Zum Inhalt springen

Eichenmoos, Echte Pflaumenflechte

Datum:
19. Jan. 2026
Von:
Barbara Schartz
verschiedene Ansichten der Pflaumenflechte im Layout des KEB-Naturtipp

KEB-Naturtipp: Eichenmoos, Echte Pflaumenflechte

  • Auch wenn es im Aussehen ein wenig an Moos erinnert, handelt es sich nicht um Moos, sondern um eine Flechte, und wegen des „buschigen“ Wuchses um eine sogenannte Strauchflechte – auch das bekannte Islandmoos ist kein Moos, sondern eine Strauchflechte
  • In Mitteleuropa gibt es etwa 2.000, weltweit ca. 25.000 Flechtenarten. Neben den Strauchflechten gibt es Blattflechten, die eher flach und an einer Stelle mit dem Untergrund verbunden sind und Krustenflechten, ebenfalls flach, aber großflächig mit dem Untergrund verwachsen
  • Flechten sind Lebensgemeinschaften von Pilzen und Algen, bei denen die Algen Fotosynthese betreiben und damit Kohlehydrate herstellen und die Pilze Wasser und Mineralien aus der Luft und aus der Unterlage aufnehmen. Benannt sind sie meist nach den Pilzen, die auch das Gerüst der Lebensgemeinschaft bilden, in das die Algen eingelagert sind. Flechten können durch diese Zusammenarbeit an extrem nährstoffarmen Standorten existieren
  • Flechten auf Bäumen sind keine Schädlinge der Bäume, sie zapfen nicht die Leitungsbahnen der Bäume an und schaden ihnen höchstens dann, wenn sie die Knospen der Bäume überwachsen. Durch die Bedeckung der Rinde können sie Bäume sogar vor dem Befall anderer, schädigender Pilze oder Bakterien schützen
  • Die Pflaumenflechte wächst auf Bäumen, insbesondere auf Eichen in lichtreicher Umgebung. Auch auf Schlehenhecken ist sie häufig in großer Menge zu finden. Sie wird in der Duftstoffherstellung verwendet und wird in Süd- und Mitteleuropa auch dafür angebaut. Allerdings wird seit Jahren auch auf das Allergiepotential dieser Flechte hingewiesen