Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Tonpost

Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier

Herzlich Willkommen!

Die Arbeitsstelle „Medien für Blinde und Sehbehinderte“ produziert Hörzeitschriften für blinde und sehbehinderte Menschen im gesamten Bundesgebiet.

Neben der Presse-, Internet- und Rundfunkarbeit ist die Produktion barrierefreier Medien auf CD's oder in Brailleschrift, ein Teil des Kommunikationskonzeptes des Bistums Trier.

Wichtigstes Produkt der Arbeitsstelle, ist das monatlich erscheinende Audiomagazin „Trierische Tonpost“. Viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten, wünscht Ihnen das Team der Arbeitsstelle.

 

Trierische Tonpost entwickelt sich weiter

Hörmagazin für Blinde und Sehbehinderte gibt es künftig auch per APP

Die Trierische Tonpost, das Hörmagazin für blinde und sehbehinderte Menschen aus dem Bistum Trier, wird ein halbes Jahrhundert alt. Jetzt geht das bundesweit verschickte Magazin, das sich im Laufe der Jahre immer an die jeweiligen Medien angepasst hat, neue Wege: Eine App soll künftig den Hörerinnen und Hörern den Zugang zu den Angeboten der Arbeitsstelle Medien für blinde und sehbehinderte Menschen erleichtern. (mehr)

  • Sehbehinderte während der Corona-Pandemie unterstützen Switch

    Tonpost-Redakteurin Marion Palm-Stalp gibt Einblick in ihren Alltag

    Trier – Das alltägliche Leben in Zeiten der Corona-Krise stellt die gesamte Bevölkerung weltweit vor neue Herausforderungen. Doch insbesondere für Menschen mit Handicap ist es schwer, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Der Tag der Sehbehinderten am 6. Juni, der 1998 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) initiiert wurde, will in diesem Jahr die Öffentlichkeit für die spezielle Situation Sehbehinderter während der Pandemie sensibilisieren. Wie Nicht-Beeinträchtigte ihre Mitmenschen unterstützen können, weiß das neue Redaktionsmitglied der Trierischen Tonpost im Bistum Trier, Marion Palm-Stalp. Seit Mai ist sie Teil des sechsköpfigen Teams, das monatlich ein kostenfreies Audiomagazin herausbringt.

    Ihr Einstieg bei der Tonpost mitten in der Krise lief völlig unproblematisch, da sie die meisten ihrer Aufgaben im Homeoffice erledigen könne, erzählt Palm-Stalp, die fast vollständig erblindet ist. Darunter falle etwa die Moderation des Hörerforums. Lediglich für eine Vorbesprechung und eine Studioproduktion musste sie vor Ort sein. Deutlich weniger entspannt gestaltet sich hingegen ihr privater Alltag, zum Beispiel, wenn es darum geht, neue Kleidung und Schuhe für ihre zehnjährige Tochter einzukaufen. „Unser Alltag wurde komplett neu strukturiert und Selbstverständlichkeiten gab es von jetzt auf gleich nicht mehr“, so beschreibt die 49-Jährige ihre Erfahrungen während des Shutdowns, den Bund und Länder Mitte März in Deutschland beschlossen hatten und der in den vergangenen Wochen sukzessive gelockert wurde.

    Sehbehinderte sind auf die Rücksicht ihrer Mitmenschen angewiesen

    Nach sechs Wochen, die sie vorwiegend zuhause verbrachte, wagte sich Palm-Stalp, die sich ehrenamtlich bei Pro Retina Deutschland e.V. Trier engagiert, erstmals wieder in die Trierer Innenstadt. Mit einem gemütlichen Mutter-Tochter-Einkaufsbummel hatte der Ausflug allerdings wenig gemein: „Das war Shoppen unter völlig neuen Bedingungen: minimaler Spaßfaktor – maximale Anspannung“, berichtet sie. Besonders das Abstandhalten stelle ein Problem dar. Martin Ludwig, Leiter der Tonpost und selbst sehbehindert, erklärt, weshalb: „Infolge der Corona-Epidemie gibt es jetzt Warteschlangen mit großen Abständen – peinlich, wenn man die Wartenden nicht registriert und einfach in ein Geschäft spaziert, ohne sich anzustellen.“ Auch eine ganz gewöhnliche Busfahrt könne zum Problem werden, wenn man nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen und erfragen könne, um welche Buslinie es sich handelt. „Das sind Situationen, in denen man sich alleingelassen fühlt und Unterstützung sehr willkommen wäre“, so Ludwig. Ein weiteres, auf den ersten Blick banales Beispiel findet sich auf den Internetseiten des DBSV: Vielerorts werden derzeit Zettel aufgehängt, die etwa die aktuellen Hygieneregeln in Geschäften erläutern. Dabei liegt es auf der Hand, dass Blinde und Sehbehinderte diese wichtigen Informationen sich nicht selbst erschließen können.

    Sehbehinderte seien gerade jetzt auf die Rücksichtnahme ihrer Mitmenschen angewiesen, betont Palm-Stalp. Doch lange nicht jeder habe in der Krise einen Blick für die Bedürfnisse anderer. „Ich glaube, viele einkaufswütige Menschen haben bislang nicht verstanden, dass wir alle im selben Boot sitzen und weder Verkäufer, Ordnungshüter noch alle anderen, die unser Leben im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten am Laufen halten, für die momentane Situation verantwortlich sind.“ Sie wünsche sich, dass Passanten sensibler reagieren und den Sicherheitsabstand einhalten, wenn sie einem Menschen mit Langstock oder Blindenabzeichen (drei schwarze Punkte auf gelbem Grund) begegnen. Gisela Bechler, die sich auf eine Hörerumfrage zum Thema gemeldet hat, bringt die ambivalente Situation auf den Punkt: „Der Schutz vor der Pandemie ist so wichtig, aber auch ebenso schwierig.“

    Strukturiertes Arbeiten mit Platz für Improvisation

    Was ihr künftiges Wirken bei der Tonpost betrifft, nimmt sich Palm-Stalp, die bereits mit Anfang 20 an der fortschreitenden Netzhaut-Degeneration Morbus Stargardt erkrankte, gern ein Beispiel an ihrer Vorgängerin Marion Remmy. „Die persönliche Ansprache von Marion an die Hörerschaft gefiel mir immer besonders gut. Das möchte ich so beibehalten.“ Insbesondere deren strukturierte Arbeitsweise sei ihr sympathisch. „Ich für meinen Teil arbeite auch sehr gerne mit einem roten Faden.“ Dass dabei immer mal wieder Raum für Improvisation bleibe, wie sie es schon bei ihrer ersten Studioaufnahme in den Räumen der Tonpost erlebt habe, mache ihr „wahnsinnig viel Freude“.

     

    Eine Liste mit 10 konkreten Tipps, wie Sehende ihre sehbeeinträchtigten oder blinden Mitmenschen unterstützen können, und einen speziellen Corona-Ratgeber gibt es hier: www.dbsv.org/sehbehindertentag.html. Weitere Informationen zur Trierischen Tonpost gibt es auf www.bistum-trier.de/tonpost, unter Tel.: 0651 7105-430 oder per Mail an tonpost(at)bistum-trier.de.

    (ih)

  • BLIND AUDITION - Saarlands erstes Dunkelkonzert Switch

    Am      21. Juni 2020

    Um      11.00 Uhr und um 14.30 Uhr

    Im       Kino THALIA in Bous

               

    Tickets für 12€ an der Kino-Kasse und unter

    www.kino-bous.de und www.blind-audition.com

     

    Die Band BLIND AUDITION - das sind Sophia (12), Frederik (20) und Marc (21). Sie waren einige Jahre lang das musikalische Dream-Team der Blindenschule Lebach. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft zur Musik, verstehen sie sich im wahrsten Sinne des Wortes blind. Das Ausnahme-Trio, musikalisch und organisatorisch betreut durch Isabell Spindler, musiziert überwiegend deutsche Popsongs - Klassiker und Charts - mit Gesang, Klavier und Schlagzeug ebenso enthusiastisch wie gekonnt.

    In Saarlands erstem Dunkelkonzert laden die drei blinden Gastgeber das Publikum zu einem musikalischen Abenteuer der Sinne ein. Wer sich darauf einlässt, wird intensiver Hören, als je zuvor - verstehen, welche Bedeutung das Hören im Allgemeinen und die Musik im Besonderen für blinde Menschen hat.

     

    Das Kino THALIA in Bous bietet dafür den perfekten Rahmen: Seit mehr als 50 Jahren bietet das Team um Familie Martin ein abwechslungsreiches Programm aus Blockbustern und Besonderheiten à la Arthaus-Kino. Eine herausragende Stellung nimmt dabei das Veranstaltungsformat der Sonntagsmatinee ein, das in der regionalen Kulturlandschaft einzigartig ist: Die ausgewählten Reisefilme, Musikfilme, Dokumentationen und Live-Veranstaltungen sind schon lange kein Geheimtipp mehr und daher meist in kürzester Zeit ausverkauft.

     

    Im Dunkelkonzert wird ein Sinn außer Kraft gesetzt und zugleich die übrigen geschärft. Auch Geruch und Geschmack: Neben den herkömmlichen Leckereien der beliebten Kino-Bar im beleuchteten Foyer, werden Snack-Becher zur Blindverkostung angeboten. In Kino 1 machen Wohlfühlsessel und Holztische die Mischung aus Wohnzimmer, Kneipe und Konzertsaal perfekt. Um Unsicherheiten vorzubeugen, befindet sich auf jedem Tisch eine Taschenlampe, beispielsweise als Begleiter zum Gang zur Toilette während der Veranstaltung. Umrahmt von einem musikalischen ersten und einem zweiten Teil, wird ein Auszug aus dem Werk einer blinden Jugendlichen vorgelesen.

     

    Wer BLIND AUDITION in die Dunkelheit begleitet, wird die Welt mit anderen Augen sehen.

  • Tandem zu verkaufen! Switch

    Unserer Redaktionsmitglied Nicole Hemmerling hat ein Tandem zu verkaufen!

    Es handelt sich um ein Tandem der Firma Schauff mit der Bezeichnung "Pittsburgh Alu (MTB),

    sehr gut gepflegt und technisch einwandfrei!

    Es hat eine 24-Gang Shimano-Schaltung,

    mit Bremsen Magura-Hydro,

    Die Rahmenhöhe ist 51, Federgabel Lenker und hinterer Sattel,

    Die Farbe ist blau/silber

     

    Verhandlungsbasis - Preis 800 € 

    Bitte schreiben Sie mir eine E-Mail unter: nicole.hemmerling(at)freenet.de

    Oder rufen Sie mich an unter Mobil:  0151 / 20184231

  • Legantoo - Die kostenlose Software zum Hören von DAISY- und Hörbüchern sowie zum Anzeigen von ungeschützten E-Books und Textdateien. Switch

  • Blind Foundation - Inklusion Youtubelink Switch

  • TV- Programm – Das 14-tägige Fernsehprogramm für Ihre Ohren! Switch

    Braille- TV aus Berlin ist eingestellt!

    Viele von Ihnen haben in der Vergangenheit das liebgewonnene Braille- TV vom Blindenwerk in Berlin bezogen. Bedauerlicherweise ist diese Braille- TV eingestellt worden. Wir können Ihnen das Lesen mit den Fingern nicht ersetzen, wollten Ihnen aber auf diesem Wege eine Alternative vorstellen.

    Die Alternative ist die TV- Daisy * Das 14-tägige Fernsehprogramm mit 17 Sendern und einfacher Navigierung!

    Senderspektrum der 14-tägig erscheinenden TV-Ausgabe:

    Öffentlich Rechtliche:

    ARD, ZDF, WDR, NDR, 3Sat, Bayern, MDR, SWR, Hessen, ARTE, RBB, Phoenix, ZDF Neo, ZDF Info

    Private:

    RTL, SAT1, VOX

    Zu beziehen als:

    DAISY-CD-MP3 * Dauer ca. 8 Stunden; Einwegversand per Blindensendung
    Jahresabo: 40,50 Euro


    TV-Fernsehen – Das 14-tägige Fernsehprogramm für Ihre Ohren!

    Nicht synthetisch sondern eingelesen von zwei Sprecherinnen mit Hinweis auf die erscheinenden Hörfilmsendetermine!!

    14 Tage auf einer Daisy-CD-MP3 mit 17 Sendern der öffentlich rechtlichen und der privaten Fernsehsender.

    Navigierbar auf 5 Ebenen:

    • Ebene 1 – die entsprechende Woche
    • Ebene 2 – den entsprechenden Tag
    • Ebene 3 – den entsprechenden Sender mit dem Vormittagsprogramm
    • Ebene 4 – das Nachmittagsprogramm des gewählten Senders
    • Ebene 5 – das Abendprogramm des gewählten Senders

    Komfortabel und schnell!

    Kostenloses Probeexemplar anfordern!

    Arbeitsstelle Medien für blinde und sehbehinderte Menschen

    Trierische Tonpost

    Postfach 1340

    54203 Trier

     

    Tel.: 0651 / 7105-430 Sekretariat Herr Rietz

    Mail: tonpost(at)bistum-trier.de

    Internet: www.tonpost.de

    Bitte geben Sie diese Information an Freunde und Bekannte weiter!

    Es grüßt alle Martin Ludwig und das gesamte Team der Arbeitsstelle

  • Heute – Exerzitien im Alltag Switch

    Mein Leben ist mir von Gott gegeben – täglich neu, auch HEUTE.

    Es ist eingespannt zwischen Morgen und Abend und es liegt an mir,

    wie ich es lebe.

     

    Exerzitien sind ein Übungsweg, der mich Tag für Tag näher zu mir

    selbst, zu Gott und zu den Mitmenschen bringen kann.

    Exerzitien lassen Vergangenheit und Zukunft nicht aus dem Blick, aber sie laden ein, HEUTE zu leben, HEUTE zu lieben, HEUTE zu handeln, HEUTE Gottes Botschaft von der Liebe zu verkünden.

     

    Dieses Daisybuch ist in 3 navigierbare Ebnen gegliedert. Auf der Ebene 1 gelangen Sie von Woche zu Woche. Auf der Ebne 2 innerhalb der gewählten Woche von Tag zu Tag und auf der Ebne 3 innerhalb des gewählten Tages von Beitrag zu Beitrag. Wenn Sie einen Gong ertönen hören, lädt dieser ein, das Gerät zu stoppen und ca. 10 Minuten innezuhalten. Das Daisybuch hat eine Spieldauer von ca. 2 Stunden und wurde von den Autorinnen Sr. Simone Remmert und  Petra Stadtfeld selbst eingelesen. Dabei wurden Sie

    von Dr. Siegfried Schmidt unterstützt.

     

    Es kann als Daisy- CD oder als 2 Audio- CD ´s für 6,50 € bei uns gekauft werden.

     

    Exerzitien – ein Übungsweg.

    Was gilt es zu üben?

     

    Ich kann mich einüben ins Lieben und Lieben-Lassen

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

    Ich kann mich einüben in die Freundschaft

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

    Ich kann mich einüben in die Sendung

    nicht irgendwann, sondern HEUTE.

     

    Liebe, Freundschaft, Sendung HEUTE entfalten sich in drei

    Bereichen:

     

    · in mir selbst, in meinem Wesen, meinem Denken,

    Handeln und Sein, in meinem Mensch-Sein

     

    · in meiner Beziehung zu Gott, der mir in Jesus Christus

    menschlich nahe gekommen ist, in meinem

    Christ- Sein und

     

    · in der Beziehung zu den Mitmenschen in Welt und

    Kirche, meinem Kirche-Sein.

     

    Einüben HEUTE geschieht im Alltag, also im Hier und Jetzt.

    Es gilt, den ersten Schritt zu tun.

    Das Ermutigende: Ich gehe nie alleine. Immer sind andere mit mir, in

    Gemeinschaft und mit Gott übend auf dem Weg.

    HEUTE und alle Tage.

     

    Bestellungen und Infos bei der Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte:

    Tel.: 0651 / 7105-430

  • Reportage über die Arbeitsstelle Medien von Rebecca Biwer Switch

    Tonpost – Erleben mit Sinn(en)

    Das Bistum Trier ist das einzige Bistum in Deutschland, das eine „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“ hat. Jeden Monat produziert die Arbeitsstelle das digitale Hörmagazin „Trierische Tonpost“, das blinde und sehbehinderte Menschen über aktuelle Themen aus dem Blindenwesen in Deutschland informiert. Nebenbei laufen weitere Hörproduktionen, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern tatkräftig unterstützt werden.

    Von Rebecca Biwer (ehemalige FSJlerin der Tonpost)

    Trier. Es ist acht Uhr früh und die Vorbereitungen für die Produktion der Paulinus-Wochenzeitung im Bistum Trier sind schon tatkräftig im Gange. Sobald die neue Ausgabe der Zeitung gedruckt ist, geht ein Exemplar an die „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“. Wöchentlich produziert das kleine Team der Arbeitsstelle mit Hilfe von Helferinnen und Helfern im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) die Paulinus-Hörzeitschrift. Fleißig werden die Texte der Zeitung ausgeschnitten, sortiert und für die ehrenamtlichen Leserinnen und Leser geordnet aufgeklebt. Mit Kopfhörern und eingestellten Mikrofonen können dann die Berichte in abwechselnder Reihenfolge für die Hörerinnen und Hörer eingelesen werden. Zuvor wird noch der Pegel für den jeweiligen Stimmklang angepasst und auf das Kommando „3, 2, 1“ geht es dann los. Die Aufnahmen im Tonstudio übernehmen die FSJler. Am Mischpult können sie die Einstellungen korrigieren und, wenn Fehler gelesen werden, diese berichtigen. Immer zwei Lesergruppen mit jeweils zwei Lesern werden für die Aufnahmen benötigt.

