Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Thu, 16 Sep 2021 16:40:12 +0200 Thu, 16 Sep 2021 16:40:12 +0200 Bistum Trier news-104329 Thu, 16 Sep 2021 16:08:08 +0200 Die Zeit zu handeln ist jetzt https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-zeit-zu-handeln-ist-jetzt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/1/csm_Christians_for_future_c39b0d1573.jpg" width="150" height="113" alt="Zwölf Forderung für eine klimagerechte Kirche überreicht von Louisa Kappes, Katholische Junge Gemeinde (KJG) Trier, Matthias Becker, BDKJ-Diözesanvorsitzende, Charlotte Kleinwächter, Klimaschützmanagerin des Bistums und Brigitte Karpsteiner an Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg (von links)" title="Christians for future" />Christians For Future übergeben zwölf Forderungen an den Generalvikar des Bistums Trier Trier/Koblenz/Saarbrücken. – Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung – dafür engagiert sich die Initiative Christians For Future. Ihre Forderungen haben sie an 39 katholische und evangelische Bistumsleitungen deutschlandweit überreicht – so auch an den Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. Der betonte bei der Übergabe: „Es kann nicht angehen, der nächsten Generation das Ringen um eine bessere Klimapolitik zu überlassen. Auch wir, die wir schon älter sind, müssen vor der Zukunft bestehen.“ Insgesamt zwölf Forderungen sind es, die in Trier stellvertretend Brigitte Karpstein und der Bund der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ) an Plettenberg übereichten.

Christians For Future sind Teil der Fridays For Future-Bewegung. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Glaubensgemeinschaften innerhalb der Gesellschaft zu erreichen. So fordern sie, dass sich Kirchenleitungen solidarisch mit den Forderungen von Fridays For Future zeigen – durch Worte und Taten – und dass sie ihren Einfluss nutzen, um einen deutlicheren Wandel hin zu klimagerechter Politik zu fordern. Konkret sollen die Diözesen unter anderem bis 2030 ihre Klimaneutralität erreichen. Haushaltsplanungen und Investitionen seien an diesem Ziel auszurichten. Auch sollte pro 100.000 Kirchenmitgliedern eine Vollzeitstelle für den Umwelt- und Klimaschutz geschaffen werden. Die Kirchenleitungen sollten auch sicherstellen, dass das dringende Handeln zur Bewahrung der Schöpfung in der pastoralen Arbeit und Ausbildung grundgelegt ist.

„Der Klimaschutz hat bei uns schon einen hohen Rang“, betonte von Plettenberg und dankte für das Engagement von Christians For Future. Über viele der Forderungen, die Brigitte Karpstein konkret für das Bistum Trier formulierte, werde in den entsprechenden Gremien der Diözese gesprochen, etwa über Photovoltaikanlagen für kirchliche Gebäude oder die Frage, wie Klimagerechtigkeit zu einer Querschnittsaufgabe in den neuen Pastoralen Räumen werden könne. Von Plettenberg lud daher auch die Vertreter der Christians For Future und des BDKJ in die Diözesankommission für Umweltfragen des Bistums (DKU) ein, um dort gemeinsam mit ihm nach Lösungen und Wegen zu suchen.

Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen des Bistums. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien überarbeitet und Handlungsanweisungen für alle kirchlichen Angestellten erlassen. Zuletzt hat das Bistum mehrere kirchliche Schulen mit Photovoltaikanlagen und das Diözesanmuseum in Trier mit einer klimafreundlichen Pellet-Heizung ausgerüstet. Seit dem 1. September beschäftigt es eine festangestellte Klimaschutzmanagerin. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU). Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches For Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidaritätsbezeugung mit der weltweiten „Fridays For Future“-Bewegung.

Das weltweite Netzwerk ruft für den 24. September 2021 zu seinem nächsten globalen Klimastreik auf. Auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier Dr. Jörg Weber schließen sich dem Aufruf an. Zudem gibt es einen gemeinsamen Aufruf der Bischöfe in Trier, Hildesheim und der Bolivianischen Bischöfe im Rahmen der Bolivienpartnerschaft.

Mehr zum Klimaengagement der Bistums auf: https://www.umwelt.bistum-trier.de. Auch Christians For Future haben eine eigene Internetseite mit ihren Forderungen: https://christians4future.org

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Schöpfung
news-104328 Thu, 16 Sep 2021 14:20:44 +0200 Caritas-Familienbüros sind viel genutzte Anlaufstellen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/caritas-familienbueros-sind-viel-genutzte-anlaufstellen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/f/csm_FamilienburoSulzbach-uk_9e8231ffb1.jpg" width="150" height="106" alt="" title="FamilienburoSulzbach uk" />Rund ein Jahr nach dem Start im August 2020 ist das Modellprojekt „Caritas-Familienbüros“ eine stark nachgefragte Anlaufstelle. Andernach/Simmern/Sulzbach – Rund ein Jahr nach dem Start im August 2020 ist das Modellprojekt „Caritas-Familienbüros“ eine stark nachgefragte Anlaufstelle. Die Beraterinnen in den Familienbüros in Andernach/Pellenz, Mayen, Sulzbach und im Rhein-Hunsrück-Kreis unterstützen Familien dabei, ihre Rechtsansprüche auf familienpolitische Leistungen wie Wohngeld und Kinderzuschlag wahrzunehmen. Der Initiative ging eine Untersuchung der Bundesregierung zum Starke-Familien-Gesetz voraus, die zeigt, dass nur 35 Prozent der Leistungen von den bezugsberechtigten Familien in Anspruch genommen werden.

Hürden bei der Antragsstellung

Die Familienbüros richten sich an Menschen, die nicht den Weg zur zuständigen Beratung finden. Ein weiterer Vorteil: Ratsuchende sind nicht auf Onlineportale angewiesen, sondern können im Gespräch Hilfe finden. Auch unter Corona-Auflagen konnte die Beratung aufrechterhalten werden. „Wir informieren, motivieren und beraten“, fasst Projektleiterin Dr. Martina Messan, Stabsreferentin für Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband Trier, das Angebot zusammen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Die von der Hochschule durchgeführte Befragung von Beraterinnen und Ratsuchenden belegt, dass viele Familien über die ihnen zustehenden Leistungen nicht informiert sind oder aber, wenn sie Leistungen in Anspruch nehmen wollen, an der Komplexität der Anträge scheitern. „Viele Familien in prekären materiellen Verhältnissen sind von den Anforderungen des Alltags schon erschöpft und erleben das Antragsverfahren als so kompliziert, dass sie irgendwann aufgeben“, sagt Messan. Andere Familien, die in verdeckter Armut leben, schämten sich, die Anträge etwa auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket überhaupt zu stellen. Sehr oft suchten auch Migrantenfamilien die Familienbüros auf, da sie sprachlich nicht mit den Anforderungen zurechtkommen. Aber auch viele deutsche Familien scheiterten am Behördendeutsch. Die Bilanz der ersten wissenschaftlichen Auswertung lautet, die Familienbüros als eigene Beratungseinrichtung zu verstetigen und eine dauerhafte Finanzierung zu sichern.

Keine Almosen – sondern begründete Ansprüche

Als ein Beispiel nannte die Beraterin im Familienbüro in Pellenz und Andernach, Margret Marxen-Ney, exemplarisch eine Familie mit einem acht Monate alten Kind: „Sie zahlen 800 Euro Miete und müssen momentan von einem Nettogehalt von 2.000 Euro leben. Das Elterngeld läuft bald aus. Beide Elternteile sind gut ausgebildet. Sie wussten aber trotzdem nicht, dass ihnen zum Beispiel Wohngeld zusteht.“

Im saarländischen Sulzbach war Beraterin Stefanie Schmidt vor allem mit Anträgen im Bildungsbereich beschäftigt, etwa zur Übernahme der Kosten für Kita und freiwillige Ganztagsschule. „Auch die Schulbuchausleihe ist ein ganz großes Thema – zirka 200 Anträge haben wir für das neue Schuljahr gestellt“, sagt Schmidt, „es wäre eine große Hilfe, wenn sich das Saarland an der Lernmittel- und Beitragsfreiheit von Rheinland-Pfalz orientieren könnte.“ Als Erfolg verbucht sie, dass durch die Arbeit des Familienbüros die Kontakte zu anderen Behörden gestärkt wurden. So plant etwa die Familienkasse, regelmäßig Berater nach Sulzbach ins Familienbüro zu entsenden, um die Antragsstellung zu vereinfachen.

Im ersten Jahr fanden im Raum Mayen/Andernach/Pellenz fast 200 Beratungsgespräche statt, in Sulzbach waren es 175. Im Rhein-Hunsrück-Kreis, wo der Schwerpunkt momentan auf der Multiplikatorenarbeit liegt, waren es mehr als 50. Die Verantwortlichen dort besuchen etwa Eltern-Cafés, Caritas-Geschäfts-/ und Außenstellen; der Kontakt zu Kitas, Schulen oder auch Behörden soll nach den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie intensiviert werden. „Unter anderem informieren wir die Kunden unserer Second-Hand-Läden über das Angebot, da diese jedem offen stehen“, erklären die beiden Verantwortlichen Nora Hoffmann und Ilona Besha. „Wir möchten aber auch beispielsweise Sport- oder Musikvereine für den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit gewinnen – aus ihrer jeweiligen Perspektive können sie viel dazu beitragen, das Thema an die betreffenden Eltern heranzutragen“, so die beiden Beraterinnen weiter. „Denn klar ist, dass es in keiner Weise um das Verteilen von ‚Almosen‘ geht, sondern um den Zugang zu begründeten staatlichen Leistungen. Dieses Selbstbewusstsein möchten wir den Familien vermitteln.“

Neben der Beratung und Hilfe bei Anträgen werden Ratsuchende oft auch über weitere Caritas-Hilfeangebote wie den Allgemeinen Sozialen Dienst, die Schwangeren- oder Migrationsberatung informiert. Neben der „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Familien ist die Armutsprävention und Chancengleichheit für alle Kinder Ziel des Modellprojekts.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird mit 200.000 Euro von der „Stiftung Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ gefördert. Aus der wissenschaftlichen Begleitforschung werden unter anderem Empfehlungen an Politik und Fachpraxis für eine verbesserte Inanspruchnahme familienpolitischer Leistungen erarbeitet.

Ansprechpartnerin für das Familienbüro in Sulzbach ist Stefanie Schmidt unter Tel. 06897-983239 oder per E-Mail Schmidt-st(at)caritas-saarbruecken.de

Ansprechpartnerin für das Familienbüro in Pellenz ist Margret Marxen-Ney, Tel.: 02632-250235; für den Großraum Mayen und Umgebung ist Margot Kürsten verantwortlich, Tel.: 0170 6340563.

Ansprechpartnerinnen für das Familienbüro im Rhein-Hunsrück-Kreis sind Lucia Stahl, Tel.: 06747-937721 und Ilona Besha, Tel.: 06761-919690.

Weitere Informationen gibt es auf www.caritas-trier.de/modellprojekt-familienbueros/modellprojekt-familienbueros .

(jf/uk)

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104326 Wed, 15 Sep 2021 10:00:00 +0200 Sterbenden und Trauernden verlässlich und individuell beistehen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sterbenden-und-trauernden-verlaesslich-und-individuell-beistehen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/d/csm_tomb-4442626_1920_e9cc3cace3.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Trauer" />Wenn Angehörige im Pastoralen Raum Saarbrücken eine Krankensalbung wünschen, eine Beerdigung anmelden oder Unterstützung im Trauerprozess erhalten wollen, können sie sich in Kürze an die Hotline des neuen Kompetenzzentrums Sterben, Tod und Trauer wenden. Saarbrücken – Eine Heimbewohnerin liegt nachts im Sterben und die Angehörigen wünschen sich, dass ein Seelsorger vorbeikommt. Das Pflegepersonal erreicht aber im zuständigen Pfarrbüro um diese Zeit nur den Anrufbeantworter? Für Situationen wie diese soll im Frühjahr 2022 im Pastoralen Raum Saarbrücken das Kompetenzzentrum Sterben, Tod und Trauer eingerichtet werden. „Es wird eine Hotline geben, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche erreichbar ist“, sagt Gemeindereferentin Jennifer Jost, die Seelsorgerin am Klinikum Saarbrücken ist.

