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Ökumenischer Gottesdienst würdigt Einsatz von Mitgliedern aus der Blaulichtfamilie:„Hoffnung geben“ in Notfall- und Rettungsdiensten

Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus der „Blaulichtfamilie“ haben bei den Heilig-Rock-Tage am 24. April einen ökumenischen Dank- und Segnungsgottesdienst im Dom gefeiert.
Dank an die Blaulichtfamilie - Ökumenischer Gottesdienst und Friedensgebet
Datum:
26. Apr. 2026
Von:
Stefan Endres / red

Trier – Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus der „Blaulichtfamilie“ haben bei den Heilig-Rock-Tage am 24. April einen ökumenischen Dank- und Segnungsgottesdienst im Dom gefeiert. Im Mittelpunkt standen Zuspruch und Dank für die unterschiedlichen Dienste, in denen die Einsatzkräfte Menschen in Notlagen helfen und Hoffnung spenden. 
Bischof Dr. Stephan Ackermann nannte in seiner Begrüßung zwei „Anliegen“ für den Got-tesdienst – den Dank und die Bitte. „Wir möchten Gott danken für die vielen Situationen, in denen Sie Menschen helfen, retten und schützen können. Aber als Bürger unseres Landes möchte ich Ihnen auch stellvertretend danken“, sagte er an die Adresse der haupt- und ehrenamtlichen Hilfskräfte. „Den Dank verbinde ich mit der Bitte, dass Gott Ihre Ein¬sätze segnet, die Hand über Sie hält und von Ihren Diensten Segen ausgeht.“ Zudem dankte er allen, die seit vier Jahren immer am 24. eines Monats – so auch im Rahmen des Blaulicht-gottesdienstes – für den Frieden in der Ukraine beteten.

Mit „Hoffnung in hoffnungsarmer Zeit“ hatte der ökumenische Vorbereitungskreis die got-tesdienstliche Feier überschrieben. Nach dem Evangelium blickten Pfarrer Dr. Christian Jung von der Evangelischen Polizeiseelsorge Rheinland-Pfalz, Hubertus Kesselheim von der Katholischen Polizeiseelsorge des Landes und Carmen Folz von der Katholischen Po-lizeiseelsorge des Saarlandes auf verschiedene „Perspektiven zur Hoffnung“. Dazu gehör-ten die Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, die es im Einsatzalltag wahrzunehmen gelte, und eine „Hoffnung, die mehr ist als Optimismus“ und als ein bloßes „Alles wird gut“. Die „Hoffnung im Einsatz“ – so einer der Aspekte – brauche „ein Gesicht, sie braucht Hände, eine Stimme, die ruhig bleibt, Augen, die sehen“, sagte Kesselheim. Es seien oft die klei-nen Momente – ein Blick, ein Wort, eine Geste – die zeigten, „du bist nicht allein. Das ist Hoffnung. Dass sie sichtbar wird, das ist die große Stärke der Blaulichtfamilie“, sagte der Polizeiseelsorger. Ergänzt wurden die Aspekte durch Gedanken zur „Quelle der Hoffnung“ (Folz) und den „Zuspruch“, loslassen und abgeben zu dürfen, was man selbst nicht packe. An der Osterkerze entzündeten die Liturgen ein Friedenslicht, das die Teilnehmenden über Kerzen untereinander weitergaben. 

In Fürbitten beteten Vertreterinnen und Vertreter der Hilfs-, Rettungs- und Notfalldienste für die Mitglieder der Blaulichtfamilie, die Verletzten, die Verstorbenen – auch in Kriegsgebie-ten – und ihre Angehörigen. Nach dem Gottesdienst waren die Teilnehmenden zum Be-such der Heilig-Rock-Kapelle und zum Empfang eines persönlichen Segens eingeladen. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst, in dem der Bischof auch die neuen Bistumsan-gestellten willkommen hieß, das Blechbläserensemble der Big Band der Polizei des Saar-landes, der „Ukrainische Chor“ und Domorganist Marcel Eliasch. Im Anschluss waren alle Mitglieder der Blaulichtfamilie zu Begegnung und Austausch in die WineLounge des Bis-tumsfestes vor dem Dom eingeladen. 

Der Gottesdienst ist auch nachträglich als Stream abrufbar unter: