Zum Inhalt springen

Bischof Ackermann feiert Osterhochamt im Trierer Dom :Ostern: Augen auf für die Begegnung mit dem Auferstandenen! 

Im Osterhochamt im Trierer Dom erinnert Bischof Stephan Ackermann daran, dass Ostern dort geschieht, wo Menschen Gottes Nähe erfahren.
Jesus hängt am Kreuz, umrahmt von Palmzweigen
Datum:
5. Apr. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – Da, wo jemand sich in der Tiefe seiner Existenz gekannt und angesprochen erfährt, wo Menschen die Kraft der gläubigen Gemeinschaft erfahren, wo Menschen von einem Frieden erfüllt werden, der ihr Leben verwandelt: Da ist für Bischof Dr. Stephan Ackermann Ostern. Im Osterhochamt am 5. April im Trierer Dom sagte er, die Osterberichte seien exemplarische Erzählungen, „die uns die Augen dafür öffnen wollen, wie Menschen den Auferstandenen erleben können“.  

Dabei gehe es gar nicht um spektakuläre Ereignisse, so der Bischof: „Wo habe ich in meinem Leben schon die Empfindung gehabt, von Gott persönlich angesprochen zu sein? Wo habe ich einen inneren Anruf erlebt, der nicht einfach das Ergebnis meiner Überlegungen war, auch keine Botschaft aus dem Familien- oder Bekanntenkreis, sondern ein innerlicher Anruf, der mich eher überrascht, vielleicht sogar etwas erschrocken hat, aber der mich zugleich ermutigt hat, weil ich das starke Gefühl hatte: Da kennt mich jemand. Da weiß jemand um mich, spricht zu mir und meint es gut mit mir.“ 

Ein „privilegierter Ort, an dem die Lebendigkeit des Auferstandenen zu spüren ist“, sei die eucharistiefeiernde Gemeinde: „Hier begegnet er uns in seinem Wort, hier begegnet er uns in der Feier des Mahles. Hier begegnet er uns aber auch in der Kraft der feiernden Gemeinschaft. Denn diese Gemeinschaft ist nie bloß die Addition der einzelnen Teilnehmenden, sondern viel mehr. Diese Gemeinschaft ist Leib Christi, und wir dürfen es – vielleicht nicht immer, aber immer wieder – erfahren.“ 

Auch das das erste Wort „Friede“, das Jesus nach Leiden, Tod und Auferstehung zu seinen Jüngern spricht, zeige: „Dort, wo jemand die Erfahrung eines Friedens macht, der mehr ist als das Ergebnis menschlicher Anstrengung; wo jemand die Erfahrung eines Friedens macht, der Versöhnung ermöglicht, wo man sie nicht erwartet hätte; wo jemand die Erfahrung eines Friedens macht, der ihm oder ihr hilft, das eigene Leben anzunehmen – trotz allem, da erfährt er die lebendige Kraft des Auferstandenen.“  

Bischof Ackermann ermutigte die Gottesdienstgemeinde: „Beten wir darum und helfen wir mit, dass die diesjährige Osterzeit nicht einfach vorbeigeht, sondern ihre Wirkung entfalten kann in den Herzen der Menschen. Unsere Welt kann es wahrhaftig brauchen.“ 

Das Festhochamt wurde musikalisch gestaltet von den Trierer Domsingknaben, dem Mädchenchor am Trierer Dom, den Herren des Trierer Domchors sowie den Trierer Dombläsern unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Kiefer, Kantorin Christina Elting und Marcel Eliasch und Ulrich Krupp an den Domorgeln.