Angehörige und Einrichtungen sollen beim Kompetenzzentrum jederzeit anrufen können, etwa wenn sie eine Krankensalbung wünschen, eine Beerdigung nach ihren Vorstellungen anmelden oder Unterstützung im Trauerprozess erhalten möchten. Die Idee für das neue Kompetenzzentrum hatte die Fachkonferenz Sterben, Tod und Trauer des Dekanats Saarbrücken, die Jennifer Jost und ihre Kollegin Andrea Michely, Klinikseelsorgerin in Sulzbach, leiten. „Eine breit und zuverlässig aufgestellte Unterstützung in der letzten Lebensphase beugt Unsicherheiten, Ängsten und Komplikationen vor und bestärkt die Betroffenen darin, den Lebensweg selbstbestimmt bis zum Tod gemeinsam gehen zu können“, sagt Jost.

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Saarbrücken bistum-trier Beratung Diakonische Kirchenentwicklung Information Seelsorge Vermischtes
news-104325 Tue, 14 Sep 2021 11:06:54 +0200 „Lebendiges Beispiel gelebten Miteinanders“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/lebendiges-beispiel-gelebten-miteinanders/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_Forderpreis-Ehrenamt-MSGFF_ee1761c121.jpg" width="150" height="95" alt="" title="Forderpreis Ehrenamt MSGFF" />Zum zwölften Mal wurde im Saarland der Förderpreis Ehrenamt verliehen. Weihbischof Robert Brahm hielt als Jury-Mitglied bei der Preisverleihung die Laudatio auf den Verein zur Förderung der Dorfkultur in Hoof. St. Wendel – Zum zwölften Mal haben am Freitag, 10. September, die saarländische Landesregierung und die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Pro Ehrenamt den „Förderpreis Ehrenamt“ für besonderes ehrenamtliches Engagement an Bürgerinnen und Bürger, Selbsthilfegruppen und Initiativen verliehen. Seit 2001 werden alle zwei Jahre jeweils drei Preise in den beiden Kategorien „Engagierte Jugend“ und „Innovatives Engagement“ mit einem Preisgeld von je 1000 Euro prämiert. Schirmherr des Förderpreises ist Ministerpräsident Tobias Hans, der bei der Feier im KulturHof in St. Wendel-Hoof von Sozial-Staatssekretär Stephan Kolling vertreten wurde.

Als Jury-Mitglied hat der für das Saarland zuständige Weihbischof Robert Brahm die Laudatio auf den Verein zur Förderung der Dorfentwicklung in Hoof (St. Wendel) gehalten, einem der drei Gewinner in der Kategorie „Innovatives Engagement“. „Sie haben ihren Verein, ihr Dorf und vor allem ihre Dorfgemeinschaft zu einem Vorzeigeprojekt für die Entwicklung eines Dorfes gemacht: weg vom Klischee der ewig Gestrigen hin zu einem lebendigen Beispiel gelebten Miteinanders“, würdigte Brahm die Gewinner. Der Förderpreis will Vorbilder auszeichnen, die beispielgebend für neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements sein können. Dies hätten die Mitglieder des Vereins eindrücklich bewiesen. Ihr Engagement sei Inspiration für andere Orte. „Statt über Landflucht zu klagen, haben Sie angepackt und Ideen umgesetzt, die zeigen, warum es gut ist, im Dorf zu leben und zu bleiben“, dankte Brahm die Verantwortlichen und bat sie: „Wirken Sie weiter – für Ihr Dorf Hoof, für die Dörfer im Ostertal.“

Der im September 2007 gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Hoof trotz der Veränderungen bedingt durch den demographischen Wandel als lebenswerten Ort zu erhalten. Die Mitglieder organisieren den jährlichen Weihnachtsmarkt und leisten ungezählte Arbeitsstunden zur Dorfverschönerung, darunter etwa die Bepflanzung und Pflege des neuen Boule-Platzes in der Dorfmitte. Der wöchentliche Dorftreff bietet Gelegenheit zum geselligen Austausch, Frauen organisieren täglich einen Zeitschriften- und Backwarenverkauf, da es im Ort kein Lebensmittel- und Zeitschriftengeschäft mehr gibt.

Schätzungsweise 460.000 Menschen im Saarland sind nach Angaben der LAG ehrenamtlich aktiv. „Das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Vereinen, Organisationen, Selbsthilfegruppen und Initiativen ist eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft“, so der Präsident der LAG Pro Ehrenamt Hans Joachim Müller. Für den diesjährigen Förderpreis hätten sich 36 Vereine und Organisationen (neun Jugend, 27, Innovation) an der Ausschreibung beteiligt. 

Dies sind die Preisträger des diesjährigen Förderpreises: Kategorie „Engagierte Jugend“: Erste digitale Narrenschau, Posaunenchor Saarbrücken, Jugendfeuerwehr Wadgassen. Kategorie „Innovatives Engagement“: Verein zur Förderung der Dorfentwicklung in Hoof, Obst- und Gartenbauverein Werbeln, Selbsthilfegruppe Ampulag Saar.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Bistumsleitung Ehrenamt Information Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-104324 Mon, 13 Sep 2021 17:25:46 +0200 Familienpolitische Positionen auf dem Prüfstein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familienpolitische-positionen-auf-dem-pruefstein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Familie_pixabay_mabel-amber_03b2520225.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familie pixabay mabel amber" />Drei Politikerinnen hatten in einer Online-Diskussion des Familienbunds der Katholiken Gelegenheit, die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Familien stehen am 26. September vor der Wahl: Zur Bundestagswahl sprechen alle Parteien davon, Familien fördern zu wollen. Doch welche familienpolitischen Ziele verfolgen sie? Dieser Frage ging eine vom Familienbund der Katholiken im Bistum Trier organisierte Online-Diskussion nach. Verena Hubertz (SPD), Corinna Rüffel MdB (Grüne) und Nadine Schön MdB (CDU) stellten sich den Fragen der Teilnehmenden.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Hildegard Weber skizzierten die Politikerinnen ihr besonderes Interesse für familienpolitische Belange. Alle drei betonten, dass gerade Familien in der Corona-Pandemie einer äußerst hohen Belastung ausgesetzt gewesen seien – ob durch die Betreuung der Kinder oder das Homeschooling. „Familien haben leider zu lange eine untergeordnete Rolle gespielt und die Politik hat den Druck nicht ernst genug genommen“, so Nadine Schön. Der Bund habe einiges an Hilfen beschlossen und auf den Weg gebracht, aber das Zusammenspiel zwischen Bund und Ländern habe nicht gut funktioniert – hier gebe es deutlichen Verbesserungsbedarf etwa beim Abrufen von Hilfsgeldern. Sie fordere daher andere Strukturen der Verwaltung und eine bessere Bündelung von Leistungen, sodass Familien nicht „von einem Amt zum nächsten“ laufen müssten. Verena Hubertz unterstrich: „Nicht noch einmal Lockdown!“ Sie wolle sich für einen schnelleren Einbau von Luftfiltern in Schulen und bessere Teststrategien einsetzen, solange es noch keinen Impfstoff für kleinere Kinder gebe. Auch Rüffer pflichtete bei, dass man Kinder nicht monatelang wegsperren könne. „Ohne Vorwürfe an das Feld der Mitbewerber auszuteilen, muss es da einfach eine gute Aufarbeitung geben. Auch der Punkt, wieso es uns nicht besser gelungen ist, alte Menschen in stationären Einrichtungen zu schützen, beschäftigt mich“, so die Grünen-Politikerin. Sie plädiere für eine Kindergrundsicherung, die die vielfältigen Leistungen besser bündele.

Auf die Frage, wie sie zu einer Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stünden, antworteten die Politikerinnen unterschiedlich. Rüffer und Hubertz forderten, dass staatliche Schulen wieder attraktiver werden müssten. Rüffer zeigte sich besorgt über den Trend hin zur Gründung von Privatschulen, die dann vermehrt von Akademiker-Kindern besucht würden. Hier fehle dann immer mehr die Durchmischung von Kindern aus allen sozioökonomischen Schichten. Hubertz sagte, während eines Auslandsjahrs in Australien habe sie einen Nachmittagsunterricht kennengelernt, der alles andere als eine „Verwahrung“ gewesen sei, sondern tolle Impulse und Aktivitäten geboten habe. Schule in Deutschland müsse „zeitgemäßer werden und bessere Angebote“ machen. Gerade inklusiv arbeitende Schulen könnten vorbildhaft auch für andere Schulen wirken, so Rüffer. Insgesamt bedürfe es mehr Autonomie für die Schulen, sodass Schwerpunktsetzungen möglich seien. Schön sprach sich für ein flexibel auf die Familienbedürfnisse zugeschnittenes Angebot aus, aber gegen verpflichtende Ganztagsschulen, für die Hubertz plädiere. Die Durchmischung der Kinder finde vor allem nachmittags in den Freizeitangeboten statt. Den Vorschlag eines Zuschauers, die Vereine in die Nachmittagsbetreuung der Kinder einzubinden, da diese sowieso Nachwuchsprobleme hätten, fand Schön daher positiv. Mehr Informationen zu den Forderungen und Positionen des Familienbunds der Katholiken gibt es unter www.familienbund-trier.org.

(sb)

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft
news-104323 Mon, 13 Sep 2021 14:24:33 +0200 Über den Namen in Beziehung treten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ueber-den-namen-in-beziehung-treten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/0/csm_Pilgertag2021_Auszug_210912_38bb559cda.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Pilgertag2021 Auszug 210912" />Die Lourdes-Wallfahrt musste corona-bedingt ausfallen. Stattdessen hat Bischof Ackermann mit den Pilgerinnen und Pilgern einen Gottesdienst im Dom gefeiert. Trier – Als Ersatz für die auch in diesem Jahr ausgefallene Lourdes-Wallfahrt des Bistums hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 12. September im Trierer Dom einen Gottesdienst mit den Wallfahrtsinteressierten gefeiert. Wie im vergangenen Jahr mussten auch in diesem Jahr alle Pilgerreisen des Bistums coronabedingt abgesagt werden – darunter auch die für diesen September vorgesehene Bus- und Flugreise nach Lourdes, zu der sich 250 Personen angemeldet hatten.

„An diesem Tag wären wir noch in Lourdes gewesen“, sagte die für die Organisation der Pilgerfahrten des Bistums Mitverantwortliche Doris Fass. Doch nach der notwendig gewordenen Stornierung habe der Bischof, der die Wallfahrt begleitet hätte, gerne die Idee für einen festlichen Gottesdienst mit den angemeldeten Pilgerinnen und Pilgern aufgegriffen, berichten Fass und der Geistliche Leiter der Pilgerfahrten, Pfarrer Joachim Waldorf.

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bistum-trier Bischof Seelsorge Wallfahrten/ Pilgern
news-104322 Mon, 13 Sep 2021 11:16:17 +0200 Verwenden statt verschwenden: Neue Foodsharing-Station an Saarbrücker Kirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/verwenden-statt-verschwenden-neue-foodsharing-station-an-saarbruecker-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Foodsharing2-uk_ac8a6f8f54.jpg" width="150" height="101" alt="" title="Foodsharing2 uk" />Die Foodsharing-Initiative Saarbrücken, die katholische Kirchengemeinde St. Jakob und der Verein Ingo's kleine Kältehilfe, eröffneten am Donnerstag eine Foodsharing-Station im Foyer der Kirche St. Jakob. Saarbrücken– Brötchen, Brote, Schoko-Croissants, ein Sack Kartoffeln, Tomaten, Joghurt und Milch – all diese Lebensmittel – und noch einige mehr – wären wohl in der Tonne gelandet. Denn im Geschäft wurden sie wegen ihrer etwas beschädigten Verpackung, nicht tadelloser Form oder einem überschrittenen Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mehr verkauft. Dass diese nach wie vor einwandfrei verzehrbaren Produkte nicht vernichtet werden, verdanken sie einer neuen Kooperation der Foodsharing-Initiative Saarbrücken, der katholischen Kirchengemeinde St. Jakob in Alt-Saarbrücken sowie dem Verein Ingo’s kleine Kältehilfe. Am Donnerstag, 9. September, haben sie im Foyer der Kirche (Keplerstraße 13) eine Foodsharing-Station eröffnet. Dort stehen nun ein Schrank sowie ein Kühlschrank, in die Lebensmittel gestellt und von jedermann mitgenommen werden können.

Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Kirchengemeinde zwischen Kirche und Pfarrhaus einen Gabenzaun eröffnet. „Immer wieder klingelten Menschen während des ersten Lockdowns, als die Tafeln geschlossen hatten, bei uns und baten um Lebensmittelspenden“, blickt Pfarrer Benedikt Welter zurück. Die Idee für den Gabenzaun war geboren: In Tüten verpackte gespendete Lebensmittel wurden an den Zaun gehängt und Bedürftige konnten sich bedienen. „Niemand, der sich etwas holen wollte, musste buckeln. Jeder konnte sich dort ohne Scham etwas nehmen, ohne seine Bedürftigkeit nachweisen zu müssen.“ Der Gabenzaun sei sehr gut angenommen worden und viele Menschen auch von außerhalb der Stadt hätten gespendet. „Wir dachten, im Sommer sind wir fertig“, sagt Welter. Eine Erwartung, die sich nicht bewahrheitet habe. Nach wie vor werde das Angebot gebraucht.
 

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Information Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-104316 Sun, 12 Sep 2021 09:30:00 +0200 „Mitreden! Der Zukunft eine Stimme geben“ – Rätewahl im Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mitreden-der-zukunft-eine-stimme-geben-raetewahl-im-bistum-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_IMG_1227_HT_11c05b4e93.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Bischof Ackermann/Foto: H. Thewalt" />In einem Grußwort würdigt Bischof Stephan die Arbeit der amtierenden Räte und ruft zur Beteiligung an den Wahlen für die pastoralen Gremien auf. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat die Katholikinnen und Katholiken im Bistum Trier aufgerufen, sich an den bevorstehenden Wahlen für die pastoralen Gremien zu beteiligen – als Kandidatin und Kandidat oder durch den Gebrauch ihres Wahlrechts. Rund 1,1 Million Menschen im Bistum Trier sind bei den Wahlen am 6. und 7. November wahlberechtigt. In Pfarreien, die sich zum 1. Januar 2022 zusammenschließen wollen, finden die ersten gemeinsamen Wahlen am 29. und 30. Januar 2022 statt.

Eine Kirche, die sich missionarisch und diakonisch versteht, benötige Personen, die in den demokratisch gewählten Gremien vor Ort die pastoralen und finanziellen Entscheidungen mitbestimmen, sagte der Bischof in einem am 12. September veröffentlichten Grußwort. Zugleich räumte er ein: „Diese Aufgabe fällt gewiss nicht immer leicht angesichts der notwendigen kirchlichen Veränderungsprozesse.“ Das Bistum Trier reagiere auf den Wandel mit Zusammenschlüssen von Pfarreien und der Bildung von Pastoralen Räumen, in denen die inhaltlichen Impulse der Synode vorangebracht werden sollen. Diese setze auf die Würde und Verantwortung aller Getauften – ein Leitgedanke, der sich auch im Motto der Wahl widerspiegle: „Mitreden! Der Zukunft eine Stimme geben“.

In vielen von der Flutkatastrophe betroffenen Pfarreien können zunächst keine Wahlen stattfinden. Er sei mit seinen Gedanken bei den betroffenen Menschen, sagte der Bischof: „Sie werden auch weiterhin unsere wache Anteilnahme und unsere wirksame Solidarität brauchen.“

Ackermann dankte den amtierenden Räten für ihre Arbeit in den unterschiedlichen Gremien in den vergangenen Jahren: „Angesichts der Herausforderungen, vor die unsere Kirche in dieser Zeit gestellt ist, ist dieses Engagement keineswegs selbstverständlich – im Gegenteil: Es stellt ein selbstbewusstes Glaubenszeugnis dar.“

Weitere Informationen zu den Wahlen gibt es unter www.bisum-trier.de/wahlen. Das Grußwort im Wortlaut finden Sie auch direkt hier.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Diakonische Kirchenentwicklung Information Kirchliche Räte Pfarreien Strukturreform Synode
news-104313 Sun, 12 Sep 2021 08:49:00 +0200 Gesundheitsfürsorge für Menschen ohne Wohnung https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gesundheitsfuersorge-fuer-menschen-ohne-wohnung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/1/csm_Forderung-Stiftung-Menschen-in-Not_dc9dc2e2dc.jpg" width="150" height="93" alt="" title="Forderung Stiftung Menschen in Not" />Die Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes Koblenz wird von der „Stiftung Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ mit 5.000 Euro unterstützt. Koblenz - Bereits seit vielen Jahren unterstützt die „Stiftung Menschen in Not – Caritas-Stiftung im Bistum Trier“ die Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes Koblenz. Die Anlaufstelle in der Koblenzer Neustadt 20 wird fast ausschließlich durch Eigenmittel und Spenden finanziert. Dank der regelmäßigen Förderung durch die Bistumsstiftung können den Menschen Jahr für Jahr wichtige gesundheitsfördernde Hilfen angeboten werden. So war die Freude groß, als Michaela Marx, Geschäftsführerin der Stiftung, sich persönlich über die Arbeit vor Ort informierte und einem symbolischen Spendenscheck über 5.000 Euro überreichte.

Trotz Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen war und ist die Fachberatungsstelle jederzeit für die Ratsuchenden erreichbar. Im Jahresschnitt finden 500 wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen Rat und Unterstützung. Neben der Fachberatung in Kombination mit der aufsuchenden Sozialarbeit gibt es einen Tagesaufenthalt, Sanitärbereiche für Frauen und Männer, eine Kleiderkammer, eine ärztliche Kontaktstelle in Kooperation mit MediNetz sowie eine Clearingstelle Krankenversicherung. Im Haus befinden sich darüber hinaus mehrere Wohneinheiten im Rahmen eines Wohnprojektes. Zurzeit sind in der Neustadt 20 insgesamt 120 Menschen postalisch gemeldet, die keinen vertraglich abgesicherten Wohnraum haben.

„Wir bedanken uns ganz herzlich für die erneut großzügige Unterstützung der Stiftung, ein Zeichen der Wertschätzung und Mitmenschlichkeit“, sagt Einrichtungsleiter Markus Fröhlich. „Täglich kommen ca. 40 Menschen, um Rat zu suchen, den Hygienebereich zu nutzen oder mit einer Mahlzeit zu stärken, was unter Einhaltung der Corona-Kontaktbeschränkungen eine große Herausforderung darstellt.“

Nachhaltige Hilfe für Menschen am Rande unserer Gesellschaft

Durch die intensive Zusammenarbeit mit MediNetz e. V. können ärztliche und pflegerische Angebote sichergestellt werden. Insbesondere die kalte Jahreszeit ist für Menschen, die auf der Straße oder in prekären Wohnverhältnissen leben, eine große Belastung mit schwerwiegenden gesundheitlichen, teils lebensbedrohlichen Risiken.

Die Übernahme von Rezeptgebühren oder der Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente, die kostenlose Ausgabe von Speisen und Getränken, Hygieneartikeln, winterfester Kleidung, Isomatten und Schlafsäcken sind wichtige Maßnahmen zur Gesundheitsfürsorge, die dank der Förderung durch die Bistumsstiftung direkt und unbürokratisch bei den Menschen ankommen.

„Wir möchten dort helfen, wo die Not am größten ist und wo andere Mittel nicht zur Verfügung stehen“, sagt Stiftungs-Geschäftsführerin Michaela Marx. „Die Mitarbeitenden der Caritas-Anlaufstelle leben christliche Nächstenliebe und unterstützen Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes am Rande unserer Gesellschaft leben.“

 Weitere Informationen telefonisch unter Tel.: 0261-9144078 oder per E-Mail an mow(at)caritas-koblenz.de.

(red)

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Koblenz bistum-trier Beratung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Information Politik / Gesellschaft Stiftungen
news-104306 Sat, 11 Sep 2021 11:28:00 +0200 "Gott glaubt an dich" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gott-glaubt-an-dich/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/b/csm_Firmlinge-Bad-Kreuznach-Malaktion-Foto-Josef-Brantzen_2b393b102e.jpg" width="150" height="122" alt="" title="Firmlinge Bad Kreuznach Malaktion Foto Josef Brantzen" />Kreative Elemente beinhaltete die Firmvorbereitung in Bad Kreuznach. Die jungen Erwachsenen konnten eine große Leinwand gestalten. Bad Kreuznach – 15 Meter hoch spannte sich ein Banner vor dem Hochaltar vom Boden bis in die Kuppel. Das bunte Tuch bescherte den Gläubigen, die am 4. September die beiden Firmgottesdienste in der Pfarrkirche Heilig Kreuz besuchten, einen besonderen Blickfang. 51 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Bad Kreuznach, die an diesem Tag von Weihbischof Robert Brahm gefirmt wurden, hatten die außergewöhnliche Dekoration selbst gestaltet.

Die kreative Aktion zwei Tage vor der Firmung wurde von dem Benediktiner-Bruder Stephan Oppermann aus Maria Laach angeleitet. Der Mönch ist Bildhauer und Gestalter für Blumenkunst. Zusammen mit Kaplan Patric Schützeichel hatte er die lange Stoffbahn im Pfarrgarten ausgerollt und Farbe bereitgestellt. Die jungen Erwachsenen bemalten das Tuch mit Händen und Stöcken und allem, was ihnen sonst zur Verfügung stand. Die Grundidee lautete, sie durften ausdrücken, welche Gedanken und Gefühle sie im Blick auf den Sakramenten-Empfang bewegen: „Wie geht es mir, wenn Gott zu mir ‚Ja‘ sagt?“

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bistum-trier Jugend Pfarreien Vermischtes
news-104320 Sat, 11 Sep 2021 09:58:00 +0200 Kreativ werden für die Demokratie https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kreativ-werden-fuer-die-demokratie/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/b/csm_DemokratieWaehlen_Eroffnung_fbcc2fe712.jpg" width="150" height="100" alt="Anna, Susanna und Desire stellen ihr Plakat vor" title="Anna, Susanna und Desire stellen ihr Plakat vor" />Was Jugendlichen in einer Demokratie wichtig ist und welche Forderungen sie haben zeigt jetzt eine Ausstellung der Plakataktion #DemokratieWählen in der Stadtbücherei Trier Trier – „Wahlrecht ab 16 – jetzt!“ und „Individualität statt Uniformität“: Solche Slogans stehen auf den von Kindern und Jugendlichen gestalteten Plakaten zur Aktion #DemokratieWählen. Vom 10. bis 30. September werden die Original-Plakate der 160 jungen Künstlerinnen und Künstler aus der Region Trier zwischen Sachbüchern, Romanen, Kinderbüchern und Sitzecken in der Stadtbücherei Trier ausgestellt.

Zur Ausstellungseröffnung am 9. September hatten sich rund 30 Jugendliche und Erwachsene in der Stadtbücherei getroffen und zum Thema Demokratie ausgetauscht. Als Diskussions-Anregungen dienten neben den Plakaten auch ein Theaterimpuls der Initiative Kulturelle Diakonie sowie Statements von Politikern und Anwesenden.

Die Abteilung Jugend im Bistum Trier hatte die Aktion „#DemokratieWählen“ im Wahljahr 2021 ins Leben gerufen, um angesichts von Verschwörungserzählungen und populistischen Tendenzen ein Zeichen für die Demokratie und eine offene und menschenfreundliche Gesellschaft zu setzen. Eine der Initiativen ist die Plakatwand-Aktion der Fachstelle für Kinder und Jugendpastoral Trier. Über den Sommer hatten sich Kinder und Jugendliche mit der anstehenden Bundestagswahl beschäftigt und ihre Wünsche und Forderungen kreativ zu Papier gebracht. In der Region Trier und Saarburg beteiligten sich viele unterschiedliche Jugendgruppen, darunter etwa Jugendliche von Schweicher Schulen, vom Jugendzentrum am Weidengraben in Trier, vom Caritas-Bauspielplatz Trier-West, von der Katholischen Landjugendbewegung, von der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) oder vom Turnverein Hermeskeil.

Die Plakate der Aktion sind auch außerhalb der Stadtbücherei vom 10. bis 20. September auf großen Werbeflächen in Trier, dem Kreis Trier-Saarburg, Traben-Trabach, Wittlich, Bernkastel-Kues, Cochem, Morbach, Andernach, Mayen und Ahrweiler zu sehen. Zudem sollen Bilder unter dem Hashtag #DemokratieWählen in sozialen Netzwerken gepostet werden. Mehr Informationen zur Plakatwand-Aktion gibt es unter anderem auf: www.fachstellejugend-trier.de.

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Trier bistum-trier Jugend Kirchliche Verbände Kultur Politik / Gesellschaft
news-104318 Fri, 10 Sep 2021 11:33:48 +0200 Nach der Flut ist vor dem Wiederaufbau https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/nach-der-flut-ist-vor-dem-wiederaufbau/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Seelsorge_Ehrang_3930d1d1d4.jpg" width="150" height="113" alt="Gemeindereferentin Gertrud Rosenzweig spricht sich oft per Videoanruf mit ihrer evangelischen Kollegin Maren Vanessa Kluge ab" title="Seelsorge Ehrang" />Katholische und evangelische Kirche in Trier-Ehrang blicken mit ökumenischem Gottesdienst nach vorne. Trier – „Aus Chaos wurde Alltag“, sagt Gertrud Rosenzweig, überlegt, zögert einen Moment und ergänzt: „Aber noch nicht so ganz.“ Sie ist Gemeindereferentin in der Trierer Pfarreiengemeinschaft Ehrang-Pfalzel-Biewer. Rosenzweigs Alltag und der ihrer Kollegin Maren Vanessa Kluge, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Ehrang, wurde für Wochen von der Flutkatastrophe und deren Folgen bestimmt: Auf gefluteten Straßen und in Notunterkünften unterwegs, in der Soforthilfe und dann in der Begleitung der Menschen, die Vieles verloren haben. Jetzt suchen sie den Perspektivwechsel. „Es wurde geräumt, abgeschlagen, weggeworfen – jetzt wollen wir auch ans Aufbauen denken“, sagt Kluge. Ein Baustein soll ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 12. September, um 18 Uhr, in der katholischen Pfarrkirche St. Peter sein.

„Es hat sich schon Einiges verändert in den zurückliegenden Wochen“, erzählt Kluge. Die anfängliche Panik sei gewichen. „Man wird etwas gelassener, wenn etwas nicht sofort funktioniert oder nicht sofort erledigt wird.“ Und Rosenzweig ergänzt: „Für die Betroffenen ist aber die Unsicherheit immer noch sehr belastend.“ Die beiden Seelsorgerinnen eint die Furcht vor dem Winter, denn „nicht alle Geschädigten werden bis zum Kälteeinbruch eine Heizung in ihrer Wohnung oder ihrem Haus haben.“ Darüber, und auch über die weiteren Herausforderungen, tauschen sie sich regelmäßig aus – auch mal per Video-Konferenz.

Noch sei vor Ort daher nicht an normale Seelsorge zu denken. „Gesprächsanfragen kommen, und auch bei einem Erzählcafé gab es einen guten Austausch“, erzählt Rosenzweig. Viele der Betroffenen lebten gerade in zwei parallelen Welten: Der „heilen“ Welt der Arbeit und der Familie, sowie der Welt der zerstörten Keller, der Müdigkeit und der schwindenden Kraft. „Ich rechne damit, dass die Fragen des Verlustes und des Umgangs damit nochmal stärker an uns herangetragen werden, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, wenn es auf Weihnachten zugeht“, vermutet Kluge. „Aber auch dann werden wir da sein; darauf bereiten wir uns jetzt vor.“ Als eine Art „trotzigen Mut, ein ‚Wir schaffen das!‘“ – so würden sie die Stimmung im Moment beschreiben.

Für sich habe sie akzeptiert, dass ein Teil des Chaos bleiben wird und zur Normalität dazu gehören wird, erzählt Kluge. „Die Flut wird uns auch dann noch beschäftigen, wenn der neue Estrich verlegt und die Wände frisch verputzt sind.“ Deswegen, betont Rosenzweig, dürfe man nicht bei der Klage, dem Schmerz und dem Schaden stehen bleiben, so berechtigt und wichtig das auch sei. „Wir müssen und dürfen auch wieder Freude zulassen“. Keiner dürfe ein schlechtes Gewissen haben, wenn es ihm wieder besser gehe. Deswegen auch das Motto des Gottesdienstes am Sonntag: „Bauen wir mit Hoffnungssteinen“.

Im Gottesdienst gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen. Verschiedene Unterstützungsangebote des Bistums Trier finden sich im Internet unter: https://www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-104315 Fri, 10 Sep 2021 09:45:00 +0200 Brücke zurück ins Leben bauen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bruecke-zurueck-ins-leben-bauen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/3/csm_telefonseelsorge_privat_73087db921.jpg" width="150" height="100" alt="Am Telefon" title="Am Telefon" />Nicht kleinreden oder weghören, wenn Freunde oder Verwandte suizidale Gedanken äußern: Darauf macht die Telefonseelsorge aufmerksam am Welttag der Suizidprävention Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Bevor Sie sich das Leben nehmen, rufen Sie mich an!“ – So reagierte ein englischer Pfarrer in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auf die steigenden Suizidzahlen in Großbritannien. In diesem Aufruf liegen auch die Wurzeln für die Arbeit der deutschen Telefonseelsorge, die seit vielen Jahren Menschen in unterschiedlichsten Krisen Hilfe und Unterstützung bietet. Das Thema Suizid ist heute genauso aktuell wir damals: So starben im Jahr 2019 in Deutschland über 9.000 Menschen durch Suizid – drei Mal mehr als durch Verkehrsunfälle. Darauf möchten die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge am 10. September, dem Welttag zur Suizidprävention, aufmerksam machen.

Eine von ihnen ist Inga Fischer-Morckel, stellvertretende Vorsitzende der Telefonseelsorge Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit zehn Jahren steht sie Menschen am Telefon bei, hört zu, vermittelt Hilfen und engagiert sich als erste Vorsitzende des Vereins auch in der Ausbildung der ehrenamtlichen Mitglieder. Das Thema Suizid in all seinen Ausprägungen – von Gedanken, Absichten oder tatsächlichen Suizidversuchen – betreffe Menschen aller Gesellschaftsschichten, auch wenn darüber öffentlich selten berichtet werde. Bei Anrufern, die suizidale Gedanken oder Absichten äußerten, sei es erst einmal wichtig, zuzuhören, sie ein wenig zu halten. „Wir begegnen den Menschen, die sich an uns wenden, immer mit Respekt, und möchten ihnen nichts kleinreden oder einreden. Ich versuche ganz gerne, gemeinsam mit der Person auf ihr Leben zu schauen, Emotionen auszulösen und Ressourcen zu finden, wo es ihr schon mal besser ging. Dass die Menschen ihre Gefühle anonym bei uns äußern können, ist ein wichtiger Punkt. Wir sind keine Berater, sondern nehmen die Leute eher bei der Hand“, erklärt Fischer-Morckel. Auf die Frage, ob eine Suizid-Prävention überhaupt funktionieren kann, sagt sie: „Es ist selten, dass jemand einen Suizid von der Idee bis zur Ausführung komplett für sich allein behält und gar nichts andeutet.“ Eine leider weit verbreitete irrige Meinung laute ‚wer viel darüber redet, macht es schon nicht‘. „Das stimmt aber nicht. Angehörige und Freunde sollten solche Äußerungen ernst nehmen und ansprechen. Wenn das schwer fällt oder zu sehr belastet, kann man auf Hilfsangebote wie die Telefonseelsorge oder andere Beratungsstellen verweisen. Das ist natürlich eine Gratwanderung, aber es kann helfen, Suizide zu verhindern.“ Es gebe inzwischen auch eine App namens „KrisenKompass“ mit Hilfe zur Selbsthilfe und für Angehörige.

Hoffnungslosigkeit nach Katastrophen wie dem verheerenden Hochwasser nehmen

Suizid ist nicht das Hauptgesprächsthema der Telefonseesorge – hier dominieren Einsamkeit, Krankheit, familiäre Probleme, psychische oder depressive Erkrankungen. Doch über sechs Prozent der Anrufenden äußert sich zu suizidalen Gedanken oder Absichten. Die Sorgen und Nöte der Leute sind nicht kleiner geworden: So verzeichneten Fischer-Morckel und ihr Team aus 70 Kollegen und Kolleginnen seit der Corona-Pandemie rund 20 Prozent mehr Anrufe. Dann kam die Flutkatastrophe, von der auch viele Ehrenamtliche an der Ahr selbst betroffen sind. „Etliche sind beurlaubt, denn wer selbst schlimme Erlebnisse mit der Flut hatte, kann nicht anderen das Ohr so schenken, wie es sein sollte. Das dient dann auch der Selbstfürsorge.“ Normalerweise hat das Team den Anspruch, rund um die Uhr für die Anrufenden da zu sein. Immerhin sei die Dienststelle in Bad-Neuenahr-Ahrweiler der Überschwemmung knapp entgangen, ist Fischer-Morckel erleichtert. Inzwischen sei auch wieder Strom und Wasser da, sodass die Arbeit fortgeführt werden könne. Die Seelsorgerin ist sich sicher, dass die Auswirkungen der Katastrophe sich in den kommenden Wochen und Monaten deutlich zeigen werden. „Gerade in der Adventszeit, in der viele Menschen lieb gewordene Erinnerungen mit ihrem Zuhause oder Gegenstände verknüpfen, die sie verloren haben, wird das hochkommen. Die Betroffenen funktionieren derzeit einfach; diese Welle ist noch nicht in der Seele angekommen. Darauf bereiten sich viele Psychologen, Ärzte und Seelsorgende aus dem Raum Ahr vor.“ Vor allem sei jetzt wichtig, die Hoffnungslosigkeit zu nehmen. In allen Lebenskrisen versuche die Telefonseelsorge zu den Ratsuchenden Vertrauen aufzubauen, ihre Probleme zu würdigen, aber keine falschen Hoffnungen zu schüren. „Wir versuchen, eine Brücke zu bauen und am Ende vielleicht auch ein kleines Licht zu finden.“

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter der 0800-1110111 oder 0800-1110222 zu erreichen. Mit der kostenlosen App „KrisenKompass“ bietet sie auch Hilfe zur Selbsthilfe bei depressiven Gefühlen und Suizidgedanken an.

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Koblenz bistum-trier Beratung Ehrenamt Seelsorge
news-104317 Fri, 10 Sep 2021 09:30:19 +0200 „Zehn sehr bewegte Jahre“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/zehn-sehr-bewegte-jahre/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/e/csm_Dillenburg_Ackermann_Nicolay_210903_JR_1c147ed585.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Dillenburg Ackermann Nicolay 210903 JR" />Markus Nicolay ist als Leitender Priesterreferent und Abteilungsleiter im Generalvikariat verabschiedet worden. Trier – Mit einem herzlichen Dank „für den treuen Dienst und Einsatz“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 3. September Dr. Markus Nicolay als Leitenden Priesterreferenten und Leiter der Abteilung „Seelsorge und Pastorales Personal“ im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier verabschiedet. „Zehn sehr bewegte Jahre“ seien es gewesen, in der Nicolay „kontinuierlich und stark die Perspektive der Priester“ eingebracht oder in ihrem Sinne interveniert habe. Und so dankte der Bischof auch für den „Dienst am Presbyterium (Gesamtheit der Priester eines Bistums)“.

