Liebe Pfarrbriefmacherin, lieber Pfarrbriefmacher,
haben Sie eine Lieblingsjahreszeit? Ich habe die Frage mal von einem meiner Kinder gestellt bekommen. Als examinierter Küchen-Psychologe bin ich überzeugt, dass man die ganze Menschheit aufgrund der Antwort auf diese Frage in genau vier Gruppen einteilen kann. Die einen finden grundsätzlich die Jahreszeit am besten, in der sie sich gerade befinden - "Sommer? Hitze? Sonnenbrand? ... Klasse!". Eine andere Gruppe präferiert grundsätzlich die entgegengesetzte Jahreszeit - "Ins Schwimmbad? Nee, Du, ich bin eher so der nachdenkliche Schnee- und Eis-Typ." 'Gruppe drei' ist alles egal und jammert grundsätzlich über Hitze, Kälte, Regen, Pollenflug und alles, was von dem abweicht, was "früher besser war". Bleiben noch die übrig, die wirklich eine Lieblingsjahreszeit haben, und sich neun Monate entweder darauf freuen oder die sie neun Monate lang schmerzlich vermissen.
Wo gehören Sie dazu?
Das Schöne am Pfarrbrief oder an einem Pfarrmagazin ist für mich, dass er sich sowohl "in den Jahreskreis" anpasst, als auch dabei nicht stehen bleibt, sondern diesen Kreislauf aufbricht und weitergeht. Ich sehe da eine Balance von Aufbruch und Verweilen, die ich nicht gegeneinander ausspielen möchte oder kann. Seit einem guten Jahr gibt es diesen Pfarrbrief-Newsletter und auch, wenn ich jetzt wieder auf Themen komme, die mir schon vor einem Jahr nahe gingen, so glaube ich, dass unsere Geschichte im Pfarrbrief und auch in den Pfarreien, da wo wir leben, noch lange nicht auserzählt ist.
Viel Freude beim Lesen!
Ihr Stefan Schneider |