Konferenz der Leitungsteams tagte in Vallendar:Austausch zu Formaten, pastoralen und Verwaltungs-Themen

Vallendar/Trier – Der erste Gedanke beim Treffen der Leitungsteams der Pastoralen Räume im Bistum Trier mit der Bistumsleitung und den Bereichsleitungen im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier am 3. März in Vallendar hat den Menschen im Nahen und Mittleren Osten und allen Kriegsgebieten dieser Erde gegolten. „Unser Treffen findet in einer Weltsituation statt, die uns immer wieder neu erschrecken lässt“, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann beim Gebet um den Frieden zu Beginn der Konferenz.
Neben pastoralen und Verwaltungs-Themen spielten auch der Blick auf verschiedene Formate eine Rolle: So tauschten sich die Leitungsteam-Mitglieder über ihre Selbstorganisation aus und reflektierten Instrumente der Zusammenarbeit. Auch die 2024 veränderte Form der Visitationen der Pastoralen Räume waren ein Thema. Beim Einblick in die Visitation im Pastoralen Raum Neunkirchen 2025 hielt der Bischofsvikar für das Saarland, Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg, fest: „Der Pastorale Raum ist mehr als die Summe der Pfarreien.“ Er würdigte den Einbezug der verschiedenen Orte von Kirche: „Wenn wir mehr danach schauen, was vor Ort schon da ist, können wir besser die Themen der Menschen heben und dadurch das, wofür wir als Kirche da sein wollen.“ Auch Dekan Clemens Kiefer begrüßte die über ein ganzes Jahr andauernde Visitation als hilfreich und „nicht eingleisig“: Die Veranstaltungen seien gut angenommen worden.
Anknüpfend an die Konferenz im Herbst 2025 reflektierten die Konferenz-Teilnehmenden verschiedene Pfarreileitungsmodelle. Bischof Ackermann rief in Erinnerung, dass es darum gehe, das kirchliche Leben in den verschiedenen Räumen und an den Orten von Kirche zu gestalten. Dafür gebe es keinen „Masterplan“. Das Ausprobieren der verschiedenen kirchenrechtlichen Möglichkeiten diene der Sammlung von Erfahrungen. Wiederkehrend war auch das Thema der finanziellen Ressourcen: Christian Heckmann informierte über die sogenannten Schlüsselzuweisungen an die Pastoralen Räumen in den kommenden Jahren.
Bischof Ackermann berichtete von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz und legte ein besonderes Augenmerk auf die politische Situation im Land. Zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz am 22. März haben die evangelischen Landeskirchen, die katholischen Bistümer und die Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) Südwest und Hessen-Rheinhessen eine Kampagne „Aufstehen für... Menschenwürde und Demokratie“ gestartet, um die Demokratie zu stärken, die Menschen zu ermutigen, ihr Wahlrecht zu nutzen und „Unkulturen in der Politik“ entgegenzuwirken. Wie in jeder Konferenz hatte auch die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt ihren Platz: Die Verantwortlichen im Bistum haben begonnen, an einer Kultur der Erinnerung zu arbeiten und baten die Leitungsteams um ihre Gedanken und Hinweise zu dieser Frage.
Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung im BGV, wies die Leitungsteam-Mitglieder darauf hin, dass sie die Möglichkeit haben, bei der Caritas-Stiftung „Menschen in Not“ Förderungen zu beantragen. Zusammen mit Christian Heckmann gab sie zudem Hinweise zur Rolle der Leitungsteams in der Immobilienstrategie des Bistums. Informationen zu den Heilig-Rock-Tagen und dem „Viva Bolivia“-Lauf zugunsten der Bolivienpartnerschaft des Bistums und zum „Felixianum“, dem Sprachen- und Orientierungsjahr des Bistums, rundeten den Tag ab.
Die Konferenz wurde vorbereitet von den Leitungsteam-Mitgliedern Stefan Becker (Daun), Jörg Sonnet (Dillingen) und Sebastian Zinken (Sinzig) gemeinsam mit Ute Engelskirchen (Priesterreferentin im Bereich Personal im BGV) und Frank Kilian (Bereich Organisation und Digitalisierung im BGV), die den Tag moderierten.