Bistum Trier ernennt Nachhaltigkeitsbeauftragten aus Hargesheim :Anstoß für Veränderungen

Trier/Hargesheim – „Im Hinterkopf schwingt immer auch die Frage mit: Wie und wo erreiche ich viele Schüler?” Timo Tönges spricht hier nicht nur als Lehrer, sondern auch als neuer Nachhaltigkeitsbeauftragter für Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier. Mit seiner Ernennung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten setzt das Bistum Trier ein Zeichen für Zukunftsfähigkeit und verantwortungsvolle Bildung. Seit mehreren Jahren engagiert sich Tönges für den Umwelt- und Klimaschutz: als Lehrer an der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim und seit gut drei Jahren auch im Arbeitskreis Nachhaltigkeit für die Bistumsschulen und treibt in beiden Aufgaben schulische Umwelt- und Klimaprojekte mit großem persönlichem Einsatz voran.
Nachhaltigkeit ist umfassender als das, was häufig in den Schlagzeilen steht.
Timo Tönges
Mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Themenfelds beschreibt Tönges, wie es zur neuen Funktion kam: „Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit an Bistumsschulen ist ein Zusammenschluss interessierter Lehrer*innen im Bistum Trier und im Moment noch recht klein. Uns ist das Thema aber sehr wichtig.“ Deshalb habe man die Schulabteilung im Generalvikariat um Unterstützung gebeten. Diese habe daraufhin zum Jahresbeginn die Funktion des Nachhaltigkeitsbeauftragten eingerichtet, „was eine Chance bietet, das Thema strategisch zu stärken” – eine Aufgabe, für die sich Tönges bewarb und die er mit Überzeugung ausfüllt.
Offizieller Nachhaltigkeitsbotschafter
Fast zeitgleich wurde Tönges, wie auch sein Hargesheimer Kollege Gerald Knöbel, in Mainz von der rheinland-pfälzischen Arbeitsministerin Dörte Schall offiziell zum Nachhaltigkeitsbotschafter ernannt. Die Ausbildung, die im Vorjahr schon von Jeanette Marquis absolviert wurde, gleichfalls aus dem Kollegium der Alfred-Delp-Schule, vermittelte Grundlagen zu Klimawandel, -psychologie, -gerechtigkeit und Nachhaltigkeitskommunikation – Wissen, das Tönges und seine beiden Kollegen aktiv in die Schulen einbringen. „Da ich das als Gewinn auch für die Bistumsschulen sehe, habe ich mich beworben, und wir durften diese Ausbildung machen.“
„Nachhaltigkeit ist umfassender als das, was häufig in den Schlagzeilen steht und Klimaschutz ist dabei nur ein Aspekt von mehreren“, sagt Tönges. Ebenso wichtig seien Biodiversität, Gesundheit oder die Frage, wie Schulen Vorbilder in einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sein können. Deshalb arbeitet Tönges an praxisnahen Projekten, die den Alltag der Schülerinnen und Schüler unmittelbar berühren – von einem nachhaltigen Kiosk über ein Hitzeschutzkonzept bis hin zu Mehrwegsystemen für schulische Veranstaltungen.
Dass Schulen dabei eine wichtige Rolle spielen können, ist für Tönges unbestritten: „Wir können versuchen ein Bewusstsein zu schaffen, einen Anstoß für Veränderungen zu geben, die Schüler dann auch in ihrem privaten Umfeld weitertragen.“ Ein nachhaltiger Schulalltag könne so Impulse geben – vom bewussteren Konsum, über Mülltrennung, bis hin zu klimafreundlicher Mobilität.
Aktuell engagieren sich fünf Bistumsschulen im Arbeitskreis Nachhaltigkeit, doch Tönges möchte mehr Kolleginnen und Kollegen ermutigen, den Weg zu gehen. Schon bei der letzten Schulleiterdienstbesprechung habe er nochmal für das Thema geworben, „denn letztendlich ist es die Schulleitung, die das Thema setzen muss“. Für die kommenden Monate plant er verschiedene Veranstaltungen, darunter einen „Runden Tisch Klimabildung“ gemeinsam mit dem Pädagogischen Landeszentrum Rheinland-Pfalz – ein weiterer Anstoß zu mehr Nachhaltigkeit.
Info
Das Bistum Trier engagiert sich mit verschiedenen Einrichtungen seit vielen Jahren in seiner Schöpfungsverantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz. Nähere Informationen unter www.umwelt.bistum-trier.de/. Informationen zur Alfred-Delp-Schule gibt es hier: www.alfred-delp-schule.de/start/