Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Sat, 23 Mar 2019 00:04:49 +0100 Sat, 23 Mar 2019 00:04:49 +0100 Bistum Trier news-98688 Fri, 22 Mar 2019 12:22:24 +0100 Das Feuer des Glaubens durch Projekte weitergeben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/das-feuer-des-glaubens-durch-projekte-weitergeben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_Firmteam-PdZ-Hermeskeil_3614fd8aac.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Firmvorbereitungsteam der künftigen Pfarrei der Zukunft Hermeskeil zeigt mit neuen Methoden, wie Pfarrei der Zukunft funktionieren kann. Trier – Ein Einladungsschreiben mit QR-Code, eine Onlineplattform und verschiedene Bausteine von „sozial“ bis „kreativ“, die die Jugendlichen selbst wählen können: Die Firmvorbereitung 2019 im zukünftigen Gebiet der Pfarrei der Zukunft Hermeskeil setzt auf ein modernes Konzept – und den Netzwerkgedanken, der die Pfarreien im Bistum künftig noch stärker prägen soll.

„Wir kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner: Etwas Innovatives wollten wir machen, professionell sollte es sein und die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt ansprechen“, schildert Christiane Herrig, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Schillingen, wie es zu der Kooperation der Pfarreiengemeinschaften Waldrach, Hermeskeil, Thalfang und Schillingen bei der neuartigen Firmvorbereitung kam. Eine ganz konkrete Forderung der Bistumssynode sei ja gewesen, netzwerkartig zusammenzuarbeiten und die Menschen in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen. Also hätten sich nach Bekanntwerden der neuen Pfarrei-Zuschnitte die Gemeindereferenten getroffen, und schnell sei die Idee entstanden, ein Team zu bilden, das ein neues Konzept für die Firmvorbereitung auf die Beine stellen sollte. Zu diesem Team gehören neben den Gemeindereferenten Markus Ullmann, Vanessa Violino und Herrig auch Pastoralpraktikant Patric Schützeichel, Jahrespraktikantin zur Gemeindereferentin Anne Schommer und die Ehrenamtliche Mirjam Minden, die besonders das Arbeiten auf „Augenhöhe“ mit den Hauptamtlichen Kollegen schätzt. Violino, Gemeindereferentin in Thalfang, erzählt: „Wir alle haben unsere Erfahrungen und Ideen eingebracht und festgestellt, dass die bisherige Firmvorbereitung mit den klassischen Gruppenstunden nicht mehr richtig verfängt. Oft waren die Jugendlichen unmotiviert und konnten mit dieser Art der Glaubensvermittlung nicht so viel anfangen. Außerdem wollen wir auch kirchenferne junge Leute ansprechen. Also haben wir uns für ein Baustein-Konzept entschieden.“

Einladungsschreiben mit QR-Code

Nachdem das Einladungsschreiben mit dem QR-Code ins Haus flatterte, konnten die Jugendlichen diesen mit dem Smartphone auslesen, sich dann auf einer Onlineplattform mit ihrer E-Mail und einigen kurzen Angaben eintragen und sich ihre vier Bausteine aus den Kategorien „sozial“, „kreativ“, „liturgisch“ und Schöpfung“ zusammenstellen. Ob ein Blick in das Leben einer Ordensgemeinschaft, ein Besuch des Konzentrationslagers Hinzert, ein „konsumkritischer“ Gang durch Trier, ein Improvisationstheater oder eine Rockandacht mit der Band Holytones: Alle Projekte sind durch das Team oder Referenten fachlich fundiert begleitet und sollen den Jugendlichen ermöglichen, Glauben ganz konkret im Handeln zu erfahren, so Violino. „Wir möchten nicht in einer „Lehrer-Schüler-Rolle“ sein, vielmehr kommen tiefere Themen über die gemeinschaftlichen Erfahrungen ganz von selbst auf. So zuletzt bei einem unserer Vortreffen, bei dem wir über den Tod gesprochen haben, weil es für einen Firmling gerade im Raum stand.“ Von dieser Erfahrung berichtet auch Minder, die sich seit Jahren ehrenamtlich als Katechetin einsetzt. „Wir haben für die Tafel in Hermeskeil gesammelt und obwohl es kalt und stürmisch war, wollten die Jugendlichen länger stehen bleiben. Ein Mädchen hat mir nachher zurückgemeldet, dass sie ihre Erfahrungen in ihrem weiteren Leben beherzigen will.“

Solche Rückmeldungen sind es, die das Team in seiner Arbeit bestärken, wie Herrig erklärt: „Was für uns das Feuer des Glaubens bedeutet, wollen wir den Jugendlichen durch die Projekte näherbringen. Wir haben inklusive Projekte dabei, etwa einen Pilgerweg mit Jugendlichen aus dem Haus auf dem Wehrborn. Den Schöpfungsbaustein haben wir beispielsweise gewählt, weil ihre Bewahrung für uns ein höchst biblisches Thema ist. Oder beim ‚Kreativ-Baustein‘ geht es etwa darum, eigene Fähigkeiten zu entdecken – also das, was die Synode auch unter Charismen versteht.“

Vieles ist neu

Nicht nur das Baustein-Prinzip ist neu, auch der Ansatz, Anmeldung und Verwaltung online abzuwickeln. Möglichst wenig aufwendig und intuitiv sollte dieses System sein: Dazu beauftragte das Team den Informatik-Studenten Philipp Schneider, der in kurzer Zeit eine komplette Webanwendung baute, an der auch schon andere Pfarreiengemeinschaften Interesse bekundet haben. Das Design mit vier Farben für die Bausteinkategorien spiegelte sich auch in einem professionell gestalteten Flyer wider, dessen Deckblatt ein Kompass ziert und die Frage „Wohin führt Dich Deine Reise mit Gott? Diese Frage werden die Jugendlichen nur für sich selbst beantworten können. Doch die Idee, Firmvorbereitung mal anders zu wagen, scheint auf fruchtbaren Boden zu fallen: Von den 381 angeschriebenen Firmlingen registrierten sich 239.

Mehr Informationen gibt es bei Christiane Herrig, E-Mail: christiane.herrig(at)bgv-trier.de, bei Ute Engelskirchen oder bei Markus Ullmann, E-Mail: markus.ullmann(at)bistum-trier.de.

(sb)

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news-98685 Fri, 22 Mar 2019 10:48:00 +0100 Flüchtlinge treffen Multiplikatoren beim Josefstag https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fluechtlinge-treffen-multiplikatoren-beim-josefstag/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/6/csm_Josefstag_Sadiq_JMD-Mayen-1_21a7ee916f.jpg" width="150" height="112" alt="Sadiq (rechts) berichtet von seinem Leben in Deutschland. Neben ihm sitzt Sonja Lauterbach vom Jugendmigrationsdienst" title="Josefstag Sadiq JMD Mayen 1" />Anlässlich des Josefstages berichteten Jugendliche Flüchtlinge beim Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr Weihbischof Franz Josef Gebert von ihren Erfahrungen Mayen – „Hände reichen – Brücken bauen! Jugend braucht Perspektive in Europa“ lautet das Motto des Josefstags, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft auf junge Menschen treffen, die oftmals keinen leichten Start ins Leben haben. Beim Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr berichten Flüchtlinge unter anderem dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert von ihren Erfahrungen.

„Obwohl Fremdheit erst einmal Angst macht, gilt es diese zu überwinden und Brücken zu bauen“, fordert der Weihbischof und Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Gebert. Beim Blick auf die bevorstehende Europa-Wahl betont er: „Der Frieden ist nicht selbstverständlich, da muss man etwas für tun“.

Beim JMD werden junge Menschen im Alter von zwölf bis 26 Jahren aus 65 Ländern betreut. Sie erhalten kostenlose Beratung und Unterstützung beispielsweise in aufenthaltsrechtlichen Fragen, in Krisensituationen oder in der Sprachförderung. „Alle, die in unsere freiwillige Beratung kommen, haben feste Ziele, aber nicht alle haben die Möglichkeit, diese zu erreichen“, sagt Sonja Lauterbach vom JMD.

Drei junge Männer berichten in Mayen von ihren Erfahrungen mit Europa und seinen Grenzen. Sadiq kommt aus Somalia. Dort besuchte er zwölf Jahre lang das Gymnasium. Seit zwei Jahren ist er in Deutschland. Registriert wurde er zum ersten Mal in Dänemark; er ist ein sogenannter „Dublin-Fall". „Eigentlich müsste er dahin zurück, doch dort hat er sehr schlechte Erfahrungen gemacht“, erklärt Markus Göpfert, Fachdienstleiter im Bereich Migration im Caritasverband. Sadiq ist momentan auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Bereich Verkauf oder Automobil.

Einen Ausbildungsplatz hat der 18-jährige Ashakan schon; im August beginnt er eine Ausbildung zum Metallbauer. Zu seinen Eltern hat er seit der Flucht keinen Kontakt mehr: „Es gibt dort keinen Handyempfang“. Ein Teil seiner Familie lebt in Schweden, doch die darf er nicht besuchen, da er dafür nicht den richtigen Pass hat.

IT-Ausbildung statt Medizinstudium

Mohammed kommt aus der Nähe von Aleppo und ist 23 Jahre alt. Er ist seit drei Jahren in Deutschland. Sein Traum war es eigentlich Arzt zu werden. Einen Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Bonner Klinik hatte er, doch aufgrund seines Aufenthaltsstatus konnte er nicht einfach in dem Nachbarbundesland wohnen, erklärt Ania Sikkes vom JMD. Jetzt macht er eine Ausbildung im IT-Bereich an Bad Kreuznach. „Mir macht das Spaß“, erklärt der junge Mann lächelnd.

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Flüchtlinge
news-98665 Thu, 21 Mar 2019 13:38:42 +0100 „Zeichen für Toleranz, Menschlichkeit und Zivilcourage“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/zeichen-fuer-toleranz-menschlichkeit-und-zivilcourage/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_Fortuin_WBB_BMArminKoenig_HGS_058f229c4c.jpg" width="100" height="150" alt="" title="Fortuin WBB BMArminKoenig HGS" />Am 20. März wurde der „Schwarze Weg“ unterhalb der Bergkapelle in „Arnold-Fortuin-Straße“ umbenannt; die in der Straße gelegene Gemeinschaftsschule heißt jetzt „Fortuin Gemeinschaftsschule Illingen“. Illingen – Die Gemeinde Illingen ehrt den 1970 verstorbenen Pfarrer Arnold Fortuin, der von vielen Sinti und Roma als Heiliger verehrt wird. Am 20. März wurde der „Schwarze Weg“ unterhalb der Bergkapelle in „Arnold-Fortuin-Straße“ umbenannt. Gleichzeitig erhielt die in dieser Straße gelegene Gemeinschaftsschule den Namen „Fortuin Gemeinschaftsschule Illingen“.

Zu Beginn der feierlichen Namensgebung feierten Weihbischof Robert Brahm, Ortspfarrer Dietmar Bell und der in Deutschland für die Sinti- und Roma-Seelsorge zuständige Pfarrer Jan Opiéla gemeinsam mit den Festgästen, einen Wortgottesdienst in der Bergkapelle über Illingen. Mit dabei waren auch die Gemeindereferentin Eva-Maria Fortuin, Nichte des jetzt Geehrten, weitere Familienmitglieder, Landrat Sören Meng, Bürgermeister Dr. Armin König, Ortsvorsteher Wolfgang Scholl, Schulleiter Burkard Maurer und einige Sinti- und Roma-Familien.

Weihbischof Brahm stellte in seiner Predigt den 1901 in Neunkirchen/Nahe geborenen Fortuin als einen Mann vor, der Priester werden wollte, um sich ganz frei seinen Mitmenschen hingeben zu können, besonders denen am Rand der Gesellschaft. Nach seiner Priesterweihe 1927 habe er als Kaplan in Saarbrücken erste Kontakte zu Sinti und Roma geknüpft, die damals schon als „Aussätzige der Gesellschaft“ behandelt worden seien. Später als Religionslehrer in Bad Kreuznach habe er für die Mitgliedschaft in kirchlichen Jugendverbänden geworben, habe das menschenunwürdige Regime der Nazis verachtet und mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Als Lehrer entlassen und als Pfarrer nach Beuren versetzt habe er im SS-Sonderlager Hinzert festgesetzten Sinti und Roma zur Flucht verholfen. Damit habe Fortuin in einer totalitären Zeit - auch zum eigenen Nachteil - Verantwortung übernommen für die eigene, katholische Freiheit, aber auch für die Freiheit der Anderen, in seinem Falle der Sinti und Roma. Seit 1950 Pfarrer in Illingen habe er sich weiter für Sinti und Roma eingesetzt und die damals sogenannte „Zigeuner-Wallfahrt“ mit zeitweise mehr als 1.000 Wallfahrern organisiert. Ab 1965 war er als Seelsorger für die Sinti und Roma in ganz Deutschland zuständig. Dieses besondere Engagement hätten nicht alle Illinger geteilt. Fortuin sei aber seinem Standpunkt treu geblieben und sei immer wieder für die Roma und Sinti eingetreten. Damit sei er ein „Beispiel für Zivilcourage und christliche Lebensführung“. Es lohne sich, seinen Namen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. „Er war ein Mensch, ein Priester, der die Integration, das Zusammenleben aller Völker verstanden hat. Eine Botschaft, die kaum aktueller sein kann, als in unseren Tagen. Über die Grenzen des eigenen Ichs an die Ränder der Gesellschaft schauen und sie einladen, am Leben der Gesellschaft teilzunehmen“, sagte Brahm. Über dieses „leuchtende Zeugnis gelebter Nächstenliebe, Solidarität und Christseins“ dürfe sich Illingen, die Schule und die Kirche im Bistum Trier freuen.

Man wolle mit dem neuen Namen „Farbe bekennen“ sagte Bürgermeister König zur Enthüllung des neuen Straßenschildes. Der neue Name der Straße und der Schule sei ein Zeichen für Toleranz, Menschlichkeit und Zivilcourage. Mit der Namensgebung würdige die Gemeinde Illingen einen Lebensretter und einen Unterstützer der Verfolgten und Benachteiligten, der in der Nazizeit seinen Beruf und seine Freiheit, vielleicht sogar sein Leben riskiert habe.

Er bewundere den „trotzigen Widerstand“ Fortuins, sagte Schulleiter Maurer. Der Illinger Pfarrer habe der Nachkriegsgesellschaft den Spiegel vorgehalten und ins Fleisch gepiekst, das habe der Gesellschaft gut getan. Zum Vorbild mache ihn sein Mut zu seiner christlichen Überzeugung zu stehen und gegen den Strom zu schwimmen. Im Prozess der Namensfindung der Schule habe man gemeinsam die Bergkapelle wieder entdeckt und feiere dort Schulgottesdienste. Die Schulgemeinschaft habe sich intensiv mit der Person und dem Wirken Fortuins beschäftigt. Dieser Prozess werde weiter gehen. So wolle man sich an der bekannten Stolperstein-Aktion beteiligen, eine Gedenktafel errichten, wolle „Schule ohne Rassismus“ werden und – wenn möglich – einen „Arnold-Fortuin-Raum“ einrichten. „Bei aller Kritik an der Kirche: Eine gute Tat bleibt eine gute Tat. Und deshalb heißen wir Fortuin Gemeinschaftsschule Illingen“, sagte Maurer.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Jugend Politik / Gesellschaft Schule Vermischtes
news-98663 Thu, 21 Mar 2019 13:27:35 +0100 Jugendliche aktiv in der internationalen Woche gegen Rassismus https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jugendliche-aktiv-in-der-internationalen-woche-gegen-rassismus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/8/csm_Marius_Jung_StandUp_im_Cafe_Exodus___MaximilianSchmitt_4635f5fc58.jpg" width="113" height="150" alt="" title="Marius Jung StandUp im Cafe Exodus MaximilianSchmitt" />Zum Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung hat sich das Café Exodus mit einem Programm im Rahmen der Wochen gegen Rassismus im Saarland beteiligt. Saarbrücken – Zum Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung am 21. März hat sich das Café Exodus mit einem Programm im Rahmen der Wochen gegen Rassismus im Saarland beteiligt. In Kooperation mit der DGB Jugend Saar und Jugendzentren in Trägerschaft des Regionalverbandes organisierten die Jugendlichen bereits zum zehnten Mal Konzerte, Auftritte und Workshops.

Eröffnet wurden die Wochen in diesem Jahr bereits im Februar mit einem Auftritt des Rappers „Umse‘ im Jugendzentrum Försterstraße Saarbrücken. Die musikalischen Höhepunkte der Wochen gegen den Rassismus fanden am Wochenende des 15. und 16. März statt. Am Freitag veranstaltet das Café Exodus das Konzert „Rock gegen Rechts“ im Studio 30, wo Bands wie Toni Gorilla, Psychopilot, oder Shreddar spielten. Am Samstag spielten „one love - no border; Bars against racism, Drehmoment und weitere Künstler im Garellyhaus in Saarbrücken. Musikalisch beschließen am 22.03. Bundles, Überyou, the Feelgood McLouds und Little Teeth die Internationalen Wochen im Jugendzentrum Försterstraße.

Der StandUp Kabarettist Marius Jung hat am 13. März im Café Exodus und am 14. März im JUZ Utopia in Saarlouis sein aktuelles Programm vorgestellt. Ein zentrales Thema seines Wirkens ist der satirische Umgang mit Klischees, Alltagsrassismus und seinen ganz eigenen Erfahrungen damit. Daneben wurde ein Filmclipworkshop im Café Exodus angeboten, ein Videoprojekt im JUZ Sulzbach sowie ein Fußballturnier in der Soccerarena Saarbrücken.

Speziell für Fachkräfte in der Jugendarbeit fand zudem eine Fachtagung zum Thema „"Hetzen und jammern – Eine Analyse medialer Inhalte, Strategien und Kanäle der Neuen Rechten" in der LMS Saarbrücken statt. Referent war Pit Reinesch von „Achtsegel Frankfurt, Büro für demokratische Kommunikation und politische Bildung im Netz“.

(dh)

 

Der 21. März ist Gedenktag an das Massaker im südafrikanischen Sharpeville im Jahr 1960, bei dem 60 Menschen während Protesten gegen das Apartheits-Regime starben und mehrere hundert Menschen verletzt wurden. Ziel der Internationalen Woche gegen Rassismus ist es, eindeutig Flagge gegen rechte Tendenzen und Radikalismus zu zeigen. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hat in diesem Jahr wieder Regionalverbandsdirektor Peter Gillo übernommen.

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news-98642 Wed, 20 Mar 2019 16:23:25 +0100 'Fit für den Job'-Jugendliche treffen Lokalpolitiker https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/fit-fuer-den-job-jugendliche-treffen-lokalpolitiker/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/d/csm_Gruppe_Josefstag_Bitburg_146cbe8a51.jpg" width="150" height="120" alt="" />Anlässlich des Josefstags hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Jugendberatungsstelle der Caritas Westeifel besucht. Bitburg – Vor dem Gebäude der Caritas Bitburg hat sich am diesjährigen Josefstag, 19. März, ein nicht ganz alltägliches Bild geboten. Rund 20 sozial benachteiligte Jugendliche kamen mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Jugendpfleger Josef Winandy und Kommunalpolitikern zusammen, um gemeinsam eine Brücke zu bauen.

Der bundesweite Aktionstag unter dem Motto „Hände reichen – Brücken bauen! Jugend braucht Perspektive in Europa“ soll katholische Jugendsozialarbeit sichtbarer machen und den Dialog zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern ermöglichen. Veranstaltet wird er vom Verein „arbeit für alle“ als Initiative im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS e.V.) und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj).

So unterschiedlich die zusammengewürfelte Gruppe aus einheimischen und geflüchteten Jugendlichen auch ist – sie alle können von Brüchen in ihren Lebensläufen berichten: abgebrochene Ausbildungen, drohende Obdachlosigkeit, kein Rückhalt aus der Familie. Ihre Perspektiven wären düster, gäbe es da nicht Waltraud Alten, Jugendscout bei der Caritas Westeifel und Pia Paulus von „Fit für den Job“ vom Trägerverein Lernen Fördern RLP. Sie helfen schnell und unkompliziert, etwa bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Unterkunft. „Es ist sehr schwer für unsere Jugendlichen, eine passende Wohnung oder ein WG-Zimmer zu finden, das nicht allzu weit vom potentiellen Arbeitsplatz entfernt liegt“, bestätigte Andrea Ennen, Leiterin der Caritas-Dienststelle Bitburg. Wohnraum in der Stadt sei zu teuer, um ihn mit dem Maximalbetrag von 830 bis 850 Euro, der pro Monat zur Verfügung steht und alle Kosten decken muss, bezahlen zu können. Auf dem Land sei das Wohnen zwar günstiger, allerdings fahren in manchen Eifeldörfern nur 2 Mal am Tag Busse. „Beschäftigungen im Schichtdienst zum Beispiel sind damit de facto unmöglich“, sagte Paulus.

Mangel an Mobilität und finanziellen Möglichkeiten ist großes Problem

Der Mangel an Mobilität und finanziellen Möglichkeiten sei ein großes Problem, da waren sich alle einig. Die 18-Jährige Isabeau Crowly gab in der Diskussion ein konkretes Bespiel: „Selbst wenn man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, kann man sich keine Kleidung kaufen, mit der man einen guten Eindruck machen kann.“ Einen ersten Schritt in Richtung Zukunft hat sie vor Kurzem gemacht – ein Praktikum in einer Tierarztpraxis. „Da habe ich mich zum ersten Mal richtig wohl und motiviert gefühlt bei der Arbeit!“, strahlte die 18-Jährige, deren Traum eine Ausbildung zur Tierarzthelferin ist.

Bischof Ackermann hörte den Schilderungen der Jugendlichen aufmerksam zu und hakte immer wieder nach, um von ihnen selbst zu hören, wie deren Situation verbessert werden könne. Auch unterstrich er die Bedeutung der Jugendsozialarbeit gegenüber Anja Esch, Ortsvorsteherin von Fließem und Kandidatin für die kommende Europawahl, und Michael Billen, Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion. Gemeinsam mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern betete er dafür, dass die jungen Frauen und Männer ihren Weg finden werden, und auch für diejenigen, die ihnen dabei zur Seite stehen.     

Ob die Aktion wirklich dazu beigetragen hat, dass sich Politikerinnen und Politiker mehr für die Belange der Jugendlichen einsetzen? Cynthia ist sich nicht sicher. „Die Jugend von heute hat Probleme. Deshalb hoffe ich sehr, dass sie sich für uns einsetzen – oder es wenigstens versuchen“, sagt sie. Susana hingegen, schon 20 und damit eine der Ältesten unter den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ist zuversichtlich: „Sie haben uns ja zugehört. Ich denke schon, dass da Interesse besteht.“ Pascal hingegen ist kritisch: „Sie haben uns zwar freundlich zugehört – ich glaube aber nicht, dass sich wegen einer Aktion von einer Handvoll Jugendlichen wirklich was ändert.“

Gute Erfahrungen mit der Caritas

Mit der Caritas haben die vier allesamt gute Erfahrungen gemacht. „Es tut einfach gut, mit einem Erwachsenen zu reden, der einen ernst nimmt und Ahnung hat, wenn man im Dunkeln steht und nicht mehr weiter weiß“, sagt Isabeau, und Susana ergänzt: „Ich empfehle jedem Anlaufstellen wie die Caritas. Die gibt es ja, man muss sie halt auch nutzen. Hier, insbesondere von Frau Alten, habe ich die Unterstützung bekommen, die ich gebraucht hab.“ Auch Pascal ist überzeugt: „Man bekommt hier gezeigt, welche Möglichkeiten man hat. Und wird dann auch darin unterstützt.“

Die Holzbrücke, die der Bischof, die Jugendlichen und die Politiker bauen wollten, krachte übrigens nach einiger Anstrengung kurz vor der Fertigstellung unter lautem Gelächter in sich zusammen. Aber „Rückschläge passieren nun einmal. Das kann man nicht ändern. Doch das macht Euch nur stärker. Bleibt nicht stehen! Ihr selbst seid der Motor!“, motivierte Jugendscout Alten.

Weitere Infos zum Josefstag gibt’s unter www.josefstag.de. Wer sich für die Arbeit der Jugendscouts interessiert oder selbst Hilfe braucht, kann sich an die Jugendberatungsstelle der Caritas Westeifel wenden: Brodenheckstraße 1, 54634 Bitburg, Tel.: 06561-96710 oder per E-Mail an caritas(at)caritas-westeifel.de. Die Adresse der Homepage lautet www.caritas-westeifel.de.

(ih)

 

 

 

 

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news-98586 Wed, 20 Mar 2019 14:09:00 +0100 Aus der Oase ins Berufsleben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-der-oase-ins-berufsleben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/0/csm_Mode_Oase_Treis-Karden_80ea26294c.jpg" width="150" height="113" alt="" />Langzeitarbeitsuchende beraten in der Mode-Oase des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück Kundinnen und Kunden. Für einige ist es ein Sprungbrett (zurück) in das Arbeitsleben. Treis-Karden – Jede Menge T-Shirts und Jeanshosen hängen auf den Stangen in der Bruttiger Straße 6 in Treis-Karden, aber auch glamouröse Abendkleider – für jeden Geschmack und Geldbeutel ist in der Mode-Oase etwas dabei. Im Sozialkaufhaus des Caritasverbands Mosel-Eifel-Hunsrück werden die Kunden von Langzeitarbeitssuchenden beraten. Sie nehmen am Projekt „Caritas – Bildung und Arbeit“ teil. Das Ziel: Menschen beim (Wieder-)Einstieg ins Arbeitsleben zu unterstützen.

Nadine Behr und Marcel Hartleib waren bis vor kurzem Teil dieses Arbeitsmarktprojekts. Jetzt schauen sie in eine Zukunft als festangestellte Fachkraft im Gastgewerbe und als angehender Einzelhandelskaufmann.

Doch von Anfang an: Nadine Behr wurde vom Jobcenter die Arbeit in der Mode-Oase vorgeschlagen. „Ich war noch nie im Einzelhandel tätig, aber ich bin offen für Neues“, sagt die 31-Jährige. Ab September arbeitete sie im Lager, auf der Ladenfläche, zeichnete Preise aus und bediente die Kasse. Jetzt hat sie einen festen Job in einem Hotel in Treis-Karden. „Die geben mir als junge Mutter auch eine Chance“, freut sie sich.

Etwa drei Monate arbeitete Marcel Hartleib im Second-Hand-Laden. „Er hat sich in der Mode-Oase bewährt“, sagt Ulrike Jung-Ristic vom Caritasverband stolz. Darauf folgte ein Langzeitpraktikum bei einem Supermarkt und ab August eine Ausbildung. „Ich freue mich schon darauf“, kommentiert der 21-Jährige.  Im Sozialkaufhaus war er vornehmlich für die EDV samt dem Führen von Spendenlisten und Erstellen von Dienstplänen verantwortlich.

„Beim Arbeiten im Laden ist Organisationstalent gefragt, und Schlüsselkompetenzen für ein gelingendes Berufsleben werden hier gefördert“, weiß Fachanleiterin Stefanie Gietz, und betont: „Das macht unsere Teilnehmenden selbstbewusster.“ Ein wichtiger Punkt, um nach Jahren der Arbeitslosigkeit nicht zu verzagen und weiterhin motiviert auf Jobsuche zu gehen. Die Teilnehmenden erhalten Schulungseinheiten im Bereich Verkaufs- und Bewerbertraining oder Gesundheitsprävention. Zudem gibt es eine sozialpädagogische Begleitung bei der beruflichen (Neu-)Orientierung.

Das Projekt wird im Auftrag und mit Finanzierung des Jobcenters Cochem-Zell durchgeführt.Einen Zuschuss über 4000 Euro hat das Sozialkaufhaus zusätzlich von der Aktion Arbeit im Bistum Trier erhalten. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen. „Obwohl die Arbeitslosenquote im Kreis Cochem-Zell sehr niedrig ist, gibt es Personen, die Hilfe beim (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben benötigen“, weiß Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. Solche Projekte wie in Treis-Karden würden dies ermöglichen. „Wir unterstützen die Mode-Oase gerne, da wir sehen, dass die gute Arbeit von großem Erfolg gekrönt ist“, sagt die Geschäftsführerin beim Blick in die Runde.

Weitere Informationen zur Aktion Arbeit gibt es hier www.bistum-trier.de/aktionarbeit/. Näheres zur Mode Oase gibt es per E-Mail an mode-oase(at)caritas-cochem.de. Gerne werden Kleiderspenden außer Kinderbekleidung entgegengenommen.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Beratung Bildung Caritas / Soziales Information
news-98632 Wed, 20 Mar 2019 10:58:52 +0100 Interreligiöser Dialog unterzeichnet Grundsatzpapier https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/interreligioeser-dialog-unterzeichnet-grundsatzpapier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_Interreligioeser_Dialog_Vortrag_Heiner_Buchen_3065f1edb9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Interreligioeser Dialog Vortrag Heiner Buchen" />Die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs in Saarbrücken haben am Dienstag bei einer Feierstunde im Rathaus ein neues Grundsatzpapier unterzeichnet. Saarbrücken - Die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs in Saarbrücken haben am Dienstag zu einer Feierstunde im Rathaus der Landeshauptstadt ein neues Grundsatzpapier unterzeichnet. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hob die Bedeutung des Dialogs hervor: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir wieder lernen, miteinander zu reden und miteinander umzugehen über alle Kultur- und Sprachgrenzen hinweg.“ Zu den Mitgliedern des Interreligiösen Dialogs und zu den Unterzeichnern gehören neben der Synagogengemeinde Saar, dem Dekanat Saarbrücken (für die Katholische Kirche) und dem Evangelischen Kirchenkreis Saar-West unter anderem auch die Alevitisch-Türkische Gemeinde, die Islamische Gemeinde sowie die Stadtratsfraktionen von CDU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

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Saarbrücken bistum-trier Politik / Gesellschaft Vermischtes Weltkirche
news-98604 Tue, 19 Mar 2019 08:39:37 +0100 Deutliche Zeichen gegen Judenhass und für Versöhnung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/deutliche-zeichen-gegen-judenhass-und-fuer-versoehnung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/c/csm_Leuchter-U-bergabe-2_98d002b6b0.jpg" width="150" height="108" alt="" />In der Woche der Brüderlichkeit übergibt die Pfarrei Liebfrauen zwei siebenarmige Leuchter aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde Trier. Trier – „Mensch, wo bist du? – Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ lautete das Leitwort der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit. Zum Abschluss fand am 17. März in der Trierer Synagoge eine jüdisch-christliche Gemeinschaftsfeier statt, in deren Mittelpunkt die feierliche Übergabe der siebenarmigen Leuchter aus der profanierten Pauluskirche in Trier an die jüdische Kultusgemeinde stand.

Das Ziel aller Veranstaltungen und somit auch der gemeinsamen Feier in der Synagoge sei es, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern, die im Laufe ihrer Geschichte Tiefen und Höhen erlebt haben und doch so eng miteinander verbunden seien. Jeanna Bakal, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Trier, brennt für diesen Austausch. In ihrer Ansprache an die „vielen bekannten und erfreulich vielen neuen Gesichter“ erinnerte sie an die "Stolpersteine" der Erinnerung an Juden in Trier; sie betonte aber gleichzeitig die große Hilfsbereitschaft und den Einsatz vieler Menschen, die sich nicht versteckt hätten bei der Frage „Mensch, wo bist du?“. Immer wieder passiere es, dass Antisemitismus aufflamme. „Aber es gibt die Menschen, die ihr Gesicht, ihren Mut und ihr Statement dagegen setzen.“ Und so sei die Übergabe der Menorot (Mehrzahl von Menora) aus der Pauluskirche an die jüdische Kultusgemeinde ein deutliches Zeichen von Hilfe und Freundschaft.

Bevor Thomas Schiffler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Pfarrei Liebfrauen, zu der die im November 2017 profanierte (entweihte) Pauluskirche gehört, die Schenkungsurkunde verlas, schilderte Peter Bamler, Vorstandsmitglied der Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Geschichte der Leuchter. Diese waren 1908 „zur feierlichen Ausschmückung“ der neu erbauten Pauluskirche gestiftet worden und zierten den Kirchenraum bis zu dessen Renovierung im Jahr 1967. Einer der siebenarmigen Leuchter wurde danach in einen Seitenraum gestellt, der andere verschwand. Erst Jahre später tauchte er auf der Marienburg auf und konnte dank einer Stiftungsinschrift zugeordnet und zurückgegeben werden.

Im Zuge der Profanierung der Kirche habe der Verwaltungsrat überlegt, wie mit den Menorot zu verfahren sei. „Insgeheim habe ich mir immer gewünscht, dass sie in der Synagoge ihren Platz finden“, gestand Peter Bamler. Umso erfreuter sei er, dass die Leuchter jetzt, „111 Jahre nach ihrer Stiftung an die Pauluskirche, eine neue Heimat an ihrem geistlichen Ursprung gefunden haben und zur Ehre des Herrn und zur Freude der Gemeinde den Eingangsbereich der Synagoge schmücken.“

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news-98582 Mon, 18 Mar 2019 11:56:14 +0100 AMG-Schülerinnen protestieren gegen Klimawandel https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/amg-schuelerinnen-protestieren-gegen-klimawandel/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/0/csm_Schulerinnen_AMG_ih_150319_f5a4696a24.jpg" width="150" height="113" alt="" />Auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG) nahmen am „fridays for future“-Protestzug durch die Innenstadt teil. Trier – Eigentlich müssten viele von ihnen gerade die Schulbank drücken. Dennoch haben sich nach Angaben der Veranstalter über 1000 Schülerinnen und Schüler am Freitag, 15. März, auf dem Domfreihof versammelt, um lauthals gegen den Klimawandel zu protestieren. Der „fridays for future“-Protestzug verlief durch die Innenstadt bis zum Rathaus. Zeitgleich fanden in über 110 Ländern auf der ganzen Welt von Schülern organisierte Demonstrationen statt. Mit dabei waren auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG).  

Obwohl sie heute frei haben, demonstrieren die Abiturientinnen Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn für wirksame Maßnahmen gegen Umweltschädigung und für ein Umdenken in der Klimapolitik. Seit sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, haben alle drei ihren Lebenswandel verändert. Werle etwa lebt seit einiger Zeit vegan und kauft lieber Second-Hand-Klamotten als „Fast Fashion“ (qualitativ minderwertige Mode aus ausbeuterischer Produktion), Weißhuhn fährt mit dem Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und verzichtet ebenfalls auf Fleisch. Unentschuldigte Fehltage müssen sie nicht befürchten – anders Marx‘ kleine Schwester, die die achte Klasse besucht. „Unsere Eltern unterstützen uns, denn es geht um unsere Zukunft. Wir reden auch innerhalb der Familie darüber, was wir konkret tun können, um die Umwelt zu schützen“, so Marx.

AMG-Direktor Dr. Mario Zeck und Dirk Johann, Leiter des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen im Bistum Trier, begrüßen generell das umwelt- und damit gesellschaftspolitische Engagement der Schülerinnen. Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen, gehöre zu den Erziehungszielen einer christlichen Schule, versichert der Schulleiter. Dies sei auch so im Rahmenleitbild verankert, ergänzt Johann. Anträge auf Unterrichtsbefreiung genehmigt Zeck aber nicht: „Die Aktion „fridays for future“ ist als Schulstreik deklariert. Die Genehmigung eines Streikes durch die bestreikte Institution erscheint mir widersinnig und würde ein völlig falsches Bild von Streik als probatem Instrument politischer Aktivität vermitteln. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht führt zu unentschuldigten Fehlstunden. Für ihre Handlungen sind die Schülerinnen selbst verantwortlich, und sie müssen für deren Konsequenzen einstehen. Auch diese Einsicht zu vermitteln, gehört zum Erziehungsauftrag von Schule.“

Jutta Albrecht, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion Trier, steht auf Seiten der Streikenden. Außergewöhnliche Situationen, sprich, die rasante Klimaerwärmung, erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. „Wenn die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Unterrichtszeit demonstrierten, würde es in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Ich finde das Engagement toll und unterstützenswert!“.

Weitere Informationen zu den Schülerprotesten gibt es unter www.fridaysforfuture.com.

(ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Schöpfung Schule
news-98580 Mon, 18 Mar 2019 11:15:44 +0100 Mein Stuhl, mein Sessel, meine Heimat. https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mein-stuhl-mein-sessel-meine-heimat/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_Stuhlprojekt_Dekanat_VK_Stuehle_f8db9380c9.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Stuhlprojekt Dekanat VK Stuehle" />Am Sonntag feierte Bischof Dr. Stephan Ackermann in Püttlingen einen Gottesdienst mit der zentralen Frage "Was heißt Heimat für dich?" Püttlingen – „Was heißt Heimat für dich?“ Diese Frage hat am Sonntag im Mittelpunkt der Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Liebfrauenkirche in Püttlingen gestanden. Der Gottesdienst war gleichzeitig Auftakt zum „Stuhlprojekt“ des Dekanats Völklingen, einer Ausstellung von über 100 Stühlen und anderen Sitzgelegenheiten, die von Montag, 18. bis Freitag, 22.März in der Kirche zu sehen ist.

Im Laufe der Eucharistiefeier kamen Menschen aus der Gemeinde zu Wort, die den Gottesdienst mitgestaltet hatten, um über ihre Lieblingsstühle, -sessel, oder -plätze zu sprechen. „Für mich ist der Fernsehsessel meines Opas Heimat“, sagte eine Jugendliche. Sie verbinde viele Erinnerungen an ihren Großvater mit dem Sessel. Ein anderer Jugendlicher, der auf einem Campingstuhl saß, erklärte, dass dieser Stuhl ihn nicht nur auf zahlreiche Festivals oder Camping-Ausflüge begleitet hatte, sondern auch in seine erste Studentenbude. „Hier fühle ich mich richtig!“, sagte er.

„Ich hatte auch überlegt, einen Stuhl mitzubringen, der mir wichtig ist“, erklärte Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Beginn seiner Predigt. „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mein rotes Sofa mitbringen müssen, als Ort, wo ich mich wohl fühle. Das wäre etwas sperrig gewesen.“ Für den Bischof ist die Verbindung zwischen der Frage, was Heimat sei und den Stühlen, „der Versuch das zu übersetzen, was der Apostel Paulus sagt: Unsere Heimat ist im Himmel.“ Heimat heißt, hier fühle ich mich richtig, hier ist mein Platz. Diese Stühle stellen nicht nur Sitzgelegenheiten dar, so Ackermann, sondern Orte, die mit den persönlichen Biographien verbunden sind. „Mit Orten verbinden sich immer auch bestimmte Erinnerungen und Erfahrungen. Da ist Platz für mich. Da ist Heimat.“ Gleichzeitig mahnte der Bischof, dass man einen solchen Gottesdienst nicht feiern könne, ohne auch an die zu denken, denen Heimat genommen wurde, „die auf der Flucht sind und auf der Suche nach einer neuen Heimat.“ Ebenso müsse man an die denken, die „zwar im eigenen Land leben, aber nicht mehr das Gefühl haben, zuhause zu sein.“ Es gebe auch Menschen, die das, was sie als Heimat empfinden, mit Gewalt verteidigen wollen. „Wir haben das in menschenverachtender Weise letzte Woche in Neuseeland sehen müssen.“

Paulus gebe dazu einen alternativen Entwurf: „Unsere Heimat aber ist im Himmel.“ Das bedeute, für Christen ist Heimat mehr als ein Ort. „Es ist sogar kein Ort. Heimat hängt an einer Zugehörigkeit. Dass wir uns zugehörig fühlen zu Gott. Denn der Himmel ist Gott“, sagte Bischof Ackermann. „Eine Heimat bei Gott zu haben, heißt zu ihm zu gehören. Wir Getauften haben einen Platz im Himmel, den wir uns nicht erkämpfen müssen. Da dürfen wir uns angenommen und richtig fühlen.“ Wer sich dessen bewusst macht, dem wachse im hier und jetzt bereits ein anderes Lebensgefühl, eine neue Sicherheit, Gelassenheit und Freiheit, zu, so der Bischof. „Wer dieses Gefühl für sich annimmt, der muss nicht mit Zähnen und Klauen den eigenen Platz verteidigen, weil ich nicht weiß, wo ich sonst hingehöre.“ Es sei aber auch eine Herausforderung, immer wieder einen Schritt zurückzutreten, um zu überprüfen, „bin ich nicht zu sehr hier verhaftet?“ Die Fastenzeit will uns dazu aufrufen, selbstkritisch einen Schritt zurückzugehen, sagte Bischof Ackermann.