Dass die Dienstzeit von der Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs geprägt war, habe zu einer „emotionalen Belastung und Erschütterung des eigenen Priesterbildes“ bei Nicolay geführt, sagte der Bischof. Doch diese Arbeit „gehört zum täglichen Dienst“. Als herausragende Ereignisse nannte Ackermann die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 und die Bistumssynode 2013-2016 mit der Umsetzung, an der Nicolay vor allem mit Blick auf die Pfarreien und das Zusammenspiel der pastoralen Mitarbeitenden beteiligt war. Auch den mehrjährigen Unterstützungskurs für Priester, den Nicolay maßgeblich mit konzipiert hatte, und die Verantwortlichkeit für die Priester aus der Weltkirche hob Ackermann würdigend hervor. Im Herzen sei Nicolay „immer Pastor geblieben“ und habe in seiner Zeit im Generalvikariat immer wieder exemplarisch in der Pastoral gewirkt, etwa in der Erstkommunionvorbereitung. Wenn Nicolay jetzt Pfarrer der Trierer Innenstadtpfarrei Liebfrauen werde, hätten sich die Rahmenbedingungen zwar sehr geändert; dennoch gehe damit sein Wunsch in Erfüllung.

„Wach und präsent“ sei Nicolay für die Belange der Mitbrüder eingetreten, erklärte Pfarrer Hans-Georg Müller (Schwalbach) als Moderator des Priesterrates im Bistum Trier. Angesichts der Vielfalt im Presbyterium sei dies eine durchaus schwierige Aufgabe. In den Dank schloss Müller ausdrücklich alle Mitarbeitenden der Abteilung „Seelsorge und Pastorales Personal“ ein. Mit dem Wechsel dürfe er „die Dinge mit einem anderen Blick betrachten, dem des Pastors“. Müller wünschte Nicolay eine gute Hand für die Menschen und „Freude am Glauben, den Du verkünden darfst“.

"Wieder in de Pastoral einsteigen und das Überlegte ausprobieren"

Seine Bilanz falle vielschichtig aus, sagte Markus Nicolay. Da sei einerseits die nüchterne und oft ernüchternde Wahrnehmung von Rissen und Abgründen, wenn er an die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs denke – dies habe ihn „sehr gefordert“. Er danke allen, die an der Professionalisierung dieser Thematik mit ihm gearbeitet hätten. Andererseits habe er unter einem „mutigen Bischof und drei mutigen Generalvikaren“ arbeiten dürfen. „Wir erleben, wie die Kirche sich den Herausforderungen stellt und versucht, darauf zu antworten.“ Neben den Erfahrungen durch den Einsatz von Priestern aus der Weltkirche, vor allem aus Indien, nannte Nicolay hier die Bistumssynode und die Umsetzung. „Es ist uns gelungen, entscheidende Weichen zu stellen“, zeigte er sich überzeugt. Er sei dankbar und auch etwas stolz, dass das Presbyterium diesen Prozess in unterschiedlicher Weise begleitet habe. Für alle guten Worte, die er auf all seine „Mitstreiterinnen und Mitstreiter“ beziehe, dankte er herzlich. Stellvertretend für die vielen Gremien und Konferenzen, in denen er mitgearbeitet hat, nannte Nicolay neben der Personalkommission auch die Abteilungsleiterkonferenz des Zentralbereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im BGV unter Leitung von Mechthild Schabo, die er als „Think Tank“ erlebt habe. Er sei froh, jetzt „am Übergang mitwirken, wieder in die Pastoral einsteigen und das Überlegte ausprobieren“ zu können, sagte Nicolay, der am 1. Januar seinen Dienst in der Pfarrei Liebfrauen beginnt.

Seinem Nachfolger, Msgr. Ottmar Dillenburg, der im Rahmen der Verabschiedung begrüßt wurde, sagte Nicolay zu, dass „die Menschen, die mich begleitet haben, auch an Deiner Seite stehen werden, im aktiven Tun und im Gebet“. Bischof Ackermann dankte dem bisherigen Kolping-Generalpräses für dessen Bereitschaft, die Aufgaben zu übernehmen. Die Erfahrungen in der Leitung des Internationalen Kolpingwerkes würden Dillenburg „helfen bei diesem Dienst“, sagte Ackermann. Außerdem stehe Dillenburg in seinen Aufgaben nicht allein. Für den Priesterrat wünschte Pfarrer Müller dem neuen Priesterreferenten „ein hörendes Herz“ für die Mitbrüder in ihrer Unterschiedlichkeit.

Ottmar Dillenburg dankte dem Bischof für das „Zutrauen“ in seine Person sowie für alle Gratulationen und Segenswünsche. In seiner Arbeit, die er am 1. Oktober antritt, werde stets die Frage „Was willst du, dass ich für Dich tun soll“ mitschwingen. Diejenigen, die ihm begegnen werden, bat er um Ehrlichkeit, die er selbst auch zusage, sowie um „Begleitung und Gebet“.

Dr. Markus Nicolay (*1966 in Neunkirchen) wurde 1994 zum Priester geweiht. Nach der Kaplans- und Vikarszeit in St. Wendel und Saarlouis-Fraulautern wurde er 1998 Subregens (stellvertretender Leiter) des Trierer Priesterseminars. Ab 2007 war Nicolay Pfarrer in Trier-Ehrang. Seit 2011 ist er Leiter der Abteilung Seelsorge und pastorales Personal und Priesterreferent im Bischöflichen Generalvikariat. Am 1. Dezember 2016 ernannte Bischof Ackermann ihn zum Domkapitular an der Hohen Domkirche Trier. Dieses Amt wird Nicolay auch weiterhin bekleiden.

Ottmar Dillenburg (*1961 in Alf) wurde 1989 zum Priester geweiht. Nach Stationen als Kaplan in St. Wendel (1989 bis 1991) und Vikar in Andernach wurde er 1994 Diözesanjugendseelsorger des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und als Diözesanjugendpfarrer Geistlicher Beirat der Abteilung Jugend im BGV. Ab 1997 war Dillenburg Pfarrer in Dillingen/Saar. 1999 wurde er zum Diözesanpräses des Kolpingwerkes im Bistum Trier gewählt, seit November 2004 war er auch stellvertretender Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland. 2009 wechselte er als Schulpfarrer an das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium Koblenz. Am 1. November 2008 übernahm Dillenburg das Amt des Bundespräses des Kolpingwerks Deutschland; am 27. November 2011 wurde er zum Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes gewählt.

(JR)

 

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Trier bistum-trier Bischof Bistumsleitung Personal Pfarreien Seelsorge
news-104303 Thu, 09 Sep 2021 18:25:00 +0200 Ein offenes Ohr und ein Dach über dem Kopf https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-offenes-ohr-und-ein-dach-ueber-dem-kopf/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/c/csm_Flut_Bad-Neuenahr-Ahrweiler_Foto-Sabine-Dettinger_46b92dd49e.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Flut Bad Neuenahr Ahrweiler Foto Sabine Dettinger" />An vielen Stellen benötigen die Betroffenen der Flutkatastrophe Hilfe. Die Pfarreiengemeinschaft Grafschaft ist eine Anlaufstelle. Grafschaft – In den vergangenen Wochen war Sabine Dettinger aufmerksame Nachbarin, Seelsorgerin und gleichzeitig selbst Betroffene der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal. Sie ist Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft und wohnt in der Altstadt von Ahrweiler.

„Materiell geht es mir gut“, lautet ihre Antwort auf die Frage, die ihr immer wieder gestellt wird: „Bist du stark betroffen?“ Betroffen sei hier in der Region jeder. Sie erinnert daran, dass auch in der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft Menschen leben, die es schwer getroffen hat. „Manche haben nahe Angehörige verloren, Häuser wurden komplett zerstört – das dürfen wir nicht vergessen.“ Diesen Menschen hat Pfarrer Alexander Burg unmittelbar nach der Flut unkompliziert das Pfarrheim als Wohnmöglichkeit für den Übergang angeboten. Im Pfarrheim Karweiler ist wiederum das „Familiennest“, ein Angebot der Familienbildungsstätte eingezogen und im Pfarr- und Jugendheim in Gelsdorf sind ebenfalls Familien untergebracht. Die Räumlichkeiten der Pfarrgemeinde werden also auf unterschiedliche Weise zur Unterstützung genutzt. Auch Gruppenangebote für Kinder sollen stattfinden, allerdings können aufgrund der Corona-Pandemie noch keine konkreten Aussagen getroffen werden.

Zuerst das Nötigste getan

In den ersten zwei Wochen ist Sabine Dettinger durch die zerstörten Straßen gelaufen und hat Wasser und Brot verteilt, hat nachgehört, wie es den Menschen geht und gleichzeitig Kontakt mit ihren Familienmitgliedern gehalten, deren Häuser zum Teil sehr stark zerstört sind. „Im Pfarrhaus hier auf der Grafschaft habe ich zusammen mit der Sekretärin und einer Obermessdienerin täglich zehn bis zwölf Kannen Kaffee gekocht und diese in die Stadt gebracht“, berichtet sie. Hinzu kamen die Koordination von Hilfsangeboten, die stete Aktualisierung der Homepage und der Facebook-Seite und in enger Absprache mit dem Dechanten hat sie gottesdienstliche Angebote in Ahrweiler übernommen.

„Mir graut es vor dem Winter. Es wird kalt und dunkel und Bad Neuenahr-Ahrweiler ist jetzt schon eine Art Geisterstadt, weil viele Menschen nicht vor Ort sind“, sagt sie. Ihr Eindruck lautet, dass die Menschen immer noch unter Schock stünden und traumatisiert seien. Da sei es gut, dass es viele Angebote für gebe und Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Straßen präsent. Weiterhin hat auch das Seelsorgeteam von der Pfarreiengemeinschaft selbstverständlich ein offenes Ohr für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe.

Weitere Informationen zur Hochwasserhilfe von Bistum Trier und Caritas und die Spendenkonten sind zu finden unter https://t1p.de/hochwasser-hilfe. Näheres zur Pfarreiengemeinschaft Grafschaft gibt es auf www.kk-grafschaft.de und unter Tel.: 02641-913942-0.

(jf)

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Koblenz RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Information Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft
news-104312 Thu, 09 Sep 2021 13:40:00 +0200 Mit Blick auf die Jugend https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mit-blick-auf-die-jugend/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/9/csm_DominicLuck_jf_312958b138.jpg" width="150" height="113" alt="" title="DominicLuck jf" />Dominic Lück wird neuer Jugendpfarrer am X-Ground und Seelsorger an zwei Koblenzer Schulen. Koblenz – Koblenz kann ab sofort einen neuen Seelsorger begrüßen. Dominic Lück aus Betzdorf-Bruche war die vergangenen drei Jahre Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Mendig und ist nun neuer Jugendpfarrer an der Kirche der Jugend „X-Ground“ und der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral Koblenz. Zudem wird er als Schulpfarrer eingesetzt. Er sei gespannt auf die Arbeit und seine zukünftigen Aufgaben in der Stadt Koblenz. 

Mit Blick auf den X-Ground wolle er mit den Kindern und Jugendlichen, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen vor Ort schauen, „was es schon gibt? Worauf haben die Leute Lust und was wünschen sie sich? Wo gibt es noch Entwicklungspotenzial.“ Dabei betont der 31-Jährige, dass es hier viel gebe, an dem er gut anknüpfen könne. 

Lück ist Schulpfarrer und Religionslehrer an der St. Franziskus-Schule in Trägerschaft des Bistums und am bischöflichen Cusanus-Gymnasium eingesetzt. Bereits während seiner Zeit in Mendig hat er an der Realschule Plus und an der Grundschule katholische Religion unterrichtet. „Ich entwickle gerne neue Sachen mit den Jugendlichen, und die Gestaltungsfreiheit gefällt mir“, sagt Lück. Beides könne er in seiner neuen Position verwirklichen.

Nach dem Abitur hat er einen Freiwilligendienst geleistet und ist anschließend ins Priesterseminar in Trier eingezogen. Lück studierte unter anderem an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, war in Saarbrücken als Diakon und als Kaplan in Mendig tätig. Zu seinen Hobbies zählt er neben Lesen und Reisen auch das Fußballspielen. „Ich habe schon Kontakte zu den Lehrerteams geknüpft“, sagt er und hofft, dort einen Stammplatz zu ergattern. Trainieren kann er direkt an seiner Arbeitsstelle, denn der X-Ground hat ein eigenes Multifunktionsspielfeld, auf dem auch Fußball (Cage-Soccer) gespielt werden kann.

