Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Fri, 22 Jun 2018 15:01:37 +0200 Fri, 22 Jun 2018 15:01:37 +0200 Bistum Trier news-90823 Thu, 21 Jun 2018 15:04:17 +0200 Christus empfängt uns mit offenen Armen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/christus-empfaengt-uns-mit-offenen-armen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_Inklusive_Wallfahrt_19a174d611.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Inklusive Wallfahrt" />Zu einer gemeinsamen Wallfahrt trafen sich Menschen mit Beeinträchtigung, die Lebenshilfe Obere Nahe sowie Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach Idar-Oberstein – Menschen mit Beeinträchtigung, Mitglieder und Mitarbeiter der Lebenshilfe Obere Nahe sowie Männer und Frauen aus der katholischen Pfarrgemeinde Idar-Rhaunen-Bundenbach erlebten zum ersten Mal gemeinsam eine inklusive Wallfahrt.

Von Göttschied aus ging es zur ersten Station des Tages, dem Rochusberg in Bingen. In der Hauskapelle der Kreuzschwestern stimmten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Tag ein. „In einer kleinen Meditation überlegte jeder und jede für sich, was wichtig und wertvoll im eigenen Leben ist und schrieb das auf edelsteinverzierte Kärtchen“, erklärten die Veranstalter von der Lebenshilfe und der Pfarrgemeinde. Gesegnet und mit dem Wallfahrtsschal ausgestattet ging es anschließend zum Hildegard-Forum. Im Anschluss machte sich die Gruppe auf zum eigentlichen Ziel des Tages – zur Marienkirche des Vincenz-Stifts in Rüdesheim-Aulhausen. Die ehemalige Zisterzienserkirche wurde vor einigen Jahren von beeinträchtigten Menschen komplett neugestaltet. Behinderte Künstler gestalteten Entwürfe für Fenster und Innenausstattung. Zentrales Element der kleinen Kirche ist die stehende Christusfigur hinter dem Altar.

Unter dem Leitsatz „Christus empfängt uns mit offenen Armen“ gab Diakon Stefan Stürmer einige Erläuterungen und eine Einführung in den anschließenden Gottesdienst. „Nadine Prinz und Michael Eckhardt von der Lebenshilfe sorgten mit ihrem Gesang für berührende und meditative Momente“, berichten die Organisatoren. Für die musikalische Begleitung sorgten während des Tages Klaus und Jutta Gerhold, die auch das Lied „Gemeinsam bunt, gemeinsam stark“ mit den Teilnehmern sangen.

Im Klostercafé der Abtei St. Hildegard in Eibingen hatten die Wallfahrer die Möglichkeit zum Gespräch und konnten den Tag ausklingen lassen. „Ein gelungenes Experiment und ein schöner gemeinsamer Tag“, resümierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (red)

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Behinderung (Menschen mit...) Inklusion Pilgern Pilgern / Pilgerreisen / Pilger Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern Wallfahrten
news-90820 Thu, 21 Jun 2018 14:09:56 +0200 Pläne für Finanztransaktionssteuer sind zu schwach http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/plaene-fuer-finanztransaktionssteuer-sind-zu-schwach/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_Ackermann2_1812d395a5.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Ackermann2" />Die Deutsche Kommission Justitia et Pax sorgt sich um die Wirksamkeit der geplanten Finanztransaktionsteuer. Trier – Anlässlich des nächsten Treffens der EU- Finanzminister am 22. Juni 2018 drückt der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, seine Sorge um die Wirksamkeit einer abgeschwächten Finanztransaktionssteuer (FTT) aus, wie sie Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun in Aussicht stellt. „Zehn Jahre nach dem Skandal um Lehman Brothers setzen Banken den Hochfrequenzhandel mit Finanzprodukten und Derivaten unverändert und ungehindert fort. Ebenso leben immer noch um die 800 Millionen Menschen in extremer Armut mit weniger als 1,90 US-Dollar Einkommen am Tag. Die Folgen des Klimawandels sind in den letzten zehn Jahren immer deutlicher geworden“, beschreibt Ackermann die Situation, die die FTT nach wie vor notwendig mache.

In seiner Erklärung beurteilt er den neuen Vorschlag des Bundesministers als nicht effizient genug, da eine Besteuerung des Aktienhandels allein keine oder doch nur eine geringe Wirkung gegen ausufernde Spekulationen habe. Zudem werde viel weniger Geld eingenommen werden, da der Aktienmarkt nur einen Bruchteil des gesamten Marktes der Finanztransaktionen ausmacht. Darüber hinaus werde die Aushandlung einer Steuer unter den 27 Mitgliedsstaaten der EU die Einführung bedenklich verzögern. „Damit drohen die Bemühungen um eine Finanzmarktregulierung zu scheitern“, stellt Ackermann fest. Er plädiert daher dafür, den ursprünglichen Vorschlag der österreichischen Regierung von 2013 aufzugreifen, der eine umfassendere Besteuerung etwa auch von Derivaten vorsah, und das europäische Instrument der verstärkten Zusammenarbeit zu nutzen.

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax gehört zu den Erstunterzeichnern der Kampagne „Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer“, die von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis nach der Finanzkrise im Jahr 2008 die Besteuerung des Handels mit Finanzprodukten als ein wichtiges Instrument gefordert hatte, um den außer Kontrolle geratenen Finanzmarkt effektiv zu regulieren und die Menschen vor weiteren Finanz- und Wirtschaftskrisen zu schützen. Dabei war ein Hauptanliegen, die Einnahmen dieser Steuer zur Bekämpfung weltweiter Armut und der Folgen des Klimawandels einzusetzen.

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Politik / Gesellschaft
news-90816 Thu, 21 Jun 2018 12:00:32 +0200 Nach dem Willen Gottes gelebt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nach-dem-willen-gottes-gelebt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/b/csm_Apollinariskirche-mit-Reliquie_Jost_9421a88cf5.jpg" width="150" height="102" alt="" title="Apollinariskirche mit Reliquie Jost" />Heiligen Besuch hatte die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen.  

Remagen – Heiligen Besuch hatte jetzt die Apollinariskirche in Remagen: Der Reliquienschrein der Heiligen Eltern Louis und Zélie Martin machte bei seiner Tour von Köln bis zur österreichischen Grenze Station in Remagen. Es handelt sich dabei um die Eltern der Heiligen Thérèse von Lisieux, das Ehepaar wurde als erstes überhaupt in der Geschichte der katholischen Kirche am 18. Oktober 2015 auf dem Petersplatz in Rom von Papst Franziskus gemeinsam heiliggesprochen. Am Ende der damaligen Bischofssynode über Ehe und Familie in der heutigen Zeit hatte sie der Papst als Vorbild und Fürsprecher der Kirche geschenkt.

Pater Bartolomé erinnerte zu Beginn des Pontifikalamts mit Weihbischof Jörg Michael Peters daran, dass vor zehn Jahren bereits die Reliquie der Heiligen Thérèse von Lisieux in der Apollinariskirche zu Besuch gewesen sei, an dieses denkwürdige Ereignis erinnere man sich gerne zurück. Schließlich sei die Heilige Thérèse die Patronin der Missionare, zu denen auch die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe zähle. „Wir sehen uns als Missionare mit Ausstrahlung in die gesamte Region.“ Deshalb habe er alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auch die Reliquien ihrer Eltern in die Apollinariskirche zu holen.

Dass die Missionsarbeit nicht mit dem Ende des Lebens seinen Abschluss finde, beweise das Heilige Ehepaar immer wieder aufs Neue, so Weihbischof Jörg Michael Peters, der vor Beginn der Messe im Altarraum in stiller Kontemplation die Kraft der Reliquien auf sich hatte wirken lassen. Die Eheleute hätten es auch an diesem Tag wieder geschafft, dass zahlreiche Menschen als Pilger zu ihnen gekommen seien. „In der Taufe hat Gott jeden von uns zur Heiligkeit berufen, und die Heiligkeit ihres Lebens kann uns allen als Vorbild dienen.“

Peters gab zu, dass das Ehepaar ihm bis zu deren Seligsprechung fremd gewesen sei. Doch um ihnen nahe zu kommen, sei er auf Einladung eines französischen Amtskollegen selbst nach Lisieux gefahren.

Die Heiligen Eltern seien nicht deshalb heiliggesprochen worden, weil sie eine Heilige Tochter hatten, sondern weil sie selbst ein herausragendes christliches Leben geführt haben, sagte Peters in seiner Predigt in der vollbesetzten Kirche. Neun Kindern hätten die beiden das Leben geschenkt, von denen aber vier im zartesten Kindesalter verstorben seien. Das neunte Kind war die spätere Heilige Thérèse von Lisieux.

Als vorbildliche christliche Eltern hätten sie in allen ihren Kindern den Eifer für die Missionen geweckt, die Liebe zu den Armen und die Verehrung Marias.

„Sie können zeigen, wie eine Familie glücklich werden kann, wenn sie nach dem Willen Gottes und den Weisungen der Kirche lebt“, so Peters weiter. In einer Zeit, in der alle möglichen Formen des Zusammenlebens wichtiger erschienen als die Ehe selber, sei das Zeugnis dieser christlichen Familie von besonderer Bedeutung. Und dieses Zeugnis, das das Heilige Ehepaar abgelegt habe, solle an diesem Abend noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Die Familie sei zwar die kleinste Zelle für die Kirche, aber vielleicht die wichtigste. Denn hier werde die Grundlage geschaffen, etwa mit der Gebetsschule, was sich immer wieder bei den Firmungen bestätige. (red)

 

 

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Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Wallfahrten/ Pilgern
news-90812 Thu, 21 Jun 2018 10:03:16 +0200 Hilfe für vom Unwetter Betroffene http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-fuer-vom-unwetter-betroffene/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_34985013_10157020540440606_9150244476269101056_n_264af5d371.jpg" width="150" height="150" alt="" title="FBBeitrag_Unwetter_180611" />In den vergangenen Wochen waren Menschen im Bistum Trier von den Folgen der Unwetter betroffen. Diözesan-Caritasverband und Bistum Trier stellen eine Soforthilfe zur Verfügung. Trier. Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband stellen für Menschen, die von den schweren Unwettern im Bistum in den vergangenen Wochen betroffen waren, eine Soforthilfe von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Bistum und Caritas beteiligen sich mit je 25.000 Euro. „Die Bilder von Wassermassen in Häusern und das Ausmaß der Zerstörung machen betroffen. Wir wollen Menschen helfen, die nicht aus eigenen Mitteln oder mithilfe der vom Land zur Verfügung gestellten Mittel über die Schäden Herr werden“, erklärt Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel sagt: „Uns ist bewusst, dass dies nur ein kleiner Beitrag ist. Aber vielleicht kann er für manche die gröbste Not lindern.“ Betroffene können sich an den Allgemeinen Sozialdienst der Orts-Caritasverbände wenden. Dort werden die Einzelfälle geprüft und Gelder von bis zu 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Adressen der Ort-Caritasverbände sind unter www.caritas-trier.de/ueber-uns/ortscaritasverbaende/ zu finden.

 

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Trier bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales
news-90809 Thu, 21 Jun 2018 08:56:58 +0200 Unsere Tür ist immer offen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unsere-tuer-ist-immer-offen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_KABimWeltRaum_dh_216fe4f946.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Synode im Bistum Trier will, dass Kirche neu gedacht wird. In Saarbrücken wurde über drei Orte gesprochen, die schon lange nicht mehr „typisch“ Kirche sind. Saarbrücken – Die Synode im Bistum Trier will, dass Kirche neu gedacht wird. In Saarbrücken gibt es drei Orte, die schon lange nicht mehr „typisch“ Kirche sind: Das Café Exodus, der welt:raum am St. Johanner Markt und die Kirche der Jugend eli.ja. Bei einer Gesprächsrunde im welt:raum, zu der die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) jeden zweiten Dienstag einlädt, ging es um diese „Kirchorte“, ihre Rolle und ihr Blick auf die Synode.

„Ich habe am Anfang erstmal geguckt, wo sind wir hier eigentlich? Und nicht: Was will Kirche hier“, erklärte Martina Fries, Pastoralreferentin im Dekanat Saarbrücken und Leiterin des welt:raum, zu Beginn der Runde. „Ich habe versucht, die Logik des St. Johanner Marktes zu verstehen: Es gibt hier Kneipen, Restaurants, Cafés, die Leute gehen shoppen, es gibt Museen, hier finden Demos statt. Da versuchen wir Anknüpfungspunkte zu finden: Wir bieten auch Dinge zum Verkauf an, oder haben Ausstellungen. Hier ist alles so wie draußen, nur anders. Es gibt hier auch Themen, die es draußen nicht gibt.“ Das Besondere an diesem Kirchort sei, so Fries, dass Kirche hier in den Dialog tritt, mit den Menschen, mit dem Ort, dem Stadtteil und dem Sozialraum, in dem der welt:raum sich befindet. „Hier passiert nichts zum Selbstzweck, sondern es geht immer um den Anderen.“

Jugendpfarrer Christian Heinz hat mit seiner Kirche der Jugend eli.ja einen ganz anderen Kirchort. „Wir wuchern vor allem mit dem Raum, den wir haben“, sagt er. „Wir hatten irgendwann einmal den Slogan ‚Eine Kirche zu verschenken‘. Und genau das machen wir. Jeder, der die Kirche oder das Pfarrheim nutzen will, kann das machen.“ Zwei Wochen zuvor sei zum Beispiel eine Gruppe Schüler, die auf Pilgerschaft waren, da gewesen und hätte in der Kirche übernachtet. „So kommen wir mit vielen Gruppen in Kontakt, die zum Teil auch gar nichts mit der Kirche zu tun haben.“ Ein Beispiel dafür sei die Gruppe der Pfadfinder des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), die von Mittwoch bis Freitag zwei Räume im Pfarrheim nutzt, obwohl sie kein christlicher Pfadfinderverbund sind. „Als bei uns in der Kirche eingebrochen wurde und die Kirche nicht mehr genutzt werden konnte, haben die Pfadfinder aber sofort gesagt: ‚Wir stellen euch ein Zelt auf, damit ihr eure Gottesdienste feiern könnt‘“, berichtet Christian Heinz von der spontanen Hilfe der Pfadfinder.

Mit Menschen, die erst einmal nichts mit Glauben oder Kirche zu tun haben, kommt auch Maximilian Schmitt, Gemeindereferent und Leiter des Café Exodus täglich in Kontakt. „Bei uns spielt es erstmal keine Rolle, wer da kommt. Unsere Tür ist immer offen.“ Oft werde das Schülercafé des Dekanats Saarbrücken mit Jugendzentren gleichgesetzt, doch so einfach ist das nicht, erklärt Schmitt: „Die Caritas ist beispielsweise auch eine kirchliche Einrichtung, aber da denkt nicht jeder gleich an Kirche. Bei uns steht auch nicht Kirche dran, aber ich als hauptamtlicher Mitarbeiter werde beispielsweise vom Bistum bezahlt. Wir sind für eine bestimmte Zielgruppe und bieten einen Ort, an dem die Jugendlichen aufschlagen können, wo sie aber auch Beratung finden und wo immer jemand da ist.“ Zudem bietet das Jugendkulturcafé den Jugendlichen die Möglichkeit der Selbstentwicklung, in dem sie nicht nur Verantwortung in gewählten Gremien im Café übernehmen können, sondern auch ihre eigenen Themen miteinbringen dürfen.

Im Blick auf die Synode sind die drei gespannt, was es auch für sie bedeutet, wenn alles auf den Prüfstein gestellt wird. Gleichzeitig setzen sie viele Hoffnungen in den Prozess: „Im Moment traut sich keiner zu tanzen“, sagte Christian Heinz, „weil alle Angst haben, jemandem auf die Füße zu treten. Da erhoffe ich mir, dass die Synode noch einmal frischen Wind reinbringt und die Menschen wieder Mut fassen.“

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Kirchliche Verbände Synode: Umsetzung
news-90790 Wed, 20 Jun 2018 16:14:16 +0200 „Genosse“ Theoretiker und praktischer Genossenschaftler http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/genosse-theoretiker-und-praktischer-genossenschaftler/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/0/csm_Lunch-Lectur-Trier_Norbert-Friedrich_nah_d669144fb2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die Trierer Lunch Lecture widmete sich den beiden Denkern Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Trier – Dieses Jahr werden beide 200 Jahre alt. Der eine ist in der ganzen Welt bekannt, bei dem anderen denken die meisten an eine Bank: Karl Marx und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Die Trierer Lunch Lecture, organisiert vom Themenschwerpunkt Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Trier, hat sich mit den beiden Denkern am 19. Juni beschäftigt. Die verlängerte Mittagspause mit Vortrag, Diskussionsrunde und gemeinsamem Mittagessen stand unter dem Titel „Wer ist der bessere Genosse?“. Gastredner Norbert Friedrich, Diplom-Volkswirt und Vorstand der Volksbank Trier, versuchte anhand von fünf Kriterien eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Beiden seien in eine Zeit hineingeboren, in der sich die Arbeitswelt stark veränderte und sich die Agrargesellschaft zu einer Industrie- und Marktgesellschaft entwickelte. Die Lösungsansätze, das Leben der Menschen zu verbessern, seien ganz unterschiedlich gewesen, sagte Friedrich. Er bezog sich dabei auf das bald erscheinende Buch „200 Jahre Raiffeisen und Marx: Reformer und Revolutionär“ von Susanne Bauer, die ebenfalls an der Lunch Lecture teilnahm. Raiffeisen hatte vor allem die Bauern im Blick und entwickelte ein Genossenschaftssystem, das auf diese Bevölkerungsgruppe zugeschnitten war. Dafür gründete er Darlehnskassen und Hilfsvereine, um etwa arme Bauern durch Kredite längerfristig zu unterstützen. „Er setzte nicht auf Staatshilfe, sondern auf Selbsthilfe“, erklärte Friedrich die genossenschaftliche Idee. Marx habe dagegen die Lösung in der Übernahme der politischen Macht durch die Arbeiter selbst gesehen. Am Ende dieser Revolution sollten die Diktatur des Proletariats (Arbeiterklasse) und der Kommunismus stehen.

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news-90787 Wed, 20 Jun 2018 14:29:13 +0200 Eine „Schule im Aufbruch“ vielfältig geprägt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-schule-im-aufbruch-vielfaeltig-gepraegt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/4/csm_Verabschiedung_St-Maximin_Becker_Muller_990565f4bc.jpg" width="150" height="119" alt="" />Die beiden Leiter der Bistumsschule St. Maximin, Rektor Franz-Josef Becker und Konrektor Michael Wengenroth sind in den Ruhestand verabschiedet worden. Trier – Mit einem Schulgottesdienst und einer bunten Feierstunde sind am 19. Juni die beiden Leiter der Bistumsschule St. Maximin, Rektor Franz-Josef Becker und Konrektor Michael Wengenroth, in den Ruhestand verabschiedet worden. Becker war seit 2012 Schulleiter der „Realschule plus in kooperativer Form“, Wengenroth, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, seit 40 Jahren Lehrer und seit 25 Jahren Konrektor an der Schule, die aus der katholischen Konstantin-Hauptschule hervor gegangen ist.

Nach dem Gottesdienst mit Schulseelsorger Pater Stephan Schmuck in der ehemaligen Abtei St. Maximin dankte die Schulgemeinschaft, das Bistum als Schulträger und viele ehemalige Weggefährten den beiden Rektoren. Für das Bistum würdigte Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule, die Verdienste der beiden Pädagogen. Als eine „Schule im Aufbruch“ habe Becker St. Maximin, die 2012 zur Realschule plus in kooperativer Form wurde, geprägt – sowohl in pädagogischer und administrativer, als auch in baulicher Hinsicht. Mit „Herzblut und Engagement“ habe er stets die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert, sei ihnen zugewandt gewesen und habe „die Freude am Lernen“ vermittelt, betonte Müller.

Auch an den abwesenden Michael Wengenroth, seit 1978 Lehrer und seit 1993 Konrektor in St. Maximin, richtete Müller seine Dankesworte und verband sie mit guten Wünschen zur Genesung und für die Zukunft. Mit „ein Mann – ein Lehrer – eine Schule“ überschrieb er dessen berufliche Zeit in St. Maximin und hob sein „Lebenswerk“ hervor: Angalan, ein mehrfach ausgezeichnetes philippinisches Solidaritätsprojekt, das Wengenroth mit ins Leben gerufen und in fast 19-jähriger Schulprojektarbeit unterstützt hat.

Becker dankte zum Schluss auch dem Bistum für die gute Zusammenarbeit und die nahtlose Nachbesetzung der Leitungsstellen. Zukünftig werden Andreas Hochhalter als Rektor und Sandra Klopp als Konrektorin die Geschicke der Bistumsschule St. Maximin mitbestimmen.

(red)

 

 

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news-90784 Wed, 20 Jun 2018 13:47:09 +0200 Kirche als Teil eines großen Flickenteppichs http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kirche-als-teil-eines-grossen-flickenteppichs/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_CaritasGesprach_PatchWorkCity_190a109518.jpg" width="150" height="113" alt="" />Seit 2017 gibt es in Saarbrücken die Kampagne „PatchWork City“. Wie die Kirche in dieses Netzwerk passt, wurde bei der Diskussionsrunde „Caritas Gespräche“ diskutiert. Saarbrücken – Seit 2017 gibt es in Saarbrücken die Kampagne „PatchWork City“. Verschiedene Ämter der Stadt Saarbrücken kommen in diesem Projekt, das sich rund um die Vielfalt in Saarbrücken dreht, zusammen. PatchWork City arbeitet aber nicht nur allein, sondern mit vielen anderen Institutionen, Vereinen und Zentren zusammen, u.a. auch mit den Vertretern der Kirche in Saarbrücken. Wie die Kirche in dieses Netzwerk passt, wurde bei der Diskussionsrunde „Caritas Gespräche“ diskutiert.

„Es geht uns vor allem darum, die Ankunftsorte von Migranten zu stärken. Das geht nicht nur die Verwaltung der Stadt Saarbrücken etwas an, sondern alle Bürgerinnen und Bürger“, erläuterte Frank Schmitz von der Kampagne PatchWork City zu Beginn der Diskussion, die von Christian Otterbach vom Saarländischen Rundfunk moderiert wurde. „Wie bei einer Patchwork-Familie ist auch bei uns nicht immer alles nur schön und gut, sondern kann auch mal anstrengend sein“, sagte Schmitz. Neben Schmitz waren Irene Krohn vom Deutsch-Ausländischen Jugendclub Saarbrücken (DAJC), Albert Ottenbreit von der Wärmestube, Irene Portugall vom Lesben- und Schwulenverband Saar (LSVD) sowie Martina Fries, Pastoralreferentin und Leiterin des welt:raum am St. Johanner Markt anwesend. „Wir machen jeden Tag Patchwork“, sagte Krohn vom DAJC. „Zum Beispiel in unserer Zusammenarbeit mit dem Café Exodus. Über gemeinsames Tun entstehen Beziehungen und Freundschaften. Es ist uns sehr wichtig, dass wir diesen Austausch fördern.“ Irene Portugall konnte die Einschätzung, dass Patchwork-Arbeit oder das sogenannte Netzwerken nichts Neues seien, teilen. „Verknüpfungen gibt es schon sehr lange“, sagte sie. „Durch Verknüpfungen können wir eine Decke knüpfen, die uns ein gutes Miteinander gibt.“ Das helfe auch, Narben, die durch Ausgrenzung entstanden sind, zu heilen.

Wie groß die Vielfalt in Saarbrücken ist, konnte Albert Ottenbreit gut beschreiben: „Wir von der Wärmestube stehen natürlich erst einmal für eine bestimmte Gruppe: die Ausgegrenzten, die Wohnungslosen und Armen. Wir sind ein Teil und ein Patch dieser Stadt. Gleichzeitig gibt es bei uns junge Menschen, alte Menschen, Einheimische, Ausländer, Männer, Frauen. Diese große Vielfalt der Personen, die zu uns kommen, ist natürlich eine Herausforderung.“ „Es braucht Nähte, weil eine Stadt mit losen Patches nicht funktioniert“, sagte Frank Schmitz. Manche Dinge laufen bereits sehr gut und bedürften keines Eingreifens. „Dort wo Dinge schwerer laufen, sollte stärker eingreifen und nicht alles laufen lassen, aber nicht unter Zwang, sondern im Dialog miteinander.“ Patchwork betreffe jeden. Ottenbreit lobte die Unterstützung, die die Wärmestube von Seiten der Kirche erfahre: „Wir werden durch die Caritas, die Pfarrgemeinden immer aktiv unterstützt.“ Trotzdem forderte er, dass sich Kirche im Hinblick auf die Vielfalt in der Gesellschaft noch mehr öffnen müsse. Aus den Reihen der Zuhörer wurde die Synode des Bistums Trier gelobt, die versuche, dass Kirche sich noch stärker als bisher mit anderen Akteuren in der Gesellschaft zusammenschließt und gemeinsam handelt. Dabei solle der Blick aber nicht nur in Städte wie Saarbrücken gehen, wo Vielfalt offensichtlich wird. „Auf dem Land sind die Themen vielleicht anders, aber auch da muss man sich überlegen, wie man miteinander und zusammen leben möchte.“

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-90722 Mon, 18 Jun 2018 11:59:13 +0200 Im Vertrauen auf Gottes Güte http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/im-vertrauen-auf-gottes-guete/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/1/csm_IMG_6643_205f2e4a6c.jpg" width="150" height="100" alt="" title="IMG 6643 Jubiläum Kleinermeilert - Konzelebration" />Der emeritierte Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeilert feierte im Trierer Dom sein Goldenes Bischofsjubiläum. Trier – Im März hat er das 90. Lebensjahr vollendet, im Oktober begeht er den 65. Jahrestag seiner Priesterweihe – an sich schon Grund genug zu feiern. Doch ein weiteres, seltenes Jubiläum hat der emeritierte Trierer Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeilert am 17. Juni gefeiert: das Goldene Bischofsjubiläum. Am 11. Juni 1968 wurde er vom damaligen Trierer Bischof Bernhard Stein zum Bischof geweiht. „Wunderbar, dass wir diesen Tag mit Dir begehen dürfen“, begrüßte Triers Bischof Dr. Stephan Ackermann daher auch die zahlreichen Familienangehörigen, Wegbegleiter und Gläubige im Trierer Dom.

Ackermann erinnerte an den Weihespruch Kleinermeilerts „Im Vertrauen auf Gottes Güte“: „Er ist selber zum Zeugen von Gottes Güte geworden“ würdigte Bischof Stephan das Wirken von Weihbischof Alfred in dessen 35 Dienstjahren als Bischof. Er bezog sich dabei auf die ungezählten Predigten, Ansprachen und Gespräche von Weihbischof Alfred und vor allem darauf, dass er so vielen Kindern und Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet hat. „Nach fünf Jahrzehnten als Bischof wollen wir Dank sagen für die Güte Gottes, die Weihbischof Alfred erwiesen wurde.“

Gläubige Grundhaltung

Heute wie zur Zeit der Bischofsweihe von Weihbischof Kleinermeilert seien es bewegte, ja unruhige Zeiten in der Weltkirche und in Deutschland, sagte Ackermann in seiner Predigt. Wenn er sich frage, wie sich Weihbischof Kleinermeilert in all dieser Zeit seine „innere Gelassenheit und Heiterkeit“ bewahrt habe, komme er zu dem Schluss, dass dies nicht nur auf dessen natürliche Gaben und seine heimatliche Prägung durch die Herkunft von der Ahr zurückgehe, sondern auf die „gläubige Grundhaltung“. Gefragt nach seiner Lebensentscheidung, Priester zu werden, habe Weihbischof Alfred ihm einmal gesagt: „Ich wollte Gott dienen“. Diese Antwort habe ihn, so sagte Ackermann, in ihrer „Schnörkellosigkeit“ sehr beeindruckt. „Ich glaube, dass es diese Einfachheit und Geradlinigkeit des Denkens ist, die Weihbischof Alfred bis auf den heutigen Tag hilft, die Dinge klar zu sehen und Gelassenheit zu bewahren. Sie schützt davor, sich zu wichtig zu nehmen und atemlos zu werden.“

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-90720 Mon, 18 Jun 2018 11:14:43 +0200 Parallelen zwischen Philosoph und Literat http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/parallelen-zwischen-philosoph-und-literat/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/7/csm_WustPreis2018_CC_688cf6cb03.jpg" width="150" height="113" alt="" />Der renommierte Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil ist mit dem Peter-Wust-Preis 2018 ausgezeichnet worden. Trier – Nicht zuletzt Parallelen in den Lebensgeschichten machen Hanns-Josef Ortheil zu einem würdigen Träger des Peter-Wust-Preises 2018: Die Peter-Wust-Gesellschaft und die Theologische Fakultät Trier haben am 16. Juni den renommierten Schriftsteller Ortheil ausgezeichnet und erinnerten mit der Preisverleihung einmal mehr an das geistige Erbe des im Saarland gebürtigen Philosophen Peter Wust.

Im Zentrum des Festaktes im Trierer Priesterseminar, zu dem Prof. Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät, und Dr. Herbert Hoffmann, Vorsitzender der Gesellschaft, zahlreiche Gäste begrüßten, stand Peter Wust. Der in ärmlichen Verhältnissen in Rissenthal bei Losheim geborene Wust wollte zunächst Priester werden, erkannte dann aber die Philosophie als seine Passion. Als ordentlicher Professor lehrte er das Fach an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und verfasste aus seinem Verständnis als überzeugter katholischer Christ zahlreiche Texte vor allem zu Fragen der philosophischen Anthropologie. Werke, die auch heute noch ihre Aussagekraft und Gültigkeit haben, wie Hoffmann mit Blick auf die globalen Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf den Menschen betonte.

Dieses Vermächtnis in Erinnerung zu halten, hat sich die 1982 gegründete Peter-Wust-Gesellschaft zur Aufgabe gemacht. Zusammen mit der Theologischen Fakultät vergibt sie den Preis. Nach Alois Glück 2015 entschied die Jury in diesem Jahr für Hanns-Josef Ortheil, „den begnadeten Literaten, den unnachahmlichen Vorleser und den Gründer einer Schreibschule für Studierende aus unterschiedlichen Kulturräumen an der Universität Hildesheim“, wie Professor Dr. Erich Garhammer von der Universität Würzburg in seiner Laudatio zusammenfasste. Garhammer warf die Frage auf, ob Wust und Ortheil sich etwas zu sagen hätten, würden sie sich begegnen. Er kam zu dem Schluss, dass es ein vielseitiger Dialog würde, da sie viele Berührungspunkte und gemeinsame Themen hätten. Köln etwa prägte beider Leben, dann auch der Zusammenhang von Philosophie und Literatur sowie ihre Vorlesungsmethoden und das Geheimnis voller Hörsäle, das für Wust und Ortheil darin bestehe, selber „ein Gepackter und Begeisterter zu sein“. Und schließlich sei es der Glaube, der das Leben von Namensgeber und Preisträger prägt. Ortheils Sprache sei geprägt „durch die Freude an der Schönheit des Glaubens“, was jedoch nichts mit unkritischer Kirchlichkeit zu tun habe, erläuterte Garhammer und ergänzte: „Das Beten können und ein erwachsener Glaube sind neben vielem anderen Voraussetzungen des unerschöpflichen Erzählkosmos von Hanns-Josef Ortheil“, dem inzwischen das Vorlesen zu einer seiner wichtigsten Beschäftigungen geworden ist.

 Überrascht und bewegt von den vielen Parallelen zu Peter Wust und dankbar für die Auszeichnung unterstrich Ortheil das über ihn Gesagte durch eine Passage aus seinem Buch „Glaubensmomente“. Darin schildert er mit scharfer Beobachtungsgabe und in bildhaft-lebendiger Sprache seine Erinnerung an die Bedeutung von Stefan Lochners Bild „Maria in der Rosenlaube“, das im Esszimmer der Großeltern hing und den Glauben der ganzen Familie beeinflusste. Den Festvortrag hielt Professor Werner Schüßler von der Theologischen Fakultät Trier über den für Wust bedeutenden Begriff der „Ungesichertheit“. Informationen zur Peter-Wust-Gesellschaft und zur Mitgliedschaft sind unter www.peter-wust-gesellschaft.de zu finden.

(red)

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news-90718 Mon, 18 Jun 2018 09:59:12 +0200 Für das ganze Leben http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fuer-das-ganze-leben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_Firmung-Remagen1_59dcd3d538.jpg" width="150" height="99" alt="" title="Firmung Remagen1" />"Die Firmung ist für Euer ganzes Leben.“ Die Erinnerung daran möge auf fruchtbaren Boden fallen und reiche Frucht bringen, so Weihbischof Peters anlässlich der Firmung in Remagen Remagen - „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“: Mit diesen Worten hat Weihbischof Jörg Michael Peters am 16. Juni 39 jungen Christen aus der Pfarreiengemeinschaft Remagen das Sakrament der Firmung gespendet. Das Pontifikalamt in der Remagener Pfarrkirche St. Peter und Paul war der Abschluss einer über mehrere Monate andauernden Vorbereitungsphase, durch die Gemeindereferentin Sabine Gilles und 28 ehrenamtliche Katecheten die Jugendlichen begleitet hatten. Bereits am Freitagabend hatte Weihbischof Franz Josef Gebert 38 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft gefirmt. 

„Besonders haben mir die Aktionen gefallen, bei denen man die Gemeinschaft erleben konnte“, lautete gleich mehrfach die Antwort der Jugendlichen im Vorgespräch mit Weihbischof Jörg Michael Peters auf die Frage, was ihnen in der Vorbereitung am besten gefallen habe. So unterschiedlich die Projekte und Aktionen mit Bogenschießen, Töpfern, Klettern, Besuch im Altenheim, Firmzeitung, Schnupperstunde Orgel oder auch der Besuch von „Nightfever“, einer  Jugendmesse im Kölner Dom waren, so vielfältig waren auch die Erlebnisse und Antworten. „Ein großer Dank geht neben Gemeindereferentin Sabine Gilles auch an die vielen Katecheten. Sie alle setzen mit Ihrem Engagement ein wichtiges, unverzichtbares Zeichen des lebendigen Glaubens“, dankte Peters.

Während der Predigt im Firmgottesdienst erklärte Peters: „Als Sportbischof habe ich auch eine Einladung nach Russland zu der dortigen Fußball-Weltmeisterschaft erhalten. Diese Einladung habe ich aber abgelehnt. Auch mit Blick auf Euch und den heutigen Abend: Denn während die Weltmeisterschaft ein Spiel auf Zeit ist, gilt  die Firmung für Euer ganzes Leben.“ Jede und jeder werde sich daher an ganz kostbare Momente, sei es aus der Vorbereitungsphase, dem Gottesdienst oder auch der anschließenden Familienfeier, erinnern. Diese Erinnerung möge, gestärkt durch den Heiligen Geist, hoffentlich auf fruchtbaren Boden fallen, aufgehen, wachsen und letztlich reichlich Frucht bringen. „Gott traut Euch ganz viel zu, so dass Ihr die Welt zum Besseren hin verändern könnt“, versicherte Peters und appellierte an die Jugendlichen, sich von dem gespendeten Sakrament im wahrsten Sinne des Wortes „beGEISTern“ zu lassen.

Im Dekanat Remagen-Brohltal, zu dem neben der Pfarreiengemeinschaft Remagen auch die Pfarreiengemeinschaften Sinzig, Breisiger Land, Brohltal und Kempenich gehören, leben derzeit rund 38.000 Katholiken. In den vergangenen beiden Wochen haben die Weihbischöfe Robert Brahm, Franz Josef Gebert und Jörg Michael Peters rund 350 junge Christen gefirmt. Im Dekanat wird es im kommenden Jahr voraussichtlich keine Firmtermine geben. Die „freie Zeit“ wollen die Gemeindereferentinnen nutzen, um ein gemeinsames, flächendeckendes Vorbereitungskonzept zu entwickeln. So soll auf die durch die Umsetzung der Synode angestrebte neue räumliche Ausrichtung der „Pfarrei der Zukunft“ reagiert werden. Diese wird dann nämlich, abgesehen von der Pfarrei Rieden mit den Ortschaften Rieden und Volkesfeld, dem aktuellen Dekanat Remagen-Brohltal entsprechen.  (red)

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Firmung / Firmung von Erwachsenen RSS Feeds bistum-trier
news-90715 Mon, 18 Jun 2018 09:13:45 +0200 Jesus, Licht der Welt http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jesus-licht-der-welt/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_P1010008_50516a907f.jpg" width="150" height="100" alt="" title="P1010008" />Ein Pontifikalamt mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in Wintrich mit nächtlicher Lichterprozession gehörten zur Gebets- und Glaubenswoche der Pfarreiengemeinschaft. Wintrich – Mit einem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und einer Lichterprozession zum „Großen Herrgott“ in den Weinbergen hat die Pfarreiengemeinschaft „Rechts und links der Mosel“ am 15. Juni einen Abend ganz unter die Symbolik von Licht und Dunkelheit gestellt. Er war einer der vielen Impulse der „Gebets- und Glaubenswoche“, die vom 9. bis 17. Juni unter dem Titel „Miteinander(s) beten“ zum dritten Mal stattfand.

Bischof Ackermann, erstmalig als Diözesanbischof in Wintrich zu Gast, sprach in der von vielen Kerzen erleuchteten Pfarrkirche St. Stephanus vom Licht als dem Beginn des göttlichen Schöpfungswerkes und dem „Urstoff“, ohne den kein Leben möglich sei. „Wir suchen aber heute Abend ganz bewusst das gedämpfte Licht in der Kirche und gehen in der Prozession ins Dunkel“, sagte er in seiner Predigt. „So geht der Blick mehr nach innen. Wir sammeln uns und spüren in uns die Schatten aus Sorgen, Nöten und Problemen.“ Die Worte des Johannes-Evangeliums vom „wahren Licht, das in die Finsternis kommt und von ihr nicht erfasst wird“, empfinde er als sehr „tröstliche“ Worte – hinein gesprochen in eine menschliche Lebensrealität, die von Licht und Schatten geprägt sei, betonte der Bischof. Jesus Christus sei „die Botschaft, die das Licht bringt in die Dunkelheit unseres Lebens – Licht, das barmherzig mit uns ist und uns nicht blendet, sondern hilft, uns im Dunkeln zu orientieren“.

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RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof
news-90647 Fri, 15 Jun 2018 16:34:10 +0200 Langzeitarbeitslosigkeit als Armutsrisiko http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/langzeitarbeitslosigkeit-als-armutsrisiko/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_AA-Aktionstag_36dcca0820.jpg" width="150" height="100" alt="OB Leibe und Steyven" title="OB Leibe und Steyven" />Bei einem Aktionstag gegen Armut hat die Aktion Arbeit ihre langjährige Arbeit gegen Langzeitarbeitslosigkeit vorgestellt: Denn die ist ein wichtiger Grund für Armut. Trier – „Langzeitarbeitslosigkeit ist immer noch das größte Armutsrisiko“: Das hat der Trierer Weibischof Franz Josef Gebert anlässlich des Aktionstags „Armut trifft…“ erklärt. Am 15. Juni machten Vereine und Initiativen in der Trierer Fußgängerzone durch den Aktionstag auf die Lebenssituation von Menschen in Armut aufmerksam und stellten die vielfältigen Unterstützungsangebote in Trier vor. Mit dabei waren auch verschiedene kirchliche Träger und Initiativen. Das Programm wurde von dem „Aktionsbündnis Aktiv gegen Armut“ gestaltet, in dem sich Akteure aus dem sozialen und öffentlichen Bereich zusammengefunden haben. Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe übernahm die Schirmherrschaft der Veranstaltung.

Mit einem eigenen Stand vor dem Museum am Dom war auch die Aktion Arbeit vertreten. Deren Geschäftsführerin Andrea Steyven betonte, dass Langzeitarbeitslosigkeit der Ausgangspunkt für verschiedene Formen der Armut sei, von der rein materiellen Not bis hin zur sozialen Armut, da den Betroffenen die Mittel fehlten, um soziale und kulturelle Angebote anzunehmen. Hinzu komme, so ergänzte Martina Messan, Referentin für Sozialpolitik beim Diözesanen Caritasverband, dass Langzeitarbeitslosigkeit als Stigma gesehen werde. „Dabei übersieht man aber schnell, dass es sich in der Regel nicht um ein selbstverschuldetes Schicksal handelt, sondern dass es oft an strukturellen Defiziten unserer Gesellschaft liegt.“ So fasste auch Leibe die Ziele dieses Aktionstages zusammen: „Armut ist ein Thema, was nicht an den Rand, sondern ins Zentrum einer Stadt, eines gesellschaftlichen Diskurses gehört.“

Die Aktion Arbeit als Initiative des Bistums Trier wurde 1983 vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Auch wenn sich der deutsche Arbeitsmarkt in den zurückliegenden Jahren insgesamt positiv entwickelt hat, zeigt sich die Sockelarbeitslosigkeit weiter unverändert. Der Anteil der Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit an der Gesamtarbeitslosenzahl steigt weiter an. Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen.

Weitere Akteure bei dem Aktionstag waren neben dem Club Aktiv, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), dem Jobcenter und dem Sozialamt und Jugendamt der Stadt Trier, der Caritasverband Trier und der Sozialdienst katholischer Frauen. Informationen zum Thema sind unter www.aktionarbeit.bistum-trier.de oder auch unter www.armut-region-trier.de zu finden.

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news-90642 Fri, 15 Jun 2018 15:06:06 +0200 "Persönliches Engagement und wirkliches Interesse" http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/persoenliches-engagement-und-wirkliches-interesse/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_Aktion_Arbeit_Sohrschied_7e2d971d83.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ein Verein im Hunsrück hat mehr als 150 Tischler erfolgreich ausgebildet, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht haben. Die Aktion Arbeit unterstützt die Arbeit mit 13.100 Euro. Sohrschied – „Eiche“ hat die einhellig Antwort auf die Frage nach dem derzeitigen Trend im Bereich Möbelbau gelautet. Sechs junge Männer arbeiten momentan in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied und fertigen hochfertige Vollholzstücke für Privathaushalte und öffentliche Einrichtungen an. Mit 13.100 Euro unterstützt die Aktion Arbeit im Bistum Trier das Projekt, das ausschließlich durch Spenden finanziert wird.

Magdi aus Ägypten ist in seinem ersten Ausbildungsjahr und mag die Abwechslung zwischen der Berufsschule in Simmern und praktischem Arbeiten in der Werkstatt. Ahmadi ist mit mehr als 30 Jahren der älteste Azubi in der Truppe und erst seit zehn Monaten mit an Bord: „Für mich ist alles interessant.“ Arthur hat es dagegen bald schon geschafft, er steht gerade vor seinem Gesellenstück. Der Schrank mit eingelassener Steinplatte ist – fast schon obligatorisch – aus Eiche. Der 21-Jährige aus Simmern will nach seiner Ausbildung auf jeden Fall in dem Beruf bleiben, denn er liebt das Arbeiten mit Holz; diese Leidenschaft teilen auch die anderen, ob Praktikant, Lehrling oder Meister.

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, zeigt sich bei ihrem Besuch beeindruckt: „Es ist toll, dass solch ein kleiner Verein, Menschen, die sonst keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hätten, unterstützt“. Dadurch wäre es möglich, dass die jungen Menschen ein normales Leben bestreiten könnten. „Hier zeigt sich, dass persönliches Engagement und ein wirkliches Interesse an jeder einzelnen Person zum Erfolg führt.“

Seit der Gründung des Vereins 1984 wurden hier immerhin mehr als 150 Tischler ausgebildet. 35 Mitglieder zählt der Verein, „der sich aus ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammensetzt“, sagt Sabine Bollhorst . „Man kann sich mit seinen Kompetenzen einbringen.“ Dies könne auf ganz vielfältige Art und Weise geschehen. So geben Vereinsmitglieder Nachhilfe in Mathe oder Sozialkunde. „Uns geht es auch um eine gute Allgemeinbildung“, betont die engagierte Frau weiter. Darüber hinaus werden aber auch alltägliche Kompetenzen entwickelt. Astrid Becker kocht regelmäßig mit den jungen Menschen und hat mit ihnen die Weihnachtsfeier des Vereins organisiert. „Dazu zählte nicht nur das Zubereiten von Snacks, sondern auch das Einkaufen und Dekorieren des Festraumes.“ Die Jugendlichen werden sozialpädagogisch begleitet „und auch beim Theorie-Pauken fachlich unterstützt“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst, der seit 1991 als Schreinermeister angestellt ist und dem Vorstand des Vereins angehört. „Die meisten Auszubildenden haben einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss“, ergänzt der Ausbilder.

„Und genau das ist ja das Ziel, dass die Aktion Arbeit verfolgt: Die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen“, erläutert Andrea Steyven. „Die Ausbildung von Jugendlichen mit Defiziten ist sehr kostenintensiv, daher haben diese oft keine Chance auf dem Arbeitsmarkt“, weiß Sabine Bollhorst.

Wer in der Ausbildungsstätte, die von der Handwerkskammer anerkannt ist, seine Lehre als Tischler beginnen möchte, muss sich in einem mehrwöchigen Praktikum beweisen, ein räumliches Vorstellungsvermögen und Disziplin mitbringen. „Schummeln und Lügen können wir hier nicht tolerieren“, sagt Mersch-Bollhorst. Denn das Team setzt auf eine familiäre Atmosphäre. Um finanziell auf stabileren Beinen zu stehen, ist in den 1988 Jahren, vier Jahre nach der Gründung des Vereins, ein Tagungshaus auf dem Gelände entstanden. Auf weitere Spenden ist der Verein trotzdem angewiesen.

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de und www.vbs-sohrschied.de.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Caritas / Soziales Ehrenamt Flüchtlinge Jugend Politik / Gesellschaft
news-90638 Fri, 15 Jun 2018 12:35:48 +0200 Bischof weiht drei Männer zu Ständigen Diakonen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bischof-weiht-drei-maenner-zu-staendigen-diakonen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_staendige_diakone_2018_67a07c3f53.jpg" width="150" height="75" alt="Jörg Hoffmann, Ingo Ruhe und Heinz-Peter Wilbertz " />Drei Männer wird Bischof Dr. Stephan Ackermann am Samstag, 23. Juni, im Trierer Dom zu Ständigen Diakonen weihen. Trier – Bischof Stephan Ackermann wird am Samstag, 23. Juni Jörg Hoffmann, Ingo Ruhe und Heinz-Peter Wilbertz zu Ständigen Diakonen weihen. Der Gottesdienst findet um zehn Uhr im Trierer Dom statt, eine Dankandacht folgt um 14.30 Uhr in der Jesuitenkirche.

 

Der 51-jährige Jörg Hoffmann stammt aus Emmelshausen, ist verheiratet und ist Gärtnermeister. Sein zukünftiger Einsatzort als Diakon ist die Pfarreiengemeinschaft Vorderhunsrück. Ingo Ruhe kommt aus Weinsheim in der Eifel. Der 46-jährige Forstwirt ist verheiratet und wird künftig in der Pfarreiengemeinschaft Prüm arbeiten. Heins-Peter Wilbertz ist 53 Jahre alt, lebt zölibatär und ist gelernter Krankenpfleger. Er stammt aus Koblenz und wird dort in der Pfarreiengemeinschaft Koblenz Moselweiß arbeiten.

Im Bistum Trier gibt es momentan 147 Ständige Diakone. 109 von ihnen gehen einem Zivilberuf nach und leisten ihren Dienst gegen eine Aufwandsentschädigung in der Gemeinde. 38 Ständige Diakone sind hauptberuflich tätig. Die Mehrzahl ist verheiratet und hat Frau und Kinder, einige Ständige Diakone haben bei der Weihe den Zölibat als Lebensform gewählt. Weitere Informationen gibt es bei Axel Berger, Tel.: 0651-7105-130, E-Mail: axel.berger(at)bistum-trier.de. online www.diakonat.bistum-trier.de und hier zu den drei neuen Diakonen

(sb)

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RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-90613 Thu, 14 Jun 2018 16:28:10 +0200 Unterstützung, Hilfe und Weiterbildung http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unterstuetzung-hilfe-und-weiterbildung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/5/csm_Lebensberatung_Logo_01_200e227d19.jpg" width="150" height="47" alt="" title="Lebensberatung Logo 01" />1.016 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr Unterstützung bei der Lebensberatung in Neuwied gesucht. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2017 der Beratungsstelle hervor. Neuwied – 1.016 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr Unterstützung bei der Lebensberatung in Neuwied gesucht. Weitere 568 Personen nahmen an Angeboten wie Elternkursen, offenenen Sprechstunden oder Weiterbildungen teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2017 der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier hervor.

Das Team um Leiter Andreas Markert erbrachte 2017 insgesamt 390 Leistungen, die durchschnittliche Beratungsdauer pro abgeschlossenem Fall betrug 6,4 Stunden.

Kinder und Jugendliche suchten vor allem Hilfe bei Trennung und Scheidung, Partnerkonflikten oder sonstigen Problemen der Eltern. 42,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die Kontakt zur Lebensberatung hatten, lebten nicht in ihrer Ursprungsfamilie. Die wichtigsten Beratungsanlässe bei Erwachsenen waren Belastung durch kritische Lebensereignisse, Depressionen, Kommunikationsprobleme, Überlastung sowie Selbstwertproblematik.

Die Lebensberatungsstelle Neuwied bietet zusammen mit dem Kreisjugendamt das Projekt „zugehende Beratung“ in mehreren Kindertagesstätten im Kreis Neuwied an sowie das Konzept „Kita!Plus“ in der katholischen Kita Heilig Kreuz und der evangelischen Kita Sonnenstraße in Neuwied.

Weitere Angebote sind unter anderem die Lese- und Rechtschreib-Förderung für Kinder mit Legasthenie im Einzugsbereich des Stadtjugendamtes und des Kreisjugendamtes Neuwied und die Außensprechstunden nach Vereinbarung in Neustadt/Wied und Linz.

Einen Großteil der Gesamtkosten der Lebensberatungsstelle trug 2017 das Bistum Trier als Träger mit 54,8 Prozent. 19,1 Prozent übernahm das Land Rheinland-Pfalz, 14,4 Prozent der Kreis Neuwied, 10,3 Prozent die Stadt Neuwied, 0,4 Prozent die Stadt Andernach und 1,0 Prozent der Kreis Mayen-Koblenz. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenfrei.

Die Lebensberatungsstelle hat ihren Sitz in der Marktstraße 1 in Neuwied; Tel.: 02631-22031, E-Mail: lb.neuwied(at)bistum-trier.de oder im Netz unter www.neuwied.lebensberatung.info

 

 

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Beratungsangebote RSS Feeds bistum-trier
news-90606 Thu, 14 Jun 2018 13:56:24 +0200 Heilende Liebe als Grundaufgabe http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/heilende-liebe-als-grundaufgabe/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/b/csm_Scholastika_Dominikanerinnen_Koblenz-Arenberg_jf_b23dbcad11.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Scholastika Dominikanerinnen Koblenz Arenberg jf" />Am 24. Juni feiern die Dominikanerinnen Arenberg ihr 150-jähriges Bestehen. Generalpriorin Scholastika Jurt wirft einen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Ordens. Koblenz – Seit 150 Jahren gibt es die Kongregation der Dominikanerinnen im Koblenzer Stadtteil Arenberg. Aus diesem Anlass feiert der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am Sonntag, 24. Juni im Kloster ein Pontifikalamt mit den Schwestern und Gläubigen. Dieses Jubiläum bietet Gelegenheit, einen Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu richten, findet Generalpriorin Schwester Scholastika Jurt.

„Unser Grundauftrag lautet ‚Heilende Liebe‘“, erklärt die gebürtige Schweizerin. „Uns geht es über die Gesundheit des Leibes hinaus, und wir möchten die Menschen dahin begleiten.“  Daher hat die Ordensgemeinschaft sich 2003 entschieden, ein Gästehaus zu eröffnen. „Wir sind aber kein Wellnesskloster, wie es so gerne heißt. Wir haben zwar unter anderem eine Sauna und unterschiedliche Bewegungsangebote wie Thai Chi, aber wir haben die Seelsorge unserer Gäste im Blick.“ Christliche Meditationen, Impulse und Bibelgespräche sowie Einzeltermine mit hausinternen Seelsorgerinnen und Seelsorgern werden angeboten. Die Auslastung von etwa 70 Prozent gibt den Schwestern und ihrer Idee Recht. „Wir bieten hier ganzheitliche Erholung.“

Neben all diesen Angeboten steht das Evangelium für die 52 Schwestern in Koblenz im Mittelpunkt. „Wir sind der Meinung, dass der Mensch das beste Zeugnis für Gottes Gegenwart ist.“ So ist das Klosterleben im Gästehaus spürbar. Die Novizinnen, die sich in Vorbereitung auf die zeitlichen Ordensgelübde befinden, leben Wand an Wand mit den Gästen; die Ordensschwestern wohnen allerdings im nahen Mutterhaus. Eine kleine Gruppe der Schwestern arbeitet im Gästehaus. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern etwas mitgeben.“ Der Orden könne ein Zeichen in der heutigen Kultur setzen, indem sie als Gemeinschaft zusammen am Tisch sitzen und Gespräche führen.

