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"Das Bistum Trier errichtet missionarische Zentren"

TPG "Geistliche Zentren"

„Religiosität ... in einer säkularen Gesellschaft... erscheint als Bedürfnis nach Spiritualität, das auf dem religiösen Markt auch ausgenutzt werden kann. Für viele ist die Suche nach Spiritualität aber nicht mit der Zugehörigkeit zu einer Religion verbunden. Zudem ist zu beobachten, wie sich unter Berufung auf Gott Intoleranz, Terror und Gewalt ausweiten.“

(Abschlussdokument Anhang // Der Weg der Synode: 4. Religiosität)

Abschlussbericht liegt vor

Die Teilprozessgruppe "Geistliche Zentren" hat am 27. Juni 2019 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Wir dokumentieren ihn hier als PDF-Dokument.

Die TPG schreibt dazu einleitend: "Menschen, die sich auf einen geistlichen Prozess einlassen, machen immer wieder die Erfahrung, dass sie Gott oft anders finden als erwartet. Er macht seinem Namen alle Ehre. Erkannt und gefunden wird er als der 'ganz Andere'. Gerade Geistliche Zentren können im Sinne der Synode Menschen Mut machen, keine Angst zu haben vor dem Wagnis ihrer Suche nach Gott. Geistliche Zentren wollen helfen, Gottes Spuren in unserer Welt zu finden. Dort finden sich Menschen, die ein geistliches Leben führen möchten, d.h. einen christlichen Glauben praktizieren. Geistliche Zentren sind offen für alle auf der Suche nach dem inneren Feuer, selbst wenn sie noch nicht wissen, nach was sie suchen und wen sie finden könnten."

Es gibt im Bistum bereits Orte, Projekte und Initiativen der geistlichen Sammlung. Der Blick der TPG ging aber auch über die Bistumsgrenzen hinaus. Dabei wird unterschieden zwischen Neuen Geistlichen Zentren, bestehenden Geistlichen Zentren und Theologischen Bildungszentren. Ebenso wird unterschieden zwischen den Begriffen "geistlich" und "spirituell". Während "geistlich" vor allem den Bezug zum Heiligen Geist und damit christliche Zusammenhänge ausdrückt, ist "spirituell" nicht exklusiv christlich verstanden. Die Beschreibungen der beiden Begrifflichkeiten „geistlich“ und „spirituell“ legen nahe, im weiteren Vorgehen nur von „geistlich“ zu sprechen.

"Wenn wir das Synoden-Abschlussdokument geistlich betrachten, werden wir dazu ermutigt, Gott zu suchen und zu finden: in jedem Menschen, in jeder Begegnung und in allen Dingen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns alles schenkt, was wir in unserer Zeit brauchen, um mutig an seinem Reich mitzubauen und seine Kirche zu gestalten." 

Der Abschlussbericht beschreibt die unterschiedlichen "Geistlichen Zentren" und gibt dann Empfehlungen für die Bistumsleitung und für die Pfarrei der Zukunft. In einem Anhang ( ab Seite 15) liefert er ohne Anspruch auf Vollständigkeit eine vorläufige "Bestandsaufnahme" Geistlicher Zentren und blickt dabei auf das Bistum, um dann auch den Blick weltweit auf Projekte und Initiativen zu weiten.

Begriffsklärung

Was sind Geistliche Zentren?

  • Geistliche Zentren sind einladende Orte und dienen der Begegnung mit Jesus Christus. Sie sind Orte des Gebetes, der Stille, des Hörens und Wahrnehmens und sollen zum Kommen einladen, zum Gehen befähigen und zum Stehen ermutigen. (Vgl. TPG Diakonische Kirchenentwicklung, Kapitel 2 Sozialraumorientierung: Drei Grundformen kirchlicher Präsenz, S. 27-29)
  • Geistliche Zentren fördern geistliches Leben durch Angebote zu Besinnung und Einkehr, Bibelarbeit und Gebet. Sie bieten Raum zur Unterscheidung der Geister, für Befreiung, Heilung, Versöhnung und Segen.
  • An Geistlichen Zentren gibt es regelmäßige und zuverlässige Gottesdienstangebote in vielfältigen Formen und Gestaltungen.
  • Geistliche Zentren wollen das Leben und die Begegnung mit Gott zum Ausdruck bringen: nicht nur im Wort, sondern mit allen Sinnen, auch in der „Sprache“ der Seele…, der Schönheit…, der Klangfülle…, der Lebensfreude… Kunst, Musik, Tanz und Bewegung tragen hierzu bei.
  • Geistliche Zentren vertrauen darauf, dass Gott in unserer Welt wirkt: im eigenen Leben, im anderen, in der Schöpfung und in den Zeitereignissen. Sie laden ein, die Spuren Gottes im Leben zu entdecken und seine Wegbegleitung wahrzunehmen.
  • Sie sind Lernorte geistlichen Lebens um Lust und Freude an Jesus Christus und am Glauben zu wecken. Sie eröffnen Möglichkeiten geistlicher Weggemeinschaft, des Mitlebens und Mitarbeitens. Wachsen und Reifen im Leben und im Glauben wird ermöglicht durch Angebote geistlicher Begleitung, der geistlichen Vergewisserung und Neuausrichtung des Einzelnen oder von Gemeinschaften (Gruppen). Geistliche Zentren bieten den Raum und die Atmosphäre, Charismen und Berufungen zu entdecken und zu entfalten. Dies geschieht durch Begegnung, Dialog, Gastfreundschaft, Offenheit und eine Kultur des Willkommens. So entwickelt ein Geistliches Zentrum Strahlkraft nach außen im Zeugnis der Nachfolge Jesu (Vgl. Lk 4,18). So sind sie Teil einer diakonischen und missionarischen, visionären Kirchenentwicklung. Sie stärken für den Dienst am Nächsten: „Wer in Gott eintaucht, taucht neben den Menschen, vorab den Armen/Armgemachten auf.“ (Vgl. den Text von Paul M. Zulehner)
  • Geistliche Zentren unterstützen das geistliche Leben der Menschen darüber hinaus durch die Vernetzung verschiedener geistlicher Gruppen, Initiativen und Projekte. In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Vollzügen (z.B. Caritas, Katechese, Lebensberatung, missionarische Teams …) werden inhaltliche und strukturelle Synergien erzielt.
  • Durch Initiierung und Förderung geistlicher Prozesse vor Ort stehen Geistliche Zentren im Einklang mit dem Rahmenleitbild der Pfarrei der Zukunft. Sie tragen dazu bei, Ängste vor Neuem abzubauen und darin stattdessen Chancen zu sehen und Zukunft zu gestalten.
  • Sie verfügen über personelle Präsenz, Räume für Gespräche, Gruppenarbeit und Verwaltung und bieten gegebenenfalls Möglichkeiten zur Verpflegung und eventuell auch zur Übernachtung

Diese Vielfalt sehen wir abgebildet in „Neuen Geistlichen Zentren“, „Bestehenden Geistlichen Zentren“ und „Theologischen Bildungszentren“. Sie sind nicht nur als Orte und Häuser zu verstehen, sondern können auch Gemeinschaften oder Initiativen beschreiben.
 

  • Neue Geistliche Zentren

    • Neue Geistliche Zentren entstehen in der Pfarrei der Zukunft. Diese braucht Räume des Betens und der Beschäftigung mit dem Glauben, aus denen ein Dienst am Menschen erwächst. Neue Geistliche Zentren ermöglichen neue Perspektiven, um Leben, Glauben und Handeln zu verbinden und bieten die Möglichkeit, Christsein konkret vor Ort zu leben. So führt die Sammlung zur Ermutigung in der Nachfolge Jesu Christi.
    • Neue Geistliche Zentren nehmen bewusst ihren Sozialraum mit seinen unterschiedlichen Milieus in den Blick. Dabei braucht es Mut, Kreativität und Phantasie um Neues zu entdecken, zu entwickeln und sich entwickeln zu lassen. 
    • Die Pfarrei der Zukunft stellt Ressourcen bereit und bietet den Rahmen für Organisation und Struktur. Sie lässt den Neuen Geistlichen Zentren Freiraum zum Suchen und Finden. Diese können aus Ideen vor Ort – also freien Initiativen oder der Pfarrei der Zukunft - initiiert werden. Bei der Gründung können z.B. Missionarische Teams, Gründerteams oder Geistliche Zellen Unterstützung bieten.
    • Neue Geistliche Zentren fördern die Beziehung zu Jesus Christus durch unterschiedliche Gottesdienstformen, Angebote in geistlicher Begleitung und Exerzitien, verschiedene Weisen der Besinnung und des Betens, der Bibelarbeit und des Erlebens von Stille. So dienen Neue Geistliche Zentren der Erfahrung von Heilung, Befreiung, Versöhnung und Segen. Die Einzelne und der Einzelne werden in ihrer Biographie und Berufungsgeschichte angesprochen. Gottes Spuren im Leben werden neu entdeckt und es wird zur Unterscheidung der Geister ermutigt.
    • In solchen Zentren wird Gemeinschaft erlebt. Es werden geistliche Weggemeinschaften gebildet, in denen Mit-leben und Mit-arbeiten möglich ist.
  • Bestehende Geistliche Zentren

    • Bestehende Geistliche Zentren sind Einrichtungen von überpfarrlicher, regionaler Bedeutung. Gemeint sind beispielsweise Klöster oder Häuser in Trägerschaften von Orden oder des Bistums. Sie bieten Orte und Räume der Unterbrechung beruflicher und persönlicher Routine. Dadurch entsteht eine heilsame Distanz, die einen neuen Blick auf Jesus Christus und sein Evangelium und dessen Bedeutung für das eigene Leben, die eigene Arbeit und das Leben in Gemeinschaft öffnet. Menschen können innehalten und Hilfen finden, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.
    • Die nun folgenden Merkmale sind zum Teil identische mit denen Neuer Geistlicher Zentren. Um ihre Bedeutung auch für die Bestehenden Geistlichen Zentren hervorzuheben, werden sie noch einmal erwähnt.
    • Die Beziehung zu Jesus Christus wird gefördert durch unterschiedliche Gottesdienstformen, Angebote in geistlicher Begleitung und Exerzitien, verschiedene Weisen der Besinnung und des Betens, der Bibelarbeit und des Erlebens von Stille. So dienen Geistliche Zentren der Erfahrung von Heilung, Befreiung, Versöhnung und Segen.
    • Die Einzelne und der Einzelne werden in ihrer Biographie und Berufungsgeschichte angesprochen. Gottes Spuren im Leben werden neu entdeckt und es wird zur Unterscheidung der Geister ermutigt.
    • In solchen Zentren wird Gemeinschaft erlebt. Es werden geistliche Weggemeinschaften gebildet, in denen Mit-leben und Mit-arbeiten möglich ist.
  • Theologische Bildungszentren

    • Theologische Bildungszentren bilden eine Sonderform, auf die die oben genannten allgemeinen Beschreibungen nur teilweise zutreffen. Sie dienen der Vermittlung christlicher Bildung auf Grundlage von Bibel und Tradition der Kirche. Die Berücksichtigung aktueller theologischer Diskurse kann ein besonderes Profil bilden.
    • Sie laden ein, Veränderungsprozesse in Kirche - auch im Verhältnis der Konfessionen und Religionen - und Gesellschaft zu entdecken, sich darüber auszutauschen und diese zu deuten.
    • Theologische Bildungszentren dienen der Fort- und Weiterbildung von Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen und Interessierten.
    • Sie arbeiten subsidiär, d.h. sie beachten die eigenständigen Angebote kleinerer Einrichtungen und unterstützen diese ggf. durch ergänzende Bildungsarbeit (Vgl. herausgerufen, Abschnitt 4.5.2.). Sie sind lokal verortet und wirken darüber hinaus an anderen Orten. Beispiele hierfür sind die Theologische Fakultät Trier, die Theologische Hochschule Vallendar, das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen, die Theologischen Fakultäten der Universitäten Saarbrücken und Koblenz sowie Angebote der Katholischen Erwachsenenbildung.

Empfehlungen der TPG

  • Grundsätzliche Empfehlungen an die Bistumsleitung Switch

    • Wir empfehlen die Gründung einer „Fachkonferenz Geistliche Zentren“ auf Bistumsebene. In ihr können Neue Geistliche Zentren, Bestehende Geistliche Zentren und Theologische Bildungszentren, Absprachen treffen, kooperieren und sich vernetzen. Für diese erarbeitet die Bistumsleitung in Zusammenarbeit mit der Fachkonferenz eine Geschäftsordnung.
    • Wir empfehlen für bestehende Geistliche Zentren und Theologische Bildungszentren einen eigenen Qualitätsprozess zu initiieren und zu begleiten. Dies könnte in einem QM-Verbund auf der Ebene der Fachkonferenz geschehen.
  • Grundsätzliche Empfehlungen an die Pfarrei der Zukunft Switch

    • Wir empfehlen der Pfarrei der Zukunft über geistliche Angebote Bestehender Geistlicher Zentren, Neuer Geistlicher Zentren und Theologischer Bildungszentren zu kommunizieren und zu informieren.
  • Empfehlungen zu Neuen Geistlichen Zentren Switch

    In diesem Abschnitt geht es um den Themenkomplex Neuer Geistlicher Zentren. Die folgenden Empfehlungen richten wir an unterschiedliche Adressaten mit dem Ziel, Neue Geistliche Zentren auf den Weg zu bringen und zu etablieren.


    Wir empfehlen der Pfarrei der Zukunft…

    • Wir empfehlen für jede Pfarrei der Zukunft Neue Geistliche Zentren einzurichten.
    • Wir empfehlen einen Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin für Geistliche Zellen und Neue Geistliche Zentren zu benennen und für Kooperation und Vernetzung auf ihrer Ebene zu sorgen.
    • Wir empfehlen eine Such- und Gründungsphase für Neue Geistliche Zentren. Dabei sind Geistliche Strömungen und Geistliche Zellen im Sozialraum der Pfarrei der Zukunft wahrzunehmen.
    • Wir empfehlen ein eigenverantwortliches Budget für Neue Geistliche Zentren einzurichten, welches im Rahmen der Haushaltsplanung zu ermitteln ist.
    • Wir empfehlen, fachspezifische Ressourcen (z.B. Kirchenmusik, Sozialarbeit, etc.) zur Unterstützung der Neuen Geistlichen Zentren einzusetzen.
    • Wir empfehlen der Pfarrei der Zukunft den Rahmen für Organisation und Struktur zu bieten und Räume zur Verfügung zu stellen bzw. zu vermitteln.
    • Wir empfehlen zur besonderen Wahrnehmung: In der Pfarrei der Zukunft können Neue Geistliche Zentren seelsorglicher Schwerpunktsetzung dienen.
    • Wir empfehlen einen gemeinsamen Prozess zur Analyse und Evaluation im Hinblick auf Wirkung und Qualität etc. innerhalb der Pfarrei der Zukunft. Das Rahmenleitbild be-schreibt die wiederkehrende Schrittfolge (PDCA-Zyklus) von Planung, Durchführung, Überprüfung und Schlüssen hieraus. Der Prozess orientiert sich am Leitbild (sieben Leitsätze), der Strategie (Entwicklung, Auswertung, Weiterentwicklung), der Zielvereinbarung (Selbstbewertung, Leitfaden, Bericht, Zielvereinbarungsgespräche) und der Strategie-Kontrolle (Auswertung im Rahmen der bischöflichen Visitation).

    Wir empfehlen den Neuen Geistlichen Zentren …

    • Wir empfehlen Neuen Geistlichen Zentren Ideen und Vorgehensweisen zu entwickeln, die sie als Ort von Kirche in die Pfarrei der Zukunft einbringen. So wirken sie an der Umsetzung des Rahmenleitbildes mit.

    Wir empfehlen der Bistumsleitung …

    • Wir empfehlen die Unterstützung der Such- und Gründungsphase Neuer Geistlicher Zentren durch entsprechende Personalressourcen.
    • Wir empfehlen, Neue Geistliche Zentren mit einem multiprofessionellen Team gemäß jeweiligem Profil der Zentren zu besetzen. Es sollten mindestens 100 % Stellenumfang eingerichtet werden, davon mindestens eine Person mit einer Ausbildung in geistlicher Begleitung.
    • Wir empfehlen die Verwaltung über den oben genannten Mindeststellenumfang hinaus, unabhängig vom inhaltlichen Arbeiten, verlässlich zu regeln.
    • Wir empfehlen die Erstausstattung Neuer Geistlicher Zentren durch das Bistum zu finanzieren.
  • Empfehlungen zu Bestehenden Geistlichen Zentren Switch

    In diesem Abschnitt geht es um Bestehende Geistliche Zentren. Die folgenden Empfehlungen richten wir an unterschiedliche Adressaten mit dem Ziel, Bestehende Geistliche Zentren weiterzuentwickeln und als solche zu qualifizieren.

    Wir empfehlen den Bestehenden Geistlichen Zentren …

    • Wir empfehlen den Kontakt zu Pfarreien der Zukunft zu suchen, um mögliche Kooperationen zu sichten und auszuhandeln.
    • Wir empfehlen Bestehenden Geistlichen Zentren ihr geistliches Profil in Pfarreien der Zukunft einzubringen.
    • Wir empfehlen, sich weitere Kooperationspartner (z.B. Verbände, Kommunen etc.) zu suchen.

    Wir empfehlen den Pfarreien der Zukunft …

    • Wir empfehlen, die Bestehenden Geistlichen Zentren als besondere geistliche Quelle wahrzunehmen.
    • Wir empfehlen Kooperationsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen. Ziele sind dabei gegenseitiges Kennenlernen, Unterstützen, gemeinsames Planen und inhaltliches Ab-stimmen.

    Wir empfehlen der Bistumsleitung …

    • Wir empfehlen, Bestehende Geistliche Zentren anhand der Beschreibung Geistlicher Zentren zu überprüfen* und deren Weiterentwicklung zu fördern. Dadurch entstehen Transparenz und Vergleichbarkeit im Hinblick auf Finanzierung, Förderung und inhaltliche Arbeit.

    * Vgl. allgemeine Beschreibung Geistlicher Zentren; vgl. ferner spezifische Beschreibung bestehender Geistlicher Zentren.

  • Empfehlungen zu Theologischen Bildungszentren Switch

    Hier werden die Theologischen Bildungszentren in den Blick genommen. Die Empfehlungen richten wir an unterschiedliche Adressaten. Sie sollen helfen, theologische Bildung in unserem Bistum in den Blick zu nehmen.

    Wir empfehlen Theologischen Bildungszentren …

    • Wir empfehlen den Theologischen Bildungszentren, die Kirche im Bistum Trier, die Pfarreien der Zukunft und Geistliche Zentren in ihrem Bemühen zu unterstützen, die „Zeichen der Zeit“ zu erkennen. Sie motivieren zu einem reflektierten Christsein, einer zeitkritischen Haltung und befähigen zur Stellungnahme in aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen.
    • Wir empfehlen, dass Theologische Bildungszentren die theologische Bildung in den Pfarreien der Zukunft unterstützen.

    Wir empfehlen der Bistumsleitung …

    • Wir empfehlen der Bistumsleitung, die Theologische Fakultät Trier, die Theologische Hochschule Vallendar, das Studienhaus St. Lambert in Lantershofen, die Institute für Katholische Theologie an den Universitäten Koblenz und des Saarlandes und die Katholische Erwachsenenbildung als Theologische Bildungszentren zu benennen, als solche zu fördern und weiterzuentwickeln.
    • Wir empfehlen, Aktivitäten zu unterstützen, die den Stellenwert theologischer Bildung attraktiver machen. Zusammen mit Theologischen Bildungszentren sollen Methoden und Konzepte entwickelt werden.

