Liebe Pfarrbriefmacherin, lieber Pfarrbriefmacher,
bevor wir uns versehen, ist der erste Monat des Jahres 2026 schon wieder Geschichte. Fast könnte man auf die Idee kommen, schon wieder nach Weihnachtsgeschenken zu suchen. "Tempus fugit" sagt dann wohl mancher, vielleicht als Mahnung, Tage und Stunden zu 'nutzen' und nicht zu 'verschwenden', ähnlich dem 'Carpe diem'. Andere sehen in Vergils Diktum einen Stachel im schlechten Gewissen: Wichtiges nicht aufzuschieben, sondern möglichst bald zu erledigen. Zeitnahe. Scheußliches Wort!
Statt mich dadurch noch mehr unter Druck zu setzen, denke ich an das lateinische Zitat an 'unserem' Dom, nicht zu übersehen, wenn ich über den Domfreihof auf dem Weg zu meinem Büro bin: "nescitis qua hora dominus veniet" also: „Ihr wisst nicht, zu welcher Stunde der Herr kommen wird“. Grund zur Schnappatmung? ("Und wenn er kommt, dann laufen wir...!"). Im Gegenteil: Gut so!, denke ich mir. Denn wenn DU kommst, werde ich da sein. Das macht mich frei. Also noch keine Weihnachtsgeschenke.
Viel Freude beim Lesen des Newsletters,
Ihr Stefan Schneider |