Wenn Schwester Scholastika zurückschaut, kann sie sagen, dass es in der heutigen Zeit im Orden eine geweitete Gastfreundschaft gibt und „nicht nur durch das Gästehaus“. Darüber hinaus habe sich das Gottesbild in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. „Der strafende Gott, Buße, Sünde und Schuld haben viel Raum eingenommen“, findet sie. Zwar tragen heute noch alle ihre Ordenskleidung (Habit), „aber jede kann ihren Schwer-punkt selbst legen. So arbeiten wir nicht mehr alle im gleichen Betrieb“, erklärt Schwester Scholastika, die im Alter von 25 Jahren in das Koblenzer Kloster eingetreten ist.

„Es ist offen, was wir morgen sein werden. Wir stellen uns die Frage, wie wir unsere Botschaft sozusagen ‚heutigen‘ können“, schaut Schwester Scholastika auch im Hinblick auf das Durchschnittsalter der Gemeinschaft von 81 Jahren in die Zukunft.

Gegründet wurde der Orden 1868 von Mutter M. Cherubine Willimann. Sie wurde 1842 in der Schweiz als Josefa Willimann geboren. 1864 trat sie in das Kloster der Dominikanerinnen St. Peter in Schwyz ein. Geprägt von den Monaten in Schwyz folgte sie – und mit ihr zwei Schwestern – der drängenden Bitte des Pfarrers von Arenberg, Johannes Babtist Kraus, nach Koblenz. Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für die Übernahme karitativer Aufgaben in der damals armen Pfarrgemeinde. 1868 erreichten die drei Frauen den Arenberg und bezogen das Klösterchen, in dem Josefa mit zwei weiteren Frauen das Noviziat begann und den Ordensnamen Cherubine erhielt.

Neben dem Gästehaus in Koblenz sind Orte des Wirkens der Schwestern in Berlin, Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen und Rickenbach/Schweiz. Seit 1963 gibt es eine Mission in Bolivien.

Weitere Informationen gibt es auf www.arenberger-dominikanerinnen.de. (jf)

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Exerzitien Orden Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Orden
news-90605 Thu, 14 Jun 2018 12:38:32 +0200 „Ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-mitmachverein-ohne-mitgliederbeitraege/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/c/csm_FBS_Qualifizierungszirkel_jf_1da43a8d64.jpg" width="150" height="112" alt="" title="FBS Qualifizierungszirkel jf" />Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter der regionalen Familienbildungsstätten, um in einem Qualitätszirkel über Angebote und aktuelle Themen zu sprechen Andernach – 127.487 Unterrichtsstunden mit 50.591 Teilnehmenden wurden 2017 von den Familienbildungsstätten (FBS) Andernach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Koblenz, Linz, Mayen, Neuwied und Simmern geleistet. Etwa alle sechs Wochen treffen sich die Leiterinnen und Leiter in einem regionalen Qualitätszirkel, um über ihre Angebote, aktuelle Themen wie Datenschutzrechtlinien oder über die Bistumssynode zu sprechen.

„Unsere Teilnehmer merken, hier ist etwas anders, aber sie können dieses Gefühl nicht konkretisieren. Sie sagen uns, dass sie sich hier angenommen fühlen“, verdeutlicht es Felicitas Flöthner, geschäftsführende Leiterin in Koblenz. „Wir leben das Christsein; da muss nicht vor jedem Angebot ‚katholisch‘ stehen“, fügt Ute Gilles-Adenauer von der FBS Linz hinzu. „Bei unseren Eltern-Kind-Gruppen wird auch schon mal ungezwungen über das Thema Taufe gesprochen. Ich denke, das unterscheidet uns unter anderem von der Volkshochschule“, berichtet Felicitas Flöthner aus ihrem Alltag.

Bei den FBS handelt es sich um eingetragene Vereine unter bischöflicher Aufsicht mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeitern. Zuschüsse erhalten die Einrichtungen vom Land Rheinland-Pfalz und vom Bistum; in einigen Fällen auch von den Kommunen. „Wir sind ein Mitmachverein ohne Mitgliederbeiträge“, fasst es Erika Heinen (geschäftsführende Leiterin der FBS Bad Neuenahr-Ahrweiler) augenzwinkernd zusammen. „Durch diese Struktur haben wir eine gewisse Eigenständigkeit, können schnell reagieren und Angebote anpassen“, erklärt Ute Gilles-Adenauer. Jährliche Teilnehmerbefragungen sind ein Instrument, um die Zufriedenheit abzufragen, aber auch eine Möglichkeit herauszufinden, welche Angebote noch fehlen. „Jedes Jahr machen wir uns neu auf die Suche nach Themen“, sagt Felicitas Flöthner. „Dabei schauen wir immer, ob es zu unserem Leitbild passt“, betont Erika Heinen.

„Viele Eltern gehen schneller wieder arbeiten. Da fehlen uns nicht nur Kursteilnehmer, sondern auch Leiter; früher war eine Honorartätigkeit für Mütter bei der FBS durchaus interessant“, erklärt Emmerich, Leiterin der FBS Mayen, die Entwicklung. Angebote, die tagsüber stattfinden, werden seltener angenommen, weiß Nils Zimmermann, geschäftsführender Leiter der FBS Neuwied und Linz. „Viele Infos findet man nun im Internet“, sagt Zimmermann im Hinblick auf die Digitalisierung. „Wir verbinden unser bewährtes Koch-Angebot mit dem Erstellen eines digitalen Kochbuches“, erklärt Felicitas Flöthner wie sie in Koblenz mit dem Thema Digitalisierung umgehen. Die FBS Neuwied bietet Kurse zum Erstellen von YouTube-Channels und zur App-Programmierung an.

Iris Emmerich ist im Vorstand der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten und kümmert sich hier um die Belange der 15 FBS im Bistum Trier – dazu zählt auch die Umsetzung der Synode. „Was die Umsetzung der Ideen aus dem Synodendokument angeht, sind wir als FBS schon recht weit. Wir sind kommunal und innerkirchlich sehr gut vernetzt“, berichtet sie. „Wir sind zudem Orte des Glaubens – auch wenn das bei vielen noch nicht so präsent ist.“ Daran müssten sie nun gemeinsam arbeiten. „Charismen vor Aufgaben stellen“ wie es im Synodendokument heißt, würde in den FBS schon praktiziert. „Wir schauen bei den Ehrenamtlichen darauf, was ihre Herzenssache ist und danach gehen wir“, erklärt Stefanie Lange, Leiterin der FBS Andernach und Gastgeberin der Treffen des Qualitätszirkels.

Die FBS suchen noch Honorarkräften, die einen Kurs anbieten möchten. Weitere Infos gibt es bei den einzelnen Familienbildungsstätten in Andernach, Tel. 02632-250350, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. 02641-27039, Koblenz, Tel. 0261-9142199, Linz, Tel. 02644-4163, Mayen, Tel. 02651-6800, Neuwied, Tel. 02631-39070 und Simmern, Tel. 06761-95020.

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Familienbildungsstätten Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier
news-90599 Thu, 14 Jun 2018 10:07:16 +0200 Bischöfliches Angela-Merici-Gymnasium öffnet sich für Jungen http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bischoefliches-angela-merici-gymnasium-oeffnet-sich-fuer-jungen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_angela_merici_gymnasium_40a107e61c.jpg" width="100" height="150" alt="" />Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird sich das Bischöfliche Angela-Merici-Gymnasium in Trier auch für Jungen öffnen. Trier – Bisher konnten am Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium (AMG) in Trier nur Mädchen lernen – das wird sich nun ändern: Die traditionsreiche Schule wird ihre Pforten ab dem Schuljahr 2019/2020 auch für Jungen öffnen. Nachdem die Schulgemeinschaft ein entsprechendes Votum für die Aufnahme von Jungen abgegeben hatte, befasste sich die Leitungskonferenz des Bistums als Schulträger mit dem Thema und kam zu einem positiven Ergebnis. Da die Schule ihre Tradition und das bewährte Lernen in gleichgeschlechtlichen Gruppen bewahren will, hat sich die Schulgemeinschaft dafür ausgesprochen, neben zwei Mädchenklassen eine reine Jungenklasse einzurichten.

Es sei eine bewusste Entscheidung, die bewährte „Monoedukation“ bis zur Klassenstufe zehn beizubehalten, erklärt Schulleiter Mario Zeck, denn sie biete viele Vorteile. So könne man besser auf die spezifischen Lern-Bedürfnisse von Jungen und Mädchen eingehen. Schon länger hätten solche Überlegungen im Raum gestanden, da es bisher kein Angebot eines weiterführenden gymnasialen Zweigs an einer katholischen Schule für Jungen im Raum Trier gab, erläutert Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bistum Trier. Vor rund zwei Jahren habe die Schulabteilung des Bistums auf Initiative der Schule den Auftrag für einen Schulentwicklungsprozess erteilt, in den alle Akteure der Schule – Schüler, Eltern, Lehrer – eingebunden waren. Eine Projektgruppe stand in regelmäßigem Austausch und besuchte unter anderem Schulen, die bereits erfolgreich mit dem System getrennter Jungen- und Mädchenklassen arbeiten. Basierend auf den dort gemachten Erfahrungen sei ein Konzept erarbeitet worden, das der Leitung des Bistums als Vorlage für ihren Beschluss diente.

„Die jetzt getroffene Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das pädagogische Konzept, in den Klassenstufen 5 bis 10 neben zwei Klassen für Mädchen auch jeweils eine Klasse für Jungen zu bilden, ist gut durchdacht“, lobt Müller. Er ist überzeugt: „Die Schule ist damit für die kommenden Jahre gut aufgestellt“.

Das genaue Konzept und die Anmeldemöglichkeiten werden nach den Sommerferien vorgestellt.

(sb)

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news-90598 Thu, 14 Jun 2018 09:47:51 +0200 Schule als Herzensangelegenheit http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/schule-als-herzensangelegenheit/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/3/csm_Abschied-Mueller_7d067edef2.jpg" width="150" height="113" alt="Albrecht Adam, Direktorin Mechthild Schabo, Wolfgang Müller und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg " />Im Rahmen einer Feierstunde wurde der Leiter der Schulabteilung, Wolfgang Müller, verabschiedet. Nachfolger im Amt ist Albrecht Adam. Trier – „Mit diesem Mann kann man Schule machen.“ So hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg den scheidenden Leiter der Schulabteilung im Bischöflichen Generalvikariat in Trier, Wolfgang Müller, gewürdigt. Bei einer Feierstunde am 12. Juni verabschiedeten sich Weggefährten und Kollegen von Wolfgang Müller und begrüßten gleichzeitig seinen Nachfolger, Albrecht Adam. Die Feier wurde musikalisch von Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums Trier begleitet.

Müller hatte die Abteilung seit 2011 geleitet. Zuvor war er lange Jahre Leiter des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier gewesen, bevor er 2009 ins Generalvikariat wechselte; zunächst als Leiter des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen und Hochschule, dann als Abteilungsleiter. Vor seiner Zeit als Lehrer war Müller zudem von 1982 an für vier Jahre als Assistent des damaligen Generalvikars und späteren Weihbischofs Gerhard Jakob schon einmal im Generalvikariat aktiv gewesen.

Von Plettenberg betonte in seiner Laudatio, dass es Müller immer wichtig gewesen sei, die Schule als Ort kirchlicher Präsenz zu verstehen und als Ort, wo die religiösen Fragen der Menschen wach gehalten werden sollen. Er verwies dabei auf die vielen Projekte, die Wolfgang Müller in seiner Amtszeit umgesetzt hat. Dazu gehöre vor allem die Einführung eines Rahmenleitbildes für die Schulen in kirchlicher Trägerschaft, ebenso wie auch das Einbringen der Schulen in den Bistums-Synode und deren Umsetzung. Plettenberg beschrieb Müller als einen „durch und durch geistlichen Menschen, dem Schule immer eine Herzensangelegenheit gewesen ist“.

Grußworte sprachen Dr. Jörg-Dieter Wächter für die Konferenz der Leiter der Schulabtei­lungen der deutschen Diözesen (KOLEISCHA), Brigitte Fischer, Leiterin der Abteilung Schulen und Kultur bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, und für die Leiterinnen und Leiter der kirchlichen Schulen im Bistum Rektorin Dr. Helene Neis (Willi-Graf-Realschule in Saarbrücken).

Als Nachfolger von Müller stellte Mechthild Schabo, Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat, Albrecht Adam vor. Adam war Lehrer für katholische Religion und Latein am St. Wendeler Arnold-Janssen-Gymnasium (in Trägerschaft der Steyler Missionare) und dort zuletzt auch stellvertretender Schulleiter. 2004 wechselte er nach Saarbrücken als Leiter der Marienschule, eines Gymnasiums in Trägerschaft des Bistums. Seit dem 1. Oktober 2014 war der aus Beckingen stammende Adam Leiter des Arbeitsbereichs „Kirchliche Schulen“ innerhalb der Schulabteilung des Generalvikariats. Von 2006 bis 2014 hatte er den Vorsitz der Landesarbeitsgemeinschaft Katholischer Schulen in freier Trägerschaft im Saarland inne, zudem war er Mitglied (2006-2015) des Arbeitskreises Katholischer Schulen in freier Trägerschaft auf Bundesebene.

Informationen zur Arbeit der Schulabteilung im Bistum Trier sind unter www.schulabteilung.bistum-trier.de zu finden.

(tef)

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news-90575 Wed, 13 Jun 2018 16:21:48 +0200 „Nicht an die nukleare Abschreckung gewöhnen“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nicht-an-die-nukleare-abschreckung-gewoehnen/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/8/csm_CF004133_20x30_quer_02_f98cd5e707.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann äußert sich im Vorfeld des Aktionstags in Büchel und verweist auf Apelle an die Bundesregierung, sich stärker für die nukleare Abrüstung einzusetzen. Trier – Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat davor gewarnt, sich an die nukleare Abschreckung zu gewöhnen. „Es ist höchste Zeit, dass die von den Atommächten gegebenen Versprechen zur nuklearen Abrüstung endlich erfüllt werden“, betont der Trierer Oberhirte, der auch Vorsitzender der Kommission Justitia et Pax ist, einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden. Die aktuellen Tendenzen zur Modernisierung der Atomwaffen würden die Unsicherheit erhöhen und seien „ausgesprochen bedrohlich“, so Bischof Ackermann im Vorfeld des kirchlichen Aktionstages am 7. Juli am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel.

Bischof Ackermann, der am Aktionstag selbst nicht teilnehmen kann, den Teilnehmern aber seine Grüße übermittelt, verweist auf die Appelle der Kommission Justitia et Pax an die Bundesregierung, wonach diese sich zukünftig stärker für die nukleare Abrüstung einsetzen soll. „Die Haltung der Bundesregierung in dieser Frage, zum Beispiel sich nicht an den Verhandlungen zum Atomwaffenverbotsabkommen zu beteiligen, war sehr unbefriedigend und ist ein falsches Signal“, sagt der Oberhirte. Und er ergänzte: „Wir wären gut beraten, auch alte politische Gepflogenheiten, wie die nukleare Teilhabe, auf den Prüfstand zu stellen.“ Ein „Weiter so“ in der Hoffnung, dass es schon gut gehen werde, wäre höchst fahrlässig und zudem angesichts der Kosten der nuklearen Rüstung nicht zu vertreten, macht Ackermann deutlich.

Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen auf zu einem Aktionstag am 7. Juli am deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel auf, wo US-amerikanische Atombomben gelagert sein sollen. Beim Aktionstag am 7. Juli soll um 11.58 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden, in dem unter anderem der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), die Predigt halten wird. Im Anschluss daran ist ein Kulturprogramm mit Musik und Kurzansprachen vorgesehen.

Infos im Internet unter: www.KirchenGegenAtomwaffen.wordpress.com

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof
news-90564 Wed, 13 Jun 2018 11:14:10 +0200 Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/eine-herausforderung-fuer-die-kirche-im-bistum-trier/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/3/csm_Klimawandel_Koblenz_388beea66a.jpg" width="150" height="100" alt="Im Gemeindezentrum St. Franziskus diskutierten die Teilnehmer über Klimawandel und Umweltschutz" title="Klimawandel Koblenz" />Verschiedene Initiativen haben zum Thema „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ in das Gemeindezentrum St. Franziskus Koblenz geladen. Koblenz – Unter dem Titel „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“ hatten am 11. Juni die Pfarreiengemeinschaften Koblenz-Moselweiß und Untermosel-Hunsrück, die Dekanate Remagen-Brohltal und Andernach-Bassenheim in das Gemeindezentrum St. Franziskus im Koblenzer Stadtteil Goldgrube geladen. Und der Ort hätte kaum besser gewählt sein können, gilt der Heilige Franziskus doch bis heute als Vorbild in Fragen der Mensch-Natur-Beziehung.

Sigrid Heuer betreut an der Schönstätter Marienschule in Vallendar die Schulwald-AG, die bis heute mehr als 500 Bäume gepflanzt hat und 2017 mit dem Umweltpreis des Bistums Trier ausgezeichnet wurde. Kinder in der vielfach als schwierig wahrgenommenen Lebensphase der Pubertät lernen hier, wie wichtig die Bewahrung der Schöpfung ist und tragen ihr Wissen nach Hause. Bernhard Grunau bemüht sich als Geschäftsführer um den ökologischen Betrieb des Klosters Arenberg der Arenberger Dominikanerinnen, etwa durch die Nutzung von Sonnenenergie oder den Einbau von Dreifachverglasung. Nicht nur im Kloster, sondern in vielen kirchlichen Einrichtungen ist der Einsatz von LED-Beleuchtung, die Verwendung von Recyclingpapier und Kaffee aus fairem Handel mittlerweile weit verbreitet.

Die Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, verkündete das Ziel, die CO2-Emissionen von 2010 bis 2040 zu halbieren. Der Klimafonds stelle bistumsintern jährlich 100.000 Euro für Projekte zur Verfügung.

Christian Heckmann von der Stabsstelle für die Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode stellte den Anwesenden die Aussagen der Synode zum Klima- und Umweltschutz vor. Die Kirche setze „auf die Würde und Verantwortung aller Getauften. Sie gibt Charismen Raum, die dem Aufbau des Reiches Gottes dienen, und sie lässt Platz für andere und für einen kreativen Dialog mit ihnen.“

Christoph Bals von Germanwatch e.V. beschäftigte sich beim Einsatz für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen üblicherweise mit der Politik, stellte diesmal allerdings die päpstliche Enzyklika „Laudato si’“ vor und arbeitete dabei besonders den Gedanken des gemeinsamen Ursprungs, wechselseitigen Zusammenhangs und der geteilten Zukunft allen Lebens auf der Erde heraus. Das Klima sei gemeinsames Gut.

In der anschließenden Diskussion kam mehrfach zur Sprache, wie schwierig es sei, andere Menschen für Projekte des Klima- und Umweltschutzes zu mobilisieren. Allzu häufig lägen Steine im Weg und nicht nur innerkirchlich gäbe es wenig Resonanz, weil andere Themen gerade wichtiger wären. Dennoch komme es darauf an, Dinge vor Ort umzusetzen. Kleine Alltagsentscheidungen sind zwar der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, doch Beharrlichkeit und Multiplikation verstärken eine Idee und verhelfen ihr zum Durchbruch. So bestand dann auch der Wunsch nach engerer Vernetzung unter den Aktiven und dass das Treffen an diesem Montagabend nicht das letzte bleiben möge. Am Ende verfassten die Teilnehmer eine Resolution in der es unter anderem heißt: „Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. […] Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.“ (jf)


Resolution 11.06.2018, Koblenz, Veranstaltung „Klimawandel und Umweltschutz – Eine Herausforderung für die Kirche im Bistum Trier“

„Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (Laudato si´, 217)

Wir sind katholische Christen, die sich in verschiedenen Initiativen für eine Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Wir haben uns heute, Montag, den 11. Juni 2018 in Koblenz getroffen, um uns gegenseitig über unsere Projekte und Aktionen zum Schutz der Umwelt und der Gerechtigkeit zu informieren Wir haben uns außerdem mit Aussagen der Synode des Bistums Trier zum Thema Schöpfung sowie mit Kernaussagen der päpstlichen Enzyklika „Laudato si´“ beschäftigt. Wir fühlen uns dem dringlichen Aufruf des Papstes verpflichtet, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Schöpfung und die Armen zu schützen. Es ist uns daher ein sehr großes Anliegen, dass die Verantwortung für das Klima und die Natur in der Umsetzung der Synode deutlicher als bisher thematisiert und umgesetzt wird. Das Handeln des Bistums darf nicht nur in Leuchtturmprojekten die Anliegen von Laudato si´ umsetzen, sondern muss personell, finanziell, räumlich und konkret diese Anliegen stärker unterstützen.

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Pfarreien Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Umwelt
news-90543 Tue, 12 Jun 2018 15:06:04 +0200 Mit Forschergeist zum Bundessieg http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mit-forschergeist-zum-bundessieg/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/4/csm_Forschergeist-Bundessieger_Rheinland-Pfalz_Kath-Kita-Christi-Himmelfahrt_Quelle_Rene-Arnold_88ab86c6e4.jpg" width="150" height="100" alt="" />Nachdem die Katholische Kita Christi Himmelfahrt mit ihrem Pilz-Forschungsprojekt schon rheinland-pfälzischer Landessieger wurde, sind die Kinder jetzt auch Bundessieger geworden. Trier/Berlin – Die kleinen Forscher der katholischen Kita Christi Himmelfahrt haben es geschafft: Nachdem sie mit ihrem Pilz-Forschungsprojekt schon den Landessieg in Rheinland-Pfalz errungen hatten (wir berichteten), sind sie jetzt auch noch Bundessieger des „Forschergeist“-Wettbewerbs geworden. Projektleiterin Yvonne Bohrer, Kita-Leiterin Birgit Simon und die Geschäftsführerin der katholischen Kita gGmbH, Cordula Scheich, nahmen den Preis am 6. Juni in Berlin entgegen.

Es ging um das Reich der Pilze, die Herstellung von Schokolade, Schneckenspiralen in Natur und Technik, die Vermessung der Welt, oder um einen Lehmofen als Begegnungsstätte: Die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ hatten in ganz Deutschland herausragende Kita-Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gesucht. Aus 651 Bewerbungen kürten die Stiftungen 16 Landessieger, aus denen nun die fünf Bundesseiger gewählt wurden – neben Rheinland-Pfalz waren das Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Rund 50 Erzieherinnen und Erzieher waren nach Berlin gereist und fieberten der Preisverleihung entgegen. Bei der Bekanntgabe der Bundessieger sagte Thomas Rachel, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Gerade in Zeiten, in denen in Deutschland viel über die öffentliche Wertschätzung des Erzieherberufes und die Qualität in Kitas diskutiert wird, ist der ‚Forschergeist‘-Wettbewerb hoch aktuell und wichtig. Die anwesenden Erzieherinnen und Erzieher haben mit ihren Projekten gezeigt, dass sie MINT-Themen kindgerecht in der Kita behandeln und daraus anspruchsvolle Projekte entwickeln.“

Kitas seien als Bildungsort unersetzlich, unterstrich auch Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung: „In Kitas begleiten kompetente Fachkräfte die Kinder bei ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung und legen den Grundstein für einen reflektierten Umgang mit technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen.“ Von den Kita-Fachkräften werde ein hoher Einsatz gefordert in ihrer wichtigen Arbeit gefordert, die der Forschergeist-Wettbewerb öffentlich wertschätzen wolle. Die angereisten Erzieher repräsentierten Einrichtungen, die alle die hochwertige und tolle Projektarbeit eine, so Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Durch solche Projekte erlebten Kinder Spaß und Freude am Entdecken und Verstehen der Welt, ihre Lern- und Denkfreude und Neugier werde gefördert. 

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gesucht und prämiert werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik begeistert haben. Mit dem Wettbewerb möchten die Initiatoren das Engagement der Kita-Fachkräfte wertschätzen und sie weiter zu exzellenter frühpädagogischer Bildungsarbeit motivieren. Die Landessieger erhalten jeweils 2.000 Euro, jeder Bundessieger zusätzlich 3.000 Euro zur Förderung der Qualität der mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Bildungsarbeit in der Kita.

Weitere Informationen gibt es unter www.forschergeist-wettbewerb.de

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news-90536 Tue, 12 Jun 2018 12:25:55 +0200 Über die Region hinaus bedeutend http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ueber-die-region-hinaus-bedeutend/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/9/csm_Dreifaltigkeitskirche-Schonstatt-Foto-Schonstatter-Marienschwestern_1b83bd6272.jpg" width="150" height="113" alt="" />Seit 50 Jahren gibt es die Dreifaltigkeitskirche auf dem Berg Schönstatt. Bischof Ackermann feierte dieses Goldene Weihejubiläum zusammen mit mehr als 500 Gläubigen. Vallendar/Schönstatt – Genau auf den Tag am 9. Juni vor 50 Jahren hat der damalige Bischof von Trier, Dr. Bernhard Stein, die Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt eingeweiht. „Damit gehört diese zu den jüngsten Kirchen im Bistum, aber nicht zu den unbedeutendsten“, betonte Bischof Dr. Stephan Ackermann, der mit mehr als 500 Gläubigen diesen Tag mit einem Pontifikalamt beging. Dabei stellte er fest, dass die Anbetungskirche weit über die Region hinaus für Menschen aus aller Welt zu einem besonderen Ort geworden ist.

Zusammen mit dem kleinen Heiligtum im Tal, der „Urzelle“ Schönstatts mit dem Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt und der Pilgerkirche mit ihrer Weite und Offenheit, „weist die Dreifaltigkeitskirche hin auf das Ziel unseres Lebens, den Dreifaltigen Gott, zu dem wir unterwegs sind“, sagte Ackermann.

Ausgehend von der äußeren Gestalt des Gotteshauses hob er hervor, dass das Bild der Gottesburg an die himmlische Stadt erinnert, die mit ihren zwölf Toren einen geistlichen Raum eröffnet, der innere Festigkeit und Sicherheit vermittelt. „Gott selber, das Lamm, Jesus Christus in seiner Hingabe, wie wir ihn verehren in der Eucharistie und anbeten, das ist die Mitte und bleibt die Mitte“, fuhr er fort und zeichnete die Vision des himmlischen Hauses mit drei Attributen: fest – klar – transparent. „Da wo wir innerlich stark sind, vom Glauben her, da können wir offen sein und frei, ohne uns selbst zu verlieren.“ So werde der Mensch selbst zum Haus Gottes nach dem Beispiel und auf die Fürbitte Mariens.

Seine Predigt schloss der Bischof mit der Einladung: „Danken wir für das Zeugnis von Pater Kentenich und all denen, die in der Nachfolge und in der Spiritualität Schönstatts in dieser Region das Charisma leben, es weiter tragen in die Welt, damit es der Kirche und der Menschheit dient.“

Der Festgottesdienst wurde vom Vokalensemble der Schönstätter Marienschwestern mitgestaltet. Am Ende der Eucharistiefeier lud Dr. Bernd Biberger, Generaldirektor der Marienschwestern, die Teilnehmer zum Festakt ein. Dabei berichteten die Schwestern, warum diese Kirche für sie und die ganze Schönstattbewegung etwas Besonderes ist: ein Dankeszeichen, das an den Schutz und die besondere Führung Gottes und der Gottesmutter erinnert. Die Anbetungskirche wird von Menschen aus aller Welt auch deshalb aufgesucht, weil sie dort die Grabstätte des Gründers der Schönstattbewegung besuchen und um seine Fürbitte in ihren Anliegen bitten.

Rund um die Kirche fand an diesem Tag ein frohes Fest für Jung und Alt statt, das unter anderem von den Turmbläsern aus Pfaffendorf mitgetragen wurde. Verschiedene Angebote luden zum Verweilen auf Berg Schönstatt ein. Ein Höhepunkt war das Sommerkonzert von Chor und Orchester der Schönstätter Marienschule in der Aula der Anbetungskirche.

Der Jubiläumstag klang aus in einer Zeit der Anbetung mit Dank und Lobpreis.

Weitere Informationen gibt es auf www.schoenstatt.de.

(red)

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RSS Feeds bistum-trier Themenart Bischof Orden Seelsorge
news-90535 Tue, 12 Jun 2018 11:53:45 +0200 Zurück zu den Wurzeln http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zurueck-zu-den-wurzeln/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/7/csm_Ackermann_Scherer_Bergmann_vPlettenberg_www_fb876a1f7b.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Ackermann Scherer Bergmann vPlettenberg www" />Vor 150 Jahren wanderten zahlreiche Menschen aus dem heutigen Saarland nach Brasilien aus. Ihre Nachfahren, darunter der Kardinal von São Paulo, haben die "alte" Heimat besucht. Theley – „Es sind bald 150 Jahre vergangen, da Menschen aus Theley und Umgebung nach Brasilien ausgewandert sind.“ Odilo Pedro Kardinal Scherer, Erzbischof von São Paulo in Brasilien hat während seiner Predigt in der Pfarrkirche St. Peter in Theley die Geschichte seiner Vorfahren erläutert. Zusammen mit seinem Amtskollegen, dem Erzbischof von Alto Feliz, Jacinto Bergmann sowie dem ehemaligen Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft am Schaumberg und aktuellen Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und Pfarrer Hans-Ludwig Leininger hat Kardinal Scherer ein Pontifikalamt aus Anlass des Besuchs einer Delegation aus Brasilien gefeiert. Kardinal Scherer und Erzbischof Bergmann kamen mit einer Gruppe von 28 Personen aus Alto Feliz in Brasilien nach Theley ins Saarland. Von hier stammen die Vorfahren der Brasilianerinnen und Brasilianer.

Während seiner Predigt berichtete Kardinal Scherer von seinem Großvater, der in jungen Jahren aus dem nördlichen Saarland nach Alto Feliz ausgewandert war. Er erzählte von den Hoffnungen der Menschen damals auf ein besseres Leben, aber auch der Realität, die sie in der neuen Welt erwartet hatte. „Nicht immer haben die Leute, die ausgewandert sind, das gefunden, was ihnen versprochen wurde. Aber sie haben auf Gott vertraut und hart gearbeitet. Sie haben auch ihre Kultur gepflegt und die Deutsche Sprache.“ Diese habe sich zwar durch die Mischung verschiedener Dialekte und dem Einfluss Brasilianischer Ausdrücke stark verändert, so der Kardinal. Platt verstehe man deshalb immer noch besser als Hochdeutsch. „Die Menschen haben auch ihren Glauben mitgenommen. Nur so ist dieses Treffen heute zustande gekommen.“ Es sei ein Geschenk Gottes, dass sie in der großen Familie der Christen einen Platz haben. Wer den Glauben teilt, gehört zur Familie Jesu, betonte der Kardinal. „Egal wo wir leben! Deshalb möchte ich euch als Brüder und Schwestern begrüßen.“
 

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bistum-trier Bischof Pfarreien Politik / Gesellschaft Weltkirche
news-90513 Mon, 11 Jun 2018 16:05:28 +0200 Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen Gewicht geben http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/lebenswelt-von-kindern-und-jugendlichen-gewicht-geben/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_BDKJ_Diozesanversammlung-doc_3d797a87f4.jpg" width="150" height="100" alt="" />Rund 70 Delegierte des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) trafen sich vom 8. bis 10. Juni zu ihrer Diözesanversammlung. Trier/Zell – Zu ihrer Diözesanversammlung haben sich rund 70 Delegierte des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom 8. bis 10. Juni auf der Marienburg bei Zell getroffen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Jugendverbände im Bistum beschlossen unter anderem, die Bundesregierung dazu aufzufordern, bei allen politischen Entscheidungsfindungen die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu berücksichtigen.

Der BDKJ Trier sehe teilweise gute Ansätze im Koalitionsvertrag, wie etwa die klare Aussage zur Bekämpfung von Kinderarmut. „Aus unserer Sicht fehlt hier allerdings eine konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in allen Politikbereichen unabhängig von Nationalität, Herkunft und Religionszugehörigkeit. Außerdem findet Jugendarmut keinerlei Berücksichtigung“, erklärte die BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer.

Die Delegierten beschlossen einstimmig ein Positionspapier, in dem sie klar Stellung zum Umgang der Kirche mit den Themen Liebe, Sexualität und Partnerschaft beziehen. „Aus unseren christlichen Überzeugungen heraus fordern wir, dass homosexuell und heterosexuell liebende Menschen und ihre Partner und Partnerinnen anerkannt und gleichgeschlechtliche Beziehungen als gleichwertige Liebesbeziehungen akzeptiert werden“, sagte der BDKJ-Diözesanvorsitzende Rainer Schulze. Knapp ein Jahr vor der bundesweit stattfindenden 72-Stunden-Aktion stimmten sich die Anwesenden in kreativer Art und Weise auf die Sozialaktion ein, bei der binnen 72 Stunden ein soziales Projekt umgesetzt wird. An der letzten 72-Stunden-Aktion 2013 unter dem Titel „Uns schickt der Himmel“ beteiligten sich bundesweit rund 115.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist der Dachverband von 13 katholischen Jugendverbänden und -organisationen im Bistum Trier. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Politik und Gesellschaft. Die Diözesanversammlung des BDKJ ist das höchste beschlussfassende Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum Trier.

(red)

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Redaktion RSS Feeds bistum-trier Jugend Kirchliche Verbände
news-90501 Mon, 11 Jun 2018 12:21:10 +0200 „Karl Marx erschreckend aktuell“ http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/karl-marx-erschreckend-aktuell/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_18_06_08_Foto_Gebert_Becker_507e19f698.jpg" width="150" height="100" alt="" />Im Museum am Dom fand unter Mitwirkung von Weihbischof Franz Josef Gebert eine Diskusisonsveranstaltung zum Thema "LebensWertArbeit" statt. Trier – „Die katholische Soziallehre spricht vom Menschenrecht auf Arbeit. Angesichts von fast einer Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland fordern wir als Kirche und Caritas schon lange Taten gegen die Ausgrenzung dieser Menschen. Wir appellieren an die Politiker, im jetzt anstehende Reformgesetz zum sozialen Arbeitsmarkt echte Verbesserungen zugunsten der betroffenen Menschen umzusetzen.“ Das hat Weihbischof Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „LebensWertArbeit“ am 8. Juni im Museum am Dom gesagt.

Der Caritasverband, die Aktion Arbeit, der Katholikenrat und der Themenschwerpunkt Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) beteiligen sich mit dem Projekt und der Ausstellung „lebensWert Arbeit“ im Museum am Dom am Karl-Marx-Jahr. Referent der Diskussionsveranstaltung war der Sozialethiker Professor Dr. Uwe Becker von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum. Er nahm die Zuhörer nach einem Rundgang durch die Ausstellung mit auf eine spannende „Zeitreise zum Wert der Arbeit“. Am Endpunkt der Reise durch Geschichte und Ideologien fiel die Bilanz Beckers kritisch aus: „Die Sichtweise von Karl Marx auf die Arbeit hat eine lebendige und erschreckende Aktualität.“ Seine These belegte Becker mit den Beispielen der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit und des wachsenden Niedriglohnsektors. Global betrachtet seien die ökologische Ressourcenausbeutung, ungerechte Lohnverhältnisse und Kinderarbeit aufrüttelnde Beispiele.

Mit Blick auf Armut wies Becker neben dem Kernproblem Langzeitarbeitslosigkeit auf den Niedriglohnsektor hin, in dem aktuell in Deutschland rund sieben Millionen Menschen beschäftigt sind. „Der Faktor Arbeit sichert für einen immer größeren Teil der Erwerbstätigen keine auskömmliche Zukunft im Alter mehr“, kritisierte Becker. Ein weiterer Indikator von Entfremdung sei auch die wachsende Zahl von Menschen, die Arbeit haben, daran aber psychosomatisch erkranken, weil sie dem hohen Druck nicht mehr standhalten können. Die gesellschaftlichen Debatten um Würde und Qualität von Arbeit seien unter dem Eindruck von Wirtschaftswachstum und der „Erfolgsbilanz Deutschland“ ermüdet und sollten wiederbelebt werden: „Karl Marx bietet Wegweisung, sich nochmals intensiver diesen Aspekten der Entfremdung zu stellen, sie zu thematisieren und zu skandalisieren, statt sie zu tabuisieren“, so Becker.

Weitere Informationen zum Projekt und der Ausstellung gibt es auf www.lebenswert-arbeit.de

(red)

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news-90498 Mon, 11 Jun 2018 10:40:53 +0200 Geschwisterlicher Austausch http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/geschwisterlicher-austausch/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_BiDeKo_Juni2018_Plenum_8e740daf3b.jpg" width="150" height="105" alt="" />Beim Treffen der Dechanten und der Bistumsleitung ging es um die Frage, wo das Bistum im Umsetzungsprozess der Bistumssynode steht. (mit Bildergalerie) St. Thomas/Trier – Wo steht das Bistum im Umsetzungsprozess der Bistumssynode? Diese Frage ist das wichtigste Thema beim Treffen der Dechanten (Leiter der Dekanate) im Bistum Trier mit der Bistumsleitung gewesen. Am 6. und 7. Juni kamen sie zu einer Klausurtagung im Exerzitienhaus des Bistums in St. Thomas zusammen.

Zu Beginn der Tagung betonte Bischof Dr. Stephan Ackermann, die „große Kunst der Synodenumsetzung“ sei, den Grundansatz, den das Abschlussdokument vorgebe, und die konkrete Ausgestaltung zusammenzubringen. Er ermutigte dazu, „Unfertiges und Vorläufiges“ auszuhalten und mit der derzeitigen Dynamik gut umzugehen: „Wir alle sind in einem Lernprozess.“ Er verstehe den Wunsch nach konkreten Informationen. Gleichzeitig warb er um Verständnis, dass dies in der aktuellen Phase der Arbeit der Teilprozessgruppen (TPGs) schwierig sei. Was heute vorgestellt werde, sei eine Woche später durch Rückmeldungen, Schnittstellengespräche und Abstimmungen schon wieder überholt. Dies mache die Kommunikation derzeit schwierig, bedeute aber keineswegs mangelnde Transparenz.

Zeitplan: "Feinschliff" bis zum Herbst 2018

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg stellte den weiteren Zeitplan der Umsetzung vor. Die TPGs, die sich mit der Ausgestaltung der Pfarreien der Zukunft beschäftigen, seien auf der Zielgeraden. Übereinstimmungen, aber auch „Knackpunkte“ in den Schnittstellen seien identifiziert; die Leitungskonferenz des Bistums habe den TPGs letzte Aufgaben und „Feinschliffe“ aufgetragen, die über den Sommer zu bearbeiten sind. Für Ende September ist eine gemeinsame Konferenz aller Teilprozessgruppen unter Einbeziehung der Leitungskonferenz geplant. Am 29. September werden sich die diözesanen Räte mit den Vorschlägen der TPGs befassen und ihre Voten abgeben. Über die Annahme der Pläne entscheidet die Bistumsleitung am 19. Oktober. In der Frage der Vermögensverwaltung in den Kirchengemeinden der Zukunft kündigte von Plettenberg Konkretisierungen an. Nach den Sommerferien werde das Bistum die Pläne vorlegen und zu zwei Resonanzveranstaltungen im Saarland und in Rheinland-Pfalz einladen. „Damit sind dann die Grundlagen gegeben, auf denen wir die formale Anhörung vorbereiten, die ab Anfang 2019 startet“, erklärte der Generalvikar. Im Laufe der Anhörung werde es erneut Veranstaltungen im ganzen Bistum geben; die Planungen dazu beginnen im Sommer. Ab Herbst 2018 starte die Vorbereitung der sogenannten Implementierung der Pfarreien der Zukunft: Auf der Basis der Arbeit der Teilprozessgruppen ist die Startsituation für die Pfarreien herzustellen. Im Herbst 2019 sollen die Leitungsteams benannt werden. Damit kann die konkrete Entwicklung der Pfarreien der Zukunft beginnen.

