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„Hoffen – damit der Funke überspringt“  

Erstmals Begegnungstag für Menschen mit und ohne Behinderung sowie Inklusionsstand „Inklusion erLeben" bei den Heilig-Rock-Tagen.
Generalvikar Tim Sturm mit VR-Brille
Datum:
22. Apr. 2026
Von:
red

Trier – Großen Zuspruch fanden der Begegnungstag für Menschen mit und ohne Behinderung sowie der Inklusionsstand „Inklusion erLeben“ am 18. April auf dem Domfreihof. Erstmals wurden bei den Heilig-Rock-Tagen 2026 beide Formate miteinander verbunden. Gruppen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe im Bistum Trier waren ebenso vertreten wie eine Gruppe aus Luxemburg. 

Im Zelt des Begegnungstages begrüßten Nicole Maxmini, Inklusionsreferentin beim Bistum Trier, sowie Anne Veit-Zens, Geschäftsführerin der Caritas-Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe/Psychiatrie in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die Gäste aus dem ganzen Bistum. Magisch wurde es dann bei der Eröffnung des Programmteils: Zauberer Jakob Mathias griff in seiner interaktiven Show das Motto der Heilig-Rock-Tage in leicht veränderter Form unter dem Titel „Hoffen – damit der Funke überspringt“ auf. Anschließend konnten die Teilnehmenden aus vielfältigen Workshops auswählen – von Experimenten über Tanzworkshops bis zum offenen Singen. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer inklusiver Gottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm im Trierer Dom, der musikalisch begleitet wurde vom Regenbogen Chor unter der Leitung von Elisabeth Arenth. Der Chor ist ein Projekt der Tagesstätte des Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrums Prüm, einer Einrichtung der Barmherzigen Brüder Schönfelderhof. Eine Gebärdendolmetscherin ermöglichte zudem die barrierefreie Teilnahme für gehörlose Menschen. 

Reger Betrieb am Inklusionsstand

Reger Betrieb war am Stand „Inklusion erLeben“, der vom Arbeitsfeld Inklusion, der kirche:mobil!, der Fachstelle für Gebärdensprachliche Seelsorge sowie der Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte gestaltet wurde. Mit dabei waren auch Marion Palm-Stalp, Sprecherin der Regionalgruppe Trier/Saarland von Pro Retina, sowie Dirk Zwang, Vorsitzender des Verbands der Blinden und Sehbehinderten Trier e. V. 

Auf der Inklusionsbank standen die Beteiligten für Gespräche zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher konnten mit Augenbinde und Blindenstock selbst erfahren, wie es sich anfühlt, mit einer Sehbeeinträchtigung unterwegs zu sein. Ergänzt wurde das Angebot durch eine VR-Brille, mit der Michael Röver – selbst von einer Seheinschränkung betroffen – verschiedene Alltagssituationen mit eingeschränktem Sehvermögen simulierte, etwa in einer Wohnung oder einer Disco. Besonders eindrücklich war die Erfahrung für eine Mutter, die mithilfe der VR-Brille nachvollziehen konnte, wie ihr Sohn seine Umwelt wahrnimmt. 

„Wir freuen uns, dass so viele Betroffene, Kinder und Familien den Weg zu uns gefunden haben und wir Einblicke in unsere Arbeit für mehr Teilhabe geben konnten“, zieht Kathrin Schmitt von der Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte, ein positives Fazit.