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Das Bild zeigt das europäische Logo für leichte Sprache. Auf einem blauen Quadrat ist eine Grafik des Kopfes eines weißen Männchens mit weißem Heft zu sehen. Auf dem Heft ist links ein weißer Daumen nach oben zu sehen, rechts im Heft sind blaue Zeilen abgebildet.

Was ist Barrierefreiheit?

Das wird hier in Leichter Sprache erklärt. 

Was ist Barrierefreiheit? - in Alltagssprache

Was versteht man unter Barrierefreiheit wird in Alltagssprache auf der Seite Infoseiten Barrierefreiheit Grundlagen erklärt. 

Was sind Barrieren?

Eine Frau sitzt in einem ektrischen Rollstuhl. Sie steht vor einer Treppe und kann nicht mehr weiterfahren. Sie zeigt ein ärgerliches Gesicht.

Barrieren sind Hindernisse.

Es gibt viele verschiedene Barrieren.

Zum Beispiel Treppen und Stufen.

Oder Bordsteine.

Sie versperren den Weg.

Oder sie machen den Weg schwerer.

Vier Personen stehen nebeneinander. Die Personen schauen freundlich geradeaus. Eine Frau sitzt in einem Rollstuhl. Ein Mann stützt sich auf einen Rollator.

Zum Beispiel für Rollstuhl-Fahrer.

Oder für Familien mit Kinderwagen.

Oder für gehbehinderte Menschen

mit einem Geh-Wagen.

Sie kommen nicht alleine die Stufen

oder die Treppen hoch.

Sie brauchen dabei dann Hilfe

und Unterstützung.

Diese Barrieren nennt man auch bauliche Barrieren.

 

Für viele Menschen sind diese Barrieren kein Problem.

Aber für viele Menschen werden sie zu einem Problem.

Es gibt aber auch andere Barrieren.

Ein schwieriger Text ist eine Barriere.

Weil ihn nicht alle Menschen verstehen können.

Zum Beispiel Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.

Oder:

Manche Menschen haben als Kind

eine andere Sprache gelernt.

Jetzt lernen diese Menschen deutsch.

Diese Menschen können schwierige Texte nicht verstehen.

Eine Frau hebt die Hände und ist schaut ratlos. Über ihr ist die Erdkugel umgeben von drei Computern.

Viele Internet-Seiten sind nicht barriere-frei.

Zum Beispiel:

Blinde Menschen sehen die Internet-Seiten nicht.

Sie können die Internet-Seite nicht ohne Hilfe nutzen.

Oder:

Die Texte sind in schwerer Sprache.

Viele Menschen verstehen diese Texte nicht.

Sie können die Informationen nicht ohne Hilfe verstehen.

Zwei Männer schauen auf ein Buch. Das Buch ist geöffnet. Der Mann auf der linken Seite zeigt mit dem Finger auf eine Buchseite. Das Buch liegt auf der Ablage seines Rollstuhls. Über dem Mann auf der rechten Seite ist ein großes Fragezeichen gezeichnet.

Es gibt auch Barrieren, die man nicht sehen kann.

Zum Beispiel:

Manche Menschen wissen nicht,

wie sie mit Menschen mit Behinderung umgehen sollen.

Was bedeutet Barriere-Freiheit?

Ein Mann fährt mit dem elektrischen Rollstuhl über eine Rampe in eine Straßenbahn.

Barriere-Freiheit bedeutet:

Es gibt keine Barrieren mehr.

Alle Menschen können etwas gleich gut benutzen.

Alle Menschen können etwas ohne Hilfe nutzen.

Zum Beispiel:

  • eine Rampe

  • den Bus oder den Zug

  • eine Internet-Seite

Barriere-Freiheit bedeutet auch:

Alle Menschen können überall mitmachen.

Keiner wird benachteiligt

oder ausgeschlossen.

Für wen ist Barriere-Freiheit wichtig?

Barriere-Freiheit ist für alle wichtig. 

Viele unterschiedliche Menschen stehen dicht beieinander. Große und Kleine, Männer und Frauen, Junge und Alte, Menschen mit unterschiedlichen Gesichtszügen. Sie sind in verschiedenen Stilen gekleidet. Ein Mann trägt einen Anzug,  ein anderer eine große gelb, braun und grün gestreifte Mütze, eine Frau ein Kopftuch. Eine Frau sitzt in einem Rollstuhl. Auf ihrem Schoß sitzt ein Kind und winkt.

Zum Beispiel:

  • für Menschen mit Behinderung

  • für ältere Menschen

  • für Familien mit Kindern

  • für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten

  • für Menschen, die deutsch lernen

Ein ausgestreckter Finger zeigt auf eine von drei Freizeitbeschäftigungen. Die drei Freizeitbeschäftigungen sind in drei Einzelbildern dargestellt: Erstes Bild: Zwei Männer spielen Fußball. Zweites Bild: Zwei Personen unterhalten sich. Drittes Bild: Drei Personen singen.

Alle Menschen sollen selbst entscheiden können:

  • Wie möchte ich leben?

  • Was möchte ich lernen?

  • Wo möchte ich arbeiten?

  • Was möchte ich in meiner Freizeit tun?

Beispiele für Barriere-Freiheit

Viele Menschen setzen sich für Barrierefreiheit ein.

Es gibt viele Beispiele für Barriere-Freiheit:

Eine Frau fährt mit ihrem Elektrorollstuhl eine Rampe hoch. Unter der Rampe sind Treppenstufen zu zu sehen.

Vor vielen Gebäuden gibt es Stufen.

Vor diesen Gebäuden stehen auch Rampen.

Diese Rampen können

von vielen Menschen genutzt werden.

Zum Beispiel von:

  • Rollstuhl-Fahrern

  • Familien mit Kinderwagen

  • gehbehinderten Menschen
    mit einem Geh-Wagen

So können alle Menschen in das Gebäude kommen.

Neben einem Computerbildschirm stehen zwei Lautsprecher. Auf dem Bildschirm ist ein Text zu sehen, in dem ein Abschnitt markiert ist. Neben die Lautsprecherboxen sind kleine Striche gezeichnet.

Oder:

Viele Internet-Seiten sind barriere-frei.

Ein Computer-Programm liest die Internet-Seite vor.

Blinde Menschen hören zu.

Sie können so die Informationen bekommen.

Ein Mann hält ein aufgeklapptes Buch hoch. Er lächtelt. Seinen rechten Daumen hält er nach oben vor das Buch.

Oder:

Es gibt Texte in schwerer Sprache.

Diese Texte gibt es auch in Leichter Sprache.

Leichte Sprache ist leicht zu verstehen.

Alle Menschen können dann den Text verstehen.

Was wollen wir erreichen?

Unsere Ziele:

Wir wünschen uns eine inklusive Gesellschaft.

Das bedeutet:

Alle Menschen sind unterschiedlich.

Trotzdem haben alle Menschen die gleichen Rechte.

Viele unterschiedliche Menschen stehen dicht beieinander. Große und Kleine, Männer und Frauen, Junge und Alte, Menschen mit unterschiedlichen Gesichtszügen. Sie sind in verschiedenen Stilen gekleidet. Ein Mann trägt einen Anzug,  ein anderer eine große gelb, braun und grün gestreifte Mütze, eine Frau ein Kopftuch. Eine Frau sitzt in einem Rollstuhl. Auf ihrem Schoß sitzt ein Kind und winkt.

Alle Menschen sind herzlich willkommen.

Niemand wird ausgegrenzt.

Alle Menschen können überall dabei sein

und überall mitmachen:

  • im Beruf

  • im Privat-Leben

  • in der Freizeit

  • im Kultur-Bereich:
    Zum Beispiel bei Konzerten oder einem Theater-Besuch

  • in der Kirche

Deshalb ist die Barriere-Freiheit so wichtig.

Damit alle Menschen überall mitmachen können.

Das Zusammen-Leben aller Menschen

ist nicht immer einfach.

Viele Menschen denken:

Das klappt nicht.

Viele Menschen fragen sich:

Wie soll das gehen?

Daumen hoch

Wir glauben:

Das Zusammen-Leben aller Menschen kann gelingen.

Auf dem Weg dahin braucht es viele kleine Schritte.

Viele Menschen und Gruppen setzen sich für Inklusion

und Barriere-Freiheit ein.

Wir wollen auch mitmachen.

Wir zeigen:

Manchmal gibt es noch Barrieren.

Wir zeigen aber auch:

Das muss so nicht bleiben.

Barrieren kann man abschaffen.