Erste Triennale stellt Kunst im Trierer Dom und im Museum am Dom aus :Das Alte mit einer neuen Sprache gesprochen“

Trier – Unter dem Motto „Kunst von Hier. Kunst in Sicht. Kunst für alle“ findet 2026 erstmals die Rheinland-Pfalz-Triennale an zwölf unterschiedlichen Ausstellungsorten in Trier statt. Vom 24. April bis zum 31. Mai können Besucher*innen insgesamt 53 zeitgenössische Kunstwerke an und in Triers Wahrzeichen betrachten und darüber ins Gespräch kommen. Auch im Trierer Dom und im Museum am Dom stellen rheinland-pfälzische Künstler*innen ihre Kunst aus. Dabei kommt vor allem dem Dom als Ausstellungsort eine doppelte Rolle zu.
„Der Dom ist Ort gelebter Realität, gleichzeitig vereint er in sich 1.700 Jahre Glaubensgeschichte. Das macht ihn als Ausstellungsort so besonders“, beschreibt Domvikar Michael Keller. Gemeinsam mit Kolleg*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen des Bistums beschäftigt er sich damit, wie während der Ausstellung Kunstwerke und Dom möglichst gut in einen Dialog treten können. Dabei greifen die Kunstwerke im Dom urchristliche Themen wie Tod, Vergänglichkeit und Liebe auf. Auf der anderen Seite ist laut Thomas Berenz, Leiter der Erwachsenen- und Familienbildung des Bistums, auch die Kunst an sich bereits seit Entstehung des Christentums ein wichtiges Medium: „Das Christentum hat Kunst genutzt, um seine Botschaft an den Mann und an die Frau zu bringen – das geschieht bis in die heutige Zeit hinein.“
Aufgrund der unterschiedlichen Interessen und Nutzungen im Dom war es eine besondere Herausforderung, die richtigen Orte für die Ausstellungsstücke zu finden. Neben der Tatsache, dass im Gotteshaus der gewohnte Alltag weiter funktionieren muss, war es Kuratorin Stefanie Schmeink wichtig, dass die Kunstwerke mit dem Dom in einen Dialog treten können. Die sechs Kunstwerke, die im Westchor, in der Domschatzkammer, in der Ostkrypta, in der Mittelkrypta und im Kreuzgang ausgestellt werden, wirken laut Schmeink nun wie für den Dom gemacht. „Die Kunstwerke erzählen das Alte mit einer neuen Sprache, das ist vor allem durch die direkte Gegenüberstellung von Alt und Neu möglich.“ Davon profitieren auch die Heilig-Rock-Tage 2026, die sich mit dem Ausstellungsbeginn überschneiden. Mit seinem diesjährigen Motto „Unbegreiflich - ich hoffe“ resoniere das Bistumsfest mit vielen der Kunstwerke.
Als ein besonderes Highlight zeigt Nicolaus Werner am 3. Mai um 15:30 Uhr seine Performance „Der Weg“ im Mittelgang des Doms. Der 82-jährige Künstler veranschaulicht rezitierend und singend in 30 Minuten unterschiedliche Etappen des eigenen Lebensweges. Zusätzlich bietet Domvikar Michael Keller sowohl am 29. April um 17 Uhr als auch am 17. Mai um 11:30 Uhr eine 45-minütige Führung an, in der er geistliche Impulse zu den Kunstwerken gibt. Der Eintritt zur Performance, zu den Führungen sowie zu den Kunstwerken im Dom ist frei. Weitere Informationen zur Triennale, zu den Ausstellungsorten und -zeiten sowie zu den Ticketpreisen der anderen Ausstellungsorte sind unter www.rheinland-pfalz-triennale.de zu finden.