Neu restaurierte Matthiaskapelle im Andernacher Mariendom feierlich eröffnet:Ein Ort zum Staunen und Beten


Andernach – „Eine lange und intensive Wegstrecke geht heute zu Ende“, so hat Frank Mertes, 1. Vorsitzender des Fördervereins Mariendom Andernach, die Eröffnung der Matthiaskapelle am 1. März bezeichnet. Nach einem etwa fünfjährigen Prozess wurde der Reliquienschrein aus dem 16. Jahrhundert mit Hilfe von Spenden und durch Unterstützung unter anderem des Bistums Trier restauriert und die Kapelle innerhalb des Mariendoms in Andernach modernisiert. Nun wurde das Ensemble feierlich der Gottesdienstgemeinde präsentiert.
Der gotische Reliquienschrein sei jahrzehntelang mehr oder weniger unbemerkt in der Sakristei gelagert gewesen. „Unser früherer Pastor Stefan Dumont fragte uns, ob wir vom Förderverein nicht an einer Restaurierung interessiert seien“, berichtete Reinhard Helf, Schatzmeister des Vereins. Aus der geplanten Aufarbeitung des Schreins entwickelte sich dann die Idee, die Matthiaskapelle insgesamt zu erneuern. „Wir sind viele Schritte gegangen und bedanken uns bei allen, die zur Realisierung des Projekts beigetragen haben“, sagte Jürgen Schneider, stellvertretender Vorsitzender, nach dem Gottesdienst, dem eigentlich der Trierer Weihbischof Robert Brahm vorstehen sollte, der aber aufgrund einer Vollsperrung im Stau stand; geleitet wurde der Gottesdienst dann von Pfarrer Eric Condé und Diakon Andreas Schlösser. „Wir möchten besonders unsere Spenderinnen und Spender erwähnen, aber auch den Verwaltungsrat, die Hauptamtlichen und Handwerker vor Ort, das Amt für kirchliche Denkmalpflege und das Bistum Trier, besonders Dr. Georg Breitner und Thomas von der Stein, die uns fachlich begleitet und finanziell unterstützt haben“, erklärte Mertes. „Durch die Kapelle ist ein weiterer Ort zum Schauen, Staunen und Beten entstanden, der zur inneren Einkehr einlädt und für alle offen ist, die kommen, um Ruhe und Stille zu suchen und um die Erfahrung zu machen, dass sie ausgewählt sind, von dem Leben Jesu Christi zu berichten“, schloss Mertes die feierliche Einweihung.
Als nächstes widmet sich der Förderverein der Restaurierung des „Heiligen Grabes“ gegenüber der Matthiaskapelle. Auch hier kann der Vorstand nicht nur auf die Unterstützung der eigenen Vereinsmitglieder und des Bistums Trier, sondern hoffentlich auch auf einen Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, zählen.