Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Fri, 06 Dec 2019 16:08:27 +0100 Fri, 06 Dec 2019 16:08:27 +0100 Bistum Trier news-103105 Fri, 06 Dec 2019 09:11:40 +0100 „Heute sind SIE die Künstler!“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/heute-sind-sie-die-kuenstler/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/0/1/csm_Empore_1_ih_033abfda04.jpg" width="150" height="100" alt="" />Küsterinnen und Küster aus dem Bistum stellen Blumenschmuck her. Angeleitet werden sie von Benediktinerbruder Stephan Oppermann aus Maria Laach, der gelernter Florist ist. Bistumsweit/St. Thomas – Vor dem Seiteneingang der Kirche, im Altarraum und auf der Empore – überall wird fleißig gewerkelt: Gärtnerscheren kappen Buschwerk, Drahtwickel winden sich um Äste und viele Hände packen gemeinsam an: Rund 30 Küsterinnen und Küster aus dem ganzen Bistum haben sich an einem Nachmittag im Dezember in Kleingruppen aufgeteilt und bearbeiten das unterschiedlichste Grünzeug. Reisig, Bast und Sträucher mit weißen und roten Beeren sind nur Beispiele für die Fülle an Material, das die Natur rund um das Exerzitienhaus St. Thomas für sie bereithält.

Der Benediktinerbruder Stephan Oppermann aus Maria Laach ist gelernter Florist und beendet zurzeit sein Bildhauerei-Studium. Gemeinsam mit Pfarrer Carsten Rupp aus dem Bischöflichen Generalvikariat und Achim Müller, Referent in der Sakristanenausbildung, hat er einen ganzen Tag im Programm des diesjährigen Fortbildungskurses für Küsterinnen und Küster aus dem Bistum Trier gestaltet. An diesem Tag drehte sich alles um das Thema Blumenschmuck in der Kirche, und das in einer „etwas extravaganteren Form“, wie Müller verrät.

Eine Frage der Statik und Dramaturgie

Während Bruder Stephan mit einem Teilnehmer im hinteren Teil der Kirche  übermannshohe dicke und dünne, gerade und krummgewachsene Äste, an denen noch einzelne grüne Blätter flattern, in einer massiven mattgoldenen Vase drapiert, erklärt er das Konzept: „Wir haben hier einerseits die Frage der Statik und andererseits die Frage der Dramaturgie, also konkret für diese Gruppe: Wie baue ich ein größeres Objekt, damit es sicher steht? Und: Wie kann man beispielweise Gestrüpp oder schon absterbende Äste mit einer wertvollen gotischen Madonnenstatue kombinieren?“ Die Gruppe hat sich eine knifflige Aufgabe ausgesucht. Anhand von Begriffen, die sie dem Buch Jesaja entnommen haben, gestaltet die Gruppe um Maria Elisabeth Wagner ein raumgreifendes Gesteck. Sie ist seit fünf Jahren Küsterin in Bergweiler (Pfarreiengemeinschaft Landscheid) und damit nach eigener Aussage „eigentlich noch neu im Geschäft.“ Ihr Team kombiniert die Begriffe Heilige Drei Könige, die ja bei Jesaja vorausgesagt werden, Lichtstrahlen, Weihrauch, Bewegung und Beruhigung. „Das ist schon eine ziemliche Herausforderung“, berichtet sie. „Die Lichtstrahlen wollen wir zum Schluss mit helleren Blumen, vielleicht Nelken, darstellen“, ergänzt ihre Kollegin Gertrud Mattes, die seit acht Jahren als Küsterin in Rittersdorf und Biersdorf tätig ist.  

Den Ort, den die Gruppenmitglieder für ihr Projekt gewählt haben, ist an der linken Seite der Westwand gelegen, die die Kirche hinter dem Gräberfeld abschließt. Die Aufgabe umfasse daher auch das Totengedenken und die Aspekte des Behütens und Beschützens mit dem Wissen um die Flüchtigkeit, sagt Bruder Stephan. „Durch die Heiligen Drei Könige schwebt dann das Thema des Verfolgens und Ankommens mit. Hier wird das Gefäß ganz lose mit Ästen gefüllt, löst sich dann im Weiteren auf und ergießt sich in den Raum über den Grabplatten.“ Tatsächlich sieht die Installation nach wenigen Stunden Arbeit so aus, als schwebten die Zweige in der Luft dahin. Der Trick: Über das Gräberfeld haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dünne Metallschnüre gespannt, an denen die Äste ranken – mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar.

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news-103104 Thu, 05 Dec 2019 14:15:13 +0100 Ein Moment des Gebets und des persönlichen Austauschs https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ein-moment-des-gebets-und-des-persoenlichen-austauschs/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_1280px-20110906Landtag_Saarbruecken1_2bb923d6e9.jpg" width="150" height="111" alt="" title="1280px 20110906Landtag Saarbruecken1" />Im Saarländischen Landtag fand heute zum ersten Mal ein parlamentarisches Gebetsfrühstück statt. Saarbrücken – Auf Initiative der Abgeordneten Hermann-Josef Scharf (CDU) und Eugen Roth (SPD) hat Landtagspräsident Stephan Toscani zur Gründung eines Gebetskreises  verbunden mit einem Frühstück eingeladen. Der Gesprächskreis, der allen Abgeordneten offensteht, soll künftig regelmäßig im Landtag zusammenkommen.

„Wir wollen abseits des üblichen Parlamentsbetriebes Zeit und Ruhe finden, um innezuhalten. Ein regelmäßiger überkonfessioneller Gebetskreis gibt überdies die Möglichkeit, einander auch interfraktionell in vertraulichen Gesprächen näher zu kommen“, bilanziert Stephan Toscani die Ziele des Kreises.

„Ich freue mich sehr, dass viele Kolleginnen und Kollegen im Gebetskreis mitarbeiten werden. Das ist in unserer heutigen Zeit ein wichtiges Signal. Werte und auch Besinnung brauchen wir mehr denn je“, bewertet Initiator Hermann-Josef Scharf den Auftakt des Gebetskreises. Sein Kollege Eugen Roth ergänzt: „Es freut mich, dass der Landtag des Saarlandes mit dem Gebetsfrühstück ein Angebot einrichtet, das sich schon in vielen Landtagen bewährt hat. Als Abgeordnete müssen wir argumentieren, streiten, ringen, und diskutieren. Das Gebetsfrühstück aber gibt uns die Möglichkeit, sich zu besinnen und auf eine ganz andere Ebene einzulassen. In der Hektik des Alltags können auch wir einen solchen Ruhepol gut vertragen.“

Auch die Leiterin des Katholischen Büros im Saarland, Katja Göbel, und der Beauftragte der Evangelischen Kirchen im Saarland, Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann, begrüßten die Gründung und sagten ihre Unterstützung sowie eine regemäßige Begleitung zu. „Es ist toll, dass das Saarland als 10. Bundesland ein parlamentarisches Gebetsfrühstück ins Leben gerufen hat“, so Ordinariatsdirektorin Katja Göbel. „Gerade in der heutigen Zeit ist es ein besonderes wertvolles Zeichen und Statement, wenn sich die Politikerinnen und Politiker in unserem Land gemeinsam ein paar Minuten Zeit für ihren Glauben nehmen. Gebete können Kraft geben, sie können den Blick weiten und gleichzeitig bietet das Inne halten auch die Möglichkeit, sich auf wesentliche Dinge zu fokussieren. Besonders beeindruckend fand ich das große Vertrauen im Kreis, auch über persönliche Dinge zu sprechen.“

Landtagspräsident Stephan Toscani: „Ich freue mich, dass sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche unseren Gesprächskreis mit Impulsen bereichern wollen. Das zeigt auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit des Landtags mit den Religionsgemeinschaften.“

Der Gebetskreis trat erstmals am 5. Dezember um 8.30 Uhr zusammen. Danach sollen die Gebetskreise einmal pro Monat donnerstags in der Plenarwoche des Landtages stattfinden. Nach einem Impuls (einem Vers aus der Bibel, der Tageslosung oder einer Kurzgeschichte), der im Wechsel von einer Abgeordneten oder einem Abgeordneten gegeben wird, werden die Teilnehmer in einen vertraulichen Gedankenaustausch treten.

(red/dh)

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Saarbrücken bistum-trier Politik / Gesellschaft
news-103102 Thu, 05 Dec 2019 08:52:27 +0100 Langfristiges Ehrenamt wird gebraucht https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/langfristiges-ehrenamt-wird-gebraucht/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/2/csm_TS_Erdmannchen_3c75c19e74.jpg" width="150" height="100" alt="" />Die fünf TelefonSeelsorge-Stellen im Bistum Trier suchen interessierte Ehrenamtliche, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Trier - Zum internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wirbt die TelefonSeelsorge Trier dafür, sich auch künftig für langfristige Ehrenämter zu bewerben und damit der Gesellschaft Stabilität und Konstanz zu geben. „Das Ehrenamt ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft enorm wichtig und für Viele ein Ausdruck praktizierter Nächstenliebe. Diesen Zusammenhalt brauchen wir heute genauso dringend, wie schon vor über 60 Jahren, als die TelefonSeelsorge gegründet wurde“, beschreibt Dr. Bernd Steinmetz, Leiter der Telefonseelsorge Trier, die Situation.

Eine hohe Zahl an Ehrenamtlichen engagiert sich teilweise schon seit Jahrzehnten bei der TelefonSeelsorge. „Engagement über viele Jahre oder gar Jahrzehnte ist automatisch an eine tiefe Verbundenheit gekoppelt, die vielen unserer Ehrenamtlichen Halt und Kraft gibt“, erklärt Gabriella Kokott, hauptamtliche Psychologin in der TelefonSeelsorge Trier. Diese Treue führt sie auf die Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück: Diese zeige sich etwa an der intensiven Ausbildung und der durchgängigen Betreuung.

In der Telefonseelsorge Trier arbeiten 65 ehrenamtliche und drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gemeinsam 860 Dienstjahre aufweisen. Die TelefonSeelsorge hat deutschlandweit 104 Stellen mit mehr als 7.500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Alle Stellen bilden aus und freuen sich über neue Bewerberinnen und Bewerber, die sich ein Ehrenamt bei der TelefonSeelsorge vorstellen können. In der Telefonseelsorge Trier hat derzeit ein einjähriger Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begonnen. Im Jahr 2020 beginnt ein weiterer Ausbildungskurs. „Die Telefonseelsorge Trier stellt sich ständig den neuen Herausforderungen“, sagt Stellenleiter Steinmetz. Psychologin Kokott ergänzt: „Neben 24 Stunden Telefonbereitschaft an sieben Tagen in der Woche und das über das ganze Jahr, also auch an Feier- und Ferientagen, vergeben wir bei persönlichen Krisen kurzfristig Vor-Ort Beratungstermine. In der Mailberatung im Internet erleben wir derzeit vorwiegend Anfragen junger Menschen, die jünger als 30 Jahre sind, und in einer ernsten Lebenskrise Suizidgedanken haben.“ Im Bistum Trier gibt es fünf teils ökumenisch getragene TelefonSeelsorge-Stellen.

Als eine der ersten Suizidpräventionsmaßnahmen in Deutschland wurde die TelefonSeelsorge 1956 gegründet. Um möglichst vielen Menschen den Kontakt zu ermöglichen, steht sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit. Die Seelsorge ist ideologisch, konfessionell und politisch wertneutral. Die Anrufe werden vertraulich behandelt.  Die TelefonSeelsorge ist dank der Unterstützung der Deutschen Telekom unter den Nummern 0800/1110111 und  0800/1110222 gebührenfrei erreichbar. Auch eine Chat oder Mailberatung ist möglich; Infos dazu sind unter www.telefonseelsorge.de zu finden. Bundesweit wurden 2018 wurden bundesweit 680.060 Telefonate, 45.167 Vor Ort- und 11.881 Chatgespräche geführt sowie 11.638 Mails geschrieben.