Einblicke in die Arbeit der Teilprozessgruppen

Vertreter der zu den Pfarreien der Zukunft arbeitenden TPGs – Rahmenleitbild, Aufbauorganisation und Leitungsteam, Verwaltungsprozesse, Synodale Gremien sowie Diakonische Kirchenentwicklung - gaben Einblicke in die Arbeitsstände (siehe auch Beiträge zu Resonanzveranstaltungen auf www.heraus-gerufen.de).

In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem darum, wie es auch künftig gelingen werde, die lokalen Bezüge von Kirche zu erhalten und zu gestalten. Die Verschränkung des kategorialen (themenbezogenen) Ansatzes mit dem territorialen (ortsbezogenen) Ansatz wurde als wesentliches Thema der weiteren Ausgestaltung benannt. Auch die Überlegungen zu den synodalen Gremien wurden intensiv diskutiert: Welche Zuständigkeiten und Funktionen soll ein Gremium haben, das sich mit den Verwaltungsfragen befasst? Sind die Zeitressourcen der Ehrenamtlichen bei den Überlegungen mitbedacht? Wie können Orte von Kirche Mandatsträger oder Delegierte in ein synodales Gremium entsenden? Auch zum Rahmenleitbild, zur Aufbauorganisation und zu den Verwaltungsstrukturen gaben die Dechanten Einschätzungen und Hinweise.

Andrea Gerards, Direktorin für den Bereich Personalplanung und -entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, informierte über das Gesprächsangebot „Arbeit FairÄndern“ für nichtpastorale Mitarbeitende etwa in den Rendanturen oder Dekanaten. Die Dechanten äußerten den Wunsch, dass das Angebot auf Angestellte der Kirchengemeinden ausgeweitet werde. Priesterreferent Dr. Markus Nicolay stellte die Planungen für Gespräche mit allen pastoralen Mitarbeitenden vor, die von August 2018 bis Mai 2019 geführt werden. Die Gespräche dienen der Erstellung eines Orientierungsrahmens für die Personalisierung in den Pfarreien der Zukunft.

Rolle der Dekanate bis zur Einführung der Pfarreien der Zukunft

Die Dechanten sprachen mit der Bistumsleitung auch über die Rolle der Dekanate bis zur Einführung der Pfarreien der Zukunft. Bischof und Generalvikar ermutigten dazu, Themen, die der Vorbereitung der Pfarreien der Zukunft dienen, bedarfsbezogen anzugehen. Als Beispiel wurden die Festlegung der Erstkommuniontermine für die Jahre 2020 und 2021 oder die Firmvorbereitung genannt. Diese Verabredungen könnten auch heute schon getroffen werden, ohne dass es einer speziellen Beauftragung oder Vollmacht bedürfe, betonte der Bischof. Wichtig seien die Einbeziehung der Akteure vor Ort und die Rückbindung an das Bistum.

Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg informierte über die Notwendigkeit für die Kirchengemeinden im Bistum, eigene Datenschutzbeauftragte einzusetzen. Das Generalvikariat bietet an, diese Aufgabe zentral zu übernehmen, so dass die Kirchengemeinden nur Ansprechpersonen benennen müssten. Ein entsprechendes Schreiben gehe den Kirchengemeinden dieser Tage zu. Von Plettenberg kündigte an, dass ab Herbst alle Bistumsmitarbeitenden in Datenschutzfragen geschult würden. Eine gute Nachricht für die Dechanten hatte der Generalvikar ebenfalls: Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat sich mit der GEMA auf eine neue Regelung zur pauschalen Vergütung von urheberrechtlich relevanter Musik bei Aufführungen auf Gemeindeveranstaltungen und Konzerten verständigt. Die Kirchengemeinden müssen die Vergütungen für die musikalischen Aufführungen in den meisten Fällen nicht mehr selbst zahlen (siehe https://www.dbk.de/nc/presse/aktuelles/meldung/die-katholische-kirche-einigt-sich-mit-der-gema-auf-neuen-gesamtvertrag/detail/). Gleichzeitig wies der Generalvikar auf die weiterhin bestehenden Verpflichtungen der Kirchengemeinden gegenüber der GEMA hin.

Bischof Ackermann dankte am Ende der Tagung „für intensive Beratungen, das Zusammensein im Gebet und im geschwisterlichen Austausch“. Die Dechanten kommen in der Regel zweimal im Jahr zu dem von den Dechanten Johannes Jaax (Wittlich), Jörg Schuh (Maifeld-Untermosel) und Benedikt Welter (Saarbrücken) mit Mechthild Schabo (Direktorin Pastoral und Gesellschaft) und Dr. Gundo Lames (Direktor Ziele und Entwicklung) vorbereiteten Austausch mit der Bistumsleitung zusammen.  

(JR)

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news-90496 Mon, 11 Jun 2018 09:33:53 +0200 "AnsprechBar" in Zeiten von Vereinsamung http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ansprechbar-in-zeiten-von-vereinsamung/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_Gruppenbild_AnsprechBar_526a78e9f9.jpg" width="150" height="113" alt="" />Wo geht man hin, wenn man für die Jugendarbeit schon zu alt ist, aber sich nicht vom Angebot der Familienpastoral angesprochen fühlt? Eine Gruppe junger Seelsorger hat eine Antwort. Koblenz – „Steil gehen bei einer Wanderung auf den steilsten Weinberg Europas“, „Mädelsflohmarkt für mehr Nachhaltigkeit beim Klamottenkauf“ oder „Auf der Suche nach dem „Fußball-Gott“ mit Besuch in der Bundesliga – wofür sind junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren ansprechbar? Diese Frage stellen sich auch junge katholische und evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den Dekanaten Andernach-Bassenheim, Maifeld-Untermosel, Mayen-Mendig, Rhein-Wied und St. Goar sowie Christoph Michels von der evangelischen Kirchengemeinde Andernach.

„Es gibt im kirchlichen Bereich kaum etwas für junge Menschen, die aus der Jugendarbeit herausgewachsen sind, aber sich nicht vom klassischen Angebot der Familienpastoral angesprochen fühlen. In der Lebensphase von 20 bis 40 Jahren sind Themen wie Individualisierung auf der einen und Vereinsamung auf der anderen Seite anzutreffen“, weiß Mitinitiatorin Madeleine Schneider. „Es gibt einen starken Wunsch nach Gemeinschaft, Partnerschaft und Familie. Aber auch berufliche Erfüllung und Sinnfragen stehen im Fokus der jungen Frauen und Männer.“  Ihre Kollegin Elisabeth Zenner ergänzt: „Insbesondere in dieser Lebensphase stellt man sich die Fragen: Wie geht es weiter? Wo wird mein Lebensmittelpunkt sein?“

Diesen und vielen anderen Fragen will „Ansprechbar“ Raum geben. „Wir glauben an einen Gott, der immer ansprechbar ist“, erklärt Elisabeth Gorges, die ehrenamtlich dabei ist, den Namen der Gruppe „AnsprechBar“. „Als Seelsorgerinnen und Seelsorger wollen wir für unsere Altersgruppe ansprechbar sein“, zeigt Pastoralreferent Christopher Hoffmann eine weitere Bedeutung auf. „Das ‚B‘ von Bar schreiben wir dabei bewusst groß, denn wir gehen an Orte, an denen sich junge Erwachsene gerne aufhalten und wo es gemütlich ist.“

Mit einer Fahrt zum Katholikentag ist das Projekt gestartet. Darauf folgte „Mut-Mach-Menschen“. Die pastoralen Mitarbeiter Tobias Petry und Melanie Kammerer haben die Federführung für dieses Format übernommen. „Wir haben uns gefragt: Was bringt uns dazu, nach dem Arbeitstag noch einmal das Haus zu verlassen? Wem hören wir gerne zu? Unsere Antwort: Menschen, die einem Mut machen, etwas zu verändern“, berichtet Melanie Kammerer. Den Anfang machten deshalb Jean und Ignace aus Ruanda, die nach einem Freiwilligendienst nun eine Ausbildung in Deutschland begonnen haben. Sie erzählten in der Koblenzer Bar „Soulfood“ von ihren Erfahrungen aus Afrika und Deutschland.

Die Gruppe hat regelmäßige Angebote wie „Mut-Mach-Menschen“ und „BARhocker-Abende“ in der Koblenzer Kneipenlandschaft geplant. Darüber hinaus gibt es auch Veranstaltungen, die unregelmäßig stattfinden, wie eine Taizé-Fahrt und eine Segel-Auszeit. Daneben bleibt viel Raum zum Experimentieren: „Wir wollen auch weiterhin offen sein und überlegen, wie wir das Konzept gemeinsam mit jungen Menschen weiterentwickeln können“, betont Petry. Sein Kollege David Morgenstern ergänzt: „Sportler, Filmfans, Paare, Singles – wir sind unsere eigene Zielgruppe und legen Wert auf Vielfalt im Programm“.

Die nächste Veranstaltung findet am 16. Juni in Neuwied statt: Bei einem Bandworkshop sind alle, die ein Instrument spielen und auf Rockmusik stehen, genau richtig, um mit Profimusikern zu arbeiten. Im Herbst gibt es eine Weinprobe mit Filmausschnitten unter dem Motto „Schau mal Wein!“.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen gibt es auf www.ansprech-bar.de.

(jf)

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news-90493 Mon, 11 Jun 2018 09:20:47 +0200 In Zukunft: Klassenarbeiten ohne Ohrstöpsel http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/in-zukunft-klassenarbeiten-ohne-ohrstoepsel/ <img src="http://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_Einweihung_Franziskusschule_Koblenz_jf_3ebebbc1b2.jpg" width="150" height="113" alt="" />Mehr als 500 Handwerker haben daran gearbeitet, dass 620 Schüler jetzt in den Erweiterungsbau der St. Franziskus-Schule in Koblenz einziehen können. Koblenz – „Endlich keine Klassenarbeiten mit Ohrstöpseln mehr“, hat der Schulleiter der St. Franziskus-Schule in Koblenz, Dirk Johann, am 8. Juni freudestrahlend festgestellt. Nach mehr als neun Jahren Planungs- und zwei Jahren Bauzeit sind die 620 Schülerinnen und Schüler in die neuen Fachräume, den Raum der Stille, die Bibliothek und in die Mensa der Realschule Plus und Fachoberschule in Trägerschaft des Bistums Trier eingezogen. Bischof Dr. Stephan Ackermann segnete den Erweiterungsbau und feierte mit der Schulgemeinschaft einen Gottesdienst.

Gut 500 Handwerker aus 75 Firmen waren beteiligt. Neun Millionen Euro hat das Bistum in den barrierefreien Anbau mit modernem Raumkonzept investiert. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich bei der Schulabteilung des Bistums: Sie haben uns großartig unterstützt“, hob Schulleiter Johann hervor. Die katholischen Schulen sind wichtige Orte von Kirche“, betonte Ackermann, „denn Bildung war für das Christentum schon immer von großer Bedeutung. Zudem helfen Schulen jungen Menschen ihre Potenziale zu entfalten.“ Das neue Gebäude deckt einen Raumbedarf, der durch die strukturelle Weiterentwicklung der Schule zur Realschule Plus mit Ganztagsangebot und angeschlossener Fachoberschule und durch den baulich bedingten Abriss eines Pavillons notwendig geworden war.

„Wir investieren dabei nicht sozusagen in tote Steine, sondern in junge Menschen und in ein Haus, in dem gemeinsam mit hohem Anspruch gelernt werden kann; ganz besonders mit Blick auf die Ansprüche, die im Rahmenleitbild für die Schulen in Trägerschaft des Bistums unter dem Titel ‚Den ganzen Menschen bilden‘ beschrieben sind“, schreibt Bischof Ackermann in seinem Vorwort zur Festschrift der Schule.

Der Tag stand unter dem Motto „Mit Franziskus Farbe bekennen“. Dies sei ein guter Leitgedanke für die Schule insgesamt: „Man muss sich nicht dafür schämen, sich zum Glauben zu bekennen“, sagte Ackermann.

Nach Jahren mit viel Lärm, Schmutz und improvisierten Lösungen „können wir uns jetzt endlich wieder ganz auf das Wesentliche konzentrieren – den Schulalltag“, schaute Johann entspannt in die nächsten Jahre. Er verblüffte die geladenen Gäste mit der Aussage: „Bis auf zwei kennen alle Kinder unsere Schule nur als Baustelle!“ und verdeutlichte damit sehr anschaulich, wie lange die Zeit der Umarbeiten dauerte.

Bischof Ackermann berichtete in einer kleinen Talkrunde von seinen Erinnerungen als Schüler in Andernach. Wolfgang Müller und Walter Hauth gaben einen Einblick in die Abläufe der Abteilung Schule und Hochschule sowie in die Abteilung Baumaßnahmen im Bischöflichen Generalvikariat. Schüler, (ehemalige) Lehrer und Eltern gaben hingegen einen Eindruck, wie sie die Umbauarbeiten erlebten.

Im Anschluss an den Festakt segnete Bischof Ackermann die neuen Räume. „Wir können unseren Verstand und unsere Muskeln benutzen, aber wir brauchen auch Gottes Segen, der unser Leben überblickt. Er hilft uns, dass uns Sachen gelingen, auf die wir keinen Einfluss haben“, sagte er.

Die St. Franziskus-Schule feiert am 17. August ein großes Schulfest, bei dem auch die neuen Räume besichtigt werden können. Weitere Informationen zur Schule gibt es auf www.franziskusschule-koblenz.de.

(jf)

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