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Bischof Jugend Vermischtes
news-98579 Mon, 18 Mar 2019 10:44:31 +0100 Diskriminierung von Frauen beginnt schon in der Ausbildung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/diskriminierung-von-frauen-beginnt-schon-in-der-ausbildung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_EPD-Logo_614_x_800_de8840a1dd.jpg" width="115" height="150" alt="" />Anlässlich des heutigen „Equal Pay Day“ fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) eine bessere Bezahlung für Frauen in sogenannten SAHGE-Berufen. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Berufe, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind, müssen besser bezahlt werden. Das fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier anlässlich des „Equal Pay Day“ am 18. März unter dem Motto „Wertsache Arbeit“.

Das Problem besteht darin, dass Frauen überdurchschnittlich häufig in sogenannten SAHGE-Berufen (Soziale Arbeit, Haushaltsbezogene Dienste, Gesundheit und Erziehung) tätig sind, in denen ein niedrigeres Lohnniveau herrsche als beispielsweise in technischen Berufen. „Diese Unterschiede tragen eine enorme Mitschuld daran, dass Frauen weniger Rente erwirtschaften als Männer und daher viel häufiger von Altersarmut betroffen sind. Gleichzeitig werden so wichtige Berufe unattraktiv gemacht, die für unsere alternde Gesellschaft aber lebensnotwendig sind“, so Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der kfd. Diskriminierung beginne bereits beim Taschengeld, denn Mädchen bekämen davon weniger als Jungen, so die Erfahrungen der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. Das setzt sich in der Ausbildung fort: Während Auszubildende in Handwerksberufen ein sozialversicherungspflichtiges Entgelt erhalten, findet etwa der erste Teil der Ausbildung zur Erzieherin an einer Fachschule statt. Angehende Erzieherinnen erhalten also keine Ausbildungsvergütung, zudem wird oft Schulgeld erhoben. Frauen verdienen knapp 22 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer und ihre Rente ist fast 60 Prozent niedriger.

Besonders hoch ist die Ungerechtigkeit bei der Sorgearbeit in privaten Haushalten. Nichtbezahlte Arbeit im Haushalt, in der Kindererziehung und Pflege von Angehörigen verrichten vorwiegend Frauen, die dafür täglich eineinhalb Stunden mehr Arbeitszeit aufwenden als Männer. Selbst bezahlte Dienstleistungen in Privathaushalten werden nach wie vor überwiegend von Frauen in irregulären, nicht sozialversicherten Beschäftigungsverhältnissen erbracht. Die kfd fordert daher seit Jahren die Einführung eines Gutscheinmodells, um Dienstleistungen im Haushalt aus der Schwarzarbeit zu holen und sie fair und legal zu machen. Um der Bedeutung der SAHGE-Berufe gerecht zu werden, müssen die sogenannten Frauenberufe neu bewertet werden. Auch eine Berücksichtigung der psychosozialen Belastungen muss dabei gewährleistet sein.

Der Equal Pay Day beschreibt symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen „umsonst“ arbeiten. 2018 erhielten Frauen im Vergleich zu Männern einen Prozent niedrigeren Stundenlohn. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen länger arbeiten müssen, um das gleiche Jahresgehalt zu haben wie Männer.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen zum Thema gibt’s hier: www.kfd-bundesverband.de/themen/erwerbsarbeit/ oder bei der kfd Trier unter Tel.: 0651-9948690 oder E-Mail: info(at)kfd-trier.de.
(red)

  

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news-98072 Mon, 18 Mar 2019 09:40:00 +0100 Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-dem-weg-in-die-pfarrei-der-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/5/csm_PdZ_Mayen_2305f98c47.jpg" width="150" height="113" alt="" />Zum 1.1.2020 startet das Dekanat Mayen-Mendig als Pfarrei der Zukunft Mayen. Schon jetzt gibt es einige Projekte und Orte von Kirche, wie die Steuerungsgruppe beispielhaft aufzeigt. Mayen – „Die Pfarrei der Zukunft ist wie ein großer See, auf den wir hinausfahren im Vertrauen auf Gott“, sagt Dechant Matthias Veit in Hinblick auf die Umsetzung der Synodenergebnisse im Bistum Trier und auf dem Hintergrund des Evangeliums „Der wunderbare Fischfang und die ersten Jünger“. Dort sagt Jesus dem Fischer Simon: „Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!“. Simon zögert erst, da er schon die ganze Nacht draußen unterwegs war, doch er vertraut Jesus. Dieses Vertrauen wird mit einer großen Anzahl an Fischen belohnt. „Das Zugehen auf die neuen Pfarreien ist auch ein geistlicher Prozess, eine Herausforderung für den Glauben“, gibt Dechant Veit zu bedenken.

Zum 1. Januar 2020 wird die Pfarrei der Zukunft Mayen starten. Diese umschließt das derzeitige Dekanat Mayen-Mendig, hinzu kommt die Pfarrei Rieden. Neben strukturellen Fragen verändert sich auch die pastorale Arbeit. Orte von Kirche erlangen eine eigene Gewichtung. In der Pfarrei der Zukunft Mayen ist das z.B. jetzt schon eine Gruppe von Frauen und Männern sein, die nach der Eucharistiefeier Kaffee anbieten und „über die Liturgie hinaus zu Begegnungen einladen“, sagt Veit. Es sind Mitglieder der jetzigen Pfarrgemeinderäte Herz-Jesu und St. Clemens, die das Treffen einmal im Quartal organisieren. „In Herz-Jesu sind verstärkt auch Neuzugezogene als Zielgruppe mit im Blick“, weiß Dechant Veit.

Konkrete Orte von Kirche

„Solche und andere Orte der Begegnung  zu stärken, wird unsere Aufgabe als hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger sein“, erklärt Dekanatsreferentin Mechthild Meyer mit Blick in die Zukunft, „denn dort findet lebendiger Glauben statt“. Eine weitere Aufgabe sieht sie ebenfalls vor Ort: „Wir müssen den Menschen zeigen, dass es sich nicht um eine Zentralisierung handelt“. Ein gutes Beispiel sei schon jetzt die Arbeit in einer kleinen Grundschule in Herresbach. Dort werden Gottesdienste gefeiert – „in der Lebenswelt der Kinder“, erklärt die Pastoralreferentin Annika Frank. Weitere Orte von Kirche sind für das Team „Gott am Ring“ während des Musikfestivals „Rock am Ring“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-soll-da-sein-wo-menschen-sind) oder die Aktionen von „AnsprechBar“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ansprechbar-in-zeiten-von-vereinsamung). Dabei handelt es sich um eine Initiative von katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die neue Räume von Gemeinschafts- und Glaubenserfahrung für junge Menschen eröffnen.

Wie konkret die Perspektivwechsel der Bistumssynode bereits jetzt umgesetzt werden können, zeigt der Kriseninterventionsplan. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Unterstützungsmöglichkeiten und  Arbeitsmaterialien für Schulen und Kindertageseinrichtungen, mit deren Hilfe sie in tragischen Situationen handlungsfähig bleiben können - zum Beispiel bei einem plötzlichen Todesfall. „Hier wird vom Einzelnen her gedacht, wie es der erste Perspektivwechsel vorschlägt“, erklärt Pastoralreferentin Annika Frank. Zudem hat das Thema neue Kooperationspartner zusammengebracht. „Unsere Aufgabe in der Pfarrei der Zukunft kann darin bestehen, Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenzubringen“, formuliert Pastoralreferent Oliver Serwas. „Und Menschen zu befähigen, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, ergänzt Annika Frank.

„Es wird gehen“, zeigt sich Dechant Veit optimistisch in Anbetracht der Projekte, die schon laufen und der zukünftigen Ideen. „Wir nehmen aber auch berechtigte Bedenken, Widerstände und Ängste wahr, die wir ernst nehmen wollen.“

Weitere Informationsmöglichkeiten

Im Dekanat Mayen finden seit 2016 viele Treffen auf unterschiedlichen Ebenen unter anderem mit der Überschrift „Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft“ statt. Mehr als 70 Interessierte versammelten sich zu einem Informationsabend für Räte. Auch weitere Dialog- bzw. Infoveranstaltungen sind geplant. So findet am Samstag, 6. April um 18.30 Uhr in der Kirche St. Veit (Am St. Veit Park) in Mayen eine Veranstaltung des Pfarreienrates Mayen statt. Auf www.dekanat-mayen-mendig.de wird informiert und werden Fragen durch die Steuerungsgruppe beantwortet. Wenn Gruppen oder Einzelpersonen darüber hinaus konkrete Fragen haben, können sie sich an das Dekanat per E-Mail an dekanat.mayen-mendig(at)bistum-trier.de oder Tel.: 02651 70453-0 wenden.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Beratung Information Kirchliche Räte Personal Pfarreien Synode: Umsetzung
news-98501 Fri, 15 Mar 2019 14:41:47 +0100 Auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/auf-den-spuren-der-heiligen-hildegard-von-bingen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/6/csm_Pilgerwanderfuhrer_Bad-Kreuznach_166f919ba5.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Pilgerwanderfuhrer Bad Kreuznach" />Unter anderem eine Pilgerwanderung auf dem kompletten Hildegardweg mussten zwölf neuen Pilgerwanderführerinnen und -führer während ihrer Ausbildung absolvieren. Bad Kreuznach – Im September 2017 wurde der Hildegard von Bingen Pilgerweg offiziell eröffnet. Da es immer wieder Nachfragen von Pilgernden nach einer kundigen Begleitung auf dem Hildegardweg gibt, startete im vergangenen Jahr ein Lehrgang für Pilgerwanderführer, der nun abgeschlossen wurde.

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Rhein-Hunsrück-Nahe und das Scivias-Institut für Kunst und Spiritualität e. V. führten den Lehrgang durch. Zwölf Absolventinnen und Absolventen erhielten nun ihre Zertifikate im Bildungszentraum St. Hildegard in Bad Kreuznach.

Der gesamte Lehrgang umfasste fünf  Module und eine Pilgerwanderung auf dem gesamten Hildegardweg von Idar-Oberstein bis Eibingen bei Rüdesheim. 

Die Grundlage der Ausbildungsmodule war das von Dr. Annette Esser herausgegebene Pilgerbuch „Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg“.

Zu den Ausbildungsinhalten gehörte neben einer grundlegenden Einführung in die Pilgerbegleitung das Konzept des Weges einschließlich der 32 Informations- und 27 Meditationstafeln entlang der Route, die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Lebensstationen der Heiligen Hildegard, ihren Visionen, ihrer Frömmigkeit und Spiritualität sowie ihren Einfluss auf Gesellschaft, Papst, Bischöfe und Fürsten des Mittelalters.

Der 136 Kilometer lange Pilgerweg startet in Idar-Oberstein und verläuft entlang der historischen Orte zwischen Nahe und Rhein an denen Hildegard von Bingen gelebt hat.

Kooperationspartner des Kurses waren die Naheland-Touristik, das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

Die zertifizierten Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter stehen für Anfragen von Einzelpilgern und  Gruppen ab sofort zur Verfügung. Die Frauen und Männer planen zudem eigene Formate und Angebote wie das Pilgern von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Weitere Informationen gibt es bei der KEB unter Tel.: 0671-27989 oder per E-Mail an keb.rhein-hunsrueck-nahe(at)bistum-trier.de oder auf www.hildegardweg.eu.

 

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news-98498 Fri, 15 Mar 2019 12:52:52 +0100 Bolivien-Kleidersammlung am 30. März https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bolivien-kleidersammlung-am-30-maerz/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_Logo_Boliviensammlung_362b14d962.jpg" width="150" height="62" alt="" />Die Bolivienkleidersammlung des BDKJ steht wieder an. Am Samstag, den 30. März 2019 sind die Ehrenamtlichen in der Stadt Trier und anderen rheinland-pfälzischen Landkreisen unterwegs. Trier/Wittlich/Bitburg – Wenn sich wieder rund 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene an einem Tag ehrenamtlich für Projekte in Bolivien stark machen, kann das nur eines heißen: Die Bolivienkleidersammlung des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) steht wieder an. Am Samstag, den 30. März 2019 sind die Ehrenamtlichen in der Stadt Trier und in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm und Vulkaneifel unterwegs. Es wird darum gebeten, die gut verpackten Kleidersäcke möglichst erst am Aktionstag bis 9 Uhr gut sichtbar an die Straße zu stellen. Gesammelt werden Kleidung, Schuhe (paarweise gebündelt) und Haushaltswäsche. Nicht in die Bolivien-Kleidersammlung gehören stark verschmutzte und stark beschädigte Kleidung sowie einzelne Schuhe. Da nicht in allen Pfarreien alle Straßen abgefahren werden können, haben einige Pfarreien Sammelstellen eingerichtet. Daher bittet der BDKJ darum, auf konkrete Informationen etwa in Pfarrbriefen und der lokalen Presse zu achten.

Die Erlöse aus der Verwertung der Kleiderspenden kommen benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderungen in Bolivien zugute. Konkret werden damit laut des Bolivienreferates des Bistums Trier zwei Organisationen unterstützt: Die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca–Trier“ unterhält 25 Ausbildungseinrichtungen in ländlichen Regionen für ca. 2.000 Kinder und Jugendliche. Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind z.B. die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigungen und die Entwicklung von Maßnahmen angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels. Der zweite Partner, die „Nationale Jugendpastoral“ Boliviens (PJV), fördert und koordiniert die katholische Jugendarbeit für ganz Bolivien.

Die Bolivien-Kleidersammlung wird nach den Standards von „FairWertung“ durchgeführt. Dieser Dachverband überwacht das Sammeln von Gebrauchtkleidung bis zur Vermarktung und Verwertung. Zu den überprüften Standards gehören neben der Gemeinnützigkeit auch die wahrheitsgemäße Information und eine umfassende Transparenz der Aktion, teilt der BDKJ mit. Auch bei Kleidersammlungen werde die nachlassende Qualität von Kleidung immer mehr zum Thema. Es gebe eine Ex- und Hopp-Mentalität beim Konsum von Kleidung und das große Angebot von Billigware habe bedenkliche Folgen, erklärt Matthias Pohlmann vom Bolivienreferat des BDKJ. „Deshalb sind wir umso dankbarer für die große Unterstützung und für die große Sorgfalt, mit der uns die meisten Kleiderspenden anvertraut werden.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.boliviensammlung.de, beim BDKJ in 54290 Trier, Weberbach 70, Tel: 0651/9771-100 und bei den jeweiligen Fachstellen für Kinder- und Jugendpastoral in Trier (Telefon: 0651/99475940), Bitburg (Telefon: 06561/8938) und Marienburg (Telefon: 06542/901353).

(sb)

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news-98474 Thu, 14 Mar 2019 16:18:55 +0100 Die Zukunft mitgestalten https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-zukunft-mitgestalten/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Infoveranstaltung_PdZ-Trier_Podium1_e5b063c95a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Gremienmitglieder in Trier informierten sich über die Schritte zur Pfarrei der Zukunft Trier. Trier – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien sowie Gundo Lames, Direktor für den Bereich Ziele und Entwicklung in Trier informiert. Die Informationsveranstaltung in der Europahalle am 12. März richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Trier. Diese wird das Gebiet des Dekanats Trier sowie Teile des Dekanats Schweich-Welschbillig und Hermeskeil-Waldrach umfassen. Die PdZ Trier wird allerdings nicht unter den 15 Pfarreien sein, die schon 2020 errichtet werden.

„Die Kirche im Bistum Trier gehört zu meinem Leben“: Diesen Satz könnten wohl viele der Anwesenden unterschreiben, sagte Judith Rupp in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung. Jeder habe dabei seine eigene Geschichte und dabei gute und vielleicht auch schmerzvolle Momente erlebt. Allen Anwesenden aber sei gemein, dass sie sich einbringen und sich um die Kirche sorgen – und dafür gelte der große Dank der gesamten Bistumsleitung und des Bischofs. Die Synode habe der Trierer Bischof einberufen, um sich im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Umstände beraten zu lassen. Ihr sei es um die Kernfrage gegangen, wie man die Botschaft des Evangeliums auch in der sich rasant verändernden heutigen Zeit weitertragen könne. Rupp stellte fest: „Wir brauchen eine Kirche, in der Macht und Verantwortung geteilt wird, kollegial miteinander gearbeitet wird, auf Augenhöhe, Frauen und Männer, Laien und Kleriker, eine Kirche, die nicht eingreift und bestimmt, sondern Freiraum gibt und Platz macht; eine Kirche, die nicht nur den ‚heiligen Rest‘ bedient, sondern anziehend wirkt auf ganz viele.“ Dazu werde im Bistum ein "durchaus auch mühsamer" Umbau begonnen, bei dem man die Schritte gemeinsam gehen wolle. Der erste Schritt dabei sei ein struktureller und organisatorischer: die Errichtung der Pfarreien der Zukunft, da es einen Rahmen für die Seelsorge brauche.

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news-98449 Wed, 13 Mar 2019 16:51:51 +0100 Wandel in der Weltanschauungsarbeit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wandel-in-der-weltanschauungsarbeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Hempelmann_Weltanschauung_ih_120319_eeddec5815.jpg" width="150" height="101" alt="" />20 Beauftragte katholischer (Erz-)Diözesen und entsprechender Institutionen beschäftigten sich mit dem Thema „Kontinuität und Wandel – Kirchliche Weltanschauungsarbeit heute“. Trier – Religion und Glaube, Spiritualität und Weltanschauungen stellen sich in der globalisierten und pluralen Gesellschaft zunehmend vielfältig dar. Folglich unterliegt auch die Arbeit zum Themenkomplex einer ständigen Veränderung. Wie darauf zu reagieren sei, haben rund 20 Beauftragte katholischer (Erz-)Diözesen und entsprechender Institutionen im Rahmen der Tagung „Kontinuität und Wandel – Kirchliche Weltanschauungsarbeit heute“ am Montag, 12. März, im Robert Schuman Haus diskutiert.

Seit dem vergangenen Jahr wird die Beschäftigung mit Sekten- und Weltanschauungsfragen nicht mehr durch ein eigenes Referat in der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) mit Sitz in Erfurt vertreten. Dies mache deutlich, dass „unsere Arbeit ständigem Wandel unterliegt“, so KAMP-Referent Dr. Martin Hochholzer; doch Weltanschauungsarbeit leiste unverzichtbare Beratungsarbeit für Kirche und Gesellschaft. Die Schwerpunkte hätten sich aufgrund von gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen verlagert, schilderte Dr. Reinhard Hempelmann, Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW). „Inzwischen sind Sekten nur noch ein Phänomen unter vielen.“ Tendenzen wie die Sakralisierung von Weltlichem, Weltentsagung oder evangelikale Strömungen hätten an Einfluss gewonnen. Hempelmann, der auf  27 Jahre Erfahrung zum Themenkomplex zurückblickt, sprach in seinem Vortrag von merklichen Zäsuren innerhalb der vergangenen Jahrzehnte. Als Beispiele nannte er etwa den Neuen Atheismus oder Eintrittsbestrebungen der Neuapostolischen Kirchen in den ökumenischen Verband. Befassen müsse man sich aktuell mit der Zunahme weltanschaulicher Pluralisierungsprozesse. „Vor allem Religionsfreiheit, Globalisierung, Migration, Digitalisierung und Mission sind Motoren der Pluralisierung“, so Hempelmann. Um respektvoll miteinander umzugehen, brauche es „Differenzkompetenz“. Darunter verstehe er die Fähigkeit, Unterschiede zwischen der eigenen Anschauung und der fremden wahrzunehmen, sich mit dem eigenen Selbstverständnis und dem des Gegenübers auseinanderzusetzen und Begegnungen zu pflegen. „Das ist ein entscheidendes Moment unserer Arbeit“, versicherte er. Jürgen Lohmeyer, Weltanschauungsbeauftragter des Bistums Würzburg, ging in der Diskussion noch einen Schritt weiter: „Demokratie lebt von Differenzkompetenz. Daher ist ihr Erwerb eine genuine Aufgabe von (inter-)religiöser Bildung, denn sie ist ein Proprium [Merkmal] von Christ-Sein.“

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news-98445 Wed, 13 Mar 2019 14:47:57 +0100 Sexueller Missbrauch:Bischöfe zu Aufarbeitung und Prävention https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sexueller-missbrauchbischoefe-zu-aufarbeitung-und-praevention/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_dbk-logo_ba57743441.jpg" width="150" height="125" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann gibt bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen einen Überblick über den Stand der Arbeiten. Lingen/Trier – Bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der auch Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes ist, beim Pressegespräch „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention – Informationen zum aktuellen Stand“ am 13. März in Lingen über den Stand der Dinge informiert.

 „Die Vollversammlung hat sich ausführlich mit dem Thema sexueller Missbrauch befasst. Heute möchte ich einen Überblick geben über die Aufgaben, die für mich anstehen, das heißt zum aktuellen Stand der Arbeiten, die sich mit den konkreten Fragen der Aufklärung und Aufarbeitung ergeben, wie sie bei der Herbstvollversammlung 2018 in Fulda beschlossen worden sind. Kardinal Reinhard Marx wird auf der Pressekonferenz am Donnerstag über die weiteren Themen informieren, die damit zusammenhängen, also die übergreifenden Themen.

Die zurückliegenden Monate waren sehr intensiv

In meiner Funktion als Beauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes der Deutschen Bischofskonferenz kann ich sagen, dass die zurückliegenden Monate sehr intensiv waren. Nach der Veröffentlichung der MHG-Studie am 25. September 2018 in Fulda haben wir deutschen Bischöfe in unseren Beratungen einen Plan verabschiedet, wie das Thema weiter aufgearbeitet wird. In den zurückliegenden Monaten konnte ich notwendige Vorarbeiten machen und möchte in fünf Punkten über den aktuellen Stand der Arbeiten berichten.

Zunächst hebe ich das Teilprojekt „Unabhängige Aufarbeitung“ hervor: Ziel des Teilprojektes ist die Erarbeitung eines „Leitfadens“ für die unabhängige Aufarbeitung in den Diözesen. Dazu hat ein Gespräch mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung (UBSKM), Johannes Wilhelm Rörig, stattgefunden. Zur Erarbeitung von Kriterien und Standards für die Aufarbeitung ist eine Kooperation zwischen der Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ des UBSKM und der Bischofskonferenz geplant. Bis Ende Mai 2019 soll dazu ein Treffen stattfinden, bei dem das Arbeitsfeld ausgeleuchtet und erste Inhalte festgelegt werden sollen.

Zur Überprüfung und Weiterentwicklung des Verfahrens zu Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids soll auf Anregung des UBSKM ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, das die Praktikabilität des Verfahrens und die Akzeptanz bei Betroffenen und Diözesen prüft. Darüber hinaus wird Ende April/Anfang Mai ein Workshop mit fachkundigen Personen aus Kirche und Gesellschaft veranstaltet, bei dem Erfahrungen und erste Bewertungen zusammengetragen werden sollen. Ich darf noch einmal daran erinnern, dass wir das Verfahren zu Leistungen in Anerkennung des Leids im März 2011 etabliert haben. Es soll in Fällen, in denen z. B. wegen eingetretener Verjährung kein durchsetzbarer Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld besteht, auf möglichst unbürokratische Weise eine Anerkennung des erlittenen Leids in Form einer materiellen Leistung gewähren. Bisher sind rund 1.900 Anträge in der so genannten Zentralen Koordinierungsstelle (ZKS) eingegangen. Weil es in den vergangenen Wochen Debatten gab, möchte ich das noch einmal erläutern: Die betroffene Person stellt über die Diözese oder den Orden einen Antrag bei der ZKS. Diese spricht eine Empfehlung über die Höhe der Leistung aus. Die Auszahlung selbst erfolgt dann durch die entsprechende kirchliche Körperschaft, die für den Täter in Vorleistung tritt. Denn der Täter selbst soll, sofern er noch am Leben ist, die Leistung erbringen.

Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen

Im Blick auf die Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen für Betroffene läuft eine Recherche zu nichtkirchlichen Beratungsangeboten, die möglicherweise als Kooperationspartner für eine niederschwellige, gegenüber der katholischen Kirche vertrauliche und gegebenenfalls auf Wunsch anonyme Beratung zur Verfügung stehen könnten. Die unabhängigen Anlaufstellen sollten ein gut auffindbares und außerkirchliches Angebot sein, das Betroffenen die Anzeigenerstattung erleichtert, damit diese möglichst frühzeitig erfolgt. Derzeit stehen wir dazu in Kontakt mit der Geschäftsstelle „Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF)“. Wir haben auch noch einmal die Unabhängigkeit der aktuell benannten Ansprechpersonen für sexuellen Missbrauch in den Bistümern überprüft. Das Ergebnis zeigt, dass eine weitgehende Unabhängigkeit der Missbrauchsbeauftragten mittlerweile gegeben ist. Allerdings gibt es auf den Homepages der Bistümer noch Verbesserungsbedarf bei der Erkennbarkeit der Unabhängigkeit.

Zu der angestrebten Standardisierung in der Führung der Personalakten der Kleriker findet aktuell in allen Diözesen eine Erhebung der zu ordnenden Akteninhalte und der bisher bevorzugten Aktenführung statt. Mithilfe der Erhebung sollen praxisorientierte Standards für die Personalakten der Kleriker entwickelt werden. Zentral bleibt dabei das Ziel, Standards zu entwickeln, die sicherstellen, dass Missbrauchsbeschuldigungen künftig in allen Diözesen verbindlich, einheitlich und transparent dokumentiert werden und es für die Personalverantwortlichen zu keinen Informationslücken kommt.

Von Anfang an hatte Präventionsarbeit einen hohen Stellenwert

Die Arbeiten zum Monitoring für die Bereiche der Intervention und der Prävention haben wir in den letzten Monaten noch zurückgestellt, nicht zuletzt deshalb, weil wir erst im November des letzten Jahres katholischerseits eine große Fachtagung zum Thema Monitoring zusammen mit Kirchenverantwortlichen, Ordensoberen, Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten der Diözesen und Ordensgemeinschaften, mit dem UBSKM sowie der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs veranstaltet haben. Die Präventionsarbeit hatte für uns von Anfang an einen hohen Stellenwert. Zunächst 2010, dann 2013 aktualisiert und erweitert hat die Deutsche Bischofskonferenz neben den „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ eine „Rahmenordnung Prävention gegen sexualisierte Gewalt“ erlassen. Wir kommen mit dieser Rahmenordnung den diözesanen Ordnungen und Maßnahmen sowie den angepassten Schutzkonzepten für Pfarreien, Gemeinschaften und Einrichtungen unserer Verantwortung und Achtsamkeit nach, die wir Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen schulden.“

Weitere Informationen sind unter www.dbk.de zu finden.    

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Prävention
news-98436 Wed, 13 Mar 2019 09:26:23 +0100 Beurlaubung aus präventiven Gründen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/beurlaubung-aus-praeventiven-gruenden/ Das Bistum Trier hat einen Diakon mit Zivilberuf mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Trier – Das Bistum Trier hat einen Diakon mit Zivilberuf mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Grund ist, dass gegen den Mann ein staatliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde wegen des Verdachts einer strafbaren Handlung nach § 184b StGB (Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften).

Zwar bezieht sich der Vorwurf nicht auf das Tätigkeitsfeld des Mannes als Diakon, und dem Bistum sind in Bezug auf diese Tätigkeit auch keine Vorwürfe bekannt. Dennoch sieht sich das Bistum gemäß der „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ aus präventiven Gründen zu der Beurlaubung verpflichtet. Auch ein kirchenrechtliches Voruntersuchungsverfahren ist eingeleitet.

(JR)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-98417 Tue, 12 Mar 2019 16:22:17 +0100 25 Jahre palliative Versorgung im Klinikum Mutterhaus https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/25-jahre-palliative-versorgung-im-klinikum-mutterhaus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/d/csm_PM_15_2019-25-Jahre-Palliativmedizin-in-Trier_Festgaste_081d0be599.jpg" width="150" height="100" alt="" />Mit einem Festakt feierten Klinik, Stadt und Bistum das 25-jährige Jubiläum der Palliativstation des Mutterhauses. Trier – Menschen am Ende ihres Lebens in ihren körperlichen, seelischen und sozialen Bedürfnissen betreuen: Das ist Aufgabe der Palliativabteilung des Mutterhauses der Borromäerinnen in Trier. Am 9. März haben zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter und Fachleute das 25-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert, die 1994 bundesweit als eine der ersten Palliativstationen am ehemaligen Herz-Jesu-Krankenhaus gegründet wurde und später ins Mutterhaus der Borromäerinnen umzog. Das interprofessionelle Team der Station setzt sich aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychotherapeutin, Musiktherapeuten und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Gemeinsam werden hier die schwerstkranken Patienten physisch, psychisch, sozial und seelsorgerlich betreut.

In der Jesuitenkirche und in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars feierten Gäste und Mitarbeiter zusammen das Bestehen dieser wichtigen Einrichtung. „Raum, Zeit und Haltung gegenüber den schwerstkranken Patienten sind uns besonders wichtig. Genau das bieten unsere professionellen und erfahrenen Mitarbeiter der Palliativstation. Sie sind der buchstäbliche Fels in der Brandung der Akutmedizin“, berichtete Geschäftsführer Jörg Mehr. „Den Mitarbeitern, die sich Tag und Nacht und mit viel Herzblut um die schwerkranken Patienten kümmern und diesen eine wichtige Kraftquelle sind, gilt heute mein ganz besonderer Dank.“ Er ergänzte: „Hervorzuheben ist auch im besonderem Maße das vernetzte Versorgungs- und Beratungssystem mit unseren ambulanten Partnern, den niedergelassenen Haus- und Fachärzten bis in die Eifel, das Saarland und den Hunsrück hinein.“

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news-98379 Tue, 12 Mar 2019 14:42:00 +0100 Mitte der Gesellschaft bei Flüchtlingsfrage mitnehmen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/mitte-der-gesellschaft-bei-fluechtlingsfrage-mitnehmen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/3/csm_Podium_Vallendar_5d103286c1.jpg" width="150" height="113" alt="" />"Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben" lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe des Katholikenrates im Bistum Trier. In Vallendar diskutierten Interessierte mit Politikern. Vallendar – „Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden.“ Der Moderator und Chefredakteur der Trierer Bistumszeitung Paulinus, Bruno Sonnen, stellte die bekannte Videobotschaft des deutschen Astronauten Alexander Gerst an den Anfang des politischen Abends des Katholikenrates in Vallendar.

Werner Huffer-Kilian von der Kreisgruppe Koblenz des Bundes für Umwelt- und Naturschutz zeigte Zusammenhänge zwischen Menschenrechten und Fluchtursachen auf. „Unsere lokale Gruppe engagiert sich in vielen öko-sozialen Projekten, etwa indem wir gegen Kinderarbeit protestieren“. Wer in Deutschland ankommt, solle wissen: die Flucht ist vorbei! Es gehe darum, das Innere, was die Flüchtlinge verloren haben mit Heimat zu füllen“.

Pater Jörg Gattwinkel (SAC) und das Ehepaar Christiane und Walter Groos stellten die Arbeit der Initiative „Willkommen in Vallendar“ vor. Einerseits freuten sie sich, dass viele Flüchtlinge in Privatwohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften untergekommen sind, andererseits wünschen sie sich, dass die angemieteten Wohnungen „menschenwürdig“ seien – also mit Telefon, Internetzugang, im Ort gelegen und ohne Schimmel, Flugameisen oder Rissen in den Wänden. Außerdem sollten amtliche Schreiben so verfasst werden, dass deren Sprache auch verständlich sei. Diese Forderung nach einer „leichten Sprache“ unterstützte Katja Büchner, Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Andernach. Ihr Verein habe eine Broschüre herausgebracht, in der etwa Bräuche wie Karneval oder Halloween in leicht verständlicher Sprache erklärt würden. Außerdem präsentierte sie ein T-Shirt mit dem Logo „I love Andernach“, das unter anderem ein Herz mit zehn verschiedenen Sprachen zeigt.

Pater Wolfgang Jungheim (SSCC) von der Initiative Ordensleute für Kirchenasyl warb dafür, nahe an den Schicksalen der Flüchtlinge zu sein und sie auch in „Härtefällen“ nicht im Stich zu lassen: „Fehlentscheidungen müssen gemeldet und geprüft werden“.

„Kirchenasyl lehne ich ab“, entgegnete der Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster. Er sei „zwar Katholik, aber niemand steht über dem Gesetz, auch die Kirche nicht“. Der deutsche Rechtsstaat sei ein „hohes Gut“. Es gebe auch andere Methoden und Gremien gegen Abschiebentscheidungen vorzugehen.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Hedi Thelen forderte dazu auf Positionen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ernst zu nehmen. Vielen Menschen in Deutschland fühlten sich durch die Flüchtlingswelle „bedroht und bedrängt im eigenen Land.“ Viele Ostdeutsche seien nie in Gesamtdeutschland angekommen, der Klimawandel und unberechenbare Politiker wie Trump, Kim Jong-un oder Putin machten Angst. „Wir müssen diese Sorgen ernst nehmen und Antworten geben“. Sie kämpfe für ein starkes Europa, das sich (wieder) auf gemeinsame Werte besinne.

In Kleingruppen wurde heftig darüber diskutiert, ob Kirche als Gesprächspartner in wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen überhaupt noch ernstgenommen wird, oder sie ihre Rolle wegen der Missbrauchsdiskussion nicht eingebüßt hat. Andere Teilnehmende trieb die Frage um, wie mit der AfD und ihrem menschenfeindlich-unchristlichen Weltbild umzugehen sei.

Die vom Katholikenrat im Bistum Trier veranstaltete politische Reihe „Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben“ wird fortgesetzt: am 19. März in Waxweiler (19.30 Uhr) und am 14. Juni (19 Uhr) in Waldbreitbach. Weitere Infos gibt es auf www.bistum-trier.de/katholikenrat/.

(red)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Bildung Ehrenamt Flüchtlinge Information Kirchliche Räte Kultur Politik / Gesellschaft
news-98410 Tue, 12 Mar 2019 13:07:40 +0100 Aus Überzeugung heraus diakonische Kirche leben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aus-ueberzeugung-heraus-diakonische-kirche-leben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/c/csm_CaritasGespraech_DiakonischeKirche_dh_0c9b1aa059.jpg" width="150" height="100" alt="" title="CaritasGespraech DiakonischeKirche dh" />„Die Synode - ein Aufstand der Hoffnung. Wege in eine diakonische Kirche“ war am 11. März Thema einer Podiumsdiskussion in Saarbrücken. Saarbrücken – Unter dem Motto „Die Synode - ein Aufstand der Hoffnung. Wege in eine diakonische Kirche“ fand am Montag, 11. März, eine Podiumsdiskussion statt. Zu der Diskussion, die von Christian Otterbach vom Saarländischen Rundfunk moderiert wurde, hatte das Dekanat Saarbrücken geladen.

„Eine diakonische Kirche ist eine Kirche, die Maß nimmt an Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und eine Kirche, die sich politisch einmischt“, sagte Heiner Buchen, Pastoralreferent im Dekanat Saarbrücken zu der Frage, was diakonische Kirche denn bedeute. Die Diskussion drehte sich insbesondere um die Frage, wieso die Synode des Bistums Trier den Begriff der „Diakonie“ betone und ob dies überhaupt nötig sei. Neben Heiner Buchen nahmen auch Werner Hubertus, Sozialarbeiter bei der Gemeinwesenarbeit Friedrichsthal an der Runde teil, Josef Jirasek, Evangelischer Pfarrer, Veronika Kabis, Leiterin des Zuwanderungs- und Integrationsbüro der Stadt Saarbrücken, Stephan Manstein, Direktor des Geschäftsbereichs Altenhilfe und Hospiz der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts) sowie Michael Meyer, Kaplan in Völklingen und „Erkunder“ im Rahmen der Synodenumsetzung im Bistum Trier.

Eigentlich gehöre das Diakonische zum Kerngeschäft der Kirche, scheine aber in der westlichen Kirche oft außen vor zu bleiben, so Buchen. Mit der Synode soll dieses Element wieder in den Fokus gerückt werden. „Es gibt zwar Elemente diakonischer Kirche bei uns; etwa das vielfältige Engagement von Menschen für ihre Nächsten, in Form von Aktionen wie der Heilig-Abend-Aktion in Saarbrücken oder durch die Arbeit der Caritas. In den Gemeinden ist das aber noch ausbaubar. Diese Chance bietet die Synode.“ Als Erkunder versucht Kaplan Meyer, Neues für die künftigen Pfarreien der Zukunft aufzuzeigen und blinde Flecken sichtbar zu machen. „Vieles, was aus pfarrgemeindlicher Perspektive nicht gesehen wird, soll entdeckt werden“, erklärte er. Als Erkunder gehe es ihm darum, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Kirche zu erschließen. „Wir wurden durchgehend mit Wohlwollen empfangen, gleich mit wem wir gesprochen haben.“

Werner Hubertus bestätigte Buchens Einschätzung, dass es zwar diakonische Elemente gebe, aber vieles an "die Caritas" oder andere „outgesourced“ wird. „Bei uns gibt es viel diakonisches Engagement vor Ort. Trotzdem gibt es Themen, die bei uns von der Gemeinwesenarbeit liegen, vor allem Themen, die ins Politische hineingehen.“ Wenn es um Wohnungsnot gehe, oder um zu niedrige Hartz IV-Sätze, kümmern sich darum vor allem Institutionen, so Hubertus. Er stellte fest, dass in der Kirche wie in der Gesellschaft auch eine Spezialisierung stattgefunden habe. Für Stephan Manstein könnten aber auch die Institutionen noch weiter gehen: So sei die Ausbildung von Pflegerinnen und Pflegern in der Altenhilfe zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Seelsorge ein Beispiel, wie diakonische Kirche auch in Institutionen neue Wege gehen könne. „Bei der Synode geht es darum, sich zu vernetzen und auf Menschen zuzugehen“, sagte Heiner Buchen. Für ihn sei diakonische Kirche aber nichts, was von oben herab verordnet werden könne; es sei eine Haltung, die aus eigener Überzeugung heraus gelebt werden muss.

(dh)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Information Synode Synode: Umsetzung Vermischtes
news-98405 Tue, 12 Mar 2019 10:18:16 +0100 Es kommt auf die richtige Organisation an https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/es-kommt-auf-die-richtige-organisation-an/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_Nell-Breuning_Dillingen_1_1781d84e1d.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Nell Breuning Dillingen 1" />Die diesjährige Oswald-von-Nell-Breuning-Gedenkveranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis hat unter dem Titel „Mit Älteren geht’s besser“ die Chancen ausgelotet, die sich für die Arbeitswelt aus einer älter werdenden Gesellschaft ergeben. Dillingen – Die diesjährige Oswald-von-Nell-Breuning-Gedenkveranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung im Kreis Saarlouis hat unter dem Titel „Mit Älteren geht’s besser“ die Chancen ausgelotet, die sich für die Arbeitswelt aus einer älter werdenden Gesellschaft ergeben. Dazu begrüßte der KEB-Vorsitzende Horst Ziegler rund 50 Gäste im Gesellschaftsraum der Stadthalle Dillingen.

Diese verfolgten mit Interesse die Darstellungen von Forschungsergebnissen und des Praxisbeispiels bei der Daimler AG, wo verschiedene Maßnahmen jüngere und ältere Beschäftigte zum erfolgreichen Zusammenarbeiten ermuntern. Das Fazit der Veranstaltung lautete, dass ältere Menschen für die Unternehmen sehr nützlich sein können, aber auch persönliche Vorteile daraus ziehen, wenn sie auch noch nach Eintritt ins Rentenalter weiter arbeiten.

Der demografische Wandel mit immer mehr älteren Menschen und Geburtenzahlen, die nicht zum Ausgleich reichen, bildet sich auch in den Unternehmen ab. Das Saarland sei im Bundesvergleich Schlusslicht bei der Beschäftigung von älteren Menschen, sagte Susanne Schwarz, Sozialdezernentin des Landkreises Saarlouis, in ihrem Grußwort. Sie befand aber, dass seit etwa zehn Jahren das Alter „nicht mehr das überwiegend negativ besetzte Thema“ sei.

Der Wirtschaftspsychologie-Professor Jürgen Deller (Universität Lüneburg) stellte fest, dass die Lebenserwartung nahezu linear, fast drei Monate pro Jahr, ansteige. Dies habe auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Dass viele Arbeitgeber Ältere als weniger lernbereit, kreativ, flexibel und produktiv ansähen, seien Vorurteile, die durch wissenschaftliche Studien entkräftet werden könnten. Ältere Beschäftigte seien innovativ und mitunter sogar produktiver als jüngere. In Befragungen hätten Menschen als Gründe für Erwerbstätigkeit im Rentenalter „Spaß an der Arbeit, fit bleiben, Herausforderungen suchen, Wissen und Erfahrungen weitergeben“ angegeben. „Wie können wir diesen Menschen gerechter werden, ist die Frage, und damit sind wir auch nahe an dem Namensgeber dieser Veranstaltung, Nell-Breuning“, befand Deller. Es komme also auf die Gestaltung der Arbeit und die richtige Organisation an. Dazu gehörten altersdiverse Teams, offener Kommunikation und die Wertschätzung durch Führungskräfte.

Der Wirtschaftsjurist Torben Andrasch stellte ein Projekt vor, das die Daimler AG  für rund 60.000 Mitarbeiter eingerichtet habe. Es trägt den Namen „YES“ für Englisch „Young and Experienced together Successful“, um deutlich zu machen, dass Junge und Erfahrene gemeinsam erfolgreich seien. Ausstellungen, Arbeitskreise, Teams und weitere Strategien dienten dazu, nicht nur die verschiedenen Generationen zu integrieren, sondern auch Verbesserungen in den betrieblichen Abläufen bis hin zu besseren Produkten zu erreichen. In der abschließenden Diskussion geäußerten Zweifeln, dass viele Menschen länger arbeiten wollten, begegnete Deller mit dem Hinweis, es gebe zwar Unterschiede je nach Sparte und Beruf. Auf jeden Fall könne man aber Rente beziehen und trotzdem weiter arbeiten, dazu bestünden mehrere Möglichkeiten. Laut Deller arbeiten in Deutschland bereits 1,5 Millionen Menschen mit Rentenbezug weiter.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Information Kirchliche Verbände Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-98402 Tue, 12 Mar 2019 08:55:43 +0100 Aufarbeitung und Prävention als langfristige Aufgaben https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/aufarbeitung-und-praevention-als-langfristige-aufgaben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_CF004133_20x30_quer_04_509dfa7173.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann traf sich mit dem diözesanen Beraterstab. Trier – Die Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch im Raum der Kirche ist eine langfristige und dauerhafte Aufgabe. Davon ist Bischof Dr. Stephan Ackermann überzeugt. Dabei blickt der „Beauftragte für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes“ der Deutschen Bischofskonferenz sowohl auf sein eigenes als auch auf alle deutschen Bistümer.

Durch den Kinderschutzgipfel im Februar 2019 in Rom sieht er diese Einschätzung bestätigt. „Um sexuelle Gewalt wirksam zu bekämpfen, müssen Fälle aufgedeckt und aufgearbeitet werden; genauso wichtig ist die Prävention. Zugleich brauchen wir eine durchgängige Haltung und Kultur, die zuallererst den Betroffenen Gehör schenkt und keine Vertuschung duldet.“ Die Vorschläge des vatikanischen Gipfels müssten nun in konkrete und verbindliche Weisungen des Papstes umgesetzt werden, sagt Ackermann. Notwendig sei dazu auch ein permanentes und weltweites Controlling.

„Manche Themen lassen sich sinnvoller im Verbund mit anderen Bistümern angehen sowie mit externen Partnern“, sagt der Bischof. Dazu gehöre etwa die Festlegung von Kriterien und Standards für „eine unabhängige Aufarbeitung, die vielleicht sogar Versöhnungsprozesse möglich macht“. Hier setzt der Trierer Bischof vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung. Auch die Überarbeitung und Vereinheitlichung der Aktenführung, die die Forscher der sogenannten MHG-Studie den Bischöfen empfehlen, sei eine Aufgabe, die im Verbund angegangen werden müsse.

Sensibilisierung für Machtfragen

Im eigenen Bistum legt Ackermann großen Wert darauf, dass die MHG-Studie und mögliche Konsequenzen daraus in den Räten und Gremien besprochen werden. Der Diözesanpastoralrat und der Priesterrat haben sich bereits mit der Studie befasst. „Ich bin überzeugt davon, dass die Themen Kinderschutz und Prävention, die Sensibilisierung für Machtfragen – denn darum geht es vor allem beim Thema Missbrauch – sowie ein  achtsamer und respektvoller Umgang miteinander sich nur gemeinsam einüben lassen, indem wir immer wieder darüber reden, diese Fragen miteinander reflektieren und uns so weiterentwickeln.“

Ackermann unterscheidet drei Säulen, wenn es um das Thema sexueller Missbrauch geht. Sollte es trotz aller präventiven Arbeit zu (Verdachts-)Fällen sexuellen Missbrauchs kommen, muss es verlässliche und transparente Interventionspläne geben. „Wir überprüfen unsere bisherigen Arbeitsweisen; klären, ob es Kooperationen mit bestehenden Stellen im außerkirchlichen Bereich geben kann.“ Wichtig sei, dass Betroffene schnell Unterstützung bekämen.

Aufklärung müsse sich strikt an staatlichen Regelungen und den kirchlichen Leitlinien orientieren. „Wir im Bistum Trier arbeiten seit Jahren eng mit den staatlichen Ermittlungsbehörden zusammen.“ So hatte es nach der MHG-Studie Gespräche mit den zuständigen Generalstaatsanwaltschaften gegeben; anschließend hatte das Bistum angeforderte Akten und Informationen zur Verfügung gestellt. Zu einer geregelten Intervention gehöre aber auch ein verlässliches Reporting- und Dokumentationssystem, sagt der Bischof.

Prävention im Bistum: gut aufgestellt - weiter zu entwickeln

In Sachen Prävention sei das Bistum dank der Vielen, die in diesem Bereich engagiert sind, seit Jahren gut aufgestellt, betont Ackermann. Dennoch müsse man dieses Feld stets weiterentwickeln. Gern sähe es der Bischof, wenn Menschen aus dem Bistum Trier den neuen Masterstudiengang „Kinderschutz“ an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom absolvierten. Für den gesamten Bereich der Präventionsarbeit hält er ein – wiederum bistumsübergreifendes – Monitoring für unabdingbar; damit sei zu gewährleisten, dass die Bistümer in ihren Bemühungen nicht nachlassen und dass alle stets auf dem neuesten Stand sind.  

Die Perspektive der von sexualisierter Gewalt Betroffenen

Mit seinem Beraterstab, dem neben Bistumsverantwortlichen und den Ansprechpersonen für sexuellen Missbrauch Experten aus der Beratungs- und Präventionsarbeit angehören, sprach der Bischof darüber, wie Betroffene stärker einbezogen werden können. „Seit ich die Aufgabe des Beauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs auf der Ebene der Bischofskonferenz übernommen habe, bin ich mit vielen Betroffenen persönlich in Kontakt. Das war und ist für mich der erste und wichtigste Aspekt mit Blick auf die Aufarbeitung“, erklärt er. Derzeit gehe es darum, die Perspektive der Betroffenen noch stärker in der regulären Arbeit von Aufklärung und Prävention zu verankern.

Der Beraterstab hat begonnen, zu überprüfen, wie bisher Fälle aus der Vergangenheit aufgeklärt wurden. Darüber hinaus will Bischof Ackermann Fälle in Einrichtungen von externen unabhängigen Experten untersuchen lassen. So stehe die Beauftragung einer unabhängigen Person kurz bevor, die die Fälle sexueller und körperlicher Gewalt im „Albertinum“ (einem Anfang der 1980er Jahre geschlossenen Internat in Trägerschaft des Bistums in Gerolstein) untersucht. „Nicht zuletzt müssen wir prüfen, ob es Versäumnisse oder gar Vertuschung von Fällen durch damals Verantwortliche gegeben hat. Die können wir Verantwortlichen von heute zwar nicht ‚wiedergutmachen‘;  aber wir können Fehler eingestehen und uns bemühen, aus diesen Fehlern zu lernen.“

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung Bischof
news-98384 Mon, 11 Mar 2019 16:00:33 +0100 Jesu Botschaft bleibt immer glaubhaft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jesu-botschaft-bleibt-immer-glaubhaft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_zulassungsfeier_erwachsenentaufe_bischof_769339f774.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof Ackermann hat während eines Gottesdienstes 25 Frauen und Männer zur Erwachsenentaufe zugelassen. Um die Ostertage werden sie in ihren Heimatgemeinden die Sakramente erhalten. Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 10. März, dem ersten Fastensonntag, 25 Erwachsene im Dom zur Taufe und Firmung zugelassen. Die Bewerberinnen und Bewerber aus verschiedenen Dekanaten des Bistums werden ihre Sakramente um die Ostertage in ihren Heimatpfarreien empfangen. Taufe, Kommunion und Firmung gehören zu den Sakramenten der katholischen Kirche. Sie stehen dafür, dass der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche ausgenommen wird und als Zeichen für die Liebe Gottes und die Gegenwart Jesu Christi.

Viele rückten heute vom Glauben ab, die Kirche erscheine ihnen unglaubwürdig und viel zu sehr in Schuld verstrickt, sagte Bischof Ackermann zu den Kandidatinnen und Kandidaten. „Sie gehen mit Ihrem Wunsch nach Aufnahme jedoch bewusst den umgekehrten Weg.“ Diese Entscheidung sei trotz aller Unvollkommenheit in der Kirche nicht naiv oder unverantwortlich. Sie dürfe sich nämlich gründen in dem, was durch ihre Geschichte hinweg immer glaubwürdig geblieben sei. „Wirklich glaubhaft an Kirche sind Jesus und seine Botschaft.“ Diese sei, trotz aller kirchlichen Verfehlungen, „nie widerlegt worden und bleibt als einzige immer glaubhaft und wahrhaftig“, sagte der Bischof. Sie sei ein haltgebendes Fundament und mit ihrer Nächstenliebe eine wirkliche Alternative für diese Welt.

Ackermann sprach auch vom Wert der Sakramente als einem „Schatz der Kirche“, in denen Christen Jesus unverstellt begegnen und seine Nähe finden können. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch alle Höhen und Tiefen dies immer wieder spüren“, sagte der Bischof zu den Bewerberinnen und Bewerbern, die er einzeln segnete. Die Feier im Dom, in der sie gemeinsam um die Zulassung zu den Sakramenten baten, ist Teil einer etwa halbjährigen Vorbereitung im Kreise verschiedener sogenannter Katechumenatsgruppen, die vor Ort von pastoralen Mitarbeitern begleitet werden.

Zu der Koblenzer Gruppe unter der Leitung von Pastoralreferentin Ulrike Kramer-Lautemann gehört Hava Dhoraj. Die junge Frau stammt aus Albanien und ist mit ihren zwei Söhnen seit vier Jahren in Deutschland. „Ich glaube an Gott“, sagt sie schlicht über ihren Hauptgrund, warum sie sich taufen lassen möchte. In Albanien habe sie dort, wo sie lebte, kaum eine Möglichkeit gehabt, Christin zu werden. Ebenfalls in Koblenz lebt Claas Rühl, der mit seiner Freundin gekommen ist. „Wir möchten bald heiraten, auch kirchlich“, sagt der junge Mann, dessen Familie aus Sachsen nach Westdeutschland kam. Außerdem bestärkt ihn sein geschichtliches Interesse am Christentum, das „als größte Hilfsorganisation der Welt“ aus seiner Sicht viel Gutes tut. Durch den Tod seines Großvaters sei er außerdem erstmals wirklich mit dem Glauben konfrontiert worden und der Frage, was nach dem Tod komme. Gemeinsam mit den anderen aus seiner Katechumenatsgruppe wird er am Ostersonntag in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche die Sakramente der Taufe, Firmung und Kommunion empfangen.

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe und Firmung von Jugendlichen und Erwachsenen, dem sogenannten Katechumenat, gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de,  unter www.katholisch-werden.de oder telefonisch unter 0651 7105-509.
(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-98383 Mon, 11 Mar 2019 15:39:10 +0100 Im Übergang zur Pfarrei der Zukunft https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/im-uebergang-zur-pfarrei-der-zukunft/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/5/csm_Hasborn_InfoVA-zu-PdZ_2_dh_a73c59fe30.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Hasborn InfoVA zu PdZ 2 dh" />Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen Pfarrei der Zukunft Tholey wurden über die neuen Strukturen informiert. Hasborn – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. Im Saarland werden die PdZ Saarbrücken, Völklingen, Wadern, St. Wendel sowie Tholey den Anfang machen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Dazu haben Bischof Dr. Stephan Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sowie Mechthild Schabo, Direktorin für den Zentralbereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat informiert. Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Tholey waren am vergangenen Freitag in die Kulturhalle in Hasborn eingeladen.

Generalvikar von Plettenberg stellte den Haupt- und Ehrenamtlichen aus den vier Pfarreiengemeinschaften Nonnweiler, Bostalsee, Am Schaumberg und Marpingen, die die Pfarrei der Zukunft Tholey bilden werden, die neuen Gremien vor. An der Spitze der Pfarreien der Zukunft wird es ein Leitungsteam geben, das aus drei Haupt- und bis zu zwei Ehrenamtlichen bestehen wird. Neu wird der Rat der Pfarrei, bestehend aus 20 Mitgliedern, sein – vergleichbar mit den bisherigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräten. Der Rat der Pfarrei verbindet die Themen von Pastoral und Verwaltung (Jahresabschluss, Haushaltsplan) in einem Gremium. Er wird das Leitungsteam beraten. Innerhalb des Rates wird es verpflichtend einen Verwaltungsausschuss geben.

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Saarbrücken bistum-trier Kirchliche Räte Synode: Umsetzung
news-98411 Mon, 11 Mar 2019 15:23:44 +0100 Umweltkommission des Bistums für Tempolimit auf deutschen Autobahnen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/umweltkommission-des-bistums-fuer-tempolimit-auf-deutschen-autobahnen-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/d/csm_autobahn_f4d430db89.jpg" width="150" height="86" alt="" />Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) unterstützt eine Initiative der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Trier - Die Diözesankommission für Umweltfragen (DKU) im Bistum Trier unterstützt eine Initiative der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Die EKM hatte zu diesem Zweck am Aschermittwoch eine Unterschriftensammlung für eine öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag gestartet. In den kommenden vier Wochen müssen 50.000 Unterschriften zusammenkommen, um eine Anhörung vor dem Petitionsausschuss zu erreichen. Die Petition ist auch auf der Internetseite des Deutschen Bundestages veröffentlicht.

