Fachstelle für Büchereiarbeit im Bistum Trier

Impressionen aus unseren Büchereien

Die Rolle der Büchereien in den Pfarreien der Zukunft

Weihbischof Robert Brahm
Bücher des Katholischen
Kinder- und Jugendbuchpreises
Die ekz stellt sich vor
Arbeitsgruppe
Diözesanpräses Pfarrer Leinen
Arbeitsgruppe Leseförderung
WB Brahm überreicht KiBüAss-Zertifikat an Traudl Weyand-Müller
Guido Schröer
Borromäusverein bv.
Auditorium
Franz-Josef Euteneuer
Dorothee Steuer

Diözesantag der Katholischen Büchereiarbeit im Bistum Trier

Zum diesjährigen »Diözesantag der katholischen Büchereiarbeit«, zu dem die Büchereifachstelle des Bistums Trier im Frühjahr 2017 geladen hatte, waren rund 130 Teilnehmer aus allen Regionen des Bistums nach Trier gekommen um sich über vielfältige, büchereirelevante Themen zu informieren und auszutauschen.

Der Diözesantag steht für Begegnung und Gespräch, der Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens und dem Austausch von Ideen, Tipps und Anregungen rund um die Büchereiarbeit. Er ist darüber hinaus immer auch willkommener Anlass, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Büchereien, in Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Arbeit, durch Vertreter des Bistums besonderen Dank auszudrücken.
Aus der Sicht des Vorsitzenden der Jury des »Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises« betonte Weihbischof Robert Brahm in seinem Grußwort die Nähe zwischen Juryarbeit und Büchereiarbeit: »In der Vermittlung speziell dieser Literatur kann Kirche mit ihren Büchereien dazu beitragen, dass ihre Botschaft und ihr Menschenbild auch und gerade in der heutigen Zeit hörbar und sichtbar bleiben«.
Anhand des wenige Tage zuvor bekannt gegebenen aktuellen Preisbuches von Anna Woltz: »Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte« berichtete er von eigenen, ganz persönlichen Leseerfahrungen und brachte auch gleich weitere Titel aus der Empfehlungsliste zur Anschauung mit. »Die darin zusammengestellten Titel fordern ihre Leser heraus«, so der Weihbischof, »sich mit deren Thematik und Charakteren auseinanderzusetzen und den eigenen Standpunkt zu überdenken«.

Einen weiteren Schwerpunkt widmete Weihbischof Brahm in seiner Ansprache der im vorausgegangenen Jahr beendeten Diözesansynode im Bistum Trier. Über zwei Jahre wurde dabei über die Zukunft des Bistums beraten und Vorschläge zu grundlegenden Reformen entwickelt. Im Kontext der Ergebnisse der Synode beleuchtete Weihbischof Brahm auch die zukünftige Rolle der Katholischen öffentlichen Büchereien im Bistum. Anhand vieler unterschiedlicher Beispiele aus dem Büchereialltag skizzierte er die bereits erkennbar guten Ansätze, die bei der Umsetzung in den Pfarreien der Zukunft sicherlich eine noch bedeutendere Rolle einnehmen könnten und schon heute im Sinne der Synode wirkten. Beeindruckt von über 135.000 jährlich erbrachten ehrenamtlichen Stunden würdigte er den Einsatz und das Engagement der über 1.200 Büchereimitarbeiter und Mitarbeiterinnen bistumsweit.

Guido Schröer, Geschäftsführer des Borromäusvereins, betonte in seinem Grußwort Rolle und Aufgabe des Vereins, den dieser mit seinen vielfältigen ideellen Unterstützungsangeboten, wie bspw. der Lektoratsarbeit, zusätzlicher zentraler Fortbildungsangebote sowie der überregionalen Lobbyarbeit für die katholische Büchereiarbeit in den Bistümern wahrnimmt. Dabei ging er auch noch einmal auf die Hintergründe zum aktuellen Dienstleisterwechsel zur »ekz bibliotheksservice« ein.

Dem schloss sich eine Präsentation durch ekz-Regional-Teamleiterin Özden Baran an, die die Gelegenheit gerne wahrnahm und das Leistungsspektrum sowie die spezifischen Angebote des neuen Dienstleisters für die Katholische Büchereiarbeit vorstellte und zur weiteren Gesprächs- und Fragerunde einlud.

Im Anschluss daran teilten sich die Teilnehmer in kleinere Gruppen auf, um sich den verschiedenen Arbeitsgruppen-Angeboten zu widmen.
Dabei ging es um so unterschiedliche Aspekte wie den Anregungen und Tipps zu gut umsetzbaren Vorlese- und Mitmachgeschichten, das Kennenlernen neuer Geldquellen für die Bücherei, das Beschäftigen mit unterschiedlichen Formen einer Willkommenskultur in den Büchereien bis hin zu grundlegenden Tipps für die Durchführung von Literaturgesprächskreisen. In weiteren Arbeitsgruppen informierte man sich über aktuelle Trends auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt, diskutierte und sammelte unterschiedliche Bausteine für den Imagegewinn der eigenen KÖB oder setzte sich mit der Frage nach der Bedeutung und den Umsetzungsmöglichkeiten des „K“ im Namen der Katholischen öffentlichen Bücherei auseinander.

Auch das neue Büchereilogo wurde vorgestellt und kam bei der Gestaltung von Drucksachen wie Plakaten oder Flyern im »easyCatshop«-Programm auch gleich zum Einsatz. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um in einer Frage- und Gesprächsrunde den neuen Dienstleister ekz noch besser kennen zu lernen. Abgerundet wurde das Workshop-Angebot durch eine umfangreiche Medien-Ausstellung der aktuellen »medienprofile«.

Zum Ausklang ging es dann noch einmal heiter, aber auch nachdenklich zu, als Dipl. Pädagoge und Kabarettist Franz-Josef Euteneuer sich mit augenzwinkerndem und hintergründigem Humor dem »Geheimnis KÖB« zu nähern versuchte. Mit Freude und Erstaunen verfolgte das zuweilen überraschte Publikum sein kurzweiliges Erzähl-Kabarett, das gekonnt und mit allerhand Wortspielereien so manch verblüffende Wahrheit ans Licht zu bringen verstand.

Die Libell-e fliegt... – mehr Büchereien und neue Angebote

Zum 01.10.2016 werden 12 Büchereien in den Verbund libell-e Süd aufgenommen

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder zur Sommerzeit vom aktuellen Stand unseres Onleihe-Verbundes libell-e berichten. Zum 01.10.2016 werden voraussichtlich weitere 18 Büchereien  in den Gesamtverbund einsteigen. Damit bieten dann 77 Büchereien unter dem Dach www.libell-e.de ein Onleiheangebot. Im Südverbund der Libell-e werden es insgesamt 37 Büchereien sein – zwölf mehr als im Vorjahr – die ein virtuelles Angebot rund um die Uhr bereithalten. In unserem Bistum werden es dann vier Büchereien – je zwei aus Rheinland-Pfalz und zwei aus dem Saarland - sein, die ihren Lesern den Download von Büchern und anderen Medien ermöglichen können – neu hinzukommen werden im Herbst die KöB Maria Heimsuchung in Heusweiler und die KöB Kreuzerhöhung in Nonnweiler-Primstal.

Wie hat sich die Onleihe im letzten Jahr entwickelt?

Mittlerweile weist der Zusammenschluss im Süden, an dem sich derzeit 25 Büchereien beteiligen, folgende Kennzahlen  auf:

Titel im BestandAusleihen seit
dem Bestehen
Ausleihen in 2016Nutzer
insgesamt
Stammnutzer
in 2016
7.291 Medien72.244 Medien44.919 Medien2.298 Nutzer1.022 Nutzer

Damit ist der Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 2.420 Medien angewachsen. Statistisch wurde jedes Medium in 2016 bereits 3,28 Mal entliehen und somit erfreulich häufig genutzt. Der Bestand, der sich aus eBooks, eAudios und eMagazinen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren zusammensetzt, wird von 1.022 Stammnutzern genutzt. Der Bestandsaufbau wird von neun Büchereien in Zusammenarbeit mit zwei Fachstellen und dem bv. für den Verbund organisiert. Die Büchereiteams wechseln sich dabei alle zwei Wochen mit der Auswahl der Medien ab. Damit ist ein aktueller, zeitgemäßer und auch abwechslungsreicher Bestandsaufbau gewährleistet.
Auch technisch entwickelt sich die Libelle weiter. Schon seit längerem ist es möglich, Titel vorzeitig zurückzugeben und dadurch diese für nachfolgende Leser/Hörer früher freizugeben. Bis Herbst/Winter 2016 soll neben dem Streaming – auf dem PC - das Offline-Abspielen von eAudios auf IOS- und Android-Geräten über die Onleihe-App möglich sein und nicht zuletzt zu erwähnen ist, dass immer mehr Verlage ihr Angebot der Onleihe zur Verfügung stellen. Ab Sommer 2016 werden z. B. Titel der Bonnier-Gruppe  und der Holtzbrinck-Gruppe  über die Onleihe verfügbar sein.

Auch in Zukunft können Büchereien zusteigen. Zum 01. Oktober 2017 ist eine weitere Verbunderweiterung geplant. Sollten Sie an einer Verbundteilnahme interessiert sein oder Fragen bzw. Interesse an weiterführenden Informationen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne an Frau Judith Meter, Tel. 0651 7105-260 oder eMail judith.meter(at)bgv-trier.de, wenden.

Förderung beim Onleihe-Einstieg

Das Bistum Trier unterstützt durch die Bereitstellung eigener Projektmittel Büchereien, die Interesse an einem eigenen Onleihe-Angebot haben. Das Projekt und damit die Förderung bzw. Bereitstellung der Bistumsmittel ist auf 5 Jahre angelegt und läuft maximal bis einschließlich 2018.

Dabei werden die KÖB besonders in den ersten 3 Jahren, die im Vergleich zu den Folgejahren die kostenintensivsten sind, mit rund 80% der entstehenden Kosten (Bsp.: Einrichtung der Onleihe, Service und Medienaufbau) gefördert. Eine Informationsveranstaltung für Neueinsteiger in den Verbund Süd ist für den Ende Januar 2017 in Mannheim geplant.

Katholische öffentliche Büchereien im Bistum Trier legen erfolgreiche Jahresstatistik 2015 vor

Rund 217.000 Menschen besuchten in 2015 die Katholischen öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Trier und liehen dabei 624.000 Medien aus.
Das geht aus der jetzt vorliegenden Jahresstatistik 2015 hervor. Hiernach beläuft sich der Bestand der 156 KÖB auf rund 512.000 Medien. Die Medienbestände bieten neben Sachbüchern, Romanen, Kinder- und Jugendbüchern auch Hörbücher, DVD-Spielfilme, CD-ROM sowie Brettspiele für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Mit ihrem ausgewählten, auf Qualität bedachten Medienangebot, bieten sie in der unübersichtlichen Flut der Medienvielfalt zuverlässige Orientierung und bilden damit eine Nahtstelle zur Kultur unserer Zeit. Sie ermöglichen für Menschen, unabhängig von Alter und Konfession, den freien Zugang zu Literatur und Medien in erreichbarer Nähe und tragen so zur Meinungsbildung und Chancengleichheit bei. Die beiden Grafiken verdeutlichen, wie sich der Gesamtbestand der Medien aller KÖB im Bistum Trier auf die einzelnen Mediensparten verteilt und die entsprechende Nutzung in der Ausleihe.

Seit 2014 bieten einzelne Katholische Öffentliche Büchereien auch die Ausleihe elektronischer Medien (eMedien), die sogenannte Onleihe an. Gefördert durch eigene Projektmittel, unterstützt das Bistum Trier die Einführung der digitalen Ausleihe und ermöglicht damit auch kleineren Büchereien dieses attraktive und zeitgemäße Angebot. Unter dem Namen »libell-e.de« wurden zunächst bundesweit zwei Verbünde (Nord und Süd) gegründet, die sich seit 2014 jährlich durch weitere teilnehmende Büchereien erweitern. Siehe hierzu weitere Informationen auf unserer Homepage: www.bistum-trier.de/buechereiarbeit.

Betreut werden die Büchereien bistumsweit von 1.226 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 2015 zusammen über 124.000 Stunden im Einsatz waren und sich für die örtliche Literatur- und Leseförderung einsetzten.

Veranstaltungen:
In mehr als 2.571 Veranstaltungen luden die Büchereiteams auch in 2015 wieder zu Autorenlesungen, Bilderbuchkinos, Vorlesestunden, Literaturgesprächskreisen, Buch- und Medienausstellungen, Buchvorstellungen und Büchereiführungen ein. Diese Zahlen belegen darüber hinaus eindrucksvoll, wie Katholische öffentliche Büchereien sich immer mehr zu Treffpunkten und zu lebendigen Kommunikations- und Begegnungsorten in den Pfarreien entwickeln. In Zusammenarbeit mit Kindergärten, Grundschulen und vielen anderen Einrichtungen halten sie besondere Medienangebote zu Kommunion- und Firmvorbereitung, zur Gottesdienstgestaltung oder für besondere Lebenssituationen wie Krankheit, Tod, Trauer, aber auch Schwangerschaft, Geburt und Erziehung bereit und unterstützen damit die pastorale Arbeit vor Ort. Regelmäßige Leseförderangebote unterstützen die Medien¬kompetenz und tragen zur Lese- und Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen bei.
Im Vordergrund des Engagements stehen dabei das Gespräch und die Begegnungen zwischen den Menschen.

Die Vorteile von EDV und Internet nutzen immer mehr der 156 Büchereiteams. Mittlerweile setzen rund 70 % der Büchereien die Bibliothekssoftware »BVS« für die Ausleihe und Verwaltung der Medien ein. Viele der Büchereien pflegen darüber hinaus eine attraktive Internetseite.
Die Bücherei ist ein Ort, an dem sich Ehrenamtliche mit großem Einsatz engagieren und qualifizieren können. Die Freude an ihrer Arbeit erwächst aus der Begegnung mit den Menschen, der Beratung und der Literaturvermittlung durch Gespräch und Austausch über das Gelesene. Ihr Engagement ist getragen von dem Bewusstsein, Teil der Gemeinschaft und des Glaubens in ihren Pfarreien zu sein.

An dieser Stelle möchten wir uns wieder bei allen Büchereien, die uns ihre Zahlen fristgerecht zugesendet haben, herzlich bedanken!

Weiteres: