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Bistumsschulen als Orte, an denen der ganze Mensch im Fokus steht:Bistum Trier gründet angekündigte Schulstiftung

Mit der neuen Schulstiftung wird auch in Zukunft ein hochwertiges, christlich geprägtes Bildungsangebot gesichert.
Vorstand, Kuratorium, Geschäfsführung zusammen mit Bischof Ackermann und Generalvikar Sturm
Datum:
22. Apr. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 21. April 2026 die selbständige „Schulstiftung für das Bistum Trier“ errichtet. Durch die Stiftung wird es möglich, dass sich Eltern mit einem „freiwilligen Elternengagement“ daran beteiligen, dass das Bistum Trier trotz sinkender Kirchensteuereinnahmen auch in Zukunft ein hochwertiges, christlich geprägtes Bildungsangebot machen kann. Der freiwillige Beitrag ist ab dem Schuljahr 2026/2027 möglich.

Generalvikar Tim Sturm

Generalvikar Tim Sturm erklärte bei der Gründungsveranstaltung, die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier seien „Orte, an denen der ganze Mensch im Fokus steht“ und „Orte von Kirche, die helfen, dass junge Menschen den Weg ins Leben finden“. Mit der Stiftungsgründung werde ein gemeinsames Versprechen gefeiert, nämlich „das Versprechen, Kindern und Jugendlichen auch in herausfordernden Zeiten verlässliche, starke und zukunftsfähige katholische Bildungsorte zu sichern“.

Der Weg zur Gründung sei ein Gemeinschaftswerk, bescheinigte Sturm den Verantwortlichen, und dankte allen, die die Gründung ermöglicht haben und denen, die sich jetzt in den Dienst der Stiftung stellen. „Die Stiftung ist kein Projekt für die Schulen, sondern ein Projekt mit den Schulen.“ Das Konzept nehme Fundraising, strategische Entwicklung und die langfristige Stärkung der Schullandschaft in den Blick. So gehöre neben der Verwaltung der finanziellen Mittel auch das Einwerben von Spenden und die Vernetzung mit Schulgemeinschaften und Fördervereinen zu den Aufgaben.

Vorstand, Kuratorium und Geschäftsführung ernannt

Der Stiftung stehen vor als Vorstandsvorsitzender Walter Kaufmann, ehemaliger Sparkassenberater aus Mehring, als Stellvertreter der frühere Leiter der berufsbildenden Schulen Hildegard-von-Bingen in Koblenz und St. Helena in Trier, Thomas Schmitz, sowie Dr. Helene Neis, frühere Schulleiterin der Bischöflichen Willi-Graf-Realschule in Saarbrücken. Im Kuratorium sitzen neben dem Ökonomen des Bistums Manfred Wagner, Matthias Struth, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat (BGV), und der Abteilungsleiterin Schule und Religionsunterricht im BGV, Dr. Kerstin Schmitz-Stuhlträger noch Carlo Emmerich (Elternvertreter des Willi-Graf-Gymnasiums in Saarbrücken) und Daniela Gindorf (Elternvertreterin der Realschule-Plus St. Maximin in Trier) sowie Verena Laase, Schulleiterin der Nikolaus-Groß-Grundschule in Lebach und Dr. Mario Zeck, Schulleiter des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier. Die Geschäfte führen Nadine Altenhofen und Marianna Barachino. Die Stiftung wird vom Bistum mit einem Kapital von 850.000 Euro ausgestattet, das nicht aus dem laufenden Haushalt, sondern aus Rücklagen und einer Erbschaft stammt.

Eltern, Lehrkräfte und die Partner in der Politik sind bereits seit längerem über die Planungen informiert; zu Beginn des neuen Schuljahrs soll es eine weitere Information dazu geben, wie das freiwillige Elternengagement konkret geleistet werden kann.

Weder die Aufnahme noch der Besuch eines Kindes an einer Schule in Trägerschaft des Bistums ist an die Zahlung geknüpft. Die Beiträge kommen anonymisiert durch die Förderstiftung ausschließlich der jeweiligen Schule zugute.

Die Stiftung wird rechtskräftig mit der Genehmigung durch die kirchliche Aufsicht und die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion.