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Johannes Gold aus Kobern-Gondorf hat in Rom die Priesterweihe empfangen:Mittendrin, aber nicht von dieser Welt

Johannes Gold ist am 1. Oktober in Rom vom Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Priester geweiht worden,
Auf dem Foto zu sehen sind Johannes Gold und der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann
Datum:
6. Okt. 2026
Von:
Julia Fröder

Rom/Kobern-Gondorf/Trier/Saarlouis – Johannes Gold ist am 1. Oktober in Rom vom Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Priester geweiht worden, zusammen mit fünf Diakonen aus Ungarn, Kroatien und Bosnien-Herzegowina, die ebenfalls das Päpstliche Collegium Germanicum et Hungaricum, das Priesterseminar für deutschsprachige und osteuropäische Seminaristen in Rom, besucht haben. Seine Primiz (erste Messe) feierte er am 2. Oktober in der römischen Kirche Sant'lgnazio di Loyola, zwei Tage später folgte seine Heimatprimiz in Kobern-Gondorf.

In seiner Predigt ging Bischof Ackermann auf die sogenannten Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium. Einen Abschnitt daraus hatten sich die Weihekandidaten für ihre Feier ausgesucht. „Jesus wäscht den Jüngern die Füße, hält mit ihnen Mahl, fasst noch einmal seine Sendung zusammen und teilt den Jüngern das mit, was ihm am Herzen liegt.“ Doch es gehe nicht in erster Linie um Aufträge, die Jesu kurz vor seinem Tod am Kreuz verteilt, sondern er betet für sie, so der Bischof. „Doch er bittet nicht darum, dass Gott die, die zu ihm gehören, aus der Welt nimmt und sie in eine himmlische Sphäre versetzt, in eine Art von himmlischer ‚Bubble‘ oder ‚Blase‘. Denn dann könnten sie seine Frohbotschaft der Welt nicht bezeugen, könnten seinen Auftrag ‚Salz der Erde‘ und ‚Licht in der Welt‘ zu sein, nicht erfüllen“, erklärte Ackermann. „Nein, Christen – und das heißt, eben auch diejenigen, die ein Amt in der Kirche bekleiden – sollen nicht in einer abgehobenen Sonderwelt, sondern mitten in dieser Welt leben“, betonte der Bischof. Sie sollten Anteil nehmen am Leben ihrer Mitmenschen, sollten sich von ihnen berühren lassen. „Aber zugleich sollen sie nicht ‚von dieser Welt‘ sein, sie sollen sich nicht total anpassen, nicht jeder Mode, jedem ‚Hype‘ nachlaufen, sollen sich nicht vom Mainstream mitreißen lassen“, gab der Trierer Bischof zu bedenken. „Ein Leben lang in dieser Spannung zu bleiben, das ist sehr anspruchsvoll“, gab er zu.

Zur Priesterweihe waren etwa 130 Personen nach Rom gereist, darunter Familienangehörige, Freunde, rund 70 Frauen und Männer einer Wallfahrtsgruppe aus dem Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel, zu der seine Heimatpfarrei Sankt Lubentius zählt, sowie weitere Personen aus dem gesamten Bistum Trier und darüber hinaus.

Auf Gold wartet nun seine erste Kaplanstelle: Es geht nach Saarlouis, in die Pfarrei Heilige Familie. Die Gegebenheiten konnte er bereits im Rahmen eines einmonatigen Praktikums vor einigen Jahren ein wenig kennenlernen. „Ich freue mich darauf, Gottes Wort zu verkünden, Sakramente zu spenden und mit den Menschen zu feiern“, schaut er auf seine neuen Aufgaben als Priester.

Im vergangenen November war der 26-Jährige gemeinsam mit Heiko Gaub (Mettlach-Orscholz) und Mathias Kremer (Igel-Liersberg) in Trier zum Diakon geweiht worden; deren Priesterweihe fand im Juli in Trier statt. Ein umfangreiches Porträt über Gold gibt es hier Christus ins Zentrum stellen.

 

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