Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Thu, 18 Jul 2019 16:05:05 +0200 Thu, 18 Jul 2019 16:05:05 +0200 Bistum Trier news-102051 Thu, 18 Jul 2019 15:49:29 +0200 Die syrisch-aramäische Gemeinde: eine große offene Familie https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-syrisch-aramaeische-gemeinde-eine-grosse-offene-familie/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_190325i_001_f846ce7bc0.jpg" width="100" height="150" alt="" />Warum die muttersprachlichen Gemeinden als Angebot für Menschen aus dem Ausland so wichtig sind, wird bei einem Besuch der syrisch-aramäischen katholischen Gemeinde in Saarbrücken deutlich. Saarbrücken - Über 100 Menschen sind in der Kirche St. Jakob in Saarbrücken zusammengekommen. Ihre Herkunftsländer – unterschiedlich, ihre Glaubensrichtungen auch. Unter ihnen sind Katholiken, aber auch Orthodoxe. Was sie vereint: die arabische Sprache. „Die Messe mache ich auf Arabisch, nur die Wandlung ist auf Syrisch“, erklärt Pfarrer Carlo Yachouh. Der 40- Jährige ist für die syrisch-aramäische Gemeinde zuständig. Er hat die Aufgabe des 2017 verstorbenen  Pfarrers Joseph Alkhoury übernommen. Yachouh kommt aus dem Libanon, aus der Hauptstadt Beirut. Dort lebte und arbeitete er in einem Kloster. Dass er jetzt hier ist, bedeutet ihm viel – auch wenn er nie geglaubt hätte, einmal so weit weg von seiner Heimat zu sein.

„Mein Patriarch hat mich gefragt, ob ich nach Deutschland gehen möchte. Ich habe gesagt: Wenn du in mir jemanden siehst, der den Menschen in Deutschland dienen kann, bin ich bereit, das zu tun.“
 

Gemeindemitglieder aus vielen Nationen

Anfangs sei es für ihn hier schwierig gewesen. Zum einen kannte er die Sprache nicht, zum anderen war die Ausgangssituation besonders. „Vater Joseph hat mehr als zehn Jahre hier verbracht, und die Leute waren mit ihm verbunden. Es ist nicht leicht, wenn jemand stirbt, an seinen Platz zu treten. Einige akzeptieren dich, andere nicht.“ Doch Yachouh versucht, für alle da zu sein. Denn seine Gemeinde könnte unterschiedlicher nicht sein: Syrer, Iraker, Libanesen, Jordanier, Palästinenser. Er betreut sie in Messen in Trier, Koblenz, Saarlouis und Saarbrücken.

Die ersten Leute sind schon über eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes da. Im vorderen Teil der Kirche bereitet sich ein Chor vor, denn jede Messe wird durch Gesänge mitgestaltet. Daneben hat sich eine Gruppe Kinder zusammengefunden, die ein Lied proben – eine Überraschung für den Muttertag. Da es nur einmal im Monat eine Messe gibt, nutzen sie diese für ihre kleine Aufführung.

Im hinteren Teil der Kirche findet eine Art Katechese statt. Dima Mestrih erklärt den Kindern den Kreuzweg – auf Deutsch. „Nicht alle Kinder verstehen Arabisch. Manche verstehen es zwar, sprechen es aber nicht. Oft mache ich es zweisprachig auf Arabisch und Deutsch, damit alle Kinder zuhören können. Dann kommen ja auch noch dialektale Unterschiede hinzu, weil wir aus verschiedenen Ländern kommen. Wenn ich Deutsch spreche, ist das egal.“

Die 37-Jährige ist seit fünf Jahren in Deutschland, sie stammt aus Syrien. Wie alle in der Gemeinde Mitwirkenden macht sie ihre Aufgabe ehrenamtlich. „Es macht uns sehr viel Spaß, und wir machen es von ganzem Herzen. Denn es bedeutet uns viel, wir sind wie eine kleine Familie. Wenn man aus einem fremden Land kommt und man trifft jemanden aus dem gleichen Land, der die gleiche Sprache spricht, hat man eine Verbindung, selbst wenn man sich nicht kennt.“

Das Angebot einer muttersprachlichen Messe bedeutet den Menschen viel. Zum einen ermögliche es, die Kinder mit der Kultur der Herkunftsländer vertraut zu machen, erklärt Mestrih. Aber es sei auch ein anderes Glaubensgefühl. „Am Anfang konnten wir nicht gut Deutsch, aber wir wollten auch beten. Und wenn man in einer fremden Sprache betet, hat man nicht das gleiche Gefühl wie wenn man in der Muttersprache betet. Wir haben natürlich auch Deutsch gelernt, gehen regelmäßig dort zur Kirche wo wir wohnen. Aber die arabische Sprache, das hat auch was mit dem inneren Gefühl des Glaubens zu tun.“

Yachouh findet es wichtig, den Kindern noch etwas über Jesus zu erklären. Denn in Deutschland, so sagt er, lerne man in der Schule darüber nur wenig. Das geht einher mit einer anderen Wahrnehmung. „Die Leute sind Christen, aber sie wissen nichts von Jesus. Aber ohne ihn kann ich doch kein Christ sein.“

Das ist auch einer der Gründe, warum er unbedingt die deutsche Sprache lernen will.  „Ich möchte dieses Land, die Deutschen entdecken. Für mich ist es ein Geheimnis, wie sie denken. Das möchte ich herausfinden, denn ich habe viele Fragen. Und ich bin glücklich, wenn ich die Sprache gut genug kann, um diese Fragen zu stellen. Ich möchte ein Gespräch, das tief ist. Mit der Zeit wird das kommen.“ Der Kontakt mit anderen sei für ihn sehr wichtig, und der Schlüssel dazu sei die Sprache. „Den anderen verstehen, heißt ihn respektieren. Deshalb strenge ich mich wirklich an.“

Die Messe ist vom Ritus her der lateinischen ähnlich. Kleine Unterschiede gibt es aber trotzdem. Handkommunion sucht man hier vergebens und auch der Friedensgruß ist anders gestaltet „Bei uns gibt man sich nicht einfach die Hand.“  Der Priester gibt den Friedensgruß vom Altar an die Messdiener. Diese holen ihn dort quasi ab und bringen ihn zu den Besuchern in die Bänke. „Nicht einer dem anderen, sondern alle bekommen ihn vom Altar“.

Beim Vaterunser ertönen dann in der Kirche plötzlich auch vertraute Worte. Nach der arabischen Version wird es auf Deutsch gebetet. Nach und nach möchte Yachouh gerne weitere deutsche Texte integrieren. Warum er das tut? „Damit unsere Messe nicht nur für die Leute ist, die arabisch verstehen, sondern auch für alle anderen.“ Denn prinzipiell ist der Gottesdienst für alle Interessierten offen. Was man hier nicht will, ist eine Parallelgesellschaft. Auch wenn einige Menschen Probleme haben, sich zu integrieren, was Yachouh aber verstehen kann.
 

Den Menschen dienen statt sie zu verurteilen

„Natürlich habe ich hier auch Leute getroffen, die vergessen, dass es ein Bistum gibt, das ihnen einen ausländischen Priester zur Verfügung stellt. Aber diese Leute sind in einer speziellen Situation. Sie haben viel verloren, manche sich selbst.“ Er habe viele Häuser besucht, und in jedem gebe es eine Geschichte. Manche seien hier, obwohl sie es gar nicht wollten. „Aber wo sollen sie hingehen. In vielen ihrer Herkunftsländer  gibt es Bomben und Tod.“

Die Leute, die er begleite, seien in gewisser Hinsicht in ihrem Inneren verletzt, was für viele die Integration erschwere. „Wenn jemand dann Dinge sagt, die nicht gut sind, respektiere und verstehe ich das. Ich bin hier, um ihm zu dienen, nicht um ihn zu verurteilen.“

Doch natürlich sind es nicht nur traurige Situationen, auf die der Priester trifft. Er bereitet auch Taufen vor oder begleitet Paare vor der Eheschließung. Als er durch die Kirche geht, hüpft ihm ein kleines Mädchen lachend und winkend entgegen. Das sind die schönen Momente, die er erlebt. „Weißt du“, sagt er, „ich bin seit 14 Jahren Priester und seit etwa einem Jahr in Deutschland. Dieses eine Jahr bedeutet mir so viel, wie die 14 davor zusammen.“

(Sarah Schött/Paulinus)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-102017 Wed, 17 Jul 2019 11:02:09 +0200 „Beratung kann Motor für Veränderung sein“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/beratung-kann-motor-fuer-veraenderung-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_Logo-Lebensberatung-im-Bistum-Trier-web_c1f0679594.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Logo Lebensberatung im Bistum Trier web" />2018 haben insgesamt 1.146 Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Angebot der Lebensberatung Saarbrücken in Anspruch genommen. Saarbrücken – „Unser Beratungsangebot ist vor allem Hilfe zur Selbsthilfe.“ So erklärt Diplom-Psychologin Maria Weber die Aufgabe der Lebensberatung Saarbrücken. „Wir, die Beratenden, können mit unserer Fachlichkeit unterstützen, einen Weg zu finden. Den Weg gehen müssen die Ratsuchenden selbst.“ Die Lebensberatung Saarbrücken wurde 2018 von mehr als 1.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgesucht, die sich mit ganz unterschiedlichen Problemen an die Lebensberatung gewandt haben. „Menschen, die bei uns Hilfe suchen, müssen sich zutrauen, etwas verändern zu können“, sagt Maria Weber. Viele haben beispielsweise die Vorstellung, keinen Einfluss auf das Verhalten ihrer Kinder zu haben, wenn diese sich außerhalb ihres zu Hauses auffällig benehmen. „Möglicherweise sind sie mit der Erfahrung groß geworden, bestimmten Menschen oder Situationen im Leben ohnmächtig ausgeliefert zu sein, ohne selbst Einfluss nehmen zu können.“ Beratung könne aber große Wirkung erzielen und ein Motor für Veränderung sein, so die Diplom-Psychologin.

Die Lebensberatung bietet zu ihrer Regelberatung Sprechstunden für Eltern in der Kita Lindenhof in Saarbrücken-Burbach sowie in der Kita St. Paulus in Malstatt im 14-tägigen Rhythmus an. Zudem steht in den Willi-Graf-Schulen und der Marienschule in Saarbrücken alle zwei Wochen eine Mitarbeiterin der Lebensberatung zu Sprechstunden für Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Insgesamt haben 2018 1.146 Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Angebot der Lebensberatung Saarbrücken in Anspruch genommen. 512 weitere Personen nahmen an Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen der Lebensberatung teil. Das geht aus dem Jahresbericht 2018 hervor. Die wichtigsten Themen bei Kindern und Jugendlichen waren: Partnerschaftskonflikte der Eltern, deren Trennung und Scheidung, Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten, Erschöpfung oder Überlastung der Eltern sowie oppositionelles Verhalten. Mehr als 48 Prozent aller beratenen Kinder und Jugendlichen lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie.

Pro abgeschlossenen Fall erbrachte die Lebensberatung durchschnittlich rund sieben Stunden Beratungszeit. Für alle Ratsuchenden ist das Angebot der Saarbrücker Lebensberatung kostenfrei. Die Beratungsarbeit kostete im vergangenen Jahr rund 458.000 Euro. Finanziert wurde das Angebot zu 55 Prozent durch das Bistum Trier und zu 45 Prozent durch den Regionalverband Saarbrücken.

Die Lebensberatung Saarbrücken des Bistums Trier befindet sich im Johannes-Foyer, Ursulinenstraße 67 und hat die Telefonnummer 0681-66704.

(dh)

]]>
Saarbrücken bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Information Jugend Politik / Gesellschaft Prävention Vermischtes
news-101841 Tue, 16 Jul 2019 08:34:00 +0200 Genau hingeschaut https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/genau-hingeschaut/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Synode_Birkenfeld_7cd142c506.jpg" width="150" height="113" alt="Dechant Clemens Kiefer (Zweiter v. links) und Dekanatsreferent Christian Pesch (Dritter v. links) hören den Teilnehmenden zu" title="Synode Birkenfeld" />Was genau und wo sind "Orte der Kirche" im Raum Birkenfeld? Darüber diskutierten Dechant Kiefer und Dekanatsreferent Pesch mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Birkenfeld – Was sind eigentlich „Orte von Kirche“ und wo sind sie in Birkenfeld zu finden? Dechant Clemens Kiefer und Dekanatsreferent Christian Pesch diskutierten mit Interessierten über die Umsetzung der Bistumssynode im Allgemeinen und nahmen sich den Fragen sowie Befürchtungen an.

Zum 1. Januar werden die Pfarreiengemeinschaften Birkenfeld, Idar-Rhaunen-Bundenbach, Kirn, Nahe-Heide-Westrich und Oberstein die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Idar-Oberstein bilden. Neben dieser neuen Zuordnung gibt es weitere Änderungen, die durch die Ergebnisse der Synode in Bewegung gesetzt werden. Ein Ziel ist es, dass ehrenamtliche Gruppen oder Institutionen in der neuen Pfarrei eine größere Bedeutung erlangen. Sie können sich als „Orte von Kirche“ bestätigen lassen. In der Synodalversammlung, einem neuen Gremium, erhalten sie eine eigene Gewichtung. Dadurch können Ehrenamtliche die Geschicke der Pfarrei mitbestimmen.

„Orte von Kirche“ können Gebetskreise, Krankenhäuser, Messdienergruppen oder Nachbarschaftshilfen sein. „Diese Orte dienen dem Aufbau der Gemeinde und sind missionarisch-diakonisch ausgerichtet“, erklärte Dechant Kiefer. Dazu zählen auch Kindertagesstätten. Dort wird der christliche Glauben unter anderem durch das Feiern von Ostern oder St. Martinsumzüge gelebt.

Der Jugend- und Kinderchor könne doch ein Ort von Kirche sein, schlug Manfred Graf aus Birkenfeld vor. „Hier engagieren sich viele Jugendliche“. Auch beim Pfarrfest gebe es viele Menschen, die helfen. Die Teilnehmenden ergänzten weitere Orte von Kirche: Frauentreff, Kleiderstube, Stammtisch mit dem Pfarrer nach dem Sonntagsgottesdienst, Kolping, Sternsinger-Gruppen und die Tafel. „Wir brauchen Orte, an denen wir über unseren Glauben reden können“, machte Kiefer deutlich.

]]>
Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Synode Synode: Umsetzung
news-101975 Mon, 15 Jul 2019 14:52:58 +0200 Boliviensammlung im Bistum wieder erfolgreich https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/boliviensammlung-im-bistum-wieder-erfolgreich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Logo_Boliviensammlung_01_79c9a63a1f.jpg" width="150" height="62" alt="" />Bei den drei Kleidersammlungen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums kamen insgesamt 830 Tonnen Kleidung und Schuhe zusammen. Trier – 6.000 Helferinnen und Helfer haben die Frühjahrssammlung des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier wieder zu einem Erfolg werden lassen: Bei den drei Kleidersammlungen im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums kamen insgesamt 830 Tonnen Kleidung und Schuhe zusammen. Damit verzeichnet der BDKJ nur einen leichten Rückgang von 43 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Mit den Erlösen aus dem Verkauf der gebrauchten Kleidung unterstützt der BDKJ seit vielen Jahren kontinuierlich die bolivianischen Partner vor Ort.

„Der solidarische Einsatz der vielen Engagierten an den Sammeltagen ist immer wieder beeindruckend. Er ermöglicht konkrete Zukunftsperspektiven durch Bildung für Kinder und Jugendliche in Bolivien“, unterstreicht Matthias Pohlmann vom BDKJ-Bolivienreferat. Ein aktuelles Thema ist für den BDKJ die Krise auf dem Altkleidermarkt, die den Absatz der Sammelware erschwert und die Erlöse mindert. Hintergrund sind die durch „Fast-Fashion“ verursachten immer schneller werdenden Modetrends, die eine Schwemme von Altkleidern in minderer Qualität produzieren. Inzwischen werden in Deutschland eine Million Tonnen im Jahr in Sammlungen gegeben. Der Dachverband FairWertung analysiert und bewertet diese Marktentwicklungen sehr kritisch (www.fairwertung.de). Der BDKJ ruft deshalb zu einem bewussten Umgang mit Kleidung auf, sowohl beim Kauf und bei der Abgabe in die Sammlung.

Die Erlöse aus den Boliviensammlungen fließen an die Partnerorganisationen in Bolivien und gewährleisten die wichtige und unerlässliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Die Nationale und Jugend- und Berufungspastoral (PJV) koordiniert die Jugendpastoral in ganz Bolivien. Ein besonderer Erfolg der PJV war die 72-Stunden-Aktion 2019 mit rund 3.000 engagierten Jugendlichen. Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in den ländlichen Regionen des Erzbistums Sucre für ca. 2.000 Kinder und Jugendliche. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind die Ermöglichung von Schulbildung, die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels.

Ein Beispiel der konkreten Bildungsarbeit ist ein Projekt zur Prävention von häuslicher Gewalt gegen Kinder und der Gewalt an Schulen. 175 Kinder der Zentren zur sozialen Unterstützung haben in Workshops gelernt, wie Gewalt gegen Kinder und Gewalt in schulischem Kontext verhindert werden kann. Außerdem gab es Fortbildungsveranstaltungen für Eltern und Lehrer. Die Kinder und Schüler gründeten Streitschlichtungs-Teams, die für die anderen Schüler an ihren gelben Westen erkennbar sind. Das Projekt fördert sichtbar eine Kultur des guten Miteinanders und des Friedens bei Kindern, Eltern und in den Gemeinden insgesamt.

Weitere Informationen gibt es unter: www.boliviensammung.de

(red/sb)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bolivienpartnerschaft
news-101895 Mon, 15 Jul 2019 08:00:00 +0200 Obdachlose mit anderen Augen sehen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/obdachlose-mit-anderen-augen-sehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_JulianeKrahling_8a2f11e268.jpg" width="150" height="75" alt="" />Das Caritas-Fotoprojekt "Repicturing Homeless“ will die Wahrnehmung gegenüber Obdachlosen verändern Trier – Obdachlose Menschen leben meist am Rande unserer Gesellschaft. Sie erfahren abfällige Blicke, werden verurteilt und angefeindet oder gar als minderwertig angesehen. Eine Kampagne, die vom Caritasverband Trier e.V. umgesetzt wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Wahrnehmung zu hinterfragen und Obdachlose mehr in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Für das Projekt „Repicturing Homeless“ hat der Caritasverband Trier wohnungslose Menschen eingeladen, sich als Models für sogenannte „Stockbilder“ ablichten zu lassen. „Stockbilder“ werden von Unternehmen und Agenturen beispielsweise für Kommunikations- und Werbemaßnahmen genutzt. Während der Aktion wurden Trierer Obdachlose für Motive aus den gefragtesten Stock-Image-Kategorien abgelichtet, so etwa als Manager oder als Modeladenbesitzerin. Für die hierbei entstandenen Bilder können nun bei der internationalen Bildagentur „Getty Images“ Nutzungsrechte erworben und die Bilder verwendet werden. Der Erlös aus dem Bildervertrieb kommt der Wohnungslosenhilfe des Caritasverband Trier e.V. zu Gute.

„Wir wollen den Blick auf wohnungslose Menschen korrigieren. Sie werden oft vorurteilsbehaftet und damit negativ wahrgenommen. Dabei sind sie Menschen wie du und ich, und Wohnungslosigkeit kann jeden von uns treffen. Durch den Perspektivwechsel will der Caritasverband Trier dazu beitragen, dass wohnungslose Menschen nicht mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden“, erklärt Dr. Bernd Kettern, Direktor des Caritasverband Trier. Die Idee zu dem Shooting hatte Nina Petry, Marketingleiterin des Caritasverband Trier e.V. Im Internet war sie auf die gleiche Aktion im Raum Düsseldorf gestoßen. Gleichzeitig fand sie in Fotograf Edouard Olszewski jemanden, der auf der Suche nach einem sozialen Projekt war. Um die Obdachlosen zu „verwandeln“ gewannen die beiden Unterstützer wie das Modehaus Marx, Michelle Weyand vom „Glowreich“ Make-Up & Hair Studio; Jeannette Schirmer mit ihrem Friseursalon „Kopfsalat“ und den Optiker „Glasklar“.

Am Tag des Fotoshootings wurden die Obdachlosen mit anderen Augen gesehen – für viele ging damit bereits ein Wunsch in Erfüllung. Schon lange hatten die Teilnehmer sich nicht mehr so wertgeschätzt gefühlt, wie sie berichteten. Durch das Shooting hätten sie neues Selbstbewusstsein und Mut geschöpft, an diese Erfahrung anzuknüpfen.

Auf youtube gibt es jetzt auch den Film der Kampagne zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=q0kGBssOSB4&t=5s. Weitere Informationen zur Arbeit der Caritas finden sich unter: www.caritas-region-trier.de

(red/sb)

 

]]>
Redaktion RSS Feeds caritas-trier Caritas / Soziales
news-101896 Sun, 14 Jul 2019 11:14:00 +0200 Nützliche Kleinigkeiten und aufrüttelnde Informationen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nuetzliche-kleinigkeiten-und-aufruettelnde-informationen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/e/csm_AktionArbeit_Aktionsbox_Steyven_070687511b.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die ausleihbaren Aktionsboxen der Aktion Arbeit richten den Blick auf die Langzeitarbeitslosen. Sie sind gefüllt mit kleinen, nützlichen Dingen wie einem saarländischen Schwenker-Wender. Trier – Die Aktion Arbeit im Bistum Trier, eine Initiative zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen, bietet an verschiedenen Standorten Aktionsboxen zum Ausleihen an. Die Boxen sollen über die Situation von Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit informieren. Sie sind gefüllt mit kleinen, nützlichen Dingen, die gegen eine Spende zugunsten der Aktion Arbeit angeboten werden können, etwa bei Pfarrfesten oder anderen Veranstaltungen.

Wer sich schon immer gefragt hat, ob es beim Grillen eine gute Alternative zur Grillzange gibt, dem sei ein echter saarländischer Schwenker-Wender ans Herz gelegt. Diesen und weitere sinnvolle Dinge finden sich in den Aktionsboxen. Dazu gibt es fundierte Informationen über die Aktion Arbeit selbst. „Mit unseren Aktionsboxen wollen wir vor allem die Arbeit in den Beschäftigungsbetrieben in unserem Bistum ein wenig darstellen“, so die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven. In den Boxen finden sich in verschiedenen Fächern kleine Dinge, die in den Beschäftigungsbetrieben gefertigt oder verkauft werden. So etwa Flaschenöffner der Erwerbslosenselbsthilfe in Püttlingen oder auch Magnet-Engel der Jugendhilfe Don Bosco aus Welschbillig. Auch die Aktionsboxen selbst wurden in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Trier hergestellt, ebenso das zugehörige Inhaltsverzeichnis und der erklärende Flyer.

Derzeit sind zwei Aktionsboxen im Umlauf. Sie stehen bei der Aktion Arbeit in Trier und im Kleiderladen der CarMen gGmbH in Koblenz. An beiden Orten können sie ausgeliehen und bei Festen oder Veranstaltungen ausgestellt werden. Zusammen mit dem erklärenden Flyer sprechen sie für sich selbst. Die kleinen Dinge, die sich in den Kisten befinden, dürfen Interessierte mitnehmen – eine Spende zu Gunsten der Aktion Arbeit ist willkommen. Weitere sechs Aktionsboxen werden in den nächsten Wochen an unterschiedlichen Orten im Bistum Trier platziert und stehen dann auch für die Ausleihe bereit, unter anderem im Haus der Jugend Bitburg, in der Fachstelle Jugend Bad Kreuznach und im Dekanatsbüro Dillingen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Ausstellung einer Aktionsbox mit dem Einsatz eines Glücksrads zu kombinieren.

Die Boxen können gebucht werden über: Aktion Arbeit im Bistum Trier, Almedina Mujic, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Tel.: 0651-7105144, aktionarbeit(at)bgv-trier.de und im Kleiderladen in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes, Hohenzollernstr. 118-120, 56068 Koblenz, Tel.: 0261-13906600, kleiderladen(at)carmenggmbh.de.

Das Ziel der Aktion Arbeit ist seit 1983, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 0651-7105-301 oder auf: www.aktionarbeit.bistum-trier.de

(tef)

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit
news-101905 Fri, 12 Jul 2019 15:54:36 +0200 Unabhängige Aufarbeitung mit Betroffenen ist geplant https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unabhaengige-aufarbeitung-mit-betroffenen-ist-geplant/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_CF004104_20x20_01_8071d73d01.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Bischof Ackermann" />Bischof Ackermann und Vertreterinnen des Bistums sind zum Gespräch mit MissBit zusammengekommen. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat sich am 11. Juli mit Mitgliedern von „MissBiT“ getroffen. MissBit ist nach eigenen Angaben eine unabhängige Selbsthilfeorganisation von Betroffenen sexuellen Missbrauchs und sexualisierter Gewalt durch Angehörige der katholischen Kirche im Bistum Trier. In dem von Joachim Frank (Köln) moderierten Gespräch sprachen für MissBit Thomas Kießling und Dr. Thomas Schnitzler mit Bischof Ackermann, Dorothee Bohr (Juristin), Dorothee Lappehsen-Lengler (Psychologin) und Judith Rupp (Pressesprecherin), die dem Beraterstab des Bischofs angehören.

Kießling und Schnitzler trugen verschiedene Kritikpunkte am bisherigen Umgang mit Missbrauchsfällen und der ihrer Meinung nach nur schleppend anlaufenden Aufarbeitung vor. Der Umgang mit von Missbrauch Betroffenen war durchgängig Thema des Gesprächs. So betonte Schnitzler, wie schwierig und erneut traumatisierend die oft „peinlichen Befragungen“ seien, wenn es darum gehe, Verdachtsfälle zu bestätigen. Die Vertreter von MissBiT forderten eine fallbezogene, unabhängige Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Bistum Trier zusammen mit Betroffenen, die auch „die Verantwortung des Episkopats“, also der Bischöfe, benenne, sagte Schnitzler. Weiter forderten sie von der Kirche unabhängige Anlaufstellen für Betroffene und die Verbesserung des Anerkennungssystems im Sinne von Entschädigungen. „Wir wollen eine adäquate Entschädigung für das erlittene Leid.“

Bischof Ackermann verwies auf die von den deutschen Bischöfen getroffenen Vereinbarungen und Konsequenzen aus der sogenannten MHG-Studie. Viele Punkte seien bereits auf den Weg gebracht, etwa die Vereinheitlichung der Personalakten oder die Überprüfung des Anerkennungssystems. Ihm seien breite Kooperationen wichtig: „Wir wollen nicht rein innerkirchliche Strukturen schaffen.“ Was die Schaffung von unabhängigen Anlaufstellen angeht, betonte Ackermann, alles zu unterstützen, „was hilft, das System niederschwelliger zu machen“.