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Beratung
news-103099 Wed, 04 Dec 2019 14:47:25 +0100 Diakonisches Engagement der Kirche vor Ort stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/diakonisches-engagement-der-kirche-vor-ort-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/5/csm_VV_Bischof_c9c9e84b5e.jpg" width="150" height="113" alt="" />Bischof Dr. Stephan Ackermann war zu Gast bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes Trier. Trier - Das caritative Engagement und der Einsatz für Menschen in Not prägen das diakonische Gesicht der Kirche vor Ort: Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbandes am 30. November in Trier gesagt. Das von einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse entwickelte Dokument zur „diakonischen Kirchenentwicklung“ enthalte viele Vorschläge, wie Kirche vor Ort sich weiter entwickeln und ihr Engagement  für die Menschen verstärken kann. Die wichtigsten Elemente einer diakonischen Kirchenentwicklung? Mit Menschen in Not Dialog und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen. Durch die „Sozialraumorientierung“ könne sich die Hilfe stärker an den Bedarfen der Menschen ausrichten und im Lebensumfeld vorhandene Potenziale einbeziehen. An die Caritas richtete der Bischof die Bitte, sich vor Ort aktiv einzubringen und die Kirchenentwicklung vor Ort diakonisch zu inspirieren.

Dass es gemeinsame Projekte von Caritas und Seelsorge schon heute gibt, verdeutlichten drei Beispiele aus dem Bistum Trier. Rita Schneider-Zuche und Dr. Alexander Knauf vom Diözesan-Caritasverband moderierten eine Talkrunde, bei der die Initiatoren ihre Projekte und Initiativen vorstellten. Aus Mendig waren Klaudia Racke-Hackenbruch und Christian Hoffmann gekommen, um den barrierefreien Kreuzweg vorzustellen. Er wurde von Menschen mit Behinderung aus Einrichtungen der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe zusammen mit verschiedenen Akteuren in Mendig erstellt und lädt zu Meditation und Gebet ein. Patrick Jochum (Caritasverband Saarbrücken) und Diakon Wolfgang Schu (Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken cts) berichteten über das Projekt „Tante Anna“. Herzstück ist eine offene Begegnungsmöglichkeit im cts-Alten- und Pflegeheim St. Anna in Sulzbach. Inzwischen gibt es sogar einen Babyclub im Seniorenheim sowie weitere niedrigschwellige Unterstützungsangebote für Familien aus dem Umfeld. Professor Dr. Martin Lörsch und Bernd Wienczierz stellten die „Generationenbrücke St. Josef“ vor, die von der Hildegard-Stiftung getragen wird: Ziel ist es, durch neue Wohnkonzepte im Alter und Begegnungsmöglichkeiten für Jung und Alt das Leben im Quartier mit den Bürgern weiter auszubauen.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Caritas / Soziales
news-103097 Wed, 04 Dec 2019 09:37:06 +0100 Hingehört: Was brauchen die Menschen? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hingehoert-was-brauchen-die-menschen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Team_Neuwied_01_059c32946b.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Team Neuwied 01" />Die Synode hat viele Haupt- und Ehrenamtliche inspiriert, Neues zu wagen und Altbewährtes weiter zu entwickeln. Viele kirchliche Aktivitäten im Raum Neuwied sind ein gutes Beispiel hierfür Neuwied – Es gibt Gläubige im Bistum Trier, die das Gefühl haben, durch die von der Synode angestoßenen Veränderungen gehe viel verloren. Dass dem nicht so ist, sondern dass die Synode viele Haupt- und Ehrenamtliche inspiriert, ist im Raum Neuwied schon heute erlebbar.

Das Projekt „Die Kita als Ort von Kirche für Familien“ in Neustadt/Wied zählt dazu. „Wir wollen zum einen Kitas unterstützen und zum anderen Netzwerkpartnerschaften eingehen“, erklärt Gemeindereferentin Eva Dech. „Aber es können sich auch Familien mit ihren Bedürfnissen an uns wenden“. Dabei gebe es nicht vornehmlich ein religiöses Angebot, sondern eines, das der Lebenswirklichkeit der Menschen entspricht. Das Projekt verdeutlicht auch, dass nicht alles in Neuwied stattfindet. „Wir vergessen das Land nicht“, betont Eva Dech. Das kann auch Pfarrer Lothar Anhalt bestätigen. Rund 300 Frauen, Männer und Kinder konnte er in diesem Jahr mit einem anderen Gottesdienst im Linzer Pfarrhausgarten begeistern.

Wiederum im Herzen Neuwieds steht die Kirche St. Matthias. „ION“ hat hier vor rund einem Jahr für große Aufmerksamkeit gesorgt. Kunstinstallationen, kulturelle und geistliche Veranstaltungen fanden im leeren Kirchraum statt; und es geht weiter.

Doch es muss auch nicht immer alles ganz neu erfunden werden, dafür steht der Ehrenamtliche Manfred Wertgen aus Irlich. „Bei uns finden Gottesdienste außerhalb des Kirchenraums statt, aber nur wenn es eine Verbindung zwischen Ort und Anlass gibt“. So gibt es den klassischen Gottesdienst an Allerheiligen auf dem Friedhof. Zum Erntedank ging es mit mobilem Altar und Bierbänken auf den neuen Weinberg.

Neue Wege zu gehen, ist auch möglich, indem man anderen Personengruppen Verantwortung überlässt. So wurde die Friedensandacht in Irlich von den Messdienerinnen und Messdienern in Eigenregie organisiert.

Beate Zwick betont, dass es wichtig sei, den Spagat zwischen traditionellen und neuen Formen zu schaffen. Dazu passt auch das Projekt von Haupt- und Ehrenamtlichen mit dem Titel „Wortreich“. Dabei wird die Bibel unter heutigen Aspekten genau unter die Lupe genommen.

 „Wir haben festgestellt, dass wir Kirche weiterfassen müssen“, berichtet Beate Zwick, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Sie hat sich zusammen mit der Gemeindereferentin Anne Basten die Katholischen Öffentlichen Büchereien und die Kunden dort näher angeschaut. „Wir haben hier intensive Gespräche geführt“, betont Anne Basten. „Man hört erst einmal hin, was beschäftig die Menschen und dann wird geschaut, wie man es realisieren kann – das ist eine neue Arbeitsweise“, verdeutlicht Pastoralassistentin Madeleine Esch. Es gehe um ein ehrliches Interesse an den Menschen. „Sagt ihr uns, was ihr braucht!“, laute die neue Herangehensweise, erklärt Anhalt. Zu dieser neuen Vorgehensweise gehört viel Haltung, erklärt Pastoralreferentin Elisabeth Beiling. „Ich setzte mich den Menschen aus und lasse mich von ihnen verändern“. Und Pastoralreferent Christopher Hoffmann weiß: „So entstehen neue Formate“.

„Menschen suchen Sinn und eine Gemeinschaft, um sich darüber auszutauschen“, ist der Eindruck von Madeleine Esch. „Wir machen uns dafür stark, dass es solche Begegnungsmöglichkeiten gibt“. Sei es mit „AnsprechBar“ für junge Erwachsene oder der MusikkircheLive in Block, der Gedanke der Vergemeinschaftung auf unterschiedliche Weise, eine individuelle Vorgehensweise und die Frage nach den Bedürfnissen der Menschen eint alle Projekte und Angebote.

„Wer Ideen hat, kann sich einfach bei uns melden“, lädt Anne Basten ein. (jf)

 

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Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Themenart Synode: Umsetzung
news-103096 Tue, 03 Dec 2019 16:12:36 +0100 Die Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/die-erfahrungen-aus-der-arbeit-der-letzten-jahre-einbringen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/4/f/csm_UBMKS_NatRat_20191202_gruppenbild_web_466fa11b6d.jpg" width="150" height="89" alt="" title="UBMKS NatRat 20191202 gruppenbild web" />Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Berlin/Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann ist in den „Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ berufen worden. Zehn Jahre nach Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ hat sich der Rat auf Einladung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, am 2. Dezember in Berlin konstituiert.

Der Nationale Rat ist der Ort für den langfristig angelegten interdisziplinären Dialog auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen zur dauerhaften Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und deren Folgen. Dem Gremium gehören neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Fachpraxis auch Betroffene an. Der Rat soll bis Sommer 2021 eine Verständigung über konkrete Ziele und Umsetzungsschritte erarbeiten, um die Prävention, Intervention und Hilfen für betroffene Kinder und Jugendliche spürbar zu verbessern und die Forschung weiter voranzubringen. Ziel des Nationalen Rates soll sein, sich gemeinsam als Verantwortungsgemeinschaft über die nächsten konkreten Schritte im Kampf gegen sexuellen Missbrauch zu verständigen. Alle Verantwortungsträger sollen hierzu in ihrer Zuständigkeit einen Beitrag leisten.

„Ich bin froh, dass mit Schwester Dr. Katharina Kluitmann als Vorsitzender der Deutschen Ordensoberenkonferenz und mir Vertretungen aus der katholischen Kirche in den Rat berufen wurden sind“, sagt Bischof Ackermann. „Auf diese Weise können wir unsere Erfahrungen aus der Arbeit der letzten Jahre einbringen. Ich erhoffe mir von der Arbeit im Nationalen Rat eine größere Vernetzung über verschiedene Verantwortungsbereiche hinweg, und dass gesamtgesellschaftlich die Sensibilität für das Thema gestärkt wird.“

Nach seiner Konstituierung wird der Nationale Rat in thematischen Facharbeitsgruppen arbeiten und jeweils zweimal im Jahr 2020 sowie einmal im Jahr 2021 tagen zu den Themenbereichen Schutz und Hilfe, Kindgerechte Justiz, Ausbeutung und Internationale Kooperation, Forschung und Wissenschaft. Bis zum Sommer 2021 soll der Nationale Rat sich zu konkreten Zielen und Umsetzungsschritten verständigt haben.

Weitere Informationen sind unter www.beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/nationaler-rat zu finden.

(JR)                    

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103095 Tue, 03 Dec 2019 14:25:44 +0100 „Sie leben Christ-Sein vor“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sie-leben-christ-sein-vor/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/5/csm_bischof_westinger_ee7e1bbffb.jpg" width="150" height="100" alt="" />Sie engagieren sich in Räten, schenken anderen ihre Zeit und ihre Arbeit: Ehrenamtliche im Bistum Trier. Am 29. November wurden sie mit einem Festakt gewürdigt. Trier – Sie organisieren Hilfstransporte nach Rumänien und Polen, sie engagieren sich in ihren Pfarrgemeinden als Verwaltungsräte, als Lektoren oder in der Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit, sie organisieren die Bolivienkleidersammlung vor Ort oder probieren neue Gottesdienstformen, die weitere Zielgruppen ansprechen: Rund 80.000 ehrenamtlich engagierte Menschen gibt es im Bistum Trier. Stellvertretend für sie hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei einem Festakt im Robert Schuman Haus am 29. November einige von ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement ausgezeichnet, darunter auch die Initiativen „Atempause – Gottesdienst mal anders“, das Online-Magazin „AberGlaube?“ und den „Hungermarsch des Dekanats Wittlich“.

„Kirche lebt und lebte von Anfang an vom Engagement vieler Menschen füreinander“, begrüßte Michaela Tholl, Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, die zahlreichen Gäste im Robert-Schuman-Haus. Heute würden Frauen und Männer ausgezeichnet, die stellvertretend für viele Tausend Ehrenamtliche im Bistum zeigten, wie „Christsein“ ganz konkret gelebt werden könne. Bischof Ackermann betonte, dass es wichtig sei, an einem solchen Festtag auf die „Wohltaten Gottes“ zu schauen, die durch Menschen sichtbar würden. „Es ist eine wunderbare Sache, jedes Jahr zu sehen, was in unserem Bistum blüht und wächst an Vielfalt, Kreativität und großartigem Engagement.“ Das Faszinierende am Ehrenamt in der katholischen Kirche sei, dass es „die ganze Bandbreite der Lebensbereiche“ abdecke. „Ob musikalisch im Kirchenchor, ob im Sportverband DJK, ob in der Jugendarbeit oder beim Kümmern um alte, kranke und notleidende Menschen, ob bei der Mithilfe im Gottesdienst als Lektor oder Kommunionhelfer – jeder findet entsprechend seinen Talenten und Vorlieben seinen Platz“, fasste Ackermann zusammen. Und all dies geschehe eben im besonderen Kontext des christlichen Glaubens und der Gemeinschaft.

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news-103093 Mon, 02 Dec 2019 16:19:20 +0100 Landesausstellung zum „Untergang des römischen Reiches“ für 2022 geplant https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/landesausstellung-zum-untergang-des-roemischen-reiches-fuer-2022-geplant/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/6/csm_Unterzeichnung_Kooperationsvertrag_ih_a1ba9c5bc3.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Land, die Stadt Trier und das Bistum Trier haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Trier – Über 700 Theorien gibt es darüber, warum das Römische Reich untergegangen ist. Erstmals widmet sich eine Landesausstellung dem Thema. „Untergang des römischen Reiches“ soll vom 25. Juni bis 27. November 2022 in drei Trierer Museen gezeigt werden. Dafür arbeiten das Bistum Trier, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier zusammen. Am 2. Dezember haben der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg, der rheinland-pfälzische Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf und Oberbürgermeister Wolfram Leibe die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ausstellungsorte sind das Museum am Dom, das Rheinische Landesmuseum Trier und das Stadtmuseum Simeonstift (mit der Schatzkammer der Stadtbibliothek).

Die älteste Bischofsstadt Deutschlands wird 2022 erneut Spielort für eine überregional bedeutende Landesausstellung sein. Als einst größte Römermetropole nördlich der Alpen mit zahlreichen UNESCO-Welterbebauten aus der Römerzeit bietet Trier einen perfekten Rahmen. Das Land, die Stadt und das Bistum setzen damit ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Umsetzung großer Ausstellungsprojekte wie „Nero – Kaiser und Tyrann“ fort. „Im Bereich der Ausstellungen zur Antike steht Trier konkurrenzlos in der deutschen Museumslandschaft. Ich freue mich sehr, dass die Kooperationspartner mit dem ‚Untergang des römischen Reiches‘ ein weiteres ambitioniertes Ausstellungsprojekt präsentieren werden, dass weiter zur Profilierung von Trier als Zentrum der Antike und zur Stärkung des Kulturstandortes Rheinland-Pfalz beitragen wird“, so Minister Konrad Wolf. Gemeinsames Marketing, gemeinsames Begleitprogramm und gemeinsame Eintrittstickets verbinden die drei Museen zu einer großen Schau. Allerdings werden alle die drei beteiligten Träger unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

„Im Zeichen des Kreuzes“

Der Ausstellungsteil des Museums am Dom „Im Zeichen des Kreuzes – Eine Welt ordnet sich neu“ werde insbesondere die Frage beleuchten, inwieweit das Christentum stabilisierend oder destabilisierend auf das römische Reich gewirkt habe, so von Plettenberg. „Im Museum am Dom soll zum Ausdruck kommen, dass wir es mit einem Prozess der Transformation zu tun haben, in dem manches endete, aber auch vieles weiterbestand oder weiterwirkte. Durch die herausragende Bedeutung Triers nicht nur als einst größte Römermetropole, sondern auch als ältester Bischofssitz nördlich der Alpen wird der Ausstellungsteil im Museum am Dom auf eine Vielzahl aktueller Forschungsergebnisse zurückgreifen können, die insbesondere Sankt Maximin und den Dom-Bereich betreffen“, erklärte der Generalvikar.

Das Budget für die Gesamtausstellung liegt bei rund 4,8 Millionen Euro, wovon 600.000 vom Bistum Trier getragen werden. Erwartet werden rund eine Million Besucherinnen und Besucher. Weitere Informationen gibt es auf www.landesmuseum-trier.de und www.bistum-trier.de/museum.

(ih)

 

 

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news-103092 Mon, 02 Dec 2019 12:30:29 +0100 Szenen der Menschwerdung Gottes aus Zirbelholz und Bronze https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/szenen-der-menschwerdung-gottes-aus-zirbelholz-und-bronze/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/4/csm_Moroder_Detail_ih_abaec3ffbd.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Museum am Dom zeigt bis zum 26. Januar die Ausstellung "Krippen aus dem Grödnertal - 200 Jahre Schnitzkunst". Trier – Überall dort, wo Christen die Menschwerdung Gottes feiern, stellen sie zur Weihnachtszeit Krippen auf – und das bereits seit dem 13. Jahrhundert, als Franz von Assisi im italienischen Greccio erstmals eine Krippe, wie wir sie heute kennen, errichtete. Seit über zwei Jahrhunderten werden auch im Südtiroler Grödnertal Krippen hergestellt; ursprünglich, um sich in den dunklen Wintermonaten die Zeit zu vertreiben. Einige der Werkstücke werden zurzeit im Museum am Dom Trier gezeigt. Rund 70 Frauen und Männer kamen am 29. November zur Eröffnung der Ausstellung „Krippen aus dem Grödnertal – 200 Jahre Schnitzkunst“. Zu Gast waren Weihbischof Jörg Michael Peters, der Grödner Künstler Filip Moroder Doss und Herbert Costa, der eine Schnitzwerkstatt im Grödnertal betreibt und seine Krippen auf dem Trierer Weihnachtsmarkt anbietet.  

Jesus – Fokus des Lichts

Betritt man den Ausstellungsraum, bemerkt selbst die ungeschulte Nase gleich einen angenehm hölzern-würzigen Duft – charakteristisch für den am häufigsten verwendeten Werkstoff im Grödnertal: das Zirbelholz. Doch hier finden sich nicht nur handgeschnitzte Szenen der Menschwerdung Gottes, sondern auch Plastiken aus anderen Materialien. Eine fällt sofort ins Auge: Die Bronzearbeit „Jesus – Die Pupille des Lichts“ von Filip Moroder Doss ist so beschaffen, dass sich die einfallenden Lichtstrahlen im Jesuskind konzentrieren und sanft auf den Besucher zurückstrahlen.

Breite Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten

Museumsdirektor Markus Groß-Morgen erläuterte das Konzept der alljährlichen Krippenausstellung im Diözesanmuseum: „Mit unseren Krippenausstellungen wollen wir jedes Jahr einen bestimmten Aspekt der Krippenkunst herausstellen. Typisch für das Grödnertal sind handgeschnitzte Krippen.“ Und die gibt es in breiter Vielfalt: „Alpenländische Krippenställe sind dort ebenso zu finden wie orientalische Krippen. Außerdem sieht man an vielen Darstellungen deutlich, wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden. Zum Beispiel, wenn in einer traditionellen Krippe aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Jugendstil-Elemente zu finden sind“, erklärt er. Und weiter: „Im Grödnertal gibt es eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Das wird in der Ausstellung deutlich.“ Zu sehen ist auch eine Werkstatt, anhand derer die Besucher nachvollziehen können, wie die Schnitzkünstler urtümlich arbeiteten.

Die Werkstücke sind Leihgaben aus dem Museum Gherdëina in Sankt Ulrich und von privaten Leihgebern. Die Gestaltung des Raumkonzeptes und der Aufsteller oblag Museumsmitarbeiter Rudolf Schneider. Den musikalischen Rahmen gestalteten Kim Brunner an der Violine und Ulrich Krupp am Klavier vom Angela-Merici-Gymnasium.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Januar 2020 geöffnet, offene Führungen finden am Sonntag, 29. Dezember und am Sonntag, 5. Januar, jeweils um 15 Uhr, statt (Eintrittspreis plus zwei Euro). Weitere Informationen gibt’s auf www.bistum-trier.de/museum.    

(ih)

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news-103089 Sat, 30 Nov 2019 16:59:00 +0100 Der Auftrag der Synode steht nicht in Frage https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/der-auftrag-der-synode-steht-nicht-in-frage/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_CF004073_21x30_quer_8b9ec44b1b.jpg" width="150" height="105" alt="" />In einem Brief wendet sich Bischof Dr. Stephan Ackermann an die Gläubigen im Bistum Trier. Trier - Der Auftrag der Synode, sich „als Christinnen und Christen einzubringen, um als diakonische und missionarische Kirche das Evangelium in unserer Welt neu zum Leuchten zu bringen“, steht nicht in Frage. Das betont Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Brief an die Gläubigen im Bistum Trier, der in den Gottesdiensten am 1. Advent verlesen wird. „Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass der mit der Synode eingeschlagene Weg, den wir mit dem Umsetzungsgesetz konkretisiert haben, ein guter Weg in die Zukunft ist“, schreibt der Bischof. In diesem Sinn werde er auch gegenüber den römischen Behörden Stellung nehmen.

Die römische Kleruskongregation, die für Fragen im Zusammenhang mit den Pfarreien und dem priesterlichen Dienst zuständig ist, hatte Ende November zusammen mit dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte den Vollzug des Umsetzungsgesetzes und damit den Start der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 ausgesetzt, um das Gesetz und die Einsprüche dagegen zu prüfen.

Der Bischof dankt allen, die sich in den letzten Jahren eingebracht haben mit dem Ziel, das kirchliche Leben in den Gemeinden des Bistums zu erneuern – „in der Überzeugung, dass die Erneuerung des kirchlichen Lebens auch eine neue Gestalt der Pfarreien braucht“. Er schreibt: „Das Engagement so vieler Menschen für unsere Kirche war und ist für mich ein ermutigendes und bestärkendes Zeichen, diesen Weg zu gehen.“ Gleichwohl sei ihm bewusst, dass es Menschen gebe, die sich „nicht mitgenommen“ fühlten, und die mit Sorgen und Vorbehalten auf die Entwicklungen im Bistum schauten. Dass eine Gruppe von Priestern wie auch Vertreter der „Initiative Kirchengemeinde vor Ort“ diese Sorge nun in zwei Beschwerden gegen das Umsetzungsgesetz in Rom vorgebracht hätten, sei rechtmäßig, erklärt der Bischof. „Dies dient einem ordentlichen Verfahren und hilft auch dabei, eine größere Rechtssicherheit zu gewinnen.“ Den offenen Ausgang der Prüfung gilt es abzuwarten.

Es gehe nun darum, gute Lösungen für die eingetretene Situation zu finden, damit die Seelsorge vor Ort in verlässlicher Weise gewährleistet bleibt und es angemessene Rahmenbedingungen für alle Haupt- und Ehrenamtliche gebe, die von der Aussetzung des Gesetzes betroffen seien. Der Bischof bittet „all jene, die durch die römische Entscheidung innerlich verärgert und enttäuscht sind, an ihrer Motivation festzuhalten und sich vor Ort weiter aktiv im Sinne der Synode einzubringen“. Diejenigen, die die römische Entscheidung begrüßten, bitte er ebenso „um einen konstruktiven Geist, einen gemeinsamen Weg zu finden zum Segen für die Menschen im Bistum Trier.“ Eine Polarisierung und ein „Gegeneinander verschiedener Parteiungen“ helfe niemandem. 

Bischof Ackermann bittet die Gläubigen um ihr Gebet, zum Beispiel mit diesem Gebet: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/gebet/gebet-fuer-das-bistum/

(JR)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof Synode Synode: Umsetzung
news-103090 Fri, 29 Nov 2019 15:02:00 +0100 Buchmalerei - heilige und weltliche Kunst https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/buchmalerei-heilige-und-weltliche-kunst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/4/csm_IMG_4727_1da97d54b1.jpg" width="150" height="100" alt="" title="IMG 4727" />Goldstaub, bunte Farben und historische Motive: Das gibt es beim Kurs „Buchmalerei als Auszeit“ der Katholischen Erwachsenen Bildung Trier. Trier – Goldstaub liegt in der Luft und auf den Pergamenten. Verschiedene Farben und Motive historischer Buchmalereien liegen auf den Tischen in der Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier. Gerade findet der Kurs „Buchmalerei als Auszeit“ der Katholischen Erwachsenen Bildung (KEB) Trier statt. Die fünf Teilnehmer des Pilot-Projektes, von denen einer sogar extra aus der Schweiz angereist ist, lassen sich von den Exponaten der Schatzkammer inspirieren und malen verschiedene christliche Motive und Initialen.

Diplom Designerin Birgit Maringer nimmt an diesem Kurs wegen der entspannenden und meditativen Wirkung teil, aber auch weil es „eine interessante Gegenposition zur Digitalisierung darstellt und um die alten Techniken vor dem Verlorengehen zu bewahren.“ Die ehemalige Lehrerin Heidemarie Peerenboom malt sogar ausschließlich mit historischen Farben und auf Pergament. „Ich möchte herausfinden, ob ich auch schon im Mittelalter für die Buchmalerei angestellt worden wäre“, sagt Peerenboom. Auch Ernst Wilhelm Lenik aus München lässt sich von Kursleiter Dr. Andreas d´Orfey gern in die Welt der Buchmalerei entführen. Der Schauspieler spielt zur Zeit im Stadttheater Trier und wurde durch seine Kollegen auf den Kurs aufmerksam.
 

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart Bildung Kultur
news-103091 Fri, 29 Nov 2019 15:00:00 +0100 Gespräche über verbindliche Kriterien und Standards von Aufarbeitung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/gespraeche-ueber-verbindliche-kriterien-und-standards-von-aufarbeitung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/2/csm_CF004104_20x20_02_4887813a2a.jpg" width="150" height="150" alt="" title="CF004104 20x20 02" />Die erste Phase der Zusammenarbeit zwischen Bischof Stephan Ackermann und Johannes-Wilhelm Rörig und der Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ ist abgeschlossen. Berlin/Trier - Zum dritten Mal haben sich am 28. November Bischof Dr. Stephan Ackermann und Johannes-Wilhelm Rörig gemeinsam mit Vertretungen der katholischen Kirche in Deutschland und der Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ zum Gespräch über verbindliche Kriterien und Standards der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche getroffen. Nach Veröffentlichung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) wurde ein gemeinsames Engagement vereinbart. Nach Treffen im Mai und September 2019 konnte nun die erste Phase der Zusammenarbeit abgeschlossen werden.

Bischof Dr. Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, zeigten sich sehr zufrieden, dass am gestrigen Tag Einigung zu den Eckpunkten hergestellt werden konnte, nach denen die unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in den Diözesen transparent und nach einheitlichen Kriterien erfolgen soll. Einvernehmen wurde zudem zur Einbindung von unabhängigen Expertinnen und Experten und Betroffenen in den Aufarbeitungsprozessen  erzielt.

Rörig sagte: „Ich bin erleichtert, dass wir uns mit Bischof Dr. Ackermann gestern auf Eckpunkte künftiger Strukturen der Aufarbeitung einigen konnten. In Diözesen, in denen diese Eckpunkte Verbindlichkeit erlangen, wird sichergestellt, dass Betroffene an der institutionellen Aufarbeitung mitwirken und bei der individuellen Aufarbeitung bestmögliche Unterstützung erhalten. Ich setze darauf, dass sich alle Erzbischöfe und Bischöfe unserem Konsens anschließen.“ Bischof Ackermann äußerte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Zusammenarbeit: „Als katholische Kirche in Deutschland bemühen wir uns seit Jahren um eine Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs. Wir wollen die zukünftigen Aufarbeitungsprozesse nach einheitlichen Rahmenbedingungen gestalten und sind dankbar, dass wir hierbei vom Unabhängigen Beauftragten und den Mitgliedern der bei ihm eingerichteten Arbeitsgruppe unterstützt werden.“

Im nächsten Schritt werden jetzt in einem innerkirchlichen Abstimmungsprozess Rückmeldungen zu den Eckpunkten eingeholt, so Bischof Ackermann und Johannes-Wilhelm Rörig, um dann im Frühjahr 2020 eine abgestimmte Handlungsgrundlage für die Aufarbeitung in den Diözesen zu haben.

Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“

Anfang Dezember 2018 hat der Unabhängige Beauftragte Rörig gemeinsam mit Mitgliedern der Aufarbeitungskommission und des Betroffenenrates die Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ eingesetzt. Die Arbeitsgruppe hat Eckpunkte für eine umfassende Aufklärung und unabhängige Aufarbeitung entwickelt, die mit Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche weiterentwickelt werden.

(red)

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Trier bistum-trier Bischof Prävention
news-103088 Fri, 29 Nov 2019 12:10:04 +0100 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/200-jahre-krippen-schnitzkunst/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Krippe_Senoner_028e5db4c5.jpg" width="150" height="113" alt="" />Ab dem 29. November stellt das Museum am Dom Krippen aus dem Grödnertal aus. Die Exponate können bis 26. Januar 2020 besichtigt werden. Trier – Das Museum am Dom zeigt ab Freitag, dem 29. November, 200 Jahre Krippen-Schnitzkunst des Grödnertals. Die Krippen sind sowohl Leihgaben vom Museum Gherdëina in St. Ulrich sowie von Privatpersonen.

Einen ersten Aufschwung erlebte die Krippenschnitzkunst aus dem Grödnertal nach dem Verbot der öffentlichen Krippen durch Kaiser Josef II. im Jahr 1782. So entstanden in der Zeit des Biedermeier erstmals Krippen in großer Zahl für private Haushalte. Durch die im Jahr 1872 in St. Ulrich gegründete Schnitzschule gab es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder neue künstlerische Impulse. Neben den Figurenkrippen entstanden auch Reliefs und Blockkrippen.

In den vergangenen Jahren konnten im Museum am Dom unter anderem böhmische Landschaftskrippen, afrikanische Krippen, die Hallersche Papierkrippe und Weihnachtskrippen polnischer Holzschnitzer betrachtet werden.

Die Exponate können von Freitag, 29. November 2019, bis Sonntag, 26. Januar 2020, besichtigt werden, jeweils Dienstag bis Samstag um 9-17 Uhr und Sonn- und Feiertags um 13-17 Uhr. Die Eröffnung findet am Freitag, den 29. November um 18.30 Uhr im Museum am Dom statt. Neben verschiedenen Führungen gibt es auch einen Bastelworkshop für Kinder an den Samstagen 7. und 14. Dezember jeweils um 10-12 Uhr für 10 Euro pro Person.

Weitere Informationen gibt es unter 0651-7105-255 oder per E-Mail unter museum(at)bistum-trier.de.

(aw)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier
news-103087 Fri, 29 Nov 2019 08:33:39 +0100 Hilfe bei Ausbildung und Integration in Arbeitsmarkt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/hilfe-bei-ausbildung-und-integration-in-arbeitsmarkt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_arbeitsmarkttagung_liga_saar_6039cc0b55.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Arbeitsmarkttagung liga saar" />Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar hat eine Fachtagung zu „Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten“ veranstaltet. Saarbrücken ­- Junge Geflüchtete brauchen eine flexiblere schulische und berufliche Förderung, damit sie einen Ausbildungs- oder dauerhaften Arbeitsplatz finden können. Diesen politischen Handlungsbedarf sieht die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar, die am  27. November in Saarbrücken eine Fachtagung zu „Arbeitsmarktintegration von jungen Geflüchteten“ veranstaltet hat. Grundlegend für einen erfolgreichen Weg in den Arbeitsmarkt sind zum Beispiel eine gute Beherrschung der deutschen Sprache, ein Schulabschluss, eine verlässliche sozialpädagogische Begleitung  oder eine gezielte Information über Berufswege. Bernward Hellmanns, der Vorsitzende der Liga Saar, forderte unter anderem eine gesetzlich verankerte Ausbildungsplatzgarantie für junge Flüchtlinge. Er bezeichnete Integration als einen langwierigen Weg, auf dem die Geflüchteten gut begleitet werden müssen. Dies umso mehr, da ein großer Teil der Geflüchteten im Saarland unter 35 Jahren alt ist. Viele von ihnen mussten kriegs- und fluchtbedingt ihre Schul- und Hochschulausbildung abbrechen, und viele sind ohne Berufsabschlüsse.

Ihre Forderungen äußerten die LIGA-Vertreter in einer Diskussionsrunde mit der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, die betonte: „Maßnahmen zur Verbesserung des Übergangs in eine Ausbildung oder den Arbeitsmarkt müssen für geflüchtete Menschen so konzipiert sein, dass verschiedene Hürden überwunden werden, sei es unterschiedliche Qualifikationsgrade, Sprachbarrieren oder der Bedarf an Stärkung sozialer oder kultureller Kompetenzen.“ Alle Ausbildungsmarktakteure im Saarland leisteten hierbei einen wichtigen Beitrag. Um die Potentiale für den Arbeitsmarkt nutzen zu können, müsse die Integration in Schule, Ausbildung und schließlich in Beschäftigung aktiv begleitet werden. „Von richtiger Weichenstellung profitiert am Ende die gesamte Gesellschaft“, so Rehlinger. Sie signalisierte Gesprächsbereitschaft für die von der LGA beschriebenen Handlungsbedarfe. Dr. Martina Messan, die Vorsitzende des LIGA-Fachausschusses Arbeit, fasste das politische Ziel der LIGA zusammen: „Wir treten dafür ein, eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration voranzutreiben. Dazu möchten wir eine politische Diskussion darüber einleiten, was es braucht, damit dies gelingen kann.“

Zuvor hatten Astrid Klein-Nalbach (Diakonisches Werk an der Saar) und Dr. Martina Messan Informationen aus der aktuellen Arbeit der Jugendberufshilfe im Saarland vermittelt. So gibt es für jugendliche Geflüchtete zwar gute Möglichkeiten, sich über die Berufsschule oder Förderprogramme zu qualifizieren. Allein am Saarländischen Landesprogramm „Ausbildung jetzt“ zur Vorbereitung und Begleitung während einer Ausbildung nehmen seit 2016 rund 330 Geflüchtete teil. Für junge Erwachsene, die bereits volljährig sind, ist es jedoch sehr schwierig  oder gar unmöglich, in Klassen zur Schulischen Berufsvorbereitung einzumünden, da sie nicht mehr berufsschulpflichtig sind.

Helmut Selzer, Leiter der Caritaseinrichtungen Lebach, stellte Beispiele vor, wie junge Geflüchtete in Projekten im Saarland gefördert werden. Neben den Jugendmigrationsdiensten bieten die Projekte „Pro Integra“ und „SABENE – Beratungsnetzwerk für Flüchtlinge im Saarland“ Chancen für geflüchtete Jugendliche. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz vermittelt das Projekt „FaiR – Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region“ junge Menschen in Ausbildung oder Job, wie Caritasmitarbeiter Gregor Bell darlegte.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Integration junger Geflüchtete stellten Bernd Holthusen (Deutsches Jugendinstitut) und Professor Dr. Ruth Enggruber (Hochschule Düsseldorf) vor. Dr. Enggruber wies insbesondere auf die Tatsache hin, dass junge Frauen stark unterrepräsentiert sind, was die berufliche Bildung betrifft.

(red)

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Saarbrücken caritas-trier Caritas / Soziales Flüchtlinge Politik / Gesellschaft
news-103086 Thu, 28 Nov 2019 16:23:42 +0100 72-Stunden-Aktion mit Bambi ausgezeichnet https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/72-stunden-aktion-mit-bambi-ausgezeichnet/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/e/csm_72-Stunden_5839a6500c.jpg" width="150" height="91" alt="" title="72 Stunden" />Im Bistum können sich 3.700 Kinder und Jugendliche über den Preis freuen. Insgesamt 160.000 junge Leute hatten sich bei der bundesweiten Aktion im Mai engagiert. Baden-Baden – Die Überraschung war groß für hunderttausende Engagierte aus den katholischen Jugendverbänden: Thomas Gottschalk und Linda Zervakis überreichten den Medienpreis Bambi am 21. November stellvertretend für alle an der 72-Stunden-Aktion engagierten Jugendlichen an Helena, Magdalena, Jule und Claudio aus dem Bistum Freiburg.

Rund 160.000 Kinder und Jugendliche hatten sich bei der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom 23. bis 26. Mai 2019 engagiert. Dafür erhielten sie den begehrten Medienpreis. Mit ihrem Einsatz stünden die jungen Leute für ein menschenfreundliches Deutschland und seien ein positives Beispiel für alle, hieß es in dem Laudatio-Film.

Im Bistum Trier ist die Freude über diese Anerkennung groß: „Wir freuen uns, dass mit diesem Preis auch das großartige Engagement von 3.700 Kindern und Jugendlichen während der Aktion im Bistum Trier gewürdigt wird. Sie sind unsere Zukunft, sie packen an, engagieren sich, mischen in politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Themen mit und geben Zeugnis in die Gesellschaft. Sie zeigen damit ein junges, motiviertes und positives Gesicht von Kirche“, sagte Susanne Kiefer, Vorsitzende des BDKJ-Diözesanverbandes Trier.

Der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie rückte die Engagierten selbst in den Vordergrund, indem er sich bei ihnen bedankte und klarstellte „Der Bambi ist euer Preis“.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

Weitere Informationen gibt es auf www.bdkj.de und unter Tel.: 0211-4693155.

(aw)

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RSS Feeds bistum-trier 72Stunden-Aktion
news-103039 Wed, 27 Nov 2019 10:22:00 +0100 Firmvorbereitung in jugendlicher Hand https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/firmvorbereitung-in-jugendlicher-hand/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/e/csm_AK_Firmung_Maifeld_c4f9cab46d.jpg" width="150" height="113" alt="" title="AK Firmung Maifeld" />Seit 2012 gibt es in der Pfarreiengemeinschaft Maifeld den Arbeitskreis Firmung: Junge Menschen unterstützen Jugendliche auf ihrem Weg zum Sakrament der Firmung Vallendar/Polch – Es ist wuselig, etwas Stille kehrt erst ein, als eine Feuerschale angezündet und ein Impuls vorgelesen wird. Fast 80 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Maifeld bereiten sich auf ihre Firmung vor. Das Besondere: Begleitet werden sie dabei in erster Linie von jungen Menschen.

„Es macht Spaß“, berichtet Manuel Lellmann. Der Polcher bereitet mit 25 anderen die vier Tage im Haus Wasserburg in Vallendar vor. Das Angebot dreht sich in erster Linie um das Leben der Firmbewerberinnen und Firmbewerber sowie um den eigenen Glauben. „Was sind ihre Wurzeln? Was wollen sie mal werden?“, lauten Fragen, die in das Programm miteinfließen, berichtet der 21-Jährige. „Die Firmung ist auch ein: Zu-sich-selbst-finden. Das zeigen wir hier“, erklärt er weiter. Wie diese Themen umgesetzt werden, da sind die Jugendlichen recht frei. „Ich möchte, dass die Betreuer und die Firmbewerber ihr eigenes Potenzial entdecken“, erklärt Renate Schmitt. Die Gemeindereferentin koordiniert als Hauptamtliche den Arbeitskreis Firmung, den es seit 2012 gibt.

Angela Pinger ist schon seit einigen Jahren im Arbeitskreis aktiv. Sie benennt einen Vorteil dieser Art der Firmvorbereitung: „Wir sind authentische Ansprechpartner im Glauben“. Es entstehen immer wieder persönliche Gespräche, weiß die 19-jährige Kathrin Blatt, die zum zweiten Mal das Wochenende organisiert. „Auf diese Weise kann Glaube in Zukunft auch weitergegeben werden“, ist sich Angela Pinger sicher. „Jeder ist hier angenommen – das ist für mich Glaube“, berichtet die 22-Jährige und bezieht sich dabei nicht nur auf die Vorbereitungsgruppe, sondern auch auf die Firmbewerberinnen und Firmbewerber.

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Firmung Jugendliche Junge Erwachsene Kinder- und Jugendpastoral Redaktion Koblenz RSS Feeds bistum-trier Jugend
news-103084 Wed, 27 Nov 2019 08:53:47 +0100 Sieben Stationen für den Frieden quer durch Trier https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/sieben-stationen-fuer-den-frieden-quer-durch-trier/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_Kardinal_Barreto_Friedensweg_8afd917634.jpg" width="150" height="100" alt="Kardinal Barreto in La Oroya 2018 nach einem Gottesdienst. (Bildnachweis: Adveniat)" />Adveniat-Gast Kardinal Pedro Barreto aus Peru begleitet gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann den Friedensweg am 8. Dezember durch die Innenstadt. Trier – Zum Auftakt der diesjährigen Adveniat-Aktion lädt die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier am 8. Dezember zu einem Friedensweg quer durch die Bischofsstadt ein. Gemeinsam mit Bischof Dr. Stephan Ackermann, Kardinal Pedro Barreto aus Peru und Pater Michael Heinz, Geschäftsführer von Adveniat, erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sieben individuell gestaltete Stationen. Dort erwartet sie Gebet, Musik und Einblicke in die Arbeit von Adveniat aus erster Hand.

Der Friedensweg startet um 15 Uhr in der Kirche Christkönig in Trier-West, führt über das Benedikt-Labre-Haus und entlang der Mosel zur Synagoge und nach St. Antonius, verläuft über den Weihnachtsmarkt und endet mit einer Vesper im Trierer Dom. Im Anschluss ab 18.30 Uhr bietet sich Gelegenheit zur Begegnung im Romanischen Saal. Statt des gesamten Weges können Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einzelne Teilstrecken mitwandern.

Weitere Informationen gibt es auf www.weltkirche.bistum-trier.de,  E-Mail: weltkirche(at)bgv-trier.de und Tel.: 0651-7105-395.
(ih)

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Weltkirche
news-103081 Tue, 26 Nov 2019 15:36:11 +0100 Kein Start zum 1. Januar 2020 https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/kein-start-zum-1-januar-2020/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Generalvikar_PK_6a19a2dce6.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Bistum Trier gibt die Maßnahmen infolge der Aussetzung des Umsetzungsprozesses bekannt. Trier – Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg hat am 26. November bekannt gegeben, dass Bischof Dr. Stephan Ackermann die Dekrete zur Aufhebung der bisherigen Pfarreien, Kirchengemeinden, Pfarreiengemeinschaften und Kirchengemeindeverbände sowie zur Errichtung der ersten 15 Pfarreien der Zukunft zum 1. Januar 2020 zurücknehmen wird. Dies geschieht aufgrund der Entscheidung der vatikanischen Kleruskongregation, das Umsetzungsgesetz auszusetzen und vom Päpstlichen Rat für Gesetzestexte prüfen zu lassen.

Derzeit werde geprüft, welche weiteren Konsequenzen die Aussetzung habe. Der Erneuerung des kirchlichen Lebens im Bistum Trier, wie im Abschlussdokument der Bistumssynode dokumentiert, wisse man sich weiterhin verpflichtet, sagte Generalvikar von Plettenberg.

Die Aufhebungs- und Errichtungsdekrete, die bereits versandt worden waren, werden vom Bischof per neuem Dekret zurückgenommen. Eine Beschwerde erübrige sich somit. Von der Errichtung der neuen Pfarreien zum 1. Januar 2020 werde abgesehen – für die derzeit amtierenden Pfarrgremien werde es ein Übergangsmandat geben. Die Anstellungsverhältnisse der Frauen und Männer in den geplanten Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft werden beibehalten.

Auf die Bitte von Rom, Stellung zu beziehen, werde Bischof Ackermann zeitnah eingehen, sagte von Plettenberg. Am Wochenende wird sich der Bischof auch mit einem geistlichen Wort an die Gläubigen in seinem Bistum richten.

Weitere Informationen gibt es im angehängten PDF.  / Informationen zur Synodenumsetzung unter: www.bistum-trier.de/herausgerufen

(ih)                              

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103082 Tue, 26 Nov 2019 14:27:00 +0100 Ehrenamtliches Engagement, Emotion und Entlastung https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/ehrenamtliches-engagement-emotion-und-entlastung/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_Burgermeister-Ochtendung-mik-25112019_660ea9d9d2.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sprechen mit Bürgermeistern über die Synodenumsetzung. Ochtendung – Weihbischof Jörg Michael Peters, Bischofsvikar für den Visitationsbezirk Koblenz, und Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg haben sich mit mehr als 20 Bürgermeistern aus der Region am 25. November in Ochtendung getroffen. Sie hatten die Kommunalpolitiker eingeladen, um über die Umsetzung der Beschlüsse der Diözesansynode zu informieren und zu diskutieren.. Kurz vor dem Treffen war bekannt geworden, dass die römische Kleruskongregation das von Bischof Dr. Stephan Ackermann erlassene Gesetz zur Umsetzung der Diözesansynode ausgesetzt hatte, um kirchenrechtliche Prüfungen vorzunehmen, und damit die Errichtung der Pfarreien der Zukunft zunächst gestoppt hatte.

Weihbischof und Generalvikar nutzen die neue Ausgangslage, in der nun geklärt wird, welche Auswirkungen die Aussetzung auf konkrete Detailfragen hat, um erneut über die Hintergründe und Motive der Synodenumsetzung zu informieren. Dabei erinnerte Generalvikar von Plettenberg an die vier von der Synode beschlossenen Perspektivwechsel, um vom Einzelnen her denkend synodal und charismenorientiert in großen Räumen der Vernetzung zu handeln. „Die geplanten Pfarreien sind dafür der Organisationsrahmen. Das kirchliche Leben findet jedoch an vielfältigen Orten von Kirche statt, in den Gemeinden, in Gruppen und mit viel Engagement, gerade auch von Ehrenamtlichen“, sagte von Plettenberg. Das wolle man stärken.

Entlastung von kleinteiliger Verwaltungsarbeit, Freiräume für die Seelsorge

Wenn es künftig nur noch 35 Pfarreien als Organisationseinheiten im Bistum geben soll, dann sei damit auch eine Entlastung der vorhandenen Seelsorgerinnen und Seelsorger von bisherigen Verwaltungsaufgaben verbunden. Die damit gewonnenen Freiräume könnten dafür genutzt werden, Seelsorge nah bei den Menschen zu bieten: „Priester und Frauen und Männer aus den anderen pastoralen Berufsgruppen verschwinden ja nicht einfach, sondern bleiben vor Ort“, erklärte Weihbischof Peters zu vorgetragenen Sorgen, dass die Kirche sich aus der Fläche an zentrale Pfarrorte zurückziehen könnte.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Synode Synode: Umsetzung
news-103080 Tue, 26 Nov 2019 11:42:26 +0100 „Meine Welt DiVers“ https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/meine-welt-divers/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_Vorstand_DPSG_Trier_baaa418685.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Vorstand DPSG Trier" />Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich bei der Diözesanversammlung der DPSG Trier mit Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und Nachhaltigkeit beschäftigt. Marienburg (Zell) – Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt standen bei der 84. Diözesanversammlung (DiVers) der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) vom 23. bis 24. November im Mittelpunkt. Etwa 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder kamen unter dem Motto „m/w/d - meine Welt DiVers“ auf der Marienburg zusammen, um die Projekte des nächsten Jahres im Diözesanverband Trier zu planen und zu gestalten.

Die Bezirksvorstände und die Diözesanleitung beschlossen verschiedene Anträge zu Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit und zur Zukunft des Verbandes und diskutierten diese Themen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch wurden sowohl neue als auch bewährte Mitglieder der Diözesanleitung, des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ernannt und gewählt. So wurden Katrin Rinke als Diözesanvorsitzende und Peter Zillgen als Diözesankurat wieder gewählt; Sebastian Kraus bleibt Diözesanvorsitzender.

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Themenart 72Stunden-Aktion Bildung Bolivienpartnerschaft Caritas / Soziales Ehrenamt Inklusion Jugend Kirchliche Verbände
news-103079 Tue, 26 Nov 2019 10:51:01 +0100 Impulse aus der Bibel zum Thema Nachhaltigkeit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/impulse-aus-der-bibel-zum-thema-nachhaltigkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/3/csm_nachhaltig-predigen_01_10ffb38c5e.jpg" width="150" height="81" alt="" />Das ökumenische Kooperationsprojekt „nachhaltig predigen“ gibt seine Predigtanregungen für das Kirchenjahr 2019/2020 heraus. Trier – Predigtanregungen zum Thema Nachhaltigkeit sind auch für das Kirchenjahr 2019/2020 wieder auf der Internetseite www.nachhaltig-predigen.de zu finden. Das ökumenische Angebot wird von 27 katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen sowie zwei anglikanischen Diözesen getragen. Es wird von „Brot für die Welt“ gefördert.

Im kommenden Kirchenjahr steht als Schwerpunkt das Thema „Verwundbarkeit“ im Fokus: zum einen die Verwundbarkeit des Planeten Erde und zum anderen die Verwundbarkeit der Menschen, und wie Christinnen und Christen damit im Alltag umgehen können. Die Bibel enthalte ein tragfähiges Konzept für eine global zukunftsfähige Entwicklung ohne soziale Ungerechtigkeit und Ausbeutung, und für ein Miteinander in Frieden und gegenseitiger Achtung, so die Autorinnen und Autoren von „nachhaltig predigen“. Diese Zusammenhänge soll die Impulsreihe erschließen und Anregungen für Predigten, aber auch für alle anderen Interessierten bereitstellen.

(sb)

 

 

 

 

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news-103078 Mon, 25 Nov 2019 16:20:52 +0100 In der Nachfolge Wort und Licht Christi in die Welt bringen https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/in-der-nachfolge-wort-und-licht-christi-in-die-welt-bringen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/6/csm_Neue-Diakone-2_206d58e69a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Robert Brahm hat sieben Seminaristen des Priesterseminars zu Diakonen geweiht. Trier – „Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst“ – unter dieses Leitwort haben sich sieben junge Männer aus dem Bistum Trier gestellt. Weihbischof Robert Brahm hat am 23. November im Trierer Dom die Seminaristen des Priesterseminars Carsten Mayer, Stephan Schmidt, Dominik Schmitt, Stephan Schramm, Bernd Schütz, Patric Schützeichel und Jonas Staudt im Auftrag von Bischof Stephan Ackermann zu Diakonen geweiht. Künftig werden sie ihren Dienst in den Pfarreiengemeinschaften Andernach, Dillingen und Mayen, Saarbrücken und Waldrach sowie im Bischöflichen Generalvikariat leisten.

Es sei ein Tag der Freude und ein großes Geschenk für die Diözese Trier, sagte der Weihbischof in der vollbesetzten Bischofskirche. In seiner Predigt ging er der Frage nach, welche Bedeutung der Begriff „Nachfolge“ hat. Gebe man ihn als Stichwort bei Google ein, so erhalte man 2,5 Millionen Einträge, wovon nur die wenigsten einen theologischen Bezug hätten. Überwiegend sei der Begriff dort mit betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen verbunden. Es gebe „genaue Fahrpläne, wie Nachfolge etwa in einer Firma ablaufen solle“ oder wie ein „Notfallplan“ aussehen könne. In der säkularen Welt von heute hätte Jesus vermutlich viele Zuhörer, vermutete der Weihbischof. Seine Reden an die Menschen sagten nämlich viel darüber aus, was es bei einer „Nachfolge“ zu beachten gebe und zeigten Ähnlichkeiten zu heutigen Tipps und Hinweisen an „Nachfolger“. Von Engagement, Durchhaltevermögen und erforderlichem Verzicht bis hin zu den Kosten für einen erfolgreichen Weg gelte es, alles genau zu bedenken, bevor man eine Nachfolge antrete. „Jesus sagt es genauso: Prüfe, ob du es leisten kannst und willst, dem Menschensohn nachzufolgen“, erklärte Brahm mit Verweis auf das Evangelium. Darin werde keine Herausforderung verschleiert, und niemand müsse diese Nachfolge antreten. Wer aber nachfolgen wolle, der müsse genau prüfen, was das bedeute. „Nachfolge ist aber zum Scheitern verdammt, wenn man auf dem Weg nur zurückschaut und in alten Rollenbildern verharrt“, betonte Brahm. Wie für den unternehmerischen Betrieb, gelte auch für den Weg der Nachfolge Jesu, sich nach vorne auf ein neues Ziel hin zu orientieren. Im Loslassen des Alten gelte es, Blick, Hände, Herz und Geist für das Neue zu öffnen. Jesus sei dabei kein „Unternehmensberater seiner Zeit“ gewesen, es sei ihm nicht um ein Produkt oder eine Dienstleistung gegangen, die fit gemacht werden sollten für die Zukunft. Sondern seine Worte hätten sich auf das Reich Gottes als das klare Ziel allen Seins und Handelns gerichtet.

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news-103077 Mon, 25 Nov 2019 16:12:20 +0100 Verbindung zwischen digitaler und analoger Welt https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/verbindung-zwischen-digitaler-und-analoger-welt/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/6/csm_ACK_HWK_3_ad8729fce1.jpg" width="150" height="126" alt="" title="ACK HWK 3" />Bischof Dr. Stephan Ackermann segnete das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier ein. Trier – Am vergangenen Freitag, 22. November, hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Trier (HWK) vor rund 150 Gästen eingesegnet. Anlass war die Sitzung der HWK-Vollversammlung, die zum ersten Mal in dem neuen Gebäude tagte.

In seiner Rede lobte der Bischof das Handwerk. Werte wie Verlässlichkeit, Unterstützung, Fürsorge und Wahrhaftigkeit würden dort eine große Rolle spielen. Das sei im digitalen Zeitalter, in dem viele hinter dem Bildschirm verschwinden, besonders wichtig. Das Handwerk würde die digitale Welt mit der analogen, wirklichen Welt verbinden. „Das Handwerk ist eine Garantie dafür, dass wir gut in unserer realen Welt leben können“, sagte der Bischof. Bei der Einsegnung las er eine Passage aus dem Matthäus-Evangelium und wünschte, dass "Gott seine schützende Hand über die Menschen halten möge, die in diesem Gebäude arbeiten und dort ein- und ausgehen".

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Bischof
news-103076 Mon, 25 Nov 2019 14:50:39 +0100 Jugendliche im Glauben stärken https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/jugendliche-im-glauben-staerken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_WB-Segnung-der-Firmkreuze_536dd98b60.jpg" width="150" height="112" alt="" title="WB Segnung der Firmkreuze" />In der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern spendete Weihbischof Franz Josef Gebert 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung Ochtendung – Weihbischof Franz Josef Gebert hat am Freitag, 22. November, in der Pfarreiengemeinschaft Ochtendung-Kobern 38 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Vor dem Firmgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin hatten sich die Firmlinge mit dem Weihbischof im Gemeindezentrum getroffen. Dort konnten die jungen Gläubigen Fragen stellen und kamen über Gott und die Welt ins Gespräch.

In seiner Predigt ging der Weihbischof unter anderem auf die letzten Tage des Kirchenjahres sowie auf das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen ein. Jene, die gerüstet und vorbereitet waren, nahmen Öl für ihre Lampe mit, als sie dem Bräutigam entgegen gingen. Die anderen fünf aber vergaßen das Öl. Jesus wolle die Gläubigen in dem Gleichnis aufmerksam machen, klug und wachsam zu sein, und an das zu denken, was wirklich zähle. „Gott umwirbt uns mit seiner Treue und seiner Verlässlichkeit“, so Gebert. Er freue sich, dass er das Sakrament der Firmung spenden und mit dem Öl im Namen der Kirche ein Kreuz auf die Stirn der Jugendlichen zeichnen dürfe. Es zeige, „dass Ihr euch auf Gott verlassen könnt. Es ist ein Echtheitszertifikat, ein Gütesiegel. Ihr sollt nie vergessen, dass Gott zu euch steht und dass ihr für ihn eine große Bedeutung habt.“

In der Firmvorbereitung den persönlichen Zugang zu Gott finden

Die Vorbereitungszeit auf ihre Firmung begann für die Firmlinge unter der Leitung von Gemeindereferentin Angela Kläs bereits Ende August mit einer Auftaktveranstaltung im Gemeindezentrum. In verschiedenen Projektgruppen machten sich die Jugendlichen auf den Weg, die christliche Nächsten- und Selbstliebe praktisch zu erleben und umzusetzen. Dabei wurden sie von neun Projektkatecheten begleitet. In den darauffolgenden Wochen gab es Zeit und Raum, einen persönlichen Zugang zu Jesus und Gott zu suchen und (wieder) zu finden. Am Firmwochenende selbst waren die Jugendlichen kreativ: Sie bastelten Engel aus einem alten Gotteslob und stellten „Samenkugeln" und Ringelblumensalbe her. Aus Holzkreuzrohlingen fertigten sie eigene Firmkreuze. Diese hingen im Chorraum und wurden vom Weihbischof gesegnet. Die Jugendlichen durften nach ihrer Firmung ihr persönliches Firmkreuz als Andenken mit nach Hause nehmen. Im Vorfeld der Firmung hatte es auch einen Jugendgottesdienst gegeben und eine Beichte, „in der die Jugendlichen mit sich und Gott in Berührung kommen und ihre persönliche Bereitschaft vertiefen konnten, wirklich als Christ leben zu wollen“, so Gemeindereferentin Angela Kläs. Glückwünsche an die Neugefirmten aus der Pfarreiengemeinschaft überbrachte der Pfarreienrat-Vorsitzende Holger Mack. 

Die Gestaltung des Firmgottesdienstes hatten die Jugendlichen im Rahmen des Firmwochenendes erarbeitet. Das Kyrie trugen Anna Uhl und Karina Meidt, die Begrüßung Franziska Gemmel, Gesa Etzkorn und Rica Zieger vor. Die Fürbitten lasen unter anderem Benedikt Racette und Celine Martin. Die Lesung übernahm die Firmbewerberin Franziska Gemmel. Die musikalische Gestaltung oblag dem Kirchenchor Cäcilia und den Young Voices sowie der Organistin Ulrike Schlich.

(red)

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier RSS Feeds bistum-trier Seelsorge
news-103075 Fri, 22 Nov 2019 16:26:35 +0100 Nicht mutlos werden https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nicht-mutlos-werden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/2/9/csm_logo_katholikenrat_3d6c86d114.jpg" width="137" height="150" alt="Das Logo des Katholikenrates" title="Logo Katholikenrat" />Der Katholikenrat des Bistums Trier hat die Aussetzung des Umsetzungsgesetzes durch die römische Kleruskongregation als "zum absolut falschen Zeitpunkt" kritisiert. "Mit Erschrecken und Unverständnis" hat der Katholikenrat des Bistums Trier die Nachricht aufgenommen, dass die römische Kleruskongregation mit Schreiben vom 21. November den Vollzug des Umsetzungsgesetzes zur weiteren Prüfung ausgesetzt hat: „Einige wenige Menschen in unserem Bistum haben für sich entschieden, das, was synodal in unserem Bistum als Antwort auf die Fragen nach einer zukunftsfähigen Trierischen Kirche erarbeitet wurde, durch Rom überprüfen zu lassen“, erklärte Manfred Thesing, Vorsitzender des Katholikenrates. "Die Aussetzung kommt zum absolut falschen Zeitpunkt." Denn, so Thesing weiter: „Wir hören und spüren, dass viele Menschen froh sind, dass es endlich losgehen kann."

Es gebe Punkte in der Umsetzung, die unterschiedlich gesehen werden. "Natürlich sind im Verlaufe der nächsten Zeit einige Korrekturen an der einen oder anderen Stelle notwendig, aber die dazu notwendigen Instrumente sind ja den Pfarreien der Zukunft zum Beispiel durch eine Synodalversammlung und durch die mandatierten Mitglieder des Rates der Pfarrei an die Hand gegeben." Der Katholikenrat bitte alle, "die sich voller Tatendrang auf den zukunftsfähigen Weg unserer Trierischen Kirche gemacht haben, nicht den Wagenstopp zum Anlass zu nehmen, auszusteigen. Und wir bitten unseren Bischof, nicht mutlos zu werden. Wir sind auf dem richtigen Weg, indem wir das umsetzen, was die Synode gemeinsam erarbeitet hat“, unterstrich der Katholikenratsvorsitzende.

Priester einer Priestergemeinschaft hatten sich bei der Kleruskongregation beschwert

Der Katholikenrat nimmt Bezug auf die Nachricht vom 21. November, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Das Bistum Trier hat daraufhin angekündigt, dass Bischof Dr. Stephan Ackermann wie von der Kongregation erbeten Stellung nehmen werde zu der Beschwerde, die die Priestergemeinschaft Unio Apostolica eingereicht hatte. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg werde zusammen mit den Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat prüfen, welche Konsequenzen die Aussetzung des Vollzugs habe und welche Maßnahmen nötig seien. Als erste Maßnahme hat Bischof Ackermann verfügt, dass die geplanten Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt werden.

Katholikenrat vertritt Anliegen der Katholiken im Bistum

Der Katholikenrat fördert als gewähltes Gremium satzungsgemäß "die apostolische Tätigkeit im Bistum und koordiniert die Kräfte des Laienapostolats". Ihm obliegt es demnach insbesondere, "die Anliegen der Katholiken des Bistums in der Öffentlichkeit zu vertreten". Dem Katholikenrat gehören nach eigenen Angaben zur Zeit 44 aus den Dekanatsräten gewählte und von kirchlichen Verbänden delegierte sowie drei berufene Mitglieder an.

www.bistum-trier.de/katholikenrat

(mik)

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Katholikenrat Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Synode des Bistums (2012 bis 2016) Bistums-Synode Synode Umsetzung Kirchliche Verbände Synode Synode: Umsetzung Umsetzung Synode
news-103074 Fri, 22 Nov 2019 16:15:41 +0100 Synodalität ist eine Grundhaltung der Kirche https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/synodalitaet-ist-eine-grundhaltung-der-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_3-Ackermann-Baetzing-Lichtenthaler-19-11-21-Martinsempfang-081.JPG_395089379_dda478a3f0.jpg" width="150" height="100" alt="Bischof Ackermann und Ministerin Bätzing-Lichtenthäler" title="Bischof Ackermann und Ministerin Bätzing-Lichtenthäler (Foto: Alexander Matschak, Bistum Mainz)" />Beim traditionellen St. Martins-Empfang in Mainz sprach der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zum Thema „Synodalität und Demokratie – Überlegungen angesichts aktueller Diskussionen in Kirche und Gesellschaft“.

Mainz. „Sowohl die Kirche wie auch die Gesellschaft stehen vor großen Zerreißproben. Für uns als katholische Kirche hängt sehr viel davon ab, ob der eingeschlagene Synodale Weg uns zu einem versöhnten Neuaufbruch verhilft. Ähnliches aber scheint mir von unserer Gesellschaft zu gelten, die wieder gemeinsame, wertehaltige Grundkonsense benötigt, um die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft, die uns etwa in den Stichworten Klimawandel und Digitalisierung begegnen, so meistern zu können, dass eine humane und nachhaltige Zukunft auch und gerade für die nachwachsende Generation offensteht.“ Das sagte der Speyrer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Ansprache beim traditionellen St. Martins-Jahresempfang am Donnerstagabend, 21. November, in Mainz. Der Vortrag von Bischof Wiesemann stand unter der Überschrift „Synodalität und Demokratie – Überlegungen angesichts aktueller Diskussionen in Kirche und Gesellschaft“.

Wiesemann bezeichnete Synodalität als eine Grundhaltung der Kirche: „Es geht – bei und in aller Wahrung der Leitungsverantwortung der Bischöfe – um eine Kirche, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen. In der alle gehört werden und alle etwas zu sagen haben. Aber auch um eine Kirche, die um ihre Vorläufigkeit weiß. Die aufmerksam sein muss für das Wirken des Heiligen Geistes in den ,Zeichen der Zeit‘. Die nicht mit fertigen Lösungen daherkommt, sondern sich offen, kritikfähig und veränderungsbereit auf einen echten Dialog mit der Welt von heute einlässt.“ Gleichzeitig setze Synodalität für ihr Gelingen, und das verbinde sie entscheidend mit der Demokratie – „eine hohe sittliche Reife der Beteiligten“ voraus, „eine Kultur der gelebten Mitverantwortung, die nicht selbstverständlich ist, sondern immer neu gefördert und eingeübt“ müsse, betonte der Speyrer Bischof.

„Räume für ein echtes Zuhören offenhalten“

Weiter sagte Wiesemann, dass in der Gesellschaft die Zahl derer deutlich zunehme, die mit der Demokratie unzufrieden seien. „Ein erster Impuls aus der Idee und Wirklichkeit der Synodalität heraus für das Miteinander in unserem Land könnte deshalb sein, Räume für ein echtes Zuhören offenzuhalten: Räume, in denen Bürger ihre Gedanken zu aktuellen Themen offen äußern und mit Politikern diskutieren können. So wie es ja auch schon vielfach geschieht: in Bürgersprechstunden vor Ort oder in Bürgerdialogen vor parlamentarischen Entscheidungen. In der Stärkung dieser und anderer Formen echter Beteiligung scheint mit ein Schlüssel dafür zu liegen, wie es uns gelingt, das Vertrauen der Menschen in die Demokratie, aber auch das Zutrauen in ihren eigenen Beitrag für unser Zusammenleben zu stärken.“

Zudem plädierte er dafür, beim Ringen um sachgemäße Lösungen für die anstehenden Herausforderungen „nie das größere Ganze aus dem Blick zu verlieren“: „Wohin die Fixierung auf Eigeninteressen, nationale Alleingänge und Abschottungstendenzen in Politik und Gesellschaft führen, stellen uns aktuelle Entwicklungen in Europa in erschreckender Weise vor Augen: der Brexit; das Erstarken populistischer Kräfte in vielen EU-Staaten; die fehlende Bereitschaft mancher Länder, sich auf eine gemeinsame Flüchtlingspolitik zu verständigen etc. Dem gegenüber gilt es, die europäische Idee wachzuhalten und zu stärken – jene Idee, die für Einheit und Versöhnung steht, die alle nationalistischen Abgrenzungen überschreitet, die die unverlierbare Würde und die gleichen Rechte aller Menschen betont.“

Der Speyrer Bischof unterstrich zudem, dass „Demokratie vom Kompromiss“ lebe, von einem „nüchtern-realistischen Blick darauf, was in einer bestimmten Situation umsetzbar ist“: „Gerade die Demokratie mit ihren parlamentarischen Entscheidungswegen und der Suche nach Mehrheiten bewahrt davor, dass Politik zur Ideologie wird, zur Durchsetzung eines totalitären Machtanspruchs oder einer bestimmten Weltanschauung.“ Auch einer synodal verfassten Kirche stehe es gut an, „die Welt um uns herum so in den Blick zu nehmen, wie sie ist; nicht, wie wir sie gerne hätten“. Beim synodalen Weg werde es deshalb auch darauf anzukommen, die konkrete Lebenswirklichkeit der Menschen ehrlich und nüchtern in den Blick zu nehmen.

„Lehre und Leben müssen zu jeder Zeit neu miteinander ringen und sich gegenseitig vertiefen. Das hat nichts mit reiner Zeitgeistigkeit zu tun, sondern damit, dass die Kirche keine zeitlose Idee, sondern ein Lebensorganismus ist, eine ,komplexe Wirklichkeit, die aus menschlichem und göttlichem Element zusammenwächst‘ (Lumen Gentium 8). Als solche muss sie sich immer neu mit den konkreten Lebensbedingungen der Menschen auseinandersetzen und lebensdienliche Orientierung geben“, sagte Bischof Wiesemann.

Dreyer: Kirchen haben starke Stellung für unsere Demokratie

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, würdigte in ihrem Grußwort die Kirchen als „wichtige Partner der Landesregierung“. „Unsere Kirchen haben eine starke Stellung für unsere Demokratie“, sagte sie. Die Ministerpräsidentin dankte allen, die Aufgaben in Kitas, Schulen und Krankenhäusern wahrnehmen, aber auch den Verbänden, Akademien und Universitäten für ihre Bildungsarbeit sowie den vielen hauptamtlich und ehrenamtlich Engagierten für ihre Dienste am Menschen. „Keine noch so gute Politik kann das ersetzen“, sagte die Ministerpräsidentin. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer stehe Deutschland politisch und gesellschaftlich vor wahrhaft historischen Herausforderungen. „Wir müssen große Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft, den Klimawandel und den digitalen Wandel gestalten. In allen Umbrüchen verlangen die Menschen Sicherheit. Das Vertrauen in demokratische Lösungsprozesse muss gestärkt werden“, sagte Dreyer. Dass das nicht leicht werde, zeigten die Ergebnisse der letzten Wahlen in Thüringen und Sachsen sehr deutlich.

In der Verteidigung einer offenen und pluralen Demokratie seien die Kirchen wichtige Partner. Die Ministerpräsidentin appellierte an alle Katholiken und Katholikinnen, sich für das Gelingen des Synodalen Weges einzusetzen, der am ersten Advent beginnt. Die Kirche müsse ihre Krise überwinden, damit sie weiter eine starke Stimme für Menschlichkeit in der Gesellschaft sein könne. Nach dem Grußwort Dreyers sprach der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing ein abschließendes Wort des Dankes.

Rund 160 Gäste im Erbacher Hof

Die Begrüßung im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes hatte der Leiter des Katholischen Büros Mainz, Ordinariatsdirektor Dieter Skala, übernommen. Er begrüßte rund 160 Gäste aus Politik, Kirche und Verwaltung. Neben Ministerpräsidentin Dreyer waren unter anderen die Staatsministerinnen Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Doris Ahnen gekommen sowie die Staatsminister Roger Lewentz, Professor Dr. Konrad Wolf und Herbert Mertin. Auch der Präsident des Verfassungsgerichtshofes Rheinland-Pfalz, Dr. Lars Brocker, sowie Vertreter aller im rheinland-pfälzischen Landtag vertretenen Parteien waren der Einladung des Katholischen Büros gefolgt. Aus den rheinland-pfälzischen Bistümern waren neben Bischof Wiesemann und Bischof Bätzung unter anderen der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf und der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, gekommen. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Schülerinnen des Jugendorchesters der Bischöflichen Maria-Ward-Schule Landau unter der Leitung von Agnes Hoffmann.

am (Mainzer Bistumsnachrichten MBN)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Synodaler Weg (in Deutschland) Bischof Bistumsleitung Politik / Gesellschaft
news-103069 Fri, 22 Nov 2019 14:37:00 +0100 Nicht nur körperliche, sondern auch seelische Pflege https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/nicht-nur-koerperliche-sondern-auch-seelische-pflege/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/e/csm_seelsorge_altenhilfe_gruppe_dc143be3d0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Seelsorge altenhilfe gruppe" />18 Pflegekräfte schließen ihre Weiterbildung in der Seelsorge mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert ab. Trier - Am Ende des Lebens braucht der Mensch nicht nur körperliche, sondern auch seelische Pflege: Dieser Maxime folgend qualifiziert das Bistum Trier in Kooperation mit katholischen Trägern der Altenhilfe seit 2017 Frauen und Männer aus dem sozialen und pflegerischen Bereich zu Mitarbeitenden in der Seelsorge. Am 20. November feierten die 18 Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer des zweiten „Jahrgangs“ den Abschluss ihrer Weiterbildung mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert und erhielten ihre Zertifikate.

Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband Trier, den Barmherzigen Brüdern (BBT)-Gruppe, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz und der Marienhaus Stiftung. In dem rund einjährigen Kurs aus mehreren Modulen beschäftigten sich die Teilnehmer mit seelsorgerlicher Gesprächsführung, Sterbebegleitung, der Gestaltung von Wortgottesdiensten, religiösen Ritualen und Einheiten zur Krankenkommunion. Als besonderen Höhepunkt empfanden viele Kursteilnehmer die Exerzitientage in St. Thomas. „Ich war wirklich begeistert von der Gemeinschaft, die untereinander entstanden ist“, erinnert sich Christiane Hermes, die im Altenpflegeheim St. Wendelinus in Wittlich arbeitet. „In der täglichen Arbeit spüren wir ganz oft, dass die Menschen zu kurz kommen, dass sie ein Bedürfnis danach haben, mitzuteilen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Oft fehlte die Zeit für intensivere Gespräche.“ Einrichtungsleiter Manfred Kappes stimmte ihr zu: Wir haben durch die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen da jetzt eine festere Struktur vorgegeben. Schon seit längerem möchten wir den Blick von der rein handwerklichen Pflege darauf richten, was der Mensch ebenfalls braucht: eine würdige, auch seelsorgliche Begleitung im letzten Lebensabschnitt.“ Von diesem Konzept profitierten die Bewohner und ihre Angehörigen, aber auch die Teams.

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news-103070 Fri, 22 Nov 2019 13:30:00 +0100 Besondere Verantwortung für die öko-soziale Gerechtigkeit https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/besondere-verantwortung-fuer-die-oeko-soziale-gerechtigkeit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/f/csm_Klimastreik_September_2019_1ef60ed44a.jpg" width="150" height="100" alt="Churches for Future auf der &quot;Fridays for Future&quot;-Demonstration im vergangenen September." title="Churches for Future auf der &quot;Fridays for Future&quot;-Demonstration im vergangenen September." />Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg ruft zum Gebet auf und regt zur Teilnahme an den "Fridays for Future"-Protesten an. Trier – Mit einem Aufruf zum Gebet und der Anregung zur Teilnahme an Demonstrationen unterstützt das Bistum Trier die Anliegen der Initiative „Fridays for Future“. „Die Proteste sind berechtigt“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg. „Bereits heute vernichtet die Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen weltweit. Insbesondere verschärft sie bereits bestehende Ungleichheiten und verletzt grundlegende Menschenrechte.“

Für den 29. November ruft „Fridays for Future“ dazu auf, für gute Zukunftsbedingungen aller Menschen zu demonstrieren. „Nehmen Sie – sofern es Ihnen möglich ist – an den regionalen Klima-Demonstrationen teil, werden Sie zu „Churches for Future“, so die Anregung des Generalvikars. „Nehmen Sie auch in Ihre Gottesdienste am 24. November eine Klimafürbitte auf und weisen Sie in den Vermeldungen auf die regionalen Veranstaltungen hin.“

Sorge um die Schöpfung ist zentrales Element des Glaubens

Die Kirche sei aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung aufzustehen. „Auch Papst Franziskus fordert uns dazu in seiner Enzyklika Laudato si‘ auf. Er bezeichnet darin die Sorge um die Schöpfung als zentrales Element unseres Glaubens“, betonte von Plettenberg. „Unser Bistum verspürt eine ganz besondere Verantwortung für die öko-soziale Gerechtigkeit durch die Partnerschaft mit Bolivien.“ Bolivien sei eines der Länder mit der höchsten Verletzbarkeit: im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich, da es wenige Ressourcen habe, um aus eigener Kraft die Anpassung an den Klimawandel zu bewältigen, „einen Klimawandel, den in erster Linie die Industriestaaten, und damit auch wir, zu verantworten haben“.

Da Klimapolitik und Sozialpolitik dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften, schlössen sich die Organisatoren erstmals nicht nur mit Umwelt- und Entwicklungsverbänden zusammen, sondern auch mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden. „Nicht zwei unabhängige Krisen zu sehen, sondern sie als zwei Aspekte derselben Entwicklung zu erkennen, damit ist das Netzwerk dem Anliegen von Papst Franziskus und seiner Enzyklika verbunden“, so von Plettenberg.

Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen und einer Klimaschutzmanagerin. Die Diözesane Kommission für Umweltfragen unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Weitere Informationen gibt es auf www.umwelt.bistum-trier.de.

(tef)

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Redaktion Trier bistum-trier Schöpfung
news-103071 Thu, 21 Nov 2019 23:03:15 +0100 Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/rom-setzt-umsetzungsgesetz-zur-ueberpruefung-aus/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_herausgerufen_abf657a97e.jpg" width="150" height="35" alt="" title="Herausgerufen" />Die römische Kleruskongregation hat entschieden, den Vollzug des Umsetzungsgesetzes auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht des Gesetzes durchführen kann. Trier - Am 21. November hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft bei der Kleruskongregation. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubigen aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen.

Bischof Ackermann wird nun wie von der Kongregation erbeten Stellung nehmen zu der Beschwerde, die die Priestergemeinschaft Unio Apostolica eingereicht hat. Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg wird zusammen mit den Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat prüfen, welche Konsequenzen die Aussetzung des Vollzugs hat und welche Maßnahmen nötig sind.

Für die Seelsorge vor Ort hat das römische Schreiben keine direkten Auswirkungen. Die Mitarbeitenden des Bistums werden informiert.

 

Ergänzung vom 22. November 10.30 Uhr:

Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt

Als erste Maßnahme hat Bischof Ackermann verfügt, dass die geplanten Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt werden, weil deren Durchführung gegen die verfügte Aussetzung verstoßen würde. Zu allen weiteren Konsequenzen und Maßnahmen läuft die Prüfung; Informationen dazu erfolgen Anfang der kommenden Woche.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.bistum-trier.de/herausgerufen 

(JR)

 

 

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Trier bistum-trier Bischof Synode: Umsetzung
news-103068 Thu, 21 Nov 2019 14:20:46 +0100 Wie geht es weiter? https://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/wie-geht-es-weiter-1/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_Infoveranstaltung_Nicht-Pastorale_Ruber_Gerards_51bea9b972.jpg" width="150" height="113" alt="" />Beschäftigungsverhältnisse und Eingruppierungen werden eins zu eins von der Pfarrei der Zukunft übernommen - das erklärte Direktorin Andrea Gerards bei der Infoveranstaltung in Röber Rüber – Unterschiedliche Fragen bewegen die Angestellten der Kirchengemeinden im Bistum Trier in Anbetracht der Synodenumsetzung. In 14 dezentralen Infoveranstaltungen beantworten Christian Heckmann und Andrea Gerards diese und weitere Fragen.

In Rüber kamen Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammen: Pfarrsekretäre, Anlagepfleger, Kirchenmusiker oder Küster. Für diese Berufsgruppen ist ab dem 1. Januar das Leitungsteam der Pfarrei Maifeld-Untermosel verantwortlich.

Andrea Gerards, Direktorin des Bereichs Personalplanung und -entwicklung im Generalvikariat, konnte direkt ein paar Ängste nehmen: „Ihre Beschäftigungsverhältnisse, der Umfang Ihrer Arbeit, die Eingruppierung und Ihr Arbeitsort wird eins zu eins von der Pfarrei der Zukunft übernommen“. Doch sie gab auch zu bedenken, dass sich insbesondere der Arbeitsort in den nächsten Jahren verändern könnte. „Vielleicht werden Sie woanders eingesetzt, aber in einem zumutbaren Rahmen“, versicherte sie.

Am Pfarrort wird es ein Pfarramt geben – „wobei es sich hier noch um einen Arbeitstitel handelt“, betonte Andrea Gerards. Vier Sachbearbeiter bzw. Sachbearbeiterinnen werden dort beschäftigt sein. Diese Stellen werden zum Teil aus den Rendanturen besetzt, denn diese werden in absehbarer Zeit aufgelöst. „Doch das wird nicht ausreichen, wir benötigen weitere Kräfte“. Andrea Gerards rief dazu auf, dass sich insbesondere die bisherigen Pfarrsekretärinnen und Pfarrsekretäre auf diese Stellen bewerben. „Sie kennen sich vor Ort aus.“ Marco Sauerborn, Teil des zukünftigen Leitungsteams, stimmte ihr ausdrücklich zu: „Die Umstellung verlangt nach qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Welche Voraussetzungen gibt es? „Im Idealfall decken die Sachbearbeiter je zwei Fachgebiete ab, so dass man sich gegenseitig vertreten kann“, erklärte Andrea Gerards. Dazu zählen: Personal, Immobilien/Liegenschaften und Rechnungswesen. Wer Interesse an einer neuen Aufgabe habe, werde bei Fortbildungen und Weiterqualifizierungen unterstützt. Hinzu kommen drei Vollzeitstellen im „Pfarramt“ für das Sekretariat.

„Dinge, für die es einen persönlichen Kontakt braucht, das wird auch vor Ort gemacht“, stellte die Direktorin klar. Die Bistumsleitung sei sich einig, viel Selbstständigkeit zu ermöglichen. Übergeordnete Aufgaben werden von diözesanen Unterstützungszentren übernommen. Diese werden in Trier angesiedelt.

Zudem wird es unterschiedliche dezentrale Kirchenbüros in der Fläche geben. Messintentionen oder Erstkontakte im Trauerfall finden hier zum Beispiel ihren Platz; vergleichbar mit den heutigen Pfarrbüros.

Christian Heckmann gab als Leiter des Synodenbüros eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Bistumssynode und deren Umsetzung. Und er dankte den Anwesenden für deren Unterstützung: „Wir könnten ohne Ihr Engagement vor Ort die Breite des Bistums gar nicht erreichen“.

Im Zuge der vielfältigen Veränderungen haben Gabi Hansen und Peter Nickels für  Mitarbeitervertretungen (MAV) geworben, die es bislang im Dekanat Maifeld-Untermosel noch nicht gibt. „Eine MAV tritt für die Belange der Angestellten ein“, erklärten die Vertreter der Diözesanen Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen im Bistum. „Sie geben ihren Kolleginnen und Kollegen gegenüber dem Leitungsteam eine Stimme“, verdeutlichte Gabi Hansen. Den Perspektivwechsel „vom Einzelnen her denken“ könne man ebenfalls in einer Dienstgemeinschaft leben, sagten die beiden. „Eine MAV will gemeinsam mit dem Dienstgeber und der Mitarbeiterschaft zu einer guten Lösung kommen“, fasste es Gabi Hansen noch einmal zusammen. „Fassen Sie sich ein Herz“, ermutigte sie.

Auch für die pastoralen Mitarbeitenden finden Infoveranstaltungen dieser Art statt.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Bistumssynode gibt es hier www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/  (jf)

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