Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Sat, 19 Sep 2020 20:48:16 +0200 Sat, 19 Sep 2020 20:48:16 +0200 Bistum Trier news-103584 Fri, 18 Sep 2020 10:30:58 +0200 Aufstehen für die Bewahrung der Schöpfung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/aufstehen-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_csm_Klimastreik_September_2019_e458218301_1a1b5ca03d.jpg" width="150" height="100" alt="" />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Superintendent Dr. Jörg Weber rufen Christen zum Gebet und zur Teilnahme an den Demonstrationen für Klimagerechtigkeit auf. Trier – Es ist die erste Demonstration des weltweiten Netzwerks „Fridays for future“ seit der Corona-Pandemie: Gemeinsam rufen der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, Christen zum Gebet und zur Teilnahme an den Demonstrationen für Klimagerechtigkeit am 25. September auf. Erneut sind Menschen jeden Alters aufgerufen, für gute Zukunftsbedingungen aller Menschen durch die Begrenzung des menschengemachten Klimawandels zu demonstrieren – natürlich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln.

„Die Proteste von „Fridays for Future“ bleiben berechtigt“, betonen von Plettenberg und Weber. „Die Eisschmelze in Grönland und der Antarktis folgt den schlimmsten Klimawandel-Szenarien; die Brände im Amazonas lassen nicht nach; im Sudan dagegen herrschen gerade die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten.“ Das seien nur die jüngsten Beispiele für der Klimakrise, die weltweit Leben und Lebensgrundlagen vernichte. Sie verschärfe bestehende Ungleichheiten und gefährde Menschenrechte. „Wir sind aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung aufzustehen und als Teil dieser Schöpfung Verantwortung für sie zu übernehmen.“ Deshalb organisiere die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die jährliche ökumenische Schöpfungszeit im September, deshalb wurde das ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet „und deshalb unterstützen wir die globale Klimabewegung.“

Der Generalvikar und der Superintendent rufen dazu auf, Kontakt mit den Organisatoren von Demonstrationen aufzunehmen, um ein gemeinsames Vorgehen abzusprechen. Die Uhrzeiten und Orte werden unter https://www.klima-streik.org/demos bekannt gemacht. „Bitte suchen Sie die ökumenische Zusammenarbeit und beraten Sie gemeinsame Gebetsinitiativen.“ So werde es in Trier am 25. September von 9.30 Uhr an vor dem Dom eine ökumenische Andacht geben. Auch könnten Verantwortliche in den Pfarreien in die Gottesdienste am 20. September eine Klimafürbitte aufnehmen und in ihren Kreisen auf regionale Veranstaltungen hinweisen. „Unsere Bitte: Organisieren Sie als Zeichen der Solidarität am 25. September Andachten.“

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Für weitere Informationen:

https://fridaysforfuture.de

https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

https://www.umwelt.bistum-trier.de. Dort findet man auch den Aufruf.

(tef)

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news-103583 Thu, 17 Sep 2020 15:38:55 +0200 Chagall in Sinzig https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/chagall-in-sinzig/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/0/csm_Chagall_Sinzig_efe3c707fb.jpg" width="110" height="150" alt="" title="Marc Chagall „David mit der Harfe“, 1956, Mourlot 134, © VG Bild-Kunst 2020" />48 Original-Lithographien des expressionistischen Künstlers Marc Chagall gibt es ab 18. September in der Pfarrkirche St. Peter in Sinzig zu sehen. Sinzig – 48 Original-Lithographien des expressionistischen Künstlers Marc Chagall, der als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts gilt, gibt es vom 18. September bis 7. Oktober in der Pfarrkirche St. Peter in Sinzig zu sehen. Die ausgestellten Werke gehören den Zyklen „La bible“ (1956) und „Dessins pour la bible“ (1960) an und thematisieren die Schöpfungsgeschichte sowie zentrale Figuren des Alten Testaments.

Den Startpunkt der Ausstellung bildet eine Vernissage am Freitag, 18. September um 19.52 Uhr, mit einem Grußwort und einführenden Worten von Kaplan Thomas Hufschmidt und Stefanie Manhillen. Den musikalischen Rahmen gestaltet Georg Brinkmann aus Bonn mit Klezmermusik.

Neben diesem Auftakt gibt es weitere Veranstaltungen wie meditative Bildbetrachtungen mit musikalischer Begleitung, Orgelkonzerte oder Abendlobe mit teils pro-minenter Besetzung. So spricht Schwester Dr. Lea Ackermann von der Hilfsorganisation SOLWODI („Solidarity with Women in Distress – Solidarität mit Frauen in Not“) das geistliche Wort zum Abendlob am Samstag, 26. September um 19.52 Uhr. Hier steht der Bildzyklus „Propheten Jesaja, Jeremia und Ezechiel“ im Mittelpunkt.

Zusätzlich gibt es Kunstprojekte, an denen Jugendliche teilnehmen können, oder Führungen durch die Ausstellung. Zur Finissage mit der Präsentation von Gemälden von Jugendlichen am Mittwoch, 7. Oktober um 19.52 Uhr, spricht der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert ein Grußwort.

Die Abendveranstaltungen beginnen immer um „acht vor acht“. „Die Uhrzeit kam zustande, weil es etwas Besonderes sein sollte“, berichtet Kaplan Hufschmidt. „Das springe besser ins Auge als einfach 19.30 Uhr, so die Meinung der eingespannten Ehrenamtlichen“, erklärt er.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz und dem Haus der offenen Tür (HoT) Sinzig statt.

Bis einschließlich 7. Oktober ist die Ausstellung täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist eine Anmeldung für Vernissage, Finissage, Abendlob, Orgelkonzert und Workshops über die Homepage der Pfarreiengemeinschaft oder per Telefon im Pfarrbüro notwendig. Weitere Termine und Informationen zur Ausstellung gibt es auf www.kath-kirche-sinzig.org oder im Pfarrbüro Sinzig unter Tel.: 02642-97710.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Ehrenamt Pfarreien
news-103582 Thu, 17 Sep 2020 14:31:23 +0200 Neue Herausforderungen für Diözesanstelle „geistlich leben“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-herausforderungen-fuer-dioezesanstelle-geistlich-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_geistlich_leben_87cc2020d0.jpg" width="150" height="82" alt="" />Die Diözesanstelle "geistlich leben" hat ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Die geplante Neuordnung der Pfarreien im Bistum Trier stellte auch die Diözesanstelle „geistlich leben“ 2019 vor neue Herausforderungen. Daher lag ein Hauptaugenmerk auf der individuellen Geistlichen Begleitung, erklärt Pfarrer Ulrich Laux, Leiter der Diözesanstelle, im nun vorliegenden Jahresbericht. Ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren Exerzitien, bieten Geistliche Begleitung an und helfen Menschen, ihre Berufung zu finden. 16 Exerzitienwochen hat die Diözesanstelle 2019 angeboten. Allein bei den acht Angeboten der Hauptamtlichen nahmen 57 Personen teil. Insgesamt über 700 Personen begleitete die 53-köpfige Fachgruppe im vergangenen Jahr. Außerdem konnten fünf neue Ehrenamtler für das Team der Diözesanstelle gewonnen werden. Dennoch steige der Bedarf nach geistlicher Einzelbegleitung und damit nach Personal, so Laux. Eine weitere Veränderung stellte der Umzug in das Haus der Pastoral in der Trierer Jesuitenstraße dar.

Weitere Informationen gibt es in der Diözesanstelle „geistlich leben“ für Exerzitien, Geistliche Begleitung und Berufungspastoral in der Jesuitenstraße 13, 54290 Trier, Tel.: 0651-966370, E-Mail: exerzitien(at)bistum-trier.de oder auf www.geistlichleben.de.

(aw)

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RSS Feeds bistum-trier Bildung Seelsorge
news-103581 Thu, 17 Sep 2020 09:12:49 +0200 Im Gespräch bleiben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/im-gespraech-bleiben-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_IMG_9408_2b38acc4a9.jpg" width="150" height="79" alt="" title="Geistliche Gemeinschaften treffen sich mit Bischof" />Die Geistlichen Gemeinschaften im Bistum trafen sich mit Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Austausch. Trier – „Im Gespräch zu bleiben ist vielleicht das Wichtigste.“ Das hat Msgr. Helmut Gammel, Bischöflicher Beauftragter für die Neuen Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Trier, am 15. September betont. Anlass war ein Treffen des Arbeitskreises Geistlicher Gemeinschaften im Bistum mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Mechthild Schabo, die den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier leitet. Mit Mechthild Schabo stehe der Kreis in jährlichem Austausch, betonte Gammel, aber auch der persönliche Kontakt mit dem Bischof sei für den Arbeitskreis gut. Das Treffen fand im Park des Schönstattzentrums Trier statt, und Bischof Ackermann dankte Gastgeberin Schwester Anne-Meike für die „wohltuende Gastfreundschaft“.

Für den Bischof ist der Austausch „ein Stück Seismograph: Ich möchte gerne von Ihnen erfahren, wie Sie das kirchliche Leben und die Situation von Kirche und Welt wahrnehmen, denn Sie sind sowohl pfarrlich gebunden als auch in den Gemeinschaften aktiv“. Mechthild Schabo würdigte das Engagement des Arbeitskreise: „Ich nehme die Bemühungen des Arbeitskreises um gemeinsame Initiativen und Fortbildungen wahr; und sehe gleichzeitig die Anstrengungen, die es kostet, zusammenzuführen und zu motivieren.“ Sie dankte für die Möglichkeit, bei diesem Austausch die Eindrücke „offen und ungeschminkt“ zu hören.

Prägende Themen waren die Einschränkungen und Möglichkeiten von kirchlichem und geistlichem Leben angesichts der Corona-Pandemie. Die konkreten Erfahrungen und Beispiele öffneten den Blick aber auch weiter. So sagte eine Teilnehmerin: „Corona lehrt uns, mit Ungewissheiten umzugehen.“ Sie frage sich mit ihrer Gemeinschaft immer wieder: „Wo begegnet uns der Auferstandene im Alltag?“ Eine andere Gesprächsteilnehmerin treibt die Frage um, was zu tun sei, „damit sich Menschen willkommen geheißen fühlen in unserer Kirche“. Die Sorge um die Einheit der Kirche angesichts der Veränderungen im Bistum, aber auch auf der Ebene der Kirche in Deutschland und weltweit wurde geäußert. Immer wieder schwang auch die Synodenumsetzung im Bistum Trier mit, etwa wenn die Frage aufkam, wie sich Geistliche Gemeinschaften in den neuen pastoralen Räumen verstehen.

Bischof Ackermann dankte den Anwesenden für ihr Wirken ebenso wie für ihre Einschätzungen und Hinweise. Seinem Eindruck nach sei vieles in Bewegung, manches auch „abschüssig“; und durch die kirchliche Situation insgesamt gebe es eine Destabilisierung. Immer mehr erweise sich die Corona-Pandemie als Brennglas, das Dinge demaskiere und zur Ehrlichkeit zwinge. Er nehme die Kreativität wahr und den Wunsch nach Gemeinschaft, und gleichzeitig auch eine Besonnenheit, die der Situation angemessen ist. Den Frauen und Männern mit „ihren territorialen und pfarrlichen Erfahrungen, aber auch dem Standbein in der Gemeinschaft“ sprach er Mut zu als einen Impuls aus dem gelebten Glauben. Bei dem Treffen waren Vertreterinnen und Vertreter der Charismatischen Erneuerung, von Cursillo, der Fokolarbewegung, der Franziskanischen Gemeinschaft, der Gemeinschaften Charles des Foucault, der Gemeinschaft Christlichen Lebens, von Marriage Encounter, der Schönstattbewegung und der Vereinigung des Katholischen Apostolats UNIO dabei. Informationen zum Arbeitskreis Geistliche Gemeinschaften sowie Links zu den einzelnen Gemeinschaften sind unter www.gemeinschaften.bistum-trier.de/ zu finden.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103580 Wed, 16 Sep 2020 15:32:17 +0200 Katholischer Sportverband DJK feiert 100-jähriges Bestehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/katholischer-sportverband-djk-feiert-100-jaehriges-bestehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_IMG_1022_HT_86990a7ba3.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Weihbischof Jörg Michael Peters / H. Thewalt" />„Der Sport gehört zur Kirche und die Kirche zum Sport", so Weihbischof Jörg Michael Peters in einem Interview anlässlich des 100-jährigen Bestehens des katholischen Sportverbands DJK. Trier/Koblenz/Saarbrücken –  Sport und Kirche – passt das zusammen? Für den Trierer Weihbischof und Sportbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz Jörg Michael Peters ist die Antwort eindeutig: „Der Sport gehört zur Kirche und die Kirche zum Sport.“ Seit 100 Jahren zeigt das auch der katholische Sportverband DJK. Das Jubiläumsmotto „Sein Bestes geben“ bezieht sich dabei auf mehr als die sportliche Leistung. „Als Sportverband der Kirche sorgt die DJK nicht nur für gute Sportmöglichkeiten, sondern steht auch für ein geistliches ‚Mehr‘. Das Leben und die Botschaft Jesu sind unsere Grundlage. Die DJK bringt die christlichen Werte in den Sport und ist der Sportwelt ein wichtiger Anwalt für menschliche Würde und Gerechtigkeit“, sagte Peters anlässlich des Jubiläums im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Am 16. September 1920 unter dem Namen „Deutsche Jugendkraft“ gegründet, versteht sich die DJK als christlich wertorientierter und konfessionsoffener Sportverband unter katholischen Dach. Hier spiele Konfession, Hautfarbe, Herkunft, Kultur oder Behinderung keine Rolle, sagte Peters der KNA, denn jeder Mensch sei wertvoll und in der DJK willkommen. Diese Einstellung könne heute – genauso wie der Widerstand der DJK zur Zeit des Nationalsozialismus – „Vorbild sein, immer wieder die Stimme zu erheben gegen rechte Tendenzen, und uns auch in unserem Bereich, dem Sport, etwa gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen“.

Ein ausführlicherer Artikel zum Jubiläum der DJK im Bistum Trier ist hier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-gute-gewissen-des-sports/ zu finden und das gesamte Interview hier https://www.katholisch.de/artikel/26889-sportbischof-peters-ein-djk-verein-ist-mehr-als-ein-sportverein. Weitere Informationen zur DJK und dem Jubiläum gibt es unter www.djk-dv-trier.de oder E-Mail: info(at)djk-dv-trier.de und Tel.: 0651-24040.

(aw)

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news-103578 Tue, 15 Sep 2020 14:16:39 +0200 Ankommen und abreisen im Ausnahmezustand https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ankommen-und-abreisen-im-ausnahmezustand/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_Marie-Hagenbourger_ih_b9ccbea4ee.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Marie Hagenbourger ih" />Die 19-jährige Marie Hagenbourger verbrachte ihren Auslandsfreiwilligendienst in Bolivien. Durch die Pandemie musste sie früher als geplant nach Deutschland zurückreisen. Concepción/St. Wendel – Kurz vor Weihnachten macht es plötzlich „klick“ bei Marie Hagenbourger. Zwischen zwei Schulstunden steht die gebürtige Saarländerin im Lehrerzimmer der bolivianischen Schule „Guadalupe Fe Y Alegria“ und lacht über den Witz eines Kollegen. „Das war für mich das Zeichen, dass ich richtig angekommen bin und in die Sprache gefunden hab“, erzählt sie. Die Sprache, die Marie innerhalb weniger Monate gelernt hat, ist Spanisch – und zwar mit bolivianischem Akzent. Denn dort im Tiefland des Andenstaates, nicht weit entfernt von der Großstadt Santa Cruz, verbrachte die 19-Jährige ihren Auslandsfreiwilligendienst mit SoFiA Trier e.V. (Soziale Friedensdienste im Ausland).

Gerüstet mit ein paar Brocken Spanisch und ihrer Klarinette im Gepäck, kommt Marie im September vergangenen Jahres in der Kleinstadt Concepción an – und landet mitten im Ausnahmezustand: Bereits seit Wochen wüten in der Gegend verheerende Waldbrände. Die kirchliche Schule „Guadalupe Fe Y Alegria“, in der Marie assistieren soll, ist zum Feuerwehr-Stützpunkt umfunktioniert worden. Wo für gewöhnlich Kinder und Jugendliche Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, kampieren nun rund 200 Feuerwehrleute, die aus dem ganzen Land gekommen sind, um die Löscharbeiten vor Ort zu unterstützen. Und das ist auch bitter nötig, denn bereits Ende August sprachen Berichte von geschätzten 800.000 Hektar zerstörten Regenwaldes auf bolivianischem Staatsgebiet – eine Fläche, die mehr als dreimal so groß ist wie das Saarland. Also wird der Schulunterricht vorerst in die Turnhalle und auf den Pausenhof verlagert. Marie zögert nicht lange, krempelt die Ärmel hoch und packt überall dort mit an, wo eine helfende Hand gebraucht wird: in der Küche, der Apotheke und in der Kleidersortierstelle. „Das war anfangs schon eine beängstigende Situation, denn man weiß ja, um einen herum brennt es gerade. In der ersten Zeit habe ich keinen blauen Himmel sehen können, es war super heiß und dunkel, und man konnte den Rauch deutlich wahrnehmen.“ Wirkliche Angst, dass die Feuersbrunst Concepción erreichen könnte, hat sie jedoch nicht. „Nach einiger Zeit bin ich mit einem Bekannten weiter ins Land reingefahren und habe dort gesehen, was das Feuer angerichtet hat: verkohlte Baumstümpfe und überall abgebranntes Gras. Dieser Anblick hat mich schon traurig gemacht, denn die Natur braucht ewig, um sich zu regenerieren. Die ganze Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist nun für lange Zeit zerstört.“

Die universelle Sprache der Musik neu erfahren

Nach einiger Zeit kehrt erst mal wieder Ruhe ein. Marie findet nach und nach in den bolivianischen Alltag, knüpft immer festere Bindungen zu den Menschen vor Ort und lehrt und musiziert in der Musikschule „Padre Martin Schmitt“, wenn sie ihre Aufgaben am Vormittag erledigt hat. „Anfangs habe ich mir schon Sorgen gemacht, wie die Kommunikation mit den Kindern funktionieren soll“, gesteht Marie. „Aber Musik verbindet, denn sie ist eine universelle Sprache.“ Schnell war klar, dass die junge Frau das Orchester der Musikschule unterstützen sollte – und zwar als einzige Holzbläserin unter Streichern. So ungewöhnlich die Kombination, so fruchtbar das Ergebnis: Marie wird ein fester Bestandteil des Ensembles, spielt regelmäßig sonntags im Gottesdienst und auch bei größeren Festlichkeiten wie dem Patronatsfest. „Das Musizieren mit den Bolivianern war sehr lustig, weil es immer spontan und voller Improvisationen war. Ein Lied wurde nie zweimal gleich gespielt, sondern immer ein wenig variiert.“ Dass es außerdem keine Noten gab, irritierte Marie zunächst. „Doch nach und nach habe ich gemerkt, dass ich immer freier werde beim Spielen. Zum Schluss hat das ziemlich gut funktioniert.“

Privatsphäre mit Familienanschluss

Zwar bewohnte Marie ein eigenes Zimmer im Vikariat, doch musste sie nicht auf Familienanschluss verzichten: „Martha, eine Lehrerin, hat mich wie ihre dritte Tochter adoptiert, sie war für mich 24 Stunden am Tag ansprechbar und schon fast wie eine Mutter.“ Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine stille Vereinbarung zwischen Marie und ihrer Mentorin, die die junge Deutsche gleich mit „hija“ (Tochter) ansprach. „Am Wochenende bin ich immer durch den Ort spaziert, habe Freunde getroffen und bin danach bei ihr zum Abendessen eingekehrt. Das hatten wir nie so vereinbart. Es war unausgesprochen klar und wurde schnell zum Ritual“, berichtet Marie. „Das ist wirklich eines der schönsten Erlebnisse im Freiwilligendienst, dass man in so kurzer Zeit so herzliche Begegnungen macht und im Herzen seiner Mitmenschen einen Platz finden kann. Auch wenn man nicht mehr vor Ort präsent ist, lebt die Freundschaft weiter.“

Heute, knapp ein halbes Jahr nach dem Corona-bedingt frühzeitigen Ende des Freiwilligendienstes, ist Marie schon wieder auf dem Sprung: Im Wintersemester studiert sie Physik an der Deutsch-Französischen Hochschule Saarbrücken; im ersten Semester allerdings im französischen Nancy. „Die beste Möglichkeit, Naturwissenschaft und Sprachen zu verbinden“, sagt sie, während sie sich einerseits auf den neuen Lebensabschnitt freut, dem alten in Bolivien aber doch noch wehmütig hinterhertrauert. Als sie im März 2020 die Nachricht bekam, dass sie schnellstmöglich wegen der Pandemie nach Deutschland zurückreisen müsse, hatte sie gerade ihren Verlängerungsvertrag unterschrieben. Sechs zusätzliche Monate, also insgesamt anderthalb Jahre, wollte Marie bei ihren neuen Freunden in Conceptión bleiben.

„Ich habe so viele schöne Erfahrungen gemacht, das kann man gar nicht in drei Sätzen zusammenfassen“, schwärmt sie. Diese Erfahrungen könne man zuhause weitergeben. Bewusst entschied sie sich dafür, nicht durch ganz Bolivien zu reisen, sondern in das echte bolivianische Alltagsleben einzutauchen. „Das ist völlig anders, als wenn man als Tourist dort ist. Jetzt weiß ich, dass Bolivien ganz anders ist, als die clichéhafte Vorstellung, die man als oft Europäer hat.“ Vor allem diese Erfahrung wirke später nach: „Nach dem Dienst ist ja nicht alles schlagartig vorbei, im Gegenteil. Die Zeit im Ausland gibt den Impuls, und der Freiwilligendienst arbeitet im Kopf nach.“ Und eins ist klar: „Ich kann gar nicht so viel zurückgeben, wie ich von meinen Mitmenschen dort bekommen habe.“

SoFiA e.V. Trier realisiert seit 1992 internationale Freiwilligendienste und bringt so junge Menschen aus vier Kontinenten miteinander in Kontakt – und das auf Augenhöhe. Die Bewerbung auf www.sofia-trier.de steht jeder und jedem Interessierten offen, unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit. Die Dienste von SoFiA e.V. sind kirchlich und staatlich gefördert; die Freiwilligen bemühen sich um den Aufbau eines Solidaritätskreises, sodass für die Freiwilligen selbst keine Kosten anfallen. Die nächsten Begegnungstreffen zum Reinschnuppern und Kennenlernen sind vom 13. bis 15. November 2020 in Vallendar und vom 29. bis 31. Januar 2021 auf der Marienburg in Bullay.

(ih)

 

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Information Jugend Vermischtes
news-103577 Tue, 15 Sep 2020 11:45:00 +0200 Neue Priester und Diakone für das Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-priester-und-diakone-fuer-das-bistum-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/e/csm_Priester-_und_Diakonenweihe_HT2017_950bbdecf2.jpg" width="150" height="100" alt="Man sieht Bischof Stephan, während er die Hand zur Segnung auf den Kopf des angehenden Priesters legt." title="Priester und Diakonenweihe 2017" />Die Priester- und die Diakonenweihe am 26. und 27. September werden live aus dem Dom übertragen. Trier – Sechs Männer werden am Samstag, 26. September um 9 Uhr von Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Priestern geweiht. Ebenfalls in der Hohen Domkirche findet am darauffolgenden Tag (Sonntag, 27. September) um 14.30 Uhr die Weihe der Ständigen Diakone statt. Corona-bedingt steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung; daher können nur geladenen Gästen an den Eucharistiefeiern vor Ort teilnehmen. Wer dennoch mitfeiern möchte, kann die Weihegottesdienste live im Fernsehen oder Internet verfolgen.

Des Weiteren gibt es ein Online-Gebetsangebot zur Vorbereitung auf die Weihen sowie ein Gebet um geistliche Berufungen: In den Tagen vom 21. bis 25. September, jeweils von 19 bis circa 19.45 Uhr, streamt das Bistum aus der ehemaligen Schwesternkapelle des Priesterseminars eine Eucharistische Anbetung mit Sakramentalem Segen, an der auch Bischof Ackermann teilnehmen wird, auf www.t1p.de/medial-mitbeten.

Die Priesteramtskandidaten

Carsten Mayer, gebürtig aus der Pfarrei St. Matthias Mehren (PG Gillenfeld), ist zurzeit als Diakon in der PG Andernach tätig. Sein künftiger Einsatzort als Kaplan wird die Pfarreiengemeinschaft Saarlouis links der Saar sein. Dominik Schmitt aus der Pfarrei Sankt Johannes der Täufer Konfeld (PG Weiskirchen) bleibt als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Mayen, in der er zurzeit als Diakon tätig ist. Stephan Schramm, dessen Heimatpfarrei St. Peter in Wittlich-Wengerohr (PG Wittlich) ist, war bislang als Diakon in der PG Welschbillig. Nach der Weihe zum Priester wird er als Kaplan in die PG Zemmer (Schleidtweiler-Rodt) gehen. Bernd Schütz aus der Pfarrei St. Peter Bonn (Vilich) wird künftig als Kaplan in der PG Saarbrücken St. Johann wirken, in der er bislang als Diakon tätig war. Patric Schützeichel aus der Pfarrei Maria Himmelfahrt Waldbreitbach (PG Kurtscheid-Niederbreitbach-Waldbreitbach) war bislang Diakon in der PG Waldrach. Künftig wird er als Kaplan in der PG Bad Kreuznach eingesetzt. Jonas Staudt aus der Pfarrei St. Peter und Paul Nalbach (PG Nalbach) wird seinen Dienst als Kaplan in der PG Rhens antreten, in der er bislang als Diakon tätig war.

Ursprünglich sollten am 30. Mai dieses Jahres sieben Männer zu Priestern geweiht werden. Aufgrund der Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Krise musste die Weihe allerdings verschoben werden. Diakon Stephan Schmidt hat inzwischen um Aufschub der Priesterweihe gebeten, hält aber am Ziel, Priester zu werden, fest.

Die Diakonatsbewerber:

Ulrich Bruch aus der Pfarrei St. Nikolaus Rehlingen wird künftig in der PG Siersburg eingesetzt. Markus Engel aus der Pfarrei St. Martin Briedel ist künftig in der PG Zeller Hamm tätig. Michael Hommer aus der Pfarrei St. Matthias Neuwied wird Diakon in der PG Bendorf. Arulandu Paulraj aus der Pfarrei St. Kastor und Katharina Kehrig wird nach seiner Weihe zum Diakon in der PG Koblenz Rechte Rheinseite eingesetzt. Norbert Schmitz aus der Pfarrei Maria Rosenkranzkönigin Auderath wird als Diakon in der PG Kaiseresch tätig sein.  

Vor 50 Jahren wurden im Bistum Trier die ersten vier Ständigen Diakonen vom damaligen Bischof Bernhard Stein geweiht.