„Der Dürre-Sommer hat auch die Frage nach uns und unserem Lebensstil aufgeworfen. Wir haben den Garten, in dem wir leben, nicht selbst gepflanzt – wir haben ihn zu bewahren“, sagt Oberkirchenrat Christian Fuhrmann, Gemeindedezernent der EKM. Er hat die Petition beim Bundestag eingereicht. „Das bedeutet für Christen, an die zu denken, die von den Folgen der Erderwärmung betroffen sind. Hier geht es um Nächstenliebe“, betont er.

„Die vielen, kleinen unterschiedlichen Schritte und Initiativen zum Schutz des Klimas werden sich wechselseitig in ihren Wirkungen verstärken“, erklärte der Leiter der Diözesankommission für Umweltfragen im Bistum Trier, Dr. Gundo Lames, Direktor im SB 1 Ziele und Entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. „Dazu gehört auch, sich für das Tempolimit stark zu machen.“ In der Praxis könne das jeder ja schon für sich sehr individuell tun. „Wenn es eine Straßenverkehrsregel wird, dann ist es Ausdruck einer weiter wachsenden Verantwortung, wir Christen würden sagen, für die Bewahrung der Schöpfung.“ Zugleich werde es aber auch den Konflikt zwischen Freiheit und gesetzlicher Vorgabe in der Klimaschutzdiskussion hervorrufen.

Mit der „Aktion Autofasten“ läuft zeitgleich eine Initiative des Bistums an, ebenfalls mit Ziel, das Klima zu schützen. Wer sein Auto stehen lässt und mit dem Rad, dem Bus oder der Bahn zur Arbeit fährt, erspart der Atmosphäre klimaschädliche Abgase. Deshalb laden evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer in Deutschland und Luxemburg auch in diesem Jahr gemeinsam dazu ein, während der Fastenzeit die eigene Mobilität und das Verhältnis zum Automobil zu überdenken. Ziel der Aktion Autofasten ist es, das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren, zum Beispiel mit dem Bus, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu sein oder ein Auto mit anderen zu teilen. Umweltverbände wie der NABU und der BUND sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) unterstützen die Aktion Autofasten.

Weitere Informationen unter: www.ekmd.de/tempolimit und auf www.autofasten.de

(tef)

 

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news-98349 Sun, 10 Mar 2019 15:30:17 +0100 Ja sagen zu allem, was dem Leben dient https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ja-sagen-zu-allem-was-dem-leben-dient/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_bischof_stephan_ackermann_d648426995.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Bischof stephan ackermann" />Bischof Ackermann schreibt zur Fastenzeit einen Hirtenbrief an die Gläubigen im Bistum Trier – Mit Gott Ja sagen zu allem, was dem Leben dient und Nein zu allem, was das Leben zerstört: Dazu ruft der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit 2019 auf. Doch gerade dann, „wenn wir uns mit Entschlossenheit dem Gutem zuwenden wollen“, komme es zur Anfechtung durch das Böse, zu einer „Verdrehung des Guten“, schreibt der Bischof in dem Brief, der in den Gottesdiensten am 1. Fastensonntag (10. März) verlesen wurde. Er illustriert das an den Versuchungen, denen Jesus in der Wüste ausgesetzt ist.

Neben den Versuchungen, sich vor allem auf das Materielle zu konzentrieren oder nur sich selbst und dem eigenen Tun zu vertrauen, nennt Ackermann auch die Versuchung der Macht. Seit jeher ziehe „die glänzende Welt von Ansehen, Ruhm und Macht“ Menschen in ihren Bann. Schon die ersten Jünger hätten darum gestritten, wer von ihnen der Größte sei und wer die besten Plätze bekommt. „Es scheint, als sei die Versuchung der Macht eine ganz spezifische Versuchung von Amtsträgern in der Kirche, angefangen bei den Aposteln“, schreibt Ackermann. Zwar brauche es Macht, wo Menschen zusammenleben: die Staatsmacht, um das Miteinander zu ordnen; Vollmachten, damit geregelt ist, wer was darf und zu sagen hat. Auch in der Kirche brauche es etwa die Macht, die Menschen die Möglichkeit gibt, Gemeinde vor Ort zu gestalten, um die Frohe Botschaft konkret erfahrbar zu machen.

„Verdrehung der Macht geschieht aber da, wo Menschen über andere Kontrolle erlangen wollen. Macht wirkt besonders zerstörerisch da, wo sie andere Menschen geschickt zu steuern versucht mit Berechnung und Kalkül, wo sie nicht um des anderen selbst willen ausgeübt wird, sondern um eigene Interessen und Ziele durchzusetzen“, betont der Bischof. Wenn Jesus dem Satan mit dem Verweis auf Gott antworte, vor dem allein man sich niederwerfen soll, dann „verweist er damit zugleich auch auf die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens für andere. Gott ist der Herr des Lebens, und im Dienst dieses Lebens hat alle menschliche Macht zu stehen“.

Bischof Ackermann erinnert daran, dass die Bistumssynode neu verpflichtet habe auf „Gottes Ja zu allem, was dem Leben dient, und Gottes Nein zu allem, was das Leben zerstört.“ Die Gläubigen seien aufgerufen, „die Verdrehungen des Guten wieder umzukehren“. Die österliche Bußzeit gebe auch dieses Jahr wieder Gelegenheit dazu: „Das Fasten als Besinnung auf das, woraus wir leben, Werke der Nächstenliebe als bewusste Hinwendung zum Anderen und das Gebet als beständige Erneuerung unseres Vertrauens in Gott sind eine Hilfe, auf Gottes Stimme mehr zu hören als auf das Geflüster des Versuchers. So kommt auch das Gute wieder in unseren Blick.“

Der Hirtenbrief des Bischofs ist als Video und im Originaltext hier zu finden.

(JR)

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Trier bistum-trier Bischof Synode
news-98299 Fri, 08 Mar 2019 12:36:55 +0100 „Die Erneuerung kommt vom Lande“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-erneuerung-kommt-vom-lande/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/7/csm_publikum_frauenwahlrecht_6301ff942c.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth sprach bei der Ausstellungseröffnung "100 Jahre Frauenwahlrecht" in Bitburg Trier/Bitburg – Seit geraumer Zeit ist die Anzahl der Frauen in deutschen Parlamenten rückläufig. Was muss getan werden, um diesem Trend entgegenzuwirken? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Frauenwahlrecht und politische Beteiligung von Frauen haben Vertreterinnen regionaler Frauenverbände, Gleichstellungs-Beauftragte und die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gegeben. Zur Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ kam sie am Aschermittwoch, 6. März, ins Bitburger Beda-Haus. Das musisch-kulturelle Rahmenprogramm gestalteten der Chor Cantando Messerich sowie Judith Kriebel und Alexander Ourth vom Theater Trier.

Bereits in ihrer Begrüßungsrede rief Marita Singh die Gäste auf, dafür einzutreten, „dass der Zug nicht rückwärts fährt“. Veranstaltungen wie diese sollen ein Anstoß für Frauen sein, sich politisch zu engagieren, sagte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Bitburg-Prüm. „Lasst nicht zu, dass Frauen auf Familienpolitik reduziert werden!“, forderte Rita Süssmuth, 1986 zur ersten Frauenministerin auf Bundesebene ernannt. Demokratie und Gleichberechtigung brauche starke Individuen, aber auch einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Kampf für Frauenrechte sei daher keine reine Frauenfrage, sondern eine „Gesellschafts-, eine Menschheitsfrage“. Der heutige „Frauen-Aschermittwoch“ sei daher für all jene relevant, die Unterdrückung erfahren.

In diesem Zusammenhang seien die Inhalte des Neuen Testaments faszinierend: „Das Christentum durchlebt zurzeit einen Tiefpunkt. Aber es sind Menschen unterwegs, die Gutes tun. Das Christentum wird nicht sterben, denn die Aussagen der Glaubensinhalte sind viel zu stark.“

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-98297 Fri, 08 Mar 2019 12:27:02 +0100 Unterwegs bei Wind und Wetter https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/unterwegs-bei-wind-und-wetter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/b/csm_Hungertuch_Heimbach-Weis_8cad8df905.jpg" width="150" height="113" alt="" />Fast 300 Kilometer bewältigen die Pilgerinnen und Pilger der Hungertuch-Wallfahrt. Auf dem Weg von Worms nach Köln machen sie auch Halt im Bistum Trier. Neuwied-Heimbach-Weis – Mit dicken Wanderstiefeln, stabilen Stöcken und gelben Warnwesten sitzen mehr als 30 Männer und Frauen um 21 Uhr in der St. Margaretha Kirche in Heimbach-Weis. Die eine Hälfte ruht sich von ihrem 17 Kilometer langen Weg von Koblenz aus und freut sich auf ihr Nachtquartier im Pfarrheim. Die anderen starten ihre Wanderung durch die Nacht bis Bad Hönningen. Immer dabei: das Hungertuch des Hilfswerks Misereor.

Sie tragen das Hungertuch in einer Art Staffellauf von Worms nach Köln. Dort wird am 10. März die 61. Misereor-Fastenaktion eröffnet; im Vorjahr fand diese in Worms statt. Auf ihrem Weg machen sie auch Station im Bistum Trier (Oberwesel, Bad Salzig, Rhens, Koblenz, Neuwied-Heimbach-Weis und Bad Hönningen).

In vier Gruppen mit je 15 Personen sind die Wallfahrerinnen und Wallfahrer unterwegs. Eine Gruppe trägt das Hungertuch, eine ruht, eine wirbt für die Anliegen des Hilfswerks und eine fährt zum nächsten Übergabeort, um das Tuch weiterzutragen.

Die erste Wallfahrt dieser Art fand 1986 statt. Matthias Hey nahm an dieser Aktion in seiner Heimatstadt Hannover teil. „Ich habe nur ein Jahr aussetzen müssen“, berichtet er stolz. „Es ist einfach ein schöner und mein persönlicher Auftakt in die Fastenzeit“, erklärt er seine Motivation und fügt hinzu: „Ich zeige mich dadurch ein Stück weit solidarisch mit den Ärmsten der Armen“. Es sei kalt, nass und man gehe an seine körperlichen Grenzen, „aber es ist auch schön, eine Woche lang mal etwas Verrücktes zu machen“.

Die Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers befasst sich schon seit vielen Jahren und durch unterschiedliche Projekte mit den Themen Eine-Welt und Fairer Handel, „daher hat es sehr gut gepasst, dass die Teilnehmenden hier bei uns einkehren“, erklärt die Gemeindereferentin Anne Basten.

Monika Zimmermann ist eine von drei Pilgerinnen aus dem Bistum Trier. Die Bad Kreuznacherin ist zum zweiten Mal mit von der Partie. „In unserer Gemeinde hat vor ein paar Jahren eine Hungertuch-Gruppe auf ihrem Weg Halt gemacht“, da sei sie auf den Geschmack gekommen. Hinzu kam: „Ich wollte schon immer Mal pilgern.“ Obwohl man total aus dem Schlaf-Tag-Rhythmus heraus sei und sie seit einigen Tagen auf einer ISO-Matte schlafen müsse, „macht es viel Spaß!“. Anne Basten sprach ihren Respekt aus: „Nicht jeder macht sich auf den Weg bei Widerständen wie dem Wetter oder Fußkrankheit.“ Der Besuch der Gruppe sei auch ein Ansporn für die Arbeit in der Gemeinde.

Dem Misereor-Hungertuch kommt eine zentrale Aufgabe während der Fastenaktion zu. In mehreren tausend Pfarrkirchen ist es während der Fastenzeit zu sehen; es soll das Anliegen der Aktion in die Gemeinden tragen.

Die Frauen und Männer wurden durch einen Segen von Pfarrer Heinz Christ auf die nächsten Kilometer oder ins Nachtlager verabschiedet. Begleitet wurden die Pilger auf dem nächtlichen Abschnitt des Martinswegs am Mittelrhein durch Gerd und Ingrid Hillen.

Weitere Informationen: https://www.misereor.de/mitmachen/veranstaltungen/hungertuchwallfahrt/.

(jf)

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales Vermischtes Wallfahrten/ Pilgern
news-98293 Fri, 08 Mar 2019 11:20:14 +0100 Kfd unterstützt den Deutschen Hebammenverband https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kfd-unterstuetzt-den-deutschen-hebammenverband/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/3/csm_kfd_ea2d8e9e06.jpg" width="150" height="67" alt="" />Anlässlich des Internationalen Frauentages fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) bessere Bedingungen für Schwangere in Afrika und Europa. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Wie lässt sich die Geburtshilfe – hier in Europa und weltweit – verbessern? Diesem Thema widmet sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März.

Bereits seit vielen Jahren unterstützt die kfd Trier den Aufbau von Geburtshilfeeinrichtungen sowie die Ausbildung von Krankenschwestern und Hebammen in Afrika, aktuell in Südindien und Nordsyrien. Ziel ist eine gute Versorgung und Anlaufstelle für Mütter und Kinder sowie eine hygienische und menschenwürdige Umgebung bei der Geburt.

In Deutschland gibt es aufgrund verschärfter Arbeitsbedingungen immer weniger niedergelassene, freie Hebammen. Die Schließung von Geburtshilfeeinrichtungen und -stationen in Krankenhäusern sowie komplette Schließungen von Kliniken im ländlichen Bereich stellen Schwangere vor große Probleme. Teils betreut eine Hebamme fünf und mehr Gebärende gleichzeitig in einer Klinik, so die Erfahrungen des Hebammenverbandes. Deshalb unterstützt die kfd die „Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz im klinischen Bereich“ des Deutschen Hebammenverbandes und wird die weitere Entwicklung begleiten, u.a. am Weltgesundheitstag mit dem Start einer Babysöckchen-Strickaktion „Ein guter Start für kleine Füße“.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands ist mit rund 28.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen gibt’s unter www.kfd-trier.de.

(ih)

 

 

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