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Kostenfreie Energiespar-Beratung jetzt auch für Haushalte, denen Armut droht :Caritas erweitert Zielgruppe für Stromspar-Check 

Die qualifizierten Stromspar-Berater der Caritas analysieren den Energie- und Wasserverbrauch in Haus oder Wohnung und spüren „Energiefresser“ auf. 
Das Stromspar-Check-Team rund um Koordinatorin Diana Dahm.
Datum:
28. Mai 2026
Von:
Caritasverband / red.

Bad Kreuznach/Birkenfeld/Rhein-Hunsrück - Der „Stromspar-Check“ des Caritasverbandes ist in den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück fest etabliert: Traditionell gibt es die kostenfreie Energiespar-Beratung für Menschen, die von Sozialleistungen leben oder deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Neuerdings gilt das Angebot zusätzlich für Haushalte, die von Armut bedroht sind. 

Die qualifizierten Stromspar-Berater der Caritas analysieren den Energie- und Wasserverbrauch in Haus oder Wohnung und spüren „Energiefresser“ auf.  

Zum Zweitbesuch bringen sie dann nicht bloß Spar-Tipps mit, sondern auch sogenannte Soforthilfen im Wert von bis zu 75 Euro, die für die Betroffenen kostenlos sind. Darunter sind etwa LED-Leuchtmittel, abschaltbare Steckerleisten oder Sparduschköpfe. „So wurden seit 2014 mehr als 3.500 Checks mit jeweils zwei Terminen durchgeführt“, resümiert Diana Dahm, Stromspar-Check-Koordinatorin im Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. „Die Zahl der von unserem Team ausgegebenen und installierten Soforthilfe-Artikel summiert inzwischen auf rund 49.000 Stück.“ 

Vorbeugende Wirkung 

Die jüngste Erweiterung der Zielgruppe hält Diana Dahm für einen großen Entwicklungsschritt des bundesweiten Projekts: „Schon seit einer Weile erkennen wir aus den eingehenden Anfragen, dass vermehrt Menschen an ihre finanziellen Grenzen geraten, die bislang noch gerade so über die Runden kamen“, sagt sie „Indem nun auch jene angesprochen sind, denen Armut droht, kann der Stromspar-Check frühzeitig und damit stärker vorbeugend ansetzen.“ 

Die kontinuierliche Auswertung belege ein jährliches Einspar-Potential zwischen 210 und 410 Euro für einen Drei-Personen-Haushalt. Das sei in jedem Fall „kein Pappenstiel“ – und damit die Zeit für die beiden etwa 90-minütigen Besuche durch die „Checker“ in jedem Fall gut investiert, findet Dahm.  

Zur Zielgruppe gehören auch BAFöG-Empfänger ebenso wie Senioren mit einer sehr ‚schmalen‘ Rente. 

Diana Dahm

Die Frage, wann tatsächlich Armut besteht oder ab wann sie droht, sei schwer zu beantworten, zumal längst nicht jeder Betroffene seine bestehenden Sozialleistungsansprüche auch einlöst, so Dahm weiter: „Allzu oft stehen Unkenntnis, Schwierigkeiten mit behördlichen Formularen oder auch Scham dem entgegen.“ Deshalb begrüßt sie es, dass die Inanspruchnahme des Stromspar-Checks für von Armut bedrohte Haushalte recht unbürokratisch per Selbstauskunft beim Caritasverband möglich ist. 

Zugleich ermutigt die Koordinatorin auch jene Menschen, die seit jeher zur Zielgruppe gehören, einfach Kontakt aufzunehmen. „Dazu gehören übrigens auch BAFöG-Empfänger, ebenso wie Senioren mit einer sehr ‚schmalen‘ Rente. Beide Gruppen haben diese Tatsache unserer Erfahrung nach leider nicht immer im Blick!“ 

Weitere Infos zum Stromspar-Check für die Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück gibt es telefonisch unter Tel.: 0671-8382847 oder per Mail an Stromspar-Check-KH@caritas-rhn.de und im Internet auf www.caritas-rhn.de/Stromspar-Check