Ermutigung

Sich dem Neuen zu stellen ohne das Bisherige zu entwerten, Schlusspunkte zu setzen und Neuanfänge zu ermöglichen, all das berührt und bewegt uns in der Ortskirche von Trier und geht über die Frage nach Organisation, Struktur und Konzeption hinaus. Es verweist auf die Frage nach dem Willen Gottes, nach der lebendigen Beziehung zwischen Gott und Mensch.

Solche Suchprozesse sind geistliche Prozesse. In ihnen wird die Aufmerksamkeit auf die äußeren und die inneren Ereignisse sowie auf die Offenbarung Gottes gelenkt. (Vgl. MEURES Franz: Was ist ein geistlicher Prozess?, in: GPS – Geistliche Prozesse in Systemen, Institut für pastorale Bildung, Erzdiözese Freiburg, 2017).

Es liegt nahe, solchen geistlichen Prozessen einen besonderen Ort zu geben. In Geistlichen Zentren können diese „zentriert“, d.h. in die Mitte gestellt werden.

Wir wollen dazu ermutigen, voranzuschreiten und auch mit kleinen Schritten, Zwischenlösungen und individuellen Formen vor Ort, dem Ziel – der Errichtung eines Geistlichen Zentrums – näher zu kommen.

Synodenbeschlüsse

Einige Aussagen aus dem Abschlussdokument:

  • „Die Kirche hat Anteil an der Sendung Jesu, Jesu Mission ist ihre Mission, ist Auftrag der Kirche.“

    (Abschlussdokument Kap. 1)

    „Berufung und Auftrag aller ist es, den Glauben an Jesus Christus im Leben authentisch zu bezeugen und für ein Leben nach dem Evangelium zu werben. Dieses Zeugnis ist auch Kriterium für die Glaubwürdigkeit der Organisation.“

    (Abschlussdokument Kap. 3)
     

    „Das Bistum macht milieu- und situationsspezifische Angebote zur Sinn- und Glaubensentwicklung.“

    (Abschlussdokument 4.1.2)

    „In der Kirche von Trier wird das missionarische Bewusstsein der Getauften erneuert und belebt. Dabei geht es immer um die Suche nach Gott im eigenen Leben und im Gegenüber. Den Glauben bezeugen, ist Gabe und Aufgabe aller.“

    (Abschlussdokument 4.3.1)

    „Das Bistum Trier errichtet missionarische Zentren. Neue geistliche oder spirituelle Zentren werden in enger Zusammenarbeit mit den Orden oder Geistlichen Gemeinschaften gegründet, bereits bestehende werden gefördert. Sie alle ermöglichen die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen und mit Zweifeln. Sie sollen Strahlkraft nach außen entwickeln, anziehend wirken und Sinnfragen klären helfen. (…) Das Bistum Trier richtet ein Freiwilliges Missionarisches Jahr ein, das in den missionarischen Zentren oder missionarischen Teams abgeleistet werden kann.“

    (Abschlussdokument 4.3.2)

    „Die Überprüfung, Sicherung und Entwicklung der Qualität bedient sich bewährter und zeitgemäßer Formen. Dazu gehört: (…) geistliche Begleitung und Einkehrtage für Einzelne und Gemeinschaften, für Haupt- und Ehrenamtliche anzubieten, damit sie ihren Auftrag in der Kirche wahrnehmen und im Licht des Glaubens deuten und reflektieren können“.

    (Abschlussdokument 6.2)

  • „Alle Getauften sind Jüngerinnen/ Jünger, sind Missionarinnen/ Missionare. Um dieses Bewusstsein zu erneuern, zu verstärken und zu beleben, sollen in jedem Visitationsbezirk des Bistums missionarische Zentren eingerichtet werden.“

    (Abschlussdokument Anlage 2.6)

    Für diese Zentren werden Glaubenskurse entwickelt, die unterschiedliche Altersgruppen und Milieus ansprechen und anziehen und die dezentral durchgeführt werden. Die Kurse sollen das Glaubenswissen und die Kenntnis der frohen Botschaft fördern. Sie dienen der Auseinandersetzung mit Glaubensfragen und -zweifeln. Sie tragen dazu bei, sprachfähig zu werden und in einfacher und verständlicher Sprache Auskunft zu geben von der Hoffnung, die uns trägt (1Petr 3,15).“

    (Abschlussdokument Anlage 2.6)

    „Um ein solches Glaubenszeugnis geben zu können, brauchen alle Getauften eine Förderung ihrer religiösen Reflexions- und Sprachfähigkeit. Entsprechende Angebote sind in jeder Pfarrei(engemeinschaft) zu machen.“

    (Abschlussdokument Anlage 2.14)

    „Geistliche Zentren als Orte der Begegnung, der Begleitung, der Beratung, der Ruhe, des Gottesdienstes, des Gebetes und der Besinnung jenseits des Alltags sollen gegründet bzw. bestehende gestärkt und unterstützt werden. Eine konzeptionelle, finanzielle und personelle Zusammenarbeit zwischen Bistum, Orden und Geistlichen Gemeinschaften ist zu prüfen. Sie setzen ihre Schwerpunkte entsprechend ihrer Gegebenheiten und der Charismen der dort Mitarbeitenden und Anwesenden.“

    (Abschlussdokument Anlage 2.20)

    „Spirituelle Zentren sind verstärkt einzurichten. Spirituelle Zentren sind im buchstäblichen wie im übertragenen Sinn Räume, in denen Menschen geistliche Erfahrungen machen, persönliches Beten erlernen und einüben können sowie Ansprechpartner für eine geistliche Begleitung finden.
    Orte der Stille und spezielle Veranstaltungen sollen Suchenden Zugänge eröffnen und Gläubigen Vertiefung bieten, so z.B. „Gebetsschulen“, Exerzitien im Alltag, Einübung in Meditationsformen und niedrigschwellige Formen gottesdienstlichen Feierns wie Bibelteilen.
    Vorhandene Angebote etwa in Klöstern und Bildungsstätten sollen gefördert sowie einschlägige Kompetenzen pastoraler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihres dienstlichen Auftrags ausdrücklich eingesetzt werden.“

    (Abschlussdokument Anlage 2.30)

    Prägende Entwicklungen
    „Religiosität existiert in einer säkularen Gesellschaft. Religiosität erscheint als Bedürfnis nach Spiritualität, das auf dem religiösen Markt auch ausgenutzt werden kann. Für viele ist die Suche nach Spiritualität aber nicht mit der Zugehörigkeit zu einer Religion verbunden. Zudem ist zu beobachten, wie sich unter Berufung auf Gott Intoleranz, Terror und Gewalt ausweiten.“

    (Abschlussdokument Anhang // Der Weg der Synode: 4. Religiosität)

    • Grundlegende biblische Vergewisserung; vgl. Verbum Domini, Nr. 73 („Biblische Beseelung der ganzen Pastoral“)
    • Paulus-Briefe: insbes. Gal 5 (Kriterien für das Wirken des Geistes)
    • Ausführungen über „Erstverkündigung“ im qualitativen Sinn als hauptsächliche Verkündigung des Kerygmas; Ausführungen zur persönlichen Begleitung von Wachstumsprozessen; vgl. Evangelii gaudium, Nr. 160- 175
    • Wort der Deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral: “Gemeinsam Kirche sein“
    • Vorbilder aus der Geschichte, die in einem epochalen Umbruch Impulse gegeben haben, z.B.: Ignatius von Loyola, Theresa von Avila, Franz von Assisi, Madeleine Delbrêl, Frère Roger Schutz
    • Falls das Zentrum mit einer Kirche / Kapelle ausgestattet ist, alle Bestimmungen zum Rector ecclesiae: Can. 556 - Can. 563.
    • Pflichten und Rechte der Laien: Anteil am Apostolat (Can. 225 § 1); Recht auf Unterweisung in der christlichen Lehre (Can. 229 § 1); Recht auf angemessene Vergütung (Can. 231 § 2)
    • Notwendig scheint eine Klärung der Vollmachten zur Sakramentenspendung bzw. -Assistenz an den Missionarischen/Geistlichen Zentren.
Weiteres: