Bonifatiuswerk unterstützt sechs „Tat.Ort.Nikolaus“-Aktionen im Bistum Trier :Handeln wie Nikolaus und Gutes tun

Bad Kreuznach/Wadgassen/Wincheringen/Idar-Oberstein/Saarbrücken – In einer Zeit, in der viele Menschen sich nach mehr Miteinander und Zeichen gelebter Solidarität sehnen, lädt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit seiner Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder“ dazu ein, selbst aktiv zu werden und Orte guter Taten zu schaffen. Die Aktion macht deutlich: Jede und jeder kann wie Nikolaus sein und anderen mit kleinen Gesten eine Freude bereiten. Bundesweit entstehen in diesem Jahr 64 „Orte guter Taten“, an denen sich engagierte Menschen für zentrale christliche Werte wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft einsetzen. Im Bistum Trier werden mit Unterstützung des Bonifatiuswerkes sechs lokale Nikolaus-Initiativen umgesetzt.
Die Junge Kirche Bad Kreuznach und die Kolpingsfamilie bringen den heiligen Nikolaus direkt in die Häuser der Menschen. Bis Anfang Dezember können Familien den Nikolaus für sich und ihre Kinder „buchen“. Am 5. und 6. Dezember (zwischen 15 und 22 Uhr) besuchen Teams, bestehend aus zwei Personen, die Familien. Der Nikolaus erzählt während seines Besuchs Geschichten über sein Leben, sein Wirken und die Menschen, denen er geholfen hat. Die Eltern haben die Möglichkeit, Gedanken zu ihren Kindern und besondere Dinge, die der Nikolaus loben kann, im Vorfeld aufzuschreiben, damit der Besuch noch persönlicher wird. Mit der kostenlosen Aktion möchten die Verantwortlichen die Geschichte des heiligen Nikolaus die Häuser der Menschen bringen und seine Werte erlebbar machen.
Am 5. Dezember machen sich die Kinder und Jugendlichen der Wohn- und Tagesgruppen der Marienhaus Kinder- u. Jugendhilfe GmbH in Wadgassen mit jeweils einem Schutzengel (Erzieher) auf den Weg zur Nikolauswanderung im Wadgasser Wald. Zwischen 15.30 und 16 Uhr starten sie mit der Suche nach dem Nikolaus, während unterwegs spannende Rätsel gelöst werden. Am Ziel erwartet die Kinder ein Schokonikolaus vom Bonifatiuswerk.
Güte und Hilfsbereitschaft statt Kommerz
Am 7. Dezember lädt die Pfarrei Obermosel-Saargau St. Bartholomäus in Wincheringen Kinder zu einem besonderen Meet & Greet mit dem Nikolaus ein. Ziel der Aktion sei es, den heiligen Nikolaus wieder sichtbar zu machen – als Symbol für Güte und Hilfsbereitschaft, im Gegensatz zur heutigen Kommerzialisierung durch den Weihnachtsmann, so die Verantwortlichen. Die Kinder erhalten Schokonikoläuse vom Bonifatiuswerk und können in der Kirche dem „echten“ Nikolaus begegnen, Lieder singen und seine Geschichte hören. „So wird aus einem Stück Schokolade ein Stück gelebter Glaube“, erklärt Pfarrer Jonas Stadt.
Die Nikolausaktion der Jungen Nahe Kirche in Idar-Oberstein verbindet Tradition mit sozialem Engagement. Jugendliche treten am 5. und 6. Dezember als Nikolaus und Engel auf, besuchen Familien, Kindergärten und Einrichtungen gegen Spende und gestalten Aktionen in Idar-Oberstein, Kirn und Birkenfeld. Die Schokonikoläuse des Bonifatiuswerkes werden an Kinder und Jugendliche in belasteten Lebenssituationen verschenkt, um ihnen Freude, Wertschätzung und Ermutigung zu schenken. Die gesammelten Spenden unterstützen die Caritas-Gruppen Kids & Co und Teens & Co sowie die Teilnahme benachteiligter Kinder an Ferienfreizeiten 2026.
Am 5. Dezember lädt die Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken zu einem besonderen Nikolaussingen ein. Morgens findet zu jeder vollen Stunde ein Nikolaussingen in der Kirche der Jugend eli.ja statt, das sich besonders an Schüler und Kitakinder richtet. Am Nachmittag findet das offene Nikolaussingen für Familien statt. Außerdem besuchen ausgebildete Schüler*innen der katholischen Fachschule für Sozialpädagogik gezielt Jugendhilfeeinrichtungen. Dort bringen sie Kindern in stationären Wohngruppen Freude und kleine Geschenke.
Vom 1. bis 6. Dezember wird die Kirche St. Martinus in Hermeskeil zur „Fair-Schenke-Kirche“. Hier erhalten Gegenstände ein zweites Leben: Gut erhaltene Kleidung, Spielsachen, Hausrat und funktionstüchtige Haushaltsgegenstände können in der Kirche abgegeben werden. Neu in diesem Jahr ist eine Stellwand, an der Bilder von Möbeln und sperrigen Gegenständen mit Kontaktdaten angeheftet werden. Mit der Aktion setzen die Verantwortlichen ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Ergänzend organisiert die Jugendpastoral Hausbesuche mit dem Nikolaus. Der Besuch ist kostenlos und soll Freude und Hoffnung schenken. Um die Jugendlichen der Pfarrei auf ihren Einsatz vorzubereiten, findet im Vorfeld eine Nikolaus-Schulung statt.
Gute Taten für echte Veränderung
„Wer glaubt, Heldentaten seien nur etwas für Legenden, irrt. Unsere ‚Tat.Ort.Nikolaus-Aktion‘ zeigt: Jeder kann ein Actionheld sein und mit guten Taten echte Veränderungen bewirken. Wir erleben gerade große gesellschaftliche Veränderungen, die viele Menschen verunsichern. In solchen Situationen braucht es Zeichen des Zusammenhalts und der gegenseitigen Unterstützung. Wer sich – wie der heilige Nikolaus in lebendiger christlicher Tradition – für andere einsetzt, bringt Nächstenliebe und Hoffnung in eine Zeit, die beides dringend braucht“, sagt Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen. Für jeden „Tat.Ort“ stellte das Hilfswerk Schokonikoläuse für Projekte mit karitativer oder diakonischer Ausrichtung zur Verfügung; zusätzlich konnte ein Sachkostenzuschuss beantragt werden. Bereits zum sechsten Mal führt das Bonifatiuswerk diese Aktion durch. In den vergangenen fünf Jahren entstanden so fast 400 Orte guter Taten.
Die Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“ ist Teil der bundesweit bekannten Initiative „Weihnachtsmannfreie Zone“, die das Bonifatiuswerk bereits vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel ist es, den heiligen Nikolaus mit seinen christlichen Werten wieder stärker in den gesellschaftlichen Blick zu rücken. Prominente Unterstützung erhält die Nikolausaktion neben Udo Lindenberg, der eigens für diese Aktion einen Nikolaus gemalt hat, auch von der Künstlerin Maite Kelly.
Weitere Informationen gibt es auf www.bonifatiuswerk.de.