Bistum Trier https://www.bistum-trier.de/ de-de Bistum Trier Tue, 31 Jan 2023 16:57:16 +0100 Tue, 31 Jan 2023 16:57:16 +0100 Bistum Trier news-105283 Tue, 31 Jan 2023 08:00:00 +0100 Ein zweites Leben für Kleidung und Bildung für Jugendliche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-zweites-leben-fuer-kleidung-und-bildung-fuer-jugendliche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_2nd_Hemd_und_Hose_Innenraum_cb96319bf5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="2nd Hemd und Hose Innenraum" />Markenjeans, 80er Jahre Trainingsanzug, Brautkleider oder Sportklamotten: Der 2nd Hemd&Hose-Markt in der Jugendkirche „Crossport to heaven“ ist ein Paradies für Schnäppchenjäger Lautzenhausen – Vom kultigen 80er Jahre Trainingsanzug bis zur Markenjeans und sogar Brautkleider: Schnäppchenjäger und bewusste Konsumentinnen und Konsumenten sind beim 2nd Hemd&Hose-Markt in der Jugendkirche „Crossport to heaven“ am Flughafen Hahn (Einfahrt Tor „Mainz“) genau richtig. Der Erlös des Verkaufs von Freitag, 3. bis Sonntag, 5. Februar geht an Hilfsprojekte für Jugendliche in Bolivien, dem Partnerland des Bistums Trier. Neben originellen Vintage-Stücken bietet der Second-Hand-Markt aber auch alltagstaugliche Kinderbekleidung, Sportoutfits, Fanartikel, Pullis, Jacken und Lederwaren sowie Taschen.

Der Markt hat wie folgt geöffnet: Freitag, 3. Februar, 15 bis 21 Uhr; Samstag, 4. Februar, 10 bis 17 Uhr und Sonntag, 5. Februar, 10 bis 13 Uhr. Eine Modenschau ist für Samstag, 16 Uhr geplant.

Helferinnen und Helfer zur Vorbereitung des Marktes sind willkommen sowie eine Person, die einen Upcycling-Workshop anbieten möchte, so die Veranstalter. Auch Schulklassen könnten sich sowohl in der Organisation des Marktes und im Verkauf erproben; aber auch den Markt zum Anlass nehmen, sich mit dem Wert von Kleidung sowie den Herstellungs- und Recyclingkreisläufen zu befassen. Interessierte können sich per E-Mail an dekanat.simmern-jugend(at)t-online.de melden.  

Durchgeführt wird der Markt von der Katholischen Jugend im Hunsrück und findet zugunsten der Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier statt.

Weitere Informationen gibt es auf www.crossporttoheaven.com oder telefonisch beim „crossport to heaven“ unter Tel.: 06543 507 773.

(red)

 

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news-105290 Mon, 30 Jan 2023 14:52:24 +0100 Kopf-Hotel mit richtig schrägen Vögeln https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kopf-hotel-mit-richtig-schraegen-voegeln/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/7/csm_2023-01-30-O-kumene-Jury-MOP-2023-Foto-WDScheid-1_b0cb1f4cee.jpg" width="150" height="84" alt="" title="2023 01 30 O kumene Jury MOP 2023 Foto WDScheid 1" />Der Preis der Ökumenischen Jury beim Max Ophüls Filmfestival geht in diesem Jahr an den Film „Franky Five Star“ von Birgit Möller. Saarbrücken – Der Preis der Ökumenischen Jury beim Max Ophüls Filmfestival geht in diesem Jahr an den Film „Franky Five Star“ von Birgit Möller. „Der Film verleiht dem komplexen und aktuellen Thema der psychischen Belastungen eine Leichtigkeit“, begründete die Ökumenische Jury ihre Entscheidung für die deutsche Tragikomödie.

„Franky Five Star“ handelt von der jungen Franky, die ihren Platz im Leben noch nicht recht gefunden hat. In aufgeregten oder angespannten Situationen flüchtet sie sich in ihre Gedankenwelt, in der sie mit vier sehr speziellen Angestellten in einem Hotel lebt. Im Gegensatz zu Franky ist dieser lustige Haufen voller Lebensfreude und -energie. Als im realen Leben der Freund ihrer besten Freundin Katja in die gemeinsame WG einzieht, sorgt das für chaotische Zustände in Frankys Kopf-Hotel.

Brücke zwischen „normaler“ und „verrückter“ Welt

Mit spielerischer Hand führten Regisseurin Birgit Möller und Hauptdarstellerin Lena Utzendowski durch Frankys Achterbahn der Gefühle, betonte die Ökumene-Jury, der neben der Saarländerin Sabrina Maas (Merzig) in diesem Jahr Tom Alesch (Luxemburg), Christa Miranda (Zürich/Schweiz) und David Sedlacek (Misroslav/Tschechien) angehörten. „Franky Five Star“ sei damit ein „außergewöhnlicher, lebenssatter Film, der eine Brücke baut zwischen den Welten, die wir als ‚normal‘ und ‚verrückt‘ bezeichnen“. Den Zuschauerinnen und Zuschauern werde leicht gemacht, Frankys Kopfkino zu besuchen und sich dort wohlzufühlen. Insbesondere lobte die Jury die Idee des Aufzugs, der Frankys Kopf-Hotel mit der Realität verbindet – bis dieser kaputt geht.

Der Preis der Ökumenischen Jury wird im Rahmen der allgemeinen Max Ophüls Preisverleihung in der Sparte „Spielfilm“ verliehen. Er wird vergeben von der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland (vertreten durch die Evangelische Akademie im Saarland) sowie der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland – Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und ist mit 2.500 Euro dotiert. Insgesamt werden in der Spielfilm-Sparte acht Preise verliehen.

Hintergrund

Seit 2015 sind die Internationale Kirchliche Film-Organisation INTERFILM und die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS im Rahmen einer Ökumenischen Jury am Festival präsent. Diese vergibt den von der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland – Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland e.V. (vertreten durch die Ev. Akademie im Saarland) dotierten Preis an einen Film aus dem offiziellen Wettbewerb für lange Spielfilme. Film und Bild und bestimmen zunehmend die Art und Weise, wie gesellschaftliche Wirklichkeit wahrgenommen werden. Mit ihrem Engagement möchten die Landesorganisationen die kritische Auseinandersetzung mit diesen Medien fördern.

Informationen zur Ökumenischen Jury: Wolf-Dieter Scheid, Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland, Tel.: 0681-68570176, Mail: wd.scheid(at)lag-eeb-sl.de.

(red)

 

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news-105289 Mon, 30 Jan 2023 10:57:32 +0100 Ein bunter Blumenstrauß https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ein-bunter-blumenstrauss/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_Thomas-Becker_Foto-FBS_997e4ddce9.jpg" width="150" height="150" alt="" title="Thomas Becker Foto FBS" />Inflation, Energiekrise und der Krieg in der Ukraine - der Alltag ist herausfordernd. Die Familienbildungsstätten bieten ein vielfältiges Angebot, um Menschen zu entlasten und einen Ausgleich zu bieten. In Neuwied übernimmt ein neuer Geschäftsführender Leiter die Verantwortung. Neuwied – „Die Menschen fühlen sich hier aufgehoben und herzlich angenommen, egal, wo sie her sind, wie alt sie sind, welchen Hintergrund oder welche Konfession sie haben“ –  das sei der Geist, den Thomas Becker als neuer Geschäftsführender Leiter der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) spüre und weiter fördern möchte. Seit vergangenen September ist der gebürtige Neuwieder neben den Familienbildungsstätten in Neuwied und Linz, mit ihrem jeweiligen „Haus der Familie“ auch für das  Mehrgenerationenhaus (MGH) Neuwied verantwortlich.

In seiner Arbeit möchte er vorerst zwei Schwerpunkte setzen: Zum einen gehe es ihm darum, das umfassende Angebot der FBS in Neuwied und Linz, sowie des MGH bekannter zu machen. Zum anderen sei es ihm wichtig, die Netzwerke zu (kommunalen) Kooperationspartnern zu stärken bzw. wieder aufzunehmen. „Unsere breite Angebotspalette funktioniert nur in Zusammenarbeit mit vielfältigen Akteuren“, betont er. Dazu zählen beispielsweise die Jugendämter von Stadt und Kreis Neuwied, die Stadt- und Kreisverwaltung sowie die Kommunen Linz und Unkel, aber auch die regionale Volks- und KreisVolkshochschule oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zu kirchlichen Institutionen, wie der Caritas und den Kirchengemeinden der Umgebung, bestehe ebenfalls eine gute Verbindung.

Unterstützung erfahren

Im Fokus der FBS liegen Kurse als Hilfe für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche, Bewegungs- und Entspannungsangebote für Erwachsene, Projekte für sozial Benachteiligte, Integrationsförderung und generationenübergreifende Arbeit. Vom bekannten Eltern-Kind-Angebot PEKiP über Näh-, Sprach- sowie Schwimm- und Malkursen bis hin zu Erlebnissen in der Natur oder Treffen für Trauernde haben Interessierte die Wahl – und das alles zu möglichst niedrigen Beiträgen. „Wir möchten nah bei den Menschen sein, und daher gestalten wir unsere Teilnahmegebühren so, dass das für die meisten Interessierten machbar ist", sagt Becker und räumt zugleich ein, dass dies natürlich bei den steigenden Energiekosten auch für seine Häuser eine Herausforderung sei. Doch der „bunte Blumenstrauß“ an Angeboten solle weiterhin niedrigschwellig sein. „Man kann hier Unterstützung erfahren.“ Und wenn seine Mitarbeitenden vielleicht einmal nicht bei speziellen Problemlagen weiterhelfen könnten, kennen sie Fachstellen, an die sie weitervermitteln können. Die FBS sei somit ein „Ort von Kirche“, wo Nächstenliebe gelebt wird – ohne dass man den Teilnehmenden den Katholizismus aufdrücken wolle, so Becker.

Sozialpädagoge und Kindheits- sowie Sozialwissenschaftler

Im Neuwieder Stadtteil Engers aufgewachsen, kenne er die Mentalität der Einwohnerinnen und Einwohner. „Das bunte Miteinander wird auch hier im Haus gelebt“, berichtet Becker (Jahrgang 1987), der nun in Bendorf-Stromberg wohnt.

Zuletzt war der Sozialpädagoge und Kindheits- sowie Sozialwissenschaftler Leiter einer Kindertagesstätte in Trägerschaft der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz.

Weitere Informationen zur FBS Neuwied und eine Übersicht über das Programm gibt es auf www.fbs-neuwied.de und telefonisch unter Tel.: 02631-39070. (jf)

Die 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier sind selbständige Einrichtungen in Trägerschaft eines jeweils eigenen eingetragenen gemeinnützigen Vereins mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie werden vom Bistum ideell und materiell unterstützt. Zusätzlich erhalten sie Fördermittel von Bund und Land und in einigen Fällen von den Kommunen. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Arbeit der FBS mit Geldspenden zu unterstützen. Viele Kurse werden kostenlos oder gegen eine geringe Teilnahmegebühr angeboten.

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news-105287 Fri, 27 Jan 2023 13:38:08 +0100 Gedenktag mit Stör-Elementen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gedenktag-mit-stoer-elementen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/c/csm_Holocaust-Gedenken_Elija_c6e046a9a5.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Holocaust Gedenken Elija" />Schülerinnen und Schüler der Willi-Graf-Schule Saarbrücken nehmen an Gedenktag für Holocaust-Opfer teil. Die 24-Stunden-Lesung soll bewusst verstören. Saarbrücken – Ein Stimmengewirr drängt aus den Türen der Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken. Im Inneren ist es noch lauter. Der Kirchenraum ist mit roten Strahlern erleuchtet. Vor der Altarinsel steht ein Bildschirm, auf dem sechsstellige Nummern laufen. Vier Tische sind im Kirchenraum verteilt, an denen  einige Schülerinnen und Schüler der Willi-Graf-Schule sitzen und laut vorlesen. Über 100 von ihnen sind am Vormittag des 27. Januars in die Kirche gekommen, um die „Klangstele. Gesang vom Zyklon B. Für das Hören – Gegen das Aufhören“ zu hören oder selbst mitzuwirken.

Anlässlich des 78. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS) in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) sowie dem Bistum Trier die 24-stündige Veranstaltung organisiert. An bis zu vier Sprechertischen wird zeitgleich vorgelesen: aus dem „Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939 – 1945“, aus lyrischen Texten und aus Zeitzeugenberichten aus dem Saarland. Das Publikum ist eingeladen, jeweils einige Minuten selbst vorzulesen. Dazu erklingen in stündlicher Wiederholung Werke von Luigi Nono (“Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz”) und Arvo Pärt („Fratres“, „Cantus“, „Pari Intervallo“). Beide Komponisten haben sich in ihrer Musik mit dem Holocaust auseinandergesetzt.

Die 16-jährige Charlotte Kohler, Schülerin der Willi-Graf-Schule, wirkt ruhig, als sie darauf wartet, zum Lesepult zu gehen. „Das Thema ist an sich schon sehr bedrückend. Auch wenn man von den Texten nicht alles versteht – wenn man dann Zahlen heraushört, ist das sehr erschreckend.“  Sie bezieht sich auf Passagen aus dem Kalendarium, die von der Ankunft hunderter Häftlinge in Auschwitz berichten, von denen viele sofort getötet werden. Dann geht sie nach vorne, an den Tisch neben dem Bildschirm, auf dem die Häftlingsnummern der Opfer zu sehen sind. Sie beginnt zu lesen. Manchmal ist ihre Stimme klar zu hören, weil andere Sprecher eine kurze Pause machen. Dann wieder vermischen sich die drei Stimmen, sodass keiner der Texte richtig zu verstehen ist.

 

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Redaktion Saarbrücken RSS Feeds bistum-trier
news-105286 Fri, 27 Jan 2023 12:22:25 +0100 „Man kann unmöglich Christ und zugleich Antisemit sein” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/man-kann-unmoeglich-christ-und-zugleich-antisemit-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/5/csm_Gruppe-2_21418aa07c.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Gruppe 2" />Kurienkardinal Kurt Koch referiert zu jüdisch-katholischem Dialog an der Theologischen Fakultät. Trier/Rom – Anlässlich der Einrichtung des Masterstudiengangs „Interreligiöse Studien: Judentum, Christentum, Islam” an der Theologischen Fakultät Trier hat Kurienkardinal Kurt Koch am 26. Januar in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier über den jüdisch-katholischen Dialog referiert. Der Einladung zum interreligiösen Austausch folgten unter anderen Bischof Stephan Ackermann und der rheinland-pfälzische Landesrabbiner David Schwezoff. 

Mit Verweis auf die Mitte der 1960er Jahre verfasste Konzilserklärung „Nostra aetate” betonte der Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen in seinem Vortrag „Reiches gemeinsames geistliches Erbe – Wo steht der jüdisch-katholische Dialog heute?” die heilsgeschichtliche Gemeinschaft, die zwischen dem Judentum und dem Christentum bestünde. Dem entschiedenen „Ja” zum gemeinsamen Erbe stellte er ein kategorisches „Nein” zu allen Formen des Antisemitismus entgegen; die Schoah bezeichnete er als den „grauenhaften Tiefpunkt einer gottlosen Ideologie”. Die Kirche müsse bekennen, dass ein über Jahrhunderte hin wirksamer christlich-theologischer Antijudaismus in der Vergangenheit eine Antipathie gegen Juden begünstigt habe. Die Konzilserklärung, die als „Gründungsdokument für die Versöhnung zwischen Christen und Juden” gelte, sei als bedeutender Wendepunkt und „verheißungsvoller Neubeginn eines fruchtbaren Dialogs zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum” zu würdigen. Bis zum heutigen Tage habe sie nichts an Aktualität eingebüßt.

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news-105285 Thu, 26 Jan 2023 15:01:12 +0100 Neue (Sinn-)Schritte wagen! https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-sinn-schritte-wagen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/9/csm_Sinnschritte_Berufungscoaching_Team_ih_5f3fdd468e.jpg" width="150" height="100" alt="" />Das Bistum Trier bietet ein kostenfreies Berufungscoaching an. Sechs Frauen und Männer, die in der patentierten WaVe® -Methode ausgebildet wurden, stehen als Coaches bereit. Trier/Mendig/Wien – Coaching ist nur was für Manager? Weit gefehlt! Im Bistum Trier gibt es das SinnSchritte-Team: Sechs Frauen und Männer, die in der patentierten WaVe® -Methode ausgebildet wurden, stehen als Coaches bereit – und zwar für alle, die ihre Berufung im Leben finden möchten; kostenfrei und unverbindlich.

Sabine Stallknecht (41) aus Mendig hat im vergangenen Jahr das Berufungscoaching absolviert. Die Mutter dreier Kinder (elf, sechs und vier Jahre alt) ist Architektin und engagiert sich ehrenamtlich in ihrer Pfarrei. Dort gestaltet sie etwa die „Kinderkirche” für die Kleinsten in der Gemeinde. Über einen befreundeten Priester wurde sie auf das Angebot aufmerksam, das vom Bistum Trier gefördert wird. Gespannt auf das, was kommt, doch zunächst noch skeptisch, ließ sie sich auf den Coaching-Prozess ein, den Coach Elisabeth Zenner begleitete.

Die persönliche Lebensvision entdecken und leben

Doch was ist das eigentlich genau – Coaching? Prof. Alexander Kaiser von der Wirtschaftsuniversität Wien, Erfinder der WaVe® -Methode, die dem SinnSchritte-Coaching zugrunde liegt, erklärt: „Coaching ist ein Dialog auf Augenhöhe zwischen zwei Experten. Der Kunde ist Experte für sein Leben, der Coach ist Experte für die Methode.” Es sei wichtig, den Begriff abzugrenzen von Therapie oder Beratung. Beim Coaching schaue man nach vorn und entwickle gemeinsam Lösungen, ohne dass der eine dem anderen sagt, was er zu tun hat. Das Berufungscoaching setzt dort an, und zwar mit den Leitfragen: „Was ist meine Lebensvision? Was ist der bestmögliche Ansatz, mein Leben sinnvoll zu gestalten, damit es ein Leben in Fülle wird, beruflich wie privat”, so Kaiser.

Gutes in die Welt tragen

Genau das hat Sabine Stallknecht während der rund sieben Monate Coaching erlebt: Statt Fehler bei sich selbst zu suchen, konzentrierte sie sich auf ihre Fähigkeiten und positiven Eigenschaften. „Es tut so gut, sich einfach mal bewusst Zeit zu nehmen und sich die eigenen Stärken ins Gedächtnis zu rufen.” Dabei haben ihr bestimmte Techniken aus dem Methodenkoffer des SinnSchritte-Teams geholfen. Immer wieder, erzählt sie, sei sie aus einer Sitzung mit Zenner gekommen und habe gedacht: „Ich kann gewisse Dinge und genau dafür bin ich hier in der Welt.” In Zeiten von Selbstoptimierung und Karrierestreben hebt sich das SinnSchritte-Coaching von anderen Coachings ab: Es gehe auch darum, zu überlegen: „Was kann ich Gutes in die Welt tragen?”, erklärt Elisabeth Zenner. Denn Berufung sei nie Selbstzweck, ergänzt Kaiser, „und je mehr Menschen ihre Berufung finden, desto besser ist das für die Welt. Es geht darum, das übergeordnete Gute im Blick zu haben”.

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news-105284 Wed, 25 Jan 2023 16:18:42 +0100 Gegen die Kälte https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/gegen-die-kaelte/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/7/4/csm_Kerzenspenden-fur-die-Ukraine_e77c04b808.jpg" width="150" height="113" alt="" />Die Domrendantur in Trier sammelt Wachsreste für die Ukraine-Hilfe, um damit behelfsmäßige Wärmequellen zu gießen – zum Kochen und gegen die Kälte. Trier – Es ist ein ganz besonderes Recycling. Der Verein LIFE Cologne sammelt Kerzen- und Wachsreste als Spende für die Ukraine, um mit diesen Kerzenresten behelfsmäßige Wärmequellen zu gießen – zum Kochen und gegen die Kälte. Auch die Domrendantur in Trier unterstützt die Initiative und hat eine erste Lieferung zusammengestellt, die am Montag, 23. Januar, von den Kölnern abgeholt wurde.

„Wir haben schon vor Weihnachten hier in Trier eine Sammelstelle am Eingang des Domkreuzgang und in der Hohen Domkirche eingerichtet“, erzählt Domrendant Raimund Haubrich. Gerade nach den Weihnachtstagen kam einiges zusammen; rund 400 Kilogramm an Wachsresten konnten gesammelt werden. Haubrich ergänzt: „Wir sammeln aber weiter, jede Kerzenspende ist willkommen. Wir organisieren auch die Weitergabe.“

Der Verein LIFE Cologne ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation aus Köln und hilft und unterstützt die von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen in und aus der Ukraine. Mit Blick auf den Winter und auf weiterhin stattfindende Angriffe möchten sie die Menschen unterstützen, die ohne Licht, ohne Wärme, ohne Strom auskommen müssen. Aus den Wachsresten werden in der Ukraine vielerorts kleine Heizquellen in Form von „Büchsenlichtern“ gefertigt. Zwei Kilogramm Wachs ergeben etwa zehn Büchsenlichter. Ein Büchsenlicht brennt bis zu zwölf Stunden. Das ermöglicht eine größere Anzahl von warmen Mahlzeiten, heißen Suppen oder Tee.

Rückfragen und Rückmeldung www.life-cologne.de/

Das Bistum Trier ruft auch zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine auf und bittet, die umfangreiche Soforthilfe von Caritas international, des Osteuropahilfswerks Renovabis sowie des Malteser-Hilfsdiensts mit Spenden zu unterstützen. Spendenkonten:

Renovabis e.V.
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
Stichwort: Caritas Ukraina
www.renovabis.de

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
Stichwort: CY00050 Ukraine-Krieg
www.caritas-international.de

Malteser Hilfsdienst e. V.
IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12
Stichwort: Ukraine-Hilfe Trier
www.malteser.de

(tef)

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Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier Caritas / Soziales
news-105282 Tue, 24 Jan 2023 14:55:37 +0100 Stadt Saarbrücken und Kirchen laden zur ersten Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene ein https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/stadt-saarbruecken-und-kirchen-laden-zur-ersten-gedenkfeier-fuer-unbedacht-verstorbene-ein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/5/6/csm_hands-1926414_1920_4125c987c0.jpg" width="150" height="92" alt="" title="Hands 1926414 1920" />Am Donnerstag, 2. Februar, 17 Uhr, findet in Saarbrücken erstmals eine zentrale Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene statt. Saarbücken – Am Donnerstag, 2. Februar, 17 Uhr, findet in Saarbrücken erstmals eine zentrale Gedenkfeier für unbedacht Verstorbene statt. Durchgeführt wird sie von der Landeshauptstadt gemeinsam mit dem Bestatterverband Saarland e.V., dem Evangelischen Kirchenkreis Saar-West, dem Pastoralen Raum Saarbrücken und der städtischen Musikschule.

 Bei der Feier werden die Namen aller Verstorbenen verlesen, die 2022 ortspolizeilich bestattet wurden. Im vergangenen Jahr waren das rund 40 Frauen und Männer. Wortbeiträge von Oberbürgermeister Uwe Conradt, von Superintendent Christian Weyer (Kirchenkreis Saar-West), Dekan Clemens Grünebach (Pastoraler Raum Saarbrücken) sowie von einem Vertreter des Bestatterverbands werden sich mit Musikstücken abwechseln. Mitarbeitende des Amts für Stadtgrün und Friedhöfe gestalten für den Anlass Gedenkkerzenhalter mit den Namen der Verstorbenen.

 Die Feier ist öffentlich. Sie findet in der Neuen Halle auf dem Saarbrücker Hauptfriedhof statt. Parkmöglichkeiten gibt es am Eingang in der Straße Am Hauptfriedhof 21 (ehemals Dr. Vogeler-Straße).

Hintergrund

Rund 200 Menschen sterben jeden Monat in Saarbrücken. Vielen von ihnen erweisen Familie und Freunde bei liebevoll gestalteten Trauerfeiern und Beisetzungen die letzte Ehre. Einige Verstorbene sind jedoch fast allein auf ihrem letzten Weg. Sie sterben zurückgezogen und es gibt keine Angehörigen, die ihre Beerdigung in die Hand nehmen. Die Stadt springt dann ein und veranlasst eine ortspolizeiliche Bestattung.

Die Bestatterinnen und Bestatter, manchmal unterstützt durch Vertreterinnen oder Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften, bilden den kleinen Rahmen solcher schlichten Beisetzungen. Sie achten darauf, dass auch diese würdevoll gestaltet sind – dennoch bleibt der traurige Eindruck zurück, dass hier Menschen in Sterben und Tod unbemerkt und unbedacht geblieben sind.

Mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner von Saarbrücken, nämlich 58 Prozent, lebt alleine. Das ist Alltag in einer modernen Gesellschaft, in der Autonomie großgeschrieben wird und Familien oft weit verstreut leben. Hinter der hohen Zahl von Einpersonenhaushalten versteckt sich aber auch ungewollte Vereinzelung. Familiäre Bezüge lösen sich auf, Menschen im Alter, aber auch junge Menschen bleiben alleine und verlieren den Anschluss an Freundeskreise und Nachbarschaften. Auch arme, drogenabhängige, psychisch erkrankte und obdachlose Menschen sind darunter. An das Schicksal von Verstorbenen, die ein solches schwieriges Leben hinter sich haben, soll künftig bei den jährlichen Feiern in Saarbrücken erinnert werden.

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Ökumene Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-105269 Tue, 24 Jan 2023 10:11:00 +0100 "Rosenkränzchen" startet ins neue Jahr https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/rosenkraenzchen-startet-ins-neue-jahr/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/b/csm_Rosenkranzchen_privat_95f0b1af49.jpg" width="150" height="113" alt="Ein grüner Garten ist zu sehen." />Wer gerne eigenes Gemüse oder Obst anbauen möchte, aber keinen Garten hat, ist beim Urban-Gardening-Projekt in Bad Neuenahr-Ahrweiler genau richtig. Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die ersten Vorboten des nahenden Frühlings kündigen sich an. Das im vergangenen Jahr gestartete Urban-Gardening-Projekt „Rosenkränzchen“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler geht daher jetzt in die Planung des Gartenjahrs und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und zwar in Form eines eigenen kostenlosen Beets. Dieses kann nach Herzenslust angelegt, gepflegt und betreut werden.

Urban Gardening meint, dass auch in einer städtischen Umgebung blühende Pflanzen, Obst und Gemüse selbst angebaut und kultiviert werden können. Alles, was man dazu benötigt, ist eine kleine Anbaufläche, Lust selbst etwas zu pflanzen und ein wenig Kreativität. Die gute Nachricht: Das Projekt „Rosenkränzchen“ bietet Anbauflächen und zwar direkt neben der Rosenkranzkirche (Telegrafenstraße).

Die Idee zu einem solchen Projekt ist bei der Zukunftswerkstatt der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler nach der Flutkatastrophe entstanden. Begleitet wird das „Rosenkränzchen“ durch Haupt- und Ehrenamtliche der Pfarrei, dem Missionarischen Team im Bistum Trier und dem Malteser Hilfsdienst.

Ruhe- und Begegnungsort

Neben dem Hegen und Pflegen der Beete steht der Ort auch immer wieder zum Austausch, für Treffen und zum Ruhefinden bereit. Einfach die Seele baumeln lassen, in einem grünen Fleckchen mitten im städtischen Umfeld, ein Gesprächs- und Begegnungsort – das ist hier für alle möglich. Jeder Mensch, egal welcher Konfession, Religion oder Weltanschauung sei hier willkommen, betont das Organisationsteam.

„Falls Sie Freude am Gärtnern haben, keinen eigenen Garten besitzen oder beides, melden Sie sich gerne und Ihnen werden kostenlos ein paar Quadratmeter zur freien Gestaltung zur Verfügung gestellt“, ermuntern die Organisatorinnen und Organisatoren.

Interessierte können sich bei Oliver Serwas per E-Mail an oliver.serwas(at)bgv-trier.de oder telefonisch unter Tel.: 0151 46738328 melden. Weitere Informationen zu unterschiedlichen Projekten in der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es auf www.pfarrei-bnaw.de und bei Facebook. (red)

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Flutkatastrophe Pfarreien Schöpfung
news-105281 Mon, 23 Jan 2023 16:03:25 +0100 Heiliger Vater, retten Sie uns!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/heiliger-vater-retten-sie-uns/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/1/csm_IMG_1023_HT_49d2a4e14a.jpg" width="150" height="100" alt="" />Weihbischof Jörg Michael Peters nahm am Auftakt eines Forschungsprojekts im Kampf gegen Antisemitismus teil. München/Trier – Rund 15.000 jüdische Menschen aus ganz Europa baten während des NS-Regimes Papst Pius XII. und den Vatikan um Hilfe. Emotional schildern sie Gräuel, Verfolgung und Todesangst. Im Forschungsprojekt Asking the Pope for Help erfassen der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team der Universität Münster diese Bittschreiben, die in den vatikanischen Archiven lagern, und bereiten sie in einer kommentierten digitalen Edition für die Öffentlichkeit auf.

Zum Auftakt des Projektes hat am 23. Januar in der Katholischen Akademie in Bayern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz bewusst im Vorfeld des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2023) eine öffentliche Debatte stattgefunden. „Wir sind froh, nach einem Jahr der Einrichtung den Auftakt unseres Projekts Asking the Pope for Help sowohl mit Vertretern der katholischen Kirche als auch der jüdischen Community begehen zu können. Gemeinsam mit meinem erfahrenen Team haben wir uns als Historikerinnen und Historiker lange auf die Öffnung der vatikanischen Archive zu Papst Pius XII. vorbereitet“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Hubert Wolf, Direktor des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster, das Anliegen. „Obwohl wir bereits jahrelang mit den vatikanischen Akten vertraut sind und arbeiten, haben die Bittschreiben, die wir dort fanden, unseren Blick auf die Rolle der katholischen Kirche im Zweiten Weltkrieg noch einmal erweitert. Mit unserer Entscheidung, nicht den Papst und sein Handeln, sondern die jüdischen Bittsteller in den Fokus unseres auf zehn Jahre angelegten Projekts zu rücken, nehmen wir einen Paradigmenwechsel vor“, so Wolf. „Neben dem Ziel, jüdischen Menschen, deren Andenken die Nationalsozialisten auslöschen wollten, wieder eine Stimme zu geben und ihr Schicksal öffentlich sichtbar zu machen, werden wir dank akribischer Auswertung dieser Einzelfälle Rückschlüsse zu übergeordneten Fragestellungen ziehen können, wie etwa: Welche Schreiben wurden dem Papst vorgelegt und welche nicht? In wie vielen Fällen konnte der Heilige Stuhl helfen? Gab es einen Unterschied zwischen getauften und nicht getauften Juden?“

Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), der die Deutsche Bischofskonferenz und deren Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum der Ökumenekommission vertrat, hob hervor, dass aus den Briefen der Juden die Verzweiflung von Menschen spreche, die über Monate vieles unternommen hätten, um der Verfolgung und der Deportation zu entgehen, und nun feststellen müssten, dass die Fluchtwege verbaut seien. „Sie befinden sich in einer im Wortsinn ausweglosen Lage. Man spürt förmlich, wie ihr Lebensraum sich immer mehr zusammenzieht. Da sind die Briefe an den Papst die letzte Möglichkeit, die letzte Hoffnung, doch noch dem Tod zu entkommen“, so Weihbischof Peters. Die Bittgesuche ließen spüren, was es für die Einzelnen mit ihren so unterschiedlichen Biographien bedeutete, ausgeschlossen und verfolgt zu werden. Peters fügte hinzu: „Als biographische Zeugnisse können die Bittgesuche aus den Archiven des Vatikans ein wichtiger Teil unserer Erinnerungskultur werden. Sie werden uns und den kommenden Generationen zumindest eine Ahnung von dem geben, was es für die Einzelnen bedeutete, sozial geächtet und verfolgt zu werden, was es bedeutete, um das Leben von Familienangehörigen und von engen Freunden zu bangen und mit dem Wissen um ihre Ermordung weiterzuleben.“ Die historische Erforschung von Strukturen der geleisteten oder verweigerten Hilfe und die Perspektive der verfolgten Juden seien für das Geschichtsverständnis gleich wichtig. „Das gilt nicht nur für unser Verständnis der Vergangenheit, sondern auch für die gegenwärtige Auseinandersetzung mit einem leider noch immer nicht überwundenen Antisemitismus. Die historisch informierte Erinnerung daran, was der Antisemitismus in der Vergangenheit angerichtet hat, wie er das Leben von Jüdinnen und Juden belastet, eingeschränkt und schließlich zerstört hat, ist ein wichtiger Teil des gegenwärtigen Kampfes gegen Antisemitismus.“

Botschafterin a. D. Annette Schavan würdigte den Einsatz für eine Erinnerungskultur, die aufkläre und Illusionen zerstörte. Eine Erinnerungskultur „ruft Fakten in Erinnerung, die vergessen waren – weil das einfacher schien und weil es erlaubte, die Geschichte nach dem je eigenen Geschmack und Interesse zu erzählen. Vergessen verklärt die Vergangenheit und macht Gesellschaften hilflos bei dem Versuch, sich selbst auf die Spur zu kommen und aus der Vergangenheit zu lernen“, so Schavan, die in der Akademie in ihrer Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sprach. In der Zeit nach den Zeitzeugen werde mehr und mehr die Aufgabe deutlich, Weichen für eine Erinnerungskultur in Zukunft zu stellen: „Dies ist umso bedeutsamer, als offenkundig der Antisemitismus zunimmt und neue Nationalismen in Europa die Europäische Union als großes Friedenswerk gefährden. Zum Frieden in den Gesellschaften Europas und zwischen ihnen gehört, Antisemitismus und jedweder Form von Rassismus auf die Spur zu kommen und sie zu bekämpfen – auch mit der Kraft der Erinnerung als einer der großen kulturellen Aufgaben jeder Gesellschaft“, so Annette Schavan. Das dürfe sich nicht in Rhetorik erschöpfen und könne nicht nur irgendwie allgemein gelingen. Dazu brauche die Stiftung Partner in der Gesellschaft und könnten deren konkrete Geschichten aufklärend wirken und deren Initiativen zu einer künftigen überzeugenden Erinnerungskultur beitragen. Annette Schavan fügte hinzu: „Erinnerung klärt auf und fordert in diesem und in anderen Projekten, uns mit den Menschen, die Opfer wurden, mit ihren Biographien und mit ihrem Leiden zu beschäftigen und Verantwortung wahrzunehmen für das, was heute zu tun ist, damit die Würde eines jeden Menschen unantastbar bleibt.“


Hintergrund zum Projekt „Asking the Pope for Help“

Mit dem Forschungsprojekt Asking the Pope for Help bieten Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf und sein Team der Universität Münster in einer Zeit, in der es immer weniger Überlebende des Holocaust gibt, einmalige Möglichkeiten im Sinne einer Anti-Antisemitismus-Bildung in Kirche und Gesellschaft. Zugleich können sie wichtige Impulse für den jüdisch-christlichen Dialog und die Versöhnung zwischen den Religionen geben. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ fördert das Projekt nach einer Anschubfinanzierung durch die Krupp-Stiftung, gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt, der Bayer-Stiftung und SAP. Details zum Projekt stehen im Internet unter: https://www.uni-muenster.de/FB2/aph/index.html zur Verfügung.

(red)

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news-105280 Mon, 23 Jan 2023 11:56:36 +0100 „Der Heilige Geist gibt uns Kraft, alle Mauern einzureißen“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-heilige-geist-gibt-uns-kraft-alle-mauern-einzureissen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/5/csm_ACK-Gebetswoche2-uk_e7333c3dc3.jpg" width="150" height="113" alt="" title="ACK Gebetswoche2 uk" />Die Neuapostolische Kirche wurde als neues Vollmitglied der ACK Saarbrücken und Umgebung im Rahmen der Gebetswoche zur Einheit der Christen aufgenommen. Saarbrücken – Die ökumenische Familie des Arbeitskreises christlicher Kirchen (ACK) in Saarbrücken und Umgebung ist um ein Mitglied reicher: Im Rahmen des gemeinsamen Gottesdienstes in der weltweiten Gebetswoche zur Einheit der Christen ist die Neuapostolische Kirche (NAK) als Vollmitglied in die ACK-Ortsvereinigung aufgenommen worden. Zu diesem Anlass war auch der neuapostolische Bischof Pascal Strobel nach Saarbrücken gekommen.