    Martin Ludwig, der selbst erblindet ist, ist seit 1996 Leiter der „Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte“. Er ist sehr froh von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt zu werden, denen die freiwillige Arbeit viel Freude bereitet. „Ich lese jederzeit gerne Texte für die Tonpost ein. Es ist schön zu wissen, dass man etwas an andere Menschen weitergeben kann, was für sie nicht selbstverständlich ist, wie in dem Fall das Lesen“, sagt die ehrenamtliche Leserin Elsbeth Lubjuhn.

    Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Arbeitsstelle ist das eigenproduzierte Hörmagazin „Trierische Tonpost“, das jeden Monat an rund 550 Abonnenten bundesweit verschickt wird. Dieses Hörmagazin ist in verschiedene Rubriken eingeteilt, die die Hörerinnen und Hörer unter anderem über Gesellschaft, Soziales, Recht, Kirche und Welt informieren. Hin und wieder werden auch Hörspiele angeboten und mit kleinen Geschichten und Gedichten wird eine Hörausgabe bereichert. Selbst aufgenommene Beiträge der FSJler über besondere Veranstaltungen, wie „Die Woche des Sehens“, „Der Tag des weißen Stockes“, die Ausstellung „Licht ins Dunkel“ und die Heilig-Rock-Tage im Bistum Trier werden auch verwendet.

    In jeder Tonpost-Ausgabe ist die Rubrik „Das Hörerforum“ ein wichtiger Bestandteil. Hier können sich die Hörerinnen und Hörer untereinander austauschen. „Mithilfe eines Braillebriefes, einer CD oder per Mail können die Hörerinnen und Hörer selbstverfasste Beiträge zu uns schicken, die wir einlesen oder am Computer mit technischen Ton-Programmen bearbeiten und anschließend in die Hörzeitschrift aufnehmen. So können die Hörer miteinander kommunizieren, was wiederum die Hörzeitschrift viel lebendiger macht und für eine interessante Unterhaltung sorgt“, erklärt Ludwig. Trotz seines Handicaps, der Erblindung, erledigt er die meisten Aufgaben selbst, was die Leidenschaft für seinen Beruf bestärkt.

    Auch die gemeinsame Arbeit mit den jungen Leuten aus den Freiwilligen-Diensten ist für Martin Ludwig sehr wichtig. Jedes Jahr stellt er zwei oder drei FSJler ein, die ihm und seinem Sekretär bei seiner Arbeit der Audioproduktionen behilflich sind. Aufnahmen im Tonstudio, Texte einlesen, CDs bedrucken, brennen und vervielfältigen, das Verpacken der Versandtaschen sowie die Bedienung der Braille-Maschine für die Blindenschrift gehören zu den Aufgaben eines FSJlers in der Arbeitsstelle. Für die Bearbeitung der Sprachaufnahmen mit speziellen Programmen ist daher eine gewisse Vorkenntnis mit dem Umgang eines Computers von Nutzen. Der 19-jährige Max Maxheim erklärt: „Ich bin froh, mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Tonpost zu absolvieren. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, man hat viel Kontakt zu anderen Menschen und wir dürfen unsere eigenen Ideen einbringen und mitgestalten.“

    Außerdem werden zwei weitere Hörzeitschriften, die ZB (Zeitschrift behinderte Menschen im Beruf) und das TV (Fernsehprogramm) produziert. Bis auf das TV-Programm sind alle Hörzeitschriften kostenlos, und im Winter gibt es zudem die Möglichkeit, den „Klingenden Adventskalender“ zu bestellen, der die Menschen mit kleinen Überraschungen in Form von Sprachaufnahmen durch die adventliche Zeit und den Winter über begleitet. Mit der Weihnachtsausgabe 1969 nahm das damalige Referat für blinde und sehbehinderte Menschen im Bistum Trier seine Arbeit auf und blickt nun auf eine 45-jährige Tradition in der Gestaltung von barrierefreien Hörzeitschriften für blinde und sehbehinderte Menschen zurück. Im Zugehen auf eine inklusive Gesellschaft trägt die Arbeitsstelle Medien im Bistum Trier dazu bei, Barrieren im Bereich der Kommunikation immer weiter abzubauen, bis zur gleichberechtigten Teilhabe aller in unserer Gesellschaft.

    Wollen Sie auch? Tonpost – Erleben mit Sinn(en)

    Dann erreichen Sie uns unter:

    Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte
    Bischöfliches Generalvikariat
    Mustorstraße 2
    54290 Trier

Weiteres: