Bistum Trier: Geschäftsbericht 2025 und Haushaltsplan für 2026 wurden vorgestellt:Zukunftsorientiert und nachhaltig

Trier – Zeigen, dass “wir auch in Zeiten zurückgehender personeller wie finanzieller Ressourcen die Herausforderung annehmen, Kirche aus lebendigen Menschen für und mit Menschen im Hier und Heute zu sein“: Das will der Geschäftsbericht des Bistums Trier für das Jahr 2025, den Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg am 14. Januar 2026 vorgestellt hat, darstellen. Bei der jährlichen Haushaltspressekonferenz gab er zusammen mit dem Leitenden Direktor Andreas Trogsch und Diözesanökonom Manfred Wagner Einblicke in inhaltliche Schwerpunkte des Bistums und die finanzielle Situation der Diözese.
Die strategische Weiterentwicklung und Förderung ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements wolle gemäß dem Perspektivwechsel der Trierer Bistumssynode (2013-2016) „Charismen vor Aufgaben“ Menschen motivieren, sich mit ihrem persönlichen Glauben und mit ihren je eigenen Fähigkeiten und Stärken in das kirchliche Leben vor Ort in den Pfarreien, Einrichtungen, Gruppierungen und Verbänden einzubringen. Das sei „eine Schlüsselaufgabe, um Kirche zukunftsfähig zu machen“, sagte der Generalvikar. Die Verantwortlichen in der Diözese hätten nach der Synode damit begonnen, in vielen Bereichen kirchliches Leben strukturell und inhaltlich zu erneuern. “Darauf bin ich stolz und danke allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen im Bistum an vielfältigen Orten von Kirche und in der Verwaltung für das geduldige und zielstrebige Bemühen um diese Erneuerungen auf der Grundlage unserer Bistumssynode und der gesellschaftlichen Entwicklungen“.
Strikte Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen nötig
Mit Blick auf die finanzielle Situation des Bistums sagte der Leitende Direktor Trogsch, auch wenn das Haushaltsjahr 2024 mit einem Überschuss abgeschlossen werden konnte und auch für 2025 ein positives Jahresergebnis zu erwarten sei, „bedarf es weiterhin der strikten Umsetzung aller vorgesehener Kostensenkungsmaßnahmen, um sich einer stabilen schwarzen Null im Verwaltungsergebnis zu nähern“. Denn diese Ergebnisse resultierten aus Einmaleffekten und „das nach wie vor negative Verwaltungsergebnis mit -8,7 Mio Euro zeigt, dass wir erneut im operativen Bereich mehr Geld ausgegeben haben als zugeflossen ist“.
Trogsch erklärte, dass die Bemühungen des Bistums, die Einnahmen zu erhöhen, um den Menschen ein vielfältiges Angebot im Bereich der Seelsorge, der Beratung sowie der Bildung und Erziehung machen zu können, weitergingen. Er verwies unter anderem auf die Einführung eines freiwilligen Elternbeitrags an den Bistumsschulen, der geschätzt etwa 1,2 Mio. Euro im Jahr einbringen könne. Der 2021 begonnene Haushaltssicherungsprozess, bei dem mehr als 150 Einsparmaßnahmen über alle Funktionsbereiche des Bistums entwickelt wurden, um in den kommenden Jahren die Ausgaben um rund 100 Mio. Euro zu senken, laufe planmäßig.
Haushaltsplan 2026 mit erwartetem Defizit
Für das Jahr 2026 plant Diözesanökonom Wagner den Haushalt mit Erträgen von 462,1 Mio. Euro und Aufwendungen von 467,8 Mio. Euro; das bedeute ein Defizit im Jahresergebnis von 5,7 Mio. Euro. Investitionen seien im Haushalt mit rund 7 Mio. Euro ausgewiesen. Die Kirchensteuereinnahmen als die wichtigste Finanzierungsquelle würden weiter zurückgehen, prognostizierte er; für das Jahr 2026 werde mit 311 Mio. Euro gerechnet. „Gleichzeitig steigen die Aufwendungen beständig, insbesondere im Bereich Personal, Gebäudeunterhalt, Energie und pastoralen Angeboten. Dieser gegenläufige Effekt von geringeren Einnahmen und höheren Aufwendungen zwingt uns dazu, den eingeschlagenen Weg der Haushaltssicherung durch Priorisierung von Aufgaben und konsequentem Handeln weiterzugehen“, so Wagner.
Neben den Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung investiere das Bistum „zukunftsorientiert und nachhaltig“. Allein 6,1 Mio. Euro werden im Haushalt 2026 für Baumaßnahmen und Sachanlagen in den Bistumsschulen geplant, 5 Mio. Euro sind als Baukostenzuschüsse für die Kindertagesstätten vorgesehen. Weiter investiert das Bistum in die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse insgesamt 2,2 Mio. Euro.