„Wir freuen uns alle darüber sehr. Wir arbeiten seit Jahren gut zusammen und leben ein gutes Miteinander, dass es Sinn macht, wenn die Neuapostolische Kirche nicht länger nur Gast, sondern Mitglied in der ACK ist“, sagte die Vorsitzende der ACK Saarbrücken, Pastoralreferentin Pascale Jung. So arbeite die NAK seit 2017 in der ACK Saarbrücken mit, seit 2019 mit Gaststatus. Auch auf Bundesebene hat die NAK diesen Gaststatus. Doch ist es möglich, dass örtliche ACK-Gruppen die Neuapostolischen Glaubensgeschwister als Vollmitglied aufnehmen, auch wenn dies auf Bundesebene noch nicht der Fall ist. „Wir sind hier nicht die ersten, wollen aber andere ermutigen, unserem Schritt zu folgen“, sagte Jung. Das Lob erwiderten die Neuaufgenommenen: „Wir haben uns vom ersten Tag an wohlgefühlt und gespürt, dass hier der christliche Geist weht. Wir bringen uns sehr gerne ein“, sagte Achim Eisel, ehemaliger langjähriger Leiter des Kirchenbezirks Saarbrücken. Joachim Hipfel, Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde auf der Folsterhöhe, die Gastgeberin des diesjährigen Gottesdienstes im Rahmen der Weltgebetswoche war, dankte Gott für das Zusammenfinden der Kirchen und bat Gott für ein weiteres gutes Gelingen der Zusamenarbeit.

Wie lebendig die Ökumene in Saarbrücken ist, stellte die ACK an diesem Abend bei ihrem Gottesdienst unter dem Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jes 1,17) unter Beweis. Jedes Jahr werden die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen von einer anderen Region der Welt vorbereitet – in diesem Jahr von einem international und interkulturell gemischten Team aus dem US-Bundesstaat Minnesota. Für das Vorbereitungsteam spielten dabei die Themen Rassismus und Angst vor Fremdheit eine zentrale Rolle.

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Saarbrücken bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Information Kirchliche Verbände Ökumene Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-105279 Sun, 22 Jan 2023 09:42:31 +0100 „Geht in Eurem Leben auf Entdeckungsreise!“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/geht-in-eurem-leben-auf-entdeckungsreise/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/6/5/csm_Firmung-Furstenhausen2-uk_000ffdb962.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Firmung Furstenhausen2 uk" />Zum Auftakt seiner Firmreise im Pastoralen Raum Völklingen hat Weihbischof Franz Josef Gebert 51 Jugendliche der Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt gefirmt. Fürstenhausen – „Der Heilige Geist lädt Euch ein, in Eurem Leben auf Entdeckungsreise zu gehen, damit Ihr etwas findet, wofür es sich lohnt, sich einzusetzen“ – diese Botschaft hat Weihbischof Franz Josef Gebert  Firmbewerberinnen und -bewerbern mit auf den Lebensweg gegeben. In zwei Gottesdiensten in der Kirche Schmerzhafte Mutter in Völklingen-Fürstenhausen hat Gebert 51 Jugendlichen aus der Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt am Samstag, 21. Januar, das Sakrament der Firmung gespendet.

In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf das Gleichnis aus dem Matthäus-Evangelium, wonach das Himmelreich einem Kaufmann gleiche, der eine kostbare Perle findet und allen Besitz verkauft, um diese Perle kaufen zu können. In die heutige Zeit übersetzt stehe die kostbare Perle für die göttliche Bedeutung in jedem Leben, für das Besondere, für das sich Mühe und Einsatz lohnten. „Gott lädt Euch ein zu entdecken, wofür es sich lohnt, mit Euren Talenten und Fähigkeiten Euer Leben und diese Welt zu gestalten“, sagte Gebert. Auf diese Weise werde das Leben reicher. „Diese spannende Entdeckungsreise kann das ganze Leben andauern“, schloss er.

Seit September hatten sich die Jugendlichen mit einem Team von acht Katechetinnen und Katecheten um Gemeindereferentin Martina Scholer und Diakon Christoph Storb auf die Firmung vorbereitet. Die Vorbereitungszeit stand unter dem Titel „Werke der Barmherzigkeit“. „Die Jugendlichen haben nachgespürt, wo es im Warndt Werke der Barmherzigkeit gibt“, sagt Martina Scholer. Dabei haben sie in Kleingruppen etwa die Völklinger Tafel besucht und beim Sammeln von Lebensmittelspenden geholfen, waren zu Gast im Altenheim oder auf dem Friedhof. „In der Kirche haben sie auf Infotafeln ihre Erfahrungen bei diesen Besuchen in Texten und Bildern öffentlich gemacht.“ An Erntedank und St. Martin halfen die Jugendlichen zudem bei der Organisation. In zwei sogenannten „Erlebniskirchen“ mit Stationen in der Kirche gingen sie den Fragen „Wie fair ist unsere Welt?“ und „Woran glaubst Du?“ nach.

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Saarbrücken bistum-trier Jugend Seelsorge
news-105277 Sat, 21 Jan 2023 06:42:00 +0100 Neuer Vertreter der Bistümer im SWR-Rundfunkrat https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neuer-vertreter-der-bistuemer-im-swr-rundfunkrat/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_UllrichHG_4542133546.jpg" width="100" height="150" alt="" />Dr. Hans-Günther Ullrich folgt auf Dr. Irina Kreusch. Die Entsendung erfolgt durch die Bistümer Trier, Mainz, Speyer, Limburg und Köln, die mit Teilen ihres Bistumsgebiets in Rheinland-Pfalz vertreten sind. Trier – Domkapitular Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, ist neuer Vertreter der rheinland-pfälzischen Bistümer im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR). Er folgt auf Dr. Irina Kreusch, Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Hochschulen und Bildung im Bistum Speyer, die das Amt aus beruflichen Gründen zum Jahresende 2022 aufgegeben hatte. Die Entsendung erfolgt durch die Bistümer Trier, Mainz, Speyer, Limburg und Köln, die mit Teilen ihres Bistumsgebiets in Rheinland-Pfalz vertreten sind.

Der Rundfunkrat vertritt innerhalb des SWR die Interessen der Allgemeinheit. Er überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze und berät den Intendanten in allgemeinen Programmangelegenheiten. Der Rat setzt sich aus 74 Mitgliedern zusammen: 51 Mitglieder entsendet das Land Baden-Württemberg und 23 Mitglieder stammen aus dem Land Rheinland-Pfalz. Die Amtszeit des Rundfunkrats beträgt fünf Jahre – die aktuelle Amtsperiode dauert bis 2025. Zu den Aufgaben des Rundfunkrats zählen unter anderem Beschlüsse über Richtlinien der Programmgestaltung sowie die Genehmigung der Haushaltspläne und der Jahresabschlüsse.

Ullrich freut sich auf die neue Aufgabe: „Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland befindet sich in einer herausfordernden Phase. Hier möchte ich gerne aus den verschiedenen Erfahrungsfeldern meiner Biografie einen Beitrag zu den anstehenden Diskussionen einbringen." Zur Ernennung von Ullrich gratulierte der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg: „Ich bin froh und dankbar, dass Herr Dr. Ullrich sich bereit erklärt hat, als Vertreter im Rundfunkrat des SWR mitzuwirken. Herr Dr. Ullrich bringt viele Erfahrungen aus den Bereichen Kultur und Gesellschaft mit. Er ist in die Bereiche Politik und Wirtschaft gut vernetzt, auch über das Bistum Trier hinaus. Gemeinsam mit meinen Generalvikars-Kollegen aus Rheinland-Pfalz bin ich überzeugt, dass mit Dr. Ullrich ein guter Nachfolger von Dr. Irina Kreusch gefunden ist.“.

Dr. Hans Günther Ullrich wurde 1961 in Trier geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft legte er 1990 das 2. Juristische Staatsexamen ab und promovierte in diesem Fach. Von 1990 bis 2006 arbeitete er in verschiedenen leitenden Positionen bei international tätigen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, zuletzt als Geschäftsführer eines deutschen Familienunternehmens mit Sitz in Esslingen. Im Oktober 2006 trat er ins Priesterseminar Trier ein und wurde nach seinem Diakonat 2008 in Trier zum Priester geweiht. Ab August 2008 war er als Kaplan in Saarbrücken St. Johann eingesetzt, 2010 als Pfarrverwalter. Seit 2010 ist Ullrich als Abteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat an verschiedenen Schnittstellen zwischen Kirche, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft tätig. Seit 2012 leitet Ullrich die Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat und die Aktion Arbeit im Bistum Trier. Daneben ist er Vorsitzender des Caritasrates für die Region Trier und Geistlicher Berater des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) auf Bundesebene.

(sb)

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news-105278 Fri, 20 Jan 2023 10:01:12 +0100 Freiräume schaffen, Fähigkeiten entfalten – und den Weg zu Gott finden https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/freiraeume-schaffen-faehigkeiten-entfalten-und-den-weg-zu-gott-finden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/1/csm_Dienhart-und-Bierau_ih_31464139a9.jpg" width="150" height="100" alt="" />Neue Leitung im Felixianum: Maik Bierau leitet das Sprachen- und Orientierungsjahr für junge Menschen im Bistum Trier. Trier – Maik Bierau ist seit November vergangenen Jahres Leiter des „Felixianums”. Der Gemeindereferent übernimmt die Aufgabe von Pastoralreferentin Maria Koob, die nun in der Ausbildung pastoraler Berufe im Bischöflichen Generalvikariat tätig ist. Der 52-Jährige leitet nun das Sprachen- und Orientierungsjahr für junge Menschen im Bistum Trier gemeinsam mit Bischofskaplan Florian Dienhart (31), der bereits seit September 2021 Teil des Leitungsteams ist.

Nach Abitur und Zivildienst begann Bierau 1991 sein Studium im Fachbereich Praktische Theologie an der Hochschule in Mainz. Nach dem Abschluss arbeitete er als Gemeindeassistent in Neuwied. Anschließend lag sein Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Pfarreien St. Georg und St. Anna in Trier. 1999 begann er dann eine Tätigkeit als Leiter des Jugendcafés in Neunkirchen, bevor er 2000 als Gemeindereferent vorrangig mit den Themen Erwachsenenbildung, Geistliche Begleitung und der Erstkommunionvorbereitung in der Pfarreiengemeinschaft Saar-Mosel betraut war. In dieser Zeit nahm er am Ausbildungskurs Geistliche Begleitung (TPI) teil.  2015 wurde er Mitarbeiter in der Pfarrei Hl. Edith Stein Trier mit den Schwerpunkten Firmvorbereitung, Initiierung von Projekten im Pastoralen Raum und Geistlichen Angeboten. 2016 und 2017 nahm er am Ausbildungskurs „Leitung und Begleitung von Exerzitien“ teil.

In Trier und Umgebung kennt man den gebürtigen Hessen unter anderem als Initiator von etablierten Formaten wie der „Woche der Stille”, als Mitglied der Initiative
frei[ ]raum oder als Organisator von Besinnungs- und Oasentagen – Erfahrungen und Fähigkeiten, die er in seine neue Tätigkeit einbinden möchte: „Ich bin begeistert, wenn durch verstehende, zugewandte, echte und wertschätzende Begegnungen Freiräume entstehen, in denen Menschen ihre Lebenswirklichkeit ausdrücken können.” In seiner neuen Aufgabe sehe Bierau die Chance, Menschen dabei zu begleiten, ihre Fähigkeiten zu entfalten, ihren ureigenen Weg – und damit den Weg zu Gott – zu finden.

Das Sprachen- und Orientierungsjahres Felixianum richtet sich an 18 bis 30-Jährige, die ein Jahr lang gemeinsam mit anderen jungen Menschen wohnen, lernen und sich orientieren möchten, wie es im Leben weitergehen soll. Mitten im Herzen der Trierer Altstadt wohnen sie in Einzelappartements mit Bad, teilen sich aber Küche und Aufenthaltsräume. Interessierte können sich bis zum 30. Juni bewerben, der nächste Jahrgang startet am 16. Oktober. Weitere Informationen gibt es hier: www.felixianum.de oder via E-Mail an maik.bierau(at)bgv-trier.de und florian.dienhart(at)bgv-trier.de. Spezielle Infos zum FSJ oder Bundesfreiwilligendienst im Rahmen des Felixianums gibt es im Stellenportal des Bistums Trier auf: www.wirglaubenandich.de.

(ih)

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RSS Feeds bistum-trier Bildung
news-105274 Fri, 20 Jan 2023 08:30:00 +0100 24-Stunden-Lesung im Gedenken an NS-Opfer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/24-stunden-lesung-im-gedenken-an-ns-opfer/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/4/csm_DSC_4469_dd6bb7d51c.jpg" width="150" height="99" alt="" title="Klangstele" />„Klangstele. Gesang vom Zyklon B“ heißt Installation, die am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus, in der Jugendkirche eli.ja zu hören ist. Saarbrücken – Zu einer 24-Stunden-Lesung anlässlich des 78. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau lädt die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS) mit ihren Kooperationspartnern für Freitag, 27. Januar, von 0 bis 24 Uhr in die Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken (Hellwigstraße 15, 66121 Saarbrücken) ein. „Klangstele. Gesang vom Zyklon B. Für das Hören – Gegen das Aufhören“ heißt die Gedenkveranstaltung, die bereits seit 1996 in Saarbrücken stattfindet, coronabedingt die letzten beiden Jahre pausieren musste. Autor der bundesweit einmaligen Klang-Installation, die gesprochenen Text und Musik miteinander verbindet, ist der Cellist Ulrich Voss.

Wechselnde Sprecher werden 24 Stunden lang aus dem „Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939 – 1945“ vorlesen. Es handelt sich dabei um eine Rekonstruktion der Ereignisse im Konzentrationslager vom ersten Tag bis zur Befreiung aufgrund von Zeitzeugenberichten. Parallel werden auf einer weiteren Klangebene weitere Texte sowie Lyrik vorgetragen. Dazu zählen etwa die „Todesfuge“ von Paul Celan und „Die Ermittlung. Oratorium in elf Gesängen“ von Peter Weis. Das Publikum ist eingeladen, sich beim Sprechen der Texte aktiv an der Klangstele zu beteiligen. Die Texte liegen bereit, die Bewegung beim Sprechen im Kirchenschiff ist gewollt. Jeder Mitsprecher entscheidet selbst, in welcher Lautstärke er sprechen möchte.

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Saarbrücken bistum-trier Ökumene Politik / Gesellschaft Vermischtes
news-105276 Thu, 19 Jan 2023 14:18:30 +0100 Rückkehr nach 34 Jahren https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/rueckkehr-nach-34-jahren/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/9/2/csm_Marco-Brosch_5b15a693af.jpg" width="150" height="132" alt="" />Die gestohlene Bibel aus dem 16. Jahrhundert ist nun wieder im St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues. Bernkastel-Kues – „Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass nach über 34 Jahren eine wertvolle Bibel aus dem Jahr 1527 ihren Weg zurück gefunden hat”, freut sich Dr. Marco Brösch, Bibliothekar im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Trierer Institut für Cusanus-Forschung. 

1988 wurde bei einer Inventarisierung in der Hospitalsbibliothek festgestellt, dass sich die Bibel nicht mehr an ihrem Platz befindet. Brösch erklärt: „Bis 1980 gab es – im Unterschied zu den Cusanus-Handschriften für die wertvollen Drucke – noch keine abschließbaren Schränke im Bibliotheksraum und auch keine Fachkraft, die sich um die Kunstschätze des Hospitals kümmert.” Mit Gabriele Neusius wurde 1994 die erste hauptamtliche Bibliothekarin im Cusanusstift angestellt. Entsprechend liege die Vermutung nahe, dass der Druck von einem unbekannten Täter entwendet wurde und vermutlich in einer Privatsammlung verschwand.

Kurz vor Weihnachten 2022 gab es jedoch einen Hinweis im Internet: Zufällig stolperte Brösch im Internet über das Angebot eines niederländischen Antiquariats in der Nähe von Rotterdam, das die Bibel zum Verkauf anbot. Der Antiquar hatte sie von einem Kollegen erworben, der sie wiederum von einem Privatsammler übernommen hatte. Dass es sich bei der Bibel zweifelsfrei um das Exemplar aus dem Hospital handelt, beweisen eine alte Inventarisierungsnummer auf dem Titelblatt aus der Zeit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ein Besitzeintrag, aus dem hervorgeht, dass sich die Heilige Schrift einstmals im Besitz eines Stephanus Noll befand. „Nach einem Blick in die Chronik des Hospitals wurde schnell klar, dass es sich bei besagtem Stephan Noll aus Monreal um einen ehemaligen Pastor aus Müden an der Mosel handelte, der 1645 – kurz vor seinem Tod – für wenige Monate als Rektor im Hospital tätig war und seine Bücher dem Cusanusstift vermachte”, so Brösch. 

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RSS Feeds bistum-trier Kultur
news-105275 Thu, 19 Jan 2023 10:41:32 +0100 „Die Liebe Gottes wäscht unsere Schuld rein“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/die-liebe-gottes-waescht-unsere-schuld-rein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/b/2/csm_GebetswocheSLS-2023-uk_3f985b5969.jpg" width="150" height="112" alt="" title="GebetswocheSLS 2023 uk" />Unter dem Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht“ haben evangelische und katholische Christen am Mittwoch, 18. Januar, in Saarlouis für die Einheit der Christen weltweit gebetet. Saarbrücken/Saarlouis – Unter dem Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht“ (Jes 1,17) haben evangelische und katholische Christen am Mittwoch, 18. Januar, in Saarlouis einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert und für die Einheit der Christen weltweit gebetet. Der Gottesdienst in der evangelischen Kirche wurde vom Ökumenischen Arbeitskreis Saarlouis vorbereitet. Er fand im Rahmen der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen statt.

Jedes Jahr werden die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen von einer anderen Region der Welt vorbereitet – in diesem Jahr von einem international und interkulturell gemischten Team von Christinnen und Christen aus dem US-Bundesstaat Minnesota. Dabei spielten Elemente indigener und christlicher Tradition eine wichtige Rolle. Mit dem Motto möchte das Team zudem auf die Spaltung der Gesellschaft und der Kirchen aufgrund unterschiedlicher ethnischer Herkunft aufmerksam machen.

Roter Faden des Gottesdienstes waren die Symbole Stein und Wasser, die sowohl in der indigenen als auch der christlichen Tradition große Bedeutung haben. „Für die indigenen Völker steht das Wasser für das Leben, der Stein für die Heiligkeit des Bodens. Für Christen symbolisiert das Wasser die Taufe, der Stein ist das Fundament der Kirche Jesu“, erläuterte Waltraud Andruet. Doch könnten Steine auch Ausdruck von Leid und schwerer Schuld sein. Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises legten Pflastersteine auf den Altar, die symbolisch für die Massenhinrichtung am Volk der Dakota (Sioux) im Jahr 1862 in Minnesota stehen sowie für die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd im Mai 2020 durch einen Polizisten aus Minneapolis. „Damals wurde nicht das Gute getan und das Recht gesucht. Daher hat sich die Arbeitsgruppe das Motto aus dem Buch des Propheten Jesaja gewählt“, sagte Pfarrer Hartmut Richter. Es sei falsch zu denken, Rassismus sei nur ein Problem in Amerika, ergänzte Pfarrer Jörg Beckers: „Es gibt ihn auch bei uns.“ Er legte einen Stein für Samuel Yeboah nieder, der 1991 infolge eines Brandanschlags auf eine Asylbewerberunterkunft in Saarlouis-Fraulautern starb. „Damals gab es nicht wirklich Interesse, die Tat aufzuklären. Der Stein steht für unsere Schuld und das, was wir verdrängen“, sagte Beckers.

In seiner Predigt umriss Pfarrer Richter die Geschichte der Besiedlung Minnesotas durch Europäer, die mit einer Landnahme der Siedler und Unterdrückung und Verelendung der indigenen Bevölkerung einherging. „Die Kultur und Spiritualität der Indigenen wurden als minderwertig betrachtet. Sie sollten sich anpassen, Christen, Amerikaner, Bauern und Viehzüchter werden. Sie bekamen Land, das nicht bewirtschaftbar war.“ Doch gebe es in den Augen Gottes nur gleichwertvolle Menschen. „Diese Aussage darf jedoch nicht Behauptung bleiben, sondern muss immer wieder neu gelebt werden“, sagte Richter. Auch in unserer Geschichte gebe es Schuld, derer man sich bewusst sein müsse. Doch den Steinen der Schuld stellte er symbolisch das Taufgeschirr entgegen: „Es gibt in der Geschichte eine positive Veränderung. Das Wasser als Zeichen der Taufe bindet uns ein in Gottes Geschichte.“ Symbolisch legte der Arbeitskreis die Pflastersteine auf ein blaues Tuch, das wie Wasser vom Altar ins Kirchenschiff floss. „Die Liebe Gottes in der Taufe umspült unsere Schuld und wäscht sie rein. Wasser als Element der Erneuerung kann auch Beziehungen erneuern“, ergänzte Beckers.

Auch in Saarlouis gelte es, neue Beziehungen zu suchen, auch zu anderen christlichen Gemeinden wie der freien evangelischen Gemeinde, den assyrischen Christen oder der neuapostolischen Kirche. Die Gebetswoche könne Anstoß dazu sein. Die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes kommt Straßenkindern in der Demokratischen Republik Kongo zugute, dort hat die evangelische Gemeinde eine Partnerschaft.

Die Gebetswoche wird seit 1908 gefeiert. Seit 1968 wird sie gemeinsam von dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) verantwortet. Der ÖRK und die katholische Kirche arbeiten bei der Vorbereitung der Gebetswoche zusammen. Ziel der Gebetswoche ist es, Kirchen, Konfessionen und Kulturen über alle Grenzen hinweg zu verbinden. Die Woche findet weltweit vom 18. bis 25. Januar statt. Seit fast zwei Jahrzehnten organisiert der Ökumenische Arbeitskreis Saarlouis einen gemeinsamen Gottesdienst. Den Gottesdienst am Mittwochabend gestalteten die evangelischen Pfarrer Jörg Beckers und Hartmut Richter, dem katholischen Pastoralreferenten Reinhold Hedrich sowie Waltraud Andruet.

www.gebetswoche.de

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Ökumene Weltkirche
news-105273 Wed, 18 Jan 2023 11:41:48 +0100 “Bischof Stein kann nicht länger Namensgeber sein” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-stein-kann-nicht-laenger-namensgeber-sein/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/8/csm_stiftung-glauben-leben-2023__4C_df3e20a2d6.jpg" width="150" height="74" alt="" />Die Namensänderung in “Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier” wurde vom Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung beschlossen. Trier – Die Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier soll künftig unter dem Namen „Stiftung GLAUBEN LEBEN im Bistum Trier“ firmieren. Das Kuratorium der Bischof-Stein-Stiftung hat die Namensänderung in einer außerordentlichen Sitzung am 13. Januar auf Antrag des Vorstands beschlossen. Die Umbenennung wird wirksam mit der Zustimmung der Stiftungsaufsicht.

Hintergrund der Umbenennung ist der am 16. Dezember von Prof. Dr. Lutz Raphael und Dr. Lena Haase (Universität Trier) vorgestellte Zwischenbericht zur historischen Untersuchung „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946-2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier“, der die Amtszeit des Trierer Bischofs Dr. Bernhard Stein (1967-1981) untersucht. Das Projekt ist von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich des Bistums Trier (UAK) initiiert.

Der Bericht dokumentiert den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs, die in die Amtszeit Bischof Steins fallen und kommt zu dem Ergebnis, dass es in der Mehrzahl der Fälle keinen ordnungsgemäßen und vor allem keinen betroffenenorientierten Umgang mit den Fällen sexueller Gewalt gegeben hat. Die UAK hält in ihrer Stellungnahme zum Bericht fest, „dass Stein das damalige System gestützt hat. Von ihm sind der UAK keine Bemühungen bekannt, beim Umgang mit Missbrauchsfällen umzusteuern. Der Vorwurf der zumindest moralischen und systemischen Mitverantwortung trifft auch auf ihn zu“.

Diese Einschätzung teilen Vorstand und Kuratorium. „Das Kuratorium hat sich mit dem Bericht befasst. Die Mitglieder verurteilen den Umgang mit Fällen sexueller Gewalt zur Amtszeit Bischofs Stein und vor allem die Tatsache, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu keiner Zeit im Blick waren. So kommt das Kuratorium zu dem Ergebnis, dass Bischof Stein nicht länger Namensgeber für eine Stiftung sein kann, die sich der Glaubensweitergabe und der Unterstützung von Bildungsangeboten vor allem für Kinder und junge Menschen verschrieben hat“, sagte Kuratoriumsvorsitzender Weihbischof Robert Brahm. Daher habe das Kuratorium einstimmig für die Umbenennung votiert. „Der neue Name stellt ‚Glauben‘ und ‚Leben‘ in den Mittelpunkt und zeigt damit auf den ersten Blick, welche Anliegen hier gefördert werden“, erläutert Brahm den neuen Namen.

Das Bistum Trier hatte im Januar 2008 die Bischof-Stein-Stiftung gegründet. Sie ist eine rechtlich selbstständige, kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Die Stiftung stellt den Glauben und die Sorge um die Zukunft der vielfältigen kirchlichen Dienste in den Mittelpunkt. Sie unterstützt die Erziehungs- und Bildungsarbeit in den kirchlichen Kindertagesstätten, Schulen, Fach- und Fachhochschulen sowie die Familien- und die Erwachsenenbildung. Darüber hinaus fördert sie die Jugendarbeit sowie kulturelle und pastorale Angebote im Bistum Trier. Die Bischof-Stein-Stiftung betreut derzeit 16 private und institutionelle Treuhandstiftungen. Seit Bestehen der Stiftung hat diese Gemeinschaft Fördermittel in Höhe von über 1,5 Mio. Euro vergeben. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl an großen und kleineren Initiativen, die sich darum bemühen, vor allem jungen Menschen Bildung, Halt und Orientierung zu geben.

Mehr Informationen gibt es unter www.stiftung-glauben-leben.de oder beim Zentrum für Stiftungen und Fundraising, Kochstraße 2, 54290 Trier, E-Mail: stiftungszentrum(at)bgv-trier.de, Tel.: 0651-1451957-0.

(JR)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Redaktion Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales Stiftungen
news-105272 Tue, 17 Jan 2023 15:00:00 +0100 Landesregierung im Austausch mit der Katholischen Kirche https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/landesregierung-im-austausch-mit-der-katholischen-kirche/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/1/csm_Spitzentreffen2017-Staatskanzlei_9d58a099d2.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Spitzentreffen2023 Staatskanzlei" />Im Fokus des Spitzengesprächs standen der Strukturwandel im Saarland sowie die Veränderungen, die derzeit in den Bistümern Trier und Speyer anstehen. Saarbrücken – Die Landesregierung hat sich am Dienstag (17.01.2023) in der Staatskanzlei mit Vertreterinnen und Vertretern der Bistümer Trier und Speyer sowie des Katholischen Büros Saarland ausgetauscht. Im Fokus des Gespräches standen die vielfältigen Herausforderungen des Strukturwandels im Saarland sowie die Veränderungen, die derzeit in beiden Bistümern anstehen. Für die Landesregierung stehen die erfolgreiche Bewältigung der wirtschaftlichen Transformation und die Verstärkung des Engagements im Klimaschutz in der Prioritätenliste weit oben. Die Mitglieder der Bistumsleitungen von Trier und Speyer legten im Gespräch unter anderem ihre Maßnahmen zur Haushaltssicherung dar, mit der sie langfristig die Handlungsfähigkeit der katholischen Kirche sichern wollen. Auch die strukturellen Veränderungen in den Bistümern waren Thema. Daneben ging es um Bereiche, in denen die Landesregierung und die Bistümer in gemeinsamer Verantwortung tätig sind, wie die Unterbringung Geflüchteter und die Bekämpfung von Armut.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Die Zusammenarbeit der Landesregierung und der Bistümer Trier und Speyer im Rahmen der „WinterAktion Saar“ oder bei der Betreuung und Unterbringung von Geflüchteten – das sind nur einige Beispiele, die zeigen: Gemeinsam sind wir starke Partner für die Menschen im Saarland.“ Damit dies auch in Zukunft gelinge, müssten beide Seiten sich an die sich wandelnden Bedingungen anpassen. „Wir können mit Zuversicht nach vorne blicken, denn das Land und die Bistümer stellen sich den Herausforderungen und gestalten den Wandel aktiv. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Auch in Zukunft da zu sein für die Menschen im Saarland!“

Bischof Dr. Stephan Ackermann berichtete unter anderem von der nun vollzogenen Errichtung von 35 Pastoralen Räumen im Bistum Trier. Diese Ebene soll vor allem die Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode (2013-2016) unterstützen und der Vernetzung auch in den außerkirchlichen Raum dienen: „Alle Maßnahmen, die wir ergreifen, dienen dem Ziel, weiterhin unseren kirchlichen Auftrag zu erfüllen. Dazu gehören an erster Stelle die inhaltlichen Angebote. Dazu braucht es aber auch stabile und verlässliche Strukturen sowie eine solide finanzielle Basis, damit unser pastorales wie nicht-pastorales Personal ebenso wie die vielen Tausend ehrenamtlich Engagierten gut wirken können.“ Ackermann dankte der Landesregierung für die vielfältige Zusammenarbeit, die es auf allen Ebenen gebe.

Auch Speyers Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hob hervor, dass die saarländische Landesregierung und die beiden Bistümer Speyer und Trier gemeinsam vor großen Herausforderungen stünden: etwa dem Ukraine-Krieg mit seinen vielfältigen Auswirkungen und der sich immer weiter verschärfende Klimakrise, aber auch dem Strukturwandel in Gesellschaft und Kirche. „In diesen und vielen anderen Bereichen erlebe ich eine große Bereitschaft auf beiden Seiten, unter sich verändernden Bedingungen weiter eng zum Wohl der Menschen in unserem Land zusammenzuarbeiten“, sagte Wiesemann. „Besonders dankbar bin ich für unseren gemeinsamen Einsatz für die Menschen, die von der aktuellen Energiepreiskrise und von Armut besonders betroffen sind. Mit der „WinterAktion Saar“ des Landes und den Winterhilfen der beiden saarländischen Diözesen setzen wir ganz konkrete Zeichen der Solidarität und tragen so zum Zusammenhalt aller Menschen im Saarland bei.“

(red)

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Saarbrücken bistum-trier Bistumsleitung Politik / Gesellschaft Strukturreform
news-105271 Tue, 17 Jan 2023 08:48:24 +0100 Weihbischof Gebert firmt Jugendliche im Pastoralen Raum Völklingen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weihbischof-gebert-firmt-jugendliche-im-pastoralen-raum-voelklingen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/2/csm_Firmung_WB_Gebert_Dom_873fa96655.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Firmung WB Gebert Dom" />Am Samstag, 21. Januar, startet Weihbischof Gebert seine Firmreise in den Pastoralen Raum Völklingen. Beginn ist in der Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt. Völklingen – Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert wird in den kommenden Wochen bei seiner Firmreise im Pastoralen Raum Völklingen Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden. Er besucht dabei die Pfarreien Heilig Kreuz im Warndt, St. Eligius Völklingen sowie die Pfarreiengemeinschaft (PG) Riegelsberg-Köllerbach und die PG Püttlingen.

Folgende Gottesdienste sind geplant: Samstag, 21. Januar, 10.30 Uhr und 15 Uhr: Jugendliche der Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt, in der Kirche Schmerzhafte Mutter in Völklingen-Fürstenhausen. Sonntag, 22. Januar, 9.30 Uhr und 11 Uhr: Jugendliche der Pfarrei St. Eligius Völklingen in der Kirche Schmerzhafte Mutter in Völklingen-Fürstenhausen. Darüber hinaus finden am Mittwoch, 19. April, 17 Uhr, in der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach sowie am Samstag, 13. Mai, in der Pfarrei St. Michael Püttlingen in der Kirche Liebfrauen Firmgottesdienste statt.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Jugend Seelsorge Vermischtes
news-105270 Mon, 16 Jan 2023 13:51:36 +0100 Der Hilfe ein Gesicht gegeben https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-hilfe-ein-gesicht-gegeben/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/d/csm_Abschied_Schuh_tef_bearbeitet_5a158262b4.jpg" width="150" height="113" alt="Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg dankt Peter Schuh und Johannes Kölling (v. links) für ihre Arbeit für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Foto: Pressestelle / Schneider" title="Abschied Schuh tef bearbeitet" />Ein offenes Ohr für die Menschen in den Flutgebieten und Kontakte zur Bistumsverwaltung wie zu politischen Verantwortlichen: Peter Schuh und Johannes Kölling koordinierten den Wiederaufbau. Trier – „Ich danke Peter Schuh dafür, dass er als Bistumsbeauftragter die Koordination des Wiederaufbaus nach der Flutkatastrophe 2021 übernommen hat.“ Im Rahmen des Neujahrsempfangs im Bischöflichen Generalvikariat in Trier hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg den Einsatz des scheidenden Fluthilfekoordinators gewürdigt. „Mit ihm hatte das Bistum jemand gewonnen, der die notwendigen Kenntnisse über die Bistumsverwaltung und vielfältige Erfahrungen im Umgang mit den betroffenen Gemeinden vor Ort und den politischen Behörden hat – er hat unserer Hilfe ein Gesicht gegeben.“

Peter Schuh war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2019 Leiter der Immobilienabteilung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Ab Oktober 2021 war er als Koordinator für den Wiederaufbau wesentlich im Katastrophengebiet unterwegs und konnte so die notwendigen Kontakte, insbesondere zwischen den Kirchengemeinden und der Bistumsverwaltung, aber auch zu politisch Verantwortlichen im Land, herstellen und begleiten. Daneben gehörte der Kontakt zu Seelsorgenden zu seinem Arbeitsfeld.

„Mit seinen vielen Besuchen und Gesprächen vor Ort hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Verantwortlichen einen kompetenten Ansprechpartner und Vermittler zur kommunalen und landespolitischen Ebene hatten“, sagte von Plettenberg. „Die Meisten, die ihm ihre Sorgen anvertraut haben, haben sich bei ihm nicht zuletzt auch aufgrund seines freundlichen und verbindlichen Wesens gut aufgehoben gefühlt.“ Als Ehrenamtlicher habe er viel Zeit und Kraft aufgewandt, Zuwendung und Hoffnung geschenkt. Mit ihm zusammen arbeitete Johannes Kölling, Geschäftsführer des Bereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im Generalvikariat, dem von Plettenberg gleichfalls für seinen Einsatz dankte. Kölling ist seit dem 1. Januar Mitglied des Leitungsteams des Pastoralen Raums Merzig.

Hintergrund: In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat die verheerende Flut im Ahrtal, in Teilen der Eifel und Trier mehr als 100 Frauen, Männer und Kinder getötet, Überlebende und Angehörige traumatisiert sowie Existenzgrundlagen zerstört. Unmittelbar nach der Flutnacht haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem gesamten Bistum Unterstützung angeboten. Rund 100 Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Diakone und Priester haben tage- oder wochenweise ihre Kolleginnen und Kollegen an der Ahr vielfältig unterstützt, dazu zählten unter anderem die aufsuchende Seelsorge und Präsenz in den Straßen oder an Versorgungs- und Hilfspunkten.

(tef)

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Koblenz bistum-trier Bistumsleitung Caritas / Soziales Diakonische Kirchenentwicklung Ehrenamt Flutkatastrophe Information Personal Politik / Gesellschaft Seelsorge
news-105268 Sun, 15 Jan 2023 08:15:00 +0100 Christen verschiedener Konfessionen beten um Einheit https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/christen-verschiedener-konfessionen-beten-um-einheit/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/8/d/csm_GebWo_Logo_Web_350x250_98b5944f6c.jpg" width="150" height="107" alt="" title="GebWo Logo Web 350x250" />Unter dem Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jes 1,17) steht die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen. Zwischen dem 18. und 25. Januar laden Kirchengemeinden weltweit zu Gottesdiensten ein. Saarbrücken/Saarlouis – Unter dem Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jes 1,17) steht die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen zu der die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) aufruft. Zwischen dem 18. und 25. Januar laden Kirchengemeinden weltweit zu Gottesdiensten ein. Ziel der Gebetswoche ist es, Kirchen, Konfessionen und Kulturen über alle Grenzen hinweg zu verbinden.

In Saarlouis laden evangelische und katholische Christen des Ökumenischen Arbeitskreises Saarlouis für Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in die evangelische Kirche Saarlouis ein (Kaiser-Friedrich-Ring 46, 66740 Saarlouis).Der Gottesdienst sucht eine Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und seinen Traditionen und Symbolen und der Kultur der indigenen Völker, teilen die Veranstalter mit.

Die ACK Südwest lädt für Freitag, 20. Januar, 19 Uhr, zum Gottesdienst in die Freie Evangelische Gemeinde (FeG) auf der Folsterhöhe (Hirtenwies 46, 66117 Saarbrücken) ein. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird auch die Neuapostolische Kirche, die sich bereits vielfach bei der ACK engagiert hat, offiziell als Vollmitglied aufgenommen.

Die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2023 wurden von einem international und interkulturell gemischten Team von Christinnen und Christen aus dem US-Bundesstaat Minnesota vorbereitet. Dabei spielten Elemente indigener und christlicher Tradition eine wichtige Rolle. Zum Beispiel soll die Hymne des Volkes der Dakota mit Psalmtexten verbunden werden.

Das diesjährige Motto „Tut Gutes! Sucht das Recht“ ist eine Anlehnung an einen Bibelvers des Propheten Jesaja. Damit soll auf ein in den Kirchen zumeist noch tabuisiertes Thema hingewiesen werden: die Spaltung zwischen Kirchen aufgrund unterschiedlicher ethnischer Herkunft. In Minnesota gibt es laut ACK seit Jahren große Rassenunterschiede. Die größte Massenhinrichtung in der Geschichte der USA habe 1862 in Minnesota im Gefolge des Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten und dem indigenen Volk der Dakota (Sioux) stattgefunden. Auch die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd im Mai 2020 durch einen Polizisten aus Minneapolis geschah in Minnesota. „Die Gebetswoche ist die ideale Zeit für Christen, um zu erkennen, dass die Spaltungen zwischen unseren Kirchen und Konfessionen nicht von den Spaltungen innerhalb der Menschheitsfamilie getrennt werden können. Gemeinsam für die Einheit der Christen zu beten ermöglicht es uns, über das, was uns verbindet, nachzudenken und uns dem zu stellen, was Menschen unterdrückt und voneinander trennt“, so die Veranstalter weiter.

Der zentrale Gottesdienst zur Gebetswoche findet in Deutschland am 22. Januar um 17 Uhr im Frankfurter Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde Frankfurt statt. Die Predigt halte der ACK-Vorsitzende, der griechisch-orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron.

Der Gottesdienst wird live auf www.gebetswoche.de übertragen.

Hintergrund:

Die Gebetswoche wird seit 1908 gefeiert. Jedes Jahr werden die Texte von einer anderen Region der Welt vorbereitet. Die Woche findet weltweit vom 18. bis 25. Januar statt.

Die 1948 gegründete Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus.

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Saarbrücken bistum-trier Ökumene
news-105267 Sat, 14 Jan 2023 10:30:00 +0100 Erfolgreiches Modellprojekt geht weiter https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/erfolgreiches-modellprojekt-geht-weiter/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/d/c/csm_family-g7cc9ab855_1920_dc2299f9f0.jpg" width="150" height="100" alt="" title="Family g7cc9ab855 1920" />Die Caritas-Familienbüros sind ein Erfolgsmodell, wie nun auch die wissenschaftliche Evaluation bestätigte. Und das Projekt wird weitergeführt - mit drei weiteren Familienbüros. Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Modellprojekt „Familienbüros“ des Trierer Diözesan-Caritasverbandes ist nach zweijähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen worden – doch es wird mit den Familienbüros weitergehen. Gerade in prekären Lebenslagen wissen Familien oft nicht, welche Ansprüche sie geltend machen können. Familienbüros können da Abhilfe schaffen. Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat das Projekt evaluiert. Im Abschlussbericht wird die Annahme der Caritas bestätigt, dass viele Familien sozialpolitische Leistungen nicht abrufen, so die Leiterin der wissenschaftlichen Begleitung, Prof. Petra Mund: „Es hat sich deutlich gezeigt, dass die Caritas die Familien informiert, motiviert und unterstützt hat, die ihnen zustehenden und trotz materieller Not teilweise unbekannten familienpolitischen Leistungen in Anspruch zu nehmen.“ Unter solche Leistungen fallen etwa Eltern- und Kindergeld, Zuschüsse zu Bildung und Teilhabe, Wohngeld oder Renten. Gründe seien mangelnde Information, soziale Scham oder Überforderung bei der Antragstellung. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass Familienbüros familienpolitische Seismografen sind: Sie machten die Hürden bei der Bekämpfung von Armut deutlich und zeigten Lücken bei familienpolitischen Maßnahmen und im Hilfesystem auf. Petra Mund folgert daraus, dass das niedrigschwellige und bedarfsorientierte Angebot der Caritas-Familienbüros verstetigt werden sollte.

Und das wird der Caritasverband im Frühjahr 2023 an neuen Standorten im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums umsetzen: „Wir sind sehr dankbar, dass die „Caritas Stiftung Menschen in Not“ 2023 drei weitere Caritas-Familienbüros fördert. So können wir noch mehr Familien über ihre sozialrechtlichen Ansprüche aufklären. Gerade in der aktuellen Lage mit steigenden Energiekosten und Inflation ist das dringend notwendig“, so Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband Trier.

Caritas-Familienbüros gibt es bereits an den Standorten Andernach/Pellenz, Mayen, Emmelshausen (für den Rhein-Hunsrück-Kreis) und Sulzbach. Im Rahmen der Fluthilfe wurde ein weiteres Familienbüro im Ahrtal eröffnet. Die bestehenden Büros sollen ihre Arbeit weiterführen. Mehr Informationen gibt es auch auf www.caritas-trier.de.

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Koblenz Saarbrücken Trier bistum-trier Caritas / Soziales
news-105261 Fri, 13 Jan 2023 09:30:00 +0100 Neue Fachbereichsleiterin am ILF Saarbrücken https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/neue-fachbereichsleiterin-am-ilf-saarbruecken/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/e/6/csm_Karolina_Engel_ecbf0d3fd9.jpg" width="107" height="150" alt="" title="Karolina Engel" />Verstärkung für das Institut zur Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) Saarbrücken: Karolina Engel leitet seit 1. Januar 2023 den Fachbereich Lernkultur und Unterrichtsentwicklung. Saarbrücken – Karolina Engel ist seit 1. Januar 2023 neue Leiterin des Fachbereichs Lernkultur und Unterrichtsentwicklung beim Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) in Saarbrücken. In dieser Funktion wird die 55-Jährige gebürtige Homburgerin die Bereiche Grundschule, Deutsch und Sprachen, Gesund in der Schule und den Newsletter verantworten.

„Wir freuen uns sehr, dass Karolina Engel als erfahrene Fortbildnerin unser Team verstärkt. Somit können wir gestärkt in das neue Jahr starten“, sagt der Leiter des ILF Thomas Mann.

Nach ihrem Studium der Fächer Grundschulpädagogik, Deutsch und Katholische Theologie an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Landau und dem Referendariat am Studienseminar Kaiserslautern unterrichtete Engel von 1992 bis 1998 an einer Grundschule in Zweibrücken. Parallel dazu übernahm sie von 1994 bis 1996 die Fachseminarleitung für Grundschulpädagogik am Studienseminar Kusel. Ab 1998 war sie 16 Jahre lang Schulleiterin einer Grundschule in Zweibrücken. In dieser Zeit absolvierte Engel den Weiterbildungsstudiengang zum ECHA-Diplom „Specialist in Gifted Education“ an der Universität Münster. Von 2003 bis 2007 zeichnete sie zudem verantwortlich für die Konzeption und Außenbegleitung des rheinland-pfälzischen Modellprojekts „Entdeckertag – Erkennen und Fördern hochbegabter Kinder in der Grundschule“.

2014 folgte der Wechsel an das saarländische Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM). Dort arbeitete sie zunächst als Leiterin des Fachgebiets Grundschule mit den Schwerpunkten Deutsch, Leseförderung und fächerübergreifende Themen, zuletzt war sie am LPM Leiterin des Fachbereichs Grundsatzthemen in Schulen.

„Ich freue mich sehr darauf, künftig Teil des Teams des Instituts für Lehrerfort- und -weiterbildung zu sein. Das Ziel des ILF ist es, Menschen zu stärken – in diesen herausfordernden Zeiten sicher notwendiger denn je. Auf der Grundlage meiner langjährigen Erfahrung in ganz unterschiedlichen Positionen im Schulsystem werde ich gerne als „Mut-Macherin“ Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter und alle an Schule Beteiligten in ihrer täglichen Arbeit mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen unterstützen und begleiten. Ein Herzensanliegen ist mir die Förderung der Basalen Kompetenzen, um allen Schülerinnen und Schülern Bildungschancen zu eröffnen; hier wird sicherlich ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit am ILF liegen“, sagt Karolina Engel.

Hintergrund:
Das ILF ist ein pädagogisches Fort- und Weiterbildungsinstitut in Trägerschaft der katholischen Kirche, das seine Dienste für alle Schularten und Schulfächer anbietet. In Rheinland-Pfalz gibt es das Institut seit 1970 in Mainz, im Saarland seit 1972 in Saarbrücken. Seit 1975 ist das ILF im Saarland durch einen Staatsvertrag den staatlichen Lehrerfortbildungsinstituten gleichgestellt. Das ILF in Saarbrücken bietet Fortbildungskurse für Lehrer*innen an, richtet Studientage an Schulen aus und begleitet Schulentwicklungsprozesse. Darüber hinaus macht es Angebote für Schulleitungen und für die Schulaufsicht. Träger des ILF ist die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Bildung mbH. Sie hat ihren Sitz in Mainz. Die Gesellschafter sind die (Erz-) Bistümer Köln, Limburg, Mainz, Speyer und Trier.

(uk)

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Saarbrücken bistum-trier Bildung Information
news-105265 Thu, 12 Jan 2023 11:05:53 +0100 Besucherdienst sucht freiwillige Helfer https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/besucherdienst-sucht-freiwillige-helfer-3/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/c/5/csm_besucherdienst_mst_0415c7a201.jpg" width="150" height="100" alt="Während der Heilig-Rock-Tage sind viele Ehrenamtliche im Einsatz." title="Während der Heilig-Rock-Tage sind viele Ehrenamtliche im Einsatz." />Das Team des Besucherdienstes im Bistum Trier sucht Verstärkung. Ein offenes Informationstreffen für Interessierte findet am 20. Januar im Bischöflichen Generalvikariat statt. Trier – Sie begleiten, organisieren und informieren – kurzum, die Freiwilligen des Besucherdienstes im Bistum Trier packen tatkräftig mit an. Das Team sucht nun Verstärkung: neue Helferinnen und Helfer, die Lust haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und bei der Organisation und Durchführung kirchlicher Veranstaltungen wie etwa den Heilig-Rock-Tagen 2023 mitzuwirken. Die Ehrenamtlichen entscheiden dabei selbst, in welchem Umfang sie sich einbringen, zu welchem Dienst sie sich melden und an welchem Angebot sie teilnehmen. Interessierte können sich am 20. Januar um 17 Uhr im Pressekonferenzraum im Gebäude G des Bischöflichen Generalvikariats informieren. Fragen werden gerne unter Tel. 0651 7105 568 oder per E-Mail an besucherdienst(at)bistum-trier.de beantwortet.

(red)

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Besucherdienst (Ehrenamtliche unterstützen Bistums-Veranstaltungen, Heilig-Rock-Tage etc) Redaktion Trier RSS Feeds bistum-trier
news-105263 Thu, 12 Jan 2023 09:00:00 +0100 „Brich auf, mein Herz, und wandre!” https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/brich-auf-mein-herz-und-wandre/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/9/csm_Die_Pilgergruppe_vor_der_Klosterkirche_-Bild__Harald_Weber-_-1_a568a933d6.jpg" width="150" height="84" alt="" title="Die Pilgergruppe vor der Klosterkirche Bild Harald Weber 1" />Das grenzübergreifende Projekt "Hoffnungsschimmer" wurde am 6. Januar mit einer Pilgerwanderung beendet. Trier/Koblenz/Saarbrücken/Himmerod  – „Ich bin zu viel unterwegs – und das in einer Geschwindigkeit, die so gar nicht zum lauschenden, suchenden und findenden Pilger passt. Da ist der Hoffnungsschimmer die passgenaue Einladung zum Lauschen und zur Einkehr bei mir selbst”, meldet einer der rund 20 Teilnehmenden der Pilgerwanderung zum Abschluss des Projekts „Hoffnungsschimmer – unterwegs im Advent 2022” am 6. Januar rund um das Kloster Himmerod zurück. Initiiert wurde das inklusive und grenzübergreifende Projekt vom Arbeitsfeld Inklusion im Bischöflichen Generalvikariat Trier in Kooperation mit weiterblicken.com.

Mehr als 400 Menschen aus allen Regionen des Bistums Trier, aus Deutschland, Luxemburg, Holland, der Schweiz und Südtirol haben trotz räumlicher Trennung ihren persönlichen geistlichen Weg durch die Adventszeit mit „Hoffnungsschimmer” gemeinsam gestaltet, berichtet die Pastoralreferentin Judith Schwickerath, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Sandro Frank betreut hat: „Mit dabei waren Ehrenamtliche aller Altersklassen, Studierende, Mitarbeitende verschiedener Einrichtungen der Caritas, Bewohner*innen aus Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Schulen.”

Den inhaltlichen Faden für die nunmehr dritte Auflage des „Hoffnungsschimmers” bildete der Text „Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen” des Theologen Karl Rahner. Basierend auf der Grundidee der lebenslangen Pilgerschaft des Menschen lud das Projekt zu einer inneren Pilgerschaft durch den Advent ein. Dabei zeichnete es sich insbesondere durch seinen hybriden Charakter aus: Zunächst erreichte ein analoger Kalender die Teilnehmenden auf dem Postweg. Montagsabends gab es dann einen digitalen Gottesdienst via Videokonferenz zur Einstimmung auf den neuen Wochenimpuls.

Alle Interessierten sind eingeladen, an dem ähnlich gestalteten Parallelprojekt „#Lebenszeichen – Ostern entgegen” während der Fastenzeit teilzunehmen. Weitere Informationen gibt es bei Judith Schwickerath, E-Mail: judith.schwickerath@bistum-trier.de, Tel.: 0151-11124413, und Sandro Frank auf www.weiterblicken.com.

(red)

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Trier bistum-trier Diakonische Kirchenentwicklung Information Inklusion Politik / Gesellschaft Seelsorge Vermischtes
news-105264 Wed, 11 Jan 2023 14:14:36 +0100 Jesus Christus in die Mitte stellen https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/jesus-christus-in-die-mitte-stellen/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/a/9/csm_Altarinsel_JR_2b9f0c99ca.jpg" width="150" height="100" alt="" title="RequiemB16_230110_Altarinsel_JR" />Bischof Ackermann feierte das Requiem für den verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. und gedachte des vor 16 Jahren verstorbenen früheren Trierer Bischofs Spital. Trier – „Das Wort Gottes braucht die gläubige Versammlung, braucht die Gemeinschaft der Kirche. Dieser Gemeinschaft ist Jesu Botschaft anvertraut. In dieser Gemeinschaft wird sie durch die Geschichte hindurch immer wieder gehört, gelebt und bezeugt – trotz all der Grenzen und der schrecklichen Verfehlungen, die sich in ihr auch finden. Ohne diese Gemeinschaft würde das Wort Gottes auf Dauer verhallen und vergessen.“ Das hat Bischof Dr. Stephan beim Requiem für den am 31. Dezember 2022 verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. betont und damit herausgehoben, wie wichtig dem verstorbenen Papst die Botschaft war, dass einerseits das Wort Gottes ganz persönlich gehört werden müsse, dies andererseits aber nicht allein getan werden könne (hier die Predigt im Wortlaut).

Weil es dem Theologen Joseph Ratzinger nicht erst als Papst immer wichtig gewesen sei, sich dem lebendigen Wort zu unterstellen und die Botschaft, die es enthält entgegenzunehmen, habe er auch die für den Tag vorgesehenen Schrifttexte belassen, sagte Ackermann, und keine Texte eigens für das Requiem ausgewählt. Sich dem Wort Gottes zu unterstellen, habe für Papst Benedikt auch bedeutet: „Das Wort wirken zu lassen in seiner ganzen Wucht, die dann zu Unterscheidung und Entscheidung drängt.“ So habe dieser häufig die Theologen und Schriftgelehrten kritisiert, die Gott und sein Wort wie ein Objekt betrachteten, es bildlich gesprochen auf den Seziertisch legten und es in Einzelteile auseinandernähmen und analysierten.

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Trier bistum-trier Bischof Weltkirche
news-105262 Tue, 10 Jan 2023 15:12:34 +0100 Bischof und Generalvikar treffen Landräte und Oberbürgermeister https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bischof-und-generalvikar-treffen-landraete-und-oberbuergermeister/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_Treffen_OB_Land_1_ih_1dff7160d0.jpg" width="150" height="100" alt="" />Bischof und Generalvikar haben sich mit Leitungen der Landkreise und kreisfreien Städte ausgetauscht. Trier – Der Trierer Bischof Stephan Ackermann und Generalvikar Ulrich von Plettenberg haben sich am 9. Januar im Bischöflichen Generalvikariat in Trier mit Leitungen der Landkreise sowie der kreisfreien Städte im Bistum Trier getroffen und sich mit ihnen über die aktuellen Entwicklungen im Bistum ausgetauscht. Im Fokus des Gesprächs standen die Haushaltssicherung der Diözese, deren Sparziel bis 2035 rund 137 Millionen Euro beträgt, sowie das soziale und gesellschaftliche Engagement der Kirche von Trier und ihrer Pfarreien und Kirchengemeinden. Der Austausch findet in unregelmäßigen Abständen statt.

(ih)

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RSS Feeds bistum-trier
news-105260 Fri, 06 Jan 2023 13:09:33 +0100 8.000 Euro für Hilfen in der Ukraine https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/8000-euro-fuer-hilfen-in-der-ukraine/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/1/6/csm_Spendenuebergabe_Weihnachtskarte_bbb1adcbed.jpg" width="150" height="113" alt="" title="Spendenuebergabe Weihnachtskarte" />Weihnachtskarten verschicken und dabei etwas Gutes tun: Der Paulinus-Verlag und das Bistum Trier machen dies jedes Jahr möglich. 8.000 Euro gehen als Spende an die "Caritas Ukraine". Trier – 7.000 Weihnachtskarten, und damit mehr als im vergangenen Jahr, konnte der Paulinus-Verlag zum Jahresende 2022 verkaufen. Mit jeder der Karten war eine Spende für die Ukraine-Hilfe des Caritasverbandes für die Diözese Trier verbunden. Stolz konnte der Geschäftsführer des Verlages, Johannes Thielmann, jetzt eine Spende in Höhe von 8.000 Euro an Domkapitular Benedikt Welter, den Vorsitzenden des Vorstandes des Diözesan-Caritasverbandes, übergeben. „Die Caritas ist in der Ukraine sehr gut mit Partnern vernetzt – so können wir sicherstellen, dass das Geld wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird“, betonte Welter.

Seit dem ersten Tag des russischen Angriffskriegs sind die Mitarbeitenden der „Caritas Ukraine“ im Dauereinsatz. Schwerpunkte der Hilfseinsätze sind Nahrungsmittel- und Trinkwasserverteilung, aber auch Trauma-Arbeit und Flüchtlingshilfe. Jetzt im Winter werden kältefeste Unterkünfte und Heizmaterialien immer wichtiger. Die „Caritas Iwano-Frankiwsk“ ist dabei seit mehr als 30 Jahren mit dem Diözesan-Caritasverband Trier partnerschaftlich verbunden. Sie kümmern sich aktuell vor allem um die vielen Binnenflüchtlinge, die mit Beginn der Winterkälte in die Westukraine kommen. Konkret unterhält die Caritas dort unter anderem eine Armenküche, die auch mit Spenden finanziert wird, und die täglich rund 1.500 warme Mahlzeiten verteilt.

Seit 2015 bringt der Paulinus-Verlag Weihnachtskarten für einen guten Zweck heraus. Unterstützt wird die Spendenaktion dabei in jedem Jahr vom Bistum Trier.

Die Ukraine-Hilfe der Caritas ist auch weiter auf Spenden angewiesen. Gespendet werden kann online über das Portal der Caritas bei der Pax-Bank oder auf das Spendenkonto der Caritas, Pax-Bank, IBAN: DE43 3706 0193 3000 6661 21; BIC: GENODED1PAX; Stichwort „Ukraine“. Weitere Informationen, auch zur Ukrainehilfe der Caritas, befinden sich auf: www.caritas-trier.de.

(tef)

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Koblenz bistum-trier Caritas / Soziales Politik / Gesellschaft
news-105258 Fri, 06 Jan 2023 11:52:00 +0100 "Ich wünsche euch, dass ihr viele Menschen findet, die für euren guten Zweck spenden“ https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ich-wuensche-euch-dass-ihr-viele-menschen-findet-die-fuer-euren-guten-zweck-spenden/ <img src="https://www.bistum-trier.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_230105_Sternsinger_Saarland_mit_Olaf_Scholz_by_Ralf_Adloff_Kindermissionswerk_adadee848e.jpg" width="150" height="100" alt="" title="230105 Sternsinger Saarland mit Olaf Scholz by Ralf Adloff Kindermissionswerk" />Bundeskanzler Olaf Scholz hat 108 Sternsinger im Kanzleramt empfangen. Stellvertretend für das Bistum Trier waren Daphne, Sophia, Regina und Mia aus Merzig in Berlin. Berlin/Merzig – „Der Schutz von Kindern, das steht vor allem, und darauf kommt es an. Darauf macht ihr aufmerksam. Das finde ich ganz, ganz wichtig.“ Bundeskanzler Olaf Scholz war am Donnerstag (5. Januar) voll des Lobes für die Sternsingerinnen und Sternsinger und deren Engagement für den Schutz von Kindern. Scholz war erstmals Gastgeber für eine große Sternsingerschar im Bundeskanzleramt. 108 Königinnen und Könige, jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern, vertraten in Berlin die engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit an der 65. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

Stellvertretend für das Bistum Trier waren Daphne (11), Regina (11), Mia (11) und Sophia (12) von der Pfarrei St. Martin in Merzig-Bietzen in Berlin. „Ich war ganz schön aufgeregt, als der Kanzler zu unserer Gruppe gekommen ist“, sagt Sophia, „aber er war sehr nett.“ Der Empfang für die Sternsinger sei kurzfristig um eine Stunde nach hinten verlegt worden, da Scholz am Vormittag noch im Vatikan bei der Beerdigung von Papst em. Benedikt XVI. war, berichtet Gemeindereferent Christian Schöneberger, der die Gruppe begleitet hat. „In seiner Begrüßung ist der Kanzler auch auf die Beerdigung eingegangen und hat den Kindern erzählt, dass sich Benedikt als Kind ebenso wie sie für andere Kinder engagiert hat.“

Bedeutendes Engagement

Unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen“ machen die Sternsinger darauf aufmerksam, dass zahllose Mädchen und Jungen in aller Welt unter Gewalt leiden. Beispielland ist in diesem Jahr der Inselstaat Indonesien. „Der Aufruf, Kinder zu stärken und sie zu schützen, könnte nicht aktueller sein. Überall auf der Welt erleiden Kinder Gewalt. (…) Jeden Abend sehen wir alle im Fernsehen und verfolgen im Internet die schrecklichen Folgen des Krieges, der jetzt in unserer Nähe, in der Ukraine, stattfindet. Immer wieder sind gerade Kinder die Opfer zum Beispiel von Raketenangriffen. Viele Kinder sind deshalb auf der Flucht, ganz allein. Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, was ihr tut, und deshalb ist euer Engagement so bedeutend“, so der Bundeskanzler zu den Sternsingern. „Ich wünsche euch, dass ihr viele offene Türen und viele Menschen findet, die euch zuhören und die für euren guten Zweck auch spenden.“

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