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Respekt - Sensibilität - offene Worte... Forum anlässlich der Synode:

"Geschieden - Wiederverheiratet"

Mit „großem Respekt voreinander, mit Sensibilität, aber auch mit offenen Worten“ seien sich Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven begegnet. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der abschließenden Pressekonferenz des thematischen Forums „Geschieden – Wiederverheiratet“ erklärt. Im Rahmen der Bistumssynode fand das Forum am 13. und 14. Juni im Robert-Schuman-Haus in Trier statt. Wissenschaftler, Seelsorger, Betroffene und Interessierte tauschten sich über die mit dem Thema Scheidung und Wiederheirat verbundenen pastoralen Herausforderungen aus. Besonders die „Mischung“ und „Vielschichtigkeit“ der verschiedenen Sichtweisen sei eine „große Bereicherung“ gewesen, sagte der Bischof.

Insgesamt 220 Männer und Frauen aus dem ganzen Bistum Trier und darüber hinaus nahmen an dem thematischen Forum teil. 80 von ihnen waren  Synodale. Insgesamt sei es eine „gelungene Veranstaltung“ gewesen, fasste Bischof Ackermann zusammen, „die im Kontext der Synode auch wichtig war“.

Das Thema „Geschieden – Wiederheiratet“ beschäftige ihn sehr aus pastoraler Sicht, erklärte Bischof Ackermann weiter. „Die Antworten, die wir bisher geben, genügen nicht“ um den „gewandelten Bedingungen“ der Menschen zu begegnen. Es gebe vor Ort Initiativen, um den Betroffenen deutlich zu machen: „Ihr gehört zu uns“. Insgesamt könne es jedoch keine „Trierer Lösung“ geben, sondern nur eine Gesamtkirchliche. Und das Thema erfahre auf unterschiedlichen Ebenen eine große Aufmerksamkeit. In Rom befasse sich eine von Papst Franziskus einberufene Bischofssynode mit der Frage. Die Deutsche Bischofskonferenz habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, zu der auch Bischof Ackermann gehört. Doch helfe es nicht, den Druck zu erhöhen. „Damit kommen wir nicht weiter“, sagte der Bischof. Es sei ein Prozess.

In insgesamt zwölf Werkstattgesprächen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums mit theologischen sowie human- und gesellschaftswissenschaftlichen Impulsen zum Thema Scheidung und Wiederheirat. Die Männer und Frauen hatten dabei die Möglichkeit ihre eigenen Sichtweisen einzubringen. Ein zentrales Element des Forums waren die Berichte von Betroffenen aus ihrem Alltag; sie schilderten, wie sie oder Freunde und Verwandte die Teilhabe am kirchlichen Leben und ihre Wiederheirat vereinbaren. In weiteren moderierten Gesprächsrunden erklärten Teilnehmende ihren persönlichen Zugang zum Thema.

„Uns war wichtig, dass alle einen Raum haben, um ihre Anliegen aus ihrem Alltag einzubringen“, sagte Georg Binninger vom Bistum Trier, der das Forum mitvorbereitet hatte. Auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen, aber über den Austausch hinaus eine intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema führen: das habe das Forum ausgemacht, erklärte Binninger weiter. Und dies sei in einer „guten und angenehmen Atmosphäre gelungen.“

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