen am Schlagzeug den musikalischen Tag eröffnen.

Der Kinderchortag will die Chormitglieder untereinander in Kontakt bringen, die Gewissheit vertiefen, dass Singen glücklich macht und zum Ausdruck bringen kann, was mit Worten nicht zu sagen ist. „Mit unserem Singen machen wir auch deutlich, dass wir Gottes Melodie in dieser Welt sind“, stellt Weihbischof Franz Josef Gebert im Wortgottesdienst zur Eröffnung dar und stimmt ein in das Motto-Lied des Tages „Jesus Christ, you are my life – Jesus, du bist mein Leben“.

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news-92823 Mon, 17 Sep 2018 08:29:00 +0200 Wo die Lebensfreude der Menschen ansteckend ist http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wo-die-lebensfreude-der-menschen-ansteckend-ist/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_sofia_freiwillige_adrian-wirtz_0260fec4dd.jpg" width="150" height="100" alt="Adrian Wirtz aus Ralingen " title="Adrian Wirtz aus Ralingen " />Lebensfreude, neue Freundschaften, aber auch Erfahrungen von Armut: Adrian hat während seines Freiwilligendienstes eine Menge neuer Erfahrungen gesammelt. Ralingen – Nach dem Abitur erst einmal hinaus in die weite Welt, fremde Kulturen und Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und als anderer Mensch zurückkommen: Adrian Wirtz aus Ralingen hat sich diesen Wunsch mit einem Freiwilligendienst in Ruanda erfüllt. Begleitet wurde er dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) des Bistums Trier, die ihn in der Vorbereitung und auch während seines Einsatzes unterstützt haben.

Seit Mitte August ist der 20-Jährige nun wieder in der Heimat und obwohl ihm die hiesigen Temperaturen kalt erscheinen, freut er sich auch wieder auf „Jahreszeiten“, wie er erzählt. In Kigali, der Hauptstadt Ruandas arbeitete er 13 Monate lang in einem Don Bosco Schul- und Freizeitzentrum mit, unterstützte die Lehrer im Englisch-Unterricht, gab selbst Fußballtraining und organisierte andere sportliche und spielerische Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen. Die technische Sekundarschule besuchen 241 junge Menschen von 16 bis 28, die Berufe wie Elektriker, Schreiner, Maurer oder Installateur erlernen, außerdem gibt es ein Internat für junge Männer und nachmittags das Freizeitprogramm auch für jüngere Kinder, berichtet Adrian. „Man muss sich das vorstellen wie eine grüne Oase mitten in Kigali, dort wird Ackerbau betrieben, es gibt riesige Bananenplantagen.“ Adrians Ansprechpartner vor Ort waren die Priester des Salesianerordens, die das Zentrum leiten und zum anderen ein Mentor von außerhalb. „Wir waren am Esstisch immer eine Multikultitruppe, da die Priester nicht nur aus Ruanda, sondern auch aus Belgien, Uganda, Slowenien, Burundi und anderen Ländern kamen. Am weitesten kommt man mit Französisch, auch wenn man zunächst mal wegen der Dialekte trotz acht Jahre Schulfranzösisch wenig versteht.“ Die erste Begegnung mit den Schülern habe gleich für Belustigung gesorgt, als sie erfuhren, dass ihr neuer „Hilfslehrer“ selbst erst 19 Jahre alt war, erinnert sich Adrian.

Ein typischer Tag begann für ihn um 6.30 Uhr, nach einem Morgenimpuls für die ganze Schulgemeinschaft um 7.15 Uhr half er im Unterricht mit und nachmittags ging es dann im Jugendzentrum los: „unter der Woche kommen hier so zwischen 700 und 800, am Wochenende auch mal bis zu 1.500 Kinder aus den umliegenden Vierteln. Wir haben mit ihnen Tischtennisplatten gebaut, Fußball, Basketball, Volleyball gespielt, es wurden Kampfsportarten und Akrobatik angeboten. Anfangs habe ich auch mitgeturnt, bis ich Rückenprobleme bekam und aufhören musste“, erzählt Adrian. Beeindruckt habe ihn vor allem die Mentalität der Menschen: „Die Kinder haben teilweise umgerechnet nicht mal 50 Cent am Tag in der Tasche, aber verbringen ihren Tag mit einer unglaublichen Lebensfreude. Da kann man sich einiges abschauen, das ist wirklich beneidenswert. Die Ruander sind sehr freundlich, gehen offen auf einen zu, man klatscht sich mit den Kindern ab, unterhält sich, wenn man jemanden auf der Straße trifft.“ Aus diesen Begegnungen habe er sehr viel für sein eigenes Leben ziehen können: „Man gibt den Menschen sehr viel, aber man bekommt unheimlich viel zurück.“ Ein solches Beispiel: Adrian leistete bei einem Schüler Erste Hilfe, als dieser sich beim Fußball verletzte. „Ich habe seine Wunde versorgt und ihn in die Krankenstation gebracht. Zwei Wochen später kam er mit einer Einladung zur Hochzeit seiner Schwester in der Hand zu mir.“                                                                                                                           

Natürlich gab es auch prägende Erlebnisse, die ihm die Armut der Menschen vor Augen führten. Kigali täusche als Stadt über vieles hinweg, weil es sehr modern sei und eine Agenda verfolge, das „Singapur Afrikas“ zu werden, erzählt Adrian. Aber als die Akrobatiktruppe einen Auftritt hatte und er das Catering begleitete, stürzten sich die Kinder aus dem Viertel auf die schon leeren Töpfe und Schüsseln und versuchten, die Reste mit den Nägeln herauszukratzen. „Solche Dinge haben mein Bewusstsein geschärft, für das, was ich wirklich im Leben brauche.“ Jedes zweite Wochenende reiste er deshalb auch über das ländliche Ruanda, besuchte andere Freiwillige in deren Dörfern. „Dort gibt es in der Trockenzeit teilweise nicht mal fließendes Wasser.“

Als sich Adrian im Januar 2017 bei SoFiA bewarb, kannte er das Zentrum bereits, obwohl er nicht wusste, dass er auch dort eingesetzt werden würde. „Mein Vater engagiert sich in einer Partnerorganisation SoFiAs, bei „Handwerk hilft“, einer Schreinervereinigung aus dem Raum Trier, die sich für die handwerkliche Ausbildung im Don Bosco Zentrum engagiert. Dass es dann wirklich diese Einsatzstelle für mich wird, war natürlich super.“ Die Vorbereitung durch SoFiA erlebte Adrian als wichtigen Teil des gesamten Freiwilligendienstes: Neben Orientierungswochenenden gibt es Seminare zu gesundheits- und Sicherheitsaspekten, interkultureller Kompetenz, dem Umgang mit Armut, und anderen Themen. „Wir haben sehr viel über uns selbst reflektiert, über eigene Ziele im Leben gesprochen. Es habe gut getan und eine tolle Gemeinschaft unter den Freiwilligen gegeben – dort im „Nirwana der Eifel ohne Handyempfang“, wie Adrian lacht. Der sei in Afrika übrigens viel besser gewesen.

Wer sich für einen Freiwilligendienst mit SoFiA interessiert, kann sich noch bis zum 26. September bewerben, das Orientierungswochenende findet im Herbst statt. Einsatzorte sind von Lateinamerika über Afrika und Asien bis Osteuropa. Anmeldung und weitere Informationen bei: SoFiA, Dietrichstr. 30 a, 54290 Trier, Tel: 0651-993796-301, E-Mail: sofia@soziale-lerndienste.de und unter: www.sofia-trier.de.

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Trier bistum-trier Ehrenamt Jugend Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-93318 Sun, 16 Sep 2018 14:39:00 +0200 Wiedereröffnung der Kirche St. Stephanus, Oberthal http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wiedereroeffnung-der-kirche-st-stephanus-oberthal/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/5/csm_StStephanus-Oberthal-au-en-dh_bc637fb9eb.jpg" width="100" height="150" alt="" title="StStephanus Oberthal au en dh" />„Ihre Kirche ist nicht geschlossen geblieben – sie ist auf und sie erstrahlt in schönerem Glanz als vorher.“ Bischof Ackermann feiert Pontifikalamt zur Wiedereröffnung der Kirche St. Stephanus in Oberthal. Saarbrücken – „Ihre Kirche ist nicht geschlossen geblieben – sie ist auf und sie erstrahlt in schönerem Glanz als vorher.“ Mit diesen Worten begrüßte Bischof Dr. Stephan Ackermann die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Oberthal-Namborn in der Kirche St. Stephanus in Oberthal zu einem Pontifikalamt zur feierlichen Wiedereröffnung der Kirche. Diese war durch einen Brand im Vorraum der Kirche im November 2016 stark beschädigt worden und musste für über 600.000 Euro renoviert werden. Wegen der Arbeiten war die Kirche geschlossen.

In seiner Predigt dankte der Trierer Bischof insbesondere den Gremien, dem Pfarrgemeinde- und dem Verwaltungsrat für ihren Einsatz um die Kirche. Eine solche Krise sei nicht nur eine große Herausforderung, so der Bischof. „Es ist wichtig die Krise auch als Chance zur Erneuerung zu nehmen. Nicht nur der Erneuerung der Mauern und der Steine, sondern auch der Gemeinde. Sie werden gespürt haben, dass sie einen Auftrag haben und das hat Kräfte mobilisiert.“ Ein solcher Auftrag erneure die Lebendigkeit einer Gemeinde. „Wenn die Kirche lebendig bleibt, brauchen wir keine Angst haben, dass sie nicht im Dorf bliebe. Es werden sich Menschen finden, die sagen: „Das ist uns wichtig!“, die Verantwortung wahrnehmen und sich dafür einsetzen und engagieren. So wie sie es hier getan haben, damit ihre Kirche wieder geöffnet wird und sie haben die Situation sogar genutzt, um Dinge zu verbessern, zu verschönern – nicht nur im Kirchraum.“ Bischof Ackermann erinnerte auch an die letzten Worte des Patrons der Kirche, den Heiligen Stephanus, der kurz vor seinem Tod gesagt hat: „Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“ „Ich hoffe, dass dieser Raum auch für sie ein Ort des Aufatmens wird, hier mitten auf der Erde, mitten im Leben, öffnet sich für mich der Himmel in Jesus Christus.“

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Pfarreien
news-92907 Sun, 16 Sep 2018 09:30:00 +0200 „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/b/csm_CF004073_21x30_quer_01_bd3100af22.jpg" width="150" height="105" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft am Caritas-Sonntag zur Unterstützung der Kampagne und der Sonntag-Kollekte auf. Trier/Koblenz/Saarbrücken – „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ lautet das Motto des diesjährigen Caritas-Sonntags, der im Bistum am 23. September begangen wird. Die gleichlautende Jahreskampagne macht den gravierenden Wohnraummangel in vielen Städten und Regionen zum Thema. Bischof Stephan ruft gemeinsam mit den deutschen Bischöfen zur Unterstützung der Kampagne und der Sonntags-Kollekte am Caritas-Sonntag auf.

„Viele Menschen erleben, dass sie trotz eines Einkommens als Polizisten, Verwaltungsfachkräfte, Erzieherinnen oder Krankenschwestern keinen bezahlbaren Wohnraum mehr für sich und ihre Familien finden“, schreibt der Trierer Bischof in seinem Aufruf. So machten in immer mehr Städten und Regionen Menschen die frustrierende Erfahrung, an den Rand gedrängt zu werden oder in zu kleinen Wohnungen leben zu müssen. Die diesjährige Caritas-Kampagne wolle verdeutlichen, wie wichtig es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Einkommen, unterschiedlicher Bildung und Berufen, aus unterschiedlichen Nationen ganz selbstverständlich im Alltag begegnen.

„Wenn jedoch zunehmend der Geldbeutel darüber bestimmt, wer in welchem Viertel wohnen kann, führt dies zu Ausgrenzung und gefährdet den Zusammenhalt. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum geht uns alle an“, so Ackermann. Es gehe auch um Orte der Begegnung, die neue Bewohner in Stadtteilen miteinander ins Gespräch bringen. „Vielfach geschieht dies in unseren Pfarrgemeinden. Und auch die Kampagne kann Anregungen liefern und für die eigene Arbeit vor Ort genutzt werden. Deshalb unterstützen Sie bitte mit ihrer Gabe die Arbeit der Caritas“, motiviert der Bischof. 

Bei den Caritaskollekten 2017 wurden insgesamt 171.463 Euro gespendet. Von dieser Summe blieb rund die Hälfte in den Pfarreien. Die andere Hälfte des Sammlungserlöses verwendet das Bistum zur Unterstützung der sozial-caritativen Arbeit in der ganzen Diözese. Die Spenden sind eine wichtige Unterstützung für alle Hilfen, die durch staatliche Stellen nicht oder nur zum Teil finanziert werden. Mehr Informationen zur Jahreskampagne sind unter: www.zuhause-fuer-jeden.de zu finden. Dort kann man beispielsweise testen, wie hoch die Mietbelastungen für Familien, Alleinerziehende und Singles in verschiedenen Städten sind. Wissenswertes zur Caritas im Bistum Trier gibt es unter www.caritas-trier.de .

(sb)

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RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-93261 Sat, 15 Sep 2018 14:09:54 +0200 Christen vor Ort sind die Kirche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christen-vor-ort-sind-die-kirche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_SU_Erkundung_Waldrach1_JR_818e963626.jpg" width="150" height="99" alt="" title="SU Erkundung Waldrach1 JR" />Ein „Rendezvous im neuen Raum“ in Waldrach hat Interessierte zum Erkunden eingeladen Waldrach – „Wir wollen in der Erkundungsphase mit dafür sorgen, dass die Kirche im Dorf bleibt.“ So leitet Pfarrer Tim Sturm das „Rendezvous im neuen Raum“ am 13. September in Waldrach ein. Gemeinsam mit Pastoralreferentin Annika Frank ist er in der Pfarrei der Zukunft Trier unterwegs und will Themen, Orte und vor allem Menschen aufspüren, die für das kirchliche Leben in den künftigen Pfarreien wichtig sein werden. „Wir sind heute in Waldrach auch als Zeichen dafür, dass künftig sicher nicht alles zentralisiert in Trier stattfinden wird“, ergänzt Frank.

Rund 20 Frauen und Männer sind gekommen, um zu erfahren, wie Erkundung gehen kann. Die meisten sind ehrenamtlich engagiert als Lektorin oder Kommunionhelfer, im Chor oder einem der kirchlichen Räte. Auch hauptamtlich in der Kirche Tätige sind dabei, wie Pfarrer Engelbert Felten, der als Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach arbeitet: „Ich finde die Idee der Erkundung spannend, denn als Hauptamtlicher habe ich auch manch ‚blinden Fleck‘, den ich aufhellen will, und dazu brauche ich Hilfestellung.“ Frank und Sturm erklären, dass die Pfarrei neu gedacht werden will und in Zukunft aufgrund der Größe eher Verwaltungs- und Organisationseinheit sein wird. Sie biete die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten über Ortsgrenzen hinaus – und zwar eben nicht nur bezogen auf Orte, sondern vor allem an Themen orientiert, wie Tim Sturm erklärt: „Sie können die Vernetzung mit denen suchen, die vielleicht schon an ‚Ihrem Thema‘ arbeiten.“ Derzeit würden die Rahmenbedingen geplant, arbeite etwa eine Gruppe daran, welche Gremien es künftig gibt und wie Mitbestimmung und Mitverantwortung gehen kann. Auch Kooperator Felten erklärt, dass keine Zentralisierung des kirchlichen Lebens vorgesehen ist. Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger „lösen sich 2020 nicht auf“, betont er. Weiterhin werde es vor Ort Ansprechpersonen geben. Und außerdem: „Die Christen, die an einem Ort leben, sind die Kirche!“

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Trier bistum-trier Ehrenamt Pfarreien Synode: Umsetzung
news-93234 Fri, 14 Sep 2018 14:25:24 +0200 Eichhörnchen und Erdmännchen suchen Ehrenamtliche http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eichhoernchen-und-erdmaennchen-suchen-ehrenamtliche/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_Telefonseelsorge-sucht-Mitarbeiter_39bcb61a01.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Telefonseelsorge sucht Mitarbeiter" />Die Telefonseelsorge Nahe-Hunsrück startet eine Kampagne, um neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Bad Kreuznach – Menschen in Krisensituationen anonym, kostenlos, niederschwellig und jederzeit helfen: Dafür steht die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück mit Sitz in Bad Kreuznach. Ohne ehrenamtliches Engagement geht es dabei jedoch nicht. Rund 50 engagierte Menschen leisten für die Stadt und Region den Dienst am Telefon. Damit auch weiterhin eine umfassende Hilfe für Menschen in Not gewährleistet ist, sucht die TelefonSeelsorge Nahe-Hunsrück für ihre nächste Schulung im Oktober neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird der Aufruf, der durch eine Plakat-Kampagne begleitet wird, von Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer.

„Die Telefonseelsorge ist ein stiller und dennoch sehr wichtiger Dienst. Ich bin sehr froh, dass es dieses Angebot und die entsprechenden Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Stadt gibt und hoffe, dass wir durch die Kampagne möglichst viele Menschen erreichen“, sagt Kaster-Meurer. „Die Ehrenamtlichen erwartet am Telefon eine Bandbreite an Themen. Manche Gespräche können einen auch schon mal eine Zeit lang beschäftigen. Deshalb finden bei uns regelmäßig Supervisionen statt, um diese Fälle nach zu besprechen. Wir lassen die Ehrenamtlichen nicht mit ihren Sorgen alleine“, so die katholische Stellenleiterin Joanna Wyrchowy.

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Koblenz bistum-trier Beratung Ehrenamt Seelsorge
news-93230 Fri, 14 Sep 2018 11:48:29 +0200 Jeder Mensch braucht ein Zuhause http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_PK-Caritas-Jahreskonferenz-dh_f609bf063f.jpg" width="150" height="100" alt="" title="PK Caritas Jahreskonferenz dh" />Mit einem Wohnzimmer auf dem Saarbrücker St. Johanner Markt machen die Saarländischen Caritasverbände auf das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum aufmerksam. Saarbrücken – Mit einem Wohnzimmer auf dem Saarbrücker St. Johanner Markt machen die Saarländischen Caritasverbände auf das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum aufmerksam. „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ heißt die Jahres-Kampagne des Caritasverbands, in der die zunehmende Wohnungslosigkeit in Deutschland in den Mittelpunkt gestellt wird. Die Caritas setzt sich dafür ein, dass es allen Menschen möglich sein muss, angemessenen Wohnraum zu finden, der bezahlbar ist.

Längst seien nicht nur Randgruppen von diesem Wohnungsmangel betroffen, das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, beschreibt Caritasdirektor Michael Groß vom dortigen Caritasverband die Situation. Wohnungen werden luxussaniert, Mieten steigen stark an, Menschen müssen ihr langjähriges Zuhause verlassen und finden keine neue Wohnung, die sie sich leisten können. Sie verlieren ihr soziales Umfeld und ihr Zuhause. Am Ende sitzen sie vielleicht auf der Straße. „Wohnungsnot ist zu einer sozialen Wirklichkeit geworden, die gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial birgt“ sagt Michael Groß. Zunehmend würden Familien, alte und einkommensschwache Menschen oder Studenten in Städten und Ballungsgebieten aus ihren Stadtvierteln verdrängt. Laut der Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung fehlen allein in Saarbrücken mehr als 17.000 Wohnungen.

Caritas Mitarbeiter berichten im Rahmen der Pressekonferenz aus ihrem Arbeitsalltag, wie schwierig es geworden ist, bezahlbaren Wohnraum für ihre Klienten zu finden. Immer mehr Haushalte, vor allem mit kleineren, zunehmend aber auch mit mittleren Einkommen, haben Schwierigkeiten, sich mit Wohnraum zu versorgen. Der Hintergrund ist oftmals, dass das Haushaltseinkommen zu niedrig ist, um die Miete einer am Markt angebotenen Wohnung zu bezahlen. Kleine Wohnungen werden überteuert angeboten. Zudem gibt es kaum kleine Wohnungen auf dem Saarbrücker Wohnungsmarkt. Die Arbeitsagentur zahlt bei Hartz IV Empfängern zwar einen Mietzuschuss, dieser reicht oft nicht aus und die Angemessenheitsgrenzen für Wohnraum sind zu niedrig. Steigende Mieten und Wohnungsknappheit treffen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Krankenschwestern, Polizisten oder Erzieherinnen spüren, dass bezahlbarer Wohnraum mittlerweile Mangelware ist. „Das Problem hat längst die Mitte unserer Gesellschaft erreicht, hier liegt enormer sozialer Sprengstoff“, mahnt der Direktor des Caritasverbandes für Saarbrücken und Umgebung.

Es darf keine Verdrängung geben, keine soziale Spaltung, die dazu führt, dass in der Stadt nur noch Einkommensstarke leben können und alle anderen in die Außenbezirke gedrängt werden. Wir müssen zusammen dafür sorgen, dass in den Städten nicht nur hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen für Besserverdienende entstehen. Eine Konzentration auf günstige Stadteile, die aufgrund ihrer Besonderheit schon jetzt genügend Probleme haben, muss verhindert werden. Darüber hinaus sollte auch dringend die Schaffung von behindertengerechtem und barrierefreiem Wohnraum gefördert werden.

Auf dem freien Markt können die fehlenden Wohnkapazitäten nicht ohne große gemeinsame Anstrengungen bereitgestellt werden. Neuer Wohnraum für Geringverdiener ist im Saarland in den letzten Jahren nicht entstanden. Die Caritas fordert deshalb mit Ihrer Champagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ mehr bezahlbaren Wohnraum.

Das Problem betritt mittlerweile nicht nur die Stadt Saarbrücken, sondern erweist sich auch für Städte wie Saarlouis, Homburg, St. Wendel oder Merzig und Lebach als Herausforderung. Mit dem Zimmer auf der Straße macht die Caritas im Saarland aber auch auf die Vielschichtigkeit der Problematik aufmerksam. Fehlender Wohnraum macht sich in unterschiedlicher Weise in den Aufgaben und Angeboten der Saarländischen Caritasverbände bemerkbar. So biete das Caritas-Zentrum Saarpfalz in Homburg zum Beispiel die Möglichkeit einer Postadresse für Wohnungslose an, die es ihnen ermöglicht wieder krankenversichert und erreichbar zu sein. Ende Juli waren dies allein in Homburg 49 Menschen. Der Caritasverbandes Schaumberg-Blies feierte kürzlich sein 20-jähriges Bestehen des Fachdienstes „Begleitetes Wohnen für psychisch kranke Menschen in Gastfamilien.“ Ziel dieses Hilfsangebotes ist es, psychisch kranken Menschen durch das Leben in einer Gastfamilie Familienanschluss und konkreter Unterstützung im Alltag zu mehr Stabilität und Selbständigkeit zu verhelfen. Der Caritasverband Saar-Hochwald macht darauf aufmerksam, das bezahlbarer Wohnraum zwar außerhalb der Städte auf dem Land zu finden ist, die dortige Infrastruktur aber vielfach nicht optimal und ausreichend ist, fehlende Busverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, und Arbeitsmöglichkeiten erschweren das Wohnen dort sehr und machen dies wenig attraktiv. Der Sozialdienst katholischer Frauen, der auch zur Caritasfamilie gehört unterstreicht in diesem Zusammenhang die besondere Herausforderungen vor die Frauen und alleinerziehenden Müttern bei der Wohnungssuche gestellt werden.

Der soziale Wohnungsbau muss für die Versorgung einkommensschwächerer Haushalte mit Wohnraum wieder eine zentrale Stellung zurückerlangen, betont Groß, denn die Zahl der sozial gebundenen Wohnungen nimmt jährlich ab. Um den sozialen Wohnungsbau zu fördern, müssen Maßnahmen der Landes- und der kommunalen Ebene gut ineinandergreifen. Eine schnelle Lösung ist bei einem solch komplexen Thema nicht zu erwarten. Zu erwarten und zu fordern ist aber, dass Bund, Länder und Kommunen entschlossen handeln, um zu verhindern, dass Wohnraum zu einem Luxusgut wird. Die Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ zeigt, die Realität und die Folgen im Saarland auf und fordert mehr bezahlbaren Wohnraum. Denn „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“.

Mehr Informationen: www.caritas.de

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales
news-93229 Fri, 14 Sep 2018 11:42:16 +0200 Zum Glück und der guten Entwicklung von Kindern beitragen http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zum-glueck-und-der-guten-entwicklung-von-kindern-beitragen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/5/csm_50Jahre-KFS-1-dh_f00a64296a.jpg" width="150" height="100" alt="" title="50Jahre KFS 1 dh" />Mit einem Festakt in der Kirche St. Hubertus hat die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik in Jägersfreude ihr 50-jähriges Jubiläum begangen.  

Jägersfreude – Mit einem Festakt in der Kirche St. Hubertus hat die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik (KFS) in Jägersfreude ihr 50-jähriges Jubiläum begangen. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann feierte einen Gottesdienst mit den mehr als 200 Schülerinnen und Schüler, der Lehrerschaft sowie geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft, darunter auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken, Charlotte Britz.

In Vorbereitung auf das Jubiläum hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines zweiwöchigen Unterrichtsprojektes in kleineren Gruppen mit unterschiedliche Themen rund um ihre Ausbildung auseinander gesetzt. Die Gruppen stellten ihre Arbeiten während des Gottesdienstes kurz vor – in Form von Texten, Rollenspielen, oder kleinen Videos. Die Gruppen haben sich unter anderem mit pädagogischen Konzepten wie Erlebnispädagogik oder Theorien zu Entwicklungsstufen von Kindheit bis ins Erwachsenenalter beschäftigt; einige Schülerinnen und Schüler hatten Brotschalen aus Porzellan hergestellt, die sie verkauften, um Spenden für den Förderverein der KFS zu sammeln; eine weitere Gruppe hatte sich mit dem Thema „Was macht dich glücklich?“ auseinander gesetzt und Kindern diese Frage gestellt. Die Gruppen stellten ihre Projekte im Anschluss an den Gottesdienst in den Räumen der KFS vor.

Bischof Dr. Stephan Ackermann beglückwünschte die Schule zu ihrem Jubiläum. Was die Studierenden, aber auch Christinnen und Christen allgemein bewege, sei „sich eine Welt vorzustellen, die besser ist als die Welt von heute; mitzuhelfen die Welt ein Stück besser, friedlicher, menschenwürdiger zu machen, vor allem aber Kindern und Jugendlichen diese Welt zu eröffnen“, sagte der Bischof. „Es wird Menschen geben, die sagen, ihr seid Träumer! Aber als Gläubige Menschen dürfen wir auch sagen, wir stehen mit diesem Traum nicht allein, es gibt den, der diesen Traum mit uns träumt: Gott selbst. Es ist seine Vision, sein Traum, seine Schöpfung.“ In Bezug auf die Erzählung der Speisung der 5.000 aus der Bibel sagte der Bischof, es sei wichtig, Menschen nicht weg zu schicken, oder selbst zu gehen, wenn man das Gefühl habe, man sei überfordert oder eine Aufgabe sei zu schwer. „Guckt, welche Fähigkeiten ihr habt und einbringen könnt. Setzt sie ein, riskiert es!“ Das Brot im Evangelium stehe für uns selbst, so der Bischof, es stehe für das, was wir haben und geben, „im Vertrauen auf Gott, dass daraus mehr erwächst, als wir allein mit unseren Kräften tun könnten.“

Der Auftrag der Fachschule sei es, „zum Glück und damit der guten Entwicklung von Kindern“ beizutragen, erklärte Schulleiterin Mechthild Denzer. Oberbürgermeisterin Britz lobte die Arbeit der Fachschule und hob die Schwierigkeiten hervor, denen sich die Absolventinnen und Absolventen in ihrer Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe stellen. Sie betonte wie wichtig die Ausbildung von Fachkräften sei und wünschte der Schule alles Gute zu ihrem Jubiläum.

Weitere Informationen zur KFS und zur Ausbildung zu Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen: www.kfs-saarbruecken.de

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Bischof Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft Schule
news-93174 Thu, 13 Sep 2018 08:31:00 +0200 Neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-moeglichkeiten-fuer-die-taegliche-arbeit-entdecken/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_GemRef_Jahrestagung2018_SE_89e0afbc3c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="GemRef Jahrestagung2018 SE" />Die Gemeindereferentinnen und –referenten im Bistum Trier haben sich zur Jahrestagung in Vallendar getroffen. Vallendar – Den persönlichen Kraft- und Motivationsquellen auf die Spur kommen, die eigenen Ressourcen erschließen und neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken: Das stand für 140 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Trier bei ihrer Jahrestagung vom 10. bis 12. September im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar auf dem Programm. Neben dieser Stärkung für die beruflichen und persönlichen Aufgaben stand auch ein Gespräch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann über aktuelle Themen der Berufsgruppe auf dem Programm.

Die Referentin Dr. Andrea Mohr, tätig unter anderem als Psychologin in der Lebensberatung des Bistums in Bitburg, stellte in Einzel- und Gruppenarbeit die Methode des sogenannten „Zürcher Ressourcen Modells“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den Tagungsteilnehmern. Das Modell zur Stärkung der Eigenkompetenzen befähigt und ermutigt, die eigenen Ressourcen zu entdecken und sich bewusst zu machen, was bereits an positiver Energie in jedem Einzelnen schlummert und als „Antreiber“ und Stütze im Alltag zur Verfügung steht.

Was jede und jeden Einzelnen „trägt und beschwingt, was beseelt, beflügelt und Kraft geben kann“, war dann auch eines der Themen, über die sich sechs Gruppen mit dem Bischof als Gesprächsgast austauschen konnten. Vielfach wurden bestimmte Aspekte aus der täglichen Arbeit als „Kraftquellen“ benannt – aber auch ganz andere, wie zum Beispiel das Salsa-Tanzen in der Freizeit. Während in der zweiten Gesprächsrunde zur Synodenumsetzung Fragen nach dem Erkundungsprozess, zu den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft oder zu den geplanten Geistlichen Zentren im Vordergrund standen, beleuchtete der Gesprächskreis zur „Entwicklung der Pastoral“ Fragen nach Nähe, Beziehung und Begleitung in der Zukunft. „Es wird weniger, aber verbindlichere Möglichkeiten der Nähe geben“, prophezeite der Bischof. Mit Blick auf die weiten pastoralen Räume betonte er das notwendige Nebeneinander von territorialen Substrukturen („die wird es weiterhin geben“) und einer themen-, projekt- und interessenorientierten Pastoral.

In zwei Runden richteten die Gemeindereferentinnen und ‑referenten Fragen zur möglichen Entwicklung ihres Berufsprofils sowie zu Aspekten von „Kirche in der Welt“ an den Bischof – geprägt auch von kritischen Anfragen nach der Glaubwürdigkeit oder dem Frauenbild in der Kirche.

(red)

 

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Trier bistum-trier Bischof Personal
news-93165 Wed, 12 Sep 2018 11:44:53 +0200 Von der Flüchtlingshilfe zur Entwicklungshilfe http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/von-der-fluechtlingshilfe-zur-entwicklungshilfe/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_40Jahre_Chillan_dh_541f2dd902.jpg" width="150" height="100" alt="" title="40Jahre Chillan dh" />Auf dem Mariä-Geburtsmarkt in Lebach hat die Kinderhilfe CHILLAN Lebach e.V. ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Lebach – Fast 8 Millionen Euro an Spenden hat der Verein „Kinderhilfe CHILLAN Lebach e.V.“ in den letzten 40 Jahren gesammelt. Am Dienstag, den 11. September hat der Verein um Pfarrer Hermann-Ludwig Meiser und Monika Hoffeld sein Jubiläum auf dem Mariä-Geburtsmarkt in Lebach gefeiert – und weiter Spenden gesammelt.

„Wir haben an den Geburtstagen immer große Aktionen gemacht“, erzählt Pfarrer Meiser, der mittlerweile im Ruhestand ist. „Wir haben dreimal den größten Geldteppich der Welt gelegt und kamen dreimal ins Guinness-Buch der Rekorde.“ Zum 10., 15., 20. und 25. Jubiläum konnten die Besucher des Marktes Münzen spenden, die zusammen eine riesigen Teppich auf dem Boden des Lebacher Marktes bildeten; der größte maß über 450m². „Dieses Jahr mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen: Wir bauen eine afrikanische Hütte“, sagt der Pfarrer. Das Holzgerüst dieser Rundhütte wurde im Ausbildungszentrum des Arbeitgeberverbandes Bau Saar entworfen und gebaut. „Die wird jetzt gemauert“, erläutert Meiser. „Wir verkaufen die Steine: ein kleiner Stein für 2,50 Euro, ein großer für 5 Euro. Heute Abend kommt das Dach drauf, das sind acht Teile. Wir haben größere Spender, die je 500 Euro für ein Dachteil gespendet haben.“ Das fertige Haus soll dann dem Kindergarten in Steinbach übergeben werden. Die Spenden, die durch den Verkauf der Steine und der Dachteile gesammelt wurden, kommen Projekten in Togo zugute.

In Togo hat die Kinderhilfe unter anderem ein Haus für AIDS-Waise gebaut, wie Pfarrer Meiser berichtet: „Wir unterhalten Tag für Tag hundert AIDS-Waisen, damit sie vernünftig wohnen und zur Schule gehen können.“ Zusammen mit Ordensschwestern unter der Leitung von Schwester Delphine Gafan, die zum Jubiläum nach Lebach kam, hat die Kinderhilfe auch ein Krankenhaus in einem Elendsviertel in Lomé, der Hauptstadt Togos, gebaut. Daneben werden immer wieder neue Projekte an die Kinderhilfe angetragen. In einer Schule mit mehr als 200 Schülerinnen und Schülern, die vom Staat nur zwei Lehrer zur Verfügung gestellt bekommen haben, finanziert der Verein vier weitere Lehrkräfte, um den Kindern eine angemessene Schulausbildung zukommen zu lassen. Neben der Ausbildung stehen aber oft ganz grundsätzliche Bedürfnisse an erster Stelle, erzählt Pfarrer Meiser: „Als Monika und ich vor zwei Jahren in Togo waren, hat uns der Schulleiter erzählt – und man konnte es auch sehen –, dass viele Kinder morgens in die Schule kommen und nichts im Bauch haben. Das hat uns so erschreckt, weil das vor 40 Jahren unsere ersten Projekte in Chile waren: Kinder zu ernähren. Wir haben jetzt ein Speisezentrum gebaut. Alle Kinder bekommen jetzt dreimal die Woche eine warme Speise.“

Begonnen haben Monika Hoffeld und Pfarrer Meiser vor 40 Jahren mit der Unterstützung von chilenischen Flüchtlingen, die in der Landesaufnahmestelle in Lebach lebten. Dann begannen sie, Projekte in Chile zu fördern. Mittlerweile hat sich der Schwerpunkt der Arbeit nach Togo verlagert.

Weitere Informationen: www.kinderhilfe-chillan.de 

Spendenkonto: IBAN: DE77 5935 0110 0026 1507 14, Kreissparkasse Saarlouis

 

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Vermischtes
news-92805 Wed, 12 Sep 2018 10:27:00 +0200 „Es war schön, dort ein anderes Leben zu leben“ http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/es-war-schoen-dort-ein-anderes-leben-zu-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_SoFiA_Madita_Jones_Neuwied_fea56a23b2.jpg" width="150" height="100" alt="" title="SoFiA Madita Jones Neuwied jf" />Madita Jones aus Neuwied-Oberbieber hat einen Freiwilligendienst bei SoFiA absolviert. Ein Jahr lang hat sie in einem katholischen Kindergarten in Indien gearbeitet. Oberbieber – „Ich spare schon für meine nächste Reise nach Indien“, sagt Madita Jones aus dem Neuwieder Stadtteil Oberbieber. Dabei ist sie erst seit ein paar Wochen, nach einem einjährigen Aufenthalt in Indien, zurück in ihrer Heimat. Die 20-Jährige hat einen Freiwilligendienst bei SoFiA (Soziale Friedensdienste im Ausland) absolviert. Der Verein in Trägerschaft des Bistums Trier organisiert und vermittelt Aufenthalte in der ganzen Welt.

Ein Jahr lang eine andere Kultur kennenlernen, in einem sozialen Projekt arbeiten und dabei den eigenen Horizont erweitern: Das alles bietet ein Freiwilligendienst im Ausland. Ein Orientierungswochenende, bei dem Ehemalige von ihren Diensten berichteten und das Rahmenprogramm sowie der Ansatz, dass der Dienst auf Begegnungen mit Menschen vor Ort setzt, haben Madita von SoFiA überzeugt.

Gearbeitet hat sie in einem Kindergarten, der von einem katholischen Orden geleitet wird. Zuerst habe sie sich gefragt, wie das Zusammenarbeiten und vor allem -leben mit Nonnen sein werde. „Es war eher wie in einer Wohngemeinschaft. Ich konnte mich in mein Zimmer zurückziehen, und wenn ich Gesellschaft suchte, war immer jemand da“, erklärt sie. Der Alltag mit vier Schwestern sei auch mit das Schönste an ihrem Jahr gewesen. Dazu zählt scheinbar Nebensächliches wie das Federballspielen mit den Nonnen. „Es war schön, dort ein anderes Leben zu leben, das vermisse ich auch am meisten“. Ihren Geburtstag hat sie in der Ferne gefeiert. „Die Kinder haben mir Karten gebastelt, und ich wurde mit Kuchen gefüttert, das ist eine Tradition, die schon mal schnell in eine wahre Tortenschlacht ausartet“, berichtet sie von einer ihrer emotionalsten Erinnerungen.

Ihre Aufgabe bestand vornehmlich darin, den rund 30 Kindern im Alter von etwa 1,5 bis sechs Jahren Englisch, die Amtssprache, beizubringen. „Mich hat es am Anfang gewundert, dass die Kinder schon richtig unterrichtet werden und auch Hausaufgaben machen müssen“. Es gäbe ein hohes Lernpensum. „Als mir dann erklärt wurde, dass Bildung hier sehr wichtig ist, da es eine Chance ist, den Aufstieg zu schaffen, habe ich es verstanden“, sagt sie. Eine Offenheit, Menschen aus anderen Kulturen oder Personen mit anderen Blickwinkeln zu begegnen, habe sich durch ihr Auslandsjahr definitiv verstärkt. Zudem habe sie gelernt, humorvoller mit Situationen umzugehen und gelassener zu reagieren, zum Beispiel wenn mal wieder der Strom ausfällt. „Da gewöhnt man sich wirklich schnell dran“, betont die Abiturientin. So kam Madita sofort mit der Schärfe des indischen Essen zurecht, die sie jetzt sogar vermisst. „Ich habe extra ganz viele Gewürze mitgebracht und versuche, diese daheim etwas einzuführen.“

Gefreut hat sie sich nach dem Jahr natürlich auf ihre Familie und ihre Freunde, doch sie war darüber hinaus auch froh, wieder ihre Jeans tragen zu können. „Ich habe mich der Kleidung angepasst. Da habe ich Tuniken mit Leggins darunter oder Pumphosen getragen; das hat auch gut zu den klimatischen Verhältnissen gepasst, und die Menschen hat es gefreut“, berichtet sie.

Nun steht für sie ein Vorbereitungskurs an. Ihr Ziel ist ein Kunst- und Psychologiestudium. „Vielleicht in Erfurt“, sagt sie. „Doch ich reise jetzt erst einmal ein bisschen durch Deutschland und schaue mir Unis an.“ Der Kontakt zu den Menschen in Indien bleibt aber bestehen, ist Madita sich sicher.

Wer auch Interesse an einem Freiwilligendienst hat, findet Informationen auf www.sofia-trier.de oder unter Tel.: 0651-993796-301. (jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Soziale Friedensdienste im Ausland/ SoFiA Trier Themenart Jugend
news-93144 Tue, 11 Sep 2018 15:49:12 +0200 Gelebte Nächstenliebe http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gelebte-naechstenliebe-1/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_WBP-Fluchtlingshilfe_Betzdorf_1_94dcb10f5c.jpg" width="150" height="113" alt="" title="WBP Fluchtlingshilfe Betzdorf 1" />"Es ist ein Geben und ein Empfangen!": Weihbischof Jörg Michael Peters hat sich mit Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe in Betzdorf getroffen. Betzdorf – „Es ist nicht nur ein Geben, sondern auch ein Empfangen“, hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters nach einem Treffen mit engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe in Betzdorf zusammengefasst. Diesen Eindruck erhielt er unter anderem durch Jens Heißner, der eine Fahrradwerkstatt aufgebaut hat. „Ich habe haufenweise nette Menschen kennengelernt – Flüchtlinge und Deutsche“, erklärt er.

Durch Medienberichte sei Heißner vor etwa drei Jahren unweigerlich auf das Thema aufmerksam geworden: „Ich habe gedacht: OK, du musst auch etwas machen!“ Zusammen mit einem Polizisten organisierte er ein Fahrradtraining. „Den Menschen war nicht bewusst, dass sie als Fahrradfahrer Teil des Verkehrs sind und daher bestimmte Regeln beachten müssen.“ Aus dieser Schulung entwickelte sich die Idee einer Fahrradwerkstatt. Ein Team von etwa zehn Personen, bestehend aus Einheimischen und Geflüchteten, hat bereits 400 Fahrräder verkauft, wodurch sich das Projekt finanziert. Die Räumlichkeiten stellt die Caritas zur Verfügung. „Es sind auch Freundschaften entstanden, und wir halten den Kontakt untereinander, auch wenn einige Geflüchtete aus dem Team nun eine Arbeitsstelle haben“, freut sich Heißner. „In der Werkstatt arbeiten übrigens alle ehrenamtlich. Auch die Flüchtlinge erhalten kein Geld“, betont er.

Christoph Andrzejewski arbeitet in der Migrationsberatung des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg und ist dankbar für die Hilfe der Menschen vor Ort: „Als Hauptamtlicher könnte ich das alles gar nicht leisten“. Stefanie Breiderhoff arbeitet ebenfalls beim Caritasverband und koordiniert die Flüchtlingshilfe. Auch sie zeigt sich begeistert: „Insbesondere am Anfang, im Jahr 2015, hat mich die Menge an Leuten und ihr Ideenreichtum, ihre Einsatzbereitschaft umgehauen“. Aus dieser Zeit seien ein tolles Netzwerk und unterschiedliche Angebote wie Sprachkurse mit pensionierten Lehrern entstanden, die heute noch bestehen. In Kirchen gibt es zudem unter der Leitung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und der Stadt eine Kleiderstube.

Annegret Heukäufer aus Kirchen berichtet von „Offenen Treffs“ und Ausstellungen über Länder wie Syrien, die die neuen Mitbürger selbst organisierten. „Viele haben sich über die teuren Handys der Ankommenden geärgert. Doch darin ist die Heimat der Menschen wie in Fotos gespeichert“, erklärt die Ehrenamtliche, die unter anderem sieben Schulkinder von Flüchtlingsfamilien durch Hausaufgabenhilfe betreut.

„Überlegen wir mal, was die Geflüchteten zurückgelassen haben: Ihre Heimat. Das bedeutet doch so viel“, betont Weihbischof Peters. „Und Sie schlagen Brücken für diese Menschen – dafür verdienen Sie ein dickes Dankeschön! Sie zeigen, was gelebte Nächstenliebe bedeutet. Sie machen einen Freiwilligendienst um der Menschen willen.“

Nach wie vor sucht die Flüchtlingshilfe Menschen, die mithelfen. „Mitzubringen sind gesunder Menschenverstand, Herzlichkeit und eine Offenheit gegenüber anderen Kulturen sowie ein bisschen Zeit“, zählt Stefanie Breiderhoff auf. „Wobei der zeitliche Rahmen selbst gewählt werden kann“, unterstreicht sie. „Mein Leben wurde durch die Arbeit mit den Menschen aus fremden Ländern bereichert“, wirbt Stefanie Breiderhoff für ein Engagement.

Interessierte an der Arbeit mit Flüchtlingen können sich an Christoph Andrzejewski wenden unter Tel.: 02741-9758913 oder per E-Mail an migrationsberatung(at)caritas-betzdorf.de Weitere Informationen zur Flüchtlingshilfe im Bistum Trier gibt es auf

www.bistum-trier.de/willkommens-netzde

(jf)

 

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RSS Feeds bistum-trier Bistumsleitung Flüchtlinge Weihbischöfe in Trier
news-93113 Mon, 10 Sep 2018 13:53:52 +0200 Seit 30 Jahren ein Aushängeschild des Bistums http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/seit-30-jahren-ein-aushaengeschild-des-bistums/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_Museumsnacht-5_01_b79aa60a27.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Museumsnacht 5 01" />Am 8. September hat das Museum am Dom mit der 12. Museumsnacht sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Trier – Die Ausstellung „LebensWert Arbeit“ im Rahmen des Karl-Marx-Jubiläums hat in der zwölften Trierer Museumsnacht am 8. September zahlreiche Besucher ins Museum am Dom gelockt. Neben der Ausstellung hat das Museum auch Einblicke in die eigene Geschichte des Hauses am Bischof Stein-Platz gewährt: Kompetente Gesprächspartner lassen die Anfänge vor 30 Jahren noch einmal sehr lebendig werden, schauen auf die eindrucksvolle Entwicklung und wagen den Blick in die Zukunft. Rund 800 Gäste nutzen die Gelegenheit und feiern den Museums-Geburtstag an diesem Spätsommer-Abend.

„Ich hätte gedacht, dieses Haus sei als Museum gebaut worden“, staunt eine Besucherin des Dommuseums und folgt dem Rückblick von Architekt Alois Peitz, dass die Pläne Anfang der 1980er Jahre ursprünglich in ganz andere Richtungen liefen. Peitz, damals beim Bistum in Diensten, schildert die Geschichte der einstigen Kurie, die im frühen 19. Jahrhundert zur „Königlich-preußischen Haftanstalt“ umgebaut wurde. Mit kurzer Unterbrechung blieb das Gebäude in direkter Nachbarschaft des Doms bis 1977 Gefängnis. Das anschließend frei gewordene und noch in Landesbesitz befindliche Grundstück erweckte große Begehrlichkeiten in der Stadt. Schmunzelnd zeigt Alois Peitz einige der damaligen Vorschläge für die neue Nutzungen, darunter eine Hoch- und Tiefgarage, deren Einfahrt mit Blick auf den Dom sicher einzigartig gewesen wäre. Auch das Bistum, das durch Grundstückstausch in den Besitz kam, entwickelte einige Ideen, bevor 1982 die Entscheidung für den Museumsneubau fiel. Mit dessen Planung wurde Peitz beauftragt, der vor zahlreichen Zuhörern in der Museumsnacht seine Überlegungen für das Projekt skizziert, auch kritische Einträge aus seinem Bautagebuch zitiert und die am Ende glückliche Vollendung des Neubaus nachzeichnet.

Seit seiner Eröffnung am 10. Juli 1988 sei das Museum ein „Aushängeschild der Trierer Kirche“, betont der ehemalige Direktor, Professor Dr. Winfried Weber und zitiert das damals installierte Chronogramm: Die christliche Kunst in diesem Museum sei nicht verborgen. Eintretende werden aufgefordert, sie genau zu betrachten. „Möge das auch künftig so bleiben.“ Der jetzige Direktor Markus Groß-Morgen lud zu einer Reise „30 Jahre Museum in 30 Minuten“ ein und hob dabei vor allem den „qualitativen Quantensprung der Möglichkeiten“ hervor. Erst mit dem Neubau habe die rege Sammlungstätigkeit des Museums einsetzen können, die seit 1985 aktiv betrieben wird und sich besonders auf zeitgenössische Kunst bezieht. 85 Ausstellungen seien in den 30 Jahren präsentiert worden, und auch die Zahl der Publikationen, darunter 23 Ausstellungskataloge, könne sich sehen lassen. Besonders stolz sei man auf das neueste Werk: Drei Bände zur Domgrabung von Dr. Winfried Weber, die am 9. November um 18.30 Uhr im Museum vorgestellt werden. Ein wertvolles Geburtstagsgeschenk sei jüngst die Gründung des Freundeskreises gewesen, der sich besonders dem Dialog zwischen Kirche und Kunst widmen will. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg wird als 51. Mitglied aufgenommen, nachdem er die Ausstrahlungskraft des Museums über das Bistum hinaus gewürdigt und den Blick auf künftige Herausforderungen in der Museumsarbeit hingewiesen hat.

(red)

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Trier bistum-trier Aktion Arbeit Kultur Vermischtes
news-93030 Fri, 07 Sep 2018 14:03:36 +0200 Paarberatung ist mehr als ein verständnisvolles Gespräch http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/paarberatung-ist-mehr-als-ein-verstaendnisvolles-gespraech/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Absolventen-A-quivalenz-Diplom-04-09-2018_77219bc541.jpg" width="150" height="83" alt="Absolventen mit Diplom und Bischof Ackermann steht daneben" title="Absolventen A quivalenz Diplom 04 09 2018" />33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensberatung im Bistum Trier wurden nach einer Weiterbildung ausgezeichnet. Sie erzählen von ihrer Arbeit in der Paarberatung - zwischen Gelingen und Scheitern. Koblenz/Saarbrücken/Trier – Ältere Paare in der Krise, kulturverschiedene Partner, zerstrittene Eheleute, Scheidungen und Enttäuschungen, wenn etwa die Hochzeit als der schönste Tag im Leben zu stark idealisiert wurde. Die Paarberatung steht heute vor vielfältigen neuen Herausforderungen und bedeutet deshalb „mehr als ein verständnisvolles Gespräch. Da gehören noch viele andere fachliche Kompetenzen dazu“, sagt Dr. Bernd Steinmetz, Referent in der Beratungs- und Präventionsarbeit im Bistum Trier. Bundesweit soll deshalb die Fortbildungsordnung mit einheitlichen Standards in der katholischen Ehe- und Paarberatung erreicht werden.

Steinmetz und seine Kollegin Stephanie Schneider haben deshalb das „Trierer Modell“, ein Modulsystem zur Weiterbildung unterstützt. So können die Mitarbeiter der Lebensberatungen, die bereits in der Paarberatung tätig sind, überprüfen, welche Qualifikationen sie bereits haben. Für fehlende Bestandteile wurden Seminare angeboten, beispielsweise ein theologisches Seminar zum Verständnis des Ehesakraments. Auch die schriftliche Dokumentation eines Beratungsprozesses musste zur Prüfung erstellt werden. Mittlerweile bewege man sich in dem Modulsystem mit den Weiterbildungskriterien im Rahmen eines entsprechenden Masterstudiengangs, sagt Steinmetz. „Das ist für junge Leute durchaus attraktiv.“
33 Paarberater haben nun erstmals das Äquivalenz-Diplom der Bundesarbeitsgemeinschaft Beratung für Ehe-, Familien- und Lebensberatung erhalten. Eine Zertifizierung, die erst von wenigen Jahren entwickelt wurde. Der Festakt hierzu fand am 4. September 2018 im Rahmen der Jahrestagung der Beratungsdienste im Bistum Trier statt.

Der Tag war überschrieben mit dem Thema: „Paare auf ihrem Weg begleiten – zwischen Gelingen und Scheitern.“ Ein Aspekt, dem sich die Beraterinnen und Berater immer wieder stellen müssen. „Ich hab natürlich auch so eine romantische Vorstellung vom Happy End und davon muss man sich als Paarberater verabschieden, weil es das manchmal nicht gibt“, sagt Dr. Tobias Gschwendner von der Lebensberatung Trier. Das müsse man ganz realistisch von Anfang an in die Beratung mit einbeziehen. Ein mögliches Scheitern in Betracht zu ziehen, sei für viele dann sehr hilfreich.

Aber nicht nur in Trennungs- sondern auch in anderen wichtigen oder schwierigen Phasen muss man das Paar im Blick haben, egal ob mit oder ohne Kinder. „Denn die Ehe- und die Paarbeziehungen sind eigentlich  der wichtigste kleine Zellkern, in dem Beziehung sich gestaltet und das hat auch Wirkung nach außen“, sagt die Fortbildungsreferentin Schneider. Diese Auswirkung spürt auch Martina Grosch von der Lebensberatung Lebach, die schon seit 25 Jahren mit Paaren arbeitet. Oftmals werden die Kinder bei der Beratung angemeldet, doch bald darauf merke sie, dass das eigentliche Problem die Paarbeziehung sei. „Wenn die beiden in ihrer Beziehung dann was verändern können oder da Stütze und Hilfe erfahren, dann ändert sich das mit den Kindern fast automatisch“, sagt Grosch. Dass es manchmal auch nicht klappt, war für sie anfangs nicht einfach. „Ich bin ja nicht der liebe Gott. Aber wenn es mir gelingt, bin ich immer ein stückweit dankbar, dass ich gute Worte gefunden habe oder einen guten Impuls hatte und manchmal gar nicht wusste, wo dieser gute Gedanke jetzt gerade herkam.“

Bischof Stephan Ackermann war ebenfalls bei der Jahrestagung anwesend. Neben der Wertschätzung zur bisherigen Arbeit der Lebensberatungen in diesem Feld, sprach er auch die Pfarreien der Zukunft an: Wo können in Zukunft wechselseitige Unterstützungsprozesse entstehen zwischen fachlichen Beratungsstellen und Pastoral? Das ist auch das Herzensanliegen von Beate Dahmen von der Lebensberatung Simmern, die bereits 31 Jahre in der Paarberatung tätig ist. Sie wünscht sich präventive Angebote in den Kirchengemeinden, um die Paare nach der Eheschließung zu begleiten, ihnen zu helfen Partner zu werden und im Alltag anzukommen. „Ich halte die Paarberatung für ein Kernstück unserer Aufgabe und denke, dass das Ehesakrament ganz dringend Begleitung braucht. Dass wir als Kirche nicht nur fordern dürfen, dass man Treue und andere Werte hält, sondern auch Hilfestellung in den schwierigen Zeiten und davor geben.“

Das Paar fachlich und kirchlich nicht aus dem Blick zu verlieren, mit oder ohne Kinder, das ist ein wichtiges Credo der Jahrestagung der Beratungsdienste. Natascha Kuhlmann, die bei den Lebensberatungen Lebach und Hermeskeil arbeitet, kann dem nur zustimmen: „Es ist einfach ein schönes Arbeiten, weil es so vielfältig ist und jedes Paar einzigartig mit seiner Geschichte. Und es freut einen zu sehen, wenn auch langjährige Paare bereit sind, neue Wege zu gehen.“

dk

 

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Trier bistum-trier
news-93028 Fri, 07 Sep 2018 13:08:02 +0200 Ein neues Bild von Pfarrei entwickelt sich http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-neues-bild-von-pfarrei-entwickelt-sich/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/7/csm_Bild-von-Pfarrei-_dh_c49c9d4a02.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bild von Pfarrei dh" />Wie soll die Pfarrei der Zukunft aussehen? Darüber haben Thomas Ascher und Rolf Friedsam auf einer Veranstaltung zur Synodenumsetzung gesprochen. Saarlouis – Ein Pfarrer in einer Pfarrei, der die Leute in seiner Gemeinde kennt und eine Beziehung zu ihnen hat. Dieses „alte“ Bild von Pfarrei stand am Anfang der Veranstaltung im Pfarrheim St. Johannes in Saarlouis-Steinrausch, zu der die Dekanatsreferenten Thomas Ascher und Rolf Friedsam am Mittwochabend eingeladen hatten. Unter dem Titel „Pfarrei der Zukunft – jetzt kann ich mir ein Bild machen…“ versuchten Ascher und Friedsam den rund 60 Interessierten die Ideen der Synode des Bistums Trier und wie die Pfarrei der Zukunft „tickt“ näher zu bringen.

„Ich habe bei diesem alten Bild von Pfarrei immer Don Camillo im Kopf – vielleicht haben wir das alle“, sagte Thomas Ascher. Doch dieses Bild stamme aus den 50er Jahren und sei schon längst überholt, erläuterten die beiden Dekanatsreferenten. Im Laufe der Zeit hätten Pfarrer immer mehr Pfarreien übernommen, die irgendwann zu Pfarreiengemeinschaften zusammengefasst wurden. Dadurch sei zwar die soziale Nähe der Gläubigen zu ihrer Gemeinde erhalten geblieben, aber die Nähe zum Seelsorger verloren gegangen. „Zu der Insel der Glückseligkeit der einen Pfarrei mit ihrem einen Pfarrer kommen wir nicht mehr zurück“, konstatierte Ascher.

Im Gegensatz zu diesem alten Bild der Pfarrei, die eine Heimat für die Gläubigen dargestellt hatte, spricht die Synode des Bistums Trier von „Kirch-Orten“ oder „Orten von Kirchen“. „Wird es auch in Zukunft eine Beheimatung geben? Wir sagen ganz klar: Ja!“ Die Kirchorte seien nichts neues, erklärte Rolf Friedsam: „Es gibt schon eine ungeheure Anzahl von Kirchorten, die nicht zentral auf eine Person angelegt sind, sondern das sind Orte, wo Menschen etwas verbindet.“ Dies können Orte im lokalen Sinne sein, aber auch thematische Orte, wo Menschen mit gleichen Interessen zusammenkommen. Als Beispiel für einen solchen thematischen Kirchenort nannte Friedsam das Lebenscafé in Saarlouis. Dies sei vor fast zehn Jahren aus der Idee heraus entstanden, Trauernden Menschen ein Gesprächsangebot zu machen. „Ich gehe ins Lebenscafé, weil ich dort auf Gleichgesinnte treffe und mir das gut tut.“ Diese Kirchorte werde es auch in der Pfarrei der Zukunft geben. „Kirchorte können also lokal oder thematisch sein. Außerdem können sie sich auch um Gruppen von Personen bilden “, sagte Thomas Ascher. „Es gibt schon zahlreiche Kirchorte und es entstehen immer wieder neue auf Eigeninitiative.“ Der große Unterschied zwischen dem bisherigen Gemeindeleben und der Pfarrei der Zukunft wird aber sein, dass diese Kirchorte in der Regel nicht hierarchisch, d.h. mit einem hauptamtlichen Leiter an der Spitze, geführt werden. Die Rolle der Hauptamtlichen wird sich verändern, erklärten die Dekanatsreferenten. Es wird vielmehr um Moderation, um Ermöglichung und Begleitung gehen, die Gestaltung und Leitung der Kirchorte sollte dagegen in den Händen der Ehrenamtlichen liegen.

„Verstehe ich es richtig, dass es dort, wo es keine Ehrenamtlichen gibt, die etwas machen, tote Hose sein wird?“, wollte eine Teilnehmerin der Veranstaltung von den beiden Dekanatsreferenten wissen. „Wir müssen es selbst machen, oder es wird nicht passieren“, sagte Thomas Ascher. „Aber vieles wird ohnehin schon von Ehrenamtlichen selbst gemacht, wie zum Beispiel die Pfarrfeste. Wir als Hauptamtliche müssen auch Demut vor den Charismen der Ehrenamtlichen entwickeln!“

Das bedeute aber nicht, dass Hauptamtliche nicht mehr vor Ort präsent sein werden. Bestimmte Aufgaben werden auch weiterhin nur von Hauptamtlichen wahrgenommen werden können, wie zum Beispiel Eucharistiefeiern, die nur von Priestern geleitet werden dürfen. Andere Gottesdienstformen könnten dagegen auch von Ehrenamtlichen gestaltet werden. „Es stimmt nicht, dass es in den Pfarreien der Zukunft nur noch eine Messe am zentralen Pfarrort geben wird!“, betonte Ascher. „Die Pfarrei der Zukunft wird dezentral funktionieren.“ Da es in den künftigen Räumen ein Leitungsteam mit einem leitenden Pfarrer an der Spitze geben wird, werden die anderen Priester mehr Zeit haben, Sonntagsgottesdienste in den verschiedenen Kirchen mit den Gläubigen zu feiern und sich verstärkt um die Seelsorge kümmern können.

Sorge bereitete den Besuchern der Veranstaltung auch die Frage nach der Mitbestimmung vor Ort, wenn es keine Pfarrgemeinde- oder Verwaltungsräte mehr geben wird. „Es wird aktuell darüber nachgedacht, eine synodale Versammlung in den Pfarreien der Zukunft einzurichten, in denen die Ehrenamtlichen zusammenkommen können. Außerdem soll es auch vor Ort dezentrale Verwaltungsverantwortliche geben“, so die Dekanatsreferenten. Wie genau diese Personen gefunden werden und wie sich die synodalen Versammlungen zusammensetzen, wird noch entschieden. Daran arbeitet eine Teilprozessgruppe, in der Haupt- wie Ehrenamtliche mitwirken und aus ihren Perspektiven passende Lösungen erarbeiten. Sicher sei jedoch, dass die Gläubigen, die sich engagieren wollen, auch gehört werden. Die Details zu den Prozessen innerhalb der Pfarrei der Zukunft werde das Bistum Trier bis zum Ende dieses Jahres vorstellen.

„Ich glaube, ihr habt heute Abend gezeigt, dass es ganz viele Chancen in der Pfarrei der Zukunft geben wird und dass auch unser Glauben eine Chance hat, lebendig zu werden“, sagte einer der Teilnehmer der Veranstaltung am Ende des Abends und ein anderer fügte hinzu: „Ich habe zum ersten Mal richtig verstanden, was die Synode eigentlich will. Ich bin zwar immer noch kritisch, ob das alles funktioniert. Dieses Bild der neuen Pfarreien macht jedoch Hoffnung.“

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-92994 Fri, 07 Sep 2018 11:50:00 +0200 Trotz Tabuthema Tod handlungsfähig bleiben http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/trotz-tabuthema-tod-handlungsfaehig-bleiben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Ansprechpartner_Trauer_Mayen-Mendig_jf_1_998086a20d.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Annika Frank, Oliver Serwas: Ansprechpartner Trauer Mayen Mendig jf 1" />Die Pastoralreferenten Annika Frank und Oliver Serwas vom Dekanat Mayen-Mendig haben einen Flyer mit Ansprechpartnern rund um das Thema Sterben, Tod und Trauerarbeit entwickelt, Mayen – Ein Grundschüler ist lebensbedrohlich erkrankt. Die Klassenlehrerin ist plötzlich verstorben. Mehrere Elternteile von Kindern in einer Kita-Gruppe versterben in kürzester Zeit. Diese Szenarien sind schreckliche Vorstellungen und betreffen Erzieher sowie Lehrer in regelmäßigen Abständen. Doch wie können diese mit der bedrückenden Situation umgehen? Das Dekanat Mayen-Mendig hat gemeinsam mit anderen Institutionen einen Flyer mit wichtigen Ansprechpartnern erstellt – das ist aber erst der Anfang.

Die Pastoralreferenten Annika Frank und Oliver Serwas haben in ihrer alltäglichen Arbeit erfahren, dass Erzieher und Lehrer in Situationen rund um Sterben, Tod und Trauer oftmals sprach- und handlungsunfähig sind. „So etwas hinterlässt einen großen Einschlag in den Einrichtungen“, hat Serwas, der für die pastorale Begleitung der Kindertageseinrichtungen verantwortlich ist, erfahren. „Wir haben eine große Hilflosigkeit gespürt. Die Einrichtungen werden in ihrer Arbeit teilweise gelähmt“, erklärt Annika Frank, im Dekanat unter anderem zuständig für den Bereich Schulpastoral. „Sterben und Trauer ist eben auch ein sehr persönliches Thema“, argumentiert Serwas. Der Tod sei in der Gesellschaft oft ein Tabuthema. „Wir wollen das aufbrechen“, erklärt Serwas. Eine Art Antriebsfeder, dieses Themenfeld anzugehen, sei auch die Bistumssynode gewesen, geben die beiden zu. „Uns geht es darum, vom Einzelnen her zu denken und Netzwerke zu schaffen“, erkennen sie Bezüge zum Abschlussdokument der Synode.

Die Seelsorger haben im vergangenen Jahr zusammen mit einer Projektgruppe einen Flyer entwickelt, der unterschiedliche Ansprechpartner vorstellt. Teil der Gruppe sind die Notfallseelsorge im Kreis Mayen-Koblenz, Seelsorger der katholischen und evangelischen Kirche, der Caritas-Verband Rhein-Mosel-Ahr, der Hospizverein Mayen, die Schulsozialarbeit, das Ökumenische Trauercafé, die Lebensberatung Mayen und die Katholische Familienbildungsstätte. Daneben waren Leiterinnen und Leiter von Kitas und Schulen im Team vertreten. „Alles Kooperationspartner, die in solchen Situationen eine gute Unterstützung leisten können“, erklärt Annika Frank. Der Flyer, an dem die Gruppe gut eineinhalb Jahre gearbeitet hat, soll als eine konkrete Hilfestellung dienen. „Ein schöner Effekt war, dass wir uns bei der Erstellung alle kennengelernt haben“, berichtet Serwas. „Wir wissen jetzt um die Kompetenzen der anderen und sind besser vernetzt“, ergänzte Annika Frank. Das Ziel des Projektes sei ein Netzwerk – auch über kirchliche Einrichtungen hinweg. „Es geht uns darum, für die Menschen da zu sein“, sind die beiden Theologen sich einig.

Neben dem Flyer wurden Arbeitshilfen und eine Materialbörse, inklusive einem Trauerkoffer, der in Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule entstanden ist, Bücher und Checklisten zusammengestellt. „Insbesondere diese Listen werden sehr oft nachgefragt, denn sie helfen den Betroffenen trotz emotional belastender Situation handlungsfähig zu bleiben“, weiß Annika Frank.

„Das Grundgerüst steht, aber wir ergänzen laufend unser Angebot“, sagt Serwas. So sind Fortbildungen für Erzieher und Lehrer in Planung oder auch schon gestartet. „Wir wollen auch präventiv arbeiten und überlegen, wie wir die Thematik in den Schul- und Kitaalltag einfließen lassen können“, blickt der Pastoralreferent in die nahe Zukunft. Im Bereich des Dekanats gibt es immerhin 25 Kitas und 25 Schulen. Andere Dekanate haben schon Interesse an dem Projekt in Mayen signalisiert

Der Flyer wird am Mittwoch, 19. September von 15.30 bis 17.30 Uhr in der Carl-Burger-Schule in Mayen (Gerberstraße 1) vorgestellt. Weitere Informationen gibt es auf www.dekanat-mayen-mendig.de oder unter Tel.: 02651-70453-0.

(jf)

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news-92942 Thu, 06 Sep 2018 18:17:00 +0200 Frauenarbeit hat viele Gesichter http://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/frauenarbeit-hat-viele-gesichter/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/f/csm_KDFB_Ausstellung_FrauenGesichter_tef_77add267ab.jpg" width="150" height="113" alt="" title="KDFB Ausstellung FrauenGesichter tef" /> Der Deutsche Katholische Frauenbund Trier zeigt eine Ausstellung in der Trierer Jesuitenkirche Trier – „Die Arbeit an der Ausstellung hat mich politischer gemacht“, sagt Stefanie Peters, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Hillesheim und Vorstandsmitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) im Diözesanverband Trier, zur Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“. Die Ausstellung in der Jesuitenkirche in Trier steht im Kontext der Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Karl Marx.

„Der Philosoph und Sozialkritiker war ganz ein Mann seiner Zeit und sah Frauen eher in ihrer klassischen Rolle. Zu der arbeitenden Bevölkerung hielt er Distanz“, erläutert Margret Faß-Kunath, Mitinitiatorin der Ausstellung und Mitglied im Diözesanvorstand des KDFB. Gerade zu dieser Zeit aber seien Frauen aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verstärkt in die Erwerbsarbeit eingestiegen. „Aus diesem Grund entstand die Idee, den arbeitenden Frauen eine Ausstellung zu widmen.“ So dokumentiert die Ausstellung in 13 Stationen Frauenarbeit von der Zeit der Industrialisierung, Tätigkeiten von Frauen während des Krieges über unbezahlte Arbeit bis hin zur Frauenarbeit im Zeichen der Digitalisierung, der sogenannten Arbeitswelt 4.0.

„Bei der Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde uns sehr deutlich, dass man bei allen Fortschritten, die es in der Arbeitswelt bezogen auf Frauen in den zurückliegenden Jahrzehnten gegeben hat, doch noch nicht am Ziel ist“, stellen die Initiatorinnen fest. Die Forderungen nach gleicher Arbeit, gleichen Chancen und gleichem Lohn hätten nichts an Aktualität eingebüßt. „Wenn ich also sage, dass die Ausstellung mich politischer gemacht hat, dann sicher in dem Wissen, dass wir auch heute noch Dinge verändern können oder müssen“, resümiert Peters.

Ein wenig überrascht waren beide Initiatorinnen, dass ihrem Aufruf, für die Ausstellung Fotos von Frauen an ihrem Arbeitsplatz zuzusenden, vor allem Frauen in ungewöhnlichen Berufen folgten. So ergibt sich in der Ausstellung eine Spannung aus den Zahlen, Fakten und Hintergründen, nach denen Frauen noch immer oft in Berufen zu finden sind, die ohne größere Karrierechancen sind und die man klischeehaft als „Frauenberufe“ bezeichnen würde, und Bildern von Frauen, die „Karriere gemacht“ haben: in Kliniken, im Bildungswesen oder in der Politik. Wenn aus dieser Spannung heraus beim Betrachter der Impuls entstünde, dass „noch nicht alles gut ist und dass wir selbst aufgefordert sind, Dinge zu ändern und dies gemeinsam zu tun“, dann hätte die Ausstellung ihr Ziel erreicht, betont Faß-Kunath - ein Anliegen, das auch aus ihrer Tätigkeit als Religions- und Geschichtslehrerin erwachsen ist.

Die Ausstellung des KDFB ist vom 8. bis zum 15. September täglich von 9 bis 17 Uhr in der Jesuitenkirche in Trier zu sehen. Wer die Ausstellung schon am Freitag, 7. September sehen möchte, kann nach dem Vortrag von Professorin Ingrid Kurz-Scherf zu „Gender und Digitalisierung“ (Beginn 19 Uhr) an einer Vorab-Führung Die offizielle Eröffnung ist am Samstag, 8. September um 14 Uhr. Zwei Impulsvorträge sind für Donnerstag, 13. September geplant: Um 14 Uhr geht es um „Berufsalternative MINT – es muss nicht immer Büro oder Verkauf für uns Frauen sein“ und um 15.30 Uhr spricht Hanna Theresa Kunze, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit in Trier, über „Minijob – Chance oder Sackgasse“. Weitere Infos gibt es beim KDFB Trier, Tel.: 0651-47494, E-Mail: buero(at)frauenbund-trier.de, oder unter www.frauenbund-trier.de im Internet.

(tef)

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