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Österliche Pilgertage im Schwarzwald:Dem Leben entgegen gehen

Dreizehn Frauen und Männer haben im April an den Pilgertagen im Schwarzwald der Diözesanstelle Geistlich Leben im Bistum Trier teilgenommen.
Die Pilgergruppe
Datum:
30. Apr. 2026
Von:
Judith Schwickerath/red
Pilgertage im Schwarzwald

Trier/bistumsweit – Dreizehn Frauen und Männer haben vom 12. bis zum 18. April an den Österlichen Pilgertagen der Diözesanstelle Geistlich Leben im Bistum Trier teilgenommen. Ausgangspunkt der täglichen Pilgerrouten war das Geistliche Zentrum St. Peter im Schwarzwald. Von dort aus machte sich die Gruppe auf den Weg, um in der beeindruckenden Landschaft des Hochschwarzwalds Abstand vom Alltag zu gewinnen, äußerlich wie innerlich in Bewegung zu kommen und der österlichen Hoffnung im eigenen Leben und in der Welt nachzuspüren.

„Im Gehen wird das Herz weit und Raum öffnet sich, um mit sich selbst, mit anderen, mit Gott und mit der Schöpfung neu in Berührung zu kommen“, sagt Pastoralreferentin Judith Schwickerath, die die Tage begleitet hat. Die Weite und Schönheit des Schwarzwalds mit seinen Ausblicken und stillen Wegen bot dafür einen idealen Rahmen. Die geführten Wanderungen wurden ergänzt durch gemeinschaftliche Zeiten des Gebets und des Austauschs, Gottesdienste sowie Zeiten des Schweigens. Inhaltlich begleitete Psalm 23 die Pilgertage. „Psalm 23 ist ein Weg- und Pilgerpsalm. Er erzählt vom Gehen und vom Ankommen und nimmt das ganze menschliche Sein in den Blick: die Sehnsucht und die Angst, das Gefühl von Einsamkeit aber auch die tiefe Freude, nichts lässt er aus“, erklärt Schwickerath. Der Psalm lade dazu ein, den eigenen Lebensweg im Vertrauen auf Gott neu zu betrachten und sich auf Spurensuche zu begeben: nach dem, was trägt, was stärkt und dem Leben Tiefe verleiht.

Kraft schöpfen für den Alltag

Die Mischung aus Bewegung, geistlichen Impulsen und Gemeinschaft wurde von den Teilnehmenden als sehr bereichernd erlebt. Pilger Achim aus Neckargemünd berichtet: „Die unterschiedlichsten geistlichen Anregungen haben mich immer wieder dazu ermutigt, in der Gegenwart anzukommen. In Verbindung mit den wunderschönen Wegen durch den Schwarzwald hat mir das Kraft für den Alltag gegeben.“ Auch die wechselnden Wetterbedingungen wurden Teil der Pilgererfahrung: „Mit Psalm 23 bei Nieselwetter und bei Sonnenschein durch den Schwarzwald um St. Peter zu wandern, war herausfordernd, aber sehr wohltuend“, erzählt Ellie aus Bingerbrück. Besonders die Impulse und Gottesdienste mit der Psalmübertragung von Huub Oosterhuis hätten eine starke Wirkung entfaltet und neue Zuversicht in ihr wachsen lassen. Birgit aus Simmern blickt dankbar auf die Woche zurück: „Der Geist von St. Peter, das immer stabiler werdende Wetter, die (für mich) vielen Höhenmeter, die vorher unbekannte, aber schnell vertraute Gruppe und natürlich der Psalm 23, den ich nochmal ganz neu kennengelernt und schätzen gelernt habe.“ Die Bedeutung von Gemeinschaft hebt Steffi aus Relingen-Siersburg hervor: „Der gute Hirt bzw. die gute Hirtin aus Psalm 23 hat mich eine Woche lang durch die Landschaft des Schwarzwaldes geführt, über Höhen und durch Täler – äußere wie innere. Getragen von der Gruppe konnte ich in dieser Exerzitienwoche innehalten, neue Kraft und neues Vertrauen für den Alltag schöpfen. Ich nehme sehr viel aus der Woche mit und weiß aus den Jahren davor, dass sie mich noch lange begleiten wird.“

Informationen zu weiteren Veranstaltungen der Diözesanstelle Geistlich Leben finden sich unter www.geistlichleben.de (Telefon: 0651/96637-0, Email: geistlich.leben@bistum-trier.de).