Ackermann, der in regelmäßigen Kontakt mit Betroffenen steht, erklärte, die individuelle Aufarbeitung mit Einsicht in die Fallakte oder die Personalakte der Beschuldigten sei heute schon möglich. Bei der bistumsbezogenen Aufarbeitung werde er sich an die Kriterien und Standards halten, die mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung Rörig vereinbart würden. Die Mitarbeit von Betroffenen bei der Aufarbeitung sei selbstverständlich. Das gelte auch für das jetzt von ihm in Auftrag gegebene unabhängige Aufarbeitungsprojekt am ehemaligen bischöflichen Internat Albertinum in Gerolstein.

Bei dem Treffen sprachen auch von sexueller oder physischer Gewalt Betroffene aus anderen Kontexten über ihre Erfahrungen. Das Gespräch soll fortgesetzt werden, wenn die nächsten Schritte in der Aufarbeitung anstehen, vereinbarten die Vertreterinnen und Vertreter von MissBit und Bistum.

(JR)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Prävention
news-101902 Fri, 12 Jul 2019 15:05:48 +0200 Malteser mit neuem Bistums-Seelsorger https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/malteser-mit-neuem-bistums-seelsorger/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/d/csm_struth_matthias_280110_2069_d57e36b125.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Malteser im Bistum haben einen neuen Diözesanseelsorger. Der ist dem Verband kein Unbekannter. Graf von Plettenberg verabschiedeten sie mit Bedauern. Trier – Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg hat sein Amt als Diözesanseelsorger der Malteser an Matthias Struth übergeben. Sein Nachfolger ist Domvikar, Diözesanjugendpfarrer und Leiter der Abteilung Jugend im Bischöflichen Generalvikariat. An der Johannisfeier der Malteser Anfang Juli verabschiedete Diözesanleiter Antonius Freiherr von Salis-Soglio den alten und begrüßte den neuen Malteser-Seelsorger.

Nachdem Graf von Plettenberg bereits von 1999 an für einige Jahre als Diözesanjugendseelsorger gewirkt hatte, wurde er im Oktober 2011 Diözesanseelsorger der Malteser im Bistum Trier. Wie die Malteser in ihrer Pressemitteilung schreiben, habe Graf von Plettenberg als Freund und guter Kenner der Malteser den Ehren- und Hauptamtlichen immer wieder treffende geistliche Impulse und Worte mit auf den Weg gegeben, trotz knappen Zeitbudgets Malteser-Messen zuverlässig zelebriert  und  sich auch in Gremien wie dem Diözesanvorstand eingebracht. Er sei „Garant dafür gewesen, dass bei allen Diskussionen um Finanzen und organisatorische Vorgaben das Fundament und die Wurzeln des Tuns nicht aus den Augen verloren wurden“. Gleichzeitig sei er „ein verlässlicher Fürsprecher der Malteseranliegen im Bistum“ gewesen. Nach der Berufung zum Generalvikar und Verantwortlichen der Synodenumsetzung im Bistum Trier ließen die Herausforderungen ihm nicht mehr die Zeit, die Malteser als Diözesanseelsorger weiter zu begleiten. Zum Abschied überreichte Diözesanleiter Antonius von Salis-Soglio die Malteser Verdienstplakette in Silber an Graf von Plettenberg, dankte ihm für sein Engagement und wünschte ihm für die Aufgaben in der Umsetzung der Synodenbeschlüsse alles Gute. Mit ihren Pfarrbeauftragten wollen sich die Malteser in diesen Prozess mit einbringen und die Verbindung zwischen ihren Ehrenamtlichen und den Pfarrgemeinden stärken.

Dem 1971 geborene Domvikar Matthias Struth sind die Malteser nicht unbekannt. Als Diözesanjugendseelsorger und Bundesjugendseelsorger hat er die Malteser Jugend begleitet und deren Struktur kennengelernt. Mit über 500 Mitgliedern ist die Malteser Jugend einer der großen katholischen Jugendverbände im Bistum.

Mehr Informationen zur Arbeit der Malteser gibt es auf: www.malteser-trier.de

]]>
Trier bistum-trier Kirchliche Verbände
news-101676 Fri, 12 Jul 2019 07:45:00 +0200 "Es gibt einem etwas" https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/es-gibt-einem-etwas/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Hauskreis_Zilshausen_ded372d9a6.jpg" width="150" height="113" alt="" />"Orte von Kirche" ist ein Schlüsselbegriff bei der Umsetzung der Synodenergebnisse. Ein solcher Ort kann beispielsweise auch ein Hauskreis sein. Zilshausen – Als Werner Birkenheier die Beispiele von „Orte von Kirche“ im Bistumsheft „Einblicke“ las, fiel ihm auf, dass eine Form fehlte: Hauskreise. Dabei wäre diese Art von Zusammenkünften sicherlich eine Möglichkeit, den Glauben in kleinen Gruppen in der Fläche der neuen „Pfarreien der Zukunft“ zu leben.

Hauskreise, Hauskirchen oder Gebetskreise waren vor vielen Jahrzehnten weit verbreitet. „Die Oma meiner Frau und meine Oma haben sich regelmäßig mit anderen zum Beten getroffen“, weiß Birkenheier.

Sein überkonfessioneller Hauskreis ist unter dem Dach des Marburger Kreises, ein Netzwerk von Christen in Deutschland, organisiert. Die Treffen finden wöchentlich im Wohnzimmer der Familie Birkenheier in Zilshausen statt. Die zwei Stunden sind geprägt von singen, beten, persönlichem Austausch zu Glaubens- und Lebensfragen und von biblischen Impulsen.

Birkenheier lernt dadurch Jesus und die Bibel immer besser kennen. Seit mehr als 20 Jahren ist er schon dabei und seit rund zehn Jahren leiten er und seine Frau die Gruppe von derzeit acht Leuten.

Ziel der Gruppe im Hunsrück ist es, den christlichen Glauben in den Alltag zu integrieren. „Wir gehen der Frage nach: Was bringen uns christliche Werte im Miteinander? Dabei orientieren wir uns an der Bibel“.

Besonders bereichernd findet Birkenheier, dass für persönliche Anliegen gemeinsam– auch über eine längere Zeit hinweg – gebetet wird. „Das und die Treffen haben mir schon oft konkrete Hilfe im Beruflichen wie im Privaten gebracht“. Es sei eine praktische Lebenshilfe, sagt der Banker. „Ich kann daran teilhaben, was andere Menschen bewegt, und was ich dort sage bleibt auch diskret in der Gruppe“, berichtet er. „Es gibt einem etwas.“

]]>
RSS Feeds bistum-trier Themenart Information Pfarreien Seelsorge Synode Synode: Umsetzung Vermischtes
news-101877 Thu, 11 Jul 2019 16:21:43 +0200 Aufarbeitung mit und für Betroffene https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufarbeitung-mit-und-fuer-betroffene/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/b/csm_zitat-projektskizze-albertinum-4_0aa996e8c3.gif" width="150" height="150" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann beauftragt ein Projekt zur Aufarbeitung am bischöflichen Internat Albertinum in Gerolstein. Trier/Gerolstein – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat ein Projekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ in Auftrag gegeben. Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Bundschuh (Mönchengladbach) und die Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Bettina Janssen (Köln) werden die unabhängige Untersuchung durchführen.

Das Projekt startet mit einer Auftaktveranstaltung im Herbst und ist bis Sommer 2021 angelegt. In der Projektskizze heißt es, „sowohl sexuelle als auch psychische und physische Gewalt sollen Gegenstand des Projektes zur Aufarbeitung sein“. Anlass sind Rückmeldungen von ehemaligen Schülern des seit Anfang der 1980er Jahre geschlossenen Internats zu Gewalterfahrungen durch Mitarbeitende des Albertinums.

Zu den Bedingungen des jetzt geschlossenen Vertrags gehört, dass die beiden beauftragten Personen diesen Auftrag ohne Vorgaben durch das Bistum angehen und in eigener Verantwortung ein Konzept zur Aufarbeitung erstellen. Das Projekt folgt einem beteiligungsorientierten Ansatz und ist dementsprechend als Projekt gemeinsam mit Betroffenen angelegt. Die Interessen von Betroffenen und die Möglichkeiten und Grenzen des Projektträgers sollen gleichermaßen in die Feinkonzeption der einzelnen Projektbausteine einfließen. An der Auftaktveranstaltung teilnehmen können alle an der Aufarbeitung interessierten ehemaligen Schüler des Albertinums unabhängig von Opfererfahrungen, teilen Bundschuh und Janssen mit. Sie wollen transparent über die Ziele, Methoden, Beteiligungsmöglichkeiten und Maßnahmen informieren, um das Vertrauen von ehemaligen Schülern des Internats zu gewinnen und sie zu ermutigen, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. Unter www.albertinum-gerolstein.de informieren die Beauftragten fortlaufend über das Projekt. Auf dieser Seite kann die Projektskizze eingesehen werden, und dort wird am Ende auch der Abschlussbericht veröffentlicht.

Im September soll der Lenkungsausschuss mit Vertretungen von Betroffenen und des Auftraggebers sowie Fachleuten aus der Wissenschaft gebildet und die Auftaktveranstaltung terminiert werden. Die Einladung zu der Veranstaltung erfolgt unter anderem über die Presse.

(JR)

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Prävention
news-101844 Wed, 10 Jul 2019 14:22:37 +0200 Ehrenamtlich mitentscheiden und Verantwortung tragen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrenamtlich-mitentscheiden-und-verantwortung-tragen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_SynDok_Handeln_Orientierung_Engagement_e32042f251.jpg" width="150" height="150" alt="" />Im Rahmen von drei Infoveranstaltungen wird das Bistum über die Arbeit im Leitungsteam der Pfarrei und im Rat der Pfarrei informieren. Trier/Vallendar/Illingen – Die Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier sollen künftig von Teams geleitet werden, die sich aus jeweils drei Hauptamtlichen und bis zu zwei ehrenamtlich Engagierten zusammensetzen. Gemeinsam mit dem Rat der Pfarrei, dem bis zu 22 Ehrenamtliche angehören können, tragen sie die Verantwortung für die pastorale Entwicklung in der Pfarrei, für das Personal und die Ressourcen. Unterstützt werden die Leitungsteams dabei von den Fachabteilungen des Bischöflichen Generalvikariates Trier.

Um einen Einblick in die Aufgaben und das Anforderungsprofil sowie in die generelle Arbeit der Leitungsteams und die Arbeit im Rat der Pfarrei zu bekommen, bietet das Bistum Trier in drei Informationsveranstaltungen an. Eingeladen sind alle interessierten Ehrenamtliche, die an der Umsetzung der Synode mitarbeiten möchten, das Rahmenleitbild der Pfarrei anerkennen, „mit Zuversicht und Offenheit Veränderungsprozesse gestalten und begleiten wollen“ und „aus einem emanzipierten Christsein heraus ihren Glauben bezeugen können“, schreibt Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg in seiner Einladung zu den Veranstaltungen.

Die Informationsveranstaltungen finden an folgenden Terminen statt:

am Freitag, 6. September, 15 bis 21 Uhr, im Forum Vinzenz Pallotti (Aula), Pallottistr. 3 in 56179 Vallendar;

am Freitag, 20. September, 15 bis 21 Uhr, im Kulturforum Illipse, Burgweg 4 in 66557 Illingen;

am Samstag, 21. September, 10 bis 16 Uhr im Tagungs- und Gästehaus der Barmherzigen Brüder Trier, Albertus-Magnus-Saal, Nordallee 1, 54292 Trier/Trier-Nord (Achtung, geänderter Ort!)

Um eine Anmeldung bis zum 23. August für Vallendar und bis zum 6. September für Illingen und Trier wird gebeten beim Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, Mustorstr. 2, 54290 Trier, Tel.: 0651-7105-566 oder E-Mail: ehrenamt(at)bistum-trier.de.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.ehrenamt.bistum-trier.de. Allgemeine Informationen zum Leitungsteam, dem Rat der Pfarrei und dem aktuellen Stand der Umsetzung der Synode sind unter www.bistum-trier.de/heraus-gerufen zu finden.

(JR)

 

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Ehrenamt Synode Synode: Umsetzung
news-101818 Tue, 09 Jul 2019 16:10:53 +0200 Wo Frauen Zuflucht und eine Perspektive finden https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wo-frauen-zuflucht-und-eine-perspektive-finden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_skf_einsegnung2_4a0b7676fc.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Räume des neuen SkF-Dorfs Trier nach Abschluss der zweieinhalbjährigen Umbaumaßnahmen eingesegnet. Trier – Mitten in Trier ist ein „Dorf“ für benachteiligte und in Not geratene Frauen und Kinder entstanden: Der Sozialdienst katholischer Frauen in Trier (SkF) hat die in die Jahre gekommenen Gebäude des Mutter-Kind Hauses „Annastift“ und des benachbarten „Haus Maria Goretti“ für wohnungslose und psychisch kranke Frauen saniert und renoviert; auch der Außenbereich ist neu gestaltet worden. Den Abschluss der zweieinhalbjährigen Umbaumaßnahmen feierte der Sozialverband am 6. Juli mit vielen Gästen aus Politik und Kirche und natürlich den Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen mit einem Tag der offenen Tür. Morgens zelebrierte Bischof Stephan Ackermann den Festgottesdienst in der Liebfrauenbasilika und segnete im Anschluss die neuen Räume des SkF-Dorfs ein.

Es bleibe eine ständige Herausforderung, sagte Ackermann morgens in seiner Predigt, den Worten Jesu aus dem Matthäus-Evangelium zu folgen und immer auf die Nöte Hilfsbedürftiger und Schwächerer einzugehen. In den Sozialverbänden im Bistum Trier, wie dem SkF, gebe es viele engagierte Menschen, die auf der Spur Jesu unterwegs seien. Dennoch müsse man sich bewusst machen, sagte Ackermann den Papst zitierend, dass Menschen nicht „Objekte der Zuwendung seien“, denen man Nahrung, Wohnraum und Hilfsgüter zukommen lasse, sondern dass sie dieselbe Würde hätten wie man selbst. Ganz in diesem Sinne handle der SkF, wenn er Frauen eine Perspektive zu einem selbstbestimmten Leben gebe und Kräfte mobilisiere. Ackermann zeigte sich bei der Einsegnung der neuen hellen und freundlich eingerichteten Räume beeindruckt von dem durchdachten Konzept und kündigte an, die Einrichtungen auch künftig abseits von Feierlichkeiten „im Alltag“ besuchen zu wollen.

SkF Trier-Geschäftsführerin Regina Bergmann, die das Umbauprojekt leitete, stellte in einer Präsentation dar, wie aus den unansehnlichen Betonplattenbauten aus den 1970ern die modernen Wohneinheiten entstanden, die jetzt im Annastift 29 Müttern mit ihren Kindern Platz bieten und im Haus Maria Goretti 32 Plätze für wohnungslose oder psychisch kranke Frauen vorhalten. Die Vorstandsvorsitzende des SkF, Annette Laux, begrüßte die prominenten Gäste, darunter die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Vorstandsvorsitzende des SkF-Bundesverbands, Hildegard Eckert und Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

]]>
RSS Feeds bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Kirchliche Verbände
news-101809 Tue, 09 Jul 2019 10:36:25 +0200 923 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beraten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/923-kinder-jugendliche-und-erwachsene-beraten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/f/csm_LB_NK_01_a59dcbeb14.jpg" width="150" height="82" alt="" title="Logo Lebensberatung NK" />Im vergangenen Jahr haben 923 Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Angebot der Lebensberatung in Neunkirchen in Anspruch genommen. Neunkirchen – 923 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr das Angebot der Lebensberatung Neunkirchen des Bistums Trier in Anspruch genommen. 25 weniger als noch im Jahr 2017. 413 weitere Personen nahmen an Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen der Lebensberatung teil, das weist der Jahresbericht 2017 aus.

Die wichtigsten Themen bei den Kindern und Jugendlichen waren: eine psychische Erkrankung von Mutter oder Vater, Partnerschaftskonflikte der Eltern, Trennung und Scheidung, Probleme durch inkonsequentes Erziehungsverhalten sowie Vernachlässigung. 42 Prozent aller beratenen Kinder und Jugendlichen lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Die Erwachsenen kamen am häufigsten mit folgenden Themen in die Beratung: Belastung durch traumatische Erlebnisse, Depression, Kritische Lebensereignisse und Verlusterlebnisse, Selbstwertproblematik und Kränkungen sowie Probleme durch körperliche Erkrankungen oder Behinderungen. Die durchschnittliche Beratungsdauer für einen abgeschlossenen Fall lag bei etwas mehr als 8 Stunden. 2017 waren es etwa 11 Stunden pro Fall.

Das Fachberatungsteam um Diplom-Soziologe Martin Ludwig, dem Leiter der Lebensberatung, hat auch im vergangenen Jahr regelmäßig zusätzliche Sprechstunden in der Ottweiler Kindertagesstätte Lehbesch und im Neunkircher „Momentum“ angeboten. Hier bestehe die Möglichkeit, sich ohne Terminvereinbarung beraten zu lassen. Zusätzlich zum normalen Beratungsangebot bietet das Beratungsteam Mediation als Verfahren zur Konfliktregelung bei Familien- und Partnerschaftsproblemen an. Für Fachkräfte der Jugendhilfe sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Dienst oder in Bildungseinrichtungen wird eine fachliche Beratung bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdung angeboten. Für traumatisierte Flüchtlinge bietet das Team eine Erststabilisierung an. Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit werden durch Weiterbildung und Supervision unterstützt. Das Angebot in der Flüchtlingsarbeit erfolgt zusätzlich zum Regelangebot und wird durch das Bistum Trier extra finanziert. Im Jahr 2018 hat die Beratungsstelle zudem das Projekt „Stärkung der Erziehungskompetenz von (traumatisierten) Geflüchteten“ entwickelt.

Für Ratsuchende ist das Angebot kostenfrei. Die Arbeit der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle kostete im vergangenen Jahr rund 280.000 Euro, finanziert zu 60,1 Prozent durch den Landkreis Neunkirchen, zu 34,8 Prozent durch das Bistum Trier und 5,1 Prozent durch die Stadt Neunkirchen.

Die Lebensberatung Neunkirchen befindet sich in der Hüttenbergstraße 42, Telefon 06821-21919. E-Mail: lb.neunkirchen@bistum-trier.de
(dh)

]]>
Saarbrücken bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Information Jugend Prävention Seelsorge Vermischtes
news-101807 Tue, 09 Jul 2019 09:48:41 +0200 Pierre Fourier als „Patron der Reform“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/pierre-fourier-als-patron-der-reform/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/f/csm_Bischof_WallfahrtMattaincourt_ec00c4ba46.jpg" width="150" height="103" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann predigt bei der Wallfahrt der Diözese St.-Dié zum Grab des Heiligen, der 1589 in Trier geweiht worden ist. Mattaincourt/Trier – „In all den Veränderungen unserer Zeit in Politik, Gesellschaft und vor allem auch in unserer Kirche kann uns der heilige Pierre Fourier ein guter ‚Patron der Reform‘ sein.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 7. Juli, dem 430. Jahrestag der Priesterweihe des Heiligen, im Gottesdienst im französischen Mattaincourt betont. Ackermann nahm zusammen mit mehreren Domgeistlichen auf Einladung von Bischof Didier Berthet bei der jährlich am ersten Sonntag im Juli stattfindenden Wallfahrt der Diözese St. Dié (Vogesen) zum Grab des heiligen Pierre Fourier teil. Die Delegation hatte auch Épinal besucht, wo sich der Bischofssitz von Bischof Berthet befindet. Berthet hatte Trier zu den Heilig-Rock-Tagen besucht.

Fourier war 1589 in Trier geweiht worden. Heute lebe das Gedächtnis von Fourier vor allem in der Kirche weiter, die bis heute den volkstümlichen Namen der Kongregation von Pierre Fourier und Alix Le Clerc trägt, der „Welschnonnen“-Kirche, erläuterte Ackermann in seiner Predigt. In der Gestalt des „bon père de Mattaincourt“, wie Pierre Fourier schon zu Lebzeiten genannt worden sei, und im Besuch der Trierer Delegation an seinem Grab „leuchtet so die starke Beziehung auf, die uns seit Jahrhunderten miteinander verbindet“, betonte der Trierer Bischof. Mehr als 1.400 Jahre waren das Bistum Trier und die Diözesen Lothringens eng verbunden. „Und Dank der europäischen Einigung finden diese Räume heute wieder näher zueinander. So soll dieser Wallfahrtstag heute hier in Mattaincourt auch ein Zeichen dafür sein, dass diese gemeinsamen Lebensräume, die die heutigen nationalen Grenzen überschreiten, auch eine Frucht des christlichen Glaubens und des kirchlichen Lebens waren und wieder stärker werden sollen.“

Mit Blick auf das Wallfahrtsmotto, den Glauben an Jesus Christus öffentlich zu bezeugen und ihn weiterzugeben an andere („Aujourd`hui transmets ta foi!“) nannte Ackermann drängende Fragen der Zeit: Wie geht es weiter mit unserem Europa? Wie geht es weiter mit unserer Erde? Wie geht es weiter mit unserer Kirche? Christen seien dazu berufen, diese anstehenden Veränderungen, „auch wenn sie uns zuerst einmal Angst machen, mitzugestalten, damit aus ihnen etwas Fruchtbares für die Menschen erwachsen kann, damit so ein Stück mehr des Reiches Gottes im Heute erfahrbar wird“. Der Bischof ermutigte dazu, sich vom Beispiel des Heiligen Pierre Fourier anziehen zu lassen, der ein „glaubhafter Zeuge und missionarischer Bote“ gewesen sei.  Er sei zeitlebens bereit gewesen, sich selbst vom Evangelium her verwandeln zu lassen: „Er war offen für Gottes verwandelndes Wort und konnte sich so immer wieder auf Neues einlassen, auch abenteuerliche Wege beschreiten, um die Botschaft vom Reich Gottes zu den Menschen zu bringen.“ Als Seelsorger habe er ganz konkret gesehen, „was nottut, was die Anforderungen des Reiches Gottes im Hier und Jetzt waren: Bildung für die Kinder und spirituelle und wirtschaftliche Hilfen für die Familien und die Armen“. Fourier habe um die „Dynamik des Reiches Gottes“ gewusst: „Er hatte das Vertrauen, dass die zarten Pflänzchen, die er säen konnte, in der Lage sind, wirklich etwas zu bewirken. Sie können diese Welt verwandeln.“ 

(red/JR)

Die Predigt zum Nachlesen in deutsch / französisch.

 

]]>
Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-101251 Tue, 09 Jul 2019 08:37:00 +0200 Aus Azubis werden Tischler https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-azubis-werden-tischler/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_VBS_Sohrschied_Marlon_Karl_Magdi_ad577e9ba7.jpg" width="150" height="113" alt="Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) " title="VBS Sohrschied Marlon Karl Magdi" />Der VBS Sohrschied bietet Menschen eine Ausbildung oder Umschulung zum Tischler. Die Aktion Arbeit unterstützt den Verein in diesem Jahr mit 12.100 Euro. Sohrschied – „Man sieht am Ende, was man gearbeitet hat“, erklärt Magdi Gregis seine Begeisterung für den Beruf des Tischlers. Seit vier Jahren ist der Ägypter in Deutschland. Seine Ausbildung hat er in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied absolviert. Insgesamt vier junge Männer arbeiten momentan dort und fertigen hochwertige Möbel. Unterstützt wird der Verein von der Aktion Arbeit im Bistum Trier in diesem Jahr mit 12.100 Euro.

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, betont: „Eine Berufsausbildung ist die beste Prävention vor Familien- und Altersarmut.“ 72 Prozent der Betriebe, die Mitarbeitende suchen, suchen Menschen mit einer abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen, am Arbeitsmarkt und damit an der Gesellschaft teilzuhaben.

 Für Anna Werle ist der Verein ein guter Vernetzungspartner. „Wir arbeiten eng zusammen“, sagt die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun, zu deren Arbeitsfeldern unter anderem die interkulturelle Arbeit zählt. „Für Geflüchtete gibt es hier jede Form von Unterstützung“, betont sie bei einem Besuch in der Werkstatt. „Beim VBS bekommen Menschen eine Chance, die woanders untergehen würden. Die Unterstützung, wie sie hier stattfindet, wäre in anderen Unternehmen schwierig“, berichtet Anna Werle. Daher greift die Aktion Arbeit im Bistum Trier dem Verein seit Jahren finanziell unter die Arme. „Ohne dieses Geld würden wir das nicht schaffen“, gibt Sabine Bollhorst vom VBS-Team zu. Die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder gar keinen Schulabschluss. Die Betreuung ist zeitintensiv aber, wie man in der Bilanz sieht – seit 1984 wurden mehr als 150 Tischler ausgebildet – durchaus erfolgreich.

Ein kleines Zubrot ist das beliebte Tagungshaus, das vor allem von Gruppen genutzt wird. „Dort müssen unsere Azubis auch schon mal Möbel reparieren oder putzen“, berichtet der Ausbilder Martin Mersch-Bollhorst. Trotzdem ist die Initiative auf Spenden angewiesen.

]]>
Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Aktion Arbeit Beratung Bildung
news-101709 Fri, 05 Jul 2019 13:04:10 +0200 Neue Palliativversorgung für die Westeifel https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/neue-palliativversorgung-fuer-die-westeifel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/4/csm_1-Einsegnung-SAPV-Foto-Wilfried-Kootz_a90dd4f6eb.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Versorgung und Begleitung sterbenskranker Menschen im häuslichen Umfeld wird durch ein neues Angebot der Caritas jetzt auch in der Westeifel sichergestellt. Prüm – Die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) als neues Angebot des Caritasverbands (CV) Westeifel e.V. für den Landkreis Vulkaneifel, den Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Verbandsgemeinde Ulmen ist an den Start gegangen. Sitz der Koordinierungszentrale ist das Prümer Krankenhaus. Weihbischof Franz Josef Gebert weihte die neuen Räumlichkeiten am 1. Juli bei der Eröffnungsfeier ein.

Bereits seit 2007 ist sie gesetzlich verankert: Die Versorgung und Begleitung von Menschen mit nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen Erkrankungen in häuslicher Umgebung. Für die Westeifel wird sie seit Juli offiziell durch den Caritasverband Westeifel sichergestellt. Krankenschwester Regina Fromme ist die Koordinatorin des SAPV, Anästhesistin und Palliativmedizinerin Gabriella Rose ist leitende Ärztin. Das Kernteam besteht aus Ärzten und Palliativfachkräften, die von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Pflegediensten und Sozialstationen, Krankenhäusern, Hospizdiensten und stationären Hospizen, Apotheken, Sanitätshäusern sowie von Psycho- und Physiotherapeuten unterstützt werden.

Dieses ergänzende Versorgungsangebot für schwerstkranke Menschen könne nur in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten gelingen, wie das Team betonte. Weil Heilung nach menschlichem Ermessen nicht mehr möglich sei, gelte es, im Rahmen einer ganzheitlichen Betreuung den schwerkranken Menschen Lebensqualität zu schenken und Selbstbestimmung zu ermöglichen, sagte Fromme. Dabei spielten zwei Faktoren die Hauptrolle: Erstens Zeit. Beispielsweise für Gespräche mit den Patienten und Angehörigen darüber, was noch erledigt werden solle und was sie noch erleben wollen. Zweitens Sicherheit. Denn bei der SAPV handele es sich um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an sieben Tagen in der Woche. „Wir können dem Leben unserer Patienten nicht mehr Tage geben, aber ihren verbleibenden Tagen mehr Leben“, erklärte Rose. Dabei stelle das Versorgungsgebiet eine besondere Herausforderung dar. Seien doch mit 2.700 Quadratkilometern der Landkreis Vulkaneifel, der Eifelkreis Bitburg-Prüm und die VG Ulmen größer als das Saarland und die Entfernungen entsprechend weit.

Dass die Eröffnung der SAPV groß gefeiert wurde, begründete der Caritas-Direktor Winfried Wülferath mit der Vielzahl an Unterstützern und Wegbereitern bis zum Start. Und mit dem Wunsch, dass die Menschen von dem neuen Dienst erfahren sollen. „Das Team steht, die drei Räume hier im Krankenhaus sind startklar ausgerüstet. Es kann also losgehen“, sagte Wülferath. Mit Blick auf den bisherigen hohen finanziellen Einsatz des CV Westeifel hoffe er, dass der Dienst nach einer gewissen Zeit auskömmlich laufe. Der CV-Vorsitzende Friedbert Wißkirchen bezeichnete die SAPV als „einen neuen Stern am Caritas-Himmel“. Weihbischof Franz-Josef Gebert segnete die Räumlichkeiten ein und sagte: er gratuliere und danke allen Beteiligten, dass sie nicht locker gelassen hätten, bis der neue Dienst eingerichtet war. „Hier wird nicht Hilfe zum Sterben gegeben, sondern zum Leben im Sterbeprozess. Dafür lohnt sich alle Mühe.“

Mehr Informationen zur gibt es bei der Caritas-SAPV Westeifel: Koordinatorin Regina Fromme, Tel.: 0160-5420435, E-Mail: r.fromme@caritas-westeifel.de.

]]>
Trier caritas-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-101702 Fri, 05 Jul 2019 11:29:23 +0200 Engagement für Flüchtlinge verändert sich https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/engagement-fuer-fluechtlinge-veraendert-sich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/b/csm_willkommensnetz_1d9264a883.jpg" width="150" height="100" alt="" />Ungebrochen hoch ist das Engagement vieler Menschen im Bistum für Flüchtlinge: Aber die Formen verändern sich, weg von der Ersthilfe hin zu integrativen Maßnahmen. Trier – Das Engagement der Menschen im Bistum Trier für Flüchtlinge ist nach wie vor groß: 1.950 Ehrenamtliche setzen sich von Saarbrücken bis an die Ahr für die Bedürfnisse geflüchteter Familien, Erwachsener und Jugendlichen ein: Das hat das „Willkommens-netz“ im Bistum Trier im Juli bekannt gegeben. 900 dieser Ehrenamtlichen fragten dabei 2018 die Beratungsdienste des „Willkommens-netz“ an, das vom Bistum und dem Diözesancaritasverband getragen wird und die Flüchtlingshilfe im Bistum vernetzt.

Rund jedem zweiten Ehrenamtlichen konnten die zehn hauptamtlichen Ehrenamtskoordinatoren somit Hilfe und Rat geben. Sie beraten Ehrenamtliche beispielsweise bei Alltagsproblemen von Flüchtlingen, Wohnungssuche, Depression, Abschiebung, Rückführung oder Fragen der Familienzusammenführung. Wie die Koordinatoren berichten, zeichnet die Ehrenamtlichen hohe Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Geflüchteten aus. Das Willkommens-netz hat die Aufgabe, ihre Kenntnisse zu stärken, etwa durch den regelmäßigen Austausch mit hauptamtlichen Beratungsdiensten oder Schulung im Umgang mit Geflüchteten. Insgesamt wurden 66 Informationsveranstaltungen und 34 Schulungen für Ehrenamtliche im Jahr 2018 durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt der zehn Koordinatoren ist es, Hauptamtliche aus Jobcentern, Schulen, KiTas, sowie Hebammen und Ärzte zu beraten. Im Jahr 2018 waren das 200 Hauptamtliche und damit 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Flüchtlingshilfe selbst verändere sich seit einiger Zeit: So stehen die Ehrenamtlichen oftmals seit langer Zeit in engem Kontakt zu den Flüchtlingen; diese wiederum werden zunehmend selbstständiger und nabeln sich teilweise auch ab, wodurch sich die Beziehungen verändern oder abbrechen. Geflüchtete seien selbst inzwischen häufig ehrenamtlich tätig, um ihre guten Erfahrungen weiterzugeben.

Weiterhin sei zu beobachten, dass Geflüchtete selber ehrenamtlich mithelfen, um ihre guten Erfahrungen weiterzugeben und selber Beispiel für gelungene Integration zu geben. So entwickeln sich die künftigen Aufgaben des Willkommens-netz weg von der Erstversorgung hin zu konkreten Hilfestellungen für eine dauerhafte Integration (Arbeit, Sprache, Alltagsorganisation in Schulen und Kindergärten, usw.). Dieses Thema steht 2019 auch im Fokus des Seminars „Gemeinsam Sozialraum- Integrationsfähigkeit und soziale Teilhabe stärken“ vom 29. bis 30. August in Vallendar. Eingeladen sind Interessierte aus Kirche, Zivilgesellschaft und Politik. Weitere Informationen finden sich unter: www.willkommens-netz.de.

Wie die Deutsche Bischofskonferenz am 4. Juli mitteilte, haben die 27 deutschen Bistümer und kirchlichen Hilfswerke im Jahr 2018 rund 125,5 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt: 37,5 Millionen im Inland und 83,5 Millionen für die Unterstützung der Flüchtlinge im Ausland. Letztere Zahl spiegelt einen Zuwachs gegenüber den Mitteln wider, die 2017 aufgebracht wurden. Damit trägt die Kirche dazu bei, dass Geflüchtete in den Aufnahmeländern versorgt werden und eine Zukunftsperspektive entwickeln können. 2018 Deutschlandweit engagierten sich 5.100 Hauptamtliche und 51.000 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe.

]]>
Trier bistum-trier Flüchtlinge
news-101644 Thu, 04 Jul 2019 08:00:00 +0200 Zum Dienst des Priesters in der Pfarrei der Zukunft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zum-dienst-des-priesters-in-der-pfarrei-der-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/0/csm_PlattformP_147baee811.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Plattform P" />Die „Plattform P“ hat sich mit Bischof Ackermann getroffen und ihm ein Positionspapier zum priesterlichen Dienst in den neuen Pfarreien überreicht. Trier - Die „Plattform P“, ein Zusammenschluss von Priestern in Bistum Trier, hat bei einem Treffen Ende Juni ein Papier zum „Dienst des Priesters in der Pfarrei der Zukunft“ verabschiedet und es Bischof Dr. Stephan Ackermann übergeben. Das Positionspapier „will den zukünftigen Dienst der Priester in der Seelsorge umreißen und Orientierung bieten“, erläutert Pfarrer Dr. Michael Bollig (Trier), der zur Redaktionsgruppe gehört. Das Papier sei das erste Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses und mache deutlich, was viele Priester in der aktuellen Phase der Synodenumsetzung bewege und was ihnen wichtig sei. Es gehe darum, „Eckpunkte der priesterlichen Existenz in der Seelsorge der Pfarrei der Zukunft“ zu definieren, diese aber weit zu fassen.

In der Einleitung des Papiers heißt es, die Umsetzung der Synode im Bistum Trier bringe „große Veränderungen für alle pastoralen Dienste“. Da die überwiegende Zahl der Priester nicht in den Leitungsteams arbeite, beziehe sich der Dienst dieser Priester zukünftig verstärkt auf den Bereich der Verkündigung und der Heiligung. Leitungsvollmacht bedeute dann „geistliche Führung und gewinnt von dort her eine neue Dimension, die es tiefer zu entdecken und breiter zu entwickeln gilt“. Die Plattform P sieht daher Konsequenzen für den priesterlichen Dienst und die priesterliche Lebensform.

So wirbt das Papier dafür, den Dienst durch geregelte Zuständigkeiten für Orte, Einsatzfelder und Verantwortungsbereiche in Kooperation mit den Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort festzulegen, damit eine geistliche und menschliche Beheimatung möglich sei. Besondere Aufmerksamkeit solle dabei auf der missionarischen und diakonischen Kirchenentwicklung und der Perspektive der Vernetzung des Arbeitens vor Ort und mit der ganzen Pfarrei der Zukunft liegen. Als weiteren Punkt nennen die Priester ihren kompetenzorientierten Einsatz. Der Schwerpunkt des priesterlichen Dienstes liege in der Verdeutlichung des Wirkens Gottes im Leben von Menschen, sowohl in der Kirche als auch in der Welt. So soll einerseits der Priester bereit sein, durch Exerzitien oder Fortbildungen seine Kompetenzen und Begabungen zu vertiefen; andererseits soll die Bistumsleitung die Persönlichkeit der Einzelnen respektieren und fördern. Der Blick auf die priesterliche Lebensform ist das dritte Anliegen, das in dem Papier zur Sprache kommt. Es brauche „eine starke Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der Priester“. In der Pfarrei der Zukunft sollen sich Formen der geistlichen Gemeinschaft (via communis) und des Zusammenlebens (vita communis) entwickeln können. Es brauche regionale und überregionale Austauschforen sowie eine regelmäßige Kommunikation auf Bistumsebene, besonders zwischen dem Bischof und den Priestern.

Alle Priester im Bistum haben das Papier erhalten; es soll weiter als Diskussionsgrundlage dienen. „Ich denke, dass das Papier für alle Gruppen im Klerus einen ‚gemeinsamen Nenner‘ anbietet“, sagt Bollig. Das Wort von der „Einheit in Vielfalt“ gelte gerade auch für das Presbyterium (Gemeinschaft der Priester in einem Bistum). Sie sei „ein Schatz“ betont der Trierer Pfarrer, und es gehe keineswegs darum, „Gleichheit oder Gleichförmigkeit“ herzustellen. „Wir wollen nicht den einen nach-synodalen Priestertypus“, sagt er. Das Anliegen der Plattform P sei es vielmehr, dass die Priester wieder näher zusammenkommen und als Beitrag zu einer gelingenden Synodenumsetzung miteinander um ihre verschiedenen Positionen ringen. Bischof Ackermann, der an dem Treffen teilgenommen hatte, hat das Papier entgegengenommen und will es in die weiteren Beratungen zur Synodenumsetzung einbringen. Das Positionspapier gebe wichtige Hinweise und sei „hilfreich, weil es Perspektiven und Anregungen für die Ausgestaltung des priesterlichen Dienstes“ anbiete.

Das Papier ist hier im Volltext verfügbar.

(JR)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien Seelsorge Synode: Umsetzung
news-101648 Wed, 03 Jul 2019 12:15:44 +0200 Im Gespräch bleiben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/im-gespraech-bleiben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_UniTrier_Diskussion_Lammert_Ackermann_sschott_e6b402bd99.jpg" width="150" height="79" alt="" title="UniTrier Diskussion Lammert Ackermann sschott" />Bundestagspräsident a.D. Lammert und Bischof Ackermann haben an der Trierer Uni über das Spannungsverhältnis von Politik und Religion diskutiert. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann und Ex-Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU) haben am 1. Juli an der Universität Trier über das Verhältnis von Politik und Religion diskutiert. Die Diskussion war Teil der Gastprofessur Lammerts, veranstaltet vom Freundeskreis der Universität. Lammert hatte im April erste Impulse zum „unauflösbaren Spannungsverhältnis“ von Politik und Religion gegeben.

Mit dem Bischof sprach der Politiker, moderiert von Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Raab, unter anderem darüber, wie die Welt ohne den Einfluss des Christentums aussähe. So betonte Lammert, die Grundrechte seien im Kontext der europäischen Zivilisation entstanden – die maßgeblich durch das Christentum geprägt ist: „Nach meinem Verständnis ist die säkulare Figur der Unantastbarkeit der Menschenwürde die profane Übersetzung von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.“ Auch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte sei auf dem Boden der abendländischen Kultur entstanden. „Sie wurde verabschiedet von den Vereinten Nationen, die damals knapp 50 Mitgliedsstaaten hatten. Davon waren die meisten europäische Staaten.“ Würde dieses Thema heute in den Vereinten Nationen unter den veränderten Bedingungen der Zusammensetzung des Weltsicherheitsrates neu diskutiert, gebe es für die Erklärung keine Mehrheit mehr, vermutete der ehemalige Bundestagspräsident. Ackermann pflichtete ihm bei, dass die Menschenrechte im internationalen Kontext durchaus nicht unangefochten seien. „In der globalen Welt versucht man sie mit verschiedensten Argumenten zurückzudrängen, auch in Ländern, die stark christlich geprägt sind. Aber dann ist die Frage: Wie bleiben wir im Gespräch?“ Die Herausforderung sei, auch zukünftig in einen Dialog über den Grundbestand der internationalen Gemeinschaft einzutreten und ihn zu sichern.

 Besonders lebhaft diskutierten die beiden über das kirchliche Arbeitsrecht. Für Ackermann ist wichtig, wie sichergestellt werden kann, dass eine katholische Einrichtung auch als solche wahrgenommen wird: „Wir müssen klarer sagen, was das Profil einer katholischen Einrichtung ausmacht, woran wir das festmachen und wie wir es so begründen, dass es überprüfbar ist.“ Diskussionswürdig war dabei, wer letztendlich entscheidet, ob eine Stelle nah am kirchlichen Verkündigungsauftrag ist – und somit von einem katholischen Mitarbeiter besetzt wird – oder nicht. Lammert verdeutlichte seine Einschätzung humorvoll: „Ich sage mal etwas salopp: Als Kirchbesucher ist mir ein ungläubiger aber genialer Organist lieber als ein gläubiger, der die Orgel erkennbar nicht beherrscht.“ Es werde immer Grenzfälle geben, an deren Ende säkulare Gründe zählten. „Weder die Bischofskonferenz noch der Vatikan entscheiden, ob dieser oder jener Anspruch besteht, sondern es entscheiden ordentliche säkulare Gerichte.“ Ackermann hielt dagegen: „Das würde dem Selbstverständnis und dem Selbstverwaltungsrecht der Kirchen, so wie wir es haben, widersprechen.“ Die Kirchen müssten klarer definieren, was für sie zur Verkündigung gehört und was nicht. Gerichte könnten dann entscheiden, ob die Kirchen dabei stringent vorgingen.

Weitere Themen waren unter anderem das System der Kirchensteuer, die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche sowie ethische Fragen am Anfang und am Ende des Lebens. Nach der lebhaften Debatte öffnete Moderator Raab die Diskussion auch für das Publikum. Kritische Nachfragen kamen unter anderem zur Verbindung der zehn Gebote mit dem Grundgesetz sowie zur Rolle der Kirche in der Zeit des Holocaust.

(Paulinus/Schött)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Politik / Gesellschaft
news-101641 Wed, 03 Jul 2019 09:07:55 +0200 Hilfe beim Verlust eines geliebten Menschen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-beim-verlust-eines-geliebten-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_Lebensberatung_Logo_01_200e227d19.jpg" width="150" height="47" alt="" title="Lebensberatung Logo 01" />Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 100 Personen mehr die Angebote der Beratungsstelle wahr. Das geht aus der aktuellen Statistik der Lebensberatung Merzig für das Jahr 2018 hervor. Merzig – 1164 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im letzten Jahr die Lebensberatung des Bistums Trier in Merzig aufgesucht. Das waren über 100 Personen mehr als noch im Jahr 2017. Zusätzlich nahmen 111 Erwachsene, Kinder und Jugendliche an weiteren Angeboten der Lebensberatung wie Elternkursen, offenen Sprechstunden oder Weiterbildungen teil. Das geht aus der aktuellen Statistik der Lebensberatung Merzig für das Jahr 2018 hervor.

Im Blickpunkt des Jahresberichts steht die Trauerbewältigung. „Trauernde pendeln nach unserer Erfahrung zwischen der Realisierung des Unfassbaren und dem Versuch, eine innere Beziehung zu dem Verstorbenen aufzubauen“, sagte Renato Barachino, Diplom-Psychologe in der Lebensberatung Merzig. „Wir begleiten diesen Pendelprozess mit unterschiedlichen therapeutischen Methoden.“ Die Trauernden werden zum Beispiel dazu ermuntert, sich einen Ort zu suchen, an dem sie sich sicher fühlen und sich zurückziehen können, um den Verlustschmerz zuzulassen. Zudem werden die Betroffenen ermutigt, Abschiedsrituale zu finden oder Rituale, um die eigenen Trauergefühle zuzulassen, die als stabilisierendes Element dienen können.

Neben Trauer kamen die Menschen, die die Lebensberatung in Merzig 2018 aufgesucht hatten, aus unterschiedlichen Gründen; bei Kindern und Jugendlichen waren die wichtigsten Themen Trennung oder Scheidung der Eltern, Partnerschaftskonflikte, Eltern-Kind-Konflikte oder Überlastung und Erschöpfung. Etwas weniger als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen leben nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Erwachsene, die in die Lebensberatung kamen, hatten am häufigsten Probleme mit einer dysfunktionalen Interaktion oder Kommunikation, mit Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten oder mit kritischen Lebensereignissen sowie Verlusterlebnissen. Die Beratungsdauer betrug bei rund 43 Prozent der Fälle bis zu drei Stunden, etwa 38 Prozent zwischen vier und zehn, und nur etwa ein Fünftel benötigte mehr als 10 Stunden.

Ergänzend zu denen, die in die Beratungsstelle kamen, haben 11 Kinder und Jugendliche sowie 4 Erwachsene das Angebot der Online-Beratung im Bistum Trier genutzt.

Die Arbeit der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Bistums Trier kostete im vergangenen Jahr rund 340.000 Euro, finanziert zu 44 Prozent durch den Landkreis Merzig-Wadern und zu 56 Prozent durch das Bistum Trier. Für Ratsuchende ist das Angebot kostenfrei.

Die Lebensberatung Merzig befindet sich in der Trierer Straße 20, Telefon 06861-2549 oder 74847

(dh)

]]>
Saarbrücken bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Information Jugend Seelsorge Vermischtes
news-101624 Tue, 02 Jul 2019 15:19:12 +0200 Rom erkennt Eberschweiler als verehrungswürdig an https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/rom-erkennt-eberschweiler-als-verehrungswuerdig-an/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_Foto_von_Pater_Wilhelm_Eberschweiler_819215c9ea.jpg" width="107" height="150" alt="" title="Foto von Pater Wilhelm Eberschweiler" />Viele Gläubige hoffen auf ein "Wunder" im Seligsprechungsverfahren für Pater Eberschweiler. Eine Hürde in dem kirchenrechtlichen Verfahren wurde jetzt genommen. Trier/Rom – Im Seligsprechungsprozess von Pater Wilhelm Eberschweiler ist eine entscheidende Hürde genommen: Per Dekret hat Papst Franziskus am 19. Mai 2018 den „heroischen Tugendgrad“ anerkannt und Eberschweiler damit als „verehrungswürdig“ eingestuft. Pater Eberschweiler SJ ist damit nun ein „verehrungswürdiger Diener Gottes“, um dessen Seligsprechung die Gläubigen weiter intensiv beten und um dessen Fürsprache in einem besonderen Anliegen sie bitten können. Das entsprechende Dekret liegt dem Eberschweiler-Bund jetzt vor. Der lateinische und der deutsche Text wurden im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Trier vom 1. Juli 2019 veröffentlicht.

Nach dem Weggang der Jesuiten aus Trier im letzten Jahr hat der Eberschweiler-Bund seine neue Heimat in den Räumlichkeiten der Friedrich-Spee-Gesellschaft im Bischöflichen Priesterseminar gefunden. Der seit 1986 existierende Verein fördert die Verehrung und das seit 1951 in Rom laufende Seligsprechungsverfahren des 1837 geborenen und 1921 verstorbenen Jesuitenpaters Wilhelm Eberschweiler. Die etwa 3.400 Verehrerinnen und Verehrer erhoffen das kirchenrechtlich für die Seligsprechung erforderliche noch fehlende Wunder.

Der im saarländischen Püttlingen geborene Ordensgeistliche wuchs in den Eifelorten Waxweiler und Bitburg auf und legte sein Abitur in Trier ab. In der dortigen Jesuitenkirche ist der Pater seit der Überführung seiner sterblichen Überreste aus dem holländischen Exaten im Jahr 1958 auch bestattet. Noch heute wird sein Grab von sehr vielen Menschen besucht. Sie verehren in ihm einen liebenswürdigen, schlichten und bescheidenen Menschen, der vielen als Vorbild gilt. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat Pater Eberschweiler SJ so beschrieben: „Den Gläubigen seiner Zeit, und auch noch Generationen danach, war er eine herausragende geistliche Persönlichkeit, die es verstand, vielen Menschen Orientierung für ihr Leben zu bieten, sowohl Seminaristen und Priestern wie auch Laien.“

Weitere Informationen gibt es beim Vorsitzenden des Eberschweiler-Bund, Pater Dr. Ludger van Bergen, Tel.: 0651-208-2005, E-Mail: ludger.vanbergen(at)jesuiten.org, und auf der Homepage des Bischöflichen Priesterseminars Trier sowie auf dieser Seite.

]]>
Trier bistum-trier Information Orden
news-101615 Tue, 02 Jul 2019 13:11:00 +0200 Trapezkünstler in der Nachfolge Christi https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/trapezkuenstler-in-der-nachfolge-christi/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_Weihbischof-Peters-in-Schonstatt_e1d61595b8.jpg" width="150" height="100" alt="" />Zahlreiche Pilgerinnen und Pilger konnte Weihbischof Peters in Schönstatt begrüßen. Gemeinsam feierten sie einen Gottesdienst, an dem sich intensive Begegnungen anschlossen. Schönstatt/Vallendar – Mehr als 100 Pilgerinnen und Pilger fanden sich im Marienwallfahrtsort Schönstatt-Vallendar ein. Selbst die Vorhersage der Sahara-Hitze hielt die Menschen nicht ab. „Jeder bringt etwas mit, das ihm auf dem Herzen liegt“, berichtete Schwester M. Ursi Strässle, die an der Rezeption des Pilgerhauses mit vielen Menschen ein paar Worte wechselte.

Nach einem kurzen Besuch der Pilgergruppen am Urheiligtum begann der Gottesdienst mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters in der Pilgerkirche. Wallfahrtsleiter Pater Lothar Herter begrüßte ihn herzlich.

Zu Beginn seiner Predigt knüpfte Weihbischof Peters an den Abschluss des Seligsprechungsprozesses auf diözesaner Ebene von Pallottinerpater Franz Reinisch an. Er habe seine Berufung mit aller Konsequenz gelebt – ein beeindruckendes Vorbild – auch heute noch. In der ersten Lesung des vergangenen Sonntages werde von der Berufung des Elischa erzählt, dem Elija seinen Mantel umwirft. Bedeute Berufung, dass man „eingefangen“ werde? Nein, zur Freiheit seien die Menschen berufen und doch spiele sich das Leben in der Spannung zwischen Freiheit und Bindung ab. Es gäbe Menschen, die mit ihrem ganzen Leben das „Ja“ zu ihrer Berufung bezeugen. Der Weihbischof dankte an dieser Stelle den Marienschwestern und den Priestern und Patres der Schönstattbewegung für ihr Lebenszeugnis. Aber jeder sei durch die Taufe berufen, den Bund mit Gott zu leben und in der Welt zu wirken.

Man könnte heute viele Gründe finden, der Kirche den Rücken zu kehren. Doch Papst Franziskus ermutige die Deutschen in seinem Schreiben vom 29. Juni, die Erneuerung der Kirche im Licht des Evangeliums zu sehen und die Zeichen der Zeit ernst zu nehmen. Weihbischof Peters regte die Pilger an, das Schreiben des Heiligen Vaters selbst zu lesen. Es schenke Hoffnung, Zuversicht und Freude.

Ein Bild wolle er den Pilgern mitgeben. Der atemberaubendste Teil des Zirkusprogrammes sei der Moment, in dem der Trapezkünstler zum richtigen Zeitpunkt die Hände des einen Artisten loslasse, um dann von den Händen des anderen Artisten aufgefangen zu werden. Der richtige Moment des Loslassens sei wichtig – das mache auch die Kunst der Christusnachfolge aus. Selbst wenn der Mensch immer nach Wohlstand und finanzieller Sicherheit strebe, finde man nur in Gott selbst wirklichen Halt. Nachfolge Jesu hieße auch, aus dem Trott auszubrechen und sich zu entscheiden. Das mache offen für Neues. Christen seien Lebenskünstler, weil sie Freude ausstrahlen und dennoch auch um die dunklen Seiten des Lebens wissen.

Der Nachmittag begann mit einer Statio am Urheiligtum und am Grab Pater Reinischs. Weihbischof Peters besuchte den Impuls von Schwester M. Doriett Möllenkamp über Pater Reinisch.

Der Wallfahrtstag schloss mit einer Marienfeier. Heidi-Maria Schaum, Mitorganisatorin des Wallfahrtstages, dankte allen Mitwirkenden, vor allem den Busleiterinnen, für ihr Engagement – und sie dankte auch allen Pilgern, die trotz der großen Hitze die gute und frohe Atmosphäre aufrecht gehalten haben.

(red)

]]>
RSS Feeds bistum-trier Orden Vermischtes Wallfahrten/ Pilgern
news-101592 Mon, 01 Jul 2019 12:40:16 +0200 Den Dom und Liebfrauen ertasten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/den-dom-und-liebfrauen-ertasten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_Modell-Dom-Einweihung_Endres_6d7456203e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Sich ein Bild von Dom und Liebfrauenkirche machen - das geht jetzt auch "mit den Händen": Ein Tastmodell steht für alle Besucher jetzt vor der Dominformation. Trier – Die vielen Möglichkeiten, sich ein Bild vom Dom und der Liebfrauenkirche zu machen, sind ab sofort um eine dreidimensionale Variante reicher. Am Domfreihof/Ecke Dom-Information steht nun ein Bronzemodell im Maßstab 1:200, das Gestalt und Ausmaße der Kirchen mit ihren frühchristlichen Wurzeln erkennen lässt. Dabei ist nicht nur das Betrachten, sondern auch das Berühren ausdrücklich erwünscht, denn das Tast-Modell soll auch blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich zu informieren.

Bei der Einsegnung am 29. Juni machte Dompropst Werner Rössel auf die lange Entstehungsgeschichte aufmerksam. Vor 19 Jahren habe sich der kürzlich verstorbene Diözesankonservator Professor Dr. Franz Ronig mit dem Wunsch nach einem Modell der Kirchen an Hans-Joachim Woditsch gewendet. Woditsch, der seit vielen Jahren Gästegruppen durch die Stadt und den Dom führt, ist Historiker und gelernter Maschinenbauer. Aus seiner Hand stammen auch die Modelle der Trierer Römerbauten im Landesmuseum. Das Domkapitel habe dann die Realisierung vorangetrieben. Als dessen Leiter dankte Rössel der Kunstgießerei Lotito aus Köln, die den Bronzeguss im Wachsausschmelzverfahren auf der Basis von Woditschs Vorstudie ausgeführt hatte. Da diese im Maßstab 1:100 aber zu groß geworden wäre, fertigte die Firma Duplex vom Ur-Modell einen aufwendigen Scan, der anschließend als 3D-Druck-Modell im endgültigen Verhältnis 1:200 der Kunstgießerei als Vorlage diente. Nach mehreren Werkstattbesuchen sei schließlich das Bronzemodell in bis zu 15 Einzelteilen gegossen und zusammengeschweißt worden, wie Luigi Lotito erläuterte.

]]>
Trier bistum-trier Information Kultur Vermischtes
news-101539 Sun, 30 Jun 2019 07:30:00 +0200 Neue Sakristaninnen und Sakristane im Bistum https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/neue-sakristaninnen-und-sakristane-im-bistum/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/e/csm_Kusterkurs2019_190629_JR_66b1eab282.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Kusterkurs2019 190629 JR" />24 Frauen und Männer haben erfolgreich die Küsterausbildung absolviert. Am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus erhielten sie ihre Zertifikate. Trier – 24 Frauen und Männer haben am 29. Juni ihre Prüfungszeugnisse für den erfolgreich absolvierten Kurs für Küsterinnen und Küster erhalten. Im Anschluss an das Pontifikalamt zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus überreichten Pfarrer Carsten Rupp, im Bischöflichen Generalvikariat Trier für Liturgie zuständig, und Kursleiter Achim Müller (Sakristan in Trier St. Martin) die Urkunden. Im Gottesdienst hatte Bischof Dr. Stephan Ackermann den Frauen und Männern zum bestandenen Kurs gratuliert und ihnen für ihren Dienst gedankt.

Die Frauen und Männer, die den Grund- und den Prüfungskurs im ersten Halbjahr 2019 absolviert haben, kommen aus dem gesamten Bistum Trier und sind künftig dazu berechtigt, den Dienst des Sakristans oder Sakristanin (so die offizielle Bezeichnung) auszuüben. Zu den Inhalten der Ausbildung gehören die Einführung in den Gottesdienst, liturgische Grundbegriffe, Abfolge des Kirchenjahres, Handhabung des liturgischen Kalenders, Einführung in die liturgischen Bücher, Einführung in die Theologie der Eucharistie, Umgang und Pflege liturgischer Geräte und liturgischer Gewänder sowie Unterweisungen zu rechtlichen Fragen und den Besonderheiten im kirchlichen Dienst. Im Bistum Trier gibt es an nahezu allen Kirchen und Kapellen Küsterinnen und Küster, die diesen Dienst in der Regel ehren- oder nebenamtlich leisten.

Der nächste Küstergrundkurs findet im September 2019 statt. Anmeldungen sind bis zum 23. August möglich unter https://www.bistum-trier.de/kuester-kurse/; dort finden sich auch weitere Informationen.

(JR)

 

]]>
Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien
news-101542 Sat, 29 Jun 2019 15:00:00 +0200 Mit- und füreinander die Botschaft Gottes aufschließen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-und-fuereinander-die-botschaft-gottes-aufschliessen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/2/csm_Patronatsfest2019_JR_web_1f31a4af83.jpg" width="150" height="78" alt="" title="Patronatsfest2019 JR web" />Bischof Ackermann hat am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus dazu ermutigt, sich vom Apostel Petrus inspirieren zu lassen. Trier – Das Bekenntnis zu Christus, Standhaftigkeit und Lernbereitschaft – diese Eigenschaften zeichnen den Apostel Petrus aus. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) im Trierer Dom erklärt. Er ermutigte die Gottesdienstgemeinde, sich von diesem Zeugnis inspirieren zu lassen und wie Petrus immer tiefer hineinzuwachsen in den Auftrag, Christin und Christ zu sein. In Trier ist das Hochfest zugleich das Patronatsfest des Doms St. Peter und Fest des Trierer Stadtpatrons.

Ackermann erinnerte in seiner Predigt daran, dass Petrus meistens mit einem Schlüssel in der Hand dargestellt werde. Wenn Jesus Petrus die Schlüssel übergebe, sei dies eine Übertragung der Vollmacht, die Botschaft Christi zu erschließen und einen Zugang zu Gott zu ermöglichen, „damit die Menschen die Nähe und das Wirken Gottes erfahren können“.  Gleichzeitig belegten andere Bibelstellen jedoch, dass Petrus keineswegs „den Generalschlüssel für alle Situationen des Lebens und Kirche“ besessen habe. Auch er brauche Gott und die Mitmenschen, die Zugänge und Türen öffneten. Der Bischof deutete dies als eine Situation, in der auch die Kirche immer wieder stehe: Dort gebe es Menschen, denen die Botschaft „amtlich anvertraut“ sei. Sie seien aber ebenfalls angewiesen auf die göttliche und die menschliche Hilfe, „dass wir bewahrt werden vor selbstgewählten Gefängnissen“, die etwa dazu führten, dass man in den eigenen Kreisen verharre. Die Kirche sei eine Gemeinschaft, die sich immer wieder neu gegenseitig das Evangelium erschließe, immer mehr Gemeinschaft werde.

So verstehe er auch den Brief, den Papst Franziskus an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ geschrieben hat, als Aufforderung, sich nicht zu verschließen, sondern einander zu helfen, miteinander Kirche zu sein, erklärte Ackermann. „Zeigen wir uns als Menschen, die mit- und füreinander die Botschaft Gottes aufschließen, dass er immer mehr Raum greift in dieser Welt.“

Teil der Gottesdienstgemeinde waren 24 neue Küsterinnen und Küster, denen an diesem Tag ihr Zertifikat verliehen wurde. Bischof Ackermann dankte ihnen für ihren Dienst in den Kirchen und Kapellen des Bistums. Zudem gab er die Ernennung von zwei neuen Domvikaren, den Priestern Michael Keller und Tim Sturm, bekannt.

(red)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Seelsorge
news-101538 Sat, 29 Jun 2019 12:30:00 +0200 Für das Gelingen eines synodalen Miteinanders https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-das-gelingen-eines-synodalen-miteinanders/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_ackermann_04_885005e85a.jpg" width="150" height="105" alt="" title="Ackermann 04" />Bischof Ackermann empfiehlt den Papstbrief an das „pilgernde Volk Gottes“ zur Lektüre. Trier - Wie sehr sich Papst Franziskus eine synodale Kirche wünscht, zeige der Brief des Heiligen Vaters an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“, der am 29. Juni veröffentlicht worden ist. Das betont Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Schreiben an die Gläubigen im Bistum Trier. In dem Brief nimmt der Papst Bezug auf die aktuelle Situation der Kirche in Deutschland und den geplanten synodalen Weg.

Ackermann empfiehlt den Text zur Lektüre: Der Heilige Vater gebe wichtige Hinweise für „das Gelingen eines synodalen Miteinanders aus dem Geist des Evangeliums“. Das Schreiben werde ein gutes Begleitdokument für den gesamten synodalen Prozess auf der Ebene der katholischen Kirche in Deutschland sein. „Für das Volk Gottes im Bistum Trier kann der Papstbrief eine Hilfe zur Vertiefung des synodalen Weges sein, den wir mit der Ausrufung der Diözesansynode im Jahr 2012 begonnen haben und der sich heute in der Verwirklichung der Synodenbeschlüsse fortsetzt“, erklärt Ackermann weiter. 

Der Brief von Papst Franziskus und das Begleitschreiben des Bischofs sind hier zu finden. 

(JR)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Seelsorge Synode: Umsetzung Weltkirche
news-101532 Sat, 29 Jun 2019 11:30:00 +0200 Mitsorge für die Seelsorge im Dom https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mitsorge-fuer-die-seelsorge-im-dom/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/2/csm_Domvikare_Keller_Sturm_Juni2019_41b61a8145.jpg" width="150" height="85" alt="" title="Domvikare Keller Sturm Juni2019" />Bischof Ackermann hat Michael Keller und Tim Sturm zu Domvikaren ernannt. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) Michael Keller und Tim Sturm zu Domvikaren ernannt. Die beiden Priester werden bei der Vesper im Trierer Dom am Sonntag, 11. August um 18 Uhr von Dompropst Prälat Werner Rössel in ihr neues Amt eingeführt. Als Domvikare tragen Keller und Sturm Mitsorge für die Feier der Gottesdienste und andere pastorale Angebote im Dom.

Michael Keller (*28. April 1984 in Landstuhl) stammt aus dem saarländischen Oberkirchen. Er wurde am 10. Oktober 2010 in Rom zum Priester geweiht und absolvierte danach ein dreijähriges Lizenzstudium im Fach Kirchenrecht. Von August 2013 bis August 2016 war er Kaplan in den Pfarreien Boppard St. Severus, Boppard-Bad Salzig St. Ägidius und Boppard-Hirzenach St. Bartholomäus. Im August 2016 hat Keller ein Promotionsstudium im Fach Kirchenrecht in Rom aufgenommen. Mit seiner Rückkehr nach Trier wird Keller ab 1. August als Diözesanrichter im Bischöflichen Offizialat arbeiten.

Tim Sturm (*5. Februar 1986 in Mainz) ist in Sommerloch (bei Bad Kreuznach) aufgewachsen. Er wurde am 7. Juli 2012 in Trier zum Priester geweiht. Er war von 2012 bis 2015 Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil und ab 2015 Kaplan in Neunkirchen St. Marien; seit Mai 2015 ist er außerdem Diözesanseelsorger der Malteser Jugend im Bistum Trier. Seit 1. August 2018 ist Sturm Leiter der Berufepastoral, die der Jugendabteilung im Bischöflichen Generalvikariat Trier zugeordnet ist. Sturm übernimmt als Subsidiar auch priesterliche Dienste in der Pfarreiengemeinschaft Welschbillig.

Domvikare unterstützen das Domkapitel bei seinen Aufgaben. Mit Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft im Generalvikariat, Marco Weber, Bischöflicher Kaplan und Sekretär, Matthias Struth, Diözesan-Jugendseelsorger und Leiter der Abteilung Jugend im Generalvikariat, der auch das Amt des Domzeremoniars bekleidet, und Michael Becker, Regens (Leiter) des Bischöflichen Priesterseminars Trier, gibt es derzeit vier Domvikare. Informationen zum Trierer Domkapitel sind unter www.bistum-trier.de/bistum-bischof/personen-aemter/das-trierer-domkapitel zu finden.

(JR)

]]>
Trier bistum-trier Bischof Personal Seelsorge
news-101257 Sat, 29 Jun 2019 10:21:00 +0200 Hauptbahnhof, Schmetterlingsgarten und Seilbahnstation https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hauptbahnhof-schmetterlingsgarten-und-seilbahnstation/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/c/csm_OrteWorte_Koblenz_0a64b0ac76.jpg" width="150" height="113" alt="" title="OrteWorte Koblenz" />Mit "12 Orte - 12 Worte" bietet das Dekanat Koblenz seit Anfang des Jahres jeweils am 12. Tag des Monats eine Einladung zu einem besonderen Ort verbunden mit einem besonderen Wort. Koblenz – Seit Anfang des Jahres gibt es jeden Monat eine Einladung zu einem besonderen Ort verbunden mit einem besonderen Wort. Die Idee des Dekanats Koblenz steht unter der Überschrift „12 Orte – 12 Worte“: Jeweils am zwölften Tag eines Monats findet eine Veranstaltung statt; der Ort wechselt, befindet sich aber immer in der neuen Pfarrei der Zukunft, zu der Koblenz ab dem 1.1.2020 gehört. So gibt es Begegnungen nicht nur in den Koblenzer Stadtteilen, sondern auch in Vallendar oder Bendorf.

„Ziel ist es, ein Kirchenjahr lang, also von Advent 2018 bis Advent 2019, auf unterschiedliche Weise ‚ein gutes Wort im öffentlichen Raum‘ zu sagen“, erklärt Monika Kilian von der Organisationsgruppe. „Besonders beliebt waren die gesegneten Palmzweige, die wir kurz vor Palmsonntag auf dem Hauptfriedhof in Koblenz verteilt haben“, erinnert sich die pastorale Mitarbeiterin im Dekanat. „Wir haben circa 40 Gespräche geführt. Darunter waren sehr anrührende Begegnungen“.

Dass kirchliche Vertreterinnen und Vertreter auf dem Friedhof anzutreffen sind, ist nicht außergewöhnlich. Da stechen die Locations Hauptbahnhof, der Schmetterlingsgarten und die Bergstation der Seilbahn in Koblenz mehr hervor. Dort verteilen fünf Ehrenamtliche und Pater Xavier Manickathan bunte Luftballons. „Am Bahnhof hatten wir mehr persönliche Gespräche über private Probleme“, blickt Brigitte Laschewsky zurück. „Hier ist mehr Urlaubsstimmung“. 100 Ballons mit guten Wünschen sind an diesem Nachmittag von der Festung aus gestartet. Darunter auch die vom internationalen Frauenfrühstück in Dietzenbach (Kreis Offenbach). Helga Giardino ist mit 24 Frauen, fast alle sind muslimischen Glaubens, für einen Ausflug nach Koblenz gekommen und zufällig auf die Aktion gestoßen. Gesundheit, Frieden und gute Wünsche nach Hause haben die Frauen auf ihre Luftballons geschrieben.

Die Aktionen sind immer auf den jeweiligen Ort abgestimmt. Am Hauptbahnhof haben die Organisatoren den Menschen gemeinsam mit der Bahnhofsmission eine gute Reise gewünscht. Eine kleine Chill-out-Lounge mit Strandliegen baute das Team im Treppenhaus des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses auf. Ärzte, Pfleger, Patienten und Angehörige nutzten das Angebot zum Durchatmen und Innehalten. „Es war berührend zu sehen, wie dankbar die Leute waren“, berichtet Monika Kilian. „Wir gehen an Orte, wo Menschen sind“. Die Grundidee ist, dort zu sein, wo Kirche sonst nicht anzutreffen ist oder nicht erwartet wird. Bei den Worten handelt es sich zumeist um Zitate aus der Bibel.

]]>
Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Synode
news-101512 Fri, 28 Jun 2019 14:34:26 +0200 Eine Fackel der Liebe und des Friedens sein https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-fackel-der-liebe-und-des-friedens-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_reinisch_bischof_niederschlag_c465a51385.jpg" width="150" height="100" alt="Ackermann udn Niederschlag" title="Ackermann udn Niederschlag" />Er leistete als einziger Priester keinen Fahneneid auf Hitler: Pater Franz Reinisch. Jetzt wurde die diözesane Phase in seinem Seligsprechungsprozess beendet. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann drückt das Bischofs-Siegel in das rote Wachs und verschließt damit offiziell das Paket voller Dokumente, das sich bald auf den Weg nach Rom machen wird: Am 28. Juni hat der Trierer Bischof die diözesane Phase im Seligsprechungsverfahren für den Pallottinerpater Franz Reinisch abgeschlossen. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen werden jetzt nach Rom weitergeleitet und dort geprüft. Das Seligsprechungsverfahren war im Mai 2013 mit Erlaubnis der zuständigen römischen Kongregation eröffnet worden. Es handelt sich dabei um ein kirchenrechtliches Verfahren nach ganz genauen Vorgaben: Voraussetzung sind entweder das Martyrium oder der Nachweis eines Wunders, geprüft werden beispielsweise die Lebensführung des Kandidaten und ob es Gründe gegen eine Seligsprechung gibt. Franz Reinisch war der einzige Priester, der den Fahneneid auf Hitler verweigerte und daraufhin hingerichtet wurde. Sein Grab ist neben dem Urheiligtum in Schönstatt bei Vallendar.

Zum Gottesdienst in der Liebfrauenbasilika waren auch viele Angehörige der Gemeinschaft der Pallottiner und der Schönstatt-Patres gekommen. Prälat Dr. Georg Holkenbrink, der als vom Bischof beauftragter Delegat das Verfahren in den letzten Jahren durchgeführt hatte, zelebrierte auch den Gottesdienst. In seiner Predigt ging er auf Leben und Spiritualität des jungen Pallottinerpaters ein. Reinisch, der auch der Schönstattbewegung angehörte, sei von der bedingungslosen Liebe Jesu gegenüber den Menschen in Bann gezogen worden. Diese göttliche Liebe habe ihn letztlich in die „entscheidende Situation seines Lebens“ hineingeführt, ob er im Namen Gottes einen Eid leisten dürfe „auf einen Menschen, der zwar Führer einer Nation ist, und damit weltliche Obrigkeit, aber dennoch ein Menschen verachtender Verbrecher“. Vor seinem Gewissen habe Reinisch diese Frage mit „Nein“ beantwortet. Kurz vor seinem Tod habe Reinisch aus dem Berliner Gefängnis geschrieben, gerade in dieser Stadt dürfe er „zur Fackel der Liebe und des Friedens werden“, die nun in die weite Welt hinausgeschleudert werde, in der Stadt, „von wo die Fackel des Hasses und des Völkerkrieges in die Welt hinausgeschleudert wurde.“ Auch wenn er mit Abschluss der diözesanen Phase noch nicht selig gesprochen sei, dürfe man den Pallottinerpater ein „überzeugendes Beispiel gelebten christlichen Glaubens“ nennen, sagte Holkenbrink. 

In der anschließenden feierlichen Schlusssitzung des diözesanen Verfahrens im Gotischen Saal des Domkreuzgangs dankte Bischof Ackermann allen am Verfahren Beteiligten für ihre Arbeit. Der Bischof verlas das Original der Akte und vergewisserte sich über die Kopien. Anschließend ordnete er an, dass die Dokumente durch Pater Professor Heribert Niederschlag SAC nach Rom überbracht werden sollen. Niederschlag ist Postulator des Verfahrens und setzt sich seit vielen Jahren durch die Forschung und Dokumentation für den Seligsprechungsprozess Reinischs ein. Er leistete den entsprechenden Eid, die Dokumente nach Rom zu bringen. Anschließend legten auch der Bischof, Delegat Holkenbrink, Kirchenanwalt Prälat Dr. Klaus Peters und die Notarinnen Karin Pohl, Maria Theresia Junkes und Marianne Stauß sowie Postulator Niederschlag und sein Stellvertreter Pater Dr. Adalbert Kordas den Eid ab, dass sie das Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt hatten.

Holkenbrink stellte als verantwortlicher Delegat wichtige Merkmale des Prozessverlaufs dar: Es seien viele Zeugen befragt worden, einige seien dafür extra von weit her ins Bistum Trier gereist; eine historische Kommission habe über 730 Schriften zusammengetragen, gesichtet und auf ihre Qualität geprüft, unabhängige theologische „Zensoren“ hätten Reinischs Schriften überprüft, und insgesamt seien 6.300 Seiten Dokumentation im Verfahren zusammengekommen. Nach der Verlesung des Protokolls, der Schlusserklärung des Bischofs und der Versiegelung der Dokumente endete die Sitzung.

Franz Reinisch wurde 1903 als zweites Kind einer österreichischen Beamtenfamilie in Feldkirch geboren. Er besuchte eine Franziskanerschule und studierte später Jura in Innsbruck und Gerichtsmedizin in Kiel. Dort fasste er den Entschluss, Priester zu werden, und begann 1923 das Studium der Theologie und Philosophie. Zwei Jahre später trat er in das Priesterseminar in Brixen ein, und trat ab 1928 in das Noviziat der Pallottiner in Untermerzbach ein. Nach seiner Profess wirkte er als Lektor der Philosophie in Untermerzbach und in der Jugenderziehung in Augsburg. Dort lernte er auch die Schönstattbewegung kennen, der er seither zugetan war. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten stellte Pater Franz Reinisch vor neue Herausforderungen als Mensch und Priester. Er bezog klar Stellung gegen deren menschenverachtende Ideologie und suchte in seinen Predigten und Vorträgen die Konfrontation mit den Machthabern. 1940 wurde er daher von der Gestapo mit einem Predigt- und Redeverbot für das Gebiet des gesamten Deutschen Reiches belegt. Als er am 7. April 1942 die Einberufung zur Wehrmacht erhielt, entschloss er sich, aus Gewissensgründen keinen Eid auf Adolf Hitler abzulegen. Bewusst ging er zu spät zu seiner Einberufung, verweigerte den Fahneneid, kam in Haft, wurde vor das ReichsKriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Am 21. August 1942 wurde der 39-jährige Reinisch mit dem Fallbeil hingerichtet.

Mehr Informationen zu Reinischs Leben sowie dem Seligsprechungsprozess gibt es unter: www.franz-reinisch.org

]]>
Trier bistum-trier Bischof Orden
news-101504 Fri, 28 Jun 2019 11:20:15 +0200 20 Bands rocken das Saarufer https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/20-bands-rocken-das-saarufer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_Rockwiese-Cafe-Exodus-2019-dh_1ba915df57.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Rockwiese Cafe Exodus 2019 dh" />Zum 19. Mal organisiert das Café Exodus die Rockwiese am Saarbrücker Altstadtfest. 20 Bands treten über drei Tage verteilt am Saar-Ufer auf.  

Saarbrücken – Zum 19. Mal organisiert das Café Exodus die Rockwiese am Saarbrücker Altstadtfest. 20 Bands treten über drei Tage verteilt auf der Wiese hinter der Hochschule für Musik, am Saar-Ufer auf.

„Wir hatten dieses Jahr besonders viele Bewerbungen von Bands“, sagt Hannan Chalabi, pädagogische Fachkraft im Café Exodus, „vor allem auch von außerhalb des Saarlands: Aus Berlin, Hamburg, Darmstadt, oder Luxemburg.“ Besonders stolz sei das Café Exodus auch in diesem Jahr wieder zwei Bands aus den beiden Partnerstädten Saarbrückens präsentieren zu dürfen: Am Samstag treten „The Psychotic Unicorns“ aus Nantes auf sowie die Gruppe „The Black Marrows“ aus der Ggeorgischen Hauptstadt Tbilissi.

Die Rockwiese organisieren die Jugendlichen des Café Exodus selbst. Mehr als 60 junge Menschen sind vom Aufbau am Donnerstag bis zum Abbau am Montag dabei. Der 16-jährige Sascha Aleksandrov ist zum ersten Mal bei der Rockwiese dabei. Ins Café Exodus hatte ihn ein Freund zum ersten Mal mitgenommen. „Ich bin anfangs nur hingegangen, um mir das mal anzuschauen“, erzählt er, „aber ich habe hier so viele sympathische Menschen kennen gelernt, mit denen ich viel gemeinsam habe.“ Nach einiger Zeit wollte er sich auch aktiv im Exodus engagieren, sagt er. „Ich bin irgendwann in den AK Rock, der die Rockwiese organisiert und vor kurzem bin ich auch ins Leitungsteam des Exodus gewählt und Mitglied im Förderverein geworden.“ Über sein Engagement im Café Exodus habe er im Vorfeld zur Rockwiese auch die Chance gehabt, zum ersten Mal in seinem Leben nach Luxemburg zu kommen. Dorthin hat das Café Exodus einen Ausflug zusammen mit den beiden Gast-Bands aus Nantes und Tbilissi organisiert.

Auch für die 17-jährige Andreea Croitoru ist die Arbeit im Café Exodus und speziell im AK Rock etwas Besonderes. „Ich liebe Rock und fand es sehr geil, dass wir vorher schon wussten, welche Bands dieses Jahr dabei sind.“ Sie durfte beim Auswahlverfahren der Bands, die sich für die Rockwiese beworben hatten, dabei sein. Während der drei Tage ist sie Backstage für die Betreuung der Bands zuständig.

In diesem Jahr seien viele Jugendliche zum allerersten Mal bei der Rockwiese dabei, sagt Hannan Chalabai. „Es sind aber teilweise auch ehemalige Exodusler da, die jedes Jahr zur Rockwiese kommen, um uns zu helfen und uns zu unterstützen.“ Darauf seien sie besonders stolz und dankbar.

Die Rockwiese startet am Freitag, 28. Juni um 18.00 Uhr. Am Samstag, 29. Juni spielen die ersten Bands bereits ab 15.00 Uhr und am Sonntag, 30. Juni sogar ab 14.00 Uhr.

Weitere Informationen: www.café-exodus.de und www.altstadtfest.saarbruecken.de/programm/rockwiese

]]>
Saarbrücken bistum-trier Jugend Vermischtes