Laskewicz wechselt nach Vallendar

Martin Laskewicz war rund zehn Jahre Jugendpfarrer in Koblenz und Teil der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral. Er wechselt im Dezember in die Pfarreiengemeinschaft Vallendar und wird dort Gemeindepfarrer.

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Koblenz bistum-trier Bildung Information Jugend Kultur Personal Politik / Gesellschaft Schule Seelsorge
news-104314 Wed, 08 Sep 2021 15:58:48 +0200 Familien vor der Wahl https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/familien-vor-der-wahl/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Familie_pixabay_mabel-amber_03b2520225.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Familie pixabay mabel amber" />Auch Familien stehen am 26. September vor der Wahl: Wie sehen die familienpolitischen Positionen der Parteien aus? Das checkt der Familienbund der Katholiken in einer Online-Diskussion mit Politikerinnen der Grünen, SPD und CDU/CSU. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Welche Politiker und Politikerinnen vertreten welche familienpolitische Positionen? Unter dem Motto „Familien stehen vor der Wahl“ lädt der Familienbund der Katholiken zu einer Online-Diskussionsveranstaltung via ZOOM am 9. September 2021 von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr mit Bundestagskandidatinnen aus dem Bistum Trier ein.

„Der Wahlkampf ist die Zeit der großen politischen Versprechen. Unter den Politikfeldern, denen die Parteien jetzt besonders viel Aufmerksamkeit schenken, gehört auch die Familienpolitik. Grund genug für uns als Familienbund, genauer nachzufragen“, sagt Michael Korden, Geschäftsführer des Familienbundes der Katholiken im Diözesanverband Trier.  

Als Gesprächspartnerinnen haben zugesagt: Nadine Schön (CDU), seit 2009 Mitglied des Bundestages, stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vertreterin des Wahlkreises St. Wendel in Berlin; Corinna Rüffer (Grüne), Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, seit 2013 Mitglied des Bundestages, kandidiert im Wahlkreis Trier; Verena Hubertz (SPD), kandidiert erstmals als Direktkandidatin im Wahlkreis Trier für den Deutschen Bundestag.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail michael.korden(at)t-online.de. Alle Teilnehmenden erhalten dann per E-Mail einen Zugangslink zur Veranstaltung.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Politik / Gesellschaft
news-104304 Wed, 08 Sep 2021 10:53:00 +0200 Muttersprache als wichtiges Ausdrucksmittel https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/muttersprache-als-wichtiges-ausdrucksmittel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/d/csm_Firmung_kroatische-Gemeinde_privat_e502c4c5d5.jpeg" width="150" height="113" alt="" />Weihbischof Gebert spendet 27 jungen Menschen der kroatisch-katholischen Mission das Sakrament der Firmung in Koblenz. Koblenz – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert hat am 4. September 27 junge Menschen aus der kroatisch-katholischen Gemeinde in der St. Franziskus Kirche im Koblenzer Stadtteil Goldgrube das Sakrament der Firmung gespendet.

In seiner Predigt wies der Weihbischof auf die Bedeutung der Muttersprache hin. Der Heilige Geist kam auf die Jünger herab, die daraufhin in den unterschiedlichen Muttersprachen ihrer Zuhörer sprechen konnten. „Die Muttersprache ist wichtig, um Gefühle und die Gedanken des Herzens auszudrücken. Sprache ist sehr wichtig für den Dialog“, erklärte Gebert.

Die Lesungen des Gottesdienstes waren in deutscher und kroatischer Sprache; Lieder, Gebete und einige Fürbitten waren in der Muttersprach der Gemeinde genauso wie die Firmworte, die Gebert auf Kroatisch sprach. Der Spendung des Sakraments ging eine neunjährige Vorbereitungszeit für die Jugendlichen voraus.

Firmungen in der muttersprachlichen Gemeinde finden alle zwei Jahre statt. Im Wechsel spenden kroatische und Bischöfe aus dem Bistum Trier das Sakrament.

Weitere Informationen zur kroatisch-katholischen Mission gibt es bei Pfarrer Stjepan Zadravec unter Tel.: 0261-14506 oder per E-Mail an hkmisija.koblenz@gmail.com.

(red)

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Koblenz bistum-trier Jugend Pfarreien Vermischtes Weltkirche
news-104290 Tue, 07 Sep 2021 09:37:00 +0200 Buntes Programm im "Crossport to heaven" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/buntes-programm-im-crossport-to-heaven/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/f/csm_2nd-Hemd_Foto-1_fe40884465.jpg" width="150" height="91" alt="" title="2nd Hemd Foto 1" />Ein abwechslungsreiches Programm gibt es am Wochenende im "Crossport to heaven". Lautzenhausen – Wer auf der Suche nach einem Original aus den 70er Jahren ist, ein Brautkleid für den wichtigsten Tag des Lebens oder ein Karnevalskostüm benötigt, ist von Freitag, 10. bis Sonntag, 12. September in der Jugendkirche „Crossport to heaven“ auf dem Flughafen Hahn genau richtig. Ein großer Second-Hand-Kleidermarkt öffnet seine Türen. Zeitgleich findet auf dem Gelände das 20. Jugendfestival statt.

Der Erlös des Gebrauchtkleidermarktes fließt in Hilfsprojekte für Jugendliche in Bolivien, einem der ärmsten Länder der Welt. Jugendliche aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun engagieren sich mit großem Einsatz für dieses Projekt. Bedingt durch den Brand in der Jugendkirche und dessen Folgen konnte der Markt seit 2019 dort nicht angeboten werden. Der Second-Hand-Markt bietet unter anderem Kinderbekleidung, Sportoutfits, Fanartikel, Jeans, Pullis, Jacken, Lederwaren, Krawatten, Tischdecken und Handtaschen zu günstigen Preisen. Der Markt öffnet: Freitag, 10. September von 15 bis 22 Uhr; Samstag, 11. September von 10 bis 17 Uhr; ab 16 Uhr gibt es eine Modenschau und Kaffee und Kuchen; Sonntag, 12. September von 10 bis 12 Uhr.

Durchgeführt wird der Markt von der Katholischen Jugend des Dekanats Simmern-Kastellaun und dem Bolivienreferat des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) im Bistum Trier. Der Markt ist eine Ergänzung zur jährlichen Boliviensammlung.

Helfer zur Vorbereitung des Marktes sind willkommen. Auch Schulklassen können sich sowohl in der Organisation des Marktes wie im Verkauf erproben; aber den Markt auch zum Anlass nehmen, sich mit dem Wert von Kleidung und den Herstellungs- und Recyclingkreisläufen zu befassen – so die Veranstalter.

Das zeitgleich stattfindende Festival bietet Jugendlichen ab 14 Jahren die Gelegenheit, an einem Wochenende neben Live-Musik, Übernachten in Zelten auch verschiedene Angebote auszuprobieren und Neues kennenzulernen. Die Workshops beinhalten kreative, künstlerische, musikalische, sportliche und handwerkliche Gestaltungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Themenbereichen. Entsprechend der aktuellen Corona-Regelungen wird das Jugendfestival etwas anders, aber dennoch abwechslungsreich verlaufen, erklären die Veranstalter.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Jugendfestival auf https://jugendfestival-hahn.com/  Wer sich ehrenamtlich oder mit einer Spende einbringen möchte, kann sich melden per E-Mail an dekanat.simmern-jugend(at)t-online.de. Das gesamte Wochenende inklusive Anreise und Verpflegung kostet 15 Euro; Jugendliche aus dem Ahrtal können kostenfrei teilnehmen.

(red)

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Koblenz bistum-trier Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Jugend Pfarreien Politik / Gesellschaft Vermischtes Weltkirche
news-104293 Tue, 07 Sep 2021 08:30:00 +0200 Mitreden! Online-Forum mit Bischof Ackermann zur Rätewahl im Herbst https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mitreden-online-forum-mit-bischof-ackermann-zur-raetewahl-im-herbst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/f/csm_raetewahl_160x90mm-1_dbf6446e6a.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Raetewahl 160x90mm 1" />Bei einem Online-Forum diskutiert am Dienstag, 28. September, die Bistumsleitung über die anstehenden Wahlen zu den kirchlichen Räten und die Bistums-Entwicklung. Alle Interessierten sind eingeladen. Trier – Im Vorfeld der Wahlen zu den kirchlichen Räten im Bistum Trier lädt der Bereich kirchliche Räte im Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung alle amtierenden Ratsmitglieder sowie die Kandidatinnen und Kandidaten und alle Interessierten zu einem Online-Forum für Dienstag, 28. September, 19 Uhr, ein. Angelehnt an das Motto der Wahlen „Mitreden! Der Zukunft eine Stimme geben“ geben Bischof Dr. Stephan Ackermann, die Direktorin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier (BGV), Mechthild Schabo, sowie der Referent für die kirchlichen Räte im BGV, Dr. Thomas Fößel, kurze Impulse und stellen sich den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Moderation übernimmt Edith Ries vom Synodenbüro.

Rund 1,1 Millionen Katholikinnen und Katholiken im Bistum Trier sind am 6. und 7. November aufgerufen, die pastoralen Gremien zu wählen. In Pfarreien, die zum 1. Januar 2022 fusionieren, finden die ersten gemeinsamen Wahlen am 29. und 30. Januar 2022 statt. Neben den Wahlen werden beim Online-Forum auch Themen der Bistumsentwicklung nach der Synode diskutiert. Dazu gehören unter anderem der Austausch über neue Formen christlichen Lebens an vielfältigen „Orten von Kirche“ sowie neue Möglichkeiten kirchlichen Engagements in lokalen Teams von Engagierten, die die Gremienarbeit in den größer werdenden Pfarreien und in den Pastoralen Räumen ergänzen. Darüber hinaus steht die Frage nach der Fortentwicklung und Öffnung der „klassischen Rätearbeit“ in den Pfarreien und den Pastoralen Räumen im Fokus ebenso wie die Rolle der Getauften auf dem Weg zu einer diakonischen und missionarischen Kirche.

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Bistumsleitung Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Information Kirchliche Räte Pfarreien Synode Synode: Umsetzung Vermischtes
news-104311 Tue, 07 Sep 2021 08:00:00 +0200 Mehr Mensch, mehr Dienst, mehr Nähe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/mehr-mensch-mehr-dienst-mehr-naehe/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/1/csm_Priestertag2021_Bischof_JR_1e1d2541f9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Priestertag2021 Bischof JR" />Über 100 Priester aus dem Bistum haben sich zu Begegnung und Austausch mit dem Bischof und untereinander getroffen. Trier – Nach einer Pandemie-bedingten Pause im vergangenen Jahr haben sich Priester des Bistums Trier am 3. September zu Begegnung und Austausch getroffen. Über 100 Priester im aktiven Dienst, aber auch Ruhestandsgeistliche, kamen mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in der ehemaligen Reichstabtei St. Maximin in Trier zusammen. Das „Update“ als Treffen unter den geltenden Corona-Regeln sei möglich und nötig, sagte der Bischof. Bei einem solchen „unverzweckten“ Treffen gehe es weniger um operative Dinge, sondern um Fragen der priesterlichen Existenz und darum, „den größeren Horizont in den Blick zu nehmen“.

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Trier bistum-trier Bischof Personal Pfarreien Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-104300 Mon, 06 Sep 2021 15:30:00 +0200 Junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg begleiten https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/junge-menschen-ein-stueck-auf-ihrem-weg-begleiten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/7/csm_Maria-Koob_sb_d1ee4ac920.jpg" width="150" height="100" alt="Maria Koob" title="Maria Koob" />Maria Koob ist neue Leiterin des Orientierungs- und Sprachenjahrs „Felixianum“ und übernimmt die Aufgabe von Oliver Laufer-Schmitt, der nun Regens des Priesterseminars ist. Trier – Maria Koob ist neue Leiterin des Orientierungs- und Sprachenjahrs „Felixianum“ des Bistums Trier. Die 37-jährige Pastoralreferentin arbeitet bereits seit drei Jahren mit im Leitungsteam und übernimmt die Aufgabe von Oliver Laufer-Schmitt, der seit dem 1. September Regens des Priesterseminars Trier ist.

Maria Koob wurde 1984 in Koblenz geboren und studierte in Bonn und Trier Katholische Theologie. Ihre praktische pastorale Ausbildung absolvierte sie in der Pfarreiengemeinschaft Hermeskeil (2012-2013) und im Dekanat Trier (2013-2015). Anschließend war sie im Dekanat Schweich-Welschbillig zuständig für die Jugend- und Schulpastoral und Glaubenskommunikation. 2018 begann ihre Mitarbeit im Felixianum-Leitungsteam; seit Beginn des Jahres 2021 arbeitet die Pastoralreferentin dort mit vollem Stellenumfang.

„Für mich ist es eine wunderbare Aufgabe, junge Menschen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt Koob über ihre Motivation für die anstehende Aufgabe. Das Orientierungsjahr „Felixianum“ bietet jungen Leuten nach dem Schulabschluss die Möglichkeit, gemeinsam in einer Wohngemeinschaft mitten in Trier zu leben, Sprachen zu lernen, dabei christliche Spiritualität zu erleben, sich während eines Sozialpraktikums zu engagieren und sich grundlegend mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen. „Das Felixianum möchte junge Menschen erleben lassen, dass sie wichtig sind, dass Gott ihren Weg mitgeht. Dazu bieten wir den Raum, um wichtigen Fragen nachzugehen: Wer bin ich? Wer will ich sein? Was entdecke ich als meine Berufung?“

In Zukunft wolle sie das Konzept dieses christlichen Orientierungsjahres weiterentwickeln, sodass es weiterhin zu den Bedürfnissen junger Menschen passe. „Das tun wir ab September in einem neu aufgestellten Team. Ich übernehme die Leitung und damit auch gerne mehr Verantwortung fürs Felixanum. Oliver Laufer-Schmitt bleibt als Regens mit im Boot, da ja das Propädeutikum der angehenden Priester mit dem Felixianum verbunden ist. Als Verstärkung kommt in gewissem Umfang auch der neue Bischofskaplan Florian Dienhart dazu. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im neuen Team.“ 

Mehr Informationen zum Felixianum und dem Team gibt es auf: www.felixianum.de und unter Tel.: 0651-9484-118
(sb)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bildung
news-104310 Mon, 06 Sep 2021 15:04:00 +0200 Keine Selbstverständlichkeit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/keine-selbstverstaendlichkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/6/csm_Domjubilaum_Andernach_jf_c5733ab223.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Domjubilaum Andernach jf" />Mit einem Jahr Verspätung fanden nun die Feierlichkeiten zu 800 Jahren Mariendom in Andernach ihren Abschluss. Andernach – „Was mich besonders fasziniert, der Raum ist nicht zu einem Museum geworden, sondern hat noch den gleichen Zweck wie vor 800 Jahren“ – das hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in seiner Predigt während des Abschlussgottesdienstes zu den Jubiläumsfeierlichkeiten „800 plus 1 Jahr Andernacher Mariendom“ gesagt. Das Ende des Domjubiläums bildete ein Wochenende mit vielen unterschiedlichen Programmpunkten, das aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste.

Dass der Mariendom immer noch als Kirchraum erhalten und genutzt werde, sei nicht selbstverständlich, betonte Ackermann. „Nehmen Sie ihn in diesem Sinne als Geschenk, aber auch als Auftrag, ihn behutsam weiterzuentwickeln nach dem Verständnis von Glaube und Kirche in unsrer heutigen Zeit“. Denn es brauche diese schützenden Räume, die abseits des Alltags sind. „Aber sie sind nicht das einzige Fundament unseres Glaubens“, räumte er ein.

Im Zusammenhang mit seinem Besuch in Andernach schaute Bischof Ackermann auch auf seine eigene Biografie. In Nickenich aufgewachsen spielte das Umfeld des Mariendoms für ihn eine große Rolle. Als Jugendlicher traf er sich mit weiteren Mitgliedern der KSJ (Katholisch Studierende Jugend) im Keller des alten Pfarrheims und lernte, wie so viele andere, Tanzen in der Nachbarschaft der Kirche.

Der festliche Gottesdienst stand musikalisch unter der Gesamtleitung von Kantor Burkhard Esten. Es musizierten unterschiedliche Instrumentalisten im eigens dafür zusammengestellten „Collegium instrumentale“ wie ein Projektchor die „Spatzenmesse“ von Mozart. Auch Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte begleiteten die Feier mit ihren Stimmen.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte nur eine begrenzte Anzahl von Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher im Mariendom mitfeiern. Doch die Eucharistiefeier wurde zeitgleich online und auf eine Großleinwand ins Pfarrheim übertragen. Eigentlich war das Jubiläumsjahr 2020 mit vielen Veranstaltungen konzipiert worden, doch diese konnten aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. Der Arbeitskreis „Domjubiläum“ und die verantwortlichen Organisatoren waren daher froh, dass man ein Jahr später zumindest einen Teil des Programms nachholen konnte. Einige Programmpunkte finden noch statt: Die Sonderausstellung „800 Jahre Mariendom zu Andernach am Rhein“ beginnt am 10. Oktober und ist bis zum 24. April im kommenden Jahr im Stadtmuseum zu sehen. Weitere Termine sind der „Evensong mit dem Kammerchor Cantunnacum“ am 23. Oktober oder das Domkonzert am 9. Oktober, jeweils im Mariendom. Kreativ wird es am 2. und 3. Oktober mit dem Titel „Komm, mal mit!“. Dabei zeichnen Anfänger und Profis im Dom zusammen mit den Dozenten der Kunstakademie Rheinland.

Weitere Informationen gibt es auf https://kpga.de/ oder telefonisch unter Tel.: 02632-4998750.

(jf)

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Koblenz bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Pfarreien Vermischtes
news-104309 Mon, 06 Sep 2021 14:40:31 +0200 Das Evangelium als Grundperspektive fürs Leben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/das-evangelium-als-grundperspektive-fuers-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/a/csm_Jaegen_GoDi_210902_Cuppers_38a418c1de.jpg" width="150" height="103" alt="" title="Jaegen GoDi 210902 Cuppers" />Bischof Ackermann hat einen Gottesdienst im Gedenken an den Trierer Hieronymus Jaegen gefeiert. Trier – Er gilt längst als „Triers heimlicher Heiliger“, obwohl die Seligsprechung von Hieronymus Jaegen noch nicht erfolgt ist. Wenige Tage nach dem 180. Geburtstag des engagierten Christen (23. August) hat Bischof Dr. Stephan Ackermann mit zahlreichen Gläubigen am 2. September einen Gedenkgottesdienst in der Trierer Liebfrauenkirche gefeiert.

Rund um seine Grabstätte, der vierten für den renommierten Trierer, wird gebaut. Deshalb konnte die Messe im Gedenken an den Bankier, Maschinenbauer, Abgeordneten im Preußischen Landtag und tiefgläubigen Christen nicht in St. Gangolf stattfinden. Eingeladen hatte der „Hieronymus-Jaegen-Bund“, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an den Trierer wachzuhalten und seine Seligsprechung voranzubringen. Hieronymus Jaegen könne auch und gerade heute ein Vorbild für ein Leben aus christlicher Überzeugung sein, sagte Markus Leineweber, Vorsitzender des Jaegen-Bundes, in seiner Begrüßung. So wie Jaegen aus christlichem Grundverständnis die Welt geprägt habe, seien alle Laien berufen, auf Basis dieser Werte das Miteinander und das Gesicht der Welt mitzugestalten.

Die Feier der Eucharistie sei für Hieronymus Jaegen „wie das tägliche Brot gewesen“, sagte Bischof Ackermann. So sei er dankbar, zusammen mit vielen Triererinnen und Trierern zum Andenken an den vom Papst Benedikt XVI. zum „Ehrwürdiger Diener Gottes“ ernannten Mannes die Heilige Messe feiern zu können. Wie seine Zeitgenossen Josefine Gräfin von Schaffgotsch, Rosa Flesch, Cherubine Willimann und Peter Friedhofen habe der Bankier und Politiker für die Erneuerung der Kirche gestanden. Anders als die Gründer der Ordensgemeinschaften der Josefsschwestern, der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, der Dominikanerinnen Arenberg und der Barmherzigen Brüder sei Jaegen ein Beispiel für eine Einzelberufung. Ähnlich wie die französische Mystikerin Madeleine Delbrel und der schwedische Friedensnobelpreisträger Dag Hammarsjköld sei der Trierer Jaegen ein Mensch gewesen, „der aus tiefstem Glauben lebte, der den Blick auf das Evangelium als Grundperspektive für sein Leben gewählt hat“. Während die Sprache von Delbrel und Hammarskjöld für die heutigen Menschen verständlicher sei als die des gut 40 Jahre vorher geborenen Jaegen, spreche dieser nach wie vor durch die Breite seiner Persönlichkeit an. Besonders als „Mann aus unserer Heimat“ führe er vor Augen, „dass ein radikales christliches Leben nicht nur in Paris und New York möglich ist, sondern eben hier bei uns in Trier“, erklärte Bischof Ackermann. Als der für den Seligsprechungsprozess verantwortliche Bischof bedauere er, dass das dafür erforderliche und noch ausstehende Wunder stark auf den medizinischen Bereich eingeengt sei. „Wäre Hieronymus Jaegen nicht jemand, „den man sich in auswegloser politischer Situation, bei der Lösung materieller Not und für technische Probleme im Gebet zu Hilfe nimmt?“, fragte der Bischof. Das Wunder lasse sich nicht „bestellen“. Die Erinnerung an den im Glauben und Handeln vorbildlichen Mann aber könne und müsse wachgehalten werden. Und so betete Bischof Stephan Ackermann mit den Gläubigen in den Anliegen der Seligsprechung zu dem Trierer Vorbild. 

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Caritas / Soziales Information Seelsorge
news-104307 Mon, 06 Sep 2021 11:48:55 +0200 „Es braucht Menschen, die die Welt retten“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/es-braucht-menschen-die-die-welt-retten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/5/csm_ACK-Gottesdienst2-uk_a310865e6d.jpg" width="150" height="101" alt="" title="ACK Gottesdienst2 uk" />Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen haben am Freitag, 3. September, mit einem Gottesdienst in Saarbrücken-Malstatt den ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Saarbrücken – Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen haben am Freitag, 3. September, mit einem Gottesdienst in Saarbrücken-Malstatt den ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die seit 2015 jeden ersten Freitag im September den „Schöpfungstag“ feiert. „Wir feiern diesen Tag im Angedenken, dass wir nur Gast auf Erden sind, pfleglich mit der Schöpfung umgehen sollen und uns an ihr erfreuen sollen“, sagte die Vorsitzende der ACK Saarbrücken, Pastoralreferentin Dr. Pascale Jung von der katholischen Kirche.
Passend dazu war der Ort des ökumenischen Gottesdienstes gewählt: Im Nachbarschaftsgarten der Diakonie pflegt ein Stadtteilverein Gemüsebeete und schafft so eine Idylle direkt neben einer der Hauptverkehrsachsen. Die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung stand im Zentrum der Predigt von Joachim Hipfel, Pfarrer der Freien evangelischen Gemeinde in Saarbrücken.

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Saarbrücken bistum-trier Ehrenamt Information Ökumene Pfarreien Vermischtes
news-104301 Mon, 06 Sep 2021 07:25:00 +0200 "Sich auf das Abenteuer einlassen" https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sich-auf-das-abenteuer-einlassen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/3/csm_Aussendung-Missionarische-Teams_Gruppe_sb_fe25fd93e8.jpg" width="150" height="100" alt="Die missionarischen Teams vor Sankt Matthias" title="Die missionarischen Teams vor Sankt Matthias" />Mission hier vor Ort im Bistum? Genau diese Aufgabe liegt vor den vier missionarischen Teams, die Bischof Ackermann Anfang September ausgesandt hat. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Zuhören, Gespräche suchen und das Glaubensleben vor Ort begleiten und bestärken: Das haben sich die vier missionarischen Teams vorgenommen, die Bischof Dr. Stephan Ackermann am 3. September in der Abteikirche Sankt Matthias in Trier ausgesandt hat. „Ich wünsche Ihnen Kraft, Ausdauer und, dass Gott Sie in dieser Aufgabe bestärkt“, gab Ackermann den neun Frauen und Männern, die künftig im Bistum unterwegs sein werden, mit auf den Weg. „Es ist ein wunderbarer Tag und der richtige Ort für die Aussendung“, erklärte Ackermann, denn Sankt Matthias gelte als einziges Apostelgrab nördlich der Alpen und der dritte September sei Gedenktag des heiligen Papstes Gregor, der Ende des 6. Jahrhunderts Missionare aus Rom auf die britischen Inseln geschickt hatte. 

Während der Begriff „Missionarisch“ durch die Praktiken der Kirche in vergangenen Jahrhunderten teilweise vorbelastet ist, soll er als eines der Ziele der Synodenumsetzung positiv wirken: Eine diakonisch-missionarische Kirche soll im Bistum Trier nah bei den Menschen sein, ihre Nöte und Sorgen in den Blick nehmen und vom Einzelnen her denken, wie Schulpfarrer Martin Birkenhauer, Mitglied und Leiter der missionarischen Teams, erklärt. Es gehe vor allem darum, mit Menschen in Kontakt zu kommen, den eigenen Glauben zu bezeugen und eine „gute Nachricht zu überbringen“, denn genau das sei ja die Frohe Botschaft, das Evangelium. Die neunköpfige Gruppe bildet drei Regionalteams für die Visitationsbezirke Saarbrücken, Trier und Koblenz sowie ein Bistumsteam. Grundlage ist das Synodenabschlussdokument, in dem es heißt: „Das Bistum ruft missionarische Teams aus Christinnen und Christen mit einer besonderen geistlichen Begabung für die Weitergabe des Glaubens ins Leben. Diese Teams begleiten vor Ort eine Zeit lang das Glaubensleben.“

 

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heraus gerufen (Umsetzung der Synode) Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Umsetzung Synode Synode: Umsetzung Umsetzung Synode
news-104302 Sun, 05 Sep 2021 09:00:00 +0200 Der Pokal bleibt in Bitburg https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-pokal-bleibt-in-bitburg/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/7/csm_Fussball-Bitburg-uk_df0d83162a.jpg" width="150" height="92" alt="" title="Fussball Bitburg uk" />Sportlichen Ehrgeiz haben Lehrkräfte und Angestellt von sieben Bistumsschulen beim traditionellen Fußballturnier in Lebach unter Beweis gestellt. Lebach – Der alte Sieger ist zugleich der neue: Das Team der St. Mattias-Schulen in Bitburg hat am Freitag, 3. September, beim traditionellen Fußballturnier der Bistumsschulen auf dem Sportplatz in Lebach-Aschbach (Saarland) souverän seinen Titel verteidigt und kann den Pokal zurück in die Eifel bringen. Sie besiegten im Finale die Spielerinnen und Spieler der Willi-Graf-Schulen Saarbrücken. Platz 3 teilte sich die Mannschaft der Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach mit der Spielgemeinschaft der Edith-Stein-Schule und den Maximilian-Kolbe-Schulen (beide Neunkirchen).

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Saarbrücken bistum-trier Schule Vermischtes
news-104299 Fri, 03 Sep 2021 09:42:27 +0200 „Die Würde des Menschen bleibt oberster Maßstab“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-wuerde-des-menschen-bleibt-oberster-massstab/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/9/csm_bundestagswahl_f0da91df6e.jpg" width="150" height="79" alt="" />Ökumenischer Wahlaufruf an die Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Wahl des Deutschen Bundestages am 26. September. Bonn/Hannover - Mit einem ökumenischen Aufruf zur Wahl des Deutschen Bundestages am 26. September 2021 haben sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, an die Mitbürgerinnen und Mitbürger gewandt. „Als christliche Kirchen sehen wir uns in der Mitverantwortung für unser demokratisches Gemeinwesen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, den politischen Weg unseres Landes aktiv mitzugestalten. Eine lebendige Demokratie bedarf der Teilhabe, der Teilnahme und des Engagements der Menschen. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist, sich ein eigenes verantwortliches Urteil zu bilden und das eigene Wahlrecht auszuüben“, heißt es in dem Aufruf. Er fordert dazu auf, Zusammenhalt durch Achtsamkeit, Solidarität und Gerechtigkeit zu stärken.

Mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der zurückliegenden Jahre betonen Bedford-Strohm und Bätzing, dass gerade jetzt die Gesellschaft als Ganze gefragt sei. Sie erinnern an die Opfer der Flutkatastrophe und die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Durch die Gefährdung von Leben und Gesundheit, durch psychische Belastungen, gerade auch von Kindern und Jugendlichen, durch Einschränkungen von Freiheitsrechten und sozialem Miteinander, durch die wirtschaftliche Unsicherheit in der Zeit des Lockdowns oder die Sorge vor und die Diskussionen um Triage-Entscheidungen: In der Pandemie haben sich die Fragen nach Gleichheit, Gleichwertigkeit und Menschenwürde, nach der Freiheit der Menschen und auch nach den Anforderungen an die Solidarität und die Gerechtigkeit in der Gesellschaft auf eine neue Weise gestellt.“

Gegenseitige Achtung, Solidarität und Gerechtigkeit hielten die Gesellschaft zusammen: „Wir alle sind aufgefordert, unser Wissen und unsere Fähigkeiten für das Gemeinwohl einzubringen. Die Starken helfen den Schwachen; so entsteht ein sozialer Ausgleich.“ Nach christlicher Überzeugung sei jeder Mensch von Gott einzigartig geschaffen und mit derselben unveräußerlichen Würde der Person ausgestattet. „Deshalb ist uns ein gesellschaftliches Miteinander wichtig, in dem die universalen und unteilbaren Menschenrechte aller Menschen respektiert werden.“ In ihrem Wahlaufruf nennen Bätzing und Bedford-Strohm verschiedene Problembereiche, die den Gesetzgeber in der nächsten Legislaturperiode herausfordern. Dabei geht es um Fragen der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, des Sozialstaats, einer Gestaltung der Digitalität und der wirksamen Bekämpfung des Klimawandels sowie um eine an der Würde und den Bedürfnissen der Menschen orientierte Politik zu Fragen von Flucht und Asyl. Ausdrücklich rufen die Kirchen zu einem achtsamen, solidarischen und gerechten Miteinander auf, das der Polarisierung der Gesellschaft entgegenwirke und gleichzeitig die Gefühle von Zusammenhalt und Gemeinschaft stärke. Sie fügen hinzu: „Populistischer Stimmungsmache und hetzerischer Rede muss klar und unmissverständlich entgegengetreten werden. Gegenüber extremistischem Gedankengut sind rote Linien zu ziehen. Die Würde des Menschen bleibt oberster Maßstab für das Handeln in Politik und Gesellschaft in Europa.“ Der Aufruf im Wortlaut ist unter www.dbk.de zu finden.
(red)

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RSS Feeds bistum-trier Politik / Gesellschaft
news-104298 Fri, 03 Sep 2021 08:06:41 +0200 Dank für Engagement im Kinder- und Jugendschutz https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dank-fuer-engagement-im-kinder-und-jugendschutz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_IMG_2972_bearb_c4095b13bc.jpg" width="150" height="101" alt="" />Der Bildband dokumentiert die Reise des „Mahnenden Mühlsteins“, die in Regensburg begonnen hatte und mit der Übergabe an Papst Franziskus endete. Trier – „Aufrichtige Anerkennung und Dank für sein Engagement“ hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 2. September Johannes Heibel„ dem Gründer der „Initiative gegen Gewalt und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.“ (www.initiative-gegen-gewalt.de), ausgesprochen. Heibel hatte dem Trierer Bischof, der auch Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes ist, sein Buch „Nur ein Stein – und doch so bewegend“ überreicht. Ackermann würdigte bei dem Treffen Heibels Einsatz „im Thema Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch (nicht nur) im Raum der katholischen Kirche“. An dem Gespräch nahm auch der Präventionsbeauftragte des Bistums Trier, Dr. Andreas Zimmer, teil.

Der Bildband dokumentiert die Reise des „Mahnenden Mühlsteins“, die im Juni 2008 in Regensburg begonnen hatte und mit der Übergabe an Papst Franziskus im November 2019 in Rom endete. Die Kunstaktion wollte Passanten für das Thema Missbrauch sensibilisieren und Erwachsene an ihre große Verantwortung gegenüber ihnen anvertrauten Kindern erinnern. Auch an drei Orten im Bistum – 2011 in Koblenz, 2012 in Saarlouis und Trier – wurde der knapp anderthalb Tonnen schwere Stein gezeigt. Die Aktion fand bereits damals Unterstützung durch Bischof Ackermann. So wurde eine Nachbildung des Mühlsteins als Schlüsselanhänger 2019 an die pastoralen Mitarbeitenden des Bistums verteilt (https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/schluesselanhaenger-erinnern-an-verantwortung/).

Das 416 Seiten umfassende Buch (ISBN 978-3-00-065117-59) ist zum Preis von 19,95 Euro plus Versand zu beziehen über: www.initiative-gegen-gewalt.de; E-Mail info(at)initiative-gegen-gewalt.de, Telefon 02623-6839.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Prävention
news-104297 Thu, 02 Sep 2021 13:56:05 +0200 „Sie sind nicht allein“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/sie-sind-nicht-allein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/6/csm_Steinmeier_Staatsakt_jf_19be977b2a.jpg" width="150" height="113" alt="" />Im Rahmen eines Staatsaktes am Nürburgring wurde den Opfern der Flut gedacht. Nürburg - Den Opfern der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und weitere Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Gesellschaft und Hilfsorganisationen am 1. September im Rahmen eines Staatsaktes am Nürburgring gedacht. Es nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Bistums Trier wie von der Caritas, der Lebensberatung sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger an dem Gedenken teil.

„Die Flut hat unser Land bis ins Mark getroffen. Die vielen Schicksale gehen mir nicht mehr aus dem Kopf“, sagte Malu Dreyer und versprach, die Region und die Menschen dort nicht zu vergessen. „Die Betroffenen sollen wissen, sie sind nicht alleine in ihrer Trauer”, so Dreyer. Sie dankte allen ehren- und hauptamtlichen Hilfskräften wie auch den kommunalen Angestellten. Frank-Walter Steinmeier schloss sich an: „Ich bin dankbar für die überwältigende Hilfsbereitschaft“. Er sicherte den Betroffenen Hilfe zu.

Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, sprach in ihrer Rede davon, dass die “Ahr als launige Weggefährtin“ zu einem brutalen Monster geworden sei. Sie drängte zeitgleich auf tragfähige, zukunftsweisende Konzepte und Perspektiven für das Ahrtal. „Wir sind an Ihrer Seite”, versicherte Steinmeier.

Bianca Groh und Dietmar Breininger von der Psychosozialen Notfallversorgung schilderten von ihren Eindrücken aus dem Einsatz. „Wir nehmen das Gefühl des Zusammenhalts mit und die gelebte Solidarität, die an das Gute im Menschen glauben lassen”, erklärte Bianca Groh. Auch Thomas Pütz, Organisator im Bereich „Helfershuttle Ahrtal” berichtete während des Staatsaktes von seinen Eindrücken und der enormen Hilfsbereitschaft. Wilfried Laufer sprach sehr berührend über den Tag der Flut, an dem er seinen 81-jährigen Vater, mit dem er in Altenahr ein Lokal betrieb, verlor.

Der Staatsakt fand in der Ringarena des Nürburgrings statt, dort ist nach der Flutkatastrophe eine Helferstadt entstanden.

Weitere Informationen zur Hochwasserhilfe von Bistum Trier und Caritas und die Spendenkonten zur Unterstützung Betroffener der Hochwasserkatastrophe sind zu finden unter https://t1p.de/hochwasser-hilfe.

(jf)

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