Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Düsseldorf eine neugotische Kirche eingeweiht: St. Peter. Seit 25 Jahren befindet sich auf der Westempore die große Karl-Göckel-Orgel mit ihren rund 60 Registern. Das symphonische Klangbild ist gezielt französisch geprägt, mit sanften Bläser-Stimmen, seidigen Streichern und kraftvollen Trompeten und Posaunen. Stefan Schmidt, dort ehemals als Kantor tätig, kennt das Instrument aus dem Effeff. Auf dem neuen Album sind erstmals sämtliche Werke für Sologesang und Orgel des französischen Komponisten Louis Vierne zu hören – eine Repertoire-Rarität, gesungen von der Sopranistin Franziska Bobe. Außerdem spielt Schmidt weniger bekannte Einzelwerke aus Viernes früher Phase und aus seiner späten Zeit.
CD-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 24/2026 von Christoph Vratz