Empfangsmöglichkeiten der Gottesdienst-Übertragungen

Haushalte mit Kabelanschluss können die Übertragungen im Fernsehprogramm folgender OK-TV-Sender (Offene Kanäle) verfolgen: OK54 Bürgerrundfunk (Raum Trier, untere Saar, Ruwer, Mittelmosel, Süd- und Vulkaneifel – die Liste aller Kabelnetze gibt es auf www.ok54.de/technik-produktion-empfang); OK4 (Raum Koblenz, Mittelrhein, Untermosel, Eifel, Ahr, Westerwald – die Liste aller Kabelnetze kann hier eingesehen werden: www.ok4.tv/sendegebiet); und naheTV (Raum Idar-Oberstein und Bad Kreuznach). Das Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunk ist außerdem bundesweit über MagentaTV zu sehen.
Wer dies nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit, den Gottesdienst via Internet-Stream zu verfolgen auf https://t1p.de/medial-mitbeten oder über den YouTube-Kanal des OK54 Bürgerrundfunks auf www.ok54.de/mediathek. Im Anschluss an den Stream sind dort auch die Videos als Dokumentation zu finden.

Weitere Informationen zu den neuen Priestern und Diakonen gibt es auf https://t1p.de/priester-tr-2020 und https://t1p.de/diakone-tr-2020.

(ih)

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof Personal
news-103553 Tue, 15 Sep 2020 09:10:00 +0200 Rezept gegen Frust und Ärger https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/rezept-gegen-frust-und-aerger/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_Trostpaket-fur-Brautpaare_4ba6ed0c1a.jpeg" width="113" height="150" alt="" />Durch die Corona-Beschränkungen mussten viele Brautpaare ihre Hochzeit verschieben. Trauer und Frust stellten sich ein. Doch das Dekanat Rhein-Wied hat die angehenden Eheleute nicht vergessen. Neuwied – „Gibt dir das Leben Zitronen, mach‘ Limonade daraus“ – lautet ein Spruch, den man öfter auf Kalenderblättern oder in Social-Media-Kanälen liest. Während der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie fühlen sich vielleicht besonders viele Menschen von diesem Motto angesprochen – mit Sicherheit aber Brautpaare, die ihre kirchliche Trauung absagen mussten oder entschieden, ihren anvisierten Termin aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen zu verlegen. Ein kleines Trostpaket für die angehenden Eheleute hat der Arbeitskreis LuSt (Liebe und Segen teilen) im Dekanat Rhein-Wied geschnürt. Darin sind zwar keine Zitronen, aber ein Rezept für eine Limonade.

„Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die im Sommer standesamtlich und kirchlich heiraten wollte. Bei ihr lagen die Nerven blank, weil das alles auf der Kippe stand“, berichtet die Pastoralreferentin im Dekanat Rhein-Wied, Madeleine Esch, aus ihrem privaten Umfeld. Und die Gemeindereferentin in Linz, Eva-Maria Dech weiß, dass Paare auf Pfarreiengemeinschaften zugekommen sind, um die Trauung zu verschieben, „weil die Locations, der Caterer usw. die Feier nicht ausrichten können.“

Zwar dürfen seit dem 2. Juni unter bestimmten Schutzmaßnahmen wieder kirchliche Trauungen gefeiert werden, doch viele bis dahin geplante Feiern mussten abgesagt bzw. verschoben werden. Die Mitglieder des Arbeitskreises LuSt haben daher ein kleines Trostpaket als Aufmerksamkeit zusammengestellt, das für einen schönen Abend zu zweit genutzt werden kann. Darin befinden sich neben dem eingangserwähnten Rezept für eine Limonade, ein Brief und ein kleines Büchlein aus dem Verlag ruach.jetzt. „Darin befinden sich Fragen, die man sich so vielleicht noch nie gestellt hat und Impulse“, erklärt Madeleine Esch. Vielleicht nutzen die angehenden Brautpaare die Zeit, um nicht nur die Limonade zu genießen, sondern auch für ein gutes Gespräch über ihre Liebe und Partnerschaft. Es wurden rund 80 Trostpakete an Brautpaare aus dem Dekanat Rhein-Wied verteilt. „Wir möchten den Paaren zeigen, dass wir an sie denken und wir sie in dieser außergewöhnlichen Situation nicht hängen lassen“, erklärt Eva-Maria Dech, Mitglied im Arbeitskreis. „Das kann zwar Sorgen, Ärger und Frust nicht nehmen, aber wir möchten damit Mut machen, dass die Liebe stark ist“, erklärt das Team.

Und die Aktion kam an: „Wir hatten durchweg positive Rückmeldungen“, freut sich Madeleine Esch. „‘Schöne Geste; Kleine Aufmunterung; Mit dem Paket haben wir uns einen schönen Abend zu zweit gemacht‘", zitiert sie einige angehenden Eheleute. Manche waren aber durchaus überrascht, gibt sie zu und zitiert: „‘Toll, dass die Kirche in dieser für uns herausfordernden Situation an uns denkt!‘"

Ansprechpartner für das Projekt LuSt sind Madeleine Esch, Tel.: 02631-342770 und Eva-Maria Dech, Tel.: 02644-2303. Informationen wie unter den Corona-Schutzmaßnahmen Trauungen gefeiert werde können, gibt es hier https://www.bistum-trier.de/liturgie/schutzkonzept-corona/

(jf)

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news-103575 Tue, 15 Sep 2020 07:07:00 +0200 Die Gottesmutter und die „Pforte der Engel“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-gottesmutter-und-die-pforte-der-engel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_P9120021_f7282ff75d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Weihbischof Peters Kloster Maria Engelport" />Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums von Kloster Maria Engelport hielt Weihbischof Jörg Michael Peters die Festpredigt und spendete den sakramentalen Segen. Treis-Karden – Mit einer Marienandacht und einem Festakt hat das Kloster Maria Engelport im Flaumbachtal am 12. September das Jubiläum seiner Gründung vor 800 Jahren gefeiert. Weihbischof Jörg Michael Peters hielt in der Klosterkirche die Festpredigt und spendete den sakramentalen Segen.

Der Weihbischof gratulierte den Anbetungsschwestern des „Königlichen Herzens“ sowie den Kanonikern des „Instituts Christus König und Hohepriester“ zum Jubiläum und zum Fest Mariä Namen. „Sie stehen an der Seite der Gottesmutter, der Sie nacheifern“, sagte er zu der Gemeinschaft, die den Ort seit 2014 wiederbelebt hat. Der Name „Maria Engelport“ sei im deutschsprachigen Raum ein Alleinstellungsmerkmal und spreche „für sich“, bemerkte Peters. Der Engel Gottes habe mit der Ankündigung an Maria, dass sie Gottes Mutter werden solle, die „Tür zum Himmel ganz neu aufgestellt“. Das verbinde er mit diesem Ort, sagte der Weihbischof. Er verwies auf die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und die besondere Erwählung Marias im Heilsplan Gottes. Denn Gott wolle – nach den Worten von Anselm von Canterbury – „die wunderbare Schöpfung nicht ohne Maria wiederherstellen“. Mariä Namenstag erinnere daran, dass „Gott einen Heilsplan nicht nur für uns Menschen, sondern auch mit uns Menschen hat“. Nach dem sakramentalen Segen betete der Weihbischof mit den Gläubigen vor dem Gnadenbild „Unserer lieben Frau von Engelport“ am Seitenalter.

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news-103572 Mon, 14 Sep 2020 14:53:00 +0200 „Wunderbares und ausdruckstarkes Zeichen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wunderbares-und-ausdruckstarkes-zeichen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Kreuzerhohung20_048xx_HGS_d84896b27d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kreuzerhohung20 048xx HGS" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat den neu errichteten „Corona-Altar“ am Püttlinger Kloster Heilig Kreuz eingesegnet. Püttlingen – „Ein gelungenes, wunderbares und ausdrucksstarkes Zeichen“: Das ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann der „Corona-Altar“, der am Püttlinger Kloster Heilig Kreuz direkt vor dem Griesenbrock-Kreuz neu errichtet worden ist. Am 13. September ist Bischof Ackermann nach Püttlingen gekommen, um zum Fest Kreuzerhöhung, dem Namenstag des Klosters, den Altar zu segnen und zusammen mit rund 120 Gottesdienstbesuchern die Eucharistie zu feiern.

Schwester Mercy, Oberin des Klosterkonvents der Nazarethschwestern, konnte zum Festtag auch die Dechanten Pfr. Franz-Josef Werle (Dekanat Völklingen) und Pfr. Hans-Georg Müller (Dekanat Saarlouis) und weitere Geistliche begrüßen. Der Gottesdienst zwischen Kloster und Kreuzkapelle war bei schönstem Spätsommerwetter der feierliche Abschluss umfangreicher Renovierungsarbeiten rund um die Klostergebäude im 60. Jahr nach deren Fertigstellung. Die von Mitgliedern des Kirchenchores St. Sebastian unter Leitung von Claus Bär musikalisch gestaltete Feier fand statt unter strenger Beachtung der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und des Schutzkonzeptes des Bistums Trier.

Kreuz und Altar seien ein Ort, an dem „wir Menschen zugeben können, dass wir verwundbar sind“, sagte Bischof Ackermann; aber auch eine Gelegenheit zu danken, für den medizinischen Fortschritt, für kluge Politik und das Verständnis und Verhalten der allermeisten Menschen. Aber man dürfe auch klagen an diesem Ort. „Wir sind nicht Gott, wir bleiben verletzlich. Aber wir dürfen zu Gott kommen, der sich uns in Jesus Christus zuneigt. Alle, die hierher kommen, sollen sich daran erinnern und Trost empfangen“, sagte der Bischof in seiner Begrüßung zum Gottesdienst.

In seiner Predigt ging Bischof Ackermann auf die Geschichte der Errichtung von Altären ein. Immer schon hätten Menschen an Altären die Nähe zur Gottheit gesucht. Dort hätten sie für die Erhörung ihrer Gebete mit der Opferung von kostbaren Gaben gedankt. Wenn aber eine christliche Gemeinschaft einen Altar errichte, dann komme sie zu diesem Altar zwar auch mit ihren Bitten, aber mit leeren Händen. „Eigentlich legen wir nichts auf den Altar“, sagte Ackermann. Hier komme das Kreuz ins Spiel: „Gott kommt uns mit seiner Gabe zuvor. Gott selber kommt und gibt seine Nähe, ergibt sein Leben.“ Das Kreuz bedeute die völlige Umdeutung dessen, was Menschen sonst mit Altären verbinden. „Das Kreuz hilft uns zu verstehen, was wir hier tun. Nicht Gott bestechen mit Gaben: Nein, Gott gibt sich selber, der Altar wird zum Tisch der Freundschaft“, sagte Ackermann. Das Kreuz spende auch Kraft, die schwierigen Situationen anzuschauen, wo Menschen oft wegsehen. Es öffne die Augen für die Not von Menschen und ganzen Völkern.

Bischof Ackermann dankte allen, die mitgeholfen haben, das Griesenbrock-Kreuz zwischen Kloster und Kapelle zu renovieren und den Altar neu zu errichten. Der für den Abschlussgottesdienst des Katholikentags 2006 in Saarbrücken erbaute Altar passe in seiner Monumentalität gut zu dem Kreuz. Dass Kreuz und Altar im Freien stehen, mache deutlich: „Gott ist offen für alle“. Kreuz und Altar stünden aber auch mitten in der Natur; das sei verbunden mit der „wichtigen Botschaft“, die „Schöpfung als gute Gabe Gottes zu bewahren“.

Als Rector Ecclesiae (zuständiger „Leiter der Kirche“) der Klosterkirche dankte Dechant Müller allen, die in den letzten Wochen bei den umfangreichen Renovierungsarbeiten im und um das Kloster mitgeholfen haben; von der Püttlinger Bürgermeisterin Denise Klein und Mitarbeitenden der Stadt über die Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) Püttlingen, der Aktion Arbeit des Bistums Trier, THW bis zum Freundeskreis des Klosters Heilig Kreuz. Müller kündigte an, dass demnächst eine Chronik zum 60-jährigen Bestehen des Klosters vorgestellt werde.

Das unterhalb der Klostergebäude 1964 errichtete Kreuz wurde vom deutsch-niederländischen Künstler Frans Griesenbrock (1916-2010) geschaffen. Ursprünglich hing dieses Kruzifix über dem Altar der 1960 fertig gestellten Klosterkirche. Wegen der zu großen Belastung für die Statik der Kirche wurde das rund 30 Zentner schwere Kreuz 1964 an seinem jetzigen Ort unterhalb des Klosters errichtet. Von Griesenbrock stammen zahllose Kirchenfenster in mehr als 120 Kirchen in aller Welt, unter anderem auch in der Synagoge von New York.                                    

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news-103574 Mon, 14 Sep 2020 14:43:00 +0200 Flüchtlinge aus Lesbos aufnehmen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/fluechtlinge-aus-lesbos-aufnehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Lesbos_d08edb3a41.jpg" width="150" height="112" alt="" />Die Caritasverbände unterstützen die Forderung von Integrationsministerin Spiegel, bundesweit mindestens 5000 Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager Moria aufzunehmen Trier/Mainz - Die Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz (AGCV) unterstützt die Forderung der rheinland-pfälzischen Integrationsministerin Anne Spiegel, bundesweit mindestens 5 000 Flüchtlinge aus dem abgebrannten Lager Moria aufzunehmen. „Angesichts der menschenunwürdigen und gefährlichen Zustände, unter denen die Flüchtlinge jetzt auf Lesbos leben müssen, sind wir gefordert, sofort zu helfen“, so Nicola Adick, Vorsitzende der AGCV und Caritasdirektorin für die Diözese Mainz am 14. September.

Die Caritas mit ihren landesweiten Hilfestrukturen könne sehr schnell Hilfe und Unterstützung mobilisieren. Falls bundesweit 5 000 Geflüchtete aufgenommen werden, kämen nach dem Königsteiner Schlüssel 240 Menschen nach Rheinland-Pfalz. Für die Caritas-Migrationsdienste und ehrenamtlichen Unterstützungsangebote sei es in dieser Notsituation leistbar, diese Menschen nach ihrer Ankunft in Kooperation mit den anderen Wohlfahrtsverbänden in Rheinland-Pfalz zu betreuen. „Wir sehen uns verpflichtet, den Flüchtlingen in dieser humanitären Katastrophe so schnell es geht zu helfen und erwarten eine rasche Zustimmung des Bundesinnenministeriums“, so Adick.

Die AGCV bekräftigt auch die Forderungen zur europäischen Flüchtlingspolitik, die der Deutsche Caritasverband und 11 andere Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International, in einem am 11. September veröffentlichten offenen Brief an Kanzlerin und Bundesregierung gerichtet haben. Darin fordern sie, die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sofort zu evakuieren und die geflüchteten Menschen in Ländern der EU aufzunehmen. „Die beschämende Lage in dem Lager und die Brandkatastrophe sind direkter Ausfluss einer verfehlten europäischen Flüchtlingspolitik - die EU muss jetzt geeint den betroffenen Menschen endlich helfen!“ schreiben die Unterzeichner des Briefes.

„Deutschland hat bis zum Ende des Jahres die EU-Ratspräsidentschaft inne und kann und muss in dieser Funktion Europa zur Aktion bewegen“, so Adick. Caritas International und Caritas Hellas sind auf Lesbos im Einsatz, um die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Flüchtlinge dort sind ohne Obdach, Sanitäranlagen oder medizinische Versorgung. Sie müssen auf öffentlichen Straßen, im Wald und auf Feldern nahe dem zerstörten Camp ausharren. Caritas International hat Soforthilfen von 50 000 Euro bereitgestellt.

Information zur Unterstützung für geflüchtete Menschen im Bistum Trier sind unter www.willkomens-netz.de zu finden.

(red)

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news-103571 Mon, 14 Sep 2020 09:09:47 +0200 In den Ölen steckt die österliche Lebensmacht https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/in-den-oelen-steckt-die-oesterliche-lebensmacht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/0/csm_Chrisammesse2020_JR_224be06203.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Chrisammesse2020 JR" />Bischof Dr. Stephan Ackermann weihte während der Chrisammesse die Heiligen Öle. Gleichzeitig erneuerten die anwesenden Priester ihr Weiheversprechen. (mit Bildergalerie) Trier – Die Öle, die in der Chrisammesse geweiht werden, sind nicht nur einfach Kosmetika oder wohlriechende Salben: „Darin stecken Jesu Hingabe bis zum Tod und seine österliche Lebensmacht, die der Vater im Himmel ihm geschenkt hat.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 12. September im Trierer Dom betont. An diesem Tag wurde die Chrisammesse gefeiert, denn aufgrund der Corona-Pandemie konnte sie nicht wie gewohnt in der Karwoche stattfinden. Diejenigen, die diese Öle nutzen oder mit ihnen gesalbt würden, dürften an diesem „Privileg Jesu“ teilhaben. „Wir wollen deshalb all die in unsere Gebete mit aufnehmen, die mit den Ölen in Berührung kommen, wie die Kranken, die Täuflinge, die Firmbewerberinnen und –bewerber oder die Priesteramtskandidaten.“

Die Chrisammesse zeige, „wie sehr Nähe und Berührung zu unserem Glauben gehören“, betonte der Bischof, denn Öle könnten nicht mit Sicherheitsabstand aufgetragen werden. „Worte allein reichen nicht, es braucht Nähe und Berührung – Geistliches und Sinnliches gehören beim Menschen zusammen.“ Diese Bedürfnisse stelle die Corona-Pandemie auf die Probe; und die notwendigen Sicherheitsmaßen hinterlassen auch Spuren in der Liturgie: „Das sehen wir ein und wir arrangieren uns damit.“ Die Sakramente brauchten die Materie - Öl, Brot oder Wein -, vor allem aber stifteten sie Beziehung, erläuterte Ackermann. Deshalb reiche die räumliche Nähe allein nicht; es brauche auch das Verstehen: „Die Sakramente sind nicht ohne die Botschaft zu denken und die Botschaft nicht ohne die Sakramente.“ Die Berührung mit den Heiligen Ölen entfalte ihre Wirkung, „wenn ich bereit bin, die Botschaft aufzunehmen und zu leben“.

So reiche es für die Priester und Diakone nicht, die Riten formal richtig zu vollziehen. „Es geht darum, den Menschen zu Christus zu führen, der unsere Würde stärkt oder sie aufrichtet, wenn die Würde gefährdet ist.“ Sie seien herausgefordert, die personale Dimension zum Tragen zu bringen: „Es geht um die Begegnung zwischen Gott und dem Menschen.“ Das heiße, zu den Menschen zu gehen; und deshalb habe Jesus Jüngerinnen und Jünger berufen, „damit Menschen auf Menschen treffen, damit er sich in die Beziehungen einbringen kann“. Wenn die Sakramente Wirkung entfalten sollen, müssen sie „in das inoffizielle Sakrament der Geschwisterlichkeit, in das Sakrament der persönlichen Begegnung und der Nähe“ eingebettet sein.

„Gott will, dass wir dem Glauben ein Gesicht geben“, ermutigte Ackermann die Gottesdienstgemeinde, zu der neben den Vertreterinnen und Vertretern aus den Pfarreien und Dekanaten des Bistums auch Firmlinge aus Wittlich gehörten. Gerade in Zeiten von Corona seien alle dazu aufgerufen, ihre Fantasie einzusetzen im Auftrag des Gesalbten: „Dann wird er seine Kraft entfalten in den Sakramenten und im Leben der Kirche insgesamt.“ Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst, bei dem die anwesenden Priester auch ihr Weiheversprechen erneuerten, von Sängerinnen aus dem Trierer Domchor und dem Kathedraljugendchor Trier, begleitet von Ulrich Krupp an der Chororgel, unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer und Domorganist Josef Still.

(JR)

Die Predigt im Wortlaut zum Nachlesen finden Sie auf dieser Seite.

Bildergalerie

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news-103569 Sun, 13 Sep 2020 07:25:00 +0200 Caritas-Sonntag würdigt ehrenamtliches Engagement https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/caritas-sonntag-wuerdigt-ehrenamtliches-engagement/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_IMG_1229_HT_c95d6c5a0f.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ruft unter dem Motto „Sei gut, Mensch!“ zur Kollekte am Caritas-Sonntag auf. Bistumsweit/Trier – „Sei gut, Mensch!“, so lautet der Wahlspruch des diesjährigen Caritas-Sonntags am 20. September. An diesem Tag wird deutschlandweit in allen Heiligen Messen sowie in den Vorabendgottesdiensten eine Kollekte gehalten, die zu gleichen Teilen karitativen Zwecken auf Pfarreien- und Bistumsebene zugutekommt.

Mit dem Motto rücke die Caritas ganz bewusst diejenigen in den Fokus, die Gutes tun und sich für ihre Mitmenschen einsetzen, schrieb Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Unterstützungsaufruf, der am 13. September bistumsweit in allen Sonntagsgottesdiensten verlesen wurde. „Die Debatten der letzten Jahre haben gezeigt, dass Anerkennung für Engagement alles andere als selbstverständlich ist. Immer wieder mussten Menschen erleben, wie sie und das, was ihnen wichtig ist, abgewertet und schlecht gemacht wurden. Die Bezeichnung ‚Gutmensch‘ ist dabei zu einem Begriff geworden, der Menschen diffamieren soll“, heißt es dort weiter. Insbesondere das Engagement für Geflüchtete sei in politischen Debatten immer wieder als weltfremd und naiv bewertet worden. „Doch es ist nichts falsch daran, ein guter Mensch sein zu wollen“, stellt Ackermann klar.

Mit ihrer Kampagne „Sei gut, Mensch!“ will die Caritas Stellung beziehen und auf die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements aufmerksam machen. Tag für Tag stünden Frauen und Männer in diversen Einrichtungen und Projekten der Kirche und der Caritas ihren Mitmenschen als haupt- und ehrenamtlich Engagierte zur Seite – sei es in der Behindertenarbeit oder Altenpflege, in der politischen Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt oder im Einsatz für eine gelingende Integration, so der Bischof. „Vieles ist möglich, wenn wir Menschlichkeit leben. Dies zeigt sich auch in unserem Bistum.“

Weitere Informationen gibt es auf www.caritas-trier.de.  

(ih)

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news-103565 Sat, 12 Sep 2020 10:00:00 +0200 Helfende Engel im Dekanat Saarbrücken fliegen weiter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/helfende-engel-im-dekanat-saarbruecken-fliegen-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_Wir-sagen-danke-Start_f5ec3ec18c.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Schmuckanhänger &quot;Helfende Engel&quot;" />Das Dekanat Saarbrücken verkauft die Restexemplare der "Helfende Engel" für den guten Zweck. Saarbrücken -  Ein sichtbares Dankeschön für all jene, die Stadt und Land während der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen am Laufen gehalten haben: Kassierer, Apotheker, Bäcker, Mitarbeiter im Gesundheitsamt. Das war die Idee, die das Dekanat Saarbrücken jetzt in Form von schicken Schmuckstücken umgesetzt hat. 2.000 Anhänger in Engelsform hat der Corona-Krisenstab des Dekanats bei dem Saarbrücker Schmucklabel „GEM SESSIONS” bestellt und zum Einkaufspreis erwerben können. Geschäftsführer Gregor Theado war sofort angetan von der Idee: „Wir sind ein Unternehmen, dem Nachhaltigkeit und regionales Engagement wichtig sind. Deshalb war für uns schnell klar, dass wir die Aktion unterstützen.” Danach ging es Hand in Hand weiter: „GEM SESSIONS” und das Dekanat organisierten gemeinsam die Verpackung der individuellen Engel-Anhänger, die aus gespielten Schlagzeugbecken und dadurch mit jeweils einzigartiger Oberfläche hergestellt wurden. Zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche brachten die Schmuckanhänger dann persönlich bei den „Helfenden Engeln” vorbei. Begleitet wurde die Aktion im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte August über Facebook und Instagram. „Mit dieser großen Resonanz haben wir nicht gerechnet, das hat uns umgehauen”, freut sich Pfarrer Clemens Grünebach, der die Aktion mitorganisiert hat: Die 25 Beiträge in den sozialen Medien erreichten über 40.000 Menschen, rund 3.000 Klicks gab es für die Links und Fotos. Die Pfarreiengemeinschaft St. Jakob in Saarbrücken hat daraufhin einen Schwerpunkt zur Aktion auf ihrer Webseite realisiert. „So haben wir uns das gewünscht: Wir wollten einen Impuls setzen und sind froh, dass viele die ‚Helfenden Engel‘ für sich entdeckt haben”, so Grünebach weiter.

Nun geht die Aktion „Helfende Engel” in Phase 2: Gemeinsam mit den vier Saarbrücker Lions-Clubs wird nun der Verkauf der Restexemplare organisiert, wobei der Reinerlös der saarländischen Veranstaltungswirtschaft zugutekommt. „Das sind diejenigen, die die Corona-Pandemie besonders hart getroffen hat. Es waren die ersten, die ihre Locations schließen mussten und sie werden die letzten sein, die wieder öffnen dürfen”, weiß Theado, der in der saarländischen Kreativwirtschaft gut vernetzt ist.

Sandra Behrend, Präsidentin des Lions-Clubs „Am Schloss” in Saarbrücken, ist froh, dass die Kooperation zustande gekommen ist: „So helfen wir gleich dreifach: Erstens wurde der Schmuck lokal aus alten Schlagzeugbecken in Handarbeit hergestellt und damit nachhaltig in der Region produziert. Zweitens kann sich jedes Lions-Club-Mitglied bei seinem persönlichen helfenden Engel bedanken und drittens wird das durch den Verkauf eingenommene Geld zugunsten der Branche der Veranstaltungswirtschaft gespendet.”

Die Aktion läuft bis zum Beginn der saarländischen Herbstferien am 12. Oktober. Bis dahin können auch alle, die die Aktion unterstützen möchten, einen Engel im „welt:raum” am St. Johanner Markt zu den regulären Öffnungszeiten oder per Mail an info@weltraum-saarbruecken.de erwerben.                                                                                                   

Weitere Infos zur Aktion gibt es bei Facebook und Instagram über dem Hashtag „#HelfendeEngel” oder auf der Webseite der Pfarreiengemeinschaft St. Jakob: www.sanktjakob.de/.

(se)

 

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-103570 Sat, 12 Sep 2020 06:06:00 +0200 Wallfahrt in Barweiler trotzt Corona https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wallfahrt-in-barweiler-trotzt-corona/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/3/csm_Barweiler_Wallfahrt_Brahm_Foto_Froder_e848db3b4d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Auch wenn es in diesem Jahr eine andere Wallfahrt war - sie fand aber statt: Weihbischof Robert Brahm feiert ein Pontifikalamt zum Fest Mariä Geburt. Barweiler – In die Hocheifelgemeinde Barweiler pilgern seit dem 18. Jahrhundert Menschen, um beim Gnadenbild „Unserer Lieben Frau mit der Lilie, der Königin des Friedens“ um Heilung von Krankheiten und um Hilfe in anderen Lebenslagen zu bitten. Der Trierer Weihbischof Robert Brahm hat zum Fest Mariä Geburt (8. September) gemeinsam mit Gläubigen ein Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche St. Gertrud gefeiert.

„Trotz Corona haben wir uns entschieden, die Wallfahrtszeit nicht ausfallen zu lassen“, erklärte Pfarrer Dr. Rainer Justen. Der Gottesdienst fand unter den bereits bekannten Maßnahmen zum Infektionsschutz statt. So mussten sich die Gläubigen im Vorfeld anmelden und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. „Die geltenden staatlichen Verordnungen und das Schutzkonzept des Bistums Trier geben die Rahmenbedingungen vor“, erklärte Justen. Daher sei die Wallfahrt in diesem Jahr anders, aber sie könne stattfinden. „Durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher ist das möglich“, sprach Justen gleich zu Beginn des Gottesdienstes seinen Dank und seine Anerkennung für die Frauen und Männer aus, die unterschiedliche Dienste übernahmen.

„Von denjenigen, die in guter Tradition nach Barweiler pilgern, wird in diesem Jahr nur ein kleiner Teil in der gewohnten Weise dabei sein“, vermutete der Pfarrer. Doch er und Weihbischof Brahm ermunterten dazu, für diejenigen zu beten, die nicht dabei sein konnten. „Indem Pilgerinnen und Pilger aneinander denken und füreinander beten, kann ein Netz der Verbundenheit miteinander und mit der Wallfahrt geknüpft werden“, schrieb Justen im aktuellen Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land dazu.

Weibischof Brahm zeichnete in seiner Predigt das Leben der Gottesmutter und somit auch ein Stück weit das Leben ihres Sohns Jesus in Form von Filmszenen nach. „Maria spielt eine zentrale Rolle, weil sie ganz und gar auf Jesus bezogen ist“. In diesem Sinne sei auch die Kirche immer eine Kirche für andere. „Das ist leichter gesagt als getan“, gab Brahm zu. „Wir wissen, dass die Kirche nicht immer so mütterlich ist, wie sie sein sollte. Aber dennoch haben Menschen in der Kirche dieses Mütterliche in Form von einer sorgenden, tröstenden und kümmernden Gemeinschaft erfahren.“

Die Wallfahrt in Barweiler geht auf eine Begebenheit im Jahre 1726 zurück: Im Sommer schmückten Mädchen aus dem Ort ihre Pfarrkirche mit Blumen und gaben der Statue der Muttergottes eine Lilie in die rechte Hand. Sie welkte und verdorrte schließlich. Doch um das Fest Mariä Geburt begann der Stängel wieder zu grünen. Dieses sogenannte Lilienwunder wiederholte sich in den darauffolgenden zwei Jahren. Bis heute pilgern insbesondere von Anfang September bis Anfang Oktober zahlreiche Menschen zur Holzskulptur der Muttergottes.

Die Spenden der Pilgerinnen und Pilger werden in diesem Jahr in großen Teilen für die Restaurierung der historischen Klais-Orgel der Pfarr- und Wallfahrtskirche genutzt. Darüber hinaus wird ein sozial-caritatives Projekt unterstützt.

Die Konzelebranten des Gottesdienstes waren Kooperator P. Mathew Kureekattil und Pfarrer Michael Schaefer. Organist war Dekanatskantor und Diakon Werner Steines.

Weitere Informationen gibt es auf www.pfarreiengemeinschaft-adenauer-land.de oder unter Tel.: 02691-9357510.
(jf)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103563 Fri, 11 Sep 2020 10:19:00 +0200 Wegweiserin zu Gott https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wegweiserin-zu-gott/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/1/csm_Wallfahrt_Spabrucken_Statue_ffce6c4778.jpg" width="113" height="150" alt="" title="Wallfahrt Spabrucken Statue" />In diesem Jahr ist vieles anders. So musste auch die traditionelle Wallfahrt zur "Muttergottes vom Soon" in Spabrücken anders gestaltet werden. Spabrücken – Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters hat am Vorabend des Festes Mariä Geburt (8. September) gemeinsam mit Pilgerinnen und Pilgern einen Gottesdienst in Spabrücken gefeiert. Die Eucharistiefeier fand im Rahmen der Wallfahrt zur „Muttergottes vom Soon“ statt. Im Anschluss wurde die Madonna durch den Ort getragen, vorbei an einer langen Kette aus vielen Kerzen.

„Wir können heute nicht wie gewohnt das Gnadenbild, die ‚Muttergottes vom Soon‘, in der Prozession begleiten“, erklärte Pater Dr. Meinulf Blechschmidt die Veränderungen durch Covid-19. Daher gab es keine Prozession, doch dafür standen zahlreiche Menschen in Corona-bedingten Abständen an den mit Fahnen geschmückten Straßen in Spabrücken und leuchteten der Statue den Weg mit Kerzen. Getragen wurde das Gnadenbild aus dem 14. Jahrhundert von jungen Frauen. Die Figur aus dunklem Lindenholz zeigt Maria sitzend und das Jesuskind stehend auf ihrem Schoß.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Weihbischof Peters die Gläubigen, und zwar nicht nur die in der mehr als 250 Jahre alten Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt, sondern auch all jene vor der Kirche, an den Straßen, auf dem Dorfplatz und vor den Computern. Denn die Eucharistiefeier und selbst der Weg der Madonna durch den Ort wurden live auf YouTube und in den Gemeindesaal übertragen. „Ich bin gerne gekommen. Wir haben so viele Anliegen, die wir der Muttergottes vom Soon vorbringen wollen“, sagte der Weihbischof mit Blick auf die politischen Unruhen in der Welt und die Corona-Pandemie. Und er betonte, dass die Menschen auf Gott vertrauen können, wie es Maria getan hat. „Gott wird den Dialog mit den Menschen nie abbrechen“. Das mache sie zu einer Wegweiserin zu Gott.

Maria, die Jesus gebar, bezeichnete Peters als Mittlerin. „In keinem anderen Menschen sind Himmel und Erde so nah zusammengekommen wie in Maria“.

Eröffnet wurde die Wallfahrtszeit am 30. August.

(jf)

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Redaktion Koblenz bistum-trier Bischof Kultur Pfarreien Wallfahrten/ Pilgern
news-103559 Fri, 11 Sep 2020 09:55:00 +0200 "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/wo-zwei-oder-drei-in-meinem-namen-versammelt-sind/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/8/csm_Firmung_Bischof_Sinzig_08f2cc65b6.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Firmung Bischof Sinzig" />Die Spendung des Firmsakraments ist zwar wieder möglich, aber unterliegt besonderen Schutzmaßnahmen. In Sinzig fanden daher an einem Tag gleich vier kleinere Firmgottesdienste statt. Sinzig – Dass hat Sinzig wohl auch noch nicht erlebt: Gleich vier Firmgottesdienste wurden am 6. September in der Pfarrkirche St. Peter gefeiert. Am Vormittag hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters jeweils 16 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern das Sakrament gespendet; am Nachmittag waren es insgesamt 30 Jugendliche, die Bischof Dr. Stephan Ackermann in zwei Gottesdiensten firmte. Diese Aufteilung war dem Schutzkonzept des Bistums Trier und den derzeitigen Corona-Bestimmungen geschuldet.

Sieben Gäste pro Firmbewerber bzw. Firmbewerberin konnten am Gottesdienst teilnehmen, beim Singen war eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, kein feierlicher Chor und die Firmvorbereitung verlief auch anders als geplant – bei einer der ersten Firmungen im Bistum Trier waren die Auswirkungen des Virus’ überall zu vernehmen. Doch alle Beteiligten waren froh, dass man überhaupt gemeinsam feiern konnte. „Denn wir haben zwar gelernt, Nähe auch mit Abstand zu halten über Kreativität und digitale Hilfsmittel. Aber wir spüren, dass wir auch physisch sind und Berührungen benötigen“, stellte Bischof Ackermann fest. Die Firmung ließe sich nicht ins Digitale übertragen, denn zur Spendung des Sakraments gehört das Aufzeichnen eines Kreuzes mit Chrisamöl auf der Stirn des jungen Menschen. Vor der Salbung der Firmbewerberinnen und Firmbewerber desinfizierte sich der Bischof die Hände und er trug einen Mund-Nase-Schutz wie die Jungen und Mädchen und deren Patinnen und Paten.

Der Bischof zeigte sich erleichtert, dass das gemeinsame Feiern unter den Bedingungen wieder möglich sei. „Alleine kann ich nicht Christ sein“. Damit bezog er sich auch auf das Sonntagsevangelium, dass die bekannte Aussage beinhaltete: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Ackermann betonte in seiner Predigt, dass Gott nicht nur an heiligen Orten wie Kirchen zu erleben sei, sondern auch an Plätzen, „wo es nicht schön, wo es schwierig ist, wie am Krankenbett oder in Elendsvierteln. Jesus Christus ist immer da, wo sich Menschen bewusst in seinem Namen versammeln“, erklärte Ackermann und räumte ein: „Das heißt, ich brauche keinen offiziellen Vertreter oder eine offizielle Vertreterin der Kirche.“ Die Anwesenheit Gottes sei nicht an Orte oder Personen gebunden. „Das ist eine unglaubliche Freiheit“.

Firmvorbereitung im Geiste der Synode

Die Vorbereitung auf die Firmung begann vor etwa einem Jahr, berichtete die Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Sinzig, Sabine Mombauer. „Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, aus sieben Konzepten zu wählen – unabhängig zu welcher Pfarrei sie gehören“, erklärte sie. Dieser neue Schritt, auf einen weiteren Raum zu blicken, erwuchs aus der Umsetzung der Synodenergebnisse. Im Mittelpunkt standen bei den Angeboten immer das Kennenlernen des eigenen Glaubens und das Erleben von Gemeinschaft. Das Engagement in sozialen Projekten fand sich ebenfalls in den Konzepten wieder. Zudem konnten die Interessierten unterschiedliche Glaubensangebote kennenlernen. Die geplanten mehrtägigen Fahrten mussten allerdings aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Bischof Ackermann ermutigte die Verantwortlichen und die Jugendlichen, diese Ideen nicht aus den Augen zu verlieren und nachzuholen.

Insgesamt werden im Dekanat Remagen-Brohltal 250 Jungen und Mädchen gefirmt.

Weitere Termine

Weitere Firmungen finden im Dekanat Remagen-Brohltal mit Weihbischof Peters statt am 13.9. um 10 Uhr, 12 Uhr und 15 Uhr in Bad Breisig Maria Himmelfahrt; am 18.9. um 16 Uhr und 18 Uhr in Remagen St. Peter und Paul; am 19.9. um 11 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr in Weibern St. Barbara und 20.9. um 10 Uhr und 14 Uhr, Niederzissen St. Germanus sowie am 25.9. um 16 Uhr und 18 Uhr in Remagen St. Peter und Paul. Weitere Informationen gibt es im Dekanatsbüro unter Tel.: 02636-809770.

(jf)

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Koblenz bistum-trier Bischof Jugend Pfarreien Synode: Umsetzung
news-103567 Fri, 11 Sep 2020 06:16:00 +0200 Damit Hilfe ankommt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/damit-hilfe-ankommt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_Familienburo_04f54f7695.jpg" width="150" height="106" alt="" />Einen Überblick über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten geben ab sofort die Caritas-Familienbüros. Mayen/Emmelshausen/Sulzbach – „Was nutzen gute Gesetze, die nicht ankommen?“, fasst es Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel pointiert bei der Vorstellung des neuen Beratungsangebots für den Rhein-Hunsrück-Kreis zusammen. Viele Familien haben einen Anspruch auf Hilfsleistungen vom Staat, doch nehmen diese nicht in Anspruch, obwohl sie dringend finanzielle Unterstützung benötigen. Die Antragsverfahren sind meist kompliziert und bürokratisch. Einen Überblick über Unterstützungsangebote geben ab sofort die Familienbüros der Caritas nicht nur im Rhein-Hunsrück-Kreis, sondern auch im Großraum Mayen und in Andernach/Pellenz sowie in Sulzbach. Neu daran ist, dass Mitarbeiterinnen direkt dort anzutreffen sind, wo Familien ohnehin unterwegs sind, zum Beispiel in Elterncafés, Kitas oder Familienbildungsstätten.

„Wir gehen hier neue Wege, indem wir Familien einen sehr einfachen Zugang zu Information und Unterstützung anbieten. Unser Ziel ist es, sie darin zu unterstützen, ihre Ansprüche auf bestehende familienpolitische Leistungen auch wahrzunehmen“, sagt Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel zum Projektstart am 1. September. Hierbei geht es um Leistungen wie den Kinderzuschlag, das Bildungs- und Teilhabepaket oder Wohngeld. „Da bestehen teils große Informationsdefizite“, nennt Projektleiterin Dr. Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband, einer der Gründe, warum lediglich 35 Prozent der berechtigten Leistungen in Anspruch genommen werden. Im Dschungel der unterschiedlichen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten behalten die Mitarbeiterinnen der Caritas-Familienbüros den Überblick und unterstützen Personen anschließend auch bei der Antragsstellung oder bei Gesprächen mit Behörden.

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news-103556 Fri, 11 Sep 2020 06:04:00 +0200 Sensibilisieren statt wegschauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sensibilisieren-statt-wegschauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_Skulptur_Transport_b92e2e339d.jpg" width="150" height="108" alt="" />Die MHG-Studie untersuchte sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Die Ergebnisse nahmen Koblenzer Einrichtungen zum Anlass, eine Themenwoche zu initiieren. Koblenz – „Uns geht es vor allem um die Sensibilisierung für die Wichtigkeit des Themas und um die Aktivierung, sich der Auseinandersetzung zu stellen“, erklärt Daniel Steiger, Leiter der katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, das Ziel der Ausstellung zum Thema „Missbrauch“ in der Koblenzer Citykirche (Am Jesuitenplatz). Vom 17. September bis zum 8. Oktober ist dort eine Kunstinstallation zu sehen, die von einem Rahmenprogramm begleitet wird.

Durch die sogenannte MHG-Studie aus dem Jahr 2018 wurde der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz untersucht. Die Ergebnisse nahmen die Organisatoren der Ausstellung zum Anlass, eine Themenwoche in Koblenz zu initiieren. Beteiligt sind neben den Verantwortlichen der Citykirche und der Katholischen Erwachsenenbildung, weitere Koblenzer Institutionen wie die Lebensberatungsstelle, die FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral und das Dekanat Koblenz. Die Planung fand in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Beratung und Prävention im Bischöflichen Generalvikariat Trier statt.

Die Installation stellt eine überdimensional große Person im Klerikergewand dar. Gestaltet wurde sie von Frauen und Männern im Alter von 18 bis 25 Jahren aus dem Projekt VIVAA, das Personen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt unterstützt. Gemeinsam mit der  Künstlerin Sabine Gabor und der psychologischen Beraterin Claudia Günther haben sich die jungen Erwachsenen über Monate mit dem Thema Körper, Gewalt und sexueller Missbrauch beschäftigt. „Die Installation lädt dazu ein, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und dabei auch eigene Wahrnehmungen und Gefühle zuzulassen“, erklärt die Künstlerin die Intention.

Neben dieser Skulptur bieten die Veranstalter in der Citykirche ein begleitendes Rahmenprogramm. So wird es Informationen zur MHG-Studie und zu weiterführenden Hilfsangeboten und Beratungsstellen innerhalb und außerhalb des Bistums Trier geben. Geschulte Team-Mitglieder der Offenen Tür der Citykirche und andere Gesprächspartner, u.a. Mitarbeitende der Lebensberatungsstelle Koblenz sowie der Telefonseelsorge, werden im Veranstaltungszeitraum für persönliche und vertrauliche Gespräche zur Verfügung stehen.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 17. September um 15 Uhr, im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit Matthias Katsch, Mitgründer und Sprecher der Betroffenenorganisation Eckiger Tisch e. V., eröffnet. Eine Anmeldung dazu ist erforderlich. Für eine begrenzte Anzahl ist die Teilnahme in der Citykirche möglich, für weitere Interessierte wird ein Livestream zur Verfügung gestellt. Zudem wird am Donnerstag, 24. September um 19 Uhr, der Film „Gelobt sei Gott“ in der Citykirche gezeigt, an den sich ein gemeinsamer Austausch anschließt.

Das Konzept und das Kunstwerk sind so angelegt, dass es auch von anderen Kirchengemeinden ausgeliehen werden kann, erklärt Daniel Steiger. Im Anschluss an den Ausstellungszeitraum in der Citykirche wandert die Installation in die Jugendkirche „X-Ground“ im Koblenzer Stadtteil Rauental.

Anmeldemöglichkeit sowie weitere Informationen zur Ausstellung „Die Wahrheit wird frei machen – Themenwochen zum ‚Missbrauch in der Kirche‘“ gibt es auf www.keb-koblenz.de oder unter Tel.: 0261-963559-0.

Die Fachanwältin Ursula Trappe und der Theologe und Psychologe Peter Rütten sind die Ansprechpersonen für Verdachtsfälle auf sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Priester, Ordensleute oder andere kirchliche Mitarbeiter im Bistum Trier. Sie sind zu erreichen unter folgenden Mobilfunknummern: Peter Rütten, 0151-58052334 oder Ursula Trappe, 0151-50681592.

(jf)

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Koblenz bistum-trier Beratung Bildung Information Pfarreien Politik / Gesellschaft Prävention Seelsorge
news-103568 Thu, 10 Sep 2020 15:14:51 +0200 Die Frage von Schuld und Vergebung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-frage-von-schuld-und-vergebung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/0/csm_Michael-Muller_Gefangnisseelsorger_6be554018d.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Michael Muller Gefangnisseelsorger" />Seit Anfang des Jahres ist Michael Müller Gefängnisseelsorger für das Saarland. Sein Tag besteht fast ausschließlich aus persönlichen Kontakten und Gesprächen. Quierschied - Acht Türen sind zwischen ihm und seinem Schreibtisch, wenn Gefängnisseelsorger Michael Müller morgens gegen 8.30 Uhr vor den Toren der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken steht und eingelassen werden möchte. „Und es wären noch mehr Türen, wenn sich mein Büro nicht im Verwaltungstrakt, sondern im eigentlichen Gefangenentrakt befinden würde.“ Was ihm lieber wäre. Denn dafür ist er seit Anfang des Jahres da: Um Kontakte aufzubauen, Gespräche zu führen, um zuzuhören und um da zu sein – für die Gefangenen und für die Mitarbeitenden.

Anfang 2020 wurde Müller als Nachfolger des langjährigen Gefängnispfarrers Peter Breuer eingeführt. Breuer hatte, bevor er 2018 in Ruhestand ging, Müller zu diesem Stellenwechsel motivieren können. Beide kannten sich bereits über die Notfallseelsorge. Als Gefängnisseelsorger im Saarland ist Müller nun in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Saarbrücken, der Justizvollzugs- und Jugendstrafanstalt in Ottweiler und deren Teilanstalt in Saarlouis eingesetzt.

„Mein Tag besteht fast ausschließlich aus persönlichen Kontakten und Gesprächen.“ Es gebe zwar an den Wochenenden auch einen Gottesdienst, die Wochentage seien aber strukturiert durch die vielen Gespräche, was ihm gut gefalle. „Ich kann – um mit den Worten der Diözesansynode zu sprechen – in meiner Arbeit jetzt ausschließlich diakonisch und missionarisch wirken“, erzählt Müller. Er möchte in diesem Punkt nicht missverstanden werden. „Ich war sehr gerne Gemeindepriester“, versichert er, während er die Stationen nach seiner Priesterweihe im Jahre 1995 aufzählt: „Kaplan war ich in Elversberg, es folgten Stationen in Uchtelfangen, von 2001 bis 2014 in Altenkessel/Rockershausen und schließlich die Pfarrerstelle in Quierschied.“ Aber er verleugnet auch nicht, dass er – ohne den zu leitenden Verwaltungsapparat einer Pfarrei – nun so wirken kann, wie es ihm zuvor nicht möglich war. „Als Priester hat man zwar immer mit den existenziellen Fragen nach Schuld und Vergebung zu tun, aber jetzt sind diese Auseinandersetzungen für mich noch intensiver und noch kontinuierlicher.“

Ansprechpartner für Gefangene und Bedienstete

In der Regel seien es die Gefangenen, die ihn um ein Gespräch bäten. „Und manchmal scheinen die Anfragen banal – manchmal geht es nur darum, dass jemand ein Feuerzeug braucht, oder einen Kugelschreiber.“ Man müsse sich im Klaren darüber sein, dass ein Gefängnis ein Ort des Mangels sei, eben auch des Mangels materieller Selbstverständlichkeiten. „Aber oft ergibt sich aus diesen Anfragen ein erster Kontakt, vielleicht ein Gespräch. „Deswegen fühle ich mich da auch nicht ausgenutzt, denn letztlich ist es ein erster Schritt für die Gefangenen, diesen Mangel anzusprechen, was oft nicht leicht fällt.“ Manchmal gehe er auch von sich aus auf Gefangene zu, etwa wenn man in den Gesprächen mit den Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeitern auf einzelne Häftlinge zu sprechen komme. Und dann ergeben sich ungeplante Kontakte auf dem Flur, etwa zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA. „Ich bin ja nicht Gefangenenseelsorger – ich bin Gefängnisseelsorger, und da sind die Angestellten mit inbegriffen.“

Für die Gespräche geht er zu den Gefangenen hin, am besten in deren Haftraum. Manchmal bleibt es dann bei diesem einen Gespräch. Von manchen wird er aber auch häufiger angefragt, sodass sich die Möglichkeit eröffnet, den Gefangenen über einen längeren Zeitraum zu begleiten. „Habe ich dabei zugehört?“ Diese Frage sei ihm wichtiger als die nach ‚Erfolg‘ oder nach einer ‚Wirkung‘. „Ich habe dabei den Vorteil, dass ich kein Angestellter der JVA bin. Für mich gilt das Beichtgeheimnis“, für die Gespräche mit den Insassen genauso wie für die mit den Angestellten, die in ihm nicht den Kollegen sehen, sondern jemanden, der außerhalb des Systems steht.

Konfession oder Religion spielen keine Rolle

Oft kreisen die Fragen um Schuld und Vergebung, um Reue und Einsicht. Und da unterscheiden sich Gefangene seiner Erfahrung nach kaum von den Menschen da draußen: „Vielen von uns denken doch zunächst: Schuld sind die anderen.“ Hier aber habe die Frage nach dem eigenen Anteil, nach dem Punkt, an dem man selbst Schuld auf sich geladen habe, eine tiefere Radikalität. Ihm selbst – geboren und aufgewachsen im saarländischen Dudweiler – sei bei diesen Gesprächen klar geworden, dass es oft Glück oder Kleinigkeiten sein können, die die Richtung eines Lebensweges bestimmen: „Und für dieses Glück bin ich froh und sehr dankbar.“

Vor jedem Gespräch informiere er sich über den Haftgrund seines Gesprächspartners, „auch damit man sich nichts gegenseitig vormachen kann und man möglichst ehrlich miteinander umgeht.“ Die Konfession oder die Religion des Gesprächspartners spiele keine Rolle. „Meiner Erfahrung nach ist es einfacher, mit älteren Gefangenen ins Gespräch zu kommen – die jüngeren wollen noch nicht so gerne über tiefergehende Themen sprechen, sondern oft eher ‚cool‘ sein.“ Sein Schutz vor einem ‚zu viel‘ an Problemen und Gedanken sei der gleiche wie der eines Gemeindepriesters. „Auch früher stand ich oft vor der Frage: Was nehme ich mit hinter die Tür? Was nicht? Und was nehme ich auch mit ins Gebet?“ Illusionen und Vorurteile habe er ablegen müssen, seit er in den JVA arbeitet. „Man denkt sich zunächst vielleicht: ‚Den Gefangenen geht es doch eigentlich ganz gut‘“, bis man die Enge, das Bedrängte und dann auch den Mangel selbst erlebt habe. „Das hier ist kein Luxus.“ Nicht für jemanden, für den die mindestens acht Türen verschlossen bleiben.

(tef)

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news-103566 Thu, 10 Sep 2020 08:57:53 +0200 Welttag der Suizidprävention: Das Tabu brechen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/welttag-der-suizidpraevention-das-tabu-brechen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_dan-meyers-hluOJZjLVXc-unsplash_95495ca7fa.jpg" width="150" height="100" alt="Foto: Unsplash/Dan Meyers" />Ein Anruf bei der Telefonseelsorge des Bistums kann ein erster Schritt für Betroffene sein. Laut Statistik sprechen rund acht Prozent der Kontakte am Telefon konkrete Suizidgedanken an. Bistumsweit/Trier – Jedes Jahr sterben in Deutschland knapp 10.000 Menschen durch Selbsttötung, weit mehr als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und den Konsum illegaler Rauschmittel zusammen. Männer sind dabei etwa dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Weltweit nimmt sich statistisch gesehen sogar alle 40 Sekunden ein Mensch das Leben. Um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität aufmerksam zu machen, die auch Angehörige, Freunde und Bekannte betrifft, rufen die International Association for Suicide Prevention (IASP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich am 10. September zum Welttag der Suizidprävention auf. Der Tag der Trauer und des Gedenkens an die durch Suizid Verstorbenen wird seit 2003 begangen und auch von zahlreichen Künstlern und Prominenten unterstützt.

Wenn das Thema auf eine breite Öffentlichkeit stoße, werde das Tabu gebrochen, so Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der Telefonseelsorge Trier. „So erfahren Menschen, die sich mit dem Gedanken an Suizid tragen, wo sie Hilfe erhalten. Und auch, dass Hilfe annehmen ein Zeichen von Stärke ist – und keine Schwäche“, weiß Steinmetz, der mit der Thematik bestens vertraut ist. Laut Statistik sprechen rund acht Prozent der Kontakte am Telefon konkrete Suizidgedanken an. Besorgniserregend seien vor allem die Kontakte, die ihn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter via E-Mail erreichen. Fast jede dritte Mail enthalte Suizidgedanken, wobei diese Form der Kommunikation vor allem von unter 30-Jährigen gewählt werde. Darüber hinaus suche „ein nicht geringer Anteil“ der Anrufer Hilfe bei der Telefonseelsorge, wenn sich ein Angehöriger oder enger Freund das Leben genommen habe. Steinmetz geht davon aus, dass ein Suizid im Schnitt sechs Angehörige betreffe, die unter den Folgen zu leiden haben.

Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus verzeichnet die Telefonseelsorge Trier zwar keinen Anstieg an Anrufen, in denen es spezifisch um das Thema Selbsttötung geht. Steinmetz erlebe allerdings seit dem Aufkommen der Pandemie eine „Lebensmüdigkeit“ und die generelle Beschäftigung mit Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Lebens. Zudem habe sich die ohnehin schon vorhandene Problemlage, etwa Ängste und Gefühle von Einsamkeit, verschärft. Dies sei vor allem den Kontakteinschränkungen geschuldet. „Wichtig ist, dass betroffene Menschen wissen, wohin sie sich in Notsituationen wenden können“, erklärt Steinmetz. Ein erster Schritt sei die Wahl einer Notrufnummer wie die der Telefonseelsorge. Im Gespräch könne dann auf konkrete Hilfsangebote oder Netzwerke in der Nähe verwiesen werden. Denn: „Suizid ist die letzte aller Türen. Doch nie hat man an alle schon angeklopft.“

Die Telefonseelsorge Trier ist Tag und Nacht unter den Nummern 0800-1110111 und 0800-1110222 zu erreichen. Dort stehen geschulte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter für ein anonymes Gespräch zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf www.telefonseelsorge-trier.de und http://welttag-suizidpraevention.de/.

(ih)

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news-103560 Wed, 09 Sep 2020 13:48:00 +0200 Ein Schritt Richtung Normalität https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-schritt-richtung-normalitaet/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_Firmung_Mendig_39c17eb5f4.jpg" width="150" height="112" alt="" />Nach dem Gottesdienste seit Mai wieder gefeiert werden, finden jetzt auch wieder Firmungen statt. Weihbischof Peters spendete das Sakrament am Wochenende im Dekanat Mayen-Mendig. Mendig – In diesem Jahr ist vieles anders. Die erste Firmung seit dem Lockdown in der Corona-Krise feierte der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters gemeinsam mit Jugendlichen und ihren Gästen in der Pfarrkirche St. Cyriakus in Mendig. Damit die Zahl der Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher die erlaubte Höhe nicht überstieg, fanden am 5. September gleich drei Firmfeiern statt.

Nach den strengen Covid-19-bedingten Einschränkungen war die Freude groß, dass am Wochenende im Bistum Trier das kirchliche Leben wieder einen Schritt mehr in  Richtung Normalität machte. Erstmals durfte diese besondere Liturgiefeier unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften wieder stattfinden.

Es war ein ungewohntes Bild. Nur jede zweite Kirchenbank war besetzt, als Weihbischof Peters den Jungen und Mädchen aus Mendig, Bell, Thür, Volkesfeld, Rieden, Kottenheim, Ettringen und Mayen mit Mund-Nasen-Bedeckung in der Vulkanstadt das Sakrament der Firmung spendete. Der Weihbischof zeichnete jedem Firmling, der in den Mittelgang der Pfarrkirche getreten war, ein Kreuz mit Chrisamöl auf die Stirn. Nur die Firmbewerber, deren Angehörige, die mit ihnen im selben Haushalt leben, sowie zusätzlich der Firmpate bzw. die Firmpatin durften an dem jeweiligen Gottesdienst teilnehmen.

In seinen einführenden Worten war der Weihbischof auf die Firmbewerber eingegangen. „Eigene Entscheidungen zu treffen, spielt eine wichtige Rolle.“ Beim Sakrament der Firmung wird die Taufe besiegelt. Für diese entscheiden sich oft die Eltern, doch die Entscheidung zur Firmung treffen die Jugendlichen selbst.

Aber auch die letzten sechs Monate rückte der Weihbischof in den Fokus. Sie seien irritierend gewesen. „Wirtschaftlich können wir das irgendwie schaffen. Weltweit ist das aber eine Katastrophe.“ Ein solcher Lockdown werfe Fragen auf. Corona habe das Leben in seiner Leichtigkeit in Frage gestellt. Das Virus mache „unsere Verletzlichkeit bewusst. Ihr habt das gespürt, in eurem Schulalltag, in den Familien und in den Vereinen“, richtete er das Wort an die jungen Menschen.  Weil die Corona-Pandemie die Ärmsten der Welt am härtesten trifft, ist Solidarität gefragt. Daher empfahl Peters allen, sich im Gebet, aber auch mit einer Spende an der Corona-Kollekte zu beteiligen. 

Bei allem Nachdenklichen, wurde aber nicht vergessen, dass die Firmung ein Fest der Freude ist. Die Vorbereitungszeit auf das Sakrament hatte mit einer Informationsveranstaltung begonnen. Es folgten ein Eröffnungsgottesdienst der Firmvorbereitung, ein Abend im Advent und eine Tauf-Erinnerungsvigil. „Corona hat dann alles zum Stillstand gebracht“, so Gemeindereferentin Bärbel Gorges. „Die geplanten Projekte fielen aus. In der Kar- und Osterwoche gab es Betrachtungen zu den Gaben des Heiligen Geister per E-Mail und am 9. Mai, der vorgesehenen Firmung, eine Videobotschaft.“ Insgesamt hatten sich 50 Jugendliche zur Firmung angemeldet.

Die Firmgottesdienste hatten neben Bärbel Gorges, auch Kaplan Dominic Lück und David Morgenstern, Pastoralreferent im Dekanat Mayen-Mendig vorbereitet. Musikalisch umrahmt wurden die Firmfeiern durch die Organisten Thomas Schnor, Volker Kaufung und Claus Heuft.

Infos zum Schutzkonzept für Gottesdienste: www.bistum-trier.de/liturgie/schutzkonzept-corona/

(red)

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Koblenz bistum-trier Bischof Jugend Pfarreien
news-103564 Tue, 08 Sep 2020 12:30:10 +0200 „Menschen dabei helfen, frei und stark zu werden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/menschen-dabei-helfen-frei-und-stark-zu-werden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/0/csm_Patrick-Schutzeichel_sb_355b5502df.jpg" width="150" height="100" alt="" />Ein lang verfolgter Wunsch und auch ein Lebensweg, für den er sich entschieden hat: Der 27-jährige Patric Schützeichel wird Ende September zum Priester geweiht. Trier/Waldbreitbach – „Priester werden“ lautet wohl immer seltener die Antwort auf die Frage nach dem Traumberuf junger Männer. Doch für Patric Schützeichel ist der Seelsorger-Beruf genau das: Ein lang verfolgter Wunsch und auch ein Lebensweg, für den er sich entschieden hat. Am 26. September endet mit seiner Priesterweihe im Dom die achtjährige Ausbildungszeit, und ein neuer Abschnitt beginnt: Als Kaplan wird er dann für drei Jahre in Bad Kreuznach arbeiten.

Trotz eines gewissen Idealismus, den es in der heutigen Zeit für eine bewusste Entscheidung zum Priesteramt zweifellos braucht, ist Schützeichel aber auch Realist. „Die Weihe ist zwar so etwas wie ein Ankommen, aber eigentlich ist sie auch erst der Anfang auf dem Weg, Priester zu werden. Es werden sich noch häufig Fragen nach dieser Lebensform stellen, die ich für mich selbst immer wieder neu beantworten muss.“ Sein Ziel hat der 27-Jährige dabei fest vor Augen: „Ich möchte vor allem ein Menschenfreund sein, möchte ein weites Herz haben und unkompliziert mit Leuten in Kontakt kommen. Mir ihre Sorgen und Nöte anhören, aber auch ihre Freude teilen. Genau diesen Dienst am Menschen leistet man ja auch als Diakon – dazu wurde ich letztes Jahr geweiht – und man bleibt es ja auch.“ Mit Menschen gemeinsam auf der Suche nach Gott unterwegs sein, sie unterstützen und begleiten – darin sieht er eine Hauptaufgabe des Priesterberufs.

Marksteine auf dem Weg zur Entscheidung

„Die Wurzeln für meine Entscheidung liegen sicher in meinen positiven Erfahrungen mit der katholischen Jugendarbeit in meiner Heimatgemeinde in Waldbreitbach.“ Als Messdiener und auch durch Jugendgruppen sei er auf Seelsorgerinnen und Seelsorger gestoßen, die ihm ein ganz anderes Bild von Kirche vermittelten als das heute oft vorherrschende: „Das waren super fitte Leute, die überhaupt nicht für eine langweilige, altbackene Kirche standen – im Gegenteil. Sie haben so eine innere Freiheit ausgestrahlt, eine Bodenhaftung, weil sie ihr Leben auf Jesus Christus ausgebaut haben. Das fand ich wirklich faszinierend. Diese Leute sind für mich zu Vorbildern geworden, denn sie haben mir gezeigt, dass Gott uns zu aufrechten, starken und freien Menschen machen möchte.“ Abgesehen von diesen Erfahrungen habe es aber noch weitere Marksteine auf seinem Weg gegeben – einer davon die Messdienerwallfahrt 2010 nach Rom. „Ich kann mich an Momente erinnern, wo es mir wie Tomaten von den Augen fiel. Gar nicht mal die großen lauten Jubelmomente auf dem Petersplatz. Eher die stillen Momente, als ich mir überlegt habe: Hier sind jetzt gerade 50.000 Messdiener um mich herum, was für eine tolle Gemeinschaft, in der ich einen Platz habe. Das hat ganz viel Bestätigung und Motivation bei dieser existenziellen Suche ausgelöst“.  

Nach dem Abitur am Neuwieder Heisenberg-Gymnasium wollte Schützeichel die Zeit bis zum Studium sinnvoll überbrücken und begann einen Freiwilligendienst in der psychiatrischen Abteilung bei der Marienhaus GmbH. Im Herbst 2012 begann seine Zeit am Priesterseminar Trier. Fünf Jahre Theologiestudium führten ihn an verschiedene Orte: Vier Semester studierte er in Trier, eines in Rom, weitere drei in München und zwei in Sankt Georgen in Frankfurt.

Es sei so vorgesehen, dass die angehenden Priester in einem „Frei-Jahr“ an einer anderen Fakultät studieren, oftmals im Ausland. Es gehe darum, auch einmal das Leben außerhalb des Seminars kennenzulernen – für Schützeichel eine sehr sinnvolle Regelung. „Man lebt ja im Seminar schon eher wie in einem klösterlichen Kontext. Das hat sicher positive Seiten, etwa den Aspekt Gemeinschaft. Es ergibt für mich Sinn, mich meinen Fragen und denen anderer zu stellen und zu merken, dass ich einen Lebens- und Glaubensweg gemeinsam mit anderen zurücklege. Aber die Abgeschiedenheit ist nicht ausschließlich geeignet, einen auf das spätere Leben zum Beispiel in ländlichen Pfarreien vorzubereiten.“ Andere Luft zu schnuppern – das habe ihm besonders während seiner Zeit in München gut getan, erzählt er. „Es war eine gute Zeit der Bestärkung, in der Großstadt-Umgebung zu leben und dort Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden. Da gibt es Kontakte, die halten bis heute. Das hat meinen Weg nochmal auf einen guten Boden gestellt.“

Nicht als Einzelkämpfer, sondern im Team Glauben verkünden

2018 ging es für den angehenden Priester im Pastoralkurs dann in die Gemeinde Waldrach; die Kurseinheiten besuchte er gemeinsam mit angehenden Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten. „Ich finde wichtig, dass man berufsgruppenübergreifend unterwegs ist. Man arbeitet später sowieso zusammen. Und angesichts der heutigen Situation der Kirche wird es Glaubenskommunikation und Glaubensweitergabe nur noch im Team gehen. Nicht durch Einzelkämpfermentalität.“ Dass auch Strukturfragen ihn künftig begleiten werden und die Kirche sich in einem Veränderungsprozess befindet, sieht Schützeichel weitgehend gelassen: „In die Synode und ihre Umsetzung ist in den letzten Jahren viel Herzblut und Arbeit reingeflossen und es ist schade, dass noch keine Lösung gefunden wurde, von der alle glauben, dass sie hält. Aber ich hoffe, dass künftig ein gutes Maß zwischen Strukturdebatte und Inhalten gefunden wird. Die viel beklagte Ungewissheit kann ich auch spüren, aber trotzdem habe ich die Sicherheit, dass der Glaube nicht verloren geht. Mir persönlich ist wichtig, dass ich mit der Ursprungsbegeisterung für diesen Beruf in Berührung bleibe.“ 

(sb)                                

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RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103562 Mon, 07 Sep 2020 16:14:58 +0200 Konstruktive Gespräche über Arbeitspapiere aus Synodalforen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/konstruktive-gespraeche-ueber-arbeitspapiere-aus-synodalforen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/a/csm_Synodaler-Weg-95-_copyrightSynodaler-Weg-Klaus-Landry_d497135873.jpg" width="150" height="104" alt="" />Zehn Delegierte aus dem Bistum haben an der Regionenkonferenz des Synodalen Wegs teilgenommen. Ludwigshafen/Trier – Coronabedingt haben am 4. September in Berlin, Dortmund, Frankfurt a. M., Ludwigshafen und München Regionenkonferenzen des Synodalen Weges stattgefunden. Statt der zunächst in Frankfurt a. M. vorgesehenen Synodalversammlung mit mehr als 230 Teilnehmenden hatten sich die Mitglieder der Synodalversammlung sowie Beraterinnen und Berater mehrerer Foren auf die fünf Städte aufgeteilt. An der Regionenkonferenz in Ludwigshafen haben zehn Delegierte aus dem Bistum Trier teilgenommen, darunter Diakon Stefan Stürmer, Delegierter der „Bundesarbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat“, der die Interessen seiner Berufsgruppe vertritt, und Prof. Dr. Angela Kaupp, Professorin am Institut für Katholische Theologie an der Universität Koblenz-Landau und Vertreterin der Interessen der Theologischen Institute in Deutschland. Gemeinsam berieten die insgesamt 46 Delegierten in Ludwigshafen über die vorgelegten Arbeitspapiere der Synodalforen zu den Schwerpunktthemen „Kirche in Zeiten der Corona-Pandemie“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“, und „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“.

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RSS Feeds bistum-trier Synodaler Weg (in Deutschland) Vermischtes
news-103561 Mon, 07 Sep 2020 15:10:05 +0200 Plätze für Mitfeier der Chrisam-Messe im Hohen Dom frei https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/plaetze-fuer-mitfeier-der-chrisam-messe-im-hohen-dom-frei/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_Chrisammesse-2_e20a08a44d.jpg" width="150" height="113" alt="" />Am 12. September wird Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom die Heiligen Öle weihen. Trier – In diesem Jahr findet die Chrisam-Messe am 12. September um 10 Uhr im Hohen Dom statt. Aufgrund der Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie konnten die Heiligen Öle, die im gesamten Bistum Trier bei der Spendung der Sakramente wie Taufe oder Krankensalbung verwendet werden, nicht wie gewohnt in der Karwoche geweiht werden. Im Anschluss an die Liturgie werden die Heiligen Öle an die Vertreter der Dekanate im Bistum Trier verteilt. Aufgrund der Corona-Hygieneauflagen ist das Platzangebot in der Domkirche begrenzt, es stehen jedoch rund 120 Plätze zur Verfügung, die über die Dominformation reserviert werden können und nach der Reihenfolge der Eingänge vergeben werden. Dabei ist zu beachten, dass eine Mitfeier nur nach vorheriger Bestätigung durch die Dominformation möglich ist. Anmeldungen können erfolgen per E-Mail an info(at)dominformation.de sowie per Telefon von Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 17.15 Uhr und Freitag von 9.30 bis 16.30 Uhr, Tel.: 0651-979079-0. Weitere Informationen – auch zu den geltenden Hygienebestimmungen – gibt es auf www.dominformation.de.

 (ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103558 Mon, 07 Sep 2020 09:20:47 +0200 Attraktive Alternative zum Status Quo anbieten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/attraktive-alternative-zum-status-quo-anbieten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_IMG_9171_01_aa63892b4b.jpg" width="150" height="93" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann berät sich erneut mit den Gremien über den Weg der Synodenumsetzung. Die Mehrheit trägt die Überlegungen der Bistumsleitung mit. Trier – „In welche Richtung sollen wir den Weg vorantreiben?“ Diese Frage hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Ende eines Treffens mit rund 170 Frauen und Männern aus dem ganzen Bistum am 5. September gestellt. Sie waren teils vor Ort in Trier St. Maximin zusammengekommen, teils online zugeschaltet, um die weiteren Schritte der Synodenumsetzung zu beraten. Der überwiegende Teil der Frauen und Männer aus Räten, Berufsgruppen und Einrichtungen signalisierten dem Bischof, dass sie die Überlegungen der Bistumsleitung (siehe https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020) mittragen.

„Raum der Nähe – Raum der Weite“

„Mit der Pfarrei haben wir einen Raum der Nähe, mit dem Pastoralen Raum einen Raum der Weite“: So beschrieb Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, die überarbeitete Planung. Die Pfarrei stelle für die Gläubigen ein erreichbares und überschaubares Territorium dar, mit allen Rechten, Pflichten und Aufgaben, die eine Pfarrei ausmachten. Mechthild Schabo zeigte zwei Varianten als Startpunkt auf: Eine Möglichkeit sei, die derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften zu Pfarreien zu fusionieren – das bedeute einen strukturellen Impuls für die Kirchenentwicklung und reduziere etwa die Anzahl der Gremien, bedürfe aber eines starken Eingriffs des Bischofs. Die zweite Variante sei, die bisherigen Dekanate und Pfarreiengemeinschaften aufzulösen und mit den bestehenden 887 Pfarreien zu starten, die dann auf freiwilliger Basis fusionieren könnten (siehe auch https://t1p.de/Synodenumsetzung-September2020, Folien 14-31). Hierzu gab die Versammlung kein eindeutiges Stimmungsbild; insgesamt zeichnete sich aber Zustimmung zu einem Weg mit mehr Gestaltungsspielraum vor Ort und einem weniger straffen Zeitplan ab.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103557 Mon, 07 Sep 2020 07:38:13 +0200 Eine besondere Ehre https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/eine-besondere-ehre/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_Bildergalerie_3_Orden_fe953c9451.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bildergalerie 3 Orden" />Eine besondere Auszeichnung erhielt Prof. Ewerhart aus Wassenach. Der Kirchenmusiker wurde von Papst Franziskus mit dem Gregoriusorden geehrt. Wassenach – Eine besondere Auszeichnung hat Prof. Dr. Rudolf Ewerhart aus Wassenach aus den Händen des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann erhalten: Der Musikwissenschaftler erhält den Orden des Heiligen Gregors des Großen; kurz Gregoriusorden. Dieser ist eine der höchsten Auszeichnungen, die der Papst an Laien vergibt und somit herausragende Verdienste für die katholische Kirche würdigt.

„Als der Bischof am Telefon war und mitteilte, dass ich den Orden erhalte, war ich sehr überrascht und zu Tränen gerührt“, berichtet Ewerhart von seinen Emotionen. Die Auszeichnung sieht der Kirchenmusiker auch als Lob und Dank für seine Zunft. „Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich“.

In Lebach (Saarland) 1928 geboren, wuchs er in Trier auf und sang als Jugendlicher im Chor der Trierer Domsingknaben. Nach dem Krieg studierte Ewerhart katholische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln, woran sich das Studium der Musikwissenschaften mit dem Abschluss der Promotion anschloss. Er war an Hunderten von Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen beteiligt – als Dirigent oder Musiker. Zudem dirigierte Ewerhart jahrzehntelang den Trierer Motettenchor und den Santini-Kammerchor Münster/Köln.

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news-103550 Sun, 06 Sep 2020 06:27:00 +0200 Gott und die Welt @home https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-und-die-welt-home/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/7/csm_Gott-und-die-Welt-home_pixabay-Chris-Montgomery_46ff6a74b5.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Abteilung Jugend im Bistum Trier organisiert einen moderierten Zoom-Videochat, der in lockerer Atmosphäre zum Austausch einlädt. Bistumsweit – Mit Freunden treffen, interessante Gespräche im Café führen oder spannenden Impulsvorträgen in öffentlichen Einrichtungen lauschen: Das alles war während des Corona-bedingten Shutdowns nicht möglich und ist auch jetzt noch mit der Einhaltung strenger Hygieneregeln verbunden. Deshalb bietet die Abteilung Jugend im Bistum Trier einen moderierten Zoom-Videochat, der in lockerer Atmosphäre zum Austausch einlädt. An einem Mittwoch im Monat, von 20 bis 21.30 Uhr, treffen bei „Gott und die Welt @home“ Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Europa mit Experten zusammen, um ein vorab festgelegtes Thema zu besprechen. Die Vorbereitungsgruppe unter der Leitung von Christel Quiring, Referentin in der Abteilung Jugend im Bistum Trier, greift nach Bedarf aktuelle gesellschaftspolitisch relevante Themen auf, kümmert sich um die technische Umsetzung und setzt in Kooperation mit den Teilnehmenden inhaltliche Schwerpunkte.

Die kommende Video-Session am 9. September beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beim Einkauf und geht auf Aspekte wie fairen Handel, globalisierte Lieferketten und Ernährung ein. Als Experten sind Sabine Mock und Michael Jakobs von der Lokalen Agenda 21 Trier e.V. geladen.

Auf www.jugend-bistum-trier.de/angebote/aktionen-und-projekte/gott-und-die-welt-home/ gibt es weitere Information sowie einen Rückblick auf die vergangenen virtuellen Treffen. Anmelden können sich Interessierte bis Mittwoch, 9. September, 12 Uhr per E-Mail an jugend(at)bistum-trier.de; sie erhalten dann einen Link zur kostenfreien Teilnahme.  

(ih)

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news-103547 Sat, 05 Sep 2020 10:12:00 +0200 Ritter engagieren sich im Nahen Osten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ritter-engagieren-sich-im-nahen-osten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_Ritter_St-Thomas_205354eb09.jpeg" width="150" height="140" alt="" title="Ritter St Thomas" />30.000 Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem gibt es weltweit. Die Ritter und Damen der Komturei St. Matthias stellten sich und ihre Aufgaben dem Bischof bei einem Treffen in St. Thomas vor. St. Thomas/Koblenz – Markante Gestalten in schwarzen und weißen Mänteln geschmückt mit dem roten fünffachen Jerusalemkreuz: Das sind die Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem, einmal im Jahr live zu sehen im Trierer Dom, wenn Bischof Dr. Stephan Ackermann am 1. Mai das Weihefest der Kathedrale feiert. Nun wollten sie sich näher kennenlernen, der Bischof und die Grabesritter. Die derzeitige Chefin der Ritter, Ruth Kremer aus Koblenz, hatte dazu in das Exerzitienhaus St. Thomas in der Eifel eingeladen.

Die Leitende Komturdame Ruth Kremer nutzte die Gelegenheit, den Orden vorzustellen. Zurzeit gibt es 44 Ritter und Damen in der Komturei St. Matthias, die der Diözese Trier entspricht. 1868 vom Papst gegründet geht es von Anfang an um zwei Dinge: Das Lateinische Patriarchat in Jerusalem sollte finanziert werden. Erst seit 1847 gab es wieder einen katholischen Bischof im Heiligen Land, dem zuerst einmal die materiellen Ressourcen fehlten.

Zweitens sollen sich die Ritter und Damen als bekennende Katholiken geistlich auf die Grabeskirche beziehen und auch immer wieder dorthin pilgern und beten. Neben Juden und Muslimen gibt es Christen im Nahen Osten. Einige orientalische Kirchen gehen auf die apostolische Zeit zurück.

Heute sitzen die christlichen Palästinenser oft zwischen den Stühlen, weil sie in religiöser und nationaler Hinsicht Minderheiten angehören. Andererseits tragen sie eindeutig dazu bei, dass die Hoffnung, sich zu verständigen, nicht stirbt.

Die 51 Pfarrgemeinden des katholischen Patriarchats sind Inseln des Friedens. Es gibt zudem über 100 von Christen geleitete Schulen. Dort lernen Muslime und Christen zusammen. Zu hoffen ist, dass im Geiste Christi gebildete junge Leute Kraft und Mut finden zu verzeihen. Nicht nur in Corona-Zeiten profitieren arabische Christen vom Sozialfonds, der über die Pfarrer vor Ort nachgefragt und verwaltet wird. Einfach und unbürokratisch da sein für die Benachteiligten und zwar über die Religionsgrenzen hinaus, dazu helfen die Spenden der etwa 30.000 Ritter weltweit.

Bischof Ackermann zeigte sich beeindruckt vom eher stillen, aber nachhaltigen Engagement des Ordens. Als ehemaliger Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax kennt er das Heilige Land sehr gut. „Je öfter man da ist, desto zurückhaltender wird man mit Urteilen“, sagte er. Einfache Antworten gibt es nämlich nicht. Auch er hofft aber, dass Christen weiterhin vor Ort bleiben und das Heilige Land nicht zu einem „Disneyland“ christlicher Stätten wird.

Der Bischof feierte mit den Teilnehmern des Rittertreffens eine Heilige Messe; mit dabei waren der alte und der neue Prior der Komturei, Dechant Thomas Darscheid aus dem Dekanat Rhein-Wied und Schulpfarrer Martin Birkenhauer aus Saarbrücken.

Am Nachmittag tauschte sich die Gruppe aus über die neuesten Entwicklungen im Bistum nach der Intervention Roms.

Ruth Kremer informierte abschließend den Bischof darüber, dass im Jahr 2026 eine Investitur in Koblenz geplant sei. Während einer Investitur werden neue Mitglieder in der deutschen Statthalterei aufgenommen. Sie findet zwei Mal im Jahr statt. Während der Kapitelsitzungen werden Projekte vorgestellt und diskutiert. Eine Investitur ist ein Fest der ganzen Ordensfamilie, die zurzeit vom Statthalter Dr. Michael Schnieders aus Münster geleitet wird. (jf)

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news-103554 Fri, 04 Sep 2020 12:18:38 +0200 Priesterweihe und Weihe der Ständigen Diakone im Bistum https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/priesterweihe-und-weihe-der-staendigen-diakone-im-bistum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_trier_domliebfrauen_W_6d4cb4cc53.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die beiden Weihe-Gottesdienste werden live übertragen. Corona-bedingt können nur geladene Gäste im Dom teilnehmen. Trier – Sechs Männer werden am 26. September um 9 Uhr von Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Priestern geweiht. Ebenfalls in der Hohen Domkirche findet am darauffolgenden Tag um 14.30 Uhr die Weihe der Ständigen Diakone statt. Da aufgrund der Corona-Hygieneauflagen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, können nur geladene Gäste an den Weihe-Gottesdiensten im Dom teilnehmen. Wer dennoch mitfeiern möchte, kann die Pontifikalämter live im Fernsehen oder Internet verfolgen.

Empfangsmöglichkeiten der Gottesdienst-Übertragungen

Haushalte mit Kabelanschluss können die Übertragungen im Fernsehprogramm des OK54 Bürgerrundfunk sehen (Raum Trier, untere Saar, Ruwer, Mittelmosel, Süd- und Vulkaneifel – die Liste aller Kabelnetze gibt es auf www.ok54.de/technik-produktion-empfang). Der OK54 Bürgerrundfunk ist außerdem bundesweit über MagentaTV zu empfangen. Ob weitere OK-TV-Sender die Übertragungen übernehmen, ist noch nicht entschieden.

Wer diese Möglichkeiten nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit, die Gottesdienste via Internet-Stream zu verfolgen auf https://t1p.de/medial-mitbeten oder über den YouTube-Kanal des OK54 Bürgerrundfunks auf www.ok54.de/mediathek. Im Anschluss an die Liveübertragung sind die Videos dort jederzeit als Aufzeichnung abrufbar.
(ih)

 

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